Nr. 41. Samstag, 4. April 1891. 5. Jahrg. „„„ Seitung für Sradt und Land. Organ des landw. Kreis-Vereins. des Dienstags, Donnerstags und Samstags, mit einer landwirthschaftlichen Beilage und dem Westfäl. General=Anzeiger. „Inserate, Abonnementspreis vierteljährlich 1 welche in Paderborn und Umgegend große finden, kosten pro Petitzeile nur 10 Pfg., Reclame 30 Pfg. itung Bestellungen auf den„Paderborner Anzeiger“ für 2. Quartal werden von jeder Postanstalt, Landbriefträger und in der Expedition Markt D 106 zum Preise von 1 Mark entgegengenommen. ∆ Die parlamentarische Lage in Oesterreich. Am nächsten Donnerstag tritt der neugewählte österreichische Reichsrath zum ersten Mal zusammen und darf man wirklich begierig darauf sein, wie sich die Dinge in dem neuen Parlamente entwickeln werden. Denn dasselbe gleicht noch vollständig dem Buche mit den sieben Siegeln und das besonders Charakteristische an der durch die jüngsten Reichsrathswahlen geschaffenen Lage ist das vorläufige gänzliche Fehlen einer Mehrheit, auf welche sich die Regierung des Grafen Taaffe stützen könnte. Es ist allerdings versucht worden, aus den drei größten Gruppen des jetzigen Reichsraths, den Deutschliberalen, den Polen und dem klerikalen Hohenwart=Klub, eine solche Mehrheit zusammenzuschweißen, aber diese Versuche sind schon im Beginne gescheitert. Die Deutschliberalen wollten von einem Zusammengehen mit den reaktionären und katholischen Elementen, welche sich im HohenwartKlub vereinigt finden, unter keinen Umständen etwas wissen, anderseits stellten wiederum die Polen den Deutschliberalen Bedingungen, durch welche die Liberalen zum fünften Rad am Wagen der geplanten Mehrheit geworden wären, deutscherseits wurden daher die polnischen Vorschläge zurückgewiesen. Außerdem wollte sich der Ministerpräsident Graf Taaffe nicht im Geringsten dazu verstehen, den Deutschliberalen für ihre Mitwirkung bei der künftigen Regierungsmehrheit irgend welche Zugeständnisse zu machen und jene Garantien zu geben, welche die deutschliberalen Führer von ihrem Standpunkte aus verlangen zu müssen glaubten. So ist es denn dahingekommen, daß selbst jetzt noch, unmittelbar vor dem Zusammentritte des Reichsrathes, die Frage der Mehrheitsbildung in demselben sich noch völlig in der Schwebe befindet, da unter denjenigen Fraktionen, welche hierbei zuerst in Betracht kämen, vorläufig keine Einigung erzielt zu werden vermochte. Um aber den„eisernen Ring“ der ehemaligen Reichsrathsmehrheit wieder aufleben zu lassen, dazu sind jetzt vollends keine Aussichten vorhanden, da ein wichtiges Stück dieses Ringes, die Altzechenpartei, verschwunden ist, während die übrigen Theile der früheren Mehrheit jeden Zusammenhang mit einander verloren zu haben scheinen. Aus alledem ergiebt sich ein höchst verschwommenes Bild der politischen Lage in der neuen Volksvertretung Oesterreichs und von der großen„Klärung“, welche die Reichsrathswahlen für die inneren Verhältnisse Oesterreichs bringen sollten, ist zur Zeit noch blutwenig zu spüren. In den maßgebenden Wiener Kreisen soll man denn auch bereits der Meinung sein, daß die nunmehrige ungewisse Situation längere Zeit dauern könne, und es heißt, Graf Taaffe beanspruche in Hinblick auf die schwankenden Parteiverhältnisse lediglich eine Mehrheit von„Fall zu Fall“, eine Arr von Geschäftsmajorität, um die parlamentarische Maschinerie nothdürftig in Gang zu erhalten. Dieser Ausweg in der Frage der Mehrheitsbildung könnte angesichts des in Oesterreich durch die jüngsten Wahlen geschaffenen Wirrwarrs wohl als ein vorläusiger Nothbefehl gelten, aber auf die Daner vermöchte selbst Graf Taaffe trotz seiner anerkannten politischen Geschmeidigkeit schwerlich mit einer Parlamentsmehrheit auszukommen, die immer nur für heute auf morgen zu gebrauchen wäre. Und um so eher wird sich der Leiter der inneren österreichischen Politik zu einem festen klaren Programm aufraffen müssen, als schon jetzt die ungemein rührigen Jungzechen beschäftigt sind, sich mit anderen extremen Gruppen zu einer Oppositions= oder eigentlich Obstruktionspartei zu verschmelzen, die unter Umständen der Regierung bedenklich zu schaffen machen könnte. Auf keinen Fall jedoch kann Graf Taaffe in seinen Berechnungen die deutsche Partei außer Acht lassen, denn sie ist nach wie vor die stärkste Fraktion der österreichischen Volksvertretung und das numerische Gewicht dieser Partei wird durch die Einheitlichkeit ihres Auftretens noch bedeutend verstärkt. Wollte es aber der Kabinetschef versuchen, trotzdem auch diesmal ohne die Deutschen zu regieren— nun wohl, dieselben können dann das Weitere ruhig abwarten, sie wissen, daß sie schließlich doch nicht zu entbehren sind, soll Oesterreich nicht in unabsehbare Wirrnisse gestürzt werden. Politische Uebersicht. Paderborn, den 4. April 1891. Kaiser Wilhelm hat am Mittwoch seine Reise nach der Ostseeküste ungeachtet der ungünstigen Witterung 3) Organist von Mirabella. Novelle von C. v. Ilmenan. (Nachdruck verboten.) „Das muß ich sagen,“ setzte Graf Thun „Mozart ist als Künstler die personifizirte Anmuth und Lieblichkeit; eine Cascade von entzückenden Melodieen entströmt seinen Partituren, sobald er den Taktstock ergreift; seine Musik ist eine Tonmalerei, die ihresgleichen nie gefunden hat! Kennt Jemand von Ihnen, Messieurs, Mozarts G-Moll=Symphonie, die sogenannte LiebesSymphonie? Sie ist entzückend! Oder hörten Sie schon das neue G-Moll=Quintett? Es ist, als ob aller Seelen Tiefe darin ausgemalt sei. So etwas Ergreifendes in der Kunst finden Sie nur etwa noch bei Rafael!" „Mein Gott, Thun, Sie werden ja beredsam wie Hermes selbst!“ lachte Malfetti. „Er hat aber Recht!" bestätigte Gallas.„Ichkann's so schön nur nicht sagen, fühlen thue ich's aber ebenso!“ Unter diesen Gesprächen erreichten die Herrn das Schloß, in welchem sie verschwanden. Eine halbe Stunde nachher sprengte ein kaiserlicher Courier in voller Carrière der Hauptstadt zu. Staunend sahen ihm die Dorfbewohner nach, dann war er in einer Staubwolke verschwunden. Zu später Abendstunde rumpelte noch eine Hofkutsche durch das Dorf nach Mirabella und verschwand im Schloßhofe. In diesem Wagen saß ein kleiner Herr mit klugen, graublauen Augen, den Fürst Lichnowsky mit den herzlichen Worten„Willkommen, lieber Mozart!“ selbst in Empfang nahm. Er selbst wies ihm auch seine Zimmer an und trank mit ihm eine Flasche Ungarwein zum Abendbrod. „Die Andern,“ sagte er,„sitzen bei einer Tarokpartie. Beneiden wir sie nicht!“ „Keineswegs!“ lachte Mozart. „Wie geht es Ihrer werthen Gemahlin?“ „Ach, so leidlich, lieber Fürst; Konstanze ist noch sehr schwach! Ich hoffe aber zu Gott, es wird mit der milden Witterung besser!“ „Das wünsche ich auch!“ Sie tranken die Weinflasche aus und Graf Thun sagte dann: „Und nun schlafen Sie wohl, lieber Mozart, und spielen Sie morgen Ihr Bestes!“ „Was der Genius mir eingiebt, Durchlaucht!“ meinte Pogart.... m Sianer Mblih Lammfeansfeni“ „Daß die windigen Iraliener endlich davonlaufen!" bemerkte Graf Thun. „Die laufen nimmer, Fürst! Wo fänden sie's halt besser als am Wiener Hofe?“ „Sie haben Recht! Gute Nacht!“ „Gute Nacht!“ Mozart, denn dieser große kleine Mann war es, nahm ein Etui aus der Brusttasche seines rothen Rockes und öffnete es; dasselbe enthielt das Bild seiner Frau Konstanze. Er besah es lange, küßte es dann und sagte: „Gute Nacht, Stanzerl! Grüß Dich Gott, Spitzignas, Bagatellerl, Du Krallerballer!“ Dabei lachte das freundliche kleine Gesicht des Künstlers so herzlich, als befände er sich scherzend mitten unter seiner Famite.., Aug, Los Traben Sn. Bald wurde es in dem Zimmer des großen Musikers stille und dunkel, aber der darauffolgende schöne Maimorgen, dazu ein Sonntagmorgen mit den feierlichen Sonntagsglocken nah und fern, lockte den Schläfer bald wieder aus dem Bette. Er kleidete sich an, nahm die Morgensuppe ein, ergriff den dreieckigen Hut und wanderte ins Feld hinein, dem angetreten. Die erste Unterwegsstation bildete Stettin, wo der erlauchte Monarch am genannten Tage früh 8 Uhr eintraf, von der Einwohnerschaft enthusiastisch empfangen. Der Kaiser begab sich sofort nach der Werft des„Vulkan", wo er die im Umbau begriffene Yacht„Hohenzollern“ eingehend besichtigte und alsdann den seiner Vollendung nahen Prachtdampfer des norddeutschen Lloyd„Fürst Bismarck“ in Augenschein nahm. In der elften Vormittagsstunde verließ der Kaiserliche Herr die Hauptstadt Pommerns und reiste nach Lübeck weiter, wo die Ankunft Nachmittags ½4 Uhr erfolgte. Hier wurde der Kaiser von seinem erlauchten Bruder, dem Prinzen Heinrich, und dem commandirenden General des 9. Armeecorps, Grafen Waldersee, begrüßt, und hielt hierauf, den Lübecker Bürgermeister zur Seite, seinen Einzug in die festlich geschmückte alte Hansastadt. An der Holsterbrücke bewillkommnete Dr. Prehmer im Namen der Bürgerschaft den Kaiserlichen Gast) der alsdann beim Bürgermeister Behn Absteigequartier nahm. Hier fand Vorstellung der Senatsmitglieder statt, später unternahm der Kaiser unter dem Jubel der Bevölkerung eine Rundfahrt durch die Stadt, besichtigte den Dom und wohnte dem Festessen ihm zu Ehren im Rathhaufe bei. Abends 9 Uhr setzte der Kaiser die Reise nach Kiel über Travemünde fort. Von Kiel aus gedenkt der hohe Herr direkt nach Berlin zurückzukehren, doch scheint die Stunde der Rückkehr noch nicht endgültig festzustehen. * In der Frage des Welfenfonds ist endlich eine hochamtliche Kundgebung erfolgt. Der„Reichsanzeiger“ theilt mit, daß im Schooße des preußischen Staatsministeriums schon seit längerer Zeit Erwägungen über eine anderweitige Regelung der Verwaltung des beschlagnahmten Vermögens der vormaligen Hannover'schen Königsfamilie gepflogen worden seien. Nunmehr habe das Königliche Hausministerium beschlossen, dem Landtage in der nächsten Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher über die Verwendung der Revenuen des Vermögens und über die Controlle derselben Bestimmungen treffe.— Da also nunmehr die preußische Regierung aus eigenem Antriebe die gesetzliche Regelung der Angelegenheit des Welfenfonds in die Hand nommen hat, so ist das angekündigte selbstständige Vorgehen des preußischen Abgeordnetenhauses in dieser Frage überflüssig geworden, so daß wohl auch eine parlamentarische Besprechung derselben für jetzt unterbleiben dürfte. Hoffentlich entsprechen aber die noch bekannt zu gebenden Vorschläge der preußischen Regierung den Wünschen der Dörschen zu. Eben hub auch dort die Sonntagsglocke zu läuten an und in Mozart sang und jubelte es in großen, ernsten, heiligen Chören, ein Halleluja dem gütigen Gott, dem Schöpfer dieses schönen Frühlings. Mozart war schon lange gegangen, und er spürte Durst. Da sah er ein hübsches weißes Haus vor sich und las:„Gasthaus zum schäumenden Faß.“ „Aha, da hätten wir ja Gelegenheit, einen Schoppen zu trinken,“ dachte Mozart. Er kam an eine Hecke und sah hinter derselben ein— Liebespaar. Allezeit gespassig gestimmt blieb er stehen und hörte nun Folgendes sprechen: „Ich bin recht unglücklich, Joseph; daß es so kommen mußte!“ „Ich wollte, diesen Ignatius Würzler holte der Teufel! Dieser elende Krämer!“ „Er ist reich, Joseph, deshalb zieht ihn der Väter Dir vor: Du bist arm, das ist in seinen Augen der größte Fehler!“ „Lauf der Welt!“ dachte Mozart hinter der Hecke. „Nun will er sich auch noch den Titel„Hofhändler“. zulegen!“ „Er bekommt ihn nicht, Ottilie!“ „Er steckt sich hinter's Hofamt!“ „Glaub's noch nicht!“ „Gestern hat der Schändliche es dem Vater selbst erzählt! Ich sagt' freilich, ich wollt' ihn nicht, ich liebte Dich, den Schullehrer Joseph Wilhelmi in Brunn, aber da hat der Vater g'lacht und g'sagt:„Merk auf, Mädl, was ich jetzt sag: eh' der Joseph nicht den Titel„Hoforganist“ hat, eh'r sollst Du ihn nicht heirathen! Ist er das, so geb' ich meine Einwilligung!“ Dann hat er slacht und is gegangen!“.„#. 142 Sunl „Und das werd ich mein Ledtag nichr, Orti! Das öffentlichen Meinung, die übereinstimmend dahin gehen, es möge mit der Einrichtung des Welfenfonds gründlich reiner Tisch gemacht werden. Der 76. Geburtstag des Fürsten Bismarck ist an zahlreichen Orten Deutschlands festlich gefeiert worden und kamen hierbei überall die tiefen Gefühle der Dankvarkeit und Verehrung gegen den eigentlichen Begründer der nationalen Einheit unseres Vaterlandes erneut zum Ausbruch. In Friedricheruh selbst bildete den Mittelpunkt der Geburtstagsfeier des Fürsten der vom Hamburger Reichstagswahlverein veranstaltete Fackelzug, an dem 3000 Personen theilnahmen. Der frühere Reichstagsabgeordnete Wörmann hielt die Begrüßungsansprache an den vor dem Schloßthore erschienenen Fürsten, welcher kurz, aber bewegt dankte. Auch diesmal sind dem Fürsten Bismarck ungemein viele Geburtstagsspenden zugegangen, von denen ein nicht unbeträchtlicher Theil aus dem Auslande stammt. Anläßlich des 76. Geburtstages Bismarcks brachten die„Hamb. Nachr.“ einen Artikel, in welchem erklärt wird, daß die behaupteten Gegensätze zwischen dem Fürsten und der gegenwärtigen Regierung nicht bestünden, Bismarck sei ein viel zu guter Patriot, um dem von ihm selbst geschaffenen Reiche und dessen Regierung Schwierigkeiten zu bereiten. Die letztere Versicherung wird gewiß auf allen Seiten unbedingt Glauben finden, daß aber trotzdem zwischen den jetzt maßgebenden Berliner Kreisen und dem ehemaligen Kanzler nicht Alles ganz glatt steht, ist ungeachtet des Dementis der„H. N.“ wohl zweifellos. Von einem Glückwunsch des Kaisers an den Fürsten Bismarck ist diesmal noch nichts gemeldet worden. * Das Ableben des sächsischen Kriegsministers Grafen Fabrice, welcher bekanntlich auch die Aemter des Vorsitzenden im Gesammtministerium, des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten und des Ordenskanzlers in seiner Person vereinigte, hat die Neubesetzung der erledigten Aemter nöthig gemacht. Dieselbe ist jetzt in der Weise erfolgt, daß König Albert dem Cultusminister Dr. v. Gerber den Vorsitz im Gesammtministerium und die Funktionen eines Ordenskanzlers, dem Staatsminister v. Metzsch aber die Leitung des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten übertragen hat. Der Nachfolger des Grafen Fabrice im Kriegsministerium, Edler v. d. Planitz, sieht sich also ausschließlich auf die Leitung letztgenannten Ressorts beschränkt. * Das kleine Dänemark liefert dem Auslande immer wieder das wenig erbauliche Schauspiel eines nachgerade chronisch gewordenen Verfassungsconfliktes. Die beiden Häuser des dänischen Reichstages, das überwiegend radikale Folkething(Abgeordnetenkammer) und das in seiner Mehrheit conservative Landsthing, haben sich auch diesmal über das Budget nicht einigen können und mit diesem Mißton ist der Reichstag am Mittwoch geschlossen worden. Es hat daher wiederum ein provisorisches Finanzgesetz in Kraft treten müssen, welches die Regierung zur Forterhebung der laufenden Steuern und Abgaben und zur Bestreitung der nothwendigen Ausgaben innerhalb der Beiträge in der Finanzgesetzvorlage ermächtigt. heißt mit andern Worten: ich krieg Dich nimmer! Das ist recht schlimm!“ Beide weinten. Der gute Mozart weinte leise mit. Er dachte an die prüfungsvolle Zeit, als er Aloysia, seines Weibes Schwester, zu lieben meinte und die ergreifende Arie „No so d’onde viene“ komponirte, dann an die Zeit, als er sein Stanzerl kennen lernte und in der Entführung sang: „Ach, ich liebte, war so glücklich!“— „Otti, hast Du mich lieb?“ fragte indeß der junge Schullehrer drüben. „Ja, Joseph; ich laß nimmer von Tir!“ „So behüt Dich Gott, ich muß zur Kirche!“ „Und ich heim; behüt Dich Gott!“ Sie küßten sich und gingen von einander. Ein paar Minuten später trat Mozart in's„Herrenstübl“ des Gasthanses zum schäumenden Faß, wo auch ein Klavier stand, bestellte ein Glas Wein, warf sich auf einen Stuhl vor dem Klavier und machte so wunderbare Musik, daß das ganze Haus zuhorchte. Ottilie brachte den Wein, blieb aber wie verzaubert stehen, bis sich de: Femde rasch herumdrehte. G'seg'ns Gott!“ sagte sie. Es war dieselbe Stimme, welche er hinter der Hecke gehört. Es war Mozart nicht schwer, das liebe Kind auszufragen, dann bezahlte er seinen Wein und schritt direkt der Dorfkirche zu; Ottilie mit ihrem Vater folgte später. Sonderbarer Weise war auch Kaiser Joseph mit seiner Begleitung auf den Gedanken gekommen, den Gottesdienst in der Dorfkirche zu besuchen. Allgemeines Erstaunen ergriff die Kirchenbesucher, als die hohen Herrschaften Platz nahmen! Im Gefolge waren auch diesmal Salieri und Martin, nach Mozart aber sah sich Fürst Lichnowsky vergeblich um, obwohl er ihm eine gute Nachricht zu überbringen hatte. (Fortsetzung folgt.) Auf dem in Paris tagenden internationalen Bergarbeiter Congreß ist es bei der Berathung der geschäftlichen Behandlung der Congreßarbeiten zu erregten Scenen zwischen den Vertretern der einzelnen Länder gekommen. Sowohl bei den Debatten über die Zeitfrist für die einzelnen Redner, wie bei denen über den Abstimmungsmodus platzten die Gegensätze derb auf einander, ja, es kam im Bureau sogar zu Handgreiflichkeiten. Mit solchen Vorgängen in seiner Mitte wird der Bergarbeiter=Congreß schwerlich besonderes Ansehen in der Oeffentlichkeit erringen können. * In Frankreich ist man über die vom italienischen Ministerpräsidenten Rudini einem Mitarbeiter des Pariser „Gaulois" abgegebene Erklärung, wonach Italien am Dreibund auch fernerhin festhalten will, höchst unzufrieden. So erklärt z. B. die„Liberté", Frankreich müsse sich Italien gegenüber, so lange dasselbe zum Dreibund gehöre, in der Reserve und Defensive verhalten. Das ist freilich keineswegs ermuthigend für das hervortretende Bestreben des Ministeriums Rudini, mit dem französischen Nachbar zu einem freundschaftlichen Einvernehmen zu gelangen. * Das an Italienern in New=Orleans vollzogene Lynchgericht hat nunmehr zu einem diplomatischen Conflict zwischen Italien und Nordamerika geführt. Derselbe drückt sich zunächst in der Ueberreichung des Abberusungsschreibens des italienischen Gesandten in Washington, de Fava, im dortigen Staatsdepardement des Auswärtigen aus, was man als einen Protest der italienischen Regierung gegen die bisherige, sehr nachlässig geführte Untersuchung über die Vorgänge von New=Orleans seitens der Unionsregierung aufzufassen hat. Den nächsten Grund für die Abberufung de Fava's soll jedoch ein dem Staatssekretär Blaine zugegangenes und von ihm sofort an de Fava ausgehändigtes Schreiben des Gouverneurs von Louisiana gebildet haben, welches der italienische Gesandte angeblich als ein Ultimatum betrachtete. In den Regierungskreisen von Washington spielt man vorläufig den Beleidigten, wirft Italien Leichtfertigkeit in seinem Vorgehen vor und droht mit sofortiger Einberufung des Congresses zur Beschließung außerordentlicher Maßnahmen. Die italienische Regierung besteht auf Einleitung einer regelmäßigen Untersuchung gegen die Mörder der gelynchten Italiener und Zahlung einer Entschädigung an die Hinterbliebenen der letzteren, sonst will sie ihren Gesandten in Washington endgiltig abberufen. Wie es heißt, wäre Staatssekretär Blaine mit Abfassung einer ausführlichen Antwort auf die italienischen Forderungen beschäftigt. * In Moncalieri bei Turin hat eine Zusammenkunft der Familienangehörigen des verstorbenen Prinzen Napoleon stattgefunden. Hierbei ist Prinz Victor Napoleon, der älteste Sohn des Verstorbenen, als Familienoberhaupt anerkannt worden, was freilich den bestimmten Wünschen des Prinzen Napoleon direct zuwider laufen würde. * Die bulgarischen Behörden entwickeln fortgesetzt eine fieberhafte Thätigkeit, um die Mörder des Finanzministers Beltschew aufzuspüren. Aber dieselben scheinen wie in den Erdboden hinein verschwunden zu sein, trotz aller vorgenommenen Verhaftungen hat man noch keine Spur von den Attentätern zu entdecken vermocht und die Erfolglosigkeit dieser Bemühungen beweist, daß das Attentat von Sofia groß angelegt, wohl vorbereitet und reichlich unterstützt war. Selbstverständlich ist nur dringend zu wünschen, daß die Schuldigen noch ermittelt und behufs ihrer Bestrafung dingfest gemacht werden, denn sollte ihre Ergreifung nicht gelingen, so könnte man sich darauf gefaßt machen, in Bälde von einem neuen mörderischen Anschlage gegen die jetzigen Machthaber in Bulgarien zu hören. * * Berlin, 2. April.(Vom Hofe.) Seine Majestät der Kaiser und König begaben Sich gestern in aller Frühe nach Stettin, besichtigten in den Etablissements des„Vulkan“ verschiedene Schiffsbauten und setzten demnächst die Weiterreise nach Lübeck fort, woselbst die Ankunft um 3½ Uhr Nachmittags erfolgte. An der Seite des Senats=Präsidenten Dr. Behn hielten Seine Majestät unter dem Geläut der Glocken und unter dem Jubel der Bevölkerung den Einzug in die festlich geschmückte Stadt. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hause des Senats=Präsidenten, in welchem das Absteigequartier für Seine Majestät bereitet war, und nachdem dort die Vorstellung der Mitglieder des Senats stattgefunden hatte, unternahmen Seine Majestät eine Rundfahrt durch die Stadt, bei welcher Gelegenheit der Dom, die Marienkirche und das Haus der Schiffergesellschaft besichtigt wurden. —(Der„Reichsanzeiger“) schreibt: Nachdem schon seit längerer Zeit Erwägungen über eine anderweite Regelung der Verwaltung des durch die Verordnung vom 2. März 1878 in Beschlag genommenen Vermögens der vormaligen Hannoverschen Königsfamilie stattgefunden hatten, ist nunmehr vom Staats=Ministerium der Beschluß gefaßt worden, dem Landtage der Monarchie in der nächsten Session einen Gesetzentwurf zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung vorzulegen, welcher für die Dauer der Beschlagnahme die erforderlichen näheren Bestimmungen über die Verwendung der Revenuen dieses Vermögens und deren Kontrole zu treffen bestimmt ist. * S t e t t i n, 1. A p r i l.( D e r K a i s e r) i s t k u r z n a c h acht Uhr in Begleitung des Flügel=Adjutanten Admirals v. d. Goltz mittels Sonderzuges hier eingetroffen und wurde von der Bevölkerung begeistert begrüßt. Der Kaiser begab sich zu Wagen nach der Werft des Vulcan. * Travemünde, 2. April.(Der Kaiser) ist gestern Abend 10 Uhr hier eingetroffen. Er betrachtete die feenhaft erleutete Bucht. Der Kaiser ist nur begleitet vom Prinzen Heinrich und Grafen Moltke. Das andere Gesolge ist in Lübeck geblieben. Sechs kleine Mädchen begrüßten den H rrscher; eines spendete ein Gedicht und Blumen, die der Kaiser annahm, nachdem er um Erlaubniß gefragt, ob er sie mitnehmen dürfe. Der Kaiser begab sich heute früh an Bord des Aviso Greif und dampfte, begleitet von drei Torpedobooten, um 8.30 Uhr ab. * München, 31. März.(Der Prinz=Regent) empfing heute Mittag im Beisein des Ministerpräsidenten v. Crailsheim und der obersten Hofchargen den preußischen Gesandten Grafen Rantzau in feierlicher Abschieo=Audienz und überreichte demselben das Großkreuz des Verdienstordens vom hl. Michael. Oesterreich Ungarn. * Wien, 2. April.(Ueber das Attentat) in Sofia bringt die„Neue Freie Presse" weitere Einzelheiten: Stambuloff fragte nach dem Attentat den Kriegsminister: Wenn das Attentat den Ausdruck einer Verschwörung ist, wie würde die Armee eine solche auffassen? Der Kriegsminister antwortete: Die Armee ist treu dem Vaterlande, dem Fürsten, dir und der Regierung, dafür bürge ich mit meinem Leben. Die Polizeit soll ermittelt haben, daß nach dem Attentat Frau Karaweloff aus dem Hause stürzte, rufend:„Schade, daß die Kugel den schönen Veltscheff, nicht den Vagabunden traf, dem sie galt.“ * Graz, 2. April.(Das„Grazer Voksblatt") tritt für die Führerschaft des Prinzen Karl Schwarzenberg in der katholisch=conservativen Partei ein. Derselbe solle der Windthorst Oesterreichs werden. Wenn der große Hohenwart=Club nicht zu Stande komme, solle wenigstens ein kleiner unter Schwarzenberg's Leitung gebildet werden. Italien. * Nom, 1. April.(Der übliche Öster=Empfang) der Cardinäle in der Anticamera Nobile ist wegen leichten Unwohlseins des Papstes von gestern auf Sonntag verschoben worden. Es liegt jedoch kein Grund zur Beunruhigung über den Gesundheitszustand des Papstes vor * Nom, 2. April.(Eine drohende Sprache) führen die Blätter heute gegen die Vereinigten Staaten. Sie fordern Europa auf, Gegenmaßregeln zu ergreifen gegen den unerträglichen Nationaldünkel der Amerikaner, die ihre eigenen Bürger ängstlich schützten, Femde dagegen ruhig abschlachten ließen. Amerika. * Washington, 31. März.(Der italienische Gesandte Fava) verlangte seine Pässe in Folge der Vorgänge in New=Orleans. Er überreichte Vormittags dem Staatsdepartement seine Abberufung. Dieser Schritt verursachte lebhaftes Erstaunen, da er vollständig unerwartet kam und die Untersuchung in New=Orleans noch nicht beendet ist. Die Abberufung wird mit der Mißstimmung begründet welche Känig Humbent betreffs des Lynch=Vorfalls von New=Orleans empfinde. Der Star bemerkt, Fava habe sich für verpflichtet gehalten, abzureisen, der Legitamationssecretair Imperiali bleibe jedoch zur Erledigung der laufenden Angelegenheiten noch zurück; die Pässe würden dem Gesandten sofort ausgehändigt werden. Aus dem Reiche. c Münster, 31. März.(Eisenbahn Reform.) Auch die hiesige Handelskammer hat sich gegen die vom Eisenbahn=Minister vorgeschlagene Reform der PersonenTarife erklärt. Insbesondere befürwortete dieselbe dringend die Beibehaltung der vierten Wagenklasse. Als empfehlenswerthe Tarifsätze hat die Handelskammer aufgestellt für Person und Kilometer: in Personenzügen 5 Pfg. für die erste, 3 Pfg. für die zweite, 2 Pfg. für die dritte und 1 Pfg. für die vierte Wagenklasse; in Schnellzügen 6 Pfg. für die erste, 4 Pfg. für die zweite, 3 Pfg. für die dritte Wagenklasse. —(Jubiläum.) Heute waren 25 Jahre verflossen, seit dem Tage, an welchem der Herr Geheime RegierungsRath Dr. F. Schultz sein Amt als Provinzial=Schul=Rath antrat. In Folge dessen wurden dem Jubilar durch eine Deputation bestehend aus den Directoren Geh. Reg.= Rath Dr. Münch(Münster), Dr. Stahlberg(Hagen), Dr. Grosfeld(Rheine) und Dr. Frey(Münster) die Glückwünsche der Directoren und Lehrer der höheren Lehranstalten Westfalens überbracht. Als Abgeordnete des Westfälischen Philologenvereins waren zu gleichem Zwecke erschienen die Herren Oberl. Prof. Dr. DrapeBochum und Gymn.=Lehrer Westrick=Münster. —(Elektrisch Licht.) Mit der Einführung des elektrischen Lichtes ist das Bedürfniß nach mehr Licht ein allgemeines geworden. Die Gasfabrikanten haben sich Mühe geben müssen, durch neue Brenner auch hellere Gaslampen zu schaffen, und immer noch ruht der Erfindungsgeist nicht, etwas Neues zu schaffen, wodurch Alles bisher Dagewese in den Schatten gestellt wird. Allwöchentlich werden neue Patente gewonnen. Vor Kurzem ist ein Amerikanischer Elektro=Gastechniker mit einer Erfindung an die Oeffentlichkeit getreten— Patent Nr. 98375—, weiche in Fachkreisen die größte Ueberraschung hervorruft. Ursprünglich hatte der Erfinder nur die Absicht, durch elektrische Zündung einer großen Zahl Glasflämmchen Lichteffecte zu erzielen, und ist dann zufällig zu folgendem Ergebniß gekommen. Um ein Local zu erleuchten, wird ein Netz von Kupfer=Drähten unter der Decke her und an den Wänden entlang in entsprechender Entfernung ausgespannt. Die Drähte von der Dicke eines Telegraphendrahtes sind hohl und mit einer Reihe sehr feiner Löcher versehen. In die Drähte, die also eigentlich sehr enge Röhren sind, wird Leuchtgas gepreßt, welches dann aus den feinen Löchern wieder ausströmt. Nun wird an den Drähten entlang der elektrische Strom geleitet. Die Folge davon ist, daß sich die Flämmchen eines Drahtes durch den elektrischen Funken entzünden und im Augenblick ist es im Local tageshell. Dabei ist nun eine geheimnißvolle Nebenwirkung erzielt. Bei der Entzündung der vielen Flämmchen entstehen Töne, sei es durch die Schwingungen des Drahtes oder durch die vielen sich aneinander reihenden Explosionen, genug man nimmt Töne wahr, welche denen der Aeolsharfe nicht unähnlich sind. Der Erfinder hat nun diese Töne nach musikalischen Regeln geordnet und ein musikalisches Beleuchtungswerk oder leuchtendes Musikwerk construirt, welches bei prachtvoller, den Augen wohlthuender Beleuchtung nicht nur die zartesten Symphonien, sondern auch die geräuschvollsten Blechmusikstücke liefert. Alles wird elektrisch betrieben. Den Stücken entsprechend sind die Lichteffecte. Die erste Anlage in Westfalen wird heute im hiesigen„Ludgerihof“, fertig und gewiß allgemeine Bewunderung erregen. Die Bedienung ist sehr einfach. Der Oberkellner steckt ein Notenblatt aus Aluminium in den Apparat, legt den Hebel um und Alles ist fertig. § Herford, 31. März.(Schweinezucht.) Auch jetzt noch ist der westfälische Schinken ein gesuchter Handelsartikel, aber nicht mehr in dem Maße wie früher. Die alte gute Qualität ist dahin. Dies hat seinen Grund in der Verschlechterung der heutigen Schweineracen. Wie Fachleute versichern, ist unsern Schweinen in den letzten Jahrzehnten zu viel englisches Blut zugeführt worden. In Folge dessen fehlt auch jede Gleichartigkeit, so viel Bauernhöfe in einem Dorfe, so viel Abarten sind auch da; man sieht Thiere mit stark gebogenem und mit geradem Rüssel, bochbeinige und kurzbeinige, starkborstige und fast haarlose, lange und kurze. Manche Besitzer wechseln auch alle paar Jahre mit ihrer Zucht, natürlich nur zu ihrem eigenen Schaden. Um nun diese Uebelstände abzustellen, hat sich der Minden=Ravensbergische landwirthschaftliche Hauptverein dahin ausgesprochen,„der Schweinezucht als einen der Hauptviehzuchtszweige des Bezirksvereins mit allen ihm zu Gebote stehenden Mittel zu fördern.“ Es hat sich bereits eine Commission gebildet, und diese fordert in einem Aufrufe alle Züchter von Schweinen auf, am Samstag, den 4. April, 2½ Uhr Nachmittags, im Höpker'schen Saale hierselbst zu erscheinen, um den„Verband der Schweinezüchter" ins Leben zu rufen. Man will von dem englischen Schweine abgehen und wieder auf das ursprüngliche„westfälische Landschwein“ zurückkommen, denn dieses liefert große, durchwachsene, nicht ölige Speckseiten und gute Schinken. Glücklicherweise ist das„westfälische Landschwein“ noch in seiner ursprünglichen Reinheit vertreten, ein Oekonom hat sich nachweislich seit 40 Jahren der Züchtung dieser Race hingegeben und so ein„Musterschwein" erhalten. Auf der letzten Versammlung des landwirthschaftlichen Vereins zu Bünde wurde nun der Vorschlag gemacht, einige Thiere jener Race, die jetzt im Besitz von Herrn Nacke in Brake ist, in Herford vorzuführen, damit sich jeder der dort Erscheinenden durch Anschauen von der Qualität der Race überzeugen kann. * Aus der Rheinprovinz, 1. April.(Die durch Montagsviehmärkte), zu welchen naturgemäß das Vieh schon an den Sonntagen unterwegs ist, vieler Orten veranlaßte arge Störung der Sonntagsruhe will man sich im Rheinland mit Recht nicht länger gefallen lassen. Der Provinzialrath der Provinz hat beschlossen daß fortan nirgends mehr an den Montagen Viehmarkt abgehalten werden darf und die Gemeinden, in welchen noch auf diesen Wochentag fallende Märkte bestehen, sind von den Bezirksregierungen aufgefordert worden, schleunigst für eine Verlegung der Märkte Sorge zu tragen. * Köln, 1. April.(Der„Norddeutsche Lloyd“.) der schon seit langer Zeit für seine Schnelldampfer englische Kohlen bezieht, hat jetzt der„Köln. Volksztg.“ zufolge, begonnen, für seine Frachtdampfer amerikanische Kohlen zu gebrauchen, wovon in den nächsten Wochen beträchliche Mengen zu erwarten seien. Die Hamburger PacketfahrtActien=Gesellschaft habe ebenfalls für ihre Dampfer amerikanische Kohlen eingeführt. * Erlangen, 1. April.(Bei einem Säbelduel!) zwischen einem Lieutenant und einem Studenten wurde dem Offizier ein Ohr abgehauen. X Neuß, 31. März.(Es sind hier falsche 50 Pfennigstücke) mit der Jahreszahl 1876 im Umlauf. Dieser Tage wurde ein solches bei einer hiesigen Kasse eingezahlt und angehalten. Dasselbe ist hinsichtlich der Prägung als ziemlich gelungen zu bezeichnen, jedoch ist das Stück an der dunklen Färbung, dem schlechten Klang und leichter Biegsamkeit alsbald als unecht erkennbar. * Halver, 1. April.(Frühjahr.) Statt des lange erhofften Frühlings ist wiederum strenger Winter im Sauerlande eingekehrt. Am Charfreitag und den folgenden Tagen ist hier so tiefer Schnee gefallen, daß der Verkehr, wenn auch nicht gerade unterbrochen, doch erheblich gestört ist. Auf den Höhen von Breckerfeld, Halver und Lüdenscheid liegt der Schnee mehrere tief, stellenweise sogar, wo der Schnee zusammengeweht ist, 1 Meter hoch. Auf der Schmalspurbahn AltenaLüdenscheid blieb am zweiten Ostertage ein Zug im Schnee stecken. Auf den anderen Strecken Werdohl=Augustenthal und Schalksmühle=Halver konnte der Verkehr nur mit Mühe aufrecht erhalten werden. Sollten die Schneemassen plötzlich mit Regen abgehen, so ist wiederum Hochwasser zu erwarten. * Osnabrück, 1. April.(Selbstmord.) Traurigen Ostern hat ein hier wohnender Schmied seiner Familie bereitet. Der Mann, welcher wegen andauernden Müssigganges von der Verwaltung der Eisenbahnwerkstätten in der vorigen Woche entlassen worden war, entleibte sich am Ostermorgen durch einen Revolverschuß. Der Selbstmörder hinterläßt Frau und fünf Kinder, welche theilweise bereits bei fremden Leuten untergebracht waren. * Harzburg, 2. April.(Die Schnee=Verwehungen im Harze) haben in den letzten Tagen noch bedeutend zugenommen. Die Postverbindung im Oberharze ist zum Theil unterbrochen, so auf der Strecke Clausthal=Andreasberg, zum Theil ist sie nur unter den allergrößten Schwierigkeit aufrecht zu erhalten. Der Schnee liegt im Harzwalde durchschnittlich einen Meter hoch, auf dem Felde ist es noch schlimmer. X Trier, 31. März.(Fund.) In dem ungefähr 15 Minuten von der Stadt entfernten Vororte St. Mathias stießen Arbeiter bei der Ausschachtung eines Kellers in einer Tiefe von etwa zwei Meter auf einen römischen Steinsarg. welcher ein Meter im Quadrat hat, der Deckel zu demselben fehlte. Im Innern des Sarges fand man Knochen und eine kleine Bronzemünze des Kaisers Konstantin. In der Nähe wurde auch eine mit rothem Sandstein verfertigte Mauer freigelegt. Nicht weit von letzterer deckte man ein interessantes, mit vier Ziegelplatten ummauertes Grab auf. In demselben lagen u. a. zwei einhenkelige kleine Bronzegriffe, ein rothes Lämpchen, zwei kleine Gläser, ein Teller von Terra Sigillata mit Töpferstempel, leider zerbrochen. Außer einer zerbrochenen Säule von Muschelkalk holte man auch einen sitzenden Löwen, von dem nämlichen Gestein angefertigt, heraus, welchem leider der Kopf fehlte. Letzterer ging in den Besitz des hiesigen Provincial= Museums über. * Koblenz, 31. März.(Der commandirende General Frhr. v. Loé) hat einen mehrwöchigen Urlaub nach der Schweiz angetreten. Der erste Commandant Graf Rantzau hat die Vertretung übernommen. * Aßmannshausen, 31. März.(Denkmal.) Ueber die Errichtung des am Ufer des Rheines bei Caub in Aussicht genommenen National=Denkmals für den Feldmarschall Fürsten Blücher erfährt die„Wiesb. Presse“. daß der Kaiser in der kürzlich dem Komiteemitgliede, Bürgermeister Hepke in Neuenahr gewährten Audienz dem Unternehmen seine volle Sympathie entgegen brachte. Der Kaiser behalte sich persönlich seine Entscheidung vor und hoffe, daß die in dieser Richtung gehegten Wünsche baldigst in Erfüllung gehen werden. Unter den Unterzeichnern des Aufrufs für Errichtung des Denkmals befand sich auch der nun verstorbene Abg. Windthorst. Es war seine vorletzte Unterschrift. * Erfurt, 27. März.(Bundesschießen.) Zu dem am 19. Juli gelegentlich des XIII. Mitteldeutschen Bundesschießens stattfindenden Festzuge wird eine Theilnahme von gegen 6000 Personen erwartet; auch der Direktor der Gewehrfabrik hat die Beiheiligung von 300 Mann seines Personals zugesagt. Die Gewehrfabrik wird einen von 6 Pferden gezogenen Festwagen stellen, auf welchem die römische Kriegsgöttin Bellona thronen wird und Schützen älterer Zeit sowie eine Waffenschmiede Platz finden sollen. Auf einem von dem Gärtnereiverein gestellten Wagen wird der Gartenbau in seinen einzelnen Abtheilungen zur Darstellung kommen. * Querfurt, 26. März.(Ansteckende Krankheiten.) Durch die im Frühjahre einwandernden polnischen und schlesischen Arbeiter und Arbeiterinnen sind in den letzten Jahren immer häufiger ansteckende Krankheiten, insbesondere granulöse Augenentzündung und noch öfter die Krätze eingeschleppt und nicht nur auf die noch gesunden Arbeiter, sondern auch auf die Ortsbewohner, von denen oft ganze Familien erkrankten, übertragen worden. Es ist daher durch amtliche Bekanntmachung den Arbeitgebern dringend empfohlen worden, den Gesundheitszustand des bezügl. Arbeiterpersonals dauernd zu beobachten unb Erkrankungsfälle dem Landrathsamte sofort zur Anzeige zu bringen. * Kattowitz, 1. April.(Warnung.) In einem Kupee des am Sonnabend Nachmittag von Nikolai nach Kattowitz fahrenden Zuges hatte sich eine junge Dame ans Fenster gestellt. Als der Zug eine Kurve passirte,“ verlor die Dame das Gleichgewicht und traf einen Herrn mit ihrer langen Hutnadel dicht unter das rechte Auge, daß sich, wie dem„Oberschl. Anz.“ geschrieben wird, die Nadel tief einbohrte. In Kattowitz begab sich der Verletzte sofort zum Arzte. * Bremen, 1. April.(Geschenk.) Die bremische Sparkasse schenkte aus dem Jahresüberschuß 237000 M., und eine Dame 50000 Mk. als Grundstock zur Erbauung eines großen Handels=, ethnographischen und nuturhistorischen Museums. Moosburg, 31. März. Vorgestern sind in Hirnkirchen zwei Anwesen niedergebrannt, wobei ein siebenjähriger Knabe und ein achtzehnjähriger Schuhmachergehilfe mitverbrannten. Locales. Paderborn, den 4. April 1891. (Herr Domcapitular Oppermann) wird Dienstag zum ständigem Aufenthalte hier eintreffen. Gleichzeitig verläßt Herr Domvicar Bredemann unsere Paderstadt, um als Pfarrer die bisherige Stellung des Herrn Oppermann in Erfurt einzunehmen. Die Eingesessenen der Dompfarre werden Herrn Bredemann in dankbarem Andenken behalten. —(Beamten= und Vürger=Vereinigung.) Neben sonstigen Vereinsangelegenheiten besprach und beschloß dieselbe in der General=Versammlung am vorigen Donnerstag auch vortheilshalber den gemeinschaftlichen Bezug von Haushaltungs=Bedürfnisse über Vorzugspreise. Ebenso soll der Abschluß von Verträgen über waggonweisen Bezug von Kohlen gegen Vorzugspreise angestrebt werden. Vereinsorgan ist der Paderborner Anzeiger. —(Theater.) Die Vorstellungen der Hubert'schen Theatergesellschaft haben bis jetzt den ungetheiltesten Beifall des hiesigen Publikums gefunden. Leider blieb der Kassenerfolg hinter den Leistungen zurück, da die Zeit eine ungünstige war. Wir hoffen jedoch, daß Herr Director Hubert für sein redliches Bestreben jetzt durch recht zahlreichen Besuch entschädigt wird; der Besuch des Theaters ist nur zu empfehlen. Die bis jetzt Sonntags aufgeführten Stücke waren meist ernster Natur, nächsten Sonntag jedoch wird das Publikum hinlänglich Gelegenheit haben, gründlich zu lachen.„Lumpaci=Vagabundus“, kommt zur Aufführung! Wer kennt nicht das lüderliche Kleeblatt: Schuster, Schneider und Tischler. Allen Freunden eines derben gesunden Humors sei die Vorstellung bestens empfohlen. Damit die Theaterbesucher aus dem Lachen nicht herauskommen sollen, hat Herr Director Hubert am Montag„Das lachende Berlin" oder„Ein Berliner Schusterjunge“ auf das Repertoir gesetzt, ein Stück, welches s. Z. in Berlin viele Hunderte von Aufführungen erlebt hat und heute noch Repertoirstück der meisten Bühnen ist. #Müster franco. Wir versenden jedes beliedige Maas franes. Adresse: Tuchausstellung Augsburg. (Wimpfheimer& Cie.) Bekanntmachung. Unter den Pferden des Westfälischen Husaren=Regiments Nr. 8 zu Neuhaus und Paderborn ist nach den Anzeigen der Ortspolizeibehörde die Rothlaufseuche ausgebrochen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Paderborn, den 1. April.1891. Der Landrath, Jentzsch. O 0G in der Gemeindewaldung von Neuhaus. Der öffentliche Verkauf folgender Hölzer und zwar 360 Stück sehr gute Kiefern zu Brettern, Balken, Sparren, Latten, Kamppfählen, Leiterbäumen, Gerüststangen 2c.; 40 Haufen Kiesern=Keiserhorz zu Brennholz, findet am Freitag den 10. April Vormittags 9 Uhr statt.— Verkaufsplatz beim Försterhause im Walde, unmittelbar an der Kunststraße von Neuhaus nach Hövelhof. Neuhaus, den 2. April 1891. Der Amtmann, Landw. Krris=Perein. Paderborn. Montag den 6. April d. I. Nachmittags 3 Uhr Versammlung im Vereinslocale(Gasthof zur Post.) Tagesordnung: 1. Geschäftliche Mittheilungen; 2. Vortrag des Herrn Hartmann, Director der Landwirthschaftsschule zu Warburg über das Thema: „Was hat der Landwirth in diesem Frühjahre zu thun, um den Schaden, der ihm durch den frühen und kalten Winter bezüglich des Auswinterns der Winterfrüchte erwachsen ist, in etwazuersetzen?“ „Welche Kunstdüngemittel sind dabei anzuwenden Wir machen die Herren Vereinsmitglieder, sowie die Landwirthe, denen gern Zutritt zu der Versammlung gestattet wird, auf diesen Vortrag besonders auf merksam. Paderborn, den 31. März 1891. Der Vereinsvorstand. Saf auszuleihen! #. Aus Armenfonds kann 1, Juli d. J. ein Gesammt Capital von A m6300 Kk. * i m G a n z e n o d e r i n e i n z e l n e n Beträgen von vier à 200 Mark, fünf à 500 Mark, drei à 1000 Mark gegen 4% und ausreichende Sicherheit dargeliehen werden. Paderborn, den 2. April 1891. Die städtische Armendepution. Westfälischen Schinten, sehr gut geräuchert, Mettwurst, Plockwurst Cervetartbarst in bester Qualität, empfiehlt Ignaz Kraft, Paderborn. Gesuch. Deutsche, welcher ein Freund des Reisens und des Wanderns ist, sollte auf: Prisen auf Illustrirte Zeitung für Natur= und Wanderfreunde abonniren und zwar nur bei der nächsten Postanstalt, wo man wohnt, für 1,25 Mark vierteljährlich.„Frisch auf!“ ist der officielle Wandergruß des Verbandes deutscher Touristenvereine mit seinen circa 24000 Mitgliedern. Hochinteressantes Blatt für Jedermann!— Für Hotels, Restaurationen und Cafes in Deutschland und im Auslande unentbehrlich! Erscheint in Berlin am 1., 10. und 20. jeden Monats in großem Format. Probenummern gratis durch die Expedition von „Frisch auf“ Berlin, Prinzenstraße 86. Abonnements müssen sämmtliche Postanstalten Deutschlands jeden Tag annehmen. Eingetragen in der deutschen Postzeitungsliste pro 1891 im 3. Nachtrag Nr. 2276a. S Annoncen 30 Pfennig pro Zeile. Stadttheater. Sonntag den 5. April er. Abends 8 Uhr Lumpaci-Vagabundus oder Das füderliche Kleeblatt. Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Rostroy. Montag den 6. April er. Abends 8 Uhr Das lachende Berlin. Große Posse in 3 Abtheilungen v. Hahn. In Vorbereitung: Drei Kaiser. (Patriotisches Volksstuck.) Töchter des Comerzienraths. Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der französischen, englischen, italienis en spanischen, portugiesischen, holländischen, dänischen, schwedischen, polnischen und russischen Geschäfts-& Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard S. Rosenthal. Französisch— Englisch— Spanisch,— Polnisch, complet in je 15 Lectionen à 1 Mk. Italienisch— Russisch, complet in je 20 Lectionen à 1 Mk. Schlüssel hierzu à 1 Mk. 50 Pf. Portugiesisch— Holländisch— Dänisch— Schwedisch, complet in je 10 Lectionen à 1 Mk. Probebriefe aller 10 Sprachen à 50 Pfg. Leipzig. Rosenthal'sche Verlagshandlung. Mafer und AnstreicherGehülfe gesucht von H. Brinkmann, Paderborn. Die einzige große Modenzeitung, welche 8 Tage erscheint, ist Der Bazar Handarbeit und Unterhaltung. Abonnementspreis= 2½2 Mark— vierteljährlich. Der Bazar übertrifft an Reichhaltigkeit jedes andere Modenblatt. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. Bagar“ Probe=Nummern versendet auf Wunsch unentgeltlich die Administration des Berlin SW., Charlottenstr. 11. h Radfahrer=Verein Pädervorn. Samstag den 4. April Abends 9 Uhr Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Ballotage; 2. Kassenbericht; 3. Vorstandswahl; 4. Vereinsangelegenheiten. Liederbücher mitbringen. Der Vorstand. Für eine Restauration, in der hauptsächlich feine Damen verkehren, wird zum Bedlenen ein Mädchen gesetzten Alters gesucht. Photographie oder persönliche Vorstellung erwünscht. Näheres durch die Exped. d. Bl. unter Nr. 24042. Fohlen und Rinder finden ab 16. Mai Annahme in den Weidekämpen des Vorwerks bei Driburg. Das Weidegeld beträgt für Fohlen 36—45 Mark, für Rinder 21 Mark. Näheres durch die Gutsverwaltung in Neuenheerse. Dünger, vorzüglich für Wiesen, Wollstaubdünger, billigst abzugeben. Kunstwollfabrik Neuhaus Paderborn. bei Rauh’s Regensburger 0•„ Personlich empfohl. d. H. Pfarrer S. Kneipp. Voller Ersatz für Bohnenkaffee Ple. 50 Pie. Jos. Wegener. und deren Folgezustände: Angstgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnißschwäche, Gemüthsverstimmung, Herzklopfen, Magenschwäche, Ohrensausen, Mattigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Uebelkeit, Zittern der Glieder u. s. w. beseitige ich auch in den hartnäckigsten Fällen nach rationeller Heilmethode. Heyden, Chemiker, Hamburg. 7½ 8 9 Landwehr= und Reserve=Verein. Sonntag den 5. d. M. Abends 8 Uhr Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder; 2. Wichtige Vereins=Angelegenheiten. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Paderborn. Generalversammlung am Sonntag den 5. April 1891 Abends 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Ergänzung der Statuten. 2. Kriegerfest in Dortmund. 3. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Paderborn, den 4. April 1891. Der Vorstand. Sächsische Zwiebeln, gesunde, ausgesuchte Waare, 100 Pfd. 5 M. Ignaz Kraft, Paderborn. Manner=Sodalitat. Montag, am Feste Mariä=Verkündigung, Morgens 8 Uhr Hochamt, während des selben gemeinschaftliche Kommunion; 11 Uhr General=Versammlung in der Gaukircher Mädchenschule; Tagesordnung: 1. Rechnungslage, 2. Wahl eines neuen Vorstandes, 3. Bruderschaftsangelegenheiten. Nachmittags 2 Uhr: Bruderschaft Jesus, Maria, Joseph, dann Tedeum. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Standesamts=Nachrichten. Geboren: 1 Sohn dem Kaufmann Ant. Otten, Eisenb. Wagenrevisor Wilh. Aschemeyer, Dr. med. Joseph Dierkes, Hausknecht Joh. Ahle. 1 Tochter dem Eisenb.=Schlosser Friedr. Rüsing, Rendant Ign. Büse, Maurer Jos. Schlichting, Schlosserm. Heinr. Eikel, Auct.=Commissar Heinr. Brinkmann, Arbeiter Fr. Bannenberg, Kaufmann Carl Wegener, Brauereiarbeiter Heinr. Groes, Schuhmachermeister Heinr. Linnemann. Verheirathet: Zuschneider Johann Conr. Giersch m. Florentine Tölle, Tabaksfabrikant Alwin Hassenkamp m. Ottilie Klapmeyer, Schneidermeister Joh. Bonefeld Wittwer m. Wittwe Theresia Elisab. Dreier. Gestorben: Arbeiter Engelbert Koch 48 I. Wittwe Friedrich Wahle geb. Saale 51 J. 9 M. Maria Gertrud Sonderkotten 69 J. Heinrich, S. d. Loc.= Führers Heinr. Striewe 4 M. Bauunternehmer Ludw. Schafmeister 49 J. 9 M. Ehefrau Caroline Pieper geb. Müller 36 J. 5 M. Vernard, S. d. Arbeiter Joh. Götte 1 M. Katholischer Gottesdienst. Sonntag 5. April. Feier der ersten hl. Communion der Kinder in allen Pfarrkirchen: 6½ Uhr: Dom, Universitätskirche, 7„ Gaukirche, 7½" Bußdorf. Heil. Messen um: 5 Uhr: Universitätskirche, Franziskanerkirche, 15½" Dom, Franziskanerkirche, 6" Dom, Universitätskirche, Gaukirche, Bußdorf, Franziskanerk., 6½" Dom, Franziskanerkirche, 7„ Franziskanerkirche(Hochamt), Dom, Universitätskirche, Gaukirche, Dom(Pfarrmesse), Gaukirche, Dom, Gaukirche(Hochamt mit Predigt), Bußdorf(Hochamt mit Predigt), Dom(Hochamt, vorher Choramt, nachher Predigt), 10„ Franziskanerkirche, Kapuzinerkirche, Universitätskirche, 10½" Gaukirche, 11 Dom. Nachmit tagsandachten: 2 Uhr: Dom(Vesper), Gaukirche (Vesper u. Tedeum), Franziskanerkirche(Vers. der Mitgl. des 3. Ordens), 2¾" Dom(Andacht für die NeuCommunikanten mit Predigt und Tedeum), 3;„ Bußdorf(Andacht, Tedeum und Segen), 4½" Universitätskirche(Predigt, Tedeum und Segen). Montag den 6. April.(Maria Verkündigang. Hl. Messen um 5 Uhr: Dom Universitätskirche, Franziskanerkirche, 5½„ Dom, Franziskanerkirche, 6„ Dom, Universitätskirche. Gaukirche, Bußdorf, Franziskanerkirche, 6½" Dom, Franziskanerkirche, 7" Dom(Pfarrmesse u. gemeinschaftliche Communion der St. Johannes=Bruderschaft im Dom und des Jungsfrauen=Vereins), Franziskanerkirche(Hochamt), Gaukirche, Universitätskirche, 7½„ Dom, Gaukirche, 8" Dom, Gaukirche(Hochamt mit Predigt), Bußdorf(Hochamt mit Predigt), 9" Dom(Hochamt), vorher Choramt nachher Predigt), Universitätskirche(Hochamt der Markkircher Pfarre). 10.„ Franziskanerkirche, Kapuzinerkirche, Universitätskirche, 10½„ Gaukirche, 11„ Dom, Nachmittags=Andachten: 2 Uhr: Dom(Vesper), Gaukirche (Bruderschaft Jesus, Maria, Joseph), 2½" Bußdorf(Andacht u. Segen), 2¾" Dom(Rosenkranz=Bruderschaft mit Predigt und Seben), Universitätskirche(Muttergottes=Andacht).