Die„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich dreimal(montags, mittwochs u. samstags). Bezugspreis monatlich 2.— DM(einschl. 30 Pfg. Trägerlohn). Postbezug monatlich 2.— DM (einschließlich 27 Pfg. Zustellungsgebühr). Helmatblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Einzige in Schwerte gedruckte Zeitung Einzelnummer 13 Ptg.— Anzeigenpreise 1t. Preisliste Nr. 1.— Druck und Verlag: Hans Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstraße Nr. 3—5. Ruf 2770. Postscheckkonto Dortmund 2852. 83. Jahrgang Frangois Poncet: Deutschland und Frankreich gehören zusammen Eimons Wahrung far und Lulepder Schuman-Plan bringt der deutschen Industrie Absatzquellen Der französische Hohe Kommissar Francois-Poncet, der auf Einladung der Industrie- und Handeiskammer zu einem zweitägigen Besuch in Hannover eintraf, hielt am Sonntag eine Rede über politische und wirtschaftliche Fragen, vor allem über den Schuman-Plan. Dabei gaber seiner Uberzeugung Ausdruck, daß Westeuropa nur dann vollständig vereinigt werden könne, wenn Deutschland und Frankreich sich zusammenfänden. Revanchegelüste und Haßgedanken in den Beziehungen der beiden Völker zueinander hätten keinen Raum mehr. Früherer Ost-CDU-Vorstand arbeitet weiter Die Sieger und die Besiegten von Berlin Im Fußball-Endspiel um die deutsche Meisterschaft besiegte vor 90000 Zuschauern der VfB Stuttgart die Offenbacher Kickers mit 2:1. Unser Bild zeigt beide Mannschaften vor der Kulisse des Berliner Olumpiastadions, links die unterlegenen Offenbacher Kickers, rechts die siegreichen Stuttgarter. Exportsteigerung auf 7.5 Milliarden Erhard sieht dem Marshallplan-Ende ohne Sorgen entgegen dmt Hannover, 26. Juni Den Wegweiser zu der Einigung Westeuropas sieht Francois Poncet in dem Schuman-Plan. Der französische Hohe Kommissar bezeichnete es als einen Anachronismus, daß sich der europäische Warenaustausch auf 19 Märkte verteile und sich unter schwierigsten Umständen vollziehe. Der Schuman-Plan werde in der Konsequenz seiner Entwicklung letzten Endes zu einer europäischen Einheitswährung und einem für alle Europäer einheitlichen Pass führen. Auf alle Fälle werde er die Umtauschbarkeit der europäischen Währung wiederherstellen. Dem Kohle-Eisen-Pool könnte ein Pool für elektrische Energie und ein landwirtschaftlicher Pool folgen. Die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede der einzelnen Länder müßten und könnten ausgeglichen werden. Man müisse bedenken, daß auch die Wirtschaftskarte der Welt sich wesentlich geändert habe. Südamerika, die britischen Dominien und Indien hätten elgene Industrien aufgebaut, die Entwicklung in Osteuropa und Ostasien sel ungeklärt, und deshalb liege es in aller Interesse wenr der Schuman-Plan neue Absatzquellen vor allem in Afrika erschlösse. Wenn England sich nicht am Schuman-Plan beteiligen werde, dann sei das keine Katastrophe, weil zwischen dem europäischen Kohle-Eisenpool und der britischen Kohle- und Stahlproduktion Abmachungen für eine harmonische Zusammenarbeit möglich seien. " K l e i n s t f l u g z e u g e m i t d e u t s c h e n V o l k s wagen-Motoren werden in Paris hergestellt. Französische Konstruktehre haben nach langen Versuchen festgestellt, daß für das„Flugzeug des kleinen Mannes“ der Motor des Volkswagens am geeignetsten ist und haben schon mit der Serienproduktion begonnen. Die Maschine, die 460 090 Francs kostet, soll sich zum französischen Volksflugzeug entwickeln. Mit einer Spannweite von sieben Metern erreichte das Flugzeug eine Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. * Der Londoner Taxistreik wurde nach dreiwöchiger Dauer beendet. Ueber die Hälfte der rund 6750 Taxifahrer befanden sich im Ausstand, weil sie den Fahrpreis für zu niedrig hielten. * Der Präsident der Staatsuniversität von Kalifornien beantragte die Entlassung von 163 Universitätsangestellten. Sie haben sich geweigert, eine Erklärung abzugeben, daß sie keine Kommunisten sind. * Rund 1000 Kirchen werden In Bayern von evangelischen und katholischen Flüchtlingsgemeinden gemeinsam benützt. * FDJ-Angehörige, die wälgend des Pfingsttreffens nach Westberlin geflüchtet waren, sollen im Bundesgebiet aufvenorünen werden. * Im Rahmen der Pfennig-Parade, durch die Mittel zur Bekämpfung der Spinalen Kinderlähmung gewonnen werden sollen, sind in Bayern bisher 120000 DM aufgebracht worden. * Acht Millionen Franzosen haben die Stockholmer Entschließung für ein Verbot Atombombe unterzeichnet, Francois-Poncet wird am Montag mit der niedersächsischen Landesregierung über Flüchtlingsfragen verhandeln und am Montagabend an der Universität Göttingen zum 300. Todestag des französischen Philosophen René Descartes sprechen. dmt Seoul, 26. Juni In den frühen Morgenstunden des Sonntag überschritten nordkoreanische Truppen an elf Punkten die Grenze. Panzer und Artillerie waren ihre starke Stütze in den Kampfhandlungen, die sie bis an die Stadt Kaesong brachten, etwa 60 Kilometer nördlich von Seoul. Auch Paekchong soll eingenommen worden sein. Ferner unternahmen die nordkoreanischen Truppen an der Ostküste Südkoreas Landungsversuche, die ihnen bei Kangung gelangen. Auch von Bundespräsident Professor Theodor Heuß hat die Schirmherrschaft über die „Deutsche Industrieausstellung Berlin 1950“ übernommen, die vom 1. bis 15. Oktober stattfindet. * Das Hilfskomitee der Ungarndeutschen in München weist darauf hin, daß Deutsche, die nach Ungarn zurückkehren, von ihrem früheren Vermögen nichts zurückerhalten. * Der USA-Senat hat eine Gesetzesvorlage verabschiedet, nach der 2500 qualifizierte Ausländer in der USA-Armee dienen können. * Als im Nürnberger Stadtrat die hohen Ausgaben für die Polizeibekleidung kritisiert wurden, meinte der Polizeipräsident, daß die Polizeibeamten genau wie die übrigen Leute dicker geworden wären. dpa London, 26. Juni Das Marlberough-Haus, der Wohneitz der britischen Könlginmutter Mary, wurde in der Nacht zum Sonnabend Schauplatz eines blutigen Verbrechens. Als die Haushälterin Mrs. Knight einen Fremden anrief, der durch ein Fenster eingedrungen war, wurde sie von ihm geschlagen und durch Messerstiche schwer verletzt. Auch ihre Freundin, die ihr zu Hilfe ellen wollte, dpa Bonn, 26. Juni. Unter Vorsitz von Bundesminister Jakob Kaiser beschloß der-frühere Vorstand der Sowjetzonen-CDU, seine politische Arbeit im Interesse der deutschen Bevölkerung in der Sowjetzone von der Bundesrepublik aus fortzusetzen. Der rechtsmäßig gewählte Vorstand der Sowjetzonen-CDU war 1947 durch Eingriff der sowjetischen Besatzungsmacht ausgeschaltet worden. der Halbinsel Ongschin werden schwere Kämpfe gemeldet. Die nordkoreanischen Truppen verfügen über Luftstreitkräfte, die den Flughafen Kimpo bei Seoul angriffen und dabei auch ein amerikanisches Flugzeug beschossen. Die Kämpfe sollen bisher auf beiden Seiten etwa 4000 Tote gefordert haben. Nach Meldungen aus Seoul handelt es sich bei den nordkoreanischen Truppen um aktive Divisionen, die von den Sowjets ausgebildet worden sind. Demgegenüber soll die Ausrüstung der südkoreanischen Truppen mangelhaft sein. Sprecher der südkoreanischen Regierung bezeichneten die Lage als verzweifelt. Demgegenüber meinte der Leiter des amerikanischen Militärberaterstabes für Südkorea, gegenüber 100000 nordkoreanischer Truppen verfüge Südkorea über ungefähr 95000 Mann. Diese selen in der Lage, sich zunächst für mehrere Wochen zu behaupten. Von amerikanischer Seite wird darauf hingewiesen, daß die USA gegenwärtig nur eine kleine Militärmission in Südkorea habe und amerikanische Truppen in den Konflikt nicht verwickelt seien. UNO-Korea-Kommission verlangt Fevereinstellung dmt New Vork, 26. Juni. Sonntagabend wurde auf Verlangen der USA der Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung einberufen, um über den Fall Korea Beschluß zu fassen. Der Sowjet-Delegierte war zu der Sitzung nicht erschienen. Der Delegierte der Vereinigten Staaten forderte, daß die Volksrepublik Korea als Angreifer erklärt und alle sich es ersebenden Maduchmen zur Bustellung der Feindseligkeiten beschlossen wurden. erhielt Verletzungen. Beide mußten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo Mrs. Knight in bedenklichem Zustande darniederliegt. Königinmutter Mary, deren Räume in einem anderen Flügel des Gebäudes liegen, wurde nicht geweckt. Sie wurde erst am Morgen von dem Vorgefallenen unterrichtet. Kunstgegenstände und Schmuck werden bisher nicht vermißt. Im Keller des Marlborough-Hauses wurde ein Mann festgenommen, von dem man annimmt, daß er den Täter iat. lo Hamburg, 26. Juni Von unserem Korrespondenten Bei einer öffentlichen Kundgebung sprachen am Sonntag Arbeitsminister Storch und Bundeswirtschaftsminister Erhard auf dem Landesparteitag der CDU Hamburg. Beide Minister zeigten sich zuversichtlich für eine künftige Entwicklung. Storch betonte zum Problem der Arbeitslosigkeit, daß eine endgültige Lösung von der völligen wirtschaftlichen Befreiung abhänge, wobei er besonders auf die Beschränkung der Stahl- und Eisenproduktion hinwies. Zur Frage des Mitbestimmungsrechts gab Storch seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß es zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern trotz aller parteipolitischen. Unterschiede zu einer Lösung kommen werde, die vielleicht einmal richtungweisend für einen Ausgleich zwischen östlicher und westlicher Ideologie in der Welt werden könne. Erhard nannte die auf dem SPDParteitag beschlossenen Wirtschaftsdpa Minneapolis 26. Juni Ein amerikanisches Verkehrsflugzeug vom Typ D C 4, das auf dem Flug von New York nach Seattle war, wird seit Sonnabend vermißt. Die Maschine hatte eine dreiköpfige Besatzung und etwa 50 Fluggäste an Bord. Zuletzt soll sich das Flugzeug über dem Michigansee befunden haben. Auf dem See wurde in der Nacht ein Licht beobachtet, das nach etwa zehn Minuten verloschen sein s011. Hunderte von Flugzeugen und Schiffen wurden zur Suche nach dem Flugzeug eingesetzt. Eins meldete, man habe zwölf Kilometer ostwärts von Milwaukee in einer Tiefe von etwa zwanzig Metern mit Unterwassergeräten ein Wrack entdeckt, das wahrscheinlich das vermißte Flugzeug sei. An der Wasseroberfläche könne man Oelflecke feststellen. Vermutlich ist das vermißte Flugzug in einen schweren Sturm geraten. Leiztes Hindernis vor Seoul wurde genommen dmt Seoul, 26. Juni. Obwohl noch kein klares Bild von dem Verlauf der Kämpfe In Südkores zu erhalten ist, scheinen die nordkoreanischen Truppen doch weit schneller verzudringen, als pläne eine„drastische Bankerotterklärung der Zwangswirtschaft“ und bekannte sich erneut zur sozialen Marktwirtschaft. Der beste Beweis für seinen Erfolg sei die Steigerung des Produktionsindex von 40 Prozent(gegenüber 1936) im Mai 1943 auf jetzt 105 Prozent. Eine weitere Steigerung hänge wesentlich von ausländischen Kapitalinvestitionen ab. Einen hundertprozentigen Erfolg habe die Liberalisierungspolitik gehabt. Gegenüber einem Export im Werte von 700 Millionen D-Mark im Jahre 1947 sei für 1950 mit einem Export im Werte von 7½ Milliarden D-Mark 2u rechnen. Die Handelsverträge mit den südamerikanischen Ländern ließen eine Steigerung um weitere 1½ bis 2 Milliarden D-Mark erwarten. So sehe er dem Ablauf des Marshallplans im Sommer 1952 ohne Sorgen entgegen. Vor Pressevertretern teilte Erhard noch mit, daß die Wirtschaftsverhandlungen mit der Ostzone voraussichtlich beiderseits zu einem Warenaustausch in Höhe von 400 Millionen D-Mark führen würden. es erwartet worden war. Am Sonntagnachmittag war bereits die Stadt Ongdschin auf der gleichnamigen Halbinsel eingenommen, und am späten Sonntagabend wurde gemeldet, daß das letzte natürliche Hindernis vor der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, der Imdschin-Fluß, von den nordkoreanischen Truppen bereits überwunden sei. Die südkoreanische Republik hat am Sonntag in einer Note die Vereinigten Staaten um Waffenlieferungen gebeten, Die USA haben ihre Beratungen aufgenommen und inzwischen die sofortige Einberufung des Sicherheitsrates gefordert. Man sieht den Uberfall der Sowjets als eine Generalprobe für Fore mosa an. Hoffnungen für Herbeder Bergleute autgegeben dpa Hattingen, 26. Juni. Die Hoffnung, die drei Bergleute, die am Mittwochmorgen auf der Kleinzeche Jupiter in Herbede verschüttet wurden, noch lebend zu bergen, mußte am Sonntag aufgegeben werden. Die Bergungsarbeiten hatten bis Sonntagabend noch keinen Erfolg. Sie werden ununterbrochen vorangetrieben, obwohl sie sich infolge der Enge unter Tage übenaus schwierig gestalten, Seoul meldet: Lage ist verzweifelt Kommunistisches Nord-Korea erkläfte Jau-Korea den Kheg Schwere Kämpfe an der Grenze- Bisher 4000 Mann Verluste Zwischen der kommunistischen Volksrepublik Nord-Korea und der südker“inischen Republik ist es zum offenen Bürgerkrieg gekommen. Nordkorea erklärte nach den bisherigen Meldungen Südkorea den Krieg. Am Sonntag waren unter Einsatz von Panzern und schweren Waffen heftige Kämpfe im zgebiet längs des 38. Breitengrades im Gange. Französische„Volks“-Flugzeuge thiegen mit Volkswagen-Motoren Der Keniglimattel-Kiary eingebtöchen Haushälterin jebensgefährlich verletzt— Ein Mann verhaftet Flugzeug mit 50 Personen vermißt In Sturm geraten und abgesackt— über dem Michigansee Posthene 10S0-Junkielerm Kom Festakt im Gürzenich in Anwesenheit des Bundespräsidenten dpa Köln, 26. Juni Im Kölner Gürzenich, dem Festhaus der Kölner Stadtbevölkerung, fand am Sonntag der Festakt zur 1200-Jahrfeier der Rheinmetrepole statt. Die Feier wurde durch die Anwesenheit des Bundespräsidenten Professer Dr. Theodor Heuß zu einem besonderen Ereignis. Professor Heuß hob in seiner Ansprache die geschichtliche Tradition der altrömischen Stadt hervor. Im Verlauf der abendländischen Geschichte habe Köln immer eine überlokale Bedeutung gehabt. Neben Paris sei es die geistige Stätte gewesen, in der das europäische Bewußtsein geprägt worden sei. Heuß bedauerte, daß soviel Geschichte vernichtet worden sei. Die zerstörten Kirchen seien nicht nur ein Besitz der Deutschen, sondern ein Besitz der ganzen Welt gewesen. Bei dem kommenden Wiederaufbau, der in fünf bis zehn Jahren manches Zerstörte wieder erstehen lasse, müsse die Gläubigkeit vorherrschen. Der 1943 zerstörte Festsaal im Gürzenich war in den letzten Monaten notdürftig wiederhergestellt worden. Die noch unverputzten Wände standen im Kontrast zu dem frischen Grün und der herrschenden Feststimmung. Der Kölner Oberbürgermeister Dr. Schwering entbot Bundeskanzler Adenauer, dem die Arzte noch Schonung auferlegt haben, besondere Grüße im Namen der Kölner Bevölkerung. Dann entwickelte er einen geschichtlichen Rückblick auf das Werden der Stadt Köln. Der Oberbürgermeister von Rom, Andre Oli, überbrachte die Grüße der Ewigen Stadt und hob die enge geschichtliche und kulturelle Verbindung zwischen Rom und Köln hervor. Schumanplan-Verhandlungen um eine Woche unterbrochen dmt Bonn, 26. Juni. Die deutsche Delegation zu den Schuman-Plan-Verhandlungen wird in der Nacht zum Montag erwartet. Nach einer ersten Fühlungnahme am Montagmorgen soll dem Bonner Ministerausschuß unter Vorsitz von Bundeskanzler Dr. Adenauer über den bisherigen Verlauf der Pariser Konferenzen berichtet werden. Als wesentlich Neues hat sich bei den Verhandlungen ergeben, daß nicht nur eine internationale Organisation, nämlich die Hohe Behörde geschaffen werden soll, sondern darüber hinaus noch das Sechsmächteparlament. Dadurch wird die Konferenz um etwa eine Woche unterbrochen und am dritten Juli wieder aufgenommen. Benelux noch nicht am 1. Juli dpa Amsterdam, 26. Juni. Die Benelux-Wirtschaftsunion wird am ursprünglich vorgesehenen Termin, dem 1. Juli 1950, noch nicht in Kraft treten, verlautet von zuständiger Seite im Haag. Die Sachverständigenausschüsse haben jedoch ihre Arbeiten abgeschlossen, so daß der endgültige Vertragsentwurf über die Wirtschaftsunion jederzeit der Ministerkonferenz der drei betelligten Länder Belgien, Holland und Luxemburg vorgelegt werden kann. Zonengrenzübertritt erleichtert epd Bethel, 26 Juni. Diejenigen Deutschen in Polen oder in den unter polnischer Verwaltung stehenden Gebieten, die im Besitz einer Zuzugsgenehmigung sind, erhalten neuerdings die Erlaubnis zur Einreise in das Bundesgebiet. Soweit sich diese Zuzugsgenehmigungen noch in der Hand der im Bundesgebiet wohnenden Angehörigen sird, wird geraten, beglaubigte Abschriften nach Polen zu senden, damit die wertvollen Unterlagen nicht verloren gehen. Die Genehmigungen selbst oder eine weitere beglaubigte Abschrift müssen an den Suchdienst Abt. II Hamburg-Altona, Allee 131. gesandt werden, von wo sie an die Lagerleitung dee Eintrittslagers Friedland weitergeleitet werden. Folgende Personengruppen erhalten jetzt ohne weiteres die Erlaubnis zum Zonengrenzübertritt: a) diejenigen, welche in den Transportlisten der Operation Link verzeichnet sind, b) Inhaber eines Einzel-Entry-Permits. c) wer eine Zuzugsgenehmigung beA47 300 Deutsche In Jugoslawien warten auf Heimkehr dpa Uelzen, 26. Juni. Etwa 300 deutsche Kriegsgefangene, die von der jugoslawischen Regierung wegen angeblicher Kriegsverbrechen zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren, sind nach dem Bericht eines aus Jugoslawien im Lager Uelzen-Bohldamm eingetroffenen deutschen Zivilarbeiters in den letzten Wochen im Entlassungslager Aslink(Slowenien) eingetroffen. Die Kriegsgefangenen, unter denen sich viele ehemalige Angehörige der Polizei befänden, seien bisher in serbischen Strafgelangenenlagern zurückgehalten worgen. Nachschublager der Roten Armee im Erzgebirge dpa Berlin, 26. Juni. In Annaberg im Erzgebirge soll auf Befehl der Sowjets ein besonders großes unterirdisches Kraftstofflager gebaut werden. Aehnliche Lager sollen sich in Johanngeorgenstadt und bei Altendorf im Kreis Chemnitz befinden. Die Altendorfer Tankanlagen sollen eine Kapazität von rund 7,5 Millionen Liter haben. In Altendorf sei außerdem ein Ersatzteillager errichtet worden, das die größten Ersatzteillager der früheren Wehrmacht noch an Umfang übertreffe. Heuß an allen Orten Schwindel um eine Dienststelle tt München, 26. Juni.„Wir kommen vom Staatlichen Bilderdienst in Bonn und fragen an, ob Sie In Ihrer Gemeindekanzlei schon Bilder des Bundespräsidenten Professor Heuß aufgehängt haben“, sagten zwei elegant gekleidete Männer, die in vielen Städten West- und Süddeutschlands vorsprachen. Sie erklärten den erstaunten Bürgermeistern, daß Orte über 5000 Einwohner je ein Heuß-Bild, Städte über 10000 Einwohner jedoch für je 5000 Einwohner ein weiteres Heuß-Bild in der Verwaltung auszustellen hätten. Die Photographien wurden für 29,50 DM verkauft. Allein im Landkreis Lindau wurden 32 verkauft. Eine Rückfrage bei der angeblichen Münchener Geschäftsstelle bestätigte der Polizei den Verdacht, daß diese seltsame Dienststelle von zwei Betrügern erfunden worden war, um billig zu Geld zu kommen. Der Polizei ist es noch nicht gelungen, die Betrüger festzunehmen. „Pensionär“ Hans Fritsche Gefängnis mit„offenen Türen“ hab Nürnberg, 26. Juni.(Eigenbericht.) Hans Fritsche befindet sich zur Zeit in dem einzigen Internierungslager, das noch in Franken besteht. Die restlichen Internierten, die noch im Lager Langwasser bei Nürnberg waren, wurden vor einiger Zeit dorthin verbracht. Es handelt sich hier nicht um ein Lager, sondern um ein Gefängnis„mit offenen Türen“, das Raum hat für 200„Gäste“, das aber nur mit 58 Internierten besetzt ist. Der bayerische Justizminister scheint die Unrentabilität dieser Einrichtung zu empfinden, wenn er sich jetzt für Auflösung des Lagers ausspricht. Er fügt hinzu, daß es sich in diesem„Lager“ um eine Gruppe von Staatspensionären handle, denen es heute viel besser gehe als Millionen Frauen und Männern in Deutschland Ostses-Prösiem Hoch mont geiost Dardaellen reizen Kreml— Absperrung des Ostblocks me Stockholm, 26. Juni Vos unsetem Kortespondenten Der sowjetrussische Vorschlag, daß nur selche Länder Kriegsschiffe in den Ostseegewässern manövrieren lassen dürfen, die Angrenzländer dieses Meeres sind, ist augenblicklich Gegenstand gegenseitigen Meinungsaustausches zwischen England, Schweden und Dänemark. Sämtliche Länder sind sich einig, daß dieser Moskauer Standpunkt absolut unhaltbar ist. Internationale Schiffahrtskreise weisen darauf hin, daß Moskau im Spätsommer 1948 in Belgrad mit Unterstützung des Ostblocks, gegen die Stimmen Englands, Frankreichs und der USA auf der damaligen Donaukonferenz seinen Standpunkt durchdrückte, dem Donau-Flußverkehr eine neue Konvention zu geben, die sämtliche Schiffahrt mit Ausnahme der sowjetischen und der der Balkanländer auf der Donau ausschließt. Die jetzt in betonter Form vorgebrachten Forderungen der Sowjets müssen eine großangelegte Debatte über die heute gültigen Verträge auslösen, die nicht nur die Schiffahrt durch den Oeresund und den Belt, sondern auch durch den Kieler Kanal betreffen. Gerade der Kieler Kanal liegt durch die Besetzung Deutschlands im besonderen Interesse der Engländer. Immerhin ist die sowjetische Praxis bekannt, in derartigen Fällen nicht direkte Vorstöße bei den Westmächten zu unternehmen, sondern die kleinen Ostseeländer in die direkte Debatte einzubeziehen, um durch Druckanwendung zu versuchen, sich eine möglichst gute Ausgangsstellung zu verschaffen. In diesem Zusammenhang kann vielleicht sogar das Ueberhandnehmen der ständigen Uebergriffe der Roten Flotte schwedischen und dänischen Fischdampfern gegenüber als eine neue Phase im Nervenkrieg mit den skandinavischen Ostseeländern gewertet werden. Neuer Landesverbandsvorstand der Ostvertriebenen dpa Bochum, 26. Juni. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Ostvertriebenen wählte auf einer Generalversammlung in Bochum Regierungsrat Dr. Geisler zum 1. Vorsitzenden des neuen Vorstandes. Zweiter Vorsitzender wurde Amtsgerichtsrat Langen, dritter Vorsitzender Oberstudienrat Dr. Eggert. Geistlicher Rat Goebel, der es erneut ablehnte, sich als Vorsitzender wiederwählen zu lassen, nahm die Wahl zum Ehrenvorsitzenden an. Btarklahkhent grassielt-IHhosiniina Noch immer Atombomben-Folgen— Generationen geschädigt „ Wis Vergtiten Lespetas-HoirschaftChristlich-Soziale haben Emplangsprogramm ausgearbeitet ub Brüssel, 26. Juni. Von unserem Kortespondenten Der belgische Ministerpräsident Duvieusart ist nach Genf geflogen, um mit König Leopold die Maßnahmen zur Rückkehr aus seinem Exil zu besprechen. Die Einzelheiten des Programms sellen schon festgelegt sein. Der König soll mit den Prinzen Baudouin und Albert im Flugzeug nach Brüssel kommen und vom Flagplatz feierlich in sein Palais eingeholt werden. Prinzessin de Rethy, Leopolds Gattin, soll nicht zugleich mit dem König einziehen, sondern erst später kommen. Professor Pirenne, der Sekretär König Leopolds, sell Kabinettschef des Königs werden. Die belgischen Sozialisten haben inzwischen auf ihrem Parteikongreß Maßnahmen beschlossen, die dem König die volle Ablehnung der sozialistischen Kreise Belgiens zum Bewußtsein bringen sollen. „Wir werden dem König eeine Herrschaft vergiften und sind, wenn Leopold zurückkommt, zu einem Kempf mit all seinen schrecklichen Foigen entschlossen“, erklärte der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Buset. Gegen eine etwaige Amnestie für Personen, die während des Krieges mit den deutschen Besatzungsbehörden zusammengearbeitet haben, demonstrierten in Brüssel etwa 8000 ehemalige belgische Soldaten, frühere Mitglieder der Widerstandsbewegung sowie Gefangene und Kriegsgefangene am Sonntag in einem Schweigemarsch. Sie befürchten, daß die Kollaborateure bei einer Rückkehr des Königs unter Umständen aus einer allgemeinen Amnestie auch Nutzen ziehen könnten. Auriel bemüht sich um Lösung der Kabinettskrise dpa Paris, 26. Juni. Nachdem die französische Regierung am Sonnabend bei der Abstimmung über die Vertrauensfrage gestürzt war, erklärte Ministerpräsident Bidault den Rücktritt seiner Regierung. Es ist das erste Mal unter der neuen französischen Verfassung, daß eine französische Regierung bei einer Abstimmung über die Vertrauensfrage mit der absoluten Mehrheit der Kammer gestürzt wurde. Kommunisten, Gaullisten und einige Abgeordnete der Rechten und der Radikalen stimmten gegen Bidault. Der französische Staatspräsident hat inzwischen Besprechungen mit den führenden Politikern aufgenommen, um die Kabinettskrise zu lösen. Kitsch in München Passionsspiel auf Partümflasche tt München, 26. Juni(Eigenbericht). Der gekreuzigte Christus auf einer Parfümflasche mit der Unterschrift„Passionsspiel Oberammergau“ ist ein Kosmetikartikel, der jetzt in verschiedenen Münchner Geschäften gekauft werden kann. Ein kleiner Anhänger unter dem Titel„Oberammergau— ein Ort zum Schauen und Bleiben“ gibt eine kurze Darstellung der Geschichte dieser Gemeinde. rs Tokio, 26. Juni Von tausend Einwohnern in Hiroshima und Nagasaki sind neuerdings 80 an Star erkrankt. Die Fälle stehen unzweifelhaft mit den Atombomben von 1945 in Beziehung. Die meisten Erkrankten waren zur Zeit der Explesion weniger als einen Kilometer von der Aufschlagstelle entfernt. Die Untersuchung dieser nach fünf Jahren auftretenden Augenkrankheit ist noch im Gange. Soweit es sich heute übersehen läßt, sind einige physiologische Veränderungen, die durch die radioaktiven Strahlen hervorgerufen worden waren, verschwunden, so zum Beispiel die Kahlköpfigkeit und die zeitweilige Unfruchtbarkeit. Andere Veränderungen dürften von Dauer sein: Die Beeinflussung des Wachstums, das Auftreten von Geschwülsten und Veränderungen in den geschlechtlichen Funktionen. Die Aerzte nehmen an, daß die Wirkungen noch nach mehreren Generationen erkennbar sein werden. Zehnjährige allein nach Sydney dpa Sydney, 26. Juni. Margot Voß, ein zehnjähriges Mädel aus dem Berliner Sowjetsektor, traf wohlbehalten im Flugzeug in Sydney ein. Margot, die lachend und unbekümmert einer Batterie von Presse-Fotografen standhielt, trug ein Plakat um den Hals, auf dem zu lesen war:„Ich spreche nur deutsch.“ Mitreisende überhäuften Margot mit Geschenken. Margots Adoptivvater in Sydney sagte, ihrem leiblichen Vater, der acht Kinder habe und Mechaniker von Beruf sei, fiele es schwer, seine Familie zu ernähren. Deshalb habe er die kleine Margot zu sich nach Australien eingeladen. Den Ehemann ermordet und mit einem Beil zerstückelt dpa Passau, 26. Juni. Den Rest ihres Lebens muß die 41jährige Bäuerin Anna Hoffmann aus Pattenham im Zuchthaus verbringen, weil sie am 20. Januar 1946 ihren Ehemann ermordet und die Leiche mit einem Beil zerstückelt und im Küchenherd verbrannt hatte. Das Schwurgericht Passau sprach dieses Urteil nach dreitägiger Verhandlung aus. Anna Hoffmann hatte seit Jahren ein Liebesverhältnis zu ihrem Nachbarn. Während der Voruntersuchung hatte die Verurteilte verschiedene Geständnisse abgelegt, die sie aber widerrief. Vor Gericht blieb sie bei der Behauptung, daß ihr Mann Selbstmord verübt habe. Um„nicht ins Gerede zu kommen,“ habe sie sich entschlossen, die Leiche aus dem Weg zu räumen. Scheinwerter auf der Zugspitze dpa Garmisch, 26. Juni. Auf der Bergstation der Drahtseilbahn zur Zugspitze ist jetzt wie in Vorkriegszeiten wieder ein 900-Watt-Scheinwerfer eingebaut worden, dessen Lichtbündel bis in die Gegend von München sichtbar sind. Befürchtungen der Werdenfelser Bevölkerung, daß dieser Scheinwerfer für Luftschutzzwecke aufgestellt worden sei, sind von der Direktion der Zugspitzbahn zerstreut worden. Sie erklärte, daß der Scheinwerfer nur für den Olympiaort werben solle. Auch auf dem Wank und dem Kreuzeck— den anderen beiden Wahrzeichen GarmischPartenkirchens— sollen Scheinwerfer angebracht werden. Von der Oberschule weg nach den USA hab Nürnberg, 26. Juni.(Eigenbericht.) Ein Nürnberger, der sechzehnjährige Schüler der Wirtschaftsoberschule Manfred Rühl, reist als erster Nürnberger für ein Jahr kostenlos in die Vereinigten Staaten. Er wird dort an einem College teilnehmen und besonders Wirtschaftswissenschaften studieren. In den nächsten Monaten werden weitere Nürnberger diese Vergünstigung bekommen. Voraussetzung ist, daß sie nicht in Amerika für dauernd bleiben wollen, sondern zurückkehren, um in Deutschland ihre gewonnenen Erfahrungen anzuwenden. Katakenibe des Lesens Giraudoux“„irre von Chaillot“ bei den Ruhrtestspielen Dr. F. Recklinghausen, 25. Juni 1950 Das Gastspiel des Staatlichen Schauspielhauses Hamburg brachte den Ruhrfestspielen in Recklinghausen die„Irre von Chaillot“. Giraudoux“ gespenstige Groteske war dem Stürmer und Dränger Karlheinz Stroux anvertraut, der schon so oft seine Hingabe an ein anarchistisch brodelndes Milieu, an revoltierende Stoffwelten und zeitkritische Hintergründe bewies. Der französische Dramatiker hatte es der modernen Regie nicht schwer gemacht, die Wirkungen der Handlung mitten ins Publikum hineinzutragen. Die Bühne Jebt von abseitigen und skurilen Gestalten, in deren Mittelpunkt die Irre von Chaillot steht, eine dämonische Alte mit dem Nachteulengesicht, eine seherische Unke, die aus dem Wahn die Wahrheit mobilisiert. Ihre fixe Idee ist die Rache an den schleichenden Gefahren einer Gesellschaftsordnung, die das Individuum entrechtet, an der Invasion anonymer Mächte, an denen der Mensch und die Würde seines Wesens zugrundegeht. Ihre Feinde sind die Oelmagnaten und Profitgeier. Ihre Leibgarde rekrutiert sich aus Bänkelsängern und Kloakenreinigern. Der Dichter stellt das Recht auf die Seite der Entrechteten. Er läßt aus ihrem Munde zischende Raketen ketzerischer Witze zum bürgerlichen Himmel hinaufsteigen. Er schürt immer wieder das ironische Feuer, um die Ernsthaftigkeit zu verbrämen, die hinter diesen Aussagen steht. Er zieht die Schergen der Vermassung ins Lächerliche, charakterisiert sie als Wesen, die draußen mit unbedecktem Kopf gehen und innen Cen Hut aufbehalten. Denn Giraudoux“ Unterwelt sitzt oben als kapitalistischer Gangster. Seine Liebe fließt zu den Unterdrückten. Stroux hatte für diesen rebellischen Spuk noch einige persönliche Extravaganzen zur Hand. Er macht eine Dreigroschenoper auf, in die er die Rhetorik griechischer Sophisten hineinträgt. Zwar beläßt Stroux die Mitteilsamkeit in aller Breite der jonglierenden Sentenzen. Er wirbelt den Gedankenfluß der dichterischen Gestalten so durcheinander, daß der Zuschauer am Schluß nicht mehr weiß, wer verrückt auf der Bühne und im Leben ist. Wie Stroux diese Irre, die sich als einzige vernünftige Frau auf den Brettern erweist unter dem Baldachin ihres Himmelbettes in einer Katakombe von Paris über den Sinn des Daseins meditiren und sich zugleich in die private Vergangenheit enttäuschter Hoffnungen zurückträumen läßt, das bleibt ein unvergeßlicher Augenblick großen zauberhaften Theaters. Manchmal freilich wäre es wirkungsvoller gewesen, die langen Monologe der Lebensläufe zu beschneiden, in denen sich die Hauptfiguren schonungslos demaskieren. Hier setzt bei Giraudoux jener zynische Magazinstil ein, wie er nur als Kind des Montmartres verstanden werden kann. Diese epische Ausdehnung, die in der Diskussion niemals Widerstand erwartet, war die volle Absicht der Regie, um dem Publikum keinen unbequemen Eindruck zu ersparen. * Die Irre von Chaillot ist Hermine Körner. Mit gefärbtem Blondhaar und muffigem Firlefanz der Kleidung agiert sie wie eine Königin die Welt der Bettler und Unterdrückten. Ihre Sprache klingt wie Musik, auch wenn die Kraft ihrer Stimme mitunter abbröckelt. In einer unvergleichlichen Parade von Lebensweisheiten und geistreichem Unsinn, in einer Mischung von Trance und schizophrener Entrücktheit malt sie den Sinn eines verlorenen Paradieses, geht sie zum Gegenangriff über, um die Störenfriede ihrer Existenz auszurotten. Alles andere ist Kaleidoskop: der brutal-glatte Präsident R. Meyns, die massenmörderische Visage des Prospekten von Heltmut Eichberg. der parsivalische Selbstmörder Werner Dahms und der dozierende Lumpensammler Albert Lipperts. Dazwischen die in Zartheit vergehende Irma Ruth Leeuweriks und das wirklich irrsinnige Frauenterzett von Gustl Büsch, Elly Burgmer und Ilse Bally. Es gab viele Vorhänge für die Hamburger Gäste und tosenden Beifall bei der immer wieder hervorgerufenen Hermine Körner. : Dr. Julius Friedrich. „Der Mann mit dem Zylinder“ Wesid. Erstaufführung in Bochum Dr. F. Bochum, 25. Juni. Es geht eigentlich gar nicht um den Mann mit dem Zylinder. Der ihn trägt. ist nur ein Vorwand. Die Autoren Just Scheu und Ernst Nebhut verfolgen mit ihrer dramatischen Uebung den Zweck, einige aktuelle Pointen zu landen. Aus diesem geistreicheinden Fangballspiel um die Figur Louis Napoleons wenige Tage vor der Thronerhebung zum Franzosenkaiser ist ein mikroskopisches Komödchen entstanden, dessen Stil zwischen Kabarett und frohem Samstagnachmittag zwischen Conference und Glosse pendelt. Die blutarme Handlung wird von einigen„Bäumchen- Bäumchen- VerwechselDich“-Konflikten angetrieben, bis sie im Leerlauf bei den musikalischen Einlagen verschnauft. Sie sind das Notenpapier nicht wert, auf dem man sie notiert hat. Die leichte Brise Pariser Luft, die durch die Szenen weht, ist dünn, und das Tröptchen erotischen Parfüms, mit dem nur Situationen betupft sind, verbreitet nur einen schwachen Duft. Was übrig bleibt, ist ein einzeiner immer wiederkehrender Schlagerrefrain. Sozusagen der einzige Einfall. Auch die Besetzung durch ein Schauspielensemble konnte nicht viel verderben. Im Gegenteil: sie hat sogar verhindert, daß das billige Operrettenklischee sichtbar wurde, das hinter den von zwei Klavieren und Schlagzeug sekundierten Musiknummern steht. Allerdings man vermißte den perlenden Rhythmus, die biegsame Eleganz in der Darstellung. Adolf Rolands Herrscher-Parodie glich dem Abbild des Zauberkünstlers Bellachini aus dem Panoptikum. Gisele Holzinger als Eugenie wirkte fast schon zu mütterlich trotz allen gespielten Liebreizes. Gustav Rothe drückte als revolutionärer Ganove Boubou mächtig auf die Tube, aber er ging auf keine buffoneske Möglichkeit ein. Rosel Schaefer als Jolie erwies sich als pikantes Persönchen, dem nur noch das letzte Quäntchen Paprika fehlte. Adolf Rebeis Polizeichef dagegen lag auf der richtigen Linie zwischen Posse und Satire. Emil Peeters und Willi Rust bemühten sich an zwei Flügeln umd schummrige Tanzbarstimmung. Das Bochumer Publikum war trotz des unverkennbaren Charakters dieses„Sommertheaters“ aus dem Häuschen und rief die Künstler immer wieder vor die Rompe. Dr. Julius Friedrich Nr. 76 f 28. Jahrgang BCHWERTER ZEITUNG KUS UNSERER NEIMAT: Stadt Schwerte usnaneun? Handwerk blüht durch Kunst und Fleiß 50 jahre Malerinnung in Schwerte Unser wertvollstes Liedgut Massenchor sang am Neuen Rathaus Schwerte.„Tag des Deutschen Liedes“, eine früher bereits bewährte Einrichtung des Deutschen Sängerbundes ist nunmehr wieder aufgetebt. Was ist der tiefere Sinn dieser Veranstaltung, der die Sänger des heimischen Ruhrtals, soweit sie dem DSp angehören, stellenweise bereits am Wochenende huldigten? Es geht darum, dem Volksliede, die wirksamste und sinnigste Offenbarung der Freude und Trauer, des Gemütes und der ländlichen Eigenart, der Liebe und des Wohlwollens, der edlen Tradition und des fortschrittlichen Verlangens, die gebührende Reverenz zu bezeugen, eine echte, unverfälschte Pflegestätte zu bewahren. Das ist auch für unsere heimischen Männer“ chöre die vornehmste Aufgabe. Und daß sie hierbei auf dem richtigen Wege sind und darüber hinaus in Eintracht mitund nebeneinander leben, haben wir erneut am Sonntagabend in Schwerte erfahren. Weit über tausend Zuhörer hatten sich eingefunden, als gegen 19 Uhr mehrere hundert Sänger auf der Freitreppe des Neuen Rathauses Aufstellung nahmen. Und dann klang es aus des Sängers Mund mit Begeisterung und Hingabe an die Sache. Es erwuchs ein schönes und blühendes Musizieren, für das die aufmerksamen Zuhörer mit lebhaftem Beifall dankten. Unter Leitung von Musikdirektor Wilhelm Bit ter sangen im Massenchor MGV„Cäeilia“, MGV„Sängerbund“, Ruhrtaler Sängerverein, MGV„Flügelrad“ und der Eisenbahnchor Schwerte-Ost. Nach dem Vortag der sechs bekanntesten, schönsten und beliebtesten Volksliedern klang dieses Freikonzert aus mit dem „eutschen Sängengruns!. 4 Bei den Schützen der Heide Am 1. Juli Schütsentag am Preischütz Schwerte. Der Bürger-Schützen-Verein Schwerterheide hat in diesem Jahre davon Abstand genommen, ein Schützenfest zu feiern. Dafür soll am 1. Juli im Freischütz ein Schützentag steigen. Der Bürger-Schützen-Verein Schwerterheide ist weit über die Grenzen unserer Heimatstadt dafür bekannt, daß seine Veranstaltungen wahre Volksfeste sind. Als im Oktober vorigen Jahres von der Militärregierung das Wiederaufleben des Vereins genehmigt wurde, dauerte es nur drei Monate bis der VorkriegsMitgliederbestand wieder erreicht und sogar überschritten war. An dem Schützentag wird die Kapelle Issbrücker dafür sorgen, daß das Tanzbein lustig geschwungen wird. Schwerte. Sonnabend vereinten sich die Angehörigen der Malerinnung der Ortsgruppe Schwerte, zu der auch die Maler der Aemter Westhofen und Ergste gehören, in der Gaststätte zum Forsthaus, um die 50. Wiederkehr der Gründung ihrer Innung zu begehen. Ueber hundert Gäste waren erschienen. Vertreter der Innungen von Menden, Wattenscheid, Iserlohn und Hohenburg, ja von Münster hatten es sich nicht nehmen lassen, an dieser Feièr teilzunehmen. Es war ein Fest, das altem Handwerksgeist entsprang und das ganz im Sinne bester Tradition durchgeführt wurde. Vor Anfang findet ein Festzug durch die„Straßen der Schwerterheide statt. Die Bevölkerung wird gebeten, durch Flaggen und Schmücken der Häuser Drer Verbundenheit Ausdruck zu geben. Die-Fahnen der Zunft Die Rückwand des Saales war geschmückt mit den beiden Fahnen, die zur Malerinnung der Stadt Schwerte gehören. Die eine, von dem Maler Ludwig Tiemnn zur Zeit der Innungsgründung verfertigt, zeigt auf blauem Grund die Palette, dann Winkelmaß, Dreieck und Zirkel und trägt die Worte:„Ohne Fleiß kein Preis!“ Die zweite Fahne ist die Gesellenfahne. Auch blaugrundig, zeigt sie eine Fortuna auf rollender Kugel, unter der die Inschrift zu lesen ist:„Das Handwerk blüht durch Kunst und Fleiß!“ Ehrengäste als Gratulanten Der Obmann der Malerinnung, Ortsgruppe Schwerte, Mailänder, eröffnete den Abend und begrüßte die Gäste. Da waren der Landesinnungsmeister Schnittker aus Münster, Kreisinnungsmeister Burkat aus Iserlohn, der Rektor der Berufsschule Iserlohn, Wintermann und endlich der Vertreter des Bürgermeisters. Der Obmann gedachte der Gründer der Innung, von denen er drei noch begrüßen konnte. Es sind dies die Malermeister Carl Eickermann, der über 80 Jahre zählt, Alfred Erdmann und Karl Körner, die beide das 75. Lebensjahr vollendeten. Der Landesinsungumeisler apruch Und damit war die Reihe der Festreden eröffnet. Zunächst ergriff Landesinnungsmeister Schnittker aus Münster das Wort. Jubiläen seien notwendig. Sie seien Haltepunkte, die sowohl den Rückblick in die Vergangenheit als auch den Ausblick auf die Zukunft enthielten. Jeder Berufsstand werde durch Zusammenhalt gestärkt, besonders gelte das aber für den Handwerkerstand. Der Frauen und Töchter, die vor allem in den schweren Jahren des Krieges, aber auch darüber hinaus zu allen Zeiten durch unermüdlichen Arbeitseifer und Sparsamkeit dem Handwerker in seinem gegenwärtig schweren Existenzkampf halfen, wurde besonders gedacht. Dann warf der Redner die Frage auf: Wozu eine Innung? Das Handwerk verfügt über traditionsbewußte, alte Meister, es verfügt aber auch über den nötigen Nachwuchs. Es ist also eine lebendige Einheit wenn— es sich dieser Einheit bewußt bleibt. Zusammengefaßt, würde der westdeutsche Handwerkerstand, zu dern 900 000 Betriebe mit insgesamt 2 Millionen darin beschäftigter Menschen eine Kraft sein, die ihre berechtigten Lebeninteressen wohl vertreten kann. Und das ist heute, im Zuge der auf die Handwerksbetriebe ausgedehnten Gewerbefreiheit, nötiger als je. Zwar betont man von Seiten der Regierung die immer wieder erwiesene Krisenfestigkeit des Handwerks. Unter welch schwierigen Umständen aber die Betriebe aufrechterhalten werden, daran wird kaum gedacht. Gibt es doch Meister, die infolge der angespannten Wirtschaftslage kaum das Jahreseinkommen eines ständigen Gesellen haben! Außerdem gibt der Wille eines Berufsstandes, unter ungünstigeren Bedingungen zu arbeiten und die Leistung dauernd zu steigern, niemand das Recht, besondere Härten zu verhängen. Wie es die Gewerbefreiheit und die dadurch weitgehend mögliche Schwarzarbeit mit sich bringt. Zusammenschluß, und nur Zusammenschluß innerhalb der Innungen könnte da Abhilfe schaffen. Die Aufgaben der Innung Das ist die Antwort der Prage, warum man zur Innung stehen müsse. Die Alten haben es bereits erkannt, als sie sich zu Innung zusammenschlossen. Und vor dem Zusammenschluß zur Innung gab es im Mittelalter die Zünfte, die auch berufsständige Vertretungen mit nicht nur beruflichen, sondern auch politischen Aufgaben waren. Gerade die Malerinnung, so führte der Redner weiter aus, könne stolz auf die Aufgaben sein, die sie zu lösen habe. Auf dem Gebiet der Volkshygiene sei sie ein wesentlicher Faktor, auch habe sie eine kulturelle Bedeutung und streife oft nahe an das Gebiet des Kunsthandwerklichen, wie das ja auch in Schwerte einige Maler beweisen, die vom Handwerk aus zur Kunstmalerei gelangten. Obermeister ehrt Jubilare Nach diesen Ausführungen wurde mit der dritten Strophe des Westfalenliedes der„Frauen und Mädchen“ gedacht und dann nahm Obermeister Burkart (Iserlohn) die Ehrung der Begründer der Innung und der Jubiläumsbetriebe vor. So erhielten Carl Eickermann, Alfred Erdmann und Karl Körner für ihre 50jährige Tätigkeit in der Innung eine Plakette, ebenso Willi Hellwig, dessen Vater Schriftführer und späterer langjähriger Leiter der Malerinnung Schwerte war. Ebenso konnten Sieberg und Sohn auf fünfzig Jahre der Tätigkeit zurückblicken. Ein Ehrendiplom zu ihrem 25jährigen Geschäftsjubiläum nahmen entgegen FritzMailänder, Josef Voß, Emil Breukker, Holzen, August Schlitzberger und Ewald Nöth. Mit einem Dank an den Festausschuß, der alle organisatorischen Fragen in vorbildlicher Weise löste, schloß der Redner. Glüekwünsche der Stadtverwaltung Im Namen der Stadtverwaltung und des Rates der Gemeinde begrüßte dann der Stellvertreter des Bürgermeisters den Gedanken eines engeren Zusammenschlusses der Handwerker. Nachdem er die Grüße des Bürgermeisters und des Stadtdirektors überbrachte, klang dann das Lied„Miene Haime“ auf.— und endlich ergriff als letzter Redner Rektor Wintermann vor den Berufsfachschulen Iserlohn das Wort. Er sprach sich lobend über den Leistungsstand der jungen Maler aus und vertrat die Ansicht, daß es gelingen müsse, die große Meisterprüfung als Befähigungsnachweis beizubehalten. Alle Reden wurden von lebhaftem Beifall begrüßt, die Stimmung war gut und wurde mit vorgerückter Stunde immer besser. Man tanzte, trank und sang und war, wie es bei Handwerksfesten seit jeher üblich ist, von jener Fröhlichkeit, die das Wort wahr macht: Saure Wochen— frohe Feste.-er. Montag, den 28. Juni 1930 Dr. Max Geeche Schwerte. Am gestrigen Sonntag nahm der Tod einen seiner großen Gegner, den Arzt und Menschenfreund Dr. Max Goecke, kurz vor seinem 70. Geburtstag, aus unserer Mitte. Vierundvierzig Jahre lang wirkte Dr. Goecke in unserer Stadt, als Chirurg sein Bestes für Leben und Gesundheit ungezählter Mitbürger gebend. Von Anfang an war der weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannte Arzt als Chirurg am Marienhospital tätig. Dort wurde er auch im Jahre 1930 Chefarzt. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er bis zum Jahre 1945 inne. Während des Krieges behielt er es bei, obschon er die Altersgrenze erreicht hatte. Aber seine jüngeren Kollegen waren nicht in der Heimat und so erfüllte er in einem Alter, in dem man im allgemeinen an einen geruhsamen Lebensabend denkt, das auch phisysch anstrengende Amt eines Chirurgen mit Gewissenhaftigkeit und großem Können. Dr. Goecke ist nicht mehr unter uns. - Nicht vergänglich aber ist das Andenken, das ihm im Herzen vieler, denen er das Leben erhielt und die Gesundheit wiederschenkte, bewahrt bleibt. Er war ein Vorbild aufrechter Gesinnung, großer Leistung und tiefer Menschlichkeit für alle die bleiben, denen er in schweren Tagen Freund und Helfer war. Für Nienschen Niensch zu sein... Die Volkshochschulgemeinde Schwerte wirbt Schwerte. Die Hörer der Volkshochschule sind schon seit langem eine feste Gemeinschaft, die durch das verbindende Streben nach Bildung immer neu gefestigt wird. Zu dieser Gemeinschaft, die naturgemäß eine engumgrenzte ist, soll sich nun eine größere gesellen. Man hat eine Volkshochschulgemeinde ins Leben gerufen, deren Aufgabe es sein soll, für eine weite Resonanz der Arbeit der VHIS zu sorgen. Alle diejenigen, die an den Aufgaben der Volksbildung interessiert sind, ohne doch Zeit und Gelegenheit zu haben, Hörer zu sein, können sich nun als Freunde und Förderer zusammenfinden. Jeder Bürger kann Mitglied werden. Im Rathaus, Zimmer 7(Eingang Goethestraße) kann die Anmeldung erfolgen. Der Beitrag für ein Vierteljahr beträgt für Erwachsene 1.— DM, für Schüler 50 Pfennig. Was soll aber mit den Beiträgen geschehen? Die Frage ist sehr einfach zu beantworten. Nur sehr ungenügend mit finanziellen Mitteln versehen, kann die VIIS kaum gute Kräfte zu Vorträgen gewinnen. Würde sie eine gewisse Bewegungsfreiheit haben, so wäre es ein leichtes, sich auch in unserer Stadt in weit lebhafterer Weise als bisher an den kulturellen Problemen, unserer Zeit im Rahmen von Diskussionsabenden, Vorträgen und anderen Veranstaltungen zu beteiligen. Diese Belebung des geistigen Raumes ist ein unschätzbarer Beitrag dazu, unser Dasein mit unvergänglichen und unzerstörbaren Werten anzureichern. Wir sind gegenwärtig in dieser Hinsicht leider außerordentlich verarmt. Das müßte nicht sein. Denn es wäre in unserer Stadt sehr wohl möglich, gerade in Bezug auf kulturelle Bestrebungen ein erfreuliches Echo hervorzurufen. Die Mitglieder der VolkshochschulgeDas Verbandsturnier Kalthof. Am 22./23. Juli veranstaltet der Ruhr-Lenne-Reiterverband für den Kreis Iserlohn sein Verbandsturnier in Kalthof. Nachdem sein erstes Nachkriegsturnier im Vorjahr in Menden bei den Teilnehmern und Zuschauern groBen Anklang gefunden hat, darf auch diesmal mit einer starken Beteiligung aus Stadt und Land gerechnet werden. Man erwartet Teilnehmer nicht nur aus dem Ruhr- und Lennetal, sondern auch Reiter aus dem benachbarten Industriegebiet, aus den Kreisverbänden Dortmund, Bochum und Ennepe-Ruhr, aus Unna-Hamm und Soes, sowie aus den Verbänden des Sauerlandes haben ihre Teilnahme bereits angekündigt. Wenn alle Anmeldungen vorliegen, werden wir Näheres über die einzelnen Preisbewerbungen berichten können. Untermieter und Mieterschutz Das vertragswidrige Einbringen von Einrichtungsgegenständen des Untermieters in eine möblierte Wohnung begründet keinen Mieterschutz.— Urteil des Landgerichts Essen vom 5. 11. 1943. meinde haben zu allen belehrenden Vorträgen und gemeinsamen Veranstaltungen der VIIS ermäßigte Eintrittspreise, sie werden auch im geselligen Beisammensein einander näherkommen. Denn es ist ja letzlich das Ziel aller Bildung, gleichgültig, von wem immer sie vermittelt wird: Dem Menschen die Möglichkeit zu geben, aus der Weite und Fülle des Lebens zu schöpfen und aus diesem Reichtum die Kraft zu eigener innerer Haltung zu gewinnen. Ein wesentlicher Teil echter menschlicher Haltung aber besteht darin, auch den Mitmenschen weitgehend zu verstehen, d. h. tolerant zu sein— ohne aber schwach zu werden! Für Menschen Mensch zu sein— das ist das große Ziel, dem auch die Volkshochschulgemeinde dienen soll.-er Das Dorf mit der Burgruine Ohne Durchgangsverkehr und Wasserleitung Berchum. Die kommunalpolitischen Orenzen sind früher einmal in einer Weise abgesteckt worden, die uns heute nicht mehr ganz verständlich erscheinen. Da gibt es im Amtsbezirk Ergste offlziell drei Gemeinden, von denen die eine(Hennen) unmittelbar an Iserlohner Gebiet grenzt und die andere(Berchum) mit Hagener Gebiet direkte Berührung hat. Wer hiervon eine richtige Vorstellung hat, der weiß auch um die räumliche Ausdehnung. Hat der Berchumer auf dem für ihn zuständigen Amte in Ergste zu tun, so benötigt er für die Strecke dieselbe Zeit wie für den Weg bis zum Stadtrand von Hagen. Omnibus stellte Anschluß her Verkehrstechnisch gesehen, hatte Berehum immer eine ziemlich unglückliche Lage. Das Dorf erstreckt sich auf einem Plateau, auf dem es keine Straße gibt, die für den Durchgangsverkehr von Bedeutung ist. Am Fuße dieser Anhöhe führt die Landstraße Westhofen— Garenfeld— Hohenlimburg vorbei. Diese Landstraße brachte Berchum den Anschluß an die große Verkehrsader. So besteht von Westhofen aus jetzt eine Omnibus-Verbindung, die es erlaubt, Wanderung Berchum zu erreichen. Es liegt also nicht mehr irgendwo, eingebettet in die Vorhut des Sauerlandes. Das Dorf der Marinaden und Erdbeeren Etwas traumverloren schaut dieses Berchum aus. Hier pulsiert nicht das Leben, das das Tempo beschwingt und die Menschen in den Rhythmus der Unruhe unserer Tage einfängt. Doch annehmen zu wollen, daß diese Dorfgemeinde in seiner heimatgeschichtlichen Vergangenheit erstarrt sei, wäre grundverkehrt. Die Berchumer sind sehr rege und mühen sich redlich ab, um den existenzialen Anforderungen gerecht zu werden. Sie trachten nach neuen Erwerbsmöglichkeiten. Es gibt hier zwei Marinadenfabriken. Das sind keine Riesenunternehmen, aber immerhin sind ihre Erzeugnisse bekannt und gefragt. Eine weitere Sonderheit ist die ausgedehnte Erdbeerkultur, ja, man kann hier von Plantagen sprechen. Hauptabnehmer sind die Städte Hagen, Iserlohn und Hohenlimburg. Es gibt nur Drunnen Berchum ist eine Gemeinde ohne Wasserleitung. Daran ist die Lage schuld. Es müßte eine besondere Pumpstation gebaut werden, um das Wasser auf die Anhöhe zu schaffen. Geldmangel hat den langgehegten Plan bisher nicht zur Ausführung kommen lassen. Die Zuleitungen und Hausanschlüsse würden erhebliche Kosten verursachen, die die Bevölkerung nicht erschwingen kann. So begnügt man sich weiter mit dem Brunnen, wie zu Großväters Zeiten. Das ist wohl etwas umständlich, aber man spart ja auch das Wassergeld. In einigen Randgebieten der Gemeinde ist das Wasser allerdings sehr knapp, so daß man dieses für die Viehtränke mitunter einige hundert Meter weit heranschleppen muß. Fast jeder dritte Einwohner ist Vertriebener Berchum hat heute 1120 Einwohner, darunter 300 Ostvertriebene. Naturgemäß ist das Wohnungswesen zu einem brennenden Problem geworden. Die Unterbringung der Vertriebenen konnte nur notdürftig erfolgen. Wir brauchen nur an Bürgermeister W. Koschwitz — selbst ein Vertriebener— zu denken, der bis vor kurzem in einer simplen Dachkammer mit seiner vierköpfigen Familie wohnte und amtierte. Gewiß sind sie alle untergekommen, die man aus ihrer angestammten Heimat verjagte. Nur darf man nicht immer fragen, wo und wie. Der Bürgermeister denkt an den Bau einer Siedlung. Dazu müßte man zunächst einmal Grund und Boden haben, um überhaupt auf Landeszuschüsse hoffen zu können. Doch der Erwerb von Baugrundstücken ist in Berchum offenbar eine heikle Angelegenheft. Und so wird sich an dem Status quo in absehbarer Zeit kaum etwas ändern Stummer Zeuge heimatgeschichtlicher Vergangenheit Berchum ist heimatgeschichtlich nicht uninteressant. Es besitzt eine alte Kirche und hat auch eine noch ältere Burgruine, die wie ein stummer Zeuge aus einer ehrwürdigen Vergangenheit grüßt. Zu Füßen der auf einem Hang thronenden Ruine liegt Halden. Und lassen wir einmal unsern Blick die Runde machen, so müssen wir gestehen, dal die Lage Berchums landschaftlich ausgezeichnet ist. Da gibt es, soweit das Auge reicht, Berge, Wälder, Felder, Wiesen und Täler. Das Reim der Hilflesen Was wäre von Berchum sonst noch an Merkwürdigkeiten zu erwähnen? In Kürze kann das Krüppelheim, eine Zweigniederlassung Volmarsteins, auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Ursprünglich war dieses Haus, das übrigens eine sehr vorteilhafte Lage haf. Vein Kinderheim der Inneren Mission Nachdem man es für zweckmäßiger hielt, Kinderheime an die See, in den Schwarzwald usw. zu verlegen, wurde hier eine Heimstätte eingerichtet, die von segensreicher Bedeutung geworden ist für die, die auf die Barmberzigkeit der Mitwelt angewiesen sind. Heute werden hier 46 Insassen gezählt. Bürgermeister spielt erste Geige Die Gemeinde Berchum wird aber in diesem Jahre noch ein weiteres Jubiläum begehen können. Der Turnverein bereitet sich auf seinen 65. Geburtstag vor. Die Turnerei besaß hier schon immer eine vorbildliche Pflegestätte. Und Bürgermeister Koschwitz— im Ziviloder auch Hauptberuf 2. Zt. Stadtinspektor in Dortmund— ist selbst ein passionierter Turner. Aber er ist auch ein Freund der Musik und war als solcher bestens dazu berufen, das Man dolinen-Orchester des Turnvereins wieder flott zu machen. Er selbst spielt die erste Geige und musiziert fleißig mit denen, die mit ihm die Begeisterung für die edle Kunst teilen. Und wo der Klang, ist auch Gesang. So ist in der Gemeinde ein Männerchor, der seinen Mitgliedern Geselligkeit und Entspannung, der Mitwelt genußreiche Unterhaltung beschert. Saubere Gaststätten und ansehnliche Höfe geben dem Dorfbild ein besonderes Gepräge. Es lohnt sich schon, hier Rast zu machen. pf. Ahnuw. Sap-end vaus Srm v, Seitigt tung: Reinr, Schwarzkopf, Schwerte. Druck: Verlagsdruckerei Hans Linner vorm. Catt SCHWERTER ZEITUNG SAU TPRRNDNARRT0 oman von Rudolf Ernsdorf Copyright by Münchner Roman-Verlag, Mü.-Pasing klar zu deuten.„Rein gefühlsmäßig war das, verstehst du? Vielleicht, weil ihn alle gerne sahen und die Mädels ihn alle bezaubernd fanden. Bis auf Barbara 13. Fortsetzung hatte er sich aufs Bett ihn zum ersten Male und war erstaunt, Fahrt. Denn aus deinen Briefen, verwie behaglich der Alte hauste.„Blitz-Vzeih, da bin ich nicht klug geworden! den alten Flügel und besann zu spie-(die andern, Vielleicht hat es mich auch len: doch auch die seliebte, Welt der ggärgert, weil er mich früher wenig röne schien sich ihm heute verschlie- Hgachtet, uund immer so obenhin beBen zu wollen. Alles klang so schal und und fand keinen Widerhall in ihm. ieer und Er versuchte es mit Beethoven, mit Brahms, aber sie, die er so liebte, waren ihm heute fern und fremd und lächelten ihm nicht zu wie sonst, wenn er den Weg zu ihnen suchte. Doch er gab nicht nach, und begann sich einen eigenen Weg zu bahnen. Seine schöpferische Phantasie entzündete sich. Heute spielte er nicht nur mit den Tönen, heute war es ihm ein fast verzweifelter Ernst. So brauchte Gregor nicht zu fragen, ob Rolf daheim sei. als er noch immer verstimmt, doch in seinem Zorn schon etwas beschwichtigt, das Haus betrat. Zum ersten Male stieg Gregor heute hinauf zum oberen Stock. zum„Reich der andern“, wie er's bei sich nannte. Er traf zwar niemanden auf dem Flur, doch wies ihm der Klang des Klaviers die Türe, die er suchte. Fast behutsam trat er ein, denn er hatte überrascht aufgehorcht. Was spielte denn der Junge? Das klang nicht alltäglich. Rolf drehte ihm den Rücken zu; er hatte sein Eintreten nicht bemerkt. Leicht belustigt schaute sich Gregor in dem großen, lichten Zimmer um. Eine genialische Unordnung herrschte da Ueberall lagen Noten. handgeschriebene und gedruckte, und der Raum war mit Zigarettenrauch eingenebelt. Doch das hatte nichts zu sagen. Die Hauptsachie war, was der Junge spielte und wie er es spielte. Gregors Ueberraschung wurde fast zur Andacht, und er hütete sich, den Bruder zu unterbrechen, der eben zu einer prächtig aufgebauten Schlußsteigerung ansetzte. Unhörbar trat Gregor hinter Rolf, der ihm ahnungslos sein wahres Gesicht wies, und erst. als Rolf die letzten feierlichen Akkorde verklingen ließ, legte ihm Gregor in freudiger Erregung die beiden Hände auf die Schultern „Junge—! Du bist wirklich ein groBes Talent!“ Rolf konnte es noch gar nicht recht begreifen. Er hatte noch nicht wieder zurückgefunden. Dann dämmerte ihm, daß ihm etwas Wunderbares widerfuhr, daß einer in der Familie, wenigstens einer gewonnen war und ernsthaft an ihn glaubte, und gerade der. der selbst Künstler war und von dem er es am wenigsten erwartet hätte. Lachend und voll Freude schüttelte ihn Gregor.„Und ich bin ganz bös heraufgekommen, um grob zu werden, weil du nicht unten warst im Werk! Aber ich geb’ mich geschlagen. Nein, es wäre Unsinn, wenn du dich bei einer Arbeit verzetteln wolltest, zu der du nicht taugst, und bei der du nur das richtige, sinnvolle Arbeiten verlerntest! Verzeih, ich hab’ das nicht hinter dir gesucht! So viel versteh' ich auch von Musik, um das Besondere. das Eigene herauszuhören! Aber das große Talent allein, mein Junge, das tut's nicht, wenn du es nicht verwünscht ernst nimmst! Talent fordert erst recht Arbeit. Arbeit und wieder Arbeit!“ Rolf strahlte und griff nach Gregors Hand.„Weiß Gott, die schreckt mich nicht. Aber ich hab’ viel, sehr viel nachzuholen. Der Vater wollte ja nichts wissen davon, auch traute er mir nicht etwas Echtes. Bedeutendes zu! Und die andern werden entsetzt sein und mir zureden wie einem kranken Pferd und mir Schwierigkeiten machen— und wer weiß, wie alles hier noch wird, wenn du dich nicht einspannen läßt. Und ich versteh dich doch so gut! Es ist verrückt, was dir der Vater zugemutet hat!“ Gregor zog ihn leicht an sich.„Ich helf' dir schon mein Junge! Du kannst dich auf mich verlassen, solange—“ „Solange—?“ Er hatte schon verstanden, aber er war fast durstig. es wieder bestätigt zu hören. „Solange du dein schönes, reiches Talent nicht vergeudest!“ Den Vertrag ließ Rolf gerne gelten. Mir ist nur klar geworden, daß wir endlich miteinander vernünftig reden Ve da schaut die Zenz schon-inite müssen. Aber das nebenbei.“ Sie entbrummte der Wborst., Ateng.speilfdas nahm ihrer Handtasche einen versiesauber haben Sie’s hier!“ „Ja, da schaut die Zenz schon drauf!“ er umber, er ver„. gelten Briefupschlag.„Darum hast du verwünschte Knie während der Nacut)- gestern dringend ersucht. Einen noch schlechter statt besser seworgez Eig habe ich schwören müssen, dir das war. Zu gern wäre er doch selbst mit)., Her“ gpzglietern! Was ihr nur für beachtet und immer handelt hat. Später aber „Später?“ „Nun, wie er mit dem Vater nicht mehr gut stand, und in ein gespanntes Verhältnis mit ihm kam, wie ja auch ich, wegen meiner Musiziererei, da hat er sich mit mir mehr angefreundet und nahm mich öfters heimlich im Wagen nach Salzburg mit. Und als dann das Unglück mit Heinz geschehen war, da hat er mich, wie ich erst jetzt richtig erkenne, auf seine Seite zu ziehen gesucht.“ 4 Gregor nickte. Sie konnten sich beide denken, warum das Florin getan hatte. „Aber sag, ganz ehrlich, traust du es Florin zu, daß er oben auf dem Rauheck—*“.„ Eidam un# Lange schauten sich die beiden Brüder stumm an. Das war die würgende Frage, die auf ihnen lastete. Endlich zog Rolf ein wenig die Schulter hoch. Er sagte nichts, ließ die Frage unbeantwortet— und beantwortete sie doch. Gregor stand auf.„Wenn wir darüber keine Gewißheit erhalten— „Ja, dann werden wir das Lachen verlernen, hier auf dem Pruggerhof.“ Darüber waren sie sich einig. „Stell bitte nachher ganz unauffällig fest, ob er heute nach dem Streit mit Ebba weggefahren ist“, bat Gregor den Bruder noch, bevor sie auseinandergingen. 17. Gregor hatte so früh zum Rauheck aufbrechen wollen, um wenigstens, nicht während des Aufstiegs in die ärgste Hitze hineinzugeraten, aber er kam nicht weg von zu Hause. Der Morgen begann schon mit täuschung. Das Postamt hatte ihm in aller Frühe einen Eilbrief zugestellt. Er kam aus Graz von Barbara. Es war eine merkwürdige so vernünftigen und besonnenen Art der Schreiberin widersprach. Was war in Graz geschehen? Gregor irde nicht recht klug aus dem Brief, Und hinaut zum Rauheck; aber der junge)Pichezimnigse miteinander habt! Herr durkte wenigstens vorber zur Becserrjagt dich nachdrücklich erinSlärkung ein Glaserl selbstangesetzten Rern zu solist ja nichts unternehmen. Nudschnaps nicht abschlagen. Wo ert. aAu nicht mit ihm gesprochen hast.“ ihm doch zum ersten Male in seineml bevor...„ Schreiptisch stang Hause die Ehre gab!„Also, ich hab’ Während er am Schreibtisch stand Ihnen ja schon früher genau erzählt, und den Umschlag öffnete, der ein alles damals gewesen is. und wie Brief Beckers und einen zweiten, klei wir unsern armen, guten Herrn g'fun-neren Umschlag enthielt, trat sie zum den habn. Mir is, als ob’s gestern g’we- Bücherschrank gegenüber, um Gregor sen wär, so gegenwärtig is's mir noch. Gelegenheit zu geben, sich ungestör Ich war auch mit der Polizei nachherlund unbeozachtet mit dem wichtigen ich ver Such mut, schritstüick zu beschätigen. Gresor sichee die(re-lzwang sich zu Ruhe und Gelassenheit; Er deutete auf die Büchse, die Gre-]-e.e eing Angelegenheit, die sor mit Hut und Janker auf den rischles Wer und geine Hochreither Verim Hersottswinkel gelest hatte.„Dielnur Ihn anging, Wenn ihm Frau Hilde hoben wir noch in der Nacht unter-) Vrachltenahestand, dartte sie dennoch sucht. Es war grad der Kusellaut ab-Aue, erfahren, bevor nicht alles gesschossen. Und es war kein Zweitellblicht gr. worum hier gespielt wurde möslich, der Schuß, der unselige, is aus blürt wer, Begieitbriet erfuhr er. daß der aller nächsten Näh#kommen. derl Au,ecter nichts Genaues über den Rock war anssenst. Es is gar net an-Buch, bedeg„ueiten Umschlags wußte. ders denkbar, es is ein Unelüch 8 we-)lphvon Vategs Hand Gregors Anschrift sen. Er war sern unvorsichtis, Die derJng dahn gah er erschüttert— Büchs hat er wieder einmal net se-]trug. V.. papiere, die er dissem umsichert ghabt.— Da brauchten Sie sich auf die Papiere, die Sichert shabt.——.. g.: Janl.am u. Ischlag entnommen Gregor lachte verblüfft.„Aber—1 Was tust du denn! Was soll das heiGen?“ Er begann langeam zu verstehen. „Daß ich auf die Blumen deiner hübschen Magd verzichte.— Hoffentlich bist du, so sehr du verwandelt bist, noch nicht se—“„verbauert“, hatte sie sagen wollen,„der neuen Welt verfallen, daß du das verstehst.“ Er wollte zornig werden, bezwang sich aber. Sie hatte ihn getroffen und es schmerzte, allein, er fühlte sich nicht ohne Schuld.„Eifersüchtig?“ Sie wich seinem Blick nicht aus. „Vielleicht. Aber das ist nur eine Begleiterscheinung.— Ich muß Klarheit haben.“ „Darauf hast du ein Recht“, gab er ihr sofort versöhnlich zu. Enttäuschend für ihn war die Erkenntnis, daß er, statt Hilde zu begütigen und sie durch die Kraft seiner Liebe zu überzeugen, sich bereits innerlich für die klärende und entscheidende Aussprache wappnete, zu der sie ihn heute offenbar in voller Absicht stellte.„Natürlich hast du ein Recht darauf“, wiederholte er, ein wenig ratlos. Was konnte ihnen helfen und sie den altvertrauten Ton wieder finden lassen? Hilde trat stumm vor ihn hin, als erwarte sie, daß er ihr endlich das Gesicht wieder zeigte, das sie liebte. Endlich stellte sie ruhig fest:„Das war hatte. Seine Ahnung eigentlich schon klar genug.“ birklich nix Schlimmes zu denden. hatte ihn also nicht betrogen: Es war]„Du verstehst mich nicht“, verteiGregor sah sich von Kerstl durch- der wechsel, den Florin dem Kilian digte er sich gegen den unausgesproschaut.„Natürlich. Sie haben sicher Habermoser ausgestellt hatte. Beige-lchenen Vorwurf. recht, Wie auch die andern. Aber es heftet war eine Erklärung Heinrich„Doch. Besser, als du dich selber verläßt mir keine Ruhe, Kerstl. Ich weil Pruggers, daß die Unterschrift„Hein- stechst, Gregor. Du verlierst dich hier selbst nicht warum“: suchte er ab-u.- rich Prusger“ als die des Bürgen nicht Du mußt fort!“ Sie war sehr ruhig. lenken.-MNein Bruder hat mich beslei- von seiner Hand stamme und deshalb Gerade aber dadurch reizte sie ih ten vollen, aber ich hab für ihn eine gefäilscht sei. und zwar ohne allen und dann tiel ihm auch ein, was die ändere Autsabe., B L4 Zweifel von seinem Schwiegersohn Zenz über sie gesagt hatte, bei BeKersti nickte nur und fraßte nicht, Florin Türck. Dem habe er den Tat-Itrachtung ihres Bildes: Sie weis gewis Halb konnte er sich schon denken, was bestand ernstlich vorgehalten und immer, was sie will. Wenn dieser Frau, Gas für eine Autgabe war: Den Higrrn Türck habe gicht geleugnet, sondern die eine so bezaubernde Freundin war, Schwaser ein bicl im Aus behalten, stillschnweigend den schweren Vorwurt goch einmal das Herz durchsingel Aber Harse Der Worgen! Er hatte doch von seinem Fenster aus als zu Recht anerkannt. sie ist auch ihres Fierzens so sicher Aufrerung und Ent-[Seschen, wie Rolt, durch Gartenbüsche) Die wirkung dieser klaren Feststel-Ich verliere mich hier, fürchtest du: de ur ve, erdeckt, erkaundete, vas unten in Baus ung var derasrt, dad Gresor sich nicht und mir konmt vor ich lerne mich ei SottV 59 länger sträuben konnte, fast als gewißshier erst richtig kennen. Ich verlier am See los war. - slänger sträuben konnte. fast als gewiß hier erst e. durch die Zenz unter- anzunehmen: Florin war damals, nach mich nicht, ich finde mich erst, den tisen und besonnenen Art tne Pfen., Sböriscger, HHhosens“ Besuch aus dem hetigen Streit, von dem auchenen der ich wirklich bin“ ins Haus binüberzuholen.„Besuch aus Abrecht berichtet hatte. seinem Schwie-1den Fundzs Sie zaptte einen kurzen deg I. Gregor gervater ins Revier und bis zum Rauh- Strohhalm von seinem grobweißen . f. underes. Sein Anrut ge-leck hinaut nachsegangen und hatte Hiemdärmel. Saubte vichte; unde,e, dach dort auk ihn keschossen, sicher heil-f, ur taßte die an den Schultern. Nun und seine Hoffnung, beld von seiner/stern hatte also den alten Herrn auca, dort auf ihn geschossen. Bekannten in Graz, an die er Barbara kräftig alarmiert und auf den Plan gewegen geschrieben hatte. Aufklärung gen zu erhalten, steigerte sich zur UngeGuld. v. Barhers Aut Gut, das eine war klar: Barbara bat, aber es war eine fast heftige Bitte, ihr keine Schwierigkeiten zu machen und sie, wenn. Hochreith schon als Familienbesitz Verhalten werden sollte, aus der Gemeinschaft der Erben zu entlassen und ihr den Anteil an dem Erbe bar auszuzahlen, also in eine freundschaftliche Auseinandersetzung zu willigen und es ihr zu ersparen, daß sie gemäß den Anordnungen des väterlichen Testaments auf ihren Pflichtteil beschränkt wurde, weil sie auf Auszahlung bestand. Von Barbaras Seite hatte er einen solchen Vorstoß am wenigsten erwartet. Sie war doch geschäftserfahren genug, um zu wissen, daß die andern Erben, Ebba, Hedwig und auch Rolf, die Zuihrer Forderung, die ihren Stumm verneinte die Zenz. Sie war heute verändert. scheu, ernst und fremd.„Die Dame, deren Bild—! „Meine Braut—? So früh schon?“ Gregor war so überrascht, daß er es kaum für wahr nahm. tückisch und überraschend, vielleicht spürte er doch, daß diese so überlegene im Verlauf einer neuen, scharfen Aus- junge Frau warmes Blut hatte.„Ach, einandersetzuns. au—! Warum denn immer gescheit Stumm trat Gregor zu dem Stahl-gein und vernünftig und skeptisch und schrank hinter dem Schreibtisch und kühl! Fühlst du denn nicht, daß das verschloß die Papiere. hier ein ganz anderes, ein viel stärFrau Hilde hatte sich ihm endlich keres, lebendigeres Leben ist! Hier, Der Kersti-Veter jungeg zierurgeigg sich beobachtete sie, welch tieken Ein= nicht nur ein überreistes, herrschslich: „Ich komm' gleich wieder, Kerstl, ich fand, er war in diesen wenigen Augenwill Sie noch was fragen. Und der blicken gealtert. Sein Gesicht hatte sich Köhler-Toni, der wartet schon sol verfinstert und schien hart geworden lange!“ Mit einem verwundert fragen-von einem schweren Entschluß. den Blick streifte er unwillkürlich die fühlte, wie stark er im Bann von ErZenz, die ihm verwirrt und jäh über-leignissen stand, die zweifellos mit seiflammt die Türe freigab, aber es kam nem Erbe zusammenhingen. Sie war ihm kaum zum Bewußtsein. Beunruhigt eilte er zum Herrenhaus hinüber. Hilde—? Er konnte das nicht verstehen. Ja, ihr kleiner, eleganter Wagen ganzen Menschen einsetzt!“ Sie machte keinen Versuch, sich aus seinen Händen zu lösen, aber sie wurde. nicht schwach.„Gregor, wenn dich ein selcher Besitz lockt, dann kaufen wir uns, für den Sommer und wenn du Ruhe und Stille brauchst, einen Hof, überzeust, daß er ihre Gegenwart mehr weit schöner und größer als dieser ais eine Störung, denn als freudise hier, oder bauen ihn nach unseren Ueberraschung empfand. Daß er nicht#izngchen—in Wunschen „Mit kaufen ist es nicht getan, Hilde!“ a- schluß?“ Sie war blaß.-Hoyrorcem den leisesten Versuch machte, sie, wenn ich nur mit einer Andeutung, aufzuauch steten, verletzte und schmerzte sie. Sie bereute, sich soweit vorgewagt und 80 bestätist. ihn erkaufen.„Und das Sie war mit dem Vorsatz gekommen, bist, das hast du ganz des Raubeck heute sein Geheimnie ihm einsekallen, dah würfnis mit Ebba das Haus und Hochreith nicht verlassen. Sprach es nichtldigfrgiich, graste ein schneller. torfüir hn., dad er sich micht vogerzindung schender Blick. Er hatte die überrumkurz Weisungen für die Stunden seiner verändert er war. Wie ein Ahwesenheit gab, wurde er in den Stalllstattlicher Bauer starjd##g#nter Als wäre es zwischen ihnen nie an- gerufen, weil eines der Falbe, das sonnverbrannt, Sanz.,„angr aet im ders gewesen, folgte er Gregor jetzt schönste und jüngste Pferd. von einer wädler“, wie si schweren Kolik befallen war. und man Scherz genannt. Er paßt schon gut in nach unten, um mit ihm noch beisammen zu sein und brüderlich mit ihm zu beraten, wie die Sorgen, die sie hatten mit Türck und Ebba und mit dem Werk, vielleicht zu bannen waren. Nur über die Sorgen, die er sich Barbaras wegen machte, sprach Gregor mit dem Bruder nicht, dafür war der Junge noch zu wenig erfahren, auch war es nicht nötig, daß er darum wußte. Dadurch hätte vielleicht sogar nur alles verdorben werden können. Am längsten sprachen die beiden über Florin; Rolf kannte ihn doch viel besser. Neues wußte er freilich kaum über ihn zu sagen. Rolf gab zu, daß er ner Frau in Salzburg in gesetzt hatte? pelt. Sie stand nicht sicher auf diesem Während Gregor dem Bruder noch Boden. Sie fühlte fast erschrecht. erreichen dieses hexrenhehuerüiche, Eagus herein, vermochte. Nun, der Oberknecht ver- Sie schalt eich#...—; eine dumme stand etwas davon, auch Tante Anna, Gans, ob ihrer Enttauschung, daß er so war denn endlich die Gefahr für sie nicht an sich gerissen und abgedas schöne, wertvolle Tier gebannt, küßt hatte, bis sie keinen Atem mehr geworden...“ neun Uhr! Der Köhler-Toni war pünktlich er-gnügt hätte, wie er vielleicht in Wildschienen, nüchtern, aber ziemlich un-west üblich war? zulänglich. Er hatte sich hinterm Gar-I„Ich komme als Kurier“, berichtete tenzaun in die Sonne gelegt und schlief. sie.„Justizrat Becker hat mich gestern Er hatte wohl am Abend zuvor wieder angerufen. Ob ich Lust zu einer kleinen getrunken. Gregor ging nach dem ha-]Spazierfahrt hätte, ohne ihn, denn er stig eingenommenen Frühstück, schon könne zur Zeit unmöglich aus München mit der Büchse auf der Schulter, noch fort. Als ich dann Näheres hörte, hatte ihm Zeit und scheinbar alle Freiheit 2u schmerzte.„Nein, das habe lassen, sich mit der durch das Testa- vergessen, wie ihr fürchtet! Aber da ment geschaffenen Lage in irgendeiner schwere ist, daß ich die Lösung finden Weise abzufinden, doch war es ihrmuß, den glücklichen, gesunden Ausjetzt unmöglich, ihrem Vorsatz länger weg aus dem allen. Denn die Brücke treu zu bleiben. hierher kann ich nicht mehr abbrechen. tes uu bieiben.„4 Es muß eine andere Ldsuns geben. Sie ertrus das quslende Warte.—.—. und du—1s bittend lockerte er den mehr und wac entschlossen. rasch und harten Grift und zog sie an sich.„du entscheidend zu handeln. Aber Sie bist nur fremd hier, aber du wirst dich griff, als sie nun, scheinbar heiter, das eingewöhnen—!“ die Blumen zu meinem Bild gestellt?“ alles Pathos, so daß er glaubte, nicht erkundigte sie sich und trat lächelnd recht gehört zu haben.„Nie. Gregorl näher. Sie stand nicht auf der gewohn- ich stelle mir mein Leben anders vor.“ ten Bühne. Sie haßte dieses Haus, des nach einer weile ließ Greser die ihm soviel Sicherheit seb. Hände sinken und gab Hilde frei.„Du Gregor aber war so in Gedanken,— stellst dir dein Leben anders vor, daß er ohne zu überlegen und sogar ein und ich— ich bin halt doch— eit wenig gallig sagte:„Die Blumen? Ach, Prugger.“ die hat die Zenz hierher gestellt.„„ gie nickte. Ohne Spott und ohne VorEs wer wohl nicht gut, daß Sie Sieh„upf.„Ja“. Sie nahm ihr Bild vom äußerlich so gut beherrschte. So wurde Schreibtisch auf, betrachtete es nacher durch nichts gewarnt.„Ach—!“ Als(denklich und lächelte. habe er einen netten, kleinen Witz gemacht.„Nun du hast an anderes zu früher den Schwager nicht recht ge- rasch zum Kerstl hinüber. Er besuchte ich Lust, große Lust sogar zu dieser macht.„Nun du hast en anderes zu Dieses Lächeln machte ihm erst.# denken, dir ist wohil nicht aufgefallen, eigenen Schmerz bewußt.„Hilae daß sie schon well: sind. Ich schwärme Aber sie schüttelte nur leicht den nicht für so matte Ovationen.“ Noch Kopf und legte den Rahmen auf den immer lächelte sie, ihre Stimme schmei- Tisch zurück, das Bild nach unten. chelte fast, aber die Hände, die nach, p. e an 14g ur diess den Blumen griffen, zitterten. Dann] Er verstand. Er wußte, daß er die nahm Frau Hilde die Blumen und warf Iknappe Bewegung ihrer Hand sie, durchaus nicht hitzig, aus dem Fen-lvergessen würde.„ortagtzung tolst ster. SDSTI Wereerrr. Deutsoßer Fußballmeister 1950) DrS stangart GufdiEit bieg Kickers Offen nach versuchte in der zweiten Halbzeit vergeblich Stuttgasts 2:0-Führung weitzumachen ten und den Abpraller erwischte Fußball-Festtag in Berlin VIB Stuttgart: Schmid; Retter, Steimle; Otterbach, Ledl, Barufka; Läpple, Schlienz, Bühler, Baitinger, Blessing. Offenbacher Kickers: Schepper; Emberger, Magel; Schreiner, Picard, Keim; Kaufhold, Wirsching, Buhtz, Weber, Baas. Schiedsrichter: Kornmannshaus(Bad Oeynhausen). Zuschauer: 90 000. Tore: 1:0 Läpple aus 30 m(18 Min.), 2:9 Bühler(26. Minute); 2:1 Buhtz(48. Min.) Nach jahrelanger Pause sind wir zum ersten Mal wieder bei einem deutschen Fußball-Endspiel im Berliner Olympiastadion, und es ist, als wenn wir an ein Bild anknüpften, das wir aus unvergeßlichen Tagen aus dieser herrlichen Kanrpfba. in einer Erinnerung haben, die nie ganz auslöschen kann. Seit Stunden strömen die Massen zum Olympiastadion, die S-Bahnen, die Omnibusse und Straßenbahnen sind überfüllt, aber man hat den Eindruck, daß es trotzdem nicht ganz ausverkauft sein wird; denn in den Kurven gibt es noch Lücken, die sich auch in der letzten halben Stunde nicht ganz schließen werden. Die Zuschauer sind mit einer großen Begeisterung schon vorher bei der Sache und spenden großen Beifall, als eine Schar Anhänger des VIB Stuttgart mit Fahnen und Transparenten um die Kampfbahn zieht. Trotzdem weiß man, daß die Anhänger beider Mannschaften, von denen die in zwei Sonderzügen gekommenen Stuttgarter überwiegen, sich gegen die Ueberzahl der Berliner Besucher durchsetzen können. Die Organisation klappt in allen Teilen vorzüglich und so reibungslos, daß man kaum glauben kann, daß das Olympiastadion seit vielen Jahren keine Großveranstaltung dieses Ausmaßes mehr erlebt hat. Auch für die Pressevertreter aus allen Teilen Deutschlands ist bestens vorgesorgt. Die Telefonzentrale verfügt über Offenbachs Ausgleich hing in der Luft Berlin, 25. Juni. Ueber 90000 Zuschauer erlebten am Sonntagnachmittag im Berliner Olympia-Stadion eines der fairsten deutschen Endspiele, die es bisher gab. Mit einem 2:0 zog der VIB Stuttgart nach einer großartigen ersten Halbzeit in die Pause, und mit diesem wertvollen Rückhalt rettete er sich trotz einer Flut Offenbacher Angriffe, während der das Ausgleichtor minutenlang förmlich in der Luft hing, dank seiner fast englisch anmutenden, rationell-nüchternen Abwehrarbeit durch einen 2:1(2:0)- Erfolg seine erste deutsche Meisterschaft. Wenn die Schwaben also nach ihren Vorrunden-Siegen über VII. Osnabrück(2:1), Kaiserslautern(5:2). und Fürth(4:1) als 19. Verein in die Ehrenliste der deutschen Fußballmeister eingereiht werden, dann haben sie das einer ausgesprochen glücklichen zweiten Halbzeit zu verdanken. Läpple(18. Min.) und Bühler(26. Min.) hatten das 2:0 besorgt, ehe Buhtz in der 48. Minute den Anschluß herstellte, der von der 60. Minute ab zu einer halbstündigen Drangperiode der Offenbacher führte. Die eiserne Abwehr der Stuttgarter aber behielt die Nerven. Das brachte Offenbach um den Ausgleich, ja um den durchaus möglichen Sieg! Zum Schluß des Spieles überreichte Dr. Bauwens dem Stuttgarter Spielführer, Torwart Schmid, den silbernen Teller des DFB. In einer kleinen Ansprache stellte er dabei heraus, daß beide Mannschaften durch ihre ausgesprochen faire Auffassung wesentlich dazu beigetragen hätten, dieses Endspiel zu einem Erlebnis zu gestalten. genügend Anschlüsse und in den Glaskabinen bietet sich vielen Berichterstattern Gelegenheit zum Schreiben und zum Telefonieren. Nach einem Jugendspiel, das der Spandauer SV 2:1 gegen Wacker 04 um die Berliner Jugend-Meisterschaft gewann, erlebten die Zuschauer einige herrliche Leichtathletik-Wettbewerbe. Bis zum Einlaufen der Mannschaften, die gemeinsam das Spielfeld betreten, hat sich die Besucherzahl auf rund 90000 erhöht. Das weite Rund macht einen herrlichen Eindruck, obwohl die Sonne es schwer hat, sich durch die Wolkendecke durchzukämpfen. Nach einem leichten Regen am Vormittag ist das Wetter kühl, aber so recht geeignet, ein Spiel mit vollem Finsatz erwarten zu lassen. Führung in der 18. und 26. Minute hat Buhtz nicht gehr die letzte Kraft zum Schießen; er„scheppt“, den Ball und Schmid erwischt ihn. Bis zur Pause erhöht Stuttgart das Eckenverhältnis auf 6:2. Die Mannschaft spielt fast englisch nüchtern, sie steht in der Abwehr sehr sicher, macht kaum Fehler und wenn auch in car letzten Viertelstunde vor der Pause die leichte Feldüberlegenheit Offenbachs unverkennbar ist, man hat nicht den Eindruck, daß Stuttgart ernstliche Gefahr droht. Große 2. Haibzeit Offenbachs Der DFB hatte diesmal angeordnet, daß die Pause auf fünf Minuten beschränkt wurde. So hatte ein Teil der Pressevertreter die Telefonkabinen noch nicht verlassen, als Offenbach bereits auf 1:2 aufgeholt hatte. In der 48. Minute gab es einen Bombenschuß von Buhtz, Schmid konnte den scharfen Schuß nicht festhalten und den Abpraller erwischte der nachsetzende Buhtz, der unhaltbar einschoß. Das Publikum ist begeistert und feuert Offenbach lebhaft an. Trotzdem gibt es noch eine 7. und 8. Ecke für Stuttgart, aber mit der 60. Minute beginnt die große Zeit der Offenbacher, die ein Feldspiel vorführen, das die Massen zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißt. Stuttgart hat zeitweise nur zwei und drei Stürmer vorne, die Offenbacher Verteidiger Emberger und Magel schalten sich in das Kombinationsspiel ein, aber man sieht nicht die Torschüsse, die nötig gewesen wären, einen Mann vom Format des Stuttgarter Hüters Schmid zu bezwingen. Ollenbach kommt wohl zur dritten Ecke, dann auch zur vierten, aber immer wieder rettet die eiserne Abwehr des VIB, in der Mittelläufer Ledl eine wirklich überragende Rolle spielt, und die kaum einen Fehler macht. Allerdings sind die Offenbacher in ihrer Zusammenarbeit etwas zu eng, es zeigt sich einmal mehr, daß dieser Mannschaft wirklich ausgesprochene Flügelstürmer von Format sehlen— und so vergeht Minute um Minute, ohne daß das Tor fällt, das eigentlich über eine halbe Stunde in des Wortes wahrster Bedeutung in der Luft hängt. In den letzten zehn Minuten spielt der VIB Stuttgart betont ganz defensiv, spielt auf Verzögerung, so daß die Zuschauer pleifen. Aber man kann es der Mannschaft wirklich nicht übelnehmen, daß sie nach besten Kräften und in einem schier englisch anmutenden Pokalstil bestrebt ist, ihren Vorsprung zu halten. Aus dieser Defensive heraus gibt es noch den einen oder anderen guten Vorstoß, aber Schepper hat sich glänzend in Form gespielt und fängt die hohen Flankenbälle durchweg ab. Die fünfte Ecke Offenbachs sicht die ganze Mannschaft in Stuttgarts Hälfte, aber Schmid fängt den Ball sicher ab. Die wenigen Angriffe der Stuttgarter, geschickt mit weiten Schlägen aus der Defensive aufgezogen, bringen immer eine Gefahr für das Offenbacher Tor. Das Eckenverhältnis kommt auf 10•6 für Stuttgart. Tore fallen aber nicht mehr, zumal auch die Stürmer nicht mehr die nötige Kraft haben. Der richtige Tip: VIB Stuttgart— Offenb. Kickers 21 1 RW Essen— 1. FC Kaiserslaut. 2:7 2 STV Horst— Eintr. Braunschw. 111 X Tus Neuendort— FC St. Pauli 2:0 1 Spfr. Siegen— Fort. Düsseldorf 3:3 X Hannover 96— Schalke 94 0:8 2 VIB Oldenb.— VIR Mannh. ausgef. Brasilien— Mexiko 4:0 1 Eintr. Trier— Rheydter SV ausgef. 1. FC Pforzheim- Eintr. Frankf.„ FE Singen— FC Freiburg 3:0 1 Bor. Velbert— Vohwinkel se 133 2 Dänemark— Norwegen 1:4 2 Weitere Totoreihen: Rheinland-Pfalz: 1 1 2 ausgef. 1 K ausgef. 1 ausgef. ausgef. Hessen: 1 2 2 1 1 z ausgef. ausgef. 2 K 2 ausgef. 1 X. Bayern: 2 2 2 ausgef. 2 2 1 2 K. Totoblock Nord: 1 2 ausgef. ausgef. 2 ausgef. ausgef. 2 X ausgef. 1 ausgef. X ausgef. Württemberg-Baden: 2 2 2 ausgef. 1 2 ausgef. ausgef. 2 K 1 2 K 1. er vor dem Tore stand, dürfte er auch den Ball nicht richtig berechnet haben. Das war allerdings sein einziger wirklicher Fehler— man möchte sagen, ein entscheidender. Die ganze Abwehr der Offenbacher brauchte sehr viel Zeit, ins Spiel zu kommen. Der VIB Stuttgart hat das wirklich gut ausgenutzt. Nach der Pause gab es bei Offenbach weder in der Verteidigung noch in der Läuferreihe Schwächen. Keim und Schreiner bauten fabelhaft auf, schalteten sich in das Angriffsspiel ein, und Picard ließ den blonden Bühler überhaupt nicht mehr ins Spiel kommen. Im Offenbacher Sturm: Wirsching überraschend schwach und umständlich; man hatte den Eindruck, daß er nicht die nötige Kondition mitbrachte. Buhtz rieb sich in endlosen Zweikämpfen mit Ledl, dem besten Abwehrspieler der Stuttgarter, regelrecht auf und kam nur selten zu einem Torschuß. Weder Baas noch Kaufhold hatten den Mut, einmal auf eigene Faust den Versuch zu unternehmen, dieses Spiel zu entscheiden, und Weber war wohl im Felde genau wie alle Stürmer sehr wendig, aber zu umständlich. Der VfB Stuttgart hat eine Mannschaft, die sehr nüchtern spielt, die aber vor allen Dingen in der Abwehr außerordentlich stark ist, Weder Schmid, Retter oder Steimle machten Fehler und der Mittelläufer Ledl war ein Zerstörer von wirklicher Klasse. Etwas enttäuscht hat Barufka, der im Aufbauspiel nicht viel zeigte. Auch der rechte Läufer Otterbach ließ nach der Pause ein gekonntes Aufbauspiel vermissen. Der sehr wendige Sturm, in dem außer Schlienz alle Stürmer ungemein schnell sind, brachte die Offenbacher Abwehr mehr in Gefahr, als ihr lieb sein konnte. Allerdings, nach der Pause ging der Zusammenhang ziemlich verloren. Kormannshaus war für dieses Spiel der richtige Schiedsrichter. Er ließ sich nicht beirren, pfiff konzentriert und zumeist auch dann richtig, wenn die Zuschauer anderer Meinung waren. Ein faiver Kampf- ein glücklicher Sieg Das Olympiastadion hat eines der fairVor der Ehrentribüne stehen die Mannschaften des VIB Stuttgart und der Ottenbacher Kickers, als der Berliner Bürgermeister Friedensburg herzliche BegrüBungsworte an die Spieler und die vielen Gäste seiner Stadt richtet. Er verliest einen Gruß des Bundespräsidenten Dr. Heuß, in dem dieser die Stiftung eines silbernen Lorbeers für den deutschen Fußballmeister 1950 ankündigt und gleichzeltig bekanntgibt, daß diese Auszeichnung künftighin allen deutschen Meistern verliehen werde. In den alten Berliner Schlachtruf„Hineinl“ stimmen die 90000 begeistert ein. Und dann beginnt um 16.05 Uhr das Spiel. In den ersten drei Minuten kommt Stuttgart zu drei Eckbällen und es erweist sich, wie in den letzten Spielen, daß die Offenbacher Abwehr ihre Zeit braucht, um sich zu finden. Nur zeitweise deutet sich Offenbachs gute Angriffsarbeit an. Als Picard einen Ball so zurückgibt, daß Schepper ihn erst hinter der Linie erreichen kann, gibt es die vierte Ecke für den VIB, die jedoch gleichfalls erfolglos bleibt. Stuttgart arbeitet im Mittelfeld zeitweise ganz hervorragend; kurzer und langer Paß wechseln in zweckmäßiger Taktik. Man hat den Eindruck, daß der VIB nur 3 oder 4 Züge benötigt, um zum gegnerischen Tor zu kommen, während Offenbach weit umständlicher operiert. Auffallend auch die ungemein sichere Abwehr Stuttgarts. Mittelläufer Ledl ist der beste Abwehrspieler der ersten Hälfte. Trotz allem kommt das Führungstor in der 18. Minute sehr überraschend. Läpple, Stuttgarts Rechtsaußen, schießt aus 30 m Entfernung, Schepper steht drei Meter vor dem Tor und der abgefälschte Ball senkt sich hoch in die obere linke Ecke. So wie Schepper stand, konnte er den Ball, zumal bei dem Gegenwind, nicht erreichen, aber man hatte den Eindruck, daß er in dieser Szene nicht ganz beim Spiel war. Dieser Erfolg gibt Stuttgart sofort groBen Rückhalt. Erst nach der fünften Ecke kommt Offenbach zur ersten, wenig später auch zur zweiten, aber die ganze Arbeit der Offenbacher ist zu Jahm und zu umständlich, so daß Stuttgarts Abwehr immer wieder retten kann. Die 26. Minute bringt das wertvolle 2:0. Die Offenbacher Abwehr bekommt den Ball nicht fort, der rechte Verteidiger Emberger verliert den Ball an Bühler und der blonde Stuttgarter Mittelstürmer setzt aus 16 m Entfernung einen wundervollen halbhohen Ball ins Tornetz. In der 28. Minute wäre beinahe das dritte Tor gefallen. Schepper läuft heraus, aber Bühler hebt den Ball nicht hoch genug. so daß Offenbachs Terhüter ihn doch noch abwehren kann. Das Spiel der Offenbacher ist zu sehr auf den Innensturm abgestellt. Buhtz bemüht sich vergebens, an Ledl vorbeizukommen, und als er einmal das Glück hat, daß der Stuttgarter Mittelläufer einen Kopfball verpaßt und Torwart Schmid herausläuft, auftakt zur Fusball-Weltmeisterschaft Brasiliens 4:-Sieg mit Feuerwerk und Salut Vor 100 000 Zuschauern im Mammut-Stadion zu Rio de Janeire begann am Samstag mit 21 Salutschussen, einem großen Feuerwerk, 5000 Briettauben und dem glatten 4:0(1:0)Sieg der favorisierten Brasilianer über Mexiko die Fußball-Weltmeisterschaft 1950. Beide Mannschaften bevorzugten ein lanses Paßspiel, allerdings etwes zu hoch, so daß der Ball von der starken Brise immer wieder abgedrängt wurde. Brasilien spielte gegen dei. Wind, hatte aber schon in der ersten Halbzeit Vortelle und drängte den Gegner in der zweiten vollkommen in die Verteidigung. Das erste Tor tiel in der 35. Minute durch Adler und wurde genau so wie das 2:0 in der 67. Minute durch Carbatal mit Feuerwerk und Schüssen gefeiert sten deutschen Endspiele erlebt. Wenn der VIB Stuttgart als 19. Verein in die Ehrenliste der Meister eingereiht wird, dann hat er das einer ausgesprochen glücklichen zweiten Hälfte zu verdanken, in der die Mannschaft klar in die Defensive gedrängt wurde und die Offenbacher Kickers eine Form erreichten, die an Düsseldorf erinnerte. Wenn man damals, vor Wochen geglaubt hat, daß die imponierende Ueberlegenheit in Düsseldorf einer Schwäche des HSV entsprungen wäre, dann belehrte Offenbach heute die Zuschauer eines Besseren. Die Mannschaft spielte auch gegen den VIB Stuttgart so gekonnt im Felde, zeigte zeitweise feinste Filigran- und Schacharbeit, ohne aber das Tor zu schießen, das zweifellos dem ganzen Geschehen eine Wendung gegeben hätte. Der VfB Stuttgart sicherte sich den begehrten Titel schon in der ersten Hälfte und bewies, daß seine Abwehr ausgesprochen stark ist und auch in kritischen Situationen nicht den Kopf verliert. Zum Schluß des Spiels überreichte Dr. Bauwens dem Spielführer Schmid des VIB Stuttgart den silbernen Teller des DFB und stellte heraus, daß beide Mannschaften durch ihre ausgesprochen faire Auffassung wesentlich dazu beigetragen hätten, dieses Endspiel zu einem Erlebnis zu gestalten. Wie schon gesagt: Der VIB Stuttgart hat in diesem Spiel viel Glück gehabt. Eine gewisse Schuld lag auch bei Offenbach; denn die Mannschaft hatte Wahl und wählte eigenartigerweise gegen Wind und Sonne. Das wurde beim ersten Tor dem Die dem DFB-Vorstand in Berlin seit Freitag durchgesprochenen Nachrichten über die Entscheidung der FIFA in der Deutschlandfrage weichen erheblich voneinander ab. Die Meldung, daß Deutschland durch den Internationalen FußballVerband auf dem Kongreß in Rio wieder aufgenommen worden sei, wurde bisher durch eine offizielle Nachricht seitens der FIFA noch nicht bestätigt. Ebenso unbestätigt aber sind auch die Aeußerungen, die am Freitagabend von FIFA-Präsident Jules Rimet und dem Belgier Seeldrayers verbreitet wurden und eine Aufnahme als„absurd“ bzw. als noch nicht zutreffend bezeichneten. Der DFB-Vorstand ist daher gezwungen, eine offizielle Benachrichtigung seitens der FIFA abzuwarten, hofft allerdings auf Grund bestimmter Informationen, daß. auf der für den 26. Juni vorgesehenen Exekutivausschuß-Sitzung die Frage einer Wiederaufnahme— falls sie noch nicht entschieden sein sollte— im günstigen Sinne geklärt werden kann. Länderspiele erlaubt? Die Situation für die deutsche Nachrichtengebung ist in diesem Falle ähnlich schwierig, wie vor Wochen bei den 2 T. ebenso widersprechenden Meldungen, die über den Beschluß des Internationalen Olympischen Komitees aus Kopenhagen zunächst durchgegeben wurden. Deutschland ist bei diesen für uns so wichtigen Kongressen ohne eigene Vertretung, und das wirkt sich— was die schnelle Informierung der deutschen Sportler betrifft— so lange besonders nachteilig aus, wie auch die deutsche Sportpresse im Ausland noch ohne akkreDellbrücker 3:3 in Berlin Am Vorabend des deutschen Endspiels hatte Berlins Meister, Tennis-Borussia, den West-Zweiten Preußen Dellbrück zu Gast. Vor 10000 Zuschauern gab es im Mommsen-Stadion ein 3:3, nachdem die Westdeutschen bis zur Pause noch 2:0 geführt hatten. ditierte Journalisten dasteht. Wie sehr aber die Informationen durch ausländische Nachrichten-Agenturen in den Fragen, die uns so brennend interessieren, voneinander abweichen, zeigte sich erneut in Rio, wo man aus den verschiedenen internationalen Nachrichtenquellen alle Versionen erhalten konnte: Von der Aufnahme und Wiederzulassung bis zur Zurückstellung des Schweizer Antrages und dem(entgegenkommenden) Beschluß, der bis zur vollzogenen Wiederaufnahme über den bisherigen.„pielverkehr hinaus wenigstens die Durchführung von Länderspielen gestatten soll. Vorgesehen war ein deutsches Länderspiel am 17. September in Stuttgart. Endspiel um die Deutsche Meisterschaft: In Berlin: VIB Stuttgart— Kickers Offenbach 2:1(2:0). West, 4. Pokalrunde: Preußen Krefeld— Preußen Dellbrück für K. gew., 7B Eickel — Meidericher SpV(Sa.) 1:0, Union Ohligs — Tura Bonnn 311, West Kö’n— Rot-Weiß Oberhausen 2:3. West, Freundschaftsspiele: Rot-Weiß Essen — 1. FE Kaiserslautern(Sa.) 2•7, Hamborn 07 — Rot-Weiß Oberhausen(Sa) 133, STV Horst — Eintracht Braunschweig 111, Bor. Velbert — Vohwinkel 30 1:3, Rot-Weiß Essen— Dynamo Zagreb R. St. Belgrad 2:4, Hannover 96— Schalke 94 0:3. Südwest, Freundschaftsspiele: Tus Neuendorf— St. Paull(Sa.) 2:0, Eintracht Trier— VIR Mannheim 2:3, S8V Reutlingen— Spyg. Fürth(Sa.) 9:3. West, II. Division, Meisterschaftsspiele: union Gelsenkirchen— Thru Düsseldort Sa.) 9:0. Länderspielt Itelien— Schweden 2:3. Weltmeister Italien schon ausgeschieden Die Sensation der Fußball-Weltmeisterschaft: Schweden schlug Italien 3:2 Mit einer Riesensensation endete das wichtige Spiel der Fußball- Weltmeisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Italien und Schweden vor einer großen Zuschauermenge In Sao Paulo. Nach einer 2:1-Halbzeitführung der Schweden schossen beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel je noch ein Tor, so daß die Schweden den Kampf knapp mit 3:2 für sich entschieden und damit weiter im Rennen blieben, während die Italiener schon in der Vorrunde ausschieden. Torwart zum Verhängnis; denn obwohl Deutschlands FiFA-Aufnahme noch unklar Widersprechende Nachrichten aus Rio de Janeiro Rekordcennen auf dem Ichotteneing Reihenfolge: Meier- Fleischmann 250000 Zuschauer sahen spannende Kämpfe in allen Klassen Kraus Steines und Bonah schlugen Ulzheimer Erste Nachkriegs-Niederlage des deutschen 800-Meter-Meisters Schotten. Der vierte Meisterschaftslauf der diesjährigen Metnsradsaisen and dem klassischen schottenring hieit alles, was die Fachwelt sich von ihm versprochen hatte. Wenn es nicht in allen Rennen neue Klassenrekorde gab, so lag das einzig daran, daß in den letzten Stunden ein Gewitter nicht mehr die Voraussetzungen dazu bot. Trotz des unsicheren Wetters umsäumten schon in den frühen Morgenstunden #ast 220 009 Menschen den 16.06 um langen Kurs. Nach der Overtüre durch die mit 19 Maschinen besetzte Achtelliter-Klasse, die nach heftigen Positionskämpfen der junge Ellenriede-Sieger Ried(Königswinter) auf DKWKompressor mit dem neuen Rekorddurchschnitt von 95.1 kmistd. für sich entschied, begann die fesselnde Jago der ViertelliterMaschinen. Bis in die letzte Runde führte Ex-Europameister Ewald Kluge unangefochten das Feld an, doch dann mußte er sich von dem Marburger Lottes in atemberaubendem Finish das Hinterrad zeigen lassen. Der faszinierende Kampf der 330-ccm-Maschinen setzte alle Prognosen der Fachexperten außer Kurs. Weder der sonst so regensichere Fleischmann noch Wünsche oder H. P Müller kamen während des Rennens als Sieger in Betracht: denn vier Runden lang jagte der verwegene Kurt Mansfeld einsam vorne weg. schon wähnte man inn als sicheren Sieger, doch in der vorletzten Runde fiel er einem Magnetschaden zum Opfer. Friedel Schön(Saugmotor-Horex) löste ihn in der rührung ab. Indessen ging ein schwerer Gewitterregen nieder, der die Fahrer zur äußersten Vorsicht zwang. Schön verlor wertvolle Sekunden, als er auf dem schlüptrigen Fahrbahnbelag der Schottener Stadtkurve ausrutschte. Fleischmann, der sich inzwischen vorgearbeitet hatte, erkannte seine Chance, setzte zum Endspurt an und zog im letzten Augenblick an Schön vorbei zum Sieg. während H. P. Müller auch hier München wurde FrauenGeschelirecehte Wie erwartet qualifizierten sich der Altmeister SV 04 Düsseldorf und der Vorjahrszweite VfI. München für das indspiel um die Deutsche Meisterschaft an Frauen-Handball. Vor 1000 Zuschauern auf dem Wuppertaler Mallack, dem Platz des bereits ausgeschiedenen Vorjahrsmeisters SW Barmen, gewann zunächst SV 04 Düsseldorf gegen die junge Elf des norddeutschen Meisters Kieler TV rait 7:3(2:1), während in der zweiten Vorschlußrundenbegegnung VfI. München den enttäuschenden Berliner Vertreter SC Südwest leichter als erwartet mit 7:1(3:1) schlug. Im Endspiel siegte München knapp 4:3 über Düsseldorf. Handball Deutsche Meisterschaft, Frauen: VorschlußRunde: SV e4 Düsseldor“— Kieler 7V 7:3 (2:1) VfI. München— Südw Berlin 1:1(3:1) Um den 3. Platz: Südwest Berlin— Kieler XV 2.1. Endspiel: SV 04 Düsseldort— VII. München 3:4. Westfalen, Pokal-Vorschlußrunde: Spfr. Geveisberg— Eintracht Minden 1::10. 8:0 in Hannover Schalke wieder einmal„anders“ Bei Hannover 96 spielte Schalke 04 vor 12000 Zuschauern großartig auf. Ein Unterschied gegen sonst; diesmal wurde auch gut und viel geschossen Der Erfolg blieb nicht aus: 8.0(4:0). Allerdings wurde dieser Kantersieg den„Knappen“ leicht gemacht, denn Hannover kam mangels echnischer und taktischer Fähigkeiten keinen Augenblick dazu, sich vom Gegner freizumachen und selbst einmal die Initiative zu übernehmen. Matzkowski (3). Jahnelt(2), Ebert. Sandmann und Eppenhoff schossen die acht Tore. Die Walter-Eit spielte auf Ein 722(2:2) über Rot-Weiß Essen Mit einer Revanche für die 2:3-Niederlage um Vorrunden-Wiederholungsspiel ist es nichts geworden. Rot-Weiß Essen hielt sich am Samstag gegen den 1. Fe Kasserslautern eine Halbzeit lang recht gut, doch dann spielten die„Lauterer“ ihren Gegner völlig nieder und gewannen 7:2(2:2) 15 000 Zuschauer sahen die Walter-Elf in prächtiger Verfassung, das Anguiffsspiel lief nach dem Wechsel wie zu den besten Zeiten des Südwestmeisters und Essen hatte trotz aller Aufopferung keine Chance mehr. unplaziert blieb und sich offenbar mit drei Tagesstarts zu viel zugemutet hatte. Das Rennen der Halbliter-Maschinen ging unter den schlechtesten Wettervoraussetzungen in Szene. Das Gewitter hatte auch die stromzuführung unterbrochen, so daß die elektrische Zeitnahme ausflei. Trotz allem fuhr Georg Meier in bestechender Manier und mit dem verhältnismäßig beachtlichen Schnitt von 98.9 kmstd seinen Sieg nach Hause, während Heiner Fleischminn sich nach einem Aufenthalt an den Boxen noch auf den zweiten Platz vorarbeitete. Die Ergebnisse Solomaschinen bis 125 ccm: 1. Ried(Königswinter) DKW-Kompressor 95,1 kmistd. (neuer Klassenrekord), 2.(1. der Saugmotoven-Vertuneb Rohmenn Hrrenkbard Poech 84. kmistd., schnellste Runde: Ried 10:02,6= 96.0 kmistd. Stand der Meisterschaft: Ried 16 P., H. P. Müller 13 Punkte. Solomaschinen bis 250 ccm: 1. Lottes MMarburg) DKW-Kompresser 112,2 kmistd,(neuer Klassenrekord), 2. Kluge(Ingolstadt) DKWKompressor 112,0 kmistd., schnellste Runde: Kluge 8125,1= 114,5 kmistd. Stand der Meisterschaft: Thorn-Prikker 20 P., Gablenz 16 P., Deiker 13 P., H. P. Müller 12 Punkte. Sohomaschinen bis 359 cem: 1. Fleischmann (Neckarsulm) NSU-Kompressor 95,8 kmistd., 2.(1.) Schön(Frankfurt) Horex 95,6 kmistd. Stand der Meisterschaft: Fleischmann 19 P., knees 11 P., Stegtried Wünsche 12 Punkte. Solomaschinen bis 500 ccm: 1. Georg Meier (München) BMW-Kompressor 98.9 kmistd., 2. Fleischmann(Neckarsulm) NUS- Kompressor 95,7 kmistd., 3. Wiggerl Kraus (München) BMW-Kompressor 94.6 kmistd.; schnellste Bunde: Fleischmann 9:207— 103,1 kmstd. Stand der Meisterschaft: Meier und Kraus je 16 P., Fleischmann 13 P., Eberlein 11 Punkte. Ausgerechnet vor der prächtigen Kulisse des Berliner Olymplastadions, vor 90 000 Zuschauern des Fußballendspiels, mußte unser seit 1946 bester Halbmeller Heinz Ulzheimer seine erste sc0.m-Niederlage als deutscher Meister durch einen deutschem Rivalen hinnehmen. So erfreulich die 48,7 Sek. über 400 m am letzten Sonntag auch waren, es erwies sich in Berlin, daß der Frankfurter seine Fußverletzung und den dadurch bedingten Trainingsmangel der letzten wochen noch nicht ganz überwunden hat. Dabei lief das Rennen bis 100 m vor dem Ziel durchaus programmgemäß. Der deutsche Studentenmeister Günther Steines machte das Tempo, das mit 545 Sck. für die ersten auo m schon keine ganz überragende Zeit mehr erhoffen lleß. 209 m vor dem Ziel grift Ulzheimer energisch an, kam auch vorbei und man rechnete schon mit einem Siege, als Günther Steines und der deutsche Juniorenmeister Bonah(Werder Bremen) ihre größeren Reserven aussplelten. So siegte Günther Steines in seiner persönliehen Bestseit von 1:52,2 Min. vor Bonah(1:53,0 ebenfalls persönliche Bestzeitl und Ulzheimer(1:53.2). in der 4X400-m-Stattel triumpbierte eine Nationalstaffel in der Aufstellung Wegener Klel)— Audorf(Koblenz)— Bonah(Bremen) — Hupperts(Koblenz) in 3:13,0 Minuten vor allem dank der großen Klasse von Huppertz, der Sallen als Schlußmann der Westdeutschen keine Chance ließ. Die Ergebnisse: 800 m: 1. Günther Steines (RW Koblenz) 1:52,2, 2. Bonah(Werder Bremnen) 11399, 3. Ulzheimer(Eintracht Frankhurt) 1:333, 4 Kluge(Werder Bremen) 1:33,3. eX400-m-Staffel: 1. Nationalstaffel(Wegener — Audorf— Bonah— Huppertz) 3118,0, 2. westdeutschland(Miedecko— Hosbach— Vieler— Sallen) 3:20.,0, 2 VIB Stuttgart 3:25.2 10X200-m-Staftel der Berliner Vereine: 1. OSC 31572. Prauen: 4 X 100 m: 1. Werder Bremen 50.3, 2. Westdeutschland 50/4, 3. Nationalstaffel 50,6. Kul Einn Zapoten Ner Schneler Pavorken-Schwammen auf und daten Westfälische Bezirksmeisterschaften im Schwimmen Der Bezirk Arnsberg, einst mit Dortmund einer der stärksten im Westdeutschen Schwimmverband, zeigte bei den Meisterschaften im neuerbauten, idyllisch gelegenen Freibad des SV Blau-Weiß Bochum am Samstag und Sonntag nur leise Andeutungen einer beginnenden Nachwuchsweiterbildung. Mit vier Siegen der Bochumer Kraulschwimmerin Elisabeth Rechlin und drei Erfolgen des Hammers Meierkord, dem Erfolg des vorjährigen westdeutschen Meisters Pfeifer in der 100-m-Kraulstrecke und dem Sieg des Hammers Deuerlein in der klassischen 200-m-Bruststrecke setzten sich in durchweg sehr mäßigen Zeiten die Favoriten überlegen durch. Sehr zum Leidwesen der zwischen schlichternen Sonnenstrahlen immer wieder von Regengüssen aufgeweichten Zuschauer, die damit um den erwarteten spannenden Reiz fesseinder Kämpfe kamen. Ein besonderer Höhepunkt des zweitägigen Programms, das Aufeinandertretfen der Deutschen Meisterin im Brustschwimmen, Frau Happe, Kray(Westfalen Dortmund), mit der Bochumerin Rechlin, fiel schon vor dem ersten Startpfiff ins Wasser: die Dortmunderin hatte krankheitshalber absagen müssen. Damit hatte es Elisabeth Rechlin nicht schwer, über 400 und 100 m Krauf, 100 m Rücken und 200 m Brust insgesamt vier Meisterschaften„herauszubaden“. Die Zeiten— 1.15 Min. für die 100 m Kraul sind unter Berücksichtigung dieser hohen Favorttenüberlegenheit, des kalten Wassers und der schweren Bahn zu bewerten. Die größte Ueberraschung: der Sieg des Hammers Meierkord im 209-m-Kraulschwimmen über seinen Klubkameraden Franke, den er im Endspurt um Armlänge niederrang, obwohl Meierkord am Samstag bereits die 1300 und am Sonntagvormittag die 200 m Kraul geschwommen und gewonnen hatte. Eine Nachwuchshoffnung der 16 jährige Dortmunder Rudolf Kehrmann, der— allerdings um 208 m zurück— im 1500-m-Schwimmen zweiter wurde. Das spannendste Rennen: 100 m Kraui für Männer. Totes Rennen zwischen Franke und Pfeifer(Iserlohn) bis zur 50-m-Wende, dann setzte sich Pteifers besserer Stil durch, allerdings hatte der Titelverteidiger Mühe, den im kraftvollen Endspurt wieder aufkommenden Franke mit gutem Handschlag auf den zweiten Platz zu verweisen. Sehr mäßige Zeit mit 1.04,3 Minuten. Die beste Leistung: die ohne Gegenwehr erzielte Zeit von Helmut Deuerlein über 200 m Drust mit 2.56.5 Minuten. Hbg. Die Ergebnisse: 4s3 m Kraul für Damen: 1. Elisabeth RechIm(Blau-Weiß Bochum) 6.93.0 Min., 2. Iise Horn(Hagen 94) 6.49.0 Min. 1500 m Krams für Herren: 1. Werner Meierkord(Rote Erde Hamm) 21.48.5, 2. Rolf Kehrmann(Westfalen Dortmund) 25.21.5 3. Hans Klüwer MNeptun Herne) 26.43.0 Min 298 m Brust für Damen: 1. Elisabeth Rechlin(Blau-Weiß Bochum) 320.4, 2. Blomeyer (Westfalen Dortmunnd) 3.24.5 Min. 409 m Kraul für Herren: 1. Werner Meierkord(Rote Erde Hamm) 5.245, 2. Leiniger (Schwarz-weiß wattenscheidl 5.39.4, 3. Ottmar rerfloch(Neptun Lüdenscheid) 5.41.3 Minuten. Drustschwelsstatlel für Herren: 1. Rote Erde Hamm 3.143, 2. Westtalen Dortmund 8.205, 3. Schwarz-weis wattenscheie a378 MAin. 109 m Bruss für Dameig I. Lohmeter(Westfalen Dortmund) 1.34.7, 2Elise Stelberg(Neptun Lüdenscheic) 1.36.0 Min 200 m Brust für Herren: 1. Helmut Deuerlein(Rote Erde Hamm) 2.56.5, 2. Meinolf Barth(Hagen-Boele) 3.06.2, 3. Helmut Köster (Neptun Lütdenscheid) 3.93.9 Min. 100 m Kraul für Herren: 1. Hans Pfeitfer (Iserlohn-Schledenh.) 1.043, 2. Franke(Rote Erde Hamm) 1.04.8, 3. Siegfried Kirstein (Waspo Herringen) 1.07.6 Min. 100 m Rücken für Damen: 1. Elisabeth Rechlin(Blau-Weiß Bochum) 1.32.6, 2. Renate Tauer(Rote Erde Hamm) 1.37.5 Min. 100 m Brustschwellstaffel für Damen: 1. westfalen Dortmund 6.43.5, 2. Blau-weis Bochum 7.97,6 Mm. 100 m Brust für Herren: 1. Krumme(Westtalen Dortmund) 1.18.5, 2. Rudi Stremming (Rote Erde Hamm) 1.21.2, 3. Kurt Hinz(Neptun Lüdenscheid) 1.25.4 Min. 4 K 100 m Kraul für Herren: 1. Rote Erde Hamm 4.40.2, 2. Neptun Lüdenscheid 4.54.0, 3. Westfalen Dortmund 5.00.0 Min. 9 K 100 m Lagenstaffel für Damen: 1. Hagen 94 4.46.1, 2. Westfalen Dortmund 4.41.3. 3. Blau-Weiß Bochum 4.53.1 Min. Springen für Damen: 1. Paula Tatarek Neptun Lüdenscheid) 12917 Punkte. Springen für Herren: 1. Neufang(Waspo Langendreer Werne 103.32 Punkte. 3 X 100 m Lagenstaffel für Herren: 1. Westfalen Dortmund 3.48.7, 2. Rote Erde Hamm 3.52.4, 3. Neptun Lüdenscheid 4.00.6 Min. 200 m Kraul für Herren: 1. Werner Meierkord(Rote Erde Hamm) 2.27.8, 2. Herbert Franke(Rote Erde Hamm) 2.30.6, 9. Siegfried Kirstein(Waspo Herringen) 2.39.0 Min. 190 m Kraul für Damen: 1. Misabeth Rechlin(Blau-weiß Pochum) 1.13.4, 2. Ilse Horn Hagen 94) 1.24.4, 3. Doris Weppner(Neptun Herne) 1.26.7 Min. 4 X 100 m Rücken für Henren: 1. Neptun Lüdenscheic 5.44.0, 2. Wicking Herne 6.01.2 Minuten. Kleins Visitenkarte: 2.39.5 Minuten Hamburger Schwimmer in Lissabon Unmittelbar vom Zug aus gingen die deutschen Schwimmer nach dreitägiger Bahnfahrt in Lissabon erstmalig an den Start. Trotzdem gab es für die deutschen Schwimmer einige beachtliche Siege. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Münchener Europarekordmann Herbert Klein, der die 200 m Butterfly auch auf internationaler Bahn ganz sicher gewann und mit 2:39,5 Min. eine famose Zeit erreichte. Zweiter wurde der Hamburger Brockmann mit 2:56,5 Min. vor dem Lissaboner Sebastiro. Hamburg, Rückenmeister Hotz dagegen mußte sich über 100 m in 1115,0 mit dem zweiten Platz begnügen. Hier siegte der Lissaboner Barbeiro in 1113,6 Min. Hamburger Siege gab er dann noch in der 3X100-m-Lagenstaffel, die Hotz, Klein und Biddrich in der Zeit von 3:342 gewannen, und im Wasserball, das nach spannendem Verlauf einen 4:3(3:2)-Sieg der Hansesten brachte. Schade lief 5000-m-Rekord Niederrhein besiegte Hamburg sicher Höhepankt des Leichtathletikkampfes Hamburg gegen Niederrhein auf dem HSV-Platz am Rothenbaum war der überraschend gute 5000-m-Rekord des 27jährigen Lambert-Schülers Herbert Schade(Barmer ru 46). Mit M4:22,8 Minuten lief Schade eine Zeit, die nicht nur um 4.4 Sckunden unter dem bisherigen Rekord des Müncheners Rermann Eberlein(1339 mit 14:27,2 aufgestellt) liegt, sondern die in diesem Jahr bisher nur von 10 609- Meter- Weltrekordmann Emil Zapotek (14117,2) übertroffen wurde. En Gesamtergehnis siegte Niederrhein mit 146 zu 22 Funkten. in den Kurzstrecken kam über 100 Meter der Essener Holthoft mit 10.9 zum Siege, während die 200 Meter der Kreielder Lickes in 21.4 Sekunden gewann. 13.6- Attiesey lief HürdenWeitehon Die glanzvollste Leistung bei den amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaften im College Park(Maryland) in der Nähe von Washington bot Richard Attlesey, ein 21jähriger Student von der Universität Süd-Kalifornien. Mit 13.6 Sek. unterbot dieser Schüler des Stabhochsprung-Weltrekordmanns Cornelius Warmerdam den bisherigen 110-m-HürdenWeltrekord seiner Landsleute Forrest Tomns(1936) und Fred Wolcott(1941) um eine Zehntelsekunde. Der junge„Dick“, der schon rein figürlich mit einer Größe von 1,93 m und einem Gewicht von 86 kg ein„überragender“ Hürdenläufer ist, blieb in dieser Saison noch bei jedem Start über die hohen Hürden siegreich. Schon im Mai hatte Attleser den Weltrekord über 120 y Hürden(109,73 m) von 13.6 Sek. auf 13.5 Sek, verbessert. Damal war das eine Sensation, denn Dick Altlesey’s beste Zeit lag bis dahin bei 141 Sekunden. Die Liste der neuen USA-Meister hat folgendes Aussehen: 100 m: Bragg 10.4; 200 m: Taylor 21,1; 400 m: Georges Rhoden(Jamaica) 46,5(vor seinem Landsmann MeKenley 47,2!); 800 m. Mel Whittield 1:51,8; 1500 m: John Twomey 3:51,3; 5000 m: Fred Wilt 15:19.4; 10 000 m: Horace Ashenfelter 32:44,3; 110 m Hürden: Dick Attlesey 136(neuer Weltrekord): Weitsprung: Jim Holland 7,95; Hochsprung: John Heintzmann, Dave Albritton(Olympiazweiter 19361), Virgil Severns, Jack Razetto u.ste 1,97; Stabhochsprung: Bob Richards 4.47; Kugelstoßen: Jim Fuchs 17,42; Diskuswerfen: Fortune Gordien 5279; Hammerwerfen: Sam Felton 57,09; Speerwerfen: Steve Seymaur 69,75. Ostzonen-Verbysieger Birkhahn enttäuschte „Großer Preis von Düss eldorf“ fiel an Treiber Der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein hatte am Sonntag mit seiner großen Veranstaltung Pech, da es fast den ganzen Nachmittag regnete. Trotzdem war der Besuch noch außerordentlich gut. Der Renntag gipfelte in der Prüfung„Großer Preis von Düsseldorf“, in dem das Gestüt Ravensberg mit Treiber und Sünder überraschend die beiden ersten Plätze belegte, während der aus der Ostzone zu Gast weilende Birkhahn, Derbysieger von 1948, enttäuschte und nur Fünfter wurde. Birkhahn trat, als das Rennen in die entscheidende Phase kam, nicht mehr in Erscheinung und endete als mäßiger Fünfter. Er gab damit auf dem Düsseldorf-Grafenberg nur eine enttäuschende Vorstellung. Das war nicht mehr der Birkhahn, wie wir ihn als Dreijährigen kennengelernt hatten! Die weitere Plazierung: 4. Schattenfürst vor Birkhahn. Muskateller und Ilbenstadt als Letzter. „Großer Preis von Düsseldorf“(12 000 D-Mark— 2400 m): 1. Treiber(H. Zehmisch), 2. Sünder, 3. Astral; ferner: IIbenstadt, Schattenfürst. Muskateller, Birkhahn.— Tot.: 40: Pl. 51. 20. 15:10. — EW. 980:10.— Lg. 1½— H— 3— 5.— 2:38.1. Westfalens Amateurboxer auf Meistersuche Die Paarungen der Endrunde 7B Eickel bleibt Pokalschreck Der letzte Amateurverein aus der Pokalrunde ausgeschieden werrer: meier tnugyy— Hypogeu uter. der bo#un ug unt### g ulans### ringen); Mittel: Sladky(Dorsten)— Gref- winterthur, als auch die zweite über 249 kra Am letzten Sonntag der Saison fand den, da die Bonner gegen Union Ohligs ve(Ahlen): Halbschwer: Schnerre(Dat- von Winterthur nach Liestal gehende Ptanndie vierte Pokalrunde mit nur drei 1:3 unterlagen. Nur knapp setzte sich tein)— Baumjohaffn(Sölde); Schwer: Hiegreich beenders, und, mit die vierte Pokalrunde mit nur drei Paarungen ihre Eriedigung. Preußen Dellbrück hatte auf sein Spiel gegen Preußen Krefeld verzichtet, weil die Dellbrücker eine Spielverpflichtung gegen Berlin vorzogen. Damit kam Preußen Krefeld kampflos in die Vorschlußrunde, die am 12. August steigt. Als größte Ueberraschung der Pokalrunde ist das verzügliche Abschneiden des Turnerbundes TB Eickel zu bewerten, der in einem von 6000 Zuschauern besuchten Samstag-Spiel den Meidertcher Spielverein knapp mit 1:0 ausDOUute. Mir Turs Sonn is nun audl ——— Rot-Weiß Oberhausen gegen West Köln mit 3:2 durch. Aus der Fülle der Gesellschaftsspiele ist besonders erwähnenswert der sichere 7:2-Sieg, den der 1. PE Kaiserslautern in Essen gegen Rot-Weiß berausholte. Schalke gewann gegen den alten Endspielgegner Hannover 96 überlegen mit 8:0 und Dellbrück spielte Samstag abend gegen Tennis Borussia Berlin 3:3 Ein nachzutragendes Meisterschaftsspiel der zweiten Division zwischen Union Gelsenkirchen und„Turu Düssel## Mit Dhrrn Porn ist nun eurch Iinion Gelsenkirchen vnd Duru Dü der letzte Amateurverein ausseschie- dort endete 4:9 für GelsellRirchen Die Endkämpfe um die Westfalenmetsterschaften der Amateurboxer führen am nächsten Sonntag in Ahlen folgende Boxer aufemnander: Fliegengewicht: Sosnitza(Herne-Ost)— Krutzik(Oeynhausen); Bantam: Scheiba (Herne)— Gänserig(Menden); Feder: Hoog(Hagen)— Heising(Marl); Leicht: Lambach(Unna)— Ackermann(Hagen): Welter: Meier(Buer)— Hoßbach(Herringen): Mittel: Sladky(Dorsten)— Greive(Anlen); Halbschwer: Schnarre(Dalteln)— Baumjchaffn(Sölde); Schwer: Kalbfell(Haspe)— Selze:(Eving). Streleckl hoher Punktsieger Im Hauptkampf der Iserlohner Berufsboxveranstaltung besiegte im Halbschwergewicht Hans Strelecki(Dortmund) Otto Bastian in einem Achtrundenkampf hoch nach Punkten. Hoesmann gegen Grupe am 9. Juli in Köin Das Programm für die erste internationale Berufsboxveranstaltung in Köln nach dem Kriege am 9. Juli liegt nunmehr fest. Im Hauptkampt trifft der Amerikaner Al Hoosmann auf Richard Grupe. Goldschmidt gewann die ersten btappen Sieger der ersten beiden Etappen der am Samstag begonnenen Schweizer Rundfahrt wurde der Luxemburger Jean Goldschmidt, der sowohl dte über 272 km von Zürich nach Mr"—.———— siesreich beendete und mit 141s.23 Std. die Gesamtwertung anführt. Bester Deutscher war auf der ersten Etappe Pfannemüller mit dem 33., auf der zweiten Etappe Müller mit dem 3 Platz Runc um Crengeldanz für Simonkowski Schon kurz nach Beginn des Radrennens unternahmen Heiler. Roßmann und der Hombrucher Simonkowski einen Vorstoß, der von dem Hauptfelde nicht beachtet wurde. So machten Simonkowski und Heiler das Rennen unfer sich aus. Der Hombrucher erwies sich als spurtschneller und konnte einen von einer großen ageistert gefeierten Sieg buchen. Rennen zu Düsseldorf 1. R.: 1. Wacholdis, 2. Burgeff, 3. Staatsliebchen; Toto: Sieg 16. Pl. 10. 10, 16; EW. 22.— 2. R.: 1. Operette. 2. Adriawelle, 3. Albanier: Toto: Sieg 48, Pl. 18, 21, 24; EW. 370.—. 3. R.: 1. Felsenfest, 2. Blondy, 3. Prinzeß; Toto: Sieg 193, PI. 16, 16. 20; EW. 400.—. 4. R.: 1. Abt. 1. Farina, 2. Geritrud. 3. Tronie; Toto: Sieg 37, Pl. 10, 11, 10: EW. 218.—. 2. Abt. 1. Wachtelkönig, 2. Weilmünster, 3. Lichtung; Toto: Sieg 62. Pl. 15. 12, 12; EW. 178,.—. 5. R.: 1. Treiber, 2. Sünder, 3. Astral; Toto: Sieg 40. Pl. 51. 20. 15; EW. 400.—. 6. R.: 1. Wappenau, 2 Puchstanz. 3. Pitterwitz: Toto: Sieg 24, Pl. 14, 22, 54; EW. 88.—. 7. R.: 1. Traumwunsch, 2. Altkönig. 3. Wanderpreis; Toto: Sieg 61, Pl. 13, 13, 14: EW. 178.— 8. R.: 1. Hochwald, 2. Meteor, 3. Patriot; Toto: Sieg 144, Pl. 25, 22. 26, EW. 400.—. Trabrennen zu Recklinghausen 1. R.: 1. Cläre, 2. Natantia, 3. Marlene; Toto: Sieg 16, Pl. 13, 28, 18: EW. 88.— 2. R.: 1. Merwine, 2. Osterglück, 3 Grasbienchen; Toto: Sieg 39, Pl. 15, 13 15; EW. 132.— 3 R.: 1. Astorus. 2. Dinslakener, 3. Else Williams: Toto: Sieg 30, Pl. 14, 16, 14; EW. 148.—. 4. R.: 1. Heidelberg, 2. Scilla, 3. Siggo; Toto: Sieg 163. Pl. 27, 19, 13: EW. 250.—. 5. R.: 1. Frecher, 2. Burkhard, 3. Helene Goy; Toto: Sieg 17, Pl. 11, 16. 13: EW. 124.—, 6. R.: 1. Krinoline. 2. Ruth, 3 Mabuda; Toto: Sieg 67, Pl. 19. 21, 24; EW. 250.—. 7. R.: 1. rondes. 2. Majorka, 3. Demetrius; Toto: Sieg 41. Pl. 21, 35, 23; EW. 250.—. a. R.: 1. Prinzeß Spencer, 2. Heidelberg. 3 Oktavia: Toto: Sieg 200, Pl. 40, 21, 40: EW. 250.—. 9. R.: 1. Heidele, 2. Drollige, 3 Minettina; Toto: Sieg 110. Pl. 18. 36. 36: EW. 250.— Frankfurter Ruderregatia Flärsheim Rüsselsheim wieder in Prent Trotz eines unangenehmen Gegenwindes, der das Wasser der idealen Gerbermühl-Strecke aufrauhte und auf die Zeiten drückte, gab es am ersten Tage der 73„Großen Frankfurter“ gute Leistungen. Brfolgreichster Verein war wieder einmal die RG Plörsheim Rüsselsheim, die die drei großen Riemenboot-Rennen trotz stärkster Konkurrenz gewann. Im Hauptereignis des ersten Tages, dem 1. Senior-Achter. mußte sich der stark verbesserte Kölner Achter RV 1877 binter dem deutschen Metster trotz verzweifelter Zwischenspurts mit dem zweiten Platz begnügen. Feldolumen Klingt es gicht wie ein Gedicht und müssen wir uns nicht unwillkürlich an die vielen schtinen deutschen Märchen erianern, wenn so ein rechter„hmmter Wiesenstrauß in unserem Zitumer steht? Wer weiß, von wemn die uns 30 vertrauten Feld- und Gartenblumen ihre schönen, alten Volksnamen beIrgendeiner, vielleicht an einem trahlenden Sommermorgen oder bei am Gedanken an die Geliebte. gab sc einem blühenden Naturwunder einen Namen, den es für das ganze Leben behalten sollte und den wir heutigen Menschenkinder nur nachsagen, eigentlich ohne uns noch etwas dabei zu denUnd manchmal sollte man doch ein wenig darüber nachsinnen. Wer kennt nicht das kleine„Fleißige Lieschen“, das bei der Mutter zu Hause am Fensler steht und unermüdlich seine Blüten treibt. Oder wenn man die Namen wie Nonnenröck, Nixblume. Tausendgüldenkraut, Gespensterrute und viele andere hört, muß man da nicht unwillkürlich an unseren alten deutschen Märchenschatz denken: gaeup g. trec blumen stehen zwischen demn Getreide oder in unserem Hausgarten und sind nicht müßig, sie oft als„böses“ Unkraut aus den Beeten zu ziehen. Beit In einer anderen Ecke, ganz versteckt unter dem alten großen Birnbaum, steht ein Stiefmütterchen und schaut uns mit seinem großen Blumengesicht an. Der Wind hat sicher den Samen von seinen Brüdern und Schwestern hier berüber getragen. Kaum von den Menschen beachtet, versucht es auch durch das dichte Laub des Baumes einen Strahl Sonne zu erbaschen. Ein Stückchen weiter hat sich ein Vergißmeinnicht dazugesellt. Wir kennen es alle und an wieviel Herzkämmerlein bat es schon geklopft und manches Vergessene aufgeweckt. Nicht ohne Grund bekam es wohl einmal in einer stillen Stunde von zwei liebenden Menschen diesen alten deutschen Volksnamen. Sie alle sind Gedicht in einem Wort, Legenden auf Wiesen und Feldern und heimliche Sprache im Herzen der Menschen. Tell aus ein bischen bunt bedruchtem oder in zarten Pastellfarben gehaltenen Wäschestoff selbst ein wenig Für Eleine Mädchen aind die formen immer wieder besonders kleidsam, gleich, ob das Päßschen nun rund. gerade oder eckig gearbeitet wird, ob man einen Ausschnitt vorzieht, ein Krägelchen zuschneidet oder ein Bündchen mit einem Schleifenverschluß wählt. Das Zuschneiden ist längst nicht so kompliziert wie es sich manchmal Nachthemden für kleine Damen un ta u# ehhe a. Ein Nachtiteichen uur, Pein.,—.9, eozachen ojel vellende Formen kür Lenitmeter sleter, damit nehme ein Stück weißen schneide daraus ein grades Kimonokittelchen, nähe zwei Seitennähte, den Saum und eine farbige Paspel um Hals- und Armausschnitt und fertig! Sicher, das ist die praktischste Methode, aber auch kleine Damen freuen sich schon über hübsche Dinge zum AnzieBenli Gerhen Zagreuch! Ein Brief, auch für viele, die nicht fragen Lieber Thomas! Es ist keineswegs als Unentschlossenbeit zu werten, sondern ganz selbstverständlich, daß Sie eine Entscheidung, die die Zukunft zweier Menschen weitgehend beeinflußt, nicht schnell und leichtfertig treffen können! Ihr gewissenhaftes Erwägen des Für und Wider dieser sehr verantwortungsvollen Situetion spricht nur für Sie! Wie aus Ihrem Brief hervorgeht, haben Sie Ihre Braut sieben Jahre nicht gesehen. Der Krieg brachte die Trennung und Sie gerieten in Kriegsgefangenschaft. Endlich kamen Sie zurück zu Ihrer Braut— und nun. sechs Wospäter, müssen Sie erkennen, daß eine Ehe zwischen Ihnen, so wie Sie sich eine Ehe vorstellen, nicht möglich ist. Sie machen sich Vorwürfe, das Leben Ihrer Braut zu zerstören, die Ihnen ebenso die Treue hieft, als Sie es ihr gegenüder geten kaben. Jetzt fragen Sie mich um einen Rat. Bitte nehmen Sie das. was ich Ihnen sage, wirklich als den Rat. als die Meinung einer Frau, die Ihnen heifen möchte! Mir scheint. Sie müssen sich darüber klar werden, daß Sie beide den Menschen lieben, von dem Sie sich vor sieben Jahren trennten— und den gibt es heute nicht mehr! Kriegsjahre zählen doppelt! Sie haben Sie beide reifen lassen. Wenn auch Ihre Liebe unverändert blieb, so hat sich doch der Gegenstand Ihrer Liebe verändert! Wäre es nicht fast ein Mangel der Entwicklungsfähigkeit, wenn Sie das Mädchen und der Jüngling von damals geblieben wären? Gerade weil Sie so treu zueinander gehalten hatten, hungerte jedes nach der Liebe des andern. Der Taumel der ersten Wiedersehensfreude täuschte Sie über die Erkenntnis hinweg, daß nicht der Mensch zu Ihnen zurückkehrte, den Sie in Ihrer Erinnerung geliebt, und auf den Sie gewartet hatten. Sie schreiben, Sie hätten alles versucht, einander zu finden; aber jeder Tag entfremdete Sie um so mehr. Trotzdem fühlen Sie sich durch Ihr Wort gebunden. Ich glaube Ihnen, daß Sie in Wahrheit alles versucht haben! In diesem Fall erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, daß Verantwortungsgefühl und Achtung allein kein Fundament für eine Ehe sind, der das Wichtigste fehlen würde: Liebe und gegenseitiges Verständnis! Wären Sie verheiratet und hätten Kinder, könnte die Entscheidung unter anderen Gesichtspunkten erfolgen als heute, da eine Ehe erst die Konsequenz Ihrer augenblicklichen Beziehungen ist. Ist es nicht mindestens ebenso verantwortungsvoll, statt einen Menschen an sich zu binden, den man selbst und der einen nicht glücklich machen kann, ihm die Freiheit zu geben, sein Leben neu aufzubauen? Keines von Ihnen braucht sich mit Schuldgefühlen zu quälen! Sie haben sich unter den gegebenen Umständen nach den Ihnen innewohnenden Gesetzen entwickelt. Sie haben zueinander gelebt. Das ist keine Schuld, sondern Schicksa!! Zum Schluß danke ich Ihnen, daß Sie, ein Mann, mir Ihr Vertrauen schenkten! Nehmen Sie viele gute Wünsche entgegen von Ihrer Katrin solte man da der kleinen Tochter nicht) k.u.—. ue zig zwet farbigen Sch) ders hübschen Kitelchen machen: Vorf ten grode das richtige für au allem, well es so einfach ist, auch die- kleine Eitelkeit. Annette Gerichte mit neuen Kartoffeln vsra mitwachsen kann. Denn die Oberweite ändert sich bei den kleinen Damen im Verhältnis zu dem sich schnell strel kenden Körperchen doch nur sehr jangsam. Deshalb sollte man ein Nachthemd auch immer recht lang schneiden. Für das Jüngste schlagen wir Ihnen ein Kittelchen aus einem Gunt bedruckten Stoff vor— es gibt da ganz reizende Kindermotive— mit einem runden Päßchen, an das der Rock und die Aermel angekraust werden. Um den Halsausschnitt legt sich eine fingerbreite Paspel, die vorn zur Schleife gebunden wird. Wenn das Nachthemd gleichzeitig ein Geburtstagsgeschenk sein soll, muß es besonders hübsch aussehen. Dafür kann man um die mit farbigen Kreisen. Punkten. 8 oder Streublümchen bestickte Passe noch einen kleinen Volant setzen. Aber eines Tages ist die kleine Dame aus der Kittelform herausgewachsen. Dann möchte sie genau wie Mutti ein Nachthemd mit einem Bindegürtel haben und richtig erwachsen aussehen. Bei unserem Vorschlag stand der Schnitt einer Dirndelbluse Pate, bei dem die ganze Ausschnittweite am Hals durch eine Schaube zusammengezogen wird. Auch um die Taille führt solch eine Schaube und die zwei farbigen SchleiVonk Genkelr alt heipelt=Gägelt „Es trinken tausend sich den Tod Das quälende Gefühl des Durstes ist auf eine Wasserverarmung des Körpers zurückzuführen. Es stellt sich häufig an wannen Tagen ein, wenn neben der Abgabe von Harn und von Wasserdampf bei der Atmung eine verSchmückende kleine Ansteckblumen eine anmutige und reizvolle Mode. Vielseitig die Formen, vielseitig das Material und die Farben. Samt und Seide. Pikee und Leder, Taft und Georgette oder Filz sind Werkstoffe, die Blumen und Blümchen verarbeiten lassen. Und dann all die vielen Möglichkeiten. unser Kleid oder Kostüm durch eine Blumengarnitur freundlich und lebhafter zu gestalten. Ein Filzblumensträußchen wird am Revers des Jackenkleides getragen. Den Auschnitt des Ballkleides umsäumt eine Blütenranke und den Gürtel des Abendkleides ziert ein Blütentuff. Weiße Pikeeblumen sind ein reizvoller Kontrast zu einem schlichten. sportlichen Kleid in dunkler Farbe. Ihre. Claudine mehrte Abscheidung an Wasser durch die Haut in Form von Schweiß eintritt. Die Wasserverluste des Körpers müssen wir ausgleichen durch die Aufnahme von Getränken, wobei allerdings gewisse Gesundheitsregeln zu beachten sind, um unseren Körper vor einer Schädigung zu bewahren. Da unsere Nahrungsmittel zu einem großen Teil aus Wasser bestehen— Gemüse und Obst haben 80 bis 90% Wasser— so ist während des Essens jede Flüssigkeitsaufnahme zu unterlassen. Durch diese weit verbreitete Gewohnheit(Trinksitte) wird der Magen zu stark belastet, und der Magensaft erfährt eine Verdünnung, so daß die Verarbeitung der Speisen nur in mangelhafter Weise durchgeführt wird. Nach Einnahme einer Mahlzeit, die wenig gesalzen und nur mild gewürzt sein soll, darf man je nach Neigung etwas Flüssigkeit einnehmen. Sowohl den Durst löschend wie auch das Verdauungsgeschäft begünstigend wirken ein bis zwei Tassen Bohnenkaffee oder Tee. Wer etwas Kühles genießen will, darf auch ein Glas Limonade(ohne Eisstücke), unvergorenen Fruchtsaft trinken oder ein wenig Gefrorenes aufnehmen. Vor allem Fruchteis, aus natürlichen Früchten und Milch hergestellt, ist ein gutes Labemittel an heiBen Tagen. Dringend zu warnen ist vor der weit verbreiteten Sitte, eisgekühlte Getränke oder Eis in den leeren Magen einzunehmen. Durch die starke Kältezufuhr erfährt die Bakterienflora im Magen eine Umstimmung, wodurch sehr oft Magen- und Darmkatarrhe zur Auslösung kommen. Auch das häufige Trinken von Wasser, Limonaden und anderen Flüssigkeiten ist nicht gesund für den Körper. Eine zu große Flüssigkeitsaufnahme führt zu einer Ueberlastung der Verdauungs-, Kreislaufund Ausscheidungsorgane wie auch zu einer stark vermehrten Schweißbildung. Bezüglich alkcholischer Getränke befleißige man sich einer Enthaltsamkeit bis zum Abend, da tagsüber eingenommener Alkohol die Müdigkeit, die oft schon durch die große Wärme vorhanden ist, noch erheblich vermehrt sowie die körperliche und geistige Arbeitskraft beträchtlich gehemmt wird. Nach der Berufsarbeit stehen dem Genuß leichter Weine oder Biere nach der Abendmahlzeit für gesunde Erwachsene keine gesundheitlichen Bedenken entgegen, solange die alkoholhaltigen Getränke in mäßigen Mengen genossen werden. Auch Mischungen von Wasser mit Wein sind erfrischende und bekömmliche Getränke, die schon im Altertum geschätzt wurden. Wenig geeignet zur Befrieligung des Durstbedürfnisses ist das Lutschen von sauren Die„Neuen“ sind da... von allen freudig begrüßt, selbst von denen, die heute schon wieder die Kartoffeln wegen Gefährdung ihrer Schlankheitslinie verschmähen. Und wenn sie uns in ihrer natürlichen Form verleidet sind, verkleiden wir sie ein wenig. Dazu geben wir ein paar Anregungen: Pfefferminz-Kartoffeln Kochen Sie kleine Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser nicht ganz gar. Geschält, sollen sie etwas abkühlen, um dann in reichlich Butter in der Pfanne goldbraun gebraten zu werden. Jetzt fügen Sie einen Eßlöffel Pfefferminzblätter und etwas gehackte Petersilie zu, schwenken die Pfanne tüchtig und richten heiß an. Pariser Kartoffeln Gekochte, abgezogene Kartoffeln legen Sie mit einem Stückchen Butter in eine Kasserolle und fügen gehackte Petersilie, geriebene Zwiebel. Salz und einer Spur Essig und etwas heißen Bouillon und quirlen Sie dieses unter die Kartoffeln. Kartoffeln mit Champignona Geben Sie kleine, gekochte, geschälte Kartoffeln mit grobgehackten Champignons, etwas geriebener Zwiebel und einem Stückchen Butter in die Kasserolle. Sie stäuben einen Kaffeelöffet Mehl darüber und geben Bouillon etwas Salz und Pfeffer bei. Lassen Sie die Flüssigkeit zur Sauce einkochen (auf kleiner Flamme) und dicken Sie die Sauce durch zwei Eigelb, die mit etwas herbem Weißwein verrühren(nicht mehr kochen). Porto-Kartoffeln Die in Längsschnitzel geschnittenen Kartoffeln trocknen Sie in einem Tuck gut ab und braten sie schwimmend in heißem Oel(am besten zweimal). St bestreuen die gut abgetropften Pome lig feinem Salz und berale, sie schwenken die Kartol- mes frites mit wenis zeisem. Selz und sie heiß befeuchten sie tropfenweise mit etwar sind. Verrühren Sie zwei Eigelb mit Portwein. ache, lÖedles kräheunigeinnt. Einmal etwas anderes und nichts Alltägliches Käse ist eines der ältesten Nahrungsmittel. Schon bei Virgil lesen wir:„Sunt nobis mitia poma castanea molles et pressi copia lactis.“—„Wir besitzen zarte Kastanien... und Käse im Ueberfluß.“ Es würde den zur Verfügung stehenden Platz weit überschreiten, auch nur eine kurze Abhandlung über den Wert des Käses zu schreiben. Käse ist jedenfalls ein ideales Nahrungsmittel! Hier einige nicht alltägliche Käsegerichte: Käsesuppe auf Bauernart englisch: In einen Liter gute Gemüsebrühe gibt man drei Löffel feingeriebene Rüben, einen Löffel geriebene Zwiebeln, etwas grobgeschnittenen Weißkohl und Petersilie. Wenn die Gemüse gar sind, gibt man 250 bis 300 Gramm geriebenen Käse zu und läßt unter ständigem Rühren so lange kochen, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit kleinen Toastschnitten oder gerösteten Brotwürfeln anrichten. Käsesuppe— amerikanisch Einige Eßlöffel feingehackte Rüben und die gleiche Qualität solcher Zwiebeln Mundschleimhaut wie auch die Verdauungsorgane ungünstig beeinflußt werden. Man gebe daher Kindern niemals größere Mengen derartiger Schleckereien. Viel gesünder ist für Kinder die Einnahme von Obst oder Obstsäften, die durch den Gehalt an heilsam wirkenden Fruchtsäften ausgezeichnet sind und ferner größere Mengen an Fruchtzucker, Mineralsalzen und Vitaminen enthalten. Wie sehr Bescheidenheit im Trinken der Gesundheit dienlich ist, das lehrt uns ein deutsches Sprichwort:„Es trinken tausend sich den Tod, eh’ einer werden einige Minuten in Butter angeröstet und dann 20 Minuten in guter Gemüsebrühe gekocht. Eine helle Schwitz machen, mit Milch auffüllen und wenz ganz glatt, in die Gemüsebrühe geben Abschmecken und kurz vor dem Anrich ten auf jeden Liter Brühe etwa 230 geriebenen Käse darin auflösen. Käse- Gemüsesalat: Eine Tasse in kleine Stücke geschnit. tene, weichgekochte grae Bohnen, je eine halbe Tasse weichgekochte weiße Bohnen und grüne Erbsen werden vermischt. Nun mache man eine Marinade aus einigen Löffeln Oel, Zitronensaft, etwas Senf, Pfeffer, Salz, feingehackter Peterzilie und einigen entkernten, kleingeschnittenen Oliven. Wenn alles miteinander gut vermischt ist, führt man eine halbe Tasse— oder nach Geschmack mehr— feingeriebenen Käse darunter. Käse- Reis-Croquettes: Aus Mehl, Milch und Butter eine dickliche Soße machen und wenn glattgerührt, gib geriebenen Käse dazu und rühre bis dieser aufgelöst; mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse mit gekochtem, kaltem Reis vermischen, Ballen daraus formen, in Brösel rollen, dann in geschlagenem Ei wälzen, nochmals in Brösel rollen und in siedendem Fett hellbraun braten. Zum zwölftenmal kommt Marlenchen schmutzig in die Schule. Die Lehrerin schreibt einen Brief an die Eltern. Am andern Tag kommt der vierschrötige Vater, entschuldigt sich und verspricht Besserung. Zum Schluß will er versöhnen: „Wird schon werden, Frollein! Aber— Hand aufs Herz, Frollein— waschen wir Stadtverwaltung auf froher Fahrt Betriebsausflug zu Burgen, zu Höhlen und zum Möhnesee Schwerte. Recht hatten die Optimisten, die daran glaubten, daß der Himmel ein Einsehen haben müsse, wenn die Stadtverwaltung ihren Betriebsausflug startete. In der Nacht zum Sonnabend waren die wetterlichen Aussichten noch alles andere als günstig. Doch als am Samstagmorgen gegen 7 Uhr vier Omnibusse mit der gesamten Belegschaft der Stadtverwaltung, einschließlich Sparkasse, hinausfuhr ins Grüne, lachte zwar die Sonne nicht, aber es war trokken und die Temperatur angenehm. Alle, die im Dienste der Stadt stehen, bis z n letzten Schulwärter, hatte man mitgenommen, um dadurch auch dem Gemeinschaftsgeist sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Bürgermeister, Stadtdirektor, Stadtbaurat, Sparkassendirektor, die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Verwaltung waren an diesem Tage mit dabei. Und wenn die Teilnehmer dieses Wochenendausfluges ehrlich bekennen sollen, dann müssen sie schon sagen, daß ihnen auf dieser frohen Fahrt recht bewußt wurde, wie wichtig die Förderung des Gefühls der Zusammengehörigkeit ist. Durch Sauerland und Soester Börde Beim Betriebsobmann der Stadtverwaltung, Stadtoberinspektor Horstendahl, war die Leitung des Betriebsausfluges in besten Händen. Und wenn diese Reise durch die herrliche Welt des Sauerlandes bis zur Soester Börde längst der Vergangenheit angehört, dann wird man sich ihrer noch gern erinnern. Bereichert durch dieses Erlebnis, geht man nun mit neuen Kräften wieder an die Arbeit, schafft und wirkt man zum Wohle der Allgemeinheit, ein jeder auf seine Art. Erstes Ziel: Burg Altena Die Fahrt ging zunächst über Iserlohn nach Altena. Die Burg ver natiirlich ein verlockendes Ziel. Von ihren ###schichtlichen Ausstrahlungen wurde za auch unsere Heimatstadt unmittelbar berührt. Welche Bewandtnis es um die Bedeutung der Burg und ihre früheren Besitzer hatte, erfuhren die Ausflügler von ihrem Museumsleiter Spiegel. Geschichte in Stichworten Die Grafen von Berg erbten den Berg „Wolfsegge“ von den Grafen Werl-Westfalen. 1122 hören wir von dem Grafen Adolph von Altena. Um 1200 ist die Burg ein glanzvoller Besitz. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts kommen die Grafen von Altena in den Besitz des fruchtbaren Hellwegs und verlegten für die Folge ihren Wohnsitz in die Nähe von Hamm und nannten sich fortan die Grafen von der Mark. Der Besitz erweiterte sich 1225 nach der Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Her Mark. Und im Jahre 1226 bemächtigte sich Adolf I. auch des damaligen Dorfes Schwerte, das er 1242 mit Mauern und Türmen versah. Drosten und Amtsmänner verwalteten die Burg für den Landesherrn. Einen Sobbe von Altena finden wir 1263 auf Haus Villigst. Engelbert Sobbe war der größte Förderer unserer Heimatstadt. Unter ihm entstanden 1381 die Gilden und das Hospital zum hl. Geist, an das heute noch die Heilige-Geist-Straße in Schwerte erinnert. Die Grafen von Kleve-Mark erhielten 1417 die Herzogswürde. 1609 erlosch das Geschlecht. Kleve-Mark fiel an Brandenburg. Damit war auch das Schicksal der Burg besiegelt, die später zeitweilig Armen- und Arbeitshaus wurde. Der dicke Turm diente bis 1811 als Gefängnis. Im Jahre 1835 wurden die ersten Versuche des Wiederaufbaues bzw. der Restaurierung der Burg unternommen. Diese Arbeit wurde 1906 fortgesetzt und im Jahre 1914 ziemlich beendet. Der bekannte Brunnen im Burghof ist 31 Meter tief. Soweit die Geschichte der Burg Altena in Stichworten. Für die Schwerter Gäste war die kurze Erläuterung Spiegels sehr interessant. Die Burg wurde auch besichtigt, insbesondere Kapelle und Rittersaal. Vom SGV-Ehrenmal zur Balver Höhle und Burg Arnsberg Die Fahrt ging weiter zum Kohlberg. Kurze Rast im SGV-Ehrenmal, und dann ging es weiter über Neuenrade nach Balve im Hönnetal. Ein weiterer Vortrag des Museumsleiters hatte zum Thema„Die Entstehung des gesamten Flußgebietes der Ruhr, Entstehung der Höhlen und ihre Besiedlung!“ In Balve wurde auch das Mittagessen eingenommen. Nachdem die Fahrt weiter zur Sorpetalsperre geführt hatte, landete man schließlich in Arnsberg, um auch dort die Burg näher in Augenschein zu nehmen. Erbaut wurde sie um 1077 von Graf Kunrad von Werl. Die Burg wurde im April 1792 von den Franzosen zerstört. Und zum Schluß: Möhnesee Das Endziel dieses Betriebsausfluges war der Möhnesee, der mit seinen 130 Millionen Kubikmeter die zweitgrößte Talsperre darstellt. Es wurde fröhliche Einkehr gehalten. Und fröhlich zog man schließlich wieder heimwärts. Als man wieder daheim war, hatten die Zeiger der Uhr weit mehr als einmal die Runde gemacht. Für alle Teilnehmer war der Ausflug ein schönes Erlebnis, das sie einmal ganz von den Sorgen des Alltags befreite. Die Kraftpost Schmerte— Westhofen— Richenanburg Ab Schwerte(Bahnhof):(w) 6.10, (w) 6.50, 8.10, 9.10, 10.10, 11.10, 12.10, 13.10, 14.10, 16.10,(w) 16.10,(s) 16.10, 17.10,(w) 17.40, 18.10,(w) 18.40, 19.10, 20.10, 21.10, 22.10. asseLuftat vi. Ab Wandhofen:(w) 6.15,(w) 6.55, 8.15, 9.15, 10.15, 11.15, 12.15, 13.15, 14.13, 15.15, (w) 16.15,(s) 16.15, 17.15,(w) 17.45, 18.15,(w) 18.45, 19.15, 20.15, 21.15, 22.15. Ab Westhofen nach Hohensyburg: (w) 7.05, 9.25, 11.25, 13.25, 14.25, 15.25, (s) 16.25, 17.25, 18.25, 19.25, 20.25, 21.25, 22.25. Ab Hohensyburg in Richtung Westhofen:(w) 7.20, 9.40, 11.40, 13.40, 14.40, 15.40,(s) 16.40, 17.40, 18.40, 19.40, 20.40, 21.40, 22.40. Ab Westhofen in Richtung Schwerte: (w) 6.30,(w) 7.30, 8.30, 9.50, 10.30, 11.50, 12.30, 13.50, 14.50, 15.50,(w) 16.30, (s) 16.50, 17.50,(w) 18.00, 18.50,(w) 19.00, 19.50, 20.50, 21.50, 22.50. Ab Wandhofen:(w) 6.40,(w) 7.40, 8.40, 10.00, 10.40, 12.00, 12.40, 14.00, 15.00, 16.00,(w) 16.40,(s) 17.00, 18.00,(w) 18.10, 19.00,(w) 19.10, 20.00, 21.00, 22.00, 23.00. Die Gewerkschaltsjugend fährt zu den Ruhrfestspielen Im Rahmen der Ruhrfestspiele findet am 1. Juli in Recklinghausen ein Gruppentreffen der Gewerkschaftsjugend des Landesbezirks Nordrhein- Westfalen statt. Im Mittelpunkt dieses Jugendtreffens steht eine Vorstellung der Hohnsteiner Puppenspielbühne, die mit Liedern des Gewerkschaftsjugendchors(Bochum) und Volkstänzen umrahmt wird. Am Abend des gleichen Tages werden die Jugendlichen einer Aufführung des Schauspiels von Shakespeare„König Lear“ beiwohnen, zu der der Bundesvorstand des Des Karten zur Verfügung gestellt hat. Vorher wird den Jugendlichen Gelegenheit geboten, sich durch einen Vortrag auf die Abendveranstaltung vorzubereiten. 328 Die Verpflichtung des Altmeisters, Duisburger Spielverein, eines Vertreters der westdeutschen Oberliga, hatte nicht den Publikumserfolg wie beim Spiel VfL. gegen Schalke 04 aufzuweisen. Die annähernd 2500 Zuschauer sahen jedoch ein Klassespiel, wie es lange Zeit in Schwerte nicht mehr gezeigt wurde. Die komplett antretenden Gäste zeigten Fußballkunst in wahrer Vollendung. Jeder einzelne Spieler der Duisburger war ein Könner für sich. Die Leute aus Duisburg legten ein technisch hochqualifiziertes Spiel hin, dem die Schwerter, trotz größter Anstrengung, nicht gewachsen waren. Ein Plus für die VILer bedeutete ihr enormer Kampfgeist, der es ihnen gestattete, jederzeit ein offenes Feldspiel zu erzwingen und so die Gäste veranlaßte, das Letzte aus sich herauszugeben. Besonders in der ersten Halbzeit konnte der VfL. sehr häufig die Gästeabwehr unter Druck setzen. Torchancen für Schwerte ergaben sich, aber unüberlegte Aktionen einzelner Spieler verdarben den Brei. Auch in Westhofen: TAG DES DEUTSCHEN LIEDES Das Spiel der Sänger gegen den VIB Der Duisburger Sturm dagegen nahm die sich bietenden Torchancen wahr und verschafte sich eine 2:0-Führung, obwohl der jugendliche Torhüter Jäcker im Schwerter Tor manchen Scharfschuß abwehren konnte. Bel einem Schwerter Angriff gab es im Duisburger Strafraum ein Handspiel. Der verhängte Elfmeter wurde vomeMittelläufer Pfeffer meisterhaft verwandelt. Pfeffer war es auch, der in der Abwehr den Duisburger Stürmern das Leben sauer machte. Er konnte spielerisch durchaus die Waage mit seinen Gegnern halten. Nach der Pause lief die Kombinationsmaschine der Duisburger mit gesteigertem Tempo auf Hochtouren. Mit allen Raffinessen und fußballspieleri'schen Variationen angelten sich die fünf Stürmer aus Duisburg das Leder zu schulmäßig vorgetragenen Angriffen und stellten so die Schwerter Abwehr vor unlösbaren Aufgaben. So waren die 6 weiteren Torerfolge entstanden aus sauberen Kombinationen. Das ernorme Schußvermögen der Gäste gab für die Torausbeute den Ausschlag. lern, die aus dem Rahmen fielen, das man von ihr erwarten konnte. In der Bezirksklasse wird die Elf auch in Zukunft ein Wort mitsprechen können. Der Schiedsrichter leitete einwandfrei. * Tus Schwerte-Ost— Sportfreunde Oestrich 6:1 Tus Schwerte-Ost besiegte den Tabellendritten der Kreisklasse Iserlohn klar. Die Trefferfolge: in der 5. Minute flel das Tor für Oestrich 1:1. 2:1 Weiler, 3:1 Volke, 4:1 Volke, 5:1, 6:1 W. Kienitz. Der Sieg, der durch ein technisch einwandfreies Zusammenspiel der Oestlichen erreicht wurde, war verdient. Tus Schwerte-Ost II.— Blau-Weiß Huckarde I. 2:2; Tus Jgd.— Blau-Weiß Huckarde 3:0. Obschon die Westhofener recht gut spielten, erlitten sie eine knappe Niederlage. Durch ein Tor, das Marquardt schoß, ging der VIB mit 1:0 in Führung. Doch konnten die Hagener gleich darauf den Ausgleich erzielen. In der zweiten Halbzeit fiel der Siegestreffer für Hagen aus fragwürdiger Abseitsstellung. SV Hagen II.— VfB Westhofen 0:1; Westhofen Jgd. I.— Tus Schwerte-Ost I. 1:2; Westhofen Jgd. II.— Tus II. 211, Westhofen. Es war ein guter Gedanke, den Tag des Liedes unter freiem Himmel mit Gesang zu feiern. Um aber die nötigen Zuhörer herbeizuziehen, verband man das Lied mit dem Spiel, und zwar geschickterweise mit einem Fußballspiel. Die Sänger Westhofens traten gegen die Senioren des VIB an. Zu Beginn und in der Pause zwischen dem Wechsel wurde dann gesungen. Eine zahlreiche Zuschauer- und Zuhörerschar umgab das weite Viereck des Fußballplatzes. Mehr— so erklärten Leute, die es wissen mußten— als zu den M-Spielen des VIB erschienen waren! Sie kamen alle auf ihre Kosten. Sowohl die Freunde des Gesanges als auch die des Rasensports, vor allem, wenn sie Sinn für Humor hatten. Der Gesangverein Westhofens gab eine gute Probe seines Könnens. Die „Morgenwanderung“,„Heimat“ und das Jägerlied eröffneten um 16 Uhr die Darbietungen unter Leitung Peter Kremers. Der Kinderchor(Leitung: Frl. Davidis) wächst und gedeiht augenscheinlich mehr und mehr. Gab er sein Debut zu Beginn des Jahres nur mit 8 Kindern, von denen allerdings jedes stimmlich recht begabt war, so zählt er nun schon 14 Mädchen. Die Kinder sangen„Wir tanzen im Maien“ und das Lied vom Erntekranz zu Beginn des Nachmittags. Und dann ging es los zu erbittertem Kampf auf dem grünen Rasen. Die Senioren des VfB hatten sich aus den Reihen ihrer Aktiven zwei Mann Verstärkung herbeigeholt, aber das konnte die Sänger nicht erschüttern. Hatten sie doch einen, vorzüglichen Torwart und einen Schwergewichtler in der Verteidigung, der die Bälle beinahe von einem Tor zum andern trat. Das Spiel endete 6•4 für den VIB. Während der Pause zwischen dem Wechsel sangen die Westhofener Sänger noch das Schifferlied von Silcher und als Abschluß, Weinlied“ von Pracht. An diesem Spiel der Duisburger konnte man seine helle Freude finden und manch altes Fußballherz erinnerte sich in Gedanken an die große Zeit, als Schwerte noch zu der Fußballhochburg Südwestfalens zählte. Die Duisburger hätten für ihre hervorragende Leistungen beim Publikum mehr Anerkennung verdient gehabt. Die Schwerter Mannschaft zeigte in diesem Spiel, abgesehen von einigen SpieDer Kinderchor wollte nicht zurückstehen und schloß die Lieddarbietungen ab mit dem Volkslied„Aennchen lieb, Aennchen traut“ und als letztes boten sie dann das Wiegenlied„Schlaf, Kindlein, hold und weiß“. Der reiche Beifall war verdient. Westhofen konnte mit dem Verlauf dieses Nachmittags wohl zufrieden sein, besonders, da auch der bewölkte Himmel ein Einsehen hatte und seine Vorschau: Am Mittwoch wird das Entschefdungsspiel um die Amtsjugendmeisterschaft zwischen dem VfB Westhofen Jgd und der Spielvereinigung Geisecke ausgetragen. Nach dem 8t2-Sieg über Wandhofen ist Westhofen auch in diesem Spiel Favorit. SSC Ergste 12— SV Hemer 08 0:3 Ergste spielte gegen den ehemaligen Südwestfalenmeister ohne Sievert I. Sievert II, Buschkämper und Minuth. So konnte die Ergster Mannschaft im ersten Drittel des Kampfes zwei Tore für Hemer nicht verhindern. Dann aber fand sich die Abwehr, doch konnte der Sturm kein Tor erzwingen. In der Mitte der zweiten Halbzeit kam es durch Weitschuß zum dritten Treffer der Hemeraner. SC Hennen Pokalsieger in Opherdicke SC Hennen 12— SV Lünern 1:0 In einem spannenden Pokalspiel siegten die Hennener, die schon in der ersten Halbzeit tonangebend waren. In der 40. Minute flel das einzige Tor des Spieles. Neuhaus verwandelte für den SC einen Strafstoß. Die zweite Halbzeit stand im Zeichen harten Kampfes für den Ausgleich, doch hielt Hennens Hintermannschaft allen Angriffen des Gegners stand. FV Ihmert— SV. Geisecke 1:2 Die Geisecker erkämpften sich gegen den Kreisklassenneuling Ihmert einen Sieg. Obschon Ihmert zunächst in Führung ging, gelang es Wessinghage den Ausgleich zu erzielen. Bartmann schoß. dann den Siegestreffer. Handball TV Wellinghofen Alte Herren— Tus Holzen Alte Herren 9:13 Das Spiel Tus Holzen 07— Hörde flel aus. Tischtennis VII. Schwerte— Preußen Wanne 4:5 Gegen den starken Oberligisten erlitt die junge Schwerter Mannschaft Schleusen geschlossen hielt. -er. eine knappe, ehrenvolle Niederlage. Statt besonderer Anzeige! Kurz vor der Vollendung seines 70. Lebensjahres verschied heute mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Dr. Ned. Mar Göccke. Olga Goecke geb. Winkler Hilde Reimann geb. Goecke Dr. Margarete Goecke Dipl. Ing. Martin Reimann Jürgen, Karin, Urs ula Reimann Schwerte(Ruhr), Wuppertal, Göttingen, Willoughby(Ohio), den 2g. Juni 1950 Die Trauerversammlung findet am Mittwoch, dem 28. 6. um 15 Uhr im Marienhospital statt. Trauergeleit zur Einäscherung bis zur Stadtgrenze. VERSTOPFUNG Darmträgheit Fettleibigkeit Heute verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 80 jahren unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma Wwe. Ernestine Kunde geb. Bradtke Im Namen der trauernden Hlinterbliebenen: Ewald Serges und Frau Erna geb. Kunde Schwerte(Ruhr), den 23. Juni 1930 Lichtendorfer Straße 40 Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Juni 1950, um 14 Uhr von der Kapelie des eygl. Friedhofes in Schwerte aus statt. Oridallingsstötüngen Das Gehen in unseren Schuhen macht Freude! Für Familienanzeigen die„Kchwerter Zeitung“ Ermäßigte Preise Caie“ 1 die große Auswahl und die billigsen Preise in Fabrrädern 99 50 verchromte Ausführung ab Dat Marten- Fahrrücer, gratriasnte. sehr preiswert, größte Auswahl. günstige Ratenzahl. m. Garantie WinyBEER Schwerte, Mährstraße 1, Tel. 2830 Zum Erfolg durch ein Inserat in Ihrer Heimatzeitung Versuchen Sie einmal den Sonnengold-Laxator-Tec der sich seit über 20 Jahren bestens bewährt hat. Pak. 1.25. Verlangen Sie Gratisprobe. Drogerie Rienhöfer Schwerte, Hüsingstraße 12 Die Flurnamen der Gemarkung Schwerte mit Lagekarte in Heftform, 35 Seiten zum P’reise von DA1—.60 erhältlich in der Schreibwarenhandlung Hans Linner, Gr. Marktstr. Frau sucht Büroarbeit oder andere leichte Beschäftigung far halbe Tage. Gefl. Angebote unt. Nr. 800 an d. Geschäftsstelle d. Zeitung