02 Aconnement:= Preis, Viertels. mit ,Jamisenfreund 12 e Al. 9—. Insertionsgebühr: Die Zeile oder deren Raum 1 Sar. §is Die Eröffnung des Landtages mit der vom Kriegsminister Grafen von Roon verlesenen Thronrede zeigt, daß die Regierung Sr. Majestät des Kaisers und Königs festhält an der schon am Schluß der vorigen Session ausgesprochenen Absicht, die Refolm der Kreisordnung mit allen ihr Gebote stehenden Mitteln in der eingeschlagenen Richtung durchzuführen. Auch werden schon Aeußerungen von Herrenhausmitgliedern wie von Gleichgesinnten kund, wornach ihnen jetzt die Ueberzeugung nahe tritt, daß in dem schroffen Widerstande doch wohl gefehlt sein möchte. Indeß ist der Vorgang im Herrenhause von so durchgreifender Bedeutung, daß selbst für den Fall, daß die Reform der Kreisordnung nunmehr in der mit dem Abgeordnetenhause aufs neue vereinbarten Form zur Annahme gelangen könnte, die Regierung sich vorsehen muß, im Herrenhause überhaupt eine Stütze zu finden für fernere Gesetze, wie sie im Anschluß an die bisher besteheden und mit möglichster Berücksichtigung aller berechtigten Einrichtungen, Ansprüche und Vorrechte den Forderungen der Gegenwart entsprechen. Darum wird wohl eine neue Organisation des Herrenhauses auf gesetzlichem Wege zunächst zu erwarten sein. Es wird dem Landtage ein Entwurf der Kreisordnung vorgelegt werden, in welchem unter Festhaltung der wesentlichen Grundlagen des früheren Entwurfs eine Reihe von solchen Veränderungen vorgeschlagen ist, deren Nothwendigkeit oder Zweckmäßigkeit sich aus den bisher stattgefundenen eingehenden Berathungen ergeben hat. Es ist dabei zu beachten, daß die günstige Finanzlage Preußens gerade jetzt die Einführung der neuen Kreisordnung bedeutend erleichtert. Nach Erledigung dieser Vorlage soll auch die viel bewegende Frage nach dem Verhältniß zwischen Staat und Kirche gesetzlich in Angriff genommen werden. Dieselbe ist augenblicklich wegen der Vorgänge im Herrenhause etwas zurückgetreten, ist aber hier eine Entscheidung gefallen, so ist vorauszusehen, daß die Verhandlungen wegen der Kirche großes Interesse in Anspruch nehmen werden. Der§ 15 der Verfassungs=Urkunde lautet: „Die evangelische und die römisch=katholische Kirche, sowie jede andere Religionsgesellschaft, ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbstständig und bleibt im Besitz und Genuß der für ihre Caltus=Unterrichtsund Wohlthätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonds.“ Die evangelische Landeskirche ist noch nicht zur Ausführung dieses§ gelangt; die bevorstehenden Verhandlungen werden sich auch wohl darauf erstrecken müssen. In Betreff der Schule ist der§ 23 der Verfassung in Ausübung getreten durch das Schulaufsichtsgesetz. Derselbe lautet:„Alle öffentlichen und Privat=Unterrichts= und Erziehungsanstalten stehen unter der Aufsicht vom Staate ernannten Behörden. Nun aber lautet§ 24:„Le. der Einrichtung der öffentlichen Volksschulen sind die confessionellen Verhältnisse möglichst zu berücksichtigen. Den religiösen Unterricht in der Volksschule leiten die betreffenden Religionsgesellschaften. Auch diesem § muß Genüge geschehen und jetzt das Recht Kirche gesetzlich anerkannt und geregelt werden, die Leitung des Religions=Unterrichts in die Hand zu nehmen. Wie verlautet, ist auch ein Gesetz über Einführung der obligatorischen Civilehe in Berathung gezogen nach§ 19 der Verfassung:„Die Einführung der Civilehe erfolgt nach Maßgabe eines besondern Gesetzes, was auch die Führung der Civilstandsregister regelt.“ Hoffentlich wird jetzt darauf Bedacht genommen, in Bezug auf letzteres den Beamten der Kirche eine Entschädigung für den damit eintretenden Ausfall an Einnahmen zuzuweisen. Redacton, Druck u. Verlag von Carl Braus in Schwerte. 5. Jahrgang. /87, Redacion, Druc 8 Mittwoch, den 20. November 1812. Erscheint: Mittwechs und Samstags. Tagesereignisse. Die deutsche Kronprinzessin hat sich mit ihren beiden jüngsten Kindern über Leipzig, Augsburg, Lingedenkt dort mehrere Wochen zu verweigrge Kronprinz wird sie wieder abholen. Zwei japanische Geistliche halten sich gegenwärtig hier auf, um sich über die christliche Religion zu unterrichten. Hr. Prediger Dr. Lisco hält ihn die betreffenden Vorträge, in welchem hauptsäch, die characteristischen Verschiedenheiten der christlichen Confessionen erörtert werden. Der Exkronprinz Ernst August von Hannover soll sich, wie die„K. V.=Ztg.“ meldet, mit der Prinzessin Thyra von Dänemart verlobt haben. Die Berlobte, fünftes Kind des dänischen Königspaares, geboren am 29. Sept. 1853, ist die Prinzessin von Wales und der Gemahlin des Gr fürsten=Thronfolgers von Rußland. Dresden. Bei der goldenen Hochzeitsfeierlichkeit im Königsschlosse hier hielt der katholische Landesbischof Forwerk die Traured Geistliche sagte u. A.:„Mit gerechtem Steiz blickt unser sächsisches Volk auf die geliebten ritterlichen Königssöhne, die im aufgedrungenen Kampfe für Deutschlands Ehre und Recht redlich und in hervorragender Weise ihre Pflicht erfüllten, so daß der erhabene deutsche Kaiser in der ehrenvollsten Weise ihre Verdienste anerkannte.“ Nicht weit davon stand der Botschafter der französischen Republik zu Berlin, Marquis de Gontaut=Biron, der nun nach Paris melden konnte, wie man in dem Frankreich einst so befreundeten Sachsen deutsch denkt und deutsch zu handeln beflissen ist.— Es ist ein seltsames mentreffen, daß auf dem sächsischen Königsthron so rasch hinter einander goldene Hochzeiten gefeiert wurden. 1819 beging König Friedrich August seine goldene Hochzeit mit Maria Amalie vor Pfalz=Zweibrücken und 1872 beging sie König Johann mit seiner Gemahlin Amalie von Baiern. Das sächsische Königspaar hat aus Anlaß seiner goldenen Hochzeitsfeier ein Capital von Thlr. aus seinem Privatvermögen dazu gestiftet, daß die Zinsen zur Unterstützung hülfsbedürftiger und würdiger Ehepaare, welche 50 Jahre ehelich mit einander verbunden waren, verwendet werden sollen. Dabei soll auf die Verschiedenheit des Standes, der Religion oder Confession keine Rücksicht genommen In Baiern haben die sogenannten Dachauer Banken der Regierung Veranlassung zum Einschreiten gegeben. Ueber drei derselben die der Pauline Doch, des Grafen von Holnstein und der Frl. Spitzeder ist das Gericht d. h. der Bankerott bereits hereingebrochen. Die P. Doch sammt Mann und Sohn, sowie Frl. Spitzeder sind verhaftet. Die Schulden der P. Doch betragen, obwohl sie ihre Bank vor wenigen Wochen erst eröffnete, 276,000 fl. Frl. Spitzeder betrieb ihre Ban sehr vornehm und bequem; verfallene Wechsel wurden nur Morgens von 6—7 Uhr eingelöst, später Kommenden wird die Thür vor der Nase zugeschlagen Mittwochs und Sonnabends schloß Frl. Spitzeder aus „Gesundheitsrücksichten“ ihr Geschäftslokal. Am 12. ds. begab sich eine Gerichts=Commission nach der Spitzeder'schen Bank, um Einsicht in die Führung des Geschäfts zu nehmen. Die Polizei hatte sich auch Abschriften von Verträgen des Frl. Spitzeder mit Redakteuren verschafft, worin dieselben gegen entsprechende Remuneration sich verbindlich machen, Nichts gegen die„Spitzederei" zu Herren Sigl und Zander(Redact. des„Vaterland und des„Volksboten") soll auch der Redacteur eines liberalen Blattes, des„Süddeutschen Telegraphen,“ Herr Kellerbaum, auf diese saubere Liste mit 3000 fl. stehrn und deswegen bereits Stellung und Land verlassen haben. Auch zwei jüdische Wechsler sollen sehr compromittirt sein, einer derselben, nachdem er die Kaufsumme für sein Bankgeschäft durch das bewußte Fräulein schon erhalten, die Genehmigung vom Reichshandelsgericht aber ausblieb, hat sich jenseits des Inns einstweilen mit seiner Baarschaft gerettet. Die bekannten Literaten Reissig und Fränkel haben, wie man sagt, bereits für gut befunden, das Weite zu suchen. Die Advokaten und Juristen Münchens haben bisher sich den Ruf völliger Rechtlichkeit bewahrt, an ihnen wird es sein, die Anwälte Dr. Carl Barth, den bekannten ultramontanen Landtagsabgeordneten, Hrn. Jettersdörf, Will, die Concipienten Kolb, Brücklmayr und andere aufzufordern, ihre Ehre zu vertheidigen vor den Angriffen der öffentlichen Meinungen und den Denunciationen der Bauernfänger und Agenten der Spitzeder=Bank. Die Strafgewalt wird hoffentlich auch das Corps von Packträgern, Postboten und niederen Staatsbediensteten zu fassen wissen, die sich ein Geschäft daraus gemacht haben, die unverständige Masse in Stadt und Land wie Schafe zu den Dachauer Banken zu treiben, um sie dort abschlachten und ausziehen zu lassen und sie dahin zu bringen, daß ein Armer von dem Kapitale des Andern, das ihm in Form des Zinses ausbezahlt wurde, lebte. München muß sich von dem bodenlosen Moraste der Louis, Bauernfänger, Treiber, liederlichen Dirnen reinigen, die sammt und sonders dem Dachauerbankschwindel anklebten und das Geld der Armen in Champagner und feinen Speiseg praßten. Es kann und darf von jetzt an kein Dech sel, verfallener oder unverfallener, an der Spitzeder'schen Kasse ausbezahlt werden; das aus den Geldern der Geprellten gebildete Vermögen ist gerichtlich gesperrt, um den Gläubigern erhalten zu werden. Es ist eine ungeheuere Summe Geld, die verloren geht. Zahllose Personen, ja ganze Ortschaften werden in das tiefste Elend gestürzt. Das Zuchthaus wird einige der Schwindler wohl auf lange Zeit vor der Rache des Volkes sichern; zahllose Bethörte werden ihr Asyl im Irrenhause oder bei der Armenpflege finden. Bereits sind die umfassendsten Maßregeln getroffen worden, wenn auch der Mutterbank ein Unglück passiren sollte. Es ist nicht unmöglich, daß unsere siegreichen Truppen ihre nächste Bestimmung in der Landeshauptstadt selbst finden werden. Denn ohne eine allgemeine Prügelei wird es nicht abgehen und ist bereits die Straße, in der sich die Bank befindet, militärisch abgesperrt.— Wozu die aus der kathol. Partei hervorgegangenen Geldinstitute, welhe g Zinsen versprachen und aus diesen Ursachen beim volke viel Vertrauen fanden, die eingegangenen Gelmittel verwandt haben, ob sie bei Spekulationen verloren gingen, oder in die Taschen der Verwalte flossen, oder zu allgemein kathol. Zwecken gebraucht worden, ist nicht bekannt. München. Der König von Bayern hat seine Residenz nach Hohenschwangau verlegt und wird bis zu Weihnachten daselbst verweilen, dann auf kurze Zeit sich nach München begeben. Schweiz. Die durch die den Bischof von Basel verfügte Absetzung und Exkommunikation des Pfarrers Gschwind in Starrkirch hervorgerufene pflanzt sich durch den ganzen Kanton Solothurn fort. In Otten faßte eine zahlreiche Versammlung folgenden Beschluß: Wir stellen an den Gemeinderath ein Gesuch zum Zwecke sofortiger Abhaltugg der Gemeindeversammlung, welcher letzteren(###### Anträge zur Genehmigung vorzulegen sind: 1. glauben nicht an die Lehre der Unfehlbarkeit; 2 wir dulden nicht, daß dieselbe in der Kirche und in der Schule gelehrt werde, 3. sämmtliche Gemeinden des Kantons Solothurn sollen von diesen Beschlüssen in Kenntniß gesetzt werden.“ Nur wenige Gemeinden dürften dieser„Einladung keine Folge leisten. Dann hätte sich der ganze Kanton Solothurn für den Altkatholicismus erklärt. Belgien. Wie der„Moniteur belge“ mittheilt, hat der belgische Finanzminister vor dem Tribunal zu Brüssel gegen Dr. Strousberg eine Klage auf 2,582,703 Frcs. nebst Interessen und Zinsen eingeleitet.— Es handelt sich wohl um das antwerpener cho.„ D hrichten gr. 9. 1, Italien. Die Nachricht, aus den von dir Ueberschwemmung heimgesuchten Bezirken lauten neuerdings wieder sehr traurig; der Schaden überschreitet schon die Summe von 30 Millionen und zwar im Po-Thal allein. Auf welche Höhe das Unglück dort gestiegen, zeigt die Thatsache, daß in zwei Gemeinden allein 2179 Häuser theils zerstört, theils durch das Wasser beschädigt sind und 13,136 Personen ihr Hab und Gut verlassen und sich flüchten, so daß die Gemeinden für 3000 Familien Wohnung und Kost beschaffen müssen. Spanien. Für das unglückliche Spanien, das keine Ruhe zu haben scheint, bis es als ein Todtenfeld daliegt, droht eine neue Revolution auszubrechen. Die Internationalen haben sich dieses Land ausersehen, ihre ersten Thaten mit dem Schwerdt in der Hand auszufechten und einen Arbeiterstaat zu gründen. Der König Amadeus hat seinen Truppen Befehl gegeben, sich zum Kampf gefaßt zu halten. Der letzte Krieg hat in Frankreich über 200,000 Pferde getödtet oder so ruinirt, daß sie für Militärzwecke nicht mehr zu gebrauchen sind und diese Lücke kann erst in einigen Jahren wieder vollständig ersetzt sein. Französ. Pferdehändler reisen jetzt in Dänemark, Deutschland, Ungarn, Galizien, in Nordafrika und in der Türkei umher, um Pferde für das Heer arszulausen..60.000 Drei Personen kauften für 180,000 Thir. die von der Militärverwaltung erbeuteten französischen Militär=Effekten(Kleidungsstücke, Lederzeug) und verlauften Alles an die französische Regierung wieder für 1,200,000 Frcs. Schon wieder macht sich ein Schiedsrichter nöthig. Zwischen England und Portugal ist ein Streit über einige afrikanische Küstenbesitzungen ausgebrochen. Der Stueit soll ebenfalls durch einen Schiedsrichter ausgeglichen werden und dazu ist Thiers ausersehen worden, was seiner Eitelkeit nicht wenig schmeichelt. England. London. England wird eine Expedition zu dem menschenfreundlichen Zwecke aus rusten, um dem wieder in Schwung gekommenen scheußlichen Handel mit Sclaven an der Ostküste Afr.in's ein Ende zu machen.— Die Durchführung dieser Aufgabe vertraut die englische Regierung Sir Barile Frere, einen der tüchtigsten und erfahrensten Männer an; dieser wird sich demnächst nach Zanzibar begeben.— Der Sclavenhandel hat seine Brutstätte im Innern des großen Festlandes Afrikas und zerfäll: in vier von einander getrennte Operationen: das Einfangen der Sclaven, den Landtransport, den Sectransport und schließlich den Verkauf der Waare auf den Sclaven=Märkten. Das Abfangen wird zumeist von den Stammesbeherrschern selber betrieben. Zum Theil sind dies kleine Raubritter, die ihre Gefangenen als Beute betrachten, theils Räuber im Gropen, die sich zusammenschaaren und die Bevölkerung ausgedehnter Landgebiete zu Sclaven machen und an arabische Händler verkaufen. Letztere sind es au.ch, die den Landtransport durchführen. Bei magerer Kost werden die Armen Wochen lang vorwärts getrieben, grauenvoll von ihren Treibern mißhandelt, bei ihrer Ankunft in Kilwa, dem bedeutendsten markte der Ostkuste, durch Rasiren eines Theiles ihrer Haupthaare als verkäufliche Waare gekennzeichnet und hierauf in arabischen Barken nach Zanzibar beferdett. 30= bis 40,000 solcher Unglücklichen kommen jährlich nach Kilwa, aber eine eben so große Anzahl stirbt wahrscheinlich auf dem Wege dahin. Die m: dem Leben davon kommen, werden zu Hunderten auf elenden Booten nach Zanzibar geschickt, die meisten, zu Skeletten abgemagert, ans vingstone— ist der große Sclavenmarkt für Persien und Arabien und ist noch der einzige Fleck auf der Erde, auf dem 100 bis 300 Sclaven täglich zum Verkauf ausgeboten werden, wo der Sclavenhandel so offen betrieben wird, als anderwärts der Pferdehandel. Die Preise schwanken zwischen 15 und 20 Dollars, hübsche Mädchen werden viel höher bezahlt, doch werden schwächliche Burschen zuweilen für 6 Ellen groben amerikanischen Baumwollstoffes losgeschlagen.— Zanzibar ist der Mittelpunkt des ganzen ostafrikanischen Sclavengeschäftes. Wenn erst das dortige Sclavendepot zerstört, der Hafen zu einer britischen Kreuzer=Station gemacht und jede Sclavenbarke als Räuberschiff behandelt würde, dann würden arabische und persische Sclavenhändler sich selten in die dortigen Gewässer wagen. Der Sclavenhandel, so erklärt an Ort und Stelle der englische Consul Churchill, kann nur in Zanzibar, nicht aber an seinem Urquell, unterdrückt werden. Befriedigend ist, daß von Allen Sir Bartle Frere mit dieser Mission betraut wurde. Er kennt die Verhältnisse, kennt Arabien, Indien und Afrika, weiß aus Erfahrung, wie man mit orientalischen Fürsten umgehen muß, und wird sich nicht mit leeren Versprechungen heimschicken euen..... 3 Postan umptern. 19 fel. Der„Times wird aus Boston anerm I. ien graphirt, daß der Brand im Ganzen 930 Handelshäufer, 60 Wohnhäuser, 21 Banken, 46 Versicherungs Gesellschaften und 27 Zeitungs=Offizinen zerstört hat. Hülfe kam von allen Seiten. Chicago schickte sofort 20,000 Pfd. Sterling.„ Ein Wasserdurchbruch überschwemmte das Kohl. bergwerk Pelshall(England); wahrscheinlich sind 22 Leute umgekommen. Ersteren, gezweifelt wird. Die Beiden arbeiteten an einem Orte, wo sich schlechte Luft entwickelt hatte, und als die Sicherheits=Lampe des Hauers plötzlich erlischt, ist er so unvorsichtig, ein Streichholz anzuzünden, wodurch die Gase explodirten. Die„Westf. Volksztg.“ meldet aus Bochum: „Alles schon dagewesen“, sagt der Berliner. Aber in Bochum passirt noch mitunter etwas, was„noch nicht dagewesen ist“. Ein hiesiger Schreinermeister hatte auf Zeche Pluto verschiedene Schreinerarbeiten übernommen. Die Herren Gesellen fanden aber, daß der Weg zur Zeche Pluto zu weit und zu schmutzig ist. Der Meister findet sich genöthigt, die Herren Gesellen durch einen hiesigen Haudrer in zwei Kutschen zum Arbeitsplatz des Morgens hinbringen und des Abends abholen zu lassen. Barmherziger Himmel!! Es wird noch so weit kommen, daß man den Schornsteinfeger zum Kaminfegen, oder die Waschfrau zum Waschen mit Equipage wird abElberfeld, 13. Nov. Eine theure Treppe! Ein Hausbesitzer in der Herzogsstraße fordert, wie in der Barm. Ztg. zu lesen, für seine vor dem Hause gelegene Steintreppe von der Pferde=Eisenbahn, welche dieser Treppe behufs Straßenerbreiterung fast unumgänglich bedarf, die net umme von 10,000 Thlrn. Die Direction proponirt 600 Thlr. wosel Land bracht werden. Zanzibar— so erzählt LiWestfalen und Rheinland. Schwerte, 18. Nov. Es ist gewiß gerechtfertigt, auf die Wichtigkeit der nächsten Stadtverordnetenwahl, welche am 25. ds. Mts. stattfindet, aufmerksam zu machen. Wenn es, ganz besonders in der Jetztzeit, wo die Ziele immer mehr darauf gerichtet sind, die Staatsbürger am öffentlichen Leben zu betheiligen und ihnen das Recht zu geben, die Einrichtungen des Staates mit zu ordnen, zu controliren und gewisse Angelegenheiten auch selbst zu verwalten, die Pflicht eines jeden Staatsbürgers ist, sein Interesse durch gewissenhafte Ausübung seines Wahlrechts bei der Wahl der Volksvertreter zu bekunden und da, wo ihm das Vertrauen seiner Mitbürger ein Ehrenamt überträgt, solches nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen, so liegt diese Pflicht bei der Verwaltung der Gemeinde=Angelegenheiten und bei der Wahl derjenigen, welche die Bürgerschaft vertreten, noch viel näher. Wie in diesem Blatte schon bekannt gemacht wurde, ist außer den 4 ausscheidenden Stadtverord neten noch ein Ersatzmann für den verstorbenen Herrn J. Reifenberg zu wählen. Da die Stadtverordnetenversammlung nur 12 Mitglieder zählt, so ist fast die Hälfte der Mitglieder des Collegiums durch Wiederoder Neuwahl zu ergänzen; dieser Umstand müßte, sollte man meinen, gewiß ein Sporn sein, frühzeitig und mit Ernst diese Wahl ins Auge zu fassen und doch sind bis jetzt, obwohl uns nur noch wenige Tage vom Wahlakt trennen, noch keine Anzeichen bemerk bar, welche eine rege Wahlbetheiligung voraussetzen lassen. Bei der fortschreitenden Entwickelung unserer Stadt werden aber Aufgaben an die Vertreter derselben gelangen, welche den Rath erfahrener und einsichtsvoller Männer erheischen und es ist daher die Pflicht der Bürger von Schwerte, sich bei Zeiten nach solchen Männern umzusehen, welche mit der nothwendigen Kenntniß auch die Opferwilligkeit verbinden, ihre Kräfte dem öffentlichen Gemeinde=Interesse zu widmen. Nothwendig ist es daher, daß die Wähler zu Vorberthungen zusammentreten und sich über die Wahl derjenigen Männer einigen, denen sie das Wohl der Stadt mit anvertrauen wollen. Möge dieser Mahnruf nicht erfolglos verhallen und die Anberaumung von Vorberathungen, sowie demnächstige lebhafte Betheiligung an dem Wahlakt den Beweis liefern, daß sich die Schwerter Bürger ihrer Pflicht bewußt sind. Auf Zeche Schürbank und Charlottenburg bei Aplerbeck sind durch eigenes Verschulden ein Hauer und ein Schlepper derart durch schlagende Wetter verbrannt, daß an ihrem Aufkommen, besonders des und Landwirthschaftliches. Kaffeebereitung. Ueber diesen Gegenstand berichten die„Industrieblätter, daß in fast allen Haushaltungen der Kaffeegenuß in einem hohen Grade vertheuert werde durch unvollständiges Zermahlen der Bohnen. Genaue Versuche, welche man jüngst durch den Chemiker Hrn. Schädler machen ließ, haben ergeben, daß man von ganz fein gemahlenen Kaffeebohnen nur halb so viel braucht, als von grob gemahlenen, um die gleiche Menge starken Kaffees z erhalten. Und wenn man noch den gemahlenen in einem Mörser bis zur Feinheit des Mehles zerstößt, wie bei den Orientalen gebräuchlich, so braucht man nur 2/3 so viel, als von dem grob gemahlenen Kaffee. Man müsse sich selbst aber um die Sache bekümmern, denn eine fein mahlende Kaffeemühle gehe schwer und die Dienstboten hätten es gern, wenn die Mühle recht leicht gehe; sie schonen lieber ihre Mühe als die Wirthschaftskasse der Hausfrau. Versuche wurden auch gemacht in Betreff der Art der Zubereitung. Es zeigte sich indessen, daß man gleich starkes Getränk erhält, ob man auf die gemahlenen Bohnen das Wasser aufgießt und eine Weile ziehen läßt, oder den Aufguß noch über dem Feuer einmal aufkochen läßt, oder ob man ihn durch einen Kaffeebentel filtrirt. Nur ist bei dem durchfiltirten Kaffee das Aroma auffallend stärker, als bei den andern Zubereitungsarten. □ Bekenntnisse eines Franzosen über Deutschthum und Bibel. Der berühmte französische Gelehrte und Akademiker Rosseuw St. Hilaire gab vor etlichen Jahren Elsässische Sagen und Erzählungen in französischer Uebersetzung heraus. In der Vorrede dazu sagt er: Es ist in dem deutschen Geiste eine wunderbar liebliche Mischung des Naiven und des Erhabenen, des Kindlichen und des Tiefsinnigen, welche zusammenhängt mit der Grundehrlichkeit dieses Urvolkes, das der Natur näher geblieben ist als wir, und begabt mit einer unverwüstlichen Jugendlichkeit, welche Lauf der Jahrhunderte getrotzt hat. Wenn es in der Welt 2 Geistesarten giebt, die ihrer Beschaffen heit nach einander nicht verstehen können, so sind e sicher die französische und die deutsche. Die eine immer ironisch, immer fertig sich über andere wie über sich selbst lustig zu machen; die andere aufrichtig bis zum Kindischen, unwillig über jeden Spott, d ihrer Natur widerstrebt, und immer bereit, sich zu entrüsten, wenn sie sich nicht verstanden fühlt. Ich bin viel gereist in Norden und in Süden und eine Thatsache ist mir immer entgegengetreten. Wo die Bibel nicht den Grundstein der Erziehung der Gesellschaft des ganzen Lebens bildet, da giebt es nirgends eine Literatur für Kinder, für das ganze Volk. Betrachtet Spanien, Italien und selbst Frankreich, mit keinem Wort, alle Länder, in denen man die Bibel nicht liest: nirgends etwas zu lesen für das Kind, für den Arbeiter! In Deutschland, in England dagegen findet sich eine ganze Jugend= und Volks=Literatur, in der sich der nationale Geist wie in einem Spiegel abbildet.“ Mit diesen Worten sagt uns der Franzose, wo das Geheimniß der Kraft und Gesundhei unseres nationalen Lebens liegt. Ja das Christenthum allein ist der Quell, der unversiegliche sittlicher Kraf und Gesundheit. Vermischtes. In Brüssel hat Classe verhaftet. man einen Industrieritter erster„.. Er nennt sich Lewin. Er soll in Metz, wohin er jetzt abgeführt wird, folgendes Gaunerstückchen ausgeführt haben. Lewin trat eines Tages in einen Juwelierladen zu Metz und ließ sich die vorzüglichsten Schmucksachen vorlegen. Er zeigt in seinem Auftreten elegante Manieren, Geschmack in der Beurtheilung und Auswahl der Waaren, und der Juwelier holt nach und nach das Werthvollste herbei, was sein Geschäft nur aufweisen kann. Da plötzlich tritt ein Offizier in k. preußischer Gardeuniform in den Laden, begrüßt den Ersterschienenen als Bekannten und gratulirt ihn zu seiner Verlobung, indem er zugleich die immense pekuniäre Ausstattung seiner Braut betont. Der Offizier hilft nunmehr seinem Freunde in der Auswahl einiger Brillanten, mit denen letzterer seiner Angabe nach seine Braut zu überraschen gedachte. Endlich ist die Auswahl getroffen, zum Unglück aber hat der glückliche Bräutigam nicht so viel Baarschaft bei sich, um Juwelen, die einen Werth von 35,000 Franken hatten, sofort bezahlen zu können. Er will aber so schnell als möglich mit dem Geschenk zu seiner Braut fahren, ohne vorher aus seiner Wohnung die erforderliche Geldsumme herbeizuholen; erst auf dem Rückwege will er das letztere thun. Lachend schlägt er dem Offizier vor, an seiner Statt auf eine halbe Stunde im Juwelierladen als Bürge zurückzubleiben, ein Vorschlag, den der Offizier gleichfalls lachend annimmt; auch der Juwelier ist ganz vergnügt und mit der Sache einverstanden. Aber die Zeit verstreicht, ohne daß der Bräutigam, nachdem er mit seinen Brillanten abgegangen, in das Geschäft zurückkehrt. Der Offizier wird endlich unruhig, er versichert, dienstliche Verrichtungen zu haben und verlangt, den Laden verlassen zu dürfen. Der Juwelier will das nicht zugeben, es entsteht ein lebhafter Wortwechsel und schon steht der Offizier im Begriff, den Säbel zu ziehen, als zufällig ein höherer Polizei=Beamter in Uniform am Laden vorübergeht, auf den Vorgang aufmerksam wird deshalh in den Laden eintritt, und nachdem er vom Juwelier den Laden eintritt, und nachdem er vom Sachverhalt erfahren, den Offizier veranlaßt, ihm Polizeibehörde zu folgen. Nach anfänglichem Weigern fügt sich endlich der Offizier und läßt sich von dem Polizeibeamten abführen. Der Juwelier aber soll noch heute den Einkäufer der Brillanten, den Pseudo Offizier und den Pseudo=Polizei=Beamten, die mit Jenem im Bunde gestanden, wiedersehen. Die Frau eines Handwerkers in Berlin wollte ihr siebenjähriges Kind für eine Nascherei strafen und sperrte es in eine dunkle Kammer, in der viele Mäuse waren. Als das Kind eingeschlossen war, rief die Ruter durch die Thür:„Jextsester g die Mäuse auffressen!“ In die fürchterlich,# versetzt, schrie das Kind, daß es im ganzen Hau gehört wurde aber die Mutter ließ sich trotz aller Bitten des Kindes und der Hausbewohner nicht erweichen. Das Kind sollte durch„Graulichmachen“ gebessert werden. Nach zehn Minuten gab die kleine Gefangene keinen Laut mehr von sich. Jetzt wurde die Mutter ihrerseits ängstlich und öffnete die Kammerthür. Da lag das arme Wesen mit verzerrten Zügen, die Augen quollen ihm fast zu Kopfe heraus und der Schaum stand ihm vor dem Munde. Das Kind war von Krämpfen schlimmster Art ergriffen, und es ist fraglich, ob es dieselben jemals wieder los werden wird. Mögen diese Zeilen eine Barnung ben...(6gf, Wichael In dem Palast des Erzbische,9 Mig r. Deinlein in Bamberg ist ein Familienleben, von welchem nur Wenige wissen und das doch werth ist, bekannt zu werden. Der Erzbischof ist sohn aus einem benachbarten Dorfe, der seine glänzende Laufbahn in Bamberg begonnen hat, um sie daselbst als Erzbischof voraussichtlich zu beschließen. elbst schon siebzigjährig lebt er in seinem Palaste mit seinen Eltern, einem Greise und einer Greisin von nahezu hundert Jahren, aber beide noch körperlich und geistig gesund und regsam, ein und Baucis=Paar unter bischöflichem Dache. Und der Sohn umgiebt die hochbetagten Alten, welche die ländliche Tracht der Umgegend nicht abgelegt haben, mit einer wahrhaft rührenden Liebe und Pflege. Der Einsender einer gefälschten Verlobungsanzeige, der Sohn eines sitzers Bergheim ist kürzlich zu sechsmonatlichem Gefängniß und 100 Thlr. Geldbuße verurtheilt worden. Wildschweine wurden bei Gelegenheit des eingetretenen Schneefalls im Niederbreisiger Jagdrevier, sowie im Coblenzer Walde erlegt und zwar Keiler von 247 und 150 Pfd. schwer. Aus Gries bei Bozen in Tyrol schreibt man der Deutschen Ztg.. Heute kam in meine Wohnung eine ehrsame alte Jungfer, die sich für den Betrag von zwei Gulden anheischig machte, statt meiner eine Wallfahrt für mein Seelenheil zu unternehmen. Es soll dies in Tyrol ein recht einträgliches Genicht mehr in die Kirche?“ Antwort:„Wenn der Staat von der Kirche getrennt wird. In Potsdam haben sich nenerdings 15 junge Elsaß=Lothringer als Einjährig=Freiwillige aufnehmen Bayreuth haben nun auch die Waschfrauen Strike gemacht. Sie wollen nicht für 30 Kreuzer und magere Kost arbeiten, sondern verlangen 48 Kr. und kräftige Kost. Frau Cosima, die Tochter des Abbé Franz Liszt, die zuerst an den Claviervirtuosen Hans Bülow verhrirathet war, ist in Bayreuth zur protestantischer Kirche übergetreten und hat sich dann mit RichalWagner trauen lassen. Zur Hochzeit seiner war Liszt selbst zugegen. In Berlin und Umgegend haben seither bei dem milden Wetter in vielen Gärten die Veilchen wieder geblüht, die Bäume haben grüne Blätter geschoben und sich im neuen Blüthenschmuck gezeigt. wird es nun wohl mit dem Nachfrühling zu Den Baduzern haben zwei französische Geselschaften 8 Mill. Francs geboten, wenn sie dort eine Spielhölle errichten dürften. Die Vaduzer h ten gern Ja gesagt, ihr Fürst aber soptezr In Wolfenbüttel ist der bekannte Bullrkerwall nicht glatt abgegangen. Drei zu Hyänen gewordene Weiber wurden zu je 4 Monat Gefängniß und 2 s je 3 Nonat verurthelt. zur Offentliche Sitzung der Stadtverorducten= Versammlung vom 16. Novbr. Anwesend die Herren: Munkenbeck, Vorsitzender, Saatmann, Protekollführer, Lührmann, Sträter, Ch. Haver, uerth, V. Rasche. Es wurde Folgendes gerhandelt: Von dem pro 1873 ausgestellten Kammerer=Etat auf 9898 2. 9 aus dem Jahre 1869 bestehenden Restbetrag in Kämmrei.=Walde wurde, niedzergszge gom Rendanten Stadt mitvervfändete Grundstück Flur des Schulgeldes für die höhere Stadtschule pro Wintersemester 1872,73 wurde, da bewilligt, von der Kieslardt an der Schwertez,# Kirs, unter Controll gezen Za,r41g von Magistrat er. 6. Dem Hern H. Pedeinper wurde au feigzel u. Mühlengrabens eine Brücke für Fußgänger über den Muh7. Der Seitens des Herrn Bürgermeisters Mönnich mit dem Vertreter der Berz.=Närk. Eigupahnu, Serpraltzugg Schmidt aus Unna abgschlossen...„Zau der Eisenbahn und Unterhaltung der durch in den Rosenweg mündend, Wege zum Klusenwege und von Letzerem * Spouse„ue, führend Jomi Dortmunder Eige jührene, fenn die Strecken unterhalb der Ueberführungen. Senanutmachung. Zur öffentlichen Verpachtung der den Erben Friedrich Großenbräucker hier gehörigen mit Nebengebäuden ist anderweitiger Termin auf den 23. November d. Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle bestimmt, wozu Pachtlustige hiermit eingeladen weiden. Schwerte, den 2. November 1872. Königliche KreisgerichtsCommission. Für Frauen- u. Augenkrankheiten Dr. med. Grüne in Iserlohn. Bekanntmachung. Der Vereinsförster Herr Ludwig Eichberg hierselbst ist zum Feldhüter der Gemeinde Ergste ernannt und als solcher heute von mir vereidigt worden, was ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe. Ergste, den 16. Nov. 1872. Der Amtmann Wiel. UniversalReinigungs-Salz. Von allen Arzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in 1/1, ½, ¼ Pfd.-OriginalPacketen mit Gebrauchs-Anweisung à 10, 5 und 2½ Sgr. nur allein ächt und direkt bezogen von Carl Braus. Zwei freundliche Zimmer nebst Kellerraum zu miethen gesucht. Von wem, fagt die Expedition d. Bl. Füheim. Vierteljährlich 18 Sgr. Wöchentlich 1 Nro. Die soeben erschienene Nr. 7 enthält: Ter Buchführer von Lemgo. Roman von Georg Hesekiel.(Fortsetzung).— Aus dem Leben des Prinzen Albrecht von Preu ßen. Mit Portrait.— Lothringer Fahrten. Von Richard Andree. IV. Kleine Städte. Mit 2 Illustrationen von Th. v. Eckenbrecher— Ein Wink für junge Sammler und ihre Eltern. Mit 2 Bildern von Hendschel— Am Familientische: Ein politisches Eisenbahnwettrennen in Amerita.— Alraunen. Mit Illustration.— Protestanten und Katholiken in Deutschland. Mit einem Uebersichtskärtchen. Bestellungen werden von allen Postanstalten und Buchhandlungen angenommen. Die heftigsten Zahnschmerzen beseitigen augenblicklich unfehlbar die berühmten Teolh-Ache-Drose. Verkauf in Originalgläsern zu 5 Sgr. bei Carl Braus. Gichtwatte empfiehlt Carl Braus. auf Abbruch. Frau Wittwe Kuhlmann zu Ohle läßt Dienstag. den 26. Noodr. er., nach Beendigung des Vieh= und Mobilar=Verkaufes ihr aus Fachwerk erbautes Wohnhaus und bände auf Abbruch verkaufen. D. Puetter. Freitag Nachmittag ist auf dem Wege vom Bahnhof nach Holzen, zwischen der Bahn und Herrn Lennings ein Schiebkarren gefunden. Der sich legitimirende Eigenthümer kann selbigen gegen Erstattung der Insertionsgebühren bei Frauz Küster in Sommerberg wieder in Empfang nehmen. Prima Limburger Käse A. Rosenthal. 3588888888880 6 bisttenkartchen, 0 6 Briefbogen und Couverts, 0 mit beliebigen Namen und Firmen, C) empfiehlt 0 Carl Braus in Schwerte. 10000 Turn-Verein „GERMANTA. Die Turnübungen haben bis auf Weiteres wieder regelmäßig an den VereinsAbenden in dem früheren Local begonnen. Der Turnwart. *•*„ den 23. Nov. d. Morgens 10 Uhr anfangend, werde ich in meiner Waldung, in den Telgen, ca. 170 Urn. langsch. Eichen und Buchen, von ½ bis 2½ Fuß Durchmesser, zu Bau=, Geschirr=, Gruben= und Brandholz geeignet, öffentlich meistbie tend und nummerweise gegen ausgedehnten Credit verkaufen. Zusammenkunft auf dem Hofe resp. an Ort und Stelle. Overberge, im Nov. 1872. h. Wortmann. Zum bevorstehenden Weihnüch!.“" 2 bringe mein Lager in Schuh-Waaren, als Filzschuhe, Stoffstiefeln, Plüsch=Pantoffeln, mit und ohne Lederbesatz, Stiefeln, Kinderschuhe, schwere Schuhe 2c., ferner Arbeits=Hosen, Westen, Kittel, Hemden 2c. in empfehlende Erinnerung.— Alles sehr gut und dauerhaft gearbeitet. Westhofen, den 19. November 1872. Const Graf. Zu Stickereien passende Holz=, Marmor=, Alabaster=, Korb= und Ledersachen, Photographie=Rahmen 2c. 2c., empfiehlt Carl Saatmann. S Puterm heutigen Tage habe ich am hicsigen Platze, im Hause der Frau Wwe. Haver am Markt, ein —— * Putz-& Weisswaaren-Geschält eröffnet, welches von allen in dieses Fach gehörenden 9 Artikeln, wie auch Blumen, Bänder etc. ein wohl assortirtes Lager halten wird. Indem ich den geehrten Bewohnern von Schwerte 2 und Umgegend die beste und reellste Bedienung zu-: sichere, bitte ich um geneigten Zuspruch. 0 Schwerte, den 15. November 1872. 2 Sophie Schild. 2 W Salz=Niederlage der Saline Königsborn : 8 geuee rg:—4hwbertc. Geschäfts-Empfehlung. Den geehrten Bewohnern von Ergste und Umgegend mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mit dem heutigen Tage im Hause des Zimmermeisters Herrn Osthoff als Sattler& Polsterer etablirt habe. Es bittet um geneigten Zuspruch unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung Ergste, den 19. Novbr. 1872. Eckey. Kpairatüren I., Nosßazf bei L. Weinberg, Schwerte. Die Wähler der ersten Tstheilung Herr Gutsbesitzer Schulze Wedeling zu Lekingsen läßt am Mittwoch, den 27. Nov. er., Morgens 10 Uhr, in seinen Waldungen beim Hofe circa 200 Nummern langschaftige Buchen und Eichen, zu Bau=, Geschirr=, Gruben= und Brandholz geeignet, gegen Credit verkaufen. D. Puetter. LIEBIG's Steppenmilch(Kumye) nach dem Ausspruche der medici* nischen Autoritäten rascher und sicherer als alle bisher in der Therapic gekannten und angewendeten Mittel: Lungenschwindsucht (selbst im vorgerückten Stadium), * Tuberenlose, Magen- und Darmkatarrh, Bronchialkatarrh, Ansmie(Blutarmuth), in Folge anhaltender Krankheiten und protahirtem Mercurialgebrauch, Scorbut, Hysterie und Körperschwäche. Bus Pro Flasche 15 Sgr.(½ Thlr. — nebst Gebrauchsanweisung. In Kisten von 4 Flacons ab zu beziehen durch das General-Depôt von Liebig's Steppenmilch(Kumys) Berlin. Gneisenaustrasse 7a. NB. Patienten, bei welchen alle angewendeten Mittelerfolglos geblieben sind, wollen vertrauensvell einen letzten Versuch mit obigem Präparat machen. werden ersucht, sich behufs Berathung über die Wahl zweier Stadtverordneten am Mittwoch, den 20. d. M., Abends 8 Uhr, bei Hermn Ed. Pferdekämper einzusinden. Neuester Eisenbahn=Fahrplan. Stakionen Vormittags Nachmittags von Sonnen-Ep;Regenschirmen besorgt schnellstens Aler Samuel, Jägerstr. Für Frauenkrankheiten. Dr. Marten in Hörde. An der hiesigen Steuer=Kasse ist eine Stelle ats erledigt. Diejenigen, welche dieselbe zu erhalten wünschen, haben sich, unter Vorzeigung ihrer Papiere, möglichst bald bei der hies. Steuer=Kasse zu melden. Schwerte, den 18. Novbr. 1872. Königl. Steuer=Kasse. Marktpreis zu Dortmund am 16. November. Weizen pr. Ctr. 3 Thlr. 26 Sgr. 8 Pf. Noggen„„ 3"—"—„ Gerste„—„—„—„ Sommergerste„—„—„—„ Erbsen"—„—„—„ Bohnen„— Hafer„ 2 Kartoffeln„ 1 Heu„ Stroh„— Butter, per Pfd:— Eier 1 Stück.— Schwerte.. Abfahrt Langschede„ Fröndenberg n. Menden Menden n. Fröndenberg Fröndenberg Abfahrt Wickede„ Neheim=Hüsten„ Arnsberg„ Neheim=Hüsten„ Wickede„ Fröndenberg„ Langschede„ Unna„ Holzwickede„ Schwerte„ Westhofen...„ Hagen.....„ Cabel„ Limburg..„ Letmathe nach Altena Altena nach Letmathe Letmathe nach Iserlohn Iserlohn nach Letmathe Letmathe.. Abfahrt Limburg..„ Cabel„ Hagen....„ Westhofen...„ Schwerte„ Holzwickede nach Unna Holzwickede n. Dortmd. Dortmund n. Holzwicko Hagen nach Dort mund Dortmund nach Hagen — 8265 — 8,43 — 9,0 7,10—— 8.52 9,6 9.23 6,14 7,37— — 8.40 — 8,54 — 9,9 — 9,20 — 9,34 — 10,.0 — 90 — 9,51 — 10,1 — 10,15 7,54 10,46 8.8 8.18 832 7,58— 7,50 10,25 8,30 10,50 7,20 9,32 — 3.30 3.47 4,10 3.40 3,56 4,10 427 —— 9.40 9.57 —— 10,15 — 7,30— —— 10,6 —— 10,20 —— 10,37 18 5,40 6,0 5.35 5,56 6,5 6,19 634 6,48 5,35 11,7 11,32 11,41 11,0 11,14 11,28 11,39 11.50 11,15 6/13 2.31 9,10 9.24 937 9.41 9.52 9,30 1,24 11,28 12,30 11,10 8.25— — 10,15 7,1 9,4 Rechnungen in verschiedenen Grössen stets vorräthig in der Buchdruckerei von Carl Braus. Marktpreise zu Neuß, am 15. 16. 18. Weizen, 200 Pfd., 1. Qual. 8 22 8 22 8 22 3. 7 22 7227 Roggen, neuer 1. Qual. 5 23 5 20 5 20 2.„ 5 13 5 10 5 10 Wintergerste..... 5 15 5 15, 3 15 Buchweden.... 4. 246 4.26 4.26 Ro...... 11 9/1 131 Aveel.......11 3/11 91 53 Kartoffeln, 200 Pfd.. 1 20 1 20 1 20 Heu, à 50 Kilo„— 27—27—.27 Stroh, à 100 Kilo 1 3 1 3 1 3 Rüböl, 100 Pfd., in größeren Partien 13—|13—s13 in kleineren Partien 13 3s13 3s13 3 Gereinigtes Oel...13 15s13 1513 15 13 16s13 1813 48 Rübkuchen, 2000 Pf. Stampf 52—52—52 Preßkuchen, 2000 Pfd. 49—49—|49— Branntwein, 100 Liter zu 50%, ohne Maklergeld 13—/13—13— Weizen=Vorschuß, 200 Pf.——12——— Zufahr Sack 70 200 100 Geld-Course. Franz. Kronenthaler Brab. Kronenthaler Oester. Gulden Preuß. Friedrichsd'or Fünf Francs=Stücke Ausländische Pistolen Napoleonsd'or(20 Frcs.) Wilhelmsd'or(hol. 10 Guld.) Livre=Sterling Goldkronen