Nr. 40. Paderborn, Donnerstag, 2. April 1891. 5. Jahrg. S Zeitung für Stadt und Land. Organ des landw. Kreis-Vereins. Der Paderborner Anzeiger erscheint wöchentlich dreimal, des Dienstags, Donnerstags und Samstags, mit einer landwirthschaftlichen Beilage und dem Westfäl. General=Anzeiger. welche in Paderborn und Un gegend große Verbreitung finden, kosten pro Petitzeile nur 10 Pfg., Reclame 30 Pfg. Bestellungen auf den„Paderborner Anzeiger“ für das 2. Quartal werden von jeder Landbriefträger und in der Expedition Markt D 106 zum Preise von 1 Mark entgegengenommen. Die Nothwendigkeit der Einführung der zweijährigen Militärdienstpflicht. Die gewaltige Steigerung, welche die Ausgaben für die Zwecke der Landesvertheidigung in den letzten Jahrzehnten erfahren haben und in Folge des furchtbaren Concurrenzkampfes auf diesem Gebiete wahrscheinlich in Bezug auf Neuanschaffungen vervollkommneter Waffen und besserer Ausrüstung noch finden werden, und die so ziemlich erreichte Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit im Volke für militärische Zwecke läßt die Frage der Einführung der nur zweijährigen Dienstpflicht für das Deutsche Reich als eine der wichtigsten für die Zukunft erscheinen, denn immer mehr stellt es sich heraus, daß die zweijährige Dienstzeit nicht nur aus finanziellen Gründen dringend wünschenswerth erscheint, sondern auch aus sozialen und militärischen dringend nothwendig wird. Das Verdienst die letztere Nothwendigkeit offen mit scharfer Darlegung der Verhältnisse klar gelegt zu haben, gebührt einem deutschen General, dem Generalkieutenant z. D. v. Boguslawski, der in einer von jeder Tendenzmacherei freien, rein sachlich gehaltenen Schrift für die Nothwendigkeit der Einführung der zweijährigen Dienstpflicht bei allen Fußtruppen aus militärischen Gründen und aus solchen der sozialen Gerechtigkeit eintritt. Der General v. Boguslawski verwirft nämlich als schädlich für das Heer und nachtheilig für den guten Geist im Volke das System der Dispositionsurlauber, wonach bei der Infanterie und der Fußartillerie ungefähr der dritte Theil der Mannschaften bereits nach einer Dienstzeit von 1 Jahr und 10 Monaten zur Entlassung gelangt. Bei der Entlassung zur Disposition entscheidet nämlich nicht nur die gute Führung und militärische Tüchtigkeit, sondern es würden auch sehr viele mittelmäßige Soldaten als„Reklamirte“ zur Disposition entlassen. Dann sei es aber auch den meisten Kompagniechefs gar nicht möglich, alle tüchtigen Mannschaften zum Dispositionsurlaub vorzuschlagen, sondern es müßten immer eine Anzahl gerade der Tüchtigsten der Ausbildung der Uebrigen und der Rekruten wegen das dritte Jahr zurückbehalten werden, also sei das System der Dispositionsurlauber ein ungerechtes, denn nach beiden Seiten hin wirkten die Gründe der Tüchtigkeit oder Untüchtigkeit oft grundverschieden, der eine Soldat werde entlassen, weil er tüchtig und brav sei, ein anderer werde aber gerade deshalb noch ein Jahr zurückbehalten, weil man ihn als Gefreiten brauche, wieder ein Dritter sehr mittelmäßiger Soldat werde deshalb entlassen, weil er „reklamirt“ worden sei. Aus diesen Gründen mißt aber auch der General v. Boguslawski dem dritten Jahrgange keinen großen Werth bei, denn der dritte Jahrgang sei aus begreiflichen Gründen mißvergnügt, auch übertrage man leicht den schlechten Ruf der wegen Strafen und Dummheit nicht zur Entlassung gekommenen Mannschaften leicht auf den ganzen dritten Jahrgang. General v. Boguslawski verlangt daher aus militärischen Gründen die Aufhebung des Systems der Dispositionsurlauber und gelangt dadurch zur Forderung der zweijährigen Dienstzeit für die Infanterie und Fußartillerie. Diese Forderung eines hervorragenden Militärs muß aber zweifellos dazu beitragen, die große, ungemein wichtige Frage der Einführung der zweijährigen Dienstpflicht in Fluß zu bringen, denn wenn die zweijährige Dienstpflicht aus militärischen Gründen gefordert wird und zwar nicht nur aus den geschilderten Ursachen, sondern auch aus dem großen Grunde,(wie General v. Boguslawskt und andere Militärschriftsteller ausführen), um die allgemeine Wehrpflicht wirklich durchzuführen, um alle gesunden Militärpflichtigen auch wirklich einstellen und Frankreich die Uebertrumpfung verleiden zu können. Und da außerdem im ganzen Volke die auf zwei Jahre herabgeminderte Dienstzeit als eine colossale wirthschaftliche Erleichterung, als ein Gewinn an Arbeit, Zeit und Geld für alle Betheiligten, angesehen werden muß, so gebietet die Vernunft, daß zwar vorsichtig und unter Beseitigung aller Bedenken, aber immerhin sobald als möglich im Reichstage Anstalten getroffen werden, um die entsprechende heilsame Reform auf dem Gebiete der Dienstpflicht im Heere durchzuführen. Die noch bestehende Ungleichheit gegenüber der Reiterei und reitenden Artillerie, bei welcher man mit zweijähriger Dienstzeit nicht auszukommen glaubt, ließe sich vielleicht durch die Begünstigung der Dreijährigfreiwilligen bei diesen Truppengattungen und durch die Vermehrung der Kapitulanten beseitigen. Politische Uebersicht. Paderborn, den 2. April 1891. Bei den kaiserlichen Majestäten war auch diesmal am ersten Osterfesttage eine Osterfestlichkeit für die jüngeren Mitglieder der Kaiserfamilie veranstaltet worden. Dieselbe wurde in Schloß Bellevue abgehalten und bestand im Ostereiersuchen durch die kaiserlichen Prinzen und die hierzu eingeladenen Kinder einer Anzahl hocharistokratischer Familien. * Die festtägliche Pause hat auf dem Gebiete der inneren Politik nichts Bemerkenswerthes gezeitigt und dürfte überhaupt erst die in nächster Woche erfolgende Fortsetzung der Verhandlungen des Reichstages und des preußischen Abgeordnetenhauses wieder mehr Lebendigkeit in die innere Tagespolitik bringen. Auch zu dem in den letzten Wochen so eifrig erörterten Thema des Welfenfonds liegt nichts wesentlich Neues vor und was bis jetzt von bestimmten Plänen und Absichten der preußischen Regierung in dieser Frage gemeldet worden ist, trägt vorläufig nur den Charakter von Muthmaßungen Eingehend wird nicht nur in Marinekreisen, sondern auch in politischen Kreisen das Gerücht besprochen, der cammandirende Admiral v. d. Goltz, gedenke seine Entlassung zu nehmen. Das Gerücht scheint in der That nicht ganz unbegründet zu sein, der Herrn v. d. Goltz zugeschriebene Entschluß soll äußerlich mit der Wegnahme zweier deutschen Handesschiffe an der chilenischen Küste durch die aufständische chilenische Flotte zusammenhängen, es wird dem Leiter unseres Marinewesens vorgeworfen, durch mangelhafte Disposition über unsere in fremden Meeren weilenden Kriegsschiffe dieses Mißgeschick mit verschuldet zu haben. Sehr wahrscheinlich liegen aber die eigentlichen Gründe für den angekündigten Rücktritt des Herrn v. d. Goltz tiefer, in der Zweitheilung unserer Marineleitung, die zu allerhand Unzuträglichkeiten führt, so daß in dieser Beziehung abermalige organisatorische Veränderungen in Aussicht stehen. Am 15. April findet im 19. hannöver’schen Wahlkreise Geestemünde: Lehe die Ersatzwahl zum Reichstage statt, welcher man wegen der hierbei aufgestellten Candidatur des Fürsten Bismarck in ganz Deutschland mit begreiflichem Interesse entgegensteht. Schon jetzt kann es indessen als nahezu gewiß gelten, daß im ersten Wahlgang keine Entscheidung erzielt werden sondern daß es zu einer Stichwahl zwischen dem Fürsten * Der Organist von Mirabella. Novelle von C. v. Ilemann. (Racstruß vorboten.) „Höre, Otti.“ sagte nun der junge Mann,„hat Dein Vater eine Ahnung, daß wir uns lieb haben?“ „Ob!“ entgegnete sie.„Der Herr Würzler, der alberne Geck, hat uns neulich gesehen und dem Vater alles mitgetheilt; es gab Schelte genug, Joseph!“ „Aber ich hab' doch meine Stelle und mein Brod!“ bemerkte der junge Mann. „Der Vater nennt alle Schullehrer Hungerleider; verzeih Joseph, aber es ist halt etwas wahres dabei.“ „Ja, es ist so, denn wir Lehrer werden sehr niedtig besoldet.“ „Ich glaub' kaum, wie die Sach' steht, daß der Vater je seine Einwilligung zu unserer Verbindung geben wird, lieber Joseph, und doch hab' ich Dich so gern!“ erklärte erröthend das junge Mädchen. „Ich Dich auch!“ entgegnete der Lehrer. „Ich hab' schon so viel um unser Glück gebetet, aber es scheint, als ob sie da oben im Himmel auch nichts von uns wissen wollen!“ „O lästere nicht, Otti! Gott und die heilige Jungfrau werden schon he'sen!“ In diesem Augenblicke erschien der Faßwirth vor der Thür des Gasthauses, und das Paar duckte sich deshalb hinter der Hecke nieder. Deutlich vernahm es die Stimme des Hausherrn, welcher seinem Aerger mit den Worten Lust machte: „So hol', doch der Geier; sie fahren's doch wieder Alle nach Mirabell“!“ Und er ging fluchend wieder hinein in das Haus. „Ich muß heim!“ meinte Ottilie. Schn it und nunmn bchif von in dange Mann. „Ja, um 7 Uhr Unter unserem Garten! Adieu, Joseph!“ „Adieu, Otti, behüt Dich Gott!“ Sie war schon verschwunden, er aber ging sinnend durch das Feld dem kleinen Schulhause zu. 2. Der Lauscher am Gartenzaun. Das Diner auf Schloß Mirabella war zu Ende, und Kaiser Joseph saß mit dem General Gallas, Fürst Kaunitz, dem Gesandten bi Malfetti, Graf Thun und Fürst Lichnowsky im grünen Pavillon bei einem Glase Schaumwein beisammen. An der entgegengesetzten Wand stand ein prachtvoller Flügel und auf demselben spielte der Hofkapellmeister Salieri. Leichte und gefällige Melodien entquollen unter seinen Fingern dem Instrumente, und als er geendigt, lohnte ihm reicher Beifall der hohen Gäste. „Es war eine Phantasie über meinen Akur!“ ente gegnete der Italiener mit Stolz auf eine Frage det Kaisers. „Ja, ja!“ sagte Kaiser Joseph leutselig,„Sie haben Ihre Sache gut gemacht, Salieri. Ein für allemal, Ihre Musik bleibt meine Lieblingsmusik!“ Der Italiener verbeugte sich ehrfurchtsvoll und ging. Da ergriff der Gesandte Neapels das Wort erklärte: „Ihre Hauptstadt Wien, Majestät, ist mit Musik wahrhaft gesegnet! Da giebt es einen Gluck, einen Pierini, einen Haydn, einen Martin, einen Salieri und einen Mozart. Wie kommt es aber, daß wir Mozart heute nicht hören? Ich habe mir viel Gutes von ihm erzählen lassen!“ „Die Herren Mozart und Salieri lieben sich nicht!“ meinte der Kaiser lächelnd. „Werde ich Mozart einmal hören können? Er soll auf dem Klavier das Unmöglichste möglich machen!“ erwiderte der Gesandte. „Das Gerücht hat nicht übertrieben!“ bemerkte Fürst Lichnowsky. „Solche Leute wie Mozart, Excellenz,“ fiel hier Fürst Kaunitz ein,„werden höchstens alle hundert Jahre einmal geboren!“ „Aber unsere Zeit versteht den Mozart leider nicht, mein lieber Fürst!“ versetzte der Kaiser mit einem feinen Lächeln. „Weil er uns allen voraus ist!“ erklärte Kaunitz. „Zu viel Noten, zu viel Noten, mein Lieber!“ lachte der Kaiser. „Ew. Majestät erinnern sich,“ entgegnete der Staatskanzler aber freimüthig,„was der junge Meister auf die Vorwürse, daß seine Compositionen zu viel Noten enthielten entgegnete:„Nicht mehr als nöthig sind, Sire!“ Alle lachten. „Ja, ja!“ sagte Kaiser Joseph gutmäthig.„Der Mozart mag so von seinem Standpunkte recht haben.“ „Ein Genie muß aber der Mozart doch sein!“ meinte Malfetti. „Seine Opern, die Entführung und die Hochzeit des Figaro sind Perlen der musikalischen Dichtung!“ erklärte Fürst Lichnowsky. Er war Mozarts Freund und vertheidigte dessen Kunst stets gegen Jedermann. „Mir ist cosa rara lieber mit ihren einfachen Melodien, als dieses Heer von Tönen bei Mozart!“ entgegnete der Kaiser:„Aber lieb ist mir mein Mozart Bismarck und vermutlich dem von den Socialdemocraten aufgestellten Candidaten kommen wird. Es hätten alsdann die Freisinnigen und Welfen des genanten Wahlkreises den Ausschlag zu geben und in diesem Falle ständen die Chancen für die Candidatur Bismarck gerade nicht sehr günstig. Daß sich der ehemalige Kanzler überhaupt vor die Möglichkeit einer engeren Wahl bei seiner Candidatur gestellt sieht, läßt dieselbe immer wieder als ein Experiment erscheinen, welches vorerst kaum als ein glückliches bezeichnet werden kann. Der erste April hat sich diesmal für Deutschland durch zwei besondere Ereignisse ausgezeichnet. Einerseits ist am genannten Tage die Vereinigung der Helgoland mit der preußischen Monarchie vollzogen worden, anderseits ist an ihm die Neuordnung der Verwaltung Deutsch=Ostafrikas in Kraft getreten. Helgoland gehört nunmehr in aller Form als ein besonderes Verwaltungsgebiet zum preußischen Staate und zwar speciell zum Regierungsbezirke Schleswig gemäß dem vom preußischen Landtage genehmigten Helgoland=Gesetz. Zugleich ist von 1. April ab auf der Insel die Reichsverfassung in Kraft getreten mit Ausnahme der Bestimmungen über die Zoll= und Handelsverträge, welche nicht ohne Weiteres auf Helgoland anwendbar sind. Was Deutsch=Ostafrika anbelangt, so ist bekanntlich am 1. April Herr v. Soden, der frühere Gouverneur von Kamerun, als neuernannter Generalgouverneur für unsere ostafrikanischen Schutzgebiete in Thätigkeit getreten und haben hiermit klare politische und staatsrechtliche Verhältnisse daselbst Platz gegriffen. Soweit sich übersehen läßt, werden die bislang im deutschen Colonialdienste in Ostafrika thätig gewesenen verdienten Männer, v. Wißmann, Emin Pascha und Freiherr v. Gravenreuth, auch fernerhin dieser ihrer Thätigkeit erhalten bleiben, mit einem bestimmt abgegrenzten Wirkungskreise für jeden Einzelnen. Außerdem ist Dr. Carl Peters am 1. April als Kommissar in den Dienst des Reiches getreten und wird er als solcher unter Herrn v. Soden fungiren. * Das belgische Ministerium Baernert scheint noch immer nicht die in den Arbeiterkreisen Belgiens herrschende Stimmung ihrem Ernste nach zu würdigen. Der Ministerpräsident Baernert hat sich geweigert, eine Abordnung des Generalrathes der Brüsseler Arbeiter zu empfangen, welche dem Cabinetschef die Wünsche der Arbeiter in der Verfassungsrevisions=Frage vortragen wollte. Die Gründe, mit denen Herr Baernert seine Weigerung belegt, erscheinen indessen nicht sehr stichhaltig und jedenfalls wäre es von ihm politisch klüger gewesen, wenn er die Vertrauensmänner der Arbeiter wenigstens empfangen hätte. Es kann nur weiter verbitternd auf die letzteren einwirken, wenn sie sehen, daß ihre Vertreter beim leitenden Staatsmann nicht einmal vorgelassen werden, und es ist sehr wahrscheinlich, daß unter dem Eindrucke dieses Vorganges nunmehr der schon angekündigte Massenstreik der belgischen Arbeiter ausbricht. * Am 9. April tritt der neue österreichische rath zusammen und alsdann wird es sich auch zeigen müssen, inweit eine Mehrheitsbildung im neuen Hause möglich sein wird. Einstweilen herrscht in dieser Frage noch große Verworrenheit, da die Vorbesprechungen, welche Ministerpräsident Graf Taaffe mit den Führern der Deutschliberalen, der Polen und der katholischen Hohenwart=Gruppe gepflogen hat, nur sehr dürftige Resultate ergeben haben. Am wahrscheinlichsten ist eine auch! Damit Sie das sehen Excellenz, wandte er sich an den Gesandten Malfetti,„so will ich Mozart rufen lassen; morgen sollen Sie ihn hören!“ Lichnowsky küßte dem Kaiser die Hand und sagte gerührt: „Ich danke Ihnen, Majestät!“ Joseph lachte und frug scherzend: „Sie danken mir? Ja so; alle Welt weiß, daß Sie Mozarts guter Genius sind! Schade, daß meine musikalischen Kenntnisse mir nicht gestatten, Mozarts Musik zu verstehen wie die italienische! Gesegnete Mahlzeit, Messieurs!“ Die Sitzung war damit aufgehoben. Der Kaiser wandelte mit Fürst Kaunitz in den breiten Schattengängen des Gartens auf und ab und besprach mit ihm politische Aktionen, während die übrigen Herren dem Schlosse zuwandelten. „Ich bin wirklich begierig, dieses musikalische Unikum zu sehen und zu hören!“ versicherte Malfetti den Fürsten Lichnowsky nochmals, als die Herren weiter gingen. „Ich werde Majestät erinnern, Mozart rufen zu lassen!“ entgegnete Graf Thun. General Gallas aber meinte: „Mein lieber Kollege, verzeihen Sie! Sie sind selbst Italiener, aber von diesem kleinen Manne werden Sie etwas ganz Anderes hören, als das Gedudel des guten Salieri; dieser ist nicht werth, dem Mozart die Schuhriemen zu lösen!“„„ „Hoho, Herr Kollega. erwiverte der Gesandte. „Ja,“ versicherte Lichnowsky,„Sie werden es selbst ce Gelichen de Mehrheit von„Fall zu Fall“, wie weit aber Graf Taaffe mit einer solchen kommen wird, das ist auch noch eine Frage. Der Großfürst=Thronfolger von Rußland traf dieser Tage in Fortsetzung seiner Orientreise in Saigen, der Hauptstadt von Französisch=Cimbodscha, ein. Natürlich boten die dortigen Behörden Alles auf. um den erlauchten Gast zu ehren und auch hierdurch die Intimität des russisch=französischen Verhältnisses zu bekunden. Am Sonntag, den 29. März, fand dem Thronfolger zu Ehren Parade der Garnison von Saigen und Abends ein Ball beim Generalgouverneur statt. Am nächsten Tage wohnte der hohe Reisende einem Balle auf dem Kriegsschiffe„Loire" bei und am Dienstag war eine Tiger jagd in der Umgebung von Saigen in Aussicht genommen. Alsdann beabsichtigte der GroßfürstThronfolger direkt nach Hongkong weiter zu reisen. Ob er bei seinem Aufenthalte in China am Pekinger Hofe vorsprechen wird, wie dies ursprünglich in Aussicht genommen war, ist inzwischen wieder fraglich geworden, da sich gegenüber dem beabsichtigten Besuche des Czarensohnes in Peking seltsame Etikette=Schwierigkeiten erhoben haben. Auch über den Heimweg verlautet noch nichts Näheres, vermuthlich wird der Großfürst denselben aber größtentheils zur See zurücklegen. * In Bulgarien steht man noch vollständig unter dem Eindrucke des Attentates auf die Minister Stambuloff und Beltschew. Trotz eifrigster Nachforschungen scheint es noch nicht gelungen zu sein, eine bestimmtere Spur der Mörder des Finanzministers Beltschew aufzufinden, dagegen unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß das Attentat dem Ministerpräsidenten Stambuloff galt, alle vorgefundenen Anzeichen sprechen wenigstens dafür. Die Verhaftungen verdächtiger Persönlichkeiten in Sofia nehmen ihren Fortgang und wurden u. A. mehrere Anhänger der russenfreundlichen Partei des Landes verhaftet. Im Uebrigen werden die Ergebnisse der in Sachen des Attentates von Sofia geführten Untersuchung geheim gehalten. Am Sonntag Nachmittag fand in Sofia die feierliche Beerdigung des ermordeten Belnschew unter großer Betheiligung der Bevölkerung statt.— Die Petersburger„Nowoje Wremja“ meint in einer Besprechung der Mordthat von Sofia, dieselbe beweife nur, daß in Bulgarien noch immer haltlose Zustände herrschten, denen durch Einschreiten der europäischen Mächte ein Ende gemacht werden müsse. Schade nur, daß das panslavistisch=russische Blatt nicht sagt, wie es sich dieses Einschreiten denkt! * In der italienischen Arbeiterbevölkerung auf nordamerikanischem Boden giebt sich seit dem Lynchgericht von New=Orleans fortgesetzt große Erregung kund. Dieselbe hat sich soeben erst in einem zu Parkerburg(Westvirginien) von italienischen Eisenbahnarbeitern begangenen Gewaltakt Luft gemacht. Die Leute besprachen das Lynchverfahren von New=Orleans, und als sich ihr Vorarbeiter, ein Schotte, Namens Mc. Cauley, billigend über Letzteres äußerte, stürzten sich die Italiener auf ihn und tödteten ihn, den Körper des Unglücklichen furchtbar verstümmelnd. Die Behörden von Parkersburg haben es bis jetzt noch nicht gewagt, die Mörder zu verhaften— vielleicht, daß nun auch Parkersburg der Schauplatz eines Lynchgerichtes wird. * * Berlin, 31. März.(Vom Hofe.) Seine Malät der Kaiser und König empfingen heute Morgen um 2 Uhr den Chef des Civilkabinets, um 10 Uhr den sef des Militärkabinets, um 10¾ Uhr den kommanenden Admiral Freiherrn von der Goltz, um 11¼ r den Staatssekretär Hollmann, um 12 Uhr den Chef s Marinekabinets und nahmen darauf militärische Melngen entgegen. Alsdann ertheilten Seine Majestät m chinesischen Gesandten Hung die nachgesuchte Abjiedsaudienz. Im Anschluß hieran wurden der Königh württembergische Hauptmann Kling, kommandirt zum uswärtigen Amt, sowie der Legations=Rath von Lindeu in Audienz empfangen.. —(Ihre Majestät die Kaiserin und nonigen t), wie„W. T. B.“ aus Dresden meldet, heute Vorttag dort eingetroffen und auf dem Böhmischen Bahnfe von Seiner Majestät dem Könige, den anwesenden rinzen, der Prinzessin Caroline Mathilde von Schlesg=Holstein=Sonderburg=Augustenburg, dem Herzog Ernst ünther, dem Prinzen zu Hohenlohe und dem preußischen esandten Grafen von Dönhoff empfangen worden. om Bahnhof aus fuhr Ihre Majestät mit dem Könige r Begrüßung Ihrer Majestät der Königin nach dem Braunschweig, 31. März.(Die BraunschweiWelfenpartei) läßt ihr hiesiges, vor drri Mon eingegangenes Preßorgan soeben erneut erscheinen. selbe enthält in der Probenummer die allerschärfsten ele gegen Preushen..9, Spinregen. * München, 31. März.(Der Prenserh.n., sing heute Mittag im Beisein des Ministerpräsidenten srailsheim und der obersten Hofchargen den preußi: Gesandten Grafen Rantzau in feierlicher Abschiedssenz und überreichte demselben das Großkreuz des dienst=Ordens vom heiligen Michael. Oesterreich. * Prag, 31. März.(Im katholisch=politischen Verein) für das Königreich Böhmen widmete der Präsident Graf Schönborn dem verstorbenen Abgeordneten Dr. Windthorst einen ehrenden Nachruf.— Auf Antrag des Fürsten Karl Schwarzenberg protestirt der Verein gegen den Beschluß der Prager Kommune, für das HußDenkmal einen Platz zu widmen. — Hier brach ein Maurerstreik aus, in Folge dessen auch die Maurerarbeiten auf dem Ausstellungsplatze eingestellt sind. Im Laufe des Vormittags sammelten sich ungefähr 2000 Miurer vor dem Innungshause an. Da die Massen auf Aufforderung der Polizei nicht auseinandergingen, gebrauchte dieselbe die blanken Waffen. Nur dem Zureden eines Arbeiterführers gelang es, die Menge zum Auseinandergehen zu bewegen. Hierbei wurden bedrohliche Rufe gehört. * Brüssel, 31. März.(Dr. Karl Peters) hatte gestern Abend eine längere Audienz beim Könige der 84ce. Aus dem Reiche. ∆ Altenbeken, 31. März.(Den Dank der Kaiserin) erhielt vor einigen Tagen hierselbst die Dienstmagd Agnes Bieling für 50 jährige treue Dienste bei ein und derselben Familie in Gestalt eines goldenen Kreuzes, welches ihr von dem Herrn Landrath Jentzsch selbst überreicht wurde. Die treue Person ist schon 53 Jahre bei der Wittwe Daun. * Werl. 31. März.(Lehrer=Versammlung.) Auf ihr Begrüßungs=Telegramm an den Cultusminister erhielt die Versammlung des katholischen Lehrer=Verbandes folgende Antwort:„Euer Wohlgeboren danke ich verbindlichst für die freundliche Begrüßung. Ich hoffe, daß die Verhandlungen der Versammlung der Volksschule zum Nutzen und von dem patriotischen Geiste getragen sein werden, der allein der Lehrerschaft zur Ehre und dem Verbande zum Nutzen gereichen kann. Zedlitz.“ Auf dem Verbandstage sind anwesend über 400 Lehrer und eine Anzahl Geistlicher. l*) Telgte, 30. März.(Das Ergebniß der Abgangsprüsung) am Knickenberg'schen Institut war, daß sämmtlichen 32 zur Prüfung zugelassenen Gymnasial=Untersecundanern bezw. Bürgerschul=Primanern das Zeugniß der Reife ertheilt wurde. Den Vorsitz führte der Herr Geheimrath Dr. Schultz aus Münster. Die Anstalt zählte 240 Schüler und 15 Lehrer. # Dortmund, 30. März.(Bergarbeiterversammlung.) Am Sonnabend Abend wurde die von den Bergleuten Bunte, Schröder und Siegel einberufene Bergarbeiterversammlung in Folge anhaltender tumultuarischer Szenen während einer Rede des Redacteurs Lensing polizeilich aufgelöst. Lensing war auf Einladung erschienen und sprach in Erwiderung auf die Reden der Einberufer. Die Versammlung war von ungefähr tausend Bergleuten besucht. (2) Essen, 30. März.(Die Immediat=Eingabe) katholischer Combattanten gegen den protestantischen Pfarrer Hrn. Dammann ist, laut eingetroffenen Bescheid, vom Kaiser an den Herrn Cultusminister zur ressortmäßigen Erledigung überwiesen worden. Dieser hat die Eingabe dem Oberkirchenrath zugestellt, welch' Letzterer dieselbe unter den 28. d. an das Confistorium in Koblenz (s) Elberfeld, 31. März.(Bezüglich der Sonntagsruhe) ist der hiesigen Bäckermeister=Innung vom Herrn Minister für Handel und Gewerbe folgendes Antwortschreiben zugegangen: Berlin, 21. März 1891. Aus dem vom Vorstand mit gefl. Zuschrift vom 12. d. M. mitgetheilten Protest gegen die vom geschäftsführenden Vorstand des Bäckerverbandes Germania an den Reichstag gerichtete Petition betreffend die Sonntagsruhe habe ich mit Befriedigung ersehen, daß der unbeschränkte Betrieb der Bäckerei an Sonn= und Festtagen von der Elberfelder Feinbäckerei nicht für nothwendig erachtet wird. Ich knüpfe daran die Hoffnung, daß es ohne dauernde Schädigung des Bäckergewerbes möglich sein wird, die Sonntagsarbeit in diesem soweit einzuschränken, daß auch den darin beschäftigten Gesellen und Lehrlingen die für sie besonders nöthige Sonntagsruhe in angemeffenem Umfange gesichert wird, zumal ich die Ueberzeugung theile, daß auch die Cons% menten sich bald in die durch eine solche Regelung bedingte icht gewichtige Aenderung ihrer Lebensgewohnheiten finden werd a.“ (“) Elberfeld, 27. März.(Eine furchtbar, Gasexplosion) fand am 24. März Abends kurz##r 9 Uhr in einem Hause der Brausenwerthstraße statt. Die allein im Heuse anwesenden Dienstmädchen bemerkten gegen 8 Uhr plötzlich einen starken Gasgeruch, weshalb sie vorsichtshalber sämmtliche Fenster im Hause öffneten, das Gaslicht löschten und eine kleine Petroleumlampe anzündeten. Als dann gegen 9 Uhr der Besitzer des Hauses mit seiner Mutter nach Hause zurückkehrte und diese den Gasgeruch wahrnahmen, lief ersterer sofort in den Keller. Gleich darauf erfolgte unter furchtbarem Knall die Explosion und sprang der junge Mann vollständig in Flammen gehüllt aus dem Keller heraus. Das dort wüthende Feuer wurde von der alarmirten Feuerwehr bald gelöscht. Der Hausbesitzer hat im Gesicht, an Hals, Nacken und Händen erhebliche Brandwunden erlitten. Die in dem Hause angerichtete Verwüstung ist eine ungeheure; fast sämmtliche Fensterscheiben bis in die dritte Etage sind zertrümmert. Im Entree des Hauses, sowie im Parterre sind ganze Thüren herausgerissen. Eine massive Wand im Parterre ist über 4 Zoll bei Seite geschoben und zerrissen. Die Wandbekleidungen sind in Folge des Luftdrucks bis in die 2. Etage losgelöst. Leuchter, Fensterrahmen und sonstige Gegenstände 2c. liegen wüst durcheinander. * Frankfurt a. M., 30. März.(Eine fatale Verwechselung) passirte, wie wir dem„Gen.=A.“ entnehmen, einem Kassenbeamten aus der Nachbarschaft, Derselbe hatte 805 Mk. Kassengelder an seine Behörde auszuliefern, die er fein säuberlich in ein großes Couvert verpackte. Außerdem stellte er einen Brief an seinen in Berlin studirenden Sohn fertig, packte in denselben einen Karton mit Mustern und schrieb:„Der gestreifte Stoff ist für die Hose, der andere für Rock und Weste. Suche Dir einen aus und schicke ihn als Muster ohne Werth nach hier.“ Diese dem Sohn zugedachte Österüberraschung addressirte Papa nun irrthümlich an seine Behörde, während das Geld zu seinem studienbeflissenen Sohn nach Berlin wanderte. Wie erstaunt aber war der vorsorgliche Vater, als er die Kartons, kaum abgesandt, von der Behörde breve manu zurückerhielt, mit dem Bemerken, hier liege wohl eine Verwechselung vor. Das begriff der Absender in der That sehr schnell und telegraphirte sofort an seinen Sohn um Zurücksendung des Geldes. Doch der mochte das nette Sümmchen wohl als willkommene Beihilfe zu einer Österreise angesehen haben und war, wie die Rückoepesche besagte, auf unbestimmte Zeit verreist!— Nun wird Papa wohl nichts anderes übrig bleiben, als vor der Hand die 805 Mark aus eigener Tasche vorzustrecken. Hoffentlich bekonmt sein Sohn den versprochenen Anzug trotzdem! —(Der Dichter und Humorist Friedr. Stoltze) ist vorgestern Abend nach langem Leiden gestorben. Derselbe wurde geboren am 21. November 1318 als der Sohn eines hiesigen Restaurateurs— des Hauses zum Rebstock—, das er später oft in seinen Witzen und Dichtungen erwähnte. * Mainz, 30. März.(Straßenreinigung.) Hier hat man jetzt den Versuch gemacht, die Straßenreinigung während der Nachtzeit vornehmen zu lassen. Derselbe ist sehr zur Befriedigung ausgefallen, und soll diese Neuerung vorerst für die Sommerzeit eingeführt werden. Die Reinigung geschieht in den Stunden von 10 Uhr Abends bis 4 Uhr am Morgen. * Bremen, 31. März.(Auf einer am Sonnabend) den 28. d. M. in Düsseldorf stattgehabten Versammlung von Vertretern der sämmtlichen an dem kontinentalen Passagierverkehr nach Nordamerika betheiligten Dampfschiffahrts=Gesellschaften wurde ein Uebereinkommen in der Richtung getroffen, vom 1. April d. J. ab die Zwischendecks=Passagepreise auf sämmtlichen Linien gleichmäßig ausgehend um zehn Mark und in Amerika um 3 Dollar zu erhöhen. Locales. Paderborn, den 2. April 1891. —(Heute ist der Postverkehr) zwischen Paderborn und Stukenbrock durch Einrichtung eines Personenfuhrwerks zwischen den beiden Orten über Neuhaus und Hövelhof mit Postsachenbeförderung eröffnet worden. Die Post geht von hier 8 Uhr 35 Minuten Vormittags ab und trifft um 12 Uhr Mittags in Stukenbrock ein, sodann geht dieselbe in Stukenbrock 6 Uhr 30 Minuten Nachmittags ab und trifft 9 Uhr 55 Minuten Abends in Paderborn ein. Eine Botenpost geht außerdem zwischen Neuhaus und Hövelhof 4 Uhr 30 Minuten Nachmittags von Neuhaus ab mit der Ankunft um 6 Uhr 30 Minuten in Hövelhof, sowie mit dem Abgange von Hövelhof 2 Uhr Nachmittags und der Ankunft in Neuhaus 4 Uhr Nachmittags. Die Anlage einer Telegraphenverbindung mit Stukenbrock steht ebenfalls in Aussicht. Hiernach haben sich die Verkehrsverhältnisse im nördlichen Theile des Kreises Paderborn in Folge des großen Chausseebaues nach Stukenbrock immer mehr gebesert. —(Auf dem rheinsch=westfälischen Bäckergesellentag.) welcher am Ostermontag in Köln stattfand, waren Delegirte aus Düsseldorf, Duisburg, Hagen, Steele, Essen, Mülheim a. d. Ruhr, Solingen und Aachen vertreten. Die Versammlung nahm nach längerer Verhandlung folgende Resolution an: Der zweite rheinischwestfälische Bäckertag beschließt, der allgemeinen Organisation(Verband deutscher Bäcker und verwandter Berufsgenossen) sich anzuschließen, um unsere Forderungen: 1) eine durchschnittliche Arbeitszeit von 10 bis 12 Stunden; 2) Lohnsatz von mindestens 5 Mark für den jüngsten Gesellen; 3) wöchentliche Lohn=Auszahlung; 4) Fortfall der Gesellen=Ausschüsse der Innung; 5) Wahl von Ausschüssen aus öffentli hen Versammlungen; 6) Abschaffung der Sonntagsarbeit; 7) Einschränkung der Lehrlingszüchterei zu erreichen. In einer weiteren Resolution beschloß min, in jedem Jihre einen rheinischwestfälischen Bäcker=Congreß abzuhalten, und zwar soll der nächste in Essen abgehalten werden. —(Dienstjubiläum.) Unser Mitbürger, Herr Canzlei=Inspector Willke feierte gestern das 50jährige Dienstjubiläum. Im Sitzungssaale des Landgerichts waren um die Mittagsstunde sämmtliche Beamte des Landgerichts versammelt. Unter feierlicher Ansprache überreichte Herr Landgerichtspräsident Müller dem Jubilar das ihm von Se. Majestät verliehene Diplom als„Canzlei=Sekretair". In der Ansprache hob der Herr Präsident das lange segensreiche, berufstreue Wirken des Herrn Willke im Dienste des Vaterlandes hervor. Am Abend hatten die Collegen des Jubilars demselben ein fröhliches Fest in den Räumen des Bürgervereins bereitet. Möge der trotz seiner Jahre noch jugendfrische Herr Willke noch lange seine Dienste dem Vaterlande widmen! —(Im Verein für Kaufleute, Beamte und Kunstgewerbetreibende hielt Herr Prälat Propst Nacke am Dienstag Abend einen interessanten Vortrag über die Seelsorge in den großen Städten. Redner schilderte an vielen Beispielen die Noth an Kirchen und Seelsorgern und stellte als Nothwendigkeit hin, den Bau von Nothkirchen zur Befriedigung der dringendsten kirchlichen Bedürfnisse. Wie schwierig es sei, große Kirchen zu bauen, beweise die Marienkirche in Hannover, für welche ein Windthorst Jahre lang gesammelt habe und die trotzdem noch so verschuldet sei. Herr Kaplan Spork, der Präses des Vereins, sprach dem hochw. Herrn Redner den Dank des Vereins aus für den begeisternden Vortrag; derselbe werde die Mitglieder des für die Sache des Bonifacius=Vereins immer mehr erwärmen und opferwillig machen. § Ueber den echten schwed. Boxdorn. Vor kurzer Zeit brachten Sie in Ihrem geschätzten Blatte einen Artikel von Herrn P. B. Christian, Landschaftsgärtner in Tondern(Schleswig) über den echten schwedischen Boxdorn als Heckenpflanze. Sie drucken vielleicht im Interesse der Leser Ihres Blattes auch nachfolgende Zeilen ab. Der schwedische Boxdorn wurde in Deutschland zuerst beschrieben von Herrn Theodor Brand, Landschaftsgärtner auf der Nordseeinsel Flöhr, im Jahre 1886 in„Möllers deutscher Gärtnerzeitung“ Nr. 23 vom 20. Juli und wie nachfolgend empfohlen: Brand sagt dort wörtlich: Wo es sich um eine schnell wachsende Schutzpflanzung handelt in rauhester Freilage, auf dürftigstem Boden, sei es Dünensand, Kies, Grausand, Haideboden, Kalter Moor und Sumpf, steriler Lehm oder Basaltfelsen, auf nackten sonnigen Abhängen, wie in schattigster Parkanlage unter dichtbelaubten Bäumen im Halbdunkel und Tropfenfall wird dieses Lycium seinen Zweck erfüllen. Im darauf folgenden Jahre veröffentlichte Herr P. B. Christian in demselben Fachblatte(Nr. 9 vom 2. März) eine Abhandlung, welche dieselbe Pflanze von genau denselben Gesichtspunkten behandelt und für dieselben Zwecke empfiehlt. Also wie aus obigen leicht und ohne besonderes Nachdenken zu ersehen, nur für extreme Verhältnisse. Der nun kürzlich in Ihrer Zeitung abgedruckte Artikel desselben Herrn erweckt in dieser Fassung vielfach die Meinung, als ob der Boxdorn auch für gute Lagen und für gewöhnliche Verhältnisse zu empfehlen und gleichsam als Ideal einer Heckenpflanze anzusehen sei. Daß dem nicht so ist, erhellt aus nachfolgenden Urtheilen, deren ich mich erinnerte und welche der„Pract. Rathgeber für Obst= und Gartenbau“ schon im Jahre 1889 in Nr. 23 vom 9. Iuni veröffentlicht hat:„Erfahrungen mit dem schwedischen Boxdorn.“ Vor drei Jahren pflanzte ich, um eine Hecke um meinen Garten zu ziehen, mehrere hundert Stecklinge des schwedischen Boxdorns, da diese Pflanze damals in den landwirthschaftlichen Mittheilungen warm als ganz vorzügliche Heckenpflanze empfohlen wurde. Ich wurde jedoch sehr enttäuscht und hielt der Boxdorn gar nicht, was ich mir von ihm versprochen hatte. Sämmtliche Stecklinge trieben zwar schön aus und machten bei regelmäßigem Schnitt jeden Sommer meterlangs Triebe. Dieselben waren jedoch viel zu dünn und hingen nach allen Richtungen hernieder, so daß die Hecke einen sehr verwilderten, unschönen Anblick gewährte. Ich habe deshalb, da ich die Ueberzeugung gewonnen habe, daß man aus dem Bocksdorn niemals eine schöne schmale Hecke ziehen kann, diesen Winter sämmtliche Pflanzen ausgegraben und entfernen lassen und kann ich nur entschieden abrathen, den schwedischen Boxsdorn als Heckenpflanze zu verwenden. Daß er Ausläufer macht, habe ich nicht bemerkt, jedoch hat er die sehr unangenehme Eigenschaft, die ihn dem schlimmsten Unkraut an die Seite stellt, daß jedes Stückchen Zweig, daß beim Beschneiden der Hecke auf das Land fällt und mit Erde bedeckt wird, Wurzeln treibt und ausschlägt, so daß der Boxdorn, ähnlich wie auch die Himbeere, an der Stelle, wo er einmal gepflanzt war, fast nicht auszurotten ist. Bemerken will ich noch, daß wir in unserer Gegend meist kräftigen, guten und sehr lehmhaltigen Boden haben und mag vielleicht der Boxdorn auf sehr leichtem, sandigem Boden, wo Weißdorn 2c. nicht mehr gedeiht und es überdies nicht auf den Raum, den die Hecke bedeckt, ankommt, einen, wenn auch unvollständigen Ersatz für andere bessere Heckenpflanzen bieten. Ad. Reuter— Bad Ems. Verleitet durch verschiedene Anpreisungen ließ ich mir vor vier Jahren eine Partie Stecklinge von der Insel Fünen kommen. In gutem Boden, nach Vorschrift gepflanzt, wuchsen dieselben sehr spärlich. Die längsten und stärksten Triebe sind heute 1 m lang. Gleichzeitig gepflanzter Weißdoen bildet jetzt schon eine Hecke, während es beim Boxdorn den Anschein hat, als wenn derselbe überhaupt nie eine bilden würde. Kurz, der echte schwedische Bocksdorn treibt keine Ausläufer, ist aber als Heckenpflanze nach meinen Erfahrungen völlig werthlos. Man pflanze deshalb Boxdorn nur da, wo bessere Heckenpflanzen nicht mehr fortkommen. In unserem hiesigen Boden und klimatischen Verhältnissen werden wir selten Grund haben, von dem bewährten Weißdorn abzugehen, wohl aber sollte man sich bemühen, denselben rationeller zu pflanzen und zu pflegen, als dieses in den weitaus meisten Fällen geschieht. Paderborn, 30. März 1891. Eduard Bergener. artikel in hochseinen und dauerhaften * SchuhDrwaaren trafen ein bei I. Wächter. gründl. in u. a. Hause. Näh. d. Exp. Schahlr auren habe eine große Partie zurückgesetzt und verkaufe solche zu jedem annehmbaren Preise. I. Wächter. Beamten= und Bürger=Vereinigung. Donnerstag 2. April Abends 8 Uhr General-Versammlung im Union=Hotel. irte Zimmer mit oder ohne Kost, zu vermiethen. A. Röhren, Dielenstraße. Loumunikanten empfiehlt große Auswahl waaren zu ganz besonders herabgesetzten Preisen: J. Wächter. für landwirthschaftl. Buchführung sind vorräthig in der Bonifacius-Buchhandlung (Th. Thiele.) Lange schmale Archnungssbematart, für Bäcker passend, vorräthig bei Th. Thiele. Coursbericht. Berlin, 31. März 1391. Geldsorten und Banknoten. Freiwillige Trurrarht Paderborn Freitag, 3. Apriler. Abends 8½ Uhr Haupteresammtung. Tagesordnung: 1. Ballotage. 2. Feststellung der Uebungen. 3. Wahl des Festausschusses. 4. Hülefeleistung der Wehr bei Unglücksfällen. Der Commandeur. Marktberichte. April. 100 Kilo Weizen 19,80 bis Pisitenkarten fertigt schuell### Th. Thiele. Paderborn, 1. April. 100 Kilo Weizen 19,80 bis 20,60, Roggen 17,40 bis 18,20, Gerste 16,00 bis 18,00, Hafer 16,00 bis 17,20, Erbsen 23,00 bis 25,50, Bohnen 24,00 bis 26,00, Linsen 20,00 bis 22,00, Kartoffeln 7,00 bis 8,00, Heu 4,20 bis 5,20, Stroh 3,00 bis 4,20, ½2 Kilo Rindfleisch 0,60 bis 0,65, Schweinefleisch 0,60 bis 0,65, Kalbfleisch 0,45 bis 0,50, Hammelfleisch 0,60 bis 0,65, Speck 0,80 bis 0,90, Butter 1,00 bis 1,10, Schock Eier 2,60 bis 3,00. 4 Kilo Brod 0,95 bis 0,95. Köln, 31. März. Rüböl matter; die 100 Kilo mit Faß in Eisenband, vorräthig in Partieen von 5000 Kilo Mark 63,00 B., Mai 62,80 B., 62,50 — Fruchtmarkt. Weizen M. 18,80—19,20, Roggen 17,40—17,60, Gerste 00,00 Hafer 16,60—17,00. 31. März. Rüböl in Posten von 100 Ctr. 62,00 M. faßweise 62,00 die 100 Kil. Gereinigtes Oel 3 Mark höher als Rüböl. Preßkuchen M. 108 die 1000 Kil.— Fruchtmarkt. Weizen, 1. Sorte M. 21,00, 2. Sorte 20,00. Landroggen, 1. Sorte M. 16,40, 2. Sorte 15,80, Buchweizen M. 00,00 Hafer M. 15,50, Kartoffeln 8,00. Alles die 100 Kil. Heu M. 30, Stroh M. 18 die 500 Kil. Kleien M. 5,80 die 50 Kil. Magdeburg, 31. März. Zucker. Kornzucker ausschl. 92% Mk. 18,60, ausschl. 88% 17,00; Nacherzeugnisse ausschl. 75% Mk. 14,90. Schwächer. Brodraffinade I. 28,50, Brodraffinade II. 00,00. Gemahlene Raffinade mit Faß 28,85. Gemahlene Melis I. mit Faß 27,00. Fest. Rohzucker I. Erzeugniß zur Durchfuhr a. B. Hamburg, 13,57. April 13,60. Schwach. Breslau, 31. März. Lupinen schwach gesragt, gelbe 8,30—9,30—9,80 blaue 7,40—8,40—9,40, Wicken unverändert, Mk. 11,00—12,00—13,00. Hamburg, 31. März. Zuckermarkt. Rüben=Rohzucker, 1. Sorte 88% neue Bedingung frei an Bord Hamburg, Febr. 13,80, März 13,65, Mai 13,65 August 13,80. Ruhig. Sovereignes pr. Stück 20=Francs=Stück Dollars pr. Stück Engl. Banknoten Franz. Banknoten Oesterr. Banknoten Russ. Banknoten Zinsfuß d. Reichsbank Lomb. 3½ u. Pfand= und Neutenbriefe. 20.33 16.18 4.1775 20.34 80.85 177.15 240.70 Wechsel 3%. 4% 4% Westf. Pfandbriefe 3½%„„ Hannoversche Rentenbriefe Rhein.=Westf.„ Bank=Actien. Bank f. Rhld. u. Westf. Berg.=Märk. Bank Kölner Wechslerbank Diskonto=Comm. Dortmunder Bankverein. Hannov. Bank Reichsbank Schaaffhausen..... Westfäl. Bank Indastrie=Actien. Bochumer Gußstahl Dortm. Union St. Pr. K. L. A Union=-Braussei.. 103.40 103.10 103.50 117.00 98.25 211.10 106.00 113.00 142.00 115.25 114.80 131.25 72.70 99150 Natholischer Kirchenkalender. Von Samstag ab ist jeden Samstag von Morgens 6 Uhr ab heil. Messe in der Römischen Rapelle. Oeffentliche Sitzung der StadtverordnetenVersammlung am 3. April cr. „Nachmittags 6 Uhr zu weicher höflichst einladet Paderborn, den 31. März 1891. Der Stadtverordneten=Vorsteher Büllers. Tagesordnung: 1. Gestattung der Anlage einer Drainage. 2. Verkauf einer Absplißparzelle Flur 6 No. 2533/1923. 3. Entschädigung für die Abhaltung von Cursen zur Heilung stotternder Kinder 4. Gestattung der Ueberbrückung der Jühengasse durch den Buchdruckereibesitzer Schoeningh. 5. Pflegekosten für einen in der Provinzialanstalt Marsberg untergebrach. ten Geisteskranken. 6. Erhöhung des Tagelohnes für einen städtischen Arbeiter. 7. Bewilligung der Pflegekosten für einen in eine Heilanstalt unterzubringenden idioten Knaben. 8. Disponibelstellung eines Raumes im Wollhause für das hiesige Bezirks=Commando. Jedes Bändchen Asft eingeln k#rnflic— Auswahl des Besten aus allen Litterataren in trefflicher Bearbeitung und gediegener Ausstattung. Jedes Bändchen bildet ein abgeschlossenes Ganse und ist geheftet. Verzeichnisse der bis jetst erschienenen 800 Nummern sind durch jede Buchhandlung kostenfrei zu bezichen. K K Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Prodtagen 100 St. 80 Pfg. vorräthig bei Th. Thiele. fum chung. Dünger, Wollstaubdünger, vorzüglich für Wiesen, billigst abzugeben. Kunstwollfabrik Neuhaus bei Paderborn. Benanntmachung. Die im Besitz von Hunden befindlichen hiesigen Einwohner werden darauf aufmerksam gemacht, daß die für das Rechnungsjahr 1891/92 gültigen Hundemarken in der Zeit vom 1. bis 8. April d. J. im Magistratsbureau kostenfrei abgegeben werden. Gegen Besitzer, deren Hunde nach dem 8. April ohne die vorbezeichnete Marke betroffen werden, kommen die Bestimm ungen der Polizei=Verordnung Königlicher Regierung zu Minden vom 13. Aug. 1854 zur Anwendung. Paderborn, den 28. März 1891. Der Magistrat. Landw. Kreis Herrin. Paderborn. Montag den 6. April d. J. Nachmittags 3 Uhr Versammlung im Vereinslocale(Gasthof zur Post.) Tagesordnung: 1. Geschäftliche Mittheilungen; Vortrag des Herrn Hartmann, Director der Landwirthschaftsschule zu Warburg Aber das Thema: „Was hat der Landwirth in diesem Frühjahre zu thun, um den Schaden, der ihm durch den frühen und kalten Winter bezüglich des Auswinterns der Winterfrüchte erwachsen ist, in etwazuersetzen!“ „Welche Kunstdüngemittel sind dabei anzuwenden?“ Wir machen die Herren Vereinsmitglieder, sowie die Landwirthe, denen gern Zutritt zu der Versammlung gestattet „, auf diesen Vortrag besonders auf merksam. Paderborn, den 31. März 1891. Der Vereinsvorstand. 7. 8. 8. 9. 9. 10. 10. 11. 11. 13. 13. 14. 14. Nachm. Vorm. Nachm. Vorm. Nachm. Vorm. Nachm. 20 90 30 90 20 90 30 *" Die biesjahrigen jahrs=Control=Versammlungen im Landwehrbezirk Paderborn werden in nachstehender Weise abgehalten werden ... 1. Bezirkscompagnie Paderborn: 7. upru 1891 Vorm. 90 Paderborn(Land). Hövelhof. Paderborn(Stadtbezirk) Landwehr 1. Aufgebots und Ersatz=Reservisten. Paderborn(Stadtbezirk) Dispos. Urlauber. Delbrück. Neuhaus. Lippspringe. Nuchm. 8. Altenbeken. 2. Bezirkscompagnie Warburg: April 1891 Vorm. 10° Gehrden. „„ Nachm. 20 Peckelsheim. „„ Vorm. 100 Borgentreich, Landw. 1. Aufgb. u. Ers.=Res. „„ Nachm. 20„ Reserve, Dispos.=Urlauber. „„ Vorm. 100 Warburg, Landw. 1. Aufgebots und Ers.=Res. „„ Nachm. 230„ Reserve, Dispos.=Urlauber. 3. Bezirkscompagnie Hörter: 15. April 1891 Vorm. 1030 Beverungen. 15.„„ Nachm. 30 Höxter Lanw. 1. Aufgeb., Ers.=Reservisten. 16.„„ Vorm. 1030„ Reserve, Dispos.=Urlauber. 16.„„ Nachm. 30 Marienmünster. 17.„" Vorm. 80 Luegde. 4. Bezirkscompagnie Brakel: 17. April 1891 Vorm. 100 Steinheim. 17.„" Nachm. 10 Nieheim. 18.„„ Vorm. 90 Brakel. 18.„„ Nachm. 20 Driburg. Zu denselben haben: 1. sämmtliche Mannschaften der Reserve, 2. sämmtliche Mannschaften der Landwehr ersten Aufgebots, mit Ausschluß derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis Ende September 1879 eingetreten sind, s. sämmtliche zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen und zur Disposition des Truppentheils beurlaubten Mannschaften, 4. die halbinvaliden Mannschaften der Reserve und Landwehr ersten Aufgebots und 5. sämmtliche Ersatz=Reservisten zur festgesetzten Stunde pünktlich zu erscheinen und ihren Militärpaß sowie ihr Führungszeugniß bezw. ihren Ersatzreservepaß mit zur Stelle zu bringen. Gesuche um Befreiung vom Appell sind sofort nach dem Bekanntwerden dieser Aufforderung bei dem Bezirksfeldwebel anzubringen. Eigenmächtiges Fortbleiben vom Appell wird als Ungehorsam gegen einen Dienstbefehl ausnahmslos mit Arrest bestraft. Paderborn, im März 1891. Königliches Bezirks=Commando. Geschäfts-Verlegung. dem heutigem Tage verlege ich meine Mater-&ap Anstreicherwerkstatt „. in mein neuerbautes Haus Detmolderstr. C 204. Zu gleicher Zeit eröffne ich daselbst ein Tapeten-, Glasund Farbwaaren-Geschäft, und halte mich den werthen Einwohnern von Paderborn und Umgegend bestens empfohlen. Hochachtungsvoll SSsepn Grertens. 1 488 Juwelier, Gold-& Silberarbeiter Paderborn Rathausplatz Rauh’s Negensburger rsönlich empfohl.#.# eipp. Voller Ersatz für a Pfd. 50 Pfg. 1848#1 Jos. Wegener. ). Pfarrer S. Bohnenkaffee und deren Folgezustände: Angstgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnißschwäche, Gemüthsyerstimmung, Herzklopfen, Magenschwäche, Ohrensausen, Mattigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Uebelkeit, Zittern der Glieder u. s. w. beseitige ich auch in den hartnäckigsten Fällen nach ratio. neller Heilmethode. Heyden, Chemiker, S Samburg. Staanunsch Karten, einfache und elegante, zur ersten heil. Communion, empfiehlt Bonifacius-Buchhandlung. (Th: Thiele:) Durch alle Buchhandlungen oder auch direkt von der Verlagshandlung zu beziehen er„. Scheise des Alien und D)euen Sostamentes. Illustrierte Volksausgabe. Mit es ferdig gedruckten Dollbildern nach Meisterwerken der christlichen Kunst, über tausend erklärenden Bildern von Stätten und Olätzen der Heiligen Schrift, von Altertümern, Oflanzen, Cieren u. s. w. im Cext, mit Aarten und einer Faniilien=Chronik. Nach der Übersetzung von Dr. Joseph Franz von Alliolk, vom aposolt. schen Stuhle approbierten vollständigen Cext und eine aus den Anmerkungen des großeren Alliolischen Bibelwerkes entnommene Erläuterung jenes Cextes. Erscheint in monatlich 2 Heften in Großquart= Format. Jedes heft 50 Of.=30 Nr.=70 Cent. Zit Sutheitzung und Approbation des hochw. Derrn Fürstbischoft zu Breslau. Laut Erklärung der Verlagsbandlung und Annahme seitens des hochw. Herrn Fürstbischöfl. Delegaten, Propst Dr. Jahnel, fliesst ein Teil des Reingewinns — 1500 Mark für jede Auflage— dem Kirchenbau-Fonds von St. Pius in Berlin, Pallisadenstrasse, zu. A# bweichend von den bioherigen Bilderbibeln, welche nur Sconen und Ereignisse der Bibel mit mehr oder weniger Ohantasie zur Darstellung bringen, wird bei dieser eigenartigen Bibel zum erstenmal unternommen, das Verständnis der Heiligen Schrift durch Darstellung von Gegenständen, Stätten und Olätzen, durch karten, sowie durch Abbildungen von Oflanzen, Cieren, Altertämern 2c. nach authentischen Quellen und den Ergebnissen der neuesten, wissenschaftlichen Forschungen und Ausgrabungen zu unterstügen, wodurch in bisweilen überraschender Weise die Wahrheit biblischer Berichte beglaubigt wird. Beim Schluß des Werkes erhält jeder Abnehmer unentgeltlich das in Farbenund Lichtdruck ausgeführte Aunstblatt „Kteuztueg unseres Herrn Jesu Christi. Die 16 Statonen, Wirklichkeit aussehen.„Nach in Jerusalem gemachten photographischen, alfo naturgetreuen Aufnahmen nebst illustriertem Textbuch. Mit Empfehlung Sr. Heiligs. d Dapstes und mit fürstbtschöflicher Approbation. Baxrruihen=Straße 1.. Verlag von Friollrich Pfeilstücker. umant so ase aul dmn bungn Jakreun, P daf auch Windndemiktuelte im Stant.. er Oibel anzuschaffen abern vollendet sein; die Ausgabe von 50 Pfg alle 14 Tage s daf auch Erinberormurtrss imn Sranor sein werden, sich die Tinten jeder Alt, als: Aleppo, Alizarin, Kaiser, rothe, blaue u. grüne sowie Copiertinte empfiehlt Bonifacius-Buchhandlung (Th. Thiele.) 97 zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der französischen, englischen, italienis en spanischen, portugiesischen, holländischen, dänischen, schwedischen, polnischen und russischen Geschäfts-& Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard S. Rosenthal. Französisch— Englisch— Spanisch,— Polnisch, complet in(# 15 Lectionen àp; 1 Mr. Italienisch— Russisch, complet in je 20 Lectionen à 1 Mr. Schlüssel hierzu à 1 Mk. 50 Pf. Portugiesisch— Holländisch— Dänisch— Schwedisch, complet in je 10 Lectionen à 1 Mk. Probebriefe aller 10 Sprachen àp 50 Pfg. Leipzig. Rosenthal'sche Verlagshandlung. Die einzige große Modenzeitung, weiche aul 8 Tage erscheitt, ist JeT Illustritte Damen=Zeitung für Mode, Handarbeit und Unterhaltung. Abonnementspreis= 2½ Mark— vierteljährlich. Der Bazár übertrifft an Reichhaltigkeit jedes andere Modenblatt. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. Probe=Nummern versendet auf Wunsch unentgeltlich die Administration des„Bazar“ Berlin SW., Charlottenstr. 11. Redaction, Druck und Verlag von Th. Thiele in Paderborn.