Ausgabe A Vereinigt mit NS-Volksblatt Die„Weatt. Neuesten Nechr.“ mit unterhaltenden und unterrichtenden Beilagen erscheinen wöchentlich 6mal und kosten monatl. 2 RM., im Postbezug .36 R. einschl 27.06—36.48 Plg.( imn Durcbschnitt 31,77 Rg.) Zeitungsgebühr, aber ohne Bestellgeid. Im Falle höherer Gewalt oder infolge Betriebssthrung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rücksahlung des Bezugepreisen.— Hauptgeschäftestelle: Schalstr. 20 Biel Bieleseld, u. 4. Juli 1938 efelder Stadtanzeiger Anzeigenpreis: Der 1 mm bobe, 4S um breite Anseigenraum in der Ausgabe 4— Bleisfeid 16 Pg., Gesamtausgabe 28 Pig. Der 1 mm bohe, 70 mm brette Textraum in der Ausgabe 4— Bielefeld 60 Ptg., Gesamtausgabe 1 RM. Beülagen: 10 RM, das Teusend. Teilauflagen 12 RM. Annahmestellen für Bielefeld: Hauptgeschäftestelle Schulstraße 20 Geschäftestellen: Alter Markt 2, Rohrteichstraße 9, Herforder Straße 84 Feruref Nr. 312. 351—359 Nr. 153(38. Jahrgang Amtliches Organ der NSDAP und sämtlicher Behörden Einzeluummer 10 Pig. Paris und Ankara Das neue Abkommen über den Sandschak Paris, 4. Juli. Zur Unterzeichnung des Militärabkommens zwischen der Türkei und Fratzkreich meldet das amtliche Nachrichtenbüro Havas, daß es sich hier um die eventuelle Zusammenarbeit der beiden Armeen zur Sicherstellung der territorialen Unverletzlichkeit des Sandschaks und der Achtung seines politischen Status handele. Die Zusammenarbeit werde auf der Grundlage der völligen Parität der Truppenstärke einsetzen. In Paris wird das Abkommen von der Presse so ziemlich einheitlich begrüßt. Nur auf der äußersten Rechten und Linken melden sich Vorbehalte. Der rechtsstehende„Jour" macht den französisch=syrischen Vertrag vom Dezember 1936, der vom Volksfrontkabinett Blum abgeschlossen wurde, dafür verantwortlich, daß es zur Meinungsverschiedenheiten mit der Türkei gekommen ist. Blum habe mit diesem Vertrag nur den syrischen Demokraten entgegenkommen wollen und habe ihnen die türkische Bevölkerung ausgeliefert. Der„Jour“ fordert daher den Abschluß eines neuen auf anderer Grundlage beruhenden Vertrages mit Syrien. Die kommunistische„Humanité“ äußert ihre Bedenken dahingehend, daß es nicht zu den türkischen Forderungen hinsichtlich des Sandschaks von Alexandrette gekommen wäre, wenn das französische Parlament den Vertrag von 1936 rechtzeitig ratifiziert hätte. Nachdem man nun den türkischen Forderungen nachgegeben habe, müsse man fragen, was die arabische Welt dazu sage. In englischen amtlichen Kreisen hält man sich in der Beurteilung des neuen Abkommens Paris—Ankara ziemlich zurück. Der „Star" behauptet, daß Frankreich lediglich seine defekten Allianzen mit Jugoslawien und Rumänien durch ein engeres militärisches Zusammengehen mit der Türkei ersetzen, um so seine Stehlung im östlichen Mittelmeerraum wieder zu stärken. U5FK.-Küstenflug 1938 Sieger: Hauptsturmführer Gotthold Wyk auf Föhr, 4. Juli Am Sonnabendvormittag starteten in Königsberg in Abständen 150 Sportflugzeuge des RS.=Fliegerkorps zum Küstenflug 1938. Die Startfreigabe erfolgte durch Gauleiter Koch(Königsberg). Bereits kurz nach 8 Uhr traf das Gros der Maschinen auf dem Danziger Flughafen ein. Mit der ersten Mannschaft landete Korpsführer Generalleutnant Christiansen. Eine Schlechtwetterfront über Pommern hinderte jedoch die Flieger daran, von Danzig aus den Weiterflug anzutreten; erst gegen 15 Uhr wurde der Start zur Fortsetzung des Küstenfluges freigegeben. Das Ziel des ersten Tages— Rostock— wurde von allen Maschinen in der Zeit von 17.30 bis 21 Uhr erreicht. Auch am zweiten Tag mußte der Start infolge starker Nebelbildung um 1½ Stunden verschoben werden. Das Wetter klarte jedoch auf, so daß der Flug dann ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden konnte. Die Landung aller morgens am Start erschienenen Maschinen erfolgte im Laufe des Nachmittags auf dem Flugplatz in Wyk auf Föhr, wo Korpsführer Christiansen die Preisverteilung und Siegerebrung vornahm. Den ersten Preis erhielt RSFK.=Hauptsturmführer Gotthold(Beobachter Lachmann) von der RSFK.=Gruppe 6, dem der Korpsführer eine goldene Plakette überreichte. Weiter wurden neun silberne Plaketten verDen im Rahmen des Küstenfluges gleichzeitig veranstalteten Wettbewerb für Privatflugzeugbesitzer gewann Otto Junker mit Dr. Scherzer aus Lammersdorf. Im Zuverlässigkeitsflug für Sportfliegerinnen siegte die Sportfliegerin Melitta Schiller mit Hildegard Alt. Lutze besichtigle Pompesi Abschiedsempfang beim Duce Rom, 4. Juli Vor dem Abschluß seines offiziellen Besuches in Italien wurde Stabschef Lutze vom Duce empfangen, der ihm sein mit einer herzlichen Widmung versehenes Bild schenkte und ihm die Wünsche für weitere Zusammenarbeit zwischen SA. und faschistischer Miliz aussprach. Stabschef Lutze hat sich mit seiner Begleitung am Sonnabend von Neapel aus an Bord des italienischen Zerstörers„Saetta“ nach Capri begeben und am Nachmittag nach einer Rundfahrt. im Golf von Neavel Pompesi besichtigt. Der Abordnung der SA. wurde überall ein herzlicher Empfang zuteil. Heumreich Temnunigt Earreiona za Hotscheisatten m Hatten Neue französische Pressehetze gegen Rom 2 Paris, 4. Juli. Die in Rom geführten englisch=italienischen Besprechungen scheinen der Pariser Presse erheblich auf die Nerven gegangen zu sein. Ihre Hetze gegen Italien hat daher als Ausmaß und Schärfe dadurch nur noch zugenommen. In welcher Weise den sowjetspanischen Verbrechern dabei von gewissen französischen Seiten Ermutigungen zugeflüstert werden, beweist die Behauptung des römischen „Temps“=Korrespondenten, daß ein Bombardement italienischer Städte durchaus im Bereich des Möglichen liege. Der Sozialdemokrat Grumbach hat nach seiner Rückkehr aus Barcelona die Absichten Barcelonas bestätigt, indem er mitteilt, daß die Sowtetspanier„die Antwort auf weitere Bombardements evtl. auf italienischen Boden tragen werden". In einer Rede behauptet der frühere marxistische Innenminister Dormoy, daß alles„Unglück“ nur aus der Nichtanwendung der Sanktionen gegen Italien zu Beginn des Abessinienkrieges komme. Léon Blum sieht sich allerdings im„Populaire“ zu der Bemerkung veranlaßt, daß die französische Rechte sich täuscht, wenn sie die Augen vor der Wirklichkeit der Solidarität der Achse Berlin— Rom zu verschließen sucht. Trotz der italienischen Dementis gegen die französischen Lügen über angebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten Italiens sind derartige Behauptungen in der Pariser Presse noch nicht verstummt. Die Pressekampagne stellt eine merkwürdige Illustration des angeblichen französischen Wunsches nach Verständigungsverhandlungen mit Rom dar. Hdp.—Träger volklicher Selbstverwaltung Gründung eines sudefendeutschen Verbandes angekündigt Komotan, 4. Juli. Das„Fest aller Deutschen“ im sudetendeutschen Komotau erreichte am Sonntag mit einer Massenkundgebung aus allen Teilen des Sudetenlandes seinen Höhepunkt. Auf einer Arbeitstagung wies der Beauftragte Henleins für Volksorganisation, Abg. Künzel, darauf hin, daß die heute 300 000 Mitglieder zählende SdP. der gegebene Träger der volklichen Selbstverwaltung sei. Bei einer Zusammenkunft der wichtigsten völkischen Verbände in Aussig soll die Gründung eines sudetendeutschen Verbandes, einer Dachorganisation der verschiedenen Verbände und Vereine, erfolgen. Aus allen Teilen des sudetendeutschen Siedlungsgebietes waren die Abordnungen erschienen. Es zeigte sich deutlich daß der „Bund der Deutschen" heute kein„Verein“ mehr ist, sondern eine Bewegung darstellt. die die ganze sudetendeutsche Bevölkerung erfaßt hat und im steten Vormarsch begriffen ist. In der. Hauptversammlung des Bundes erstatteten die Amtswalter ihre Tätigkeitsberichte. Abgeordneter Künzel zeigte die Richtlinien der Bundesarbeit auf. Er erklärte u..: Heute ist die gesamte Volksgruppe in allen ihren Bereichen den Angriffen der nationalen Gegner ausgesetzt. Die Not hat uns zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengeführt. Da die Sudetendeutsche Partei auch Träger der volklichen Selbstverwaltung sei, ist es nur zu verständlich, daß sich die verschiedenen Verbände und Vereine, die das Sudetendeutschtum betreut, der einheitlichen Führung unterordnen. Deshalb haben wir auch die wichtigsten völkischen Verbände nach Aussig geladen. Für uns Sudetendeutsche muß jede Arbeit, die im Rahmen der Volksgemeinschaft geleistet wird. nach den politischen Erfordernissen unseres Landes ausgerichtet sein. Wir sind uns deshalb darüber klar geworden, daß als Träger unserer Volkstumsarbeit in Zukunft zwei Organisationsformen in Frage kommen. Auf der einen Seite die Parteiorganisation mit ihrem festen, die Gesamtheit unserer Volksgenossen umfassenden örtlichen Parteigemeinden und andererseits jene Organisationsform, die uns durch die Selbstverwaltungsrechte gegeben sind, die uns Deutsche hierzulande eingeräumt wurden oder noch eingeräumt werden müssen. Wir werden die Gemeinden anleiten, die völkischen Angelegenheiten, die bisher dem Volkstumsverbande vorbehalten waren, in ihrem Bereich mitzugestalten. Unsere örtliche Selbstverwaltung soll ein Beispiel wirklicher völkischer Selbstverwaltung sein. Man kann uns in keinem Falle jene Solbstverwaltung nehmen, die wir schon heute in der Sudetendeutschen Partei praktisch verwirklicht haben. König Karol von Rumänien dekoriert die Fahne des 1. Grenzregiments, eines Garderegiments, das dieser Tage sein 25jähriges Bestehen feierte. Links Kronprinz Michsel, rechts General Argeseane, der Minister für Landesverleidigung Weltbild(K) Mit etwas gutem Willen Bieleseld, 4. Juli. In seiner Stettiner Rede, über die wir in der letzten Ausgabe ausführlich berichteten, gab der Reichswirtschaftsminister bekannt, daß das Deutsche Reich gegenwärtig mit 12 Staaten in wirtschaftlichen Verhandlungen stehe, bei denen der Wille zur Verständigung zum Ausdruck gekommen sei. Gleichzeitig konnte Funk seine Freude darüber ausdrücken, daß zwischen England und Deutschland ein Handelsabkommen unter Dach und Fach gebracht worden sei, das die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder in gute und vernünftige Bahnen leitet. Und die andere Seite?— Auch die englische Presse, die politischen Kreise Londons und die City begrüßen dies Abkommen, das zur Verbesserung der deutsch=englischen Handelsbeziehungen einen wertvollen Beitrag leistet. Das ummmmmmmmmmmm Schalke entthront Drei Mercedes-Siege in Reims Noch nie hat eine Deutsche Fußballmeisterschaft ein so gewaltiges Finale erlebt wie in diesem Jahre. Vor 100000 Zuschauern siegte im Olympia=Stadion nach einer abermaligen Spielzeitverlängerung Hannover 96 über Deutschen Fußballmeister Schalke 04 mit:.— Der„Große Preis von Frankreich" brachte einen großen deutschen Erfolg. Mercedes=Benz stellte mit v. Brauchitsch, Caracciola und Lang die drei ersten Sieger, während die AutoUnion, vom Pech verfolgt, mit zwei Wagen nicht über die erste Runde kam.— Der deutsche Box=Länderkampf gegen England endete mit einem 10:=Sieg, und unsere Leichtathleten holten gegen Frankreich einen Bombenerfolg heraus, indem sie mit 105:46 flegten. (Ausführliche Berichte im Sportteil.) ampmannrmmnnsrnserenrrurnssrurmuurmmenrrrzurmenrntrrrrnnasse Unterhaus zeigt eine positive Reaktion und der „Daily Expreß“ sagt, das sei die beste Nachricht, die die Märkte und den Handel erreicht habe angesichts der allgemeinen politischen Spannung. Das Abkommen beweise Deutschlands freundschaftliche Haltung. Na also! Man sieht, daß mit gutem Willen alles geht, und wenn vielen vieles augenblicklich noch auf unserm Kontinent Kopfschmerzen bereitet, dann doch wohl nur, weil entweder der gute Wille fehlt, oder aber trotz gutem Willen Politik in solch ausgefahrenen Gleisen und mit derart unzeitgemäßen Methoden betrieben wird, daß jedes fruchtbare Ergebnis schon im embryonalen Zustand erstickt wird. Denken wir an das deutsch=englische Flottenabkommen vom Jahre 1936 zurück, dessen klaxe und selbstverständliche Lösung mit einem Male so viel Zündstoff zwischen uns und unserm stammverwandten Nachbarn beseitigte, und das wieder in den letzten Tagen in der Frage der Höchsttonnage erneut eine loyale Zusammenarbeit mit Großbritannien ermöglichte, so hoffen wir, daß die deutschen Einsicht über die alleinige Zweckmäßigkeit zweiseitiger, offener und unmittelbarer Verhandlungen nun auch in London angesichts der guten Erfolge Einzug hält. Auch jenseits des Kanals wird man sich nicht verhehlen können, daß man mit dieser Methode besser fährt, als mit der Genfer Formalschusterei. Zum andern ist erneut unter Beweis bestellt, daß man mit Deutschland, diesem bösen „Nazi“=Deutschland, tatsächlich verhandeln kann und daß wir garnicht so schwarze Schafe sind, wie es die jüdische und judenhörige Presse in der Welt täglich Millionen und Abermillionen Lesern glauben machen will. Daß man in jenen Kreisen auch augenblicklich wieder grimmig enttäuscht sein wird, ist uns verständlich, uns, die wir wissen, daß jene gewerbsmäßige Clique von Friedensstörern alles haßt, was zu einer Beruhigung und Stabilisierung der europäischen Verhältnisse führt und nicht zu Krieg und Chaos. Sie hatten hinsichtlich der deutschen Einstellung zu den Dollfuß= und Schuschnigganleihen Oesterreichs bereits geglaubt, unter Aufputschung der englischen Gläubiger einen „Handelskrieg“ zwischen dem Reich und England entfachen zu können. Statt dieses Krieges aber kam es zu einer friedlichen, beide Teile be8 friedigenden und in ihrer Auswirkung auf den Welthandel nur förderlichen Vereinbarung. Die Vernunft und bessere Einsicht hat den Hetzern wieder einmal den Boden unter den Füßen weggezogen. Für alle, die aber guten Willens sind, ist, das deutsch=englische Handelsabkommen ein neuer befreiender Schritt in jenes Neuland europäischer Politik, das alle ersehnen, das aber mühsam Schritt für Schritt sich zu erobern, bei viel zu vielen wegen ideologischer Hemmungen die Voraussetzungen fehlen. Tho. Deutsche Fronkkämpfer in Warschau Kameradschaftliche Aufnahme in Polen Warschau, 4. Juli Die deutsche Frontkämpferabordnung, die unter Führung von Reichskriegsopferführer Oberlindober den Besuch des polnischen Generals Gorecki vom vorigen Jahr erwidert, ist in Warschau etngetroffen, wo am Sonnabend im Rathaus ein Empfang stattsand. Hier dankte Stadtpräsident Starzynski für die Ueberlassung des ehemaligen Pilsudskihauses in Magdeburg. Oberlindober betonte in seinen Dankesworten, daß Polen und Deutschland einen festen Wall gegen den Bolschewismus bilden müßten. Am Sonntagmittag gab der polnische Frontkämpferführer General Gorecki für die deutsche Abordnung einen. Empfang, dem auch Kriegsminister General Kasprzycki sowie die Botschafter von Moltke und Lipski beiwohnten. General Gorecki betonte, daß die deutsch=polnische Zusammenarbeit besonders den Frontkämpfern am Herzen liegen müsse. Reichskriegsopferführer Oberlindober sagte in seiner Erwiderung u.., daß die Sprache der Frontkämpfer keine diplomatische sei, jedoch wollten gerade die Frontkämpfer das Werk der Diplomatie unterstützen. Abschließend erhob er sein Glas auf das Wohl des Staatspräsidenten Moscicki. Rote Niederlage bei Teruel Allgemeine Mobilmachung in Rotspanien Salamanen, 4. Juli An der Teruelfront brachten die nationalen Truppen im Abschnitt von Puebla Valverde dem Feind eine schwere Niederlage bei. Sie besetzten rote Stellungen und machten reiche Beute sowie viele hunderte von Gefangenen. An der Castellonfront wurde der nationale Vormarsch fort gesetzt und die Höhen von Benitandua eingenommen. Die Operationen dauern an. Die nationalspanische Luftwafse warf in der Nacht zum 1. Juli Bomben über der Munitionsfabrik von Gava in der Provinz Barcelona ab. Die Fabrik wurde in Brand gesetzt. Nach zuverlässigen Berichten von Ueberläufern aus Katalonien, die sich bei Tortosa auf die nationale Seite schlugen, hat Negrin die allgemeine Mobilmachung in ganz Rotspanien angeordnet. Barcelona ist entblößt. Am Hafen herrscht ein grenzenloses Durcheinander. Es fehlen Arbeiter. Die elektrischen Kräne funktionieren nicht. Die Stadt macht einen traurigen und verlassenen Eindruck. Vergnügungslokale haben ihre Türen geschlossen, da das Licht abgeschnitten ist. Andererseits begünstigt die Dunkelheit die Uebergriffe der roten Banden. die nachts durch die Straßen ziehen und von jedem Passanten Ausweise verlangen. Finden sie nicht ihre Billigung wird erbarmungslos geschossen. Eine neue Welle der Schreckensberrschaft hält Barcelona gefangen. Zu ihr kommen die immer akuter werdende Lebensmittelknappbeit und das Auftreten von Evidemien, die mangels Heilmittel nicht bekämpft werden können. Vorsicht, Spione am Werk Warnung an alle Volksgenossen Berlin, 4. Juli. Im August des Vorjahres warnte die geamte deutsche Presse vor gewissen Methoden gegen Deutschland arbeitenden Spionage. Eigens von der Leitung dieser Spionage gegrundete sogenannte„Kreditinstitute" und „Pressekonzerne" versuchten durch ihre Beauftragten, in Not geratene oder ahnungslose deutsche Volksgenossen zum vorsätzlichen oder fahrlässigen Verrat von Staatsgeheimnissen zu verleiten. Neuerdings glauben gewisse Agenten— Werber der ausländischen Spionage—, in Deutschland habe man diese Aufklärung und Warnung bereits wieder vergessen. In der letzten Zeit sind in deutschen und ausländischen Zeitungen mehrfach wieder Inserate folgenden und ähnlichen Inhalts erschienen: „Tüchtige Mitarbeiter gesucht für verkehrstechnisches Beiblatt(auch Flugpost) einer neutralen Auslandszeitschrift. Ausführliche Angebote an Büreaux Telegraaf, Amsterdam (Holland).“ Volksgenossen, die sich hierauf meldeten, wurden aus dem Auslande brieflich aufgefordert, Originalmaterial über wehrtechnische, wehrwirtschaftliche und flugtechnische Fragen einzusenden. Unterzeichnet waren diese zur Anbahnung von Spionagebeziehungen bestimmten Schreiben von Dr. Norbert MartingerLins und Dr. Philipp R. Malin, beide in Paris. Hintev diesen Versuchen und Decknamen steht einwandfrei die Spionagezentrale einer westeuropäischen Macht. Vor einer Verbindung mit diesen Spionageagenturen des Auslandes wird ein für allemal eindeinglich gewarnt. Die deutsche Landesverratsgesetzgebung ahndet vorsätzlichen Vervat mit der Todesstrafe, fahrlüssigen Verrat aus Leichtfertigkeit, Unachtsamkeit oder Seltungsbedürfnis mit hohen GesängnisNunn facht kenung ducch neieg GPU.-Chef Ljuschkow packt aus— Die Terrordiktatur Stalins Tokio, 4. Juli. Die bisherigen Vernehmungen des geflüchteten Cheis der GPU., Liuschkow, der sich bereits in Japau befindet, geben außerordentlich interessante und ausschlußreiche Einblicke in die wahren Zustände Sowjetrußlands. Die führende Tokioter Zeitung „Tokyo Nichi Nichi“ verbreitete Extrablätter mit den Aussagen Liuschkows. Dieser schreibt darin u..: Vor der Flucht hab eich lange überlegt, ob ich es darauf ankommen lassen sollte, als„Volksfeind“ wie tausend und aber tausend andere erschossen zu werden oder ob ich mein weiteres Leben in den Dienst des Kampfes gegen die blutige Politik Stalins stellen sollte. Meine Flucht bedeutet die Preisgabe meinek Familie. Ich habe sie aufgegeben und das Interesse des Volkes vorangestellt. Gewiß bin ich ein Verräier geworden, aber ich verrate Stalin und nicht Rußland. Stalin hat Rußland verraten. Alle Terrorgruppen sind Erfindungen Stalins, der mit diesen Mitteln seine Widersacher aus dem Weg räumte. Stalin hätte mit Hilfe seiner Terrororganisation nicht nur seine jetzigen politischen Feinde, sondern auch seine zukünftigen Gegner mit den grausamsten Mitteln beseitigen lossen. Zur Durchführung seiner gefährlichen Politik brauche er Leute, die ihm fklavisch ergeben seien. Er scheu dabei nicht vor Morden, selbst innerhal der engsten Parteiführung, zurück. Um die inneren Schwierigkeiten und die Zerrüttung zu bemänteln, suche er einen Ausweg durch Krieg und treibe, um die wahnsinnigen Rüstungen durchzuführen. Raubbau an den Kräften des russischen Volkes. Das wichtigste derzeitige Problem sei das Verhältnis Sowjetrußlands zu Japan. Stalin habe dem Volk erklären lassen, daß Japan im Fernen Osten einen Krieg vorbereite. Er unterstütze China mit Kriegsmaterial und durch Entsendung von Beratern. Geplant sei eine Ausweitung des Chinakonflikts und eine Schwächung Japans durch eine immer festere Sowjetbindung an China und eine gleichzeitige Mobilmachung der sowjetrussischen Marine= und Heereskräfte im Fernen Osten. Die Stärke der Sowjetarmee im Fernen Osten betrage über 270000 Mann mit 20 Divisionen. Wenn man die GPU. im Baikalbistrikt und die GPU. im Fernen Osten unter seinem, Liuschkows Befehl hinzurechne, so ergäben sich östlich des Baikalz sees insgesamt 400000 Mann Streitkräfte mit 25 Divisionen. An der Grenze seien über 2000 Flugzeuge versammelt. In Wladiwostok und weiteren Häsen befinden sich zahlreiche .Boote aller Topen. Zu inneren Fragen des russischen Volkes übergehend, betonte Liuschkow, daß der Lebensstandard des Volkes nicht gehoben sei. Der vollkommene Fehlschlag der Wirtschaftspolitik solle durch die sogenannte „Sabotage“ bemäntelt werden die man zum „Volksfeind“ gestempelt habe. Die nationalen Interessen müßten hinter die Interessen des Terrorregiments Stalins zurücktreten. * Diese bezeichnenden Ausführungen eines Mannes, der als GPU.=Chef für den Fernen Osten ja wissen muß, wie es in Sowjetrußland aussieht, werfen ein grelles Schlaglicht auf die dortigen Zustände und die alles ander als friedliebenden Absichten des roten Zaren. Naochina wird nelegsschäuplag Erklärungen des japanischen Marineministers * Rom, 4. Juli Der japanische Marineminister Admiral Yonai erklärte dem Vertreter des„Corriere della Sera“ in einer Unterredung, daß Japan fest entschlossen sei, den Kampf solange fortzusetzen, bis sich Tschiangkaischek und sein ergeben würden. Dabei werde Südchina notwendigerweise ein Teil des Kriegsschauplatzes. Ferner kam Admiral Yonai auf die Flottenpolitik Englands und der Vereinigten Staaten .Prechen. Wenn diese beiden Mächte Schlacht„ mit mehr als 35000 Tonnen bauen würden, so müsse Japan aus dieser erneuten „Drohung“, die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Er bezeichnete es dabei als eine elementare Vorsichtsmaßnahme, wenn eine Nation, die durch die Flottenbaupolitik in die Gefahr zahlenmäßiger Unterlegenheit gerate, über ihre Absichten absolutes Stillschweigen bewahre. Auch die Entwicklung der militärischen Stärke Singapurs werde von Japan mit größtem Ernst und Besorgnis verfolgt. Der füdchinestsche Hasen Swatau wurde am Sonnabend erneut von japanischen Kriegsschiffen beschossen und von Flugzeugen bombardiert. Das Bombardement folgte der Beschießung durch die japanischen Kriegsschiffe und dauerte zwei Stunden. Nach den in Hongkong eintreffenden Meldungen“ sollen die Chinesen etwa 50 Kilometer östlich von Hankau die Deiche des Yangtse durchstochen haben, um dadurch den Vormarsch der Japaner aufzuhalten. Diese Beobachtung wollen japanische Kriegsflieger gemacht haben. Nach in Hankau vorliegenden Meldungen; sind die Kämpfe zwischen den japanischen und chinesischen Truppen mehr in die Gegend westlich von Madang verlegt worden. Ein kleiner japanischer Dampfer hat infolge des Hochwassers die Sperren bei Madang überfahren können und hat bei Niangmiao, zwischen Madang und Pengtse, mehrere hundert Mann japanischer Soldaten gelandet, die sofort die chinesischen Stellungen am YangtseUfer angriffen. In den chinesischen Meldungen wird weiterhin berichtet daß die Chinesen immer noch in der hügeligen Gegend westlich von Madang kämpfen. Da sie jetzt jedoch von den Japanern auch im Rücken angegriffen würden, würden sie sich aus diesen Stellungen zurückziehen. Auch in der Nähe von Hstangkau, drei Kilometer östlich von Madang, wurden die Kämpfe fortgesetzt, ohne daß es den Chinesen hierbei gelungen wäre, die Japaner abzudrängen. Vonmeractaad in der Sstmder Ein Aufruf Bürckels zur Mithilfe am Autbauwerk Wien, 4. Juli Reichskommissar Bürckel erläßt folgenden Aufruf: Der Fremdenverkehr im Lande Oesterreich hat in den vergangenen Jahren einen unvergleichlichen Tiefstand erlitten. Dies ist umso bedauerlicher, als gerade in diesen wunderschönen Gebieten kerndeutsche Menschen verurteilt waren, die politische Mißwirtschaft am empfindlichsten zu tragen. Ich richte daher an alle Deutschen, die ihren Sommerurlaub im Gebirge verbringen wollen, den Appell, am Aufbau in Oesterreich selbst dadurch mitzuhelfen, daß sie auch in weitgehendem Maße die österreichischen Fremdenverkehrsgaue aufsuchen. Ihre Mitarbeit am Ausbau soll dann in besonderer Weise dadurch zum Ausdruck kommen, daß sie den zuständigen Gauleitungen, bei denen für die Dauer eines Jahres eine eigene Fremdenverkehrsabteilung angegliedert ist, eine Mittetlung zugehen zu lassen, in welcher sie die folgenden Fragen beantworten mögen: 1. Wie sind Sie mit Ihrer Wohnung zufrieden? Haben Sie sich heimisch gefühlt? 2. In welchem Verhältnis stehen die Preise zu dem Gebotenen? Haben Sie schon einmal bessere Erfahrungen gemacht? Welche Vorschläge können Sie sonst machen, welche Erfahrungen, die geeignet sind, daß im Fremdenverkehrswesen verbessernd eingegriffen werden kann, können Sie uns übermitteln. Ich bitte Ihre Meinung mit rückhaltloser Offenheit den zuständigen Gauleitungen mitzuteilen, damit die darauf notwendig werdenden Maßnahmen umgehend getroffen werden können. Bürckel, Gauleiter. Bürckel greist durch Gegen Untreue und Denunziantentum (Wien, 4. Juli Bei einer Ueberprüfung aller durch Reichskommissar Gauleiter Bürckel in der ostmürkischen Privatwirtschaft eingesetzten Kommissaren ergab sich, daß 12 Kommissare untreu gearbeitet haben. Gauleiter Bürckel ließ diese festnehmen und in das Konzentrationslager Dachau überführen. Eine Neuregelung des Kommissarswesens steht in den nächsten Tagen bevor. Des weiteren erließ Gauleiter Bürckel eine neue Anordnung mit dem Ziel eines energischen Kampfes gegen das Denunziantentum. Die Veranlassung dazu ergab eine Gefängnisbesichtigung, wobei ein früherer Funktionär der„Vaterländischen Front“ infolge einer üblen Deuunziation eines seiner Amtswalter als zu unrecht in Haft befunden wurde. Während der Mann sofort aus dem Gefängnis entlassen wurde, wurde der Anzeiger für längere Zeit binter Schloß und Niegel genommen. Gauleiter Bürckel hat angeordnet, daß in Zukunft jeder, dem es gelingt, einen Denunzianten zu fassen, eine Prämie von 50.K erhalte.— Auf einer Tagung der Politischen Leiter in der Steiermark hielt Gauleiter Bürckel am Sonnabendnachmittag eine Rede, in welcher er sich erneut mit den Greuelbetern auseinandersetzte. Er stellte richtig. daß nicht 20 000, sondern 3870 Juden in Oesterrei chals politische Häftlinge festgehalten würden. Die Judenfrage werde in der Ostmark kompromißlos gelöst werden. Zur wirtschaftspolitischen Lage kündigte Bürckel für den August einen großen Rechenschaftsbericht an. Er werde nichts versäumen, um den Lebensstandard der schaffenden Menschen in der Ostmark zu bellern. „Jutsch in Ungarn“ Die übereifrige Außenpolitikerin des Pariser„Oeuvre“ Madame Tahouis, ärgert sich immer schkußlich wenn andere Zeitungen Sensationen bringen, die ihr entgangen sind, Haben da verschiedene Blätter davon geschrieben, daß der Besuch General Keitels in Ungarn den Zweck verfolgt habe, an der ungarischen Grenze gegen die TschechoSlowakei den Aufmarschplan zu studieren, Madame hat sich sehr darüber geärgert. Sie hat sofort London angerufen, wo man immer Informationen nach Wunsch bekommen kann, Allerdings hat das Fräulein vom Amt aus alter Gewohnheit die Verbindung salsch hergestellt und der sensationslüsternen Dame die übliche Verbindung zur Pariser Sowjetbotschaft gegeben. Ordentlich spitz sind die Ohren von Frau Tabouis geworden, als sie die neuesten Informationen hörte. Deutschland habe an der ungarischen Grenze Truppen zusammengezogen, um mit Hilfe der Magyaren in Ungarn einen Putsch gegen die Regierung Imredy zu inszenieren. Eine reguläre Verschwörung sei im Gange. Madame Tabouis hat diese Sensation sofort in die Welt hinausposaunt und dazu geschrieben, solche Dinge erzähle man sich im Londoner Außenamt. Sie hat es gar nicht gemerkt, daß sie mit der falschen Stelle verbunden war und einer der übelsten Lügen der Sowjets zum Opfer gefallen ist. Auf der einen Seite sollen also die bösen Deutschen mit den Ungarn zusammen gegen die Tschecho=Slowakei rüsten. Gleichzeitig aber sollen sie auch gegen die Ungarn einen Putsch vorbereiten. Wer solche Widersprüche glauben soll, muß sich schon in einer Gemütsversassung befinden, wie Frau Tabouis. el. Die bombardierten Schiffe Heute Unterhauserklärung Lonvon, 4. Juli In einer großen Rede in Kettering(Mittelengland) sprach am Sonnabend der englische Premierminister Chamberlai nüber Fragen der britischen Außenpolitik. Zur Angelegenheit der Bombardierung sog. britischer Schiffe an der spanischen Küste fragte er ironisch, seit wann denn die Marxisten so leidenschaftlich das Privateigentum verteidigten, denn es handele sich bei der Schiffahrt nach Spanien um prositmachende Schiffsreeder, die kein Risiko auf sich nehmen, weil sie ja das vier= bis fünffache der normalen Schiffahrtsraten bezahlt bekommen. Deswegen billige er aber noch keinesfalls die Luftangriffe auf englische Schifse, was ja auch seine wiederholten Protestnoten an Franco bewiesen. Dieser habe aber bestimmte Versicherungen ihm gegenüber abgegeben, daß es den Nationalspaniern niemals eingefallen sei, absichtlich britische Schiffe anzugreisen. Am heutigen Montag wird Chamberloin im Unterhaus Erklärungen über die Bombenabwürse auf britische Schiffe und die Verhandlungen, die in dieser Richtung mit Nationalspanien gepflogen wurden, abgeben. Tschechische Knüppelhelden Mob verprügelt Sudetendeutschen Komotan, 4. Juli In Tschausch bei Brüx wurde am Sonntagmittag ein sudetendeutscher Kraftwagenfahrer, der das„Fest aller Deutschen" in Komotau besuchen wollte, verprügelt. Auf der Brücke sprang plötzlich ein junger Mann auf den langsam fahrenden Wagen und riß den Wimpel mit dem Zeichen der SDP. ab. Es rottete sich im Nu eine größere Menschenmenge zusammen, die nicht gegen das lümmelhafte Benehmen des tschechischen Jünglings Stellung nahm, sondern den Fahrer verprügelte. Der Sudetendeutsche Abgeordnete Nemeck ist bei den zuständigen Behörden sofort vorstellig geworden. Nleues vom Tage General Pariani in Berlin Auf dem Anhalter Bahnhof traf am Sonntag aus Rom kommend der Oberbefehlshaber und Chef des Generalstabes des italienischen Heeres General Pariani ein, der auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres Generaloberst von Brauchitsch verschiedene Heereseinrichtungen in der Umgebung von Berlin und Hannover sowie die Sehenswurdigkeiten Potsdams besichtigen wird. Fünf Jahre DAF. in Frankreich Aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens der DAF. in Frankreich sand eine Feier der deutschen Gemeinschaft in Paris statt. An der Veranstaltung nahmen auch 60 Auslandsdeutsche aus Chile teil, die sich zurzeit gerade auf der Durchreise in Paris befinden. von wo sie zur Teilnahme an dem Deutschen Turn= und Sportfest nach Breslau weiterfahren werden. Chamberlain und Hore-Belisha als Zeugen Der parlamentarische Untersuchungsausschut für den Fall Sandys wird heute zum erstenma. e erdnr Bateridhen berla.., Kriegsminister Hore Belisha sor. ubgeordnete Sandys als Zeugen vernommen werden. Neue Aussprache Clano—Perth Zwischen dem italienischen Außenminister Graf Ciano und dem englischen Botschafter Lord Perth hat am Samstagabend eine nahezu halbstündige Unterredung stattgefunden, bei der die am Dienstag begonnene Besprechungüber die spantsche Frage fortgesetzt wurde. Von CHRISTEL BROEHL-DELHAES Nr. 20) (Nachdruck verboten) Johanne, die Mutter, die Arbeit sind ausgelöscht. Wie ist das möglich. Wo ist man? In einer anderen Welt, zu der man von Geburt her nicht gehört, und von der man infolgedessen verwirrt wird. Neben Erich sitzt eine Frau, und ihre leise Stimme tönt immerfort, einschläfernd und erregend zugleich gegen sein Ohr. * „Erich kann sich sehr glücklich schätzen, liebste Jo“, schreibt Frau Kyber an Johanne Gab' nach Breslau„er hat das Rennen gemacht. Sein Entwurf ist angenommen worden. Braubach hat sich stark für ihn eingesetzt Erich verkehrt fast täglich in seinem Hause. Natürlich ist er nun Hahn im Korbe. Die Damenwelt der besten Kreise reckt den Hals nach meinem Jungen, liebste Jo. gerade nach meinem Jungen. Daß ich das noch erlebe, ist zum großen Teil auch Ihr Verdienst, Johanne. Ich schreibe es Ihrem großen Einfluß und untadeligen Cha rakter zu, daß der Junge sich bisher nie verschleuderte. Es hat allen Anschein, als ob er zwischen ihm und Gitta Menschlin zu etwas käme.— Denken Sie nur. welches Glück: als Schwiegersohn des Bürgermeisters säße Erich mit einemmal überall drin. Es wäre der Gipfel. Ich bin so glücklich. Jo——“ Ueber vier Seiten ging der Brief so fort. Johanne zerknitterte ihn in ihren Fingern. Sie war zum erstenmal aufgewühlt bis ins Innerste. Das war Erich? Sein Ehrgeiz trieb ihn dazu, Gitta Menschlin einzufangen? Das war Erich? Und diesen Menschen, dem seine innerliche Verlobung nichts war, gemessen am Vorteil einer geschäftsmäßigen Hairat, diesen Menschen hatte sie geliebt? Sie zwang sich dazu. ruhiger zu werden, nachzudenken, die Gründe zu erfassen. Mit keiner Silbe hatte Erich selbst bisher von Gitta Menschlin gesprochen. Seine seltener werdenden Briefe entschuldigte er mit vermehrter Arbeit: sie glaubte ihm das. Sprach er nicht von Gitta, um ihr nicht wehe zu tun? Wollte er damit warten, bis sie wiederkam, daß er. Auge in Auge mit ihr, es ihr in aller Freundschaft sagen konnte? Sie sah diesen Erich vor ihrer verwundeten Seele stehen, sah ihn, wie er sich damals aufgelehnt hatte gegen ihre Protektion. hörte fast wörtlich seine flammenden Worte. daß er aus eigener Kraft beweisen wolle, was er könne. Konnte sich während weniger Wochen ein Mensch so sehr ändern? Nein. niemals. Erich, lieber Bub, du lieber, törichter, kindhafter Bub. Nein, ehrlos ehrgeizig war er nicht. Und wenn er es nicht war, dann liebte er Gitta Menschlin. Johanne Gahl meisterte ihr zitterndes Herz. meisterte ihre Kopflosigkeit, die sie zu der Unüberlegtheit einer sofortigen Heimreise verleiten wollte. Sollte sie den Kampf aufnehmen, sich lächerlich machen in der Niederlage vor der Jüngeren, Strahlenden. besser zu ihm Passenden? Hatte sie ihm nicht die Freiheit gelassen, „Die Hauptsache ist es, daß wir uns innerlich verlobt wissen.“ Wann hatte sie solches zu ihm gesagt?... Ihn freigeben? Klaglos, kampflos? All das Schöne und Hohe und Reine, das in ihm war. einer anderen überlassen, ohne zu wissen, wie jene es verwaltete, was sie damit trieb und daraus machte? Hatte sie nicht ein Anrecht auf diese Seele, die sie gehutet und vor Ekel und Ernüchterung ängstlich bewahrt? Es ist so: man hat kein Recht. Auf nichts! Auf keinen! Nicht auf den liebsten, den angebetetsten Menschen! Aber war es nicht vielleicht eine Verirrung ihm? Brauchte sie vielleicht nur die Hand ustrecken, um ihn wieder an sich nehmen zu zn? Ihre Gedanken gingen viel weiter und glaubten zu erkennen, was sie in Hellsicht und Vernunft des Herzens gefürchtet, die über die Leidenschaft des Gefühls in ihr gesiegt hatten: daß sie die Verehrung des Knaben für Liebe gehalten und daß er jetzt. nachdem er geworden und gewachsen, erst reif für dieses Gefühl geworden war. reif in der Zuneigung zu einem anderen Mädchen. Seine Bewunderung für sie hatte ihm Liebe vorgetäuscht. Er kannte nicht Liebe. Und nun mochte er erwachen. Johanne erinnerte sich an sein Gesicht, als er damals in Neuenahr vor der fremden Frau den Wagenschlag geöffnet hatte; und sie gab es auf. sich von ausu :. Li wider Gitta Menschlin, die ibn ihr genommen, aufzulehnen. Sie sah, daß er seinen Weg geben mußte. In Wirklichkeit sah es doch noch etwas anders aus. als es die verliebte und geschmeichelte Mutternatur in Frau Kyber ausgemalt: der kleine, rassige Renner Gitta Menschlin stand immer gerade dann in der Nähe des Bauamts. wenn Erich Kyber kommen mußte. Sie brachte es fertig. ihn schnell zu verlocken. seine Arbeit liegenzulassen und sie auf einer Fahrt, bei der sie meistens atemlos über die Landstraßen an der Perivherie der Stadt raste, zu begleiten. Wollte er nicht unhöflich sein, so mußte er ihr nachgeben, zumal er jetzt sein eigener Herr war und sich nicht mehr an bestimmte Arbeitsstunden band. Auf solcher Fahrt zwang sie ihn einmal dazu. Tennis zu spielen. Er hatte lange nicht mehr den Schläger in der Hand gehabt aber Gitta Menschlin spielte so elegant und die Bewegungen ihrer schlanken, gertenhaften Gestalt waren so hinreißend graztös, daß sein Blut pochte und eine sonderbare Gewalt ihn zwang. ihr zu folgen, zu parieren, anzugeben, sie zu schlagen. Von nun an spielte er regelmäßig mit ihr. Sie sprach kaum ein Wort mit ihm. Verbissen und zäh rangen sie gegeneinander. Kober wurde bald ihr Meister; sie kam nicht mehr gegen ihn auf. Um so mehr siegte sie auf der anderen Linie. Der Mann in ihm sab während des Spiels. obwohl ihm kein Ball entging und vor seinen Sprüngen den Boden berührte, das Spiel ihres Körvers die Schönheit und Geschmeidigkeit ihrer Glieder, den fehlerlosen. wohlgeformten Leib des jungen Mädchens unter der leichten Hülle des losen. weißen Kleides. Dennoch war alles ganz anders, als Frau Kyber vermutete. Erich ängstigte sich vor seinen Gedanken und den Regungen, die Gitta in ihm anfachte: er suchte sie nicht und fühlte sich nicht von ihnen beglückt oder mit Sehnsucht erfüllt. In der Stadt munkelten sie von neuem. Der Kyber war doch ein ausgekochter Hund. Ausgerechnet die Tochter des Bürgermeisters. Der setzte sich sein in ein gemachtes Bett. Ein bißchen Ringen und Ehrgeiz. aber nichts im Vergleich zu dem sicheren Leben das ihm als Stadtbaurat — vielleicht einmal Geheimer Baurat— bevorstand. Erst läßt er sich ein bißchen lancieren von der Gahl. die ihm dann nachher doch wohl als zu alt für ihn erscheint, und er streckt die Hände aus nach dem schönsten und begehrenswertesten Mädchen der städtischen Gesellschaft. So ein Junge! Mit seinen blauen Augen, seinem blonden Haarschopf und seiner Figur hat er das Rennen gemacht. Wie wird es denn die Gahl aufnehmen? Die Gahl hat ihn doch erst berühmt gemacht, weil sie ihm, dem Unbekannten. dem Nichts in der Kunstwelt, die Gemälde zu ihrem berühmten Buch anvertraute. Und der Junge hatte das alles gemacht. So mit dem kleinen Finger, so von ungefähr. Wer wußte denn, daß es nicht Kober war, der die Hände nach Gitta Menschlin ausgestreckt? Wer wußte denn, daß dem leidenschaftlichen Mädchen die Zurückhaltung und Kühle eines jungen Menschen, der so gar nicht zu haben war, das Blut aufpeitschte? Die meisten Jungens. ja. sogar besonnene Männer, ehrenwerte Bürger der Stadt, waren ein wenig zum Spielball dieses entzückenden, leichtblütigen Mädchens geworden: Kyber allein versagte vollkommen. Kyber, der Asket. Kober, der Mönch, sah gar keine Mädchen an. Aber sie wollte ihn haben; gerade ihn wollte sie haben. Später war es zu überlegen, ob sie mit ihm spielen oder ihn ernst nehmen wurde Es hatte den Anschein, als wäre er nur ernst Neuerdings stand ihm auch ein Pferd zur Verfügung. Kyber hatte seine Leidenschaft für Pferde einmal in Gegenwart Braubachs fallen lassen. Braubach hatte ihm liebenswürdigerweise und mit Versicherung der Selbstverständlichkeit seines Angebots seinen Stall zur Verfügung gestellt. Obwohl es ihn gelockt hatte, war Erich dennoch zu stolz gewesen, davon Gebrauch zu machen. Bis eines Morgens in aller Frühe ein Stallbursche mit zwei Pferden vor der Tür stand und wortlos darauf wartete, daß Erich erscheine und sich in den Sattel schwinge. Seitdem wehrte sich Erich nicht mehr. Er gab sich sehr diesem Lieblingssport hin: er war der einzige, der in frühen Morgenstunden durch den nahen Wald raste, Höhen und Gräben nahm, über Zäune und geschichtete Baumstämme sprang. Plötzlich bekam er eine Gefährtin: Gitta Menschlin begegnete ihm auf den einsamsten Wegen und es war selbstverständlich, daß er ihre unbegleiteten Ritte unter seinen Schutz nahm. Es begann ihm auch zu gefallen, wie sie neben ihm war: beim Schwimmen, beim Tennis. nun auch bei seinem Ritt. Im Theater holte sie ihn in die Proszeniumsloge und er wurde von anderen Männer glühend beneidet. Diesmal schmeichelte es ihm, daß er es war, den dieses schöne, verwöhnte und begehrte Mädchen auszeichnete. Jedoch dachte er nie über sie und sein inneres Verhältnis zu ihr nach. Er suchte nicht in ihr nach jenem Ausdruck seelischer Verwandtschaft, der ihn an Johanne so entzuckt; er nahm zumeist in ihrer Nähe, obwohl er es nicht suchte, die Reize ihrer unvergleichlichen Erscheinung und den un erhörten Glanz ihrer Haltung wahr. Wenn er mit ihr zusammen gewesen war— und es vereing bald kaum mehr ein Tag— brannte es #gendwie in seinem Blut. er konnte abends nicht einschlafen und wurde von bedrängenden. wilden Träumen gequält. Dennoch suchte er nicht heftiger ihre Nähe und ließ sich immer noch— obwohl vollkommen ungewollt und unbewußt— nur von Gitta betören; er selbst unternahm durchaus nichts, sie wiederzusehen. Dieser Zustand, der wochen=, ja monatelang währte, brachte das heißblütige Mädchen völlig um seinen Verstand. Sie hatte niemals mit einem solch— wie sie glaubte— raffinierten Burschen zu tun gehabt. Sie hatte bisher gesvielt und sich mit Männern und ihren mehr oder weniger ernsthaften Gefühlen für sie die Zeit vertrieben; bei diesem jungen Mann war sie gewillt, den Kopf zu verlieren, das Letzte zu wagen, und in ihrer Enttäuschung und Emvörung jonglierte sie mit den armseligsten Mitteln abgegriffener Verführungskunst. Sie ahnte dennoch nicht, wie nahe Erich daran war wirklich zu unterliegen. Er war wie ein Erwachter, nüchtern Erkennender, aus verzaubertem Traum Geweckter denn er begriff in einer weiteren, furchtbaren Nacht, daß er dieses Mädchen begehrte. Er dachte nicht einmal daran. irgendwie eine Form einzuhalten und um ihre Hand zu bitten. Er hatte überhaupt jedes anständige Gefühl verloren. Er sah die Natur nicht mehr, wenn er neben Gitta durch die Gegend raste: auf dem Pferde irk ihrem zur Tollheit verleitenden Renner Er sah das Lenkrad und ihre spitznägeligen Finger darüber, er sah das Pferd und ihre wie angegossenen Stiefel an seinen Flanken. Er sah nicht mehr Bäume und Wald und Sonne und Wasser, die sein Herz jauchzen gemacht. Und neben Lenkrad. Pferd und Tennisschläger wühlten andererseits seine Gedanken in Zement. Eisenträgern. sachlichen Baulinien und nackten, glatten Wänden. Einmal bei Tisch sagte seine Mutter: „Heute liest Johanne in Königsberg. Ich werde zu Frau Gahl gehen und mit ihr gemeinsam Jo anhören.“ Johanne? Rundfunk? Königsberg? Er hörte es und seine Sinne nahmen es nicht mehr auf. Johanne? Mein Gott ja, Jo! Er hatte Jo vergessen. Er raste nach Tisch hinauf in sein Atelier, aber es erinnerte ihn nicht genug an ihre Gegenwart. Er fand ein paar spärliche Fragmente seiner Eiselbilder er schaute sie an und spürte einen feinen Stich tief in seinem Innern. Er wunderte sich, daß man da Schmerzen haben konnte; lange hatte er so etwas nicht mehr verspürt. Auch dann nicht, als der junge Dittmann Gitta ein wenig zu dreist auf den Arm küßte? Nein. auch dann nicht. Es war ihm nur wie ein Prickeln durch die Haut gegangen und er hatte nicht den Kuß des Dittmann gesehen, sondern das rosige Fleisch unter Theober Storm: Für meine Söhne Aus Anlaß des 50. Todestages des Dichters entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlages Philipp Reclam jun., Leipzig, folgendes Gedicht aus„Storms Gesammelten Werken“(Helios=Klassiker). Hehle nimmer mit der Wahrheit! Bringt sie Leid, nicht bringt sie Neue: Doch, weil Wahrheit eine Perle, Wirf sie auch nicht vor die Säue. Blüte edelsten Gemütes Ist die Rücksicht; doch zu Zeiten Sind erfrischend wie Gewitter Soldne Rücksichtlosigkeiten. Wackrer heimatlicher Grobheit Setze deine Stirn entgegen; Artigen Leutseligkeiten Gehe schweigend aus den Wegen. Wo zum Weib du nicht die Tochter Wagen würdest zu begehren, Halte dich zu wert, um gastlich In dem Hause zu verkehren. Was du immer kannst, zu werden, Arbeit scheue nicht und Wachen: Aber hüte deine Seele Vor dem Karriere=Machen. Wenn der Pöbel aller Sorte Tanzet um die goldnen Kälber, Halte fest: du hast vom Leben Doch am Ende nur dich selber. KI Der gute Teppich ! seinem Munde. Die Fragmente dunkelten vor seinem Blick und waren gar nicht mehr da. Aber— entschloß er sich— er würde heute nachmittag, wenn die Mutter fort war und ihn im Dienst wähnte— wiederkommen. Königsberg einschalten und Johanne anhören. er erschauerte, wenn er daran dachte, denn er konnte sich ihre Stimme nicht mehr vorstellen; aber er fühlte, daß etwas Reinigendes damit verbunden war. Ja. er würde Jo wieder hören und er würde frei werden. War er denn schon schuldig geworden an ihr? Schuldig an Jo? Was hatte er denn getan? Wer konnte gegen die Gedanken, gegen die Träume, die ihn im Unterbewußten. im Schlaf befielen? Warum sollte er schuldig sein? Was hatte er getan. Er lief ein paarmal durch den Raum. den Kopf in den Nacken geworfen, gegen das Glas des Daches starrend: er konnte sich nicht sammeln. Es war ihm, als läge seine Jugend hinter ihm und er wäre ein mit Willen und Können angefüllter alter Mann. So jung war er noch. (Fortsetzung in der nächsten Nummer) Druck und Verlag: Zeitungsverlag für Westfalen G. m. b.., Blelefeld, Schulstraße 20. Fernruf 351—358 Verlagsleiter: Walter Wittenberg Hauptschriftleiter: Dr. Hans Havemann. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Adoll Manns. Verantwortlich für Politik, Wirtschaft und Vermischtes: Wollgang Thomas, für Kunst, Kultur und unterhaltende Beilagen: Dr. Hans Havemann, für Gemeindepolitik, Lokales und Gericht: Dr. Walter Goch, für Provinz und Bewegung: Adolf Manne, für Sport: I. V. Hermann Eichler, sämtlich in Bielefeld.— Ferner die in den lokalen Teilen der einzelnen Stadtausgaben angeführten Schriftleiter.— Berliner Schriftleitung: Dr. Hane Seel, Berlin SW 68, Charlottenstraße 82.— Für den Bilderdienst verantwortlich die Ressortschriftleiter.— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Heinrich Erdmann, Bielefeld. Zurseit iet die Anzeigenpreisliste Nr. 8 gültig. D. A. V. 1933 Besirksausgabe-Bielefeld über 28 000 (davon Lokalbeilage Halle über 2 400) Bezirksausgabe-Gütersloh über 2000 Bezirksausgabe-Herford über 5 600 Bezirksausgabe-Oeynhausen über 2000 Bezirksausgabe-Minden über 7000 Bezirksausgabe-Lübbecke.. über 5 500 Gesamtauflage über 50 100 Die Komerderg.., „Schönster fostsaal" des Heiligen römischen Reiches deutscher Nlation Die Festspiele auf dem Frankfurter Römer= berg haben als besondere Erscheinungsform framatischen Kunstschaffens weit über die deutschen Grenzen hinaus Beachtung und Anrkennung gefunden; grundsätzliche Bedeutung zewinnen sie durch ihre Entwicklung und ihren teten Fortschritt. Im Goethejahr 1932 galt es, die Manen des größten Frankfurters zu ehren. Schillers Jungfrau von Orleans“ wurde das Festspiel. Ein Stück Romantik entfaltete sich durch den Willen eines geschickten Spielleiters auf einem Platze, der vom Mittelalter bis ties in die Neuzeit hinein bedeutende Abschnitte der deutschen Geschichte gesehen hatte. Wenn Frankfurt die heimliche Hauptstadt des heiligen römischen Reiches deutscher Nation war, so war der Römerberg sicherlich ihr„schönster Festsagl. Schillers romantische Tragödie hatte als Festspiel ihren Aufführungsort gefunden, auf dem sie ungehemmt ihren ganzen Glanz entsalten konnte. Ein Jahr später wurden die Forderungen der nationalsozialistischen Weltanschauung auch für das Drama lebendig: Das Sein steht vor dem Schein, er mag noch so schön und noch so wirkungsvoll sein. Die große Lehre der Geschichte muß sich im Schauspiel offenbaren, das auf einem geschichtlich wichtigen Platz gespielt wird. Die Häuser des Römerbergs wurden zu Symbolen einer schicksalhaften Vergangenheit; was der Dichter unter dem Zwang seiner Sendung stehend, erschaut und enträtselt, was er als gut und schlecht vor Augen stellt, was er erhofft und verabscheut, das muß sich am Interesse und an der Urteilskraft des Zuschauers messen. Den„bestirnten Himmel über sich, das moralische Gesetz in sich“, so erfaßt das Publitum im freien Raum das gewaltige Geschehen und die gewaltigen Gedanken des Spiels. Was im geschlossenen Theaterraum an Fantasie der Illusion geopfert wird, das wird frei zum selbstverständlichen Erfassen und Ergründen. Die Kerkerszene in Goethes„Faust“ wird zum Beweis: Auf der Stilbühne des Römerbergs strömt die Klage der liebenden unde opfernden Frau frei zum Firmament empor, verbindet sich ohne den lästigen Zwang der Kulisse mit der großen Sympathie des Zuschauers. Das Symbol des Geschehens wird wahrer als die ausgeklügelte Technit des Naturalismus. Die Größe des Ortes verlangt zwangsläufig die Größe des Dramas: Auf dem Rämerberg hat nur das Spiel seine innere Berechtigung, das die großen Menschheitsfragen behandelt. Alles Spielerische, Tändelnde, Ausschweisende muß hier verblassen. Idealität, im Sinne unserer Klassiker, gibt diesen Festspielen Allgemeinheit und Bedeutsamkeit: Der Gedanke der Revolution und des Aufruhrs wirkt sich aus im„Egmont“, im „Götz“, im„Fies o“ und im„Florian Geyer". Der Schrei nach dem Führer wird laut. Die Masse sucht vergebens ihren Meister. Die Kraft nationaler Begeisterung offenbart sich in der„Jungfrau von Orleans“. Im„Wallenstein" treibt eine große Gestalt der deutschen Geschichte die Handlung. Deutsche Zerrissenheit und deutsches schrecken auf. Shakespeares„Heinrich IV.“ vermengt Politisches und Seelisches zu einem gewaltigen Bild menschlicher Leidenschaft. Goethes„Faust“ 1. Teil reißt die Tore zu dem Makrokosmos und Mikrokosmos auf. Und in diesem Jahr wird mit Shakespeares „Hamle““ unter Haus Meißners Spielleitung das große Rätsel der menschlichen Seele dem Zuschauer auf dem Römerberg vor Augen gestellt. Diese Betonung des Geistigen erfordert ihren eigenen Stil. Spielführung und Spieldarstellung stehen unter dem Gesetz der Monumentalität. Was der Theaterraum von früher der schöpferischen Fantasie des Dichters genommen hat, das wird jetzt durch die freie Auswirkung der spielerischen Kräfte auf der Szene des Römerbergs wieder gewonnen. Die nakürliche Gliederung des Raumes mit zahlreichen Möglichkeiten des Auftritts, ein vielgestaltiger Vorbau mit vielen Spielflächen befreien den Dichter, den Spielleiter und den Schauspieler von der Enge der Ausdrucksform. Massenszenen, glanzvolle Aufzüge illustrieren die Handlung ohne jede Gefahr für die Verinnerlichung. Die Ausstattung gibt Farbe, Sinnenfreude, Wechsel und Bewegung, unterstützt den Schauspieler, der nur mit der Größe seiner Auffassung und der Kraft seiner Sprache den gewaltigen Raum des Römerbergs beherrscht. Verinnerlichung, Lebendigkeit und Deutlichkeit sind die Mertmale der Festspiele auf dem Römerberg. Das naturalistische Illusionstheater mit seinen Künsteleten ist abgelöst vom stilvollen Kunsttheater. Die zielbewußte Arbeit des Spielleiters hat die rein ästhetischen Bühnenwerte in den Vordergrund gestellt. Die großen Volks= und Menschheitsgeschehnisse auf dem Römerberg haben eine neue Prägung gefunden, die eigenartig und beispielhaft zugleich ist. Schillers Kunsttheorie seiert ihren Triumph: Der Schein darf nie die Wirklichkeit erreichen; denn wenn das Streben zum sklavischen Nachahmen der Natur obsiegt, dann ist es um die wahre Kunst geschehen. Dr. A. H. Deutsche Kulturforschung Morsologen tagten in Frankfurt Frobenius 65 Jahre alt In Frankfurt am Main wurde der 40. Geburtstag des Kulturmorfologischen Instituts der Johann=Wolfgang=Goethe=Universität gefeiert. Dieses Jubiläum fiel zusammen mit dem 65. Geburtstag des bekannten Forschers Geheimrat Professor Leo Frobenius. An den verschiedenen Veranstaltungen, in denen die Arbeit des Instituts gezeigt wird, nehmen Vertreter der Wissenschaft und des Geisteslebens aus aller teil. 6 Der Grundaktord der zahrreichen Glückwunschreden, Telegramme und Ansprachen, die von den Vertretern vieler Länder beim Festakt im neuen Saal des Völkermuseums gehalten wurden, war, daß die deutsche Kulturmofologie für das wissenschaftliche Denken dieser Disziplin für alle Nationen nicht nur anregend, sondern richtungweisend gewesen sei. Der deutschen Kulturmofologie verdanke Italien nach den Worten des Grafen Caporiacco die Kenntnis seiner Kolonien. Die Grüße des Internationalen Vorgeschichtlichen Komitees und die der holländischen Wissenschaft überbrachte Prof. FischerUtrecht, der dänischen Wissenschaft Prof. Thomson=Kopenhagen, der nationalspanischen Regierung Prof. Santa Olalla=Burgos, der Ungarn Prof. Kerenyi und Dr. von Bartha und der schweizerischen Wissenschaft Prof. Meuli=Basel. Vom Führer und Reichskanzler war ein Grußtelegramm eingegangen. Ein Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main überreichte Frobenius die Goethe=Plakette der Stadt Frankfurt am Main. Im Anschluß an den Festakt wurde im Völkermusum eine Ausstellung eröffnet, die zum ersten Male die Ergebnisse der Expedition nach Ceram und nach Südwest=Neuguinea zeigt. Eine Sonderschau beschäftigt sich mit Felsbildern, die am Südrand des Mac Cluer=Golfes gefunden worden sind. Statt Karten Heute Sonnabend, den 2. Juli,.45 Uhr ging meine innißteliebte, einzige Schwester Anna Schneider Lehrerin i. R. nach langer, schwerer Krankheit heim. Sie war sehr tapiert In tiefem Schmerz: Clara Schneider Bielefeld, Melanchthonstraße 24. Die Beerdigung findet Mittwoch, 15.30 Uhr, auf dem Sennefriedhof statt. Vorfeier daselbst 15.10 Uhr. Von Beileidsbesuchen bitte ich abruschen Nerven, Herz und Schlaf müssen gesund u. kräftig sein, sonst ist der ganze Körper krank. Notfalls versuchen Sie schnell Enorgetleum, das sell Jahrzehaten bewährte auch ärztlich anerkannte natürliche Nervennährmittel. Bei Herzschwäche, Nervenschwäche und Schlaflosigkeit bester Erfolg, gibt Ruhe und natürlichen, erquickenden Schlaf, Nachahmungen weise man zurück, Hllein echt: Reiormhaus Eden A. u. M. Lossie, Neustäd erstr. 8/10 In 1 Stundel Auto-Verleih E. Haselhorst Ruf 6365 Sekemmtmngen. Bauplätze zu verkaufen In einem Entschuldungsverfahren sollen eine Anzahl von Bauplätzen in Größe von durchschnittlich 900 gm verkauft werden. Der Verkauf erfolgt in einem öffentlichen Termin in der Gastwirtschaft Schwentker, Ummeln, am Dienstag, dem 12. Juli 1933, nachm. 17 Uhr. Die Verkaufsbedingungen werden daselbst bekannt gegeben. Die Bauplätze liegen in unmittelbarer Nähe der Wirtschaft Schwentker. Entschuldungsamt Bieleseld Dil gehlen andl Thmrsdmkehesr! Unsere Geschäftsstellen sind Heshalb heute ab 14 Uhr geschlossen. Wichtige Anzeigen können bis 23 Uhr in unserer Setzerei(Eingang Lützowstraße, 1 Treppe) aufgegeben werden Westlälische Nleueste Nachrichten Familien=Anzeigen wiertert wan un besten u. vorteilhaftesten in den weit verbretteten Westsälischen Neuesten Nachrichten Auto- u. MotorradVErtEI Gustau Steinkröger, Brackurede Niederstr. 104 Ruf 6106 Fabrikneue Fahrzeuge Auto-Vermietung mit und ohne Fahrer Bakker, Ruf 2678 Stand: Horst-Wessel-Straße 16 Gr.-Garage Fischer& Co. Wohnung: Horst-Wessel-Straße 21 Steuerfrei 1,7 Ltr. Mercedes Cabriolet, Schnellgang, Schwingachse, sehr gut erhalten, zu verkaufen. Rrüger, Haunover, Kirchwenderstraße 4. Teleson 23624. — n 8/28 in allerbest. Zustand, nach GeP DT neralüberholung * Srer a. 6000 km gelaufen, zu verkaufen. Näheres: Fernruf Btnde(Westf.) 2653 Zwei prima Pierde 3= u. 4jährig, braun, Paßgespann, fehlerfrei, wegen Aufgabe der Landwirtschaft ge verkaufen. J. Tausch, Verl bei Gütersloh Teleson 206 M mittleres, zu pachten gesucht. Offerten unter AZ 4887 an die Westf. Neuest. Nachr. werde ich keine mehr verkaufen, aber zeigen und erklären, wie auf die einiste Weise, ohne Chemikalien, Obstsäfte aller Art mit meinem vom Deutschen Reich patentierten Verschluß unbegrenzt haltbar gemacht werden können. Ein Fachmann schreibt: Jeder= mann kann damit hantieren. Auf dem Kesselbrink(Zigeunermarkt) Dienstags und Donnerstags gebe ich kostenlose Erklärungen und Antworten auf fachliche Fragen. Apfelsaft naturrein gebe ich noch mit 88 Pfg. pro Liter ab. LUUUTE Den WäscheSpar-Sack für.— RM. von Wäscherei Sedanstr. 26.— Prompte Lieferung Es sollen vergeben werden: 1. Die Lieferung von Holz für das Stadttheater im Rechnungsjahr 1938.(Die Verdingung vom 28. 6. 38 ist ausgehoben.) 2. Die Ausführung von Straßenbauarbeiten in der Lameystraße(zwischen Fröbel= und Diesterwegstraße). 3. Desgl. von Straßenbauarbeiten in der Gellershagener Straße. Die Verdingungsunterlagen sind, soweit der Vorrat reicht, in doppelter Ausfertigung zu .) für.50.K. zu.) und .) für je.—.e bei der Verdingungsstelle der städtischen Bauverwaltung. Rathaus. Zimmer 83. in der Zeit von 10—13 und von 17—18 Uhr zu haben. Die Angebote zu.) sind bis Dienstag. den 12. Juli d. I. und zu.) und.) bis Montag. den 11. Juli 1938 ebendaselbst abzugeben. Der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld 5. 7. Bauverwaltung Bei der Polizeiverwaltung in Heepen sind folgende Gegenstände als gefunden gemeldet: 2 Fahrräder, 1 Aktentasche, 1 Jungvolkmütze, 1 BDM.=Jacke, 1 Wollhandschuh, 1 Trauring, 1 Armbanduhr. Die Eigentümer können ihre Fundrechte bei der Polizeiverwaltung in Heeven geltend machen. Heeven, den 1. Juli 1938. Der Amtsbürgermeister des Amtes Heepen eibehörde. als Ortsvolizei Kirchensteuerzahlung Die Kirchensteuerpflichtigen in den Senne I werden an die Zahlung der Kirchensteuern für das 1. Halbjahr 1938 erinnert. ie Smois unft un t. be Zahlungen, welche nach diesem Tage erfolgen, sind gebührenpflichtig. Brackwede, den 1. Juli 1938. Die Kommunallase. Beusühe Derr „ O Zweites Blatt der Westfälischen Neuesten Nachrichten, Nr. 153 Montag. 4. Juli 1938 Srercht. IK Feststimmung über der Stadt 7 Schützenoberst Delius 10 Jahre im Amt Fotos: Hegemann Sicherlich ist für den Bielefelder schon das Kinderschützenfest eine gewisse Vorfreude auf das alljährliche Schützenfest. Aber der Sonnabend vor dem Sonntag, der Tag des Zapfenstreiches, bringt erst alle so recht in Schützenlaune und damit in die eigentliche Festes= und Freudenstimmung. Man kann fröhlich sein, wie man will und man kann sogar ausgelassen sein, ohne daß irgendwer sich daran stoßen würde. Es ist das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Bielefelder in diesen Tagen des Schützenfestes, das einmal im Jahr alle mit Laune des Unbekümmertseins, festbegründet auf der alten Schützentradition, gefangen hält. Wenn am Sonnabend die letzten grünen Tannenbänder und die vielen rotweißen Wimpel über die Straßen der Innenstadt gespannt sind, wenn in den Schaufenstern die Schützenkuchen liegen und die Fahnen ausgesteckt werden, dann hat auch der Alte Markt sein Festtagskleid angelegt. Wie oft mag schon auf dem Alten Markt das Bielefelder Schützenbataillon angetreten sein? Mitten im Herzen der Stadt beginnt immer wieder der Tag, der Sonnabend mit dem Zapfenstreich, der die Herzen der Bielefelder für zihr“ Schützenfest erobert. Von Haus zu Haus So war es auch jetzt am Sonnabend wieder. In den Glockenschlag der Uhr vom Turm der Altstädter Kirche dröhnten um acht Uhr die Böller vom Johannisberg, und pünktlich hob der Tambourmajor der Lampenputzer seinen Stock. Zapfenstreichführer Schützen=Oberleutnant Schormann gab die Kommandos und mit Tschintara und dem leisen Geklingel des Schellenbaums ging der Zug des Zapfenstreiches durch die Straßen der Stadt. Hinter dem Trommler= und Pfeiferkorps der Schützen die SA.=Standartenkapelle, Abordnungen der SA. und Politischen Leiter und dann die Schützen in ihren grüngrauen Joppen mit Blumen an den Rockaufschlägen und am Gewehr. Und dann überall wieder das bekannte Bild: Blumen kommen von oben herab auf die Männer des Zapfenstreichzuges bengalische Feuer in vielen Farben leuchten auf, und beim Kreisschützenführer Berke in der Paulusstraße, beim König Fochler am Goldbach, beim Oberst Delius und Major Dr. Graeven, sowie bei der Königin Frau Trude Cramer in der Gütersloher Straße wird Halt gemacht. Immer wieder überbringt der Zapfenstreichführer die Grüße der Bielefelder Schützengesellschaft. Der Gegengruß erfolgt, manchmal in launiger Form, und nach 22 Uhr sind alle Männer des Zuges vor dem Rathaus angetreten. Zapfenstreichführer Schützen=Oberleutnant Schormann tritt vor und spricht Worte an den Oberbürgermeister: „Ueber 100 Jahre, stets am Zapfenstreichabend, überbringt dem Stadoberhaupt das Bataillon die Grüße der Bielefelder Schützengesellschaft. Als Zapfenstreichführer spreche ich erwent den Dank aus für die rege Anteilnahme und Ihr Wohlwollen, das Sie und Ihre Kameraden der Partei und der Stadtverwaltung stets am Ausbau der Bielefelder Schützengesellschaft und der Pflege des Johannisberges genommen haben. Unser Wunsch geht dahin, daß dieses gute Verhältnis immer bestehen bleiben möge. Unserem Oberbürgermeister Budde, unserer geliebten Vaterstadt Bielefeld ein dreifach kräftiges Horrido!“ Stadt und Schützen Hand in Hand Oberbürgermeister Pg. Budde dankte für die herzlichen Grußworte und führte weiter aus: „Ich möchte hier zum Ausdrua bringen, was als Devise für das Schützenfest 1938 inhaltlich mit dem übereinstimmt, was ich bei der Bannerweihe bereits sagte:„Sie sollen und wollen das Gute erhalten und Neues gestalten.“ Diese Devise hat die Bieleselder Schützengesellschaft seit 107 Jahren geführt. Ohne Tradition keine Gegenwart und damit keine Zukunft. Das Gute jeder Tradition in der Gegenwart besteht darin, Freude zu pflegen. So sind seit altersher die Bielefelder Schützentage Freudentage gewesen, so muß es in aller Zukunft sein. Ohne Rang= und Standesunterschiede sollen sich alle in inniger Freundschaft näherkommen und gegenseitig verstehen. Diese Tradition der Bielefelder Schützengesellschaft weiter zu pflegen im Geiste des Gruß u Wieder formieren sich die Schützen, die Gäste reihen sich ein— so geht der Zug zur „Eintracht", wo man ein Stündchen ausruht von den Anstrengungen des Zapfenstreichs. Schützenoberst Delius dankt dem Oberbürgermeister für die zu seinem zehnjährigen Vereinsführerjubiläum ausgesprochene Anerkennung und sagt, daß sein Herz und seine Arbeit immer der Schützensache gehören werden. Sein Dank galt weiter dem Schützenmajor Dr. Graeven für den schönen Silberteller, den ihm der Major namens des Bataillons überreicht hatte. Besonders herzlich begrüßte der Schützenoberst sodann den Kommandeur der 6. Division, Generalleutnant v. Biegeleben, und Landrat Dr. Rütten, der als Nachfolger von Landrat Dr. Beckhaus zum ersten Male ein Schützenfest in Bielefeld mitfeiere. Ortsgruppenleiter Pg. Holtmann überbrachte die Grüße des in Urlaub weilenden Kreisleiters Pg. Reineking mit besten Wünschen für ein frohes, kameradschaftliches Fest. Als dann die Mitternachtsstunde nahte, zog das Bataillon hinaus zum Alten Markt, wo mit dem Gruß an den Führer der Zapfenstreich sein Ende fand. Der Festmarsch am Sonntag Wir erinnern uns noch der Farbenfroheit Dritten Reiches beweist der heutige Zapfenstreich, damit auch den Willen ausdrückend, die neue Zeit in sich aufzunehmen.“ Zum Schützenoberst Delius gewandt, betonte Oberbürgermeister Pg. Budde, daß es das besondere Verdienst des Schützenobersten sei, den Geist der neuen Zeit in der Bielefelder Schützengesellschaft wirksam werden zu lassen. Zudem habe die Bielefelder Schützengesellschaft mit der pflegerischen Obhut des Johannisberges eine hohe Aufgabe zu erfüllen. Dafür gebühre ihr der Dank der Stadt Bielefeld. Der heutige Tag sei aber Veranlassung für einen besonderen Dank, da im letzten Jahr die Schranken zur Benutzung des Berges für alle Bielefélder Bürger gefallen seien, umso mehr, als durch eine wertvolle Neuerwerbung noch eine Vergrößerung der Anlagen gegeben sei. „Ich bin überzeugt“, so führte Oberbürgermeister Budde weiter aus,„daß die gemeinsamen Aufgaben der Bielefelder Schützengesellschaft mit der Stadtverwaltung im Interesse der Bürgerschaft nicht abgeschlossen sind.“ Pg. Budde erinnerte an die Worte des Majors Dr. Graeven über die Aufgaben der Schützengesellschaft als Mitglied des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Der Oberbürgermeister schloß seine Ansprache mit dem Wunsche, daß das Bielefelder Schützenfest 1938 nicht nur einen glücklichen Anfang habe, sondern eine freudige Fortsetzung und gutes Ende finden möge. nd Dank und der Buntheit der Tage der vergangenen Schützenfeste. Und so war es auch gestern wieder. Der Festmarsch durch die Stadt mit Musik, der Parademarsch auf dem Alten Markt, die lachende Sonne, die für wenige Stunden all ihren Glanz erstrahlen ließ, alles dies trug dazu bei, um eine prächtige Stimmung unter Schützenbrüdern und Festesfreudigen hervorzuzaubern. Bleibt am Rande noch das Schmuckgewand der Straßen und der gewaltige Menschenstrom, der durch die bunte Stadt zum Berge hinaufpilgerte, zu erwähnen. * Schon gleich nach dem Mittag trat die 1. Kompanie beim Schützenoberst Delius an, um in feierlicher Form die Fahnen abzuholen. Kurze Zeit später stand dann das gesamte Schützenbataillon zum Abmarsch bereit. Unter den straffen Klängen des Spielmannszuges und der SA.=Standartenkapelle marschierte der Festzug durch die Stadt. Alle Bürgersteige standen dicht gedrängt von Menschen, als die Schützen sich durch die Ritter=, Obernstraße, Waldhof. Am Bach, Breite Straße, Rohrteich=, Turner=, Viktoriastraße über den Niederwall und den Jahnplatz zum Alten Markt bewegten. In der Zwischenzeit hatten hier der Schützenoberst und der Thron mit seinem Gefolge Aufstellung genommen. Nach dem Aufmarsch der Kompanien ergriff Schützenoberst Delius das Wort zu seiner Ansprache. Zum erstenmal in Großdeutschland Schützen, Mitbürger! Altem Brauch gemäß ist heute nachmittag das Schützenbataillon auf dem Alten Markt angetreten, um nach dem Festakt hier auf unseren Johannisberg zu marschieren und dort das Schützenfest zu feiern. Es ist das erste Schützenfest im großen Deutschland nach der Eingliederung unserer Ostmark in das Deutsche Reich. Wir erinnern uns heute der Jahre in der Mitte des vorigen Jahrhunderts, als mit vielen anderen national gesinnten Volksgenossen gerade die Schützen Deutschlands ein einiges großes Deutschland erstrebten. Damals sind Turner und Schützen oft hart bedrängt worden, weil sie das hohe Ziel eines großen einigen Deutschlands verfolgten. Aber von diesem Ziel haben sie nie gelassen. Verschiedentlich sind Bielefelder Schützen mit zu den großen Schützenveranstaltungen in alle deutschen Gaue und besonders nach Wien hinausgezogen. Gerade in diesem Jahre sind 40 Jahre verflossen, daß eine Abordnung Bielefelder Schützen in Wien war, um dort an einem deutschen Schützenfest teilzunehmen. Ein Fahnenband an einer unserer Fahnen erinnert uns noch an jenen denkwürdigen Tag. Damals hat wohl kaum einer unserer Schützenbrüder geglaubt, daß einst unsere Landsleute in der Ostmark mit solcher Begeisterung, wie wir sie erlebt haben, zum großen deutschen Vaterland zurückkehren würden. und daß wir anläßlich eines Schützenfestes dieser Rückkehr in die Heimat feierlich gedenken würden. Stürme von Not und Elend. Ströme von Blut sind über unser Volk hingegangen, bis POANT- und Sacco-Anzüge SPSET 3— 43— 54.— 62— Millenkötter& Mir ow, Bahnholstr. 133 es sich auf sich selbst besann und unter der kraftvollen Führung Adolf Hitlers das einige Groß=Deutschland geboren wurde. Stellen wir den Dank an unseren Führer Adolf Hitler für die Wiedervereinigung de Ostmark mit dem Deutschen Reich in der Mittelpunkt unseres diesjährigen 108. Schützen festes. Wenn heute 120 steiermärkeKinder unter uns in Bielefeld weilen un am nächsten Donnerstag Gäste der Bielefelde Schützengesellschaft sind, dann sei uns das ei Zeichen dafür, daß wir uns eng verbunde# fühlen mit unseren Landsleuten aus de Ostmark. Den Dank, daß wir in einem friedliche: Groß=Deutschland vereinigt sind, lassen Si uns dadurch kundtun, daß wir rufen; Unser großes deutsches Vaterland und unser Führer Sieg=Heil! Und dann folgte der Vorbeimarsch. Vorar die Abordnungen der SA., der# und de Politischen Leiter. Die einzelnen Schützen kompanien mit Holzgewehren und Blumen zr. „Habk ihr Macke“ Kein Gefäugnis, sondern uns Geldstrafe Wir berichteten in unserer Ausgabe vom 29. Juni, daß der Biehhändler Hermann Si. aus Niehorst wegen Vergeheus gegen das Viehseuchengesetz vom Schöfsengericht in Bielefeld zu einer Gesängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt worden sei. Hierbei ist uns in der Wiedergabe des Urteiltenors ein bedauerliches Versehen unterlaufen. Das Schöffengericht hat den Angeklagten nicht zu zwei Monaten Gesäugnis, wie der Staatsanwalt beantragt hatte, verurteilt, sondern hat das Vergehen wesentlich milder angesehen und nur eine Geldstrafe von 250 N M. verhängt. Wir stellen hiermit den Sachverhalt richtig und bedauern, daß wir einer falschen Information zum Opfer sielen. Keohe Kanden der Kemmm Am Sonnabend wurde der Aufstieg gefeiert Personalien Kreisassistent a. Pr. Cohrs beim Landratsamt in Bielefeld ist nach bestandenex Prüfung mit Wirkung vom 1. Juli 1938 ab zum Kreisassistenten ernannt worden. &am Vom PKW. angefahren Am 2. Juli wurde auf der Herforder. Ecke Alleestraße ein Radfahrer von einem PKW. angefahren. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. 2 Zu Boden geworsen und verletzt Am 2. Juli wurde auf der Heeper Straße eine beim“. Fahrbahn von Frau dein Ueberqueren der einem Personenkraftwagen angefahren und zu Boden geworfen. erlitt Verletzungen an Boden gewolsen. Sie ernn Wrgzbug.— beiden Armen und am Kopfe. Die Verletzte wurde durch die Feuerlöschpolizei ins Städt. Krankenhaus gebracht. * Kraftrad gegen PKW. Am 2. Juli stieß auf der Gütersloher Straße ein Personenkraftwagen mit einem Kraftrad zusammen. Hierbei wurde der Kraftrad= sowie ein Soziusfahrer leicht verletzt. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. * Radfahrer überfährt Fußgänger Am 2. Juli wurde auf der Waldstraße ein Fußgänger von einem Radfahrer angefahren und zu Boden geworfen. Die dabei im Gesicht erlittenen Verletzungen waren so erheblich, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. 4 Zu wenig Aufmerksamkeit Am 3. Juli wurde auf der Dornberger= Ecke Wertherstraße ein Personenkraftwagen, der nach links in die Wertherstraße einbiegen wollte, von einem anderen Personenkraftwagen, der ihn überholen wollte, von hinten angefahren und leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Von hinten angefahren Am 2. Juli gegen.05 Uhr wurde auf der Westerfeldstraße ein Radfahrer von einem Krafttadfahrer beim Ueberholen von hinten angefahren. Der Radfahrer wurde mit inneren Verletzungen von der Feuerlöschpolizei nach dem Städttschen Krankenhaus gebracht. Der Soziusfahrer erlitt Hautabschürfungen und Kopfverletzungen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Es war keine kleine Schar, die sich am Sonnabend im„Trocadero“ eingefunden hatte, um im Kreise des DSC. Arminia Bielefeld mit einer frohen Aufstiegsfeier den Schlußstrich unter eine glanzvolle Spielzeit zu setzen. Mehr als 11 wackere Spieler haben sich 12 Monate dafür eingesetzt, für eine ruhmreiche Tradition der Arminia eine neue Grundlage zu schaffen. Mit dem wiedererrungenen Aufstieg zur höchsten Leistungsklasse im deutschen Fußball ist es gelungen. Es war Sinn und Zweck des Abends, durch Ehrungen der Spieler und aller Mithelfer dieses Erfolges in einigen frohen Stunden zu gedenken. Als Auftakt gab es eine würdige Gefallenen-Ehrung. Sehr lang ist die Liste der Mitglieder, die Arminia draußen im Felde gelassen hat. Und dann gab es zwischen den vor(ichen Darbi erprobter Art Arminen, verstand es, die Aufgaben des heiSportes herauszustellen, und sein wichen Sportet gerobmungen. und Appell an die Mitglieder, immer wieder getreu im alten Arminengeist mitzuarbeiten, wird nicht ungehört verhallt sein. Große Freude gab es, als nach der Ehrung der Ligamannschaft, der samt und sonders die goldene Vereinsnadel überreicht wurde, auch der Vereinsführer Rechtsanwalt Demberg sein Teil gebührend abbekam. Ist er es doch gewesen, der immer wieder die Mannschaft mitriß und unentwegt zum Ziele führte. züglichen Lawietungen erpieoler Artisten eine Auslese aus der Vereinsgeschichte. Rektor Fischer, selbst ehemals Vereinsführer der Wenn auch das Betriebsamt in vorgerückter Stunde den Strom abschaltete, das konnte das Arminenvolk nicht bewegen, zu wanken und zu weichen. Es wurde wacker durchgehalten, und diese Aufstiegsfeier dürfte ein weiterer Meilenstein in der Vereinszeschichte der Schwarz=Weiß=Blauen von der Melanchthonalm geworden sein. Man heicalei auch die Appe min Verkehr mit Inden— eine entwertende Eigenschaft X In einem Ehescheidungsprozeß hat das Oberlandesgericht in Celle ein äußerst bemerkenswertes Urteil gefällt, das über zwei wesentliche Fragen Feststellungen trifft: über den Umgang mit Juden und seine Bewertung, sowie über den Einfluß der Sippeneigenschaften aut die Ehe. Der Ehemann. ein Beamter, hatte gegen seine Ehefrau die Anfechtungs= und Scheidungsklage mit der Behauptung erhoben, seine Ehefrau habe vor der Eheschließung Beziehungen zu einem Juden unterhalten, auch sei die Familie seiner Ehefrau, wie er nachträglich festgestellt habe, schlecht beleumundet. Insbesondere seien einige Familienmitglieder gerichtlich bestraft worden. Das in erster Instanz entscheidende Landgericht wies die Klage ab. Das Oberlandesgericht Celle hob das Urteil der ersten Instanz auf und erklärte die Anfechtungsklage des Ehemanns gemäß§ 1333 BGB. für begründet(Irrtum über solche persönlichen Eigenschaften des anderen Ehegatten, die von der Eingehung der Ehe abgehalten haben würden). In seiner Begründung sagt das Gericht, daß sich aus den Beziehungen der Frau zu dem Juden eine persönliche Eigenschaft offenbare. Wenn die Vorgänge auch ganz oder zum größten Teil in die Zeit vor der Machtübernahme fallen, so sei doch diese Eigenschaft der Beklagten nach den heutigen Anschauungen zu beurteilen, umso mehr, da die Vorfälle unmittelbar vor der Machtübernahme sich ereigneten. Die Ehefrau erscheine somit als eine Deutsche, die nicht soviel Rassengefühl und Rassenstolz besitze, daß sie den näheren, auf erotischer Grundlage beruhenden Umgang mit einem männlichen Juden gemieden habe. Sie habe sich dadurch selbst entwertet. Für den Ehemann als Deutschblütigen habe es aber von Bedeutung sein müssen, eine Ehe nur mit einer solchen Deutschblütigen einzugehen, die ihre Rassenangehörigkeit nicht durch Umgang mit einem Juden entwertet hatte. Im übrigen sei aber die Anfechtungsklage auch schon deswegen begründet, weil die Mutter der Ehefrau mehrfach wegen Abtreibung bestraft, insbesondere nach der Eheschließung der Parteien zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden sei. Die Handlungsweise der Mutter der Ehefrau lasse die ganze mütterliche Sippe in einem so grellen Licht des moralischen Tiefstandes erscheinen, daß alles zusammengefaßt, nunmehr sich eine allgemeine Sippeneigenschaft zeige. Hinzu komme, daß eine Schwester der Mutter gleichfalls erheblich vorbestraft, sei und auch eine andere Schwester Anlaß zu Beanstandungen gebe. Den Anschauungen des Dritten Reiches über die Bedeutung der Sippenzugehörigkeit entspreche es aber, in hervorstehenden Eigenschaften der Sippe zum Zweifel auch Eigenschaften der Sippenangehörigen selbst zu erblicken, und zwar auch dann, wenn bei ihnen selbst die Sippeneigenschaften durch äußere Handlungen nicht in die Erscheinung getreten sind. Die vm. 37 den Knopflöchern und Hüten, gaben ein fröhliches Bild ab. Ein Fest für groß und klein Ich stieg auf den Festberg hinauf. Junge Burschen trugen große Rosen im Knopfloch, die sie für sich„erschossen“ hatten. Lachende und kichernde Mädchen in hellen duftigen Sommerkleidern liefen durch das Gewühle. Ueberhaupt, Sensationen waren hier in unbeschränktem Maße zu finden. Man konnte auf der Seesturmbahn eine abenteuerliche Reise unternehmen, und auf der Ratetenbahn in die Stratosphäre fahren. Toll war der Andrang zur Achterbahn. Wagen auf Wagen wurde von dem Schleppseil auf die Höhe des Turmes emporgezogen. Der Wind verschlug uns den Atem und wie wild stürzten wir den ersten Steilhang hinab, wieder hinauf. wieder hinunter. Der Wagen drehte sich um, Nerven mußte man haben. Ich weiß wirklich nicht, ob wir den richtigen Weg gefahren sind. Ueber uns und unter uns donnerten die anderen Wagen. Dann waren wir unten. Wir blieben gleich sitzen und fuhren noch einmal. Das Russische Rad und die Luftschaukeln sorgten für angenehmes Magenkitzeln. Die Raupe zog ihr grünes Verdeck über die Sitzplätze und auf der Autorennbahn entdeckte man jugendlichen Autorennnachwuchs, der einem Carratsch gleich in der Kurve lag. Allotria sorgte für eine immer sich bewährende Laune, und die Kleinen konnten im Kinderkarussell ins Märchenland fahren. Was es sonst noch gab an„Sensationen"? Ein Affentheater brachte nette Tierdressuren, und man glaubt gar nicht, daß Affen solch ein„Affentheater“ machen können. Frauen unter Glas zogen immer wieder Neugierige heran.. Eis und heiße Würstchen, ein Parkplatz für Kinderwagen: Und alles zusammen: Volksfest auf der Bethlemwiese.... Ein neuer Aufgang zum Berge Heute morgen werden die Schützen wieder hinauf auf den Berg ziehen, um aus des Schützenobersten Munde den Bericht über das vergangene Schützenjahr zu hören und die Richtlinien für die kommende Arbeit zu erhalten. Mit Freude werden sie vernehmen, daß mit der Neuerwerbung in der Umgebung des Johannisberges auch ein neuer schattiger Aufgang zum Schützenberge geschaffen werden 14 Und dann werden die Büchsen knallen und die Späne fliegen, bis der neue König den Fangschuß getan hat. Ausgabestellen in den Ortsgruppen dieser Woche sind folgende Ausgabestellen für die BM. 37 geöffnet: 1. Für den Bereich der Ortsgruppe Jahnplatz— Fritz Homann— am Dienstag, 5.., von 18—20 Uhr, in der Geschäftsstelle der NSV., Oberntortvall 22. 2. Für den Bereich der Ortsgruppen Sparenberg und Kesselbrink am Mittwoch, 6.., von 18—20 Uhr, in der Dienststelle des Reichsluftschutzbundes, Hermannstraße 2. 3. Für den Bereich der Ortsgruppe Kamphof=Schildesche am Donnerstag, 7.., von 18.30 bis 20.30 Uhr, in der Geschäftsstelle der NSV., Theesener Straße 18. 4. Für den Bereich der Ortsgruppen Siegfried und Wittekind am Freitag, 8.., von 18.30—20.30 Uhr, in der Geschäftsstelle der NSV., Teichstraße 17. Saxophon Selma Verdienste um die Freilusterziehung für Direktor Triebold Dem Generalsekretär des Deutschen und Internationalen Komitees für Freiluftschulen, Direktor Karl Triebold, Bielefeld, wurde vom Staatsverweser Estlands das Kommandeurkreuz des Verdienstordens vom Estnischen Roten Kreuz verliehen. Der Führer und Reichskanzler lat die Genehmigung zur Annahme dieses Ordens erteilt. Diese hohe Auszeichnung trifft einen westfälischen Erzieher, der sich um die Förderung des Freiluftschulgedankens größte Verdienste erworben hat. Mit der Auszeichnung selbst hat die führende Stellung Deutschlands in der Freilufterziehung eine internationale Anerkennung erfahren. Musikinstrumente gestohlen Am 1. Juli 1938 wurden in der Zeit von .30 bis gegen 8 Uhr aus einem Hausflur am Niederwall eine Original Hopfgeige mit Geigenkasten und ein Saxophon Marke„Selma“, Modell 1926, mit Kasten gestohlen. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Instrumente igendwo abgestellt worden sind. Wer hat in den gestrigen Morgenstunden Täter mit derartigen Instrumenten gesehen bzw. wo sind diese gefunden worden? Weiterhin wurde in der gleichen Nacht vom Kirmesplatz in Schildesche das Kleinkraftrad IX 122922(Miele) gestohlen. Auf dem Gepäckhalter war eine graue Staubhose und eine gleichfarbige Windjacke aufgeschnallt. Wer kann Angaben machen? Nachrichten erbittet die Kriminalpolizei, Turnerstraße 4. * Fortuna in Bieleseld Die Gewinnkette der Reichsarbeitsbeschaffungslotterie scheint in Bielefeld nicht mehr abzureißen. Gestern wurde wiederum ein Gewinn von 50 RM. gezogen. +t Mütter= und Säuglingsberatung Aus Anlaß des Schützenfestes fällt die Säuglings= und Mütterberatung in den Mütterberatungsstellen Herforder Straße. Petrischule und Wellensiekschule heute aus. 4t Abendsingen im Adolf=Hitler=Park Die Männergesangvereine Liederkranz und MV. 1895 veranstalten im Adolf=Hitler=Part am Mittwochabend ein Partsingen. Außer den ewig schönen Volksliedern bringen die beiden Vereine auch neueres Liedaut zu Gebör. * Feuer auf dem Kohlenplatz Auf einem Kohlenplatz in der Marktstraße entstand am Sonntag gegen 18.30 Uhr, anscheinend zurch Selbstentzündung, Feuer in einem Holzschuppen. Die durch einen Nachbar alarmierte Feuerwehr konnte bald jede Gefahr beseitigen. Schaden entstand nicht. * Wo sind die Zeltbahnen geblieben? In der Nacht zum 2. Juli wurde aus einem Garten in der Roonstraße ein Zelt entwendet. Es bestand aus einer rotbraunen und einer grünlichen Zeltbahn. * Kellereinbruch am Ehlentrupper Weg In der=Nacht zum 2. Juli stieg ein unbekannter Täter in den Keller des Hauses Ehlentrupper Weg 53 ein. Entwendet wurden Lebensmittel, Wäsche und Bekleidungsstücke. Wer hat den Täter gesehen bzw. wer kann Angaben machen? ZweckNeuliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei, Turnerstraße 4. Klimadienst der„Westsälischen Neuesten Nachrichten“ Nach den Beobachtungen der Klimastation im Reichswetterdienst in Bielefeld=Stieghorst Lufttemperaturen: höchste des Tages.+ 16,7 tiefste der Nacht+ 9,1 Tagesschwankung+ 7,6 Tagesdurchschnitt+ 12,2 Erdtemperaturen: tiefste am Erdboden.....+ 7,0 10 cm in der Erde+ 15,5 20 cm in der Erde+ 15,6 50 cm in der Erde+ 14,2 100 cm in der Erde+ 18,2 Sonnenscheindauer: 2,40 Stunden. Niederschlag in den letzten 24 Stunden: 4,1 Liter je Quadratmeter. Dampfdruck: 7,7 Prozent. 99 Prozent. Bielefeld=Halle Ortharunge Lomphef=schllbeiche Antreten sämtlicher Pobitischen Letter am 7. Juli, 20.15 Uhr, an der Klarhorstschen Ziegelei. Amtsleiter um 19 Uhr an der Geschäftsstelle Theesener Stpaße 18. Deutsches Frauenwerk unter Führung .=Frauenschaft, Bielefeld-Halle der RS.= Ortsgruppen Bielefeld=Stadt Abt. Jugendgruppen Dienstag, 5.., pünktlich 20 Uhr, Erziehungsund Krankenpflegekursus in der Kreismütterschule, Herforder Straße 212. Mittwoch, 6.., pünktlich 20 Uhr, Erziehungskursus daselbst. Donnerstag, 7.., 20 Uhr, Erziehungskursus für beide Abteilungen. Freitag, 8. 7. 20 Uhr, Säuglingspflegekursus in der Kreismütterschule. Ferner findet Freitag. 8.., unser Turnabend in der Turnhalle der Cecilienschule statt. Beginn 20.30 Uhr. Die Jutendgruppenmitglieder der Ortsgruppen Fritz Homann, Kesselbrink Königsbrügge, Siegfried, Wittekind, Kamphof=Schildesche und Pottenau wirken Donnerstag, 7. Juli, bei der Ausgestaltung des Pflichtabends in der Ortsgruppe Heepen mit. Die Veranstaltung findet im Lokal Wedding statt. Beginn 20 Uhr. Wer nicht mit dem Fahrrad fährt, kommt zum Jahnplatz, wo der Postantobus am Haus der Technik um 19.17 Uhr abfährt. Wer so früh noch nicht frei ist, fährt mit dem Autobus ab Haus der Technit um 19.52 Uhr. Wir erscheinen alle in der Densthfufe. Ortsgruppe Giegfried Die Waschvorführung beginnt heute um 17.15 Uhr und nicht wie versehentlich angegeben, um 17.45 Uhr. Ortsgruppe Wittekind Der Heimabend in dieser Woche fällt aus. Orthgrugee Quelle Unser Ausflug findet wie besprochen am Dienstag, ö.., statt.=Abfahrt 13.50 Uhr vom Café Sport, 14 Uhr von Büscher. Ortsgruppe Ummeln Am Dienstag, 15. Juli, 19.45 Uhr, findet der 2. Abend des Quarkkurses statt. Für diejenigen Frauen, die sich zum Kursus angemeldet haben und am ersten Abend nicht da waren, wird es zur Pflicht gemacht, an diesem Abend zu erscheinen. Daß., Hauptausschuß Oberbekleidungsindustrie Die nächste Tagung des Hauptausschusses 30 08 01, Oberbekleidungsindustvie, Sitz Bielefeld, findet am Donnerstag, 7. Juli, 16 Uhr, im DeF.=Heim, Bielefeld, Schulstraße 10, statt. Beratungsthema: Lohnausfall bei Betriebsferien. Abt. Soziale Selbstverantwortung und=gestaltung Mitteilungen des urb. Reviergruppe 1. Lehrgang 5— Wettebindschule. Kursusschluß: Dienstag, ö.., 20—22 Uhr, Lehrgang 6— Gutenbergschule. Kursustage: Dienstag, Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang für Laienhelferinnen— Gutenbergschule. Kursustage: Dienstag, Freitag, 20—22 Uhr, Lehrgang 7— Wittetindschule. Lehrgangsbeginn: Mittwoch, 6.., 20 Uhr. Kursustage Montag, Dienstag, Freitag, 20—22 Uhr. Reviergruppe 3. Lehrgang 4— Helmholtschule. Kursustage: Dienstag, Donnerstag, Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang für Laienhelserinnen— Helmholtzschule. Kursustage: Dienstag, Freitag, 20—22 Uhr. Reviergruppe 3a. Lehrgang für Laienhelferinnen— Osningschule. Kursustage: Dienstag, Freitag. 20—22 Uhr. Reviergruppe 4. Lehrgang 11— Rosenhofschule. Kursustage: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 20 bis 90 Uhr Lehrgang* Rosenhofschule. Kursusbis u uhr. Bylguing 15— Rosenhofschule. KursusMA Sin W tage: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang 14— Rosenhofschule. Kursustage: Dienstag, Donnerstag, Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang für Laienhelferinnen— Gewerbeschule. Kursustage: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 20—22 Uhr. Reviergruppe 5. Lehrgang 5— Stiftsschule. Kursustage: Mittwoch, Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang 6— Stiftsschule. Kursustage: Dienstag, Mittwoch, 20—22 Uhr. Lehrgang 7— Stiftsschule. Kursustage: Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 20—22 Uhr. Gem.=Gr. Dornberg: Ausbildung für 8S.= Hauswarte in Babenhausen. Kursustage: Dienstag, Donnerstag, 20—22 Uhr. WehrmachtPersonen-Sonderzüge X Im Einvernehmen mit dem Reich kehreminister sind die Aee###en des machttarifs üver die dienstliche Beforderun reinen Personentransporten der Wehrmach Erleichterte Eisenbahnbenutzung für die Wehrmacht K om Eindernehmen mit dem RelchsverBestimmungen des Wehr„Jorderung von sporten der Wehrmacht neu geregelt worden. Die Neuregelung bedeutet eine weitgehende Lockerung zugunsten der Truppe. Neu eingeführt werden kleine WehrmachtPersonen=Sonderzüge. Sie kommen in Frage für reine Personentransporte auf Entfernungen bis zu 200 Kilometer, wenn der Zweck der Reise mit fahrplanmäßigen Zügen nicht oder nur mit besonderen Erschwerungen erreicht werden kann. Weiter werden große Wehrmacht=PersonenSonderzüge neu eingeführt, die für reine Personentragsporte auf alle Entfernungen vorgesehen sind. Daneben bleiben die bisherigen Militärzüge bestehen. Ebenso bleiben die Bestimmungen für den Urlauberverkehr unverändert. Hier werden zu den Festzeiten besondere Urlauberzüge nach Bedarf gefahren. unzhof=schllbeiche chen Letter am 7. Juli, en Ziegelei. Amtsleiter le Theesener Stpaße 18. unter Führung Bielefeld-Halle gel=-Stahruppen 20 Uhr, Erziehungs. der Kreismütterschule, woch, 6.., pünktlich lbst. Donnerstag,.., ir beide Abteibungen. naspflegekursus in der et Freitag 8.., unser der Cecilienschule statt. dgruppenmitglieder der Kesselbrink, Königsandhof=Schilbeiche und 7. Juli, bei der Ausder Ortsgruppe Heepen m Lokal Wedding statt. it dem Fahrrad fährt, Postantobus am Haus ihrt. Wer so früh noch Autobns ab haus der erscheinen alle in der egfries mt heute um 17.15 Uhr zegeben, um 17.45 Uhr. Attetiud Voche fällt aus. Inclle besprochen am DiensUhr vom Café Sport, mmele 19.45 Uhr, findet der tatt. Für diejenigen is angemeldet haben waren, wird es zur send zu erscheinen. ebengslabgtteie uptausschusses 30 08 01, Bielefeld, findet am im DeF.=Heim, Bieleungethemo: Lohnansbuung und gesteitung ngen rgang 5— Wettekindg. ö.., 20—22 Uhr. e. Kursustage: DiensLehrgang für LaienKursustage: Dienstag, g 7— Wittetindschule. I.., 20 Uhr. Kursus2g. 20—22 Uhr. organg 4— HelmholtDonnerstag, Freitag, enhelferinnen— Helmag. Freitag, 20—22 Uhr. Lehrgang für LaienKursustage: Dienstag, gang 11— RofenhofMittwoch, Freitag, 20 Kosenhofschule KursusFreitag, 20—22 Uhr. Kursustage: Dienstag, Uhr. Lehrgang für beschule. Kursustage: 20—22 Uhr. rgang 5— Stiftsschule. g, 20—22 Uhr. Lehrstage: Dienstag, Mitt— Stiftsschule. KursusFreitag, 20—22 Uhr. : Ausbildung für 28. Kursustage: Dienstag, chtderzige enutzung für die ht mit dem Reichsvernmungen des Wehrche Beförderung von der Wehrmacht neu gelung bedeutet eine insten der Truppe. kleine Wehrmachtkommen in Frage te auf Entfernungen der Zweck der Reise nicht oder nur mit rreicht werden kann. Pehrmacht=Personendie für reine PerEntfernungen voriben die bisherigen so bleiben die Beuberverkehr unverFestzeiten besondere sefahren. Breslaufahrer wurden instruiert Mitgliederversammlung der 876. Die Mittwol jelder Turngemeinde hielt am Jugendheim eine sehr gut b. Turnkamerad e die besucht Mitgliederversammlung ab. Turnkamer Wirth gab längere Ausführungen über alle d Breslaufahrer betreffenden Einzelheiten, d M7 d vielfach noch nicht bekannt waren. wayrscheinlich tritt ein Rückgang in der Beteiligung ein, die aber keineswegs einseitig bei der BTG. auftaucht, vielmehr sind die Ursachen des Rücktritts von der Reise nach Breslau darin zu suchen, daß die Rückfahrt nicht beliebig angetreten werden kann, sondern daß der festgesetzte Sonderzug benutzt werden muß. Nur ein bestimmter Prozentsatz kann die Rückfahrt in beliebigen Zügen, aber auch erst ab 4. 8. mit Personenzügen oder ab 6. 8. in Eil- oder Schnellzügen antreten. Auf die BTG. entfallen als Anteil hier etwa 18 Teilnehmer. Alle übrigen müssen den vorgesehenen Sonderzug für die Rückfahrt benutzen. Diese Anordnung ist darauf zurückzuführen, daß der Rücktransport der Teilnehmer vom Deutschen Sängerbundesfest im vergangenen Jahre in Breslau sind auch für die Rückfahrt von dem wegen großeren Teil der Breslaufahrer die Sonderzüge zu benutzen. Für diejenigen Teilnehmer, die Wanderfahrten im Anschluß an das Türnfest mitmachen, werden von den Orten Hirschberg, Glatz, Görlitz und auch Breslau Sammelsonderzüge nach Dresden, Leipzig, Halle, Berlin und Frankfurt=Oder gefahren. Es ist notwendig, daß sich die Breslaufahrer mit allen Einzelheiten nochmal eingehend vertraut machen, damit jeder nach seinen Wünschen zurecht kommt. Da noch einige Meldungen ausstanden, konnte die Beteiligungsziffer der BTG. in Breslau nicht geanGeidenr ehe Bast lch ih Teiharsiner schern. darunter sind 50 Wettkämpfer. Interessant war zi erfahren, daß beim Deutschen Turnfest 1894 Breslan die Turnkameraden Wirth. Haring, Kampmann und Kamp teilnahmen, wovon die beiden letzteren bereits verstorben sind. Das 90jährige Stiftungsfest der BT6. soll in gehobenem Rahmen gegenüber den bisherigen gefeiert werden, und zwar in der Eintracht. Da mit diesem Fest oder an einem der Sonntage vorher oder nachher ein größeres Schauturnen verbunden sein soll, konnte man sich auf den Tag noch nicht einigen. Deswegen wurde diese Angelegenheit dem Vereinsführerstab zur Entscheidung überlassen. Wehrmachtmeisterschaften in Düsseldorf Conntagsrückfahrkarten an allen Tagen der Wehrmachtmeisterschaften X Zur Erleichterung des Besuches der vom 6. bis 10. Juli 1938 im Stadion zu Düsseldorf zur Durchführung gelangenden Wehrmachtmeisterschaften, die erstmalig die drei Wehrmachtteile Heer, Luft und Marine umfassen, werden von allen Bahnhöfen im Umkreis von 200 Kilometer um Düsseldorf fertiggedruckte oder BlankoSonntagsrückfahrkarten nach Düsseldorf mit einer durchgehenden Geltungsdauer vom 5. bis 11. Juli 1938 ausgegeben. Die Karten sind am.,., 7. und 8. Juli 1938 zur Rückfahrt nur gültig, wenn sie auf der Rückseite mit dem Stempel der Stadionkasse in Düsseldorf abgestempelt worden sind. Gebühren für Auslandspakete Kürzung ab 1. Juli g des Landes werden usthenen über das Land Oesterreich nach dritten Ländern zu befördernden Pakete um die bisher in diesen Gebühren enthaltenen österreichischen Durchgangsgebühren gekürzt. keten nach Albanien, Bulgarien, Italien, Jugoslawien, Rumänien, der Türkei und Ungarn zugute, bei denen der Absender einen Leitweg vorgeschrieben hat, der über das Land Oesterreich führt. Ueber die neuen Gebühren geben die Berichtigungen zum Paketpostbuch Aufschluß; die Berichtigungen zur Gebührentafel des Paketpostbuches können am Schalter im Wege des Zeitungsbezuges laufend bezogen werden. kunft erteilt in Bielefeld die Auskunftstelle beim Hauptpostamt, Fernsprecher 4023. Sonderwertzeichen Für das Rennen um das Braune Band Für das Rennen um das Braune Band von Deutschland werden Sonderwertmarken zu 42+108 Rpf. in Bogen zu 50 Stück herausgegeben. Der Verkaufspreis beträgt, wie in den beiden letzten verflossenen Jahren,.50 RM. für das Stück. Sämtliche Postämter Bielefelds, Bielefeld=Schildesche, Jöllenbeck, Leopoldshöhe und die Postagenturen nehmen bis zum 9. Juli Bestellungen entgegen. Die Aushändigung der Marken darf nicht vor dem 20. Juli erfolgen. Dus lur ein wiellches Lonssest Dorfgemeinschaftstag in Senne I „Heut' ist Volksfest in der Senne, heut' sind wir vergnügt vereint." Das war der Leitsatz, unter dem in der Gemeinde Senne I der Dorfgemeinschaftstag veranstaltet wurde. Nach dem Aufmarsch der Festteilnehmer auf dem Gemeindesportplatz eröffnete der Kinderchor der fünf Gemeindeschulen unter Leitung des Pa. Niedermowe den bunten Reigen. Die Tanzgruppen des B0M., der Jungmädel. der Schuljugend und der Tanzgruppe der Firma „Tecalemit", lösten sich mit Darbietungen des Jungvolkes in bunter Reibenfolge ab. Schönsten Anklang fand das Zirkusspiel des Kindergenesungsheims(Waldschule), das bei jung und alt viel Heiterkeit auslöste. Eine naturechte Negergruppe, geführt von dem Zauberdoktor. eine Cowboygruppe und ein Ballett mit reizenden Kostümen erfreuten die Zuschauer mit ihrem erfrischendem Sviel. Nach einer kurzen Pause begrüßte der Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Pa. Gaese die Anwesenden. Er hob besonders hervor, daß in der Senne, wo die Jungen stehen, auch die Alten hingehörten. Das könne er zu seiner besonderen Freude feststellen. Die Verbundenheit der Volksgenossen mit Partei und Staat sei durch diesen Dorfgemeinschaftstag besonders in Erscheinung getreten. Dann ergriff der Landrat Pg. Dr. Rütten das Wort und führte etwa folgendes aus: Die Gemeinschaft in der Gemeinde Senne I bewiese ihm, daß sie vorbildlich sei in der Pflege der Volksgemeinschaft und des Gemeinschaftswillens. Er gab seiner HoffAus dem Eandhteise Ailzert Brackwede. Akkordeon=Spielgemeinschaft. Vielfachen Anregungen folgend, soll in Brackwede=Quelle eine Akkordeon=Spiel gemeinschaft unter der Bezeichnung„Der Aktordeonring“ gegründet werden. Anmeldungen von Interessenten sind zu richten an Kurt Heinz, BrackwedeQuelle 75. Brackwede. Sommer= und Herbstferien. Die diesjährigen Sommer= und Herbstferien wurden wie folgt festgesetzt: Für die Gemeinde Brackwede beginnen die Sommerferien am Freitag, 22. Juli. Schulbeginn ist Donnerstag, 1. September. Herbstferien: Schulschluß: Donnerstag, 6. Oktober, Schulbeginn: Mittwoch, 12. Oktober. Für die anderen Gemeinden des Amtsbezirkes Brackwede wurden die Ferien wie folgt festgesetzt: Sommerferien: Schulschluß: Freitag. 22. Juli, Schulbeginn: Sonnabend, 20. August. Herbstferien: Schulschluß: Sonnabend, 24. September, Schulbeginn: Mittwoch, 12. Oktober.(e) Brackwede. Das Standesamt Brackwede ist durch Verfügung des Regierungspräsidenten mit Wirkung vom 30. Juni aufgehoben. Die Gemeinden Brackwede und Senne I bilden je einen besonderen Standesamtsbezirk. Die Dienstgeschäfte für den Standesamtsbezirk Brackwede werden bei der Gemeindeverwaltung in Brackwede, Schillerstraße 29, und diejenigen der Gemeinde Senne I bei der Gemeindeverwaltung in Senne! geführt. e. Brackwede. Kameradschaftsabend der Zelle 4. Um die Kameradschaft und Verbundenheit unter den Parteigenossen zu fördern, hatte der Leiter der Zelle 4 am Sonnabend zu einem Kameradschaftsabend bei Hellmann eingeladen. Zellenleiter Pg. Scholtz begrüßte alle recht herzlich. Der Erlös aus dem Preisschießen und der Verlosung wird in Verbindung mit der NSV. den Armen der Zelle zugeführt. Humoristische Vorträge des Paaus dem Weg bei Holz(200 Meter vor der Bahnüberführung) kommenden Lastkraftwagen. Hierbei wurde der Personenwagen so stark beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. m. Weinheber: Wienler Gesemenen Es ist bekannt, daß die k. k. Wiener Hofräte ein sprichwörtlich gemütliches Leben führten. Nix konnte sie aus der Ruhe bringen. Eines Tages lief nun das Gesuch eines Invaliden ein, der sich um die Zuteilung eines Zigarrengeschäfts— in Oesterreich„Trafik“ genannt— bewarb.„Machens dös fertig, Stefanek,“ meint der Hofrat zu seinem Sekretär.„Das Gesuch wird abgelehnt!“ „Um Vergebung, Herr Hofrat,“ äußert sich Stefanek,„die Ablehnungsformulare sind grad ausg’gangen. Ist koans mehr da!“ Lange, sehr lange denkt der plötzlich vor eine Aufgabe gestellte Hofrat nach, während Stefanek ehrfurchtsvolle Gedanken über das verantwortungsschwere Amt seines Vorgesetzten anstellt. Endlich, nach angestrengtem Grübeln, kommt dieser zu einem Ergebnis: „Ja, lieber Stefanek, das ist peinlich, wirlich äußerst peinlich, daß die Ablehnungsformulare grad ausgegangen sind. Da kann man halt nix machen. Alsdann teilen Sie dem Herrn schon mit, daß sein Gesuch genehmigt ist!“ Vor dem neueröffneten Reisebüro der Deutschen Reichsbahn=Zentrale auf der Kärntner Straße in Wien steht dieser Tage ein junges Paar und betrachtet die Plakate, die für deutsche Seereisen werben. „Schau, Schatzl“, meint der offenbar erst kurze Zeit verheiratete Wiener,„was moanst zu an Reis' nach Norwegen?“ „Freilich!“, entgegnet die fürsorgliche Im Gillemerh„Mutter und hat Sie 130. die heute in 22299 Allfe- und Beratungestellen icen Si2sT0 müttern geheifen. nung Ausdruck, daß in der Gemeinde in diesem Sinne weitergearbeitet würde und wünschte den Festteilnehmern noch einige fröhliche Stunden. Kreisprovagandaleiter Pa. Helling überbrachte die Grüße des Kreisleiters Pg. Reineking. der leider verhindert sei. an diesem Tag der Gemeinschaft teilzunehmen. Er gab seiner Ueberraschung Ausdruck, daß in einer Landgemeinde ein Gemeinschaftstag in diesen schönen Ausmaßen gefeiert würde. Den Schluß des fröhlichen Teils bildete ein humoristisches Fußballspiel zweier alter HerrenMannschaften, die in einem lustigen Zweikampf bewiesen, daß sie dem Sport noch im Alter huldigten. Ein Feuerwerk, wie es in diesem Umfange die Senne noch nicht erlebt hat, löste bei den Zuschauern ein allgemeines Ab! und Ob! aus. Die Kapelle der Verbandsfeuerwehr Brackwede erfreute die Zuschauer mit schneidigen Märschen. Die Dorfgemeinschaft blieb noch bis in die äten Abendstunden bei fröhlichem Tanz zusammen. Mit dieser Veranstaltung, die in den Händen des Ortsgruppenschulungsleiters Pg. Drewes lag, hat die Gemeinde Senne I bewiesen. daß sie es wirklich versteht, ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes zu feiern. Mögen diese Stunden, die richtungweisend für die Gestaltung guter Volksfeiern sind. noch bei allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben. HILFSUERK Augen in die große Geldtasche tut, locht einen Fahrschein und tritt auf die Plattform hinaus. Kaum hat man im Wagen diesen Akt der Hilfsbereitschaft genügend würdigen können, erscheint er schon wieder und meint:„Wissens, Freilein, es geht doch net, daß Sie den ganzen Tag ohne an Groschen Geld umanandlaufen. Seiens mir net bös, i geb Ehna noch zwoa Schilling— und Sie gebn mir dann allens miteinand zruck!“ Brenk, der durch seinen urwüchsigen Humor die Lacher auf seiner Seite hatte, und gesangliche Darbietungen von Frau Astroth wechselten ab mit Konzert und Tanz. Brackwede. Wäschediebe. Eine Familie, die über Nacht draußen Wäsche auf der Leine hatte hängen lassen, mußte die traurige Feststellung am folgenden Morgen machen, daß die gesamte Wäsche gestohlen war. Sennel. Verkehrsunfall. Am Sonnabend gegen. 10 Uhr fuhr auf der Friedrichsdorfer Straße ein aus Richtung Brackwede kommender Personenkraftwagen gegen einen „Hexe“ heilte mit Zündhölzern Der Bauer mußte in Kreuzform mähen Das Passauer Landgericht verurteilte eine 58jährige Frau aus dem Bayerischen Wald die den zweiselhaften Ruf, eine Hexe zu sein, m Jahr Gesängnis Dle Angeklagte verkaufte Zaubergeschäftlich ausnutzte, zu einem Jah jungnis. Die Angellägle Verkäufte Hauber= getränke, Heilkräuter und verdiente sich durch unsinnige Beschwörungen Geld. Als einem Bauer das Vieh erkrankte, kam sie mit Rosenkranz und Zündhölzern gelaufen, besprengte den Stall mit Weihwasser und ließ den Kühen ein Futter verabreichen, das der Bauer zuvor in Kreuzform mähen mußte. Das Passauer Landgericht griff hier energisch durch und verurteilte die Angeklagte wegen fortgesetzten Betruges. Quelle. Zur Feier des 25jährigen Bestehens der Firma Beckmann& Co. hatte der Betriebsführer seine Gefolgschaft zu einem Kameradschaftsabend nach Einschlingen eingeladen. Aus kleinen Anfängen heraus ist das Werk heute zu einem Betrieb geworden, dessen Erzeugnisse in Spinnereimaschinen deutsche Wertarbeit im Auslande darstellen. In seiner Begrüßung führte Betriebsführer Ernst Beckmann u. a. aus, nur den führenden Männern in Staat und Wirtschaft habe man es zu danken, daß von einem Auftragsmangel heute keine Rede mehr sein könne. Den Dank der Gefolgschaft sprach Betriebsobmann Rudolf aus mit dem Versprechen, die gute Kameradschaft noch weiter zu vertiefen. Elefanten ärgerten sich... ... und rissen Telegrafenmasten aus Die Arbeiten zur Herstellung einer Telesonkabelverbindung zwischen Ketapang und Kalianda(Niederländisch=Indien), einer 28 Kilometer langen Ueberlandlinie im Zuge der unterseeischen Kabelverbindung nach Batavia, haben eine eigenartige Störung erfahren. Wiederholt verschwanden über Nacht schwere eiserne Trägermasten. In der Nähe fand man Elefantenspuren. Nachforschungen ergaben, daß Elefantenherden die Masten aus dem Erdboden gerissen und in den Urwald geschleppt hatten. Ummeln. Filmabend. Am Mittwoch, 6. Juli, 20.30 Uhr, läuft im Saale des Wirtes Grewer der Lustspielfilm„Mein Sohn, der Herr Minister". Dieses köstliche Lustspiel verbürgt uns zwei Stunden ungehemmter Heiterkeit. Die überwundene Zeit der Demokratie und des Parlamentarismus erlebt durch diesen Film ihre fröhliche Auferstehung.(119) Rätselhafter Frauenmord Vom Täter schlt jede Spur Gattin.„Aber denke dran, daß d' leicht seekrank wirst!" „Ha, dös macht ma goarnix aus!“ hört man ihn darauf.„Weißt, die Liebe ist das beste Mittel gegen Seekrankheit!" Da mischt sich ein alter Wiener in das Gespräch, der die Unterhaltung der beiden mit angehört hat, und meint:„Stimmt schon, junger Herr! Nur vergessens net, daß Sie ja a von Norwegen wieder zruckkommen müssen!" Es ist früh am Morgen in der Straßenbahn— in Wien sagt man Trambahn— die von Favoriten zum Ring fährt. Ein ärmlich gekleidetes junges Mädchen, offensichtlich Büroangestellte oder Verkäuferin, ist eingestiegen und sucht nach ihrem Geld, um zu bezahlen. Sie sucht und sucht, kramt die kleine Handtasche aus und ein, kehrt sämtliche Taschen um und bekommt vor lauter Verlegenheit einen roten Kopf. Fahrgäste nehmen einen regen Anteil an dem Vorfall, was der kleinen Sünderin äußerst peinlich ist. Aber nix zu machen, das Geld bleibt vergessen, verloren oder nicht mehr vorhanden. Der Schaffner hat dem Bemühen gutmütig=lächelnd zugesehen, und als das Fräulein mit hilflosen Augen zu ihm aufblickt, meint er begütigend:„Gelt, Fräulein, Sie fahrens doch jeden Tag mit meinem Wagen?“ Eifriges Nicken. „Schauens, da borg ich Ehna die paar Groschen. Sie werdens mir schon zrück gebn, net?“ Damit entnimmt er seinem Privatportemonnate 32 Groschen, die er vor aller In einer kleinen Ortschaft nordöstlich von Berlin wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt. Ein Gendarm fand eine 50jährige Frau, die seit einiger Zeit in Scheidung lebt, in ihrer Wohnung tot auf. Die Leiche, die schwere Kopfverletzungen aufwies, war unter zahlreichen Decken versteckt. Ueber die Tat, die vermutlich schon vor einigen Tagen begangen ist, herrscht zur Zeit noch völliges Dunkel. Die Frau, die eine kleine Wohnung inne hatte, war seit mehreren Tagen von den anderen Hausbewohnern nicht mehr gesehen worden. Man verständigte deshalb die Gendarmerie, und ein Beamter verschaffte sich Einlaß in die Räume. Der Beamte fand aber alle Zimmer in bester Ordnung, nur von der Wohnungsinhaberin war keine Spur zu sehen. Da die Frau in der vorigen Woche einen Mann und eine Frau, die bisher noch unbekannt sind, bei sich aufgenommen hatte, vermutete man zunächst, daß sie mit diesem Paar fortgereist sei. Als aber am Donnerstag noch immer keine Nachricht von der Wohnungsinhaberin vorlag, durchsuchte der Gendarmeriebeamte die Wohnung noch einmal. Er nahm alle Zimmer und die Küche genau in Augenschein und fand zunächst nichts Auffälliges. Als er schließlich in der dunkelsten Ecke eines Nebenraums noch einmal nachforschte, fand er, unter zahlreichen Decken verborgen, die Leiche der Wohnungsinhaberin in halbbekleidetem Zustand. Der Kopf der Frau war über und über von Schlagwunden bedeckt. Außerdem zeigte der Hals Würgemale. Von einer Mordwaffe oder sonstigen Spuren des Täters war nichts zu finden. Die Mordkommission ist nun damit beschäftigt, die Tat aufzuklären. Er steht im Telefonbuch. Durch ein Versehen steht auch heute noch der ehemalige englische König Georg VI. im Londoner Telefonbuch und zwar unter seinem vollen Namen. Seine Privatadresse findet man unter der Eintragung des Herzogs von York mit der Telesonnummer Grosvenor 2951. Heineichs Akongshe, toiro Bansaheisert Himmler verkündet Gedächtnisstiftung— Mitternächtliche Feierstunde 44 Quedlinburg, 4. Juli In einer Feierstunde im Quedlinburger Dom ehrte in mitternächtlicher Stunde der Reichsführer 11 Heinrich Himmler den Gründer des I. Reiches der Deutschen. König Heinrich 1. Unter dem Krachen der Ehrensalve des Schwarzen Korvs legte er am Grabe des Königs und seiner Lebensgefährtin Mathilde Kränze nieder. Vorher hatte er die König=Heineich= Gedächtnisstiftung verkündet. Seit drei Jahren ist die König=Heinrich= Feier in Quedlinburg nationalsozialistische Tradition geworden. Besonders der Reichsführer und die Schutzstaffeln haben es sich zur Plicht gemacht, die Erinnerung an diesen ersten deutschen König wachzuhalten, der wie kein anderer in seinem Leben und Wirken von den Gedanken beseelt war, die heute wieder unsere Leitsterne im Dritten Reich geworden sind. Als Schöpfer einer starken Zentralgewalt gegen die zersplitternden Tendenzen im Innern. als Schützer des Reiches nach außen und als ein Bauernkönig. der sich zum ersten Mal von dem Gängelband kirchlicher Gewalten freimachte und nur die Interessen des Deutschtums gelten ließ. Die alte Harzstadt im Schmuck der Farben und Fahnen entfaltete einen eigenartigen Reiz. als im Abenddunkel des Todestages König Heinrichs die Feierlichkeiten mit der Vergatterung des Wachsturmes der=Junkerschule Braunschweig begannen. Vorher hatte der Reichsführer H schon die=Junkerschule Braunschweig an ihren neuen Kommandeur, den =Standartenführer Altvater Mackensen, übergeben. Um 21 Uhr kam Reichsführer I1 Himmler und schritt unter den Klängen der Musik die Front des Wachsturmes ab. Dann folgt exakt. knapp und schneidig die Vergatterung. Der Reichsführer# verkündete die Parole:„König Heinrich Deutschland", dann rückte der Wachsturm ab, und nach diesem militärischen Ausdruck verkündete Reichsführer H im Rathaus die Gründung der Stiftung. Den Sinn erläuterte der Reichsführer in seiner Ansprache. Er ging von dem Gedanken aus, daß es unsere Pflicht ist, die Großen der Vergangenheit zu ehren. Wir wollen damit unserem Volke am lebendigen Beisviel zeigen, wie groß es schon vor Jahrhunderten und Jahrtausenden war. Und in König Heinrich sehen wir den ersten wirklich deutsch regierenden Fürsten. Er heilte die Wunden im Innern, er schlug die äußeren Feinde und hinterließ seinen Söhnen ein einiges Reich. Sinn der in seinem Namen errichteten Stiftung ist es, so schloß der Reichsführer 11. altes Unrecht, das an ihm getan wurde und zwar menschlich und baulich, wieder gutzumachen und seinen Sitz zu einer Wallfahrtsstätte des deutschen Volkes auszugestalten. In der Satzung der König=Heinrich=Gedächtnis=Stiftung heißt es:„Zweck der Stiftung ist. Geist und Tat König Heinrichs für unsere Zeit wieder lebendig zu machen, sein Auftreten in der deutschen Geschichte und seine Leistungen als Staatsmann wissenschaftlich zu erforschen, die Stätten, an denen er gewirkt hat. insbesondere seine Begräbnisstätte und seinen Königshof in Quedlinburg zu erhalten und dadurch dem deutschen Volke zu ermöglichen, diese verehrungswürdigen Plätze in dankbarer Bewunderung für die Größe vergangener Zeiten aufzusuchen.“ Die Aufsicht über die Geschäftsführung der Stiftung führt der Reichsführer selbst, zum Vorstand gehören als ständige MitDer Reichsführer 11 am Grabe des Begründers des Ersten Reiches Weltbild(K) glieder der Gauleiter der NSDAP. des Gaues Magdeburg=Anhalt und der Oberbürgermeister der Stadt Quedlinburg. In Glockenton und Orgelklang, mit scharfen Kommandoworten und dem harten Schlag des Präsentiergriffes verschmolzen alte und neue Zeit, als um 12 Uhr nachts der Reichsführer I1 mit Gauleiter Jordan und dem =Führerkorps den Berg heraufkam und den Dom betrat. Musik von Bach leitete die Feier ein, und dann herrschte ehrfurchtsvolles Schweigen, als sich der Reichsführer it in die Heinrichsgruft begab und mit Worten des Gedenkens Latschen=Kiefern=Kränze an der Gruft des Königs und der Königin niederlegte. Während dann noch die von Heinrich gegründeten Städte den toten Fürsten in gleicher Weise ehrten, hallten von draußen drei Salven durch die nächtliche Stille. Durch ein Fackelspalier von=Männern verlioßen nach Schluß der Feier der Reichsführer und seine Gäste Dom, Schloß und Stadt Quedlinburg. Neues aus aller Welt Stadt des KdF.=Wagens. Durch Entscheidung des Oberpräsidenten von Hannover ist im Kreise Gifhorn mit Wirkung vom 1. Juli eine Stadtgemeinde gemeldet worden, in deren Gebiet die KdF.=Wagenfabrik liegt. Da die endgültige Namensnennung noch vorbehalten ist, hat die neue Stadtgemeinde die vorläufige Bezeichnung„Stadt des KöF.= Wagens bei Fallersleben“ erhalten. Neubauerndorf Limbach eingeweiht. Am Sonnabend wurde das Neubauerndorf Limbach(Kreis Meseritz), das dem Gedenken des ermordeten Leipziger Nationalsozialisten Heinrich Limbach geweiht ist und gemeinsam von der Leipziger Stiftung„Dorf Limbach“ und dem Reich erbaut wurde, feierlich eingeweiht. Paris vom Olympiafilm begeistert. Der deutsche Olympia=Film, der in Frankreich unter dem Namen„Les Dieux du stade“ aufgeführt werden wird und der vor einigen Tagen in einer geschlossenen Vorführung der französtschen Sportpresse gezeigt worden war, erlebte in einem Pariser Lichtspieltheater eine begeisterte Aufnahme. Ein Teschätterndes miegsschlafat Wie Unteroffizier Kohlrausch sein Tagebuch wiederfand Berlin, 4. Juli. Dieses Buch ist nun erst in Deutschland beVon einem seltsamen Zusammentreffen eigenes Tagebr'ch wörtlich abgedruckt. Es ischen„ ehemaligen deutschen Unteroffi= auch Unteroffizier Kohlrausch und findet de pscen ein en en zischen Schriftsteller(ebe= sein eigenes Lageouc wortlich angedruckt. dier und einem franzonigen eugiftsteler(ebe,I=(zngt ihm. mit dem Verfasser in Verbind maliger Offizier) berichtet das Reichsblatt des Reichskriegerbundes„Kyffhäuser": Im April 1918 wird der deutsche Unteroffizier August Kohlrausch(Bremen) schwer verwundet und liegt sieben Tage ohne Hilfe zwischen den Fronten. In diesen furchtbaren Stunden der Hoffnung, ob man ihn finden und der Verzweiflung, daß er hilflos sterben wird, schreibt Kohlrausch in Tagebuchform alles nieder, was er an Schmerz, Not, Hoffnung und Erinnerung empfindet, in der Hoffnung, daß nach seinem Tode die Aufzeichnungen gefunden und seinen Angehörigen zugestellt werden. Am sechsten Tage finden ihn zwei französische Offiziere, die zwei umherstreifende französische Sanitäter beauftragen, ihn mitzunehmen. Diese legen ihn auf ihre Bahre, setzen ihn aber wieder ab und verschwinden, als die Offiziere außer Sichtweite sind. Und wieder muß Kohlrausch eine grauenvolle Nacht der Enttäuschung und der furchtbarsten Schmerzen durchleben. Zufällig wird er am nächsten Tage aber von den beiden Offizieren aufs neue entdeckt, die über die unglaubliche Roheit der Sanitäter empört sind und ihn nun unter ihrer Aufsicht ins Lazarett bringen lassen, wo ihm sofort das rechte Bein amputiert wird. Er wird nach einjähriger Gefangenschaft 1919 in die Heimat entlassen. Das Tagebuch aber gelangt auf Umwegen in das französische ministerium, wo es der französische Schriftsteller Vordeaux noch während des Krieges neben anderem Material empfängt und für sein Buch „Die Wiedergewinnung der französischen Erde“ verwendet da ihm die Eintragungen des nach seiner Ansicht nunmehr toten deutschen Untereitiziers äußerst erschütterten. gelingt ihm, mit dem Verfasser in Verbindung zu treten, und es ergibt sich daraus zwischen zwei ehemaligen Feinden ein lebhafter freundschaftlicher Briefwechsel. Es ist verständlich, daß Kohlrausch sowohl den Verfasser als auch die beiden Offiziere, denen er sein Leben verdankt, einmal wiedersehen will. Dies wird ihm durch eine Reise einer Bremer Kriegerkameradschaft an die ehemalige Westfront ermöglicht. Und vor einigen Tagen ist nun Kohlrausch mit dem Schriftsteller Bordeaux in Paris zusammengetroffen. Vordeaux wird nunmehr das Tagebuch zusammen mit dem sich jetzt daraus ergebenen Schriftwechsel in einer großen französischen Zeitschrift veröffentlichen, um dadurch einen Beitrag zur Verständigung beider Völker zu geben. Außerdem hat sich Bordeaux erboten, nach den beiden Offizieren zu forschen, um auch zwischen ihnen und Kohlrausch ein Zusammentreffen in die Wege zu leiten. Wien erhält zweite Oper Volksoper von der Stadt übernommen od. Wien, 4. Juli. Die Volksoper sam Währinger. Gürtel, die vor 40 Jahren auf städtischem Grund erbaut wurde und seit langer Zeit nur mehr die Operette gepflegt hat, wird in der neuen Spielzeit von der Stadt Wien als Opernhaus geführt werden. Die Renovierungsarbeiten am Gebäude und an der Bühne haben bereits begonnen. Am 15. September wird dann die Volksoper im neuen Gewand voraussichtlich unter der Leitung von Anton Baumann als Städtisches Opernhaus eröffnet werden. Pirc=Ingoslawien siegt im Harzer Schachturnier. Der großdeutsche Schachbund ließ am Sonntag im Bad Harzburger Kurhaus die Schlußrunde seines internationalen Schachturniers austragen. Pirc=Jugoslawien siegte mit 6½ Punkten vor Bogoljubow(Bad Triberg) mit 6 Punkten und Kieninger(Köln) mit 7½ Punkten. Licht im Dienste der Gesundheit. Am Sonnabend wurde in München die unter der Schirmherrschaft von Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner stehende Ausstellung„Strahlen= und Heilkunde Munchen 1938“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt Wesen, Wirkung und Anwendung der Lichtstrahlen, der radioaktiven Strahlen, der elektrischen Wellen und der Röntgen=Strahlen. Todesurteil für Kaubmörder Frau mit dem Stemmeisen erschlagen Leipzig 4. Juli Nach dreitägiger Verhandlung verurteilte das Leipziger Schwurgericht den 38 Jahre alten Otto Gleißner aus Schafstädt, Kreis Magdeburg, zuletzt in Leipzig wohnhaft, wegen Mordes in Tateinheit mit einem Verbrechen schweren Raubes zum Tode. Am 10. Februar ds. Is. hatte Gleißner im benachbarten Städtchen Naunhof das Einsamilienhaus eines Einwohners, mit dem er wegen eines Autokaufes bekannt geworden war, aufgesucht. Der Verbrecher hatte in der Absicht, sich Geld zu verschaffen, eine Zeit gewählt, in der die Ehefrau allein zu Hause war. Er würgte die Frau und schlug dann in brutaler Weise auf sie mit einem Stemmeisen ein. Den schweren Verletzungen ist die Frau am nächsten Morgen erlegen. Nach der Tat nahm Gleißner eine Geldbörse mit 9 bis 10 Mark Inhalt an sich, ebenso einen Anzug und einen Mantel, die er in Leipzig zu Gelde machte. Amokläufer in Antwerpen Matrose plötzlich wahnsinnig geworden Amsterdam, 4. Juli. Im Hasen von Antwerpen ereignete sich am Sonnabend eine Schreckenstat, deren außergewöhnliche Umstände allgemeines Entsetzen hervorriefen. Ein Matrose eines jugoslawischen Schiffes, das zur Zeit im Hafen von Antwerpen liegt, wurde plötzlich wahnsinnig und stürzte sich mit einem großen Messer auf alle Personen, die in seiner Nähe waren. Er tötete drei Personen und verletzte weitere drei, darunter einen belgischen Hasenbeamten. Zunächst verfolgte der Amokläufer den Kapitän des Schiffes bis auf den Hafendamm, tötete ihn durch mehrere Messerstiche und warf ihn in den Hafen. Dann stürzte er sich auf einen anderen Matrosen, der ihn entwaffnen wollte, und verletzte ihn schwer durch Messerstiche. In seiner Raserei überwältigte er hierauf einen Hafenbeamten und entriß ihm den Revolver. Darauf eilte er auf das Schiff zurück und tötete durch Revolverschüsse zwei seiner Kameraden auf der Stelle. Als die „Polizei erschien, richtete er seinen Revolver auf die Schutzleute. Die Waffe war jedoch bereits entleert. Der Amokläufer stürzte sich schließlich ins Wasser und konnte dort von Matrosen und Polizisten aufgefischt und festgenommen werden. 0 K Gesäuberte Geschichtslehrbücher Vereinbarung zwischen Deutschland und Polen Berlin, 4. Juli. Im April v. J. haben im Reichserziebungsministerium zu Berlin in der Frage der Angleichung der deutschen und volnischen Schulbücher eingebende Besprechungen begonnen, die im August 1937 im Ministerium für Kultus und Unterricht zu Warschau fortgesetzt und nun in diesen Tagen im Reichserziehungsministerium zu einem erfolgreichen Teilabschluß gebracht wurden. Die Besprechungen erstreckten sich zunächst auf die beiderseitigen Geschichtslehrbücher. Die beiden Abordnungen waren sich von vornherein darüber einig, daß die Verhandlungen im Geiste der Verständigung und der Achtung vor der geschichtlichen und kulturellen Leistung des anderen Volkes vorgenommen werden müßten. So sollen die Zeitabschnitte der Geschichte. in denen die beiden Völker im Gegensatz zueinander gestanden haben, in den Schulbüchern Hellmuth hirth f Der bekannte Flugmotoren-Konstrukteur Karlsbad, 4. Juli. Der bekannte Flugmotoren= Konstrukteur Hellmuth Hirth ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Hirth, der sich als Konstrukteur von Flugzeugmotoren einen Namen gemacht hat, war einer der berühmtesten Vorkriegsflieger. sachlich und leidenschaftslos dargestellt werden. Vor allem stimmten die Abordnungen darin überein, daß aus den Geschichtslehrbüchern alle Ausdrücke und Wendungen verschwinden sollen, die auf den Vertragspartner beleidigend und herabsetzend wirken müßten und geeignet sind, das nationale Empfinden des anderen Volkes zu verletzen. Wo ist„Admiral Karpfanger“? Hapag-Segler hat Funkstörungen rd. Berlin, 4. Juli Das deutsche Segelschulschiff„Admiral Karpfanger“, Hapag, hat am 8. Februar mit einer Ladung Getreide seine Heimreise nach Europa von Forst Germein, Spencers Golf, Australien, über Cap Horn angetreten. Am 1. März hat der Segler seine Position sunkentelegrafisch über Norddeich auf 51° südlicher Breite und 178° östlicher Länge gemeldet. Aus Nachrichten, die bei der Reederei nach Abgang des Schiffes aus Australien eingegangen sind, ist ersichtlich, daß in den Motoren zur Erzeugung des elektrischen Stromes für die Funkstation Störungen aufgetreten waren, so daß mit regelmäßigen eigenen radiotelegrafischen Positionsmeldungen des Seglers auf der Heimreise nicht mehr gerechnet werden konnte. Anscheinend hat der Segler, was erfahrungsgemäß als normal anzusehen ist, sich außerhalb der Dampferwege gehalten und ist infolgedessen nicht gesichtet und gemeldet worden. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit ist die Reisedauer des Schiffes auf dieser Segelroute bis jetzt zwar als lang, aber durchaus nicht als ungewöhnlich anzusehen. Obgleich also kein Grund zur Besorgnis vorliegt, hat die Reederei mit Rücksicht auf die Nachricht erwartenden Angehörigen der Besatzung über die deutsche Großstation und über Lloyds, London, eine drahtlose Rundfrage an die Schiffe aller Nationen gerichtet, um eine Standortmeldung über„Admiral Karpfanger“ zu erhalten. Liebe und Turf Lätticher Giftmordprozeß vor dem Ende Brüssel, 4. Juli. Der weit über die Grenzen Belgiens hinaus aussehenerregende Giftmordprozeß gegen die Witwe Becker, der zur Zeit vor den Geschworenen in Lüttich verhandelt wird, nähert sich seinem Ende. Mit der Vernehmung des 313. Zeugen wurden die Zeugenvernehmungen an sich abgeschlossen. Auf Antrag der Verteidigung werden jetzt nur noch fünf Sachverständige gehört werden. Bei der Vernehmung der letzten Zeugen kam es im Gerichtssaal zu Szenen, die allgemeine Heiterkeit erweckten. Aus den Schilderungen der Leumundszeugen über den Lebenswandel der Angeklagten ergaben sich Bilder, die eine fast mondän anmutende Verquickung von Liebe und Turf zeigten. Danach veranstaltete die Becker mit ihrem Freund Hody nicht nur recht häufig Zechgelage. Das Paar wurde auch sehr oft bei Pferderennen gesehen. Eine Zeugin sagte aus, daß die Becker sich öffentlich gerühmt habe, daß ihr eine Erbschaft in Höhe von 500 000 frs. bevorstehe und daß sie beabsichtige, sich einen Rennstall zuzulegen. Die Angeklagte quittierte diese Aussage mit lautem Gelächter, in das sowohl die Verteidigung als auch der Gerichtshof einstimmten.— Nach der Vernehmung der weiter geladenen Sachverständigen werden der Staatsanwalt und die Verteidigung zu Worte kommen. Bergwerksunglück in den Staaten. In einem Kohlenbergwerk bei Birmingham im Staate Alabama wurden dreißig Bergleute durch niederbrechendes Gestein verschüttet. Bisher wurden zehn Arbeiter als Leichen geborgen. Einheitliches Strafrecht für die ganze Schweiz. Durch Volksabstimmung nahm das schweizerische Volk am Sonntag mit rund 360 000 gegen 310 000 das Gesetz über ein einheitliches Strafrecht für die ganze Schweiz an Stelle der bisherigen kantonalen Gesetze an. Die Opposition war am stärksten in den Kanvonen der Westschweis und den Urkautonen. Brauchitsch ar Prächtige Kämpfe g: Runge, 10:-Sseg Am Samstag mach die Durchführung diese der Dietrich=Eckart=Büh zumöglich. Am Sonn Länderkampf bei herrlich werden. Deutschland k Besetzung in den schwer einem verdienten 10:6. unter einem neutraler rungen wurde, ist das Punktwertung in Londo wettgemacht worden. 16 000 Zuschauer wa denen man auch den 9 Fachamtsleiter Dr. Mi sänder gaben einen g #b. von denen lediglie schwergewicht und der ztwas abfielen. Obermauer(Köln) noch an Kampferfahrur Kampfesführung erran dienten Punktsieg. Der Ausgleich fie durch unseren Meister schnellen Aufwärtshaker ger sehr schnell überli känder hatte schon in d Augenverletzung erhalt deren Kamofverlauf seh Im Federgewicht Jaro von seinem hauernd durch der. Rine sroh sein, über die R ssein. Zu dem erwartete Braachitsch and Carratsch Piertedes Eilent auf weiter-Piaf v. Brauchitsch gewinnt den Großen Preis von Frankreich— Auto-Union im Pech Das Interesse der französischen Bevölkerung war bei dem diesjährigen Großen Wessel=Lied klingen aus, während der Sieger Preis von Frankreich so groß wie noch nie. Zehntausende und aber Zehntausende bevölkerten schon seit den frühen Morgenstunden die Rennstrecke. Allgemein war die Hoffnung groß, daß die neuen französischen Nennwagen doch noch den deutschen ein ebenbürtiger Gegner sein würden. Angemeldet zu diesem Großen Preis waren 25 Wagen, aber der Automobilklub der Champagne erhielt eine Absage nach der anderen. Nur die Deutschen waren, wie immer, wenn sie einmal ihr Wort gegeben hatten, zur Stelle. Am Start standen die Mercedes von Lang und v. Brauchitsch in der ersten Reihe. Es folgten Caracciola, die beiden Auto=UnionWagen von Hasse und Kautz, die beiden Talbot der Sesac und ein Bugatti unter Wimille. Sofort nach dem Start brauste Lang mit der Führung ab, gefolgt von seinen beiden Stallgefährten. In einer scharfen Rechtskurve unweit von Gneux erwischte es auf der verschmierten Straße bereits den jungen Kautz. Er streifte mit seinem Hinterrad einen Hauseingang, und mit einem Achsenschaden war für den jungen Nachwuchsmann das Rennen zu Ende. Noch ärgerlicher war das Pech Hasses. Nach einem plötzlichen Ausrutscher landete er in hohem Bogen mitten in einem Kornfeld. Er gab sich alle Mühe, den Wagen wieder auf die Bahn zu bringen, aber da der Motor stand und fremde=Hilfe nicht angenommen werden durfte, war auch das letzte Eisen der AutoUnion zum Zuschauen verurteilt. Mittlerweile war der Kampf zu einem reinen„Privatrennen“ der drei Mercedes geworden. Es hatte nur drei Runden gedauert, und von den neun Wagen waren nur noch fünf im Rennen. Die zwei Talbots waren noch der einzige Gegner für die Deutschen, die nach zehn Runden— 64 waren zu fahren— zum erstenmal überrundet wurden. Mit einem Stundendurchschnitt von 152,4 Klm.=Sto. war Lang ins Rennen gegangen, Caracciola steigerte auf 161 Klm=Std. v. Brauchitsch griff Lang an und mußte dann seinen zweiten Platz Carac= ciola überlassen, der kurz darauf an die Spitze ging. Sein Durchschnitt betrug 164 Klm.=Std. Lang schraubte ihn in der 17. Runde auf 170,4. Runge, der große Techniker 10:-Sieg der deutschen Boxer über England Am Samstag machte ein heftiger Regen die Durchführung dieser Veranstaltung in der Dietrich=Eckart=Bühne im Olympiastadion uumöglich. Am Sonntag konnte nun der Länderkampf bei herrlichem Wetter nachgeholt werden. Deutschland kam durch die bessere Besetzung in den schweren Gewichtsklassen zu einem verdienten 10:=Sieg. Da der Sieg unter einem neutralen Schiedsgericht errungen wurde, ist das bei einer anderen Punktwertung in London erreichte:8 wieder wettgemacht worden. 16000 Zuschauer waren gekommen, unter denen man auch den Reichssportführer und Fachamtsleiter Dr. Metzner sah. Die Engkänder gaben einen gleichwertigen Gegner ##b. von denen lediglich Brown im Halbschwergewicht und der Ersatzmann Powell ztwas absielen. * Obermauer(Köln) mangelt es sichtlich noch an Kampferfahrung. Nach überlegener Kampfesführung errang Russel einen versienten Punktsieg. Der Ausgleich fiel im Bantamgewicht durch unseren Meister Wilke, der mit seinen schnellen Aufwärtshaken den Gegner Pottinper sehr schnell überlistet hatte. Der Engkänder hatte schon in der ersten Runde eine Augenverletzung erhalten, die ihn im weiferen Kamofverlauf sehr zu schaffen machte. * Im Federgewicht wurde der Wiener Jaro von seinem Gegner Gallie hauernd durch der. Ring getrieben und durfte kroh sein, über die Runden gekommen zu sein. Zu dem erwarteten Sieg kam Nürnberg im Leichtgewicht über den englischen Ersatzmann Powell, der bereits in der ersten Runde auf einen genauen Rechten zu Boden mußte. Sehr unsauber kämpfte Fluß im Weltergewicht gegen Charlie Webster, mit dem er schon in England zusammengetroffen war. Geradezu sträflich offen war seine Kampfesweise, so daß Webster immer wieder durchkam und einen gerechten Punktsieg erfocht. Drei deutsche Siege zum Schluß In den drei weiteren Klassen gab es dann drei deutsche Siege. Baumgarten kam gegen Harrington erst langsam ins Gefecht. Von der zweiten Runde ab drehte er aber mächtig auf und gewann sicher. Eine recht unglückliche Figur machte der Halbschwergewichtler Brown gegen Richard Vogt. Schon in der ersten Runde schickte Vogt ihm ein paar Rechte an den Kopf, leider zu ungenau. In den folgenden Runden verteidigte sich der Brite jedoch sehr zäh mit seiner guten Linken. Eine großartige technische Leistung zeigte Runge im Schwergewicht. Er boxte wundervoll auf Distanz und Preston mußte sich nach drei Runden klar geschlagen geben. Schmeling kommt heim Gesundheitszustand gebessert Max Schmeling hat am Samstag mit dem Dampfer„Bremen“ wieder die Heimreise angetreten. Um dem lästigen Andrang am Reisetage zu entgehen, war der Deutsche schon 24 Stunden vorher an Bord gekommen. Er wurde mit einem Krankenwagen von der Klinik nach Der Entscheidung entgegen Während die Talbots zum zweitenmal überrundet werden, hält Lang zum Tanken an. Sein Wagen springt erst nach einigen Minuten wieder an, inzwischen gewinnen Caracciola und v. Brauchitsch eine Runde gegen ihn. Brauchitsch geht in Führung, dann kommt, als Brauchitsch an die Box geht, wieder Carratsch nach vorne. Von der 30. Runde an war der Kampf entschieden, der durch die mitreißenden Positionskämpfe der drei Deutschen keinen Augenblick an Interesse verlor, obwohl nur noch vier Wagen ihre Runden drehten. v. Brauchitsch vergrößert seinen Vorsprung auf zwei Minuten bis zur 44. Runde. Sicher steuert er seinem Siege entgegen. Caracciola behauptet seinen zweiten Platz, trotzdem Lang den Rekord auf 1709 Klm.=Std. verbessert. Als v Brauchitsch aus der 64. Runde wiederkehrt, gibt er auch noch eine 65.„Vorsichtsrunde“ zu und steigt erst dann aus dem Wagen, um die Glückwünsche zu diesem großen Sieg entgegenzunehmen. Das Deutschland= und das Horstder„Bremen“ übergeführt. Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Tagen wesentlich gebessert. Der Rahmen zu Neusel—Lazei Für den Stuttgarter Großkampftag am 16. Juli, der als Hauptkampf die Begegnung zwischen Europameister Heinz Lazek und Walter Neusel bringt, steht nunmehr auch das Rahmenprogramm fest. Tafelmeier(Stuttgart) trifft auf Bruch(Berlin), Rothenberger(Stuttgart) kämpft gegen Leopold(Berlin), und Gurray(Stuttgart) doxt den Münchener Ludwig Schmidt. Dazu gibt es noch zwei Ausscheidungen im Leichtgewicht zwischen Esser (Köln) und Stegemann(Berlin) sowie Blaho (Wien) und Bielsky(Solingen). Italienischer Einzelsieg Radsernfahrt von München nach Mailand Bei der Radsernfahrt von München nach Mailand konnten unsere Amateure zwar einen italienischen Einzelsieg nicht verhindern, der an Benedetti siel, aber in der Gesamtwertung ersochten sie einen klaren deutschen Sieg. Die letzte Stappe, die für den Einzelsieg ausschlaggebend war, gewann der Italiener Benedetti. Gesamtergebnis: 1. Benedetti 27 2. Heller, 27.; 3. Richter, 20.; 4. Jergang, 14 P.(alle 17:40:50 Stunden). Länderwertung: 1. Deutschland 106: 68: 13, Italien 106:32:31 Stunden. Küper vor Bachmann Westfälische Schwimm=Meisterschaften Unter reger Beteiligung der besten westfälischen Schwimmer und bei gutem Besuch wurden am Sonnabend und Sonntag in Burgsteinfurt die westfälischen Schwimmeisterschaften ausgetragen. Obwohl sich das Wetter zu Beginn der Veranstaltung recht gut anließ, regnete es am Sonnabend gegen Mitte der Kämpfe. Leider hielt der Regen bis zum Schluß an. Trotz des empfindlich kalten Wassers wurden noch recht gute Zeiten erzielt. In den zahlreichen Rahmenwettbewerben stellte der Schwimmverein Westsalen Vortmund die meisten Sieger. Prächtige Kämpfe gab es auf der Dietrich-Eckart-Bühne stürmisch gefeiert wird. Das Ergebnis: 1. v. Brauchitsch, Mercedes=Benz. Zeit:04:38,5 = 162.758. 2. Cchracciole, Mercedes=Benz, Zeit .06:19,3= 161,290. 3. Laug, Mercedes=Benz (eine Runde zurück). 4. Carriere, Talbot(10 Runden zurück).— Neun gestartet, vier am Ziel. Der Gußeiserne siegt Großer Preis von Nüruberg Ruhmbedeckt kehrte Georg Meier als Sieger des„Großen Preises von Belgien“ zurück und startete in Nürnberg beim„Großen Motorrad= preis von Nürnberg, der Stadt der Reichsparteitage“ zu seinem fünften Rennen. Ewurde der dritte Sieg seiner noch nicht einjährigen Laufbahn. Mit 140 km=Std. schraubte er den Rekord auf der neuen Strecke sehr hoch. In strömendem Regen wurden die ersten Läufe durchgeführt. Erst zum Schluß kam die Sonne durch, so daß die 6,5 kmn lange Rundstrecke trocken wurde: Vor 16000 Zuschauern zeigte Meier sein großes Können auf der Halbliter=Maschine der BMW. Von der ersten Runde an lag er in Front und erzielte in der letzten mit 145,8 km=Std. auch die schnellste Runde. Den zweiten Platz nahm sein Stallgefährte Krauß ein vor dem Auto=Union=Fahrer Bungerz. Harte Kämpfe wickelten sich in den beiden kleinen Klassen ab. Die DKW.=Privatfahrer Gablenz=Karlsruhe und Lottes=Marburg beherrschten die 250=ccm=Maschinen. Gablenz war der schnellere. In der 350=#=Klasse war Winkler auf Auto=Union DKW. nicht zu schlagen. Sein gefährlichster Gegner war sein Kamerad Wünsche. Gute Leistungen Arminia Gütersloh=Jugend im Kampf um die DBM. Die Arminen trugen gestern mit ihrer=Jugend (Jahrg. 1922/23) einen Kampf um die Deutsche Vereins-Meisterschaft aus. Da der Gegner noch im letzten Moment am Erscheinen verhindert war, mußte die Arminen Jugend den Kampf im Alleingang durchführen. Trotzdem wurden einige sehr gute Ergebnisse erzielt und der Veranstalter kann mit der erreichten Punktzahl wohl zufrieden sein. Hervorzuheben sind die sehr guten Leistungen von Strathoff und Flöttmann. Strathoff lief die 1200 m ganz prachtvoll und erzielte in einem prächtigen Spurt eine hervorragende Zeit und einen überlegenen Sieg. Auch seine 300=mZeit ist sehr beachtlich. Flöttmann trat im Diskuswersen mit einem Glanzwurs von 35.40 m hervor, sicherte sich auch das Speerwerfen mit der ebenfalls guten Leistung von 41 m und kam auch noch im Kugelstoßen auf eine gute Weite. Auch Rehage konnte in den Wurfübungen gute Leistungen erzielen; er wird von Start zu Start besser und dürfte noch in dieser Saison zu weitaus besseren Leistungen in der Lage sein. Die übrigen Leute kämpften mit der gleichen Hingabe und haben ihr gutes Teil zu der guten Punktzahl beigetragen. Die besten Ergebnisse: Erzielte Punktzahl: 4122,5 Punkte. 100-=Lauf: Flöttmann 12,7 300=Lauf: Strathoff 44,1, Lewe 44,8 1200=Lauf: Strathoff:39,8 Kngelstoßen: Flöttmann 11,90, Rebage 10,85 Diskuswerfen: Flöttmann 35.40 Rehage 31,50 Speerwersen: Flöttmann 41.00 Da tacht der Spoitler Herr Schulz, unser guter Kegelbruder, kommt um Mitternacht in etwas bierseliger Verfassung nach Hause. Er war vom Keglerheim vorausgegangen, denn zwei andere Kegelbrüder, die ebenfalls in seinem Hause wohnten, konnten sich noch nicht so schnell von ihrem Klub trennen. Da ist ja schon die Haustür, Herr Schulz steckt den Schlüssel ins Schloß. Nanu, der Schlüssel dreht sich nicht, das Schloß geht nicht auf. Ein Herr kommt vorüber, bleibt stehen, beobachtet das vergebliche Bemühen. Er tritt hilfsbereit näher:„Das Schloß geht wohl nicht auf?“ „Nee, es geht nicht auf!“ stöhnt Herr Schulz. „Wie geht denn das zu?“ „Na, es soll ja nicht zugehen. aufgehen soll'.“ „Ja, ja, gestatten Sie doch mal, wie geht denn das zu, daß es nicht aufgeht? Wie geht denn das zu?“ „Zum Kuckuck nochmal, es soll ja nicht zugehen, aufgehen soll es!“ Inzwischen haben sich immer mehr Nachtwandler angesammelt, jeder fragt, wie es denn zugeht, daß es nicht aufgeht. Herr Schulz versucht noch einmal mit aller Kraft eines Kegelbruders.„Knacks— nu is mir der Bart abgebrochen...“ Jetzt kommt der zweite Kegelbruder nach Hause, probiert mit seinem Schlüssel, probiert energischer. Knacks, wieder ein Bart abgebrochen. Der dritte Kegelbruder kommt heim. Er stößt zunächst einmal die beiden abgebrochenen Bärte hinunter, dann versucht er mit seiner ganzen kegelsportlich trainierten Manneskraft aufzuschließen. Knacks, bricht auch sein Bart ab. Ratlos sehen sich die drei Kegelbrüder mit den abgebrochenen Bärten an. Da drängt sich der Kegeljunge durch die Menge, der ebenfalls in dem Hause wohnt, er klinkt frisch und froh an der Haustür— die Tür geht auf. „Die war ja gar nicht zugeschlossen!“ lacht der Junge und verschwindet im Hause. Die drei Kegelbrüder mit den abgebrochenen Bärten stehen verdutzt. Die Menge zerstreut sich lachend. Die drei Kegelbrüder mit den abgebrochenen Bärten können nun noch nicht schlafen, sie gehen vereint ins nahe Keglerheim zurück und begießen den Fall noch mit einer Molle. M. R. * * Ostwestldleris-Vertroterstehehrest Schöne Faustballkämpfe in Minden— 1. Leistungsklasse sehr stark Jaustball: Männer I: BT6. 48 und MXV. Minden; Männer II: TuS. Gütersloh: Männer III: Tv. Güteroloh; Frauen: Bieleselder Turngemeinde: Jugend: Germania Pader= born: Korbball: Tu. Hesselteich und Jahn Minden. In der Hindenburgkampfbahn in Minden wurden am Sonntag die Endkämpfe im Faustball für Männer und Frauen und im Korbball für Frauen ausgetragen, die vom besten Wetter begünstigt waren, aber in den einzelnen Feldern durch den Wind doch nicht immer gleiche Seiten hatten. In den einzelnen Klassen gingen die oben genannten Mannschaften als Sieger he vor, sie vertreten nunmehr die Kreisgruppe Ostwestsalen am 17. Juli bei den Gauendkämpfen in Dortmund. Im Faustball der Sonderklasse Männer I nehmen aus der Gruppe zwei Mannschaften teil, weiter im Korbball auch zwei Mannschaften. In allen übrigen Klassen nimmt nur die aus den bisherigen Kämpfen siegreiche Mannschaft teil. Turnverein Gütersloh ist in der Klasse Männer IlI durch den Verzicht der Bielefelder Turngemeinde auf die weiter angesetzten Spiele zum Vertreter in dieser Klasse bestellt. Die einzelnen Kämpfe: Faustball Männer I Sonderklasse Drei Mannschaften traten hier in den Kampf: Bieleselder Turngemeinde, Miv. Minden und Germania Paderborn. Als die schwächere dieser drei erwies sich Paderborn.— Daß der schärfere Kampf zwischen der BTG und dem Miv. Minden entbrennen würde, war dem Eingeweihten klar. Die 48er spielten in der Aufstellung: Leine: Marx sen. und Jung; Mitte: Marx sun.; Grenze: Obitz und Fleischhauer. Die Mindener spielten ohne Walter Gerke, dem guten Leinenspieler VTG zeigte ohne Zweisel in diesem Kampf die bessere Gesamtleiftung, sowohl die Grenzspieler, die manchen scharf geschlagenen Ball ins Feld zurückschlugen, als auch Marx sen. an der Leine, der gute Vorlagen von seinem Jungen erhielt, waren hier erfolgreicher als die Mindener, die schon beim Wechsel mit sieben Punkten zurückgefallen waren. Minden hielt sich dann besser, mußte aber doch diesen Kampf mit vier Punkten an die BTG. abgeben. In den Rückspielen blieben die BTG. und Miv. Minden über Germania Paderborn hoher Sieger. Hiemnach standen die Bieleselder mit zwei Punkten vor Mw. Minden. Im Rückspiel flegte Miv. Minden Minden hatte sich für diesen Kampf was vorgenommen, das merkte man schon in den ersten Spielminuten, wo die einzelnen Leute wett besser auf Draht waren. Der Leinenspieler, ein junger, eben aus der Jugend= in die Stammannschaft gewechselter drahtiger Bursche, hatte jetzt weit mehr Glück mit seinen scharsen Schlägen als im ersten Spiel. Dagegen hatte Marx etzt grobes Pech. Noch hielten sich die 4Der mit:8 Punkten. Da kam aber eine große Serie der Mindener. Immer wieder versuchte Marx sen., die Bälle hart an die Grenze zu setzen, aber der scharse Wind trug die Bälle hoch und knapp ins Aus. Auf 15 zog Minden in einem Zuge davon. Das war ein großer Vorsprung. Auch gegen den Wind hielt sich Minden besser. BTG. spielte verhalten, da an der Leine manches versiebt wurde. Das Alter von Marx machte sich bemerkbar. Schon stand es 25:10 für Minden, da kam endlich eine bessere Erfolgsserie für Bielefeld, die noch auf 20 Punkte kamen und somit in der zweiten Halbzeit. statt des erwarteten Aufholens doch noch um einen weiteren Punkt abgefallen waren. Es war nun eine Entscheidung notwendig, die in 2 mal 5 Minuten zur Erledigung kommen sollte, worauf Minden aber nicht einging. BTG. verzichtete und übertieß Minden den ersten Platz. Beide nehmen aber an den Kämpfen in Dorumud tell. Die Ergebnisse: Hinspiele: BTG. 48— Germania Paderborn, 26:21(11:10) Mwv Minden— Paderborn 31:18(15:12) BTG. 48— Miv. Minden.... 29:25(17:10) Rückspiele: Paderbomn— VT6. L Paderborn— Minden Nw. Minden— BTG. 48 17239(:18) 28:42(15:23) 30:20(17•8) 1. Leistungsklasse sehr stark Gruppen=Vergleichskämpfe im Faustball Die ersten Vergleichskämpfe der ersten Leistungsklasse im Faustball auf dem Gemeindespielplatz in Dornberg hatten unter dem Gewitterregen zu leiden, so daß die letzten Spiele abgebrochen werden mußten. Wegen des Regens gab es zunächst eine Verzögerung um eine Stunde, die Plätze waren ausgeweicht, so verlief nicht alles den Voraussetzungen entsprechend. In der Gruppe A waren die aus den Vorkämpfen der einzelnen Gruppen als siegreich hervorgegangenen Mannschaften zusammengestellt. Tus 1890 Bieleseld setzte sich hier über alle drei Gegner sicher hinweg, sie jand in der BTG den schärfsten Gegner. In der Gruppe B setzte sich die Tg. Schildesche an die Spitze, die Gadderbaum leicht schlagen konnte, in der Dürkopp-Fünf aber einen starken Gegner hatte. Brockhagen war hier nicht angetreten. Zv Kölkebeck trat zu den Kämpfen der Gruppe C nicht an. Gadderbaums 2. Mannschaft setzte sich an die Spitze, konnte gegen Quelle aber nur einen knappen Sieg heraushdlen. Faustball Männer II TuS. Gütersloh war nicht hier traten folgende Mnanschoften zum Kamppf an: TuS. Gütersloh, Jahn Minden und Tv. Salzkotten(Ostwestsalen). Der Vertreter des Kreises Ostwestsalen erwies sich als die schwächere Mannschaft, die kein Spiel gewinnen konnte. Jahn Minden war den Güterslobern, die ihren Gruppenmeistertitel zu verteidigen hatten, gleichfalls nicht gewachsen, so daß schon Gütersloh im ersten Durchgang gegen diesen etwas stärkeren Gegner als Salzkotten leichtes Spiel hatte. Die Gesamtleistung und das Zusammenspiel der TuS.=Leute war weit besser, als das ihrer Gegner, so daß sie verdient ihren Sieg vom Vorjahr einenern konnten. Die Ergebnisse: LuS. Gütersloh— Jahn Minden. 41:27(20:11) TuS. Gütersloh— To. Salzkotten... 53:15 Jahn Minden— Salzkotten 64:20 Rücspiele: Jahn Minden— ZuS. Süterslos. 19:46 Salzkotten— TuS. Gütersloh 15:39 Soizkotten— Jahn Minden...... 25:58 Faustball Frauen BTS. 48 ernent Gruppensleger Die Mannschaft der Bieleselder Turngemeinde in der Ausstellung: Faudt, Intrup, Nolte, Brechmann und Kreuz hatte im ersten Trofsen gegen den Mw. Minden durchaus keinen leichten Stand. Sie kamen nicht gut ins Spiel und in der schlechteren Feldhölfte blieben sie sogar beim Wechsel um drei Bälle zurück. Mit Wind in der besseren Feldhälfte klappte der Laden dann aber besser, scharfe Leinenbälle und ebensolche Angaben brachte die BTG.=Fünf zunächst zum Gleichstand, Minden wehrte sich tapfer, blieb am Schluß aber doch um neun Punkte geschlagen.— Paderborn stellte dann eine schwächere Fünz ins Feld, gegen die Erster Seht Gerkadfamerris. Elbreder holte den Sieg Eine radsportlich große Sache war der diesmal von der HJ. ausgerichtete„Erste Schritt". Es war die Zusammenkunft von 62 Jugendlichen, die sich einmal im Radsport versuchen wollten. Wir schrieben doch schon in der Vorschau: Wenige sind auserwählt. Es ist so gekommen bei den jungen Rittern des Pedals. Erwartete unmögliche Positionen auf dem Rade gab es vielfach. Das tritt aber zurück hinter der Begeisterung der Jüngsten, die teilweise schon über eine Stunde vor dem Start zur Stelle waren. Bannführer Brinkmann gab das Startzeichen. Die Wulstreifenfahrer spritzten los Sie bekamen den„routinierten“ Schlauchreisenfahrern gegenüber zwei Minuten Vorsprung. Das hätte bei der burzen, dreimal zu durchfahrenden Rundstrecke über 12 km eigentlich viel bedeuten können. Schon unmittelbar nach der ersten Runde aber schlossen die später abgefahrenen„Renn"fahrer zu den Vorgabeleuten auf. Das war eine gute Leistung und man durfte bei dem Massenfelde gespannt sein auf das Ende. Viele haben die Fahrt bis dahin nicht mithalten können. Das Feld wurde bis zum Ende der drei Runden bedeutend kleiner, war aber immer noch zahlreich genug, um die ganze Aufmerksamkeit der Platznehmenden zu erfordern. Ein Motorradfahrer siegte Reinhard Elbreder von der Motor=HJ. war es, der seinen ersten Schritt im Radsport zum beneidenswerten Erfolg gestalten konnte. Schon während der Runden spielte er eine gute Rolle und vermochte sich weit vor dem Bande dem Rennrade tauscht? Im Endspurt der Gruppe blieb Ellerbrake von der Gefolgschaft 15 klar der Beste. Lindert wurde nach schönem Spurt Dritter. Auch die auf den nächsten Plätzen haben ihre Pflicht getan. Einer fuhr sogar verkehrt herum Das kommt nicht oft vor bei Rennveranstaltungen. Die unerfahrenen Jungens brachten in ihrer Begeisterung das Kunststück fertig. Drei der Rennfahrer ohne Namen stürzten. Zwei davon streckten entmutigt die Waffen, der dritte Kampfgefährte jedoch nahm den Kampf wieder auf— nur fuhr er die Rundstrecke verkehrt erum Klar, daß er seine Hoffnungen damit graben mußte. Es haben sich noch manche che Szenen abgespielt. Hoffentlich haben die vorn Placierten und auch die durch Pech Ausgeschiedenen ihre aufgekeimte Freude am Radsport behalten. Bannführer Brinkmann führte bei der Siegerehrung mit Recht aus, daß nur einer den Sieg davontragen könne und daß sich alle anderen bemühen müßten, es beim nächsten Male besser zu machen. Die ausrichtende HJ. kann stolz sein auf ihren„Ersten Schritt“. Das Ergebnis: Sieger R. Elbreder(Motok=HJ.) in:01:21 Std. für 36 km, 2. H. Ellerbrake(Gefolgschaft 15) :01:38 Std., 3. W. Lindert(Bann=Musikzug), 4. O. Küster(Gef. 15), 5. W. Holthöser(Gef.), 6. W. Reckmeier(Gef. 15), 7. H. Rabeneick(Ges. 14), 8. W. Rosenhäger(Gef. 27), 9. W. Neu(Ges.), 10. N. Volkmann(Ges. 18). Die Bezirksmeisterschaft fiel aus Wegen, der nicht zeitig genue eingeholten Streckenfreigabe mußte die Bezirksmeisterschaft auf der gleichen Strecke ausfallen. Man will sie am Sonntag auf der kleinen Heeper Rundstrecke gbtragen Deutscher Fechtsleg Däuemarks Frauen in Ofsenbach geschlagen Anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten de# Offenbacher Turnvereins und des Offenbacher Fechtelubs wurde am Samstagabend in de Turnhalle des WV. Offenbach ein internatio naler Vlorettkamof umlichen den deutichen un## dänischen Fechterinnen abgewickelt. Die deutschen Vertreterinnen gewannen den Kampf mit 9 Sie.# gen und 57 erhaltenen Treffern gegen 7 Sieg, und 64 erhaltenen Treffern der Däninnen. Da. mit ist es den deutschen Frauen gelungen, die### im Februar vorigen Jahres in Kovenbagen en littene knappe Niederlage wettzumachen, doch muß darauf hingewiesen werden, daß die da. nische Nationalmannschaft bereits im vorigen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Paris von den deutschen Fechterinnen einmal geschlagen wurde. Bieleseld einen leichten Stand hatte.— Miv. Minden siegte sehr sicher über Paderborn. Paderborn#n zichtete auf das Rückspiel gegen die BTG., die damt wieder Gruppensieger wurde und in Dortmund## die Gaumeisterschaft spielt. Die Ergednisse: BTS. 48— Nw. Minden.. 36:27(1427 BTG. 48— Germania Paderboon 48:20 Miv. Minden— Paoderborn... 36221 Rückspiel: Mw. Minden— BTG. 48.... 24:43(1217 Faustball Jugend Hier flegte Germania Padervorn Im Faustball der Jugend traten gleichfalls die Mannschaften an, von denen die schnelle und eifnige Fünf von Germanig Paderborn nicht ein Spiel verlor und mit der besten Gesamtleiftung weiter dem schon gut vorgetragenen Leinenspiel verdienter Siege wurde. Man merkte der Mannschaft eine gute Schule an. So wurden auch die Rückspiele glatt gewonnen Turnverein Werther als der Vertreter des Kreise Ravensberg konnte nur ein Unentschieden gegen Jahr Minden herausholen, während sonst alle Spiele verloren gingen. Die Ergebnisse: Jahn Minden— Tv. Werther.... 43226 Germania Poderborn— Tv. Werther... 38.28 Jahn Minden— Paderborn 35:43 Rückspiele: Paderborn— Werther Paderborn— Jahn Minden... Jahn Minden— Werther.... 47.23 40:34 39.39 Korbball der Frauen Tv. Hesselteich und Jahn Minden in Front Zunächst gab es hier ein haushohes Ergebnis, da die Mannschaft von Jahn Minden, die den vorjährigen Gaumeister Tv. Kirchlengern mit:0 geschlagen hatte, Germania Paderborn mit nicht weniger denn 11:0 eine hohe Niederlage beivrachte.— Im folgenden Spiel sollte eine Entscheidung zwischen Hesselteich und Jahn Minden fallen. Beide Mannschaften hatten viel Pech, da gute Würse von dem Korbrand absprangen und sichere Erfolge verhinderten. Bis zur Halbzeit er#elte jede Partei einen Treffer. Dunn ging Hesselteich Führung, mußte sich aber erneut den Ausgleich gefallen lassen. Als savorisierte Mannschaft ließ Jahr Minden im Wurf zu wünschen übrig. Ergebnisse: Germania Paderborn— Jahn Minden.:11 Tv. Hesselteich— Jahn Minden....:2(121) Tv. Hesselteich— Paderborn 520 Orneniek=feieckereidee Reltsde Die Mannschaft nicht zufrieden- Der Schlapphut als Wettschalter Nach doppeltem Anlauf ist es dem DSC Arminia Bielefeld gelungen, die Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Fußballklasse wieder zu erringen. Am Sonnabend beschloß Arminia mit einer Aufstiegsfeier das glanzvoll verlaufene Spieljahr 1937/38. Da lohnt es sich, Rückschau auf die Vereinsgeschichte zu halten. Hören wir, was Kellermann weiter zu erzählen hat. Die Mannschaft war nicht zufrieden Dieser Papiersieg ließ der wackeren Arminenelf keine Ruhe. In neuem Anlauf wurde glatt der Westfalenmeister gemacht, und wieder ging es hinaus auf die westdeutschen Endspielfelder. Arminia wurde ein gefürchteter Gegner, hatten die Bielefelder doch gehörig mit der Vorherrschaft von Rhein und Ruhr aufgeräumt. Turn Düsseldorf oder Essener DB! Die Entscheidung fiel in Essen am Uhlenkrug. Mit zwei Treffern lagen die Arminen bei der Pause im Rückstande. Turn Düsseldorf schickte Brieftauben in die Heimat.„Sieg sicher“, so verkündeten die gesiederten Boten. Es war Inflationszeit, Geld spielte keine Rolle. Das Wettfieber war natürlich vom Turf auf den Fußballrasen übergesprungen. Hannes nimmt Wetten an Was machte der Torwart Hannes Schulte in der Halbzeit? Stolz verkündete er, daß Turn bei ihm kein Tor mehr treten würde.:1, 10:1, in dieser Höhe nahm Hannes Wetten an. Ein großer Schlapphut diente als Wettschalter. Eifrig wurde notiert, und als der Pfeisenmann wieder ins Horn stieß, da war der Hut bis zum Rand mit Papiergeld gefüllt. Und Arminia spielte! Spielte, daß es Turn gelb und grün vor Augen wurde. Binnen einer Viertelstunde lieferte Otto Wagner ein paar Flankenläuse, die sich gewaschen hatten. Zwei Tore trat er selbst zum Ausgleich. Und dann schlug es noch einmal bei der Turn ein. Mit :3 zog Arminia als Westdeutscher Meister vom Platz. Der Mann des Tages war natürlich Hannes Schulte, und die ganze Elf wurde abends am Bielefelder Hauptbahnhof auf den Schultern zum Vereinslokal geschleppt. Mit Musik zogen Tausende begeistert mit. Was sich die Mannschaft vorgenommen chatte, war geglückt. Keine Meisterschaft am grünen Tisch, sondern ehrlich erkämpfter Sieg auf dem grünen Rasen. Namen wie Claus=Oehler, Wagner, Pohl, Leeker, Kolbow, Schulte, Austmann und wie sie alle hietzen, wurden bekannt im WSV. Nicht zuletzt aber war es Wilhelm Nos, dessen Können und Einsatz zu den ganzen Erfolgen beigetragen hatte. Als Spieler und auch als Trainer der Arminenelf hatte er der schwarz=weiß=blauen Schar erst die Wege aufgezeichnet, die beschritten werden mußten, um zu den größeren Siegen und zu einem Dauererfolg zu kommen. Der Karlsruher, dem es an der Wiege nicht gesungen worden war, daß er sich eine Maid aus Güterslob zur Frau nehmen würde, wußte, wie die Lederkugel zu bearbeiten war. Einer seiner gelehrigsten Schüler wurde Willi Pohl, und die Zahl derer die in Arminia nach dem System Nolle von Jugendbeinen an dem Fußball huldigte, war nicht klein. Was Wilhelm Nos der Arminia indessen war, das wurde erst viel später offenbar. Leider wurde es nicht immer anerkannt, sonst hätte es nicht vorkommen können, daß Nolle später in das Lager des rotweißen Ortsbruders überwechselte. Wenn auch nur als Trainer. Aber, einer mit Köppken, und seine Erfolge sprachen Bände. 239 Minuten Vorrunde Union Oberschöneweide hieß der Partner der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft. Zwei Stunden hindurch kämpften die Mannschaften in Bochum auf neutralem Platz, ohne daß ein Treffer fiel. Erst in später Abendstunde wurden die wartenden Fußballfreunde Bielefelds das:0 gewahr. Zum Wiederholungsgang mußte Arminia Bielefeld nach Berlin in das Grunewald=Stadion. Mit Ablauf der regulären Zeit stand die Partie:1, also Verlängerung. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff fiel Arminias tüchtiger Torwart Niehaus unglücklich auf die Schulter. Ohne daß er es wußte, machte er mit dem Schlüsselbeinbruch weiter, und als es dann eine Minute vor Ablauf des Kampfes einen Freistoß für Union Oberschöneweide gab, da bekam Niehaus bei dem stramm gezogenen Schuß nicht mehr die Arme hoch. Das Leder fiel in die Torecke— und aus war es mit Arminias weiterer Beteiligung. Große Freundschaftsspiele brachten die nächsten Wochen und Monate, und immer wieder, wenn Arminia in diesen Jahren au die Punktefelder zog, dann war der Westfalentitel für sie fällig. Die Mannschaft war erfahren und spielreifer geworden. Franz Zoubel aus Prag zog als Trainer zur Pottenau, machte die Arminenstaffeln zu gefürchteten Technikern. Was aber früher noch mehr gefürchtet war, jener draufgängerische Arminengeist, der fiel mehr und mehr wie ein lästiges Gewand ab. Zwischendurch war natürlich immer wieder versucht worden, durch Zuführung von frischem Blut das Mannschaftsgefüge aufzubessern. Manch lockerer Vogel kam von draußen, aber es ist kein Ruhmesblatt in der Geschichte der Bielefelder Arminen, daß man ausgerechnet in dieser Zeit die eigene tüchtige Jugend arg vernachlässigte. Unter der Leitung von August Brand war brauchbarer Nachwuchs herangebildet worden. Er fand keine entsprechende Betätigung. Statt auf die erprobten heimischen Kräfte zurückzugreifen, zerriß man durch gutgeglaubte oder falsche Kalkulationen immet mehr das Mannschaftsbild, und so blieb es nicht aus, daß nach dem grandiosen Aufstieg zu hohen Leistungen Zug um Zug der Verfall kam. Glanzleistung der Jugend Drei Jugendmannschaften hatten erfolg reich ihre Serienspiele beendet. Die le=, llsund lb=Mannschaften waren Meister von Ravensberg. Am 23. April 1922 zogen diest drei Jugendmannschaften nach Oerlinghausen, um mit den lippischen Jugendmeistern die Besten von Ravensberg=Lippe zu ermitteln. Also eine sogenannte ostwestfälische Jugendmeisterschaft galt es zu erobern. Die la=Mannschaft vom##Arminia schlug den VfB Detmold mit,:1, Sie UIa wurde mit dem heimischen BfB Oerlinghausen sogar mit:0 fertig, und als letztes Spiel gab es den Gang zwischen Spiel und Sport Lage und Arminia lb. :1 lag Lage noch eine Minute vor Schluß in Front, und die Bielefelder Schlachtenbummlet zogen schon bedauernd vom Platze ab, als in den letzten Sekunden der Ausgleich erzwungen wurde. In der notwendigen Verlängerung kam Arminias lb=Jugend zum:=Sieg, und dami brachte Arminias Jugendbetreuer drei Siegt und drei Titel nach Hause, die dem Könner das beste Zeugnis ausstellten. Westfälische Neueste Nachrichten Der Sport Montag, 4 Juli 1938 ver fechtelen iu in Ofsenbach geschlagen Jubiläumsfeierlichkeiten de# ereins und des Offenbache# am Samstagabend in der Offenbach ein internatio. zwischen den deutschen und en abgewickelt. Die deutschen annen den Kampf mit 9 Sie. nen Treffern gegen 7 Sieg, Treffern der Däninnen. Do. tschen Frauen gelungen, die Jahres in Kovenhagen er. derlage wettzumachen, doc viesen werden, daß die dä. inschaft bereits im vorigen meisterschaften in Paris vor terinnen einmal geschlagen Stand hatte.— Miv. Minder r Paderborn. Paderborn ver piel gegen die BTG., die dam wurde und in Dortmund u# peit Ergednisse: Ninden.... 26:27(1427 nia Paderboon 48:20 aderborn 36221 TG. 48 24248(1217 tball Jugend Vermania Padervorn Jugend traten gleichfalls die denen die schnelle und eitrige Zaderborn nicht ein Spiel verlor esamtleiftung weiter dem schor Leinenspiel verdienter Sieger er Mannschaft eine gute Schule die Rückspiele glatt gewonnen als der Vertreier des Kreise r ein Unentschieden gegen Johr während sonst alle Spiele verErgebnisse: v. Werther 4322# u— Tv. Werther... 38•28 aberborn 35243 der 67229 Minden 40334 Verther 39.39 ill der Frauen id Jahn Minden in Front ter ein haushohes Ergebnis, de ahn Minden, die den vorjähriKirchlengern mit:0 geschlagen erborn mit nicht weniger denn age beibrachte.— Im folgenden beidung zwischen Hesselteich und Beide Mannschaften hatten viel von dem Korbrand absprangen hinderten. Bis zur Halbzeit erTreffer. Dunn ging Hesselteich ich aber erneut den Ausgleich vorisierte Mannschaft ließ Jahr wünschen übrig. Ergebnisse: — Jahn Minden.:11 n Minden....:2(121) rvorn 520 Lasse tschalter schaftsspiele brachten die ind Monate, und immer inia in diesen Jahren au g, dann war der WestfalenDie Mannschaft war erer geworden. Franz Zoubel s Trainer zur Pottenau, tenstaffeln zu gefürchteten der früher noch mehr gedraufgängerische Arminenund mehr wie ein lästiges var natürlich immer wieder rch Zuführung von frischem schaftsgefüge aufzubessern. zel kam von draußen, aber blatt in der Geschichte der 1, daß man ausgerechnet in je tüchtige Jugend arg verder Leitung von August hbarer Nachwuchs heranr fand keine entsprechende uf die erprobten heimischen en, zerriß man durch gutsche Kalkulationen immer saftsbild, und so blieb es h dem grandiosen Aufstieg Zug um Zug der Verfall tung der Jugend annschaften hatten erfolgiele beendet. Die le=, IIssen waren Meister von 3. April 1922 zogen diese haften nach Oerlinghausen, ischen Jugendmeistern die sberg=Lippe zu ermitteln. ite ostwestfälische Jugendzu erobern. Die la=Mannschlug den BfB Detmold zurde mit dem heimischen sogar mit:0 fertig, und ab es den Gang zwischen age und Arminia lb. ine Minute vor Schluß in lefelder Schlachtenbummlei ind vom Platze ab, als in 1 der Ausgleich erzwungen endigen Verlängerung kam zum:=Sieg, und damit Jugendbetreuer drei Siege Hause, die dem Könner usstallten Mittelstürmer Meng schießt über den entgegenstürzenden Klodt hinweg Fotos: Schirner Aneeicktene=Enleenrene Hannover 96 freut sich über den glücklichen Sieg—„Pech!“, sagen Kuzorra und Szepan— Der Siegestreffer vier Minuten vor Abschluß der zweiten Verlängerung— So ein Finale erlebte das Olympia-Stadion noch nie Drahtbericht unseres Sonderberichterstatters Willi Busse Die Viktoria, die nun ihren Einzug in Ha nnover hält Berlin, 3. Juli. In der deutschen Fußballmeisterschaft ist ein Titelwechsel eingetreten, aber es ist nicht anders möglich, als das dramatische Spiel und die geradezu heroische spielerische Haltung der beiden Endspielteilnehmer im Wiederholungstreffen mit der grundsätzlichen Note zu versehen, daß zwei Meistermannschaften im Kampfe standen! Der Titelverteidiger Schalke 04 hat mit dieser zum Glücksspiel gewordenen Entscheidung nach einer Gesamtspieldauer von 234 Minuten verloren. Die junge Kampftruppe des Niedersachsenmeisters von Hannover 96 hat eine wundervolle kämpferische Gesamtleistung gezeigt und man muß sie dazu beglückwünschen. Man kann ihr den glücklichen Sieg nicht mißgönnen. Aber im gleichen Atemzuge muß zumindest gleichgestellt werden, die spielerisch überlegene Leistung des Titelverteidigers, der seine einsame Vormachtstellung eingebüßt hat, ohne dabei seinen Ruf als Meistermannschaft zu verlieren. Der erfolgreiche Durchbruch von Hannover 96 als neuer Titelträger ist wie ein frischer Wind und eine Belebung im deutschen Spitzenfußball zu bewerten. Hannover geht in Führung Beide Mannschaften traten in der gleichen Aufstellung an wie im Vorspiel. Nachdem Kuzorra die Seitenwahl gewonnen hatte, lagen die Schalker mit der Sonne im Rücken mit dem wie an der Schnur gezogenen Zusammenspiel sofort im Angriff. Doch als in der neunten Minute Bornemann einen Zweikampf gegen Malecki verlor, kam es zu einem Gedränge und Lay war mit einem Flachschuß erfolgreich. Hannover führte überraschend mit:0 und ieb auch weiter gefährlich, wenn es die chalker Kombination zerriß. Nach 23 Spir#inuten blieb das überlegene Spiel des Titelerteidigers nicht ohne Früchte. Nach ombination spielte sich Kuzorra frei, aus 20 deter Entfernung schoß er flach ab. teuzte die Flugbahn und lenkte das Leder was ab, so daß Pritzer daneben trat. chalke hatte ausgeglichen, kam aber is zur Pause gegen die verstärkte Hannoveier Abwehr nicht mehr zum Erfolg. Nach 90 Minuten wieder:3 Gleich nach Wiederbeginn paren die Knappen wieder überlegen, und die Gegenangriffe der Hannoveraner brachten eine dramatische Bewegtheit in den Kampf, der voller Höhepunkte war. Als Schalkes Gegenoffensive nach 20 Minuten zum Stillstand gekommen schien, war es Kuzorra, der nach 24 Minuten durch eine herrliche Einzelleistung seine Mannschaft mit:1 in Führung brachte. Nun überstürzten sich die Ereignisse. Zwei Minuten darauf glich R. Meng mit einem Nachschuß aus, und in der nächsten Minute erzielte Szepan auf technisch meisterhafte Weise die:=Führung. So schien es zu bleiben als Hannover drei Minuten vor Schluß nach einem Eckball abermals zum Ausgleich kam, als Sontow einen„Handelfmeter“ verschuldete, den Jakobs sicher verwandelte. Die Kritik der beiden Mannschaften steht unter dem schönen Sinnbild, daß der Reichssportführer gab, als er beim Ende des Kampfes spontan aufs Spielfeld eilte und zwei Gegenspieler unter dem riesigen Lorbeerkranze für den Sieger vereinigte: Männer und Fritz Szepan! Denn die beiden Mannschaften haben als Sportsleute jeder für sich und alle für ihre Mannschaft mustergültig gekämpft. Gespielt haben sie naturgemäß mit nicht ganz einheitlicher Wirkung. Beim neuen deutschen Meister, dem SV. Hannover 96, glänzte wie im ersten Kampfe die mannschaftliche Geschlossenheit. Wieder war der Spielführer Männer die Seele der Elf. und sein überragendes Spiel kam diesmal der Abwehr und dem Angriff gleichermaßen zugute. Vortrefflich wirkte sich die rot=schwarze Sicherungskette von Sievert—Petzold—Deike, Jakobs und Männer aus, die oft den verwirrenden Schalter Angriffszügen Einhalt geboten. Die beiden Verteidiger bewiesen durch ihre befreienden Schläge ihre Klasse. Im wahrsten Sinne des Wortes der Retter in höchster Not, das war der mutige, sogar waghalsige Torwart Pritzer. Der Angriff der 96 lebte meist von hohen Dann der Slegtreffer. In der Spielverlängerung konnte sich keiner der 100000 Zuschauer der Wucht dieses wechselvollen Spieldramas entziehen, bis sechs Minuten vor Schluß der tragische Abschluß für Schalke kam. Klodt ließ einen harmlosen Ball bei der Aufnahme zu Boden fallen, R. Meng war zur Stelle und schob das Leder ins Netz. Damit war der Kampf aus, der unvergessen bleiben wird in der Geschichte des deutschen Fußballsports. Vorlagen, die der Schalker Hintermannschaft nach wie vor höchst unbequem waren, doch wußte die Fünferreihe auch von sich aus ihr schnelles, flugballartiges Spiel sehr abwechslungsreich zu gestalten. Die Durchschlagskraft dieser Reihe mutete mitunter etwas primitiv an, doch sie verstand es, aus den gegnerischen Fehlern Nutzen zu ziehen. So verdient dieser Sturm ein Kompliment, in dem der rechte Flügel Pöhler—Malecki Schalkes Deckung häufig aufriß, indem Lay Verbinderdienste leistete und die Gebrüder Meng die Vollstrecker darstellten. Hannovers Mannschaft versteht ihr Wirkungsspiel meisterhaft. Das Spiel des Titelvereidigers Schalke 04 hatte streckenweise wundervolle Stellen, in denen das in Deutschland unerreichte flüssige Zusammenspiel den Gegner kalt stehen ließ. Die Knappen sind schließlich an Fehlern gescheitert, die vermeidbar scheinen, in einem solchen, wie der Verteidigung der Meisterschaft aber nervenaufreibenden Kampf unvermeidlich bleiben. Der Unglücksrabe Klodt im Tor, beging, nachdem er 116 Minuten lang seine Pflicht recht und sicher getan hatte, ausgerechnet sechs Minuten vor Schluß einen sogenannten„Fehler“. mit dem er Hannover * den Sieg schenkte. Aber niemand wird Klodt hieraus einen Vorwurf machen können. Auch Schalkes Verteidiger, die die gegnerische insgesamt nicht ganz erreichte, haben alle ihre Fähigkeiten aufgezeigt. Bornemann und Sontow standen aber oft gegenüber dem äußerst schnellen Flugballspiel der Hannoveraner Stürmer vor kaum zu bewältigenden Schwierigkeiten. Die Außenläufer Berg und Gellesch waren im Einzelkampf hevorragend und schenkten auch dem Sturm die nötige Aufmerksamkeit. Mittelläuser Tibulski als „Stopper“ fand die gleich schwierige Aufgabe vor wie im ersten Kampf. Seinen beiden Verteidigern, besonders in„Luftkämpfen", beispringen zu müssen. Schalkes Sturm litt unter der Zapplichkeit ihres übernervösen Mittelstürmers Pörtgen, so gute Momente er auch bisweilen hatte. Wie Kallwitzki so lieferte diesmal auch der junge Mecke ein völlig arsreichendes Spiel, da die beiden im Laufe des Spiels den so notwendigen Tatendrang zeigten. Die beiden altverdienten Knappen Kuzorra und Szepan lieferten ein großes Spiel, ihnen fiel nicht allein die Rolle zu für den Aufbau verantwortlich zu sein, sondern sie mußten auch die Vollstrecker der drei Tore sein. Ihnen besonders gilt die Achtung, die man dem gestürzten Meister, aber auch der neu mit Ruhm bedeckten Meistermannschaft schuldig ist. Schiedsrichter Gabler leitete sein gewiß nicht leichtes Amt ehrlich und gut. Fortuna auf dem 3. Platz :=Sieg über den Hamburger SV Fortuna legte gleich zu Beginn mächtig los, während der HSV viel zu unentschlossen spielte. Carstens erzielte zwar das erste Tor, aber da er mit der Hand nachgeholfen hatte, konnte Zacher(Berlin) den Treffer nicht anerkennen. Bei einem Angriff von links kam das Leder zu Pickartz, der aus kurzer Entfernung unhaltbar einschoß. Beide Parteien erzielten nun zwei Eckbälle, die jedoch ergebnislos verliefen. Kurz vor der Pause fällt dann das zweite Fortunentor. Albrecht, der nach innen gelaufen war, erhielt von Schubarth den Ball zugespielt und sandte überlegt ein. Nach Wiederbeginn drückte der HSV stark. Schon in der ersten Minute holte Sikorski einen Treffer auf. Sein Flankenball kam zu Höffmann, der den Rest besorgte. Fortuna führte nur noch:1. Die Hamburger haben auch in den weiteren Minuten das Spiel in der Hand, und bereits in der fünften Minute war der Ausgleich fällig. Noack schoß aus 20 Meter Entfernung scharf auf das Tor, Pesch ließ den haltbaren Ball passieren. Gleich darauf war Fortuna wieder in Gefahr, aber Carstens Bombe landete an der Latte. Nun sammelten sich wieder die Düsseldorfer. Die erneute Führung wurde in der 27. Minute erzielt. Pickartz lief mit dem Ball die Seitenlinie entlang, Kobierski hatte seinen Platz gewechselt, spielte das Leder zu Schubarth, der aus fünf Meter Entfernung den Rest besorgte. Der HSV gab sich aber nicht geschlagen. Aber nun zeigte sich die prächtige Abwehr der Düsseldorfer. In der 37. Minute erzielte Fortung das vierte Tor. Die SA. bewies in Dortmund ihr Leistungsvermögen Foto: Schirner 22 unter dem Lorbeerkranz Par dle Reiehswettkanp!eg Ausgezeichnete Sportler in der SA.-Gruppe Westfalen- 2500 SA.-Männer im Kampf Die Sport= und Wehrwettkämpfe der SA.=Gruppe Westsalen am Samstag und Sonntag in der Dortmunder Kampfbahn„Note Erde“ hatten einen in jeder Hinsicht durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. Wurden bereits bei den Standarten der westsälischen SA. ausgezeichnete Leistungen geboten, so wurden diese bei den diesjährigen Gruppenkämpfen noch erheblich gesteigert. Ueber 2506 SA.=Männer waren vorbildlich in der Kameradschaft, der Einsatzbereitschaft, in der Disziplin und im sportlichen Können, so daß die SA.=Gruppe Westsalen den Reichswettkämpfen der SAl. Mitte Juli in Berlin mit größter Ruhe und bestem Vertrauen auf ihre Kämpfer entgegensehen kann. Millionen deutscher Volksgenossen sind heute schon Träger des SAl.=Sportabzeichens, ein Beweis dafür, daß die SAl. größten Wert darauf legt, jeden deutschen Volksgenossen für den deutschen Wehrsport zu gewinnen; denn nur eine auf diese Weise stark gemachte Nation garantiert die höchstmögliche Wehrfähigkeit unseres Volkes. Die Bevölkerung nahm an den Sport= und Wehrwettkämpfen in der Kampfbahn, in der Schwimmbahn, den Nebenplätzen und in der Westfalenhalle, in der die Ringer ihr gutes Können unter Beweis stellten, lebhaften Anteil. Mit dem Mannschafts=Leistungsschießen wurde am Samstagmorgen begonnen, während in der Kampfbahn und den anliegenden Sportplätzen die Vorkämpfe in der Leichtathletik einsetzten. In großer Form befand sich SA.=Mann Kelm von der Standarte 256, der morgens den 3000Meter=Lauf nach großem Kampf in:07,2 Minuten gewann vor Sturmmann Orth, SA.= Mann Fischer und SA.=Mann Bartsch, die alle nur um einige Zehntelsekunden vom Sieger getrennt das Zielband passierten. Am Nachmittag holte sich Kelm auch noch die 10000 m. Hier hatte er keinen ernsthaften Gegner. Kelm lief ein gleichmäßig gutes Rennen für sich und siegte in der beachtlichen Zeit von 32:23,1 Minuten. Zu einem Doppelerfolg kam auch Stechemesser von der Standarte 13(Brigade 66), der auf den Hochsprung mit 1,71 m und das Diskuswerfen mit 39,52 m Beschlag legte und außerdem noch im Speerwerfen hinter Rottenführer Blank(13/55) auf den zweiten Platz gelangte. Viel Beachtung fand auch der 100 mHindernislauf der Marine=SA., wie überhaupt die Zuschauer sehr aufmerksam bei der Sache waren und allen Kämpfern für ihr Können auf den verschiedensten Gebieten reichlich Beifall zollten. Bei der Fülle des Programms ist es natürlich nicht möglich, auf jeden einzelnen Wettbewerb näher einzugehen, aber wenn man sagt, daß die SA.=Männer, ob auf der Aschenbahn, dem grünen Rasen, in der Schwimmbahn oder in voller Ausrüstung mit Gepäck sich bis zum Letzten einsetzten und bei den Mannschaftskämpfen vor allem die Kameradschaft pflegten, dann hat man ihnen nur im kleinen erst den Dank für ihre Leistungen abgestattet. Der Sonntag brachte eine Reihe von Entscheidungen. Außerordentlich spannend verlief die 20X½=Runde=Hindernisstaffel, die nach abwechselnder Führung schließlich von der Mannschaft der SA.=Brigade 66 gewonnen wurde, deren Läufer sich in den letzten Runden einen knappen Vorsprung gesichert hatten, den sie mit großer Hartnäckigkeit bis zum Schluß erfolgreich verteidigten. Die 100==Entscheidung sah vier fast gleichwertig schnelle Läufer durchs Ziel brausen. Scharführer Reuter(31/143) blieb schließlich in 11,8 Sekunden siegreich vor Sturmmann Kirchhoff(14/131), für den die gleiche Zeit gestoppt wurde. Die beiden nächsten im Ziel wurden mit 11,4 Sekunden gewertet. Egebinsse der Spertwenkampfe Entscheidungen Steinstoßen, Klasse C. über 40 Jahre: 1. Truppf. Laue(11/9), 7,45 Meter; 2. Rottenf. Pfeiffer(15/137), 7,31 Meter; 3. Sturmm. Schulz (17/137), 7,15 Meter. Hochsprung, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. Oberscharf. Stechemesser(II/13), 1,71 Meter; 2. Scharf. Schäfer(I/369), 1,71 Meter; 8. Sturmm. Rohde(6/9), 1,66 Meter. Diskuswerfen, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. Oberscharf. Stechemesser(II/13), 39,52 Meter; 2. SA.=Mann Brüggemann(4/256), 39,17 Meter; 8. Scharf. Ueberheide(III/18), 38,08 Meter. 1500= Meter=Lauf, Klasse A, 18—30.: 1. Sturmm. Honke(N 2/132),:09,0 Minuten; 2. Scharf. Stölting(28/137).:09,3 Min.; 3. SA.= Mann Fischer(24/256),:09.8 Min. 3000 Meter=Lauf, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. SA.=Mann Kelm(24/256),:07,2 Min.; 2. Sturmm. Orth(5/9),:07,6 Min.; 3. SA.=Mann Fischer(24/256),:07,9 Min.; 3. SA.=Mann Bartsch (6/173),:07,9 Min. 3000= Meter=Lauf, Klasse B, über 30 bis 60 Jahre: 1. Scharf. Ruppenstein(22/143),:45,9 Min.; 2. SA.=Mann Plessa(6/137),:48,4 Min.; 5. Rottenf. Greune(11/256), 10:01,8 Min. 3000= Meter=Lauf, Klasse C, über 40.: 1. Rottenf. Schulte(21/369), 10:24,0 Min.; 2. SA.= Mann Kollöchter(23/143), 10:27,2 Min.; 3. St.= Mann Hefse(7/13), 10:33,0 Min. Speerwersen: 1. Rottens. Blank(13/55), 54,15 Meter; 2. Scharf. Stechemesser(II/13), 53,71 Meter; 3. Scharf. Ueberheide(III/13), 47,50 Meter. Steinstoßen, Klasse B, 30—40 Jahre: 1. Truppf. Schnücker(15/9), 8,15 Meter; 2. Rottenf. Berges(11/137), 7,18 Meter; 3. SA.=Mann Kirchhoff(Mar.]), 6,98 Meter. Weitsprung, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. SA.=Mann Scharnedzki(3/132), 6,66 Meter; 2. Scharf. Reuter(31/143), 6,56 Meter; 3. Sturmm. Kiparra(./217), 6,52 Meter. Weitsprung, Klasse B, 30—40 Jahre: 1. Truppf. Hübenthal(Jäg.), 6,32 Meter; 2. Truppf. Lanwers(12/259), 6,17 Meter; 8. Scharf. Hellmann(11/132), 6,15 Meter. Kugelstoßen, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. SA.=Mann Urselmann(5/15). 12,50 Meter; 2. Scharf. Wanjek(4/137), 11,85 Meter; 3. St.= Mann Nicolei(21/259), 11,55 Meter. Kugelstoßen, Klasse B, 30—40 Jahre: 1. Rottens. Keppler(12/143), 11,62 Meter; 2. SA.= Mann Bucke(3/13), 11,00 Meter; I. Oberscharf. Wencker(3/189), 11,45 Meter. Kugelstoßen, Klasse C, über 40 Jahre: 1. Rottens. Kittmer(16/255), 11,35 Meter; 2. Rottenf. Pfeiffer(15/137), 10,30 Meter; 8. Sturmm. Aeugele(6/457), 8,65 Meter. 10 000= Meter=Lauf, Klasse, A, 18—30.: 1. SA.=Mann Kelm(24/256), 32:28,1 Min.; 2. SA.= Mann Bartsch(6/137), 33:30,0 Min.; 8. Rottenf. Lipphaus(1/132), 34:39,6 Min. 10000= Meter=Lauf, Klasse B, 30—40.: 1. Scharf. Ruppenstein(22/143), 34:32,3 Min.; 2. SA.=Mann Plesser(6/137), 35:13,2 Min.; .8. SA.=Mann Laige(3/256), 35:54,8 Min. 100= Meter=Lauf, Klasse A, 18—80 Jahre: 1. Scharf. Reuter(31/143), 11,8 Sek.; 11 Sturmm. Kirchhoff(14/131), 11,8 Sek.; 2. Rottens. Dörner (7/130), 11,4 Sek.; 2. SA.=Mann Meinhard,(5/98), 11,4 Sek. 100 Meter=Lauf, Klasse B, 30—40 Jahre: 1. Scharf. Finke(Nachr. 2/187), 11,7 Gek.; 2. Scharf. Hellmann(11/132), 11,8 Sek.: 3 Truppf. Steffens (Sta. 219), 11,9 Sek.; 8. Scharf. Kleinebrecht(4/137), 11,9 Sek. 100 Meter=Lauf, Klasse C, über 40 Jahre: 1. Obertuppf. Sorré(III/217), 11,7 Sek.; 2. Sturmhauptf. Schumacher(Reiter/165), 13.4 Gek.; 3. SA.=Mann Angelmann(16/255), 13,6 Sek. Handgrauaten weitwurf, Klasse A, 18—80 Jahre: 1. SA.=Mann Krömmecke(1/3.), 68,64 Meter; 2. Sturmbaunf. Kramer(Sta. 132), 65,60 Meter; 3. Scharf. Lücke(3/13), 64,66 Meter. Handgranaten weitwurf. Klasse B, 30—40 Jahre: 1. Scharf. Ueberheide(III/13), 62.23 Meter; 2. Scharf. Busche(16/3.), 60,55 Meter; 3. Scharf. Berg(21/174), 57,60 Meter. 4mal 400 Meter=Staffel: 1. Brigade 66(Stand. 13),:36,6 Min.; 2. Brigade 67(Stand. 256),:41,6 Min. 200= Meter=Lauf, Klasse A, 18—30 Jahre: 1. Scharf. Reuter(31/143), 23,0 Sek.; 2. SA.=Mann Meinhard(5/98), 23,4 Sek.; 3. SA.=Mann Wibbecke(7/9), 24,/8 Sek. Schwimmen: 100 Meter Freisil(18—30 Jahre): 1. Sturmm. Bachminn(4/98),:06,8 Min.; 2. SA.= Mann Lütgert(217),:08.2 Min.; 8. SA.=Mann Mühle(98),:00,5 Min. 400 Meter Freistil(18 bis 30 Jahre): 1. Sturmm. Bachmann(4/98),:37,9 Min.; 2. SA.= Mann Lütgert(217),:20,0 Min.; 8. SA.=Mann Mühle(98),:38,8 Min. 200 Meter Brust(18 bis 30 Jahre): 1. SA.=Mann Herzogenrath(2/15),:08,4 Min.; 2. SA.=Mann Wirtz(1/132),:13.0 Min.; 8. SA.= Mann Lothar Lütgert(98),:13.2 Min. 200 Meter Brust(30—40 Jahre): 1. Scharf. Beckmann(12/189),:00,0 Min.; 2. Scharf. Kemper (1/98),:38,8 Min 100 Meter Rücken(18 bis 30 Jahre): 1. Sturmm. Bachmann(4/98),:20,0 Minuten; 2. Sturmm. Kattenbracker(3/174),:20,0 Min.; 3. Sturmm. Stüwe(13/53),:30,9 Min. Kunstspringen: 1. SA.=Mann Nolte (1/132) 85,87 Punkte; 2. SA.=Mann Erling(5/98), 51,70.; 8. SA.=Mann Lothar Lütgert(98), 87,83 P. Turmspringen: 1. SA.=Mann Kunert (13/187), 50,76 Punkte. Schleuderball, Klasse B 30—40 Jahre): 1. Scharf. Lucke(3/13), 55,10 Meter; 2. Oberscharf. Wenker(3/189), 54,80 Meter:.= Rottens. Keppler (12/143), 47,80 Meter.— Klasse C(über 40 Jahre): 1. Oberscharf. Wolpers(16/187), 46,50 Meter; 2. Truppf. Laue(Mar.), 40,50 Meter; 5. Scharf. Schulz(17/131), 40,00 Meter. Ane Pitelnach Sbersee Henkellv. Metaxa leisteten tapferen Widerstand Westialen:2 geschlagen Fußballkampf in Dortmund Im Rahmen der Sport= und Wehrwettkämpfe der SA.=Gruppe Westfalen standen sich am Sonnabend in der Dortmunder Kampfbahn Rote Erde die Fußballmannschaften der SA.= Gruppen Westfalen und Niederrhein gegenüber. Das Treffen, dem 6000 Zuschauer beiwohnten, wurde von folgenden Mannschaften bestritten: Westfalen: Leonhardt(Sta. 98, Borussia Dortmund); Nawrocki(Sta. 457, Sppg. Röhling. hausen)— Ban Haaren(Sta. 457, Westsalia Herne); Eron— Massiske— Büttner(alle Sta. 98, Borussia Dortmund); Wörmann— Schroer(beide Sta. 174, B/B Bieleseld); Lenz— Dunay(beide Sta. 98, Borussia Dortmund)— Schielmann(Sta. 174, BfS Bielefeld). Niederrhein: Jürissen(Sta. 144, Rotweiß Oberhausen): Böhnfeld(Sta. 144, Rotweiß Oberhausen)— Münzenberg(Sta. 25, Alemannia Nachen); Schulz(Sta. 138, Duisburg 99)— Schröder— Schweigert(beide Sta. 144, Rotweiß Oberhausen); Heidtkamp(Sta. 144, Rotweiß Oberhausen)— Becker (Sta. 16, BfR Köln)— Nachtigall(Sta. 135, Eller 04) — Günther(Sta. 16, Rotw. Oberhausen)— Stephan (Sta. 25, Alemannia Nachen). Es gab ein interessantes Spiel zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften. Niederrhein hatte die besseren und schnelleren Stürmer und entschied das Spiel knapp aber verdient zu seinen Gunsten. In den Anfangsminuten hatten die Westsalen allerdings mehr vom Kampf und brachten das auch in der siebten Minute zahlenmäßig zum Ausdruck. Ein schönes Zusammenspiel Schroer— Lenz— Wöhrmann schloß Lenz mit einem Bombenschrägschuß ab, der die Führung eintrug. Die Westfalen blieben zunächst weiter überlegen und hatten viele Torgelegenheiten. Beim Niederrhein leisteten aber Torhüter Jürissen und Münzenberg vorzügliche Abwehrarbeit, so daß es den Westfalen versagt blieb, ihren Vorsprung zu vergrößern. In der 16. Minute ergab eine Steilvorlage von Günther an Becker durch den Kölner den Ausgleich. Eine prächtige Vorlage an Stephan verwandelte dieser neun Minuten nach dem Wechsel mit scharfem Schuß zum:1 für Niederrhein. Die Westsalen erhielten noch einen Elfmeter zugesprochen Jürissen hielt jedoch den von Dunay geschossenen Ball. Obwohl die SA.=Männer vom Niederrhein bis zum Schluß noch stark Überlegen spielten, blieb es bei diesem Ergebnis. Schwere Regenwolken bedeckten den Himmel, als am Samstag vor wiederum ausverkauften Tribünen die letzten Entscheidungen bei den All=England=Tennismeisterschaften in Wimbledon fielen. Auch die Königinmutter war wieder anwesend. Die erste Entscheidung am Schlußtag fiel im Frauendoppel. Wie zu erwarten, vermochten die Titelverteidigerinnen Mathieu Yorke(FrankreichEngland) gegen die Amerikanerinnen FabyanMarble nichts auszurichten. Dank besserem Flugballspiel und genauerer Zusammenarbeit gewannen die Amerikanerinnen sehr sicher mit:2,:3. Anschließend stieg das Endspiel im Fraueneinzel, das insofern einen irregulären Ausgang nahm, als sich Helen Jacobs im ersten Satz, den Frau Moody:4 gewann, eine Fußverletzung zuzog und dann kaum noch Widerstand leisten konnte. Zum zweiten Satz trat Helen Jacobs mit stark bandagiertem Knöchel an, hinkte stark, servierte Doppelfehler, und so dauerte dieser Satz nur zehn Minuten und wurde von Helen Moody mit:0 gewonnen. Durch lange Treibschläge in die Ecken und einige„Asse“ hatte sich Helen Moody im ersten Satz behaupten können. Helen Wills=Moody hat nun zum achten Male den wertvollen Titel errungen und damit den„Rekord" der Frau Lambert=Champers, den sie 1935 erreicht hatte, überboten. Noch einen amerikanischen Erfolg gab es im Männerdoppel, das die Weltmeister Budge Mako gegen das deutsche Paar Henkel)v. Metaxa mit:4,:6,:3,:6 gewannen. Das Treffen wurde beim Stande von:1 für die Amerikaner im dritten. Satz wegen eines wolkenbruchartigen Regens abgebrochen und konnte erst nach 45 Minuten fortgesetzt werden. Das Spiel war eines der besten Männerdoppel, das Wimblevon je gesehen hat. Henkei war wieder etwas stärker als von Metaxa, obwohl der Wiener diesmal im Schmettern große Klasse war. In dem schnellen Spiel tat Mako viel zur Verlangsamung. Budge war wieder ganz große Klasse, und der Gieg der Amerikaner ist in erster Linie sein Verdienst. Die letzte Entscheidung in Wimbledon endete wieder mit einem amerikanischen Sieg, denn auch das gemischte Doppel wurde eine Beute der Amerikaner Marble Budge, die das deutsch=amerikanische Paar Frau Fabyan Henkel in zwei Sätzen:1,:4 besiegten. Damit wurde die letzte deutsche Hoffnung besiegelt. Bei Henkel machte sich doch der scharfe Kampf bemerkbar, den er vorher im Männerdoppel mit von Metaxa zu überstehen hatte. Vor allem machte ihm das Erlaufen der Bälle Schwierigkeiten, und seine Aufschläge hatten nicht die sonstige Fahrt. Frau Fabyan gab ihr Bestes, den wundervollen Passierschlägen von Budge war sie jedoch nicht gewachsen. Noch in keinem Jahr feierte USA einen so großen Erfolg, denn diesmal wanderten alle Titel nach Uebersee. Donald Budge brachte wie im Vorjahr drei Titel an sich. Alice Marble zwei, denn mit Frau Fabyan siegte sie im Frauendoppel und mit Budge im Gemischten Doppel. Bereits 1930 war USA nahe daran, das Wimbledon=Ergebnts rein amerikanisch zu gestalten. Lediglich der Australier Crawford reihte sich damals mit Frl. Ryan in die sonst amerikanische Siegerliste ein. Die Siegerliste 1938 Männereinzel: Donald Budge(USA), Mäunerdoppel: BudgesMako(uSA), Fraueneinzel: Helen Wills Moody (USa), Frauendoppel: Fabyan(Marble (USA), Gemischtes Doppel: Marbse Budge(USü). Davispokal=Komitee konservativ Das in London tagende Davispokal=Komitee hat die Anträge Südafrikas bzw. Deutschlands, den Davispokalwettbewerb nur noch alle zwei Jahre auszutragen oder ihn stets auf eine Dauer von zwei Jahren auszudehnen, mit 14 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Für die Anträge waren Deutschland, Südafrika, England, Kanada, Australien, die Schweiz und Griechenland, also die Länder, die die weitaus größte Zahl von Tennisspielern aufzuweisen haben, während die restlichen Verbände, wie Frankreich, Tschecho=Slowakei usw., dagegen stimmten. Deutschland slegt 105: 48 in Paris Mit einem ganz überlegenen Sieg endete die 12. Begegnung bei dem Leichtathletikländer. kampf Deutschland—Frankreich. Unsere Vertreter brachten den Franzosen vor 10000 Zuschauern im Colombes=Stadion in Paris, wo es diesmal einwandfrei zuging, die größte Schlappe bei, die sie in Länderkämpfen einstecken mußten. Mit nicht weniger als 105:46 Punkten mußten sich die Franzosen dem besseren Können der Deutschen beugen. Sie stellte nur im Stabhochsprung den Sieger und auch nur durch die geringere Anzahl der Versuche. Die anderen Disziplinen endeten durchweg mit deutschen Siegen, teilweise sogar Doppelsiegen. Dänemarks Mannschaft für den Leichtathletikländerkampf in Hamburg Für den Länderlampf gegen Deutschland am 10. Juli in Homburg hat nunmehr auch Dänemark seine Mannschaft aufgestellt, die folgendes Aussehen hat: 100 m: Rasmussen, Bock, Skrydscrup; 400 m: A. Larsen, Ladegaard, Blume; 800 m Rose, B. Larsen, J. Christensen; 1500 m: Nielsen, E. Christensen, Klysner; 5000 m: Siesert, M. Jensen, B. Christensen; 110 m Hürden: S. Thomsen. E. Larsen, B. Nielsen; Stabhochsprung: E. Larsen, S. Thomsen; Hochsprung: P. Otto, K. Kongerskov; Weitsprung: P. Otto. B. Strydscrup; Diskuswurf: P. Larsen, E. Jensen; Kugelstoß: Moesgard, V. Petersen. In der bereits bekanntgegebenen deutschen Mannschaft sind zwei Aenderungen notwendig geworden. Ueber 400 m läuft Henning(HSB) für Rohrssen und über 1500 m startet Stieglitz(Wuppertal) an Stelle von Kröger.„ Uhne Deutschland Weltmeisterschaft im Turnen Die Weltmeisterschaft im Kunstturnen, bei der Deutschland, Italien und Finnland nicht mitmachen, wurde in Prag abgeschlossen. Die Tschechen gewannen durch Gajdos den Einzelkampf und siegten auch im Mannschaftswettbewerb. Obwohl die Schweiz vier Einzelsieger stellte, kam sie im Länderkampf nur auf den zweiten Platz. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß der in Prag durchgeführte Fünfzehnkampf sich nicht ausschließlich auf die Geräte beschränkte, sondern noch drei leichtathletische Uebungen, im 100=Meter=Lauf, Hochsprung und Kugelstoßen enthielt. Die willkürliche Abkehr vom reinen Kunstturnen hatte nicht zuletzt die führenden Länder bewogen, an der Prager Weltmeisterschaft nicht teilzunehmen. Die Meisterschaftsergebnisse: Einzelturnen, Pferdsprung: 1. Eugen Mack(Schweiz). Reck: 1. Michael Reusch(Schweiz). Barren: 1. Michael Reusch(Schweiz) Seitpferd: 1. Michael Reusch(Schweiz). Freiübung: 1. Gajdos(TschechoSlowakei), 138,066 Punkte; 2. Sladeky(TschechoSlowakei), 187,466.; 3. Eugen Mack(Schweiz), 136,4 Punkte.— Länderwertung: 1. TschechoSlowakei, 809,533.; 2. Schweiz, 791,2.; 3. Frankreich; 4. Jugoslawien; 5. Polen; 6. Luxemburg; 7. Belgien; 8. Bulgarien.— Frauen: Gesamt=Einzelwertung: 1. S. M. Folt(TschechoSlowakei).— Länderwertung: 1. Tschecho=Slowakei, 478,12.; 2. Polen, 474,36.; 3. Jugoslawien, 463,90.; 4. Bulgarten, 297,15 Punkte. Der Tart Neuten zu Hoppegarten 1. Rennen: 1. Wiener Walzer 14/—. 2. Vineta. 3. Ariadne. 2. Rennen: 1. Dalmatiner 110/23, 2. Prelude#. 3. Jaila 60. 4. Waltala 22. 8. Rennen: 1. Wunderhorn 35/36. 2. Walzerkönig 24. 3. Elritzling 26. 4. Rennen: 1. Cicerone 35/18. 2. Nicardotto 36. 3. Erntedank 39. 5. Rennen: 1. Otdalgo 20/18. 2. Tatsang 24. 3. Per asperum 15. 6. Rennen: 1. Garuele 25/14. 2. Sapristi 26. 3. Scorel. 7. Rennen: 1. Dürer 50/17. 2. Zibebe 16. 3. Morgenruf 18. Rennen zu Halle a. S. 1. Rennen: 1. Lampos Sohn 30fis. 2. Grauikos 15. 3. Quisita 24. 2. Rennen: 1. Hugo Droop 102/24. 2. Liebesarte 28. 3. Mein Geheimnis 19. 3. Rennen: 1. Dom 249/87. 2. Ausschreibung 14. 3. Geige 22. 4. Rennen: 1. Fünfringe 115/31. 2. Staroste 16. 3. Biedermann 24. 5. Rennen: 1. Quarz 23/12. 2. Erwin von Steinbach 13. 3. Muriklo. 6. Rennen: 1. Paxheim 208/25. 1. Dohle 14. 3. Altvater 21. 7. Rennen: 1. Lobenswert 43/19. 2. Ophioch 26. 3. Fiamette. 8. Rennen: 1. Gueß Again 46/13 2. Feunos 13. 3. Trara 14. Reunen zu Dortmund 1. Rennen: 1. Bastkorn 13/10. 3. Jbeal 11. 8. Spitzweg 11. 2. Rennen:., Heubrückle 18/17. 2. Anton I. 23. 3. Stromer. 2. Rennen: 1. Odenwald 82/15. 2. Voltaire 17. I. Debatte 30. 4. Rennen: 1. Crain 28/13. 2. Terxes 25. 3. Barsdorf 15. 5. Rennen: 1. St Peter 57/25. 2. Frigga 30. 3. St. Märgen 28. 6. Rennen: 1. Similor 56/18. 2. Enthustast 20. 3. Sonny Boy 17. 7. Rennen: 1. Bronceluster 33/13. 2. Gold 15. 8. Gladius 27. 4. Melle 15. Drei Derbysieger im Braunen Band Im Großen Preis von Paris trafen kürzlich drei Derbysieger, Nearco, Cillas und Bois Roussel zusammen und gaben diesem Rennen eine sensationelle Note. Der gleiche Fall könnte am 31. Juli im Braunen Band von Deutschland in München eintreten. Alcazar, der Sieger im Tschechischen Derby, und der Wiener Derbysieger Bernadotte gelten als sichere Starter. Ebenso ist mit dem Laufen des Graditzer Hengstes Abendfrieden, des vorjährigen deutschen Derbysiegers, zu rechnen. Auch Nearco hat noch eine Nennung, doch ist es fraglich, ob ihn der neue Besitzer noch weiter auf der Rennbahn ausnutzen wird. Weßichliche Neueste Nachrichten O Ferand Kuh? Montag 4. Juli 1938 Sitcnen des Ager Der Täter gefaßt Der Naubmord in Ostönnen aufgeklärt Dortmund. Den Bemühungen der Dortmunder Mordkommission ist es in engster Zusammenarbeit mit den anderen zuständigen Behörden gelungen, die Bluttat in Ostönnen, wo am Mittwoch die 71jährige Witwe Florentine Krämer ermordet und ihre 67jährige Schwester Lisette Krämer lebensgefährlich verletzt wurden, restlos aufzuklären. Als Täter konnte in Volmarstein der am 9. April 1908 in Lehndorf bei Braunschweig geborene Willi Haas festgenommen werden. Haas, der 14mal, darunter verschiedentlich mit Zuchthaus, vorbestraft ist, legte nach anfänglichem Leugnen in der Nacht zum Sonnabend ein umfassendes Geständnis ab. 5. Sauerländische Geländefahrt Die zweite Großveranstaltung der westfälischen RSKK. Die Motorgruppe Westfalen des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps führt, wie bereits angekündigt, als zweite Großveranstaltung d. J. die fünfte Sauerländische Geländefahrt mit Start und Ziel in Hagen durch. Am Sonnabend, 9. Juli 1938, beginnt um 12 Uhr mittags die Abnahme des Fahrzeuge in Hagen auf der„Springe“; sie dauert bis um 19 Uhr. Um 20 Uhr findet die feierliche Flaggenhissung statt. Am Sonntag, 10. Juli 1938, starten die ersten Fahrzeuge um 6 Uhr früh. Der Start der etwa 400 Teilnehmer wird voraussichtlich drei Stunden dauern. Reihenfolge des Starts: 1. Solokrafträder, 2. Krafträder mit Seitenwagen, 3. Kübelsitzwagen, 4. Personenkraftwagen, 5. Lastkraftwagen. Die gesamte Strecke ist 303,0 km lang. Streckenführung: Hagen—Berchum—Oestrich— (Wasserdurchfahrt)— Altena— Amecke— Hellefeld— Schüren— Bödefeld— Siedlinghausen— Alt Astenberg—Albrechtsplatz—Lattrop—Ober= hundem—Heinsberg—Hofolpe—Oberveischede— Attendorn—Valbert—Versesperre— Lüdenscheid —Dahlerbrück—Breckerfeld—Hagen. In Hellefeld, Siedlinghausen, Attendorn, Lüdenscheid und Hagen befinden sich Zeitkontrollen. Bei Oberhundem findet eine Bergprüfung über eine 25 km lange Strecke statt. Das Ziel der Bergprüfung liegt am Rhein=Weser=Turm. Die SAl. marschiert für den Führer in die Zukunft Reichswettkämpfe der St. Berlin, 15. bis 17. Juli 1938 im Reichssportfeld kand Lippe Detmold. Gemeinschaftslehrgang des NSLB. und der HI. Vom 4. bis 8. Juli 1938 findet für Lehrer, die HJ.=Führer sind, in der Gauschule des NSLB. in Detmold ein Sonderlehrgang statt. Lemgo. Der Haushaltsplan. Unter dem Vorsitz des Landrates des Kreises Lemgo wurde eine Besprechung abgehalten, die der Erläuterung des neuen Haushaltsplans diente. Die neue Lastenverschiebung, so betont der Landrat, bringe für den Kreis und die Gemeinden eine Mehrbelastung von fast ¾ Millionen RM. Da die Ueberweisungen an Steuern nur etwas mehr als eine halbe Million erbringen, haben die Gemeinden für das Jahr 1938 eine größere Belastung zu tragen gehabt. In seinen Endzahlen schließt der ordentliche Haushaltsplan mit rund.4 Millionen RM. ab. In den außerordentlichen Haushaltsplan sind Mittel für die Fortführung der Arbeiten zum Ausbau der Werre und zum Bau der Tierkörper=Verwertungsstelle eingesetzt. Lemgo. Vorbildliche Stätten für die Schützen. Dank nationalsozialistischer Tatkraft wurde der Schießstand der Freischießengesellschaft Lemgo nunmehr zu einer vorbildlichen Anlage ausgebaut, die selbst sten Ansprüchen genügt und dem lippischen Schießsport neuen Auftrieb verleihen wird. Oerlinghausen. Jubelfeier des..=Kisfe=Stifts. Anläßlich des 50jährigen Bestehens der.=.=Kiffe=Stiftung. Oerlinghausen, hatte das Kuratorium seine Freunde und Gönner zu einer schlichten Feier in den Pollmannskrug, Lipperreihe, eingeladen. Eine recht stattliche Anzahl, auch auswärtiger Gäste sowie die Pfleglinge des Stifts, hatten an den festlich geschmückten Tischen Platz genommen, als der Leiter des Kuratoriums Amtsgerichtsrat Schlingmann, die Gäste begrüßte und einen aufschlußreichen Rückblick der arbeitsreichen vergangenen Jahre gab. Er würdigte das Verdienst des verblichenen hochherzigen Spenders F. W. Kiffe, ein geborener Oerlinghauser, der als Kaufmann nach Bremen übersiedelte und aus Liebe zu seiner Heimat eine recht stattliche Summe zum Erwerb des Grundstücks sowie zum Bau dieses Stiftes zur Verfügung stellte. Mit dem Gedenken des Führers, schloß Amtsgerichtsrat Schlingmann seine Ausführungen. Landrat lungen, die am Freitag abgeschlossen wurden, sind bereits unterzeichnet worden und mit dem 1. Juli in Kraft getreten. Der Gesamtverbrauch des Benzolverbandes an Leichtkraftstoffen weist 1937 eine Steigerung von 20 Prosent auf. * Der Reichswirtschaftsminister gibt bekannt, daß des deutsch-litagische Verrechnungsabkommen mit Wirkung vom 1. Juli 1938 auf das Land Oesterreich ausgedehnt worden ist. Die Bank von Litauen hat mit Wirkung vom 1. Juli 1938 den Diskontsats von 5½ Prozent auf 5 Prozent herabgesetst. Der Londoner Goldpreis betrug am 2. Juli 1938 für eine Unze Feingold 140 sh 9 d= 86,6668 RM., für ein Gramm Feingold demnach 54,3026 Pence = 2,78640 RM. leitung des Vergleichsverfahrens erfolgte in 8 Fällen (Mai 0 und April 2 Vergleichsverfahren). Einstellungen des Verfahrens wegen Mangels an Masse sind nicht zu verzeichnen. Auf die verschiedenen Erwerbezweige verteilen sich die Insolvenzen des Monats Juni wie folgt: Juni Mai 38 Juni 37 Konk. Vergl. Konk. Vergl. Konk. Vergl. 5 2 3— 5— * 1 1— 1 1 *—*„"— Gruner, überbrachte die Glückwünsche des Kreises Lemgo und überreichte, um die Verbundenheit zu dokumentieren, dem Stift eine Ehrengabe. Bürgermeister Möller überbrachte die Glückwünsche der Stadt Oerling= hausen und sprach dem Kuratorium seinen Dank für die unermüdliche Arbeit aus. Als Anerkennung überreichte er der Stiftung ein Bild des Führers. Eine ganz besondere Ehrung wurde dem Schriftführer Heinrich Freitag zuteil. Für seine langjährige unermüdliche Amtstätigkeit wurde ihm eine Dankadresse überreicht. Gedichte, Lieder und Vorträge umrahmten die schöne Feierstunde. (104) Oerlinghausen. Hohes Alter. Ihren 90. Geburtstag konnte Frau Johanne Klemm geb. Gabel, Robert=Koch=Straße 17, begehen. Wir gratulieren nachträglich.— 86 Jahre wurde Ww. Luise Jäger geb. Jacke, Pfarrstraße 1. Auch ihr die besten Glückwünsche! *(104) Oerlinghausen. Auszeichnung. Der Führer und Reichskanzler hat mit Erlaß vom 28. 4. 38 dem Amtsgerichtsrat Ludwig Schlingmann in Oerlinghausen als Anerkennung für 25jährige treue Dienste das filberne Treudienst=Ehrenzeichen verliehen.(104) Kreis Minden Minden. Alte Mühle im Heimatmuseum. Dem hiesigen Heimatmuseum wurde von einem Einwohner des Landkreises eine alte Schrot= und Graupenmühle aus dem Jahre 1673 zum Geschenk gemacht. Die Mühle, die eine schöne kulturhistorische Bereicherung der Heimatsammlung ist, wurde in früheren Jahren von den Einwohnern verschiedener Dörfer benutzt. Dehme. Maul= und Klauenseuche muß sofort gemeldet werden. Der Bauer Heine in Dehme hegte selbst Verdacht, daß unter seinem Viehbestand die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen war, und gab seiner Frau den Rat, die Milch vorher abzukochen. Damit aber waren seine Vorsichtsmaßnahmen erschöpft, ebensowenig erstattete er Anzeige von dem Ausbruch der Seuche. Wegen dieser Unterlassung stand er jetzt vor dem Richter, der ihn zu 180 RM. Geldstrafe verurteilte. In der Urteilsbegründung wurde ausdrücklich bedauert, daß das Gesetz aus dem Jahre 1904 nicht zuläßt, daß das Urteil zur Warnung anderer ausgehängt und durch die Presse öffentlich bekanntgemacht wird in Form einer Anzeige. Kreis Fübbecke Lübbecke. Kreisschulungsburg„Fritz Homann“, ein Beispiel vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit. Beim Bau der Kreisschulungsburg in Lübbecke wurden durch freiwillige Ableistung von 3000 Tagewerken im Gemeinschaftsschaffen von Partei und Volksgenossen bisher 15000 Reichsmark eingespart. Nunmehr werden auch noch die Planierungsarbeiten des Aufmarsch= und Sportgeländes vor der Schulungsburg durch Gemeinschaftsarbeit erledigt. Lübbecke. Schutz dem Volksvermögen. Um eine erfolgreiche Bekämpfung von Bränden gewährleisten zu können, wurden im verflossenen Jahre im Kreise Lübbecke 50 neue, große Wasserentnahmestellen geschaffen. Neunjähriger Junge vom Omnibus überfahren und getötet Münster. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Wolbecker Chaussee in der Nähe der Kanalbrücke. Ein neunjähriger Junge, der bereits zur Hälfte die Straße überquert hatte, lief plötzlich wieder zurück. Er wurde von einem schweren Omnibus erfaßt. Die Räder des Wagens gingen ihm über den Kopf, so daß er auf der Stelle tot war. Den Fahrer des Omnibusses trifft keine Schuld. Ein Jahr Gefängnis für Meineidige Münster. Das Schwurgericht in Münster verurteilte zwei Angestellte aus Bocholt bzw. aus Rees zu einem Jahr Gesängnis, weil sie sich des Meineides schuldig gemacht hatten. Nacheinander waren die Angeklagten in einem Metzgereibetrieb in Suderwick beschäftigt, der sowohl auf deutscher als auch auf holländischer Seite ein Geschäft hatte. In diesem Betrieb wurde geschmuggelt; Fleisch, das auf holländischer Seite geschlachtet worden war, wurde herübergeschmuggelt und verkauft. Dazu bediente man sich auch falscher Fleischbeschaustempel. Als nun die Angeklagten in dem Prozeß gegen ihren Brotherren als Zeugen vernommen wurden, machten sie wahrheitswidrige Aussagen, nachdem sie bei der polizeilichen Vernehmung der Wahrheit entsprechende Angaben gemacht hatten. Sie machten sich daher des Meineides schuldig; es konnten ihnen jedoch mildernde Umstände zugebilligt werden, da die falschen Aussagen unter einem gewissen Druck gemacht wurden und die Angeklagten durch eine wahrheitsgemäße Aussage sich selbst belastet haben würden. Ein rätselhafter Fund Ibbenbüren. An der Kanalböschung in Uffeln wurden ein Fahrrad. eine Mütze und ein Paar Holzschuhe gefunden. Bis jetzt hat sich die Annahme, daß der Besitzer dieser Sachen in dem Kanal ertrunken ist, nicht bewahrheitet, da alles Suchen vergebens war. Auch wurde keine Person als vermißt gemeldet. Der Fund bildet also einstweilen noch ein Rätsel. Teure Vergeßlichkeit Gronau. An der Zollstation Glanerbrücke wurde ein Holländer aus Enschede angehalten, der mit seinem Kraftrad aus Gronau kam. Bei der Untersuchung durch deutsche Zollbeamte fand man bei ihm 210 Gulden, die er„vergessen“ hatte, anzumelden. Geld und Kraftrad wurden beschlagnahmt, während der Mann nach Stellung einer Kaution die Grenze passieren konnte. Reiterstadt Berden Eine ganze Stadt in der Liebe zum Pferde einig Verden. Zum neunten Male rüstet Verden zum Internationalen Groß=Turnier, das mit Geländeritten bereits seinen Anfang genommen hat. Der erste Tag gehörte den Angehörigen berittener Truppen, der zweite Tag den nicht berittenen Truppenteilen. Große sportliche Ereignisse werden auf dem im üppigsten Grün stehenden Rasen der mustergültigen Verdener Turnierbahn zum Austrag kommen. Was in deutschen Landen Klang und Namen im Pferdesport hat, ist in Verden versammelt. Sämtliche Hotels sind ausverkauft, Privatquartiere wurden herangezogen, aber auch das städtische Krankenhaus nahm noch Turniergäste auf. Es ist gewiß auch ein Zeichen einer Reiterstadt, wenn es gelungen ist, 400 Pferde in Verden unterbringen zu können. Nur nächste Nachbardörfer sind noch belegt worden, sonst konnten alle Pferde in Verdener Stallungen Unterkunft finden. Die Turnierbahn ist reich mit Blumen ausgeschmückt. Aber auch die Bürgerschaft trug wesentlich dazu bei, den Straßen ein Festkleid zu geben, das erkennen läßt, daß die Liebe zum Pferde alle beseelt. Das ist ja der große Vorzug der Verdener Turniere. In den Straßen der Stadt trifft man auch zahlreiche Offiziere; aus Argentinien, aus Dänemark, aus Jugoslawien sind Offiziere zum Turnier hier anwesend. Auch aus der deutschen Ostmark, die auch reiterlich einen guten Klang hat, sind Offiziere nach Verden mit einem erlesenen Pfervematerial gekommen. Sonderbriefmarken Die Deutsche Reichspost gibt zum 8. Juli 1938, an dem sich der Geburtstag des Grafen Zeppelin zum 100. Male jährt, Luftpostmarken zu 25 Rpf.— Bild des Grafen in der offenen Gondel eines alten Zeppelin=Luftschiffs— und zu 50 Rpf.— Abbildung des Gondelteils des neuesten Luftschiffs— in Stahlstich auf Papier ohne Wasserzeichen heraus, entworfen vom Berliner Grafiker von Axter=Heudtlaß. Allmähliche Besserung Ein Hochdruckgebiet über dem Atlantik führte uns in den letzten Tagen immer wieder kühle und feuchte Meeresluft zu, so daß es wiederholt zu Regenfällen kam. Das Azorenhoch treibt weiter nach Osten vor, so daß der Zustrom von Norden unser Gebiet nicht mehr unmittelbar erreicht und das Wetter etwas freundlicher gestaltet wird. Hin und wieder sind jedoch leichte Wärmegewitter zu erwarten. Aussichten für Ostwestsalen Montag: Schwache Winde aus West. Am Vormittag nebelig, nachmittags wolkig, zeitweise auch heiter, leichte Wärmegewitter nicht ausgeschlossen. Dienstag: Schwache westliche Winde, wolkig bis heiter, im ganzen trocken. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wolkig und wärmer. Hiänder und Wirischan Notiablock Berlin, 4. Juli Der Reichskommissar für die Preisbildung hat im Reichsgesetzblatt vom 1. 7. 1938 eine Verordnung zur Regelung der Getreidepreise im Wirtschaftsjahr 1989/6 erlossen. Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 29. Juni 1938 auf 105,7(1913— 100); sie hat sich gegenüber der Vorwoche(105,5) leicht um .2 Prozent erhöht. Vom 1. bis 3. Juli 1988 trat der Betrat der Deutschen Reichsbahn auf Einladung des Landes Kärnten zu einer ordentlichen Sitzung in Villach zusbrumen. * Die formellen Abmachungen im Rehmen der deutech-englischen Finanz- und WirtschaftsverhandWeatzutens Konkurssunstik Im Juni 14 Iusolvenzen I. Im Monst Juni hst sich der Insolvensenstand in der Provinz Westfalen nicht ünbeträchtlich erböht. Es sind inegesamt 14 Firmen und Einzelpersonen in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wahrend es im Mai nur 6 und im April 9 waren. Das Konkursverfahren mußte in 11 Fällen eröffnet werden(Mai 6 und April 7 Eröffnungen). Die Ein(Nachdruck verboten) Landwirtschaft und verwandte Berufe Gütererzeugung Handel aller Art Handwerk und Gewerbe Geldinstitute Nachlässe Sonstige und Branche unbekannt Nachrichten aus der Wirtschalt Ausweis der Reichsbank. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 80. Juni 1938 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 984,6 Mill. auf 7092,8 Mill. RM. erhöht. Die Bestände an Gold und deckungsfäbigen Devisen sind um 0,8 Mill. auf rd. 76,4 Mill. RM. surückgegangen. Im einzelnen stellen sich die Goldbestände auf rd. 70,8 Mill. RM., die Bestände an deckungsfähigen Devisen auf rd. 5,7 Mill.°. d. Eigenheim-Bund Niedersachsen Hannover. In der o. Hauptversammlung dieser größten nordwestdeutschen Bauspargenossenechaft unter dem Voreitz von Wente(Bielefeld) wurde mitgeteilt, daß in 1987 eine Sondervergebung und vier ordentliche Vergebungen mit einer Vertragssumme von 2,61 Mill. ###., dis aut 361 Darichen entfällt, vorgenommen wurden. Im laufenden Jahre 1988 erfolgten inzwischen zwei weitere Vergebungen von 177 Darlehen mit.88 Mill. RM. Vertragesumme. Bis zum 81. 12. 1987 hst die Gesellschaft in den zehn Jahren ihres Bestehene insgesamt 57,80 Mill. RM. zugeteilt, die auf 5 952 Darlehen entfallen. Vereinnahmt wurden in 1937 rd. 4,85 Mill. RM., worin reine Sparzahlungen von 1,95 und reine Tilgungezahlen von 2,51 MIll. RM. enthalten eind. Die Tilgungsrückstände konnten weiter abgebaut werden. Die Bilanz mit einer Summe von 83,15 Mill. RM. schließt mit einem Gewinn von 1,048 RM. ab, der wieder der ges. Rücklage zugeführt wird. Der Aufsichtsratsvorsitzer bezeichnete das Gesamtergebnis der vorgenommenen Prüfung als durchaus erfreulich und dankte dem Vorstand für die vorbildliche Erledigung seiner verantwortungsvollen Arbeit. KII Utmeider befindet sich unsere Geschäftestelle im Zicarrenhaus Picard vorm. Westerhoff (Post-Nebenstelle) Detmolder Str. 1558 Ecke Königsbrügge Ermüdete, entzündete Jüsse sehnen sich nach den bewährten Efasit=Jußpflegemitteln. Efasit verleiht den Füßen Erische und Stärke, befreit von Fußbeschwerden, beseitigt Blasen, Schwellungen, Ekzeme, Hornhautbildungen, Jußschweiß und heilt wunde Stellen. Machen Sie einen Versuch, aber nehmen Sie nur Efastt! Efasli=Fußbad(s Stück) nm-.90,=Jusicreme Rm-.55. JJußpuder Rm-.75, Hühneraugen=Tinktur Km-.75 In Apotheken, Drogerien und sonstigen Fachgeschäften. Elasit-Vertrieb Togalwerk München 27 1 Wir geben Auskunft Auskänfte werden nur an Abonneuten erteilt. Ohne Name, Auschrift und leuzte Bezieheranittung m Anfragen nicht beautwortet. Mündliche Auskunft: Montags und Mittwochs von 18—19 Uhr. Schriftlettung: Schulstr. 29. Schriftliche Auskunft wird nicht erteilt. Sämtliche Auskünfte sind unverbindlich. F. G. 28.§ 1 Abs. 2 des Straffreiheitsgesetzes lautet:„Anhängige Verfahren wegen Straftaten, die vor dem 1. Mai 1938 begangen sind, werden eingestellt, wenn keine höhere Strafe oder Gesamtstrafe als Freiheitsstrafe von einem Monat und Geldstrafe, bei der die Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr als einen Monat beträgt, allein oder nebeneinander, zu erwarun ist. Neue Verfahren werden nicht eingeleitet.“ A. E. D. 1. Bewertungsmaßstab ist im allgemeinen der gemeine Wert. Dieser wird durch Preis bestimmt, der für das Grundstück nach seiner Beschaffenheit unter Berücksichtigung aller den Preis beeinflussenden Umstände bei einer Veräußerung im freien Markt zu erzielen wäre Bei landwirtschaftlichen Betrieben erfolgt die Bewertung nach dem Ertragswert, d. h. nach dem 25fachen, für die Bewertung auf den 1. 1. 1935 dem 18sachen des Reinertrags, den der Betrieb als schuldenfreier jährlich nach seiner wirtschaftlichen Bestimmung bei ordnungsmäßiger und gemeinüblicher Bewirtschaftung unter gewöhnlichen Umständen im Durchschnitt nachhaltig zu erbringen vermag, 2. Eine weitere Sentung der Hauszinssteuer findet vorerst nicht statt mit Rücksicht auf die dringenden Ausgaben, die der Staat zu erfüllen hat. Jedoch ist ab 1. April 1938 ein Abbau der Höchststufen der Hauszinssteuer um ein Sechstel erfolgt. Dieses Verfahren soll sortgesetzt werden nach Maßgabe der Mehrbeträge, die sich bei der Grundsteuer daraus ergeben, daß neue Grundstücke in die Grundsteuer hineinwachsen. Mieterschutz. Der Vermieter kann gemäß Par. 4 des Mieterschutzgesetzes kündigen und Aufhebung verlangen, wenn für ihn ein so dringendes Interesse an der Erlangung des Mietraums besteht, daß auch bei Berücksichtigung der Interessen des Mieters die Vorenthaltung eine schwere Unbilligkeit darstellen würde. Aus diesem Grunde kann auch Teilaufhebung erfolgen. Unter Umständen kann bei Aufhebung wegen Eigenbedarfs, der Vermieter zur Tragung von Umzugskosten verurteilt werden. Dann kann der Mieter auch ohne Gefährdung des Anspruchs eine einstweilige Verfügung auf Hinterligung dieses Kostenbetrags beantragen, wenn er einen Ersatzraum gemietet hat. Das Mietverhältnis ist für den Zeitpunkt aufzuheben, für, den eine zur Zeit der Klageerhebung erfolgende Kündigung mach dem Vertrag oder mangels einer Vertragsbestimmung nach den gesetzlichen Bestimmungen zulässig sein oder an dem die vereinbarte Mietzeit ablausen würde. Wartezeit in der Angestelltenversicherung. Sie stellen die Frage, wie sich die Wartezeit nach den ietzt geltenden Rechtsbestimmungen in der Angestelltenversicherung gestaltet, und welche Ersatzeiten vom Gesetz festgesetzt sind.— Die Wartezeit dauert in der AV. 60 Beitragsmonate. Sind weniger als 60 Beitragsmonate auf Grund der Versicherungspflicht zurückgelegt, so dauert die Wartezeit 120 Beitragsmonate. Bei dem Altersruhegeld dauert die Wartezett sogar 180 Beitragsmonate also 15 Jahre, ohne Unterschied, ob es sich um Pflicht= oder um freuwillige Beiträge handelt(§ 31 AVG.). Für die Erfüllung der Wartezett sind, ohne daß Beiträge entrichtet zu werden brauchen, die Zeiten anzurechnen, in denen der Versicherte zur Erfüllung der Wehrpflicht eingezogen gewesen ist oder der Reichsarbeitsdienstpflicht genügt hat(s 31 ABS.,§ 1262 RVO.). Dies gilt mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 auch für Versicherungsfälle, die vor dem 1, 1. 1938 eingetreien sind. Ferner waren nach bisherigem Recht für die Erfüllung der Wartezeit noch folgende Ersatzeiten sesigesetzt, bei denen es für die Zeit bis zum 31. Dezember 1937 sein Bewenden behält, auch wenn der Versicherungsfall später eintritt: 1. die vollen Kalendermonate des Kriegsdienstes(§ 32 ABG.); 2. Teilnahme an einer Uebung der Wehrmacht(§ 5 BO. vom 25. November 1935, RGBl. I S. 1358); 3. Teilnahme an einem Lehrgang für Leibeserziehung(3 5 VO. vom 19. 3. 1935, RGBl. I S. 382). Zwecks Abkürzung der Wartezeit kann die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte Versicherten, die gesund sind, nach vorhergehender ärztlicher Untersuchung den Einkauf von Beitragsmarken gestatten, wenn der Versicherte die entsprechenden Deckungsmittel einzahlt (§ 31 ABG.,§ 1263 RBO.). Anträge sind an die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, BerlinWilmersdorf, Ruhrstr. 2, zu richten. Eine Berechnung des für die Abkürzung einzuzahlenden Betrages kann nur von Fall zu Fall vorgenommen werden. Bekämpfung des Drahtwurms. Eines der wirksamsten Mittel zur Niederhaltung des Drahtwurms bildet die gründliche Durcharbeitung des Bodens. Pflug, Egge und Spaten setzen die Larven ihren natürlichen Feinden unter den Vögeln(Krähe, Star. Möwe, Kiebitz, Bachstelze, Hühnervogel) aus, die nach Möglichkeit heranzuziehen sind(Eintreiben des Hausgeflügels, Schaffung von Nistgelegenheiten für Stare). Alle Drahtwurmarten sind überdies zur Zeit ihrer Verwandlung gegen mechanische Störung und Belichtung an sich hochempfindlich. Der Umbruch wird also nach Möglichkeit an sonnigen Hochsommertagen vorgenommen. Im Herbst trifft der Pflug die Puppenlager, bestenfalls die schon weniger empfindlichen Jungkäfer, schädigt dagegen die in tiesere Schichten abgewanderten Drahtwürmer nicht. Kraftfahrzeugversicherung. Sie wollen wissen, welchen Einfluß die Neuregelung der Kraftfahrzeugversicherung auf laufende Verträge hat.— Laufende Versicherungsverträge, die bei Inkrafttreten der Verordnung vom 14. Februar 1938, also am 1. März 1938, bereits abgeschlossen sind, müssen vom 1. April 1938 ab, spätestens nach Ablauf des lausenden Versicherungsjahres, aus die Beitragssätze des Einheitstarifes umgestellt werden. Mit diesem Zeitpunkt werden entgegenstehende Vereinbarungen unwirksam. Namensforschung. Ernst ist ein Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung: der Ernste, Besonnene. Weibliche Form ist Erna, wovon wieder Ernestine abgeleitet ist. ee wegliche Vermögen, wie Grundstücke und Häuser, zur Zest des Vertragsschlusses bleibt Eigentumn des betretfenden Ebegatten, wird eingebrachtes Gut. Die beweglichen Sachen einschtießlich Geld, Hypothe Grundschulden und Rentenschulden sowie aller Neuerwerd(auch von Grundstücken) nach Abschluß des Ehevertrages wird Gesamtgut. Die Verwaltung des Gesamtgutes und des eingebrachten Gutes steht dem Mann zu. H. in D. Sie beklagen bei der Wäsche in einem Zinkkessel das Auftreten häßlicher Flecken in der Wasche.— Bei dieser Verfleckung handelt es sich um Zinkflecke. Da das Zinkmetall nicht edel ist, besitzt es alkalischen Laugen gegenüber nur geringe Widerstandskraft. Diese äußert sich darin, daß sich unter der Einwirtung der alkalischen Waschlaugen Teile der Verzintung lösen, die dann als fettsaurer Zink Ursache der Fleckbildung werden. Dabei ist es einerlei, welche Waschmittel verwendet werden. Gegen die Fleckbildung kann man sich schützen, indem man beim Einweichen in Zinkwannen die Wanne mit einem alten Tuch auslegt, so daß die Wäsche nicht mit der Wandung selbst in Berührung kommt. Beim Kochen der Wäsche in verzinkten Gesäßzen ist unbedingt daraus zu achten, daß die Wäsche nicht festgepreßt in dem Kessel liegt, daß sie nach dem Kochen und erfolgter Abkühlung sofort aus diesem Gesäß genommen wird und nicht über Nacht darin steht. Außerdem ist sehr wichtig, darauf zu achten, daß die Waschgesäßze sehr gründlich vor und nach der Wäsche gesäubert werden. Vor allem muß der Kessel und auch der Deckel(sofern er aus Zink besteht) nach der Benutzung gründlich von allen Rückständen befreit und trocken ausgerieben werden. Die Flecke selbst beseitigt man, indem man die betreffenden Stücke in schmacksaures Wasser(—3 Teile Wasser, 1 Teil Speiseessig) legt und auf 40 bis 50 Grad Celsius langsam erwärmt. Dann lösen sich die Flecke.—3maliges Spülen mit warmem Wasser und Kochen in einfacher Bleichsodalösung und nochmaliges Spülen tilgen die Flecke vollständig. Ehestandsdarlehen. Sie haben gehört, daß das Ehestandsdarlehen bei längerer Tätigkeit in der Landwirtschaft gestundet und erlassen werden könne. Ein diesbezüglicher Erlaß ist am 28. März 1938 ergangen. Ist ein Ehemann, der ein Ehestandsdarlehen erhakten hat, nach Abschluß seiner Schulausbildung ununterbrochen in der Landoder Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker tätig gewesen, so werden auf Antrag die zu entrichtenden Tilgungsbeträge des Ehestandsdarlehens auf die Dauer von 5 Jahren, mindestens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Ehemanns zinslos gestundet. Ist der Ehemann bis zum Ablauf der Stundungsfrist weiter ununterbrochen in der Land= oder Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker tätig gewesen, dann werden die noch zu entrichtenden Tilgungsbeträge erlassen. Eine Unterbrechung der Tätigkeit in der Land= oder Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker durch Arbeitsdienst, Wehrdienst oder Kriegsdienst oder durch sonstige vorübergehende Unterbrechungen, insbesondere durch Krankheit oder Erwerbslosigkeit, schadet nichts. Kann der Ehemann den Nachweis der ununterRicht nur Bekätigung des Winkers Reichsgericht verlangt erhöhte Vorsicht X Immer wieder ereignen sich schwere Verkehrsunfälle dadurch, daß ein Kraftfahrer erst ganz kurz vor dem Abbiegen nach links den Fahrtrichtungsanzeiger herausstellt und so nachfolgende Fahrzeuge zu plötzlichem starkem Bremsen zwingt. Mit Recht hat daher das Reichsgericht(2 D 728/37) jetzt den Grundsatz aufgestellt, daß es die Verkehrssicherheit verlange, dem Fahrer, der seine bisherige Richtung ändern, das heißt den auf derselben Straße fortlaufenden Verkehr durchkreuzen will, die Pflicht erhöhter Vorsicht aufzuerlegen. Er muß die Absicht der Richtungsänderung frühzeitig und deutlich zu erkennen geben. Er darf sich aber dann nicht darauf verlassen, daß nachfolgende Verkehrsteilnehmer den herausgestreckten Richtungsanzeiger rechtzeitig bemerken werden, sondern er muß sich davon übekzeugen, daß das Einbiegen ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausführbar ist. Zu diesem Zweck reicht auch ein Blick in den Rückspiegel jedenfalls dann nicht aus, wenn dieser nur einen Ueberblick über eine kurze Strecke bietet, da eine solche selbst von einem nicht übermäßig schnell fahrenden Kraftwagen schon in einer Sekunde zurückgelegt wird. brochenen Tätigkeit nach Ablauf der Stundungsfrist nicht führen, so ist der Restbetrag des Ehestandsdarlehens vom Ablauf der Stundungsfrist ab mit 1 Prozent bzw. 3 Prozent monatlich zu tilgen. Für während der Stundungsfrist geborene Kinder erhält der Ehemann die üblichen Vergünstigungen. Rote=Kreuz=Schwester. Die Schwesternschaften vom Roten Kreuz haben die besondere Aufgabe, der Wehrmacht in Krieg und Frieden die nötige Zahl staatlich geprüfter und vielseitig ausgebildeter Schwestern bereitzustellen, ferner dem zivilen behördlichen Luftschutz, dem amtlichen Sanitätsdienst in besonderen Notfällen und jederzeit für die Mitarbeit an den Aufgaben der Volksgesundheit zur Verfügung zu stehen Außerdem bildet das Rote Kreuz weibliche Hilfskräfte für den gesamten Bereitschaftsdienst aus. Die Ausbildung umfaßt in zweijähriger Lehrzeit ir Krankenhäusern und Lazaretter allgemeine Krankenpflege, Spezialausbildung für den Kriegssanitätsdienst und vermittelt mannigsaltige andere Kenntnisse für vielerlei Arbeitsgebiete. De nach Wunsch und Begabung ist zusätzliche Ausbildung möglich für Operationssaal, Röntgen, Laboratorium, Apotheke, Gymnastik, Massage Wirtschaftsbetrieb, Diät, Hebammendienst, Wochen= und Säuglingspflege. Noute Schatzenlestmontug In den Anlagen des Johannisberges P erteb Srecenidenfr K Polster- und Sattiermaterialwarengroßhandlung sucht für den Bezirk des Sauerlandes einen rührigen, gut eingeführten, branchekundigen Vertreter Nur solche Herren, die mit der Branche absolut vertraut sind und nachweislich schon darin gearbeitet haben, wollen sich wenden unter A S 5374 an die Westfällschen Neuesten Nachrichten. 35 bis 40 Mann, gesucht I. H. Stukenholz, Hoch- und Tiefbau Bielefeld-Schildesche An der Stiftekirche 7 Für Spezial-Betten-, Wäsche- und Aussteuergeschäft wird eine Wäschedlreikstriee mit guter Ausbildung und einiger Praxis, eygl., zum 1. Oktober 1938 gesucht. Angebote mit Lebenslauf und genauen Angaben ihrer Ausbildung und bisheriger Tätigkeit pebst Bild und Gehaltsansprüchen. A. Kickler, Wilhelmshaven, Roonstraße 54. beigen bur bei Vorausbenahlung angenommen; andernhalle Berechnung von 20% Aulschlag für Gaschiftsspesen Mehrere Rochter für dauernde Arbeiten, bei guter Verdienstmöglichkeit, möglichst unverheiratet, per sofort gesucht. Gustar Schwarz, G. m. b. H. Eilenburg=Ost=Ga. Torgauer Landstr. 29 Suche für sofort eine Haustochter mit vollem Familienanschluß, bei Taschengeld. Pflichtjahr kann absolviert werden. Bauernschule Holtfeld Kreis Halle 1. W. F. Heintze Tücht. Herrentriseur (Bublkopfschneider) sucht sich sofort zu verändern. Angebote unter D. 464 an die Westt. Neuesten Nachrichten. Zimmer, möbliert, mit voller Pens., frei. Sadowastraße 2..7. Wohnung. 5 Räume, im Landkreis Bielefeld, sofort oder später zu vermieten. Offerten unt. A. 3. 4922 an die Westf. Neuest. Nachr. W Lagerplatz zum Lagern v. Baugeräten, ca. 500 bis 800 gm groß, zu mieten oder kaufen gesucht. Preisangeb. u. F. N. 4351 an die Westf. Neuest. Nachr. MANRA Putzfrau täglich für mehrere Stund. gesucht. Kantstraße 10. Autoschlosser, verfekt, gegen guten Lohn, stellt sofort od. spät, ein W. KleineBeek Bielefeld. Martinikirche gegenüber. Friseuse. tüchtige sofort oder spät. gesucht. Damensalon Dreesbach, Detmolder Straße 95. Alleinstehender Invalide sucht für Haushalt(3 Zimm.) mit kleinem Garten Haushälterin im Alter von 40 bis 50 J. Angeb. u. A. S. 5350 an die Westt. N. N. F Kinderwagen zu verkauf. Senne 1 Nr. 508, Nähe Buschkamp. Pavillon für Wochenendbaus. gut erhalten, preiswert abzugeben. Carl Römer, Heever Str. Nr. 11..7. Schäferhund, reinrassiger, langhaariger, zu verkaufen. Brackwede. Bielefelder Straße 44. OvelKadett= Limousine, rot, wie neu, 3900 Im gelaufen, sofort abzugeben, Zu erfr. an die Westfälischen Neuest. Nachr. 5848 Wochenendhaus in Senne, 3 Räume, 15 m Veranda, auf Pachtgrundstück. eingezäunt, mit Inneneinrichtung, günstig zu verkaufen. Angeb. unt. A. Z. 4905 a. d. Westf. Neuest. Nachr. Dls„Westlällichen Neuesten Nachrichten-werden v. a11e 2. Frete zu. der Berülterung im östlichen Westtalen und im Freistaat Lippe mit Vorliebe gehalten### - Anseiger geverbemilige:# Art wunden in dieser Rubrl sicht aufgenommen Lt Sessel, wenig gebraucht, modern. in Plüsch, rot oder grün, sofort geg. Kasse zu kaufen gelucht. Angeb. unter F. H. J7029 an die Westf. Neuest. Nachr. Personenwagen, kleiner, gut erhalten. zu. kaufen gesucht. ungeh.., A. S. 5339 an die Westfälischen Neuesten Nachrichten. #m Aute, DKW., gebraucht. aber gut erhalten. aus Privathand geg. Kasse zu kaufen gesucht. Angebote mit Preis., A. S. 5362 an die Westfälischen Neuest. Nachr..7. Wohn= od. Geschäftshaus zu kaufen gesucht Ang. unt. A. S. 5349 a. d. Westf. Neuest. Nachr. 5. 7. Beuich denstend vermeidet Sayzfehler Privatmittagstisch, 65 Pfg. Sadowastr. 2 .7. Stickarbeit (Maschine) zu vergeben. Offerten unt. N. 3. 4926 an die Westf. Neuest. Nachr. Nach Berlin Donnerstag, 7. Juli, früh. Anschrift hinterlass. u. A. Z. 4893 an die Westfälischen Geuchen Nahricht *