ser =CopirAngabe der en. ei Carl t. 1869. che: lbendmahl.) ckert. nn. Pst. Pickert. Lovender Vf. Th. Sg. Pf. — 222— — 2 7— — 1 6— —— 20— 9—10 6. Pfd. 9 Sgr. 17 Thlr. Novender Sgr.— Pf. "—* „„ "— "—„ "—* kovbr. I. Scheffel. en 4 22 nen 4 12 neues Gew. 13 21 veise 13 24 del 14 6 11 9 000 Pfd. 55— 52— ein 13 15 Nr. 90. u 10. November 1869. 2. Jahrgang. Abonnements=Preis: Vierzelzährlich 12 Sar. Inzertiens=Gebühr: Die Zeile oder deren Raum 1 und Anzeiger für Westhofen, Ergste und Hennen. Erscheint: Mittwochs und Samstags. Redaction Druck und Verlag Carl Braus in Schwerte. D Der Suezkanal. Afrika, von Meeren begrenzt, hat nur im Osten die einzige Landgrenze.— die Landenge von Suez. Durch diese 15 Meilen breite Landenge hängt Egypten, eine türkische Provinz, mit Asien zusammen. Da das ca. 8000 O.=Meilen große Egypten im Norden vom Mittelländischen= und im Süden vom Rothen Meere begrenzt wird(im Westen breitet es sich in die Libysche Wüste aus), so ist der Plan, diese durch eine schmale Landenge getrennten zwei Meere durch einen Schifffahrtskanal zu verbinden, seit den frühesten Zeiten von intelligenten Männern im Interesse des Handels sund der Cultur befürwortet, versucht und größtentheils ausgeführt worden. Von den Pharaonen Egyptens ist bereits im 19. Jahrhundert vor Chr. ein derartiger Kanal, wenn auch nicht von Meer zu Meer, doch vom Nil nach dem inmitten der Landenge liegenden TimsahSee angelegt, von hier nach dem Rothen Meer fortgeführt und im Jahre 260 vor Christo(vollendet worden. Dieser Kanal scheint bis ins 8. Jahrhundert nach Chr. Abenutzt und dann allmählig durch Versandung, Verschlämmung und Vernachlässigung unbrauchbar geworden zu sein. Die großartige Idee der Wiederherstellung dieses, oder der Anlegung eines diregt von Meer zu Meer führenden Kanals wurde in unserm Jahrhundert wieder von bedeutenden Männern, z. B. Bonaparte u. A. lebhaft erfaßt, aber nicht weiter ausgeführt, wozu vornehmlich die falschen Messungen beigetragen haben mögen, nach denen sich der Stand des Rothen Meeres 30 Pariser Fuß über dem Niveau des Mittelländischen Meeres herausstellte und somit eine Ueberschwemmung Egyptens beim Durchstich des Isthmus befürchten ließ. Nach den neuesten Messungen, nach denen der Unterschied des Wasserspiegels beider Meere ein unbedeutender ist, haben sich nun freilich diese Befürchtungen als grundlos erwiesen und mögen vor Allem dem geistreichen Franzosen, Ferdinand v. Lesseps, angeregt haben, die großartige Idee der Grabung eines direct vom Mittelländischen zum Rothen Meere führenden Kanals mit Feuereifer und großer Energie wieder zu ergreifen. Im Jahre 1854 hat der Vicekönig von Egypten Herrn v. Lesseps durch einen Firman die Concession zum Canalbau ertheilt und ihn zugleich damit bevollmächtigt, eine Actiengesellschaft zur Aufbringung der nöthigen Fonds zu bilden. Herr von Lesseps hat sich dieser Riesenaufgabe mit großem Geschick und bewunderungswürdiger Thätigkeit unterzogen, die Actiengesellschaft ins Leben gerufen, die zur Ausführung des Kanals nöthigen Fonds(circa 200 Mill. Francs à 8 Sgr.) durch Subscription herbeigeschafft und im April 1859 die ersten Erdarbeiten begonnen. Gegenwärtig— nach 10 Jahren — ist dieses so vielfach angegriffene und bespöttelte Riesenwerk vollendet und ein 160 Kilometer(7½ Kilm.= 1 preuß. Meile) langer, 60 bis 100 Meter. à 3½ preuß. Fuß, breiter und 8 Meter tiefer Schifffahrtskanal vollendet, so daß die Eröffnungsfeier des Suezkanals, dieses großartigen Friedenswerkes, in Gegenwart vieler Fürsten und Gelehrten aller Länder den 17. November dieses Jahres finden kann. S Der Suezkanal beginnt bei Port Said am Mittelländischen Meere und läuft durch die Seen Manzaleh, Ballah, Timsah und Bitterseen nach Suez. Diese durch Wüstenstrecken von einander getrennten Seen, früher meist Sümpfe, bilden jetzt die großen Reservoirs für das Meerwasser. An den Ufern des Timsah= oder Krokodillen=Sees, welcher inmitten der Wiste und der Landenge liegt, erhebt sich die Stadt Ismaila, die, wie Port Said, Kantara u. a. O. binnen der kurzen Zeit ihres Bestehens eine Bevölkerung von mehren Tausenden zählt, hier mündet auch der vom Nil kommende meist auf der Linie des einst bestandenen Pharaonenkanals sich hinziehende Süßwasserkanal ein und führt von hier immer längs des maritimen Kanals bis nach Suez. Neben diesem Süßwasserkanal der eine Breite von 15 und eine durchschnittliche Tiefe von 1½ Meter hat, laufen Eisenbahnen u. Telegraphen. Dieser nützliche Süßwasserkanal, der i. J. 1861 begonnen, im Febr. 1862 bis zum Timsah=See und i. J. 1864 bis Suez vollendet wurde, hat den Kanalarbeitern Trinkwasser, Lebensmittel, Bausteine u. s. w. zugeführt, den culturfähigen Ländereien zur Bewässerung gedient und die quellenarme Wüstenstadt Suez mit Flußwasser versorgt. Aber damit nicht genug. Um an der seichten Küste des Mittelländischen Meeres großen Schiffen Schutz im Hafen von Port Said und Zugang in den maritimen Kanal zu gewähren, mußten in Port Said große Bassins und ausgedehnte Hafendämme angelegt resp. in das Meer hinausgebaut werden. Der eine dieser Hafendämme(der östliche) ist 1600 Meter, der andere(der westliche) 2700 Meter lang. Da es nicht möglich war, die hierzu nöthigen Steinblöcke in der Nähe zu beschaffen und auch zu kostspielig, um sie aus weiter Ferne kommen zu lassen, mußte man darauf bedacht sein, sie auf eine künstliche Weise an Ort und Stelle herzustellen. Die Gebrüder Dussaud, bekannt durch ähnlich ausgeführte Bauten in Algier, Cherbourg und Marseille, haben diese riesigen Hammerdämme mit künstlichen Steinen„hart wie Granit“ gebaut, indem sie den aus den Bassins gegrabenen Sand, mit Kalk und Wasser vermischt, dazu benutzt haben. Der Kanal von Suez, welcher das Mittelländische Meer mit dem arabischen Golf verbindet und einen direkten Handelsweg aus Europa nach Ostafrika=Indien, dem malayischen Archipelagus und China eröffnen soll, ist eines der größten Ereignisse der Neuzeit zu nennen. Der Suezkanal wird nach seiner jetzigen Vollendung nicht nur eine neue Aera für die Länder und Völker am Mittelländischen Meer, am Rothen Meer und an der Ostküste von Afrika herbeiführen, sondern auch eine theilweise Ablentung des europäisch=asiatischen Handelsverkehrs vom Cap der guten Hoffnung anbahnen. Durch die Eröffnung des Kanals, welchen Dampfer von jeder Tragfähigkeit mit eigener Dampfkraft passiren können, wird z. B. der Weg von Triest bis Bombay in Indien, welcher um das Cap d. i. um die Südsvitze von Afrika 5960 geogr. Meilen beträgt, auf 2340 Meilen reduzirt, also um 3620 Meilen abgekürzt werden. Der Suezkanal wird eine große Wohlthat für den Weltverkehr sein Landtag. Abgeordnetenhaus. 11. Sitzung. 2. Nov. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen wird der Entwurf, betr. die Einführung der Civilehe, einer besonderen Commission von 14 Mitgliedern überwiesen. Das Haus tritt in die SpezialDiscussion über die kreisordnung ein und nimmt die§§. 1 und 2 der Regierungsvorlage an. Die§§. 1 und 2 lauten: §. 1. Die Kreise bleiben in ihrer gegenwärtigen Begrenzung als Verwaltungobezirke bestehen.§. 2. Jeder Kreis bildet nach näherer Vorschrift dieses Gesetzes einen Kommunalverband zur Selbstverwaltung seiner Angelegenheiten mit den Rechten einer Korporation. Zu§. 3„Veränderung der Kreisgrenzen,“ kam es zu lebhaften Debatten. Schließlich wurde derselbe mit einigen von dem Abg. Hennig gestellten Anträgen an jenommen.— Die Abg. Hennig, Miquel und Genossen wollen eine gesetzliche Regelung bei der Veränderung 2c. der Kreisgrenzen, und den Rechtsweg für Streitigkeiten bei Auseinandersetzungen, in welchen Vorschlägen der Abg. Graf Eulenburg das Bestreben sieht, die Befugnisse der Landesvertretung zu erweitern; er findet darin eine Ueberbürdung an Arbeiten für die Verwaltungsbehörden und für die gesetzgebenden Faktoren, ein Erschweren des Rollens der Maschine. — Bei der Abstimmung werden Aenderungen nach den Anträgen des Abg. v. Hennig nach denen der Regierungsvo.= lage angenommen.— Zu§. 4, welcher den Städten von mehr als 30,000 Seelen die Befugniß zuertheilt, einen Kreisverband für sich zu bilden, sind ebenfalls mehrere Anträge und auch eine Anzahl von Petitionen eingegangen. Abg. von Hennig und Genossen, so wie mehrere Städte, wollen die Zahl von 30,000 auf 20,000 Seelen herabsetzen. Anträge wollen auch hier Schiedsgerichte einsetzen.— Durchweg erfolgt die Annahme der Anträge v. Hennig und Genossen. Um 4 Uhr wird die Berathung abgebrochen. Deutschland. Die Erdstöße haben sich in Frankfurt und Darmstadt am 3. Nov. Morgens 3 Uhr 48 Min. wiederholt. Stärker waren die Stöße am 2. Nov. 9½ Uhr Abends; in Frankfurt zitterten die Häuser und die Thüren sprangen auf, in Wiesbaden wankten massive Häuser, als ob sie einstürzen wollten und die Leute wurden von den Stühlen auf und gegen einander geschleudert. Nach diesem starken Stoße trat Sturm ein und tobte die Nacht hindurch. Als Herd der Erdstöße wird Großgerau angenommen; allda waren die Stöße am stärksten und zahlreichsten, von da verbreiteten sie sich strahlenförmig über den Mittelrhein. Gespürt wurden die Stöße südlich bis Heilbronn und Stuttgart, nördlich bis Fronhausen bei Cassel.—. Durch das Erdbeben wurde in Frankfurt in einer Behausung auf der Bockenheimer Anlage eine sehr ernste, dann heitere Scene hervorgerufen. Bei der Erschütterung fielen nämlich die in einem Kleiderschranke stehenden Spazierstöcke volternd wider die Thür. Der betreffende Familienvater, welcher glaubte, es habe sich Jemand in dem Schranke versteckt, stürzte zu seinem Schreibtisch, ergriff einen Revolver und feuerte zwei Schüsse durch die Schrankthür. Sämmtliche Hausbewohner liefen zusammen, da sie glaubten es hätte sich Jemand erschossen. Der Schrank wurde nun geöffnet und es zeigte sich, daß die beiden Kugeln ein Paar schwarze Hosen und einen Ueberrock, aber keinen Dieb getroffen hatten. Die Schüsse hatten jedoch auch die Aufmerksamkeit der Nachtwächter erregt und es stellteu sich im letzten Moment auch diese ein, und wurde der Betreffende wegen unerlaubten Schießens und Störung der öffentlichen Ruhe notirt. In Würtenberg und Baden erheben sich immer zahlreichere Stimmen für Aufhebung des Impfzwanges. Eine umlaufende Petition an den Landtag zählt 8000 Stimmen. Die engl. Regierung hat sich von Dr. Nittinger, dem bekunnten Gegner des Impfens, eine Denkschrift über die Sache ausarbeiten lassen. Oesterreich. In Betreff des Aufstandes in Dalmutien wird vom 2. Novbr. gemeldet: Aus Zuppa ist eine: Deputation von 30 Personen bei dem Gouverneur von Dalmatien erschienen und hat bei der Unterwer erklärt: nicht das Landwehrgesetz habe den Aufstand veranlaßt, sondern sie seien von serbischer und slavischer Seite durch Popen und Agenten gehetzt und mit der Hoffnung auf fremde Hülfe gestachelt wörden; jetzt sei allgemeine Entmuthigung und Zwietracht unter den Aufständischen eingetreten. Die Schwierigkeit des Terrains und die weite Entfernung des den österreichischen Truppen nur zur See erreichbaren Küstenstrichs setzt einer Niederwerfung des Aufstandes mit einem Schlage unüberwindliche Hindernisse entgegen. Ein Berichterstatter, der jene Gegenden bereist hat, sagt:„Straßen zum Fahren gibt es in Süddalmatien kaum und in der Bocche dürfte kein einziger Pfad zu finden sein, der nur 5 Mann Soldaten erlaubte, neben einander zu marschiren. Dazu ist die Gegend, in der die Aufständischen sich halten, unangebaut und liefert den operirenden Truppen auch nicht die mindesten Lebensmittel.“ Unterliegt es nun trotzdem vor der Hand wohl kaum einem Zweifel, daß der jetzige Aufstand bald besiegt sein wird, so ist doch die Gefahr keineswegs definitiv beseitigt. Oesterreich wird hoffentlich durch den Coup aus seiner Traum= und Saumseligkeit aufgeschreckt worden sein. Nachdem Venedig und die Lombardai verloren gegangen, bleibt Oesterreich nur noch von Istrien und Dalmatien her ein Weg zum adriatischen und mittelländischen Meere; wird ihm der auch verlegt, dann kann es seine Flotte verkaufen. Frankreich. Paris. Am Allerseelentag(2. Novbr.) haben die Pariser mit ihrem Kaiser durch die Blume gesprochen. Sie deckten das Grab Cavaignacs, des Vertheidigers der Republik mit Blumen und Kränzen förmlich zu und auch Baudin, der auf den Barrieaden starb, erhielt seinen Antheil. — Napoleon soll Hrn. v. Lesseps den Erbauer des Suezkanals, zum Herzog von Suez ernannt haben. Italien. In Rom beginnen die Bischöfe in größerer Zahl zum Concil einzutreffen. Rußland. :„Der russische Regierungs=Anzeiger meldet:„Bei dem furchtbaren Brande, welcher am 27. Aug. fast ganz Jenisseisk und sechs Kirchen zerstörte, wollte der Odergeistliche der Auferstehungskirche, Ilja Chujunin, die heiligen Geräthe retten, erstickte aber und wurde mit dem um den Hals gehängten Ciborium am Altare niedergesunken gefunden. Seine Frau und sein Sohn wurden todt an der Außenseite des Altars gefunden. Der heilige Synod hielt es für seine Pflicht, eine so heldenmüthige That der Selbstaufopferung des Geistlichen Chnjunin, der bei der Erfüllung seiner Pflicht zu Grunde ging, zur allgemeinen Kenntniß zu bringen.“ Westfalen und Rheinland. □ Schwerte, 7. Nov. Gestern Abend wurde in geheimer Collectivsitzung von Magistrat und Stadtverordneten der einhellige Beschluß gefaßt, zur Erweiterung des Marktplatzes die an der größeren ev. Kirche liegende Besitzung des Herrn Heinr. Gockel anzukaufen und Herr Wilh. Rasche zur Ausführung dieses Beschlusses deputirt. Er hat seinem Namen Ehre gemacht, denn die Operation ist eine rasche gewesen: um 8 Uhr desselben Abends waren Haus und Hof für 6500 Thlr. Eigenthum der Stadt.— Der Herr Deputirte muß wohl, wie weiland von Göben in der Schlacht bei Sölde, mit vollständig mobilisirten Reserven, mit klingendem Spiel und Schnellfeuer auf das von ihm gesteckte Ziel losgegangen sein, was unter sothanen Verhältnissen ganz gewiß die richtige Politik war. Schwerte, 8. Nov. Aus der Hagener Zeitung erfahren wir, daß unser früherer Mitbürger Herr Dr. med. Thüssing in diesen Tagen in Hagen gestorben und am 1. November zwar ohne kirchliche Ceremonien, aber unter großer Betheiligung seiner Freunde aus allen Ständen von Hagen und entfernten Ortschaften seiner frühern Thätigkeit, sowie des Hagener Männergesangvereins zur Erde bestattet worden ist. Haßlinghausen. In diesem Frühjahr wurde ein junger Mann zur Ernährung seiner 77jährigen Mutter vom Militärdienste entlaisen. Kurze Zeit nachher verheirathete er sich und dachte an die Unterstützung seiner Mutter nicht mehr. Die Einstellung des Betreffenden ist jetzt höheren Orts verfügt worden. Bochum. Von einem Berliner Generalauditeur und einem Staatsanwalt aus Münster ist eine großartige Untersuchung gegen mehre Personen eingeleitet worden, welche seit vielen Jahren junge Leute mit unlauteren Mitteln vom Militärdienst befreiten. Die am meisten Gravirten sind verhaftet. und Landwirthschaft. * Der Einfluß der Luftelectrizität auf die Pflanzen. Dr. Schubert beschreibt in seinem„Spiegel der Natur“ den Einfluß der Luftelectrizität auf die Gewächse und erzählt folgende interessante Versuche: Von einem Gerstenfeld, das in einer der nördlicheren Gegenden von Schottland seine Lage hat, und das in allen seinen Theilen auf gleiche Weise gepflügt, besäet und gedüngt war wurde ein Stück das 80 Ellen lang, 55 Ellen breit war, dem fortwährenden Einsluß und Strömungen der Luftelectri= zität dadurch zugänglich gemacht, daß man an den vier Ecken des länglichen, genau von Nord nach Süden gerichteten Viereckes Pflöcke einschlug, an denen, von einem zum andern gehend, ein starker Eisendraht befestigt war, welcher drei Zoll tief unter der Oberfläche des Bodens seinen Verlauf nahm. In der Mitte der kürzeren Seiten des Viereckes(in Nord und Süden) wurden 15 Fuß hohe Stangen aufgerichtet, von deren Spitzen oben in der Höhe ein Verbindungsdraht über das abgegränzte Stück des Feldes der größeren Länge desselben nach hinlief und zugleich an seinen Enden die sich zum Fuße der beiden Stangen hinabsen'ten mit den vorhin erwähnten, das Feldstück umspannenden Drähten in Verbindung gesetzt war. Der Einfluß der Luftelectrizität kann bei einer solchen Einrichtung noch durch einen Vorgang der galvanisch electri'chen Strömung nach Willkühr verstärkt werden, indem man außen am Rande der beiden längeren Seiten(in Ost und West), an der einen Seite einen Sack mit Holzkohlen, an der andren mit Zinkplatten in die Erde gräbt und diese beiden zur starken polarischen Spannung geeigneten Substanzen durch einen Metalldraht in Verbindung setzt. Auch dieser dritte Draht wird in derselben Höhe, in welcher der zweite von den Luftelectrizitätleitenden Stangen verläuft, oben durch die Luft gezogen, indem man an jeder der beiden Seiten, da wo der eine und der andere Sack vergraben ist, eine Stange errichtet, an welcher der Draht bis zu ihrem Ende hinaufgezogen wird. Gerade in der Mitte über dem Feldstück durchkreuzen sich der von Nord nach Süd verlaufende, zur Leitung der Luftelectrizität und der von Ost nach West gehende zur Leitung der galvanischen Strömung bestimmte Draht. So wird durch den Draht, welcher unter dem Boden hin von einem der vier Eckpfähle zum andern und so um das ganze Feldstück an allen vier Seiten herumläuft, eine beständige electrische Strömung in der Tiefe fortgeleitet, welche aus einer an ren oben in der Höhe statt findenden aus dem Wechselverkehr der Luft und des Bodens, so wie aus der Spannung zweier polarisch entgegengesetzten galvanischen Elemente ihren Ursprung nimmt, so daß auf diese Weise das Feldstück von oben und von unten wie von einem Fadengewebe der electrischen Einflüsse umsponnen und durchwirkt ist. Der Einfluß dieser Vorrichtung auf das Gedeihen der Saat war ein überaus augenfälliger. Der Morgen Feldes, den man zum Versuch benutzt und in welchem man die Pflöcke mit ihren unterirdischen Verbindungsdrähten so wie mit ihren oberen Stangendrähten angebracht hatte, trug 13½ Viertel Gerste, während der Ertrag der angrenzenden, ganz auf gleiche Weise behandelten Feldstücken nur der gewöhnliche von 5 bis 6 Viertel auf den Morgen war. Ueberdieß waren auch die auf dem electrisirten Feldstück gewonnener Körner so substanziös, daß der Scheffel derselben 2 Pfund mehr wog als der Scheffel der andren, in gewöhnlicher Weise gezogenen Gerste. Auch im Kleinen wurde ein ähnlicher Versuch mit gleich günstigem Erfolge angestellt. Zwei Gartenbeete wurden mit Senfsamen besäet, für das eine derselben der Einfluß der Electrizität angewendet, das andre sich selber überlassen. Im ersteren erreichten die Pflanzen in derselben Zeit eine Höhe von 3½ Zoll, in welcher sie im andren bis zu einem Zoll emporwuchsen. Wenn demnach der Einfluß der oben beschriebenen Zuleitung der Luftelectrizität auf das Pflanzenwachsthum auch kein solcher übermäßig beschleunigender ist, wie der eines starken, künstlich erregten electrischen Stromes, mittelst dessen ein französischer Physiker und Freund der Gärtnerei die Wette gewann, daß er den Samen von Kresse in derselben Zeit zur Benutzung für die Tafel wollte hervorsprossen und aufwachsen lassen als ein Andrer nöthig hatte, um eine Kalbskeule gar zu braten, so könnte dafür jener Einfluß desto naturkräftiger und nachhaltiger sein. Die Kosten zur Anlegung des electrischen Leitungsapparates wurden von dem Erfinder desselben für den Acker Landes zu 12 fl. berechnet. Doch verringert sich diese Auslage verhältnißmäßig desto mehr, je größer die Ausdehnung des von Drähten umsponnenen Raumes ist, und ohnfehlbar wird eine solche Vorrichtung für 10 bis 15 Jahre brauchbar sein, wenn man die Drähte jedes Jahr, wenn sie ihre Dienste geleistet haben aus dem Boden heraus und von den Stangen hinwegnimmt, und dann zur Saatzeit wieder einsetzt. Diese sonderbaren Versuche mit einer Befruchtungsweise der Felder, welche die Kunst des Menschen aus der Luft herabzieht, wären allerdings der Wiederholung werth und es läßt sich Vieles und Bedeutendes für die Möglichkeit, ja selbst für die Wahrscheinlichkeit ihres Gelingens anführen, obgleich auch auf der anderen Seite manches Bedenken dagegen erhoben werden könnte. Vermischtes. — Da der 26. Oct. in Paris so ruhig vorübergegangen, macht sich, um doch etwas davon zu haben, nun der Witz darüber her. So gibt denn die„Berliner Montags=Zeitung“ folgende Depesche:„Paris, 26. Oct., Morgens 9½ Uhr. Der Aufstand heute früh war ein ganz allgemeiner. Alle Arbeiter ohne Ausnahme sind in Bewegung.— 10½ Uhr. Die Bourgeoisie schließt sich der Bewegung an.— 6 Uhr. Mittags wurde scharf eingehauen. Der Kaiser ist geblieben. Ueberall wird angesteckt.— 9½ Uhr Abends. Das Volk hat alle Straßen besetzt. Die Kaiserin ist bereits außer Landes.“ — Der„Frankf. Arbeitgeber“ macht auf die Fälschung des Petroleums durch Zusatz von Naphta aufmerksam. Die Fälschung werde namentlich in Hamburg und Stettin betrieben, verringere die Leuchtkraft des Petroleums und sei selbst gefährlich. Die Einfuhr von Naphta aus Amerika sei ungehener. Zum allgemeinen Bettag den 10. dem Geburtstage Dr. Martin Luthers. (Eingesandt.) Heil der goldnen Weihestunde, Die den Mann in's Dasein schuf, Der aus tiefstem Herzensgrunde Ließ erschall'n den hohen Ruf: Ich kann nicht anders, für und für, Hier stehe ich, Gott helfe mir! Ob die Meinungen sich spalten, Unser Glaub' erzittert nicht, Was Gott schuf, wird er erhalten, Aus Dunkel bricht hervor das Licht; Noch stehet fest, wie Fels im Meer, Des Ewgen Wort und Luthers Lehr! Dieses soll erhalten bleiben, Das ist unsers Königs Will', Drum gebot Sein hohes Schreiben, Den heut'gen Tag zu feiern still; In der uns drohenden Gefahr, O Herr, den Glauben uns bewahr! Was vermag den Geist zu dämpfen, Gottes Wahrheit ist erwacht, Mag sie das Concil bekämpfen, Sie ersteht durch Gottes Macht; Ja, Gottes Wort und Luthers Lehr Vergehet nun und nimmermehr! Villigst. K. Bekan Gemäß§. 28 nung vom 19. hiermit zur allg bei der am die Gemeinde C gänzungswahl fü zu Gemeindeverc 1) der Gutsbes hier, 2) der unt Gegen das ste kann innerhalb gen nach dieser Herin Landrat werden. Ergste, den 5 Der Bei Beka Bei der am meinde Hennen wahl für die Gemeinde=Vero Wirth C. D. gruland, 2) Kalthoff, 3) de zu Villigst, 4) Kalthoff zu Ke 28 der Landg Mai 1856 hi zur allgemeine Beschwerden ge verfahren inne ser Bekanntn Landrath erho Ergste, den Der B Be Am 6. d.: Berchum b# zungswahl zu der Landwirt Tiefendorf, 2 cken zu Tie Jahre gewäh Gemäß§. nung vom 19 mit dem Be meinen Kennt das stattgeha einer Frist Bekanntmacht erhoben werk Ergste, de Der Am Mon Morge sollen in mi legenen For circa 30 Eichen u Länge, ga Gruben=, eignet, öffentlich m Das Holz unmittelbar Schwerte n dem Aplerb Holzwickeder Zusamm auf'm Eich Vellinghe Eine 2—3 Zim raum, zu: Näheres Bekanntmachung. Gemäß§. 28 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. Mai 1856 bringe ich hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß bei der am heutigen Tage für die Gemeinde Ergste stattgehabten Ergänzungswahl für die nächsten 6 Jahre zu Gemeindeverordneten gewählt sind: 1) der Gutsbesitzer Wm. Brunnenberg hier, 2) der unterzeichnete Beigeordnete. Gegen das stattgehabte Wahlverfahren kann innerhalb einer Frist von 10 Tagen nach dieser Bekanntmachung bei dem Herin Landrath Beschwerde erhoben werden. Ergste, den 5 Nov. 1869. Der Beigeordnete Beckhaus. Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend zeige sergebenst an, daß ich von Montag den 15. November cr. an Unterricht in Anferligung künstlicher Biumen, als: Näheres in der nächsten Nummer. Woll= und Papierblumen ertheile. Iserlohn, den 9. Nov. 1869. Wwe. Schnadt. K Eltern zur Nachricht. Bekanntmachung. Bei der am 4. d. M. für die Gemeinde Hennen stattgehabten Ergänzungswahl für die nächsten 6 Jahre sind zu Gemeinde=Verordneten gewählt: 1) der Wirth C. D. Laukert gen. Sils zu Altgruland, 2) der Wirth C. Griese zu Kalthoff, 3) der Oeconom H. Hiddemann zu Villigst, 4) der Gutsbesitzer Fr. Schulte Kalthoff zu Kalthoff, was ich gemäß§. 28 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. Mai 1856 hiermit mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß bringe, daß Beschwerden gegen das stattgehabte Wahlverfahren innerhalb 10 Tagen nach die ser Bekanntmachung bei dem Herrn Landrath erhoben werden können. Ergste, den 5. Nov. 1869. Der Beigeordnete Beckhaus. Das Zahnen verursachte meinem Kinde außerordentliche Schmerzen und mir schlaflose Nächte. Alle angewandten Mittel, um die Leiden des Kindes zu mildern, waren vergeblich, bis ich ein elektromotorisches Zahnbändchen von dem Herrn W. Zehle, Adalbertstraße Nr. 19, dem Kinde umband. Zusehends milderten sich die Schmerzen und gaben dem Kinde Ruhe. Ich veröffentliche dies mit dankerfülltem Herzen, indem ich die Zahnbändchen aus obiger Fabrik allen Eltern empfehle. Berlin. Carl Schmidt, Friedrichsgracht 53. Obige Zahn=Halsbändchen sind echt zu haben bei Carl Braus in Schwerte. Holz=Verkauf. Am Gamstag den 13. Novbr. e., Morgens 10 Uhr, werde ich in meiner Waldung„Hilgen e 00 Nummern hochstämmge Eichen, von ½ bis 2 Fuß Durchmesser, zu Schiffsbau, Bauholz und Brettern geeignet, und 50 Nummern hochstämmige Buchen, von verschiedenen Dimensionen, öffentlich meistbietend gegen Credit verkaufen. Das Holz steht an sehr guter Abfuhr, nahe dem Communalwege von Schwerte nach Unna. Vorher werden eine Scheune zum Abbruch, sowie einige Rummern altes Bauholz verkauft. Zusammenkunft auf dem Hofe. Overberge bei Schwerte, im October 1869. Wortmann. Anzeige. Der auf den 11. ds. Mts. in der billigst, Forstort Dor Waldung des Guts Villigst, Ohlehege, anberaumte Holzverrauf sindet bis auf weiteres nicht Statt. Villigst, den 8. Novbr. 1869. Freiherrlich v. Elverfeldt'sche Rentei. Hpielwirnt 100.000 baare Silber-Thaler! Bekanntmachung. Am 6. d. Mts. sind für die Gemeinde Berchum bei der stattgehabten Ergänzungswahl zu Gemeindeverordneten 1 der Landwirth H. Jürgensmann z Tiefendorf, 2) der Landwirth D. Hüsecken zu Tiefendorf für die nächsten 6 Jahre gewählt. Gemäß§. 28 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. Mai 1856 bringe ich dies mit dem Bemerken hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß Beschwerden gegen das stattgehabte Wahlverfahren innerhalb einer Frist von 10 Tagen nach dieser Bekanntmachung bei dem Herrn Landrath erhoben werden können. Ergste, den 6. Novbr. 1869. Der Beigeordnete Beckhaus. Das Spiel der Frankfurter Lotterie ist von der Königl. Preuss. Regierung gesetzlich gestattet. 18. November d. J. I findet die überaus grossartige, mit den namhaftesten Treffern, als„ Preuss. Thir. 100,000, 60,000, In In 40.000, 20,000, 15,000, fl 12,000, 2 à 10,000, 8000, 6000, 3 à 5000, 6 à 4000, 3 3 Jooo, 14 à 2000, 23 à 1500, 130 à100o, 210 à 400, 335 à 200, 25000 à 100, 47 etc. etc., ausgestattete und in der nahezu an Holz=Verla Am Montag den 22. d. dats., Morgens 10 Uhr anfangend, sollen in meinem, auf dem Eichholze belegenen Forstdistricte„Intücken“ circa 300 Nummern gradschaftige Eichen und Buchen von 60 bis 70“ Länge, ganz besonders zu Bau=, Nutz=, Gruben=, Geschirr=, Werkholz 2c. geeignet, öffentlich meistbietend verkauft werden. Das Holz steht an sehr guter Abfuhr, unmittelbar an dem Communalwege von Schwerte nach Holzwickede, ¼ Meile von dem Aplerbecker und ¼ Meile von dem Holzwickeder Bahnhof entfernt.. Zusammenkunft bei Wirth Flunker auf'm Eichholze resp. an Ort und Stelle. Vellinghausen, den 10. Nov. 1869. F. 8 Millionen baare Thaler zur Auszahlung gelangende Capitalien-Verloosung statt. Es worden nur Gewinne gezog n. Gegen Einsendung von 9) 3 Thlr. og. 1 Thlr. oa. 15 Sgr. I 22½ Sgr., I am beqnemsten durch die jezt üblichen Postkarten oder gegen Postvorschuß, ni versende ich Staats-Original-Loose In(keine verbotene Promessen) prompt IU und verschwiegen selbst nach welvon 4 bis 72 Stücken, worunter Prachtwerke mit Glockenspiel, Trommel und Glockenspiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandolinen, mit Expression u. s. w. Ferner: Spieldosen mit 2 bis 12 Stücken, wor unter solche mit Necessaires, Cigarrenständer, Schweizerhäuschen, Photographie=Albums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer, Globus, Cigarren=Etuis, Tabaks= und Zündholzdosen, Puppen, Arbeitstischchen,— Alles mit Musik; ferner: Stühle, spielend, wenn man sich setzt. Stets das Neueste euobecht J. H. Heiler in Bern. Zu Weihnachtsgeschenken eignet sich nichts besser. Jeder Auftrag wird sofort ausgeführt. Preiscourante sende franco. Defecte Werke reparire. Nur wer direct bezieht, ist versichert, Heller'sche Werke zu erhalten. 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Ste-O gesucht von * Hellpoth 193. Petschafte Amit jedem beliebigen Namen empfiehlt Carl Braus. Ao kauft man: Schweizer=, Holl.= u. Mainzerkäse, Gothaer=, Servelat=, Leber=, Blut=, Mett=, Knoblauch= u. Frankfurter Knackwurst, Speck, Schmalz, ter, bestes Apfelkraut, russische Sardinen, Bückinge zum Rohessen, Riesen= und marinirte Häringe, saure Gurken, Sicilian. Rüsse, Citronen 2c. 2c. 2c. bei Fr. F. W. Clemens. Die heftigsten Bahnschmerzen beseitigen augenblicklich anfehlbar die Aberühmten Tooth-Ache-Drops. Verkauf in Originalgläsern zu 5 Sar Carl Braus. Geschäfts-Fröffnung. Platze in Mit dem heutigen Tage eröffneten wir am hiesigen dem Blüggel'schen Hause, Hüsingerstraße, ein Colonialwaaren=Geschäft. Wir versprechen prompte und reelle Bedienung und halten uns den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend bestens empfohlen. Schwerte und Barmen, den 10. November 1869. S R.& G. Wirths. ##s Dechchräch. Glücks-Offerte. 4 Ne-eee # Allerneueste Original-Staats- Prämien- Loose E sind überall zu kaufen und ### len erlaubt. Goltes Segen bei Cohn!“ Bn Linem geehrten in= und auswärtigen Publikum die ergebene An„ zeige, daß ich, nach erfolgtem Austritt aus dem Justiz=Subaltern= dienste, vom heutigen Tage ab unter Anderen auch die Geschäfte eines Kurkionatdrs u. Commissionars betreibe. Indem ich mich deshalb in Abhaltung von Auctionen, Anfertigung von Schriftsätzen, namentlich in gerichtlichen Angelegenheiten, als: Klagen, Klagebeantwortungen, Informationen, Verträgen 2c., ferner, in Vermittelung von Geschäften aller Art, empfehle, bei allen Aufträgen prompte und reelle Bedienung verspreche, bitte ich um geneigten Zuspruch. Schwerte, den 1. November 1869. Carl Bechhaus. * S 925 Gesellschaft Fidelio. Samstag den 13. d. Mts. I. Abonnements-Concert u. Ball. Musik von der Capelle des 13. Infanterie=Regiments. K Das Comitee. Diejenigen Herren, welche ihre Eintrittskarten noch nicht haben, können solche bei Herrn E. Selve in Empfang nehmen. Juustrirtes Fuminenmagazin des Lahrer Hinkenden Boten, Jahrgang 1870. Von 4 zu 4 Wochen ein Heft à 3½ Sgr. Gratisprämie in Stahlstich„Frühlingslust.“— Ohne Politik. Ist nur durch Buchhandlungen und deren Beauftragte zu beziehen. des Lahrer Hinkenden Boten, VIII. Jahrgang. Wöchentlich eine Nummer. Jährlich 1 Thlr. 12 Sgr. Von 4 zu 4 Wochen ein Heft à 3½ Sgr. Gratisprämie in Stahlstich„Frühlingslust“ (Pendant zu„Winterfreuden.") Gleicher Inhalt, wie das Fämilienmagazin, mit politischer Rundschau. — Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten. Wer durch die Post beziehen will, bestelle sofort. Illustrirter Familien-Kalender des Lahrer Hinkenden Boten. Preis 5 Sgr. Zu beziehen durch alle Buchhändler, Buchbinder und Kalenderverkäufer. Vorräthig in der Buchhandlung von Carl Braus in Schwerte. Anzeige— Empfehlung. Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umg gend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich fortan mein Geschäft wieder betreibe, ein wohlassortirtes Lager von Kappen halte, und empfehle solche zur gefälligen Abrlahme bestens. Auch werden Kappen nach Maaß und den neuesten Facons, sowie alle in mein Fach schlagenden Arbeiten unter reeller Bedienung ausgeführt.— Schwerte, 2. November 1869. Fr. Brunc, Kappenmacher. SPi: Grossartige wiederum mit Gewinnen bedentend vermehrte Capitalien-Verloosungen von nahc'8 Mill. Die Verloosung garantirt und vollzieht die Staats-Regierung selbst. Beginn der Ziehung am 18. November d. Js. Nur 4 Thlr. oder 2 Thlr. oder 1 Thlr. kostet ein vom Stante gurantirtes wirkliches OriginalStaats- Loos,(nicht von den verbotenen Promessen) und bin ich mit der Versendung dieser wirklichen Original-Staats-Loose gagen frankirte Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuss, selbst nach den entferntesten Gegenden staatlich beauftragt. Es werden nur Gewinne gezogen. Die Haupt-Gewinne betragen Pesge inet Außerordentlicher Bettag. Mittwoch, den 10. November 1869. Evangelisch=lutherische Kirche: Hauptpredigt: Herr Past. Schütte. Nachmittagspredigt: Herr Past. Pickert. Reformirte Kirche: Hauptpredigt: Herr Past. Niepmann. Bibelstunde fällt aus. 25 5 Eisenbahn=Fahrplan. Vom 8. November. Von Schwerte nach Westhofen u. Hagen 623 M., 728 M., 858 M., 1123 M., 313 R., 553 642 A. 810 A. Von Westhofen nach Hagen 637 M., 97 M., 322 N., 62 A., 819 A. Von Hagen nach Kabel 655 M., 832 M., 100 M., 1217 M., 256 N., 714 A., 853 A. Von Kabel nach Limburg 846 M., 1015 M., 1232 M., 311 N., 729 A., 98 A. Von Limburg nach Letmathe 721 M., 91 M., 1030 M., 1249 M., 326 N., 744 A., 922 A. Von Letmathe nach Altena 732 M., 913 M., 1012 M., 10 M., 335 N., 755 A., 934 A. Von Altena nach Siegen 749 M., 928 M., 110 M., 118 N., 348 N., 813 A., 950 A. Von Altena nach Letmathe 510 M., 820 M., 950 M., 154 N., 356 N., 516 N., 731 A. 250,000, 200,009, 190,000, 2Von Letmathe nach Iserlohn 750 M., 920 M., 187,500, 175,000, 170,000, 165,090, F., 1059 M. 12 M., 410 N., 80 A., 942 A. K 162,500, 160,099, 155,000, 150,000, 100,000, 50,000, 40,000, 30,000, 5 3 mal 25,000, 4mal 20,000, 4 mal* 15,000, 6 mal 12,000, 9 mal 10,000, K # 4 mal 8000, 3 mal 7500, 5 mal 6000, E 25 mal 5000, 4000, 23 mal 3750, 4 29 mal 3000, 130 mal 2590, 131 mal 25 .— 2000, 6mal 1.900, 12 mal 1290, 360 ab mal 1000, 530 mal 500, 100 mal 250, 270 mal 200, 48.400 Imal 150 117, 110, 100, 50, 39. Gewiungelder und amtliche Ziehungslisten sende unter Staatsgarantie meinen geehrten Interessen# ten nach Entscheidung prompt und 25 verschwiegen zu. Durch meine von besonderem Glück begünstigten Loose habe meinen Interessenten bereits allein in * Deutschland die allerhöchsten# Haupttreffer von 300,000, 225,000, 4 187,500, 152, 500, 150,000, 130,000, ½ ## mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, 3 das grosse 35 5 * kürzlich schon wieder Loos von 127,000 und § 20. October schon wieder die# beiden allergrössten Haupt; Gewinne in dieser Gegend ausbe5 zahlt. Jede Bestellung auf meine Original-Staats-Loose kann a * man der Bequemlichkeit halber auch; s ohne Brief, einfach auf eine jetzt 2 8 bliche Postkarte machen. Dieses 8 ist gleichzeitig bedeutend billiger s als Postvorschuss. Laz. Sams. Cohn 6 in Hamburs, 60 a J„„ # laupt-Comptoir, Bank- u. Wchsel- K; geschäft. e Von Iserlohn nach Letmathe 715 M., 820 M., 950 M., 1237 M., 37 N., 727 A., 910 A. Von Letmathe nach Limburg 559 M., 835 M., 108 M., 211 N., 410 N., 532 N., 748 A. Von Limburg nach Kabel 611 M., 844 M., 1019 M., 220 N., 419 N., 542 N., 753 A. Von Kabel nach Hagen 627 M., 859 M., 1034 M., 433 N. 557 N., 813 A. Von Hagen nach Westhofen u. Schwerte 85 935 M., 115 M., 247 N., 452 N., 659 A., 832 A., 133 N. Von Westhofen nach Schwerte 819 M., 1120 M 32 N., 56 N., 714 A., 846 A. Von Schwerte nach Holzwickede 829 M., 952 M., 1129 M., 311 N. 515 N., 724 A., 855 A. Von Holzwickede nach Unna 813 M., 1144 M., 326 N., 530 N., 738 A., 99 A. Von Unna nach Holzwickede 63 M., 78 M., 833 M., 112 M., 248 N., 528 N. 622 A., 740 A. Von Holzwickede nach Schwerte 614 M., 844 M., 259 N., 539 N. 753 A. Von Hagen nach Dortmund 525 M., 652 M., 82 M., 945 M., 119 M., 2250 N., 450 74 A. 845 A. Jungst am 2,Von Dortmund nach Hagen 530 M. 830 M. 954 M., 10 M., 230 N. 521 N., 722 A. 1130 A Post=Amt Schwerte. Vom 8. November curr. ab. Tägliche Abfahrten der Posteu von Schwerte nach: Iserlohn 670 Vormittags. Hörde 655„ 745 Nachmitt. Tägliche Ankunft der Posten in Schwcric von: Iserlohn 430 Nachmittags. Hörde 215„ 1020 Abds. Die internationale Jury der letzten Weltausstellung zu Paris ertheilte der Fabrik von # Franz Ltollwerck und Löhne in Köln, für ausgezeichnete Qualität ihrer Dampf=Choco548 laden, die Preis=Medaille. Von den gangbarsten Sorten dieser rühmlichst bekannten Waare befinden sich Laier in Schwecte bei Carl Braus und L. Verkhaus. Meine seit über 30 Jahren gesammelten Erfahrungen, Magenkrampf, Unterleibsbeschwerden, Drüsen, Scropheln, offene Wunden, Rheumatismus, Gicht, Epilepsie, Bandwurm, Syphilis und andere Krankheiten, welche aus dem verdorbenen Blute entspringen, gründlich zu heilen, theile ich auf frankirte Anforderungen uneutgeltlich, mündlich und schriftlich, mit und sollte kein Kranker die Hoffnung aufgeben, geheilt zu werden, ohne sich vorher mit meiner Heilmethode bekannt gemacht zu haben. Wundram, Professor in Bückeburg, Schaumburg=Lippe. S Marktpreise zu Dortmund am 6. November. Weizen pr. Schffl. 2 Thlr. 24 Sgr.— Pf. Roggen Wintergerste Hafer Kartoffeln Heu, 100 Pfd. Butter, pr. Pfd. Eier 5 Stück Stroh 13 6 2 14 à 200 Pfd. Zollgewicht. Weizen 1. Qual. 6 22 „ 2.„ 6 12 „ 3.„ Land=Roggen Winter=Gerste Sommer=Gerste Buchweizen Hafer Erbsen Kartoffeln stroh à 200 Pf. Heu pr. Ctr. à 2000 Pfd. Rübluchen 55 Preßkuchen 14 Branntwein 13 15