Nr. 91. Abonnements=Preis: Viertelj. mit„Familienfreund“ 12 Sar. Insertionsgebühr: Die Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Samstag, den 7. Dezember 1872. Redactien, Druck u. Verlag von Carl Braus in Schwerte. H. Jahrgang. Erscheint: Mittwochs und Samstags.„— 880 Zur Enthüllung des Denkmals für die Gefallenen. Mel.: Ich bin ein Preuße. Sei uns gegrüßt, du Denkmal Deutscher Treue, Du Sinnbild ächten deutschen Mannesmuths, Du mahnst im Glanze deiner höh'ren Weibe An manches Opfer Schwerter Heldenbluts! Du ehrst das treue Schwerte, Das so die Todten ehrte Und seines Dankes Opfer dargebracht; Sei uns gegrüßt in deiner stillen Pracht! Steh', Denkmal, lange fest und unerschüttert, Ob Sturm dich faßt, ob Sonnenschein dir lacht, Ob mancher Grabstein um dich her verwittert, Und wenn dich einst ein später Enkel fragt, So sag', daß unser Schwerte Auch mit dazu gehörte, Als anno 70 Deutschland zog hinaus In's Welsche Land zu blut'gem Kampf und Strauß. Nenn' ihm die Namen von den Theuern allen, Die für uns zogen in des Feindes Land Und dort als Opfer siegreich sind gefallen „Mit Gott, für König und für's Vaterland"; Die Väter, Söhne, Brüder, Wir sahn sie nimmer wieder, Und manche Thräne floß den Lieben nach, Und manches treue Herz im Busen brach! Sag' ihm, wie wir gekämpfet und gerungen, Nicht bloß mit Frankreichs trotz'ger Heeresmacht, Nein, wie wir auch den Welschen Geist bezwungen, Der alles Höh're, Göttliche verlacht. Drum laß ihn dir nicht rauben Der Väter theuern Glauben; Sei, Schwerte, stark durch dieses Geistesschwert Und in den Enkeln deiner Väter werth! Steh', Denkmal, steh'! dein Adler hebt die Flügel, Als eilte er der ew'gen Sonne zu; Dorthin, dorthin, weit über Thal und Hügel Zog ihre Seele heim zur ew'gen Ruh! Und dort im fernen Süden, Da ruh' ihr Leib im Frieden! Wir aber rufen: Heil dem Deutschen Reich, Wenn seine Enkel ihren Vätern gleich! H. R. Warum errichtet wohl ein jedes gebildete Volk seit Jahrhunderten Denkmäler von Stein und Erz und warum pflanzt es Eichen, Buchen, heilige Haine im Andenken an seine gefallenen Helden? Nun zuerst aus dem natürlichen Triebe der Dankbarkeit für eine Treue, die bis zum Tode treu war, für ein Kämpfen und Ringen um des Vaterlandes Ehre, um des heimischen Heerdes Sicherheit, um alles Hohe und Heilige, was ein Volk sein eigen nennt, das im Streite wider den grimmigen Dränger das Leben einzusetzen wußte, damit das Leben der Zurückgebliebenen, der Eltern und Geschwister und zarten Kindlein ungeschädigt und unverletzt bliebe. In Stein soll gleichsam verkörpert werden, was die Theuern gethan und was sie erreicht, nachdem ja schon sie selbst mit ihrem eigenen Herzblut sich auf unvergängliche Weise in die Blätter der Weltgeschichte eingeschrieben haben; so ist denn der Denkmals=Stein für solche Helden weit mehr als todter Stein, er erzählt uns vielmehr wundersame Geschichten und frischt in unserm Gedächtniß Bilder auf, die das Herz aufs Tiefste bewegen. Treue gegen König und Vaterland, dieser Hauptvorzug der Deutschen vor allen Völkern, das ist ja die Macht, der starke Trieb gewesen, welcher unsere Brüder 1870 für uns in den Tod trieb. Unter dem Adler Hohenzollerns, welcher der Sonne zustrebt, haben sie getämpft und geblutet; haben dann fern von den Ihren ein Grab in fremder Erde gefunden, das uns in den meisten Fällen unbekannt. Wie sollten wir nicht ihr Gedächtniß an der Stätte, da sie einst in Frieden gelebt mit den Ihren, da sie die Unsern noch waren in Freud und Leid, ehren und für die Nachwelt dauernd, unvergänglich machen? Ja Dank sei den treuen Helden, Dank von Kind und Kindeskind. Aber Gott allein gebührt die Ehre, dem Herrn der Heerschaaren, der auch sie in den Schrecken des Schlachtfelds stark gemacht, als Christen zu sterben für eine heilige Sache. Und uns sei das Denkmal der Gefallenen darum errichten wir's ja auch— eine Mahnung und ein Antrieb, daß wir nie vergessen, über Alles auf dieser Erde jene Treue zu schätzen, die ihr Leben nicht lieb hat, bis in den Tod, die bereit ist, wo es Gottes Ehre und das Heil der Brüder gilt, das irdische Leben dranzugeben, um ein ewiges zu gewinnen. So begrüßen wir denn mit Freuden und herzlichem Dank die durch das Denkmals=Comitee zu Stande gebrachte Errichtung eines Denkmals auch an unserm Ort. Es sei den Lebenden eine Erinnerung, den kommenden Geschlechtern eine stete Mahnung! Deutsches Volk, halte, was Du hast, daß Dir Niemand Deine Krone raube! Tagesereignisse. Die Petersburger Zeitung zeigt an, daß der deutsche Kaiser diesen Winter in Petersburg ankommen wird. An dem kaiserlichen Hofe treffe man große Vorbereitungen.(Nach deutschen Zeitungen wird Prinz Carl dahin reisen.) Der deutsche Kronprinz, der einen bedenklichen Rückfall seiner Krankheit glücklich überstanden hat, wird vor der Hand nicht nach Berlin zurückkehren, sondern mit seiner Familie 4 Wochen in Wiesbaden hinbringen. Der preußische Kriegsminister v. Roon hat aus Gesundheitsrücksichten um seine Entlassung gebeten und soll sie auch erhalten haben. Man spricht davon, daß entweder der Corpscommandant vom 11. Armeekorps v. Bose oder der General v. Kamecke zum Kriegsminister ausersehen sei. Mehrere kleinere Gesetzentwürfe lagen dem Abgeordnetenhause zur Berathung vor. Unter denselben befand sich einer über das für Eheschließungen erforderliche Lebensalter, welcher dasselbe bei Personen männlichen Geschlechts mit vollendetem 18. und beim weiblichem Geschlechte bei vollendetem 14. Lebensjahre eintreten läßt. Es wurde dieser Gesetzentwurf angenommen. Sehr lebhaft wurden die Debatten bei den katholischen Anträgen bezüglich des Religionsunterrichts am Gymnasio in Braunsberg und der durch ministerielle Verfügung aus dem öffentlichen Schuldienste entlassenen Schulschwestern. Oestereich. Das ungarische Ministerium hat seinen Abschied genommen.— Der östereichische Landtag hat den Antrag angenommen, daß die Beschickung des Reichsraths nicht mehr wie bisher durch Abgeordnete der Landtage, sondern durch directe Wahlen erfolgen soll. Dadurch würde es in Landtagen unmöglich gemacht sein, den Reichsrath lahm zu legen, wie es der böhmische Landtag wiederholt versucht hat.— Auf dem galizischen Landtage kam es zu lebhaften Reibungen zwischen den Polen und Ruthenen. Die letzteren verließen den Sitzungssaal.— Auf dem böhmischen Landtage kam Seitens einiger czechischen Abgeordneten ein Aehnliches vor. In der Schweiz nehmen die Behörden mehrerer Cantone offen gegen die Unfehlbarkeitslehre Partei. Die Macht der Jesuiten und Bischöfe ist übrigens in den katholischen Cantonen eben so groß als in Deutschland. 8— Hier ist viel von Differenzen Fraukreichs und Italiens mit Griechenland wegen der Laurionbergwerke die Rede. Man will es mit einem Schiedsgerichte versuchen.— In Rom kamen democratische Demonstrationen behufs Einfuhrung des allgemeinen Stimmrechts vor, gegen welche die Polizei mit Nachdruck einschritt. In Spanien wiederholen sich immer wieder die revolutionären Bewegungen. Die Haufen der Aufständischen erreichen selten eine erhebliche Größe, genügen jedoch, um durch die Unsicherheit, welche sie verbreiten, das Aufblühen des Landes zu verhindern. England. Die Engländer zerbrechen sich den Kopf darüber, wie es kommt, daß aus ihrer Armee in einem Jahre über 8000 Mann desertirt sind. Der Grund ist wohl kein anderer als dieser, daß die Heeresverfassung Englands noch einem anderen Jahrhundert angehört und das englische Volksleben durch den Mammonismus sehr gelitten hat. Fraukreich. Aus Algier, 22. Nov. wird telegraphirt: Seit 72 Stunden weht ein Sirocco(Brennoder Gluthwind). Den 20. wurde ein starker Erdstoß in Tenes verspürt. Er dauerte zwei Sekunden. Gleich darauf fand eine zweite Erschütterung statt. Ein hübsches Beispiel administrativer Schnelligkeit erzählt der„Figaro. Beim Ausbruche des Krieges verlangte die französische Colonie Pondichery, den Angriff eines preußischen Geschwaders fürchtend, eine Anzahl Kanonen vom Marineministerium.„Sehr gut!" rief der Minister, und gab Befehl, die Geschütze sofort zu expediren. Dieselben sind denn auch glücklich vor vierzehn Tagen am Orte ihrer Bestimmung angelangt. Amcrika. In Amerika soll es bei den letzten Wahlen nicht ganz geheuer gewesen sein. Eine Partei beschuldigt die andere, es sei Betrug, Fälschung, ja sogar Mord hier nicht gespart worden. In Pensylvanien soll eine falsche Wahlurne construirt worden sein, welche einen falschen Boden hatte. In versteckten Raum befanden sich Stimmzettel, die auf den Namen des Candidaten lauteten, den die Partei erwählt zu sehen wünschte. Zieht man den falschen Boden heraus, so fallen die präparirten Stimmzettel zwischen die übrigen, ohne daß das Siegel der Behörde verletzt ist. Wenn's wahr ist, so steht's schlimm mit der Moralität bei den Wahlen in Amerika. Am 2. Dec. wurden die Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses in Washington eröffnet. Die Botschaft des Präsidenten Grant lautet in jeder Hinsicht friedlich. Auch Mexiko werde nun zur Ruhe kommen. Nur auf Cuba wüthe der Aufstand fort und den Spaniern sei es bis jetzt nicht gelungen, denselben zu unterdrücken. In den vier Jahren, da Grant in Nordamerika regierte, sind von den Staatsschulden der Vereinigten Staaten 363,696,969 Dollars abgetragen worden. Türkei. Nirgends findet ein so häufiger Ministerwechsel statt, als bei dem türkischen Sultan. In diesen Tagen erst hat er wieder zwei neue ernannt, davon der eine ein sehr geschickter und der andere ein tüchtiger Schlosser sein soll. Es wird sich nun bald zeigen, ob beide auch in der Politik und in der Regierungskunst ihr Handwerk gut verstehen. Westfalen und Rheinland. Aplerbeck. Wie verlautet, soll auch die Zeche Schürbank und Charlottenburg“ am 1. Januar künftigen Jahres in eine Actien=Gesellschaft überDortmund, 3. Dec. Zur Nachahmung empfohlen! In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten zu Dortmund ist beschlossen worden, 5000 Thlr. aus städtischen Mitteln zur Unterstützung der Ueberschwemmten an der Ostseeküste beizusteuern. Schalk bei Gelsenkirchen, 30. Nov. Gestern Nacht ist die beinahe vollendete neue katholische Kirche zusammengestürzt. Glücklicherweise sind keine Menschenleben zu beklagen. Dem Vernehmen nach hat die nasse Witterung die Lösung des Mörtels herbeigeführt. Essen, 2. Decbr. Heute Morgen entgleiste in Folge Ausweichung der Geleise der Personenzug zwischen Kupferdreh und Ueberruhr. Personen sind zum Glück mit Ausnahme eines leicht verletzten Schaffners nicht beschädigt, trotzdem der Zug ca. 100 Passagiere enthielt und die Wagen sehr beschädigt sind. Fast der ganze Zug liegt umgestürzt neben den Schienen, nur wenige Schritte vom Ruhrstrome entfernt. Der Vorfall darf so, wie er ist, noch als ein sehr glücklicher bezeichnet werden. Haus= und Landwirthschaftliches. Die vielfach beklagte und bedeutende Steigerung der Fleischpreise scheint nicht ihren Grund darin zu haben, daß unser Land nicht mehr eine genügende Menge von Vieh produzirt. Vielmehr ist die Ausfuhr aus Deutschland an Vieh eine sehr umfangreiche. Im vorigen Jahre gingen in's Ausland 139,000 Stiere und Ochsen, 56,000 Kühe, 38,000 Stück Jungvieh, 63,000 Kälber, 378,000 Schweine, 1,791,000 Schafe und Ziegen. Diese Thiere repräsentiren ungefähr 3¼ Millionen Centner Fleisch. Nimmt man die Fleischnahrung für jeden Einwohner Deutschlands auf den hohen Satz von 100 Pfd. pro Jahr an, so würde das ausgeführte Vieh für 3¼ Mill. Menschen Fleisch geliefert haben. Außer dem Schlachtvieh führte Deutschland noch 41,000 Pferde aus. Nachdem die australischen Viehzüchter begonnen haben, das ihnen überflüssige Fleisch conservirt nach Europa zu senden, sind sie neuerdings auch auf den Gedanken gekommen, die Knochen in Europa werthbar zu machen. In Mauritius und Ceylon wird der australische Kunstdünger bereits viel benutzt und man sieht mit einigem Interesse der Aufnahme entgegen, welche er in Europa finden wird. Das Schiff Miltiades, von Melbourne nach London unterwegs, hat 100 Tonnen Knochenmehl an Bord. Dieselben sind nach einem neuen Verfahren in Stufen von 6 Zoll im Quadrat und 3 Zoll Dicke comprimirt, was die Verladuug und Versendung erleichtert. Zur Benutzung werden diese Knochen erbrochen und mit warmem Wasser aufgelöst. In Leintwardine, England, wird im nächsten Jahre eine Ackerwirthschaft nach den Grundsätzen der Genossenschaft gegründet. Ein Grundstück von 142 Morgen ist durch Vermittelung des Parlamentsmitgliedes Morrison angekauft worden und soll 30 Arbeitern in Antheilen zu 20 Pfd. Sterling überlassen werden, von denen 10 Pfd. Sterl. sofort einzuzahlen sind. Das gibt allerdings nur ein Capital von 300 Pfd. Sterl., allein das Hauptkapital seine kräftigen Arme, soll jeder Arbeiter extra mitbringen. Eine doppelte Flachsernte hat der Freigutsbesitzer Jachmann in Rudelsdorf, Kreis Nimptsch, ohne sein Zuthun durch den Samenausfall der ersten Ernte erzielt. Ein Gesundheits=Schiff. Das wäre etwas Neues, das sich hören ließe.— Tausende von armen Menschen suchen im Winter wohl ein milderes Klima, wo nicht so rauhe Winde wehen, wie bei uns hier, sie gehen über die Alpen nach Italien, oder auch wie die Kaiserin von Rußland nach dem Süden ihres großen Reiches, nach dem schönen Schloß Livadia am schwarzen Meer. Doch Tausende müssen auch zu Hause bleiben, haben die Mittel nicht, das Weite zu suchen und können nicht wie die Schwalben und Wachteln und Nachtigallen, die dem Winter den Rücken kehren und nach dem Süden ziehen. Da hat nun einer sich ein Gesundheits=Schiff ausgedacht, das soll noch bessere Dienste thun, als etwa eine Reise über die Alpen nach Italien und Tirol, es soll damit aufs Weltmeer gehen und da die gesunde frische Seeluft eingeathmet werden. Ein Dr. v. Wallenstedt, Arzt in Berlin und während der Sommermonate Badearzt im Seebade Heringsdorf an der Ostsee in Pommern, will es zur Durchführung bringen. Man liest dies darüber in den Zeitungen: „Man beabsichtigt auf Grund günstiger Erfahrungen, einen für diesen Zweck bereits gewonnenen SchraubenSchnelldampfer bester und neuster Art, im Spätherbst von Cuxhafen aus, wo die Mitreisenden an Bord genommen werden, kurze, genau vom Arzte bestimmte und nur bei gutem Wetter fortgesetzte Küstenfahrten über Gibraltar und längs der spanischen, französischen, italienischen, sicilianischen Küste bis etwa Malta ausführen zu lassen und längs der afrikanischen Küste Anfangs April nach Cuxhafen zurückzukehren. An Bord würde der Theilnehmer dieser Fahrt gegen ungünstiges Wetter, schroffe Temperaturwechsel, ungewohnte Nahrung, unregelmäßige Lebensweise 2c. vollständig geschützt sein, während in den verschiedenen anzulaufenden Häfen sich die Annehmlichkeit eines zeitweiligen Aufenthaltes am Lande bietet. Dieses Unternehnen hat den Beifall der bedeutendsten Aerzte Deutschlands gefunden. Ob's wirklich zu Stande gekommen, hat man noch nicht gehört. Vermischtes. Von deutschen und englischen Sternwarten treffen jetzt nähere Nachrichten über den ungewöhnlich großen Sternschnuppenfall am Abend des 27. November ein. Man will viele Tausende gezählt haben. Ob aber wirklich ein Zusammenstoß der Erde mit dem Vielaschen Kometen stattgefunden hat, ist noch nicht ausgemacht, auch ist überhaupt das Erscheinen des Kometen in diesem Monat in Frage gestellt. Einem Berichte des Directors der Leipziger Sternwarte, Hrn. Prof. Bruhns, über den Meteorfall am 27. Nov. entnehmen wir Folgendes:„Die Bahn des Sternschnuppenschwarmes ist vollständig identisch mit der Bahn des seit 1852 nicht wiedergesehenen Biela'schen Kometen, welcher im October d. J. zu seiner Sonnennähe zurückkehren sollte. Bekanntlich theilte sich dieser Komet Ende 1845 in zwei, welche 1852 beide auf verschiedenen Sternwarten beobachtet worden. Seit jener Zeit ist trotz des eifrigsten Suchens keiner dieser beiden Kometen wahrgenommen und ist wohl eine Auflösung derselben anzunehmen, so daß wir in dem uns sichtbaren Sternschnuppenschwarme vielleicht die Ueberbleibsel dieses merkwürdigen Kometen gesehen haben.“ Auch Prof. E. Weiß in Wien ist der Ansicht, daß der Meteorfall am 27. Nov. nichts Anderes als die Auflösungs=Produkte des Biela'schen Kometen vorstellte, dessen Erscheinen dieser Astronom schon vor 5 Jahren vorhergesagt hatte. Einen ebenso reichen Meteorfall stellte damals Prof. Weiß auch für die Nacht vom 26. auf den 27. Nov. 1878 in Aussicht. So mild und warm, so hell und sonnig ist lange kein Dezember angebrochen, als diesmal. In den Gärten blühen die Gänseblümchen und Veilchen, die Stiefmütterchen und Pechnelken und ich kenne eine Wirthin, die hat ihren Gästen frischen Speisesalat aus ihrem Garten vorgesetzt. Es ist, als ob nicht Weihnachten, sondern Ostern vor der Thüre wäre und es wird diesmal wohl heißen: Grüne Weihnachten, weiße Ostern. Gegen das Tabakrauchen predigt jetzt in Lausanne der bekannte Anti=Tabak=Apostel Urbain Angels. Oberflächlichkeit kann man diesem Gegner der süßen Gewohnheit nicht zum Vorwurf machen. Derselbe hat vier Welttheile bereist und die verderblichen Folgen auf das Individuum und die Völker in ihrer Gesammtheit zu studiren. Mittelst einer Broschüre betitelt:„Das Tabäkrauchen, eine der ersten Ursachen des Verfalls der Nationen, und in Versammlungen, zu denen er mittelst Placate namentlich die Jugend einlud, sucht er Anhänger für seine Anschauungen zu gewinnen. Bis jetzt soll sich aber der Tabaksverbrauch in Lausanne noch nicht vermindert haben. Dem„Philadelphia Ledger“ zufolge ist eine neue Straßen=Locomotive erfunden worden, die so compakt ist, daß sie nicht mehr Raum einnimmt, als ein gewöhnlicher eiserner Stuben=Ofen. Die Maschine consumirt ihren Rauch, setzt keinen Ruß an, behält keine Kohlenreste und arbeitet geräuschlos. Sie hat eine Kraft von fünf Pferden, und die Wagen welche die gewöhnlichen Dimensionen haben, können so bequem controllirt und angehalten werden, als ob sie von Pferden gezogen würden. Die Fortbewegungskraft kann nach Belieben bis auf die Capacität einer Maschine von 25 Pferdekraft vergrößert werden. Der Füsilier Kutschke, der das Lied erdacht: Was kraucht da in dem Busch herum, lebt noch. Er heißt Gotthelf Hoffmann, wohnt in Dresden und bedankt sich jetzt, daß Dr. Block ihm den in der Schlacht bei Sedan zerschmetterten Oberkiefer mit Zähnen so bewunderungswürdig wieder hergestellt hat, daß er nicht nur gut kauen, sondern auch gut sprechen kann. Ein Journalist hat die Zahl der Souveräne zusammengestellt, welne ihr Leben auf dem Throne nicht beendet haben oder keines natürlichen Todes gestorben sind. 25.10 Kaiser oder Könige haben über 644 Nationen geherrscht; man zählt 299, welche entthront wurden; 64, welche abdankten; 20, welche sich tödteten; 11, welche irrsinnig wurden, 100, welche im Kriege fielen, 123, welche zu Gefangenen gemacht wurden; 25 starben als Märtyrer; 151 wurden ermordet; 62 wurden vergiftet und 108 zum Tode verurtheilt. Die Berliner Börsenzeitung enthält folende Anzeige:„Einen schönen, blonden, blauäugigen Knaben, fünf Wochen alt, ist eine unglückliche Mutter gezwungen, zu verschenken. Die„Südd. Post“ nennt 15 Geschäfte, in München, welche an Beamten, Studenten 2c. Geld zu 240—250 pC. ausleihen. Offenherzig. Die jungen Japanesen, welche sich gegenwärtig behufs ihrer Ausbildung in Berlin befinden, gefallen sich in der Fremde gar sehr. Sie befinden sich in Pension bei gebildeten Familien und lernen in der Regel sehr bald sich verständlich zu machen. Mehrere von ihnen haben Wohnung in dem Hause einer Offizierwittwe, welche eine reizende Tochter hat. Kürzlich saß man bei der Mittagstafel, und der eine junge Japanese, höchst aufgeweckt und temperamentvoll, platzte mit dem Geständniß heraus:„Ich finde Niemand so reizend, wie Ihre Tochter!" Bei letzterer stellte sich sofort pflichtschuldiges Erröthen, bei der erstaunten Mutter pädagogischer Ernst ein und mit strenger Miene verwies sie ihm solche Bekenntnisse. „Dergleichen sagt man bei uns nicht so offen heraus!“ Aber was antwortete der keineswegs verlegene Jüngling?„Ich glaubte, man dürfe in Deutschland die Wahrheit sagen!"— In dieser Beziehung befindet sich der naive Japanese am Ende doch im Irrthum. Enthüllung des Kriegerdenkmals in Schwerte am 7. Dezember 1872. Als in Gefahr und Nöthen Das Vaterland gebracht, Rief Trommel und Trompeten Aufs neu zu Kampf und Schlacht, Da folgten unsre Söhne, Der großen Ahnen werth, Beim Klange dieser Töne Und griffen zu dem Schwert! Auf kühnen Heldenbahnen Da schlugen sie den Feind, Und trugen ihre Fahnen Von Sieg zu Sieg vereint, Und ob auch viele sanken Hin in den Tod, den Sand Der Böhmen und der Franken, Frei war das Vaterland! Und die zurück nicht kamen, Dem Tod sich mochten weihn, Es sollen ihre Namen Uns unvergeßlich sein! Von ihrem Tod und Leben Soll in der Heimath Thal Ein schönes Zeugniß geben Uns ein Gedächtnißmal! So sei zur hehren Weihe Der strebende Granit Enthüllt, daß ihn die freie Mitwelt und Nachwelt sieht! Die mächt'gen Schwingen schlage Der Adler drüber aus, Erinnernd an die Tage Glorreichen Kampfs und Strauß! Es soll dies Mal der Ehren, Dies Zeichen, edel, rein, Den Enkel mahnend lehren: Ein deutscher Mann zu sein. Wenn wider Deutschlands Rechte Die Feinde sich gewandt, Der Ruf erschallen möchte: „Es gilt dem Vaterland!!" Schmitz. Berichtigung. In dem Artikel der vor. Nr.„Die Volksschulordnung“ lies Zeile 6 statt die Interessen„die tiefsten Interessen". Zeile 4 von unten statt ausgesalzt„ausgesetzt“. Bekanntmuchung.# Die Gewerbesteuer=Rolle der Staut Schwerte pro 1873 liegt vom 7. bis 10. d. Mts. zur Einsicht der ligten auf hiesigem Magistrats=Büreau Schwerte, den 4. December 1872. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Nach Anordnung des Herrn Landraths zu Dortmund vom 28. d. Mts. müssen die Hunde im Amtsbezirk Westhofen bis zum 31. Januar künftigen Jahres angelegt werden, oder mit vorschriftsmäßigem Maulkorbe versehen sein. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbuße bis zu 10 Thlr. oder mit Haft bestraft. Westhofen, 30. November 1872. Der Amtmann Rebber. Bekanntmachung. Die Erdarbeiten zur Instandsetzung des Krinkelweges und die Anlegung eines Canals sollen am Dienstag, den 10. Deebr. er., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle mindestfordernd verdungen werden. Sammelplatz beim Hause des Schneidermeisters H. Overbeck zu Sommerberg. Westhofen, den 3. Decbr. 1872. Der Amtmann: Rebber. uction in Ergste. Am Montag, den 16. d. M., Morgens 10 Uhr anfangend, sollen im Locale des Wirths Herrn Kage=Beckmann zu Ergste eine große Parthie Manufactur= Waaren, als: Tuche, Buxkin, Tricot, Kleiderstoffe, Unterjacken, Unterhosen, Leinen, fertige Kleidungsstücke 2c. gegen Credit verlauft werden. Limburg, den 3. December 1872. Nettleubusch. Von höchster Wichtigkeit für Angenrrante. außerordentlichen Heilkraft unerreichbare, seit 1822 in allen Welttheilen bekannt und berühmt gewordene echte Dr. Whites Angenwasser von Trangott Ehrhardt in Großbreitenbach in Thüringen(worauf beim Ankauf ganz besonders zu achten ist) sind schon viele Tausende von den verschiedensten Augenkrankheiten geheilt, gestärkt und sicher vor Erblinden geschützt worden, und erfreut sich deshalb eines allgemeinen Weltruhmes, welches auch die täglich einlaufenden Loberhebungen und Atteste beweisen. Dasselbe ist concessionirt, von hohen Medizinalstellen geprüft und begutachtet, als bestes AugenHeil und Stärkungsmittel empfohlen und à Flacon 10 Sgr. zu beziehen durch Carl Braus, Hellpoth. 9— besonders Gesichts= und Bartflechten, sowie alle veralteten Hautausschläge, heilt gründlich auf brieflichem Wege der königliche Kreis=Wundarzt Dr. Philippson in M.=Gladbach, Rheinpreußen. VIII. Kölner Bonoan=Torkrrir zum Ausbau der Thürme des Domes zu Köln. „Zichung am 16 Januar 1873.“ Haupt=Geld=Gewinne: 25,000 Thaler, 10,000 Thaler, 5000 Thaler; ferner 2 Mal 2000 Thlr., 5 Mal 1000 Thlr., 12 Mal 500 Thlr., 50 Mal 200 Thlr., 100 Mal 100 Thlr. und noch 1200 Geldgewinne mit zusammen 30,000 Thaler; außerdem aber noch Kunstwerke im Werthe von 20,000 Thlr. Im Ganzen 125,000 Thaler. Loose zu einem Thaler pro Stück sind durch mich und die Herren Agenten zu beziehen. Der alleinige General=Agent, B. J. Dussault in Köln, Casinostraße 44. Lopse sind zu haben in Schwerte bei A. W. Baader. Die im Hypothekenbuche von Villigst Band I. Blatt 52, auf den Namen gesammt vermessen zur Größe von 38 Are 30 O.=Meter, sollen im Wege der nothwendigen Subhastation auf Antrag eines Gläubigers am 7. Februar 1873, Morgens 10 Uhr, steuer veranlagt worden, beträgt 4 Thaler 4 Dez., der für die ermittelte Nutzungswerth der aufstehenden Gebäulichkeiten 44 Thaler. henden Abschätzungen und anderen, die Grundstücke betreffenden Nachweisungen Alle Diesenigen, welche Eigenthum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Hypothekenbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Subhastation stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präclusion spätestens im Versteigerungstermine anzumelden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlages soll am 8. Februar 1873, Morgens 9 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Schwerte, den 26. November 1872. Königliche Kreisgerichts-Commission. Der Subhastationsrichter. Meine seit vielen Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen, Mawurm, Syphilis Sesannt genact iu boten... W8.: Tehurg SchaumburgLippe Lonis Wundram, Prof. in Balledurg, Schaumrurg Appe. Landwirtschaftl. Lokal-Verein Ergste. Versammlung am Sonntag, den 8. Dezbr., Abends 6 Uhr, beim Wirth Herrn Friedrich Bierhoff zu Ergste. Tages=Ordnung: 1. Vertheilung von Schriften. 2. Einzahlung der Jahresbeiträge. 3. Vortrag. Der Vorstand. Für Sonntagsschulen versendet die Niederlage christlicher Schriften von A. Jaußen in Barmen: 120 bibl. Bilder mit Spruch und Lied für 9 Sgr. 120 Kinder=Traktate mit Bilder für 4 Sgr. 1000 Handblätter mit Bilder für 20 Sgr. Auch sind die beliebten Gelatinbilder, biblische Bilderbücher, kl. Erzählungen für Kinder, MissionsTraktate u. s. w. in großer Auswahl vorräthig und werden die Sachen des Zweckes wegen in Partien äußerst billig abgegeben. ehr schöne Wiefelbohnen, per Scheffel 2 Thlr. 20 Sgr., 88P. Hchaelich Carl Goamann, Geaichte Decimallbaagen liefert unter Garantie August Drees, Barmen, Fattloh 89. Reparaturen werden pünktlich besorgt. Dombau-Loose (Ziehung 16. Januar 1873), à 1 Thlr., zu haben bei A.=C. Sundermann in Westhofen. Zwei möblirte Zimmer mit Frühstück zu vermiethen. Wo, sagt die Exp. d. Bl. Unersetzbar bei Magenleiden. An den Kgl. Hoflieferanten Hrn. Johann Hoff in Berlin. Krestillau, Kr. Leobschütz. *Von Ihrem vortrefflichen Malzextrakt=Gesundheitsbier, welches meiner Erfahrung nach bei Magenleiden stets geholfen hat, # w ü n s c h e i c h g e g e n d a s U n t e r leibsleiden meiner Frau GeFür Frauenkrankheiten. Dr. Marten in Hörde. brauch zu machen(folgt Bestellung). Jakob Werner, Schulze und Anbauer. Verkaufsstelle bei O. Greve in Schwerte. Turn-Verein Mehrere junge Leute können Kost-& Togis erhalten. Wo, sagt die Exp. d. Bl. Zur Erlernung der Küche und Haushaltung ist für ein junges eine Stelle offen. Wo, sagt die Expetion d. Bl. Zur Erlernung der Küche und des Haushalts findet ein junges Mädichen aus achtbarer Familie Stelle. Hierauf Reflectirende wollen ihre Adresse unter Litra B. B. Nr. 10 an die Exped. d. Bl. gelangen lassen. GERMANIA. sbmal-einmeihung ven guten Lohn gesucht von Zur Hennmatsrinwrihung werden die activen und passiven Mitglieder des Turnvereins Germania ersucht, sich am Samstag Morgen, 9½ Uhr, bei dem Wirth Carl Rösener am Markt hier behufs Anschließung an den allgemeinen Zug einzufinden. Die activen Mitglieder erscheinen in Turnmützen. Der Vorsland. Am Verloren., Mitts wird gegen.... 9.. 6en Fr. Horst in Hennen. Am vergangenen Mittwoch habe ich wiederum eine Mütze(hellgrau) verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe an mich abzugeben. Friedr. Weischede. ig. Orrkäuf! Montag, den 9. Dezember c., Morgens 9 Uhr, läßt der Schustermeister Herr C. D. Hövelmann hierselbst seine auf dem Buchholze belegenen Waldparzellen, Flur I Nr. 36, groß 4 Morgen 71 Ruthen 13 Fuß und Flur I Nr. 61, groß 9 Morgen 18 Ruthen 29 Fuß, im Locale des Wirths Engels hier zum meistbietenden Verkaufe aussetzen, wozu Kauflustige einladet. Westhofen, den 26. Novbr. 1872. Sundermann, A.=C. K„„* 904• Dienstag, den 11. v. uts., Morgens 10 Uhr, werden in der Nähe des Guts Opherdicke, Distrikt Stennert, 300 langschaftige Tannen, zu Brettern, Balken und Sparren brauchbar, nummerweise zum Verkaufe ausgeboten. Opherdicke, den 2. December 1872. Der Verwalter: Steinrücke. =Verkauf zu haus Busch. Am Sounabend, 7. Dezember, Vormittags 10 Uhr, sollen in der obersten Mühlenweide, in der Nähe von Cabel, 36 Stück canadische Pappeln, von 2 bis 2½ Fuß Durchmesser und 50 Fuß länge, ferner im Forstdistrict Gahrenfeld 50 Haufen Lärchen, zu Sparren, Gerüststangen, Leiterbäumen und Frechtungsholz geeignet, nach dem Meistgebot gegen Credit verkauft werden. Sammelplatz beim Gastwirth Krumnow am Cabel. Haus Busch, den 2. Dezbr. 1872. Der Rentmeister: Klotz. Großer **. Ein Schriftsetzer, Zum bevorstehenden Weihnachtsteste Passende Weihnachts-Geschenke. 4 * bringen wir unser reichhaltiges Lager in Weisswaaren VISITENKARTCHEN, Briefbogen& Couverts, mit beliebigen Namen und Firmen,# emgäebl! und alle übrigen Artikel in empfehlende Erinnerung. Schwerte, im December 1872. Carl Braus. Hermine Brinkmann& Sophie Stock. Frische süße chellsische, Zum bevorstehenden pro Pfd. 3 Sgr., sowie frische große Spechbnlching 2 zum Rohessen empfiehlt A. Rosenthal. Arih. bin ich in UHREN, Sowie Goldsachenbestens assortirt und bringe solche in empfehlende Erinnerung. Schwerte. F. Meyer, Uhrmacher. Herr Steinigke, Pfarrer in Jetzewo, berichtet 22./10. 72.: mir von Ihnen zugesandten Klostermittel bekommen mir sehr gut und geht die Heilung ersichtlich voran“ 2c. Die Parai'schen Krostermittel sind zu beziehen durch die General=Correspondenten Herren Kietz& Cie. in Duisburg a. Rh. (Depositaire gesucht.) Orgel-Concert. Predigt=Turnus. Sonntag, den 8. December. Größere evang. Kirche: Hauptgottesdienst: 10 Uhr: P. Pickert. Nachmittagsgottesdienst 2 Uhr: P. Schütte. Kleine ev. Kirche: Pastor Riepmann. Marktpreise zu Schwerte am 4. December. Am nächsten Sonntag, den 8. December, Nachmittags 3 Uhr, wird der Blinde Hugo Bartels von Dortmund in der größern evang. Kirche zu Schwerte ein 25 2 3 23 s " 6 2 27— 19 3 2 16 1 6— 2—— 1—— Orgel-Concert mit Gesang-Vorträgen geben. PROGRAMM: Im Auftrage der Herren vom Brauae und Becker zu Johannisthal bei Westig wird Unterzeichneter am Montag, den 9. Deebr. er., Vormittags 10 Uhr anfangend: circa 2000 starke Buchenstämme, einige Hundert hochstämmige Eichen, sowie circa 300 Rummern Tannen, in deren Waldungen, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend mit einer ausgedehnten Zahlungsfrist verkaufen. Das Holz ist durchschnittlich von bedeutender Länge und Stärke. steht an bequemer Abfuhr und ist vorzüglich zu Balken, Bretter, Sparren, Schwellen, Bau=, Geschirrund Grubenholz geeignet. Sammelplatz Morgens 9 Uhr beim Wirth Herrn vom Hofe im Bredenbruch. Iserlohn, den 25. November 1872. Böttcher, A.=C. 1. Fantasie für Orgel von Schellenberg. 2. Arie aus Paulus. 3. Fuge von S. Bach in Dmoll. 4. Arie aus dem 42. Psalm von Mendelssohn. 5. Präludium von Rinck. 6. Arie aus Elias. 7. Fuge über Bach von van Eicken. 8. Freie Fantasie über den Choral:„Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Karten und Programme zu einem nicht festgesetzten Preise sind bei Herrn Lehrer Schmidt zu haben. Um recht zahlreichen Besuch bittet Marktpreis zu Dortmund am 4. December. Weizen pr. Ctr. 3 Thlr. 23 Sgr. 4 Pf. 27 Der Blinde Hugo Bartels. Dür Slumennröhärtt. Roggen Gerste„ 2„ 25 Sommergerste„—.„— Erbsen„—„— Bohnen"—„— Hafer„ 2„ Kartosfeln„ 1„ 3 Heu„ 1„ 2 Stroh„—„ Butter, per Pfd:—„ 13 Eier 1 Stück.—"— Marktpreise zu Neuß, am 3. Weizen, 200 Pfd., 1. Qual. 8 15 2." 8— 3.„ 7 15 Roggen, neuer 1. Qual. 5 12 2.„ 5 2 Wintergerste..... 5 15 6 9 10 Als Zimmerschmuck für den Winter empfehle: Hyazintben, Crocus, Tulpen, Narcissen, in allen Farben, in Töpfen angetrieben. Ferner habe in meinem Treibhaus eine schöne Auswahl Dekorations pflanzen vorräthig. Auch empfehle trockene Bouquets und Kränze von Naturblumen, in geschmackvoller Ausführung, welche sich Jahre lang halten, so wie Todtenkränze von getrocknetem Moos. Ich werde mich bestreben, durch prompte und billige Bedienung das Zutrauen meiner geehrten Kunden zu erhalten suchen. Theod. Greve, Kunst= u. Handelsgärtner(Westenstraße). 4. 5. 8 15 8 15 8— 8— 7 15 7 15 5 12 5 12 5 2 5 2 5 15 5 15 6 5 6 5 4 20 4 20, 4 20 11 22/11 22 11 22 11 7/11 811 7 1 20 1 201 20 — 27— 27— 27 1 3/ 1 3 1 9 im Werk= und Accidenzsatz erfahren, findet sofort dauernde Condition in der Carl Braus'schen Buchdruckerei in Schwerte a. d. Ruhr. Geaichte Preimatwaugen& Erwichtt, in allen Sorten, empfiehlt W. Dommermühl. Buchweizen Hafer Raps, Aveel Kartoffeln, 200 Pfd. Heu, à 50 Kilo Stroh, à 100 Kilo Rüböl, 100 Pfd., in größeren Partien 13—/13— 13— in kleineren Partien 13 3s13 313 9 Gereinigtes Oel. 13 15/13 1513 15 13 18/13 18/13 18 Rübkuchen, 2000 Pf. Stampf 52—52—52 Preßkuchen, 2000 Pfd. 49—49—49— Branntwein, 100 Liter zu 50%, ohne Maklergeld 13—/13—/13 Weizen=Vorschuß, 200 Pf.——— Kleien—— Zufuhr Sack 250 Geld-Course. 400 230 Elberfeld, den 3. Franz. Kronenthaler Brab. Kronenthaler Oester. Gulden Preuß. Friedrichs d'or Fünf Francs=Stücke Ausländische Pistolen December. 1 16 Nr. 98. Noch in Frankreich wege gesuch Nachden stizminister von 30 M regeln und setzen sollte gegangen, tei keinesm trauensvott hingestellt tät durchat theil davor vielen Mu genommen nern, Vict welche ih lichen Vor räthen nio gegen Th Entlassung die Linke unverände eine part beantrager Dufaurese rathung gliedern der Rech neu der 360, für ist also unterlege Will ten aufn haben, d er das so ist d herrschen lich ßen St. ständen Plan di nal=Ver Widerst könnte heit jer Von ei wird Nachric nicht wenn ihn po 8 das V verdier tischer gönner willen tens 1 Wunst jgkeite Ir richts Alte an di Christ und: die A in de