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Wir sind hier, um zwischen der Krone Yorks und den Kontoren zu vermitteln, nicht aber wollen wir den Kaperkrieg.“—„Weil ihr euch habt bestechen lassen!“„Warum hat man nicht auch Kölner in den Tower geworfen, he?“„Wer hat denn Köln beauftragt, allein zu verhandeln? Das möchten wir wissen!“ Jetzt ließ Johann Stolte, der Aeltermann, die Glocke ertönen, so laut wurde es.„Haltet Frieden, ihr Herren“, mahnte er,„seht auf das Haupt der Hanse, nicht auf die Glieder! Wir haben durch die Kaperbriefe der englischen Königsmacher in den letzten acht Jahren rund 350 schwerbeladene Schiffe verloren. Vergeblich forderten wir dafür 200000 Pfund Sterling England will also unsere verbrieften Rechte nicht länger anerkennen.“— „Warwick hat unsere Briefe und Siegel zerrissen, den Stalhof geschlossen und alle Waren beschlagnahmt!“, bekräftigte der Sprecher Bremens. „Unsere auch! Die wendischen Städte haben am meisten eingebüßt“, betonte Stolte.„Wir Lübecker sind jedenfalls überzeugt, daß die Hanse mit dem Hering in der Hand den Respekt wiederherstellen kann, wenn sie sämtliche Kaufleute aus England abberuft, keine englischen Tücher mehr kauft und auch sonst keine englischen Waren mehr einführt.“ Murmester lächelte. Er kannte seine Stalbrüder. Sie glaubten, mit dem Hering auch den Dreizack in der Hand zu haben, damit die Küsten rund um die Oster= und Westernsee zu beherrschen. Als ob die Zeichen der Zeit nicht längst einen neuen Kurs wiesen... Sahen sie denn nicht, daß ringsum die Geister erwacht waren und mit hemmungslosem Machtwillen zu einer neuen Teilung der Länder in das Feld rückten? Was galten heute noch Satzungen und Privilegien. Ketzer und Freibeuter aller Stände drängten herauf, Unabhängigkeit war die Parole der Stunde. Besonders in England. Worauf liefen dort alle Parteikämpfe hinaus? Auf die geeinte Macht! Jetzt hat sie der sechste Heinrich von York. Er will das Tuch allein englisch stalen, will die hansische Währung allein als Rechnungseinheit englischen Pfundes, will damit die Märkte von Brügge bis Neugard erobern. England, das nicht genug Wehrkoggen hat, um in Sund und Belt über die Hansen herzufallen. Doch. wen wundert das? Inselreiche wollen Abwehr und Ausdehnung, nicht offene Türen und Zusammenschluß. Wer wie er, Murmester, von Jugend an auf Back und Schanze der Kogge ggestanden, sah das längst, sah als ein aus Padua heimgekehrter Doktor der Rechte noch weit mehr. Sah zum Beispiel, daß in Frankreich Ludwig von Valois mit hinterhältigster Schlauheit, Energie und Treulosigkeit die Macht seiner Vasallen brach, um nun wahrscheinlich bald auf Brügge zu drükken, wie die Polen, die den Orden in Schach hielten, die Lagerplätze von Elbing bedrohten. Worauf wartet die Hanse noch? Sie sollte losschlagen, ehe es zu spät ist. Mit Kartaunen und Schanzzeug alle Segel voll und bei! Murmester blickte in die Runde der weinroten Köpfe zwischen den breiten Schultern, die in bunten, mit schweren Silberketten behangenen Wämsern steckten, blickte in diese Reihen grobschlächtig=biederer Gesichter### voll Stolz und Eigendünkel. Wohl, sie verstanden zu rechnen, sie schlugen sich, wenn es sein mußte, um den letzten Pfennig, aber weiter als der Hering zog, dachten sie nicht. Der schwärmte um Schonen. Sie brauchten nur ihre Körbe ins Wasser zu halten und voll waren sie. Gut 30000 Tonnen hatte der letzte Fang erbracht. Gutes Geld, um flandrische Tuche zu kaufen, Friesenwolle, spanische Trauben und Spezereien aus der Levante. Aber Wehrkoggen rüsten? Nein, hier konnte er geradeswegs nicht zum Ziele kommen. Er ließ sich nicht erraten, als er nun sagte:„Dem Beschluß, England vom Handel auszuschließen, stimmen wir durchaus zu. Um ihn zuverlässig durchzuführen, muß aber die Westernsee überwacht werden. Wir Hamburger sind bereit, das im Auftrage der Hanse zu tun, und zwar auf eigene Kosten. Wir bitten deshalb um Vollmacht. Dagegen ließ sich nichts sagen. Auf eigene Kosten? Sehr gut! Nur der Kölner meinte, sie als erste Kaufleute des Kaisers hätten doch wohl das Recht, M 88 AA Kradschützen wehren einen Flankenangriff ab (PK-Erdmann-Scherl- Autoflex) Panzerlied Von Heinrich Anacker Es rasseln und rattern die Bänder; Motoren, sie dröhnen mit Macht— Sie rollen durch feindliche Länder Die Panzergiganten zur Schlacht! Attacke wollen wir fahren, Wie Lützow und Ziethen mit Schneid, Denn wir sind ja die Schwarzen Husaren Der neuen, der eisernen Zeit! Wir brauchten nicht Wege zu halten; Wir brechen durch Wald und Verhau; Uns trotzen mit Teufelsgewalten Nicht Graben noch Bunkerbau! Attacke wollen wir fahren, Wie Lützow und Ziethen mit Schneid, Denn wir sind ja die Schwarzen Husaren Der neuen, der eisernen Zeit! Die Wagen, die gegen uns branden— Wir stürzen uns feuernd auf sie, Und hetzen sie alle zu Schanden Als stählerne Kavallerie! Attacke wollen wir fahren, Wie Lützow ud Ziethen mit Schneid, Denn wir sind ja die Schwarzen Husaren Der neuen, der eisernen Zeit! So schlagen wir stürmend dem Heere Die Bresche in siegreicher Schlacht— Und ob er verbissen sich wehre, Der Feind wird zur Strecke gebracht! Attacke wollen wir fahren, Wie Lützow ud Ziethen mit Schneid, Denn wir sind ja die Schwarzen Husaren Der neuen, der eisernen Zeit! in ihrem Seegebiet eigene Schlupwächter zu stellen. Und wer wüßte denn auch, ob in der Hamburger Heringstonne nicht faule Fische wären. Das war stark. Zornröte flammte in Murmester auf.„Den Schimpf lassen wir nicht auf uns sitzen! Wo waren die Kölner", wies er ihn zurecht, als es galt, mit den Vitaliern fertig zu werden?“. Sie haben nichts beigesteuert, haben auch keinen Nikolaus Schoke, Sim von Utrecht und Hein Hoyer auf die Bordplanken gestellt. Wer will Hamburg den Rang streitig machen, wenn es gilt, sich für die Hanse zu schlagen?—Das saß. Alle, bis auf die Kölner, gaben Murmester ihre Stimme. Nun galt es, unverzüglich zu handeln. In Hamburg angekommen, ließ er sofort die seetüchtigen Koggen in Kriegszustand bringen. Großmast und Gillung wurden überholt, Enterdraggen und Beile geschärft, Seil und Treil gelabsalbt und kalfatert. Wenige Wochen nach Ostern stand„De grote Marie“,„De Katrine" und„De vleegende Geest“ mit wackeren Kriegsleuten an Bord klar zum Auslaufen. Die Engländer hatten Wind bekommen, doch scheuten sie sich auch nun nicht, unter falscher Flagge zu kapern. Da ging Murmester mit Kurs auf Helgoland in See, legte zunächst einen Sperrgürtel bis Scharhörnriff und schickte schnellsegelnde Liburnen aus, den Fuchs aus dem Loch zu holen. Das Glück war ihm günstig. Bald luvten die ersten burgundischen Koggen an, die keine waren. Sie wurden gerammt und mußten blutig Hals geben. Nach dieser guten Prise wollten die Bremer sich auch nicht lumpen lassen. Mit einer stattlichen Hulk und etlichen wohlbemannten Kraiern schlossen sie sich den Hamburgern an, die sich nun um so schärfer ins Geschirr legten. Aber die See ist weit, und England selbst trasen die Schläge nicht; an ein entscheidendes Unternehmen war vorläufig nicht zu denken. Da brachte ein umwälzendes Ereignis Murmester frischen Wind in die Segel. Köln war des Zusammengehens mit England überführt worden. Es wurde verhanset, ging aller seiner Rechte an die Hanse verlustig. Jetzt fanden sich die Hände. Murmester erhielt den ehrenvollen Auftrag, einen Strafzug gegen England zu rüsten. Im nächsten Frühjahr rückte eine vereinigte Flotte von 20 Schiffen mit 3000 Mann Besatzung aus, die scharf am Winde auf Englands Küste zuhielt. Die Landung vollzog sich ohne Zwischenfall; die Hamburger allen voran, stürmten die Hansen vorwärts. Sie übten schonungslos Vergeltung. Im Umkreis von fünfzig Meilen wurde die Küste verheert. Englands König war so völlig überrascht, daß er gar nicht erst dazu kam, seine Söldner entgegenzuwerfen. Erst ein Jahr später stellte er sich mit sechs großen Orlogschiffen zum Angriff. Aber er kam nicht weit. Die Hansemänner kreisten geschickt die schwimmenden Festungen ein und fuhren dazwischen wie das Wetter. Am 1. Juli 1473 waren in Utrecht englische Unterhändler zur Stelle. Auf diesen Tag hatte Murmester gewartet. Er forderte als Wiedergutmachung 10000 Pfund Sterling und Rückgabe aller verbrieften Privilegien und Handelsfreiheiten. Das war zuviel, die Engländer weigerten sich. Lieber mit dem Teufel als mit den Hamburgern paktieren, gestand König Heinrich. Aber es half ihm nichts, Murmester ließ nicht locker— man muß weiter denken, als der Hering zieht! Schließlich gaben sie denn auch klein bei. Die Hanse stand wieder groß da, und die Großmächte zogen den Hut. Nun hatte sie wieder den Dreizack in der Hand, und den Hering, versteht sich, außerdem, woran man sieht, was ein Hanseantenwort gilt, wenn ein ganzer Kerl dahintersteht. Und großzügig wie der Hamburger nun einmal ist, besonvers, wenn er gut gefrühstückt hat, ließ er damals den Kölner auch wieder in die gute Stube. Der hat sich denn auch nicht mehr schlecht aufgeführt, sondern einträchtig mit allen Brüdern im deutschen Hause die Hände geregt, wie es sich get, und wie es richtiger ist, die faulen Fische bei sich selder, zu suchen, als sie anderen in die Tonne zu legen. Das Duch Skizze von Hanns Gottschalk Als Doktor Matthias eines Abends aus dem Bücherschrank ein schöngeistiges Werk hervorholen wollte, fiel ihm auf, daß zuoberst in seiner Lieblingsreihe ein Buch fehlte. Ein Gefühl, das einem Erschrecken glich, überkam ihn, und er suchte und suchte und fand das schmale Bändchen endlich in einer Truhe zwischen alten Akten und losen, vergilbten Blättern. Margot, seine junge Frau, errötete leicht, als sie ihn mit dem Fetzen, in dem Hände von Geschlechtern geblättert zu haben schienen, daherkommen sah; sie wollte eine Erklärung abgeben, aber Matthias winkte ab. Ich will dir etwas erzählen: Es saßen einmal im Unterstand ein Leutnant und sieben Mann. Drei spielten Karten, der vierte kiebitzte, der fünfte schrieb einen Brief, der sechste kaute an seiner Pfeife und träumte, und der siebente schließlich, der gerade ein Päckchen aus der Heimat bekommen hatte, hielt ein gekästeltes Blatt Papier in der Hand und las. Und nachdem er gelesen hatte, entfernte er sich aus dem Stollen wohl, um einige kurze Augenblicke mit sich allein zu sein. Wenige Herzschläge später begrub ein Volltreffer einen Leutnant und sechs Mann. Drei hatten Karten gespielt, der vierte gekiebitzt, der fünfte hatte einen Brief geschrieben und der sechste an seiner Pfeife gekaut und geträumt. Hier schwieg Doktor Matthias eine Weile und sah, als hinge auch er einem Traume nach, auf das zerschlissene Buch, über das er ganz behutsammit der Handfläche strich. Und der siebente? Seine Mutter hatte ihm in dem Päckchen ein Büchlein, das er bereits als Junge über alles liebte, zugeschickt, darin, von zitternder Hand geschrieben, ein paar Zeilen auf einem gekästelten Blatt Papier. Und das Büchlein, das dem einen von den sieben Mann im Unterstand das Leben rettete, ist dieser zerschlissene Fetzen hier. Meine Mutter hatte mir ihn, drei Tage vor ihrem Tode, ins Feld geschickt. Nummer 27 Der illustrierte Sonntag Darch zernhscht Werdandenhen gestarat 9. Jahrgang Briefe großer Soldaten an ihre Frauen Jeden deutschen Mann, der den glorreichsten Sieg der Geschichte in Westeuropa mit seinem Einsatz erkämpfen half, begleiteten die Wünsche, Sorgen und Sehnsüchte der Frauen. Es hat sich in dieser Schicksalszeit unseres Volkes eine seelische Verbundenheit bewährt, die mehr als nur persönliche Bindungen zum Ausdruck brachte, weil sie im Gemeinschaftsschicksal des Volkes wurzelte. Wieviel Ströme der Kraft aus der wahrhaft großen Haltung der deutschen Frauen von 1939/40 auch hinausflossen an die kämpfende Front, der sie die Zuversicht des Herzens vermittelten, wird erst eine spätere Zeit ganz erfassen können. In dem heißen Bemühen, sich ihrer kämpfenden Männer, Söhne und Liebsten würdig zu erweisen, haben die deutschen Frauen der Gegenwart viel dazu beigetragen, die Soldaten seelisch zu entlasten und dadurch für ihren vollen Einsatz unter den Waffen zu stärken. Diese Frauen haben eine Tugend lebendig erhalten, welche schon in vergangenen Jahrhunderten Wunder gewirkt hat. Denn von jeher haben große deutsche Männer und Millionen unbekannte Soldaten auf das Vertrauen der deutschen Frau gebaut, sich durch die seelische Verbundenheit mit ihnen gestärkt gefühlt und in der Wechselwirkung von gegenseitigem Zuspruch die volle Freiheit des Handelns erlangt, die eine geschichtliche Zeit von den kämpfenden Männern fordert. Was große Männer so an ihre Frauen und Mütter schrieben, soll hier als Beispiel stehen für alle deutschen Soldaten und ihre Frauen. Die Verehrungswürdigkeit der Mutter empfinden wir Deutschen besonders stark. Was Friedrich der Große im Jahre 1774 an den Herzog Karl von Württemberg schrieb:„Achten Sie in Ihrer Mutter stets die Frau, die Ihnen das Leben geschenkt! Je rücksichtsvoller Sie gegen sie sind, desto mehr Achtung werden Sie verdienen!“, das empfindet wohl jeder deutsche Mann. Wie groß und hart auch die Anforderungen an den Soldaten sein mögen, so wird er doch stets Zeit finden, an die Mutter in der Heimat zu denken. In vielen Briefen bedeutender Soldaten erkennen wir, wie auch der Krieg nichts an der Tatsache ändert, daß die Gattin zu Hause den Mittelpunkt des männlichen Innenlebens bildet. So schrieb der Reitergeneral Fürst zu Schwarzenberg vor der Völkerschlacht bei Leivzig an seine„Liebste Nanni“:„Geht alles gut, so werde ich mich einst bei Euch an meinem Bewußtsein erfreuen und an den Kindern, und wir wollen dann wieder unsere Bäume pflanzen und hegen... Nun trenne ich mich von Dir, um ein paar Stunden zu ruhen; mir ist so wohl, mit Dir ein paar Minuten gelebt zu haben.“ In dem Briefwechsel von Carl und Marie von Clausewitz während der Befreiungskriege besitzen wir gleichfalls ein schönes Dokument unwandelbarer Treue und Verbundenheit eines deutschen Soldaten und seiner Frau. Der spätere General von Clausewitz und Schöpfer der Lehre vom Kriege schrieb 1812 aus Rußland an seine Frau:„Mitten im Getümmel des Krieges fühle ich mich einsam, und in dieser Einsamkeit verrinnen die schönsten Jahre des Lebens. Die Welt erwacht mir erst wieder an Deinem Herzen. Doch darf ich nicht klagen, ich muß mein Glück zum Opfer bringen und dem Himmel danken, wenn dieser Tropfen im großen Strome der Begebenheiten nur nicht ganz unnütz mit vorüberrinnt.“ Aus einem Quartier in der Nähe von Paris schreibt Clausewitz nach einer Schloßbesichtigung: „Ich habe alles ohne Aufmerksamkeit und Muße angesehen, bloß weil Du nicht dabei warst. Nirgends vermisse ich Deinen Umgang so als bei solcher Gelegenheit: es ist, als wäre meine Seele nur halb, als fehlte mir die andere Hälfte.“ Wie sehr der große Stratege und Schlachtenlenker Moltke mit seiner Braut und späteren Frau verbunden war. mag folgende Briefstelle zeigen: „Ach, liebe Marie, mich quält der Gedanke, daß Du mich überschätzest und ich dann hinter Deinen Erwartungen zurückbleibe. Süße Marie, wenn es mir doch gelänge, Dich ein paar Jahre glücklich und zufrieden zu machen, wie gern will ich dann abscheiden.“ Seinem Bruder gegenüber bekannte Moltke in einem Brief:„Mein größtes Glück ist meine Frau“ Auch von Bismarck besitzen wir eine ganze Reihe von Briefen, aus denen neben herzlicher Liebe tiefstes Vertrauen und Achtung für seine Lebenskameradin spricht. So schreibt er im Jahre 1852 an seine Johanna:„Mein Herz, mir ist die glückliche Ehe und die Kinder wie der Regenbogen, der mir die Bürgschaft von Versöhnung nach der Sintflut von Verwilderung und Liebesmangel gibt, die meine Seele in früheren Zeiten bedeckte. Vertraue freudig, mein Liebling, ich habe die Gewißheit, daß ich Dich nicht missen kann, noch lange, lange nicht.. Es braucht hier kaum gesagt zu werden, daß Liebe, Vertrauen, Achtung und Verbundenheit, die aus diesen Soldatenbriefen sprechen, nicht einseitig gewesen sind. Die Frauen solcher Männer waren ihrer nicht würdig Sie hofften, warteten und harrten aus, sie achteten nicht der Opfer im Füreinandereinstehen, sie klagten auch nicht, sondern sie bestärkten ihre Männer noch darin, den einmal beschrittenen Weg bis zum Ziel, d. h. bis zum endgültigen Sieg, durchzustehen. Als ein Beispiel für viele wollen wir hier eine Briefstelle von Marie von Clausewitz erwähnen, die— als sie merkte, daß ihr Mann sie in Briefen schonen wollte— ihm die Schillerschen Worte ins Gedächtnis rief: „Ich bin Dein treues Weib, und meine Hälfte ford'r ich des Grams!“ Die Frau des deutschen Soldaten will wie jede andere Frau mit ihrem Gatten nicht nur schöne Erlebnisse, sondern sie will mit ihm alles teilen: das ist der Sinn der Gemeinschaft zwischen Mann und Frau. Die Liebe schließt auch die Opferbereitschaft in sich ein. So bat Marie von Clausewitz ihren Mann— als er auf russischer Seite gegen Napoleon kämpfen wollte—, bei seinen Zukunftsplänen den Gedanken an sie keinen Einfluß auf den zu fassenden Entschluß einzuräumen:„Deine Liebe ist mein höchstes, mein einziges Gut; aber ich würde untröstlich sein, wenn Du mir, meiner Meinung, meinen Wünschen, hier irgendein Opfer brächtest; an Dich und Deine Zukunft, nicht an die meinige denke! Handele Du, ich will es tragen!“ Aus diesen Worten spricht höchste Opferbereitschaft, Hingabe und Verbundenheit. Die gleichen Tugenden finden wir auch bei den Soldatenfrauen von heute. In Ihren Briefen und in den Briefen ihrer Männer und Söhne wird die gleiche schöne Hingabe, aber auch der feste Wille lebendig, für Volk und Vaterland jedes Opfer zu bringen. Alfred Rother=Carlowis. Nummer 27 DEIKE Spiel der kleinen Leute(G. Meendsen=Bohlken) Der rotr Wllllel Erzählung von E. C. Christophé Die große chemische Fabrik lag weit draußen vor den Toren der Stadt. Ringsum dehnten sich meilenweit die Felder. Dazwischen lagen hier und da verstreut die Dörfer und Gehöfte. Drüben aber, dort, wo sich die ersten Hügel zum bewaldeten Höhenzuge erhoben, lag das kleine Versuchswerk der Fabrik. Hier hatte Dr. Brodersen häufig zu tun. Auf ihm ruhte allein die Last der Verantwortung. In jeder Woche einmal sauste er mit seinem kleinen Wagen zum Versuchswerk. Nahm den kürzesten Weg, um Benzin zu sparen. Hatte auch im Werk Bestimmungen erlassen, die an Schärfe nichts zu deuten ließen. Wer Benzin leichtsinnig verbrauchte, ist ein Volksschädling, hieß es in einem Aufruf, den sogar der Chef selbst, der alte Geheimrat Bunsemann, persönlich gegengezeichnet hatte. Und heute mußte ihm nun das passieren. Aber ich will die tolle Sache der Reihe nach erzählen. Hans Brodersen, Ende der Dreißig, straff und energisch, rief am Vormittag den zweiten Ingenieur des Laboratoriums an. „Ich fahre zum Versuchswerk rüber,“ sagte er, „hast du etwas zu bestellen?“ „Nein,“ antwortete der andere,„das nicht, aber ich komme mit. Muß unsere neuen Anlagen noch einmal überprüfen. Warte also auf mich.“ Pünktlich auf die Minute erscholl das Hupensignal. Dann trat Brodersen den Hebel. „Weshalb fährst du eigentlich diesen ekelhaften Stoppelweg,“ schalt der Ingenieur,„dem Wagen brechen die Federn und uns die Knochen.“ „Schadet nichts,“ gab Brodersen ungerührt zurück,„besser die Federn als zuviel Benzin.“ Der Ingenieur zuckte die Schultern. In dieser Beziehung war mit Brodersen schlecht Kirschen essen. Dann gewannen sie wieder die Landstraße. Der Wagen machte gleichmäßige Fahrt. „Hinter uns kommt ein anderer Privatwagen.“ sagt der Ingenieur;„fahr rechts ran, er fährt schneller und will uns überholen.“ Erstaunt wandte der Chemiker den Kopf, als das kleine Gefährt vorüberbrauste. Eine Frau saß am Steuer, eigentlich, so schien es, ein noch zunges Mädel. „Da haben wir'.“ Brodersen verzog die Lippen.„Wir sparen Benzin, feilschen um jeden Tropfen im Werk und dies Weihsbild rest zum Vergnügen durch die Gegend. Man mußte ihr eine Lehre erteilen.“ „Eine Lehre" lachte der Ingenieur,„das durfte dir eingefleischten Junggesellen bei so einer Amazone verflucht schwerfallen.“ „So?“ knurrte Brodersen am Steuer und gab Gas. Hatte den kleinen Bruder auch sehr bald eingeholt. Stellt ihn an einer Kreuzung. Drückt ihn gegen den Straßenrand. Hielt. Auch das Mädel stoppte. Ließ das Fenster herunter.„Was fällt Ihnen ein,“ rief sie kirschrot vor Zorn,„was wollen Sie von mir? Lassen Sie mich gefälligst fahren.“ Brodersen rührte sich nicht. Behielt seine eisige Ruhe wie bei seinen gefährlichen Experimenten. „Hallo, nicht so stürmisch, mein Kind,“ sagte er, „zunächst einmal, dürfen Sie denn überhaupt diesen Wagen mit dem roten Winkel benutzen?“ „Das geht Sie einen Dreck was an“, fauchte die Blonde,„geben Sie sogleich den Weg frei oder...“ „Oder“, wollte Brodersen fragen, aber da sauste sie schon wieder davon, so haarscharf an ihm vorbei, daß sein eigener Wagen eine anständige Schramme bezog. Gerhard lachte.„Da hast du deine Ohrfeige weg, aber eine, die nicht von Pappe war.“ Als sie wieder Gas gaben, verschwand der Kleine in der Ferne. Es dämmerte schon, als sie sich auf den Rückweg machten. Hatte alles geklappt. Brodersen war in ausgezeichneter Stimmung. „So,“ sagte er, als sie die ersten Häuser des Dorfes erreicht hatten,„jetzt gehen wir noch auf einen Schoppen zu Vater Krause und dann nach Hause.“ Als sie vor dem Gasthaus stoppten, trauten sie ihren Augen nicht. Da stand doch, tatsächlich, da stand doch der Kleine von vorhin. Der kleine Wagen mit dem energischen Mädel. So schnell waren die beiden noch nie aus den Sitzen gekommen. „Jetzt haben wir sie,“ frohlockte der Chemiker, „und diesmal soll sie uns nicht entkommen.“ „Ob sie dir,“ erwiderte der Ingenieur zweifelnd,„aber Rede und Antwort stehen wird, das ist eine andere Frage.“ Die gemütliche Gaststube war leer. Doch halt, in der Ecke saß sie und schrieb einen Brief. Der alte Wirt kam hinter der Theke hervorgehunpelt. Begrüßte die beiden. „Na. Herr Doktor,“ fragte er,„alles in Ordnung?“ „Klar“, lächelte der Chemiker und beugte sich zu dem Alten„Sagen Sie mal, wer ist die Frau dort? Wir trafen sie heute vormittag mit einem rotgewinkelten Wagen auf der Landstraße und hatten einen kleinen Zusammenstoß mit ihr.“ „Zusammenstoß,“ grinste der alte Krause,„aber Herr Doktor, so ein hübsches Mädel.“ „Kennen Sie sie oder nicht,“ gab der Chemiker leicht ärgerlich zurück,„der Wagen stammt doch hier aus der Gegend.“ „Tja,“ sagte der Alte und rieb sich das Kinn, „eigentlich müßten Sie sie noch besser kennen, Herr Doktor Brodersen.“ „Ich,“ staunte der Chemiker,„und weshalb, bitte sehr?“ „Weil das die Tochter von Geheimrat Bunsemann ist,“ lächelte der Wirt. Brodersen blieb für einen Augenblick die Sprache peg.„Wie,“ fragte er über alle Maßen erstaunt,„das ist die Hilde?“ Der zweite Ingenieur wandte überrascht den Kopf.„Du kanntest sie doch noch als kleines Mädel,“ zischelte er dem Freunde zu,„Mensch, hast du ein Gedächtnis.“ „Damals war sie zwölf und ich zweiundzwanzig,“ gab der Chemiker leiser zurück,„heute sind wir fünfzehn Jahre älter, aber komm, wir wollen sie begrüßen.“ Sie hob den Kopf, als die beiden an ihren Tisch traten. Legte zuerst die Stirn in Falten. Dann aber lachte sie.„Nicht möglich“, sagte sie und streckte Brodersen die Hand entgegen,„nach so langer Zeit treffen wir uns auf der Landstraße wieder. Aber was wollten Sie denn heute vormittag von mir, Doktor, oder beabsichtigten Sie, mich am Chausseegraben stürmisch zu begrüßen?" „Nein,“ erwiderte der Chemiker nun wieder ganz ernst,„Fräulein Hilde, wir haben doch manchen Streich zusammen ausgeheckt, ich als junger Ingenieur und Sie als kleine Krabbe...“ „Ja damals,“ sagte Hilde Bunsemann und blickte Brodersen mit ihren blauen Augen strahlend an, daß seine guten Vorsätze leicht ins Wanken gerieten. Aber der Chemiker war nicht der Mann, seine Meinung wegen zweier strahlender blauer Augen aufzugeben. „Fräulein Hilde,“ sagte er,„ich war heute vormittag ehrlich wütend auf Sie. Wir sparen uns jeden Tropfen Benzin vom Munde ab, und Sie fahren sozusagen mit der Autorität Ihres Vaters in der Gegend herum und verplempern unseren wichtigsten Betriebsstoff.“ „Sie sind noch immer der Alte,“ gab sie leise zurück,„immer haben Sie etwas zu meckern. Aber wer sagt Ihnen denn, daß ich nicht etwas ganz Wichtiges vorgehabt hatte?“ „Nun,“ antwortete Brodersen,„bei Frauen ist es doch immer dasselbe. Frauen besuchen sich gegenseitig oder fahren ins Theater, oder was weiß ich sonst noch alles.“ „Eine andere Frau habe ich allerdings besucht,“ gab Hilde versonnen zurück,„und es war wirklich sehr eilig.“ „Sicherlich sollte das neue Frühjahrskostüm bewundert werden," lachte der Chefchemiker,„aber wollen Sie denn hier in unserer gottverlassenen Gegend bleiben, Fräulein Hilde? Oder muß ich.“ „Nein“, lächelte sie schnell versöhnt,„sagen Sie nur ruhig weiter Hilde,„wir sind ja immer gute Freunde gewesen. Uebrigens möchte ich Ihnen etwas vorschlagen. Sie Eigensinn.“ „Eine Wette?“ fragte der zweite Ingenieur und versuchte ebenfalls einen Blick der blauen Augen zu erhaschen. Aber sie sah nur Brodersen an. „Und das wäre?“ fragte er vorsichtig. „Sie glauben, ich habe heute Benzin verplempert?“ sagte sie. er ehrlich zurück,„ich bin überzeugt, daß Sie den Wagen nicht zu benutzen brauchten.“ „Nun gut“, erwiderte sie,„wetten wir um hundert Mark für die Unfallkasse des Werkes.“ „Und wer“, fragte Brodersen mißtrauisch,„soll Schiedsrichter zwischen uns sein?“ „Sie selbst“. lachte die Blonde und schüttelte sich vor Vergnügen. „Ich selbst?“ Brodersen zögerte.„Aber ich bin doch Partei!“ meinte er dann. „Nein“, entgegnete Hilde,„Sie sind viel zu ehrlich, um nicht auch gegen sich selbst entscheiden zu können. Also gilt es?“ „Es gilt“, sagte der Chemiker,„also wen haben Sie heute besucht?“ „Eine Frau“ antwortete Hilde Bunsemann, „eine Frau Seidel.“ „Nun also“ triumphierte der andere,„da haben wir's, und was haben Sie bei der Frau gemacht?“ „Ich habe“, lächelte das blonde Mädel und ihre Augen wurden plötzlich ganz dunkel,„Frau Seidel von einem gesunden Jungen entbunden. Die Hebamme ist nämlich im Nachbardorf, und ich, Herr Doktor Brodersen, bin Kinderärztin geworden, falls Sie das noch nicht wissen sollten. Aber immerhin sind das ja fünfzehn Jahre her...“ Sekundenlang stand die Stille greifbar in der kleinen Gaststube. Der Wirt hinter der Theke war eingenickt. Der zweite Ingenieur war lachend hinausgegangen, um nach dem Wagen zu sehen. „Verloren“, sagte Brodersen und streichelte vorsichtig ihre Hand,„ich habe verloren, Hilde..“, aber dennoch strahlte in seinen Augen das Glück. et „Diese Gaukler a gen, denen man hat?“ meinte einer Nilufer und benutzte #um unsere Pflanzen über einem kleinen „Das mag wohl immer!“ sagte Hase Freuther aus Düssell Indien und Afrika, beck seine Schlangen „Es war in Mol gerade einen Whiskt Militärstation, alse Inder aus dem Offic weißer Bart stach sel Vzerfurchten Gesicht ur den Augen. „Der Mann war Offizier meines Reg sagte der Oberst.„B ##ren habe sich mit der die seine Begleiterin Kind und aus einen Abat mich, daß ich mei sich mit der Kleinen „Und was haben nel?“ fragte ich. „Daß ich mich hüter angelegenheiten mein werwiderte der Oberst. sabe ich ihn einfach h der wohl bei meinem A „Und Sie wissen! zier?“ Der Oberst unterb und will es nicht wis uns heute abend einm ner Kleinen ansehen. Soll angeblich ein neu Am Abend saßen n der Inder zu seiner V In der ersten Reihe s# einige weiße Kaufleute gepitzen der indischen? die jüngeren Offiuss. vorgezogen, sich meh Dort wurde allerlei ul heißungsvoller Blick m nen gewechselt. Ich zog eine der rückwärtigen 9 keinen Bekannten sah, d ansmann, neben den ir saß ein englischer die Vorbereitungen det folgte. Die ersten Darbeit: wöhnliches. Es waren man sie damals in den Europa sehen konnte. Nach einer längere Dharwar und mit ihm zehnjähriges Mädchen. ### um ihre schlanken Hohe, wie man eine gesc wickelte sie vor unsere [Decke. Dann verknüpft Decke. Wir konnten dur Das ersehn Von Friedrich Es glüht das Die ausgebran Jedwedes Wes Nach einem T1 0 Himmel. bri Dies Blau aus Nur Regen, Re Herab ins schi Er hört. Im W Und spinnt ein Er ballt sich,s Als Wolkenber Jetzt mit den Fährt auf der Und auf den I Löst er sein Fe Heut haf Es zuckt In' fahler Ein stum Wild schießtt de Aus dichter We Rings lodert G Der Himmel ste Es kracht. 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