setzt, die aus einer der Verbesserung i den vergangenen n junger Aalbrut ad erhöhte Fangiter. In der Orttilienvater mit 36 jüngste Großvater der jüngsten Großkarte chsmark nhof in Frankfurt Schwarzfahrer it seiner gültigen Frankfurt fahren or der Abfahrt traf Frankfurt wollte, nutzen wollte. Um enfalls mit dem DAn der Sperre er 25 Pfennig Statt dies zu tun, ginn zu versäumen, nungen nichts nützden erhöhten Fahrrdem später wegen strafe von 70 RM. en zu verhalten hat. 04 emeister der Stadt ien Ehrenring= der ite Mitbürger verdieser Ring nun an rliehen worden, die errang, und zwar nemann, Kaltwitzki, huh, sowie in Ann Ehrenvorsitzenden Böhmer überreichte enringes diese Ausfür ihre Leistungen Beitrag zum Anan, und die Stadt herberge das sicherste n neuer BürgermeiHotteshaus aus seine n Jahres wurde die diesen Tag seit 350 ir mehrere Lesarten. zig hätten im kalten kung der Kirche aufhärten. Die andere, sfrauen hätten an nfachen Zubereitung langen EröffnungsWie dem auch sei r Jahrhunderte zum entwickelt, mag auch er Art gewesen sein in Deinem Kopf. dankst. meinem Rate es überdenken und darüber", sagte die lte, daß man dem be nicht, daß ich angentliches Ergebnis. von selbst kommen rei Tage vergingen, e er seinen Jungen, nend.„Bist Du Dir jege er noch. Dann raus: jenannt, bis zu dem che Frage?“ Deine Prozeßangergehen! Wozu willst hts weiter. Ich versentscheidung zu entwundervollen Umn. Die Gutsverwalpektor verstand seine em seine Nichte enden zurückkehrte. Er an wen?“ irn. Er setzte sich an Vort wägend, einen g. Dann ließ er ansen Brief mußte er 1. as Antwortschreiben, ebrummen, so lange werden. Aber dann einer großen Erfolge hört das Gut endz anderen Augen enttete ihm jetzt helle und seinen Besuch anhl in das Leben der r in der Figur als afür beweglicher und gen. Es wurde ein 1 lange nicht mehr er(Fortsetzung folgt.) Der tarch!!... • A•*** 6 Nummer 49 Gar.„„, e9 Lebens **( 9 0• 4•„ g n Ein Gleichnis von Willi gr. Konihet Unser Leben ist eine Landschaft, reich und vielfältig in Formen und Ansichten: Busch und Wald, Wiese und Acker, wildes Gestrüpp und gezähmtes, gelichtetes und gepflegtes Gehölz; durchzogen von Wegen, die schon die Väter geebnet und gebaut haben, von Fußpfaden, die ein einzelner geschritten ist, einmal, ohne daran zu denken, daß er einen Weg bahnen wollte. Und irgendwo in dieser Landschaft, irgendwo im Dasein wächst und wuchert noch für jeden von uns ein Stück Urwald, unbehauen, ungeordnet, unerforscht. Wirr rankt das Unterholz um die Stämme der Bäume. Quer über den Weg hängt das Gestürz der Aeste. Wild hat ein tosendes Wasser die Felsbrocken zwischen Wurzeln und Farn gewölst... g. ma R. aenflegt Unser Leben ist eine Landschaft: wo sie geniegt und geordnet ist, wird uns übertragen. Ordnung zu halten und weiterhin Pflege zu üben. Die Straßen, die von uns gebaut sind, sollen nicht verfallen, denn auch nach uns kommen andere. die sie gehen werden. Der Wald, der vor unserem Leben gewachsen und unter sorgsamer Hut gelichtet und gehütet ist, darf nicht wieder wuchern und wildern, denn auch nach uns kommen andere, die unter seinen Bäumen stehen und im Dom der Buchen oder Eichen, der Fichten oder Kiefern stille Stunden mit sich selbst suchen. Die Felder, die vor uns bestellt sind, sollen nicht Unkraut tragen, wenn sie in unsere Obhut kommen, denn auch nach uns werden andere Frucht von ihnen fordern. das tägliche Brot für sich und ihre Kinder. Unser Leben ist eine Landschaft: wo sie wild und zerklüftet, wirr und zerschnitten von unwegsamen Schluchten ist, da ist uns die eigene Aufgabe übertragen. Denen, die nach uns kommen, soll sie ein Garten sein oder ein Hain, denn auch sie werden noch ihr Stück Urwald zu roden und fruchtbar zu machen finden. Wer nur eine Straße vor sich sieht im Leben, wer nichts anderes vor sich sieht als nur einen ausgetretenen Weg vor seinen Füßen, wer nur diesen einzigen Pfad läuft oder schlurft, marschiert oder schleicht der ist arm am Leben. Er sieht nicht den Reichtum, der rechts und links der wächst, nicht die Freude der Entdeckung, nicht die Lust männlicher Unternehmung, nicht das Glück des Rodens und Bauens. nicht die Befriedigung des eigenen Werkes. Fuß vor Fuß setzen und die Hande bequem in den Taschen zu tragen— das mag den Trägen, den Unlustigen, den Feigen beglücken. Der Mann aber dringt in das ungebaute, unerforschte, ungelichtete Gelände ein, wie ein Forscher den Urwald durchdringt. Es ist kein wahl= und zielloses Schreiten im Urwald, kein Kreuz und Quer nach Belieben und Zäh spannen sich die Hindernisse über den Weg, und in die Hand des Vordringenden gehört ein scharfes Buschmesser. Wer nicht zuzuhauen versteht und wem die Kraft versagt, das Beil zu schwingen, der muß sich zurückschleichen auf die Straßen, die andere gebaut haben, oder er kommt unrettbar um. Nur dem Unerschrockenen, dem Harten, dem Mutigen gehört der Weg durch den Busch— dem, der nicht in die Breite und in die Länge läuft, daß er seinen Vorrat an Kraft und Nahrung verbraucht hat, ehe er ans Ziel gelangt. Wie der Wald im Urwald, so sind wir alle irgendwo in unserem Leben allein. Da breitet sich plötzlich keine festgefügte Straße mehr vor unseren Schritten, da können wir nur noch Zoll um Zoll des neuen Weges selbst erkämpfen. Da gehört das scharfe Messer in unsere Hand, abzuhauen, was hindert, zu zerschlagen, was hemmt, zu den, was bindet. Es ist nicht immer leicht, hart zuzuschlagen. Manchmal reißt es im Arm, daß es scheint, der Muskel wolle zerspringen. Manchmal auch gelingt es erst nach abermaligem und wiederholtem Zuschlagen. Aber es muß gelingen. Denn die unbebaute, wilde Landschaft in unserem Leben ist nicht gewachsen, daß wir daran vorübergehen, daß wir einen bequemen Umweg darum machen: sie will bezwungen sein, will erschlossen werden, denn sie birgt geheimen Reichtum, ohne den unser Leben schal und flach wäre. Der Reichtum solcher Landschaft, die wir erobern, durch die wir Straßen ziehen, deren Wälder wir roden, deren Felder wir fruchtbar machen, ist nicht unser Reichtum allein. Wir bauen die Straßen für uns und die anderen, für die, die neben uns schreiten, und für die, die nach uns kommen. Es ist nicht einer, der nicht einen Kameraden hätte, dem er einmal das Haumesser aus der Hand nähme, zuzupacken, wo des anderen Kraft geringer wird. Es ist nicht einer unter uns, der nicht die Steine aus dem Wege räumte, daß der Fuß des Kameraden einen Weg findet. Reich an Wegen ist unser Leben: an solchen, die wir schon kennen an anderen, die wir erst, erstannt und überrascht, entdecken: wiederum an anderen, die wir selbst bauen. Eine Landschaft ist unser Leben. Und eine Landschaft ist das Leben des Volkes, wie das unsere von Wegen und Straßen durch10ge7 Wir bauen alle mit an diesen Straßen. Sie wachsen durch das Land, sie laufen zu den großen Zielen. Wir schreiten sie alle mit. Und wo sich Busch und Baum, Wildnis und unwegsames Gelände, Sturzwasser und Geröll hindernd und störend entgegenstellen, da packen wir an. räumen beiseite und machen den Durchgang frei. Viele Straßen baut jeder für sich in seinem Leben Aber sie würden wie Irrwege im Urwald ins Nichts. in Tunkel, in Wirrnis münden, sähe nicht jeder das Ziel, wohin sie laufen und laufen müssen. Irgendwo aber laufen einmar alle unsere Straßen zusammen: zu der einen großen Straße, zu dem Weg unseres Volkes, der frei und eben Wildnis, Sumpf und Niederung durchschneidet und dessen Wegweiser in die Zukunft zeigen. Vorweihnachtszeit- Das zweite Adventslicht wird angezündet (Lebrun.) Kauhreifs Tiergarten von Erich Seit drei Stunden schon steigt der große weißbärtige Professor, Tiermaler, Bildhauer und Jäger Heidenhahn langsam den steilen, schmalen Pirschweg aufwärts durch den noch nachtschwarzen Winterwald, hinauf zum Kamme des Riesenebeges.... frühe Morgenzeit lautl Es ist um diese fruhe Morgengt. kaultos hier P„.., ig Hehutigm und Und der riesige Alte schreiter so behalsum und bedächtig, daß er auf seinen untergeschnallten fingerdicken Filzsohlen wie ein wesenloser Schatten fast unwahrnehmbar durch die dunkle Ruhe einherzuschweben scheint. Sogar seine langen, tiefen Atemzüge gehen und kommen geräuschlos. So erlebt er denn auch heute wieder einmal das unvergleichlich feierliche Schweigen im Bergwalde, das unter vielen Millionen von Menschen kaum ein einziger so gut kennt wie er, mit inbrünstigem Glücksgefühl. Zugleich ist er jetzt schon durchronnen von heimlicher Vorfreude auf die künstlerische Großüberraschung, die er sich von seinem ehrfürchtig verehrten Hexenmeister„Rauhreif“ beim Eintritt in dessen berühmte Riesengebirgswerkstätte für diesmal erhofft. Denn ein Rauhreiflaboratorium von so erstaunlicher Besonderheit gibt es sonst in ganz Deutschland nicht wieder, nicht einmal in den gewaltigen Alpen! Alle Vorbedingungen für eine derartige Großüberraschung sind allem Anschein nach für heute gegeben: Es hat bisher seit Winterbeginn nur ganz wenig geschneit, eigentlich bloß dann und wann ein bißchen mit feinstem Schneestaub gerieselt. Aber— uns das ist die Hauptsache!— seit ein paar Tagen ist das ganze Hochgebirge bei starker Kälte in dichte ruhige Nebelmassen eingehüllt gewesen, die Tag und Nacht ununterbrochen aus Nordwesten leise über den Kamm gewandert sind. Ein so ungewöhnlich günstiges Rauhreifklima kommt vielleicht erst in zwanzig oder dreißig Jahren einmal wieder! Vielleicht! Von solch froher Erwartung durchwarmt, ist der Alte allmählich in 1200 Meter Höhe angelangt. Ueberraschend schnell dämmert nun auf einmal der blasse Morgen durch den Wald, der hier ein nur noch manneshoher, steinblockdurchwälzter Urwald ist. mildem Zwielicht hocken da, in geräumigen Abständen, die grimmigen wetterzerzausten Zwergtannen wie glücklich träumende Bergfeen in weißflimmernden weitgebauschtem Reifrock oder stehen wie streitbare Märchenritter herrisch aufgereckt, in silberglitzernder Kristallrüstung. Es sieht aus, als sei die ganze weiße Festgesellschaft soeben erst von einem höfischen Reigentanz auseinandergetreten und stehe nun plötzlich in verzauberter Starrheit da, weil ein Mensch sie beinahe in ihrer geheimen Lustbarkeit überrascht hätte. Da nimmt der riesige alte Jäger leise seinen graugrünbraun verwitterten Filz vom weißen Haupte und steht hochaufgerichtet, selbst anzuschaun wie ein bereifter Baum, ein paar Minuten regungslos im weißen Schweigen still. Dann geht er ernst, den Hut noch immer in der Hand, mit unhörbaren Schritten langsam aufwärts in den hohen rosenroten Wintermorgen. Der weiße Wald wird immer niedriger und lichter und bleibt allmählich ganz zurück. Hier in 1300 Meter Höhe fängt die baumlos weite Höhentundra an! Sie ist in ihrer uferlosen Einsamkeit zur Zeit noch nicht zu übersehen, obwohl der Tag schon reichlich hell geworden ist. Gebietend ruhig liegt die leere Riesenlandschaft da und mahnt mit ihrer stummen Strenge, daß sie nur äußerst selten so abgeklärte Feierstunde halten darf wie gerade 8„ In diesem Augenbiia ist auch die große Stille schon zu Ende! Der alte Wanderer trägt diesmal selber die Schuld daran. Es ist vorbei mit seinem unhörbaren Gehen. Denn jetzt zerbricht auch jeder noch so leise Tritt mit hellem Klirren mindestens ein Dutzend handhoher scharfer Messerklingen aus blankem Eis, die milliardenfach wie eine grimmige Wintersaat steil aus dem steinigen Boden zu sprießen scheinen. Ein bißchen scheu schnallt der alte Jäger seine Filzsohlen ab und rasselt von nun an in seinen klotzigen eisenbezahnten Bergschuhen wie ein plumper Störenfried weiter den Bergpfad hinauf in die immer rosiger aufleuchtende Hochlandseinöde. Plötzlich bleibt er mit einem staunenden Schnaufen stehen: Etwa fünfzig Meter vor ihm glüht langsam, aber durchdringend purpurrot eine Art kleiner Leuchtturm auf! Was ist das für ein Morgenspuk hier oben? Bald darauf weiß der Alte Bescheid. Das ist ja doch der altbekannte, ganz gewöhnliche Wegweiser nach der Schneegrubenbaude! Der hat nur diesmal auf seiner Tafel im Rauhreif gegen den Nordwestwind hin einen ganzen Schwarm armlanger paralleler Eisschwerter sich wachsen lassen. Die spiegeln jetzt in der aufgehenden Sonne wie der Blendenapparat einer Leuchtfeuerlaterne. Aber nur ganz wenige Minuten dauert dieser Flammengruß Dann erlischt das Purpurlicht, und der Wegweiser steht wieder eisgrau waffenstarrend im kalten Dämmerschimmer der schwermütigen Steinwildnis. Wer weiß, ob überhaupt ein Mensch ihn jemals so wird wieder spiegeln Der große Alte hat sich dieses sonderbare Lichtsignal jedoch sofort als eine freundliche, für ihn bestimmte Weisung in geheimem Zeichen ausgelegt und geht nun schleunigst mit laut prasselnden Schritten durch die gläsern splitternden Eisgewächse den gewiesenen Weg. Nach einer Viertelstunde raschen Steigens, als er in 1400 Meter Höhe um die letzte kahle Felsenlehne biegt, starrt er, erschrocken und begeistert, in eine ungeahnte stille Schau voll Riesentraum und Urweltphantasie: Ganz vorn am Wege steht im plötzlich dichten Nebel, drei Meter hoch emporgereckt, ein bläulich graues, wohl vierzig Zentner schweres Ungetüm aus blankem Eis! Ein aus verschollener Erdgeschichte anscheinend wiederauferstandener Saurier! Zehn Meter weiter wieder einer! Und so fort ein ganzer karawanenhafter Auftrieb solcher Ungeheuer, die alle mit weit aufgerissenen Raubtierrachen und gehörnten Häuptern, Fangarme reckend, erstarrt wie auf ein Losungswort im stillen stummen Nebel lauern, als hätte der Gedanke eines großen Zauberherrschers sie hier auf kurze Zeit vergessen stehen lassen.— Am nächsten Morgen ist der ganze wundervolle Rauhreiftraum wie unter einem heißen Hauch in ein Nichts zerronnen. Ueber Nacht ist„Temperaturumkehr“ von zehn Grad Kälte auf acht Grad Wärme, eine andere Sondererscheinung des Riesengebirges, gebietend aufgetreten. Und die Eisungeheuer aus der Urzeit sind wieder nüchterne Schneestangen geworden. Nummer 49 Der illustrierte Sonntag 9. Jahrganz Nummer 49 Dus EiderauGenScche niederlassen. Und noch etwas kann ich, aber das sage ich dir später, wenn ich wiederkomme.“ Also stürmt der Bub mit dem Vermächtnis davon. Nach vier Wochen kommt er wieder und hat Franz Kestit Nach einer wahren Begebenheit erzählt von F. Schrönghamer-Heimdal, Passau-Haidenhof Wer das Glück ohne Grenzen erfragen will, muß zu einer Mutter gehen. Und so ging ich geradenwegs zur Moosbäuerin auf den Mooshof. Es war ein wonnevolles Wandern durch den heimatlichen Frühlingswald. Der Seidelbast blühte in den Tiefen des Forstes, Leberblümchen und Anemonen lugten aus dem rostbraunen Laub der Haselhecken, die den Weg säumten, die Waldwiesen waren übersät mit Himmelsschlüsseln, und in den Lüften war ein Lauen und Blauen, wie es halt nur dem Heimatfrühling nach einem langen, grimmigen, frostklirrenden Winter eigen ist. Doch ich will die geneigte Leserschaft nicht mit langatmigen Naturschilderungen hinhalten, sondern beschleunigten Schrittes zum besagten Mooshof geleiten, der ganz hinten in der Waldleiten liegt, einschichtig und versteckt wie ein Märchenhaus. Und dennoch hat ein turmhohes Glück den Weg in diesen welteinsamen Mooshof gefunden. An prangenden Städten, an prunkenden Palästen, an tausend und abertausend Menschensiedlungen, wo es gewiß ebenso willkommen gewesen wäre, ist es lächelnd vorbeigezogen und hat seinen ganzen Segen ausgerechnet und einzig auf diese versteckte Waldstätte ausgeschüttet. Wie Märchenläuten war ein Klang dieses zauberischen Glückes auch über mich gekommen und hatte mir den Weg nach dem Mooshof gewiesen, um an Ort und Stelle zu erfahren, ob Unermeßliches mit Menschenmaß zu messen sei. Die Moosbäuerin schien mich erwartet zu haben. Denn als ich in die Stube trat, rückte sie mir den Schragen vor den Tisch, auf dem allerhand ländliche Leckerbissen bereit lagen, und sprach: „So, Bua, jetzt iß und trink zuerst, damit daß du faßbar wirst für das haushohe Glück, das bei uns eingekehrt ist. Ich erzähle dir alles haarklein und von aller Anfang an, auf daß du alles richtig beschreiben kannst. Da werden die Leute Augen machen, wenn sie das Glück auf dem Mooshof lesen. Mir steht jetzt das Herz noch still wie vor Blitzschlag und Donnerkeil und ich greife mir oft noch vor den Kopf, ob denn alles seine Richtigkeit hat. Ist ja alles wie ein Traum und doch so wahr und wirklich wie der Brunnentrog draußen vor dem Fenster oder der Felsen am Hochstein drüben, über dem die Habichte kreisen. Ja, und hier an diesem Tische ist das Wunder dieses unglaublichen Glückes geschehen, gerade heute vor vier Wochen. Die Leute haben schon läuten hören von dem Glück, aber Genaues haben wir noch niemand erzählt. Die wenigsten täten es verstehen, noch weniger täten es glauben, begreifen kann es überhaupt niemand. Du bist der Erste, der alles wissen soll, und durch dich soll es die Welt erfahren in einer Kalendergeschichte oder so. Du verstehst mich schon, wie ich's meine. Die Welt soll wissen, daß es noch Fügungen gibt, oder sagen wir gleich ein Wunder. Alsdann, mirk auf! Der Lenzl, mein Bub, hat schon von Jugend auf die Gewohnheit gehabt, daß er den ganzen Tag im Wald draußen herumgezogen ist. Und wenn er heimkam, hat er alle Taschen voll Moos gehabt. Das hat er denn schön auf dem Tisch da ausgebreitet, jede Art für sich, und ist traumstill davor gesessen, bis ihm die Augen vor Schlaf und Müdigkeit zugefallen sind. Wie er dann zur Schule gekommen ist, hab ich schon gemeint, jetzt vergißt er seine Flechten und Moose, aber weit gefehlt, es ist alleweil noch ärger geworden. All mein Wettern und Greinen dawider war umsonst und so hab ich ihm seine stille Leidenschaft gelassen, obwohl ich mir sagte, daß sie keinen Wert hätte fürs Leben. In der Schule hat sich der Lenzl so gut gemacht, daß eines Tages der Pfarrherr zu mir gekommen ist und gesagt hat:„Moosbäuerin, der Lenzl hat ein wunderhelles Kreuzköpfl und ist ein so stiller, braver Bub dazu, daß ewig schad wär, wenn sein Talent auf dem Mooshof da verkümmern und verkommen müßt. Wie wär's, wenn der Bub studieren tät? Es wird zwar alle Jahr ein paar MastBlick ins Tal (Günther Herries) ochsen kosten, aber das trägt der Mooshof schon und gilt nachher als sein Heiratsgut. Aber heiraten wird der Lenzl eh nicht als ein hochwürdiger Herr. Oder gibt's etwa ein größeres wlück für ein Mutterherz, als einen Sohn im Dienste des Herrn am Altare zu sehen?“ Kannst dir denken, wie mich die Red vom Pfarrherrn gepackt hat. Ich sag bloß: In Gottes Namen! Wie's der Herrgott haben will, so wird es geschehen. Und so ist halt der Lenzl ins Studium gekommen und alle Jahr hat ein Paar Mastochsen dran glauben müssen, so sündteuer war die Studiererei. Ja, wenn es nur etwas gefruchtet hätte. Aber der Lenzl ist nicht losgekommen von seinem Moos. Hunderterlei Arten hat er heimgeschleppt aus dem Wald, hat sie in dicke Mappen gepreßt und ihnen lateinische Namen gegeben, daß einem andern die Zunge abgebrochen wär beim Aussprechen. Nicht einmal in den Ferienzeiten hat er einen Halt gehabt daheim. In die weitesten Gegenden ist er hinausgereist, hat bei Wasser und Brot gelebt und bei Kohlenbrennern im Wald übernachtet, und wenn er dann heimgekommen ist, hat er halt wieder ganze Ranzen voll Moos gehabt, wie's in unserer Gegend keins gibt. Die Glückseligkeit von dem Buben hättest sehen sollen, wenn er mir immer wieder eine neue, ganz seltsame Moosart gezeigt hat. Ich dummes Weib hab von dem Zeug nichts verstanden und hab halt„Ja“, gesagt und„Ist schon recht, Lenzl“. Nie ist ein Wort vom Geistlichwerden über seine Lippen gekommen, obwohl er jedes Jahr die besten Zeugnisse heimgebracht hat mit lauter Lob und Auszeichnung, auch im Fleiß und im Betragen. Und wie es nachher so weit war, daß er sich für einen Lebensberuf entscheiden hat müssen, kommt halt ein Brieferl von ihm, ich weiß ihn heut noch auswendig. Liebstes Mutterherz, hat der Bub geschrieben, ich muß dir leider eine schwere Enttäuschung bereiten. Du hast im Stillen immer gehofft, mich dereinst als Priester am Altare zu sehen. Aber nach reiflicher Ueberlegung bin ich zur Ansicht gekommen, daß ich mein Leben der Naturwissenschaft weihen muß, insbesondere dem Studium der Moose, die es mir, wie du weißt, von Jugend auf angetan haben. Aber auch dieser Lebensdienst ist ein Gottesdienst, denn gerade in der Fülle der unscheinbaren Flechten und Moose offenbart sich der Schöpfer in seiner ganzen Macht und Herrlichkeit. So bin ich denn berufen, seine Größe aus dem Kleinsten zu künden, das niemand achtet.— Liebste Mutter, du hast jetzt Opfer genug für mich gebracht. Ich will dir von nun ab nicht weiter zur Last fallen, sondern mir den Lebensunterhalt auf der Hochschule durch Stundengeben selbst verdienen. Sei überzeugt, der liebe Gott wird alles zum Besten lenken, denn ich bin so glücklich in dem Berufe, der mir angeboren ist. Verzeih mir, liebste Mutter, wenn ich dir ungewollt ein Leid zugefügt habe, und sei innigst bedankt für alle Opfer, die du bisher für mich gebracht hast. Der liebe Gott möge dir alles reichlich lohnen. Ja, so hat der gute Bub damals geschrieben und mir sind die Tränen nur so heruntergeschossen, wie ich den Brief gelesen hab, denn ich hab gesehen, was der Lenzl für ein gutes Herz hat und daß es wirklich sein Beruf sein muß— das Moos. Ich hab ihm gleich eine gute Antwort geschrieben, daß er keinen Hunger leiden braucht in der Großstadt, denn auf dem Mooshof gehen auch fürderhin alle Jahre ein oder zwei Paar Mastochsen aus dem Stall. So hab ich halt meinen schönen Priestertraum begraben, bei dem gewiß auch ein Trumm Eitelkeit von mir war, und hab mir wieder gedacht: In Gottes Namen, der Herrgott wird's schon recht machen, wenn er nur brav bleibt, der Lenzl. So sind die Jahre vergangen, bis der Lenzl eines Tages mit einem Mordsrucksack angerückt kommt. In dem Rucksack aber ist nichts weiter als eine ungeheuer große Mappe mit lauter ausländischem Moos. Diese Mappe hat sich der Lenzl aus einer Staatssammlung schicken lassen, damit er sie über die Ferienzeit— es ist so seine letzte gewesen— studieren kann. Und jetzt kommt das Wunder! Ja, wenn ich nur den ganzen Hergang so erzählen könnte, wie sich's gehört. Aber du wirst mich so auch verstehen. Den ganzen Tag sitzt der Lenzl über der Mordsmappe. Jedes Möslein studiert er mit dem Vergrößerungsglas. Und wie er so ungefähr in die Mitte von der Mappe kommt, liegt da ein Schriftstück in englischer Sprache, und das lautet auf deutsch: Vermächtnis Vorliegende Sammlung von Flechten und Moosen habe ich als Handelsherr in freien Stunden, aus reiner Liebhaberei, aus allen Weltteilen zusammengetragen. Das Forschen nach Gottes Schöpfermacht, die sich gerade im Kleinsten und Unscheinbarsten am herrlichsten offenbart, hat mir tausendmal mehr Freude gemacht als die reichsten Erfolge meiner Handelstätigkeit. Ich glaube zwar nicht, daß es außer mir noch einen Idealisten gibt, der sich mit gleicher Liebe und Sorgfalt wie ich dem Studium der Welt der Moose hingibt, und darum bin ich der Meinung, daß dieses Vermächtnis hier ungelesen vermodert. Denn es ist so in der Sammlung untergebracht, daß es nur jemand entdecken kann, der sie mit Liebe und Hingabe studiert. Dem Idealisten aber, der diese Bedingung wider Erwarten erfüllen sollte, drücke ich als würdigem Geistesbruder die Hand und vermache ihm zur sorgenfreien Fortsetzung seiner Forschungen auf dem Gebiete der Flechten und Moose fünfzigtausend Dollar. Der Betrag ist gegen Vorweis einer amtlich beglaubigten Abschrift dieses Vermächtnisses zu erheben bei dem unten angegebenen Notariat in Chikago, bei dem auch meine übrigen letztwilligen Verfügungen hinterlegt sind. Richard Katenbrock, Handelsherr. Mein Lenzl, läßt sich denken, macht gleich einen Luftsprung und wirbelt mich in der Stube herum wie ein Närrischer. „Mutter,“ jubelt er in einem Trumm,„jetzt hat alle Zukunftssorge ein Ende. Jetzt kann ich meinen Doktor machen und mich als Privatdozent richtig die fünfzigtausend Dollar. Und noch etwas hat er— ein allerliebstes Dirnlein schiebt er geschämig zur Tür herein und sagt, das wäre seine Braut, eine gewisse Liesel, und die hätte das Moos gerade so gern wie er. Sie hätten sich beim Moos im Walde gefunden und ließen zeitlebens nicht mehr voneinander. Ein so starkes Band sei das Moos, dem sie sich hinfort in treuer Liebes= und Lebenskameradschaft widmen würden. Und heute sind die zwei schon auf der Hochzeitsreise nach Norwegen, wo es das allerfeinste und allerseltenste Moos geben soll. Da schau her, da haben sie mir schon ein paar Karten geschickt aus diesem Norwegen.. „Ja, Moosbäuerin,“ sage ich,„das ist ja ein ganzer Roman!“ „Ein Roman?“ spricht sie dawider.„Mehr ist's wie ein Roman. Ein helles Wunder ist's, wenn man alles überdenkt. Und wenn du die Geschichte einmal schreibst, vergiß nicht auf den Finger Gottes, du! Denn alles ist Fügung, alles ist Fügung — das glaube ich baumfest, obwohl ich nur ein einfältiges Weisbild bin. Das Glück auf dem Mooshof ist der Beweis.“ Erich rülner: Die Heimkehr der Irmgard Vantwelk Um die Mittagsstunde eines heißen Sommertages hielt ein großer dunkelblauer Wagen vor dem Dorfkrug von Hageland. War es schon ungewöhnlich, daß sich in das stille, abseitige Dorf überhaupt ein Fremder verirrte, so war dieser mittägliche Besuch doch gar nicht zu begreifen. Es begann denn auch ein aufgeregtees Hin und Her: ein Knecht schlug mißgelaunt die Hoftür zu, um den Blick auf die rauchenden Misthaufen zu versperren, ein Hahn krähte in die mittägliche Stille hinein, das Hausmädchen zog die Schürze zurecht und lächelte sogar ein wenig. Endlich, als der Fahrer schon ein ungeduldiges Signal hören ließ, stürzte Giesa aus dem Hause, dienerte ein paarmal und fragte, was sie bringen solle. „Können wir bei Ihnen etwas zu essen haben?“ fragte die Stimme einer Frau aus dem geschlossenen Auto. „Aber bitte sehr, meine Herrschaften, bitte sehr“, versicherte Giesa eifrig.„Eierspeisen— und Schweinsbraten— Kotelett, wenn Sie wünschen — und Salat dazu.“ „Gut“, unterbrach die Fremde den Redeschwall, „dann bleiben wir Der Fahrer öffnete den Schlag, eine junge, hochgewachsene Frau von ungekünstelter Grazie stieg aus, ihr folgte etwas unbeholfen und, wie es schien, unsicher, ein großer, schlanker Mann, der an die fünfzig Jahre alt sein mochte. Arm in Arm betraten die beiden das Gasthaus. Als Giesa eilfertig fragte, was sie nun den Herrschaften zubereiten sollte, bekam sie zur Antwort, daß mit dem Essen noch gewartet werden solle. Sie, Giesa, kenne aber doch das Gut, das einmal der Familie von Assenheim gehört hatte und in den Tagen des allgemeinen Niederbruchs, jenen furchtbaren Jahren um 1920, in fremde Hände übergegangen war. Natürlich kenne sie das, beteuerte Giesa, und sie wäre ja selbst da beschäftigt gewesen, und Irmgard, die Tochter des Herrn von Assenheim, die hätte sie selbst genährt— damals, bevor das große Unglück über die Familie kam, der Herr in Frankreich fiel, das Gut verkam und Irmgard zu einer Tante in die Stadt gegeben wurde. Die junge Frau lächelte zu all dem, was Giesa schwatzte. Dann wieder wandte sie sich ihrem Begleiter zu und flüsterte ihm ein paar Worte ins Ohr. Die beiden tranken Rotwein— weiß Gott, wo Giesa den aufgetrieben hatte— und es schien, als wären sie sehr glücklich. Wie Giesa so erzählte, hinplauschend wie ein Bach, der ungehemmt talwärts strömt, fragte die junge Frau plötzlich:„Und Sie wissen nicht, was aus Irmgard von Assenheim geworden ist?“ „Nein, gar nicht, gnädige Frau, gar nicht weiß ich das. Aber traurig ist es schon: ein Mensch, der so das Land liebte, die Pferde und die Schafe und die Felder und dann doch in die Stadt mußte.“ „Nun, Giesa, sorg' dich nicht, der Mensch hat seine Heimat nicht vergessen. Ich bin Irmgard.“ Giesa verstand nicht gleich.„Das Fräulein Irmgard— Fräulein von Assenheim— sind Sie? stotterte sie. „Ja— aber nicht mehr Fräulein Assenheim! Das hier ist mein Mann, Helmut Vantwelk— und ich heiße jetzt Irmgard Vantwelk.“ Giesa machte einen ungeschickten Kratzfuß. Schließlich fand sie sich in ihren Gedanken wieder zurecht. Und nun sprudelte es aus ihr, als wäre eine gestaute Quelle ins Springen gekommen, und indes ihr die Augen tränten, rief sie:„Unser Fräulein, nein, die Freude— daß ich das nicht gleich gesehen habe— die Aehnlichkeit: wie damals, als Sie hier weggingen und das ganze Dorf Ihnen nachgeweint hat— so klein waren Sie damals— so klein.“ „Schon recht, Giesa!“ begütigte Irmgard Vantwelk.„Du darfst nicht so viel davon sprechen, sonst kriege ich Heimweh. Ich bin ja nur gekommen, um meinem Mann einmal die Stätten meiner Jugend zu zeigen. Ich habe ihm soviel davon erzählt: von der Reitbahn meines Vaters — von den Weiden, den Feldern, den Wäldern, von allem, was uns gehörte... und natürlich auch von dir, dem alten Jochen, der mich auf den Ponnies reiten lehrte, und Karin, die wir haßten, weil sie so abgründig boshaft war. Das will ich ihm jetzt zeigen. Die beiden erhoben sich. Arm in Arm verließen sie den Torfkrug und gingen unter den hohen Linden über die Straße zum Gutshof. Giesa schaute ihnen nach. Fein, was für einen vornehmen Mann ihr Fräulein da bekommen hatte. Wie sie da hingingen, gerade, große Menschen: Irmgard in der Herbheit ihres Wesens, und der Mann: aufrecht, ein Edelmann, dem man wohl glauben konnte, daß er die Liebe eines solchen Mädchens besaß. Indessen erreichten Irmgard und Helmut die Gutsanlagen Auf den Hof gehen mochten sie nicht, denn der Schmerz, all die vertrauten Orte in fremden Händen wiedeerzufinden, wäre doch zu groß gewesen.„Hier bin ich geboren“, sagte Irmgard nachdenklich,„in diesem weißen Haus. Zwei Stockwerke hat es, und meine Eltern zeigten drüben im westlichen Flügel mit Vorliebe das Zimmer, in dem Blücher übernachtete, als es gegen Napoleon ging. Da sind dann auch die Ställe— du spürst den Geruch. Das also war mein Leben damals: Pferde und Kühe, Reiten und Melken und dem Herrgott absehen, wie er seine Kreatur geschaffen hat. „Schön war das“, sagte der Mann verträumt. „Und nun die Felder— die Wege, auf denen du als Kind herumgetollt bist— die dein Vater umritten hat, jeden Tag, wie er mir erzählte, jeden Tag, ob es regnete oder die Sonne briet, ob es gewitterte oder schneite.“ „Ja... die Felder!“„Wie das alles duftet! Wie schön das ist.“ Und wieder gingen sie schweigend hin, und nur ab und zu sprach Irmgard ein Wort über die flammende Schönheit des roten Mohnes oder die satte Fruchtbarkeit der goldenen Halme. Als Giesa die beiden zurückkehren sah, sprang sie in die Küche und setzte die Kartoffeln auf. Kartoffeln werden sie bestimmt essen, sagte sie sich, wer ißt denn hierzulande mittags nicht Kartoffeln! Und davon setzte sie denn einen riesigen Kessel auf und schnitt auch Fleisch und machte Gemüse zurecht: denn was konnte wohl gut genug sein, da das junge Fräulein endlich einmal nach Hageland gekommen war. Irmgard und ihr Mann waren mit allem zufrieden, was Giesa gerichtet hatte. Das Essen wurde aufgetragen. Giesa stand in gehöriger Entfernung vom Tische und versuchte, den beiden an den Augen abzulesen, was sie verlangten. Sie bestellten abermals eine Flasche Rotwein. Giesa brachte die Flasche und setzte sie dem Herrn neben den Teller. Bevor sie einschenkte, fragte sie, ob es dem Herrn recht sein.„Ja“, sagte der,„danke schön, Giesa“, und dabei sah er sie an, und sie schaute ihm ebenfalls, eigentlich zum ersten Male richtig und unbefangen, ins Gesicht. Plötzlich begann sie zu zittern, das Glas entfiel ihren Händen fast, und wie vor einer rätselhaften Erscheinung floh sie, Schritt um Schritt, bis sie die Tür erreicht hatte. „Ich gieß dir ein, Helmut“, sagte Irmgard schnell und stand auf. „Dank dir schön, Irmchen— der Wein ist gut!“ „Ja— die alte Giesa“, lachte Irmgard,„sie ist immer so besorgt wie vor zwanzig Jahren... wie damals, als ich vom Pferd fiel und man für mich keinen Heller mehr geben wollte. Damals!“ Dann entschuldigte sie sich für einen Augenblick und ging hinaus in die Küche. Giesa stand in einer Ecke und weinte.„Weshalb weinst du?“ fragte Irmgard Vantwelk hart. „Ist die Welt untergegangen, als mein Vater fiel — ist das Geschlecht der Assenheim ausgestorben, als unser Gut verschleudert wurde? Beherrsche dich... ich hab' es auch tun müssen.“„Aber der Herr!“ schrie Giesa, als wäre ihr ein furchtbarer Schreck in die Glieder gefahren.„Der Herr ist doch blind!“ (Schluß nächste Seite) Im allgemeinen lief bewässern nicht. Deren #den Kummer und Verd ##uuf den künstlichen Ki friedfischen ist aber m ##nkommen. Nur selten, ##tungriger Bleier oder oder rotierende, mit 2 ##netallstück beißt. Da #bungrigen Barsche und #um Fischen am stille ###usdauer, im Gegense ###orellenbächen, die der ##regung halten. Und #unde fischend am #einmal hatte ich sogar #ten gepachtet, und me nupft sich auch an je Frühlingsabend. C #hatte all seine Reize vogelkehlen jubelten #weiße Federwölkchenn ##blauen Bahnen dal prangten zwischen fr # u n d S c h a u m k r a u t. 2 ##hre krausen Köpfe, ur ##leise der Wind. Eine #war verführerisch zu, Wenn man aber durch ##hat das Herz zu schw Fahrrad, nahm Rucks ##elte nach Osten, wo Altwasser blitzte. Wie stille es dort Vleierte unentwegt sei und zu schnarrte eine ###une Bekkassine. Spiegelglatt lag d #umsprüht. Libellen Nücken tanzten über Bank halbausgewach #om Ufer dahin. 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Und heute schzeitsreise nach Norste und allerseltenste her, da haben sie mir ickt aus diesem Norich,„das ist ja ein dawider.„Mehr ist's Wunder ist's, wenn senn du die Geschichte auf den Finger Gotung, alles ist Fügung bwohl ich nur ein einGlück auf dem MoosFranz Kesting: ntwelk hen, der mich auf den karin, die wir haßten, ft war. Das will ich Arm in Arm vernd gingen unter den straße zum Gutshof. Fein, was für einen ulein da bekommen , gerade, große Menzeit ihres Wesens, und Edelmann, dem man r die Liebe eines solgard und Helmut die of gehen mochten sie I die vertrauten Orte zufinden, wäre doch zu geboren“, sagte Irmn weißen Haus. Zwei se Eltern zeigten drüiit Vorliebe das Zimnachtete, als es gegen nn auch die Ställe— also war mein Leben Reiten und Melken wie er seine Kreatur der Mann verträumt. e Wege, auf denen du st— die dein Vater wie er mir erzählte, er die Sonne briet, ob „Wie das alles duftet! eder gingen sie schweizu sprach Irmgard ein Schönheit des roten chtbarkeit der goldenen trückkehren sah, sprang se Kartoffeln auf. Karit essen, sagte sie sich, mittags nicht Kartofe denn einen riesigen Fleisch und machte Geonnte wohl gut genug n endlich einmal nach i waren mit allem zutet hatte. Das Essen tand in gehöriger Entrsuchte, den beiden an sie verlangten. Sie lasche Rotwein. Giesa e sie dem Herrn neben senkte, fragte sie, ob es “, sagte der,„danke ah er sie an, und sie itlich zum ersten Male s Gesicht. zittern, das Glas entwie vor einer rätsele, Schritt um Schritt, tte. lmut“, sagte Irmgard in— der Wein ist gut!“ , lachte Irmgard,„sie ir zwanzig Jahren... 3ferd fiel und man für eben wollte. Damals!“ ich für einen Augenblick üche. cke und weinte.„Wesrmgard Vantwelk hart. en, als mein Vater fiel lssenheim ausgestorben, ert wurde? Beherrsche tun müssen.“„Aber der äre ihr ein furchtbarer fahren.„Der Herr ist # * Im allgemeinen liebe ich die Fischerei an stillen Gewässern nicht. Deren Verkrautung schafft man##cen Kummer und Verdruß, zumal, wenn man sich Auuf den künstlichen Köder spezialisiert hat. Den friedfischen ist aber mit diesen Ködern kaum beiunkommen. Nur selten, daß einmal ein besonders #bungriger Bleier oder Döbel auf das tanzende ##oder rotierende, mit Widerhaken gespickte Blanknetallstück beißt. Da bleiben nur die ewig ##hungrigen Barsche und Hechte. Jedenfalls gehört Nzum Fischen am stillen Wasser viel Geduld und Ausdauer, im Gegensatz zu unsern ewig lustigen #orellenbächen, die den Sportfischer in steter Be#regung halten. Und doch habe ich auch manche #stunde fischend am stillen Altwasser verbracht. Einmal hatte ich sogar die Fischerei in einem sol##cen gepachtet, und manch freundliche Erinnerung nüpft sich auch an jene Stunden der Stille. Frühlingsabend. Ein wundervoller Maientag #hatte all seine Reize spielen lassen. Jauchzende Vogelkehlen jubelten dem Lenz ihre Psalmen, weiße Federwölkchen wanderten auf des Himmels blauen Bahnen dahin. Im Wiesentale aber prangten zwischen frischem Grün Dotterblumen und Schaumkraut. Da wiegten die Kopfweiden ihre krausen Köpfe, und im grünen Schilf wisperte leise der Wind. Eine Forellenfischerei winkte mir zwar verführerisch zu, jedoch nur in weiter Ferne. Lenn man aber durch den Dienst gebunden ist, so #hat das Herz zu schweigen. Also nahm ich mein Fahrrad, nahm Rucksack und Angelzeug und zottelte nach Osten, wo im weiten Wiesengrunde das Altwasser blitzte. Wie stille es dort war! Nur der Rohrsänger leierte unentwegt seine krause Strophe ab. Ab #und zu schnarrte eine Ralle, hier und da meckerte eine Bekkassine. Spiegelglatt lag die Flut, von güldenem Lichte umsprüht. Libellen schwirrten über das Schilf, Mücken tanzten über den Uferweiden, und eine Bank halbausgewachsener Weißfische zog langsam om Ufer dahin. Da wallte das Wasser auf, und die Fische ##rritzten in blinder Hast davon. Ein großer bechtkopf schoß hervor, schnappte einen der Weißsische und verschwand ebenso schnell wieder, wie er aufgetaucht war. Nur kurze Zeit verriet noch ein feines Kräuseln des Wassers, daß der Räuber in aller Ruhe seine Beute verzehrte. So schnell ich konnte, vertauschte ich den Wurm mit einem etwa fingerlangen, lebenden Köderfische, schlug einen Bogen, nahte mich, von einem Weidenbusche gedeckt, der Stelle, an welchem der Hecht geraubt hatte und bot ihm mit allen Rezepten der Kunst das zappelnde Fischlein an. Doch der Räuberhauptmann dankte. Und ob ich hier und dort mein Heil versuchte, vergebens alle Müh. Als es zu dämmern begann, packte ich meine Siebensachen zusammen, um mich auf den Heimweg zu begeben. Einen Blick warf ich noch auf das stille Wasser zurück. Da fiel mir ein silberner Streifen auf, der sich dem Ufer näherte. Eine halbwüchsige Wasserratte durchrann die Flut. Kaum mehr als ihr Kopf war über dem Wasser sehen. Da plunschte es, als hätte jemand einen Stein in Wasser geworfen. Hoch spritzte eine aufgepeitschte Welle, und die Ratte war verschwunden. Nach dem Rechte des Stärkeren hatte sie der Hecht geraubt und in die Tiefe gezogen. Wiederholt war ich noch im Laufe des Sommers am stillen Wasser. Nur dem großen Räuber, dem Beherrscher der Tiefe, galt all mein Bemühen. Loch der ignorierte alle menschlichen Ränke und Schliche. Da ward ich der Sache überdrüssig und stellte die Angelei ein. Als aber der Herbst kam und die Weiden ihre Blätter abwarfen, erinnerte ich mich wieder des großen Raubgesellen und tat alles, um ihm das bandwerk zu legen. Seinetwegen lieh ich mir sogar eine Spinnrute von ganz respektabler Länge und fischte unverdrossen manche Stunde lang. Einen großen Barsch und etliche zwei= bis dreipfundige Hechte konnte ich landen, ihn, den Räuberhauptmann aber nicht. Da versuchte ich mein Heil mit Setzangeln, doch auch darauf fiel der Hecht nicht herein. Der Winter kam und überzog das Wasser mit einer dicken Eisschicht. Das Hochwasser wälzte seine schmutzigen Fluten über die Wiesen und füllte den alten Lippearm bis zum Rande. Und als es endlich Frühling wurde, fischte ich wieder am Forellenwasser und kümmerte mich auch den ganzen Sommer hindurch nicht mehr um den großen Hecht und seinen kleineren Spießgesellen. Als jedoch mit dem 1. Oktober die Schonzeit dem Fischen am plätschernden Bache ein vorläufiges Halt gebot, erinnerte ich mich wieder des alten, weidenumsäumten Kolkes im Wiesentale und stattete ihm den ersten Besuch ab. Zunächst machte ich mal einen Rundgang um mein kleines Königreich. Die drei sich aneinanderreihenden, schlangenartig gewundenen Arme des ehemaligen Flußlaufes lagen natürlich da noch, wie es seit Jahrzehnten der Fall war, aber es hatte sich doch manches verändert. Eine Reihe von Uferweiden war verschwunden. Aus anderen hatten sich Hütjungen eine Hütte gebaut und waren wohl recht stolz auf das Werk ihrer Hände gewesen. Im Schilf aber fand ich allerlei untrügliche Anzeichen, daß Wildfischer dem Altwasser ihre Besuche abgestattet hatten. Sie schienen zu wissen, daß ich mich für diese Art Fischerei nur wenig interessierte, und wo kein Kläger, da ist auch kein Richter. Jedenfalls setzte ich mit sehr gemischten Gefühlen mein Spinnzeug zusammen und begann zu fischen,„ 26 g318 un m Die Weidenbüsche farbten sich vereits, und auch das Schilf nahm schon die Farbe des Todes an. Der Duft einer reichlich spät gemähten Grummetwiese zog über das Tal, und große Starenschwärme stromerten über die Wiesen und Felder. Wildtauben kamen vom Walde und flogen zu Felde, und vom Himmel drang der Ruf wandernder Kraniche Zwar ließ ich die Schonheiten der herbstlichen Natur nicht unbeachtet, konzentrierte mich aber mit ganzen Sinnen aufs Fischen Ob der Räuberhauptmann noch lebte? Vielleicht hatte ihn das Hochwasser entführt, vielleicht war er einem Wildfischer ins Garn gegangen. Wer weiße. W u in inam 4. Das Fischen mit dem Spinner in einem reilweise verkrauteten Gewässer erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Fischers und ist durchaus nicht so mühelos, wie es sich wohl ansieht. Fällt der Spinner auch nur eine Handbreit zu weit, so kann es geschehen, daß er an irgendeinem Hindernis hakt, fällt er eine Handbreit zu früh aufs Wasser, so droht ihm das gleiche Schicksal. Ueberall lauern versunkene Zweige und Aeste, Ranken und andere Hindernisse. Gleich im Anfange mußte ich Lehrgeld zahlen und einen„Heintz=Blinker“. Vorsach opfern. Doch davon wird man nicht dummer und nimmt sich noch besser in acht. Ich suchte einen weniger durch Hindernisse gefährdeten Platz auf und zwang dort den neuen „Devon=Spinner" zu taumelndem Tanze. Aber die Hechte schienen keinen Hunger zu haben, denn all meine Angebote blieben unbeachtet. Schon wollte ich weiter gehen, warf aber den Spinner noch einmal hinter einen überhängenden Weidenbusch. Da fühlte ich Widerstand. Ein kurzer Anhieb, und der Tanz begann. Daß es der Hauptmann nicht war, merkte ich sofort, es schien aber immerhin ein annehmbarer Fisch zu sein. Doch auch der sträubte sich nach Kräften gegen sein Schicksal. Vergebens! Ein Drill von etwa zehn Minuten genügte, um ihn mürbe zu machen. Dann lag er zappelnd am Ufer. Nachdem der etwa vierpfündige Bursche im Rucksack verstaut war, begab ich mich zum letzten der alten Flußarme und begann aufs neue mit der Arbeit. Es wollte aber nicht mehr klappen. Deshalb montierte ich den Devon=Spinner ab und ersetzte ihn durch einen„Ever=Ready“. Doch auch der schien keine Anziehungskraft zu haben. Schon rüstete sich der Tag, zur Ruhe zu gehen Die Stare fielen in den Pappeln beim Dorfe ein In Erwartung des Winters— Eine stille Melancholie liegt über der sonst so lebendurchpulsten Landschaft und begannen dort ihre abendliche Aussprache. Vom Felde zog der Rauch eines Kartoffelfeuers mit einer langen Fahne über die Wiesen, und die Dorfjugend kam, um das Vieh aus den umfriedeten Kämpen in die Ställe zu treiben. Meine Hände wurden kalt und die Füße nicht minder. Ich war den Rummel satt, beschloß aber, noch eine Viertelstunde auszuharren. Und nochmals wechselte ich den Platz, und wieder fiel der Köder mit leisem Schnalzen ins Wasser. Beim dritten Wurf fühlte ich einen Ruck, der mir die Rute beinahe aus der Hand gerissen hätte. Die Schnur straffte sich immer mehr, und ächzend knarrte die Rolle. Ich gab dem Fische Schnur, solange ich es für gut befand. Dann bremste ich, denn wenn der Räuber die Verkrautung des andern Ufers gewann, war er verloren. Die Rute vor den Leib gestemmt und den Daumen der linken Hand bremsend an die Rolle gelegt, gelang es mir, die wilde Fahrt abzustoppen. Die Rute bog sich zwar fast zum Brechen, aber sie hielt, und langsam kurbelte ich den Fisch zu mir zurück. Schon ragte sein Kopf mit dem gewaltigen Rachen aus dem Wasser. Wahrhaftig, es war der Räuberhauptmann oder sein Doppelgänger. Jedenfalls war es ein ganz klotziger, für unsere Gewässer seltener Kerl. Doch der dachte gar nicht daran, sich in sein Schicksal zu ergeben. Zum zweiten Male schoß er davon, erst zur Mitte, dann wieder zum jenseitigen Ufer. Und abermals gab ich Schnur, ohne die Fühlung zu verlieren, bis es Zeit war zu bremsen und den Hecht langsam zurück zu kurbeln. Scheinbar willig folgte er auch dem eisernen Zwange, als er mich aber zu Gesicht bekam, war es mit seiner Ergebenheit vorbei. Meterhoch schoß er übers Wasser, dann stürmte er wieder davon. Mochten die Haken an seinen Kiefern zerren und ihm wahnsinnige Schmerzen bereiten. Er fühlte, daß es ums Leben ging, und das dachte er auf alle Fälle zu retten. Doch die tückischen Haken ließen nicht locker. Das stählerne Vorfach war unzerreißbar, und die Schnur tat wacker ihre Schuldigkeit. Mir aber rann der Schweiß von der Stirn, obschon der Hut sich bei dem Tumult schon davongestohlen hatte. Diesmal wollte der Hecht das andere-Ufer auf jeden Fall gewinnen, und ich hatte Mühe genug, seine verzweifelte Flucht abzustoppen. Die Rute bog sich und knirschte in ihren Fugen, meine Hände begannen zu zittern, und in der Leistengegend schmerzte es vom Stemmen der Rute. Der letzte Befreiungsversuch des Räubers war vereitelt, und zum dritten Male zog ich ihn zollweise zu mir herüber. Sein Kopf lag über dem Wasser, seine Augen funkelten in unheimlichen Wut, und drohend starrten die scharfen Zähne aus dem weißgeöffneten Maule. Er machte aber keinen Fluchtversuch mehr und zeigte als Zeichen der Ergebung seine helle Unterseite. Jetzt hatte ich ihn nahe am Ufer und wickelte das Ende der Schnur um einen dürren Ast. Bis an die Knöchel im Wasser stehend, beugte ich mich über den Herrn der Tiefe. Ein Griff mit Daumen und Zeigefinger in seine Augen, und ich hatte ihn in der Gewalt. So stieg ich mit ihm zum Ufer empor, während er mit seiner gewaltigen Schwanzflosse meine Knie peitschte. Dann warf ich ihn ins Gras, zog den Nicker und befreite ihn von aller Qual. Nachdem er fünf Tage im Eisschrank gelegen hatte, wurde er reichlich gespickt. Und dann haber wir ihn uns eines Abends zu vier Mann zu Gemüte geführt und sind alle satt geworden. Kein Wunder, denn er wog zwölf Pfund. Die Heimkehr der Irmgard Dantwelk (Schluß von der 2. Seite) — er ist blind! Mein Mann ist blind!“ Aber er ist blind geworden, als er meinen Vater aus dem Granattrichter retten wollte. Muß ich ihn deshalb nicht lieben? War es nicht recht, daß ich ihn geheiratet habe?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, kehrte Irmgard in den Gastraum zurück, goß ihrem Manne neu ein und nahm mit ihm den Nachtisch. Dann verabschiedeten beide sich von Giesa auf die liebenswürdigste Weise. Der große dunkelblaue Wagen lief an und zog über die staubige Landstraße davon.„Es war wunderschön, Irmchen“, sagte Helmut Vantwelk. „Ich freue mich so, daß du mir einmal gezeigt hast, wie du als Kind gelebt hast. Wirklich... ich bin sehr glücklich. Irmgard strich ihm leise übers Haas. In ihren Augenwiwnkeln machten sich ein paar Tränen breit. Da erreichte der Wagen die Hauptstraße, und nun ging es ohne Halt der Stadt entgegen. (Schluß des redaktionellen Teils.) (Außer Verantwortung der Schriftleitung.) Verpflichtung der Begabten Wir können nicht genug tüchtige Menschen haben, aber nicht immer war es möglich, jedem einzelnen die Ausbildung zu geben, auf die er eigentlich seinen Anlagen nach ein Anrecht hätte. Nicht bloß im eigenen Interesse, sondern auch zum Wohl der Allgemeinheit, die von Könnern natürlich unendlich mehr Nutzen hat als von Nichtkönnern. Wer keine besonderen Geistesgaben auf die Welt mitbekommen hat, bei dem nützt auch die beste Schulung nichts—— man kann von einem Schwamm keine Festigkeit und von einem Stein keine Elastizität verlangen. “„Unerträglich ist der Gedanke“, schrieb der Führer,„daß alljährlich hunderttausende vollständig talentlose Menschen einer höheten Ausbildung gewürdigt werden, während andere hunderttausende von großer Begabung ohne jede höhere Ausbildung bleiben. Der Verlust, den die Nation dadurch erleidet, ist nicht abzuschätzen“. Gute geistige Anlagen, dieses höchste Geschenk unserer Vorväter, sind also Vorbedingung für das Anrecht auf beste Ausbildung. Eltern mit klugen Kindern haben das von jeher eingesehen und darum auch nicht die Kosten dafür gescheut. Selbst ein Goethe hat nicht daran gezweifelt, daß zur angeborenen geistigen Kraft auch die Schulung gehört, und er hat in seinem eigenen Leben nach dieser Erkenntnis konsequent gehandelt. Einmal, es war im Jahre 1829, sprach er mit seinem getreuen Eckermann über das Problem, daß Erfahrungen nicht umsonst zu haben sind.„Eine halbe Million meines Privatvermögens sind durch meine Hände gegangen“, sagte er,„um das zu lernen, was ich jetzt weiß; nicht allein das ganze Vermögen meines Vaters, sondern auch mein Gehalt und mein bedeutendes literarisches Einkommen seit mehr als fünfzig Jahren". Für das, was er an Geldeswert erwarb, hat er sozusagen eifrig geistiges Saatgut eingehandelt, um sich zu immer höherer Vollkommenheit emporzusteigern. Wenn wir natürlich auch kein Goethe sein können, so sollte doch jeder, wenn er geistige Vorzüge sein eigen nennt, dem Weisen von Weimar nacheifern, denn, wie der Führer bei einer anderen Gelegenheit feststellte, „was aus ihm sprach, war nichts anderes als die Stimme des Blutes und der Vernunft". Es gibt Eltern, die vielleicht nicht die gegenwärtigen Kosten einer guten Ausbildung ihrer Kinder scheuen, aber sich besorgt fragen, wie denn diese Ausbildung fortgeführt werden könne, wenn plötzlich und unerwartet der Ernährer der Familie aus dem Leben scheidet. Seitdem es nun schon über hundert Jahre in Deutschland eine Lebensversicherung gibt, hat diese Frage eigentlich kaum noch Berechtigung. Das gewöhnliche Sparen kann durch den Tod des Familienvaters wohl ein Ende finden, aber eine Lebensversicherung ist einer derartigen Gefahr nicht ausgesetzt; sie kommt den Hinterbliebenen ja eben gerade für diesen bedauerlichen Fall zugute. Darum hat auch die Regierung des neuen Deutschland der Lebensversicherung ihre besondere Anerkennung dadurch zuteil werden lassen, daß sie die einmal abgeschlossene Versicherung bei denjenigen, die ihrer vaterländischen Pflicht im Kriege genügen, durch gesetzliche Zuschüsse in ihrer weiteren Gültigkeit schützte. Das ist in unserem Falle besonders wertvoll für die Ausbildungsversicherung. Gerade durch diese Art der Lebensversicherung können verantwortungsbewußte Eltern begabter Kinder auf lange Sicht hinaus das Leben ihrer Lieblinge gestalten. „Für die feinsten Wurzeln in der Tiefe der Persönlichkeit“, schreibt der bekannte Erbforscher F. Clausen,„aus denen das Wollen kommt, die Stärke und Reinheit des eigenen Antriebes, ist gewiß, daß pflegliche Erziehung, Zucht und Vorbild ihre Entwicklung fördern können, in einem Umfange, daß die Persönlichkeit in unserer vielfach gestuften Wertordnung auf eine entschieden höhere Stufe getragen werden kann". So erwächst begabten Eltern, die der Volksgemeinschaft begabte Kinder geschenkt haben, eine sie selbst bereichernde Verpflichtung von segensreicher Zukunftswirkung mit der beglückenden Aussicht auf schönste Erfolge. In der Erbveranlagung ist das Gefüge der künftigen Persönlichkeit gegeben; aber das bedeutet, wie F. Clausen mit Recht betont, nicht etwa blindes, unabänderliches Schicksal, nichts unentrinnbar Starres, sondern im Gegenteil„Entwicklungsmöglichkeiten und damit die jeden verpflichtende Aufgabe ihrer Erfüllung". Curt Biging. ste Seite) Nummer 49 Der illustrierte Sonntag 9. Jahrgang Luxemburg, die Stadt der hohen Brücken: Der große Viadukt über das Petruschtal, der die Verlängerung der Alten Bahnhofstraße bildet.(Scherl 1.) Threstlau fahn. die alle Schulk Eine Bergmannserzählung von Marie-Luise Maier-Tillessen Die Schicht war aus, und in Gruppen zu zweien, dreien, zu Rad und zu Fuß gingen die Kumpels heimwärts. Nur einer war, der sich an keine Ordnung hielt. Der kam früher morgens als alle anderen und ging erst später als alle anderen. Und tat dabei nichts anderes, als am Schachteingang stehen und an Mann um Mann die Frage stellen, leiernd und leer im Ausdruck: „Soll ich dir die Lampe sichern? Glück auf und gib acht!“ Manche lachten dann, andere kümmerten sich gar nicht um die unnötige Anfrage, einer nahm gar den Finger an die Stirn und fragte zurück:„Soll ich nicht dir einmal ein Licht anzünden, he?“ „Was ist denn eigentlich mit dem Lichtanzünder los?“ fragte einer, der noch nicht lange hier in Arbeit stand. „Das ist eine tolle Geschichte“, wußte ein anderer.„Vor Jahren waren da zwei dicke Freunde, Lothar Schwing und der Christian Scholz. Tag und Nacht nebeneinander in Arbeit und Freizeit. Durch dick und dünn. Wie es junge Leute haben: abends bis in die Nacht durchgefeiert und morgens dreiviertel verschlafen. Dann aber los und ins Geschirre! Fünf Minuten von Schichtbeginn angeschnauft, rin in die Klamotten, her mit dem Handwerkszeug, schnell die Lampe. Los, ab!„Donnerwetter, ist meine Lampe gesichert?“ hörte einer den Lothar fragen.„Ja, ja, schab ab, nur los!“ rief ihm der Christian nach, der noch nicht so weit war.„Ich hab' es gesehen.“ Weiß der Kuckuck, hatte er das nur so hingeschwätzt— noch halbverschlafen— oder war die Lampe sonstwie außer Takt gewesen— kurzum, am selben Vormittag ereignete sich in einem kleinen Seitenstollen, in dem Lothar schaffte, eine örtliche Explosion infolge einer ungesicherten Lampe. Lothar ist dabei geblieben. Als man Christian zum Verhör holte, war er schon nicht mehr bei sich. „Ich bin sein Mörder“, schrie er das eine um das andere Mal und gebärdete sich ganz unsinnig. Es wurde mit der Zeit ein wenig besser mit ihm, aber ganz ist sein Geist nie wiedergekehrt. Zuerst war man ängstlich, als er sich dauernd in der Nähe des Schachteingangs herumtrieb. Aber mit den Jahren hat man sich an sein Gebaren gewöhnt und ließ ihn gewähren. Schade um ihn, er war ein guter, treuer Kamerad, ich kannte ihn noch vor der traurigen Geschichte, und dabei ist's schon bald fünfzehn Jahre her, und der arme Kerl ist drüber ein alter Mann geworden. „Schlimm war es noch, fügte ein anderer bei, „weil Lothar eine junge Frau und einen kleinen Buben hatte. Christian stand allein.“ „Die Zeit eilt, nun ist der junge Lothar schon selbst wieder Kumpel und geht Tag für Tag an dem armen Kranken vorbei und hört die Frage, die seinem Vater das Leben kostete.“ Wieder vergingen ein paar Wochen; da sammelte sich eines Morgens vor dem Schachteingang eine größere Anzahl Bergmänner der ausfahrenden und einfahrenden Schicht. Die einen sagten: „Paßt auf! In einem alten Seitenschacht auf der Grundsohle spuckt eine Wasserader. Noch ist keinerlei Gefahr, aber ein Ungeschick könnte Schaden schaffen.“ „Ja, ja, Wasser im Schacht ist keine Freude, wenn man kein Aal ist“, lachte der junge Lothar Schwing, der dabeistand. „Lothar, gerade dir gilt es, du haust doch da unten, nicht wahr?“ „Der Lothar gibt schon acht, darauf könnt ihr euch verlassen, dank schön für den Wink und Glück auf!“ Die Frühschicht fuhr ein. Leer war die Stelle, wo Stunde um Stunde der einfältige Christian gestanden hatte.„Hat ihn einer von euch gesehen?“ fragte ein vorübergehender Steiger.„Er wird heimgegangen sein“, entgegnete einer, der gerade in der Nähe stand. Aber das war nicht so. Er hatte wohl an seinem alten Platz gestanden, aber niemand hatte heute auf ihn geachtet. Plötzlich hatte er aufgehorcht wie einer, der aus einem schweren Traum erwacht.„Wasser im Stollen!“ hatte er gehört und„Lothar gib acht!“ Irgendein Dämmern war in ihm aufgestiegen. Oh, wie der arme Kopf schmerzte. Lothar, deine Lampe ist ungesichert! Lothar, wo schaffst du? In dem alten Seitenstollen. Da ist eine Wasserader. Lothar, gib acht. Alter Christian, weißt du nicht mehr, wo der alte Stollen ist? Doch, doch. Hier geht es hinunter und dann rechts— was für steife Knochen ich habe. Jetzt die große Rutsche. Schafft denn hier keiner mehr? Abgeteuft. Doch, doch, ein Hämmern dort. Ja, ja, der Lothar, mein Freund, im Seitenstollen. Warum komme ich so langsam vorwärts, ich bin doch kein alter Mann? Nein— war es gestern abend auch lustig. Das kommt nun vom Feiern. Ich muß doch einmal schnell nach dem Lothar schauen, hab' wahrhaftig meine Haue oben liegen lassen. Aber, Herrgott, wer schreit denn da? Was rauscht denn da? Wie eng ist der Seitenstollen— eine Wasserader haben sie doch gesagt! Lothar, Lothar! Ein alter Mann kämpft gegen einen Wasserschwall, Schritt um Schritt, schreit: Lothar, Lothar, Freund, ich komme. Da treibt es ihm schon entgegen: eine schwere Last. Er packt zu mit schweren, harten Bergmannshänden. Eine matte Stimme: „Ich habe sie angeschlagen, die Ader, Christian, hilf mir, wo hinaus, wo ist der Weg? Eisig strömt es ihn an, steigt rasend an ihm hinauf, gierig, voll Haß. „Nein, nein, du kriegst ihn nicht" ruft der Alte statt einer Antwort,„ich stehe für meinen Freund, den Lothar.“ Trägt ihn wie ein Kind dem rettenden Ausgang zu, erreicht ihn, als gerade die anderen Kameraden, die auch das Schreien und Rauschen gehört haben, hereindringen. Greifen nach den beiden, dem bewußtlosen Jungen und dem durchnäßten alten Mann, der plötzlich zittert und bleich wird.„Merkt euch, ihr Jungen“, hören sie ihn sagen, und seine Augen sind klar und leuchtend auf sie gerichtet, während er spricht, „dem Freunde die Treue! Meinem Freund Lothar!“ Als sie oben ankommen, schlägt der Bergmann Lothar Schwing die Augen auf. Außer einigen Schürfungen und Prellungen hat es ihn nicht erwischt.„Das wäre noch einmal gut gegangen“, sagt er.„Aber wer hat mich herausgehauen? War das nicht der alte Christian Stolz?“ Aber der hört nicht mehr das Hohelied des Dankes und sieht nicht mehr die Tränen einer Mutter, die ihm des Sohnes Rettung verdankt. Ganz still hat sein Herz aufgehört zu schlagen, ausgelöscht war die Last seines Lebens durch die Größe seines Opfers. Er ruht in Frieden. Erzählte Kleinigkeiten Sudermann erhielt eines Tages den Besuch eines ihm bekannten Studenten, der dem Dichter erzählte, er habe sein Studium aufgegeben. Er wolle sich um die Menschheit verdient machen und Schriftsteller werden. „Aber deshalb brauchen Sie doch nicht Schriftsteller zu werden!“ sagte Sudermann.„Sie haben sich doch bereits um die Menschheit verdient gemacht, indem Sie Ihr Medizinstudium aufgaben!“ * König Ludwig XIV. machte sich ein Vergnügen daraus, alte Leute seiner Umgebung häufig an ihren Tod zu erinnern. So sagte er eines Tages zu einem alten Ritter: „Sagen Sie mal, mein Lieber, haben Sie denn schon darüber nachgedacht, wo Sie sich eigentlich begraben lassen wollen?“ „Gewiß, zu den Füßen Eurer Majestät!“ entgegnete der Ritter schlagfertig. Der König war von diesem Tage ab mit seinen Fragen vorsichtiger. Das Unterestelt au FRau: Vordeihnachstiicht Gäckerei Neue Rezepte für gutes Weihnachtsgebäck Immer näher rückt das Weihnachtsfest heran, und man muß allmählich an die Bäckerei denken. Wenn es auch dieses Jahr vielleicht ein bißchen schwierig ist, so wollen wir trotzdem nicht auf das Backen verzichten. Denn was wäre wohl ein Weihnachtsfest ohne Stollen und Pfeffernüsse! Und was würden wohl unsere Soldaten sagen, wenn sie in ihrem Weihnachtspäckchen nicht ein paar von den üblichen, guten selbstgebackenen Plätzchen bekämen. Und erst die Kinder! Für die ist es doch die größte Freude, wenn sie der Mutter beim Backen helfen und vor allem natürlich auch naschen dürfen. Wir geben die Rezepte für die Weihnachtsbäckerei vielleicht ein bißchen früh heraus, aber mit Absicht. Auf diese Weise kann sich die Hausfrau überlegen, was sie backen will, und wo sie am besten etwas einsparen kann. Und mit ein wenig Ueberlegung wird sie es zustande bringen, vollwertige Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen und trotzdem Fett, Zucker und Eier übrig zu haben. An Honig wird es wohl kaum fehlen, denn es gibt ja bei dieser Zuteilung wieder etwas, und außerdem kann man ihn sehr gut selbst herstellen. Wir geben gleich das Rezept: Gekochter Honig ½ Liter Buttermilch, 250 g Zucker, nach Belieben etwas Zimt oder Vanillezucker. Unter Rühren kocht man die Masse 20—30 Minuten. Die Masse ergibt etwa 300 g fertigen„Honig“. Ein Stollenrezept wollen wir hier nicht angeben, denn da hat wohl jede Familie ihr eigenes altbewährtes Rezept. Aber noch ein anderer Kuchen eignet sich sehr gut als Weihnachtskuchen, das ist der saftige Gewürzkuchen 60 g Fett, 250 g Zucker, nach Geschmack Pfefferkuchengewürz, evtl. 50 g Kakaomischpulver, 200 g geriebene rohe Mohrrüben, 500 g Mehl, 1 Backpulver, etwa 1/4 Liter entrahmte Frischmilch, 75 g Zitronat. Fett, Zucker, Gewürz(und Kakao) werden gut miteinander verrührt, dann gibt man die Möhren hinzu und danach das mit Backpulver gemischte und gesiebte Mehl abwechselnd mit der Flüssigkeit. Das in kleine Würfel geschnittene Zitronat rührt man zuletzt in den Teig. Er wird in eine gefettete, mit Papierfutter ausgelegte Kastenform gefüllt. Backzeit 60—70 Minuten bei schwacher Mittelhitze. Und nun kommen all die guten Plätzchenrezepte. Als erstes gibt es braune Pfeffernüsse 200 g Sirup, Kunsthonig oder Marmelade, 100 Gramm Zucker, 30 g Fett, 15 g Pottasche, 2 Eßlöffel Rosenwasser, 2 Eßlöffel entrahmte Frischmilch, 375 g Mehl, nach Geschmack Pefferkuchengewürz. Der Sirup, Kunsthonig oder die Marmelade werden mit dem Zucker und dem Fett aufgekocht, Pottasche mit dem angewärmten Rosenwasser aufgelöst, das Mehl in eine Schüssel gesiebt, dann alle Zutaten miteinander vermischt und der Teig durchgeknetet. Es empfiehlt sich, den Teig einige Tage stehenzulassen. Vor dem Backen wird der Teig noch einmal durchgeknetet, dann fingerdicke Rollen geknetet und diese in 1 cm ganze Stücke geschnitten, die Stückchen mit den Händen nachgeformt und auf einem eingefetteten Blech gebacken. Vorzüglich schmeckt Haferflockenspritzgebackenes. Haben Sie schon einmal Gebäck mit Haferflocken hergestellt? Sie werden staunen, wie gut es ist. Haferflockenspritzgebackenes 50 g Fett, 100 g Zucker, 2 Eierbecher Milch, Zitronenschale, 100 g Mehl, ½ Backpulver, 200 g gemahlene oder gewiegte Haferflocken, Pefferkuchengewürz. Zucker und Milch rührt man mit dem schaumigen Fett 15 Minuten, gibt geriebene Zitronenschale, das gesiebte Mehl, Backpulver und Haferflocken dazu und spritzt den Teig als Ringe oder S auf ein bestrichenes Blech. Hat man keine Spritze, setzt man mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf. Das Gebäck wird bei guter Hitze etwa 30 Minuten gebacken. Die angegebene Menge ergibt ungefähr 45 Ringe. Auch die braunen Herzen dürfen auf einem rechten Weihnachtsteller nicht fehlen. Deshalb wollen wir auch das Rezept noch anführen: Lebkuchenherzen 125 g Kunsthonig, 150 Zucker, 1 Ei, evtl. 75 g Zitronat, 75 g Mandeln oder Kürbiskerne, nach Geschmack Pfefferkuchengewürz, 575 g Mehl(evtl. 375 g Weizenmehl und 200 g Roggenmehl), 5 g Pottasche, 5 g Hirschhornsalz, 2 Eßlöffel Rosenwasser. Honig und Zucker läßt man aufkochen, dann abkühlen. Das Mehl wird gesiebt, die Mandeln feingehackt, das Zitronat kleingeschnitten, Pottasche und Hirschhornsalz im Rosenwasser aufgelöst, alle Zutaten vermischt und durchgeknetet. Den Teig rollt man einen halben Zentimeter dick aus, sticht Herzen aus, bäckt sie und verziert sie nach Belieben mit Zuckerguß. Und wie steht es den nun mit Marzipan Mandeln oder Nüsse sind schwer erhältlich, aber deswegen können Sie doch ein ausgezeichnetei Marzin herstellen. Marzinpan 250 g Puderzucker, 250 g Grieß,—3 Eßlöffel Milch, 8 Tropfen Mandelöl, 1 Eßlöffel zerlassene Butter. Grieß und Puderzucker werden vermischt und mit Milch, Butter und Mandelöl gut verrührt Dann formt man Kugeln, die man evtl. in Kakao oder Kakaomischpulver wälzt. Aus diesen Rezepten können Sie sich nun einiges aussuchen, es braucht ja gar nicht jedes Gevich zu sein und auch nicht so viel. Die Hauptsache ist daß überhaupt gebacken wird, denn zu einem rechten Weihnachtsfest gehört auch das Weihnachts gedack. Noch einige zeitgemäße Rezepte Biskuitplätzchen. 1 Ei, 65 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Eßlöffel Puddingpulver, 1 Teelöffel Anis, 50 g Korinthen oder gehackte Rosinen, 1 Päckchen Vanillezucker, etwas abgeriebene Zitronenschale, 1½ Eßlöffel Wasser, ¼ Teelöffel Backpulver. Man schlägt das Eigelb mit dem Wasser schaumig und gibt nach und nach ½ des Zuckers mit dem Vanillezucker und der hauchdünn abgeriebenen Zitronenschale dazu und schlägt solange, bis eine kremeartige Masse entsteht. Das Eiweiß wird zu steifem Schnee geschlagen. Dann gibt man unter ständigem Schlagen den Rest des Zuckers dazu. Den Schnee auf den Eigelbkresa geben und das mit dem Pudding= und Backpuilver gemischte Mehl darübergeben. Anis und Korinthen oder gehackte Rosinen hinzufügen und bas ganze vorsichtig vermischen. Teelöffelweise kleine Plätzchen auf ein mit gefettetem Papier belegtes Backblech geben und bei starker Hitze etwa 10 Minuten goldgelb backen. Nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben. Zimtbrezeln: 175 g Mehl, 125 g Zucker, 60 g Fett, 4 g Zimt oder 1 Paket Zimtersatz, 1 Teelöffel Backpulver, 1 Ei, abgeriebene Zitronenschale. Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig herstellen, kleine Brezeln formen, die man mit etwas zurückgelassenem Eigelb bestreicht. In Mittelhitze goldgelb backen. Ralt O Der dreijährige Michl, das ist ein fleißiger Bub! Wenn er auch noch klein ist, so hilft er seinem Vater doch schon ordentlich beim Holzhacken.“ „So? Wie denn?“ „Ja, er spuckt ihm halt zwischendurch in d' Händ!“.(Berliner Illustrirte Zeitung.) * „Warum stierst du denn auf einmal so vor dich hin?“ „Nun hab' ich ganz vergessen,“ sagte meine Frau, ich sollte zwei Glas Bier trinken und um zehn zu Hause sein oder sagte sie, ich sollte zehn Glas Bier trinken und um zwei zu Hause sein?“ (Jugend.) Erna prahlte mit den vielen Körben, die sie schon ausgeteilt hat. „Ach“, meinte die gute Freundin,„soviel Glück haben die Männer ja gar nicht verdient!“ 9 peat Atts Von einem Kranke der Professor, von den und für alle Kranken terndes Wort. Da lag in dem Ec mit den alten Linden bereitete, obwohl die wunden schien. Ihr fallen, und im Februc Buben bekommen, von eine böse Angina die packt hatte. Es stellte schon viele Wochen im Von der Schwester den Nächten immer v zu Hause fürchtete. ängstlichen Augen auf nesung bei ihr so raf an ihr Bett heran un geht mir gut!“ antw kam endlich die Frag und die er jetzt gerad möchte ihn endlich ei Die Mutter ahnte gestern einen Brief ehohes Fieber bekomm Hoffnung für das kle fühlte, traute sie n daß sie sich noch etw bracht werden könnt Posten sei.„Herr P Wahrheit: Ist mein Darf ich lieber Hert gesund!“ Ernst schüttelte de daß der Kranken je mattet sank die jung rend der Professor da ging und die Dunkell lautlos durch die vi die Klingel gerufen Die junge Frau Leben zog an ihren an die glückliche, so lebten... Dann r und der Mutter zer tam in ein Heim. b hatten, es liebevoll Wie freuten sich der Schule hörten, sei. Um so schwerer kennenlernte. dem daß sie damit den b hatten, großen Kum In der Fremde arl Ehestandsdarlehena Da kam der Kri Feld. Eine einzige bei Schneidemühl u Wochen, in denen krampfte, bis der eine fremde Hand gefallen!“ Dieses neue Le Freude konnte die Glück in der Welt! chen die Pflegeelte liebten Mann jub Kindchen angemeld nicht mehr leben? In ihrem großer tete schon immers ihren Träumen un der zusammen war. Frau jeglichen Wi freute sie sich darük ihr ganzes Denken galt. So setzte al Krankheit gar kei Mutter war froh. körperlichen Schme In all diesen? gefragt, das von da sie von dem Pr lich große Angst u forderte seine Rech Buben zu helfen! sich die Nachtschw beugte, glitzerten Als der Profes war er überrascht Bett und neue Le. tung aus! Er er weil er deutliche Seele gesund gew Durch die lärt Mutter: Ob sie Hause der Pflegee Arzt? Schnell di stellt. 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