oie Kreuz jetzt wissen, was zen ihre Spende bereitdie Durchführung dieses ir großen Aufgaben, die reuz gestellt sind. die Aufgabe des Kriegsreuz, jene notwendigen er Gemeinschaft unseres nd, die Grundlagen für =Kreuz=Organisation zu Zetreuung unserer versicherzustellen, bedarf es ng von Verbandsstoffen Is Pflegepersonals, oder n, wenn es gilt, dem de zu helfen. Spende am 1. und 2. ür das Kriegshilfswerk ungültig. Am 2. Juni n über Schlachtfette ihre Abschnitte über SchlachtReisemarken für Butter werden die Verbraucher Wo das doch der Fall vendet werden. Ein Umarken durch die Ernähdie übrigen Reise= und 9. Gaststätten. Der Leiter herbergungsgewerbe hat mnststellen eine ErweiLokalen zugelassen. Sie t Frischgemüse und Sastehen. Die Höchstzahl m 30. August 1940 für r Salatarten drei statt Beschränkung die Fischt werden. let. Am Montagmorgen ngen wollte, ein Junge gang nach Lippspringe ossenen Schranke hatten in seinem Eifer. die n. übersah der Junge fort tot. xplosion getötet. Ein etriebe der Möbelfabrik sorchef des Betriebes. h tros seinen 74 Jahren och täglich im Betriebe des Heizungskessels beebers kam es zu einer stichflamme entwickelte s Disselkamp in Brand sefolgschaftsmitgliedern n Hilfe zuteil werden schwer, daß sie nach en Mit, der Familie saft des Betriebes den in zähem Fleiß aus deutenden industriellen versönliche Verbindung verlieren. Aber auch n seiner echt westfäliur, beklagen den tragiiber hinaus aber wird s Andenken bewahren. loten rewe, 63 J. bwesend); Stellvertreter Beilagen, den heimatort und Provinz: Hans i. V. und Kunst: Dr. sortschriftleiter. Verlag ille in Lippstadt. ai 1010 riülie.) m möglich bei Brand-, Sonnenschäsien, Ekzem. Wundsein mit II erfolgreich vorgehen ack..75, 100 gr..40 erie Steltmann, Büren. ressen Thre veine schlecht? d U hIft! ; schon in-8 Tg. Zu haben in der ke zur Residenz in Büren: ke Sarrezin in Fürsteoberg s de#e 7 Wochen 1 Ferkel gibt ab brand, Weine. Nunmnr 9, Sountag, ien.Ju 1946.hehtegang Voldaten=einter neuen den Das Geheimnis der deutschen Waffensiege von Kurt Maßmann Das deutsche Westheer ist zu den entscheidenden Kämpfen angetreten, zu Kämpfen und Schlachten, die im Einsatz der Menschen und im Einsatz der Waffen nicht ihresgleichen in der Geschichte haben. Noch sind Worte unzulänglich, die ungeheure Gewalt dieses Krieges und das Inferno von Panzerschlachten zu schildern, zu denen rasselnd, die Erde erschütternd, aus tausend Schlünden feuerspeiend, die tausende Panzerkampfwagen heranrollen, tausende Tonnen Eisen und Stahl in donnerndem Zusammenprall, ins Gigantische, kaum mehr Vorstellbare gesteigerter Kampf gepanzerter Ritterheere von ehedem! Dom Himmel herab aber stoßen heulend, in gewaltigem Sturzfluge, die Bomber und schleudern zerfetzendes Verderben in die eisendröhnende Schlacht! Wird überhaupt semals die Sprache ausreichen, um solche Schlachten zu schildern und den Männern, deren Einsatz weit über das Maß dessen hinaus geht, was bisher soldatischer Leistungsfähigkeit und seelischer Widerstandskraft zumutbar schien, ein Denkmal zu setzen? Eines aber ist gewiß: Mit solchem Einsatz aller Waffen können nur die Soldaten eines Dolkes kämpfen, das in letzter und unerschütterlicher Gewißheit weiß, daß dieser Kampf in Wahrheit über ein Jahrtausend und über das deutsche Schicksal schlechthin entscheidet! Gewiß, die Deutschen waren schon immer die besten Soldaten, aber ihre niemals bestrittene soldatische Tüchtigkeit wird heute aus den Quellen eines neuen Lebensgefühles, das das Volk und das Leben des Volkes als oberstes Gesetz begreift, aus den Quellen also der nationalsozialistischen Revolution zu einer soldatischen und seelischen Einsatzfähigkeit gesteigert, für die es kein Beispiel gibt! Es sind nicht nur die stets schon unübertroffenen deutschen Soldaten, die heute kämpfen, sondern darüber hinaus sind es- wie ein ausländischer Berichterstatter, zutiefst erschüttert und ergriffen, es ausdrückte- neue Menschen! Wir wollen uns bemühen, uns das zu verdeutlichen und zu erklären, soweit es sich dem rationalen Verstande mitteilen läßt: Wir wissen heute, daß sener furchtbare Haß einer alten vergehenden Welt, der diesen Krieg gewollt hat, weder dem nationalsozialistischen„Regime“ an sich noch dem Nationalsozialismus an sich gilt, sondern Deutschland, das deutsche Dolk und den deutschen Geist meint! Dieser Haß ist aber in neuerlichem, wahnwitzigem Ausbruch gerade gegen das nationalsozialistische Deutschland aus keinem anderem Grunde als dem losgebrochen, weil der Nationalsozialismus diesenige deutsche Idee, diesenige deutsche Lebensform ist, die zum ersten Male in der Geschichte alle dem deutschen Menschentum wesensFranzösische Flagge erobert. Ein Reiterspähtrupp bringt die französische Tricolore zurück, die von deutschen Truppen erbeutet wurde. (PK.=v. d. Piepen=Atlantic=Wagenborg=.) eigenen Mächte, alle Kräfte der deutschen Seele und der deutschen Gestaltungsfähigkeit zur endlichen und höchsten Erfüllung erschlossen hat! Nicht also, weil die Deutschen sich eine neue Ordnung gegeben haben, sondern weil Deutschland endlich, zum ersten Male in seiner Geschichte, ganz und gar in allen seinen Lebenskräften deutsch und nichts als deutsch geworden war, brach der alte Haß in einer alten vergehenden Welt in einem Ausbruch letzter und schon verzweifelter[ut den Krieg vom Zaune! Das„deutsche Wunder“, der deutsche Wiederaufstieg ist ausgelöst worden durch die nationalsozialistische Revolution, die weit über den äußerlichen Vorgang der Machtübernahme hinaus ihren weiterwirkenden, eigentlichen Sinn in der Schaffung neuer Aenschen hat, denen alle Darolen, denen das Ethos dieser Revolution der deutschen Erfüllung zum selbstverständlichen Gesetz ihres Lebens geworden ist. In diesem Sinne sind die deutschen Soldaten heute „neue Menschen“, weil sie ihre Kämpfe bestehen und ihre Schlachten schlagen nicht nur als Soldaten, sondern als bewußte Träger der deutschen Entscheidung für ein Jahrtausend! Für diese Männer hat die Hölle ihren Schrecken verloren, und sie vermögen mit unerschütterter seelischer Widerstandskraft das Inferno furchtbarster Schlachten zu durchschreiten, weil sie in letzter, in gläubiger Zuversicht wissen, wofür sie angetreten sind und für Aufbruch der Panzer zum Vorstoß. Schwere Panzerwagen, die sich im Morgengrauen fertig zum Vorstoß gegen den Feind machen. (.=Aherlsüggenborgel!) „Ich glaube und bekenne.. Larl von Clausewitz' Bekenntnis Ich glaube und bekenne: Daß ein Volk nichts höher zu achten hat als die Würde und Freiheit seines Daseins; daß es diese mit dem letzten Blutstropfen verteidigen soll; daß der Schandfleck einer feigen Unterwerfung nicht zu verwischen ist; daß man die Ehre nur einmal verlieren kann. welche Aufgabe ein großes und stolzes Schicksal sie ausersehen hat! Mit solchen Soldaten nur kann man einen solchen Krieg führen. Nur solche Soldaten können unerschüttert und mit ungebrochener seelischer Widerstandskraft die Schrecken von Panzerschlachten und von Kämpfen mit einem Einsatz technischer Kampfmittel bestehen, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat! Für die Entscheidung eines Jahrtausends kann man so kämpfen,= aber nicht für die Geldsäcke einer plutokratischen Welt von gestern! Auch die Tatsache der materiellen Rüstung hat dieselben Gründe wie die Tatsache der seelischen und geistigen Rüstung: Nur ein Dolk, das durch eine totale Revolution aller seiner Lebenskräfte und Existenzbedingungen gegangen ist, vermag alle und auch die letzten Kräfte seiner Erfinder, Techniker, Ingenieure und seiner Arbeiter auf das einzige Ziel auszurichten, die modernsten Kampfmittel für seinen Entscheidungskampf sich zu schaffen! And nur die Soldaten dieses Dolkes vermögen mit solcher Entschlossenheit sich ihrer zu bedienen! Begreifen wir darum in der ganzen tiefen Oerpflichtung dieser Erkenntnis, daß die Entscheidungskämpfe dieses Krieges, zu denen die deutschen Oivisionen im Oesten nun angetreten sind, die Entscheidungskämpfe eines Krieges neuer Menschen für eine neue Welt sind, für ein ganzes Jahrtausend! Wir begreifen dann auch, daß dieser Krieg die letzte und höchste Bestätigung jenes weiterwirkenden Vorganges der nationalsozialistischen Revolution ist, in der alles große Geschehen unserer Zeit und des anbrechenden Jahrtausends unverrückbar beschlossen ist! Deutsche Flak an Deutschlands Küsten Photo„Die Wehrmacht“ Nummer 22 Der illustrierte Sonntag Ver Rern Sed Kohomene Der einzige Wüstenspeöiteur der Welt erzählt... Von W. Hoeppener=Flatow Der Mann, der mir gegenüber in der Halle eines Berliner Hotels sitzt, sieht fremdartig aus: dunkelbraunes, hageres Gesicht, zu dessen Farbe das Weiß der Augäpfel in einem seltsamen Gegensatz steht, klein, dürr, aber unwahrscheinlich sehnig. Sein Anzug allerdings— ein sehr eleganter Anzug nach neuestem Schnitt— ist durchaus europäisch. Und der Beruf dieses Mannes? Der Auslandsdeutsche Heinrich Vollmehr ist Wüstenspediteur! „Nein“, lacht Vollmehr, als ich frage, ob es noch mehr Menschen gibt, die diesen Beruf ausüben,„soviel ich weiß, bin ich der einzige Wüstenspediteur, den es gibt, im Orient wenigstens! Denn der orientalische Kaufmann, der Waren durch die Roba el Chali, durch die Deschi==Kevier oder die Kara=Kum, die gefürchtete Schwarze Wüste, zu befördern hat, stellte bisher fast immer seine Karawanen aus eigenen Kamelen zusammen. Da nun aber Karawanenführer, Treiber und Tiere auch während der oft langen Zwischenzeiten zu besolden bzw. zu unterhalten sind, verursachen eigene Karawanen unverhältnismäßig hohe Kosten, die natürlich auf den Warenpreis aufgeschlagen werden müssen. Ich dagegen kann, weil meine Karawanen ständig und ohne Unterbrechung unterwegs sind, erheblich billiger transportieren— und das haben die großen und kleinen Kaufherren in Buchara, in Kabakly und in den Wüstenstädten oben in Turkestan, Usbekistan, Afghanistan und Iran sehr schnell eingesehen und sich meine Karawanen nutzbar gemacht.“ Zu seinem Beruf des Wüstenspediteurs ist Vollmehr durch ein Erlebnis gekommen, das er nie vergessen wird. Als Vierzehnjähriger begleitete er seinen Vater, einen in Turkmenistan als Eisenbahningenieur tätigen Reichsdeutschen, auf einer Wüstenreise. Hier bei imponierte dem Jungen am meisten der Tschalwadar, der Karawanenführer, ein Mensch, der seine Pfadfindereigenschaften bis zum äußersten entwickelt hat. „Ich erinnere mich", erzählt mir der Mann mit dem fast schwarz=braunen Gesicht,„daß ich unseren Tschalwadar einmal abseits der lagernden Kamele fand, mit seltsam gespanntem Gesicht in die unendliche Wüste spähend, vornübergeneigt, als ob er einer Stimme aus unendlicher Ferne lauschte. Als ich es endlich wagte, ihn zu fragen, was er da mache, antwortete er einsilbig:„Ich suche Wasser!“ Möglich, daß ich das zuerst für einen Scherz hielt. Als er uns aber zwei Stunden später an eine Wasserstelle führte— Sie müssen sich vorstellen: durch eine endlose Wüste, in der es keine Wegweiser gibt, nicht einmal landschaftliche Merkmale, denn die Wüste ändert täglich und stündlich ihr Gesicht—, da hielt ich ihn für einen großen Zauberer und beschloß, ebenfalls Tschalwadar zu werden.“ „Nun: jetzt sind Sie es ja wirklich geworden!“ wende ich lachend ein. Aber Vollmehr schüttelt sehr ernst den Kopf:„Tschalwadar kann man nicht werden! Weil man es nicht lernen kann! Solch ein Mann hat von Generationen Eigenschaften ererbt, die sonst nur das Tier besitzt: Spürsinn, ein untrügliches Witterungsvermögen und Instinkt. Ich habe es im Laufe von achtzehn Jahren nicht ein einziges Mal erlebt, daß ein Tschalwadar sich in der Marschrichtung irrte... Diese Karawanenführer sind die Seele von Vollmehrs seltadem aas JaUe Von Friedrich Franz Goldau Napoleons Fahnen flatterten in deutschen Gauen. Bei einem Teile der französischen Armee, die in Schlesien einrückte, befand sich in Teilen vom Rheinbund=Heere ein Oberst, der bei einem Grafen einquartiert wurde. Er erhielt einen Raum zugewiesen, in dem eine Anzahl Gemälde hingen. Der Offizier erbat sich vom Grafen eines der Gemälde zum Andenken, wählte das schlechteste, nahm es von der Wand und stieß mit dem Pistolenknauf gegen den feuchten Flecken, den das Gemälde verdeckt hatte. Der Mörtel fiel ab. Der Offizier nahm zwei Steine aus der Wand und legte eine Oeffnung frei, in der sich die Gold= und Silberschätze des Grafen befanden. Fürchtend, sein Eigentum zu verlieren, zum mindesten aber einen großen Teil an den Obersten abtreten zu müssen, fragte der Graf den Oberst, wer ihm das Versteck verraten habe, und der Oberst ließ den Maurer holen:„Hier haben Sie den Buben, Herr Graf. Er hat mir das Versteck Ihres Eigentums verraten, weil er hoffte, einen Lohn zu erschleichen. Er soll ihn haben.“ Der Graf erhielt sein Eigentum zurück und der Verräter erhielt seinen Lohn mit der Reitpeitsche. Der Triumph des Marinemalers (Söndagsn.) samem Unternehmen. Ohne sie, gibt er selbst zu, käme nicht eine seiner acht Karawanen jemals ans Ziel, ob sie von Kabakly zum Ungus=See reisen, von Merw nach Andchoi oder von der Grenze Afghanistans nach Samarkand, der von Alexander dem Großen gegründeten Gartenstadt, in der die Gebeine Timurs des Lahmen, des unsterblichen Welteroberers, ruhen. Schweigend, kleine, ausgemergelte Gestalten, die nur noch Haut, Sehnen und Knochen scheinen, marschieren sie, an der Spitze der langen Kette von Kaemlen, hinein in die unendliche Wüste. Sie sind während des Marsches absolute Herrscher, denen niemand— auch der Chef nicht— Befehle geben darf. Und sie haben neben ihren Pfadfindereigenschaften eine Tugend, die sie für Vollmehr unersetzlich macht: sie sind unbestechlich treu und zuverlässig! „Ohne die Tschalwadars wäre mein Geschäft— die Vermietung von Kamelen und die Beförderung von Lasten auf ihrem Rücken— überhaupt nicht in Gang gekommen. Bedenken Sie: die Reisen gehen über Strecken von 700 und 1000 Kilometern, zu Orten, in denen es weder Eisenbahn noch Telegraph gibt. Nach Monaten erst kommt der Tschalwadar wieder an seinen Ausgangspunkt zurück, und erst von ihm höre ich Einzelheiten über den Marsch —— sofern er es nicht vorzieht, halblaut sein:„Es ist alles in Ordnung, Herr!“ zu melden und in seinem Zelt zu verschwinden. Er hat seine Karawane sicher durch die Wüste geleitet, sie um die Sandgruben— in denen man rettungslos versinkt wie in grundlosem Morast— herumgeführt, Sandstürme vorhergeahnt und rechtzeitig Sicherungsmaßnahmen getroffen, er hat die ihm anvertrauten Lasten richtig abgeliefert und neue geladen: was soll er jetzt noch Worte machen...?“ Vom Ausbruch des jetzigen Krieges erfuhr Vollmehr mitten in der Wüste, 300 Kilometer von der nächsten Telegraphenstation entfernt. Die Karawanenführer der Kara=Kum haben die Gewohnheit, hier und da ein paar in feuchte Tücher gewickelte Brote in den Sand zu gaben und die Stelle mit einem Pfahl zu markieren. Diese Gewohnheit ist die einzige— freiwillige— soziale Einrichtung, die die Wüste kennt: die nachfolgende Karawane, die vielleicht in Not geraten ist, soll nicht hungern müssen. Außerdem aber sind die Brote die Wüstenzeitung, die Nachrichten trotz der Entfernungen schnell verbreiten kann. „Mein Tschalwadar grub eines Abends beim Lagern ein solches Brot aus, sah aufmerksam die auf ihm angebrachten Geheimzeichen an und sagte ruhig zu mir:„In deiner Heimat ist Krieg, Herr!“. Ich habe nicht einen Augenblick an der Richtigkeit dieser Nachricht gezweifelt, denn die Wüstenzeitung lügt nie. Und als ich nach Wochen in Kraßnowodsk, der Hafenstadt am Paspi=See, die ersten Zeitungen in der Hand hielt, brachten sie mir keine Ueberraschungen mehr.“ Erzählt von Karl Lütge 6 Nach den schweren Jahren der Drangsal und Not brauchten die Preußen dringend Bauholz. Als sie im Freiheitskriege in Frankreich einzogen, führten sie größere Mengen Bauholz über die Grenze nach Preußen. Ein großer Vorrat eines Marquis blieb lange Zeit unentdeckt und unberührt liegen. In der Erwartung, einen Judaslohn zu erschleichen, meldete sich ein Diener des Marquis bei der Kommandantur und zeigle dem Kommandanten an, welches Quantum an schönen Stämmen der Marquis besaß. Aber der Kommandant herrschte ihn an: „Lassen Sie die Stämme liegen, wo sie liegen. Man muß dem Feinde nicht das Rotwendigste nehmen. Ihr Volk braucht Galgen von Ihrer Art. Falls das vorhandene Holz nicht ausreichen sollte, werde ich in meinem eigenen Walde einige Stämme schlagen lassen. Einer von ihnen ist für Sie.“ IZ MM „Mein Mann und ich, wir kannten uns erst einige Wochen, als der große Krieg im Jahre Vierzehn ausbrach“, erzählte Frau Schmittgen.„Drei Tage nach der Kriegstrauung mußte mein Mann nach Frankreich ins Feld. Zunächst und überhaupt hatte ich viel Stolz, daß der Gatte im Feld stand; aber die lange Trennung war auch schmerzlich, zumal mein Mann durch den Vormarsch und dann durch die Verladung des Regimentes nach dem Osten und dauf wieder nach dem Westen nicht einmal nach der Geburt meiner Tochter auf Urlaub kommen konnte. Im Westen wurde er schließlich verwundet, und durch seine schwerheilende Wunde konnte er bis Ende 1917 nicht auf Urlaub fahren. Kaum wußte ich noch, wie er aussah, wie seine Stimme klang, ich kannte ihn nur noch von Briefen. Er schrieb häufig. Doch 1917 war ich sehr in Sorge. Wie ich wußte, mußte er in letzter Zeit als Vizefeldwebel Kompagnieführerdienst tun und wurde dabei verwundet. Der letzte Brief, den er mir schickte, berichtete mir sachlich, daß die Entlassung aus dem Lazarett in Schierke am Brocken bald bevorstehe; ich wäre sonst zu ihm in den Harz gefahren. Eines Tages bewegte sich ein Offizier auf das Haus in der Lindenstraße zu, wo ich eine kleine Wohnung gemietet hatte. Ich mußte beim Anblick der gestrafften Gestalt an meinen Mann denken, mit dem ich nur drei Tage vereint gewesen war, und mir traten die Tränen in die Augen. Ich ging mit Gerda spazieren. Gerda war nun über zwei Jahre alt und hatte ihren Vater noch nie gesehen. Der Offizier ging auffallend langsam. Gerda hing sich, als er vorüberging, in kindlicher Spielsucht an seinem Säbel fest. Da blieb der Leutnant stehen und sprach ein paar freundliche Worte mit dem Kind. Er führte es ein Stück an der Hand und verabschiedete sich dann hastig und fast ungelenk vor unserem Haus. Er schien plötzlich Eile zu haben, trat in unser Haus. Ich hörte dann, wie er im zweiten Stock klingelte. Der Besuch war daher mir zugedacht—? Mir sank das Herz wie ein Stein. Ich mußte mich am Treppengeländer festhalten. Wenn mir der Besuch galt, dann konnte es nur eine ungünstige Botschaft über meiner. Mann sein. Seit Tagen wartete ich—— Doch womöglich empfing ich Grüße, redete ich mir Mut zu. Ich war nun drei Jahre lang tapfer geblieben.— Gerda trat ich zu unserer Flurtür, vor der der Leutnan! stand. aus unbestimmter Scheu hatte ich ihn weder auf der Straße angesehen, noch brachte ich es vor der Flurtür über mich. würde ich es lesen können, welcher Art die Botschaft war, die er mir brachte—— Gerda jauchzte in kindlichem Uebermut und plapperte zu dem Offizier von Papa und Krieg. Alles war sehr seltsam. Gerda hing am Arm des Offiziers und jauchzte. Der Offizier blickte mich an. Ich sah verwundert, wie er die Hand hob und mir aus Kinn griff, gleichsam als erwache er und rüttle mich wach. Da blickte ich ihm in die Augen. Und da erst erkannte ich— an den Augen—— meinen Mann——“ Frau Schmittgen zeigte ein gerötetes Gesicht. Vom Brockenkurort Schierke herunter, wo er am Entlassungstage im Lazarett seine Ernennung zum Leutnant erfahren hatte, fuhr er uder die Garnisonstadt Nordhausen, um sich die neue Uniform anfertigen zu lassen hierher, um mich darin zu überWann unrd Frau. das Glück des damaligen Augenblicks, das unverhoffte Piedersehen, empfinde ich heute noch“, schloß die Erzählende leise, „sturker als die gesunde Wiederkehr meines Mannes 1918.“ RaltobeD In der Schule Der Lehrer war außer sich vor Verzweiflung, weil die neu eingeschulten Kinder nicht die einfachsten Sachen begreifen wollten. Immer wieder redete er und erklärte ihnen die Aufgaben, ohne daß es half. Eines Tages, als sie sich besonders dumm anstellt, nahm er einen Groschen aus der Tasche, gab ihn dem Jungen, den er für besonders einfältig hielt, und sagte: „Franz, geh mal zum Apotheker und kaufe für zehn Pfennie Verstand!" ge5n Pennig Franz wollte sich auf den Weg machen. An der Tür drehte er sich noch mal um und fragte:„Soll ich sagen, daß es für Sie ist, Herr Lehrer?"(Tidsfördrif) „Ich habe ein hübsches Mädchen und eine gute Köchin geheiratet.“ „Mensch, das ist doch Bigamie.“ * Mutter:„Was hat der Papa gesagt, als er erfuhr, daß du das Auto kaputt gemacht hast?“ „Soll ich die Schimpfworte auslassen?“ „Selbstverständlich!“ „Gar nichts hat er gesagt.“ * Anton hatte leider erst nach der Hochzeit gemerkt, daß Wanda keine echten Zähne mehr hatte. Eines Nachts mußte die junge Frau öfter husten. „Mir muß was in die falsche Kehle geraten sein“, stöhnte sie. Da erwachte Anton und fragte schlaftrunken: „Was, eine falsche Kehle hast du auch noch?“ „Wenn Sie recht kräftige Erde für Ihre Zimmerpflanze haben wollen, Frau Nachbarin, dann müssen Sie sie selber mischen! Nehmen Sie zum Beispiel ein Viertel Sanderde, ein Viertel Komposterde, ein Viertel Humus, ein Viertel Torfmull und ein Viertel Knochenmehl!“ „Ja, das sind aber fünf Viertel!“ „Ach so... dann müssen Sie natürlich einen etwas größeren Topf nehmen!“ Söndagsn.) Rnekdote Die Beruhigung In der Zeit des Weltkrieges starb in Heiligenstadt bei Wien, über hundert Jahre alt, eine Frau, die sich noch gut an Beethoven erinnern konnte, wie der im Sommer regelmäßig in Heiligenstadt geweilt hatte. Der allzeit finster blickende und struppig aussehende Mann lief Tag um Tag, vor sich hinmurrend, murmelnd oder summend, durch die Wälder und Auen und flößte seinerzeit dem kleinen Mädchen immer derartigen Schrecken ein, daß es heulend vom Wege lief. Als die Tante der Kleinen das einmal bemerkte, beruhigte sie mit diesen Worten: „Geh, Bärbel, vor dem Herrn brauchst du di sei net z' fürchten— der is nämli gar net recht beianand!“ Das kann is nichet Da steihe ie schoen zerisen Site sich nicht so dezpischen, stellen Sie sich doch als leter anl“ Der Illustrierte Sonntag Verlag: O. Jos. Laumanns. Hauptschriftleiter: Emil Reuber(z. Zt. abwesend): Stellvertreter und verantwortlich für den Textteil: Otto Birkle; Verlagsleiter: Fr. Carl Laumanne; Anzeigenleiter: Herm Schlepphorst, alle In Lippstadt.— Anzeigenpreie: 8 Rpf. pro 46 mm breite Anzeigenspalte; Anzeigenpreisliste Nr. 3.