1883. bestand a Teche Phech 23. Januar. Banschchan b— sesonders bevorzugt. a.— Lrischeint täglich Abende, Ttand.— Havanns Sonn= und Feiertags. Preis bei der Expedition. Sierizicg, dagegen bliet a und Postanstalten vierteljährlich nur 2 Mort. genden Ausgetl uue sehr bescheuntz., beron und br under-P-P wertlich egelng mebr Grrg täglichen Ver mangengug River sind so kann ihre kanischer The S säßze zu ve durch weich lungen, bis Einkaufi Orte zu Nachfragen As 19. Inserate werden in der Expedition, von den Auenturen und sämtlichen Annor cenSureaus angenommes. Die einspaltige Peritzeile oder deren Raus kostet für Bicz gelder Iuserenten 12 Pfg., für auswärtige 15 Pfeauswürts svolle man eine Postfreimarke zu Autwoit mit einsenden. Mittwochs gratis: Heitung für Kabensberg und Weinden. Mittwochs gratis: „Novekten=Beilage“. Em zn 188 Gegründet am 1. Januar 1811 als„Offentliche Anzeigen für die Grafschaft Ravensberg“.— Verantwortlicher Redakteur: Alfred Käller in Bielefeld. Druck und Verlag von J. D. Küster Nachfolger in Bielefell er Total=Verk * Prinz Karl von Preußen F. Das sollte eine Freudenwoche werden und ist mann Boctkl, Cuis Ocrge 1. J1 kammer hr Ien: 120 Englang 1 diverse To Das sollte eine Freudenwoche werden und ist zur Leidlebsalt#u oche geworden. Es rückte der Tag heran, da Friedrich WilAlnszueelm, des deutschen Reiches Kronprinz, das silberne Myrthenbsd“seig mit dem immergrünen Lorbeer vereint, den er in Feindessand gepflückt. Berlin sollte eine Reihe glänzender Fürstlichkeiten beherbergen, welche kommen wollten, um ein so hochbekrun“,“ deutsames Familienfest im Hohenzollernhause, wie die silberne Hochzeit des Kronprinzenpaares, mitzubegehen; Flaggen sollten die Häuser schmücken, Büsten und Kränze und schimmernde Kerzen; fröhliche Weisen sollten ertönen und Freude sein allerorten. Schon waren aller Deutscher Herzen festlich gestimmt und in Erinnerung an vollbrachte Thaten mit Begeisterung durchwärmt. Da trat der Todesengel in den glücklichen Familienkreis und riß ein Glied aus demselben, um es in die Gefilde des Jenseits zu geleiten. Unerforschlich ist des Ewigen Ratschluß und was vermag Menschenwille wider ihn? Der Wille der Mächtigsten der Erde ist hier so schwach als der der Kleinsten und Geringsten. Sonntag stand Kaiser Wilhelm betend am Schmerzenslager des Bruders, dem treuen Begleiter durch Tage des Glücks und Unglücks. Als der Kaiser sein stilles Gebet an der Seite der erlauchten Gemahlin, der Schmerzgeprüften, vollendet hatte, da war die Seele Jenes, des Bruders, der irdischen Hülle entflohen und zu der Quelle des Lichts emporgestiegen. Da füllten sich des Kaisers Augen mit Thränen. Thränen rücken die Herzen der Menschen näher zu einander; wer empfände im deutschen Reiche nicht tiefinnige Teilnahme an dem Verluste, der den Kaiser betroffen? Unser Kaiser zählt mehr als 85 Jahre. So mancher kräftige Baum, den er neben sich aufwachsen sah, ist vor ihm gefallen; Generationen kamen und giugen. Wenige sind übrig geblieben von denen, die mit ihm so langen Lebensweg durchmessen haben; jetzt ist wieder einer dieser Wenigen, der Edelsten einer, von hinnen geschieden. Wir ahnen, was das Herz des greise Monarchen erfüllt, aber wir hoffen, des Volkes Liebe werde die entstandene Lücke in diesem Herzen füllen. Prinz Kail von Preußen war der dritte der Söhne Friedrich Wilhelms III., von denen zwei berufen waren, den preußischen Thron zu schmücken. Prinz Karl ist am 29. Juni 1801 geboren und hat also nahezu ein Alter 82 Jahren erreicht. Seine Gemahlin, Prinzessin Marie, ist ihm bereits vor sechs Jahren in den Tod vorangegangen. Er hinterläßt einen Sohn, den General Feldmarschall Prinzen Friedrich Karl, und zwei Töchter, die Prinzessinnen Louise und Anna. Seit 1853 war Prinz Karl Herrenmeister der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. Die Verdienste, welche sich der preußische Johanniter=Ritterorden unter der Leitung des verblichenen Herrenmeisters während der Kriege seit 1864, namentlich aber im deutsch=französisch'n Feldzuge um die Pflege der Verwundeten und Kranken erworben, sind noch frisch im Gedächtnis der Zeitgenossen. In der Armee bekleidete Prinz Karl die Stellung eines General=Feldzeugmeisters sowie Chefs der Artillerie. Er war kaiserlich=russischer Feldmarschall und Chef eines russischen sowie eines österreichischen Regiments. Prinz Karl hat Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung gesehen, als es der korsische Eroberer mit Skorpionen züchtigte und auf blutiger Wahlstatt Drutsche gegen Deutsche hetzte. Er hat, wenn auch als Knabe nur, die Tage der Erhebung gegen wälschen Uebermut gesehen, sowie die mannigfachen Konvulsionen, unter denen Deutschland zu leiden hatte, bis es sich endlich seine achtunggebietende Weltstellung erkämpfte. Wird auch die Geschichte nicht von glänzenden Waffenthaten berichten, die er verrichtet, so hat er doch die Erfolge, welche die preußischen und deutschen Waffen seit 1864 errungen haben, mit vorbereitet. Daher schuldet Deutschland dem Verstorbenen Dank, wie es Dank schuldet seinen großen Heerführern und Staatsmännern. Außerdem hat ihn sein edler Sinn die Herzen vieler Tausender zugewendet, die schon schmerzlich berührt wurden, als er am 6. Juni vorigen Jahres zu Kassel jenen unglücklichen Fall that, der einen Schenkelbruch im Gefolge hatte. Seitdem war der Prinz lange an das Krankenlager gefesselt; wohl trat vorübergehend eine Besserung ein, dieselbe währte indessen nur kurze Zeit: Bis zum Dienstag voriger Woche war sein Befinden ein durchaus günstiges, so daß er in der Woche vorher allabendlich auf dem Rollstuhl das Theater besuchen konnte. Am genannten Tage hatte er sich in seinem Garten eine Erkältung zugezogen, die rasch zu einem Lungenkatarrh führte, dem er erlegen ist. Bereits in der Nacht zum Sonntag wurde das Schlimmste befürchtet. Am Sonntag besuchte der Kaiser wiederholt den Bruder. Mittags um ½2 Uhr traf er in Begleitung der Kaiserin ein, um mit dem Sterbenden das heilige Abendmahl zu nehmen. Aber der Prinz war bereits zu schwach dazu.„Hast Du noch etwas auf dem Herzen, Karl?" fragte die Kaiserin, indem sie sich zu dem Prinzen niederneigte. Dieser machte eine verneinende Bewegung mit dem Haupte; sprechen konnte er nicht mehr, dann versank er in Bewußtlosigkeit. Generalsuperintendent Dr. Kögel belete mit den hohen Anwesenden und während dem entschlief der Prinz, um nicht wieder zu erwachen. Deutsches Reich. * Berlin, 22. Jan. Die hoftrauer für den verstorbenen Prinzen Karl ist auf 4 Wochen festgesetzt worden. Die offizielle Leichenftier findet am Mittwoch Nachmittag 2 Uhr, die Ueberführung der Leiche nach Nikolskos bei Potsdam abends 8 Uhr und die Beisetzung Donnerstag früh 2 Uhr statt.— Die Nat. Ztg. schreibt: Die Festlichkeiten, welche zur Feier der silbernen Hochzeit des kronprinzlichen Paares in Vorbereitung waren, sind infolge des Trauerfalls sämtlich abgesagt worden, und es ist noch keine Bestimmung getroffen, ob und in welcher Weise ein etwaiger Empfang der Deputationen, Corporationen u. s. w. stattfinden wird. Die sämtlichen auswärtigen Höfe wurden sofort von dem eingetretenen Trauerfall benachrichtigt, um die Abreise der einzelnen hier erwaittten Gäste noch möglichst zu hindern. Zahlreiche Beileide telegramme waren schon im Laufe des nachmittags von den verwandten Höfen und von den europäischen Souveränen im kaiserlichen Palais und bei der Prinzessin Friedrich Karl eingetroffen. Im Palais des Prinzen Karl waren Bücher ausgelegt, in denen sich zahlreiche Personen einschrieben. Vor dem Palais des verstorbenen Prinzen sowohl wie vor dem Palais des Kaisers waren fortwährend kleine Gruppen sichtbar, unter den Linden herrschte während des ganzen Nachmittags reges Leben, in die Außenstadtteile drang die Nachricht jedoch erst spöt am Abend. Der Kaiser und die Kaiserin sind durch den Tod des Prinzen Karl tief gebeugt. Ee entsteht in dem Leben der kgl. Familie bei den besonders herzlichen Beziehungen zwischen Ihren Majestäten und dem Prinzen Karl eine tiefe Lücke. Man ist in den näherstehenden Kreisen nicht wenig darum besorgt, daß 14) Der Erbe Erzählung von Emma Handen. (Nachdruck verboten.) Sonntagsstille herrschte in Steinhausen, als Gertrud am Grabgitter stand, die Frauen und Mädchen des Dorfes saßen im Sonntagsstaat vor den Thüren der Häuser, die Kinder spielten auf der Dorfstraße, die Männer waren im Kruge versammelt, niemand ahnte die fürchterliche Unterbrechung der Sonntagsruhe. Längs der Mauer des herrschaftlichen Parkes lief die Straße, die am Alltag ziemlich belebt war, denn sie führte hinaus ins Feld, am Sonntag Nachmittag aber war sie einsam und still. Zu beiden Seiten des Parkgitters war in der Mauer eine Nische, worin früher ein Heiligenbild gestanden hatte. Als Luthers Lehre in Steinhausen eingezogen, hatte man diese sichtbaren Zeugen des Katholizismus entfernt, die Nischen aber nicht zugemauert, zum Andenken an eine vergangene Zeit. In einer dieser Nischen, derjenigen, die links vom Ausgang gelegen war, stand ein Mensch von verwildertem Aussehen, in dem wir Werner erkennen, in dessen rechter Hand ein Messer blitzt, das er hinter sich verbirgt. Was will er hier, mit dem Messer in der Hand? Es war am Nachmittag des vorigen Tages gewesen, als der Graf ihm etwas zu thun befohlen hatte, das vielleicht besser ungethan geblieben wäre, aber mehr überflüssig als schädlich war. Statt das einzig Richtige in seiner Stellung zu versuchen: bescheidene Vorstellungen zu machen, redete Werner etwas von Unsinn, zu dessen Ausführung er sich nicht hergebe. Das konnte sich der Graf nicht gefallen lassen, sondern blieb nun entschieden bei seiner Forderung. Da kam es zur Katastrophe zwischen diesen Beiden, die sich fast ihr Leben lang feindlich gegenüber gestanden hatten. Werner verweigerte geradezu den Gehorsam, und der Graf, der mit dem renitenten Menschen nichts anfangen konnte, entließ ihn aus seinem Dienst, mit dem Befehl, Steinhausen sofort zu verlassen. Werner ging, Wut und Groll im Herzen, und sann auf Rache. Er kannte die Gewohnheit des Grafen, alle Nachmittage aus dem Park in's Feld zu gehen, er wußte, daß Sonntags die Straße an der Parkmauer einsam sei und stand nun hier, auf seinen Feind lauernd, nachdem er sich die Nacht und den Vormittag über in der Umgegend versteckt gehalten hatte. Reginald kam, ahnungslos ging er auf die tagsüber immer offene Pforte zu, ahnungslos trat er in's Freie, und als die Eisenthür hinter ihm ins Schloß fiel, stürzte der Mörder mit gezücktem Messer auf den Waffenlosen zu. Da ihn der Angreifer von links anfiel, streckte er den linken Arm schützend vor die unbeschützte Brust und rief um Hülfe, da er auch an Körperkraft der Schwächere war. Hätte der Hülferuf erst bis in's Dorf dringen müssen, so wären die Herbeieilenden wohl zu spät gekommenen, um dem Mörder sein Opfer lebend zu entreißen; aber als vor dem Parkihor der ungleiche Kampf stattfand, kam des Weges vom Dorfe her ein Knecht mit seiner Braut, die einen Spaziergang in die Felder machen wollten. Das Mädchen riß sich los vom Arme des Bräutigams, als sie das Messer blinken sah, und lief, gleichfalls Hülfe rufend, ins Dorf, während der Knecht vorwärts eilte. Er unterlief den Mörder, so daß er ihn am Handgelenk packte, drückte dasselbe so heftig, daß Werner im Schmerz das Messer fallen ließ, und nun rangen Beide miteinander. Aber noch immer war der Kampf ungleich, der Graf lehnte sich, betäubt von Schreck und Schmerz im zerstochenen Arm, an das Parkgitter und war vollständig kampfunfähig. Werner war der stärkste Mann des ganzen Dorfes und hätte wohl bald seinen Gegrer bezwungen, wenn nicht die durch den Ruf des Mädchens alarmierte Schloßdiener= schaft durch Garten und Park herbeigeeilt wäre. Noch hatte der Graf die Kraft zu befehlen, daß man Werner dem Kriminalgefängnis zu Kemden abliefere und dem Gericht die Anzeige des Vorgefalleuen mache, dann übermannte ihn der Schmer; in dem schwer verwundeten Arm, und er ließ sich von Brandt auf sein Zimmer führen. Als er dasselbe erreicht hatte, befahl er Brandt, sofort anspannen zu lassen und zum Arzi zu schicken. „Herr Graf,“ antwortete derselbe ängstlich,„es muß, im günstigsten Falle, daß der Arzt gleich gefunden wird, eine volle Stunde vergehen, ehe derselbe hier sein kann, die Blutung ist jedoch so stark, daß Sie am Ende verbluten, wenn Sie so lange ohne Hülfe bleiben.“ „Verwundete Krieger liegen oft noch länger auf dem Schlachtfeld, ehe sie aufgefunden werden, und kommen doch mit dem Leben davon,“ sagte der Graf,„wer soll mir denn helfen, ehe der Arzt da ist?“ „Comtesse Gertrud versteht die Behandlung von Wunden. Als der selige Herr sich eines Tages mit dem Gewehr auf der Jagd verwundete, das durch einen unglücklichen Zufall losgegangen war, zeigte ihr der Arzt die kunstgerechte Behandlung von Wunden und konnte nacher nicht Mort gung Roden, vie gut sie die Lektion begriffen und durchgefuhrt hatte.“ „Was soll mir das? Wo ist die Comtesse?“ fragte der Graf. „Seit einer Stunde zurück in Steinhausen, es ist heute der Todestag des seligen Herrn; ich sah den Wagen am alten Schloß vorfahren und die Comtesse mit Kränzen zum Kirchhof gehen.“ „Ich frage noch einmal, Brandt, was soll mir das?— Meinst Du denn, daß sie zu mir kommen würde?“ Es käme auf den Versuch an! Darf ich zu ihr gehen?“ „Pcobiere es, ich spreche die Bitte aber nicht aus, denn ich weiß es, sie kommt nicht.“ „Er dachte daran, wie er sie zum letzten male gesehen hatte, dachte an den Blick, den sie ihm zugeschleudert, als sie das Schloß ihrer Väter verließ, und dachte nicht einen Augenblick, sie werde zu ihm kommen. Brandt ging, hoffend und fürchtend zu gleicher Zeit, nach dem alten Schloß. Gertrud hatte den Hilfeschrei des Mädchens, der die Schloßdienerschaft alarmiert hatte, auf dem Kirchhofe vernommen, sie war herzugeeilt und die erste Kunde, die sie von der Aufgeregten erhielt, war der Schreckensruf:„Der Graf ist ermordet.“ Später erfuhr sie von dem Knecht, der zurückkam, er lebe noch, sei aber schwer verwundet. Keiner der Dorfleute sei hingeeilt zur Stätte des Unglücks, um dem bedrohten Gutsherrn beizustehen, daher kam jetzt auch keine Kunde aus dem Schloß, die die Ungewißheit zerstreute, und das vermehrte noch die Aufregung unter der Menge. (Fortsetzung folgt.) Begabte Vierfüßler.„Mein Nero ist so klug, daß, wenn ich mich ausziehe, er mein Zeug ordentlich auf den Stuhl leet,“ sagte Studiosus A. ruhmredig zu seinem Commilitonen. „Das ist gar nichts!“ erwiderte B. mit überlegenem Lächeln. „Mein Cäsar thut erstens dasselbe, zweitens aber, wenn oben irgendwo ein Knopf abgerissen ist, bringt er Hose und Rock direkt zum Schneider.“ * * das schmerzliche Ereignis dem greisen Monarchen oder der kaum genesenen Kaiserin weitere schädliche Folgen bereiten könnte. Die Großherzogin-Mutter von Mecklenburg=Schwerin traf gestern Abend 9 Uhr hier ein und begab sich vom Bahnhof an das Totenbett des Prinzen Karl, wo sie mit dem Kaiser zusammentraf, mit dem sie sich nach längerem Verweilen dann nach dem Schlosse begab. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind heute Mittag, die beiden Töchter des verstorbenen Prinzen Karl, die Landgräfin Anna von Hessen und die Prinzessin Louise heute früh hier eingetroffen. Der Kronprinz und Prinz Wilhelm waren beide mal am Bahnhof zum Empfang. Dem Reichstagspräsidenten von Letzow ist folgendes Schreiben zugegangen: Wegen des Hinscheidens Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Karl von Preußen findet die auf den 24. d. M. anberaumte Cour, zu welcher die Ansagen bereits ergangen sind, nicht statt, was sämtlichen beteiligten Personen hierdurch bekannt gemacht wird. Berlin, 22. Januar 1883. Der Vice=Oberceremonienmeister Graf v. Eulenburg. Der Staatssekretär des Schatzamts, Burchard, welcher sich auf den Rat seiner Aerzte sofort auf die Reise nach Bozen begeben hatte, ist unterwegs auf's Neue erkrankt und liegt in Leipzig bei seiner Schwester, der Gattin des Professor Zopf (eines bekannten Musikgelehrten), schwer darnieder. Möglich, daß er hergestellt wird, seine Rückkehr zu seinen bisherigen Amtsobliegenheiten wird allgemein bezweifelt. Dresden, 22. Jan. Der angesagte hofball für heute ist abgesagt, für den verstorbenen Prinzen Karl von Preußen ist eine einwöchige Hoftrauer angeordnet worden. Der König und die Königin, sowie die anderen Mitglieder des königlichen Hauses haben Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin ihr herzlichstes Beileid übermittelt. Deutscher Reichstag * Berlin, 22. Januar. Präsident v. Levetzow macht dem Hause Mitteilung von dem Ableben des Prinzen Karl von Preußen und ersucht um Ermächtigung des Präsidiums, dem Kaiser die Teilnahme des Reichstages kundzugeben. Die Ermächtigung wird ohne besondere Abstimmung erteilt. Ferner teilt der Präsident mit, daß von Komitees in New=York und „ e ee„nssorns u.f., g von Komters in Rin=Herl und Detroit 100000 bezw. 12000 Mark für die rheinischen Kalamitosen eingegangen seien. Die Verwendung dieser Summen erfolgt nach denselben Grundsätzen, welche die Reichstagsmitglieder aus den betroffenen Gegenden mit dem Fürsten Bismarck für die Verwendung der vom Kaiser gewährten 600000 Mark festgesetzt haben. Die Ankündigung von den eingegangenen Gaben wird mit lautem Beifall aufgenommen. Alsdann wird in die Beratung des Militäretats eingetreten, die teilweise einen recht lebhaften Charakter trug. Kriegsminister v. Kameke entgegnete auf bezügliche Ausstellungen des Abg. Schott, daß Mißhandlungen von Mannschaften streng bestraft würden und der Kaiser selbst jeden einzelnen Fall dieser Art prüfe. Eine Bevorzugung adlicher Avantageurs finde nicht statt. Abg. v. Vollmar forderte die Ausstoßung solcher aus dem Ofsizierkorps, die durch Mißhandlung Wehrloser eine ehrlose Handlung begehen. Den Ausführungen Schott's schloß sich Abg. Richter=Hagen an, während die Abgg. v. Minnigerode und v. MaltzahnGültz denselben entgegentraten. Infolge einer Bemerkung v. Minnigerode's äußerte Dr. Windthorst, daß sich der Reichstag in Bezug auf die Diskussion der auswärtigen Politik vielleicht mehr Reserve auferlege als richtig sei. Auf bezügliche Anfragen Richters antwortete Kriegsminister v. Kameke, daß er momentan darüber eine Auskunft nicht geben könne, warum der wegen Erpressung verfolgte v. Schleinitz nicht sofort festgenommen worden sei, ferner daß im August v. I. ein Wachtposten in der Hasenhaide bei Berlin infolge eines Anfalls von Geistesstörung durch große Hitze einen Arbeiter erschossen habe, daß er als untauglich entlassen worden sei, sowie daß den Hinterbliebenen des Arbeiters Entschädigung gewährt worden. Eine längere Diskussion entspann sich darüber, daß mehr Militärmusiker vorhanden, als etatsmäßig eingestellt sind und daß der dadurch verursachte Aufwand indirekt aus Ersparnissen bei den Bekleidungsgeldern gedeckt wird. Ein Antrag des Abg. Richter, die Regierung um Vorlegung diesbezüglicher Uebersichten zu ersuchen, wurde der Budgetkommission überwiesen. Dasselbe geschah mit einem Antrage desselben Abgeordneten auf Vorlegung von Uebersichten über die Zahl der Oekonomiehandwerker, deren Unterhaltungskosten u. s. w. Durch die Militär= musiker und Oekonomiehandwerker würde, nach den Ausführungen mehrerer Redner der Linken, die Privatkonkurrenz beeinträchtigt. Endlich entspann sich noch eine bewegte Diskussion über die Zweckmäßigkeit der Beibehaltung der Kuirassiere und speziell der Garde du Corps. Abgg. Dr. Möller und Richter sprachen gegen die Beibehaltung, v. Schorlemer und Kriegsminister v. Kameke dafür. Bei Kapitel 37 wurde die Verhandlung auf morgen vertagt. * Frankreich. Die bonapartistischen Deputirten haben eine Resolution angenommen, in welcher sie die Gesetzmäßigkeit des Verhaltens des Prinzen Napoleon behaupten und gegen die Verhaftung desselben protestieren. Sie erklärten darin ferner den Appell an das Volk für das einzige Mittel, die Zukunft Frankreichs zu sichern. Das Auge Gambettas. In der Zeitung für Medizin und Chirurgie veröffentlicht ein bekannter hiesiger Augenarzt Wecker eine längere Erzählung über die Operation an Gambettas rechtem Auge. Darnach hat Gambetta die Verletzung des Auges allerdings als Kind erhalten, indem ihm beim Zuehen in der Werkstatt eines Drechslers ein Werkzeug des Arbeiters ins Auge flog und ihn des Gebrauchs desselben beraubte. Die Herausnahme des Auges hat jedoch Wecker erst im Frühjahr 1867 vorgenommen. Gambettas Auge wurde von Wecker sorgfältig bewahrt und im September 1867 dem Professor Iwanoff zu anatomisch=pathologischen Untersuchung n des Auges anvertraut. Dieser behielt es trotz aller Aufforderungen Weckers in seinem Besitze und ist das Auge Gambettas gegenwärtig in den Händen des Herzogs Karl von Bayern, des Bruders der Kaiserin von Oesterreich, des bekannten fürstlichen Augenarztes. Dieser hat das Auge mit anderen Sammlungen von seinem Lehrer Iwanoff bekommen. General Pittié, welcher ausersehen war, zur Feier der silbernen Hochzeit des Kronprinzlichen Paares nach Berlin zu gehen, begiebt sich neueren Dispositionen zufolge nicht dorthin. * Großbritannien. Die Anklage in dem Prozesse wegen des Komplotts zur Exnordung mehrerer Polizeioffizianten und Beamten in Dublin seine Kameraden verriek. Gngrs gchörte und daß die Mehrzahl der Angers geinen Oepositionen ergab sich, veunmn Menen un det denuen ui iem Busten vurseton. Bizekönig Forster zu ermorden, beteiligt sein soll. Der Prozeß macht großes Aufsehen. Die Verhandlung ist auf weitere ach: Tage verschoben worden. * Italien. Die int.rnationale Kunstausstellung ist am Sonntag in Rom in Gegenwart des Königs, der Mitglieder der Königlichen Familie, der Minister und des diplomatischen Korps, eröffnet worden. Nach der Eröffnung besichtigte der König die Ausstellung. * Oesterreich=Ungarn. Eine Börsenbesteuerung einzuführen, ist man in Oesterreich jetzt auf dem besten Wege. Nach dem Antrag Raczynski in der Kammer soll jeder Schlußzettel einer skalamäßigen Stempelgebühr unterliegen und zwar bei einem Werte von 10 bis 50 Fl. einer Stempelgebühr von 1 Kreuzer, bei einem Werte von 50 bis 5000 Fl. einer Stempelgebühr von 5 Kreuzern und bei darüber hinausgehenden Werten für je 5000 Fl. gleichfalls einer Stempelgebühr von 5 Kreuzern. Ueber jedes Börsengeschäft sollen mindestens zwei Schlußzettel ausgestellt werden. Zugleich wird für jede Uebertretung eine in dem 50fachen Betrag der Gebühr bestehende Strafe, mindestens aber eine Strafe von 50 Fl. beantragt. Der Vertreter der Regierung erklärte, die Skala sei mäßig, bei Ausführung des Projektes müsse indes mit Vorsicht vorgegangen werden, damit das Geschäft keine Störung erleide. * R u ß l a n d. Der Großfürst Nikolaus ist am Sonntag nach Berlin abgereist. * Serbien. Die Skupschtina nahm den serbisch=deutschen Handelsvertrag debattelos an. * Spauien. Die spanische Regierung hat beschlossen, sämtliche Kriegsschiffe älterer Konstruktion zu verkaufen und die einkommende Summe zum Baue schnellfahrender, schwer armierter Stahlkreuzer zu verwenden. * Aegypten. Gegen den falschen Propheter. Nach einer Depesche der M. Allg. Ztg. aus Kairo wird Baker Pascha anfangs Februar einen Zug nach dem Sudan gegen den Mahdi unternehmen und General Whingate unterdessen den Befehl über die Gendarmerie führen. * Nord=Amerika Zum Eisenbahnunglück. Bei den bereits gemeldeten, in der Näye von Los Angeles vorgekommenen Eisenbahnunglück, sind 2 Schlafwagen und 3 andere gewöhnliche Wagen verbrannt. Die Personen, die sich in diesen Wogen befanden, waren in die Wagentrümmer so fest eingepreßt, daß sie vor den Augen der Ueberlebenden, ohne daß Hülfe möglich war, langsam verbrannten. Bis jetzt sind 17 vom Feuer verzehrte Leichen aufgefunden. Der frühere Gouverneur von Kalifornien, Downey, ist schwer verwundet, seine Frau ist getötet. * Süd=Amerika. Präsident von Pern Der in Catamarca tagende Kongreß hat den General Iglesias zum Präsidenten der Republik ernannt. Iglesias nahm die Wahl unter der Bedingung an, daß die Bevölkerung von Peru den Frieden wünsche. haudlungen gegen den 21 Jahre alten Bergarbeiter Richard Schüp, ping aus Ueckendorf bei Wettenscheid, angeklagt des Mordes, began gen an dem Verwaltungssekretär H. Diepenbruck von hier, dessen Bruder, Emil Schüpping, 17 Jahre alt, angeklagt der Beihülfe deg Mordes, die 21 Jahre alte Kamilla Heymann aus Dresden(R. Schüpping's Zuhälterin), ebenfalls der Beibülfe des Mordes angeklagt und die Eheleute Schneider Dothagen von hier, angeklagt, die dem Diepenbruck geranbte goldene Cylinderuhr angekauft zu haben. Diepenbruck, der am 18. Oktober v. J. in Essen zur Kirmeß gewesen, ist von dort abends gegen 11 Uhr mit der Bergisch=Märkischen Bayn hierher zurückgekehrt und von der Heymann nach der Ruhrorter Chaussee gelockt worden, wo er von R. Schüpping, welcher mutmaßte, Diepenbruck trüge 9000 M. Geld bei sich, gepackt, in den Chausseegraben geworfen und mit einem Dolchmesser erstochen wurde. Die Leiche hat R. Schüpping beraubt. Dann sind die beiden Schupping und die Heymann flüchtig geworden, indessen besonders infolge der rührigen Recherchen des Wachtmeisters Fechner von bier(dessen Umsicht Herr Staatsanwalt Weyer in seinem heutigen Plaidoyer rühmlichst hervorhob), baldigst in Düsseldorf ermittelt worden. In einem dortigen Abort ist auch der Dolch, mit dem Diepenbruck ermordet ist, gefunden.— Richard Schüpping wurde zum Tode, sein Bruder Emil zu 5 Jahr Gefängnis, die Heymann zu 8 Jahr Zuchtbaus, der Ehemann Dotbagen zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt, die Ehefrau Dothagen freigesprochen.(Elb. Gerichtssaal. Bielefeld, 20. Jan. Strafkammer. 1. Der Cigarrenkiste fabrikant F. Rosenbaum zu Bünde hatte Privatklage gegen Schornsteinfeger Witschel daselbst wegen ihm zugesügten Beleidigung erhoben. Privatverklagter war deshalb vom Schöffengericht Bünde zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt.— Desgleichen 2. der Arbeiter Ernst Faber zu Meißen gegen den Colon F. Volkmann daselbst und hatte dieser eine Geldstrafe von 5 Mark erhalten. Gegen beide Ur teile war von den Privatbeklagten Berufung eingelegt. Die jyat, sächliche Feststellung des 1. Richters wurde als begründet erachtet und erfolgte Verwerfung beider Berufungen. 3. Der Colon H. Stratmann aus Altenhagen war vom Schöffengerichte Bielefeld von der Anklage der Wegesperrung freigesprochen. Die Amtsanwaltschaft hatte hiergegen Berufung eingelegt. Dieselbe wurde jedoch verworfen, da auch jetzt nicht dargethan, daß der Angeklagte die Bretter auf den Weg gelegt. 4. Die Kaufleute Bepler& Comp. aus Minden ware vom Schöffengericht daselbst wegen unbefugten Verkaufens von Arznei, resp. Heilmitteln für den inneren Gebrauch— der sog. Völkers Tropfen— der Verordnung vom 4/1. 75 entgegen zu je 1 Geldbuße verurteilt und die von ihnen eingelegte Berujung wurde verworfen, da es sich hier in der That um ein Arznei= resp. mittel gehandelt. 5. Der Heuerling Ellersieck und Cons. aus Werther waren vom Amtsgerichte zu Halle wegen Uebertretung der Verord, nung vom 11. März 1850 betr. das Versammlungs= und Vereinsgesetz vom Schöffengerichte freigesprochen. Die Amtsanwaltschaft hatte hiergegen Berufung eingelegt, dieselbe wurde jedoch verworfen, da ein öffentlicher Aufzug als erwiesen nicht angenommen wurde. 6. Der Kötter Schulte aus Westerwiehe war wegen unberechtigten Betreibens der Schenkwirtschaft, namentlich des Verkaufens von Branniwein zu einer Geldbuße von 64 M. vom Schöffengericht zu Rietberg verurteilt. Die von ihm eingelegte Berufung wurde verworfen, da ihm das Gewerbe mit Schnapsverkauf nachgewiesen war. Handel und Verkehr. Die neuen Reichskassenscheine von 20 und 5 Mark sind wie die neuen Fünfzig=Markscheine aus Hanspapier hergestellt. Die Schauseite zeigt das Deutsche Reichswappen und an drei Stellen eine Inschrift, nämlich 1. im oberen Teile der Umrahmung das Wort„Reichskassenschein“; 2. in der Mitte die Worte: Gesetz vom 30. April 1874. Zwanzig, Fünf Mark. Berlin den 10. Januar 1882. Reichsschuldenverwaltung. Sydow Hering Merleker Michelly Umrahmung due ütlsiche Strafandrohung. u uunteren Teile der us Weftfalen und dem Rheinlande. 's Bielefeld, 23. Jan. Theater. Am Sonntag ging die Pohl'sche Posse„Klein Geld“ und am gestrigen Abend„Die Grille“, Charakterbild von Charlotte Birch=Pfeiffer in Scene. Das erstere ist ein Spektakelstück von ziemlich vagem Zusammenhang. Spiel und Musik waren recht gut und ließen die Blößen der Posse übersehen. Das gestrige schöne Drama fand abermals eine sehr freundliche Aufnahme. Morgen wird zum Benefiz für Herrn Höfler„Krieg im Frieden", Lustspiel von Moser und Schönthan, gegeben. Herr Höfler hat als ReifReiflingen in dem gleichnamigen Schwanke den Dank des Publikums in hohem Grade verdient, sein hübsches Spiel hat vornehmlich dem lustigen Schwank die hier gefundene Anziehungskraft verschafft und wünschen wir demselben ein recht volles Haus. Herr Höfler gibt den Reif Reiflingen und seine Braut, Fräulein Pleß, die Ilka. Auf Freitag ist die Wiederholung der Geier=Wally in Aussicht genommen. *ns Bielefeld, 23. Jan. Leichentransport. Dem Schnellzuge 2 Uhr 23 Min. angeschlossen, passierte hier gestern Nachmittag ein Colliwagen unsere Station, welcher von Celle kommend eine Leiche nach Nachen überführte. Der Wagen war reich bekränzt. * Zielefeld, 23. Jan. Eisenbahn-haltestelle. Der Gemeinde Brake, Amt Schildesche, ist seit Sonnabend voriger Woche gesichert, daß dort eine Haltestelle für Personen= und Lokalgüterzüge mit dem 1. April errichtet wird. Die Gemeinde hat sich dem gegenüber verpflichtet, zu den entstehenden Unkosten die Summe von 2000 Mk. beizutragen, welche jetzt schon durch freiwillige Beiträge aufgebracht sind. X Bünde, 22. Jan. Trichinöses Schwein. In der hier in der Nähe gelegenen Dorfschaft Oberbauerschaft wurde in voriger Woche in einem 400pfündigen Schweine eine große Anzahl Trichinen gefunden. Der Eigentümer des Schweines konnte sich bei dem Urteile des in seiner Ortschaft wohnenden Trichinenbeschauers nicht beruhigen, mußte aber, nachdem 2 andere Fachmänner sich dem Urteile des ersteren anschlossen, sich den Anordnungen der Polizei fügen und die fetten Teile des Schweines ausbraten, die andern Teile mit Petroleum begossen vergraben. x Löhne, 22. Jan. Diebsgesindel. Vor einigen Tagen kam ein sehr anständig gekleideter Herr in die Wirtschaft des Herrn Horstkotte. Nachdem er sich längere Zeit beim Glase Bier mit dem Wirte unterhalten hatte, geht inzwischen der Sohn des letzteren die Treppe hinauf. Er hatte ihm verdächtig vorkommende Fußtritte gehört und findet oben in einer Stube einen ebenfalls sehr fein gekleideten Herrn beim Einpacken von Betten und Wäsche vor. Auf den Hilferuf des kleinen H. reißt sich der Vater aus der Unterhaltung des Helfershelfers, worauf beide Strolche nach einer vorgenommenen gehörigen Lynchjustiz dem Gendarmen übergeben und nach Gohfeld transportiert wurden. Düsseldorf, 20. Jan. Für die Ueberschwemmten waren bis zum 18. ds. bei der Königlichen Regierung hierselbst 206 328,96 umrahmung die übliche Sitgfanrietung. Die Rückseite zeigt 1. auf der größeren rechten Hälfte in einem Viereck ein stylisiertes Blattmuster mit der Zahl„20“,„5“ und einem flatternden Bande, welches in roter Farbe die Wertbezeichnung„Zwanzig Mark",„Fünf Mark“ enthält; 2. auf der kleineren linken Hälfte, ebenfalls in roter Farbe, oben Litera und Nummer des Scheines, unten den auf den Seiten mit der Zahl„20“,„5“ und mit quillochierten Feldern umrahmten Ausfertigungsstempel der Reichsschuldenverwaltung, welcher aus dem Reichsadler und der Umschrift„Reichsschuldenverwaltung“ Landwirtschaftliches (•) Versmold, 20. Jan. Landwirtschaftlicher Lokalverein. In der heutigen Versammlung, welche 6 Uhr eröffnet und vom Hr. Amtmann Seyer präsidiert wurde, stand zunächst die Vereins=Rechnungs=Ablage für 1882 als erster Gegenstand der Verhandlung auf der Tagesordnung. Nachdem der Vereinskassierer Hr. Oldermann über den finanziellen Stand genauen Bericht erstattet und der von der Versammlung erwählte Revisionsausschuß(Bismeyer, Potthoff, Barrenschmidt) die vorliegenden Rechnungen in bezug auf Einnahme und Ausgabe geprüft und deren Verwaltung als untadelhaft befun den worden, wurde dem Antrag des Kassierers gemäß die Entlastung der vorjährigen Vereinsrechnung seitens der Versammlung unbeanstandet genehmigt. Bei dieser Gelegenheit gab die Versammlung ihrem gerechten Unwillen darüber lauten Ausdruck, daß gewesene— aber nichtabgemeldete Mitglieder ihren schuldigen Jahresbeitrag mit der abgegebenen unmotiviervaren Aufforderung verweigern, ein gerichtliches Einschreiten gegen ihre unehrenhafte Handlungsweise zu versuchen.— Es erfolgten hierauf noch einige vereinsgeschäftliche Erntergeordneter Natur marauf denn Hr##### ledigungen unlergesroneter Katur. wbrauf dann Hi. Rettor Kuntze das Wort erhielt“ um über das Thema:„Die Atmosphäre“, Vor trag zu halten Einleitend mit der diversen Bestimn #, g hann. Einlellind unt den bidersen Tcstimmungen über die mutmaßliche Höhe der Atmosphäre, besprach sodann der Hr. Vortragende hauptsächlich die meteorologischen Erscheinungen, für deren Ursprung die atmosphärische Umhüllung der Erde das unerschöpfliche gestattet es der Raum nicht, die Ausführ lichkeit des gehörten Vortrages hier wiederzugeben; hervorgehoben mag es aber werden, daß der sehr lehrreiche Vortrag, trotz seiner scheinbaren Nichtberührung der unmittelbaren landwirtschaftlichen Interessen dennoch seitens der Zuhörer ein Gegennand des gespanntesten Interesses war, wie das auch in der daran sich anknüpfenden Diskussion offen aussprach; dem Hrn. Vortragenden wurde deshalb der verdiente Dank seitens der Versammlung zu Teil.— Mit Schluß der Diskussion war die heutige Tagesordnung erschöpft, und nachdem noch einige neue Mitglieder sich angemeldet hatten und aufgenommen worden, wurde die Versammlung 8¼ Uhr geschlossen. Vermischte Hamburg, 21. Jan. Der Postdampfer„Cimbria“ wurde, weiter gemeldet wird, bei dem Zusammens M. eingegangen. Duisburg, 20. Jan. Verurteilung wegen Heute Abend 9¼ Uhr endeten die vrritagigen Schwu breitidiem a#- Moedes. erichtsver. 8 wie weiter gemeidel wile, dir vim Hasummenstoß mit dem Dampfer in kürzester Wwer beschöhzgr, Saszten dur.### wurde, er wirde in kürzeste. Zeit sinten. Von Eimn tit Ossiziere wurde deshalb Alles gethan, was geschehen konnte, um die an Bord befindlichen Personen zu vergen, was bei dem sich sehr schnell auf die Seite egenden Schiffe sehr schwierig war, nach kurzer Zeit aber auch sich Loshauen der Bänke an Deck beschäftigt war, um möglichst viel treibendes Holz zu schaffen, sank das Schiff unter ihm fort. Er ersabte, eine Seiere, als sich aber viele der im Wasser treibenden weisches soster au. 1. 8..“ schwamm dem Boote vu, Dampfer„Tbeta“ aufgenommen wurde, übernahm dessen Führung und brachte es nach Kuxhaven. Fernere eerber“ Persch Rugs Spsi„Diamant“ am Weserleuchturm Maiter in u“ eines der Gererteten von der„Cimbria“ Ledann irat Rehelu. Nact vor der Kolision bis 1½. Uhr bel, arbeitete die B. ein, wescher immer dichter wurde. Bis 1% Uhr 2 uhr mit bei.. eumdria“ mit voller Kraft weiter, bis 10 am— guiber Kraf., von da an langsamer. Um etwa 2 Uhr raus die Sggu. die Pfeise eines anderen Dampfers gehört, woOiche ues#schine der„Cimbrig“ sofort gestoppt wurde. Das grüne Licht des„Sultan wurde infolge des starken Nevels erst gesehen, als der Dampfer ca. 150 Fuß von der„Cimbria“ entfernt war. Die„Cimbria“ wurde an der Backbordseite getroffen und sank alshald nach der Steuerbordseite. Am andern Nachmittag 2 Uhr wurde das eine Boot von der„Theta“ aufgenommen, welche gegen 6 Uhr in Kuxhaven eintraf.— Ein Reporter, welcher an Bord des„Sultan“ war, berichtet, die gesamte Mannschaft desselben verweigere jede Aussage über die Kollision. Der Kapitän hat bei dem englischen Konsul amtliche Aussagen gemacht, doch verlautet über den Inhalt verselben noch nichts. Der Schaden des„Sultan" besteht in einem großen Loch im Bug, 7 Fuß über der Wasserlinie.— Als gerettet sind bis jetzt im Ganzen 56 Personen bekannt.— Dem„Cuxhavener Tagebl.“ entaehmen wir noch folgende Einzelheiten, wie solche durch die glücklich Erretteten gemeldet wurden: Von allen, welche das Glück gehabt haben, das rettende Boot zu erreichen, wird übereinstimmend geschildert, welch schreckliches Jammergeschrei rings um sie her die Nacht erfüllte, und wie sie voll Zittern und Entsetzen ausschauten nach den armen Opfern, immer noch hoffend, es möge ihnen gelingen, dem Tobe eine Beute zu entreißen. Allmählich wurde es stiller, nur erstarrte Leichen trieben umher und jetzt erst kamen die Ueberlebenden wieder zur vollen Besinnung und damit zu dem Gedanken, ihre eigene Rettung zu ermöglichen. Man steuerte dem offenen Meere zu, um in den Curs der aus= und eingehenden Schiffe zu kommen. Hangen und Bangen voll schwebender Pein. 9 Stunden lang mußten die von Frost und Wasser fast Erstarrten unter unsäglicher Anstreugung arbeiten, ehe sie die rettende engl. Bark erPreichten und nur der Schneidigkeit des 2. Offiziers ist es zu verdanken, daß alle bis dahin unverzagt blieben, und daß selbst den Ermatteten jede mögliche Pflege zu Teil wurde. Mit welchen Gefüblen werden die wenigen, dem Wellengrabe Entrissenen, das Deck des englischen Schiffes betreten haben. Hier aber sollte ihre Trauer gar bald erheblich gemildert werden; denn alle stimmten darin überein, daß wohl selten Schiffbrüchige mit mehr Liebe und Wohlwollen aufgenommen und verpflegt sind, als in diesem Falle. Kapitain und Mannschaft des englischen Schiffes haben alle ihr Zeug zur Verfügung gestellt und ihre sämtlichen Lebensmittel verteilt. Der Kapitän hat den 3 weiblichen Passagieren seine eigene Kajüte überlassen und dafür gesorgt, daß das Zeug alle getrocknet werde. Da dieses bei der Landung hier nicht überall erfolgt war, so hat er sein Zeug den Passagieren gelassen, und diese nur gebeten, ihm die Strümpfe wieder zuzustellen, da diese ihm, als von seinen Familienmitgliedern selbst gefertigte, teuer seien. Dank diesen edlen englischen Menschenfreunden für ihr liebevolles Benehmen gegen unsere deutschen Brüder! Hier ist nach erfolgter Landung abseiten des Agenten der Hamburg=Amerikanischen Packetfahrt=Aktien=Gesellschaft alles gethan, was geschehen konnte, um die Geborgenen gut unterzubringen. Für Logis wurde bestens gesorgt und zu einem Kranken wurde sofort ein Arzt berufen. Morgen reisen die glücklich Geretteien nach Hamburg, welches sie vor wenig Tagen voll froher Hoffnung verließen, und wohin sie nun, aller ihrer Habe beraubt, als Schiffbrüchige zurückkehren. Frankfurt, 19. Jan. Was ein Gasthofs Portier einnimmt. In einer heutigen Amtsgerichtssitzung wurde der Portier eines größeren Hotels darüber vernommen, wieviel ein solcher durchschnittlich einnehme, da einer seiner hiesigen Collegen einen Hotelbesitzer auf Entschädigung angeklagt habe. Zum nicht geringen Erstaunen des ganzen Gerichtssaals erklärte, laut der„Frkst. Ztg., der Sachverständige, daß der Portier eines nur etwas frequentierten größeren Gasthauses auf eine durchschnittliche Einnahme von 20 M. pro Tag rechnen könne. Aachen, 21. Jan. Verweigerte Bestätigung. Bekanntlich hat das hiesige Stadtverordneten=Collegium den Oberbürgermeister von Weise zur Berufung in das Herrenhaus dem Könige vorgeschlagen. Die Bestätigung der Prasentationswahl ist indes Allershöchsten Ortes verweigert worden. Die bezügliche Wahlhandlung war seitens der Minorität des Collegiums erfolgt, nachdem die ultramontanen Stadtverordneten den Saal verlassen hatten. Havre, 21. Jan. Der Dampfer„Picardie“ von der„Compagnie générale transatlantique“, ist auf der Fahrt von New=York nach Havre gesunken. Die ganze Besatzung wurde gereitet und von dem Dampfer„Labradot“ aufgenommen, der heute früh in Havre eingetroffen ist. Riga, 22. Jan. Acht Vergungsleute aus Windau,„welche die Bergung der an der Mündung des Hasanbachs südlich von Windau gestrandeten holländischen Kuff„Vorwärts“ übernommen hatten, sind gestern durch die infolge des Sturmes andringenden Eismassen in den Abgrund gerissen. Messina. Grubenunglück. In den Schwefelgruben bei Lercara in Sizilien brach am 13. d. beim Einsteigen der Arbeiter eine Leiter, und mehr als zwanzig Personen stürzten in die Tiefe. Die Rettungsarbeiten begannen sofort, Näheres ist indessen noch nicht bekannt. * Briefkasten. A. B. 150. Jawohl, wir besorgen auch Inserate für die englischen Zeitungen. Im Londoner„Daily Telegraph“ kostet die Zeile 1 M. 05 Pf., im Manchester„Ewening News“ circa 52 Pf. Da wir von auswärtigen Blättern Rabattvergütung nicht bekommen, so kommen dabei die Portokosten mit zur Berechnung. Nach Cuxhafen. Besten Dank! G. K. Zu 1. Bei vierteljähriger Kündigung kann zwar in den ersten drei Tagen des Quartals gekündigt werden, wenn aber durch schrift: lichen Vertrag oder bei einem jährlichen Mietszinse unter 150 Mark durch mündliche Verabredung festgesetzt ist, daß die Kündigung nur am 1. Januar und 1. Juli erfolgen dürfe, ist eine am 2. Januar ausgesprochene Kündigung ungültig. Zu 2. Gegen die vorliegende Form der Kündigung ist nichts zu erinnern. H. Sie können allein in vorliegender Angelegenheit nicht als Zeuge auftreten, es müssen schon sehr wesentliche Umstände hinzutreten, wenn Sie die Aussagen jener Leute anfechten wollten. Zudem fassen Sie die Depositionen unzweifelhaft falsch auf, denn es erscheint zu unwahrscheinlich, daß der Richter das von Ihnen bezeichnete Zeugnis angenommen haben sollte. Die Leute können wohl gesagt haben, daß Sie nach ihren Beobachtungen täglich mindestens das bezeichnete Quantum consumiert, sie können aber nicht gesagt haben, daß Sie nicht noch mehr verzehrt hätten. Am besten ist, Sie berubigen sich und lassen die Sache durch Ihr Verhalten für die Zukunft in einem milderen Lichte erscheinen; vor Allem warnen wir vor verdächtigenden Aeußerungen, das zweite Uebel könnte noch schlimmer werden wie das erste! B. St.§ 711 C.=P.=O. lautet:„Hat die Pfändung zu einer vollständigen Befriedigung des Gläubigers nicht geführt oder macht dieser glaubhaft, daß er durch Pfändung seine Befriedigung nicht vollständig erlangen könne, so ist der Schuldner auf Antrag verpflichtet, ein Verzeichnis seines Vermögens vorzulegen, inbetreff seiner Forderungen den Grund und die Beweismittel zu bezeichnen, sowie den Offenbarungseid dahin zu leisten, daß er sein Vermögen vollständig angegeben und wissentlich nichts verschwiegen habe.“ Es genügt also die Bescheinigung des Gerichtsvollziebers, daß er den Schuldner in einer anderer Sache unpfandbar befunden habe, um die Abnahm des Offenbarungseides nachzusuchen. H. H. 15. Die Beantwortung Ihrer Frage war vor dem Termine nicht mehr möglich; teilen Sie uns, falls Sie noch auf eine weitere Auskunft reflektieren, das Resultat des Termines mit. Verlosungen. Preußische Lotterie. Bei der am 22. ds. fortgesetzten Ziehung der 4. Klasse der 167. königl. preuß. Klassen=Lotterie fielen 1 Hauptgewinn von 1500·0 M. auf Nr 24496; 2 Hauptgewinne von 30000 M. auf Nr. 57399 und 87924; 2 Gewinne von 15,000 M. auf Nr. 46117 und 88 931; 6 Gewinne von 6000 M. auf Nr. 27 707 29780 40 457 51431 61 885 und 76087; 44 Gewinne von 3000 M. auf Nr. 612 3394 3.676 7687 11833 12 329 15 348 15 363 16722 16 924 19563 22492 28012 33287 34 259 35 153 38 163 40 360 41 168 43002 43 243 47530 52915 53949 55 770 58874 59483 61 471 62 867 64 357 67889 68892 70 401 70 606 76 765 77583 81 259 81 321 81 535 86 756 89 513 90 980 91 336 und 93078; 40 Gewinne von 1500 M. auf Nr. 3865 7193 11 716 12 842 12996 14 430 16702 21 752 25 050 25 319 26297 26 642 30 243 32 989 35 935 42084 45035 45 789 46 774 52992 52 996 54.716 55018 61.502 61 644 65 776 68334 71 712 78 146 78 153 78355 81 849 85 486 86 938 87293 88 716 89042 89927 90 314 98.221; 57 Gewinne von 550 M. auf Nr. 1239 2186 3004 3566 3 797 4 936 5073 5 220 5730 7634 13 760 20522 22 446 23200 23 673 24 646 25086 25 638 27525 27545 28 698 30282 30 892 31 682 33 935934 563 37 810 38 582 39 130 42482 44613 44 6/2 46 994 48961 53 279 55 954 56 904 58 430 61 607 62919 63 330 66 735 67153 72 084 75 229 76597 78 180 80 550 82 341 83 723 84.722988·629 89 145 91 059 91 303 91 555 und 92 787. (Ohne Gewähr.) Handelsnachrichten. ks Berliner Börse, 22. Janr. Weder hier noch an den auswärtigen Plätzen hat die Gesamthaltung eine wesentliche Aenderung erfahren. Die Stimmung neigte anfangs etwas mehr zur Festigkeit, nichtsdestoweniger blieben aber die Umsätze in den engeren Rahmen wie bisher und die an sich ziemlich unbedeutenden Kursbesserungen der Hauptspekulationspapiere sind fast lediglich nur Deckungskäufen einzelner Baissespekulanten zuzuschreiben. Oesterreichische Kreditaktien, Ostvreußen und Marienburger waren die Hauptträger des Verkehre. Von fremdländischen Staatsanleihen zeigten sich Russische wieder etwas bevorzugt. Für einheimische Fonds machte sich eine verhältnismäßig rege Nachfrage geltend. apiere. Deutsche Reichsanleihe.. 101.40 Oesterr. Silberreute 4 1/% Ungarische Goldrente 4# Kussische Noten Russische Anleihe von 1877 Amerik. 6% 1881 65 90 100 90 Preuß. Anleihe kons. 4 ½% 103,90 „„„ 4% 101,40 Staatsschuldscheine 3/2% 98,25 Oesterreichische Goldrente 82.— Eisenbahn=Stammaktien. Bergisch=Märkische.... 126,50 Oesterr. Südb.(Lomb.) Köln=Minden.......—.— Ryeinische 164, Oetterr. Franz Staatsd. 548,50 Rheinische Lit. 3. 100,60 Inoustrie=Gesellschaften 89,70 127,20 227.— 148,90 92.— 87.— 91.90 119.— 85.— Rhein.=Wenf. Arenberg G. f. B. u. H. Bochum. V. f. B. u. Gußstf. Bochumer Bergw.=Ges. Dortm. Union St.=Pr. Gelsenkirchener Bergw. Georg=Mar. B.=St.=Akt. Hibernia 84,— Hörder B.= u. Hütten=Ver. 50, Rav. Spinnerei. 108,25 BankBarmer Bankverein Berg.=Märk. Bank.... Darmstädter Bank.... Deutsche Bank...... Diskonto=Gesellschaft... Inländische Berg.=Märk. 4 1/2% 1. Ser. 3 1/ s0 ö. Ser. Lit. A. u. B. Vorwärts Mechanische Wederei(Köln) 140.— König= und Laura=Hütte 122,90 Louise Tiefbau..... 41,50 Westf. Drahtind.=Ver. 122,50 Phönix, Berg. u. H. Lit. A. 85,75 Krupp 5% P.=Obl., neue 110,40 Dortmunder Bergw. Pr. 49,50 „6% Obl. 102.— und Kreditbank=Aktien. . 1 0 4,— E s s e n e r K r e d i t= A n s t a l t. 9 1, 5 0 . 1 1 4, 1 0 O e s t e r r. K r e d i t= A n s t a l t 4 9 0.— .. 147,— Reichsbank(5 pCt. Disc.) 147.— . 1 4 0, 4 0 S c h a f f h. B a n k e e r e i n 8 6,— 184,30 Westfälische Bank.... 98,— Eisenbahn=Prioritäten. 103,00 Köln=Mind. 4% 2. u. 3.Em 100,50 93.—, Rhein. 4 1/% 3. Em. 102,70 3 ½/% 3. Ser. Lit. C. 93.— Rhein=Nahe 4 1/%... Köln=Mind. 4% 1. Em.—.— Obersczl. 4 1/%s Ltr. E. Producten=Marktbericht vom 20. Janr 100 Ko. Berlin, Köln, Neuß, Bielef. Weizen 18,20 19,25 19,60 18,75 Roggen 13,67 14,35 14,60 14,— Gerste la—.——.— 14,— 17,— „ IIa—.——.——.— 14,50 Hafer 12,32 15,— 13,50 14.50 Bohnen—.——.——.— 16,50 Bchweiz.—.——.——.— 16.— Bielefelder Wochenmarkts=Preise vom 20. Januar. 100 Ko. Berlin, Köln, Neuß, Bielef Rüböl 69,— 72,- 72,— 74,— Rff. Oel—.——.— 75,— 77— Raps—.——.— 31,— 29.60 Kcherbs.—.——.——.— 21,50) Ftterbs.—.——.——.— 18— Spirit. 52,——.——.—— Butter pr.' Kilo 1,00—1,05 Rindfleis„„—.60 Schweinefleisch„ ½ Speck, hiesiges,„ Speck, amerik.,„ Kalbfleisch Hammelfleisch Gänsefleisch Eier Zwiebeln Apfel Birnen Rüben Wurzeln —.65 —.85 —.85 „%„ 45—,55 „%„ 60—.65 Pfund für— 17 Stück 1.— „ ½ Kilo—.06 „%„ 10—.12 „„„—.13 per 1 Kilo—.07 „ 1„—.08 Blumenkoyl à Stuck 50—,60 Kopfsalat 2„—.18 Kappus à„ 7—,10 Rotkohl„„ 8—,15 Wirsing„„ 6—.12 Steckrüben„„ 5—.08 Kohlrabi 3„ 0.10 Gurken„ Kartoffeln 150 Pfund—6,00 Roggenstror 100 Pfund—2,25 Haferstrov 100„—1,60 Weizen trob 100„ 1,70 Heu 100„ 2,00—2.50 Meteorologische Beobachtungen. Bielefeld, den 23. Janr. Niedrigster Stand des Thermometers während der Nacht 3½ R. Stand des Thermometers um 12 Uhr mittags— 1" R. Barometer(5 mm gestiegen).... 77, Wind NO. Himmel bewölkt. 673 Haus Verkauf. Das den Erben. Bäcker Kortlütgert gehörende unter Nr. 316 an der Kökerstraße hierselbst belegene nebst Zubehör, in welchem seit ###tangen Jahren Bäckerei mit gutem Erfolge betrieben, soll am Dienstag, den 30. d. nachmittags 4 #im Hause des Herrn Gastwirt 9 Barkey hierselbst zum Verkaufe #ausgesetzt werden. Nähere Aus#kunft erteilt der Unterzeichnete. Gütersloh, 22. Januar 1883. Carl Wüllner. 824 A Eine erste Berliner Getreide=Firma sucht tüchtige Agenten gegen hohe Pcovision für Speculations=Geschäfte in Getreide an der Berliner Börse. Gefl. Offerten unter J. T. 4498 besorgt Rudolf Mosse, Berlin SW. 818 Jwurg. Serste gerug Donnerstag, den 25. Januar er, vormittags 11 Uhr, werde ich im hiesigen Pfandlokale Hermannshalle 1 Kommode, 1 Wanduhr, 1 Kleiderschrank und 1 Spiegel öffentlich meistbietend gegen bare Zahlung verkaufen. Bielefeld, 23. Januar 1883. Graf, 837 Gerichtsvollzieher. Versteigern. J. Mittwoch, den 24. ds. Mts, nachm. 3 Uhr anfangend, sollen in Kirchdornberg(Zusammenkunft beim Müller Held in Kirchdornberg): 1 1 Kleiderschrank, 1 Glasschrank und 1 Kommode öffentlich meisthietend gegen gleich bare Zahlung(versteigert werden. Bielefeld, den 23. Januar 1883. Meichert, 840 Gerichtsvollzieher. Faso“*..•s“ Am nächsten Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags 1 Uhr beabsichtigt Oekonom Vieling Brakhoff Brake: 80 Haufen starkes BuchenBrennholz meistbiet. gegen Kredit zu verkaufen. Schildesche, 18. Januar 1883. 70 h. Huwendiek. Volz=Kurtion. Am nächsten Donnerstag, den 25. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, läßt Frau Ww. Oek. Bartmann zu Kirch=Dornberg 50 Hausen starkes BuchenBrennholz meistbietend gegen Kredit verkaufen. Schildesche, 18. Januar 1883. 751 H. Huwendiek. Umzugshalber bis zum 1. Märd unter der Hand zu verkaufen: 1 Pianino, 3 Oefen, 1 Kleiderschrank, verschiedene Stühle u. Ciodlus Gütersloh. 818 E„* Am Montag, den 29. Januar, nachmittugs 2 Uhr, läßt der Oek. Meyer zu Olderdissen bei Bielefeld: 80 Haufen starkes BuchenBrennholz meistbietend auf Kredit verkaufen. 823 A. Brinkmann. Tüchtige Einsatzuäherinnen werden auf dauernde Arbeit gesucht von 829 Wilhelm Vieler Nachtolger. Auf sofort ein Kindermädchen für Nachmittag gesucht. Frau Reminder, 820 Nebelswall Nr. 9. Dienstag, den 30. Januar cr. vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in den Forsten des Gutes Steinhausen, Forstdistrikt Ruthenbach, circa: 50 Nro. Eichen 8—14 Mtr. Länge, 12 bis 15 Cmtr. Durchm., 5 Nro. Buchen=Nutzholz, 40 Nro. Kiefern 8 bis 15 Mtr. Länge, 6 bis 35 Cmtr. Durchm., 2 Nr. Birken und 40 Haufen Brenngegen Kredit und Bürgschaft nummerweise öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Anfang des Verkaufes ist am Ruthenbach. Tatenhausen, 23. Januar 1883. Der Rentmeister. 843 Heidfeld. Causer Eerkauft Der Kaufmann Herr Heinrich Stuchtey zu Rheva beabsichtigt seine unter Nr 14 daselbst belegene 9 Ar 08 Um groß, bestehend aus Wohnhaus, zwei Scheunen, Schuppen, Stallung und Hofraum, im Ganzen oder auch geteilt unter der Hand zu verkaufen. An der Hauptverkehrsstraße belegen, eignet sich die Besitzung zu jedem Geschäftsbetriebe vorzüglich. Die sehr günstig gestellten Bedingungen sind bei mir zu erfahren. 811 Rheda, 18. Januar 1883. P. Mark. Kah-n. Erknühetz als: Kothtannen Klafter und Reiserholz, trocken und grün, und ist stets preiswert und freihändig aus dem Uerentropper Forste zu beziehen. Bestellungen nehmen: Rentner H. Schmidt, Niedernstraße hier, Aufseher Hellmann, Wertherstr. hier, entgegen. 827 F. W. Schröder. in bester Lage im Gehrenberg, worin seit langen Jahren das Klempnergeschäft mit bestem Erfolge betrieben, zu jedem anderen Geschäfte passend, beabsichtige ich unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 836 Frau Heidemann. Eine Wohnung von 4—6 Räumen sofort zu mieten gesucht, wenn möglich außerhalb der Stadt, mit Land. Offerten sub. S, A. an die Ex, d. Bl. erbeten. 841 Möblierte an 2 oder 3 junge Leute auf gleich oder später zu vermieten. Strunkmann, 830 Waldeckstraße 279. Möblierte Ie He mim S. eherllug zu Veraieren. Näheres in der Exp. 686 Kreuzstr. Nr. 3 (am sind die seit 7 Jahren von Frau Eldot bewohnten Räume sowie 2 Zimmer parterre, vom 1. April ab anderweit zu vermieten. 849 Möbl. Stube und Kammer für einen oder zwei Herren passend. 737 Obernstr. 29. Eine freundliche, gut möblierte Herrenwöhnung p. 1. Februar oder später zu vermieten. 786 Herm. Stromfeldt. Von ruhigen Mietern wird zum 1. April eine von 5 Räumen nebst Zubehör zu mieten gesucht. Gefl. Offerten unter R. Z. an die Exp. d. Blattes. 830 Herren-Wohnung mit oder ohne Pension per 1. Fedruar gesucht. 812 Zu erfragen in der Exp. Ein junges Mädchen welches im Haushalt durchaus erfahren auch im Geschäft thätig ist, sucht andere Stellung zum 1. April. erfr. in d. Exp. 839 Ein tüchtiger zuverlässiger Creichermeister, welcher sowohl Leinen= als auch Baumwollgarn zu behandeln versteht, findet gegen guten Gebalt selbstständige Stellung in einer süddeutschen Fabrik. 676 Nur praktisch erfahrene Meister mit guten Zeugnissen mögen ihre Offerten unter G. 117 an Rudolf Mosse in München einsenden. Zwei zuverlässige Schlosser finden danernde Arbeit bei 840 G. Wilmking, Gütersloh. Ein Tischler=Geselle gesucht.s 48 831 Von wem, sagt die Exp. Die Beleidigung gegen Minna Walheka und ihre Schlafgenossen nimmt F. Varlag zurück. 826 8 73 Der diesjährige MusVorkdur z Zurentarpreisen ist für die Dauer dieses Monats eröffnet und lassen wir es uns besonders angelegen sein, durch enorm billige Preise in den besten Waren, unsere geehrten Abnehmer zu befriedigen. Bielefeld, im Januar 1883. Freimuth& Cie. 7.4 ** Das Waschen und Modernisieren von Strohhüten wird binnen kurzer Zeit auf meinen eignen Pressen in Dresden nach zur Ansicht vorliegenden Modllen vorgenommen, und bitte ich um möglichst frühzeitige Uebergabe solcher Hüte, da ich dann für prompte Rücklieferung mich verbürgen kann. Schlesinger 834 Obernstraße 26. Stadt-Theater. Vorläufige Anzeige. Mittwoch, 24. Januar 1883 Krig imPrieden. Lustspiel in 5 Akten von Moser. Benefiz für Herrn Eduard Höfler. 665 Reif=Reiflingen... Herr Höfler. Preußische 4% Consols geben wir, soweit der Vorrat reicht, zum Tagescourse zuzüglich 1/8% Provision ab. 821 Westfälische Bank. Landwirtschaftl. Kreisverein Wiedenbrück. Am Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags 2½ Uhr findet im Saale des Herrn Gelhaus zu Wiedentrück die General= Versammlung des landwirtschaftlichen Kreisvereins statt. Tagesordnung: 1) Geschäftliche Mitteilungen; 2) Vortrag des Herrn Humann= Neuenkirchen über die Landgüter=Ordnung der Provinz. Die Vereinsmitglieder werden dazu freundlichst eingeladen. Auch Nichtmitgliedern ist der Zutritt gestattet. Wiedenbrück, 19. Jan. 1883. Der Direktor des landw. Kreis=Vereins 817 Brüning. Stadt-Theater. Direktion: H. Saul. Mittwoch, den 24. Januar 1883: Zum Benefiz für Herrn Höfler: Nur einmalige Aufführung Krirg im Hrirben. Lustspiel in 5 Akten von G. v. Moser und Franz v. Schönthan Anfang 8 Uhr. 835 und -Spitzen,-Franzen, Korsel und Prahz-Kuch. empfiehlt Gesellschaft Erholung. Ppaperisleasigufkrieniguisaee Mittwoch, 24. Januar, ½.9 Uhr: #te große Carnevals-Sitzung.— Damen und Herren. 828 Der kleine Rat. Schächich Bückinge zum Rohessen, ger. Aal, Delicateß=Häringe, Marinirte Häringe, Sardinen in Pickles, Sardellen, Caviar. 846 L. Jacke. Morgen(Mittwoch) früh: Frische Schelllische Kieler Fett-Bückinge ff. Cervelat- u. Mettwurst. 842 b. A. Kuhlmann. Medicinal= Leberthran, pr. Fl. 90 Pfg., pr. Pfd. 80 PfgTokayer=Wein, pr. 1/,, ½ Fl. M. 2,75, 1,50, 80. Felir Battig, Markt 3. 848 Gütersloher Schlratzorob von Heiur. Barkey i. Gütersloh zu 18 und 45 empfiehlt 45 Aug. Barkey Bielefeld, Neumarkt Comptoir= u. LagerHerforderstr. 440. 815 Sonutag den 28. Januar 1883, im großen Saale der Ressourcen-Gesellschaft: der 15jährigen Violin=Virtuofin Signorina Teresina Tua und des Herrn Musikdirektor M. Nachtmann unter gütiger Mitwirkung von Frau Dr. Röder aus Dortmund. PROGRAMM: 1. Fantasie(op. 49) für Pianoforte v. Chopin. 2. Ballade und Polonaise für Violine v. Vieuxtemps(Signorina Tua) 3. Gesangs=Vortrag(Frau Dr. Röder). 4. a. Gondoliera aus der III. Suite v. F. Ries. b. El Zapateado v. Sarasate(Signorina Tua). 5. Lieder(Fr. Dr. Röder). 6. a. Auf der Wacht(Aus dem Soldatenleben von F. Hiller v. Mazurka von Leschetitzkyf: Pianoforte 7. Airs russes v. Wieniawsky(Signorina Tua). Anfang 6 Uhr gesch afehrend der einzelnen Vorträge bleibt der Eingang in den Saal Concert=Flügel von J. Blüthner in Leipzig.(Alleiniger Vertreter für Bielefeld: Herr Mus.=Dir. Nachtmann.) Eintrittskarten à 3 Rm. für den nummerierten Sitzplatz sind im Voraus in der Buchhandlung des Herrn M. Pfeffer zu haben. 810 Canz= und Anstands=Unterricht. Im Februar beginnt mein diesjähriger Kursus für Kinder und Erwachsene im Hôtel Stadt Frankfurt bei Herrn Oppermann. Zirkulare liegen zur gefl. Einsicht offen bei Herrn Oppermann und bei Herrn Konditor Klein Niedernstr. Anmeldungen erbitte ebendaselbst. Hochachtungsvoll C. M. M8ötom. Circulations-Füllöfen mit Mica-Fenstern, permanent brennend und auf's Feinste regulirb: ein gans vorzügliches Fabrikat, in 6 verschiedenen Grössen, unter vollständiger Garantie bei Junker& Ruh, Eisengiesserei in Karlsruhe, Baden. 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Niesberg zu Sende eingetragenen Vollmeier=Colonat Lillmann Nr. 56 Sende nebst allen Pertinenzien namentlich auch den von verschiedenen Erbpachtsstätten zu entrichtenden Canons, Weinkäufe und Handdiensten und den Grundsiücken Flur 4 Nr. 106/1, 107/2, 2a, 108/2, 3, 4, 5, 6, 7, 8a, 8b. 8/½, 11, 11a, 12, 128, 17%, 51/ ¼, 52/2, 53s1, 54, 55, 56/½1, 57 u. 58 der Cat.= Gemeinde Verl, Gemeinde Sende mit dem Wohnhause Nr. 56 Sende und einem Heuerhause, sowie Flur 23, Nr. 278, 280, 327/281, 328/281, Flur 24 Nr. 18/3, 22/1, 22/3, 23, 24, 25, 94, 95 und 96 der Cat.= Gemeinde Brackwede Gemeinde Senne II, für welche Realitaten das unterzeichnete Amtsgericht durch Beschluß des Königl. Amtegerichts zu Bielefeld vom 24. November 1882 als gemeinsames Vollstr.=Gericht bestellt ist, insgesammt vermessen zur Größe von 43 Hect. 9 Ar 2 □=M., sollen im Wege der Zwangsvollstreckung auf Antrag eines Gläubigers am 29. März 1883, morgens 11 Uhr, zu Senne 2 im Hause des Wirts Biermann in der Nähe der Kirche zu Senne 2 versteigert werden. Gütersloh, den 9. Januar 1883. Kgl. Amtsgericht. 832 Für Liebhaber ein PrachtVogelbauer nebst Kanarienvogel zu verkaufen. Zu erfragen bei 819 Aug. Schnelle Nebelswall. Nähriemen, Binde„eibriemen, riemen, Riemenverbin. 5r#un Patent=Ventile, steis in großer Auswahl vorWm. Frömbling, Bielefeld=Gadderbaum. Betten! Betteu! sind billig abzugeben. Neue 2schläfrige Betten und 1=schläfrige Betten von 18 30 Thaler, GesindeBetten 14—20 Thaler. Bettstellen mit und obne Matratzen von 4 bis 12 Thaler, sowie Möbel aller Art, billig abzugeben. 799 L. Wiese, Goldstr. Schwere Bauernleinen in allen Breiten, in ganzen Stücken und Resten. 816 J. Heilbronn, Damm 9. Auf dem Gute Werther steht ein schöner Vorstehhund, dressiert, eingeführt, drei Jahre alt zu verkaufen. 842 Die Gutsverwaltung. Für Brautlente! Wegen Abreise einfaches Mobiliar incl. 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