Uhr bei Wirt ei Läge. Uhr bei Wirt “ 8½ Uhr bei gkeit“ 9¼ Uhr !“ 8½5 Uhr bei enkranz“ 9 Uhr bei Heitmann. frei“, 8½ Uhr 9 Uhr. ugust Kipp. Voß, Langestr. der„Central= zirt Mohrmann, hr. Ihr im Schaum. 5“ 7—9 Uhr. getroffen: * 10 Pfg. vortions 5473 17 * Arndtstrasse 45 strasse 10. Er482 teulos durch die tsnachweises, ter 5. ttags 5 Uhr. Ausein fetter Hammel. zebenst ein Heinrich Mühle. 5466 Perhof! 9. d. M., abends at. Es ladet freundl. .(5459* Aiwein. 0 Pfennig. Schors hofstr. 5468 schwarze, sowie roßer Auswahl llosen FunktioHeine, Ritter5450 tstellen, 5191 Matratzen, fabelhaft ertens, Jahnsplatz. Eier 68 5451 stoffeln, hat billig abzugeben kwede.(5452 ohnung, 120 Mk., auf sofort ermieten. F. Winter, se 88. 5423* hnungen, mieten. Zu erfahren Mellerstr. 23.(5460“ Büchen ber suche für sofort ein leißiges Mädchen für irbeiten. Frau Detert, 37. 64442 Abonnementspreis für Bielefeld und Umgegend, sos wie bei sämtlichen Agenturen frei ins Haus gebracht 60 Pfg. monatlich. Durch die Post bezogen * 90 Mk. vierteljährlich exklusiver, Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. Insertionspreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Erscheinungstage mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage täglich nachmittags. Fernsprech=Anschluß Nr. 353. Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westfalen und die lippischen Fürstentümer. Buchhandlung, Druckerei, Erpedition und Redaktion: Schulstraße Nr. 20. Inseraten=Annahme bis ½9 Uhr vormittags. Größere Inserate müssen bis 5 Uhr abends tags zuvor aufgegeben sein. Druck und Verlag per Buchdruckerei und Buchhandlung „Jolkswacht“ A. Gerisch& Co., Nieleseld. Nr. 235. Bielefeld, Freitag, 8. Oktober 1909. 20. Jahrg. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Ueber die Bureaukratie. Der„Verein für Sozialpolitik“, dessen jährliche Generalversammiungen unter dem Namen der Kathedersozialistenkongresse bekannt sind, blüht seit nunmehr bald vierzig Jahren als bescheidenes Veilchen im verborgenen. Wer sich noch des Lärmes zu erinnern vermag, womit er einst unter pompösen Aufrufen an das„sittliche Pathos“ der deutschen Nation begründet wurde, mag mit Schiller von dem Jüngling sprechen, der mit tausend Masten in den Ozean schifft, um dann als Greis aufgebrechlichem Nachen in den Hafen zu treiben. Auf seiner jüngsten Generalversammlung, die vor einigen Tagen in Wien stattfand, hat selbst einer seiner Mitbegründer offen erklärt, daß der Verein stets aus„sehr zahmen Leuten" bestanden habe, womit der alte Rodbertus zu Ehren kommt, der, als sich der Verein in Eisenach konstituierte, über die„Eisenacher Kamillentöpfe“ nicht genug zu spotten wußte.,„. Perein 140 hihin## M. Dennoch wäre es verfehlt, dem Verein schlechihin alle Verdienste abzusprechen. Er hat in der kleinen Bibliothek, die er im Laufe der Jahre herausgegeben hat, neben vielem Gleichgiltigen und Mittelmäßigen doch auch manche anregende und tüchtige Arbeit veröffentlicht, und vor allem darf er sich etwas zugute tun auf den wilden Haß, womit ihn Stumm und die Stümmlinge von jeher beehrt haben. So auch hat er auf seiner jüngsten Generalversammlung in einer Verhandlung über die wirtschaftlichen Unternehmungen der Gemeinden, eine Debatte zu entfesseln vermocht, die eines allgemeinen Interesses sicher sein darf, eine Debatte über die Gefahren der Bureaukratie, die in demselben Maße anwachsen muß, worin die wirtschaftlichen Unternehmungen der Gemeinde zunehmen, wobei es denn auch an Schlaglichtern auf die Gefahren der staatlichen Bureaukratie nicht gefehlt bat. 116 Tamantlich 6.2 Seisel. Mit lebhaftem Temperament ging namentlich der Heidelberger Professor Alfred Weber ins Zeug; er fand Worte, die eines weiten Widerhalles sicher sein durfen und, wie wir keineswegs verhehlen wollen, auch in der Arbeiterklasse beachtet zu werden verdienen. Herr Weber sagte unter anderem:„In unserer reichsdeutschen Kulturpsychologie sieht man eine Wandlung zur Pensionsberechtigung. Ein Witzblatt hat es neulich so ausgedrückt: deutsch und treu und pensionsberechtigt. Das ist nicht bloß in der Bourgeoisie vorhanden. Das sickert hinunter in die unteren Schichten. Wenn wir heute Enqueten über die Arbeiterverhältnisse anstellen und fragen, wohin der Arbeiter strebe, so erhalten wir die Antwort, daß das Kind ein pensionsberechtigter Beamter werden solle. Da haben Sie die Gefahr der Verspießbürgerlichung und Verphilisterung der Arbeiter vor sich. Das ist die Hauptgefahr dieses Sippenwesens, daß jede größere Bewegung nicht vorwärts kommen kann. Diese Papachenund Mamachenexistenzen, die wir da sehen und die charaktersterken Leuten den Aufenthalt in dieser Atmosphäre glatt unmöglich machen, drohen uns auch die großen Massen zu verderben, aus denen heraus wir zu neuen großen Kulturmöglichkeiten gelangen wollen. Der charaktervolle Mann kommt gar nicht vorwärts, weil die Bureaukratie ihn nicht herankommen läßt... Ich meine, wir müßten jede agitatorische Aufrüttelung der Massen billigen, auch wenn uns die Form nicht gefällt. Dieses Mittel ist das einzige Gegengewicht gegen die Gefahr der Verdummung und Vergiftung von der anderen Seite. Wir müssen auch die Berechtigung der Streiks anerkennen, weil sie kulturell notwendig sind. Auch die Angestellten müssen streiken dürfen, und schließlich kann auch ein Beamter unter Umständen streiken, was für die Kultur notwendig ist. Ich gratuliere den Franzosen dazu, daß der starre bureaukratische Apparat nicht ihr natürliches Temperament zu zerstören vermocht hat. Bei uns würde man ein solches Temperament kaum mit der Lupe finden.“ So weit Herr Weber..66 Er fand mit seinen Ausfuhrungen teils leohaften Widerspruch, teils lebhafte Zustimmung, doch mußte er auf den Beifall eines Mannes verzichten, der, wenn er noch gelebt und dem Kongresse beigewohnt hätte, Herrn Webers Darlegung als ein Kompliment an seine„staatsmännische Einsicht“ hätte empfinden müssen, nämlich Bismarcks. Dieser geniale Denker hat schon vor vierzig Jahren erklärt: Schaffen wir möglichst viele pensionsberechtigte Existenzen, und wir haben eine Masse, die sich alles bieten läßt, ohne daß sie auch nur aufzumucken wagt. Es wäre für Bismarck als„Staatsmann“ sicherlich schmeichelhaft gewesen, von einem deutschen Professor bestätigt zu hören, daß er das Mittel, die Massen zu verdummen und zu vergiften, richtig erkannt hatte; freilich, was Herr Weber sonst gesagt hat, hätte ihn höchstens veranlaßt, den Disziplinarrichter oder gar den Staatsanwalt gegen den offenherzigen Redner mobil zu machen. Von den Gegnern, die Herr Weber fand, sprach der Berliner Professor Adolf Wagner, der ehemalige Sozius Stöckers, ziemlich schwach. Er lebt noch immer des holden, für nicht gelehrte Menschenkinder völlig unbegreiflichen Wahnes, daß die herrschenden Klassen die Ueberschüsse ihrer Gemeinde- und Staatsbetriebe zum Nutzen der Volksmassen verwenden würden, und er hatte den zweifelhaften Geschmack, an seine tragikomische Rolle im Wahlkampf von 1881 zu erinnern, wo er im Auftrage Bismarcks mit dem Tabakmonopol als„Patrimonium der Enterbten“ in vier Wahlkreisen kandidierte und durchfiel. Er scheute selbst vor einer Anleihe bei dem Reichsverbande nicht zurück, indem er an den Bann erinnerte, den die heutige Sozialdemokratie über„die revisionistischen Bestrebungen der Bernstein und Schippel“ verhängen soll, und pathetisch ausrief:„Ist das Freiheit, die wir da sehen?" Darüber ist dann weiter nicht zu streiten. Ungleich bedeutsamer war die Rede, mit der ein wirklicher Bureaukrat, ein preußischer Ministerialdirektor, Herr v. Thiel, gegen Weber antämpfte. Wenn er von den„anarchöstischen so hätte er sich diese Insinuafentlich nicht denunziatorisch gemeint aber immerhin so ausgelegt werden konnte. Aber sonst hatte die Rede des Herrn v. Thiel zwei Vorzüge, selbst vor der Rede Webers: einmal wies er darauf hin, daß in der kapitalistischen Gesellschaft die verderblichen Folgen der Bureaukratie nie völlig ausgerottet werden können, und zweitens zeigte er die einzige Möglichkeit auf, wie diese Wirkungen wenigstens eingeschränkt werden können. Herr v. Thiel sagte sehr richtig:„Wenn Professor, Weber hei Stinnes beschäftigt wäre und eine solche Rede gehatten hatte, so säße er morgen vor der Tür.“ Mit anderen Worten: der Kapitalismus beansprucht, um mit Herrn Weber zu reden, von seinen Angestellten noch eine ganz andere„Gesinnungslumperei“ wie die Bureaukratie. Diese irgendwie zu entlasten, liegt uns völlig fern, aber verknöchert, wie sie sein mag, ist sie immer noch, eben als Bureaukratie, an gewisse Formen und Rücksichten gebunden, die der Kapitalismus verschmäht. Das heimliche Abmurksen unbequemer Existenzen, wie es das Kapital tagtäglich übt, kennt die Bureaukratie bei alledem nicht, und deshalb ist sie gerade auf dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft unbesiegbar. Man kann den Teufel nicht austreiben, wo Beelzebub unumschränkt herrscht. Wollte die Bureaukratie duldsam und vernünftig werden, so würde sie selbst sofort vom Kapitalismus beim Kragen genommen werden, und wenn man ihr wenigstens die„Verknöcherung“ austreiben will, die ihr noch aus vorkapitalistischen Zeiten anhaftet, so hüte man sich, aus dem Regen in die Traufe zu kommen. Man darf nur das Schicksal, das die junkerliche Bureaukratie dem Bürgermeister Schücking bereitet hat, mit dem Schicksal vergleichen, das die freisinnige Bureaukratie dem Bürgermeister Kaufmann bereitete, und man wird einigen Stoff zum Nachdenken finden. Also— von dem Boden der kapitalistischen Gesellschaft ist die Existenz einer engherzigen und unduldsamen Bureaukratie nicht zu trennen, aber eingeschränkt kann sie werden, und da gab Herr v. Thiel den richtigen Fingerzeig mit den Worten:„Sorgen Sie für ein ordentliches Wahlrecht zu den Landtagen und zu den Kommunen, dann haben wir die Garantie, um der Bureaukratie entgegenzutreten.“ Sicherlich widerspricht diese Forderung nicht den Ansichten des Professors Weber, der indirekt ja auch für demokratische Einrichtungen zur Einschränkung der bureaukratischen Allmacht eintrat, aber direkt als positives Heilmittel nicht ein„ordentliches Wahlrecht“, sondern die„Einsetzung von Anstellungsämtern“ vorschlug, womit der Bureaukratie nur ein neues Bollwerk geschaffen werden würde. So sehr sich auch nun vermuten läßt, daß was Herr v. Thiel unter einem„ordentlichen Wahlrecht" versteht, sich wesentlich von dem unterscheidet, was sich die deutschen Arbeiter darunter vorstellen, so ist doch nicht abzustreiten, daß er den Finger auf den Punkt gelegt hat, auf den es ankommt. So hat schließlich bei dieser Debatte über die Bureaukratie in gewissem Sinne ein Bureaukrat den Vogel abgeschossen, und ist ihre nicht am wenigsten lehrreiche Seite. Man wird unwillkurlich an das Wort Lassalles erinnert, daß herrschende Klassen zwar nicht über Schönredner, aber dafür über praktische Diener verfügen, womit wir jedoch keinen tadelnden Seitenblick auf die trefflichen Ausführungen des Professors Weber werfen wollen, von denen wir gern anerkennen, daß sie Hunderttausenden aus der Seele gesprochen worden sind. H.140 Franz Mehring in der„Neuen Zeir“. Politische Uebersicht. Aufsichtsratspolitiker, die keine Rolle spielen. Ki. Die Welt würde sich wundern, versicherte Frhr. v. Heyl auf dem Parteitage der hessischen Nationalliberalen, welche Rolle die Aufsichtsratspolitik im Reichstage spielt. Mit dieser Erklärung wollte nach dem Verhandlungsbericht Frhr. v. Heyl beweisen, daß eine Ablehnung der Erbschaftssteuer sich sehr wohl mit den politischen Traditionen der nationalliberalen Partei vereinbare denn sie habe sogar Raum für Abgeordnete, die im Reichstage Aufsichtsratspolirik betrieben. Die allgemeine Annahme, daß diese Vorwürfe, die dehnbar schlimmsten, die gegen Reichstagsmitglieder erhoben werden können, zu Klarstellungen in der Oeffentlichkeit führen werden, haben sich nicht erfüllt. Die„Nationalliberale Korrespondenz" brachte allerdings die Mitteilung, daß Frhr. v. Heyl mit seiner Aeußerung von der Aufsichtsratspolitik im Reichstage die Mitglieder der nationalliberalen Fraktion nicht gemeint habe. Da Frhr. v. Heyl mit der Anspiegelung auf die Aussichtsratspolitik sich doch irgend was oder an irgend wen gedacht haben muß, so bleiben seine Anschuldigungen bestehen, wenn man nicht annehmen will, daß er die schweren Anklagen leichtfertig und gedankenlos erhoben hat. Von den bürgerlichen Parteien im Reichstage braucht sich nur die nationalliberale Fraktion um die Aufklärung der Heyischen Anschuldigungen nicht zu bemühen, ihm ist in dem offiziellen Organ ihrer Partei bescheinigt worden, daß sie nicht gemeint war. Diese Lage dürfte von den Nationalliberalen als um so erfteulicher erachtet werden, da hervorragende Führer ihrer Reichstagsfraktion zahlreiche Aufsichtsratsposten in AktiengesellDer Reichstagsabgeordnete Ernst Bassermann, Rechtsanwalt in Mannheim, ist Mitglied des Aufsichtsrats der A.=G. hotel und Hotel Bellevue, Heidelberg, der Bad. Gesellschaft für Zuckerfabrikation, Waghäusel, der Cons. Alkaliwerke A.=G. für Bergbau und chem. Industrie, der Neuen Rheinau A.=G., Rheinau, der Rhein. Schuckert=Ges. für elektrische Industrie, der Südd. Drahtindustrie A.=G., der Südd. Kabelwerke A.=G., der Vita, Versicherungs=A.=G. Mannheim. Herr Paasche, der Vize=Präsident des Reichstages ist Mitglied des Aufsichtsrats der Nationalbank für Deutschland, der Howaldtwerke, Schiffswerft in Kiel, der Braunschweig=Hannoverschen Maschinenfabriken A.=G., der Rheinischen Metallwarenund Maschinenfabrik, der Telephon=Fabik A.=G. vorm. J. Berliner, der Deutsch-Böhmischen Kohlen= und Brikettwerke A.=G. in Dresden, der Nordd. Lederpappenfabrik A.=G. Kürzlich soll Herr Paasche auch zum Aufsichtsratsmitglied einer Zuckerfabrik Der Reichstagsabgeordnete Semler, Rechtsanwalt in Hamburg, ist Mitglied des Aufsichtsrats der Dampf=Kornbrennerei und Preßhefenfabriken A.=G. vorm. Helbrig, der Hafen=Dampfschiffahrt A.=G., der Bill-Brauerei A.=G. Außerdem ist Herr Semler, wie zur Genüge bekannt, an verschiedenen KolonialNuch andere Mitglieder der nationalliberalen Frakion des Reichstages sind noch Aufsichtsratsmitglieder, sie alle spielen jedoch in der von dem Frhrn. v. Heyl angeklagten Aufsichtsratspolitik keine Rolle, wie er in der„Nationalliberalen Korrespondenz“ erklären ließ, A em Wen aber hat Fryr. v. Heyi gemeint? während er selbst„nur“ zwei oder drei kräftige Schläge mit der flachen Hand zugibt. Gleichviel, der Knabe, der das Verbrechen begangen hatte, während der Pause zu lachen(nicht über einen Lehrer, sondern weil ihn ein anderer an den Waden gekitzelt hatte) ist ohne vorherige Untersuchung in empfindlichster Weise ungerecht bestraft worden, und klagt seitden über eine starke Druck= und Schmerzempfindlichkeit der oberen Wirbelsäule, die vom Arzt bestätigt wird mit dem Bemerken, daß sie wohl durch starke Faustschläge erzeugt sein könne. Herr Rektor Julius Kopsch, der keinen Knaben lachen hören kann, ohne in sinnlose Wut zu geraten, ist Reichstagsabgeordneter, Vertreter des Kreises Löwenberg, wo er mit sozialdemokratischer Stichwahlhilfe gewählt wurde, und neben den Herren Fischbeck und Wiemer unbestrittener Führer der Freisinnigen Volkspartei. Man wäre fast versucht, über Herrn lachen, obwohl er das Lachen nicht verträgt, wenn der Fall Kovsch nicht eigentlich doch sehr traurig wäre. Herr Kopsch ist Repräsentant der angeblich am weitesten„fortgeschrittenen“ bürgerlichen Partei des Deutschen Reiches, in ihm soll sich gewissermaßen ein Stück deutscher Geisteskultur und Cl vornehmheit verkörpern, im barbarisch rückständigen staat Preußen soll er der Vertreter einer freien humanen Gesinnung sein. Daß Herr Kopsch das alles, was er sein soll, nicht ist, weiß jeder, der seine Politik und sein ganzes Gebaren kennt. Aber einen von der traurigen Sorte der Prügelvädagogen hatte man in dem gestrengen Zuchtmeister des freisinns denn doch nicht vermutet. Die Pädagogik verwirft die Prügelstrafe auf das Allerentschiedenste, in den meisten zivilisierten Staaten ist den Lehrern das Recht der körperlichen Züchtigung längst entzogen, jedes Berühren der Kinder durch einen jähzornigen Lehrer unterliegt dort strenger Strafe. Die Einsicht, daß man Kinder mit Schlägen nicht erziehen kann, dringt erfreulicherweise in alle Kreise der Bevölkerung ein, und für gewissenhafte Eltern bleibt die Frage, ob in besonderen Fällen vielleicht doch ein Schlag erlaubt sei, ein peinliches, schwer zu lösendes Problem. Da ist es schwer, sich einen Mann, der auf besondere öffentliche Achtung Anspruch erhebt, in der Rolle eines sauertöpfischen und beschränkten Paukers vorzustellen, der, statt durch die Macht der Persönlichkeit auf die Kinder zu wirken, wie es der echte Pädagoge tut, sich einfach auf die Kraft Ale Pädagoge wie als Politiker ist der Rektor und Abg. Kopsch ein Opfer seiner eigenen Unzulänglichkeit, er wirtschaftet in seiner Fraktion und seiner Partei nicht viel anders als in seiner Schule. Auch hier ist das Lachen, der harmlose Spot:, die freimutige Kritik gebannt, der langweiligste Stumpssinn regiert absolut und unumschränkt, und als ob der Lehrer mit dem Stock hinter ihr wäre, flüchtete die bürgerliche Intelligenz aus der Oede der Bezirksvereine. Der Fall Kopsch wirft ein klärendes Licht auf den Jammer der deutschen Politik. Die Meinung des Herrn Oberregierungsrats über die Arbeiter. Vor kurzem fand durch den Oberregierungsrat Vollgold von der Eisenbahndirektion Magdeburg eine Revision des Bahnhofsbetriebes in Braunschweig statt. Diese Gelegenheit benutzte Herr Vollgold, um den Arbeiterausschuß der Bahnwerkstätten zu sich kommen zu lassen, um zu hören, ob die Arbeiter auch Wünsche vorzutragen hätten. Die Löhne der Eisenbahnarbeiter sind nun leider nicht so, daß sie als ausreichend bezeichnet werden können. Nichts lag daher näher, als daß der Arbeiterausschuß pflichtgemäß den Wunsch ausdrückter, Hopen Löhne erhöht, werden müßten. Er wies auf die Jur#ct. I. Teuerung und auf die neuen Steuern hin, durch bie den urbeitern die Lebenshaltung erneut verteuert würde. „Allein davon, d. h. von solchen Wünschen, wollte der Herr Oberregierungsrat nichts hören; vor zwei Jahren seien die Löhne erst erhöht worden, meinte der Herr Oberregierungsrat (in Wirklichkeit sind es aber schon vier Jahre her). Und dann legte er los, der Mann, der die Wünsche der Arbeiter kennen lernen wollte: Eine Lohnerhöhung sei gar nicht nötig, die Eisenbahnarbeiter sollten nur nicht so viel Luxus treiben, dann könnten sie mit ihrem Lohn auch auskommen. Er, der Oberregierungsrat, habe schon mehrfach Vergnügungen des Eisenbahnervereins(des unter Aufsicht der Direktion stehenden Trierschen Verbandes) besucht, und dabei sei ihm aufgefallen, daß die Arbeiterkinder luxuriös gekleidet gewesen seien. Sie hatten neue Stiefel, neue Kleider und neue Schleifen im Haar gehabt. Er hätte die Arbeiterkinder auch ganz gern einmal in gewaschenen Kleidern gesehen, auch könnten die Kleider ruhig geftar sein. Die Haarschleifen könnten gewaschen werden, es brauchten nicht Die Arbeiter waren selbstverständlich empört, als ihnen der Arbeiterausschuß über die Meinung des Herrn Oberregierungsrats berichtete. Selbst Beamte äußerten ihren Unwillen darüber. Im Jahre 1965 sind die Löhne tatsächlich erhöht worden, allein davon haben die Beamten— je höher sie stehen— um so mehr zu spüren bekommen, und was dann schließlich für die Eisenbahnarbeiter übrig geblieben ist, hat unterdessen längst wieder der Steuerfiskus gehglt,1, M6/4, Grünhens men Es ist geradezu unerhort, mir weichen„Grunden man es wagt die Wünsche der Arbeiter rundweg abzuschlagen. Als ob die Arbeiter nicht schon von selbst gezwungen wären, die Kleidungsstücke ihrer Kinder immer wieder auszubessern und zu waschen, bis sie absolut nicht mehr halten wollen. Der Herr Oberregierungsrat sollte sich als Zuhörer für seine Märchen lieber keine Arbeiter aussuchen, denn die empfinden tagtäglich am eigenen Leibe und in der eigenen Familie, wie unwahr das Wort vom Luxustreiben bei den Eisenbahnern ist. Freisinnsführer und Prügelpädogoge. Der Rektor der Neuen Dieffenbachschule in Berlin, Herr Julius Kopsch, hat einen 11jährigen Knaven durch Schläge mißhandelt, weil er der irrigen Meinung war, dieser Knabe habe einen Lehrer ausgelacht. Nach der Darstellung der Schüler sol: Herr Kopsch plötzlich während der Pause aus seinem Argebalte g K 8— Die Wirkung der Finanzreform auf He'gingnsausschusses Dienstag wieder aufgenommenen Tagung oes der 2. Kammer teilte der Finanzministeg. äzznan lage des Landes durch den Abschluß der Reichsfinanzreform sehr uneünstig beeinflußt würde. Hessen Wegrausgnge ogr 510000 höhurg der Matrikularbeiträge eine Me#######.###n 510000 Mark und verliere durch Heravsetzung des unzeils an der Fichserbschaftsieuer von ein Drittel auf ein Viertegrun Mt. Dazu komme noch, daß die Rechnung des einem Fehlbetrage von rund 500000 Mk. abschließe. Diese Tatsache mache eine Steuererhöhung von rund 25 bis 30 Prozent unvermeidlich, so daß an eine Erhöhung der Beamtenchatter nicht zu denken sei. 500 Mill. neue Reichsschulden. Die glorreiche Finanzreform sollte das Reich aus den finanziellen Schwierigkeiten retten und verhüten, daß die an sich bereits enorme Schuldenlast des Reichs noch weiter anschwillt. Dabei stand bereits im August d. I.— nachdem die Finanzreform eben erst unter Dach gebrach war 284 Millionen Mark anlegen müsse. Die larbeiträge waren auf 134 Millionen veransch rtischen Mitteilungen 10 Prozent des Bierversandes als verdorben ckerhalten haben. Das Velarbeiträge waren auf 134 Millionen veranschlagt worden; jetzt steut sich heraus, daß es ungejahr 200 Millionen sind. Der Ertrag aus der Postverwaltung bleibt erheblich hinter den Voranschlagen zurück, so daß die offiziösen Stellen heute bereits mit nieihe vor mindestens 500 Millionen Mark rechnen. Da schlagen zurück, so daß die offiziösen Stellen heute bereits einer umtihe ren mindestens 300 Millionen Mart rechnen. Damit hätte dann das Reich die fünfte Milliarde Schulden glucklich voll. Die Sache wirk aber in den nächsten Jahren noch viel die nenen Steuern werder erhevlich weniger bringen entvoll. Die Sache wirk aber in den nächsten Jahren schlimmer; die neuen Sieuern werden erhernich tiniger bris als veranschlagt ist, und die Ausgaben steigen. Wirklich zückende Aussichten! Moderne Polizeifolter. Einen krassen Fall von Polizeiterrorismus teilte im Nürnberger Gemeindekollegium Genosse Simon mit. Einer Lehrersfrau waren zwei Brillantringe von der Toilette abhanden gekommen; die Frau beschuldigte ohne weiteres ihr Dienstmädchen des Diebstahls. Das Mädchen wurde der Polizei übergeben, zur Wache gebracht und dort verhört. Sie legte dort ein Geständnis ab. Da man die Ringe nicht bei ihr fand, erklärte sie, sie habe die Ringe ins Feuer geworfen. Es wurde darauf die staatsanwaltschaftliche Untersuchung eingeleitet. Nach wenigen Tagen wurden aber die Ringe wiedergefunden; die Dame hatte sie verlegt. Das Mädchen war schuldlos. Als man nach der Ursache des auffallenden Geständnisses forschte, gab sie zur Antwort, daß sie auf der Wache einer förmlichen seelischen Folter unterworfen war. Vier Schutzleute hatten das 16jährige Kind zugleich bearbeitet, ihr den„Brummstall“ gezeigt und gedroht, wenn sie nicht gestehe, komme sie die Nacht über hinein und am nächsten Tage mit dem grünen Wagen ins Gefängnis. Aus Angst, die Nacht im Arrest zubringen zu müssen und nur, um nach Hause zu den Eltern zu kommen, sagte sie auf alle Fragen der Schutzleute ja. In einem von den Sozialdemokraten gestellten und einstimmig angenommenem Antrag wird der Magistrat aufgefordert, Aufklärung über den Fall zu geben. Auch der Staatsanwalt wird sich der Sache annehmen und gegen die Schutzleute wegen Erpressung vorgehen müssen. zurückerhalten haben. Las Verderben des Bieres dürfte eine Folge des langsamen Umsatzes sein. Die Produktion pat sich bei verschiedenen Brauereien um 60 Prozent vermindert.— Der Versuch, einigen Wirten das Bier zu entziehen, hat den Erfolg gehabt, daß diese das Bier von auswärts beziehen. Die Wirte, denen von den Brauereien das Bier entzogen ist, haben aus ihrem Vertrag gegen die Brauereien Klage angestrengt, weil in den Vertragen ein Verkaufspreis bezw. ein Maß nicht festgesetzt ist. Biersteuer in Bayern. Der dem bayerischen Landtage zugegaugene Entwurf, die Malzsteuer betreffend. sieht die Besteuerung nach einer Skala vor und zwar werden die ersten 1000 Doppelzentner mit je 15 Mk., und für je weitere 100 Doppelzeutner mit 1 Mark mehr belastet. Auf diese Weise hofft man, daß die Erhöhung des Bierpreises im Ausschank 2 Pfg. Liter nicht übersteigt. Der billige Herr Staatssekretär. Der Staatssekretär des Reichspostamts, Herr Krätke, hat an die Direktion der Reichodruckerei unterm 30. September 1909 folgenden Erlaß gerichtet: „Aus dem Bericht vom 22. A. habe ich zu meiner Freude gedaß trotz der gewaltigen Arbeitslast, angelegenheiten handelt! Außerdem hoffen wir, Stelle, die seinerzeit den schwächlich-torichten Wunsch an die bechverdienten Kämpfer des Deigschhrigh. r Hr: ahn zum mite Ansichten geandert hat und den Lanbrichter. gen Weiterkämpfen und Ausharren ermutigt.“ zum mutiVom badischen Landtagswahikampf. Gegen die parteioffiziellen Zentrumskandidaten rumort es in einigen badischen Wahlkreisen tig. In Wiesloch=Bruchsal, wo der badische Grundherr Mingelsheim die Aufstellung eines anderen Kandidaten als des freiherrlichen Großgrundbesitzers mit der Begründung gefordert, das Zentrum habe die Wähler dieses Kreises, fast durchgängig Tabakarbeiter und Kleinbauern, durch die Zustimmung zur Tabaksteuer stark geschädigt. Nunmehr haben sie ihre Forderung in die Wirklichkeit umgesetzt, da ihnen vom Zentrumswahlkomitee auf ihre in bescheidenem Tone vorgetragene Bitte nicht einmal eine Antwort zuteil wurde. In einer am Sonntag abgehaltenen Wählerversammlung, in der Bürgermeister Hillenbrand sein Programm entwickelte, erklärte man, diese Kandidatur sei als Protest gegen die Freiherrn- und Großgrundbesitzerrichtung im Zentrum aufzufassen. Nun wird gewiß auch diesmal wieder der Zentrumsbaron v. Mentzingen gewählt werden, denn der Kreis gehört zum sichersten Besitzstande des Zentrums; aber solche Vorgänge, wie der angeführte, sind doch symptomatisch für die Beurteilung der Stimmung über das Zentrum.„„„,„„„ In der badischen Residenz Kartsruhe verzichtet das Zentrum diesmal auf die Aufstellung eigener Kandidaten; sie will gleich im ersten Wahlgang für die sogenannte Mittelstandsvereinigung eintreten. Zur mecklenburgischen Verfassungsfrage. Die Erledigung der beabsichtigten Reform der mecklenburgischen Verfassung scheint sich doch schwieriger zu gestalten, als vor einigen Wochen angenommen wurde. Nach den neuen Meldungen soll die Ritlerschaft die Annahme der Verfassung von einer Reihe weitgehender Forderungen abhängig gemacht haben, über deren Bewilligung die Regierung zurzeit noch unschlüssig ist. Das Zentrum droht. Die„Frankfurter Zeitung“ hatte in einem Artikel über die elsaß=lothringischen Bezirkstagswahlen irgeton, daß das Zentrum in Lothringen außerordentlich zurück bei den nachsten Reichstagswahlen seinen einzigen lothringischen Reichstagssitz verlieren werde. Diesen Artikel hat die„Nordo. Allgemeine Zeitung" nachgedruckt, und darüber ist die Ger“„ helle Entrüst manie in heue Entrüstung geraten. Das Zentrumsblatt meint, daß man auf die Sympathien des von fruher her wahrhaftig nicht allzu beleumundeten reichsoffiziösen Organs gerne verzichten könne. Man sollte aber annehmen, es werde im * B h a l b a m t l i c h e n V e r daß en die durch die DruckReichskanzleramt schon aus Gründen der Wohlanständigkeit darau, gesehen, Lag ein Llatt, das man zu.... Terlautbarungen benutzt, den politischen Situationen wenigstens insoweit Rechnung trägt, daß es über eine Partei, die der Herr Reichskanzler in der nächsten Reichstagssession vielleicht recht notwendig braucht, nicht direkte Unwahrheiten verbreitet. kennung und meinen Dank auszusprechen. In den Kreisen der Arbeiterschaft der Reichsdruaerei#wied man nicht wenig erfreur sein darüber, daß Herr Krätke sich in haltige Unkosten stürzt, dem Versonal seine A man nicht wenig erfreut sein darüher, daß,Herr so gewal.“ Unlosten sturz., dem Persenal geint anerlennung und seinen Dank auszusprechen. Eine Anerkennung in klingender Münze dürfte ihnen bei den heutigen Zeiten jedenfalls weit angenehmer gewesen sein. Sparsamkeit bei der Reichspost. In der Budgetkommission des Reichstages ist mehr als einmal darauf hingewiesen, daß es doch eigentlich eine Verschwendung sei, wenn man Beamte mit ges ist mehr als einmal voch eigentlich eine Verschwendung sei, wenn man Beamte mit der wichtigen Aufgabe betraue, an den Postschaltern Briefmarken " Sm Reichsyystamt ist man dieser Anreai zu vertaufen. Im Reichspostamt ist man bieser unligung nun näher getreten und ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine andere Besetzung des Schalterdienstes untunlich erscheine. Der Markenverkauf soll bei größeren Postämtern durch vermehrte Aufstellung von Automaten geregelt werden. Um die Schreibarbei: bei den Aemtern besser bewältigen zu können, soll die Zahl der Postgehilfinnen mit der Befähigung zur Stenotypistin vermehrt werden und vorzugsweise die Schreibmaschine Verwendung finden. Größere Ersparnisse erklärt die Postverwaltung nicht machen zu können, wenn die Interessen des Publikums nicht beeinträchtigt werden sollen. Die erste Sitzung des Bundesrats. Die sogenannte„SaureGurkenzeit“ gehl jetzt ihrem Ende entgegen; es macht sich bereits eine regere Tatigkeit in der Politik bemerkbar. Auch die Verwaltungskörperschaften nehmen ihre Tätigkeit langsam wieder auf. So wird der Bundesrat seine erste Sitzung schon am 14. Oktober unter dem Vorsitz des Staatssekretärs des Innern, Staatsministers Delbrück, abhalten. In ihr soll die Neubildung der Ausschüsse erfolgen, ferner werden die von den Ausschüssen während der Vertagung des Plenums beschlossenen zahlreichen Ausführungsbestimmungen zu den neuen Steuergesetzen zur nachträglichen Genehmigung gelangen. Die Zusammensetzung des Bundesrats wird erhebliche Veränderungen zeigen; es sind u. a. die langjährigen Mitglieder, der frühere Unterstaatssekretär im Finanzministerium, jetziger Seehandlungspräsident, Wirkl. Geh. Rat v. Dombois, der bayerische Staatsrat v. Burkhard, der kgl. sächs. Wirkliche Geh. Rat Dr. Fischer und der badische Wirkliche Geh. Rai Scherer ausgeschieden. Neu eingetreten sind u. a. der Unterstaatssekretär Schreiber vom preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe und der Unterstaatssekretär Dr. Michaelis vom Finanzministerium, der bayerische Oberregierungsrat Dr. Wolf und der badische Ministerialdirektor Rheinboldt die Bürgermeister des Kantons vor der Wahl so zu bearbeiten gewußt hatte, daß sie allenthalben die Stimmzettel und Wahlaufrufe Webers durch die Ortsponzeidiener in Verbindung mit der amtlichen Wahlkarte hatten austragen lassen. Ferner wiesen die Stimmzettel Webers sämtlich zur Bezeichnung der Wahl an Stelle des Wortes„Bezirkstagswah!“ das Wort„Bezirksrat auf. was auf eine tatsächlich bestehende, ganz andere Körperschaft hinweist— ein Fehler, der jedenfalls genügen würde die Stimmzettel jedes sozialdemokratischen Kandedaten für ungiltig zu erklaren. Wird die Wahl für ungilteg erklärt und beteiligen sich die Liberalen energisch am Wahlkampfe, so wird dem Zeutrum das Mandat mit Sicherheit abgenommen. Der Erpresserprozeß Dahsel. In der weiteren Verhandlung über diese Angelegenheit gelangen die einzelnen Fälle zur Erörterung. Der Angeklagte bestritt in allen Fällen, daß er es darauf abgesehon hatte Gald eu eryressen Demasgenüber wurde barauf abgesehen halte, Geld zu erpressen. Bemgegenüder warre aber durch Zeugen festgestellt, daß seine Handlungsweise von den Beteiligten als nichts anderes als Expressung aufgefaßt werden konnte. Bei der Erpressung, die gegen den Grafen von Frankenberg versucht wurde wurde die Angeklagte Schuwardt verhaftet. Der Angeklagte Dahsel, der in einer Konditorei auf sie warte stellte dann Nachforschungen nach dem Verbleib der Frau a die noch zu keinem Resultat geführt hatten, als die Polizei in seiner Wohnung erschien, um eine Haussuchung vorzunehmen. Die Angeklagten stellten die Sache so hin, als ob sie nur aus Interesse für die Beteiligten, um Skandale zu vermeiden, ihnen vorher von dem Inhalt der Artikel Mitteilung gemacht hätten und daß sie die Gelder nicht für sich haben wollten, sondern für diejenigen Personen, die ihnen das Material zugetragen hätten. Wie aus Madrid beAmtliche Wahlbeeinflussung für einen Zentrumskandidaten. Das klingt paradox, aber es ist elsässische Wirklichkeit. Bei den Bezirkswahlen oom letzten Sonntag im oberelsässischen Kanton Amarin erhielt der Zentrumskandidat Bürgermeister Weber 1486 Stimmen, sein einziger Gegenkandidat, unser Genosse Müller=Noeglin von Mülhausen, 598(eine Ortschaft fehlt hierbei nochs. Gegen die Wahl Webers ist nun aber Protest eingereicht worden, da dieser Zentrumskanidat und Bürgermeister Spanien. Eine Koalition gegen die Regierung..#rie richtet wird, ist die demokratische Partei diejenige, welche dem Kabinett die stärkste Opposition ankündigt. 22 Senatoren und 8 Abgeordnete dieser Partei, darunter 9 frühere Minister. versammelten sich bei dem Führer der Partei General Lopez Dominguez und beschlossen, für eine Einigung aller Liberalen, von der äußersten Rechten bis zu, den Sozialisten, zu wirken, die Regierung auf das energischste zu bekämpfen, mit ihr abzulehnen, in beiden Kammern eine große Debatte über den marokkanischen Feldzug und die Ereignisse in Barcelona herbeizuführen, sowie die Finanzvorschläge, speziell das Budget, einer eingehenden Beratung zu unterziehen. Der Krieg in Marokko. Madrid, 7. Oktober. Wie aus Melilla berichtet wird, haben die von den Marokkanern erlassenen Aufruse zum„heiligen Krieg“ bereits einen Widerhall gefunden. In der Begend östlich von Seluan ist eine neue marokkanische Harka in der Bilduhg begriffen. 281 Madrid, 7. Okt. Wie hiesigen Blattern aus Fez verichter wird, bereitet der Sultan eine Armee vor, um gegen die spanischen Truppen zu kämpfen. Zu diesem Zwecke soll er sich der Dienste des englischen Offiziers a. D. Baldung versichert haben. Dieser soll beauftragt werden, die marokkanische Kavallerie zu reorganisieren. Außerdem soll mit jedem Dampfer von Hamburg und Antwerpen zahlreiche Munition eintreffen, die von Mulay Hafid erworben sein soll. Da Marokko unabhängig ist und offiziell mit keinem Lande Krieg führt, liegt kein Grund vor, gegen die Munitionseinkäufe Einspruch zu erheben. auf Urlaut befindlichen General d'Amade seine, einem Redakteur des„Matin“ gegenüber getanen deußerungen, die von dem genannten Blatte heute veroffentlicht worParis, 7. Okt. Das Interview des General d'Amade macht in Regierungskreisen großes Aufsehen. Man glaubt, daß nach der heutigen Unterredung des Ministers Tichon mit dem spanischen Botschafter del Mundi eine Regierungserklärung uber die Absichten Frankreichs in Marokko erfolgen werde. Paris, 8. Okt. In Regierungskreisen finden die Aeußerungen des Generals d'Amade die schärfste Kritik. Diese richtet sich hauptsächlich gegen jenen Absatz, in dem der General von den berechtigten Ansprüchen auf die sogenannie Verlängerung Algeriens in der Richtung Udschda=Tazza=Fez=Rabat spricht. Von der Antwort d'Amades auf das dringende Ersuchen des Kriegsministers um Aufklärung hängt es ab, ob der General mit einem einfachen Verweis davonkommt. Die Regierung läßt im„Petit Parisien" erklären, daß sie nicht geneigt ist, sich durch das Vorgehen Spaniens in Marokko in eine uferlose Marokkopolitik hineintreiben zu lassen. Nach wie vor werde Frankreich bestrebt sein, für die Sicherung seiner Grenzen Sorge zu tragen. Diese seien im Augenblick aber durchaus nicht gefährdet. Amtliche Unterstützung der Christlichen. Nach einer Berliner Meldung unseres Bochumer Parteiblattes ist von amtlicher Seite an die unteren Dienststellen die Mitteilung ergangen, dan es wünschenswert sei, daß bei der Wahl zu den sozialpolitischen Vertrauenskörperschaften die christlichen Gewerkschaften unterstützt werden. Das entspricht durchaus dem Charakter der Cheistlichen, aber helfen wird ihnen der Strohhalm, obwohl er amtlich ist, auch Der Wahlsieg in Sachsen=Meiningen. Der Landtagswahlkampf in Sachsen=Meiningen hat mit einem großen Erfolge für unsere Partei geendet. Noch in der letzten Stunde zogen die Gegner nach Reichsverbandsart alle Register persönlicher Verleumdung. In Saalfeld verbreiteten die„Liberalen“ am letzten Tage die Schwindelnotiz, der Genosse Hofmann, Verleger des habe aus der Parteikasse 1900 Mi.„Arbeitergroschen“ in seine Taschen gesteckt, in anderen Wahlkreisen, z. V. in Pößneck, ließen die vurgerlichen Gegner ihre Stimmzeltel duppelt so groß wie unsere anfertigen, um die Wähler tontrollieren und einschüchtern zu können. Aber alle Mittel halfen nichts mehr. Die Wählermassen haben sich vom Blockrumel erholt und sehen die Verhältnisse jetzt nüchterner an. Während i der letzten Landtagswahl im Jahre 1903 die Bürgerlichen ca. 14000 Stimmen erhielten, sind es diesmal nur noch 12 200, dagegen stiegen die sozialdemokratischen Stimmen von 10000 auf Nur dem Umstand der Privilegiertenwahlen hat die Regierung es zu da Landtagsmajorität herrscht über tag in Kassel stattfand, wird noch gemeldet, daß die Konferenz sich dahin geeinigt hat, daß die Talonsteuer sowohl für die älteren, als auch für die neuen Anleihen auf die städtischen Sparkassen zu übernehmen sei. Dann wurde darüber beraten, ob in ähnlicher Weise, wie dies der Deutsche Sparkassenverband für die Kommunalsparkassen getan, eine Verbindung zwischen den Städten zum Austausch der verfügbaren Barmittel der städtischen Sparkassen zu schaffen sei. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die der Angelegenheit nähertreten und entsprechende Vorschlage ausarbeiten soll. Folgen des Bierkrieges. Von dem in Leipzig beschlossenen Schuahsboykott erhofften die Dortmunder, Brauergzen eine Stärkung ihrer Position. Diese Kalkulation dur Kroch als falsch erwiesen. Die Kurse der beiden größten Tortmunder Brauereien sind in den letzten Tagen an der Börse um 15 Prozent gesallen. Der Minderverkauf an Bier kommt aber hierin nicht voll zum Ausdruck. Einige Dortmunder Brauereien sollen nach autvenAlldeutsche Hetzereien. Kürzlich wurde der Reichstagsabgeordnete Hanssen(Däne) wegen Beleidigung des Deutschen Vereins“, der in Schleswig Germanisation betreibt, zu 400 Mk. Strafe verurteilt. In dem Prozeß sagte der Landgerichtsrat Dr. Hahn, Vorsitzender des Deutschen Vereins aus, daß man regierungsseitig die Bitte oder den Wunsch geäußert, er möge in seiner vaterlandischen Tätigkeit die Anlasse zu auswärtigen Schwierigkeiten vermeiden. Er habe diesem in der höflichsten und verbindlichsten Form gehaltenen Ersuchen Folge geleistet. Die„Rheinisch=Westfälische Zeitung“ ist nun wütend darüber, daß der Angeklagte Hanssen von diesem Ersuchen Kenntnis erhielt und daß es überhaupt ergangen ist. Das Blatt schreibt von„Schwätzern in amtlichen Kreisen" und bemerkt: „Es wäre sehr wünschenswert, wenn unsere amtlichen Kreise, und Marokko. Paris, 7. Okt. Der Kriegsminister ersuchte den zurzeit Krlaue Ehmetichen Wenera. 8 Amade um Erklärungen über Aus der Stadt und Nachbarschaft. * Bielefeld, 8. Oktober. Aus dem vormärzlichen konservativen Idealstaate. Die in Bielefeld erscheinende Monatsschrift„Westphälisches Dampfboot“ vom Januar 1846 berichtet über folgende Tatsache:„Ein Bauer der Gemeinde Stromberg, der 7 Morgen Landes besaß, mit etwa 240 Thaler Schuld darauf, baute sich auf seinem Grundstücke an. Der Landrath Graf Meerveld ließ dem Manne das Haus niederreißen, weil derselbe nicht die nötigen Subsistenzmittel, die zum Hausbau berechtigen, nachweisen könne. Es ist indeß gewiß, daß der Mann leidlich bestehen konnte und daß viele Leute mit weniger Grundeigentum und mehr Schulden bestehen. Der arme Mann wohnte nun in einer Erdhöhle. Den Kammerrath Röttcker, der zufällig vorbeifuhr, dauerte der fleißige, ordentliche Mann. Er kaufte ihm sein Grundstück ab mit der Bedingung, daß er es jederzeit zu demselben Preise wiederkaufen könne, bauete ihm sein Haus wieder auf und setzte ihn als Pachter hinein. Mittlerweile hatte der Landrath an die Regierung zu Münster berichtet und diese entschied: Die Ausführung des Hausbaues kann dem Kammerrath Röttcker, obgleich er hinlänglich Vermögen besitzt, nicht gestattet werden, weil zu dem Hausplatze kein fahrbarer Weg für Feuerspritzen und für den reitenden Gensdarmen führt und weil es folglich nicht auch dem polizeilichen Erfordernisse zugänglich ist.“ Die„Kölnische Zeitung“ vom 13. Januar 1846, der wir vorstehendes entnehmen, bemerkt hierauf:„Sollte es nicht möglich sein, daß der Gensdarm abstiege, wenn er etwas im Haus zu thun hätte, oder daß man einen Fußgensdarmen hinschicke? Die Unzugänglichkeit für Feuerspritzen wäre doch höchstens ein Grund fur eine Assekuranz=Gesellschaft, das Haus nicht zu versichern. Und wir fügen hinzu, wie möchte es in dem lieben preußischen Vaterlande wohl aussehen, wenn der 18. März 1848 nicht gewesen wäre, der, wenn auch noch lange nicht mit allen, so doch mit vielen vorsintflutlichen Vexationen aufgeräumt hat? — Ein Muster=Meister. Wir haben an dieser Stelle schon des öfteren Klage geführt über Werkmeister und andere Angestellte, die, anstatt mit ihren Leuten ein erträgliches Verhältnis zu pflegen, sich in den unangemessensten Behandlungsformen gefallen. Zu dieser Kategorie von Beamten soll nach den uns gewordenen Mitteilungen ein Meister Bunte gehören, der mit dem 1. Oktober im Betriebe der Firma Wittler das Zeitliche seiner Tätigkeit in Bielefeld segnete und nach einem Thuringer Städtchen ubersiedelte. Wir wurden davon absehen, das gerade jetzt, wo er„seinen“ Arbeitern nicht mehr gefährlich werden kann, hier besonders festzustellen, wenn Bunte selbst während seiner Amtszeit auch nur ein wenig Rücksicht geübt hätte. Davon war indes nichts zu spüren. Schimpfworte, wie„Gemeines Volk“„Tranlampen“ usw. gehörten zum standigen Gebrauch Ein lästiger Ausländer. Ein Arbeiter, der in Russisch=Polen boren ist und seit 35 Jahren in Deu gHere gangte,peic fsihic erinnern, daß er je in Rußland gelebt Quittungskarten der Versicherungsanstatt in Schleswig=Holstein und Hessen=Nassau; außerdem ist er Mitglied Pensionskasse des allgemeinen Knappschaftsvereins. Seine Ausneisung ist erfolgt, weil er Saisonarbeiter war. Dabei ist der Mann seit Jahren eingeschriebener Bergmann. Er ist gewerkschaftlich und politisch organisiert und ist offenbar das Opfer einer gemeinen Denunziation geworden. bei fertiggestellten Arbeiten nommen worden sein. Und wie das in der Regel ist, soll es mit der Befähigung des Herrn bedenklich gehapert haben. Das„zu hemängeln ist ie nicht in erster Linie saache der Arbeiter, der Befähigung des Herrn bedenklich gehapert h. bemungern, ist ja nicht in erster Einie Sache der urden. mägen die Jahrikhesitzer dafur sorgen daß sie tüchtige e mögen die Fabritbesiher echur sorgen, daß sie kächlige Beamte anstellen, die ihnen ceinen Schaden zufügen. Wenn aber unter der Unfähigkeit der Meister auch die Arheiter zu anstellen, die ihnen keinen Schaden zufügen. Wenn aber er der Anfähigten der Meistst gach die arbener zu leiden haben, dann hahen auch diese die Berechtigung, dagegen. dann haben auch diese die Berechtigung, dagegen vorzugehen. An einzelnen Beispielen ließe ssich— wie man uns mitteilt— leicht nachweisen, wie die Methode des Herrn Bunte die Firma und die Arbeiter geschädigt hat. Wir sehen davon ab, diese Einzelheiten zu bringen, begnugen uns vielmehr mit dem Hinweis auf die Tatsache in der Hoffnung, daß die Firma Wittler ihre künftigen Beamten nicht nach dem schneidigen Verhalten den Arbeitern gegenüber bewertet, sondern nach ihren technischen Fähigleiten und Leistungen. Tränen.I.2 Sreud Die Dreher der Firma, haben Tranen— ver Freude verssen als Se ihren ebemaligen Vorgesetzten scheiden sahen. Sie Dreher der Firma, haben T#anen— dir Freube der gossen, als FHhren ehemang=ge;beser Die wunschen an„„„„ daß er sich niewalz wach den Floischtöyfon seiner Heimatrückseh ihm in seinem neuen Wirkungskreise soviel Gutes, er sich niemals nuch den Fieischlopsenseiner Geimal zuracksehnen möge. die doch nicht zu senst in den unwesentlichsten Dingen zug Tatzern werden, wenn es sich um wich ft sind, Stoats= Morgen Szene. Die melodiöse Operette„Wiener Blut“ wird Sonnt## zum 2. Male gegeben. Die hervorragende Schauspiel=Novität „Revolutionshochzeit“, die am vergangenen Montag ihre Premiere erlebte, kommt am Dienstag zum 2. Male zur Darstellung. Die nächste Aufführung von„Ein Walzertraum“ findet Donnerstag statt. — Schwedisches Ko auf das im Stadtthe Marteaus und des so von Kapellmeister Tor allein verbürgt einen unser städtisches Orche Bestes bieten. Einfüh Tonkunst mit einer ku werden am Konzertabgratis verabfolgt. Eb— Benützung des 2 Von berufener Seite nehmer das hiesige An zur Herstellung gewö deshalb an dieser Ste 1. Oktober, von welche im Sommer um 7, so1 der genannten Stunde meldegespräche vermit — Acht-Uhr=Laden Inseratenteil ersichtlich sich entschlossen, an der abend, schon um 8 Uh schließen. Das Bestre stellten Arbeitszeit ar Unterstützung der Arl gewerve häufig nochd suchen daher unsere L kaufen, die um 8 Uhr Geschäfte gezwungen: — Geschworenen=2 annende dritte die felgende Herren aus Löhne; Fabrikant Osl org Schrodt, Neesen; Bismarckstr. 1; Fabri Ingenieur Wilhelm Lintelnot, Vlotho; Ko Westermann, Groppe wiesen; Fabrikbesitzer Kurl Hahne, Melberg Kaufmann Albrecht( feld, Bielefeld; Land Fabrikant, Bernhard händler Wichelm Köh Jöllenbeck in Nieder Kleekamp; Meier He Otto Rothe in Herfor mann in Niederjöller in Milse Nr. 6; Fal mann Rudolf Jasper ford; Bankdirektor C Landwirt Heinrich D Muermann, Minden. kig. Die Beseitign von Verletzungen, nac kommen, die oon der Schrumpfungen sehr solche nach Verbrenn Operationen und 1 Zeit und bei kleinere erweichende Wirkung grüßen, daß es jetzt lysin, durch dessen Ei stattfindet. Damit Dehnung gegeben. I sogar bei narbigen V wendung, wodurch es verbessern.— Sonde auch als Entfettungs Maßregeln zu gleiche warten sein, ob weit sonders auch, ob die Mengen Fibrolvsin 52.— Polizeibericht. 9. 09 in Frankfurt enthaltend ein kleine W 1 Posten Danfer in englischen Oesc 1 Posten KOStal in den neuesten F. 1 Posten Damfel in den neuesten M 1 Posten Mäden 1 Posten Kindel aus reinwollenem Bülller Biedernete r, daß die amtliche n Wunsch an die ete, inzwischen ihre r. Hahn zum mutiie aus Madrid beejenige, welche dem 22 Senatoren und here Minister. verGeneral Lopez Doiller Liberalen, von en, zu wirken, die jedes Kompromiß große Debatte über nisse in Barcelona peziell das Budget, Oktober. Wie aus karokkanern erlasseinen Widerhall gest eine neue marokn aus Fez berichtet im gegen die spaniecke soll er sich der ng versichert haben. tische Kavallerie zu Dampfer von Hameintreffen, die von okko unabhängig ist liegt kein Grund zu erheben. ersuchte den zurzeit n Erklärungen über ber getanen Aeußeveröffentlicht worGeneral d'Amade Man glaubt, daß rs Pichon mit dem Regierungserklärung erfolgen werde. finden die AeußeKritik. Diese richtet n der General von innte Verlängerung a-Fez-Rabat spricht. gende Ersuchen des ab, ob der General Die Regierung läßt jeneigt ist, sich durch e uferlose Marokkoor werde Frankreich en Sorge zu tragen. cht gefährdet. hbarschaft. eld, 8. Oktober. Idealstaate. Die in stphälisches Dampfende, Tatsache:„Ein 7 Morgen Landes baute sich auf seinem erveld ließ dem be nicht die nötigen echtigen, nachweisen idlich bestehen konnte eigentum und mehr e nun in einer Erdzufällig vorbeifuhr, Er kaufte ihm sein es jederzeit zu demm sein Haus wieder ittlerweile hatte der richtet und diese entin dem Kammerrath besitzt, nicht gestattet irer Weg für Feuern führt und weil es rnisse zugänglich ist.“ 1846, der wir vorllte es nicht möglich etwas im Haus zu men hinschicke? Die doch höchstens ein das Haus nicht zu hte es in dem lieben n der 18. März 1848 ange nicht mit allen, ten aufgeräumt hat? n dieser Stelle schon ter und andere Anträgliches Verhältnis Behandlungsformen in soll nach den uns nte gehören, der mit Wittler das Zeitliche ach einem Thüringer absehen, das gerade hr gefährlich werden zunte selbst während t geübt hätte. Davon irie, wie„Gemeines ständigen Gebrauch U'er Großes geleistet dem nicht viesem oder n worden wäre; selbst eisänderungen vorgeRegel ist, soll es mit vert haben. Das zu he der Arbeiter. Da sie tüchtige Beamte n1. Wenn aber unter eiter zu leiden haben, dagegen vorzugehen. man uns mitteilt— ern Bunte die Firma ehen davon ab, diese elmehr mit dem Hiniß die Firma Wittler schneidigen Verhalten nach ihren technischen — der Freude veren scheiden sahen. Sie eise soviel Gutes, daß * Heimat zurücksehnen wird uns geschrieben: kleinen Preisen in Blut“ wird Sonntag de Schauspiel=Nopität n Montag ihre PreMale zur Darstellung. Valgertraum“ staden — Schwedisches Konzert. Nachdrücklichst sei heute nochmals auf das im Stadttheater stattfindende Konzert Prof. Henri Marteaus und des schwedischen Konzertvereins unter Leitung von Kapellmeister Tor Aulin hingewiesen. Der Name„Marteau“ allein verbürgt einen ungetrübten Kunstgenuß und wird auch unser städtisches Orchester unter dem Gastdirigenten sicher sein Bestes bieten. Einführung in die Entwicklung der schwedischen Tonkunst mit einer kurzen Biographie schwedischer Komponisten werden am Konzertabend und in der Musikalienhandlung Selle gratis verabfolgt. Ebendaselbst findet auch der Vorverkauf statt, — Benützung des Telephons zwischen 7 und 8 Uhr morgens. Von berufener Seite wird uns mitgeteilt, daß Fernsprechteilnehmer das hiesige Amt zwischen 7 und 8 Uhr morgens vielfach zur Herstellung gewöhnlicher Verbindungen anrufen. Es sei deshalb an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß nach dem 1. Oktober, von welchem Tage ab der Fernsprechdienst nicht wie im Sommer um 7, sondern erst um 8 Uhr morgens beginnt, in der genannten Stunde keine gewöhnlichen, sondern- nur Unfallmeldegespräche vermittelt werden. — Acht-Uhr=Ladenschluß im Zigarrenhandel. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, haben einige hiesige Zigarrengeschäfte sich entschlossen, an den Wochentagen, mit Ausnahme von Sonnabend, schon um 8 Uhr abends, statt wie bisher um 9 Uhr, zü schließen. Das Bestreben dieser Geschäfte, ihre und ihrer Angestellten Arbeitszeit auf diese Weise zu verkurzen, verdient die Unterstützung der Arbeiterschaft. Ist doch gerade im Handelsgewerbe häufig noch die Arbeitszeit übermäßig lang. Wir ersuchen daher unsere Leser, möglichst nur in den Geschäften zu kaufen die um 8 Uhr abends schließen, damit auch die übrigen Geschäfte gezwungen werden, deren Beispiel zu folgen. — G e s c h w o r e n e n= A u s l o s u n g. F ü r d i e a m 2 5. O k t o b e r b e ainnende dritte diesjährige Schwurgerichtsperiode wurden felgende Herren ausgelost: Kaufmann Heinrich Westerhold, Löhne; Fabrikant Oskar Dickertmann, Bielefeld; Fabrikant Georg Schrodt, Neesen; Fabrikant Wilhelm Boeckmann, Bielefeld, Westermann, Groppe; Wurstfabrikant Friedrich Ohle, Holwiesen; Fabrikbesitzer Hugo Simons, Rheda; Mühlenbesitzer Karl Hahne, Melbergen; Rechnungsrat Louis Schulz, Minden; Kaufmann Albrecht Gottwald, Minden; Kaufmann Fritz Eisfeld, Bielefeld; Landwirt Konrad Westerfellhaus, Avenwedde; Fabrikant Bernhard Bary, Oldendorf bei Halle; Verlagsbuchhändler Wilhelm Köhler, Minden; Landwirt Gustav Meier zuFöllenbeck in Niederjöllenbeck; Fabrikant Heinrich Homann, Kleekamp: Meier Heinrich Rentrup in Rentrup; Kaufmann Otto Rothe in Herford; Sägemühlenbesitzer Heinrich Landwehrmann in Niederjöllenbeck; Mühlenbesitzer Friedrich Borgstedt in Milse Nr. 6; Fabrikbesitzer Heinrich Noll, Minden; Kaufmann Rudolf Jasper, Gütersloh; Realschullehrer Nolte, Herford; Bankdirektor Eduard Telius, Bielefeld, Bürgerweg 24; Landwirt Heinrich Dreckmann, Oberjöllenbeck; Kaufmann Karl Muermann, Minden. kig. Die Beseitigung von Narben. Es gibt eine ganze Reihe von Verletzungen, nach denen ausgedehnte Narbenbildungen vorkommen, die von den Aerzten wegen der damit verbundenen Schrumpfungen sehr gefürchtet werden. Ganz besonders treten solche nach Verbrennungen auf und erfordern dann wiederholte Operationen und langwierige Behandlungen. Für kürzere Zeit und bei kleineren Narben übt der galvanische Strom eine erweichende Wirkung aus. Es ist daher mit Freuden zu begrüßen, daß es jetzt ein neues Mittel gibt, nämlich das Fibrolysin, durch dessen Einfluß eine Erweichung des Narbengewebes stattfindet. Damit ist dann zugleich die Möglichkeit einer Dehnung gegeben. In neuerer Zeit bringt man das Fibrolysin sogar bei narbigen Verwachsungen in der Pauckenhöhle zur Anwendung, wodurch es gelang, die Hörfähigkeit ganz bedeutend zu verbessern.— Sonderbarerweise sollen Fibrolysineinspritzungen auch als Entfettungsmittel dienen, und zwar ohne daß andere Maßregeln zu gleicher Zeit getroffen werden. Es wird abzuwarten sein, ob weitere Erfahrungen das bestätigen, ganz besonders auch, ob die wiederholten Einspritzungen von größeren Mengen Fibrolvsin für den Körper unschadlich sind. 5— Polizeibericht. Abhanden gekommen ist am 29. 9. 09 in Frankfurt a. M. ein goldenes Maschenhandtäschchen, enthaltend ein kleines goldenes Maschenportemonnaie, 4 Aluminiumschlüssel an einem Bändchen, drei davon gezeichnet Nr. I—III, ferner ein weißes Taschentuch(gez.„Rhea“) und zirka 40 bis 50 Mk. in bar. Gesamtwert etwa 1500 Mk. Um gefällige sachdienliche Mitteilungen an die Kriminalabteilung wird gebeten. Befahren der Wallpromenaden. Es wird darauf hingewiesen, daß zum Befahren der städtischen Wallpromenaden mit Fuhrwerken und Karren die vorher schriftlich eingeholte Erlaubnis des Magistrats(Rathaus, Zimmer 20) erforderFestgenommen wurden 2 Personen wegen Diebstahls: 6 Obdachlose wurden im Polizeigefängnis untergebracht. Dieb stahl. Ein Jagdhund, mittelgroß, weiß, mit hellgelben Kopf und Ohren, im Werte von zirka 300 Mk., wurde dem Prokuristen K. M. am 24. 9. 09 entwendet. Fahrraddiebstahl. In Minden wurde am 3. d. M. ein Fahrrad, Marke„Tempo“, Nr. 33378, gestohlen. Versammlungen. Sonnabend, 9. September. Bielefeld. Freie Turnerschaft, Abt.„Westfalia“. Abends 8½ Uhr. Stieghorst. So: Verein. Abends 8 Uhr beim Genossen Klemme. Vortrag des Genossen Severing über den Leipziger Parteitag. Ober=Sieker. Soz. Verein. Abends 8½ Uhr, im Vereinslokal Heepen. Soz. Verein. Abends 9 Uhr, beim Genossen Twelker. Vortrag des Genossen Sachs über Lassalle. Lemgo. Soz. Verein. Abends 8½ Uhr bei Mohrmann. Sonntag, 10. Oktober. Brackwede. Arb.=Abst.=Bund. Vorm. 10½ Uhr bei Kramme. 96 96524. Sudbrack. Ark.-Turnverein„Frisch auf. Nachm. 1½ Uhr. Kirchlengern. Tabakarbeiter=Verband. Nachm. 4 Uhr. Schötmar. Fabrikarb.=Verband. Vorm. 9 Uhr. Vortrag des Kollegen Meier. Weitere Folgen der Tabaksteuer. In Brake[Lippe) läßt die Firma Rosenheim, Sitz Lemgo, ihre 11 Arbeiter vorläufig 14 Tage feiern; nicht in Lemgo, wie es in der Dienstagsnummer hieß. In Vlotho hat die Firma Biermann& Schörling, Sitz Bremen, am Sonnabend 30 Arbeiter entlassen; die Firma Volbracht ihre sämtlichen Arbeiter." Wenn die Arbeiter nach einer unfreiwilligen Pause wieder anfangen zu arbeiten, wird ihnen ohne weiteres zugemutet, die fruhere Arbeit um 1—1,50 Mk. billiger zu machen, oder weiter zu feiern. So geschehen bei der Firma Hch. Westmann in Vlotho, was wir verdientermaßen niedriger hängen wollen * Sieker, 8. Okt. Die Wahl zur Ergänzung der Gemeindeverordneten findet an nachstehenden Terminen statt: Freitag, 12. November d. J., vormittags von 8 bis nachmittags 2 Uhr, in der dritten Abteilung, und Sonnabend, 13. November d. J., vormittags von 11½ bis nachmittags 2 Uhr, in der zweiten Abteilung, und nachmittags von 2 bis 2¼ Uhr in der ersten Abteilung. Die Vornahme der Wahlen findet im 2. Klassenzimmer der Schule III zu Sieker statt. Es scheiden aus: a) in regelmäßiger Wahlreihenfolge: aus der 1. Abteilung: Gutsbesitzer Julius Meyer zu Hartlage zu Sieker Nr. 2; aus der 2. Abteilung: Wirt Wilhelm Oberwittler zu Sieker Nr. 87; b) von den im Jahre 1907 infolge Vermehrung der Zahl der Gemeindeverordneten von 6 auf 12 gewählten Gemeindeverordneten durch das Los bestimmt: aus der 1. Abteilung: Ziegeleibesitzer Wilhelm Fehring zu Sieker Nr. 113, aus der 3. Abteilung: Fabrikarbeiter Wilhelm Kley zu Sieker Nr. 254. Der aus der Gemeinde Sieker verziehende und dadurch des Gemeinderechts verlustig gehende Gemeindeverordnete Neubauer und Bäckermeister Karl Wulfhorst zu Sieker Nr. 143, welcher von der 3. Abteilung für die Wahlzeit von 1906 bis 1911 gewählt war, hat sein Amt als Gemeindeverordneter niedergelegt. Für ihn ist daher eine Ersetzwahl vorzunehmen, welche gleichzeitig mit den regelmäßigen Ergänzungswahlen vorgenommen werden soll. Das Verzeichnis der stimmberechtigten Gemeinde=Eingesessenen ist vom 8. Oktober ab auf 14 Tage beim Gemeindevorsteher zur Einsicht offengelegt. * Sieker, 7. Okt. Der Geflügelzucht= und Tierschutzverein von Sieker hält, wie uns geschrieben wird, seine Lokalausstellung mit Gratisverlosung von Geflügel am Sonnabend, 9. Oktober, und Sonntag, 10. Oktober, im Restaurant Freudenau, Heeperstraße, ab. Der Verein hat es sich während seines erst kurzen Bestehens angelegen sein lassen, nach Kräften zur Hebung der Geflügelzucht beizutragen. Es ist ihm ein reger Besuch zu wunschen. * Brake, 8. Okt. Kommunalwahl. Die Wahl zur Ergänzung der Gemeindeverordneten findet am 6. November, nachmittags 2 Uhr, in der Schule zu Brake statt. Es scheiden aus: In der 3. Abteilung: Landwirt Julius Ziemann, in der 1. Abteilung: Wirt Heinrich Frehe; ferner ist für die 2. Abteilung für den verstorbenen Landwirt Eduard Nacke eine Ersatzwahl vorzunehmen. Die Liste der stimmberechtigten Gemeinde=Eingesessenen liegt vom 4. Oktober ab vier Wochen lang beim Gemeindevorsteher zur Einsichtnahme offen. * Oesterweg b. Versmold, 7. Okt. In dem Prozesse Staudacker kontra Siekendiek findet ein neuer Termin am Dienstag, 12. Oktober, vormittags 9 Uhr, vor dem Landgericht Bielefeld statt. Wir werden über die Sache berichten. * Bünde, 8. Okt. Der Arbeiter-Radfahrerverein„Waldeslust" Ennigloh, feiert am Sonntag auf der„Wilhelmshöhe“. sein Herbstfest. * Ennigloh, 7. Okt. In der Gemeinderatssitzung vom 2. Oktober wurde beschlossen, die Bahnstraße zu kanalisieren und mit Trottoiranlagen zu versehen.— Dem Gesuch der Schuldienerin in Schule I um Gehaltsaufbesserung wurde zugestimmt. — Dann wurde beschlossen, von den erworbenen Grundstücken zum Friedhof vorläufig ein Drittel dem jetzigen Friedhof anzuKliedern. * Detmold, 6. Okt. Im lippischen Walde ist in den übte, während der Fürst pürschte, einen derartigen Skandal, daß hierdurch das Wild verscheucht wurde. Die Gesellschaft hatte sogar Musikinstrumente mit in den Wald genommen, die ausgiebig benutzt wurden. Eine andere Gesellschaft hatte im Walde eine„Festkneipe" veranstaltet, bei der es auch hoch herging. Leider wurde auch den wahren Naturschwärmern die Freude verdorben, den König der Wälder rören zu hören. Sehr erstaunt soll auch der Landes„herr“ gewesen sein, als er die für ihn selbst errichteten Hochstände sogar von dem Publikum besetzt sah. * Oetinghausen. 7. Okt. Der am Montag, 20. September d. J., tot aufgefundene und am Sonnabend, 25. September, beerdigte Knecht Otto Köhler, bedienstet beim Gastwirt Mayer zu Oetinghausen, ist, wohl auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft zu Bielefeld, am 6. Oktober auf dem Kirchhofe zu Hiddenhausen wieder ausgegraben und obduziert norden. Die Untersuchungskommission bestand aus folgenden Herren: Dr. Hof, Amtsrichter, Sanitätsrat Dr. Rheine, Dr. Kopp und einem Gerichtsschreiber. Ueber das Ergebnis der Untersuchung konnten wir bisher nichts ermitteln; jedoch glaubt in Oetinghausen niemand, daß der p. p. Köhler rechten Todes gestorben ist. * Holzhausen b. Pyrmont, 7. Okt. Bei der Gemeinderatswahl am 1. Oktober wurde in der 3. Klasse die sozialdemokratische Liste gewählt. Es sind dies die Genossen Karl Hiltur, Zigarrenarbeiter, Karl Gehle, Zigarrenarbeiter, Karl Kleine, Zigarrenhändler, Karl Bröker, Maurer, Heinrich Kleinsorge, Zimmerer. Hoffentlich wird in das hiesige Gemeindeparlament in Zukunft ein freierer Geist einziehen Briefkasten der Redaktion. Nach Eunigloh. Der Bericht konnte am Montag in unseren Händen sein. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Max Sachs, für den Inseratenteil: Wilhelm Böttcher, beide in Bielefeld. verkaufen wir Freitag, Sonnabend und Sonntag: Pasten Damen-Paletots 9. 1 Posten schwere Posten schwere 1 Posten„ Normal-Hemden und Hosen 110Herren-Socken ½5 Stück I aus guter Schafwolle Paar 1 Posten 5494 Niedernstr. 13, gegenüber dem Leineweberbrunnen. BIELEFELD. Gegenüber dem Leineweberbrunnen, Niedernatr, 13. aus modernen Stoffen, ein- u. zweireihig, schön garniert aus Homespun und schönen engl. Stoffen mit langem Seidenschal in ganz eleganter " Ausführung in allen modernen Farben. lose u. geschweifte Fassons reich gekurbelt in allen beliebten Farben mit Jette-Knöpfen, elegant garniert BIELEFELD. Banien Kohfentlehn Sämtliche Neuheiten für Herbst und Winter sind in überraschend grosser Auswahl vertreiten. Nir Aühren durchveg anerkannt vorziteliche Kontekton, welche auch in den niedrigen Preislagen tadellosen Schnitt und gute verarbeitung aufweist. was wir ganz besonders betonen, ist 5477 de gTosse Preiswürdigkert. * 0 5“ zr Wo E. ae 66 T Ao in geschw. und losen Fassons in hocheleganter Ausführ. NOF mit langer jacke und elenaur gantem Seidenschal eidel aus Tuch und Homespun, nur moderne Farben S 0 Mieder-, Sattel- u. FaltenRöcke in hocheleganter Ausführung Ur 2o 10 Wolle, Seide, Tüll, in elegantester Ausführung do zx W io GOUUNSLLSSI Niedernstrasse 29—31. Geschäfts-Eröffnung. Morgen Sonnabend, den 9. Oktober, eröffne ich Kaiserstrasse 102, Ecke Brunnenstrasse, eine D Rind- und Schwbeineschlachterel.* Es wird mein Bestreben sein, durch ff. Fleisch= und Wurstwaren mir das Wohlwollen einer geehrten Kundschaft zu erwerben und bitte um Stadttheater. gütige Unterstützung. 5493 Hochachtungsvoll Eirich Beims. Achtum-Ladehschluss! Sonnabend, den 9. Oktober 1909, abends 7½ Uhr: Klassiker-Vorstellung zu klelnen Preisen. Hamlet, Prinz von Däuemark. Trauerspiel in 5 Akten v. Shakespeare. Sonntag, den 10. Oktober 1909, abends 7 Uhr: Wiener Blut. Operette in 3 Akten von Joh. Strauß. Nächste Operetten=Novität: = Die Förster-Chrietl.— Die unterzeichneten Zigarrenhändler sind dahin übereingekommen, ab 10. Oktober d. I., ihre Verkaufslokale um 8 Uhr abends zu schließen. Wir richten daher an unsere verehrliche Kundschaft die ergebene Bitte, dies in Zukunft bei den Einkäufen freundlichst zu berücksichtigen. 5448 An allen Sonnabenden und den bekannten Ausnahme=Tagen bleibt die Verkaufszeit unverändert. Rudolf Fiedler, Alter Markt; M. Goldstein, Niederlage der Firma M. Samuel, Elberfeld, Niedernstraße 39; Georg Hameyer, Bahnhofstraße 29; P. Heim, in Firma Ohlig und Montz, Gütersloherstraße 33 und Niederwall 13 a; Wilhelm Kipp, Steinstraße 1; J. Neumann, Niedernstraße 11; M. Niemeyer, Niedernstraße 47; H. Opfer, in Firma Ernst Kralemann, Bahnhofstraße 3; Frau W. Reithäger, Obernstraße 28; Hermann Tewes, Inhaber: Max Will, Obernstraße 21; Ernst Pette, Obernstraße 22; heinrich Vogel, Schillerplatz 22; Wilhelm Vollmer, Am Bahnhof; Fritz Wind, Obernstraße 53. Ein Wort: „Goldper. Entscheidet beim Einkauf von Seifenpulver. Schutzmarke. Jedes Paket enthält ein hübsches, praktisches Geschenk!— Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Obacht wegen den vielen minderwertigen Nachahmungen! Air Reiser iaaf! Uhren u. Goldsachen sollten Sie nie bei einem Pfuscher,# sondern beim Uhrmache: H. Siekmann, Kaiserstr. 165 neben der Olmühle kaufen und reparieren lassen. Frauen! Berücksichtigt bei Eueren Einkäufen die Inserenten der Soitemaht: Reinr. Zeimdieke Brackwede, Kaiserstrasse, Manufaktur-, Woll-, Weiss- u. Kurzwaren, Anfertigung eleganter Damen-Konfektion, 14208 Feinr. Zeimdieke Bünde 1. Westf., Bolldamm, Manufaktur-, Woll-, Weiss- u. Kurzwaren, Erstlings- Ausstattungen. Wilh. Zeimdieke Stift Quernheim, Fr. L. Vogt, Manufaktur-, Woll-, Weiss- u. Kurzwaren, Porzellan- und Kolonialwaren bieten ihrer werten Kundschaft durch gemeinschaftlichen Einkauf streng reelle und — billige Preise.— Nr. 235. Was dir Cabak Den arbeitslosen Tab maßen angemessene Unt Federn jetzt eifrig am # federn jetzt eifrig am We Zeitungen unseres Bezir ungenierter bringen sie Zeit ging durch die Press Reichsregierung die höhe rückgewiesen und zugleich auf die Finanzlage“ auc Unterstützungen zu denkei Wie die„Neue Politi Verwendung des 4=Mil Tabakarbeiter den beteil zu Feststellungen über geboten. Das Ergebnis kurzer Zeit bekan dürfe festgestellt werden, Gewerbes zurzeit nicht w sei gerade jetzt die Bes spannte, weil die bis zun versorgung geräumten Le den müßten.“ In dieser Notiz wir gestellt. Täglich gehen breitungsbezirk zu, daß wochenlang feiern müssen beiten müssen oder sofor „festgestellt“,„vo! Tahalgewerbes ka den“, und die Sache i daß, das Gegenteil der In dieselbe Kerbe hat der Kohlenbarone in C 4. Oktober veröffentlicht „Bei der Kritik übe als den tatsächlichen Be wird, übersieht man, da für die Verteilung gegeb Tahakindustrie beteiligte versucht. Der Fonds i staaten verteilt worden, 1 Tabakarbeiter, und deme raten den Einzelstaater wendungsdauer des Fon meinen nennenswerte ansprüchen infolge von sind, hat sich in zwei gestellt, nämlich im M Sachsen, wo Arbeitsein nicht annähernd in dem haupteten Umfang— ein berücksichtigen, daß diese beitsgelegenheit vielfach steuer, sondern der spek: krafttreten der Steuer is die Nachwirkungen fällt, Fonds im Auge hatte.( Wiederaufnahme der vol die inzwischen geleerten Weihnachten ein allgeme treten kann, wodurch er selben Bezirken herportre unzweifelhaft zur Folge nur im beschränkten Ur Bezirke, die so vorzeiti sorbiert haben, etwa dur staaten mit einer sparse man die Zuwendungen Ansprüchen bemessen, so trages erforderlich sein. weisbare Pflicht, auch in Heimarbeiter, den Fond in Anspruch zu nehmen tionsschwankungen auch rechtlicher oder moral werden könnte.“ An der Ueberyr schuldig und die Fabrika nehmer erfüllt, die vor Vorrat an unversteuert und um die Händler di lassen. Die Ursache aber für die Arbeiter sind wochenlanges Feiern Einkommens auf. Maße. Aber unsere hi England und Reise=Pl Mit dem„fliBisher war das W wesen, Nur ab und zu des„Wasserdichten“ er schottischen Seen, nam und den reizvollen Loch landschaften, diesen Tei wir das schottische Hotrotzigen Steilwänden den Wäldern und sein Herden und seinen fro lessen. Der Plan war Feinschmeckerei. Im le flinken, kleinen Dampf assen, in Gemütlichkei Natur zu freuen und urplötzlich eine neben auch nicht ihr Herz, das erfüllt, wenn eini sind, mit so wohligem armen und sogar fast diesen Tagen war es ge ich mir den Verlauf Zuges von Glasgow lachte. Ach, sie kann auch weinen. Was sag Tage tat, als wir bei hatten, war kein Wein harte Wort— ein hrüsen, eine Diarrhöe für dieses Wetter ein „schottischen Mist“., zweite Wort, so ken I., WO. 0 0 r. 235. Bielefeld, Freitag, 8. Oktober 1909. 20. S Was dir Eabakaroriier zu höffen haben. Den arbeitslosen Tabakarbeitern jede Hoffnung auf einigermaßen angemessene Unterstützung auszutreiben, sind offiziöse Federn jetzt eifrig am Werke. Wenn auch nicht alle bürgerlichen Zeitungen unseres Bezirks diese Notiz veröffentlichen, um so ungenierter bringen sie auswärtige Blatter. Schon vor einiger Zeit ging durch die Presse eine offiziöse Auslassung, wonach die Reichsregierung die höheren Anspruche eines Bundesstaats zurückgewiesen und zugleich ausgesprochen habe, daß„mit Rücksicht auf die Finanzlage auch in Zukunft an keine Erhöhung der Unterstützungen zu denken sei. Wie die„Neue Politische Korrespondenz“ jetzt hört,„hat die Verwendung des 4-Millionenfonds für arbeitslos gewordene Tabakarbeiter den beteiligten Bundesregierungen Veranlassung zu Feststellungen über die Lage des Tabakgewerbes geboten. Das Ergebnis der Ermittelungen werde binnen rurzer Zeit bekannt gegeben werden. Schon jetzt dürfe festgestellt werden, daß von einem Daniederliegen dieses Gewerbes zurzeit nicht wohl gesprochen werden könne. Vielmehr sei gerade jetzt die Beschäftigung eine außergewöhnlich angespannte, weil die bis zum Inkrafttreten des Gesetzes durch Vorversorgung geräumten Lagerbestände zunächst wieder ersetzt werden müßten. In dieser Notiz wird die Wahrheit direkt auf den Kopf gestellt. Täglich gehen uns Meldungen aus unserem Verbreitungsbezirk zu, daß Arbeiter entlassen werden, andere wochenlang feiern müssen, wieder andere zu billigerem Preise arbeiten müssen oder sofort gemaßregelt werden. Aber es wird „festgestellt“,„von einem Daniederliegen des Tabakgewerbes kann nicht wohl gesprochen werden“, und die Sache ist abgemacht. Dabei weiß jedes Kind, daß das Gegenteil der Fall ist. In dieselbe Kerbe haut die„Rhein.=Westf. Ztg.“, das Organ der Kohlenbarone in Essen. In seiner Nummer 1081 vom 4. Oktober veröffentlicht das Blatt folgende Zuschrift: „Bei der Kritik über die Verwendung dieses Fonds, die als den tatsächlichen Bedürfnissen nicht entsprechend hingestellt wird, übersieht man, daß im Tabakgesetz selbst eine Richtschnur für die Verteilung gegeben ist, die den Ansprüchen aller in der Tabakindustrie beteiligten Bundesstaaten gerecht zu werden versucht. Der Fonds ist dem Gesetz gemäß auf die Bundesstaaten verteilt worden, und zwar nach der Zahl der vorhandenen Tabakarbeiter, und dementsprechend sind auch bereits Monatsraten den Einzelstaaten angewiesen, die der zweijährigen Verwendungsdauer des Fonds entsprechen. Während nun im allgemeinen nennenswerte Anmeldungen von Unterstützungsansprüchen infolge von Arbeitseinschränkungen nicht erfolgt sind, hat sich in zwei Gebieten ein erheblicher Bedarf herausgestellt, nämlich im Mindener Bezirk und im Königreich Sachsen, wo Arbeitseinschränkungen tatsächlich— wenn auch nicht annähernd in dem von der sozialdemokratischen Presse behaupteten Umfang— eingetreten sind. Hierbei ist nun aber zu berucksichtigen, daß diese gegenwärtige Verminderung der Arbeitsgelegenheit vielfach nicht eine Folge der erhöhten Tabaksteuer, sondern der spekulativen Ueberfabrikation vor dem Inkrafttreten der Steuer ist, also streng genommen, gar nicht unter die Nachwirkungen fällt, die das Gesetz bei der Schaffung des Fonds im Auge hatte. Es ist weiter zu berücksichtigen, daß nach Wiederaufnahme der vollen Produktion, die erforderlich ist, um die inzwischen geleerten Lager zu füllen, sehr wohl etwa nach Weihnachten ein allgemeines Abflauen in der Fabrikation eintreten kann, wodurch erneute Ansprüche an den Fonds in denselben Bezirken hervortreten würden, die eine baldige Erschöpfung unzweifelhaft zur Folge haben müßten. Es ist doch aber dann nur im beschränkten Umfange angängig, die Ansprüche solcher Bezirke, die so vorzeitig den Anteil ihres Bundesstaates absorviert haben, etwa durch Rücküberweisungen anderer Bundesstaaten mit einer sparsameren Verwendung zu decken. Wollte man die Zuwendungen ohne weiteres nach den jetzt erhobenen Ansprüchen bemessen, so würde ein Vielfaches des bewilligten Betrages erforderlich sein. Aus diesem Grunde ist es eine unabweisbare Pflicht, auch im Interesse der beteiligten Fabrik= und Heimarbeiter, den Fonds nicht für jede Arbeitsverminderung in Anspruch zu nehmen, die als natürliche Folge der Produktionsschwankungen auch früher eingetreten ist, ohne daß ein rechtlicher oder moralischer Entschädigungsanspruch erhoben werden könnte.“ An der Ueberproduktion waren die Arbeiter unschuldig und die Fabrikanten haben nur die Aufträge ihrer Abnehmer erfüllt, die vor Inkrafttreten des Gesetzes noch einen Vorrat an unversteuerter Ware sich auf Lager legen wollten und um die Händler die Wünsche ihrer Kunden befriedigen zu lassen. Die Ursache aber ist die neue Steuer und die Folgen für die Arbeiter sind direkte Arbeitslosigkeit oder wochenlanges Feiern, also eine Schmälerung ihres Einkommens auf alle Fälle, oft in ganz horrendem Maße. Aber unsere hohe Reichsregierung denkt nicht daran, dieser wirklichen Notlage der Tabakarbeiter Rechnung zu tragen. Sie will sich nicht nur nicht auf eine Erhöhung des Unterstützungsfonds von 4 Millionen einlassen; sie will noch nicht einmal den Fonds dort anwenden, wo wirkliche Not herrscht. „Der Fonds ist dem Gesetz gemäß auf die Bundesstaaten verteilt worden, und zwar nach der Zahl der vorhandenen Tabakarbeiter“ und damit Punktum! Nach Schema F geht es und wenn auch Hunderte von Tabakarbeitern kein Brot im Hause haben. Würde es sich um pensionierte Offiziere handeln, dann würde die Regierung zweifellos für eine schnelle Klärung sorgen. Aber so. Ja Tabakarbeiter, das ist etwas anderes. Die Tabakarbeiter können sich bei den Abgeordneten der Zentrumspartei, der konservativen und der christlich=sozialen Partei, die sie mit in den Reichstag gewählt haben, dafur bedanken, daß ihnen zu dem Elend, das uber sie durch das Tabaksteuergesetz gekommen, auch die Sorge übertragen ist, wovon sie leben wollen, wenn der nach dem beliebten Schema F berechnete Teil der Unterstützung aufgebraucht ist. Müßte nicht durch diese Ereignisse der letzte Tabakarbeiter aufgerüttelt werden und erkennen lernen, wo er die Macht findet zur Befreiung aus diesen unwürdigen politischen und wirtschaftlichen Zuständen? Die Krankenkasse zum heiligen Joseph in Mülheim am Rhein hat nicht weniger als 74 Mitgliedern in einem Zirkular angekündigt, daß der Vorstand dieselben ausgeschlossen und ihrer Rechte verlustig erklärt habe, weil sie bei der letzten Stadtverordnetenwahl ihre Stimmen auf die sozialdemokratischen Kandidaten vereinigt hätten. Eine Vereinigung, welche unter dem Schutze des heiligen Joseph stehe und viel meyr die Religion, als die Krankenunterstützung pflege, könne unmöglich Menschen unter sich dulden, die sozialdemokratisch wählten. Mehrere der schrecklichen Missetäter, die da glauben, selbst der Pflegevater des Göttlichen von Israel würde, wenn er noch auf Erden wandelte und Mülheimer Bürger ware, unmöglich seine Stimme der Partei der Brot= und Fleischverteuerer geben, haben den Vorstand der genannten Kasse verklagt. Einer der hervorragendsten Kölner Rechtsanwälte hat sich der armen Sünder angenommen und wird ihre Sache gegen die frommen Terroristen führen. Unter den Ausgeschlossenen befinden sich Leute, die jahrzehntelang ihre Beitrage entrichtet und niemals in die Lage gekommen sind, Anspruch auf Krankengeld zu machen. genau, daß es sich um einen ausländischen Titel handelt, und lasse sich dadurch nicht irre führen. Es wurde deshalb das er###t## Urteil aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Der Kolonsohn August Bringewatt von Oberbauerschaft war vom Schöffengericht zu Lübbecke wegen Jagdvergehens und Widerstands gegen einen Jagdaufseher zu 1 Woche Gesängnis verurteilt worden und hatte Berufung eingelegt. Er war von einem Jagdaufseher Lippach pürschend im fremden Jagdrevier angetroffen worden. Bei der Aufforderung, die Waffe abzugeben, hat sich der Angeklagte nicht allein widerjetzt, sondern mit einem Gehstocke den Aufseher bedroht. Das Gericht erkannte auf Verwerfung der Berufung. und Die Kirche und die Feuerbestattung.„Die zurzeit in Ansbach tagende bayerische Generalsynode, das„Parlament“ der evangelischen Kirche Bayerns, hat beschlossen, der Feuerbestattung eine ** Bielefeld, 6. Okt. Strafkammer. Der Handelsmann Andreas Berenbrinker von Liemke war vom Schöffengericht zu Gütersloh von der Anklage der Sachbeschädigung freigesprochen worden, wogegen die Amtsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Er hatte im Monat Februar, als plötzlich Tauwetter eintrat und seinen Ländereien Ueberschwemmung drohte, ein Stauwerk der Entwässerungsgenossenschaft gewaltsamerweise losgerissen und dadurch einen Schaden von 2 Mk. verursacht. Der Gerichtshof nahm an, daß es sich bei dem Angeklagten um einen Notstand gehandelt habe, und erkannte auf Verwerfung der Verufung....... EMnen Erschr Gell Das hiesige Schoffengericht hatte den Keuner Friedr. Heubrink von hier wegen Unterschlagung zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte von einem hiesigen Abschlagszahlungsgeschäfte Möbel im Werte von ungefähr 300 Mk. unter Vorbehalt des Eigentumsrechts angekauft, und diese Sachen, trotzdem sie noch nicht bezahlt waren, am 5. Oktober v. J. verkauft. Der Gerichtshof erkannte bei dieser Sachlage auf Verwerfung der vom Angeklagten eingelegten Berufung. Aus der Strafhaft, wo er sieben Monate Gefängnis verbüßt, wurde vorgeführt der Agent Lorenz Will von Erkelenz. Der Angeklagte, welcher eine Lebens= und Haftpflicht=Versicherungsgesellschaft vertrat, hat sich in der Umgebung von Lübbecke versicherte ihm überall Kredit. Ein Zeuge sagt:„Es war mir, als ob ich einen Bruder aus Amerika bekommen hätte, bloß daß er nicht bezahlte. Die Strafkammer stellte eine Unterschlagung und oier Betrugsfälle fest und erkannte gegen den Angeklagten einschließlich der noch zu verbüßenden Strafe auf eine Gesamtstrafe von 10 Monaten Gefängnis. Wegen Anmaßung eines Doktortitels hatte sich der Zahnarzt Friedrich Mannhardt zu Minden zu verantworten. Das Schöffengericht hatte ihn zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt, wogegen der Angeklagte Berufung eingelegt hatte. Er hat am 12. Dezember v. J. im Mindener Kreisblatt ein Inserat losgelassen, in dem er sich den Titel eines approbierten Arztes beigelegt haben soll. Der Angeklagte hat den Titel, den er in einem Zusatz des Inserats angegeben hat, im Auslande erworben. Die Strafkammer nahm an, daß sich der Angeklagte wohl eine ärztliche Bezeichnung beigelegt habe, aber das Publikum wisse ganz die eingeäschert werden, die kirchliche Einsegnung gestatten will, vorausgesetzt, daß die Einäscherung„nicht den Charakter einer Demonstration gegen die Kirche" tragt. Begründet wurde das Aufgeben der Feindseligkeit der Kirche gegen die Feuerbestattung mit dem Hinweise auf die Tatsache, daß sich die evangelische Kirche damit selbst schwer schädige, denn die Verweigerung der kirchlichen Zeremonie bei Leichen, die eingeäschert werden sollen, habe die Einäscherung selbst noch niemals verhindert, den Wankelmütigen aber gezeigt, daß es ohne die Kirche ebenfalls gehe, und die Kirche habe durch ihr Verhalten die Entwöhnung des Volkes von der Kirche selbst gefördert. Schließlich sei auch in Bayern, wo die Errichtung von Krematorien noch nicht gestattet ist, die Feuerbestattung so stark eingebürgert, daß es — mit anderen Worten— unklug wäre, wenn sich die Kirche das Geschäft entgehen ließe. Militärisches. Unteroffiziere wegen Sittlichkeitsverbrechen verurteilt. Saarbrücken, 7. Oktober. Wegen Vergehens gegen§ 176 Abs. 3 des Str.=G.=B. hatten sich gestern und heute vor dem Kriegsgericht der 16. Division vier Unteroffiziere und Feldwebel verantworten. Die Verhandlung fand bei verschlossenen Türen statt. Das Urteil lautete gegen den Vizefeldwebel Hardtnack auf 6 Monate 1 Woche, gegen den Sergeanten Hummel auf 7 Monate, gegen den Sergeanten Leim auf 6 Monate und gegen den Unteroffizier Bachhoff auf 2 Monate Gefängnis. Strafmildernd wurde die sittliche Verdorbenheit der in Betracht kommenden Mädchen in Erwägung gezogen. Saaarbrücken, 7. Okt. Der verheiratete Vizefeldwebel Wolter, welcher angeklagt war, sich an einem 4½jährigem Mädchen vergangen zu haben, wurde vom Kriegsgericht zu 8 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. 4 Jahre Zuchthaus. Posen 6. Okt. Das Kriegsgericht der 10. Division in Posen verurteilte den Musiker Wennhaus aus Berlin von der 4. Kompagnie des 50. Infanterieregiments in Rawitsch, der in die Kantine des 1. Bataillons eingebrochen und aus dieser verschiedene Geldmarken und Kleidungsstücke entwendet hatte, zu vier Jahren Zuchthaus und Ausstoßung audem Heere. Literarisches. Von der„Neuen Zeit“(Stuttgart, Paul Singer) ist soeben das 2. Heft des 28. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Ueber die Bureaukratie.— Volksernährungsfragen. Von A. Lipsius.— Jesus der Rebell. Von Karl Kautsky.(Schluß.)— Die Lage der Kleinbauern in Schleswig=Holstein. Von L. Radlof.— Literarische Rundschau: Georg Beyer, Die Kartelle und die Arbeiterschaft. Von M. N. Dr. Alessandro Peri, Dati statistici e considerazioni su 4014 infortuni sul lavoro avvenuti dal 19 Marzo al 31 Dicembre 1908 Selle Acciaieriee Ferriere della Società Ligure Metallurgica di nestri Ponente. Von Oda Olberg. Dr. Hans Plehn, Weltpolitik. Von Karl Radek.— Notizen: Die Berliner Metallgießereien. Von Fr. Kr.— Zeitschriftenschau.— Bibliographie des Sozialismus. Eisenbahnunfälle. München, 7. Okt. Der Schnellzug Triest—Berlin ist bei Neumarkt an der Rott in Oberbayern gestern infolge Nichtbeachtung des Ausfahrtssignals einem Güterzuge in die Flanke gefahren. Vier Wagen des Güterzuges entgleisten und die Maschine des Schnellzuges wurde schwer veschädigt. Verletzt wurde niemand.— Schlimmer gestaltete sich heute früh ein Zusammenstoß zweier Güterzüge bei Karlstadt am Main, an dem falsche Weichenstellung schuld war. Von dem England und Reise=Plaudereien von Ad. Th. XII. Mit dem„fliegenden Schotten" nach London. Bisher war das Wetter dem Touristen ziemlich günstig gewesen. Nur ab und zu hatten Regenschauer die Zuverlässigkeit des„Wasserdichten“ erprobt. Da sollte ein Besuch der mittelschottischen Seen, namentlich eine Fahrt über den Loch Lomond und den reizvollen Loch Katrine, mit ihren vielgepriesenen Uferlandschaften, diesen Teil der Reise abschließen. Nochmals wollten wir das schottische Hochland mit seinem ganzen Zauber, seinen trotzigen Steilwänden und sanften Mulden, seinen kraftstrotzenden Wäldern und seinem satten Wiesengrun, seinen weidenden Herden und seinen frohen Menschenkindern auf uns einwirken lassen. Der Plan war nicht übel; er bedeutete eine touristische Feinschmeckerei. Im lachenden Sonnenschein auf dem Deck eines flinken, kleinen Dampfbootes sich von den Wellen schaukeln zu lassen, in Gemütlichkeit dabei eine Zigarre zu rauchen, sich der Natur zu freuen und nicht einmal Gefahr laufen zu müssen, daß urplötzlich eine neben uns sitzende seekranke Jungfrau, wenn auch nicht ihr Herz, so doch ihren Magen vor uns ausschüttet, das erfüllt, wenn einige anstrengende Wochen vorausgegangen sind, mit so wohligem Behagen, daß man die ganze Welt umarmen und sogar fast Mitleid mit dem geprellten Bülow— in diesen Tagen war es gerade— empfinden könnte. So etwa hatte ich mir den Verlauf des Tages gedacht, als bei Abfahrt des Zuges von Glasgow die Morgensonne durchs Kupeefenster lachte. Ach, sie kann so verführerisch lachen! Aber sie kann auch weinen. Was sage ich? Weinen? Nein, was sie an diesem Tage tat, als wir bei Balloch uns kaum aufs Schiff gesetzt hatten, war kein Weinen mehr; es war— man entschuldige das harte Wort— ein Schneuzen, ein Erbrechen der Tränendrüsen, eine Diarrhöe der Augäpfel oder was weiß ich. Es gibt für dieses Wetter einen besonderen Ausdruck; man nennt es „schottischen Mist". Legt man dabei den Nachdruck auf das zweite Wort, so kennzeichnet man dieses Wetter— eigentlich ist's überhaupt kein Wetter mehr— einigermaßen richtig. Jetzt Tropfen wie die Haselnüsse, dann wieder ganz feiner Wasserstaub; man sieht ihn kaum; aber nach fünf Minuten ist er nicht nur durch die Haut, sondern auch durch die Knochen gedrungen bis in die innersten Seelengemächer, also bis in den Magen hinein. Und an diesem Tage zählte der eine„schottische Mist“, der bis zum Abend andauerte, wegen seiner ganz besonderen Vorzüglichkeit gut und gern für zwei oder drei. Noch heute ringe ich sofort im Geiste meinen Rock wieder aus, wenn ich nur an jenen Tag denke. Die Stunden der Wasserfahrt auf dem Loch Lomond vergingen, einer Wasserfahrt im buchstäblichsten Sinne des Wortes— es regnete. Wir bestiegen die Coach (Postkutsche), um über Berge und durch Täler nach dem Loch Katrine zu fahren— es regnete. Das Dampfboot brachte uns auch über diesen zweiten See— es regnete. Wieder bestiegen wir zu anderthalbstündiger Fahrt eine Coach— es regnete. Sie setzte uns in Callander ab— es regnete. Wir warteten eine Stunde auf den Zug— es regnete. Wir stiegen ein— es regnete. Wir waren kaum zehn Minuten gefahren, und siehe da— erst blinzelte sie schelmisch durch einen Wolkenriß, und dann lachte die Sonne wieder im ganzen Gesicht, als ob nichts geschehen wäre. Und je mehr wir schimpften und fluchten, daß uns die Partie so versaut worden war, desto breiter lachte sie. Nie werde ich ihr wieder trauen. Am Abend tranken wir steifen Grog. Wir logen uns gegenseitig vor, das geschehe, um einen etwa im Anzug begriffenen Schnupfen gar nicht erst reif werden zu lassen. In Wirklichkeit waren es aber sozusagen Weltschmerz=Grögers. Etwa mit dem fünften Glase verflog der Weltschmerz; nur der Grog blieb. Aber er machte Rock und Hose nicht trocken. Wir waren eben technisch nicht genug gebildet, sonst hätten wir wissen müssen, daß man durch ein innerlich angebranntes Spiritusfeuer die äußere Schale desMenschen, so man Kleidung nennt, nicht trocknen kann. Leider wurden wir unsern Irrtum erst zu spät gewahr, als es uns schon ganz egal war, ob unser Rock sich trocken oder naß mit uns ins Bett legte. O Loch Lomond, o Loch Katrine, was für einen Brummschädel habt ihr auf eurem Gewissen! Schämt euch! Von Glasgow bis London sind es 660 Kilometer. Täglich legt ein Schnellzug, der„fliegende Schotte“, diese respektable Strecke in wenig mehr als acht Stunden zurück. Er darf sich ohne Uebertreibung Schnellzug nennen. Wenn er bergab oder in der Ebene fährt, dann verschluckt er die Kilometer wie ein Walfisch die Heringe; er kaut sie nicht; er verschlingt sie nur, einen nach dem andern. Wir haben streckenweise Geschwindigkeiten bis an hundert Kilometer die Stunde gehabt. Aber es fährt sich hübsch. Auch in der dritten Klasse liegen lange Kissen auf den Sitzbanken, und die Rückenlehne ist gleichfalls gepolstert. Da hält man's schon aus. Eine Stadt um die andere fliegt vorüber. Da liegt gleich rechts, fast am Ufer des seichten Solway Firth, das einst vielgenannte Gretna Green in dem der Dorfschmied das Recht besaß, giltige Ehen zu schließen. Gar manches Brautpaar, das mit den Eltern oder Schwiegereltern nicht einig werden konnte, hat die Dorfschmiede heimlich aufgesucht und sie als Ehepaar verlassen. Auch aus England sind sie hergeflohen. Närrische Menschen! Erst möchten sie sich vor Liebe auffressen, und einige Jahre darauf bedauern sie, daß sie das— nicht getan haben. Alle die großen Industriestädte liegen an der Route oder doch nicht weit ab. Carlisle, Lancaster, Preston, Blackburn, Bolton, Lioerpool, Manchester, Warrington, Chester, Crewe, Newcastle, Stafford, Birmingham, Northampton, Wolverton und dutzende andere werden auf der Fahrt direkt berührt oder sind auf Nebenlinien leicht zu erreichen. Hier wuchtige Hochöfen, dort breite Schachttürme, da ein Gewirr von Fabrikessen, und überall ein Hämmern und Surren, ein Kreischen und Brummen— man merkt, man fährt durch die ältesten großkapitalistischen Industriegebiete. Da gibt es keinen Produktionszweig, der nicht in einer der Städte seinen Wohnsitz hat. Metall, Holz, Stein, Gewebe, Farben, Feinmechanik— es ist alles vertreten. Nur selten durchfliegt der Zug rein ländliche Gegenden. Und dann kommt es uns näher, das Unendliche, Riesengewaltige! Ueber Brücken, durch Tunnel, über Viadukte, durch tiefe Einschnitte: das Häusermeer will nicht mehr aufhören. Immer ziefer schiebt sich der Zug hineen. Endlich hält er, als wolle er den Kompf gegen das Unmögliche aufgeben, London ist erreicht. einen Zuge entgleisten die Maschine und 12 Wagen, von denen mehrere zertrümmert wurden. Der Lokomotivfuhrer Gebhardt aus Würzburg und ein Wagenhilfswärter aus Aschaffenburg wurden schwer verletzt, ein anderer Wagenwärter leichter. Newyork, 6. Okt. Auf der Strecke Halifax—Montreal stießen zwei Züge zusammen. Beide Lokomotivfuhrer sind tot. Durch die in Brand geratenen Wagentrümmer erlitten viele Passagiere schwere Brandwunden. Selbstmord aus Verzweiflung. Nürnberg, 6. Okt. Als gestern abend der Mechaniker Kittlinger, dessen Frau mit ihrem dreijährigen Kinde und ihrem vierjährigen Neffen am Vormittag aus dem Donau=Main=Kanal bei Fürth gezogen wurden, im Leichenhause an die Bahre seiner Angehörigen geführt wurde, schoß er sich in seiner Verzweiflung eine Kugel in den Kopf und war auf der Stelle tot. Vom Zuge übergefahren. Lübben, 6. Okt. Bei Zako sind heute morgen der Turmwächter Getschmann und seine Wirtschafterin vom Personenzug Lübben—Luckau übergefahren worden. Getschmann war sofort tot, die Frau wurde in schwerverletztem Zustande ins Luckauer Krankenhaus gebracht. Die Verunglückten haben offenkar versucht, den Bahndamm zu überschreiten. Friedeberg,(Oberhessen), 7. Okt. Heute morgen wurde auf dem hiesigen Bahnhofe der Rangierer Jordan aus Tannenbach von einem Rangierzuge übergefahren und sofort getötet. Beim Streit erstochen. Frankfurt a. M., 7. Okt. Wie die Abendblätter aus Rennerod melden, schnitt bei einem nächtlichen Wortstreit auf der Landstraße der 20jährige Grubenarbeiter Meisberger aus Bretthausen dem 45jahrigen Maurer Jung den Hals durch. Der Ermordete war Vater von acht unmündigen Kindern. Ein Streik der Aerzte? Wien, 7. Okt. Unter den Aerzten der Wiener Spitäler macht sich wegen der schlechten Zahlungsbedingungen eine starke Bewegung geltend, wie sie in den letzten Jahren schon wiederholt bemerkbar war. Falls ihre Forderungen iicht bewilligt werden, wollen sämtliche Spitalärzte am 15. November kündigen, so daß dann am 15. Dezember alle Wiener Spitäler ohne Aerzte waren. Erdstoß. Rom, 7. Okt. In Reggio di Calabria wurde in der letzten Nacht gegen 1 Uhr ein Erdstoß wahrgenommen. enersbrunst. Paris, 7. Okt. In Acyromano zerstörte eine Feuersbrunst 6 Gehöfte. Der Schaden beläuft sich auf über 100 000 Franken. Es liegt anscheinend Brandstiftung vor. Schutz gegen Bilderschändung. Paris, 7. Okt. Angesichts des jeuchenartig um sich greifenden neuen Irrsinns, die Gemälde der öffentlichen Sammlungen mit Messerstichen zu verstümmeln, läßt die Verwaltung des Louvre sämtliche Bilder mit Glas bedecken. Die wichtigsten Werke sind bereits auf diese Weise gesichert. Sonnabend, den 9., und Sonntag, den 10. Oktober veranstaltet der Genager Zuchtveremn ier Sieker und umgegend seine diesjährige Lokal-Ausstellung— mit Gratisverlosung von Geflügel im Restaurant Gust. Freudenau, Heeperstrasse. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 5482 Der Vorstand. Ein ungetreuer Gouverneur. Petersburg 6. Okt. Der vor zehn Jahren zum Chef der Regierungsgestüte im Gouvernement Charkow ernannte General Baron Baggo huv Wudd, ein persönlicher Bekannter und Günstling des Großfürsten Dimitri Konstantinowitsch, wurde wegen bedeutender Unterschlagungen verhaftet. Es wurde ein jährlicher Fehlbetrag von 300000 Rubeln festgestellt, der in die Taschen Baggos gewandert war. Die veruntreute Summe beläuft sich auf einige Milli Veruntreute Summe belauft sich an, Nillig Millionen. Schiffbruch. Lissabon, 7. Okt. In der Nähe von Avoiro hat ein Fischdampfer Schiffbruch erlitten. Von der aus 45 Mann bestehenden Besatzung werden sieben vermißt, viele sind verwundet, darunter mehrere schwer. Kleines Feuiurion. ssc. Die Geistesstörungen bei den Juden. Die Frage, ob die Geistesstörungen bei den Juden häufiger sind als bei ihrer Umgebung und warum, ist neuerdings von Dr. Max Sichel, Assistenzarzt der städtischen Irrenanstalt in Frankfurt, zum Gegenstand einer eingehenden Untersuchung gemacht worden. Er hat sich mit sämtlichen Irrenanstalten in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, wieviel jüdische Geisteskranke an einem bestimmten Tage (1. August 1908) in den Anstalten waren. Danach hielten sich in 342 Anstalten, die Auskunft gaben, 116010 Geisteskranke an m Tage,„darunter 2763 Juden, auf, das ist 2,38 Prozent. de diesem diesem Tage, darunter 2763 Juden, auf, das ist 2.38 Pr Da der unten der Juden an der Gesamtbevölkerung 1 Prozent beträgt, so geht aus diesen Zahlen hervor, daß verhaltnismaßig noch einmal so viel Juden eine Irrenanstalt aufsuchen wie Angehorige der übrigen Bevölkerung. Daraus kann aber noch nicht der Schluß gezogen werden, daß die Geisteskrankheiten bei den Juden häufiger seien, sondern nur der, daß die im allgemeinen bessere soziale Stellung der Juden es ihnen ermöglicht, ihre Geisteskranken in Anstalten unterzubringen. jahre mehr wie doppelt so groß ist wie bei den Nichtjuden, während nach dem 20. Lebensjahr überwiegend Nichtjuden erkranken. Im zweiten Lebensdezennium ist die Gefahr geistiger Erkrankung sei den Juden sogar dreimal so groß wie bei ihrer Umgebung. Diese auffällige Erscheinung erklärt sich dadurch, daß Alkoholismus und Epilepsie bei den Juden selten sind, angeborener Schwachsinn aber häufig vorkommt. Auch Hysterie und Neurasthenie sind unter den Juden am stärksten vertreten. Sämtliche Beobachter, die den Ursachen der Psychosen nachgegangen sind, sind der Meinung, daß die Disposition der Juden für geistige Erkrankungen eine ungemein große ist. Die Lebensbedingungen, unter denen die Juden jahrhundertelang die Last des Daseins trugen: Not, Entbehrungen, grausame Verfolgungen, auch das ungesunde Leben in den Ghettos, dürften die Grundlagen zu dieser Disposition gelegt haben. Tehls Nachrichten. Soest, 8. Okt. Der Abendzug Brilon—Belecke—Soest ist bei Allagen entgleist. Einige Personen erlitten geringfügige Quetschwunden. Der Verkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Wilhelmshaven, 8. Ott. Aus Oldenburg wird gemeldet: Der Landmann Deters wurde von dem Landmann Huntemann auf der Jagd erschossen. Berlin, 8. Okt. Im Hause Friedrichstraße 20 kam es heute der Wohnung einer Berliner Lebedame zu einer Renacht in der Wohnung einer Berline volverschießerei, der zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Kurz nach 11 Uhr suchte die in dem Hause wohnende Gräfin Strachwitz mie einem Herrn ihre Wohnung auf. Nach einiger Zeit ertönten aus dem Zimmer Revolverschüsse. Auf die Rufe der Frau eilten Hausbewohner herbei und öffneten gewaltsam die Tür. Sie fanden die Gräfin mit einer lebensgefährlichen Schußwunde im Halse auf dem Boden liegen. Man benachrichtigte sofort die Polizei, um die Verletzte in einem Krankenhaus unterzubringen. Während man die Verwundete auf der Treppe niederlegte, versteckte sich der Besucher vor den auf ihn eindringenden Leuten in der Wohnung der Strachwitz und schoß sich in den Mund. Man fand ihn mit lebensgefährlichen Verletzungen auf dem Bette liegen. Frankfurt a. M., 8. Okt. Gestern abend kurz vor 7 Uhr entstand in dem Hause Neue Zeil 21 in den Lagerräumen der Spielwarenfirma Stern sen. ein Brand, der rasch um sich griff. Die Zelluloid= und Gummiwaren und ebenso die Kartonnagen gaben dem Feuer reichlich Nahrung, so daß bald zwei Stockwerke in Flammen standen. Die Feuerwehr griff den Brand mit 15 Schlauchleitungen an. Zehntausende von Menschen hatten sich rasch angesammelt und es enkstanden beängstigende Szenen, da man befürchtete, daß ein turmartiger Aufbau des Hauses zusammenstürzen und auf die Straße fallen würde. Der berittenen Schutzmannschaft gelang es, die Massen zurückzudrängen, und bald stürzte denn auch der Turm zusammen, glücklicherweise aber 5 nicht auf die Straße, sondern zu Schaden gekommen. aber noch nicht zu schätzt Der * in sich serost. Schaden ist sersonen sins nicht en. sehr groß, vorlaufig Geisa(Sachsen=Weimar), 8. Okt. Der Bürgermeister Röhr in Borsch bei Geisa geriet in die Trommel einer Dreschmaschine und wurde so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. London, 8. Okt. In der Clifton=Grube bei Nottingham stellten infolge Lohndifferenzen 1000 Bergleute die Arbeit ein. Ferner traten 500 Mann in der Newcastie=Grube, die auch auf Nottinghamer Areal liegt, in den Streik. Weitere Arbeitseinstellungen werden befürchtet. 2 * * * * * * 0 * * * E Unserem Mitarbeiter Heinrich Heidemann zu seinem am 9. Oktober stattfindenden 25jährigen Arbeitsjubilaum die herzl. Glückwünsche! Seine Mitarbeiter der Firma Koch& Co. Sannn Das diesmalige Angebot der Firma Ernst Spanier, Bielefeld, in moderner Herbstkleidung zeugt für die unbedingte Leistungsfähigkeit der Firma. Vom einfachsten bis zum elegantesten Genre findet jede Figur, sei sie noch so schlank oder noch so korpulent, elegant sitzende Kleidung. Wissen Sie Stilen! dass Gebr. Gumpert Bahnhofstrasse 2= (neben Harms Kinematographen-Theater) L 5489 ein Spezldlnaus für Samien-und Kinder Kontektion Buchdruckerei„Volkswacht“. Frisch auf! Bünde! Frisch auf! Der Arbeiter-Raofahrerverein„Waldeslust“, knnigloh seiert am Sonntag, den 10. Oktober, von nachmittags 4 Uhr an auf der Wilhelmshöhe sein haben und infolge kleiner Unkosten sowie Bareinkäufe bedeutende Vorteile :: n: u bieten. 3 1: 3: Sie finden daselbst die grösste Auswahl letzter LAERSPUEST Kersst-Nedrieiten verbunden mit Reigenfahren und Ball. Karusselk und Huchenbuden sind am Platze. Die organisierte Arbeiterschaft ist hierzu freundlicht eingeladen. 5485 Das Festkomitee. und ist eine Besichtigung derselben dringend zu ::: empfehlen.:::: 5351 in nur bester Qualität zu billigsten Preisen bei Bielefeld, Niedernstr. 29/31. Wochenmartls in am 7. Oktober 1009. per Pfd. 120— 70— 00 0 00 80— 85— 70— 75— 75— pr. Stück 375— 1/ Kilo 7— Vntter Rindfleisch Schweinefleisch Speck Kalbsleisch Hammelsleisch Eier Gänsefleisch Hasen Zwiebeln Spargel Kirschen Pflaumen Tafelbirnen Aepfel Erbsen Vietsbohnen Gr. Bohnen Wurzeln, neue, Rüben„„ Kartoffeln, neue, pr. 1 Pfd. 4. alte,„ 1 130 80 90 90 80 85 75 80 400 8 6 12 15 18— 20 pr. Stück 20— 3— 15— 10— 10— 2— 5— 10— 30 4 20 15 20 Kartosseln 150 Pfund 450— Roggenstroh 100„ Weizenstroh 100„ Heu 100„ 7 20 525 Kleine Anzeigen. Jedes Wort kostet nur 2 Pfg., in d# Worte mit mehr als 15 Buchstaben der setten Ueberschrift 10 Pig. 4 werden doppelt gerechnet. Anzeigen unter dieser Rubrik werden nur bei Vorausbezahlung angenommen. Möbel, größte Auswahl, sehr billig, als: Kleiderschränke 25 Mk., Holzbettstellen 12 Mk., Waschtische 12 Mk., Divans 35 Mk., Küchenschrünke 24 Mk., Topfschränke 15 Mk., Tische 8 Mk., Stühle 2 Mk., Trumeaux mit Stufe 25 Mk., Flurgarderoben 14 Mk., Matratzen 10 Mk., Kommoden 21 Mk., Vertikows 40 Mk., Schreibtische 45 Mk. Enorme Auswahl. Gute Verarbeitung. Besichtigung ohne Kaufzwang. F.Mertens, Jahnsplat. 15189 Verehrte Hausfrau! Meine Süßrahm=Land=Margarine, per Pfund 70 und 80 Pfg., nebst den bekannten Zugaben, ersetzt in jeder Weise beste Naturbutter. Machen Sie bitte den Versuch. Kaufhaus Kreuzstraße 28.(5487 Kochherde und Oefen habe in enorm großer Auswahl am Lager, erstklassige Fabrikate, langjährige Garantie, billige Preise. Teilzahlung gestattet. Besichtigung ohne Kaufzwang. Adolf Heine, Ritterstraße 57, Spezial=Geschäft für Oefen, Herde, Geldschränke. 5456 5191 Bettstellen, 300 Stück, mit Matratzen, fabelhaft billig bei F. Mertens, Jahnsplatz. Matratzen. Die allerneuesten verbesserten Stahlfeder=Matratzen mit 20jähriger Garantie sehr billig in der Fabrik von F. Mertens, Jahnsplatz. Alte Matratzen werden umgearbeitet.[5192 5442* Haarflechten werden angefertigt, Stück 2 Mark, H. v. Uhrentschildt, Altst.=Kirchstr. 20. Herde, Oefen und Haushaltungsgegenstände in großer Auswahl, auch bei Teilzahlungen, empfiehlt C. Brakemeier. Nohrteichstraße 72, gegenüber der Schule. 5340 Kochmaschine, 5480“ weiß emailliert, gut erhalten, für 20 Mark zu verkaufen. Sieker II1, 219. Wohnungen, mehrere, zu vermieten. Zu erfahren bei Lohmann, Mellerstr. 23.[5460“ Brautleute! Gelegenheitskauf, 14 kompl. moderne Schlafzimmer, in jedem Holz, in eigener Tischlerei gearbeitet; 15 komplette Kücheneinrichtungen, aparte Neuheiten. Riesen=Auswahl in Vertikows, Spiegeln, Sofas, Salons, Speisezimmer usw.— für gute Ausführung wird Garantie geleistet— gebe wegen Platzmangel spottbillig ab. Bielefelder Möbelhaus, Jöllen= beckerstr. 16—26. 4025* 5190 finden die allergrößte Auswahl in Küchen, Schlafzimmern und Wohnzimmern allerneuster Modelle im Möbelhause von F. Mertens, Jahnsplatz. Eigene Tischler=, Maler= und Polsterwerkstätten. Besichtigung ohne Kaufzwang. Lieferung frei. Preise konkurrenzlos billig. gebrauchte, weiße und schwarze, sowie gebrauchte Oefen in großer Auswahl gebe unter Garantie tadellosen Funktionierens billig ab. Adolf Heine, Ritterstraße 57. 5450 Kartoffeln, dicke, weiße, hat billig abzugeben Bitter, Brackwede.[5452 Zwetschen,[5458“ täglich frisch gepflückte, hat billig abzugeben A. Jürging, Hakenort 47. Preis=Skat! Sonntag, nachmittags 5 Uhr. Ausgespielt wird ein fetter Hammel. Hierzu ladet ergebenst ein Heinrich Kaiser, Hammer Mühle. 5466“ Preis=Skat 5484° am Sonnadend, den 9. Oktober, im Restaurant Rotschild. Anfang 9 Uhr. Wiebrock. Bulterzwiebach 24 Stück 15 Pfg. 4785 Wiebrock 68 frische Eier. 4786 Wiebrock 55 Dtd. Heringe, neue prima. 4787 Wiebrock 10 Pfg. 3 Tafel Schokolade, ¼/ P Bölchen 10 Pfg. 47 88 Wiebrock. Mark kostet das Pfd. Schweizer, Tilsiter 80 Pfg. 4789 Wiebrock. Harzkäse 5 Stück 10 Pfg., durchgebrannte Limburger Pfd. 55. 4790 Wiebrock. Wiederverkäuser, Preise nach Uebereinkunft. 4791 Eier 68 Wiebrock. 5451 Abzahlungsge Dircksen, E., Möbel aller Art, He Kinderwagen, Herr Anzüge, Komp Harry Dreyer Alkoholfreie C bilz, Vertr. 41 Sinalco Hegeler, Hich., Mühle Pastor Felke Vertr. J. Rosen, Aug. Sewing, Spez. Apfelperle u. Cipri Trinkt Kochs A K Bettfed., Bettstei Pecher& Co., a. U. Nur bewährte, preiswe. Unübertroffene Rei Federn und I. Lagerbesuch ern Friedrich Wei Betten kaufen Sie aus im Bielefelder Bet Viktorlastraß (Ilerbraugreten. Aetien-Bierbrauerei Barkey, C., Weißbierb Bielefelder Bie Altwein& Bielef.Pilsener, Müncher ff. Lagerbier(Braue Brauerei Fels Herford Gebr. Ueke Brauerei J. HEI Praue „Niederlage Bi Kaiser Wilhelmplatz 9 leknl Spez Flaschenbier, Brau Löllmann, E., Weillbier Lucas, Carl, Selters, Brause und F Poi Min ap; hienie R. u. Spez. ff. hell und ff. Lippstädter Pi Remke jr. Fr., Dortm. Union, Lang Münchner- u. CulmbaSparrenberger H. u. W. Wieg Trinkt Falkenkru A. Fuß, Minden, Por u. Car, hell u. dunkle Biere i. Fle Arning, Soh. Heinr., A Inh. Otto& Herm. Kaßpohlscher KornAllen voran is Jückemöllers Ste beyer, Cart, Hage ein-Großhand selmann 4 Jul vem5 Prankene 4genbru Wem Gichnandlg. u. De Casseimaun ap; Jursch, Grüitersloh. F. Dreesbeim Kornbranntweine u. S E. F. Elmer Isselhorst. Colen, hermann, Kornbranntwein- u. Steinhäg Poggenpohl, A.& Söhne, * Riege bester Bitterlikör, gesetz Schroeders Boon anerkannt bester Kräu Steinhäger-Ur ist der beste Stein! Alleiniger Fabrik . Se tbnlig eltechen: Witthüser, Hein Spanae-sreunerdt. 1tor Clgarrenhandia Althoff, W., Bürgerweg Bielefelder Cigarre Ernst Kraleman Inh. H. Opfer, Bahr Clgarren-„Heim“, Nie (Kaiser-Café) Gütersloherst.: Eggen, W., Detmold, Kri Fiedler, R., Rathausst. 2, E Buasbearg, H. V., wrochnete Belecke—Soest ist bei rlitten geringfügige Umsteigen aufrecht surg wird gemeldet: ndmann Huntemann aße 20 kam es heute jedame zu einer Ren Opfer fielen. Kurz de Gräfin Strachwitz ach einiger Zeit erAuf die Rufe der neten gewaltsam die sgefährlichen Schußan benachrichtigte soKrankenhaus unterste auf der Treppe r den auf ihn einStrachwitz und schoß ensgefährlichen Verkurz vor 7 Uhr entin Lagerräumen der r. rasch um sich griff. nso die Kartonnagen bald zwei Stockwerke f den Brand mit 15 Menschen hatten sich gstigende Szenen, da u des Hauses zusamrde. Der berittenen urückzudrängen, und glücklicherweise aber Personen sind nicht sehr groß, vorläufig Bürgermeister Röhr einer Dreschmaschine darauf starb. übe bei Nottingham eute die Arbeit ein. Grube, die auch auf Weitere ArbeitsSchioir! ert -Theater) „US für Köktien einer zönfe eile die tzter leiten gung 1 zu 5351 ebrock 68 ebrock 55 4787 , neue prima. sebrock 10 Schokolade, ¼ Pfd. 76 rock. Mark Pfd. Schweizer, Tilsiter sck. Harzkäse Pfg., durchgebrannte 2. 55. 4700 Wiederverkäuser, lebereinkunft. 4791 ge Eier 68 5451 4915 erlobte 3190 Ulergrößte Auswahl in afzimmern und Wohnerneuster Modelle im on F. Mertens, JahnsTischler=, Maler= und tten. Besichtigung ohne Lieferung frei. Preise billig. Bulterzwiebach Pfg. 4785 4786 Erscheint Smal wöchentlich. "" omVerbeichms Den Lesern bei Einkäufen zur Beachtung empfohlen. Abrahlungoneschütte) Dirohsen 1 Arndtstraße 2a, Dirensen, E., Ecke Bahnhofst. Möbel aller Art, Herde, Uhren u. Kinderwagen, Herren- u. KnabenAnzüge, Kompl. Betten. Harry Dreyer Göbenstr-3“ „Alkoholtreie Getränke Bilz, Vert. W. Festing“ m Sinalco Bielefeld. Hegeler, Hich., Mühlenstr. 19. Pastor Feikes Corvi Vertr. J. Rosen, Bielefeld. Wr Aug. Sewing, Bielefeld Spez. Apfelperle u. Cipri a. Brausellm. Trinkt Kochs Apfeiperte. Sestind.- Haottsorts Potten) Pochen& Co, Herford, gegenüb. Techer& C0., d. Hauptbahnhof. Nur bewährte, preiswerte Qualitäten. Unübertroffene Reinigung von Federn und Daunon. Lagerbesuch erwünscht. Friedrich Wehmeyer. Betten kaufen Sie aus erster Hand im Bielefelder Bettenhaus: Viktorlastraße 63. Bierbrausreisn, Blerhdig.) Aetien-Bierbrauerer ralkenkrug. Barkey, C., Weißbierbrauerei. Bielefelder Bierbrauerei Altwein& Huber Bielef.Pilsener, Münchener u. Malzbier ff. Lagerbier(Brauerei-Abzug). Brauerei Felsenkeller Herford Gebr. Uekermann. Funke, II., Bahnhofstr. 9. Gast, Fritz, Heinrichst. 7. Goldstein, Moritz, Niedernstr. 39. Hamburger Cigarrenhaus, Minden, Obermarktstr. 1. Hameyer, G., Bahnhofstr. 29. Unlg ip I Havana-Centrale Holz, K., II., Niederwall 16. Jockheck, Ed., Windhorststr. 14. König, Aug., Herford, Rodewigerstr. Leber, H., Schillerpl. 17 b(Rasiersalen). Linnemann, F., Detmold, Paulinenst.65. Meyer, Max, Herford, Rennstr. 34a. Meyer, W., Herford, Steinstr. 1. Nagel, H., Herford, am Bahnhof. Pauly, Th., Bleichstr. 125. Eig. Fabrik. Plelsticker, W., Jöllenbeckerstr. 74. Hauptgesch.: Schillerplatz Rohrteichstr. Gütersloherst. Teutoburgerst. - Kaiserstraße. Reckendort, Herf, Hollandst. Tab Cig. Richter, Willl., EckeAlleest Schildener Fr., u. Teichstr.-Ecke. Schlüter, Anl., Kaiserstr. 40. Schröder, C., Kreuzstr. 40. Schuster, Ferd., Coedenstr. 36. Bahnhof-Str. 39, Hotel Vereinshaus Bürgerweg 32. Ed. Stender Zig-Imp. u. VerLu. Stender,sandh. Hauptg. Bahnhofst., Ecke Jöllenbeckerst. Fll.: Herforderstr. Ecke Reichspostst., Bahnhofst. 49, Arndtst. 11. Stonder II Cig-Import en gros viender, II., en detail, Jöllenbeckerst. 56. orlt, Ludw., Pieriord, * Rennthor, tf. Fleisch- und Wurstwaren. Tatenhorst. A., Rohrteichstr, ST. A., Eckedöbenst. Thlem, Max. Am Damm. 4. 1 II., Obernstr. 49. gatoren, Leibbind., Sauger, Unterlagen, Watte, Spritzenfür Kranken- u. Hochenptloge „Niederlage Bielefeld“ Kaiser Wilhelmplatz 9a. Tel. 784. werel Spez. Flaschenbier, Brauerei-Abfüllg Löllmann, E., Weilibierbrauerei. Lucas, Carl Herford Selters, Brause und Flaschenbier. # Viging 1 9 Brauerei WeißenburgGim apiNER A Weißen! Unma Heine nien Lippstadt. Spez. ff. hell und dunkel, ff. Lippstädter Pilsener. Remke jr. Fr., Tel. 133. Dortm. Union, Langenberger, Münchner- u. Culmbacher Biere. Sparrenberger Brauerei H. u. W. Wiegand. Trinkt Falkenkruger Bier A. Fuß, Minden, Porthastr. 12. 1 hell u. dunkle Biere i. Flasch. u. Syph. Branntweine, Liköre) Arning, Sch. Heillr., Minden i. w. Inh. Otto& Herm. Kaßpohl Kaßpohlscher Korn-Steinhäger. Allen voran ist: Jückemöllers Steinhäger. Beger, Ganl. ein-Großhandl selmann 4 Jur „ha Srachl Frankenweine lagenbruchstr. 10. Wein-Großhandlg. u. Detailverkauf Casselmann amp; Jursch, Herford. Gütersloh. F. Dreesbeimdieke, Kornbranntweine u. Steinhäger. Tegen, Aug., Jöllenbeckerstr. 33. Tewes, Hermann, Obernstr. 21. Oppmann, Gust., Vlmenstr. 7. Vogt, Heinr., Schmiedestr. 17. Weilhöner, Herm., Schildeschest. 41. Wenzel, I., Pose ag. Ttori-Straße Winkelmann, E., Arndt- u. Friedr.-St. Prosen u. Farben) Vernateim, Aükr., kasorstr. 190. Brinkmann, G. C., Gütersloherstr. 10. Cordes, Joh., Kaiser Wilhelmplatz 5. Ehlers u. Wilcke, Herford, Radewig. Evers, Ferd., Neumarkt-Drogerie. Hesse, Joh’s, Detmolderstr. 41. Höner, Drogerie, Bürgerweg 41. Johannis-Drogerie, Arndtstr. 51. Koch, Maximilian, Lonmann, Seelhorst, G. segenüber d. Sechhere.,— Pauluskirche. Stamm, F., Kaiser- u. Thielenst.-Ecke. Opmann, H., Bahnhofstr. 21 Feuerwerk (Fohrrid., Abhmeschinen) Banze, Aug., Engerschestr. 57. Bockord& Lohmann, Gütersloh. St. 58a Biermann, Gebr., Elverdissen, Waschmaschinen, Reparaturen, Sprechmaschinen und Platten. Brakemeler, Conr., Rohrteichstr. 72. Busse, H., Herford, Gehrenberg 23. Fricke, Ad., Herford, Clarenst., Rep. Herm. Prosese Bielefeld Gerling, Heinr., Herford, Bügelst. 11. Greive, B., Detmold, Langestr. 49. Aug. Hagemeier, Hiedervall 15s. Phönix-Nähmasch., Fahrr., Wasch-, Wringmasch., Wäschemangeln, Reparatur-Werkstatt.— Teilzahlung. Fled Irrigat Unterl. Kranken- u. 11. (Naue- u. Nüchennerüte 1 Ahlert, Fr., Schildesche, Bielef. Str. 3. Begemann, H., Schildesche, Friedrpl. 3 Brinkmann, H., Brackw., Kaiserst. 51. David Kerd SissPorz.,GeschenkDavid,reiu.artikel. Obernst. 16. Frammg II Galanterie- u. Spielw. Promme, i., Bahnhofstr. 18. Gieseler H., Bergertor. Halle, Heinr., Niedernstr. 11. Spielw. Henlmann, I., Kranz, Fr., Schildesche, Bielef. Str. 111. Laux, sen() Spez.BeleuchtungsLauf, Sch. U. Gegenst.Güsenst.1. Lohöfener, H., Heeperst. 29, Herde, öfen. Meyer, Gebr., Herford, Bäckerst. 16/18 Miller, Aug., Schildesche, Bielef. St. 38. IINvrap Astädterkirchstr. 6. CIvIOl, Herde u. Öfen Sämtliche Werkzeuge Schneiker, H., Herf. u. Schillerst.-Ecke Schwanke, O., Bürgerweg61,Klempnerei Siekmann, O., Fiedorwall 4. Siekmann, W., Brackw., Bielef.St. 65. II. Herf. u. Kaiserstr.-Ecke III, V, Haushaltungsgegenst.,„Drogen. Zumbausen, F.A., — Kohtion Hoin. Boltote.) Altemeler, W., Herford, am Bahnhof. Kohlenhdlg. Ravenberg g. u. Herforderstr. 33, Detmolderstr. 89, Güterbahnhof Bielefeld-Ost, Bahnhof Brackwede. indemann W Achles, Koks, Brikette, Eindemunn, W., Brensh., Jöllenbeckerst. 65 Pankoke, C., Kaiserstr. 36. Wellhöner, W., Jöllenbeckerstr. 8. Willmann Nachf., Minden, Königswall 53. Hlggebrügge, Reinr., Jölenbeckertr. Si. „Möbel, Polstermöb., Bett., Sürge Ralling, Ludh. Reinke, H., Polsterer u. Dekorat. . Kreuzstr. 14. Isterer u. Del Kaiserste. 22. Gust. Schnabel Betten- u. Matratzenfabr. Polsterw. Hleinrichstr. 21. Kolonlalwaren Orebin, Iruat, 1eoverur. 1900. Henze, WVIlh., Heeperstr. 109.Tel. 664. Horstkötter, W., Oststr. 10b. Huch, W., Bleichstr. 48a. Samenhdl. Röckemann, Chr., Glas u. Porzellan. Krankenbodarts-Artikel) Inetitzst Alstädterkirchstr. Iiloiltahan Krankenk.zugel. + Arn. Festerling+ Tel. 1197 Viktoriastr. 6 Tel. 1197 Lieferant sämtl. Krankenkassen. Spezialität: Bandagen. Schneider, M., Viktoriastr. 52. Sewing, Gust., Bürgerweg 50a. Neber& örder, Ravensbergerstr. 7. WoceolF Goldstr.9. Möbeltischlerei. Wodool, u., Spez. Kleiderschränke. Winkelmann, Sieker, Polsterei. Wostbrock, F. Möbel- u. Sargmag. *. Scowt vong Te Mellerstr. 30. Zaunert, Gust., Niederwall 7, größte Auswahl, solide Preise. B. Kolschers Fachschule für Tischler und für gewerbliches Zeichnen. Exterstr. Detmold. Ecke Grabenstr. Becher, k. amp; M., Bäckerstr. 23. Bracksiek, M., Gehrenberg 19. Draemer Nacht. Herm., Bäckerst. 31. Sentral-Bazar Pradel, Jahnplatz II. Krawatten, Handschuhe, Wäsche. Hüte, Schirme, Stöcke Bahnhofstr. 21. Drebs, Hein-Rug., ub. Nieder Inh. C. Haarfeld u. Kaiserstr. 97 Landhäusers Krawattenfabr. Niederlage Steinstr. 12. Georg Meier, Arborkent. 1. Krawatten, Wäsche. Spezialität: Sportartikel. Holte, Ida Obernstr. 51. „lauf Herrenwäsche, Krawatten Union-Club, Niedernstr. 30. (Kurz., Weiß- u. Wolluaren.) Bernhardt, L.,“ Bahnhofstr. 39. Blumann& C0., M., arb-Riedernst1s. bröckhon, C. Herml., Schmiedestr. 15. Cordes, Fr., Mühlenstr. 17. Dieckmann, A., Teutoburgerstr. 20. Eick, Nachr., Herlord. Prank, Emnlil, ei-giedermastesaturt. Grohmann, E. F., Enger, Besatzart. In, Horm. —,—II, Wäscheausstg. Geschw Herf., Gehrenb.25 ubochw Kinderausstattungen. Moormann. Fr., Schildeschestr. 67. Nolting, W., Schilde., Wäsche u.Ausst. Riese, G., Schildesche, Putz-,Modew. Schaefers, Ant., Herf., Gehrenb., Putz, Modew., Tapisserie. Puppen. Siene, 9 Am Markt 7, ciope, u.) Fil.: Herforderstr. 107. Wichmann, G., Bürgerweg 47. Wüllner, A., Gütersloherstr. 39a. Kamstetturnaren Siahrungsmitte! Bielereid. Gakes- u. Biscuit-Fabrik Stratmann& Meyer. Herford, C0 Oberühr r e. Wilh. Diekmann Herforderstr. 198, Heeperstr. 48 Putz- und Modewaren. pisger, Iniber apberiram, II, Jöllenbeckerst. 90 Erstes Spezialhaus f. Fahrr., Nähmasch., Zubehörteile u. Reparat. König, Gustav, Enger. Meißner, K., Herford, Steinstr. 22. Paul, Heinr., Minden, Obermarktst.11. Quante, W., Herford, Comthurst.Bill. Siekmann, IV., Brackv., Bielef. St. 65. E. F. Elmendorf Isselhorst. Helsper, R., Niederwall u. Niederst. 41 Louis Stratemann Gen.-Vertr. d. Dürkopp-Fabrikate Schillerplatz 4. sberg Bielefeld, Jöllenbeckerstr. 5. Herren-, Knaben- u.Sportbekleidg. Eigene Fabrik v. Arbeits- u. Berufskldg. jeder Art Ausrüstungen, Werkzeuge. Größtes Spezialhaus Deutschlands. Bentrup, C. Bannin M Gehrenberg 30, Dchinin, Nl., Sämtl. Arb.-Garderobe. Borowitz, Jos., Brackwede. Cäntzen# Gehrenberg 17, Badeanst. taot Manufakturw. Spezialität Echte blaue Arbeits-Jackon u. Hosen. Louis Mosberg Spezialfabrik für Berufskleidung „mit der Wasserwage“ nur Breite-Str. 44. —8 Brackwede, HerrenHSyer, II., u. Damenkonfektion, Betten u. Aussteuergeschäft. Echternkamp, Aug., Herf., Stiftberg. Edelstein Nacht., uust., Alt. Markt 13 Damen- u. Herren-Konfektion. Ganz, H., Inh. E. Ruben, Bündei. W. Goldberg, Herford, Marktst. 1. Grohmann, L. I., Kauchaus a. Platze. Hey, Aug., Spindelstr. Hildebrand, W., Herford, Bäckerstr. Collon, Hermann, Herford Kornbranntwein- u. Steinhägerbrennerei. Poggenpohl, A.& Söhne, Piggen-St.7. Riegel bester Bitterlikör, gesetzl. geschützt. Schroeders Boonekamp anerkannt bester Kräuterbitter! Oberntorwall 19. II, Wasoh- u. Wringmaschin. Phönix-Nähmasch Wanderer-Fahrräder. Kaiserst. 3 J. Amatstr. 36 * Schildesche Reparat,Werkstatt Halslieb Melkumo Anker-Nähmaschinen u. Fahrrräder, Waschmaschinen usw. Viktoria- u. Waldeckstr.-Ecke, Steinhager-Urquell ist der beste Steinhäger. Alleiniger Fabrikant H. C. König, Steinhagen i. Westf. Witthuser, Heinr., Herford Cognac-Brennerei, Liqueur-Fabrik. ( eigerrenhandlungen) Althoff, W., Bürgerweg 68. Bielefelder Cigarrenfabrik Ernst Kralemann, Inh. H. Opfer, Bahnhofstr. 3. Clgarren-„„Heim“, Niederwall 13a (Kaiser-Café) Gütersloherst. 33 E. Bethel. Eggen, W., Detmold, Krummestr. 4. Fiedler, R., Rathausst. 2, E. alterMarkt Fingberg, H. W., Brechwede, Kalserst. 83. porston. ttbechereten) Jahus, Aug., Arscdtastr. 34. Kopper, Werner, Läden in allen Stadtteilen. Fächerei Münzer, Hortord i. w. Duckhaus, V., Bielefeld. Biugmann, Rich, Falkeisen, Karl, Niedernstr. 3. Gödecke, Wilh., Jahnplatz 1. Goldbeck, H., Brackwede, Kaiserst. 60. Haselhorst, H., Schildesche, Bielefst. Hehner, Heinr., Pracht. A Herford, Prieeite, I.) Pelzwaren. Rode, A., Breitestr. 3. Thamze I Brackwede, Oeningstr.6, Phomnas, M., Spez.: Bess. Maßschneid. Tremel, Aug. Hutabr: Wortmann, A., Schirme, Stöcke, Kre Kouthcuggr Tr Kur C esceche Bokermann, II. Teleph. 1134. ff. Fleisch- u. Wurstwarenfabrik. Brendel, C., Ritterstr. 65. # Io Herford, K, II., Lnb Lübberstr. 24. Grünewald, Herm., Frins Placneisch. Grünewald, S., Schildesche, Bielef.St. Fiüh, Gechrnbenz u. Prackwede, us, f. Aufeche. u. Weretw. Brackmade ( Kochherde u. Ofen) Beckordamp Lonmann, Güterslohst.58a. Brakemeler, Conr., Rohrteichst. 72. Brinkmann, H., Brackw., Kaiserstr.51. Denker, A. L., Sinigste Bezugsguelle. Gieseler, H., Bergertor. Gesing& ie., I., Oelschläger, A., Tölenbockerstr. 104. Quante, W., Herford, Comthurstr. Schohaus, Cl., Ulmenstr. 5. Schräden Fr Bll. Bezugsgu.k.Brautl. Schreueihit. Jöllenbeckerstr. 29. Wibbing, Siepenmarsch.-Arndtr.-E. Wiegmann, b., Sieker. imon) Schildesche, Bielef. Str. 17 Iner, u., Manufaktur- u. Schuhw. Kronsbein, Herm., Enger, Putz. etmadle 6 Schildesche, Kirchpl. 3, Lotmaue, Un, Herrenkonf. u. Ausst. Löwenberg, H., Schildesche, Gocthest: Meise, O., Schildesche(Putz, Modew.) Herford, bilann, A., Rennstraße. Moormann. H., Mellerstr. 16, mann, I., Kurz., Weis-, Wollw. Spez.: Lieferung kompl. Aussteuern. lhammaun V. Leinen, Wäsche, Ausst. Obermiann, H., Schildescherstr. 94. Ordelheide, L., Schilde., Bett., Herr.-Gard. Priesmeier, K., Herrenschn., Stotte. Schildesche, I, II., Spezialität: Betten. M. Schöneberg Brackwede, Brinkstraße 7—9. Gegr. 1830. Manufaktur- u. Eisenwar. Stedefeder, H., Herford, am Steintor. Sudfeld, C., Schildesche, Bielet. St 24 — betten, kompl. Ausst. Parias u. Schratbusren) Böhnert, Frau Jenny, Kaiserstr. 73. Brandes, Alb., Herford, Bäckerstr. 8. Gießei mann mp; Drogen, Galanteriew. Giobelmann,a. Schilde., Schillerst. 12a Hahnwald, O., Rohrteichstr.-Ecke. Kopp, G., Detmold, Krummstr. 23. Morich, L., Herf.-Str. 88, Haushaltgss. Pedersen, C., Herford, Bäckerstr. 30. Rüpke, B., Buchhandlg., Niederwald 6. Schwertfeger, O., Schildesche(Pap.). Siewecko# Brackwede, Kaiserstr.63 Howechtjin, Einrahm.Gesch., Buchh. Thiomo Siegfriedstr.46, BuchPTHTOITTG, binderei, Einrähmung. Titgemeyer, H., Herf., Neuer Markt7. Wolff, Herm, Herford, Gehrenberg 7. (Shatann.-Ktallers, deiirel) Jtelien NaPelt, u. Hertst. Kleller Moiller, Rohrteichstr. 50 8. Beckmann, Spona I Spezialgesch. f. Amateur. Glorb, II., Photographie, Rathausst. 8 Hesse, Johs., Detmolderstr. 41. Nuchtmann N. 8. Hohöfener, E., Str. 189.“ Mail, Josef, Bünde. Martull, Fritz, Oberntorwall 25. Saubere Ausführung, bill. Preise. Motze I Kaiser-Atelier, mothb, n. Kaiserst. 155, bill. Preise. moon 9% Hansahaus, NieAllM dernstr.26,billigstes oendeeh Atelier am Platze. Welschoff, H., Göbenstr. 26. Taschankurs) Bohle, Herm., Jöllenbeckerstr. 31. Brink, Aug., Herford, Radewigerstr. Brinkmann, Heinr., Thielenst.1. Brune, H., Herforderstr. 105. Budde, H., Bürgerweg 70. Büscher, H., Schildesche, Bielef. St. 35 Carlmeyer, H., Detmolderstr. 60. Colbrunn, Heinr., Wertherstr. 53. Dißmann, G., Hallerweg 105. Elbracht, Heinr., Sieker. Erking, Aug., Brackwede. Feldmann, G., Schildesche, Blelef. St. 189 Filges jr., Gust., Spindelstr. 56. Frisch, Herll., I. Geschäft am Platze. Fromme, A., Schildesche, Goethest.10. Gellermann, Therese, Bünde, Bahnh. Gödecke, W., Viktorlastr. 47. Godejohann, H., Detmolderstr. 75. Gottschalk, Heinr., Herforderst. 108. Gronemeyer, H., Herf., Radewigerst. Gröppel, Herm., Petristr. 1. Ratenlors, A., iS Schchrite. Hoffmann, F., Detmold, Krummest.28. Holtmann, Wilh., Bleichstr. 55. Horstmann, H., Jöllenbeckerstr. 120. Horstmannshoff, H., Sudbr., Jöllenb.St. Keine, Carl, Heeperstr. 107. Krämer& Schlinomann, Obern- und hledernet. Acke Linnemann, F., Detmold, Paulinenst.65. Meyer H Nord- u. Bünderst. Meyer)fl., Ecke. Möller, Heinr., Jöllenbeckerstr. 38. Müller, Fr., Kurfürstenstr. 67. Panhorst, W., Arndtstr. 54. Peppmöller, G., Kaiserstr. 99. Petrowsky, W., Bürgerweg 74. Schrage, H., Schildesche, Bielef. St. 44. Schuhhaus Carl Lepper, Gehrenb. 23. Schuhh. Wißbrun, Detm., Lemgoerst.4 Söker, Fritz, Brackwede, Bielef.St. 100. Stofferblase, C., Herforderstr. 76. Herford, (1000 0 Verse, H., Schildesche, Bielef.St. 97. Viemann& Fischer, Horford, Wilker, H. Aussteuern, Herren, Knab.- u. Arb.-Bekldg. Sudbrack-Jöllenbeckerstraße, Diekmann, F., Rleichstr. 62. Margarine Westilienkröne mit der Schutzmarke„Schinken“, Pflanzenbutter„Lippina“ und „Meyerruhm“. Bester Ersatz für Naturbutter. Herforder Westfälische SüßrahmMargarine-Fabrik H. Meyer Upringhausen " WHIOy Or, bei Herford. Best. Bezugsquelle für Porzellan, O Glas und Niederstr. 34. sämtliche Haushaltungs- u. Geschenkart. Heemeyer, H., Enger, Steinstr. 129 Koring,Gust. Tadischlächlerdien Breder, A., Schildesche. Bunte, Ernst, Bünde, Gartenstr. Feldmann, H., Brackw., Kaiserstr. 31. Grünewald, L., Gütersloherstr. 72. aakar IV. Erstes Spez.-Gesch. Lockel, VV., mit am Platze. Jöllenbeckerstr. 28. Menkhoff, G., Rosenstr 26. Rossfleischhalle, S### Eigene Kühlanlage. Schneider, Alb., Ulmenstr. 9a. Specht, Gust., Herforderstr. 107 b. Stiegeler, H., Brackw., Kalserstr. 136. (Saitliorst u. Lodormaren) Barlau P Reiseetfekten, Lederv., lag, U., Niedernstr. 97. Fluers I Obernstr. 29, Livurd, u., Koffer u. Lederwaren. Hohnhold, C., Herforderstr. 37. Horenburg, H., Wwe., Herf., Steinst. Nnltinn I0 Schildesche, Bielefst.44 Külting,#., Galant.-, Bürsten-, Kinderg. Rottmann, F., Herford, Gänsemarkt 1. I. Feber— Eche Bahnh.-u. Amndtst. Schuhwaren Heitere Künstler-Abende Westfäl. Süßrahm-Margarine-Werke, Julius Eick, Herford. Möbelmagazine Lschermann, Ahlontrugerst 1ch, logen. Becker, Gebr., Spindelstr. 52. Bielef.Möbelhaus,bill. Bezugsqu. f. Brautleute, Jöllenbeckerstr. 16—26. K Möbelfabrik Heinr. Brünger. Kröger JCO. Schuhfabrik. Verkaufsstellen: Bielefeld: „vor der Schuhfabrik“, Herforderstraße 101. „Hansa“, Niedernstr. 26. „Zum Hans Sachs“, Gehrenberg 4. „Fortuna“, Gütersloherstr. 33. Herford: „Fortuna“, Gehrenberg 3. Minden: Kröger& Co., Bäckerstraße 30. Lippstadt: „Hansa“, Langestr. 43. Hamm I. W.: „Hansa“, Gr. Weststr. 58. Ahrweller, Jos., Herford, Lübberst. 10 Bär, Frz., Detmold, Krumme-Str. 3. Bechmann, Bernh., Sadowastr. 6. Beckmann, WIlh., Mühlenstr. 60a. Verkemann, A., Beschlanst.„Z. Keraschle“, Mühlenst. 18. Blermann, W., Biegtriedstr. 22. Apollo-Cabaret, Blamo Restaurant z. Gemütlichkeit. biome, Spindelstr. 68. Bracksiek, G., Hallerweg 105. Brockmanns Berggarten, Herford. Collbrunn, Frich, Aufmerks. Bedienung. Pilept Fr z. Löwen Herford, Eiiol!, II., Steinst., Branntw., Likön. Feld, I., Hertord, Bünderstr. Flaßbeck, A., Breitestr. 15. Preitag, H., Herford, Ahmserstr. Fuhrmann, II., Herford, Göbenstr. Gasth. z. Traube, Seeger, Herford. Nannemann, R., Vereinsz. u. Sale. Hillert, WIlh., Herford, Brüderstr. 2. Indiestel, Aug., Bürgerweg 14. Jürging, Heinr., Gehrenberg 27. Kaiser, Heinr., Mühlenstr. 36. och.P(Treffpunkt), Herford, „ U. Alter Markt. Kuhlmann, Ad., Wertherstr. 58. Läge, W., Herford, Bahnhofshotel. Schäfermeler, F., Webereistr. 26. Sittig, Chr., Detmolderstr. 63. Friumph-Automat, Vogt, WIlh., Hallerweg 50. Waldkrug Sieker, Ad. Wedding. Westerheldes bürgl. Speisch. Niedern- u. Renteistr.-Ecke. Westalia-Automat, Eckekatronstr. Wihelmshöhe „ZurErholung“(Thlemeyer), Herford. „usäranst güchans Hent.,Früders Kommen Sie zu uns. Genn Sie Schuhe brauchen! Mehrere 1000 Paar Haus-Schuhe aller Art Mädchen Knaben Damen Herren von von von 75, 85, 95, 115 Mehrere I3Us Paar Vereinsbibliotheken empfehlen wir unser Lager sozialistischer und gewerkschaftlicher Literatur W Zataloge gratis und franko. Buchhandlung„Volkswacht“ Bielefeld, Schulstraße 20. Technikum Lemgo i. L. Bau-, Landbau-, höhere u. mittlere Maschinenbau-, Ziegler-, Heizer-, Elektroschule. Satzung.kostenfr. Beginn Anf. Nov. Vorunterr. Anf. Okt. :: Stiefel aller Art:: Mädchen Knaben Damen Herren De Achancd uchiche bie dbe ur. 1 shweren, mit Gedud ertragenen Leiden mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater meiner Kinder, Bruder, Schwager und Onkel, der Lackierer Milhelm esser im Alter von 36 Jahren.— Dies zugen mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt an 5481° Frau Friederike Esser geb. Tiemann nebst Kinder. Bielefeld, den 6. Oktober 1909. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Jöllenbeckerstr. 92, aus statt. Deutscher Metellarbeiter-Verband Verwe=ung Zieleseld. Am Mittwoch starb nach langem, schweren Leiden unser treues Mitglied, der Lackierer Wilhelm Esser im Alter von 36 Jahren. 5479 — Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.— Die B idigung findet am Sonntag, den 10. Oktober vom Trauerhause, Jöllenbeckerstraße 92, aus statt, und ersuchen wir um zahlreiche Beteiligung. Die Ortsverwaltung. Selten grosse Auswahl. Eigene ReparaturWerkstatt. von 350 450 650 850 an an an an Eggen-Schuhe trotz der Preissteigerung genau so billig wie im vorigen Jahre! Diese Woche wieder gutes Ail Pfund 60 Pfg. u. Schweinefleisch zu billigen Preisen. Verschiedene Wurstwaren und Aufschnitt empfiehlt[5341 Fritz Ellenbeck, Metzgermeister, Herford Lübberstr. 24. Telephon 417. Nachruf. Am Mittwoch, den 6. Oktober, mittags 12 Uhr, entschlief nach langem Leiden unser Kollege Milhelm Esser im Alter von 36 Jahren. 5488 Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten! Seine Mitarbeiter der Firma Anker=Werke A.=G. abteilung Lachiererei. Die Beerdigung findet am Sonntag, 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Jöllenbeckerstr. 92, aus statt. Restaurant„Odeon“ Schötmar empfiehlt 4985 ff. Biere u. Weine. Grosse Säle nebst Hegelbahn. Bes. H. Bicker, Schülerstr. Nachruf! Am Mittwoch, 6. Oktober, verschied unser langjähriges Mitglied in Aier unr 36 Jehten. 406 — Wir werden sein Andenken in Ehren halten.— Soziald. Verein f. d. Wahlkreis Bielefeld-Wiedenbrück Ortsgruppe Vieleseld. Die Beerdigung findet am Sonntag, 10. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Jöllenbeckerstr. 92, aus statt. Die Mitglieder werden um zahlreiche Beteiligung ersucht. Roan ost eul camnit üins aleiant Manikr. Zielefeld, Obernstr. 35. Konttr? Gegenüber der kuth. Kirche. 5478 Zur Herbst-Saison sind neu eingetroffen: Große Posten Uni Kleiderstoffe. n 85, 1.10, 1.39, 1.59, I., K. 19 Große Posten Hauskleiderstoffe Große Posten Kleider-Velours Morgenkleider m. 38, 50, 58, 63, 1.#, 15 Große Posten Kostüme und Blusenstoffe in großer Auswahl zu den billigsten Preisen. farbig ud Wole. 448, 63, 78, 90, 1.00, 1.15, 1.35, 1.65 für Morgenkleider zu. Ferner empfehle: RUTLCH aus garantiert federdichten Inletts und mit doppelt gereinigten Federn u. Daunen gefüllt. in creme und weiß das Fenster zu 2.00, 2.50, 3.30 und höher. Bettücher 1 in weiß und bunt 85 1.00, 1.25, 1.55, 1.60, 2.00. Schlafdecken in Baumwolle und Wolle, enorm billig. in 84, 100, 110 und 130 cm breit zu den billigsten Preisen. Reinwollene Flanelle zu 85 4 1.10, 1.20, 1.40, 1.65. 700 Pfund Barchent-Reste in uni und gestreift. D 0 Nr. 235. Bielefeld, Freitag, 8. Oktober 1909. 20. Jahrg. Der Briefwechsel zwischen Haußzmann und Bebel. Herr Haußmann schreibt an seinen„geehrten Kollegen“ August Bebel: „Die Kämpfe dieses Jahres zeigen, daß das politische Leben Deutschland bei einem hohen Grad der Verwirrtheit angekommen ist. Viele Parteien sind daran mitschuldig, auch die linksliberalen; aber eine sehr große Mitschuld an dem politischen Stillstand der letzten zwanzig Jahre trägt die große Partei, deren Führer Sie sind, oder richtiger, die Methode der Sozialdemokratie. Wenn ich diesen Vorwurf ausspreche, muß ich versuchen, ihn zu beweisen, und dies ist möglich, mit Grunden, die nicht dem Arsenal gegnerischer Feindschaft, sondern dem sozialdemokratischen Zeughaus selbst zu entnehmen sind. Die Zeit, in der die Sozialdemokratie groß und an Wählerzahl wuchtig wurde, ist unbestrittenermaßen keine Periode des politischen Fortschrittes gewesen. Dies hat einen inneren Zusammenhang. Die Sozialdemokratie, die anderen Parteien ihre Widersprüche aufzudecken liebt, leidet selbst an tiefen Widersprüchen und richtet durch sie innerhalb und außerhalb der Mauern ihrer Partei einen politischen Schaden an, der proportionell der Größe der Partei entspricht. Die Sozialdemokratie führt den politischen Kampf als Klassenkampf und ändert damit den ganzen Charakter der politischen Kämpfe. Sie sammelt Wähler durch den Appell an das Klassenbewußtsein, sie schafft dadurch notwendig erst recht Klassen, sie verscharft die Klassengegensätze und zerreißt das Volk in Klassenlager. Das ist unbestreitbar. In ihrem Programm Deutse und der Klassen". Das ist ein flagra jeder Sozialdemokrat und jeder Nichtsozialdemokrat fühlt. Sie selbst, geehrter H vieler leidenschaftlicher Anhanger auch sein muß. Also soll der Teufel durch Beelzebub, die eine Klassenherrschaft durch die andere ausgetrieben werden. Dieser Kampf rechtfertigt aber das, was er bekämpft: den politischen Widerstand„der oberen Klassen". Der sittliche Grund des Angriffs auf herrschende Klassen ist der Egoismus, der in jeder Klassenherrschaft liegt, und insoweit ist der Angriff sittlich; wenn er aber durch Formierung einer Klassenpartei, unter Appell an ihren Egoismus und zum Zweck der Einsetzung einer Klassenherrschaft geführt wird, ist er nicht sittlich. Denn man darf nicht das als unwürdig und verwerflich erklären, was man selber tut, oder richtiger: man darf nicht selber tun, was man bei anderen als unwürdig und verwerflich erklärt. Das ist wieder ein Widerspruch, ist nicht wahrhaftig, und verwechselt den Begriff des Gemeinwohls mit dem des Wohls einer großen Klasse. Herr Konrad Haußmann beklagt dann die„Intoleranz“ der Sozialdemokraten und ihre Bekämpfung des heutigen Privateigentums an den Produktionsmitteln. Ohne jede Kenntnis der Entwicklung des heutigen Eigentums schreibt er:.„ I. 856 „Die Sozialdemotratie nimmt ihre beste Kraft aus ihrer kulturellen Richtung und ihrem Verlangen nach Bildung. Bildung ist die Fahigkeit zu vielseitiger Betrachtungsweise, zur AAneignung und Erneuerung der Gedanken freier und seiner Köpfe. Der Hunger nach der Bildung der heutigen oder früheren Gesellschaft ist wertooll und gesund. Ein Bestandteil der Vorstellung höchstgebildeter Menschen aller =Zeiten und aller Länder aber ist das„Eigentum, ein sich durch Kraft, Glück und Unternehmungsgeist vergrößernder Sachenkreis, der dem freien Willen des Menschen überlassen ist und die Betätigung des menschlichen Geistes weckt, reizt und stärkt. Die Bildung von heute den Massen zuführen— — und eine andere ist noch nicht erfunden— heißt Vorstellungen in die Köpfe einführen, die sich, als auf einem Grundbegriff, auf der Existenz von Privateigentum aufbauen. Es ist ein Widerspruch, in denselben Gehirnen das Privateigentum verächtlich zu machen und die Bildung der heutigen Gesellschaft auszubreiten, deren Kultur auf diesem Privateigentum beruht. Wenn das Privateigentum ein Irrtum ist, 84 Roman aus den Goldfeldern Kaltforniens von Friedrich Gerstäcker. „Die Mexikaner sind zerstreut,“ sagte Hetson gleichgiltig, „und werden es wohl unterlassen, mit uns wenigstens einen zweiten Versuch zu machen. „Ich rede nicht von dem seigen Gesindel,“ sagte finster der Spieler.„Wenn Ihr nur eine Büchse zwischen den Zelten abgefeuert hattet, würde es denselben Erfolg gehabt haben. „Und von was sonst?“ sagte Hetson, aufmerksam werdend. „Von deinem glücklichen Fang, erwiderte Siftly,„zu dem ich dir unter anderen Umständen von Herzen gratuliert haben würde.“ „Ich weiß nicht,“ sagte Hetson finster,„ob ich das, was du einen Fang nennst, gerade für ein Glück betrachten soll. Ich selber habe aber nichts damit zu tun, der Mann steht unter dem Gesetz und wird frei oder bestraft, je nachdem ihn das für schuldig findet. „Ja, wir kennen das,“ lachte der Spieler.„Aber wenn er nun frei ausgeht? Wenn er durch diese„unschuldige“ Gefangenschaft und Lebensgefahr, denn bei den Weibern spielt nun einmal das Mitleid eine noch fast größere Rolle als die Liebe, deiner Frau nur um so viel interessanter, so viel teurer geworden wäre?“ „Denke dir, ich träte am Ende selber auf und bezeugte, daß r Bursche das Stück Gold von mir bekommen hätte, habe ich sch in der letzten Zeit in den verschiedenen benachbarten Minen der B##l Leit eine ganze Anzahl ziemlich wunderlich geformter Mexitanern abgenommen, und kann oas nicht durunter gewesen sein? Glaubst du, es würde einer die Frechheit haben, mich des Mordes zu beschuldigen? Denke dir, daß ich das, wenn nicht dir oder dem Burschen, di täte.“ sanze Anzahl ziemlich wunderlich geformter Stücke den roch deiner Frau vielleicht zuliebe tollem Uebermut schlechter, als du bist. Wärest du aber im stande, mir den wahren und echten Beweis zu bringen, daß jener unglückliche Mann unschuldig ist, so wollte ich dir mit vollem Herzen danken und dich segnen.“ Siftly sah den Mann erstaunt an, als ob er hinter den Worten eine List vermute, plötzlich aber kurz abbrechend, rief er aus:„Wahnsinnig genug wärest du am Ende dazu, und der Teufel mag aus dir klug werden, doch jetzt zum letzten Mal: willst du mir kraft deines Amts und deiner Autorität zu meinem Recht mit der Dirne verhelfen?" „Nein, du hast mein letztes Wort.“ dann ist unsere ganze Bildung, dann sind unsere sittlichen Vorstellungen, unsere Rechtsbegriffe und unsere Kulturvorbilder falsch und die genialsten Köpfe und Menschenkenner waren große Toren. Wohl besteht der Versuch, die Aufhebung des Privateigentums nur auf„Grund und Boden und auf Produktionsmittel“ einzuschränken. Aber diese Scheidung ist willkürlich und papieren, und wenn das Privateigentum an den übrigen Sachen gut und zulässig und kein Diebstahl ist, — wie will man den schönen Wunsch jedes tüchtigen Mannes nach eigenem Grund und Boden verfehmen und dieses Eigentum staatlich verbieten?“ Aber nicht nur die sozialdemokratische Theorie der gesellschaftlichen Entwicklung ist nach Herrn Haußmanns Ansicht grundfalsch, auch die Erziehung des Volkes, die die Sozialdemokratie betreibt, verwüstet das Volksgemüt: „Die Erziehung des Volkes,—„ein Ziel aufs innigste zu wünschen. Ich weiß, daß es Ihnen, geehrter Kollege, heilig ernst mit diesem Ziele, und daß es ein persönliches Verdienst von Ihnen ist, durch Weckung des Selbstbewußtseins und der Selbstachtung breiter Kreise die Bildungssehnsucht, diese wichtige Voraussetzung der Erziehung und Selbsterziehung, mächtig gefördert zu haben. Aber ein allerwesentlichstes Element der Bildung ist doch die Herzensbildung, und ihr Acker darf nicht mit zu viel Mißtrauen bestellt werden. In Dresden hat der erste Führer der Sozialdemokratie ausgerufen:„Mehr Haß, mehr Gift und Galle!“ Sie glauben nicht, wie weh mir und anderen dieses Wort getan hat.... Wir besitzen ein anderes Wort und Testament, das lautet: „Mehr Licht“, und weil Sie selbst dieses Wort hochhalten, darf ich sagen, daß sich diese beiden Programme überhaupt nicht gleichzeitig durchführen lassen. Das„Mehr Licht" wird verdunkelt durch„Mehr Haß, Gift und Galle“, wie durch tiefe Schlagschatten. Vor allem wirkt dadurch die Sozialdemokratie schädlich, daß sie in der Arbeiterschaft das Mißtrauen gegen die oberen Schichten weckt, den Haß predigt und dadurch im Arbeiter„Lebensfreude, Frohsinn und Lachen" erstickt. Soll das besser werden, muß sich die Sozialdemokratie zum bürgerlichen Parlamentarismus bekehren: „Auch in der Frage des parlamentarisch=konstitutionellen Systems kreuzt und hemmt die sozialdemokratische Methode die gradlinige Entwicklung. Die Parteien rechts verwerfen grundsätzlich und aus Parteiinteresse das Mehrheitsprinzip als politisches Gesetz, bedienen sich seiner aber lustig, um einen ihnen nicht mehr ganz gefälligen Kanzler zu sturzen. Das Zentrum hat in der konstitutionellen Frage noch niemals Farbe bekannt und laviert auch hier. Das müßte doch nun für die äußerste Linke Grund und Anlaß sein, klare Stellung für das konstitutionelle Mehrheitsprinzip zu nehmen und seine Anwendung zu ermöglichen. Das tut die Sozialdemokratie nur mit Worten, aber nicht mit Taten. Sie isoliert sich durch ihre Klassenkampftaktik von der Bourgeoismasse", d. h. von allen andern. Sie ist wie die Konservativen nur bereit, eine Regierung durch das Mehrheitsprinzip zu stürzen, nicht aber zu stützen. Als Antwort hierauf liegt folgender Brief unseres Genossen Bebel vor: Geehrter Herr Kollege! Das Vertrauen, das Sie in mich setzen, ist seyr schmeichelhaft für mich, aber ich kann ihm nicht gerecht werden. Aus Ihrem offenen Briefe ersehe ich wieder erneut, daß die Differenzen in der Auffassung von der Natur des Staats und der Gesellschaft und der Stellung, die unsere beiderseitigen Parteien in den politischen und sozialen Kämpfen einnehmen, unüberbrückbare sind. Ich kann nicht anerkennen, daß auch nur einer der Anwürfe, die Sie in Ihrem offenen Brief gegen mich beziehentlich die sozialdemokratische Partei richten, Berechtigung hat, aber um diese Anwürfe zu widerlegen, bedürfte es langer historischer und parteivolitischer Auseinandersetzungen, die schließlich eine Broschüre füllten und uns, dafur sind die beiderseitigen Auffassungen zu grundverschieden, doch nicht näher brächten. Gegenuber Ihren vielen Rekriminationen möchte ich eine kleine Reminiszens auffrischen, die zeigt, daß der Wandlungsprozeß, den die deutsche Demokratie und der Liberalismus seit fast 5 Jahrzehnten vollzogen hat, uns immer mehr auseinanderbrachte. Als ich im Februar 1867 in den konstituierenden Nord„Also soll ich mir selber helfen?“ „Versuchs, aber beim ewigen Gott, der, der mein Zelt ohne meine Erlaubnis oder in gewalttätiger Absicht betritt, stirbt von meiner Hand!“ „Bah, lachte der Spieler verächtlich,„so viel für deine Drohung! Da du aber den Frieden mit mir verweigerst, so nimm denn, was du haben willst: Krieg; aber daß wir noch Männer im Lager haben, will ich dir beweisen!" Und seine Zarape um die Schulter schlagend, ließ er den Richter allein im Wege stehen und schritt rasch die dunkle Straße hinauf, Kentons Zelt zu.—————-——-— Graf Beckdorf führte indessen seinen neugefundenen Freund in jenes Tal hinauf, wo Fischer, trotz der indianischen Unruhen und dem ganzen wilden und wüsten Treiben um ihn her. ruhig an seiner Maschine sitzen geblieben war und fortgearbeitet hatte. Allerdings interessierte ihn der Streit, den die Indianer mit den Amerikanern hatten, aber doch nicht genug, um seine Arbeit deshalb zu versäumen. Seine Dienste als Dolmetscher wurden überdies im Paradies nicht mehr in Anspruch genommen, denn der jetzige Alcalde sprach so gut und besser Spanisch und Französisch wie er selber; so konnte er es getrost die beiden Parteien ausmachen lassen, ohne sich selber weiter zu bemühen. Mit einiger Ungeduld hatte er aber die Rückkehr Beckdorfs erwartet und ließ sich jetzt, ohne jedoch sein Schaukeln zu unterbrechen, die Vorgänge im Paradies bis in die kleinsten Details hinein erzählen. Nur als ihm Beckdorf von dem Zug gegen die Indianer sagte, lachte er und meinte:„Sie könnten eben so gut ioren eigenen Schatten fangen wollen. Daß sie dem falschen Spieler aber die Ohren abgeschnitten, dafür hatte er sie jetzt noch einmal so lieb wie vorher.,...6. Wizum— Die beiden jungen Leute plauderten jetzt mirsammen, und Lanzot half dabei seinem Freunde die Erde ausgraben und zu der Maschine tragen, sein erster Anfang in der edien Kunst des Goldgrabens, in dessen Geheimnisse er zugleich eingeweiht werden sollte. Da sie ubrigens, nach alledem Vorgegangenen, heute abend ein reges und interessantes Leben im Lager erwarten durften, beschlossen Fischer sowohl wie Beckdorf, heute keinen neuen Platz mehr anzufangen, sondern Feierabend zu machen, sowie sie diesen, der sich ziemlich ergiebig zeigte, ausgewaschen hätten. Die Verabredung war dabei, daß sie sich abends wieder in des Elsässers Zelt finden wollten, und Fischer ging dann geradewegs nach Hause, während Beckdorf mit Lanzots Arm in dem seinen noch einen Spaziergang längs dem obern Teile der Flat machte, um erst an der andern Seite des„roten Bodens“ wieder das Paradies zu betreten. Lanzot hatte indessen alles erzählen müssen, was ihm begegnet war und was ihn nach Kalifornien getrieben, und Beckdorf gab ihm jetzt humoristische Skizzen ihres Minenlebens und der wunderlichen Charaktere, mit denen sie hier Umgang hatten. „Ein wunderliches Land bleibt es immer,“ sagte Lanzot,„und ich werde im Leben nicht bereuen, es gerade in dieser seiner deutschen Reichstag die Demokraten Dr. alte 48er. Als ich sie frug, wie sie die S — ich war erst in der engeren Wahl gewählt und trat daher einige Wochen später als sie in den Reichstag— antworteten beide einmutig: Mit den preußischen Fortschrittlern ist wenig anzufangen, die verstehen uns nicht, denn sie sind vor allem Preußen. Dieselbe Antwort gaben mir ein Jahr später die Freunde Ihres Vaters, die damals ins erste Zollparlament eintraten, die Tafel, Ammermüller, Deffner, Kolb usw. Ja selbst Manner wie ein Schäffle und Oesterlen, die bekanntlich mehr rechts standen, waren erstaunt über den mangelnden demokratischen und konstitutionellen Geist, den sie bei der Fortschrittspartei fanden. Seitdem sind mehr als 4 Jahrzehnte verflossen, die Epigonen der Waldeck, Ziegler, Hoverbeck usw. sind immer mehr nach rechts marschiert, aber auch die Epigonen der Tafel, Ammermüller, Haußmann sen. usw. haben sich den Liberalen angeschlossen und den Gipfelpunkt ihrer politischen Betätigung im Block, d. h. in der Verbindung mit den schärfsten Gegnern jeder freien bürgerlichen und konstitutionellen Entwicklung, den preußischen Junkern, gefunden.„„„„„ Eine Untersuchung der Grunde für diesen tiefen Sturz, der einzig im politischen Leben aller Nationen ist, würde zu weit führen. Ich konstatiere die Tatsache. Ist es da nicht natürlich, daß wir, die wir, was immer Sie uns vorwerfen mögen, unentwegt die Forderungen der Demokratie verteidigten und zu verwirklichen bestrebt sind, keinen gemeinsamen Weg mehr fanden? Die Wahlparole Eugen Richters aus dem Jahre 1877: Lieber Luzius als Kapell!, d. h. lieber ein Konservativer als ein Sozialdemokrat, ist seitdem immer mehr die Parole des liberalen Bürgertums geworden. Heute mehr als je! Sie werden antworten: Das habt ihr mit euren sozialdemokratischen Forderungen verschuldet. Wir verschulden genau so viel an der bürgerlichen Gesellschaft, als wie das Burgertum in seinem Klassenkampf gegen die feudale Gesellschaft verschuldete, als es dem Worte des Abbé Siegés zujubelte: Was ist der dritte Stand? Nichts! Was sollte er sein? Alles! Mit der bürgerlichen Ordnung hat aber der menschliche Fortschritt nicht der Weisheit letzten Schluß erreicht. Hinter dem Bürgertum erschien eine neue, von ihm selbst geschaffene, aber von ihm niedergehaltene Klasse, die immer gewaltiger wächst und ihre Forderungen an die Gesellschaft stellt, die moderne Arbeiterklasse, deren politischer Repräsentant die Sozialdemokratie ist. Die Arbeiterklasse kann auf ihre Klassenforderungen ebensowenig verzichten, wie das Bürgertum der feudalen Gesellchaft gegenuber verzichtet hat. Aber ein Unterschied besteht. Indem die moderne Arbeiterklasse die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen beseitigen will, um eine Gesellschaft von Freien und Gleichen zu schaffen, fällt auch jede Klassenherrschaft, die nunmehr keine Existenz berechtigung mehr hat. Das ist der Stand der Dinge zwischen Ihnen drüben und uns hüben. Aber was wir erstreben, ist nicht von heute auf morgen durchsetzbar. Wir marschieren in Etappen. Jeder Fortschritt auf irgend einem Gebiete führt uns näher ans Ziel. Damit müssen wir den Fortschritt auf allen Gebieten erstreben wollen. Deshalb werden wir auch jede ehrlich=liberale Forderung, die die Vertreter des Bürgertums an den Staat stellen, kräftigst unterstützen. Das haben wir bisher getan, und werden wir ferner tun, und es wird mir und ssicher auch allen meinen Parteigenossen nur angenehm sein, wenn wir recht oft in die Lage kommen, die Forderungen der bürgerlichen Parteien unterstützen zu können. Auf unsere weitergehenden Forderungen verzichten wir damit nicht, wir hörten sonst auf zu sein, was wir sind. Wir bleiben also im übrigen Gegner, was nicht ausschließt, daß ich auch heute noch an Ihrer Seite an den Ufern des Bodensees wandelte, wie wir das vor Jahren in Gesellschaft Ihres leider so früh verstorbenen Bruders taten.“ *„* In der bürgerlichen Presse ist bereits darauf hingewiesen worden, daß anscheinend aller Anlaß bestehe, den Wortlaut des Briefes unseres Genossen Bebel an den Abg. Haußmann zu verheimlichen. Und bereits sind allerlei Kombinationen aufgetaucht, denen nunmehr die Spitze gründlich abgebrochen ist. ersten Zeit gesehen zu haben. Später muß sich das natürlich alles ausgleichen, und die jetzigen scharfen Umrisse seiner Charaktere, seiner ganzen Charakteristik werden sich jedenfalls in dem von anderen Staaten herübergebrachten Allgewöhnlichen verwischen. Jetzt aber haben wir noch das urtümliche Kalifornien da, wie es ein glücklicher Fund gewissermaßen aus der Erde heraufbeschworen hat. Nimm z. B. einmal ein ganzes Land von Mannern, wer hätte das früher für möglich gehalten, und doch existiert es hier vor unseren Augen.“ „Halt, da nehm' ich unser Paradies in Schutz, rief aber Beckdorf,„denn darin zeichnet es sich, sehr zu seinem Vorteil, vor fast allen den übrigen Minenstädten aus. Außer ein paar gewöhnlichen. aber höchst anständigen Backwoodsfrauen, die mit ihren Männern über die Felsengebirge gekommen sind, haben wir auch noch ein paar wirkliche Damen hier, und zwar nicht etwa bloß aufgeputzte Grisetten., 8e „In der Tat?“ fragte Lanzot, und hatte iyn Beavocf in dem Augenblicke angesehen, würde er sich vielleicht die Mühe der Erklärung haben ersparen können,„ach ja, jetzt erinnere ich mich, Mr. Hetson, ein Amerikaner hat seine junge Frau mit in die Minen gebrocht. „Und eine ganz allerliebste Spanierin ist in ihter Begleitung, sagte Beckdorf.„Auch diese geyort keinesfalls den Exemplaren der spanischen Race, denen wir hier nur zu häufig begegnen, sondern den besseren Ständen an, und soll außerdem wunderbar schön die Violine spielen. Vor ein paar Minuten ging sie dort drüben mit ihrem Vater in das Zelt jenes alten Amerikaners, dessen Frau krank daniederliegt.“ „Wo?“ rief Lanzot rasch,„ich habe niemanden gesehen.“ „Weil du immer nach der Stadt gucktest. Wenn wir uns übrigens hier ein wenig aufhalten, können wir sie zurückkommen sehen. So viel ich weiß, bringt sie der alten kranken druven manchmal irgend eine Starkung. K. iranten Frau de „Du sagst, sie spielt Violine?“ „Sie soll Violine spielen, gehört habe ich sie noch nicht.“ „Dann ist es vielleicht dieselbe, die ich in San Francisco gekannt habe, und ihr Vater heißt Senor Ronez. „Ganz recht," versicherte Beckdorf, in seiner ahnungslosen Gutmütigkeit die Bestätigung einer Sache gebend, die Lanzot viel besser wußte als er selber.„Aber wahrhaftig, da kommen sie. Bieg hier links, ab, Emil; der Fußpfad bringt uns ihnen Mannela hatte, wie Beckdorf ganz richtig gesagt, nur der dort ganz in der Nähe wohnenden kranken Frau eines amerikaners einige Erfrischungen gebracht. In der Furcht vor dem Spieler aber mußte sie ihr Vater begleiten, während sie sich dort nur eben so lange aufhielt, als unumgänglich notwendig war, um die Sachen zu überliefern und ihren Auftrag auszurichten. Auf dem Heimweg nun nach den etwa zweihundert Schritt entfernten Zelten der Stadt schaute sie nicht von ihrem Wege auf, und schritt rasch und ängstlich an des Vaters Seite #einachrichten. gemessen. Und der Druck, der auch sonst auf den dortigen Gartenbauarbeitern lastet war von diesen bisher ner erträglich. Die Gefahren der Vereinskasinos. Die kürzlich zugunsten Sozialdemokratischen Vereins für den 13. pziger Landsichts in Sachen des Vereinslokals in Beucha-Brandis kann irrig so aufgefaßt werden, als wenn es nunmehr gar keine Gefahr für die Vereine hätte, wenn sie überall Vereinslokale mit Schankbetrieb errichteten. So rosig liegen die Dinge nun aber nicht. Wie Rechtsanwalt Martin Drucker in Leipzig in einer Abhandlung über die Schankkonzessionspflicht der Vereine in der Universitäts=Jubiläums=Festnummer des„Sächsischen Archivs für Rechtspflege“ S#üben wollen, dazu der Erlaubnis. Konsumvereine bevursen der Erlaubnis zum gewerbsmäßigen Schankbetriebe auch dann, wenn sie ihn im Kreise der Mitglieder ausüben. Der Beucha-Brandiser Verein hatte seinen Ausschank ni Ritgliederkreises ausgeüht. Daher seine Freisprechung, die aber nicht erfolgt wäre, wenn dem Verein nachgewiesen worden wäre, daß er, wenn auch nur neringen Nutzen aus dem Ausschank gezogen hätte. Dies ist die gefährliche Klippe. Die Landesregierungen haben nach§ 33 Abs. 6 der Gewerbeordnung das Recht, solchen Vereinen, die den Ausschank gewerbsmäßig betreiben, die Konzessionspflicht aufzuerlegen. Die Konzession wird aber, das ist vorguszusehen, den Arbeitervereinen regelmäßig versagt werden. den Ausotechtlich liegt die Sache so, daß Vereine, wenn sie den schank nicht gewerbsmäßig vetreiven und iyn nur auf den Kreis der Mitglieder beschränken, nach Reichsrecht keiner Konzession ürfen, daß sie auch nicht durch Anordnung der K# ssionsptlicht unterworfen bedur„„ Landesregierung der Konzessionst#####,e Mnkrartsen werden können. Aber es fehlt nicht an Stimmen, die diese Auslegung bestreiten und die der Landesregierung in jedem Falle das Recht geben wollen, den Vereinen die Konzessionspflicht aufzuerlegen. Dazu kommt, daß die Vereine sich gar zu leicht in den Maschen der gesetzlichen Bestimmungen dadurch verfangen können, daß ihr Schankbetrieb einen auch nur ganz geringen Gewinn abwirft, und daß er auch nur zeitweise(z. B. gelegentlich eines Festes) als hinter den eigentlichen Vereinszwecken zurücktretend angesehen werden kann. Hieraus ist zu ersehen, daß, abgesehen von den sonstigen Grunden gegen die Errichtung von Vereinskasinos, nur in Fällen zwingenden Bedarfs davon Gebrauch zu machen rätlich. ist. uebrigens steht es noch dahin, ob das Urteil des Leipziger Landgerichts in Sachen des Beucha-Brandiser Kasinos Geltung behält. Es ist nämlich von der Staatsanwaltschaft Revision gegen das freisprechende Urteil beim Oberlandesgericht eingelegt worden. Vom Strafkonto der Presse. Der Redakteur Genosse Richard Schmidt von der„Meißener Volkszeitung“ erhielt wegen Veröffentlichung einer Lokalliste ein Strafmandat von 30 Mk. zudiktiert. Er beantragte richterliche Entscheidung. Das Schöfkengericht in Meißen verurteilte ihn ebenfalls, obgleich in der Lokalliste nur diejenigen Wirte aufgeführt sind, die ihre Lokale freigegeben haben. Gegen dieses Urteil wird Berufung eingelegt werden. Von der Parteipresse. Unser Hofer Parteiblatt, die„Oberfränkische Volkszeitung“, hat zum 1. Oktober etwa 500 neue Abonnenten gewonnen. Die Genossen hoffen, durch Agitation ihren gefaßten Plan, die Zeitung umzugestalten, bald ausführen zu können. Schon jetzt wird erneut mit den Vorarbeiten zu einer intensiven Agitation begonnen. Reichstagskandidatur. Die Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins für Metz stellte einstimmig den Genossen Dr. Georges Weill aus Straßburg, jetzt noch Redakteur an der„Fränk. Tagespost“ in Nürnberg, als Reichstagskandidaten für den Reichstagswahlkreis Metz auf. Gewernschaftsrrwegung. Der baubetrieben. großen Gartenbaufirma Gebrüder D##### in burg hat sich unzwischen zu einem Konflikt Qued„mn auskahl in den Quedlinburger Gartensochen gemeldete Konflikt bei der ype in Quedlins. hat sich unzwischen zu einem Konflikt mit sämtlichen invurger Gartnereiinhavern mit Ausnahme der Firma Sachs ausgewachsen. Die Dippeschen Gärtnergehilfen hatten sich, wie schon gemeldet, als sehr wenig organisationsfest erwiesen, sie waren— dem Machtgebot ihres„Herrn gehorchend— sogleich aus dem Hirsch-Dunckerschen Gewerkverein ausgetreten. Sie wollten damit einen Konflikt mit dieser Organisation, die in Quedlinburg ihre einzige Niederlassung bei den Gärtnern hat, vermeiden. In der Hirsch=Dunckerschen Organisation verblieben waren aber noch die Mitglieder in den anderen Betrieben. Herr v. Dippe machte nun auch bei diesen seinen Einfluß geltend, was ihm um so leichter wurde, als fast alle diese Betriebsinhaber zu seiner Firma in einer gewissen Abhängigkeit stehen. Das Ultimatum: Austritt aus dem Gewerkverein oder Entlassung wurde nun allen gestellt, und die als„Führer" bekannten wurden ohne Kündigung entlassen. Jetzt machte sich aber endlich die Erbitterung geltend, die zu einem Abwehrkampf drängte. Gelegentlich mehrerer Maßregelungen am 29. Septbr. bei Mette antworteten die Gehilfen mit der Kündigung; des anderen Tages vollzog sich das Gleiche bei der Firma Mehrenpfennig. Am 4. Oktober stellten bei Mette 11 Mann— meist verheiratete— die Arbeit ein; bei Mehrenpfennig stand es dicht vor dem Streik. Welche Ausdehnung die Bewegung noch annehmen wird, ist im Augenblicke nicht zu übersehen. Wenn die Leitung der irsche die Situation so ausnutzt, wie sie zurzeit liegt, so ist nicht ausgeschlossen, daß auch die Masse der Hilfsarbeiter noch mit in die Bewegung hineinkommt. Zündstoff ist bei den insgesamt rund 2000 Arbeitern mehr als ubergenug angehäuft. Die Lage der Arbeiter ist aber auch elend genug, zumal an den unermeßlichen Reichtümern der Quedlinburger Gartenbauindustriellen hin. Die beiden nahenden Männer hatte sie dabei jedenfalls gehört, aber sie wagte nicht zu ihnen aufzuschauen, und auch .#Alonso achtete ihrer nicht, bis ein freundliches„Hallo, Senor: iyn rasch emporsehen machte. Kaum hatte er jedoch den alten Freund erkannt, als er auch stehen blieb und, ihm die Hand entgegenstreckend, rief:„Don Emilio, welcher gute Stern fuhrt Sie wieder in unsere Nähe?“ n Den. Emilio?“ flüsterte Manuela leise vor sich hin, und heues Hol farbte ihre Wangen; aber unfreundlich durfte sie mit dem Mann, der sich ihrer in San Francisco so teilnehmend und uneigennützig angenommen hatte, nicht sein, und lächelnd ihm die Hand entgegenstreckend, bot sie ihm ebenfalls ein herzliches Willkommen. Und wieviel hatten sich die Leute jetzt zu sagen, von denen Lanzot vorher nur wie von einer flüchtigen Bekanntschaft gesprochen; und wie rot waren die beiden geworden, und was für ein seelenvolles Auge hatte das Mädchen, als sie zu ihm aufschaute. Das einzige Böse für Beckdorf blieb, daß er, einige alltägliche Worte abgerechnet, kein Spanisch verstand und bei der ganzen Verhandlung dadurch eine eben nicht besonders geistreiche Rolle spielte. Aber Lanzot hatte ganz vergessen, daß er existiere, denn sie Augen hingen an den Lippen Manuelas, die ihm von der Gefangenschaft des Engländers, von dem unwürdigen Verdacht, unter dem er leide, und von dem Interesse erzählte, das Mrs. Hetson an dem alten Freund ihrer Famine nahm. Aber was konnte er als vollkommen Fremder hier darin tun? Alles, meinte Manuela, wenn er sich selber mit dem Gefangenen besprach, der keinen Freund sonst in dem ganzen Stadtchen hatte. So viel sie gehort, brauchte er Zeugen, und niemand wollte sie herbeischaffen, während morgen schon die furchtbare Jury zusammentreten sollte. Er konnte da helfen, hatte er ihnen doch so oft geholfen, setzte sie mit ihrem gar so e lastel, war von diesen bisher kul eriräglich, weil sie nachgerade aller höheren Bedurfnisse entwöhnt wurden. Ein interessantes Streiflicht auf das Verhalten der bürgerlichen Presse am Platze hat diese Bewegung übrigens noch geworfen. Das„Quedlinburgex Kreisblatt“ veröffentlichte ein jedenfalls von Dippe inspiriertes„Eingesandt“, in dem Dippes Verhalten mit dessen großartigen Wohlfahrtseinrichtungen zu rechtfertigen gesucht wird. Hierauf wollten die Hirsche erwidern: die Aufnahme der Erwiderung lehnte das Kreisblatt aber ab! Dann entwarfen die Hirsche ein Flugblatt und gaben dieses der sich„freisinnig“ nennenden„Quedlinburger Zeitung" zur Drucklegung. Es wurde dort auch gesetzt; aber als der Druck beginnen sollte, war auf einmal—„die Druckpresse kaput gegangen“. Nun wandte man sich an die dritte und letzte Druckerei des Ortes. Diese nahm den Auftrag an, führte ihn ebenfalls nicht aus, weil sie plötzlich, nachdem auch hier schon das Manuskript abgesetzt war,„mit Arbeit überlastet worden war“. Nun mußten unsere Freunde Hirsch=Dunckerscher Kouleur nach Halberstadt fahren, und sie erreichten die Herstellung ihres Flugblattes erst in der dortigen sozialdemokratischen Buchdruckerei! Der freigewerkschaftliche allgemeine deutsche Gärtnerverein hat für seine Mitglieder über Quedlinburg die Sperre verhängt. Drei christliche Heldentaten. Bei der Firma A. Rebstein in Pforzheim kam es kürzlich zu Differenzen, weil die Firma das schriftlich gegebene Versprechen, solange keine neuen Arbeitskräfte einzustellen, bis die vorhandenen voll beschäftigt werden können, gebrochen hatte. Durch Vorstelligwerden von zwei hierzu beauftragten Arbeitern wurde zwar die Sache wieder geregelt, die beiden wurden aber zwei Tage später entlassen. Die übrigen Arbeiter, die sämtlich Mitglieder des„Zentvalverbandes der Schuhmacher Deutschlands“ sind, erklarten sich mit den Gemaßregelten solidarisch und verlangten die Zurucknahme der Entlassungen. Herr Rebstein erklärte jedoch, daß ihm das hiesige„christliche“ Gewerkschaftskartell soviel Schuhmacher zur Verfugung stelle wie er brauche. Als hierauf die Arbeiter in den Ausstand traten, standen schon zwei christlich organisierte Arbeiter unter Bedeckung eines Schutzmannes vis-a-vis des Hauses und besetzten die Plätze der Ausständigen. Auch dem Gauleiter gegenüber erklärte Herr Rebstein, daß ihm der Kassierer des„christlichen“ Gewerkschaftskartells in Pforzheim Arbeitskräfte besorgen werde. Als der Vorsitzende des christlichen Lederarbeiterverbandes wegen dieser Sache zu einer Versammlung eingeladen wurde, erklarte er, er komme nicht, er habe noch mehr Kollegen, die er zu Rebstein schicken werde. Also, nach allen Regeln der Kunst ein christlich organisierter Streikbruch. Dabei ist noch zu erwahnen, daß diese christlichen Streikbrecher nicht etwa vorher ohne Beschäftigung waren, sie befanden sich vielmehr in Arbeit; sie haben sie verlassen, um bei Rebstein Streikbrecher zu spielen. Bei der Lohnbewegung der Schuhmacher in Konstanz, die im vergangenen Frühjahr stattfand, wurde vom„Zentralverband“ und vom„Christlichen Verband“ ein gemeinsamer Tarif aufgestellt. Nachher reichten aber die Christlichen einen wesentlich niedrigeren Tarif an die Meister ein, der jedoch von den Meistern ebenfalls abgelehnt wurde. Bei dem Versuche, Unterhandlungen anzubahnen, erklärten die zwei„Vertreter des„christlichen" Verbandes einem Meister, daß man eigentlich mit dem alten Tarif zufrieden sein könne. Nachher reduzierten die„Christlichen“ ihren eingereichten Tarif nochmals und— wie die Meister selbst mitteilten— wurde ihnen dieser zweimal reduzierte christliche Tarif zur Anerkennung mit dem Bemerken vorgelegt, sie möchten nur unterzeichnen, mit der Bezahlung brauchten sie es ga nicht so genau zu nehmen. Um die Beseitigung einiger Mißstände im Betriebe herbeizuführen, sah sich die Zahlstelle Hechingen(Hohenzollern) des „Zentralverbandes der Schuhmacher Deutschlands“ veranlaßt, Hechingen und Stetten für Zuschneider zu sperren. Die Christlichen versprachen, sich dieser Maßnahme anzuschließen und warnten in ihrem Organ auch tatsächlich vor Zuzug. Jetzt ist festgestellt, daß die Christlichen sich bemühten, Zuschneider nach Hechingen und Stetten zu bringen. Sie versprachen den Zuschneidern eine Arbeitsstelle unter der Bedingung, daß sie dem „Christlichen Schuh- und Lederarbeiterverband" beitreten. Kalkulation. Als kürzlich der AngeEine falsche christliche stellte des Hafenarveiterverbandes Schikorr in Brosen ankam, einem Platze, in dem die Hafenarbeiter seit Jayren sich vergeblich bemühen, für ihre Organisation festen Fuß zu fassen, war er nicht wenig erstaunt, als einige Kollegen ihm ihre Freude darüber ausdrückten, daß er endlich eine öffentliche Versammlung abhalten wolle. Schikorr plante das jedoch eigentlich gar nicht. Versammlungen frei organisierter Gewerkschaften dort abzuhalten, gehörte zu den Unmöglichkeiten, da die Christlichen und die von ihnen abhängigen Wirte solche stets zu verelteln wußten. Es war interessant genug, danach zu forschen, wie solche Meinung unter den Arbeitern aufkommen konnte. Dubei stellte es sich denn heraus, daß die Christlichen, denen die Taten ihrer Vertreter im Reichstage eine wirksame Agitation unmöglich machen, den Namen Schikorr dazu benutzt hatten, am die Schiffsarbeiter überhaupt in die Versammlung zu bekommen. So müssen sich die Christlichen bereits hinter die Sozialdemokraten verstecken. Schikorr sagte selbstverständlich sein Erscheinen zu der Versammlung, zu der sein Kommen argekündigt worden war, auch zu, die Christlichen, die gewiß nicht damit gerechnet hatten, daß Schikorr kommen würde, waren darüber wohl etwas verplez, sie machten aber gute Miene zum bösen Spiel und ließen an Schikorr eine förmliche Einladung ergehen. Schikorr ging dann auch mit noch einigen Kollegen in die Versammlung. Nach dem einleitenden Referat des christlichen Gauleiters Krause— das Referat war so einwandfrei, wie man von einem christlich Organisierten es nur immer verlangen kann— kam Schikorr zum Wort. Er hat den Christlichen nichts geschenkt. Von dem verlorenen Streik des Jahres 1903 ausgehend, hat er die Machinationen der Christen bis zum Augenblick der Versammlung aufgedeckt. Besonders unangenehm war den Christlichen der Vorwurf der Lokalabtreiberei. Noch im vorigen Jahre hatten sie gedroht, den Wirt sitzen zu lassen, wenn er den frei organinierten Arbeitern das Lokal überlasse. Alles Wenden und lieben Lächeln hinzu, und Lanzot war in demselben Augenblick entschlossen, für sie zu reiten, wohin sie ihn eben schicken wolle. Aber ihre nächsten Worte bannten ihn auch wieder an die Stelle, denn sie sprach von Siftly, wie er hierher gekommen, nucght so ganz, Manuelg,“ sagte Lanzot mit herzlichem „Zuerst Win ollen wir jetzt einmal den Gefangenen besuchen sich für den armen Teufel tun läßt, und verloren. „Doch nie Ton.„Zuerst wor und sehen, was „Rettet ihn, und ich will Euch ewig dankbar sein,“ bat da die Jungfrau und ihres Vaters Arm ergreifend, eilte sie mit ihm der eigenen Wohnung zu. So süß und liev die letzten Worte aber auch klangen, hatten Lanzots Brust doch einen bösen Stachel zuruckgelass sie in Lanzots Brust doch einen bösen Stachel zurückgelassen. Was war der Fremde tor, daß sie so wichtigen Antenl an iym nahm, selbst ihr und finden blieb deshalb das Nötigste. Beckdorf, der noch keine Ahnung von der Gefangennahme des Engländers hatte, wollte eben Lanzot mit seiner genauen Bekanntschaft der jungen Dame nicken, über die er vorher so kalt und fremd getan. Mit wenigen Worten erzählte ihm dieser aber jetzt von den Voringen des Nachmittags wie von dem Interesse, das die HetSnd bereit, ihn zu unterstupen. Uebrigens dunkette es schon, und wenn sie heute avend noch Schritte in der Sache tun wollten, wurde es die höchste Zeit. (Fortsetzung folgt.) , Wrriengagele„„ beee Jpg von ven 4 gangen Des Nachmitlag., Hu von dem Inlu-g., das die 4 sonsche Familie an dem Gefangenen nahm, und fand den Frei augenblicklich bereit, ihn zu unterstützen. Uebrigens dun Drehen der Christen nuste diesmal nichts; der Wirt des Lokals bestätigte die Ausführungen Schikorts vollständig. Ueber die Streikbrecherei von 1303 suchten sie sich mit der Erklärung hinwegzusetzen, daß sie damals keine ordentliche Organisation gehabt hätten; heute würde ein christlich Organisierter sich zu solchem Schelmenstück nicht hergeben. Ein Hinweis Schikorrs auf die durch die Christlichen betriebene Verhetzung der Arbeiter wurde von starkem Beifall begleitet. Das war unangenehm für die Christlichen, zwang sie aber zu der Erklärung, daß sie in Zukunft nichts mehr gegen die Versammlungsfreiheit unternehmen würden. Nur sollten unsere Gewerkschaftler nicht am gleichen Tage Versammlungen abhalten, wie die Christlichen. Ein Wunsch, der sich mit den Interessen unserer Gewerkschaften begegnet. Hoffentlich haben die Christlichen nicht immer„zufällig“ an dem Tage eine Versammlung, an dem auch unsere Gewerkschaften ihre Angelegenheiten beraten wollen. Und da auch der Wirt des Lokals sich bereit erklärte, sein Lokal den frei Organisierten zur Verfügung zu stellen, so weiß man jetzt, auf weichem etwas ungewöhnlichem Wege wir zu Versammlungslokalen kommen können. Streikiu Straß zwischen 11 und 12 Uhr in den Hof kaserne in Neudorf=Neuhof bei Straßburg, um mit den sechs im Mannschaftsgebäude untergebrachten Arbeitswilligen zu sprechen, die schon während des Tages zu erkennen gegeben hatten, daß sie abreisen wollten, wenn ihnen die Geldmittel zur Verfügung gestellt würden. Die Streikenden wählten die Nachtsie zeit, weil### am Tage nicht an die Arbeitswilligen herankommen konnten, die von Schutzmannsposten beyutet wurden. Die Streikenden gelangten durch zwei provisorische Holztore, die nicht verschlossen waren, in das Grundstück. Ihnen schlossen sich aus Neugierde noch einige Pflasterer an, die ebenfalls in der Kaserne Streikposten standen. Es gelang ihnen aber nicht, mit den Streikbrechern zu reden, da sie gar nicht wußten, in welchem Zimmer sich diese befanden, und sie auf Anrufe keine Antwort erhielten. Sie zogen deshalb wieder ab. Polizei und Staatsanwaltschaft machten aus der Bagatelle aber eine große Staatsaktion. Die Polizei berichtet, etwa 20 Streikende mit Knüppeln bewaffnet— was die Arbeiter energisch bestreiten— seien in die die Kaserne, eingedrungen und hätten„. Arbeitswilligen mit Halsavschneiven bedroht. Selbst der Staatsanwaltschaft schien die Anzeige übertrieben. Sie leitete zunächst ein Verfahren wegen einfachen Hausfriedensbruchs ein und fragte bei der Stadtverwaltung, der Besitzerin des Kasernengrundstücks an, ob sie Strafantrag stellen wolle. Die Stadtverwaltung lehnte das Ansinnen ab, sie hatte kein Interesse daran, daß die Streikenden, s zuleide die keinem Menschen etwan## getan hatten und sich nicht bewußt waren, einen Hausfriedensbruch begangen zu haben, vestraft würden. Trotzdem konstruierte die Staatsanwaltschaft auf Grund der Polizeianzeige einen komplizierten Hausfriedensbruch im Sinne des§ 123 Abs. 3 des Strafgesetzbuches, in welchem Falle ein Strafantrag nicht notwendig ist. 16 Angeklagte hatten sich nun am Dienstag vor dem Schöffengericht in Straßburg zu verantworten. Die Angeklagten bestritten die ihnen zur Last gelegten Handlungen, sie hätten keine Verabredung zu gemeinschaftlichem Vorgehen getroffen und keine Waffen getragen; das Grundstück sei offen gewesen. Das Gericht aber kam auf Grund der Aussagen des früheren Nachtwächters in der Kaserne, die nichts weniger äls sicher waren, und eines Schutzmannes, der seine Kenntnisse erst wieder von dem Nachtwächter hatte, zu einer Verurteilung. 15 Angeklagte erhielten eine Woche Gefängnis, ein Minderjähriger einen Verweis. Der Staatsanwalt hatte für einige Angeklagte 2 Wochen, für die anderen einen Monat Gefängnis beantragt. Der Holzarbeiterstreik in Eulenburg dauert unverändert fort. Die Unternehmer wollen von Verhandlungen nichts wissen. Trotzdem arbeiten 40 Mann in 10 Betrieben zu den neuen Bedingungen; 60 Mann sind noch ausständig. Streikbrecher sind so gut wie nicht vorhanden, obwohl besonders ein Fabrikant Schulze eifrig bemüht ist, welche heranzuziehen. Zuzug ist zu vermeiden. Lohnbewegung der Breslauer Mühlenarbeiter. Die Breslauer Mühlenarbeiter stimmten in einer Versammlung Sonntag den Angeboten der Unternehmer auf 1/20 am ark wochentlicher Zulage und Festsetzung eines Tarifes auf zwei ? F i r m e n w e r d e n d i e V e r h a n d l u n g e n n o c h f o r t Jahre zu.„Mit“ Huemrn.g Srezamg— gesetzt. Auch einige großere Muhlen der nayeren Umgegend haben Lohnzulagen gewähren müssen. Achtung, Holzarbeiter! Von der englischen Gewerkschaftszentrale wird mitgeteilt, daß in London ein Tischlerstreik ausgebrochen ist und Zuzug von Deutschland erwartet wird, der naturlich zurückgehalten werden muß. Zum Streik im Mansfelder Bergbau meldet das Leipziger Tageblatt“, daß der Oberbürgermeister von Leipzig, Dr. Dittrich, in Eisleben eingetroffen ist. Dr. Dittrich ist, da Leipzig rund 7000 Mansfelder Kuxe besitzt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mansfelder Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft. Die Verwaltung soll bereit sein, am Donnerstag mit dem legalen Arbeiterausschuß zu verhandeln. Wie das„Leipziger Tageblatt“ von„authentischer“ Seite hört, soll die Zahl der Streikenden 800 betragen. Die Wirkung des Streiks erhellt aus der Tatsache, daß jetzt täglich nur 28 Wagen Erze gefördert werden konnten, gegen 1200 Wagen vordem. Der Zentralverband der Maschinisten und Heizer, Filiale Leipzig, erzielte für das Maschinen=, Kessel- und Beleuchtungspersonal der Kammgarnspinnerei von Stöhr& Co. in LeipzigPlagwitz eine Lohnaufbesserung von 3 Prozent sofort und weiteren 5 Prozent am 1. Januar 1910, zusammen also 8 Prozent. In Betracht kommen 62 Mann. um igt Briefkasten der Redaktion. Detmold. Bei einem Zwangsverkauf kann der Vertrag zu nächsten zulässigen Termin mit der gesetzlichen Frist gekund werken.„„ Rehme, H. Einer Stempelsteuer unterliegen nur die genehmigungspflichtigen öffentlichen Tanzlustbarkeiten. Die schriftliche Genehmigung wird auf einem Stempelbogen erteilt. Geschlossene Tanzvergnügen bedürfen keiner Genehmigung und sind infolgedessen auch nicht stempelsteuerpflichtig. Für beide Veranstaltungen wird aber in der Regel von der Gemeinde eine Lustbarkeitssteuer erhoben, wayrend die Stempelsteuer der Staat bekommt. Haben Sie irrtümlich Stempelsteuer gezahlt, dann fordern Sie dieselbe zurück. Vereins-Kalender. Sonnabend. Arbeiter=Schachklub abends 8½ Uhr in„Stadt Bielefeld“. Verein Geselligkeit“ 9 Uhr bei Wwe. Hellsinger, Schmiedestr. 9. Klub„Geselligkeit“ 9 Uhr bei Schneider, Kampstraße. Skatklub„Gut Glück“ 9 Uhr bei Schneider, Kampstraße. Skatklub„Gemütlichkeit“ 9 Uhr bei C. H. Apenbrink, Herforderstraße. u„*#erst Theaterklub„Olympia 8½ Uhr bei Witwe Kayl, Herforverstr. Theaterklub„Thalia“ 8 Uhr bei Freudenau, Heeperstraße. Radfahrerverein„Dornberg 9 Uhr bei Wirt Bokenkamp, Babenhausen. Tuen=Verein„Jahn“, Dornberg. Oerlinghausen. Arbeiter=Turnverein„Einigreit 9 Uhr bei C. Lücking. Herford.„Holzarbeiter=Liedertafel“ 9 Uhr bei Liedike, „Lindenhof“. Minden. urbeiter=Radfahrerverein„Vorwärts“ in der Centralhalle“, Ritterstr. 18(Eingang Trockenhof). Sonntag. Kraftsportverein„Atlas“ vorm. 9 Uhr bei Wöhler, Heeperstraße. 80 für Bielefeld und Umgegend, wie bei sämtlichen Agenturen ins Haus gebracht 60 Pfg. mon lich. Durch die Post bezo 1,80 Mk. vierteljährlich exklu * Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. Erscheinungstage mit Ausnahme der Sonn: Feiertage täglich nachmittag Fernsprech=Anschluß Nr. 35 Nr. 250. Branntw „Kindlich wirkt es, we deren sicherste Stütze der tierende Parteibudiker ist wettert, sondern damit a gewöhnlich bürgerlichen will. Ihm und der Volk wenn sich die Knechte ur ist der Säufer den Utopi nüchterne und daher fleiß Mit diesen Worten, Heuchelei um die Palme fälische Zeitung", das Oreinigen Tagen die Beweg tun zu können, nachdem besitzer, die„Deutsche Ta ähnlichen Phrasen über gesucht hatte. Wie viel Ehrlichkeit u. betroffenen Junker und I in der Lage, einige unt lassen. Am Freitag, 26. Febri Parteitag, trat im Kaise allwo der Saft der Rebe zum Ausschank gelangt Deutschen Spiritusfabri Aussprache ihrer Teilne Branntweinsteuervorlage weinkonsums zu veranlass aus folgenden Herren zu Se. Exzellenz, Wirkl. in Klanin bei Groß Amtsrat Schmidt,L Amtsrat Gröbzig u Rittergutsbesitzer von Belgard. Edler Herr Gans zu P Graf von der Goltz, Graf Kwilecki, Rittere Graf von der Schulen! Graf von der Schulent Graf von Strachwitz, 9 Graf Königsmarck, Rit Graf Kerssenbrock, R Freiherr von Lindenfel Frein##### von Schuckma Freiherr von Senden, Freiyerr von Veltheim Kammerherr von Trot von Zychlinski, Ritterg von Zitzewitz, Rittergu Woikowski=Bied von Wonruen Ecbar Mettkau, Schlesien. von Wedel, Ritterguts von Unruh, Rittergut von Turno, Ritterguts von Stiegler, Rittergu von Sydow, Rittergut von Quast, Ritterguts von Puttkamer, Rittevon Pappritz=Radach, bei Radach. von Stegenborn, Ritte von Nathusius, Ritter von Muellern, Ritterg von Krockow, Rittergu von Kries, Ritterguts von Kries, Amtsrat, von Korn, Dr., Ritter Wartenberg, Schle von Komierowski, Dr von Klitzing, Rittergu von Klitzing, Ritterau von Kalckreuth, A., Ri Schlesien. von Jackowski, Dr., witz, Posen. von Horn, Ritterguts von Hertzberg, E., La von Emievort, Rittere von Diest, Rittergutsk von Dewitz, B., Ritt von Bockelberg, Ritte von Blanckenburg, Rit Kaiser, Rittergutsbes. Madelung, Oekonomi Richter. Amtsrat, S Korn, Nieder=Se Förster in Kontopp, Scholtz, Amtsrat, B Schrewe, Amtsrat, Schrader, Amtsrat, Sander, Amtsrat, H Reinecke, Amtsrat, S Simon, Amtsrat, Be Mankievicz, Amtsrat