Ausgabe A Vereinigt mit NS-Volksblatt Die„Westf. Neuesten Nachr.“ mit unterhaltenden und unterrichtenden Beilagen erscheinen wöchentlich Gmal und kosten monatl. 2 RM., in Postberug .36 RM, einschl. 27.06—36,48 Pig.(— im Durchschnitt 31,77 Plg.) Zeitungsgebühr, aber ohne Besteillgeld. Im Falle höherer Gewalt oder infolge Betriebsstörung hat der Bezicher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugepreises.— Hauptgeschäftastelle: Schulstr. 20 Bielefelder Stadtanzeiger Anzeigenpreis: Der 1 mm hobe, 46 um breite Anseigenraum in der Ausgabe A— Bielefeld 16 Rg., Gesamtausgabe 28 Plg. Der 1 um bohe, 70 breite Textraum in der Ausgabe A— Bielefeld 60 Pfg., Gesamtausgabe 1 RM. Beilagen: 10 RM, das Teusend. Teilauflagen 12 RM. Annahmestellen für Bielefeld: Hauptgeschäftesstelle Schulstraße 20 Geschäftestellen: Alter Markt 2, Rohrteichstraße 9. Herforder Straße 84 Ferarui Nr. 313. 351—353 Nr. 30( 38. Jahrgang Bielefeld, Sonnabend, 5. Februar 1938 Amtliches Organ der NSDAP und sämtlicher Behörden Einzelnummer 10 Pig. „ASOUn,, Womt-Konmmanss. Stärkste Konzentration aller politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte in der hand des Obersten Führers7 Personalveränderungen in Staat und Wehrmacht Zusammengeballte Kraft der Aalion Von Hans Graf Reischach Die Entschlüsse, die der Führer soeben dem deutschen Volke bekanntgegeben hat, bringen auf dem Gebiet des politischen, wirtschaftlichen und militärischen Lebens Deutschlands umfassende und wichtige Veränderungen. Die Jahre, die hinter uns liegen, haben gezeigt, daß der Führer es verstanden hat, alle im deutschen Volk schlummernden Kräfte zu mobilisieren und die Zukunft der Nation zu sichern. Die nationalsozialistische Bewegung als Trägerin des nationalsozialistischen Staates hat die revolutionären, schöpferischen Kräfte stets der Organisationsform des Volkes zuzuführen gewußt. Die Kräfte, die unverbraucht und jung ihre Vitalität und ihr Können der Gesamtheit zur Verfügung stellen wollten, wurden stets in die Lage versetzt, die Aufgabe zu erfüllen, die sie bewältigen wollten und konnten. Aus der unseligen Zersplitterung, an der Deutschland Jahrhunderte krankte, hat der Nationalsozialismus einen Block geschmiedet, in dem alle Lebenskräfte zusammenströmten und von dem Willen eines Mannes in die Richtung geleitet wurden, in der die nächsten lebenswichtigen Probleme zu bewältigen waren. Die Zusammenfassung und die straffe Lenkung der einzelnen wirkenden Kräfte befähigten das nationalsozialistische Deutschland schon in kürzester Zeit nach dem 30. Januar 1933 zur Vollbringung geschichtlicher Taten. Wenn man unter diesen Gesichtspunkten die neuesten Entschlüsse des Führers betrachtet, dann sieht man, daß auch sie keinen anderen Zweck verfolgen, als die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Kräfte auf das stärkste in der Hand des obersten Führers zusammenzufassen und damit erst voll wirksam zu machen. Dadurch, daß der Führer den direkten Oberbefehl über die gesamte Wehrmacht ülernimmt— wobei ihm das Oberkommando der Wehrmacht, zu dem das frühere Wehrmachtsamt aufgespaltet wurde, zur Verfügung steht—, kommt der Wille zum Ausdruck, die Verbindung des Führers als Führer der staatstragenden nationalsozialistischen Bewegung zur Wehrmacht, zum nationalsozialistischen Volksheer, das den friedlichen Aufbau der Nation sichert, direkt und inniger zu gestalten. In gleicher Linie liegt die Ernennung des alten Kampfkameraden des Führers, Hermann Göring, zum Generalfeldmarschall. Es ist für jeden Nationalsozialisten, der mithalf, die Fahne Adolf Hitlers zum Sieg zu tragen, eine tiefe innere Freude, Hermann Göring, den getreuen aufopfernden Paladin Adolf Hitlers, den nie wankenden Kämpfer mit dem höchsten Rang der nationalsozialistischen Wehrmacht ausgezeichnet zu sehen. Von höchster Bedeutung in weiterhin die Bildung des Geheimen Kabinettsrats, zu dessen Präsidenten der bisherige Reichsaußenminister Freiherr von Neurath ernannt wurde. Bei der außerordentlichen Wichtigkeit der politischen Fragen steht dem Führer nunmehr in dem Geheimen Kabinettsrat ein Gremium von Männern zur Verfügung, die den Führer bei seinen außenpolitischen Entschlüssen mit ihren reichen Erfahrungen beraten können. Das Außenministerium selbst Joachim von Ribbentrop, dessen für überkommene Begrifse kurze dselomatist Laufbahn durch außerordentlich beDer Führer befiehlt der Wegemacht uumitleidur personlich Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Erlaß über die Führung der Wehrmacht herausgegeben: Die Besehlsgewalt über die gesamte Wehrmacht übe ich von jetzt an unmittelbar persönlich aus. Das bisherige Wehrmachtsamt im Reichskriegsministerium tritt mit seinen Aufgaben als„Oberkommando der Wehrmacht“ und als mein militärischer Stab unmittelbar unter meinen Besehl. An der Spitze des Stabes des Oberkommandos der Wehrmacht steht der bisherige Chef des Wehrmachtsamtes als„Ches des Oberkommandos der Wehrmacht“. Er ist im Range den Reichsministern gleichgestellt. Das Oberkommando der Wehrmacht nimmt zugleich die Geschäfte des Reichskriegsministeriums wahr, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht übt in meinem Auftrage die bisher dem Reichskriegsminister zustehenden Befugnisse aus. Dem Oberkommando der Wehrmacht obliegt im Frieden nach meinen Weisungen die einheitliche Vorbereitung der Reichsverteidigung auf allen Gebieten. Berlin, 4. Februar 1938. Der Führer und Reichskanzler. gez.: Adolf Hitler. Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei. gez.: Dr. Lammers. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. gez.: Keitel. Geheinner Kaomensrat geonder Neuraih Präsident— Ribbentrop Außenminister Göring Generalfeldmarschall Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat den Oberbefehlshaber der Luftwasse Generaloberst Göring zum Generalseldmarschall ernannt. Brauchisch Vberbesetschaber des heres Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat General der Artillerie von Brauchitsch, Oberbefehlshaber der Gruppe IV, zum Oberbefehlshaber des Heeres unter gleichzeitiger Besörderung zum Generaloberst ernannt. Keite! Chef des Oberkommandos Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat den bisherigen Chef des Wehrmachtsamtes General der Artillerie Keitel zum„Chef des Oberkomman= dos der Wehrmacht“ ernannt. Reichstag einberufen Zum 20. Februar Berlin, 4. 2. Der Deutsche Reichstag ist auf Sonntag, dem 20. Februar, nach Berlin einberufen. Auf der Tagesordnung steht: Abgabe einer Erklärung der Reichsregierung. Berlin, 4. 2. Der Führer hat folgenden Erlaß über die Errichtung eines Geheimen Kabinettsrates herausgegeben: „Zu meiner Beratung in der Führung der Außenpolitik setze ich einen Geheimen Nubinettsrat ein. Ich erneune zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrates den Reichsminister Freiheren von Neurath. Ich berufe als Mitglieder in den Geheimen Kabinettsrat: den Reichsminister des Auswärtigen Joachim von Ribbentrop, den preußischen Ministerpräsidenten, Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Hermann Göring, den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudols Heß, den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Josef Goebbels, den Reichsminister und Ches der Reichskanzlei Dr. Haus=Heinrich Lammers, den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Walther von Brauchitsch, den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. e. Erich Naeder, den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht General der Artillerie Wilhelm Keitel. Die lausenden Geschäfte des Geheimen Kabinettsrates führt der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei. Mnzzmi An unsere Beser! Keine Reichsminister ohne Geschäftsbereich Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsminister Freiheren von Neurath von seinem Amt als Reichsminister des Auswärtigen entbunden und zugleich bestimmt, daß Freiherr von Neurath weiterhin„Reichsminister“ bleibt. Der Führer hat ihn zum Präsideuten des neugebildeten Geheimen Kabinettsrates ernannt. Bei dieser Gelegenheit hat der Führer und eichskanzler angeordnet, daß auch die übrigen sichsminister, die kein Ministerium verwalten id die— nach einer früheren Uebung— zu eichsministern„ohne Geschäftsbereich“ nannt worden sind, in Zukunft unter Fortsung dieses Zusatzes nur die Bezeigh: ing„Reichsminister“ führen. Der Zu„ohne Geschäftsbereich“ ist nach Ansicht des ührers und Reichskanzlers unnötig und auch icht zutreffend. Auch diese Reichsminihaben als Berater des Führers und Reichsnzlers innerhalb der Reichsregierung beimmte wichtige Aufgaben zu erfüln, so besonders der Stellvertreter des Führers, Als größte und politisch führende Zeitung im östlichen Westsalen sind die WRN., deren Stimme auch über ihr Verbreitungsgebiet hinaus mehr und mehr beachtet wird, ständig bemüht, sich die besten Informationsquellen zu erschließen und sich auch technisch zu verbessern. Dabei ist die Vertretung des Blattes in der Reichshauptstadt von größter Wichtigkeit. Wir richten deshalb ab heute neben unserer bisherigen Berliner Vertretung eine eigene Berliner Schriftleitung ein, der die denkbar besten Verbindungen und Hilfsmittel zu Gebote stehen werden. Die Führung dieser Berliner Schriftleitung übernimmt unser mit den Belangen von Westfalen=Nord aufs beste vertraute bisherige Politiker Dr. Haus Seel. Für den politischen Teil verantwortlich zeichnet in Zukunft Schriftleiter Wolfgang Thomas. Verlag und Hauptschriftleitung der„Westfälischen Neuesten Nachrichten“. deutsame Erfolge gekennzeichnet ist. Das Vertrauen des Führers ließ Parteigenossen von Ribbentrop bei weittragenden außenpolitischen Entscheidungen an führenden Stellen mitwirken, und der Abschluß des deutschenglischen Flottenvertrages gestaltete sich durch die klare Linie und das diplomatische Geschick des Botschafters zum ersten und bisher einzigen praktisch wirksamen Abrüstungsabkommen. Mit dem Abschluß des Antikomintern=Abkommens zwischen Deutschland und Japan und dem Beitritt Italiens zu diesem Abkommen hat Parteigenosse von Ribbentrop einen wichtigen großen Erfolg erreicht. Auf dem wirtschaftlichen Sektor ist mit dem gestrigen Tage die von dem Parteigenossen Göring als Beauftragten des Vierjahresplanes durchgeführte Reorganisation des Wirtschaftsministeriums beendet und das Ministerium in die Hand des Parteigenossen Funk gelegt worden. Die straffe Zusammenfassung der verschiedenen bisher auf dem wirtschaftlichen Sektor wirksamen Institutionen wird auch auf diesem Gebiet zu einer Leistungsmehrung führen. Schon die Tatsache des Eintritts mehrerer führender militärischer Männer in die Leitung des Wirtschaftsminiestriums verbürgt einen Zusammenklang aller rein wirtschaftlichen Perseunid eranderaugen in heer und dasnrasse Vom Obersten Führer im Juge der Neuorganisation verfügt K de ge E G ur gi di ge ei 2 pr 25 ei Le :: Pr ha 80 1: pu Vr sch die fal Ei Ge Hil To Sa M D6 We ür Hit Sa Ho Ar we geg Sp von sort bese Vor Ein dier bin alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par geloon Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat ernannt: den General der Insanterie Lust, kommandierender General des IV. Armeekorps zum Oberbefehlshaber der Gruppe 2; die Generale der Artilerie: Professor Dr. phil. h. c. Dr.=Ing. Becker, Leiter des Prüfwesens des Heeres=Waffenamtes zum Chef des Heeres=Wassenamtes. von Reichenau, kommandierender General des VII. Armeekorps zum Oberbefehlshaber der Gruppe 4; die Generalleutnante: von Goßler, Kommandeur der 19. Division, zum Inspekteur der Kavallerie, von Wietersheim, Kommandeur der 29. Division, zum kommandierenden General des Korpskommandos XIV. Schroth, Kommandeur der 1. Division zum kommandierenden General des XII. Armeekorps; von Schwedler, Chef des HeeresPersonalamtes, zum kommandierenden General des IV. Armeekorps; Ritter von Schobert, Kommandeur der 33. Division, zum kommandierenden General des VII. Armeekorps: Busch, Kommandeur der 23. Division, zum kommandierenden General des VIII. Armeekorps: von Stülpnagel, Kommandeur der 30. Division, zum Oberquartiermeister II im Generalstab des Heeres; die Generalmajore: Guderian, Kommandeur der 2. Panzerdivision zum kommandierenden General des Kommandos der Panzertruppen; von Lewitzki, genannt von Manstein, Oberquartiermeister I im Generalstabe des Heeres, zum Kommandeur der 18. Division. Schwantes, Kommandeur der Heeresdienststelle 4, zum Kommandeur der 19. Division: Veitel, Kommandeur der 2. Schützenbrigade. zum Kommandeur der 2. Panzerdivision: Bremer, Artilleriekommandeur 3, zum Kommandeur der 34. Division: Graf von Brockdorff=Ablefeld. Kommandeur des Infanterieregiments 8, zum Kommandeur der 23. Division; Lemelsen, Kommandeur der Kriegsschule Dresden, zum Kommandeur der 29. Division: Ritter von Speck, Artilleriekommandeur 17, zum Kommandeur der 23. Division; von Kortzfleisch. Landwehrkommandeur Allenstein, zum Kommandeur der 1. Division; von Briesen, Kommandeur des Infanterieregiments 69. zum Kommandeur der 30. Division; Brand, Kommandeur der Artillerieschule, zum Inspektor der Kriegsschulen; von Arnim, Kommandeur des Injanterieregiments 68, zum Kommandeur der Heeresdienststelle IV. Die Obersten: Behlendorff. Abteilungschef im Oberkommando des Heeres, zum Artilleriekommandeur 31; Keitel, Abteilungschef im Generalstab des Heeres, zum Chef des Heeres=Personalamtes: Wosch, beim Stabe des Infanterieregiments 8, zum Kommandeur dieses Regimentes: Fischer, beim Stabe des Insanterieregimentes 69, zum Kommandeur dieses Regimentes; Schwartz, im Oberkommando des Heeres, zum Abteilungschef im Oberkommando des Heeres (P1); Brabänder, Kommandeur des II. Bataillon, Inf.=Reg. 57, zum Kommandeur des Infanterieregimentes 68; von Greiffenberg im Generalstabe an der Wehrmachtsakademie, zum Abteilungschef im Generalstabe des Heeres(4. Abteilung): der Oberstleutnant Michelmann im Oberkommando des Heeres, zum Abteilungschef im Oberkommando des Heeres(P). Es werden versetzt: die Generalleutnante: Hoth, Kommandeur der 18. Division, zu den Offizieren zur Verfügung des Oberbesehlshabers des Heeres; von Viebahn, Kommandeur der 34. Division, in das Oberkommando der Wehrmacht(W..); der Oberst Kuntzen des Generalstabes Abteilungschef im Oberkommando des Heeres, zu den Offizieren zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres. Verabschiedungen im Heer Aus dem aktiven Wehrdienst scheiden mit dem 28. Februar d. J. aus: Ritter von Leeb, General der Artillerie und Oberbefehlshaber der Gruppe 2 unter Verleihung des Charakters als Generaloberst sowie unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Artillerieregimentes 7; Lutz, General der Panzertruppen und kommandierender General des Kommandos der Panzertruppen unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Panzerregimentes 1: von Kleist, General der Kavallerie und kommandierender General des VIII. Armeekorps unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Kavallerieregimentes 8; Freiherr Kreß von Kressenstein, General der Kavallerie und kommandierender General des XII. Armeekorps unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Kavallerieregimentes 6; von Pogrell, General der Kavallerie und Inspekteur der Kavallerie; Liese, General der Infanterie und Chef des Heereswaffenamtes,— diese beiden unter Verleihung des Rechtes zum Tragen ihrer bisherigen Uniform; von Niebelschütz, Generalleutnant und Inspekteur der Kriegsschulen unter Verleihung des Charakters als General der Infanterie sowie unter Verleihung des Rechtes zum Tragen seiner bisherigen Uniform. Luftwaffe Im Rahmen notwendig gewordener Umorganisationen im Bereich der Luftwaffe werden im Reichsluftfahrtministerium folgende Stellen neu geschaffen: 1 Der Ehef der Lustweh:; II. Der Generalinspekteur der Luftwasse; III. Der Chef des Ministeramtes. Ferner werden unter Zusammenfassung mehrerer Luftkreiskommandos die Luftwaffengruppen —III gebildet. Luftwafsengruppe 1(Ost) in Berlin, Luftwafsengruppe II(West) in Braunschweig, Luftwaffengruppe III(Süd) in München. An der Spitze jeder Gruppe steht ein kommandierender General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe. Im Zuge dieser Neugliederung folgende personelle Veränderungen: Es werden ernannt: zum Chef der Luftwehr: General der Flak=Artillerie Rüdel; zum Generalinspekteur: Generalmajor Kühl unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant; zum Ches des Ministeramtes: Oberst Bodenschatz unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor; zum kommandierenden General und Besehlshaber der Luftwaffengruppe l: General der Flieger Kesselring; zum kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwafsengruppe II: Generalleutnant Felmy unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Flieger; zum kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe IIl: General der Flieger Sperrte. Sm m 8. Ferner werden mit Wirkung vom 1. Febr. 1938 befördert: Zum Generalmajor der höhere Kommandeur der Lehrtruppen der Luftwaffe Oberst Förster, zum Generalmajor der Amtschef im Reichsluftfahrtministerium Oberst Ritter von Greim. Ferner werden ernannt: der Generalleutnant Klepke, Inspekteur der Aufklärungsflieger und des Luftbildwesens, zum General der Luftwafse beim Oberbefehlshaber des Heeres unter Belassung in seiner bisherigen Dienststellung; der Generalmajor Quade an der Luftkriegsakademie zum Kommandeur der höheren Luftwassenschule; der Oberst Martini, Abteilungschef im Reichsluftfahrtministerium(Generalstab der Luftwasse), zum Chef des Nachrichten=Verbindungswesens; der Oberstleutnant Jeschonnek, Abteilungschef im Generalstab der Luftwasse, zum Chef des Führungsstabes im Generalstab der Luftwaffe; der Oberstleutnant Kammhuber, Abteilungschef im Generalstab der Luftwafse, zum Chef des Organisationsstabes im Generalstab der Luftwaffe; der Oberstleutnant Hoffmann von Waldau, Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe, zum Chef des Ausbildungsstabes im Generalstab der Luftwaffe. Es scheiden aus: Der General der Flieger Wachenfeld, bisher General der Luftwasse beim Oberbefehlshaber des Heeres; der General der Flieger Halm, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis IV; der General der Flieger Kaupisch, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis II; der Generallentnant Wilberg, bisher Kommandeur der höheren Luftwaffenschule; der Generalleutnant Karlewski bisher bei den Offizieren z. b. V. des Reichsministers der Luftfahrt; der charakterisierte Generalleutnant Niehoff, bisher bei den Offizieren des Reichsministers der Luftfahrt. Kriegsrecht über Kanion Erhebung gegen die HankanRegierung Houskoug. 4. f. Die Meldungen über einen Staatsstreich in Kauton scheinen sich zu bestätigen. Ueber Kauton ist, wie bestätigt wurde, das Kriegsrecht verhängt worden Jeglicher Autoverkehr, außer mit Sonderausweisen, ist untersagt. Fahrzeuge, die dennoch verkehren. werden überall angehalten und durchsucht. In der Stadt herrscht Panikstimmung. Gewährsleute, die von Kanton kommend in Hongkong eintrafen, berichteten, daß der Pero=Fluß durch Versenkung mit von Beton beladenen Schiffen völlig gesperrt sei. Hierdurch seien fünf ausländische Kanonenboote sowie mehrere ausländische Dampfer auf dem Strom eingeschlossen Auch die telefonischen und telegrafischen Verbindungen zwischen Kanton und Hankau sollen, wie weiter berichtet wird, außer Betrieb sein. Nach Reutermeldungen aus Hongkong sind dort bisher noch unbestätigte Gerüchte im Umlauf, denen zufolge in Kanton ein Staatsstreich verübt worden sei, der die Loslösung von der Hankau=Regierung und die Bildung einer unabhängigen Regierung zum Ziele habe. Man führe diese Entwicklung auf Anhänger des Generals Schanschitang zurück, der im Sommer 1936 gegen Tschiangkaischek rebelliert habe. Benesch nach Frankreich? Zur Enthüllung des Freundschaftsdenkmals Prag, 4. 2. Der tschechoslowakische Staatspräsivent erhielt von Frankreich eine Einladung. Ende Juni an der Enthüllung eines Denkmals der französisch=tschechoslowakischen Freundschaft in Darnay in den Vogesen teilzunehmen. In Darnay überreichte Poincaré vor 20 Jahren dem 1. Regiment der tschechoslowakischen Legion eine Fahne, aus welchem Anlaß nun eine Freundschaftskundgebung geplant ist. Wie verlautet, hat Benesch seine Teilnahme zugesagt. Die Reorgantsalton des Wierschaftsinnisterlams Seender Durch den Beauftragten für den Vierjahresplan Generalfeldmarschall Göring (Fortsetzung von mit den wehrwirtschaftlichen Fragen und verhindert ein störendes, hemmendes und kräfteverzehrendes Nebeneinander. Die neuen jungen Kräfte, die in verantwortlichste und in verantwortliche Stellen berusen worden sind, werden ihr ganzes Können, ihre ganze Kraft leidenschaftlich in den Dienst des Führers und damit in den Dienst der Nation stellen. Für ihre Arbeit, für ihre Verantwortlichkeit werden sie die Kraft aus dem Bewußtsein schöpfen, daß das Vertrauen der Nation sich den Männern mitteilt, die das Vertrauen des Führers genießen und von dem Führer durch Uebertragung großer Aufgaben ausgezeichnet werden. Ausgerichtet, von einem Willen beseelt, von einer Idee, bereit alles Wollen und alles eigene Sein der Gemeinschaft unterzuordnen, so steht das Volk angetreten zum weiteren Marsch in die Zukunft Berlin, 4. 2. Auf Grund der Vollmacht, die der Führer und Reichskanzler dem Beauftragten für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, zur Neuorganisation des Reichs. und Preußischen Wirtschaftsministeriums am 26. November 1937 gegeben hat, tritt folgende Neuordnung ein: Der Geschäftsbereich des Reichs= und Preußischen Wirtschaftsministeriums wird in fünf Hauptabteilungen eingeteilt, zu denen die Zentralabteilung tritt. Hauptabteilung I(Industrieabteilung: Deutsche Roh= und Werkstoffe): Hierzu gehören: 1. Abteilung(allgemeine Fragen: Planung) 2. Abteilung(industrielle Fachreferate) Abteilung(Chemie) 4. Abteilung(Mineralöl=Wirtschaft) Hauptabteilung 1!(Bergbau, Eisen, Energie=Wirtschaft). Hierzu gehören: 1. Abteilung(Bergbau) 2. Abteilung(Eisen) 3. Abteilung(Energie) Hauptabteilung 11!(Wirtschaftsordnung, Handel, Handwerk). Hierzu gehören: 1. Abteilung(Wirtschaftsorganisation) 2. Abteilung(Gewerbe) Hauptabteilung IV(Geld= und Kreditwesen). Hauptabteilung V(Außenhandel, Devisen, Export). Hierzu gehören: 1. Abteilung(Länderreferate) 2. Abteilung(Devisenbewirtschaftung) 3. Abteilung(Export) Dem Reichs= und Preußischen Wirtschaftsministerium werden ferner unterstellt: 1. Die Reichsstelle für Wirtschaftsausbau(Forschung, Planung, Durchführung des Vierjahresplanes. Hierzu gehört: 1. Abteilung(Forschung und Entwicklung); 2. Abteilung(Planung und Durchführung). 2. die Reichsstelle für Bodenforschung(Zusammenfassung der bisherigen geologischen Landesanstalten. 3. der Reichskommissar„für Altmaterialverwertung.— In Verfolg dieser Neuorganisation finden folgende personelle Ernennungen und Veränderungen statt: Es werden ernannt: zum Staatssekretär des Reichs= und Preußischen Wirtschaftsministeriums das Mitglied des Reichsbankdirektoriums Brinkmann, zum Staatssekretär für Sonderaufgaben der bisherige Staatssekretär des Reichs= und Preußischen Wirtschaftsministeriums Posse, zum Ministerialdirektor für Sonderaufgaben beim Staatssekretär Posse der bisherige Ministerial= direktor Sarnow, zum Leiter der Hauptabteilung I der Generalmajor der Luftwasse Loeb,(bisher Chef des Amtes für deutsche Roh= und Werkstoffe beim Beauftragten für den Vierjahresplan; zum Leiter der Hauptabteilung II der Generalmajor des Heeres von Hanneken(bisher Generalbevollmächtigter für Eisen= und Stahlbewirtschaftung beim Beauftragten für den Vierjahresplan); zum Leiter der Hauptabteilung III der Staatsrat Schmeer(bisher Leiter der Zentralstelle für den Vierjahresplan in der Deutschen Arbeitsfroni), unter Ernennung zum Ministerial= direktor: zum Leiter der Hauptabteilung IV der Präsident(2..) Lange(bisher Abteilungsleiter im Amt für deutsche Rob- und Werkstoffe unter Ernennung zum Ministerialdirektor; zum Leiter der Hauptabteilung V der Major a. D. von Jagwitz(bisher Leiter der Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte bei dem Beauftragten für den Vierjahresplan) unter Ernennung zum Ministerial= direktor; zum Leiter der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau der Major des Generalstabes, Dr.=Ing. Czimatis; zum Präsidenten der Reichsstelle für Bodenforschung(im Range eines Staatssekretärs) Ingenieur Keppler (bisher Generalsachverständiger für deutsche Roh= und Werkstoffe beim Beauftragten für den Vierjahresplan). Ferner werden ernannt: zum Ministerialdirektor zur besonderen Verwendung beim Beauftragten für den Vierjahresplan der Ministerialdirektor Wohltat; zum Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung l der Ministerialrat Michel unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung I der Ministerial= dirigent Ruelberg; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung l der Ministerialrat Mulert unter Ernennung zum Ministerial= dirigenten; zum Leiter der Abteilung 4 der Hauptabteilung I der Ministerialdirigent von Heemskerck(bisher im Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe); zum kommissarischen Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung II der Bergrat Gabel(bisher im Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe) unter Ernennung zum Ministerialrat; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung II der Ministerialrat Warncke unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum komm. Leiter der Abteilung 1 der Hauptbateilung IIIeder Ministerialrat Gottschick unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung III Dr. Eberhard Koehler, bisher in der Zentralstelle für den Vierjahresplan bei der Deutschen Arbeitsfront, unter Ernennung zum Ministerialrat; zum Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung V der Ministerialdirigent Spitta: zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung V der Ministerialrat Landwehr unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung V der Ministerialrat Dr. Schlotterer(bisher in der Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte beim Beauftragten für den Vierjahresplan) unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Generalreferenten Staatssekretär des Reichs= und preußischen Wirtschaftsministeriums der Präsident der Industrie und Handelskammer für die Niederlausitz Kehrl(bisher im Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe); zum Reichskommissar bei der Berliner Börse der Ministerialrat Koehler; zum Ministerialrat der Oberregierungsrat beim Reichskommissar für das Kreditwesen Wolf; zum Oberregierungsrat der Regierungsrat artini; zum Leiter der Abteilung 1 der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau Dr. Krauch (bioher im Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe); zum Leiter der Abteilung 2 der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau der Major Dr.=Ing. Geist(bisher Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe); zum Pressereferenten des Reichs= und preußischen Wirtschaftsministers, der Regierungsrat Rechenberg(bisher Referent in der Pressestelle des Beauftragten für den Vierjahresplan). In den einstweiligen Ruhestand werden versetzt: Der Oberberghauptmann Schlagtmann und die Ministerialdirektoren im Reichs= und preußischen Wirtschaftsministerium Wienbeck und Pohl. Viomderg und Fensch ausgeschieren Aus gesundheitlichen Gründen— Des Führers Dank Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat an Generalfeldmarschall von Blomberg folgendes Schreiben gerichtet: „Seit der im Jahre 1936 vollzogenen Wiederherstellung der vollen deutschen Souveränität in militärischer und territorialer Hinsicht haben Sie mich öfters gebeten, von einem Dienste entlastet zu werden, der an ihre Gesundheit schwerste Anforderungen stelle. Ich will nunmehr nach der Vollendung des fünften Jahres des Wiederaufbaues unseres Volkes und seiner Wehrmacht Ihrem abermals vorgetragenen Ansuchen entsprechen. Mögen Sie durch die vor Ihnen liegende Zeit der Schonung jene Erholung finden, auf die sie mehr als viele andere Menschen Anspruch erheben können Am 30. Januar 1933 haben Sie, Herr Generalfeldmarschall, als erster Offizier des neuen Reiches den Treueid zur natisnalsozialistischen Staatsführung vor mir abgelegt. Fünf Jahre lang haben Sie ihn unerschütterlich gehalten. In diesem Zeitraum vollzog sich die einzigartigste militärische Reorganisation, die die deutsche Geschichte kennt. Mit diesem Werke wird aber auch Ihr Name geschichtlich für alle Zeiten verbunden sein. Für mich und für das deutsche Volk versichere ich Ihnen auch in dieser Stunde erneut den Ausdruck tiefbewegter Dankbarkeit.“ * An den aus seiner Stellung als Oberbefehlshaber des Heeres scheidenden Generaloberst Freiherrn von Fritsch richtete der Führer und Reichskanzler folgendes Schreiben: „Mit Rücksicht auf Ihre angegriffene Gesundheit haben Sie sich gezwungen gesehen, mich um die Enthebung von Ihrer Dienststellung zu bitten. Nachdem ein erst kürzlich stattgehabter Aufenthalt im Süden nicht zur erhofften Wirkung kam, habe ich mich entschlossen, Ihrem Ersuchen nunmehr Folge zu geben. Ich nehme den Anlaß Ihres Scheidens aus der aktiven Wehrmacht wahr, um in tieser Dankbarkeit Ihre hervorragenden Leistungen im Dienste des Wiederaufbaues des Heeres zu würdigen. Denn mit dieser Erneuerung und Wiedererstarkung des deutschen Heeres in der Zeit vom März 1935 bis Februar 1938 wiro Ihr. Name für immer geschichtlich verbunden sein.“ Drersdcheieinerrad Roman aus zwei Welten von Armin O. Huber Ceppricht by Cesi Dunsher, Verles. Berlin W. 29 Nr. 21)(Nachdruck verboten) Die finanziellen Schwierigkeiten drohten sich in die Länge zu ziehen. Toits nahm zwar die Polizei in Anspruch, doch so spät, daß ihre Anzeige kaum rasche Ergebnisse erzielen konnte. Wahrscheinlich war der falsche Prinz mitsamt dem geraubten Vermögen und seiner lieben„Schwester“ mit dem nächsten Zug über die holländische Grenze verduftet, denn der deutsche Boden hatte für das noble Paar sicherlich kaum irgendwelche Reize. Nun trat an Peter Kühn die Verpflichtung heran, für Totts zu sorgen. Und das war keine geringe Aufgabe, denn die junge Amerikanerin zeigte nicht die geringste Lust, während der kurzen Wartezeit auch nur auf Kleinigkeiten ihrer alltäglichen Bedürfnisse zu verzichten. Das Beste vom Besten war ihr gerade gut genug. Im Hotel tat's kein einzelnes Zimmer mit Bad, sondern es mußte gleich eine ganze Zimmerflucht sein. Das war aber noch das wenigste, denn die Hotelrechnung konnte auch später beglichen werden. nachdem weiteres Reisegeld aus USA. eingetroffen war. Schlimmer schien Peter ihre Genußsucht, die auf das Hamburger„Nachtleben“ hinzielte und bald nach Berlin drängte. In höchster Not dachte Peter an seine deutsch=amerikanischen Freunde. Er wußte, daß beide über ein gewisses Barvermögen verfügten und ihm sicherlich ein paar hundert Mark zur Verfügung stellen würden. Er gab darum an beide ein billiges Nachttelegramm auf und konnte nur hoffen, daß wenigstens eines den Adressaten erreichte. Vergeblich wartete er zwei volle Tage auf Antwort. Totts wurde immer ungeduldiger.„Gosh!“ rief sie gelegentlich einer Aussprache aus,„wenn ich ein Mann wäre und fließend deutsch spräche, ich hätte bald einen Tausender in Händen!" Man saß in Totts Salon. Sonst pflegten hier Diplomaten, ausländische Fürstlichkeiten und Bekannte der in= und ausländischen Gesellschaft zu wohnen. Und doch sagte Totts geringschätzig: „Bei uns drüben wäre das gar nichts— gerade gut genug für einen Rancher aus dem Westen.“ Sie war übelgelaunt. Sie konnte nicht verstehen, wie ein Mensch wie Peter in seinem eigenen Vaterland nicht auf der Stelle Geld herzuzaubern vermochte. Seine Unfähigkeit erschien trottelhaft.„Wo sind deine Verwandten. deine Freunde?" forschte sie herablassend. „Ein furchtbares Land!“ rief sie aus. Sie wünschte, daß sie nie hergekommen sei.„Nur dir zuliebe bin ich gekommen. Pete“, sagte sie zum Schluß, wie um sich selbst zu beschwichtigen. Peter ging im Raum auf und ab. Er kam sich klein und unscheinbar vor. Das Amerikaner= tum saß ihm schon so sehr in den Knochen, daß er gegenüber einer wütenden Dame kein widersprechendes Wort zu äußern wagte. Stillschweigend ließ er die Schimpfworte über sich ergehen. Er liebte sie und übersab darum das Launische an ihr. Noch immer rechnete er ihr es hoch an, daß sie ihn in der Not nicht verlassen hatte. So konnte und wollte auch er es nicht tun, auch wenn er selbst dabei allerlei Prinzipien über den Hausen werfen mußte, um ihr beizustehen. Er lieb vor allem ungern Geld, besonders bei Kameraden, die ihr Vermögen sauer erarbeitet hatten. Es war ihm eine Qual, auf Pump zu leben. Lieber hätte er als Straßenseger ein paar Batzen verdient: aber das ging ja nicht, vor allem nicht in Deutschland. Und Totts wäre damit auch nicht gedient gewesen. Er setzte sich zu ihr auf das Sofa. „Du, Totis“, begann er.„ich habe mir unser Wiedersehen eigentlich anders vorgestellt. Ich dachte, wir könnten uns hier womöglich trauen lassen. Wir sind beide amerikanische Bürger. Ein Konsulat würde keine Schwierigkeiten machen. Und dann kämen wir zurück nach New York, und ich würde die Gauner rasch erledigen, die meinen Namen zu besudeln versuchen...“ Das Mädchen lachte.„Du kennst unsere Gauner schlecht, erwiderte sie besserwissend.„sie stellen dich mit dem kleinen Finger kalt, und du kannst mit deiner ganzen Person nichts dagegen unternehmen. Unsere Gangster haben Köpschen! Sie verstehen es,„rackets“ zu ersinnen und Dinge zu drehen. In bezug auf Organisation kommt niemand so leicht an sie heran. Sie haben Rechtsanwälte, Richter, Polizeikapitäne und andere hohe Persönlichkeiten an der Hand, die dich erledigen helfen. Ihnen mißlingt so leicht nichts. Mein Vater weiß, was er tut, wenn er dich vorschiebt. Hier geht es nicht um Recht und Unrecht, sondern um Interessen. Es ist weiter nichts als ein Wettrennen!" Er wunderte sich darüber, daß sie die Gauner sozusagen lobte und herausstrich. Daß sie die Handlungsweise ihres Vaters so gar nicht tadelte. Ueberhaupt— war das nicht schlimm, die Tochter eines solchen Mannes zu lieben und heiraten zu wollen? Doch Peter war viel zu anständig. Was der Vater tat, trug er der Tochter niemals nach. „Ich will mein Recht haben!" blieb er eigensinnig.„Es war ein Fehler, daß ich nicht gleich nach New York fuhr, um meine Unschuld an dem ganzen Schwindel zu beweisen. Ich bin nicht gewillt, den Sündenbock aus mir machen zu lassen...!“ „Du würdest damit meinen Vater ruinieren, Pete“ entgegnete sie gelassen. Er sah sie erstaunt an.„Aber daß ich rumiert bin, scheint dir nichts auszumachen, Totts?“ fragte er innerlich erregt.—„Wer sagt denn, daß du ruiniert wärest?“ gab sie zur Antwort.„Vielleicht wäre es ein Geschäft. Man muß stets aus einem Schaden Nutzen ziehen— das ist amerikanisch und Imart“!“ Er begriff sie nicht, ahnte aber, daß sie mit irgend etwas hinter dem Berge hielt. Aber sie wollte jetzt noch nicht heraus mit der Sprache. Sie war wieder ganz das liebe Mädchen, das nichts anderes als Zärtlichkeiten im Kopf zu haben schien. Sie streichelte zuerst seine Hände, sagte, wie schön sie wären, küßte ihn so leidenschaftlich, daß er seine Zurückhaltung aufgab. Aber wieder mußte er an Gretel denken.„Ich habe dich doch gern!“ hatte er ihr gesagt.„Ich hab dich doch gern!“ Peter riß sich von Totts los: er tat es beinahe erschrocken. Im Geiste verglich er die beiden Frauen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Was liebte er denn an Gretel? Das Frische, Aufrechte und Treuherzige? Und was zog ihn an Totts so mächtig an? Das Weltgewandte? Das amerikanische Leichte und„Smarte"? Peter hatte den Unterschied herausgesunden: Aeußerlich und innerlich! Aber war diese neue äußerliche Welt nicht auf dem besten Weg, sich zu verinnerlichen? Er, der fast zehn Jahre in Amerika gelebt hatte, wußte dieses Land besser einzuschätzen als manche, die es nur oberflächlich gesehen hatten und darum auch oberflächlich beurteilten. Diese Menschen da drüben hatten ihre ganz bedeutenden Werte, nur lagen diese auf anderer Ebene als die der Europäer und Deutschen. Man mußte das Großzügige, den Pioniergeist an ihnen ehren und mußte ihre Naivitäten als jugendlichen Ungestüm, als Kraft werten. Darum mußte man einen anderen Maßstab anlegen. Während er dies alles überlegte, fiel sein Blick auf einen Kalender. Er sprang aus. Etwas, das er im Trubel der Ereignisse ganz vergessen hatte, war ihm wieder in den Sinn gekommen. „My God!“ rief er.„Morgen soll ich mich ja mit meinen Freunden treffen— wir haben es selsenfest miteinander ausgemacht! Kein Wunder, daß sie keine Antwort gaben! Die sind schon unterwegs nach Stuttgart!“ „Fahren wir doch hin— bin auch neugierig, was das für Kerle sind!“ meinte Totts und entzündete nachlässig eine Zigarette. „Wo nehmen wir das Benzin her?" fragte er neugierig.—„Well, ich versetze eben ein Schmuckstück!" antwortete sie achselzuckend.— Er innerte sich, wie heftig sie vor kurzem noch gegen ein solches Ansinnen getobt hatte; aber jetzt war es eben ihr Einfall und nicht der seine! Das änderte das Prinzip von Grund auf!— So wurde es denn auch getan. Und mit einigen Fünfzigmarkscheinen in der Reserve fuhr man los. Totts steuerte den Wagen Sie fand sich auch in den für sie fremden Verkehrsgewohnheiten verblüffend rasch zurecht. Peter konnte sie nur bewundern. Bestimmt war sie in dieser Beziehung deutschen Mädchen überlegen; kein Wunder auch, da das Autofahren in Amerika beinahe schon so selbstverständlich war wie das Laufenlernen und nahezu ebenso früh geübt wird. Auf den Autobahnen raste sie, was der Wagen hergab. Sie bewunderte diese Straßen, indem sie mit Hundert=Meilen=Geschwindigkeit darüber hinwegsegte, was hundertsechzig Stundenkilometer entsprach. Sie überholte andere Fahrzeuge, ohne abzustoppen. —„Fahr doch langsamer“, bat Peter.„Was denken die Leute von uns!“—„Schade, daß die Kiste nicht mehr hergibt!“ erwiderte Totts und drehte das Radio an, dessen Skala am Armaturenbrett eingelassen war. Sie suchte so lange, bis sie Jazzmusik fand, die mit ihren schrillen Klängen das Summen des überanstrengten Motors übertönte. Peter hätte gern einmal in einer schönen Waldgegend geparkt, wie sie namentlich in der Kasseler Gegend die Autobahn herrlich umrahmte. Doch Totts hatte keine Minute Zeit. Bergauf, bergab ließ sie ihren Wagen schießen und lachte, wenn sie andere überholte.— Wenn jetzt ein Reisen platzt, dachte Peter, wenn sich eine wichtige Schraube löst? Doch die beiden hatten mehr Glück als Verstand. Die AutoSchlagfertigkeit Ein Fürst, dessen wirtschaftliche Verhältnisse rettungslos verwickelt waren, ließ in Park eine kostspielige Wasserkunst bauen. Als die Arbeiten in den Anfängen und ihrem Zwecke nach noch nicht kenntlich waren, sah sie der König und fragte, was das denn würde.„Es gehört zur künftigen Wasserkunft", erfuhr er, und onz, genügte ihm nicht.„Was wird es denn da? „Die Pumpstation“, war die Antwort.—„Wird sie für ihn auch groß genug?“ fragte der König zurück. Den hannoverschen König vertrat in Berlin der Gesandte von Ompteda. Der war immerfort auf Reisen und das belustigte Friedrich helm. Als Ompteda sich eines Tages wieder einmal bei ihm ganz gehorsamst von einer Reise zurückmeldete, schmunzelte der König ihn an: „Ompte— hier, Ompte— dort: Ompte— da!“ vahn war zu Ende, und es hieß wieder langsamer fahren.—„Schade“. meinte das Mädchen.—„Es war doch schön, so zu rasen.“ Das Wasser im Kühler war fast auf den Siedepunkt gekommen.—„Ich habe auf diese Weise schon drei Wagen kaputtgefahren". lachte sie, als er sie darauf aufmerksam machte.„Einmal hatte sich ein Kolben festgefressen und beim Bruch alles zerschlagen. Ein andermal habe ich in den kochenden Kühler kaltes Wasser gegossen und der Zylinderblock ist geplatzt.“ Sie lachte schallend, als hätte sie einen herrlichen Witz von sich gegeben.—„Was haben denn die Wagen jedesmal gekostet?" fragte er.— immer ihre zwei= bis dreitausend Dollar“, gab sie ihm zur Antwort.— Sie schien seine Gedanken zu erraten, denn plötzlich fragte sie: „Wir haben doch in Hamburg darüber geredet, daß du nicht ruiniert bist? Du hast mich damals unterbrochen, nicht wahr?"— Er entsann sich des abgebrochenen Zwiegespräches im Hotel und nickte.—„Yeah!“ fuhr sie langgezogen fort.„Darüber wollte ich noch mit dir reden, Pete.“—„Ich bin ganz Ohr", erwiverte er neugierig.— Sie legte eine kleine Pause ein. Das, was sie sagen wollte, schien selbst ihr einige Mühe zu machen und nicht sehr leicht über ihre Lippen zu kommen. Sie hatte einen Auftrag zu erledigen; das war auch der Hauptgrund für ihre Deutschlandreise. Bisher hatte sie ihn allerdings im Glauben gelassen, sie sei nur seinetwegen nach Europa gekommen— weil sie ihn liebte. Das war auch der Fall. (Fortsetzung in der nächsten Nummer Fett spritzt! Undwomit kriegt man die Fettflecken von der Herdplatte? Mit Wuge Druck und Verlag: Zeitungsverlag für Westfalen G. m. b.., Bielefeld. Schulstraße 20. Feraruf 351—353. Verlageleiter: Walter Wittenberg Hauptschriftleiter: Dr. Hans Havemann. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Adoll Manne. Verantwortlich für Politik. Wirtschaft und Vermisch tes: Wollgang Thomas, für Kunst, Kultur und unterhaltende Beilagen: Dr. Hans Havemann, für Gemeindepolitik. Lokales und Gericht: Dr. Walter Goch, für Provinz und Bewegung: Adolf Manns, für Sport: 1. V. Erich Bigalke, sämtlich in Bielefeld.— Ferner die in den lokalen Teilen der einzelnen Stadtausgaben angeführten Schriftleiter.— Berliner Schriftleitung: Dr. Hans Seel.— Für den Bilderdienst verantwortlich die Ressortschriftleiter. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Otto Eberitsch, Bielefeld. Zurzen iet die Anzeigenpreieliste Nr. 8 gültig D. A. XII. 1937: Bezirksausgabe-Bielefeld. über 28 000 (davon Lokalbeilage Halle über 2 400) Bezirksausgabe-Gütersloh über 2000 Bezirksausgabe-Herford über 5 600 Bezirksausgabe-Oeynhausen über 2000 Bezirksausgabe-Minden über 7000 Bezirksausgabe-Lübbecke..... über 5 700 Gesamtauflage über 50 300 „Der dütsche Michel“hochdeutsch Stavenhagen=Komödie für die Bühne erobert Ein Menschenalter nach dem Tode des 29jährigen niederdeutschen Dramatikers Fritz Stavenhagen bringt Freiburg die Uraufführung seiner Komödie„Der dütsche Michel“ in der hochdeutschen Bearbeitung von Hans Franck heraus. Zwei Eigenschaften erschwerten dem Werke bisher den Zugang zu den deutschen Bühnen: Der plattdeutsche Dialekt und die„Vielschichtigkeit" des dramatischen Baus. Stavenhagens Freund, der bekannte Erzähler Hans Franck. bearbeitete die Komödie, indem er auf ihre zweisprachige Urform zurückgriff: Der Graf und sämtliche Personen seiner Umgebung sprechen nun wieder hochdeutsch, die Bauern dagegen ein angedeutetes Platt. Der Inhalt des Werkes gibt das Bild jenes deutschen Menschen, dessen täppische Gutmütigkeit und lautere Treue ihm den Spitznamen„Deutscher Michel“ eingetragen hat. Gleich einer Bauerntragödie hebt Stavenhagens Bühnendichtung an. Das chalische Vertrauensverhältnis, wie es des letzten Jahrhunderts zwischen Bauer und Gutsverwalter auf diesem Besitztum herrschte, wird durch den Erbschaftsantritt des mündig erklärten Grafen gxnürt. einem gesährlichen Austand der Bazern — An dieser Stelle nun verläßt Stavenhagen die realistische Gestaltungsweise des bisherigen Handlungsverlaufes und biegt ihn mittels eines tollen Verwechslungsmanövers in die Gefilde einer phantastischen Komödie. Eine Episodenfigur wird eingeführt, ein sentimentaler Bettler aus dem„Märchenland“, der nur auftritt, um zu sterben und nach vollzogenem Kleidertausch als vermeintlicher Graf bestattet zu werden. Den ehrlich trauernden Bauern aber spielt der echte Graf als fremder„Komödiant“ seine eigene Himmelfahrt vor, thnen auf diese Weise seine Reue kundzutun. Und nun enthüllt sich die„Hauptidee“ der Komödie: Dieselben Bauern, welche auszogen, ihren Herrn totzuschlagen, verprügeln jetzt den„Schauspieler“, der ihren guten Grafen schmäht. Als ihnen schließlich dessen Streich klar geworden, klingt das Stück aus in versöhnlichem Gelächter. Die drei Fassungen des„Dütschen Michel“ lassen erkennen, wie Stavenhagen mit dem mehrschichtigen Stoff gerungen hat, ohne die völlige Verschmelzung im Handlungsablauf erzwingen zu können. Wenn man dennoch das Erscheinen des Stückes auf der Bühne herzlich begrüßen kann, so ist das der Lebensfrische und Urwüchsigkeit seiner Gestalten zu verdanken. Werner Winzer Das Heinrich=Schütz=Fest in Frankfurt a. M. Die neue Schütz=Gesellschaft veranstaltet nach dreijähriger Pause am 21. und 22. Mai in Frankfurt am Main wieder ein Schütz=Fest, das sich diesmal allerdings nicht auf den Meister beschränken wird, sondern auch Werke seiner Zettgenossen in seine Darbietungsfolge aufnimmt. U. a. sollen der 1588 in Nürnberg geborene Johann Andreas Herbst, der lange Zeit in Frankfurt gewirkt hat, und Giovanns Gabrieli als Lehrer von Heinrich Berücksichtigung finden. Vorgesehen sind insgesamt fünf Konzerte. Der Stein der Siebenlinge Alte Ueberlieferung von der Wissenschaft beglaubigt Hameln ist berühmt durch die geschichtliche Sage von der„Ausführung der 130 Kinder“. Aber es besitzt noch eine zweite Ueberlieferung von Kindern, die im Grunde nicht minder seltsam ist wie die der Sage. Gegenüber der neuen Rattenfänger=Kunstuhr befindet sich ein Gedenkstein. Unter einem Kruzifix kniet eine ganze Familie, im Vordergrunde rechts und links Vater und Mutter. Zwischen ihnen liegen, auf einem Tuch ausgebreitet, sechs Wickelkinder, ein siebentes wird darüber von unsichtbaren Armen gehalten. Zu beiden Seiten des waggerechten Kreuzbalkens sind oben zur Linken die Hausmarke des Mannes mit dem Monogramm seines Namens, zur Rechten sein Bürgerwappen eingemeißelt. Unter der Bildgruppe steht“ eine längere Inschrift in Verssorm. Sie lautet: „Allhier ein Bürger Thiele Römer genannt, Sein Hausfrau Anna Breyers wohlbekannt, Als man zählte 1600 Jahr den 9ten Januarius des Morgens 3 Uhr war Von ihr zwey Knaeblein und fünf Maedelein Auf eine Zeit geboren seyn, Haben auch die heiligen Taufe erworben, Folgends den 20ten 12 Uhr seelig gestorben. Gott wolle ihn geben die Seeligkeit, Die allen Gläubigen ist bereit.“ Von dem Inhalt der Hameler Inschrift darf ohne jeden Vorbehalt gesagt werden, daß sie nach allen Seiten historisch aufs beste beglaubigt ist. Sie ist der Bericht eines wirklichen Geschehnisses, nicht die Fixierung einer Wundersage. Im Hamelner Archiv und Museum hat sich allerlei Material um seine Siebenlinge angesammelt. Daraus geht hervor, daß dieser Fall die ärztliche Wissenschaft und Naturforschung oft beschäftigt hat. Er ist als Musterbeispiel beglaubigter Vielgeburten in die medizinische Literatur übergegangen. H. Spanuth „Hamlet“ auf dem Kömerberg Der Generalintendant der Frankfurter Städtischen Bühnen, Hans Meißner, beabsichtigt, in diesem Sommer auf dem Römerberg Shakespeares„Hamlet" zur Aufführung zu bringen. Damit dürfte sich eine Entwicklung vollenden, die das Schwergewicht der Römerbergfestspiele immer mehr von der prunkvollen Schau auf die Dichtung und Menschendarstellung verlegt.„Florian Geyer“ und Shakespeares„Heinrich IV“ waren im Vorjahre denkwürdige Abschnitte auf diesem Wege. Eine Aufführung des„Hamlet“ im Freien ist ein Wagnis von außerordentlicher Tragweite, das zum Ereignis des diesjährigen Frankfurter Theatersommers werden dürfte. Auf dem Spielplan der Frankfurter Römerberg=Festspiele 1938 stehen ferner „Faust, I. Teil“ von Goethe, Schillers „Fiesco“, sowie Gerhart Hauptmanns„Florian Geyer“ und Shakespeares„Heinrich IV.“ Professor Frobenius sprach in Budapest. heimrat Professor Leo Frobenius hielt im Rahmen einer Veranstaltung der Ungarischen Ethnologischen Gesellschaft in Budapest einen Vortrag über die Methoden der Kulturwissenschaft und der Mythenforschung. Er wies u. a. darauf hin, daß sich das Kulturelle in der Welt ständig abwechsle. Jetzt beginne an die Stelle des seit dem 13. Jahrhundert herrschenden Materialismus wieder eine mythologische Kultur zu treten. Die zahlreich erschienenen Zuhörer, unter ihnen vor allem Vertreter der Wissenschaft, spendeten dem Vortragenden lebhaften Beifall. WE I. S euu e g me Unsere beiden Jungens haben ein Schwesterchen bekommen. In dankbarer Freude Hildegard Fröhner geb. Schröder Erich Fröhner Korvetten-Kopttän Kriegeministertan Berlin W 30, den 4. Februar 1938 Eisenacher Straße 2. Z4. Hindenburg-Lasarett Berüs-Zehlendort Ihre Verlobung geben bekannt Gerda Hlokamp Albert Tubbesing Bielefeld, 6. Februar 1938 Am Sucheiz 2 Obbedissen Wir danken herzlich für die uns anläßlich unserer Hochzeit erwiesene Autmerksamkeit Fritz Diekmann und Frau Ling geb. Tiekötter Rudolf Diekmann und Frau Hüde geb. Weber Ubbedissen, im Februar 1938 Rob. Bechauf, Bielefeld Sachermenen Seasu Peerosrer.. U Zweites Blatt der Westfälischen Neuesten Nachrichten, Nr. 30 Sonnabend, 5. Februar 1938 Bielefelder Zeitlupe Kerr Abermann Kennt ihr ihn nicht, Herrn Abermann, den Mann mit der geölten Zunge, der so geschmeidig sprechen kann und zuhört wie ein lieber Junge? Ihr trefft ihn täglich überall. er leuchtet wie ein Kandelaber, wenn sich euch klärt ein Zweifelsfall: jetzt hakt er ein und sagt:„Ja— aber... Ganz gleich, wovon ihr grade sprecht, ob vom Geschäft, von euern Nöten, er bringt sein„Aber!“ ins Gefecht, und eure Sicherheit geht flöten! Und alles, was euch positiv bejahenswert erscheint im Leben. das biegt er durch sein„Aber!“ schief, um euch dem Zweifel preiszugeben! Er tut das niemals roh und grob, ihr hört ihn nie verächtlich zischen. er lächelt, wiegt den Kopf. als ob... dann fällt sein„Aber!“ kühl dazwischen! Dies Aber, das den Zweifel weckt und nagt an eurer eignen Meinung, ist's, was Herr Abermann bezweckt— er ist die übelste Erscheinung! Sein Aber ist nicht Ja noch Rein, es ist der Lauheit Barometer, und jeder Abermann ist ein unehrlich=schlapper Leisetreter! Wir wollen mit Herrn Abermann in Zukunft gar nicht mehr verkehren! Wer Ja und Nein nicht sagen kann. wer allem hängt ein Aber an, soll sich zu seinesgleichen scheren! in Verzicht. Trotz Regen, Sturm und knapper Kasse in Höhe eines Groschens nur, trieb Sportbegeisterung Sonntag früh fünf wackere Jungen vereint zum Fußballplatz des VfB. im Osten an der Heeper Straße.— Grad Geld genug in ihrer Tasche, um Einlaß durch das Tor zu sinden, durcheilten sie auf ihrer, Reise igehgg die Luisenstraße. Da nahte sich erfolgverheißend ein grauer Mann des Glücks mit Losen, die lockend aus dem Kasten lugten. Voll Freundlichkeit lädt er sie ein, ihr Glück zu suchen mit dem Groschen. Doch keiner wagt, ihn einzusetzen. Statt dessen treibt sie eilig fort die Sehn. sucht nach dem Fußballsport. Und### ber Glücksmann nicht geworben mit Zähigkeit und mit Geschick, so wär den Fünfen nicht geworden ein unerwartet großes Glück.— Wer wagt, gewinnt, das zeigt sich hier; als einer zieht, da spotten vier; doch als er öffnet, siehe da vergeht der Spott gleich ganz und gar. Mit schwerem Herzen hatten sie Verzicht geleistet auf den Plan, den lang gehegten, anzusehen, wie auf dem Sportplatz Mann für Mann den Fußball kraftvoll jagt und bolzt.— Die Freude muß man selber sehn, wenn fassungslos und ganz benommen fünf Jungen um den Zettel stehn, der fünfzig Reichsmark ihnen kündet, die ihnen bar und unverkürzt für ihren Groschen allsogleich mit Schmunzeln zahlt der Mann des wünscht guten SOPSer“ Drei Stunden-Hochbetrieb in der Backstube „Wo nur der Brötchenjunge heute bleibi? Es ist doch nun schon fünf Minuten nach sieben.“ Nervös rennt Frau Meier vom Wohnzimmer in den Korridor, während ihr Mann eben den Rasierpinsel niederlegt:„Ja, es wird Zeit, ich habe Hunger.“ Da klingelt es.„Die Brötchen bitte“, sagt eine helle Jungenstimme an der Korridortür. „Nächstens bitte pünktlicher, sonst bestelle ich die Brötchen ab,“ fährt Frau Meier ihn an. Ganz durchnäßt steht der Junge vor ihr, denn es regnet in Strömen, und noch vor zehn Minuten hat Frau Meier zu ihrem Mann gemeint„Karl, sei vorsichtig, daß du dich gar nicht erkältest bei dem Wetter!" Indessen hat der Bäckerlehrling schon viele andere Kunden mit frischen Brölchen versorgt. Gottlob, sie sind nicht alle so wie die Frau Meier, auch wenn sie bei schlechtem Wetter mal fünf Minuten auf ihre Brötchen warten müssen. Heini, der Bäckerlehrling Er heißt Heini und ist ein sauberer fröhlicher Junge. Macht das letzte Lehrjahr ab. Korrekt genommen müßten wir von zwei Lehrlingen sprechen, denn außer Heini ist noch ein Jüngerer beim Meister beschäftigt, Klar, daß sich die beiden gut verstehen, wie es für sie, da ihr Meister einen RSKK.=Sturm führt, selbstverständlich ist, daß sie Dienst in der HJ. schieben. Beide sind beim Musikzug, und Schwänzen beim Dienst gibts nicht, obwohl ihre Nachtruhe nicht von so langer Dauer ist, wie bei den meisten der HI.=Kameraden. Schon um vier Uhr erklingt das unerbittliche„Aufstehen!“ Na, reden wir nicht darüber, ob es immer leicht fällt, so früh aufzustehen... Der Mensch gewöhnt sich schließlich an alles. Backstube wie geleckt Es gibt große Augen, als die Jungen uns am frühen Morgen in der Backstube vorfinden. Unerwarteten Besuch kennen sie sonst nicht, und sie lieben ihn auch nicht. Aber als wir die Leica zücken, um zu sotografieren, werfen sie sich in die Brust.„Prima, du, was die Kameraden wohl sagen, wenn sie uns in der Zeitung abgebildet sehen.“ Wir blicken uns einmal gründlich um. Alles blinkt und blitzt vor Sauberkeit. Vier Mann haben mit dem Glockenschlag hier die Arbeit ausgenommen. Der junge Meister, der Vater, der in diesen Tagen auch sein„Goldenes“ feiert, und die zwei Stifte. 50 Jahre in der Backstube Wir unterhalten uns mit dem alten Herrn, er ist 69 Jahre alt und noch sehr rüstig, so daß das Wort„alter Herr“ keineswegs wörtlich genommen werden darf. Er erzählt uns von vergangenen Tagen, und wir stellen fest, daß sich gerade im Bäckereibetriebe in den letzten Jahren allerlei geändert hat. Zu Anfang seiner Lehrjahre, plaudert Meister Dock weiler, war es noch üblich, das Teigkneten mit den Füßen zu besorgen. Auch die Arbeitszeit sah ganz anders aus. Schon um Mitternacht „Hübsche Leckereien gefällig!“ hieß es in der Backstube antreten, und Sonntage kannte man überhaupt nicht. Eine Lust zu backen Aber die Arbeit ist auch heute noch schwer. Wir gestehen offen, es uns leichter vorgestellt zu haben. Brötchenbacken ist das erste Gebot. Eine Knet= und Rührmaschine sorgt für die richtige Zubereitung des Backteiges. Kaum fünf Minuten dauert es, bis zwei Zentner Mehl angerührt und durchgeknetet sind. Darum wird der Teig in Stücke aufgeteilt, gewogen und kommt unter eine Presse, die mechanisch den Brötchenteig in gleiche Stücke zerlegt, und zwar werden aus 1¼ Kilo Teig 30 Brötchen geformt. Diese kleinen Teigstückchen werden von den Lehrlingen und dem jungen Meister gerollt und geformt und auf die Brötchenplatte gelegt, wo sie sich wie Spitzmäuse ausmachen. Andere sehen wieder mehr rundlich aus, und die Mohnbrötchen werden natürlich vorher in Mohn getaucht. Unser Meister hat einen ausgedehnten Kundenkreis, rund 1200 Brötchen werden täglich gebacken. Der Teig für diese 1200 wird nun gerollt, und immer mehr Brötchenplatten füllen sich. Fünf= bis sechsmal geht der Brötchenteig durch die Hand des Bäckers. Geschickt werden die geformten Brötchen auf der Platte angeritzt, damit sie die richtige Form bekommen. Um diese Zeit— es ist gut.15 Uhr— herrscht Hochbetrieb in der Backstube. Da fragt man lieber nicht lange, sondern schaut zu. Jetzt ist es so weit, daß der Brötchenteig in den großen Backofen geschoben wird. Allerdings nur in die obere Hälfte des Osens, wo auf einmal 500 Brötchen gebacken werden können. Auf einem langen, schmalen Brett werden sie, hübsch in Reih und Glied ausgerichtet, hineingeschoben, und wenn der Backofen bis auf den letzten Platz belegt ist, dann sind die ersten schon fertig. Das dauert gut 20 Minuten. Wasserdampf stellt dabei ein einsaches Verschönerungsmittel dar, denn er gibt den Brötchen das glänzende Aussehen. Abzählen zu vieren Das besorgt die Hausfrau, die nun auch aufgestanden ist und uns freundlich begrüßt. Sie packt die Brötchen in Tüten, meistens zu vier Stück, manchmal aber auch nur zwei, dann auch wieder acht. Im Backraum wird nun Weißbrot und Spezialbrot gebacken. 150 Brote verschwinden auf einmal in die untere Hälfte des Backofens. Dieser Backosen erweckt unsere Neugier. Es ist ein mächtiger Koloß und strahlt eine unheimliche Hitze aus. Der Ofen ist mit vielen ManSie suck Sportanzüge in unserem Winterschluß-Verkauf Bedeutend herabgesetzte Preise in den Größen 43, 44, 46, 48, 50 und vor allem 94 bis 98(schlank) und sonstigen Größen zu RM. 24.-, 39.-, 44.-, 49.-, 54.„TRAGFEST- Kleidung empfiehlt sich von selbst. Hillenkötter& Mirow nesmannstahlröhren durchzogen. Die Rohre sind an beiden Enden verschweißt und mit Wasser gefüllt. Die Feuerung des Ofens geschieht mit Braunkohlenbriketts, die Flammen schlagen gegen die Röhren und bringen das Wassen zum Kochen. Der Lehrling Freddi hat inzwischen den Teig zum Zwiebackbacken hergerichtet. So folgt eins nach dem anderen. Spritzkuchen gefällig? Bevor wir uns verabschieden, steigen wir eine Treppe tiefer in den Keller hinab, in das Wunderreich des Konditors. Alle Achtung vor seinen Künsten, am liebsten möchten wir einmal naschen, aber da würden wir uns doch nur Fotos: Hlegemann Mit dem Cremebeutel macht der Konditor die Ornamente u der Altmeister I * de ge E G ü gi di ge ein 2 pr Le :: Pi ha Ze :: pul Vr sch die fal Ei Ge Hil To Sa M D4 We Ar Hil Sa Ho Ar we geg Sp von sorr bese Vor Ein dier in alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par gele ohn trac Holdaten beherrschen das Feld Am Conntag Verkauf der Am Sonnabend und am Sonntag wird Bielefeld im Zeichen der Soldaten stehen. Jeder Bielefelder wird gern für 20 Pfg. die Einquartierung eines Soldaten durch Kauf eines WHW. Abzeichens übernehmen. Den Verkauf übernehmen die Soldaten des Führers: SA., H. RSKK., RSFK. und Kuffhäuser=Verband. So ist dafür gesorgt, daß junge und alte Soldaten Hand in Hand sich einsetzen, um die schönen Wertabzeichen, die die Uniformen der Soldaten unseres alten Heeres zeigen, an den Mann zu bringen. Erstmalig tritt unser NS.=Fliegerkorps auf den Plan, um sich in seiner neuen schmucken Uniform an der Sammlung zu beteiligen. Der Kuffhäuserbund wird in Friedensuniform sammeln. Und wenn dann die NS.=Reiterstandarte noch hoch zu Roß durch die Straßen reitet und ihre Abzeichen anbietet, wenn die SA.=, Werkscharund Militärkapellen ihre schmissigen Soldatenmärsche in den Straßen und auf den Plätzen erschallen lassen, wenn der Wettergott ein Einsehen hat und seine Schleusen an diesen Tagen etwas abriegelt, dann wird und muß dieser Abzeichenverkauf wieder ein voller Erfolg werden. 2 Platzkonzert am Sonntag Anläßlich der Reichsstraßensammlung finden am Sonntag mehrere Platzkonzerte statt und zwar in der Zeit von 12—13 Uhr. Es spielen: Musikkorps des.=R. 18 auf dem Schillerplatz, SA.= Kapelle auf dem Jahnplatz, Werkscharkapelle auf dem alten Markt. Denke daran! 12 Millionen Deutsche trugen den feldgrauen Waffenroch 5 Millionen bluteten. 2 Millionen kehrten nicht zurück! Daran denkst du, wenn du vor den Riesennachbildungen der Schlachtfelder von Verdun, Somme oder Arras—Cambrai stehst in der obigen Ausstellung in der ehemaligen Oberrealschule in der Paulusstraße. Nachgeformte Erde, die durchtränkt ist von den Blutströmen deutscher Helden, tapferer Franzosen und Engländer. Wer an den Fronten war, weiß auch von dem Wort„Verdun“, kennt den Begriff Somme, Arras—Cambrai. Millionen Deutsche hatten dort geblutet, 1½ Millionen leben heute als Kriegsopfer unter uns. Ueber eine Million ruhen an diesen Frontabschnitten aus von Qual und Not, Hunger, Kampf und Leid. Jede Krume Erde trank hier Blut, kostbarstes deutsches Blut. Willst du alles dieses noch einmal an deinem geistigen Auge vorüberziehen lassen, dann komme in die Ausstellung am Sonntag um 11 und 16 Uhr zu den großen Frontvortragen:„Blut und Eisen" um Verdun. 60 Amtswalterinnen wurden vereidigt Ein Pflichtabend der Ortsgruppe Sparenberg des Deutschen Frauenwerks unter Führung der NS.=Frauenschaft In der Helmholtz=Oberrealschule war am Donnerstag die Ortsgruppe Sparenberg des Deutschen Frauenwerks unter Führung der NS.= Frauenschaft zu dem Pflichtabend zusammengekommen. Seine besondere Bedeutung erhielt der Abend durch die Vereidigung von 60 Amtswalterinnen. Das künstlerische Programm verlieh dabei jenes Gepräge, das man unmittelbar bei wahren Feierstunden empfindet. Ein Musikstück, gespielt von der Jugendgruppe, gab die Einleitung.„Nichts was groß ist auf dieser Welt“, ein Wort von Adolf Hitler, galt als markiger Vorspruch. Frau Oberschel p. die Frauenschaftsleiterin, begrüßte Mitglieder und Gäste mit herzlichen Worten. Nachdem die Jugendgruppe das Lied„Ueber dem deutschen Strom tönen die Glocken vom Dom“ gesungen hatte, wurde das Erleben vermittelt. das die„Kantate zum 30. Januar“ hervorruft. In ausgezeichneter Weise verstand es die Jugendgruppe dieses Werk vorzutragen. Es fand seinen Ausklang in dem Lied:„Nichts kann uns rauben Liebe und Glauben“. Die Parteigenossin Nigges sprach dann über die Bedeutung des 30. Januar. Nochmals ließ sie in der Erinnerung die verderbliche Zeit vor der Machtübernahme auftauchen, um dann eine eingehende Würdigung nationalsozialistischen Schaffens zu geben. Der ausgezeichnete Vortrag fand eine dankbare Zuhörergemeinde. „Denkt immer an die Wichtigkeit eures Amtes und handelt ewig im Sinne des Führers.“ Mit diesen Worten vereidigte in feierlicher Weise Ortsgruppenleiter Pg. Froböse die 60 Amtswalterinnen. Nach einigen Gedichten, Liedern und Musikstücken sprach die Frauenschaftsleiterin das Schlußwort. Das gemeinsame Lied„Uns war das Los gegeben“ beendete die Feierstunde. 2 Motorrad gegen Fahrrad In der Ulmenstraße wurde ein Radfahrer von einem Motorradfahrer von hinten angefahren. Der Radfahrer wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. * Beide Fersen gebrochen Ein Bielefelder Einwohner fiel vom Boden und brach sich beide Versen. Er mußte in das Krankenhaus gebracht werden. Einmtattomt das Giau za Un Ueber 30 Prozent aller bisher verkauften Winterhilfslose waren Gewinne Sie haben gewiß auch schon mal so einen gelben Umschlag in der Hand gehabt und— ausgerissen, langsam das Los entfaltet, bis unten dann stand: Dies Los hat„Nicht“ gewonnen. Seien Sie ehrlich, waren Sie nicht ein wenig enttäuscht? Aber hinterher werden Sie sich gesagt haben, daß diese 50 Pfennig trotzdem nicht nupzlos ausgegeben sind Denn wenn Ihnen nun auch mal keine Freude bereitet worden ist, sie haben aber mitgeholfen, daß Freude bereitet wird. Es heißt ja Winterhilfslotterie und damit ist eigentlich alles gesagt Was wissen Sie aber von den Männern, die tagaus tagein auf der Straße und in den Lokalen die Lose anbieten. Der Glücksmann mit seinem grauen Umhang und der rotgeränderten Mütze ist mittlerweile überall bekannt geworden. Ob Sonnenschein oder Regen, immer sind diese Männze im Dienst. Morgens um neun Uhr haben die Glücksmänner erst„Innendienst", d.., sie kommen zur Geschäftsstelle der Winterhilfslotterie, rechnen ihre Gelder ab, lassen in ihren Kontrollbüchern einen Vermerk machen und gehen dann mit einem neuen Karton von 200 Losen wieder an die Arbeit, gehen in den „Außendienst". Vorher aber werden mit den Kameraden die Erfahrungen des Vortages durchgesprochen und der Geschäftsstellenleiter macht wohl darauf aufmerksam, was in den einzelnen Bezirken, die die Männer zu begehen haben, an besonderen Veranstaltungen los ist. Zwischendurch wird dann auch festgelegt, welche Männer nun an dem fraglichen Tag„Drehen“. „Drehen“ heißt, wer sich einen Stand mit dem schon allgemein bekannten Rad für den Zehnpsennigeinsatz aufbaut. 476s4### Nun braucht man nicht immer gieich der Meinung sein, daß auf jedem Los steht, hat „Nicht" gewonnen. In der Geschäftsstelle der Winterhilfslotterie sind alle die vielen Scheine mit den Gewinnvermerken sein säuberlich gebündelt aufgestapelt. Dazu kommen noch die Gewinnlose, die nicht zu dieser Stelle aus dem Grunde gelangen, weil man den Gewinn auch bei jeder Sparkasse und Bank einlösen bzw. abholen kann. In Bielefeld kann man sich nicht beschweren, daß zu wenig Gewinne gezogen worden sind. Das kommt einmal wohl daher, daß der Bielefelder sehr kauffreudig bei den Glucksmännern ist, denn seit dem ersten Tage des Losverkaufes, dem 28. Dezember 1937, sind bis heute bereits über 80 000 Lose verkauft worden. Das ist eine ganz beträchtliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, wo während der ganzen Zeit der Winterhilfslotterie in Bielefeld rund 115 000 Lose abgesetzt wurden. Und wie ist es nun mit den bisherigen Gewinnchancen? Es wurden bis jetzt 12500 Mark an Gewinnen ausbezahlt. Das sind bei 80000 verkauften Losen à 50 Pfg. rund 40000 Mark, über 30 Prozent an Gewinnen. Die höchsten Gewinne waren bis jetzt die Fünfhunderter. Es gibt aber auch Tausender und— darum: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Laß dich nicht entmutigen, einmal kommt auch das Glück zu dir! ne tingn„, I Teutsch Teestunde mit dem weiblichen Fakir Wenn man mit ihr harmlos bei einem Glase Tee sitzt, sieht Koringa eigentlich gar nicht geheimnisvoll aus. Natürlich ein wenig exotisch mit ihrem wie eine düstere Flamme um den Kopf stehenden Wuschelkopf und den dunkelglühenden Augen; denn Koringa kommt ja aus Indien, dem Lande Yoghis. Aber Fakirkünste vermutet man nicht hinter dieser zarten, gepflegten Frau mit dem behenden, schlagfertigen Temperament und dem entzückenden Mädchenlachen. Sie gibt sich gar nicht wie ein„Wundermann" und hält ihre Künste für eine ganz natürliche Sache. Das sind sie im Grunde ja auch, wenn auch nicht für jedermann und für jeden erklärbar. Die aus Rasse und Sippe ererbte Anlage gehört schon dazu und eine eiserne Schule. Ihr Großvater, ein indischer Fakir— von ihren Eltern weiß sie fast nichts— hat sie die Fakirkünste gelehrt, anfangs durchaus gegen ihren eigenen Willen, aber dann wurde ihr das alles zur zweiten Natur. Daß sie mit langen Nadeln und Messern ihren Körper durchbohren kann, ohne Schmerzen zu fühlen, oder Wunden zu verursachen, daß sie Hühner und Schlangen, Adler und Krokodile in Starre(Katalepsie) versetzt und wieder daraus erlöst, daß sie sich selbst in diesen Starrezustand bringt, minutenlang lebendig" begraben läßt, um dann wieder frisch und quicklebendig vor uns zu stehen— alles das ist ihr kaum ein Problem. Sie kann es und sie meint, es muß so sein. Sonst aber ist Koringa keineswegs unverwundbar. Ihre Krokodile und Kaimans haben sie schon manchesmal gebissen, die Narben kann man jetzt noch sehen, und ein unerwarteter Dolchstoß wird sie genau so verletzen wie jeden anderen Menschen. Die Konzentration, der Zustand. in den sie sich bei ihren Experimenten aus eigenem Willen und eigener Kraft versetzt ist eben Voraussetzung des Erfolges. So kann sie mit nackten Sohlen über scharfgeschliffene Schwerter gehen, sich mit dem bloßen Rücken auf spitzkantige Glasscherben werfen, im Zustand der Starre mit Fesseln und Schultern— sonst freischwebend — auf Schneidemessern liegen und dabei auf ihrer Brust einen Zentnerstein zertrümmern lassen. Alles das zeigt sie uns im„Universum“, den Zuschauern bleibt der Atem weg, man zittert, ob nicht schließlich doch etwas passiert. Aber es passiert nichts, Koringa kennt die Grenzen ihrer Kunst und respektiert sie. Länger als sechs Minuten bleibt sie nicht in ihrem Sandsarg, sonst... Schon eine Viertelstunde nach der Vorstellung sitzt sie ganz frisch und lustig mit uns am Tisch und plaudert in einem reizenden Kauderwelsch von deutsch, französisch und englisch, von dem sie spitzbübisch behauptet, es wäre reines Deutsch, denn„In dieses Land sprechen ich nur deutsch“. Man soll Frauen nicht widersprechen, am wenigsten einer Frau mit so gefährlichen Gaben... Walter Goch den Magen verderben. Die Backwaren sind zu frisch. Bald türmen sich die leckeren Sachen an, und da uns das Wasser im Munde zusammenläuft, sind wir herzlich froh, als der Meister uns zu einer Tasse Kaffee und zu einem guten Frühstück einlädt. Die Jungen aber haben sich aufs Fahrrad geschwungen, um der Kundschaft die frischen Brötchen ins Haus zu bringen. Es ist nicht immer leicht für die Jungen, nach zwei Stunden harter Arbeit in der warmen Backstube nun in Kälte und Regen hinaus zu müssen, treppauf, treppab und immer einen freundlichen Gruß auf den Lippen. el. Oberstaatsanwalt Dr. Schwerdersky 70 Jahre alt Oberstaatsanwalt Dr. Schwedersky 70 Am heutigen Tage kann der frühere Oberstaatsanwalt beim Landgericht in Bielefeld, Dr. Richard Schwedersky, Dorotheenstraße 4, sein 70. Lebensjahr vollenden. Oberstaatsanwalt Dr. Schwedersky wurde am 5. Februar 1868 in Memel geboren, studierte dann Jura und legte am 12. November 1889 die Referendarprüfung ab. Das große Staatsexamen als Gerichtsassessor bestand er am 8. Juli 1894. Nachdem er als ständiger Hilfsarbeiter bei der Staatsanwaltschaft in Greifswald tätig gewesen war, wurde er am 1. Februar 1900 als Staatsanwalt nach Graudenz versetzt und am 29. Juli 1908 als Staatsanwaltschaftsrat nach Breslau. Noch im gleichen Jahre kam Dr. Schwedersky zur Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht in Hamm, von wo aus er am 1. Mai 1916 als Oberstaatsanwalt an das Landgericht in Bielefeld berufen wurde. Siebzehn Jahre hat Oberstaatsanwalt Dr. Schwedersky auf diesem schwierigen Posten mit den besten Erfolgen schaffen können, als Mensch und Richter gleich von allen geachtet und beliebt, bis er am 31. März 1933 wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem aktiven Justizdienst ausschied. Bestandene Meisterprüfung 44 neue Meister im Handwerkskammerbezirk der Zeit vom 17. bis 28. Januar 1938 haben sich folgende Handwerker vor den Meisterprüfungsausschüssen der Handwerkskammer Bielefeld der Meisterprüfung mit Erfolg unterzogen: 5 Bäcker, 12 Friseure(davon 10 Bielefelder), 4 Maurer(davon 2 Bielefelder), 2 Straßenbauer. 2 Strickerinnen, 7 Kraftfahrzeughandwerker(davon 4 Bielefelder), 6 Damenschneiderinnen(davon 2 Bielefelderinnen) und 6 Fleischer. Verdienstvolle Auszeichnungen Treue Arbeit im Roten Kreuz Herrn Gustav Heibrock, Eggeweg 50. Herrn Ludwig Vogt, Turmstraße 4, Sanitätskolonne I, wurden für 25jährige verdienstvolle Tätigkeit im Roten Kreuz mit Zustimmung des Führers und Reichskanzlers durch den Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes die Medaille des Deutschen Roten Kreuzes verliehen. Diese Auszeichnungen wurden ihnen im Auftrage des Oberbürgermeisters im Kreise der Kameraden durch den Kolonnenführer mit anerkennenden Worten feierlichst überreicht. Gleichzeitig überbrachte der Kolonnenführer die Glückwünsche des Oberbürgermeisters und des Vorsitzenden des Provinzialmännervereins. Ferner wurden folgenden Angehörigen der Sanitätskolonne I durch den Kommissar der Freiwilligen Krankenpflege für vorwurfsfreie Dienstzeit die„Auszeichnungsborte“ verlieben und zwar ferige Dienstzeit dem Kameraden Emil Lange, für 15jährige Dienstzeit den Kameraden= edrich Engel und Adolf Holtmann. Für 10jährige Dienstzeit erhielten die Kameraden Emil Beiderbeck, Wilhelm Koch. Alfred Adelheim. Heinrich Breder und Friedrich Drever die Auszeichnung. Für 5jährige Dienstzeit wurden die Kameraden Fr'. Remmert. Georg Benedir. Willy Borchert, Heinrich Huwald. Fritz Huwald, Walter Imrecke, Wilhelm Strothenke und Siegfried Walkowsky aus=nzeichnet. Die Auszeichnungen wurden den Beliehenen ebenfalls im Kreise der Kameraden durch den Kolonnenführer feierlichst überreicht. Nachdruck verdoten Bielefeld=Stadt des D9.=Stendortes Bieleseld „Ferten vom Och“ Das Bieleselder Jungvolk führt morgen um .45 Uhr im Universum=Theater die zweite Jugendfilmstunde durch. Es läuft der Film„Ferten vom Ich“. Die Fähnlein des Standortes Bieleseld treten zu dieser Filmstunde geschlossen in der Friedenstraße rechtzeitig an. Im Auschluß an diese Filmstunde wird den Einheiten des BDM. und der 9M. der gleiche Film gezeigt. Diese Filmstunde beginnt um 10.30 Uhr im UniversumTheater. Karten für jede Vorstellung sind noch bis heute(Sonnabend) zum Preise von 0,20 RM. auf der Verwaltungsstelle des Baunes 153 zu haben. BDM.=Mädelgruppe Johannisberg Unser Turnabend findet von jetzt ab regelmäßig Montags von 20 bis 21.80 Uhr in der Turnhalle der Martinischule, Gütersloher Straße, statt. Wir treffen uns pünktlich um 20 Uhr vor der Turnhalle. Nur schriftliche Entschuldigungen bei der Gruppenführerin. VL.=Sportmentianer Am Montag um 16.45 Uhr findet in der Augusta=Viktoria=Schule die Sportschulung der IM.=Sportwartinnen statt. Alle IM.=Führerinnen sind verpflichtet, ihre Sportwartinnen oder eine Vertretung dort hinzuschicken. RSROB., Abteilung Siegfried=Wittekind Die Beerdigung des Kameraden Beckmann, Wittekindstraße 61, findet am Montag um 15 Uhr statt. Antreten der Ehrenabteilung Siegfried und Wittekind ist Pflicht. Im übrigen werden alle abkömmlichen Kameraden gebeten, an der Beerdigung teilzunehmen. Treffpunkt 15 Uhr am Eingang des Sennefriedhofes. Rechtsberatungsstelle Delß. Abtlg. Sozialversicherung Infolge des Gesetzes vom 21. 12. 37 ergeben sich viele Aenderungen und Verbesserungen. Die Abtlg. Sozialversicherung, Schulstraße 10, gibt in allen Fragen der Invaliden-, Angestellten-, Knappschafts= und Unfallversicherung wie auch der Arbeitslosenversicherung Auskunft und je nach Lage Rechtsschutz und Vertretung. Anträge in Sachen Invaliden= und Angestellten=Versicherung können gleichfalls auch bei den Rechtsberatungsstellen der DAF. gestellt werden. Volksgenossen, die einen berufungsfähigen Bescheid erhalten, dagegen Einspruch oder Berufung einlegen wollen, sollten rechtzeitig, möglichst sofort mit dem Bescheid(Briefumschlag mitbringen) zur Beratungsstelle kommen. Technische Nothilfe Instandsetzungsdienst Antreten Montag, 7.., 20 Uhr, AugusteViktoria=Schule, Dienstag, 8.., 20 Uhr, Oberrealschule, Paulusstraße. Besichtigung der Ausstellung„Der Weltkrieg 1914—1918“. Technischer Diens Antreten Montag, 7.., 20 Uhr, TN.=Heim, Dienstag, 8.., 20 Uhr, Oberrealschule, Paulusstraße. Besichtigung der Ausstellung„Der Weltkrieg 1914—1918“. Allgemeiner Dienst Antreten Dienstag, 8.., 20 Uhr, Oberrealschule, Paulusstraße. Besichtigung der Ausstellung „Der Weltkrieg 1914—1918“. Bielefeld=Land Personalie Am 6. 2. kann der Werkmeister Wilhelm Schröder auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma Kochs Adlernähmaschinen=Werke A. G. zurückblicken. RSDAP., Ortsgruppen Hillegossen=UbbedissenLämershagen Zu einer Besprechung kommen am Montag, 20 Uhr, alle Politischen Leiter der Ortsgruppen in die Schule Hillegossen. RSDAP., Ortsgruppe Iölenbeck Am Sonnabend, 20.30 Uhr, versammeln sich die Parteigenossen und=Anwärter bei Gökemeyer zur Entgegennahme wichtiger Anordnungen. Am Sonntag,.45 Uhr, haben alle Politischen Leiter im kleinen Gökemeyerschen Saale zur Teilnahm am Lehrgang zu erscheinen. Das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen. Deutsches Frauenwerk unter Führung der NS.=Frauenschaft Bielefeld=Land Abteilung Jugendgruppe Am Donnerstag, 10.., spricht die Kreisschulungsleiterin um 17 Uhr im Kreishaus Bielefeld mit den Ortsjugendgruppenführerinnen, die im Rundschreiben F 16/88 angegebenen Themen durch. Die Kreisfrauenschaftsleiterinnen sorgen dafür, daß jede Jugendgruppe vertreten ist. Frauenamt der Dag. Am Sonntag, 6. Februar, 10 Uhr, findet im DAF.=Heim, Bielefeld, Schulstraße, die erste diesjährige Arbeitstagung statt. Teilzunehmen haben alle Ortsfrauenwalterinnen, soziale Betriebsarbeiterinnen, Werkpflegerinnen, Werkfrauengruppenführerinnen und die Vertrauensfrauen aus den Betrieben. Es soll mit dem Aufbau einer Werkfrauengruppe begonnen werden. Neuer Fachgruppenwalter Pg. Paul Müller im Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe Der Küchenchef des Hotels Bielefelder Hof. Pg. Paul Müller, wurde jetzt zum Kreisfachgruppenwalter des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes ernannt. Der neue Kreisfachgruppenwalter ist für alle in dieser Gruppe tätigen Kameraden und Kameradinnen jeden Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr im ReinholdMuchow=Haus. Zimmer 7, zu sprechen. Bekanntlich gehörte Pg. Müller zu aus vier Kameraden bestehenden Mannschaft des Gaues Westfalen=Nord, die auf der internationalen Kochkunst=Ausstellung 1937 in Frankfurt am Main den großen Preis der Ika, die höchste Auszeichnung neben dem Mannschaftsdiplom und zwei wertvollen Ehrenpreisen, erhielt. Großes Schaufrisieren 20 Friseure zeigen Karnevalsfrisuren Bekanntlich wird die Kunst des Friseurs und der Friseuse gerade zu Karneval hinsichtlich von Perücken und besonderen Haartrach= ten in Anspruch genommen. Wenn auch in Bielefeld schon mal Schaufrisieren gezeigt wurde, so ist dies in einer derartigen großen Anzahl noch nicht geschehen, wie am Sonntag, 27. Febr., im Reinhold=Muchow=Haus. Hier werden nämlich 20 Friseure und Friseusen einmal vorführen, was in Bielefeld hinsichtlich Karnevalsfrisuren geleistet wird. Selbstverständlich ist dies auch ein Wertmesser für die sonstige Frisurkunst der Beteiligten. Mit„KdF.“ zum Karneval Eigentlich wird in Bielefeld ja auch Karneval gefeiert und warum sollte man da denn nach außerhalb fahren? Es soll ja auch nicht gleich Massenabwanderungen geben, aber diejenigen Volksgenossen, die nun einmal so einen zünftigen Karneval mit Karnevalszug und allem Drum und Drau sehen oder mitmachen möchten, haben dazu mit„KdF.“ Gelegenheit. Es werden durch die KdF.=Dienststelle Bielefeld am Rosenmontag Autobusse nach Münster und nach Köln gestartet. Nähere Mitteilungen erfolgen noch rechtzeitig. Veränderungen auf dem Posthof Neues Kabel für die Gleichrichteranlage Auf dem Hofe des Hauptpostamts sind eben größere Um=„und Neupflasterungen im Gange. Es wird nämlich vom Städtischen Betriebsamt ein zweites Kabel gelegt. Es ist als Sicherheitskabel beim eventuellen Versagen des jetzt dort schon liegenden gedacht. Das neue Kabel führt zur Akkumulatorenladesammelstelle des Hauptpostamts. Diese Akkumulatorenladestelle hatte bisher nur fünf sogenannte Gleichrichter in denen der vom Betriebsamt gelieferte Drehstrom zum Gleichstrom umgeformt wurde. Um erhöhten Ansprüchen genügen zu können und um eine größere Betriebssicherheit zu gewähren, ist die Zahl der Gleichrichter von fünf auf neun erhöht worden. Die Gleichrichter selbst dienen zum Aufladen der Antriebsbatterien, der jedem Bielefelder bekannten roten Elektromobile, die in der Stadt den Paketzustell= und Abholungsdienst besorgen. Die neue Anlage dürfte in einigen Tagen fertiggestellt sein, um dann dem erweiterten Betriebe dienen zu können. Karten für den Fußball-Länderkampf Mit dem Reichsbahnsonderzug nach Köln Die Mitteilung, daß das Kölner Stadion ausverkauft sei, trifft für Bielefeld insofern nicht zu, als bei der Reichsbahn und im Sporthaus Berke noch Karten zu haben sind. Der Sonderzug fährt bekanntlich am Sonntag um .28 Uhr von Bielefeld ab und trifft in der Nacht zum Montag um.43 Uhr wieder hier ein. Quartetto di Roma Einmaliges Konzert in Bielefeld Ein besonderes musikalisches Ereignis dürfte für Bielefeld mit dem für Freitag, den 4. März, angekündigten Konzert der weltberühmten Kammermusikvereinigung„Quartetto di Roma" bevorstehen, die als eine der klanglich ausgewogensten und besten Kammermusikvereinigungen der Gegenwart bezeichnet werden Das Quartett wird hier Quartette von Mozart, Verdi und Beethoven spielen. Handideelches Seden in Bleisseie Buchführungsschulung steht im Vordergrund Im ostwestsälischen Handwerk hat in den letzten Wochen eine rege Buchführungsschulungsarbeit eingesetzt. Rund 35 000 Handwerksmeister im Regierungsbezirk Minden und Lippe und dazu noch ein großer Teil der Familien= angehörigen müssen geschult werden, damit ab 1. April d. J. die Buchführung im gesamten Handwerk durchgeführt werden kann. Insgesamt sind in unserem Kammerbezirk rund 1500 Einzelkurse notwendig. In vielen Fällen hat das ostwestfälisch=lippische Handwerk den Weg der Ganztagskurse beschritten. Die Lehrer der Berufsschulen, auch Beamte der Finanzämter und sonstige Personen haben sich bereitwillig in den Dienst der Sache gestellt. Vielfach haben die Gemeinden ihre Schulräume zur Verfügung gestellt. So wurden die Schwierigkeiten im Zusammenwirken aller Beteiligten überwunden aus der Erkenntnis heraus, daß die Buchführungspflicht für das Handwerk nicht eine neue Belastung oder Mehrarbeit bedeutet, sondern daß sie den Weg weist zu einer rationellen Betriebsführung. Keine weiblichen Lehrlinge im Zahntechniker=Handwerk In der letzten Innungsversammlung der Zahntechniker erstattete der Obermeister ausführlich Bericht über den Verlauf der Reichsverbandstagung in Berlin. Ferner teilte der Obermeister mit, daß Keramiklehrlinge keine Zahntechnikerlehrlinge sind und daß weibliche Lehrlinge im Zahntechniker=Handwerk nicht eingestellt werden. Erörtert wurde die Frage der Goldverarbeitung. Die Teilnahme am Meisterwettkampf und rege Benutzung der Fachbibliothek der Innung wurde allen Innungsmitgliedern dringend empfohlen. Stellmacherlehrlinge sind in Ordnung Die Versammlung der Stellmacher=Innung befaßte sich hauptsächlich mit Fragen der Zwischen= und Gesellenprüfung, sowie mit dem Berufswettkampf. Den Lehrmeistern wurde nahegelegt, ihre Lehrlinge besonders auch im Fachzeichnen zu fördern. Der Lehrlingswart berichtete dann über eine Besichtigung aller Werkstätten, in denen Lehrlinge beschäftigt werden. Er habe festgestellt, daß die Lehrlinge der Dauer ihrer Lehrzeit entsprechend gut vorgebildet waren und daß das von den Lehrlingen benutzte Werkzeug in Ordnung war. Der Obermeister berichtete abschließend über die Eisenversorgung. Zehn Jungen können Dachdecker werden Die im„Haus des Handwerks" abgehaltene Versammlung der Dachdecker= Innung gedachte zunächst des vor einigen Tagen im Alter von 81 Jahren verstorbenen Dachdeckers Schwarz. Obermeister Jünnemann gab dann verschiedene Mitteilungen innungsverbandes bekannt.— Die Buchführungsschulung der Dachdecker soll in drei Kursen, von denen einer in Herford und zwei in Bielefeld stattfinden, durchgeführt werden. Für die Finanzierung der Einrichtung der Reichsfachschule in Maven gaben einige Innungsmitglieder 400 RM. als vorläufig zinsloses Darlehen. Weiter wurden der Berufswettkampf, die Versorgung mit Baueisen und Fragen des Taris= und Steuerwesens behandelt. Eine Umfrage bei den Meistern hat ergeben, daß zu Ostern etwa zehn freie Lehrstellen vorhanden sind. 61 Jahre Fleischer=Innung Die Fleischer=Innung Bielefeld feierte im „Haus des Handwerks“ unter reger Beteiligung der Meister, Gefolgschaftsmitglieder und Familienangehörigen das 61. Stiftungsfest. Der Obermeister wies auf das schöne Verhältnis der Berufskameraden untereinander und auf die enge Verbundenheit zwischen Meistern und Gefolgschaften hin. Jeder Angehörige des Fleischerhandwerks sei freudig bestrebt, seine Pflicht zu tun und so mitzuhelfen an der Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaft und des alten Fleischerhandwerks. Schöne Lieder der Gesangabteilung der Innung und andere Darbietungen wurden dankbar ausgenommen. Klimadienst der„Westsälischen Neuesten Nachrichten“ Nach den Beobachtungen der Klimastation im Reichswetterdienst in Bielefeld=Stieghorst Lusttemveraturen: höchste des Tages tiefste der Nacht Tagesschwankung Tagesdurchschnitt + 7,6 + 5·4 + 2·2 + 5/8 Erdtemperaturen: tiefste am Erdboden...+ 40 10 em in der Erde+ 4,7 20 cm in der Erde+ 4,1 50 cm in der Erde+ 8,6 100 cm in der Erde+#2 Sonnenscheindauer: 0,0 Stunden Niederschlag in den letzten 24 Stunden: 0,1 Liter je Quadratmeter. Dampfdruck: 5,4 Prozent. * Immer mehr Briefmarkensammler Die von KdF. vor kurzer Zeit gegründete Ortsgruppe Bielefeld der Deutschen Sammler=Gemeinschaft(DSG.) findet immer mehr Mitglieder. Von der bei der Gründungsversammlung anwesenden 20 Mitgliedern sind bei der jetzt stattgefundenen zweiten Versammlung bereits 50 Mitglieder geworden. Wer sich bisher dieser Sammlergemeinschaft noch nicht angeschlossen hat, kann alles Nähere bei der Kreisdienststelle von KöF. im Reinhold=Muchow=Haus in der Marktstraße erfahren. Ein Bielefelder Komponist Uraufführung im Reichssender Köln Der Leiter der Tanzschule Teubner, Fritz Teubner, hat mehrere neue Kompositionen geschaffen, deren eine(„Elsenreigen“) im Mittagskonzert des Reichssenders Köln am 10. Februar von Leo Eysoldt uraufgeführt wird. Die anderen Kompositionen, darunter ein Tanzpotpourri„Alte Tänze“ werden demnächst folgen. Schon früher sind Werke von F. Teubner von bedeutenden Orchestern, u. a. von den Münchener Philharmonikern und dem Musikkorps der Leibstandarte„Adolf Hitler“ gespielt worden. Vereine, Vorträge, Musik Gümmer singt„Winterreise". Der von den Musikvereins=Konzerten hier bekannte Konzertsänger Paul Gümmer singt am 16. Februar in der Eintracht Schuberts„Winterreise". Diesem Abend dürfte besonderem Interesse begegnen, da dieser herrlichste deutsche Liederzyklus seit zwanzig Jahren(Wüllner) hier nicht mehr gesungen wurde. Vom Kampf der Endetendeutschen.„Von Kampf und Not der Sudetendeutschen.“ Ueber dieses Thema spricht am Sonntag im Rahmen des Evangl. Gustav=Adolf=Vereins im Nicolat=Gemeindehaus Pastor Hönsch, Freudental. Er wird erzählen von deutscher Volksnot und starker Liebe zur Heimat. Aus dem Reichskokonialbund Eine Angelegenheit des gesamten Volkes Der Ortsverband Jahnplatz im Reichskolonialbund hatte seine Mitglieder zur ersten Versammlung im Kolonialzimmer des Kuffhäusers eineladen. Nach kurzen Begrüßungsworten des Ortsverbandsleiters sprach der Kreisverbandsleiter Pg. Haas über die Kolonialfragen unter besonderer Hervorhebung der wirtschaftlichen Bedeutung der Kolonien für Deutschland. Deutschland als Industrie= land könne sein Volk nicht allein aus Landwirtschaft ernähren und sei aus Einführungen von Lebensmitteln angewiesen. Die Kolonien lieferten aber nicht nur Fette und Kolonialwaren, sondern auch Baumwolle und Erze, die uns heute in Deutschland fehlten. sei die deutsche Forderung auf Rückgabe der Weiter gab der Kreisverbandsleiter einen kurzen Ueberblick über die geschichtliche Entwickelung des Kolonialbundes. Aus den Kolonialvereinen der Vergangenheit habe auf Besehl des Führers der Botschafter von Ribbentrop den jetzigen Reichskolonialbund gegründet, dessen Präsident der Reichsstatthalter von Bayern, General von Epp sei. Kolonialbund sei absichtilich nicht zu einer Gliederung der Partei gemacht worden, weil er aus dem Volke entstanden sei und die Rückforderung unserer alten Kolonien nicht eine Angelegenheit der Partei sei, sondern des gesammten deutschen Volkes. Im zweiten Teile der Versammlung wurden Lichtbilder aus unserer alten Schutztruppe in Südwestafrika und Ostafrika gezeigt Obergerichtsvollzieher Pieper, der selbst als Angehöriger der Schutztruppe an der Niederwerfung des Aufstandes in Südwest 1904—1908 teilgenommen hatte, gab zu den einzelnen Bildern die Erklärungen. Ein weiterer Film zeigte die gewaltigen Leistungen der Deutschen bei dem Aufbau der Kolonie Südwest. Mit der Aufforderung, stets für den Reichskolonialbund zu werben und ihn zu fördern, schloß der Ortsverbandsleiter die hochinteressante Versammlung. Meldungen für das Gesellenwandern Wandern und Handwerksgesellen=Austausch Zum Gesellenwandern und=austausch sind folgende Handwerksberufe zugelassen: Bauhandwerk: Sämtliche Berufe mit Ausnahme der Schornsteinfeger; Metallhandwerk: Schmiede, Installateure, Klempner, Elektroinstallateure; Holzhandwerk: Tischler Stellmacher, Böttcher, Küfer, Schäffler; Nahrungsmittelhandwerk: Bäcker. Fleischer, Konditoren, Müller; Bekleidungs= und Reinigungshandwerk: Friseure, Schneider, Schuhmacher; Spezialhandwerke: Graveure, Bandagisten, Orthopädie= und Chirurgiemechaniker; Druck und Papier: Schriftsetzer, Drucker, Buchbinder. Es ist dringend erforderlich, daß sich die Handwerksgesellen sofort zur Wanderschaft melden. Richtlinien und Unterlagen können in der Dienststelle der DAF., Marktstraße 8, Zimmer 7, entgegengenommen werden. Jeder Handwerksgeselle sollte einmal auf Wanderschaft gewesen sein. Aus der geschichtlichen Entwicklung und aus der Zukunft des deutschen Handwerks heraus sind Gesellenwandern und Gesellenaustausch selbstverständliche Begriffe ernster und ausschauender handwerklicher Bildungsarbeit geworden. Die Möglichkeit eines Austausches nach dem Auslande ist später nur für solche Handwerksgesellen gegeben, die ihre Wanderschaft im Inlande bereits durchgeführt haben. Bei den Meisterprüfungen wird es künftig unerläßliche Voraussetzung sein daß der Handwerker seine Wanderzeit erfüllt hat. Ste audb. eine. 40fLität und Quensität. 118 PISSDTET igotette 8 de ge E G ü gi bi ge ei 2 pr m wni da i an ei Le :: Pi ha Z0 :: pu Ve sch die sal Ei Ge Ho Hil To Sa M D We Ar Hit Sa Ho Ar wde. geg Sp von sorr bese Vor Ein dier in alle run Fla aber Spi Wu den unn Par gele utr tras Wo finde ich die Dienststelle? Adressenwerk von Partei und Staat X Der Verlag„Die Deutsche Tat“ hat unter Aufsicht der Reichsleitung der NSDAP. und unter Mitarbeit der Gauorganisationsämter ein ausführliches Adressenwerk der Dienststellen der NSDAP. mit den angeschlossenen Verbänden und des Staates herausgegeben, das in seiner Vollständigkeit und Uebersichtlichkeit kaum übertroffen werden kann. Es ist ein Abbild der großen Organisationen unseres Volkes bis in die kleinsten Dienststellen im Reich. Das umfangreiche Material ist nach einem wohlüberlegten Plan geordnet, ein Stichwortverzeichnis und ein alphabetischer Lexikonwegweiser erleichtern die schnelle Orientierung. Neben den Adressen und Namen findet man in diesem Werk auch interessante und wissenswerte Angaben über die Arbeitsgebiete und Zuständigkeiten der einzelnen Dienststellen und Behörden, sowie geschichtliche Hinweise. Der Band umfaßt alles von der Zentralstelle bis in die Kreise, Abbildungen und Kartenbilder ergänzen die Zusammenstellungen. Wer sich schnell und zuverlässig über Aufbau, örtliche Lagerung und Dienstverteilung des Parteiapparates und der staatlichen Stellen orientieren will, für den ist dieses Werk ein überaus wertvoller Führer. Verlag„Die Deutsche Tat" Verlags=G. m. b. H. für deutsches Schrifttum. Berlin NW. 7. 1600 Seiten, Preis 26.— RM. Kleinhandel mit Branntwein Die Prüfung des Bedürfnisses X In einer Verordnung zum Gaststättengesetz hat der Reichswirtschaftsminister den Kleinhandel mit Branntwein geregelt. Die Verordnung bringt eine Klarstellung dahin, daß eine Prüfung des Bedürfnisses bei Anträgen zum Kleinhandel mit Branntwein in festverschlossenen Flaschen dann nicht mehr erfolgt, wenn der Handel mit solchen Flaschen branchenmäßig üblich ist. In der Praxis war die Handhabung bisher nicht immer gleichmäßig. So wurden vielfach Kolonialwaren= oder andere Geschäfte zugelassen, in anderen Orten wieder nicht. Das Bedürfnis ist jetzt ohne Rücksicht auf die Zahl der vorhandenen Kleinhandelsbetriebe anzuerkennen bei Feinkostgeschäften, nicht spezialisierten Lebensmittel= und Kolonialwaren= geschäften, die auch Weine führen, sowie bei Weinhandlungen, ferner dann, wenn der Kleinhandel mit Branntwein einen der örtlich herrschenden Uebung entsprechenden und notwendigen Bestandteil der Art des in Betracht kommenden Handelsbetriebes darstellt. Anordnung an alle Heilgewerbetreibenden Da ich von der Reichsleitung der Partei und dem Reichsministerium des Innern zur Führung des gesamten Heilpraktikerstandes berufen und ausdrücklich mit der Bereinigung der bestebenden Mißstände beauftragt worden bin, ordne ich hiermit an, daß nicht nur jeder Heilpraktiker, sondern auch jeder Heilgewerbetreibende, auch wenn er dem Heilpraktikerbund Deutschlands, Reichsverband e... nicht als Mitglied angehört, den Abschnitten 1, 2 und 6 der von mir erlassenen Standesordnung für die deutschen Heilpraktiker untersteht. Auch die Nichtmitglieder des Heilpraktikerbundes sind demnach u. a. verpflichtet, sich den in der Standesordnung für die deutschen Heilpraktiker angeordneten Beschränkungen der Werbung. der Genehmigungspflicht für Zweigniederlassungen, dem Verbot jeglicher Fernbehandlung und dem Verbot der Selbstabgabe von Heilmitteln, einschließlich der freiverkäuflichen, zu fügen. Diese Anordnung tritt mit dem 15. Februar 1938 in Kraft. München, den 15. Januar 1938. Der Reichsheilpraktikerführer gez. Ernst Kees. Vom Spilnerert, zur Inlbasteirgemtin.. Aus der Entwicklungsgeschichte der Gemeinde Quelle Quelle. Die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung der im Westen des Amtes Brackwede am Südabhange der Hünenburg gelegenen Gemeinde Quelle, deren Einwohner sich bis in die 90er Jahre außer mit der Landwirtschaft noch mit dem Spinnen und Weben besaßten, setzte mit der Anlage der Eisenbahn Bieleseld— Osnabrück ein. An der 1886 erbauten Strecke wurde 1894 die Station Quelle eingerichtet, an der in den ersten Jahren nicht einmal alle Züge hielten. Der Güterbahnhof wurde erst im Jahre 1907 angelegt. Durch die Anlage einer durchgebenden Straße— die Steinbager Straße wurde 1904—1905 angelegt— wurde der Verkehr, der sich bis dahin auf Feldwegen abwickelte, in geordnete Bahnen gelenkt. In diesen beiden Anlagen waren die Hauptstützen für die Entwicklung der Gemeinde geschaffen. und schon im Jahre 1904 wurde der erste industrielle Betrieb, die Felgenjabrik von Friedrich & Engelking an der Steinbager Straße. errichtet. Heute befinden sich in den Betriebs räumen, die in den Jahren des Niederganges stillgelegt wurden, die Betriebe von Kleine und der Firma Honsel. Außerdem ist ein großer Teil von der Firma Deutsche Metalltüren werke August Schwarze, die im Jahre 1905 am Queller Bahnbof erstanden, übernommen worden. Die Deutschen Metalltürenwerke, die aus kleinsten Anfängen zu einer Firma von Weltruf gelangt sind, haben seit Jahren Gleis anschluß, in dem Werk finden rund 650 Volksgenossen Arbeit und Brot. Die ersten Betriebsräume der Firma befanden sich in Bielefeld am Bach und später in Brackwede. Der Ravensberger Rennverein richtete im Jahre 1905 aus dem Gelände des Hoses Mever zu Borgsen eine Rennbahn ein. Die Tribünen wurden mit dem Blick zur Hünenburg und den im Jahre 1891 zur Erinnerung an das Dreikaiserjahr(1888) errichteten Dreikaiserturm angelegt. Das Wirtschaftsgebäude auf der Hünenburg wurde 1936 modernisiert und zählt heute zu den meist besuchten Ausflugsstätten der näheren Umgebung. Auf der Rennbahn landete im Juni 1911 das erste Flugzeug, das in der hiesigen Gegend gesehen wurde, mit Hans Vollmöller am Steuer. Das erste Schaufliegen wurde im Juni 1914 dürchgeführt und brachte der deutschen Fliegerei einen vollen Erfolg. Ein weiteres Unternehmen der Eisenindustrie erstand 1913 in der SpinnereiMaschinenfabrik Beckmann& Co. Die Firma, die sich im Laufe der Jahre erheblich vergrößert hat und heute rund 50 Gefolgschaftsmitglieder beschäftigt, besitzt das Vertrauen inländischer und ausländischer Firmen und ist in der Lage, ganze Spinnereien einzurichten. Der Schulunterricht wurde erstmalig im Jahre 1788 von dem Queller Bürger Diekmann in einem Kotten auf dem Gehöft des Landwirtes Hinney erteilt. Nach wenigen Jahren wurde vom Landwirt Meyer zu Bentrupp der Schulkotten, im Volksmunde auch „Spinnkotten“ genannt, errichtet. Der Spinnkotten, Quelle Nr. 2, rechts vom Queller Bahnhof, steht heute noch und wurde durch Anbau als Wohnhaus eingerichtet. Während des Unterrichts, der hauptsächlich in Religion, Rechnen, Lesen und Schreiben bestand, benutzte der Lehrer fleißig das Spinnrad, da er den Beruf als Lehrer nur nebenamtlich ausführte. Für jedes Kind waren 1 Taler Schulgeld und 3 Silbergroschen für die Heizung im Winter zu entrichten. 1873 wurde Lehrer Below, der erste Lehrer mit Ausbildung, angestellt. Der erste Schulbau erfolgte 1878, dem die Errichtung des zweiten Schulgebäudes 1898/99 folgte. An den zwei Gemeindeschulen sind heute sieben Lehrkräfte tätig. Ein Schulkotten, der 1826 errichtet, später abgebrochen und auf dem Hofe des Landwirtes Hellweg wieder ausgebaut wurde, trägt die Inschrift: Im Jahre 1826 hat Heinrich Hellweg und Anna Marie Liesaber N. D. Quelle dies Haus bauen und d. 25. Ju lius aufrichten lassen. Mensch schaue von den Erden in das schöne Himmelshaus, dieses muß verlassen werden, dort treibt dich kein Mensch hinaus. Wo Friede und Einigkeit im Hause sich vereint, da läßt der Höchste stets die Gnadensonne scheinen. Das Kriegerebrenmal mit den Namen der 60 Gefallenen der Gemeinde Quelle wurde 1926 an der Steinbager Straße neben dem Pfarrhaus errichtet. Eine eigene Feuerwehr, der Halblöschzug Quelle der Wehr Brackwede, wurde gegründet und mit modernen Feuerlöschgeräten ausgerüstet. Um die Bautätigkeit zu fördern und den Wohnungsmangel zu beseitigen, wurden von der Gemeinde Straßenzüge angelegt. Auf Grund dieser Entwicklung ist die Einwohnerzahl von 1744 im Jahre 1905 auf 3390 Ende 1937 angewachsen. Die Zahl der Hausnummern ist von 96 im Jahre 1905 auf 394 Ende 1937 gestiegen. Hinzu kommen in Kürze die 52 Wohnhäuser, die unterhalb der Steinhager Straße. gegenüber dem Rennplatz, errichtet werden. diesem Entwicklungsüberblick sind nur die großen Betriebe und wichtige Zahlen angegeben. Brackwede. Besprechung der Gemeinderäte. In der letzten Besprechung der Gemeinderäte, die unter dem Vorsitz des ersten Beigeordneten Pg. Bitter in dem HJ.=Hein an der Uhlandstraße abgehalten wurde, gab der Vorsitzende zunächst einen Ueberblick über die Einnahmen und Ausgaben im Rechnungsjahr 1937. Nach diesem Ueberblick hat sich die Finanzlage der Gemeinde gut entwickelt. Die Prüfung der Gemeindebetriebe für das Geschäftsjahr 1936 durch das Gemeindeprüfungsamt bei der Regierung in Minden hat zu Beanstandungen keinen Anlaß gegeben. Der Verwaltungskostenvoranschlag der Sparkasse der Gemeinde Brackwede für 1938 wurde geändert, da mit dem Ansteigen der Einlagen Neueinstellungen bei der Sparkasse erfolgen mußten, um hierdurch dem Verkehr gerecht zu werden. Die Auflassung des Bauernhofes Frerk, der von der Gemeinde zu Siedlungszwecken angekauft wurde, wird in Kürze erfolgen. Die Klagen über den Abwässerkanal in der Umgehungsstraße der Niederstraße werden jetzt behoben, da der Kanal von der Gemeinde übernommen wurde. Durch die Uebernahme des Wieder ein denischer Feachter dersent Neue Untat des Flugzeugstützpunktes Chartagena Eine Aktentasche gefunden Ein Revierposten des Bielefelder Heimschutzes, Schwarze Husaren, meldet als gefunden eine Aktentasche mit Inhalt. Diese Aktentasche kann von der Geschäftsstelle rdes Bielefelder Heimschutzes, Jöllenbecker Straße 14, abgeholt werden. Stadttheater Bielesere Heute„Die Primauerin“ Die vorletzte Märchenvorstellung„Der gestiefelte Kater“ findet heute um 15.30 Uhr bei kleinen Preisen statt. Um 20 Uhr erste Wiederholung des reizenden Lustspiels„Die Primanerin“ von Siegmund Graff. Der Sonntag bringt die Oper„Mignon“ von Thomas, die in ihrer Neueinstudierung größten Beifall fand. Nochmals wird dringend um schnellste Abholung der vorbestellten Karten für das Wegener=Gastspiel am Dienstag gebeten. 4 RS.=Gemeinschaft Veranstaltungen der Feierabendgemeinschaft Die Feierabendgemeinschaft bringt am Dienstag für ihre Teilnehmer ein Konzert des Städtischen Orchesters, am Freitag die Operette„Land des Lächelne“ und am Montag, dem 14.., den „Othello“. Am Sonnabend, dem 12.., ist auf dem Johannisberg die Veranstaltung„Heut] wollen wir lußtig sein“. Salamanca, 4. 2. Während noch die„wischenstaatlichen Fühlungnahmen über die Auswirkungen und Auswertungen der durch die Versenkung des britischen Frachters„Endymion“ entstandenen Lage andauern, haben die bolschewistischen Machthaber von Barcelona ihr Schuldkonto bereits um eine neue Piraterie bereichert. Am Freitagmorgen um 7 Uhr wurde das aus Glasgow stammende englische Frachtschiff„Alcira“ von zwei Flugzeugen„unbekannter Herkunft“ bombardiert und zum Sinken gebracht. Der Vorfall ereignete sich auf der Höhe von Barcelona. Man geht gewiß nicht fehl in der Annahme, daß es sich auch hier wieder um eine neue Untat des berüchtigten„Flugzeugstützpunktes Murcia“, handelt, wo sich hinter der roten Front notgelandete nationalspanische Flugzeuge, die von den Bolschewisten instandgesetzt sind, befinden, um unter nationalspanischer Flagge Verbrechen zu begehen. Aus Bilbao wird gemeldet, daß die 20köpfige Besatzung der„Alcira“ und ein Kontrollbeamter des Nichteinmischungsausschusses von Fischerbooten gerettet worden sind. Noch bevor die Schiffbrüchigen an Land gebracht werden konnten war die Meldung von der Versentung der Alcira bereits von sowjetspanischen Kreisen in Paris verbreitet worden und zwar zusammen mit der amtlichen Erklärung des roten„Verteidigungs= ministeriums“, welches behauptete, daß der englische Frachter durch zwei nationalspanische Flugzeuge(!) versenkt worden sei, wobei diese den Dampfer zweimal überflogen ung mit fünf Bomben belegt hätten. Den roten Unruhestiftern von Barcelona sind dabei wieder einmal zwei peinliche Pannen unterlaufen. Genau wie die„Endymion“ war auch die„Alcira“ mit keiner Funkanlage ausgerüstet gewesen, so daß es unerfindlich erscheint, daß man in Paris bereits um 11 Uhr von der gegen 7 Uhr morgens erfolgten Versenkung des britischen Frachters Kenntnis haben konnie. Des weiteren ist bemerkenswert, daß diese„Rettung“ so ungewöhnlich schnell von sowjetspanischen Fischerbooten erfolgen konnte, die sich in größerer Anzahl doch wohl sehr zufällig in der Nähe des Schauplatzes des neuen Piratenaktes befunden haben müssen. An amtlicher nationalspanischer Stelle herrscht über dieses neue hinterhältige Verbrechen der Roten und den Zynismus der neuerlichen Verdächtigungen und Verleumdungen außerordentliche Empörung, wo man darauf hinweist, daß das bessere Verhältnis, das sich langsam zwischen London und Salamanca angebahnt habe, ohne Zweifel sowohl gewissen Kreisen in London als auch der rotspanischen Regierung ein Dorn im Auge sei. So unternehme man neuerdings wiederum alles, um dieses Verhältnis zu vergiften. Lange Zeit hätten jetzt die Flugzeuge von Murcia in den Hangars gestanden. Erst in den letzten Wochen seien sie mehrfach aufgestiegen, einmal, um ungefährdet unter falscher Flagge offene Städte im nationalspanischen Hinterland zu bombardieren und Frauen und Kinder zu morden, zum anderen, um internationale Verwick lungen herbeizuführen. Das Gleiche, was vom„Flugzeugstützpunkt Murcia“ zu sagen, sei auch anzuwenden auf den„Flottenstutzpunkt Carthagena", von wo aus bekanntlich immer wieder rotspanische Schiffe unter nationalspanischer Flagge zu Piratenstreichen ausgelaufen seien. In der englischen Admiralität ist am Freitagnachmittag ein Bericht eingetroffen, der die Versenkung des britischen Frachtdampfers„Alcira" durch Flugzeuge auf der Höhe von Barcelona bestätigt. Während nach Berichten aus sowjetspanischer Quelle die gerettete Mannschaft trotz der Dunkelheit angeblich„deutlich nationalspanische Abzeichen" an den Flügeln der angreifenden Flugzeuge erkannt haben soll, wird in der in London eingetroffenen Mitteilung ausdrücklich betont, daß irgendwelche Erkennungszeichen die zur Identifizierung der Flugzeuge führen könnten, nicht mitgeteilt worden sind. Londan gibt Schießhofehl Anweisung an die Patrouillen: schiffe London, 4. 2. Wie in unterrichteten Kreisen verlautet, hat die englische Regierung der französischen und der italienischen Regierung mitgeteilt, daß sie ihren Die Meldepflicht Höflichkeit und Hilfsbereitschaft der Beamten X Der Reichs= und Preußische Innenminister hat in einem Erlaß weitere Ausführungsbestimmungen zur neuen Reichsmeldeordnung erlassen. Er weist darauf hin, daß die Volksgenossen ihre Meldepflicht um so gewissenhafter erfüllen werden, je mehr ihnen die Meldebehörden hilfsbereit entgegenkommen. Gerade in der Uebergangszeit erwarte er von den Meldebehörden ein besonders hohes Maß von Höflichkeit und Hilfsbereitschaft im dienstlichen Verkehr mit der Bevölkerung. einzelnen wird in dem Erlaß noch festgelegt, daß Zelte nicht als Wohnungen anzusehen sind, Wohnwagen nur dann, wenn sie ausschließlich als Ersatz für eine Wohnung und nicht zugleich als Fortbewegungsmittel dienen. Ordens= oder Klosternamen, Künstler= und auch Schriftsteller=Namen können neben dem Familiennamen angegeben werden. Die alten Meldescheinvordrucke werden noch sechs Monate lang entgegengenommen. Von der beschränkten Meldepflicht in Wochenendorten soll nicht allgemein, sondern nur da Gebrauch gemacht werden, wo der sonntägliche Ausflugs= und Wochenendverkehr so stark ist, daß von den Meldepflichtigen die gewissenhafte Erfüllung der Meldepflicht nicht gefordert werden kann. Kanals von der Gemeinde können jetzt schlüsse der Anlieger von der Gemeinde bewilligt werden. Die Kosten für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes der Gemeinde wurden bereitgestellt. Dann wurden verschiedene Grundstücksangelegenheiten geregelt. Die Flucht linienpläne für die Kulbrock=, Ziegel=, Roland=, Fichte-, Jahn= und Freiligrathstraße befinden sich in Arbeit. Die Verhandlungen mit den Anliegern des Lönkert bezüglich der Straßen baukosten stehen vor dem Abschluß. Es wird einem Vergleich kommen. Der Ausbau der Kulbrock= und Ziegelstraße ist in Angriff genommen. Zur Zeit wird der Kanal für die Vorflut unterhalb der beiden Straßenzüge gelegt. Jöllenbeck. Zur Förderung des heimischen Seidenbaues und der Bie nenweide sollen die Straßendämme in allen Gemeinden des Amtes im kommenden Frühjahr bepflanzt werden. Niederiöllenbeck und Oberjöllenbeck werden Maulbeeren und Salweide anbauen, Theesen Maulbeeren und Vil sendorf Steinklee. Auch am Schulgarten in Theesen ist eine Maulbeerpflanzung geplant. Jöllenbeck. Die Anmeldung der Lernansänger ist für Donnerstag. den 10. Februar. ab 10 Uhr. vorgesehen. Näheres ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. Kirchdornberg. Hobes Alter. Morgen, Sonntag, begeht die Witwe Friederike Maas. geb. Kaiser. Kirchdornberg Nr. 33. in seltener Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag. Nach dem Tode ihres Mannes, der viele Jahre Friedhofswärter und Küster war, hat sie als Witwe das Küsteramt an der Dornberger Kirche noch länger als 20 Jahre bis 1930 fleißig und treu verwaltet. Sie nimmt noch heute an den Geschehnissen der Zeit regen Anteil. Man beglückwünscht sie zu ihrem Ehrentage allgemein. Auch die WNN. schließt sich den Glückwünschen an. Kämpft mit der 5A. Gegen Hunger und Kälte Der Führer der SA.=Gruppe Westfalen, SA.=Obergruppenführer Schramme, erläßt folgenden Aufruf: Am 5. und 6. Februar steht die SA. Westfalens wiederum in vorderster Front; sie kämpft für das WHW. gegen Hunger und Kälte! Wie immer, wird die SA. auch hier ihre Pflicht tun. Ein Erfolg wird aber nur dann möglich sein, wenn auch der letzte Volksgenosse mithilft, zu helfen. Deshalb appelliere ich an dieser Stelle an die Opferfreudigkeit der Westfalen. Reiht euch ein in die große Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen! Beweist durch die Tat eure Liebe zum Führer! Kämpft mit eurer SA. auch diesmal Schulter an Schulter! Auch das A5FK. zur Stelle Aufruf von RSFK.=Gruppenführer Sieler Gemeinsam mit SA., H und RSKK. tritt das ganze RSFK. zur vierten Reichsstraßen sammlung am 5. und 6. Februar 1938 an. Sämtliche Standarten und Stürme des RSFK., Gruppe 10, stellen sich ausnahmslos an diesen Tagen in den Dienst des Winterhilfswerks des deutschen Volkes. Wenn der Führer ruft, ist das Nationalsozialistische Fliegerkorps zur Stelle! mnm im Mittelmeer patrouillierenden Krigesschissen den Besehl erteilt habe, auf sämtliche unter Wasser befindlichen=Boote zu feuern. Die französischen Marinebehörden sollen ihren Flotteneinheiten dieselbe Anweisung gegeben haben. Italien dagegen hat auf die englischen Vorschläge noch nicht geantwortet. Es wird jedoch dazu erklärt, daß England auf alle Fälle die bereits getrossenen Maßnahmen aufrecht erhalten werde. Der Sprecher des japantschen Marineministeriums, Admiral Noda, teilte am Donnerstag in der Pressekonferenz mit, daß nunmehr die japanischen Blockadeschiffe alle chinesischen Dampfer und Dschunken anhalten werden, die die Flaggen fremder Länder tragen, um die Nationalität festzustellen. Sg EdwwuGssueu B TILAcbIRwISTssw CRICNTEN Aa, Gemtechten sleen!“ In das festliche Blitzen und Funkeln eines Saales im Potsdamer Königsschloß trat mit militärischem Gruß der Junker im Leibkürassierregiment, Haus Joachim von Bassenthien. Braun und rot im Gesicht wie ein ländlicher Apfel, mit verwunderten Blauaugen, in deren Winkeln ein Schelm verborgen saß, blieb er geblendet vor der Kostbarkeit der mit erlesenem Porzellan und Silber reich geschmückten Tafel stehen. Aber die Anwesenden, sieben, acht höhere Offiziere, ließen ihm keine Zeit zur Betrachtung. „Donner und Blitz, Junker“, redete ihn der Oberst von Kalckreuth an,„krieg' Er mir jetzt nicht die Maulsperre! Er wird Sein Mundstück brauchen müssen. Er Himmelschwerenöter!“ „Und stopf Er sich über Tisch nicht die Backentaschen zu voll, daß Er dem König Rede stehen kann, Bassenthien!“ meinte der General von Seydlitz.„Weiß Er wohl, daß nicht Seine Person, sondern einzig und allein Sein vorwitziges Plappermaul zu Tisch geladen ist?“—„Zu Befehl, Exzellenz“, antwortete der Junker„bei Tafel ist ja wohl auch das Mundwerk die Hauptsache, mit Respekt. Ich werde der glorreichen Armee im Essen keine Schande machen.“—„Ach was, Essen“, polterte der General.— Und hat sich was mit der glorreichen Armee Nirgends im Land steht irgendein windiger Franzmann, den man hinaussprengen könnte. Kann mir denken, daß Er drei Fasttage eingelegt hat, um heut“ Seinem pommerschen Magen recht was zugute zu tun, Bassenthien. Aber stopf Er sich nicht voll, wie eine wommersche Mastgans! Treib' Er keine Faxen. Junker! Er weiß wohl, wie ich's meine. Ich habe Seiner Majestät von Seinem verteufelt losen Schnabel erzählt. Hat dem Alten Fritzen eine rechte Freude gemacht, mein' ich. Der König hat's gern, wenn seine Offiziers ihren Schnabel zu was anderem zu brauchen wissen, als zum Dinieren, Renommieren und Scharmuzieren. Ein guter Witz macht dem König einen Heidenspaß— auch wenn er's manchmal nicht wahrhaben will. Hab' ihm von Seinen spaßigen Einfällen und jurigen Schnurren berichtet Bassenthien.— Daß Er mich nicht im Stich läßt heute! — Dienstlicher Befehl: Er gibt dem König so schlagfertige Antworten, wie Er sie sonst in Vorrat hat!— Blamier Er mich nicht, Bassenthien!" „An mir soll's nicht fehlen, Euer Exzellenz“, gab der Junker gleichmütig zur Antwort,— „freilich, die besten Witze sind immer die, die man nicht erst ein Jahr lang auf Vorrat abgelagert hat.— Aber muß ich dem König wirklich die Hand küssen, wenn er eintritt? Und wie soll ich ihn kennen?“ „Wer wird den großen König nicht kennen, Junker?— Groß heißt er, aber klein ist er— ein alter Mann im blauen Rock mit einem einzigen, silbernen Stern. Er mag nur auf die Augen achten, die großen, blauen Augen, so kann Er's nicht verfehlen. Und freilich wird Er ihm die Hand küssen, Bassenthien. Dafür ist es eben der König. Und ein König dazu, den uns keiner nachmachen kann.“.. f Wn; besnef. Der Junker schickte sich an, ein paar despektierliche Worte über solch knechtische Unterwürfigkeit zu murmeln: doch in eben dem Augenblicke sprang eine der großen Flügeltüren in seiner Nähe auf. und ein älterer, untersetzter Herr im blauen Rock, den strahlenden Stern auf der Brust, trat ein. Der heftete sein großes Auge auf den Junker, den er in diesem Kreise nie gesehen..., schon auch sprang Bassenthien auf ihn zu, und in langgestauter, nun sprudelnd überquellender Ehrfurcht und Bewunderung beugte er sich tief vor dem Eintretenden und küßte ihm nicht ohne Erschütterung die welke Greisenhand. Aber— wie ein Kreisel, den die Peitsche trifft— schnellte er herum, als eine Woge von Gelächter, leise heranbrandend, anschwellend, sich überschlagend. plötzlich um ihn aufschäumte; in lauter lachende Gesichter sah er hinein, und da er zornig und errötend nach der Ursache forschend um sich blickte, legte des Königs Vorleser, der ihm am nächsten stand, die Hand besänftigend auf seinen Arm und sagte: „Den ungern gegebenen Handkuß wird Er noch einmal geben müssen. Herr von Bassenthien. Diesmal hat er den Unrechten erwischt. Das war B-Selche sein.— Aber da kommt der König: Des Junkers zweiter Handkuß wird dem ersten an Inbrunst und ehrerbietiger Glut nicht gleichgekommen sein. Denn Begeisterung wärmt man nicht auf, wie eine Speise, und ein Guß Wasser ins Feuer wirkt nicht eben entflammend. Aber da man dann bei Tafel saß, der pommersche Junker in aller unbekümmerten AhnungslosigSeizig— geiziger— am geizigsten Die Schotten sind so geizig, sagte ein Londoner, daß sie winzig klein schreiben, um Tinte Sie sind noch viel geiziger, fügte ein Mann aus Manchester hinzu, denn sie kleben ihre Tapeten nicht an, sondern befestigen sie mit Reißzwecken, um sie immer beim Umziehen mitnehmen zu Gönnek.. 1. Ja, Schote. Aber am geizigsten schien mir sagte der Mann aus Birmingham, der nie mehr las, seit er eine Brille trug. Er fürchtete, die Gläser abzunntzen... keit zwischen den großen Helden seiner Zeit— da vergaß er's wieder und gewann seine Verehrung und Liebe im Anschauen des großen Königs schnell zurück. Plötzlich sah er Friedrichs leuchtendes Auge auf sich haften.—„Das ist ja wohl der Junker, von dem mir meine Generals ein paar Dutzend maulgewandter Affairen berichten?“ wandte sich der König an den General von Winterfeld, der neben ihm saß.—„Zu dienen, Sire“, antwortete der General—„und eben erst hat er uns wieder incroyablement amüsiert mit einem Streich, bei dem ihm allerdings das Maulwerk nicht auf dem richtigen Fleck saß: Den Handkuß, den er verehrungsvoll für Eure Majestät aufgehoben hatte— einer Potsdamer Jungser vom Munde abgespart—, konnt er nicht flink genug loswerden— da hat er ihn an Eurer Majestät Oberststallmeister. Herrn von Maltzahn, verschwendet".—„Dem wird er gut getan haben“, sagte der König lächelnd.—„Es war wohl für den jungen Menschen eine Art Generalprobe“, meinte ein anderer—„man munkelt, die Pommern beugen den Nacken nicht gern zum Handkuß.— Eine Art Scheinangriff auf markierten Feind also wohl.“—„Nein, nein“, sagte der König.„das ist schon so der pommerschen Junker Art. Man berichtet nichts als närrisches Zeugs von ihnen. Auf Stube und allenfalls auf dem Exerzierplatz und in der Kneipe nehmen sie die Backen voll, und wenn sich's drum handelt, hat keiner von ihnen den Mund auf dem rechten Fleck!“ Da litt es den Junker nicht länger. Aufspringend stieß er seinen Teller zurück und rief heftig— aber es lag neben aller Beschämung auch Bewunderung und verhaltener Respekt in seiner Stimme: „Euer Majestät wollen gütigst verzeihen... aber die Scham hielt mir den Mund zu. Hab' ich doch soeben einen Pferdeapfel für den Reichsapfel angesehen!“ „Der ist aus dem richtigen Holz“,. sagte der König in all die lachenden Gesichter hinein.„so lieb' ich meine Junker. Der wird auch schlagfertig, wenn der Feind über ihn kommt. Tret“ Er her, Junker, nehm' Er meine Hand,'s ist zwar nicht mehr als ein Häuflein Knochen, aber wenn's Ihm Vergnügen macht, küß Er sie noch einmal.“ Wie ein Heiligtum zog der Junker, ohne über Knechtschaft und Unterwürfigkeit zu munkeln Friedrichs zarte, blaugeäderte, zerbrechliche Hand an seine Lippen. Aber nach diesem Kusse, in den er alles verzehrende Feuer seiner begeisterten Jugend hineingab, konnte er sich nicht verkneifen, zu sagen: „Diesmal hat der pommersche Junker den Mund auf dem rechten Fleck gehabt. Euer Majestät!" Gustav Halm Bruno H. Bürgel: Der Zeiger kreist... Nenschen teine Zeit mehr haben, seitdem sie Zeit haben! Ich glaube, diese Empfindung war es, die vor grauen Tagen, als auf dem Drachenthron im fernen China Kaiser Schintsung saß und mit vielen Sorgen das weite Reich regierte, den Herrscher so in Zorn brachte, daß er seine Uhr zerschlug. Das aber war eine sonderbare Uhr; ein Fremder hatte sie ihm aus fernen Landen zum Geschenk gemacht. Sie bestand aus einer mächtigen hohen Kerze, und in diese Kerze waren in bestimmten Abständen große Kupfernägel eingeschmolzen. Alle Stunde etwa erreichte die abbrennende Kerze einen solchen Nagel, er fiel herab in eine herrlich verzierte metallene Schale und machte so auch noch durch einen Gongschlag dem Ohr vernehmbar, daß wieder eine Stunde ins Meer der Ewigkeit versunken sei. Damals gab es im Reich der Mitte noch keine Uhren, wie wir sie heute kennen, Boten verkündeten mit einer Trommer nach einem Schattenstab, also nach dem Stande der Sonne, wie weit der Tag vergangen, aber das waren die überflüssigsten der vielen überflüssigen Beamten, denn kein Mensch kümmerte sich um ihr Getrommel, weil ja jeder genügend Zeit hatte und zudem bei seiner Arbeit oder bei seinem Nichtstun sehr wohl wußte, ob es nun schicklich sei. don Tee zu trinken oder den Reis und den Fisch zu essen, sich niederzulegen oder eine Stunde zu verplaudern. TLIr H H Kaiser Schin=tsung indessen sand, nun er alt wurde, daß das Leben verteufelt schnell enteilte und alle die vielen Pläne, die er hatte, um seinem Volk und seinem Lande zu helfen, sich nur sehr langsam verwirklichten. Als er nun aber gar noch jene Kerzenuhr neben sich stehen sah, die ihm unablässig das Hinwegeilen der Zett vor Augen führte, sing er an, nervös zu werden, soweit das für einen Kaiser im alten China überhaupt schicklich ist; er starrte wie hypnotisiert auf die flackernde Flamme, die sich dem nächsten Stundennagel näherte, er sah nun mit den Augen, hörte mit den Ohren, wie die Zeit lief, rannte, davonsaufte... Nein, das ertrug er nicht, er schmetterte das Ding in eine Ecke, die Zeitflamme erlosch, der Gong krachte zusammen... nicht alle Geschenke machen uns glücklich! Ich glaube, diesen Kaiser hätten die modernen Uhren, die uns die Techniker unserer Tage in die Zimmer hängen, verrückt gemacht, diese elektrischen Uhren mit dem großen, über das ganze Blatt der Ziffern hinwegeilenden Sekundenzeiger, der uns mit Erbarmungslosigkeit unablässig, unaufhaltsam davon überzeugt, was wir ja gern vergessen möchten, daß unsere Lebensuhr unausgesetzt abläuft, daß wir Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Stunden, Tage, Jahre von unserm Lebenskonto abschreiben müssen und der Restbetrag immer kleiner wird. Den letzten Zeitpfennig drückt uns der Knochenmann mit betrübtem Gesicht in die Hand und bläst die Lampe aus. Von dem Augenblick an, da die Menschen zum erstenmal den nun zum geflügelten Wort werdenden Satz aussprechen:„Ich habe keine Zeit!", ist es mit der Gemütlichkeit in der Welt vorbei; nun, ich gehöre zu den unmodernen und völlig unmöglich gewordenen Leuten, die der Meinung sind, daß nicht die Zeit, sondern eben die Gemütl'chleit das Wichtigere im Leben ist. Ich weiß nicht, ob Sie die Bemerkung kennen, die ein gekröntes Haupt machte(das vor der Thronbesteigung sich das Leben in Paris sehr unterhaltsam zu gestalten wußte), als im Jahre 1905 bekannt wurde, ein In den Säulengängen von Palermo ist kein Winter Aufn. Archiv Habag Hans Heinrich Strätner: Februar Vom Dache tropft der graue Schnee eintönig in die breiten Pfützen. Die Kinder singen: Winter abe! Doch wird ihnen das nur wenig nützen. Ehe die Beilchen blühen am Hag, kommt noch mancher graue Tag. Des Birnbaums Knospen schwellen schon sacht in windgeschützten Häuserecken. Der Schlitten ist aus den Boden gebracht, die Kinder sprechen vom Eierverstecken. Ehe die Ostersonne lacht wird noch oft ihr Bett gemacht. Gelehrter habe mit großem Aufwand von Scharssinn die Relativität der Zeit und des Raumes bewiesen.„Ei nun“, sagte er,„der Mann kommt zu spät; ich habe schon vor einem Jahrzehnt entdeckt, daß die Stunden, die man mit einer schönen Frau verbringt, zu Minuten zusammenschrumpfen, während eine Stunde beim Zahnarzt zu einer Ewigkeit wird!“ Wir müssen zugeben, daß er recht hat und sich bei dieser Philosophie mit einem anderen großen Lebenskünstler in Uebereinstimmung befindet, mit Voltaire, von dem der Ausspruch stammt, daß nicht die Länge des Lebens maßgebend sei für seinen Wert, sondern der erlebte Inhalt. Wer wolle bestreiten, daß ein Mann, der abenteuernd die Welt durchstreifte, in fernen Zonen die buntesten Bilder an sich vorbeiziehen sah und im Alter von vierzig Jahren bei einem Aufstand in Südamerika ums Leben kommt, länger gelebt hat als, nun sagen wir einmal ein Barchenthändler in einem kleinen verschlafenen Provinzstäditchen, der kaum seinen Laden, geschweige denn seinen Wohnort verließ und siebenzig Jahre alt wurde! Haben nicht ganze Völker so Perioden rasenden Zeitenlaufes(man denke an die Geschichte Frankreichs von 1789 bis 1815, an die Deutschlands von 1914 bis zur Gegenwart) und wiederum Perioden einer Ruhe, die zuweilen fast Schlaf ist? Erlebt nicht der Mensch des letzten Jahrhunderts mit all seinen durch die Fortschritte der Wissenschaft und Technik bedingten Umwälzungen unendlich viel mehr. als Menschen früherer Epochen erlebten, auf die wirklich das Wort zutraf:„Er ward geboren, nahm ein Weib und starb!“ Ja, die Zeit ist wirklich ein relativer Begriff, nicht nur im streng wissenschaftlichen Sinne der Physiker, Mathematiker und Astronomen, auch im Sinne des praktischen Lebens und Erlebens. Hier eilt die Zeit, dort verweilt sie: Mozart wird nur 33 Jahre alt und ist von einer derartigen Fruchtbarkeit in seinem Schaffen, daß wir kopfschüttelnd vor seinem Werk stehen; im Gegensatz dazu erzählt uns der Indienforscher Colebrooke von einem frommen Büßer am Gangesstrand, der zehn Jahre seines Lebens untätig auf einer Steinsäule stand, selbst von anderen gefüttert werden mußte und sich nur seinen Büßergedanken hingab. Es gibt kein sonderbareres Geschöpf als den Menschen! Aber ob nun einer hastig lebt oder gemächlich, ob er viele oder wenige Jahre hinier sich brachte,— kommt der Augenblick, da seine Lebensuhr abgelaufen ist, paßt es ihm dennoch nicht. Prentice Mulford hat das bekannte herrliche Buch über den„Unfug des Sterbens“ geschrieben und die Hoffnung ausgesprochen, daß wir eines fernen schönen Tages diese Torheit überwunden haben werden. Er selbst freilich ist eines Tages dennoch den Weg alles Irdischen gegangen, indessen behauptet sein Uebersetzer und Biograph, Sir Galahad, daß es pure Nachlässigkeit von ihm gewesen wäre und daß er heute noch leben könnte, wenn er besser aufgepaßt hätte. Das eben ist es! Wir passen zu wenig auf unsere Lebensuhr, wir drehen zu viel an ihr herum, wie es die Schulbuben tun, denen Vater zum erstenmal eine„Zeitknolle“ schenkt. In England spricht man noch heute bewundernd von der Elisabeth Hanbury,„die in drei Jahrhunderten lebte“, was beinahe so klingt, als sei die würdige Dame dreihundert Jahre alt geworden; so ist es nun nicht, aber sie kam 1793 zur Welt und ist im Jahre 1905 in das Dunkel jenseits der Zeitlichkeit eingetreten. Wirklich hat sie also in drei Jahrhunderten gelebt, und es ist schon eine phantastische Sache, sich vorzustellen, daß diese Frau geboren wird, als die Französische Revolution ihren Höhepunkt erreicht hat, als Ludwig XVI. und Marie Antoinette hingerichtet werden, und erst ihr Leben beschließt, als die Völker Europas ihre Stellungen zum Weltkrieg beziehen. In ihrer Jugend werden noch Hexen verbrannt, kurz vor ihrem Tode sieht sie die ersten Flugzeuge im Blauen schweben.— Ein Spaßvogel sagt von ihr, sie habe ihren 75jährigen Sohn einen unreisen jungen Burschen genannt, aber da hat die Geschichte ihren Haken! So ist es eben nicht, und darum hat es wenig Zweck, alt zu werden wie Methusalem, denn Umwelt, Zeiten, Menschen, Weltanschauung, Sitten, Bräuche ändern sich, wie vorweltliche Bäume stehen diese uralten Leute dann in einer Zeitlichkeit, die sie nicht mehr verstehen: der Zeiger kreist und kreist, sie aber warten nur noch auf den letzten Glockenschlag, und wenn sie weise sind, sterben sie dann gerne. Vier Kleider verbraucht die Seidenraupe Die Aufgaben der Versuchs- und forschungsanstalt für Seidenbau in Celle K ge E u1 gi di ge ei 2 pr vo! da ein Le :: Pr ha Ze 133 pu Vr sch die sal Ei Ge Hil To Sa M 24 We Ar Hil Sa Ho Ar we geg Sp von sprr bese Vor Ein dier in alle run Fla aber Spi Bu Len unn Par gele oon Auf einer italienischen Reise ums Jahr 1840 hatt ein Herr von Trentovins, Beamter am Landwirtschaftlichen Institut in Jena, die blühenden Seidenkulturen der Lombardei kennengelernt. Sollte sich Aehnliches nicht in dem milden Klima des Saaletales einrichten lassen? Er beschloß. den Versuch jedenfalls zu wagen! Aus dem Jahre 1847 wird dann berichtet, daß am 16. Mai die Blätter der Maulbeerbäume bereits die Größe von Zweigroschenstücken erreicht hätten. Herr von Trentovius holte sich am gleichen Tage eineinhalb Lot Raupeneier, die er aus der Lombardei mitgebracht hatte, aus dem kühlen Lagerkeller und brachte sie in die warmen Zimmer. Innerhalb von 14 Tagen waren ungefähr 25000 Räupchen ausgekrochen, die im Lause von vier Wochen 1100 Pfund Maulbeerblätter fraßen.— Aber nach wenigen Jahren kam das neue Unternehmen schon wieder zum Erliegen, weil Krankheiten die Raupenkulturen zerstörten. Die Insektenkunde war noch nicht so weit fortgeschritten, um die noch kleineren Feinde der Tierchen zu erkennen. Heute befaßt sich in Deutschland ein eigenes Institut damit, die Lebensweise der Seidenspinner, ihre Aufzucht und die ihnen drohenden Krankheiten wissenschaftlich zu erforschen: die Versuchs= und Forschungsanstalt für Seidenbau in Celle. 3000 Meter Seidenfaden aus einem Kokon In einem kleinen Raum sind hier die Seidenraupen nach der Größe geordnet aufbewahrt. Zu Tausenden liegen sie, die kleinsten wenige Millimeter, die größten bis zu 10 Zentimeter lang, in ihren Gefächern unbeweglich auf einem sattgrünen Blattpolster. Bei genauerem Hinsehen gewahnt man, wie der Oberkiefer dieser Tierchen unablässig arbeitet und die Maulbeerblätter verschlingt. Die Raupe frißt sich derart voll und bläht zu einer so prallen Form auf, daß ihr bis zum Verpuppen vier mal die Chitinhaut platzt; dabei verfällt sie jedesmal in einen krampfartigen Schlaf, und wirft das zu enge Kleid ab, unter dem sich bereits ein neues gebildet hat. In 35 bis 40 Tagen hat dieser kleine Vielfraß sein ursprüngliches Gewicht um das achttausendfache vermehrt und fühlt sich nun genug gerüstet, die Wandlung von der Raupe zum Schmetterling durchzumachen. In nur zwei Tagen hüllt sich die Raupe in ein Gehäuse von 3 Zentimetern Länge und der halben Breite ein, das die Form einer Bohne hat und das wir als Seidenkokon kennen. Haspelt der Raupenzüchter später den Kokon dann ab, d. h. entfernt er das äußere Seidengewebe, so kann er den Kokon zu einem über 3000 Meter langen Faden entwirren— ein Verfahren, das 2600 v. Chr. von der chinesischen Kaiserin Si=Ling=Chi entdeckt worden sein soll. Die Parasiten der Jusekten Nach zwei bis drei Wochen entläßt der Kokon den Falter, der nur solange lebt, bis er sich fortgepflanzt hat. In dem Institut in Celle wird das Ergebnis genau beobachtet und untersucht. In einer durchlochten Tüte halten sich ein männlicher und ein weiblicher Schmetterling vier Stunden auf. Kurz danach hat das Weibchen ca. 500 Eter, den „Samen“ gelegt und stirbt dann. Auch das Männchen lebt nicht viel länger. Beide Tiere werden dann unter dem Mikroskop genau auf Krankheitserreger untersucht. Mühsame und langwährende Forschungen haben nämlich ergeben, daß die Seidenraupen von den verschiedensten Seuchen befallen werden können. Nur mikroskopisch sichtbare Sporentierchen übertragen z. B. die„Flecksucht“ auf die nächste Generation und bedrohen damit eine ganze Raupenkultur. Die Eier, die von erkrankten Eltern stammen, werden daher sofort vernichtet während die gesunden sorgfältig aufbewahrt werden und zur Aufzucht dienen. Damit solche Seuchen unter den Raupen nicht um sich greifen, hat nur die Forschungsanstalt in Celle das Recht, Seidenraupenbrut zu züchten und die Brut an Züchter weiterzugeben. Die Fortpflanzung der Seidenspinner wird in Deutschland also zentral gesteuert. Künstliches Klima regelt das Raupenleben Neben der Brutzucht ist eine der wichtigen Aufgaben des Institutes in Celle auch die Brutpflege der Seidenraupen. Von überVon Dr. C. Ludwis all der werden Kokonproben eingeliefert und das Institut wählt dann die Eier der besten und gesündesten Tiere als Zuchtmatertal aus Die Eier werden von den Hüllen befreit— Eier, die nicht größer als ein Mohnkorn sind gereinigt, getrocknet und bis zum kommenden Sommer in einem besonders hergerichteten Holzrahmen unter Gaze verwahrt. Bevor der Seidenraupenzüchter die Eier in Empfang nimmt, werden sie in Kühlschränken verschiedener Temperaturen ausgesetzt. Dadurch läßt sich der Zeitpunkt des Entschlüpfens der Raupe aus dem Ei genau bestimmen und umgekehrt kann man die Temperaturen im Kühlschrank so regulieren, daß die„Geburt der Raupe“ in ein möglichst günstiges Klima fällt. Sind die Sommertage vielleicht zu kühl, kann man die Zucht, da die Raupen ohnedies im geschlossenen Raume„gestapelt“ sind, durch Heizen der Räume schützen. Die Maulbeerpflanzungen nehmen zu Es genügt aber nicht allein, die Raupen zu züchten, man muß auch für ihre Nahrung friedrich-Karl kobbe: sorgen. Versuche haben ergeben, daß der Maulbeerbaum sich in Deutschland ebenso gut hält, wie in südlicheren Zonen. Man hat eine eigene Technik des Zurückschneidens der Triebe während der Wintermonate entwickelt, wodurch das Laub reichhaltigec und in seiner Güte stark verbessert wurde Die Maulbeerpflanzungen haben in den letzten Jahren ganz erheblich zugenommen. Seit 1933 sind die Maulbeerbestände in Deutschland ums 12fache angewachsen. Wenn die neuen Plantagen erst ihren vollen Laubertrag haben, wird für Millionen Raupen Nahrung da sein zum Nutzen der deutschen Rohstoffwirtschaft. Wie ertragreich gute Maulbeerbäume sein können, zeigt die Tatsache, daß eine völlig ausgewachsene Anlage von 2500 Quadrat= meter 2000 Kilogramm Blätter abgibt, eine Menge, die zur Aufzucht von 60—80000 Raupen ausreicht.. Ein kleines Wochenendgrundstück von 25 Meter Breite und 100 Meter Länge, gut mit Maulbeerbäumen bepflanzt, ergibt demnach jährlich 60 bis 80 Seidenkleider, da zur Anfertigung eines Kleides nicht mehr als 1000 Kokons nötig sind. Spatzen-nicht ganz in Gottes hand „Ich möchte Vogelfutter haben“, sage ich zu der Verkäuferin, die meinen Gruß nur mit einem unfreundlichen Laut beantwortet hat. Es ist früher Nachmittag, also Essenszeit, und die junge Dame scheint daran gewöhnt zu sein, diese stille Stunde lesend zu verbringen. Das Buch, aus dem ich sie aufgestört habe, hält sie noch in der Hand. „Vogelfutter", wiederholt sie seufzend. Sie findet es wohl tragisch, daß sie das Buch um einer solchen Laune willen beiseitelegen muß. Es ist übrigens, wie ich sehe, ein zwar vielgelesener, aber durchaus ernstzunehmender Novellenband. „Ja, bitte!“ Ich bemühe mich, einen Ton besonderen Entgegenkommens in die zwei Worte zu legen, ihr gewissermaßen meine stumme Anerkennung auszudrücken. Aber ich scheine mit meinen Bemühungen kein Glück zu haben. Sie sieht mich düster an, als ob sie gezwungen worden sei, ein Urteil über meine äußere Person einschließlich meines Charakters und meiner Neigungen, abzugeben. Dann fragt sie kurz, ihrerseits in einem Ton, der keinen Widerspruch duldet:„Für Papageien?“. Ich bin bestürzt. Ich habe keinen Papagei. Wie kommt sie nur auf diesen Gedanken! Es ist durchaus ungerechtfertigt, mir den Besitz von Papageien ansehen zu wollen. „Nein!“. Ich protestiere.„Nicht für Papageien, auch nicht für Wellensittiche! Gewöhnliches—“ sagt man das?—„gewöhnliches Vogelfutter möchte ich haben... Zum Streuen", füge ich, ein wenig milder, hinzu und sehe andeutend auf die Straße hinaus, wo der Schnee, großstädtisch grau, aber immerhin erkennbar, zusammengeschaufelt wird. „So“, sagt sie diesmal nur. Aber sie hat verstanden. Schweigend begibt sie sich in die dunkelste Ecke des Ladens. Ein Schrank wird geöffnet, und eine Weile bleibt es stumm. Schließlich fragt es, reichlich unwirsch, aus der Ecke:„Für Meisen?“ Sie stockt ein wenig.„Oder — für einheimische Singvögel aller Arten?“ Ich muß lachen.„Ach wo“, rufe ich hinüber, „für Spatzen!“ Der Schrank wird hörbar zugeschlagen. „Für Spatzen gibt es nichts“, sagt sie im Näherkommen und nimmt achselzuckend ihr Buch vom Tisch. Die Angelegenheit, halb tragisch und halb lächerlich, ist für sie zu Ende. Aber ich gebe mich noch nicht geschlagen. „Entschuldigen Sie“, sage ich, immer noch sehr höflich,„ob es für Spatzen etwas gibt oder nicht, ist mir gleichgültig. Geben Sie mir irgendein Körnerfutter, das sie fressen. Meinethalben kann es auch für einheimische Singvögel aller Arten sein.“ Soviel Hartnäckigkeit hat sie nicht erwartet. Sie steht mich an und überlegt, wie sie mich fortschicken kann, ohne das Gesetz der Kundenpflege allzu heftig zu verletzen. „Spatzen füttert man nicht", sagt sie dann. Es ist eine sachliche Feststellung, die einem Verweis nur andeutungsweise nahekommt. „Warum nicht?“ erlaube ich mir zurückzufragen. Sie zögert einen Augenblick. Dann nachdem sie thre tierkundlichen Kenntnisse und Erfahrungen überprüft hat, sieht sie mich triumphierend an: Weil sie den anderen Singvögeln alles wegfressen.“ Ich bewundere ihre Schlagfertigkeit. Sie Leht unter der Lampe— nicht mehr jung, blaß, urtotond, ein nicht sehr persönliches, enttäuschtes, aber auch nicht unangenehmes Gesicht. „Liedes Fräulein“, sage ich geduldig und väterlich.„an meine Wohnzimmerfenster im dritten Stock kommen nur Spatzen. Meisen und die anderen einheimischen Singvögel kommen nicht. Also können meine Spatzen ihnen auch nichts wegfressen. Es wäre doch unsinnig, wenn Kriegspudding Es war gegen Kriegsende an der Westfront. Die Kompanie war zum Ausruhen zurückgezogen worden, und ein besonders gutes Essen wurde ausgegeben. Es gab sogar einen Pudding. Erwartungsvoll stand die Schlange der Essenholer vor dem Teller, aus dem der Pudding thronte. Der Austeiler machte sich mit Messer und Gabel ans Verteilen. Vergeblich. Kein Stück ließ sich absäbeln. „Scheini mächtig hart!“ „Hat wohl aus Versehen'ne Kanonentugel gelocht......," e. 2. „Is wohl der Fußbaul, den die gesangenen Tommies mitbrachten?" Die ungebuldigen Bemertungen wurden immer lauter. „Mensch, woher hast du denn das Mehl zu dem Pudding genommen?“ rief schließlich der Austeiler— würend zum Koch hinüber. „Aus dem Wagen Nummer!“ kam die Antwort. „Na, dann ist der Pudding mit PortlandZement gemacht worden.. Notwendig Eine Abordnung der Admiralität examinierte die jungen Fähnriche zur See. „Nun“, sagte ein alter Admiral,„können Sie mir sagen, was ein Seeoffizier sein muß, ehe ihm ein Begräbnis mit allen seemännischen Ehren zugesprochen wird?" Einiges Stillschweigen. Dann erhebt sich ein junger Fähnrich und antwortet unbefangen: „Tot.“ Der große Deitte Ein junger englischer Seeoffiziersanwärter wurde auf seine Kenntnisse geprüft. „Wen betrachten Sie als die drei größten englischen Seehelden?“ wurde er von einem würdigen alten Herrn in hoher Uniform gefragt. Der junge Mann stotterte: „Nelson— ähh, Drake— und ähh—Ach, verzeihen Sie bitte ich habe Ihren Namen vorhin nicht genau verstanden. Sir!“ Frage „Wenn du mich jetzt noch einmal etwas fragst, Ilse, bekommst du eine Ohrfeige.“ „Warum, Vati?“ Allerhand „Was haben Sie für Ihren neuen Hund bezahlt?“ „Bis jetzt drei Paar Hosen.“ Kreuzworträtse! Auflösung des Kreuzworträtsels: a) 1 Tang, 5 Tank, 8 Minerva, 9 Oslo, 10 Aera, 12 Man, 14 Olm, 16 Leu, 17 Anmee, 18 Kai, 20 Ire. 22 Ute, 24 Roer, 26 Halt, 28 Mineral, 29 Rase, 30 Elen:— b) 2 Amsel, 3 Nil, 4 Gnom, 5 Tran, 6 Ave, 7 Narbe. 9 Odoaker, 11 Amulett, 13 Armut, 15 Mai, 16 Lei, 19 Aroma, 21 Rolle, 22 Urne, 23 Ehre, 25 Eis, 27 Aal. Bedeutung der einzelnen Wörter a) von links nach rechts: 1 Waldwiese am Vierwaldstätter See, 5 Ausschank, 6 Oper von Verdi, 8 Räubergruppe, 10 Nachtvogel, 12 Arbeitseinheit in der Mechanik, 14 Strom in Afrika, 15 lateinische Bibelübersetzung, 16 Grabschmuck, 18 Lebensbund, 20 Haustier, 21 wichtiges Gasgemisch, 23 Schmuckstein, 25 Stadt in der Schweiz, 26 musikalischer Begriff. 27 Schiffahrtkunternehmer; b) von oben nach unten: 1 Theaterplatz, 2 Norne, 3 norwegischer Dichter, 4 germanische Göttin, 5 Segelschiff, 7 morgenländischer männlicher Vorname, 8 Behälter, 9 Kloster in Oberbayern, 11 Berg im Kaukasus, 13 früheres ungarisches Grenzland. 16 gegorene Milch, 17 Kopfschmuck, 19 maschinenbautechnischer Ausdruck, 20 Fährte, 22 Getränk, 24 feierliches Gedicht. hustenbonbons Kleine Zerstreutheiten sind das Salz des Alltags. Es ist müßig, sie erklären zu wollen und ruppig, darüber zu lachen. Oder lachen Sie etwa über Kurzschluß oder das Fehlen eines Kragenknopfes? Da ist zum Beispiel die Sache mit der Fahrkarte oder dem Straßenbahnfahrschein. Dieser sozusagen klassische Fall von Zerstreutheit. Im Begriff, einen Freund vom Bahnhof abzuholen. habe ich mich noch hundert Meter vorm Eingang versichert, daß ich den Groschen für den Bahnsteigkartenautomaten krampfhaft in der Faust halte. Da zeigt die Uhr zwei Minuten vor sieben, der Zug muß gerade einlaufen. Ich brause durch die Sperre und lege in die aufnahmebereite Hand des Beamten— den Groschen. „Nana“, sagt der,„so früh am Morgen fangen Sie schon mit Beamtenbestechung an?“ Hinter mir grinst alles. Puterrot flüchte ich zum Automaten Meine Frau, der ich die kleine Episode vom Morgen auf dem Heimweg vom Kino zum besten gebe, steckt gerade mit spitzen Lederfingern einen Hustenbonbon in den Mund und will sich ausschütten vor Lachen. „Natürlich, der Herr Geheimrat! Gib mir bloß nachher die Straßenbahnfahrscheine, wer weiß, was du sonst noch anstellst.“ Ich gab sie ihr, nachdem ich ihr vorher tief beleidigt, die Schicksalsnotwendigkeit kleiner Zerstreutheiten vor Augen zu führen versucht hatte. Dann stellte ich mich mit meiner Zigarette auf die hintere Plattform. Am Jahnplatz kam der Kontrolleur. Nein, mein Lieber, dachte ich diesmal sicher und froh, was das Gesuche anbetrifft— heute ohne mich Und wies ihn an die zuständige Stelle. Es dauert aber nur wenige Augenblicke, da kommt aus dem Wageninnern der leise Aufschrei einer Frau. Und wie ich mit langem Hals hinsehe, ist es die meinige. Vor ihr steht der Herr Kontrolleur, der augenblicklich sprachlos seine geöffnete Hand anstiert. In dieser Hand liegt ein Hustenbonbon. Der letzte übrigens. Und meine Frau stülpt gerade verzweifelt das Chaos ihres Handtascheninhalts in den Schoß. Ich hatte im stillen beschlossen, die Einführung einer Handtasche oder eines Pompadours als Ersatz für die dreizehn Taschen der männlichen Aufmachung anzuregen. Aber nun sehe ich ein, daß doch noch ein anderes Patent nötig ist——— Haher. ich sie um einer Hypothese willen hungern lassen wollte.“ Meine Worte machen sichtlich Eindruck. Das von der Hypothese ist, wie ich an einem kleinen Lächeln sehe, sogar verstanden worden. Aber es ist wohl nicht das erste Mal daß sie sich von einem Mann belehren lassen soll. Sie ist ebenso mißtrauisch wie eigensinnig. „Aber Spatzen sind schädlich!“ Nun hat sie einen roten Kopf bekommen und die Stimme ist plötzlich jung geworden.„Bei uns zu Hause, an der Mosel, haben wir für jeden Spatzenkopf einen Pfennig gekriegt!“ Ich stelle mir vor, wie sie, vor zwanzig Jahren im kurzen Röckchen durch das Weindorf gelaufen ist und ihren Bruder auf der Spatzenjagd begleitet hat. „Gewiß“, gebe ich bereitwillig zu, Massen sind sie schadlich— aber nicht schädlicher als die Amseln und die Stare, wenn sie in Scharen kommen und die ganze Kirschenernte abfressen. Im vorletzten Sommer gab es in den Dörfern an der Unterelbe, wo ich damals war, auch für jeden Starenkopf einen Pfennig. Schädlich, wissen Sie—“ ich fasse unwillkürlich den Novellenband ins Auge—„das ist auch nur so ein relativer Begriff, und hier in der Stadt ist ein Spatz nicht schädlicher und nicht nützlicher als einer von den anderen Vögeln. Die Meisen sind niedlicher und die Rotkehlchen bunter, das ist klar. Aber finden Sie die Spatzen häßlich? Haben Sie schon einmal einen in der Nähe gesehen— ganz nahe, meine ich, so nahe, daß Sie mit ihm reden können?“ „Ach Gott", fällt sie mir ins Wort,— und dann erzählt sie mir von einem jungen Spatz, der aus dem Nest gefallen war, zu Hause an der Mosel, damals, als sie noch nicht zur Schule ging, und von der Mühe, die sie alle, die Mutter und sogar der Vater. sich gemacht haben, um ihn hochzuküttern.„Nachher, als er groß. war,##er Erzählung„er hat ae elit e. Schase dicr eice an. wuchtige und pelzverbrämte Dame rauscht herein. „Also“, sage ich diesmal mit einem kleinen Lächeln,„geben Sie mir gleich ein Pfund.“ Sie geht wieder zum Schrank, während mich die Dame, vielleicht weil ich gelächelt habe, nicht sehr liebenswürdig mustert. Aber sie hat wenig Zeit dazu, denn die Verkäuferin, das Mädchen von der Mosel, läßt mich nicht mehr lange warten. Sie kommt mit einem Päckchen, das sie, ohne mich zu fragen, einwickelt. „Waldvogelfutter“, sagt sie nur,„das beste, was es gibt.“ Ich zahle, und sie wirft das Geld in die Kasse. „Vielen Dank“, sagt sie mit einer Herzlichkeit, die zur Größe meines Einkaufs in keinem rechten Verhältnis steht, und dann macht sie eine Bewegung, als ob sie mir die Hand geben wolle. Aber ich habe mich wohl getäuscht. Denn sie sieht mich nicht mehr an, und der Ton der Frage die sie jetzt an die pelzverbrämte Dame richtet, ist gleichgültig, kühl und müde wie der Gruß, mit dem sie mich vorhin empfangen hat. Draußen, noch im Licht des Schaufensters, wickele ich mein Päckchen aus. Es heißt tatsächlich Waldvogelfutter. Vorn sind drei wwunderschöne Vögel abgebildet, die ich in solcher Farbenpracht noch nie gesehen hade, und auf der Rückseite steht zu lesen, daß die gefangenen Stubenvögel— Pracht= und Distelfinken, Hänflinge und Stieglitze— die man mit diesem Futter füttert, zu ihrem vollen freiheitlichen Gesang angeregt werden und die natürliche Buntheit ihres Gefieders behalten. Da werden sich meine Spatzen freuen. — Bauernsprüche Laß mich los oder ich schrei, sagte die Maus zur Katze.(Holstein) Kopfarbeit strengt an, sagte der Ochse, da zog er zum erstenmal einen Pflug. (Mecklenburg) Jetzt kommen wir zum Wichtigsten, sagte der Pastor, da blieb er in der Predigt stecken. (Schleswig) Da schwimmen wir Aepfel, sagte der Roßapfel, und schwamm mit den anderen echten weiter.(Pommern) Courage, verlaß mi net, wenn's angoht, werd''laufe, hat der Schneider'sait. (Schmabben) Ich kann das Hornvieh nicht leiden, sagte der Schneider, und warf eine Schnecke über den Zaun.(Pommern) Langweilig ist es doch, sagte der Sperling, wie die Nachtigall ausgesungen hatte. (Hamburg) Das läßt sich hören, sagte der Taube, da bekam er eine Ohrseige.(Schlesien) Gleich und gleich, sagte der Teufel zum Schornsteinseger, ich bin schwarz und du nicht weiß.(Preußen) Einfach, aber niedlich, sagte der Teufel, und strich sich den Schwanz erbsengrün an. (Westfalen) Es ist zu spät, sagte der Wolf, als er mit dem Schwanz im Eis festgefroren war.(Jever) Ich werde doch kein Narr sein, sagte der Wolf, und mich von einem Schaf beißen lassen. (Eisel) Geleke ist Geleke Der Major v. Bock war als alter Hagestolz gestorben. Nun ließen seine Erben den geringen Nachlaß versteigern— eine Begebenheit, die in dem kleinen Garnisönchen nicht geringe Beachtung fand. Verfehltes Kompliment „Was für reizende kleine Händchen Sie haben, Fräulein! Wenn Sie gähnen, müssen Sie wohl immer beide Hände vor den Mund halten!“ Lachende Fabeln Katze und Briefkasten Eine Katze hatte eine besonders große Ratte gefressen und lag nun— vor Schmerzen sich wälzend— unter einem Straßenbriefkasten. „Friß nicht so viel!“ rief der Briefkasten der Geplagten Js,. ga5 dies, anzd. „Halt" die Klappe, gar biese unglich zurück.„Du wirst geleert, wenn du voll oist— ich nicht!“ Guter Rat So sagte der Leutnant Knickebein zum Wachtmeister Pätzold: „Sie haben doch morgen Zeit, mein lieber Pätzold, da gehen Sie bitte für mich zur Auktion. Der Major v. Bock besaß nämlich einen schönen alten Schreibtisch, den möchte ich haben— bieten Sie doch für mich!“ „Zu Befehl, Herr Leutnant!“ Kurz darauf ließ der Rittmeister den Wachtmeister rufen. „Pätzold! Morgen gehen Sie zur Auktion. Da ist ein schöner alter Schreibtisch— den will ich haben. Bieten Sie für mich!“ „Zu Besehl, Herr Rittmeister!“ Als am folgenden Tage bei der Versteigerung der bewußte Schreibtisch an die Reihe kam, rief der Auktionator: bitte um ein Gebot!“ „Zwanzig Mark für den Herrn Leutnant!“ sagte Wachtmeister Pätzold. „Zwanzig Mark zum ersten... zum zweiten... zum...“ „Zweiundzwanzig Mark für den Herrn Rittmeister“, sagte Wachtmeister Pätzold. „Zweiundzwanzig Mark zum ersten zum zweiten...“ „Fünfundzwanzig Mark für den Herrn Leutnant!“ sagte Wachtmeister Pätzold. „Siebenundzwanzig Mark für den Herrn...“ „Aber, mein Herr. Sie überbieten sich ja immer selbst" rief der Auktionator dazwischen.„Was soll denn daraus werden?“ Wachtmeister Pätzold zuckte die Achseln: „Darauf bin ich selbst auch neugierig, wie das noch werden wird!" P. v. Z. Der leufel im Dolksmund Ich kann nicht damit fertig werden, sagte der Teufel, als er über seine Großmutter weinen sollte.(Nordschleswig) Belehrt „Sie klagen wegen fristloser Entlassung? Sie dürfen aber ihren Chef nicht einen Esel nennen. Das können Sie sich doch denken.“ „Schön, ich werde es mir denken.“ Seicgersden Versenkte Waffen Hase nleift Kürzlich wurde, wie in jedem Jahr, im Kürzlich wurde, wie in sen von Nei Holl im Erisein des Bürgersen von New York im Beisein meisters ein ganzes Polizeiboot voll Wafsen versenkt: Gewehre, Revolper, Maschinenpistolen, Bulldoggrevolver, muschinengewehre. Sogar ein schweres Maschinengewehr war dabei. Alle diese Waffen wurden Gangsters abgenommen; es waren so viele, daß man ein ganzes Bataillon damit hätte ausrüsten können. Nun wird wohl Neptun seinen Dreizack beiseite legen und bewaffnet sich mit einem Maschinengewehr, und der Schwertfisch wird seine veraltete Waffe mit einem Bulldoggrevolver vertauschen. Jedenfalls aber hat man durch diese Maßnahme den Gangstern das Geschäft mal wieder— verwässert. Der pfeifende Fisch gezüchtet, der pfeisen kann. Ein anderer einer Henne das Singen beigebracht haben. Soll der Züchter wirklich dem Fisch die— Flötentöne beigebracht haben? Ich nehme an, daß die Nachricht von einem„pfiffigen" Reporter stammt. An die singende Henne glaube ich schon eher, obschon eine Hühnerbrust bekanntlich dem Gesang nicht sehr förderlich ist. Und wenn die Henne legt ein Ei, wird kein Gegacker tönen, sie singt ein nettes Lied dabei, den Vorgang zu verschönen. Die lackierte Kuh Ein Bandwurm=Ehepaar litt unter den Einwirkungen einer Kur ihres Besitzers. „Es ist unglaublich, wos g ggzmutzt wird", klagte die Bandwurms#an.„# und andere Flüssigkeiten strömen fortgesetzt auf uns zu.— Was soll noch werden?“ „Alles fließt!“ tröstete der Bandwurmmann. Und er fügte hinzu:„Nur den Kopf nicht verlieren!" O. P. Seitdem der Tierzüchter Allan Grubbes in Alabama für eine mittelmäßige Kuh ohne weiteres den ersten Preis bekam, wein Tier frisiert und ihm Huse und Hörner lackiert hatte, führen alle Züchter der Südstaaten ihre Tiere nur noch pedikürt und mit Löckchen zu Ausstellungen. Tja, auf manche alte Kuh, sofern sie frisiert und lackiert war, ist schon ein Ochse hereingefallen. Rekordsprecher In Chicago sand ein Wettbewerb in Dauerunterhaltung statt. Als Sieger ging ein verlobtes Paar hervor, das sich 14 Stunden 11 Minuten ununterbrochen unterhielt. Ein sich liebendes Paar war es jedenfalls nicht, denn die Liebe ist bekanntlich stumm. Ob der Verlobte bei der Redseligkeit seiner Braut nicht Angst vor dem Heiraten bekommen hat? Bei einem„trockenen“ Gesprächsstoff hätte man überhaupt nicht so lange ausgehalten. Das Alter geht vor sagte der Teufel, und schmiß seine Großmutter die Treppe hinunter. (Westfalen) So kommt Gottes Wort in Schwung, sagte der Teufel, und warf die Bibel über den Zaun. (Holstein) Was alt ist, das reißt, sagte der Teufel, und riß seiner Großmutter ein Ohr aus. (Oldenburg) Das Kraut kenn ich sagte der Teufel, und setzte sich in die Brennesseln.(Friesland) Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, sagte der Teufel, und setzte sich in einen Bienenschwarm.(Hamburg) Viel Geschrei und wenig Wolle, sagte der Teufel, und schor ein Schwein.(Pommern) Wie die Welt auf und nieder geht, sagte der Teufel; da saß er auf einem Pumpenschwengel. (Oldenburg) G. Sch. Vorsicht! Glas! In einer New Yorker Ausstellung war ein Haus aufgebaut, das in allen seinen Teilen aus Glas hergestellt war. Das Sprichwort:„Wer in einem Glashause sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“, hat sicher diesen Bau schon vorausgeahnt. Da das obige Haus von einer Abstinenzler=Vereinigung gebaut wurde, bestand das Material natürlich aus— Milchglas. Dr. Reichardt Gei gelagt „Meier prahlt immer mit seiner abgeschlossenen Bildung.“ „Abgeschlossen muß sie allerdings sein, denn sie kommt nie zum Vorschein.“ Guter Mond Die englischen Damenfriseure empfehlen ihren Kundinnen, ihre Haare nur bei zunehmendem Mond schneiden zu lassen, da sie dann besonders dicht und lang nachwachsen.— Da sieht man wieder, daß den Mann von der Frau„Sternenweite" trennt. Je mehr bei ihm der Mond zunimmt, desto dünner wird das Haar. Hazzi... Prost! Eckartsberga wurde ein 68jähriger Mann ermittelt, der innerhalb 46 Jahren nicht weniger als acht Zentner Schnupftabak „zu sich genommen“ hatte. In einem Interview erklärte er, daß er es noch auf zehn Zentner zu bringen hoffe.— Dann wird er wohl endlich die Nase voll haben.(Renner) Im Burgtheater klappte einmal bei der Generalprobe ein Stück so vorzüglich, daß der Regisseur die Schauspieler um sich versammelte und sagte:„Kinder, das sitzt alles so gut, ich denke, wir spielen das Stück ohne Souffleurkasten." Alle nickten beifällig, nur ein alter Komiker brummte:„Mir ist's schon recht, aber wird das Publikum dann nicht den Souffleur sehen?" Intelligenz-Prüfung 1. Was muß man tun, ebe einem die Sünden vergeben werden können? 2. Was macht der Bauer mit übriggebliebener Milch? 3. Was ist ein Stiftsfräulein? 4. Was ist ein Parlament? 5. Was ist noch schlimmer als in strömendem Regen auf freiem Felde zu schlafen? 6. Wann trägt einer allein die Verantwortung? 7. Wann ist es unmöglich, daß einer über Nacht graue Haate bekommt? 8. Wann wird einem das Rauchen verboten? 9. Welche Frau ist treu? 10. Welche Augen sind die gefüblvollsten? 11. Welche Tiere erblicken zweimal das Licht der Welt? 12. Welche Tennisspielerin hatte die passenden Initialen u u Tr e iugng.01 Wi M u uue Wtn Mn um ns wm uug n unsc aus 17 M Wu M M t Wu Wnun M un 12 nr umme u n 2c Ppnane Mune rng 2 dune Da tacht aus Kusrana Remtttenden Gast:„Ober, bringen Sie mir ein BeesKellner:„Gedulden Sie sich einen Eine gute Deutung Tom geht zu einem Graphologen und legt ihm eine Handschrift zur Deutung vor. Dieser beugt sich über das Schriftstück, studiert eifrig (Lite) Der Geeignete Sturm auf See. Leck im Schiff. Alle legen Hand mit an. Einer tut sich besonders hervor. Die Gefahr ist vorüber. Der Kapitän wendet sich an den einen: „Lieber Herr, meine besondere Anerkennung. Sie haben ja Unmenschliches an der Pumpe geleistet. Was sind Sie von Beruf?“ „Milchhändler.“ (Sondagemssen) „Nicht wahr, Eochen“. daß ich daran gedacht habe, du freust dich, dich abzuholen...“ 25 Tehla K de ge E G ü gi di ge p# da ei Le :: Pr ha Ze :: vul Vr sch die fal Ei Ge Ho Hil To Sa M De We Ar 15 Sa Ho Ar 1187 we geg Sp von sorc bese Vor Ein dier im alle run Fla aber Spi Len Par gele ohn Westfältsche Neueste Nachrichten Se eSccerteere deo Seenres Eine Film-Revue wird gefilmt Gestern war der letzte Drehtag für den Tobis=Film„Es leuchten die Sterne". Hoch„im Himmel“, zwischen glitzernden Sternen, auf einem„Himmelsweg". der aus den ziehenden Wolken zu den Sternen in die Ewigkeit führte, saß Hans H. Zerlett am Mikrofon und dirigierte die am anderen Ende des „Himmelssteg“ wartenden Darsteller und Tanzgruppen. La Jana flattert als Fledermaus, umgeben von fantastisch kostümierten Tänzerinnen, über die fast unwirklich und gespenstisch aus dem Nichts aufragende Brücke. Johann Strauß kam, hinterher Lohengrin, Hans Sachs, Fallstaff, Faust, Tannhäuser, der Alte Fritz, Napoleon, Don Juan, Münchhausen und viele, viele andere Gestalten aus der Weltgeschichte und aus dem Märchenreich der Fantasie folgten. Tanzscharen schwebten dazwischen. Die Welt schien verzaubert. Alle Fantasiegestalten aus der Kunst und aus der Literatur zogen im prächtigen Zug über das spiegelnde Band der Brücke. Es war die Schlußszene einer Revue, die gedreht wurde. Und der Schluß des Films„Es leuchten die Sterne" überhaupt. Mit diesem Filmstoff hat es ja eine eigenartige Bewandtnis. Denn die Dreharbeiten an einem Film werden gefilmt! Diese symbolisch ausgedeutete Revue, deten Schlußbild wir erlebten, ist nicht Hauptzweck des Films, sondern Mittel zum Zweck. Der Filmbeschauer sieht, wie diese Revue gefilmt wird, und erlebt dabei das Leben, die Arbeit, Glück und Leid im Filmatelier. Was zum Film gehört, vom Herstellungsleiter, vom Star bis zum Wächter an der eisernen Pforte der Filmhalle, wirkt alles darstellerisch mit. Der Regisseur filmt den Regisseur bei der Arbeit, der Kameramann dreht den Kameramann, die Komparserie spielt sich selbst. Ein eigenwilliger Gedanke; Geboren aus der Ueberlegung: Warum soll nicht auch einmal die von der Besessenheit künstlerischen Schaffens und von der Leidenschaftlichkeit der Menschen erfüllte Atmosphäre des Filmateliers selbst Mittelpunkt der Filmhandlung sein? Vera Bergmann zum Beispiel spielt eine kleine Kompar= sin und wächst allmählich zum Ruhm des Stardaseins empor. Auch Carla Rust ist eine kleine Unbekannte im Film. Auch sie strebt nach Glanz und Ruhm, aber schließlich ist ihr das Glück der Ehe mit einem Oberbeleuchter wichtiger als aller äußere Glanz. Und bei diesem Leben und Schaffen im Filmatelier, bei der Dreharbeit zu dem Nevue=Film, tauchen sämtliche großen Darsteller der Tobis auf, nicht als Darsteller, sondern als sie selbst. Mm Uir hören. ... daß die Tobis=Filmkunst G. m. b. H. der Wichtigkeit der beiden Olympia=Filme entsprechend beschlossen hat, Joseph Pfister mit der Durchführung aller im Zusammenhang mit diesen Filmen stehenden Propagandamaßnahmen im In= und Ausland zu betrauen. Leiter des Pressedienstes der TobisFilmkunst ist Siegfried Kyser. Leiter des Tobis=Werbedienstes Karl Klär. ... daß die aus vielen Filmen bekannte Schauspielerin Maria von Tasnady zum ersten Male auch auf einer deutschen Bühne auftreten wird. Die Künstlerin spielt eine Rolle in dem Kriminalstück„Parkstraße 13“ von Axel Ivers im Landestheater Oldenburg. Vor ihrer Filmtätigkeit gehörte Maria von Tasnady dem Ungarischen Nationaltheater in Budapest an. „Es leuchten die Sterne“— Ein Hans H. Zerlett-Pllm der Tobis Mit La Jana, Pritz Ernst Fürbringer, Vera Bergman, Pridtjof Mjöen, Carla Rust, Rudl Godden, Karl Stepaneck, Hilde Krüger, Paul Verhoeven, Rose Rauch, Geschwister Höpfner, Eva Tinschmann, Horst Birr, Leo Leux, Elisabeth Wendt. Foto: Tobie Der Reichsbühnenbildner Professor Benno von Arent hat übrigens die Bühnenbilder und Kostüme zu diesem Film vom Film entworfen. Die Nevuebilder weichen vom Althergebrachten ab. Jedes Kostüm ist einzeln von Benno von Arent erdacht und ohne Prunk mit knappen Mitteln symbolisch gestaltet. Es war fast eine verzauberte Stimmung im Atelier, als beispielsweise die Sternbilder über den„Himmelsweg“ schwebten.— Und bei den napoleonischen Generalen waren Originalstiche das Vorbild. Sie wurden fotografiert, und nach den Fotografien wurden die Männer ausgesucht und die Masken von den Maskenbildnern geschaffen. Viel Talent, viel Schwung und ein unendliches Maß von künstlerischer Kleinarbeit und eigenwilliger Gestaltung wurde für diesen Film verwendet. Heinrich Miltner Jeelits ur Ssterefere Verfilmter Pirandello „Der Mann, der nicht nein sagen kann“ im„Universum“ Es gibt solche Männer, die kein Nein über die Lippen bringen können, was ihnen dann meistens sehr übel bekommt. Allerdings in einem anderen Sinne als Karl Ludwig Diehl, der sich wohl ein Dutzend mal verlobt, aber immer mit einigermaßen heiler Haut sich wieder salviert. Denn Diehl ist— man kennt ihn sonst gar nicht so— ein Schwerenöter, der die Frauen ebenso schätzt, wie er das Nein meidet. Nur meiden die Frauen nicht ihn. Pirandello hat diese lustige Geschichte, deren Einzelheiten wir nicht verraten wollen, geschrieben. Und wenn man dem Film bescheinigen kann, daß er wirklich aus dem Geiste dieser unbeschwerten Heiterkeit mit dem typisch tialienischen Schuß Pfeffer und Salz gedreht ist, so ist das schon recht viel. Die Handlung ist gespickt mit lustigen Einfällen und diese Einfälle werden so geschickt optisch verarbeitet, daß die bei„übersetzten" Lustspielen drohende Gefahr der überspitzten Dialogführung kaum empfunden wird. Karl Ludwig Diehl spielt diesmal aus der leichten Hand, ohne doch seine seriöse und etwas problematische Männlichkeit ganz zu verleugnen; man ist erstaunt, ihn auch in einem solch tollen Lustspiel am richtigen Platz zu finden. Karin Hardt gibt ihrer ernsten Rolle die zarte mädchenhafte Würde, die ihrer Blondheit so gut ansteht und die sich in ihrer Gefühlsstärke immer mehr vertieft. Um diese beiden Hauptdarsteller herum schwirrt ein übermütiges und drolliges Mädchenvolk, aus dem Hilde Krüger und Frauke Lauterbach stärker hervorragen. Hilde Krügers american girl ist goldecht in seinem frischen und selbstbewußten Draufgängertum, hinter dessen Burschikosität doch ein ganzer Kerl steckt; Frauke Lauterbach stellt einen nicht so leicht erschließbaren Typ kapriziöser Mädchenhaftigkeit, während Charlott Daudert das harmlose sweetheart mit drolliger Natvität ausstattet. Leo Slezak, ein cholerischer älterer Herr, der hinter pastoraler Moral viel Gutmütigkeit verbirgt, und Werner Fink, der stotternde Freund mit der Komik, die so komisch ungewollt wirkt. Man hätte gar nicht geglaubt, daß ein Pirandello sich so gut verfilmen läßt. handlung) eigens für sie geschriebenen Oper „Zaritza" unter Verwendung von Melodien aus Beethovens Schicksalssymphonie. Ueber die Handlung des Films zu sprechen, erübrigt sich. Sie hat doch nur insofern Bedeutung, als sie Jeannette MacDonald und ihrem sympathischen, stimmlich begabten Partner Nelson Eddy immer wieder Gelegenheit gibt, zu singen. Sie ist für die der Hauptdarstellerin zugedachten Rolle sogar recht glücklich gewählt. Z. Leonhard als Regisseur hat sich seiner Aufgabe mit Geschick entledigt. Umfangreiche filmische Mittel wurden von ihm eingespannt. wobei er der Gefahr im Opernhaften, Ueberladenen zu ersticken, fast immer entgangen ist. Technisch ist der Filmstreisen, wie das bei amerikanischen Spitzenfilmen selbstverständlich ist, ausgezeichnet. Der Kameramann hat fehlerlos gearbeitet und mit geschickten Ueberblendungen raffinierte Effekte erzielt. Der Gesang ist— gottseidank übrigens— nicht synchronisiert worden; die Sprache ist einwandfrei. Alles in allem ein Film, der zwei Stunden lang gefangen nimmt. Erich Bigalke Wieder sinkt die Nacht hernieder. Wieder wird es schwarz ringsum. Ein Schuß fällt... die Sängerin des Tango Notturno. dieser schwermütigen Weise, hat ihrem Leben ein Ende bereitet. Der Film ist stark. Er wird es besonders durch Pola Negri, die erneut mit scharfen Akzenten arbeitet. Ihr zur Seite spielt Albrecht Schoenhals einen schwergeprüften Komponisten. Waldemar Leitgeb. Elisabeth Flickenschildt, Karl Dannemann, Lina Carstens und viele andere passen sich gut an. Gustav Röttger Schiffbruch der Seelen Tango Rotturno Ueber Koringa, dem weiblichen Fakir, an anderer Stelle. Walter Goch Maienzeit Capitol Der Tando Notturno ist das dumpfe Lied einer großen Leidenschaft. Er mutet an wie eine schwerlastende Elegie im tiefsten Moll, dunkel, trübe, beinahe erdrückend melancholisch. Wenn er aufklingt, von der Tragödien Pola Negri in reifer Könnerschaft gesungen, ist es, wie wenn sich die Schatten der Nacht herniedersenken und alles vergessen machen. Langsam aber sicher zieht die Handlung an. Schon nach wenigen Szenen spürt man, daß dieses Drama so recht für Pola Negri gegeeignet ist. Es pendelt zwischen höchstem Glück und tiefstem Leid, alle Nuancen geschickt abtastend und vorsichtig einfangend. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Komponist. Eben der Komponist des Tango Notturno. Hart saßt ihn das Leben an. Er wird geschüttelt und gerüttelt, bis eines Tages der Aufstieg aus der grauen Welt des Unbekanntseins gekommen scheint. Da mit einem Male wird es hell ringsum. Der Nebel auf den Straßen muß der Sonne weichen und die Musik klart auf. Indessen will es ein unergründliches Schicksal anders. Zweifel nagen in der Brust des Künstlers und als vollends der kleine Sohn des Hauses einem tragischen, vielleicht durch die Mutter verschuldeten Unfall zum Opfer fällt, zerreißt eine gellende Dissonanz die Luft. Palast=Theater Ein Bildstreifen, der eine erschütternee Sprache spricht und voll starker Eindringlichten ist. Den Anlaß zu dem Film gab eine wahe Begebenheit des vorigen Jahrhunderts Man wird hineinversetzt in jene Zeit, als noch der Sklavenhandel in vollster Blüte stand und die Regierungen der einzelnen Staaten vergeblich versuchten, dem schändlichen Treiben Einhali zu gebieten. Man schreibt das Jahr 1842! Vor dem Hohen Seegericht in Philadelphia steht ein junger Seeoffizier unter dem Verdacht des Totschlages beim Schiffbruch. Schon vorher stand er einmal unter der Anklage, Sklavenhandel betrieben zu haben. Sein Schicksal scheint besiegelt, da die Aussagen der Ueberlebenden des Bootes„William Brown“ übereinstimmend besagen, daß er zwar ihr Leben gerettet, aber viele andere vernichtet hat. Nieky Taylor aber gibt nicht ein Wort zu seiner Verteidigung ab. Da tritt plötzlich der Gesandte des englischen Königs auf und entlastet Taylor vollkommen. Auf seinen Fahrten muß er die schrecklichsten Geschehnisse durchmachen. Intrige und offene Feindschaft sind seine ständigen Begleiter. Ein Schiffsbrand und Schießereien mit seinem Gegner lassen ihn aber nicht wankend machen in seinem Willen, für den Sieg der guten Sache zu kämpfen und hierbei sein Glück zu finden. Der Film ist mit dem Prädikat„künstlerisch wertvoll“ ausgezeichnet worden. Und das mit vollem Recht. Zuerst wohl wegen der packenden Bilder, bei denen einem das kalte Grauen die Kehle würgt. Zum zweiten ist Gary Cooper in seiner Rolle so überragend, daß mit ihm der ganze Film stehr oder fällt. Seine Verkörperung als Seeoffizier ist wahrhaft echt und lebend. Als Partnerin stellt sich ihm Frances Dee die mit ihrer Leistung wesentlich das Niveau des Filmes unterstreicht. Synchronisierung und Fotografie sind außerordentlich gut. Die Regie Henry Hathaways hat hiermit einen Filmstreifen geschaffen, der auch in jeder Beziehung dem deutschen Publikum zusagen wird. Friedrich Wilhelm Fischer Gloria=Palast Foto: F. D. F. Terra Fümkunst Bezaubernd und mitreißend— so finden alle Pola Negrl in ihrem neuen Füm„Taage Notturno“ Ein ausgesprochener Sängerfilm und diesmal unverkennbar mit weiblichem Vorzeichen. Jeannette MacDonald ist der Star, um den sich alles dreht. Star hier aber im besten Sinne des Wortes, denn Jeannette MacDonald zählt zu den wenigen Frauen in Hollywood, die als Schönheit gelten und trotzdem echtes Künstlertum erleben lassen. In dem Filmdrama„San Franzisko“ sahen und hörten wir die Künstlerin zuletzt. Diesmal hat sie wie noch nie zuvor Gelegenheit, ihr ungekünstelt darstellerisches und prachtvolles stimmliches Können voll zu entfalten. Vornehmlich ihre Stimme macht den Film zu einem Erlebnis. Sie jubiliert, strahlt Frühlingssonne, Freude am Leben und glückliche Liebe aus in den Melodien nach der Operette „Wie einst im Mai“, sie entzückt in der Pagenarie aus den„Hugenotten“ und feiert Triumphe im Schlußakt, der(nach der FilmDas einzige Rettungsboot des brennenden Schiffes. Eine Szene aus dem Film bruch der Seelen“ Alit Vollgas ins Berliner Zentrum Junk übernimmt das Wirtschaftsministerium „Autobahnstützen“ zum Berliner Ring Berlin, 4. 2. Zusammen mit dem Beginn der Neugestaltung der Reichshauptstadt wird auch das Prodlem der Verbindungsstraßen zwischen der Berliner Innenstadt und dem Berliner Reichsautobahnring in Angriff genommen werden. In der Zeitschrift„Die Straße“ werden nähere Einzelheiten über die Anlage und Ausgestaltung dieser Anfahrtstraßen bekanntgegeben. Der 210 Klm. lange Reichsautobahnring um Berlin, der voraussichtlich im Jahre 1941 sertiggestellt werden wird, soll vor allem eine genügende Verbindung mit den Straßenzügen der Nordsüd= und Ostwest=Achse erhalten, die einen schnellen und reibungslosen Kraftverkehr ermöglichen. Es ist aus diesem Grunde geplant, die beiden großen Achsenstraßen so zu verlängern, daß sie durch die Innenstadt in möglichst gerader Linie bis zum Autobahnring führen. Außerdem sollen an verschiedenen Auffahrtsstraßen zum Ring in Richtung der Innenstadt sogenannte„Autobahnstutzen“, angelegt werden. Darunter sind breite Straßenzüge zu verstehen, die bis in die Innenstadt bineinführen. Die„Autobahnstutzen“ erhalten in der Straßenmitte eine autobahnähnliche Spur, die für den schnelleren Kraftwagenverkehr bestimmt ist. Die Anlage dieser Zufabrtsstraßen wird es dem Kraftfahrer ermöglichen, in schnellster Fahrt den Berliner AutobahnRing zu erreichen und dadurch wertvolle Zeit zu sparen, die jetzt noch durch die Fahrt in der verkehrsreichen Innenstadt verloren geht. Die erste dieser großen Zubringerstraßen wird die Avus=Verbindung sein, die im Jahre 1940 ihrer Bestimmung übergeben werden wird. Neuregelung des Frauen=, Jugendlichen= und Kinderschutzes aus. Hier muß eine reichseinheitliche Regelung nach den von der DAFf. und der Reichsjugendführung aufgestellten Grundsätzen erfolgen. Zum Schluß wird noch die Erwartung ausgesprochen, daß die Forderungen der DAF. auf Ausbau der Fürsorgepflicht rechtlich verankert werden Neuer Wohneaum fur 400000 Industriemagnet Mitteldeutschland— Es sehlt an Häusern Die Partei greift ein Magdeburg, 4. 2. Das mitteldeutsche Industrie= gediet leidet schwer unter Wohnungsnot. Aus allen Gegenden des Reiches, besonders aus Schlesien, Bayern, aus dem Rheinland und aus Danzig sind in den letzten Jahren Arbeiter hierher gezogen und haben in den Werken, die unter der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung wieder auflebten und wuchsen, Beschäftigung gefunden. Zum großen Teil mußten aber die Familien dieser Männer in der alten Heimat zurückbleiben, weil es im Industrierevier weitaus an Wohnraum fehlt. Dieser ungesunde und bevölkerungspolitisch schädliche Zustand wird nun dank der Initiative der Partei beseitigt werden. In Dessau hat sich ein Verein gebildet, der sich die Förderung des Arbeiterwohnstättenbaues zur Aufgabe stellt. Durch ihn sollen in absehbarer Zeit große schöne Wohnungen für 400 000 Menschen geschaffen werden. Mit dem Bau von 22 000 Wohnungen ist im Auftrage des Gauleiters von Magdeburg=Anhalt. Jordan, bereits begonnen worden. Die Durchführung des Projektes liegt in den Händen des Heimstättenamtes der DAF. Die Pläne für die neuen Industriestädte Magdeburg und Dessau sind bereits fertiggestellt. In Magdeburg selbst fehlen augenblicklich 5000 Wohnungen, hierzu kommt bis 1942 der jährliche Bedarf weiterer 4000 Wohnungen. Dessau, die zweitgrößte Industriestadt Mitteldeutschla Wohnungen. utschlands braucht 4000 neue Ausban des Hozialrechis Forderungen der DelF. Berlin, 4. 2. Die Durchführung des Vierjahresplanes, die die deutsche Sozialpolitik vor große Aufgaben stellt, wird einen weiteren Ausbau des Sozialrechts mit sich bringen. In der„Sozialpolitik“, dem Organ des Sozialamtes der DAF., werden als die in naher Zukunft einen rechtlichen Ausbau erfahren werden, vor allem das Arbeitsve- ältnis, der Arbeitsschutz und die Fürsorgepflicht angeführt. Der gleiche Geist der verständnisvollen Zusammenarbeit, der Führer und Gefolgschaft des Betriebes vereint, müsse auch das Verhältnis der Wirtschaft###, Deutischen. Arbeitsfront erfüllen. Auf dem Gebiet der Gesetzgebung liefen zur Zeit noch immer die Arbeiten zur Vorbereitung des Gesetzes über das Arbeitsverhältnis. Es wird in diesem Zusammenbang die Erwartung ausgesprochen, daß noch im Laufe dieses Jahres der entsprechende Entwurf fertiggestellt wird. Auf dem Gebiete des Arbeitsschutzes stehe vor allem noch die Der Rhein steigt wieder Düsseldorfer Vorflutgelände unter Wasser Düsseldorf, 4. 2. Seit einigen Tagen steigt der Rhein wieder erheblich. Die letzte Messung ergab einen Stand von 3,62 m, das bedeutet ein Ansteigen um 27 om an einem Tag. Das Vorflutgelände auf der Oberkasseler Seite ist bereits wieder von den Fluten überspült. Wie das Düsseldorfer Hasenamt mitteili, ist aber Hochwassergefahr am Rhein zur Zeit noch nicht ernstlich zu befürchten. Für die nächsten Tage ist die Entwicklung noch nicht abzusehen. Man muß immerhin mit einem weiteren Ansteigen rechnen. Reichsminister Dr. Goebbels verabschiedet im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda Reichsminister Funk(rechts), der nach seiner Ernennung zum Reichs= und P# schen Wirtschaftsminister als Staatssekretär aus seinem Ministerium ausscheidet und führt gleichzeitig die neuen Staatssekretäre Dr. Hauke und Dr. Otto Dietrich(von links) in ihr Amt ein. Nigapars Verleidigung Wierfan. Bisheriges Ergebnis der großen britischen Manöver Singapur, 4. 2. Die großen Manöver sind bisher zu Gunsten der Verteidiger Singapurs verlaufen und haben nach Ansicht der Sachverständigen schon jetzt den eindeutigen Beweis für die Zweckmäßigkeit der Verteidigungsanlagen und=maßnahmen erbracht. Das Flugzeugmutterschiff„Eaale" und mehrere der seindlichen Flotte angehörende Zerstörer waren unter dem Schutz der Nacht bis dicht an die Insel herangekommen, konnten aber trotz den starken Regenfällen durch die Küstenbatterien und Torpedoflugboote außer Gefecht gesetzt werden. Einige wenige von der „Eagle“ abgelassene Flugzeuge wurden von den Verteidigern sofort entdeckt und gerieten in schweres Abwehrfeuer, worauf die Schiedsrichter feststellten, der Angriff sei erfolglos gewesen. Im Ernstfall, so wurde erklärt, hätte kein einziges dieser Flugzeuge sein Ziel erreicht. Im Laufe des Tages setzte die„seindliche" Flotte zu neuen Angriffen an und versuchte dabei auch unter dem Schutz eines starken Sperrfeuers eine Landung vorzunehmen. Die offiziellen Ergebnisse dieses„Angriffs“, sind noch nicht bekannt, doch soll er, wie es heißt, ebenfalls gescheitert sein. Die überragenoste Rolle bei der Verteidigung spielten bisher die Luftstreitkräfte, und zwar sowohl die Aufklä rungsmaschinen wie die schweren TorpedoFlugboote, die sich ausgezeichnet bewährt haben sollen. Auch die in großem Umfang eingesetz ten Unterseeboote sollen bei der Verteidigung eine hervorragende Rolle spielen. Keine Aufträge für Judenfreunde. Die Stadtverwaltung der Industriestadt Freital bei Dresden hat verfügt, daß alle Geschäftsleute und Fabrikanten, die Beziehungen zu Juden unterhalten, von städtischen Aufträgen und Lieferungen ausgeschlossen werden. Reichsaußenminister von Neuraths Dank. Der Reichsminister des Auswärtigen, hat aus Anlaß seines 65. Geburtstages eine solche Fülle von Glückwünschen erhalten, daß es ihm leider unmöglich ist, jedem einzelnen seinen Dank besonders zu übermitteln. Er bittet daher, allen, die seiner freundlich gedacht haben, auf diesem Wege herzlich danken zu dürfen. Hungersnot auf einer nordirischen Insel. Die Bewohner der Insel Rathlin, nördlich von Irland, sind infolge der schweren und andauernden Stürme vom Hunger bedroht, da es seit etwa drei Wochen unmöglich ist, mit einem Schiff an die felsige Küste beranzukommen. Die Lebensmittelvorräte gehen zu Ende. Großfener vernichtet Alpenhotel. Das bekannte Alpenhotel„Bödele“, das in einer Höhe von 1000 Metern über Dornbirn(südlich vom Bodensee) liegt, brannte heute früh, 4 Uhr, vollständig nieder. Das Feuer brach im Heizungskeller aus. Nur die Garage und Vom Empfang des Italiengeschwaders in Rio uter Führung des bekannten Pilaten Biseo und Bruno Mussolini Die veltenischen, Allege, Eühamerike gestartet waren, warden in Nie stürmisch gesetert. * eine— Geschw, ziegzt man 2 von linke) den stalienischen Weltreferdmenn Steppani, der jetzt aus seiner brennenden Maschine gerettet murde. Weltk 10(K) ein kleines Wirtschaftsgebäude neben dem Hotel blieben unversehrt. Paradeschritt auch bei den Jungfaschisten. Der römische Paradeschritt wird auf Verfügung des faschistischen Parteisekretärs jetzt auch bei den Jungfaschisten eingeführt. Weißer Stock für Blinde in der Schweiz. In der Schweiz wird nun der weiße Spazierstock als Verkehrsschutzabzeichen für die Blinden eingeführt. Die gelbe Armbinde bat ihren Zweck nicht mehr ganz erfüllt, da sie nicht weit genug sichtbar ist. Die Blindenfürsorgeeinrichtungen und die Zentralstelle des Schweizerischen Blindenwesens rüsten nun die Blinden mit weißen Stöcken aus. Der Wert des Menschen. Ein Biologe in Cambridge hat errechnet, daß der Materialwert eines Menschen in chemischer Beziehung höchstens— 10 Schilling betrage. Tausend Verpflichtungen. Der Oberbürgermeister von London hat im Jahr rund 1000 Einladungen anzunehmen und zu absolvieren und die gleiche Anzahl Reden in dieser Zeitspanne zu halten. Japanische Ehrengabe für den Führer. Der Bundesführer der japanischen nationalen Organisation„Bund der Gerechtigkeit" hat dem Führer zum Zeichen der Verehrung, die dieser große Bund dem Führer und Deutschland entgegenbringt, eine altjapanische Samurairüstung aus dem 16. Jahrhundert als Ehrengabe überreicht. Schwere Explosion in Kapstadt. Im Sprengstoffwerk von Somersit=Wesi bei Kappstadt ereignete sich Freitag aus bisher ungeklärten Gründen eine Explosion Neun Angehörige des Werkes wurden getötet und zahlreiche andere verletzt. Die genaue Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Schwere Wolkenbrüche in Westanatolien. Mehrtägige schwere Wolkenbrüche in Westanatolien verursachten eine Ueberschwemmung, von der 13 Dörfer längs des Maander=Flusses betroffen wurden. Die Eisenbahn und die sonstigen Verbindungen sind unterbrochen. Die Zahl der Menschenverluste ist noch unbekannt. Bergwerksunglück im Staate Ontario. In Sudbury im Staate Ontario(Kanada) wurden fünf Bergleute bei der Ablage eines neuen Stollens von einem hereinbrechenden Felsblock erschlagen. Die chinesische Mauer zerfällt. Wie aus China berichtet wird, stellen sich seit einiger Zeit schwere Zerfallserscheinungen an der berühmten chinesischen Mauer ein. Das ist teils auf Beschießungen, teils auf den Einfluß der Witterung zurückzuführen. Unter stärkster Beteiligung der Deutschen in Italien wurde die Feier des 5. Jahrestages der Machtübernahme festlich begangen. In Rom nahmen an der Feier der Gouverneur von Rom und mehrere andere italienische Persönlichkeiten teil. Keine„Heizer“ mehr Neue Dienstbezeichnungen in der Kriegsmarine Hamburg, 4. 3. Die deutsche Kriegsmarine führt augenblicklich— wie das„Hamburger Tageblatt“ erfährt — eine grundlegende Aenderung der Laufbahnund Dienstgradbezeichnungen für die Unteroffiziere und Mannschaften durch. Laufbahnen und Dienstgrade sollen künftig so einfach wie möglich gegliedert und bezeichnet sein. Abweichungen von Bezeichnungen der anderen Wehrmachtsteile will man— soweit angängig— vermeiden. So ergab sich u.., daß die bisherige Trennung des seemännischen und technischen Personals durch die Bezeichnung der Mannschaftsgrade„Heizer“ und„Matrose“ nicht mehr zutreffend war. Zahlreiche bisher„seemännische“ Laufbahnen haben nämlich inzwischen längst technischen Charakter erhalten. Deshalb wird nach der Neuordnung, die am 1. April d. J. in Kraft tritt. die Dienstbezeichnung„Heizer“ in der deutschen Kriegsmarine fortgefallen sein. Alle Mannschaften heißen in Zukunft in allen Bordlaufbahnen „Matrose“. Sie führen keine Laufbahnabzeichen mehr. Der Bodensee Aklankikhafen Riesenprojekt vor der Verwirklichung Die Vorarbeiten zu einem bedeutungsvollen Projekt sind jetzt beendet worden: Der An schluß des Bodensees an den Großschiffahrts weg. Damit wird eine Wasserstraßenverbindung nicht nur des äußersten deutschen Südens, sondern auch Oesterreichs mit dem Atlantik geschaffen. Weitere ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich mit der Durchführung der ebenfalls geplanten Kanalverbindung Donau=Bodensee. Mit Hilfe des schweizerischen Kanalnetzes— das bis dahin ausgebaut sein wird— und der Kanäle Frankreichs wird eine durchgehende Wasserstraße vom Atlantischen Ozean und dem Mittelländischen Meer einerseits zu den oberen Donauländern und zum Schwarzen Meer andererseits hergestellt werden. Die Naturschönheit und die Wucht des Rheinfalls bei Schaffhausen, der durch eine gekuppelte Großschiffahrtsschleuse mit kurzem Seitenkanal hinter Schloß Laufen überwunden werden soll, wird nicht beeinträchtigt, zumal die Schleusungen nur in der Nachtzeit vorgesehen sind. Die Kosten für den Gesamtausbau des Großschiffahrtsweges Basel—Bregenz von rund 213 Kilometer Länge belaufen sich auf etwa 80 Millionen RM., an denen sich Deutschland, Schweiz und Oesterreich beteiligen müßten. Die Verwirklichung des Gesamtprojektes, bei dem 5000 Arbeiter für eine Reibe von Jahren lohnende Beschäftigung finden, soll in fünf Jahren abgeschlossen sein. Die Leistungen der zu errichtenden 12 Kraftwerke zwischen Rbeinfelden und Schaffhausen sollen mit einer Jahresleistung von vier Millionen Kilowattstunden das Rheingefälle zur Elektrizitätsge winnung ausnutzen. 8 de ge E G ü gi di ge ei 2 p# ei Le :: Pi ha Ze :: pu Ve sch die sal Ei Ge Hil To Sa M D4 Ar Hil Sa Ho Ar wde geg Sy von sorr bese Von Ein dier in alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par gele oon trad 00 Hammonia Allzemeine Ver — sämtliche Ve ucht an verrchlen nem Pühnen arbeilstrendige ersicherungs- Zweige— ienen Pläfsen Westfalens noch AAITAADENEN Angebote an Bezirksdirektien für Westtalen Dortmund, Oetwall 10. 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Wessel, Bieleteld, Detmolder Str. 242 c. Donnerstag, den 10. Februar 1938, an der Tankstelle Chr. Hergeröder, Bielefeld. Goebenstr. 47. Freitag, d. 11. Februar 1938, an der Tankstelle K. Heistermann, Brackwede, Bielefeider Straße 52. Hnm Verkautsbüro Dortmund. Tel. 30271 Schalunmeldangen im Landkreise Bielefeld. Die diesjährige Anmeldung der schulpflichtig werdenden Kinder findet in allen Volksschulen des Landkreises Bielefeld am Donnerstag, 10.., von 10 bis 13 Uhr statt. Schulpflichtig werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni 1938 das 6. Lebensjahr vollenden oder in früheren Jahren zurückgestellt worden sind. In Ausnahmefällen können Kinder, die in der Zeit vom 1. Juli bis zum 30. September 1932 geboren sind, auf Antrag der Erziehungsberechtigten ausgenommen werden, wenn sie die für den erfolgreichen Schulbesuch erforderliche körperliche und geistige Reise haben. Bei der Anmeldung sind die schulpflichtigen Kinder vorzustellen, Familienbuch oder Geburtsurkunde sowie Impfschein sind vorzulegen. Auf Grund eines amts= oder schulärztlichen Zeugnisses können schulpflichtige Kinder, die körperlich und geistig nicht hinreichend entwickelt sind, vom Schulbesuch zurückgestellt werden. Anträge auf Zurückstellung sind nach der Anmeldung an die zuständige Schule zu richten. Auch den Anträgen auf vorzeitige Aufnahme sind amts= oder schulärztliche Zeugnisse über die körperliche Reise beizufügen. Kostenlose Untersuchung der zurückzustellenden oder vorzeitig aufzunehmenden Kinder findet auf dem Kreiswohlfahrtsamt in Bielefeld, Horst=Wessel=Straße 113, an jedem Montag im Februar, vormittags von 10 bis 12 Uhr, statt, letztmalig am 28. Februar. Die Amtsbürgermeister im Landkreise Bielefeld. Ich Hraue=P ineme Wraschehin Uilder utrgal.grtiat nech Hennacht. Diese überraschende Feststellung machen in der letzen Zeit viele Frauen, die mit Dersil waschen! Selbst unansehnliche, vergraute und vergilbte Wäsche ist wieder tadellos und blütenweiß. Das Gewebe fühlt sich angenehm weich an, ist schmiegsam und porös.= Woran liegt das?e Forschung und Wissenschaft haben die guten Eigenschaften von Dersil—seine Waschkraft und seine schonende Wirkung— in einem Maße verbessert, wie man es bisher nicht für möglich gehalten hat.= Wer Freude an seiner Wäsche haben und ihre Lebensdauer verlängern will, der beherzigt den Grundsatz zeitgemäßer Wäschepflege: Nicht nur gewaschen, nicht nur rein, persil-gepflegt soll Wäsche sein! Hunis Aoschles vom ministerlam Gdeddeis Einführung der Staatssekretäre Dr. Dietrich und Hanke Berlin, 4. 2. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels nahm am Freitagmittag im Festsaal seines Ministeriums die feierliche Verabschiedung des bisherigen Staatssekretärs und jetzigem Reichswirtschaftsminister Funk und die Einführung der neuen Staatssekretäre, Reichspressechef Dr. Dietrich und Hanke, in Anwesenheit der Abteilungsleiter und sämtlicher Referenten des Ministe. riums vor. Reichsminister Dr. Goebbels richtete an den aus dem Ministerium scheidenden Reichswirtschaftsminister Funk herzliche Worte des Abschieds, wobei er der jahrelangen vorbildlichen Zusammenarbeit im Propagandaministerium gedachte.„Es ist nun einmal so im politischen Leben“, sagte der Minister, „daß Stellen frei werden und Stellen wieder neu besetzt werden müssen; besonders auf dem Gebiete der Politik rufen immer wieder große, wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben nach Persönlichkeiten, die sie meistern sollen. Gerade in der wirtschaftspolitischen Führung brauchen wir solche Männen. Wenn wir uns auch nur schweren Herzens in dieser Stunde von ihm verabschieden, so erfüllt uns doch alle ein Gefühl des Stolzes darüber, daß der Mann, der nun die deutsche Wirtschaft führen soll, aus unserem Kreis hervorgegangen ist.“ Mit bewegten Worten nahm dann Reichsminister Funk Abschied von dem Minister und seinen bisherigen Mitarbeitern. Er schloß mit dem Ausdruck des tiefsten Dankes an Reichsminister Dr. Goebbels für das uneingeschränkte Vertrauen, das er ihm stets geschenkt habe, und er verabschiedete sich von Dr. Goebbels mit dem Wunsche:„Möge dieses von Ihnen geschaffene Propagandaministerium des nationalsozialistischen Reiches auch weiterhin erfolgreich arbeiten für den Führer und das deutsche Volk, für das Ziel, das uns der Führer gestellt hat und dem wir alle mit heißem Herzen und allen unseren Kräften verschworen sind: Deutschlands Größe und Macht, Ehre und Freiheit.“ Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich nun den beiden neuen Staatssekretären des Ministeriums, den Pag. Dr. Dietrich und Hanke, zu und hieß sie in herzlichen Worten im Kreise ihrer Mitarbeiter willkommen. Er wies dabei darauf hin, daß die Mitarbeiter des Propagandaministeriums erstens jung und zweitens fast alle aus der Parteiarbeit hervorgegangen seien. Der Nationalsozialismus sei in diesem Hause die Luft zum Leben geworden. Daher freue es ihn ganz besonders, daß in diesem Kreis zwei neue Staatssekretäre treten, die beide Träger des Goldenen Ehrenzeichens seien. Die Genennung undkomtep. Botschafter=Revirement in Tokio, Rom, London und Wien Berlin, 4. 2. Der Führer und Reichskanzler hat den Botschafter in London von Ribbentrop unter Abberufung aus seinem bisherigen Amt zum Reichsminister des Aeußeren ernannt. Gleichzeitig hat der Führer und Reichskanzler die Botschafter von Hassel in Rom, von Dirksen in Tokio und von Papen in Wien von ihren Aemtern abberufen und zur Disposition gestellt. Dank an Neurath „Aus Anlaß der Vollendung des ersten halben Dezeniums der nationalsozialistischen Staatsführung haben Sie mich wieder gebeten, in den erhofften Ruhestand versetzt zu werden. Ich kann mit Rücksicht auf Ihre mir unentbehrlichen Dienste trotz Würdigung Ihres soeben vollendeten 65. Geburtstages und 40jährigen Dienstjubiläums dieser Bitte nicht entsprechen. In den fünf Jahren einer gemeinsamen Zusammenarbeit sind mir Ihr Nat und Ihre Einsicht unent behrlich geworden. Wenn ich Sie daher unter Entbindung von den laufenden Geschäften des Reichsaußenministeriums zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrates ernenne, so geschieht es, um mir auch in Zukunft einen Ratgeber an der höchsten Spitze des Reiches zu erhalten, der mir in fünf schwersten Jahren in loyaler Treue zur Seite gestanden war. Ihnen dafür heute zu danken, ist mir ein tiefes Herzensbedürfnis.“ Die Technik ruft die Jugend Ein Appell an junge Deutsche Berlin, 4. 2. Führende Persönlichkeiten der deutschen Technik sprachen am Freitag über alle deutschen Sender zu den deutschen Jungen, die jetzt vor der Wahl ihres Berufes stehen. Dr. Todt mahnte, nicht zu vergessen, daß der ungeheure Aufschwung, den die Technik seit der Machtübernahme Adolf Hitlers genommen habe, erst einen Anfang bedeute. Unerläßliche Voraussetzung für einen guten Techniker sei: gutes fachliches Können, schöpferische Begabung und ein hohes Maß von Berufsidealismus. Die Technik verspreche aber auch Aufgaben in einem Umfang, wie sie seit Jahrhunderten nicht gestellt worden sind und verspricht jedem, der diese Aufgaben löst, den verdienten Lohn seiner Arbeit. An der nachsol genden Generation liege es, das im Auftrag Adolf Hitlers von der Technik Begonnene zu vollenden. Auskänfte werden nur an Abonneuten erteilt. Ohne Name, Anschrift und letzte Bezieheranittung werden Aufragen nicht beautwortet OZuttn Mündliche Auskunft: Moutags u. Mittwochs von 18 19 Uhr Schriftlettung: Schulstraße 30. Schriftliche Auskunft wird nicht erteil: Sämtliche Auskänfte sind unverbindlich. § 29. Gemäß§ 29 des RSs. sind alle Geschäfte und Verhandlungen, die zur Durchführung von Siedbungsverfahren im Sinne des Gesetzes dienen, soweit sie nicht im Wege des ordentlichen Rechtsstreites vorgenommen werden, von allen Gebühren, Stempelabgaben und Steuern des Reiches, der Länder und sonstigen öffentlichen Körperschaften befreit. Die Befreiung erstreckt sich insbesondere auch auf Umsatzund Wertzuwachssteuern jeder Art, auf letztere insbesondre auch dann, wenn sie von dem Erwerb von Land oder Inventar durch das gemeinnützige Siedlungsunternehmen erhoben werden. Die Gebühren=, Stempel- und Steuerfreiheit ist durch die zuständigen Behörden ohne weitere Nachprüfung zuzugestehen, wenn das gemeinnützige Siedlungsunternehmen versichert, daß ein Siedlungsverfahren im Sinne des Reichssiedlungsgesetzes vorliegt und daß der Antrag oder die Handlung zur Durchführung eines solchen Verfahrens erfolgt. Richard. 1. Der Rang eines Feldwebelleumants wurde im Kriege Unteroffizieren verliehen. Diese trugen Offiziersabzeichen und standen im Offiziersrang, waren jedoch nicht im Besitz aller Offiziersrechte.— Diese Rangliste gab es nur während des Weltkrieges. 2. Die doppelte Berechnung der Kriegszeit erfolgte nur bei Errechnung des ruhegehaltsfähigen Dienstalters. A. 35. Ab 1. Januar 1938 müssen zur Erhaltung der Anwartschaft in der Invalidenversicherung für jedes Kalenderjahr mindestens 26 Wochenbeiträge entrichtet werden. Daraus ergibt sich die Beantwortung Ihrer Frage bezüglich des Umtausches der Quittungskarte. Ihre Frau hat bei Eintritt der Invalidität oder bei Vollendung des 65. Lebensjahres Anspruch auf die Invaltdenrente, die ihr auf Grund der Beitragsleistung zukommt. Falls neben der Invalidenrente eine Witwenrente aus der Invalidenversicherung gewährt wird, so wird die höchste Rente und von der anderen Rente die Hälfte ausgezahlt. Dasselbe gilt bei Zusammentreffen einer Invalidenrente mit einer Witwenrente aus der Angestelltenversicherung. A. O. 53. Wir sind der Auffassung, daß der Vorteil, nach der Sonnenseite zu wohnen, durch die Feuchtigkeit in den Räumen wieder ausgehoben wird. Sie können auf jeden Fall verlangen, daß der Vermieter alle Maßnahmen trifft, die zur Beseitigung dieses Uebelstandes notwendig sind. Zweckmäßig ist eine Verständigung zwischen Ihnen und der Heimstättengesellschaft. B. K. Ueber das Alter können wir keine Angaben machen. Die beiden Filmschauspielerinnen sind deutscher Staatsangehörigkeit. Sie sind zu erreichen durch die Usa, Berlin SW., Krausenstraße 38/30. P. W. Bei einer Pfändung wogen der Unterhaltsansprüche muß Ihnen von Ihrem Gehalt soviel verbleiben, als Sie für Ihren notwendigen Unterhalt brauchen. Wenn Sie infolge Wiederverheiratung dem neuen Ehegatten Unterhalt zu gewähren haben, so beschränkt sich Ihre Verpflichtung gegenüber der geschiedenen Ehefrau auf das, was mit Rücksicht auf die Bedürfnisse sowie auf die Vermogens= und Erwerbsverhältnisse der Beteiligten der Billigkeit entspricht. Die Unterhaltsansprüche der Kinder müssen gleichmäßig befriedigt werden. Die Höhe des Unterhaltsbetrages bzw. des pfändbaren Lohnteils wird gegebenenfalls durch das Gericht festgesetzt. H. 32. Ihr Vetter kann sich nicht auf Verjährung berufen, da der Anspruch aus einem Darlehnsvertrag erst in 30 Jahren verjährt. Wenn für die Rückzahlung eine Frist nicht vereinbart ist, müssen Sie zunächst kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt bei Darlehn von mehr als 300 RM. drei Monate, bei Darlehn von geringerem Betrag einen Monat. Zahlt der Schuldner den Betrag am Fälligkeitstage nicht zurück, so sind Sie berechtigt, auf Zahlung zu klagen. Da Ihnen offensichtlich keine ausreichenden Beweismittel zur Verfügung stehen, müßte der Beweis dadurch geführt werden, daß Sie den Schuldner über die Darlehnsangelegenheit voonehmen lassen. Hierüber entscheidet das Gericht durch Beweisbeschluß. Unter Umständen kann das Gericht die Beeidigung der Aussage anordnen. 9. D. Wenn die Miete nach Monaten bemessen ist, is eine Kündigung nur zum Schluß eines Kalendermonats zulässig. D. 1000. Das Gesetz macht die Weitergewährung der Waisenrente über das 15. Lebensjahr hinaus nicht von einer bestimmten Verdienstgrenze abhängig. s 258 Abs. 1 Satz 2 bestimmt in der Fassung des Gesetzes vom 21. 12. 1937, daß das Kind, das nach Vollendung des 15. Lebensjahres Schul= oder Berufsausbildung erhält, die Rente für deren Dauer gewährt erhält, jedoch nicht über das vollendete 18. Lebensjahr hinaus. R. W. in.=J. Sie setzen sich am besten persönlich mit der Ortskrankenkasse in Verbindung und verschaffen sich dort Aufklärung über die Voraussetzungen, unter denen die Familienhilfe gewährt werden kann. M. K. 200. Die Löschung der Strafe im Strafregister erfolgt von Amtswegen erst nach Ablauf einer bestimmten Frist, die in leichteren Fällen fünf, in schwereren Fällen zehn Jahre beträgt. Ei zeitige Löschung ist im Wege der Gnade durch die Justi zverwaltung möglich. C. S. S. Setzen Sie sich zur Klärung Ihrer Fragen mit dem Wehrbezirkskommando in Bielefeld in Verbindung. A. B. 100. Neben der Beschädigtenrente, die unmittelbar nach dem Reichsversorgungsgesetz gewährt wird, bleiben nach dem neuen Gesetz 50 RM. anrechnungsfrei. Das bedeutet, daß alle Kriegsbeschädigten, die eine Rente bis 60 Prozent nach dem Reichsversorgungsgesetz beziehen, ab 1. Januar 1938 die volle Invalidenrente erhalten Außerdem ist in dem neuen Gesetz die Kriegszeit als rentensteigernd angerechnet, wodurch eine höhere Leistung gesichert ist. Hauszinssteuer A. B. Der Mieter hat Anspruch auf Stundung der Hauszinssteuer, 1. wenn er eine lausende Unterstützung aus Mitteln der öffentlichen Fürsorge bezieht, 2. soweit ihm nachweislich eine lausende Unterstützung aus Mitteln der öffentlichen Fürsorge gewährt werden müßte, weil er sonst die volle Miete nicht zahlen könnte. Ob unter diesen Das Bingt Der Ranafann! Sonntag, 6. Februar Woche der Berufsberatung im Reichssender Köln .00 Bremer Hafenkonzert.—.00 Zeit, Wetter, Wasserstand.—.05 Der alte Turmhahn.—.15 Unsere Orgelstunde.—.00 Beruf und Berufung. Eine Morgenfeier der Hitlerjugend. —.80 Musik am Sonntagmorgen.— 10.30 Kinderspiele.— 11.00 Bilder einer Ausstellung. 12.00 Der Reichssender Köln am Sonntagmittag.— 13.00 Glückwünsche.— 13.05 Musik am Mittag.— 14.00 Lustiger Rätselfunk.— 14.30 Der Kievenkerl packi aus. Was sollen unsere Jungen und Mädel werden? Hinweise zur Berusswahl.— 14.50 Leichte Kost.— 15.20 FußballLänderkampf Deutschland— Schweiz. 16.16 Nachmittagskonzert.— 16.00 Fröhliche Kurzweil. 19.00 Nachrichten.— 10.05 Der junge Kleist.— 19.85 Der Sonntag im Rundfunkbericht und Sportvorbericht.— 20.00 Fonntagskonzert.— 22.00 Nachrichten.— 22.80 Weltmeisterschaft im Hallenhandball(Deutschland— Oesterreich).— 22.45—24.00 Zu Tanz und Unterhaltung. Darin 26.00 Weltmeisterschaft im Hallenhandball(Spiel Deutschland— Schweden). Montag, 7. .00 Morgenlied, Wetterbericht für den Bauer.— .10 Leibesübungen.—.80 Frsthkonzert.—.00 Nachrichten, Morgenlied, Morgenruf.—.00 Zeit, Wetter, Wasserftand. Kalenderblatt.—.10 Franenturnen.—.90 Die Schrammeln snielen. —.80 Ratschläge für den Küchengettel der Woche. —.45 Nachrichten.— 10.00 Eintopf. Eine Hörfolge.— 10.80 Was brachte der Svortsonntag?— 11.45 Zur Berussberatung: Bauer, merk auf. 12.00 Die Werkvanse— 16.00 Nachrichten. Glückwünsche.— 13.15 Mittagskannert— 14.00 richten.— 14.15 Leichte Kost.— 1600 Kinder, wir spielen mit Ilse Obrig.— 15.90 Der Förster und der Teufel.— 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Musik am Nachmittag.— 17.00 Wir suchen und sammeln!— 16.00 Die Polizei— dein Freund!— 16.20 Regenschirme.— 16.40 Neues vom Film. 10.00 Viva. viva la musica!— 20.10 Unsere Konzertstunde.— 21.00 Westdeutsche Wochenschau.— 21.35 Das deutsche Volkslied.— 22.00 Nachrichten.— 22.30—24.00 Nachtmusik und Tanz. Dienstag, 8. Februar .00 Morgenlied, Wetterbericht für den Bauer.— .10 Leibesübungen.—.30 Frühkonzert.—.00 Nachrichten, Morgenlied, Morgenruf.—.00 Zeit, Wetter, Wasserstand, Kalenderblatt.—.10 Frauenturnen.—.30 Morgenmusik.—.45 Nachrichten.— 10.00 Zur Berufswahl unserer Jungen.— 10.90 Kindergarten.— 11.45 Zur Berufsberatung: Bauer, merk auf.„„ 4„####. 12.00 Mittagskonzert.— 13.00 Nachrichten, Glückwünsche.— 14.00 Nachrichten.— 14.15 Leichte Kost.— 14.45 Wirtschaftsmeldungen(Schlachtviehmärkte).— 15.00 Wille Räosen. Gedichte von Christine Koch.— 16.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Nachmittagskonzert.— 17.00 Bauernehre.— 18.00 Neue Rilke=Lieder von Hans Haaß.— 18.30 Englische Unterhaltung.— 18.50 Momentaufnahme. 19.00 Nachrichten.— 10.10 Musik zum Feierabend. — 20.20 Zur Berusswahl unserer Jungen.— 20.30—24.00 Tanzabend. In der Pause 22.00 Nachrichten und 22.20—22.35 Politische Zeitungsschau. Mittwoch, 9. Februar .00 Morgenlied, Wetterbericht für den Bauer.— .10 Leibesübungen.—.80 Frühkonzert.—.00 Nachrichten, Morgenlied, Morgenruf.—.00 Zeit, Wetter, Wasserstand, Kalenderblatt.—.10 Frauenturnen.—.80 Musik am Morgen.— .80 Vom gesunden Leben. Darin: Hinweise zur Berufswahl.— 10.00 Beowulfs Kampf mit dem Drachen.— 11.45 Bauer, merk auf: Die Lehrschmiede in Osnabrück. 12.00 Mittagskongert.— 13.00 Nachrichten, Glückwünsche.— 14.00 Nachrichten.— 14.15 Musika= lisches Allerlei.— 15.00 Kleines Kongert.— 15.80 Verzauberte Landschaft.— 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Wir treiben Familiensorschung.— 16.20 Beliebte Kapellen spielen.— 17.10 Musik für Flöte und Cembalo.— 17.40 Klaviermusik.— 18.00 Griff ins Leben. Darin: Hinweise zur Berusswahl.— 18.50 Momentaufnahme. 19.00 Nachrichten.— 19.10 Musik zum Feierabend. — 19.46 Anton Bruckner: Sinsonie Nr. 5,-dur. — 21.00 Reichssendung: Stunde der jungen Nation. Wißt Ihr, worin der Spaß des Lebens liegt?— 21.80 Funkappell alter Frontsoldaten. — 22.00 Nachrichten.— 22.30—24.00 Nachtmusik und Tanz. Fisi springt ins flichts Fisi. ein zwar hübsch gewachsener, aber völlig ungerechtsertigter Bastardhund, kam als Findling ins Haus und wurde aus Barmherzigkeit behalten. Als er drei Jahre alt war, sing er an zu erblinden und binnen eines weiteren Jahres hate er sein Augenlicht verloren Trotzdem behielt man ihn, da er Haus und Hof ausgezeichnet kannte, nirgends anstieß und sich glänzend zurechtsand, wenn er in den Zimmern, auf den Treppen, in den Ställen, durch den Garten lief. Nun gab es auf dem Grundstück einen kleinen Versuchsgarten, der gegen die Hühner durch einen meterhohen Zaun geschützt war. Fisi pflegte diesen Zaun zu überspringen, seit er ihn kannte. Als er blind wurde, behielt er den Zaun gut im Gedächtnis, setzte stets rechtzeitig zum Sprung an und landete stets vorschriftsmäßig sicher und glatt. Das ging so einige Jahre. Dann ließ man den Versuchsgarten eingehen, der Zaun wurde entfernt, Fisi hätte kein Hindernks mehr zu überspringen brauchen. Da er jedoch blind war, merkte er nichts von der Veränderung. Anstatt über die Stelle wegzulaufen, an der sich der Zaun einmal befunden hatte, übersprang er sie mit leichtem Satz, solange er jung war, mit Mühe als er alt wurde. Fifi wurde sehr alt. Mit vierzehn Jahren war er schon recht steif, blieb gern im Zimmer auf seiner Matte und machte den unnötigen Sprung nur noch selten. Da geschah es eines Tages, daß er einen Hund von der Straße bellen hörte, einen Hund, dessen Stimme er genau kannte, einen Hund, den er nicht leiden konnte. Er raffte sich auf, lief aus dem Zimmer, rannte steifbeinig, heftig keuchend über den Hof und nahm die Richtung auf die Straße, wozu er über die Stelle mußte, an der einmal der Versuchsgarten lag. Mit letzter Kraft setzte er zum Sprung an kam knapp hoch, stürzte, röchelte, streckte sich und starb. K. B. Umständen im vorliegenden Falle eine Stundung erfolgen kann, können wir nicht beurteilen. Wenden Ste sich an die zuständige Wohlfahrtskreisstelle. Mieterhöhung. Der Hauswirt wird eine Umlage auf die Mieter verlangen können, wenn die geschilderte Verbesserung eintvitt. Er bedarf dazu aber in jedem Falle der Einwilligung der Preisbildungsstelle (Bielefeld, Viktoriastraße). A. B. Eine Angabe des durchschntttlichen Wasserverbrauches läßt sich von keiner Stelle machen. Wenden Sie sich in ihrem Falle an die Preisbildungsstelle, Vittoriastraße. Baderaum. Ein Baderaum ist ein Raum, in dem durch Einrichtung einer Badegelegenheit die Möglichkeit zum Baden gegeben wird. Wenn Ihnen im Mietvertrag ein Baderaum zugesagt worden ist, können Sie, nachdem die Einrichtung desselben nicht möglich ist, die entsprechende Senkung des Mietzinses für die Zutunft verlangen. Im Streitsalle entscheidet das Mieteinigungsamt. 100. Nachdem die Eltern ihr Besitztum durch notariell beurkundeten Vertrag aus ihre Tochter übertragen haben und diese Eigentümerin geworden ist, können die Eltern eine Umänderung des Aktes nicht mehr vornehmen. H. 200. Eine Veräußerung des Erbhoses ist mur mit Zustimmung des Anerbengerichtes möglich. Wenn der Bauer den Hof auf das nächstberufene Kind überträgt, so soll dieser Vertrag nach den gesetzlichen Vorschriften genehmigt werden, wenn er den Hof nicht übermäßig belastet. Matt und nseuse? epennenn Often Hernklopfen v. Alemnot! Dona, Herzkraft“ nehmen. Dos Herz wird gekräftigt. dewerden beschwerdefrei. Floschen 4. 1. 45. Sheg arirstr Ner in Apetheken. Ste TSchtscte Oin Urssch Orrtslagen! 111 11 Pänstige Bedingungen. Verl. Sie Bemusterung. Dame Dreißigerin, blond, sucht die Bekanntschaft eines älteren serlösen Herrn bester Kreise zwecks Heirat. Zuschriften unt. A A7969 an die Westfälischen Neuest. Nachrichten. Daunendecken 38.—,.—. eigene Anfertigung. 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Februar 1938 K de ge E G ü gi di ge ei 2 wi da ein Le :: Pi ha 8 :2 pul Vr sch die fal Ei Ge Hil To Sa M D4 We ür Hil Sa Ar we geg Sp von spre bese Vor hin alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par gele ohn 300 Sdcndten Schherei für alle Welt Die deutsche Mineralöl-Veredlungsindustrie Deutschland besitzt trotz seiner Armut an Erdöl eine sehr bedeutende Mineralölindustrie. Sie hat sich aus der Oeleinfuhr enwickelt und liegt daher im Küstengebiet, einzelne Werke auch an den großen landeinwärts führenden Wasserstraßen. Im Jahre 1936 hat die deutsche Veredlungsindustrie durch die Verarbeitung eingeführter Rohstaffe den deutschen Bedarf an Benzin für technische Zwecke nahezu vollständig. den Bedarf an Schmierölen beinabe zur Hälfte und den Bedarf an Bitumen ebenfalls nahezu vollständig geliefert. Dazu kommen nicht unbedeutende Mengen Heizöl für die deutsche Schiffjahrt und kleinere Mengen Dieseltreibstoffe. Die Mineralöl=Veredlungsindustrie verbilligt die deutschen Oelbezüge aus dem Ausland ganz wesentlich, weil sie es möglicht macht. billige Rohstoffe an Stelle von Fertigerzeugnissen einzuführen. Eine Tonne fertig eingeführtes Schmieröl hat im Durchschnitt des Jahres 1936 zwischen 150 und 160 Reichsmark gekostet, die eingeführten Rohstoffe dagegen nur 23 bis 24 Reichsmark. Darüber hinaus belastet die Einfuhr der billigen Rohstoffe die deutsche Zahlungsbilanz nur zum Teil. weil die Veredlungsindustrie ihre Fertigerzeugnisse auch erportiert. Der wichtigste Teil der Mineralöl= industrie sind die Schmieröl= und Bitumenfabriken Sie haben im Jahre 1936 rund eine Million Tonnen Rohöle und Halbfabrikate im Werte von zirka 26,5 Millionen Reichsmark verarbeitet, daraus 970000 Tonnen Fertigerzeugnisse hergestellt, von denen 240000 Tonnen im Werte von 26 Millionen Reichsmark ausgeführt worden sind. Der Inlandsabsatz von 730000 Tonnen war daher nur mit einem Devisenaufwand von.5 Millionen Reichsmark belastet. Die deutschen Shellwerke umfassen mehr als die Hälfte der deutschen Mineralöl= Veredlungsindustrie. Was an Schmierölen und Bitumen von der RhenaniaOssag in Deutschland verkauft wird, ist— von verschwindenden Ausnahmen abgesehen— in den deutschen Shellwerken hergestellt. Die deutsche Schmierölausfuhr von 103000 Tonnen bochwertiger Schmieröle, mit der Deutschland das viertgrößte Schmierölexportland der Welt ist, stammt zu 75 Prozent aus den deutschen Shellwerken. Abnehmer sind fast ausschließlich die Shellgesellschaften in allen Teilen der Welt. Einschließlich der Oelexporte hat die Royal Dutch Shell=Gruppe im Jahre 1936 für 42 Millionen Reichsmark Waren in Deutschland gekauft und damit zwei Drittel ihrer eigenen Oellieferungen nach Deutschland kompensiert. Schmierölausfuhr wieder gestiegen Die Entwicklung der deutschen Mineralölausfuhr in den ersten sieben Monaten des Jahres zeigt in der Sparte Schmieröl eine erfreuliche Aufwärtsbewegung. Die Wertsteigerung durch die Schmierölausfuhr hat zwar nicht ausgereicht, um den nicht unbeträchtlichen Rückgang bei anderen Produkten wie Motorenbenzin, Benzol, Leuchtöl, sowie Gas= und Heizöl auszugleichen, sie ist aber für die Bilanz des Mineralölaußenhandels von besonderer Bedeutung, weil Schmieröle als die bochwertigsten Erzeugnisse der deutschen MineralölVereblungsindustrie ein mehrfaches der Aufwendungen für die Rohstoffe wieder hereinbringen. Die Steigerung der Schmierölausfuhr um zirka 14 Prozent, auf 66 697 Tonnen im Vergleich zu 58574 Tonnen in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres. ergibt die Tatsache, daß Schmieröle jetzt der Menge nach die Hälfte und dem Wert nach drei Viertel der deutschen Mineralölausfuhr ausmachen. Auch die Ausfuhr von Spezial= und Testbenzinen. sowie von Bitumen(+ 8 Prozent) ist gestiegen. Ein Leistungsbeweis Auto=Union und deutsche Rekorde Eine Woche lang tobte auf der Reichsautobahn der Kampf um Rekorde, eine Woche lang bemühlte sich ein Stab von Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern um die Uebertrumpfung irgendwelcher bestehender War das so wichtig? Diese Frage wurde manchmal von Außenstehenden gestellt! O ja, es war wichtig! Zahlen sind ein Maßstab. Triumphierende Leistung kann nur durch Zahlen bewiesen werden. Fünf Tage lang hintereinder eroberte sich die Auto Union mit ihren Rekordfahrzeugen, Wagen und Rädern, eine Höchstleistung nach der anderen, schraubten die Erzeugnisse ihrer Werke die Weltleistungsmaßstäbe immer höher hinauf, Qualität und technische Vorherrschaft beweisend! Wo der Kampf fehlt, gibi es keinen Leistungswettbewerb. Die Welt und das Leben aber verlangen den Leistungswettbewerb, ohne ihn gäbe es keinen Fortschritt, alles menschliche Tun wäre Stagnation. Wo wir hinschauen, besteht dieser Kampf: in der Wissenschaft, in der Technik, im Handel und nicht zuletzt im Sport, dessen Aufgabe es ist, den Menschen zu stählen im Lebenskampf. Und der Leistungswettbewerb der Nationen untereinander schafft wiederum Höchstwerte. Die Exportziffern im deutschen Kraftfahrzeugbau verzeichnen eine ständig ansteigende Kurve, auf den internationalen Ausstellungen werden die deutschen Stände mit besonderem Interesse beachtet, die deutsche Kraftfahrzeugindustrie trägt den Ruf, die fortschrittlichste der Welt zu fein. Ueberall wo deutsche Rennwagen oder Rennmotorräder im Ausland siegreich bestanden, zeigt sich ein Aufschwung im Verkauf deutscher Kraftfahrzeuge. Durch die Weltpresse werden— in Wort und Bild— deutsche Siege volkstümlich, und die Oeffentlichkeit kommt auf Grund eigener Urteilskraft zu der Ueberzeugung: wo so viel Erfolg ist, muß Leistung und Qualität vorherrschen. Das ist die eine Seite, die werbende! Die andere, noch realer, ist der Dienst am Kunden, für Geld höchsten Gegenwert an Material und Leistung zu geben. Natürlich wird man wohl niemals mit Geschwindigkeiten von 400 Kilometer=Stunden und mehr als Tourenfahrer über die Landstraßen sausen. Aber man wird immer besseres Material, immer dauerhafteres bekommen, man wird den Kraftverkehr immer wirtschaftlicher gestalten, aber man muß eben Spitzenwerte schaffen, um aus ihnen beste Durchschnittswerte zu erhalten. Jegliche Leistungsreserve ist von Nutzen. Der Fabrikant, der unseren Anzugstoff herstellt, spannt ihn in Zerreißmaschinen verschiedenster Art, um seine Festigkeit zu erproben; der Fabrikant von Kraftfahrzeugen benutzt die Landstraße, das Prüffeld des täglichen Lebens, als Zerreißmaschine, er schraubt die Leistungen immer mehr hinauf, um einen guten Mittelwert zu erhalten; das Material wird äußersten Belastungsproben ausgesetzt, um technischen Fort schritt zu erringen. Höchstleistungen sind immer Förderer technischen Fortschritts. Und der Sportgeist schließlich, den diese Männer aufbringen, die ihr Leben einsetzen, beseelt von dem ewigen„vorwärts“, ist auch Diener der Technik, Diener des Volkes, Diener der Nation! So haben Rekorde als Maßstäbe, Rekord fahrten als Leistungswettbewerbe in wirtschaftspolitischer, technischer und sportlicher Hinsicht gewaltige Bedeutung. Deutschland ist in der Ehrenliste der Weltund Internationalen Klassenbestleistungen für Kraftfahrzeuge heute 118mal vertreten. Mehr als die Hälfte dieser Welt= und Klassenrekorde, nämlich insgesamt 68, hält allein die Auto Union. Neugummierung in Vollformen Lohnheizung und Reparaturen von Riesenluft- u. Personenwagen-Reifen Reifenlager und Autozubehör Rutschal- Adertol- Station Bielelelder Dampf-Uulkanisier- u. Protektierwerk Komrion Snögheror, Vieisleia Nerforder Str. 29, Ecke Zimmerstr. 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Vielleicht ist es nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß wir gegen die Schweiz die meisten Länderkämpfe austrugen. Zwanzigmal traten unsere Fußballspieler gegen die Mannen mit dem weißen Kreuz im roten Feld an. Selbst Holland, mit dem uns die engsten sportlichen Beziehungen verknüpfen, hat gegen Deutschland nur 15 Länderspiele aufzuweisen. Fast alle Treffen, bei denen die Eidgenossen Gäste in Deutschland waren, hatten süddeutsche Städte zum Schauplatz. Der Westen wird es daher besonders begrüßen, daß die 21. Begegnung die Schweizer nach Köln führt. Das Köln=Müngersdorfer Stadion erlebt also innerhalb einer kurzen Zeitspanne ein zweites Fußballgroßereignis. Vor wenigen Wochen den Endkampf um den Tschammerpokal, am Sonntag den Länderkampf gegen die Schweiz, der wiederum 70 000 Zuschauer in die weiten Nänge der neuen Kampfanlage lockt. Mit bewährten Kräften Wir stehen vor der Fußball=Weltmeisterschaft, die Deutschland nach seinen Erfolgen im vergangenen Jahr wiederum große Aussichten gibt. Wir haben für diese schweren Kämpfe einen bewährten Kern eingespielter Leute zur Verfügung, im wahrsten Sinne des Wortes eine Stammannschaft, die ohne Zweifel das Gerippe der Weltmeisterschafts=Elf stellen wird. Aber dieser Stamm muß mit den„zweiten“ Spielern ergänzt werden. Es war daher sehr naheliegend, daß gerade gegen die Schweiz einige neue Kräfte ausprobiert würden. Die Aufstellung der deutschen Elf für Köln entsprach aber diesen Erwartungen nicht. Wir finden wieder die Namen. die unsere Elf im letzten Jahr von Sieg zu Sieg führten, also die Skandinavien=Elf. Es fehlen nur die verletzten Schön, Kitzinger, Goldbrunner und schließlich Jakob, der endlich einmal durch einen„zweiten“ Mann, eben im Hinblick auf die Weltmeisterschaft, ausgewechselt werden mußte. Bewährte Kräfte erscheinen auf den leeren Posten: Jürissen im Tor. Sold als Mittelläufer und Striebinger als Linksaußen. Trotzdem eine„Ueberraschung" In erster Linie galt es die Lücke im Sturm auszufüllen, die der Dresdner Schön im Kampf gegen Norwegen so vielversprechend schloß, nämlich den Posten des Halbrechten, der durch die Zurücknahme von Gellesch für Kitzinger in den Lauf frei wurde. Schöns hoffnungsreicher Start in der Nationalmannschaft wurde schnell durch seine Verletzung gestoppt. Für Köln mußte ein neuer Mann gefunden werden. Da erinnerte man sich, daß der junge Schalker Linksaußen Urban in seiner Vereinsmannschaft mustergültig als Halbrechter spielte. Man wagt das kleine Experiment, den Schalker auch in der NationalElf als Halbstürmer einzusetzen. Das ist aber auch die einzige„Ueberraschung", die uns die Kölner Elf bereitete. Man darf auch hier Urban vertrauen, wenn sich auch auf diesem Posten seine nicht allzu große körperliche Härte mehr auswirken könnte als auf dem raumfreieren Posten des Linksaußen. Hier finden wir diesmal den Mannheimer Striebinger, der schon gegen Belgien und Frankreich„spielte, einen Außenstürmer, ähnlich dem Schalter Urban, schnell, schußzmutig und mit einem guten Auge für nutzenswerte Stellungen. Der Stil bleibt gewahrt Der erprobte Kampfstil der deutschen Nationalelf, der in vielen erfolgreichen Kämpfen herausgeschält wurde, bleibt auch in diesem Spiel gewahrt. Der Mittelläufer Sold, bewährt in Länderkämpfen und erst kürzlich im Kampf Südwest gegen Niedersachsen ein überragender Rann, ist ein typischer Stopper, agrtgafepghgge der Abwehr, aber auch sicher in Jürissens Qualitäten als Torhüter sind bekannt. Er verbindet Wagemut mit großer Sicherheit. — Deutschland spielt also mit: Jürissen(Rot=Weiß Oberhausen); Janes (Fortuna Düsseldorf)— Münzenberg(Aleman= nia Aachen); Kupfer(Schweinfurt 05)— Sold (VV. Saarbrücken)— Gellesch(Schalle 04); Lehner(Schwaben Augsb.)— Urban(Schalke 04)— Siffling(SV. Waldhof)— Szepan (Schalke 04)— Striebinger(Mannheim). Schweiz besser als in Zürich Die Schweizer haben im vergangenen Jahr wenig günstig abgeschnitten. Sie konnten außer gegen Belgien keinen einzigen Sieg erfechten. Das:0 gegen Deutschland— damals schoß Kitzinger das einzige Tor— war ein achtbares Ergebnis. Dann aber setzte, als Niederlage auf Niederlage folgte, heftige Kritik bei den Eidgenossen ein, bis der Trainer von Graßhoppers Zürich. Karl Rappan, die Nationalspieler in seine Obhut nahm. Dann kam ein unverkennbarer Aufstieg, noch im Herbst des vergangenen Jahres, der durch das:2 gegen den Weltmeister Italien seine Krönung erhielt. Die Schweizer sind also unverkennbar stärker geworden. Der alte Stamm der Elf ist Belgien- Westdeutschland Internationales Schwimmfest Bochum Zum dritten Male innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren zieht der rührige SB. Blau=Weiß Bochum im Bochumer Stadtbad eine internationale Schwimmsportveranstaltung auf. deren Besetzung sie zu einem Höhepunkt im westdeutschen Schwimmsport stempelt. Um das gien— Westdeutschland rahmen sich ländischer und deutscher Spitzenklasse. Durch der niederländischen„Rekord=Meisjes“ sind besonders die Frauenwettbewerbe hervorragend besetzt. sich im 100. Yards= Rückenschwimmen die Berliner Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Rida Seufs vorstellen, die unsere Meißerin Chrißel Zerzie, ze Ohligs und die junge Cor Kint aus Amst z eben noch neuen Rekord schwamm, weiter Ri Feggelen und die Dutsburgerin Kellermann trifft. üeber 100 Pards Kraut it mit eineg. chlege die gete ländischen Meisterin van in Frl. Styl, Amsterdam, der Nachnerin Franke Frl. Karnatz, Düsseldorf, scharfe Gegnerinnen erhalten bu.— Im Drutichwimmer Mojihetere geschwornent :56,9jüngst einen fabelhaften Weltrekord geschwommen. Die Deutsche Meisterin Trude Duisburg wird ihr aber einen harten Somig hrset. und ist sicherlich für eine Ueberraschung Heeselaars, Amsterdam, und die Berlinerir Busse Smpten um die Plätze. Die Schweizer Fußballmannschaft, wie sie am 2. Mai 1937 in Zürich antrat. Obere Reihe von links: Minelli(Kapitän), Lehmann, Bickel, Bizzozerro, P. Aebi, Vernati; untere Reihe von links: Lörtscher, Ochinchard, G. Aebi, Abegglen II, Karcher. zwar bestehen geblieben, wir finden aber einige neue Namen, die der Mannschaft mehr Schwung und Temperament geben, denn das technische Können stand bei den Eidgenossen von jeher auf hoher Stufe. In Köln werden wahrscheinlich spielen: Huber(Graßhoppers Zürich) oder Bizzozero (Lugano); Minelli, Lehmann(beide Graßhoppers Zürich): Springer, Vernati(beide Graßhoppers), Lörtscher(Servette Geuf); Bickel, Wagner(beide Graßhoppers), Amado(Lugano), Walacek, S. Aebi(beide Servette Gens). Wie hoffen wieder auf Sieg Deutschlands Fußballelf will das Jahr der Weltmeisterschaft wieder mit einem Sieg beginnen. Unsere Aussichten sind groß. Von den 20 Kämpfen gegen die Schweiz haben wir 14 gewonnen, vier gingen verloren und zwei endeten unentschieden. In den letzten fünf Treffen haben die Schweizer keinen Gegentreffer mehr erzielen können. Gewiß wird unsere Elf den Gegner nicht unterschätzen, aber alle Zeichen deuten auf einen neuen deutschen Triumph. Er wäre die beste Einleitung zu dem umfangreichen Länderkampfprogramm der nächsten Monate, nicht zuletzt auch für die Weltmeisterschaft. Sv. Belndesche Man gewmmer. VFB. will zwei Punkte vom Lipper Bruchbaum holen/ Vier Spiele im Fußballbezirk In der Fußball=Bezirksklasse der Gruppe Minden ist die Tageskarte für den ersten Febeuarsonntag diesmal nicht so reichhaltig wie sonst. Aber ebenso bedeutungsvoll sind die einzelnen Spiele mit ihren Ergebnissen für diese und jeue Mannschaft. Besonders das Feld der sieben Abstiegsgefährdeten ist morgen daran interessiert, wer sich nach oben schiebt und wer weiter nach unten gedrückt werden kann. Jedes Tor und jeder Punkt ist jetzt, angefangen von Union Herford über Schildesche, Geseke und Spiel und Sport Herford bis zum Tabellenletzten aus Neuhaus, gleich wertvoll. Da wird es harte Kämpfe setzen. Lediglich der Tabellenführer Arminia Biele. feld darf mit Muße zuschauen. Er benutzt allerdings den freien Termin, um Heerschau unter der Reserve zu halten. Eine kombinierte Elf tritt auf der Melauchthonalm gegen den Bezirksvertreter aus Osnabrück an. Schwarz=Weiß kommt mit guten Empfehlungen und darum wird auch dieses Treffen nicht schlecht besucht werden. Esspielen morgen: Vornssia Lippstadt— B/B. Bielefeld Spog. Schildesche— Spog. Beckum Paderborn 08— Teutonia Lippstadt Union Herford— Spog. Gütersloh In Freundschaft: Arminia Bieleseld— Schwarz=Weiß Osnabrück. Spog. Schildesche, B/L. Geseke, Spiel und Sport Herford, so lautet die Reihenfolge der drei Mannschaften, die gleich stark vom Abstieg bedroht sind. Das Punkteverhältnis dieser drei Vereine lautet 11:23 und in der Tabelle sind alle einstweilen nur durch das Torverhältnis friedlich getrennt. Morgen schon kann das anders sein. Geseke und die Herforder Spiel und Sportler sind am 6. Februar spielfrei, sie werden mit besonderem Interesse auf das Ergebnis der Klein=Berliner warten. Die Sportvereinigung Schildesche weiß nach ihrer Niederlage gegen Teutonia Lippstadt zu genau, daß sie sich nun keinen Seitensprung mehr erlauben darf, wenn das Abstiegsgespenst gebannt werden soll. Fünf Spiele bis zum Ende der Serie sind seitens der Klein=Berliner noch zu liefern. Zehn Punkte sind also erreichbar, wird nur die Hälfte davon erobert, so dürfte der Klassenverbleib gesichert sein. Das Spiel morgen gegen Beckum ist also für die Bielefelder Vorstädter sehr bedeutungsvoll. Welch großes Gewicht die Mannschaft selbst den restlichen Spielen beimißt, ist allein schon daraus zu erkennen, daß man jetzt endgültig die Pflichtspiele auf der städtischen Kampfbahn Königsbrügge machen will, da am Feuerholz den Kleinberlinern das Glück scheinbar wenig hold ist. Vorussia Lippstadt hat bei weitem nicht die Die neue Sprungschanze auf dem Feldberg im Schwarzwald, die mit den Deutschen und Wehrmacht=Skimeisterschaften eingeweiht wird. Die Meisterschaften kommen vom 5. bis in Neustabt zum Anstrag. Weltbild(2) großen Sorgen wie die Mannschaften am Tabelleuende, immerhin sind die Leute vom Lipper Bruchbaum auch noch so stark gefährdet, daß von den restlichen sechs Spielen einige Gewinnpunkte erforderlich sind, um der Abstiegsgefahr zu enteinnen. Der VfB. Bielefeld darf sich daher auf hartnäckigen Widerstand gefaßt machen. Wiederholen die Notweißen die Leistung vom letzten Sonntag, dann sollte zumindest ein Punkt mit an die Lutter gebracht werden. Im Hinblick auf den am 13. Februar stattfindenden Ortskampf gegen den Tabellenführer Arminia ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Teutonia Lippstadt wird es in Paderborn recht schwer haben, denn auch die Els von der Wir übertragen am Sonntag durch unsere Geschäftsstelle am Alten Markt den Fußball=Länderkampf Deutschland gegen Schweiz aus Köln. Beginn mit der zweiten Halbzeit um 15.20 Uhr. Wilhelmshöhe kann noch Punkte gebrauchen und wird sich mächtig ins Zeug legen, um sich in Sicherheit zu bringen. Union Herford unterlag beim ersten Spiel gegen die Sportvereinigung Gütersloh nur knapp mit:2. Morgen an der Eisenbahnbrücke werden die Werrestädter den Spieß wohl umdrehen wollen, denn auch die Jonier sind alles andere als schon in Sicherheit. Wohl in keinem Jahre war die Zahl der Abstiegskandidaten im Endspurt so groß wie in dieser Serie. Union muß sich schon ranhalten, wenn die Sportvereinigung, die morgen sicherlich wieder komplett antreten wird, geschlagen werden soll. Auf der Königsbrügge Die Klein=Berliner ziehen wieder um! Warum? Einmal liegt der Platz am Feuerholz recht offen, so daß Zaungäste allzu reichlich am Spiel teilhaben können und zum andern hat die Elf aus Schildske in allen Punktespielen auf dem Platz an der Sudbrackstraße bisher mehr Pech als Glück gehabt. Die Königsbrügge wird den Vereinigten mehr liegen. Man denke nur an den scharfen Widerstand der dem Tabellenführer auf schneeverwehtem Felde geboten wurde. Wer erinnert sich nicht des überraschend zügigen Spieles der Schildescher beim Rückspiel gegen den Ortsbruder PfB.? Die Notweißen mußten eine unerwartet hohe Niederlage einstecken. Man hofft im Lager der Sportvereinigung Schildesche, daß die Mannschaft morgen auf der Königsbrügge ein anderes Spiel hinlegt wie beispielsweise gegen die Lippstädter Teutonen. Allerdings muß man auf eine so brauchbare Kraft wie Sowicki verzichten. Reißen sich aber die übrigen Stürmer zusammen, dann müßte es doch klappen, zum im Feldspiel noch stets achtbare Leistungen gezeigt wurden. An diesem Spiel kann für die Klein=Berliner„alles dranhängen“. Man vermutet daher nicht zuviel, 8 de ge E G 11 gi di ge pr. Le :: Pr ha 0 :: pu Vr sch die fal Ei Ge Ho Hil To Sa M De We Ar Hir Sa Ho Ar we geg Sp von. sort bese Vor Ein dier hin alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par gele ohn trad wenn man morgen nachmittag einen Großkampf gegen die Spielvereinigung Beckum erwartet. VfB. auf Reisen Das Gelände der Lippstädter Vorussen liegt den Bielefelder Mannschaften nicht besonders, das hat auch der VfB. schon erfahren müssen. Wenn auch Borussia in diesem Jahre nicht mit den früheren Leistungen aufgewartet hat, so bleibt die Elf doch zu beachten, da ihr das Abstiegsgespenst im Nacken sitzt. Und was das heißt, das weiß jede Mannschaft, die mit einem solchen Kandidaten die Klingen zu kreuzen hatte. Für den VfB. Bielefeld ist es im Hinblick guf has am 13. Februar in Bielefeld steigende guf das am 13. Februar in Bielefeld steige Ortsspiel gegen Arminia sehr wertvon, wenn morgen die volle Tagesbeute vom Lipper Bruchbaum entführt werden kann. Wer ist Schwarz-Weiß? Ein neuer Stern aus der alten Haasestadt Bielefeld und Osnabrück liegen nur 58 Bahnkilometer getrennt, und doch sind die fußballsportlichen Bindungen nicht mehr so## wie früher, als es noch keinen Niedersachsenund Westsalengau heutigen Umfanges gab. Man kennt in Bielefeld wohl die kampfstarke Boxstaffel der Osnabrücker Schwarz=Weißen. klein sing die Fußballgarde der Schwarz=Weißen an. 1932 in der dritten Kreisklasse. Und dann Jahr um Jahr unangesochten Metster und Aufstieg bis zur Bezirksklasse. In Deutschlands zweiter Klasse steht diese Els zur Zeit mit Osnabrück 06 an der Spitze und hat in den noch ausstehenden Kämpfen, die größtenteils auf eigenem Gelände fällig sind, die besten Aussichten, den Gruppenmeister zu machen. Gegen den ortsansässigen PfL., der bekanntlich der Gauklasse angehört, spielte Schwarz=Weiß:1, FC. Enschede wurde:1 geschlagen und die Hamburger Uni=Leute verDer Ex=Armie Kolodzig spielt im Laus der Osnabrücker. Neben ihm dürfte noch Hölscher bekannt sein, ein Spieler aus der großen Osnabrücker Fußballfamilie Hölscher. Dann ist da noch der Tormann Knuffmann, der sich schon einen Namen machte. Arminia Bielefeld greift bei diesem Vergleichskampf auf drei neue Kräfte zurück. Es handelt sich um Hörtermann im Tor, der in Bielefeld kein Unbekannter ist, um Lakomi in der Mittelreihe und Mischok im Sturm.— Im übrigen dürfte es Arminia morgen nachmittag auf der Alm nicht leicht haben, mit diesem neuen„Ster“ aus Osnabrück fertig zu werden. Schäfks Spien urRotthausen Volle Besetzung in der westfälischen Gauklasse Obwohl Schalle 04 mit Szepan, Gellesch, Urban und Klodt, der als Ersatz für Jürissen angefordert wurde, rier Kräfte für das Länderspiel gegen die Schweiz in Köln abstellt, gibt es für den Doppelmeister keine Pause im Punktekampf. Das Meisterschaftstreffen in Rotthausen wird bereits am Vormittag erledigt und dürfte den Schalkern auch ohne die Standard=Nationalspieler einen Sieg bringen. Immerhin wird der Tabellenletzte die Torspanne kaum hoch werden lassen, aber eine „Ueberraschung“ braucht kaum befürchtet zu werden, zumal das Unentschieden in Dortmund die Gelsenkirchener etwas gewarnt hat. Außerdem steigen noch vier weitere Auseinandersetzungen, so daß die westsälische FußballGauklasse ein volles Programm abwickelt. Lediglich der Kampf in Herne zwischen der Westfalia und der Spög. Röhlinghausen ist ohne Bedeutung für die noch nicht geklärte Abstiegsfrage, da beide Mannschaften in Sicherheit sind. Zu Hause haben natürlich die Herner die besten Aussichten auf weiteren Punktegewinn. Dagegen geht es in den Treffen um die Sicherung vor dem Abstieg. Bei den Dortmunder Borussen wird der SB Höntrop alles aufbieten, um wenigstens durch ein Unentschieden einen Punkt zu retten, aber wahrscheinlich wird die Lenz=Elf das bessere Ende für sich haben. Es wäre schade, wenn die Dortmunder ihre zahlreichen Anhänger nach der guten Leistung gegen Schalte wieder enttäuschen würden, zumal mit der Aufstellung des Vorsonntags die zur Zeit beste Besetzung gegeben ist. Einen heißen Kampf darf man auch am Hertener Katzenbusch erwarten. Arminia Marten muß noch viel verlorenen Boden gutmachen, um den Platz in der Gauklasse halten zu können, während die SpBg. Herten zwar noch nicht ganz aus der Abstiegszone heraus ist, aber doch schon etwas beruhigter sein Ein knapper Erfolg der Hertener ist wahr. scheinlich, wenn Martens Angriffsreihe nicht einmal eine besonders gute Leistung zustande bringt. Schließlich muß Sus Hüsten zur Germania Bochum, die in letzter Zeit wieder beständigere Leistungen geboten hat. Die Sauerländer werden wohl nicht viel ausrichten können, doch bestehen immerhin Hoffnungen auf ein Unentschieden, das sich Hüsten schon mehrfach in Bochum holte. Es spielen: SV Rotthausen— FC Schalke 04 Germania Bochum— SuS Hüsten 09 SpVg. Herten— Arminia Marten Westfalia Herne— SpVg Röhlinghausen Vorussia Dortmund— SB Höntrop So spielen die Nachbarn: Gelsenkirchen Westsalia Buer— VfB. Börnig Gelsenguß Gelsenkirchen— Delog Sportfreunde Gladbeck— Schwarzgelb Gladbeck 12 Gelsenkirchen— Union Gelsenkirchen 86. Erle 08— V/8. Bottrop Bochum Polizei Bochum— 30. Sportgemeinde Wattenscheid— TG. Ehrenseld Witten 92— Witten 07 Preußen Bochum— Westsalie Bochum MBV. Linden— Tus. Bochum Dortmund Eichel— Union Recklinghausen Sportgem. Mengede— Sportfreunde Dortmund Münster Titania Essel— BV. Rheine Gronau 00— Rheine 00 Preußen Münster—. Münster 08 ZuS. Hüls— Sppag. Erkenschwick Sauerland Hemer 08— SS Herdringen VeL. Schwerte— DSC. Hagen TuS. Milive— Sportring Gevelsberg Hagen 72— Schwelm 06 Union Haspe— Menden 00 Siegerland RSV. Eiserfeld— 28 Jahn Werdohl Sportfreunde 8C. Siegen— Klaseld=Getsweid TuS. Eiringhausen—. Lüdenscheid=Höh Altenseelbach— VfB. Weidenau Setet wnlaes eitist Zehn Mannschaften in der zweiten Vorrunde der Pokalspiele haben die Verler Die Vorgefechte im Pokalwettbewerb sind erst am letzten Conntag erledigt worden und schon stehen für morgen wieder neue Pokalkämpfe auf dem Terminkalender. Bisher konnten sich alle Vertreter der ersten Kreisklasse in der ersten Runde behaupten, am Sonntag werden aber einige Mannschaften zwangsläufig ausscheiden. Das ist zumindest der Fall bei der Begegnung Westsalia Wiedenbrück gegen SC. Verl, beides Vertreter der ersten Kreisklasse. Aber auch sonst darf man wohl annehmen, daß den übrigen Mannschaften der ersten Kreisklasse, die als Angehörige dieser Klasse die größten Aussichten auf den weiteren Verbleib in der Pokalrunde haben, die Spiele morgen nicht leicht gemacht. zu lassen. Ganz so einsach wird das allerdings nicht sein, aber mit einiger Vorsicht müßten die Gastgeber es schaffen können. Scheidet Heepen aus? Die Pokalspiele: Luftwafse Gütersloh— Arminia Gütersloh Westsalia Brackwede— Tv. Ummeln Westfalia Wiedenbrück— SC. Verl Tv. Heepen— B/R. Iöllenbeck Eintracht Sieker— Tv. Steinhagen Obwohl zu zwei verschiedenen Klassen zugehörig, werden die beiden Mannschaften vom To. Heepen und BfR. Jöllenbeck sich ein Spiel das zwei gleichwertige Gegner steht. Außerdem kennen sich diese Mannschaften von früheren Punktespielen her. Die Turner hatten das Glück, kampflos eine Runde weiterzukommen, während Iöllenbeck nun versuchen wird, die nächste Runde zu erreichen. Es wird jedenfalls eine Auseinandersetzung geben, die erst mit dem Schlußpfiff entschieden ist. Ehrgeiz gegen Technik Wenn man bisher bei den Pokalspielen von Ueberraschungen sprechen kann, dann lieferte diese bisher der Tv. Steinhagen. Diese Mannschaft liegt als einziger Vertreter der britten Kreisklasse noch im Pokalwettbewerb. Es wird daher zu erwarten sein, daß die Turner ihren ganzen Ehrgeiz daran setzen, morgen gegen die zwei Klassen höher eingestuften Eintrachtler aus Sieker bestehen zu können. Wenn die Leute von der Endstation auch am Sonntagvormittag den Vorteil des eigenen Platzes für sich haben so dürste dem Gegner allein mit der besseren Technit und Spielaufsassung nicht belzukommen sein. Die Turner stehen nämlich auf festen Beinen und verfügen über einen großen Angriffsschnerd. Für Eintracht Sieker wird es daher heißen, von vornherein alles schöne Beiwerk beiseite zu lassen und nur auf Sieg zu spielen, wenn sie nicht den Gegner für eine Ueberraschung abgeben wollen. Zwei aus einer Klasse Als einziger Kampf zweier Klassenangehörigen steigt in Wiedenbrück der Kampf Westfalte gegen SC. Verl. Wenn die Gastgeber nicht gerade in letzter Zeit eine etwas schwache Form gezeigt hätten, könnte man ohne wetteres annehmen, daß sie mit den Gästen fertig würden. Aber gerabe in Wiedenbrück haven die verter bisher noch immer ihre beste Leistung gezeigt. Da Westfalia zudem noch seinen Mittelläufer verloren hat, werden die Gäste alles versuchen, um sich weiter im Wettbewerd zu behaupten. * Ortskampf in Gütersloh In Gütersloh hat es lange keine Ortskämpfe mehr gegeben, nachdem die Sportvereinigung zur Bezirksklaße aufrückte Aber da sind die Flieger inzwischen mit erstaunlichen Leistungen ausgetreten und werden morgen dafür sorgen, daß es einen Ortskampf gegen Arminia gebi. der bestimmt alles in sich hat. Die Flieger brachten bekanntlich das Kunststück fertig, den VV. Versmold beim ersten Pokalgang zu erledigen Da in der Punktetabelle die Versmolder über Arminia eingestuft ind, könnte der Luftwassensportverein nach der Papierform diese Begegnung für sich gestalten. Arminia wird aber auch die Gelegenheit benutzen, um allein schon aus örtlichen Gründen, wetterhin bei den Pokalspielen beteiligt zu sein. Es steht damit zu erwarten, daß es wieder mal einen Ortskampf geben wird, der das Interesse vieler Zuschauer findet. Parlktejagd Jein Welte. Nicht ganz so leicht Zu welchen Leistungen die Mannschaft wachsen kann, wenn es darum geht, die Chance der Pokalspiele auszunutzen, hat der Tv. Ummeln bereits bewiesen. Er sorgte noch am letzten Sonntag dafür, daß der Partner seiner Klasse, der BV. Werther, der in der Punktetabelle bedeutend günstiger eingestuft ist, aus dem Rennen geworfen wurde. Morgen hat nun Westfalia Brackwede zu beweisen, daß sie nicht gewillt ist, sich überrennen Immer noch hanne Sobeck Berlins Fusballelf gegen Prag Nach einem Probespiel, übrigens bei künstlicher Beleuchtung, wurde die Berliner Fußballmannschaft aufgestellt, die am Sonntag in der Reichshauptstadt gegen Prag spielt. Die Elf hat folgendes Aussehen: Buchloh(HerthalBSC): Appel(BSV. 92), Krause(Hertha(BSC.): Raddatz(Union Ober. schöneweide), Botzmann(Wacker 04), Buchmann (Nowawes): Ballendat(BSV 92), Sobeck (Hertha]BSC), Berndt. Kästner, Wilde(alle Tennis=Borussie). In den drei Kreisklassen stehen sich morgen insgesamt 18 Mannschaften in Punktekämpfen gegenüber. Bei den Auseinandersetzungen der 1. Kreisklasse steht im Vordergrund des Interesses die Fahr: der Grün=Weißen nach Rheda. Für den Tabellenführer bedeutet diese Fahrt keinen Spaziergang, umsomehr, als außerhalb nicht immer so leicht zu gewinnen ist wie an der Schwartzkopfstraße. Bereits in Rietberg mußten dies die Kamphoser erfahren und werden nun morgen sich vorsehen müssen, daß die gegen Rietberg spielerisch besseren Schwarz=Gelben ihnen nicht zum Verhängnis werden.— Die zweite Paarung sieht Viktoria Rietberg gegen den Ballspielverein Versmold vor. Hier treffen zwei Mannschaften auseinander, die bei derselben Spielaufsassung auch noch über denselben ungestümen Kampfgeist verfügen. Die Punkte können daher jeder der beiden Mannschaften zufallen, wenn es nicht zu einer Punkteteilung kommen sollte.— Die 2. Kreisklasse hat ihr Hauptspiel in der Begegnung Avenwedde gegen Oldentrup. Für die Gäste heißt es unbedingt, die Punkte mit nach Hause zu bringen, da sie sonst aus der Spitzengruppe verschwinden können. Der SC. Avenwedde hat aber im Hokalspiel gegen Wiedenbrück einen derartig achtbaren Gegner abgegeben, daß di Voraussage nach dem Sieger von morgen auch Avenwedde heißen könnte. — Der Reichsbahnsportverein wird wissen, was ihm die Chance bedeutet, auf dem zweiten Tabellenplayz zu stehen und morgen auf dem Gelände des BV. Werther alles hergeben, um diesen Platz zu behaupten.— Die dritte Paarung heißt Herzedrock gegen Halle und müßte eigentlich von Halle zu gewinnen sein, wenn diese Mannschaft in kompletter Aufstellung antritt.— Mit drei Spielen soll dem Terminkalender nach die 3. Kreisklasse eschäftigt sein. Zi Hause wird der 8B. Schloß Holte dem Tv. Dornberg wenig Gelegenheit geben, sein Punktekonto zu bereichera.— Obwohl die Dürkopp=Mannschaft in Bielefeld spielt, wird sie gegen den besten aufgelegten TuS Brake kaum bestehen können.— Der SB Ubbedissen muß zum Sportverein Spexard, wird aber bei einiger Vorsicht als Sieger den Platz verlassen können. So wird morgen gespielt: 1. Kreisklasse: Schwarz=Gelb Rhedo— Grün=Weiß Viktorta Rietberg— BV. Versmold 2. Kreisklasse. TuS. Herzebrock— 8C. Halle BV. Werther— Reichsbahn 8B. 8V. Avenwedde— Tv. Jahn Oldentrup 3. Kreisklasse: VV. Schloß Holte— Tv Dornberg Dürkopp— TuS. Brake 2V. Spexard— SV. Ubbedissen Schön hinter Deliege Inoetkieker meint: Das„Goldene Rad“ in der Westsalenhälle Die klassische Prütung um das„Goldene Rad“ am Tonntag, 6. Februar 17 Uhr, in der Dorsmunder Westsalenhalle gehi über die Distanz von insgesamt 75 Kilometer und ist in drei Läufe unterteilt Während die Startfolge für die beiden ersten Läuse über 20 und 25 Kilometer durch das Los entschieden wird, ist für die Reihenfolge am Start zum letzten und entscheidenden 30=Klomeier= Lauf das Ergebnis eines 1000=Meter=Zeilfahrene maßgebend Dieses Zeitfahren über den fliegenden Kilometer bietei gleichzeitig einen Prüfstern für die reelle Geschwindigken der einzelnen Zeilnehmer In der Schrittmacherfroge ist eine kleine Nenderung eingetreten, während Meue mit Ville. Lohmann mit Meinhold sun Stach mit Carman und Lemoine dinter Gepperi erscheinen dai Schon au Merkens verzichtet und sich mit dem bekannten Franzosen Deltoge zusammengetan, der schon mit den berühmiesten Siebern der Welt Erfolge erzielen konnte, so daß man der neuen Verbindung Schön—Deliege mit Interesse entgegensehen kann. Rappelvoll ist das Vereinolokal nach dem Spiel und bis an den Rand gefüllt soll die Büchse werden, die ein Jugendlicher klappernd schwingt.„Für Breslau“, sagt er nur. Er wird das noch oft sagen. Morgen, am nächsten Sonntag und an all den anderen Spieltagen, bis es soweit ist, daß die Schar der Teilnehmer zum Bahnhof marschiert. Das Spiel des Tages um die Punkte hat morgen Klein=Berlin auf der Königsbrügge. Man will endlich mal wieder gewinnen und zieht darum vom Norden zum Süden der Stadt. Gegen BfB. hat es geholfen. Nebenbei wird man morgen wieder mal auf das Spiel unserer Nationalelf gegen die Schweiz in Köln gespannt sein. Sokannes werden: Fußball=Lünderspiel in Köln: Deutschland— Schweiz Bezirksklasse: Vorussia Lippstadt— B/B. Bieleseld Sportvg. Schildesche— Spielvg. Beckum Paderborn 08— Teutonia Lippstadt Union Herford— Sportvg. Gütersloh Kreisklasse: Schw.=Gelb Nheda— Gr.=Weiß Bieleseld Viktoria Nietberg— BV. Versmold 112 :2 :2 :1 :4 :2 Pokalrunde: Luftwasse Gütersloh— Arm. Gütersloh Westsalia Brackwede— Tv. Ummeln Westsalia Wiedenbrück— SC. Verl. Tv. Heepen— B/R. Jöllenbeck... Eintracht Sieker— Tv. Steinhagen.. :1 :0 :1 :0 :1 Handball: Gaulige: Schalke 04— Hindenburg Minden.:11 MSV. Münster— Tv. Spenge:8 TuS. Holsterhausen— Eintr. Dortmund:9 Arminia Bielefeld— DSC. Hagen..:4 Bezirkeklasse: VfV. Bieleseld— BT6. 48:7 Tv. Heepen— 06/07 Bielefeld:8 Sportvg. Gütersloh— Tv. Versmold:8 BfR. Jöllenbeck— To. Jöllenbeck..:6 Tv. Elverdissen— Tv. Jöllenbeck...:9 In Herford gibt es morgen einen interessanten Dreistädtewettkampf der Turner. Wer gewinnt? Berlin, Herford oder Bielefeld? Ich drücke für die Kolonne Vornemann die Daumen. Die Fußballschiedsrichter sind übrigens aus dem Winterschlaf erwacht und haben sich mächtig etwas vorgenommen. Alle 14 Tage kommen sie jetzt zusammen. Wenn 50 Prozent vom vorgesehenen Programm durchgeführt werden, dann freut sich Euer Sportkieker. Max Schmeling— Ben Foord Capitel Wir alle haben wohl am letzten Sonntag am Lautsprecher gesessen, als der große Boxkampf in der Hamburger Hanseatenhalle zwischen Max Schmeling und dem Südafrikaner Ben Foord übertragen wurde. Kein Wort des Sprechers ließen wir uns dabei entgehen, und im Geiste sahen wir jeden rechten und linken Schwinger, den unser Max landete. Als aber dann der Kampf volle zwölf Runden dauerte, hatten wir die größte Hochachtung vor dem tapferen Ben Foord, und seien wir ehrlich leisen Zweifel an der Form unseres Exweltmeisters, denn ein k. o. hatten wir doch bestimmt in diesem Kampf erNachdem wir nun den Tobis=Tonfilm von dem Boxkampf gesehen haben, ist auch der leiseste Zweifel an dem meisterlichen Können Max Schmelings verschwunden. In prächtigen Aufnahmen— besondere Kampfphasen werden sogar in Zeitlupe gegeben— erleben wir den Kampf über die vollen Runden. Das scharfe, untrügliche Auge der Kamera berichtet objektiv von einer eindeutigen Ueberlegenheit des Deutschen, daran ändern auch nichts die zeitweilig stürmisch durchgeführten Angriffe des Südafrikaners. Schmeling diktiert den Kampf. Seine Schläge treffen genau, im Gegensatz zu Ben Foord, der manchesmal in die Luft schlägt, statt den Gegner zu treffen. Wir erleben die dramatische siebente Runde und sehen in der letzten Runde neben dem vollständig frischen Max Schmeling einen abgekämpften, sich eben noch auf den Beinen haltenden Ben Foord. Selten sahen wir so prächtige Aufnahmen von einem Boxkampf. ei Westfalensieg im Eishockey Wintersport kämpfe der H J. Im Olympischen Eisstadion wurden die Eishockeykämpfe der H3. mit den Spielen der Zwischenrunde fortgesetzt. Durchweg flegten die schon in der Vorrunde erfolgreichen Mannschaften: Westsalen— Bayerische Ostmark:0 Franken J. Ruhr=Niederrhein:0 Berlin— Mittelland:1 Franken— Ostland:2. Die Gauklasse der Radballer greift am Sonntag in Guddrack ein Die höchste Klasse des Bezirkes hartet am Sonntagvormittag im Volkshaus Eudbrack zur ersten Serie. Nochdem leider die neu zugsteilten Oelder nicht starten, ermitteln folgende vier Mannschaften in zwölf Spielen zunächst den Bezirksmeister: Wanderer mit Meier=Wir, Zuavogel(Budde=Schleisiek), Steinbagen (Paschke=Nottbrock) und Wittler mit Filges=? Welche von den vier Mannschaften am Sonntag die meisten Punkte der ersten Serie erzielt, ist schwer zu sagen. Sollte der Soldat Beckmann als Partner des Filges zur Stelle sein, dann glauben wir an den Enderfolg der Wittler=Leute. Immerhin wollen die anderen Mannschaften erst geschlagen sein. Spannende Kämpfe versprechen die Spiele um die wichtigen Punkte. Entscheidung in der Kreisklasse Aus zwei Gruppen kämpften sich vier Mannschaften für die am Sonntag fallende Entscheidung um den Bezirksmeister=Titel nach vorn: Bastert I. Bastert U, Gütersloh und Nienbagen I. Also zweisach gehen die Bastert=Leute in den Endspurt. Nachdem sie in beiden Gruppen vorn lagen, starten die Mannen aus Heepen mit den besten Aussichten zum Kampf um des Bezirkes ersten Titel im Radball. Mögen sich Gütersloh und Nienhagen noch so hart strecken, wir tippen: Sieger und Bezirksmeister der Kreisklasse: Bastert I und III Berlin-Hersord-Bielefeld Vielefelder Turngemeinde turnt in Herford In Herford findet am Sonntagnachmittag ein Gerätewettkampf zwischen den Mannschaften der Berliner Turnerschaft, der Turngemeinde Herford und der Bieleselder Turngemeinde statt, der ein Großereignis Minden=Ravensberg zu werden verspricht. Berliner Turnerschaft konnte auch in diesem Jahre wieder Brandenburgischer Meister werden, stellt somit erste Klasse. Die Bieleselder Turngemeinde kehrte am Sonntag mit großem Erfolg von den Gaumeisterschaften in Recklinghausen heim und hat am Sonntag mit ihrer Mannschaft Bornemann, Herbert, Burtt. Mertens, Eillmann und Erdmann die besten Aussichten, den Kampf im Schützenhof in Herford zu gewinnen. Ent sseg Mau Möglei senl DSC. Hagen muß auf dem Arminenplatz antreten Vier Stiele beleben am 6. Februar das Programm in der westsälischen Gauklasse. An der Spitze dürfte so gut wie alles entschieden sein, da Eintracht Dortmund sich sicherlich auch nicht in Holsterhausen schlagen lassen wird. Allerdings ist der Tus Holsterhausen besonders zu Hause gefährlich. Auch Hindenburg Minden erledigt morgen mit der Fahrt nach Schalte zur GlückaufKampfbahn keineswegs einen Spaziergang, obwohl die Mindener Pioniere bestens in Wurflaune sind und auch wohl die Punkte mit an die Weser nehmen werden. In Münster stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die weder an die Spitze noch an das Ende der Tabelle kommen können. Gleichwohl wird man beiderseits recht aktiv sein, um zu den Punkten zu kommen, die ebensogut dem Tv. Spenge wie auch dem MSV Münster zufallen können. Im vierten Spiel des Tages gibt es die Rückbegegnung zwischen Arminia und dem D6C Hagen in Bielefeld. Beide Mannschaften zieren das Tabellenende, obwohl sie keines. wegs spielerisch so schlecht sind, wie es die Leistungsfkalg augenblicklich ausweist. Im Laufe der Serie hätte die eine oder andere Elf aus der Gruppe ebensoviel Pech haben können wie Arminia Bielefeld und Hagen. Zwei Pioniere des westsälischen Handballs sind also auf dem besten Wege, den Marsch in die Bezirksklasse anzutreten. Rein rechnerisch nommen, bieten sich zwar noch Aussichten, für Arminia besonders dann, wenn morgen ein Sieg auf der Melanchthonalm hängen bleiben sollte. Auf dem Arminenplatze wird es morgen früh forsch hergehen, beide Parteien kennen sich seit Jahren gut, und erst beim Schlußpfift dürfte feststehen, wohin die Punkte wandern. Es sollen morgen spielen: Schalke 04— Hindenburg Minden MSV Münster— Tv. Spenge Holsterhausen— Eintracht Dortmund Arminia Bielefeld— DSC Hagen PansuhArEippe Der Favorit in Oerlinghausen Wieder stehen sieben Punktespiele auf dem Tagesprogramm, und wieder wird es auch am ersten Sonntag im Februar Ergebnisse geben, die überraschen oder wenigstens aufhorchen lassen werden. Vor allem wird man auf den Ausgang des Kampfes in der Bergstadt gespannt sein, ist doch der Bfs Oerlinghausen Neder sieg Ger Talfter! Volles Programm Im Handball-Bezirk In der Gruppe Bielefeld=Gütersloh finden am Sonntag drei Treffen statt, nach deren Erledigung die Spiele vor dem Ausklang stehen. Die Bielefelder Rot=Weißen werden am Sonntag gegen die Gäste vom Feuerholz mit einer weit besseren Leistung auswarten wie am Vorsonntag gegen die Bielefelder Spielvereinigung. Den Abgang aus der Bezirksklasse wollen die Rot=Weißen mit guten Ergebnissen gegen den Gegner von morgen und gegen den letzten, die Sportvereinigung Güterslob, antreten. Ist der Sturm der Platzleute besser auf Draht, so wird das Ergebnis knapp. Nach den letzten Spielen zu urteilen, dürfte ein Sieg der Gäste bei dem durchschlagskräftigen Sturm eigentlich nicht in Frage stehen. Tv. Heepen— Spüg. 06107 Im ersten Trefsen der obigen Gegner in dieser Serie fiegte Heepen an der Mühlenstraße knapp mit einem Tor Vorsprung. Diese Verlustpunkte spüren die Vereinigten stark, wollen sie Anschluß behalten, so müssen sie gewinnen. Da Heepen nicht mehr ganz die Spielstärke ausweist wie zu Beginn der Serie, wird diesmal ein knapper Sieg der Gäste herauskommen, womit die Niederlage wieder wettgemacht wäre. SpVg. Gütersloh— Tv. Versmold Hier fällt eine Doppelentscheidung. Gütersloh hat neun und Versmold acht Verlustpunkte, beiden sitzt die Spielvereinigung Bieleseld auf den Fersen. Siegt Gütersloh, so rücken sie auf den dritten Tabellenplatz und sollten kaum noch einzuholen sein, da der letzte Kampf gegen VfB. Bielefeld noch zwei weitere Punkte bringen wird. Siegt dagegen Versmold, so würde Sportvereinigung nach Verlustpunkten mit Spielvereinigung Bielefeld gleichstehen. Wir glauben aber, daß Gütersloh auf eigenem Platze knapper Sieger werden wird. Versmold und 06/07 haben beide noch gegen die BTG. 48 zu spielen. Auf das Gütersloher Ergebnis wird man am Sonntag mit großer Spannung warten. Tv. Elverdissen— Tv. Jöllenbeck BfR. Jöllenbeck— Tv. Altenhagen Am Sonntag wird sich entscheiden, ob Jöllenbeck ohne Verlustspiel über die Fezte,gg kommt, was den Künsebeckern nicht geglückt ist. Elverdissen ist auf eigenem Platze sehr stark und versteht sich schnell ins Spiel zu dringen. Jöllendeck wird keinen leichten Stand haben, aber im Schlußkampf sich die Punkte nicht entgehen lassen. Altenhagen hat eine horke Anzilgterolleiz### mit Funke, Bokermann und Horstroner wurfrräftige Schützen aufweist. Somit wird es an der Hintermannschaft von Jöllenbeck liegen, ob ste diesen Sturm zu halten versteht. Die auf eigenem Platze immer ein gefürchteter Gegner gewesen und am Sonntag werden sie den Gästen ein achtbares Ergebnis abringen. Handball 1. Kreisklasse In der ersten Kreisklasse ist die Spielstärke der Gütersloher Luftwafsenelf in leicht überragend und an dem Endsteg wird sie kaum eine andere Mannschaft hindern können. Dagegen werden in den beiden anderen Gruppen bartnäckige Zweikämpfe zwischen ein##e### renden Mannschaften ausgetrogasig Praczpege uns und Gabberbaum, weiter Westa, nach Prachpes. Jahn Genne I stehen sich nichte naw.#####, und Senne I stehen punktgleich, während Gadderbaum zwei Punkte hinter Sieker auf der Lauer liegt. Das Rückspiel beider steht noch aus, Gadderbaum ist Platzverein. An Seuntes sollen spielen: Gruppe 2: Steinhagen— Senne! Senne II— Isselhorst Brackwede— Quelle Gruppe 3: Isingdorf— Werther TuS. Güterslob— BV. Versmold Luftwasse—. Arminia Gütersloh Dornberg— Werther durchaus in der Lage, auf heimischem Boden den Gruppen=Favoriten zum Stolpern zu bringen. Es spielen morgen: RSV Waddenhausen— Fortuna Schlangen BB Oerlinghausen—. BV Lemgo RSV Blomberg— BfL Salzuflen SV Bavenhausen— Eintracht Jerxen Germania Schötmar— Tv. Pivitsheide BV Heidenoldendorf— Sportlust Helpup BfB Detmold— Luftwasse Detmold Der RSV Waddenhausen, der in den letzten 14 Tagen drei Punkte einbüßte, darf dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter Zugstück des Tages bildet neben dem Ortstreffen in der Restdenz ohne Frage die Begegnung des Tabellenführers BV Lemgo in Oerlinghausen gegen den VfB. Kommen die Hansestädter heil über den Berg, dann werden sie froh sein, denn schon manchem Favoriten wurde in Oerlinghausen ein Bein gestellt. Die Bergstädter haben schließlich nicht zu Unrecht einen samosen Tabellenplatz inne. M Fcn Zu knappe„Sollzeiten“ Zuverlässigkeitsfahrt bei der Winterprüfung Am Freitagmorgen wurde in Altenberg zur ersten Zuverlässigkeitsfahrt im Rahmen der Kraftfahrzeugwinterprüfung gestartet. Die Krafträder und Lastkraftwagen wurden über die Nordoststrecke geschickt, während die Personenkraftwagen die Südweststrecke zu erledigen hatten, die am zweiten Tage für die einzelnen Klassen entsprechend gewechselt werden. Die Schwierigkeiten lagen dabei weniger in der Eigenart des Geländes, als in der Beschaffenheit der Straßen, die teilweise schneefrei waren und dann wieder ohne Schneeketten nicht befahren werden konnten. Dazu gestatteter dichter Nebei nur eine Sicht von 100 Meter, so daß sehr vorsichtig gefahren werden mußte. Die hierbei entstehenden Zeitverluste konnten auch später, als in den tieferen Lagen bessere Sicht möglich war, durch„Aufdrehen" nicht mehr aufgeholt werden, da selbst für gute Strecken die„Sollzeiten“ gerade ausreichten. Der RSV Blomberg wird auch zu Hause beide Punkte abgeben müssen, da der Altmeister aus Salzuflen doch noch zeigen will, wie im Endspurt Punkte und Tore gemacht werden. SV Bavenhausen und Eintracht Jerxen bürften sich ein scharfes Gesecht liefern, wobei die Gastgeber Platzvorteile haben sollten. Germania Schötmar wird auch mit dem Tv. Pivitsheide, der sowieso nichts mehr zu bestellen hat, fertig werden. Ein Kampfspiel ist in Heidenoldendorf zu erwarten, wo Sportlust Helpup zum Rückspiel erscheinen muß. In dieser Serie haben beide Mannschaften noch nicht die Klingen gekreuzt. Wesrfalisches WAriechanesian Notialtock S. 2. 1938. Das Reichsverkehrsblatt verkündet Sofortmaßnahmen des Reichsverkehrsministere zur Förderung des Güterfernverkehre mit Lastkraftwagen. * Im Januar hat sich die Lage am Inlands-Eisenmarkt laut„Stahl und Eisen“ nicht geändert. Das Geschäft war ununterbrochen lebhaft. Die Ablieferungen blieben immer noch stark hinter den Anforderungen zurück. Der Aufeichtsrat der Siegersdorfer Werke vorm. Fried. Hoffmann AG., Siegersdorf(Kreis Bunzlau), schlägt für 1936/37 eine erhöhte Dividende von 8(6) Prosent ver. * In den Schaufenstern des arischen Einzelhandels erscheinen jetzt erstmalig die mit dem AchängeEtikett der ADEFA Außerlich gekennzeichneten Artikel der Damen- und Herren-Oberbekleidungsindustrie. Dieses Etikett gibt dem Verbraucher die Sicherheit, daß die Ware nur durch arische Hände gegangen iet. Auf der Leipsiger Frühjahremesse wird wie im Vorjahr, Griechenland eine zusammenfassende Schau veranstalten. Daueben werden ungefähr weitere 25 Stasten in Leipsig vertreten sein. * Auf einem Betriebsappell der Adam Opel AG., Rüsselsheim, berichtete Betriebsführer Dr. Fleischer, daß 1937 in Rüsselsheim 113000 und in Brandenburg 17 300 Wagen entstanden sind. also.9 bzw. 21.6 Prosent mehr als im Vorjahre. Der Verkauf im Inland ging um 9 Prozent zurück, der Export dagegen stieg auf mehr als das Doppelte des Vorjahres. Wie nach Schluß der Amsterdamer AutomobilAusstellung bekannt wird, ist man in beteiligten Kreisen allgemein mit dem Erfolg zufrieden. * Die Mitteldeutsche Helmstätte Gmbll., Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen, hat Jetzt eine weitere Kapitalerhöhung um 2 708 000 RM. auf 9 Mill. RM, beschlossen. * Der AG. Kühnle, Kopp& Kausch, Frankenthal, brachte das Geschäftsjahr 1936/37 bei gutem Geschäftsgang eine weitere Umsatzsteigerung, co daß ein entsprechendes Ergebnis zu erwarten ist, doch dürfte das Ak. für 1986/87 nochmals dividendenlos bleiben. * Der Internationale Baumwollkongreß in Kairo beschloß auf Anregung von Arno S. Pearse, der ägyptischen Regierung die Errichtung eines Propagandaausschusses zu empfehlen, der für den vermehrten Verbrauch von Baumwolle schlechthin und ägyptischer Baumwolle im besonderen wirken soll. Ein deutscher Vorschlag über die Vereinheitlichung der Konditlonlerungsmethoden, der mit ausführlicher Stellungnahme aller wichtigen Konditionlerungsanstalten Europas veröffentlicht worden war, wurde vom Kongreß gutgeheißen. Der Wohnungs-, Siedlungs- und Planungeausschuß der Reichsgruppe Industrie bekaunte sich erneut zu dem Gedanken, daß die Industrie in Er kenntnis der den Betriebsführern nach dem Geset: sur Ordnung der nationalen Arbeit obliegenden Verglichtung, für das Wohl der Gefolgschaft zu vorgen, den Bau von Arbeiterwohnstätten, und zwar in verstärktem Raße, an fördern habe. * Der Londoner Goldpreis betrug am 4. Februar 1938 für eine Unze Feingold 180 Schilling 9 Pence = 86.8197 RM., für ein Gramm Feingold demnach 53,9 168 Penoe— 2,70 132 RM. Nehttelten Aus Der Wiemendtt Schulung für Einzelhändler. Der Berater des Verbrauchere beim Einkauf ist der Einzelhändler. Es ist daher notwendig, daß der Einzelhändler beconders gut über Art und Wert der deutschen Textil-Rohstoffe unterrichtet ist. Um diese Unterrichtung möglichst eingehend au gestalten, wurde Im Chemnitser Bezirk eine eingehende Schulung der Einzelhändler und der Gefolgschaftsmitglieder des Einzelhandels durchgeführt. Im Rahmen dieser Schulung konnten Spesialfragen für die einseinen Textilwaren gründlich bearbeitet werden. Phenol aus der Kohle. Die wichtigste Quelle für die Phenolgewinnung ist die Destillation von Steinkohlenteer. Ein ganzer Eisenbahnwaggon von 20 t Steinkohle ergibt bei sorgfältiger Verarbeitung nur eine Menge von etwa 9 kg sauren Oels. Diese enthalten wieder je nach Herkunft der Steinkohle und je nachdem, ob die Verkokung in einem Gaswerk oder in einer Kokerei stattgefunden bet, 25 bis 30 v. H Pbenol. Leim aus Kaseln. In der Magermlich Deutschlands tallen jährlich etwa 340 000 t Kasein an, wähsand aur ein Gesamtbedart von rund 17 000 t verhanden ist, von denen etwa 7000 t für Verleimungszwecke in Frage kommen. Die Ergebaisse der deutschen Kaseinerzeugung sind gütemäßig durchaus befriedigend, der Preis liegt aber noch höher als bei der Auslandsware, so daß man dieses hochwertige Elweiß wohl in erster Linie Ernährungezwecken zuführen wird. Die Bedeutung unserer Koloalen. Der Wert unserer Kolonien wird durch einige Zahlen deutlich unterstrichen. 1986 führten unsere Kolonien 72 400 Bananen aus, 15 300 t Kaffee, 55 900 t Kakao. Mit anderen Worten heißt dies, unsere Bananeneinfuhr könnte durch unsere Kolonien mit 57 v.., Kaffee mit 10 v. H. und Kakso mit mehr ehs 70 v. H. gedeckt werden. Mit der Hausfrau Hand in Hand. In fünf pommerschen Orten werden in diesen Tagen die Lehrstände der„Arbeitegemeinschaft deutsche Textilstoffe“ gezeigt. Mit der Ausstellung sind warenkundliche Vorträge verbunden. Das Zusammenwirken von Kaufmannschaft und der Gaufrauenschaft Pommer: bürge für den Erfolg dieser vorbildlichen Aufkisrungsarbeit, die sicher dazu beitragen wird, manche Mißverständnisse zu beseitigen und den neuen Textilstoffen neue Freunde zu schaffen. Belgrad erneuert sein Stadtbild. Auch in Belgrad befaßt man eich mit Plänen für eine Neugestaltung des Stadtbildes. So sind jetzt u. a. die Pläne für die Errichtung des neuen Nationalbankgebäudes fertiggestellt worden. Die bebaute Fläche wird 1800 qm betragen. Das Gebäude wird sechs Stockwerke hoch. Der Baupreis wird auf 20 Millionen Dinar veranschlagt Berliner Schlachtviehmarkt vom 4. 2. 1938. Auftrieb: 1684 Rinder, 2202 Kälber, 4549 Schafe und 10 477 Schweine. Verlauf: Rinder zugeteilt, Ausstichtlere über Notiz; Kälber, Schafe und Schweine verteillt. Preise: Ochsen a) 48. b) 39, e) 34; Bullon a) 41, b) 37. c) 32, d) 25; Kühe a) 41, b) 37, c) 30—31, d) 18—23; Färsen a) 42, b) 88. c) 33. d) 26; Kälber, Doppellender bester Mast 70—78; andere Kälber a) 63, b) 57, c) 48, d) 30—38; Lämmer und Hammel al) 50, b1) 45—50, c) 40—43, d) 30—39; Schafe e) 40. 0) 38—39, g) 25—30: Schweine a) 54, b1) 53. b2f 52. c) 50, d) 47. e) bis 47; Sauen gi) bis 51. g2) bis 49; Altechneider bis 51; Eber bis 35. Devisenkurse Berlin. 4. k. Teieer Auszahlung Heute Vor. Notierune wegr. Auszanlung 1m2“* 94 911812 Amsterdam-Rotterdam Brüssel-Antwerven Helsingfors Kovenhagen.... Kouno London...... Madrid New Vork Oelo Paris Pras Reval Rigs Kom Stockholm Warschau Wien... Zürich-Basel Votierung für je 1 Pfund. Dollar. Dollar etwas schwicher, freier Papierpeso flau. Berliner Metallmarkt 4. 2. Elektrolytkupter wirebare 57.25 Originalhüttenaluminign#....... 138.00 Desgl. in Walz- oder Drahtbarren 137.00 Reinnickel Antimon Regulun— Feinellber 89.00-42.00 Dremer Baumwollmarkt 42 Tendenz kaum stetig. Bremer Baumwelle— loko 10.2 Mruid und aufderrieide ROSTUMFaST(kein Kostümzwang) Große Ueberraschungen Vorverkauf 1 RM. im Zigarrenhaus Pott, Reithäger und Kaffee Hoppe, sämtlich Obernstr., Zigarrenhaus Pott. Niedernstr. Zigarrenhaus Stender, Bahnhofstraße. Abendkasse.20 RM., Militär 50 Pig. Autobusverkehr ab Jahnplatz gegen 19 Uhr. Sonnabend, S. Februar, auf dem Johannisberg Kameradschaft enem. tager u. Schutzen K de ge E G ür gi di ge ein 2 pr vo! da ei Le :: ha pu Vr sch die fal Ei Ge Ho H1 To Sa M D26 We Ar Hil Sa Ho Ar we geg Sp von spre bese Vor Ein dier hin alle run Fla aber 95 Len unn Par gele ohn trach Wir machen auf die Spielzeiten des großen Erlolgs=Trogramms aufmerksam: Heute Sonnabend Der mit Begeisterung aufgenommene Carl Lndwis Diehl-Film Der Mann, der nicht nein sagen kann mit Karin Hardt um 4,10— 6,30 und 9,15 Uhr Die Welt-Sensation KONTTCRTK Der einzig weibliche Fakir! Wir machen darauf aufmerksam, daß die Experimente der Koringa keine Tricks sind. Koringa, die schon einmal in der Deutschlandhalle auftrat, ist nun wiederum dorthin wegen ihres großen Erfolges engagiert worden. Sie ist ein Wunder. Koringa um 5,45 und 8,30 Uhr Die Wochenschau bringt ##er vom Boxkampf Hl Schmeling- Ben Foord IA Konnerteir Allemener Eintracht, 4. März. 20¼ Uhr 3. Meister-Konzert, Kammermusik-Abend Quartette di Roma # der königl. Römischen Philharmonischen Akademie Ein kammermusikalisches Ereiznis: Programm: Mozart, Quartett, Es-dur(K. V. 428) Verdi. Quartett,-moll, Beethoven, Quartett,-dur, op. 130 Aus der Presse: Hamburger Nachrichten: Einen der seltenen Konzertabende, von denen sich sagen läßt, daß eie in ieder Hinsicht vollkommen waren. 4 Dresdner Anzeiger: Eine glücklichere Vereinigung von vier Preilen Musiker-Persönlichkeiten kann man sich nicht denken... und deshalb mußte einfach die Begeisterung auch der lachmusikalischen Hörer auf ganz hohe Temperaturen kommen. Allgemeine Musikzeitung: Auch dieses Mal ergab sich. # daß diese vier hervorragenden Künsller eine der besten# Kammermusikvereinigungen der Gegenwart sind. Hamburger Anzeiger: kann sich auf das gute dachtnis der Hörerschaft verlassen. Wieder ist die Musikhalle ausverkauft, bis auf das Podlum hinauf. IDer Vorverkauf beginnt am Montag! Es wird sich empfehlen, sofort den Vorverkauf zu benutzen! Eintritskarten:.40,.—,.60,.20,.— bei MUSIK-NIEMETER Obernstraße 26, Fernruf 3411. In Herford, Güterslch, Detmold# bekannte Vorverkaufsiellen 1 — Eintracht, 16. Februar, 20¼ Paul Gümmer singt Schuberts# „Winterreise Am Flügel Margarete Bölling OBERDATERN Wie immer Stimmung und Humor beim Schnacklfranz Stimmung! Numer! KARNEVAL M wird am Sonnabend, dem 5. Februar 1938 in allen Räumen des Volkshauses Sudbrack gefeiert. 4 Kapellen Anfang 8 Uhr Ende??? Bandonion-Nusikverein Treuefest Velkscher Sudbrack Semetchaufer Blelefeld Heute, S. 2. 151—18 Märchenpr. Verletzte Aufführung Der gestiefelte Kater Lustiges Märchensplel v. Wagner 20 bis nach 22½ Pr. II Der große Lustsplel-Erfeig Die Primanerin von Siegmund Graff Stg. 6. 2. 15 bis geg. 18„Kdf.“ Güteraloh: Wiener Blut, Operette von Joh. Strauß —22½ Pr. II Mignon Oper von A. Thomas Mo. T. Z. 15½ bis geg. Mlung 8ie 50: Sondervorstelung Blelefeld: Der gestiefelte Kuter, ein lustiges Harchenspiel v. Artbur Wagner 20—22¼„Kdf.“, Felerabendgem. Dürkopp: Miane von Barnheim, Lustsplel v. Lessing 51. 8. 2. 20 Uhr Auder Miete Pr. II1 Elamal. Berliner Gesamt-Gastspiel mit Paul Wegener in„Kollege Crampfon“ Komödle von Gerh. Hauptmann Ml. 9. 2. 20 bis nach 22½.20 Pr. I Der große Lustspiel-Erfoig! Die Primanerin Lustsptel von Siegmund Graft Do. 1O. 2. 15½ bis geg. 18„Kdf.“, Blelefeld, Sondervorstellung: Der gestiefelte Kater lustig. Märchensplel v. Artbur Wagner 20 bis gegen 22¾ NS.-Kulturgomeinde Herford: Fidelle, Oper von Beethoven Fr. 11. 2. 20—22½„Kdf.“ Felerabendgem. 4: Dus Land des Lücheins, Operette von Lehár So. 12. 2. 15½ bis gegen 18 Letztmalg Unser Märchenspie!: Der gestieferte Kater von Arthur Wagner 20 bis gegen 23 Pr. III Erstaufführung Liebe in der Lerchengasse Operette von Arno Vetterling Stg. 13. 2. 15-18„Kdf.“, Herlord: Wiener Bluf, Operette v. Straus 19½ bis gegen 22½ Pr. III Wiener Blut Operette von Joh. Strauß Di. 15. 2. 20—22½ A. 18 Pr. II Die Primanerin Lustspiel von Graft Ea wird derauf hingevienes, daß Uber vorbestellte Karten, die nicht eine halbe Stunde ver Beginn der Vorstellung abgeholt sind, Im Interesse aller Theaterbesucher anderweitig verfügt wird. K Sichtematun a Felerabendgemeinschaft 1. Tellnehmer Nr.—909 und Felerabendgemeinschaft 4, Tellnehmer 451—909 Dienstag. 8. Febr., 20¼ Uhr Konzert des Siadt. Orchesters Leitung Städt. Musikdlrektor Werner Gößling Solist: Willy Stech, Berlin Ausgabe der restlichen Karten am Montag, 7. Febr. Felerabendgemeinschaft 4 Freitag, 11. Febr., 20 Uhr ias lant ien bchche Kartenausgabe: Montag,., und Dienstag, 8. Februar Feerrbendsemeinschalt Ausgabe der 2. Kartenhefte gegen Vorlegung des Anrechtscheines am Montag. ., und Dienstag, 8. Februar Thesterrtng tI. Sutursemeindte Montag, 14. Febr., 20 Uhr Othello Kartenausgabe: Donnerst., ., und Freitag, 11. Febr. 10. Felerabendgemeinschaft 1 Tellnehmer—909 Felerabendgemeinschaft 2 Tellnehmer—909 Felerabendgemeinschaft 3 Tellnehmer—450 Sonnabend, 12. Februar, Johannisberg „Heut' woll’s wir lustig sein!“ im Arkus! Kartenausgabe: Montag, 7. und Dienstag. 8. Februar Die neuzaillich eingerichtete Gaststätte empfiehlt die stets reichhaltigen und guten Speisen zu jeder Tageszeit. Nachmittage täglich dus greße Kuftesgedeck. Gloriabolas: Heute, Anfang 10.45 Uhr letzte Sonder-Spälvorstellung WILLTFORSTS Welterfolg: Maskerade Der Fim, den Sis nicht vergessen werden! Paula Wessely Adolf Wohlbrück Oiga Tschechowa, Hilde von Stolz Poter Potersen, Hans Moser Maskerade ein Film, der das Menschliche in allseinen Stärken u. Schwächen Liebe- Leichtsinn- Ellersucht Ehre- Moral- Hlatsch unerhört lebenswahr und erschütternd schildert. Die Idee dieses Filmes geht auf eine wahre Begebenheit zurück, die sich vor Jahren während eines Faschings in Wien abgesplelt hat. Die Namen der vorkommenden Personen durften nicht genannt werden Karten im Vorverkauf besorzen! Nach Schluß Straßenbahnverkehr in allen Richtungen 2* Heute 20 Uhr der Turngemeinde „Eintracht“, Sieker. Sonntag 15½ Uhr Tähien-Honzert Ab 19 Uhr Geschschanslanz amilienkarneval mit k. Verbeck Senntagnachm. reudental eute abend Jansunterhaltung Schtisse im Hotel zur Post Heute abend wieder Großes Schlachtefest Bandonion Musikverein### ENalwafabs Blelefeld— LdUTUeI Schildesche Am Sonnabend, 5. Februar, Anfang 8 Uhr, und am Sonntag, 6. Februar, Anfang 4 Uhr Klein-Berlin KOborsileer in in den Räumen des Wirtes H. Denker Große Uberraschungen 3 Kapellen Einzug des Prinzen Karneval Hlerzu ladet freundlichst ein„Edelweiß“ Nc tenid durch Frauce Volksbildungsstätte Morst-ttestalttaue Mittwoch, 9. Febr., 20 Uhr, Kyffhäuser: Telepathie, Spiritlsmus Susgestion Physiker A. Stadthagen. Berlin. Durch experimentelle vorführungen Entlarvung vieler Sehwindelelen Der Völk. Beobachter schreibt dazu: Man wurde einfach immer wieder in Staunen gerissen. d. Volksblldungsstätte, Hindenburgstr. 13. Kraft durch Freude, Marktstr. 8, u. in den Buchhandig. Pleffer, Fischer, Anders und Niemeyer. Hotel Victorla, Bad Oeynhausen nnmenm Sonnabend, den 12. Februar, 20.30 Uhr Große Preis-Maskerade benannt:„Eine Nacht im glühenden Höllenkessel“ Sämtliche Räume des Holel Victoris werden in eine glühende Hülle verwandell „Die 6 Jazzteufel spielen zum Tanz“ 23.30 Uhr Prämierung der 3 schönsten Kostüme Anschließend Demaskierung— Maskenzwang Naskenverlaih von der Firma Mem, Minden, am 12. Februar, ab 13 Uhr, im Hotel Victoria.— Eintritt: Damen.— RM., Herren.50 RM., an der AbendKasse.50 RM. Aufschlag.— Kartenverkauf und Tischbestellungen beim Hotelportier oder unter Nr. 2721 Hotel Roseneck Bad Salzuflen Besitzer: Frau Emille Dürkopp „Im Zauberreich des Karnevals“ Fest der Eitelkeit— Rostümfest Großes karnevalistisch. Treiben. Humor und Stimmung in allen prächtig ausgeschmückt. Räumen am Sonnabend, dem 12. Februar 1938. Beliebtes Zeppelinblasen— Prämiierung der schönsten Kostüme. Eintritt 3 RM., wovon 2 RM. auf Verzehr angerechnet werden. Tischbestellungen unter Nr. 2263.* Photomaton 4 gelassens Paßbilder in 8 Minuten für 50 Pig. 3 Postkarten Mk.—. Bielefeld, Bahnhofstr. 36 Nur 4 Tage am 7,., 9. und 10. Februar spielt Se Knamahn eine Kapelle von Weltruf im Sger Konzertgemeinschaft deutsch. blind. Künstler der Gaue Rheinland, Westialen und Hessen KONZERT am Montag, dem 7. Februar 1938. 20 Uhr, Im Saal der„Elntracht“, Blelefeld, Ritterstraße Ausführende: Käte Joseflak-Dietz, Köln Sopran Kurt Emmerich, Soest Klavier Ernst Brüggemann, Münster, Violine Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Konzertflügel aus der Niederlage Mann& Co., Blelefeld ahlanL. nd eenter sfhre täglich GRTCPHTGS ehvestillschen Pickert Zu erreichen mit dem Postauto(4 Uhr ab Posthof u. Hauptbahnhof,.05 Uhr ab Weststr.), ferner ..Kleinbahn(Enger) u. d. Straßenbahnlinie I(Schildesche), u. III(Jöllenbecker Str.) 30 Min. Fußweg STORTRS WONSTES (" Naulor 42 Zena Auskunft. Eintrittskarten verkehrs. verein münster Ruf 26977 Rosenmontagszug am 28. Februar FUOEATUUFE E P9 Tradition verpflichtet W blieben nicht nur Worte, sondern wurden Begriffe, und langsam, aber sicher setzte sich eine Entwicklung durch, die immer neue Industrien zwangsläufig mit sich brachte. Von erheblicher Bedeutung für den wirtschaftlichen Aufschwung wurde der Umstand, daß Männer aus Reparaturwerkstätten für die inzwischen in der sich Die erste Anker-Kasse entwickelten Wäscheindustrie benötigten Nähmaschinen englischer und amerikanischer Herkunft, Fabriken zur Herstellung von Nähmaschiventeilen und Nähmaschinen schufen. So kamen immer neue Industriezweige hinzu. Spinnereien und Webereien, Plüschjabriken und Konsektionsbetriebe, Fabriken zur Herstellung von Nähmaschinen, Fahrrädern und Registrier= kassen, Zentrifugen und Waschmaschinen, Armaturenwerke und Werkzeugmaschinenfabriken, Nährmittelfabriken, Tabakfabriken, Betriebe der chemischen Industrie, der Lederfabrikation usw geben heute der Bielefelder Industrie eine buntscheckige Vielseitigkeit, die in kaum einem anderen Bezirk unseres deutschen Vaterlandes erreicht wird. Und wieviele Unternehmen haben sich dabei einen Namen von Klang erworben! Obwohl diese Betrachtung angesichts des beschränkten Raumes nur einen ganz großen Ueberblick geben kann, soll nicht unterlassen werden, auch in kurzen Worten des Bielefelder Handels zu gedenken. Die Vielseitigkeit der industriellen Betätigung brachte es mit sich, daß neben den uralten Bielefelder Handelshäusern sich neue Großhandelsfirmen auftaten, die in mannigfaltiger Spezialisierung sowohl den Großhandel in Bielefelder Erzengnissen wie auch in solchen Rohstoffen, Halb= und Fertigfabrikaten betreiben, die in der Bieleselder Industrie und im Kleingewerbe gebraucht werden. Daß das wirtschaftliche Leben Bielefelds zugleich auch einen starken Impuls zur Heranziehung und Bildung eines auf solider Grundlage ausgebauten leistungsfähigen Einzelhandels gab, ist selbstverständlich. Schon ein flüchtiger Blick lehrt, daß der Bielefelder Handel im Vergleich zu dem Handel mancher X Am 18. Januar 1938 waren drei Jahre Staat durch die Einführung des Großen Befähigungsnachweises für Handwerksmeister eine jahrzehntealte Forderung des Handwerks erfüllt hat. Der Reichsstand des deutschen Handwerks weist aus diesem Anlaß darauf hin, daß es das Ziel der Vorschrift der Meisterprüfung ist, die den modernen Anforderungen entsprechenden Mindestleistungen des Handwerks im Interesse des Verbrauchers und des Ansehens des Handwerks sicherzustellen. Wer in einem verantwortlichen Beruf „auf die Menschheit losgelassen wird“, der soll vorher beweisen, daß er die Kunden sachgemäß bedienen kann, so erklärt der Reichsstand. Wer ins selbständige Handwerk kommt, der solle auch etwas können, damit er nicht „die ganze Innung blamiert“. In diesem Geschäftshaus Gläntzer, Gehrenberg, wie es noch vielen in Erinnerung ist anderen deutschen Industrie= und Handelsstädte vorwiegend solide Qualitätsware bevorzugt. Damit wird nicht nur der fest eingewurzelten Gewohnheit der alteingesessenen Bielefelder Bevölterung entsprochen, sondern auch immer erneut in dem Sinne erzieherisch gewirkt, daß dauerhafte Qualitätsware der billigen, aber schlechten Massenware vorzuziehen ist. Und gerade da ist entscheidend für den Kaufmann, daß man ihn hat, den Namen von Klang. Sinne hat der Reichsstand die Meisterprüfung neu geregelt. Für 94 Prozent des Handwerks sind die neuen Bedingungen bereits in Kraft. Die Meisterprüfungen haben eine sprunghafte Zunahme von einer Jahreszisser von 25000 in 1932/33 auf eine solche von 60000 erfahren. Es folgen nun die fachlichen Vorschriften für das Lehrlingswesen. Vor allem aber sind noch in Arbeit die Vorschläge des Reichsstands für die Neufassung des sog. Gewerbeverzeichnisses. Das bedeutet die Umreißung derjenigen Berufe, für die tatsächlich der Große Befähigungsnachweis gefordert werden müsse. Zu fordern ist er nach Ansicht des Reichsstands für 131 handwerkliche Vollberufe und die 241 Spezialhandwerksberufe, für die man auf Grund der Vorarbeiten für die Fachlichen Vorschriften ein klares Berufsbild gewonnen hat. Dürkopp-Rad aus dem Jahre 1890 „Groger Tefahigungrnagh soll für 372 Handwerksberufe gefordert werden Da geht man nun oft durch die Bielefelder Geschäftsstraßen, kommt hier und dort an einem ehrwürdigen alten Haus vorbei oder arbeitet vielleicht selbst in einem Betriebe der heimischen Industrie und des Handels— und alles ist eben ganz selbstverständlich. Manchmal betrachten wir eine alte Geschäftsstraße oder ein besonderes Gebäude in einer Mußestunde etwas näher und denken darüber nach, welcher Geschäfts= oder Handelsmann hier wohl schon früher seinem Geschäft nachgegangen ist. Und heute gehen in vielen Betrieben und Geschäften die Menschen genau— manchmal in der von der Technik abhängenden wandelbaren Form der Ausübung der Beschäftigung— den Dingen nach, wie dies unsere Vorfahren bereits .tus Haus der Firma F. Buddeberg 1827 getan haben. Es ist daher kein Wunder, daß sich an viele Namen von Industrie und Handel Tradition und Begriffe geknüpft haben, sie sind eben Namen von Klang geworden. Die in der Stadt Bielefeld ansässigen Betriebe der Industrie und des Handels sind aus dem Gewerbefleiß der ansässigen Bevölkerung entstanden. Die Quellen der wirtschaftlichen Kraft der Industrie und des Handels in Bielefeld sind ursprünglich in dem uralten Leinengewerbe zu erblicken, das aus dem bäuerlichen Flachsanbau und der im primitiven Hausgewerbe betriebenen Spinnerei und Weberei entsprang. Der Handel mit den Erzeugnissen des Leinengewerbes hatte schon frühzeitig seinen Hauptsitz in der Stadt Bielefeld, und ist es immerhin bemerkenswert, daß noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Bielefelder Leinen im preußischen und norddeutschen Exportgeschäft, am Werte gemessen, weitaus an der Spitze stand. Kein Wunder, daß die Bielefelder Leinenkaufleute sich mit anerkennenswerter Energie schon frühzeitig für eine zeitgemäße Entwicklung des Gewerbes einsetzten. Sie waren es auch, die im harten Kampf gegen das stark ausgeprägte Beharrungsvermögen der eingesessenen Bevölkerung die Einführung der Maschinenspinnerei forderten und förderten.„ Die Worte Technik und Maschine sore bese Von Ein dier 35 Vumon Tol Kunz Tradition verpflichtet Seit 111 Jahren das deutsche Fachgeschäft für alle, die gut und preiswert kaufen wollen 1933 112 Jahren bekannt für gute Webwaren H. Gläntzer Indoneiren das Indanthren-Spezial-Geschäft im Gehrenberg 129 Jahren Gebr. 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Läufer.Teppiche Jahnplatz Haus der Technik hans friedrich Blunck: Weg übers Mloor Morgens, als ich Feuer anzünden wollte, merkte ich, daß kein einziges Streichholz mehr in der Kate war, nicht auf dem Herd, nicht in meiner Tasche und auch nicht im Schrank, wo ich noch ein halbes Paket vermutet hatte. Das war böse; es hatte in der Nacht geschneit und war kalt im Haus, bitter kalt, so daß Eis auf den Eimern stand. Ich hatte auch gerade heute einen schweren Teil Arbeit vor; die geht gut voran in der Einsamkeit, aber es muß Feuer im Herd sein. Schlimm, wenn man mit verklammten Fingern die Feder führen will. Mein Hund sah, daß ich vergeblich suchte— Komrad hieß er und war mein bester Helfer. Es ist nicht richtig, wenn ein Mensch ganz ohne Umwesen auskommen will; da sind Hunde, diese Schäserhunde zumal, die menschlicher als die besten Freunde sein können. Komrad war solch einer. Er war gesellig und unterhielt mich gut: ein Hund hat viele Einfälle und ist gewiß lustiger als ein verdrossenes Weibsgesicht. Aber an diesem Morgen war auch er hungrig und schnupperte mit mir vergeblich am Herd. „Keine Streichhölzer, Komrad! Wir müssen wohl zum Förster übers Moor!“ Der Hund springt bellend zur Tür, ich glaube, es gibt kein Wort, das er nicht versteht. Gähnend stoße ich den Riegel auf— Schnee, alles Schnee! Die Fläche blendet die Augen; kaum können die Erlruten und der ferne Waldrand einige Striche Dunkels hineinflechten. Und Schnee liegt noch in der Luft, trotz der roten Frühe, die das flache Gewölk durchscheint. Schnee, viel Schnee! Wir könnten einschneien, auf zwei, drei Tage, auf länger.„Los, Komrad, wir müssen Feuer holen!“ Nach den ersten Schritten möchte man beinahe heimkehren, so naß und morastig liegt die Erde unter der weißen Decke. Der Frost hat erst in der Frühe eingesetzt.„Bleib bei Fuß, Komrad; da sind böse Sumpflöcher rechts und links vom Weg. Aber schließlich können wir nicht im kalten Haus sitzen und kennen den Pfad auch schon lange. Und deinen Freund beim Förster kannst du besuchen und beschnuppern. Laß die verrückten Sprünge im Schnee, du wirst früh genug müde werden. Wofür ich das Gewehr bei mir habe? Ja, vielleicht kommt mir eine Krähe vor die Mündung, da kriegst du zu tun. Ich kann die Grauröcke, die Restplünderer, die den ganzen Moorrand umhorsten, nun einmal nicht ausstehen.“ Lang ist der Weg. kaum daß die Ferne näherwächst. Auch der Hund wird stiller, ich brauche nicht zu pfeisen noch zu drohen. Er läuft, wo es angeht, vor mir her; er weiß, wir müssen an den Buschpfählen entlang, die ich im Herbst einmal zu stecken begann. Hätte ich sie nur nachgefüillt! Manche hat der Wind weitergetragen oder der Moorhase benagt, und auch Komrad hat einige ausgerissen. Er übte ein besonderes Zupacken— mit einem Ruck hatte er die Ruten aus dem Boden und kam in großen Sätzen an, um Stockziehen zu spielen. siehst du jetzt, wozu ich sie eingesetzt habe, verwünschter Kerl? Find einer den Pfad durch den verirackten Schnee!" Der Hund klemmt die Rute ein, solange ich ihn schelte, dann läuft er wedelnd voran, als wollte er mir den Weg suchen. Was soll man einander heute noch Vorwürse machen! Hätte nur der Frost den Boden früher gehärtet; unterm Fuß schwingt—der moorige Grund und der Schnee läßt große schmutzige Stapfen zurück. Mitunter liegt schwärzlich ein Wasserloch seitab, halb überweht von einer Wächte des Westwinds. Ja, es wehie heftig zur Nacht, ich wachte einmal auf und stopfte Werg in die Fensterrillen. Die Einsamkeit ist so weiß und schwer, erst hier draußen spürt man sie recht. In meiner Kammer habe ich immer genug zwischen Büchern und Schriften zu tun, habe zu räumen, Kloben zu spalten oder Teller abzuwaschen. Hier mitten in der Weiße merkt man, wie einem der Winter ist; noch eine Stunde weit hab ich zum Forsthaus zu laufen! Nun, man wird mich nicht ohne Kaffee gehen lassen; wir sind gute Nachbarn und die Förstersfrau freut sich und kann über Hunde und Jagd und Winter mitreden—„Laß das verrückte Springen, Komrad, ja zum Teusel, hier ist's tief durchweicht. Und die Buschzeichen sind auch erst hinterm Bach wieder zu erkennen — siehst du nun, daß ich recht hatte, den Weg abzustecken? Hier irgendwo war der Bogen ums große Moorloch, das der Bach durchschneidet.— Das war eine böse Schneewehe, he, Komrad? Gut, daß ich da bin Ich glaube, wenn's nach dir ginge— zier dich nicht; wir müssen hinüber, wir haben doch keine Streichhölzer mehr! Siehst du nun den Bach? Er liegt wie ein schwarzer Gang im Schnee. Den Steg finde ich nicht, er wird weggetrieben sein! Das ist ärgerlich, aber nach drei Wochen Regen soll's wohl kommen. Ja, springen, Komrad, nun heißt's springen! Wir sind doch am rechten Fleck?“ Ich versuche festen Untergrund zum Ablauf zu finden; der Hund ist ängstlich, er sault und läßt die Ohren hängen.„Denk an deinen Freund beim Förster, Komrad!“ Ich weise noch einmal mit der Hand die Richtung und stampfe mir den Absprung zurecht. Das Tier winselt jämmerlicher, es sieht, was ich vorhabe.„Bist doch nicht bange, Komradk Bald kannst du dir die Füße abtreten und die Nase wärmen.“ Jetzt schnappt der Hund nach mir; hat er solche Angst? Feigling will ich sagen, aber dann — fast stolpere ich über ihn—, dann springt er zuerst. Das tut kein Hund, denke ich blitzschnell, keiner setzt in weichen Schnee— was soll's? Nun, um es burz zu erzählen: Ich sagte, er sprang zuerst. Und es war drüben wie ein Schlag und ein langsames Türzugehen, wie ein schwarzes Aufspritzen. Gurgeln und Schließen. Dann war nichts mehr zu sehen. Ich wollte erst lachen, denke. der nimmt ein böses Bad. Aber mein Hund kommt nicht mehr hoch; da ist nur noch eine moorige schwarze Pfütze, wo ich hinspringen wollte. Ich warte einen Atem lang, ruse, beginne zu schreien, suche wie rasend nach einer Stange, blicke wieder hinüber— nichts rührt sich, keine Blase steigt hoch. Da befällt mich das Zittern:„Komrad!“ Keine Leiter, kein Ast ist nah, nichts als das schwarze Loch im Schnee. Da stehe ich, noch halb vorgebeugt. Wollte ich selbst nicht eben noch hinüberspringen? „Komrad!“ Weit ist das Moor, Schnee überall und der Tod darunter. Unter mir wiegt sich mein Fuß, der Boden scheinz nachzugeben. Ich stapfe mit zitternden Knien einige Schritte rückwärts— der Hund! Aber ich ruse nicht mehr, die Stimme kommt nicht heraus. Es ist ja auch ohne Sinn; das Wasserloch, auf das ich starre, scheint enger zu werden. Noch ein kurzes Warten, dann graut mir zu sehr; zehn, fünfzig Schritte muß ich zurück. Da sehe ich seitlich einen Stecken halb abgebrochen, aus einer Schneewehe aufragen und sehe vorn hinter einer Krümmung den weiß beschnetten Steg über den Bach, den ich verfehlt habe, „Komrad!“ Gadska burchwandert=Arika Skizze aus Transvaal Komati, der alte Trekkochse, war nun auf dem Platz der Alten angekommen— von den 24 Ochsen, die den Planwagen zu ziehen haben, werden immer die eifrigsten und süngsten nach vorne gespannt. Je älter und müder der Ochse wird, und das Gelände in Transvaal kann auch den stärksten Ochsen bald alt und müde machen, umso näher der weitschwingenden Peitsche des Fahrers wird er ins Geschirr gespannt. Der Aelieste aber hat seinen Platz gleich rechts als Erster vor dem Wagen, damit ihn auch der Stock noch erreichen kann. Diesen Platz nahm nun seit ein paar Tagen Komati ein, seit damals, als Babota gestürzt und liegen geblieben war. Koos, der schwarze Fahrer, reinblütiger Basuto, regierte streng aber gerecht über seine 24 Trekkochsen mit den schweren, ausladenden Hörnern. Wenn die Ochsen stur dastehen und behaupten, nicht mit einem Hindernis fertig werden zu können, so versucht Koos, den Leitochsen zu ehrgeizigerem Handeln anzuseuern, indem er ihm den Schwanz herumwirbelt. Und nützt auch dieser Appell nichts, dann beißt Koos kurz aber kräftig in die Schwanzspitze, worauf das Tier mit einem entsetzten Ruck anzuspringen To zieht nun Komat: langsam aber sicher als Achter=Ochse am Deichselbaum seinen Weg vorwärts. Ueber ihm schwingt Koos mit vollendetem Knallen einen Teil des gefallenen Baboka, der neulich liegen blieb und erschossen werden mußte. Wie das eben mit richtigen Arbeitsgeschöpfen ist— sie haben auch im Tode keine Ruhe. Und Trekkochsen bei den Buren erst recht nicht. Sie trekken weiter Nicht als Geister natürlich, aber doch in veränderter Gestalt. Baboka hatte sich in viele, viele kleine Teile geteilt, dreiunddreißig Riemen und Lederschnüre waren aus seiner uralten, zähen Haut geschnitten worden.„4ng,.g umch#i. Das kräftigste und schönfte Stück gab die Peitsche ab, die nun über den breitgestirnten Häuptern der Vierundzwanzig regierte. Mit lautem Knall ermunierte sie zur Arbeit und biß kräftig in das Fell der Faulen. Und vor allem Masuba bekam sie zu kosten. Majuba, der früher neben Baboka gegangen war und ihn voll Futterneid schlecht behandelt hatte. nahm Baboka noch im Tode Rache. Andere Teile des Leders dienten zur Ergänzung des Geschirrs und spannten die Gefährten Babokas mit frischer Zähigkeit in die Joche. Zwei geschmeidige Lassos gab Baboka ebenfalls noch her, die zum Fang der jungen Ochsen im Krall dienen sollten. Aber seine größte Tat verrichtete Baboka vor einigen Tagen durch einen seiner Lederstreifen, als auf ungünstigem Gelände die Achse brach und kein Nagel, kein Eisenband nützen wollte. Da holte Koos ein breites Stück Babokaleder hervor, weichte es ein, wickelte es um die Bruchstelle— und heil kam der Wagen nach ein paar Stunden zur Farm zurück. Weit verstreut hat sich Baboka nun, denn die Treiber der anderen Farmen holten sich alle ein Stückchen des frischen Leders. Und so wandert Baboka durch Afrika, ruhelos noch im Tode... Peter Karz Der hartnäckige hofnarr Der Fürst Azzolino hatte einen Hofnarren, der eines Abends schlasen gehen wollte, da er müde war. Der Fürst aber war gerade darauf erpicht, sich von ihm etwas erzählen zu lassen, um die Zeit totzuschlagen. Da erzählte der Hofnarr:„Ein Bauer kauft sich auf dem Markt hundert Schafe. Als er mit der Herde nach Hause zog, war ein Fluß, den er überqueren mußte, inzwischen von einem Wolkenbruch angeschwollen. Er hatte aber nur einen kleinen Nachen, mit dem er die Tiere übersetzen konnte. Es ging, außer ihm, jedesmal nur ein Schaf hinein.“ Und nun erzählte der Narr ganz umständlich, unter welchen Schwierigkeiten der Bauer das erste Schaf über den Fluß brachte. Dann schwieg er. „Und wie geht die Sache nun weiter?“ fragte Azzolino. „Lassen wir ihn aus diese Weise erst die Schafe, eins nach dem andern hinüberschaffen", antwortete der Narr.„Das dauert eine Weile. Inzwischen können wir schlafen gehen. Wenn es morgen soweit ist, werde ich Euch die Geschichte fertig erzählen.“ Und der Fürst zollte der Listigkeit des Narren dadurch seine Anerkennung, daß er ihn schlasen gehen ließ. Westsälische Neueste Nachrichten Zwischen Weser und Ruhr Sonnabend, 5. Februar 1938 Schwerer Zusammenstoß Mehrere Verletzte Herford, 5. 2. Ein schwerer Verkehrsunfall, der aber immerhin noch weit schlimmere Folgen hätte haben können, ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Freitags an der Kreuzung Bielefelder und Radewiger Straße. Ein aus Richtung Bielefeld kommender schwerer Lastzug mit zwei Anhängern wollte von der Bielefelder Straße in die Radewiger Straße einbiegen, als in demselben Augenblick ein mit Reichsautobahnarbeitern besetzter Bünder Omnibus, vom Gänsemarkt kommend, die Kreuzung passierte. Offenbar hatte der Lastzugfahrer die Kurve zu weit nach links genommen, so daß der Omnibus nicht mehr ausbiegen konnte und direkt auf den vorderen Teil des Motorwagens des Lastzuges auffuhr. Der Omnibus wurde ziemlich weit in die Kirchgasse geschoben und stark beschädigt, so daß er abgeschleppt werden mußte, während der Lastzug in den Mittagsstunden seine Fahrt fortsetzen konnte. Fahrer und Beifahrer des Lastzuges kamen ohne Verletzungen davon. Dagegen erlitten einige Insassen des Autobusses Verletzungen. Zwei von ihnen mußten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch der Fahrer des Autobusses erlitt Verletzungen am Bein, so daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Stadt herford stellt sich vor Eine westfälische Stadt wirbt im In= und Auslande Das städtische Verkehrsamt in Herford, das auf fremdenverkehrstechnischem Gebiete in der letzten Zeit eine rege Tätigkeit entfaltet hat, überreicht soeben den neuen Prospekt der Stadt Herford in Westfalen. Der Prospekt stellt es sich zur Aufgabe, an Hand eines reichen Fotomaterials sowie auch mittels einer Beilage die 1100jährige Abtei und Hansestadt Herford als vorzügliches Standquartier für Ausflüge und Gesellschaftsfahrten in das schöne Minden=Ravensberger und Lipperland herauszustellen. Da die Stadt Herford im vergangenen Jahre auch eine Hollandwerbung in die Wege geleitet hat, ist der Text auch in holländischer Sprache abgefaßt. Für die Gesamtgestaltung des Prospektes sowie für den Text zeichnet der Verkehrsdirektor der Stadt Herford, Dr. Haus Kock, verantwortlich. Ueber 3000 Reiterscheine Westfalens Reiterjugend bewährt sich Das Interesse am Reitsport, das unter dem wirtschaftlichen Druck der Nachkriegszeit sehr nachgelassen hatte, nimmt wieder merklich zu, seit SA. und H sich stark für diesen Sportzweig, der zu den ältesten der Welt zählt, einsetzen und darin hervorragende Leistungen erzielt haben. Alle, die bei einer berittenen Truppe ihre Dienstzeit verbringen wollen, müssen bekanntlich im Besitz des Reiterscheines sein. Die Zahlen der Reiterscheinprüfungen aus den Jahren 1936 und 1937 geben über dessen Erwerb ein aufschlußreiches Bild. Im Jahre 1936 wurden im Bereich der SA.=Gruppe Westfalen rund 1400 Reiter geprüft, von denen allerdings nur 930 den Reiterschein erhalten konnten. Ein Zeichen für die strenge Auswahl. Im Jahre 1937 erschienen im gleichen Bereich vor der Prüfungskommission 2396 Anwärter als Prüflinge, von denen 1794 den Reiterschein erhielten. Der jüngste Reitersmann und Prüfling war erst acht Jahre alt, während der älteste fünfundsechzig Lenze zählte. Das ist ein Zeichen dafür, daß man nicht zu jung sein kann und zu alt zu sein braucht, den Reiterschein zu erwerben. Besonders unter der HI. besteht ein großes Interesse am Reit= und Fahrsport, denn auch dieser wird in den Vorbereitungskursen gepflegt. Gehen dann solche Jungen mit dem Reiterschein in der Tasche, dessen Bestätigung sie sich jedes Jahr aufs neue erwerben müssen, mit vierzehn Jahren ins Landjahr, dann werden die Bauern und Landwirte an diesen sachverständigen Helfern eine große Freude und wirkliche Hilfe haben, denn solch ein Junge spannt richtig und fährt ebenso. Es ist dazu natürlich notwendig, daß die Pferdebesitzer ihre Tiere dem RSRK. zur Verfügung stellen. Hier wird mit ihnen unter Anleitung eines tüchtigen Reitlehrers der Nachwuchs herangebildet, den das Vaterland braucht. Es sei hier noch bemerkt, daß das Pferdematerial keineswegs überanstrengt, sondern geschont wird. Die Pferde werden durch ihre regelmäßige Ausbildung natürlich vielseitiger und verwendungsfähiger und steigen deshalb im Werte. Das zu sehen war oft genug bei unsern ländlichen Reiterturnieren der Fall. Deshalb für jeden Jungen der Bewegung das Leitwort: Aufs Pferd. Kamerad, aufs Pferd! Giechek des Jger Land fnge Detmold. Selbstmord im Untersuchungsgesängnis. Ein Mitte Januar wegen dringenden Verdachtes des Verbrechens gegen den§ 175 in Haft genommener Mann aus Heidenoldendorf hat in der Zelle des Untersuchungsgesängnisses seinem Leben durch Erhängen ein Ende gesetzt. Asemissen. Filmaben d. Am Mittwoch, 9. Febr., findet wieder ein Filmabend der Gaufilmstelle statt. Die Vorführung ist im Scherenkrug und beginnt um 20 Uhr. Es wird diesmal der Film„Krach im Hinterhaus“ gezeigt. Schon jetzt wird auf diesen Film hingewiesen. Karten sind, Anfang nächster Woche in den Vorverkaufsstellen zu haben.(147) Asemissen. Kriegerkameradschaft. Am Sonnabend, 5. Febr., veranstaltet die Kriegerkameradschaft um 20 Uhr im Scherenkrug ihren Kameradschaftsabend, zu dem alle Angehörigen der Kameraden herzlich willkommen sind.(147) Oerlinghausen. Zum Schaufensterwettbewerb. Der im Rahmen des Berufswettkampfes stattfindende Schaufensterwettbewerb wird wegen des gegenwärtigen Winterschlußverkaufs erst am 15. 2. 38 beginnen. Soweit die Anmeldungen noch nicht abgegeben find, ist erforderlich, daß die ausgefüllten Formulare bis spätestens 8. 2. beim Wettbewerbsleiter Pg. Fritz Blume abgegeben werden. Da der Schaufensterwettbewerb in allen Städten und Dörfern großen Anklang und starke Beteiligung findet, ist zu hoffen, daß unsere hiesigen Geschäftsleute und Berufskameraden nicht zurückstehen werden. Es braucht wohl kaum darauf hingewiesen zu werden, daß die für den Wettbewerb vorgesehenen und kenntlich gemachten Schaufenster beim Publikum besonders starke Beachtung finden werden.(104) Oerlinghausen. Reichsluftschutzbund. Im Laufe dieser Woche führte der RLB. in Gemeinschaft mit der Polizeibehörde als Abschluß der Fachausbildung der Luftschutzhauswarte aus drei Blocks drei kleine Hausübungen durch. Die Uebungen standen unter dem Leitwort: Das Haus ist luftschutzbereit. Der Sinn der Hausübungen war, den gegenwärtigen Stand der Luftschutz=Ausbildung zu prüfen, vor allem aber den Beweis zu erbringen, daß alle Volksgenossen in unserer Bergstadt bereit sind, ihre ganze Kraft einzusetzen. Die Uebungen, die in einem Haus der Detmolder Straße, in einem der Steinbruchstraße und in einem der Marktstraße stattgefunden haben, nahmen einen glatten Verlauf. In allen Fällen wurden die gestellten Brandschutzaufgaben geschickt und wirksam gelöst. Ueberall waren einwandfreie Verdunkelungen erfolgt. Gerade hierbei stellte sich heraus, daß jeder sich als kleiner Erfinder betätigen kann. Auch die als Schutzräume vorgesehenen Keller waren in luftschutzmäßigen Zustand versetzt worden. Alle Hausbewohner verhielten sich ruhig und diszipliniert und folgten den Anweisungen des Luftschutzhauswartes. Im Kreise der LS.=Hauswarte des betreffenden Blocks, die als Zuschauer an der Uebung teilgenommen hatten, wurde dann an Hand der Schiedsrichterberichte das Einzelgeschehen genau durchgesprochen, wurden Verbesserungsvorschläge gemacht und Vergleiche gezogen. Zum Abschluß sprach der Leiter der Ortspolizeibehörde, Bürgermeister Pa. Möller, zu den Kursusteilnehmern. Er gab seiner lebhaften Freude darüber Ausdruck, daß alle Teilnehmer im Kursus und bei der Uebung so eifrig und einsatzbereit bei der Sache waren. Da die Ausbildung dieser LS.= Hauswarte zu einem vorläufigen Abschluß gekommen ist, überreichte Bürgermeister Möller als Leiter der Ortspolizeibehörde ihnen ein Diplom, durch das sie nun ausdrücklich zum LS.=Hauswart bestellt wurden.(104) schaumburg=stnge Bückeburg. Als Leiche gefunden. Der seit Freitag vermißte Karl Watermann aus Buchholz(Kreis Bückeburg) wurde als Leiche aus der Aue— etwa 250 Meter westlich der Auebrücke in Höhe des Auewehres— in Buchholz gelandet. Die Leiche wies zwei Löcher am Kopf auf. Die Ermittlungen über die Todesursache sind noch nicht abgeschlossen. Stadthagen. Wieviel Vieb gibt es in Schaumburg=Lippe? Im Bezirk der Kreisbauernschaft Schaumburg=Lippe, die die beiden Kreise Stadthagen und Bückeburg umschließt, erbrachte die letzte Viehzählung folgende Ergebnisse: 53912 Schweine, 80 831 Stück Federvieh. 15174 Stück Rindvieh, 291 Perde, 1352 Schafe, 8024 Ziegen und 1260 Bienenstöcke. Kreis Minden Minden. Die Pressestelle der Regierung teilt mit: Durch Erlaß des Herrn Oberpräsidenten der Provinz Westfalen in Münster vom 20. Januar 1938— A. 008 sind die bisher auf Zeit ernannten Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Bezirksverwaltungsgerichtes für den Regierungsbezirk Minden unter Berufung in das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamte für die Zeit vom 1. Januar 1938 bis zum 31. Dezember 1941 wieder ernannt worden. Minden. Ernennungen. Die Pressestelle der Regierung teilt mit: Es sind ernannt: Regierungspraktikant Berthy bei der Regierung in Minden zum Regierungsinspektor, Regierungsbürodiätar Schmidt und Regierungssupernumerar Steinkamp bei der Regierung in Minden zu Regierungspraktikanten. Nammen. Vereiteltes Sittlichkeitsverbrechen. Als die Arbeiterin Sch. von hier mit ihrem Fahrrade von der Arbeitsstätte nach Hause fuhr, wurde sie in der Nähe des Bahnhofs Bad Nammen von einem Manne, der schon mehrere Stunden verdächtig im Nammener Walde umherstreifte, angefahren. Als sie beim Fallen laut aufschrie, hielt ihr der Mann den Mund zu. Einige handfeste Männer faßten den Mann und übergaben ihn einem Polizeibeamten, der ihn ins Amtsgefängnis einlieferte. Wie wir dazu weiter erfahren. handelt es sich um einen Mann aus Bückeburg, dem man bereits mehrere ähnliche Delikte nachweisen konnte. Kreis Hameln=Pyrmont er hier nie gewesen ist. Der Schriftsteller Herbert Eulenberg hat in einem hübschen Plauderstückchen darüber erzählt. Ende Juni 1787 reiste das Ehepaar Heinrich Floris und Johanna Schopenbauer von Danzia nach Hannover, um den berühmten Arzt Zimmermann zu besuchen und sich beraten zu lassen. Der Gatte hatte einen kleinen Gehörfehler, und Johanna, damals 17 Jahre alt. ging. vielleicht ohne es selbst klar zu wissen. Mutterfreuden entgegen. Der Arzt empfahl den Eheleuten den Sommer in Pyrmont zu verbringen. Die Grafschaft Purmont war in jener Zeit staatlich zerrüttet. Das Bad selbst blühte. Eine-istia hochstehende Gesellschaft umgab die junge Frau. Der Zustand Johannas gegen Ende des Jahres machte es indessen zuletzt empfehlenswert, das Heim in Danzig aufzusuchen. So ist die Stadt Danzig doch noch der Geburtsort des großen Geisteshelden geworden. Im Jahre 1806 zog Johanna, Witwe geworden, nach Weimar und hat hier sogar die Gunst Goetbes errungen. Johanna Schopenhauer war eine emsige Schriftstellerin. Ihre Bücher sind heute vergessen. Die binterlassene Lebensgeschichte ist dagegen jetzt noch lesenswert. Ganz besonders liebenswürdig sind darin die Erzählungen vom Aufenthalt in Pyrmont. Bad Pyrmont darf, wie Herbert Eulenberg sagt, als die geistige Wiege Arthur Schopenhauers bezeichnet werden. Unter den Linden und Wildkastanien. die heute noch wie in alter Zeit die lustwandelnden Sommergäste umrauschen,„ward der Kern zu dem hohen Wesen gelegt, das die Gebildeten aller Länder unter dem Namen Schopenhauer verehren". Kreis Beckum Bad Pyrmont. Arthur Schopenhauer und Pyrmont. Im Monat Februar(22.) jährt sich der Geburtstag Artbur Schopenhauers zum 150. Male. Auch in Bad Pyrmont darf man seiner gedenken, obgleich Krlicholeh Versteigernug Bedarf in Hamm konnte nicht gedeckt werder Hamm. Zur 107. Versteigerung von Milchkühen und Rindern, die die Westfälische Provinzial=Viehversteigerungsgenossenschaft am Donnerstag in Hamm veranstaltete, hatten 125 Viehhalter insgesamt 160 Kühe und 31 Rinder angemeldet. Da verschiedene Sperrbezirke in der weiteren Umgebung von Hamm infolge der Maul= und Klauenseuche waren, konnten zahlreiche der gemeldeten Tiere nicht aufgetrieben werden. Die Versteigerung war von etwa 600 Personen besucht. Der Auftrieb von 73 Milchkühen und 15 Rindern konnte den Bedarf bei weitem nicht decken. Die Qualität der Tiere war auf den Versteigerungen der letzten Monate ausgeglichener als diesmal, trotzdem erzielten verschiedene Tiere sehr gute Preise. Bei einigen Tieren wurden geringe Fehler festgestellt; aber auch diese waren noch gut verkäuflich Die teuerste Kuh stammte aus der Zucht des Bauern Fritz Hollmann in Bittingsen(Kr Soest). Trotz des Alters von zehn Jahren wurden für das Tier auf Grund der guten Leistung von 5161 Kilogramm Milch mit.45 v. H. Fett im Jahre 1935/36 700 RM. erzielt. Zwei Rinder erzielten Höchstpreise von 480 RM., und zwar das hochtragende Rind Alma des Besitzers B. Dildrov in Beckum=Werse und das seit dem 23. Januar 1938 melke Rind Meta des Besitzers Vogelmann in Heessen. Von den ausgetriebenen 73 Kühen wurden 71 verkauft, die 15 Rinder wechselten sämtlich ihren Besitzer. Der niedrigste Preis betrug bei Kühen 270 RM., bei Rindern 250 RM., der Durchschnittspreis bei Kühen 526 RM., bei Rindern 364 RM., der Gesamtdurchschnittspreis 497 RM. Die Preisklassen: 210 bis 250 RM. ein Rind, 260—300 RM. eine Kuh und zwei Rinder, 310—350 RM. zwei Kühe und fünf Rinder, 360—400 RM. fünf Kühe und vier Rinder, 410—450 RM. sieben Kühe und zwei Rinder. 460—500 RM 11 Kühe und ein Rind, 510—550 RM. 16 Kühe, 560—600 RM. 15 Kühe. 610—650 RM. neun Kühe 660—700 RM. fünf Kühe. Die nächste Versteigerung in Hamm ist am Donnerstag, 3. März. Anmeldungen müssen bis zum 20. Februar bei der Westfälischen Provinzial=Viehverwertungsgenossenschaft in Münster, Windthorststraße 20. vorliegen. Beckum. Gegen die geschlossene Schranke gefahren. Gestern abend fuhr ein Motorrad mit Beiwagen gegen die geschlossene Schranke der Landeseisenbahn. Während der Fahrer und auch sein Sozius mit leichteren Verletzungen davonkamen, erlitt ein in dem Beiwagen sitzendes Mädchen, das mit dem Kopf gegen den Schrankenbaum schlug, einen Schädelbruch. Die Verwaltung der Landeseisenbahn trifft an dem Unfall kein Verschulden, da der Bahnübergang genügend erleuchtet und durch Blinklichter gesichert war. In der Spinnstube Am Sonnabend, 12. Februar. bringt der Reichssender Köln von 19.10 bis 20 Uhr eine Sendung, in der wieder einmal mehr der allen Westfalen bestens bekannte Karl Wagenfeld zu Wort kommen wird. Die Sendung betitelt sich„In der Spinnstube“ und bringt eine Hörfolge aus westfälischem Volksgut von Karl Wagenfeld. Einen Querschnitt durch Westfalen, Land und Volk, Arbeit und Kultur, zeigt die uns vorliegende Januar=Ausgabe der bekannten Verkehrs=, Kultur= und „Westsalen im Bild“. „Die Westfalen“, eine Schilderung des westfälischen Menschen von Martha Bringemeier, eröffnet den Reigen der überaus reichlich und sorgsältig illustrierten Hauptaufsätze. Es folgt„Die Landschaft Westfalens“ von Ludwig Bäte, mit Bildern aus allen Gegenden der roten Erde. Es ist sowohl das Sauerland als auch der Halterner See, das weniger bekannte Wiehengebirge, als auch der„Heilgarten Deutschlands“ vertreten.„Vom zweisachen Westfalen" dem Bauern und Industriemenschen, schreibt Dr. Wilhelm Brepohl. Die dazugehörenden Bilder zeigen sowohl den schaffenden Menschen als auch seinen Wirkungskreis und seine Arbeitsstätten. Der Aufsatz„Westfälische Baukunft“ von A. Boedeker überrascht ebenfalls durch die großzügige und einwandfreie Wiedergabe der schönsten westsälischen geschichtlichen Baudenkmale. Dr. Margarete Lippe schreibt über„Die altwestsälische Bildhauer= und Malkunst“. Von den berühmtesten und bekanntesten Meistern sind Wiedergaben ihrer Schöpfungen abgedruckt. Der Gestaltungswille der Gegenwart kommt zum Ausdruck in dem Aufsatz„Westsalen im Aufbau“. Der Bildteil dazu beweist in unzweideutiger Weise die Berechtigung des Aussatztitels, ob er die neugestaltete Denkmalanlage auf der Hohensyburg, das neue Gauhaus in Münster, die verschiedenen Kunststätten, oder die Siedlungsanlagen der Westfälischen Heimstätte zeigt, der allgemeine Aufbau des nationalsozialistischen Staates geht auch aus diesem Teil des wirklich einmaligen Heftes hervor. hörk's noch mal auf? Durch die starke Warmluftzufuhr auf dem Kontinent hat sich das Azorenhoch auf das Festland verlängert. Westdeutschland bleibt aber in der Nordseite des Hochs und damit im Bereiche der Westwinde. Teilströmungen des Islandtiefs, die sich im Raum der Azoren bilden werden, berühren unseren Bezirk nur vorübergehend, so daß die rege Niederschlagstätigkeit der letzten Tage beendet sein wird Aussichten für Ostwestsalen: Sonnabend, ö..: Bei schwachen um Süd schwankenden Winden mild. Sonntag, 6..: Morgens verbreitet neblig trüb, tagsüber vorübergehend aufheiternd, niederschlagsfrei, südwestliche Winde, nach Früh=Nebel aufheiternd, trocken und mild. Ichartachberg T Generalvertreter: J. Katers, Minden I.., Hermannstraße 4, Fernsprecher 1880 N K de ge E G ü gi di ge ein 2 p# Kol da Le :: Pi ha 80 :2 pul Vr sch die fal Ei Ge Ho 95 Sa M D6 We Ar Hil Sa Ho Ar geg Sp von. spre bese Vor Ein dier in alle run Fla aber Spi Wu Len unn Par gele ohn trag S G aed Ssott Die Bs. forgt far aits sirbenskänterurk.. Die Deutsche Arbeitsfront wäre nicht die Organisation aller schaffenden Deutschen, wenn sie nicht auch diejenigen in ihren Gemeinschaftskreis mit einbeziehen würde, die ein Leben lang der Arbeit dienten. Als Wegbereiter zur deutschen Volksgemeinschaft sieht die DAF. es als ihre vornehmste Pflicht an, in besonderem Maße die kulturelle Betreuung der alten Arbeitskameraden immer weiter auszubauen. Das Amt „Kulturgemeinde“ in der NSG.„Kraft durch Freude“, das für diese Betreuung verantwartlich ist, darf sich darum rühmen, daß die Sachbearbeitung„Arbeitsinvaliden“ seiner Abteilung „Kunst und Unterhaltung“ einen ständig wachsenden Aufgabenkreis umfaßt. Heute sind es schon acht Betreuungsformen, die zur Durchführung gelangen. Teilnahme an allen RdF.=Veranstaltungen Nichts bindet den Arbeitsinvaliden mehr an die Gemeinschaft der Werktätigen, als wenn er mit ihnen den Klängen eines Konzerts oder den Worten eines Bühnenwerkes lauschen und mit ihnen den Künstlern Beifall zollen darf.— Kleinste Unkostenbeiträge die sich die Arbeitsinvaliden auferlegen, bestätigen, daß sie selbst ernsthaft gewillt sind, zu ihrer kulturellen Betreuung beizutragen. Gemeinschaftsstunden mit Werktätigen Nicht immer ist es den Arbeitsinvaliden möglich, weite Wege zum Theater, Konzerthaus usw. zurückzulegen oder Fahrgelder dafür aufzubringen. In diesen Fällen setzt die Gemeinschaftsstunde ein die örtlich so gelegt ist, daß sie von den Arbeitsinvaliden mühelos erreicht werden kann. Sie wird fast ausschließlich zu einer Spätnachmittagszeit angesetzt, damit Werktätige nahegelegener Betriebe daran teilnehmen können. Gerade diese Einrichtung hat sich vorzüglich bewährt, denn sie gibt umgekehrt auch den Werktätigen einen Einblick in die Gedankenwelt der Arbeitsinvaliden. Teilnahme an Betriebsveranstaltungen Die Betriebe haben es sich in fortschreitendem Maße zur Ehrenpflicht gemacht, zu ihren Veranstaltungen auch ihre alten Arbeitskameraden einzuladen. Wenn heute nicht nur an großen Festtagen, dem Tage der Nationalen Arbeit.! sondern zu allen Betriebsveranstaltungen und efesten die Arbeitsinvaliden als Ehrengäste erscheinen, dann ist das ein unbestrittenes Verdienst des Amtes„Kulturgemeinde“ in der RSG.„Kraft durch Freude“. Betreuung in den Erholungsheimen Die DAF.=Erholungsheime in ganz Deutschland, die ständig große Gruppen von Arbeitsinvaliden aufnehmen, werden durch das Amt „Kulturgemeinde“ monatlich einmal betreut. Diese kulturellen„Feierstunden“ sind den Alten der Arbeit eine Erinnerung fürs Leben. Hier in der Stille der Natur ist der Arbeitsinvalide aufgeschlossener denn je. In einer solchen Feierstunde hat er die Gewißheit: Man denkt an ihn, lebt mit ihm mit. Er fühlt sich als gleichwertiges Mitglied der großen deutschen Schaffensgemeinschaft. Teilnahme an Kurzfahrten Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Landschaft verschönen, regt sich auch bei den Arbeitsinvaliden der Wunsch, aus der Enge der Behausung hinauszufahren ins deutsche Land. Hier setzen die zahlreichen Kurzfahrten ein, die KdF. ausschließlich für die Arbeitsinvaliden veranstaltet. Es werden aber nicht wahllos irgendwelche Ausflugsziele angesetzt, sondern der Charakter dieser Ziele ist für die ganze Fahrt ausschlaggebend. So geht es zu historisch denkwürdigen Stätten, zu Orten von besonderem landschaftlichen Charakter oder solchen, die den Aufbaugedanken des neuen Deutschlands hervorragend verkörpern(Talsperren, Reichsautobahnen, Flugplätze usw.). Volksnahe Kunstgaben Diese Fahrten werden zumeist mit volksnahen, kulturellen Darbietungen ausgestattet. Volkstümliche Instrumente musizieren. Scharen des Bundes Deutscher Mädel führen Volkstänze vor und Trachtengruppen beleben den Heimatgedanken bei der Ankunft an den Ausflugszielen. — Daß hiermit das Richtige getroffen wurde, bezeugt eine Fülle begeisterter Zuschriften der Ausbau der kulturellen Beireuung Arbeitsinvaliden, die im„KdF.“=Archiv sorgsam aufbewahrt werden. Arbeitsschauen Aber auch der Arbeitsgedanke, die Verbundenheit mit dem Arbeitswillen des deutschen Volkes soll in den Arbeitsinvaliden erhalten werden. Deshalb werden von Zeit zu Zeit und in den einzelnen Gauen Arbeiten, die sie daheim hergestellt haben, ausgestellt.— Die großen Erfolge, die die eben beendeten Ausstellungen in München, Kassel und Kiel sogar in künstlerischer Beziehung gezeitigt haben, sind ein Beweis dafür, daß auch hier das Amt„Kulturgemeinde“ den rechten Weg geht. Filmvorführungen Die jüngste der Betreuungsformen ist die Teilnahme der Arbeitsinvaliden an Filmvorführungen. Die in den Verhandlungen zwischen der Reichsfilmkammer und dem Amt„Kulturgemeinde“ entwickelten Richtlinien werden es ermöglichen, daß selbst in kleineren Orten der fürsorgliche Gedanke der Arbeitsfront den Arbeitsinvaliden lebendig bleibt. Sonderwünsche der Arbeitsinvaliden Das Amt„Kulturgemeinde“ sucht über diese Betreuungsformen hinweg auch Sonderwünschen und Anregungen aus den Kreisen der Arbeitsinvaliden Rechnung zu tragen. So ist es dazu übergegangen, den Arbeitsinvaliden in den Erholungsheimen illustrierte Zeitungen und anderes Material, das der Zerstreuung dient, zu übermitteln. Ebenso läßt es ab und zu in diesen Erholungsheimen Redner zu Worte kommen, die über einschlägige Fragen, über die Ziele der Bewegung usw. allgemeinverständliche Vorträge halten.— Kleine Künstlerscharen, wie z. B. die „Hans=Sachs=Bühne“, gehen mit eigenen Dekorationen und stilechten Kostümen durch die Gaue. um möglichst alle alten Arbeitskameraden mit ihren Darbietungen zu erfreuen. So ließen sich noch zahlreiche Einzelheiten anführen. Sie alle klingen in eine Grundnote ein, die da heißt: Unsere vornehmste Sorge gilt den Arbeitsinvaliden. Wir wollen und müssen unseren alten Arbeitskameraden das frohe Bewußtsein geben, sich mit eingeschlossen zu fühlen in die große Werkgemeinschaft, in die Organisation aller schaffenden Deutschen, die Deutsche Arbei###ront. Berchsweernamg, Iisne=Lanspensieret 2,5 miliionen Schaffende in der Front der Leistungsauslese Die Ausdehnung des Reichsberufswettkampfes auf alle schaffenden Deutschen stellt dem großen Kreis der Mitarbeiter an der Durchführung der einzigartigen Leistungsauslese teilweise gänzlich neue Aufgaben. Um alle Wettkampfleiter, auch die in entlegensten Orten, für neue Aufgaben zu rüsten, sind in Berlin rund 1000 Wettkampfleiter zusammengekommen. Hier wird auch über alles gesprochen, was jetzt noch als Sorge bei der Durchführung erscheint. Zahlen allein entscheiden nicht Zahlen sind gerade bei der Zielsetzung des Berujswettkampfes nicht entscheidend. Die Leistungssteigerung ist allein maßgebend. Darüber konnte man von den einzelnen Gaubeauftragten viel Erfreuliches hören. Auch die Erfolge der Begabtenförderung kamen klar bei der Aussprache heraus. Da hört man von einer jungen Hilfsarbeiterin, die zwei Lohnklassen aufrücken konnte, weil der letzte Wettkampf ihr Können erkennen ließ; außerdem erhielt sie die Möglichkeit eines Ausbildungskursus in Schreibmaschine und Stenografie. Oder es wird berichtet, wie durch die Mithilfe einer Stadtverwaltung mehrere begabte Jungarbeiter auf höhere Fachschulen geschickt werden konnten; es handelte sich um junge Burschen, deren Eltern niemals von sich aus die Ausbildung hätten bestreiten können. Solche praktische Ergebnisse spornen zu neuem Einsatz an. Und der Einsatz wird sich diesmal erst recht lohnen; kann man nach den neuesten Feststellungen doch über 2½ Millionen Teilnehmer am Berufswettkampf aller schaffenden Deutschen 1938 erwarten. Etwas über die schlechten Arbeiten Von den guten Leistungen im Berufswettkampf ist schon oft gesprochen worden. Schamhaft hat man sich aber zumeist über die schlechten Arbeiten ausgeschwiegen. Dabei ist für die Gesamtbeurteilung des deutschen Leistungsniveaus naturgemäß die schlechte Arbeit ebenso wichtig wie die gute. Bannführer Wiese drückte das bei der Wettkampfleiterschule so aus:„Es ist durchaus notwendig, daß wir auch die schlechteste Arbeit genau so auswerten wie die beste. Nüchtern und real wollen wir unsere Feststellungen treffen. Aus der schlechten Arbeit können wir manches herauslesen, auf das wir bei der Durchschnittsleistung oder der guten Leistung nicht gestoßen wären. Oft erkennen wir Lücken der Berufserziehung, die, abgestellt, dann allen zugute kommen. So sehr jeder nach der besten Leistung streben soll und wird, braucht sich doch niemand vor der schlechten zu fürchten. Jeder kann einmal daneben hauen. Die Vertraulichkeit der Bewertung ist so gesichert, daß niemandem beruflicher Schaden aus einer schlechten Arbeit beim Berufswettkampf erwachsen kann. Dagegen wird die betriebliche Auswertung der Wettkampfergebnisse in diesem Jahre intensiv und planmäßig in Angriff genommen werden.“ Diesen Worten braucht man also nur noch hinzuzufügen, daß jeder ohne Lampensieber an den Berusswettkampf herangehen kann. Geländelauf als Sportprobe Zum erstenmal wurden auf dieser Tagung auch die Bestimmungen über die sportliche Leistungsprobe im Berufswettkampf bekanntgegeben. Der sportliche Wettkampf wird in jedem Fall an den Anfang des Berufswettkampfes gestellt. Die sportliche Funktionsfähigkeit des Körpers soll jeweils einen Geländelauf zeigen, der, nach Jahrgängen eingeteilt und für Männer und Frauen getrennt, verschiedene Mindest= und Höchstzeiten für die Bewertung festsetzt. Zum erstenmal Siegerabzeichen Als Neuerung in diesem Jahr kann noch die Verteilung von Siegerabzeichen verzeichnet werden. Bisher erhielten die Sieger des Berufswettkampfes lediglich Urkunden. Die Siegerehrung erfolgt wiederum in feierlicher Form am 1. Mai. Rechtsgrundsätze in der Sozialversicherung Urlaub rechtzeitig planen! Eine Bitte der DaF. Es hat sich bereits im vergangenen herausgestellt, daß die gewaltigen Massen, die in den Monaten Juni, Juli und August mit KdF. verreisen wollen, einfach nicht mehr wältigt werden können. Die Deutsche Arbeitsfroni appelliert daher an die Betriebe, im Interesse der Arbeitskameraden wie der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, einer systemvollen Urlaubsplanung näherzutreten und sie, soweit möglich, durchzuführen. Eine bedeutende Hilfe seien dabei die Jahreshefte „Kraft durch Freude“, die die Urlaubsfahrten für das ganze Jahr 1938 ankündigen. Durch die Urlaubsplanung sollen die Gefolgschaftsmitglieder möglichst zeitig die Urlaubstermine erfahren und angehalten werden, wenigstens z. T. auch in den Monaten April, Mai oder September und Oktober den Urlaub zu nehmen. Juli und August sollen den Verheirateten mit schulpflichtigen Kindern vorbehalten bleiben. Musikalische Betätigung fördert weder die Bodenbearbeitung noch die Erlangung gärtnerischer Erzeugnisse Diese so lustig scheinende Entscheidung eines Oberversicherungsamtes hat rechtlich eine nicht geringe Bedeutung. Es handelte sich um die Frage, ob die in einem städtischen Palmengarten beschäftigten Musiker zum gärtnerischen Betrieb zu rechtten sind, womit sie versicherungsfrei wären, oder nicht. Die Entscheidung sagt, daß zum Gartenbau, also auch zur Landwirtschaft, jede Bearbeitung des Bodens zur Erlangung gärtnerischer Erzeugnisse gehört. Eine Beschäftigung im Gartenbau kann also nur vorliegen, wenn diese beiden Erfordernisse erfüllt sind. Beides trifft jedoch auf die Musiker des Palmengartens nicht zu. Die Musikkapelle gehört zum Erholungs= und Unterhaltungsbetrieb. Die Tätigkeit der Musikkapelle hat also keinerlei Beziehungen zu einer Bearbeitung des Bodens und dem Streben zur Erlangung gärtnerischer Erzeugnisse. Damit aber bildet die Musikkapelle einen selbständigen Betrleb der nur rein äußerlich räumlich mit dem Palmengarten verbunden ist.— Es ist ersteulich, daß die Bearbeitung der Paragrafen zu dem gleichen Ergebnis wie der gesunde Menschenverstand gekommen ist.(OBA. Wiesbaden 5. 4. 37.) Invalidenversicherung Der Kraftwagenführer einer Versicherungsgesellschaft bezog gelegentlich aus selbstgetätigfen Versicherungsabschlüssen für seine Firma Vergütungen. Im Streitverfahren entschied das Versicherungsamt, daß diese Vergütungen nicht zum Entgelt zu rechnen sind, also bei der Berechnung der Beiträge zur Invalidenversicherung unberücksichtigt zu bleiben haben. Diese Entscheidung ist nicht angesochten worden. (VA. Breslau, 1. 10. 37.) Unfallversicherung Das Reichsversicherungsamt hat bereits früher entschieden, inwieweit bei Unfällen auf dem Wege nach und von der Arbeitsstätte der Grad der Fahrlässigkeit die Entschädigungspflicht der Berufsgenossenschaft bestimmt Nach diesem Urteil ist ein völliges Versagen der Unfallrente bzw. der Hinterbliebenenrente zulässig, wenn die Fahrlässigkeit des Versicherten so schwer war, daß dahinter die sonstigen Mitursachen des Unfalles völlig zurücktreten. In einem neueren Fall legte ein Versicherter den Weg nach der Arbeitsstätte mit seinem Fahrrad zurück und verunglückte durch Zusammenstoß mit einem Autobus. Es war festgestellt worden, daß der Versicherte in grobfahrlässiger Weise dadurch handelte, daß er schwierige und durch Warnschilder besonders kenntlich gemachte Strecken mit übergroßer Geschwindigkeit durchfuhr, beim Erreichen der größeren Straße ebenfalls die Geschwindigkeit nicht senkte und dadurch in erster Linie den Unfall herbeiführte. Dieses Verhalten war wesentlich für die Entstehung des Unfalles, während sonstige Mitursachen nicht ins Gewicht fielen. Die Fahrlässigkeit des Versicherten war um so gröber, als ihm als ständigen Benutzer die Schwierigkeiten der benutzten Straße genau bekannt waren. Bei dem so festgestellten überwiegenden Eigenverschulden des Versicherten Sozialschädling verurteilt 13stündige Arbeitszeit und untertarifliche Entlohnung Vor dem Sozialen Ehrengericht für den Reichstreuhänderbezirk Ostpreußen hatte sich der Gastwirt K. aus Insterburg zu verantworten. Er war beschuldigt worden, durch schlechte Unterbringung der Gefolgschaftsmitglieder und Ueberschreitung der Arbeitszeit und untertarifliche Bezahlung die Arbeitskraft seiner Gefolgschaftsangehörigen böswillig aus. genutzt zu haben..4. Ilg., Lnch Srtehefich. Das Ehrengeriaht stellte durch Ortsbesichtigung fest, daß K. zwei jugendliche weibliche Gefolgschaftsmitglieder in einem Raum schlasen ließ, dessen Fenster derartig verbaut waren, daß weder Licht noch Sonne Zutritt hatten. Auch die Ausstattung des Raumes genügte nicht den einfachsten Anforderungen. Die Beweisaufnahme vor dem Ehrengericht hat ferner ergeben, daß K. sowohl den Kellner wie den Büfettier von morgens 8 Uhr bis 1 Uhr nachts beschäftigt hat, ohne ihnen eigentliche Ruhepausen zu gewähren, und daß trotzdem beide noch untertariflich entlohnt wurden. K. hat, durch einen früheren Prozeßagenten beraten, sogar versucht, den Reichstreuhänder der Arbeit zu täuschen, indem er ihm mitteilte, daß er den Kellner entlassen babz Ae bicht imie Tatsächlich war der Kellner nicht entlassen worden, sondern es war ein Scheinvertrag zwischen dem Büfettier und dem Kellner abgeschlossen worden, demzufolge der Kellner jetzt bei dem Büfettier in Diensten stehen sollte. Dieser nicht ernst gemeinte Vertrag sollte nur dazu dienen, die untertarifliche Entlohnung des Kellners zu verdecken. Dieses Manöver hat dem K. nichts genützt. Das Soziale Ehrengericht erkannte auf eine Ordnungsstrafe von 100 RM. und die Kosten des Verfahrens. Betriebsführereigenschaft aberkannt Arbeitsbücher als Sicherheit für Zechschulden Der Inhaber eines Stukkateurgeschäfts hatte sich vor dem Sozialen Ehrengericht des Treuhänderbezirks Westfalen zu veraniworten, weil er eine unsoziale Gesinnung gegenüber seinen Betriebsangehörigen an den Tag gelegt hat, die kaum noch zu überbieten ist. Der Angeklagte hatte Zechschulden gemacht und seine Aktentasche, in der sich Arbeitsbücher, Quittungskarten und sonstige Papiere seiner Gefolgschaftsmitglieder befanden, als— Sicherheit in der Kneipe hinterlassen! Er unterließ es aber, die Aktentasche wieder einzulösen. Inzwischen hatte er einige seiner Gefolgschaftsmitglieder entlassen. Sie konnten aber auf einer neuen Arbeitsstelle, die sie gefunden hatten, nicht eingestellt werden, weil sie die ordnungsmäßigen Entlassungspapiere nicht vorlegen konnten. Sie mußten deshalb Wohljahrtsunterstützung beziehen. Obwohl dem Angeklagten später bekannt wurde, in welche Notlage er seine früheren Gefolgschaftsmitglieder gebracht hatte, hat er sich trotzdem nicht um die Herausgabe der Papiere gesorgt. In diesem Vorgehen liegt ohne Frage eine besonders große Böswilligkeit. Trotzdem die Gefolgschaftsmitglieder ihn mehrfach anhielten die Papiere herauszugeben, tat er es nicht. Auch sagte er nichts über den Verbleib der Papiere aus. Es ist offensichtlich, daß der Angeklagte als Führer des Betriebes unter Mißbrauch seiner Machtstellung im Betriebe die für die Gefolgschaftsmitglieder unentbehrlichen Papiere, die ihm als Führer des Betriebes zu treuen Händen übergeben waren, in rücksichtslosem Eigennutz als Sicherheit für seine Zechschulden benutzt hat. Das Ehrengericht stellte sich daher mit Recht auf den Standpunkt, daß es unmöglich sei, dem Angeklagten die Befähigung, Führer eines Betriebes zu sein, uneingeschränkt zu belassen. Das Urteil lautete daher auf Aberkennung der Führerbefähigung auf die Dauer von zwei Jahren. wurde das völlige Versagen des Schadenersatzes für gerechtfertigt gehalten(RVA 22. 10. 37). Krankenversicherung Ein Versicherter litt an Speiseröhrenverengung und erhielt von der Kasse 13 Wochen Krankenbehandlung. Für die weitere Zeit bestand zwar Behandlungsbedürftigkeit, aber der Versicherte nahm die Kasse nicht in Anspruch. Später jedoch wünschte er erneut für den gleichen Fall Kassenleistungen. Die Kasse lehnte sie ab mit dem Bemerken, daß inzwischen Aussteuerung erfolgt sei. Die Erben des verstorbenen Versicherten stützten u. a. ihren Anspruch auf die Behauptung, daß die Kasse die Tatsache der Aussteuerung hätte mitteilen müssen. Im Rechtsstreitverfahren ist entschieden worden, daß der Kasse eine solche Verpflichtung nicht auferlegt werden kann. Die Kasse hat 13 Wochen Versicherungsleistungen gewährt. Sie hätte bei weiterer Inanspruchnahme bis zum Zeitpunkte der satzungsmäßigen Aussteuerung leisten müssen, alsdann wäre die Tatsache der Aussteuerung dem Versicherten ohne weiteres mitgeteilt worden. Da der Ver sicherte jedoch die Leistungen nicht in Anspruch nahm, die Krankheit aber dennoch nach ärztlichem Urteit fortbestand, trat auch ohne Leistung der Krankenkasse die Aussteuerung ein. Zu einer Bekanntgabe dieser Aussteuerung jedoch war die Kasse nicht verpflichtet.(VA. Berlin(Tempelhof, 20. 8. 37.) Nerde..., neue Modelle in emailierter Ausführung OrenDauerbrand u. Allesbrenner in gr. 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Beichte und Abendmahlsfeier. 11.30 Uhr: Kindergottesdienst. 18 Uhr:; Vilgr.„ Jakobns=Kirche. 10 Uhr: Pastor Busse, anschl. Beichte und Abendmahlsfeier. 11.30 Uhr: Kindergottesdienst. 18 Uhr: Pastor Roloff. Dienstag 20.15 Uhr: Gemeinschaftsbibelstunde. Mittwoch 20 Uhr: Wochengottesdienst. Paulus=Kirche. 10 Uhr: Pastor G. Schwarze. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. 18 Uhr: Pastor Viering. Dienstag 20.15 Uhr: Bibelstunde im Gemeindehaus und in der Helmholtz=Oberschule. Donnerstag 20.15 Uhr: Bibelstunde in der KinderPetri=Kirche. 10 Uhr: Gemeinde= und Jugensgottesdienst, Pastor Weller. Taufen im 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Mittwoch 20.30 Uhr: Bibel= und Bittstunde, Pastor Hönsch Johannis=Kirche..30 Uhr: Vikar Müller, anVemeindedibeltunde im neien Uhr: Vikar Koscherke(mit gottesdienf, Dienstag 20.15 Uhr: Vator dönich(Tichechollow= Gisigen gieche, GasenSumatra). 11 Uhr: Taufen. 11.15 Uhr: Missionsdens, Bastor Grönr, LzPaze: Ja ugr. Baktor Elim=Kapelle, Gunntnraße. 10 Windhorst. Anschl. Beichte und Abendmahlsfeier. wo 9 Pizstirche i# Schilbesche. 10 Ubr: Evangel. Glistslil in Schildesche. 10 Uhr: Kand. Dahms. 11.30 Uhr: Kindergottesdienst.— Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde im Gemeindehause. Evangelische Johannisstift=Gemeinde, Engersche Straße. 10 Uhr: Pastor Kuhlmann. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Pastor Kuhlmann. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde. Luther=Kirche, Hauptstraße. 10 Uhr: Pastor Ferke. Taufen im Gottesdienst. Kindergottesdienste 11.15 Uhr in der Kirche und 11.80 Uhr im Lutherbaus.####. I. Ellenk##n##.: Evangelische Kirche in Eiieghornt..45 Uhr: Hauptgottesdienst. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Evangelische Kirche in Heepen. 10 Uhr: Gottesdienst mit Tausen, Vikar Kuhr. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Dienstag 20 Uhr: Bibelstunde in Altenhagen II. Mittwoch 20 Uhr: Bibelbesprechstunde in Milfe. Donnerstag 20 Uhr: Bibelvesprechstunde in Kammerratsheide bei Heitbrink und in Oldentrup bei Witwe Berkenkamp. Evangelische Kirche in Ubbedissen. 10 Uhr: Gottesdienst. 13.80 Uhr: Kindergottesdienst. 16.30 Uhr: Bibelstunde im Gemeindehause. Dienstag 20 Uhr: Bibelstunden in der Schule Dingerdisserheide und in Lämershagen bei Böger., Zions=Kirche in Bethel..30 Uhr: Past. Wörmann. 9 Uhr: Pastor Tegtmeyer. 10 Uhr: Pastor Schlink. 10.45 Uhr: Kindergottesdienst. Montag 20.15 Uhr in Gosen: Gemeindebibelstunde. Donnerstag 19.30 Uhr in Zion: Pastor Jasper. Evangelische Kirche in Brackwede..10 Uhr: Beichte, Sup Münter..30 Uhr: Frühgottesdienst mit anschl. Abendmahlsfeier, Pastor Luttersohann. 10 Uhr: Pastor Hentschel. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Sup. Münter. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde im Vereinshaus, Suv.„Münter,„Donnerstag 20 Uhr: Bibelstunde im Wentelo vei. Hinney. Evangel. Kirche in Brackwede=West(Quelle). 10 Uhr: Gottesdienst. 11.15 Uhr: KindergottesErangelische Senne=Kirche in Senne l. 10 Uhr: Hauptgottesdienst. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Dienstag 20 Uhr: Bibelstunde bei Landwirt Wilh. Osthus. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde in HeimatErangelische Kirche in Schloß Holte Senne II. .30 Uhr: Gottesdienst in Senne II. 10.30 Uhr: Gottesdienst in Schloß Holte. 14 Uhr: KinderGwangelische Kirche in Ummeln. 10 Uhr: Pastor Klinker. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde in der Schule zu Niederummeln. Evangelische Kirche in Isselhorst. 10 Uhr: Gottesdienst und Taufen. Katholische Gemeinden St. Jodokus=Kirche Klosterplatz 1..30 Uhr: Hl. Messe..30 Uhr: Hl. Messe mit Predigt und gemeinschaftliche hl. Kommunion der Männer..45 Uhr: Schülermesse mit Predigt..45 Uhr: Hochamt mit Predigt; vor dem Hochamt Kerzenweihe. 11.15 Uhr: Hl. Messe mit Prediat. 14.30 Uhr: Christenlehre. 18 Uhr: Feierliche MuttergottesAndacht mit Lichterprozession, anschließ. Erteilung des Blasiussegens und Kerzenweihe. Die männliche Pfarrjugend hat am nächsten Sonntag gemeinschaftliche hl. Kommunion, ebenso die Schulknaben. St. Josefs=Kirche, Horst=Wessel=Straße 9.(Kommunionsonntag der Männer.).30 Uhr: Hl. Messe. .30 Uhr: Hl. Messe mit Predigt und gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Schüler und Schülerinnen.30 Uhr: Hl. Messe mit Predigt..30 Uhr: Kerzenweihe und Lichterprozession. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt und Chorgesang. 14.90 Uhr: Muttergottesandacht mit Segen. Der Blasiussegen wird nach allen hl. Messen und nach der Andacht andgetellt.„. Ak Erie Kenter=Almt. St. Liebfrauen=Kirche, Fritz=Reuter=Straße 1. .90 Uhr: Meßopferfeier mit Ansprache und Opfermahl der Männer..45 Uhr: Kerzenweihe, Lichterprozession, Hochamt. 14.30 Uhr: Christenlehre, sakramentaler Segen, Blasiussegen. Nächsten Sonntag: Kommunionsonntag für alle Schüler und die männliche Jugend.„„„„„ 5 St. Andreas=Kapelle, Stapenvorststr. 21. 6 Uhr: Hl. Messe 14.30 Uhr: Andacht. Mittwoch 17 Uhr: Eegensandacht zu Ehren des 51, Joses. Kathol. Gottesdienst im Wellenster(Schule). 8 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. St. Marien=Kapelle, Elpke 53. 10 Uhr: Kerzenweihe. Hochamt mit Prediat. St. Johannis=Baptist=Kirche, Ringenbergstr. 12. .30 Uhr: Hl. Messe mit Predigt und gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Männer. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. vorher Kerzenweihe. 14.30 Uhr: Andacht, anschließend Austeilung des BlasiusT4. Herz=Jesu=Kirche in Brackwede. 7 Uhr: Frühmesse mit Predigt und gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Männer..30 Uhr: Hl. Messe mit Prediat. 10 Uhr: Kerzenweibe, Hochamt mit Predigt. 14.30 Uhr: Christenlehre mit Andocht, Erteilung des Blasiussegens.„„ St. Bartholomäns=Kapelle in Senne I..30 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 9 Uhr: Hochamt mi: Predigt. 16 Uhr: Feierlicher Schluß der Familienwoche und Erteilung des Blasiussegens. Sonstige Gottesdienste. Evangelisch= lutherische Gemeinde, Anla der Cecilienschule(Eingang Schulstraße). 10.15 Uhr: Gottesdiens. E Die Heilsarmee, Herforver Straße 31. 10 Uhr: Heiligungsversammlung. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. 18 Uhr: Heilsversammlung. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde. Bischöfliche Methodisten=Kirche, Hermannstr. 24. 10 Uhr: Pred. Mehner. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. 18 Uhr: Evangelisationsgottesdienst, Pred. Mehner. Mittwoch 20 Uhr: Bibelstunde, Pred. Baptisten=Gemeinde, Rohrteichstraße 14(Ecke Gerichtstraße)..30 Uhr: Pred. Conrad. 11 Uhr: Kindergottesdienst. 16 Uhr: Predigt und Abendmahl, Pred. Conrad. Donnerstag 20 Uhr: BibelGottesdienste der Neuapostolischen Gemeinden, Bielefeld. Große=Kurfürsten=Straße 57: Sonntag 9 und 16 Uhr. Mittwoch 20 30 Uhr: Wellensiek 118: Sonntag 16 Uhr und Mittwoch 20.30 Uhr: Sieker, Taubenstraße 11: Sonntag 9 und 16 Uhr. Mittwoch 20.30 Uhr: Stieghorst. Flensburger Straße(Ecke Detmolder Straße): Sonntag 9 und 16 Uhr. Mittwoch°.30 Uhr: Kammerratsheide Nr. 4: Sonntag 9 und 16 Uhr Mittwoch 20 30 Uhr: Ubbedissen Nr. 170: Sonntag 9 und 16 Uhr Mittwoch 20 Uhr; Theesen Nr. 28: Sonntag 16.80 Uhr. Mittwoch 20.30 Uhr: Obersöllenbeck 306: Sonntag 16.90 Uhr. Mittwoch 20.80 Uhr: Brake Bahnhofstraße 170: Sonntag 9 und 16.30 Uhr. Mittwoch 20.60 Uhr: Steinhagen Nr. 473: Sonntag 9 und 16 Uhr. Donnerstag 20.90 Uhr: Brackwede. Bergstraße de: Sonntag 9 und 16 Uhr Mittwoch 20.30 Uhr: Sennehof Nr 410: Sonntag 9 und 16 Uhr Mittwoch 20.30 Uhr: Ummeln Nr 105: Sonntag 9 und 16 Uhr. Mittwoch 20.30 Uhr Christlich=Wissenschaftliche Bereinigung. Bielefeld. Düppelstraße 13 Sonntagsgottesdienst 10.30 Uhr Mittwoch 20 90 Uhr: Versammlung Erste Kirche Christi, Wissenschafter(Christliche Wissenschaft), Gr.=Kurfürsten=Straße 91(Vortragssaal). Gottesdienste: Sonntag 10.80 Uhr. Mittwoch 20.30 Uhr. Die Christengemeinschaft(Bewegung zur religibsen Erneuerung), Am Sparrenberg 12. 10.90 Uhr: Menschenweihehandlung. Dienstag 9 Uhr: Menschenweihehandlung. Donnerstag 20.15 Uhr: Pfarrer Dr. Hardors. von sore bese Vor Ein dier hin alle run Fla aber Hier" hrtant.!.“ esit eenr ucht! kotl. Psen eenliche What. e 4ch. 8 LS E W AN 19.50 s Ln 1uS.90 unders preiswert#. 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Wir könnten also die Anzeigenserie noch gut und gern um die doppelte Anzeigenzahl verlängern und wären noch nicht fertigNatürlich kann in dieser Form nur ein kleiner Teil der uns täglich zugehenden Anerkennungen veröffentlicht werden. Wie beliebt und geschätzt die WNN.-Kleinanzeigen sind, vermag erst der ganz zu ermessen, der ihre Wirkung seit Jahren so beobachtet wie ich. Tausende von Fällen könnte ich aufzählen, wo unsere„Kleine“ geholfen hat; wo mir ein altes Mütterchen mit tränenden, aber glückstrahlenden Augen Dank stammelte, weil sie ihre. verlorene Geldtasche mit der gesamten Monatsrente durch unsere„Kleine“ zurückerhielt: wo mir ein verhärmt aussehender Familienvater aus Dank die letzte Zigarette anbot, weil ihm die„Kleine“ nach mehrjähriger Arbeitslosigkeit eine Stelle besorgt hatte; oder wie mir ein junger Mann stumm die Hand drückte, weil ihm die„Kleine“ Geld besorgt hatte, mit dem er seine Mutter gesundpflegen konnte. Immer ist die„Kleine“ auf dem Posten. Und doch staune auch ich manchmal noch daröber, was sie alles fertig bringt. Ganz ausgefallene Sochen oft, die man kaum dem Namen nach kennt— sie schafft sie herbei! Es ist schon so wie wir kürzlich feststellten: Die WNN.-Kleinanzeigen sind die Heinzelmännchen unserer Zeit! Jeder sollte sie in seinen Dienst stellen.“ Suche für 1. April abgeschl. —4= Zimmerwohnung mit Bad. Diele, Garage. Miete bis 120 A Angebote unter A. S. 3511 a. d. Wests. Neuesten Nachrichten. =Zimmerwohnung, 3 Personen, zu März oder April, bis 50 M. gesucht. Angeb. unter A. J. 3218 a. d. Wests. Neuest. Nachr..2. =Zimmerwohnung. moderne, Küche, Bad. Heizung. bis 125-4, sofort oder später gesucht. Offerten unter A. S. 3596 a. d. Westf Neuesten Nachrichten Eisenbahnbeamter 1. R. sucht zum 1. 4. 38 4 räumige Landwohnung mit Garten, Umgebung Bielefelds. Schriftl. Angebote m. Preis an Schrick, Augustdorf. Lippe. Etagenwohnung. vier Zimmer, Küche, Bad etc., von älterem Ehepaar gesucht. Ang. unter A. Z. 3195 a. d. Westf. 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