bei mühl % GliederPaqueten Schwerte. Bewohnern 3 fehle mich en heiten und reeller 1869. uer, lschreiner. sapier, emeben seinen ligst Braus. ren elve. am bekanns entsetzten n GeschäftsErgste hier= hinfüro der gen Redenskeit zu enten im Wege Wege der ündlich klar consulent. Juni. 6 2 20— 6 2 10— — 1 11— — 2—— 6— 8— Abennement: Vierteljährlich Insertions=Eebähr: Die Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeiger für Westhofen, Ergste und Hennen. 2. Juni. Sgr.— Pf. "— Der Vieckönig von Egypten in Wien. Seit einigen Tegen weilt der Nachfolger der Pharaonen in Wien. Es ist nicht bloße Höflichkeit, die Ismael nach Europa führt; er will nicht bloß die Souveräne zur Eröffnung des Suezkanals einladen, man vernimmt, daß er auch eminent politische Zwecke im Schilde führt. Er wünscht, daß die europäischen Mächte sich vereinigen möchten, den Canal von für ewige Zeiten für neutral zu erklären. Die neue Welthandelsstraße soll, wie er wünscht, nur dem Frieden und dem freund schaftlichen Verkehr der Völker geweiht sein. Wahrlich, der Vicekönig kann stolz auf seine Mission sein; sie gilt der Freiheit des Verkehrs— der Brücke zum Weltfrieden. Die zwei größten Werke unseres Jahrhunderts werden in diesem Jahre lendet. Die pacifische Eisenbahn ist dem Verkehr übergeben, der Suezkanal wird dies in wenigen Monaten werden. Er wird dem großen Güteraustausche zwischen dem naturreichen, durch europäischen Einfluß schon so sehr befruchteten Oriente und dem industriereichen Occid.nte eine völlig neue Richtung eröffnen, und dadurch wird voraussichtlich eine Veränderung der Welthandelsstraße hervorgerufen werden, welche derjenigen annähernd vergleichbar ist, die durch die Entdeckung des Seeweges nach Ostindien vor drei Jahrhunderten inaugurirt wurde. Vielleicht dauert es gar nicht lange, daß auch die Euphratbahn zur Thatsache wird, welche im Anschlusse an die türkischen Bahnen Vorderindien mit Europa in die nächsten Beziehungen setzen wird. Dann wird ein Schiff, das in den Tagen Vasco de Gama's, wo man noch nicht die Clipperschiffe und aus Stahl geschmiedete Masten kannte, aus einem portugiesischen Hafen nach der Nordwestküste Indiens segelte und dazu acht bis neun Monate brauchte, in nicht viel mehr Tagen die Reise aus dem Norden Deutschlands nach Bombay zurücklegen. So gestaltet sich der Blutumlauf im großen Weltverkehre von Tag zu Tag rascher und seine Pulsschläge werden immer kräftiger; doch nur unter dem Banner des Völkerfriedens kann er zum vollen Segen der Menschheit sich entfalten, und deshalb erfüllt der Vicekönig nicht nur im eigenen, sondern im allgemeinen Interesse eine hohe Mission, wenn er die Neutralitäts=Erklärung der neuen Welthandelsstraße zu erreichen bemüht ist.(H. Z.) Deutschland. Berlin, 7. Juni. Gutem Vernehmen nach erfolgt die Reise des Königs nach Bremen nächsten Sonntag. Graf Bismarck wird wahrscheinlich den König begleiten. — Die Bremer lassen sich den Besuch des Königs von Preußen 70,000 Thlr. kosten, sie haben ihm sogar ein neues Pracht= und Himmelbett gebaut und würden seinen Kamin mit Zimmt heizen wie weiland Fugger in Augsburg, wenn er theuer genug wäre. Man sagt, es sei ein bischen Eifersucht auf Hamburg im Spiele. — Nach der Denkschrift des Bundeskanzlers ist aus der Aufhebung der Portofreiheiten eine reine Mehreinnahme von 1,800,000 Thlrn. zu erwarten. — Der Herrscher Aegyptens, der Vicekönig, ist in Berlin eingetroffen und vom Könige empfangen worden. Er will den auch gern zum Isten October bei der Eröffnung des Suez=Kanals sehen. Auch will der Vicekönig es gern bei den Großmächten durchsetzen, daß sie den Kanal als ein neutrales Gebiet anerkennen. land soll noch dagegen sein. Endlich wirds doch dahin kommen, daß die Großmächte am Eingang des Orients oder in Mitten des Orients ein neutrales Gebiet schaffen, eine Art Welt=BundesFestung. Doch das wird noch ein Weilchen dauern. Aber etwas der Art kommt doch einmal. . Das Kammergericht zu Berlin hat kürzlich in einer Prozeßsache entschieden, daß ein Kaufmann, welcher einen anderen Kaufmann empfiehlt, daß diesem in Folge der Empfelung Credit bewilligt wird, als Bürge anzusehen ist und demgemäß für jeden Nachtheil verantwortlich gemacht werden kann, der in Folge dieser Creditbewilligung entsteht. — Die Gräfin von Flandern, Tochter des Fürsten von Hohenzollern, ist von einem Prinzen entbunden worden, und demnach, menschlichem Ermessen nach, für die Fortpflanzung der Dynastie gesorgt. Dieses Ereigniß wird in Paris gerade nicht erfreulich berührt haben, da man sich dort noch immer mit geheimen Annexionsgedanken trägt. Der Fürst von Hohenzollern ist nach Brüssel gereist. — Am 1. Juni wurde die sehr reich beschickte und sehenswerthe Industrie=Ausstellung in Wittenberg eröffnet. — Die deutschen Turnlehrer wollen am 16. und 17. Juli eine Versammlung in Görlitz abhalten. Hannover, 4. Juni. Die täglich vorschreitende Arbeit am Jahdebusen und die energische Inangriffnahme der Küstenbefestigungen an der Nordsee erfüllen die Bewohner der Küstenstriche mit freudigem Stolze, da jetzt die deutsche Küste einen Schutz erhält, dessen dieselbe bis jetzt entbehrte. Oesterreich. Pesth, 1. Juni. Das Räuberwesen blüht hier noch ganz munter. Nahe der Stadt Temeswar wurden zwölf Wagen, die vom Jahrmarkt heimkehrten, von Räubern überfallen und ausgeplündert. In Folge dessen wurde den Eisenbahnzügen Militärbegleitung beigegeben. — Böhmen steckt voller Depossedirten; es wohnen da der Großherzog von Toskana, der Herzog von Modena, der Kurfürst von Hessen und in Prag der alte Kaiser Ferdinand, der 1848 vom Throne gestiegen ist. Ende Juni kommt die Königin Isabella nach Prag und geht von da nach Marienbad. Am Starberger See bei München wandeln die Herzogin und der Herzog von Castro; es ist das Königspaar von Neapel; Königin Marie erwartet im Herbst ihre Entbindung. — Die österreichischen Blätter berichten von argen Excessen, welche sich slovenische Bauern in der Gegend von Laibach gegen deutsche Turner 2c. haben zu Schulden kommen lassen; daß die Excesse durchaus nicht zufällig, sondern in Folge planmäßiger und künstlicher Schürung des Racenhasses entstanden sind, unterliegt keinem Zweifel. Frankreich. Paris. Zwischen dem Laternenmann Rochefort und dem bekannten Oppositionellen Jules Favre ist ein harter Wahlkampf hier entbrannt und es ist durchaus nicht unmöglich, daß Rochefort siegen wird, denn Paris hat sich die Aufgabe gestellt, bei diesen Wahlen nochmals gegen die Person des Kaisers und die jetzige Dynastie zu protestiren. Allerdings gehört auch Favre zu den Gegnern der persönlichen Regierung, aber er hat nun einmal nach der Ansicht der Pariser„nicht genug gethan", und man hofft wahrscheinlich von Rochefort, daß er seine Laterne im ges tzgebenden Körper nur zu öffnen braucht, um die Majorität und die gemäßigte Opposition zu blenden und niederzuschmettern. Interessant wird es sein, zu sehen, was Rochefort thut, wenn er gewählt wird. Er ist wegen seiner Laterne=Artikel verurtheilt und lebt jetzt in Brüssel. Allerdings darf auch in Frankreich ein Mitglied der Kammer nur mit Genehmigung der letzteren verhaftet werden. Aber die Behörden sollen der Ansicht sein, daß Rochefort, da seine Strafeälteren Datums ist und aus einer Zeit herrührt, in welcher er noch nicht Deputirter war, sogleich verhaftet werden könne, wenn er den französischen Boden betritt. Ferner soll der Kaiser die Absicht haben, ihn nach acht Tagen zu begnadigen, aber seinerseits soll Rochefort entschlossen sein, Jeden niederzuschießen, der ihn verhaften will. Wir sind gespannt auf die Lösung dieser Frage. — Alle Parteien, Gouvernementale, Clericale, Demokraten und Sozialisten sprachen sich bei den letzten Wahlen einstimmig dahin aus, daß der Frieden vom Lande unter allen Umständen erhalten werden müsse. Man könnte annehmen, nach so ausgesprochenem Volkswillen dürfe die kaiserliche Regierung an keinen Krieg denken, man vergesse aber nicht, daß die Völker nie den Krieg wollen, und diese meist und fast immer im Interesse der Fürsten geführt werden. Braucht der Kaiser also einen Krieg, so ist anzunehmen, daß er nach dem Volkswillen wenig fragen wird. — Der„Grazer Tagespost“ schreibt man aus Wien von großen Pferdeankäufen, die für Rechnung der franz. Regierung in Ungarn gemacht wurden. Ein österreichisch=ungarisches Consortium habe sich verpflichtet, 20,000 Pferde binnen kürzester Frist der franz. Regierung zur Verfügung zu stellen. Italien. Rom. Ein Rundschreiben des Monsignor Randi weist die betreffenden Behörden an, alle von Ponte Felice flußabwärts kommenden Barken streng zu überwachen, da der Polizei die Einschmuggelung von Waffen, Munition und Orsinibomben angezeigt sei. Die Reisenden haben von dieser geschärften Controle gleichfalls viele Plackereien.— Die Sterblichkeit ist seit zwei Wochen ungewöhnlich groß. Sie scheint von der langen Dauer des Siroccos herzurühren, in dessen Gefolge Fieber mit Typhus stets häufig sind. In den bevölkerten Pfarreien ist der Todtenwagen des Tags bereits zwei Mal nöthig, die Leichen fortzuschaffen. Der Exkönig Franz II. von Neapel hat Rom verlassen und sich mit seiner Gemahlin nach Genf begeben. Er muß also doch wohl endlich zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß keine Hoffnung mehr für ihn vorhanden ist, auf seinen früheren Thron zurückzukehren. — Bet=Bänder. In Rom werden Bänder ausgetheilt für alle, welche für den glücklichen Ausgang des Konzils beten. Auf diesen Bet=Bändern steht geschrieben: 1) Niemand darf Jesum Christum als Vater nennen, der nicht die Kirche als seine Mutter anerkennt. 2) Niemand darf die Kirche Mutter nennen, der nicht im Papst das Haupt erkennt. 3) Niemand steht zum Papst oder liebt ihn, der nicht die weltliche Nacht als unzertrennbar von der Mission des Stellvertreters Christi anerkennt. Spanien. Madrid, 6. Juni. Nachdem die spanischen Cortes die letzte Hand an den Verfassungs=Entwurf gelegt hatten, wurde er am 1. Juni mit 214 gegen 55 Stimmen angenommen und von den Cortes unterzeichnet, nur 9 Abgeordnete verweigerten ihre Unterschrift. Eine Regentschaft unter Serrano wird eingesetzt. Heute wurde die neue Verfassung unter dem enthusiastischen Jubel einer zahlreichen Volksmenge feierlich proclamirt und von den Inhabern der Executivgewalt beschworen. Deputationen aller Provinzen und der hiesigen Corporationen und das diplomatische Corps waren dabei anwesend. Die Nationalgarde und die Truppen defilirten unter dem Rufe: Es lebe die Constitution! vor den Cortes. Nach den bisherigen Nachrichten erfolgte auch in den Provinzen die Verkündigung der Verfassung unter Jubel in der größten Ordnung. Amerika. New=York, 2. Juni. Die nordamerikanische Staatsschuld hat sich im Monat Mai um 13,500,000 Dollars vermindert.— Die Indianer in den WestTerritorien sollen an mehreren Stellen die Ansiedler erwordbet boben.„.u bast schon 8. Präsident Grant hat wieberholt schon Neger in Staatsdienste angestellt; er hat kürzlich noch mehrere Postmeisterstellen mit Negern besetzt. — Aus Nord=Amerika kommt eine bedauerliche Nachricht. Das Cabinet Grant's beabsichtigt aus Sparsamkeitsrücksichten— wie fremd wohl so mancher Regierung in Europa dieses Wort vorkommen mag— zwölf Panzerschiffe zu verkaufen. Die Gewißheit, daß die Auction von europäischen Bietern beschickt sein wird, hat uns allein veranlaßt, dieser Mittheilung das Beiwort„bedauerlich“ zuzufügen. Westfalen und Rheinland. Hörde, 3. Juni. An dem unseligen Bahnübergange ist heute wieder ein unbekannter Mann durch eine Maschine um's Leben gekommen. Trotz der geschlossenen Bariere und den Mahnrufen der Wärter, ließ derselbe sich nicht abhalten, vor der herankommenden Maschine noch den Bahnkörper überschreiten zu wollen und wurde so von der Maschine bis zur Austentn), ,. Juni. Im 30. März eur. wurde der Schneiderlehrling Bals in Langschede an der Ruhr von seinem Meister nach Unna geschickt, um hier bei der Sparkasse 21 Thlr. als Ziusen eines Kapitals, Pos. kehz, g bi, rigkeiten an den Tag traten, wurde er auf anderthalb Jahre nach Brauweiler in Pension gegeben. Daraus entlassen, zeigte es sich bald, daß die dort mit ihm vorgenommene Kur ihn nicht nachhaltig geheilt habe, im Gegentheil. Um sich seiner auf immer zu entledigen, beschloß die Gemeinde, ihn nach Amerika zu spediren. Dort ging es ihm die erste Zeit erbärmlich schlecht. Nachdem er aber einmal in den ihm passenden Thätigkeitskreis hineingerathen war, zeigte er, daß in ihm das Zeug zu einem brauchbaren Menschen Als Auctionator erwarb er sich bald ein großes Vermöge und eine angesehene Stellung. Trotz der gegen ehemals si himmelweit verschiedenen Verhältnisse, trotz all der neuen Eindrücke der neuen Welt hatte er sein Heimathdorf nicht vergessen. Und jo erschien der längst Verschollene vorige Woche plötzlich als ein stattlicher eleganter Herr in ben, nicht etwa, um seinen Reichthum vor seinen ehemaligen Bekannten glänzen zu lassen, nein, einfach, um dem Schreiner, seinem ehemaligen Lehrherrn, den durch seine schlechten Streiche verursachten Schaden zu vergüten und dann auch Nun konnte sich der Graf erklären, warum Delfina, als sie die Stimme des Soldaten hörte, sich so schleunig zurückgezogen hatle. Eben so schnell muthmaßte er aber auch, das Benehmen Bartolomeo's mit dem des Mädchens zusammenhaltend, daß es sich hier nicht um einen Bruder, sondern um einen Geliebten handle; und war es nun die Verletzung seiner Eitelkeit, oder hatte das Mädchen wirklich einen tiefern Eindruck auf sein Herz gemacht: er wurde durch diese Entdeckung offenbar noch unwilliger und fragte in hartem Tone weiter: „Was hast Du hier zu suchen?“ „Zuerst bin ich hier,“ versetzte Bartolomeo, während seine Blicke noch immer spähend im Saale umherflogen,„um mich selbst eines Ungehorsams im Dienste anzuklagen, und mich meinem Capitano zu verursachten Schaden zu verzüiten,„.,asten zu ers Dienste anzutlagen, und mich meinen.— der Cemeindetas= dis säiuetwegn gebhasten u. I—. üherantworten, damit er mit mir verfahre nach seiim Erdreiche verkümmern, in ein anderes nem Belieben. Ich habe seit zwei Stunden meinen Posten verlassen.“. 646#. 8 468 „Und welche Entschuldigung hast Du für dieses Vergehen, das Dich der Kugel überliefern kann?“ „Eine Entschuldigung, die mein galanter Capitano vielleicht noch am ersten gelten läßt: die Liebe. Ich bin mit einem jungen Mädchen verlobt, die Euch gewiß nicht unbekannt ist, Signor. Sie nennt sich Delfina. Ich habe ihr Wort, und sie hat das meinige. Ihr Vater willigt in unsern Bund. Nun erhielt ich gestern den Befehl, Tag und Nacht, bis auf unbestimmte Ablösung, an der Thür des Dogen auf Posten zu stehen. Heute konnt ich meine Sehnsucht nach der Geliebten, die ich seit 2 Tagen mit keinem Auge gesehen, nicht länger zähmen. Ich machte tausend tolle Gedanken; die Eifersucht gesellte sich Spatkasse verschuldete, zu bezahlen. eer hat ore Gelder, die ihm eingehändigt waren, nicht der Bestimmung gemäß bezahlt, ist auch nicht in Unna gewesen, wohl aber hatte man ihn halbwegs in der Nähe eines Wirthshauses bemerkt. Da in hiesiger Gegend so leicht nicht ein Capitalverbrechen der schwersten Art zu vermuthen, so nahm man an, der Bursche sei mit dem Gelde und einer ihm von einem Bekannten eingehändigten, zur Reparatur in Unna abzuliefernden Uhr entwichen. Seine sofort veranlaßte steckbriefliche Verfolgung führte zu nichts. Gestern Nachmittag war eine halbe Stunde von hier nach Langschede zu ein Ackersmann am Pflügen, der bei ihm befindliche Hund blieb plötzlich an der Spitze eines Weizenfeldes stehen und sing an dieser Stelle, auf der in einer Ausdehnung von etwa 5 bis 6 Fuß Länge und 3 bis 4 Fuß Breite der Weizen auffällig zurückgeblieben war, an zu scharren. Bald zeigte sich ein weißer Gegenstand. Als der Ackersmann die Stelle genauer untersuchte, fand er eine Leiche. Sofort machte er in Unna Anzeige von seinem Fund. Die noch selbigen Tags gerichtlich angeordnete Ausgrabung stellte fest, daß die Leiche einem Burschen von etwa 15 bis 18 Jahren angehörte, sie war bekleidet mit Kittel, zwei Westen, Hose, Hemd und ein Shwaltuch um den Hals. Neben der Leiche, die etwa einen halben Fuß tief mit Erde zugescharrt war, lag die Mütze und der Stock. Zu der heute vorgenommen Obduction waren Angehörige des im März verschwundenen lehrlings geladen, die denn auch, wiewohl die Leiche selbst in Folge der Verwesung sehr entstellt war, an den ziemlich gut erhaltenen Kleidungsstücken den Vermißten erkannten. Identität wurde aber dadurch ganz außer Zweifel ge stellt, daß in der Hosentasche das mit dem Namen seines Lehrherrn beschriebenen Sparkassenbüchelchen gefunden wurde. Das Resultat der Obduction ergab, daß der Lehrling Bals mit seinem Shwaltuch erdrosselt worden. Bals hatte Morgens ¼ vor 9 Uhr Langschede verlassen und sollte spätestens 2 Uhr Mittags zurückkehren. Es ist also am hellen Tage und in einer sehr frequenten Gegend Hand an ihn gelegt. Wie dies, ohne sofortige Entdeckung möglich gewesen, wird die sofort eingeleitete Untersuchung ergeben. Münster, 5. Juni. Der Ober=Präsident der Provinz Westfalen, Minister a. D. v. Düesberg, ist heute an einer Herzlähmung gestorben. Aus dem Kreise Mörs wird geschrieben:„Es ist schon längere Zeit her, daß in der Kasse eines Sparkassenrendanten ein bedeutender Defect entdeckt wurde. Der Mann wurde gefänglich eingezogen und starb in der Haft. Die Sache fiel hier allmätlich der Vergessenheit anheim, nicht aber dem nach Amerika ausgewanderten Sohne des Mannes. Er hat sich redlich bemüht und ist vor Kurzem im Stande gewesen, den in der Kasse seines Vaters entstandenen Defect völlig zu decken. Zu dem Ende hat er von drüben einen guten Wechsel nach hier gesandt. Ehre dem Sohne der dem Andenken seines Vaters eine solche Genugthuung —. Vor Jahren starb in dem Dorfe Wevelinghoven bei Neuß der katholisch gewordene Jude K. und hinterließ einen einzigen Sohn, der zu einem Schreiner in die Lehre kam. Hier zeichnete er sich nur durch eine unverbesserliche Faulheit aus. Als neben dieser noch manche andere, größere Ungehön. Manchem Menschenkind geht es wie gewisse Pflanzen, die in diesem Erbreiche verlummeen, in ein anderes versetzt, prächtig gedeihen und gute Fruckt tragen. und Landwirthschaft. — Die vom Provinzial=Landtage projetirte, neu zu begründende theoretische landwirthschaftliche Lehranstalt wird vom 1. October d. J. in Lüdinghausen eröffnet werden. Als Director der Anstalt ist Herr Th. Themann, bisher Director der landwirthschaftlichen Schule in Cloppenburg ernannt; als ordentlicher Lehrer sind erwählt: Herr G. Wulff, Conrector der höhern Stadtschule in Menden, Herr Kranz, Rector der städt. Gewerbeschule in Bittburg und Herr Dr. Mecker aus Münster. An der Anstalt werden fünf ordentliche und drei Hülfslehrer unterrichten. — Gegen das Milchzurückhalten der Kühe wendet man in Nordamerika folgendes Mittel an: Man streckt die Hände nach oben und placirt die Spitzen von den Fingern auf den Rückgrat der Kuh vorwärts von den Hüften und drückt sie dann dort möglichst fest auf, etwa eine halbe Minute lang. Darnach sollen die Kühe ohne weiteres ihre Milch abgeben. — Die Bienen nützen noch mehr als durch Honig und Wachs dadurch, daß sie beim Honig= und Blumenmehl=Sammeln Millionen Blüthen befruchten, namentlich Obstbaumblüthen. Zur Zeit der Blüthe sind zu wenig Insekten vorhanden, als das eine reichliche Befruchtung der Obstblüthen ohne Mithülfe der Bienen entstehen könnte. Daher die Erfahrung, daß in bienenreichen Gegenden die Obstbäume viel reicher tragen als in bienenarmen. Vor 200—300 Jahren gab es viel mehr Bienen als jetzt, da sie in den Wäldern wild hausten; darum war damals die Ernte an Eicheln und Buchnüssen reicher als heutzutage. Die Verschworene. (Fortsetzung.) 4. Der in so gewaltthätiger Weise eindrang, was von einem Soldaten, gegenüber seinem Capitano, desto auffallender sein mußte, war ungefähr das im Stämmigen und Derben, was Ornona im Feinen und Geschmeidigen war. Jeder konnte als ein Bild männlicher Schönheit in seiner Art gelten. Die straffe Kraft und Muskelfülle des Einen wog die schmiegsamen, ausglättenden Formen des Andern vollständig auf: was dieser an vornehmen Schliff und elastischer Gewandtheit voraus hatte, ersetzte jener durch den unmittelbaren Ausdruck eines spröden Trotzes, dem Biegen oder Brechen gültig zu sein schien. Der graue Filzhut mit der schwankenden rothen Feder, der lange Raufdegen an der Seite, der blinkende Griff des Dolches machten die Erscheinung des Soldaten noch drohender, der sich überdies seinem Vorgesetzten mit einem Wesen entgegenstellte, das eher alles Andere, als ehrerbietig und unterwürfig war. Ja, man konnte sogar einen Zuck seiner Faust nach dem Griff des Dolches wahrnehmen, als er des Grafen ansichtig wurde. Ohne eine Entschuldigung seines ungestümen Eintrittes der Mühe werth zu halten, sing er damit an, den Saal von einem Ende zum andern mit gespannten Blicken zu durchsuchen, seinen Capitano zuerst gar nicht beachtend. „Wer bist Du?“ fuhr Ornano den Kecken an. „Einer Eurer Soldaten,“ antwortete dieser, und indem er seinen Bart mit den Fingern ringelte, fügte er scharf hinzu:„Es scheint, der Capitano kennt gar nicht alle die Soldaten, welche die Ehre haben, unter seinem Commando zu stehen.“ „Dein Name?“ „Bartolomeo.“ tausend tolle Gedanken; die Eifersucht gesellte sich hinzu, und so nahm ich mir endlich die Erlaubniß, die man mir nicht geben wollte. Entschlossen, meine Verlobte um jeden Preis zu sehen, entlief ich unter dem Gewehre.. „Und hast Du sie gesehen?“" 176 „Nein, Signor,“ entgegnete der Soldat, der auf diese Frage gewartet und seine Antwort innerlich schon gefaßt zu haben schien.„Ich traf sie nicht zu Hause, und das ist die Ursache, daß ich, anstatt wie meine Absicht war, nur eine halbe Stunde sten weg zu bleiben, zwei ganze Stunden habe, um ein junges Mädchen aufzusuchen, das nirgends zu finden ist. Die Nachbarn sagten mir, daß sie Delfina im besten Staate das Haus verlassen und eine Gondel hätten besteigen sehen, und ihr werdet mir es nicht verdenken, Signor, wenn das Alles mir etwas sonderbar, ja zweideutig vorkam. Denn ob ich auch nur ein armer gemeiner Soldat bin, der nichts als seine Löhnung hat: ein Herz hab' ich trotz des reichsten vornehmsten Signor, und dieses Herz kann lieben und eifersüchtig sein, wie irgend ein aufrichtiges Männerherz. Meine Liebe ist mein Leben, und wenn meine Liebe dahin ist, so hat das Leben keinen Werth mehr für mich, und freudig würde ich es in die Schanze schlagen, um mich rächen zu können... Kurz in meiner Angst, in meiner Wuth um Delfina, vergaß ich meine Pflicht als Soldat, die mir bis jetzt das Heiligste gewesen; denn als Capitano, S gnor, müßt Ihr wissen, daß ich noch niemals wegen eines Vergehens im Dienste bestraft worden bin. Ich vergaß den Gehorsam, die Züchtigung, der ich mich aussetzte, und fuhr die Kanäle auf und ab, wie ein Unsinniger, jede Gondel, die der meinigen begegnete, anrufend und nach Delfina fragend. Endlich, Signor, zeigte mir der Zufall einen Gondelier, der weiß, daß wir verlobt sind, daß Vater Pizo seine segnende Hand auf unsern Bund gelegt, und dieser Gondelier verrieth mir, daß Delfina im festlichen Schmucke, wie man mir schon gesagt, sich von ihm selbst nach einem Palaste habe fahren lassen, nach einem Palaste, der, Ihr werdet verzeihen, Signor, ein Löwenrachen ist für ein junges Mädchen, für die Braut eines Andern! Bartolomeo stockte einen Moment in seinem wilden Redestrom, der ihn selbst immer weiter fortriß, und mit einem Blick, aus dem alle Brunst der an seinem Herzen fressenden Eifersucht brach, fügte er donnernden Tones hinzu: „Dieser Palast, Signor... es ist der Eurige. Und jetzt werdet Ihr mir vergönnen, einen Augenblick zu vergessen, daß Ihr Graf seid und ich nu: Plebejer bin ich der geme stell' ich mic Euch, auf d der Gondeli in Eurem Angesich ten, dessen den Griff d nano sich n sorgniß oder nach der kle fina entwic eifersüchtige Beweis. 1 „Sie is während ar Und n stürzte er waren auf stehenden 2 meo fühlte schnürt, die er nicht au betrachtete Blick voll Unterworfe sein Zorn „Ich k Uebertretu gericht übe Mund mit es auch f Schimpf h richten lass man in V terfangen, es jedoch Euch Gebi sinn nicht und hütet Fort!“ „Ich haben," v zeihung de nem Argn Ornan derspenstig als dieselb von der E herein,! „Halt!“ f Musketen Am soll auf Kosten=A liegen, die 50 Sch 50 Sch sowie die an den werden. Schme: 1 Im B dächtigen curr. zwe Rohrgefle brauchte stohlen n Der C derjenige chen kani Die Stül Unterzeich werden. Dortm trum Delrte, sich so nell muthrtolomeo's daß es sich einen Gesetzung seiklich einen er wurde illiger und omeo, wähSaale umorsams im apitano zu e nach seiden meinen für dieses n kann?“ ter Capitano Liebe. Ich die Euch geint sich Deldas meinige. n erhielt ich auf unbegen auf Poe Sehnsucht mit keinem machte mir gesellte sich Erlaubniß, lossen, meine ef ich unter ldat, der auf ort innerlich f sie nicht zu , anstatt wie inde vom Poden verloren sen, das nirzten mir, daß verlassen und d ihr werdet das Alles mir 1. Denn ob ldat bin, der z h a b' i c h t r o t z dieses Herz rgend ein aufmein Leben, at das Leben dig würde ich rächen zu könmeiner Wuth t als Soldat, en; denn als daß ich noch dienste bestraft m. die Züchtiir die Kanäle e Gondel, die nach Delfina nir der Zufall verlobt sind, id auf unsern errieth mir, daß nan mir schon Palaste habe r, Ihr werdet st für ein junndern! in seinem wilweiter fortriß, Brunst der an brach, fügte er ist der Eurige. einen Augend und ich nur Plebejer bin, Ihr der befehlshabende Capitano und ich der gemeine Soldat. Ein Mann dem Mann, so stell' ich mich Euch entgegen und richte die Frage an Euch, auf die Ihr mir Antwort geben werdet: Hat der Gondelier die Wahrheit gesagt? ist Delfina hier in Eurem Palaste? Sprecht!“ Angesichts dieses Rasenden, dessen Zähne knirschten, dessen Lippen schäumten, während seine Hand den Griff des Dolches umkrampft hielt, konnte Ornano sich nicht erwehren— geschah es nun aus Besorgniß oder in der ersten Verlegenheit— den Kopf nach der kleinen Thür zu drehen, durch welche Delfina entwichen war. Diese Bewegung diente der eifersüchtigen Tollheit Bartolomeo's als Anzeige und Beweis. Denn er schrie: „Sie ist hier! Jetzt weiß ich, warum ich fortwährend auf Wache bleiben sollte. Und wie ein aufgejagter, angeschossener Tiger stürzte er nach jener Thür. Doch eben so hastig waren auf den Ruf des Grafen die immer bereit stehenden Mohren in den Saal geeilt, und Bartolomeo fühlte sich von einem Netze starker Arme umschnürt, die ihn um so eher bändigen konnten, als er nicht auf ihren Ueberfall gerüstet war. Ornano betrachtete den in seiner Wuth Keuchenden mit einem Blick voll bemitleidender Erhabenheit, der den Unterworfenen tiefer kränken mußte, als es vielleicht sein Zorn gekonnt hätte. Alsdann sprach er kalt: „Ich könnt' Eure Aufführung hier als eine zweite Uebertretung der Mannszucht ansehen und ein Kriegsgericht über Euch verhängen, das Euern vorwitzigen Mund mit einer Kugel stopfen würde. Ich könnt es auch für einen gegen meine Person versuchten Schimpf halten und Euch nach bürgerlichem Gesetze richten lassen, und es wird Euch bekannt sein, wie man in Venedig die Plebejer bestraft, welche sich unterfangen, dem Adel zu nahe zu treten. Ich will es jedoch verschmähen, von meinen Rechten gegen Euch Gebrauch zu machen, ich will Euch Euren Wahnsinn nicht anrechnen: Eilet zurück auf Euren Posten und hütet Euch, ihn vor der Ablösung zu verlassen. Fort!“ „Ich gehe nicht, ohne die Ungetreue gesehen zu haben, versetzte Bartolomeo trotzig, den die Verzeihung des Grafen augenscheinlich noch mehr in seinem Argwohn befestigte. Ornano gab den Mohren einen Wink, den Widerspenstigen zu entfernen. Aber im Augenblicke, als dieselben den Befehl ausführen wollten, drang von der Gallerrie her ein Schall taktmäßiger Schritte herein, dem alsdann das soldatische Commando: „Halt!“ folgte. Man hörte deutlich eine Abtheilung Musketen im militärischen Einklang auf die Marmorplatten fallen. Unmittelbar darauf wurde der Vorhang aufgehoben, und ohne Anmeldung trat ein Mann ein, von dem dieses dreiste Erscheinen im Palaste eines der angesehensten Signori wohl nicht befremden konnte, und das vielleicht noch mehr gerechtfertigt wurde durch die Beschaffenheit des Auftrages, den er auszurichten hatte. Es war der Sbirre, der gestern dem Grafen als Capitano der Leibwache den Befehl überbracht hatte, daß der Soldat Bartolomeo ununterbrochen vor der Thür des Dogen auf Wache bleiben solle, und Ornano dachte zuerst, daß der Scherge um Bartolomeo's willen gekommen; denn wenn der Rath der Zehn etwas bestimmte, ließ er in der Regel auch nachsehen, ob es auch pünktlich geschehe... und Bartolomeo war ja von seinem Posten entwichen! Die zweite, fast gleichzeitige Muthmaßung des Grafen war, daß der Besuch des Sbirren ihm selbst gelten könnte. Vielleicht war die Verschwörung entdeckt, die Rädelsführer angezeigt, und man kam, ihn vor den Rath der Zehn zur Rechenschaft zu führen. Während er einen Verrath befürchtete, mußte er den nächsten Verdacht auf Delfina werfen, die ihn ja schon hintergangen, indem sie den Geliebten gegen ihn für einen Bruder ausgegeben hatte. Aber es lag für ihn mehr Schmerz und Trauer als Zorn in diesem Argwohne. Hatte er nicht selbst Bürgschaft für das Mädchen geleistet und durch seine unglückselige Leichtgläubigkeit das Werk der Freiheit und das Leben so vieler Edlen auf's Spiel gesetzt? Und warum mußte er sich gerade in Delfina geirrt haben, für die sein Herz vielleicht schon lebhafter empfand, als er selbst wollte oder glaubte.(Forts. folgt.) Vermischtes. — Paris allein zählt 58 Frauenklöster. Hervorgehoben zu werden verdient u. A. der in Paris während der letzten Jahrzehnte entstandene Orden der blinden Schwestern zum h. Paulus. Die meisten dieser Schwestern sind blind, verstehen aber trotzdem die weiblichen und Hausarbeiten in so trefflicher Weise, daß sie ihren ebenfalls blinden Zöglingen darin Anweisung geben und den betreffenden Werkstätten oder Arbeitsstuben vorstehen können. Es ist ganz erstaunlich, wie weit diese Anstalt in der Ausbildung der Blinden es gebracht hat. Sieht man die blinden Schwestern mit ihren blinden Waisenmädchen durch das Haus oder den Garten wandeln, sieht man sie an der Arbeit, so glaubt man auf den ersten Augenblick gar nicht, Blinde vor sich zu haben. Die Gründerin der Genossenschaft, eine Pariser Wittwe, hat für die blinden Mädchen dasjenige gethan, was der berühmte Abbé de l'Epée für die Taubstummen zu Wege gebracht. Die Zahl ber blinden Schwestern vermehrt sich hauptsächlich aus den Reihen der von ihnen ausgebildeten Mädchen, die im Kloster bleiben,“ bis sie ein anderweitiges Unterkommen finden, was oft nie eintrifft. Ein großer Theil der Unterhaltungskosten wird aus dem Ertrag der Arbeiten der Blinden gedeckt. — Eine Kostfrau in Lausanne hörte ihre ständigen Mittagsgäste, 50 Arbeiter, einen Strike(Arbeitseinstellung) verabreden: Da stemmte sie die Arme in die Seite und sagte: Da habe ich auch ein Wörtlein drein zu reden. Ihr seid schon schlechte Zahler, wenn Ihr Arbeit und Geld habt, wie soll es werden, wenn Ihr die Arbeit einstellt? Das erkläre ich Euch, für Jeden, der da striket, strike ich auch, er bekommt keinen Bissen mehr zu essen und keinen Heller geborgt. — In Bergzabern(Pfalz) legte sich ein Müllerknecht im Rausch mit der brennenden Pfeise ins Bett. Die Mühle brannte ab, er selbst wurde als verkohlter Leichnam im Schutt gefunden. — Auf Madagascar ist ein merkwürdiger Baum, der„Baum der Reisenden“ genannt, der nur eines Einschnittes bedarf, um das schönste Wasser zum Trinken zu geben, welches man in einem Blatte auffängt.„ M..„„„ — Die bet=Mühle ist ohne Zweifel eine der bizarresten Erfindungen des Aberglaubens. Die Kalmucken, erzählt Depping, haben Bet=Mühlen. Es sind Holzwalzen, um welche die auf Papier gezeichneten Gebet=Formeln befestigt werden. Die Walze läßt man durch Hilfe einer Wind= oder Wasser=Kurbe in Bewegung setzen, und wenn die Walzen sich drehen, bildet man sich ein, daß die Götter die darum befestigten Gebete erhören. Solche Maschinen befinden sich in ihren Zelten, in den Wüsten und an den Ufern der Flüsse. Eine Colonie oder Horde veranstaltet oft gemeinschaftliche Beiträge, um sich eine solche Betmühle anschaffen zu können, und der Besitz einer solchen ist ihr heißester, aufrichtigster Wunsch, um den sie wahrhaft beten. — Zu Schnelle Justiz. In Amerika geht doch alles schnell. So wurde in einem Hause Houston in Texas neulich ein Pferd gestohlen, und dies Haus sandte, da man dem Diebe auf die Spur war, einen Mann nach Richmond in Texas, dasselbe wieder zu holen. Bald nachher bekamen die Eigenthümer folgendes kurze Wort durch die Blitzpost aus Richmond:„ Das Pferd ist hier. Ich bringe es. Dieb ist bereits aufgeknüpft.“ — In Zobten starb der Drechsler Tenzer, ein Achtziger, einer der Letzten von Lützows wilder verwegener Jagd. Bekanntmachung. Am Freitag den 11. Juni er., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause, wo Kosten=Anschlag rc. zur Einsicht offen liegen, die Anlieferung von circa 50 Schachtruthen Pflastersteine, 50 Schachtruthen Pflastersand, sowie die erforderlichen Pflasterarbeiten an den Mindestfordernden verdungen werden. Schwerte, den 3. Juni 1869. Der Magistrat. Bekanntmachung. Im Besitze eines des Diebstahls verdächtigen Individuums sind am 3. April curr. zwei, vorne abgerundete und mit Rohrgeflecht versehene, schon ziemlich gebrauchte Stühle von Mahagoniholz gestohlen worden. Der Eigenthümer dieser Stühle oder derjenige, welcher solchen namhaft machen kann, wird um Mittheilung ersucht. Die Stühle können auf dem Bureau des Unterzeichneten in Augenschein genommen werden. Dortmund, den 3. Juni 1869. Der Staats=Anwalt Gras-Verkauf. Donnerstag, den 10. Juni d. J., Nachmittags 6 Uhr anfangend, soll in der Wiese des Guts Villigst, genannt in den Flurpöthen bei Lichten dorf, das Gras öffentlich meistbietend Nummerweise zum Verkauf ausgesetzt werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Haus Villigst, den 3. Juni 1869. Frciherrlich von Elverfeldt’'sche Rentei. Gras-Verkauf. Am Montag den 14. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, soll der erste und zweite Grasschnitt in sämmtlichen zum Gute Ruhr gehörigen Wiesen nummerweise verkauft werden. Zusammenkunft an der Mühle bei Ruhr. Schwerte, den 7. Juni 1869. Lennings. Lendengicht, Rheumatismus à Töpfchen nebst Gebrauchsanweisung 1 Thlr. Briefe und Gelder franco. Carl Püttmann, Cöln. Halsentzündung durch Erkältung. Hiermit bescheinige ich, daß mich der G. A. W. Mayer'sche weiße Brust=Syrup bei einer durch Erkältung zugezogenen Halsentzündung in kurzer Zeit vollständig wieder herstellte. Berlin, 21. November 1867. Pauline Kindler. Nur allein echt zu haben bei Carl Saatmann in Schwerte. Im Verlage von Fr. Kortkampf in Berlin ist erschienen und in allen Buchhandlungen in Schwerte bei C. Braus vorräthig: Die neue Gewerbe-Ordnung für den norddeutschen Bund. Nach den Beschlüssen des Reichstag vom Mai 1869. Preis 5 Sgr. Zweite Auflage. Marktpreise zu Acuß am 5. Juni. à 200 Pfd. Zollgewicht.] per berl. Scheffel. Weizen 1. Qual. 6 25 Rüb=Saamen—— 6 13 Aveel=Saamen—— 6—à 100 Pf. neues Gew. g. Rüb=Oel 13 6 vee(dito Faßweise 13 9 Sommer=Gerste—.—Gerein. Oel Buchweizen 3.„ Land=Roggen Winter=Gerste S 10 Hafer Erbsen Kartoffeln 1 10 troh à 200 Pfd. 1 22 /Preßkuch Heu pr. Ctr. 1 14 Branntwein Marktpreise zu Dortmund am 5. Juni. SII. Sot do.—— à 2000 Pf. Rübkuchen 52— Preßkuchen 40— den gekröntes und Anhang. Podagra Fußgicht, Chiagra Handgicht, Cephalia Kopfgicht, Lumbago Pf. * * Den geehrten Bewohnern von Sommerberg, Holzen und Höchsten empfehle mich hierdurch in allen vorkommenden Bau- und Möbelarbeiten unter Zusicherung pünktlicher und reeller Zedienung. Sommerberg, den 1. Juni 1869. Adolf Bauer, Bau= und Möbelschreiner. Eisenbahnschienen zu Träger, auf Maaß abgeschnitten, werden auf vorherige Bestellung zu 23 Thlr. franco Schwerte gegen Baarzahlung geliefert und desfallsige Aufträge entgegengenommen auf der Wilhelmshütte. Wilh. Rath. Garantie für reine Cacao u. Zucker. Lager der vorzüglichen Chocoladen des Hauses Franz Stollwerck& Söhne in Köln unterhalten in Schwerte: L. Beckhaus und Carl Braus. Die Saamenhautklng T. Cenitmann jr. in Lünen vörIncarnatklee, EsAllerneueste Glücks-Offerte. Das Spiel der Frankfurter Lotterie ist von der Königl. Preuss. Regierung gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grossartige wiederum mit Gewinnen bedeutend vermehrte Capitalien-Verloosung von über 3½ Mill. Die Verloosung garantirt und voll K zicht die Staats-Regierung. Beginn der Ziehung am 11 Juni d. Ja. Nur 4 Thlr. oder 2 Thlr. oder 1 Thlr. kostet ein vom Staate garantirtes wirkliches OriginalStaats- Loos,(nicht von den verbotenen Promessen) aus meinem Debit und werden diese wirklichen Original-Staats-Loose gegen frankirte Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschass, selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt Es werden nur Gewinne geiogen. Die Haupt-Gewinne betragen 250,000, 150,000, 100,000, 50,000, 30,000, 2 à 25,000, 2 à 20,000, 2 à 15,000, 2 à 12.500, E 4 à 10,000, 3 à 6000, 12 à 5000; E 23.à 8750, 105 à 2500; 5 à 1250, 158 à 1000, 14 à 750, 271 à 500,„ 355 à 250, 21,445 à 150, 125, 117, 10, 75, 35, 30. Gewinngelder und amtliche Ziehungslisten sende meinen Interessen u ten nach Entscheidung prompt und## verschwiegen. Durch meine von besonderem Glück begünstigten Loose habe meinen Interessenten bereits allein in Deutschland die allerhöchsten# Haupttreffer von 300,000, 225,000, 187,500, 152, 500, 150,000, 130,000, E mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, kürzlich schon wieder das grosse Loos von 127,000 und jüngst am. 18ten Mai schon wieder zwei# der grössten Haupt-Gewinne in E; der Provinz Westfalen ausbezahlt.# Jede Bestellung auf meine Original-Staats-Loose kann am; man der Bequemlichkeit halber auch ohne Brief, einfach auf eine jetzt übliche Postkarte machen. Dieses ist gleichzeitig bedeutend billiger als Pestvorschuss. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- u. Wechselpeschäft Ich mache besonders darauf a aufmerksam, dass nach obiger grossen# -Capital-Verloosung ein langer Zwi-# schenraum vor Beginn einer neuen eintritt, daher ersuche die sich Intervon H. Quttmann jr. in sempfiehlt ihr diesjähriges Lager in Rigaer= und Seel. Lein=, gel= und Haussaamen, roth=, weißbl. und parsette, Thimothee=, engl., franz. und ital. Ray=, Knaul=, Kamm=, Honig=, Geruch= und Fioringras, Wiesen= und Rothschwingel, und alle anderen Gräser, wie auch Lupinen, Wicken, Buchweizen, gelbe und graue Erbsen. Ferner besorge ich auf vorherige Bestellung sämmtliche Waldsämereien sehr rasch und billig. Bade=Anstalt. Die Eröffnung meiner Bade=Anstalt zeige ich hierdurch ergebenst an. Geisecke, im Juni 1869. D. Schulte gnt. Nölle. Danksagung. Ich kann nicht umhin der Preußischen Lebens= und Garantie=Versicherungs= Actien=Gesellschaft„Friedrich Wilhelm“ meinen innigsten Dank sauszusprechen, für die prompte und rasche Auszahlung beim Ableben meines seligen Mannes, welcher noch micht ein volles Jahr bei obiger Gesellschaft versichert war, und fühle mich verpflichtet, diese Gesellschaft besonders zu empfehlen. Frau Bäcker. Prospekte sowie jede beliebige Auskunft ertheilt bereitwilligst C. Uenking, Agent der Preußischen Lebens= und Garantie=Versicherungs=Actien= Gesellschaft Friedrich Wilhelm, gleichzeitig Agent der Aachener und Münchener Feuer=VersicherungsGesellschaft. Nicht zu übersehen für und RheumatismusLeidende. Gicht= u. Rheumatismus=Essenz. Diese Gicht= und Rheumatismus=Essenz heilt binnen kurzer Zeit jede Art Gicht, als: und Kniegicht, Rückenschmerzen, Lendenweh, Kopf=, Hals= und Zahnschmerzen, Gelenkverstauchungen, Lähmungen und wie diese Uebel alle heißen mögen. Diese Essenz ist von den höchsten Meessirenden mir ihre Aufträge jetzt Idicinal=Personen geprüft und für noch rasch einzusenden. Eerse Anfragt! Warum wird das Jagdgeld noch nicht endbezahlt! Mehrere Bürger. kräftig befunden. Jedes Flacon mit Gebrauchs=Anweisung kostet nur 1 Thlr., und sollte daher, der Billigkeit halber, in keiner Familie fehlen. Aufträge erbitte ich mir franco, welche prompt ausgeführt werden. Soest in Westfalen 1869. Kaufmann H. Brakelmann. Brief=Auszug. An den Fabrikanten W. H. Zickenheimer in Neuwied am Rhein.*) Rendsburg, 11. März 1869. Allgemein höre ich nur ein günstiges Urtheil über den köstlichen Geschmack und schnelle Wirkung Trauben-Brust-Honigs von Leuten, welche denselben gebraucht haben. Weit und breit in der Umgegend kommen die Landleute ihn kaufen, denn sobald einer einmal in einem Dorfe den Agfang gemacht, kommt bald sein Nachbar oder guter Freund und verlangt ihn auch. Viele bitten sogar darum, daß ich ihnen doch auch davon ablassen soll, da sie gehört hätten, ich hätte diesen Trauben=BrustHonig für mich und meine Familie kommen lassen. Herr Dr. Bahr hier ist auch sehr auf Seiten Ihres Fabrikats, zumal er von vielen Patienten gehört, daß sie sich nach dem Genusse desselben außerordentlich wohl befinden. Senden Sie mir sofort auf's Neue 60¼ Fl. 2c. C. F. Jäger. Alleinige Niederlage in Die Lehre von den Formen und Gattungen der deutschen Dichtkunst. Entworfen von Dr. Ernst Kleinpaul. (Ausführung jetzt fast ganz vom Verfasser der„Vorhofklänge“.) Sechste vermehrte und verbesserte Auflage. 2 Theile. 27½ Bogen 8. Elegant brochirt 1 Thlr. Barmen, W. Langewiesche's Verlagshandlung. 1868. (Eine schön gebundene Ausgabe debitirt F. Volkmar in Leipzig.) Inhalt: I. Theil. Einleitung, von Wesen und Form der Poesie. Abschnitt 1. Von den Silben, ihren Thongraden und ihrer Classisizirung für den Versbau. 2. Von Rithmus, Metrum, Vergliedern und Versen. 3. Von den Versarten. 4. Vom Reim, einschließlich der Assonanz und Alliteration. 5. Von den Strophen. 6. Von der poetischen Prosa und von der poetischen Sprache auch innerhalb der metrischen Formen; von Wohlklang, Würde und Angemessenheit des Ausdrucks, von Lautmalerei, Tropen und Redefiguren.— Beispiele. II. Theil. Einleitung. Theilungen der Poesie nach ihrem Wesen.— Abschnitt I. Lyrische Poesie: Lied, Ode, Hymne, lyr. Rhapsodie, Dithyrambus, lyr. Lebensbild, Bardicte, Cantat, Elegie, Heroide, Lehrgedicht, Schillergedankenlyrik, beschreibendes Gedicht, Gnome, Epigramm, Satire, poet. Epistel. — 2. Epische Poesie: Fabel, Allegorie, Parabel, Paramythie, poet. Erzählung, Legende, Mährchen, Sage, Idylle. Ballade, Romanze, Epos, Roman, Novelle.— 3. Dramatische Poesie: Tragödie, Komödie, Schauspiel, Oper. — Anhang: Bouts=rimes, Parodie, Travestie, Räthsel.— Alphabetisches Register zu beiden Theilen. Dies Werk verdient in jeder Hinsicht vollauf die allseitige Anerkennung, die ihm zu Theil wurde. Zu der übersichtlichen Anordnung des alles Wesentliche enthaltenen Stoffes, zu der Gemeinverständlichkeit der bei aller Kürze durchweg lichtvollen Darstellung 2c. kommt die Folgerichtigkeit und Selbstständigkeit der Auffassung, die alles möglichst einfach und natürlich nimmt. In der Unterscheidung der wesentlichen und der unwesentlichen Bedingungen echter Formschönheit zeigt sich überall ein richtiges unbefangenes Gefühl und sinniges Verständniß für Sprache und Kunst, das zwischen pedantischer Strenge und verschwommener Laxheit die rechte Mitte einzuhalten weiß“ 2c. Ueber den zweiten Theil: „Die Dichtungsarten, nämlich, die Begriffe subjective und objective, sentimentale und naive, klassische, romantische und moderne reale und ideale, direct und indirect idealisirende, geistliche und weltliche, ernste und scherzhafte Poesie,— Lyrik, Epos und Drama werden aus dem innersten Wesen der Dichtkunst heraus ebenso gründlich und scharfsinnig wie anschaulich und gemeinverständlich dargelegt. Die Selbstständigkeit des Urtheils, namentlich gegenüber der auch hier immer hochgehaltenen Haupt=Autorität(Vischer) bewährt sich wieder, besonders in den Ansichten über die Stellung der Lehrdichtung, über das Verhältniß von realer und idealer Poesie in der Anwendung auf Homer und Shakespeare, über die zeitliche Priorität der Lyrik, in der Schaffung zweier neuer Unterarten derselben, nämlich des lyrischen Lebensbildes“ und der„Schiller=Gedankenlyrik“, sodann in der Vergleichung unserer beiden Dichterheroen als Lyriker 2c. Sehr warm spricht sich auch das sittlich=patriotische Gefühl des Verf. aus,“ 2c. Allgemeine Literaturzeitung.(Wien.) 1868. Nr. 29. u. 40. Zu beziehen durch die Buchhandlung von C. Braus. Die heftigsten Zahnschmerzen beseitigen augenblicklich unfehlbar die berühmten Tooth-Ache-Drops. Verkauf in Originalgläsern zu bei Carl Braus. Sgr. Ein großer Aaghunk billig zu kaufen. Wo, sagt die Exped. dies. Bl. Meine seit über 30 Jahren gesammelten Erfahrungen, Magenkrampf, Unterleibsbeschwerden, Drüsen, Scropheln, offene Wunden, Rheumatismus, Gicht, Epilepsic, Bandwurm, Syphilis und andere Krankheiten, welche aus dem verdorbenen Blute entspringen, gründlich zu heilen, theile ich auf frankirte Anforderungen unentgeltlich, mündlich und schriftlich, mit und sollte kein Kranker die Hoffnung aufgeben, geheilt zu werden, ohne sich vorher mit meiner Heilmethode bekannt gemacht zu haben. Louis Wundram, Professor in Bückeburg, Schaumburg=Lippe. Nr. 47 Abenne Bierteljäl Inserti Die Zeile oder Berlin hört, maß zielle Lage die gesam Hiernach 1868 alle unterworfe da ausgef nen Verw werden kö 1869 soll beschränkt, ten aus d contractlich gen werde Schon an geringeren kasse so w Bezug au von Geld ausdrücklig hen und dentlichen neuen Ein von hat: niglichen tet, so b Beträgee am Schlu vorhanden erfolgen: gang kom nigen Bar führten B — E voller Bes nisterium zu den di cits abge — Do Interesse z1 Plätze im lebt in stet des Hauses stellt werdges Haus, von den„ Verhältniss Abgeordnet daß sich d Wasser hal ein secundi — 2 nach Bre ten.— holsteinise worden. — T schlüssen; helm“ 2, Von den „Kronpri! rich Karl für die dre Thlr. 15 Summe den Schif 15,764,0