iger, Bestellung zu nid desfallsige atl. lien. Concept, weiße glacirte, facongantesten PresNr. 52. Mittwoch den 30. Juni 1869. 8. Jahrgang. und Sd Schailen, Abennements. Vierteljährlich 12 Cgr. Insertiens=Gebühr: Die Zeile oder deren Raum 1 Sgr. und Anzeiger für Westhofen, Ergste und Hennen. Erscheint: Mittwochs und Redaction, Druck und Verlag ven Carl Braus in Schwerte. Frankreich. von 1 Sgr. an 2c. 2c. hwerte rderniß menschbeit 2 14 ist jeden## falls ein geonservirung und verden alle mögi, keines davon wie das von den rtesten zten kas nte American er(Preis 5 Sgr.!) 1e ReiZähne, z derselben anzuden üblen D U Geruch aus ertäubt ihn nicht, verdient mit Recht ver bezeichget e. Prräthig in Duislph Richter, kulius Schlüülheim bei Carl ttwig bei J. W. prt bei H. W. laarn bei Joh. ausen bei Carl dern bei Carl in Schwerte bei in Westhofen bei illen Städten durch für Europa in Duisburg ert#=Einladung. steht fest. Da man in Paris wie in Wien die Avonnements=c### Möglichteit eines entscheidenden Sieges Preußens gar] Paris, 27. Juni. Der Kaiser besuchte heute Zu dem am 1. Juli beginnenden 3. Lougrigt“e= nicht in Rechnung ziehen zu dürfen glaubte, so enthält die landwirthschaftliche Ausstellung in Beauvais, we Wochenblattes, die Thatsache, daß ein Vertrag wie der obenbezeichnete ihm von den Einwohnern und etwa hunderttausend Souettt# über die Theilung der Beute abgeschlosen war, die Frenden, die sch dort eingefunden hatten, ein lebhefwelches wöchentlich Mittwochs und Samstags erscenn;, durchschlagende Erklärung für die Haltung Frankreichs ter Empfang zu Theil wurde. Der Kaiser dankte laden wir hierdurch zu rect schtreichen bonnemen: biz zum Beginne des Krieges sowohl wie für die dem Maire und sagte, der heutige Empsang erinnere eraebenst ein. Bestelungeg wole van bei der vu Nouher im Corps legislatio eingestan=(ihn an densenizen vor zwanig Jahren. Er sorach ergebenst ein. Bestelhupgg, gole von dbes der A— von Herrn Ruuger im Corps legslativ eingestan= ihn an densenizen vor zwanjig Jahren. Er sprach nächt gelegenen Pokanstatt, dei den Heruupringern, denen patriotischen Betlemmmungen, welche sich beim seine Sympathien für den Ackerbau aus, dessen weioder in der Erpediton gest., wachen. Der Wbonye, Eintreffen der Nachricht von der Schlacht bei König= tere Entwickelung er hoffe, und schloß dann mit den mentspreis beträgt mit dem Samstags erscheinenden gräg der Tulerien bemächigt hatten. Die Ent Worten:„Habt Vertrauen; die„Ruhe“ wird niche Erzähler“ 12 Sor., burch die Bost besosen Hlößung der Rheingrenze seitens der preußischen Re=s ernsflich gesiört werden. 15 Sar. vertezsächtich.— Die A=2a=11ou., zerung erlärt sch zur Genige aus der woht zwei.— Kaser Napolon ist mit seinen Sohne in das Eine der dunkelsten Punkte des fellosen Kenntniß des Grafen Bismarck von der Lage Lager von Chalons gereist. Jeärger ihm die Pariser Jahres 1866„ der Dinge zwischen Wien und Paris, welche jede mitspielen, desto sicherer treiben sie ihn in die Arme ist das Verhalten Napoleons Preußen und Oester Gefahr eines Angriffs von Seiten Frankreichs aus= der Soldaten. Auf die Länge würde das Spiel begegenüber. Frankreich hielt sich beim Ausbruche schloß, da Kaiser Napoleon, im Vertrauen auf die denklich werden; denn das Heer, die letzte Zuflucht, des Krieges so sehr zurück, das Preußen seine Rhein Versprechungen Oesterreichs, der Rheingrenze auch ohne würde endlich für seine Schützerdienste Ruhm verlanfast ganz von Truppen entblößen konnte., jede Betheiligung am Kriege sicher zu sein glaubte.“ gen, das heißt Krieg. Man sagte, Bismarck habe Napoleon in Biarritz Zu.— Jeder Schritt, den Napoleon thut, jedes Wort, erungen an Land und Leuten gemacht, als aber Deutschland. das von seinen Lippen kommt, wird politisch gedeuder Krieg vorrüber war, hat Preußen weder einen Berlin. Am 25. Juni früh verschied in Charlotten= tet. Im Heerlager von Chalons hielt er am JahFußbreit Landes, noch einen Kopf an Frankreich ab= burg der kgl. Botschafter am kaiserl. französischen restage der Schlacht von Solferino(24. Juni 18. getreten. Jene Annahme ist dadurch widerlegt. Ein Hofe, Graf von der Goltz, im 52. Lebensjahre. eine Anrede an die Soldaten. Es ist natürlich, daß interessanter Brief der Magdeburger Ztg. erklärt die!— Ueber Geschenken zwischen Braut=(man zu Soldaten soldatisch sprechen wird, aber doch Haltung Napoleons aus der falschen Berechnung des leuten hat sich kürzlich das Kammergericht dahin ein bischen stark, daß ein so gescheidter Mann wie Kaisers. Der Brief sagt u. a. ausgesprochen, daß nach§ 91 Theil 2 Theil 1 des Napoleon sagen konnte:„Die Geschichte unserer(der „Zunächstkwar man in den Tuilerien über den Allgmeinen Landrechts unförmliche Ehegelöbnisse, französischen) Kriege ist die Geschichte des Fortschritts Umfang und die Bedeutung der Preußischen Rüstun= das heißt solche, welche nicht gerichtlich notariell ge= und der Civilisation.“ Das erinnert stark an seinen nd Streitkräfte herzlich schlecht unterrichtet. Die schlossen worden, nur für bloße Unterhandlungen zu früheren Ausspruch: Die Größe einer Nation ist nach ihl ihrer Soldaten zu beurtheilen. mächtigten in Berlin, des Grafen de Clermont=Ton= bungszeit bei nicht förmlich stattgehabter Verlobung— Rochefort ist wegen Theilhaberschaft an der nerre, sind, wie der Verlauf des Krieges gezeigt, gegebenen Geschenke ist gesetzlich nicht als stillschwei= Einführung der„Lanterne" zu 3 Jahren Einschließung, durchaus ungenügend gewesen. Der Ausgang des gende Bedingung beim Geben der Geschenke für den 10,000 Frcs. Geldstrafe und Verlust der bürgerlichen Französisch=Italienisch=Oesterreichischen Krieges hatte Fall der Auflösung des Verhältnisses zu betrachten bei den französischen Staatsmännern und Generalen Dergleichen Geschenke sind daher nur innerhalb sechseine hohe Meinung von der Oesterreichischen Armee monatlicher Frist widerruflich. hinterlassen. Daß Preußen unterliegen müsse, glaubte— Vor dem Staatsgerichtshofe hat in der verman in Paris um so mehr, als Oesterreich, wie un= gangener Woche ein Hochverrathsproceß gegen 11 er Gemährinam verschert, bereis vor den Krige Hamnoveranerstatgefunden, weiche wezen fagtselnd= teigrlsiche Glotengelaute in Schlof Bindser. In den in die Abtretung Veneiens gewiligt hate(gegen licher Untriebe(in Verbindug mit den Hietziuger Hietze, wurde in besonderm Geber dieses Ceiguißser die Erwerbung Schlesiens.) Wir wissen aus den Welfen) unter Anklage gestellt sind. Gewiß stimmt Kl. Lamarmora'schen Enthüllungen, daß der Kaiser Na= das Wort„Hochverrath“ sehr ernst, aber diese An= gedacht. poleon die Betheiligung Italiens am Kriege nur un geklagten, meist aus Handwerksgesellen bestehend, Rußland. elassen hatte, daß Italien bloß sahen nicht danach aus, als ob sie sich mit staatsge: In dem durch die russischen Barbareien schon fährlicher Politik beschäftigt hätten, sie schienen viel= fast ganz zu Grunde gerichteten Littauen haben mehr beklagenswerthe Opfer der Verführung von die Landgüter, weil sie nur von Russen erworben Hietzing aus zu sein, was sich auch im Laufe der werden dürfen, fast gar keinen Werth mehr. BeVerhandlungen, die übrigens vom Publikum gar sitzungen, die in Deutschland leicht mit hunderttaunicht besucht waren, zum Theil heraussiellte. Frei= send Thalern bezah't werden würden, finden dort lich konnten Thatsachen nicht weggeleugnet werden, 1.———4 a. fert; wer und so wurden denn am Freitag sämmtliche Angeklagte unter Annahme mildernder Umstände für schuldig befunden und drei von ihnen, gegen welche der Staatsanwalt, weil sie zum Eintritt in die hannoversche Legion verleitet hatten, zweijährige Zuchthausstrafe beantragt hatte, zu 15monatlicher, die übrigen unbekannt. zu einjähriger Einschließung verurtheilt. Oesterreich.] Die Einweihung des Suezkanals findet am 17. — Die vor zwei Jahren aus dem Zeughause November statt. Die Handels= und Staatsschiffe, von Wien spurlos verschwundenen Kanenen sind welche die Gäste bringen, sind von jedem Zoll befreit nun bis zu 200 Centnern ihres Gewichts bei einem und müssen spätestens am 16. November in PortGlockengießer aufgefunden worden. Der Mann konnte Said eintreffen. Sie werden am 17. den Canal von Waare vorweisen. Wer der Verkäufer war, wird vor Ismail weilen, wo der Vicekönig ein Fest geben — en orde, dov an denselben Tage in das woche Ner einzuschen. 10,000 Frcs. Geldstrafe Ehrenrechte verurtheilt worden. Großbritannien. Königin Victoria sitzt 32 Jahre auf dem Throne Englands. Am Sonntag— den 20. Juni war der Gedenktag und es verkündigte das das ter der Bedingung zugeluger hatte, daß Italien bloß einen Scheinkrieg führe. Man setzte also in Paris voraus, Oesterreich könne und werde seine ganze Kraft gegen Preußen entfalten und noch 250,000 Mann von der Südarmee aus Italien nach dem Norden dirigiren, und verhehlte sein Erstaunen nicht, als man sah, daß Oesterreich wahrscheinlich im Gefühle seiner Uebermacht über Preußen, die Südarmee am Mincio fest hielt. Beim Ausbruche des Krieges hatte man in Paris nur die einzige Besorgniß, daß Preußen zu rasch und zu vollständig geschlagen, daß es „ecrasirt“ würde, und war fest entschlossen, dieser untiebfumen Sventualität, deren Folge die unbedingte ohnende BeschäftiTrembleau. I. Beachtung. puliebsamen Eventualität, deren Abonnenten in Oberheerschaft Oesterreichs in Deutschland gewesen hierdurch gebeten, wäre, durch rechtzeitige Intervention zuvor zu kominer Quittung sei= men. Von dieser Besorgniß abgesehen, herrschte ie Zahlungen zu zwischen Wien und Paris ein vollständiges Einverständniß für den Fall, daß Preußen unterliege. Unwir wiederholl, ser Gewährsmann berichtet nämlich, ein zwischen ge Besorgung un Oesterreich und Frankreich vor dem Kriege abgeschlossofort zur Anzeige sener Vertrag habe Frankreich für den Fall des wir diesem zcitis Oesterr ichischen Sieges die Rheingrenze zugesichert; dem Wortlaute nach allerdings nur Compensationen, schwerter Wocheübl. daß damit aber das linke Rheinufer verstanden war, kaum noch Kaufer für zehntausend Rudel! Italien. Rom, 25. Juni. Der Papst hat ein Consistorium abgehalten. Er verkündigte Ernennungen zu Bischöfen. Der Text der päpstlichen Ansprache ist Westfalen und Rheinland. * Schwerte, 29. Juni. Gestern gelang es der hiesigen Polizei den Dieb, welcher in der Nacht vom 16. aus den 17. ds. Mts. beim Kaufmann Sternberg hierselbst eine Partie Waaren gestohlen, in der Person des Theodor Hoffmann aus Soest zu verhaften und dem Polizeibüreau daselbst zu überliefern. In derselben Nacht wurde auch dem Nachber eine Schiebkarre gestohlen, worauf die gestohlenen Sachen fortgeschafft worden. Einer Anzeige zufolge, daß sich nämlich in Holzwickede eine Schiebkarre herrenlos vorgefunden, begab sich derselbe sofort dorthin und erkannte dieselbe auch als die seinige. Gleichzeitig erfuhr man in Holzwickede, daß am 17. ds. zwei Ballen per Eilgut mit der Bahn von dort nach Soest befördert seien und fanden sich denn auch wirklich bei der Haussuchung einer mehrfach wegen Hehlerei schon bestraften Frau Sänn die gestohlenen Sachen vor, was denn auch die sofortige Verhaftung der Frau und Beschlagnahme der gestohlenen Sachen zur Folge hatte. * Ergste. Unser comm. Amtmann, Herr Neuhaus, ist am 23. d. M., Morgens 5½ Uhr, zu Hamm im Kreise seiner Angehörigen verschieden. Der Entschlafene war früher eine Reihe von Jahren auf dem landräthlichen Bureau zu Iserlohn beschäftigt und genoß stets den Ruf eines tüchtigen, pflichtgetreuen Beamten. In der Umgegend von Neuß am Rhein haben sich die wilden Kaninchen dermaßen vermehrt, daß jeder Garten= und Ackerbesitzer diese Thiere schießen darf, doch muß er die Beute gegen Schußgeld an e Jos bicher obhier„ e, Donban=Laterise hat bis jetzt ¾ Mill. Thaler aufgebracht, von welcher Summe noch 366,000 Thlr. disponibel sind. Im vorin en golgenden siad, 550080 Thr. ver allein noch zu vollenden sind, ver wendet. Im August wird man mit Dampstraft hoch Thürmen arbeiten. * Schwerte, 28. Juni. Obgleich der Regen noch immer anhalt und dobe,otggagnperatur,. und der Wind vorherrschend, ist, so lauten die Berichte über den Feldstand trotzdem nicht gerade ungünstig, indeß stimmen sie ausnahmslos in dem regen Wunsche nach baldiger Wiederkehr trockener Wärme überein.— Ein 7½ Fuß langer Roggenhalm aus der Schwerter Feldmark, der einem Korn hervorgegangenen, wurde uns als Seltenheit übergeben. Wettervorzeichen durch Wetter steht zu erwarten, wenn beim Regen Flcderminse Morzens krüh ud Phen i. hite,. Jeuszeische en, Roßkäfer Abends häufig boch über Selsen ,ue nagh aufsuchen und die Röpfe eiptzuhen, Schwalben nahe an Nauern vorübersTgugze, gaden, spät nihe Gewässer tauchen, wenn sich die 4uur.n. Aiet Abends vom Felde heimkehren und die Störche ihre„ungen im Neste bedecken, wenn die Kraniche und Geier bei schönen. Wetter schreien und das Haus=Federvieh sich im Staube wälzt. Wenn die Hunde Gras fressen und die Katzen allzulange mit der Pfote sich putzen, Haushähne zur ungewöhnlichen Zeit rufen und Regenwürmer in großer Anzahl aus der Erde kriechen, folgt bald anhaltender Regen. Vorübergehender Regen steht bevor, wenn die Laubfrösche rufen und dabei niedrig sitzen, ins Wasser gehen und untertauchen, Kröten hervorkriechen, Mäuse laut pfeisen, Maulwürfe hoch aufwerfen, Mücken im Schatten spielen, sehr hartnäckig Menschen und Thiere verfolgen, und wenn die Flöhe stechen. Regen folgt bald, wenn das Hornvieh die Schnauze leckt, Schweine das Futter zerstreuen, Schafe bei der Rückkehr vom Weidegange sich das Grasfressen nicht wehren lassen, ungern in den Stall hineingehen, und Blutegel in den Wassergefäßen auf der Oberfläche des Wassers sich halten. Häufiges Fliegen der Roßkäser am Morgen bringt am Mittag Regen; Gewitter entstehen binnen 24 Stunden, wenn die Schlammpeizker(Wetterfisch) unruhig wird und aus dem Wasser emporschnalzt, Blutegel aus dem Wasser wollen, convulsivisch sich bewegen und Bienen sich schon in der Früh nicht vom Bienenstocke entfernen, oder wenn sie Mittags schaarenweise heimkehren. Im letzteren Falle steht Sturm in Aussicht. Sturm steht in Bälde zu erwarten, wenn die Drosseln, Finken und Ziemer sehr unruhig flattern, die Fische springen und das Wasserhuhn untertaucht. Stürme legen sich bald, wenn der Eisvogel während des Sturmgebrauses zur See fliegt, Spatzen fröhlich schwirren, See= und Flußfische nahe an der Oberfläche schwimmen, Delphine während des Sturmes Wasser spritzen und Maulwürfe aus ihren Gängen hervorkommen. Aber auch anerkannte Thatsache ist es, daß die Thiere nicht allein 12 bis 24 Stunden zuvor die Witterungsveränderung verkünden, sondern daß sie sich für längere Zeitabschnitte ob der kommenden Witterung vorsehen und so für uns bei richtiger und aufmerksamer Beobachtung auch die Jahreszeiten nach ihrem Vorgefühl: voraus verkünden, ob kalt oder gelind, regnerisch oder trocken, warm oder heiß, Frühling, Sommer, Herbst und Winter werden. In dieser Hinsicht sind uns die Zug= oder Wandervögel vortreffliche Leiter. Viel Mäuse im Herbste und spät in den Winter hinein bockende Schafe lassen mit Wahrscheinlichkeit auf einen gelinden Winter schließen. Guten Grund, einen gelinden Winter zu erwarten, geben uns die Finken, wenn si: im December noch bei uns in unseren Gärten und Hainen weilen. Strenge und andauernde Kälte im Winter steht zu erwarten, wenn die Vögel im Herbste fett sind, wenn die Zugvögel, namentlich die Störche, Schwalben, Kraniche und Schnepfen, ungewöhnlich frühe fortziehen und die heimischen Waldvögel im October und November ihre Nahrung in der Nähe menschlicher Wohnungen suchen. Ein fast untrügliches Merkmal ist aber für einen sehr kalten Winter, wenn die nordischen Zugvögel an den Küsten der Nord= und Ostsee erscheinen und tief in das Land hinein ziehen, Moor=Elstern, Staare, Krametsvögel und Schneegänse früh schon erscheinen und Saatkrähen schon im Ober wandern. Ungewöhnlich hohe Ameisenhaufen im Sommer und hochaufgebaute Mäuseneste lassen einen kalten Winter erwarten, und wenn der Fuchs bei strenger Kälte bellt, wird die Kälte zunehmen. Hornisse und Wespen in großer Anzahl im October noch, prophezeien einen kalten Winter. Rauhe Frühjahre verkünden uns das frühe Erscheigen. kleineren Vögel in Schwärmen in der Nähe der Täuser, namentlich der Rothkehlchen und Meisen. Nasse Sommer stehen in Aussicht, wenn die Kiebitze und Wachtelkönige nicht in Niederungen, sondern auf Höhen bauon; wenn die Gi# schwalben auf den in den Strömen liegenden niedrigen Sandinseln bauen, ist ein trockener Sommer, dagegen wenn sie auf höher gelegenen Sandbänken oder steileren Ufern ihre Rester anlegen, sind Ueberschwemmungen zu befürchten. Die Verschworene. (Fortsetzung.) „Heilige Madonna!“, rief das unglückliche Mädchen, auf die Kniee geworfen, mit einer Stimme, in der ihre ganze Seele auszutönen schien.„Wenn es beschlossen ist, daß ich sterben soll, warum lässest Du mich so vielfachen Tod erleiden? Warum werde ich nicht mit einem Schlage vernichtet? Warum muß ich so lange kämpfen, so lange im Sterben liegen? Ach, wäre ich umgekommen in der kühlen Fluth! Mein Vater, bei dem sie mich auch schon verläumdet hatten, und der aus einem Verfolger mein Retter ward, würde sich getröstet, und Bartolomeo mich wohl bald hienieden vergessen haben. Und wenn wir uns dort wiedergesehen, hättest Du ihm gesagt, daß ich unschuldig, daß ich ihm treu geblieben Nun flucht er mir und ich muß mich als die Ursache seines Todes anklagen; denn hätte er mich nicht im Verdachte gehabt, würde er die Hand nicht gegen seinen Capitano erhobe: haben. Ach, wenn ich nur frei wäre, wie wollte ich den Grafen bitten doch noch Gnade für Bartolomeo auszuwirken! Aber ich bin ja selbst Gefangene, und wer darf hoffen, lebend aus diesem schrecklichen Kerker zu gehen? Ich will ja gerne sterben, heilige Madonna! nur schaffe in Bartolomeo die Gewißheit meiner Unschuld; bewege sein Herz, daß er wie früher an meine Liebe glaubt, und verleihe Trost meinem Vater. Heilige Madonna, ich bitte Dich, erhöre mein Flehen!“ Sie sank, niedergedrückt von der Wucht ihres Schmerzes mit der Stirn auf den Boden und blieb lautlos. Nur das heftige Zittern, welches ihre Glieder schüttelte, verrieth, daß noch Leben in ihr sei. Sie wußte nicht, wie lange sie so gelegen, als die Thüre der Bleikammer sich abermals aufthat. Es war schon wieder der Sbirre, der mit seiner stum pfen, unbarmherzigen Stimme sagte: „Stehet auf und folget mir.“ Bevor sie gingen, verband er ihr die Augen, und dann führte er sie so viele Treppen auf ud ab, durch lange, gewundene Gänge, bis endlich die Binde fiel. Delfina befand sich in einem dunkel von der Decke bis zum Boden ausgeschlagenen Gemache; an einer langen schwarzen Tafel saßen zehn einförmig in die selbe Farbe gekleidete Männer, unter ihnen der Inquisitor, der das Mädchen gestern verhört hatte. Delfina stand vor dem versammelten Rathe der Zehn. Die Männer saßen in der mystischen Beleuchtung wie schwarze Gespenster da. „Tretet näher,“ sprach der Inquisitor.„Es ergeht zum letzten Male an Euch die Frage, ob Ihr gutwillig gestehen wollt, was jene Mäuner besprochen haben in der verdächtigen Höhle am Ufer des Meeres, wo Ihr angetroffen wurdet.“ „Ich kann nichts gestehen, Signor, weil ich nichts weiß.“ Und was wolltet Ihr an dem Orte, wo man Euch aufgrisi„ Ge Ich wollte meinen Verlovten Baribiomeo erwarten, der mich dahin bestellt hatte, um eine Gondelfahrt mit mir zu machen. „Könnt Ihr das beweisen? „Bartolomeo wird es bezeugen. „Wenn dem so ist, werdet Ihr frei sein. Eine freudige Bewegung durchfuhr Delfina bei diesen Worten, die ihr das Leben wieder gaben. Sie bemerkte nicht die falschen Blicke, welche der Inquisitor mit den andern Mitgliedern des Rathes der Zehn wechselte. Auf den Klang der Glocke ward Bartolomeo von dem Sbirren hereingeführt. Kennt Ihr dieses Mädchen?“ fragte ihn der Inquisitor, auf Delfina deutend. Bartolomeo!“ rief Delfina inbrunstig den Geliebten an. till!“ herrschte ihr der Inquisitor zu.„Ihr werdet nur sprechen, wenn man Euch fragt...“ Und an den düster blickenden Gefangenen gerichtet, fügte er hinzu:„Sagt die Wahrheit, denn Leben und Tod dieses Mädchens hangen davon ab.“ Da blitzte es wild in den Augen Bartolomeos auf, und mit dem Ausdrucke erbitterten, unversöhnlichen Grolles murrte er: „Ich kenne das Mädchen nicht.“ Delfina stand rersteinert. Es ist also nicht wahr, daß Iyr diese, wie sie angiebt, vorgestern Abend zu einer Zusammenkunft am Ufer des Meeres bestellt habt?“ „Es ist nicht wahr,“ stieß Bartolomeo dumpf hervor. „Fort!“„ Der Sbirre führte den Gefangenen wieder yinaus, und ein teuflisches Lächeln flog über die Züge des Inquisitors. Es sagte den Eingeweihten:„Ich wußte, daß es so kommen mußte. Diese Vergleichung der beiderseitigen Aussagen war nichts eine Form, und Alles war zuvor eingeleitet, um dem Mädchen durch die blinde Eifersucht ihres Verlobten den Stab brechen zu lassen. Delfina war bewußtlos niedergesunken. Sie hörte nicht, wie der Inquisitor nach einer stummen Verständigung mit den Andern den Befehl gab, sie auf die Folter zu werfen. Im Augenblick, als die Schergen dieses unmenschliche Geheiß ausführen wollten, schütterte plötzlich, obwohl gedämpft durch den luftdichten Verschluß der Fenster, der Schall von Musketenschüssen herein, untermischt mit einem furchtbaren Geschrei, wie das Meer brüllt, wenn ein Sturm es peitscht. Fast gleichzeitig erdröhnte Sturmgeläut, mehrere Sbirren traten hastig ein und meldeten, ein Volksaufstand wälze sich gegen den Dogenpalast. Der Gondelier Pizo stehe an der Spitze. Die Männer erhoben sich insgesammt, und bevor sie zusammentraten, gab der Inquisitor den Schergen, welche das ohnmächtige Mädchen in die Folterkammer schleppen wollten, einen Wink, noch zu warten. „Der Gondelier Pizo steht an der Spitze,“ sagte er alsdann zu den Andern, während der Lärm des Aufruhrs außen näher und näher schwoll und immer mehr Sbirren erschienen, die Gefahr immer dringender schildernd.„Die Meute ist nichts ohne Führer, und leicht zerstiebt sie, wenn dieser sie verläßt. meine, wir stellen die Tochter des Gondelie s Pizo auf dem Söller des Palastes aus und lassen eine Abtheilung Musketen auf sie anschlagen, daß ihr Vater es sieht. Der Anblick seines vom sichern Tode umzingelten Kindes wird ihn abschrecken, weiter vor zustürmen. handlen wo Empörer im Sbirren hal im Auflauf verzeichnen. hinzu, ein Gondel soll augenblicklich des Palaste fährlichsten Leibwache v und bei der Gunsten der erdolchen. Man b Ohnmacht r Eifer, der des um son der Tortur mer in de die grausan Henker ihr schenfreund! die Lebens ten dieselbe kostbarsten, von Thlr Rheingau", NB. Alle und Das Kreise Do Beilagen: tend verm Das und neuest gen in na schaft, des berichte vo mäßig un Das öffentlichu allen Gem auch zur! deren Rai Die Gebühren, neue Freu erkennung des Publi Inde seiner Um lungen au teu oder machen zu Auswärts Dort dunkel von Gemache; an förmig in die ten der Int hatte. Rathe der hen Beleuchr.„Es erge, ob Ihr iner bespron Ufer des nichts weiß.“ *, wo man tolomeo eri eine Gonsein. Delfina bei eder gaben. , w e l c h e d e r des Rathes Glocke ward ihrt. gte ihn der zustürmen. Wir thun als ob wir mit ihm unterhandlen wollten, und gewinnen unterdessen Zeit, die Empörer im Rücken überfallen zu lassen.... Ihr Shirren habt namentlich Acht, ob sich etwa Nobili im Auflaufe befinden, und Ihr werdet solche genau verzeichnen. Der Kanal ist noch frei,“ fügte er hinzu, ein Fenster aufklirrend,„und die schnellste Gondel soll zum Grafen Ornano fliegen. Er soll augenblicklich dahin, wohin seine Pflicht als Capitano des Palastes ihn ruft... das heißt: auf den gefährlichsten Posten. Zwei Bravi, als Soldaten der Leibwache verkleidet, sollen sich an seine Seite heften und bei dem leisesten Versuche, den er vielleicht zu Gunsten der aufrührerischen Rotte machen sollte, ihn erdolchen. Fort!“ Man bot Alles auf, Delfina aus ihrer niesen Ohnmacht wieder zum Leben zu erwecken, mit einem Eifer, der in dieser schwarzen Umschattung des Todes um somehr verwundern mußte. Es wurde der bei der Tortur angestellte Arzt herbeigeholt, welcher immer in der Folterkammer gegenwärtig war, denn die grausamen Richter Venedigs wollten nicht, daß die Henker ihr Opfer zu früh sterben ließen. Die menschenfreundliche Arzneikunst war angewiesen, so oft die Lebensgeister der Gemarterten wohlthätig versagten dieselben, neuerdings rege zu machen mit den kostbarsten, durchdringendsten Mitteln, welche die damalige Heilwissenschaft zu diesem Zwecke kannte. Die Unglücklichen mußten die höllische Pein so lange als nur irgend möglich bei voller Besinnung und mit dem deutlichsten Bewußtsein genießen.(Forts. f. Vermischtes. In diesen Tagen begab sich eine Dame in Königsberg in's Posthaus. Ihr Dienstmädchen trug den Brief, den erstere dort abgab. Nachdem sie sich Briefmarken entnommen, ries sie zum Dienstmädchen: „St.eck die Zunge aus!“ Das geschah auf Kommando Die Dame rieb die Briefmarke über die Zunge der weißen Stlavin, klebte die Marke auf den Brief und überlieferte diesen darauf eigenhändig dem Postbeamten, worauf sie mit dem modernen PostbriefmarkenAnfeuchtungs=Apparat unter der Heiterkeit der Umstehenden gravitätisch von dannen schritt. — Die Berliner Greuel=Geschichte mit dem Maler von Zastrow wird jetzt wieder ins Gerede kommen. Die Anklage gegen ihn ist nunmehr bei dem Berliner Schwurgerichtshof eingegangen. Sie lautet auf versuchten Mord und bildet ein Actenstück von mehr als einem Zoll Stärke.— Die von dem Staatsanwalt vorgeschlagenen Belastungszeugen übersteigen die Zahl von 100, und glaubt man, daß die Verhandlung, bei der voraussichtlich die Oeffentlichkeit ausgeschlossen sein wird, mindestens 8 Tage in Anspruch nehmen wird. — Daß die Herren Schulzen selbst einen König befehlen, davon ein Beispiel. In Neuendorf an der Havel war Einquartierung angesagt und der Ortsschulze stellte die Quatierliste aus. Da Babelsberg, das Lustschloß des Königs von Preußen zu dieser Gemarkung gehört, so legte der Schulze 1 Unteroffizier, 1 Trompeter und 7 Alanen mit Pferden dahin. Der Zufall wollte, vaß der Quatiermacher dem König selbst begegnete, ohne ihn zu kennen. Der König fragte ihn, wohin er wolle und der Ulan gibt Antwort. So, auch der König bekommt Einquartierung! Ja, entgegnete der Soldat, der Ortsschulze hats so befohlen. Am folgenden Tag wurden die Ulanen wirklich in einem zum Schlosse gehörigen Hause und die Pferde im Marstalle des Königs untergebracht. Der König bekümmerte sich selbst um seine Gäste und diese versicherten, die 18 Tage, die sie dort zugebracht hätten, blieben ihnen unvergeßlich, so gut wären sie noch nie einquartiert gewesen. Guter Rath zur Steuerfrage. Besteuert doch die Lästerzungen Und alle Lügenmäuler mit, Das höchste Ziel ist dann errungen, Gedeckt wird jedes Deficit. Ein'n Dreier nur für jede Lüge Und zwei auf jede Klatscherei. Was solche Steuer ein wohl trüge? Ich glaub', wir würden steuerfrei. stig den Ge= von Thlr. 25 Agentur in Weine 320 per Ohm von A. Quitmann in Geisenheim „im zu.„Ihr fragt...“ nen gerichtet, denn Leben n ab.“ Bartolomeo's „ unversöhndiese, wie sie usammenkunft dumpf hervor. wieder hiniber die Züge weihten:„Ich Diese Vergleiar nichts als eitet, um dem #res Verlobten esunken. Sie einer stummen efehl gab, sie ieses unmenschtierte plötzlich, Verschluß der sen herein, unhrei, wie das cht. Fast gleichSbirren traten stand wälze sich r Pizo stehe an nmt, und bevor r den Schergen, ie Folterkammer u warten. r Spitze,“ sagte der Lärm des woll und immer immer dringents ohne Führer, ie verläßt. Ich Gondelie 8 Pizo und lassen eine lagen, daß ihr om sichern Tode ken, weiter vor Rheingau" Inhaber eines Weinbaues, bei F. Quittmann jr. in Lünen. NB. Alle Sendungen werden dem Besteller von der Quelle aus direct gemacht, und stehen Preiskarten auf Verlangen gern zu Diensten. Billigstes illustrirtes Familienblatt. Dir Gartenläudr. 280,000 Auflage. Wöchentlich 2 Bogen in gr. Quart. Auflage 280,000. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Vierteljährlich 15 Sgr. Mithin der Bogen nur ca. 5½ Pfennige. Hierzu d. Feuilleton=Beilage„Deutsche Vlätter“ nach Belieben apart 6 Sgr. vierteljährl Mit dem 3. Quartal beginnt eine größere histgrische Erzählung aus dem Spessart von Levin Schücking:„Verlassen und Verloren".— Fortsetzung und Schluß der„Reichsgräfin Gisela“ von C. Marlitt.— Bilder und Erinnerungen von Friedrich Hecker.—„Aus Weimars Glanzzeit“ von Ludwig Storch.-— Beiträge von Bock, Brehm, Robert Prutz, Carl Vogt, Albert Traeger 2c. 2c. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an, in Schwerte Carl Braus. Abonnements=Einladung auf das Dortmunder Wochenblatt (Amtliches Kreisblatt.) Das„Dortmunder Wochenblatt“ ist Organ der national=liberalen Partei im Kreise Dortmund und erscheint nebst dem wöchentlichen Sonntagsblatte und öfteren Beilagen Dienstags, Donnerstags und Samstags in einer seit dem letzten Quartal bedeutend vermehrten Auslage. 145s6: S k: wichtiasten Das„Dortmunder Wochenblatt“ bringt in seinem politischen Theile die wichtigsten und neuesten Nachrichten in klarer, übersichtlicher Weise, und Besprechungen der Tagesfragen in nationalem, echt patriotischem Sinne; und schenkt den Interessen der Landwirth= schaft, des Handels und der Gewerbe eine stets aufmerksame Beachtung. Cours= und Mark berichte von Elberfeld, Dortmund, Neuß, Witten, Schwerte und Castrop werden regelmätia und fosleich zur Kenntust g=bruht. sichen Ziegierung zu Arnsberg zur Das„Dortmunder Wochenblatt“, von der königlichen Regirtung zu Alnrberg zu. Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen für den Kreis Tortmund bestimmt, wird in allen Gemeinden des Kreises in so vielen Eremplaren gelesen, daß es sich ganz besonders auch zur Veröffentlichung von Annoncen, deren Insertionsgebühren für die Borgiszeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet werden, eignet.„ K 7.2458 Die nunmehrige Ausstattung des Blattes, sowie die billige Berechnung der InserlionsGebühren, haben dem„Dortmunder Wochenblatte“ im laufenden Quartale wieder viele neue Freunde zugeführt, und es wird unser unausgesetztes Bemühen sein, uns deren Anerkennung zu erhalten, indem wir in dem seitherigen Streben fortfahren und das Interesse des Publikums für unser Blatt jederzeit wach zu halten uns befleißigen...... Indem wir somit das„Dortmunder Wochenblatt“ den Bewohnern unseres Kreiser und seiner Umgegend auf's Bestc empfehlen, stellen wir das ergebene Ersuchen, neue Bestellungen auf das„Dortmunder Wochenblutt“ bei den königl. Post=Aemtern, bei unseren Loteu oder hier bei der Expedition des Blattes,(Lütgenbrückstraße Nr. 676) bald gefälligst machen zu wollen.— Vierteljährlicher Abonnementspreis in der Expedition 15 Sgr. Auswärts durch die Boten 17½ Sgr., durch die Post=Aemter in Preußen 18 1/4 Sgr. esunug, ben 2 den Expedzion des„Dortmunder Wochenbiatts“ Bestellungen auf die seit dem Jahre 1855 in Dortmund erscheinende Westfälische Zeitung, 22. Jahrgang (Preis pro Quartal incl. Stempelsteuer und resp. Postprovision: in der Expeditton 1 Thlr. 7½ Sgr., durch die Post bezogen 1 Thlr. 15 Sgr.) wolle man möglichst frühzeitig bei der nächsten Postanstalt machen, damit sämmtliche mern vom 1. des nächsten Quartals an effectuirt werden können. Die„Westfälische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme des auf die Son= und Feiertage folgenden Tages und vertritt in politischer, socialer und volkswirthschaftlicher Beziehung die Grundsätze des Fortschritts. Anzeigen aller Art finden durch die„Westfälische Zeitung“ in allen Theilen der Provinz und den augrenzenden Landestheilen, ferner in den Fürstenthümern, LippeDetmold, Waldeck, Bückeburg 2c. die zahlreichste und zweckdienlichste Verbreitung. Die Insertionsgebühren werden auf's billigste berechnet. Bekanntmachung. Bei der am 24. d. M. stattgefundenen Gemeindeverordneten=Ergänzungswahl zu yburg ist der Schichtmeister Wilhelm Sichtermann daselbst von der II. Abtheilung zum Gemeindeverordneten für die Restwahlperiode 18 6 9/74 gewählt worden, was nach Vorschrift der Landgemeinde=Ordnung vom 19. März 1856 hiermit bekannt gemacht wird. Westhofen, den 26. Juni 1869. Amtmann. Reguard's Odontine. Zahnseife oder Zahnpasta in Etuis à 6 Sgr. Rieinusöl=Pomade. Diese nach ärztlicher Vorschrift ang fertigt: Pomade stärkt die Haarwurzeln außtrordentlich, verhindert nach kurzem Gebrauche das Ausfallen derselben und erzeugt, wo dies gend noch möglich ist, neuen Haarwuchs. Topf 5 Sar bei Carl Braus. General= Versammlung. Sonntag den 4. Juli. Abends 6 Uhr, wollen sich sämmtiiche Mitglieder beim Wirth Herrn Heetmann einfinden. Schwerte, den 27. Juni 1869. Der Vorstand des Landwehr=Vereins. Einladung. Sämmtliche Krieger der Gemeinde Ergste werden zu einer Versammlung und Berathung zur Gründung eines Kriegervereins auf den 3. Juli, Abends 7 Uhr, als am Jahrestage der Schlacht bei Königgrätz im Saale des Gastwirth Kage hier eingeladen. Ergste, den 26. Juni 1869, Mehrere Krieger. 3 D. Schwerte. Auf den in der vorigen Nummer dies. Bl. erschienenen kritischen Bericht über die von mir beim Aufrichten des Kettler'schen Hauses gehaltene Baurede erwidere ich dem heterogenen Verfasser, daß die von mir gesprochenen Worte nicht im mindesten Stellen aus der Bibel kappen, noch das anwesende Publikum zweideutig und anstößig berühren konnten, indem sie im Sprachgebrauch gang und gebe sind, der Sache wegen wohl am Platze waren und nur dazu dienten, die Kehrseite des Haus= oder Familienlebens humoristisch zu illustriren. Ob vielleicht der zartfühlende geno dieses mißverstanden, oder kein!“ für dergleichen Offenheiten hat; ich nicht wissen, sage aber demselber ohne Rückhalt muckerlicher Fir albungsvollen Bombast, das Gratulationskarten empsichlt.... Carl Braus. eingefallen ist, irgend meine Worte absichtlich ten, und daß es bef bene Anschauungs“ laden als einm Dieses zur G e gpünden 1 zu nahe zu i fin eine a abgese Pferde= Wagen= 2c. Verkauf. Am Mittwoch den 7. Juli e., Vormittags 11½ Uhr, wird der Ackerbürger F. Sohlenkamp hier, wegen Aufgabe des Fuhrwerks 6 Ackerpferde, 5 leichte vierzöllige und 3 zweizöllige Frachtwagen, 2 Sturzkarren, 2 Schlagkarren, 1 Pflug, 2 Eggen, mehrere Karrenringe und eiferne Achsen, sowie Pferdegeschirre gegen gleich baare Zahlung verkaufen lassen. den 26. Jui 1869. Lennings. B. Bach in Horrr der Hermannshütte gegenüber, beehrt sich das Eintreffen der neuesten hrt sich das Eintreffen der neuesten Kleiderstoffe, Manter, Shäwtes, Tücher, Roalund Hosenstei“, sowie in Herren-Garderobe, Tuchröcke, Burkin=Hosen und Westen in reichhaltiger Auswahl ergebenst werden sämmtliche Artikel zu außerordentlich billigen Preisen verkauft. Auf zu Schützenhosen wird besonders aufmerksam gemacht, und ist auch darin der Preis sehr billig gestellt. Bei Albert Heine in Cottbus ist erschienen und in der Buchhandlung von Carl Braus zu haben: Der Rathgeber in Rechts-Angelegenheiten. Ein zuverlässiges Handbuch in allen Rechts=, Proceß=, Contracts=, Testamentsund anderen Verhältnissen, nebst Formularen zu allerlei Klagen, Executions= und Arrestgesuchen, Schriften im Concurse 2c. Bearbeitet und herausgegeben von H. Lehmann, Lreisgerichts=Reinar. Preis 10 Sgr. Der Verfasser dieses Werkes hat es sich zur Aufgabe gestellt, in kurz und bündiger Forv, ben andern Verhältnissen hauptsächlich das ganze bestehende Proceßverfahren, unter Verücksichtigung der durch die neuesten Gesetze bedingten Abänderzugen so zusammenzusteillen, verüchsia....—., die ene) Landpirth, Miltar= oder grivat=person, sein: unge. legenheiten selbsiständig vor Gericht führen und die hierzu nothwendigen Schriftsätze selbst Werkes ist um deshalb so niedrig gestellt worden, damit ein Jeder, in den Stand gesetzt sein soll, sich dasselbe anzuschaffen. Leidenden zur Beachtung Reproducirt aus dem r.dactionellen Theile des„Rendsburger Wochenblattes“, 62. Jahrgang Nro. 5 vom 15. Januar 1869.*) (Bericht von wissenschaftlicher Seite. „Traubenkur zu jeder Jahreszeit.“ Vollkommen reife Weintrauben, namentlich die rheinischen, werden seit undenklichen Zeiten zur Kur gegen eine große Anzahl Krankheiten des menschlichen Körpers genossen. Eine solche Kur konnte bisher jedoch nur im Herbste gebraucht werden, und nur in Gegenden, wo Trauben reifen, oder nach welchen solche den Transport aushalten. Jetzt ist diese Kur zu allen Jahreszeiten und in den entferntesten Gegenden möglich. Der W. H. Zickenheimer'schen Fabrik in Neuwied am Rhein ist es nämlich nach langen Bemühungen gelungen den in den Weintrauben enthaltenen Honig, welcher die günstigen Erfolge auf den kranken menschlichen Organismus ausübt, auf chemischem Wege in consistenter Masse zu gewinnen. Die letzte reiche Traubenerndte hat nun die genannte Fabrik dazu benutzt, große Quantitäten Traubenhonig herzustellen, welcher nun nach und nach mit dem Decoct der edelsten und heilsamsten Kräuter zu einem Fabrikate verarbeitet wird, das unter dem bekannt gewordenen Namen Rheinischer Trauben=Brust=Honig in den Handel gekommen ist, und sich durch seinen köstlichen Weintraubengeschmack und schnelle Wirkung auszeichnet, und da, wo er eingeführt, sich bald einer allgemeinen Beliebtheit erfreut. Ein solches reelles Fabrikat ist gewiß geeignet, die Aufmerksamkeit des Publikums und speciell der Aerzte auf sich zu ziehen, und wollen wir nicht verfehlen, darauf aufmerksam zu machen, daß Herr C. F. Jaeger hierselbst den Verkauf dieses delikaten Hausmittels übernommen hat.“ Zu diesem wissenschaftlichen Berichte bemerken wir nur noch, daß die Wirksamkeit des Traubenhonigs durch die chemische Verbindung mit dem Decoct heilsamer Kräuter bedeutend erhöht und mannichfaltiger gemacht ist, so daß dieses in der That ausgezeichnete Hausmittel in keinem Falle ohne das günstigste Resultat in Anwendung gebracht wird. Allein ächt ist dieser Trauben-Brust-Honig zu beziehen von dem Erfinder und alleinigen Fabrikanten desselben dem Weinhändler Herrn W. II. Zickenheimer in Neuwied a. lthein oder dessen autorisirten Nr. 53 Großes Wettrennen des Rhein.=Westph.=Rennvereins zu Köln am 15. und 16. August c. Großer Pferdemarkt und landwirthschaftliche Ausstellung des landwirthschaftlichen Vereins zu Köln am 16. und 17. August c., #verbunden mit einer Verloo,ung von 36—40 Lurus= und Arbeitspferden, fünf 1=, 2= und 4spännigen Equipagen, ein= und zweispännigen Fahrgeschirren, Reitzeugen, ReitBund Fahrrequisiten und sonstigen Ausstellungs= Ugegenständen im Gesammtwerthe von circa 20,000 Thaler, autorisirt durch Verfügung Sr Excellenz des Ministers des Innern. sie Lotterie besteht aus 25,000 Loosen à einen Thlr. Pr. Ert. Von dem durch den Loose=Verkauf sich ergebenden Betrage werden nur die baaren Unkosten in Abzug gebracht, alles Uebrige wird zum Ankauf der Gewinne verwendet. Ziehung am 20. August c., unter Controle der Königl. Regierung. Pläne und Prospecte gratis. Loose à einen Thaler sind zu haben in der Erpedition des Schwerter Wochenblattes sowie bei mir und in allen Agenturen. Briefe und Gelder franco erbeten Paul Rud. Meller, in Köln, Alleiniger Geueral=Agent, Eigelstein 82—, Schildergasse 3. Adennem Piertelzähr Insertict Die Zeile o##er A Zu dem welches wö laden wir ergebenst ei nächst geleg oder in der mentspreis „Erzähl 15 Sgr. v Freitag Abend ist auf dem Wege Aundurr. 11 Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich während meines Hierseins im elterlichen Hause, Mühlenstraße Nr. 5, alle in mein Fach einschlagende Artikel anfertige, und empfehle ich dauerhafte und elegante Arbeit, unter Zusicherung einer reellen und billigen Bedienung. Die Anfertigung von Geschäftsbücher allen Formats und Liniatuderselben nach Vorschrift besorge schnell und prompt; auch werden Garvirungen von Stickereien, Einrahmen von Brautkränzen und Bilder auf das Geschmackvollste von mir ausgeführt. Alle Sorten Schreib= und Postpapiere, Schreibhefte, Notizund Schreibmaterialien sind vorräthig, ich bitte um geneigten Friedr. Heier, Jun, Buchbinder und Portefeniller. „Euglischen und deutschen Cement saßweise und en detail empfiehlt Hagen. Jul. Rexhausen. # 4 vom Bahnhofe nach der Stadt ein runder Damenhut gefunden worden, welchen der Eigenthümer gegen Erstattung der Inserationsgebühren Schulstraße Nr. 79 wieder in Empfang nehmen kann. Ganz vorzügliches die Fliegen sofort tödtendes Fliegenpapier zu haben bei Carl Braus. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Post=Amt Schwerte. Tägliche Abfahrten der Posten von Schwerte nach: Iserlohn 630 Vormittags Hörde 655„ 745 Nachmitt. jägliche Ankunft der Posten in Schwerte von: Iserlohn 430 Nachmittags. Hörde 290„ 10 Uhr Abds. Marktpreise zu Dortmund am Weizen pr. Schffl. 2 Thlr. 26 Junr — Depots; in Schwerte bei Carl Braus. *) Die Richtigkeit bezeugt die Exped. der Neuwieder Zeitung. Roggen Wintergerste Sommergerste Hafer Bohnen Kartoffeln Heu, 100 Pfd. Stroh Butter, pr. Pfd. Erbsen Eier 5 Stück Berli denz“ sagt Zeit und seiner Gest im Staats tung der führt Gra — In Norddeutso Einrichtung stattet sein peschen, ei zu recom zecomman! Aufgabe d — Di Kriegshafe nannt, bei — D Fournier Thaler e Der Geri erwiesen Gefängnis — 2 Nordpol — P des Könizeichnet u Essener Volks-Zeitung. Täglich erscheinendes politisches zum Preise von nur 1 Thaler pro Quartal. Dieselbe berichtet die politischen Ereignisse kurz und bündig aber vollständig, trägt stets für ein gewähltes Feuilleton Sorge und widmet den Markt= und Börsenberichten eine besondere Aufmerksamkeit.— Bezüglich der Tendenz bemerken wir nur, daß in ihr die katholischen Interessen mit Entschiedenheit vertreten werden und in dieser Hinsicht nichts, was von Bedeutung wäre, unbeachtet bleibt. Probenummern stehen jederzeit gratis und franco zu Dienst. Jede Postanstalt nimmt Bestellungen an. Essen. Fredebenl& Koenen. Riethsvertrage empfiehlt Carl Braus. 17 6 Markipreise zu Aeus am 25. Juni. à 200 Pfd. Zollgewicht.] per berl. Scheffel. Weizen 1. Qual. 7 16 Rüb=Saamen—— 2.„ 7 3." 6 Land=Roggen Winter=Gerste ommer=Gerste Buchweizen Hafer Erbsen Kartoffeln 1 10, Rübkuchen Stroh à 200 Pfd. 1 22/ Preßtuchen Heu vr. Ctr. 1 14 /Branntwein 2000 Pf. Pari alle Sold gedruckt tigkeit un — 2 terne“) a zwar mit zufolge ke nicht als an die deshalb möglich; Cassagnac der letzte sönliche ten zu se — 2 Elberfelder Geld=Cours. Oestr. Gulden..— Thlr. 20 Sgr.— Pf. Brabanderthlr.1„ 16"—„ 5=Fr.=St.„ 10„ 3„ Pr. Frd'or. 5„ 20"—„ Ausl. Pist. 5„ 16„—„ 20=Fr. St. 5„ 13"—„ immer ei Knie, w stampft. lons hör als aber hat nur chen mu