7234 761 Et str. 2. kwede. s=Ausstellung hern, christlichen chern, Jugendderbüchern und um für Koustr= otographie= und Album, Albumotographie= und hmen aller Art, staschen, PorteZgarren=Etuis, Taschenspiegeln Zeitungsmappen, , Haudarbeitsschertaschen u. Schultornistern, emen, Nippes, kundharmonikas, ern, Scheren, lutzen u. dgl. rbrock, vierhandlung, rstraße 21. 6794 in vorliegender Nummer wollen er der Pet 7202 erweg 19. Abonnementsbreis Bielefeld und Umgegend, sobei sämtlichen Agenturen frei Haus gebracht 60 Pfg. monatDurch die Post bezogen 80 Mk. vierteljährlich exklusive Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. SE UUTS Insertionspreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Erscheinungstage it Ausnahme der Sonn= und Feiertage täglich nachmittags. Fernsprech=Anschluß Nr. 353. Nr. 298. Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westsalen und die Appischen Kurstenkumer. Buchhandlung, Druckerei, Erpedition und Redaktion: Schulstraße Nr. 20. Inseraten=Annahme bis ½29 Uhr vormittags. Größere Inserate müssen bis 5 Uhr abends tags zuvor aufgegeben sein. Druck und Verlag per Buchdruckerei und Buchhandlung „Volkswacht“ X. Gerisch& Co., Nieleseld, Bielefeld, Mittwoch, 22. Dezember 1909. 20. Der Viermillionen-Fonds für die Unterstützung der arbeitsofen Cabakarbeiter im Keichstag. Wie wir hören, ist unter den Tabakarbeitern aus Anlaß der erhandlungen im Reichstag vom 14. Dezember vielfach die ##lsche Auffassung entstanden, der Viermillionenfonds sei um # Millionen erhöht worden. Das Gegenteil ist richtig, in der #erhandlung hat die Regierung erklärt, daß sie zu den vier Killionen keinen Pfennig zulegen werde. Wir bringen, um darüber volle Aufklärung zu schaffen, die seden des Zentrumsmannes Erzberger und unseres Genossen Kolkenbuhr nach dem amtlichen stenographischen Bericht und bitten sere Leser, sich die heutige und morgige Nummer aufzubewahn, weil durch diese Reden auch noch andere Schwindeleien serer Gegner ein für allemal abgetan sind. Abg. Erzberger(Ztr.): Meine Herren, ich hätte nicht gegaubt, daß die Position von 2 Millionen respettive jetzt 2½ Rillionen Mark eine so ausgedehnte Debatte nicht nur über die Arbeiterunterstützungen, sondern über das ganze Tabakgeweroe ##rvorrufen würde.(Sehr richtig! in der Mitte.— Zuruf von n Natl.: Wer so oft redet wie Sie, soll sich nicht wundern!)— perr Kollege Everling, Sie dürfen doch nicht glauben, daß wir dne Aussprache mit Ihnen scheuen; im Gegenteil, es ist mir ##nz erwünscht. Je öfter von nationalliberater Seite über die gabaksteuer gesprochen wird, desto öfter können wir die wirkUrheber dieses Gesetzes vor aller Oeffentlichkeit feststellen. Erneuter Zuruf.)— Es kommt alles daran, eins nach dem Nun glaube ich, daß man gegenüber einer Frage, in welcher der Kommission im allgemeinen Uebereinstimmung geherrscht ##t, in der die Sozialdemokraten heute früh noch erklarten, sie stten keine Veranlassung, in die Debatte einzugreifen, nachdem k Ausführungsbestimmungen ergangen seien, wollten sie abvarten, was sich an neuem Beschwerdematerial ergeben würde, ne so lange Debatte nicht erwarten durfte. Nachdem sie aber #geschnitten ist, nachdem wir angegriffen sind, ist es selbstverinolich, daß wir uns unserer Haut zu wehren wissen. = Zunächst die Fürsorge für die Arbeiter. Der Abg. Everling ## es wieder in der Debatte als beklagenswert bezeichnet, daß Zir im Gejetz nicht einen Rechtsanspruch der Arbeiter festgelegt #itten, sondern nur die Unterstützungspflicht. Ich will nicht auf ## frügeren Debatten hinweisen. Heute ist doch entscheidend: ##oen die Arbeiter eine Notlage erlitten dadurch, daß wir statt nechtsanspruch„Unterstützung“ gesagt haben? Da ist dem Abg. #verling nicht die Spur eines Beweises davon geglückt, daß die Erbeiter weniger bekommen haben, weil wir von einer Untergützung und nicht von einem Rechtsanspruch gesprochen haben. Buruf von den Natl.: Entschädigung!)— Entschädigung mit Grauf folgendem Rechtsanspruch!— Das ist doch der springende Bunkt. Nicht über eine Theorie wollen wir uns auseinander##en, sondern untersuchen, ob der Arbeiterstand wirklich einen Schaden erlitten hat dadurch, daß der Antrag der Mehrheit Sesetzeskraft erlangt hat. Das konnte der Abg. Everling nicht Schweisen; deshalb, g aube ich, sind solche rückwärtsschauenden #etrachtungen auf diesem Gebiete zwecklos. Weisen Sie erst goch, daß Schäden entstanden sind; dann wollen wir weiter brüber reden. Die Summe von 4 Millionen ist im Gesetz beMillionen waren im Nachtragsetat ausgeworfen, ## Millionen im neuen Etat für 1910, und der Rest von * Million war von der Regierung gedacht fur die Zeit vom bis 15. August 1911. Ausgegeben sind bis jetzt # Millionen Mark, und ich muß das unterstreichen, weil nach in Bericht des„Vorwärts“ gestern der Kollege Frank die Fache so darstellte, als ob bis jetzt überhaupt nur ¼ Million Ausgegeben worden sei. Im„Vorwärts“ steht ausdrücklich, es #ien nur 228000 Mark bezahlt worden. Das ist falsch. Es st viermal mehr ausgezahlt worden, nämlich 1¼ Millionen Nark bis Ende November. * Ueber die Frage sich heute zu unterhalten, was geschehen soll, #enn die 4 Millionen aufgebraucht sind und dann noch Arbeiter ##rhanden sind, welche infolge des Tabaksteuergesetzes beschäfsungslos geworden sind, scheint mir eine ziemlich zwecklose weschäftigung zu sein. Die Tabakarbeiter dürfen zu der Mehrit dieses hohen Hauses, die das Gesetz beschlossen hat, das Butrauen haben, daß wir sie nicht im Stiche lassen, wenn die Arbeits osigkeit noch andauert, nachdem diese 4 Millionen auf#braucht worden find.(Sehr richtig! in der Mitte.) Wenn der perr Abg. Everling heute schon ungelegte Eier ausbrüten will, # mag er das tun; es ist aber nicht Aufgabe des Reichstags. Abg. Everling: Sehr billig!]— Ebenso billig war Ihre Agitakonsrede, die Sie eben gehalten haben.(Sehr richtig! in der Mitte.) Dann sagt Herr Everling, hätten das Zentrum und die KonKroativen damals unbedingt auf dem Antrage, den sie eingeFracht hätten, bestanden, dann würden wir weit mehr erreicht waben. Dieser Vorwurf ist mir im Munde des Herrn Abg. ##erling doppelt unbegreiflich, da er innerhalb und außerhalb Hauses so viel von dem unerträglichen Druck spricht, den #s Zentrum immer auf die Reichsregierung ausübe.(Sehr l! in der Mitte.] Wären wir nach dem Rezept des Herrn #bg. Everling verfahren, wären wir dann gefeit gewesen dagegen, ### er gleich wieder denselben Vorwurf gegen das Zentrum in allen deutschen Gauen erhoben hätte? Wir haben praktische Politik getrieben, die sich allerdings von den Rezepten des Herrn Everling weit unterscheidet. * Nun ist mehrfach ausgeführt worden, daß die Schädigungen ##ich das neue Gesetz viel größer seien, als man angenommen wuls und man opexiert dabei mit der Zahl,von 34.000 Gesuchen ####er den 160000 Tabakarbeitern. Zunächst muß ich doch festg#llen, daß unter den 34000 Gesuchen eine Anzahl von Gesuchen ##d, die von einer und derselben Person ausgehen, daß manche #iederholt Gesuche eingereicht haben. Ferner sind eine Reihe von Gesuchen eingegangen, die vollkommen unbegründet sind. Wenn in einem Betriebe Inventur gemacht worden ist, sind Gesuche eingelaufen um Unterstützung aus dem Viermillionen#nds. Das kann man doch nicht dem neuen Gesetz zur Last #. Ich meine überhaupt, man sollte sehr vorsichtig sein in der feurteilung der Folgen des neuen Tabaksteuergesetzes. Man sollte, daran denken, daß alle die Folgen, die man 1906 von der Einfuhrung der Zigarettensteuer befurchtete, sich in das gerade Gegenteil verkehrt haben.(Sehr richtig! in der Mitte.] Ich erinnere mich sehr genau, daß im Jahre 1906 von der äußersten Linken in den schwärzesten Farben gemalt wurde, wieviel Arbeiter beschäftigungslos würden, wenn die Banderole für Zigaretten eingeführt würde. Was hat sich ergeben? Nach der amtlichen Statistik. die uns bei der Tabaksteuervorlage gegeben wurde, haben wir von 1906 bis 1908 in der Zigarettenindustrie nicht nur eine Zunahme der Betriebe, und zwar auffallenderweise der kleinen und mittleren Betriebe mit Handarbeit, sondern auch die Tatjache zu konstatieren, daß die Zahl der in dieser Inbeschästigten Arbeiter um 25 Prozent zugenommen hat. (Hört, hört! in der Mitte.) Deshalb sollte man sehr vorsichtig sein mit einem Urteil über die Wirkungen des neuen Tabakseuergeietzes. Gerade die hervorragendsten Fachleute auf diesem Gebiele haben gesagt, sie seien gar nicht in der Lage, darüber ein endgittiges Urteil abzugeben, weil man noch in der Uebergangsperiode, im Zwischenstadium begriffen sei. Weil ich nun gerade bei der Zigarettenindustrie bin, so möchte ich den Herrn Staatssekretär doch bitten, uns bis zur Beratung dieses Zweimillionenfonds im neuen Etat Material darüber zu liefern, ob und in welchem Umfange auch Arbeiter der Zigarettenindustrie geschädigt worden sind. Ich glaube, erst dann kann man über die Frage, ob man auch diese Leute entschädigen soll, ein Urteil abgeben, wenn überhaupt Beschwerden vorliegen. Die Erfahrungen von 1906 sprechen zunächst nicht dafür, daß infolge der neuen Steuer eine Beichäftigungslosigkeit eingetreten sei. Ich will mich aber über diese Frage nicht weiter auslassen, weil, wie gejagt, genügendes Material nicht vorhanden ist. „ Nun ist viel darüber gestritten worden, wer die Priorität für die Schaffung dieses Arbeiterunterstützungsgesetzes beim Tabaksteuergesetz habe. Das scheint mir nicht entscheidend zu sein, sondern entscheidend ist: welche Parteien haben es fertig gebracht, daß diese Vorschläge Gesetzeskraft erlangt haben?(Sehr richtig! in der Mitte) Das hat die Mehrheit dieses hohen Hauses getan, und Sie haben dagegen gestimmt.(Widerspruch bei den Natl.]— Sie auf der äußersten Linken!— Fühlen Sie sich auch schon als Sozialdemokrat, Herr Kollege Everling? (Heiterkeit und Zurufe.) Sie auf der äußersten Linken haben in der entscheidenden Sitzung gegen die Entschädigung der Fabrikarbeiter durch den Antrag Giesberts gestimmt, nachdem Ihr Antrag auf eine Entschädigung, wie sie praktisch gar nicht durchfuhrbar, vom Hause abge ehnt worden ist.(Zuruf von den Soz.) — Ich bedaure, Herr Kollege Molkenbur, daß Sie in so hohem Muße an Gedächtnisschwäche leiden. Sie haben in der entscheidenden Abstimmung gegen denViermillinurnfonds gemäß dem Antrag Giesberts gestimmt, und es scheint Ihnen nun sehr unangenehm zu sein, daß das vor aller Oeffentlichkeit festgestellt wird, wie Sie ja überhaupt draußen in der Oeffentlichkeit alles zur Verdunkelung des Tatbestandes beitragen, um eine erhöhte Unruhe in die Fabrikarbeiterkreise hineinzutragen.(Lebhafte Zurufe bei den Soz.)]— Herr Kollege Hue, jetzt habe ich das Wort, nachher können Sie ja an die Reihe kommen.— Zum Beweis für meine Behauptung will ich ein Erlebnis erzählen, das mir in Stuttgart passiert ist. Dort dauerte eine Versammlung in der betreffenden Frage bis 3 Uhr. Um 1 Uhr morgens ergriff ein Tabakarbeiter das Wort, um in einer einstündigen Rede der Mehrheit die schwersten Vorwürfe zu machen, daß diese Mehrheit bestimmt hätte, ein Tabakarbeiter dürfe nicht mehr als drei Viertel seines durchschnittlichen Tagelohnes erhalten. Im Gesetz steht aber ausdrücklich das Gegenteil. Er muß mindestens drei Viertel seines durchschnittlichen Tagelohns erhalten, und dieser Ihr Führer der Tabakarbeiterschaft hat noch am 1. Oktober 1909 mit Aufwand von Lungenkraft und recht vielen Schimpfworten über die neue Mehrheit das gerade Gegenteil behauptet.(Heiterkeit.) Dann noch eins. Ich glaube, daß man erst die Wirkung der neuen Verfügung abwarten muß. Die neue Verfügung hat ja rückwirkende Kraft und gilt für alle Gesuche, die bisher abgelehnt worden sind, und wenn ein Tabakarbeiter glaubt, er sei geschädigt, so kann er erneut einkommen, um eine Entschädigung auf Grund der neuen Ausführungsbestimmungen vom 29. November 1909 zu erhalten. Ich glaube, es ist gut, wenn die Tabakarbeiterschaft auch von dieser Stelle aus darauf aufmerksam gemacht wird, daß nach Ablehnung der ersten Instanz sie auch noch eine Beschwerdeinstanz hat, und daß sie an die Finanzministerien der einzelnen Staaten gehen kann, sei es einzeln, sei es durch Vermittlung der Tabakarbeiterorganisationen. Wenn auf diesem Gebiete sachliche Aufklärungsarbeit geleistet wird, so, glaube ich, werden wir mehr im Interesse der Tabakarbeiterschaft tun als durch unberechtigte Vorwürfe und Angriffe. Wenn nur die erste Instanz gesprochen hat, dann kann vom Reichstag weiter nichts geschehen, als daß gesagt wird: bitte, halten Sie den Instanzenzug ein! Ein Gutes hat diese Aussprache doch, nämlich daß die nachgeordneten Zollbehörden noch mehr auf die Wichtigkeit dieser gangs und ihrer jahrelangen Beschäftigung mit Zolleinnahmen ungewohnt ist, so daß ich mich gewundert habe, daß es überhaupt noch so gut abgegangen ist. Besonders gilt dies auch von dem einen Wahlkreis— es ist kein Zentrumswahlkreis, sondern der Wahlkreis des Kollegen Sielermann(Minden)—, wo die Not am größten war, wo aber die Behörden eine solche Elastizität an den Tag gelegt haben, daß sie sehr schnell in der Lage gewesen sind, den an sie herantretenden großen Anforderungen gerecht zu werden. Nur dort, wo Einzelgesuche aufgetreten sind, werden die lautesten Beschwerden erhoben. Deshalb wäre es gut, wenn vom Reichstag auch an diese Zollbehörden, die nicht allzu viel mit der Frage sich zu befassen haben, das Ersuchen gerichtet wird, die neuen Ausführungsbestimmuugen in dem Geiste zu handhaben, wie sie vom Bundesrat erlassen worden sind, und wie wir auch sie im ganzen Reich gehandhabt wissen wollen. Dann sind wir fest überzeugt, daß die meisten Beschwerden, die heute vorgebracht werden können, nach Weihnachten nicht mehr vorgebracht werden. Im übrigen hat ja der Reichstag noch genügend Zeit und Gelegenheit, sich mit den Beschwerden zu befassen, sei es bei der Interpellation, die in Aussicht steht, sei es bei der Beratung des betreffenden Etatstitels im neuen Etat. Ich sage das eine: die Tabakarbeiter dürfen zu der neuen Mehrheit— ich kann das im Namen meiner Fraktion ganz bestimmt aussprechen— das Zutrauen haben, daß wir sie in der momentan geschaffenen Notlage nicht im Stiche lassen werden.(Zuruf bei den Natl.: Das wollte ich ja nur!]— Gut, dann sind wir ja einmal einig. Nun zum zweiten Teile. Ganz unabhängig von dieser Frage, zu der eine Debatte ganz angezeigt war, und die im Interesse der Tabakarbeiter lag, ist von dem Herrn Vorredner das neue Tabaksteuergesetz in den Vordergrund der Erörterung gestellt worden, und zwar von dem Herrn Abg. Everling, der den Streit entfachte.(Widerspruch bei den Natl.)— Erinnern Sie sich nicht Stunde gesagt haben? Sie mehr dessen, was Sie vor einer haben zuerst den Streit über das Tabaksteuergesetz hereingeworfen. Sie behaupteten, der Mittelstand werde ungeheuer geschädigt; wenn in zehn Jahren eine Statistik gemacht würde, dann würde man sehen, daß die Leute aus dem Mittelstand verschwinden würden. Der sozialdemokratische Redner ist weiter gegangen und hat das, was Sie schwarz malten, noch schwärzer gemalt. Bereits hätten sich kleine Existenzen das Leben genommen.(Widerspruch bei den Natl.)— Ich sage eben, der sozialdemokratische Redner hat das gesagt.— Das ist eine Auffassung, die auch Herr Geyer zum Ausdruck gebracht hat, eine leere Behauptung, für welche er nicht die Spur eines Beweises beigebracht hat.(Zuruf bei den Soz.]— Die Leute, die sich erschossen haben, werden Ihnen doch Abg. Erzberger(fortfahrend): Meine Herren, ich gehe auf Prophezeiungen über die Wirkung der Steuer nicht ein. Das ist ein müßiges Gerede, wie ich schon anfangs betonte, damit wird unsere Zeit vergeudet. Aber was mir das überraschendste ist, das ist, daß der Herr Abg. Everling polemisierte gegen die Höhe der Tabaksteuer und gegen die Form der Tabaksteuer. (Sehr richtig! in der Mitte.) Ich unterstreiche alles, was der Herr Kollege Burckhardt gesagt hat: wenn eine Partei auf die Anklagebank gehört, warum der Tabak höher besteuert ist, dann ist es ausschließlich die nationalliberale Fraktion des Reichstags. (Sehr wahr! in der Mitte.) Die Tabakindustrie war einig in der Ablehnung der ganzen#abaksteuer bis zu dem Augenblick, bis man von der nationalliberalen Fraktion des Reichstags sonst sei Gefahr vorhanden, daß am Ende Konservative und Zentrum sich einigen und dann die Banderolesteuer machen würden. ist in den Vorstandskreisen des Deutschen Tabakvexeins ausdrücklich festgestellt und mir von hervorragenden Fachnännern bestätigt worden, und Tabakindustrielle, die unserer Pariei angehören, haben einer ganzen Reihe von Kollegen in der Wandelhalle draußen ausdrücklich erklärt: die Nationalliberalen haben in die geschlossene Reihe der Unternehmer und der Arbeiter den ersten Keit getrieben, weil sie erklärten, der Block könnte auseinandergehen, wenn die Tabaksteuer nicht zustande komme.(Sehr richtig! in der Mitte.) Was der Herr Abg. Burckhardt gesagt hat und, ich glaube, auch der Herr Abg. Geyer, stimmt vollstandig mit dem überein, vas uns aus den Reihen der Industrie heraus mitgeteilt worden ist, und nachdem so von der nationalliberalen Seite der Boden geebnet wurde für eine viel höhere Tabaksteuer, auf die ich nachher, gleich zu sprechen komme, haben meine politischen Freunde es als ihre Hauptaufgabe angesehen, das von nationalliberaler Seite eingereichte Offert herunterzudrücken und damit die Schädigung der Tabakindustrie zu verringern. Das war die Hauptaufgabe meiner politischen Freunde, und das hat viele meiner Freunde bewogen, der Tabaksteuer überhaupt zuzustimmen, weil sie wußten, daß, wenn von der nationalliberalen Seite die Tabaksteuer kommt, dann die Schäden für die Industrie viel, viel größer werden.(Sehr richtig! in der Mitte.) Das war keine Phantasie von uns, diese Vermutungen hatten eine ganz greifbare Ursache. Wer hat denn zuerst die nun verurteilte Form der Tabaksteuer in diesem hohen Hause und in der Kommission beantragt, den Wertzuschlag? Es ist ein Vorschlag des Herrn Kollegen Dr. Weber vom 17. März 1909(Hört, hört! in der Mitte), der in der Kommission als Drucksache Nr. 1° verteilt worden ist. Die Form des Wertzuschlags ist in diese Reichstag uns zuerst von Herrn Dr. Weber den.(Sehr richtig! in der Mitte.) Wir sind anerkennen sein Verdienst um das Zustandeko## 14 ags ist in diesem unterbreitet wor. zu. der Mitte.) Wir sind ganz objektiv und sein Verdienst um das Zustandekommen, des neuen Tabaksteuergesetzes.(Heiterkeit in der Mitte.) Nur soll er nicht so bescheiden sein und jedes Verdienst in Abrede stellen wollen. (Widerspruch bei den Natl.)— Die Tatsache können Sie doch nicht aus der Welt schaffen, und wenn Sie sagen wollen: wir haben diesen Antrag nur eingebracht, um den Tabakverein aus dem Bau herauszulocken, so bestätigen Sie ja meine Darstellung, daß das Vorgehen der nationalliveralen Fraktion der Tabaksteuer überhaupt erst die Wege geebner hat.(Sehr richtig! in der Mitte.) Also, meine Herren, wie wollen Sie uns Vorwürfe machen, wenn wir einmal einen Ihrer Anträge aufnehmen, untersuchen, finden, daß er einen praktischen Kern hat und vernünftig ist, und dann den nationalliberal Antrag zum Gesetz ausgestalten! Seien Sie doch dankbar d. er, daß etwas von liberalem Geist in die neue Reichsfinanzreform noch übergegangen ist!(Heitere Zustimmung in der Mitte.) So viel zur Form der ganzen Tabaksteuer. Dann zu der Höhe der Tabaksteuer. Die Herren schildern uns in beweglichen Klagen— der Herr Abg. Everling—, wie groß die Not in den Tabakarbeiterkreisen sei infolge des neuen Gesetzes. Das neue Gesetz legt der Tabakindustrie 43 Millionen, vielleicht auch 45 Millionen Mark auf. Es fällt uns gar nicht ein, die Notlage in Abrede zu stellen. Darum haben wir ja den Millionenfonds geschaffen. Das anerkennen wir gern. Aber, meine Herren, wie groß wäre erst die Not in Tabakarbeiterkreisen geworden, wenn wir Ihren Spuren gefolgt wären.(Zustimmung in der Mitte: und Widerspruch links.) Weit, weit größer!(Widerspruch bei den Natl.]— Ich spreche nicht persönlich von Ihnen, von Ihrer Fraktion.— Wie groß wäre dann erst die Not geworden! Denn juerst ist von Ihrer Seite vorgeschlagen worden ein Wertzollzuschlag in Höhe von 80 Prozent.(Hört, hört! in der Mitte.) Meine politiichen Freunde haben netto die Hälfte davon angenommen, 40 Prozent. Wenn Sie also die jetzige Not der Tabakarbeiter uns in die Schuhe schieben wollen, so müssen Sie netto 100 Prozent zulegen von dem, was Sie verschuldet hätten, wenn Ihre Wünsche durchgegangen wären. 80 Prozent Wertzoll wollSie der Tabakindustrie auferlegen, nur um den geliebten Block beieinander halten zu können. Als Sie wirklich durch den Vorschlag des Herrn Abg. Dr. Weber die Tabakindustrie aus dem Bau herausgelockt hatten und damit den Keil in die Unternehmerschaft und zwischen Unternehmer und Arbeiter, die Weg sei nicht ganz bequem, verlassen urd haben den Nutrag Dr Mober Gpg, Verlassen und haben den Antrag Dr. Wever=Mommsen eingeeierungen weg du en Sie in jeder Lesung den verbündeten Redes bessebenden gu. in. Sie zunächst eine Erhöhung ver oesehenpen, Hohes beantragten Widerspruch linis. zunächst 140 Mark, und der Schlußantrag B in diesem hohen Hause enthielt die Summe von xui linis.)— Gut, erst war er allein, von Herrn Mommsen für ein srris gessiguft, nachher haben sich die beiden Brüder verDer Schlußantrag Weber=Mommsen der vereinigten liberalen Parteier 8s. handelt sich bloß um die Auswüchse in der Heimarbeit; im unzip ist sie nicht verfehlt— zustimmen. Ich hoffe, daß sich das Herr Abg. Everling überlegen wird, und daß es ihm möglich sein wird, seine politischen Freunde, wenn wir neu an die Frage herautreten, dazu zu bringen, daß sie diesem großen sozialpolitischen Fortschritt mit der Zentrumsfraktion— die Freisinnigen sind ja auch damit einverstanden— zustimmen. Wir sever=Mommien Kationashr Piterbeit nicht im mindesten ab.(Zuruf bei den Kver=Liomühen Rulzonaniberaten.)— Gewiß, immer, wenn Sie etwas Vernünftiges vorsch agen. Nun noch ein Wort zu der Resolution! Von meinen politischen Freunden ist in der Kommission der Antrag eingebracht worden, daß die in dem Tabaksteuergesetz vorgeschriebene Be2 Uun— bitte, Die Milch hat ihren Durchschnittspreis von 19 Pfg. Liter zwar noch nicht verändert, ist aber an sechs(im an vier) einzelnen Orten teurer geworden. Deutsches Einberufung des preußischen Landtags. Berlin, 21. 2 gung vazin, den Zoll von 85 Mark zu erhöhen Begrünbung dei gicher Rechnuugen gebührenfrei erfolgt. Zur auf 145 Mart une die Inlansssieuer zu erzögen von 45 Marks daß er Autxoges brauche ich nur daraui bmizwesen, auf 85 Mark, Dotz werden Sie mir doch nicht bestreiten. Dies und kaß sich der Herr Scharias-1es= mahsngslend de gestelt: auf 55 Mart. Das werden Sie mir doch nicht bestr nationa liberal=freisinnigen Antrag herbeigeführte Mehrbelastung der Tabatindustrie hätte mindestens 60 Mg ausgemacht. Wir taben der Tahaaite mindestzus io wcilionen au-gemtacht. Ell##nen der Tavatindustrie 45 Millionen auferlegt. Ihr Antrag tätte der Tava Ja, meine HerrenMann Si, Kere.— Widerspruch linis.)— mals, die Perten,, wenn die Herren der äußersten Linken, welche jede Taoatbesteuerung ablehnen. uns anseinden(Zuruf den Soz), so hat das wenigstens Sinn und Logik. Ich sage, Angreisen hat wenigstens Sinn und Logik; was Sie sagen (zu den Soz.), vus anerkennen wir nicht. Aber wenn Sie uns gnoreiten ven der libera en Seite, wo Sie entschlossen waren, den Tavar höher zu belasten, als die Mehrheit ihn belastet, hat, gestern. k. 51 haben den ich schon georauch habe; das gehört in das Kapitel politischer Heuchelei ersten Ranges.(Sehr richtig! in der Mitte.— Zuruf „ichtese Natl)#- Asch, Herx Kollege Everling, fühlen Sie sich doch Reden schond lan a. Ionen allein spreche, da würde ich das Präsidenten.ugeben haben.(Heiterkeit.— Glocke des läsident Dr. Spahn: Meine Herren, ich bitte nocholbaZwischenrufe zu unterlassen. #geg serzyerger(fortfahrend): Ich spreche zu Ihrer Partei, setzen Sie sich doch etwas weiter hinter, wenn es Sie geniert, hier vorn zu sitzen. Ich weiß, daß in Ihrer Parte einige absplitternde Meinungen vorhanden waren, wie in unserer Partei die Vertreter der Tabakaroeiterkreise auch in dritter Lesung gegen das Gesetz gestimmt haben. Das ist allgemein bekannt, der das Gros Ihrer Pariei, der Fraktion mit drei oder vier Ausnahmen— ich weiß es nicht genau, mehr waren es nicht — hat geschlossen hier im Reichstage für die erhöhte Tabakbesteuexung und, den Tabakzoll gesprochen, und ich, glaube daher mit vollem Rechte gegenüber der nationalliberalen Fraktion diese Ve.s Crage, wascheg in drsen. aiei Prailian dise eue fest, die Form der neuen Tabaksteuer, die Sie kritinieren, ist zuerst von einem nationalliberaen Mitgliede, das die Führung in steuerlichen Fragen hat, von dem Herrn Abg. Dr. Weber vorgeschlagen worden, und die Höhe der neuen Steuerlast ist im Betrage von 90 Millionen durch einen 80prozentigen Wertzuschlag wieder von nationalliberaler Seite, demselben Herrn Kollegen, und Sie haben dann erst in der zweiten Leiung hier kr. Hause einen, anfeseg ersg gefählt und einen Antrag einge. ### enech der hestehenge Zoll, von 85 Millionen Mark auf 145 Meiuionen erhoht werden sollte, in der Steuer ebenfalls entsprechende Erhöhung, und Sie damit dem Tabak eine Mehrlast von 60 Millionen auferlegen wollten. Darum fehlt Ihnen jetzt die Berechtigung, nachher die Mehrheit wegen der Form des neuen, Tahossteuergesetzes anzutlagen; denn wenn Ihr Hestersch eit P#es.erpoben wäre, wäre eine Belastung der Arbeiterschaft, mindestens in demselben Maße wie jetzt erfolgt, ja ###,#ü#pe zu noch weiter erhöhtem Umfange erfolgt, sein. Was soll deshalb a'ig der Angrif aus der..s sein. Was ee ae##g#gn### her nationalliberaten Fraktion heraus gegen die Mehrheit des hohen Hauses, die der Industrie wesser Lasten auserlgt halts(Sehr guth u Jotushtrie „#un, meine Herren, diese Feststellung kann ich jederzeit stußen auf die par'amentarischen Akten, die Kommissionsberatungen, und bin sehr überrascht darüber, daß das überhaupt in Abrede gestellt wird.— Einer meiner Kollegen überreicht mir soeben aus der Subkommission der 32. Kommission für den Enter einmütig in der Kommission angenommen worden ist, G sich der Herr Schaffferketar wohlwölleno dazu gestellt hat. aver wenn Herr Abg. Everling meint, das neue Gesetz sei mittelstandsfeindlich, so sieht er an diesem Antrag, daß wir da, wo der Mittelstand am meisten zu klagen hat, den Wünichen des Mittelstandes ohne weiteres entgegenkommen, und wir haften, daß das Reichsschatzamt die notwendigen Anordnungen treffen möge, die in der Resolution gewünscht werden. „„Zum Schlusse nun noch das eine: meine volitischen Freunde haben es nicht zu bereuen, daß sie dem Tabaksteuergesetz in der neuen, Form mit den verminderten Sätzen zugestimmt haben. er blieb kein anderer Ausweg übrig; man konnte das Genußmittel des Tabaks nicht allein übrig lassen, wo alles besteuert wurde Sie(zu den Natl.] wollten mit der Steuer weit höber gehen, und wir rechnen es uns als Verdienst an, daß wir die Steuer weiter herabgedrückt haben. Aber wir sagen: jetzt muß alles geschehen, was geschehen kann, um die Wunden, die geschlagen sind— denn es sind Wunden geschlagen worden; das gebe ich ohne weiteres zu— zu heilen, und wir g'auben, daß eine gemeinschaftliche Aufgabe aller Parteien ohne Unterschied vorliegt, hier mitzuhelfen, um unseren Tabakarbeitern ein frohes Weihnachtsfest bescheren zu können. (Beifall in der Mitte.)(Schluß folgt.) Durch königliche Verordnung vom 20. Dezember, die „Staatsanzeiger“ heu e veröffentlicht, wird der preußische La tag auf den 11. Januar nach Berlin einberufen. Ueber die wissenschaftlichen Unternehmungen des Reic wiro dem Reichstag im Januar eine Dentschrift zugehen. handelt sich daoei u. a. um den Neurau des Deutschen Muzeu### in München, wozu das Reich 2 Mill. Mk. zugeschossen hat. Die preußische Wahlrechtsreform. In den nächsten wiro die preußische Regierung die Ergeonisse der statisti#### Erebungen verösjentlichen, die anläßligg der verflossenen La## — Achtung, Leser und Le Auchterzeichneten Verbande o 0Gesitze einer grünen Leg weg überhaupt nicht herausgenommen werden können. Es werkachtzn i Wir ersuch wochenlanger„Besprechungen in der Oeffentlichkeit bedürfen, du wonen. genugend Anhaltspunkte dafür zusammenzubringen, an welch bestimmten Stellen die Reform einietzen muß, um tagswahlen angesteut worden sind. Wie der„Lokalanzeig# erfährt, ist diese Statistik so umfangreich, daß Einzelheiten Nr. 298. us der Stadt Reform einjetzen muß, um bei trauensvollem Zuzammenarbeiten der gesetzgebenden Fakton zu einem Erfolg zu führen. a.k. Das Ende der Obstruktion. Wider Erwarten, wie gesommen war, ist die Obstruktion der richechischen Agrar gegen das„Ermächtigungsgesetz"(zum Inkrafttreien des ab schlossenen Handersvertrags, mit Rumanien u. a.) eingesie worden. Auf Veranlassung der Sozialdemokraten, die dem Ru des Parlamentarismus durch frivole Obstruktionsmacherei — Stadttheater. Aus dem Im heutigen Mittwoch wird Nale wiederholt und wie d ##ll hervorrufen. Der Vorst sesteiwohnen, an die die Dire ####chulen hat gratis verteilen hrtout- und Donnerstag=A Ende machen, aber doch jede Verletzung der partamentarischiel=Novität„Revolutionshe Ordnung und der Minderheitsrechte vermeiden wollten, annd Freitag das Theater ge das Algeordnetenhaus es unternommen, die Obstruktion ubgen die Schlager der Sai Politische Uebersicht. Das Cosin=Schmein in amtlicher Beleuchtung. gI., Fis.„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt eine amtliche auslassung, in der es heißt: „Seit einigen Tagen laufen durch die Presse Mitteilungen, nach denen die Färlung der zum Zollsatze von 1,30 Mk. abihren eigenen Waffen zu schlagen. Man tat ihr nicht den fallen, vor der bloßen Obstruktionsdrohung das Feld zu räume sondern verhandelte in ununterbrochener Sitzung einen der stellten„Dringlichkeitsanträge“ nach dem andern. So zog die Sitzung von Mittwoch vormittag 11 Uhr Tage und Näg durch hin, da die Obstruktionsredner mit„Reden" bis zu Stunden, die aus allen möglichen Vorlejungen zu ammengei## und durch vorbereitete Unterbrechungen der Fraktionskolleg hingezogen wurden, die Zeit planmäßig totgeschlagen. gelassenen Gerste mit Eosin Uebelstände im Gefolge haben soll. Namentlich wird behauptet, daß die Verwendung der gefärbten Gerste zu Futterzwecken die Gesundheit des Viehes schädige. Selbstverständlich werden alle diese Angaben sorgfältig geSeltiamerweise war unter den Antragen einer, cer vorschi dem Präsidenten die Mittel(Zurückstellung von Anträgen#u# Interpellationen, Ausweisung von Ruhestörern u. a.) an# He prüft. und es sind unverzüglich eingehende Erörterungen unter den beteiligten Stellen eingeleitet. Es wird kein Mittel unversucht gelassen, zu einer vollen Klärung zu kommen. Um so mehr erscheint es gerechtfertigt, ernstlich davor zu-warnen, daß durch die Behandlung der Frage ahne Nat Mißl Tabaksteuergesetzes Drucksache 14 vom 17. März 1909. Da heißt, es: Vorschlag Dr. Weber: der Zoll ist Doppelzentnen. Weder: bet Hog ist zu.erheben, von ##er—— dang kommen die Tavakblätter mit 85 narr mit 45 Mcillionen, und dann kommt unter Nr. II der Vorschlag— es ist kein Antrag, und zwar deshalb kein Antrag, weil er nicht in Paragraphen formuliert ist, sondern nur Ideen in ##r, Fexn eines Vorschlags niedergelegt hat— also da heißt es Ausländiiche Tabakb'ätter(unbearbeitete und bearbeitete, aber nicht Tabakrippen, Tabakstengel, Tabaklaugen) unterliegen einer beim Uebergang an den Verarbeiter eintretenden Zollzuschlagspflicht von 80 Prozent ihres Wertes(Hört, bört! in der Mitte) und stehen bis zum Eintritt derselben unter Zollaufsicht.— elben unter 30 Dann kommen eine Reihe weitere Vorschläge, die wir auch in das Gesetz mit hinübergenommen haben. Ich kann darum nur wiederholen: erkennen Sie doch nur gern an, was wir aus den nationalliberalen Vorschlägen Gutes in die Reichsfinanzreform hinübergenommen haben. Wenn Sie nachher anderer Ansicht geworden sind, so dürfen Sie uns deshalb nicht angreifen, wenn wir nicht so schnell auf diesem Gebiete uns wenden können. „Nun will ich auf eine Reihe weiterer Fragen nicht eingehen, und zwar deshalb nicht, weil es gar nicht möglich ist, die Folgen des neuen Tabaksteuergesetzes heute schon endgiltig zu beurteilen. 6 Pfennig verkaufen können, oder ob sie sie beibehalten und dafi das Format kleiner oder dünner herstellen sollen. Darum di große Zurückhaltung der Industriellen. Man hat unsere Arbeitervertreter angegriffen, daß sie teilweise auch für das Tabaksteuergesetz gestimmt haben. Ich füge gleich bei: ein Teil unierer Vertreter, die aus dem Arbeiterstand hervorgegangen sind hdie aus dem Arbeiterstand hervorgegangen sind, hat dagegen gestimmt; aber die Vertreter der Arbeiter im Zentrum haben eine vernünftige Politik in der Frage getrieben. Als sie die Begehrlichkeit der Natiovalliherglon Millianen iu hof...eraten, den Takak mit 90 Millionen zu besteuern, zahen, sagten sie: nun müssen wir mit aller Macht dahin arbeiten, diese Steuerrumme herunterzudrücken(Sehr richtig! in der Mitte); nun müssen wir mit aller Macht darauf hinarbeiten, eine Entschädigung für die bratlos werdenden Arveiter hereinzubringen. Das für die oronne war praktische die die Arbeitervertreter in der Zentrumsfraktion getrieben haben, und sie findet selbst in den Reihen der betroffenen Tabakarbeiter volle Anerkennung. #re Pur. habe, ich, noch zwei Fragen kurz zu behandeln. Herr Abg. Everling hat sich mit großer Wärme der Heimarbeiter in der Tabakindustrie angenommen— er hat, scheint's, in seinem Wahlkreise vier solcher Heimarbeiter, wie es ja in Sachsen häufig der Fau ist— und er hat gegen die Sozialdemokratie den Vorwurf erhoben, daß sie die Heimarbeiter schwer schädige. Ganz einverstanden, Herr Abg. Everling! Aber eins möchte ich Ihnen ans Herz legen: warum haben Ihre politischen Freunde in der Gewerbeordnungsnovelle dem wichtigsten Schutz für unsere Heimarbeiter nicht zugestimmt?(Hört, hört! in der Mitte.) Das ist die Schaffung amtlicher Lohnämter. Meine Herren, wenn Sie den schäd ichen Auswüchsen der Heimarbeit zuleibe geben wollen, dann ist nach allgemeiner Anerkennung in Theoxie und Praxis das wirksamste, ja vielleicht das einzig wirksame Mittel auf diesem Gebiet die Schaifung amtlicher Lohnämter(Sehr richtig! in der Mitte.) Und wer hat in der Gewerbeordnungsnovellenkommission am allexschäristen dagegen Stellung genommen? (Zuruf bei den Natl.: Die Konservativen auch!!— Ich habe mich jetzt mit den Nationalliberalen zu befassen. Die Konservativen haben sich auf dem Gebiete nicht beschwert; ich habe also gar keine Veranlassung, auf deren Stellungnahme einzugehen.— Aber der Abg. Everling hat sein warmes Herz für die Heimarbeiter gefunden: da jage ich ihm, er möge da in wirken, daß seine politischen Freunde den erfolgreichen, gesetzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Auswuchse in der Heimarbeit— 4 durch die Behändlung der Früge ohne Nor Mißtrauen erregt und namentlich die Viehzüchter im ganzen Reiche beunruhigt werden. Ein Beweis dafür, daß die Verwendung der mit Eosin gefärbten Gerste schädlich wirke, ist bisher nicht erbracht. Tagegen kann schon jetzt als festgestellt gelten, daß die erhobenen Beschwerden mindestens stark übertrieben sind.“ " Es wird dann erklärt, daß die Nachricht unwahr sei, wonach ein mit der Herstellung dieses Farbstoffes beschäftigter Arbeiter durch die Art dieser Arbeit eine Gesundheitsschädigung erlitten habe. Hauptlieferanten des Eosin sind die Höchster Farbwerke, die ebenfalls die Schädlichkeit dieres Farbstoffes, dessen Herstellung ihnen Profit einbringt, bestreiten. Die Regierung erklärt weiter, daß auf dem staatlichen Versuchsgut Mocheln drei Monate hindurch Verzuche mit 30 Schweinen angestellt worden sind, die folgendes Resultat ergaben: Alle Versuchstiere bekamen gleichmäßig ein Grundfutter von Fleischmehl und Kartoffeln, daneben aber Reihe I ungefärbte Gerste, Reihe II Gerste, von der 5 v. H., später 10 v. H. der Körner mit Eosin gefärbt wurden, Reihe III Gerste, die mit Eosin vollständig durchfärbt war. Die Ergebnisse des Versuches zeigten keinerlei schädliche Wirkungen des Eosins. Im Gegenteil stellte sich die Gewichtszunahme für das Stück und den Tog durchschnittlich in Reihe I auf 0,542 Kilogramm „„ II„ 0,571„ „ III„ 0576 Nach Ablauf der angegebenen Zeit erfolgte die Se es wurden an den Versuchstieren an markt Schlachtgewicht ermittelt: in Reihe I 82,1 v. H. „„ II 83,1„„ „„ III 82.5„„ Die von Sachverständigen ausgeführte Untersuchung hand zu geben, um für einen Uebergangszustand jede Obstrut zu verhindern. Dieser Vorschlag wurde namentlich### unseren Genossen aufgegriffen. In langwierigen Verhandlung der Obmänner der Parteien und der Regierung wurde die 9 nahme des Antrages, zu dessen Gunsten die übrigen zurü gezogen wurden, beschlossen. Gegen die Stimmen der Tichechi Radikalen, der„Deutsch=Freiheitlichen", der Ruthenen un wurde die vorgeschlagene Regelung für die Zeit bis Ende 191 als Gesetzentwurf beschlossen. Die Dringlichkeit war mit 3 gegen 91 Stimmen beschlossen worden, wonach die einzeln Posten mit ähnlichen Mehrheiten, schließlich in dritter Lesu# (bei Stimmenthaltung der Deutschnationalen) das ganze### 338 gegen 28 Stimmen angenommen wurde. Mit der Genehmigung durch Herrenhaus und Kaiser wird Gesetz, und die lange verschüttete Bahn für ernsthafte pari mentarische Arbeit ist, vermutlich für die Dauer, freigelegt. Na 8estündiger Sitzung wurde Sonnabend abend um 1 Uhr# erschöpfte Haus geschlossen. Die Empörung des Volkes üb die sinnlose und verbrecherische Obstruktionspolitik um Nicht##, daumz, Pusik von Leo ch von der Saeialdemakratie#ontag leiten willen, wie sie namentlich von der Sozialdemorrarte zug Ausdruck gebracht wurde— eine unvorbereitete große Straßen demonstration hatte 30000 Menichen auf die Beine gebracht, un für Sonntag war eine Riesendemonstration vorbereitet— hat## gesiegt. Nächst dem Etatsgesetz, das in diesen Tagen noch erled# wird, ist der Weg für die sonstigen schwebenden, namentlich sozialpolitischen Vorlagen frei. h 90 Belgien. sigem ergab e.„ Die von Sachverständigen gusgeführte Urtersuchung ferner, oaß das Eosin auf die Beschaffenheit des Fleisches und des Fettes keinen Einfluß ausgeubt hatte. Die königlich- preußischen Schweine auf dem Versuchsgut Mocheln scheinen demnach anders geartet zu sein, als wie das holsteinische Schwein, dessen rotgefärbtes Eingeweide der Abgeordnete Carstens im Reichstage herumzeigte. Hoch die soziale Republik! Anläßlich des Thronwechse hat der Vorstand der Arbeiterpartei einen Aufruf erlassen, dem er zu den Ereignissen Stellung nimmt. Es wird darin zeigt, wie unter Leopold II. sich die Stellung des Monard geändert hat.„Vor 20 oder 30 Jahren war der König nur Mit Leopold II. wurde er der große Organisator### politischen Kampfes der Bourgeoisie gegen das Proletariat. Ba Gnaden der Hochfinanz wurde er der Chef der Regierung,### Hauptträger ihret Politik, der mächtige Führer der Großbanic und der Großindustriellen. Früher kostete der König nur### 3,3 Mcillionen der Zivilliste. Heute kostet er uns die 200 Mit lionen für den Erwerb des Kongostaates, die fabelhafte Summen, die der Militarismus verschlingt— morgen vielleich Deutse — Die Ausstellung über anns“(Plakate, Drucksache athause ist fertiggestellt un bristl“. Sonntag und Mo beser Operette hat das Ste lach dem durchschlagenden 0 keihe Wiederholungen siche angt nachmittags 3 Uhr ben“ zur Aufführung. Zu Vorverkauf bereits heute er — Polizeibericht. Mar bend wegen Feiertags ausf lag früher, am Freitag, 24. Beurlaubt ist der Kr bis 2. 1. 10. Der Vertrete Kreistierarzt Ostermann= ierarzt Nobbe, hier. Rotlaufseuche ist un iters Heinr. Stender, Wer Festgenommen wur #nd Widerstand und 1 Perst bsigkeit.— 30 Obdachlose sbracht. h Wochen=Spielplan de Konntag, 26. Dezember(2. T Ende nach 5 Uhr Weihn Zum 4. Male:„Dornrö Tänzen von Bolten=Baec Anfang. 7 Uhr, Ende 10 prinzessin“, Operette in spiels von Gatti=Trotha) tag, 27. Dezember. Anfnochtsvorstellung zu klein röschen. Anfang 7½ U „Die Dollarprinzessin". dienstag, 28. Dezember. Anf 1. Male:„Der deutsche Ernst von Wildenbruch. Rittwoch, 29. Dezember. A Weihnachtsvorstellung zu „Dornroschen“. Anfang 5. Male:„Die Dollarpr konnerstag, 30. Dezember. Uhr. Zum letzten Mal „3. Aufzügen von Karl R reitag, 31. Dezember(Silve Außer Abonnement. Zun Sonnabend, 1. Januar(Nei nach 5 Uhr. Weihnachtsv 7. Male:„Dornröschen“ Außer Abonnement.„D Akten von Wilhelm Jaco (venn seine Politik wird ihn überleben) die Ausgaben, die Schaffung einer Kriegsflotte nach sich ziehen wird.“ Die Arheiterhartei wird in ihuem Hampf für 5“ Waus“ Die Bewegung der Lebensmittelpreise. Die Getreidepreise haben im November d. J. nach der amtlichen Zusammenstellung für 50 preußische Hauptmarktorte nur eine leise Schwächung erfahren; die Hülsenfrüchte zeigen keine einheitliche Bewegung, die Kartoffeln haben wenig Preisveränderungen, Stroh und Heu steigen weiter im Preise, ebenso Butter und Schmalz. Im einzelnen sei bemerkt: — Der Weizen kostete im Durchschnitt aller Marktorte 214 Mark für 1000 Kilogr. gegen 215 Ml. im Oktober d. I. Das Weizenmehl hat seinen Durchichnittspreis von 32 Mk. für 100 Kilogr. nicht verändert. Auch im Kleinhandel hatte das Die urbeiterpärtei wiro in ihrem Kampfe für die Repuli# beharren. Auch von dem neuen König ist keine wesentlich Aenderung zu erwarten.„Albert I. wird wie sein Ohei# regieren im Einverständnis mit der Hochfinanz, der Großind## strie, dem Großhandel. Wird er nicht, wie Leopold, imstan sein, sie zu führen, so werden sie ihn leiten. Er wird in jeder Wahlkreis Die Generalversammlung Pird, wie der Vorstand gester erford stattfinden. Die Ko perden im Hinblick hierauf eitig einzuschicken. Fall ein Werkzeug der Unterdrückung der Arbeiter durch#### Ausbeuter sein. Zwischen Sozialismus und Monarchie gibt keine Versöhnung. In dem Augenblick, da das offizielle Belgie dem König Albert I. zujubelt, da man gar versucht, einen Gla## falscher Demokratie um ihn zu verbreiten, tönt aus der Br### der Arbeiter der gewaltige Ruf der Hoffnung und des Kampfes „Hoch die soziale Republik!“ Parteinachrichten. Die Errichtung eines Kreit soll, wie die Konferenz im Kurch ein allgemeines Vorgehz welchen die Arbeiterschaft werden. Hierdurch werden. bewerkschaftssekretär Schmid hächsten Gemeinderatssitzung Hann umgehend das Materia üix., 1 Kilogr, beibehalten. Der Roggen ist im Durchschnitt aller Marktorte von 165 auf 162 Mk. zurückgegangen. Den höchsten Preis hat Altona mit 174 Mk., den niedrigsten Stade mit 143 Mk. Das Roggenmehl hat seinen vormonatigen Großpreis von 24 Mk. für 100 Kilogr. nicht verändert. Das Roggen=Graubrot hat seinen Durchschnittspreis von 32 auf 31 Pfg. herabgesetzt, hauptsächlich, weil es in Berlin von 32 auf 30 Prg. gesunken ist; außer Berlin hatten noch vier Orte Preisberabietzungen dagegen fünf Preiserhöhungen. Am billigsten ist das Roggenbrot mit 20 Pfa. in Allenstein, am teuersten mit 41 Pfg. in Köln. Der Großhandelsvreis der Hülsenter gosunken bei den Linsen von 300 Reichstagskandidatur. Die Reichstagskandidatur Schwarzburg= Sondershausen wurde am Sonnt## 19. Dezember, in einer außerordentlichen Landeskonferenz Fanstengene Venossen L. Kesselring=Arnstadt einstimng früchte ist weiter gesunten, bei ven Fonsen von 300 auf 291 Mk., dagegen gestiegen bei den Erbsen von 290 auf 291 Mark, und bei den Speisebohnen von 303 auf 312 Mk. Im Kleinbandel sind die Linsen von 46 auf 43 Pfg. für das Kilogramm zurückgegangen, die Erbsen von 37 auf 38 Pfg. gestiegen, während die Speiseboh###n ihren Preis nicht verändert haben. Die Kartoffeln haben ihren Durchschnittspreis nicht verändert; im Großhandel kosten sie 55 Mk. pro Tonne, im Kleinhandel 7 Ml pro Doppelzentner. Die Eßbutter ist gestiegen im Araust um 4 Pfg., im Sentember um 6 Pfg., im Oktober um 7 Pfg. und jetzt abermals um 7 Pfg.; in vier Monaten hat also eine Preissteigerung um 24 Pfg. für das Kilogramm, oder 9 vom Hundert stattgefunden. In Perlin ist im Mißglückte Staatsrettung. Die gewaltige Straßendemo### stration, die unsere Bres auer Genossen anläßlich des Katholike# tages veranstalteten, soll auf alle Fälle polizeiwidrig gewes#h sein. Da sich aber sonst keine gejetzliche Handhabe bot, u# nachträglich gegen die„Täter“ einzuschreiten, hatten sich jet nach etwa vier Monaten, sieben Genossen vor dem Schöfse# gericht zu verantworten, die je einen(!) öffentlichen Aufzug veranstaltet haben sollten. Sie waren zu Fuß mit Kränzen n## dem Grabe Ferdinand Lassalles gepilgert und von der Poli### aufgeschrieben worden, weil größere Scharen von Arbeiten ihnen Gefolgschaft geeistet hatten. Der Staatsanwalt bea### tragte Geldstrafen von 25 und 50 Mark Das Gericht kam aben zur Freisprechung aller Angeklagten. Es wurde festgestellt, wen allerdings auch schon alle Welt wußte, daß große Straßen demonstrationen geplant waren und stattgefunden haben. Es aber nicht erwiesen, daß die Angeklagten die Veranstalter o### Leiter gewesen sind.. astalter ob# Die Auszahlung der in diejenigen Mitglieder des belche am 24. Dezember mi riogt nach Vorlegung eines leit in nachstehenden Zahlstell Bünde(Feldmark). Freita dirt Timmert. Hunnebrock. Freitag aber bünther. Weitere Folge In Wiedenbrück wur Bigarrenarbeitern, die erst vo funden hatten, zu Weihnachter * Heepen, 21. Dez. Nack kandsaufnahme hat die G November eine Preiserhöhung von 260 auf 280 Pfg. erfolgt. Das Schweineschmalz, das im Oktober seinen Durchschnittspreis um 7 Pfg. erhöht hatre, ist jetzt abermals um 2 Pfg. Gewerkschaftebewegung. teurer geworden und kostet 186 Pfo.; am billigsten ist es in Bielefeld mit 160, am teuersten in Erfurt mit 240 Pfg. Der Eiervreis ist der Jahreszeit entiprechend stark gestiegen, im Durchschnitt aller Orte von 491 auf 550 Pfo. für das Schock Zur Handbabung des Reichsvereinsgesetzes. Ein drak### nisches Urteil fällte das Schöffengericht Mai gonin(Provinz Posen) gegen einen Gewerkschaftsbeamten, sich gegen die unrechtmäßige Ueberwachung von Gewertschaft## versammlungen gewehrt hatte. Der Gauleiter des Hafenarbeit### verbandes, Genosse Schikorr=Danzig, sprach im AugHeepen. 3187 Ein Altenhagen... 972 Brönninghausen 416 Hillegossen... 1247 Lämershagen=) 770 Gräfinghagen Milse.. 1889 Oldentrup 984 Sieker...... 6929 Stieghorst.... 2147 Ubbedissen=Lippe 1452 Mithin hat das Amt Heer Rkandsaufnahme 19 443 Einwoh nach der Volkszählung 1905. preis von 19 Pfg. für### aber an sechs(im Oktois worden. keich. dtags. Berlin, 21. 20. Dezember, die wird der preußische La## einberufen. Ge„* Kruche. Nr. 298. ernehmungen des Reich e Dentschrift zugehen. zu des Teutschen Museu## Mk. zugeschossen hat. In den nächsten Tag## Ergeonisse der statisti#### lich der verflossenen La## Wie der„Lokalanzeig## eich, daß Einzelheiten### werden können. Es wen deffentlichkeit bedürfen, menzubringen, an welch etzen muß, um bei## r gesetzgebenden Fakton# garn. Wider Erwarten, wie der rschechischen Agrar n Inkrafttreien umanten u. a.) ldemokraten, die dem Ri Obstruktionsmacherei ing der partamentarise vermeiden wollten, I# ien, die Obstruktion (an tat ihr nicht den hung das Feld zu räum ner Sitzung einen der dem andern. So zog 11 Uhr Tage und Näg mit„Reden" bis zu rlejungen zu ammengesl zen der Fraktionskolle sig totgeschlagen. ragen einer, cer vorsch ellung von Anträgen uhestörern u. a.) an gszustand jede Obstrut### wurde namentlich igwierigen Verhandlung Regierung wurde die## isten die übrigen zurü Bielefeld, Mittwoch, 22. Dezember 1909. 20. lus der Stadt und Nachbarschaft. * Bielefeld, 22. Dezember. — Achtung, Leser und Leserinnen der„Volkswacht"! Die im hterzeichneten Verbande organisierten Trägerinnen sind im besitze einer grünen Legitimationslarte, die auf Verlangen brzuzeigen ist. Wir ersuchen alle Leser und Leserinnen, dies rachten zu wollen. Deutscher Transportarbeiter=Verband. Ortsverwaltung Bielefeld. Die Ausstellung über„Die Kunst im Dienste des Kaufhanns“(Plakate, Drucksachen, Schaufensterdekoration) im alten athause ist fertiggestellt und dem Publikum zugänglich. — Stadttheater. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Im heutigen Mittwoch wird das Weihnachtsmärchen zum ersten .Kale wiederholt und wie die erste Aufführung jubelnden Beides ab#### hervorrufen. Der Vorstellung werden auch 300 arme Kinder eingesiceiwohnen, an die die Direktion die Eintrittskarten durch die schulen hat gratis vertei#en lassen. Am Abend folgt im Passehrtout- und Donnerstag=Abonnement die sehenswerte Schausiel=Novität„Revolutionshochzeit". Während am Donnerstag id Freitag das Theater geschlossen bleibt, folgen an den Feiergen die Schlager der Saison, am Sonnabend„Die Försterbristl“, Sonntag und Montag„Die Dollarprinzessin“. Mit geser Operette hat das Stadttheater ein neues Zugstück, dem sich dem durchschlagenden Erfolge der ersten Aufführung eine leihe Wiederholungen sicher sind. An allen drei Feiertagen sangt nachmittags 3 Uhr das Weihnachtsmärchen„Dornrösben“ zur Aufführung. Zu allen diesen Aufführungen ist der orverkauf bereits heute eröffnet. — Polizeibericht. Marktverkehr. Für den am Sonnind wegen Feiertags ausfallenden Markt findet dieser einen ig früher, am Freitag, 24. 12. 09, in den Markthallen statt. Beurlaubt ist der Kreistierarzt Raebiger vom 22. 12. 09 sis 2. 1. 10. Der Vertreter in allen Seuchenangelegenheiten Kreistierarzt Ostermann=Herford, in der Ergänzungsbeschau ierarzt Nobbe, hier. Rotlaufseuche ist unter dem Schweinebestande des Areiters Heinr. Stender, Wertherstr. 107, ausgebrochen. Stimmen der Tichechist## gast##stommen wurden 1 Person wegen Belästigune n“, der Ruthenen um erstand und 1 Person wegen Trunkenheit und Obdachdie Zeit bis Ende 194 skeit.— 30 Obdachlose wurden im Polizeigefängnis unter. vinglichkeit war mit agerscht. n, wonach die einzeln ießlich in dritter Lesu tionalen) das ganze surde. thaus und Kaiser wird hn für ernsthafte pari ie Dauer, freigelegt. Ne d abend um 1 Uhr## pörung des Volkes üb ktionspolitik um Nicht er Sozialdemokratie bereitete große Straßen f die Beine gebracht, u ttion vorbereitet— uug Wochen=Spielplan des Bielefelder Stadttheaters. sonntag, 26. Dezember(2. Weihnachtsfeiertag). Anfang 3 Uhr, Ende nach 5 Uhr Weihnachtsvorstellung zu kleinen Preisen. Zum 4. Male:„Dornröschen“, Märchen mit Gesängen und Tanzen von Bolten=Baeckers. Musik von Henriette Marion. Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr. Zum 3. Male:„Die Dollarprinzessin“, Operette in 3 Akten(mit Benutzung des Lustspiels von Gatti=Trotha) von A. M. Willner und F. Grünbaum. Musik von Leo Fall. kontag, 27. Dezember. Anfang 3 Uhr, Ende nach 5 Uhr. Weihnochtsvorstellung zu kleinen Preisen. Zum 5. Male:„Dornröschen“. Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr. Zum 4. Male: 4.— hach.„Die Dollarprinzessin“. diesen Tagen noch erledgnst z 6,. 38. Dezember. Anfang 7½ Uhr, Ende 10¾ Uhr. Zum webenden, namentlich i Ernst von Wildenbruch.“ Schauspiel in 5 Alten von ittwoch, 29. Dezember. Anfang 3 Uhr, Ende nach 5 Uhr Weihnachtsvorstellung zu kleinen Preisen. Zum 6. Male: „Dornröschen“. Anfang 7½ Uhr, Ende 10½ Uhr. Zum 5. Male:„Die Dollarprinzessin". Lonnerstag, 30. Dezember. Anfang 7½ Uhr, Ende gegen 10½ Uhr. Zum letzten Male:„Im Klubsessel". Lustspiel in 3 Aufzügen von Karl Rößler und Ludwig Heller. reitag, 31. Dezember(Silvester). Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr. Außer Abonnement. Zum 6. Male:„Die Dollarprinzessin". zonnabend, 1. Januar(Neujahrstag). Anfang 3 Uhr. Ende nach 5 Uhr. Weihnachtsvorstellung zu kleinen Preisen. Zum 7. Male:„Dornröschen“. Anfang 7 Uhr, Ende 9¼ Uhr. Außer Abonnement.„Der Doppelmensch“, Schwank in drei Akten von Wilhelm Jacoby und Arthur Lippschitz. läßlich des Thronwechse inen Aufruf erlassen, umt. Es wird darin Stellung des Mona#r# war der König nur r große Organisator en das Proletariat. Bo Chef der Regierung,# Führer der Großbania stete der König nur#### tet er uns die 200 Mit staates, die fabelhafte ingt— morgen vielleich die Ausgaben, die ziehen wird.“ kampfe für die Repuss ig ist keine wesentlich wird wie sein Ohein chfinanz, der Großind , w i e L e o p o l d, i m s t a n iten. Er wird in jede# der Arbeiter durch#### und Monarchie gibt da das offizielle Belgie ar versucht, einen Glat en, tönt aus der Bru## nung und des Kampfe hten. chstagskandidatur wurde am Sonnte sen Landeskonferenz g- Arnstadt einstimm valtige Straßendemos mläßlich des Katholike : p o l i z e i w i d r i g g e w e s t che Handhabe bot, u reiten, hatten sich jet sen vor dem Sc. Wahlkreis HerfordDie Generalversammlung des sozialdemokratischen Vereins pird, wie der Vorstand gestern beschlossen hat, am 6. Februar in herford stattfinden. Die Kassierer der einzelnen Ortsgruppen perden im Hinblick hierauf aufgefordert, ihre Abrechnungen itig einzuschicken. Errichtung eines Gewerbegerichts für den Kreis Herford soll, wie die Konferenz im„Tümpelkrug" beschlossen hat, auch burch ein allgemeines Vorgehen in den einzelnen Gemeinderäten, welchen die Arbeiterschaft Vertreter zu sitzen hat, gefördert verden. Hierdurch werden diese Vertreter aufgefordert, dem bewerkschaftssekretär Schmidt in Herford Mitteilung von ihrer ächsten Gemeinderatssitzung zu machen. Dieser wird ihnen sann umgehend das Material für ihr Vorgehen zusenden. Die Auszahlung der diejenigen Mitglieder des Tabakarbeiterverbandes, welche am 24. Dezember mindestens 1 Woche arbeitslos sind, Ersogt nach Vorlegung eines Ausweises über die Arbeitslosiggeit in nachstehenden Zahlstellen in folgender Weise: Bünde(Feldmark). Freitag abend von 6 bis 8 Uhr bei Gastpirt Timmert. Hunnebrock. Freitag abend von 6 bis 7 Uhr bei Gastwirt Bünther. Weitere Folgen der Tabaksteuer. Schönlen. In Wiedenbrück wurde nach der„Glocke“ den meisten offentlichen Aufzug ve#digarrenarbeitern, die erst vor kurzem wieder Beschäftigung geFuß mit Kränzen na##ünden hatten, zu Weihnachten gekündigt. st und von der Poli# Scharen von Arbeiten r Staatsanwalt be### Das Gericht kam abes wurde festgestellt, won daß große Straßes zefunden haben. Es die Veranstalter#### * Heepen, 21. Dez. Nach der diesjährigen Personen Randsaufnahme hat die Gemeinde im Vorjahre egung. esetzes. Ein dra### ffengericht Mai werkschaftsbeamten,#### ing von Gewertschaft## iter des Hafenarbeit## ig, sprach im AugFeeven...... Ritenhagen.. Brönninghausen Hillegossen... Lamershagen= Gräfinghagen Milse Oldentrup Sieker.. Stieghorst.... Ubbedissen=Lippe—02 Mithin hat das Amt Heeven nach der diesjährigen PersonenRandsaufnahme 19 443 Einwohner, 18 878 im Vorjahre und 17 096 such der Volkszählung 1905. s. Herford, 21. Dez. Notstandsarbeiten. Bei der Herforder Arbeiterschaft besteht im allgemeinen eine Scheu, sich zu den sogenannten Notstandsarbeiten zu melden. Gehört doch die Beschaftigung bei den Arbeiten, die die Stadt als Notstandsarbeiten ausgesucht hat, überhaupt nicht zu den Annehmlichkeiten. Ganz besonders aber ist es die schlechte Bezahlung, welche den Arbeiter abhält, sich um die Notstandsarbeit zu bemuhen. Wohl hat am 6. Februar d. J. das hiesige Gewerkschaftskartell eine Eingabe an das Stadtverordneten-Kolleg gerichtet, in welcher die Erhöhung des Tagelohnes auf 2.70 Mk. gefordert wurde. Auf Antrag des Stadtverordneten Deppermann ist jedoch beschlossen worden, nur 2,50 Mk. zu zahlen. Wenn sich nun trotzdem doch Arbeiter zur Verrichtung von Notstandsarbeiten melden, ist es nur die äußerste Not, die die Leute dazu zwingt. Wie wenig sich aber der Sankt Bureaukratius um die Not der unteren Staatsbürger kümmert, sei an folgendem Beispiel gezeigt: Als Notstandsarbeiter meldete sich der Arbeiter A. und arbeitete volle 6 Tage. Anstatt nun am Sonnabend auch für die 6 Tage seiner Tätigkeit den Lohn zu bekommen, erhielt er die Mitteilung, daß der Freitag und Sonnabend stehen bleiben, und er nur für 4 Tage Lohn erhalte. Nach unserer Ansicht muß den Arbeiter bei dieser Eröffnung wahre Wonne über den fürsorglichen Sinn der Gemeinde, iym 2 Tage seines verdienten Lohnes auf später zu sparen, erfüllt haben. Doch die Hoffnung, daß es ja nächste Woche besser geht, verleiht ihm neue Kraft, und so werden wieder 6 Tage gearbeitet. Da der Tag nur mit 8 Stunden berechnet wird, ist die Auszahlung von 12 Mark zu erwarten. Doch der Menich denkt und der Steuerfiskus lenkt. Dem Arbeiter werden an rückständigen Steuerbeträgen 7,75 Mk. in Abzug gebracht und 2,80 Ml. ausgezahlt.— Noch toller erging es dem Arbeiter B. Dieser hatte einen Lohn von 11,50 Mk. zu erwarten. Ihm wurden für rückständige Steuern 10,40 Mk. zurückbehalten und 36 Pfennige ausbezahlt. Wie uns mitgeteilt wurbe, konnte der Mann nur mit Mühe davon abgehalten werden, mit dem ieste seines Wochenlohnes die Gründung einer mildtätigen Stiftung vorzunehmen, in einem anfau von Größenwahn vermeinte er auf die Summe von 36 Pfennigen verzichten zu können. Da der Mann 6 Kinder zu Hause hat, blieb ihm nichts weiter übrig, als sich aufs Bitten zu verlegen, und es gelang ihm denn auch, das Herz des Stadtkämmerers zu rühren. Dieser verfügte die Auszahlung von 6,60 Mk. Und das alles 8 Tage vor Weihnachten, 8 Tage vor dem Feste des Erlösers der Menschheit, der ein so warmes Herz für die Armen und Verlassenen hatte und dafur von den Mächtigen und Herrschenden an das Kreuz geschlagen wurde. e. Bünde, 21. Dez. Erfolgreiche Lohnbewegung. Vor einigen Tagen reichten die Arbeiter der Firma Gebrüder Hulbrink eine Lohnforderung ein. Die Firma ist erst ien gegründet worden und glaubte wohl, da jetzt viele Arbeitslose vorhanden sind, billige Arbeitskräfte zu erhalten. Auch wurde zersucht, die Arbeiter zu schikanieren. Die Krone dieser Schikane var das von dem Meister eingeführte Teil=System. Es bekam z. B. ein Arbeiter 2½ Pfund Decke und mußte damit 1000 Stück Zigarren liefern; wer das nicht konnte, bekam eben keinen Tabak mehr und mußte somit die Arbeit einstellen. Hiergegen haben nun die Arbeiter geschlossen Front gemacht. Sie wandten sich in die Ortsverwaltung des Deutschen Tabakarbeiterverbandes. Dort erhielten sie den Bescheid, die Weiterarbeit zu verweigern. Darauf stellten am 17. d. M. acht Mann die Arbeit ein, und im selben Abend fand eine Fabrikbesprechung statt, wo sämtliche ioch Arbeitenden sich unterschriftlich zur Kundigung verpflichteen. Am anderen Morgen stellte sich bei den Unterhandlungen seraus, daß der Meister, ein organisierter Kollege, vor einigen Tagen der Firma erklärt hatte, wenn sie nur auf 1 oder 2 Sorten 5 Pfg. bewillige, würden sich die Arbeiter schon zufrieden geben. Ein netter Kollege! Als nun aber Kollege Menke erklärte, daß die Arbeiter nicht von ihren Forderungen abließen und die noch in Arbeit stehenden hiermit ihre Kundigung einreichten, bevilligte die Firma eine Lohnzulage in Höhe von 50 Pfg. auf ille Sorten; Abschaffung des Teil=Systems, d. h. jeder kann so viel Tabak erhalten, wie er haben will und haben muß; 14tägige Lohnzahlung und Abschaffung der Kalfaktorarbeiten. In Beracht kamen 6 Kollegen und 11 Kolleginnen, die alle dem Deutschen Tabakarbeiterverbande angehorten. Es ist somit bei jenannter Firma ein Minimallohn von 9 Mark pro Mille bei geschnittener Einlage erreicht worden. Aus Vorstehendem ersehen die Tabakarbeiter, daß auch in wenig guter Zeit noch Fortschritte zu machen sind. Wenn nur die Arbeiter einig sind und sich um das Banner des Tabakarbeiterverbandes scharen, dann werden auch die Unternehmer einsehen, daß die Arbeiter nicht nur Ausbeutungsobjekte sind. k. Bünde, 21. Dez. Rechtsauskunftsstelle. Laut Beschluß des Gewerkschaftskartells erfolgt die Auskunfts=Erteilung zum ersten Male am 12. Januar 1910, abends von 6 bis 3 Uhr, im Lokale des Herrn Nübel, dann regelmäßig alle 14 Tage während derselben Stunden und in demselben Lokale. * Enniger, 22. Dez. Zu dem gestern gemeldeten Dacheinsturz auf dem im Bau begriffenen Zementwerk„Anneliese“ wird der„Glocke“ geschrieben:„Leiter des Baues war fmann Die eingestürzte eiserne Dachkonstruktion wurde von der Firma Joh. Doernen in Herne montiert. Ein Teil des Mauerwerks war vor einigen Wachen durch einen orkanartigen Sturm umjeworfen, aber jetzt wieder hochgeführt worden. Das Mauerwerk ist stehen geolieben. Wen die Schuld an dem Unglück trifft, konnte noch nicht festgestellt werden... Für das Aufkommen der noch lebenden Verwundeten, die Armbrüche und Kopfwunden davongetragen, hegt man begründete Hoffnung. Die Namen der Schwerverletzten sind: 1. Heinrich Stuckenschnieder aus Ostenfelde, 2. Schlosser Paul Schyschka aus Gleiwitz, 3. Hermann Habrock aus Herzfeld, 4. Bernh. Stafflage aus Enniger.“ Die Namen der Getoteten sind: Franz Kiefer von hier, Theodor Overbeck von hier und Georg Hennis aus Herzfeld. * Salzuflen, 21. Dez. Baueinsturz. An dem der hiesigen katholischen Gemeinde gehörigen„Josephsheim“ wurde in letzter Zeit ein neuer Anbau aufgefuhrt. Derselbe war bis zu einer Höhe von 18 Metern(drei Stockwerke) gediehen. Sonnabend nacht stürzte nun ein großer Teil desselben unter donnerähnlichem Krachen ein. Dabei wurden das Dach und die Decke des Hinterhauses des Nachbargrundstückes durchschlagen. Zum Glück nach der Loll#= war dieses einige Tage vorher von den Bewohnern geräumt worden, so daß Menschenleben nicht zu Schaden gekommen sind. zählung 1905 unn mnsc gerogn nicht qu„chaden grlommen And. Unavseybar hatte das Ungluck werden konnen, wenn der Einsturz bei Tage geschehen wäre. Es waren an dem Neubau 15 bis 20 Maurer beschäftigt. Die Volizei sorgte noch in der Nacht für Absverrung der Straßen. Der noch stehende Teil bieter einen gefahrdrohenden Anblick. Ueber die Ursache des Unglücks schwirren hier allerhand zurzeit noch nicht kontrollierbare Gerüchte. Von den beschäftigten Maurern soll schon tagelang vorher eine Katastrophe befürchtet worden sein. Dex bauleitende Architekt habe jedoch jede Gefahr für ausgeschlossen erklärt. Die eingeleitete Untersuchung wird hoffentlich Licht in die Affäre bringen. r. Detmold, 21. Dez. Eine Eifersuchtstragödie hat sich vor einigen Tagen im Teutoburger Walde ereignet, bei welcher der eine der Nebenbuhler als Toter auf dem Platze blieb. Es war dies einer der drei weißen Hirsche, die sich an dem Fürstlichen Forstrevier aufhalten. Er wurde von seinem Gegner„geforkelt“, wie der Weidmann sagt, und erhielt dabei derartige Wunden, daß er einging. Das Tier war ein kapitaler Schaufler und schneeweiß. Jetzt sind im Teutoburger Walde noch zwei weiße Schaufler vorhanden. Der eine steht in der Nähe des Jagdschlosses Lopshorn, während der andere in der Nähe des Donoper Teiches zu sehen ist. r. Detmold, 21. Dez. Eine teure Automobilfahrt machten im vergangenen Sommer einige Herren aus Bielefeld. Tas Automobil kam von den Externsteinen. In der Nähe des Referkruges stieß das Automobil mit dem Gespann des Gutsbesitzers Fritzemeier aus Schönemark zusammen und schleifte das Gefährt ungefähr 7 Meter mit. Hierbei erhielt das Pferd, welches einen Wert von 1100 Mk. hatte, derartige Verletzungen, daß es getötet werden mußte. Der Besitzer des Automobils, welcher versichert war, überließ diese Angelegenheit der Versicherungsgesellschaft, welche indes die Zahlung des Schadenersatzes verweigerte. Es kam zur Klage und, nachdem verschiedene Lokaltermine stattgefunden hatten, kam das Landgericht Detmold zu der Ansicht, daß die Schuld des Zusammenstoßes an dem Führer des Kraftwagens liege. Der Besitzer des Automobils, der Leinenfabrikant Beyer=Bielefeld, wurde daher verurteilt, dem Gutsbesitzer den entstandenen Schaden zu ersetzen. r. Horn, 21. Dez. Der Stand der Aktiengeseklschaft, welche das furstliche Bad Meinberg gepachtet hat, soll sehr schlecht und ein Bankguthaben nicht mehr vorhanden sein. Um die Angelegenheit näher zu besprechen, sollen die Aktionäre am 15. Januar 1910 im Hotel Geist in Bielefeld zusammenkommen. Tatsache ist, daß der Direktor Trautmann aus seinem Amte ausgeschieden worden ist und Sanitätsrat Wessel den Vorsitz der Aktiengesellschaft übernommen hat. Als juristischer Berater war Rechtsanwalt Kaminski in Essen, der Sohn des Herrn Kaminski, welcher in die Korfs=Angelegenheit verwickelt war, tätig. Ob dieser auch zu den Aktionären des Bades gehört, entzieht sich unserer Kenntnis. Jedenfalls wäre eine völlige Klärung der Angelegenheit dringend geboten, da GeNach.. gens u werden. Mineral= ####ang von 00 Meter vermutet. In einer Tiefe von 180 Meter ist nun der Bohrer abgebrochen. Alle Versuche, den Bohrer zu fördern, sind bis jetzt gescheitert. rüchte umherschwirren, die ganz ungeheuerlich klingen. Ue scheint die aktiengeseuschaft auch vom Pech verfolgt zu Hinter dem Gasthaus zur Rose werden Bohrungen auf M wasser vorgenommen, die man in einer Tiefe von 600 Vermischtes. Ein Journalistenstreik. München, 21. Dez. Ein Journalistenstreik wurde gestern abend in der bayerischen Abgeordnetenkammer mit promptem Erfolge durchgeführt. Das Haus steckte tief im Militäretat und konnte sich von der Diskussion über Kantinenlieferungen nicht trennen. Als deshalb das Zentrum um 7¾ Uhr einen Vertagungsantrag ablehnte, drehten die mit doppelten Sitzungen wahrlich genug geplagten Journalisten einfach das Licht aus und verließen die Tribune. Unmittelbar danach hatte sich auch das hohe Haus vertagt. Schneesturm. Graz, 21. Dez. Seit den frühen Morgenstunden ist hier und im größten Teil von Steiermark kolossaler Schneesturm eingetreten. Hochwasser. Petersburg, 21. Dez. Infolge eines heftirch das gen Seesturmes ist das Eis auf der Newa geborsten. Durd rapide Steigen des Wassers sind die niedriggelegenen Stadtteile überschwemmt. Militär und Feuerwehr haben alle Hände voll zu tun, um die arg bedrohten Bewohner der unter Wasser gejetzten Häuser zu retten. Von auswärts werden zahlreiche Schiftsunfälle gemeldet. Kleines Feuilleton. Mutterbrust und Schulleistungen. Die moderne Statistik ist schon hinter vieles gekommen, aber noch nie hat sie in einer so erstaunlichen Weise Zusammenhänge aufgedeckt, wie bei der Konstatierung, daß je länger die Stilldauer bei Säuglingen war, desto besser die Durchschnitts-Zensuren dieser Kinder als spätere Schüler waren. Der Berliner Kinderarzt Prof. Maper hat das durch eine Statistik nachgewiesen, deren ausgedehntes Versuchsmaterial die Richtigkeit der Schlüsse garantiert. Aehnlich wie bei den Schulleistungen liegen die Dinge bei der Militärtauglichkeit. Bei Rekruten aus der Provinz Sachsen und aus Thuringen ergaben die überhaupt nicht durch die Mutter Ernährten nur 30 Prozent taugliche, die bis 3 Monate gestillten schon 39 Prozent und dieser Prozentsatz stieg mit der längeren Stillungsdauer bis auf 48 Prozent bei den ein ganzes Jahr lang Gestillten. Nach unserer Ansicht sind nun die Schlüsse des Prof. Mayer durchaus zutreffend nur dann, wenn man nicht nur die Vorbedingungen der natürlichen Ernährung der Kinder durch die Mutterbrust als, äußerst vorteilhaft für die ganze spätere körperliche und geistige Verfassung des Kindes ansieht, sondern dabei in Rechnung zieht, daß es sich bei Fragen, die ihr Kind, sagen wir ein halbes bis ein Jahr lang selbst stillen können, um normale und ganz gesunde Vertreterinnen der Volkskraft handelt, die an sich schon gesunden Kindern das Leben geben. Es wäre höchst interessant, einmal eine Statistik nach dem Gesichtspunkte aufzunehmen, ob die Kinder schwacher Mütter, die aber trotzdem ihren Säugling stillen, nicht besser gedeihen bei künstlicher Ernährung, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil der geschwächte oder kranke Organismus der Mutter dem Kinde in der vorgeburtlichen Zeit schon genug von seinen Widerstandsunfähigkeiten mitgeteili hat und ein weiterer körperlicher Zusammenhang zwischen Mutter und Kind nur von Schaden sein könnte. Dieser Versuch wäre besonders interessant, wenn er sich ausschließlich auf in der Industrie beschäftigte Frauen bezöge, bei denen es nicht selten vorkommt, daß sie schon der Bequemlichkeit halber und auch aus anderen nichtunbekannten Gründen zwischen der Arbeit ihre Kinder selbst stillen. In Italien kann man das bei an Bauten beschäftigten Frauen häufig genug beobachten. Damit soll gar nicht bestritten sein, welch mächtiger Faktor bei der Degeneration des Vorkes die immer mehr aufkommende künstliche Ernährung der Kinder ist. Aber mit kleinen Palliativmittelchen, wie z. B. die vorgeschlagenen Stillprämien, ist nicht geholfen. Die Großzahl der Mütter, d. h. die Frauen des Volkes, müssen in den Stand gesetzt werden, ihre Kinder stillen zu können. Und das ist nur ein kleiner, Teil der ungeheuer großen Aufgabe, das Volk durch eine gewaltige ökonomische und geistige Evolution körperlich und seelisch auf eine höhere Stufe zu stellen. Das ist eigentlich selbstverständlich; es kann aber angesichts der immer wieder versuchten Verschleierung der eigentlichen Ursachen nicht oft genug wiederholt und betont werden. 1. Briefkasten der Expedition. Achtung, Filialexpedienten! Die Filialexpedienten, welche die Zeitungen durch die Post überwiesen bekommen, werden daran erinnert, daß sie bis zum 25. angeben müssen, wieviel Zeitungen sie für Januar gebrauchen. Neu! Neu! Sensationell! * 9 9 in ". eethten und weitere 10 Neuheiten!! " M i t t w o c h— D o n n e r s t a g— P r e i t a g geht jeder ins Noue-Fohond-Phöuter und sicht sich den Sensations-Schlager, die " Faer-Caga mAbessinien an 7278 Unser neuer Schlager: Leoparden-Jagd in Abessinien Die städtische Badeanstalt, Gütersloherstraße, wird am Donnerstag, den 23. Dezember, abends 9 Uhr, zur Vornahme von Instandsetzungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung erfolgt voraussichtlich am Montag, den 17. Januar 1910. Die für Dezember 1909 gelösten Monatskarten haben bis 1. Februar 1910 Giltigkeit. Brausebad I, II. Bürgerschule, Rohrteichstr., und Brausebad IV. X. Bürgerschule, Gutenbergstraße, sind am Donnerstag, den 23. Dezember, und Donnerstag, den 30. Dezember, nachmittags von 4 bis 9 Uhr, für Frauen, und am Freitag, den 24. Lezember, und den 31. Dezember, nachmittags von 4 bis 10 uhr, für Männer geöffnet. Brausebad II. Siechenmarschstraße, Brausebad III. Webereistraße, Brausebad V, 1. Bürgerschule, Sudbrackstraße, sind am Freitag, den 24. Dezember, und Freitag, den 31. Dezember, bis 10 Uhr abends für Männer und Frauen geöffnet. ist ein neuer Film aus der Serie: „Quer durch Afrika“ und wurde dieses Bild mit grosser Lebensgefahr des Aufnahmeoperateurs aufgenommen. Nr. 298. Preuzen 1 Von B. NI.TO. Verwaltung Bielefeld u. Umgegend. Das Bureau ist Freitag, nachm. von 2½ Uhr ab. Sonnabend und Konntag den ganzen Tag geschlussen. 7281 Die Auszahlung der Reisennterstützung erfolgt am Sonnabend, vormittags von 11 bis 12 Uhr. Die Ortsverwaltung. Am Montag, abends 7 Uhr, entschlief sanft nach 7 monatlichem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegertochter und Tante Der ungewöhnliche Str verwandelte und das nap dentifiziert, hat vor den E Indem diese Geißel die pr ber die Pprenäen, über entzückende Sache— in ldealistische Spekulation d inds wich, das mysteriöse Auguste Pankoke, geb. Bechmann, im Alter von 37 Jahren. Teilnahme tiefbet übt an Dies zeigen mit der Bitte um stille Eduard Pankoke nebst Kinder. Die Buchhandlung„Volkswacht“, Bielefeld, hält zur Anschaffung empfohlen: Die Beerdigung findet am Freitag. nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Bielsteinstraße 31, aus statt.(7263 Meiter 7262 Magistrat Bielefeld. B. NE. T. Verwaltung Bielefeld u. Umgegend. Wie in den früheren Jahren erhalten alle Mitglieder, die Eeit mindestens einer Woche arbeitslos sind, zu Weihnachten aus lokalen Mitteln eine Extraunterstützung. Auch die ausgesteuerteu arbeitslosen Mitglieder, die ihren Verpflichtungen dem Verband gegenüber nachgekommen sind und sich unter Vorlegung ihres Mitgliedsbuches bis Donnerstag abend melden, werden bei der Auszahlung berücksichtigt. „Die Auszahlung erfolgt nur am Freitag, vormittags 10 bis 12 Uhr. 7280 Die Ortsverwaltung. Pamen-Atias Nachruf. — 68 Karten— Preis 1 Mark. Porto 20 Pfg. Am Montag abend entschlief nach langem Leiden unsere Auguste Pannoke geb. Beckmann 8 Nrr 15.“ Bielefelder Schreibstube. Fernspr. Nr. 292. Anfertigung von schriftlichen Arbeiten aller Art mittelst Hand und Schreibmastine. Adressen, Abschriften, Vervielfältigungen 2c. Um Aufträge wird freundlichst gebeten. — Wir empfehlen bei Bedarf unser großes Lager ausgezeichneter Tageneschristen Kurchenonchet in solider Ausstattung und zu billigen Preisen. —— Buchhandlung### Bielefeld, Schulstraße 20. Geschäfts-Karten liefert in feinster Ausflhrung billigst Buchdruckerei„Volkswacht“, Kleine Anzeigen. Wart fostel und 2 Mf. in.. W Jedes Won tofter nur 2 pg., in##g Worte mit mehr als 15 Buchstaben der setten Uederschrift 10 Psg. werden doppelt gerechnet. Anzeigen unter dieser Rubrik werden nur bei Vorausbezahlung angenommen. Schultornister, Mappen, Bücherträger, sowie sämtliche Lederwaren in allen Preislagen empfiehl: Wilh. Schlüter, Arndistr. 2, Ecke Bahnhofstraße. 6824 im Alter von 37 Jahren. Ehren halten. Wir werden ihr Andenken in sozialdemokratischer Verein für den Wahlkceis Bieleseld=Wiedenbrück, Ortsgruppe Zielefeld. Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Bielsteinstr. 31, aus statt.— Zahlreiche Beteiligung erwartet der Vorstand. NB. Sammelpunkt der Genossen um 2¾4 Uhr bei Wwe. Husemann. 7264 Nachruf. Am Freitag, den 17. d. Mts., verschied nach kurzem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Dr.her Aner im Alter von 24 Jahren.— Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Sozialdemokratischer Verein Bielefeld=Wiedenbrück Ortsgruppe Gadderbaum. 7282 weniger mysteriösen Kaudmnach Einheit der Leidenst wurde wegen seiner nahen MAufschwungs seiner Indust Krankheit gepackt. Die gre #nur eine formelle Allianz Kindem sie vereint mit ihn ##als ihr gemeinzames Orga ##land in den Schlund des Spreußen und in dem Herze ie iu keur eund sichten ergriff, mit Aus ussen und den Kleinbauer ##das Kapital des K einbüre mnälen abgeleitet, auf Aben in einen Goldmacher dern Ader Ansteckung nicht entga #der„Preußischen Korresp #hervor:„Kürzlich auf der Trechtfertigen den Sch uß, #lichen Krisen, die veriodise Die fieberhafte Bewegung Auslande ausgeht, hat sie Deutschland ausgebreitet, Adie preußischen Kapitaliste worden, sondern auch gan, anderen Epoche eine unmi ##der finanziellen Operatio Furcht vor einer bevorste die preußische Regierungi Etablierung eines Credit man im Verdacht hatte, Aber was unter einer For #nderen gewährt, und was in Leipzig oder in Hannov der Spekulationsmanie ze unabhängig von dem Ges allen Friedensschlüssen—: lennzeichnet sich diese P. Preußen dem Wunsch, dem tion Märkte zu öffnen, eir Binnen turzem werden wi nach Irkutsk mit Abzweigr anderen Riesenprojekten, d ausgeführt werden soll, so werden können, um den G fehlte nur der Friede, um d die preußische Regierungt urte 20 Stdck, Jaute zud Busch, sessel verkaufe bis Weihnachten mit 10% Rabatt. Hermann Schulze, Bielefelder Korb= und Kinderwazen= versandhaus, Obernstraße 38, Telephon 1433. 7027 Sofas, ca. 30 Stück, in eigener Werkstatt gearbeitet, von 35 Mk an, Posten große Spiegel von 25 Mark an, sca. 20 Vertikows von 50 Mk. an bis Weihnachten trotz der billigen Preise 101%0 Rabatt. Theodor Klöne, Möbelgeschäft, Bürgerweg 65. 7120“ Handtaschen, Brieftaschen, Zigarrenetuis, Portemonnaiee, Hosenträger billigst. With. Schlüter, Arndtstraße 2, Ecke Bahnhofstraße. 6825 Engelhard Möller, vormals Wiebrock, Heringe, Dutzend 55 Pig., Harzkäse, 9 Stück 20 Pig Gurken, 5 Stück 20 Pfg., Butterzwieback, 24 St. 15 Pfg., Schweizerkäse, Pfd. 1 Mk. Kaiser= u. Heeverstraßen=Ecke u. 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Er erschien zu Korrespondent Marx bekar und ist von seiner Tochte übersetzt und jetzt im„Soci die zweimalige Ueberietzun Diktion der Marxschen St wohl entrollt der Artikel von dem Preußen, das in teuffels Namen regiert u wurde, aber auch schon i Gründerperivde hineingeris reits, durch Profithunger n so unfähig zu einer neuen naturgemäß unlustig. 590 Schirm=Reparaturen##2 Dn Hosen des Vaterländischer Roman vo 5899 Verlobte finden die allergrößte Auswahl in Küchen, Schlafzimmern und Wohnzimmern all rnenster Modelle im Möbelhause von F. Mertens, Jahnsplatz. Eigene Tischler=, Maler= und Polsterwerkstätten. Besichtigung ohne Kaufzwang. Li ferung frei. Preise konkurrenzlos billig. Weihnachtsgeschenke Wäsche für Damen und Kinder. Gute Qualitäten. Billigste Preise. Georg Mei r, Herforderstraße 12. 6263 Schirme für Damen und Herren in allen Preislagen. Georg Meier, Herforderstraße 12. 6262 Steueraufschlag wird bei mir nicht bezahlt, wenn Sie Koonak, Arrak, Rum, Liköre usw. kaufen. L. 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Telephon 1433. 7028 und einige Ratzherren im „Auch diese Bürgerherre ich tat ihnen ja noch nichts denn nicht heraus mit der gewissen, scheuen Andeutur einem Wort, einem Blick Rauch vorm Winde, und der das Wort im Mundeg „Wenn sie auch wüßten für ihren Fürsten, weil er ##die trägen Jahre gezehr Aumächtiger Gott, ich wei übernahm, dieses verwüstet schneiden muß in das Flei Wüstheit ein Recht für sich sicht sie nicht offen, Mann liebe einen tüchtigen Wider einen großen, ehrlichen, o Wenn sie siegten—“ Er schwieg bei sich. Ob siegten, dem Gottesurteil Tapferste liebt es nicht, be „Uno auch das noch!“ r Wappen enthielt, auf eine Fourier hereingebracht. 1 dem Markgrafen Friedrich „Wieder Warnungen, Giech!— Herr Graf von 0 Stammschloß auf den rän auch den Botschafterposten werde mit Euch märkisch r r neuer Schlager: arden-Jagd Abessinien neuer Film aus der Serie: durch Afrika“ de dieses Bild mit ebensgefahr des Aufrateurs aufgenommen. ve S. I 0 Nr. 298. Bielefeld, Mittwoch, 22. Dezember 1909. 20. Jahrg. hlief sanft nach 7 monatLeiden meine innigstSchwester, Schwägerin, geb. Bechmann, mit der Bitte um stille ankofe nebst Kinder. nachmittags 3 Uhr, vom att.(7263 langem Leiden unsere koke erden ihr Andenken in Verein „ Ortsgruppe Zielefeld. g. nachmittags 3 Uhr, tatt.— Zahlreiche Beim 2¾ Uhr bei Wwe. 7264 jed nach kurzem Leiden vehr en ihm ein ehrendes feld=Wiedenbrück ium. 7282 uppenwagen, Stück, Sportwagen, Kinder### rkaufe die Weihnachten mit abatt. Hermann Schulz## r Korb= und Kinderwagen## us, Obernst aße 38, Tele 3. 70 Pundervolle(7067 ¼, ½, 1/1 Kinen verkauft *, Ed. Windthorststraße 2 Matratzen. nesten verbesserten Stahl## satzen mit 20jähriger Ga# billig in der Fabrik von 8, Jahnsplatz. Alte Mon den umgearbeitet. 590# ziehen in unserer Fabrih illig. Gebr. M yerfeld uuf Niedernstr. 18. 491½ hrskarten in großer Aus, Schmiedestraße. 7260# Korken(716½ Sorten billigst H. 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Indem diese Geißel die politischen Grenzen überschritt, ging sie über die Pprenäen, über die Alpen und den Rhein und fiel— lentzückende Sache— in das solide Deutschland ein, wo die Ridealistische Spekulation der Spekulation auf die öffentlichen Fonds wich, das mystertöse Kauderwelsch, der Dialektik, dem nicht Jweniger mysteriösen Kauderwelsch der Börse, und das Trachten nach Einheit der Leidenschaft für Dividende. Rheinpreußen wurde wegen seiner nahen Entfernung von Frankreich und des Aufschwungs seiner Industrie und seines Handels zuerst von der Krankheit gepackt. Die großen Bankiers von Köln schlossen nicht nur eine formelle Allianz mit den großen Gaunern von Paris, indem sie vereint mit ihnen die„Independance Belge" kauften als ihr gemeinsames Organ; rissen nicht nur ganz Westdeutschland in den Schlund des Credit Mob##ier mit, auch in Rheinpreußen und in dem Herzogtum Westfalen gelang ihnen alles so gut, daß in jener Stunde das Goldfieber sämtliche Gesellschaftsschichten ergriff, mit Ausnahme derer, die von den Arbeiterklassen und den Kleinbauern gebaidet wurde. So gut daß selbst das Kapital des K einbürgertums, von seinen gewöhnlichen Kanälen abgeleitet, auf Abenteuer ausgeht, und daß jeder Krämer in einen Goldmacher verwandelt ist. Daß der Rest Preußens der Ansteckung nicht entgangen ist, geht aus folgendem Auszug der„Preußischen Korrespondenz“, einem ministeriellen Blatt. hervor:„Kürzlich auf dem Geldmarkt gemachte Beobachtungen rechtfertigen den Sch uß, daß eine dieser erschreckenden geschäftlichen Krisen, die periodisch wiederkehren aufs neue bevorsteht. Die fieberhafte Bewegung einer maßlosen Spekulation, die vom Aus ande ausgeht, hat sich im vergangenen Jahre über ganz Deutschland ausgebreitet, und nicht nur die Berliner Böse und die preußischen Kapitalisten sind in den Abgrund hineingerissen worden, sondern auch ganze Klassen der Gesellschaft, die zu jeder anderen Epoche eine unmittelbare Beteiligung an den Zufällen der finanziellen Operationen vermieden haben.“ Mit dieser Furcht vor einer bevorstehenden finanziellen Krise begründete die preußische Regierung ihre Verweigerung der Erlaubnis zur Etablierung eines Credit Mobi ier, dessen blendende Außenseite man im Verdacht hatte, schwindelhafte Absichten zu verbergen. Aber was unter einer Form nicht erlaubt ist, kann unter einer anderen gewährt, und was in Berlin nicht genehmigt wird, tann in Leipzig oder in Hannover geduldet werden. Die letzte Phase kennzeichnet sick diese Paje durch den besonderen Zug, daß Preußen dem Wunsch, dem Kavital und der westlichen Spekulation Märkte zu öffnen, einen formellen Ausdruck ver iehen hat. Binnen turzem werden wir also von der großen Eisenbahnlinie nach Irkutsk mit Abzweigungen nach Peking sprechen hören und anderen Riesenprojekten, da die Frage nicht darin besteht, was ausgeführt werden soll, sondern welche neuen Stoffe geliefert werden können, um den Geist der Spekulation zu nähren. Es fehlte nur der Friede, um den großen Krach zu beschleunigen, den die preußische Regierung vorausjah. *) Der Pariser Korrespondent der„Frankfurter Volksstimme“ hat folgenden, bisher weithin unbekannten Artikel von Karl Marx aus der letzten Nummer des„Socialisme“ ins Deutsche übertragen. Er erschien zuerst in der„Newyork Tribüne“, deren Korrespondent Marx bekanntlich in den fünfziger Jahren war, und ist von seiner Tochter Paula Lafargue ins Französische übersetzt und jetzt im„Socialisme“ veröffentlicht worden. Durch die zweimalige Uebersetzung ist zwar viel von der Wucht und Diktion der Marxschen Sprache verloren gegangen, aber gleichwohl entrollt der Artikel ein interessantes und lebendiges Bi.d von dem Preußen, das in den fünfziger Jahren in drei Manteuffels Namen regiert und das von den Junkern beherrscht wurde, aber auch schon in alle Strudel einer kapitalistischen Gründerperiode hineingerissen wurde und dessen Bourgeoisie bereits, durch Profithunger wie durch Furcht vor dem Proletariat, so unfähig zu einer neuen Revolution war wie die Junkerklasse naturgemäß unlustig. „Diese außergewöhnliche Teilnahme Preußens an der Spekulationsbewegung in Europa wäre nicht möglich gewesen, ohne die große Entwicklung seiner Industrie in den letzten Jahren. Allein das in den Eisenbahnen festgelegte Kapital ist von 71 auf 577 Millionen Franken gestiegen in dem Zeitraum von 1840 bis 1854/55. Andere Eisenbahnen, deren Wert auf 187 Millionen geschätzt wird, sind im Bau begriffen und die Regierung hat ferner die Ausführung von neuen Linien zum Preise von 203 Millionen genehmigt. Siebenundachtzig Finanzgesellschaften mit einem Kapital von 311 Millionen sind seit 1849 ins Leben getreten, und von 1854 bis 1856 sind neun in die Register eingetragen worden. In denselben zwei Jahren haben sechs Gesellschaften mit einem Kapital von 39 Millionen Großspinnereien eröffnet. Aus dem Ertrag der Baumwolle wird man sehen, daß die in den verschiedenen Häfen Europas empfangene Quantität sich in den Jahren 1853 bis 1856 in den folgenden Proportionen verändert hat, da der Ballenexport nach dem Uebertrag der sieben ersten Monate sich so verhielt: 1853 1854 1855 1856 England 1100000 840000 963000 1131 000 Frankreich.......... 255000 229.000 249.000 354 000 Andere europäische Häsen 240000 179000 167000 346.000 Also erhielt der Kontinent, der 1853 nur ungefähr ein Tcittel der nach England gesandten Baumwolle erhalten hatte, im Jahre 1856 fast funf Achtel. Wozu man noch die in England für den Kontinent wieder eingeschiffte Baumwolle zählen muß. Der Impor. Frankreichs ist scheinvar größer als es in Wirklichkeit der Fall ist, da beträchtliche Quantitäten von Havre nach der Schweiz, Baden, Frankiurt und Antwerpen versandt wurden. Die Entwialung der kontinentalen Industrie, wie sie aus den obigen Ziffern hervorgeht, weist besonders auf das Wachstum der preußischen Industrie hin. Die Profite der Grundbesitzer während der Periode des Krimkrieges, von 1854 bis 1855, die eine Zeit der Not und Teuerung war, rivalisieren fast mit den in den letzten Jahren von der in ustriellen Bourgeoisie angehäuften Reichtümern. Der Preis der Pferde, des Groß= und Kleinviehes ebenso wie der des Getreides, hat sich im Innern Deutschlands auf einer solchen Höhe erhalten, daß die Landbesitzer den Einfluß der ausländischen Märkte kaum nötig hatten, um Gold wie Heu zu aben. Der Reichtum— das rasche Anwachsen des Reichtums, dem in der Geschichte dieser beiden Klassen kein ähnlicher Fall vorhergeht— ist die Basis der Spekulationspest, die in Preußen augenblicklich herrscht. Wird die Lunie gerochen, so wird Preußen einer harten Prüfung ausgesetzt sein. Die verschiedenen Konter=Revolutionen, die es seit 1849 gegeben hat, hatten zur Folge, daß die Regierung in die Abhängigkeit der reaktionären Klasse der Landjunser kam, angesichts derer sich der König, der alles getan hat, um ihre Suprematie zu erhalten, jetzt in derselben Lage befindet, in der sich Ludwig XVIII. angesichts der„Chambre introuvable“ befand. Friedrich Wilhelm wußte sich nie dem trockenen, bureaukratischen Mechanismus anzupassen, den ihm sein Vater vererbt hatte. Sein ganzes Leben lang träumte er davon, den preußischen Staat mit einer romantisch=gotischen Dekoration auszuschmücken. Die kurze Erfahrung, die er jedoch mit seinem Herrenhaus gemacht hat, mußte ihn überzeugen, daß die Krautjunker, weit davon entfernt, ihr Glück darin zu finden, als mediceisches Ornament zu dienen, illes tun, was in ihrer Macht steht, um die Bureaukratie herabzuwürdigen und aus ihr die einfache Vertreterin ihrer Interessen zu machen. Daher stammt der Bruch zwischen den Krautjunkern und der Verwaltung, zwischen dem König und dem Prinz oon Preußen. Kalt und kühn proklamierten sie, daß sie innerhalb ihrer kleinen Domänen ebenso sehr König seien, als der König selbst über das ganze Land ist. Sie wünichen, daß die Konstitution, obgleich sie für die anderen Klassen ein Trugbild bleiben soll, für sie Wirklichkeit sei. Indem sie sich vollständig von der Kontrolle der Bureaukratie emanzivieren, fordern sie, daß sie in ihrer ganzen Schwere auf den unteren Klassen lasten soll. Die Bourgeoisie, welche die Revolution von 1848 verraten hat, sieht sich jetzt, wo sie ihren sozialen Triumph durch eine unbegrenzte Anhaufung von Kapital zu Ende führt. politisch kaltgestellt. Ja, die Krautjunker machen sich einen Svaß daraus, jeden Tag neue Gelegenheit zu finden, um sie tödlich zu kränken, und wahren ihr gegenüber nicht einmal die elementarsten Regeln der gesellschaftlichen Etikette. Wenn sich die bürgerlichen Redner erheben, um zu sprechen, verlassen die Junker in Scharen ihre Plätze, und wenn man sie bittet, Meinungen, die nicht die ihrigen sind, wenigstens anzuhören, lachen sie den Herren der Linken ins Gesicht. Wenn diese über die Wahlhindernisse klagen, sagt man ihnen, daß es einfach die Pflicht der Regierung wäre, die Verführung der Massen zu verhindern. Wenn sie die der Junkerpresse gewährte Freiheit dem der liberalen Presse auferlegten Zwang gegenüberstellen, erinnert man sie daran, daß die Freiheit des Menschen in einem christlichen Staat nicht darin besteht, daß er machen kann, was er will. sondern was Gott und den Autoritäten gefällt. An einem Tage macht man ihnen klar, daß die„Ehre" das Monovol der Aristokratie sei: am folgenden fühlen sie sich tief verletzt durch eine praktische Illustration der veralteten Therorien eines Haller von Bonald und eines de Maistre. Stolz auf seine philosophischen Leuchten, erduldet der preußische Bürger die tödliche Beleidigung, daß er die Elite der Wissenschaftler von den Universitäten verjagt, den Unterricht einer Bande von Finsterlingen anvertraut, die geistlichen Behörden sich in seine Familienangelegenheiten mischen, und die Polizei ihn am Sonntag in die Kirchen führen sieht. Die Junker, nicht zufrieden damit, daß sie sich, soweit es nur möglich war, von den Steuern befreiten, haben die mittleren Klassen in Korporationen gepfercht, ihre munizipalen Einrichtungen verdreht, die Unabhängigkeit und Unabsetzbarkeit ihrer Richter vernichtet, die religiöse Gleichheit der verschiedenen Sekten beseitigt usw. Wenn hie und da die Wut, an der sie ersticken, über ihre Angst triumphiert, wenn sie von Zeit zu Zeit genügend Mut sammeln, um von der Höhe ihrer Spitze in der Kammer den Junkern mit einer nahen Revolution drohen, so erwidert man ihnen hohnlachend, daß die Revolution mit dem Bürgertum eine ebenso belastende Rechnung zu regeln habe, als mit dem Adel. In der Tat ist es nicht wahrscheinlich, daß die hohe Bourgeoisie sich wieder einmal, wie im Jahre 1848. an der Spitze einer preußischen Revolution befinden wird. Die Bauern des östlichen Preußen haben nicht nur alles verloren, was ihnen die Revolution an Emanzipation gebracht hatte, sondern sie sind noch einmal unter das Joch des Adels geknechtet worden. In Roeinpreußen, wo das Kapital durch die industriellen Unternehmungen festgehalten wird, sind sie in die Hände der Hypothekengläubiger gefallen, in demselben Maße, in dem der Zins der Anleihen gestiegen ist. Während man in Oesterreich darauf bedacht war, die Bauern zu versöhnen, hat man in Preußen nichts vernachlässigt, um sie aufzureizen. Die Arbeiterklassen sind von der Regierung daran gehindert worden, an den Gewinnen ihrer Herren teilzunehmen, indem diese sie für Streiks strafte und sie systematisch von den politischen Geschäften ausschloß. Eine entzweite Dynastie, eine in feindliche Lager geteilte Regierung, die Bureaukratie im Kampf mit der Aristokratie, die Aristokratie im Streit mit der Bourgeoisie; eine allgemeine Geschäftskrise und die enterbten Klassen den Geist der Rebellion wider alle höheren Schichten der Gesellschaft nährend: so ist Bild, das Preußen zur jetzigen Stunde bietet. Gewerkschaftsbewegung. Tarifverträge in der Brauindustrie. Ein sehr günstiges Ergebnis erzielte der Brauereiarbeiterverband durch den Tarifabschluß mit der Brauerei Metzger in Friedberg bei Augsburg. Die Löhne wurden am 2—5 Mk. pro Woche erhöht, die Arbeitszeit um 1 Stunde täglich verkürzt. Die Tariferneuerung mit der Brauerei Beckmann, Solingen, und Aktienbrauerei Ohligs brachte Lohnerhöhungen von 1 bis 2 Mk. pro Woche, Arbeitszeitverkürzung um 1 Stunde täglich. In der Brauerei Thüngen bei Würzburg wurden Lohnerhöhungen von 2 bis 2,50 Mark pro Woche erreicht und eine Regelung des Haustrunks, wonach den Arbeitern für das nicht getrunkene Bier eine Barvergütung zufällt. In der Brauerei Furth bei Landshut wurde 1 Stunde Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 10 Mark monatlich erreicht. Wo bleiben die Handwerker=Groschen? Ein beliebtes Agitationsmittel gegen die Organisationen der Arbeiterschaft bildet in der gelben und Scharfmacherpresse die Rechnung, was die Arbeiter an ihre Organisationen angeblich für hohe Beiträge zahlen und was sie an angeblich niedrigen Leistungen dafür wieder herausbekommen. Neulich begegneten wir sogar einer Aufmachung, in der die höchsten Gewerkschaftsbeiträge den Steuerlasten des deutschen Volkes gegenübergestellt waren. Um die Sache einigermaßen schmackhafter zu gestalten, waren die Gem=Reparaturen K 52 Die Hosen des Herrn von Bredow. Vaterländischer Roman von Wilibald Alexis(W. Häring). Neuntes Kapitel. Jochimken, hüte dil „Ich stach in ein Wespennest. Ich weiß es. Heran! Hier ist mein Arm, hier meine Brust, mein Gesicht ist frei. Ich will ihnen auch ins Gesicht sehen. Warum haben sie nicht den Mut! Was schwirrt es nur wie Käfer in der dunstigen Luft! Ihre Väter haben es doch gewagt, es galt eine große Frage. Gott entschied für meine Väter. Warum geht ihnen der Atem ihrer störrischen Vorfahren aus? Es muß schlechter um ihr Bewußtsein steyen als um ihr Recht.“ So sprach der Kurfürst und ging mit hastigen Schritten und ab. Er war allein; der Kammerdiener, der die Lichter angezündet, eilte, daß er wieder hinauskam. Der Fürst liebte niemand um sich in dieser Stunde. Aber noch eben hatten die Bürgermeister der beiden Städte und einige Ratsherren im Zimmer gestanden. „Auch diese Bürgerherren, ich will es glauben, sie lieben mich; ich tat ihnen ja noch nichts, wie meine Vorfahren, aber warum denn nicht heraus mit der Sprache! Warum diese dunkeln, ungewissen, scheuen Andeutungen? Fahre ich mit einer Frage, einem Wort, einem Blick drein, stäubt's auseinander wie der Rauch vorm Winde, und erstarkte Ehrfurcht zittert vor mir, der das Wort im Munde gefror, sie wissen nichts. „Wenn sie auch wüßten, der Mut ging ihnen aus.— Auch für ihren Fürsten, weil er gegen ihn ausgegangen? Haben L die trägen Jahre gezehrt, hat so das Feit sie eingeschüchtert. Allmächtiger Gott, ich weiß es ja, daß ich eine große Sendung übernahm, dieses verwüstete Land zu sittigen, daß ich tief einschneiden muß in das Fleisch, Wunden gibi es. Hat die alte Wüstheit ein Recht für sich, warum tritt sie nicht auf, warum sicht sie nicht offen, Aann gegen Mann mir gegenüber. Ich liebe einen tüchtigen Widerstand, der meine eigene Kraft stählt, einen großen, ehrlichen, offenen Kampf, wo Gott entscheidet. Wenn sie siegten—“ Er schwieg bei sich. Ob er sich doch nicht zutraute, wenn sie siegten, dem Gottesurteil sich zu unterwerfen! Auch der Tapferste liebt es nicht, besiegt zu werden. „Uno auch das noch!“ rief er, das fürstliche Siegel, das sein Wappen enthielt, auf einem Schreiben erbrechend, welches der Fourier hereingebracht. Der Brief war von seinem Oheim, dem Markgrafen Friedrich dem Aelteren von Baireuth. „Wieder Warnungen, Anmahnungen!— Cin Gcaf ven Giech!— Herr Graf von Giech, Euren alten Adel. Euer schönes Stammschloß auf den ränkischen Bergen in Ehren, in Ehren auch den Botschafterposten meines erlauchten Ohms, aber ich werde mit Euch märkisch reden. Wenn mein Ohm, Euer Herr, 2a als ich bei meines Vaters Tode ein Knabe war, mich für verständig genug hielt, daß ich das Regiment auch ohne Vormund führe, so erwägt, daß ich durch Jahre und Erfahrung älter ward und keinen Hofmeister aus der Fremde bedarf.— Er mag kommen, der Herr Graf von Giech!" Der Fürst warf das Schreiben auf den Tisch und sich in den Sessel. Seine Augen flogen durch das Dunlel des gewölbten Zimmers, „Wer hat mich angeklagt? Wer rief nach Franken um Hilfe? Der Brief ist stumm. Und wenn ich den Herrn Grafen fragen werde, wird er wie die Bürger antworten: Man sagt, man meint. O diese namenlosen Angeber, diese dunkle Macht des Gerichtes, diese Fledermäuse in dunstigen Gewölben! Alle sind es, aber keiner. Sie grollen alle, aber wen ich ansehe, warum zeigt mir denn keiner die Zähne?— Warum verziehen sich die Runzeln in ein freundliches Grinsen, warum überstottern sie sich in Ehrfurchtsbeteuerungen! Es ist ja möglich, daß ich irrte, ich bin ein Mensch, jung: möglich, daß ich zu rasch gehandelt, mich hinreißen ließ— wenn sie Mut hätten, wenn ihre Sache gut wäre wie meine, warum ist denn nicht ein einziger, der es wagt, mir vor die Stirn zu treten, der es ausspricht? Ich könnte zürnen, auffahren, strafen. Nun, wagt das keiner um eine gute Sache! Wagt keiner, sich selbst zu opfern, um was ihm heilig ist?— Ich will mit ihnen fertig werden, mit ihnen allen, ich alleia!“ Im Zimmer verbreitete der große schwarze, mit vielen künstlichen Figuren ausgelegte Ofen eine dunstende Wärme. Joachim riß das Fenster auf, um friiche Luft zu schöpfen. Es kam auch da nichts Frisches herein. Ein Dampf lagerte über der Stadt, die Spree floß träg zu Füßen der Mauern, kaum daß ein paar Sterne sich matt in ihrem schwarzen Wasser spiegelten. Wenige gingen über die Brücke. Nur drüben an dem sumpfigen Ufer hielt ein Mann mit zwei Reitpferden. Ein anderer, in einen Mantel verhüllt, einen Federhut auf dem Kopf, sprach mit ihm. Dann schritt dieser über die Brücke nach dem Schlosse zu; nach einer Weile folgte ihm der Mann mit den beiden Pferden. Es schien dem Fürsten, als wenn er die Tiere vorsichtiger führte, als es sonst Art ist. Der Anhauch der Luft hatte sein Blut nicht erfrischt, als Joachim sich wieder an den Schreibtisch setzte. Er las, er schrieb, aber seine Gedanken flogen abwärts. Er dachte an seinen Oheim Friedrich, dessen Schreiben vor ihm lag. Wie glücklich war der in seinem glücklichen Oberlande in den grünen Bergen, wo die munteren Bäche plätschern, die Tannen an den Abhängen rauschen, die Morgensonne die schönen Schlösser auf den Höhen anglüht.„Ach, wären wir dort geblieben! Welche saure Arbeit wäre uns erspart!— Aber auch eine ehrenvolle Arbeit minder," antwortete er sich und langte wieder aus dem Puli das Testament des Vaters. Er las es. und las es.„Ich arbeite ja nur in deinem Dienst, auf deinen Befehl.“ Das Pergament war wieder verschlossen und Joachim schrieb und blätterte in den Schriften vor ihm, bis die dunkeln Gedanken abermals ihn zu übermannen schienen. Er legte die Feder weg und seinen Kopf in die Lehne. „Und grade zum heiligen Weihnachtsfest! Ich hatte mich nimmer so gesehnt, es in stiller Weihe zu begehen, als dieses Jahr, um mich würdig vorzubereiten auf das große Werk in Frankfurt. Wenn nach Neujahr der Abt, mein Freund, wie er versprochen, kommt—“ Er hielt sich das Gesicht mit beiden Händen:„Mein Freund! — Wer ist denn mein Freund! Der ist ein Freund meines Wissens, meines Strebens, der der Ehren, die ich ihm zuwende, der ein Hund an der Kette, der wedelt mich an aus Furcht, daß ich ihn schlage.— Ich habe keinen Freund!— Lindenberg, dein Tod ist gerächt. So schnell hast du recht gewonnen. Ein Fürst, der niemand mehr traut als sich, ist dem Gesindel anheimgefallen, sprachst du.— Ich rraue ja niemand mehr— sie alle schleichen, alle nur der Widerhall meiner Worte. Und wenn sie stumm sind, auf welchen langen Leichenzug verbrecherischer Gedanken muß ich lauschen!— Du klagst mich an. Hörst du auch meine Klage.— Aber ich hätte milder sein können, gegen mich, ich hätte mich selbst täuschen sollen, daß mir die süße Melodie deiner Worte länger vor den Ohren klänge! Deine Tat hätte ich gut machen können, nur um dich mir zu retten. Du warst ja nicht mehr gefährlich. Die Spieluhr, die mir vor den Ohren summt, belügt mich ja nicht. Sie singt, wie ich sie stimmte. Und ist es denn ein Verbrechen, einer Lüge horchen, die uns nicht mehr täuschen kann? Sind sie immer Gift? Vielleicht wohltätiges Gift, Balsam auf verharschende Wunden, die unter der rauhen Hand der Wahrheit wieder aufgehen und von neuem bluten. Allmächtiger Gott, was ist die Wahrheit. nach der wir ringen?" Er schauderte zusammen:„Wenn ich ihnen allen ins Herz schaute, ihre Gedanken vor mir lägen wie ein offenes Buch!— Bewahre mich der Herr vor dem Entsetzlichen. Wir hätten in diesem unruhvollen Leben keinen ruhigen Augenblick. Geharnischt müßte ich mich auf mein Lager werfen, und wenn ich aufspränge, das Richtschwert zücken! Wohltätiger Nebel, den er über unsere Augen goß, nur so viel Licht uns schenkend, als wir ertragen mögen! Ja, was die Sterne uns vertrauen, das ist wahr. Darin zu lesen vergönnte er aber nur wenigen und weniges. Das andere ist Spiel! Ich haßte das Spiel, und doch — ich wollte, daß es mehr Spiel göbe, mehr süße liebliche Täuschung, nur auf Augenblicke die Wirklichkeit zu vergessen.“ Die ungeputzten Kerzen brannten nur dunkel. Es war totenstill. Von den Türmen schlug es Mitternacht. Der Fürst lag zurückgelehnt in seinem Stuhle. „Es ist zu spät, es ist geschehen,“ murmelten seine Lippen, sein Auge schloß sich, aber vor dem inneren traten die Gestalten auf, die ihn allnächtlich heimsuchten. Seine Brust bebte, sein Arm hob sich etwas, die Hand preßte sich krampfhaft zusammen. Er sah den Geist des Ritters, die Wendeltreppe kam er herauf, * Serhhsltsheitzüge## Mitalted den Steuerleistungen p### Koyfgegenübergesteut, die man bekanntlich mit 5 multiplizieren muß, um die Belastung einer Durchschnittsfamilie herauszubertschaftsbeiträge gemeinhin nur von dem ährer der Famisie allein gezahlt zu werden pflegen Trozchri#gniers Finanzwirrchaft wider den Willen des Arnietschreiders recht schlecht bei dem Vergleich ab, namentlich, wenn man bedenst, daß dem Volke aus dieser steuerlichen Belastung durch das Reich nur Nachteile, nur wenigen Angehörigen der Rezigr. Porteile erwochsen. Im übrigen haben die Gegner „„ ugpelteroewegung auch sonst alle Veranlassung, Vergleichen Wier ginanzwirtscheft mit denen der Arbeiter aus dem Wege zu gehen. Wir haven dies mehrfach an Beispielen, namentlich aus den Berufsgenossenschaften, gezeigt. Ein unzufriedener Innungsmeister teilt uns nun die folgenden, nicht uninteressanr Jatsochen nziz„Die Berliner Malerinnung bewilligte am ovember 1o0s(anwesend waren allerdings von 1300 MitReitig 1740 Mi. Enischödseung inter“ derem zu e##gs, dem Kassenführer 1720 Mi. st bieses Blann zur das Innungsblatt 3050 Mark. Dabei iale##### ein gufgehendes Annoncenblatt und enthielt beispie##eweise in einer Nummer mit 11 Seiten Text, der zumeist zu tun hat, 17 Seiten Annoncen von Farbenmindestens i2 Mi. Der größse Teil des Geldes wondert in die Taschen des Vorstandes, der sich auch noch jede Sitzung mit 1,50 Mk pro Person bezahlen laßt. In dieser Abrechnung kehren außer diesen Summen auch weitere Entschädi800. 500 Mk. usw wieder. Dazu kommen für .„Mitglieder des Vorstandes noch die einträglichen Sachver. ggenposten Unter solchen Umständen werden die sogenannirgerznamter zzu, einträglichen Nebenerwerbszweigen. Wenn Verbaltnissen r. sien ga uon auch nur halb so schlimme Ershanniste herrschten, wie würven da die Herren Innungsmeister das He'denmaul aufreißen! Im eigenen Lager aber gpeigen sie. Und wenn ja der eine oder andere Unzufriedene a5;, Fern ion. zber den Mund! Warum schweift man so gern — Christliche Totenschändung. Der Vertreter des christlichen Metallarbeiterverbandes Gerhardt aus Schwäb.=Gmünd siorbenen Redakteur der Gastearheteugers dem verdie Worte in den Mund. Deinbardt, ischen Jöhrer....D“ Arbesterverrat der sozialdemo. ## stinkt zum Himmel.“ Genosse Deinhardt hat so etwas natuttach nie gesagt. Es hieße aber dem christlichen s# zu viel Ehre antun, wenn man diese Tatsache des lungeren vegrunden wollte. Es genügt, den„christlichen" Versuch, einen Ehrenmann nach seinem Tode mit Schmutz werfen, der öffentlichen Beurteilung unterbreitet zu haben. abschligg der Teutsche K ale an Holsbearbeitungsmaschinen be19010 kusg Holzarbeiterverband mit dem 1. Januar unialln der gsund Vorlehrungen getroffen, daß jeder ktriert wird. d der Organisation reicht— regi. hilfe der Mascinenarbeiter uatirlich auf die taträtige Mit. Verbandes sind Welhefarmusar=cnet. In alen Zahlstelen des een#is Mewbesormmale niedergelegt. Wenn fortab ein unsau an einer Maschine vorkommt, so hat der Vertrauensmann der Werkstatt oder ein Nebenarbeiter des Verletzten sofort ein Meldeformular von der Zahlstellenverwaltung einzufordern, und vieserar Pon der handss diese Einzelfässe Vervunosteitung wird dann dafür gesorgt, daß essenten zugänglich gemacht wird. un das Ergebnis den Inter. von denen 502 starben, gegest 11 tändie gsliegen, was aber natürlich ni““ eine en!! deren Es beit.. 9i Zahl der wegen n Sments. Trunks. in Heilaust. KtuniBehandelten gestorben männl. weibl. ihre 1906. • e6.: 10091, resp. 444 im dem Jahre 19### ist die Zahl der wegen Trunksucht Beten ständig gestieg.., Ger: Nulüttich nicht so sehr auf Gänfigere Fetangpn; der Trunflüchtigen als vielmehr auf # Sesaubtung in Heilapstalten zurückzuführen ist. höben und erblickte erst im Juli 1901 bie goldene Froihett wie Tühlene, Deck mit Hilfe eims und seines Anwalts die keitung einer amtlichen Untersuchung betrieb, wurde er am 13 Jahr 1877 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1907 männl. 2 854 2741 8 226 10 13 10 237 18 218 13 514 16 343 weibl. 198 211 593 759 759 835 718 959 von 10000 Trunksüchtigen starben männl. weidl. zus. 950 978 371 297 218 268 283 290 April 1904 auss neue verhaftet und“. sied Burde er am 10 aufs nes Prhaftei und vor das Polizeigericht von um ale Lard Fitenden unter der Beschuldigung gestellt, wieden hälterin sucht b aus St. Johns Wood, der eine Hautz zu baben Wi* Frau um ihre Schmucksachen betrogene Werle gewesen, Aor ger- John Smith von 1877 und 1896 anz. #r all. Flugen identisizierten Adolf Beck aus der aus Zeugen, idegtisizierten Adolf Be# auf we e#ger, und am 27. Juni 1904 wurde Beck zu zweiten Maie vas Opfer eines Justizirriums und zu mehrerer Heaer, Sesgunst errest, vur uriii chere Ksen neue mit dem Beir Woriten Male das —„„wegrexen Tlesmal spielte ein Zufau den der Malizespache Seotland Dard entdeckte aus der Pingeiwache von Tottenham einen Mann, der verhafter besrogen darte Deriu Frauen um ihre Schmucksachen 9# vagze. Te: Inspeltor hatte als junger Kriminalbeamtet der Helizeiwache grgg Adolf Beck beigewohnt, und als er au — Twollte, sah, erlannie er in ihn an einer Narbe „ g r o ß e s A u f i e h e n. I m J u l i 1 9 0 4 w u r d e n B e c k n a c h in England großes Ausiehen. Im Juli 1904 wurden Beck nagh engliicher Sitte zwei„Kings pardons“ gewährt und im September desselben Jahres„beeilte“ sich der Minister des Innern, die worde gältare endiz.,„entersuchen„Adolf Becks Unschilb Nr. 298. Privai Trunijüchtigen zu den ütrigen 992.300. Das Verhältnis der raum nahezu des e esten ist in diesem ZeitKirche und Schule. unierrichispe s die preußische für Lehrer und Leßn in nächsten Jahre zwei neue Seminare Vergehrung der Seminare errchten. Sie bält die andauerade beste Mittel, ein Herabgeben Provarandenanstalten für das stüßzt sich Beweise biersie. 8 ersieten und steigenden Besuch Lönuend ich zu untersgchen. Adolf Becks Unschul) Presse für dieses S: die Sammlungen, die die enguische Opfer eines doppellen Justizirrtums einleitete, Srachten, dem unschuldig Verurteilten die Summe von 100000 Amerikas Weihnachtsgaben an Enropa. Newyork den ser Anstalten. Von den neuen Seminaren soll je eins für sraneelsiche und katholische Schü erinnen sein. Man hofft, auf gechinnen iuz dut“ auf dem Lande mehr Lehrkrafte zu und vom Lansen.. Seminaristinnen aus kleinen Städten und dom Tande aufnimmt, die auch über die Pflichtzeit hinaus an den ländlichen Schulen verbeiben. Ptlichteit binaus Wir glauben nicht, daß dies das geeignetste Mittel ist, dem Lehrermangel beizukommen. Bessere Bezahlung, mehr Bewehr Baint Feitragen entschieden allein im inländischen Weihnachtsverkehr, sondern auch in der Liertenhugg von Weihnachtsgaben nach Europa geltend. Sehr virl,„###e wanderte mußten sich im vorigen Jahre während der geschantlichen Krisis die Heimsendung von Geld oder Geschenken an ihre Verwandten in Europa versagen. In diesem Jahre sind wieder Geßgg, r, grossmn Maßstabe über das Meer gesondt wor. dungen allein betragen nach den Schätzungen sine Biertelmisigrs= eu run sechzig Millionen Dollars oder wit dem Anskan Mark. Der gesgmte Weibnachtspostvertehr mit dem auslande ist nach amtlichen Berechnungen um 44 Proz. stärker gewesen als im Vorjahre, wie großte Paletbef“. Literarisches. De Beihnachtsnummer des„Wahren Jacob“ mit der er schienen, Aia dena uP., Haschliebt, ist soeben 16 Seiten stark erMaltes m 7“ dem Zühall erwahnen wir: Bilder: Des deutichen Vollee Weihnachtsbaum.— Der harte Pfefferkuchen— Den huber, ve Fe“; ssche signachtsgedanken des Privatiers Dipfelüillung.Schug.— Weihnacht.— Denkmals-Ent2n— Schuupsolocklebkuchen.— Die erste historische ausgehenden Dampfer nehmen eine Post von noch nicht dagewesenem Umsange nach Europa mit. Standesamts-Nachrichten. Vom Iähosischen Ziegenzuchiverein. Industrie, Handel und Verkehr. Neue Schiffahrtslinie. Petersburg, 20. Dez. Die Russian Shippzne und Trading, Co., Ltd, hat beschlossen, zusammen eue Dampferlinie zwiBaltischen Meekten Warenaus#####cpool dienen. sian Shipping und Trading. Co. Ltd. hat be einer Liverpooler Gesellschaft eine neue Tamvferunn schen Liverpool, Manchester und den Häsen des Gaitischen hansgP“cher,##n#inie zl auch zum diretnen Au tausch zwischen Rußlaus und amerika über Liverpool die schwses für unersohren.. Parlamentarische Eine P##ter gumgeschichte Saaisnänner.— Die Erbiante. Ene Tannenr#umgeschichte aus Ostelbien.— Die ausgewiejene Marseillaise. Von P. E.— Hauspaschas Weilnachten.— Rause— Frauer: Von J. S.— Lieber Jacob! Von Jotthilf Rat######ntersonnenwende. Eine Weihnachtsgeschichte von Haul Enderling(illustriert).— Was sich Pater Filuzius notierte. — Ja, käm er einmal wieder...! Von H. Fl.— Eine verok“- Bon 8. Verwasti“ u Von H. K.— Der Heiland ist Wie Herr““z““ ig sei gekräuttgzshgrarser. Von Tobias. Unregelmößn strategichen Artikel sch oß.— dentlicher Lee. Steigexungsformen. Von Uno.— Ein nachnänge nin n.— Stusvogelein. Von Hans Flux.— Miß„Geburten: Söhne: Tischler Gustav Zikorski Sieler sho; Bauarbeiter Christian Hof, Sieker 190; Metallschleifer Hermann Höle, Sieker 242.— Töchter: Fabrikarbeiter Emil Diekmann, Sieker 3. Hausdiener Friedrich Westerheyde, Sieker 287, Rangierer Friderich Güse, Sieker 219; Tagelöhner Hermann Fehring, Sieker 11; Fabrikarbeiter Gust. Ostmann, Sieser 217. Aufgebot: Schneider Wilhelm Brunschön, Sieker 91, jeld Bleschstr. B. Pauline Ventrup geb. Hülsmann, BielSieker 188 und Amanda Hünerhoff, Sieler 233. a Fage ae##l: Winhart Raabe, Sieler 18, 5 Monate und *** Soziales. 82c. Tru Von der„Gleichheit“ Zeitschrift für die Interessen der ArBirt: 6 bes ad. Jabragr: Paul Singer), ist uns soeben Dummer bet, vun gunger zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heven wir hervor: Dies Buch gehört den Massen.— Eine Abrechnung wegen des Schwindels mit der HinterbliebeII. Von Ernst Oberßelzerg## Der Vorentwurf eines neuen Strafgesetzbrggs, gage, ei, heligen Standsamt angezeig. i Peuter Johann Heinrich Bergmann, Babenhausen bei Nr. 5; Fuhrunternehmer Heinrich Bernhard Meyer zur Hepde, Großdornberg 60.““ Heizer Friedrich Wilhelm Schroder, Babe Heizer Friedrich Wilhelm Schroder, Babenhausen 1; Schneidermeister Georg Conrad Friedrich Sensen. Kirchdorgherg 20;, ferner 1 uneheliche. über die Enfwiclung der Trünsucht in Preußen seit dem Jahre 1877. Im Jahre 1907 wurden in allgemeinen preußischen Heilanstalten 17302 Personen behandelt. er schritt durch den langen Gang. mit den hohlen Augen, Lindenberg! Klagst du die Raben an bs an der Frs=Gleicht br bie Erscheinung verschwand nicht. Es war ein etwas mehr sls die, Vision, die aufgeregten Sinne wurden tätig. Er hob ein S##e urmlehne gestuft, wie ein Lauschender. Plötzlich eines bastig Forteilenden. Er wolle Trite, wie P# se c se worden. Den Armleuchter ergreifend, del dors verschwand eine dunkle Gestalt.„Mörder!“ wollte der fürst rufen, die Stimme versagte ihm.— Das Licht der Kerzen Verschider Prader a. der Bevegzung: Von der Aezlation.— Br##schubzgmmysiog für Altona und Ottenjen.— Politische Runnschau. Von H. v.— Gewerkschaftliche Rundschau.— Aus der Textilarbeiterbewegung. Von hj.— Genossenchafti. Rund=chau. Von H. F.— Die Konsumgenossenschaft in Berlin und Umgebung. Von Gertr. Lodahl.— Notizentei: ArbeitsbeAinozngeg. zer Arheiterinnen.— Sozialistische Frauenbewegung im Aubland— Frauenstimmrecht.— Verschiedenes.— Die Frau in öffentlichen Aemtern.— Literarisches. Für unsere Mütter und Hausfrauen: Die Jugend spricht. Von Emma Döltz.— Das Feuer in der Urzeit. Von Hannah Lewin=Dorsch.— Aberalaube. II. Von G. Eckstein.— Feuilleton Hans Aanrad. Von Ludwig Lessen.— Wethnachtsgaste. Von Ffür unsere Kinder: Freude. Von I. I. David.(Gedicht.) den„Märchenkindern. Von Ernst Almsloh.— Klecht Narrecht. Von Cmma Toltz.(Gedicht.)— Bilder von einer Reise nach Is and und den Westmännerinseln. Von E. Sonnedemn Iweeresi Tie““ cin..— Die Mühle, die auf Sreize. Wsscei# de braunen Rußbaumtür. Die Jochimken! Jochimken, hüte di! ten staur i so bangen wi dil Kärue in despsite ein Roß., Hufschlag durch das Portal. Er Hrug###s Zimmer zuruck ans Fenster. Ueber die lange Geselschaftn zwei Reiter. Von drüben kam eine fröhliche von einem Schmause zurück. Bei dem Schein der Fackeln konnte er die Umrisse der einen Gestalt erkennen. Die er mußten große Eile haben. So preschten sie durch die Gäste. Er hörte ihre Husschläge klattern, die Oderberger Gosse a. Wenn der Kurfürst jetzt, da er nach der Schnur zur großen glS si, Teücht saß ihn mit starren Augen aus dem Glase an. Ais on Elode stürmte, durchschauerte es ihn hang. Seine Miene man sogar bastend heran kamen, schon die Tritte der Morder? Seine Hano griff unwillkürlich an der Rechten nach dem Dolch aber ichnell ließ er die Hand wieder Erssz., als schäme er sich der Bewegung. Er hatte andere Kammerherren, die hereinstürzten, erschraken; wie er, auf die Stuhllehne gestützt, dostand und sie anschaute. „Wer hatte die Wacht im Schlosse?“ „Der Ritter von Otterstädt.“ „Wo ist Otterstädt?“ Was wollte der Fürst mit dem strengen, irren Blicke? Als er die Antwort nicht mehr, machte er eine abwehrende Bewegung, welche sie gehen hieß. Te####mrgi von Schlieben ward angemeldet. Zählie der ynin und bessen graue Haare, sorschie er, ob der Verrat darunter veroorgen sei? Er saß wie erschöpft im Armstubl, und sein strenger Blick hieß den alten Diener seines Hauses on der Schwelle weilen.(Fortsetzung folgt.) Nermischtes. Das Schicksal eines Doppelgängers. Aus London wird dem „Berliner Tageblatt“ geschrieben: Ein Mann, d llichen Justizgflege der letzter Jahrzehnte eine eigenartige Rolle piene, ist in noolf Beck dahingegangen. Er staro im Atter von 69 Jahren im Middlesexhospital an den Folgen einer Lungenentzündung. Beck, ein geborener Norweger, ist in England zweimi zu Gefängnis verurteilt worden, weil alle Welt ihn für einen anderen, einen Vetrüger namens John Smith, hielt, mit dem er eine frappierende Aehnlichkeit besaß. Dieser Märtyrer einer übexeilten Justiz wurde im Jahre 1896 unter der Beschuldigung Vernafter, mehrere Frauen, denen gegenüber er sich als Lord St. Johns Wood ausgegeben hatte, um wertvolle Juwelen betrogen zu haben. und alle Frauen, denen der Verste konfrontiert wurde, erklärten übereinstimmend, daß Adolf Beck mit dem Pieudolord identisch sei. Zu gleicher Zeit wurde im Jahre 1877 ein B ermittelt, daß bereits fruber, N###., Iin Getrüger, ein Teutscher namens Johann Schmidt(Joyn Emith), zahrreiche Frauen mit Hilfe desselben Tricks in London betrogen hatte. avon wra wurde von den Polizei= und Gerichtsbehörden Londons mit diesem John Smith für identisch erklärt. Alles Proestieren und alle Unschuldsbeteuerungen Becks und selbst seine Flucht in die Oeffentlichkeit, die der Norweger mit Hilfe des Schriftstellers George Sims unternahm, haisen nichts— er wurde für beide Straftaten zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt. Als Beck im Gefangnis saß, sandte er an das Ministerium des Innern mehrere Petitionen ab, aber auch diese hatten merkwürdigerweise keinen Erfolg. Die letzte dieser Petitionen sandte Beck am 5. Juli 1898 ab, und erst daraufbin wurde festgestelli, daß der richtige Betrüger John Smith ein Jude sei, und erh geo wurde das kriminalistiiche Signalemeni Smiths mit dem Adolf Becks verglichen. Es stellte sich beraus, daß Smitd, der verschwundene Verbrecher, dunkel war und braune hate und Hianp ipar.....“ Jorweger, dlaus Augen Gesängnis entlassen. Der Donvelgänger des Beirügers mußte die ihm zu unrecht diktierte Strafe schließungen. Fabrikarbeiter Kaspar Heinr. Nolte, scher Mate Leidte Viechernsen, I.=-dalsit. B aid ait *„ Bünde. In der Zeit vom 11. bis 17. Dezember 1009 sind beim hiesigen Standesamt angezeigt: Frechtling, Brunnenallee 80. Töchter: Kleinhändler Karl Friedrich Koch, Bachstraße 30; mischerüe gich Heinrich Redeker, tallschleifer Witheim Honnemann, Südring 20. Eheschließungen. Oberkellner Willi Wilhelm Otto Krause, Magdeburg. und Köchin Karoline Luise Johanne Zahle hier: Oherlehrer Heinrich Karl Otto Armstroff, GartenGr 6#s und Anna Ernestine Ottilie Magda Reinboldt, SedanAm 1. Januar 1910 tr vertrag in Kraft, das nach jahr 1908 vom Reichstag sshlreichen, Mißständen, d Versicherungswesens hera den Versicherten einen stä Verlust gewähren. Zu di die Vertragsfreiheit erheb des gewöhnlich geschäfts wird. Das Gesetz enthält sonderen Abschnitten die Hagel-, der Vieh-, der Tre und der Unfallversicherung die wichtigsten Bestimmun lsicherung besprochen Versicherungszweige für 2 Ueber einen Antrag ar rung muß sich die Versick erklären. Gibt sie innerl so gilt der Antrag als abg den Versicherten lange darüber zu lassen, ob er ve nicht selten vor, daß Ver über ihren Antrag gehör Garn liefen und dann mi von denen aber eine wert In den meisten Versicher enthalten, wonach der Ver kann, wenn sich die Feuers in die Nähe eines gefähr darauf die Versicherung ni nis, die Entschadigung in auch häufig Gebrauch gem erhöhte Feuergefährlichkeit, plosion einer Lampe u a.e unmöglich sein. Die Gese dens nur dann verweiger: ihr nicht bekannte Feuers Bestehen bleibt die Verpfl fahren anzuzeigen, und sicherungsverhältnis in die von einem Brandschaden werden, eine verspätete A Entschädigung nicht zur Fi Weise von dem Schaden die Anzeige nicht absichtlich spätet gemacht worden ist. schaden an den Agenten geanderes bestimmt ist. Die erfahrungsgemäß mehr Ve mächtigen Vertreter der nicht genau lesen, so da Pflicht, der Gesellschaft dir bekannt sein wird. Nichtzahlung der Prän sicherung nicht wie bisher zelschaft muß erst schriftl wochen zur Bezahlung be die Folgen der Nichtzahlung Versicherte auch diese Frist im Schadensfalle von der 0 lung der Entschädigung zu setz, daß die Schadensiumm zinst werden muß und das dem Brandschaden den Bei zu zahlen ist, das heißt bei wenigstens die Summe. die den Gesellschaften hiermit d enthaltung jeder Entschädig auszuüben. Für die Lebensver deutungsvoll, daß eine V meistens der Fall ist, den ärztlichen Untersuchung abh verlangen kann. Verwei Untersuchung, so braucht er •- r. Sterbefälse. Karl Redeker, 3 Tage; Marie Herta Rede# 5, Tage; Emma Johanne Friederike Clausing geb. Dir. ** biesigen Standesamt angezeig: i Deuenber 100 fichd bein Herrinohausen. S Handarbeiter Heinrich Heibbrink ee##.„Maurer Heinrich Engelbrecht Enger; Zigarrenardener Wilhelm Selmon, Enger; Handarbeiter Gustav Tappe, Herringhausen; Zie###larbeiter Heinrich Rottmann, Herringhausen; Lokomotivführer Franz Anton Michael Samol, Enger; Zigarrenarbeiter Wilhelm Rieke, Herringhausen: Handarbeiter August Schürkamp, Herringhausen; Maurer Hermann Barbeiter Sumen, Dreven. Ein hübsches Weihnachts=Grschlun. *„ von Otto Ludwig mit Bildern von E. Liebermann. voll verFrüher 6.00, jezi J.C)0, elegant gebunden. Zu haben in der Buchhandlung„Volkswacht“. Die wirklichen Wette Länderstriche sind die Pa vom Aequator bis zum nun diese beiden Winde i andertreffen, gibt es in d tigkeit des Sudwinds, in Gewittern, im Winter in bezeichnet in der Mehrza kleinen Winter, die m haben. Das Barometer unerhebliche Rolle. Bei wenn nicht schon vorher rährend des Niederschlag daß der Nordwind die liegen bleibt. Der Gang bei uns folgender: Währ des Oktobers, im sogenan Nordwind schönes, klares des Winters Reif eintrit der der Südstrom Ueber treffen mir jenem die## Wirkung selbst auf das E ist. Der erste Schnee fäll die Nordostströmung bew wenig pünktlich, daß der erfüllbaren Wunsche der§ Schnee“ vertröstet. Der erste Schnee bleib des Dezember behält der hultat sind erneute anhal derbares Bild, wenn die? sich drunten anhäufen und Fuhüllt. Diese Decke gen Lovens den sichersten Sch der Bauern gewöhnlich n zenn die Tage anfangen ungeres Regiment an un ein Fall einen Wetterwech Wenn es in dieser 8 kuhiger Luft schneit, dann lichen Formenreichtum im Man fängt die einzelnen dichten Flocken vereinen, anzuhalten, um ohne Ve tewahren, deren Schönhe Fscht. Den meisten Men woildungen bekannt und delchem wir diese Beobac le goldene Freihett wiede seines Anwalts die Ein betrieb, wurde er am 13 er, das Polizeigericht von guloigung gestellt, wieder us Wood, der eine Haus.) re Schmucksachen betrogen# th von 1877 und 1896 auf isizierten Adolf Beck auso uni 1904 wurde Beck zun rriums und zu mehreren## spielte ein Zufall d 0 Ansbou Nr. 298. Bielefeld, Mittwoch, 22. Dezember 1909. al spiene ein Zusau den otland Dard entdeckte auf n Mann, der verhaftet n um ihre Schmucksachen junger Kriminalbeamter i gewohnt. und als er auf jen Namen nicht nennen Narbe am Kinn— aue 20. Privatversicherung. Am 1. Januar 1910 tritt das Gesetz über den Versicherungsvertrag in Kraft, das nach jahrelangen Verhandlungen im Fruhjahr 1908 vom Reichstag verabschiedet worden ist. Es soll den eg#m aan= aucg#shlreichen, Mißständen, die sich auf dem Gebiete des privaten Loppelgangers von Adolf####rsscherungswesens herausgebiloet haben, entgegentreten und ohn Smith. Zwei Tage####n Versicherten einen stärkeren Schutz gegen Ausbeutung und ##Verlust gewähren. Zu diesem Zwecke schrankt das neue Gesetz die Vertragsfreiheit erheblich ein, die gar zu leicht zum Nachteil #des gewöhnlich geschäftsunkundigen Versicherten mißbraucht Awird. Das Gesetz enthält neben allgemeinen Vorschriften in be#onderen Abschnitten die Regelung der Feuerversicherung, der Hagel=, der Vieh=, der Transport=, der Haftpflicht=, der Lebensund der Unfallversicherung. In den folgenden Zeilen sollen nur die wichtigsten Bestimmungen der Feuer= und Lebensversicherung besprochen werden, weil besonders diese beiden Versicherungszweige für Arbeiter in Frage kommen. Ueber einen Antrag auf Abschluß einer Feuerversicherung muß sich die Versicherungsgesellschaft binnen zwei Wochen erklären. Gibt sie innerhalb dieser Frist keine Erklärung ab, so gilt der Antrag als abgelehnt. Es ist also nicht mehr möglich, den Versicherten lange hinzuhalten und ihn im Ungewissen darüber zu lassen, ob er versichert wird oder nicht. Es kam gar nicht selten vor, daß Versicherte, wenn sie wochenlang nichts über ihren Antrag gehört hatten, einem andern Agenten ins Garn liefen und dann mit zwei Versicherungen begluckt waren, von denen aber eine wertlos war und nur Kosten verurlachte. In den meisten Versicherungsverträgen ist eine Bestimmung enthalten, wonach der Versicherte keine Entschädigung verlangen lann wenn sich die Feuersgefahr erhöht hat, z. B. durch Umzug in die Nähe eines gefährlichen Betriebs, und die Gesellschaft darauf die Versicherung nicht neu bestätigt hat. Von der Befugnis, die Entschadigung in Fällen dieser Art abzulehnen, wurde auch häufig Gebrauch gemacht, wenn der Brand nicht durch die erhöhte Feuergefährlichkeit, sondern durch andre Ursachen, Explosion einer Lampe u a. entstanden war. Das wird in Zukunft unmöglich sein. Die Gesellschaft darf die Erstattung des Schadens nur dann verweigern, wenn dieser durch die erhöhte und ihr nicht bekannte Feuersgefährlichkeit verursacht worden ist. Bestehen bleibt die Verpflichtung des Versicherten, erhöhte Gefahren anzuzeigen, und das Recht der Gesellschaft, das Versicherungsverhältnis in diesem Falle zu kündigen. Die Anzeige von einem Brandschaden muß innerhalb zwei Tagen gemacht werden, eine verspätete Anzeige hat aber den Verlust auf die Entschädigung nicht zur Folge, wenn die Gesellschaft auf andere Weise von dem Schaden Kenntnis bekommen hat, oder wenn die Anzeige nicht absichtlich oder aus grober Fahrlässigkeit verspätet gemacht worden ist. Eine Anzeige über einen Brandschaden an den Agenten genügt, wenn nicht in der Police etwas anderes bestimmt ist. Diese Bestimmung ist sehr unglücklich, da Rottmann, derfahrungsgemäß mehr Versicherte den Agenten als den beooll# m a c h t i g e n V e r t r e t e r d e r G e s e l l s c h a f t a n s e h e n u n d d i e P o l i c e n Bsischte der Geseif, so daß ihnen die in der Po ice festgelegte Gekaunt### beseulschaft direkt Anzeige zu machen, sehr oft nicht verannt sein wird. Nichtzahlung der Prämie am Fälligkeitstag setzt die Versicherung nicht wie bisher sofort außer Kraft, sondern die Gesellschaft muß erst schriftlich eine Frist von mindestens zwei Wochen zur Bezahlung bestimmen und den Versicherten auf die Folgen der Nichtzahlung aufmerksam machen. Erst wenn der Versicherte auch diese Frist verstreichen läßt, ist die Gesellschaft im Schadensfalle von der Erstattungspflicht frei. Um die Regelung der Entschädigung zu beschleunigen, bestimmt das neue Gesetz, daß die Schadensiumme vor Ablauf eines Monats ab verzinst werden muß und daß der Versicherte einen Monat nach dem Brandschaden den Betrag verlangen kann, der mindestens zu zahlen ist, das heißt bei Streit über die Höhe des Schadens genigstens die Summe, die die Gesellschaft anerkennt. Es wird ven Gejeuschaften hiermit die Möglichken genommen, durch Vorenthaltung jeder Entschädigung einen Druck auf den Versicherten auszuüben. Für die Lebensversicherung ist die Bestimmung bedeutungsvoll, daß eine Versicherungsgesellschaft, die, wie es meistens der Fall ist, den Abschluß der Versicherung von einer ärztlichen Untersuchung abhängig macht, diese Untersuchung nicht verlangen kann. Verweigert der Antragsteller die ärztliche Untersuchung, so braucht er auch keine Vertragsstrafe zu zahlen Der Fall erregte damalt 1904 wurden Beck nach gewährt und im SeptemRinister des Innern, die Adolf Becks Unschuld nlungen, die die englische Justizirrtums einleitete, ie Summe von 100 000 opa. Newyork, den ftsganges in der Union, hat, machte sich nicht r. sondern auch in der Europa geltend. Sehr gen Jahre während der n Geld oder Geschenken In diesem Jahre sind das Meer gesandt wori nach den Schätzungen Millionen Dollars oder e Weihnachtspostverkehr echnungen um 44 Proz. ößte PaketbeförderungsExpreß Company“, gibt mit 80 Proz. an. Alle t von noch nicht dagehrichten. ezember 1909 sind beim ustav Zikorski, Sieker 90: Metallschleifer Herrikarbeiter Emil Diet#esterheyde, Sieker 287, Tagelöhner Hermann Ostmann, Siefer 217. brunschön, Sieker 91, seb. Hülsmann, BielGustav er 233. ker 18, 5 Monate und nber bis 16. Dezember seigt: ter Hermann August ing Johann Heinrich unternehmer Heinrich zdornberg 60. schröder, Babenhausen edrich Jensen, KirchKaspar Heinr. Nolte, daselbst: Kaufmann allsti. 25, und Hausulfmeyer, 3 Monate, 7 Tage, Hoberge 18; —— Dezember 1909 sind er Karl Friedrich wig Albert Friedrich Koch, Bachstraße 30; Redeker, Weselerweg Südring 20. Lilli Wilhelm Henri oline Luise Johanne oder gar, pie es beu),. ge g 6 Fall ist, die Prämse für ein der gar, wie es heute häusig der Fall ist, die Prämie für ein Lahr. Von übereilten Vernicherungsantragen, die lastigen Agenten erteilt werden, um sie aus dem Hause zu bringen, kann sich hierdurch mancher befreien. Von einer Versicherung kann der Versicherte jederzeit mi. dem Ablauf der Versicherungsperiode zurücktreten. Für die Zahlung der Prämie gilt auch bei der Lebensversicherung die Bestimmung, daß nach Fälligkeit der Versicherung mit Frist von mindestens zwei Wochen unter Hinweis auf den Verfall der Versicherung gemahnt sein muß, bevor die Gesellschaft von der Zahlungsfrist frei ist. Hat eine Versicherung drei Jahre bestanden, und ist die Prämie für diesen Zeitraum bezahlt, so kann der Versicherte jederzeit eine prämienfreie Versicherung verlangen und die Gesellschaft ist, falls sie von dem Kundigungsrecht wegen Nichtzahlung der Prämie Gebraucht macht, verpflichtet, eine prämienfreie Versicherung zu gewähren. Im Falle des Selbstmords des Versicherten muß die Versicherungssumme bezahlt werden, wenn die Tat in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustande krankhafter Störung der Geistestatigkeit begangen worden ist. Die hier erwähnten Bestimmungen sind— mit Ausnahme der über die Zahlungspflicht bei Feuerschaden innerhalb eines Monats und Verzinsung der Schadenssumme— zwingende, das heißt, andere Vereinbarungen sind ungiltig. Sie können aber mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde für Versicherungen bei kleinen Vereinen, für Sterbegeldversicherung, für die Volksversicherung und für die Lebensversicherung mit kleineren Beträgen aufgehoben werden. Das ist sehr bedauerlich, da gerade bei diesen Versicherungsarten die allerschlimmste Ausbeutung vorkommt. Es gilt also trotz des neuen Gesetzes die größte Vorsicht allen Versicherungen gegenüber, da gerade die angebliche für Arbeiter bestimmten Versicherungen privater Gesellschaften gewöhnlich nur deren Aktionären, aber nicht den Versicherten nützen. Kali und die Bundeslade. Ki. Bis zum 1. April 1930 sollen nach dem Entwurf des Reichskaligesetzes, den die preußische Regierung beim Bundesrat eingebracht hat, die Gewinnung und der Absatz von Kali zum ausschließlichen Monopol des Kalisyndikats gemacht werden. Das bestehende Kalisyndikat soll zu diesem Zweck in Gestalt der Vertriebsgemeinschaft Zwangssyndikat werden, dem nur die Besitzer solcher Kaliwerke beitreten dürfen, welche vor dem 1. November 1909 entweder bereits Kalisalze gefördert oder mit der Anlage eines Kaliwerkes begonnen haben. Die übrigen in der Verwertung ihrer Abbaurechte beschränkten Besitzer von Kaliabbaufeldern werden durch Entschädigungen in verschiedener Gestalt abgefunden. Bürgerliche Blätter glauben diesen Gesetzentwurf als sozialpolitisch bezeichnen zu können, weil das Verfügungsrecht der Besitzer von Kalibergwerken und Kalifeldern über ihren Besitz gesetzlich aufgehoben oder beschränkt wird, weil der Entwurf die Bestimmungen vorsieht, daß das Zwangssyndikat verpflichtet ist, beim Absatz der Kalisalze in erster Linie den inländischen Bedarf zu befriedigen, seine Festjetzung der Vertaufspreise für das Inland der Genehmigung durch den Bundesrat bedarf, und seine Verkaufspreise für das Ausland nicht niedriger sein dürfen als die höchsten für die entsprechenden Sorten im Inland in demselben Kalenderjahre gezahlten Nettopreise Mit den sonst so angepriesenen Herrlichteiten der„bestehenden Gesellschaftsordnung“ ist ein solches Gesetz allerdings nicht vereinbar, bringt es doch, wie schor erwähnt, die Beschränkung des Eigentumsrecht und die völlige Aufhebung der Konkurrenzfreiheit. Aber der Sozialismus des Reichskaligesetz=Entwurfs ist ein Sozialismus des Mammons, er bezweckt die Ausstattung des Kalisyndikats, alse einer Vereinigung von Erwerbsgesellschaften mit den Machtmitteln des Staates, mit einem gesetzlich gewährleisteten Monovol zugunsten einer Kapitalistengruppe, aber nicht zugunsten der Gesamtwirtschaft und ohne Beteiligung des Reiches an den kolossalen Gewinnen, die dem Syndikat aus der Erteilung der Monopolrechte erwachsen werden und müssen. Zur Begründung des Entwurfs erklärt die preuß. Regierung, daß er erstens eine Verschleuderung von Kalisalzen zu unangenessen niedrigen Preisen in das Ausland verhindern und zweitens die Gefahr eines durch weit über das Bedürfnis hinauswachsenden Anwachsens der Zahl der Produktionsstätten beseitigen soll. Das Entstehen neuer Werke soll der Zunahme des Absatzes angepaßt werden, um die Heuptursache der bisherigen Gefährdung Zusammenschlusses der Kaliwerke aus dem Wege zu räumen. Deutschland kann den Kalisegen, den die Natur uns schembt, nicht ertragen, es leidet unter dem Ueberfluß an Kali. Die Feststellung dieser Tatsache ist die Bankrotterklärung der kapitalistischen Wirtschaftsverfassung durch die preußische, durch die Reisregierung und die patentiert staatserhaltenden Parteien. Deutschland verfügt über unermeßlich: Kalischätze, die immer wieder von neuem entdeckten Fundstellen führten seit Jahren zu endlosen Gründungen neuer Kaliunternehmungen. Die neu er richteten Gesellschaften klopften an die Türen des Kalisyndikats, das die alten Gesellschaften umfaßte, ihnen mußten von den alten Betrieben Beteiligungen an der durch das Syndikat konkinssräificher Produktion zugestanden werden, um eine außerGeseni####„Konkurrenz zu verhindern. Dadurch sahen die alten Gefeuschaften sich in ihrer Rente geschmälert. Nun kam dazu, daß diesmal das Syndikat nicht vollständig erneuert wurde, da die Schmidtmanngruppe mit den Gesellschaften Aschersleben und Sollstedt ihm fernblieb und erst auf Androhung des preußischen Handelsministers ihren Anschluß erklärte. Ursprünglich war ein Kaligesetz nur für den Fall geplant, daß eine Einigung zwischen dem Syndikat und der Schmidtmanngruppe nicht zustande käme, der jetzt vorliegende Gesetzentwurf tragt den veranderten Verhältnissen insofern Rechnung, als er den gegen die Schmidtmanngruppe vorgesehenen Kaliausfuhrzoll nicht mehr enthält. Toppelt merkwürdig ist die aktive Begeisterung der preußischen Regierung für das Zwangssyndikat, da dieselbe Regierung vor noch gar nicht langer Zeit erklärte, daß sie an einem Weiterbestehen des Kalisyndikats nur wenig oder gar kein Interesse habe. Preußen ist mit seinem Besitz an Kaliwerken Mitglied des Syndikats gewesen, der preußische Handelsminister hatte auch auf die Feststellung der Verkaufsprerse einen recht erheblichen Einfluß. Zwischen dem Bund der Landwirte und dem Syndilat bestanden wegen der Höhe der Preise lange heftige Tifferenzen. Obwohl das Syndikat unter dem Einfluß der preußischen Regierung die Inlandspreise niedriger stellte als die Auslandspreise, im Gegensatz zu anderen Syndikaten, die dem Ausland auf Kosten des Inlandes Konzessionen machen, verlangten die landwirtschaftlichen Organisationen, wie wir ausdrücklich hervorheben wollen, mit gutem Recht Ermäßigungen der Preise. Alle Gegensätze zwischen den Vereinigungen der Landwirte und dem Syndikat hörten jedoch mit einem Schlage auf, als der Bund der Landwirte ein eigenes Kaliwerk gründete, das dem Syndikat nach seiner Inbetriebnahme beitreten wird, und mit dem Syndikat einen Vertrag schloß, der ihm von allen Kalilieferungen an seine Mitglieder Provisionen in bestimmter Höhe zusichert. Die gleichen Provisionen sind auch anderen landwirtschaftlichen Vereinigungen und Genossenschaften gewährt worden, doch besonders für den Bund gaben sie den Hauptanreiz, die bisherige Kampfstellung gegen das Syndikat preiszugeben. Die Kasse des Bundes der Landwirte empfängt jährlich Hunderttausende aus diesem Vertrage von dem Kalisyndikat, die aber nicht seinen Mitgliedern durch Verbilligung der Preise zugute kommen, sondern seine Wahl= und Agitationsmittel anfüllen. Es lag in der Hand des Bundes der Landwirte, den deutschen Landwirten den Bezug von Kalidünger ganz außerordentlich zu verhilligen, er brauchte nur zur Zeit mit den außerhalb des Kunshnollals stehenden Kaliwerken in Verbindung zu treten, die dadurch, daß sie ihre Produktionsfähigkeit ohne Syndikatsanschluß voll hätten ausnutzen können, uern zu den weitgehendsten Preiszugeständnissen bereit gewesen wären. Gemeinsam mit diesen Werken hätte dann das Kaliwerk des Bundes der Landwirte den Bedarf der deutschen Landwirtschaft unabhängig von dem Syndikat decken können, hätte die Produktion dieser Gruppe zur Befriedigung des Bedarfs nicht ausgereicht, so hätte sie aber unbedingt genügt, das Kalisyndikat zu zwingen, seine Preise nach den Forderungen der Landwirte zu gestalten. Daran lag dem Bunde aber nichts, ihm war viel mehr daran gelegen, die riesigen Mittel als Provisionen von dem Syndikat zu beziehen, der Bundesleitung unabhängig von den Mitgliedern volle Kassen für ihre politischen Zwecke zu sichern. Nur diese Geld= und Provisionsintimität des Bundes der Landwirte mit dem Kaliiyndikat läßt die veränderte Haltung der preußischen und der Reichsregierung zu den Kalifragen verständlich erscheinen. Die Verleihung dieses Monopols an das Kalisyndikat, dessen wirtschaftliche Bedeutung einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden wird, bedeutet politisch eine Subventionierung der Kasse des Bundes der Landwirte mit enormen Beträgen : Marie Herta ReClausing geb. Dix, mber 1909 sind beim heinrich Heidbrink, Enger; Zigarreneiter Gustav Tappe, ottmann, Herringael Samol, Enger; iusen: Handarbeiter er Hermann Barnbäumen, Dreyen. August Oberhaus, Reygr ,„Westerenger: u. Nayerin Alwine 95. gant gebunden. Racht“. Schnee. 0# Die, wirklichen Wettermacher für die mitteleuropäischen Lunverstriche sind die Passaiwinde der nördlichen Halbkugel, der vom Aequator bis zum Nordvol gerichtete Südwind. Sobald nun diese beiden Winde ihre Richtung ändern, und dabei aufeinandertreffen, gibt es in der Regel einen Niederschlag der Feuchtigkeit des Südwinds, im Sommer oft unter Begleitung von Gewittern, im Winter in Gestalt von Schnee. Der Schneefall bezeichnet in der Mehrzahl der Fälle den Wendepunkt der vielen kleinen Winter, die wir in jedem größeren durchzumachen haben. Das Barometer spielt bei diesen Vorgängen eine nicht unerhebliche Rolle. Beim Beginn eines Schneefalls ist es, wenn nicht schon vorber niedrig stehend, gefallen, steigt es aber rährend des Niederschlages allmahlich, so kann man erwarten, daß der Nordwind die Oberhand gewonnen und der Schnee ##negen bleibt. Der Gang der Winterwitterung ist in der Regel bei uns folgender: Während des Septembers und eines Teils #53. Oktobers, im sogenannten Altweibersommer, bringt uns der norowind schönes, klares Wetter, in welchem als erstes Zeichen ##des Winters Reif eintritt. Im November bekommt dann wieder der Südstrom Uebergewicht und erzeugt im Zusammenfreffen mir jenem die trübe Witterung, deren verstimmende Lirkung selbst auf das Gemüt der größten Optimisten bekannt ist. Der erste Schnee fällt in der Regel Mitte November durch die Nordostströmung bewirkt, ist aber in seiner Ankunft so pünktlich, daß der Volkswitz in Mitteldeutschland die unerfüllbaren Wunsche der Kinder auf„drei Tage vor dem ersten Schnee“ vertröstet. * Der erste Schnee bleibt selten liegen in der zweiten Hälfte des Dezember behält der Nordost die Oberhand und das Reuttat sind erneute anhaltende Niederschläge. Es ist ein wunderbares Bild, wenn die Flocken so ruhig herniederschweben und ach drunten anhäufen und in immer dickerem Teppich die Erde #einhüllt. Diese Decke gewährt den schlummernden Keimen des Bodens den der Bauern gewöhnlich noch einmal. Erst im dritten venn die Tage anfangen zu wachsen, tritt der Nordost ein ##langeres Regiment an und häuft Schnee auf Schnee, ohne daß lein Fall einen Wetterwechsel in Aussicht stellte. Wenn es in dieser Zeit bei mäßig bedecktem Himmel und mudiger Luft schneit, dann ist die beste Gelegenheit, den unglaubscen Formenreichtum im Aufbau der Schneeflocken zu studieren. g an fängt die einzelnen Sternchen, die sich jetzt nicht mehr zu #dichten Flocken vereinen, auf. Man hat nur nötig, den Atem anzuhalten, um ohne Vergrößerungsglas Sternbildungen zu zewahren deren Schönheit uns noch in der Zeichnung überPHisgen miste“ Menschen sind sie nur aus physikalischen wesch## bekannt und doch geht kein Winter vorüber, in Druhem wir diese Beobachtungen nicht selbst machen könnten. Johann Kepler hat zu seinem offenkundigen Verdienst, das Geheimnis des Weltbaues ergründet zu haben, auch das heimliche gefügt, seine Mitmenschen auf den herrlichen Bau der Schneeflocke zuerst aufmerksam gemacht zu haben. Zu Neujahr 1611 schenkte er seinem Freunde als Angebinde eine Schrift über den sechseckigen Schnee. In der Einleitung dieser seltenen Neujahrskarte malt sich uns der überall sein Empfinden in die Natur hineintragende Entdecker, wie er in Verlegenheit, für den philosophischen Freund, der so tief von der Nichtigkeit der Dinge überzeugt sei, und so viele Forschungen über das Nichts anstellt, eine passende Neujahrskarte ausfindig zu machen, und ärgerlich, nichts zu finden, über eine Brücke gegangen sei, und wie da Schneeflocken auf seine Kleider gefallen seien, alle sechseckig. „Ein Ding kleiner als ein Tröpschen und doch in vollendeter Gestalt, ein gewiß erwünschtes Angebinde für den Liebhaber des Nichts und nicht weniger passend für den mathematischen Geber, der nichts hat und nichts empfängt“. So viele Mathematiker und Physiker sich seither mit der Schneeflocke beschäftigt haben, das Geheimnis ihrer Bildung hat noch keiner ergründet. Wohl weiß man, daß alle Elemente derselben sechsseitige Säulchen sind— entweder lange dünne Nadeln oder zur breiteren sechsseitigen Platte verkürzt, und daß diese Teile sich stets unter Winkeln von sechzig, resp. einhundertzwanzig Graden zu regelmäßigen sechsteiligen Sternfiguren vereinigen, aber der Grund dieser Mannigfaltigkeit ist noch nicht ergründet worden. In der Regel sind die sechs Strahlen des Sternes beiderseitig mit unter sechzig Graden angesetzten Seitenkristallen verziert, aber in der Zahl und den Abständen und Verbindungen herrscht die größte Abwechslung. Bald stehen die Seitenkristalle in dichter Folge und der Stern scheint aus sechs Federn zusammengesetzt, bald sind sie von kürzeren Gliedern unterbrochen und jeder Teil gleicht einem gezähnten Blatte, dann stehen sie wieder in größeren Abständen oder vereinzelt, verbinden und kreuzen sich endlich mit dem entsprechenden Fliederchen des Nachbarstrahls. Sehr häufig ist auch ein kleinerer Stern wie eine erhabene Arbeit auf einen größeren aufgelegt, so daß die Mittelrippen im Relief hervortreten. Es gibt in der Natur nicht zum zweiten Male eine so erschöpfende Variation einer einfachen Grundform, die so viel Eleganz mit so viel Starrheit verbindet. Der englische Gelehrte Scoresby hat 96 Stück durchweg verschiedene und in sich vollendete Gestalten nachgebildet und andere Beobachter haben mindestens noch ein zweites Hundert hinzugefügt. Ueber den vermutlichen physikalischen Vorgang bei Schneebildung ist nur so viel gewiß, daß der Schnee niemals gefrorener Regen ist, sondern direkt wie Reif und Rauhfrost aus dem Wasserdampf der Luft abgeschieden wird. In nordischen Ländern ist es keine seltene Erscheinung, daß in Räumen, die mit sehr feuchter Luft gefüllt sind. z. B. in Ballsälen oder auch in Viebställen, ein wirbelnder Schneefall entsteht, wenn Luft von sehr geringen Wärmegraden— dieselbe darf nicht über zwanzig Grad unter Null haben— Gelegenheit findet, stürmisch in die erwärmten Räume zu dringen. Aehnliche Beobachtungen werden in Fabrikbetrieben zur Erzeugung künstlicher Kälte gemacht. Die definitive Lösung des Problems der Schneebildung bleibt der Zukunft vorbehalten. Landgrebe. Feuilleton. K.-K. Leben mit Tieren. Unter diesem Titel ist im Verlage des Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde", in Stuttgart ein hochinteressantes Buch mit tierpsychologischen Plaudereien und Erinnerungen von Conrad M. von Unruh erschienen. Der Verfasser schildert seine Erfahrungen während jahrzehntelanger liebevoller Beschäftigung mit Pferden, Hunden, Kapen und andern Tieren. Das nachstehend geschilderte Erlebnis aus dem 1864er Feldzug zeigt seine lebensvolle, frische Schilderung: Der mächtige landsmännische Braune hatte bald meine ganze Neigung gewonnen. Aber seine Neigung mußte ich mit dem Rappen meines Burschen teilen. Im Quartier und Biwak stets dicht nebeneinander stehend, verband eine ungewöhnlich zärtliche Freundschaft die beiden Wallache. Vieleicht waren sie Heimatsund Jugendgefährten. Beim Marsche getrennt, begrüßten sie sich, sobald sie einander ansichtig wurden, mit freudigem Lachwiehern. Gern ließ ich die Freundschaft gewähren und hatte Der Rappe war der sehnsüchtigere, zartlichere, der Braune hatte mehr vornehme Zurückhaltung. Ich habe bald Nutzen davon gehabt. Anfangs Februar waren wir hinter den Dannevirken auf dem Marsche nach Norden, bei mäßiger Kälte war noch gegen dreUhr nachmittags klare Luft. Wir kamen durch ein ärmlichen Heidedorf, als der Rittmeister mich nach vorn rufen ließ. Dänische Dragoner sollten uns hier nach Westen in die Heide ausgewichen sein. Er zeigte mir auf der Karte das noch eine halbe Meile weiter nach Norden gelegene Dorf. worin unsere Schwadron die Nacht zubringen werde, und befahl mir, zur Sicherung das Gelände westlich aufzuklären.„Nehmen Sie sich zwei Mann oon Ihrem Zuge, reiten Sie direkt westlich, etwa eine Meile weit! Finden Sie nichts Feindliches, so wenden Sie dann nördlich eine halbe Meile, dann östlich, bis Sie unser heutiges Quartierdorf erreichen!"„Zu Befehl!" Aus der weitermarschierenden Schwadron nahm ich zwei Mann mit guten Pferden, aber nicht den Burschen mit dem Rappen. Im Abreiten sahen wir und unsere Pferde der Schwadron nach, sie kannten also deren Marschrichtung Wir trabten dann westwärts in die verschneite Heide hinauf. Oben sah ich von Westen eine Wolkenwand aufsteigen, es wurde dunstig, kein Baum, kein Strauch kennzeichnete den Weg, nur Spuren von alten Wager hen Politische Uebersicht. Herr Giesberts und die religiösen Ideale. Biese hei zuch err. u.. slener Zentrumsführer Mathias vortn er u. a.falgenben far Diesberis eine Riche gehelien, Dieser Tarif soll bis von bäuerlicher Seite gem bis 1. Januar 1910 Geltung haben. Ein vom an Big, pro Kilowatstunde Einbeitspreis von 50 Dig Eis Kubwuchtunde fur Lichtzwecke und 18 Pfg. für gre Kllopatgnuuge gun nicht die Austit in Pravin::schen# Wiese zum ersten, Mase * Prouinztalausschuß der rheinischen Zentrumspartei traf, hielt e als junger neugebackener Arbeitersekretär eine frische Rlede ## die sozialen Interessen. Er sagte damals zu mir, daß er alles, dos um zesagt halte. unterschreibe; indessen hürfe die ben Krastsweche sowatstunge far Lichtzwecke und 18 Pfa. für Prüreu#r hro Knowatistunge fang nicht die Zustimmung der Ritter. Begründung für den Staffeltarif: der Großgrundbesitzer hat mittels seines Dampfdreschapparates stets billiger gedroschen als der Bauer wit dem Gänel abereer Flasel und ba#en muß zum ersten, Mase 7 Sozialdemokratischer Verein für den Wahlkreis Bielefeld-Wiedenbrück. was in bslagt ga#f, tellen. Er lgate damals zu mir, naß er alles, gulis, unterschreide, inbessen durfe die junge Genicht erbasten die religiösen Ideate den blieben und man die Kulturkampfbegeisterung nicht grreich.. 80h matertellen Interessen, seinen dch. Flegel und Autr urt Zweck nicht„eis,Streben nach pateriellen Interessen seinen erreichen werde. Ich vin iym damals etwas scharf Stgfandig reg.. zis 10 es eingesteben, daß Wiese damals 5 mua##pt hatte, als er jene, Worte sagte: Es sin, nur an jenen Farfand; gade ich noch Gelegenheit genommen, Wiese wir## auzerfau zu erinnern, und ich kann sagen, heute seben Arbeitern.„Penn es uns nicht gelingt, den katholischen Kampf vergehens. 5sen Ideale zu erhalten, dann ist auch unser ur Ratbigs,Wiese, der verstorbene Zentrumsführer, war Indu. binter den satbolischen Glauben da e die lezialen Interessen zurücktreten ließ. Denn man serih, 8 5 dem christlichen“ Unternehmertum die religiöse Ueber. Bedürfnislas geite dedeutet:„ Bescheidenheit, Unterwürsigkeit, ###ngken: Herr Giesverts hat zu jener Zeit, als er backener Arbeiteps dann als junger neuge. dieser Art resis 3ser Zürignte eines Gleichen weitte, das Wezen frischen Reden si“ tat1 7orne gut gekannt; damals hielt er jene nicht gefallen wpaslen die dem Zentrumsführer freis der ubtramontonan.. DannDinlomaten M.u drationeinteressen geriet, als die Tiplomaren und magnaten des Zentrums auf ihn Einfluß gepanzen,§a. gelangie er zur Erkenntnis, daß man vor allen Dinurbeitern ihre„religiösen Ideale“ erhalten müsse, de er es fertig, die Erbschaftssteuer niederzustimmen, den Axheitern, einige hundert Millionen indirelter Steuern aufzu. turkampf zu nzureden, das geschebe, um einen neuen Kul. verhindern und den katholischen Glauben zu retten 1 er nicht mehr wie damals den Zentrumsführern Shar mpegen: er ist seines Lehrers, des Industrieller Meacnias Wiese, würdig und vollwertiges Mitglied jener auf die kückung der Massen hinarbeitenden Partei, die sich Zentrum a1s der Gaurr nil dem Oopel vder er auch jetzt den elektrischen Etrom dilliger haben. . obzeem. Taril zahlt der kleine Hauer also ein Drittel elektrischen Strom als der Besitzer eines Gutes von zirke 1200 preußischen Morgen, der erfahrungsgemäß einen jährlichen Durchschnittsverbrauch von über 5600 Knowattstunden für Kraftzwecke hat. Solch krasse Fälle von Ueberoorteilung der aroßen Masse der Bauern durch eine Handvoll Rittergutsbesitzer sind aber nur möglich durch die jetzige Zusammensetzung der Kreistage; in diesem Falle bringen die Landgemeinden rund zwei Drittel, die selbständigen Güter aber nur etwa ein Drittel der Freistagsabgeordneien. Anzahl von Wahllokale und Wahlreglement für die Wahl der Delegierten# zum preußischen Parteitage in Berlin. Lokal: Stadtbez: Lokal: Ortsgruppe: Uneigennützige Großgrundbesitzer. B.röes 822· 8. phmirter; Hitterausbe Dundes der Lanowirte die mintergutsvesitzer, das heißt die Groß gxunshesitzer im Kreise Danziger Höhe sind, wenn es sich darun gemeinnützigen Anlage größere Vorteile für sich zug#rstreben, die Bauern aber mit um so größeren Opferr kannt Her gird der„Korresvondenz des Bauernbundes“ beDer Kreistag dieses Kreises hat vor etwa zwei Jahren ##7„Bau einer Talsherre bei, Prangschin beschlossen, um mit der Wussertraft des madannefrusses eine elektrische Ueberlanddie Kreiseingesessenen mit elektrischem Licht und Kraft versehen soll, zu errichten. Der Kreis als solcher ist hier Unternehmer, er führt den Bau und ebenso den Betrieb für Kreisrechnung. Nun kam die Preisfeststellung für den elektrischen Strom seitens des Kreistages. a) für Lichtzwecke: bei Entnahme eines jährlichen Quantums bis zu 500 Kwst. auf 35 Pfg. pro Kwst. 309** 835; 2000 275**" von mehr als 2000 25"“ für Straßenbeleuchtung in Gemeinden auf 20“ bl für Kraftzwecke: bei Entnahme eines jährlichen Quantums bis zu 800 Kwst. auf 20 Pfg. pro Kwst. 1600 2400 3200 4000 4800 5600 von mehr als 5600 19 18 17 16 15 14 13 „ Das Endresultat der Landtagswahlen in Sachsen=Weimar. Neueren Zusammenstellungen des Ergebnisses der Landtagsstichnahlen zufolge ist kein Sozialdemokrat gewählt worden. In drei wantreisen handelt es sich zusammen nicht einmal um 100 Stimmen, und es würden drei Sozialdemokraten mehr in den Landiag gewählt worden sein. Das Gesamtresultat ändert sich demnach so, daß nur vier Sozialdemokraten als endgiltig gewählt zu betrachter sind. Die rechtsstehenden Parteien haben durch den nationalliberal- konservativ= antisemitischen Abgeordneten Lehmann=Jena einen ihnen würdigen Zuwachs erhalten. Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und die Polen. Preßmeldungen zufolge gedenkt der Kanzler die am 11. Januar im Reichstag zur Verhandlung stehenden Interpellationen des Zentrums und der Polen wegen der Beamtenmaßregelungen ir Kattowitz selbst zu beantworten. Zu dem bekannten Erlaß des Fuistizministers ist nun auch noch ein Erlaß des preußischen Ministers des Innern gekommen, in dem die Beamten ausdrücklich gewarnt werden, die großpolnische Bewegung bewußt oder auch nur aus Fahrlässigkeit zu unterstützen. Reichstagskandidaturen für Mülheim= Wipperfürth. Der Führer der Kölner Jungliberalen— Rechtsanwalt Falk in Köln am Montag definitiv als Kandidet der Liberalen für die vevorstebende Ersatzwahl zum Reichstag aufgestellt worden.— Hoißasnbris sor Spzialen stellen gemeinsam mit dem Bunde der iu ssichtn#en Lastor Hoehmann auf, was für die Stichwahlaussichten der Sozialdemokratie gunstig ist, da diese beiden Parteigruppen früher für die Nationalliberalen eintraten. Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht. Auch in Allenstein ist man jetzt darangegangen, die geistliche Ortsschulinspektion aufzuheben. Sämtliche Geistliche, die bisher im Nebenamt Ortsschulinspektoren waren, wurden dieses Amtes enthoben. An ihre Stelle wurden die Rektoren mit entsprechenden Dienstbefugnissen ausgestattet. Veränderungen in der Geschäfts= und Hausordnung der badischen Zweiten Kammer. Der Reichstag wird mit seinen parlamentarischen Einrichtungen immer mehr vorbildlich für die kundesstaatlichen gesetzgebenden Körverschaften. Die badische Regierung läßt soeben infolge einer Anregung aus Abgeordneten. kreisen eine Vorlage ausarbeiten, welche im Diätenbezug der Mitglieder der Kammer ein Sessions=Aversum einführen soll Die badischen Landtagsabgeordneten beider Häuser beziehen jetzt Anwesenheitsgelder im Betrage von 12 Mark im Tage. Vor dem Jahre 1874 wurden 7 Gulden bezahlt. Es soll bisher das Maximum einer Diät während der Tagung für einen permanen aunwesenden Abgeordneten 2900 Mark betragen haben. Man ersofft von der Einführung eines Aversums nach Analogie der im Reichstage eingeführten Diätenbezahlung eine wesentliche Verfürzung der parlamentarischen Session, die ein zweijähriges Budgei feststellt. Eine Ersparnis an Geld und Zeit bedeute# auch die auf sozialdemokratische Anregung beschlossene Verminderung der Anfertigung gedruckter Berichte der einzelnen Kommissionen. Mit dem Wiederzusammentritt der Zweiten Kammer am 10. Januar 1910 werden nach dem Vorbilde des Reichstags die Plenarsitzungen nur noch an den Nachmittagen stattfinden, damit vormittags die Kommissionen beraten können. Beinskanderr Strothotte Hellsinger Hesse Rothschild Imkamp Heidsiek Apenbrink Gröppel Tuxhorn Turhorn Verkehrslokal Babenhausen Schröder Brackwede Freese Bec Beckmann Karl Blome Kickert Husemann Hannemann Vereinslokal Bracksiek Pappelkrug Klau Fohrmany Brakensiek Twelker Zurmüllen Vereinslo##l Kipp Lücking Fischer Meier Vereinslokal 17, 18 Klemme 19 Flaßbeck, Breitestr. 15, 20 Brake Gadderbaum Großdornberg Gütersloh Gellershagen=Sudbrack Gellershagen 17 Heepen Kirchdornberg Quelle Rheda Schildesche Schildesche, Herforderstr Sieker Ober=Sieker Stieghorst Ubbedissen Uerentrup Heinr. Goeke Ummeln, Gütersloherstraße 274 Rollkrug Vereinslokal ihrer Ortsgruppe bezw. Bezirks sind die Mitglieder nicht gebunden. Laut Beschluß der Generalversammlung ind zwei Delegierte zu wählen."69 " Stimmzettel, die mehr Namen als zu wählende Delegierte enthalten, sind ungiltig. Die Wahl findet am Sonntag, 26. Dezember, von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags statt. Als Legitimation gilt das Mitgliedsbuch. vorgeschlagen: werden von der Generalversammlung Dreckshage, Eilers, Hoffmann, Schreck. Die Abstempelung im Mitgliedsbuche über die Betätigung der Wahl erfolgt in der Weise, daß auf der Beiirggs-Seite für 1909 die Ecke unten rechts abgestempelt Der Vorstand. Tnuett C 86c geleisen im Heidekraut. In der Ferne ragte etwas wie Gebäude auf, aber als wir herankamen, waren es alte Torfschuppen— also frisch weiter westwärts. Die Dunkelheit fiel fast plötzlich ein, und es ward immer schwieriger, Geleisspuren zu merken. Nördlich wendend, gerieten wir zwischen zah reiche unregelmäßig angelegte Torflöcher, mußten also vorsichtig langsam reiten. Zum Ueberfluß begann bei mäßigem Nordwest ein leichter, aber dichter Schnee herabzurieseln. Vom Feinde keine Spur, aber auch von Weg und Richtung keine mehr. Der Zeit nach mußte der Augenblick gekommen sein, ostwärts zu wenden, aber gerade da wurden die Torflöcher immer dichter. Hin und her mußten wir uns durchwinden, verloren aber dabei alle Richtung. Es war stockfinster geworden, und noch immer rieselte der Schnee. Der eine von meinen Leuten meinte, wir müßten mehr links halten, der andere mehr rechts.„Ich verlasse mich auf meinen Braunen,“ erwiderte ich und ritt mit langen Zügeln sacht weiter, die beiden still hinter mir her. Der Braune ging gerade vor dem Winde. Wenn der sich nicht gedreht hatte, mußte unsere Richtung also Südost sein. Ab und zu nahm der Braune die Nase auf den Boden hinunter, und an den Unebenheiten des Tretens merkte ich daß er einer alten Wagenspur folgte. Plötzlich blieb er stehen und hob den Kopf. Die schwach dunk'en Umrisse gegen den matt leuchtenden Schnee ließen mich erkennen, daß er gespannt borchte Dann ging er etwas rechts abbiegend weiter. Einige Minuten später hielt er wieder plötzlich an, reckte sich förmlich hoch in die Höhe, den Kopf fast steil in die Luft und stieß nun einen wihernden Ruf aus, so laut und seltsam, wie ich noch nie vordem den Ruf eines Pferdes gehört hatte. Dann horchte er gespannt, verriet aber nichts Gehörtes und ging weiter. Wenige Minuten darauf nochmals plötz iches Anhalten und Hochrecken, wieder der fast dämonische Ruf hoch in die Lüfte und das angestrengte Horchen. Mit einmal war er wie elektrisiert ließ ein weniger lautes, freudig klingendes, kurzes Wiehern hören und schritt mit scharfer Wendung nach rechts lebhaft weiter. Die Leute sagten nachher es hätte sie wie Grausen gepackt, als der Braune so in die Nacht hinaus schrie— das hätte so schaurig zeklungen, daß ihnen Geistergeschichten aus Kinderjahren eingefallen wären. Bol dner Hrunaton Hoer, die ich füer die vom Kaander. meister erbettelte. * 90 Japanisches Spielzeug. In der Kunst, für ihre Kinder anregende und dabei ebenso einfache als billige Spielsachen zu erfinden, haben es die Japaner weiter gebracht als irgend ein Bobb der Erde. Es sind fast durchweg Artikel, die nur wenige Pfennige kosten, aber von einer Mannigfaltigkeit und einer Sinnigkeit. die ganz erstaunlich ist. Viele dieser winzigen Sächelchen sind dem Inventar retigiöser Kultaszeremonien entnommen, kleine Holzhämmer, Miniaturtrommeln, Opfertisch= chen, Mützen, wie sie die Schintopriester tragen, u. dergl. mehr. Ein Bundel niedlicher Zinnglöckchen an hölzernem Griff ahmt das heilige Suzi nach, das die jungfräuliche Priesterin beim Tanze vor den Göttern in der Hand schwingt. Masken und Puppen, Die venimige woiget vvingurn, nud vesonders häufig. Anderes Spielzene ist dom Fi,rogich eningnd. besondk r 2. Hög auf recht si. das Tombo(d. h. die Libelles, das nur aus zwei l=förmig zusammengefügten Holzstäbchen bestebt und durch, eine auirlende Bewegung dazu gebracht werden kann wie ein Insekt durch die Luft zu schwirren. Ein anderes heißt der„ehrenwerte Affe“; zieht man an seinem Schwanze, so läuft er flink an einer Schur hinauf. Karu=wazassi, der Akrobat, ist eine Holzfigur an einer Schnur, die zwischen zwei scherenartig verbundenen Bambusstäbchen gespannt ist; drückt man die Stabenden zusammen, so führt der Akrobat allerhand Turnkunststücke aus. Kobili, der Holzschneider, stellt einen japanischen Tischler mit einer Säge und einem Brettchen dar, der durch eine Schnur in Tätigleit versetzt werden kann. Chin ist ein kleiner weißer Hund, der kläfft, wenn man ihn auf den Kopf schlägt. Dann gibt es winzige Spinnräder, die getrieben werden können, irdene Schidkröten, die im Wasser schwimmen, hölzerne Pfeifen, die beim Geblasen166 80 8 VI sie bestimmte Göter vorstellen sind besonders häusig, „pirigeng ist dem Tierreich entnwommen und zum Teil m ans:c.. ioter Belhlächen Bich und burcd aus Busler Set Kudigihen grenghichen und Kahen nnren Wpigiaochen bestehl und ourch eine guirlende! Sewffen ausschließlich der Stadtsparkasse, welche die übliche Geschäftezeit einhält, sind am 24. und 31. Dezember dieses Jahres von vormittags 8½ bis nachmittags 2 Uhr geöffnet. Die Kämmereikasse ist für den öffentlichen Verkehr nur bis 12½ Uhr geöffnet. Das Standesamt ist am 1. Weihnachtsfeiertage und am Neujahrstage von 11½ bis 12½ Uhr geöffnet. 7139 Der Magistrat Bielefeld. sal im Wasser schwimmen, bölzerne Pfeifen, die beim Ge werden ein Windrad in Dreyung versetzen, Fächer in Blumenform, bewegliche„Mirzatuxpuppen und apzäbligg andere„Tinge, I Als nach etlichen Minuten der Braune wieder stehenblieb, ic iu Fimn„Mindten der Siaung wievel,„stehenblieb, wieder kauf, aber nicht mehr so schaurig rief, da löste sich uns das Rätsri, Ich hörte zwar nichts, denn ich habe nie ein seines Gehür gehaht nur ungowöhnlich weit und sch:..*§ 9). s Rätsel. Ich hörte zwar nichts, denn ich habe nie ein seines wehor gehabi, nur ungewohnlich weit und scharf sehende Augen, aber die Leute riefen beide:„Der Rappe antwortet ihm!“ Die ganze Schmadron kannte ja die seltsame Freundschaft der beiden ∆ 8 ganze Schwabton tannn sa ei Fulg==Greunyschaft der beiben Pferde und freute sich daran. Der Braune quittierte das Antworten des Rappen mit einem langen, vergnügten Lachwiehern. In immer kürzeren Pausen ertönten nun Ruf und Antwort. Dabei waren wir immer noch vielleicht an tausend Schritt weit in der Heide. Der Braune ließ sich nun völlig von der Freundesstimme steuern. Wir kamen auf einen Weg, der von der Leeide herab in das an ihrem Rande liegende Quartierdorf führne Ein paar schwach er'euchtete Fenster war alles, was in der pechfüinsteren Nacht zu erkennen war. Toch brauchte ich das Gehöft, wo wir für die Nacht hingehörten, nicht zu suchen. Hinter form, beregliche Minjatuxpupven und unzählige andere Dinge, die fast alle um eine Frupfermunze zu haben sind. Fur Puppen haben die Japaner überhaupt eine große, fast abergläubische Vorliebe. Lebensgroße Puppen wurden, wie Lafcadio Hearn, der leider zu früh verstorbene Kenner japanischen Volkslebens, erzählt, früher oft wie das Kind vom Hause gehalten; sie hatten ihre eigenen Betten, viele hübiche Kleider, bekamen ihre regelmäßigen Mahlzeiten, und der Glaube war verbreitet, daß es dem Hause Ungemach bringe, wenn man sie vernachlässige. einem Scheumentor rief der Rappe immer von neuem gleichsam sein„Hierher“ und schlug ungeduldig mit dem Hufe ans Tor. sch mich beri vem Rittmeister„meldete, sagte ger:„Gott sei Tank. daß Sie lwieder do sino, und lohte meine Findigkeit. Ich Als ich mich tbei dem Rittmeister meldete, sagte er:„Gott Jsei Chnt,, daß Eir swieder du fnd, und wole meine Hindigten.„Ich gao aber das Lchb an die beiden treuen Freunde weiter in Gekfg. Die Behandlung abstehender Ohren. Manche Eltern wünschen, daß ihr Kind von den unangenehm abstehenden Ohren befreit werden könnte, aber bis jetzt gibt es noch kein Mittel, das dieses Verlangen voll und ganz erfüllt. Man half sich bisher damit, nach einem Schnitt in der Furche zwischen Ohrmuschel und Schädel den Knorpel bloßzulegen und dann aus dem zu stark gekrümmten Teile des Knorpels elliptische Streifen von entsprechender Ausdehnung herauszuichneiden, bis die federnde Kraf; des Knorpels vollkommen beseitigt ist, so daß sich die Ohrmuschel ohne Spannung an den Schädel anlegen läßt. Neuerdings operiert man so, daß eine flächenhafte Verwachsung der hinteren wundgemachten Fläche der Ohrmuschel mit dem wundgemachten Warzenfortsatz stattfindet. Allerdings wird das Ohr dann unbemeglich, so daß auch diese Methode keine befriedigende Folgende besonders schön ausgestattete halten wir zu bedeutend ermäßigten Preisen empfohlen: Till Euleuspiegel Levensansichten des Haters Murr Früder Nr. Reineke Fuchs Hille Bobbe(klafasche Büder mit Märchen) jetzt Ml. 1.— 300(Cierbilder) früher Nr. 2.50 e jetzt Ml. 1.25 Zwergnase (Porto nach auswärts 20 Pfg. für jedes Exemplar.) Buchhandlung„Volkswacht“, Schulstr. 20. 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Störung, doch dann axmlungen überwag sich um rein gewerk korr soll uun in den und sich außerdem d Nötigung wurde dar gelagt hatte, er wür! soll er die Beamten könnten auch wo and Ruttern. Der Anklagevertr Meinung, Schikorr h Beamten zu Hause de pflegen sollten, anstat auch aus den bestim hervor, und daher häl beantragten sechs Ze um eine schwere Vel sammlung gefallen sei Das Gericht vern: Schikorr zu drei Mo oder weiteren 40 Tage Schikorr hat sich Ueberwachung der# Beschwerde noch nich greifliche Urteil des rufung eingelegt. Gewerberichter u verbandes. Auf die! der Gewerberich Geschäftsführer eines und daß sich dieses n nicht vertrage, antwo schrift an unser Zwicko längeren Darlegung Amtes für völlig un übrigen aber glaubte, er in der Stellung all gung den Abschluß ei gute Glauben und die darauf kommt es schlie das„Sächsische Volksl sehr treffend also: „Er übersieht gang, sich dabei fühlt, Jonde besondere die Arbeiter darüber urteilen. De daß beide Aemter unn können.“ Streik in der gesetzter Lohnreduktit sind in der Glühs burg die Arbeiter Streik getreten. Da die wichtigste im ga legung des gesamten Einigung nicht erzie Arbeiter und Arbeit Zum Kampf der der vorigen Woche h zwischen Vertretern de missionen des Fabrik stattgefunden. Die B gung,„Die Folge davo die Arbeit einstellten. Ueber 600 arbeiten be * DamenDamenDamen Damen. Nerren NerrenNerrenNerrenSchte: * Massanferi Begerete Ledistriktes Stellung zu einem Lohntarif nahmen, da der alte abgelaufen war. Die ersten Versammlungen verliesen ohne Störung, doch dann erschienen Gendarmen, die die letzten Versammlungen überwachten, obwohl ihnen bedeutet wurde, daß es sich um rein gewerkschaftliche Angelegenheiten handelte. Schikorr soll unn in den Versammlungen die Gendarmen beleidigt und sich außerdem der Nötigung schuldig gemacht haben. Die Nötigung wurde darin gesehen, daß Schikorr zu den Beamten gesagt hatte, er würde sich über sie beichweren. Und beleidigt soll er die Beamten haben durch die Worte: Die Gendarmen Innten auch wo anders sein, wo, wisse er nicht, vielleicht bei Der Anklagevertreter und der Vorsitzende waren beide der Meinung, Schikorr habe zum Ausdruck bringen wollen, daß die Beamten zu Hause den geschlechtlichen Verkehr mit ihren Frauen pflegen sollten, anstatt in der Versammlung zu sitzen. Das gehe auch aus den bestimmten Erklärungen der beiden Gendarmen hervor, und daher hätte das Gericht auch nicht die von Schilorr beantragten sechs Zeugen geladen! Außerdem handele es sich um eine schwere Beleidicung, da sie in einer politischen Versammlung gefallen sei. Und das müsse gerochen werden. Das Gericht verurteilte— dieser Auffassung entsprechend— Schikorr zu drei Monaten Gefängnis und 200 Mk. Geldstrafe oder weiteren 40 Tagen Gefängnis. Schikorr hat sich beim Oberpräsidenten über die polizeiliche Ueberwachung der Versammlung beschwert. Bis heute ist die Beschwerde noch nicht beantwortet worden. Gegen das unbegreifliche Urteil des Schöffengerichts wird selbstverständlich Berufung eingelegt. Gewerberichter und Geschäftsführer eines Unternehmerverbandes. Auf die kürzlich von uns mitgeteilte Nachricht, daß berichter Mette in Plauen zugleich auch Geschäftsführer eines neuzugründenden Fabrikantenvereins sei und daß sich dieses neue Amt mit dem eines Gewerberichters nicht vertrage, antwortet Herr Mette in einer längeren Zuschrift an unser Zwickauer Parteiblatt. Er versucht dort in einer längeren Darlegung nachzuweisen, daß er sich trotz des neuen Amtes für völlig unbefangen als Gewerberichter halte, im übrigen aber glaubte, im Interesse der Arbeiter zu handeln, da er in der Stellung als Geschäftsführer der Unternehmervereinigung den Abschluß eines Tarifvertrages fördern könnte. Der gute Glauben und die Absicht des Herrn Mette in Ehren, aber schließlich nicht an. So kommentiert denn auch das„Sächsische Volksblatt“ die Ausführungen des Herrn Mette sehr treffend also: Soaste de dekeiler de in Goereisagelck iKe Rleck bocke urteilen. Deren Meinung geht fast einmütig dahin, daß beide Aemter unmöglich von einer Person ausgeübt werden ae Sitishifeben elbetffsesssaser st. Aches: burg die Arbeiter der Pumpstation, 60 an der Zahl, in den Streik getreten. Da die von diesen Arbeitern geleistete Arbeit die wichtigste im ganzen Fabrikationszweige ist, ist die Stilllegung des gesamten Betriebes sehr wahrscheinlich, wenn eine Einigung nicht erzielt wird. Die Fabrik beschäftigt über 1200 Arbeiter und Arbeiterinnen. Zum Kampf der Schiffchensticker im Vogtland. Im Laufe der vorigen Woche haben wiederholt Einigungsverhandlungen zwischen Vertretern des Textilarbeiterverbandes und den Kommissionen des Fabrikanten= und des Maschinenbesitzervereins stattgefunden. Die Verhandlungen ergaben jedoch keine Einidavon ist, daß am Montag gegen 500 St wegung hat auch außerhalb Plauens eingesetzt; es haben Kündigungen in Falkenstein, Pausa, Treuen und noch an verschiedenen anderen Orten stattgefunden. Vermischtes. Selbstmord eines Marine=Ober=Ingenieurs. Kiel, 21. Dez. Der Marine=Ober=Ingenieur Roggensack, der in der Werstnterschlagungssache befreffs des Kreuzers„Danzig“ zur DienstAuf der See ver direktion gibt jetzt in der Nordsee herrschenden Gesamtbefar. gengen 8 Fischerlutter mit ei Gesamtvesatzung von 27 Mann vermißt werden. Die Le dürften jetzt, a.so 16 Tage nach der Sturmkatastrophe, als schollen zu betrachten sein. Es besteht die Absicht, zugunsten der Sammaß ig aud drei.Ronaten Gesäangniz, vernrtelt wardte, er. sim in seiner Privatwohnung, nachdem sein Gnadengesuch nlagig beschieden worden war. Auf der See verschollen. Hamburg, 21. Dez. Die Fischereibekannt, daß seit dem am 3. und 4. Dezember gen Orkan 8 Fischerkutter mit einer vormißt warden. Die Leute verSinfarbsi Dten gein. Es bestehl die Absicht, zugun Hinterbliebenen der Opfer in Hamburg eine öffentliche lung zu veranstalten. Ein verbotenes Manegeschauspiel. Berlin, 21. Dez. Im Zirkus Busch sollte am Donnerstag die Premiere einer neuen Brcerbich nite mime„Die Nihilisten“ stattfinden.„Im letzten ser=Fäz jebt die Aufführung des mimischen Dramas von ver Poliget verboten worden. Die Gründe sind politischer Natur. Die Pantomime zeigte unter anderem das Attentat eines Studenten auf einen russischen Polizeihauptmann. Ein ungetreuer Revisor. Breslau, 21. Dez. Die Strafkammer in Beuthen verurteilte den Revisor der Vereinigten Königs= und Laurahütte, Stadtrat Max Kunert aus Königshütte, wegen Unterschlagung von 10000 Mark zu einem Jahre Gefängnis. Von Cook. Kopenhagen, 21. Dez. Die Kommission zur Untersuchung von Cooks Dokumenten hat jetzt offiziell ihren Beschluß veröffentlicht, nach dem seine Papiere nicht beweisen, daß Cook den Nordvol erreicht hat. Zum Warenhausbrand in London. London, 21. Dez. Das Feuer brach in einer der oberen Etage in einem mechanischen Transportrundlauf aus. An den Löscharbeiten beteiligte sich das Publikum, bis die Feuerwehr auf dem Platze erschien. Um 1 Uhr nachts gelang es endlich, des Brandes Herr zu werden. Von dem Gebäude sind nur traurige Ruinen übrig geblieben. Bisher konnten nur zwei der bei dem Brande umgekommenen Personen identifiziert werden. Es sind dies ein 29jähriger Schneider und eine Mantelnäherin. Die Schwerverletzten, deren Zahl auf fünf angegeben wird, sind sämtlich Angestellte der Firma. London, 21. Dez. Nach den neuesten Berichten sind bis jetzt acht Leichen aus den Trümmern des abgebrannten Warenhauses hervorgeholt worden. Zehn Personen werden noch vermißt. Dem Arbeitsminister Burns, der, wie bereits berichtet, vor dem Eintreffen der Feuerwehr auf dem Brandplatze erschien, ist es vor allem zu verdanken, daß das Feuer nicht weiter um sich griff. Er organisierte sofort aus zufällig anwesenden Soldaten und Matrosen Rettungsmannschaften und ließ die Straßendekorationen und Reklamemaste, die das Feuer weiter zu verbreiten drohten, niederlegen, wobei er selbst kräftig Hand anlegte. Er wagte sich auch am weitesten gegen die Flammen vor und empfing die Angestellten, die sich aus den Ausgängen retten konnten. Durch und durch naß, das Gesicht geschwärzt, die Kleidung mit Zementstaub bedeckt, die bei dem Rettungswerk verbrannte Hand in einer Binde, verließ Burns unter den Beifallsrufen der Menge den Brandplatz, um sich sofort zu einem angesagten Wahlmeeting zu begeben. Dort erklärte er. angesichts dieser Katastrophe solle man das Meeting ausfallen lassen. Er forderte die Erschienenen auf, zum Zeichen der Trauer den Hut abzunehmen und ruhig nach Hause zu gehen. Die Anwesenden leisteten seiner Aufforderung Folge. Letzte Nachrichten. 22. Dez. Von dem Dampfer„Waldemar RadeDez. Von dem Dampfer„Waldemar Rademacher“, der am 1. Dezember von Leith nach der Elbe abging und am 4. Dezember in Hamburg hätte eintreffen müssen, fehlt bisber jede Nachricht. Die Besatzung besteht aus 17 Mann. Berlin, 22. Dez. Gestern abend wurde die 58jährige Eigentümerin Auguste Petit aus der Lohmühlenstraße zu Treptow von einem unbekannten Manne überfallen, beraubt und nicht unerheblich verletzt. Als die Dame gegen 8 Uhr von einem Einkauf zurückkehrte und den Hausflur betrat, erhielt sie von einem etwa 65jährigen Manne mit einem Schlagring Schläge über das Gesicht und den Hinterkopf. Der Täter ist entflohen. Wien, 22. Dez. Aus Bukarest wird direkt gemeldet, daß der Ministerpräsident Bratiano von zwei Kugeln in den Rücken und am Arm getroffen wurde. Der Täter soll ein Eisenbahnarheiter sein, der wegen Teilnahme an sozialistischen Kongressen entlassen worden war. Bukarest, 22. Dez. Gestern abend 7 Uhr gab ein Arbeiter drei Revolverschüsse auf den Ministerpräsidenten Bratiano ab, als dieser seinen Wagen verließ und sein Haus betreten wollte. Der Ministerpräsident erlitt leichte Verletzungen. Der Arbeiter wurde verhaftet. Bukarest, 22. Dez. Die Aerzte stellten fest, daß der Ministerpräsident Bratiano von zwei Kugeln getroffen wurde. Beide Wunden sind ungefährlich. Abends war das Befinden des Ministerpräsidenten befriedigend. Es ist keine Komplikation eingetreten. Kopenhagen, 22. Dez. Der Wortlaut des Urteils der Kopenhagener Universitätskommission, die bekanntlich gestern offiziel erklärte, es sei festgestellt, daß Cook den Nordpol nicht erreicht habe, ist gestern mittag bekannt gemocht worden. In dem Gutachten wird fo'gendes mitgeteutt: Die durch Cooks Sekretär Lonsdale der Universität übergebenen Dokumente sind erstens ein 61seitiger, mit der Schreibmaschine hergestellter Bericht über die Polarfahrt und zweitens eine 16seitige sogenannte Abschrift der Notizbücher Cooks. Dr Cook hat der Universität durch Lonsdale feierlich erklären lassen, daß seine Originalnorizbücher in den nächsten Tagen kommen würden. Diese Bücher sind bisher jedoch nicht eingetroffen. Sämtliche Kommissionsmitglieder haben sich bei der Prüfung der vorgelegten Papiere schnell von der Wertlosigkeit des vorliegenden Materials überzeugt. Die „Notizbücher“ enthalten keine Aufzeichnungen über Cooks astronomische Feststellungen, sondern nur Folgerungen daraus. Das Gutachten bezeichnet es als zweifelhaft, daß solche Beobachtungen überhaupt angestellt wurden und hält selbst den Beweis dafür, daß die Schlittenexpedition mit den zwei Eskimos in der angegebenen Weise ausgeführt wurde, nicht für erbracht. Der letztere Bericht ist, wie die Kommission heroorhebt, mit dem von Cook in Newyork früher veröffentlichten so gut wie identisch. Das überreichte Material enthält nach dem Endurteil der Kommission keine Mitteilungen oder Aufzeichnungen, die zum Beweise dafür dienen könnten, daß Cook den Nordvol erreicht hätte. Herrn Cooks gegenwärtiger Aufenthalt läßt sich nicht ermitteln. Kopenhagen, 22. Dez. Die hiesige Zeitung„Politiken“ fragte telegraphisch bei dem Londoner Verleger Heinemann an, ob er Cook einen Vorschuß auf das zu schreibende Buch gegeben habe. Heinemann verneinte, so daß Cool keinen europäischen Verleger geschädigt hat. Dagegen hat er für eine Vortragstournee, die er in Amerika unternehmen wollte, von einem Amerikaner einen Vorschuß von 250000 Dollars erhalten. Einem Vertreter der „Positiken“ gegenüber erklärte Kommandeur Holm, ein bekannter Polarforscher, der Mitglied der Prüfungskommission war: Cook ist ein Schwindler. Was er uns an Papieren geliefert hat, ist einfach lächerlich. Die heutige Rummer umfaßt 16 Seiten. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Max Sachs, für den Inseratenteil: Wilbelm Böttcher, beide in Bieleseld. „„ R err• Lonunwbaren! Damen Damen Damen DamenNerren Nerren Nerren Seitel -Stiefel -Sslcher -Stiefel Stiefe! - Stiefel -Stiefe! -Stiefe! PSticher vorzügliches Wicheleder, sehr solide Ausführung 550 Mük. 5“ aus weichem, feinen Chromieder, auch mit 550 Lackkappe............ Mk. echt Boxrindieder......... Ju. 500 Mk. 12.50, 10.50, 8.50, la. Borkalf und Cheureaux, hochelegent.. 750 Damen-Hausschuhe Damen-hausschuhe ohne Lederschle.. von Mk. Damen-Hausschuhe Sielen Austührungen hlk. 300 höher farbig Leder, warm Futter, Ledersohlen, Absatzileck........ 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Ju men angenommen worde Sie nur!— Die Abge waren keine Sozialdem d Heydebrand, Fürst zu Schüler, Siebenbürger, Dr. Zehnter und v. Dl Also sämtliche Sozialder für den Antrag Giesbe Art. Ila mit in das G dritten Lesung der Abg. antrage.(Sehr richtig! terungsantrag Giesberts neute Zustimmung bei d antrag Giesberts abgele Lesung zur Abstimmung stimmten, versuchten w schlechterung zu verhind Frank ausdrücklich hero der zweiten Lesung, al Giesberts war, stimmen terung der Beschlüsse der Lesung vom Zentrum in den. Daß wir damalsg zweiter Lesung gestimmt Gladbacher Flugblatte ni hinausgelogen, wir hätte Entschädigung an die Ar verbreiten gesucht. Her tarier genug, um zu wis gelehnt worden wäre. stimmung gekommen wär gewesen, wenn nicht der dern der Antrag Giesbe gebracht war, angenomm werden Sie nur Geschäft Leuten zu tun haben.# Verbreitung solcher Leg es in der Erwartung, da die Sozialdemokraten ha Nun aber zu der Sac die allerschwersten Vorwi treten läßt, ohne die habek, obwohl sie weiß, d den. Man hätte erst di Zigungen zu zahlen sind seitens der Regierur macht worden sind; sie sch aus, denn in der Bekai Oeffentlichkeit kam, hieß erhalten wird, wer aus zur Zeit der Entlassung Durchschnitte des Vorjah größte Mehrheit aller Be nicht nur dann, wenn ne es ist das etwas Dauern der Arbeiter von 1895 b 12 Jahren um durchschn nehmen, daß in den me schnittlich mehr Leute bese schäftigt waren.(Sehr r Arbeiter ausgeschlossen u den, wo im letzten Jahr Vorjahre, dann hätte mo ziemlich beseitigt.(Sehr Angoben der Berufsgene im Jehre 1907 weniger? 1908 zfolgedessen schiede Unterungsfrage war Nun hat man es so allen berechtigten Anford Bestimmungen heißt esi Als Arbeiter des Taba die Arbeiter, die in ein von Tabak gewidmeter kleben oder mit ähnlich der versandfertigen Her bar zusammenhängende arbeiten beschäftigt gen Hierunter fallen also die Kistenmachen, das Bekleb Großbetrieben allerdings kleine Unternehmer hat die nötigen Vorrichtunge das in einer Zigarrenki anderem beschäftigt als Bekleben usw. Diejenige