Nr. 61. Samstag den 31. Juli 1869. 2. Jahrgung. 8 Adonnements Preis. 12 Sgr. Insertions=Gebühr: Die Zeile oder deren Raum 1 Sge. und Anzeiger für Westhofen, Ergste und Hennen. e t t t#. eeesiuen dbeie schon eemite Kaisege ar Reo tion. Lruk und K o.i## 112.1 f. 126 in Scmerte. Deutschland. Berlin, 27. Juli. Eine schmerzliche Ueberraschung wurde den Wählern Berlins heute Morgen zu Theil. Der Abgeordnete Obertribunalsrath Dr. Waldeck hot siegr für das Abgeordnetenhaus und für den Reichstag mievergelegt. Hannover. Hauptsächlich mit den Geldern der enttrohnten Fürsten von Hannover und Hessen wurde vor einiger Zeit in Wien ein Geldinstitut unter dem Namen„Wiener Bank“ gegründet. Das erste große Geschäft derselben ist der Ankauf der berühmten Werndl'schen Gewehrfabrik zum Preise von 7½ Mill. Gulden. Ob König Georg und Kurfürst Wilhelm wohl noch immer der Hoffnung leben, einst ihre eigenen Gewehre gegen Preußen verwenden zu können? Oesterreich. Brünn. Der Minister des Innern, Dr. Giskra, ist hier angekommen. Der Minister theilte dem Statthalter mit, daß er die letzten Vorfälle in Brünn untersuchen werde. So viel ist festgestellt, daß den Tagelöhnern Geld gegeben worden, so daß 30 bis 40 Kreuzer auf den Kopf fielen. Krakau, 24. Juli. Ueber den Vorfall im hiesigen Kloster der barfüßigen Carmeliterinnen, welcher ungeheures Aufsehen erregt und gestern Nachts sogar einen bedeutenden Volksauflauf veranlaßte, wird von zuverlässiger Seite noch erzählt, daß die Aebtissin desselben einem der ältesten Polnischen Adelsgeschlechte angehört. Von der unglücklichen Barbara Ubryk heißt es, daß dieselbe eher verwildert als mahnsinnig zu nennen sei. Als Grund der erlittenen Mißhandlung son sie selbst angegeben haben, daß sie ihr Nonnengelübde gebrochen habe. Das Verhalten des Bischofs bei der Entdeckung war wie folgt: Beim Anblick des Opfers war der Bischof tief bewegt. Er versammelte sofort die Nonnen und machte ihnen die heftigsten Vorwürfe über ihr unmenschliches Verfahren.„Ist das eure Nächstenliebe? Auf diese Weise wollt ihr ins Himmelreich kommen? Ihr Furien, nicht Weiber! So sprach der erzürnte Bischof, und als sich die Frauen entschuldigen wollten, rief er ihnen zu:„Schweigt, ihr Elenden, fort, aus meinem Angesichte! Ihr, die Religion schändet... Fort!"... Der anwesende Beichtvater Piantkiewitsch, ein alter Priester, wollte einwenden, die geistliche Behörde habe von dem Unfuge gewußt, worauf der Bischof und der anwesende Prälat Spital ihn Lügen straften und ihn ermahnten, er möge seine Seele nicht durch Verläumdungen noch mehr beladen. Der Bischof susvendirte sofort den Beichtvater und die Oberin. Der Bischof befahl, die Barbara Ubryk in eine Zelle zu führen, sie anzukeiden und zu pflegen. Als die Barbara Ubrnk hinausgeführt wurde, fragte sie ängstlich:„ob man sie nicht mehr in ihr Grab zurückführen werde?"— Nach der Angabe der Aebtissin ist die Schwester Barbara 1818 auf Anrathen eines noch im selben Jahre verstorbenen Arztes des Klosters als wahnsinnig eingesperrt worden. Der gegenwärtige Klosterarzt, welcher seit sieben Jahren als solcher fungirt, giebt an, er habe die Kranke nie zu Gesichte bekommen. Krakau, 26. Juli. Der wiener„Presse“ wird von hier telegraphirt:„Gestern Nachmittag wurden die Klosteroberin und ihre Stellvertreterin unter Husaren=Escorte in's Criminal abgeführt, wodurch die Volksmassen bedeutend beruhigt wurden. Gestern Abend besetzte Reiterei und Linien=Infanterie alle Klöster und sperrten viele Straßen ab, um weiteren Excessen vorzubeugen. Polizei= und Beamte ersuchten das Publikum, sich vor den Klöstern nicht anzusammeln. Gestern Nacht wurde die Ruhe nirgends gestört; starke Militär=Patrouillen durchzogen die Stadt.“ Frankreich. Kaiser Napoleon läßt die Herren Franzosen sich jetzt an seinen Herrn Ministern abarbeiten, da giebts bald dies bald das von ihnen zu berichten, und das vertreibt ihnen doch die Zeit. Hier und da bekommt man heraus, daß es mit dem neuen Ministerium wohl nicht auf die Dauer abgesehen sei, der eine ist schon sehr alt, ein anderer will seine Familie gar nicht nach Paris kommen lassen, und der soll auch die Sache nicht für ganz fest„alten. — Der Kaiser spielt unterdessen mit den Soroaten; um Napoleonsfeste in der Mitte des Augusts geht er wieder in das Kriegslager von Chalons und feiert da das Fest inmitten seiner Getreuen. Die Kaiserin rüstet sich zur Reise nach dem Orient, zum uez=Feste. Spanien. Karlisten und Demokraten erheben immer kühner ihre Häupter. Der Minister des Innern weiß keinen andern Rath als ein alt scharf Gesetz von 1821 in Kraft treten zu lassen, was eine Art Kriegszustand erlaubt, wenn Noth= stände kommen. Der Regent Serrano wurde um Genehmigung ersucht.— Es sind das alles noch Zeichen am Spanischen Himmel, daß noch nicht alle Gewitter vorüber gezogen sind. Italien. Rom. Mit Rußland kann die päpstliche Regierung nicht in's Reine kommen. Als von Kardinal Antonelli an Rußland die Frage gerichtet war, unter welchen Bedingungen ein anderes Verhältniß möglich sei, erhielt sie die Antwort, sie möge darüber sich klar aussprechen, welchen Unterschied sie zwischen dem Polenthum und der katholischen Kirche mache. In Rom wurde man darüber so böse, daß man die Verhandlung abbrach. Großbritannien. Der englische Sorgestein— Die Kirchenbill— ist noch in der letzten Stunde glücklich aus dem Wege geräumt worden, das Oberhaus hat sich besonnen und nachgegeben. Und der Klügste giebt ja nach!— Die englischen Herren, die Lords, haben eingesehen, daß der Fluth nicht zu stehen ist, so hat man der Volksstimmung nachgegeben und vird mit dem nschter, Jode= der grotestantischen Christen Irlands, dis in den Händen ver p#onnn.... Shi war, zum Besten des Ganzen und auch zu sonntigen Ss nun einmal, und Unrecht durch Zände ihre Zeit erfält haben, muß es reißen oder brechen, die Knoten sind dann nicht zu lösen, sie müssen durchhauen werden. Schweden. Stockholm, 28. Juli. Die Trauung des Kronprinzen von Dänemark mit der Prinzessin Louise von Schweden hat heute stattgefunden. Der Bräutigam wurde von dem Könige von Dänemark und dem Könige von Schweden, die Braut von den beiden Königinnen geführt. Rußland. Warschau. Ein neuer Kabinetsbesehl des Kaisers verfügt die Auflösung der Hochschule in Warschau. Nach mehrhundertjährigem Bestande soll nun diese letzte Stätte für polnische Literatur und Geschichte zerstört und an ihre Stelle eine russische Universität treten. Den Polen wird damit die letzte Stätte nationaler Bildung genommen. Vereinen theils schon gewährten, theils in Aussicht gestellten Beihülfen wird ein Betrag von c. 3000 Thlr. beschafft werden. Den Rest von 3100 Thlr. aus eigenen Mitteln auch nur theilweise aufzubringen, sieht sich die Gemeinde bei ihrer sehr großen Bedürftigkeit gänzlich außer Stande, da sie nur aus armen Fabrikarbeitern, unbemittelten Tagelöhnern besteht und nur wenige meist verschuldete Grundbesitzer zählt. Sie zahlt an directen Staatssteuern im Ganzen 280 Thlr. 8 Sgr. 3 Pfg., darunter an Grund= und Gebäudesteuer Thlr. 8 Sgr. 3 Pfg. An Communal=Kirchen= und Thlr. 14 Sgr. 7 Pfg. oder 147 Prozent der directen Die der Gemeinde zur Beschafung dieser Kirchenbaukosten von dem Herrn Ober=Präsidenten bewilligte Hauscollecte wird den evangelischen Eingesessenen der Provinz recht dringend empfohlen. Unna, 23. Juli. Nach sechswöchentlichen gugnggeser der an 9). Mig d. 3. un des Berzgzagen a mordet hat, näher 20. März in unmittelbarer Nähe der von hier nach Langschede führenden Chaussee, kaum eine halbe Stunde von Unna, Vormittags 10 Uhr, um eine Zeit, wo die Chaussee von Fußgängern, Fuhrwerken, Equipagen und Posten nure frequentirt war. Die unausgesetzte Thätigkeit der und polizeioehörden hat es dahin gebracht, der Spur des Verbrechers so nahe zu kommen, daß die Ergreifung vinnen 2 Anna 27. Juli. Der landwirthschaftliche Verein des Kreises Hamm wird am 22. Sept. c. sein diesjähriges Thierschaufest, verbunden mit Ausstellung landwirthschaftliche: Geräthe und Produkte zu Bönen feiern. Im kunftigen Jahre dagegen soll das Fest in Verbindung mit der GeneralVersammlung des landwirthschaftlichen Provinzial=Vereine und der Landes=Culturgesellschaft des Regierungsbezirks Arnsberg in Hamm gefeiert werden. Bochum, 27. Juli. Nachdem der größte Theil(circe 70—80 Stück) der in unserer Stadt gehaltenen Kühe und circa 15—25 Schweine die Maul= und Klauenseuche überstanden, tritt die Krankheit jetzt auch in einigen benachbarten Gemeinden auf. Sie behält indeß fast überall ihren gutartigen Verlauf bei und hat außer dem Nachtheile, der durch die Abmagerung der Thiere und die mehr oder weniger große Beschränkung der Milchabsonderung bewirkt wird, noch keine * Soest, 29. Juli. Am 7. und 8. Auanst a. Hgde hierselbst das 5. Turufest des Hellweg=Märkischen Sau= Gerbandes, bestehend aus den Vereinen Aplerbec,1uu,„e Berghofen, Erwitte, Hamm, Hörde, Livpstadt, Unau, Werl und Soest, statt. Das Fest wird voraussichtlich ein sehr glänzendes werden. Westfalen und Rbeinland. Dortmund. Die Manöver der 15. Division werden in der Zeit vom 2. bis 11. September zwischen hier, Unna ie Gemeing, Jahre 1847 gegründete evangelische Diaspora=Gemernv#, weilche jetzt e. 430 Seien Joht, wjigheg Wachathum recknen dustriellen Verhältnissen auf ein rasches Wachsthum trunen darf, besitzt noch immer kein Gotteshaus, sondern muß sich kümmerlich mit einem in der Pfarrwohnung befinvlichen Betsaal behelfen, der höchstens 100 Personen fassen kann. Dabei hat dieser Raum nu: die Höhe eines gewöhnlichen Zimter's, und ist es daher bei vollständiger Füllung veffeden, namentlich bei großer Hitze, kaum möglich, in demselben auszudauern. Der Bau der Kirche ist längst ein dringendes Bedürfniß. Die Vorbereitungen zu demselben sind schon getroffen, und ist der bereits angefertigte Bauplan dem Könige zur Erwirkung eines in Aussicht gestellten Allerhöchsten Gnadengeschenks vorgelegt worden. Aber selbst nach Gewährung dieser Gnadenbeihülfe wird die Gemeinde zu den Kosten, die sich trotz der einfachen Ausführung des Baues doch auf c. 16000 Thlr. belaufen, noch die erhebliche Summe von c. 6120 Thlr. aufzubringen haben. Durch freiwillige Gaben der Gemeinde=Mitglieder, sowie durch di von verschiedenen Seiten, namentlich den Gustav=Adolf's des werden. Haus= und Aus Westfalen. In Folge der in den Tagen vom 29. April bis 1. Mai d. J. stattgefundenen Nachtfröste sind die Hoffnungen auf eine frühzeitige und reichliche Ernte auf eine ausreichende Mittelernte herabgesunken. Wenn daher eine entsprechende Preissteigerung in den Cerealien hervorgetreten, so müßte dies um so erklärlicher erscheinen, als das an den Bezugsquellen hiesiger Gegend überhaupt noch vorhandene Verkaufsquantum sich, je näher man deg erwarteten frühen Ernte entgegenzusehen mehr zu Ende neigte und nunmehr erst auf größerer Ferne Bedacht genommen werden müßte. Beispielsweise ist der Rozgen pro Schefel Leist.„ T 7½ gegenwärtig durchschnittlich auf 1 Thic. 20 1 Thlr. 25 Sar. im Preise gestiegen. In den Kreisen Lübbecke, Halle, Wiedenbrück und Paderborn hat auf vorherr schend leichterem Boden die Kälte dem Roggen und Hafer sowie der Gerste und dem Flachs erheblich geschadet und wird die erwartete Ernte voraussichtlich ½ geringer ausfallen. Einige große Flächen haben ganz abgenommen und, wo es angänglich, mit anderen Fruchtarten bestellt werden müssen. Dagegen stellt sich der Nachtheil auf schwererem Boden und solchem, welcher sich in gutem Dünger=Zustande befunden, erheblich geringer heraus, indem hier, bei besserem Untergrunde, die Widerstandskraft der Pflanzen und Saaten ein erfolgreicher gewesen. Die Klee= und Huuecnte lieferte im Allgemeinen ein nur sehr mittelmäßigniß; auch Raps= und Rübsaamen haben kaum die Hälfte des des gewöhnlichen Ertrags gewährt. In den zum Halle gehörenden Gemeinden Heffelteich, Peckeloh und Beck: horst beläuft sich der durch Nachfröste verursach. ebade an Getreide, namentlich Roggen, auf 60000 Thlr. In den Gemeinden Steckenbroek und Hoevelhof, des Kreises Paderborn, ist der Roggen so total erfroren, daß kaum die Einsaat geerntet wird. Auch haben durch die Nachtfröst: die Obstblüthen sehr gelitten, nur wenige geschütztere Gegenden des hiesigen Bezirks werden sich eines mäßigeren Obstertrages zu erfreuen haben. Was vom Frost verschont geblieben, ist später in mehreren Gegenden von den Raupen vernichtet worden. In den Eichenwaldungen, insbesondere denen des Kreises Paderborn, zeigte sich frühzeitig die Prozessionsraupe, jedoch ohn: erhebliche Ausbreitung, was anscheinend dem Umstande beizumessen, daß jenes schädliche Insect sich bei der später eingetretenen Kält; nicht entwickeln konnte. Es sind Anordnungen getroffen, um auf Vertilgung der Puppen hinzuwirken. Der weiteren Verbreitung des Getreidekäfers ist durch rechtzeitiges Aufwerfen von Gräbern an den gefährdeten Grundflächen, durch Anwendung von Säuren, Petroleum u. s. w. Einhalt geschehen und dadurch die Gefahr auf möglichst geringen Landstrichen beschränkt geblieben. Zur Geflügelzucht. Sorgfältige Geflügelzüchter haben gefunden, daß das junge Thier in dem Augenblicke, wenn es aus dem Ei schlüpft, zwei Drittel vom Gewichte des Eies wiegt. Will man nun also das junge Geflügelvieh recht groß und stark haben, so muß man Sorge tragen, daß nur die schwernen Eier ausgebrütet werden. 10 Hühnereier gehen durchschnittlich auf ein Pfund, sie sind aber oft winig mehr als 2 Loth schwer, wiegen aber auch 4, ja 4½ Loth. Je nachdem man nun kleine oder große Eier zum Ausbrüten wählt, können die auskriechenden jungen Hühner 2 oder 3 Loth schwer sein. Bei einer größeren Aufzucht macht das einen bedeutenden Unterschied, und sollte man deshalb diesem Punkte recht groß: Aufmerksamkeit zuwenden. Aus Koln schreibt man:„D.e Heu=Ernte ist nur mittelmäßig ausgefallen. Die Heupreise werden ohne Zweifel noch mehr in die Höhe gehen und den Standpunkt von 1857 erreichen, denn die Aussichten auf den zweiten Schnitt sind fast gleich Null, und dieser Mangel erstreckt sich auch über das ganze südliche und südwestliche Deutschland. Trotzdem man es mittelst der Heupressen jetzt mehr als früher in der Hand hat, Ueberfluß und Mangel in diesem Artikel auszugleichen, wird uns das dies mal wenig nützen, weil überall ja nur der nöthigste Bedarf gewonnen wird.— Ueber den Ausfall der Roggen Erndte hört man sehr verschiedene Urtheile, im Ganzen mehr ungünstige als günstige. Von einzelnen Feldern sagt man, daß die Stoppelseite der Garben schwerer sei, als die Aehrenseite. Ueber die Quantität des Ertrages wird durchgehend geklagt. Lotterie. Berlin, 27. Juli. Die Ziehung der 2. Klasse 110. Kgl. Klassen=Lotterie wird am 3. August d. J., Morgens 7 Uhr, im Ziehungssaale des Lotteriegebäudes ihren Anfang P865. (Eingesandt.) Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren S. Steindecker& Comp. in Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um StaatsLoose zu einer so reichlich mit Haupt=Gewinnmn ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient um so mehr das volle Vertrauen, indem die besten zgacantieen geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein sters streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Bekanntmachung. Das Weißen der Schulen soll am Samstag den 31. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, auf dem hiesigen Magistrats=Büreau öffentlich dem Mindestfordernden verdungen!. werden. Schwerte, den 30. Juli 1869. Der Burgermeister. Gras=Verkauf. 1 Sgr. Am Donnerstag den 5. Auguste. Nachmittags 3 Uhr, werde ich den diesjährigen Graswuchs sin meiner Hoseswiese, circa 15 Morgen, nummerweise meistbietend verkaufen. Am Pelzinge bei Rheinen, den 26. Juli 1869. Friedrich Bekanntmachung. Das Verzeichniß der zu Geschworenen befähigten Personen des Amts Westhofen pro 1870, liegt 5 Tage lang auf hie sigem Amtsbüreau zur Einsicht offen, und sind Einwendungen dagegen binnen obiger Frist schriftlich oder zu Protokoll hier anzumelden. Westhofen, den 28. Juli 1869. Der Amtmann. Portlant-Cement faßweise und en detail empfiehlt Schwerte. Kannewischer, Bauunternehmer. Fee Terkauf. Wegen Aufgabe der Oeconomie sollen am Dienstag den 3. August, auf den Ländereien des Guts Ruhr, 15 Morgen Hafer und 6 Morgen Gerste gegen Credit verkauft werden. Zusammenkunft an der Mühle bei Ruhr, Nachmittags 4 Uhr. Schwerte, den 26. Juli 1869. Lennings. Kölner pferde-Lotterie Loose à 1 Thlr. vorräthig bei C. Braus in Schwerte. Auswärtige erhalten gegen Posteinzahlung von 1 Thlr. 1 Sgr. ein Loos franco 27chict. K 1 Sgr.! ie Ersparniß bei Wasche aller AIT, durch Benutzung des all. in ächten„American Patentwashing Crrstal“ vorräthig in Duisburg bei F. Adolph Richter, Heerstraße; in Schwerte bei C. Saatmann; in Westhofen bei F. Bierhoff; in Hörde bei A. de Witt; in Unna bei Fr. Foltz, Fr. W. Rubens. G.B. Kautsch. 8000, 41,000, 60= bis 80,000,(letztere auch in Posten von—Zocrarung in der Buchhandlung 10,000 Thlr. und zu 5% Zinsen), Braus in Schwerte: von Carl 100,000 Thlr. und mehr auf Amortisation und nur auf Grundbesitz sofort zu verleihen durch Müller in Nott ln. Verkaufs-Anzeige. Am Mittwoch den 4. August c. Morgens 11 Uhr, wird Herr Ed. Theisen hierselbst, sein auf der Ostenhaide, Flur II., Nr. 113 der Katastralgemeinde Schwerte belegenes Ackerland, 3 M. 36 R. 70 F. groß. bei dem Wirth Selve hier zum Verkauf aussetzen. Schwerte, 27. Juli 1869. Lennings. Nur 6 Sgr. Die Jobsiade. Ein komisches Heldengedicht in drei Theilen von D. C. A. Cortüm. Für Zeitungsleser! Gedrängtes, aber vollständiges Flurhüter Witte hat kürzlich, Fremdwörterbuch mehrere Bunde Bohnenstangen auf ihrer Verdeutichung aler in5 Wanderung nach dem Suden in hiesigersSchrifts und Ungangssprache, in den ZeitunFeldmark ohne Legitimations=Papiere bezigen, sowie in den verschiedensten bürgerlichen troffen und abgefangen.— rage.. Golz=Verkauf! Durch den Ankauf der großen Brücke über das Emscher=Thal in der Nähe der Zeche„Am Schwaben“ bin ich der Lage eine große Parthie Eichen Tannen Bauhölzer in verschiedenen Dimensionen billig abgeben zu können. Nähere Auskunft ertheilt auch Zimmermeister Schmidt, welcher beim Abbruche der Brücke beschäftigt ist. Hörde, den 29. Juli 1869. Joh. udam, Platzmeister a. d. Hörder=Eisenwerk. Wer die Zahl der Bohnenstangen genau angiebt, die im Monat Juni d. J. ohne Erl zubniß den Kämmereiwald verlassen haben und nach anderen Windrichtungen ausgewandert sind, erhält näch sten Ostern einen großen Haufen „1866ziger Unterholz= Auslese.“ in und der und geschäftlichen Verhältnissen vorkommenden fremden Wörter und Redensarten. Von p. F. L. Hoffmann. Zwölfte, neu bearbeitete, tausendfältig verbesserte und bis auf mehr als 24,000 Wörter vermehrte Auflage. Preis 12 Sgr. 195 Servi Tutti. Arfindige Frucht- u. Mehlsäcke stets vorräthig bei L. Weinberg. Ein Maschen gesucht, welches das Putzgeschäft erlerneu will. Näheres in der Expedition dieses Blattes. SSACESEGEEEBGGEBEBESEGE Am 1. August er. beginnt ein In neues Abonnement für die Monate## August und September auf die su billigste Zeitung Europas„Die n Post“ mit der Sonntags=Beilage In die illustr. Frauen Zeitung„Das Haus“; dasselbe kostet 1 Thlr. 5 Sgr., welcher Betrag mit ge s1 nauer Angabe der Adresse an die„ Unterzeichnete durch Postanweisung in einzusenden ist.(5 Berlin, im Juli 1869. s5 „Die Expedition der Post.“ 1 Original=Staats=Prämien=Loose sind überau zu kaufen und zu spielen erlaubt! Man biete dem Glücke die Hand! Schon am 4. August 1869 beginnen die Ziehungen der großen von der hohen Regierung genehmigten und garantirten Geld-verloosung, und endigen am 13. September 1869. 12,300 Gewinne und Prämie und Freiloose im Betrage von Zwei Millionen 433,160 M. Ert. müssen hierbei gewonnen werden. Den größten Haupttreffer bildet eine der nachstehenden Summen. M. 250,000, 200,000, 180,000, 170.000, 165,000, 162,000, 160,000, 158,000, 156,000, 155,000, 153,000, 152.000.— Die nähere Eintheilung der Gewinne ist wie folgt: Zichung vom 4. August— Tausend Gewinne mit Haupttreffer von M. 25000, 6000, 3000, 1500, 1200, 100o 2c. Ziehungen vom 25. August bis 13. September 1869. Elf Tausend drei Hundert Gewinne und 1 Prämie, und zwar: 1 Prämie 150,000, 1 Gewinn 190 000, 50,000, 30,000, 20,000; 15,000, 12,000, 2 à 10,000, 2 à 800o, 2 à 6000, 4 à 5000, 10 à 2000, 100 à 2000, 150 à 1000, 200 à 500, 221 à 200, 10600 à 1lo. Es werden nur Gewinne gezogen. Für sämmtliche obige Ziehungen und zur Betheiligung an allen zur Verloosung kommenden Gewinnen kostet ein Original=Staats=Prämien=Antheil=Loos nur Thlr. 5— und verschicken wir solche auch einzeln selbst nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen gegen Einsendung des betreffenden Betrages oder pr. Nachnahme. Wir bitten, obige Loose nicht mit verbotenen Promessen zu vergleichen, sondern Jedermann erhält von uns die Original=Staats=Loose selbst in Händen. Nach der Ziebung senden wir jegem unserer Interessenten unaufgefordert amtliche Liste und Gewinne werden pünktlich unter Staatsgarantie ausbezahlt. Unser Haupt=Debit ist stets vom Glücke begünstigt, wir hatten wiederum unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen bei den letzten Hauptziehungen den größten Preis von 127,000 M. unsern Interessenten in hiesiger Gegend ausbezahlt. Wir führen alle Aufträge sofort mit der größten Sorgfalt aus, legen die erforderlichen Plune bei und ertheilen jegliche Auskunft gratis. Man beliebe sich daher vertrauensvoll baldigst direct zu wenden an S. Sttindecker& Comp., Bank= und Wechsel=Geschäft in Hamburg. Po-e trr.. vorräthig bei Carl Braus. Fliegenpapier empfiehlt billigst Carl Braus. Verkaufs=Anzeige. Am Montag den 2. August, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf dem Hause Ruhr verziehungshalber 3 milchgebende Kühe, 5 Rinder, 4 Kälber, 6 Schweine, 1 Eber, 2 Erdkarren, 6 Eggen, 2 Pflüge, 2 Walzen, 1 Dreschmaschine, 1 Beutelkasten, 2 Wannemühlen, 1 Buttermaschine, Nutz= und Brandholz, verschiedene Möbeln und Hausgeräthe, sowie 1 viersitziger Kutschwagen gegen Credit verkauft werden. Schwerte, den 26. Juli 1869. Leunings. Die Musikalien-Handlung von Carl Braus in Schwerte empfiehlt eine eben eingetroffene Sendung vorzüglicher Musikalien, als: Klavier=Unterrichts=Briefe von Aloys Hennes. Ouverturen zu vier Händen à 5 Sgr. „„ zwei„ à 2½„ Volkslieder, je 2 Lieder 5„ Sinfonien von Heydn zu vier Händen. „„ Bethoven 2c. 26. Hullikonsbesehl. Bau einer ev. Kirche zu Böhle bei Hagen. Die zu obigem Zwecke von dem Herrn Oberpräsidenten der Provim bewilligte Hauscollecte wird in der nächsten Zeit abgehalten werden und erlauben wir uns dieselbe den evangelischen Eingesessenen des benachbarten Kreises mund auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Böhle, den 27. Juli 1869. Das Presbyterium: Crone. Das Bataillon tritt Sonntag den 1. August e., Nachmittags Uhr, nach beendigtem Gottesdienst zum Abmarsch nach dem Exercierplatze vor dem Rathhause an. Die Herren Offiziere mit Degen ohne Schärpe. Die Mannschaften mit Waffen und Landwehr=Mützen. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Schwerte, den 29. Juli 1869. Der Commandeur des Landwehr= und Bürger=Festes. Schwerte. Drathstiften und Schuhnägel in allen Größen, sowie eine Parthie Plisterschienen empfiehlt L. Weinberg. Fahnen! Fahnen! Fahnen! in allen Sorten auf Lager(sowie auch die nothwendigen Stoffe für Fahnen und Flaggen) vorräthig!! Auch wird jede Fahne und Flagge nach Wunsch in unserer Fabrik schön und billig, dauerhaft(Wind und Wetter ausgesetzt haltbar) angefertigt. Preisverzeichnisse, 1 Sgr. per Stück, sind zu haben in der Exped. d. Bl. Vonner Fahnenfabrik(J. Mever) in Bonn a. Rh. für ein Pferd sind wieder vorräthig. Unna. Röchling& Rentrop. #c 8 Circus Jean Weitzmann-# auf der Markt=Straße in Schwerte. Sonntag den 1. August: Acrobatische Vorstellung, bestehend in Tänze auf dem gespannten Seile, mit und ohne Balancirstange, La Corde Vollige(Schwungseil) und dem hohen Thurmseile. Anfang 5 Uhr. Preis zum Sitzen 5 Sgr. Da zu dieser Vorstellung kein geschlossener Raum gewählt werden kann, so werden außerhalb der Barrière Karten à 1 Sgr. ausgegeben. bei Münster wird am 20. October eröffnet. Außer dem Unterzeichneten werden ordentliche und 3 Hülfslehrer unterrichten. Praktische und wissenschaftliche Lehrmittel reichlich vorhanden. Auf Vorbereitung zum Freiwilligen=Examen wird Rücksicht genommen. Schulgeld für die Vorschule 7½, für die Ackerbauschule 12½ Thlr., Kostgeld 44—54 Thlr. halbjährlich. Anmeldungen wolle man bei Herrn Bürgermeister Wormstall in Lüdinghausen oder dem Unterzeichneten machen. Director Themann. Concert& Gall. Am Sonntag den 1. August sfindet bei mir Concert u. Ball statt, wozu ergebenst einladet Geisecke, den 26. Juli 1869. D. Schulte gent. Nölle. 3 24 2 Soeben wieder frisch eingetroffen: Poudre Ferrc, Selterwasserpulver. Vermittelst dieses Pulvers, eine eben so angenehme als nützliche Erfindung der neuesten Zeit stelt man binnen 10 Minuten Selterwasser, mousirende Limonade und Champagner her. Das damit erzeugte Selterwasser steht in keiner Hinsicht, weder im Geschmack noch in seinen diätetischen Wirkungen, dem gewöhnlichen Selterwasser nach; die Zubereitungsweise ist so einfach und ökonomisch, daß durch diese und die vorerwähnten Eigenschaften das Poudre Fövre überall allgemeinen Anklang gefunden hat und von den berühmtesten Aerzten an telle des gewöhnlichen Selterwassers verordnet wird. Der Preis eines Packets für 20 Flaschen berechnet, ist 15 Silbergroschen wonach sich der Preis für den Consumenten auf 3/4 Sgr. pro Flasche stellt. Zu haben bei Carl Braus in Schwerte. Schwerter Diesjährigen schönen InearnatLandwehr- und Bürgerfest. Die am Feste theilnehmenden Mitglieder könnnen ihre Eintrittskarten zum Preise von 15 Sgr. von Sonntag den 1. k. Mts ab, bei dem Vereins=Rendanten Herrn Wirth Heetmann hierselbst in Empfang nehmen. Schwerte, den 29. Juli 1•69. Der Vorstand des Landwehr=Vereins. Kleesaamen, der in die Stoppeln gesäet wird, bei Ludw. Beckhavs. 23 Juli. Marktpreise zu Schwerte am.. Juul. F Am Sonntag den 1. August curr., findet beim Gastwirth Klöting in Holzen ein Du.„„ Feurn K... statt, wozu ergebenst einladen Die Junggesellen. Neueste vom 15. Juli 1869, à 2½ Sgr., vorräthig in der Buchhandlung von Carl Braus. Die geehrten Bürger von Schwerte werden höflichst ersucht, am bevorstehenden Landwehr= u. Bü die Straßen zu schmücken. Schwerter Landwehr- und Burger Peer ∆ 05 □ 5 — Das diesjährige Landwehr= und Bürger=Fest wird am 7. und 8. August Morgens 5 Uhr: 6 Uhr: mm: Reveille. 6 uhr:.... Generalmarsch und Kanonendonner. Antreten der drei Compagnieen bei den betreffenden Hauptleuten, Aufstellung des ganzen Korps auf dem Marktplatze. : 7 Uhr: Abholen der Fahnen, demnächst große Parade.= durch die Stadt zum Schwerter Walde. Scheiben= und Wund Nür 8 Harmonie=Müfel. 6 Uhr Abends: Rückzug zur Stadt. Beginn des FEST-BALLES in dem vor dem Brückenthore der Stadt erbauten Zelte. Sonntag den 8. August, Morgens 11 Uhr, auf dem Marktplatze: Parole=Ausgabe; Nachmittags nach beendigtem Gottesdienste: Generalmarsch. Aufstellung des Korps auf dem Marktplatze, Abholen der Fahnen und Zug durch die Stadt. Grosses Concert. Polonaise und Fest-Ball. Freitag den 6. August, Abends 9 Uhr: #####ndigung des Festes durch Kanonendonner. Großer Zapfenstreich durch die Gesanr Straßen der Stadt. Entrec auf dem Schützenplatz im Schwerter Walde 2½ Sgr. Entree zum Concert und Ball pro Tag 15 Sgr., für beide Tage zusammen, incl. Harmonie im Schwerter e S Walde, 25 Sgr. Das Fest-Comité. S