H2. Gr. Kurfärstes. sch Auf“ 8½ Uhr bei bei Karl Schröder. eit“ 8½ Uhr im Ver. f“ b. Wirt Fohrmann. eutsche Eiche“ 8 Uhr der Turnhalle. ) U h r b e i I n d i e s t e l, hr im Niermannschen “ 8½ Uhr bei Wirt Auf“ 8½ Uhr bei irts“ 9 Uhr bei Wirt u“ abends 7 Uhr bei bei Tiemeier, Stifttergrün“ 9 Uhr beim Uhr bei Läge. seit“ 9 Uhr bei Wirt ntracht“ 8½ Uhr bei keit“ 8¾ Uhr bei ng abends 7 Uhr bei öbke. “, 8½ Uhr bei Karl Gastwirt Mohrmann, 3½ Uhr bei Gastwirt : M ä n n e r c h o r. 9½ Uhr im Schaum. ktion. rpflichtet. Die Fragen mit dem Bezug von Nann die angewiesene dies vom Arzt beinnte Kommission ist je die Rentenanträge war, wird es auch einer Invalidenrente sorschrift ist, daß der hat und seine Ergesunken ist. Warum nicht an das Sekreder Post übergeben, ben worden. Zeitung! ingsalters ist die weil in diesem Alter Die beste Abwehr ufeke“ und Milch, egelt wird. 2545 it mehr als 15 Buchstaben zu doppelt gerechnet. bezahlung angenommen. seurgeschäft ause per Juli anderweitig Jahresmiete zu vermieten. 2 Arndtstr. 36. 12540 beerbäume ßen, billig, Epheukästen, von Balkonkästen. Ampeln uanlagen und InstandGärten; Topfblumen ktpreis. Wilh. Bleimund, kaiserstraßen=Ecke. Ferre 255. derwagen, (Brennabor), Reise=, Armkörbe, Sessel sowie stenwaren empfiehlt zu en G. Bratke, Mühlen1689 Iichanehge e Hosen und Blusen in hl und preiswert. August trihe. imenrad, ig zu verkaufen. Feldrt. l. 2543“ st, von Arn. Wäsche 125. saschfrau eng7 Kurfürstenstraße 761. Abonnementspreis ### Vielefeld und Umgegend, so#: bei sämtlichen Agenturen frei i Haus gebracht 60 Pfg. monatlich. Durch die Post bezogen 180 Mk. vierteljährlich exkusive Bestellgeld. Einzelnummer 10 Pfg. Erscheinungstage mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage täglich nachmittags. Fernsprech=Anschluß Nr. 353. Nr. 105. TU TTuic To TTUsUe Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westfalen und die lippischen Fürstentümer. Buchhandlung, Druckerei, Erpedition und Redaktion: Schulstraße Nr. 20. Bielefeld, Mittwoch, 5. Mai 1909. Insertionspreis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Inseraten=Annahme bis ½9 Uhr vormittags. Größere Inserate müssen bis 5 Uhr abends tags zuvor aufgegeben sein. Die heutige Nummer umfaßt 8 Seiten. sondern der Landeszentralbehörde überlassen will, Die„Reform“ der Krankenversicherung. Nachdem wir zum Gesetzentwurf der Reichsversicherungsordnung uns geäußert und die Grundzüge derselben besprochen haben(Leitartikel der Nummern 85, 91 und 92 unseres Blattes), wenden wir uns heute zu ihrem ersten Einzelteile, welcher die rankenversicherung betrifft.(Zweites Buch der Ordnung,§§ 197 bis 631.) Die Aenderungen, die dieses Buch vorschlägt, sind die in politischer Hinsicht einichneidendsten des ganzen Entwurfs, an denen ohne Zweifel die meiste und die schärfste Kritik geübt werden wird. Allgemein hatte man erwartet, daß die Regierung sich gerade in diesem Teil von ihler reaktionären Seite zeigen werde— und sie hat diese Erwartung völlig gerechtfertigt. Vier Materien werden hier neu geordnet. Erstens handelt es sich um die Ausdehnung der Krantenversicherung auf die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter, die Dienstboten, die unständigen Arbeiter, Bureau=Angestellte, Bühnen= und Orchesterglieder(wenn der regelmäßige Jahresarbeitsverdienst 2000 Mark nicht übersteigt), auf die nicht an öffentlichen Schulen angestellten Lehrer und Erzieher, auf die Hausgewerbetreibenden sowie auf Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken. Diese Ausdehnung genügt zwar nicht allen berechtigten Forderungen und sie entspricht nicht in vollem Umfange dem vornehmlich von der Sozialdemokratie stets ertretenen Prinzip, die Krankenversicherung auf alle Perinen zu erstrecken, die ihre Arbeitskraft in abhängiger Stellung erwerten, doch stellt sie immerhin eine Verbesserung dar, durch die der Kreis der Versicherten eine erhebliche Erweiterung erfährt. Ihre Tendenz ist, die Kreise der gegen Indalidität und Krankheit Versicherten möglichst gleich zu gestalten. und zwar hauptsächlich in der Rücksicht, daß„beim Fehlen einer rechtzeitigen und ordnungsgemäßen Krankenhandlung die Gefahr der vorzeitigen Invalidisierung wächst." Im ursprünglichen Krankenversicherungsgesetz war der Grundsatz maßgebend, das Kassenwesen tunlichst zu dezentralssieren. Dadurch ist eine arge Zersplitterung herbeigeführt worden, die für die Sicherheit und Leistungsfähigleit vieler Klassen eine so große Gefahr bedeutete, daß ein großer Teil der Ortskrankenkassen bemüht war, ihr durch freiwilligen Zusammenschluß zu begegnen. Der Entwurf gibt die höchst bedenkliche Tezentralisierung nicht völlig preis. Er trägt dem Gedanken der Zentratisation nur in beschränktem Maße Rechnung. Nach der Statistik des Jahres 1907 gab es neben den Knappschaftskassen nicht weniger als 23232 Krankenkassen verschiedener Gebilde; über 44 Prozent aller Kassen hatten weniger als 100 Mitglieder. Daß solche Zersplitterung ein großer Uebelstand ist, muß auch die Begründung des Entwurfs anerkennen. Aber sie behauptet, man dürse nicht allzusehr zentralisieren. Und wes. halb nicht? Weil die Regierung sich nicht entschließen kann, der durchaus begründeten Forderung, die von der Arbeiterschaft seit Jahren einmütig erhoben worden ist, das Beriebs-, Bau=, Innungs= und Knappschaftskassenwesen zu beseitigen, Rechnung zu tragen. Diese Kassengebilde, die das schwerste Hindernis fur eine gesunde organische Entwicklung des Krankenkassenwesens sind, sollen erhalten bleiben. Die Begründung läßt die gegen sie erhobenen durchaus zutreffenden Vorwürfe nicht gelten und will glauben machen, daß sie mehr leisten, als die Ortskrankenkassen, über die ja viel mehr geklagt werde als z. B. über die Betriebskrankenkassen! Besonderes Wohlwollen für die Ortskrankensassen spricht aus dieser„Beweisführung" nicht. Diesen Kassen begegnen ja die Herren vom reaktionären Regiment mit sehr schweren„ordnungspolitischen“ Bedenken. Wir haben die Ueberzeugung gewonnen, daß die Erhaltung der in Rede stehenden Kassengebilde sozusagen eine gewisse„Kompensation" gegen die Ortskrankenkassen bilden soll. Es kommen gbei insgesamt etwa 4¼ Millionen Versicherte in Betracht. meit diesen Kassen wird in der Tat nur einem Interesse und einer Prätension des Unternehmertums entsprochen. Von Selbstverwaltung durch die Versicherten kann bei ihnen ganz und gar keine Rede sein. Sie sind beherrscht mehr oder weniger von der„Autorität“ des Unternehmertums, das nach berechtigten Interessen der Arbeiter nicht viel fragt. Absurd ist, speziell die Krankenkassen der Innungen als „Förderer des sozialen Friedens“ hinzustellen. Irgend ein stichhaltiger Grund für die Existenz dieser Kassen neben und gegen die Ortskrankenkassen ist bis jetzt noch nicht beigebracht worden und kann auch nicht beigebracht werden. als zu den hier besprochenen vier Kassenarten stellt sich der Entwurf zu der bisher als Form der Krankenversicherung zugelassenen Gemeindekrankenversichekung. Diese ist eine kein selbständiges korporatives Dasein fuhrende kommunale Einrichtung, die vom Gesetzgeber von ssruherein als ein durchaus subsidiäres Aushilfsmittel ervacht worden ist. Sie soll alle diejenigen VersicherungsPflichtigen erfassen, die sich nach den örtlichen Verhältnissen aus dem einen oder dem andern Grunde nicht in einer organisierten Krankenkasse unterbringen lassen. Die darin versicherten Personen haben nicht allein keine Teilnahme an der Verwaltung Versicherung, sie sind auch gesetzlich beschränkt auf den Fötigne von Krankenunterstützung, die nach Art und Maß erhinter den Mindestleistungen der übrigen Kassenarten tehen. Es bestanden 1907 noch 8290 Gemeindekrankenksicherungen(gleich etwa 35,7 Prozent aller Versicherungsenrichtungen) mit 1475489 Versicherten(gleich 12,6 Prozent ##r Versicherten). Der Entwurf schlägt vor, sie völlig und v####cahmslos zu beseitigen, so daß die Krankenpastscherung sich für die Folge durchweg in organisierten Kassen Frai chen wird. Diese Bezeitigung ist durchaus geboten; für ### Beseitigung ist insbesondere die Sozialdemokratie stets tschieden eingetreten; sie hat dieser Einrichtung von vornLerein ebenso widerstrebt wie den Betriebs-, Bau=, Innungsund Knappschaftskassen. Für Landarbeiter, Dienstboten, Hausgewerbetreibende usw. neue Kategorie von Kassen geschaffen, die krankenkassen. Deren Organisation ist nach dem Sheiun und seiner Begründung noch sehr dunkel. Es erzi##nt die Vermutung nicht unbegründet, daß man die Regelung mer Organisation nicht durch Reichsgesetz vornehmen, was unsres Erachtens bedenklich sein wurde. Wie„zentralisiert" der Entwurf nun? Unter weitgehender Schonung des Bestehenden, das nichts taugt! Wie gesagt, sollen die Betriebs-, Bau=, Innungs= und Knappschaftskassen erhalten werden. Nur die ganz kleinen Betriebskassen werden verschwinden. In Zukunft wird bei Neuerrich= tungen als Mindestzahl der Mitglieder 500 gefordert; doch können die Landeszentralbehörden bis zu 250 hinabgehen; bei vorhandenen Kassen dieser Art ist die Mindestzahl gleichfalls auf 250 festgelegt. die Innungskassen soll, wie bisher, keine Mindestzahl der Mitglieder vorgeschrieben werden; die sollen selbst mit lächerlich geringer Mitgliederzahl weiter bestehen dürfen; die Regierung will sich in diesem Punkt nach wie vor auf die „Einsicht der Behörden" verlassen. Was die Regierung, offenbar in Rücksicht auf das von ihr gewollte und geförderte Wohlwollen der Behörden für die Innungen, damit meint, ist klar. Der Entwurf läßt übrigens auch die beruflich abgegrenzten Ortskrankenkassen bestehen. Hier macht er abermals Halt vor dem Zeniralisationsgedanken. Die Begründung stellt die haltlose Behauptung auf, es sei„bedenklich“, das Aufgehen dieser Kassen in territorial abgegrenzte Kassen zu fordern. Doch kann der Entwurf sich dem Zeneralisationsgedanken insoweit nicht verschließen, als die Leistungen der Kassen in Betracht kommen. Jede Kasse muß für die Zulässigkeit ihrer Begründung oder ihres Fortbestandes nachweisen, daß ihre Leistungen denen der allgemeinen Ortskrankentasse gleichwertig sind. Immerhin muß der Entwurf ja die Ortskrankenkasse als den Grundpfeiler der Gesamtorganisation des Krankenversicherungswesens, als welcher sie von vornherein gedacht sind, gelten lassen. Die Zentralisation dieser Kassen soll nicht erzwungen, sondern der freien Entwicklung überlassen werden. Aber die Befürworter des Zwanges können sich trösten: die Tendenz zur Zentralisation ist im Ortskrankenkassenwesen so stark, und sie ist eine so notwendige, daß die Zentralisation auch ohne Zwang sich vollziehen wiro, trotz der Mitgunst, mit der maßgebende Kreise diese Kassen ganz offen bevandeln— eine Mißgunst, die ja drastisch in der liebevollen Sorge für die Betriebs= und die Innungskassen zum Ausdruck kommt. Daß die Regierung die neuen Landkrankenkassen gerne als Konkurrenten der Ortskrankenkassen haben möchte, läßt sich u. a. ersehen aus einer Bemerkung der Begründung, wonach erstere„für gewisse Gruppen geeigneter“ sind als letztere. Schon in kn Organisationsvorschlägen macht sich also der reaktionäre Geist recht kräftig geltend. Mit voller Wucht aber tritt er hervor in den Veränderungen die für die innere Verfassung der Krankenkassen vorgeschlagen werden. In diesem Punkt haben wir es zu tun mit einer Hauptund Staatsaktion der Reaktion gegen die Ortskassen, gegen die Selbstverwaltung, gegen die bestehenden, wahrlich nur sehr knapp bemessenen Rechte der Arbeiter. Wir können auf diesen Punkt im Rahmen des vorliegenden Artikels nicht erschöpfend eingehen; er erfordert eine besondere Abhandlung, wie wir ja denn überhaupt die Kritik all der wichtigen Einzelheiten des Entwurfs nicht in einem Zuge erledigen können. Hier nur die Hauptsache in knapper Skizzierung: Die Begründung des Entwurfs wiederholt die von einem Teile des Unternehmertums und anderen„oronungspolitischen Elementen" erhobene und ebenso oft schon als unwahr nachgewiesene Behauptung, daß in die Ortskrankenkassen„parteipolitische“, d. h. sozialdemokratische Einflüsse eindringen und „störend" und„schädigend“ wirken, mit andern Worten, daß die Verwaltung" dieser Kassen„für sozialdemokratische Umtriebe mißbraucht“ werden. Diese Unwahrheit dient dem Entwurf als Vorwand:„die ungünstige Stellung der Arbeitgeber, die nur ein Drittel der Stimmen haben“, zu beseitigen, und vorzuschlagen, daß die Arbeitgeber bei der Kassenverwaltung die Hälfte der Stimmen zu geben haben, wofür sie freilich die halbe Beitragslast statt der jetzt auf ein Drittel bemessenen übernehmen sollen. Die Begründung stößt sich nicht daran, daß bei den Verhandlungen im Reichsamt des Innern Arbeitgeber, die in Kassenvorständen arbeiten, ein zwingendes Bedürfnis lach Aenderung des gegenwärtigen Stimmenverhältnisses nicht anerkannten; auch nicht daran, daß die Arbeiter den erhöhten Beitrag der Unternehmer ablehnen und daß letztere erklärtermaßen gar keine Neigung haben, ihn zu zahlen, da sie ja ohnehin durch die Hinterbliebenenversicherung neu belastet werden. Das tut nichts— die mitregierenden Scharfmacher fordern die Aenderung, die den Arbeitern Rechte nimmt, die sie schon haben und deren praktische Bewährung ganz außer Zweifel steht. Halbiert muß die Sache werden in der Voraussetzung, daß es einem gehässigen Unternehmertum gelingen könne, sich mit Hilfe „braver" Arbeitervertreter die Mehrheit in der Kassenverwaltung zu sichern. Speziell gegen diese„Reform“, die nicht Sozialpolitik, sondern arbeiterfeindliche Politik ist, muß und wird die Arbeiterschaft mit äußerster Entschiedenheit kämpfen! Politische Uebersicht. Der nationalliberale Abgeordnete Fuhrmann und die Erbschaftssteuer. In einer Versammlung in Kassel behauptete der freisinnige Abgeordnete Potthoff, daß sich Reichstagsabgeordneter Fuhrmann in Kassel entschieden für die Nachlaßsteuer und wenige Tage später in Waldeck gegen die Nachlaßsteuer ausgesprochen habe. acht Wochen vor Kassel gesprochen und habe dort der damaligen Stellung meiner Partei gemäß einer Reichsvermögenssteuer den Vorzug vor der Nachlaßsteuer gegeben, habe dann aber, als unser Antrag auf Reichsvermögenssteuer in der Finanzkommission gegen unsere, die freisinnigen und die sozialdemokratischen Stimmen abgelehnt wurde, mich von dem Zeitpunkt an scharf und konsequent für eine Besteuerung der Erbschaft von Deszendenten und Ehegatten ausgesprochen. Druck und Verlag per Buchdruckerei und Buchhandlung „Volkswacht" Gerisch& Co., Vieleseld. Die Agrarier rüsten zum Kampfe. Der württembergische Bund der Landwirte hielt am letzten Sonntag, 2. Mai, in Stuttgart seine Landesversammlung ab. Ein Herr v. Puttkammer, den man sich aus Pommern hatte kommen lassen, sprach über die Reichsfinanzreform. Er wandte sich mit größter Schärfe gegen den Freisinn, der bei der Finanzreform mit einer Dreistigkeit, für die der parlamentarische Ausdruck fehle, seinen„Rebbach“ machen wolle. Die Furcht vor dem internationalen Großkapital habe überhaupt der ganzen Reichsfinanzreform den Stempel aufgedrückt. Die Erbanfallsteuer sei noch sozialistischer und gefährlicher, als die Nachlaßsteuer. Als der Redner von einer„gewissen Clique von Vertretern der Wissenschaft“ sprach und den Namen Delbrück erwähnte, ertönten lebhafte Pfuirufe. Er schloß unter großem Beifall mit den Worten: Im Kampfe gegen solche umstürzlerischen Bestrebungen werde der Bund der Landwirte die vorderste Sturmkolonne bilden und sich nicht beugen vor dem internationalen Geldsack; er werde kämpfen für die Familie und für die geliebte heimatliche Scholle und in diesem Kampfe werde er siegen, denn„unser alter Gott im Himmel lebt noch!“. . In einer einstimmig angenommenen Resolution sprach sich die Versammlung ausdrücklich gegen jede Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf Ehegatten und Kinder aus. Ein neuer empfiehlt eine Wertzuwachssteuer eine Erbanfallsteuer für das mobile Kapital. Die„Deutsche Tageszeitung“ bringt diese Meldung zunächst ohne jeden Kommentar. Im Leitartikel der gleichen Nummer aber vertritt sie die gleiche Anschauung, denn sie findet, daß die Fassung des Antrages der Wirtschaftlichen Vereinigung, der von der Finanz= kommission angenommen wurde, recht unglücklich war. Der 1. Teil des Antrages verlangt ein Gesetz zur Besteuerung des Wertzuwachses bei Grund und Boden; der 2. Teil wünscht aber bloß Erwägungen, wie der Wertzuwachs auch bei Wertpapieren zur Steuer herangezogen werden kann. Das agrarische Blatt findet, daß es außerordentlich ungerecht wäre, wenn man jetzt bloß eine Wertzuwachssteuer auf Grund und Boden einführen würde. Das durfe nach Ansicht der Agrarier auf keinen Fall geschehen und das berechtigt zu der Vermutung, daß die Konservativen schließlich gegen das Gesetz stimmen, wenn auch nicht gleichzeitig ein Gesetzentwurf eingebracht wird, der das mobile Kapital trifft. Die Unfallversicherung von Kindern in der Landwirtschaft. Im württembergischen Landtage beantragte die sozialdemokratische Fraktion, die Regierung zur Einbringung eines Gesetzentwurfs aufzuforoern, durch den die bestehende Ausnahmestellung der in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten eigenen Kinder aufgehoben wird. Genosse Mattutat legte die soziale Härte des Rechtszustandes dar, nach dem zwar fremde Kinder, wenn ihnen ein Unfall zustößt, eine Rente erlangen können, nicht aber die eigenen Kinder, die der Landwirt im Betriebe beschäftigt. Der Antrag wurde angenommen. Für ihn stimmten: Sozialdemokraten, Zentrum und Bauernbund, während bezeichnenderweise Volkspartei und Nationalliberale gegen ihn sprachen und stimmten. steuervorschlag. Der Bodenreformer Damaschke #un steuer für Grund und Boden und Das preußische Lehrerbesoldungsgesetz führte zu einem Konflikt zwischen Landtag und Herrenhaus, der ernstere Formen anzunehmen scheint. Die„Konservative Korrespondenz“ druckt ar leitender Stelle einen Artikel des Abg. v. Ditfurth ab, in dem es heißt: „Die Beschlüsse des Herrenhauses zum Lehrerbesoldungsgesetz, durch welche die gesetzlichen Staatsbeiträge in vollem Umfange wieder hergestellt werden und zwecks Gewinnung der dazu erforderlichen Mittel die Erhöhung der Alterszulagen zu ungunsten der Lehrer verändert, die Amtszulagen der ersten und alleinstehenden Lehrer ganz beseitigt würden, haben in konservativen Kreisen lebhaftes Bedenken hervorgerufen. Dieses richtet sich sowohl gegen die prinzipielle Seite der Beschlüsse, als auch gegen ihre praktische Bedeutung.“ Es wird dann ausgeführt, daß die Beschlüsse des Herrenhauses die Mittelstädte schädigen und die Großstädte begünstigen, daß die Landschulen dadurch verschlechtert würden und die Lehrer großen Schaden erleiden. Zum Schluß sagt der Verfasser: „Das Abgeordnetenhaus wird dem Herrenhause auf dem von ihm beschrittenen Wege nicht unbedingt folgen können, es wird sich vielmehr der nicht leichten Aufgabe unterziehen müssen, wie möglich entgegenkommt, auf der anderen Seite aber die Lehrer und die Volksschule vor den Schädigungen bewahrt, welche die Beschlüsse des Herrenhauses für sie zur Foige haben müßten.“ Die Kulissenschieber des Schnapsmonopols. Der Monopolentwurf ist bekanntlich, ohne daß den Spiritus verbrauchenden Industrien auch nur in irgend einem Stadium der Vorberatungen Gelegenheit zur Mitarbeit gegeben wurde, das fast selbständige Erzeugnis des Spiritus=Syndikats. An der direkten Mitarbeit aber beteiligt sind, wie wir erfahren. insbesondere folgende Herren gewesen: 1. Herr Untucht, Direktor der Spiritus=Zentrale, ein Schwager des Vorsitzenden der Finanzkommission, des Herrn Paasche! Die Familie Untucht besitzt auch eine Spiritus=Brennerei und Melassebrennerei in Magdeburg! 2. Geheimrat Prof. Delbrück, Beamter der Spiritus=Zentrale. 3. Gans Edler Herr zu Puttlitz, Direktor der SpiritusZentrale. Dieses Drei=Männer=Kollegium hat, wie das nicht nur ihr Recht, sondern vom Standpunkte ihrer Arbeitgeber aus auch ihre Pflicht war, natürlich tatkräftig die Interessen der SpiritusZentrale in den Entwurf hineingearbeitet. Eine Sache, die um so eiliger und nolwendiger war, als es für die Kundigen kein Geheimnis ist, daß die Zentrale aus den letzten Löchern pfeift. Diese Interessenvertretung der Zentrale im Monopolentwurf zeigte sich im besonderen: 1 in der Bevorzugung der Zentrale=Leiter in bezug auf die in Aussicht gestellten peluniären Abfindungen;§ 153 u. ff. des Entwurfs; 2. in einer Bevorzugung der Zentrale=Brennereien vor denjenigen, die sich den einzelnen Maßnahmen der Zentrale, u. a. den Produktionsbindungen nicht angeschlossen haben; Auf die ad 1 genannte Tatsache fällt aber noch dadurch ein ganz besonderes Licht, daß ganz kure vor der Publikation des# Monopolentwurfs die Gehälter der Direktoren der Zentrale um nit 000 Mt. erhöht wurden! Da die Abfindungssumme nach dem S tag, der d. Lahznation dip je 20 Srimm e r###ng oa die Abfindu. Entwurf das Funffache des Jahresgehalts betragen soll, #8 als eine Ertraulase ve 100 00 eißt 155 das nichts anderes, us eine Exrlogulage von je 100 000 auf Kosten der Steuerzahler! begreift man das positive Interesse der Zentraleleute dem Monopolentwurf und den Schmerz über den vorläufigen an Tanl r: das., und den„Schmerz über den vorläufigen Goll, wie das emsige Bemuhen, iyhn wieder zu neuem Leben zu erwecken. Zu dem gleichen Zwecke hat das Syndikat übrigens unter der Firma„Freie Vereinigung von Branntwein-Industriellen“ aus einem Teil seiner Gesellschafter, fast durchweg kleinen, unrentab arbeitenden Spritfabriken, eine Vereinigung gebildet, die als Spiritusverbraucher auftreten, weil sie zum großen Teil neben ihrer Spritfabrik auch Groß=Destillationen usw. betreiben. Diese Gruppe ist vollständig von dem Syndikat nach jeder Richtung hin abhängig. Man sieht aus all diesen Tatsachen, wie die Monopol-Interessenten sich aufs Geschäft und auf die Agitation dafür verstehen; nur schade, daß sie sich in ihre Karten gucken lassen müssen..... Verhältnis zum Gesamtumsatz des Erwerbszweiges halten, damit nicht durch einen allzu großen Verbrauchsrückgang dauernde häde beiter und Angestellte, Händler teile in sich schließen wurden.“ Heidelberg, 4. Mai. Gestern tagte in Mannheim eine Mitgliederversammlung der Abteilung 5(Baden, Württemberg, Bayern, Elsaß und die Rheinpfalz) des Deutschen Tabakvereins, um zur geplanten Tavaksteuer Stellung zu nehmen. Die Versammiung drückte ihr Bedauern aus über die Vorwürfe des Reichskanzlers und der Regierungspresse gegen den Tabakverein und wies sie als ungerechtfertigt zurück, da der Deutsche es ce S#ich in objektiver Weise zu einer Mitarbeit an einer hoyeren Tavatbesteguerung heneit erklärt und auch deshe.“l'ch Kolonialanleihegesetz. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Schutzgebietsetatsgesetzes zugegangen. Der Entwurf bezweckt in der Hauptsache, sie im vorigen Jahre aus Anlaß der ersten### —„ Bezmme uns uumd siener Rest...—.—2 der eeen ationia anleihe getroffenen Er##mmungen in das Etatsgesetz vom 30. März 2 hineinzuarbeiten, dne wesentlichsten auf die Aufnahme 1893 hineingaglerngn. Dir wesentiichstin, auf en aufkahme von Anleihen bezuglichen Bestimmungen haben diesen Wortlaut: „Die Deckung der in den Etats der Schutzgebiete als außerordentliche gekennzeichneten Bedürfnisse erfolgt, soweit daruber nicht anderweit Bestimmung getroffen ist, bis zur Höhe der bewilligten Summen in den erforderlichen Nennbeträgen im Wege der Anleihe zu Lasten dieser Schutzgebiete. Die Anleihe kann zu Lasten eines einzelnen oder mehrerer dieser Schutzgebiete aufgenommen werden. Ueber die Ausführung hat der lruhskanzler dem Reichstage bei dessen nächster Zusammenkunft Rechenschaft abzulegen. Werden zur Deckung solcher Bedürfnisse Darlehen zur Verfügung gestellt, so ist der Reichskanzler ermächtigt, die dazu erforderlichen Mittel im Wege des Kredits flüssig zu machen. Die Darlehen sind vom Tage der Auszahlung ab mit 3½ Tabakverein sich in objektiver Weise zu einer Mitarbeit an eine , Tachlresteuerung beren erklätt und auch biesbezüglich Vorschlage gemacht hat. Sie erklärt ferner, wenn die Parteien nun doch im Rahmen der Reichsfinanzreform am Tabak nicht vorbeigehen zu können glauben, daß dann unter Ablehnung jeder Wertbesteuerung der einzig gangbare Weg der des Ausbaues des jetzigen Systems ist unter gerechter Schonung Rauch=, Kau= und Schnupftabakfabrikation und unter billiger Berücksichtigung des heimischen Anbaues. Während der Mannheimer Versammlung gingen Telegramme von verschiedenen anderen Versammlungen ein, wonach die anderen Abteilungen s Tabakvereins Resolutionen ähnlichen Inhalts beschlossen haven. Die Entschließungen werden den zuständigen Personen übermittelt werden. Die Tabakarbeiter sehen also, daß sie von den Fabrikanten im ampf gegen die navatteuer keine Hils von den Fabrstz auf Spirikuosen sollen um 3,75 Mark pro Pallone erhöht vor, den und ein Mehr von 32 Mill. Mark ergeben. Außerden wird die Tabaksteuer erhöht, was weitere 38 Mill. Mark er, gibt. Schließlich soll die Stempelsteuer 8 Mill. Mark mehbringen und der Schuldentilgungsfonds wird um 60 Millionen gekürzt. Auch auf Automobile und auf die für solche verwen, dete Brennstoffe ist eine Besteuerung vorgesehen.— Durch diesgesamten Steuern soll das entstehende Defizit gedeckt werden und auch noch ein Ueberschuß von 8 Mill. Mark erzielt werden Bei der Einkommensteuer wird ein Unterschied gemacht zwischen„erworbenen" und„nichterworbenen“ Einkommen. Tas arbeitslose Einkommen unter 40000 Mark bleibt auch in Zu, kunft mit nur 75 Pfg pro Mille besteuert, nur für die Ein, kommen darüber wird der Satz auf 1,15 Mark erhöht. Einen besonderen Aufschlag sollen dann diejenigen Einkommen von über 100000 Mark bezahlen, und zwar 50 Pig. pro Pfund Sterling, jedoch nur für das Einkommen von über 60000 Wie nicht anders zu erwarten, begegnet die Finanzreform den heftigsten Angriffen seitens der herrschenden Klassen. Es sind dieselben Leute, die vor wenigen Wochen nach mehr Dreadnoughts schrien, gar nicht Schiffe genug bewilligen " Abaka:## also, daß sie von den Fabrikanten Kampf gegen di Tabarstener nin-Gilfe zu erwarten haben. „Mittelklassen ausplündert“, ein„Kammerauflösungs=Budget", da es das Oberhaus doch verwerfen soll werden? Diese Frage beschäftigt die Presse und die Politiker unablässig. In einem langen Artikel erortert der„Berliner LokalMöglichkeiten, aus der Krise herauszukommen. Das Blatt kommt dabei zu folgenden Erwägungen: oute man sich nicht wenigstens im äußersten Falle soweit rundlinien als allvom Hunder,,„#rlich zu verzinsen,„Joweit darüber nicht eine m Hu. rt jährlich zu verzinsen, soweit, da andere gesetzliche Bestimmung getroffen wird. Die Anleihen und die Darlehen sind vom sechsten auf das Jahr der Anleihebegebung oder der Darlehnsgewährung folgenden Rechnungsjahr ab jährlich mit mindestens drei Fünftel vom Hundert der Anleihe oder der Darlehnsbeträge unter Hinzurechnung der ersparten Zinsen nach einem vom Reichskanzler aufzustellenden Tilgungspiane zu tilgen. Erfordern die finanziellen Verhaltnisse eines Schutzgebietes die Aussetzung der Tilgung eines Darlebens, so erfolgt die Bestimmung daruber im Wege der Gesetzgebung Der Reichskanzler wird ermächtigt, vom fünfzehnten auf verständigen sönnen, daß vorläufig gewisse Grundlinien gemeiner Nahmer für die Steuerreform festgelegt werden, dessen ausfuuung im einzelnen während des Sommers im Einvernehmen mit allen maßgebenden Faktoren betrieben werden könnte. Dem Reiche müßten natürlich für die Zwischenzeit die nötigen Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden, vielleicht in der Weise, daß zunachst derjenige Tei der Steuervorlage, dem eine Mehrheit im Reichstage gesichert erscheint, verabschiedet und in Kraft gesetzt wird. Jedenfalls sollte man sich allenthalben darüber im Klaren sein, daß nur bei ruhiger und geduldiger Behandlung dieses schwierigen Problems der konservative Widerstand gegen die Erbschaftssteuer überwunden und der Liberalismus zum Entgegenkommen gegen die Wünsche der Rechten bewogen werden kann. Die Auflojung des Reichstags könnte unter keinen Umständen die inneren Schwierigkeiten beseitigen.“ Der freikonservative Abgeordnete Dr. Arendt beschäftigt sich einem Artikel Tag“ mit der Frage ob 9 8 S8. Ausgaven für Flottenrüstungen von beiden(bi lichen P#rteien beschlossen worden seien. Die provisorische Erhöhung der Steuer auf Spirituosen hat das Unterhaus bereit mit 281 gegen 120 Stimmen beschlossen. Die Arbeiterpartei wird im allgemeinen die Finanzreform unterstützen. Und diese Unterstützung scheint vom Standpunkte der Arbeiterpartei aus auch berechtigt zu sein. Wenn man von der Erhöhung der Steuer auf Tabak und Branntwein absieht, so treffen die neuen Steuern nur die besitzenden Klassen Es ist auch nicht richtig, wenn die Gegner der Reform behaupten, daß damit die gewerblichen Unterneymen unterbunden, die Initiative der Kapitalisten gelähmt werde. Getroffen wird nicht das„arbeitende“ Kapital, das in der Industrie angelegt ist, sondern das mühelose Einkommen einer nichtstuenden Klasse, die nur genießt von dem Ertrage der Arbeit anderer. Leute, deren Sorgen darin bestehen, daß sie sich zu entschließen haben, ob sie zurzeit eine Jacht oder ein neues Auto beschaffen müssen, ob ein Landhaus in Schottland oder eine Villa bei Paris zu ihrem vorübergehenden Aufenthalt vorzuziehen ist. „Wenn wir auch nicht so weit sehen können, wie Lloyd George nur der gas Jndget als ein solches bezeichnete das den einem Arntel im„Tag mil der Frage, bb eine auflosung s Reichstages zu erwarten ist. Er schreibt: Sicherlich ggeeninin er schint. „Sicherlich ware die Auflösung des Beste die im Umlaufe befindlichen Schuldverschreibungen zwecks EinLösung zum Nennbetrage binnen dreimonatiger Frist zu kündigen. Den Inhabern der Schuldverschreibungen steht ein Kundigungsrecht nicht zu. Die zur Verzinsung und Tilgung der Anleihen oder der Darlehen erforderlichen Summen sind nach Maßgabe der den einzelnen Schutzgebieten überwiesenen Beträge alljährlich in sie Etats dieser Schutzgebiete aufzunehmen und zur Verfallzei uus deren bereitesten Mitteln zu zahlen. Für die Verzinsung und Tilgung der Anleihen haftet jedes der daran beteiligten Schutzgebiete dem Gläubiger gegenüber als Gesamtschuldner; im Verhältnis der beteiligten Schutzgehiete zueinander sind die einzelnen Schutzgebiete nur nac zgabe der ihnen überwiesenen Anleihebeträge haftbar. ...Jur die Verzinsung und Tilgung der Anleihen übernimm: Uur Reich die Bürgschaft. Soweit die Anleihen oder die Darlehen zum Bau, zur Erweiterung oder zur Erwerbung von Eisenbahnen oder Eisenbahnanteilen, zu Straßenbauten, Hafenanlagen, Strombauten und Staudämmen oder zu ähnlichen Anlagen werbender Art Verwendung finden, sind die Grundeigentümer im Wirtschaftsbereiche dieser Anlagen zu einer ihrem Interesse an der Anlage entsprechenden Leistung zugunsten des Schutzgebietes heranzuziehen. Es kann verlangt werden, daß die Leistung in Form von Landabtretung erfolgt, sofern das Grundstück durch die Abtretung nicht derart zerstückelt wird, daß das Restgrundstück nach seiner bisherigen Bestimmung nicht mehr zweckmäßig benutzt werden kann.“ Solange die Schutzgebiete noch Reichszuschuß bedürfen, hat die Aufnahme von Sonderanleihen für die Kolonien nur die Bedeutung, daß diese Schulden unter selbständigem Konto geführt werden. Die Haftung für Tilgung und Verzinsung liegt auf dem Reich, und sie wirken auf die Finanzlage des Reiches genau so wie eigene Reichsschulden. Das kommt nicht nur zum Ausdruck durch die im Entwurf ausgesprochene Bürgschaftsübernahme, sondern auch durch die Anordnung, daß die Verzinsungs- und Tilgungsbeträge „ e Auflösung des Beste— wenn es keine Sozialdemorraten gabe Die Voraussetzung einer erfolgreichen Abwehr der Sozialdemokratie ist die Einigkeit der bürgerliche: Parteien. Diese war es, die 1907 den Sieg des Blockes entschied. An ihre Stelle ist— und das ist eine der unheilvollster Folgen der Politik der konservativen Partei— ein bisher noch nie erlebter Haß zwischen Stadt und Land, zwischen Liberale und Konservative gerreten, natürlich zum ausschließlichen Nutzen der Sozialdemokratie. Wenn nun außerdem noch das Zentrum „unter allen Umständen gegen den Block“ zur Wahlparole macht, dann werden die Sozialdemokraten mindestens vier Dutzend Mandate zurückgewinnen und vielleicht zu 100 Mann im Reichstage erscheinen. Das Zentrum kehrt selbstverständlich ungeschwächt zurück und hat dann wieder mit der Sozialdemokratie eine unbedingte Majorität. Aus diesen Gründen ist Arendt gegen eine Auflösung des Reichstages und redet den Konservativen ins Gewissen, lieber doch die Erbschaftssteuer zu bewilligen. Und die„Rheinisch=Westfälische Zeitung", das Organ der Großindustriellen, bemerkt in ihrer Ausgabe vom 3. Mai: „Wenn man nüchtern die Tatsachen und Möglichkeiten überschaut, kommt man zu dem Schlusse, daß das Heil der Regierung allein in einer Verständigung mit den Konserrativen zu suchen wäre. Hat das diplomatische Geschick des Fürsten Bülow schon Ritte' engewandt? Ja? Dann stehen nur zwei #### c h n i c h t s o w e i t s e h e n k ö n n e n, w i e L l o y d G e o r g e elost, der das Babgel als ein sbicher bezeichnen,„Das den Kampf egen die Armut“ aufnehme, so ist doch zuzugeben, daß es in er Hauptsache ein durchaus demokratisches genannt werden darf. Gerade aber darum wird der Entwurf die heftigsten Kämpfe hervorrufen. Die besitzenden Klassen, werden alles in Bec Die„besitzenden Klassen werden alles in netzung setzen, die Reform zu Fall zu vringen, wobei sie vor Mit der st'rk allem auf das Oberhaus rechnen. Mit ver starteren Heraniehung der Reichen zu den notwendigen Staatsausgaben durch direkte Steuern gewinnen die Schutzzöllner neues Agitationsmaterial gegen die gegenwärtige Regierung und den Freihandel überhaupt.„Auf den. Schutzoll oder Freihandel wird Auf den Ruf: Schutzzoll oder Freihandel wird sie in den nachsten Jahren der ganze politische Kampf in Englan zuspitzen. Serbien. Ex=Kronprinzliches. Aus Belgrad wird gemeldet, daß König Peter dem Ministerrate die Mitteilung gemacht habe, der ehemalige Kronprinz Georg habe sich geweigert, die geplante er. Pasisch sgebene H der Mi. Versprechen einlösen, se nach England anzutreten, und energisch verlang nisterrat moge das von Past#sch gegebene Verspreche , z u r B e z a h l u n g s e i n e r S c h u l e n s o f o r t e i n e M i l i o n F r a n t e n einzuhandiger Wenn er dieien Retrag nicht hald ech hm Bezahl. ker Schulen sofort eine Milion Franten einguhandgen. Wenn er viesen Verrag nicht bald erhälte, werde er sich sofort nach Nisch begeben, die Offiziere der dortigen Garnison hätten ihn aufgefordert, einen Staatsstreich zu inszenieren. die letzten Teinet ungewanr::##u? Dann ste Türen offen: Die Reichstagsauflösung, der nochmalige Appell an den Reichstag, der jedoch kaum eine günstigere Mehrhei bringen würde— oder der Rücktritt.„Ernst ist der Anblick der Notwendigkeit!". Aber wir können uns nicht verhehlen, der Rücktritt wäre einer Reichstagsauflösung vorzuziehen. Ein folgender Kanzler müßte das schwierige Werk, so gut es eben geht, in den Hafen bringen. Es zieht eine tödliche talte Luft durch den Sitz der dreup#### 84ehr eine Wozsche fal Luft auch in den„en bringen.## flihl ene Woliche kal Laft auch darch den Eig der pleußischen Regierung. Das Herrenhaus hat die von der Regierung den Beamten versprochene rückwirkende 1 Ayri' 1908) Erhöhung de' Wahnungsgeldzuschusses Eern, im Etat zu füh#n sind, dessen Feylbetrage eben durch Reichszuschuß gedeckt werven. Ein Kongreß der Tabakindustriellen tagte unter außerordentlich starker Beteiligung von Vertretern aus allen Gegenden Deutschlands am Dienstag nachmittag im großen Saale des Architektenhauses zu Berlin, um zur Tabaksteuer Stellung zu nehmen. Es wurden folgende Resolutionen angenommen: „Die außerordentliche Mitgliederversammlung des D. T. V. vom 4. Mai 1909 im Architektenhause verleiht erneut der Ueberzeugung Ausdruck, daß jede Meye#g„•= Surnie en. sprechende schwere wirtschaftlich und soz gen mit sich bringen„Hutg,##e b.““ nis mit aulen dem T. rbelastung des Tabaks entund sozialpolitisch schädliche FolSie beschließt im vollen Einverstandv. angegliederten Fachverbänden des Rohtabakhandels, der Rauch=, Kau= und Schnupftabakfabrikation der Tabakindustrie zu erklären: und den Bezirksvereinigungen der Tabakindustrie zu erslären: Ein gedeihlicher Fortbestand des deutschen Tavazgewerdes ist nur wäglich wenn das jetzige Snstem der Besteuerung des nur mögrich, Wenn dus gepige Shsten der Besteurtung der deutschen Tabaks ledit„. Gewicht unter schonendster Kutschich lediglich nach dem Gewicht unter schonendster Terüdsichtigung der gesamten Rauch=, Kau= und Schnupftabaksfabrikation beibehalten wird. Dabei müßte sich jedoch, falls der Reichstag bei der erforderlichen Wiederherstellung einer gesunden Finanzgevarung des Reiches, entgegen den ernsten Bedenken des verzichtn 2#halvereins, auf eine Heranzighung des Tabals nicht verzichten will, die Höhe der Mehrbe#####ung im angemessenen Bielefelder Stadttheater. an. Dienstag, 4. Mai. Tannhäuser und der Sängereg auf der Wartburg, große Oper in 3 Aufzügen von — Wagner. In dieser letzten Oper Wagners, welche noch im alten Siilagsschrieben ist, weit mehr als ihr Vorgänger, der fliegende ahle un befinden sich neben wundervoller Musik zahlreiche Wlase schen Eragsße Dazu gehören fast die gesamten os ron zunstserischen Wert ister gesamte Sangerkrieg. B Dlabal als Landgraf Hermann, als auch Fritz Bergmann als Ritter Wolfram waren brillant bei Stimme. Ausgezeichnet war auch Paula Grahl als Elisabeth. Den Höhepunkt des Abends aber bildete die Erzählung der Pilgerfahrt nach Rom. Das Kar. eige Meisterleistung Ernst Brandenvergers. Auch die Eenus Berte Schelpers war gut. gn! Theater wer ### von der Regierung den Beamten versprochene rückwirkende bis zum 1. apen 150c) Erhrhung des Wohnungsgelbzaschafft. abgelehnt, und wir stehen in dieser Frage vor einem ernsten Kampfe zwischen beiden Häusern des Landtages. Daß die Stimmung der Beamten ob der Tatsache, nicht einmal zum 1. Juli auf die erhöhten Bezüge rechnen zu können nicht gerade rosig ist, darf niemand verkennen. Am heutigen sechzigsten Geburtstage des Fürsten Bülow beschleichen den Glucklichen zum ersten Male die quälenden Schatten ernstlichster Sorge. Aus dem Reichstag. Reichstags=Dispositionen. Der Seniorenkonvent des Reichstags hat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, Mittwoch und Donnerstag Plenarsitzungen abzuhalten, Freitag, Sonnabend und Montag bleiben frei fur die Kommissionsverhandlungen, die nächste Woche finden dann wieder von Dienstag bis Donnerstag Plenarsitzungen statt, die folgenden Tage sind dann wieder für die Kommissionsverhandlungen reserviert. *** Türkei. " Die. Jungtürken an der Arbeit. Konstantinopel, z. Mai. Nach englischen Konsularmeldungen sind in Adana, gleichnamigen Hauptstadt der Provinz, 1600 Christen und 600 Muselmanen, die bei den Massakres umgebracht wurden, beerdigt worden. Der abgesetzte Wali Djevad Pascha, welcher auf Befehl des Yildiz=Kiosk die Massakre anordnete, ist verhaftet worden. Das dorthin delegierte Kriegsgericht wird ihn aburteilen und ihn in Adana selbst hängen kassen.— Bisher wurden im Palaste Abdul Hamids 650000 Pfund, gleich 10326000 Mk. bestehend in Gold und Kassenscheinen, vorgefunden und den Staatslassen einverleibt. „ Konstantinopel, 4. Mai. In den unterirdischen Gangen des Yitoiz sind 500 Säbel und 10000 Revolver gefunden worden. „Konstantinopel, 5. Mai. Die Kammer beschloß gestern, vas bei fremden Banken, darunter auch der Deutschen Bank. deponierte Vermögen Abdul Hamids zu beschlagnahmen. Der Kriegsminister verfügte die Verhaftung des Herausgebers des „Ikdam“, der seit vorgestern geschlossen ist. Auch die vor kurzem von der„Liberalen Union“ gegründete Zeitung„Osmanll“ ist gestern geschlossen worden. Aus der Stadt und nokratie gespickt war Wie wir soeben erfahren, ist diese Rede dem Herrn Dr. Arendt gestern abend im Hotel de Russie von zwei Vertretern der Firma Krupp diktiert worden! englische Budget. ac. Im englischen Staatshaushalt wird sich im laufenden Finanzjahr ein Defizit von über 314 Millionen Mark ergeben. Die nachsten Jahre bringen aber noch erhöhte Ausgaben namentlich für die Flotte und für die Sozialreform. Es war also die Aufgabe des Schatzkanzlers Lloyd George, Deckung für das werdende Defizit nicht bloß, sondern auch fur die erhöhten Anforderungen der Zukunft zu suchen. Dem Finanzplan, den Lloyd George dem Unterhaus unterbreitet hat, kann eine gewisse Großzugigkeit nicht abgesprochen werden. Die hauptsächlichsten Mehreinnahmen sollen aus den mühelosen Einkommen gewonnen werden. Die kleinen Einkommen werden geschont, und wenn man nicht den Tabak und den Alkohol als„Volksnahrungsmittel“ ansprechen will, so sind diese gar nicht mit zur Aufbringung der notwendigen Finanzmittel herangezogen worden. Das Bier wird von der höheren Besteuerung ausdrücklich Tee und ausgenommen und die jetzige„Steuer auf etwas.„ je Steuer auf T., u., Zulllk wild etwas ermaßigt. Die Tavat= und Vranntweinsteuer trifft au:m ai Kemeten=Klaffen. Zucker wird erdings die armeren Klassen. Der Ertrag der von Lloyd George vorgeschlagenen Steuern wird wie folgt berechnet: Die erhöhte Einkommensteuer wird ein Mehr von 70 Mill. Mark ergeben. Die Grundsteuer wird erhöht und soll 51 Mill. Mark mehr bringen. Ferner sollen auch die Steuern auf schankstätten und andere ähnliche Konzessionssteuern erhöht nd eine Klubsteuer eingeführt werden. Diese Steuern sollen tsammen ein Plus von 52 Mill. Mark bringen. Die Steuern Bielefeld, 5. Mai. — Monatsbericht des Arbeitersekretariats. Im April 1909 wurde das Arbeitersekretariat von 667 Personen in Anspruch genommen, davon waren männlich 586 und weiblich 81 Personen. Auskünfte wurden 679 erteilt, davon mündlich 665 und schriftlich 14. Von den Auskunftsuchenden wohnten in Altenburg 1, Altenhagen 1, Amshausen 1, Arrode bei Werther 1, Avenwedde(Kr. Wiedenbrück) 1, Babenhausen 1 Bad Nauheim 1, Bielefeld 412, mo ##id b. Pr. Oldendorf 1, Gütersloh 2, Halle i. W. 1, Heepen 11, Hegensdorf(Kr. Büren) 1, Hillegossen 3, Isselhorst 1, Lage 1. Lämmersbagen 1. Levern(Kr. Lübbecke) 1, Liemke b. Kaunitz 1, t,2, Lübbecke 1, Oelde 1, Oldentrup 3, Pavenstädt bei Gütersloy„, Quelle 4, Rheda 3. Schildesche 40, Senne 3, Sieker L ummeln 1. Flasdo u.“ Tbesen 3, Ubbedissen 2. Uerentra) und politisch organisiert waren 245 Personen, nut politisch organisiert waren 8 Personen und 115 Personen gegorten keiner Organisation an. Auf die einzelnen Gewerkschaften verteilen sich die organisierten Besucher wie folgt: Bäcker und ## 7, Bauhilfsarbeiter 19, Bildhauer 1, Böttcher 1. Braueretarbeiter 4, Buchbinder 8, Buchdrucker 15, Buch= und Steindruckereihilfsarbeiter 1, Dachdecker 3, Fabrik= und gewerbliche Hilfsarbeiter 6, Gemeindebetriebsarbeiter 2, Glasarbeiter 8, Holzarbeiter V7. Z Plaser 2. Maurerverh= Metaharbeiter 2I. merer 7. is Polszisch, organisiert waren Bäcker und Konditoren 8, VorG## 8. Böttcher 1, Brauereiarbeiter 3, Buchbinder?. Tuchbruuker 1, Dachdecker 1, Fabrik= und gewerbliche Hilfsarbeiter 2, Glasarbeiter 1, Houzarbeiter 36, Kupferschmiede Lagerhalter 3, Maler 1, Maurer 29, Metallarbeiter 114, Sattler 2. Schmiede 2, Schuhmacher 9, Steinarbeiter 1, Steinsetzer l. Tabakarbeiter 7, Tapezierer 1. Textilarbeiter 6, Transpol“ arbeiter 5, Zimmerer 5. Nr. 103. Deut 252. Sitzung vom Am Bundesratsti Auf der Tagesord brecht und Genosse Witwen= und W Abg. Dr. Arend eine Interpellation, d ist, nicht so gründlich der Regierung verdie — Redner gibt des w 80 Prozent der Arbverlassen, wäre es gu obligatorisch zu mache Arbeiter sollten gerad ren. Wo sie an der beiter rücksichtslos au Abg. Breiski(9 gemeinnützigen Zweck mer dienen. Gerade Bestimmungen in da haltung der Beiträge stellen die Gerichte sich Anlocken von Arbeit kassen ist ein unlaute nehmer sollten gegen vorgehen.(Sehr gut Arbeiter etwas haben ie-ker ein Recht, so werden be. den Polen.) Abg. Behrens Wohlfahrtseinrichtung und zugeben, daß die beiterschaft verlangt eben diese Wohlfahr können sehr wohl ein die Ansprüche der A gesinnter Arbeitgeber gassen. Daß der jetzig Professor Ehrenberg, Bravo! bei der Wirt Abg. Hengsbad nach Ostelbien tragen und offene Arbeiterfei mehren. Der Staat Interpellation eingebr nichts besonderes vor Ausführungen meine Staatssekretär des R hat, der Staatssekret wegen dieser Frage be Und weiter hat G Seber Pensionskassen den A. sion angerechnet werd Witwen= und Waisen! und Waisen zu befüre Interesse zu erfahren, diesen Kassen entgegeHerr Dircksen verspra ngaben über die Kr nung. Sein Redeflu Frühlingsluft haben u vernommen.(Heiterk Reichstag sich mit eine aber, daß wir doch n Haus soll ja, wie ver Ich meine allerdings, vor.(Sehr richtig! b. gesuchter Weise bemei an den Zukunftsstaat. der heutigen Ausgabe Reichskanzler möge de Sozialdemokraten nich gut: b. d. Soz.) Das Peron 2 Ron Trotzdem son mehr hur nicht gleich de er sich in die Sie, meine L kennen, aber wünschen. I 5, Einige Au 9. laut los: Simmer kostel „Diesem Ho notzlich die A gleich darauf Aeltere sofort wieder! Ich h nan den Rück ## denn gar mußt du doch Familie ist.“ " Nachdems Trolla gewend wenn der En sollte. Aber n verkehrt Es wesend sind. batten einen n sie mit einer Trolla, der zeigte sich gem nlick viel Notiz ließ ihm auch #. Geh' nur Ich will es gei gals: sei so g. besuche. Du „Ja doch, i aber doch in de Ansicht ist. un e laum eine falt r9 fort: 1100 ce auch ihlrr gute manchmal grob #erger bereite #9 Ballone er#### ik ergehen. Außerden re 38 Mill. Mark er. 8 Mill. Mark mehr besechen.— Durch Sstzatt, serigft werden I. Mark erzielt werden. 1 Unterschied gemacht nen“ Einkommen. Tas irk bleibt auch in Zu. iext, nur für die Ein. Mark erhöht. Einen tigen Einkommen von 50 Pig. pro Pfund men von über 60.000 net die Finanzreforn erichenden Klassen. Es in Wochen nach mehr ziffe genug bewilligen ceht, den Mund weit ist es ein„Budget der splündert“, ein„Kamrhaus doch verwerfen Unterhaus in mehries er darauf hin, daß n von beiden(bürgerDie provisorische Er. das Unterbaus bereits Die Arbeiterpartei unterstützen. Standpunkte der Ar. Wenn man von der Jranntwein absieht, so tzenden Klassen er Reform behaupten, unterbunden, die IniKapital, das in der lose Einkommen einer von dem Ertrage der arin bestehen, daß sie eine Jacht oder ein indhaus in Schottland sergehenden Aufenthalt nen, wie Lloyd George hnete,„das den Kampf zuzugeben, daß es in genannt werden darf. die heftigsten Kämpfe werden alles in Beringen, wobei sie vor der stärkeren HeranStaatsausgaben durch ter neues Agitations. g und den Freihandel Freihandel wird sich he Kampf in England wird gemeldet, daß ung gemacht habe, der weigert, die geplante isch verlangt, der MiVersprechen einlösen, eine Million Franken cht bald erhalte, werde ere der dortigen Garstreich zu inszenieren. Konstantinodel, igen sind in Adana, z, 1600 Christen und umgebracht wurden, jevad Pascha, welcher nordnete, ist verhaftet richt wird ihn aburn.— Bisher wurden gleich 10326 000 Ml. sorgefunden und den den unterirdischen 00 Revolver gefundes imer beschloß gestern, der Deutschen Bank beschlagnahmen. Der s Herausgebers des Auch die vor kurZeitung„Osmaall“ chbarschaft. efeld, 5. Mai. ts. Im April 1909 ersonen in Anspruch veiblich 81 Personen. sch 665 und schriftlich Altenburg 1, Altenr 1, Avenwedde(Kr. eim 1, Bielefeld 412. Brake 4, BrünningDünne b. Bünde 1, hellersbagen 8, Geti. W. 1. Heepen 11. Isselborst 1, Lage 1. Liemke b. Kaunis, 1, 9 8, Pavenstädt bei 40, Senne 3, Sieker edissen 2, Uerentrup Personen, gewerk245 Personen, nur ) 115 Versonen geelnen Gewerkschaften e folgt: Bäcker und mer 1, Böttcher 1. icker 15, Buch= und fabrik= und gewerbster 2, Glasarbeiter lter 3, Litbographen Metallarbeiter 271, uhmacher 9, SreinTabakarbeiter 11, rtarbeiter 9, ZinKonditoren 3, Baxr 3, Buchbinder, 2. gewerbliche Hilfsrbeiter 114, Sattler er 1, Steinsetzer 1. ter 6. TransportNr. 103. O O Bielefeld, Mittwoch, 5. Mai 1909. 20. Jahrg. Deutscher Reichstag. (Eigener Bericht.) 252. Sitzung vom Dienstag, 4. Mai, 2 Uhr nachmittags. Am Bundesratstisch: v. Bethmann=Hollweg. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Albrecht und Genossen(Soz.) betr. die Werkpensions=, Witwen= und Waisenkassen. Abg. Dr. Arendt(Rp.): In einer so ernsten Zeit hätte eine Interpellation, die nur aus agitatorischen Gründen gestellt ist, nicht so gründliche und sachliche Beantwortung von seiten der Regierung verdient, wie sie ihr am Freitag zuteil wurde. — Redner gibt des weiteren„gewisse Härten" zu und meint, da 80 Prozent der Arbeiter schon im ersten Jahre die Betriebe verlassen, wäre es gut, den Beitritt erst mit dem zweiten Jahre obligatorisch zu machen. Ueber Entlassungen sozialdemokratischer Arbeiter sollten gerade die Sozialdemokraten sich nicht beschweren. Wo sie an der Macht sind, werfen sie anders gesinnte Arheiter rücksichtslos aufs Pflaster.(Bravo! rechts.) Abg. Breiski(Pole): Es steht fest, daß diese Kassen nicht gemeinnützigen Zwecken, sondern dem Eigennutz der Unternehmer dienen. Gerade bei Krupp ist eine Reihe der rigorosesten Bestimmungen in das Statut ausgenommen. Die Zurückbehaltung der Beiträge ist vollkommen rechtswidrig, aber leider stellen die Gerichte sich nicht immer auf diesen Standpunkt. Das Anlocken von Arbeitern durch solche schwindelhafte Pensionskassen ist ein unlauterer Wettbewerb und die anderen Unternehmer sollten gegen diese Kassen als unlauteren Wettbewerb vorgehen.(Sehr gut! b. d. Soz.] Für Kassen, von welchen die Arbeiter etwas haben, zahlen sie auch gern Beiträge. Die bestehenden Kassen aber sind wertlos. Geben Sie dem Arbeiter sein Recht, so werden Sie den sozialen Frieden fördern.(Bravo! bei den Polen.) an. Absz=Zehrens(W. Vg.): Wenn man die Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen sieht, muß man geradezu begeistert sein und zugeben, daß die Firma viel für die Arbeiter tut. Die Arbeiterschaft verlangt auch nur einen gesetzlichen Unterbau für eben diese Wohlfahrtseinrichtungen. Die Werkpensionskassen können sehr wohl eine gesetzliche Grundlage erhalten, durch die die Ansprüche der Arbeiter sichergestellt werden. Kein sozial gesinnter Arbeitgeber wird deshalb eine solche Kasse eingehen lassen. Daß der jetzige Zustand unbefriedigend ist, mußte sogar Professor Ehrenberg, ein Gutachter der Firma Krupp, zugeben. Gravo! bei der Wirtschaftl. Vereinigung.) Hengsbach(Soz.): Es hieße Nachlaßsteuerbedenken nach Ostelbien tragen, wollte ich die Beweise für die versteckte und offene Arbeiterfeindlichkeit der Werkpensionskassen noch vermehren. Der Staatssekretär fragte, warum wir denn die Interpellation eingebracht haben, obwohl doch in der letzten Zeit nichts besonderes vorgekommen sei. Ich verweise ihn auf die Ausführungen meines Parteifreundes Severing, daß der Staatssekretär des Reichsjustizamtes im vorigen Jahre erklärt hat, der Staatssekretär im Reichsamt des Innern habe sich wegen dieser Frage bereits mit Preußen in Verbindung gesetzt. Und weiter hat Severing auch darauf verwiesen, daß in diesen Pensionskassen den Arbeitern die Invalidenrente auf die Pension angerechnet werde, und daß das auch nach Einführung der Witwen= und Waisenversicherung mit den Renten der Witwen und Waisen zu befürchten sei. Deshalb ist es gerade jetzt von Interesse zu erfahren, wie die Regierung den Mißständen bei „f Kassen entgegentreten will.(Sehr richtig! d. d. Soz.) derr Dircksen versprach uns im vorigen Mai bezüglich unserer Augaben über die Kruppsche Pensionskasse eine große Abrechnung. Sein Redefluß scheint aber eingefroren. Trotz der Frühlingsluft haben wir nicht einmal ein murmelndes Bächlein vernommen.(Heiterkeit.) Herr Arendt bedauerte, daß der Reichstag sich mit einer solchen Interpellation befaßt. Es scheint aber, daß wir doch noch sehr viel Zeit übrig haben, denn das Haus soll ja, wie verlautet, auf volle 8 Tage vertagt werden. Ich meine allerdings, es liegen genügend dringende Arbeiten vor.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Herr Arendt hat auch in etwas gesuchter Weise bemerkt. die Arbeiterschaft glaube nicht mehr an den Zukunftsstaat. Da verstehe ich nicht, warum er noch in der heutigen Ausgabe des„Tag“ wie ein Schloßhund heult, der Reichskanzler möge den Reichstag ja nicht auflösen, damit die Sozialdemokraten nicht in verstärkter Zahl hier einziehen.(Sehr S Hinter uns stehen Tausende und Abertausende von Arbeitern, die, im Gegensatz zu der Ansicht des Staatssekretärs, mit uns der Meinung sind, daß die Werkpensionskassen nichts anderes sind, als eine Wohltatsplage. Die Arbeiter verlangen die Aufhebung der Bestimmungen, die von ihnen das Geld geradezu erpressen.(Sehr richtig: bei den Soz.) Und das sind nicht nur sozialdemokratische Arbeiter, sondern Arbeiter aller Parteirichtungen. Das sollte sich auch Herr Arendt merken. Der Staatssekretär sagte, bei ihrer Gründung seien die Kassen auch von den Arbeitern mit Freude begrüßt worden. Dieses Anno Dazumal ist schon lange her. Es feiert schon das fünfzigste Jubeljahr, aber mit dem Jubel ist es nicht mehr weit her. Das gab auch der Staatssekretär zu. Dabei sind die Beiträge inzwischen wesentlich erhöht worden. Vom 1. Januar 1885 bis 1. Oktober 1907, also in 22¾ Jahren, haben rund 4000 Arbeiter Pensionsbezüge erhalten. Das ist ein außerordentlich geringer Prozentsatz der überhaupt Beschäftigten. Diesen 4000 Arbeitern stehen zirka 200000 gegenüber, so daß also nur 2 Prozent in den Genuß der Pension gekommen sind.(Hört, hört! b. d. Soz.) Die Kassen sind für die Arbeiter im wahrsten Sinne des Wortes Zwangskassen.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Ich spreche es offen aus, daß von Wohlfahrt hier nicht die Rede sein kann. Denn das, was in die Kassen fließt, ist lediglich zu wenig ausgezahlter Lohn.(Sehr richtig! bei den Soz.) Dieses gilt auch von dem Teil der Beiträge, den die Unternehmer aus ihrer Tasche zahlen. Dazu kommt, daß diese sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen erhebliche Ueberschüsse abwerfen und also ein gutes Geschäft darstellen. Trotzdem erhebt man hohe Eintrittsgelder und behält die Beiträge zurück, um die Arbeiter zu fesseln und gefügig zu machen. In der Denkschrift des Vereins der Eisen- und Hüttenmänner wird offen gesagt, daß durch diese Wohlfahrtseinrichtungen es gelang, den Lohn niedriger zu halten. Man kann mit diesen Einrichtungen bis zu gewissem Grade den Streikgelüsten entgegentreten. Man kann aber auch die Arbeiter künstlich in einen Streik hineintreiben, um nachher für die Pensionskasse einen Profit herauszuschlagen.(Sehr richtig! b. d Soz.) Wenn der Staatssekretär anführte, daß uniere gesamte sozialpolitische Gesetzgebung angeknüpft habe an Einrichtungen sozialpolitisch fortgeschrittener Unternehmer, so muß dem entschieden widersprochen werden. Schon lange vorher hatten die Arbeiter selbst soziale Einrichtungen geschaffen. Wenn der Staatssekretär von dem hohen sozialen Sinn des deutschen Unternehmertums spricht, so verweise ich auf die geheime Besprechung der Bergherren, die hier im Palasthotel stattfand. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Dort hat man den sozialen Sinn der deutschen Arbeitgeber in das richtige Licht gesetzt.(Sehr richtig! bei den Soz.) Der Staatssekretär fand keine Veranlassung, sich mit diesen Verhandlungen zu befassen. Die Regierungsvertreter fühlen sich eben nur noch als Handlanger des Unternehmertums.(Sehr wahr! b. d. Soz.) .. Einen besonderen Trumpf glaubte der Abg. Osann auszuspielen, als er sagte: Die Gewerkschaften behalten doch auch die Beiträge ausgeschlossener Mitglieder zurück. In den Gewerkschaften werden aber nicht mir nichts dir nichts Mitglieder ausgeschlossen. Auch haben die meisten Gewerkschaften Reise=, Streik=, Arbeitslosen- und Krankenunterstützung eingeführt. Sie haben es getan, um den angeblich sozial gesinnten Arbeitgebern nicht auf Gnade und Ungnade ausgeliefert zu sein. Deshalb sind die Beiträge an die Gewerkschaften nichts anderes als eine Versicherungsprämie. Die Frage im Rahmen der Gewerbeordnung zu regeln, wie es der Abg. Behrens will, geht nicht an. Im Interesse der Tausende und Abertausende, deren sauer verdientes Geld in den Werkskassen zurückbehalten wird, muß Grundlegendes geschehen. Geschieht nichts, so ist ein weiterer Grund für die Arbeiterschaft gegeben, der Regierung mit Mißtrauen gegenüberzustehen.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Werner(Ant.]: Wie können die Sozialdemokraten leugnen, daß außerordentlich viel für die Arbeiter getan ist? Es ist allerdings nicht zu bestreiten, daß in den Betriebskassen Mißstände vorhanden sind. Abg. Hue(Soz.): Jede Partei hat das Recht, eine Interpellation zu stellen, wenn sie es für richtig hält. Die sozialdemokratische Partei wird sich dieses Recht nicht nehmen lassen. (Lebh. Zustimmung bei den Soz.) Von unserer Seite allein sind schon seit Jahren derartige Petitionen und Anträge vorgebracht worden. Aber nichts ist geschehen. Sogar schon 1883 bei der Krankenversicherung sind solche Anregungen von uns ausge“ gangen. Leider ohne Erfolg. Wir müssen deshalb damit immer wiederkommen. Ueber die Entstehung unserer Versicherungsgesetzgebung und der Werkskassen hat der Staatssekretär eine falsche Darstellung gegeben. Darüber sind so viele Arbeiten geschrieben, daß der Vertreter der Regierung eine derartige Darstellung hätte hier nicht vorbringen dürfen. Die ersten Anfänge einer Versicherung gegen Krankheit und Invalldität sowie der Witwen und Waisen ist nicht von sozialgesinnten Unternehmern ausgegangen, sondern von genossenschaftlich gesinnten Arbeitern.(Sehr richtig! bei den Soz.) Geflissentlich hat man sich bemüht, auch den Charakter der Unternehmerbeiträge zu verwischen. Die ersten Anfänge unserer sozialen Unterstützungskassen enthielten solche Beiträge nicht. Erst als durch das Gesetz von 1854 die Unternehmer mit der Verwaltung der Kassen betraut wurden begannen auch die schweren Klagen, die im wesentlichen noch nicht abgestellt sind. Der Grund aller Klagen ist die Verquickung der Versicherung mit dem Arbeitsvertrage.(Lebh. Zustimmung bei den Soz.] Es ist notwendig, daran zu erinnern, weil wiederum ein Schlag gegen die Selbstverwaltung eines Versicherungszweiges geplant wird. Wenn durch die Reichsversicherungsordnung dieser Schlag geführt wird, so werden wir auch aus den vergewaltigten Ortskrankenkassen die gleichen Klagen vernehmen.— Der Regierungsvertreter hat sich weiter dahin ausgesprochen, daß eine zwangsweise gesetzliche Regelung der Werkspensionskassen unmöglich sei. Bei den Knappschaftskassen war es genau dasselbe. Es handelte sich auch da um die Erhaltung des Anrechts auf die gezahlten Beiträge. Was der Staatssekretär am Donnerstag ausführte, erinnerte lebhaft an das, was die Unternehmer, vor allem Herr von Stumm, zur Verteidigung der herrlichen Knappschaftskassen sagten. Wort für Wort finden Sie in der Denkschrift der preußischen Regierung über die Notwendigkeit der Reform der Knappschaftskassen alles widerlegt, was der Staatssekretär am Donnerstag sagte. Alles, was wir heute verlangen, das Recht der Arbeiter auf freiwillige Weiterversicherung, die Verpflichtung der Kassen zur Rückzahlung, die Zusammenlegung der Kassen, alles das ist auch seit Jahrzehnten zur Reform der Knappschaftskassen gefordert. Auch dort verhielt sich die Regierung genau so ablehnend. Die Folge war, daß viele Kassen zusammengebrochen sind und Tausende von Arbeitern um ihre jauer gesparten Groschen kamen. Der freien Entwicklung alles überlassen, heißt auch hier: Die Rechte der Arbeiter preisgeben, und warten, bis der Zusammenbruch da ist.(Sehr richtig! bei den Soz.) Auch bürgerliche Sozialpolitiker geben zu, daß die Zeiten des Patriarchats, wo diese Kassen gegründet wurden, längst vorbei sind und daß von einer ethischen Seite der Kassen nicht mehr gesprochen werden kann.(Sehr richtig! bei den Soz.) Von verschiedenen Seiten ist auf die Stimmung der christlichsozialen Arbeiter hingewiesen worden. Es sah so aus, als ob diese geduldig warteten, bis die Regierung so gütig ist, mit einer Reform zu kommen. Aber draußen klingt es ganz anders. Lesen Sie nur die„Germania“ vom 23. April über den Zusammenhang zwischen Reichsfinanzreform und Reichssozialpolitik! Dort wird verlangt, den Reichstag aufzulösen und an das Volk zu appellieren; und es wird u. a. gefragt, warum die Versicherungsgesetze zum Teil sogar rückwärts revidiert werden sollen. Ebenfalls: warum die schwarzen Listen geduldet werden.— Und wie sieht es mit dem Hüttenarbeiterschutz aus? Es ist jetzt eine Bundesratsverordnung herausgekommen, die eine Verhöhnung des Reichstagsbeschlusses ist. Präsident Graf Stolberg ruft den Redner wegen dieses Ausdruckes zur Ordnung.(Bravo! rechts.) Abg. Hue(fortfahrend): Jedenfalls steht fest, daß diese Bundesratsverordnung nicht im entferntesten dem entspricht, was der Reichstag beschlossen hat. Das muß festgestellt werden. So behandelt man Arbeiterforderungen, da man auf die Unternehmer Rücksicht nimmt.(Lebh. Zustimmung bei den Soz.) Staatssekretär v. Bethmann=Hollweg will auf das, was der Vorredner über die Reichsversicherungsordnung und die Auflösung des Reichstags gesagt hat, nicht eingehen.(Heiterkeit links.) Daß auch Arbeiter zu den ersten Trägern unserer sozialen Gesetzgebung gehören, habe ich nie bestritten. Weitere Polemik fördert aber die Sache nicht. Ich stehe nicht auf dem Boden eines öden Manchestertums, sondern auf dem Boden der realen Dinge. Freiwillige Institute kann man aber nicht dem Zwange der Gesetzgebung unterwerfen.(Zuruf bei den Soz.: Es sind Verbundene Kügen. Roman von Max Kretzer. *—(Nachdruck verboten.) Trotzdem Trolla geneigt war, das ganze Auftreten dieser Person mehr humoristisch aufzufassen, ärgerte er sich doch, daß sie gleich den„Kandidaten“ herausgefühlt hatte, und so reckte er sich in die Höhe und gab sehr von oben herab zurück:„Hören Hie, meine Liebe, ich habe nicht das Vergnügen, Sie näher zu Knnen, aber etwas mehr Umgangssormen möchte ich Ihnen doch wünschen. Ich empfehle mich Ihnen.“ Einige Augenblicke zeigte sie sich verblüfft, dann aber platzte los:„Auf Wiedersehen, mein Herr Student. Das Zimmer tostet vierzig Mark, nun kann ich es Ihnen ja sagen.“ pläsliche“ Hohn wollte sie noch derbere Worte folgen lassen, als #etich die Außentür, die offen geblieben war, laut knarrte, und #####9 darauf zwei Damen das Zimmer betraten, von denen die neliere sofort aufgeregt rief:„Aber Laura, was machst du denn wieder! Ich hörte schon draußen dein Benehmen. Kaum dreht Fan den Rücken, so hat man seinen Aerger mit dir. Kannst du ##denn gar nicht einen gebildeten Ton angewöhnen? Das ###en doch diesem Herrn sofort ansehen, daß er aus guter gumilie ist.“ 2„Zachdem sie ein wenig Luft geschnappt hatte, fuhr sie zu fort:„Entschuldigen Sie nur bitte, mein Herr, foflig dese Empfang nicht ganz nach Wuasch ausgefallen sein vensehn wenn man nicht zu Hause ist, geht gewöhnlich alles k Es kommt selten vor, daß wir alle von Hause abPesend sind. Heute ging's aber nicht anders. Emmy und ich gatten, einen notwendigen Gang. Meine Tochter nämlich,“ schloß ir Lit einer Handbewegung auf ihre Begleikerin zu. ##g der kaum wußte, ob er gehen oder bleiben sollte, verbfidte sich gewohnheitsmäßig vor der Jüngeren, ohne im Augenließ zuel Notiz von ihr zu nehmen. Die Lebhaftigkeit der anderen ** ga auch keine Zeit dazu, denn sofort legte sie wieder los. nur jetzt, Laura, und besorg' den Kaffee. Sei so gut. Falzr is.'s, gewiß gicht mit dir verderben, deshalb sage ich nochBeinc e k gut. Du mußt dich aber auch ändern gegen unsere Fsuche. Du weißt doch, wie es sonst wieder kommt.“ aber 33.c0ch, ja voch, will ich es ja tun,“ erwiderte Laura eifriz, Ansicht i# Art einer Person, die im Innern ganz anderer rundlich. sie das Zimmer verlassen, so fuhr die kleine, eine fast ura“; deren behagliches, nicht uninteressantes Gesicht fort:# jugendliche Frische zeigte, mit derselben Redseligkeit auch ihe..*.“ Sie es ihr nur nicht nach, mein Herr. Sie hat manchun au Seiten. Aber sie ist nun einmal verbissen und versas4 grob wie Bohnenstroh. Tadurch hat sie uns schon viel #iger bereitet, aver sie ist und bleibt doch nun einmal die Schwester meines Mannes... Emmy, willst du so gut sein?“ unterbrach sie sich, während sie bemüht war, das pelzgefütterte Jackett abzustreifen. „Darf ich Ihnen behilflich sein?“ fragte Trolla als höflicher Mensch und bemühte sich um sie. „O, ich danke, ich danke,“ erwiderte sie lächelnd, während sie die kleinen, beweglichen Augen zu ihm emporrichtete.„Wenn man in die Jahre kommt, wird man recht unbeholfen.“ Fast gleichzeitig mit ihm war die Tochter an ihrer Seite, die bei ihrem Eintritt Trolla mit Ueberraschung betrachtet hatte. Und während sie beide an je einem Aermel zogen, hatte Trolla Gelegenheit, das Mädchen verstohlen zu mustern. Sie hatte den Schleier noch vor, und so konnte er nun unter dem punktierten Gewebe die etwas spitzen Züge bemerken und die dunklen Augen, die ihm auffallend groß erschienen.„Sie scheint nicht mehr ganz jung zu sein,“ dachte er dabei, während er ihr das Jacket: überließ und nochmals den Dank der Mutter entgegennahm. Plötzlich tat diese zu ihm sehr heimlich.„Sie kommen in Geschäftssachen, mein Herr, nicht wahr?“ fragte sie leise. Als Trolla ihr die Antwort darauf schuldig blieb, weil er ihre Andeutung nicht begriff, hielt sie das für eine Bestätigung ihrer Voraussetzung:„Einen Augenblick, wenn ich bitten darf. Wir werden gleich allein sein,“ fuhr sie in demselben Tone fort. Dann sagte sie laut zu ihrer Tochter:„Laß doch eine andere Lampe bringen, Emmy, und nimm mein Jackett gleich mit. Hier, den Hut auch" „Laß nur, Mama, ich werde ihn dir abnehmen.“ Ihre Stimme hatte einen singenden Klang, der Trolla angenehm berührte. Und als sie nun, bevor sie der Alten die Nadel aus dem Haar zog, mit einer raschen Bewegung den braunen Schleier bis über die Augen gestreift hatte, blickte er in ein durchaus jugendliches, aber blasses Gesicht, das eines gewissen pikanten Anstrichs nicht entbehrte. Langsam nestelte sie dann den Hut los, wobei er die kleinen und schmalen, mit eleganten Glacés bedeckten Hände bewundern konnte. Sie blickte nicht auf, aber eine feine Röte, die ihre zarten Wangen durchzog, bewies ihm, daß sie sich von ihm beobachtet glaubte. Wortlos rauschte sie dann hinaus II. Kaum befand sich Trolla mit der Alten allein, als diese einen Blick auf die soeben geschlossene Tür warf, wieder sehr geheimnisvoll tat und mit gedämpfter Stimme sagte:„Sie kommen gewiß mit Empfehlungen, mein Herr, nicht wahr? darf ich fragen von wem? Gewiß sind Sie falsch unterrichtet, sonst pflegen die Herrschaften ja Bescheid zu wissen. Namentlich die Herren Offiziere. Das Bureau meines Mannes befindet sich unten in der Stadt. Er ist den ganzen Tag über dort. Das heißt, wenn er nicht unterwegs ist.“ Trolla erwiderte abermals nichts, weil er den ganzen Sinn dieser Erklärung nicht begriff. „Aber so nehmen Sie doch Platz, bitte,“ unterbrach sie sich eifrig und schob ihm einen Fauteuil zu.„Wenn man sitzt, spricht sich's besser. Vielleicht kann ich Ihre Wünsche entgegennehmen, damit mein Mann darauf vorbereitet ist.“ Es lag viel Wohlwollen in ihrem Wesen, das ihn angenehm berührte. Trotzdem machte er von ihrer Einladung keinen Gebrauch, dankte vielmehr und meinte höflich, daß hier wohl ein Mißverständnis vorliegen müsse. In demselben Augenblick kehrte die Tochter zurück und flüsterte ihrer Mutter etwas zu, wobei diese überrascht aufblickte und ein etwas langes Gesicht zeigte. Dann sagte sie, durchaus nicht böse:„Ach, Sie wollen das Zimmer mieten?“ Und als Trolla mit einem höflichen Nicken bejaht hatte, fuhr sie fort:„Das ist etwas anderes. Dann bitte ich vielmals um Entschuldigung. Ich hatte Sie für einen Offizier in Zivil gehalten.“ Sie lachte laut auf, die Tochter lachte ebenfalls sehr stark, und Trolla fand diese Wendung so lustig, daß er in diskreter Weise die Heiterleit der beiden teilte. Ohne sich im Augenblich über die tiefere Bedeutung der merkwürdigen Auffassung viel den Kopf zu zerbrechen, hielt er es nunmehr für seine Pflicht sich vorzustellen, und so sagte er mit einer kurzen Verbeugung: Mein Name ist Trolla, Felix Trolla, Kandidat der Rechte.“ „Freut uns sehr, mein Herr,“ erwiderte die Alte etwas gespreizt, aber durchaus mit derselben Liebenswürdigkeit wie zuvor. „Ich hatte allerdings darum gebeten, das Zimmer besichtigen zu dürfen,“ fuhr Trolla fort.„aber ich sehe nun doch, daß es nichts für mich ist. Ich bitte um Verzeihung für die Störung.“ Er verneigte sich und wollte sich entfernen, als ihn Frau Dankelberg daran mit der Frage hinderte:„Ist es Ihnen zu teuer?“ „O, es ist jedenfalls sehr preiswürdig,“ wandte er aus Höflichkeit ein. „Gefällt Ihnen etwas nicht?“ fragte sie mit derselben Lebhaftigkeit, die eine gewisse Aengstlichkeit verriet,„Sie brauchen nur zu bestimmen, dann wird es sofort geändert. Der eine liebt es so. der andere so.“ „Im Gegenteil, ich finde alles sehr schön und prächtig,“ erSschsce Alschicscheshes e Seine Offenheit schien ihr zu gefallen, denn aufs neue hielt sie ihn zurück, indem sie ihn fragte:„Was hat man Ihnen denn gesagt? Und als sie die Antwort erhalten hatte, rief sie in gut gemeinter Entrüstung aus:„Vierzig Mark! Emmy, was sagst du bloß! Tante Laura muß nicht recht gescheit sein. Ich weiß gar nicht, wie sie dazu kommt, sich solche Eigenmächtigkeiten herauszunehmen. Sie blamiert uns ja. Vierzig Mark, hier in dieser Gegend!“ Sie hatte das mehr zu ihrer Tochter gesogt und dabei von keine freiwilligen Institute!) grshishen, dean giöh as be. Institute!)„Wenn Sie diesen Unter esch eie eschlchek- Gtelhe ene die Unterschied man nach der ArUrbeitgeber Ssgersioe boite edir uich def Hazgsrnstche as habe nie gefordert, daß den Arbeitern das ausschließliche Recht auf die Kassen übertragen Ich habe nur möglichste. Selbsterwaltung und gleiche pird. Vertretung der beiden Seiten gefordert. schließt die Besprechung. Nächste Sitzung Mittwoch 3 Uhr. ntenhaftung, kleinere Vorlagen.) Schluß 6¼ Uhr. grundlegend ändern. Gegen das ganze heutige Schulsystem richtet sich also die Kritik dieser bürgerlichen Kreise. Eine besonders vernichtende, aber auch eine besonders sachkundige Kritik an unserem höheren Schulwesen hat auf dieser Versammlung Ludwig Gurlitt geübt. Man kann diesem Herrn nicht ar Tachfunde vorwerfen denn er ist? uI den offiziellen Lehrplänen für die höheren Schulen empfohlen den einzelnen Lehrern größere Freiheit zu lassen, und es wurh; die Notwendigkeit des inneren Verständnisses im Gegensatz; „Lelebgr. Re zerrungen. hegegnen Schablone beiont. Trotz Vangel an Sachtunde vorwerfen, denn er ist selbst klassischer Philologe, auch nicht Mangel an Erfahrung, denn er war selbst 20 Jahre Lehrer. Professor Gurlitt führte auf jener Versammlung aus, daß der höhere Unterricht mit fremden, fernliegenden Dingen beginne und mit bekannten, naheliegenden Dingen abnoch heute einer vernichtenden Kritik der gegenwartigen Unter. richtsmethode. Die Mängel der Methode liegen nach Bölsche Gurlitt und zahlreichen anderen Männern in der Anhäufnoz sche Bilbungschaff, senes nach Anscht gl Pa öch““ Ziel eines jeden Unterrichts. Freilich unsere kapitalistische beseuschaft hat kein Bedürfnis an derart harmonisch gebildeten Menschen.(Lachen rechts.) Sie braucht Spezialisten mit lichst bescheidenen Ansprüchen, keine philosophischen Köpfe und amtenh (Viehseuchengesetz, RePreußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. 79. Sitzung vom Dienstag, 4. Mai, mittags 12 Uhr. „Die zweite Beratung des Kultus=Etats wird fortgesetzt schce escäche eaie d cie sei sc e 5 Bildung niemals abgeschlossen sei. Es wird also an unserem höheren Schulwesen von Kreisen die denkbar schärfste Kritik geübt, die dieses Schulwesen sehr genau kennen. Geheimrat Ostwald ironisierte auch die Anschauung, als ob die Kenntnis der lateinischen Sprache für eine gute Geistesbildung absolut not heamten des Staates, da werden sie gemaßregelt. Mon hat der %e# oder als ob ein Fehler gegen, die Genusregel dem Obervostassistenten Wagner gemaßregelt, weil er sich allzu sehr uI. schade.(Heiterkeit.) Scharfe Kritik wurde auch am mit Schopenhauer und anderen Dingen beschäftigt hatte Mar Ssat ben zutersicteshen: Pritit, die ich neulich übrigens hat den Bürgermeister Lothar Schücking gemaßregelt, weil ei Deutsche Tagsszeituinge„Thad Zie Kashen Die sich nicht darauf beschränkte, Verwaltungsbeamter zu sein, sor. Ses deizichen Pndarrichts. i Fkorderung einer Aenderung dern weil er sich darüber hinaus mit allgemeinen politischen deurschen unterrichts, damit die Schüler wieder reine Freude] Fragen beschäftigte und eine scharfe Kritik an den herrschenden an den Meisterwerten unserer Literatur emvfinden könnten Brssecder geiße hat 81 keine faustischen Naturen.(Sehr gut! b. d. Soz.) Ich erinnere an den Ausspruch jenes Konservativen, der von einer zu hoben Bildung der Beamten fürchtet, daß diese Bildung in den Köpfe, rumort und das Interesse von der Arbeit ablenkt.(Hört, hört als Exekutid„at den bei den Soz.) Wo die Beamten mehr sein wollen beamten des Stauleg, vu werden gr gemagrrgen.„an kapitel„Höhere Lehranstalten“. betrefsenden Gsif(Fr. Vo.): Die deutsche Romreise wird den vertpollsten Erinnere für ihr ganzes Leben eine der hauses auf Iringerungen sein. Der Resolution des Herrenhöheren 6uchenng der Pflichtstunden der Lehrer an den pogeren Lepranstalten„wird die Unterrichtsverwalt Naat werheve erien unserer, Literatar empfinden, Ihnnten. Jeri, veroe vielsach der Unterricht in Deuisch und Literatur ebenso langweilig gestaltet, wie der Unterricht in anderen Fächern. Vor allem: was solle man vom deutschen Aufsatz sagen? Leider kann ich mich den Besserungsvorschlägen der„Deutschen Tageszeitung“ nicht anschließen, da ich glaube, daß die Durchlich nicht stattgeben dere attung, hoffentvensationen schlehler Föch. 3.2c erse is, elten nehr KonErsahrungen mit lauten erkreulich den Kurzstunden von 45 oder 40 Minuten Stähter with ehr günstig. Auch in den kleinen und sie zum mindesten in den Oberklassen ein intensiveres Studium zu Hause ermöglichen. Tnipistingrsstesserangsium dat sich durchaus bewährt; idie Ihre päde zischen Erfesesien ist weniger rasch gewesen. gens ist guch oige sind aber nicht zu verkennen. Uebri. das Reformgymnasium ein humanistisches Gymngsium.„Redner bespricht weiter die zahlreichen Schülerselbstmorde: die Schule und die Lehrer sind gewiß nicht unfehlbar. Aber, es wäxe verkehrt, für die bestehenden Mißstände ausschließgchaste Lezrer verantwortlich zu machen. Erfreulich ist der seil der kurzsich“ für deutsche Frziehung an die Oeffentlichin einer großen Versammlung in Berlin ein für Schulftragen genect. wird das Interese weitester Kreise Abg. Ströbel(Soz.): führung derselben den Unterricht noch qualvoller gestalten würde. Beherzigenswert ist auch ein Vorschlag Heinrich Harts auf dem Kunsterziehungstag in Weimar, der vor allem eine Behandlung der Jugendwerke unserer großen Meister forderte. Diese Forderung wird leider viel zu,wenig beachtet. Man behandelt zwar Minna von Barnhelm“ und die Freunh Hoffmagd:(Sotz:„In, seiner letzten Rede hat mein Feuige Folischuse den Klasencharatter gezeichnet, den die uschrich,ie ser Klassencharalter ist auch den söheren, Schulen ausgeorugr; sie sind die Anstalten für die „Hermann und Dorothea“, Dramen des älteren Schiller, aber man behandelt auf der Schule nicht„Die Räuber",„Kabale und Liebe“, den„Fiesco", die „Leiden des jungen Werther“, den„Götz“, Hebbel, Storm und Keller. Und doch wären gerade das alles Dinge, die unsere Schüler außerordentlich interessieren würden.(Sehr richtig links.) Allerdings müßte man dann auch mit der Prüderie und mit jeder Engherzigkeit brechen. Sehr bezeichnend für die Art, wie der Geschichtsunterricht an unseren höheren Lehranstalten erteilt wird, ist z B. die Darstellung eines Lehrbuches über die Kämpfe am 18. März 1843. Es wird da so dargestellt, als ob der König, weil er es nicht mehr ertragen konnte, daß noch mehr Bürgerblut vergossen wurde, nach 14stündigem Kampf die Truppen zurückgezogen habe. Das ist eine Geschichtsfälschung.(Sehr b. d. Soz.] Historisch verbürgte Tatsache ist, daß morgens 5 Uhr am 19 März die Truppen sich in einem derartigen Zustande der Erschöpfung befanden, während der Zulauf zu den Barrikaden immer stärker wurde, daß dem König dringend Zuständen geübt hat. Zu unseren Universitäten werden hänger der sozialistischen Weltanschauung nicht zugelassen.(Sehr richtig! rechis.) Ich nenne nur die Namen Dr. Konrad Schmidt und Dr. Leo Arons. Dr. Michels hat, weil er in Deutschland keine Professur erlangen konnte, sich ins Ausland begeben.(Sehr richtigt rechts.4 Ausland begeben.(Eehz Ich habe nur einige von den zahllosen Beweisen dafür angeführt, daß bei uns keine Toleranz herrscht und daß man bei uns nur Beamte und Untertanen erziehen will und nicht freie alseitig gebildete Persönlichkeiten. Wissenschaft und Beamtentun haben keinen anderen Zweck als den Interessen des kapitalistischen Staates zu dienen, Junker, Schlotbarone, Handel, Handwerler und bessersituierte Bauern wollen ja auch gar keine soziale Gleichheit.(Sehr richtig! rechts.) Unternehmer und Kapitalisteo brauchen möglichst ungeblidete Proletarier als Arbeitskräfte, damit sie auf den Höhen der Menschheit wandeln können. Deshalb Alic elie esce chche Gante ib sche e mißhrauchen. Alle großen Pädagogen haben die Emporhebung mer stärker wurde, daß dem König dringend geSchulen aufgeorugr; sie sind die Anstalten für die fasch wurde, die Trappen zurückzpezenen.„Sgiche, GeschichtsSöhne der ventzenden Klassen, ihr ganzer Organismus ist auf sälschungen gehören doch nicht in ein Schulbuchl Derstatsstreichder Klassenherrschaft, auf dem Klassenstaat, ausgebaut. Schon(erische Gewaliatgegenüber der Nationalversammlung vom Rodie verhältnismäßig geringe Zahl der höheren Schüler ist ein genher 1848 wird in diesem Lehrbuche damit motiviert, daß, der Beweis für den Klassencharatter dieser Schulen. Rechnet man1 König angesichts der Tatsache, daß die Nationalversammlung zuch die Mittelschulen, die höheren Töchterschulen zu den höheren denklichsten Beschloper sie umlagerndg, Voltsmassen zu den be dat, Sehrgnstalten, bo. Jehen ungefähr 35000 höberen Schilern gehri Auch das ist eine bistorisch ghech eegigen aer, V nüher,(Hört, hört! b. d. Soz. 1 eutsche F. Lzeitung“ will durch den gasemten nterricht als 6 Millionen Volksschüler gegenüber. Wir, erheben auch bei dieser Gelegenheit die Forderung der ein heitlichen Volksschule als Unterbau und den Zutritt aller Beoben-ungege böheren Schulen, Hervorragende Päde Eherbagusenann, daß die Zahl der wirklich Dummen, die haft alle sich##rn önnen, eine sehr geringe ist und daß 4u##ane sich eine höhere Buldung aneignen können. Wir fordern deshalb die Beseitigung des „schulmesen8 das ig: 8“ Vorschulwesens, das ja in Süd„Teutsche Tageszeitung“„will durch den gesamten Unterricht die volitische und nationale Erziehung der Jugend gefördert haben. Man weiß ja, was sie darunter versteht, eine Erziehung zur Untertanendemut und zum kriegervereinlichen Hurrapatriotismus. Darin wird schon jetzt übergenug geleistet.(Sehr wahr! bei den Soz.) In einem Schulbericht habe ich folgende deutsche vitter, ein Verglesch, inigeing Gewitter lustreinigend Emporhebung der Massen des Volkes zu einer möglichst hohen Bildung als wahrhaft nationale Erziehung bezeichnet. Pestalozzi hat die menschliche Gesellschaft mit einem dreistöckigen Hause verglichen. Im dritten Stockwerk, das nur von den wenigen Menschen bewohnt wird, wird die vollendetste Bildung vermittelt. Im zweiten Stockwerk wohnen schon mehr, aber es mangelt ihnen an Treppen, um hinaufzugelangen. Unten aber wohnen die großen Menschenmassen, fern von Licht und Sonne, und es wird ihnen durch Blendwerke der Aufblick zu den oberen Stockwerken versperrt. Zu diesen Blendwerken rechne ich den famosen Geschichtsunterricht in den Volksschulen. Unsere heutigen Schulen sind Drillanstalten zur Vernichtung selbständiger Geister. Wir Sozialdemokraten sind keineswegs Gegner der klassischen Bildung. Mein Parteigenesse Pernerstorfer war es, der ausgeführt za“, daß unsere Bildung zum größten Teil auf der Antike bernhe 21 Maxx war ein Freund der klasische Engels, alle unsere dung, wenn sie sich auch nicht auf den Standpunkt stellten, daß das Ideal einer klassischen Bildung sei, was heute auf der Schulen gelehrt würde. Erst die sozialistische Gesellschaft wird die Besten der bürgerlichen GeselThemata gefunden:„Krieg und Gewitter, ein V soll also dargelegt werden, so wie das Gewitt wirkt, wirkt auch der Krieg. Das ist ja eine das Bildungsideal, das auch die schschar harn, vexpirtlichen, denn gerade die sozialistische Ge. Futp#i# hat ein Interesse an einer Vertiefung der Bildung Auch in der sozialistischen Gesellschaft ,wird es einen Spezialitmus geben, aber er wird nie in Fachidiotismus ausarten. Die nicht möglich sein, burch einen breijsährigen Vorschulbesach das grbaliende und vor alem christliche Theorie. gesteckte Biel zu erreichen, so muß eben die Vollsschule verbessert Sosialdemokraten.)„Ich erinnere an den werden. iSehr richtigl links.) Jedenfalls ist die Aufrechterhal=1 geri Krieg Zwischen Javan und Rußland, an die Art, wie der Br3 der Vorschule mit eine Ursache für die Vernachlästgung der grieg in Südwesatrila gerführt worden ist. vo Tausende der Vollschule.,(Sehr richtigl links.) Eine radikale Beseitigung wurden.(Ruse rechts: Schulets; ger von Raubtieren zerrissen des Vorichulwesens würde dazu beitragen, daß auch die besitzen= aber es gibt noch Leute““ uum den Klassen ein erhöhtes Interesse an dem Ausbau der Volks. solcher Kriegführung empf.e Pestiglische eiger hule nehmen werden. Aber nicht nur in der Existenz des Vor,I and Thema sautet: P(Scor wahr! b d. Toz.), Ein hulwesens, in der geringen Frequenz der höheren Schulen und 1 gag gs Themn ggutet:„Kriegs= und Friedenstäigkeit Friedrichs den hoben Schulgeld trit der Klassencharalter der höheren mentlich die Tatsache daß er die grusscatigleit des Königs, na. Lion in den Lehrolan, in der in der ganzen inneren Organisa, auch in den lezien Jahrzehnten alreform getan worden ist, so wenig befinden wir vor dem uumittelbaren Abschluß dieser Reform. Der Abgeordnete Eickhoft hat bereits hingewiesen auf eine Versammlung der Gesellschaft für deutsche Erziehung, die vor einigen Wochen hier in Berlin stattaefunden hat. Diese Gesellschaft besteht Sseseläce ie be Perschäles ice Pesesceteche kriege gewesen sind, und daß der König nach Beendigung der Kriege sein gegebenes Wort gebrochen hat.(Unruhe rechts. Zuruf: Geschichtsfälschuggl), Sie können ja die Geschichte lorrigie. Re ce formern zusammenarbeiten, trotzdem wir überzeugt sind, das ernste Reformen im kapitalistischen Staat nicht durchführbar sind. Wir sind der Auffassung, daß der Sozialismus nicht um eine Sache der breiten Masse ist, sondern daß er auch die gebildeten Geister, die Elite der Gebildeten, mit sich reißen und schließlich siegen wird.(ebh., Beifall bei den Soz.] Abg. Cassel(Fr. Vp.) tritt für das humanistische Gonnasium ein. Von den höheren Schulen hat Herr Ströbel ein Zerrbild entworfen.(Lebh. Zustimmung bei der Mehrheit.) Er tatsächlich aber gehen die Abiturienten allen Klassen der Bevölferung herklassen der Bevölkerung be 10 Prozent aller Schulsteller Gefreut hahe ich mich, daß ofte. In der Verderr u. Berlin stattgefunden hat. Diese Gesellschaft besteht nicht etwa aus ein paar mißvergnügten Lehrern oder aus etlichen Sonderlingen, sondern der Aufruf zu dieser Versammlung war unterzeichnet von Hunderten von Personen, unter denen sich eine große Anzahl von Lehrern und Professoren befand. Also die Gesellschaft für deutsche Erziehung repräsentiert Sieser. 92, icht kleigen und keineswegs den schlechiesten Teil der Lehrerschaft. Der Aufruf wirft die Frage auf, ob es richtig ist, ein Kind, das noch nicht einmal die Muttersprache beherrscht. eine fremde Sprache lernen zu lassen. Man sieht, wie radikal dieser Herren sind. Aber sie wollen nicht ein Bersin sind, Freistellen, Gefreut hahe ich m Ströbel die Erhopung der Schulgelder berampfte.„In der Berliner Stadtverordnetenversamlung haben die Sozialdemokraten immer für die Erhöhung des Schulgeldes gestimmt.(Hört, hört! bei den Freis.] Seine Kritik des Geschichtsunterrichts war ganz verfehlt. Daß die Schulen die Kinder zum Patriotismus erziehen, ist selbstverständlich, solange wir in einem konstitutionellen Staate leben. Aber den Vorwurf des Byzantinismus gegenüber unseren Lehrern weise ich entschieden zurück.(Bravol bei der Freis.) Abg. Dr. Maurer(natl.) weist die Ausführungen des es oegen das Essener Gomnasium zurück, Herr Sri. 2. Soscheais seist Bie üer üherich in Beilicher Seseiske der herrschenden Klassen gegeben wird, ist auch ein Aufsatz über eine Schulfahrt nach der Wasserkante, in dem die Notwendigkeit einer kriegstüchtigen Flotte für Deutschland betont wird. Da heißt es zum Schluß im unverfälschten Kriegervereinspathos: Abg. Dr. Maur Slsekerise=Poite. Aud desd vied herslick Jas zue chtung( Hei5 Sanez, H90d. Sseier Voguasung barich. d.r Sirsbek i5 ee de V. zigteit gewesen sei das meerumn kritiklose Zusammenstellung aller möglichen Publikationen gende Notwen.v. te,„ Epirzen##z gas merumspistg Helgosanz hier, vorggkracht. Sein Kronzenge Gurstt ist, in der F## Forderungen dieser Herren sind. Aber sie wollen nicht re. den Engländern nicht... 1 dah1 ogischen Welt, eine sehr umstrittene Persönlichleit.(Senr ormierend an ein einzeines Fach herangehen sondern sie wollen gegeben häten, wenn ste ihm großen strategischen Werf schischtsschreif. Die Obsektivitcht der kozialdemokratischen Ge. die gesamte Ausbibung des Körpers und des Geistes der Schule messen hätten. Dieser kondensterte Unsinn ist natüirlich nicht die demabranz, fang de9(chäden. Die Souo“ Originaspeisheit des Versasers, sondern zst, dem. guten Jugen arnoriaue tann 2gx,. grHr,Aefio Vein, veil de von. Prt“t in der Schule eingepankt worden. Und diese Blüte unseres höheren Schulwesens ist im Schulprogramm triumphierend abgedruckt als besonders hervorragende Leistung, für die der Weilannen die wieder an die Hände zusammengeschlagen. Nun wandte sie sich an Trolla, indem sie sagte:„Darin ist ja gar nicht zu denken, Herr, Kandidat. Ich kann mir vorstellen, daß Sie dadurch verblüfft geworden sind, aber das hängt ganz anders zusammen. Sie müssen nämlich wissen, daß meine Schwägerin ihre kleinen Bosheiten hat, wodurch sie mir immer einen Tort antun will.“ „Aber Mama—“ fiel ihr die Tochter ins Wort, die derartige Erörterungen in Gesenwart eines Fremden jedenfalls nicht Helten. DEs in doch wahr, Gmng,= fahr h. icht au); gemorratie kann gax nicht gbjeftiv sein, weil sie von, festen Dogmen ausgeht.(Sehr richtig! rechts.— Abg. Hoffmang (Soz.): Sagen Sie das der Mitte des Hauses!— Heiterkeit und Sehr gut! bei den Soz.) Die Freude am Vaterlande werden wir uns durch alle Ihre Angriffe nicht nehmen lassen. Das dat ismus und Hurra=Patriotismus nichts zu tm. bedouerlich, daß Lehrer sich so zun Trägern des Byganinisnus das zum Kastengeist führe der Soiadenolkraten) Proseser= Tadolse Gatsik- schreihe di seranzie, dit sch binmelboch ersoben Wer den, ber nur 83 schreibt sehr Einjährige hat. In der Obersekunda sollte eine Altersgrenz; richtig:„Jetzt ist der Lehrer mehr als je Beamter, als solcher eingeführt werden, damit nicht unfähige Schüler sich das ppreche, aber ich ärgere mich jedesmal, wenn ich so etwas höre. Meine Schwägerin kann keine fremden Gesichter leiden, seitdem vier einmal ein Herr gewohnt hat, für den sie sich interessierte.“ Ein energischer Blick der Tochter nötigte sie, davon abzubrechen, und so gab sie ihrem Gedankengang sofort die Wendung:„Die Böhxe ürsache ist, daß sie glaubt, mehr Arbeit zu belommen. Kase muzeschlagen Ja..ie Ihnen nicht gleich die Tür vor der chule darauf des kapitashsiseie Se äice elceiltesice Geäachäihe idealen Anforderungen der“ Nasr zugeschlagen hat.“ „Ich hatte es zuerst beinahe erwartet,“ warf Trolla keck ein, er nun diese Hastände bier für etwos sehr verwirrt hielt, sie aber ebens gewezene uund d derverragenden Pädggogen, maßEiriselist=Lesen sind, sondern die prosaischen Bedürfnise des Sesscehugen Staates, derer, die die Macht in ihm ausübten. Das bestätigt die ganze Geschichte unserer Pädagogik. So entescse Sesne esi hace Hierauf wird die Debatte über die höheren Lehranstalten ge“ schlossen. Die Weiterberatung des Kultusetats wird auf Mötwoch 11 Uhr vertag“ Schluß 4½ Uhr. Hätte is. zuerst beingbe erwartet,“ warf Trollg keck ein, wax, ,weil dort die wirtschaftlichen Verhältnisse am höchsten entParteinachrichten. Aus dem Berliner Polizeisumpf. Unsern Berliner Parteiist es gelungen, abermals einen Spitzel zu entlarven, edinas nicht Kriminalbeamter war. Es ist der Lithogenossen ist der allerdings eiwas anderei zu denken. Die Augen der Tochter hatten ihn an tont, daß die Schule bestimmt sei, den geistlichen Standvd man ihn als eimn Opfer des gss Spitzel entlarten Krimi g.; a38 Sogefe e.sis, h. draußen ebenfals schnell ibres Hutes weltliche Regiment zu stärken und zu schützen. Im 17. Jahr. Haberse. Pe headrs- ver Laa hefepd guad das Ani Packense enishigli9 draußen ebenigus schnel Ihres, Hutes ühermäßig.9 1 stand nun neben der Mutter als eine schlanke, aber durchaus angenehm wirkende Brsinerte, Hasen, SFrte, eeish.lgfort auffallen mußte. 68 lag viel Zurückhaltung in iyrem Wesen, eine gewisse Scheu, sich nicht Wehr snsinkären als an Parechen) Arsben, still zu beobachten und mehr zuzuhören als zu sprechen. Dabei schien sie nur darauf zu warten, um sich sofort beliebt zu machen. Denn kaum hatte die Mutter beiläufig erwähnt, daß es auch besser gewesen wäre, wenn die Tante gleich das Gas angesteckt hätte, als die Tochter sofort bemerkte, daß sie das selbst besorgen werde und zum zweiten Male verschwand, um das nötige Feuerzeug zu holen. (Fortsetzung folgt.) weitliche Hlegiment 54 slatzen und au Jichupgs.„Im I7. Bahlhundert kam es in Deutschland zu einer Reaktion gegen die humanistische Bildung. Kommenius gab zu, daß das alte Ideal der Eloquenz für die Theologen und Rechtsgelehrten nötig sei, aber in deutscher Sprache. Er übte so scharfe Kritik an den alten Sprachen, daß man glaubt, einen modernen Schulreformer zu hören. Im 18. Jahrhündert kamen dann Winkelmann, LesHavertern, der sich in bedrängter Lage befand, und das Aut eines Bezirksführers bekleidete, Geldangebote gemacht und i### dadurch veranlaßt, ihm Berichte über Parteiangelegenbeiten, liefern. Der Judaslohn betrug monatlich 40—50 Mi. Haberkern gelang es, schließlich noch einen Zuschuß von monatlich 20 Mt. zu erlangen. Er hatte zu berichten über Zahlabende, AbUing. Schiller Goet“ K schufen das Odeal eimer harmonischen Fiaugztzungen, Kreiskonfexenzen und Generalversamg r her sing, Schiller, Goethe und schufen das Ideal einer harmonischen Als Pseudonym über den brieflichen Verkehr hatte sich Bildung des seine Geisteskräfte allseitig entfaltenden Menschen. Kriminalbeamte Malick den Namen„Taleni" zugelegt. D# Mit der Entwicklung der Technik, der Naturwissenschaften er= Polizei zeigte für alles Interesse. Sogar die Namen der Mitoberten sich dann die Naturwissenschaften ihren Platz im Lehr= zlieder wollte sie wissen, die wegen Restierens der Beiträge“ plan der Schule, und es wurde eine Bresche gelegt in das Pri strichen worden sind; ferner, welche Entschädigung die Funr bosamman und wie diese Entschädigungen gedeckt werden pran mußten gelief bes 6. Kreises. We Wehlvorbereitungen Haberlern wurde a traut, am 18 Mär wachen, weil es der sehlt hat. Die Aufsic sucher, der Person d sammlung, auf die kussionsredner, und in der Versammlung Begnügte sich bis 5 so ging sie nunmel Denunziationen zu v lung gehen, in der Geheimpolizei sprach der Diskussionsredne Als der Polizeibeam Genossen die Gewißh ihm hatte kaufen laf Beständnis ab und de beiter gestrichen. ne. Italienische 1 Wahlen wurden abg men mehr, als 1904 betrug 2930 300, geg. Wahlen. Somit mac von ihrem Wahlrecht bie Kenntinis bes Siese auf eine gewisse Abnden Landschaften wei Wahlheteiligung(73,4 fortzeschrittene Ligu# höchste Stimmenzahl ab(318779), die zwe Stimmen. Innerhall nen Wahlkreisen die Piemont wies die stät die schwächste Cimco Wahlkreisen brachtee gegen nur auf 53,5 P in Pisa(75,9 Prozent Gewer vilegium der humanistischen Erziehungsideale. 1901 wurde in tionäre bekommen Der Bergarbeite stand herausgegeben 112513 Mitglieder. erstreckt sich der Befür den Verband Bergbau erst im le 1907 gehörte noch zliederzunahme betr sieder. Die Fluktu i jedem Jahre run Daran trägt allerdit Niederschlesien macht die einen Mitglieder die Verbandsleitung Baldenburger Revie sation der dortigen starken Belegschaft Folgen gewesen wär friedigten Mitglieder band, der in diesem stehens feiern kann revier, im Saarrevi den Organisationsgel mögen von drei Mil Tarifdertrag in Fabrikarbeiterverban fabriken einen Tarift einer Firma alle Unt Vertrag gilt Lie=Arheitszeit ist die Wintermonate au beträgt für Arbeiter Jahre um 1 Mk. sicht schon erreicht ist und in Anlehnung. bei militärischen Ueb Friammlungen: bei Differenz zwischen sonderer Bedeutung trage freies Koalitiol 1 Jahr im Betriebunter Fortzahlung de Die Angestellten schaften berufen zum um zur Reichsversich Vertreter der Regier sind dazu eingeladen gngestellten„erlassene heißt es, daß die in Haftlichen Interessen neuten widerspreche, schlossenes Handeln eine empfindliche S# De: Ooff,„Zonareb lol der Kollegenschaft den . Zxr Vermeidung die Orzanisationen sese r, gg sede und Brauereiarbeiter gsagsieuperrn seier 198 Sird id Fabrik hatt.... hatte erst die gtschied der zweite Arheiter des Betriede ## dem Holzaxbeiterve es, die Direktiot jperrung auf acht Tag gHerlin. Infolg Groß=Berlin rund 55 In dem Hagen=Gr vier Wochen zu Sange 106. So bur u Co. 31 Schi Streikarbeit für das zaon erklärte die Aus Führich geweigert habe foren und bestrafte Betrage von 18 Mk pr hat die Firma Lange Zens: Bepertschaftsl Zentralbibliot! zerszuchsitszahlstellen der Partei und dem K 5.„Die Zahl der geder in der sozialde 2 Puezigec rianen pats gefällt. Die St haben, die, wenn sie Provokationen gerechtfertigt, so doch eren Schulen empfohlen. zu lassen, und es dnisses im Gegensatz zu. immungen begegnen wir er gegenwärtigen Unter. sode liegen nach Bölsche inern in der Anhäufung Wissen, die keine harng. aller großen Pädagogen eilich unsere kapitalistische irt harmonisch gebildeten ht Spezialisten mit mög. hilosophischen Köpfe und b. d. Soz.) Ich erinnere der von einer zu hohen e Bildung in den Köpfen eit ablenkt.(Hört, hört sein wollen als Exekutidnaßregelt. Man oat den t, weiler sich allzu sehr beschaftigt hatte Man ng gemaßregelt, weil er agsbeamter zu sein, sonallgemeinen politischen itik an den herrschenden niversitäten werden An. g nicht zugelassen.(Sehr nen Dr. Konrad Schmidt weil er in Deutschland Ausland begeben.(Sehr en Beweisen dafür angeht und daß man bei uns will und nicht freie alltschaft und Beamtentun ressen des kapitalistischen ne, Handel, Handwerler gar keine soziale Gleichehmer und Kapitalisteo er als Arbeitskräfte, da. andeln können. Deshald chgeführt, das das böchste wahrhaft humanistischer n und ließen sich nicht haben die Emporhebung ichst hohen Bildung als et. Pestalozzi hat die öckigen Hause verglichen. wenigen Menschen bevermittelt. Im zweiten nangelt ihnen an Treper wohnen die großen nne, und es wird ihnen beren Stockwerken verich den famosen GeInsere heutigen Schulen ständiger Geister. Wir ier der klassischen Bilwar es, der ausgeführt l auf der Antike veruhe. chen Bildung, Lassalle ebten die klassische BilStandpunkt stellten, das i, was heute auf den stische Gesellschaft wird der bürgerlichen Geselde die sozialistische Geertiefung der Bildung. ird es einen Spezialisstismus ausarten. Die zum Lebensgenuß erllte einen jeden dahin d wo er das Tüchtigste vir gern mit allen Rer überzeugt sind, dai zat nicht durchführbar Sozialismus nicht um in daß er auch die gen, mit sich reißen und den Soz.) is humanistische Gynhat Herr Ströbel ein bei der Mehrheit.) Er gehen die Abiturienten der Bevölkerung herzent aller Schulsteller e ich mich, daß Herr kämpfte. In der Berdie Sozialdemokraten gestimmt.(Hört, hört! Kunterrichts war ganz um Patriotismus ereinem konstitutionellen antinismus gegenüber ück.(Bravo: bei der usführungen des Abg. ck. Herr Ströbel hat glichen Publikationen itt ist in der vhilg. Persönlichkeit.(Senr jaldemokratischen Geschätzen. Die Sozialweil sie von festen — Abg. Hoffmana ses!— Heiterkeit und n Vaterlande werden imen lassen. Das hat otismus nichts zu tun. s Berechtigungswesen, tit dem Abiturientener den, der nur das lte eine Altersgrenze ige Schüler sich das r Bildungsgang der stematischer gestaltet ren Lehranstalten geetats wird auf Mittner Partei1 entlarven, er LithoSache muß riminalr hat dem d das Amt cht und ihn senheiten zu Kl. Haber; monatli. abende, ulammlungen. te 50 n der MitZeiträge die act werde. o#n mußken geliefert werden die Ausführungsbestimmungen des 6. Kreises. Weiter mußte Bericht erstattet werden über Wehlvorbereitungen und über stattgefundene Schiedsgerichte. Haberkern wurde auch mit dem„ehrenvollen“ Auftrage betraut, am 18 März eine Versammlung insgeheim zu überwachen, weil es der Polizei an der nötigen Zahl Beamte gesehlt hat. Die Aufsicht sollte sich erstrecken auf die Zahl der Bezucher, der Person des Referenten, dann des Leiters der Versammlung, auf die wichtigsten Ausführungen auch der Dislussionsredner, und sogar, welche Broschüren und Photographien in der Versammlung verkauft wurden, interessierte die Polizei. Begnügte sich bis dahin die Polizei mit einfachen Berichten, so ging sie nunmehr dazu über, von dem Haberkern auch Tenanziationen zu verlangen. So sollte er in eine Versammlung, gecben, in der Genosse Dr. Rosenfeld über die politische Geheimpolizei sprach und dort besonders auf die Ausführungen Is der Ralizeihoamt, gprien und diese der Polizei mitteilen. Venossen die Gewisheit. bekamen unsere daß der Lithograph Haberkern sich von ihm hatte kaufen lassen. In die Enge getrieben, legte er ein Sisteargese Ferund damit ist er aus den Listen der ehrlichen ArItalienische Wahlstatistik. Bei den letzten italienischen Wahlen wurden abgegeben 1 905687 Stimmen, 309 807 Stimmen mehr, als 1904 Die Zahl der eingeschriebenen Wähler betrug 2930 300, gegenüber 2551827 bei den vorhergegangenen Somit machten im Jahre 1909 65 Prozent der Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch, 1904 62,7 Prozent. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug im Jahre 1904: 7,67 Prozent der gesamten Bevölkerung, im Jahre 1909: 8,64 Prozent. Da das Wahlrecht entweder an eine bestimmte Steuerleistung oder an die Kenntnis des Lesens und Schreibens geknüpft ist, so läßt das auf eine gewisse Abnahme des Analphabetismus schließen. Von schaften weist merkwürdigerweise Apulien die stärkste Wahlbeteiligung(73,4 Prozent), die schwächste das industriell so fortgeschrittene Ligurien(56,3 Prozent) auf! Die absolut timmenzahl gab von den Landschaften die Lombardei ab(318 779), die zweithöchste Stimmenzahl Piemont(290645) Stimmen. Innerhalb der beiden Landschaften war in den einzelnen Wahlkreisen die Wahlbeteiligung sehr verschieden. In Piemont wies die stärkste Beteiligung Turin auf(67,1 Prozent), Cinco(54.6 Prozent). Von den lombardischen Wahlkreisen brag,„es Mantua auf 80 Prozent, Cremona dagegen nur auf 95,o Prozent. In Toskana war sie am stärksten in Hisa(75,9 Prozent), am schwächsten in Lirono mit 49,2 Proz. Gewerkschaftsbewegung. „Der Bergarbeiterverband zählte nach dem soeben vom Vors251c ie tichen Berichte am Jahresschluß Mieder. Die Jayre 1907 und 1908— auf beide erstreckt sich der Bericht— werden als verhältnismäßig ruhige fur den Verband bezeichnet. Auch die Krise machte sich im o7 gehörte noch her 5.) albjahr 1908 bemerkbar; das Jahr Dol geheril nech der Gochkonjunktur an. Die effektive Mitszersunahme grzrug. 1907: 1229 Mitglieder, 1908: 1037 Miti.— Die, Fratraation ist eine ungemein große. Sind doch n jedem Jahre rund 33000 Eintritte zu verzeichnen gewesen. auerdings eine besondere Ursache die Schuld. In Niederschlesien machte sich eine starke Auswanderung bemerkbar, hatte. Außerdem mußte die Verbandsleitung die Genehmigung zu einem Streik im Waldenburger Revier ablehnen, da bei der schwachen Organisation der dortigen Bergarbeiter und der ca. 20000 Mann salten Belegschaft ein solcher Ausstand von unberechenbaren päre.„Daraushin kehrten aber manche unbeigten Mitg., wer vem Verbande den Rücken. Der Versiehens feiern lann— die(Gergarheiterstreis ins Vea Flus— verfügt über ein in den Margarinefabriken Nürnbergs. Der arbeiterverband hat in Nünberg mit den Margarineeiner Fireng all Unternet. sen dem sich mit Ausnahme usunternehmer dieses Gewerbes unterstellt haben. Die Arbeitszeit ist für die Sommermonate auf 9 Stunden, für S i. a.sraiche ier, Der S als bes B=c. B. Bied anerlannt un buran wird u. a. der Lohn nicht abgezogen: . milttärischen Uebungen bis zu 28 Tagen und bei Kontroll= ungenz bei Krankheit gird in den ersten 14 Tagen die sonderer Bedentungu anengeld gewährt. Von be. ist es noch, daß den Arbeitern in dem VerJahr im Betriebe Geschäftglen u seder mindestens unter Fortzablung des Lohnes erhatt. een urlaub Angestellten der Krankenkassen und Berufsgenossenun zur Neichsverscherungsondnung de in einen Kongreß ein B53st 5air der Regierung, sowie die Fraktionen des Rei angestelltenn In dem vom Verbande der Dureauheizt es, das Zae ineder#ru zur Beschickung des Kongresses dene Regelung der eichsversicherungsordnung vorgeschla. schaftlichen Interessen und. se den wirtstellen widerspreche, daßz derectister,Forderungen der Anzeschlossenes S. dein“: gur durch ein einheitliches und geeine empfindiche gans Deutschlands Der Konares sastädiszung der Kollegenschaft abzuwenden der Kollegenschaft s. Rodurch seine demonstrative Kundgebung #. g#nn# ven Geg zur ihren Abwehrkampf weisen. Die Orzanisasionen der Prenzstreitigkeiten schlossen in Stetin arbeiter, Schmiede, Hafenarbeiter Jadritarbeiter, HolzBasszifeieraussperrung in Wolgast bei Stettin. In der seier 185 J5oh zindustrie sollten wegen Beteiligung an der MajFahrik hattz. au gesperrt, werden. Der erste Direktor der entschied der zweiti Friau zur Maifeier gegeben, nachdem Arbeiter des Heir: in entgegengesetzten Sinne. 81 51 d Holzarbeir hörten dem Faorikarbeiterverband an, lanz es, die Direition dahin zu bewegen, dien.. begere gif act Tage zurichznchnen. todte uit Groß=Berlin rund 5500 Arbeiter ausgesperrt worden. Kreise 10g. Sa zu einem Streit der Schmiede, der Lange u. Eo 31 Schmiehe Montag wieder bei der Firma Streitarbeit für.. niur ausgesperrt, weil sie sich weigerten, Man erklärte die R. Hogen=Gruntater Eisenwerk zu verrichten. sie sich geweigert. gesperrten sogar für kontraltbrüchig, weil führen und bestrafte sie die gewordenen Auftrage auszu. Eertage von 18 Mi pro Arbeiter. Auch idren ühr) wird am 1. Juli eine der Paiszts zahlstellen das Ueberein It. Die Zabl der gewerkschaftlich g. wurde albeptiert worden die der in..“ ger Fewrtischillch Organisierten beträgt 3800, de. in per sozialdemokratischen Partei 1400. sast ausschließlich Gendarmen auf, denen das Gericht natürlich ohne weiteres glaubte. Der Staatsanwalt, wenn er auch Verlung beantragte, stimmte seine Rede auf einen ziemlich geeinen mitden urzeiies sren das Gericht, durch zu schaffen. Ea 4espruch Reuhe in die erregte Bevölkerung bertänte## war vergebens, die Stimme des Klassenhasses überiönle die der Gerechtigkeit. Von 28 Angeklagten wurden 2 Jugendliche und 4 Frauen wurden Monat Gefängnis verurteilt. Ein verabschenungswärdiges Urteil— ruft die„Humanité" aus! Aus der Nachbarschaft. Herford, 3. Mai. Die Schulze=Delitzschstraße bet sichtn einem miserablen Zustand. Diese ist vom Bau= und Sparverein angelegt. Wenn ein Genosse vom Bau= und Sparverein an diesen Weg baut, so wird ihm versprochen, sowie der Bau fertig sei, solle der Weg fertig gemacht werden. Aber beim Vorstand dieses Vereins muß man das Sprichwort in Anwendung bringen: Versprechen und nicht halten, findet man bei jung und alten. Am 4. Febr. richteten nun die Anwohner des Weges ein Schreiben an den Vorstand des Bau= und Spar=Vereins, und eins an den MagiZustand, Feted Verford. In dieser Zeit war der Weg in einem schich### Saller. Beschreibung spottete, denn es mußten tatfachlich die Familienvater ihre Kinder, wenn sie zur Schule mußten, auf den Arm nehmen und bis auf die Eimterstraße tragen. 0 Noch schlimmer ist es für die Frauen, wenn sie ihre Arbeit an die Konfektionsgeschäfte abliefern. Ist es doch wiederholt vorgekommen, daß den Frauen Ware in den Graben gefallen ist, weil es eben nicht möglich war, mit einem Kinderwagen barchzukommen. Alle diese Zustände sind dem Magistrat wie dem Vorstand des Bau= und Spar=Vereins mitgeteilt worden. hat es gar nicht für nötig gehalten zu antworten, und der Vorstand des Vereins antwortete folgendes: An Herrn Joh. Helmke, hier, Aus Ihre F. abe Schulze=Delitzschstraße 593. auf Ihle Eingabe vom 4. d. M. erwidern wir Ihnen, daß wir wegen Ausvau der Schulze=Delitzschstraße mit dem Magistrat schon in einigen Terminen verhandelt haben: Die Sache wird un ererseits möglichst beschleunigt, nun ist zu erMrssstrad in allerkürzester Zeit eine Entscheidung des tagistrats ergehen und der Ausbau der Straße erfolgen Die Sache ist wegen Verhandlung mit den übrigen Anliegern sehr schwierig und läßt sich nicht so beschleunigen, wünschten.i im Interesse unserer Genossen gern Der Vorstand des Bau= und Spar=Vereins e. G. m. b. H. I. A.: Der Kassierer. mir a#... Falk, Stadtkämmerer. wir glauven, duß es sich nur um einen Anlieger handelt. Es ließe sich u. E. wohl ermöglichen, auch mit diesem eine Einigung zu erzielen. Die Zögerung ist um so weniger zu verstehen, als die Genossen des Bau= und Spar=Vereins die Wegekosten selbst aufbringen müssen. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß in allerkürzester Zeit der Weg in einen ordentlichen Zustand gebracht wird, denn seit dem Tage der Eingabe ist schon wieder ein Vierteljahr verflossen. Nebenbei sei bemerkt, daß eine Kommission mit dem Bürgermeister gerade am Wege war, als er sich in diesem schrecklichen Zustande befand, sodaß die Herren sich die Hosen hochschlagen mußten, um durchzukommen. ..* Minden, 3. Mai. Aus der Stadtverordnetensitzung vom 29. April. Ein Antrag des Weserschwimmbadbesitzers Gerbig um eine Unterstützung von 400 Mark für ihm durch Hochwasser entstandenen Schaden wird dem Magistrat zur Vorberatung überwiesen.— Für die Kinder der MädchenSeminarübungsschule soll, nachdem die anderen Schulen die gleiche Einrichtung haben, ebenfalls ein Badetag in der Woche eingerichtet werden.— Dem Landwirt Pleuger wird zur Errichtung eines Doppelwohnhauses mit Arbeiterwohnungen auf einem außerhalb des Bebauungsplanes liegenden Grundstücke die Genehmigung er#ilt.— Dem Besitzer des offenen Weserbades wurden auf sein Ersuchen für 1909 wieder 200 Mark Beihilfe bewilligt. Für die Herstellung von Klinkertrottoir an der verlängerten Marienstraße bis zur Kleinbahn werden 390 Mark bewilligt.— Der Ausbesserung des Hahler Landweges zwischen der 2. und 3. Ringstraße zum Betrage von 300 Mark wird zugestimmt. Dabei wird vom Stadtv. Wehrmann die Ausbesserung des Grünen Weg befürwortet, worauf der 2. Bürgermeister Dr. Becker erklärt, daß zur Ausbesserung dieses Weges die Stadt keine Verpflichtung habe. „ Zur Beseitigung des Wassers in den Kellerräumen des neuen Stadttheaters gelegentlich des Hochwassers wurden 1172 Mark verausgabt. Die Stadtvv. Rasche und d'Arragon sind der Meinung, daß da etwas nicht in Ordnung sei, das Wasser soll durch die Mauern gekommen sein. Während die Stadtvo. Meyer und Heinerod entgegnen das Wasser sei durch die Kanaleinfälle emporgestiegen, bleibt d'Arragon bei seiner Behauptung, er habe sich persönlich überzeugt. Da auch sonsti zu entrichtende Wertzuwachssteuer bis zum Sommer gestundet. — Von der Erhebung einer Wertzuwachssteuer im Betrage von 324 Mk. bei einem Verkauf wird Abstand genommen, do die Verkäuferin eines Grundstücks mit Gebäude den Nachweis erbracht hat, daß sie beim Verkauf einen niedrigeren Preis erhalten hat. — Die abgeänderte Ordnung der Gemeindesteuer beim Grundstückserwero wurde angenommen.(Nach Genehmigung derselben werden auch wir sie veröffentlichen.) Für die Mittelschule werden 428 Mk. und für die Feuerwehr bezw. Feuermeldeleitung 560 Mk. nachbewilligt.— Zu dem im Juli hier stattfindenden Städtetag werden Stadtv.=Vorstoher Hattenhauer und die Stadtov. Kiel, Meyer, Stremmel Marowsky delegiert. Eine Petition der Ortsgruppe Minden des Verbandes deutschwer Schreibwarenhändler ersucht die Stadtvertretung um einen Beschluß, wonach die städtischen Behörden bei Neuanschaffungen für den Bureaubedarf in erster Linie Mindener Geschäftsleute berücksichtigen sollen. Von dem Begründer der Petition, Stadtv. Knopp, wird bemängelt, daß kein Mindener Geschäftsmann um Offerten ersucht werde, auch Pauspapier würde von auswärts bezogen. Die Stadtverwaltung hat eine Schreibmaschine von einem Bielefelder Geschäft gekauft, das auch eine Reparaturwerkstätte hat, das sei, wie 2. Burgermeister Dr. Becker ausführt, ausschlaggebend gewesen. Das Pauspapier sei von auswärts billiger bezogen worden. Die Petition wird dem Magistrat zur Berücksichtigung überwiesen.— Es folgte eine geheime Sitzung. * Lüdenscheid, 3. Mai. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurden für die Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen in der sozialdemokratischen„Volksstimme“ 200 Mt. bewilligt. Nachdem der Magistrat diesem Beschlusse nicht beigetreten ist, wurde er jetzt von der Versammlung wieder aufgehoben.(Rch.=W. Zig.) Literarisches. Von der„Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen(Stuttgart, Verlag von Paul Singer), ist uns soeben Nr. 15 des 19. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Maifeier.— Die Internationalität des Maifestes. Von Luise Zietz.— Was ist den Proletarierinnen der Achtstundentag? Von Hannah DorschLewin.— Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin.— Die Maienbotschaft. Von Gustav Hoch.— Nieder mit dem Milizgrismus!„Von Ottilie Baader.— Der Arbeiterinnen Losung. Von Muriha Hoppe.— Wer sorgt für den Achtstundentag: Von„H. Stimmrecht für wohlhabende Frauen. Von weathilde Wurm.— Aus der Bewegung: Von der Agitation.— Politische Rundschau. Von H. B.— Gewerkschaftliche Rundschau.— Der Kampf im Eulengebirge beendet!— Notizenteil: Dienstbotenfrage.— Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen.— Frauenarbeit auf dem Gebiet der Industrie, des Handels= und Verkehrswesens.— Frauenstimmrecht.— Sozialistische Frauenbewegung im Ausland.— Weibliche Fabrikinspektoren.— Die Frau in öffentlichen Aemtern. Für unsere Mütter und Hausfrauen: Noch ist's ein Traum. Von Dr. W. L. Rosenberg.— Zeit für die Erziehung. Von Heinrich Schulz.— Frühling. Von Johann Wolfgang Goethe.— Die Mutter als Erzieherin.— Feuilleton: Mairuf. Von Andreas Scheu.— Ein Blatt Revolutions= geschichte.— Ein Landjunker. Von Nikolaus Gogol.(Fortsetzung.) Fur unsere Kinder: Einem Kinde. Von Cäsar Flaischlen.(Gedicht.)— Ueber den Grenzen. Von Ernst Almsloh.— Maifeier der Kleinen. Von Ludwig Hand.(Gedicht.)— Aus der römischen Geschichte.(Schluß.)— Arria. Von Karl, Gerok.(Gedicht.)— Der Teufel und der Vogt. Eia nordisches Märchen.— Mama Maus. Von Emma Dölz. (Gedicht. Vermischtes. und Knosfae Sais gefälltd fat das Gerscht von Beauhaben die menn.... Ausschreitungen begangen :.-, vie, wenn sie wirklich vorgefallen sind, durch geradezu Provotationen seitens der Unternehmer, wenn nicht " Aurteile gegen die streikenden Kno# rinnen von Mern hat das Gericht von Beauerntale berechtsertiat, 1o doch entschuldeat; unter nehmer, wenn nicht Antschulbig: werden. Als Zeugen traten der Rechnungslegung vom Theaterbau Gelegenheit sei, ausführlich darüber zu debattieren, ersucht Stadtv. Stremmel, die Summe zu bewilligen. Das geschieht. Die„Ausschreibung einer Anleihe von 500000 Mark, die sich burch ausgaben für Schulbauten, Straßenbauten und Ankauf von Häusern, die in den letzten Jahren gemacht wurden, nötig macht, wurde einstimmig bewilligt. Zum Zwecke einer besseren Grenzregulierung wurden mit der Gemeinde Neesen verschiedene Brundstücke ausgetauscht. Als Abfindungssumme für Steuerausfälle werden 200 Mark an die Gemeinde Neesen bewilligt. a5 Füx, einen Anbau des Tiefbauverwaltungsgebäudes werden 2000 Mark bewinligt, nachdem von mehreren Stadtverordneten die geforderte Summe als zu niedrig bezeichnet wird. Für Straßensprengung wurden 1250 Mark nachbewilligt.— Für eine Gossenanlage in der Friedrich=Wilhelmstraße werden 200 Mk. bewilligt, ferner 200 Mk. für einen Wasserstanosanzeiger bei der Rechenanlage. — Die Terrassenanlage auf dem neuen Friedhof soll durch ein Monumentalkreuz von Sandstein und durch Wasserspeier, Bänke und Rasenbelag verschönt werden. Gesamtkosteupunkt 1500 Mk. 2. Bürgermeister Dr. Becker empfiehlt dringend die Bewilligung. Diese Friedhofsonlage sei geradezu mustergiltig und werde viel bewundert. Stadtv. v. Borries findet die Anlagen großartig, aber über die Verhältnisse der Stadt hinausgehend. Stadtv. Quante ist dagegen der Ansicht, daß das große, schöne und günstig gelegene Grundstück bei dem Verkoppelungsverfahren billig erworben worden sei. Die Terrassen würden später einmal teure Erbbegräbnisse abgeben. Die Kosten werden bewilligt. Mit der Ausführung der Arbeiten sollen nur hiesige Geschäftsleute betraut werden. . Ein Sprachkursus für stotternde Schulkinder soll auch in diesem Jahre, und zwar für 29 Kinder, eingerichtet werden. Dafür werden 300 Mk. bewilligt.— Der Errichtung einer Rektorstelle an der katholischen Schule wird zugestimmt.— Die Kosten der zweimaligen Teilnahme an der katholischen Lehrerkonferenz werden nachbewilligt. In Zukunft sollen die Kosten nur für eine Konferenz getragen werden. Für Notstandsarbeiten waren 3200 Mk. bewilligt, 1850 Mk. werden nachgefordert. Von den Agliegern der Hardenbergstraße sollen zwei Drittel, von den der artiheriestraße ein Drittel der Kosten getragen werden. Es entspinnt sich eine längere Debatte darüber, in der Stadtv. v. Borries und 2. Bürgermeister Dr. Becker den Standpunkt vertreten, daß die Festsetzung der Kostenverteilung nur Sache des Magistrats sei. Auf Antrag Kiel soll der Magistrat prüfen, wieviel von den Kosten beiden Straßen zur Last falle. Dem Käufer eines Bades in der Nähe der Stadt wird die Die rasenden Lokomotiven. Ein furchtbares Verbrechen wurde jüngst auf der Station Shmerinka der russischen Sudwestbahnen begangen, das ein entsetzliches Eisenbahnunglück zur Folge hatte. Einigen Buben war es nämlich auf bisher unerklarte Weise gelungen, in den sonst festverschlossenen Schuppen der Lokomotiven einzudringen, von denen fünf schon geheizt waren und unter Dampf standen. Bei diesen fünf öffneten sie den Regulator, so daß sich die Lokomotiven in Bewegung setzten. Nun begann vor den Augen der Stationsbeamten und der Zuschauer ein entsetzliches Schauspiel. Drei Maschinen gingen mit immer rasenderer Geschwindigkeit hintereinander nach Odessa zu, während zwei Lokomotiven eines anderen Geleises sich nach Norden zu bewegten. Ein Unglück erschien unabwendbar, zumal mehrere Züge entgegenkommen mußten. Auf dem einen Geleise bemerkte zum Glück ein Weichensteller die heranbrausenden Maschinen, und da er nichts Gutes ahnte, so lenkte er sie rechtzeitig auf einen toten Strang, wo sie auf den Prellbock aufrannten, nur einige Minuten, bevor der Schnellzug ankam. Schlimmeres Unheil richteten dagegen die anderen Maschinen an. Sie konnten nicht mehr frühzeitig genug angehalten werden, und alle mußten hilflos zusehen, wie der Personenzug, dem sie entgegenrasten, immer näher kam. Der Zusammenstoß war von furchtbarer Wirkung, und nur einem sehr glücklichen Zufall ist es zuzuschreiben, daß niemand getötet wurde. Die ersten Wagen dieses Personenzuges waren nämlich Güterwagen, in denen sich Menschen nicht befanden. Außerdem wurde der Zug nicht von der Lokomotive gezogen, sondern geschoben. Die drei Lokomotiven rannten aber mit so ungeheurer Wucht auf den Zug, daß sie alle drei in Splitter zerschmettert wurden, und dasselbe Schicksal ereilte hier alle diese Güterwagen. Durch den furchtbaren Zusammenprall wurden aber die Reisenden zum Teil lebensgefährlich verletzt; viele wurden vor Schreck wahnsinnig, und ein Heizer erhielt so starke Brandwunden, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Im ganzen wurden 130 Menschen schwer und 70 leicht verwundet. Von den Tätern fehlt zunächst jede Spur Briefkasten der Redaktion. J. K. D. ein Zweigverein sitzende des hiesigen Zweigvereins ist Herr Dr. Esau in Bielefeld. der Ihnen jedenfalls auf Anfrage nähere Auskunft geben wird. 2. Der Wirt ist nicht verpflichtet, jedermann Getränke zu verabfolgen. In einer Weigerung einem anständigen Gast gegenüber kann aber eventuell eine Beleidigung liegen. Dichtung. Wenden Sie sich an einen Verleger. Wir nennen nur: Velhagen u. Klasing in Bielefeld, Bertelsmann in Gütersloh, Heinrich Köhler in Minden. Standesamts-Nachrichten. Bielefeld. In der Zeit vom 26. April bis 1. Mai 1909 sind beim hienigen Standesamt angezeigt: Geburten. Söhne: Arbeiter Adolf Bokermann, Bleichstraße 15; Techniker Georg Splisgarth, Mellerstr. 59a; Kauzmann Christian Sie, Herforderstr. 76a; Musiker Hugo Frohmeyer, Oerlinghauserstr. 17; Artist Heinrich Pribyl, Heinrichstraße 4; Lehrer Wilhelm Ordelheide, Gütersloherstr. 40; Färber Ferdinand Kasper, Kesselstr. 2; Arbeiter Heinr. Hasmeper, Bleichstr. 209; Arbeiter Gustav Heiser, Breitestr. 2, Arbeiter Robert Geilhaupt, Kl. Bahnhofstr. 8; Zimmernann Heinrich Sylvester, Spindelstr. 54; Böttcher Bernh. Hennemann, Kleine Howe 2a: Eisenbahn=Hilfsschaffner August Kornfeld, Wittekindstraße 53; Tapezierer Otto Michael Berlinghauserstraße 14a; Arbeiter Hermann Nolte, Melanchthonstraße 69; Stukkateur Friedrich Vögeding, Schloßhofstr. 34; Kaufmann Wilhelm Fohrn. Alsenstr. 21: Arbeiter Wilh. Wittler, Herforderstr. 210. 7 Töchter: Werkzeugschlosser Ludwig Lütkemeier, Langenhagen 23; Geschäftskutscher Wilhelm Strötker, Am Bach 38; Kaufmann Alexander Zimmermann, Kaiserstr. 3; Friseur Karl Nielsen, Königstr. 68(Zwillinge); Tischler Rudolf Ostermann, Siegfriedstr. 20(Zwillinge); Schlosser teichstraß iser, Am Bach 48; Schlosser Friedrich Kastrup, tenweg.., Erormiter Hermann Viollsun, Wysistr. dor, riftset August Scheele Siegfriedstr. 52; Versiche g 33: Vorarbeiter Hermann Diekmann, Weststr. 26a; er„Aggust Scheele, Siegfriebstr. 35, Ertscherungsjesellschafts=Kassierer Johann Baak, Ehlentrupperweg 6; KutWebereistr. 12; Sattler Alexander Lemanski, scher Karl Berger, Webereistr. 12; Sattler Alexander Lemanski, Fehrbellinerstr. 8; Backermeister Ferdinand Wischmeier, Kronenstraße 13a; Schutzmann Max Freund, Gr. Kurfürstenstr. 13; Arbeiter Wilhelm Kleimann, Herforderstr. 220; Schmied Karl Biernat, Mühlenstr. 1. Sterbefälle. Fritz Bessenbach, 3 Mon.; Johanne Rottschäfer, 8 J.: Martha Mohrmann, 4 Jahre; Schneidermeister Wilhelm Nagel, 70 J.; Verw. Maurer Siekmann, Sophie geb. Jochmann, 65 J.; Verw. Arbeiter Blome, Hanne geb. Henke, 71 J.; Ehefrau Arbeiter Schneider, Thusnelda geb. Wiese, 24 Jahre; Karl Fydrich, 10 J.: Anne Heinrich, 17 Tage: Erwin Tennstedt, 1 J.; Elfriede Kastrup; Elly Hunger 3 J.; Herbert Koelkmereit, 9 Monate; Otto Kornfeld, 10 Mon.; Verw. Schneidermeister Schwartze, Johanne geb. Harms, 60 J.; Emma Hohnhold, 1 Mon.; Verw. Erbpächter Biermann, Ilsabein geb. Siekmann, 80 J.; Friedrich Hente, 3 J.; Verw. Landwirt Thorbrügge, Karoline geb. Bentlage, 67 J.; Heinrich Wulfmeyer, 12 J.; Verw. pens. Lademeister Vollmer, Johanne geb. Berghahn, 64 Jahre. Aufgebote. Stellmacher Peter Langos, Friedrichstr. 9, und Auguste Lalk, Goldbach 52; Geschäftsführer Heinrich Koch, Wiesenstr. 19, und Elisabeth Pistor, Göbenstr. 25; Schuhmacher Stephan Pilpauer, Thielenstr. 4, und Friederike Brinkmann, Paulusstr. 44; Lehrer Eduard Sudbrack, Bauerschaft Jöllenbeck, und Mathilde Kobusch, Oelmühlenstr. 39; Eisengießer Robert Stenner, Friedrichstr. 65, und Josefine Fehringer, Sundwig; Kaufmann Karl Böttcher, Frankfurt a. M., und Frida Menke, Brüderpfad 5; Maschinist Emil Lohmann, Mühlenstr. 3, und Berta Brandenburg, Neuenkirchenerstr. 8; Arbeiter Aug. Puls, Bleichstr. 50, und Marie Ilse, Bleichstr. 54; Fahrrad= und Nähmaschinenhandler Karl Bertram, Spengerstr. 7, und Johanne Linden, Mellerstr. 75; Fabrikant Gustav Kramer, Gr. Kurfürstenstraße 38, und Martha Thilo, Goldbach 50; Bäcker Otto Schade, Sieker 76, und Anna Tente, Weststr. 2; Hilfsweichensteller Gustav Kaszemek, Friemersheim, und Emma Sarunski, Ehlentrupperweg; Stukkateur Friedrich Friese, Webereistr. 26, und Karoline Gronemeier, Blumenstr. 20; Eisendreher Ferdinand Recksiek, Herforderstr. 210, und Alwine Brünger, Schildesche: Schlosser Friedrich Bensiek, Sieker, und Auguste Kralemann, Finkenstr. 18; Schlosser Oskar Martin, Heinrichstr. 38a, und Anna Puls, Heinrichstr. 42; Telegraphenarbeiter Friedrich Hüttker, Ulmenstr. 9c, und Luise Schnadt, Dorotheenstraße 8; Former Albert Gubatz, Siechenmarschstr. 40, und Wilhelmine Lohmann geb. Schwake, daselbst. Eheschließungen. Kaufmann Anton Darius und Martha Drees: Kaufmann Willy Kliegelhöfer und Elise Hein; Eisendreher Friedrich Dieckmann und Matbilde Büscher; Schlosser Friedrich Steinkamp und Hermine Wiegmann; Tischler Wilhelm Klocke und Charlotte Sewing;(Schraubendreher Hermann Kahmann und Ida Holtmann; Buchhalter Friedrich Werning und Frida Ramsbrock; Schuhmacher August Kindermann und Auguste Becker; Bäcker Heinrich Steinmetz und Elsa Deteg: Arbeiter August SSt:* M" Eweler: Metallring, A#pener augus, Sirunt und Pauline Eweler; Metauschleifer Heinrich Pankoke und Gertrud Schlemper: Eisendreher Wilhelm Habighorst und Marie Lamm; Bäcker und Konditor Franz Wamhof und Johanne Elbracht. „* Herford Stadt. Nachrichten vom 26. April bis 1. Mai: Geburten; Knaben: Schlosser Karl Tilker, Schuldiener Wilh. Röbbeke, Kaufmann Wilh. Wünkhaus(Zwillinge), Arbeiter Emil Schröder, Tischler Friedr. Kruse, Packer Aug. Frickemeier, Schlosser Heinr. Vogelsang, Zuckerbäcker Karl Koch, Maurer Heinr. Jahns(Zwillinge), Eisendreher Gust. Sielemann, Tischler Johann Gnegeler, ferner 2 uneheliche. Mädchen: Tischler Friedr. Schröder, Handarb. Heinr. Kleffmann, Schneider Karl Harath, Eisenlackierer Wilh. Kuhlmann, Dr. med. Heinr. Lange, Kaufmann Wilh. Wünthaus(Zwillinge), Zuckerbäcker Heinr. Thilker, Handarb. Heinr. Pönighaus, Bäcker Emil Höcker, Arbeiter Adolf Wehmeier, Maurer Heinr. Jahns (Zwillinge). Aufgebote: Kartonnagenzuschneider August Sietmann und Emilie Notholt, Arbeiter August Bredenkötter und Friederike Iltißmann, Pastor Joh. Lohmann und Margarete Hoffmann Malermeister Wilb. Kiefer und Luise Lohmeyer, Monteur Heinr. Ludwig Stuckenholz und Anna Auguste Luise Ramßendahl, Hilfsheizer Friedr. Hupe und Emma Beckmann, Bäckermeister Heinr. Louis Dietrich Flandermeier und Minna Luise Christine Schalk, Tischler Herm. Busse und Wilh. Schick. Eheschließungen: Maler Walter Fricke und Johanne Aufgebote: Tischlergeselle Wilh. Tappe und Blgarren. iterin Anna Lücking, beide zu Besenkamp; Monteur Heinr, arbeiterin Anna Lücking, beide zu Besenkamp; MontStuckenholz, Herford, und Luise Raupendahl, Enger. Eheschließungen: Weichensteller Gustav Wehmeper Enger, und Dienstmagd Elise Böhme, Lippinghausen. Sterbefälle: Ehefrau Hanne Friederike Auguste Beider. wieden geb. Oldenbürger, Westerenger 25 I.: Papiermacher T'llmann Jung, Enger, 75 J.: Auguste Luise Lisette Lünning höner, Besenkamp, 25 Jahre. Tiemann, Zigarrenhändler Wilh. Meier und Emma Dustmann, ischler Wilh. Pracht und Martha Müller, Maschinenschlosser Dietrich Meyer=Arend und Johanne Wen###, Werkmeister Heinr. nzel Wehmeyer und Auguste Kurkamp, Stellmacher Heinr. Huchtmann und Marie Meyhöfner. Sterbefälle: Ehefrau Bauunternehmer Karoline Deppermann, 32 J.; Bergwerksinvalide Wilh. Franzmeier, 62 J.; Richard Baumgärtel, 1 J.; Robert Rau, 9 Mon.; Martha Wittland, 18 J.: Schuhmacher Herm. Euscher, 46 I.; Lehrerin Martha Konner, 23 J.; Heinr. Diekmann, 2 Mon.; Witwe Anne Wienand, 66 J.; Herta Hoock, 23 Tage; Schneider Wilh. Echternkamp, 27 J.; Elisabeth, Bust, 64 J.; ferner 2 Totgeburten. Amt Herford. In der Zeit vom 26. April bis 1. Mai wurden beim hiesigen Standesamt angemeldet: Geburten: Knaben: Maurer Gustav Tölle, Schweicheln; Kolon Heinrich Hillbrand, Falkendiek; ein unehelicher.— Mädchen: Fabrikarbeiter Hermann Engelbrecht, Sundern; Bahnarbeiter Karl Rullkötter, Schweicheln; Tischler August Grube. Sundern. Eheschließungen: Bahnarbeiter Aug. Berger, Eickum, und Anna Läge, Eickum; Gerichtsassessor Karl Wagner, Grebenstein, und Helene Meyer, Schwarzenmoor; Maurer Paul Roeser, Herford, und Mathilde Sieker, Schwarzenmoor. Sterbefälle: Heuerling Gottlieb Wörmann, Eickum, 45 J.; Kolon Karl Kaspar Stork, Falkendiek, 57 J.; Ernst Wilhelm Hillbrand, Falkendiek, 14 Tage. *„* Amt Enger. In der Zeit vom 23. bis 29. April wurden beim hiesigen Standesamt angemeldet:. Geburten: Knaben: Maurer Aug. Biermann, Olding= hausen; Handarb. Wilh. Reinke, Oldinghausen; Maschinenarb. Friedr. Heepmann, Herringhausen.— Madchen: Maler Heinrich Riepe, Herringhausen; Lokomotivführer Friedr. Mumme, Enger; Polsterer Aug. Siekmann, Enger: Zigarrenarb. Aug. Hüttemann, Enger: Zigarrenarb. Heinr. Rolf, Belke=Steinbeck; Zigarrenarb. Heinr. Althoff, Besenkamp; Landwirt Herm. Meyer zur Heide, gen. Lübke, Herringhausen; Lokomotivheizer Wilh Ameler, Enger. Vereins-Kalender. Mittwoch. Arbeiter=Sängervereinigung Bielefeld 8½ Uhr bei Schneider, Kampstraße. Gesangverein„Liederblüte“ 9 Uhr bei Hagemann, Heeperstraße. „Sangerhain“ 9 Uhr bei Kickert, Ehlentrupperweg. Freie Turnerschaft Bielefeld, Abt.„Vorwärts“ 8½ Uhr bei Freudenau, Heeperstraße.(Damen=Abteilung.) Arbeiter=Turnverein„Westfalia“ 8½ Uhr bei Holz, Restauranz zum Siegfried: Männer=Riege. Radfahrerklub„Vorwärts“ 9 Uhr bei Imkamp, Engerschestr. 1, Radfahrerverein„Dornberg“ 8 Uhr bei Indiestel, Bürgerweg, Radfahrerver.„Ruhig voran“ bei Apenbrink, Herforderstr. 242. Freie Radfahrer=Vereinigung, Abteilung brink. 5, 9 Uhr bei ApenLoge Ravensberg. 8½ Uhr. Gr. KurGuttemplerorden. fürstenstraße 51. Guttemplerloge„Frei und beständig“, 8½ Uhr bei Viertmann, Bürgerweg 16. Skatklub„Gut Glück“ 9 Uhr bei Schneider, Kamphofstraße. Sieker. Radfahrer=Verein„Corona“ 9 Uhr bei Wöhler. Sudbrak. Arbeiter=Turnverein„Frisch Auf"(Altersriege) 9 Uhr bei Wirt Fohrmann. Brackwede. Arbeiter=Radfahrerverein„Freiheit“ 8½ Uhr bei Karl Schröder. Schildesche. Kegelklub„Freie Bahn“ 9 Uhr bei Krämer. „Eggetaler“, 8½ Uhr bei G. Hartmann, Schillerstr. 75. Schildesche. Arbeiter=Turnverein„Deutsche Eiche“ 8 Uhr bei Lechterbeck. Schildesche. Männergesangverein„Concordia“ 9 Uhr bei W. Böke, Bielefelderstraße. Werther. Arbeiter=Turnverein„Frisch Auf“ 9 Uhr. Oerlinghausen. Arbeiter=Turnverein„Einigkeit" 9 Uhr bei C. Lücking. Herford. Arbeitergesangverein„Eintracht“ 9 Uhr bei Winkelmann. Oetinghausen. Arbeitergesangverein„Vorwärts“ 8½ Uhr bei Wirt Düsdicker. Bürde. Arbeiter=Gesangverein„Einigkeit“ 9 Uhr bei Nübel. Bünde. Arbeitergesangverein„Eintracht“ 8½ Uhr bei Wirt Timmert. Schötmar. Radfahrerverein„Wanderer“ ½9 Uhr im„Tivoli“. Lage. Radfahrerverein„Schwalbe“ 8½ Uhr bei Steinsiek. Rehme. Arbeiter=Radfahrerverein„Bahn frei“ 8½ Uhr bei Röbke. Minden. Freier Turnerbund abends 8½ Uhr. Lübbecke. Arbeiter=Turnverein„Vorwärts“ 9 Uhr bei Baumeister Neues, sensationelles Programm! Heute Mittwoch, 2 Uhr nachmittags: Première des sensationellen IX. Künstler-Dramas: D ASSOMUI.. (Der rotschlager) — nach EMILE 20LA.— Höchster Realismus!:: Kolossale Effekte! Gespielt von den allerersten Kräften der Pariser Bühnen. S Zola, und doch nicht Zola, ein weltberühmter Roman, von neuem geschildert durch das modernste Instrument der französischen Schriftsteller, den Kunstfilm— das ist das kinematographische Drama„Der Totschläger“. Von künstlerischer Kraft entworfen und mit bezwingender Wucht mimischer Vollendung dargestellt, ist diese dramatische Lichtbildschöpfung unbedingt das wertvollste und interessanteste, was bislang die„Société cinematographique“ für die Lichtbildbühne geschaffen hat. Alle Phasen der realistischen Handlung, alle Skalen menschlicher Regungen spiegeln sich in diesem Kunstfilm in voller Lebenswahrheit wieder. Nichts Uebertriebenes, jede Szene in engster Anlehnung an Zolas Roman technisch und künstlerisch ausgearbeitet. Niemand wird sich dem Zauber dieses gewaltigen Meisterwerkes modernster Kinematographie entwinden können. Spieldauer obigen Bildes ¾ Stunde. Außerdem: Brave Ferzen (Hochinteressant). Kaleidoscop —(Herrlich koloriert).— Aus der guten alten Zeit (Prächtige Original=Aufnahme). Secbundlgnh (Herrliche Naturaufnahme). Roderne Entführung. (Gipfel der Komik). Die tanzenden Riesen (Ein lustiges Abenteuer). Ferner unsere bestbekannten Extra-Einlagen! V. 10 Sensationen 40.. 2571 2 Durch die Buchhandlung„Volkswacht“, Bielefeld, ist zu beziehen: 2 Sie Naturhöne-Heiltreise Dr. C. Sturm. Mit vielen Abbildungen und erklärenden Tafeln sowie zerlegbaren Modellen des : männlichen und weiblichen Körpers.: 1588 Seiten.— Preis 3 Mk. 2 Eine angenehme Oberraschung Schutzmarke. für viele Leute sind die hübschen, praktischen Geschenke, die jedem Paket des Veilchenseifenpulvers„Goldperle“ beiliegen.— Kaufen Sie nur Veilchenseifenpulver„Goldperle“! Fabrikant: 524 Carl Gentner, Göppingen. Bestandteilen das beste Waschmittel. ½ a Paket 15 Pfg. ratulationskarten für alle Gelegenheiten “ stets größte Auswahl Buchhandlung„Volkswacht“. GRAAAARORARARAAAGGG Kleine Anzeigen=Eur. Jedes Wort kostet nur 2 Pfg., in d#c Worte mit mehr als 15 Buchstaben der fetten Ueberschrift 10 Pfg. werden doppelt gerechnet. Anzeigen unter dieser Rubrik werden nur bei Vorausbezahlung angenommen. Tapeten in großer Auswahl, Reste weit unter Preis. 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Eibel. 2568 Die erteisten Auski srankgapetlicherung 23 and Lohnfordetung 35 t. Arbeiterschutz 2. 6, Arbeiterschutz 2. Ze ziges aus dem Arbeits Familienrecht 33 Erbs# ersatz und Haftpflicht tiges aus dem bürgerli angehörigkeit, Bürgerr sorgeerziehung 2, Schusonstiges von Gemeind recht 55, Vereins= und 7, Privatversicherung 5 es 6. Schriftsätze wurden Arbeiterversicherung 20 liches Recht 11, Strafr iten 119, sonstige S — Stadttheater. 9 schrieben: Die Damer Dlabal, Schutzner, Kru musikalischen Leitung Oper„Der Waffenschm einen ungetrübten Kun schöne Lied„Auch ich w Hexrn Dlabal gesungen üchnersche Einlage Donnerstag gelangt M führung, in der fast da — Gewerkschaftliche in bezug auf die Beitra verbandes einige sinne muß heißen: Rechnet marken ein Mitglied, 21 548. Legt man abvon 40 zugrunde, was Viexteljahr mit seinen 25 50 Mitglieder. 2 Bielefeld. Soz. Ver 8½ Uhr: Besp Heinrich Heine heiten. — Freie Turner 6½ Uhr: Auss Detmold. Soz. Ver in der„Centrall nossen Eggen üb * Oeynhausen, 4. Schneider. Verha unter Hinzuziehung de neiner Einigung. 2 9**“ bis zum 1. Mai 1912 Sonntag nachmittag ir die getroffenen Verein * Bünde, 4 Mai. 1. Mai war mäßig be * Mülheim a. d. Ri den Infanterie=Regime Fünf Soldaten sind be 6 § 175. Berlin, andat Lnn=gerichts III verur „Vellig! werden nach ragender Fac Mitglieder de sten Sie Alleinver Biele Tappe und Ilagrreg. amp; Monteur Heinr, ahl, Enger. er Gustav Wehmeyer, ppinghausen. derike Auguste Beider, 25. J.;. Papiermacher Luise Lisette Lünning der. 5 Uhr bei Schneider, gemann, Heeperstraße, pperweg. wärts“ 8½ Uhr bei =Abteilung.) bei Holz, Restaurant ikamp, Engerschestr. 1. Indiestel, Bürgerweg. ink, Herforderstr. 242. 5, 9 Uhr bei Apen½ Uhr. Gr. Kur. Uhr bei Viertmann, eider, Kamphofstraße. Uhr bei Wöhler. ch Auf“(Altersriege) „Freiheit“ 8½ Uhr Ihr bei Krämer. nann, Schillerstr. 75. utsche Eiche“ 8 Uhr bei rdia“ 9 Uhr bei W. Auf“. 9 Uhr. iu„Einigkeit“ 9 Uhr “ 9 Uhr bei Winkel„Vorwärts“ 8½ Uhr it“ 9 Uhr bei Nübel. t“ 8½ Uhr bei Wirt r“ ½9 Uhr im„TiUhr bei Steinsiek. ahn frei“ 8½ Uhr ½ Uhr. irts“ 9 Uhr bei BauSsisesce. schäblichen Bestandteilen ste Waschmittel. Paket 15 Pfg. RRRRRBRRRRRR tulationskarten alle Gelegenheiten s größte Auswahl lung„Volkswacht“. hl. Reste weit unter Farben trocken und arbolineum, Leinöl, Weißquaste, Pinsel, und Korbwaren C. Strathmann, 2563“ geidergebiste r dauernde Beschäftigung rnold Heine, Kaiser2362 Lauf= 2561 ir Junge gesucht. KaiserSchlllerin, sre, für kleine häusliche ucht Breitestr. 4. 12572: 2570° Lohn sucht Frau Bielefeld, Güsenermittlerin. pe ausgesproche unwahr Pg# ##d Lohnforderung 35, Lehrlingst Arbeiterschutz 2, Zeugnisse und Legitimationspapiere 3, sonNaes aus dem Arbeits- und Dienstvertrag 2, Sachenrecht 36, Samilienrecht 33. Erbschaftssachen 27, Mieterecht 48, Schadenersatz und Haftpflicht 7, Pfändung 12, Zivilprozeßwesen 32, son, ziges aus dem bürgerlichen Recht 17, Steuersachen 208, Staatsangehörigkeit, Bürgerricht 1, Armenangelegenheiten 7, Fürsorgeerziehung 2, Schul- und Kirchensachen 5, Militärsachen 8, konstiges von Gemeinde= und Staatsangelegenheiten 7, Strafrecht 55, Vereins= und Versammlungsrecht 1, Arbeiterbewegung Privatversicherung 5, Handels= und Gewerbesachen 7, DiverSchriftsätze wurden 164 in folgenden Sachen arr 3 20 Arbeits- und Wienst es Arbeiterversicherung 20, Arbeils= und Dienstver“rag“ liches Recht 11, Strafrecht 5, Gemeinde= und Staats keiten 119, sonstige Sachen 2. gegen den§ 175 des Str. und Aberkennung der Fähigkeit, Maguus Haase wegen zu, 3 Monaten Gesängnsg geeegnung v:„Fäbigkeit, offentliche Aemter zu berleiden, auf die Dauer von 8 Jahren. Ein Monat der Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet. Sein Partner, der 18jährige Steinsetzergehilfe Fritz Schmidt wurde wegen des gleichen Vergehens und wegen eines einem kleinen Knahen begangenen Sittlichkeitsverbreche an einem kleinen Knaben begangenen Sittlichkeitsverbrechens zu 1 Jahre Gefängnis verurteilt, wovon drei Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt gelten. Der Staatsanwalt hatte Freisprechung beantragt. Die Verhandlung fand wegen Gefährdung der Sittlichkeit unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Nur das Urteil wurde öffentlich verkündigt. Der Sekreiü: Albert Schulz. — Stadttheater. Aus dem Theatei wird uns geschrieben: Die Damen Léclair und Fr, r und die Herren Dlabal, Schutzner, Kruthoffer und Baumann werden unter der musikalischen Leitung des Herrn Cahnbley heute abend in der Oper„Der Waffenschmied“ ihr Bestes leisten, um dem Publikum einen ungetrübten Kunstgenuß zu bereiten. Gern wird man das schöne Lied„Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar“ von Herrn Dlabal gesungen hören. Herr Kruthoffer bringt uns die Lachnersche Einlage„Ich will's de Leutle zeige“ usw.— Am Donnerstag gelangt Mozarts Oper„Die Zauberflöte" zur Aufführung, in der fast das gesamte Personal beschäftigt ist. — Gewerkschaftliche Leistungen. In der gestrigen Notiz sind in bezug auf die Beitragsleistung des christlichen Metallarbeiterverbandes einige zinnentstellende Druckfehler unterlaufen. Es muß heißen: Rechnet man jedoch auf je 48 verkaufte Beitragsmarken ein Mitglied, so ergibt sich eine Mitgliederzahl von 21548. Legt man aber eine durchschnittliche Beitragsleistung von 40 zugrunde, was besagen würde, daß jedes Mitglied ein Vierteljahr mit seinen Beiträgen rückständig ist, so ergeben sich 25857 Mitglieder. Versammlungen. Bielefeld. Soz. Verein, 12. Bezirk. Freitag, 7. Mai, abends 8½ Uhr: Besprechung bei Tuxhorn. 1. Vortrag über Heinrich Heine mit Rezitationen, 2. Parteiangelegenheiten. — Freie Turnerschaft. Donnerstag, 6. Mai, abends 6½ Uhr: Ausschuß=Sitzung. Detmold. Soz. Verein. Mittwoch, 5. Mai, abends 8½ Uhr, in der„Centralhalle": Versammlung. Vortrag des Genossen Eggen über„Das Erfurter Programm.“ Oeynhausen, 4. Mai. Zur Lohnbewegung der Ses schshe ies Seschies ceice eaice bs zum 1. Mai 1912 festgelegt., Die Gehilfenversammlung am Sonntag nachmittag im Lokale des Herrn Kinn hieß einmütig am ag nachmittag im Lokale des Herrn Kinn hieß einmütig die getroffenen Vereinbarungen gut. * Bünde, 4 Mai. Die Versammlung am Abend des 1. Mai war mäßig besucht. * Mülheim a. d. Ruhr, 4. Mai. In dem hier garnisonierenden Infanterie=Regiment ist der Typhus ausgebrochen. Fünf Soldaten sind bereits erkrankt. Gerichtliches. § 175. Berlin, 4. Mai. Die zweite Strafkammer des landa Landgerichts III verurteilte heute den Rechtsanwalt a. D. Dr. Der größte Bahnhof in Europa. Nach siebeneinhalbjährigen Vorarbeiten aller Art wird in diesen Tagen die zweite Hälfte des neuen Leipziger Hapytbahnhafes in Angrift, genommen beien Auet, u., Sateg des neuen Leipziger Hauptbahnhofes in ungriff. ge werden. Nach abermals siebeneinhalb Jahren wird im Herzen von Leipzig der größte Bahnhof Europas fertiggestellt sein. Das neue Bahnhofsgebäude wird sich auf dem Areal der drei bisherigen hauptsachlichsten Bahnhöfe Leipzigs, des Dresdener, Magdeburger und Thüringer Bahnhofes, erheben. Das Hauptgebäude wird eine Gesamtlänge von 298 Metern haben. Sechs große, 220 Meter lange Hallen überdachen 24 Geleispaare an 13 Bahnsteigen. Das Hauptgebäude allein wird einen Kostenaufwand von etwa 6000000 Mark erfordern. Von den auszuführenden Brückenbauten beansprucht die BrandenburgerStraßen=Brücke besonneres Interesse.„Sie führt über sämtliche esonderes Interesse Geleise des Hauptbahnhofes hinweg und ermöglicht dadurch eine P indu, Stadt mit dem bequeme und direkte Vervindung der inneren Vororte Schönfeld. Drei Arbeiter erstickt. Berlin 4. Mai. Heute nacht sind drei Berliner Arbeiter, die in der Gegend von Teltow bei der Legung von Kabeln beschäftigt waren, ums Leben gekommen. Sie hatten au, der Chaussee in einer Baubude genächtigt und, um sich zu erwärmen, einen offenen Kokskorb angezündet. Die ausströmenden Gase haben den Erstickungstod herbeigeführt. Man fand heute früh die drei bewußtlos auf, ärztliche Hilfe konnte sie nicht mehr zum Leben zruückbringen. Eine Familie verschwunden. Berlin, 4. Mai. Seit Sonntag sind der 23jährige Schablonenschneider Karl Mertens, seine 21 Jahre alte Frau und die beiden 2 und 1 Jahre alten Kinder des Ehepaares aus ihrer Wohnung in der Steglitzer Straße spurlos verschwunden. Nach den Begleitumständen ist anzunehmen, daß das Ehepaar mit seinen Kindern wegen Nahrungssorgen den Tod gesucht und gefunden hat. Berlin, 5. Mai. Ein Messerottentat rief gestern abend in der Leipzigerstraße große Aufregung hervor. Ein 25jähriger gut zekleideter junger Mann verübte gestern ein Attentat auf die Gattin eines Rittmeisters. Der Täter schlitzte der Dame von hinten das Kleid arf, ohne sie dabei zu verletzen. Nach der Tat ergriff er die Flucht. Es gelang, ihn festzunehmen und zur Polizeiwache zu bringen, wo es sich herausstellte, daß man es mit einem Geisteskranken zu tun hatte. Wegen Entführung verhaftet. Frankfurt a. M., 4. Mai. Die Polizei verhaftete den 29jährigen Metzger Rennfart aus Aachen, der in Dortmund ein junges Mädchen entführt hatte, um es hier zu verkuppeln. Die Eltern haben ihre Tochter bereits abgeholt. Ein Mord in der Eisenbahn. Ballenstedt, 4. Mai. Am gestrigen Abend wurde in einem Personenzuge die Leiche des 28 Jahre alten Gärtnergehilfen Fritz Hellmann aus Magdeburg mit mehreren Schußwunden im Kopfe aufgefunden. Er hatte seine in Ballenstedt wohnende Braut besuchen und sich heute verheiraten wollen. Auf der Fahrt von Quedlinburg nach Bal** lenstedt soll er ermordet und seiner Barschaft, sowie seiner Uhr ie bei beraubt worden sein. Ob das tatsächlich der Fall ist, bedarf noch der Feststellung. Feuersbrunst, Paxis, 4. Mai. Eine Seuersbrunßt zerstöffe Deluz in der Nähe von Beaume. die Papierfabrit der Firma Deluz, Der Schaden üversteigt eine Million Frank. Eine gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet, da man Brandstiftung vermutet. Eine Ortschaft in Flammen. Paris, 4. Mai. Eine Feuersbrunst zerstörte die Ortschaft Buennelille. Die Flammen griffen infolge des herrschenden Sturmes schnell auf die mit Stroh gedeckten Häuser über. Trotz sofortiger Hilfe wurden zahlreiche Wohnhäuser und Stallungen ein Raub der Flammen. Das Feuer nimmt immer größeren Umfang an, so daß die ganze Ortschaft eingeäschert werden dürfte. einen Erdrutsch verschüttet. Charleroi, 4. Mar. tbeiter der Grube von Courzelles sind infolge eines es verschüttet worden. Es gelang, vier der Verschütteten mit geringen Verletzrggn, hexzgxizholen, die beiden anderes waren bereits tot. Oviel und Humilienväter. Erdbeben in Portugal. Lissabon, 4. Mai. Aus Benavente wird gemeldet: Um 1 Uhr nachmittags erfolgte ein Erdbeben, das bedeutend stärker war, als das vom 23. April. Da aber nichts mehr steht, verlief das Beben, ohne Schaden anzurichten. Berichte aus anderen Orten stehen noch aus. Eine Männerleiche in Frauenkleidern. In ganz England erregt die Entdeckung des Leichnams eines Mannes in Frauenkleidern an der Westküste von Cornwall großes Aufsehen. Die Polizei glaubt in dem bartlosen toten Manne den 35 Jahre alten Rechtsanwalt Douglas Frith=Panton von London wiederzue Enkel des berühmten Malers und Mitgliedes der Königlichen Akademie Frith. Bis vor kurzem war Frith=Panton Mitglied einer angesehenen Anwaltfirma. Dio Gründe, weshalb er ausgeschieden, sind nicht zu ermitteln. Seine Identität wurde durch das Auffinden einiger zerrissener Papiere festgestellt, die gesammelt und zusammengesetzt die Adresse seines Vaters ergaben. Was den Leichenfund noch mysteriöser macht, war die Tatsache, daß Füße und Hände mit Handschellen gefesselt waren, und zwar solchen, wie sie nicht die Polizei, sondern die„Handschellen=Könige“ auf der Bühne zu gebrauchen pflegen, so daß die Polizei zuerst glaubte, es mit einem dieser Kunstler, der beim Einüben irgendwelcher neuer Tricks umgekommen, zu tun habe. Der junge Mann trug ein neues, dunkelbraunes Tuchkostüm mit Seide gefüttert, blaßrote, seidene Bluse. gesticktes Korsett, Spitzenhemd, Unterrock von Crepe de Chine mit Spitzen besetzt, halbseidenes cremefarbenes Unterhemd. DamenLackschuhe mit hohen Absätzen und schwarzseidene Strümpfe. Platton, wie er sich ins Buch einschrieb, verließ das Hotel Montag abend, um einen Spaziergang zu machen, und kehrte nicht wieder zurück. Er trug kein Paket bei sich und trug Männerkleider, als er verschwand. Die Polizei öffnete das zurückgebliebene Gepäck Plattons und fand neben gewöhglichen Reiseutensuten zurückgebliebene Gepäck Plattons und fand neben gewöhglichen Kleidern und Reiseutensilien eine Ferüche und eine, Agenge kosmetische Pomaden, Dele und Parfüm, ferner zwei sensatiorfüm, jer nelle Wochenschriften, in deren einer dargestellt wurde, wie eine Dame von einem Felsen ins Meer springt, darunter befindet sich die nterschrift: Der Syrung in d Ewigkeit“ Schließsich die Unterschrift.„Der Sprung in die Fwigleil“: Schnelich fand die Polizei noch ein stark zerlesenes Exemplar des sogenannten Romans:„Aus einer kleinen Garnison“. Der Gast des Hotels in Penzance wurde später als der aus London rschwundene Rechtsanwalt Paton ider verschwundene Rechtsanwalt Paton identifiziert. Die Polzei glaubt, daß der junge Mann in mehr als einer Beziehung anormal war. Offenbar habe er sich in den Kopf gesetzt, den „Sprung in die Ewigkeit" zur Tat werden zu lassen. Seine Familie will jedoch nach einem Bericht an den„Lokal=Anzeiger“ iicht zugeben, daß Paton Selbstmord begangen habe, und bezauptet, dafur habe nicht der geringste Grund vorgelegen. Hunderte von Detektivs sind an der Arbeit. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Max Sachs, für den Inseratenteil: Wilhelm Böttcher, beide in Bielefeld. inoia“ Einkaufs-Vereinigung der bedeutendsten Schuhhändler Deutschlands. „Telligia Stiefel werden nach den Angaben hervorragender Fachmänner speziell für die Mitglieder der„Ringia“-Vereinigung = angefertigt.= Seachten Sie Eilte die Schäufcheter! „Telligia Stiefer sind unübertroffen in Qualität, Formen und geschmackvoller Ausführung. Jeder Stiefel ein Meisterstück der = deutschen Schuh-Industrie. Besondere Abteilungen für feinste Damen- und Herren-Stiefel. Alleinverkauf: P Bessaaur 2353 Schauftngt! Bielefeld, Telephon 525. Herford, Telephon 246. Bünde, Telephon 187. 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