sich bei strikter Durchfühlten Ratschlages in diesen schen Talonsteuer=Ertrag! resse ist von den Aktiennsanstalten tatsächlich in orden. Im Reichsanzeiger ch die Inseratenseiten mit in denen die Wertpapiernoch nicht abgelaufenen Juli, zwecks kostenlosen ze Bogen bei den Emishl die Hoffnung nicht unaktoren des Reiches Mitdiese Steuerhinterziehunn. urch seine Stellungnahme h z u m B r u c h d e s B l o c k s rschaft des Zentrums beinationalen Zwecken gessätzlich beschränken, denn ftliche Gegensätze in ihm isgleichung diese Parteiwar. Wie der Abg. Dr. führungen in dieser Begeteilt werden, in seiner wollte der Block, der aus , d a ß g e w i s s e n a t i o n a l e ienen, unbedingt gesichert te, daß die Vorherrschaft als nach Lage der parlarum zugefallen war, aufen, und dieses Ziel bleibt ürst Bülow hat aus dem Er hat eine Verbindung Parteien herbeigeführt des Zentrums bei jeder Das mußte früher oder iservativen, die in vielung trennt und die im tliche Gegensätze werden können, so lange unserem deutschen Volke itionen führen, in denen mehr möglich war. Eine Block immer vorhanden tnis aufgebaut war auf berechtigung, und iberalen den Konservati9 hat es der Führer der mer, ganz offen ausgeinnigen war, nicht bloß hen, sondern daß sie die ig. mit liberalem var nicht bloß im Reich, es ja eine konservative n Kräften gestützt war. inden, die von liberalen erale Aera, die von kondie Welt noch nicht genur Fragen zur Lösung genseitiger Konzessionen ing zwischen rechts und Presse der Linken und age aber haben es offen ck nur eine Vereinigung is mus gewesen ist. ide in den Kreisen der verdienen die Ausfühinnige Abg. Dr. Pachr Tag“ in Nr. 168 vom e da lauten: Liberalen keine weiteren zerbrach der Block. Nach in Preußen das geheime ißerdem stand eine Aendestages und das Ministerewinn für den Parlamenen während der nächsten 917 zu erneuernden Hanung erfahren.“ an als den besonnensten er ansprechen kann, hat Situation anlangt, den her auch mit seiner als rtung, daß die Fortine Abschwächung idelsverträgen gebracht wirte aber muß diese rers nachgerade klarder Bülowschen Blockche gegangen ist— urgam 30. März 1909 das geschehen infolge Unfähigkeit des itionen richtig zu llten im Block von den en kleinen Finger reichdar auf die Dauer eine senden und linksich in wirtschaftsSteuergesetze gehören, i da und vort nicht ben. Wenn Härten und r Bund der Landwirte n. Wir wollen aber ingetretene Sanierung erwartende Aufschwung spolitischer Beziehung imtheit ein großer GeSteuerkämpfen nunmehr auch wieder denen Handel und ift neuen Aufschwung Bei einer Wertung der ollte von allen Freunjewürdigt werden, daß em Volke eine gerechte n zu verschaffen, durch klung des Reiches gedonnementspreis für Bielefeld und Umgegend, sowie bei sämtlichen Agenturen frei ins Haus gebracht 60 Pfg. monatlich. Durch die Post bezogen 1.80 Mk. vierteljährlich exklusive Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. Biser für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Erscheinungstage mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage täglich nachmittags. Fernsprech=Anschluß Nr. 353. Nr. 180. Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westfalen und die lippischen Fürstentümer. Buchhandlung, Druckerei, Erpedition und Redaktion: Schulstraße Nr. 20. Inseraten=Annahme bis ½9 Uhr vormittags. Größere Inserate müssen bis 5 Uhr abends tags zuvor aufgegeben sein Druck und Verlag per Buchdruckerei und Buchhandlung „Volkswacht" Gerisch& Co., Wielesekd. Bielefeld, Donnerstag, 5. August 1909. Generalstreik in Schweden. Es kann jetzt als sicher gelten, daß auch die unorganisierten Arbeiter sich in großen Massen der allgemeinen Arbeitsniederlegung anschließen, wie sie sich schon bei den vorausgegangenen Aussperrungen größtenteils mit ihren organisierten Kollegen solidarisch ertlärt haben und trotz aller Versprechungen der Unternehmer nicht weiterarbeiteten, sondern sich meist auch noch der Organisation anschlossen. Das Landessekretariat der Gewerkschaften hat nun auch ein Manifest an die unorganisierten Arbeiter herausgegeben, um ihnen allgemein tlarzumachen, daß es in ihrem wie im Interesse der gesamten Arbeiterklasse liegt, den Generalstreik mit ganzer Kraft durchzuführen. Jeder nun unorganisierte Arbeiter, der sich bis späteden 15. August der Organisation anschließt, soll bei der Abwicklung des Kampfes dieselbe moralische und ökonomische Unterstützung erhalten, die den jetzt schon organisierten von der Landesorganisation zuteil werden wird. „Laßt den Riesenkampf mit 100000 neuen Mitgliedern der Landesorganisation abschließen, als die würdigste Antwort auf die jahrelangen Angriffe der Arheitgeber gegen unse sind große Menschenmengen, die sich durchaus ruhig verhalten. Man sieht keine Droschken, nur vereinzelte Transportwagen. Die Eisenbahner und Buchdrucker spenden 5 Kronen pro Mann und arbeiten weiter, bis eine neue Wendung eingetreten ist, oder eine lange Dauer des Streiks eine neue Stellungnahme erfordert. Die Arbeiter im Gaswerk arbeiten noch weiter, fordern aber bestimmt, daß das Militär vom Arbeitsplatze entfernt wird. Wenn das nicht geschieht, so werden auch sie in den Streik treten, wodurch die Lage in Stockholm schnell ernst wird. Auch die Totengräber haben die Arbeit eingestellt. Politische Uebersicht. Deutsches Einen Beitrag zur preußischen Verwaltungsreform liefert der Bonner Professor Stier=Somlo in einer soeben erschienenen Schrift:„Zur Reform der preußischen Staatsverwaltung“ Er weist auf die Schwerfälligkeit und Langsamkeit der Geschäftsführung, das Ueberwuchern der bureaukratischen Gesichtspunkte, die geradezu monströse Häufung der Verwaltungsbehörden usw. hin und betont, daß die Verwaltung in Preußen bei weitem die fühlelungen Angrisse der Albentgever gegen unfere Organi= nicht den Erfordernissen einer in bezug auf Verkehr, Bevolkesationen und als eine weitere sichere Garantie einer guten und rungszahl, volkswirtschaftliche Probleme vollständig gewandelten für die Arbeiterschaft glücklichen Entscheidung. Eine unver=1 Zeiten entspricht. Er tritt vor allem für eine Verminderung brüchliche Solidarität und Einigkeit in der ganzen Arbeiterklasse, das ist die Kraft, die nicht besiegt werden kann“, schließt das Manifest. Die Arbeiterkommune Stockholm hatte am Sonntag nachmittag eine Massenversammlung unter freiem Himmel veranstaltet. Trotz strömenden Regens nahmen 10000 Personen daran teil, und begeisterte Stimmung für den Generalstreik beherrschte die ganze Versammlung. Unter den Rednern befand sich als Vertreter der dänischen Arbeiterschaft der Folkethingsmann Martin Olsen aus Kopenhagen, der versicherte, daß die Arbeiter Dänemarks gleich denen anderer Länder alles tun werden, um ihre schwedischen Brüder zu unterstützen. Die Kapitalistenklasse hat in Stockholm ein„bürgerliches Schutzkorps“ organisiert, das vor allem auch dazu dienen soll, Streikbrecherarbeit zu verrichten und im übrigen natürlich die„Ordnung aufrechtzuerhalten". Dieses Gebilde ruft in der Arbeiterschaft, die ja schon ihre eigene Schutz= und Ordnungswehr organisiert hat, um so mehr Erbitierung hervor, als die bürgerlichen Schutzmänner und Streikbrecher, 3000 Mann stark, mit lebensgefährlichen Waffen ausgerüstet werden sollen. Im übrigen ist in Stockholm schon Militär zur Besetzung der Eisenbahnlinien und Brücken kommandiert, und auch in den anderen Städten sowie den Industriezentren sind militärische Vorbereitungen getroffen. Die Arbeiterschaft wird sich aber sicherlich nicht zu irgendwelchen Dummheiten hinreißen lassen, die derartige Maßnahmen rechtfertigen könnten. Die Verwaltungen der Privatbahnen wie die der Staatsbahnen schweben noch immer in der Ungewißheit, ob sie den Betrieb aufrecht erhalten können, und wenden sich mit mahnenden und drohenden Worten an das Personal, unter keinen Umständen mitzustreiken. In den Staatsbetrieben, wo die Arbeitsniederlegung keinen oder nur geringeren Schaden verursacht als im Verkehrswesen, zeigen sich die Betriebsleitungen ziemlich entgegenkommend. So antwortete der Leiter der staatlichen Gewehrfabrik in Eskilstung der Deputation, die ihm den einstimmigen Streikbeschluß ver urbeiter überbrachte, daß er zwar dem Wunsche, den Betrieb zu schließen, nicht entgegenkommen könne, daß aber gegen die, die am Streik teilnehmen wollten, keine Maßregelungen ausge übt werden sollten, sondern daß alle nach Schluß des Streiks wieder willkommen seien. Durch die Aussperrung in der Hüttenindustrie ist die Zahl der ausgesperrten Arbeiter Schwedens auf mehr denn 83000 gestiegen. In demselben Maße ist natürlich auch die Erbitterung der Arbeiterschaft über die Gewaltstaktik des Unternehmerkums gewachsen, die Ueberzeugung, daß der Generalstreik unbedingt notwendig ist, um zu erträglichen Zuständen zu kommen. Wolffs Bureau meldet aus Stockholm: Der Fachverein der Reichstelephonarbeiter beschloß einstimmig, sich dem Generalstreik anzuschließen. Einzelne Kategorien festangestellter Beamter des Telephonwesens beteiligen sich dagegen am Streik nicht. Die Stockholmer Milchkutscher beabsichtigen, sich der Bewegung anzuschließen; jedoch hoffen die Milchhändler, die Milchversorgung der Stadt aufrechterhalten zu können. Wie„Dagen“ erfährt, beschlossen auch die Stockholmer Kommunalarbeiter sich dem Streik anzuschließen, ebenso die Beleuchtungs= und Müllabfuhrarbeiter.— Die Fachvereine in Malmö, mit Ausnahme der Straßenbahnangestellten, beschlossen, sich dem Ausstande anzuschließen. Stockholm, 4. August. Der Arbeiterausstand ist programmäßig erfolgt. Von den Arbeitern der Eisenhütten sind 30000 in Aussperrung getreten. Der Massenstreik ist überall in Vorbereitung. Nach den Arbeiterzentren wurde Militär gesandt. Die Regierung erklärte eine Vermittlung für aussichtslos; sie wird für Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen, erkennt aber auch den guten Willen der Arbeiterführer an, selbst Maßregeln zu treffen, um Ausschreitungen vorzubeugen. Von den Arbeitern werden überall Ordnungsmänner gewählt. In Stockholm wurden 1500 Arbeiter bestimmt, die dafür zu sorgen aben, daß die Disziplin unter den Ausständigen aufrechterhalten bleibt. Bürgerliche Schützenwachen, die nötigenfalls bewaffnet werden sollen, haben den Auftrag, unter allen Umständen öffentliche Beleuchtung und Reinigung, sowie auch die Geldinstitute zu schützen. Die Polizei, die gleichfalls für Ruhe und Ordnung sorgen soll, geht in einer ziemlich provokatorischen Weise vor. Stockholmer Streikausschuß hat hiergegen energischen Protest erhoben. Das Spiritusverbot hat fast überall begonnen.— Der Minister des Innern, Hamilton, droht den Eisenbahnern mit Entlassung und Lohnkürzungen, wenn sie sich den Streikenven anschließen. Die Haltung der Buchdrucker ist noch sehr unsicher. Alle übrigen Arbeiterkategorien werden sich unverzüglich dem Massenstreik anschließen. Dieser wird dann auch schon morgen eine ganz kolossale Ausdehnung erhalten. Stockholm, 5. August. Der Massenstreik wurde Mittwoch mit imponierender Ruhe begonnen. Der Anschluß ist größer als erwartet worden war. In Stockholm haben sich die Straßenbahner und Fährenheizer angeschlossen. In. den Straßen I engtten,„t kemt pr quem für eine Herminverung der Aufsichtsvefugnisse gegenüver den Kommunen und eine Erweiterung der Selbstverwaltung ein. Ueber die bureaukratischen Schattenseiten der Verwaltung sagt der Verfasser: „Jener Geist der Bureaukratie, jenes Ueberhandnehmen des Schreibwerks, jene Langsamkeit und Schwerfälligkeit des Geschäftsganges sind Symptome für die Tatsache, daß es den preußischen Behörden nicht gelungen ist, gleichen Schritt mit der Entwicklung der gesellschaftlichen Faktoren innerhalb des Staatswesens zu halten, daß sie die beruflichen und wirtschaftlichen Formen unseres modernen Daseins weder zu sich in Beziehung gesetzt, noch auch sich bemüht haben, eine einigermaßen zufriedenstellende Uebereinstimmung herbeizuführen. Diese Langsamkeit führt dazu, daß das Publikum oft wochenund monatelang auf einen Bescheid warten mußte, der unter normalen Verhältnissen längstens in wenigen Tagen hätte erteilt werden können.“ Ein Bierkrieg in Berlin in Sicht. Nachdem schon in einer Konferenz die allgemeine Preiserhöhung für Lagerbier vereinbart worden war, haben in aller Stille weitere Verhandlungen die Durchführung der höheren Preise dadurch sichern, daß sie jede ringfreie Konkurrenz unterdrücken und jeder einzelnen Berliner Brauerei das Maß ihrer Produktion vorschreiben. Es handelt sich also um die Schaffung eines regelrechten Biersyndikats.— Nun stehen aber noch verschiedene Brauereien außerhalb des Ringes, vor allem auch die von Gastwirtsvereinen gegründeten Henossenschaftsbrauereien. Diese Brauereien sind von den mingorauereien zu einer Konferenz geladen worden. Man hat sie vor die Wahl gestellt, entweder dem Ring beizutreten und sich den Vorschriften über Bierpreis und Höchstproduktion zu fügen oder sich durch die Macht des Ringes ruinieren zu lassen. Den„widerspenstigen“ Brauereien wurde in der Konferenz vom Ring angedroht, man würde sie durch Kampfpreise und andere Repressalien zwingen, sich dem Ring anzuschließen, wenn sie nicht gutwillig folgten. Sollte es zwischen den Brauereien zu keiner Einigung kommen, dann ist ein regelrechter Bierkrieg unvermeidlich. Der Vorentwurf eines Seeunfallgesetzes, der bestimmt ist, das Gesetz betreffend die Untersuchung von Seeunfällen vom 27. Juli 1877 abzuändern, ist allen Interessenten zugegangen mit dem Ersuchen, bis zum November ihre Ansichten und etwaige Abänderungsvorschläge an das Reichsamt des Innern einzureichen.— Die Grundlagen des geltenden Gesetzes sollen im wesentlichen unberührt bleiben. Da sich für Untersuchungen der Secämter die Formen des Zivilverfahrens wenig eignen, bringt die Vorlage eine Anlehnung an das gerichtliche Strafverfahren. Von einer allgemeinen Bezugnahme auf die Strasprozeßordnung ist jedoch Abstand genommen, um nicht den Charakter des Verwaltungsstreitverfahrens zu verwischen. Dem Vorsitzenden des Seeamtes sind ferner größere Machtbefugnisse gegeben; andererseits ist auf einen stärkeren Schutz der Beteiligten Bedacht genommen, indem für die Beweiserhebungen außerhalb der Hauptverhandlung Parteienöffentlichkeit gilt. Für die Entziehung der Gewerbebefugnis soll es genügen, wenn der Inhaber als unfähig für seinen Beruf erkannt wird, ohne daß gewartet werden muß, bis er durch seine Unfähigkeit einen Seeunfall wirklich herbeigeführt hat. Zwischen der dauernden Entziehung der Gewerbebefugnis und der Abstandnahme von jeder Maßregelung des Betroffenen ist eine Verwarnung eingeführt, wenn das Verhalten zwar unzulänglich war, ein Anlaß zur Entfernung aus dem Berufe jedoch noch nicht vorlag. Gegen die Verwarnung steht dem Betroffenen das Berufungsrecht zu. Diese Erweiterung des Beschwerderechts hat zur Einführung einer bedingten Kostenauferlegung geführt, um das Oberseeamt gegen Ueberhäufung mit ungerechtfertigten Berufungen zu schützen. Konservative gegen Konservative. In den„Deutschen Nachrichten" erklärt der Vorsitzende des Bürgervereins Blücher, Paul Chmielewski, daß der Bericht des Herrn Dr. Kaufhold über die Besprechung der konservativen Vorstände von Groß=Berlin den Tatsachen nicht entspreche. Die Mehrzahl der Anwesenden sei mit der Haltung der konservativen Fraktion im Reichstage nicht einverstanden gewesen. Der Bürgerverein hat an seine Mitglieder ein Zirkular geschickt. Es heißt darin u. a.:„Der Vorstand des Deutschen Bürgervereins Blücher kann die Konservativen des Reichstags als konservative Vertreter der Partei nicht anerkennen, da dieselben nur einseitige Interessenpolitik betreiben.“ Die Mitglieder werden gebeten, ihren in berechtigtem Unmut gefaßten Beschluß, aus dem Verein auszutreten, vorläufig nicht auszuführen. Sozialdemokratische Hofgängerei in Württemberg. Genosse Schreck erwidert auf unsere gestrige Bemerkung: Eine häßliche Insinuation kann es doch wohl nicht sein, wenn ich spottend denen, bei welchen ich Mangel an demokratischem Empfinden und Neigung für höfische Akte voraussetze, den Rat gebe, sich doch, solchen bürgerlichen Gruppen anzuschließen, für die der Verrehr bei Hofe Bedürfnis ist. Orden fallen nun einmal solchen Herrschaften gelegentlich zu. Daß Sozialdemokraten Orden angeboten bezw. verliehen werden könnten,— daran habe ich wirklich nicht gedacht. Solch blutige Ironie fehlte allerdings noch.— Der liebenswürdige Bemerker dürfte das von ihm gestern zitierte Sprichwort ruhig mir gegenüber dann in Erinnerung bringen, wenn ich jemals an irgend einer bürgerlichnationalen Feier bezw. höfischen Veranstaltung teilgenommen oder als Staffage gedient hätte. Ich habe nie Neigung verspürt, derartigen Veranstaltungen, selbst auch nur von weitem beizuwohnen. Die Arbeiten des preußischen Landtages. Wie eine Korrespondenz berichtet, sollen für den preußischen Landtag außer dem Staatshaushaltsetat für 1910 eine Reihe von Gesetzentwürfen in Vorbereitung sein. Die hauptsächlichsten sind der Wassergesetzentwurf, das Fischereigesetz, der Entwurf über die Reorganisation der Generalkommissionen, das Wohnungsgesetz, das Fideikommißgesetz, das Gesetz über die Mittelschulen und das über den Denkmalsschutz. Zu den neuen Vorlagen sollen sich dann noch einige andere, altgewohnte gesellen. Dazu sei in erster Linie ein Eisenbahnanleihegesetz zu rechnen. Ob auch im nächsten Jahre dem Landtage noch ein Entwurf zur Bewilligung eines Kredits für die Förderung der Wohnungsverhältnisse der staatlichen Arbeiter und gering besoldeten Beamten unterbreitet wird, hangt von dem Zeitmaß ab, in dem die kürzlich erst gewährten und noch nicht aufgebrauchten Mitteln zu dem angegebenen Zwecke wieder hergegeben werden müssen. Von einer Vorlage, die eine endgiltige Reform des preußischen Wahlrechts vorsieht, weiß die Korrespondenz nichts zu melden. Gegen die Abgg. Graf Oriola und v. Herrnsheim, die bekanntlich aus der nationalliberalen Fraktion ausgetreten sind, will man anscheinend mit dem Ausschluß aus der nationalliberalen Partei vorgehen. Der Landesausschuß der hessischen nationalliberalen Partei wird voraussichtlich Ende August oder anfangs September zusammentreten, um über die Angelegenheit Heyl und Oriola Beschluß zu fassen. Das nationalliberale„Mainzer Tageblatt“ schreibt hierzu: „Unsere Parteifreunde in Stadt und Land dürfen überzeugt sein, daß aus unserem Wahlkreise nur solche Männer zur Tagung des Landesausschusses nach Darmstadt entsandt werden, die von dem festen Willen beseelt sind, klare Verhältnisse in unserer Partei zu schaffen.“ Uebergangsabgabe eingeführter Biere. Der Bundesrat hat die Uebergangsabgabe von dem in die Norddeutsche Brausteuergemeinschaft Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß=Lothringen eingeführten Biere auf 5 Mk. für ein Hektoliter festgesetzt, Die Verordnung tritt vom 1. August 1909 ab in Kraft. im vorläufige Steuerfreiheit zu erlangen, werden von den Inhabern kaufmännischer und gewerblicher Betriebe von kommunalen und anderen Verwaltungen Beleuchtungsmittel verschiedener Art, namentlich aber Glühstrümpfe in ungewöhnlich großen Mengen jetzt eingekauft. Demgegenüber weist die„Neue Polit. Korrespondenz“ darauf hin, daß, wenn nach dem Wortlaute des Gesetzes die Vorräte von der Nachversteuerung befreit sind, die dem eigenen Haushalt des Besitzers dienen, darunter doch nur die Vorräte für den Bedarf privater Haushaltungen zu verstehen seien. Alle übrigen Vorräte müssen zur Vermeidung der gesetzlichen Strafen zur Nachsteuer angemeldet und versteuert werden. Vom russischen Erbfreund. Petersburg, 5. August. Die „Börsenzeitung“ meldet aus sicherer Quelle, daß zwischen Deutschland und Rußland ein kleiner Grenzkonflikt schwebt. Zwischen Soldaten der russischen Grenzwache und einem deutschen Jäger kam es zu einem Zusammenstoß auf deutschem Gebiet, wobei der russische Soldat den deutschen für einen Pascher hielt und entwaffnete. Die deutsche Regierung hat durch ihren Vertreter in Petersburg den Vorfall zur Kenntnis der russischen Regierung gebracht und gleichzeitig vorgeschlagen, den Falk dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten. Dieser Vorschlag hat in Petersburg keine günstige Aufnahme gefunden. Die Erledigung des kleinen Zwischenfalles ist nur eine Frage von wenigen Tagen..„ Wir können die Nachricht von diesem Vorichlag deutscherseits nicht glauben, er liefe ja auf eine direkte Verhöhnung des Haager Schiedsgerichts hinaus! Der Talonsteuer=Skandal. Ki Nach amtlicher Meldung erfassen die vom Bundesrat soeben beschlossenen Ausführungsbestimmungen zum Reichsstempelgesetz auch die Gewinnanteilschein= und Zinsbogen, welche jetzt noch vor dem 1. August zur Erneuerung solcher Bogen ausgegeben worden sind, denen noch Gewinnanteil= oder Zinsscheine anhafteten, die also normaler Weise erst nach dem Inkrafttreten der Talonsteuer ausgegeben worden wären. Diese Ausführungsbestimmungen waren in den letzten Tagen häufig genug angekündigt worden, es kann sich nur darum handeln, ob die Gerichte sie mit dem Gesetz für übereinstimmend erklären werden. Der Bundesrat scheint daran doch etwas zu zweifeln, denn es wird wiederum mitgeteilt, daß auch die Gesetzgebung nochmals mit der Talonsteuer befaßt werden soll. Zur Vorbereitung eines Gesetzentwurfes sind die Behörden angewiesen, bis zum 1. September d. J. eine Liste derjenigen inländischen Gesellschaften aufzustellen, die in der Zeit vom 10. bis 31. Juli d. J. in der geschilderten Weise neue Gewinnanteilscheine oder Zinsbogen vorzeitig ausgegeben haben. Vielfach haben Aktiengesellschaften, die die Ausgabe neuer Gewinnanteilscheinbogen angekündigt hatten, obwohl die alten Bogen noch auf Jahre hinaus Geltung hatten, einen Rückzug angetreten, sie lassen ihren Aktionären mitteilen, daß der Plan der Ausgabe neuer Bogen fallen gelassen worden ist. Teils sind sie der Meinung, daß die Gerichte die Talonsteuer im Sinne des Bundesrats auslegen werden, teils rechneten sie damit, daß eine Novelle zum Reichsstempelgesetz die versuchte Umgehung der Besteuerung illusorisch machen wird. Diejenigen Gesellschaften, die neue Gewinnanteilscheinbogen aber doch ausgeben, obwohl die alten zum Teil noch auf Jahre hinaus laufen, werden dieses Vorgehen ziemlich teuer zu bezahlen haben. Ein Unternehmen, dessen Gewinnanteilscheinbogen etwa noch bis zum Jahre 1912 liefen, das zur Umgehung der Steuer dennoch neue Bogen ausgab, wird einmal die Steuer für die Jahre 1909 bis 1912 zu zahlen haben, die es sonst erspart hätte, dann erwachsen ihm ferner Zinsverluste daraus, daß die Talonsteuer schon im August für 10 Jahre gezahlt werden muß, während sie sonst erst drei Jahre später zu entrichten gewesen wäre. Daß der Schnapsblock und die Regierung alle Hebel in Bewkgung setzen würden, um die Hinkergehung der Talonsteuer en Preise, baß........9 der Jubel de 10 Jahren kaum 1 Pfennig zugeflosen wa 40 Hahren kaumT Hsei burger Korrespondenten Näheres über den Mord und seine Motive. Danach steht die Angelegenheit in Verbindung mit der — Affäre Harting! Wie die„Rußkoje Slowo“ zu berichten Parf ir Zahre 1304 zugleich mit mehreren puttet, imt Pchgrschan Herheiste, mitgrehreren, anderen Revone aus bieelggeteuergesetz in den nächsten sennig zugestossen ware. Freisinns Kampf nach zwei Fronten. „Die„Königsberger„Hartungsche Zeitung" bespricht die ebentuelle Einigung der drei liberalen Parteien und schreibt: :: Bleibt als Hauptbedenken das Verhalten zur Sozialdemokratie,#ier kann es für den Liberalismus keine Schranke und keine Zweideutigkeit, kein Experimentieren und keine eine PBurkhanit asfgeben Der Liberalismus würde sich selbst und bleibt. So, wie die Sozialdemokratie ist, kann es mit ihr keinen Pakt, keinen WaffenstillLibderakismnus und Sozialdemokratig iste““ keit, über die sein Fekutdemglichie ist eine Nazurngtwendigkerz, H#####e rein beven, und Schreiben, kein Philosophieren ment von Fal zu Fal wie 5.20s bindert nicht, daß im Parlakamt Hin####“ gau, wie bei der Reichsfinanzreform, die gesamte Linte sich zu gemeinsamer Abwehr gegen die Reaktion hinaus aber gibt es keine Gemeinzwischen Bürgertum und Sozialdemokratie. Wenn der Liberalismus aufhören sollte, mit derselben Entschiedenheit nach Aber seißsl, wenn Zie z“ kämpfen, würde er Selbstmord begehen. Parole auszugeben, die Wähler würden ihnen nicht folgen, Li. lutionaren in Warschau verhaftet. Als er freigelassen war, stellte er sich der russischen Geheimpolizei zur Verfügung, und der russischen Geheimpolizei, gab dem biederen Rensitzky einen Empfehlungsbrief an Harting, der daBess, 17,„Paris hauste. Als Rensitzkh sich eine Zeitlang in mande Foielt kam ihm zu Ohren, daß er durch die Studentin Wanoa Ruchijewska entlarvt werden solle. Um seine Entlarpung zu verhüten, tötete er die Ruchijewska auf offener Nunmehr verlegte Rensitzky das Feld seiner Tätigkeit nach Paris, wo er unter Harting und Azew eine große Anzahl rusnische Reoolutionäre an Väterchens Pariser Polizei verriet und mehrere französische Anarchisten an die Behorden der gastlichen Repuolik ausleferte. In Rom ereilte ihn sein Geschick: die Revolutionäre bekamen den Verräter in ihre Gewalt und bereiteten ihm das verdiente Ende. in China. 81.n5 Hu. sburs, 4. August. Die Lage im fernfürchtet, daß Jaran Ehie recht ernst betrachtet. Man be. von Javan getrieben, brüch auch auf Rußland in der ostchinebeßirchtet werden, s daß ernste diplomatische Schwierigkeiten sich wieser dem Bsernsiszand, daß Handverk und Beantenstand geratiomus nähern, wäre im Keime erstickt, wreun der Liverausmus der Sozialdemokratie gegenüber auch nur um Haaresbreite verschieben würde. Hier Siberalismus vu gebieten den Elementen, die das Heil des i# vu in einer Umarmung der Sozialdemokratie erer aus dem Bliack heraishersirser Juntertuns, durch welcken I,. mit diesem Juniertam Hand in dewchrt Sorg er striet eim ie neszn spheser,„Hartungschen Zeitung ihr Wesen treibt, um so mehr in Rhraten gemacht ie mm sie Taten aufweisen konnte. Abgeordneter Giesberts als freiwilliger Regierungskommissar. geschrieten:“s zeitung“ wird aus parlamentarischen ReichsTabakMark Spanien. Der Krieg mit Marokko. Madrid, 4. August. Einem Telegramm aus Melilla zufolge ist es den Kabylen gelungen, eine, spanische Abteilung zu überrumpeln, wobei mehrere Offianderen Iesgnd verwundet wurden, ebenfalls Soldaten. Einer Kahnlen, welche teilweise dandelt es Lich um eine Kriegslist der borenen vor, der in gac Geianezen 2ig schickten einen Einge. grenen vor, per in das Lager der Spanier eindringen sollte. Während die spanischen Soldaten diesen anhielten, feuerten die Kabylen aus einem Hinterhalt gegen den spanischen Posten. ssoffen Poch Barcelona, 4. August. Die vert###ene N#uugt ist ruhig verlaufen. Die Arbeit ist in vollem Um2##s aufgenommen worden. Die Bahnverbindung zwischen Saragossa und Barcelona wurde wiederaufgenommen. Bomet het, in Sebadell gegen 100 Gefangene gemacht. In Cusa de la Selba haben die Revolutionäre keinen Widerstand geleistet. Die nicht vorgenommen worden. esche e s ce. ie se ceice leche Türkei. der Ratschläge seitens, der s28P Jercgn Scgfäbe,##. der Gesellschaft als versichert angegeben und Ersuß geforvert haben, ferner gar nicht beschädigte Scheiben als zertrummert gemeldet, die Scheiben bei Schadensfällen zu 8555, und die verbliebenen Bruchstücke als zu klein angegeben Schöffengericht hatte den Angeklagten am 22. Mai d. Grund der Aussagen der Sachnerständigen annahm solz von der unttage des fortgesetzten Betruges freigesprochen, indem es auf Grund der Ausfügen der Sachversländigen annuhm,„viche Inkorrektheiten seien in der Glasversicherungsbranche üblich und der Angeklagte sei sich seines rechtswidrigen Verhaltens nicht A seines rechtswibrigen Verhaltens nicht Gegen dieses Arieit hat von der Staalsund der bewußt gewesen. Gegen dieses Urteil war von der Staate# anwaltschaft Berufung eingelegt worden. Zum gestrigen Termin paren siber 30 Zeugen und 5 Sachverstandige geladen, einige Verbanden Zesche war au seblieben. Nach mehrstündiger #gung beschloß das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Vertagung, um weitere Zeugen zu laden Zuwendungen an arbeitslos werdende Tabakarbeiter gestimmt haben. Dit einem Schwall von Redensarten sucht die sozialin Frage kommenden Ankrag Giess Zentrum habe den bier dritten Lesung dadurch verschlechtert, daß die Entschädigungssumme auf 4000000 Mk. fixiert wurde. Wahr Hestimmt erfähren dier(Sgierung dem Abgeordneten Giesberts binausgegangen weued 9gb zunächst über 4 000000 Mi. nicht her-Pg zerr oz konne und daß infolge dieser Haltung worden ist. Der Abg. Gieshsau rag erstsgrechend abgeändert Reichstags zur Rearönzee im Vlenum des „„Leprundung seines abgeänderten Antrages LänFictesentschäß, daß e sich eventuell nur um eine vor: herausstellen dab sgung, gandeln könne. Sollte sich im Herbst veraupsteuen, vaß die Summe von 4 Millionen Mark nicht ausreicht, so würde der Reichstag mit einer Nachforderung an die Regierung herantreten müssen. Die Linke fiel sofort über den neuen Antrag Giesberts' her und stellte eine Reihe Anträge auf Erweiterung der Unterstützung. Soweit diese ErPetition des christ„Die kretische Frage. Infolge, der Ratschläge seitens der Schutzmachte wird die tretische Regierung die in kretischen entlassen und mit der Türkei in Lirelte Verhand große Erregung, weil verlautete, daß die nationalen Fahnen entfernt und durch türkische, ersetzt werden sollten. Die Regierung gao aber offiziell berannt, daß auf den Forts und den und daß die Miliz eine nationate I. die Nationallagge wehen Versammlungen. Bielefeld. Oeffentliche Frauenversammlung. Heute, Donnerstag, abends 8½ Uhr, im Lokale der Witwen Husemann, Göben= und Luisenstraßen=Ecke. Vortrag des Genossen Schreck über„Die neuen Steuern und ihre Wirkungen auf die Arbeiterfamilie.“ Bielefeld. Verband der Schneider und Wäscheaxbeitger. Freitag, 6. August, abends 9 Uhr, in „Stadt Bielefeld". Versammlung der Zuschneider, — 8tea Preitestraße, Preitag, abends 81 Uhr bei Bünde(Feldmark). Tabakarbeiter und= Arbeiterinnen. Freitag, abends 9 Uhr bei Timmert. Hunnebrock. Soz. Verein. Uhr, im Lokale des Gastwirts Günther in Hüffen. Ge. nosse Hoffmann und der Kreisvorstand werden anwesend Rheda. Soz. Verein. Sonnabend, 7. August, abends 8½ Uhr, bei Kipp. Vortrag des Genossen Mademann des Schmapsblogsg waslen von 1907 und der„Segen“ Ahlen. Parteibesprechung. Sonnabend, 7. August, abends 8½ Uhr. Empfang der Flugblätter. Tabakarbeiter=Versammlungen finden statt: Holzhausen: Donnerstag, 5. August. Barxtrup: Freitag, 6. August. Brelefeld: Sonnavend, 7. August Hehlenbeck: Montag, 9. August. Pr.=Oldendorf: Dienstag, 10. August. Blasheim: Mittwoch, 11. August. Lübbecke: Donnerstag, 12. August Rahden: Sonnabend, 14. August. Spenge: Sonnabend, 14. August. St. Annen: Sonntag, 15. August. Oetinghausen: Sonntag, 15. August. Kirchlengern: Sonntag, 15. August. Bünde: Montag, 16. August. Vlotho: Montag, 16. August. Hüffen: Dienstag, 17. August. „Unsere Makn," Tagesordnung: . nnMßnamen gegen die Folgen der Tabaksteuer und der 4 Miuionenfonds der Reichsregierung.“ Flagge bulden. Die Vforte sollenischlossen sein, bis zum A7„aubggeng bier nicht an irgendwelchsten zu gehen, jedoch glau kriegerische Verwicklungen. hier, zicht an irgendwelche ein Glauber gschenlres von fünf Vataillinen Ersahreseroisten lichen Tabakarbeiterverbandes aufaetiger a## eerrr gerchnbep gustefuhrten berechtigten WünKorruption. China. London, 4. August. aus Peking, daß Luhainuan, der frühere chinesische Gesandte in Berlin, aus Anlaß von Unterschlagungen auf der nördlichen F und keine Fiheurteilang Reamte un... exwpartet. Auch andere hervorragende .. Scurden bestraft. Dem mittlerweile verstorbenen Vizekönige Schinstung wurde nachträglich die Hofcharge aberkannt. der urbeiter deckten, haben auch die christlich=sozialen arumsahgeordnetend Dr: Burkhardt, sowie verschiedene ZenAllein diese Anträge wurden von der Mehrheit mit Rücksicht auf die Erklärung der Regierung abgelehnt, so daß nur der Antrag Giesberts, weicher 4000000 Aug dor Hi#dt aazed Jf. 4.0-ur4 e4 Ins der Itdr und Nachbarschaft. Vom Vertand der.. Bieleseld, 5. Angust. die Firma Ernst Weiß, Marktstraßie 28, Oeschrzehben: Wal Sehalestoeketen in die Tecaicräiter Madikalsämnez danken als Redensarten und wertlosen Föllenbeckerstraß be 2, sowie It. A. Weiß, Tarifvertragsege 28; hagen„ihr Verstrechen gegenüber der „Zie sozialdemokratische Fraktion hat gegen den Antrag Giesschlechtent#ri Fesung gestimmt, weil dieser Antrag eine Verdes in der zweiten Lesung angenommenen Antrages afurne ane erstelle. Der Antrag Giesbers, der in der zwesten Der untrag Giesberts, der in der zweiten Lesung angenommen worden war, sah vor, daß die infolge der angenommen worden war, sah vor, daß die infolge der neuen Steuern arbeitslos gewordenen TabakDer Artrag, den Ziupss ais Entschädigung erhalten sollten. schlug vor bar.. Jnin der dritten Lesung, einbrachte, daß höchstens 4 Millionen für die Unterstützung der halbwegs ausreichende Hriersteistzingt“ in Syume, die eine ermäaliche utung der Labalarbeiter nicht wie in der Zuschrit behauptet wirh... handelt„Asles“ Le 3u sondern.“ na0 dem Grundsatz, geoer nichts„ondern sie hat versucht, eine Ver„Xotrung gozuwehren. Wenn die Lavatarbeiter „aues ooer nichts„Jonvern sie hat versucht, eine Verehslechterungg gsure Pgetzenn die Lavararbeiter letzt nur PRA Pelgmmen, bei der sie verhungern können, Freunden bedanken. Wäre dasrgun idren übrigen christlichen Gesetz geworden. Denn ziee eu festchalten, so wären sie dargn scher nicht scheitern lassen. u de Sinatzreformn ist eine faule Ausrede, daß, wenn die 4 Millionen Mark zicht ausreichen, mit einer Nachforderung an den Reichstag verungerreten werden könne. Die Einnahmen aus den neuen bleiben, daß die Regixpani dinte den Voranschlägen zurücken wird, daß sie erllärt, es seien keine tel mit beantEine Harting=Kreatur. Februar d. J. erregte eine Mordtat großes Aufsehen, die in Rom entdeckt wurde. In einem Koffer fand man die Rensitzky rekognosziert wurde. Es tauchten damals allerlei Vermutungen auf, daß es sich um einen politischen Mord handle: nur wußte man nicht, ob der Getötete ein Agent der russischen Polizei war, den die Revolutionäre abgetan, oder ein Revolutionär, dessen sich die russischen Polizisten entledigt hatten. Erst später stellte sich heraus, daß es sich um einen Provokateur handelte. Jetzt erfährt die römische„Tribuna" durch ihren Petersund für S.e; Stommision, für das Raßeget nicht unter 15 Wfg. brochen. Sie haben, ihren Schaufenstern ein Plakat ausbekam, weil ssie versprochen hatte, Preise zu nehmen, einen Gehilfen von der Organisation gestellt. Durch die Handlungsweise der Frau A. Weiß veranlaßt, löste unser Kollege Heinrich sofort sein Arbeitsverhältnis. Daraufhin wurden seine Sachen einbehalten. Der Verband vermittelt laut Tarifvertrag keinen Gehilfen an die Geschäfte, die so geringe Preise nehmen. Die letzte Mitgliederversammlung beschlotz sogar einstimmig, Gehilfen nicht aufzunehmen, solane ne in solchen Betrieben beschäftigt sind; im Interesse des gesamten Zweigvereins am Orte. Den Arbeitern, Partei= und dais alle den Waßnahmen deri i zur Lenntnis. Wir hoffen, der Erfolg nicht ausbleiben. wird auch welche vom 30. Juli bis 3. Auaust in au. 9.9 9. T. Sozialdemokratischer Verein für den Wahlkreiz Bielefeld=Wiedenbrück. Zur Wahl der Delegierten zum Parteitag in Leipzig. Beschluß der Generalversammlung: Sshäc ce echiee aei serck ae. cher eine Gardisatenliste pi.zu wählenden Delegierten, sowie eine Ranbivalenliste wird von der Generalversammlung setzt. Diese Kandidatenliste ist für die Mitglieder nicht bindend. Wahlreglement: Versammlungen zwecks Vornahme der Abi# ang dürfen zicht abgebalten werden. mittags bis 1 Uhr mittags staft. Als Legitimation gilt das Mitgliedsbuch. „Die Vorschlagsliste der Generalversammlung ist im Wahliecgisnsesie der Generalbersammlung ist in alls Wahlpvorstanz? Boltswacht“ bekannt zu geben. aund die Pepioren des Vereine. die Mütglicher desi Vorstauts sitzenden ist dem Parteisekretär zu übermitteln. ihr Wahlrecht ausgeübt haben und das Resultat der Abein Protokoll die iht Apagttecht ausgeübt stimmung hervorgeyt. am Tage nach der urabitimnrn Wahllokale und Wahlreglement für die Wahl der Delegierten zum Parteitage in Leipzig 1909. Stadtbez: Lokal: Ortsgruppe: Verkehrslokal Babenhausen und welche von über 2000 Mitgliedern aus ganz Deutschland besucht war, wurde einstimmig beschlossen, die 21. Jahresversammlung vom 8. bis 12. Juli 1910 in Bielefeld abzuhalten. — Bielefelder Sommertheater. Aus dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Für das heute abend stattfindende erste viesjährige Benefiz hat der erste Held und Liebhaber Walter Neumann das hochinteressante Volksstück mit Gesang Pfarrer von Kirchfeld“ von Ludw. Anzengruber gewählt. Der Benefiziant spielt den Pfarrer Held, eine seiner besten Rollen und Direktor Hans Freihen die charakteristische Rolle des Wurzelsepp. Außerdem ist das gesamte Personal beschäftigt. Die Vorstellung verspricht einen wirklich künstlerischen Genuß, möchte auch der materielle Erfolg für den Benefizianten und allgemein beliebten strebsamen Künstler ein befriedigender sein. Wir bemerken noch, daß Dutzendkarten zu dieser Vorstellung keine Giltigkeit haben. Am Freitag wird die bei der Erstaufführung mit durchschlagendem Erfolge gespielte Novität„Der Stammhaum“,„Schwan, von Lenz und May=Hartung, ersten Male wiederhott. Der Besuch ist sehr zu empfehlen. wurde Schröder Turnhalle Bracksiek Slau crau Fohrmann Twelker Zurmühlen Vereinslokal Flaßbeck, Breitestr. 15, 20 Laut Beschluß der sind zwei Delegierte zu reschlagen daten werden vun der Gener.“ Brackwede Brake Gadderbaum Großdornberg Gütersloh Gellershagen Heepen Kirchdornberg Quelle Rheba Sauvesche Schildesche, H Sieker Ober=Sieker Stieghorst ubbedissen Herentrup Goeke Ummeln, Gütersloherstraße 274. „eraiversammlung wahen. 10 Uhr vorLücking Fischer Meier Vereinslokal Klemme Rollkrug Vereinslokal Heinr. e. Herforderstr. Gegen den Malermeister Gustav Schindelbauer von hier gestern vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wetzen wetruges verhandelt. Schindelbauer hat nach der der Branden4csihre seines Vaters, der eine Agentur werden von der Generalversammlung seis schischeis er Pihesie in 1 SSs eie hels btaleebee Mselsen Die Bevoll trauensleute: baldigst vorzu selben sich bis Parteisek An denselb sch dieser von vemüht sich of ganze Antwor lichen" Rahme derwertigkeit? man zu befried geht. „AAuf unsere, nicht erblärt h Tabaksteuer, h aber gleich wie nur von der M gewesen". Die Presse stets sch klärung Dr. 2 in„allen Fäller Rede gewesen. Burckhardt geh hausen hat Wirtschaftlagen flört, tlicher klart, die Wir steuerung. In Drebung von de lich=Sozialen er gemeint. In sichtiger geweser angezapft. Dr. Kommission fal schaftlichen Kommission wä Kommissior nenberg ge Lieberman: schriebenes Partei. Her in der Versami Burckhardt so g troffen., Dr. B1 und Liebermar Mitglied de die Tabaksteuer Nun gibt H. der Wirtschaftli mungsliste von Bezeichnung: W ten 18 für und sich die Sache be Vereinigung zuz wahl sich, noch einigung angesch lesen können. D des Schreibers Die Schuld sie das bekannte wichtszolles gem mann=Bremen a der Tabakverein reit waren, gege gegeben hätte, ni gar nicht zu beg die Mitglieder Abgeordneten wi Tavakarbeitern! den Großfabrika diese Abgeordnet sie anrichten! haben jetzt einen Schnapsblock ma Dann schreib Schlüter in den meyr wie einmal leiter Schlüter urteilt, weil di Tabakindustrie h halb müßten die vor wie nach gege testieren, Daßa an den Arbeiter: hätten, für die Christlich=Soziale beiter nichts sin! tanzen. Tabakarbeiter Verrat der Wirt H. G. im„Raver Verrätern nachla Ueber unsere einem faden Witz Zentrumsparteig glaubt aber, daß gibt. H. G. wird arbeiter sehr wick angehören. Die sind Vertrauensm eine Vertrauensst einer Zentru aber gezeigt, daße und Spott hinwec tionssitzung den 1 lose Tavakar lehnt, und nur Umständen die S wogen, einer Unte Um diese 4 Millic schlossen, die Ta schon am 15. Das ist die P Partei, worin 9 beiterverbandes V „Nun haben wigefallen wäre, wer stimmt hätte. Wi in welcher die Ta wurde. H. G. glaubt können, indem er Mehrheit angenom Wirtschaftlichen 2 Er schaltet da stimmten“. G. scheint d kennen. 19 Manda welches mit 3 men wird; da Lesung stimmten unter 18, die sich; 13 abgezogen, blie stimmten 155. Went sich die 155 um 18 Stimmengleichheit rühmte Gewerkscha sogar noch eine St einige sogenannte scher, für die Ta ruhig erklären kön der Tabakindustrie er einen rechtswidrigen Ver. o soll er nichtversicherte be.# haft als versichert angegeben gar nicht beschädigte Scheiben heiben bei Schadensfällen zu tücke als zu klein angegeben lngeklagten am 22. Mai d. J. betruges freigesprochen, indem schverständigen annahm, solche isversicherungsbranche üblich chtswidrigen Verhaltens nicht rteil war von der Staatseden. Zum gestrigen Termin ichverständige geladen, einige blieben., Nach mehrstündiger auf Antrag der Staatse Zeugen zu laden ingen. nversammlung. Heute, Ihr, im Lokale der Witwe Luisenstraßen=Ecke, Vortrag „Die neuen Steuern auf die Arbeiterneider und Wäschelugust, abends 9 Uhr, in nlung der Zuschneider, ibends 8½ Uhr bei Flaß. ter und= Arbeiterinir bei Timmert. itag, 6. August, abends 8½ s Günther in Hüffen. Geisvorstand werden anwesend end, 7. August, abends 8½ s Genossen Mademann von 1907 und der„Segen“ Sonnabend, 7. August, er Flugblätter. sammlungen :* 5. August. August. August August. g, 10. August. I. August. 12. August August. August. 5, August. 15. August. 15. August. tgust. ugust. lugust. ing: olgen der Tabaksteuer und erung.“ für den Wahlkreit eubrück. Parteitag in Leipzig. rsammlung: ten zum deutschen tage erfolgt durch ür„Vereins bei einfacher lenden Delegierten, sowie egeralversammlung festgeweitglieder nicht bindend. t: Vornahme der Abalten werden. sonntage von 10 Uhr vorsbuch. itgliedsbuch zu bestätigen. amen als zu wäh„sind ungiltig. rsammlung ist im Wahlwacht" bekannt zu geben. Litglieder des Vorstandes Mitglieder der Ortshrer Mitte ein WahlDie Adresse des Vorrmitteln. über die vollzogene Wahl die Zahl der Mitglieder, d das Resultat der Abin verschlossenem bermitteln, der spätestens esamtresultat festzustellen hen hat. Das Kuvert ist ersehen. vacht" bekannt zu geben. e bezw. Bezirks sind die Wahl der Delegierter zig 1909. Ortsgruppe: il Babenhausen Brackwede Brake Gadderbaum Großdornberg Gütersloh Gellershagen Heepen Kirchdornberg Quelle Rheba Sauvesche Schildesche, Herforderstr. Sieker Ober=Sieker Stieghorst Ubbedissen Uerentrup Ummeln, Gütersloherstraße 274. ralversammlung en.46 ugust, von 10 Uhr vordie Zukunft raten wir H. G. also, seinen Jünglingsmund r Generalversammlung Bannhorft, Schreck. sbuche über die Be. daß in den alten trags=Seite für neuen Mitglieds. r Monatsrubris stempelt wird. „Die Bevollmächtigten der Ortsgruppen und die Bezirksbertrauensleute werden ersucht, die Ernennung der Wahlkomitees haldigst, vorzunehmen, damit die Abresse des Vorsitzenden des= Vorpitzigleit seiner beloggten hndichen selben sich bis spätestens den 18 August in den Händen des! Tabakarbeitertender au sein. Die christlichen Parteisekretärs befindet. christichen Phrajend s daben an der NAn henfelben Euh auch bi, Mahlusf-s.... 1 Ges scherzi genug. Jetzt war die Zeit, ngo es . Taren zu zeigen, und da hat sich der ganze christliche Spuk als gemeine Aufschneiderei erwiesen. [Albert Schulz=Bielefeld wird jeden ersten Sonntag im Monat, nachmittags von 3 bis 6 Uhr im Lokale des Herrn An deuselben sind auch die Wahlresultäte zu senden. Der Vorstand. „Ravensberger“. a#n Au## unsere an den„Ravensberger“ gerichteten Fragen hat G. eine Antwort schreiben lassen. Dieser H. G. bemüht sich offensichtlich, recht Geistvolles zu schreiben. Die genau in dem bekannten„christhmen und Stil. Man rechnet mit der geistigen Minderwertigkeit der Leser oes„Ravensberger“, und diese glaubt man zu befriedigen, indem man um den Kern der Sache herum ichröüiers erste Frage, 9b Dr. Burckhardt hier in Westfalen hat, die Wirtschaftliche Vereinigung sei gegen die Tabaksteuer, hat er ein rundes„Nein“, korrigiert dieses Nein aber gleich wieder, indem er ausführt:„Es ist in allen Fällen E eelsen Fäilen sei nux von der Mehrbeit der„Chrstlichen die Burchhardt gehaltenen.. 6 B: bei allen von Dr. Dr. Burckhardt zu war. In Hiddennicht von der Meyrheit der Wärt ie“ Pirichsfeiniguge geredet, sondern klipp und klar ersteuerung Ziur Haftliche Vereinigung sei gegen die TabakbeHraßuns; In Liedenhausen selbst machte man auch nicht diese Dregung von der Mehrheit, sondern dort wurde von den Christlich=Sozialen erklärt, Dr. Burckhardt habe die Banderolesteuer gemeint. In Minden ist natürlich Dr. Burckhardt vorsichtiger gewesen. Dort wurde er vom Syndikus Dr. Hindenberg Entscheidung in der Kommission falle. Er habe Einfluß in der Wirtschaftlichen Vereinigung und werde sich daher in die Kommission wählen lassen. Ebenso würde das andere Kommissionsmitglied Liebermann von Sonnenberg gegen die Tabaksteuer stimmen, denn Liebermann von Sonnenberg sei auch eingeschriebenes Mitglied der christlich=sozielen artei. Herr Hindenberg und die Mindener Kollegen, welche in der Versammlung waren, werden uns bestätigen, daß Dr. Burckhardt so gesprochen hat. Von allem ist aber nichts eingetroffen. Dr. Burckhardt ist nicht in die Kommission gekommen und Liebermann von Sonnenberg, eingeschriebenes itglied der christlich=sozialen Partei, hat für die Tabaksteuer gestimmt. . Vun. Likt. KH. B. 1g zu, daß Dr. Burckhardt von der Mehrheit der Wirtschaftlichen Vereinigung gesprochen hat. Die Abstimmungsliste von der 2. Lesung enthält bei 23 Abgeordneten die Bezeichnung: Wirtschaftliche Vereinigung, von diesen 23 stimm18 für und 5 gegen die Tabaksteuer. Der Schreiber macht ch die Sache bequem, indem er 19 Mandate der Wirtschaftlichen ereinigung zuzählt. Er vergißt, daß seit der letzten Reichstagswahl sich, noch mehrere Abgeordnete der Wirtschaftlichen Vereinigung angeschlossen haben, wie er ja im„Ravensberger“ hätte lesen können. Dr. Burckhardt hat also auch nach der Darstellung des Schreibers die Unwahrheit gesagt. Die Schuld sollen nun die Zigarrenfabrikanten haben, weil sie das bekannte Angebot einer Erhöhung des bestehenden Gewichtszolles gemacht haben. Als Kronzeuge wird Genosse Deichmann=Bremen angeführt, der in Dresden gesagt haben soll, daß der Tabakverein vielen bürgerlichen Abgeordneten, die schon bereit waren, gegen die Tabaksteuer zu stimmen, einen Vorwand gegeben hätte, nun dagegen zu stimmen. Der Schreiber scheint zu begreifen, welche furchtbare Anklage er hier gegen die Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung erhebt: die Abgeordneten wissen, welch ein Unheil die Tabaksteuer den Tavakarbeitern bringt! Da wird denselben von den Kapitalisten, den Großfabrikanten, ein Vorwand gegeben, und nun verraten diese Abgeordneten das Volk. Was schert sie alles Elend, das sie anrichten! Was fragen sie nach den Tabakarbeitern, sie haben jetzt einen Vorwand und können sich lieb Kind beim Schnapsblock machen. Dann schreibt H. G. weiter:„Ferner hat der Gauleiter Schlüter in den letzten Protest mehr wie einmo leiter Schlüter hat das Angebot urteilt, weil die Abgeordneten nunmehr sagen würden, die Tabakindustrie habe ihnen ja selbst die Steuer angeboten, deshalb müßten die Arbeiter jetzt ganz besonders betonen, daß sie vor wie nach gegen jede Belastung des Tabaks aufs schärfste protestieren. Daß aber nun, nachdem die Fabrikanten den Verrat an den Arbeitern begangen haben, die Abgeordneten ein Recht hätten, für die Tabaksteuer zu stimmen, das kann doch nur ein Christlich=Sozialer glauben, bei denen die Interessen der Arbeiter nichts sind, die nur nach der Pfeife der Unternehmer tanzen. Tabakarbeiter! Offener hat noch keiner den schmachvollen Verrat der Wirtschaftlichen Vereinigung zugestanden, wie hier H. G. im„Ravensberger“. Wie kann ein Arbeiter noch solchen Verrätern nachlaufen? Ueber unsere Fragen 2 und 3 glaubt der Schreiber mit einem faden Witz hinwegzukommen. Auf Frage 4, ob Röös zur Zentrumspartei gehöre, kann er auch keine Auskunft geben. Er glaubt aber, daß Röös auf die Gesinnungsschnüffelei nicht viel gibt. H. G. wird aber schon gemerkt haben, daß es für die Tabakarbeiter sehr wichtig ist, zu wissen, welcher Partei ihre Führer angehören. Die beiden Vorsitzenden des christlichen Verbandes sind Vertrauensmänner der Zentrumspartei. Röös nimmt auch eine Vertrauensstellung in der Zentrumspartei als Sekretär einer Zentrumsgewerkschaft ein. Das Zentrum hat aber gezeigt, daß es über die Leichen der Tabakarbeiter mit Hohn und Spott hinwegschreitet. Das Zentrum hatte in seiner Fraktionssitzung den Unterstützungsantrag für arbeitslose Tabakarbeiter mit 42 gegen 21 Stimmen abgelehnt, und nur die Angst der Konservativen, daß unter diesen Umständen die Steuer fallen könne, hat diese Partei dann bewogen, einer Unterstützung von 4 Millionen Mark zuzustimmen. Um diese 4 Millionen aufzubringen, hat das Zentrum dann beschlossen, die Tabaksteuer nicht erst am 1. Oktober, sondern schon am 15. August in Kraft treten zu lassen. Das ist die Partei des Herrn Röös, das ist die Partei, worin Vorstandsmitglieder des christlichen Tabakarbeiterverbandes Vertrauensposten bekleiden. Nun haben wir die Frage 5 gestellt, ob die Tabaksteuer nicht gefallen wäre, wenn die Wirtschaftliche Vereinigung dagegen gestimmt hätte. Wir dachten hierbei an jene Kommissionssitzung, in welcher die Tabaksteuer mit einer Stimme Mehrheit gerettet wurde. „ H., G. glaubt nun, seine ganze Bauernschlauheit zeigen zu konnen, indem er schreibt:„Ein Gesetz, das mit 36 Stimmen Wehrheit argenommen ist, kann nicht durch die 19 Mandate der Wirtschaftlichen Vereinigung abgelehnt werden.“ zimmteich“ noch ein:„die teilweise bekanntlich dagegen G. scheint die Technik bei Abstimmungen absolut nicht zu kennen. 19 Mandate genügen, um ein Gesetz abzulehnen, welches mit 36 Stimmen Mehrheit angenommen wird; dazu genügen schon 18 Mandate. In zweiter Lesung stimmten für die Tabaksteuer 191 Abgeordnete, darunter 18, die sich zur Wirtschaftlichen Vereinigung zählen. Diese 13 abgezogen, blieben 173(für). Gegen die Tabaksteuer stimmten 155. Wenn nun die 18 dagegen gestimmt hätten, so würden sich die 155 um 18 auf 173 erhöhen. Das Gesetz wäre dann mit Stimmengleichheit abgelehnt worden. Hätte dann noch der berühmte Gewerkschaftsführer Giesberts dagegen gestimmt, so wäre sogar noch eine Stimme darüber gewesen. Nun haben aber noch einige sogenannte„Arbeiterführer", wie der bekannte Dr. Fleifür die Tabaksteuer gestimmt, so daß die Tabakarbeiter ruhig erklären können: die christliche Bewegung ist das Unglück der Tabakindustrie, diese hat uns zersplittert und verraten. * Spenge, 3. August. Die Kündigung der Tabakarbeiter der Firma Otte in Lenzinghausen ist wieder zurückgenom men worden. ..s., Herford, 4. August. Auf Grund des in den letzten Tagen unhaltenden Regenwetters führen die Werre und Aa Hochwasser und es mußten die Schleusen am Bergertor geöffnet werden, damit die Fluten Abfluß fanden. * Herford, 4. August. Promenaden=Konzert am Donnerstag, 5. August, 6½ Uhr: auf dem Wilhelmsplatze. Programm: 1. Ouverture z. Op.„Die Krondiamanten“ v. Auber; " Mein Traug“, Wazzer v. Waldteufel; 3. Arie und Finale g.5.Op.„Die Zauverstöte“ v. Mozart; 4. Fantasie a. d. Op. Fnggner Verdi; 5.„Tiroler Holzhacker=Buab'n“, Marsch von s. Herford, 4. August. Klagen über Krankenkassen. Wahre Leidensgeschichten haben die Mitglieder der Möbel=Kasse durchzumachen, ehe sie zu ihrem Rechte kommen. So schied vor SirHeisaperbaeie Sch. aus seinem versicherungspflichtigen Eintigg####ltnis aus und meldete beim Kassierer die freiwinige Forrsetzung der Mitgliedschaft an. Der Herr Rendant Spengemann wies ihn aber kurzerhand ab und stützte sich in seiner Unkenntnis darauf, daß die Kasse keine freiwilligen Mitglieder aufnehme.(?) Als ihm dann doch klar gemacht wurde, daß es sich gar nicht um die freiwillige Erwerbung, sondern um dis,„Fortsetzung der Mitgliedschaft handle, verweigerte er die Weiterführung trotzdem und drohte mit einer ärztlichen Untersuchung; auch fügte er bei, daß der Antragsteller doch als krank befunden und dann nicht ausgenommen würde. Erst nachdem durch das Arbeitersekretariat Beschwerde beim Magistrat erhoben worden war, fühlte sich die Kasse endlich bewogen, das Recht auf die Weiterführung der Mitgliedschaft anzuerkennen. Noch toller erging es dem Arbeiter N. Dieser hat eine mehrwöchentliche Heilkur durchgemacht und fühlte sich schon bei der Entlassung aus der Heilanstalt noch krank. Er erbat sich deshalb von dem Anstaltsarzt eine 14tägige Schonzeit, wurde aber mit dem Hinweis abgefunden, sich die Schonzeit von einem Arzt in Herford verschreiben zu lassen. Doch auch der hiesige Arzt erklärte zuerst, für jemand, der als gesund aus der Heilanstalt entlassen sei, keine Schonzeit verschreiben zu können, bis er sich zu einer eingehenden Untersuchung des Patienten entschloß und dann allerdings die noch vorhandene Krankheit bestätigen mußte. — Man sollte wohl meinen, daß nun das Mitglied auch zu seinem Rechte gekommen wäre und das Krankengeld für die Zeit seiner nun einwandfrei nachgewiesenen Krankheit erhalten hätte. Doch weit gefehlt, der allmächtige Mann in der Möbel=Krankenkasse, Herr Spengemann, erklärte nach wie vor:„Ich zahle kein Krankengeld.“ Das Mitglied wandte sich nun hilfesuchend an den Vorsitzenden der Kasse; derselbe war aber nie persönlich anzutreffen und so wurde der arme Teufel von dem Bureaupersonal an den 2. Vorsitzenden gewiesen. Dieser nun schrieb eine Anweisung an den Rendanten, das Krankengeld auszuzahlen. Als auch dies nichts nutzte, bemühte er sich selbst in die Wohnung des Herrn Spengemann. Derselbe erklärte aber weiter:„Ich zahle das Krankengeld nicht eher, bis ich eine Anweisung hierzu vom 1. Vorsitzenden Herrn Fabrikanten Kopka bekomme.“ Da Herr Kopka nicht anzutreffen war, blieb es heim alten, der Mann bekam eben kein Krankengeld und mußte beim Magistrat Beschwerde erhoben werden.— Als im Frühjahr die Frage der Verschmelzung in der Generalversammlung dieser Krankenkasse besprochen wurde, stützten sich die Gegner der Verschmelzung besonders darauf, daß die Kasse ein Vermögen von 14·000 Mark aufzuweisen und deshalb eine Verschmelzung nicht nötig hätte. Es gelang iynen mit diesem Argument sogar, die Arbeitnehmervertreter zu betören. Was ist aber, so fragen wir, den Mitgliedern mit einem Reservefonds von 14000 Mk. geholfen, wenn sie die paar Mark Krankengeld, die ihnen von Rechts wegen zustehen, nicht bekommen können und auch sonst um ihre Rechte gebracht werden, wenn sie diese nicht erst erkämpfen? An den Mitgliedern wird es sein, diesen skandalösen Zuständen ein Ende zu machen. Auch meinen wir, daß die Vorstandsmitglieder aus den Arbeitnehmern es an dem notwendigen Eifer, die Interessen und das Wohl der Mitglieder zu vertreten, fehlen lassen. ..* Hiddenhausen, 4. August. Auch hier hat ein Teil der Firmen infolge der neuen Tabakwertsteuer sämtliche Filialen am Sonnabend schon gekündigt. Hier die Kündigung: Infolge des neuen Tabaksteuergesetzes sind wir gezwungen, unsere Betriebe vom 15. August d. J. ab auf unbestimmte Zeit zu, schließen.. Je nach Bedarf in den einzelnen Sorten wird die Fabritation wieder ausgenommen. Denjenigen Arbeitern, die nicht mit der Arbeitsunterbrechung einverstanden sind, stellen wir frei, ihre Arbeitsverhältnisse zum 15. August d. J. zu kündigen. Wir weisen noch darauf hin, daß die gesetzlich beschlossene Entschädigung der Tabakarbeiter nicht nur bei völliger Arbeitslosigkeit, sondern bei minderem Verdienst gewährt wird. Bünde i. W., den 31. Juli 09. :: S.hosarheite Steinmeister& Rensch Ob die Tabakarbeiter jetzt zur Einsicht kommen? * Detmold, 4. August. Handzettel=Verbreitung. Am Freitag, 6. August, gleich nach Feierabend, findet die Handzettel=Verbreitung zur öffentlichen Versammlung am Sonnabend, 7. August, statt. Die Verbreitung geschieht genau wie die Flugblatteinteilung am letzten Sonnabend und müssen die zettel beim Genossen Eggen, Krummestraße 4, abgeholt werden. * Detmold, 4. August. Gewerkschafts=Fest. Am Sonntag, 8. August, wird unser Gewerkschafts=Fest durch Konzert, Gesangsvorträgen, turnerischen Aufführungen und Ball gefeiert. Außerdem findet Kringelverteilung für Kinder statt. Das Fest beginnt um 4 Uhr nachmittags. Zahlreiche Beteiligung seitens der organisierten Arbeiterschaft wird erwartet. * Hiddesen b. Detmold, 4. August. Die Firma Strang= meier, Konservenfabrik. In genannter Fabrik sind ca. 80 aus den östlichen Provinzen zugereiste weibliche Personen beschäftigt, die in ihrer Mehrzahl der katholischen Kirche angebören. Am Mittwoch, 28. Juli, sollte nun die Firmung in hiesiger katholischer Kirche durch den Bischof aus Paderborn stattfinden, wozu sich 23 dieser Arbeiterinnen begeben wollten. Zirka zwei Wochen vorher hatten diese bei dem Fabrikanten um Erlaubnis nachgesucht und die Antwort erhalten.„ich will mal sehen, wie es mit der Arbeit ist, ihr bekommt Nachricht". Die Nachricht blieb aber aus. Am Tage der Firmung gingen nun doch diese 23 Christen anstatt an ihre Arbeit, zur Firmung, ttags 11 Uhr von der Kirche zurück, begannen, 1 Uhr kamen mittags. nittags 11 Uhr von der Kirche zurück, begannen. 1 Uhr mittags ihre Arbeit und schafften bis 11 Uhr abends, also noch 9 Stunden mit zwei Pausen von je einer halben Stunde. Be9 Stunden mit zwei Pausen von je einer halben Stunde. Bemerkenswert ist, daß diese jungen ztädchen noch 13 Stunden jetzt täglich arbeiten müssen. Am Sonnabend wurde diesen katholischen Christenkindern von ihrem spärlichen Lohn(14 Pfg. pro Stunde) 5 Mk. als Strafe abgezogen und am nächsten Sonnabend sollten weitere 5 Mk. abgezogen werden. Als die Arbeiterinnen sich dieses nicht gefallen lassen wollten, sagte ihnen der Fabrikant, wem das nicht paßt, der kann sofort gehen. Am 2. August bekamen die Mädchen nun ihre Papiere und die Weisung, bis 6 Uhr hätten sie Zeit, dann müßten sie aber die Fabrik verlassen haben, sie wohnen in Kasernen. Die Mädchen haben aber weder ihren Lohn der letzten drei Tage, noch ihre Kaution in Höhe von 14 Mk. ausbezahlt erhalten, sie wurden also ohne zegliche Barmittel an die gxische Luft gesetzt. Leider ist es in dieser Fabrik mit der Organisation der Mädchen schlecht bestellt, sonst würden diesem Manne die Augen geöffnet werden. st. Rheda, 5. August. Eine Rechtsauskunftsstelle ; ist nun auch für Rheda=Wiedenbrück und Umgegend errichtet worden. Der Arbeitersekretär Genosse keit in allen Fragen des sozialen und.wirtschaftlichen Lebens Rat erteilen. Der Sekretär vermittelt ferner Beschwerden über Verstöße gegen die zum Schutze der Arbeiter erlassenen Bestimmungen an die zuständigen Behörden. Die nächste Auskunftsstunde findet am 8. August statt * Rheda, 3. August. Die Firma H. Wolkenstein schloß mit, dem deutschen Tabakarbeiterverband einen Tarifvertrag ab. Wolkenstein gehört damit zu den Firmen, welche der organisierten Arbeiterschaft empfohlen Der neue Radbodprozeß. Am Mittwoch sollte in dem Radbodprozeß gegen die„Dortmunder Arbeiterzeitung" verhandelt werden. Kurz vor der Verhandlung wurde aber der Termin ohne Angabe von Gründen aufgehoben. * Lippstadt, 3. Aug. Erbauliches aus der Stadtrordnetenversammlung. Der„Glocke", Nummer 174 vom 2. August, entnehmen wir folgenden Bericht aus Lippstadt. Er lautet: „Lippstadt, 30. Juli. Vor Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Stadtverordnetensitzung kam es laut„Patriot" zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen dem christlichen Arbeitersekretär Holle und dem Stadtverordnetenvorsteher Sterneborg. „Stadtv. Holle führte aus, schon in einer früheren Sitzung habe er auf Grund einer ihm zugegangenen Mitteilung an Herrn Stadtt.=Vorsteher Sterneborg die Frage gestellt, ob er ihn(Houles einen Sozialdemokraten genannt hahe. Der Stadtv.=Vorsteher habe darauf erklärt, daß er etwas derartiges auch dem Sinne nach nicht gesagt habe. Heute aber sei er in der Lage, den Beweis zu erbringen und Zeugen dafür zu benennen, daß eine diesbezügliche Bemerlung von Sterneborg doch gefallen sei. Stadtv.=Vorsteher rneborg: Ich ent ziehe Ihnen hiermit das ert. Die Sache gehört hier nicht hin. Es ist eine persönliche Angelegenheit. Stadtv. Holle: Die Angelegenheit gehört hier sehr wohl hin. Ich bin in meiner Eigenschaft als Stadtverordneter vom Stadtverordnetenvorsteher beleidigt worden und vin es beshalb meiner Ehre schuldig, mich vor der Oeffentlichkeit und dem Kollegium zu rechtsertigen. Stadtv.=Vorsteher Sterneborg: Ich entziehe Ihnen nochmals das Wort. Wenn Sie etwas wollen, so können Sie das vor Gericht austragen. Stadtv. Holle: Ich mache Herrn Stadtv.=Vorsteher darauf aufmerksam, daß er, gar nicht das Recht hat, mir das Wort zuentziehen. Wenn ich hier eine Angelegenheit zur bringe, die sich auf den Stadtverordnetenvorsteher persönlich bezieht, so ist er verpflichtet, den Vorsitz an einen anderen Herrn abzutreten.— Vielleicht erinnert sich der Herr Stadtverordnetenvorsteher seiner über mich gemachten Aeußerungen, wenn ich ihm die näheren Umstände ins Gedächtnis zurückrufe: Gelegentlich einer Zusammenkunft im vorigen Jahre mit einigen Gutsbesitzern, unter andern dem Herrn Gutsbesitzer Haselhorst=Mettinghausen, ist die Sprache auf die Stadtverordnetenversammlung und die=Wahlen in Lippstadt gekommen. Bei dieser Gelegenheit ist von dem Herrn Stadtverordnetenvorsteher u. a. gesagt worden:„Es geht ja im allgemeinen ganz gut, nur hat man uns jetzt einen Sozialdemokraten in das Stadtverordnetenkollegium gewählt.“ Auf die erstaunte Frage des Herrn Gutsbesitzers Haselhorst, wer das denn eigentlich sei, wurde darauf vom Herrn Stadtverordnetenvorsteher Sterneborg erklärt:„Das ist der Arbeitersekretär Holle. Denken Sie sich mal, dieser Mensch verlangte neulich sogar eine Geschäftsordnung!“(Heiterkeit.) Es steht somit ohne Zweifel fest, und die zugegen gewesenen einwandfreien Zeugen stehen mit ihrem Namen dafür ein, daß doch eine solche Verdächtigung meiner Person in meiner Eigenschaft als Stadtverordneter gefallen ist. Zwei Punkte haben mich veranlaßt, dieser Verdächtigung hier öffentlich zu widersprechen. Zunächst bin ich lerschaft gegenüber, die mich als Zentrums=StadtPrlischtet, Istr=ätlich diese: un ni as Sozialdemokraten, verEin zweiten atlinddiese unwahre Verdächtigung zurickzuweisen. Cruno, der mich veranlaßt hat, die Sache offentlich zur, Sprache zu bringen und der mich davon überzeugt, daß diese Anschanung auch schon in weitere Kreise gedrungen ist, ist ein Vorfau, der mir auf dem Bezirkskommando in Soest siert ist,„wo ich zu einer vierzehntägigen Landwehrübung mich steuen mußte. Von den drei dort zur Garde gerade eingegggäsß 8 an spehrleuten brauchten nur zwei fort; einer war O#nsäct##e Da die anderen zwei Landwehrleute noch keine Landwehrubung mitgemacht hatten und gern, weil die Zeit für sie günstig war, üben wollten, während ich bereits eine Landwehrübung gemacht und reklamiert hatte, so lag es sehr nahe, daß mein Gesuch berücksichtigt worden wäre. Von dem dort Oberleutnant wurde mir dann aber unter Zeugen erklärt, daß verfugt worden sei, daß ich üben müßte. Auf meine Frage, woran das liege, wurde mir ausdrücklich erklärt, auf Grund der Aeußerungen der Polizeibehörde Lippstadt.(Allg. Erstaunen.) Da die anderen Landwehrleute freiwillig von der Uebung nicht zurücktreten wollten, so mußte durch das Los einer von den andern beiden dazu bewerden. Dieser Vorfall, den ich zufällig erfahren habe, beweist mir zur Genüge, wie im Stillen gegen mich gearbeitet wird und welche Auskunft direkt oder indirekt über mich gegeben worden ist. Diesen Vorfall weiter zu beleuchten, halte ich für üverflüssig, da er genügend für sich selbst spricht. Aber wozu ich mich veranlaßt fühle, ist, daß ich diese Verdächtigungen öffentlich zuruckweise und Herrn Stadtverordnetenvorsteher Sterneborg ersuche, zu erklären, ob er diese Aeußerungen gegen meine Person auch fernerhin noch aufrecht erhalten will. Stadtverordnetenvorsteher Sterneborg: Ich lehne es ab, hierauf zu antworten, weil die Sache nicht hierhin gehört. Stadtv. Holle: Dann erkläre ich hiermit, daß ich zu Herrn Sterneborg als Stadtverordnetenvorsteher das Vertrauen kör#eres shabe. Stadtverordnetenvorsteher Sterneniche oder nichtzi gans gleichgiltig, ob ich Ihr Vertrauen geMan darf wohl annehmen, daß dieser in mehrfacher BeSchen wing Flesaun, ze n0ch ein gerichtliches Nachspiel zußerbasß gerannt in uns, daß man in gewissen Kreisen auch iälbemotraten stlich organisierte Arbeiter mit Sobstat#snin gern in einenTopf wirft, wenn man sich auch jetzt huler, pas offentlich auszusprechen. Der Fall, daß christlichorganisierte Axbeiter hei den Militärbehörden angeschwärzt und deshalv nicht beforoert wurden 2c., wurde noch vor einem Jahre gegenüber einer Polizeibehörde im Ruhrkohlenbezirk fest„Diese, Erlebnisse des christlichen Arbeitersekretärs Holle sind iegutiger„ Beweis für die Richtigkeit unserer Behauptung, iese christtichen arbeiter nur dem Umstande, daß wir ihnen den linken Flüger becken, es verdanken, wenn sie eine gewisse Schonung, ja sogar Unterstützung bei den„staatserhaltenden" Tarteien und bei den Behörden genießen. Weil man die wahren Vertreter der urveiterinteressen mit Recht für viel gefährlicher für die auf dem kapitalistischen Profit aufgebaute Gesellschaftsordnung hält, darum erlaubt man den christlichen Helden, ein wenig den Mund aufzutun. als ob auch sie Arbeiterinteressen wahrnähmen. Aber der Dämpfer, der im Notfall aufgesetzt werden kann, ist stets in Bereitschaft. Briefkasten der O. G., Rheda. 10000 Marken in der besprochenen Größe kosten 15 Mk., 15000 17,50 Mk. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Max Sachs, für den Inseratenteil: Wilhelm Böttcher, beide in Bielefeld. Die Preise haben nur noch bis Sonnabend abend Gitigkeit. Die Preise haben nur noch bis Sonnabend abend Giltigkeit. Seltene Gelegenheit! Waffel-Bettdecken sonst 6.75 Stück 4•5 Waffel-Bettdecken teils mit Bogen teils mit Franzen 165 245 290 Waffel-KommodenDecken sonst 684 sonst 904 sonst 1.25 35 68, 95, Imit. HäkelKommoden-Decken 78 Engl. 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Die Neberinnen der Firma Oellus& Söhne. Die Beerdigung findet am Freitag, den b. August, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Spindelstr. 108, aus statt. Nr. 18 intert 0 Uns geht folge Wieder einme schwere Konflikte päischen Soldaten In Spanien habe ganze Lasten auf hoben. Seit lat Partei die Gefahr gegenwärtige Zuse 1907 hat der Int stimmigkeit eine Unternehmungen Quelle in den fi haben, und er hat Blut der Arbeiter gegeißelt. Dersell reichs und Spani unternehmen, um die Europa mit d. noch bedrohen köni In Ausführun tischen Parteien Fi sammlungen orgar den Nationen auf beiden Länder, die darauf geantwortet Delegierten Pablo sischen Albert Wil Woche verflossen, o Parteien, die dire verkündet hätten. sammlungen gegen wo das Proletaria den Philippinen er in Santander, in? anderswo. In ihr klamationen und be unterzeichnet von haben die Mitglied kratischen Arbeiter Politik, die man ha hat. Anstatt die pr dem Zweck, die bed die spanischen Prol den öffentlichen Un des, daß 68 Proze Nonnen vorhanden mindern in einem Millionen jährlich einnahmen für Sch notwendig sind, hat gefahren, unter der Abenteurerpolitik zu Proletariat mit die trägt. Aber wenn Vereinigten Staater hat; so haben di zeugen, die des Gesc zuschiffen und sich di denden irgendwelche Die Revolte ist Männer und Frauer Mütter. Und in d Mönche hat die Volk antimilitaristischen, nommen. In dieser demokratischen Freur schuldet ihnen ein Z3 Sie haben dem Kr Lebens, sie haben d führung gebracht, un tion. Wir verkün Reaktion, die sich 30 Roman a vor Die neu a kleinen Zeltstä vorbeschriebene gar nicht, der ja auch nicht, Freude an der saßen, und wie selbst hier und Aber auch d Zeit, denn ihr leute zu finder bekannt waren, Minen, die Ar konnten. Sie der direkten ur ihrer wilden u hielten, fühlten Endlich gin die Goldwasche: um die Feuer bereiten, teils Eßbuden, um " Von unsern Justizrat hätte Haus“ gemußt, ebenfalls etwas Daran dachte a lange gut, und durch die Stad Lamberg un Instizrat den vor einem der geblieben, als „How d'vou „roten wollenen dem rechten Oh zenden Fettsaul stand. „Hallo,“ sagt mann? Woher sicht sich zu * eine singend * Preise haben r noch bis jabend abend Giltigkeit. * ene Gelegenheit! -Bettdecken 30 sonst bis 8.75 168 Zbetig 390 ändchen ise bises sonst 1.00 sonst 1.45 75 100 Elegante tler-Gardinen IIs u. 1 Lambrequin sonst 13.50 komplett 7•5 st-Teedecken ür kl. Tische onst bis 1.15 48 feedecken sonst 3.50 200 Volk. värts 10 Pfg. lkswacht, Bielefeld. ist wert, auch von den Lesezu werden. mitheiten, Piotel, KopfFlechten, offene Beine alten Rat, wie sie schnell von ihren Leiden befreit öller, Herforderstr., theiderschule. 3565 erford. igs-Klub Gemütlichkeit veranstaltet g, den 8. August, es Herrn Läge, Bahnsofshotel, ein 4 Uhr nachmittags.— ergebenst ein Der Vorstand. iese mit Konverts druckerei„Volkswacht“. b nach langem, Aitarbeiterin nhorst 4201* er Charakter und d. us& Söhne. 6. August, nachtr. 108, aus statt. „uc i u O Oce. Das internationale sozialistische Bureau für dir spanischen Grnosen. Uns geht folgender Aufruf zu: schmere Janssuma,, dat die Kolonialpolitik des Kapitalismus häischen Saihaten dervorgerusen. In Marokko sind die eurodaten in den Kampf mit den Eingeborenen geraten. In Spanien haven sich die Arbeiter gegen einen Krieg, dessen ganas Lasten auf den ärmsten Teil der Bevölkerung fallen, ekPartei die Ger=laugem hatte übrigens die sozialdemokratische Purkei die Geführen einer Situation vorausgesehen, aus der der gegenwärtige Zusammenstoß entsprungen ist. Am 24. August 1907 hat der Internationale Kongreß in Stuttgart mit Einstimmigkeit eine Resolution beschlossen, die die marokkanischen Ouelle zmungen Frankreichs und Spaniens verurteilte, die ihre haben, und er hat die bestehende Praris der Vourgeoisse, die das ihre tendenziösen Nachrichten und die Zensur die Opfer in Verbrecher und die Verbrecher in Opfer umzulügen. Aber unsere Solidarität darf sich nicht darauf beschränken, in Versammlungen unseren Prolest gegen die Henker der Arin Versammlungen unseren Prolest gegez, die Henker der Arveitertlasse zum Ausdruck zu bringen. Männer sind gefallen, Frauen und Kinder sind getotet, Wohnungen sind durch Kanonenschüsse zerstört worden. Wir haben die moralische Pflicht, die Opfex zu unterstützen und unseren Parteigenossen zu helfen, ihre Bewegung auszudehnen. Um zu diesem Zweck zu gelangen, schlagen wir vor, einen Fonds zu bilden, dessen Betrag der spanischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei überliefert werden soll, die das Geld nach bestem Wissen benutzen wird. Vor einiger Zeit haben unsre Freunde in Madrid beschlossen, eine tägliche Zeitung herauszugeben, um besser der Verbreitung unsrer Ideen zu dienen. Die belgische Arbeiterpartei, die sich der pekuniären Hilfe erinnerte, die ihr bei ihrem Entstehen durch die deutsche sozialdemokratische Partei geleistet worden ist, hat bereits Listen herausgegeben. Wir hoffen, daß dies Beispiel befolgt wird. So können wir Wunden verbinden, und wir werden der tapferen spanischen Sozialdemokratie die notwendige Munition liefern, um ihre Aktion gegen den Kapitalismus verstärkt weiterzuführen. gez.: Das Exekutivkomitee des internationalen sozialdemokratischen Bureaus. Eduard Anseele. Léon Furnemont. Emile Vandervelde. Der Sekretär: Camille Huysmans. Blut der Arbeiter zur Erreichung von Gewinnen fließen läßt, Derselbe Kongreß hat speziell die Arbeiter FrankSpaniens aufgefordert, eine kräftige Kampagne zu unternehmen, um die Expeditionen nach Marokko zu verhindern, noch bedroßen sännen daben Ausführung dieses Beschlusses haben die sozialdemokrasamrilungen orgarisere und Spaniens eine Reihe von Verbeident änden zigem zu erhatten, und die Regierungen der Nio Miole###### Meeiz. Veresicsen eazet, iden ie aus Peantaich eunteren Kanschen Se g. uegutt Ptugenwirtschaft. riegiegten Pahlo, Iglesias, und aus Spanien unseren, franzöBihsg gersfgfe ausweisen ließen. Seitdem ist nicht eine Porteien. die Zirestr die verantwortlichen Organe unserer ver kindei tätr btez interessiert sind, nicht ihre Anschauungen verrunder hatten. Um nur von Spanien zu sprechen, haben Verwo Bas Pralstege. Prieg in allen Städten stattgefunden, den Philippig s de 1clicklichen Kriege auf Kuba und in Santanden n Podrid in Salamanca, in Leon, anderswo. In ihr Freites- valengic, in Barelona und noch W: In ihren urtileln, in ihren Reden, in ihren Proklamationen und besonders in dem Manifest vom 28. Juni 1909, Pablo Iglesias und Marino Garcia Cortes, haben die Mitglieder des nationalen Komitees der sozialdemohen der Salit s,is zie hatte befolgen sollen, und jener, die man befolgt dem Zweck, diesheriv Kräfte Spamens zu entwickeln, zu i tsauee die begauerliche periodische Auswanderung, zu der die spanischen Protetarier verurteilt sind, zu beseitigen, anstatt dex ösientlichen Unterricht zu verbessern angesichts des ZustanBannen uos prozent Analphabeten und 50000 Mönche und mine vrhanden sind, anstatt die öffentlichen Lasten zu verminoern in einem Lande, wo das Kultusbudget mehr als 50 cillignen jährlich absorbiert und wo 60 Prozent der Staats„ennahmen für Schuldenperzinsung und militärische Ausgaben norwendig sino, hat das Gouvernement des Herrn Maura fortScabtentgrngterd Aegide der internationalen Finanz eine Abementerpolik zu betreiben, die um so leichter ist, als das #letaxigt mit die Geldsteuer und ganz allein die Blutsteuer fragt. Aver wenn der unglückliche Krieg Spaniens gegen die Vereinigten Staaten auch der Regierung nicht zur Lehre gedient hat; so haven die Proletarier sich geweigert, sich auf Fahrzeugen, die des Geschwaders Roschdjestwenskis würdig sind, einzuschiffen und sich die Haut durchlöchern zu lassen, um die Dividenden irgendwelcher Bergwerksgesellschaften zu retten. Revolte ist gekommen, fast spontan, eine Revolte der Männer und Frauen, der Gatten und Gattinnen, der Väter und Urd in diesem Lande der parasitischen Priester und Mönche hai die Volkswut nicht nur einen antikapitalistischen und antimilitaristischen, sondern auch antiklerikalen Charakter angediesen schweren., Ereignissen haben unsre sozialdemokratischen Freunde iyre Pflicht erfüllt. Die Internationale schulver ihnen ein Zeichen der Sympathie und der Dankbarkeit. ben dem Krieg den Krieg gemacht mit Gefahr ihres Lebens, sie haben die Resolution unsres Kongresses zur Ausführung gebracht, und darum sind wir solidarisch mit ihrer AkWir lesen im„Vorwärts“. Mitschuldig an der Mielczyner Prügelwirtschaft ist die Waisenverwaltung der Stadt Berlin. Mitschuldig ist sie, weil sie dem„Evangelischen Verein für Waisenpflege in der Ostmark" und seinem Pastor Breithaupt die Berliner Fürsorgezöglinge nach der Anstalt Mielczyn gab, ohne sich viel darum zu kümmern, wie sie dort behandelt wurden. Als im März d. J. unsere Stadtverordnetenversammlung dem mit diesen„Deutschtumsförderern“ abzuschließenden Vertrag zustimmen sollte, wurde von sozialdemokratischen Stadtverordneten aufs eindringlichste davor gewarnt, einem solchen Verein die Fürsorgezöglinge Berlins auf Gnade und Ungnade auszuliefern. Aber vom Leiter der Waisenverwaltung wurden alle möglichen Zusicherungen gegeben, es wurde erklärt, daß man alles tun werde, um eine geordnete, Erziehung zu gewährleisten— und so kam wurde erklärt, daß man alles tun werde, um eine geordnete, Ergeeuuns zu geggührteitten— undis# tam der Vertrag zustande. Wie diese Versprechungen gehalten worden sind, das hat sich gezeigt. Nach§ 4 des Vertrages sollte die Dienstvorschrift für die Berliner Anstalt zu Lichtenberg auch in der Anstalt zu Mielczyn„sinngemäß" angewendet werden. Der Stadtverordnetenausschuß, der den Vertrag vorzuberaten hatte, wurde belehrt, daß in dieser Dienstvorschrift folgende Strafen für die Zöglinge festgesetzt seien: 1. Versagung des Besuches der Angehörigen, 2. Strafarbeiten, 3. Entziehung der Arbeitsbelohnung, 4. Entziehung des Urlaubs, 5. Arreststrafen— und erst beim Versagen all dieser Strafmaßregeln 6. körperliche Züchtigung mit einem Rohrstock bis zu zehn Hieben, in besonders schweren Fällen bis zu 20 Hieben. In diesen Fällen und bei schwächlichen oder kranken Zöglingen müsse zuvor der Anstaltsarzt gehört „Alle Strafen seien in ein Register einzutragen, das halbjährlich dem Vorsitzenden der Waisendeputation zu übermitteln sei. Und nun sehe man sich an, was der Pastor Breithaupt getan hat! Hat er erst beim Versagen aller anderen Strafmittel geprügelt? Hat er die Prügelstrafe mit einem moyrstock vonstreckt? Hat er sich an zehn und in besonders schweren Fällen an 20 Hieben genügen lassen? Hat er zuvor Patesz22 Pagegisteg deg. führenden. Platt der Agrarier. der einen Arzt uber die Zulässigkeit seiner Prügelexekutionen be zu“ Schr nuten=Derteis.„Viel Larm um— fragt? Und hat er der Wassenverwaltung durch Führung eines schönigungsnotiz, die er uder chreibt Knuten=Oertel eine BeRegisters dig Kontrolle ermöglicht? Nichts von alledem! Hiebe Ueberschrift kännte ebenso gut im P. seiher verfaßt waren, das Millei, zu dem er schon, bei geringen Verfehlungen griff. Hiebe teilte er aus mit der Peitsche und mit dem Spazierstock. Hiebe scusten auf die Jungen nieder in einer Zahl, die weit über 20 hinausging, hinaufging bis zu 50, ja, man behauptet bis zu 100. Kein Arzt wurde zuvor gefragt, und kein Register wurde über die Prügelleistungen geführt. Warum unterblieb das alles? Weil der peitschenschwingende Pastor die Instruktion für Lichtenberg gar nicht kannte. Weil der Leiter der Waisendevutation sich nicht darum gekümmert hatte, ob sie dem bewährten Gottesmann zugeschickt worden war. Daß der jetzt seine ten hiermit noch entschuldigen darf, das ist eine Schmach für die Waisenverwaltung unserer Stadt. Und wie steht es um die psychiatrische Untersuchung der Zöglinge vor ihrer Ueberweisung an Privatanstalten? Sie wurde versprochen, als damals Stadtverordneter Genosse Dr. Bernstein forderte, daß auch dem Irrenarzt ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt werde. Haben solche Untersuchungen stattgefunden? Sind ihre Ergebnisse dem Pastor Breithaupt mitgeteilt worden? Da ist ein 15jähriger Junge, der Anfang Juni aus der Anstalt Mielczyn entlaufen war und zeryauen in Berlin ankam. Als der im Februar d. J. durch Gerichtsbeschluß zur Fürsorgeerziehung verurteilt wurde — nach den Mielczyner Vorgängen muß man in der Tat sagen: — wurde in der schriftlichen Ausfertigung des Beschlusses gesagt:„Bei der Ausführung der Fürsorgeerziehung wird zu berucksichtigen sein, daß sowohl sein Lehrer wie der Strafrichter von ihm den Eindruck psychopathischer Veranlagung gehaor haben, auch die Mutter ihn als von Kindheit an schwach beanlagt bezeichnet hat.“ Tatsächlich war der Junge mit dem 14. Levensjahre, aus, einer Nebenklasse für Schwachbefähigte abgegangen. Pastor Breithaupt selber hat uns jetzt bei unserem Besuch in seiner Anstalt erklärt, daß er von all dem nichts gewußt habe. Die Waisenverwaltung hatte ihm keine Instruktion geschickt, sie hatte ihn auch nicht hinreichend über das Vorleben solcher Zoglinge informiert. Aber das entschuldigt freilich nicht ihn! Gerade da, wo er über das Vorleben eines Zöglings im Unklaren war, hätte er es sich versagen müssen, zu dem stärksten Mittel schwerer Körverstrafe zu greifen. Gerade daß er das tat, das kennzeichnet ihn und daß Maß seiner Befähigung zum Erzieher. Jetzt will man ihm die schwer zu behandelnden Zöglinge abnehmen und ihm die leichter zu behandelnden lassen. Soll er an ihnen lernen, wie man Fürsorgezöglinge erzieht? „Daß die verantwortlichen Männer unserer Stadtverwaltung sich selber mitschuldig fühlen, das verrät sich in den Vertuschungsversuchen der liberalen Presse. Die Art, in der da von manchen Blättern des Liberalismus die Prügelleistungen des Pastors beschönigt werden ist teils albern, teils perfide. Aus dem Rathause lassen sie sich erzählen, es habe sich dort„ganz zufällig“ ein von Mielczyn beurlaubter Zögling eingefunden, wirklich„ganz zufällig“, und der habe, als man ihn fragte, die Anstalt gelobt. Er selber war allerdings nicht geschlagen worden, da mag das begreiflich scheinen. Er soll auch erklärt haben, die den anderen Jungen verabreichten Prügel seien nicht schlimm gewesen. Dieser Junge wird nun als Ehrenretter für die Berliner Waisenverwaltung und ihren Schützling Breithaupt ausgespielt. Wie arg in Mielczyn gehauen worden ist, das könnte einwandfrei festgestellt werden, wenn die Waisenverwaltung den Mut hätte, die Staatsanwaltschaft um Untersuchung zu bitten. Auf Beschönigung und Vertuschung zielen auch jene aus dem Rathaus versandten Zeitungsnotizen ab, die das Vorleben der Mielczyner Zöglinge in schwärzesten Farben schildern. Nicht darauf kommt es hier an, was zu ihrer Ueberweisung in FürSrsssféshung geführt hat, sondern darauf, weshalb sie in der Wezyn zerschlagen worden sind. Und da ist es nicht aus der Welt zu schaffen, daß zugehauen worden ist auch wegen ganz geringer Vergehen, die mit einem verweisenden Wort erledigt werden konnten. Wir wollen übrigens öffentlich feststellen, daß schon in der ersten Hälfte des Juni der Waisendeputation von unserem Genossen Bernstein mitgeteilt wurde, wie zerhauen ein aus Mielczyn entlaufener Zögling in Berlin angekommen war. Man antwortete ihm mit der empörten Frage, woher er denn wisse, daß es der Pastor sei, der den Jungen so zerhauen habe? Der Berliner Liberalismus, der die Mielczyner Prügelwirtschaft zu beschönigen und zu vertuschen sucht, findet liebeDeutischen Tageszeitpenigdu Blatt der Agrarier, der B Die Reperschrift kannte egenso gur im Rathause seiber verfaßt sein, so sehr trifft sie die Meinung und Stimmung, die dort herrscht. Das Ende der Sultan=Kamarilla. 30 Roman aus den Goldfeldern Kaliforniens von Friedrich Gerstäcker. XI. Ein Abend im Paradies. neu angekommenen Deutschen waren inbessen in dem Zeltstädtchen herumgeschlendert, ohne sich viel um die vorbeschriebene Szene zu bekümmern. Der spanischen Sprache par nicht, der englischen nur sehr wenig mächtig, verstanden sie ja auch nicht, was dort verhandelt wurde, und hatten nur ihre Freude an den beiden wilden Mädchen: wie fest sie zu Rosse wie keck und toll sie über gefällte Baumstämme und selbst hier und da ausgeworfene Gruben hinwegsetzten. „Aber auch das fesselte ihre Aufmerksamkeit auf nur sehr kurze Zeir, denn ihr Hauptaugenmerk blieb darauf gerichtet, Landsfinden, die mit den Verhältnissen hier schon länger bekannt waren, und von denen sie also Näheres über die hiesigen Minen, die Art der Arbeit und besonders den Gewinn erfahren konnten. Sie verlangten mit einem Wort sehr sehnsüchtig nach er, diretten und an Ort und Stelle gegebenen Bestätigung all wilben und goldenen Träume, und ehe sie die nicht erFmetten, fühlten sie sich auch nicht behaglich. die Sonne unter; von allen Seiten kamen die Goldwäscher von der Arbeit und sammelten sich jetzt teils ver Zie Feuer vor ihren eigenen Zelten, um ihr Abendbrot zu 7, teils gingen sie gleich in die verschiedenen Trink= und Eßbuden, um dort ihre Mahlzeit zu halten. ##.#Von unsern drei Freunden Lamberg, Binderhof und dem Pustizrat hätte nun allerdings von rechtswegen einer„nach ebenfallseaut; um den armen Hufner abzulösen, der gern Daran dachig Minenleben zu sehen wünschte. lange aud uuind“i er ihnen; Herr Hufner saß da oben F#nge gut, und morgen bekam er Zeit genug, einen Spaziergang durch die Stadt zu machen. berg und Binderhof gingen übrigens zusammen, da der Justizrat den letzteren nicht leiden mochte, und eben waren sie einem der auch schon hier oben etablierten Spielzelte stehen geblieben, als sie sich angeredet hörten. roten ann.*.“ d0 miteinander“, sagte ein Bursche, der, in einem dem rachtzen= Hemd eine sehr abgegriffene Mütze fast ganz auf „## rechten, Ohr und beide Hände fest in den von einem glännaen Fetrsaum umzogenen Hosentaschen unfern dem Zelte „Hallo.“ sagte Lamberg.„wen haben wir da?— ein Landsmann? Woher Kamerad?“ Der Deutsche hob die Achseln in die Höhe, daß sie ihm bes an rläppchen stießen.„Faul!“ war indes das einzige Wort, Binderhos, in besserer Gesellschaft erzogen, maß den nichts weniger als reinlich aussehenden Gesellen von Kopf bis zu Fuß und schien keine besondere Lust zu haben, sich weiter mit ihm einzulassen: Lamberg dagegen, mehr praktischer Art, konnte sich besser in die hiesigen Verhältnisse hineindenken. Erkundigungen mußten sie überdies einziehen, und was von dem einen nicht herauszubekommen war, ließ sich vielleicht der andere im Gespräch entschlüpfen: nämlich die Andeutung einer guten Stelle zum Goldwaschen. von Leipzig also?— Schon eine Weile hier in den Minen?" „Tes!“ sagte der Sachse, so breit als möglich. „Und was gefunden?“ Der Deutsche hob die die Ohrläppchen stießen. das er sprach. „Faul?“ rief aber jetzt auch Binderhof, mit dessen Hoffnungen die Auskunft keineswegs stimmte—„warum heißen denn da die Minen hier die reichen— und der Ort das Paradies?“ „Die store keepers werden reich, ges,“ sagte der Leipziger, „aber die miners, die in der Erde worken und mit ihren cradlen schuckeln, blasen Trübsal. Puh— Namen! Der Art nennt solche Plätze on Purpes so, um recht viel people herzu„Gott soll mich holen, spricht der ein Deutsch!" flüsterte Binderhof seinem Kameraden zu.—„Verstehen Sie, was er jagt!“ „Zum Teil,“ lachte dieser.„Dürft ich um Ihren werten Namen bitten?“ „Erbe— Louis Erbe!“ „Ah— sehr wohl, Herr Erbe, dann können Sie uns vielleicht Auskunft geben, ob hier und dort noch einige andere Deutsche sind und wo wir die vielleicht finden können.“ „Oh lots,“ jagte Erbe. „Wie meinen Sie?“ „Nun, lots; eine ganze Menge. Deutsche gibt's everywhere hier oben.“ „Das wäre vortrefflich,“ sagte Lamberg,„und wo könnte man da wohl einige von ihnen treffen? Haben sie nicht eine Art Kasino hier, einen Sommerklub, wo sie abends zusammenkommen, im Belvedère oder irgend wo anders?“ „Stop, Doctor!“ sagte Erbe trocken,„das tut's. So Dinger, wie Sie da nennen, haben wir hier freilich nicht, aber in dem Frenchmann seinem Zelt da oben können Sie die meisten nach Dunkelwerden catchen.“ „Was?“ sagte Binderhof erstaunt. „Na catchen, mein' ich, antreffen— Herr Jäses, verstehen Sie denn kein Deutsch mehr?" „Vortrefflich, würdiger Freund,“ rief aber Lamberg, dem der Bursche Spaß machte. Hätten Sie da wohl die Freundlichkeit, uns gleich einmal hinzuführen— heißt das nämlich, wenn es Ihre Zeit erlaubt. Sind sie jetzt noch nicht dort, so können wir sie wenigstens erwarten und vielleicht ein Glas zusammen trinken. Wir sind erst heute nachmittag hier eingetroffen und möchten wenigstens mit unseren Landsleuten so viel als möglich bekannt werden.“ ..„Nicht die geringste ohjection,“ entgegnete Erbe, drehte sich, jede weitere Erklärung für überflüssig haltend, auf dem Absatze herum und marschierte, ohne sich weiter nach den beiden umzusehen, langsam die Straße hinauf. „Das ist ein origineller Kauz,“ lachte Lamberg leise, während die beiden hinter ihm drein schritten. "„Wenn der Kerl nur nicht so entsetzlich schmierig aussähe!" jagte Binderhof. „Lieber Gott,“ meinte Lamberg,„Glacéhandschuhe werden die Leute hier in den Minen nicht häufig tragen.“ „Nun, wer weiß, ob der da vorn keine anhat,“ sagte Binderhof,„seine Hände hab' ich wenigstens noch nicht gesehen, und ich glaube wahrhaftig, er hat sie sich in den Hosentaschen festgenäht. Der wird uns in eine schöne Kneipe führen.“ Es blieb ihnen übrigens keine längere Zeit zu weiteren Betrachtungen, denn Erbe hatte in diesem Augenblick einen Brettverichlag erreicht, der durch den Vorbau eines blauen Zeltes noch etwas vergrößert war. Am Eingang drehte er aber nur einfach den Kopf herum, um zu sehen, ob ihm die beiden folgten, und verschwand dann in den inneren Raum. Draußen im Freien hatten sie noch einen matten Dämmerschein gehabt; hier im Innern aber brannte schon Licht, einzelne Stearinkerzen auf blechernen Leuchtern, die den Raum natürlich nur notdürftig erhellen konnten. Für die Umgebung genügte die Beleuchtung aber doch. Angebung —„Im Hintergrunde stand ein langer, etwa vier Fuß hoher Schenktisch mit einer Tafel von gehobelten Brettern und auswendig mit demselben blauen Zeug beschlagen, von dem ein Teil des ganzen Gebäudes hergestellt war. Hinter dem Schenktische standen auf einem Brettverschlage eine Anzahl verschiedenartiger Flaschen, zwischen denen jedoch selbst der bleibehalste Champagner nicht fehlte, und Tische und Bänke aus Cedernholz waren an beiden Seiten zur Bequemlichkeit der Gäste angebracht. am, Von diesen hatten sich schon einige eingefunden, obgleich die Meyrzahl noch bei ihrem Abendbrot war und gewöhnlich erst später kam. Lamberg und Binderhof erstaunten aber nicht wenig, an einem der Tische schon in aller Ruhe ihren Zeltgenossen, den Justizrat, sitzen zu sehen, der, mit einer Flasche Rotwein vor sich, einen Grad von Behagen erreicht zu habenschien, dessen er sich auf der ganzen Reise noch nicht erfreut hatteNur als er Herrn Binderhof erblickte, verfinsterte sich sein Gesicht in etwas und verschwand gleich darauf in einer undurchdringlichen Dampfwolke, die er von sich blies. Binderhof entging er aber dadurch nicht. „Alle Wetter, Justizrat,“ rief ihn dieser an,„auch schon hien Miklionen zählten diese Jahresrevennen äus dem Geraubten. Trotz dieser immensen Einkünfte ließ Abd ul Hamid alles, was er im Jildis=Kiosk neu aufführte, auf Kosten der Konstantinopeler Prajektur herstellen. In einer Kammersitzung verlas der gegenwärtige. Präfekt Hasim=Bei ein Verzeichnis von Ausgaben, die die Präfektur im Laufe der Jahre für den Jildis=Kiosk bestreiten mußte. Heute bekommt Abd ul Hamid von der Regierung durch Vermittlung der Saloniker Stadtpräfektur monatlich glattweg 1000 Pfund; und er reicht damit nicht bloß aus, sondern er konnte die volle Hälfte beiseite legen! Vielleicht wird infolgedessen seine Apanage reduziert werden, denn wie früher Abd ul Hamid, will jetzt der Staat an sich reißen, was nur möglich. Die gegenwartigen Machthaber haben nicht zum wenigsten aus finanziellen Gründen alle früheren Machthaber in Bausch und Bogen verurteilt, verbannt oder hingerichtet. um ihre Güter konfiszieren zu können. „Es zeigt sich, daß die Kamarilla es ebenso gut wie ihr Herr und Meister verstanden hat, in wenigen Jahren unglaubliche Reichtümer zu sammeln. Nur der Nachlaß des gehenkten OberEunuchen Dschewer=Agg— dieser Schwarze war vor wenigen Jahren von Abd ul Hamid um wenige Pfund gekauft worden und hinterließ ebenso viele Hunderttausende— wurde alter Tradition gemäß dem neuen Sultan überlassen; die auf mehrere s Pfund geschätzten Güter(bloß die unbeweglichen! der übrigen Würdentrager aber fielen dem Staat anheim. Diese Leute haben aber alle ihre nicht unbeträchtlichen Barvermögen im Ausland sichergestellt und können fern vom Stambuler Kriegs= und Strafgericht sorgenlos leben. Die anderen, die es unterlassen haben, beizeiten die Heimat zu fliehen, beklagen nicht bloß den Verlust ihrer unbeweglichen Güter, sondern können die beweglichen nicht genießen, da sie nach allen Windrichtungen in ewige Verbannung geschleppt wurden. Das Vermögen, das ihnen vorher abgenommen wurde, wird auf über 100 Millionen Franken geschätzt— und da sind nur die unbeweglichen Güter in Betracht gezogen, denn Bargeld haben sie ohne Ausnahme Ausland deponiert, unerreichbar für die Rächer. Der Reichste unter ihnen war zweifellos der ehemalige Kammerherr und Großinquisisor der Spionage= und Untersuchungskommission des Jildis=Kiosk, Raghib=Pascha. Vor dem Kriegsgericht gestand er selbst eine Jahreseinnahme von 65000 Pfund ein. Raghib war stets der eigentliche Konzessionsvermittler gewesen, und in dieser Beziehung verläßlich, da er mit Abd ul Hamid im Einverständnis arbeitete und dem Sultan ehrlich drei Viertel des Backschisch abtrat. Raghib war, als der berühmte Izzet auftauchte, eine Zeit lang in den Schatten gestellt, aber er gewann des Sultans Gunst in noch größerem Maße als zuvor zurück, ols er mit unheimlicher Geschicklichkeit Untersuchungen gegen die Liberalen zu leiten begann, die allmählich nach dem Jildis=Kiosk gebracht wurden. Naghib konnte nicht vergessen, daß ihm des Sultans Gunst schon einmal entschwunden war, und um für alle Fälle sein Vermögen zu sichern, ließ er— das geschah vor etwa 10 Jahren— einen großen Teil seiner Häuser auf seine Brüder verschreiben. Später, a er des Sultans Gunst wieder unwandelbar sicher zu sein glaubte, wollte er sein Eigentum zurücknehmen, aber die Brüder weigerten sich, es herauszugeben, und es kam zu skandalösen der Sultan selbst intervenierte und salomonisch entschied, jedem der vier Brüder solle ein Viertel des Vermögens gehoren. Raghib, der vielfache Millionär(Millionär in Pfund!), war seither von der fixen Idee besessen, daß er ruiniert sei, und wurde so geizig, daß er sich nur noch Brot und Oliven gönnte und seit Jahren keinen neuen Rock mehr gekauft hatte! Für seinen ganzen großen Haushalt verwendete er schließlich nicht mehr als 35 Pfund monatlich; außerdem zahlte er seinem Häuserverwalter 30 Pfund monatlich, und seinen Söhnen gab er 25 Pfund monatlich als Pension! war Tachsin, der Baschkiatib(erster Sekretär des Sultans), der Goldsammler: ihn freute nur das Bare, aber er hatte wenig Glück oder Geschick, immerhin„hinterließ“ er dem Staate einige Millionen(allerdings nur in Franken gerechnet). Seine Karriere war eine echt orientalische. Als im Jahre 1894 der Sultan einen neuen Sekretär brauchte, wurde ihm von seinem Leibdiener Lutfi Tachsin, der bis dahin Schreiber der Admiralität war, empfohlen. So wurde Tachsin, der bisher 14 Pfund Monatsgehalt bezogen. hatte, plötzlich auf einen der höchsten Posten bei Hofe mit einem Monatsgehalt von 400 Pfund berufen. Einige Jahre lang blieb er ein unbeholfener, bescheidener Mensch und wollte nichts anderes sein als der erste Schreiber im Palast. Dann aber wurde er von der allgemeinen Krankheit angesteckt und suchte gleich den anderen zu stehlen, was nicht niet= und nagelfest war. Er hatte indessen zuviel Zeit versäumt— und als die Katastrophe hereinbrach, stand er unter all den großen Dieben beschamt da als der trotzdem er der nächste an der Goldquelle gesessen. Zum Glück hatte Tachsins Gattin Juwelen im Werte einer runden Million Franken. . Der ehemalige Wali des Hedschas, Aymed Natib, der als Jildisgünstling halb Arabien zur Raubwirtschaft ausgeliefert erhalten hatte, sammelte Juwelen, Münzen und kostbare Kunstwerke: die in seinem Hause konfiszierten Tafelservices, goldenen und silbernen Leuchter sind einem Juwelier für 2 Millionen Franken verkauft worden; seine Juwelen sind niedrig auf 12 bis 16 Millionen geschätzt. Aber auch Bargeld scheint Ratib, wenn auch vorläufig noch unbekannt wo, genügend gesammelt zu haben, denn seine Söhne boten kurz vor der Wegfuhrung des Vaters in die Verbannung den Wächtern 50000 Pfund bar, um den Pascha entwischen zu lassen. Der kurioseste aller Jildisbeamten war wohl der Stadtkommandant Seadeddin, der jetzt gleichfalls verbannt wurde. Er„hinterläßt" bloß Sklavinnen, 120 an der Zahl. Diese na sammlung" verschlang alle seine Raubgelder, und bei ihm icht der Staat ein schlechtes Geschäft, da ja diese Sklavinnen nicht einfach nach alter Sitte in den Bosporus geworfen werden können, sordern irgendwie versorgt werden mussen. Wahl eines sozialdemokratischen Bürgermeisters. Lamprecht(Pfalz), 3. August. Nachdem der sozialdemokratische Bürgermeister Bitsch nicht bestätigt worden ist, fand heute nachmittag eine Neuwahl des Bürgermeisters statt, bei welcher der Konsumvereinsverkäufer Peter Kölsch mit 18 von 19 Stimmen zum Bürgermeister gewählt wurde. Auch dieser gehört der sozialdemokratischen Partei an. Curteinachrinten. Zum Parteitag. Der Sozialdemokratische Verein Breslau beschloß in einer stark besuchten außerordentlichen Generalversammlung, zum Parteitag den Antrag zu stellen, die Reichsfinanzreform als besonderen Punkt zu verhandeln und einen Schnapsboykott über das ganze Reich zu beschließen. Ferner: Ueber die Verhandlunger des Reichstages, betreffend die Finanzreform, eine knapp gehaltene Broschüre herauszugeben, die für Massenverbreitung geeignet sei. Ein weiterer Antrag verlangt eine Hinwirkung auf die Errichtung von Dissidentenschulen. Bezüglich der„Gleichheit“ wurde ein Antrag angenommen, wonach diese in ihrer Eigenschaft als Hausfrauenblatt eine Erweiterung erfahren und achttägig erscheinen soll.— Zum neuen Organisationsstatut wurde ein Antrag angenommen, wonach Wahlkreise bis zu 1000 Mitgliedern(statt 500) berechtigt sein sollen, einen Delegierten zu entsenden, der Parteivorstand die Kosten der Delegationen tragen und diese in Form eines einmaligen Beitrages von 10 Pfg. pro Jahr und Mitglied von den Bezirks= und Landesorcanisationen erheben soll.— Ein außerordentlicher Parteitag soll auf Antrag von 6(statt 15) Vorständen von Bezirks= oder Landesorganisationen einzuberufen sein und das neue Statut, bei dem ein Einheitsbeitrag vorausgesetzt wird, soll erst am 1. Juli 1910 in Kraft treten, damit in den betreffenden Wahlkreisen möglichst erst bei Beginn einer besseren Konzunktur der Beitrag auf die vorgesehene Höhe gebracht zu werden braucht. In der Generalversammlung des sozialdemokratischen Vereins Nürnberg wurden die Ausführungen des Parteisekretärs Ries, der Leipziger Parteitag möge sich mit der Finanzreform befassen, und die zu erwartenden zwecklosen Diskussionen über die„Sozialistischen Monatshefte“ und über die Königsaffäre der württembergischen Landtagsabgeordneten unter allen Umständen vermeiden, mit Beifall ausgenommen. Der diesjährige Parteitag müsse angesichts der gegenwärtigen politischen Situation im Reiche dazu angetan sein, die Agitation und Aufklärungsarbeit unter den Massen kräftig zu fördern. Oedes Gezänk einzelner Personen könne gerade jetzt der Gesamtpartei ungemein schaden. Neben einem Antrag, die Finanzreform auf die Tagesordnung zu setzen, wurde noch ein zweiter Antrag angenommen, der den Wunsch ausspricht, der Parteitag moge die Arbeit des Arbeiter=Abstinentenbundes unterstützen. In Frankfurt a. M. beschäftigten sich die Parteigenossen ebenfalls mit dem Parteitag in Leipzig. In einer Resolution schen Laae der Hampf wurde angeregt, in Anbetracht der politischen Lage den Kump ums Wahlrecht in Preußen auf die Tagesordnung des Parteitages zu setzen. Vom Strafkonto der Presse. Wegen Beleidigung des Reichsverbandsgenerals Liebert. wurde Genosse Quarck als verantwortlicher Redakteur der„Volksstimme“ zu 100 Mk. Strafe verurteilt. August die Sozialdemokratie um die Stimmen der vielen Proletarier zu bringen, die um diese Zeit fern der Heimat arbeiten. Aber diese saubere Rechnung wurde zuschanden gemacht durch das grandiose Pflichtgefühl der italienischen Proletarier, die aus Deutschland, aus Oesterreich, aus Frankreich, aus der Schweiz nach Hause strömten, um der Sozialdemokratie zum Siege zu verhelfen! Die dreifache Niederlage der Gegner des Proletariats bedeutet die dreifache Niederlage Giolittis, die dreifache Niederlage der italienischen Regierung mit ihren Geihrer staatszerrüttenden Finanzwirtschaft, ihrer treidezöllen, militaristischen Verschwendungssucht Was diese Wahlen noch ganz besonders auszeichnet, das ist die würdevolle Ruhe, mit der sie sich— vielleicht zum Schmerz der Regierung— abgewickelt haben. Man ist in Italien, dem Lande des heißen Klimas und der heißen Temperamente, den Wahlausschreitungen, an Zusammenstöße bei den Wahlen gewöhnt. Das italienische Proletariat hat es gelernt, der Regierung nicht mehr den Gefallen zu tun, sich von den politischen Gegnern, von Pfaffen oder Karabinieri zu Unbesonnenheiten provozieren zu lassen. Das hat der schöne Siegestag von GenuaNovara-Ostiglia aufs deutlichste bewiesen. Gewerkschaftsbewegung. sse. Die Arbeitslosigkeit in deutschen Fachverbänden im Quartal 1909. Zum ersten Male lassen die allvierteljährlich Nachweisungen über vom reichsstatistischen Amt veröffentlichten die Arbeitslosigkeit in deutschen Fachverbänden wieder ein Nachlassen der furchtbaren Not der Arbeitslosigkeit erkennen. Die Nachweisungen erstrecken sich diesmal auf 57 Verbände mit 1321 109 Mitgliedern. Davon waren als arbeitslos am Ort oder auf der Reise gemeldet: am Schlusse der 13. Quartalswoche (26. Juni) 31 325 und 4704 gleich 2,8 Prozent, am Schlusse der S. Quartalswoche(22. Mai) 32 265 und 3866 gleich 2,8 Prozent und am Schlusse der 4. Quartalswoche 33614 und 3726 gleich 2.9 Prozent. Während am Schlusse der ersten Quartalswoche die Prozentziffer der Arbeitslosen noch die des Vorjahres um 0,1 Prozent übertraf, hielt die des 2. Stichtages sich auf gleicher Höhe und war die des dritten bereits um 0,1 Prozent niedriger. Noch stärker ist der Rückgang gewesen im 1. Quartal 1909. Wir geben nachstehend eine Uebersicht über die Resultate der seitherigen Erhebungen seit dem Jahre 1904: 1908 25. Jan. 2,9 22. Febr. 2,7 28. März 2,5 25. April 2,8 23. Mai 2,8 27. Juni 2,9 25. Juli 2,7 22. Aug. 2,7 26. Sept. 2,7 24. Okt. 2,9 21. Nov. 3,2 26. Dez. 4/4 1909 23. Jan. 4,2 20. Febr. 4,1 27. März 3,5 24. April 2,9 22. Mai 2,8 26. Juni 2,8 Ein Abflauen der Krise ist aus diesen Ziffern deutlich zu erennen. Fassen wir die einzelnen Verbände ins Auge, so zeigt ac. Genua! Novara! Ostiglia! Am Sonntag haben unsere talienischen Genossen bei den drei Parlamentsnachwahlen drei prächtige Siege errungen. In Genua wurde Genosse Canepa mit 3990 Stimmen gewählt; seine Gegner Parodi und Imperiale erhielten 3413 bezw. 481 Stimmen. In Novara siegte Genosse Dr. Giulietti mit einer Mehrheit von heinahe 1000 einer Mehrheit ron Vernahe 1800 Stimmen. Er erhielt 3492, sein Gegner Mazzini 2541 Stimmen. In Ostiglia siegte Genosse Bonomi mit einer Majorität von 300 Stimmen. In den drei Kreisen war die Beteiligung und die Begeisterung der Arbeiterschaft außerordentlich groß; in Ostiglia übten 90 Prozent der Wahlberechtigten ihr Stimmrecht aus. In diesem Kreise galt es allerdings, zu zeigen, daß das Proletariat aller Waylmachenschaften zu„potten weiß. Man hatte nämlich geglaubt, durch Ansetzung der Wahl auf den ersten es sich, daß an allen drei Stichtagen mit sehr hohen Arbeitslosena## zu rechnen hatten die Bildhauer(13/4 Prozent am 20. Junis, die Friseurgehilfen(13,5 Prozent), Hutmacher(12,8), Tapezierer(10,5) und Glaser(6,9). Immer noch recht hoch ist die Arbeitslosenziffer im deutschen Metallarbeiterverband, wenn sie auch von 4,5 Prozent am letzten Stichtage des vorigen Quartals auf 4,3, 4,0 und 3,8 Prozent in diesem Quartal zurückgegangen ist. Günstiger haben sich die Verhältnisse beim Holzarbeiterverbande gestaltet, wo der Prozentsatz der Arbeitslosen von 4,5 am 27 Marz auf 3,8, 3,2 und 3,3 an den drei Stichtagen des letzten Quartals herabging. Sehr günstig ist die Entwicklung im Fabrikarbeiterverband, der noch im vorletzten Vierteljahr sehr hohe Arbeitslosenziffern zu verzeichnen hatte, die bis zum 26. Juni auf 1,2 Prozent zurückgingen. Die niedrigste Arlosenziffer mit 0,1 Prozent an allen drei Stichtagen hatte der Gergareenerrrtchnt mit seinen, 110 018 Mitgliedern. wieder der Beraarbeiterverband mit seinen 110018 Mitgliedern. Die Prozentziffer der Falle von Arbeitslosigkeit, d. y. die durchschnittliche Häufigkeit der Arbeitslosigkeit pro Mitglied. vor Anker gegangen? Ich glaubte, Sie wollten Herrn Hufner oben ablösen, der noch immer am Zelte Schildwache steht. Die Bemerkung war überflüssig: er bekam von dem Manne keine Antwort, und nur sich zu Lamberg wendend, sagte der Justizrat aus seinem Tabaksqualm heraus:„Famoser Medoc — Flasche zwei und halben Dollar— setzen sich hierher, Lam— er hatte Angst, daß Binderhof sonst an seine Seite kam —„sind auch noch ein paar Landsleute hier— sehr gefreut— Donnerwetter, ist ganz hübsch in Kalifornien. Lamberg warf einen flüchtigen Blick auf die Flasche, es war erst ein Glas herausgeschenkt, der Justizrat also schon wenigstens bei der zweiten. Lamberg wich aber nie einem vergnügten Abend aus, und als Entree in den Minen hielt er dies für einen doppelten Grund, die Gelegenheit feierlich zu begehen. Der Justizrat dabei, heute gesprachiger als je, stellte ihm jetzt, während er sich gerade niedersetzte, noch zwei andere Deutsche vor, die schon ebenfalls an dem Tisch Platz genommen hatten. „Da, Lamberg— noch Landsleute, Herr Fischer aus Hamburg und Herr Korbel aus Meißen— Kollege von mir der Helt Korbel— hm— hm—“ und er hustete dabei aus Leibeskräften—„Aktuar— hat ganzen Gehalt, zwei Taler Federgeld im Stich gelassen und nach Kalifornien gegangen.— Leichtsinniger Mensch der— hm hm hm!“ Lamberg schüttelte den beiden als weitere Begrüßung die Hände, und Fischer, der zugleich über seine Schulter hin Erbe bemerkt hatte, rief diesem zu: „Hallo, Doktor, auch da?— Na wie geht's, wo sind Sie denn die letzten Tage gewesen?“ „Prospektieren,“ sagte Erbe, indem er, ohne auch nur die Stellung seiner Hände im mindesten zu verändern, das rechte Bein über die Bank hob, das linke nachzog und sich gemütlich dicht neben den Justizrat setzte. „Doktor!“ rief aber Lamberg erstaunt, der jetzt ihm gegenüber und neben Fischer Platz naom,„ist der Herr ein„Doktor?“ „Barbier!“ antwortete aber Erbe, ohne den geringsten Stolz, und warf dabei nur einen flüchtigen Blick nach der noch fast vollen Flasche seines Nachbars,„hier in den Minen cahlen sie mich aber Doktor.“ Der Wirt, ein Elsässer, war indessen zu dem Tische getreten, die Bestellungen seiner Gäste auszuführen, und der Justizrat musterte dabei mit etwas mißtrauischen Blicken seinen Nachbar, „Schones Land hier, wie?“ nahm da der Aktuar das Gespräch wieder auf,„ein wirklich italienisches Klima. Finden hier auch eine famose Wirtschaft; der Herr Justizrat wird sich freuen, wenn er erst einmal einen Blick in dieses Leben tut.“ „Na wissen Sie, Herr Korbel, es mannatscht hier jeder so gut er eben kann,“ sagte da Erbe, nahm eins der auf den Tisch gestellten Gläser und schob es neben des Justizrats Flasche,„und onst können wir doch immer ganz saristied sein, und ich habe ie Nohschen, daß es noch schlechtere gibt. ist im letzten Vierteljahr gleichfalls herabgegangen von 12,7 auf Der Justizrat sah seinen Nachbar immer erstaunter an, und zwar jetzt fast so viel wegen des vorgeschobenen Glases, als der fremden Worte. Fischer befreite ihn aber von der einen Befürchtung, indem er aus seiner eigenen Flasche Erbes Glas vollschenkte, worauf dieser seine rechte Hand aus der Tasche zog, sein Glas augenblicklich bis auf den Grund leer trank und die Hand dann wieder an ihre alte Stelle zurückschob.(Forts. folgt.) Kleines Feuilleton. den VerUC. Ueber den Bau elektrischer Hauptbahnen in einigten Staaten hielt der leitende Redakteur der„Elektrotech= nischen Zeitschrift“ Zehme im Verein für Eisenbahnkunde einen Vortrag, dem wir folgendes entnehmen: Weit mehr als andere Länder hat sich Amerika den elektrischen Betrieb auf den Hauptbahnen nutzbar gemacht. Elektrische Hauptbahnen im Sinne des durchgehenden Verkehrs gibt es allerdings auch bei ihnen noch nicht; der elektrische Betrieb beschränkt sich vielmehr auf den Vorortverkehr, auf abgetrennte selbständige Strecken und auf die Zugförderung im Weichbilde großer Städte, wo die Behörde den Dampfbetrieb untersagt hat. Daneben bestehen die mit Rücksicht auf ihre hohe Fahrgeschwindigkeit von 75 bis 100 Kilometern in der Stunde auch gewissermaßen als Hauptbahnen anzusehenden Städtebahnen, die sich in einigen Staaten zu dichten Netzen, doch ohne Durchgangsverkehr, entwickelt haben. Besonders erwähnenswert sind die Newyork=Zentralbahn mit 93 Kilometern elektrischer Streckenlänge, die New Hawen=Bahn mit 94 Kilometern elektrischer Streckenlänge und die Pennsylvania=Bahn mit zusammen 191 Kilometern. Ihre Lokomotiven übertreffen mit ihrem Triebgewicht von 60 bis 80 Tonnen und vor allem hinsichtlich ihrer Leistung von 2000 bis zu 3000 Pferdestärken die schwersten Dampflokomotiven der Gesellschaften, beanspruchen dabei aber weniger Raum auf den Bahnhöfen, sind jederzeit und nach beiden Fahrtrichtungen betriebsfähig, erfordern weniger Ruhezeit für Untersuchungen und Ausbesserungen und sind in der Bedienung einfacher und sicherer. Der elektrische Betrieb hat es der Pennsylvania=Bahn jetzt auch ermöglicht, ihre bisher in New Jersey endende Hauptlinie durch zwei unter dem Hudson angelegte Röhrentunnel in das Geschäftsviertel Newyorks hineinzuführen, wo sie einen neuen Riesenbahnhof anlegt. Zu diesem werden dann auch von der andern Seite her die Long Island=Linien der Gesellschaft unter dem East River herangeführt. Der elektrische Betrieb bringt bei den Stromkosten von 10 Pfg. pro Kilowattstunde(1¼ Pferdekraftstunde) gegenüber dem Dampfbetrieb eine Gesamtersparnis von 19 Prozent mit sich. Neben Gleichstrom von 600 bis 750 Volt wird einphasiger Wechselstrom von 6000 bis 11000 Volt verwendet. Letzterer wird bei ausgedehnten Netzen und langen Arbeitsübertragungen bevorzugt. Auswüchse der väterlichen Gewalt in China. Im Lande der Mitte hat der Vater unbedingte Gewalt über Leben und Tod seiner Kinder. Daß dies keine leere Redensart ist, wird von neuem durch Fälle bewiesen, die bei uns Westländern den größten Schauder erregen müssen, für die die Chinesen jedoch nur ein Achselzucken haben. So wurde der„North China Daily News“ kürzlich folgendes aus dem Bezirk Poyeh in der Provinz Tschili berichtet: Dort lebte ein Ehepaar, dessen männlicher Teil als„ehrenhaft" bezeichnet wurde, während man die Frau für„etwas unkultiviert“ hielt. An europäischer Kultur scheint es allerdings bei den Leuten gefehlt zu haben, denn von den fünf Kindern, die sie hatten, gaben sie nicht weniger als dreien mit eigener Hand den Tod! Vor mehreren Jahren „„„ F#r gund ven Tod! Tor mihleren Zahrin fanden sie zunachst, ein Sohn, der 20 Jahre alt war, verdiene es wegen iner Schlechtigkeit nicht, weiter zu leben. Sie legten ihm also höchst kaltblütig einen Strick um den Hals und zogen ihn mit vereinten Kräften am Söller in die Höhe, bis er seinen Geist aufgab. Nicht lange danach mißfiel den Leuten das Benehmen einer Tochter, die 10 oder 11 Jahre zählte; sie stießen das Kind in einen Brunnen, der dann zugeschüttet wurde. Ein andrer, schon über 30 Jahre alter Sohn war als Dieb und Spieler bekannt. Im vergangenen Winter wandten sich die Eltern an den Bezirksmandarinen und ersuchten ihn, den Menschen hinrichten zu lassen. Der Beamte hielt jedoch die Beweise nicht für genügend, um ein Todesurteil rechtfertigen zu können, weshalb er den Angeklagten laufen ließ. Dieser hütete sich wohl, freiwillig in das elterliche Haus zurückzukehren. Was taten nun die Eltern? Sie lockten ihn mit allerhand schönen Versprechungen zu sich, und als sie ihn erst im Hause hatten, fesselten sie ihm nach einer harten Gegenwehr die Hände und schlugen ihn mit einer Hacke tot. Die Berichterstatterin(jedenfalls eine Frau aus Missionars= kreisen, der volle Glaubwürdigkeit beizumessen ist) fügt ausdrücklich hinzu, sie habe in Erfahrung zu bringen gesucht, was man wohl im Volke von diesen schauderhaften Taten denke, aber in den Bemerkungen, die sie darüber gehört habe, sei stets nur betont worden, wie betrübend es sei, wenn jemand solch schlechte Kinder habe.— ausgibt, hat Sir Thomas Whittaker, M. P., dem Internationalen Antialkohol=Kongreß in einer Ganssren. ed berichtet. Daraus geht hervor, daß im letzten Jahr alionen Mark für Alkohol verausgabt wurden, wovon 760 Millionen dem Staate als Steuer zufielen. Ob das gut sei, zeige sich am besten aus den Statistiken einer großen Lebensversicherungsgeseuschaft. Diese bewiesen, daß von 100000 unter ihrem dreißigsten Lebensjahr versicherten Temperenzlern 55 000 ein Akter von 70 Jahren erreichten. Andererseits erreichten von derselben Anzahl im selben Alter versicherten Nichttemperenzler— keine Säufer, sondern nur Leute, die hin und wieder Alkohol zu sich nahmen,— nur 44000 schätt der sche Parsen. Die Ausgaben der arbeitenden Klasse Millionen Mark jahrlich u##. Jeder englische Arberter gibt also allEhittater, is zu viel! 4llotol aus. Und das, sagt Eir Thomos 9/6. Und zwa bei den weiblic losentage am auf den einzel: Dauer von 17, Im ersten Vie noch 3273948, zweiten Quart besserung der Lebenshaltung aufgehoben dur dem einträchti freunde verdan Zum Kam fanden vor dem Es wurde folg 1. daß bis zu den Unter 2. die Arbeit keine neue Die Verhan Mittwoch, 11. Ueberall ha Tagen besonder obige Abmachu gemacht werden teilung zu mac Zur Lohn Die Firma W 5—7 Prozent b minimal bezeick im„Tabak“ h eine Errungen worten der übr alle unumwun drige seien und August lehnen treten noch nich eine Aeußerun G. A. Hanewa wenn die Zigas kommen seien. sich das die Ar weniger als sei Nordhausen ist Deutsche Ph. tag, fand in Lithographen,6 organisierten P Die Delegier lands berichtete Die Situations Fast überall her wird der Lehrl zeit ist nichts se gütet. Im Bei monatlich entlo trägt 100.bis 12 einen Fall an, d 25 bis 40 Mar Nach einer (Gratisvergröße nommen: „Die am 1. 2 graphengehilfenk Herstellung von blickt. Sie sieht maler im Verba Mittel, die Schi sogenannten Gre Schmutzkonkurre der Angestellten, Gewerkschaft. 2 Kräster matern Tusten zu förd Nach einem man die Gehilfe wurde folgender Berlin und Stu „Die am 1. u. konferenz erkenn Lithographen u. Besserung der L mit allen Mittel Nach eingeher Verband sieht di wohl schwierig den Antrag, die zu ziehen. Es folgte dar Sonntagsarbeit solution gelangte „Die Photogr gesetzliche Maßn im photographise graphische Atelie Wahrend dieser nahme nötigen# gliedschaften hab Einschränkung a Die Errichtu schlossen die säch und Bekleidung Schiedsgericht be handenen Verm treten. Es wird von Arbeitern un schaften angehöre durch die Einric werden. Eine neue 9 Wahlbeteiligung kaufmännischen u für Augsburg Niederlage der in Protektoren. Di Angehörenden ha skrupellosesten W Maschinenfabrik in dieser Firma: von Angestellten, hatten, mit eine sie an der Wahl fü kundigen Wahl den für die Ha fielen auf die C eine 3317 Stin abgegebenen 20 des Bundes te Die Gelben organisierten A betrug 80 Proz Die Binnen getreten. 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Quartalswoche Prozent, am Schlusse der nd 3866 gleich 2,8 Prozent iche 33614 und 3726 gleich der ersten Quartalswoche och die des Vorjahres um Stichtages sich auf gleicher um 0,1 Prozent niedriger. im 1. Quartal 1909. Wir ser die Resultate der seit904: 1906 1909 Jan. 4/2 Febr. 4,1 Närz 3.5 April 2,9 Mai 2/8 Juni 2,8 sen Ziffern deutlich zu errbände ins Auge, so zeigt it sehr hohen Arbeitslosendhauer(13,4 Prozent am rozent), Hutmacher(12,8). Immer, noch recht hoch ist etallarbeiterverband, wenn sichtage des vorigen Quarn diesem Quartal zurücke Verhältnisse beim Holzozentsatz der Arbeitslosen 3,3 an den drei Stichtagen günstig ist die Entwicklung im vorletzten Vierteljahr ichnen hatte, die bis zum gen. Die niedrigste Arlen drei Stichtagen hatte inen 110018 Mitgliedern. Arbeitslosigkeit, d. h. die itslosigkeit pro Mitglied, rabgegangen von 12,7 auf lt in China. Im Lande walt über Leben und Tod ensart ist, wird von neuem idern den größten Schauder edoch nur ein Achselzucken ly News“ kürzlich folgendes schili berichtet: Dort lebte ehrenhaft" bezeichnet wurde, ltiviert“ hielt. An europän Leuten gefehlt zu haben, en, gaben sie nicht weniger sor mehreren Jahren fanden lt war, verdiene es wegen den. Sie legten ihm also ils und zogen ihn mit verbis er seinen Geist aufgab. is Benehmen einer Tochter, das Kind in einen Brunnen, schon über 30 Jahre alter : Im vergangenen Winter mandarinen und ersuchten Der Beamte hielt jedoch Codesurteil rechtfertigen zu en ließ. Dieser hütete sich urückzukehren. Was taten rhand schönen Versprechunse hatten, fesselten sie ihm und schlugen ihn mit einer eine Frau aus Missionars: nessen ist) fügt ausdrücklich n gesucht, was man wohl in denke, aber in den Beei stets nur betont worden, schlechte Kinder habe.— ausgibt, hat Sir Thomas ntialkohol=Kongreß in einer rvor, daß im letzten Jahr sgabt wurden, wovon 760 n. Ob das gut sei, zeige roßen Lebensversicherungs000 unter ihrem dreißigsten 00 ein Alter von 70 Jahren erselben Anzahl im selben eine Säufer, sondern nur nahmen,— nur 44.000 en der arbeitenden Klasse enorme Summe von 2000 se Arberter gibt also allid das, sagt Sir Thomas s 96. Und zwar beträgt sie bei den männlichen Mitgliedern 9.7. losentage am Bef und aus dur 3. die Gesamtsachl der Arbeis. u Sate um Det gug, auf oer Reise 2 117320 betrug, so kommt auf den einzelnen Fau von Arbeitslosigkeit eine durchschnittliche Dauer von 17,8 Tagen(gegen 22,7 im vorhergehenden Quartal). Im ersten Zierteljahr 1909 war die Zahl der Arbeitslosentage noch 3273 928, also mehr als anderthalbmal so groß wie im zweiten Quartal. Stehen wir sonach zweifellos vor ein besserung der Arbeitsverhältnisse, so wird dieser Vorteil für die au fsghöohenugg. dreite Voltsmassen schon wieder mehr als aufgehoben vurch die neue ungeheure Steuerbelastung, die wir treunde verdanken. Iusammenwirken der schwarzblauen Volis. Kampf im Hamburger Baugewerbe. Am Mittwoch fanden vor dem Einigungsamt in Hamburg Verhandlungen statt. Es wurde folgende Vereinbarung getroffen: 1. daß bis zum festgesetzten Termine keine Arbeitswilligen von " den Unternehmern mehr angeworben werden dürfen. 2. die Arbeiterorganisationen dürfen bis zum 11. August leine neuen Sperren verhängen. 07 gm iFphgcd rnungen sind noch nicht beendet; sie wurden auf Mizgg, 1. kugust er, vertagt. Ueberall haben die organisierten arbeiter in den nächsten Tagen besonders darauf zu achten, daß die Unternehmer sich an obige„Abmachung halten. Wenn gegenteilige Wahrnehmungen gemacht werden, ist der Streikleitung in Hamburg sofort Mitteilung zu machen.=üburg sost Zur Lohnbewegung der Zigarrenarbeiter in Nordhausen. Die Firma Walther g. Sevin hat eine Lohnzulage von 5— Prozent bewilligt. Wenn dieses Zugeständnis auch nur als minimal bezeichnet werden kann, so ist es, berücksichtigt man die im„Tavai herrschende gedrückte Stimmung, doch immerhin Errungenschaft der Arbeiter. Dahingegen sind die Antworten der übrigen Favrikanten mehr denn seltsam. Sie gaben aule unumwunden zu, daß die Zigarrenmacherlöhne recht niedrige seien und aufgebessert werden müßten, aber vor dem 15. August lehnen sie es ab, Zugeständnisse zu machen. Ja, sie treten noch nicht einmal in Unterhandlungen ein.— Typisch ist eine Aeußerung des Inhabers der allerorten bekannten Firma G. A. Hanewacker; er meinte, es sei doch nicht seine Schuld, wenn die Zigarrenmacher nicht früher mit Lohnforderungen gekommen seien. Klingt das nicht wie Hohn? Immerhin werden sich das die Arbeiter hinter die Ohren schreiben und in Zukunft weniger als seither in der Reserve bleiben. Der Zuzug nach Nordhausen ist nach wie vor fernzuhalten! Deutsche Photographen=Konferenz. Am Sonntag und Montag fand in Dresden eine Konferenz der im Verband der Lithographen, Steindrucker und verwandten Berufsgenossen organisierten Porträtphotographen statt. „Die, Delegierten aus den verschiedenen Gegenden Deutschlanos berichteten über die Arbeitsverhältnisse in ihrem Berufe. Die Situationsberichte ergaben ein ziemlich trostloses Bild. guit##rruu hegrscht große Lehrlingsausheutung. In Nünchen sch als Liftboy verwandt. I2stündige arbeits-##tei Fast überall herrscht wiro der Lehruing als Liftboy verwandt. 12stündige arbeitszeit ist nichts seltenes. Ueberstunden werden vielfach nicht vergutet. Im Beruf tätige Frauen werden mit 40 bis 50 Mark monatlich gstlehatz#gs Durchschnittsgehalt für Gehilfen betragt 100 bis 120 Mart. Der Delegierte aus Hannover führte einen Fall an, daß ein Unternehmer dort ausgelernten Gehilfen 25 bis 40 Mark monatlich bezahlt. einer lebhaften Debatte über die Printenanstalten (Gratisvergrößerungen) wurde folgende Resolution angenommen: „Die am 1. August im Volkshaus in Dresden tagende Photographengehilfenkonferenz erklärt, daß die Gehilfenschaft in der Herstellung von Printen keine zu bekämpfende Konkurrenz erblickt. Sie sieht in der Organisation der Printer und PrintenWsitrg i, Verband der Lityographen und Steindrucker das beste sogenannten Fratis onkurrenz, die der Photographie durch die rößerungen erwächst, zu beseitigen. Diese Ausbeutung „Angsteters die nur beseitigt werden kann durch eine starke esenmaeh: ade Konsexenz erlärt sich mit den Printern und srintenmatern solidarisch und erklärt, die Organisation nach kraften zu fördern." Nach eiman wurde fo Berlin und Stuttgart angenommen: „Die am 1. und 2. August in Dresden tagende Photographenkonferenz erkennt den vollzogenen Anschluß an den Verband der Lithographen und Steindrucker als glücklichste Lösung zur Besserung der Lage der Photographen. Sie beschließt daher, mit allen Mitteln für den Verband einzutreten, ige. für den t allen Mitteln für den Verband einzutreten. Nach eingehender Prüfung der Hohe der Beiträge Verband sieht die Konferenz jedoch ein, daß eine Reformierung wohl schwierig ist, sie stellt aber an die Generalversammlung den Antrag, die Einführung von Staffelbeiträgen in Erwägung zu ziehen.“ folgte dann ein Referat des Genossen Höhlein über die Sonntagsarbeit im Photographengewerbe. Nachstehende Resolution gelangte zur Annahme: „Die Photographenkonferenz fordert von der Reichsregierung gesetzliche Maßnahmen zur Einschränkung der Sonntagsarbeit im photographischen Gewerbe. Auf keinen Fall dürfen photogxaebische Ateliers länger als von 10 bis 1 Uhr geöffnet sein. Wayreno dieser Zeit darf nur die Beschäftigung der zur Aufnahme nötigen Personen gestattet werden. Die örtlichen Mitgliedschaften haben nach den Verhältnissen eine weitergehende Einschränkung anzustreben.“ Errichtung eines sogenannten Versöhnungsamtes beschlossen die sächsischen Unternehmervereinigungen der Textilund Bekleidungsindustrie. Das Versöhnungsamt soll als Schiedsgericht bei Lohndifferenzen neben den gegenwärtig vorhandenen Vermittlungsämtern(Gewerbegericht) in Tätigkeit treten. Es wird zusammengesetzt sein aus einer gleichen Zahl von Arbeitern und Arbeiterinnen, die den verschiedenen Gewerkschaften angehören, und aus Unternehmern. Man hofft, daß durch die Einrichtung Streiks und Aussperrungen vermieden werden. Wadlsheseisien Piederlage der„Gelben“. Unter großartiger äeteiligung fand am Sonntag die Wahl der Vertreter der laufmannischen und technischen Angestellten zur Handelskammer für Augsburg statt. Der Ausfall bedeutet eine vernichtende Niederlage der in der Maschinenfabrik Augsburg sitzenden gelben Protektoren. Die dem neugegründeten gelben Beamtenverein Angehörenden hatten eine eigene Liste aufgestellt und in der strupellosesten Weise dafür agitiert, wobei die Direktion der Maschinenfabrik Augsburg nach Kräften beitrug. So wurden in dieser Firma wenige Tage vor der Wahl eine erhebliche Zahl von Angestellten, die bisher eine vierzehntägige Kündigungsfrist hatten, mit einer monatlichen Kündigungsfrist beglückt, damit sie an der Wahl teilnehmen konnten, ihnen nebenbei strengstens aufgetragen, für die gelbe Liste zu stimmen. Trotz dieser offenkundigen Wahlmache sind die Gelben schmählich unterlegen. Von den für die Handlungsgehilfen abgegebenen 4272 Stimmen entfielen auf die Gelben 955, auf die Liste der kaufmännischen Vereine 3317 Stimmen; von den für die technischen Angestellten abgegebenen 2011 Stimmen erhielt die gelbe Liste 560, die Liste des Bundes technisch=industrieller Angestellter 1451 Stimmen. Die Gelben erhalten trotz aller Anstrengung drei Sitze; die organisierten Angestellten jedoch neun.— Die Wahlbeteiligung betrug 80 Prozent. Die Binnenschiffer der Elbe sind in eine Lohnbewegung eingetreten. Besonderes Interesse verdient die Forderung der Arbeiter betr. die Nacht= und Sonntagsruhe. Seit 24 Jahren ist die Regierung mit den Erhebungen beschäftigt, dann aber vor dem Gelosaa mutig zurückgewichen. Diese Erhebungen zeitigten kein positives Resultat.— In einer Sitzung der Kommission für Arbeiterstatistik, erklärte der Referent: „Die schriftlichen Erhebungen hätten bereits eine Anzahl gewichtiger Momente ergeben, welche es fraglich erscheinen lassen könnten, ob für die Segelschiffe überhaupt oder allgemein an eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit gedacht werden könne und oo eine solche geboten ei. und P canabläsige Agitation der Verbände(Hafenarbeiter liche Erbebn deizer) ist dann noch einmal eine schriftdie Arbeiker zum Wort kamen. 9:: B.=#e i Sheit und Nachtrube. a) Die Nachtruhe beträgt 6 Stunden und fällt in die Zeit seche aufeinanderfolgend. 1, morgens. Die Ruhepause muß in ertg##en Stunden stattfinden, ohne daß Anide tariflich bestimmt wird. Ausnahmen dürfen nur Eishefahr in foschen Fasendasse Sturmwind und plößlicher Peih SC eer Ssieeiene uier die Bitet uechtrzuch er Umschlagsplätzen und auf in freiem Fahrgeit pon’ Sbis'S uhr, lagen" Jahrzeugen währt die Arbeits2n K 92.6 Uhr,„inkl. einer halbstündigen Frühstückspause und einer eineinhalbstundigen Mittagspause. Am 5.„„ 2. Sonntagsruhe. a) un ven vrei höchsten Feiertagen, Ostern, Pfingsten und Weihnachten, wird je ein freier 2ag gewart." Stnoten und b) Den Boots- und Steuerleuten der Schlepp= und Güterwird alle drei Wochen ein freier Sonntag gewährt, bei den Bugsierdampfern jeden Monat zwei freie Sonntage. c) Die Sonntagsruhe ist an den Dampfer gebunden. d) Wenn ein Elbschiff voraussichtlich 48 Stunden und länger in einem Umschlagsplatz oder einer sonstigen Lösch= oder Ladestelle verweilen muß, so tritt völlige Sonntagsruhe ein, bePräßuhr. um 6 Uhr abends und endigend Montags Schiffe, die während der Sonntagsruhe an einem Umscho# eestz#der einer sonstigen Lösch, oder Ladestelle ankommen bat# bis Montag fruy o uor oder länger verweilen, treten in die Sonntagsruhe ein. Im weiteren sieht der Tarifentwurf eine geringfügige Lohnerhöhung vor und die formelle Regelung der Arbeitsverhältstarke Organisation der Binnenschiffer— seit Januar Tiehe Vertretung ee macht— bürgt für die nachdrückBewegung“ O0Pgihrer. Wünsche. Insgesamt kommen bei der in Sräage 3ad Binnenschiffer und 1000 Maschinisten und Heizer Aussperrungen in England im Jahre 1908. englische Arbeitsamt hat vor kurzem den Jahresbericht über die in den Vereinigten Königreichen im verflossenen Jahre stattgefundenen Streiks und Aussperrungen veröffentlicht. Das ieon, Jahr hat für England im Gegensatz zu Deutschland eine ungeheure Zunahme der Arbeitsstreitigkeiten gebracht, und zwar ist dieser Zuwachs in erster Linie den gewaltigen Kämpfen in der Textilindustrie und im Maschinen= und Schiffsbau zuzuschreiben. Es waren im letzten Jahre an 399 Arbeitsstreitigreiten 29o 50 Persogen beteiligt gegen 147498 im Vorjahre und 217 773 im Jahre 1906. Die Zahl der verlorenen Arbeitstage sank von 3028 816 in 1906 auf 2162 151 in 1907, um im letzten Jahre auf mehr als das fünffache, nämlich auf 10834189 zu steigen. Auf die einzelnen Gewerbegruppen verteilen sich diese Zahlen wie solgt: en sich bieibire Je ie Popperneur ist angewiesen worden, die Angelegenheit das Porkommaehe lassen bis zu deren Bericht en als sicher festgestellt nicht gelten kann.— Die Folge, dieses neuesten amtlichen Telegramms war ein rapider deurssturz der Territoriesanteile. Die Berichte über die DiensBebörde, die füiteliche. De halten der südwestafrikanischen Firzlich, erst eine positive Bestätigung der verschiedentlichen Nachrichten über Territories=Funde gesandt hatte und jetzt zugibt, übereilt gehandelt zu haben, in Geschäftskreisen scharf verurteilt wurde. Ganz einheitlich wird die Verurteilung nicht gewesen sein, die Spekulanten, die durch die amtliche Berichterstattung in wenigen Tagen große Gewinne gemacht haben, werden die Empörung wohl nicht geteilt haben. Merkwürdigerweise richten die Handelsblätter ihre Kritik gegen den Gouverneur von Südwestafrika, obwohl die Hauptschuld oder die alleinige Schuld das Kolonialamt trifft. Das Berliner Amt durfte das erste Telegramm des Gouverneurs nicht veröffentRestatigung vorlag, daß die Untersuchung der Bergbehörde das Vo####ommen von Diamanten ergeben habe. Die Methode Dernburg kennt diese selbstverständliche Vorsicht nicht die Kolonialspekulation ist damit sehr einverstanden. Lockartikel für Warenhäuser. In den Fachzeitungen der Detaillisten wird gegenwärtig eine Frage erörtert, die einen interessanten Einblick in die Methode der Warenhäuser gewährt, gewisss, Paren als Lockartikel zu abnorm billigen Preisen an zue, Fuolikum abzugeben. Es handelt sich um den Artikel #gschinengarn, den die Warenhäuser mit Vorliebe als Locartikel benutzen. Sowohl die Grossisten als auch die Detaillisten haben begreiflicherweise an dieser Verschleuderung eines wichtigen Gebrauchsartikels keine Freude, und sie bemühten sich daher schon seit langem, diesem Uebelstande abzuhelfen. In Plätzen kam es zu Abmachungen, in den meisten Großstädten weigerten sich jedoch die Warenhäuser, Maschinengarn zu seinem vollen Preise zu verkaufen. Diese Gestaltung der Dinge spwöglicht es, einen Anhalt dafür zu gewinnen, um wieviel Maschinengarn teilweise unter Preis abgegeben wird. In sind Vereinbarungen zwischen Warenhäusern und Detaillisten erfolgt, durch die für die Maschinengarne bindende Verkaufspreise festgesetzt sind. Vergleicht man nun die Preise, die in Nürnberg erzielt werden, mit den Preisen, die für das gleiche Garn in Berlin gezahlt werden, so ergibt sich, daß in beiden Orten für Maschinengarne Preisdifferenzen von 40 bis 50 Prozent bestehen. So offeriert ein Berliner Warenhaus Maschinengarne, die im Einkauf 45 Pfg. kosten, in Nürnberg für, 65 Pfa, verkauft, werden, für 22 Pfg., ein anderes Waren1906 Zeugewerbe; an...... 1441 weerauindustrie, Maschinen= und Schiffsbau. 42049 Bergbau und Steinbruch 83833 Textilindustrie 75 11 Bekleidungsgewerbe 8912 Transportgewerbe 1 888 Verschiedene Gewerbe und öffentliche Arbeiten. 4.536 Zusammen 217773 Ueber die Resultate der Kämpfe erfahren wir daß nur 85,Prozent, der in Streitigkeiten verwickelten Arbeiter einen vollen Erfolg erzielten. 25 Prozent waren erfolglos und die 255 Pigerrt#uften sich auf Kompromisse einlassen. Bei den eigentiz##en Lohnkämpfen waren sogar nur 2 Prozent der beteiligten urbeiter erfolgreich, während 20 Prozent keinen und 78 Prozent einen halben Erfolg erlangten. Diese hohe Ziffer der zu Kompromissen gezwungenen Arbeiter ist die Folge des großen Konflikts in der Baumwollindustrie, der mit der Hinausschiebung auf zwei Monate der vorgeschlagenen Herabjetzung der Löhne endigte. Am erfolgreichsten waren die Arveiter in ihren Kämpfen um gewerkschaftliche Rechte: zirka 80 Prozent der hier beteiligten Arbeiter errangen einen vollständigen Sieg. Bei den Kämpfen um Verkürzung der Arbeitszeit gaxen 3 Prozent erfolgreich, 84 Prozent erfolglos, während der Ren oer beteiligten Arbeiter Vergleiche schloß. Handel und Verkehr. Ki Das Kolonialamt und die Börsenspekulation. Es scheint geradezu System werden zu sollen, daß die Kolonialspekulation von Zeit zu Zeit durch amtliche Kundgebungen in ihrem tollen angefeuert wird. Den bisherigen Vorgängen, die eine solche Deutung zulassen, reiht sich jetzt ein besonders krasser Fall an. Die Zahl der Kolonialpapiere, die an der Berliner Börse gehandelt werden, hat in den letzten Monaten ständig zugenommen, die enorme Steigerung in den Aktien der Kolonialgesellschaft für Südwestafrika nach den Diamantenfunden hat es der Spekulation leicht gemacht, das Interesse auch für andere koloniale Unternehmungen zu erwecken. Die Anteile der South African Territories Company wurden seit geraumer Zeit von der Spekulation besonders bevorzugt, die Umsätze in diesen Anteilen nahmen unter Beteiligung des Publikums einen außerordentlichen Umfang an Die Territories Company ist eine englische Gesellschaft in Deutsch=Südwestafrika, deren innere Verhältnisse sehr verworren sind. Nichtsdestoweniger begann der Kurs ihrer Anteile zu steigen, es wurden Gerüchte verbreitet, daß auf dem Gesellschaftsgebiet Diamanten gefunden worden sind. Zunächst bestätigte sich das Gerücht nicht, es hieß im Gegenteil, daß es sich bei den Funden um wertlose Rubinen gehandelt habe. Die Verwaltung des Unternehmens gab alsdann vekannt, daß die erste Meldung zutreffend gewesen sei, es seien achtkarätige Diamanten eingebracht worden. Bald aber verlautete wieder, daß das Telegramm mit der Nachricht über die Funde der selten großen Steine wohl verstümmelt gewesen sei, anscheinend sollte es nur besagen, daß bisher 8 Karat Diamanten lusgesamt auf dem Terrain der Territories gefunden wurden. Diese widersprechenden Gerüchte wirkten auf das Kurstreiben einigermaßen hemmend. aber hald war für das Spekulantentum der letzte Zweifel geschwunden, seine Erwartungen auf reiche Diamantenfunde waren in Erfüllung gegangen, denn am vergangenen Freitag brachte die Presse die amtliche Meldung, daß nach einem Telegramm des Gouverneurs von Deutsch=Südwestafrika im Bergwerksgebiete der Territories reichliche Diamanten gefunden worden sind. Es hieß in dem verbreiteten Telegramm des Gouverneurs, daß die Meldungen von den Funden von mehreren Prospektoren gleichzeitig gemacht wurden, und daß diese Meldungen vom Distriktsamt in Warmbad und vom Bezirksamt in Lüderitzbucht als zuverlässig erklärt werden. Daraufhin entwickelte sich am Sonnabend in Kolonialwerten, besonders in Territoriesanteilen, ein stürmischer Trubel, der die bisherigen Ausbrüche der Spekulation auf dem Markte für Lologialwerte in den Schatten stellte. Am Dienstag erschien in den Berliner Morgenblättern folgende offizielle Meldung: Nach einem weiteren Telegramm über die aus dem Bergwerksgebiet der South African Territories gemeldeten Diamantenfunde glaubt der Gouperneur auf Grund der in der Zwischenzeit angestellten weiteren Ermittlungen, daß die Angaben der Prospeltaren über die Funde mit gnößter Zonsicht aufeunaPie, ver kaust, werden, für. 22 Pig, ein anderes Warenhaus sogar für 15 Pfg. Ein großes Modewarenhaus in Berlin offeriert Maschinengarne, die in gleicher Qualität für 17 Pfg. verlauft werden, für 5 Pfg. Da der Umsatz in Maschinengarn in Deutschland pro Jahr sich auf 25 bis 30 Millionen Mark beziffert, so läßt sich leicht ersehen, wie bedeutungsvoll für manche Geschäfte die hier angeschnittene Frage ist. Es kam auch vor einiger Zeit zu einer Konferenz. die von Delegierten des Verbandes deutscher Detailgeschäfte der Textilbranche, des Verbandes deutscher Waren= und Kaufhäser und des Großhändler= verbandes in Garnen beschickt war. Eine Einigung wurde hier jedoch nicht erzielt, da die Warenhäuser sich nicht verpflichten wollten, bindende Verkaufspreise für Garn einzuhalten. Für das Publikum ist es ja nun gewiß ganz angenehm, wenn es Maschinengarn zu billigen Preisen erhält. Die Sache hat aber eine Kehrseite. Verschenken können auch die Warenhäuser nichts, An den Arbeitsstreitigkeiten beteiligte Arbeiter 1907 1 230 19 576 52567 47•429 11 643 8 708 6 345 1908 2892 58 338 87•022 132803 4662 4894 4 896 147498 295 507 und wenn sie Maschinengarn zu einem so billigen Preis offerieren, der unter den Herstellungskosten bleibt, so können sie dieses nur deshalb tun, weih sie sich an anderen Artikeln schadlos halten. Der Gebrauch, Lockartikel abzugeben, hat etwas durchaus Unreelles und Unsolides an sich und bildet eine Begleiterscheinung des Warenhaussystems, die weder im Interesse des reellen Handels, noch im Interesse des Publikums liegt. Die Konsumvereine machen daher diesen Gebrauch nicht mit, und wenn die Konsumenten es sich richtig überlegen, so unterstützen sie durch ihr Verhalten den Unfug mit den Lockartikeln nicht; denn wenn sie auf der einen Seite eine Ware um 25 Prozent unter dem Einkaufspreise erhalten und müssen dafür auf der anderen Seite eine Ware um 75 Prozent über ihren wahren Wert bezahlen, so bleiben sie doch noch die Uebervorteilten. Die Führung von Lockartikeln muß notwendigerweise die Uebervorteilung eines Teiles des Publikums mit sich bringen; denn nur auf Kosten dieser Uebervorteilten kann einem kleinen Teil des Publikums ein Geschenk gemacht werden. sse. Die Krankheitshäufigkeit in der Arbeiterbevölkerung. Die Statistik über unsere hygienischen Zustände ist im allgemeinen noch sehr mangelhaft. Die Krankenversicherung wäre imstande, ein umfassendes Material über die Krankheitsverhältnisse beizubringen. Sie gibt aber weder Auskunft über die Krankheitsarten, noch nimmt sie eine Trennung der Kranken ante Nusichliße. Immerbin gibt sie folgende inter. " In der Zeit von 1885(der Einführung der obligatorischen zerankenversicherung) bis Ende 1907 haben die Krankenkassen, die bekanntlich sämtliche gewerbliche Arbeiter umfassen, in rund 70 Millionen mit Erwerbsunfähigreit verbundenen Erkrankungsfällen Hilfe gebracht. Die Statistik zeigt leider eine ständig steigende Zunahme der Krankheitshäufigkeit. 35,6. Das ungünstigste Jahr ist das Jahr 1907. Bei dem Fehlen jeder Angaben über die Krankheitsformen ist es nich möglich, (estzusteuen, auf welche Ursachen diese Zunahme zurückzuführen ist.— Die Zahl der Tage, für welche Krankengeld oder Kranken33c PSHNuns gegährt wurde, war von 1885 bis 1907 rund Sreie tigen.. Die Statistik zeigt hier ebenfalls eine fortchreitende Zunayme. Es tamen Krankheitstage auf je 100 mannliche und weibliche Perionen: im Jahre 1888: 555.6 und 508,3, im Jahre 1907 aber 788,7 und 833,1. Obwohl anfänglich auf das wäihlische Geschlecht wenigex Krankheitstage, kamen als auf #manniiche, hat sich dieses Verhältnis allmahlich umgekehrt gestaltet. Das ist in der Hauptsache dadurch zu erklären, daß die Frauen immer mehr in das Erwerbsleben hineingezogen Börhersann zwar auch in solche Berufszweige, denen ihre Korpertonstitution nicht gewachsen ist.— Die durchschnittliche mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Krankheitsfalles betrug im Jahre 1907 bei sämtlichen Mitgliedern 19,6, von 1888 auf 1907 stieg sie bei den männlichen Mitglieder von 16,6 auf 18.5 und bei den weiblichen von 17,7 auf 23,4 Tage. Am Arzesten ist die Dauer der Krankheit mit 178 Tagen bei den Verrieoskrankenkassen und mit 20,7 Tagen bei den Ortskrankenkassen..Ueber die Krankheitsarten gibt die— besser ausgestaltete Berliner Krankenkassenstatistik Auskunft. Demnach sind beim weiblichen Geschlecht 16,8 Prozent sämtlicher Krankheitsfälle auf Erkrassung des Blutes(Blutarmut, Bleichsucht) und M.5auk. Srazentiankheiten zurückzuführen. Beim männlichen Seichlechr sind, diese Erkrankungen seltener; dagegen erkrankt häufigsten infolge äußer Pro= organe, des„Verdauungsapparates und spekkoren über die Funde mit großter Bohsicht aufzunehmen treten bei beiden Geschlechtern gleich stark auf.— Welchen ungeheuren Einflüß die Wohndichtigkeit und die Luftverhältnisse auf die Krankheitshäufigkeit ausüben, geht daraus hervor, daß auf 1000 Kassenmitglieder in Berlin 1164 Krankheitstage, in Westpreußen aber nur 646 und in einem Thüringer Staat gar nur 354 kommen.— Die Statistik entwirft im allgemeinen kein günstiges Bild von den.Gesundheitsverhältnissen der Arbeiter. Diese haben daher alle Ursache, für Verbesserung der hygienischen Verhältnisse zu wirken. Vermischtes. Am Grabe tut hingestürzt. Heidelberg, 4. August. Bei der Beeröigung des Geheimrats Adolf Hausrat brach der Geheimrat Professor der Theologie Albert Merx, als er den Kranz der Fakultät am Grabe niederlegen wollte, tot zusammen. Der Blitz im Zuge. Krefeld, 4. August. Bei einem heftigen Gewitter schlug der Blitz in einen Zug der Kleinbahn Krefeld=Düsseldorf. Zwei Wagen sind verbrannt. Drei Knaben ertrunken. Posen, 4. August. Im Dorfe Eberhardtslust bei Buk ertranken drei 9= bis 15jährige Söhne eines Besitzers, die mit einem Wagen in den Dorfsee fuhren. Mordversuch. Frankfurt a. M., 4. August. Wegen Mordversuch wurde der 25 Jahre alte stellenlose Bäckergeselle Johann Rauez,verkaftet. Er hatte gestern seine frühere Braut, die das Verhaltnis mit ihm gelöst hatte, überfallen und durch Schläge mit einem Stein schwer verletzt. Das Mädchen mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Brand auf der Vogelwiese. Dresden, 4. Aug. Der Gesamtschaden bei der Brandkatastrophe auf der Vogelwiese wird auf mehrere hunderttausend Mark geschätzt. Ein starkes Pionieraufgebot faßte die mächtige Brandstrecke mit einer hohen Bretterplanke ein, da mit dem Wiederaufbau sofort begonnen Mord. Leipzig, 4. August. Der Oberregierungsrat von der Kreishauptmannschaft Leipzig, Freiherr v. Wöhrmann, ist heute morgen in seinem Gartenhaus ermordet aufgefunden worden. Die Schädeldecke war dem Regierungsrat zertrümmert. Der Mörder des Freiherrn v. Wöhrmann ist ein Strolch namens Georgi, ein früherer Zimmermann. Er wurde verhaftet und ins Polizeigewahrsam zu Gaschwitz eingeliefert. Die Wohnung Ermordeten, der in seiner Villa zu Prödel zu wohnen Menschen mengte sich nun die Mutter ein, eine Mutter, die schon einmal über ihr Kind grausam verfügt hatte, damals, als sie es aus dem blühenden Leben ausstrich und der Kirche gab! Wann muß denn so ein Landkind gewöhnlich Priester werden? Wenn die Mutter irgendwas„sühnen" will! Um das eigene, vermeintliche Seelenheil zu erreichen, wird das willenlose Kind, der törichte Jüngling der Kirche verlobt. Kein Zweifel, schon in solcher Verfügung liegt eine tragische Schuld, aber sie wächst ins Doppelte, wenn der Mann, den seine Liebe, seine Zukunft, sein kraftreiches Leben aus dem Zölibat herausdrängt, durch den eifernden, drohenden Willen einer Mutter in seine falsche Bahn hineingezwungen werden soll. Tragische Zerwürfnisse solcher Art zwischen einem nach dem Leben verlangenden Priester und einer unerbittlich auf ihr Seelenheil erpichten Mutter sind in katholischen Ländern typisch. Eine Mutter wollte das Leben des blühenden Sohnes opfern— da opferte der Sohn die Mutter und legte zur Sühne Hand an sich. Dieser junge Mann, der die Briefe der Braut im geistlichen Gewand trug, bezahlt den Zölibatszwang mit seinem Leben. Ein frivol Veranlagter hätte sich zu helfen gewußt. Der wäre abends„als Schauspieler“ in die dunkelsten Großstadtgassen gelaufen und hätte sich erleichtert. Oder er hätte die Geliebte liguorianisch zu überzeugen gewußt und mit ihr„in Seelenreine“ heimlich genossen. Das Zölibat schadet den gemeinen Schlaumeiern nicht, die sich zu helfen wissen; aber gerade die ernsten, die reinen, die sittlichen Naturen, die vernichtet es!— pflegte, ist ausgeraubt worden, so daß man es mit einem Raubmord zu tun hat. Nach einer anderen Version soll der Hausmann des Herrn Wöhrmann der Mörder sein. Kinder als Diebe. München, 4. August. Eine eigenartige Erklärung haben die Diebstähle im Munchener Hauptzollamt gefunden. Dem„Münchener Tageblatt“ zufolge sind die Diebe die Söhne von Zollbeamten, Knaben im Alter von 11 bis 12 Jahren, die das Zollamt als Hauptquartier für ihre Räuberspiele benutzten und sich aus den dortigen Vorräten verproviantieren pflegten. Als sie auch das unter Zollverschluß liegende Champagnerlager angriffen, kam ihr Treiben heraus. Genickstarre. München, 4. August. In der Münchener Garnison sind in den letzten 14 Tagen sechs Fälle von Genickstarre vorgekommen, von denen zwei tödlich verlaufen sind. Auch eine 58jährige Sprachlehrerin ist im Krankenhause an der Genickstarre gestorben. Ein eingesperrter Postmeister. Stuttgart, 4. August. Ein raffiniertes Räuberstückchen hat sich in dem württembergischen Städtchen Besigheim ereignet. Diebe sperrten den dortigen seiner Wohnung ein, raubten aus der Postkasse 8200 Mk. und flüchteten. Kampflustige Geistliche. Budapest, 4. August. Im Hafen von Ragusa kam es zwischen 400 kroatischen Geistlichen, die an: dortigen Eucharistischen Kongreß teilnahmen, und Italienern zu einem heftigen Zusammenstoß. Die Gegner bewarfen einander mit Kohlen und Steinen. Durch das Einschreiten der Polizei wurde die Ruhe wieder hergestellt. 25 100 000 Lire für die Opfer des Erdbebens. Rom, 4. Aug. Die hiesigen Blätter veröffentlichen Einzelheiten über die Verteilung der Unterstützungsgelder an die Opfer der Erdbebenkatastrophe ir Calahrien und Sieilien Die gesammelte Summ talastrophe in Caldbrien und Gizitien. Die gesammenle Summe vetragt 25100000 Lire, welcher Betrag bis auf 125000 Lire verteilt worden ist. 2000 Gebäude beschädigt. Newyork, 4. August. Die Baubehörde der Stadt Mexiko konstatiert, daß 2000 Gebäude durch das Erdbeben beschädigt worden sind, außerdem sei ein großer Teil der Stadt noch nicht inspiziert. In Acapulco dauern die Erdstöße fort. Der Kaplan ols Muttermörder. Man schreibt der Wiener „urb.=Ztg.: Der Kaplan Joseph Schenigl in Holicz hat vor ein paar Tagen seine Mutter umgebracht. Das war einmal ein Mord oder Totschlag, zu dem die„Neue Zeitung" kein Bildel anfertigen ließ. Auch die„Arbeiter=Zeitung hat aus der schrecklichen Sache kein großes Wesen gemacht, weil sie weiß, daß in jeder Branche Verbrechen aus Leidenschaft geschehen, unter den katholischen Geistlichen geradeso wie unter den Gastwirten, Schustern und Aerzten. Aber einige Betrachtungen ist dieser Muttermord schon wert. Die mährischen Zeitungen berichten, daß der Kaplan aus der katholischen Kirche austreten und seine Geliebte heiraten wollte. Die Mutter des jungen Geistlichen, eine bigotte Person, war darüber ganz aus dem Häusel und drohte, sich umzubringen, wenn ihr Sohn das tue. Da schoß der Kaplan die Mutter nieder und dann sich selbst. In seiner Tasche fand man die Briefe der Braut! So fürchterlich das Verbrechen des Kaplans ist, man darf einige Milderungsgründe für ihn anführen; nicht bloß seine Liebe, die offenbar ernst und tief war, ohne jenen heimlichen Zynismus, der so manchem langlebigen Amtsbruder des Verstorbenen eignet. Er wollte lieber aus der Kirche austreten, als daß er die Geliebte zur—.—— Pfarrerserniedrigt hätte! In diese Lebensfragen der zwei jungen Die„Jagd“ auf Liebespaare. Aus Troppau in Oesterreich= Schlesien wird geschrieben: Der der Bezirkshauptmannschaft Freistadt zugeteilte Landesregierungskozipist Dr. Ottokar Fischer unternahm kürzlich in Gesellschaft einer Dame aus Troppau einen Ausflug in die Gegend der Annakapelle bei Jaktar, als plötzlich ein anscheinend geistesgestörter Mann mehrere Revolverschüsse auf Dr. Fischer abfeuerte. Fischer wurde im Gesicht und an der rechten Brustseite nicht unerheblich verletzt. Nach der Tat ergriff der Geisteskranke die Flucht. Dr. Fischer, der infolge des starken Blutverlustes zusammengebrochen war, schleppte sich mit Hilfe seiner Begleiterin bis in die Nähe von Jaktar und mußte schließlich in das Landeskrankenhaus in Troppau gebracht werden. Bald darauf traf beim dortigen Polizeiamt vom Amtsvorsteher in Bauerwitz die Meldung ein, daß sich in Jernau ein Mann unter der Selbstbezichtigung gestellt habe,soeben einen Herrn erschossen zu haben. Er gab an, der frühere Postassistent Joseph Fieweger zu sein. Ueber den Beweggrund der Tat befragt, erklärt er, daß er es sich zur Aufgabe gestellt habe, auf Liebespaare Jagd zu machen. Fieweger hat als Postbeamter im Ostrauer Bezirk vor etwa zwei Jahren die Gattin seines Vorgesetzten Postmeisters mit einem Hammer erschlagen. Er wurde damals verhaftet, konnte aber nicht vor Gericht gestellt werden, da sich inzwischen Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit ergeben hatten; er wurde einer Anstalt überwiesen, wo er nach langerer Beobachtung für geisteskrank erklärt wurde. Er wurde dann seinem in Troppau ansässigen Vater, einem Fabrikangestellten, übergeben, der sich verpflichtete, seinen Sohn unter ständiger Aufsicht zu halten. Der Kranke wird jetzt dauernd in einer Irrenanstalt interniert werden. Das Opfer des Attentats, Dr. Fischer, wurde im Krankenhause operiert; man hofft, ihn trotz seiner schweren Verletzungen am Leben zu erhalten. neue Montblanebahn. In diesen Tagen wurde der erste Teil der neuen Montblancbahn dem Betrieb übergeben. Damit ist eine Teilstrecke des großen Werkes fertiggestellt, das erst in mehreren Jahren vollendet sein wird. Nachdem mehrmals Projekte aufgetaucht waren, den höchsten Berg Europas durch eine Bahn allen Bergfreunden leicht zugänglich zu machen, kam nach mannigfachen Erwägungen der Plan zur Ausführung, den der Ingenieur Duportal samt seinen Kollegen ausgearbeitet hatte. Die Anregung ging von dem französischen Ingenieur Faber aus, der die Absicht hatte, bis in eine Seehöhe von 2500 Metern eine offene Bahn zu führen und von da ab die Strecke in zwei Riesentunnels weiter zu leiten. Der untere Tunnel sollte mit großer Steigung bis zu einer Höhe von 3800 Metern gebaut werden und etwa 5½ Kilometer lang sein. Eine zweite Tunnelstrecke sollte dann bis zu 4580 Metern führen, bis 230 Meter er die Spitze des Montblanc, die dann auf einer Seilbahn erreicht werden sollte. In abgeänderter Form wurde nun das Bahnprojekt ausgeführt, das elektrischen Betrieb vorsieht und von der Bahn ausgeht, die über Le Fayet nach Chamonix führt. Von Le Fayet zieht die Linie am Südhang gegen das Bionassahtal, um dort in Col de Volza in einer Höhe von 1700 Metern vorläufig zu enden. Sie wird von da an über Mont Lachat vielleicht schon im kommenden Jahre dem Verkehr übergeben werden, weil sié bis in eine Seehöhe von 2300 Metern nahezu völlig fertig ist. Von da ab beginnt der große Tunnel gegen die Aiguille du Gouter. Mehrere Stationen, die in Hohenabständen von 500 bis 600 Metern liegen, werden wie bei der Jungfraubahn Ausflüge nach allen Seiten in die Gletscherwelt des Montblanc ermöglichen. Schon währerd der Fahrt in die höheren Regionen werden durch ausgebrochene Galerien die Reisenden die Schönheiten des prachtigen Alpenpanoramas bewundern können. Allerdings wird es noch viele Jahre dauern, bis die Bahnstrecke so weit fertig ist, weil die Tunnelarbeiten lange Zeit beanspruchen. Bisher steht es noch nicht ganz fest, wie die Bahn in Seehöhen gegen 4000 Meter und daruber ausgeführt werden wird, weil verschiedene Pläne vorliegen. Der eine sieht vor, die Bahn von 3865 Metern an durch einen einzigen großen Tunnel zu führen, der fast 1000 Meter ansteigen soll. Er soll wegen der Stärke des Gletschereises ungefähr 70 Meter tief im Gestein angelegt werden, und nach einem anderen Projekt auf den Bosses in 4300 Metern eine Zwischenstation erhalten. Ueberdies würde nach dieser Anordnung die Bahn von da im Felsen ein wenig absteigen, um dann neuerlich bis 4600 Meter anzuklimmen. Dort würde auf dem Petit Rochers Roux die Endstation angelegt werden, von der aus eine Drahtseilbahn zum Gipfel führen wird. Der Fahrpreis soll 40 Frank betragen, die Baukosten werden sich auf 180 Millionen Frank belaufen. Von der Luftschiffahrk. Frankfurt a. M., 4. August. Während der Nacht wurde der Zeppelinballon von einer Kompagnie des 81. Regiments und einer Batterie des Bockenheimer Feldartillerie=Regiments bewacht. Heute morgen war man mit dem Nachprüfen der drei noch am Luftschiff befindlichen Propeller beschäftigt, die alle tadellos sunktionierten. Das Aushangsstück, in dem Welle und Propeller ruhen und das beim Abspringen des Propellers verbogen wurde, war heute früh bereits anmontiert. Obwohl die Avfahrt morgen früh beabsichtigt ist, ist es möglich, daß eine Verzögerung um einige Tage eintreten kann. Koln, 4. August.„Z. II“ steigt laut„Köln. Volksztg.“ morgen früh 4 Uhr zur Weiterfahrt nach Köln auf und wird um 11 Uhr vormittags voraussichtlich hier eintreffen. Ostende, 4. August. Der belgische Luftschiffer de Caters ist mit seinem Doppeldecker nach Frankfurt a. M. abgereist, wo er Flüge ausführen wird. Er konnte wegen der anhaltenden schlechten Witterung seine beabsichtigten Fluge in Ostende nicht zur Ausführung bringen. Meaux, 4. August. Das lenkbare Luftschiff„Republique“ unternahm heute morgen 11 Uhr verschiedene Flugversuche in der Nähe der Stadt. Es fuhr schließlich in nordwestlicher Richtung ab. Die Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges ließ nichts zu wünschen übrig. August. Die seit mehreren Wochen streikenden städtischen Arbeiter haben sich zur Wiederaufnahme der Arbeit unter den alten Bedingungen bereit erklärt. Die von ihnen gewünschte Wiedereinstellung aller Streikenden ist ausgeschlossen, da 200 Stellen durch neue, fest angenommene Arbeiter besetzt sind. Berlin, 5. August. Die Katastrophe auf der Radrennbahn im alten botanischen Garten hat gestern ein weiteres Menschenleben gefordert. Im Elisabeth=Krankenhaus ist gestern abend der Diener Christian Schmidt seinen bei der Katastrophe erlittenen Verletzungen erlegen. Er hatte doppelte Beinbrüche erlitten. Eine hinzugezogene Blutvergiftung führte den inichrgistung(hri, den Tor herbei. Berlin, 5. August. Eine stark besuchte Versammlung der Schlosserinnungen von Berlin und Charlottenburg und des Arbeitgeberschutzverbandes für das Schlossereigewerbe, die gestern abend tagte, beschloß mit 92 gegen 33 Stimmen am Sonnabend dieser Woche, abends, alle an der gegenwärtigen Lohnbewegung beteiligten organisierten Schlosser auszusperren, falls bis Freitag abend nicht der deutsche Metallarbeiterverband die Streiks bei den Geldschrankfabriken und einzelnen Bauschlossereien aufgehoben hat. Würde die Aussperrung in Kraft treten, so wird der Lohnkampf der Berliner Schlosser etwa 6000 Arbeiter in Mitleidenschaft ziehen. Berlin, 5. August. Von den Rechtsbeiständen des Fürsten Eulenburg wird mit Bezug auf die von verschiedenen Blättern gebrachte Meldung von einer neuerlichen Reise des Fürsten mitgeteilt, daß das Befinden des Fürsten nicht derartig ist, daß er zurzeit eine Reise unternehmen könne. Er liegt zurzeit im Bett. Bei dieser Gelegenheit wird darauf hingewiesen, daß der Fürst, entgegen anderweitigen Meldungen, jetzt nicht in der Lage ist, Memoiren zu schreiben und überhaupt nicht die Absicht hat, solche zu schreiben. Dresden, 5. August. Das Landgericht fällte gestern das Urteil gegen die Witwe Lehmann, die als Baronin von Münchhausen viele Hochstapeleien verübte und gegen ihren Geliebten, den Musiker Köhnen. Das Urteil lautete gegen die Angeklagte Lehmann auf 5 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. Ihr Geliebter erhielt 1 Jahr 10 Monate Gefängnis und 3 Jayre Ehrverlust.„„ München, v. August. Das baierische Verkehrsministerium hat beschlossen, die ihm zur Elektrisierung der baierischen Staatseisenbahnen zur Verfügung gestellten großen Wasserkräfte vorläufig nur in beschränktem Maße auszunutzen. Fur das Kraftwerk am Walchensee kommt zunächst nur in Betracht die Linie Garmisch=Partenkirchen und der Vorortverkehr München=Ganting. Die vom Verkehrsminister reservierten Wasserkräfte werden öffentlich bekannt gegeben werden. Petersburg, 5. August. Die Zurückziehung der russischen Truppen aus Persien ist beschlossene Sache und wird Mitte August erfolgen. Der entthronte Schah hat seine Abreise aus Persien um einige Tage verschoben, da die Frage seines Immobilienbesitzes noch nicht geklärt ist. Der Schah erklärte sich bereit, seine Schulden persönlich zu tilgen, wenn man ihm seinen. Landbesitz lasse, der jährlich 800000 Rubel abwirft. Konstantinopel, 5. August. Hier weilende Abgeordnete des türkischen Tripolis erhielten Depeschen, nach denen das Dorf Tschaneh vorgestern von französischen und italienischen Kolonial= Truppen besetzt worden sei, die sich gegenseitig aufforderten, das Grenzgebiet zu räumen. Beide behaupten, die Station gehöre ihnen. Der Großwesir gab dem Generalgouverneur sofort Befehl, Truppen zu entsenden, um einen französisch=italienischen Zusammenstoß auf türkischem Gebiet zu verhindern. Briefkasten der Redaktion. E kemenrätischer Hrremn für den Wahlkreis Vielefeld-Wiedenbruck. 4196 Rheda. 1. Julius Kindermann, Schildesche, Heeperstr. 41. 2. Der Charfreitag ist kein gesetzlicher Feiertag, für die katholische Kirche nur strenger Fasttag, für die evangelische Kirche ein hoher Feiertag mit vollständiger Arbeitsruhe. Im übrigen wird über die außere Heilighaltung auch des Karfreitags in der Regierungs=Polizeiverordnung bestimmt:„Am Charfreitag ist in den Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevolkerung die Werktagstätigkeit(auch die gewerbliche Tätigkeit—§ 105a ff. der Reichsgewerbeordnung) sofern und soweit sie bisher herkömmlich bestanden hat, auch ferner erlaubt. Jedoch sind auch in diesen Gemeinden öffentlich bemerkbare oder geräuschvolle Arbeiten in der Nähe von dem Gottesdienste gewidmeten Gebäuden verboten. Es handelt ssich hier um die bekannte Verfrommungsordnung. Polizei=Verordnung itglieder=Versammlungen: Ortsgruppe Quelle. Sonnabend, 7. August. Tagesordnung: 1. Bericht von der General=Versammlung. 2. Vorschläge für die Bevollmächtigten. Ortsgruppe Verentrup. Sonnabend, 7. August, abends 9 Uhr, im Vereinslokal. Ortsgruppe Schildesche. Sonnabend, 7. August, abends 9 Uhr, im Lokale des Wirts Lücking. Tagesordnung: 1. Vorschläge für die Bevollmächtigten. 2. Bericht von der Generalversammlung. Ortsgruppe Sieker. Sonnabend, 7. August. Tagesordnung: 1. Erster Vortrag des Genossen Hoffmann über Kulturentwicklung. 2. Berichterstattung von der Generalversammlung. 3. Bericht und Abrechnung des Vorstandes. 4. Vorschläge für die Bevollmächtigten. 5. Kommunales. Ortsgruppe Stieghorst, Sonnabend, 7. August, abends 8½ Uhr, bei Klemme. Tagesordnung: Vorschläge für die Bevollmächtigten und Revisoren. Die Mitglieder sind verpflichtet, in den MitgliederVersammlungen zu erscheinen. Der Vorstand. betreffend den Anschluß der Grundstücke an die städtische Wasserleitung. Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die PolizeiVerwaltung vom 11. März 1850 und der§§ 143 und 144 des Gesetzes üver die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 wird nach Zustimmung des Magistrats mit Genehmigung des Regierungs=Prasidenten für den Bezirk der Stadt Herford folgende Polizei=Verordnung erlassen: § 1. Jedes bebaute Grundstück muß, sobald die Straße, an welcher es liegt, mit einem Wasserleitungsrohr versehen wird, an die Wasserleitung angeschlossen werden. Die Verpflichtung hierzu liegt dem Eigentümer und dem Nutznießer des Grundstücks ob. Ausnahmen von der Anschlußpflicht können von der PolizeiVerwaltung einzelnen Grundstückseigentümern und Nutznießern auf Widerruf bewilligt werden. § 2. Die Wasserleitungsanlagen sind nach Maßgabe der bestehenden und ergehenden Vorschriften auszuführen. § 3. Den Beamten der städtischen Betriebswerke muß zu jeder Tageszeit der Zutritt zu den Wasserleitungsanlagen zwecks Revision gewährt werden. § 4. Uebertretungen vorstehender Vorschriften werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mk., im Unvermögensfalle mit entsprechender Haftstrafe geahndet. "§ 5. Die Polizeiverordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Herford, den 23. April 1909. Die Polizei=Verwaltung. gez. Dr. Heß. a c h u n g. Feuerweyrmanner, die noch im Besitz von der Stadt gelieferten Feuerwehrmützen und Armbinden sind, werden hierdurch aufgefordert, dieselben innerhalb 8 Tagen auf der hiesigen Polizeiwache abzuliefern. Herford, den 28. Juli 1909. Die Polizei=Verwaltung. Busse. Scrrastalt dis IIimptirissimus“ Der neue Kranserr. Dreis 15 Ofg. Vorrätig in der Buchhandlung„Volkswacht", Bielefeld. K Dechnungs-Formulare sauberer Austäh. Guchdruckerei Volkswacht“ * B u c h t r u c h e r e.„ t e i n e w u s t e! Abonnenent für Bielefeld und U wie bei sämtlichen A ins Haus gebracht 60 lich. Durch die 1.80 Mk. vierteljähr Bestellge!? 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