rche und Sakramentskapelle; to: W. Miesler, Lippstadt.) stellt. Turner der Reichsbahn tler=Jugend zusammengeschlossen, eein ins Leben zu rufen. je Treudienstehrenseichen wurde Reichspost dem Postassistenten erliehen und durch Postmeister Der Schweinemarkt war mit den folgende Preise festgestellt: 16 M. 8 Wochen alte 16—20 Ml. er Handel war sehr flott, so daß f dem Rindviehmarkt herrschte Rindern gering war. ißburg berufen. Der Geschäftsnzelhandel. Kreisgruppe Lippst mit sofortiger Wirkung bis und Planungsarbeiten an die urlaubt. chweinemarkt wurden folgende e Tiere bis 11 K.—7 Wochen e 14—17 K.—9 Wochen alte —24 K. 10—12 Wochen alte in 60—65 M. e der loten , 81 J. el, 80.; Wwe. Elisabeth 70.; Jüngling Martin Lippstadt; Stellvertreter: Otto r P o l i t i k u n d U n t e r h a l t u n g: E m i l ne Joachim Koziolek(z. Zt. Meyer, Lippstadt; Bilder: die tlichen und Anzeigentell: Otto C. Jos. Laumanns, IAppstadt. vom 1 Mai 1940 gültig.) chtspiele 27. Oktober ind abends 7 Uhr Die„Liebesschule“ ist eröffnet! Wer möchte da nicht mit dem größten Vergnügen noch mal die Schulbank drücken? Zumal der Lehrstoff so sumpathisch, der Lehrkörper- Luise Ullrich, Viktor Staal, Johannes Heesters soliebenswürdig und der ganze Lehrgang so anschaulich und amüsant ist..... haben keinen Zutritt AGS-VORFUHRUNG Heimatzeitung! ettnässen i• RM..90. In allen Apotheken. rrätig in Lippetadt: Einborbtheke und Engel-Apotheke Jrucksachen aller Art iefert die Bürener Zeitung M.„. n.% geholten Meise Häbnerangen bin ich les da ch „Lebewon!“ Blechd(8-Haster) 65-.in Apothe ken und Drogerten Sicher zu haben: verie Stellmann. Büres. Nummer 43 Der Nacsirlrel „ Sonntag, den 27. Oktober 1940 Pertraden Von Anton Holzner Wenn man eine große Fabrikanlage oder ein mächtiges technisches Meisterwerk bewundert, dann staunt man immer wieder darüber, mit welcher Feinheit die einzelnen Räder und Glieder aufeinander abgestimmt sind und ineinander übergreifen. Unendlich feiner als die komplizierteste Maschine ist der Organismus der menschlichen Gemeinschaft. Auch hier muß ein Glied das andere ergänzen, auch hier müssen alle Glieder zusammenspielen und ineinandergreifen. Die Voraussetzung und der Garant für ein geordnetes und fruchtbares Zusammenarbeiten der einzelnen Kräfte jeder menschlichen Gemeinschaft „ bas Vertrauen. Der Ausgangspunkt allen menschlichen Vertrauens ist das Selbstvertrauen. Menschen, die kein Vertrauen zu sich selber haben, die persönlich unsicher und haltlos sind, werden stets auch ihren Mitmenschen mit Argwohn und Mißtrauen begegnen. Aus dem Glauben heraus, daß Gott den Menschen in dieses Leben gestellt hat, damit jeder an seinem Platz das Schöpfungswerk des Allmächtigen erfülle, gestalte und vollende, muß der Mensch einen ungeheuren inneren Halt, ein gewaltiges Selbstvertrauen, eine ganz große Selbstsicherheit besitzen. Dieses Selbstbewußtsein, das besonders dem nordischen Menschen im Blute liegt, gibt die Kraft zu den kühnsten Taten, den Mut zu den schwersten Opfern, die Zähigkeit für die schwierigsten Aufgaben und die Aufgeschlossenheit zur Bejahung alles Großen und Schönen in diesem Leben. Dieses Vertrauen und die Kräfte des Blutes, des Geistes und der Seele kommt in der inneren Haltung und in den Taten zum Ausdruck und spiegelt sich im klaren, selbstsicheren Blick des Auges und in den Bewegungen und der Haltung des Leibes wider. Mit rein äußerem Drill und gewollter äußerer Zackigkeit des Auftretens allein kann man freilich die Gesamthaltung des Telbstvertrauens nicht vortäuschen. Wer kein Selbstvertrauen besitzt, wird sich selbst immer wieder zur Qual werden, in jeder Gemeinschaft aber, vor allem in Stunden der Gefahr und der Entscheidung, eine Last und ein Hemmschuh sein. Orientalische Selbsterniedrigung, sklavische Unterwürfigkeit und nervöse Minderwertigkeitskomplexe müssen als Hauptfeinde des gesunden Selbstbewußtseins entschieden und zäh bekämpft werden. Nur wer Selbstbewußtsein besitzt, kann auch ein natürliches Vertrauen auf den Mitmenschen haben. Wer Selbstvertrauen besitzt, muß aber auch ein gesundes Vertrauen zum Mitmenschen haben, wenn nicht sein Selbstvertrauen zu dummer Überheblichkeit ausarten soll Das Vertrauen gegenüber den Mitmenschen richtet sich in erster Linie gegen die Angehörigen der eigenen Sippe, gegen die Kameraden der gleichen Arbeits=, Ideen= und Berufsgemeinschaft und gegen die Volks= und Rassegenossen. Das Vertrauen zu ihnen entspringt denselben natürlichen, biologischen Gesetzen, wie das gesunde Selbstvertrauen. Vertrauen ist innerhalb jeder natürlichen Gemeinschaft nicht eine Gabe, die man von oben herab gnädig schenkt, sondern eine selbstverständliche Pflicht, die man jedem Glied dieser Gemeinschaft schuldig ist. Es gibt Menschen, die warten immer erst, bis sich Vertrauen bewährt hat, Das Gesicht des Flugzeugführers(’.-Zeichn. Knud Knudsen Scherl Autoflex) die behandeln das Vertrauen wie ein Geschäft, die sind so lange mit Mißtrauen erfüllt, bis sie selbst Vertrauen geerntet haben. Diese Menschen untergraben jede Gemeinschaft. Mit ihrem ständigen Mißtrauen zerstören sie im Laufe der Zeit jedes menschliche Vertrauen. Sie tragen selbst die Schuld daran, wenn ihr ursprünglich unberechtigtes Mißtrauen allmählich berechtigt wird und sie selbst schließlich an Stelle des natürlichen Vertrauens nur noch Argwohn und Mißtrauen ernten. So reich und herrlich aber das Vertrauen jede Gemeinschaft und jeden Einzelmenschen befruchtet, so ätzend, zersetzend und zerstörend wirken Argwohn und Mißtrauen Sie können das blühendste Leben ersticken, die innigsten Bande zerreißen, die schönsten Freuden vergiften und alle Erfolge vereiteln. Jedes Vertrauen muß Proben bestehen können, es muß sich auch bei Enttäuschungen bewähren. Es gibt Menschen, die werden mißtrauische Feinde der Gemeinschaft, wenn sie einmal eine große Enttäuschung erlebt haben, wenn ein Mensch einmal ihr Vertrauen nicht erfüllt oder gar häßlich mißbraucht hat Der natürliche deutsche Mensch weiß, daß es unter Menschen immer auch Schattenseiten, Fehler, Schlechtigkeit und Minderwertigkeit geben wird. Durch diese menschliche Titkeute Untzze war in den ersten Maitagen dieses KriTragik kann und darf aber sein aus den Gesetzen und Lebens fließendes natürliches Vertrauen reine Erschütterung erfahren. Es mag in manchen Stunden der Enttäuschung schwer sein, . 90# Vextrauen unvermindert zu erhalten. Der aet des Vertrauens wird aber immer ein Sieg bes beutschen Blutes sein. ae n jeder, Sermeinschaft haben Führung und Gesoigschaft varselde Recht und dieselbe Pflicht zum gegenseitigen Vertrauen. Beide sind verPlischztet, dieses Vertrauen stets vol innerer Vereitschaft zu schenken, selbst mit dem Vertrauen zu un kordern Verrauen „Vertrauen ist nicht nur eine der heiligsten Ver##lichtungen der Gemeinschaft, Vertrauen ist auch gleichzeitig eines der schönsten Geschenke der Gemeinschaft. Es gehört zu den glücklichsten Stunden im Menschenleben, wenn sich in einer großen Geeiner harten Probe echtes Vertrauen bewährt hat. Es ist eine der besten Auszeichnungen für einen Menschen, wenn man ihm restloses Vertrauen zuspricht und schenkt. Vertrauen gehört zu den Grundvoraussetzungen natürlicher menschuing.„Vertrauen ist ganz besonders eine Zierde des veuischen Wesens. Es war in den ersten Mallagen bieses Kriegsjahres, daß ein junger deutscher Unteroffizier, der im Norwegen=Feldzug mit heißem Herzen und gutem Mut seine Feuertaufe erhalten hatte, in das Kampfgebiet von Andalsnes kam. Hier war vor wenigen Stunden noch ein Stützpunkt der Briten gewesen, aber nun befanden sie sich auf überstürzter, kopfloser Flucht vor den todbringenden Bomben der deutschen Luftwaffe, deren Wirkung ihnen jede Ueberlegung genommen zu haben und Waffenehre und die selbstverständliche Treue dem Verbündeten gegenüber galten nichts mehr, da das Verderben ihnen so dicht am Nacken saß. Sie rafften zusammen, was ihnen wichtig erschien und hasteten dem, wie sie hofften, rettenden Hasen entgegen. Viele von ihnen bliesoden die Jries wieder. spt, wenige ##eage wieder., Sie mögen dann zu senen die wenige Tager später ein hoher Gieser„Veneral mit den Worten begrüßte: „ er nückzug war genial. Er wird für ewig in der Geschichte lebendig bleiben!“ Wovon der Gchreigen deg— wenn die Geschichts. um andene egen Curoga diesen Worten einen underen Sinn geben werden. Skizze von Werner Respondek Hier nun stand der Unteroffizier, das Herz voll von dem Erlebnis der letzten Tage, stolzen Sinnes über den Sieg der Deutschen und dankerfüllt gegen das Schicksal, das ihn solches erleben ue denr steiten Bergen ud denden seine Angen der Schne leuchtete de deren Kupven veithzin Hier unten der Krieg und seine Wehen, brennende Häuser, verkohlte Tommies, zersplitterte Wagen, verlassene Geschütze, herrenlose Gewehre, weggeworfene Tornister— dort oben, nahe dem ein wuind van geschan dadee e nisliche Würde, ein Gild von erschutternder Gewalt, das sich mit tiefer Eindringlichkeit in das blutjunge Herz des Unteroffiziers einbrannte für alle Zeiten. Er atmete tief, seiner inneren Erregung Herr zu werden und ging über Schutt und Geröll in das zunächst stehende Haus. Auch hier, wie an der Straße, das Bild eiligster Flucht. Noch stand ein feudales Essen auf dem Tisch, Flaschen mit Obstsaft, ein appetitliches Dessert, aber die Tafel war unberührt. Die Stühle lagen umgeworfen, Schranktüren standen geöffnet, Tischkästen weit aufgerggen. 9. Jahrgang Nun geht aber der Soldat nicht eit zager Schritten durch fremde Häuser, der Krieg beseitig solche Hemmungen recht schnell. Hier aber es dem Unteroffizier, als seien die Bewohner nur eben hinausgegangen und müßten jeden Augenblick vor ihm im Türrahmen erscheinen. So deutlich war noch der Atem derer zu spüren, die vordem in diesem Raum lebten. Er nahm auch diese Erlebnis in sich auf und hielt die Türklinke schon in der Hand, wieder auf die Straße zu treten, als seine Blicke festgehalten wurden von rosafarbenen und zartweißen Briefen, die achtlos an der Erde verstreut lagen. Er hob einen dieser Briefe auf zögernd zuerst, entschlossen dann, entsann sich sei ner englischen Sprachkenntnisse und las, las Stunde um Stunde und wenn ihm auch der Gedanke kam, daß es wohl nicht richtig sei, auf diese Weise in die Geheimnisse anderer Menschen einzudringen, auch wenn sie zu den Feinden zählten, so war er doch so gebannt von dem Inhalt der Briefe, daß er sich nicht sogleich von ihnen losreißen konnte. Es waren Briefe zärtlichsten Inhalts, geschrieben von Dane, Gladys, Merle, Barbara, Betty, Mary, Francis, bestimmt für Totian, Fred, Duff, Dick, Richard, Mac und William. Briefe, die der deutsche Soldat dicht am Herzen trägt, kostbare Geständnisse reiner, heißer rieve von Müttern, Frauen, Bräuten, Kindern. Kreuz an Kreuz. Küsse, mein lieber Charles! Heiße Küsse von Deiner Maud! Küsse ohne Ende. Kreuz an Kreuz. Eine halbe Seite lang. Und jetzt, der Unteroffizier fand zur WirkSoldotengri— Krenz an Krenz auf englischen wern: gräbern, unsichtbare Kreuze über dem Krieg ist Krieg! Der Soldat kann nicht seinen Feinden nachtrauern. Morgen schon kann es ihn selber erwischen! So dachte der Unteroffizier und riß sich gewaltsam aus dem Bann, in den ihn die Briefe getan. Er ließ sie zurück, ging auf die Straße und fand sich um ein weiteres bei seinen Kameraden wieder. Abends, als man bei flackerndem Kerzenlicht beisammensaß, las er wie von ungefähr noch einmal die Briefe seiner Braut, die Zeilen seiner Mutter. Auch hier hatten Herzen die Feder geführt, und es kam dem Unteroffizier in den Sinn, saß dies in England nicht anders gewesen sein mochte. Und er grübelte, was wohl dennoch die Briefe voneinander unterscheide. Er fand die Lösung nicht sogleich. Erst als er wieder auf die Briefe in seiner Hand blickte und die gute Handschrift der Mutter las:„Was auch kommen mag, mein Junge! Es ist nötig, daß Du Soldat bist! Deutschland wird siegen! Und— Du warst dabei!“ Und er las die stolzen Worte seiner Braut:„Aber keine Angst! Meine Hände haben sich längst an die harte Arbeit gewöhnt! Wenn Du wochenlang kein Bett siehst, wenn die Gefahr um Dich ist, dem Tod auf du und du stehst, dann will ich wenigstens arbeiten mit aller Kraft, die in mir wohnt!“ Das war es! Das hatte er in keinem der rosafarbenen Briefe von heute nachmittag gelesen. Und es war ihm erneut Symbol für den Sieg der deutschen Sache, die allen Widerständen trotzen muß! Denn sie ist die Sache des ganzen Volkes! Das grose an haben dich nie so tief erkannt, wir haben dich nie so stolz genannt wie in diesem Jahr, das dein schwerstes war: Deutschland! Aus den Wäldern im Osten grinste der Tod. in Polen war der Herbst blutrot von tosendem Krieg, doch dein war der Sieg: Deutschland! Im Norden dunkeite Fels und Met es ballten sich Wolken blitzeschur doch zur rechten Zeit warst du bereit: Deutschland! Als der Erzfeind voller Lug und Trus aus Flandern heimlich nach dir schlug. ward er zunicht durch dein Gericht: Deutschland! Und wenn der Teufel dieser V. die Hölle uns entgegenstellt. du brichst die Macht in letzter Schlacht: Deutschland! Wir haben dich nie so tief erkannt, wir haben dich nie so stolz genannt wie in diesem Jahr, das dein größtes war: Deutschland! Frits Thost. Nummer 43 Der illustrierte Sonntag Albert Scheeiser: 9. Jahrgang ummer * Weinhumor im Pfälzerland Heimkehrende Schafherde (Scherl M) Herbstfahrt mit der Bauernkutsche Die moderne Tochnik syiegelt sich?* 4 Die möberne Technit spiegelt sich taum beutlicher wider als auf der Landstraße: Autos jagen dahin, Motorräder rasen durch die Gegend und lassen Weite und Ferne dichter beieinander rücken; die Welt scheint kleiner und kleiner geworden zu sein. Doch der Krieg hat auch hier wie in vielen Dingen eine Wandlung gebracht. Er hat die alte Bauernkutsche wieder erstehen lassen aus der „guten alten Zeit“, mit der früher ganze Familien der weit von Kirchdörfern Westfalens entfernt liegenden Bauerngehöfte ins Dorf fuhren und hier ausspannten. Sie gibt uns wieder die Möglichkeit zu geruhsamem Fahren durch die Landschaft; wir hören keinen Motorenlärm mehr und sprechen, wenn wir in ihr durch die Gegend holpern, nicht mehr von hohen Geschwindigkeiten und von vielen Ps und Vollgas, sondern nehmen uns einmal Zeit für die kleinen bescheidenen Dinge, die das Leben uns bietet: Wir können einen Blick werfen in das Antlitz der Natur, die uns gerade in diesen Tagen so reichlich beschenkt. Da kommt sie auch schon angefahren, die gute alte Kutsche. Flora, der treue Hafermotor, wiehert freudig in den sonnigen Herbsttag hinein. Die blitzenden Nickellaternen und die geschmackvolle Lackierung geben diesem für unsere Zeit zu langsamem Vehikel sogar ein gutes Aussehen. Der Bock ist heruntergeklappt und durch einen Schlitz läuft die Leine in das Wageninnere, so daß auch von hier aus kutschiert werden kann. Es war ein sogenannter„Selbstfahrer“ mit einem rundherum zuknöpfbaren Verdeck. Voll froher Erwartung nehPlatz. Der Bock wird hochgeklappt und bald gibt ein lustiger Peitschenknall das Signal zur Abfahrt. Der Bauer selbst hat das Amt des Wagenlenkers übernommen. Er strahlt vor Freude und Vergnügen und schmunzelt beim Durchfahren der Stadt hoch vom Bock aus auf die unter ihm daherflitzenden Autos. Holpernd erreicht der Wagen den Ausgang der Stadt. Motorradfahrer eilten an uns vorbei; sie waren wie angeklammert auf ihren Maschinen, die mit ihnen davonschossen. Sie sahen nicht, was jene, die in der Bauernkutsche saßen, an diesem köstlichen Herbsttag alles in sich aufnahmen: Ein Spalier von Ziersträuchern mit korallenroten Beerensträußen, hinter ihnen leuchteten grün bebüschelte Rübenäcker und die braunen Schollen bereits umgepflügter Fluren. Je weiter wir fuhren, um so überraschender waren die oft wechselnden Kontraste der herbstlichen Farben. Um eine Wegbiegung lockte der Wald mit seinen verschwiegenen Wegen. Die Baumkronen wölbten sich über ihm wie bunte Wolken und viele Blätter waren schon in die blassen Töne der Vergangenheit getupft, als ob der Herbst, früher als sonst, seinen Einzug gehalten hätte. Es gab außer falbem Grün zitronenfarben und goldgelb, beige und kupfern, rostrot und erdbraun lodernde Blätter. Da kam ein guter„Verwandter“ unserer Bauernkutsche uns entgegen. Er war ein wenig leichter gebaut und einer von den typischen„Doktorwagen“ und anscheinend später in bäuerlichen Besitz übergegangen. Diese Gattung von Wagen genoß auf den Dörfern einst großes Ansehen, denn in ihnen machten die Aerzte ihre Krankenbesuche. Sie bieten in ihrer ganzen Art ein Bild behäbiger Vornehmheit. Später wurden jedoch auch sie von den Autos verdrängt. Rumpelnd zog der Wagen, mit einem gut genährten Ackergaul bespannt, vorbei. Einen freundlichen Gruß wechselten seine beiden Insassen mit uns, die wohl eine Einraufsfahrt in die Stadt unternahmen. Weiter ging unsere Fahrt durch das herrliche westfälische Land. Wie südliche Pinien schwankten die schirmartigen Kronen der Kiefern auf schlanken Stämmen, die mit Tannenforsten wechselten. Aus der kühlen Dämmerung ihrer immerwährenden Schatten wehte es wie Ewigkeitshauch. Das Zwergengeschlecht der Pilze liebt diese Atmosphäre, und überall auf dem polsterdicken Nadelboden züngelten die zierlichen, dottergelben Flämmchen des Ziegenbarts. Aus dem Garten eines einsamen Bauernhauses riecht es herbstlich nach abgebrannten Kartoffelfeuern. Es war ein besinnliches Fahren: Die Füße ruhten, der ganze Körper war entspannt, und dennoch genossen die Augen das Glück des Wanderers. Als wir wieder heimwärts fuhren, war es schon fast Nacht, und fremd und spukhaft verzaubert schien alles. Die Bäume an der Landstraße taumelten wie Schlafwandelnde an uns vorüber. den streng verdunkelten, fast schlummernden Dörfern schlichen die Katzen, aus den Ställen hörte man das Blöken der Kühe. Durch eine dichte Nebelwand, die sich wie ein Schleier über die Landschaft breitete, erreichten wir wieder die Stadt. Unser Wagenlenker aber kletterte am Ziel behende vom Bock. Mit einer etwas altväterlichen Anmut öffnete er den Wagenschlag und läßt uns aussteigen. Wir sparen nicht mit dem Lob über die Herbstfahrt durch die westfälische Landschaft, die uns seine gute alte Bauernkutsche vermittelte. Denn gerade jetzt, wo das Autofahren eine Seltenheit geworden ist, ist die Liebe zu diesem alten Fahrzeug wieder erwacht. Die Fahrt rief Erinnerungen an unsere Kindheit wach, in der es nichts Schöneres gab, als einmal in einer Kutsche zu sitzen und durch die Gegend zu fahren. Schon lange vorher freute man sich auf diesen Genuß. Wie schön war es, nach einer Eisenbahnreise früher zwischen den flach und weit schwingenden Feldern des Landes von einem kleinen Bahnhof aus zu dem wie eine Waldinsel auf dem welligen Meer verankerten Dorf zu fahren, mitten in ein Paradies von Blumen und Obstbäumen hinein! An diese selige Zeit wurden wir erinnert durch diese Herbstfahrt in der Bauernkutsche, die ein Geschenk und ein Erlebnis zugleich war. Wir freuen uns mit den Landleuten, daß die gute Kutsche mit all ihrer beschaulichen Romantik wieder zu Ehren gekommen ist— genau so wie damals.... Hans Bünker, Lippstadt. Es ist nicht verwunderlich, daß in dem sonnengesegneten Weinland der Pfalz auch der weinotöigen Brien besonders zur Zeit der Weinlese Sachen die dast u de shasten, befrienden ##, dir Lust zu Scherz und Witz, zur lebensbejayenden Selbstironie und Satire, ist dem Pfälzer angeboren. Er selbst bezeichnet sich nur allzu aaesin Prischer“, das heißt Schreier. In einer Caststabe fragte einmal ein Fremder einen Pfälzer, warum er immerzu so schreie, obwohl ihm doch lein nensch widerspreche. Da antwortete ihm wr begen(zinken) Sie emol acht Schoppe von dem Wem vot, ob Sie's Maul dann noch lte kenne.“ Der Wein und die Pfälzer sind nun einmal unzertrennlich und mit ihm der Humor; echte Weinbauer, daß man schon Morgen zum Zähneputzen eigentlich ein artiges Weinchen nehmen müsse, da das Wasser doch gar zu leicht bazillenhaltig sei. Am liebsten„uzen“ sich die Pfälzer selber. So sehr sie auch darauf bedacht sind, einen reinen Wwein einzuschenken, so tun sie doch gern so, als ob sie die größten Weinpanscher wären.„Ja, ja“, sagt eines Tages der Hannes zum Schorsch,„im wein liegt Wahrheit, aber wenn sie raus kommt, kann leicht einer ins Zuchthaus komme.“ Wer so scherzen kann, hat ein ruhiges Gewissen, und dieses prag. sich in unzähligen Geschichten aus, besonders in jener von dem alten Winzer, der sterbend seine Söhne um sich versammelte und ein bisher streng gehütetes Geheimnis offenbart:„Ihr eins, eh' ich sterbe, merkt's euch und behaltet's für euch: Man kann auch Wein aus Trauben machen.“ Sagt's und stirbt. Eines Tages guckt der Schorsch zum Fenster raus und sieht den Franzl des Wegs kommen. “, r u f t e r a u f g e r e g t,„ k u m m e m o l h e r, i c h versuch grad en neue Kreszens. Doo, probier emol den Wein. Großartig, sag ich dir. Versuch'!“ Und schon reicht er dem Franzl ein Glas Wein zum Fenster hinaus. Der nimmt das Glas, hält's K Arbeitsmaiden bei der Weinlese(Scherl M) Jagd auf den Gamsbock Von Forstmeister HansOlaf von Bonin-Ponitz Streb’ in Gott dein Sein zu schlichten. Werde ganz, so wirst du stark; All dein Handeln, Denken, Dichten Quell“ aus einem Lebensmark. Niemals magst du reinsten Mutes Schönes bilden. Gutes tun, Wenn dir Schönes nicht und Gutes uf demselben Grunde ruh'n. Emanuel Gelbel. Bisher war nicht vielen Jägern des Altreichs das Glück beschieden, auf Gams, diese Wildart, die bis zu den höchsten Höhen des Alpengebirges vorkommt, zu jagen, da nur wenige Jagdreviere in Bayern Gamsheimat sind. Erst mit der Ostmark kamen viele schöne Reviere hinzu, die starke und stärkste Gamsbestände aufweisen und schon immer von weidgerechten Alpensägern bejagt wurden. Jetzt findet sich schon in zahlreichen deutschen Jagd= und Forsthäusern die edle Zier der Gamskricken als Wandschmuck. Für jeden Jäger ist eine Einladung zur Gamsjagd und gar zur Gamsbrunft in Kärnten, Steiermark, Tirol oder Salzburg eine Quelle besonderer Freuden. Sorgfältig werden alle Vorbereitungen getroffen, bevor er über München oder Wien in die Berge fährt. Am Zielbahnhof wartet der Jagdherr, von dessen Hut ein wuchtiger Gamsbart mit breitem Reife wachtelt. Hinauf geht's zur Jagdhütte. Fleißige Hände haben dort schon die Oefen in Brand gesetzt, den Herd zur Bereitung heißen Getränks und warmer Speisen entflammt. Gegen Abend treten die Jäger, die Jahr um Jahr mit dem Wild zusammenleben, Einstand und Wechsel auch zur Brunftzeit genau kennen, in die Gaststube, um den Pürschplan für den kommenden Tag genau zu besprechen. Kurz ist die Nachtruhe, weil der Jagdgast einen weiten Weg bis zu dem Standort des alten, besonders starken Bockes hat, der schon vor einem Jahr hätte geschossen werden müssen, denn, mißgünstig wie er ist, rauft er böse und verjagt die jüngeren Böcke. Schon auf dem Pürschgang tun sich alle die Wunder dieser herrlichen Berglandschaft auf. Den ganzen Tag pürschen der Jagdherr und Gast über Grate und Schneiden, durch Latschenhänge und im Fichtenwald. Viel Gamswild bekommen sie zum Anblick, hören das Pfeifen der Gamsen, wenn die Tiere etwas Verdächtiges zu vernehmen glaubten, und hören das Bläddern des brunftigen Bokkes, der eine spröde Geiß treibt oder unterhalb des Rudels steht und argwöhnisch auf Seitensprünge, seiner Schönen achtet. Erst am späten Nuchmittag bekommen beide Mäner den starken Bock in Anblick, der schon durch Gestalt und Bart, dann aber auch durch die Dicke und Höhe seiner Krucken auffällt. Wenn der Wind den Bart des Bockes aufstellt, erkennen sie mit scharfem Jagdglas den herrlichen Reif der Haare und sehen an dem langen Zuler, daß es ein steinalter Bock ist. Stunden vergehen, bis sich die beiden auf Umwegen in die Nähe des Bockes gepirscht haben und endlich der Schuß aus dem Stutzen des Gastes ertönt. Hoch wirft es den Bock, auf tänzelt er in der Luft, drei— vier rasende Fluchten macht der Todwunde noch, dann bricht er zusammen und rutscht im Fallen auf der Schneelehne zehn— zwanzig Meter hinab. Tiefe Freude erfüllt den Gast, wenn der Jagdherr an der gestreckten Gams den schweißgetränkten Latschenbruch überreicht und nach einer Weile der Totenwache mit dem Rupfen des Bartes beginnt. Nicht immer glückt das Weidwerken auf runftgams so schnell. Oft pürscht der Gast trotz redlicher Bemühungen von Jägern und Jagdherr viele Male vergeblich, bis die meist nur kurz bemessene Zeit der Jagdaufenthaltes zu Ende zu gehen droht und der Jagdherr seinem Gast zuliebe zum letzten Mittel greift und eine Drückjagd auf Gams ansetzt. Nur ungern macht er von dieser Möglichkeit Gebrauch, die den Wildbestand stark beunruhigt und früher zu sinnlosem Gamsmorden ausgenutzt wurde. Völlige Sicherheit für den Erfolg dieser Jagdart ist auch nicht gegeben, da sehr viel von der Wetterlage abhängt. Wenn das Gamsriegeln aber weidgerecht gehandhabt wird und der Erfolg nicht ausbleibt, so daß dadurch starke alte Geißen oder Böcke zur Strecke kommen, ist diese Jagdart auch gerechtfertigt. gegen das Licht, schnuppert und riecht, trinkt und und macht dazu ein pfiffiges Gesicht. „Gelt, der schmeckt?“ fragt der Schorsch und fügt erklärend hinzu:„Der kriegt'nen guten Preis.“ „Meiner Seel, der schmeckt", antwortet ihm „Sag emol, Franzl, was meinst, was ich für den kriege kann?“—„Na“, sagt der andere nach einiger Ueberlegung,„sage mer drei Monat!“ Ein andermal treffen sich Franzl und Schorsch auf der Straße. Erstaunt ruft Franzl:„Ah, guck emol doo, der Schorsch! Wie geht's, wie steht's? Was macht dein Wein?“ Schorsch zieht ein betrübtes Gesicht und sagt:„Dem geht's gut, den henn sie laufe lasse, awer mich henn sie ein’sperrt!“ In früheren Zeiten soll es hin und wieder vorgekommen sein, daß der Wein mitunter gepanscht wurde oder, wie der Pfälzer sagt,„er isch im Keller'wachse.“ Wurde ein Panscher erwischt, so kam er unweigerlich ins Gefängnis, während man den gepanschten Wein einfach in die Gosse laufen ließ. „Zwzschen ein paar fremden Gästen entstand in Pfaizer Weinstube ein Streit um eine juristische Formel. Um diesen endlich zu schlichten, wird der Kellner gerufen:„Fragen Sie doch den Wirt, ob er nicht ein Strafgesetzbuch hat!“ Der Kellner geht und kehrt nach einer Weile verlegen „Nein, meine Herren, ein Strafgesetzbuch ist nicht da, aber der Wirt nimmt den Wein auch so zurück.“ Immer wieder lachen die Pfälzer über die Geschichte ihres Landsmannes, der nach langer Sitzung und reichlichem Alkoholgenuß sich endlich bei Vollmondschein auf den Heimweg macht. Er muß durch eine lange Pappelallee wandern. Alle zwanzig Schritte nimmt er einen Anlauf und springt über einen breiten, dunklen Graben, bis er endlich doch noch über einen davon hinfällt und nun merkt, daß es gar keine Gräben waren, sondern die dunklen Schatten der Pappeln. Die Pfälzer sind mutige Leute, die alle Gefahren des allzu reichlichen Alkoholgenusses kennen, aber mannhaft genug sind, um nicht davor zurückzuschrecken. Zu ihnen gehörte auch jener Doktor, der zu seinem Freund und Patienten sagte:„Schorsch, Schorsch, wenn du so weiter aufst, richtest du dich zugrunde.“—„Was“, sagt da der Schorsch erbost,„du säufst doch mehr als ich!“—„Das schon“, gibt der Doktor kleinlaut glaubst du denn, daß mir das gut is?“ Ein Geizhals, der gern ärztlichen Rat umsonst erschlichen hätte, fragte eines Tages den Doktor am Stammtisch:„Sagen Sie emol, Herr Doktor, kenne Sie mer net en Mittel verrate gege meine rot Nas?“ Der Arzt, der ein guter Menschenenner war und der Leiz durchschaute, gab ihm zur antwort:„Freili, fteill— saufe Sie nur so weiter, dann wird sie bald blau.“ einer Pfälzer Weinstub kommt ein Gast ein Achtel wein is nimme schön uff de Welt“ stöhnt darauf die junge Wirtin,„die Leut mehr vertrage. Früher henn sie mehr verschütt, als sie jetzt versaufe.“ Zimmerpflanzen Frende im Heim alle Dr ie lase Wie ost aber kann man hören: . Pflege tasse ich meinen Blumen angedeihen. Ich trage sie von einem Fensterbrett zum anderen, ja Sonne haben, und auch die Zimmertemperatur ist immer sehr warm. Keinen Tag vergesse ich das Gießen, und mit Blumendünger helfe auch tüchtig nach. Trotzdem ist meine Mühe vergeolich. Alle Blumen gehen mir ein, ich habe eben kein Glück damit.“— Nein, solch Mißgeschick bei der Blumenpflege hat mit Glück nicht das Geringste zu tun. Hier liegt die Sache vielmehr so, vaß wir die Lebensgesetze unserer Zimmerpflanzen zu wenig beachten und ihnen zu viel des guten tun. Nicht alle Topfblumen brauchen gleiche Wärme. Wärmebedürftige Pflanzen gehören nicht ins kalte Zimmer und solche, die kühlere Temperaturen bevorzugen, nicht in warme Räume. Einen warmen Platz lieben z. B. Philodendron, Gloxinien und Orchideen(10 bis 16 Grad). Mit weniger Wärme sind zufrieden Alpenveilchen, Asparagus, Azaleen, Kakteen, Priemeln, Zimmerlinde usw.(6 bis 12 Grad). Noch weniger wärmebedürftig im Winter sind z. B. Fuchsien, Hortensien, Hyazinthen, ihren,„Zimmertannen, Myrten, Oleander usw. (3 bis 10 Grad). Unsere Topfblumen haben also in ihrem Winterquartier gewöhnlich einen zu warmen Standplatz. Die Blätter sind die Lungen der Pflanzen und müssen deshalb möglichst staubfrei gehalten werden. Regenwürmer, die gerne in saurer Erde Aufenthalt nehmen, begeben sich an die Oberfläche, sobald man mehrmals mit einem metallenen Gegenstand in Abständen an den Blumentopf klopft oder ganz langsam den Topf bis an den Rand ins Wasser taucht Abgestorbene Blätter, Zweige und Blüten sind zeitig mit einer scharfen Schere zu entfernen, da sie Krankheiten und schädliche Parasiten in Menge beherbergen. Das Gießen der Blumen geschehe nur mit abgestandenem Wasser, am besten mit zimmerwarmem Regen= oder Schneewasser. Stuhende Blumen brauchen mehr Feuchtigkeit. Große Nässe schadet aber mehr als Trockenheit. Das gilt vor allem im Winter. Je kälter es ist, um so weniger Feuchtigkeit brauchen die Pflanzen. Der Wasserverbrauch der Topfblumen in kühlen Räumen ist sehr gering. Die Feuchtigkeitszufuhr regelt sich nach Art, Wachstum und Standort der Yslanzen. Er „Der W lappe kann Damit di Mit Sch #les auf, #nd hoch wie #rren und Die Umrisse Palken, Bret ###l, auch we ###pas Warn ##tlecht. Der älte jedem ##erwandeln. Ueber Arl Fernzielen. Pebälk wiee #ngelampe, Seimnis. So #lauerloch ur #en Schlaf wi In die tre ###lde Phatasi and dazwisch Wache an ###tes, der nach ann mich ar #ecken hingen söchelnd, son Kunkel und ir nichts ü Betpfol gehen, was ie ewegung fi. och wollte tallbodens Rutschen, bhn erwischte ige Hände 1 brüllte, um falschen Qua Er röchelt ichtig! Da Die Gedar ich mit werte, suchte swpischen fu ### doch tot! ##l: tot gemeld en sehen. 21 Daß er Ponst liegt keit Volldan Porter seine und von dem begleitenden Minensuchboot sicher geleitet, strebt der Transseinem Ziel zu. 9. Jahrgang Der Illustrierte Sonntag lzerland t, schnuppert und riecht, trinkt und macht dazu ein pfiffiges Gesicht. ieckt?“ fragt der Schorsch und fügt !:„Der kriegt'nen guten Preis.“ seel, der schmeckt", antwortet ihm ig emol, Franzl, was meinst, was ge kann?“—„Na“, sagt der andere berlegung,„sage mer drei Monat!“ al treffen sich Franzl und Schorsch Erstaunt ruft Franzl:„Ah, guck Schorsch! Wie geht's, wie steht's? in Wein?“ Schorsch zieht ein beund sagt:„Dem geht's gut, den lasse, awer mich henn sie einfrüheren Zeiten soll es hin und imen sein, daß der Wein mitunter oder, wie der Pfälzer sagt,„er wachse.“ Wurde ein Panscher erer unweigerlich ins Gefängnis, en gepanschten Wein einfach in die ß. paar fremden Gästen entstand in keinstube ein Streit um eine juriUm diesen endlich zu schlichten, r gerufen:„Fragen Sie doch den ht ein Strafgesetzbuch hat!“ Der d kehrt nach einer Weile verlegen neine Herren, ein Strafgesetzbuch der Wirt nimmt den Wein auch er lachen die Pfälzer über die Gelandsmannes, der nach langer chlichem Alkoholgenuß sich endlich in auf den Heimweg macht. Er lange Pappelallee wandern. Alle nimmt er einen Anlauf und en breiten, dunklen Graben, bis och über einen davon hinfällt und es gar keine Gräben waren, sonSchatten der Pappeln. sind mutige Leute, die alle Gereichlichen Alkoholgenusses kensaft genug sind, um nicht davor Zu ihnen gehörte auch jener seinem Freund und Patienten Schorsch, wenn du so weiter dich zugrunde.“—„Was“, sagt erbost,„du säufst doch mehr als son“, gibt der Doktor kleinlaut bst du denn, daß mir das gut is?“ der gern ärztlichen Rat umsonst fragte eines Tages den Doktor „Sagen Sie emol, Herr Doktor, et en Mittel verrate gege meine Arzt, der ein guter Menschenin Geiz durchschaute, gab ihm zur freili— saufe Sie nur so weibald blau.“ lzer Weinstub kommt ein Gast Achtel Wein. Sage und schreibe „Es is nimme schön uff de uuf die junge Wirtin,„die Leut ertrage. Früher henn sie mehr etzt versaufe.“ merpflanzen interquartier teln erst recht im Winter viel Wie oft aber kann man hören: ich meinen Blumen angedeihen. inem Fensterbrett zum anderen, haben, und auch die Zimmerer sehr warm. Keinen Tag veri, und mit Blumendünger helfe ich. Trotzdem ist meine Mühe lumen gehen mir ein, ich habe nit.“— Nein, solch Mißgeschick ge hat mit Glück nicht das Geer liegt die Sache vielmehr so, gesetze unserer Zimmerpflanzen nd ihnen zu viel des guten tun. umen brauchen gleiche Wärme. flanzen gehören nicht ins kalte die kühlere Temperaturen bearme Räume. Einen warmen Philodendron, Gloxinien und 6 Grad). Mit weniger Wärme weilchen, Asparagus, Azaleen, iemeln, Zimmerlinde usw.(6 weniger wärmebedürftig im ichsien, Hortensien, Hyazinthen, nen, Myrten, Oleander usw. Insere Topfblumen haben also ktier gewöhnlich einen zu wardie Lungen der Pflanzen und lichst staubfrei gehalten werdie gerne in saurer Erde Aufben sich an die Oberfläche, somit einem metallenen Gegenn den Blumentopf klopft oder pf bis an den Rand ins Wasne Blätter, Zweige und Blüner scharfen Schere zu entferin und schädliche Parasiten in Das Gießen der Blumen getandenem Wasser, am besten Regen= oder Schneewasser. brauchen mehr Feuchtigkeit. aber mehr als Trockenheit. m Winter. Je kälter es ist, igkeit brauchen die Pflanzen. der Topfblumen in kühlen ng. Die Feuchtigkeitszufuhr Wachstum und Standort der Wontscker. Erzählung von Oskar Franz Schardt *„Der Wolfseher ist gefallen, und in seiner Klappe kannst du hausen.“ Damit drehte sich der Feldwebel um und ging. Mit Schwung rollte die Tür eines Pferde#lles auf, eine scheibenlose Tür, schmal, dunkel ##nd hoch wie der Raum. Ganz hinten waren ein ##rren und eine eiserne Raufe. Vorn zeigten sich Die Umrisse eines einstöckigen Frontbettes aus Palken, Brettern und Maschendraht. Ein Pferde##, auch wenn er ganz dunkel ist, hat immerhin was Warmes an sich. Das Lager war nicht ###echt. Der Barren widerstand in seiner Beton###lte jedem Versuch, ihn in eine Liegestatt zu erwandeln. " Ueber Arleux zischten die Feindgranaten nach #ernzielen. Das Dach war zersplittert in seinem ebälk wie ein Igel in der Verteidigung. Eine ##ngelampe, die im Raum hing, hatte ihr GeSeimnis. So schob ich eine Taschenlampe ins #lauerloch und fiel zwischen warmen Decken in den Schlaf wie in einen Schaffellmantel. In die traumlose Ruhe gaukelte dennoch eine Belde Phatasie, und dann griff eine dämonische and dazwischen. Ruckartig erwachte ich. Es be#ache an einem Geschütz eines Minensuch##otes, der Posten sucht ständig den Himmel nach feindlichen Flugzeugen ab. (PK.-Eschenburg, Weltbild M) ann mich an den Füßen, die bestrumpft aus den Lecken hingen, mit aller Gewalt zu ziehen. Heiser, töchelnd, sonderbar murmelte es im vollständigen Kunkel und zog aus Leibeskräften weiter, daß ##ir nichts übrigblieb, als einen Arm um einen per Bettpfosten zu schlagen. Ich konnte nicht schen, was ich vor mir hatte. Bei einer heftigen Bewegung fiel die Taschenlampe aus dem Loch. och wollte ich nicht auf die kalten Rohziegel des Stallbodens hinunterspringen. Ich kam leicht ins nutschen, bhne zu sehen, was drunten war, denn sch erwischte die Taschenlampe nicht mehr. Kräftige Hände umspannten meine Fußgelenke. Ich Früllte, um nur etwas zu sagen:„Du bist im palichen Quartier!“ „Er, röchelte heiser dagegen:„Ich bin schon nichtig: Da muß ich herein!“ Die Gedanken stürmten durcheinander. Wäh#tend ich mit dem Arm den Bettpfosten umklampierte, suchte die andere Hand die Blendlaterne. Kazwischen funkten die Gedanken: Der Wolfseher #st doch tot! Der Feldwebel hat ich doch bereits bls tot gemeldet. Vier Kameraden haben ihn falren sehen. Die Sanitäter haben ihn nicht gefun#.: Daß er ein Sonderling war, ist gewiß wahr, geun liegt keiner allein in einem halb zerschossenen Stall, wo er doch Kameraden haben könnte. Und ein tüchtiger Kerl muß er auch gewesen sein, sonst hätte man ihn nicht seinen Launen überlassen. Nun ergriff die Hand irgendwo die Blendlaterne. Die Batterie war richtig hineingedrückt. Der Finger faßte den kleinen Knopf, und im hellen Licht stand eine kaltweiße Soldatengestalt, ganz überronnen von Blut bis zu den Taschen des Waffenrocks, die Haare verklebt. Ein Höllenspuk stand plötzlich da, aus dem Dunkel gerissen. Ich schrie:„Du bist der Wolfseher!“ Er sagte voll Wut:„Warum liegst du denn in meiner Klappe? Da hat keiner sonst hierin etwas zu suchen. Die hab' ich mir selber gebaut.“ Ich schrie dagegen:„Deine Karte hat der Feldwebel schon heimgeschickt. Wo kommst du denn her?“ Der Wolfseher war keiner, der sich hinten herumdrückte und ließ nicht gern einen Kameraden hängen. Er sprang mit Leib und Seele in den Kampf, wen es nottat. „Das ist ganz einfach“, sagte er.„Als neulich der Angriff losging, wischte aus den Nebelschwaden in der Frühe ein Steinbrocken herunter. Irgendwo hatte ihn eine Mine losgerissen und an meinen Schädel geworfen. In einen komischen Granattrichter haute es mich hinein. Immer wurde ich dumm, spürte Durst und wurde wieder dumm, und dazwischen folgten Tag und Nacht nacheinander. Keiner hat mich in dem Loch gefunden, bis der Dunst im Hirn vorbei war. Da machte ich mich selber auf die Socken. Fein schau ich ja nicht aus, aber besser eine wandelnde Leiche als eine begrabene!" „Oamit setzte sich der Wolfseher auf einen Hackkloh, der den Stuhl ersetzte, und zeigte mir das Geheimnis der Lampe, die er irgendwo im Niemandsland zusammengelesen hatte. Das Petroleum, seltsamerweise nicht verschüttet, brauchte er bei festlichen Gelegenheiten auf, sonst gab es keins. Das Petroleum gehörte zum Reinigen der Minenwerfer. Man merkt erst in schlimmen Stunden, wenn #iage rübergleiten, was für ein Gottesgeschenk das Jetzt konnte ich herzhaft zufassen und die Kopfwunde waschen, die fürs erste in Ordnung kommen mußte. Es war ein herrlicher Bauernschädel, der ohne Splitter den großen Stein ausgehalten, und es war kein Wunder, daß der Wolfverlor, als das Trumm aus dem Nebel fiel, wie er sagte. Mit dem weißen vervand um den Schädel, unter Aufwand aller Verwundetenpäckchen in den Taschen, sah er schon wieder ganz vernünftig aus. Essen, das im Kochgeschirr nachgefaßt war, gemeinsam. Dann stiegen wir, der Totgesagte und der Lebendige, in die Falle und schnarchten bis zum Morgengrauen. Vor dem Einschlafen meinte ich:„Gehst du nicht gleich zum Feldwebel wegen der Karte?“ „Geheiratet wird sie in den paar Tagen noch nicht wieder haben“, meinte der Wolfseher.„So rasch geht das bei unsereinem nicht, und schlafen wird sie jetzt auch. Soll ich sie mit einem Telegramm aus dem Schlaf reißen lassen, den sie verdient hat?“ Nachdenklich fügte er hinzu:„Ob sie gerade an die Decke springt vor Freude, wenn sie weiß, daß ich wieder da bin? Das kann ich dir nicht so genau voraussagen...“ Draußen begannen sie, als wir aufwachten, mit den Sechsunddreißiggezweckten zu trappen. Also mußte es Morgen und Zeit zum Kaffeefassen sein. Der Wolfseher meinte:„Ein Gaudi ist auch ganz schön!“ „Was für ein Gaudi?“ fragte ich. „Als Toter will ich wenigstens festlich einziehen.“ „Wie willst du das anstellen?“ fragte ich wieder,„wenn du schon aus deinem Mißgeschick einen Spaß machst?“ „Paß auf“, sagte er,„du stehst auf und gehst Kaffeefassen. Schau, daß du möglichst viel erwischt, Auf der Straße ein zerschossener .(Scherl M) denn ,wir sind zwei! Ich habe einen Mordsdurst, n sengs wissen. Dann gehst du zum schaust möglichst schlau und wieh Der Wolfseher ist dal und drückst dich „Ich halte Kaffe und meldete dann dem Feldwevet:„Der Wolfseher tst da!“ Der Feldwebel sagte:„Der kann ja gar nicht da. sein. Der ist tot, und ich hab's schon nach Hause geschrieben. Es ist schade um ihn, denn er war ein Mann haben es gesehen, wie se Joch bast er. und melde dich beim Revierl“ Ich schloß die Tür von draußen! Bei den sieh ich aunch ein nas sir übergeschnatpt hielen, seher sehe a.;. Cortlein fallen, daß der Wolf. scher lebe. Da kam auch schon der Feldwebel umgeschnallt über den Hof an die Rolltür, schob sie ein wenig zurück, sah hinein und sah den Wolfseher in der Montur, in der er von draußen geder Blitz fuhr er ihn an: „Warum bist du denn tot, wenn du lebendig bist?“ flüsterte ihm in seiner weißen Verbandhaube entgegen:„Das weiß ich selber nicht, Herr Feldwebel.“ „Drr. Feldwebel spreitete die Beine, hatte den vei vom Boden hochgezogen und an den Leib georückt, und ein ganzer Schwall von Kameraden des Morgens, mit Laffee, in den Kochgeschirren, schauten hinter dem Felbwedel in den Stall. Der Wolfseher lachte, da er keine Falschmeldung getan hatte, daß es unter den Kalkstreifen und vertrockneten Blutspritzern gar komisch. aussah. Der Feldwebel aber, der sich zu sehr auf die Augenzeugen verkassen hatte, stürzte davon mit dem Kus:„Der Himmelhund!“ Zugleich aber tapierem Sohal er über den Hof lief, daß er den lapferen Solbaten und guten Kameraden wieder lebend in der Kompanie hatte und meldete ihn in Heimer langen Schreibebrief lebendig in die So kehrte der Geist Wolfseher, der um Mitternacht ganz gegen seine sonstigen Grundsätze einen müden Kameraden aus seiner Klappe reißen wollte, zum rechten Soldatenleben zurück. NäcktLicke Regegnung Skizze von Werner Respondek Der Soldat lag wach. Um ihn war das Wunder: Ruhe, wie er sie lange nicht erlebt, ein weiches Bett, blütenweiß und gefedert, und draußen, vorm Fenster, die helle nordische Nacht. Er streckte sich, achtete nicht der Schmerzen dabei, sah mit glühenden Augen und wachen Sinnen die Dinge um sich, die lange Reihe der Betten mit den in die Genesung schlafenden Kameraden, die Nachttische daneben, mit Büchern, Flaschen und Wassergläsern, Lentnante sbem gente. 8a6 der Leumant ihm heute abend ans Hemd geknüpft, und wandte die Augen wieder zum Fenster. ertilter Peich— weit sie mag e de di Vbersckäittet, dan ei atmet. War auch von die dem##schhungz ver nicht allein zuteil wird, die ven grauen Rock tragen, wenn auch ein Scemerfreicher„leidvoller, mit Blut erkaufter Soldaternen aderen gibt es nicht für den „Lange lag der Soldat. Mitternacht kam herWitrtlichteie“ was bis dahin nur Ahnung wor, den. Weit gingd Schauender Blick von diesem Lager. Bis auf zu den kieferbestandenen Steilhängen, bis schneebedeckten Kuppen, darüber goldglänzeno der Mond stand, die mitternächtliche Stunde wundersam verklärend. Der Soldat kannte diese Höhen anders: jäh des Friedens beraubt, vom Kampf durchzittert, zerzaust von der Gewalt des Krieges. Jeder Steilhang eine feindliche Festung, jeder Strauch ein jeder Fels der Tod in eigener Gestalt. Und erlebte sie wiederum anders, als Schmerz und Fieber geschüttelt, die ersten schlaflosen Nächte auf diesem Lager verbrachte, immer wieder aufschreckend und in dem Gewirr von Fels und Wald und Mond das Antlitz der Mutter suchend, der Frau, des Jungen... Und erlebt die erhabene Größe dieser Landschaft noch einmal neu in dieser Stunde nach einem langen Weg, der, das fühlt er, nun aufwärts führt. Was ihm ans Leben wollte, war überwunden. Das Herz schlug wieder ruhig, die Sinne waren klarer, sahen, fühlten, hörten wieder das Schöne und Große, davon er nun aufnehmen wollte wie einer, der nach langer Nacht in die Helle eines jungen Tages tritt. „Wieder tastete seine Hand sich nach rechts, wo var EK. II lag. Nun hielt er das Band zwischen den Fingern und das Kreuz lag schwer und breit auf der weißen Hand. Leise ging seine linke darüber hin, und wie er das Kalte fühlte, wußte er, daß er schon einmal so getan, damals, 1915, als der Vater zum letztenmal auf Urlaub kam. Da Jungens tun, die den Vater lange nicht gesehen, sauchzend an ihm hochgesprungen und hatte, als er das Kreuz sah, Kuß und Umarmung vergessen, daß die Mutter ihn schalt, und war nur mit den kleinen Händen sacht darübergefahren, den Vater immer wieder fragend und wunderlich ansehend, der ihn schließlich fest an sich drückte, daß er das kalte Eisen noch lange an seiner Wange spürte. Auch jetzt, da die Gedanken weit hinausflogen, weit über Grenzen und Meere an ein flandrisches Soldatengrab, hielt er das Kreuz fest ans Gesicht gepreßt und seine Rechte tastete, als suche sie, die Uniform des Vaters zu erfühlen, und schloß sich schließlich, so— als gäben sich Vater und Sohn über Zeit und Tod hin die Hand zu einer Begegnung, die überstrahlt war von dem Wissen um die deutsche Unsterblichkeit. g. Weltbild 10) In Klstennäbe sammelt sich der Verband, um die Fahrt durch die englischen Minenfelde (PT.-Andues, Weltblld.8 Nummer 43 Der Ilustrierte Sonntag Don arlheinz Holzhausen Urcau Tc Itumol Das armselige Araberdorf war viel früher dagewesen, als die ungefügen Rohre der Oelleitung. Seine Menschen hatten nicht viel gearbeitet, aber sie waren friedlich und duldsam obendrein. Sie verkauften den Arbeiterkolonnen, die ihnen die dickbauchigen eisernen Rohrungetüme durch das Land zogen, von ihrem Wasser, das sie in einem schönen Brunnen aufgespart hatten. Nur die englischen Ingenieure zahlten nichts, weil sie es nicht gewohnt waren, für einfaches, klares Wasser Geld zu geben. Die Araber verneigten sich trotzdem ehrfürchtig, denn die Engländer waren die Herren im Land und außerdem trugen sie Revolver und Gewehre. Viele Gerüchte waren durch die Wüste auch zu jenem einfachen Dorf am Wege der Oelleitung gedrungen, die von Grausamkeiten der Engländer zu berichten wußten. Es war also besser, die Herren nicht zu reizen oder ihren bösen Willen zu wecken. 44 Die Jahre vergingen und die kleinen Araberjungen, deren Eßlust bekannt ist, mußten öfter fungern, weil ihre Väter Steuern zu bezahlen hatten. Einmal im Monat kam ein Engländer mit Gefolge und holte Geld ab. Die einfältigen Aranicht, für was sie Steuern zu zahlen hatten. Wenn man den Pilgern für ihren weiten Weg nach Mekka etwas Gutes antut, weiß man, was man dafür hat, denn die heiligen Männer beten an der Stätte des großen Propheten dann für die Spender in der weiten Wüste mit. Aber was die Engländer für einen taten, wenn man ihnen von dem wenigen eigenen Geld noch abgab, von der englischen Humanität war ungewiß. Die Araber entsannen sich aber dann jeweils der Gerüchte, und die Engländer trugen immer noch ihre Waffen. Sie taten sogar erwur fur die Steuern. Sie schickten einige große Flugzenge, die ganz dicht über dem Araberdorf hinwegsurrten und einige dunkle Bündel fallen ließen, die einige hundert Yards neben den Hütten riesige Löcher in die Erde rissen. Es gab auch einen wunderbar lauten Knall und die Araber im Dorf hatten ein paar Wochen lang etwas zu erzählen. Da sie keine Bomben kannten, hielten sie das Ereignis für eine Volksbelustigung der Engländer. Im Laufe der Zeit sickerte aber auch bis zu ihnen die schreckliche Wahrheit durch, daß die Engländer einen Straffeldzug führten, weil im Westen einige aufständische Araber die habgierigen Juoen grun und blau geschlagen hatten, als sie ihnen die Weiden wegnehmen wollten. Das kleine Dorf an der Oelleitung bekam nun oft Besuch, denn längs der Rohre ritten schwerbewaffnete Posten auf und ab. Die Rohre waren nämlich an etlichen Stellen angebohrt worden. Die Araber in dem Dörfchen schüttelten die Köpfe und merkten nicht, daß sie den Engländern ein Dorn im Auge waren. Sie lagen zu dicht an der„oilpipe“., An einem Feiertag erschien ein berittener Zug von Soldaten aus dem Westen, stieg im Dorf ab, füllte die Wasserschläuche auf und machte sich wieder gen Osten auf den Weg. Ein Araber wollte gesehen haben, wie einem Soldaten eine große Tüte mit weißem Pulver am Brunnenrand umgestürzt und in die Tiefe verschwunden sei. Ach, Die Hemat im Pörmster Erzgebirgische Geschichte von Fritz Thost . Pas glaubt ihr wohl, was es bedeutet, wenn ein Erzgebirgler Lust zum Schnitzen bekommt. Das die alles, was es in auch probieren möchte, nein, diese Lust ist wie ein frischer, fruchtbarer Bergwind, der eine schöne Welt des Blühens und Reifens ankündet. Diese Lust entspringt dem Blute. Ein altes Erbgut will sich neu offenbaren. Deshalb bedeutet serichen Schune das eines Arbeiter Franz Aufech an Gemeinschast. Ju einem Lehrgang der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ nahm er wunster sesse Snismeser zur Hand und, er schniste ale aK or: spi.. kam, er schnitte und schnigzte, als vo er schon zehn Jahre so dagesessen und mit Erfolg die Bastelklinge geführt hätte. Franz Lukesch vergaß alles um sich herum: Die Zeit, den Krieg, seine Frau, seine Kinder, sich selbst. Nur dem einen Bild, das er sich ausgedacht hartez etnte jiede Regung seines Herzens und sei„Frapd pollie des ale Lotechhhusel im fleinen barstellen, das Häusel am Berghang. Es 's„labet un schwebet“, ein wenig schief wie die Wettersichten dahinter. # Des hat sich der Franz im stillen gelobt und am Feierabeng Veierabend basteln und schnitzen, neberstunden, nach harter Tagesarbeit mit vielen Schon ist das Häusel im groben fertig, ein zierliches Häusel, so zierlich, daß man es auf die flache wunv setzen und getrost in die Tasche stecken Kchmnte Haur der Kran gahnt, als er dise Val. Piye ud Obe vad bunch bus wenichihe Geräh nen Naße für sein Werk bestimmte, daß er gi P. 4th Sa wirtlich einmas ei W S r# un0 et er Tus war der zuratoare Untergang einer Welt nen Maße für sein Wer. resummte, g er es ##mat für eine weite Fahrt in unbekännte Ferne einpacken würde? Wer weiß. a. Jedenfalls ist Franz Soldat geworden so über uich berung n ade Lust, daß er wieder alles um der sich denser gab, die Zeit, seine Frau, seine KinSänsel 8t und sogar sein kleines geschnitztes Machen du nimmt uns nicht wunder, denn acht in der Kaserne haben wenig mit Volkskunst zu tun. Nur so viel, daß sich Franz oft wie ein armseliger Lindenbrocken fühlte, den genze Anzahl strenger Meister zugleich und von alten Seiten rücksichtslos zerschnitzten. Seseater alles Ding währt seine Zeit, auch bei den weinn und schon sitzt Franz Lukesch fern im Westen am herrlichen deutschen Rhein im Quartier Er hat gute Wirtsleute, Leute wie drham. und wie er am ersten Abend so unter den lieben fremden Menschen sitzt und erzählt und erzählt, so wie ihm der Schnabel gewachsen ist, vom Erzgebirge, seinen Wäldern und Menschen, da föhrt's a mitten aus dem Herzen heraus:„Aber ihr Len, is schennste von allen is doch mei Heisel! Mei schies klaans Heisel!“ Mit einem Male sieht der Franz auf, seine Augen leuchten, denn sie schauen wieder das liebliche Bild der einsamen Nächte, als stelte und schnitzte. Und wie er nun alles so schildert, was unvollendet zu Hause liegt, da geht s den Wirtsleuten wie dem Franz selber, sie Linnen, kaum erwarten, daß Mutter Lukesch Häusei, Volz und Werkzeug schickt. ie Piter Iukesch hars geschickt, schnell und mit Sie hat zu Holz und Werkzeug auch noch Farben, Moos und Fichtenreisig gelegt, daß Siest g der Heimat riecht und daß dem Franz Fintich die Tränen gekommen sind. Nun vergeht kein freier Abend, wo der Franz nicht Shnipt und die Wirtsleut drumherumsitzen. Tus Hausel is e Staat, sagen die Landser, die gucken kommen und die auch solche Häusel im Erzgebirge stehen haben. Aber dem Franz ist's nie gut genug. Er findet immer noch eine Stelle, die nicht ganz naturgetreu ist, und die Wirtsleute staunen, wie ein Mensch seine Heimat so im Auge und im Herzen mit sich herumtrage. Das Häusel ist fertig. Was aber nun der Franz noch gestaltet, davon sollte niemand wissen. In der Nacht, wenn der Strom rauscht und droben die Sterne funkeln, dann macht sich der Franz über seine schwerste und schönste Arbeit. Er nimmt die Lindenbrocken und legt sie vor sich hin— der Größe nach: Dos ward mei Frau, dos mei Gung un dos mei Maadel. Franz stellt die zierliche Figur vor sich hin, eine zarte Frauengestalt, nicht größer als der kleine Finger eines Kindes. Er dreht sie rum und num, er summt ein Lied dazu, und plötzlich steht er auf, schüttelt die Späne von der Schürze und hebt das kleine bunte Ding hoch ins Licht. Nu biste artig! Niemands hat's gesehn, wie Franz das unscheinbare Hölzchen drückte. Aber am andern Tag, da kamen sie aus der ganzen Nachbarschaft gelaufen, die rheinischen Leute und die sächsischen Soldaten und haben sich Häusel und Weibel angesehn. Und es war gut so, daß sie sich dazuhielten, noch etwas Friedliches anzuschauen, denn was nun die Zeit für das wartende Heer brachte, war die Hölle auf Erden, das war der Krieg in Flandern 1940. Franz Lukesch lag in dieser Hölle mittendrin. Er hat tagelang nicht geschlafen, seine Füße sind wund, sein Leib klebt von Staub und Schweiß, das aber sind alles äußere Schmerzen. Was durch Auge und Ohr, was durch das menschliche Gefühl imn sein Inneresdrang das war mehr ga 8 wenn das nun Salz gewesen wäre! Dieses kostSchmerzen und kri wildes 2ier in ze ummze sich, als fräße sich ein seinem Leib herum. Dann war er bald. tot. Wenige Stunden später starb seine junge Muller, nur, daß sie sich besser beherrschte. Aber aus, ihren erschrockenen Augen konnte man den grauenhaften Schmerz lesen. Die Araber suchten die Ursache und fanden sie trotz ihrer einfachen Bildung. Der Brunnen entten, Gswpoh sie dig.: Drei Hunde mußten trindas Wasser sträuben Hagend der aaten Sie verrecten jaulend und klagend in der Wuste. Der Brunnen war vergiftet. kleine Dorf hatte nun kein Wasser mehr, und die Regenzeit war gerade vorüber. Still und traurig packten die einfachen Menschen ihre Habe Bürtniger jiebe re Jie a# emat, zu verlasen. Am Abend lagzeuge wieder. Sie kreisten über dem Dorf, warfen dieses Mal nichts ab und flogen in die Wüste. Es waren drei Stück gewesen, vie sichtlich verschiedene Aufgaben hatten, denn sie waren gleich auseinandergeschwärmt. Als kleine sie. Kurz bevor die Dämmerung hereinbrach, kamen zwei Himmelsvögel zurück und schienen sich bei dem Dorf verabredet zu haben. Sie kreisten immer und immer wieder, als erwarteten sie den Dritten im Bund. Aber der kan nicht, So flogen die Flugzeuge nach Westen, in die sinrende Sonne hinein. . Anderen Tages, mitten in die packenden, geschäftigen Araber hinein, schleppten sich vier todmüde Engländer, offenbar die Besatzung des dritten, irgendwo in der Wüste notgelandeten Flugzeuges. Sie waren sehr durstig. Sie wollten Wasser. Die Araber neigten sich grüßend und schwiegen. Da stürzten sich die ungeduldigen Engländer auf den Brunnen, ließen den Eimer hinab und schiurften dann das klare Wasser in langen Zügen. Ach, sie konnten gar nicht genug davon kriegen und wurden wieder ganz mobil, scherzten gegenseitig, überschütteten sich mit Wasser und bemerkten nun, daß das ganze kleine Dorf im Aufbruch war. Sie fragten nach dem Warum. Die Araber deuteten auf den Brunnen. Er sei gestern vergiftet worden. Da taumelten die Engländer, starrten sich an und fühlten die ersten Anzeichen des Giftes. Es hatte sich wohl im Brunnen inzwischen aufgelöst und das Wasser war nun schon in wenigen Schlucken tödlich.„Wer hat den Brunnen vergiftet?“ schrien die Engländer. „Eure Brüder, die Soldaten!“ sagte die Araber. Die Engländer brüllten vor Wut und vor Schmerzen und rissen die Pistolen aus den Taschen, feuerten ziellos und irr auf die Araber und schlugen schwer in den heißen Sand. Als sie lallend starben, zogen die Araber in langem Zug aus dem Dorf in die Wüste hinaus, um sich eine neue Heimat zu suchen. Vielleicht gab es irgendwo in dem weiten Sandmeer einen Winkel der Freiheit, vielleicht holten sie bald die englischen Flugzeuge im Racheflug ein, vielleicht verdursteten sie, die Vertriebenen, früher, aber sie waren zufrieden, denn ihr Schicksal war gerächt. Als sich der alte Wrangel eines Tages sein Wohnung genauer ansah, kam ihm sein Speis saal recht öde vor. Er beschloß, sich einige Ahnen## bilder hinmalen zu lassen, und ließ auch glei#### einen Porträtisten kommen. Als dieser einige##### ar. ver, Vorfahren Wrangels verlangte, sagte „Hab ick nicht! Da malense doch ein paar Bü### der, ein bißchen mit mich, eine schöne Kledagesdrumherum, is ja doch keener hier, der se jekann## So sparsam, wie Wrangel sich selbst gegenübe##war, war er auch gegen andere. Diese Tugen grenste bei ihm oft fast an Geiz. Bach einem„Neujahrsmorgen begrüßte ihn dans# Nuchtwächter seines Reviers mit den Worten: n. Dr.„Nachtwächter wünscht Eurer Exzellu uuee wute zum neuen Jahr!“ mein Sohn, wünsche ich dich gleich falls!“ war Wrangels Antwort. Johe zu Neusahe gegebenzu gentich in verizgel ter erwartungsvoll. „Ra, dann will ich dich was sagen, mein Soth. vann wouen wir es dieses Jahr ooch so halten!“ entgegnete Wrangel und schritt seines Wegit Die Mustergattin „Ich verstehe wirklich nicht, warum ich ihn heirgten. sol“, sagte die Tochter,„wo ich ihn deth absbiul nicht ausstehen kann!" „Ach, das legt sich“ beruhigte sie die Mutter „genau so ging es mir mit deinem Vater a vollkommen gleichgültig!“ " fe Inneres btung, das wur mehr als Schmerz. Das war der####Aniegung einer Welt. Dörfe und Städte zertrümmert, Bäume und Wälder zertrümmert. Hunderttausende von Feinden zertrümmert, überall Feuer und Tod, Feuer und Tod. Franz Lukesch hat oft den Tornister aufgerissen im grellen Sonnenschein, in dunkler Nacht, er hat auch immer so nebenbei das kleine blaue Säckchen liegen sehn, in das er noch vor Aufbruch in jener denkwürdigen Nacht sorgfältig sein Häusel und die drei zierlichen Figuren einwickelte. Aber nur nicht daran denken! Immer vorwärts durch brennende, donnernde Städte, über Felder sterbender Menschen, selber nicht mehr als eine von unheimlichem Trieb bewegte Maschine. Franz Lukesch hat alles hinter sich gelassen, Heimat, Weib und Kind, weil er immer vorn sein mußte. In einer Nacht erscholl über die Hügel des feindlichen Landes die Fanfare. Frankreich hat die Waffen aus der Hand geworfen. Unbeschreiblicher Jubel erfaßt die Kämpfer der deutschen Front. Soldaten umarmen sich, und Jubelrufe in allen Mundarten deutscher Gaue steigen wie das Lerchenlied einer neuen Zeit empor. Da hockt einer abseits der singenden Kameraden. Im spärlichen Licht einer Kerze hat er seltsame Dinge auf dem Tornister ausgebreitet. Franz schweigt. In stiller Andacht hockt er vor seinem Kleinod. Heimlich haben sich viele seiner Kameraden zu ihm hingesetzt und vertiefen sich mit ihm in das leibhaftige Bild der Heimat, das er durch viele Schlachten mit sich herumtrug. Sie fühlen, wie von diesen harmlosen Dingen eine wundersame Wärme ausströmt und wie diese Wärme in ihnen alle Kaltherzigkeit des Krieges auflöste, bis jeder verstohlen sein Herz öffnet wie der Franz sein blaues Säckchen. Anerkannte osid., krebsleste Saalkartcheln Frühbote (ganz lrühe) Flava Erageia eingetrotten Versand nach jeder Station Ant. Pottgüter Lippstadt, Rut 2685 Vertrieb osid. Saalkartollein (Säcke kauft und verkauft e. 2320 Posisch lo. caut Lippstad, Horsi-Wessel-Sir 2 bitte einsenden Große Zuchtvieh-Versteigerung Münster gwestialen, Terung (Halle an der Halle Münsterland) am 7. und 8. November 1940 Zur Versteigerung gelangen: Donnerstag, den 7. 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