Abonnemetlshreis für Bielefeld und Umgegend, sowie bei sämtlichen Agenturen frei ins Haus gebracht 60 Pfg. monatlich. Durch die Post bezogen 1.90 Mk. vierteljährlich exklusive Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. Erscheinungstage mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage täglich nachmittags. Fernsprech=Anschluß Nr. 353. # Su UTeuros LosSa Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westfalen und die lippischen Fürstentümer. Buchhandlung, Druckerei, Erpedition und Redaktion: Schulstraße Nr. 20. Insertionspreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt Inseraten=Annahme bis ½#29 Uhr vormittags. Großere Inserate müssen bis 5 Uhr abends tags zuvor aufgegeben sein. Druck und Verlag ver Buchdruckerei und Buchhandlung „Volkswacht“ Gerisch& Co., Vieleseld. Nr. 275. Bielefeld, Donnerstag, 25. November 1909. 20. Jahrg. heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Ein Bergarbeiterstreik— der Herzenswunsch des Kohlensyndikats. Ki. Aus der Empörung der Bergarbeiterschaft über das gegen sie unternommene Attentat des Zechenverbandes, durch den Zentralarbeitsnachweis die Freizügigkeit und das Koalitionsrecht der Bergarbeiter illusorisch zu machen, haben viele bürgerliche Blätter gefolgert, daß ein Streik im Ruhrrevier zur Abwehr dieses Anschlages nahe bevorstehe. Diese Gerüchte verdichteten sich sogar zu der Meldung, die Bergarbeiterorganisationen wären mit einem allgemeinen Streik im Januar des kommenden Jahres einverstanden und betrieben bereits entsprechende Maßnahmen. Derartigen falschen und zum Teil sinnlosen Meldungen treten in den letzten Tagen mehrere Handelsblätter entgegen. Es ist richtig, schreibt z. B. das„B. T.“, daß in der Bergarbeiterschaft über die Einführung des Zentralarbeitsnachweises große Erregung herrscht, die auch in weiten Kreisen als berechtigt anerkannt wird, aber in leitenden Kreisen der Bergarbeiterbewegung ist man ganz und gar nicht der Ansicht, daß für Januar ein Streik der Bergleute bevorstehe. Von seinem Essener Korrespondenten wird diesem Blatt geschrieben, daß die Zechenbesitzer durch einen Streik jetzt in die Lage versetzt werden würden, ihre gewaltigen Kohlen= und Koksvorräte, die durch die lange Lagerung an sich eine teilweise recht beträchtliche Wertverminderung erfahren, zu guten Preisen abzusetzen. Aus diesen Erwägungen heraus warnen in den Bergarbeiterversammlungen die Redner aller Organisationen auf das dringendste vor unüberlegten Schritten. Von den Führern des alten Bergarbeiterverbandes, hebt der Bericht hervor, sei sogar in den Versammlungen ausdrücklich erklärt worden, daß diejenigen Mitglieder, die ohne Genehmigung des Verbandsvorstandes sich in einen Streik stürzen sollten, auf eine Unterstützung nicht zu rechnen hätten. Dieser Darstellung ist hinzuzufügen, daß das Kohlensyndikat und die ihm angehörenden Zechen noch nie über so enorme Vorräte von Kohlen und Koks verfügten, wie in der gegenwärtigen Zeit. Das Kohlensyndikat hat vor einigen Monaten neue umfangreiche Lagerstätten. die inzwischen aufgefüllt worden sind, erworben. Lange bevor an den Plan des Zechenverbandes, mit denkbarster Plötzlichkeit den Zentralarbeitsnachweis zur Knebelung der Arbeiterschaft durchzuführen, in der Oeffentlichkeit gedacht werden konnte, haben wir berichtet, daß in Kreisen, die mit den Auffassungen der Kohlenmagnaten vertraut zu sein pflegen, geäußert wurde, die Politik des Syndikats während der Krise werde von dem Ziel geleitet, sich auf einen Streik der Arbeiterschaft vorzubereiten, den man bei Beginn einer besseren Konjunktur erwarte. Die Art der Einführung des Zentralarbeitsnachweises in diesem Augenblick bestätigt, daß den Syndikatsherren ein Streik jetzt nicht unwillkommen wäre. Sie könnten die unter billigen Bedingungen angehäuften Vorräte nicht nur zu teuren Preisen verkaufen, sie würden auch unter Berufung auf den Streik sofort mit Preiserhöhungen vorgehen, die nicht nur die geringen Preisermäßigungen, zu denen sie sich unter dem Zwang der Verhältnisse verstehen mußten, ausgleichen, sondern übersteigen würden. Alles spricht dafür, daß das Syndikatskapital einen Bergarbeiterstreik in diesem Augenblick als eine Krönung ihrer gemeingefährlichen Terrors begrüßen würde. Es gibt keine Handlung, sei sie noch so brutal und blutig, die dem Syndikatskapital schon nach den bisherigen Vorkommnissen nicht zugettaut werden könnte und dürfte. Nicht nur die Bergarbeiter und mit ihnen die gesamte Arbeiterschaft, sondern auch große Echichten des Bürgertums, die bittere Klagen über das rücksichtslose Treiben der Kohlenmonopolisten fortwährend erhoben haben, müssen es als Lebensnotwendigkeit empfinden, daß der schrankenlosen Willkür des Syndikats ein Damm errichtet werde. Landarbeiterlos im Wahlkreis Landsberg=Soldin. Etwa acht Tage vor der Hauptwahl in Landsberg=Soldin fand im Dorfe Groß=Mandelkow eine Versammlung statt, in der ein konservativer Redner unter anderem auch den Landarbeitern erzählte, wie gut sie es auf den Höfen und Gütern Brandendurgs hätten, viel besser als die Arbeiter in den Städten. Er dries die guten Wohnungen der Landarbeiter, die guten Löhne, die gute Behandlung u. a. m. und schalt natürlich kräftig auf die dösen Sozialdemokraten. Dann ereignete sich aber das Unerhörte, daß ein einfacher, in der Nähe auf dem Gute Neumandeltow beim Herrn v. Boltenstern beschäftigter Landarbeiter dem Herrn entgegenzutreten wagte. Die Lobpreisung der Land#rbeiterlage hatte so aufreizend auf ihn gewirkt, daß er nicht Interlassen konnte, den schönen Worten des Herrn Referenten die häßliche Wirklichkeit entgegenzustellen. Schlecht und recht vertrat er seinen Standpunkt und genierte sich nicht, die WohJungen auf dem Gute des Herrn v. Boltenstern recht derbe als das zu bezeichnen, was sie sind. Kurze Zeit darauf wurde der Mann von Herrn v. Boltenstern gegen irgendeiner kleinen Differenz kurzerhand entlassen. Innerhalb dreier Tage, so gebot der Herr v. Boltenstern, solle Mann die Gutswohnung räumen. Der Arbeiter ist ein Familienvater mit fünf Kindern! Glücklicherweise war er nicht sanz mittellos, so daß er in dieser kurzen Frist den Auszug beverkstelligen konnte, sonst hätte er wohl mit Frau und Kindern in bitterer Winterkälte auf der Straße liegen müssen. Lohn shielt der Arbeiter nicht—Herr v. Boltenstern rechnete gegen die 15 Mark, die der Mann zu bekommen hatte, das Fahrgeld an, das er beim Zuzug des Arbeiters vor etwa ¾ Jahren gezahlt hatte. Im Arbeitsvertrag steht, daß das Fahrgeld nicht angerechnet wird, wenn der Arbeiter zwei Jahre auf dem Gute bleibt. Der Mann meinte, Herr v. Boltenstern dürfe das Fahrgeld nun nicht anrechnen, da er(der Arbeiter) habe bleiben wollen. Aber Herr v. Boltenstern legt den Vertrag anders aus. Das tollste aber ist, daß dem Arbeiter nicht einmal die Invalidenversicherungskarte ausgehändigt wurde. Herr v. Boltenstern weiß nicht, wo sie ist, und so kann sich der Entlassene in Berlin ohne Arbeit behelfen, bis Herr v. Boltenstern es für gut findet, ihm die Karte zu schicken! " Auf dem Gute des Herrn v. Boltenstern spielt übrigens der Stock bei der Behandlung der Arbeiter keine geringe Rolle. So werden Landarbeiter im Kreise Soldin behandelt. Wenn aber die Sozialdemokratie als Ursache der Landflucht auf die miserable Behandlung der Landarbeiter hinweist, so„hetzt“ sie! Mit Recht schreibt die„Berliner Volkszeitung": Der feinste und edelste Byzantinismus gedeiht zurzeit nirgends stärker als in den Reihen des dekadenten Freisinns, und sie beruft sich zum Beweise dafür auf folgende freisinnige Versammlungseinladung: Herr Rektor Kopsch, der vielgegannte glänzende Redner, der überalt, wo er das Wort ergreift, die Hörer im Sturm mit sich fortreißt, hat uns einige Stunden seiner kostbaren Zeit zur Verfügung gestellt. Herr Kopsch bringt uns und unsern Mitgliedern damit ein großes Opfer. Es ist Anstandspflicht, ihm dadurch zu danken, daß unsere Mitglieder zahlreich an der Versammlung teilnehmen. So wird ja nicht einmal Wilhelm II. von dem freisinnigen Bürgermeister Kirschner angeschmuhst. Sarkastisch bemerkt die „Welt am Montag“ dazu: Na, wenn die Reklame nicht gezogen hat, dann zieht überhaupt nichts mehr! Unbestreitbar ist übrigens die Behauptung, die Zeit des Herrn Kopsch sei„kostbar". Das kann jeder bestätigen, der die Höhe seiner Liquidationen kennt. Nur eins begreifen wir nicht: wenn Herr Kopsch ein so„glänzender“ Redner ist, warum hat er solche Todesangst davor, Gegner in seinen Versammlungen zu sehen? Das Thema der Versammlung vom 15. November lautete:„Theorie und Praxis bei den Sozialdemokraten.“ Angekündigt wurden in der Einladung scharfe Angriffe gegen die Sozialdemokratie. Aber ausgeschlossen vom Besuch waren— die Sozialdemokraten! Das nennt man Mut. O ja, Herr Kopsch kann die Sozialisten scharenweise töten, wenn — sie nicht anwesend sind. Kaiserliche Bundesbrüder. Das Korps Borussia in Bonn, dem Wilhelm II. und andere hohe Herren während ihrer Studienzeit angehört haben und jetzt noch als sogenannte„alte Herren“ angehören, ist von den Universitätsbehörden suspendiert(vorübergehend aufgehoben) worden. Diese Suspendierung ist, nach der„Kölnischen Zeitung", auf mehrere Vorkommnisse in diesem Sommersemester zurückzuführen. Bereits am 24. Juni wurde das Korps wegen arger Ausschreitungen, die ein Angehöriger des Korps sich gegen einen Polizeibeamten zuschulden kommen ließ, verwarnt und die Suspendierung in Aussicht gestellt. Zwei Tage später, am 26. Juni, ereignete sich ein schwierigerer Fall. Borussen und Einjährige des Bonner Husarenregiments drangen gewaltsam in die Wohnung eines Unteroffiziers ein und mißhandelten ihn. Wegen dieses Falles wäre das Korps zwar nicht bestraft worden; die Suspendierung erfolgte aber im Hinblicke auf die Tarsache, daß der Vorfall sich erst zwei Tage später ereignete, nachdem die Suspendierung angedroht worden war. Die„Bundesbrüder“ Wilhelm II. müssen es schon arg getrieben haben, wenn sich die Universitätsbehörden ihnen gegenüber zu einer so scharfen Maßregel entschlossen. In den Universitätsstädten sind ja allerhand studentische Rüpeleien an der Tagesordnung. Und Universitäts= sowie Staatsbehörden pflegen studentische Ausschreitungen nicht allzu streng zu beurteilen. Ja, sogar wenn einmal ein Hüter des Gesetzes verhauen worden ist — ein gewöhnlicher Sterblicher wird dafür schwer eingesteckt—, kommen die Herren Studenten mit einem blauen Auge, mit einer kleinen Geldstrafe davon. Gegen diese Milde ist ja an sich nichts einzuwenden. Aber wie machen es dieselben Herren, die in ihren jungen Jahren so manchen tollen Streich begangen haben, ohne sich darum zu scheren, ob sie dabei mit den Gesetzen in Konflikt kommen, wenn sie in Amt und Würde sind? Haben sie dann als Staatsanwälte oder Richter irgend einen armen Teufel vor sich, da merkt man sehr häufig nichts von der Milde, die sie selbst früher so gern sich haben gefallen lassen. Da kann sich solch ein schneidiger Herr Staatsanwalt nicht genug tun in mornlischer Entrüstung, und die gestrengen Herren Richter lassen den Bösewicht auf Monate hinter schwedischen Gardinen verschwinden, obgleich er vielleicht nicht mehr ausgefressen hat, wie sie selbst früher einmal. Und das Korps Borussia ist ja eine Vereinigung der Vornehmsten der Vornehmen. Aus ihm gehen nicht nur gewöhnliche Richter und Staatsanwälte, sondern die höchsten Beamten, Minister, Oberpräsidenten usw., hervor. Und diese Leute, die ihre Studienjahre benützen sollten, um sich die Kenntnisse anzueignen, die sie brauchen, um ein Volk zu regieren, verbringen ihre Zeit mit blöden Unfug. Da ist es wahrlich kein Wunder, wenn es dann später manchmal mit ihrer Regiererei nicht weit der sst. Altpreußische Sparsamkeit beim Militär. Oberst a. D. Gädke berichtet im„Berliner Tageblatt": „Vor einigen Jahren wurde ein Regimentskommandeut aus Charlottenburg zum Kommandeur einer Brigade befördert, deren Stab in Berlin stand. Er meldete sich hier dienstlich und liquidierte darauf unverzüglich 510 Mark(sage fünfhundertzehn Mark) für seinen Umzug aus Charlottenburg nach Berlin, obwohl er seine Charlottenvurger Wohnung ruhig beibehielt und sie erst ein halbes Jahr später(ohne dienstliche Veranlassung) innerhalb Charlottenburgs wechselte— also auch dann einen Umzug in die neue Garnison nicht vollzog. Nun würde an sich eine Bestimmung der Reiseordnung mißbräuchlich sein, die bei dem engen wirtschaftlichen Zusammenhang Charlotten= burgs und Berlins die Liquidierung von Umzugsgeldern gestattet, wenn man von einem Stadtteil zum anderen umzieht. Um Stadtteile handelt es sich doch tatsächlich. Man kann aus dienstlichen Gründen innerhalb Klein=Berlins zu einem weiteren Umzuge genötigt sein, als der von Charlottenburg nach dem Westen Berlins ist, ohne bei solcher Gelegenheit 510 Mk. liquidieren zu können. Geradezu unglaublich aber ist es doch, wenn die Wohnungsverlegung überhaupt nicht stattfindet und trotzdem die Kosten dafür angefordert und auch bezahlt werden.“ Man sieht: das Kieler System wird auch im militärischen Binnenlande geübt! Diesem System sollte denn doch schleunigst ein derher Riegel vorgeschoben werden! Die Arbeiten des Reichstags. Die„Kölnische Zeitung" beschäftigt sich mit den Arbeiten, die der Reichstag in der nächsten Session zu erledigen habe. Es handelt sich da zunächst neben dem Etat um die Ergänzung der jüngsten Reichsfinanzreform. Ferner sei spätestens am 1. April 1911 die Reichswertzuwachssteuer vorzulegen, die am 1. April 1912 in Kraft treten soll. Dazu bedürfe es gründlicher Vorarbeiten der Regierung, aber auch mancherlei Anregungen aus dem Parlamente. Durch die letzten Vorkommnisse beim Verkaufe des Tempelhoferfeldes und den Ankauf neuer Truppenübungsplätze bei Zossen und Baru#h seien neue Gesichtspunkte gegeben, die berücksichtigt werden müßten. Zu einer allgemeinen Aufrollung der Steuerfragen werde der Nachtragsetat führen, der die Forderungen für die Deckung der festen Anleihe und der schwebenden Schuld enthalten muß. Dazu kommen dann die durch den Schluß der Session im Sommer 1909 unerledigt gebliebenen Gesetzesvorlagen: das Gesetz über die Arbeitskammern, die Novelle zur Gewerbe=Ordnung, das Gesetz über Aenderung des Strafgesetzbuches, das einige Paragraphen über Hausfriedensbruch, Tierquälerei, Beleidigungen usw. ändern wollte, sowie die Vorlagen über Aenderung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Strafprozeßordnung und des entsprechenden Einführungsgesetzes. Ferner blieb unerledigt: die Fernsprechgebührenordnung. Noch gar nicht in Angriff genommen ist die Beratung der Reichsversicherungsordnung; dringlich sei eine Abänderung des im Zolltarifgesetze festgelegten Termines für das Inkrafttreten der Witwen= und Waisenversicherung, da diese schwerlich bis zum 1. Januar 1910 verabschiedet werden könne. Endlich sind mit einer ganzen Reihe von Staaten unsere Handelsbeziehungen in nächster Zeit neu zu regeln, besonders mit Amerika; außerdem sind die demnächst ablaufenden Handelsverträge mit Japan, Bulgarien und Schweden— falls eine Kündigung erfolgt— zu erneuern. Die Revolution in Nicaragua und die Vereinigten Staaten. Washington, 23. Nov. Die amerikanische Regierung wird eine bedeutende Geldentschädigung von Nicaragua für die Hinterbliebenen der beiden erschossenen Amerikaner verlangen. Die amerikanischen Behörden planen eine umfangreiche Flottendemonstration gegenüber Nicaragua. Es herrscht infolgedessen eine große Tätigkeit auf den Docks der Marinedepartengnts, da zahlreiche Vorkehrungen zum Transport von Truppen getroffen werden. Man schließt daraus, daß eine Truppenlandung ins Auge gefaßt ist. Eine weitere Flottenverstärkung steht bevor. Newyork, 23. Nov. In Bluefields(Nicaragua) wurden 20 amerikanische Geschäftsleute auf Befehl des Präsidenten aus einem nicaraguanischen Gefängnis entflohen sei, wo Hunderte von Amerikanern als politisch verdächtig festgehalten würden. Hier sei auch ein Deutscher, Gottlieb Groß, der Geschäftsagent und Vertraute Zelayas, auf seine eigene Bitte gefangen gejetzt, da er auf freiem Fuße für sein Leben fürchtete. Dieser Mann habe große Finanzunternehmungen geleitet, bei denen Präsident Zelaya sich Millionenverdienste gesichert habe. Das amerikanische Kanonenboot„Vicksburg“ ist in Corinto eingetroffen, der Kreuzer„Desmonies“ liegt vor Greyton. Reichstagsabgeordneter Kreth über seine früheren Blockbrüder. Der Abg. Kreth hat seinen Wählern in Ostpreußen Rechenschaft abgelegt über seine Tätigkeit im Reichstage. Als Ort für diese Handlung hat er sich das in den weitesten Kreisen unbekannte Städten Darkehmen ausgesucht, und dort hat er Hohn und Spott über die Liberalen ausgeschüttet. Nach dem langen Bericht der„Kreuzzeitung" erzählte Kreth, daß er der konservativen Fraktion scherzweise den Vorschlag gemacht habe, sie soll in copore der nationalliberalen Fraktion beitreten, sie habe dann dort die Mehrheit und könne auf diese Weise ihre Grundsätze vertreten! Ueber den Block selbst äußerte er sich: „Kann sich jemand eine gewaltsamere Paarung denken als konservativ und liberal? Verschiedene Weltanschauungen.... der alte unüberbrückbare Gegensatz von Glauben und Unglauben, hier Freihandel, dort Schutz der nationalen Arbeit, hier Großkapitalismus und Ueberseehandel, dort Mittelstand und Landwirtschaft, hier Streben nach Parlamentsherrschaft, dort Festhalten an dem erprobten Staatsrecht, das die Exekutive und die letzte Entscheidung in allen Fragen des Staatsrechtes in die Hand des Monarchen legt. Feuer und Wasser verbinden sich zwangloser als so schroffe politische Gegensätze.“ Jedenfalls geht aus der absichtlich verletzenden Form der Demonstration Kreths hervor, daß die konservativen Führer die liberal=konservative Paarung endgiltig für erledigt halten. Zentrum und Erbschaftssteuer. Nach einem Telegramm des „Berliner Tageblatt“ hat der konservative Reichstagsabgeordnete Fürst Dohna=Schlobitten am Montag in Königsberg in einer Wählerversammlung erklärt, das Zentrum habe seine Mitarbeit bei der Reichsfinanzreform von der Ablehnung der Erbschaftssteuer abhängig gemacht. Anscheinend wollte der feudale Abgeordnete damit die Haltung der Konservativen entschuldigen. gegen das Vorjahr mehr 23 790000 Mk., für Schiffsbauten Armierungen. Es werden verlangt: vierte und Schlußrate für die Linienschiffe Rheinland und Posen, sowie für den großen Kreuzer von der Tann, dritte Raten für die Linienschiffe Östfriesland, Helgoland und Ersatz Beowulf, sowie den großen Kreuzer G., dritte und Schlußraten für die kleinen Kreuzer Köln und Augsburg, zweite Raten für die Linienschiffe Ersatz Frithjof, Ersatz Hildebrand und Ersatz Heimdall und den großen Kreuzer — Kalte die zmeite ileines Kreuzer Ersatz Bussard und Ersatz Zulle, die zweite und Schlußrate für einen Tender für das erste Raten für die Linienschiffe Ersatz Hagen, Ersatz Aegir, Ersatz Odin, für den großen Kreuzer I., ###.#i0 kleinen Kreuzer Ersatz Comoran und Ersatz Condor. Außerdem erscheinen eine zweite und Schlußrate für eine Torpedobootflottille, eine erste Rate für eine Torpedobootflottille un#eine Forderung von 15.000000 Mk.(+ 5000000 Mi. zur Weitk henseihen, und zur Fortsetzung der Die Nationalliberalen unter der Knute der industriellen Scharfmacher. München, 24. Nov. Die„Münchener Post“ macht heute die Mitteilung, der Zentralverband deutscher Industrieller habe den Abgegndneten Rassermann und.8 e ere huge den Abgebröneten Gassermann und Stresemann bei den Koziathesun9 derggahsubsidien gedroht, wenn sie nicht ###eh ta# itischen g#timmungen im Reichstage im Sinne des Zeniralberbandes Besserung beweisen. Stäbtetag zur Beratung der städtischen Arlin, 24. Noo. Unter dem Vorsitz heitslosenversicherung. Berlin, 24. Noo. Unter dem Vorsitz des Overvurgermeisters Kirschner tagte heute im Berliner Rathauss eine gemischte Dexutation zur Beratung über eine städtische Arbeitslosenversicherung. Nach dreistündiger Debatte wurde beschlossen, eine außerordentliche Sitzung des Deutschen StädteStellung zu nehmen. dieser wichtigen Frage „eichrtagemandut. Der Reichstagsabgeordnete Apherfung, umtsgerichtsrat de Witt, Zentrum, irven. Es wird da zu einer interessanten Nachwenn auch nach keine Nussicht bestebt d. 9 „ Frledigtes Reichstagsmandat. fur Mülheim=Wipperfürth. Amt gestern gestorben. Es wird da zu einer interessanten Nachwahl kommen, Wenn auch noch keine Aussicht bestehl, den Wahlkreis dem Zentrum zu entreißen. Wir erhielten im Jahre 1903 7871, im Jahre 1907 8538 Stimmen. Die entsprechenden Stimmen der Nationalliberalen betrugen 7585 und 11 218, die des Zentrums 16 487 und 19958. Von der akademischen Freiheit. Königsberg, 24. Nov. Der Prorektor, Universitätsprofessor Händte verbot nach der Hart. Ztg. den Vortrag des Reichstagsabgeordneten Gyßing in der freien Studentenschaft über die Geschichte und das Programm der Freisinnigen Volkspartei. Wahlbündnis im 12. Berliner Landtagswahlkreis. Zwischen den Freisinnigen, Nationalliberalen und Konservativen im 12. Berliner Landtagswahlkreis haben Verhandlungen stattgefunden, die zu einem Kompromiß geführt haben. Danach verprlichteten sich Nationalliberale und Konservative, ihre Kandidaturen zurückzuziehen und sofort für den Kandidaten der FreiHinnigen zu stimmen. Die Freisinnigen hatten Angst vor dem ee der Stichwahl, die nun vermieden wird. Die weiteren Wahlarbeiten leitet ein aus den drei Parteien gebildeter Wahlausschuß. Die Wahl findet am 30. November statt. Die deutsch=englische Entente und die Kongofrage. London, 36.—: Der Sekretär der Kongoreformassoziation, E. D. Molel, kundete gestern in einer Versammlung in Hull an, er zuverlässiger Quelle erfahren, daß das angestrebte Einverständnis zwischen Deutschland und England über die Kongofragen erzielt sei. Er sprach im Anschluß daran die Meinung binnen kurzem' eine internationale Konferenz zur endMberufen aus, daß binnen kurzem eine internationale Konferenz z wersen wirhed strttigen Angelegenheiten ein einsrecht und Preßgesetzgebung, Zollwesen, Patentschutz unSchutz geistigen Eigentums, Munzwesen, Geld und Geldverkehr, .. 3. Lelephon= und Luftverkehrswesen, die Eisenbahnen, soweit und Soft.gt s##0d Lustverkehrswesen, die Eisenbahnen, soweit die Landesvellewdigung und der Auslandsverkehr in Betracht kommen der Schiffahrtsverkehr und die Rechte der Ausländer leurmen, her in Finnland. Engkand. Die Finanzbill im Oberhaus. London, 22. Nov. Auf der heutigen Tagesordnung des Oberhauses steht die Beratung über die Finanzreformvortage, die Trihünen waren-füllt, üder die Hinlanzresormebrlage, die Tribunen würen Überfunlt. Nach Verlesung der Tagesordnung unterbreitete der Großsiegelbewahrer Earl of Crewe dem Hause die zweite Lesung der Finanzreformvorlage, ohne zu ihrer Erklärung oder Verteidigung zu sprechen. Sodann erhob sich Lord Landsdowne unter dem Veifall der Opposition, um seine bereits angelündigte Resolution zu begründen. Er erklärte, das Schweigen des Earl of Crewe zeige, daß die Regierung der Meinung sei, daß die Peers mit der wichtigen Frage der Finanzreform nichts zu tun hätten. Für die Opposition liege die Sache einfach. Es sei eine schwerwiegende Gesetzesvorlage, wie sie niemals dem englischen Volke vorgelegt worden sei. Sie erfordere die Zustimmung des Oberhauses, und dieses dürfe die Verantwortlichkeit seiner Zustimmung nicht auf sich nehmen, ohne daß es sich vergewissert hatte, daß das Volk wünsche, die Vorlage solle Gesetz werden. Im. geiteren Verlauf seiner Rede erklärte Landsdowne, die Ionasit hauten ds diecht, die Finanzvorlage abzulehnen. Die D####tion widersetze sich diesen Steuern, weil sie eine einzelne Giclte für. besse## diesen Steuern, weil sie eine einzelne Klüusse für eine besondere bruckenbe und auf einem sozialistischen Trugschluß beruhende Inanspruchnahme herausgriffe. Wenn die Vorlage Gesetzeskraft erlange, würde die Nation gezwungen sein, ihre jährlichen Verbindlichkeiten aus ihrem Kapital zu bezahlen. Der Wert der englischen Staatspapiere sei im Sinken und die Engländer wendeten, um ihr Kapital anzulegen, ihre Aufmerksamkeit mehr und mehr dem Auslande zu. Redner ging sodann auf die Tarifreformbewegung ein und sagte, man frage sich, ob die Zeit nicht gekommen sei für eine erneute Prüfung der Grundlage des englischen Finanzsystems und ob man noch länger über ein Finanzsystem lachen konne, unter dem je die Folgen der Abbereit, ihnen zu belehnung der Bill ins Auge gefaßt und gegnen. Lordkanzler sagte in seiner Antwort: Der vorgeschlagene stürze alle parlamentarische Tradition, wenn auch viellassig und gesetzlich, sei er doch vom konstitutionellen Standpunkte verkehrt. Man verlange, daß dem Oberhaus solche Machtbejugnisse verlienen würden, daß das Unterhaus und die Regierung auf e Gnade der Lords angewiesen wären. Der Lordkanzler wies auf die sechsjährige Dauer der Parlamente zin und meinte, es blieben somit noch zwei Jahre, um die Steneng meintg,(.#tieb git noch zwei. Jahre, um die Sieuern ohne Verletzung der Verfassung ruagangig zu machen oder zu ändern, wenn das Volk sie verurteile. Hiekauf ergriffen noch einige Redner das Wort, dann wurde die Debatte Eine neue Maßregel gegen Finnland. Petersburg, 23. Nov. Der Kaiser hat dem Beschlusse des Ministerrats seine Zustimmung erteilt, nach welchem in Zukunft auf den auskändischen Kongressen, Konferenzen, Ausstellungen und internationalen Feiern, sobald sie einen politischen Charakter tragen, die Vert des kine ir Lische an eitischen Charakter tragen, -Areter des sinnlanvischen Regierungsressorts nicht mehr selbstandig auftreten dürfen. Wenn derartige Kongresse und dergleichen nicht politisch###nd, dürfen die Finnländer nur als Privatpersonen oder als Vortreter yrengter R Frienipersonen Vder uls Verikeler prwbalr Vereinigungen füngieren. Sofern es nötig erscheint, daß offizielle Vertreter Finnlands zu irgendwelchen internationalen Versammlungen abgendwelchen internationalen Versammlungen abzuordnen sind, tonnen solche Vertreter als Mitglieder russischer Abordnungen auftreten. Wenn diese jedoch fehlen, haben finnländische Vertreter an dem Verhandlungen nicht teilzunehmen. Petersburg, 23. Nod. Die russischen Mitglieder der russisch=finnlandischen Kommission haben bezüglich der künftigen staatsrechtlichen Stellung Finnlands einen Entwurf ausgearbeitet, wonach folgende Punkte der Reichsgesetzgebung unterliegen und somit der Kompetenz des finnischen Landtages entzogen werden sollen: Die Beteiligung Finnlands an den Staatsausgaben und Steuern, Wehrpflicht= und Kriegsausgaben, die Rechte russischer Untertanen in Finnland, die Bestimmung der Grundprinzipien der Volstreckung rusischer Gerichtsurteile, die Verwaltung, der Schutz der Staatsord nung, die Kriminalgesepgeoung, die Grundprinzipien der Gerichts- und Prozeßordnung sowie des Schulwesens; ferner VerBielefelder auf morgen vertagt. Griechenland. Die Militärdiktatur. Athen, 24. Nov. Die Kommandanten der Kriegsschiffe traten zu einer eingehenden Beratung zusammen und formulierten ihre Forderungen, die in einem Protokoll niedergelegt wurden, das der Militärliga zugestellt wurde. Sie verlangen, daß der Militärverband sich nicht in die Marinefragen einmischt, sondern die Entscheidung den Marineoffizieren uberläßt. Ferner fordern sie strengste Justiz gegen die Meuterer von Salamis. Schließlich verlangen sie Bestellung zweier neuer Torpedozerstörer bei der Vulkanwerst. - Arbeiter=Jugend, Jeden Freitag abends 7¾ Uhr: Zusammenkunft im Restaurant„Stadt Bielefeld". Für Unterhaltung und Anregung ist bestens gesorgt.— Morgen abend wird außerdem C. Schreck einen Vortrag über„Jugend und Schundliteratur“ halten. Die Arbeiter=Eltern sollten der modernen Jugendbewegung mehr Interesse entgegenbringen und ihre Söhne und Tochter auf die Veranstaltungen aufmerksam machen. cn. Mittwoch, 24. November: Medea, Trauerspiel in vier Grillparzer. In der Kunst und Literatur gilt so ist doch der Wille zu sahans„isctenn auch die Kräfte fehlen, P ist doch der Aine zu loden nicht. Der Wille Grillparzers, als er seine griechischen Dramen schuf, war gewiß sehr gut, aber durchweg, bei seiner Sappho, Hero und seiner Trilogie, Das goldene Vließ, haben seine Kräfte nicht ausgereicht, um uns über die Jahrtausende hinweg in das Land des Griechen zu führen. Man vergleiche doch nur einmal die Sprache in GoethesIphigenie mit der Grillparzers, ja, man kann zum Vergleich auch heranziehen die Sprache und Bilder in den römischen Elegien Goethes, wie weht dem Leser antiker Geist daraus entgegen, wie köstlich lommt die Naivität der unmittelbaren antiken Weltanschauung Ausdruck, während die angeblichen Griechen und briechinnen Grillparzers angefüllt sind mit moderner Sentimentalität und wir es deshalb trotz aller griechischen Gewänder glauben können, daß er uns nach dem alten llas geführt hat. Was bleibt aber übrig, wenn den antiken Gestalten der antike Charakter fehlt? Nichts als ein recht gewöhnPAustrag erhalten Joson hat als Jüngling von seinem Oheim ven Anstrag erhalten, aus Kolchis, jenem sagenhaften BarbarenHolder: Buueß zuruazuyolen und er hat dieser Auferza Goldene Asieß u—5s Pontus Euxeinos(Echwarzes Daeer) das Atughe f. i, ung.er, hal viesen auftlag auch mit Hilfe Medeas, der Toauier des Konigs von Kolchis, die in Liebe ih enthrannte, ausgeführt. Medea folgt ihm als seine Frau #####riechenland und wird hier überall als Zauberin zurückgestogen. Aus seiner Heimatstadt Jolkos, wo Medea den Tod Lheims durch ihrr Hauberkünste herbeigeführt haben soll, eines heims durch ihre Zauberkünste vertrieven, kommt er nach Korinth zum Konig Kreon, wo die seiner Jugendgespielin Kreusa wieder in ihm aufGoldene Bließ in Jason verzweifelt. Es war ein einmaliges außerordentliches Gesamt=Gastspiel Adele Sandrocks mit ihrem Ensemble, welches uns dieses Stück Grillparzers brachte. Wir können die Aufführung nicht besonders loben. Zunächst die Gestalten der Medea und Jasons genügten unserer Auffassung nicht. Diese Medea, Adele Sandrock, hatte nichts Dämonisches an sich. Daß Jason ihrer über0 drüssig geworden war, konnte man recht erklärlich finden. Sie erschien auch viel zu alt. Aber gar nicht erllarlich war es, daß Medea sich in diesen Jason. Victor Senger, hatte verlieben können. Auch die Kreusa, Margarete Hübler, genügte uns nicht. Sie war alles andere, aber keine Griechin. Der König Kreon, den Bernhard Venkhaus, und die Amme Medeas, Gora, die Marianne Bratt gab, sind keine Charaktere. Faliche Betonungen fanden wir bei allen Darstellern. Die Inszenierung war gut. Kommunalwahlsiege. Bei der Stadtverordnetenwahl in Lelsnitz i. V. am Montag gewannen unsere Genossen vier 10 ai: Es wurden 4 Genossen und 2 Gegner gewählt. Dem aus 10 Milgliebern bestehenden Kollegium gehören jetzt 10 Sozialdemokraten an Nur, weil die Genossen nicht die genügende Zahl gFälsiger Bürger aufstellen konnten, erlangten die Gegner zwei Die Sozialdemokraten errangen bei der Stadtverordnetenwahl in Plauen i. V. einen schönen Achtungserfolg. Auf ihre Liste entfielen 27 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ihre Stiarmenisg“ sties um über 100, die der Gegner ging um uber Die pfälzischen Gemeindewahlen brachten uns weitere schöne Erfolge in Wörth a. Rh., wo drei Parteigenossen gewählt wurden, ebenso wurden in Thalischweiler drei Parteigenossen, gewählt. In beiden Gemeinden hatten wir bisher keine Bei der Bürgermeisterwahl in Oppau wurde der Genosse Süß zum ersten Adjunkten gewählt. Bei der Stadtverordnetenwahl am Mittwoch in Kiel, der ersten nach der Neueinteilung der Wahlbezirke, wurden sechs Bürgerliche und ein Sozialdemokrat gewählt. Bei der Stadtverordnetenstichwahl der 3. Abteilung des 2. Berliner Stadtbezirks erhielten Hotelier Leis(freis.) 918, Schriftsteller Hellmut von Gerlach(Demokrat) 730 Stimmen. Mithin ist Leis gewählt. Voisin=Flugapparates unter Führung des Herrn L. Schlüter, Frankfurt a. M., statt. Dieser Herr war von der Westfälischen Kraftfahrzeug=Zentrale Karl Stratemann für Bielefeld verpflichtet, es konnten die Versuche aber leider hier nicht stattfinden, da der gütigst von der hiesigen Militärverwaltung zur Verfügung gestellte Exerzierplatz in der Senne zu klein war und für die Benutzung der Brackweder Rennbahn eine viel zu hohe Summe verlangt wurde. Es werden nun im kommenden Frühjahr von der W. K.=Z. in der Senne, unter Mitwirkung mehrerer Aviatiker Flüge veranstaltet und wird Zeit und Ort hier noch näher bekannt gegeben. Der Flugapparat, der hier vom Ingenieur Küchen konstruiert worden ist und in der Brunnenstraße ausgestellt war, wird auch am Sonntag in Münster aufsteigen. —„Laufmannsgericht. Spruchsitzung vom 23. Nov. Der Zuschneider B. klagt gegen den Schneidermeister Gustav Bonnin auf Zahlung des rückständigen Lohnes in Höhe von Mark, ferner verlangt er wegen kündigungsloser lassung e war als der letzteren Beschäftigung das Kaufmannsgericht für zuständig. DDer Beklagte dagegen zweifelt die Zuständigkeit des Gerichts an, da Klager nur nebenher als Verkäufer tätig gewesen sei. Die Klage wird zurückgenommen, Kläger will sie beim zuständigen Innungsschiedsgericht anbringen.— In der Klagejache des Kaufmanns Brinkmann gegen den Reisenden B. war in voriger Sitzung ein Vergleich geichlossen worden, nach welchem der Beklagte 300 Mark an die klägerische Firma zahlen sollte. Da das Widerrufsrecht innerhalb einer bestimmten Frist vorbehalten war, hatte der Beklagte den Vergleich widerrufen. Es handelt sich in dem Prozeß darum, daß der Beklagte die Konkurrenzklausel nicht gehalten, für welchen Fall er sich vertraglich verpflichtet hatte, an den Kläger 2000 Mark zu zahlen. 500 Mark sind nun eingeklagt worden, worauf die Parteien in voriger Sitzung einen Vergleich mit Widerruf auf Zahlung von 300 Mark schlossen. Im heutigen Termin wollte Beklagter zuerst 100, dann 200 Mark zahlen, da ein Vergleich mit dieser Summe aber abgelehnt wurde, kam es zum Urceilsipruch. Der Beklagte wurde verurteilt, an den Kläger 400 Mark zu zahlen. — Die Reisenden H. und K. verlangen von der Firma Branekämper& Oehl wegen vorzeitiger Entlassung eine Entschädigung in Höhe von 40,81 resp. 38,50 Mark. Die Kläger hatten das Dienstverhältnis aufgekündigt, sie wurden aber schon vor Ablauf der Kündigungsfrist enklassen, angeblich, weil sie sich geweigert haben, ihre Musterkoffer abends ins Geschäftslokal zu bringen und sie morgens wieder von dort abzuholen. Die Kläger bestreiten das. Einmal sei das nie üblich gewesen und zum anberen habe der Mitinhaber Oehl seine dahingehende Forderung am Tage vor der Entlassung fallen lassen. Während der Verhandlung stellt sich heraus, daß die beklagte Firma ihre Reisenden in ungesetzlicher Weise mit 14tägiger Kündigungsfrist anstellt, die Kläger wollen aber keine hoheren Ansprüche stellen, trotzdem sie fur weitere 14 Tage ihren Lohn fordern könnten. Die Beklagte wurde verurteilt, an die Kläger die geforderten Summen zu zahlen, da es diesen gelang, den Nachweis zu führen, daß der Mitinyaber Oehl seine Forderung betreffs der Koffer wieder fallen gelassen hatte. Da die Klager in einem Konzurrenzgeschäft in Dienst stehen, will die Firma auf Grund der vereinbarten Konkurrenzklausel gegen dieselben vorgehen.— In der Klegesache des Kaufmanns Benteler gegen seinen Vater, den Eisenwarenhändler Benteler, auf Zahlung rückständigen Gehalts in Höhe von 11 200 Mark, fand heute weiterer Termin statt. Der Beklagte gibt zu, daß er seinem Sohne für dessen Tätigkeit im Geschäft ein Aequivalent für später versprochen have, über die Höhe und den Leitpunkt sei aber nichts gesagt und Aus der Stadt und * Bielefeld, 25. November. — Spiritismus und christlicher Glaube hieß das Thema, über welches am vergangenen Sonntag Pastor Michaelis im Christlichen Verein junger Männer gesprochen hat. Ueber Spiritismus zu sprechen dürfte zu den allerheikelsten Aufgaben gehören und besonders, wenn die Zuhörerschaft aus jungen Leuten besteht. Die Art aber, wie Pastor Michaelis dies Thema behandelt hat, ist, wenn wir dem Bericht der„Westfälischen Zeitung" trauen können, geradezu grober Unfug. Danach erkannte er nämlich, offenbar ohne weitere Untersuchung, einen wirklichen Spiritismus als vorhanden an, bestimmte dann aber daß Geister selig Gestorbener nicht zitiert werden können, wohl aber böse Geister oder die Geister der Verdamnzten. Weiter erklärte der Redner, der Spiritismus habe mit dem Christentum nichts zu tun, er sei satanischen Ursprungs und im der Bibel verboten. Pastor Michaelis' Christentum befindet sich hiernach auf der niedrigsten Stufe heidnischen Abergiaubens, ssein Gott verbietet zwar den Spiritismus, kann aber nicht verhhindern, daß Satan in Spiritismus macht. Man sieht, der Gsott des Pastors Michaelis ist unendlich weit entfernt von dem allmächtigen, allweisen und allgütigen Gott der Christen, bei dem im Anfang die Vernunft und er selbst die Vernunft war, wie das Evangelium Johannis beginnt. Pastor Michaelis scheint abser auch keine Ahnung davon zu haben, daß die berühmtesten Naturwissenschaftler wie Crookes, Wilh. Weber, Fechner, Zöllner uswy sich experimentell mit den spiritistischen Phänomenen beschäftigt haben. Es gilt, im Volke das Bewußtsein zu verbreiten daß lsoweit kein Betrug mit im sSwell kein Berrug mir in vorkommt und in der kapinus Geienphsein gg Lel-„en, rup Spiele ist, was leider haufig genug talistischen Gesellschaft kein Wund verwandten Erscheinung werden müssen, und daß Unberufene ihre Hände und Gedanken lieber davon fortlassen. Die Art, uvie Pastor Michaelis aber dies Thema behandelt hat, dürfte gerarde das Gegenteil bewirken. Es hat sich hier ja jetzt eine Kommisssion zur Bekämpfung der Schundliteratur gebildet. Es wäre vielleicht sehr angebracht, wenn sie sich auch mit dem Schaden, ihen solche von einem seinem hema ganz und gar nicht gewachsenesn Manne gehaltenen Vorträge in den Köpfen und Gemütern wer Jugendlichen Tätigkeit im Geschäft ein Aequivalent für später hade, über die Hohe und den Hentpantt ser abet nichts gesagt und der Kläger moge abwarten, ob„er es nicht bekomme. Die Leistung des dem Beklagten auferlegten Eides wird von diesem verweigert. Das Gericht kam nach längerer Beratung mit Majorität— also nicht einstimmig— zur Abweisung der Klage. Es stützte sich auf die Bestimmung des Bürgerlichen Gesetzbuches, daß ein von den Eltern unterhaltenes Kind verpflichtet sei. in einer seinen Kräften entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäfte Dienste zu leisten. Wenn das Gericht einen rechtlichen Anspruch des Klägers nicht anerkenne, so sei es aber eine andere Frage, ob der Beklagte nicht moralisch verpflichtet sei, seinem Sohne eine angemessene Entschädigung zu gewähren. Die Sache wird jetzt jedenfalls das Landgericht als Berufungsinstanz beschäftigen. — Bei dem Einbruch in das Zigarrengeschäft von Heinrich Stender, Jöllenbeckerstraße, über den wir am Montag unter Polizeibericht berichteten, sind, wie uns Herr Stender mitteilt, nicht für 50 Mark, sondern für 250 Mark Waren gestohlen worden. Darunter drei Postpokete, die eben von der Post gekommen waren. Die Diebe müssen Kenner gewesen sein, denn sie haben die teuersten Marken herausgesucht und mitgenommen. Die geringeren Sorten haben sie stehen lassen. — Polizeibericht. Verloren: 1 wertvoller Goldgürtel; vor 4 Wochen ein Portemonnaie mit 20 Mark in bar, 1 Photographie und etwas Heftpflaster; 1 brauner Pelz; 1 goldene Tamenuhr; 1 Militär=Pensions=Quittungsbuch auf den MilitärInvaliden Friedr. Langschmidt lautend; 1 braunes Damenportemonnate mit 1 Mark 25 Pfg. Inhalt. Festgenommen wurde der Maler Herm. Eickhold von hier, Alleestraße 11 wohnhaft, weil er in letzter Zeit mit dem vorgestern abend auf der Kirmes hier festgenommenen entwichenen Strafgefangenen Bodenbender mehrere Einbruchsdiebstähle ausgeführt hat. Mehrere Einbrüche sind den beiden Dieben bereits nachgewiesen. Zugleich mit Eickhold wurden Lven berend nachpengf Engeeig, mn Giahels sbarden 3 Frauenspersonen wegen Verdachts der Gewerbsunzucht in Haft genommen.— Weiter wurden festgenommen 2 Perjonen wegen genommen.— Weiter wurden festgenommen? Beiteins und 1 Person wegen Trunkenheit und groben Unfugs. 19 obdachlose Wanderer erhielten im Polizei=Gefängnis Unterkunft. — Zimmerpflanzen im Winter. Wenn die kürzeren Tage und die matteren Strahlen der Sonne an den Anbruch der rauheren Jahreszeit zu mahnen beginnen, verlieren auch die Balkone ihren bunten Schmuck, und öde und st. spiegeln die kahlen grauen * Hauserreiben die Stemmung und die Witterung der bunten Schmuck, und öde und still spiegeln die kahlen grauen Wande der Hauserteihen die Elmmung und die Willerung der Gewächse p..“ en von der zy auf den Baltonen nicht trüben Wintertage wieder. Soweit sich auf den Balkonenn Gewachse befanden, denen von der Natur überhaupt nur ein kurzes sommerliches Dasein beschieden ward, müssen sie im Innern der Wohnung uberwintern; denn der erste Nachtfrost ward: cher Ermnichlung Mgupin Frregtagerir# die Topfürde ihre Vernichtung draußen herbeiführen. Für die pflanzen einen geeigneten Platz in den Zimmern zu finden, ihnen die rechte Pflege angedeihen zu lassen, fällt zumal bei beschränkten Räumlichkeiten nicht leicht. Es wird hierbei ebenso oft wohl durch Uebereifer wie durch Vernachlässigung gefehlt. Zudem aber erfordern auch hygienische Mißstände die sich durch das ich Ulbrreises wie Vggree.„„„„* Zusammenleben von Menschen fen Aur Gemnern ger Lnpenglichen und auch der Erwachsenen anzurichten vermögetn, beschäftigte. Gedeihen. Man versage ihnen daher nicht gänzlich die spärliche Wintersonne und halte sie möglichst in der Nähe eines hellen und tagsüber nicht verhängten Fensters, etwa auf einem eigenen Blumentisch oder auf dem Fensterbrett. Das Begießen muß all mählich etwas eingeschrankt werden und darf während der strengsten Wintermonate in nicht allzu trocken überhitzten Zimmern nur in längeren Pausen nach Bedarf erfolgen. Es genügt, die Erde in den Töpfen nicht völlig austrocknen zu lassen. Das Rabrung shedürfnig ssen nicht, völlig austrocknen zu lassen Nührungsbebursnis und die Naprungsaufnahme der Pflanzen ist im Winter nur gering, ebenso ihre Wasserverdunstung. Stark ist eine dauernd tonpflanzen durt zen namentlich taugliche und gif besonders in S werden. Eine in denen Winter der Luftverderbn gelegentliche Rei staub liegt ebenst wohner. Daß! werden, wird zu Zimmerwärme 1 e Aufenthal lunge die Zimm Lebensenergie de sie nicht lebhaftg sollen, entspricht Sonntag, 28. No Uhr. Zum er Aufzügen vo1 Montag, 29. Nov zweiten Mali Dienstag, 30. N zweiten Mal von Mailhac m Richard GenMittwoch, 1. Dez studiert„Zu in drei Atten " Franz Lehär. Donnerstag, 2. T „College Crai Hauptmann. Sonnabend, 4. D Anfang 7 Uhr in fünf Aufzi Plakatausst unsere Leser dar gestern bei Fischer ist Sonntag mitta Herford. Soz.? Frieda Schi Herford. Soz. 2 Wachtmann. Meunighüffen. S Stelle. 3. über:„Kult# Schildesche. So sammlung Die Bezirks straße, fällt werden ersu Wirt Lückin Hoberge, Uerentru über die G Herford. Soz. 2 Fuhrmann. Bünde. Gew.=K Börninghausen: Se garrenarbeite Mennighüffen: Son Vn krug. Stift Quernheim:! garrenarbeite Oitkilver: Dienstag, mann. Gehlenbeck: Mittwo Kolwes. Tagesordnu arbeiter im Kampfe mann=Bremen, Vo verbandes * Gadderbaum, breitetes Fl hat die Anstalt ver Tag vor der Wahl der dritten Abteilu Schlosser Karl Ger unter Ausschluß de lung hat ihn„fast Indem das Flugbl# eine Antwort unse Geistesfürsten wirk von uns gerügten widerung! Ein Ti nen Redensarten a schweigen überganggebiet liegenden Wi meinde liegenden bi die Behauptungen Jahren 60000 Mar für Wege, die nicht wird im Gegenteil finden. Und mit d im nächsten Frühjal dahin aver ist esn mitsamt der dara „Straße" umstürzt. zögert werden darf, Gencrotzky klar und zeitig„festgestellt", nicht in Frage kom Privatbesitzer. Wa ähnlich. Die Anklag F#ugblatt übergang Gadderbaum sei. T ordneten durchweg Leistungen“ der An eingesessenen bisher 130 Prozent Gem darüber ein anderm Hormhattt Vernat Porkal für 3erren un g abends 7¾ Uhr: ZuBielefeld". Für Unterst.— Morgen abend wird er„Jugend und Schunden sollten der modernen tgegenbringen und ihre ngen aufmerksam machen. der Westfälischen Krafta: Ab nachsten Sonntag rzierplatz Aufstiege eines des Herrn L. Schlüter, zar von der Westfälischen jann für Bielefeld ver; l e i d e r h i e r n i c h t s t a t t Militärverwaltung zur Senne zu klein war und inbahn eine viel zu hohe un im kommenden Frühter Mitwirkung mehrerer Zeit und Ort hier noch enieur Küchen konstruiert ausgestellt war, wird n. tzung vom 23. Nov. chneidermeister Gustav en Lohnes in Höhe von in kündigungsloer Entvon 353,34 Mark. Kläger schäftigt und hält wegen nnsgericht für zuständig. ständigkeit des Gerichts äufer tätig gewesen sei. er will sie beim zustän— In der Klagejache den Reisenden B. war en worden, nach welchem che Firma zahlen sollte. ; bestimmten Frist vorergleich widerrufen. Es der Beklagte die Konen Fall er sich vertrag2000 Mark zu zahlen. , worauf die Parteien Widerruf auf Zahlung Termin wollte Beklagter ein Vergleich mit dieser um Urceilsspruch. Der er 400 Mark zu zahlen. on der Firma BraneEntlassung eine Ent50 Mark. Die Kläger , sie wurden aber schon i, angeblich, weil sie sich is ins Geschäftslokal zu t abzuholen. Die Kläger blich gewesen und zum dahingehende Forderung en. Während der Vergte Firma ihre Reisener Kündigungsfrist aneren Ansprüche stellen, Lohn fordern könnten. Kläger die geforderten sen Nachweis zu führen, ing betreffs der Koffer Klager in einem KonFirma auf Grund der selben vorgehen.— In er gegen seinen Vater, Zahlung rückständigen heute weiterer Termin nem Sohne für dessen rspäter versprochen aber nichts gesagt und s nicht bekomme. Die Eides wird von diesem ängerer Beratung mit Abweisung der Klage. 3 Bürgerlichen Gesetztenes Kind verpflichtet n Weise den Eltern in zu leisten. Wenn das ägers nicht anerkenne, Beklagte nicht moralisch ssene Entschädigung zu Is das Landgericht als ngeschäft von Heinrich ir am Montag unter Herr Stender mitteilt, Waren gestohlen worvon der Post gekommen in sein, denn sie haben nitgenommen. Die gevertvoller Goldgürtel; Nark in bar, 1 Photoiner Pelz; 1 goldene sbuch auf den Militär1 braunes Dament. r Herm. Eickhold von letzter Zeit mit dem festgenommenen entmehrere Einbruchsrüche sind den beiden mit Eickhold wurden ewerbsunzucht in Haft ien 2 Personen wegen t und groben Unfugs. izei=Gefängnis Unterdie kürzeren Tage und Anbruch der rauheren auch die Balkone ihren n die kahlen grauen ind die Witterung der uf den Balkonen nicht r überhaupt nur ein ard, müssen sie im i der erste Nachtfrost hren. Für die Topfmern zu finden, ihnen zumal bei beschränkten erbei ebenso oft wohl jung gefehlt. Zudem e, die sich durch das id Tieren mit den cksichtigung. Wie alle Licht und Luft zum gänzlich die spärliche Nähe eines hellen und 1 auf einem eigenen as Begießen muß allid darf während der icken überhitzten Zimerfolgen. Es genügt, cknen zu lassen. Das ahme der Pflanzen ist rverdunstung. Stark geheizte Zimmer befördern allerdings die Verdunstung. Jedoch gelegentliche Reinigung der grünen Planzeneie wohner. Daß die Raume, in denen Pflanz Lebensenergie der Gewächse den Wister sich audert. Daß die sie nicht lebhaft grünen und frische Triebe nicht setz PP“, 6 ouen, entspricht nur ihren natürlichen Daseinsbed: Ende 10 Uhr. Zum Cols, ranpion: Londie iu furf Aietk von Gersart Blelalenstelung uap-ihrich un Schiler. Peuuts unsere Leser darauf aufnerssam, Vscher. Wir gestern ber Fischer gewechselt st. Der Schlat deru ie. ist Sonntag mittag. Der Eintritt ist bekanntlich frei! in Interesse der Gemeinde, für Voltlswoßisahrt, dann um so besser. Die Einrichtung der Klassen a und b in der Herford. Versammlungen. Donnerstag, 25. November Frieda Schröder. Vortrag des Genossen Schmidt, „. Freitag, 26. November. Herjord. Soz. Verein, 9. Bezirk. Abends 8½ Uhr hei werrshaft mang,„Vaxtrag des Genossen Meyer. eeeen Szellen., 3. Vortrag des Abends 9 Uhr an bekannter über:„Kulturentwicklung“, Venosen Hofimann=Bielefel) Sonnabend, 27. November. Schildesche. Soz. Verein. en Prädikate zur einen Schlaubeit daß ihnen auf u sie alle Schwindseperschaftler in Bielefelder Arbeitsstätten. Diese Arbeiter, dem Maurer Rudolf Berg!* Zereinstaler 1853. burg. 1 Verei XI. XII Pfennig 1670. Mariengr von Limburg 1520-—1565, 4 Exemplare, 1 u Jung, O76, Aebtissin, Gräfin Margarete v. d. Lippe tisin 1729.— Hennover. 1 Taler 1834,18) Cardine, Ueb 1858/63(mehr Expl.), II Pfennig 1818, 1 Pfennig 1845/51 (mehr Expl.), 2 Pfennig 1854/55(mehr Expl.), 1 Pfennig 1852, 1796.— Hamm, 3 Pfennig 17172..2 3 Pfennig 1727.— Hamburg, 1 Schilling 1794 1 Schilling 1855 III IVET. Pchetling Nfor, 1 Die Bezurksversammlung bei Wirt.. Bünde. Gew.=Kartel1. Abends 8 Uhr bei Nübel. Tabakarbeiter=Versammlungen use e finden statt in: Börnmngy#asen: Sonnghend, 27. Nov., 8 Uhr abends, bei ZiMennighüffen: Sonntag, 28. Nov., 4½ Uhr nachm., im Tümpel1766.— Greiz. 1 Pfennig 1825, 3 Pfennig 1820/26.— Frank852(2 Crsl), 1 Kreuzer 177f 1 Taler 186h. cuheniest Kreuzer 1856, Gedenktaler zu Schillers 100jähr. Geburtsfeier 1859, 1 Kreuzer 1857, Gedenktaler zur Gründung des Parle mund. 14 Stüber 1754.— Deutsch,e 164.— 2 Stift Quernheim: Montag, 29. Nov., 8½ Uhr abends, bei # garrenarbeiter Scheiding. Littilver: Dienstag, 30. Nov., 8½ Uhr abends, bei Wirt Frorgol#Mittwoch, 1. Dez., 8½ Uhr abends, bei Wirt Tagesordnung in allen Versammlungen:„Die Tabakarbeiter im Kampfe um ihre Existenz.“ Referent: Karl Deichwapghrnen, Vorsitzender des Deutschen Tabakarbeiter. Ladherbaum, 20. Nov. Unser am Sonntag verTag vor Der Wadl maßt am gestrigen Tage, ausgerechnet einen unter Ausschuß der Deisentlich andidat präsentiert wird. Eine eel 18 ub der Oegentlichkeit irgendwo tagende Versammlung hat ion„fast einstimmig gewahlt. Die Absicht ist klar. Indem das Flugblatt so kurz vor der Wahl erschien, wollte Pfennig 1874.— Corvey, Cölnischer Landmuntz. VIII. 1704, ¼ Srüber 1740. 2945 ½4 Stüber 1747, IIII Heller 1792.— Coesbeld. 1 — Bremen. 1 Schwaren 1768=1797, 2½ Schwaren(2 Stück), 184 u. 1866, Siegestaler 1871, VI Grot 1672, 1 Grot Sir am## Grot 1754(2 Stück),— Grot 1763, 1 Grot 1748, Alr Grot 1666, I Grot 1752, Gedenktaler 1863.— Braun6539, 6, Marienargschen. 1““ 6 Mariengroischen 1702.— Braunschweig.(Herzogtum. 9 Piennig 1870, 19 Einen&Hmp; Stück, 12 Einen Taler 1764, * Munig 1005, 12 Einen Taler 1794, 1 Groschen 1857=50 mehrere Stück, 2 Pfennig 1859, 1 Taler 1841, 1 Pfennig 1830, 24 Einen Taler 1761, 1 Pfennig 1805, 1 Mariengroschen 1710, zeschiebt. Die Versammlung gide auf der Besitzung daselbst 1500 Mark, für ein elei Mark auf Anseiße Wasserwerk zum Hochbehälter 1420 werden, festzustellen, wie hoch de. Der Magistrat soll ersucht noc ist.— Bom g Titel„Unvorbergesehene pisian###### vom bericht der Ausschußdeputierten über die Rezähkung Dezember d. J. werden 84 Mark bewilligt. der Asenbergerheide“ welchap schan aux Ardenterwohnhäuiern auf eener. getheie, welcher schon den Bauausschuß beschäftigte, sehr nochmals an den Magistrat zurück zwecks Nozmierung der Preise und Große der Bauplätze.— Der Magistrak soll ersucht Stadtverordneten die Stadteordnung sowie die Baupolizeiordnung gebunden zuzustellen. Zwecks Beschaffung einss„Attenschrankes soll der Magistrat einen Kostenanschlag : 5 Neuenkirchen(Kreis Melle), 24. Nov. Der Gendarm Brede zieht dier mann. Der hier stationierte Fuß=Gendarm ####r gugr die vor einigen Wochen hier verbreiteten„Volks4wenn er Glück hat) ein, und gibt dafür einen„Hannoberichen Nalender für Stadt und Land" zurück. Er gibt aber guch einerg i#schen her, wenn er keinen„Volkskalender“ erhascht " Die Kulender, welche der Gendarm verbreitet, sind wahr der get ein Produkt des Reichs=Lügen=Verbandes, hergestget, Eremplare dest für Schristenverbreitung“ in Berlin.— hat, ist nicht zu unierer Genders der Gendarm schon ergattert he nicht gu unserel Kenntnis gelangt, es dürften jedoch nicht viele sein, denn die Arbeiter wissen zum größten Teil, daß der .### wissen zum größten Teil, daß der Mdik weschem Rechle von dem Tun und Treiben des Gendarmen in Kenntnis gesetzt und um Aufklärung ersucht worden ist. Arbeiter, Parteigenossen! Der Gendarm hat kein Recht, euch den wegzuholen, er ist euer Eigentum. Weist dem Gendarmen die #.# Münster, 24. Nov. Neuer Regierungspräsident. Ter megierungspräsident von Danzig. von Jarotzki, wird, der gnziger Zeitung“ zufolge, in gleicher Eigenschaft nach hier 1 Pfennig 1737, 1 Mariengroschen 711.— Berg=Ceve,(Großherzgt.), 1704.— Bergische Landmunz. *, die n Gegenteil unsere Beh #. mit dem Bau des Schul= und Friedhofweges soll im nächsten Frugjaor begonnen werden? So, so; endlich. Bis dahin aver ist es nicht ausgeschlossen, daß mal ein Leichenwagen mitsanzt,„der#hefindlichen Leiche auf dieser holperigen „Straße umsturgt. Tuß mit der Wegevervesserung nicht geögert werden darf, dem hat besonders Herr Schlosser Karl Gencrotzky klar und überzeugend Ausdruck verliehen, aber gleichzeitig„festgestellt“, daß in punkto Zahlung die Gemeinde allein in Frage kommen kann, sondern auch die betreffenden Privatbesitzer. Wahrhaftig, das sieht einem Anstaltsvertreter ähnlich.„Die Anklagen gegen die Anstalt Bethel werden in dem agnan übergangen, weil die Anstalt nicht die Gemeinde Gadderbaum sei. Dabei ist es notorisch, daß die Gemeindeverordneten durchweg Anstaltsvertreter sind. Von den„großen Leistungen“ der Anstalt an die Gemeinde haben die Gemeindeeingesessenen bisher nur wenig gemerkt. Wie es kommt daß nur 130 Prozent Gemeindeabgaben entrichtet werden? Nun, darüber ein andermal. Für heute nur soviel: Wenn in anderen III Stüber 1806, 3 Stüber 1806, 6 Lreuzer 1835, Siegestaser 3 Krenzer 1831, 6 Kreizer Peuzer 1851=71, 10-17.2, 3 9.—, 2 Pfennig 1802, 160 1 Kreuzer 1861, 1 Vereinstaler 1859, 1 Pfennig 1796, 2 Pfennig 1786, 1 Pfennig 1853, 3 Kreuzer 1821=25, 2 Pfennig 1871.— Baden. VI Kreuzer 1806, VI Kreuzer 1816, #.Vereinztgler 4864, Friedensfeier 1871, 1 Kreuzer 1849, 1 Kleuger 1894, 3 Kreuzer 1866, 1 Kreuzer 1867, 1 Kreuzer 1828, Kreuzer 1860.— Aachen. 12 Heller 1759=94,—... 1752, ######r Anhalt=Bernburg. 6 einen Taler 1801.— Anhalt1840— Srakichaft a.“““.— Anhelt,(Herzogtum), 1 Groschen 768 116 Piennig 18315““: 1 Mariengroschen 1672, 1 Heller ###0, 1½ Pfennig 19a1.— Hildesheim. 24 1764. paneln. 24 Pfennig 1616. 4004 Der Magistrat sichert demjenigen 200 Mark Belohnung zu, der den Täter so namhaft macht, daß seine Bestrafung erfolgen kann. Vor Ankauf der Münzen wird dringend 24. Nov. Die Generalversammlung der Allgemeinen Ortskrankenkasse findet nächsten Sonnabend in Aeckers Turnhalle statt. Da sehr wichtige Punt wie Wahl des Vorstandes und die Anstellung eines Kontrolleurs auf bei Tagesordnung steyen, sollte sich jeder Vertreter seiner Pflicht erinnern und an der Generalversammlung teilnehmen. s. Herford, 24. Nov. Gewerbe=Ausstellung. In der letzten Sitzung des Vorstandes wurde beschlossen, die schreibung der Ausstellungslotterie zu beschleunigen. Weiter fand die Vergebung der Restaurationsbetriebe insofern eine recht erstenliche Entlastung erhält der Erat sadurch Salzuflen, 24. Nov. Stadtverordnetensitzung. ganze Sparkassenstatut bis zum 1. Januar nicht fertiggestellt werden kann, ist in der vorigen Sitzung der§ 10, welcher von den Ausschußdeputierten handelt, der Finanzkommission überwiesen worden. Der Beschluß des Magistrats geht dahin, daß auch ein Magistratsmitg ied im Vorstande vertreten sein soll. Die Finanzkommission bittet, diesen Passus abzulehnen und dies nicht statutarisch festzulegen. Die Versammlung schließt Industrie, Handel und Verkehr. a. k. Elektrische Bahnen in Japan. Das deutsche Konsulat Kobe macht interessante Mitteilungen über das Verkehrswesen n den dicht bevölkerten Gegenden des mittleren Japan. Die fünf„Stammprovinzen“ umfassen, im südlichen Teile der Hauptinsel Hondo(Nipon) gelegen, 8000 Quadrattilometer, darin die □30050 Einwebnern. 300 und Osaka sich durch besondere Bequemlichkeit wie gusen oder geplant, die mit 46,2 Kilometer Betriebslänge sind im Betrieb und bringe Hon.48 Kilomefer sundo st im Bau. Zwei weitere e#llgeler#ud gepiant. Die im Betrieb stehenden besorberten im Jahre 1908 14,3 Millionen Passagiere. Die Bahn lieiert zudleich 5.iometer mit 126 Millionen Aktienkapitals mmtuch ven angrenzenden Orten elektrisches Licht. Die Eroffnung der Linie Kioto=Osaka soll im Frühjahr 1910 erfolgen. 68 kleinere Brücken gebaut werden. Diese lebhafte Bautätigkeit zeigt, wie rasch Japan sich die Vorteile Letzte Nachrichten. beund entsprechend dem Verlaufe der Reichstagsverhandlungen in einer abermaligen Zusammenkunft Beschlüsse zu fassen. Hannover, 25. Nov. Hier herrscht seit gestern Tauwetter. Da im Süden Hannovers bedeutende Schneemassen liegen, ist die Harzflüsse der Hochwassermeldedienst eingerichtet worden. Rottous, 25. Nov. Mit Lysol vergiftete sich gestern Mann. Anscheinend stammt er aus un„In seinem Notizbuch stand der Name Oto Preutz. # inen Sachen befand sich ein Abschiedsbrief an seine Tilfit, 25. Nov. Auf einer Dienstfahrt kenterte ein Kahn, in dem sich sechs fiskalische Arbeiter befanden. Die Insassen in den Strom. Drei Arbeiter ertranken, ein vierter starb zu Hause infolge der erlittenen Verletzungen. " Wien, 25. Nov. Im unteren Inntale wüteren gestern heitig. troße Duane: Auf der Bahnlinie Kufstein=Innsbruck trat große Hagverspätungen ein. Die Mittagszüge waren abe noch nicht eingetroffen. Auf der Brenner=Bahn sind ebenfalls törungen vorgekommen. London, 25. Nov. Die Budgeterörterungen wurden gest. im Oherhause foxtgesetzt.„Da sich noch eine Anzahl der zum Wict, gemeldet hat, ist es ausgeschlossen, daß die Tehatt noch in dieser Woche beendet wird. Die Abstimmung nicht vor dem 30. November zu erwarten sein... Briefkasten der Redaktion C. W. 100. Sie dürfen bis 10 Uhr abends auf der maschine nähen. „ H. B. 100. Es wird doch jedem Schullinde wohl ueberdruß eingepaukt, daß der Kaiser den Namen zollern führt. Brackwede, Schlachter. Aus Ihrem Schreiben gehen hervor, was Sie eigentlich wollen. Wenn Sie sich an eine Zeitung berusen, dann müssen Sie auch Numtum derselben angeben. Verantwortlich für den redaktionellen Teil. Max den Inseratenteil: Wilhelm Böttcher, heibe in Vele 8 Nerkattiehdent Normalhosen Vermahucken für 3(erren und Rnaben. Kübe. Zämtlene Gonsenarn. für Damen und Kinder in gewebt und gestrickt. 5844 * Gottschalk's Wellmachs-Verkauf. In allen Abteilungen haben wir grosse Warenposten enorm billig :: ausgelegt. 1; Sonntag bleibt unser Geschäft bis 7 Uhr abends geöffnet. Unser Weihnachts-Verkauf bietet in allen Abteilungen grosse :: Vorteile. 1: Damen-Ronfektion mit garniertem Kragen. eleg. Paletot mit Samtund Seidenschal zu sehr billigen Preisen. Engl. Paletots Engl. Paletots Engl. Paletots in Homespun, eleg,. garniert Engl. Paletots in hocheleganter Ausführung Schwarze Frauenpaletots reichgarniert 650 1200 1950 3500 1850 Schwarze Frauenpaletots 3750 Tuch-Paletots in modernen Farben 7550 3750 Samt-Paletots in schwarz u. farbig 3700 2500 Samt-Paletots juhrrggnter Aus. 11000 7800 Kostümröcke in großer Auswahl von 3500 Blusen in Wolle, Seide, Tüll und Baumwollflanelle. Jackenkleider 1250 2950 4200 6800 9500 350 950 1650 2600 14.50 2500 2250 1750 4500 bis 195 Kleiderstoffe Satintucheing zu alen Modsfarben gute Fabrikate in größter Auswahl Kinder-Paletots und Capes in allen Größen, zu sehr billigen Preisen. Regen-Capes(wasserdicht) 800 1150 1500 1800 Cheviots Diagonals Kostümstoffe Blusenstoffe schöne neue Sachen neue Sendungen in vielen Farben 110 und 130 cm breit in neuen Dessins Roben im Karton enthaltend 6 Meter Kleiderstoffe Wolle, Halbwolle und Baumwolle 2.70 4.50 5.70 7.50 9.00 11.00 Sämtliche Roben in eleganten Weihnachtskartons Ganz hervorragend billig! Weihnachts-Cheviot Besonders gute Qualität für unsern Weihnachtsverkauf spottbillig ausgelegt in vielen Farben Meter Weihnachts-Satintuch 1.95 Ebenfalls für diesen Verkauf spottbillig ausgelegt in vielen Farben Meter 1.95 Unterröcke Tuchrock Eiegsenbesst.“. 2.75 1.75 Tuchrock elegant garniert 4.50 6.75 Tuchrock mit breitem Sammetvolant 8.50 Umschlagtücher Umschlagtuch moderne Karos 3.50 Umschlagtuch prima Qualitäten 5.75 Umschlagtuch elegante Schotten 7.75 Damen-Wäsche Schürzen Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hemden Damen-Hosen Damen-Hosen Nacht-Jacken Nacht-Jacken Vorderschluß m. Spitze 1.10, 90. Vorderschluß mit Zacke 1.60 Schulterschluß mit breitem####2 Feston 90 Schulterschluß mit Durch= 1.95 satz und Feston.... Herzpasse, Schulterschluß. 1.35 Herzpasse, Vorderschluß: 1.65 Schulterschluß m. Madeiro= 1.70 passe....... 4= aus solidem Biber... 952 Biber mit breiten Festons 1.630 1.85, 4.00 aus gebleichtem Croisé# 7ß mit Spitze..... 4.19 aus gebleichtem Croisé 8# 660 und Plaud..... I.6w Blusen-Schürze eleganter Borde Blusen-Schürze sarziekltue Pirise, eceut Mieder-Schürze mit breiten Trägern:: Kimono-Schürze garrtanonoectermel u. reich 1.95 2.35 2.25 3.95 Kinder-Schürzen zeiesen Nacharten, verwiegend Kimone 0.95 1.45 2.25 Tee-Schürzea guten Siamosen, mit schönen Trägern aus gutem Mode=Satin, mit eleganten Trägern..... Tee-Schürze Tee-Schürze weit Batist, mit Trügern Tee-Schürze weiß Batist, eleg. Schürze 0.95 1.95 0.75 1.75 Pelze Kanin, Skunks, Mufflon, Nerz, 45.00 us 1.65 von Pelzgarnituren für Kinder von 4.65 bi 1.90 Kaffeedecken hübsche, neue Dessins 8.00 us 1.25 von 57 Tischdecken Tuch und Plüsch 20.00 b 2.25 Beleteld Hiedernstr. 22-91 Geen Gensdlanl Blelefeld Niedernstr. 29-31 96 I. No“ 9 0 Nr. 225. Bielefeld, Donnerstag, 25. November 1909. 20. Jahrg. Der amerikanische Gewerkschaftskongreß. Der diesjährige Kongreß der„American Federation of Labor“ fand, wie schon berichtet, in Toronto, Kanada, statt. „ In seinem Vorberichte an den Kongreß konstatiert der Präsident Gompers mit Genugtuung, daß es den Gewerkschaften Nordamerikas trotz äußerst ungünstiger Umstände im allgemeinen möglich gewesen ist, das im Herbste 1907 aufgestellte Prinzip durchzuführen und die infolge der wirtschaftlichen Krise befürchteten Lohnherabsetzungen zu verhindern. Ein Drittel der angeschlossenen Gewerkschaften berichtet über eine Mitgliederzunahme von 80000 im letzten Jahre, doch ist insgesamt ein Ruckgang in der Mitgliederzahl zu verzeichnen, wie nachstehende Zahlen aufweisen. An die amerikanische gewerkschaftlichs Landeszentrale wurden Beiträge abgeliefert: im Jahre 1900 fur 513 700 Mitglieder, 1904 für 1 736 300 Mitglieder, 1908 für 1689 200 Mitglieder und 1909 für 1586 400 Mitglieder. 98 der angeschlossenen Gewerkschaften waren in 693 Streiks mit insgesomt 87031 Beteiligten verwickelt. Von den Beteiligten erzielten 53971 ganze oder teilweise Erfolge, während fur 9432 Arbeiter keinerlei Erfolge verzeichnet werden. Die Gesamtkosten der Streiks beliefen sich auf 8686 763,00 Mark. . Die,„von den angeschlossenen Verbänden im verflossenen Finanzjahre verausgabten Unterstützungssummen sind u. a.: Sterbegeld für Mitglieder(57 Gewerkschaften) 4985 582,00 Maxk,„Sterbegeld fur verstorbene Frauen von Mitgliedern (7 Gewertschaften) 206 640,00 Mark, Krankenunterstützung(20 Gewerkschaften) 3074 211,00 Mark, Reiseunterstützung(4 Gewerkschaften) 218 265,00 Mark, Arbeitslosenunterstützung(8 Gewerkschaften) 2032 919,00 Mark. Wie hieraus ersichtlich, ist von ven augemeinen Unterstützungszweigen nur die Sterbeunterstützung ziemlich allgemein eingeführt. Die gewerkschaftliche Landeszentrale hatte im abgelaufenen Jahre eine Einnahme von #75 980 Mark, eine Gesamtausgabe von 855 548 Mark. Der Kassenbestand betrug am 1. Oktober 1909 702674 Mark. Organ der amerikanischen Gewerkschaftszentrale, der monatlich erscheinende„Federationist", verursachte eine Ausgabe von 95354 Mark. Für Inserate wurden 84624 Mark eingenommen, so daß der erforderliche Zuschuß 10 730 Mark beträgt. Von der Gewerkschaftszentrale selbst wurden 34 Distriktleiter ganz oder teilweise besoldet. Die Gesamtunkosten hierfür sich auf etwa 200000 Mark. Der Zentrale direkt angeschlossen sind jetzt 119 Landesverbände(International Unions), 39 Staatsverbande, 595 Gewerkschaftskartelle und 4 besondere Gruppen(Baugewerbe, Metallgewerbe, Eisenbahner und die Gruppe der Gewerkschaftsmarke), gegen 67 Landesverbände, 10 Staatsverbände und 82 Kartelle vor 12 Jahren. " Zur Durchführung des Rechtsstreites in dem bekannten Injunktionsprozesse Gompers und Genossen ist ein freiwilliger Fonds angelegt, der bisher an Einnahmen 186051 Mark, an Ausgaben 26349 Mark, und einen Kassenbestand von 159 702 Mark aufweist. Einen breiten Raum nimmt der Bericht über den genannten Prozeß ein. Gompers erklärt darin wiederholt, daß dieser Prozeß ein Kampf um das Prinzip der Rede= und Preßfreiheit sei und deshalb bis zur äußersten Konsequenz durchgeführt wermüsse. Wie schon frühere Berichte, so enthalt auch der diesjährige die Forderung auf Schaffung eines besonderen Ariinisteriums, die Forderung auf gesetzliche Festlegung des Achtstundentages, Unfallgesetzgebung und dergleichen. . Die Forderung des Achtstundentages wird besonders mit den Eergebnissen einer amtlichen statistischen Untersuchung über den Aufschwung der Produktion und der Arbeitslöhne begründet. Bemerkenswert ist, daß in denjenigen Gewerbenz in denen der Achtstundentag durchgeführt wurde, wie im Baugewerbe, die Löhne seitdem um 25 bis 100 Prozent gestiegen sind. Entsprechend der Forderung der Gewerkschaften werden bei den künftigen Volks= und Berufszählungen auch die Zahl der Arbeitslosen, sowie Dauer und Ursache der Arbeitslosigkeit aufgenommen werden. Unter„Praktische politische Betätigung der Arbeiterschaft“ wird den Gewerkschaften der Rat erteilt, für die politische Schulung ihrer Mitglieder derart zu sorgen, damit sie ihr Wahlrecht zu den verschiedensten Körperschaften im Interesse der Arbeiterklasse, sonst ohne Rücksicht auf die politische Stellung der betreffenden Kandidaten, ausüben können. Die Gewerkschaften dürften keineswegs sich in den Dienst einer politischen Gruppe stellen, sondern müßten von Fall zu Fall den Kandidaten unterstützen, der ihre Forderungen anerkennt und vertritt. Dadurch werde es möglich sein, auf alle Parteien einen größeren Einfluß auszuüben. Dem Vorberichte Gompers über seine Europareise entnehmen wir: „Die verschiedenen Arbeitervertreter in England stellen zweifellos eine zurzeit für die Arbeiterklasse notwendige Bewegung dar. Das Taff=Thal=Urteil hatte den lebhaftesten politischen Protest der Lohnarbeiter hervorgerufen. Ein gegenteiliges Urteil in Amerika sollte trotz aller Meinungsverschiedenheiten, Ungewißheit über die Ziele, und trotz des Fehlens der Einigkeit zwischen den Arbeitervertretern im englischen Parlamente nicht gefällt werden. Die englischen Arbeiter haben auf politischem Gebiete mit vielen und den verschiedensten Schwierigkeiten zu kämpfen. Vierzig Prozent der Lohnarbeiter sind in manchen Städten gänzlich des Wahlrechtes beraubt, während der Besitz zu mehreren Stimmen berechtigt.“ Ueber die internationale Gewerkschaftskonferenz in Paris sagt Gompers: „Es muß zugegeben werden, daß die Konferenzen des Internationalen Sekretariats bisher weniger praktischen Aufgaben dienten, abgesehen von der Förderung des Friedens, Austausch von Freundschaftsbezeugungen und Veröffentlichung von Statistiken. Die Vertretung daselbst ist nicht rein gewerkschaftlich. Die Delegierten aus Oesterreich und Holland beschränkten ihre vielen Reden auf sozialistische Propaganda und die Verurteilung des reinen Gewer'schaftswesens... Im allgemeinen hat die Konferenz das Feld für die Möglichkeit einer internationalen beratenden Körperschaft geklärt, die, demokratisch zusammengesetzt, der Arbeiterbewegung jeden Landes ihre Unabhängigkeit sichert und nicht=gewerkschaftliche Fragen von ihren Beratungen ausschließt. Ich bin vollkommen überzeugt, daß, obwohl das internationale Sekretariat noch vieles zu wünschen übrig läßt, die vitalsten Interessen der Arbeiter Amerikas durch den Anschluß an dasselbe gefördert werden, und deshalb zögere ich auch nicht, diesen Anschluß zu empfehlen. Die Unkosten würden gering sein, ebenfalls die msteriellen Vorteile, jedoch würde der Geist internationaler Brüderlichkeit in unermeßlicher Weise gefördert werden. Auch bin ich überzeugt, daß unser Anschluß an das internationale Sekretariat die Gründung einer internationalen Federation der Arbeit beschleunigen wurde....“ Zum Schluß wird dann darauf verwiesen, daß„in keinem Lande die Gewerkschaften unabhängiger, stärker und erfolgreicher seien, als in den Vereinigten Staaten“. Die gegenseitige Entsendung von Delegierten sei das beste Mittel, Verständnis und Aufklärung über die Bewegung der verschiedenen Länder zu verbreiten. Mehr Freizügigkeit unter den Gewerkschaften der einzelnen Länder würde die Verbindungen der Arbeiterschaft immer fester gestalten. Es müsse zum Prinzip werden, Mitglieder einer anerkannten Gewerkschaft überall als gleich= und vollberechtigte Kameraden anzusehen.“ Parteinachrichten. Eine Gemeindevertreterkonferenz für das Herzogtum Braunschweig fand am Sonntag in Seesen a. H. statt. Es galt zunächst, die sozialdemokratischen Gemeinderatsmitglieder zu einer Aussprache über die Gemeindepolitik überhaupt zusammenzuberufen. Die Konferenz war von 37 Gemeindevertretern aus 23 Orten, sowie vier Vertretern aus Orten besucht, in denen unsere Genossen noch nicht in die Gemeindeverwaltung einzudringen vermochten. Genosse Rechtsanwalt Dr. Jasper behandelte in einem Referat die„Rechte und Pflichten der Gemeindevertreter“ und Genosse Wesemeier=Braunschweig besprach„Unsere nächsten Aufgaben in den Gemeinden“. In einer einstimmig angenommenen Resolution wird als erforderlich bezeichnet, daß alle sozialdemokratischen Gemeindevertreter in erster Linie sich die nötigen Gesetzeskenntnisse aneignen, um in den Genuß der Rechte zu gelangen, die ihnen innerhalb der Gemeindevertretung und gegenüber der Kreisdirektion und anderen Regierungsorganen zustehen. Weiter werden Forderungen aufgestellt, für die die sozialdemokratischen Gemeindevertreter einzutreten haben. Der Landesvorstand der Partei wird ersucht, eine Sammel= und Auskunftsstelle einzurichten, in der die Satzungen und Verhandlungen der Gemeinden gesammelt und den sozialdemokratischen Gemeinderatsmitgliedern Auskunft und Rat erteilt wird. Die Sammelstelle soll auch ermächtigt sein, Rundfragen und Statistiken aufzunehmen. Eine neue Parteidruckerei. Die Gründung einer Genossenschaftsbuchdruckerei auf Grund eines Beschlusses der letzten Kreiskonferenz wurde am Sonntag in einer Versammlung von Duisburger Parteigenossen vollzogen. Es handelt sich um die Errichtung einer eigenen Parteidruckerei für den Wahlkreis Duisburg=Mulheim und die Beschaffung der Mittel hierzu. Die Leitung und Verwaltung setzt sich aus folgenden Genossen zusammen:„Großmann=Hamborn, Vorsitzender, Martin=Duisburg, Kassierer, Schoch=Duisburg, Schriftführer. Dem Aufsichtsrat gehören an die Genossen Kasner=Duisburg, RaminDuisburg, Albertz=Oberhauten, Drewinski=Oberhausen, DunckerHamborn, Pfeffer=Meiderich, Lis=Alstaden, Lippmann=Schmidthorst und Bachmann=Holthausen. Die Duisburger Genossen hoffen, ihr Ziel in einem Jahre zu erreichen. Vom Strafkonto der Presse. Wegen Vergehens gegen den § 16 des Preßgesetzes wurden die Genossen Grütz und Braß von der„Remscheider Arbeiterzeitung" unter Anklage gestellt und am Freitag letzter Woche vom dortigen Schöffengericht zu 100 bezw. 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, Sammellisten zur Deckung der Geldstrafen und Kosten, die wegen des kürzlich stattgefundenen Wahlrechtsdemonstrations=Prozesses verhängt wurden, ausgegeben und darüber öffentlich in dem Parteiorgan quittiert zu haben. Die Angeklagten machten geltend, daß das gesammelte Geld zur Deckung der Verteidigungskosten verwandt werden sollte, fanden aber mit diesem Einwand beim Gerichtshofe kein Gehör und wurden deshalb verurteilt. Gewerkschaftsbewegung. Die„Arbeiterfreundlichkeit“ der Unternehmer. Von dem Millionenüberschuß, den die bekannte Maschinenfabrik Augsburg=Nürnberg im abgelaufenen Geschäftsjahre erzielte, wurde dem gelben Werkverein die Summe von 100000 Mark überwiesen—. für„Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“, wie es in dem Geschäftsbericht heißt. Nun ist aber insbesondere die Direktion der Maschinenfabrik Augsburg durchaus nicht willens, etwas herzuschenken, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu fordern, und so folgte eine ganz empfindliche Lohnreduzierung auf dem Fuße. Wie den Arbeitern angekündigt wurde, soll nach und nach die Akkordarbeit ganz abgeschafft werden und ist in der Werkstätte für Schnellpressenbau bereits der Anfang gemacht worden. Die neue Einführung bringt den davon betroffenen Arbeitern einen Minderverdienst von 20 bis 50 Prozent, da sie nun die gleiche Arbeit zu einem erheblich niedrigeren Stundenlohn leisten müssen. Um die gleiche Arbeitsleistung wie früher zu erzielen, ist das Aufsichtspersonal vermehrt worden. Auf diese geniale Art versteht es die Direktion vortrefflich, nicht nur die„geschenkte“ Summe herauszuschlagen, sondern zu dieser noch das Dreifache und Vierfache, während die in den Die Hosen des Herrn von Bredow. Vaterländischer Roman von Wilibald Alexis(W. Häring). 20„ Das Zerbster Bitterbier mußte wunderbar auf den Ritter gewirkt haben. Er seufzte so tief und schwer auf, als schöpfte er glotzlich Erinnerungen aus dem Ziehbrunnen seiner Seele. Die breiten Hände auf seine Knie schlagend, hub er an:„Ich sage dir, Brigitte, es kommt nirgend was raus, als Unglück! Und das tommi aues bloß daher, weil die Menschen es immer besser machen wollen, als es ist. Der liebe Gott muß doch gewußt haben, warum er's so machte, aber nein, sie müssen kehren und putzen und scheuern.“ Frau Brigitte sah ihn bedenklich an, ob ein Vogel von der Päsche gesungen. Es war anderes, was ihrem Eheherrn hinterm Ohr hüpfte. „In Berlin werden sie lateinisch sprechen, die Jungen sollen durch die Gucker in die Sterne sehen und die Weiber die Nativitäten stellen. Aus dem Reich ist ein lateinischer Gelehrter verschrieben, der soll dem Hofe Unterricht geben, und Komödien wollen sie spielen von einem Heidenmenschen, der vor zweitausend Jahren schon gestorben ist, der heißt Terwenzel. Mögen sie scharwenzeln, mögen sie's aushalten, wenn ich nicht zuhören muß. Ich will auch gar nicht mehr auf den Landtag reiten.“ Den Entschluß billigte seine Frau:„Was hast du auch da zu tun, Götz! Hast darüber die Reiherjagd versäumt und die Martinigänse.“ „Was da gestänkert jetzt und geredet wird, Brigitte, du glaubst gar nicht. Nu frag ich eine Seele, haben wir nicht genug Gerichte und Gerechtigkeit im Land? Sprachen sie jetzt davon, es sollte ein großes oberstes Gericht für die Marken errichtet werden in Berlin. Ist denn das Reichskammergericht nicht schen Plage genug für'nen rechtschaffenen Edelmann, der's Unglück hat, daß er da was suchen muß? Nein, wir sollen die Plage auch apart haben. Da sollen zwei Banken hingestellt werden, auf einer sollen die Edelleute sitzen, auf der anderen Gelehrte, und da soll geschlichtet und entschieden werden, was sich in den Haaren liegt.“ „Das wird'nen Kohl geben,“ sagte Frau von Bredow. „Rechtes Futter für die Advokaten, Prozesse, die einen Edelmann von Haus und Hof freisen. Aber das ist den gelbschnäblichten Herren schon recht, je mehr nur geschrieben wird, desto konfuser und besser.“ „Was recht ist, weiß doch jeder selbst zum besten, nicht wahr, Götze. Gott sei Dank, wir haben nichts mit den Gerichten zu tun.“ „Meinst du! Der Kunz Reder hat vor Jahren'nen See abgelassen und ackert drauf. Nun sagen die Bauern vom alten Kietz, hätten ein Recht auf die Fische gehabt. Auf dem Acker könnten be keine angeln. Und das kam beim Landtage vor. Der Reder hipte: sie könnten ja Frösche angeln, wollt's ihnen nicht wehren. aber glaubst du, Tile Holzendorf und noch ein paar standen auf, Bauern wären im Recht. Da schlug denn doch das Donnerwetter drein. Wenn der Adel nicht mal zusammenhält.“ „Was ist auch das Angeln, Götze! Der Förster sagte gestern, der Dachs hat sich gestellt. Mann, wir brauchen Dachsfett in der Hürtschaftz, Reite'raus nach dem Bau und laß die bösen Ge#ten. Tie frische Luft tut dir gut, Will die Jäger rufen lassen und die Koroe und Flaschen füllen.“ „Brigitte!“ sprach Herr Gottfried aufstehend und reckte sich. „Ich wünschte, ich wäre selbst ein Dachs und könnte in mein Loch kriechen und schlafen den ganzen Winter und sähe nichts und hörte nichts. Denn Gescheites geschieht doch nicht mehr auf der Welt.“ Die Edelfrau horchte auf etwas. Der Türmer blies:„Was ist das?— Nachher, Götze, muß ich dir noch was sagen. Der Herr von Lindenberg war heute nacht hier. Es scheint mir was nicht richtig, aber da wir's nicht ändern können, ist's wohl gescheiter, wir tun als wüßten wir nichts.“ Der Burgherr war damit vollkommen einverstanden, um so mehr, da er wirklich nicht wußte, was er nicht wissen sollte, und was einer nicht weiß, ihn nicht heiß macht; und endlich, weil er gar nicht neugierig und der Meinung war, daß viel Wissen für einen Mann vom Uebel sei. Aber eins hätte er doch wissen mögen, als Brigitte hinaus war, nömlich warum sein Eisenhemd nicht am Platze hing. Auch die Büffelhaube fehlte und die Handschuhe. Er war ein Mann, der die Ordnung liebte, nämlich seine eigene, und wie er auch danach suchte, so fand er sie ebensowenig als Gründe, warum er sie nicht fand. So etwas konnte ihn sehr verdrießen, und wenn er verdrießlich war. konnte er auch zornig werden. Und er fing schon an, nur daß keiner da war, an dem er seinen Zorn auslassen konnte, was aber noch mehr zornig machen kann. Der Türmer hatte wirklich geblasen, nicht einmal, wie wenn ein vereinzelter Reiter gesehen wird, sondern in langen, wiederholten und anhaltenden Stößen. die einen ganzen Heereszug bedeuten. Ein Trupp Reiter in Harnisch und Helm schwenkte in den langen Baumgang, der zum Schloß führte, das Eisen klirrte, und grad' als die Ehefrau auf dem Hof war, forderte der Anführer im Namen seiner kurfürstlichen Gnaden Oeffnung und Einlaß. Alle sahen sich verwundert an, es war doch nicht Fehde, Herr Gottfried nicht in Acht, noch im Prozeß mit der Kammer des Kurfürsten, daß er Einlagerung zu fürchten hatte. „Oeffnet sonder Zaudern!“ rief der Anführer, den Eisenklopfer dreimal fallen lassend.„Wir wissen, daß der Burgherr drinnen ist.“ „Da ist ja Herr Achim von Arnim, der Vogt von Potsdam!“ rief die Frau.„Tut auf, Leute, das ist etwas, oder's ist eine Irrung. Die Reiter sprengten nur zum Teil in den Hof, der größere Teil blieb draußen. Der Anführer grüßte mit adliger Sitte die Burgfrau. doch nicht sehr sreundlich:„Es tut mir leid, gnädige Frau, daß wir so uns wiedersehen müssen. Doch geht Pflicht vor Freundschaft. Wo ist Herr Gottfried?" „Mein Mann? Ach, lieber Herr von Arnim, der ist eben erst aus dem Bett aufgestanden. Er schlief noch vom Landtag her.“ „Das tut mir leid,“ sprach der Vogt mit einem Lächeln um den Mund und sprang aus dem Sattel.„So muß ich ihn schon mitnehmen, wie er ist.“ „Mitnehmen“, Heilige Mutter Gottes, was ist's.“ „Ist mir doch lieb, daß er schon im Wams und Hosen steckt,“ sagte der Ritter, da Herr Gottfried jetzt aus der Halle zum Vorschein kam.’nen Velz könnt Ihr ihm noch umwerfen.“ Als Herr Götz ihn grüßte, neigte sich der Vogt auch nicht um ein weniges, sondern hielt den weißen Stab in die Höh':„Herr Gottfried von Bredow. im Namen Seiner Kurfürstlichen Gnaden, Ihr seid mein Gefangener. Folat mir in Güte.“ „Gefangener"" rief es. Das war doch auch für Frau Brigitten des Schreckens zu viel. Hans Jürgen sah Eva fragend an, Agnes stürzte auf Herrn Gottfried und umfaßte ihn:„Sie sollen uns den Vater nicht nehmen.“ „Das könnte nicht sein, lieber Herr von Arnim. Das ist ein falscher Befehl. Warum?“ Der Anführer hob den Arm:„Auf Seiner Durchlaucht eigenen Befehl, den ich aus seinem Mund vernahm, bei Potsdam in der Forst. Ueberdem, wer wagt zu zweifeln, der ein guter Vasall ist zu Brandenburg!“ Ein weniges ließ er das Pergament aufrollen, das er aus der Brust zog. Dann, als täte es nicht not, schnellte er es wieder zusammen und schaute nur nach seinen Reitern. Was er vor sich sah, tat nicht gut, daß ein kurfürstlicher Diener es zu genau sah. Kaspar riß den Mund auf und drückte die Faust an die Zähne; Eva schrie und flog zu Hans Jürgen. Sie fiel ihm nicht um den Hals, sie legte nur die Hände auf seine Schulter.„Daß dich noch mal!“ hatte Herr Götz gerufen; weiter nichts, dann waren die Arme ihm straff niedergesunken und er schaute, blaß, mit seinen großen Augen, ins Leere; aber Eva rief zu Hans Jürgen:„Dulden wir's?“—„Wir dulden's nicht,“ hatte er geantwortet; ich weiß nicht, ob mit dem Mund oder den Augen. aber er sprang zur Treppe nach der Rüstkammer. Da war es gut, daß der kluge Knecht Ruprecht ihn auffing. Was er ihm zugeflüstert, da er ihn unterfaßte, ich kann's euch nicht wiedersagen. Die Harnische der Reiter klirrten, da sie einen Halbkreis um die Burginsassen schlossen; der Wachtmeister strich den Knebelbart, der Vogt von Arnim sprach kein Wort, aber auf seinen geschlossenen Lippen war geschrieben: Es ist Ernst, gegen den nichts hilft. Der Leiterwagen mit den Strohbündeln stand schon geschirrt im Hofe. Der Wachtmeister und noch ein Reiter setzten sich nach vorn und hinten, eine Kette mit Handschellen verbargen sie noch unterm Strohsitz in der Mitte. „Vater! Vater!" „Götze, mein Gottfried!“ Und konnte der Dechant nichts mitgeben als seinen Segen? Die Burgfrau stieß ihn fort, sie schlang ihren kräftigen Arm um den Hals ihres Herrn. „Warum mußtest du mir das tun, Mann! Nun weiß ich's, du hast zu frei gesprochen auf dem Landtag!“ Darum!— Das Darum und Warum verhallte unter dem Gerassel der Räder und Hufe auf der Zugbrücke.„Herr Dechant! Herr Dechant!“ riefen Mutter und Töchter dem geistlichen Herrn nach, der auch hinausritt, still, gesenkten Hauptes, aber er ritt nicht mit dem Wagen; er schwenkte draußen um nach links. Da saß die unglückliche Frau und Mutter mit ihren Töchtern auf dem Walle.„Er hätte ihn doch trösten können auf dem langen Weg bis Svandow,“ schluchzte Frau Brigitte.„Was braucht der Peter Melchior des Zuspruchs, der ist nur ein bißchen krank und mein Herr—“. Ein Aufschrei unterbrach sie. Der Wagen mit den Reisigen, als sie in den Wald lenkten, hielt, und deutlich sah man's, sie legten dem Gefangenen Fesseln an.„Daß Gott erbarm, das ist zu arg!“ schrien die Mägde; die Töchter bargen weinend ihr Gesicht im Schoß der Mutter, die ihres in beide Hände stützte:„Nun ist's vorbei, nun ist's richtig, wir sehen ihn nimmer wieder.“ Sie sah ihn auch nicht wieder, als sie plötzlich sich aufraffte und mit dem Tuche nachwehte. Roß und Reisige waren im Walde verschwunden, im tiefen Sande verhallte der Ton von Husen und Rädern.(Forts. folgn.) gelden Verein gepreßten Arbeiter wehrlos zusehen müssen wie ihre Lohn= und Arbeitsbedingungen von Tag zu Tag verschlechtert werden Hermisihste.. Beim Rodeln verunglückt. Barmen, 24. Nov. Ein tödlicher und ein schwerer Unfall wurde durch Rodeln herbeigeführt. In der Oberronsderfer Straße fuhr der 17jährige Primaner Artur Böcker auf der abschussigen Strecke gegen ein Fuhrwerk und erlitt so schwere Verletzungen, daß er kurze Zeit darauf verstarb, ein zweiter Rodler, ein 14 Jahre alter Schüler, erlitt schwere Verletzungen. Krankenkassendefraudant. Der Rechnungsführer der Allgemeinen Ortskrankenkasse von Bremerhaven, Hübner, ist seit einigen Tagen sourlos verschwunden. Eine Kassenrevision ergab einen Fehlbetrag von rund 10000 Mk., wovon 3000 Mk. durch Kaution gedeckt sind. Frost. Thorn, 24. Nov. Besonders starker Frost herrscht in Ost=Deutschland. Infolge des Frostes— nachts bis 7 Grad unter Null(Celsius)— ist auf der Weichsel Grundeistreiben eingetreten. Das Schnellfährentrajekt bei Kulm, Neuenburg und Mewe ist unterbrochen. Die Schiffsbrücke über die Nogat bei Marienburg wird abgefahren. Die Weichselschiffahrt wird heute beschlossen.„„„* 44 Kein Erdbeven. Jugenheim, 24. Nov. Zu der gestrigen Meldung über ein am 22. November verspürtes heftiges Erdbeben zwischen Heidelberg und Mannheim bemerkt die seismographische Station Jugenheim=Darmstadt, daß ihre Apparate keinerlei Bewegungen des Erdbodens aufgezeichnet haben, die auf ein Erdbeben schließen lassen. Es müsse eine Täuschung vorKegen. Die Wiener Giftmordaffare. Frankfurt a. M., 24. Nov. In der Wiener Giftmordaffäre erfährt die„Frkf. Kl. Presse“: Nach dem Tode des Hauptmanns Mader wurde auf dem Schreibtische seines Zimmers ein angefangener Brief an ein Fräulein Anni Myrtley gefunden. Diese Dame ist in Wien in den Kaiserhallen als Artistin engagiert und war nicht die Geliebte des Verstorbenen, sondern, wie sie einem Berichterstatter gegenüber außerte, seine Braut. Sie hatte ihn vor fünf Jahren in Krakau kennen gelernt und sich im Jahre 1906 mit ihm verlobt. Beide unterhielten einen Briefwechsel. Mader hatte die Absicht, nachdem er Hauptmann geworden, seinen Abschied zu nehmen und sich in Wien mit der Dame zu verheiraten. Wien, 25. Nov. Im Laufe des vorgest rigen Tages wurden zwei weitere Cyankalisendungen aus der Provinz gemeldet. Es liegen bisher 10 amtlich konstatierte Sendungen vor. Dazu kommt der Fall eines Wiener Stationsoffiziers, der den Brief samt Inhalt achtlos wegwarf. Man fand nachträglich das Kuvert im Kasernenhof, doch fehlt eine Kapsel. Eine homosexuelle Orgie im Bade. Aus Budapest wird gemeldet: In einem hiesigen öffentlichen Bade wurden 24 Männer und Knaben während einer Orgie von der Polizei verhaftet. Die Untersuchung stellte fest, daß hier eine förmliche Organisation der Homosexuellen bestand. Mit Radium ermordet. In Belgien, in Lüttich, ist vor kurzem der erste Mord durch Radium begangen worden. Vor einigen Tagen, so berichtet die„Law Times“ fand man einen alten Mann namens Pailin tot in seinem Bette. Man glaubte zunächst an einen Schlagfluß, aber die genaue Untersuchung ergab ein seltsames Phänomen: es zeigte sich, daß die Haut der Einwirkung von Radium ausgesetzt gewesen sein muß. Die Nachforschungen der Kriminalpolizei ergaben dann, daß am Todestage des alten Pailin ein junger Student der Chemie, der im gleichen Hause wohnte, spurlos verschwunden sei. Die Wohnung des Studenten wurde durchsucht und man fand untrügliche Anzeichen dafür, daß der Flüchtige in dem Raume eine lange Reihe von Experimenten mit radioaktiven Substanzen vorgenommen haben muß. Alle Indizien deuten darauf hin, daß der Student den alten Pailin aus einstweilen unaufgeklärten Gründen durch starke, langandauernde Radiumbestrahlung systomatisch ermordet hat.„„ Die eigenen Kinder in den Brunnen geworsen. Paris, 24. Nov. In einer Ortschaft bei Rouen hat gestern die Frau des Schneidermeisters Hautin drei von ihren Kindern in einen Brunnen geworfen. Die Schneiderfrau, die fünf Kinder hatte, lebte mit ihrem Manne in Streit. Der Erreger des Brechdurchfalls entdeckt. Paris, 24. Nov. Professor Metschnikoff hat den Erreger des Kinderbrechdurchfalls enideckt.,„„,„„ 96„ a F Kostbarer Fund. Rom, 24. Nov. auf einem Landgule bei Pavia wurde von Bauern eine große Amphore gefunden, die bis zum Rande mit Goldmünzen gefullt war. Der Wert jeder einzelnen Münze soll über 1000 Frank betragen. Pflichttreue Feuerwehrleute. Rom 24. Nov. In Neapel, wo die ganze Berufsfeuerwehr bekanntlich polizeilich interniert ist, brach gestern im Kaufhause Ascarelli, wo für 12 Millionen Lire Ware lagern, ein Brand aus. Trotz des Kasernenarrestes stürmten die Feuerwehrleute aus ihrer Kaserne, andere ließen -CIGARETTE Mo Ninhes2:à 31 M. Türk. Tabak-& Cgaretten-Fabrik„Klos“ o E. Robert Böhme, Dresden. für das kaufende Publikum enthält unsere morgen erscheinende Anzeige, dieselbewird in weiten Kreisen grosses Intcresse erwecken. empfiehlt zu billigsten Preisen: Eduard Leniger, Kürschner. Reichspoststr. 2. BIELEFELD. Keuse S Go. Bielefeld, Rathausstr. 1 6495 Schuhwaren— Spertartikel. GeschäftsSrogfnung. Einem geehrten Publikum von Herford und Umgegend zur gefälligen Kenntnis, daß ich in meinem Hause, Brutlachstraße. Ecke Kleine Manerstraße, am Freitag, den 26. November 1909, eine Ross-Schlachterei erößge. 6400 Ich werde mich stets bemühen, die Wünsche meiner Kundschaft nach Möglichkeit zu befriedigen. Indem ich bitte, mein junges unternehmen gutigst zu unterstützen. zeichne Hochachtungsvoll Fritz Biomberg, Rossschlachter. Freitag, den 3. Dezember cr., abends 7 Uhr im Lokale des Herrn Aecker(Turnhalle): Ordentliche General=Versammlung. Tages=Ordnung: 1. Neuwahl bezw. Ergänzungswahl von Vertretern. 2. Neuwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 3. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 4. Verschiedenes. Der Vorstand 6491 Kopka, 1. Vorsitzender. Kleinte Antzeig! Jedes Wort kostet nur 2 Pfg., in#### Wort mit mehr als 15 Buchstaben der setten Ueberschrift 10 Pfg. werden doppelt gerechnet. Anzeigen unter dieser Rubrik werden nur bei Vorausbezahlung angenommen. Verehrte Hausfrauen kaufen Sie 5723 Pflanzen-Butter-Margee#nre susgeneichnet zum kechen Bachen, Brsten I Hervorragend als Brotaulstrich ∆ Schund u. schäumt wie feinete 4 Naturbutter. Zutter- Ersatz der Zuleunft. - Ueberall erhältlich. A Für sofort*“ wird ein tüchtiger, zuverlässiger für gewerbliche hrbeiter der Stadt Herford. Sonnabend, den 27. November, abends 8½2 Uhr, im Lokale des Herrn Aecker(Turnhalle): Pelerinen, 16474 wetterfest, in allen Größen, Anzüge, Hosen, Unterzeuge, blaue Jacken und Hosen, Hüte und Mützen, ferner ein Posten Buckskin=Reste für Knaben= Anzüge und Hosen billig bei Kohlmeier& Düring, Piggenstr. 10. Ordentliche Generne=Verfummtung Tages=Ordnung: 1. Bestätigung der Abänderung des Statutennachtrages. 2. Wahl der Revisoren. 3. Ergänzungs= und Neuwahl des Vorstandes a) 2 Arbeitgeber b) fünf Arbeitnehmer. Wahl eines Krankenkontrolleurs. Verschiedenes. Der Vorstand. Albert Dörnte, I. Vorsitzender. Den Vertretern diene zur Nachricht, aß eine besondere Einladung per Karte nicht mehr erfolgt 6289 Möbel, größte Auswahl, sehr billig, als: Kleiderschränke 25 Mk., Holzbettstellen 12 Mk., Waschtische 12 Mk., Divans 35 Mk., Küchenschränke 24 Mk., Topfschränke 15 Mk., Tische 8 Mk., Stühle 2 Mk., Trumeaux mit Stufe 25 Mk., Flurgarderoben 14 Mk., Matratzen 10 Mk., Kommoden 21 Mk., Vertikows 40 Mk, Schreibtische 45 Mk. Enorme Auswahl. Gute Verarbeitung. Besichtigung ohne Kaufzwang. F.Mertens, Jahneplat. 15898 Verlobte 5899 finden die allergrößte Auswahl in Küchen, Schlafzimmern und Wohnzimmern allerneuster Modelle im Möbelhause von F. Mertens, Jahnsplatz. Eigene Tischler=, Maler= und Polsterwerkstätten. Besichtigung ohne Kaufzwang. Li ferung frei. Preise konkurrenzlos billig. Schuhwaren 6472 kaufen Sie gut und billig bei Kohlmeier& Dühring, Piggenstr. 10. 6256 blaue, und Hosen, Stück 1.40 Mark. Georg Meier, Herforderstraße 12. mit festem Gehalt u. Provision von einer bekannten, aufs beste eingeführten Nähmaschinen Handlung gesucht. Schriftliche Offerten unter N N. an die Exped. d. Blattes erbeten. KS „ GRRARAARAAGRGG F # in allen Größen — gutes Papier— zu haben in der Buchhandlung„Volkswacht“ Schirm=Reparaturen und Neubeziehen in unserer Fabrik äußerst billig. Gebr. Meyerfeld, Detailverkauf Niedernstr. 18.[4917 Wortmanns Matador, bester Hut, garantiert wetterfest, Mk. 3.—, 3.50, 4.—, 4.50, 5.—. 6064 Gelegenheitskauf 5.40, 6.25, Wortmann, Niedernstraße 24. 6065 sich an den Seilen aus den Fenstern herab oder sprangen vom Balkon. Alle eilten der Brandstätte zu. Bei den Rettungsarbeiten wurden 7 Feuerwehrleute bewußtlos. Ein Feuerweyr= mann wurde schwer verletzt.. 8 Feuersbrunst. Rio de Janeiro, 24. Ncov. In Sao Paulo(Brasilien) wurde durch ein Bombenattentat eine größere Feuersbrunst hervorgerufen, die einen großen Teil der Stadt einäscherte.„„ 9 9 Der Vulkanausbruch von Teneriffa. Teneriffa, 2a. Nov. Der Vulkan, der auf den kanarischen Inseln ausgebrochen ist, setzt seine Tätigkeit fort. Der Hauptkrater wirft fortwährend große Mengaen Lava, Asche und glühende Steine aus, welche bis zu einer Hohe von 700 Metern geschleudert werden. Der Lavastrom ergießt sich zurzeit in zwei Kanäle von 4 Meter Höhe, die fortwährend zunehmen. Einer der Lavaströme ist bis auf 715 Meter an die Stadt Santiago vorgedrungen. Rotti-Saucen- Würfel geben kräftige Saucen. Cehter Hettl Wurte. gibt zwei! Bouillontassen voll krättiger Fleischbrühe, mit der man auch jeder Suppe, Sauce, jedem Gemüse etc. Kraft u. Geschmack geben kann. Echte RottiWürfel kauft man am besten in Originaldosen mit 10—20 oder 100 Stück Inhalt. Houssedy& Schwarz Rotti-Gesellschaft m. b. Pat.— iite und deacdt geiachte— diche ersparen der Hausfrau das Kochen. Lotste Herbst Neuhertes in Huten für Herren und Knabey von 1 Mk. an. Mützen Gasen von 30 Pfg. an. Grösste Auswahl in allen anderen Preislagen. Ueberraschende Neuheiten in Kindersachen zu den denkbar billigsten Preisen. 6484 — Grosser Umsatz, kleiner Nutzen.— Bielefelder Hut-Bazar Inh.: Rich. Bingmann. Nur 27 Bahnhofstrasse 27 Nur. Preiskegeln(6483“ am Sonntag, den 28. November. Anfang 11½2 Uhr. Nur wertvolle Preise. C. Blome, Spindelstraße. Preis=Skat Sonnabend, den 27. Nov., Anfang 9 Uhr. Restaurant C. Lütkemeier, Wertherstraße. 6494 Preis=Skat Sonntag 5½ Uhr bei Paul Goris, Schildesche, Bielefelderstr.[6493 Aeußerung, die ich über die Beschaffenheit des Gerstenschrotes vom Consum=Verein Übbedissen gemacht habe, nehme ich hiermit reumütig zurück. Frau Emilie Vogt. Übbedissen Nr. 12. 6480 Bettstellen, 5900 300 Stück, mit Matratzen, fabelhaft billig bei F. Mertens, Jahnsplatz. Matratzen. Die allerneuesten verbesserten Stahlfeder=Matratzen mit 20jähriger Garantie sehr billig in der Fabrik von F. Mertens, Jahnsplatz. Alte Matratzen werden umgearbeitet.[5901 Aepfel (Grinetten) pro Zentner von Mk. 6.00 an. Proben liegen in der Milchhalle, Bahnhofstraße, von Donnerstag an zur Ansicht aus. Bestellungen werden daselbst entgegengenommen.(6468" Paletots 6473 neu und getragen in großer Auswahl bei Kohlmeier& Düring, Piggenstraße 10. Achtung!(6471“ Die feinsten getragenen Paletots, Anzüge, einzelne Jacketts, Hosen, Westen, Damenkleider, Uhren und Ketten kaufen Sie nur am billigsten bei Heinrich Blinne, Ritterstraße 81. Därme gut und billig. Beste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Darmhandlung, Gr. Kurfürstenstraße 85.[6394* Ofen, Dauerbrenner, u. Gaskocher, gebraucht, billig zu verkaufen. Herforderstraße Nr. 198.(6496 Grüne Heringe, blutfrisch, 2 Pfd. 25 Pfg. Kronsbein, Bleichstraße.](6498* Warmes 6479“ Winter=Unterzeug, große Auswahl für Herren und Damen, Alt und Jung, Groß und Klein billig bei W. Mormann, Herforderstr. 23, Schildesche. Kochherde, gebrauchte, weiße und schwarze, sowie gebrauchte Oefen in großer Auswahl gebe unter Garantie tadetlosen Funktionierens billig ab. Adolf Heine, Ritterstraße 57. 5450 Pelzreparaturen, Modernisieren, schnell und billig. Wortmann, Niedernstraße 24.(6066 6255 Krawatten, Handschuhe, Wäsche, stets das Neueste. Georg Meier, Herforderstraße 12. Futterkartoffeln, gesunde, frostfreie, empfehle diese zu billigen Preisen. G. Steinkrüger, Siegfriedstraße 25.(6476* Plüschsofa(6389“ weit unter Preis. Jöllenbeckerstr. 24. Wohnung von 3 großen Räumen und Stallung umzugshalber sofort oder später zu vermieten. Quelle 112, 2 Minuten vom Bahnhof Brackwede.[6363“ Gefunden eine Uhr. Abzuholen Gellershagen Nr. 52. 164920 in grosser u. schöner :: Auswahl vorrätig:: in der Buchnandlung „Volkswach! Schulstrasse 20. ahlung systomatisch ernen geworsen. Paxis, uen hat gestern die Frau n ihren Kindern in einen uu, die fünf Kinder hatte, tdeckt, Vaxis, 24. Nov. des Kinderbrechdurchfalls Auf einem Landgute bei Amphore gefunden, die bis par. Der Wert jeder einragen. n, 24. Nov. In Neapel, itlich volizeilich interniert elli, wo für 12 Millionen Trotz des Kasernenarrestes er Kaserne, andere ließen herab oder sprangen vom zu. Bei den Rettungswußtlos. Ein Feuerwehr= ro, 24. Nov. In Sao mbenattentat eine größere n großen Teil der Stadt Teneriffa, 24. Nov. Inseln ausgebrochen ist, tkrater wirft fortwährend ide Steine aus, welche bis udert werden, Der Lavamnäle von 4 Meter Höhe, r Lavaströme ist bis auf toctrungen. u räftige Saucen. -Wurtel voi heitiger auch jeder üse etc. Kraft Echte Rom. en in Origigel. Stück inhalt ussedy& Schwarz Jesellschaft m. b. e dene Kachen Don morgen ab jeden Warent Wir haben uns entschlossen, jeden Freitag solche Waren extra billig auszulegen, welche durch Schaufenster oder sonst etwas gelitten, oder auch die wir besonders billig abgeben können. Wir führen untenstehend einige Sachen auf, welche in der ersten Etage ausgelegt sind. Herren=Anzüge aus Buckskin, zum Aussuchen jeder Anzug 5.00 M u. Unaben=Anzüge Größe 7—s2 aus Buckskin, Joppe, Hose u. Weste, jeder Anzug 4.00 Ml Buckskin jeder Anzug 2.50 c Unaben=Anzüge aus Manchester=Cord, Größe 0—3 4.25 M Größe 4—7 4.75 M Unaben-Paletots zum Aussuchen, Stück 1.50 M Unaben=Blusen aus Buckskin Stück 2.00 M für das Alter bis 17 Jahre 4.00 Ml In Schuhwaren ebenfalls einige Kisten ganz billige Sachen. Nächste Woche Freitag finden diese Verkäufe im Parterre=Lokal statt und werden dann wieder andere Sachen ausgelegt. Diese genannten Sachen werden nur Freitags verkauft. 6497 Hüten für Herren und Knaben von 1 Mk. an. ano für Herren und OH Knaben 30 Pfg. an. inderen Preislagen. in Kindersachen u Preisen. 6484 iner Nutzen.— ut-Bazar mann. usse 27 Nur. Mascheche Sonntag, den 28. November. ig 11½ Uhr. Nur wertvolle . C. Blome, Spindelstraße. Preis=Skat abend, den 27. Nov., Anfang r. Restautant C. Lütkemeier, serstraße.(6494 Preis=Skat tag 5½ Uhr bei Paul Goris, wesche, Sielselderstr. 16499 Aeußerung, 5 über die Beschaffenheit des enschrotes vom Consum=Verein dissen gemacht habe, nehme ich it reumütig zurück. Frau Emilie Übbedissen Nr. 12. 6480“ grosser u. schöner Auswahl vorrätig:: in der Buchhandlung „Volkswacht“ Schulstrasse 20. Jannplatz. Hnosr Eiio So COruamplatz. 6483 Sozialdemokratischer Verein für den Wahlkreis Vieleseld-Wiedenbrück. Mitglieder=Versammlungen: Ortsgruppe Brackwede. Sonnabend, 27. Novbr., abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Carl Schröder. Tagesordnung im Lokal. Ortsgruppe Schildesche. Sonnabend, 27. Novbr., abends 9 Uhr, im Lokale des Wirts Lücking. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegierten zur außerordentlichen Generalversammlung. 2. Die letzte Gemeinderatswahl. Die Mitglieder sind verpflichtet, in den MitgliederVersammlungen zu erscheinen. Der Vorstand. 100045 Vitello legt die einsichtige Hausfrau auf Ersparnisse im Haushalt. Eine grosse Ersparnis ist ihr ermöglicht, wenn sie an Stelle der teuren Butter die sprichwörtlich beliebten van den Bergh'’schen Margarine-Marken und Clever-Stolz R 840 „Nordsee“ Fernspr. 473. 95 266 welche feinste Molkereibutter vollständig ersetzen, in ihrem Haushalte verwendet. Erhältlich in allen besseren Kolonialwaren Geschäften. ∆ 0 6497 ## Iu. Goldbarsch Pfund 20 Pfg. 4 Pfund 75 Pfz. Bratschellfisch 3 Lfl. 50 Kfz. Portions=Schellfisch 8fl. 25 Pfl. ff. Cabliau im Auschnitt Pfd. 30 Pfg. f. Scelachs im Auschnitt Pfd. 28 Pfg. Brat=Schollen Pd. 25 Pfg. 4 Pfd. 95 Pfg. Fischkochbücher gratis! la. Sprotten Kiste 85 Pfg. Neue russische Kron-Sardinen 4 Pfund=Faß 95 Pfg., 8 Pfund=Faß 1.35 Mk. „Hordsee“ 12.— Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft. A 5 Die allerschönsten Sehsesie ecene Kaufen Sie s 6286 9 * In bester Qualität mit den hochwertigsten Gutscheinen nur S im Spezial-Geschäft g "„ B u t k a m a r“ ——** 5 Gehrenberg 2. S 4 Massen-Vertrieb von Lebensmitteln. „o wirr Weil. P g Filialen in Eickel Kreis Gelsenkirchen,# * Wanne, Sodingen bei Herne, Werne Bezirk# " Münster, Bielefeld, Menden Bezirk Arna-# ** berg, Bövinghausen bei Merklinde. s Billigste Bezugsguelle in Fleischwaren, Käse etc.— E Zugabsrtls, Die Auswahlin Zuganearnkein ist unerreicht! K in gröfster Auswahl zu billigsten Freisen Stadttheater. Heute, 7½ bis 10¼ Uhr: Der Bettelstudent. Sonnabend, 7½ bis 10 Uhr: Operettenpreise! Zum 9. Male! Der neue große Operetten-Ersolg! Die Förster-Christl. Das Zugstück der Saison! Bisher stets ausverkauft! Billettbestellungen von auswärts nimmt die Theaterdirektion entgegen. Schors Bierhalle, Bahnhofstrasse. Täglich 7½ Uhr abends: = Grosses Konzert des Original Oberbayerischen 2 :: Musik=Gesang=Ensemble.: 5 Drei Damen. Ein Herr. Entree freil Entree frei! Soeben eingetroffen: Lebendfrischer Schellkisch per Pfd. 13 Pfg. Hein! Hin Bielefeld-— Brackwede. Diese Woche ein prima fettes 3 jähr. Pferd geschlachtet. 648### Heinr. Stiegeler, Pferdemetzger Brackwede, Kaiserstraße 136. die„Volkswacht“ unterstüßzt, von den Scse rinnen und Lesern der„Volkswacht" unterstützt zu werden. ele Am Montag starb nach langem schwerem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Fabrikarbeiter 6482 Heinrich Brandt im Alter von 44 Jahren.— Wir werden Sein Andenken in Shren halten. Zuschußhaße der Firma Baer am; Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Bauerschaft=Schildesche, Langestraße 18, aus statt. Wir bringen in unserer Se Taes grösstenteils eigens für diesen Zweck eingekaufte Waren, welche sich durch besondere Preiswürdigkeit .......: auszeichnen, und bieten damit eine hervorragende Gelegenheit zum Soweit Vorrat! Für Nachlieferungen überaussergewonnen Snngen-Stnkauf. nehmen wir keine Garantie. Soweit Vorrat! Für Nachlieferungen übernehmen wir keine Garantie. Von den kolossal reichhaltigen Zusammenstellungen heben wir besonders hervor: 6488 1 Waschgarnitur Lteiig, bunt beiorient. 954 1 Puddingservice und 6 Glastelern ul. 954 1 grosse Suppenschüssel.:..954 12 bunte Obertassen.......954 1 Kaffeekanne wiss Porzelan 6 Paar Tassen zusammen 39. 1 Satz Müchtöpfe 8 en.....954 6 grosse Vorratstonnen bekoriet.. 95. 1 Obstserwiee bestehend aus 1 Glasschale auf G Gostselviee Fuß und 6 Glastellern zus. S## 1 Sahneservice u. 1 Ruchenteller a Steinmuster.......... zusammen S##### Für Nerren: 1 Kavaliergarnitur bestehend aus: 1 Schlüsselkette, 1 Messer, 1 Nagelfeile und 1 Zigarrenabschneider zusammen 2 Latent-Kleiderbügel mit Hosenstrecker.... 1 eleganter Spazierstock......... 1 Taschen-Feuerzeug„Bosco“ neu Monranscen Prhicke hrchn 1K. Ae 954 95 95 955 1 Posten Portemonnaies zusammen zum Aussuchen 95 95 Hasiengernier aun. 1 Spiegel, 1 Seifennapf, 1 Pinsel, 1 Stück Seife, 1 Bartbinde, I Bartkaum, 1 Tube Bartwichse, zuf. 95 1 Waschständer u. 1 email. Waschschüssel uuf. 95. 1 Molz-Stagere konnen“rnickelt. Gewürz. 9 5 1 Sand, Seife, Soda-Garnitur emailliert 95, 1 Gebäckkasten f. lacket....... 95, Blechgarnitur bestehend aus: Durchschlag, 1 Sieb, 1 Reibe, 1 Kaffeelot, 2 Trichter, 1 Kartoffelschäler, 1½ Ltr.=Maß, 1 Muskatreibe, 1 Kaffeesieb zusammen 95. Klein-Silberwaren 800 gest. wie: Buttermesser, Käsemesser, Brotgabeln, Kuchenheber, Obstmesser, Obstgabeln, Apselsinenschäler, U5 Fleischgabeln, Konsektgabeln, Kompottköffel, jed. St. 304 1 Wachstuchdecke 1.25 m lang, zum Aussuchen 954 1 Emaille-Eimer gros, 1 Hutnehmer, 1 Stck. Seile auf. 95. 1 Kindleuchter mit grüner Glocke...... 954 1 Raffeemühle aus Holz.......... 95 1 Wärmflasche verziert.......... 954 1 Kohleneimer stark, schwarz......:. 954 Unsere Schaufenster zeigen eine weit grössere Auswahl! echt Porzellan mit Goldrand 1 Frühstücksservice bestehend aus: 1 Kaffeekanne, 1 Milchtopf, 1 Zucker: H schale, 1 Tasse zusammen 3 Zlumentöpfe grün Nasolia::: us. 95, 1 Fischkuppel, 1 Fischständer, 1 Fischnetz, 991 ui. 95; 1 Bierservice(Reseimaster)...““ z 984 6 Zeebecher und 1 Jablett M 95, 6 Weingläser Zorm„Natzicder... us. 95, 1 Waschschüssel 1 Waschkrug Nachigeschir 1 Seifenschale 6 Brotplatten humt beilorien.::: ul 95; 12 flache und 12 Abenöbrotteiler............ zus. 1 Damen-Handtasche 1 Glaon 95. 1 Frmband Apakta=Süber......... 95, 1 Brennapparat, 1 Wellenschere 95, 1 Naargarnitur bestehend aus: 2 Seitenkämmen, 2 Pfeilen, 1 Spange, I 1 Nackenkamm, hell oder dunkel 3 12 Stück Blumenseife 3 Fakete Kerzen.. im Karton 95 w 95 2 Porzellanvasen Lepentagen imient. 954 1 bunte Schale us hohen Jos..... 954 Figuren guün Paihniert, Schler, Gesthe, Bagner 95; 1 Majolika-Garnikur und 1. Sabiniere 95 1 Likörflasche originel in Wecdkersorm. 95; 1 Nolzgarnitur bestehend aus: 1 Nudelrolle, 1 Kartoffelstampfer, 1 Fleischklopfer, 2 Quirle und. 2 Holzlöffel zusammen 3 Paar vernick. Essbestecke„# auf Karten 1 Tranchierbesteck 95 1 Holzbreit mit 1 Hack, 1 Fleisch=, 1 Küchenmesser zusammen 1 Wäschetrockner, 1 Wäscheleine, 3 Otzd. Klammern zusammen 1 starke Markttasche solgisten 95 1 Bürstenblech mit: 1 Tassen=, 1 Flaschen=, 1 Bratenbürste U und 1 Handtuchhalter zusammen 994 mit 2 Griffen 1 Servierbrett aus Holz 1 Kokosbesen mit Sttel und 1 Schrubber mit Stiel zus. Bielefeld, Niedernstrasse 34. Nr. 275 Die Unte Keichswer (Unber. Nachdr. ve(Schl Nach der Pause gegen die Vorwürfe der ganzen Vorunt die Anklageschrift Er habe immer gesi habe gegen ihn gesie Schirren vollständig im Dur haben soll. Riee Hierauf wurde Bü das Einkaufsbuch Er bekundete, daß von der Kaiserlicher lenthal: Ich ka in denen ich der Ke Wirklichkeit habe ic nur Mittelsperson. kauft und nur für Sachverständigen, ordnungsmäßig gef Einkaufsbuch ist in Hierauf wurde gangen, der den 2 legt, im Frühjahr von 57712 Mark u um eine außerorde wir diesen Punkte bis Ende der Wock vielleicht erst mit de (Heiterkeit.) Wir greifen und zwarz in diesem Zusamme klagten Frankenthal schreibt, daß er ein daß er dafür nur auffallen. Vorher! geschäftliche Usance er die Ware zum ha Ich kann auch das zelnen nicht angebe zu groß. Die Zeit wertige Ware gewes hebliche Gewichtsdif Bahngewicht. Ein 9465 Kilogramm, n ein Mehr von 1746 Das kann ich natü lange her. Aus me fänger dieses? Stobbe: Diese wenn der Angeklag wird er doch nicht haben!— Ein Ge der Verhandlungg werden durfte. ständig zugeladen w Frankenthal: rasch zu arbeiten, u Eine längere Er rechnung des Tarag lichen Werft als T des leeren Waggon plus einer kleinen großen zu wiegen si das Taragewicht pl Angekl. Riecken: so. gemacht worden, lautet.— Staatsan bei den Wagen alle gar Gewichte, die was hatte denn die Zweck? Dann ist maschine. Wußte willkürliche Wiegun Heinrich: Wir — Sachverst. Komm verständiger über d nichts Bedenkliches wicht des leeren W kommender Materic zulässig, so lange es wird. Ich würde se lich immer, daß reheute zu machen, ist sißer: Die autor lichen Werft hauptsä man den Beamten Sachverst. Kommer ganz richtig; man schafft, weil man mi Ein Beisitzer: damit man besonders verständiger Komme Beamter an der W Vage ebenso mogeln Schirren: Ich ste renzen zwischen den kommen, Differenze gütervorsteher Ruf bisher ein solcher F lcher F Spiegel: Ich. be ganz erhebliche Diff mann wird bekunde gekommen sind.— fertgesetzt gesagt, di halte ich mich doch Bahn ein Interesse schäfte, die gar nich zu können, und in Geschäftsleute vollst kann mir auch gar Ane riegen joll.— Ang handel sind die Bal keine eigene Wage u Es kommen ganz un Kwscht, und dem B Reihe Briefe hervor Sie müssen mir scht sind so schrecklich vin sie sonst nicht herau sind die Briefe Der Angeklagte Sie Der Angekla für Althänd ndler gan 990 K. OOT B 0 Nr. 275. Bielefeld, Donuerstag, 25. November 1909. 20. Die Unterschleife auf der Kieler Keichbiortsroor dem Ichwurgrricht. (Unber. Nachdr. verb.) Hg. Kiel, 23. November. (Schluß des 17. Verhandlungstages.) Nach der Pause wendete sich der Angeklagte Riecken erneut gegen die Vorwürfe, die ihm die Anklageschrift macht. Er sei in der ganzen Voruntersuchung nicht angehort worden, sonst hätte die Anklageschrift nicht solche Behauptungen aufstellen können. Er habe immer gefragt, was gegen ihn vorliege, aber die Gewalt habe gegen ihn gesiegt. Jetzt verlange er Gerechtigkeit.— Vert. I.-R. Schirren: Der Angeklagte Riecken ist in der Tat vollständig im Dunkel darüber gelassen worden, was er getan haben soll. Riecken versuchte immer, alles aufzuklären.— Hierauf wurde Bücherrevisor Hüschen=Kiel vernommen, der das Einkaufsbuch des Angeklagten Frankenthal revidiert hat. Er bekundete, daß in diesem Einkaufsbuch nicht alle Einkäufe von der Kaiserlichen Werft eingetragen sind.— Angekl. Franlenthal: Ich kann das aufklären. Es werden die Fälle sein, in denen ich der Kaiserlichen Werft gegenüber Käufer war. In Wirklichkeit habe ich die Sachen gar nicht gekauft, sondern war nur Mittelsperson. Ich habe die Sachen fur andere Leute gekauft und nur für diese anderen Leute verladen. Ich bitte den Sachverständigen, sich darüber zu äußern, ob meine Bücher ordnungsmäßig geführt sind oder nicht.— Sachverst.: Das Einkaufsbuch ist in der Tat sehr ordentlich geführt worden. Hierauf wurde zum nächsten Punkte der Anklage übergegangen, der den Angeklagten Heinrich und Chrunst zur Last legt, im Frühjahr 1908 eine Menge Altmaterialien im Werte von 57712 Mark unterschlagen zu haben. Es handelt sich hier um eine außerordentlich verwickelte Sache.— Vors.: Wenn wir diesen Punkt eingehend durcharbeiten würden, würden wir bis Ende der Woche damit zu tun haben und am Sonnabend vielleicht erst mit der Hälfte dieses einen Punktes fertig werden. (Heiterkeit.) Wir wollen deshalb nur einige Posten herausgreifen und zwar zunächst einen Posten Weißmetall. Es muß in diesem Zusammenhang erwähnt werden ein Brief des Angeklagten Frankenthal, in dem er an den Abnehmer dieser Ware schreibt, daß er ein Mehrgewicht von 600 Kilogramm liefern soll, daß er dafür nur den halben Preis berechne. Das muß doch auffallen. Vorher hat uns Frankenthal gesagt, daß es nicht seine geschäftliche Usance war, etwas zu verschenken. Hier aber gibt er die Ware zum halben Preise ab.— Angekl. Frankenthal: Ich kann auch das aufklären. Ich kann natürlich heute im einzelnen nicht angeben, wie die Sache lag, dazu ist mein Geschäft zu groß. Die Zeit ist zu lange her. Aber es wird wohl minderwertige Ware gewesen sein.— Vors.: Auch hier zeigen sich erhebliche Gewichtsdifferenzen zwischen dem Werftgewicht und dem Bahngewicht. Ein Waggon wiegt z. B. nach dem Werftgewicht 9465 Kilogramm, nach dem Bahngewicht 11 211 Kilogramm, also ein Mehr von 1746 Kilogramm.— Angekl. Frankenthal: Das kann ich natürlich heute nicht aufklaren. Dazu ist es zu lange her. Aus meinen Büchern aber ergibt sich, daß dem Empfänger dieses Mehrgewicht nicht berechnet wurde.— Vert. R.=A. Stobbe: Diese Aufklärung ist außerordentlich wichtig. Denn wenn der Angeklagte Frankenthal keinen Vorteil gehabt hat, wird er doch nicht zu seinem Vergnügen die Werft bemogelt haben!— Ein Geschworener: Wir haben im ersten Teil der Verhandlung gehört, daß auf der Werft nicht zugeladen werden durfte. Seit zwei Tagen hören wir, daß auf der Werft ständig zugeladen wurde. Wie ist dies aufzufassen?— Angekl. Frankenthal: Es kommt fur uns hauptsächlich darauf an, rasch zu arbeiten, und da kommen Zuladungen häufig vor. Eine längere Erörterung entspann sich hierauf über die Berechnung des Taragewichtes. Es wurde nämlich auf der Kaiserlichen Werft als Taragewicht nicht nur angesehen das Gewicht des leeren Waggons, sondern auch das Gewicht des Waggons plus einer kleinen Menge seltener vorkommender Abfälle, die im großen zu wiegen sich nicht lohnte. Auf den Wiegezetteln wurde das Taragewicht plus diesem kleinen Mehrgewicht gedruckt.— Angekl. Riecken: Das ist auf der Kaiserlichen Werft immer so gemacht worden, trotzdem die Vorschrift eigentlich anders lautet.— Staatsanw. Marschner: Wenn die Druckapparate bei den Wagen alle möglichen Gewichte angeben konnten und sogar Gewichte, die mit den Vorschriften nicht übereinstimmten, was hatte denn die ganze automatische Wage noch für einen Zweck? Dann ist die Wage ja herabgedrückt zu einer Schreibmaschine. Wußte der Angeklagte Heinrich davon, daß solche willkürliche Wiegungen vorgenommen wurden?— Angeklagter Heinrich: Wir handelten stets so, wie Riecken es gesagt hat. — Sachverst. Kommerzienrat Lehment=Kiel wurde als Sachverständiger über diesen Punkt vernommen: Ich sehe absolut nichts Bedenkliches darin, wenn man als Taragewicht das Gewicht des leeren Waggons und kleinerer Mengen seltener vorkommender Materialien annimmt. Das halte ich für absolut zulässig, so lange es reell geschieht und so lange richtig gewogen wird. Ich würde selbst es so machen. Voraussetzung ist naturlich immer, daß reell verfahren wird. Im einzelnen Angaben heute zu machen, ist nach zehn Jahren unmöglich.— Ein Beisißer: Die automatischen Wagen sind doch von der Kaiserlichen Werft hauptsächlich wohl deshalb angeschafft worden, damit man den Beamten den Einfluß auf die Wage selbst entzieht?— Sachverst. Kommerzienrat Lehment: Das ist wohl nicht ganz richtig; man hat die automatischen Wagen deshalb angeschafft, weil man möglichst schnell das Gewicht feststellen will.— Ein Beisitzer: Ich graube wohl mehr, man hat es getan, damit man besonders vorsichtig und richtig wiegen kann.— Sachverständiger Kommerzienrat Lehment: Wenn ein ungetreuer Beamter an der Wage ist, dann kann er bei der automatischen Vage ebenso mogeln wie bei einer anderen Wage.— Vert. J.-R. Schirren: Ich stelle unter Beweis, daß ganz erhebliche Differenzen zwischen dem Werftgewicht und dem Bahngewicht vorkommen, Differenzen bis zu 100 Prozent.— Sachverst. Obergütervorsteher Ruff: In meiner jahrelangen Praxis ist mir bisher ein solcher Fall nicht vorgekommen.— Verteidiger R.=A. Spiegel: Ich benenne eine ganze Reihe Zeugen dafür, daß ganz erhebliche Differenzen vorkommen.„Ein Hamburger Kaufmann wird bekunden, daß Differenzen bis zu 40 Prozent vorgekommen sind.— Staatsanw. Marschner: Es wird hier fortgesetzt gesagt, die Bahn wiege nicht genau. Demgegenüber halte ich mich doch für verpflichtet, festzustellen, daß auch die Bahn ein Interesse daran hat, genau zu wiegen. Es gibt Gechäfte, die gar nicht so große Wagen haben, um selbst wiegen zu können, und in diesen Fällen verlassen sich die betreffenden Geschäftsleute vollständig auf das bahnamtliche Gewicht. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, weshalb die Bahn ungenau wiegen soll.— Angekl. Siegfried Jacobsohn: Im Althandel sind die Bahngewichte illusorisch. Jeder Althändler hat seine eigene Wage und wiegt selbst.— Angekl. Frankenthal: Es kommen ganz unerhörte Differenzen vor zwischen dem Bahntewicht und dem Werftgewicht. Das geht aus einer ganzen Reihe Briefe hervor, die sich bei den Akten befinden.— Vors.: Sie müssen mir schon sagen, welche Briefe das sein sollen. Es sind so schrecklich viel Briefe bei den zahlreichen Akten, daß ich sis sonst nicht herausfinden kann.— Angekl. Frankenthal: sind die Briefe aus dem Jahre 1907.— Ein Beisitzer: Der Angeklagte Siegfried Jacobsohn sagt, das Bahngewicht sei für Althändler ganz bedeutungslos. Der Angeklagte Frankenthal aber hat uns vor einigen Tagen erzählt, daß er seinen Abnehmern das Bahngewicht anrechnet und daß dieses Bahngewicht für die Abnehmer zuverlässig sei.— Angekl. Frankenthal: Dann hat mich der Beisitzer mißverstanden. Ich muß natürlich meinen Abnehmern ein Gewicht angeben. Wenn ich mein Gewicht in den Frachtbrief hineinschreibe, so glaubt das der Händler erst recht nicht.(Heiterkeit.) Wenn ich aber das Bahngewicht hineinschreibe, so glaubt er, daß es zuverlässiger sei als mein Gewicht. Aber in Wirklichkeit ist es noch lange nicht so zuverlässig. — Sachoerst. Kommerzienrat Lehment: Daß auch auf der Bahn Fehler gemacht werden, ist wohl verständlich. Das kommt genau so vor wie in Privatbetrieben und wie auf der Kaiserlichen Werft. Es muß ja bei der Verwiegung etwas oberflächlich zugehen, weil ja keine Zeit zur genauen Verwiegung da ist, und dann muß man ja auch bedenken, daß das Wiegen doch schließlich von Leuten aus dem Arbeiterstande ausgeführt wird, die auf die Genauigkeit nicht so acht geben. Die Hauptsache bei der Bahn ist immer die schnelle Arbeit.— Vert. R.=A. Spiegel: Ich könnte eine ganze Reihe von Differenzen zwischen Bahngewicht und Werftgewicht angeben. Ich habe hier Differenzen von 10 Prozent, von 12 Prozent und noch höhere.— Sachverst. Obergütervorsteher Ruff: Ich habe wiederholt persönlich den Verwiegungen beigewohnt und kann mich den Ausführungen des Herrn Lehment nur anschließen. Es muß sehr schnell gehen. Aber ein Waggon kann ganz gut in 1½ Minuten einwandfrei gewogen werden.— Vert. R.=A. Stobbe: Wenn es z. B. geschneit hat, wird dadurch das Gewicht des Waggons nicht erhöht und können sich nicht dadurch die Differenzen erklären lassen? — Sachverst. Obergütervorsteher Ruff: Gewiß entstehen auch dadurch Differenzen. Aber die können nicht Hunderte von Kilogramm ausmachen.— Angekl. Frankenthal: Aber es können Differenzen dadurch entstehen, daß der Waggon beim Verwiegen nicht abgekuppelt wird.— Sachverst. Obergütervorsteher Ruff: Gewiß, aber auch da sind die Differenzen nicht so groß.— Angekl. Frankenthal: Jedenfalls will ich kon statieren, daß auf der Kaiserlichen Werft die Waggons niemals für das Verwiegen abgekuppelt wurden.— Staatsanwalt Marschner: Der Angeklagte Frankenthal hat gesagt, er hätte gute Werftware mit seinem schlechten Material gemischt. Nun hat er an einem der letzten Tage gesagt, auch die Werftware tauge nichts. Wie will er diesen Widerspruch erklären?— Angeklagter Frankenthal: Mit diesem Ausspruch habe ich nur die Werftware in einem speziellen Falle gemeint. Im allgemeinen war die Werftware Primaware.— Staatsanwalt Marschner: Weshalb haben Sie nicht auch Material von der Germaniawerft gemischt?— Angekl. Frankenthal: Das war nicht notwendig, denn die Germaniawerft sortiert prachtvoll. Wenn man da reine Späne kauft, so bekommt man auch reine Späne, während man bei der Kaiserlichen Werft Späne mit Schmutz gemischt bekommt. Die Germaniawerft verkauft direkt=Eisenspäne mit Schmutz gemischt für einen billigeren Preis als reine Eisenspäne. Deshalb braucht man da nicht zu mischen.— Staatsanw. Marschner: Will der Angeklagte Frankenthal zugeben, daß er auf der Germaniawerft nicht gemischt hat?— Angekl. Frankenthal: Ich habe schon wiederholt gesagt, daß ich bei dem Verladen auf der Germaniawerft überhaupt nicht zugegen war und nicht zugegen zu sein brauchte, weil dort ordnungsmäßig verladen wurde.— Ein Geschworener: Weshalb aber wurde die gute Germaniawerft=Ware nicht gemischt mit Ihrer schlechteren Ware?— Angekl. Frankenthal: Wir konnten auf dem Gelände der Germaniawerft nicht mischen, weil wir auf dieses Gelände gar nicht hinkamen. Wenn wir Germaniawerft=Ware auf Lager nahmen, dann haben wir sie natürlich auch gemischt. Man sieht es der Ware schon von weitem an, ob sie Werftware ist oder nicht. Wenn z. B. alte Teile von Kinderwagen davei sind, dann ist es keine Werftware, denn die Werften haben keine Babys.— Staatsanwaltschaftsrat Neils: Sind denn die Verhältnisse auf der Germaniawerft wirklich so tadellos? Die Germaniawerft baut doch auch nur Schiffe und die Späne fallen durcheinander ab!— Sachverst. Abteilungsvorsteher Merz von der Germaniawerft: Unsere Verhältnisse liegen ganz anders als die Verhältnisse auf Kaiserlichen Werft.— Vors.: Ist es richtig, was der Ar der ngeklagte Frankenthal über die Sortierung bei Ihnen sagt? Sachverst.: Es wird bei uns alles genau sortiert, was sich überhaupt sortieren läßt. Wenn Schmutz in den Abfällen sich befindet, dann wird der betreffende Abfall als„Abfall mit Schmutz" verkauft. Es wird hierauf zur Verhandlung des nächsten Punktes des Eröffnungsbeschlusses übergegangen, der die Angeklagten Rechnungsrat Heinrich und Magazinaufseher Chrunst beschuldigt, im Winter 1907/08 eine Menge Altmaterial im Werte von 1060 Mark unterschlagen zu haben.— Angekl. Frankenthal: Auch hier kann ich mit bestem Willen nicht mehr feststellen, wie damals die Verhältnisse lagen. Tazu ist es zu lange her. Es ist hier von fünfzig Waggons ein Waggon beanstandet worden. Da kann ich heute natürlich keine genauen Angaben machen. Im übrigen habe ich die Magazinverwaltung nicht einmal, sondern dutzendmal gebeten, doch selbst zu wiegen, wie es in Wilhelmshaven geschieht. Ich wollte mit der ganzen Verwiegung nichts zu tun haben. Aber man erwiderte mir, man habe dazu weder Einrichtungen noch die nötigen Leute. Wenn die Werft selbst gemogen hatte, wäre die ganze Untersuchung nicht möglich gewesen.— Sachverst. Marine=Intendantur=Affessor Frerichs: Es ist schon lange von der Werft erwogen worden, ob sie das Wiegegeschäft nicht selbst in die Hand nehmen kann.— Angekl. Heinrich: Solche Anträge mußten an die Werftdirektion und nicht an die Magazinverwaltung gerichtet werden. Ich hatte damit nichts zu tun.— Ein Beisitzer: Der Sachverständige Frerichs hat früher schon gesagt, die Uebernahme des Wiegegeschäftes in die Regie der Werft wäre gescheitert an dem Widerstand des Rechnungsrats Heinrich.— Sachverständiger Frerichs: Das ist richtig. Ich habe mit Rechnungsrat Heinrich darüber gesprochen, und er hat sich scharf dagegen ausgesprochen.— Angekl. Frankenthal: Rechnungsrat Heinrich hat mir wiederholt gesagt, er könne das Verwiegen nicht selbst ausführen, weil er keine Leute dazu hätte, ich solle mich an die Werft wenden.— Angekl. Heinrich: Ich weiß von der ganzen Sache nichts. Hierauf gelangt der Punkt des Eröffnungsbeschlusses zur Verhandlung. der die Angeklagten Heinrich und Chrunst beschuldigt, im Frühjahr 1907 3300000 Kilogramm Eisenabfälle, 206 150 Kilogramm Eisenschrotabfälle, 560 Kilogramm Kupfer, 5200 Kilogramm Metallabfälle, 550 Kilogramm Weißmetall, 1450 Kilogramm Kondensatorrohre und 5316 Kilogr. Metallspäne unterschlagen zu haben.— Vert. J.-R. Schirren: Ich möchte doch nun endlich einmal die Frage aufwerfen, woher denn die Anklage die vielen Zahlen in dem Eröffnungsbeschluß nimmt. Das geht ja alles durcheinander. Wir müssen doch wissen, was ausgeschieden und was geblieben ist.— Untersuchungsrichter Landrichter Grützmacher: Es ist alles ausgeschieden worden, was nicht zur Sache gehört. Was geblieben ist, sind die Ermittlungen, die ich auf Grund der Wiegezettel und der Kassenbelege angestellt habe. Außerdem sind übrig geblieben Rechnungen und die Korrespondenz.— Vert. I.-R. Schirren: Solche Notizen haben doch in der Anklageschrift nichts zu suchen. Warum sind die Angeklagten über diese Punkte in der Voruntersuchung nicht genau gehört worden?— Vors.: Die Angeklagten sind doch gehört worden.— Angekl. Frankenthal: Jawohl, aber ohne daß man uns die Bücher und die Abrechnungen vorgelegt hätte.— Untersuchungsrichter Landrichter Grützmacher: Es sind den Angeklagten alle Bücher zugänglich gemacht worden.— Angekl. Frankenthal: Ich habe schon im ersten Stadium der Voruntersuchung dem Untersuchungsrichter Grützmacher erklärt, daß ich ihm keine Aussage mehr machen würde, weil er mir doch nichts glaubte.— Erster Staatsanwalt Gräfrath: Wenn Sie dem Untersuchungsrichter keine Angaben gemacht haben, dann sind Sie selbst daran schuld, daß die Dinge diesen Lauf nahmen. Wenn man vor dem Untersuchungsrichter steht, dann gibt man alles an, was man von der Sache weiß.— Angekl. Frankenthal: Der Untersuchungsrichter Grützmacher hat mir fortgesetzt mit Strafe gedroht, wenn ich in begreifliche Erregung geriet. Darum verzichtete ich darauf, ihm weitere Angaben zu machen.— Vert. R.=A. Spiegel: Frankenthal konnte mit Recht der Meinung sein, daß der Untersuchungsrichter ihm nicht glaubte. Damit will ich gegen den Untersuchungsrichter selbst nichts gesagt haben.— Vert. J.=R. Wallach: Da die Zahlen in dem Eröffnungsbeschluß weiter nichts sind als Privatnotizen des Untersuchungsrichters Grützmacher, brauchen wir auf diese Zahlen meiner Meinung nach im weiteren Verlauf der Verhandlung gar nicht mehr einzugehen. — Staatsanwaltschaftsrat Neils: Es sind keine Privatnotizen des Untersuchungsrichters, sondern diese Zahlen sind die Grundlage der Anklage und müssen ausführlich erörtert werden.— Vert. I.=R. Wallach: Die Zahlen sind aber absolut unverständlich und wir können schon deshalb über sie nicht verhandeln. — Staatsanwaltschaftsrat Neils: Wenn man die Akten zur Hand nimmt, kann man die Zahlen sehr wohl verstehen.— Bei der weiteren Erörterung über die Gewichte der einzelnen Waggons ergeben sich erneut Meinungsverschiedenheiten über die Gewichte.— Staatsanwaltschaftsrat Neils: Ich gebe zu, daß in dieser Beziehung die Anklage nicht gerade glücklich gefaßt ist. Es wird sodann in die Eröterung des Punktes des Eröffnungsbeschlusses eingetreten, der den Angeklagten Heinrich und Chrunst zur Last legt, im Frühjahr 1907 511 043 Kilogramm Eisenabfälle und 95 950 Kilogramm Späne im Werte von 38 600 Mark unterschlagen zu haben.— Angekl. Frankenthal: Ich kann auch über diesen Punkt natürlich jetzt nach so vielen Jahren keine genauen Angaben mehr machen. Aber ich bitte, meine Bücher zur Hand zu nehmen, ich habe diese Bücher in meiner Zelle einer genauen Durchsicht unterzogen und kann nur sagen, meine Bücher geben das richtige Bild von allem wieder, was von mir gekauft und verkauft worden ist.— Erster Staatsanwalt Gräfrath: Der Angeklagte Frankenthal hat uns gestern und heute wiederholt bei einzelnen Punkten Aufklärung gegeben. Ich möchte ihn fragen, weshalb er diese Aufklärungen uns erst jetzt gibt. Ich bin der Meinung, daß er diese Aufklärungen absichtlich zurückgehalten hat und sie jetzt erst vorbringt, weil sie nicht mehr nachgeprüft werden können. Ich kann ihm nicht glauben, daß er das alles für sich behalten hat, nur weil er dem Untersuchungsrichter nicht getraut hat. Ich bin der Meinung, daß seitens des Angeklagten hier ein Coup gemacht werden soll. Wenn man vor dem Untersuchungsrichter steht, dann sagt man doch, was man von der Sache weiß. Man sucht den Untersuchungsrichter soweit aufzuklären, als irgend möglich ist. Heute nun in wenigen Minuten die Angaben des Angeklagten Frankenthal nachzuprüfen, ist ganz unmöglich. Andererseits ist mir absolut unverständlich und erscheint mir ganz unglaubwürdig, daß Frankenthal alles das verschwiegen haben soll nur wegen mangelnden Vertrauens zu dem Untersuchungsrichter.— Zeuge Untersuchungsrichter Landrichter GrützmacherAch habe mit dem Angeklagten Frankenthal wochenlang zusammen gearbeitet, wir sind vormittags und nachmittags zusammen gewesen, wir haben oft stundenlang nach Aufklärung gesucht. Wir haben alles zu eruieren versucht, was wir finden konnten. Was der Angeklagte mir gesagt hat, ist auch aufgeklärt worden. Was er mir nicht gesagt hat, konnte ich natürlich nicht aufklären.— Angekl. Frankenthal: Ich habe diese ganze Sache erst feststellen können nach Schluß der Voruntersuchung. Außerdem möchte ich den Untersuchungsrichter fragen, in welchem Gesundheitszustand ich mich damals befunden habe.— Zeuge Untersuchungsrichter Grützmacher: Sie haben gesagt, Sie seien sehr krank. Ich habe mich auch wiederholt mit dem Gefängnisarzt in Verbindung gesetzt wegen einer Ueberführung ins Krankenhaus, der Gefängnisarzt hielt aber eine solche Ueberführung nicht für notwendig.— Vors.: Ich glaube, darüber kann kein Zweifel bestehen, daß alles, was die Angeklagten dem Untersuchungsrichter gesagt chaben, von diesem entgegengenommen und geprüft worden ist. Was später nach Schluß der Voruntersuchung herausgekommen ist, fällt dem Untersuchungsrichter nicht mehr zur Last. Dem Untersuchungsrichter kann keinerlei Vorwurf gemacht werden.— Die Verteidiger I.-R. Schirren und J.-R. Wallach schließen sich dieser Erklärung an.— Erster Staatsanwalt Gräfrath: Mir kommt es zweifelhaft vor, ob die Behauptungen des Angeklagten Frankenthal ausgeklärt sind. Wir können jetzt unmöglich die Dinge im Handumdrehen nachprüfen.— Angekl. Frankenthal: Mein früherer Verteidiger hat mir gesagt, ich solle mir aus den Akten Notizen machen, ich brauche dem Untersuchungsrichter keine Antwort zu geben, ich solle mir alles für die Hauptverhandlung aufsparen.— Vert. J.=R. Wallach: Prinzipiell muß ich hier erklären, daß die Rollen verschoben zu sein scheinen. Der Angeklagte soll sich auf die Anklage und gegen die Staatsanwaltschaft verteidigen. Das kann er bis zum letzten Augenblick, bis zum Schluß dieser Verhandlung, und das kann er machen, wie er will. Er kann seine Angaben vorbringen, wann er will. Erster Staatsanwal: Gräfrath: Nach dem Verlauf der heutigen Verhandlung halte ich mich doch für verpflichtet, einen Antrag zu stellen, den ich mir bereits während der letzten Stunden überlegt habe. Wir sind zwar noch nicht zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Nichtschuld des Angeklagten Riecken erwiesen ist. Wir sind aber der Ansicht, daß die Anklage gegen Riecken durch das, was heute vorgekommen ist, zum Teil erschüttert worden ist. Mir ist es bedenklich, ob, nachdem der Angeklagte Riecken zehn Monate lang in Untersuchungshaft gesessen hat, mit Rücksicht auf die eventuell zu erwartende Strafe eine längere Untersuchungshaft angebracht ist, zumal ich annehme, daß, wenn der Angeklagte Riecken in dem einen oder anderen Punkte verurteilt wird, die Strafe nicht so boch ausfallen würde. Ich stelle deshalb den Antrag, den Angeklagten Riecken aus der Haft zu entlassen. Riecken selbst sagt zwar, er habe 10 Monate in Untersuchungshaft gesessen und es käme nun auf 10 Tage auch nicht mehr an. Ich glaube aber, jede Nacht weniger im Gefängnis ist doch etwas recht Angenehmes.— Vert. J.=R. Schirren: Ich schließe mich diesem Antrage an. Das Gericht beschloß nach kurzer Beratung, den Angeklagten Riecken aus der Haft zu entlassen. Riecken wurde von den Mitangeklagten und seinen zahlreich anwesenden Freunden lebhaft beglückwünscht. Hierauf wurde die weitere Verhandlung auf morgen(Mittwoch) vertagt. * (Unber. Nachdr. verboten.) HIg. Kiel, 24. Nov. Telegraphischer Bericht.— 18. Verhandlungstag. Gleich zu Beginn der heutigen Sitzung kam es zu langen prinzipiellen Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der Anklage und der Verteidigung. Zunächst erklärte noch der Angeklagte Hermann Jacobsohn: Auch mich hat man vierzehn Monate lang unschuldig in Untersuchungshaft gehalten. Es ist gesagt worden, daß die Angeklagten den Untersuchungsrichter nicht genügend informiert hätten. Auf mich trüft dieser Vorwurf jedenfalls nicht zu. Ich bin ja angeklagt der Anstiftung zur Amtsunterschlagung, und zwar soll ich den Aufseher Chrunst angestiftet haben. Zu dieser Anschuldigung hat von Anjang an nicht das geringste Material vorgelegen, auch die bisherigen Verhandlungen haben in dieser Beziehung nichts erbracht.— Vors. Landgerichtspräsident Andrae: Wir haben gestern von dem Angekl. Frankenthal gehört, daß er in der Voruntersuchung dem Untersuchungsrichter nicht weitere Ar gaben gemacht hat, weil er zum Untersuchungsrichter kein Vertrauen hatte. Er hat auf Anraten seines damaligen Verteidigers alles der Hauptverhandlung vorbehalten. Das Gericht muß sich nun seinerseits auch vorbehalten zu prüfen, ob es möglich ist, diese jetzt neu vorgebrachten Tatsachen zu erledigen. Wir werden versuchen, dies nach allen Richtungen hin zu tun. Wir wollen jede Aufklärung geben und uns verschaffen, die möglich ist. Es besteht die ernsteste Absicht beim Gericht, alles aufzuklären, wenn es möglich ist. Wenn es allerdings nicht möglich ist, ist das nicht die Schuld des Gerichts.— Erster Staatsanwalt Gräfrath: Ich habe nach der gestrigen Verhandlung mir die Sache eingehend überlegt. Ich bin zu der Ansicht gekommen, daß es sehr bedenklich ist, so weiter zu verhandeln, wie gestern verhandelt worden ist. Zweifellos hat nach der Strafprozeßordnung der Präsident die Leitung der Verhandlung, er hat im wesentlichen daruber zu entscheiden, in welcher Reihenfolge die Tatsachen vorgetragen werden sollen. Ich glaube aber auch, daß Staatsanwaltschaft und Verteidigung Anträge in dieser Beziehung stellen dürfen. Ich stelle deshalb den Antrag: Ich halte es nicht für sachdienlich, daß die Submissionen, wie es gestern geschehen ist, von hinten nach vorn verhandelt werden, und daß bezüglich der einzelnen Waggons Stichproben gemacht werden. Ich glaube, daß da den Geschworenen nicht das richtige Bild der Sachlage gegeben wird. Ich beantrage, die Suomissionen von vorn zu verhandeln und zwar aus folgenden Gründen: es soll nach der Meinung der Anklage vor den Geschworenen nachgewiesen werden: 1. daß bei den Ringgeschäften festzustellen ist, daß jede einzelne Submission und Abrechnung zwischen den einzelnen Angeklagten ein in sich abgeschlossenes ganzes Bild abgibt. Daraus wird sich dann ergeben, daß der Einwand der Angeklagten, es handle sich immer um Reste, die aus früheren Geschäften noch vorhanden waren, hinfällig ist. Es soll weiter nachgewiesen werden, daß das Mehrquantum aus den Ringgeschaften zu dem bezahlten Mehrgewicht immer in demselben Verhältnis steht, z. B. beträgt das Mehr bei Eisenabfällen und Stahlabfällen immer zwei Drittel bis das Doppelte und bei weniger wertvollen Abfällen ein Drittel bis die Hälfte. Bei Submissionen, wo das Bahngewicht in Frage kommt, müssen unseres Erachtens sämtliche Waggons durchgenommen werden. Es dürfen nicht bloß Stichproben gemacht werden, sondern wir wollen beweisen, daß bei fast allen Waggons das Verhältnis des Mehrgewichts auf der Bahn im Verhaltnis zum Werftgewicht immer wieder dasselbe ist, wie bei den Ringgeschäften, nämlich zwei Drittel bis das Doppelte und ein Drittel bis die Hälfte. Danach wird sich ergeben, daß bei denjenigen Käufern, die nicht angeklagt sind, z. B. bei dem Hamburger Kaufmann Bernstein, Bahngewicht und Werftgewicht miteinander übereinstimmen, abgesehen von kleinen Differenzen, die sich aus dem Abweichen der Wage ganz natürlich erklaren lassen. Ich bin der Ansicht, daß wir sachdienlich nicht weiter verhandeln können, ehe wir das Gutachten von Professor Jeserich haben. Professor Jeserich muß uns sagen, welche Briefe gefälscht sind und welche Briefe echt sind, damit wir eine sichere Unterlage haben, ob eine Täuschung vorliegt oder nicht. Es müssen daher meines Erachtens die Briefe erst untersucht sein, weil die Staatsanwaltschaft beweisen will, daß in diesen Briefen immer mit„Balbost“ Rat Heinrich und mit„Meschores“ Magazinaufseher Chrunst gemeint ist. Nur wenn das regelmäßig festgestellt wird, werden die Geschworenen ein richtiges Bild bekommen. Ich habe gestern schon meine Vermutung ausgesprochen, die sich heute noch befestigt hat, daß der Angeklagte Frankenthal in sehr geschickter Weise, nachdem er monatelang die Briefe und Akten durchgearbeitet hat, hier Zahlen produziert, die scheinbar alles ganz harmlos erklären sollen. Wir haben den dringenden Verdacht, daß das eine Klugheit von ihm ist. In Wirklichkeit haben diese Zahlen mit den Geschäften nichts zu tun. Ich muß mir auch ausdrücklich vorbehalten, daß ich, nachdem der Angeklagte Frankenthal auf den Rat seines früheren Verteidigers sich geweigert hat, dem Untersuchungsrichter das genügende Material zur weiteren Aufklärung zu geben und nachdem auch die Angeklagten nach Zustellung der Anklageschrift keine weiteren Angaben mehr gemacht haven, jeden Augenblick noch die Vertagung beantragen kann, wenn neues Material hier vorgelegt wird. Es ist uns bei dem großen Wust unmöglich, hier sofort zu sagen: die Zahlgz len Frankenthals sind richtig und diese sind falsch.— Vert. R.=A. Stobbe: Die Verteidigung bittet um eine Pause, um beraten zu können. Nach einer Pause, in der die Verteidiger zu einer Beratung zusammengelreten sind, gibt Vert. I.-R. Wailach folgende Erklärung ob: Die Königliche Staatsanwaltschaft hat soeben beantragt, daß in der Prozeßleitung in bezug auf die Submissionen eine Aenderung eintreten möchte. Wir haben zu erklären, daß die bisher durch den Herrn Präsidenten geübte Prozeßleitung die einzig mögliche gewesen ist, die nach der durchaus mangelhaften Vorbereitung der Anklageschrift in bezug auf die Submissionen stattfinden konnte. Uebrigens wollen wir es nicht unterlassen, darauf aufmerksam zu machen, daß die Ausführungen des ersten Staatsanwalts, es habe sich gestern um eine Prüfung der Stichproben gehandelt, nicht zutreffen, daß vielmehr verhandelt worden sind die wesentlich belastendsten Tatsachen, die bei den einzelnen Submissionen in Frage kommen, und daß die Verteidigung loyalerweise sich di n, und#0 Urrlinigung Thallzune gur. hamit einverstanden erklart. Es fällt deshalv auf die Konigliche Staatszurück, wenn wir erklären, daß, falls die jetzt beganze Sache auszusetzen. Wenn Waggon auf rt wird, was an sich die ungeklagten nicht scheuen haben, so fehlen uns in dieser Beziehung n, weil die Anklageschrift in dieser Beziehung der gegenwärtigen Verhandlung eine polizeiliche Nebenuntersuchung durch de# ven Kriminalkommissar Wannowski und den Kriminglschutzmann Brumme stattfand. Mit Rücksicht darauf ist jedenfalls der sachliche Vorwurf des Ersten Staatsanwalts, daß die Angeklagten und die Verteidiger nicht genügend die gegenwärtige Hauptverhandlung vorbereitet hätten, unbegründet. Endlich muß in diesem Augenblick betont werden, daß die Aufklärungen, die der Angeklagte Frankenthal gestern gegeben hat, bereits am 21. Oktober durch Justizrat Schirren in einem Schriftsatz dem Gericht zugänglich gemacht worden sind. Eine Nachprüfung vom 21. Oktover bis heute wäre wohl möglich gewesen. Im übrigen kann kein Angeklagter gezwungen werden, die Art und Weise seiner Verteidigung kontrollieren zu lassen; und namentlich kann er nicht gezwungen werden, das Verteidigungsmaterial eher zu produzieren, als es ihm angezeigt erscheint. Erster Staatsanwalt Gräfrath: Ich verstehe die Schärfe in den Ausführungen des Justizrat Wallach nicht. Es war ganz klar, weshalb ich die Tatsache erwähnt habe, daß die Angeklagten Frankenthal und Riecken uns gestern gesagt haben: Wir haben einen Teil dessen, was wir längst wußten, nicht vorgebracht, weil wir kein Vertrauen zum Untersuchungsrichter hatten. Wenn ich auf diese Tatsachen hinwies, so habe ich damit sagen wollen, daß die Angeklagten es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie nach einer so langen Untersuchungshaft infolge einer Vertagung der Hauptverhandlung noch weiter in Untersuchungshaft bleiben müssen. Mir ist es nicht angenehm, wenn die Angeklagten noch monatelang sitzen müssen. Ich wollte nur sagen, daß ein Teil der Schuld daran auch sie selbst trifft. Mir ist es noch nicht vorgekommen, daß ein Mann, gegen den eine Untersuchung schwebt, gesagt hat: Ich gebe dem Untersuchungsrichter nichts an, weil ich ihm nicht vertraue. Sollte in meinen Ausführungen irgend eine persönliche Verletzung gegen einen der Verteidiger gelegen haben, so nehme ich das zurück. Was die Nebenuntersuchung durch Kriminalkommissar Wannowski und Kriminal= schutzmann Brumme anlangt, so verstehe ich auch da die Vorwürfe der Verteidigung nicht. Die Staatsanwaltschaft ist jeden Augenblick bis zum letzten Moment der Verhandlung berechtigt, Ermittelungen anzustellen, und muß bei einer so schwierigen Sache, wie die vorliegende es ist, und zumal Anhalt dafür vorhanden ist, daß hier und da von seiten dieser oder jener Personen nicht ganz loyal gegen uns gearbeitét wird, erst recht das Recht haben, Ermittelungen anzustellen. Was die Sache Streit betrifft, so habe ich schon früher angeführt, weshalb wir diesen Zeugen sofort geladen haben. Die Verteidigung hat aber gesehen, daß wir, nachdem sich Streit als ein unzuverlässiger Zeuge erwiesen hat, sofort ihn haben fallen lassen, und er wird in unseren Plaidoyers nicht erwähnt werden. Wir haben bei den vielen Anträgen, die die Verteidigung gestellt hat nommen worden ist, was für ein prachtvoller Mensch dieser Repening ist.(Heiterkeit.) Das kommt selten vor. Im übrigen „„ c„ protestiere ich gegen eine Vertagung. liegt absolut klärung der Sache auf Grund meines Antrages eine bessere geworden wäre. Vert. R.=A. Stobbe: Wir haben uns unter allen Umständen dagegen salvieren müssen, daß der Vorwurf einer etwaigen Vertagung nach einer vierwöchentlichen Verhandlung auf uns zurückfällt. Das ist die Erklärung, die Justizrat Wallach in unser aller Namen hier abgegeben hat. Wenn der Erste Staatsanwalt dem gegenüber sagt, wenn die Verhandlung vertagt wird, dann werden auch diejenigen Angeklagten in der Untersuchungshaft bleiben müssen, die die Hauptverhandlung seiner Ansicht nach genügend vorvereitet haben, so ist das zutreffend. Auch dieser Vorwurf trifft nicht die Verteidigung, sondern die Staatsanwaltschaft, weil bei den Submissionen eine absolut mangelhafte Vorbereitung stattgefunden hat. Worauf das zurückzufuhren ist, das zu untersuchen ist nicht unsere Sache. Wenn der Staatsanwalt aber das Recht für sich in Anspruch nimmt, während des Prozesses Ermittelungen anzustellen, so ist das ein unbestreitbares Recht der Staatsanwaltschaft. Ich bitte aber zu bedenken, wohin das führen kann Uns, die wir hier den ganzen Tag über in der Verhandlung sitzen, sind die Hände gebunden. Wir haben nicht derartige Hilfsmittel. Wir sind darauf angewiesen, was die Angeklagten uns sagen. Die Staatsanwaltschaft aber, die während der Verhandlung ihre Organe hinausschicken kann, handelt da nicht objektiv und gerecht gegen uns. Ich möchte deshalb die Staatsanwaltschaft bitten, derartige Ermittelungen nicht mehr anstellen zu wollen. Diese Nebenuntersuchung ist für uns von außerordentlich weittragender Bedeutung. Dann hat die Staatsanwaltschaft hingewiesen auf die Beeinflussung von Gefängnisbeamten. Was hat sich denn in dieser Verhandlung herausgestellt? Weiter nichts als daß ein Sohn für seinen alten Vater sorgen wollte. Alle diese Fälle sind längst vor der Hauptverhandiung passiert und konnten längst vor der Hauptverhandlung untersucht werden. Ich muß nochmals namens der gesamten Verteidigung erklären, daß wir uns salvieren gegen jeden Vorwurf, auch gegen den Vorwurf, daß unter Umstanden eine Vertagung der Verhandlung stattfinden muß. Die Angeklagten, die nach ihrer Ansicht ihre Verteidigung genügend vorbereitet haben, dürfen durch eine Verlängerung der Untersuchungshaft auf keinen Fall leiden. anwaltschaft zurachk, menn wir erttartag„„ antragte Aenderung der Prozeßleitung in bezug auf die Suvmissionen eintreten würde, unsererseits der Antrag gestellt werden müßte, die ganze Sache auszusetzen. Wenn aggon auf Waggon erortert wir und nicht zu scheuen jede Unterlagen, weil die Anklageschrift in dieser Beziehung total unverstandlich ist. Wir mußten in diesem Faue die gestern in entgegenkommenster Weise abgegebene Erklärung zurücknehmen und wir könnten uns nicht mehr mit den Feststellungen einzelner Stichproben und mit den Ermittelungen des Untersuchungsrichters und des Kriminalkommissars Wannowski begnügen. Wir müßten in diesem Falle eine genaue Nachprüfung jedes einzelnen Waggons im Interesse der Angeklagten fordern. Es wird weiter von seiten der Königlichen Staatsanwaltschaft einem der Angeklagten und damit auch den anderen Angeklagten der Vorwurf gemacht, daß sie die Staatsanwaltschaft unvorbereitet gelassen und jetzt mit neuen Tatsachen überrascht hätten. Dieser Vorwurf wird von der ganzen Verteidigung nicht nur als durchaus unverständlich, sondern als geradezu ungeheuerlich zurückgewiesen.— Vors.(unterbrechend): Dieser Vorwurf ist nicht erhoben worden.— Vert. J.-R. Wallach: Wir haben den sachlichen Vorwurf in den Ausführungen des Ersten Staatsanwalts gefunden.— Vert. R.=A. Stobbe: Der Vorwurf ist gegen den früheren Verteidiger Frankenthals erhoben worden und wir fühlen uns mit ihm absorut solidarisch.— Vert. I=R. Wallach: Wir haben jedenfalls den sachlichen Vorwurf in den Ausführungen des Ersten Staatsanwalts gefunden und wir weisen ihn mit aller Energie zurück. Das wesentlichste Verteidigungsmaterial, über das die Angeklagten verfügen, ist der Staatsanwaltschaft bereits Anfang dieses Jahres vor Eröffnung des Hauptverfahrens und vor Zustellung der Anklageschrift übermirtelt worden. Es haben aver Ermittelungen nach dieser Richtung vor der Hauptverhandlung nicht stattgefunden und es genügt, um die Verteidigung zu salvieren, darauf hinzuweisen, daß wir uns nur schweren Herzens. um das Ergebnis einer mehrwöchentlichen Verhandiung nicht illusorisch zu machen, mit der provisorischen Beweiserhebung durch Professor Jeserich einverstanden erklärt haben. Das gleiche Verhalten hat die Verteidigung gezeigt bei, der, lachli Ueberraschung im Falle Streit, und das gleiche Verhauen hat die Verteidigung gezeigt und das kann nicht energisch genug hervorgehoben werden, als wir wahrnehmen mußten, daß während Vert. I.-R. Schirren: Es ist unmöglich, sich in dem Zahlenmaterial der Anklageschrift zurechtzufinden. Man soll die Akten und insbesondere die Werstakten zum Vergleich in die Hand nehmen. Aber es ist ebenso leicht, einen Hosenknopf auf der Kaiserlichen Werft zu finden, als eine einzelne Zahl aus diesem Berg von Zahlen herauszufinden. Für meine angeklagten Beamten muß ich jedenfalls den Vorwurf, die Verteidigung nicht genügend vorbereitet zu haben, aufs schärfste zurückweisen. Wir stellten schon vor Jahresfrist unsere Antrage, und es ist nicht die Schuld der Verteidigung, wenn ihnen nicht stattgegeben ist.— Vert. R.=A. Spiegel: Die neuen Tatsachen, die Frankenthal hier vorgebracht hat, bestehen nur darin, daß er sagte, diejenigen Zahlen die Nachzahlungen darstellen, weise ich aus meinen Büchern nach, als an dem und dem Tage ausgezahlt und berechnet. Daß das keine schwerwiegenden neuen Tatsachen sind, wird jeder kaufmännische Sachverständige bekunden können. Uebrigens gehen die Aufklärungen Frankenthals gerade aus der Korrespondenz hervor, die von der Staatsanwaltschaft als gefälscht bezeichnet werden.— Erster Staatsanwalt Gräfraty: Deshalb sagte ich gerade, daß wir nicht eher weiter verhandeln können, ehe wir nicht das Jeserichsche Gutachten über die Echtheit der Briefe hier haben.— Staatsanwaltschaftsrat Neils: Ich muß den Vorwurs mangelhafter Vorbereitung der Anklageschrift entschieden zurückweisen. Die Anklageschrift soll nach dem Gesetz alle wesentlichen Ergebnisse der Voruntersuchung enthalten. Das steht auch alles in der Anklageschrift drin. Ich habe das, was mir die Voruntersuchung gab, darin verwertet, mehr konnte ich nicht geben. Die Anklageschrift läßt es auch nicht an der nötigen Klarheit fehlen: wer sie mit Aufmerksamkeit und Ausdauer liest, wird finden, was die Zahlen bedeuten sollen. Man muß auch allerdings die Korrespondenz, Gerichtsakten und Werftakten angesehen haben. Wer das mit der nötigen Ausdauer und dem nötigen Fleiß tut, wird finden, daß der Vorwurf der nicht genügenden Vorbereitung völlig unbegründet ist. Ich weise auch den Vorwurf zurück, daß die Staatsanwaltschaft hier eine polizeiliche Nebenuntersuchung führt. Wir müssen Ermittlungen anstellen. Das Ergebnis der gestrigen und heutigen Ermittlungen werde ich demnächst mitteilen. Diese Ermittlungen haben ihren Ursprung erst in den Tatsachen, die hier in der Hauptverhandlung neu hervortreten. Vert. J.-R. Wallach: Nachdem Staatsanwaltschaftsrat Neils unsere durchaus sachliche Bemerkung, daß die Anklageschrift nicht genügend vorbereitet war, zurückzuweisen glaubte mit dem Hinweise darauf, wir hätten nicht mit dem nötigen Fleiß und der nötigen Ausdauer die Anklageschrift studiert, erklären wir, daß wir es weder an dem nötigen Fleiß, noch an der nötigen Aufmerksamkeit haben fehlen lassen. Wir haben trotz.# dem die Anklageschrift betreffend die Submissionen nicht begreifen können, und zwar kann es kein Mensch begreifen, weil wahllos## und kritiklos Privatnotizen des Untersuchungsrichters, die er## allein imstande ist zu verstehen, in die Anklageschrift übernommen worden sind. Unser sachlicher Vorwurf wird durch diese Ausführungen noch bestärkt.— Vert. R.=A. Spiegel: Zweck der Anklageschrift ist, dem Angeklagten die Verteidigung zu er# nöglichen. Hier aber konnte der Angeklagte mit bestem Willen nicht begreifen, worauf es ankam, weil es ganz unmöglich war, sich durch den Berg von Werftakten hindurchzuarbeiten.— Vors.: Nachdem Anträge von beiden Seiten gestellt worden sind, muß ich als Prozeßleiter noch einmal darauf hinweisen, weshalb ich diesen Gang der Dinge für den richtigen gehalten habe. Ich habe bei Beginn der Submissionsverhandlungen ausdrücklich erklärt, wir werden bei den ersten Submissionen, wo wir keine Wiegezettel haben, auf den Nachweis der Angeklagten gefaßt sein müssen, wie sich die merkwürdig großen Unterschiede zwischen den Einkäufen und den Verkäufen erklären lassen. Dieser Nachweis soll von den Angeklagten geführt werden mit den Abrechnungen aus der roten Mappe. Nun sind diese Abrechnungenerst später aufgetreten und der Untersuchungsrichter hat uns bekundet, daß nach seiner Ueberzeugung diese Abrechnungen früher nicht bei den Akten waren. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft den Antrag gestellt, diese Abrechnungen auf ihre Echtheit untersuchen zu lassen. Weil diese Echtheit nun noch nicht klargestellt ist, habe ich es für zweckmäßig gehalten, mit den Submissionen zu beginnen, wo wir mit feststeyenden Zahlen und mit Wiege. zetteln sowie mit den Notizen der Eisenbahnbeamten rechnen können. Das war der einzige Grund, weshalb ich das vorweg genommen habe. Ich wollte keine größere Pause eintreten lassen. Das ist mein Wegweiser für die Verhandlung gewesen, und ich kann auch heute nicht anerkennen, daß ein anderer Weg zweckmäßiger gewesen wäre. Ein ungeheuerliches Todesurteil ist am 13. d. M. von dem Glatzer Schwurgericht ausgesprochen worden. Als uns einige Tage nach der Verhandlung die Mitteilung von dem Schwurgerichtsurteile zuging und bald darauf nähere Nachrichten über die Verhandlung selbst, glaubten wir, daß eine sölche Ungeheuerlichkeit vom Schwurgericht nicht ausgesprochen sein könne, wie sie sich dem Tatbestande gegenüber darstellt. Unsere angestellten Ermittlungen haben aber ergeben, daß dem in der Tat so ist. Wir bringen deshalb erst jetzt den Bericht über die Gerichtsverhandlung. Als Angeklagte erschien vor dem Schwurgericht die 27jährige Dienstmagd Anna Werner aus Steinwitz bei Glatz. Sie ist beschuldigt, ihr 11 Monate altes uneheliches Kind Hedwig am 5. April 1908 ermordet zu haben. Die Verhandlung gestaltete sich zu einer erschütternden Anklage gegen die Gesellschaftsordnung. Die angeklagte Mutter ist selbst unehelicher Geburt und mußte bereits als Schulkind in Dienst treten. Sie hatte schon vor der Geburt der Hedwig zwei Kinder. Für diese hat sie liebevoll gesorgt; beide Kinder sind aber eines natürlichen Todes gestorben. Das kleine Mädchen wurde von der Mutter zunächst bei einer Frau in Glatz untergebracht. Diese behielt es aber nicht. Die Angeklagte brachte es zur Großmutter. Auch da blieb es nur einige Wochen und wurde ihr dann auf dem Felde wieder überbracht. Die Mutter fuhr dann überall herum, um eine Unterkunft für das Kind zu finden, wurde aber überall abgewiesen. Insbesondere wurde sie auch von den Gemeinden abgewiesen. Ja, die Gemeinden wehrten sich sogar dann, als eine Pflegestelle sich fand, dagegen, daß das Kind dort bliebe, damit nicht etwa für das Kind die Gemeinde vorläufig sorgen müsse. Die Mutter suchte den Vater des Kindes und die Mutter des Vaters in Ullersdorf auf, aber diese nahm es auch nicht. Um das Kind selbst pflegen zu können, ging die Mutter einige Wochen hindurch jeden Abend von Oberhansdorf nach Niederhausdorf und übernachtete da und kehrte nach Oberhansdorf am anderen Morgen zurück. Der Vorer in Oberhansdorf gab es nicht zu, daß das Kind dort untersteher gebracht werde. Auch aus Niederhansdorf, wo es in Pflege getan war, mußte es fortgenommen werden, weil der Gemeindevorsteher widersprach. Schließlich brachte die herumgehetzte Mutter das Kind bei einer Frau in Glatz unter. Sie zahlte 10 Mark monatliches Pflegegeld, während ihr Lohn nur 11,50 Mark betrug. Von dem Vater des Kindes, der wegen Körperverletzung ins Gefängnis gekommen war, erhielt sie keine Unterstützung. Der Angeklagten wurde dann mitgeteilt, das Kind könne auch nicht in Glatz bleiben, die Polizei fordere die Fortschaffung des Kindes binnen 24 Stunden. Die Mutter bat den Vormund, mit ihr den Bürgermeister zu ersuchen, das Kind in Glatz zu lassen. Der Vormund lehnte das ab. Er meinte, der Bürgermeister würde die beiden doch nur rausschmeißen. Sie ging dann selbst zum Bürgermeister und bat ihn flehentlich, das Kind in Glatz in der Pflege zu belassen. Der Bürgermeister wies aber die Bitte der Mutter ab. Nun wußte die arme Mutter nicht, wo sie das aus Oberhausdorf, Niederhansdorf, Ullersdorf, Glatz herausgejagte Kind unterbringen könne. In ihrer Verzweiflung beschloß sie, das Kind zu toten. Sie legte es in eine Lehmgrube und bedeckte die Leiche mit Lehm und Erde. Erst ein Jahr späer wurde durch Zufall die Leiche des Kindes aufgefunden und durch die Kleider die Herkunft des Kindes ermittelt. Der Waisenrat, an den sich der Vormund mal, Rat suchend, gewendet hatte, hatte diesem erklärt, man muß es den ledigen Personen nicht so leicht machen, sonst kommen sie fortwährend mit Kindern. Nach dieser eigenartigen Hilfe, die der Waisenrat dem Vormund, einem einfachen Arbeiter, angedeihen ließ, glaubte dieser der Pflicht enthoben zu sein, dem Vormundschaftsgericht selbst mitzuteilen, daß für das Kind keine Pflegestelle aufzutreiben war. Ein Gemeindevorsteher wurde als Zeuge befragt, warum denn das Kind fortgeschoben sei, zumal doch keinerlei Kosten der Gemeinde erwachsen, da die Gemeinde ein Recht auf Wiedererstattung seitens der Unterstützungsgemeinde habe. Er erklärte, das verursache viele Scherereien; um den Scherereien aus dem Wege zu gehen, schiebe man Personen, von denen man befürchtet, sie könnten unterstützungsbedürftig werden, dem Gesetz entsprechend ab. Ges“: bejahten, trotzdem nach dieser Sachlage und in unoffensi Die Geschworenen bejahten s5 E ..„die Angetlagte, leigligin Verzweiltung un zurechnungsfahigem Zustande die Tat begangen hatte, die Frage, ob vorsätzliche und mit Ueberlegung ausgeführte Tötung vorliege. Sie reichten aber ein Gnadengesuch ein. Das Urteil erging dahin, daß die Angeklagte zum Tode und zum Verluste der bü m Tode und zum Verluste.#urgerlichen Ehrenrechte verurteilt wurde. also die drei geleyrten Richter waren sich nicht dahin einig, daß der Schuldspruch zu Unrecht erfolgt war. Der Vorsitzende leitete die Verkündigung des Urteils mit den Worten ein:„Wer Blut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden.“ „Wer Blut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden,“ sagte der Vorsitzende. Wer ist es denn aber anders, als die für die Abschiebung des unschuldigen Kindes verantwortlichen Gemeindevorsteher und Bürgermeister, an denen das Blut des Kindes klebt, für das die Mutter in liebevollster Aufopferung sich annahm, bis sie in Verzweiflung und aus Liebe zu dem Kinde zu dem furchtbaren Schritt durch die Abschiebungen ihres Kindes gezwungen wurde? Ein Justizmord ist die Verurteilung des Dienstmädchens, gleichviel, ob das Urteil ausgeführt oder den Begnadigungsgesuch durch Umwandlung der Todesstrafe in eine andere entsprochen wird. Ein Justizmord, weil nichtschuldig an der Tat derjenige ist, den die sozialen Verhältnisse so wie in vorliegenden Falle verzweifelt, besinnungslos, zurechnungsunfähig gemacht haben. Soll das Wort:„Wer Blut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden“, kein Pharisäerspruch sein, hätte das Gericht die Angeklagte freisprechen und zum Ausdruck bringen sollen, daß die lediglich aus Bequemlichkeit so herzlosvorgegangenen Gemeindevorsteher und Polizeiverwaltungen d# Schuld fur den Mord trifft. Abonnemer für Bielefeld und wie bei sämtlichen ins Haus gebracht 6 lich. Durch die 1,80 Mk. vierteljd Bestellg Bigzeinummer Erscheinu: mit Ausnahme de Feiertage täglich Fernsprech=Ansch Die heuti Die Mili Wie auf allen C die Tatsache, da Bahnbrecherin de Sozialdemokratie rung, daß unser zeit, mit seiner Entfremdung det seinem stumpfen Milizarmee mit Schulung für der Alle Gamasch einler und Rese Schweizer Miliz. fand sich in der sozialistische„Mi des preußischen Aber die Ver böswilligen Anft Widersacher. Ne tärschriftsteller,( des wirklichen? standen war, ist auch in Deutschla treu für die Ers heer eingetreten barer Kampe ers Oberst Gaedt Milizidee, sonder anderer deutscher Herr Gaedke „Schon wiede Milizheeres hing geringes Persone toren“ führen. 60 Unteroffiziers Zahl an Offizier einzelne Miliziol Unterricht erhält befunden wird fanterie, 75 Tag Kavallerie ableis und wird währer 13 Tagen(einsch Reiterei sind es Landwehrzeit lei kursus— mit Ar Außerdem sin gerüsteten Unter offiziere zur Tei Mann hat sein eigenen Wohnun Jeder muß eignet angesehen sonders vorgesch der Unterofizie schule die Suh schule, die Sudi 80 bis 109 Ta schule als Inst erfordert wiede Da ist es n französische Ger Heeres beigew. päischem Rufe, nicht nachsagen fällt, was er d schiednes und der sehr gerin des Führerperst Schwerfälligkei Gesechtsfelde. zucht und beson überall das er wendige. „Freilich, das teil ist ja natür Deutschen nicht „Deutschen Off. Urteil über d finden. Der 2 volkstümlichen aber keinesweg tärischen Wese #rmischen Ein nun einmal miEs wird da Division geschil rufsoffiziers), Das Schlußurt im Bürgerkleid pielen Stellen Eindruck fällen, Dieser Eindruc Sehr wohlt auf, der— so Mhustruppe Nurschordnung sicher. Die gr fiel angenehma mäßige Durchb erschien uns be machte, wenn n schaffenheit der 9, war beweg von der Artill konnten wir be kommen gedeckt Alles in all daß in dem e großem Ernst wich!