Montag, 15. Mai Sonder-Kurier überbrachte Deutschland-Erklärung Aüchädert„Lendehrenrrertselnnt Erklärung des Bundeskanzlers zum Außenminister-Kommuniqué In der Nacht zum Sonntag überbrachte ein besonderer Kurier der Bundesregierung die gemeinsame Deutschlanderklärung, die die drei Außenminister in London schlossen haben. Noch in der Nacht wurde sie Bundeskanzler Dr. Adenauer zugestellt. Ueber den Inhalt der Erklärung liegen in Bonner Regierungskreisen bisher nur Vermutungen vor: Ankündigung eines Protestschrittes wegen der in Rußland zurückgehaltenen Kriegsgefangenen, Forderung freier Wahlen in ganz Deutschland, Wahrung der alllierten Rechte in Berlin. Wie in Londoner politischen Kreisen betont wird, ist mit einer Veröffentlichung der Deutschland-Erklärung, die Dr. Adenauer übermittelt wurde, nicht vor Montag zu rechnen. Demgegenüber wurde das Deutschland-Kommunique bereits am Wochenende bekannt gegeben. dl Bonn, 15. Mai. Won unserer Bonner Redaktion Bundeskanzler Dr. Adenauer nahm in einer Erklärung zu dem Deutschlandkommunique der Londoner Außenministerkonferenz ausführlich Stellung. Seine Erklärung stellt fest, diese Verlautbarung der Außenminister sei in jeder Beziehung für Deutschland zufriedenstellend. Wörtlich heißt es dann weiter:„Die Londoner Konferenz war von vornherein nicht dazu bestimmt, formulierte Beschlüsse hinsichtlich des Verhältnisses zur Bundesrepublik Deutschland zu treffen. Abgesehen hiervon machen auch konkrete Beschlüsse eine vorherige Fühlungnahme und Beratung mit der Bundesreglerung nötig. Der ganze Inhalt, die Ferm und der Ton zeigten einen außerordentlichen Forschritt gegenüber der bisherigen Behandlung der Bundesrepublik „Technische Unzulänglichkei!“ verzögert Europarat-Geseiz dl Bonn, 15. Mai. Der am 12. Mai vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf über den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat ist dem Bundesrat noch am gleichen Tage zugestellt worden. Es ist einer der kürzesten Gesetzentwürfe, der jemals den gesetzgebenden Körperschaften zugeleitet wurde, denn er enthält in drei Artikeln insgesamt nur 41 Worte. Durch eine technische Unzulänglichkeit im Bundesrat war es nicht mehr möglich, das Gesetz noch am 12. Mai dem Bundestag zuzuleiten, so daß wahrscheinlich eine Verzögerung von zwei Wochen in Kauf genommen werden muß, da der Bundestag erst am 1. Juni wieder susammentritt. durch die westlichen Alliierten. Man kann mit Sicherheit annehmen, daß schon in naher Zukunft erhebliche Erleichterungen eintreten werden.“ Weiter geht nach Ansicht des Bundeskanzlers aus dem Kommunique hervor,„daß die Westalliierten ihrerseits durchaus zu schnellem und großzügigem Entgegenkommen bereit sind.“ Besonders begrüßt wird in der Erklärung Adenauers die Einsetzung einer Studiengruppe für die Ueberprüfung des Besatzungsstatuts. Eine solche Studiengruppe, so heißt es, sei schon deshalb notwendig, weil die in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen sehr zahlreich und kompliziert sind und eine gründliche Vorarbeit erfordern. Vernunftehe aus Kohle und Eisen Deutseh-Kanzesische Montahdhien Lalopus gtonter-Biamptedusent Wechselseitige Ergänzung bei der Gewichtsverteilung Bonn, Sitz der Vertriebenenbank di Bonn, 15. Mai.(Eigenbericht.) Zum Sitz der am 12. Mai gegründeten Vertriebenenbank AG wurde vom Bundeskabinett die Stadt Bonn bestimmt. Im Aufsichtsrat ist u. a. vertreten: das Bundesministerium für Vertriebene. Nachimgsprosiemn. nedem Lient Auswanderung, Siedlung, Beihillen und Arbeitsbeschaffung Die bevorstehende Reise des Leiters der„Deutschlandabteilung im USAAußenministerium dient, wie nach der Bekanntgabe des Kommuniques der Londoner Konferenz anzunehmen ist, einer ersten Vorbesprechung zur internationalen Regelung der deutschen Flüchtlingsprobleme. Byroade hat an sämt. lichen Sitzungen der Londoner Konferenz teilgenommen, ist also in jeder Hinsicht über die Absichten der Außenminister und die Kräfte, die zu ihrer Verwirklichung eingesetzt werden können, informiert. dieren, sowohl im Gespräch mit deutschen Fachleuten, als auch mit den Sachverständigen des Petersbergs. dmt London, 15. Mai Von unserem Berichterstatter Wie in London bekannt wird, denkt man bei der Regelung der Flüchtlingsfragen auf internationaler Basis nicht nur an die Auswanderung deutscher und italienischer Arbeitskräfte, sondern — im Falle Deutschlands— an eine energische Stützungsaktion des Auslandes, die eine Siedlung in größerem Maßstabe, die Zahlung von Beihilfen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen großen Stils ermöglicht. Es kann kein Zweifel sein, daß die Auswirkungen dieses Entschlusses auf die innerdeutI#sche Lage noch gar nicht zu übersehen sind. Wie verlautet wird Byroade In Deutschland an Ort und Stelle die Sonderprobleme der Bundesrepublik stuEine deutsch- französische Kohle- und Stahlunion würde nicht nur in Europa den größten Stahlproduzenten darstellen, sondern könnte bei einem Ausbau der in beiden Ländern vorhandenen Möglichkeiten in kurzer Zeit auch die sowjetische Stahlproduktion erreichen. Hierbei würden Deutschland und Frankreich sich ungefähr im Gleichgewicht befinden, wie die Produktion des Jahres 1949 zeigt(siehe Zeichnung). Anders verhält es sich mit den beiden Grundstoffen der Stahlerzeugung. Kohle und Eisenerz, wo sich die beiden Länder auf das glücklichste ergänzen und bereits vor dem Gedanken an eine Union traditionelle Wechselbeziehungen bestanden. Setzt man westdeutsche, saarländische und französische Produktion 1949 zusammen gleich 100 Prozent, so entfallen auf die einzelnen Partner folgende Anteile: Bundesrepublik Saar Frankreich Kohle 61 ½ 8% 31 Eisenerz 23% 0% 77% Stahl 46% 9% 45% „England wird sich beteiligen“ dmt London, 15. Mai(Eigenbericht). Am Sonntagvormittag traf der französische Planungskommissar Jean Monnet ein. W KOHLE GDEISENERZ STAHL RUHR PRODUKTION 1949 in Mil. W 9.6 945 9 .. s z h F RANKSEICH. Monnet, der durch seinen— nach ihm benannten,— Plan zur Modernisierung der französischen Industrie einen internationalen Ruf erworben hat, gilt als der geistige Vater des Schuman-Planes, der übrigens nicht, wie vielfach angenommen, eine schnell ausgearbeitete Improvisation, sondern ein in dreimonatiger Arbeit abgewogener Plan ist. Monnet besprach noch am gleichen Tage mit den Außenministern der Westmächte und den alliierten Oberkommissaren seinen revolutionären Stahlunions-Plan. Seiner Ansicht nach wird sich England an der Stahlunion beteiligen. Besatzungsregime solange Deutschland gespalten ist „Allmähliche Wiederaufnahme in die Gemeinschaft der Völker“ Am Sonntagabend haben die Außenminister der USA, Frankreichs und Englands in einem Kommuniqué die Pläne bekanntgegeben, nach denen die„möglichst baldige Wiedereingliederung Deutschlands in die westeuropäische Gemeinschaft“ ablaufen soll. Danach haben die Außenminister die Bildung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die„Empfehlungen zur Beseitigung der größten praktischen Schwierigkeiten“ ausarbeiten soll. Gemeint sind damit die Schw. rigkeiten, die sich aus der Fortdauer des Kriegszustandes ergeben. Diese Arbeitsgruppe soll auch das Besatzungsstatut überprüfen. Gießens„Adolf“ prozessiert jetzt um seine dbgeschnittene Hitlerlocke Der erwerbslose Krankenpfleger Heinrich Noll aus Gießen, der infolge seiner Haartracht eine gewisse Aehnlichkeit mit Hitler hatte, wird am 1. Juni vor dem Amtsgericht gegen drei Zechkumpanen prozessieren, die ihm am 11. Februar nach einem Gelage seine„Hitlerlocke“ abgeschnitten haben. Der 42jährige Krankenpfleger, der den Spitznamen„Adolf“ erhalten hatte, behauptet, ein amerikanischer General habe ihm mit 80 Prozent Sicherheit zugesagt, daß er in Hollywood eine Filmrolle als Doppelgänger Hitlers bekommen solle. Mit diesen Plänen sei es vorbei, nachdem er seine Locke verloren habe. Seine Prozeßgegner sollen ihm für die entgangenen Filmgagen Schadenersatz zahlen und wegen Körperverletzung verurteilt werden, da sie ihm bei der Rauferei einige Zähne ausgeschlagen haben sollen. * Eine Rakete, die von einem amerikanischen Schiff im Pazifik abgeschossen wurde, erreichte eine Höhe von 173 Kilometer. Wie die USA-Marine bekanntgab. handelt es sich um einen Höhenrekord für eine amerikanische einfache Rakete. Eine Doppelrakete— eine entzündet nach Verbrauch ihres Brennstoffes die andere — erreichte über 410 Kilometer Höhe. * Das Berufungsgericht des amerikanischen Hohen Kommissariats hat das Urteil gegen die Amerikanerin Yvette Madsen bestätigt. Frau Madsen war zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurtellt worden, weil sie im Oktober vorigen Jahres ihren Mann, einen amerikanischen Fliegeroffizier, erschossen hatte. * Zwei norwegischen Firmen ist es nach mehrjährigen Versuchen gelungen, aus Fischabfällen chemisch reines Eiweiß herzustellen. Das neue Eiweißprodukt wird bereits in Serienfabrikation gewonnen. Sein Gehalt entspricht dem Gehalt von 350 Eiern. Für die norwegische FischereiIndustrie ist diese neue Verwertungsmöglichkeit von Fischabfällen von großer Bedeutung. * Mit dem Eintreffen der ersten 44 Automobile der sowjetischen Marke„Moskowitsch“ in Stockholm ist der Automobilexport der Sowjetunion angelaufen. Der „Moskowitsch“ ist eine genaue Kopie des „Opel Kadett“ von 1938. Der einzige Unterschied ist nach schwedischen Meldungen die russische Beschriftung der Oelund Benzinuhren. * Als dieser Tage ein Briefträger in Heilbronn ein Haus betrat, wurde er von einem Schäferhund angegriffen und als der Briefträger abwehrend die Hand ausstreckte, in der er sechs Briefe hieit, schnappte der Hund nach diesen Briefen und fraß sie. Das Postamt hat daraufhin verfügt, daß dem Besitzer des Hundes, weil er nicht genügend auf dieses Tier dmt London, 15. Mai Von unserem Korrespondenten In dem Kommuniqué wird weiter festgestellt, daß keine Hoffnung auf einen Friedensvertrag mit Deutschland besteht, solange die Sowjetunion in ihrer Besatzungszone den dort lebenden Deutschen die Erlaubnis verweigert, sich mit ihren Landsleuten in Westdeutschland in einem demokratischen und geeinten Deutschland zu vereinigen. Nach einem Rückblick auf die Entwicklung Westdeutschlands seit dem Zusammenbruch betont das Kommuniqué— das den alliierten Oberkommissaren das volle Vertrauen der Außenminister ausspricht— die Entschlossenheit der Alliierten, die allmähliche Wiederaufnahme Deutschlands in die Gemeinschaft der freien Völker Europas weiterhin zu verfolgen. Wenn dieser Zustand im vollen Umfang erreicht sei, würde Deutschland auch von den Kontrollen befreit werden, die heute noch in Kraft sind, und seine Hoheitsrechte soweit zurückerhalten, wie es auf der Grundlage des Besatzungsregimes möglich ist. Dieses Regime müsse, so wird betont, aufrecht erhalten bleiben—“ im Einklang mit den gemeinsamen Interessen Deutschlands und Europas“— solange die Aufspaltung Deutschlands andauert. So schnell wie möglich Die Westmächte haben indessen den Wunsch, dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Die Fortschritte auf diesem Wege werden von dem Maß vertrauensvoller und freier Zusammenarbeit annangig, das Regierung und Schnelligkeit des Fortschritts von dem Ausmaß bestimmt werden, in dem sich die Allierten davon überzeugen können, daß ihre eigene Sicherheit durch den Wunsch der Deutschen nach Frieden und freundschaftlichem Zusammengehen mit den Alliierten gesichert ist. In zweiter Linie wird das Tempo der Entwicklung davon abhängen, welche Fortschritte Deutschland in Richtung auf Verhältnisse macht, in denen wirkliche Demokratie bestimmend ist und die gerechtfertigten Freiheiten des Individuums gesichert werden. Deshalb wünschen die Westmächte mit besonderem Nachdruck zu betonen, daß die Erfüllung des natürlichen Wunsches der deutschen Bevölkerung auf Lockerung der Kontrollen und Wiederherstellung der Souveränität ihres Landes ausschließlich von den Bemühungen des deutschen Volkes und seiner Regierung abhängt. Bis dahin werden angesichts der gegenwärtigen Lage Europas die höchsten Machtbefugnisse in den Händen der Alliierten bleiben, wenn die Alliierten auch entschlossen sind, innerhalb des so abgesteckten Rahmens Deutschland die Möglichkeit zu einer freien Entwicklung zu geben. Die drei Regierungen, so heißt es zum Schluß des Kommuniqués, hoffen, daß die notwendigen Vorbedingungen für die Bildung einer gesamtdeutschen Regierung— die ihr Endziel bleibt— erfüllt werden können. Die drei Westmächte seien sich über die Bedingungen einig geworden, die notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Wichtige Besprechung bei Storch Vor dem endgültigen Entwurf zum Mitbestimmungsrecht arbeit abhängig. achtet, bis auf weiteres keine Briefe mehr I Bevölkerung der Bundesrepublik aufzugestellt werden. bringen, Ia erster Linie wirc dpa Bonn, 15. Mai Am 24. Mai wird Bundesarbeitsminister Storch mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein wichtiges Gespräch über das betriebliche Mitbestimmungsrecht haben. Anschließend soll der endgültige Entwurf über das Mitbestimmungsrecht fertiggestellt und dem Kabinett zugeleitet werden. Minister Storch deutete kürzlich an, daß in dieser wahrscheinlich letzten Aussprache zwischen Arbeitsministerium, Unternehmern und Gewerkschaften ein Referentenentwurf von Bedeutung sein wird. Dieser Entwurf ist weder dem Kabinett noch den Beamten des Ministeriums bekannt. Er soll von dem kürzlich veröffentlichten CDUEntwurf— nach dem unter anderem 99 Prozent der Aufsichteratssitze den Arbeitnehmern vorbehallen werden stark abweichen. Der Arbeitsminister hat wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß er eine rein wirtschaftliche Lösung dieses Problems anstrebe, das auf keinen Fall„ein politischer Zankapfel“ werden dürfe. Freizügigkeit für Arbeitslose! di Bonn, 15. Mai.(Eigerbericht). Jeder arbeitslose Deutsche soll in Zukunft an den Ort ziehen können, an dem er eine Arbeitsstätte findet, verlangt die CDUTCSU in einem Antrag an den Bundestag. Durch ein entsprechendes Gesetz soll die Beschränkung der Freizügigkeit innerhalb des Bundesgebietes allmählich abgebaut werden, so daß die bestehenden Zuzugesperren nach und nach fortfallen. vs 1956 mareng gnten K. err Wir meinen dazut Ansale Das Ergebnis der Londoner Konferenz wird sich in der für heute angekündigten Deutschlanderklärung und dem bereits vorliegenden Deutschlandkommuniqué dokumentieren, von dem Bundeskanzler Dr. Adenauer sagt, daß es in jeder Hinsicht zufriedenstellend sei und einen außerordentlichen Fortschritt gegenüber der bisherigen zweisellos nicht immer erfreulichen und befriedigenden— Behandlung der Bundesrepublik durch die Alllierten bedeute. Nüchtern betrachtet, scheint diese Genugtuung zunächst nicht völlig gerechtfertigt zu sein. Von dem sensationellen Beschluß abgesehen, daß das Flüchtlingsproblem durch internationale Hilfe und unter Beteiligung deutscher Fachleute überwunden werden soll, enthält das Kommuniqué nichts, was eine alsbaldige Aenderung der staatsrechtlichen Befugnisse unseler Bundesrepublik zur Folge haben könnte. Das Besatzungsstatut soll erst im Herbst revidiert werden. Mit dem formalen Kriegszustand wird das Besatzungsregime verbleiben, solange es eine West- und Ostzone gibt. Daß diese Spaltung nicht unsere Schuld ist und auf friedlichem Wege nur durch ein freilich unwahrscheinliches Uebereinkommen zwischen den Westmächten und den Sowjets beseitigt werden könnte, dürfte auch in London klar geivesen sein. Der Hinweis, daß Deutschland in dem Maße weitere Hoheitsrechte zugestanden werden sollen, wie sich eine wirkllche Demokratie durchsetzt, wird von allen aufbauwilligen Kräften so verstanden, wie er gemeint ist. Daß dieses Bemnühen zu einem entsprechenden Teil auch von dem in der Verlautbarung versicherten guten Willen der Gegenseite in der Zukunft getragen sein muß, ist unser lebhafter Wunsch. Zusammen mit der Bundeskanzler Dr. Adenauer geäußerten Hoffnung, daß bereits in naher Zukunft erhebliche Erleichterungen für den Bestand und das Wirken unserer Bundesrepublik eintreten werden, wird die von der Deutschland-Erklärung vermutete Ankündigung eines alliierten Protestchrittes wegen der in Rußland zurückgehaltenen Kriegsgefangenen und der Ferderung nach freien Wahlen in ganz Deutschland neben der Wahrung der alliierten Rechte in Berlin zu einem Ergebnis der Londoner„Konferenz von weittragendem Einfluß auf die zukünftige Gestaltung unseres politischen und völkischen Lebens werden kann. Sk. Forschungsral protestier! dmt Bonn, 15. Mai. Der Deutsche Forschungsrat hat gegen das neue Geeetz Nr. 22 über die Kontrolle der deutschen Forschung protestiert, well es noch viel weiter gehende Behinderungen enthalte als das frühere Kontrollratsgesetz Nr. 25. Nicht einmal ganz einfache wissenschaftliche Meßgeräte dürfen hiernach industriell hergestellt werden. Nach Ansicht des Forschungsrats wird durch die neue Regelung die friedliche Forschung, ebenso wie die industrielle Entwicklung in Westdeutschland stark gehemmt. A 162 000 Reimatvertriebene hralen sich in Eimburg lo Mamburg, 15. Mai Von underem Korrespondenten Hunderttausend Helmatvertriebene des deutschen Ostens, die mit 32 Sonderzügen, ungezählten Autobussen und zum Teil auch als Tramps aus allen Tellen der Bundesrepublik zur ostdeutschen Heimatwoche gekommen sind, bestimmen in diesen Tagen das Bild Hamburgs, das 162 000 Heimatvertriebenen Zuflucht geboten hat. Bürgermeister Brauer gewann sich das Herz der Heimatvertriebenen, als er wiederum eine Massenauswanderung als keine Lösung des Heimatvertriebenen-Problems bezeichnete, sondern die Ueberzeugung aussprach, daß eine Aenderung der Ostgrenzen auch ohne Krieg möglich sein müsse. Klar und eindeutig wurde auch von Staatssekretär a. D. von Bismarck und von Dr. Gille, dem zweiten Vorsitzenden des Zentralverbandes der Heimatvertriebenen, im Namen von zwölf Millionen Vertriebenen der Verzicht auf die Heimat abgelehnt und dies in einer Entschließung unterstrichen, in der an die Welt appclliert wurde, auf friedlichem Wege die Grundsätze der Menschlichkeit und des Selbstbestimmungsrechts zur Geltung zu bringen. Wildermuth: Gesetz über Slochwerkoigenkeem komans dpa Dortmund, 15. Mai. Bundesminister Wildermuth kündigte in Dortmund an, daß sich das Wohnungsbauprogramm des Bundes noch im Laufe dieses Monats voll auswirken werde. Dies werde eine wesentliche Entlastung des Arbeitsmarktes mit eich bringen. Ein Gesetzentwurf über die für den Wiederaufbau der Städte wichtige Zusammenlegung und Umlegung von Grundstücken wird im Herbst dem Bundestag vorgelegt. Außerdem seien Gesetze über das Stockwerkeigentum und das„dringlich gesicherte Wohnungsrecht“ in Vorbereitung. * D e r P r i v a t i n i t i a t i v e s o l l t e n b e i m W i e d e r aufbau keine Schwierigkeiten bereitet werden. Beweise widerlegen Moskau 1.5 Mitlionen Gelangene sind als Vermibte regleiriert Die Brgebniese der Kriegsgefangenen- und Vermißtenregistrierung, die vom 1. bis 11. März 1950 im Bundesgebiet und Westberlin stattjand, liegen jetzt vor. Ihre Veröffentlichung kommt gerade zurecht, um deutscherseits die Gegenrechnung zur sowjettKRIEGSCEFANGENEunO VERAAISSTE ERGKSRIS DER REOIETRIERUNG IBEROEseE GINT UNE#E N 430 909 133 Krnu. 1 310 802 Aore 52c Were FELCMFTH DER NOCHNICHET IDOEREMATEE 1291001 S 200N. 7 330 18 1 9050 lr Jeue Ai Auchäder über uls-Vonnk derebe Für die Rettung des Abendlemdes christlicher Prügung 99 893 arun Durch die Beschlagnahme zahlreicher Heilbäder im britischen Besatzungsgebiet entsteht ein Einnahmeausfall von mindestens zehn Millionen Mark. M Im Speieges der Presse „Uberholte Grundsätze“ „Es hat sich in Europa die Meinung ganz tief eingewurzelt, daß sich eine absolute und vollkommene nationale Souveränität, wie sie in den verflossenen Jahrhunderten so eifersüchtig gehütet und verteidigt wurde, in ihrer alten Gestalt vielleicht nicht mehr mit den Umständen und Bedürfnissen unserer heutigen Welt vereinbaren läßt. Insbesondere als Ergebnis des weitverbreiteten Nachkriegschaos in Europa und der Zerstörung der Wirtschaft der Länder, die Europa bilden, ist es klar geworden, daß diese Nationen nicht hoffen können, sich durch eigene Kraft allein zu erholen. Die Probleme, die aufgetaucht sind, können nur durch ein abgestimmtes. gemeinsames Vorgehen gelöst werden.“„British Bulletin“ „Mementare PUlicht“ „Wenn die Bonner Regierung von Moskau genaue Zahlenangaben verlangt, wenn sie wissen will, welches Schicksal die verschwundenen Kriegsgefangenen erlitten haben, dann erfüllt sie nur ihre elementare Pflicht. Zweifelles wird sie dabei von den Westmächten unterstützt werden. Die Regierung der Sowjetunion befindet sich sicherlich in großer Verlegenheit. Es wird aber wahrscheinlich klug sein, wenn man sich über die verschwundenen Kriegsgefangenen keine IIJuslengs macht! Zasatte de Ldinanner r Dortmund, 15. Mai Von unserem Korrespondenten Am Samstag sprach Bundeskanzler Dr. Adenauer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der CDU zur Eröffnung des Wahlkampfes zu den am 18. Juni in Nordrhein-Westfalen stattfindenden Landtagswahlen auf einer stark besuchten Kundgebung. Zur Außenpolitik wies er auf die unsichtbare Partnerschaft der Bundesrepublik auf der Londoner Außenministerkonferenz hin und begründete die Notwendigkeit des Eintritts in den Europarat, der ohne Deutschland zum langsamen Hinsterben verurteilt wäre. So bedauerlich der Abschluß der Saarkonventionen mit Frankreich gewesen sei, so dürfe man nicht wegen der Saarfrage darauf verzichten, Europa als dritte Kraft zwischen die beiden Großmächte Rußland und die USA zu stellen. Die Bundesrepublik werde für Berlin tun, was sie nur könne, denn Berlin vertraue ihr und sei der östliche Vorposten Europas gegen den Kommunismus. Dieses Europa der christlichen Kultur dürfe nicht die. Beute Asiens werden. Innenpolitisch könne die Bundesregierung auf eine ungeheure Arbeitsleistung zurückblicken. Scharf wandte sich Dr. Adenauer gegen die Obstruktionspolitik der SPD, deren Personalpolitik in Nordrhein-Westfalen nicht weitergeführt werden dürfe, und versicherte, die CDU werde sich in den kulturellen Fragen auf keine faulen Kompromisse einlassen. Zum Mitbestimmungsrecht wandte er sich gegen den Entwurf der SPD, der eine Machtkonzentration der Gewerkschaften herbeiführen wolle, die den Tod persönlichen Freiheit bedeuten würde. Der Wohnungsbau komme in Gang und werde die gewiß bedrükkende Arbeitslosigkeit vermindern helfen, deren Ursache in erster Linie die vielen Millionen Vertriebener sei. Ein zweites Arbeitsbeschaffungsprogramm mit einer Milliarde DM sei im Anlaufen begriffen.„Auch in der Frage der Einkommensteuersenkung haben wir uns mit aller Energie gegenüber dem Petersberg durchgesetzt,“ rief der Kanzler unter Beifall aus.„Ohne diese wäre eine Kapitalbildung unmöglich gewesen. Jetzt können wir auch mit der ewigen Steuerhinterziehung Schluß machen“. Abschließend versicherte Dr. Adenauer, der Lastenausgleich werde bis zur Grenze des wirtschaftlich Tragbaren gehen und im Sommer im Entwurf dem Bundestag vorliegen. Die Ansprüche der vertriebenen Beamten und der früheren Wehrmachtsangehörigen würden in Bälde gesetzlich geregelt werden, wobei man auf die frühere Reichswehrgesetzgebung zurückgreifen werde. Mit der Diffamierung der deutschen Soldaten müsse Schluß gemacht werden. Wer keine Kriegsverbrechen begangen habe, sei genau so als anständiger Mensch zu behandeln, wie jeder Soldat, der auf der Seite der Alliierten gekämpft habe. Die Kundgebung wurde nach einem umfassenden Arbeitsbericht, den Landwirtschaftsminister Lübke gab, mit dem Gesang der dritten Strophe des Deutschlandliedes geschlossen. Eingangs hatte der Vorsitzende des Koordinierungsausschusses, Dr. Müller, erklärt, die CDU werde den Wahlkampf ohne Bindung an irgendeine Partei führen. PANERN schen Meldung von der Entlassung aller deutschen Kriegsgejangenen aufzumachen. Zwar enthält die erste deutsche Auswertung der Meldungen vom März noch keine Angaben darüber, in welchen Ländern die noch nicht heimgegekehrten Kriegsgefangenen, die bisher ein Lebenszeichen gaben, und die Vermißten, von denen keinerlei Nachricht vorliegt, zu suchen sind, doch etcht es außer Zweifel, daß der weitaus größte Teill davon auf den Osten entfällt. Die deutsche Registrierung unterscheidet: 1. Kriegs-, Straj- und Untersuchungsgefangene, die zu irgend einem Zeitpunkt aus ausländischem Gewahrzam an ihre Angehörigen geschrieben haben und noch nicht heimgekehrt 3. Vermißte der ehem. Wehrmacht und vermißte Zivilpersonen, deren Tod weder amtlich jestgestellt noch verbürgt ist. Die Zahl der ersten beläuft sich im Bundesgebiet auf 61000, in Werst-Berlin auf 8000; die zweite Gruppe wird mit 1 229 700 beziffert, darunter 161 000 „vilpersonen; insgesamt befinden sich 75000 Mädchen und Frauen darunter. Unter Zugrundelegung westdeutscher Erfahrungen läßt sich für das Gebiet aller vier Zonen eine Gesamtzahl von etwa zwei Millionen noch nicht heimgekehrter Kriegsgefangenen und Vermißten vermuten; etwa 100000 von ohnen haben oder hatten mit ihren Angehörigen Briefverbindung. Bei der Auswertung der Märzregistrierung darf nicht vergessen werden, daß über die genannten Zahlen hinaus der Verbleib von etwa 1,5 Millionen Ostdeutschen und wenigstens 1,5 Millionen Auslandsdeutschen ungelelärt ist. Ihre Zahl tritt in der letzten Erhebung nicht zutage, weil die zur Meldung im vergangenen März aufgerufenen Verwandten oder Betroffenen nicht im Bundesgebiet leben und außerdem die Sowjetzone in der Ermittlung nicht einbegriffen ist. Cnagcia Wed Sdel hemn Rüe BD wer denlachhonntslarben Bichlunton Nachwahl in Kulmbach dpa Kulmbach, 15. Mai. Die Nachwahl im Bundeswahlkreis Kulmbach wurde am Sonntag um 20 Uhr abgeschlossen. Die Wahlleitung schätzt, daß die Wahlbeteiligung diesmal bei 80 Prozent liegt. Als erstes Ergebnis lag das aus Krankenhäusern vor, die zu einem Wahlbezirk zusammengefaßt waren. Von 58 abgegebenen Stimmen entfielen auf den gemeinsamen Kandidaten der CDU, FDP und Bayernpartei, Dr. Johannes Semler 30 Stimmen. Wenzel Jaksch(SPD) und Alfred Loritz(WAV) erhielten je 14 Stimmen. In Emden lief in Anwesenheit des bayrischen und niedersächsischen Ministerpräsidenten der 500 BRT große Fischdampfer„Bayern“ vom Stapel. dmt Neustadt a. d. Hardt, 16. Mai. Auf einem Bezirksparteitag der pfälzischen SPD nahm der Parteiführer Dr. Schumacher in einer Rede Stellung zu dem Vorschlag des französischen Außenministers, eine deutsch-französische Stahlunion zu gründen. Das endgültige„Ja“ oder„Nein“ der SPD könne erst gesprochen werden, wenn eine Reihe von Fragen geklärt wären. Dazu gehöre auch die Frage, ob die Franzosen ihre Industrie ohne Beschränkungen in die geplante gemeinsame Organisation einbringen wollten, während die deutsche Industrie durch das Ruhrstatut belastet bleibe. Der Kern seiner Rede war die Feststellung, der französische Vorschlag könne durchaus der Beginn einer gesunden Entwicklung in Europa sein. Außenminister Schuman meine es offensichtlich ehrlich. Andererseits warnte Schumacher vor der Gefahr einer internationalen Kartellbildung in Westeuropa. In der Sowjetzone verhaftel dmt Berlin, 15. Mai(Eigenbericht) Der frühere zweite Vorsitzende des westdeutschen KPD, Kurt Müller, der von der Parteileitung gezwungen wurde, sein Mandat niederzulegen, wurde, einer amtlichen Meldung zufolge, vom Staatssicherheitsamt der Ostzone verhaftet. Die Mitteilung gibt keine Auskunft darüber, wie Müller nach der Sowjetzone gelangt war. Beamte des alliierten Geheimdienstes haben Befehl erhalten, Nachforschungen anzustellen über das geheimnisvolle Verschwinden Müllers. Während des Wochenendes fanden bereits die ersten Verhöre in dieser Angelegenheit statt. Man nimmt an, daß Müller in dem Sondergefängnis Lichtenberg untergebracht ist. Amtliche Stellen in Ostberlin lehnen nach wie vor jede Auskunft ab. Kurz notiert- schmell gelesen) Bekeiner und Raler Bischof D. Dibelius vollendet das 70. Lebensjuhr Der Erangelische Bischof von Berlin und Vorsitzender des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, D. Dr. Otto Dibelius, wird heute das ziebeigste Lebensjahr vollenden. Er wird diesen Tag im Kreise seiner Familie in Berlin verleben. Der in Berlin Gebürtige steht seit 1907 im Dienst der evangelischen Kirche. Er versah verschiedene Pfarrämter, big er 1921 Mitglied des Evangelischen Oberkirchenrates der Altpreußischen Union wurde. 1925 übernahm er das Amt des Generalsuperintendenten der Kurmark. Im Herbst 1933 wurde er infolge des Einbruchs der„Deutschen Christen“ in die kirchliche Leitung zwangsweise in den Ruhestand versetzt, war aber in den folgenden Jahren trotz des äußerlichen Ruhestandes ununterbrochen im Rahmen der Bekennenden Kirche tätig. Bekannt sind seine Zusammenstöße mit dem sogenannten„Rechtsanwalter“ Jaeger und mit dem Reichskirchenminister Kerrl. Mehrfach wurde er verhaftet und stand vor Gericht. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch trat er im Mai 1945 an die Spitze der neugebildeten Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Seit der ersten Treysaer Konferenz im August 1943 ist er Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vorsitzender der altpreußischen Kirchenleitung. Im Januar 1949 wurde er von der Synode der Evengelischen Kirche ip Deptschland in Bethel zum Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland sewählt. Bischof Dibelius gehort zu den uberragenden Gestalten der evangelischen Kirche von heute. Wie er während des Kirchenkampfes nicht müde wurde, für die Eigenständigkeit der Kirche gegenüber den öffentlichen Gewalten einzutreten, so ist er auch heute unter gründlegend veränderten Verhältnissen ein Rufer in der geistigen Auseinandersetzung mit der Staatsallmacht. Ueber die Grenzen der heimatlichen Kirche hinaus nahm er schon früh aktiven Anteil an der ökumenischen Bewegung. Nach dem Kriege unternahm er mehrere Auslandsreisen nach England und den skandinavischen Staaten und war einer der ersten Deutschen, die in den Vereinigten Staaten, wo er von Präsident Truman persönlich empfangen wurde, um Verständnis für die deutschen Lebensinteressen warben. Neben diesen vielseitigen Aufgaben im kirchlichen und politischen Leben nahm Dibelius Gelegenheit, auch als Theologe und Publizist in die geistige Auseinandersetzung der Zeit einzugreifen. Aufsehen erregend war sein Buch „Das Jahrhundert der Kirche“; sein Werk„Friede auf Erden“ brachte ihn in der Frage der Kriegsdienstverweigerer in einen scharfen Konflikt mit dem damaligen Regime. Diesen grundlegenden Werken fügte er zahlreiche aktuelle Veröffentlichungen zu kirchlichen und politischen Tasesproblemen an. Der deutsche Zolltarifentwurf ist soweit gediehen, daß die Ueberreichung des Tarifs an die anderen Länder fristgemäß erfolgen kann. In Frankfurt fand die erste Mitgliederversammlung der„Gesellschaft für die Wiedervereinigung Deutschlands“ statt. Das Hannoversche Schwurgericht verurteilte Friedrichs und Gartke zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe. Sie hatten am 20. Februar im Stadtzentrum zwei Bankboten überfallen und einen davon getötet. In Koblenz wurde der frühere Leutnant der Polizei, Koechling, von einem französischen Besatzungsgericht zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er die Erschießung zweier französischer Fremdarbeiter angeordnet hatte. Für die Salzburger Festspiele 1950 wurde eine Reihe deutscher Künstler verpflichtet. In der Ostzone ist eine Reihe von Herstellungsverboten für bestimmte Erzeugnisse aus Textflrohstoffen, Leder, Holz und Kunststoffen aufgehoben worden. In Wittenberge wurden am Sonntagmittag noch 34 Elbschiffe mit Schrottladungen aus Berlin von den Sowjets festgehalten. Für die Pariser Messe vom 13. bis 29. Mai steht den deutschen Ausstellern ein Messekontingent im Werte von etwa 500 000 Dollar zur Verfügung. Mehrwöchige Wirtschaftsverhandlungen zwischen der Schweiz und der Sowjetzone wurden ergebnislos abgebrochen. Der USA-Botschafter in Brüssel erklärte aus Anlaß der Ankunft der ersten amerikanischen Waffen für Belgien, der kommunistische Impertalismus sei gefährlicher als der Nationalsozialismus, weil er unter dem Banner des Friedens und der Demokratie marschiere. Bei den britischen Gemeinderatswahlen, bei denen ein Drittel der Abgeordneten neu gewählt wurde, errangen die Krnservativen beträchtliche Erfolge auf Kosten der Labour-Party und der Unabhängigen. Die norwegische Europahilfe hat 25 000 Mark für das Müttergenesungswerk zur Verfügung gestellt. Der Oberste Sowjet, der am 12. März neu gewählt wurde, ist zum 12. Juni einberufen worden. Die UNO hat den ersten Schritt zur internationalen Ueberwachung der Menschenrechte getan, indem sie die Bildung eines ständigen Ausschusses für Menschenrechte vorschlug. Die ägyptische Regierung beabsichtigt ein Generalkonsulat in Frankfurt am Main zu errichten. Mehr Zeitungspapler zu höheren Preisen in Aussicht dpa Bielefeld, 15. Mai. Nach einer Mitteilung des Gesamtverbandes der Deutschen Zeitungsverleger besteht die Aussicht, daß von Mitte Juni an durch die Einfuhr größerer Papiermengen und die Anstrengungen der deutschen Papierindustrie die gegenwärtige Papierknappheit behoben werden kann. Das Zeitungsgewerbe stehe jedoch vor einer neuen großen Sorge, da die Preise für Zeitungsdruckpapier auf dem Weltmarkt angestiegen sind. Auf Grund der ebenfalls erhöhten Zellstoffpreise sahen sich die norddeutschen Zeitungspapierfirmen gezwungen, von nächster Woche an den Inlandspreis für Zeitungsdruckpapier zu erhöhen. Butter saisonbedingt billiger Der Kleinverkaufspreis für Butter ist nach Mitteilung des Bundesernährungsministeriums von 5,84 Mark je Kilo um einen Saisonabschlag von 44 Pfennig auf 5.40 Mark herabgesetzt worden. Der Preis ab Molkerei wurde um 40 Pfennig je Kilo gesenkt. Das Ministerium weist darauf hin, daß diese Ermäßigung nur eine saisonbedingte Maßnahme ist, die mit Rücksicht auf den starken Milchanfell vorgenommen wurde, Nr. 08#uI. Jährgang SCHWERTER ZEITUNO Montag, den 15. Mai 1939 us AiSu amt! Stadt Schwerte In diesem Jahr: Schützentag Schützen in der Generalversammlung Der 14. Mat: Tag der Turnerinnen Schwerte. Der Schützenverein Schwerte e. V.— so lautet die neuere gerichtliche Elntragung— hatte für Samstag abend zu einer Generalversammlung im Lokale„Astoria“ aufgerufen. Die Leitung hatte der 1. Vorsitzende, Willi Heermann, der den Schützenkameraden ein herzliches Willkommen entbot. Uralte Tradition lebt wieder auf Schwerte. Der VfI. hatte, wie es am gestrigen Sonntag die Sportlerinnen im gesamten Bundesgebiet taten, seine Turnerinnen zu einer Werbeveranstaltung für den Frauensport aufgeboten. In Schwerte hatten die Jüngsten des Vereins das Wort, d. h. die Aufgabe, zu zeigen, in welcher Weise sich ihre sportliche Tätigkeit vollzicht. Nicht eine Leistungsschau, sondern eine Tätigkeitsschau war die Veranstaltung, die am gestrigen Sonntag um 15.30 Uhr auf dem Gymnasium gestartet wurde. In drei Riegen waren die Mädchen von 10—15 Jahren eingeteilt und traten 45„Mann“ stark an. Sie übten am langen Kasten, an Kisten, sie turnten am Pferd und führten Wettspiele durch. Das Springseil, dieses unübertreffliche Gymnastikgerät, kam zu seinem Recht. Aber auch der Volkstanz wird von den Kleinen beherrscht— sie führten Reigentänze exakt und mit einem schönen, natürlichen Gleichmaß der Bewegung aus. „Welches sind die Ziele ihrer sportlichen Uebung?“ So fragten wir die Leiterinnen der Gruppen. Und wir erfuhren, daß nicht etwa die Kleinen auf Leistung um jeden Preis trainiert werden. Artistentum ist nicht das Ziel der Turnstunden. Die Mädchen sollen vielmehr zunächst einmal die Angst verlieren, die Turngeräte so leicht einflößen, sie lernen unmerklich, bei einfachen Ubungen, sich sicher zu fühlen. Sie sollen gelenkig bleiben. Das Ebenmaß der Bewegung, dem Kleinkind unbewußt zu eigen, soll erhalten bleiben oder wieder geweckt werden. Schnelle Reaktion, Gewandtheit— alles das wird erreicht bei regelmäßiger Teilnahme auch an ganz einfachen Uebungen. Und, nicht zuletzt, wird ein gewisses Mindestmaß an gesundem Gemeinschaftsgefühl vermittelt, ohne das man nur schwer im Leben auskommt. Die Gruppen, die zur Ausgestaltung des Nachmittags beitrugen, standen unter Leitung von Fräulein Caspari, Frau Kowahl und Fräulein Platenius. Alles in allem waren die wenigen Stunden im Kreise der unbefangen ihre Uebungen vorführenden Mädchen sehr erfreulich. Gesunde Kinder, die je nach Gabe ihr Bestes boten. Man kann dieser Arbeit eine breite Basis wünschen. Beseitigung des Führerprinzips für die Angestellten im öffentlichen Dienst In Bad Wildungen fanden zwischen den Gewerkschaften und den Vertretern der Länderregierungen Verhandlungen über eine Teilabänderung der TO.A für die Angestellten des öffentlichen Dienstes statt, die zur Zufriedenheit beider Parteien verliefen. Diei Ergebnisse müssen von den Länderregierungen und den Gewerkschaften angenommen werden, bevor sie in Kraft treten. Von besonderer Bedeutung ist ein Tarifvertrag über Eingruppierung der Behördenangestelten Der Schützenverein neuerer Prägung sicht seine vornehmste Aufgabe darin, die Ursprünglichkeit seiner Bestimmung wieder aufleben zu lassen. Er lehnt es, wie auch sein derzeitiger Vorsitzender betonte, ab, als ein Gebilde mit einem gewissen militärischen Charakter verschrien zu werden. Vielmehr kommt es darauf an, die Liebe und Treue zur Heimat, den Frohsinn und die Geselligkeit, die kameradschaftliche Verpflichtung der gegenseitigen Unterstützung und was dergleichen Aufgaben mehr sind, zu pflegen. Ernst genug ist das Leben an sich; aber es hat auch seine Sonnenseiten, die abzugewinnen, ist zuguterletzt auch das Bestreben der Schützen. Und ohne Humor, das wissen wir, geht es nicht in diesen Reihen. Darum findet er bei den Schützen, die für ihn den richtigen Sinn haben, eine wirksame Pflegestätte. Und darum mit Horrido hinein in die neue Zukunft. Majestät regiert bis 1951 Von einem Schützenfest will man in diesem Jahre noch absehen. Manches ist noch zu undurchsichtig. Und warum, so sagt man sich, soll man sich Gedanken darüber machen, ob man den Vogel mit dem Stein oder mit der Armbrust von der Stange herunterholt. Zu einem zünftigen Schützenfest gehört noch tnehr: ein guter Geldbeutel, und der leidet bei vielen noch an einer schweren Schrumpfung. Im nächsten Jahre wird vieles, so hoffen wir, besser sein. Und dann feiern wir wieder Schützenfest und hoffentlich so, wie wir es von altersher gewohnt sind. Am 6. August ist Schützentag Doch um der Geselligkeit neuen Impuls zu verleihen, soll in diesem Jahr, und zwar am 6. August, ein Schützentag feierlich begangen werden. Der Spielmannszug und das Blasorchester Heine werden für das musikalische Rahmenprogramm sorgen. Weckruf, Platzkonzert und Besuch des Königspaares leiten den Tag ein. Am Nachmittag ist die Feier am Freischütz: Festkonzert im großen Saal und im Anschluß daran Schützenball. Um die entsprechenden Vorbereitungen in die Wege zu leiten, wurde unter Vorsitz des Schützenkameraden Walter Honsalek ein FestAusschuß gebildet. Bildung neuer Organisation Von der Bildung der früheren Schützeneinheiten(Kompanien) wurde zunächst abgesehen. Die neueren Satzungen wurde nach denen der Iserlohner Schützengilde ausgerichtet. In Kürze wird in Recklinghausen oder Gelsenkirchen eine Tagung stattfinden, auf der das Schützenwesen auf neuerer organisatorischer Grundlage aufgebaut werden soll.— Die nächste außerordentliche Generalversammlung des Schützenvereins Schwerte wird voraussichtlich am 6. Juli stattfinden. pf. „Wenn Du noch eine Mutter hast“ Schwerte. Im Lokal Stens veranstaltete der katholische Arbeiterverein St. Stephanus eine dreimalige Aufführung des für die Volksbühne bearbeiteten Stückes„Wenn Du noch eine Mutter hast“. Alle Vorstellungen waren gut besucht. Dieses Spiel, das die treue Liebe der Mutter zum Mittelpunkt hat, zeigt die Besserung eines auf die schiefe Ebene geratenen Sohnes. Bel einem Einbruchsdiebstahl überrascht, wird er verhaftet. Während seiner Zeit im Gefängnis bereut er seine Tat, vor allem den Kummer, den er seiner Mutter zufügte. Sie verzeiht ihm nach seiner Entlassung, wenn auch das ganze Dorf ihn und sie— meidet. Eine Feuersbrunst gibt ihm Gelegenheit, ein kleines Kind zu retten— und so vertraut ihm nun die Dorfbevölkerung wieder. Dieses Volksstück wurde seinem erziehlichen Charakter gemäß dargeboten. Die Darsteller, Laienspieler aus den Reihen des Vereins, ernteten regen Beifall. Sie haben dieses Spiel mit viel Liebe und Mühen um eine freie Gestaltung dargeboten. Es ist also nicht nur auf dem Gebiet des Schwanks für den Laienspieler etwas zu erreichen— sondern auch mit einer ausgesprochenen erziehlichen, ernsten Aufführung.-er In drei Stunden: Von Bremen nach dem Ruhrtal 1300 Tauben gingen erstmalig wieder auf die Reise Schwerte. Wenn wir auch an der Peripherie liegen, so zählen wir doch offlziell zum Ruhrgebiet. Weshelb wir das erwähnen? Von den fast eine Million Brieftauben, die in den Westzonen vorhanden sind, hat ungefähr die Hälfte ihren Schlag im Ruhrgebiet, also dort, wo die Essen glühen und die Schlote rauchen, wo die Fördertürme ihren monotonen Rhythmus surren und ungezählte starke Arme die Elemente bezwingen. Der Mensch der Arbeit hat sich neben seinem harten Tagewerk die Liebe zur Natur und zum Tiere bewahrt. Und in den Reihen der Taubenfreunde finden wir den Werkmann, den Bergmann, den Geschäftsmann, Handwerker und den Akademiker. Schläge mit 30, 40, 50 und mehr Tauben sind schließlich auch in der Reisevereinigung Schwerte und Umgegend keine Seltenheit. Die eigentliche Saison des Brieftaubensports hat bereits vor einigen Wochen begonnen. Doch die hiesige Reisevereinigung ließ sich noch Zeit. Und das war gut so, denn die Wetterlage war nicht ideal. Am gestrigen Sonntag aber begann der Auftakt. Alle Voraussetzungen waren gegeben. Am Sonnabend wurden 1300 Tauben verladen, und ab gings in Richtung Küste. Blauer Himmel und lachender Sonnenschein ließen am Sonntagmorgen das Herz der Taubenfreunde frohlocken.— 6.25 Edelweiß im Frühling Konzert In Wandhofen Wandhofen. Am Sonnabend fand in der Gaststätte Falke in Wandhofen ein gut besuchter Liederabend des Männergesangvereins„Edelweiß“ statt. 40 Sänger verhalfen den vorgetragenen Liedern durch ansprechenden Vortrag zu erfreulichem Erfolg. Besonderen Beifall fand der Walzer:„Rosen aus dem Süden“. Aber auch die Volksweisen „Der Mai“(Schliersbach) und„Mit dem Pfeil, dem Bogen“ fanden regen Anklang. Das Programm umfaßte neun Vorträge, davon waren acht Volkslieder. Sie sprachen in ihrer Innigkeit und Schlichtheit allgemein an. Hatte der Vorsitzende des Vereins, Adolf Ochs, zu Beginn des Abends betont, daß der Männergesangverein Wandhofen seinen Zuhörern, Mitgliedern und Freunden einige erholsame Stunden im Zeichen des Maien vermitteln wolle, so konnte man gegen Ende des Abends schon deutlich spüren, daß er nicht zuviel versprochen hatte. Die Stimmung war vorzüglich, vor allem, als die Kapelle August Haßler nach zweistündigem Liedprogramm dann die Herrschaft übernahm und zum Tanz aufspielte. Frohsinn im Schwerter Wald 600 Gäste auf einer Betriebsfeler im Freischütz Uhr wurden die Tiere In Bremen aufgelassen. Zunächst dichte Schwärme, wie das immer so ist, doch sie lösten sich bald auf. Und heimwärts gings in Richtung Ruhrtal. Wie schnell so eine Taube fliegt? Die Geschwindigkeiten liegen bei 1% bis 1800 Meter in der Minute. Ist die Taube gut, dann setzt sie etwa 50 km vor dem Ziel zum Endspurt an. Ihr geheimnisvoller Instinkt und ihr geübtes Auge lassen mühelos den Heimatschlag wiederfinden. Die ersten Tauben hinterlegten gestern die Strecke Breinen— Ruhrtal in gut drei Stunden. Das schafft kein D-Zug. Zum Taubensport gehört nicht nur die Liebe zu den Tieren, sondern auch eine gewisse Opferbereitschaft. Denn er ist kostspielig. Zehn bis fünfzehn Mark an Futterkosten sind noch ziemlich gering veranschlagt. Wetten kann bei den Preisflügen nur der eigene Züchter. Das war gestern nun der Anfang. Er war kein schlechter. Die erste, größere Etappe ist überwunden. Die Route wird immer weiter ausgedehnt. Und der Clou wird für die Reisevereinigung Schwerte sein: Flensburg— Ruhrtal. Wir aber wünschen den Taubenfreunden für die nächsten Reisen gutes Wetter und damit einen ausgezeichneten Start. Und in der Herbstausstellung werden wir den siegreichen, geflederten Freunden Auge um Auge gegenüberstehen: Bis dahin: Glückauf! pf Schwerte. Heere, Händler, Völker aller Jahrhunderte durchzogen ihn, den Schwerter Wald. Groß ist seine heimatgeschichtliche Vergangenheit. Und immer wirkt dieser Kranz des Ardeys verlockend. Wie eine mächtige Krone thront über diesem geruhsamen Fleckchen Erde der Freischütz. Ungezählte zog es in den vergangenen Jahrzehnten zu dieser bekannten Ausflugsstätte. Von nah und fern sind die Gäste gekommen, lernten das Dorado inmitten herrlicher Eichen-, Buchen- und Fichtenwaldungen schätzen. Sie kamen mit einem Sonderzug Kein Wunder, daß jetzt wieder mehr und mehr— nicht zuletzt dank der Initiative des Freischützwirtes Heinz Muhr— größere Betriebsausflüge nach hier verlegt werden. So erlebten wir am Samstagnachmittag noch den Besuch des Neuwerkes Bösperde. Die gesamte Belegschaft mit Familienangehörigen— insgesamt 600 Personen traf gegen Mittag mit einem Sonderzug in Schwerte ein. Eine Musikkapelle voraus, und dann ging es unter frohen Klängen in Richtung Freischütz. Die verlockende Tafel Der Anweg war beendet. Gedeckte Tische im Freischützsaal wirkten besonders einladend auf die Gäste. Das würzige Aroma erhöhte den Kaffeedurst. Etwa zweitausend Stückchen Kuchen warteten auf den Verzehr. Und während es allen gut mundete, erklangen Frühlingsmelodien. Dann sprach der Chef des Werkes, der sich als Vater dieser großen, festlichen Familie fühlte. Er meinte, daß es so einfach sein könne, sich einmal von den alltäglichen Sorgen zu lösen. Diese, seine Erkenntnis, teilten wohl alle, die es an diesem Tage zu betreuen galt. Küche und Keller hergeben können. Doch mit dem Kaffeetrinken allein war es nicht getan. Es gab auch Abendessen. Dabei wollen wir die umfangreichen Vorbereitungen, die hierfür zu treffen waren, nicht vergessen. Viele fleißige Hände mußten da zufassen. Bedenken wir, daß fast zehn Zentner Kartoffeln geschält und ungefähr 120 Pfund Fleisch zu Rolladen verarbeitet werden mußten. Und was die Frauen noch interessiert: 25 Pfund Kaffee wurden an dem Nachmittag verkonsumiert. Und all diese Ware wurde in Schwerte gekauft. Alle wollen wiederkommen. Die festlichen Stunden am Freischütz wurden aber nicht nur mit dem ausgefüllt, was einen Tisch interessant macht. Es gab frohsinnreiche Vorträge, musikalische Darbietungen und manches schwungvolle Tänzchen. Gegen 21.30 Uhr begann der Aufbruch. Und weil es allen gut gefallen hat, wollen sie gern wiederkommen. Der Freischütz heißt sie willkommen, wie es auch diesmal schon das große Transparent am Hauptportal verkündete. Bitte an die Stadtverwaltung Und nun eine Bitte an die Stadtverwaltung! Wann endlich verschwinden die beiden Wohinbaracken in den Gartenanlagen, die es unmöglich machen, draußen Veranstaltungen, insbesondere die früher so beliebten Konzerte unter blauem Himmel durchzuführen? Die Stadt, die doch Besitzerin der Freischützanlagen ist, hat durch einen erhöhten Zulauf schließlich auch den Vorteil. Und als nächstes Ziel gilt die anderweitige Unterbringung der Bewohner der übrigen Baracken, damit der Turnierplatz wieder frei wird, das heißt nicht nur für den Reitsport, sondern auch für Landwirtschaftliche Ausstellungen und dergleichen mehr, Veranstaltungen, die zur Hebung des Fremdenverkehrs ganz allgemein beitragen. pf. Unser neuer M Feinschnitt- eine besonders mundige, sul-wurzige Mischung feinster Provenienzen— ist ein typisches beispiel der hohen Qualitätsleistung, die den Brinkmann-Rul begrundete. V W A Misterkkochtes TLnfAg erarscnakus I BCHWERTER ZEITUNG Ate (ROMAN AUS DEN KANADISCHEN BERGEN VON HENDRIK OVEN.) 18. Fortsetzung John taten die Leute leid. als er ihre zerschlagenen Gesichter sah. Andererseits war er froh über Barts Brutalität. Sie würde eine zweifache Wirkung erzielen: die Leute würden Bart hassen und sich überdies von Whisky Falls fernhalten. Und nun kam der strenge Frost. Er unsklammerte mit seinen eisigen Händen die großen Wälder und hielt sie mit unbarmherzigen Griffen fest. Die Welt lag steifgefroren und wie tot da. Jeden Tag tiel die Quecksilbersäule etwas tiefer. Die Sonne, zu weit entfernt, um die Erde mit ihren wärmenden Strahlen zu erreichen, stand als heller Lichtball am Himmel und kämpfte hilflos gegen das frostige Leichentuch an, das die Wälder bedeckte. In den Wäldern lag der Schnee kristalen. weiß und hart. Unterhalb der Schneedecke lag das Eis steinhart auf Seen und Flüssen. Der Eisweg durch die Föhren glich einem grauen StahlMännern, die einen der Holzfäller auf seinem Lager niederhielten. Andere waren bemüht, die Büchse zu verstekken, aus der der Schuß abgefeuert worden war. Es war niemand verwundet. Ein Loch in der Decke zeigte, daß jemand den Büchsenlauf rechtzeitig hinaufgeschlagen hatte. „Zufall“, sagten die Leute.„Peters Büchse ging zufällig los, als er sie putzen wollte.“ Ein anderes Mal kam er herübergestürzt, als er laute Stimmen hörte. Er fand zwei Leute, die auf dem Boden herumrollten und um ein langes Messer kämpften. Faustkämpfe waren überhaupt an der Tagesordnung. Sogar Brackett und Norby fielen sich eines Nachts an. Eine harmlose Diskussion über die Frage, was aus den abgeworfenen Geweihen der Böcke würde, brachte sie gegeneinander. Die halbe Mannschaft mußte sich bemühen, die beiden Kerle zu trennen. Und John mußte ihnen eine halbe Stunde ins Gewissen reden, bis sie so weit waren, Tag ausgerechnet. Bei dem Tempo, das wir jetzt einschlagen, kommen wir bis zum 10. März in Rutschdistanz an den Fluß heran.“ Soen und Flüisen. Der Eiswes Autg.“ wisgen fregen, big sie zo wpest waren, die Föhren slich einem krauen Steien um sich die Hände zu reichen. Aber band, von dem die langen, schart.., aller Zwischenfälle wurde täglich Stollen der Pferdehufeisen einen Sprühregen dünner brüchiger Splitter rissen. Der Winter war hart und grausam. Die wilden Wölfe und Luchse gaben ihre nächtliche Jagd nach Fleisch auf und schlichen sich in ihre Höhlen. Dort rollten sie sich ein und harrten ungeduldig der Tage, wo die Sonne näher ziehend die Erde wieder erwärmen würde. Unter den Zederbüschen gruben sich die Schneehühner tief in den Schnee. Und das Wild, eng aneinander gedrängt, um sich warm zu halten, magerte ab. In dem offenen Moorgebiet, wo es sich aufzuhalten pflegte, war es vielleicht noch kälter als in den Wäldern. Auch für den Menschen war der Winter ein Feind. Sobald er aus dem Schutze seiner vier Wände ins Freie trat, sprang ihn die Kälte an, ver###chte das Blut in seinen Adern zum Erstarren zu bringen und zwang ihn zu rascher Bewegung, um den Körper werm zu erhalten. Wenn die Leute am frühen Morgen aus dem warmen Schlafhaus in die beißende Kälte traten. fluchten sie, schlugen mit den Armen um sich und liefen in die Kantine hinüber. Aus der Kantine liefen sie an ihre Arbeit in den um sich die Hände zu geichen, ee trotz aller Zwischenfälle wurde täglich die Arbeit geleistet, die John von den Leuten verlangte. Die Kälte ließ das Blut in den Adern der Männer stauen und ihre Muskeln steif werden. Die Feindschaften, die täglich ausbrachen, nahmen zu— die Arbeit in den Königskiefern nahm dennoch in befriedigendem Ausmaß ihren Lauf. Für die Lumberjacks bedeutet es eine Ehrensache, dem kalten Winter zu trotzen. 44 9, dam WarEs waren harte Leute aus dem Norden. Ste wußten, daß niemand im Norden etwas zu suchen hatte, der nicht imstande war, die Frostteufel zu verjagen, und so steigerten sie eher ihre Anstrengungen, als daß sie nachgaben, obwohl ihnen die Kälte an die Knochen sriff und weniger abzehärtete Männer dazu getrieben hätte, beim Feuer zu hocken. Sie hoben sich ihre Streitigkeiten für die Zeit nach dem Abendessen auf.„. 11-1tung Tagsüber wurde mit verbissenem Eifer gearbeitet. Ein Mann, mochte er über die Säge gebeugt stehen und wissen, daß sein ärgster Feind hinter ihm stand mit einer scharfen zweischneidigen Axt in den Händen— dennoch würde er ruhig weiterarbeiten, weil er sicher war, daß sein Feind die Axt „Schon möglich— wenn Bart uns nicht dazwischenkommt“, antwortete Nels trocken.„Haben Sie das Neueste gehört? Curly Joe hat wieder mit dem Jagen begonnen.“ „Was soll das? Sie jagen doch auch, Nels. Sie warten doch seit Wochen auf eine Begegnung mit ihm.“ Nels schüttelte den Kopf. „Ich glaube, Sie waren so beschäftigt“, sagte er,„daß Sie die letzten Neuigkeiten noch nicht gehört haben. warum glauben Sie, hat uns Bart in Ruhe gelassen? Denken Sie vielleicht, er hat Angst vor uns? Glauben Sie, er ist erledigt, well wir bisher die Ueberhand behalten haben? Hu! Sie kennen Bull Bart nicht. Bart ist mit Haß geladen, und er hat keinen Augenblick vergessen, daß der Kampf ausgetragen werden muß. Das ist ihm wichtiger als das Geld, das ihm Lowrey angeboten hat, um unser Lager zugrunde zu richten. Bart denkt Tag und Nacht nur daran, wie er Sie drankriegt, und er war noch niemals hinter etwas her, was er nicht bekommen hat.“ Also— was plant er?“ fragte John. „Wissen Sie etwas Näheres?“ Wäldern. ir Jen Ställen oder an den nicht gegen ihn erheben würde, zuminSgithahnen, Stillstehen, das hieß er- dest nicht, solange die Arbeit nicht erWäldern, in den Ställen oder an den Gleitbahnen. Stillstehen— das hieß erieren. Sie arbeiteten daher wie besessen. Es war der einzige Weg, um der Kälte auch nur für Stunden zu entgehen. Von der Arbeit liefen sie rasch ins Lager zurück und schlangen gierig das heiße Essen hinunter. Es gab allerdings ein paar junge Burschen, die eine unglaubliche Widerstandskraft zeigten. Sie scherzten wie gewöhnlich, wälzten sich im Schnee und verlachten die anderen, wenn sie froren Die Mehrzahl der Holzfäller aber beeilte sich, ohne Aufenthalt in den Schutz der vier Wände zu gelangen, wo sie in die Nähe der warmen Oefen flohen In solchen Tagen, wenn die Holzfäller beisamrnen hausen müssen, stundenlang, ohne Möglichkeit, sich zu unterhalten— werden alle Gemüter wild. Streit, Hiebe, blutige Kämpfe werden als selbstverständlich angesehen. Es ist die Zeit, in der der Führer des Lagers sich zu bewähren hat Von seiner Fähigkeit, die rauhen Männer zu beherrdest nicht, solange die Arbeit nicht erledigt war. Johns Nerven waren in dieser Zeit zum äußersten gespannt. Jeden Tag ererwachte er mit der Furcht, die aufgewühlten Gemüter der Leute würden ein blutiges Drama herbeiführen, bevor das Lager wieder zur Ruhe war. Jeden Tag fühlte er, daß seine Macht über die Leute nicht mehr dieselbe war wie vor Wochen. Damals waren die Leute gutmütig— jetzt hatte sie das Wetter verwandelt. Sie gaben ihr Bestes nicht aus Ergebenheit für ihn her, sondern weil sie gewohnt waren. ihr Bestes zu geben. Ihre Haltung ihm gegenüber zeigte nicht mehr kameradschaftlichen Respekt. Nun war er ihr Boß und nur der Boß. Und die Linien um Johns Mund gruben sich tiefer ein. als er sich eingestand, wie schwach sein Halt war. Ein Augenblick der Schwäche— und das Lager würde einem Tollhaus gleichen, in dem Aufruhr und Zusammenbruch die Oberhand behalten mußten. Tassüber hatte er ein scharfes Auge higkeit, die rauhen Männer zu beherr Tagsüber hatte er ein scharfes Ause schen, hängt sein eigenes Leben ab, und auf die Leute. Er zweifelte immer wiedas Leben seiner Leute steht auf dem der, ob seine Anwesenheit imstande Spiel.„„ war, sie anzuspornen. Nachts aber, wenn Der kanadische Dichter- Holzfäller, die Gewichtslisten der Schlitten von der die Anstellung in sei- den Rollbahnen hereinkamen, hatte er Der kanadische Dichter- Holzfäller Drummond, der die Anstelluns in seisem Laser für jeden der Bewerber von der zustimmenden Beantwortung einer der vier Fragen abhängig machte: Können Sie singen? Könnnen Sie ein Instrument spielen? Können Sie tanzen? Können Sie eine Geschichte erzählen? — dieser Drummond wußte sehr gut, was solche Fähigkeiten für ein Lager im hohen Norden bedeuteten. In dieser Hinsicht war John so gut wie der beste Mann im Lager. Er konnte ziemlich gut auf der alten Gitarre klimpern, und er konnte stundenlang Lieder singen. Der Whiskyschmuggler, der unter Norby arbeitete, bewies, daß er ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler war. Und Dugans flammendem Haarschopf wurde die Ehre zutell.„Bester Lügner innerhalb von fünfzig Meilen“ getauft zu werden. Jeden Abend versuchte John. irgendeine Unterhaltung im Schlafhaus in Szene zu setzen, sobald sich die Leute dort nach der Abendmahlzeit versammelten. Aber selbst seine Wachsemkeit half nicht immer. Eines Abends ließ ihn ein Schuß aufhorchen. Wütend lief er in die Baracke binüber. Er fand einen Knäuel von die Gewichtslisten der Schlitten dell Rollballllen hereilikälllen, hatte er seine Stunde des Triumphes. Denn jeder Tag bedeutete einen Erfolg. Er brachte alles aus den Leuten heraus, was möglich war. Der eisbedeckte Bruléfluß füllte sich langsam, aber stetig mit Riesenstämmen von einem Ufer bis zum anderen. Im Walde wuchs der Teppich der geschlagenen Bäume von Tag zu Tag. Wenn nichts dazwischenkam, würde John degen. Und siegen mußte er— er hatte keinen anderen Gedanken. Die Absperrung des Lagers und die absolute Konzentration auf die Aufgabe, die Stämme auf den vereisten Fluß hinabzubekommen, hatten ihr Werk getan. Es gab jetzt nichts auf der Welt als den Wald. Bart. Wah-Song und die Bande von Whisky Falls hatten aufgehört, John zu beunruhigen. Er dachte nicht mehr an sie. er dachte nur an die Kiefern und das Wetter. Er war völlig mit dem Kampfe gegen den harten, froststarrenden Wald beschäftigt. „Wenn wir vor dem 10. März nicht Tauwetter bekommen, haben wir gesiegt“, vertraute er Neis eines Abends im Büro an.„Ich habe es mir auf den Nels nickte.„Einer von den Jungens war oben in Whisky Falls. Er wollte Ihnen natürlich nichts erzählen, aber oben reden sie darüber. Bart trinkt stärker als je zuvor. Er sagt, es wird Ihnen nichts nützen, wenn Sie auch die Königskiefern niederlegen. Er wird Sie schon erwischen, sagt er, ob es ihm gelingt, die Arbeit hier zu vereiteln oder nicht. Ich habe etwas Aehnliches erwartet, nachdem Sie ihn lächerlich gemacht haben.“ „Ich habe es auch erwartet“, stimmte John zu. Aber ich hätte nicht gedacht, daß er herumgehen wird und es jedem erzählt.“ „Zuviel Alkohol!“ sagte Nels.„Selbst Bart kann den Mund nicht helten, wenn er so säuft, wie in der letzten Zeit. Was werden Sie da machen? „Nichts. Ich denke schon lange darüber nach. Ich kann nichts anderes tun, als Barts nächsten Zug abwarten und dann versuchen, ihn zu schlagen, genau so, wie wir es mit den Whiskyschmugglern getan haben.“ „Ich wüßte schon. was man tun könnte“, meinte Nels.„Wollen Sie mir erlauben, mit Bart und seiner Bande ein für allemal aufzuräumen? Es gibt einen Weg! Sie müssen„ja' sagen.“ „Was meinen Sie damit?“ „Was ich damit meine? An Ihrer Stelle würde ich den Jungens ein paar Worte darüber sagen, wie Wah-Song versucht hat, Fräulein Belle zu entführen. Das ganze Lager würde hinaufgehen, würde Wah-Song und Bart aufknüpfen und den Platz in Grund und Beden brennen. Das ist die sicherste Waffe, die Sie gegen Bart haben. Ich kenne die Jungs, ich weiß, wie sie losgehen, wenn sie die Geschichte mit Fräulein Belle erfahren. Sie brauchen nur ein Wort sagen, und morgen früh gibt’s in Whisky Falls einen brennenden Trümmerhaufen.“ Eine Last schien von Johns Schultern zu fallen, während er zuhörte. Er hielt also nun die Waffe in Händen, mit der er den Feind niederringen konnte. Er wußte, was Nels sagte, war richtig: die Holzfäller würden Whisky Falls wie ein Ungeziefernest ausheben. sobald man ihnen erzählte, daß Wah-Song versucht habe, Fräulein Belle zu entführen. Man durfte sich viel erlauben in den Wäldern, aber eine solche Geschichte endete hier gewöhnlich mit einem Lynchverfahren. „Nein“, sagte John nach kurzem Nachdenken.„Ich werde es doch nicht tun.“ „Verstehen Sie noch immer nicht? Curly Joe wird Sie einfach bei nächster Gelegenheit über den Haufen schießen!“ „Sie dürfen ihm eben nicht die Gelegenheit lassen“, lachte John.„Ich habe genug Vertrauen zu Ihrer Schießkunst, Nels, und kann mir daher erlauben, Mut zu haben.“ Nels schüttelte den Kopf.„Das ist nicht der richtige Weg“, brummte er. „Der andere wäre richtiger. Aber Sie haben denselben harten Kopf wie Wolf John. Und wenn Sie sich etwas vornehmen, dann denke ich, werden Sie Ihren Willen auch durchsetzen. Sie gehen doch nie ohne Ihre Büchse aus dem Lager, hoffe ich! Sonst werden Sie noch den Tag erleben, wo Sie nicht so sorglos darüber reden. Und wenn Sie je Bart gegenübertreten, dann denken Sie an eines: Achtgeben auf seine Hände! Und nichts als seine Hände! Er ist mit beiden Händen gleich geschickt.“ „Wie oft haben Sie mir das schon gesagt. Nels?“ meinte John lächelnd. „Macht nichts. Ich werde es Ihnen so lange sagen, bis Sie es nicht mehr nötig haben.“ „Und wann wird das sein?“ „Wenn Bull Bart fünfhundert Meilen von hier weg ist.“ John lachte über Nels’ blutdürstige Prophezeiungen, wie er es immer tat, aber er mußte sich eingestehen, daß alles, was der Norweger gesagt hatte. seine Berechtigung habe. Bart war ein unversönlicher Feind. Von Bull Bart, dem Schrecken der großen Wälder, konnte man nur eines erwarten: er würde den Mann, der ihn lächerlich gemacht hatte, kaltblütig niederknallen. Er nahm sich nicht die Zeit, den Ernst seiner Lage völlig zu erfassen. Er war besessen von seiner Aufgabe, die Arbeit in den Königskiefern zu einem vollen Erfolg zu führen. Alles andere schien ihm von untergeordneter Bedeutung. Alles, woran er jetzt dachte, war nur, die Riesenstämme des Königswaldes nach Body-Station zu bringen. Später dann— ja später— konnte man auch andere Dinge erledigen, Dinge, an die er kaum zu denken wagte, damit sie ihn nicht in seinem Kampfe schwächten. Zeitweise liefen seine Gedanken nach Body-Station zurück, in das Haus auf dem Hügel— und zu Belle. Aber er wies diese Gedanken von sich. und wie ein Wilder warf er sich auf seine Arbeit. Eines Tages hörte man eine häßliche Geschichte über Whisky Falls. Bart hatte sich besoffen und in seiner glühenden Wut einen Mann niedergeschossen. Um Gras über die Sache wachsen zu lassen, war er fort von Whisky Falls nach Spirit Lake gegangen. Johnatmete erleichtert auf, als er davon hörte. Ohne ihren Führer würde die Bande nicht wagen, etwas zu unternehmen. Fortsetzung folgt. K M Eine Kurzgeschichte aus Afrika— Von Jack Old „Warum nicht?“ „Wenn Bart etwas hier unternehmen will, handelt es sich um einen Kampf zwischen mir und ihm. Und ich will außerdem nicht, daß Fräulein Bodys Name mit dieser Sache etwas zu tun hat.“ „Mein Gott, es wäre doch nur vernünftig“, beharrte Nels.„Bart wäre sicher nicht so wählerisch in der Wahl seiner Mittel wie Sie, darauf können Sie wetten. Curly Joes Arm ist wieder heil. Na, Curly Joe kann nicht an Wolf John heran, weil der im Bett ist, aber er kann auf Sie losgehen. Was meinen Sie dazu?“ „Es ist Ihre Aufgabe. für das Lager Wildbret zu schießen und ein Auge auf Curly zu haben“, sagte John. Für das übrige lassen Sie mich sorgen.“ Diese Geschichte ist wahr. Der alte Missionar Cabbel hat sie oft genug erzählt, und immer mit den gleichen Worten, daß kein Zweifel besteht: Sie ist Pester..„u. Jie guich arlasen sein? Und warum sollte sie auch erlogen sein? Sie ist eine ganz einfache, kleine und lächerliche Geschichte, die man in Atrika hundertmal am Tage erleben könnte— auch ohne Kobokuk. Damm heißt der Schwarze eben anders. Bei Cabbel hieß er jedenfalls Kobokuk, sah aus wie von Schokolade gemacht und hatte Haare wie von Schafswolle. Er war eine treue Seele, verstand zu kochen und zu waschen, war ein guter Jäger und ein noch besserer Angler. Alles Gründe dafür, daß der Missionar ihn sich zum Leibdiener und ständigen Begleiter nahm. Nur einen Fehler hatte Kobokuk. Ers der seinem Herrn die besten Stücke von jeder Speise vorsetzte und nur das aß, was Cabbel auf dem Teller ließ, war in Getränken ein wahrer Nimmersatt. Nun wäre das nicht schlecht gewesen, wenn es sich um Wasser oder Limonadengetränke sehandelt hätte. Aber es handelte sich bei Kobokuk um eine Vorliebe für Vhlstv. N e11 e a a Und das war eben nicht ganz so einfach. Denn wenn Kobokuk getrunken hatte, bekam er einen Größenwahn, spielte sich auf wie ein Fürst, gab an, der Häuptling aller Negerstämme zu sein und wollte die Rollen vertauschen. Der Missionar sollte ihn bedienen. Zuweilen stieg ihm der Alkohol so zu Kopf, daß er an dem dicken Glockenseil der kleinen Stationskirche bis unter die Glocke kroch, dort s0 lange sitzen blieb, bis er eingeschlafen war und von selbst herabfiel. Er tat sich dabei nie etwas, denn er stürzte in sehr weichen und keinen Sand. Man kann also verstehen, wenn der gute Missionar Cabbel jeden Tropfen Alkohol, den er im Hause hatte, ängstlich in einen wandschrank verschloß und den Schlüssel stets bei sich trug. Und trotzdem merkte er, daß sein Whisky immer weniger wurde. Zuerst waren die offenen Flaschen leer, dann fehlte die erste, dann die zweite und dann die dritte. Kobokuk leugnete mit scheinheiligem Gesicht. Wie sollte armer, kleiner, schwarzer Kobokuk in die große Wandschrank kommen, wo die Missionar immer den Schlüssel in die kleine Ledertasche trug? Cabbel sah ein, daß nichts anderes übrig blieb, als den schwarzen Burschen zu überführen. Er besah sich den Wandschrank gründlich und fand, daß auf der Rückseite fein säuberlich ein Brett gelöst worden war, durch das man bequem in das Innere gelangen konnte. Er machte es wieder fest, rief Kobokui: herbei, zählte vor seinen Augen die noch unangebrochenen Flaschen— es waren neun Stück— und zeigte ihm die noch fast volle, angebrochene. Cabbel nahm dann einen Bleistift und zeichnete auf dem Etikett mit einem Strich die Höhe an, in der die Flüssigkeit stand. Jetzt wußte Kobokuk also, daß er kontrolliert wurde.„Nun brauche ich den Schlüssel nicht immer mitzunehmen“, sagte der Missionar,„denn die Flasche redet nun und erzählt mir ganz genau, wenn Kobokuk aus ihr getrunken hatl“ Der Schwarze hob beteuernd die Hände: „Kobokuk nie Silberwasser trinken, nie Herrl“ Denn er nannte den Whisky in seiner Sprache„Silberwasser“. Der Missionar drohte mit der Reitpeitsche, schwang sich auf sein Pferd und ritt, um seine Farmer zu besuchen. Er kam erst am Abend wieder heim. Der Schlüssel steckte unberührt im Schränkchen. Cabbei nahm die Flasche heraus und sah nach dem Strich. Die Flüssigkeit stand mit dem Bleistiftstrich in gleicher Höhe. Also war Kobokuk brav gewesen. Am nächsten Abend prüfte der Missionar wieder. Bleistiftstrich und Flüssigkeit stimmten. Und erst am dritten Abend tiel dem guten Cabbel auf, daß mit der Flasche etwas Merkwürdiges vor sich ging. Zwar stimmte die Marklerung immer noch, aber sowohl das Zeichen auf dem Etikett als auch der Whisky sanken zusehends nach unten. Nur noch ein Drittel der Flasche war voll. Da beschloß Cabbel, den guten Kobokuk einmal zu beobachten. Am nächsten Morgen ritt er fort wie gewöhnlich, schlus einen Bogen und kam heimlich wieder ans Haus. Er konnte Kobokuk durch ein Fenster beobachten. Der Schwarze setzte gerade die Whiskpflasche mit genießerisch geschlossenen Augen an die Lippen, trank, nahm vom Schreibtisch ein Radiergummi, radierte den Markierungsstrich fort und zeichnete einen neuen hin. Der Missionar ritt heimlich wieder fort. Am nächsten Morgen rief er Kobokuk, nahm die Flasche, zeichnete stumm mit Finte den Markierungsstrich, ergrift einen Bindfaden, hielt ihn an die Flasche, mas damit die Höhe ab, machte einen Knoten hinein und steckte diesen Bindfaden in seine Tasche. Traurig sah Kobokuk zu. Dieser doppelten Sicherungsmaßnahme war er nicht gewachsen. Er schien kuriert zu sein. Denn so oft Cabbel nach der Flasche sah und seinen Bindfaden damit verglich— immer stimmte es genau. Und dann genehmigte sich der Missionar gern selbst ein Gläschen, in dem beruhigenden Gefühl, daß die Intelligenz des Europäers die schlechten Eigenschaften eines Schwarzen wieder einmal besiegt hätte. Erst nach Wochen stellte der Missionar Cabbel fest, daß die anderen neun Whiskyflaschen in dem Wandschrank keinen Whisky mehr enthielten, sondern einfaches Wasser. Als er Kobokuk zur Rechenschaft ziehen wollte, erwies sich das als schwierig. Denn Kobokuk hatte gerade singend das Glockenseil erklettert und hing unter der Glocke. Der Missionar setzte sich in seinen Liegestuhl auf die Terrasse und wartete bis er... herabtiel Dann ging er auf ihn zu, sagte:„Pfui! zu ihm und schwor, keinen Whisky mehr im Hause zu halten, solange Kobokuk in seinen Diensten stand. Das war nicht mehr lange. Denn eines Tages war der Schwarze spurlos verschwunden. Er hing auch nicht am Glokkenseil. Nach sieben Jahren traf ihn Missionar Cabbel in Kapstadt wieder. Kobokuk war sehr dick geworden und kaum wiederzuerkennen. Er hatte dort eine kleine— Schnapsfabrik. SSTST AereVerr. Die Spiele für den 21. Mai Unsere Meinung: 4:3(0:0)- Der Favorit unterlag dem Außenseiter West Kanplgeisterwuche zaspat. Nord Sirte nach 71 Minuten 4:1- Grün-weiße Mittelläufer-Verteidigung war ein Fehlexperiment- Keine Spielbegeisterung Spyg. Fürth— 8TV Horst in Worms 1. FC Kaiserslautern— RW Essen in Karlsruhe Otfenbacher Kickers— 7B Berlin in München VIB Stuttgarz— VII. Osnabrück in Köln Bor. Dortmund— VIR Mannheim Köln, 14. Mai. Unmittelbar nach dem machtvollen Schlußakkord der Meisterschaftssaison und unmittelhar vor der verheißungsvollen Ouvertüre der deutschen Endspiele konnte das repräsentative Zwischenspiel West gegen Nord im Kölner Stadion kein fußballsportliches Meisterkonzert versprechen. Das Mißtrauen, das man beiden Verlegenheitsmannschaften entgegengebracht hatte, erwies sich nur allzu gerechtfertigt. Eine Nordmannschaft ohne den über den Großen Teich geflogenen Hamburger Sportverein ist und bleibt ein Torso. Da andererseits auch die westdeutschen Spitzenvereine nur widerstrebend ihre erste Spielergarnitur zur Verfügung stellten, kam es im 14. Zusammentreffen der alten Rivalen zu einer bedauerlichen Abwertung eines Traditionsspieles von anerkanntem spielerischem Niveau und kämpferischem Format. In der aus acht Vereinen sehr bunt zusammengewürfeiten, in der ersten Halbzeit auch mehr schlecht als recht zusammenspielenden westdeutschen Mannschaft erwachte erst in der zweiten Halbzeit zu spät jener typische Elan, der die grün-weiße Mannschaft bisher in allen Repräsentativspielen ausgezeichnet hat. Es gelang jedoch nicht mehr, der nüchterner spielenden und in der Hintermannschaft konsequenter deckenden Nordmannschaft nach einer 2:0-, 3:- und 4:1-Führung den Sieg noch von den Füßen zu nehmen - Der knappe, aber nicht unverdiente 4:3Erfolg des Nordens, ein Sieg des Außenseiters über den Favoriten, aktiviert die norddeul. iie Gesamtbilanz Der Norden führt nun mit 6 Siegen— gegen ö westdeutsche Erfolge-— und 3 Unentschieden bei einem Torverhältnis von 37:35. In den Pokalkämpfen liegt der Norden mit 8:2 Siegen und 34:18 Toren noch klarer in Front. Fazit von Köln: Repräsentativspiele dürfen nicht Lückenbüßer und Kassenfüller für die Verbände sein. Sie sollten nur dann inszeniert werden, wenn die Vereine frei von den Belastungen anderer Jahren dazu bewegen lassen, die reichlich hoch bemessenen Eintrittskarten zu bezahlen. Von einer Ueberbelastung der Kassierer konnte jedoch keine Rede sein. Sie verließen mit schlecht verhehltem Unmut das vom Glanz einer für die Spieler schon zu sommerlich warmen Maisonne überstrahlte Müngersdorfer Stadion. Obwohl das Tempo des Spieles In der zweiten Halbzeit auffrischte und immerhin einige spielerische Höhepunkte brachte, ist die Reaktion ungünstig. Es wird schwer sein, die Zuschauer in Zukunft für Repräsentativspiele zu begeistern, wenn Spielern und Vereinen die Der Rihuge Np! Westdeutschl.— Norddeutschl. 3:4 2 VIB Stuttgart— Kickers Offenb. 1:2 2 Schweinfurt 95— SV Waldhof 4:0 1 Spyg. Fürth= BC Augsburg 6:1 1 Schw-W Essen— Rheydter SV, 9:5 2 Bonner FV— Spfr. Katernberg 2:6 2 VIL Witten— Rapid Köln 1:5 2 Bor. M-Gladb.— Röhlinghausen 8:1 1 Göttingen 05— Bremerhaven 93 2:0 1 VIB Bottrop— Hombruch 99 1:5 2 Fort. Düsseld.— Mar, Remsch. 2:56 1 Spyg Herten— Tura Essen 111 X Vohwinkel 80— VIB Neunkirch. 111 X Alem. Gelsenk.— Troisdorf e5 4:1 1 Weitere Totoreihen: Bayern: 2 1 1 21121121Kz. Rheinland-Pfala: ausgef. 1 2 1 ausgef. 1 ausgef. 2 1 1 X ausgef. 1 1. Württemberg-Baden: 2 2 1 1 1 11 Norddeutscher Totoblock: 2 1 K 2 1 1 1 1 2 1 ausgef. 2 K X 1. Hessen: 2 1 121122X. eine frei von den Belastungen anderer geistern, wenn Spielern und Vereinen die und fül ie wertvollerer Verpflichtungen Begeisterung für das Spiel fehlt. Schade, sind, wie sie die Endspiele um die Deutsehr schade, denn die West—Nord-Spiele zählten seit Jahrzehnten zu den Höhepunkten der Saison und es war zu allen Zeiten für Spieler und Vereine eine Ehre, den westdeutschen Dreß getragen zu haben. Leider ist heute das Geld wichtiger... sche Meisterschaft nun einmal darstellen. In Köln hatten sich immerhin noch 25 000 Zuschauer von der Erinnerung an das kampfreiche Spiel und den 3:0-Sieg des Westens gegen den Norden vor zwei Die große Linie fehlte So bedrohlich sah es zwar oft vor dem norddeutschen Tor in Köln aus, aber Torwart ilie war ein Meister seines Fachs. Auch die Parterre- Akrobatik des WestMittelstürmers Klug nutzt nichts. In Bückstellung Burdenski und Hempel, die stabilen Nord-Verteidiger. Schirner Die Mannschaften: Westdeutschland: Herkenrath(Dellbrück;) Matzkowski bzw. Matzek(Schalke 94). Weißweiler(1. FC Köln); Michallek, Koschmieder(Bor. Dortmund) bzw. Rupietu(Hamborn 97), Röhrig(Germania Zündorf): Klodt iHorst), Preißler(Bor. Dortmund), Klug(Sterkrade), Zaro (Schw-W Essen) bzw. Schmidt(Dellbrück), Schäfer(1. FC Köln). Norddeutschland: llic(Werder Bremen); Burdenski(Werder Bremen), Hempel(St. Pauli); Gleixner, Meyer. Haferkamp (VII. Osnabrück); Gerritzen(Oldenburg), Hagenacker(Bremen), Schröder(Bremen 60), Uppenkampf(Hannover 96) bzw. Preuße(Bremen), Ihns(Eimsbüttel). Wie die Tore fielen: 1.—45. Minute: kein Tor! 48. Min.: 1:0 durch Nord-Mittelstürmer. Schröder. 61. Min.: 2:0 durch den gleichen Spieler. 63. Min.: 2:1 Kopfball durch Klodt. 69. Min.: 3:1 durch den Nord-LinksauBen Ihns. 71. Min.: 411 durch den gleichen Spieler. 75. Min.: 4:2 durch prachtvollen 35-mSchuß von Preißler. 79. Min.: 4:3 durch den West-Mittelstürmer Klug. Sehr viele Frägezeichen Sehr viele Fragen vor und nach dem Spiel sind bereits durch die Einleitung beantwortet. Der Termin lag denkbar ungünstig. Den Vereinen, die wie Bor. Dortmund, Dellbrück, Rot-Weiß Essen und Horst acht Tage vor der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft stehen, kam das Spiel begreiflicherweise nicht sehr gelegen. Viele Fragen aber bleiben offen. In erster Linie die, warum man die Westverteidigung ausgerechnet mit zwei Mittelläufern besetzt hatte. Wir sind zwar nach der Ueberalterung von Jahnes und Hinz arm an erstklassigen Verteidigern geworden, glauben aber, daß diese Notlösung dennoch nicht nötig war. Da sind der Kölner Graf, der Erkenschwicker Komorowski und der Essener Göbel, Spieler, die sich besser als die Mittelläufer Matzkowski und Weisweiler auf dem für sie ungewohnten Posten zurechtgefunden hätten Nach einer Viertelstunde wechselte man Matzkowski gegen seinen Vereinskameraden Matzek aus, der seiner verhängnisvollen Neigung, zu weit nach vorn zu laufen, auch diesmal wieder die Zügel schießen ließ. Die Schwäche der West-Hintermannschaft, in der nur Torwart Herkenrath und— mit einigen Einschränkungen— der Dortmunder Michallek den Anforderungen entsprach, wurde von dem raumgreifenden Spiel des Nordangriffs geschickt ausgenutzt. Sehr schwach spielte der in der zweiten Halbzeit durch den Hamborner Rupieta ersetzte Dortmunder Mittelläufer Paul Koschmieder. Röhrig, der Youngster, fiel nach gutem Start stark ab. Im Sturm zeigte lediglich die rechte Flanke Klodt-Preißler repräsentatives Format. Preißler war zweifellos der beste Stürmer und Spielmacher des Westens, sein zweites Tor eine selten gesehene Glanzleistung. Boshafte Zwischenbemerkung: wieso stellt man einen Spieler, gegen dessen Verein man wegen seines unberechtigten Mitwirkens gegen Bellenenses Lissabon ein Verfahren ankündigt, dann doch in eine Auswahlmannschaft? Klug ohne das große Format eines Mittelstürmers von Klasse. Von dem Dellbrücker Jupp Schmidt, der in der zweiten Halbzeit gegen den Essener Zaro ausgewechselt wurde, erwarteten die Kölner Wunderdinge. Er erfüllte diese Erwartungen nicht, obwohl zugegeben sei, daß das Spiel der Westdeutschen nach der zweiten Halbzeit an Farbe gewann. Die Weststürmer spielten streckenweise wie Schalke: schön, aber erfolglos. Der Jugoslawe Ilic im Tor, die Verteidigung BurdenskifHempel und die sollde Osnabrücker Läuferreihe, in der Meyer überragte, gaben dem ungekünstelten Spiel der Norddeutschen den Halt. Der aus dem Amateurverein Bremerhaven stammende 21jährige Sturmführer Schröder scheint tatsächlich das kommende norddeutsche Mittelstürmertalent zu sein. Der Junge besitzt Torinstinkt und blitz311 112 411 312 233 in Gladbeck Preußen Dellbrück— Tus Reutlingen 3:1 in Koblenz Rheydter Spy.— SSV Wuppertal 331 Spfr. Katernberg— Meidericher SV, 3:2 Spyg. Herten— VII. Bochum 231 Hamborn 07— Bristol City 112 Ersatzspiele: St. Pauli— Südwest II 312 in Hannover Preußen Krefeld— Schw-W Essen 211 schnelles Reaktionsvermögen. Seine zwei Tore leiteten die West-Niederlage ein. „Tempo— Tempo“, feuerten in der zweiten Halbzeit die sich in den weiten Rängen des Kölner Stadions verlierenden Zuschauer die Grün-Weißen an. Da stand es aber bereits 4:1. Der Westen setzte auch zu einem energischen Endspurt an. Er hat insgesamt 5 Tore erzielt. Eins gab der Schiedsrichter nicht, weil Klug aus Abseitsposition schoß und der von Preißler in der 85. Minute erzielte vierte und Ausgleichstreffer blieb ohne Wertung, weil Preißler den Ball mit der Hand ins Netz gespielt hatte. Das Spiel blieb weit hinter den Leistungen des Kampfes vor zwei Jahren an gleicher Stelle zurück und erreichte auch nicht das Niveau des 1:1-Spieles aus vorigen Jahre im Bremer Weser-Stadion. Es sehlte die Spielbegeisterung. Hans Hornberg Herberger zu West-Nord Sepp Herberger, der Trainer des Deutschen Fußball-Bundes, äußerte sich nach dem Kölner Repräsentativkampf West— Norddeutschland wie folgt: „Die zweite Halbzeit war nach dem Geschmack der Massen. Es war ein gutes, schönes und interessantes Spiel. Westdeutschland bot das bessere Zusammenspiel, Norddeutschland die besseren Einzelspieler. Vor allen Dingen waren die beiden Tore von Schröder Glanzleistungen. Die kämpferische Note war ungemeln gut. Ein Unentschieden wäre der gerechte Ausgang gewesen.“ Fromme, Spielausschußmitglied im NFV, bezeichnete den Sieg des Nordens als glücklich. Daß Westdeutschland zeitweise mit mehreren Toren im Rückstand lag, war nach seiner Ansicht zurückzuführen auf die nicht gerade kluge Führung im westleutschen Angriff.„Die Kondition der West-Mannschaft war besser als die des Nordens.“ Kockenkeim=Rennen mit Jensation 2s. Kunde. weischmann und Pieler-Starzten Ewiger Zweiter Wiggerl Krauß endlich einmal Sieger Das Maipokal-Rennen auf dem schnellen Hockenheimring, mit dem die deutschen Motorrad-Spitzenfahrer den zweiten Meisterschaftslauf dieser Saison absolvierten und die Wagenfahrer ihr Jahresdebut begingen, gestaltete sich zu einem Großereignis von repräsentativem Format. Mehr als 300 000 Zuschauer criebten bei idealem Hochsommerwetter eine Fülle dramatischer Rennen, deren Verlauf immer nachdrücklicher bewies, daß die technische Entwicklung seit dem Vorjahr beachtliche Fortschritte gemacht hat. Unter den Ehrengästen sah man auch Rudolf Caracciola, Hermann Lang und die beiden Meisterboxer Hein ten Hoff und Joe Walcott, die von den Besuchern auf einer Ehrenrunde stürmisch geseiert wurden. Meier und Fleischmann im Pech Nach dem glänzenden Aufgalopp am Samstag mit dem Rennen der 125er Maschinen, das der erstmals in dieser Endspiel 1949 ist Vorrundenspiel 1950 Borussia bortmund gegen UrR Mannkeim in Glädbeck Teilnehmerfeld zur Deutschen Meisterschaft bis auf dritten Südwestvertreter komplett Das iai der berühmte amerikanische Tennis-Star Gussy Moran. Unsähllge Geschichten sind über sie Im Umlauf. In cland spielte sie ohne Spitzenhösder Eleganz und Härte einer ahres Meistertn. Schirner Die Endspiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1950 haben sich einen sennationellen Start gesichert. In Gladbeck steigt Sonntag mit dem ersten Vorrundenspiel des alten und neuen Westmeisters Borussia Dortmund gegen den vierten Süd-Vertreter VIR Mannheim endlich die nie zum Austrag gekommene Revanche für die vorjährige 2:3-Endspiel-Niederlage der Borussen gegen den Meister von 1949, der seine Teilnahmeberechtigung buchstäblich in letzter Sekunde durch einen 1:9-Sieg gegen Eintracht Frankfurt rettete. Das Gladbecker Stadion wird zu klein sein, um den Strom der Interessenten zu fassen. Den Mannheimern, die auch Im Vorjahre aus dem Hinterhalt heraus den Vorstoß auf die Meisterschaft führten, kam zu Hilfe, daß der SV Waldhof Im entscheidenden Spiel gegen Schweinfurt e5 glatt e:1 unterlag und der Fsy Frankfurt auch durch einen 3i1-Sieg gegen Jahn Regensburg bei gleicher Panktzahl im Torverhältnis(57:41 gegenüber 45:38) das Rennen um den wertvollen 4. Platz verlor. Die Spielvereinigung Fürth schloß die süddeutsche Meisterschaft mit einem imponierenden 6t1-Sieg gegen den BC Augsburg ab und hat sich damit den Titel mit 5 Punkten Vorsprung gegen den VIB Stuttgart gesichert, der zum guten Schluß noch 1:2 gegen Kickers Offenbach verlor. Komplikationen gab es In Süd-West. Hinter dem 1. FC Kaiserslautern wurde Tus Reutlingen nach einem in der Verlängerung erkämptten 4:3-Sieg gegen Wormatia Worms Zweitvertreter. Wormatia Worms muß nun Mittwoch zu einem Entscheidungsspiel gegen Tus Neuendorf antreten, der Im Kampf um den dritten Platz den FE Freiburg 41 ausschaltete. Die Aussichten für Preußen Dellbrück, das Sonntag In Koblenz gegen Reutlingen zu spielen hat, sind also recht gut. Leichtes Spiel sollte auch St. Pauli Hamburg in Hannover mit dem abgekämpften dritten Südwest-Vertreter haben. Kategorie startende Altmeister H. P. Müller auf DKW-Kompressor mit 2/10 Sek. Vorsprung und einem Schnitt von 107,2 kmistd für sich entschieden hatte, erwarteten die Massen vom Schlußrennen mit Recht den Höhepunkt der Veranstaltung. Es kam auch auf den schweren Halbliter-Maschinen zu dem erwarteten Zweikampf zwischen Georg Meier (BMW) und Heiner Fleischmann(NSU), nachdem Fleischmann sich nach Startverlust innerhalb von zwei Runden an den führenden Meister herangebracht hatte und sich im Windschatten der schnellen BMW hielt. Der mit Spannung erwartete Endkampf blieb aber aus, da in der 13. Minute die beiden Favoriten durch Sturz ausschieden. Georg Meier war in der leicht überhöhten Ostkurve in einer Oellache ins Rutschen gekommen und gestürzt und der dichtauf folgende Fleischmann konnte nicht mehr ganz ausweichen und stürzte gleichfalls. Wie durch ein Wunder blieben die beiden Rennfahrer völlig unverletzt. So war Wiggerl Kraus in Führung gekommen, hinter dem sich ein erbitterter Kampf zwischen den Rad an Rad liegenden Saugmotoren-Maschinen abspielte, aus dem von Löwis siegreich hervorging. Wie auf der Eilenriede Die spannende Rennfolge begann um 9.30 Uhr mit dem Start des 22 Maschinen starken Feldes der ViertelliterKlasse, in der Ex-Europameister Walfried Winkler sogleich für Bombenstimmung sorgte. Mit seiner kompressorlosen DKW fuhr er der gesamten Konkurrenz auf und davon. Nach 10 Runden hatte er bis auf vier Fahrer bereits das gesamte Feld überrundet, doch ein Getriebe-Kettenriß zwang ihn kurz vor dem Ziel zur Aufgabe. H. P. Müller, der das Rennen mit 15 Sekunden Startverzögerung aufnahm, hängte sich in den Windschatten des neuen Spitzenreiters Gablenz, dessen kompressorlose Moto-Parilla durch ihr Stehvermögen besonders gefiel. In einem tollen Endspurt fing der Bielefeider seinen Kontrahenten schließlich doch noch ab, um mit 138,8 kmistd Gesamtdurchschnitt seinen Eilenriede-Sieg zu wiederholen. Ebenso konnte auch Heiner Fleischmann in Hockenheim beweisen, daß in der 350-ccm-Klasse gegen seine Kompressor-NSU kein Kraut gewachsen ist. Mit fast einem halben Hektoliter Treibstoff zwischen den Beinen überrundete er das gesamte Feld und sogar die starken Kompressor-DKW von Müller und Wünsche. Mit dem neuen Rekordschnitt von 165 kmistd feierte er einen überlegenen Sieg, während Knees(AJS) sich die Siegpunkte in der kompressorlosen Wertung vor dem Karlsruher Schnell sicherte. Die Wagenrennen fielen gegen die Kämpfe der Motorradfahrer ziemlich ab. So starteten nur drei Formel II-Wagen über die auf zehn Runden verkürzte Distanz. Der zunächst führende Toni Ulmen fiel bei„Halbzeit“ auf den letzten Platz zurück Ebenso blieb Karl Kling in der Sportwagen-Klasse durch Reifenwechsel im Hintertreffen. Die Ergebnisse: Wagenrennen: Kleinrennwagen bis 750 ccm: 1. Möller(Frankfurt) LTE 124,1 kmistd. Rennwagen Formel III: 1. Vollmer(Kettwig) Atlas 125.5 kmistd, 2. Komossa(Recklinghausen) Scampolo 124,4 kmistd. Rennwagen Formel II(10 Runden= 77 km): 1. Heeks(Bocholt) AFM 156.3 kmistd. Sportwagen bis 2 1: 1. Helfrich(Mannheim) Veritas 162,8 kmstch. 2. Meisterschaftslaur der Motorräder: Bis 125 ccm(13 Rund. = 100 km): 1. H. P. Milller(Bielefeld) DKW-Kompressor 107.2 kmistd, 2.(1. Saugmotorenwertung) Hofmann(Frankkurt) Puch 107,2 kmistd, 3.(2.) Ellmann Chemnitz) IFA-DKW 106.1 kinjstd. Stand der Meisterschaft: Ellmann 10 P., H. P.Müller, Ried und Hofmann je 6 P. Bis 250 ccm(13 Rd.= 100 km): 1. H. P. Müller(Bielefeld) DKW-Kompressor 138,8 kmistd, 2.(1.) Gablenz(Karlsruhe) Parilla 138.4 kmistd. 3. Daiker(Stuttgart) DKW-Kompr. 134.1 kmistd. Stand der Meisterschaft: H. P. Müller 12 P., Thorn-Prikker 10 P.— Bis 350 ccm(13 Rund. 100 km): 1. H. Fleischmann (Meckarsulm) NSU-Kompressor 165,1 kmistd, 2. H P. Müller(Bielefeld) DKW-Kompr. 1 Rd. zur., 3. Siegfried Wünsche(Ingolstadt) DKW-Kompr. 1 Rd. zur., 4.(1.) Knees(Braunschweig) AJS 1 Rd. zur. Stand der Meisterschaft: Fleischmann und Knees je 12 P., H. P. Müller und Schnell je 8 P., Siegfried Wünsche 7 P.— Bis 500 ccm(16 Rd.= 124 km); 1. Wiggerl Kraus(München): BMW-Kompressor 176.6 kmistd, 2.(1.) Von Löwis(Fischbeck) Norton 1 Runde zur., 3.(2.) Fuß(Baden-Baden) Engl. Triumpf 1. R. zur. Schnellste Rde.: Georg Meier 2:31.9 Min.= 183.3 km'std (neuer absolnter Rundenrekord!). Stand der Meisterschaft: Kraus S P.. Fleischmann, Hans Meier, von Löwis je 6 P.— Seitenwagen bis 600 ccm(13 Rd.= 100 km). 1. Böhm(Fuchs(Neckarsulm) NSUKompressor 150.6 kmistd. Schnellste Runde Böhm( Fuchs 158.3 kmistd. Stand der Meisterschaft Böhm( Fuchs 12 P.— Seitenwagen bis 1200 ccm(13 Rd.= 100 km) 1 Müller Rührschneck(München) BNIW 141.5 kmistd. Schnellste Runde Müller Rührschneck 145.5 kmistd. Stand der Meisterschaft: Seppenhauser Wenzhofer 10 P 1212.68 U-Hark Die Westdeutsche Fußball-Toto-GmbH. meldet für ihren 40. Spieltag(13./14. Mai) einen Umsatz von 219 334 DM für die Zusatzwette und von 1 212 268 DM für die Hauptwette Daßs sich der Umstand, daß die Oberliga West ihre Meisterschaft acht Tage zuvor abgeschlossen hat, mit einem Rückgang von beinahe 400 000 DMA auswirken würde, muß sehr überraschen, zumal der Wettschein fast nur Punktespiele aus der II Division bzw. Süd und Nord aufwies. Die„Unentwegten werden mit ansprechenden Quoten rechnen dürfen, denn in der richtigen Zwölferreihe gibt es nicht weniger als sechs Siege der Gastmannschaften. Die richtige Reihe: 2.—.2—1— 1— 2—.2- 2" 1—1—.2— 1— 0— 0— 1. Couun Rux schlug ihe das Auge ant. Schwarzer-Piarshau-Sar Noch.&a Kunden auf Trotzdem: die USA-Neger Imponierten in Berlin— Halbschwergewichtsentscheidung vertagt Düsseldon 04 Westmeister Im Frauen-Hand sal Man hatte Schnelligkeit und Jugend des Westfalenmeisters Friesen Haspe höher eingeschätzt als die Klugheit und Spielerfahrung des Altmeisters SV 04 Düsseldorf, und diese Einschätzung machte die westdeutsche Handballmeisterschaft der Frauen in ihrer klaren Entscheidung zu einer wirklichen Ueberraschung. 7:2 siegten die Düsseldorferinnen, nachdem die Mannschaft schon in der ersten Minute durch ein Tor von Guidi 0:1 im Rückstand lag und gut eine Viertelstunde Anlaufzeit brauchte. Dann zogen erfahrene Spielerinnen wie Else Grillrath, Paula Kemp und Hannen ihr Angriffsspiel auf und Jugend und Schnelligkeit halfen nicht mehr. Australien führt 3•0 Nach dem zweiten Tag des Tennis-TestMatchs Australien— Deutschland in Hamburg führen die Australler mit 3:0, da Brown-Sidwell auch ihr Doppel gegen von Cramm-Buchholz mit 4·6, 6:0, 6:1, 6:6 gewannen Mit einem interessanten deutsch-amerikanischen Kampftag eröffnete Berlin am Sonntag die Freiluftsaison. Herrliches Sonnenwetter und eine bis auf den letzten Platz gefüllte Freilichtbühne bildeten den äußeren Rahmer für eine Veranstaltung, die alles an sportlichen Höhepunkten hielt, was sie versprochen hatte, Stärksten Eindruck dabei hinterließen die amerikanischen Negerboxer, die durch den hochveranlagten, erst 23 Jahre alten Schwergewichtler„Tiger“ Jones zu einem Blitz-ko über Adolf Kleinheldermann nach rund 100 Sek. kamen, durch Elkins Brothers einen 4-Runden-ko über Heinz Titze errangen und in dem Senior Lloyd Marshall einen weiteren Klassemann in den Ring brachten, der durch eine klaffende und stark blutende Wunde über dem rechten Auge in der Pause zur 3. Rd. gegen Conny Rux die Waffen strecken mußte. Hinter diesen farbigen internationalen Kämpfen verblaßte natürlich die Deutsche Halbschwergewichtsmeisterschaft zwischen Herbert Kleinwächter und Gerhard Hecht, obwohl auch hier mit aller Verbissenheit um jeden Vorteil gefightet wurde. Das Unentschieden nach Ablauf der 12-Rundendistanz war zwar gerecht, für Kleinwächter jedoch etwas schmelchelhaft. Auch Hecht wurde in diesem Kampf verletzt. Den Einleitungskampf gewann Teichmann(Berlin) im Mittelgewicht gegen den Italiener Mariani. In der ersten deutsch-amerikanischen Begegnung zwischen Brothers(88,8 kg) und Heinz Titze (86.7 kg) hatte Brothers zunächst einen Gegner vor s.ch, der beidhändig hart durchkam und dabei die etwas sorglose Deckung des Amerikaners mehrfach überwand Die 2. Runde brachte aber dem Blesgen-Schützling den erste. Niederschlag bis 6. Als der Gong die 3. Runde beendete. saß Titze erneut auf den Brettern. Unmittelbar nach Beginn der 4. Rd. kam das Ende, als Brothers seinen langen linken Haken am Kinn landete, der Titze zum dritten Male zu Boden zwang. Kaum wieder hoch, warf ihn ein erneuter Volltreffer weit über die Zeit hinaus auf die Bretter. Schon nach den ersten Tramningstagen bezeichnete man den jungen Jones als das „As“ der Truppe. Kleinholdermann war noch nicht ganz im Biide als er nach einem schweren linken Haken bis 8 zu Boden mußte Kaum wieder in Kampfstellung, traf ihn einer der kaum sichtbaren Rechten des Negers wie ein Blitz genau an der Kinnspitze. Wie ein Sack brach Kleinholdermann(98,7 kg) zu Boden, wo er von Max Schmeling als Ringrichter ausgezählt wurde. Höhepunkt Rux— Marshall Einen Kopf kleiner, bedeutend leichter und rund 10 Jahre älter als sein Gegner, das war Lloyd Marshall, der im Hauptkampf des Tages auf Conny Rux traf. Körperlich und in seiner ganzen Art wirkte Marshall(77,2 kg) wie ein starker Mittelgewichtler. Rux(82,7 kg) tat gut daran, von der 1. Runde an auf Draht zu sein. Trotzdem konnte er nicht verhindern, daß Marshall zunächst mit linken Haken durchkam. Schon bald aber hatte sich Rux eingestellt, konterte und schlug beidarmig. Pech und entscheidend für den Ausgang dieses Kampfes war es, daß Rux Marshall am Kopfe traf und dabei die Augenbraue bereits Mitte der 1. Rd. aufschlug. Die 1 cm breite Wunde blutete stark. Rux setzte auch entscheidend nach, aber ein rechter Haken des Amerikaners schleuderte ihn fast durch den ganzen Ring. Marshall blutete aber schließlich derart stark, daß einer seiner Sekundanten in den Ring kletterte, um den Kampf au beenden. Schmoling hatte als Ringrichter keine leichte-Arbeit und es bedurfte seines ganzen energischen Einsatzes, daß Marshall zur 2. Rd. noch einmal antrat. Die Entscheidung aber war gefallen. Der Neger boxte noch eine Runde defensiv und gab dann auf. Peter Müller nach zwei Minuten Im Hauptkampf der Krefelder Berufsbonveranstaltung kam der Kölner Mittelgewichtler Peter Müller bereits nach knapp zwei Minuten zu einem K. o.- Erfolg über den Rheinhausener Matthias Luyten, der nach zwei Niederschlägen beim diitten Male voll an der Kinnspitze erwischt wurde und schwer mit dem Hinterkopf auf die Brettes schlug. Maskatcher ver Gewenlter und Sunder Große Ueberraschung im Dortmunder Klönne-Rennen KI West: Wost— Norß(Repräsentativsplelj 314(0:0). Freundschaftsspiele: Vohwinkel 80— VIB Neunkirchen(Sa.) 111, Stadt Gelsenkirchen— Bremen(Sa.) 9:l, Preußen Krefeld— SV Dulsburg(Sa.) 4•4, VII. Speldorf— Rot-Weiß Oberhausen(Sa.) 1:3, nania Würselen— FE Wien(Sa.) 112, VII. Benrath— Hamborn 07(Sa.) 211, Minden 05 — Spygg. Erkenschwick 0:5, Düren 99— VIR Neunkirchen 211, Stadt Düsseldorf— Stadt Essen 3:3, Duisburger Spy— Rot-Weiß Oberhausen 1:4, Preußen Münster— Concordia Hamburg 211, Unlon Ohligs— Hamborn 07 1:3, Sterkrade 06/07— Schalke 04 3:4, Meidericher SpV— Duisburg 08 1:1. Oberliga Nord: VIB Oldenburg— Holstein Kiel 2:2(0:2), Göttingen os— Bremerhaven 93 2:0(1:0). Freundschaftsspiele: Lüneburger SK— FE St. Paull(Sa.) 213, Arminia Hannover— Tottenham Hotspurs 9:3. Oberliga Süd: Kickers Stuttgart— München 1860 1:0(1:0), FsV Frankfurt— Jahn Regensburg 3:1(3:1), VfR Mannheim— Eintracht Frankfurt 1:0(1:0), Spygg. Fürth BC Augsburg 6:1(3:0), Schweinfurt es— SV Waldhof 4:0(0:0), VIB Stuttgart— Kickers Offenbach 112(0:1).— Freundschaftsspiele: 1. FE Nürnberg— FE Burnley 112, Bayern München— Hibernia Edinburgh 1:6. Oberliga Süd Spysg. Fürth 30 19 7 s VIB Stuttgart 30 15 8 Kickers Offenbach 30 13 7 e VIR Mannheim 30 14 6 10 SSV Frankfurt 30 13 6 0 West, II. Division, Gruppe 77:39 50:39 62:48 57:41 45:38 43:17 38:22 37:23 34:26 34:26 Fortuna An diesem sonnenreichen Mal-Sonntag hatte der Dortmunder Rennverein eine seiner traditionellen Prüfungen im Mittelpunkt des Programms stehen, das mit Dhf 4709,— dotierte und über 2000 m führende Klönne-Rennen. Der stattliche Besuch und der damit verbundene volle Erfolg waren dem Verein wohl zu gönnen. Die auf 2000 m verkürzte Prüfung der besten Steher klang in einen fesseinden Endkampf aus, der wohl jeden Besucher zur Begeisterung hinriß. Nach einem guten Start lag Ataman an der Spitze, Mitte gegenüber übernahm aber Borusse vor Ataman und Sünder die Führung. Geweihter wurde weit hinter Schwarzenstein auf dem letsten Platz gesehen. Im Bogen zog Sünder zu Alaman heran, dahinter Trentino vor Muskateller und Schwarzenstein. Etwa 130 m vor dem Ziel kam Muskateller langsam in Vortell, aber Geweihter hielt sich dazu. In einem prächtigen Finish zwischen zwei Klassereitern wie Walter Held und Gerhard Streit siegte der durch seinen guten Endspurt bekannte Schimmel mit einer halben Länge. Drei Längen dahinter kam Sünder als Dritter ein, knapp vor Trentino 1. Dinas-Rennen(Sieglose Dreijährige, 2400 DM. 1499 m): 1. Neweda(H. Berndt), 2. Schwarzes Meer, 3. Abendländer; ferner: Geritrud, Unwille, Minnewonne, Preston, Margherita.— Toto: 26, Platz 15, 13, 18:10.— EW. 66110. 2. Gisalt- Jagdrennen(2300.—, 3300, m): 1. Steinmerle(B. Ahr), 2. Waldhorn, 3. Coctall; ferner Revolutlonär, schneemann, Bachcantate, Fremdling.— Totol 25, Plats 13, 18, 26:10.— EW. 68:10. 3. Wolfgang-Rennen(Nachwuchsreiten, 2400 1M, 2000 m): 1. Prost(G. Nitschke), 2. Filia, 3. Glockenguß; ferner: Gieselher, Oskar, Varus, Feuerwaffe.— Toto: 32, Platz 14, 13, 16:10.— EW. 76:10. 4. Klönne- Rennen(4700.— DM, 2000 m) I. Muskateller(W. Held), 2. Geweihter, 3. sünder; ferner: Ataman, Trentino, Schwarzenstein, Borusse.— Toto: Sieg 66, Platz 22, 19, 20:10.— EW. 422:10. ö. Prinzeß-Heiling-Rennen(Ausgleich III, 3000 DMf. 2900 m): 1. Organisation(K. Buge), 2. Buntspecht, 3. Advent; derner: Ottacher, Magler, Rothaar, Puppenfeo.— Toto: Sieg 147, Platz 20, 11, 12:10.— EW. 516:10. 6. Radium-Rennen(Ausgleich IV. 2400.— DM 1600 m): 1. Abt.: 1. Totes R.(H. Kuchur), 1. Totes Rennen Waldmeister(H. Hiller), 3. Stepptänzer; ferner: Thorgund, van Dyck, Candela, Abendheld, Wünderhorn, Casper.— Toto: Sieg 30, Platz 19:10 für Orpheus, 25; Platz 17:10 für Waldmeister, Platz 12:10 für Stepptänzer.— EW.: 320:10.— 2. Abteilung: 1. Maritza(H. Bollow), 3. Ozon, 3. Glücksritter: ferner: Patriot, Tgor, Sita, Rotspon.— Toto: Sieg 47, Platz 15, 37, 16:10.— EW. 434:10. 7. Aca-Rennen(Ausgleich IV, Dreijährige, 2400.— DM, 1400 m): 1. Octavia(W. Held), 2. Thura, 3. Fünfkirchen; ferner: Frigga, Maimorgen, Akademie, Corlo, Pit-Hein, Alja, Toto: Sieg 67, Plats 30, 83, 53:10. EW. 1280:10. Zum dritten Male Rok-Weiß Oberhausen Rheinstaffel im Zeichen eines Rot-Weiß-Duells— Koblenz Zweiter Wohl selten ist die Entscheidung in der Rheinstaffel zu Düsseldorf so früh gefallen wie diesmal als Rot-Weiß Oberhausen schon nach dem zweiten Wechsel durch den famosen Wechsel Hoewner— Zimmer und den prächtigen 200-m-Lauf des erstaunlich schnellen Weitspringers gut 25 m vor Rot-Weiß Koblenz und fast 40 m vor Preußen Krefeld lag. Diese Führung wurde bis zum neunten Wechsel auf etwa 70 m ausgebaut. So nützte auch der Einsatz von Audorf und Huppertz nichts mehr. Das Rennen waren die Raffschüler geleufen, die In 17:32.2 Min. für 7800 m zum dritten Meie hintereinander erfolgreich blieben und sich damit endgültig den Rheinstaffel-Wanderpreis sicherten. Mit Hoewner(RW Oberhausen), G. Zweise.####- sien iu-mrikn ter HIJV. Sien in 4merika Neis Vorkerkuswahrhochz.ybenmagen Die Hamburger um eine Klasse besser Steines(RW Koblenz), Schmidt(PreuBen Krefeld), Schade(Barmer TV 46) und Dimmig(Tgd. Neuß) war die 1000m-Strecke zu Beginn der Rheinstaffel wieder sehr stark besetzt. Es gab einen verbissenen Brust-an-Brust. Kampf zwischen dem Koblenzer Studentenmeister und dem wundervoll leicht laufenden Oberhausener, die sich bei 700 m auch von dem verzweifelt kämpfenden Schade lösten, während Schmidt für Krefeld schon 15 m verloren hatte. Nebeneinander wechselten Oberhausen und Koblenz, aber wie ein Blitz schoß Zimmer nach glänzendem Wechsel davon und baute den Vorsprung schon bis zum zweiten Wechsel auf fast 25 m vor dem Koblenzer Gensicke auf. Und damit war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Ergebnisse: Klasse 1(offen für alle 20 Läufer— 7800 m): 1. Rot-Weiß Oberhausen 17:32,2 Min., 2. Rot-Weiß Koblenz 17:44,1, 3. KTSV Preußen Krefeld 17:58,4, 4. Barmer TV 46 18:14. West: II. Division 4244 im Einlauf Egenolf- Hecht Das Gelsenkirchener Trabrennen stand Im Zeichen eines ausgezeichneten Besuches und guten Sports. Bei den starken Feldern blieben Ueberraschungen nicht aus. So auch im Amateurfahren, das Egenolf vor Hecht als Sieger sahen. Egenolf zahlte 715:10. Die Einlaufwette betrug 4244:10. Das Hauptrennen, der Preis von BadenBaden(2000 DM— 2100 m) brachte leider einen unliebsamen Zwischenfall. Die Favoritin, Cläriane, kollidierte mit Melodia und mußte ausscheiden. Auch der stark gewettete Hinnerk Butler mußte wegen Geschirrbruchs aufgeben. So hatte Solist (P. Panschow) nicht viel zu schlagen und gewann knapp, aber sicher, vor Annilie, Dix und Astorius. Die Ergebnisse: 1. R.: 1. Abtlg.: 1. Burgernst, 2. Freiherr, 3. Just. Toto: Sieg 99, Pl. 17, 14, 12, 25:10. Ew. 232. 2. Abtlg.: 1. Lubertus, 2. Jeep, 3. Freundin. Toto: Sieg 200, Pl. 40, 24, 40, 17:10. Düsseldort— VIB Marathon Remscheid 2:9 (0:0, Rheydter Spy— Schwarz-Weiß Essen 3:0(1:0), VfL Witten— Rapid Köln 1:3(0:3), SSV Wuppertal— Westfalla Herne 2:1(2:0), Bayer Leverkusen— Berg.-Gladbach 69 2:0(0:0), Wattenscheid 09— Viktoria Alsdorf 1:0, Union Gelsenkirchen— Turu Düsseldort 2:0(Freundschaftsspiel).— Gruppe 2: Bonner FV— Spfr. Katernberg 2:6, Alemannia Gelsenkirchen— Troisdorf 411, VfB Bottrop — Hombruch 09 1:5, Borussia M-Gladbach— Spygg. Röhlinghausen 711, Spygg. Herten— Tura Essen 111. Oberliga Südwert: Um den 2. Platz: matia Worm— Tus Reutlingen(in Tübingen) 3:4 nach Verl. Um den 3. Platat Tus# Neuendorf— Fe Freiburg(in Koblenz) 4:1. Stadtliga Berlin: 1. Entscheidungssplet 2. Platz: Union Oberschöneweide— BSV 92 3:4. Handball West: Endsplel(Frauen): SV O4 Düsseldors — Friesen Haspe 712.— Aufstieg(Niederrhein): Ratingen 04— Solingen 93 10:3, Hamborn 07— Phönix Essen 11:6. Westdeutsche Amateur-Ligen Westfalen: Gruppe i: VIB Bielefeld— Teutonia Lippstadt 2:0, SC Buer-Hassel— Gelsenkirchen 07 5:1, 7SV Hüls— Eintracht Nordhorn 4:3, SV Höntrop— Recklinghausen 13 2:3, VfI. Resse— Münster 08 3:2.— Gruppe 2: Spfr. Siegen— Tus Iserlohn 8:0, Mengede 08— FE Höxter 5:0, VfI. Altenbögge— Tura Bergkamen 0:1, Menden 09— SSV Hagen 311, Tus Milspe— VIB LünenNiederrhein: Gruppe 1: Meiderich 66— SV Neukirchen 2:0, Hochheide 89/11—. VIB Lohberg 211, Kleve 63— VIB Ruhrort 2:4, Duisburg 48/99— Homberger Spy 1:0.— Gruppe 2: Grün-Weiß Viersen— FE Geistenbeck 511, BV Altenessen— Essen-West 81 0:0, sC Cronenberg— Dellwig 23 6:2, Eller 04— Tus Helene Essen 2:2. Karnap 07— 1. Spygg. Solingen-Gräfrath 312, Tus Radevormwald— Grün-Weiß Wuppertal 2:2, Preußen Essen— VIR Neuß 2:2. 2. R.: 1. Simulant, 2. Corrida, 3. Donato. Toto: Sieg 37, Pl. 20, 33, 31, 40. 3. R.: 1. Ich komm, 2. Mirba, 3. Judieth v. Loe. Toto: Sieg 17, Pl. 13, 19, 15, 25. 4. R.: 1. Solist, 2. Annilie, 3. Dixy. Toto: Sieg 67, Pl. 29, 18, 26, 21. 5. R.: I. Baugraf, 2. Extra, 3. Austernfischer. Toto: Sieg 62, Pl. 20, 26, 13, 18. 6. R.: I. Egenolf, 2. Hecht, 3. Sontrud. Toto: Sieg 715, Pl. 40, 37, 31, 40, 4244:10. 7. R.: 1. Golly, 2. Judieter, 3. Herzaß Toto: Sieg 27, Pl. 18, 17, 17, 22. 8. R.: 1. Wallo, 2. Generator, 3. Ernesto. Toto: Sieg 152, Pl. 21, 27, 16, 13, 40. Nach dem 4:1-Erfolg über die LigaAuswanl des Deutsch- Amerikanischen Fußball-Verbandes siegte der HSV auch in seinem zweiten Treffen in Rochester gegen eine Auswahl des Staates New Fork klar mit 7·2(2:0). Die Treffer für den Norddeutschen Meister, der seinem Gegner um eine Klasse überlegen war, erzielten vor der Pause Rohrberg und Posipal, nach dem Wechsel Woitkowiak(2). Adamkiewiez(2) und Rohrberg. Die Amerikaner kamen beim Stande von 0:4 und 1:7 durch Grey zu ihren Toren. Auch Borussia M.-Gladbach steigt auf Rheydt und Fertuna dicht am Eiel In der zweiten Oivision ist eine weitere Entscheidung gefallen. Mit dem 7:1 über Röhlinghausen hat Borussia M.-Gladbach den zweiten Plats in Gruppe II hinter Katernberg eicher und steigt num ebentalle in die Oberlige auf. Hombruch 09 nutste nuch das sichere 6:1 in Bottrop nichts mshr. Auch in der Gruppe I ist sowelt alles Glar, denn Rheydter Spy und Fortens Düsseldort können vom 88V Wuppertal nur noch eingeholt. jedoch Da die belden Spitzenreiter aus ihren restlichen Kämpfen einen Punkt noch gewinnen sollten, auf der anderen Seite auch im Torverhältnis günstiger stehen, ist also Wuppertal so gut wie abgeschlagen. Rheydt hatte das Plus, am Samstag gegen Schwarz-Weiß Essen auf dem M.Gladbacher Borussen-Platz spielen au können, außerdem mußte Essen auf den für Köln abgestellten Zaro verzichten. Das 6:8(1:0) vor 12000 Zuschauern sagt alles. Vehling. Güttgemanns(2) und Jansen(2) schossen die Tore. Ebenfalls 12000 wohnten am Samstag in Düsseldorf dem Spiel Fortuna— VIB Marathon Remscheid bei. Das 2:0(0:0) war verdient, wenn auch in der ersten Hälfte Fortuna noch einige Wünsche offen lleß. Später war der Sturm sehr lebendig und durch Mauritz und Janes(Elfmeter) tielen die beiden Tore. Der SSV Wuppertal bot gegen Westfalla Herne vor 2000 Zuschauern im ersten Teil eine gute Leistung, doch dann kamen die Westfalen stark auf und der SSV war kroh, noch 8:1(2.0) siegreich zu bleiben. Hler Weber und Michsel, dort Grandt wagen die Torschütsen. Tabellenführer Katernberg hielt bereits em Vormittag in Bonn den Bry eiR(2:0) Roffe berg gegen de„ Uhlen“. Wendeutschel nochey EhaspierTattache Raffelberg schlägt Düsseldorf 99, Uhlenhorst die Uhlenhorster Klipper 2:0 nd nun-Nach dem 2.0(00)-Vorschindrundensleg der Rattelberger über Düs(6:0)-Erfolg. Sportfr. Katernberg m0 19 S S 77•37 Bor. M.-Gladbach se 16 G C 79:53 Hombruch 9 30 11 S S 60:53 Union Krefeld 29 18 S 9 66:41 Meidericher SpV 23 12 0 7 66:32 8C West Köln 29 13 S 11 61:36 Spysg. Herten 29 12 S 11 63:53 Spyag. Röhlinghaus. s9 18 S 44 99:64 Alem Geisenkirchen ab 10 C 19 47:32 VIn Bottrop 30 10 6 14 62:64 VGI. Bochum 29 20 S 16 97153 VII. Benrath 39 10 S 19 49:39 Union Ohligs 50 9 f 16 49•36 Türa Besen 39 9 6 19 62:36 Troisdorf 9 50 8 6 19 43132 Bonner W S 6 6 20 93172 43:13 40:20 39:21 36:23 32:23 31:27 30:26 29:30 26:32 28:34 23:33 26:35 98:35 96:32 8R:28 10:39 Die rund 1000 Zuschauer in HamburgHoheneichen sahen einen jederzeit sicheren Sieg der westdeutschen Gäste, die dank ihrer größeren Stocktechnik, ihres besseren Zusammenspiels und vor allem ihrer überlegeneren Läuferreihe Kleine— Chmiel— Mohr II von Beginn an Feldvortell hatten. Die beiden Treffer der Mülheimer fielen nach Deckungsfehlern der Klipper-Hintermannschaft. In der 47. Minute setzte Uhlen-Mittelstürmer Hasenbeck einen halbhohen Schuß dem Hamburger Hüter unhaltbar zum Führungstreffer in die Maschen. Der zweite Treffer fiel zehn Minuten später nach einem schnellen Flügelangriff durch Langmann. Düsseldorf 99 unterlag 0:2(0:0) Durch einen 2:0(0:0)-Erfolg über Düsseldorf 99. den Mittelstürmer Suhren nach der Pause durch zwei Treffer sicherstellte, erreichte auf dem Mülheimer Uhlen-Platz vor 2500 Zuschauern mit dem Club Raffelberg erstmals seit 1940 wieder ein West-Verein das Endspiel der deutschen Hockey-Meisterschaft. Raffelberg verdankt seinen Sieg neben dem zweifachen Torschützen Suhren vor allem Mittelläufer Hidding, der in der Abwehr wieder fast unüberwindlich war. 3:0 für die USA-Girls Gussy und Barbara begeisterten Köln Nach dem ersten Tag des Damen-TennisLänderkampfes USA— dion Rot-Weiß Köln führen die USA-Girle Mussy Moran und Barbara Soofleld nach Siegen in den beiden Einzeln und im Doppel mit 3:0. Barbara Soofield bezwang dabei Frau von Tarnay mit 7:3. 6.a. während Qussy Moran diesmal Inge Pohmana mit 6:2, 6:3 nie eine Chance Ueß. Das Doppel fiel dann mit 6:6, 6:3 en die Amerikanerinnen, obwohl die deutsche Kombination von Tarnay'Fuchs besonders Im ersten Satz einigen Widerstand leistete. SCHWERTER ZEITUNG Michaelas Tagebuch Ein guter Rat für jeden Tag Montag: Der kleine Thomas kaut an den Fingernägeln. Das ist nach neueren Feststellungen nicht tmmer auf schlechte Angewohnheit oder Nervosität zurückzuführen, sondern stellt eich vielfach auch bei Vitaminmangel ein. Wir wollen also darauf achten! Dienstag: Lache nicht, aber mit einer Rolle Papier im Küchenschrank kann man schmutzige Töpfe, Pfannen und den Küchentisch abreiben und spart viel Wäsche Mittwoch: O weh, die Spitzen der Schuhbänder haben sich aufgelöst. Was machen wir denn nun? Ganz einfach: greif zum Nagellack! In wenigen Sekunden sind wieder steife Spitzen dran. Donnerstag: Vorsicht, wenn es uns zu heiß wird. Nicht zu plötzlich sich abkühlen, sonst gibt es Erkältung. Am besten Pulsadern abkühlen durch Eintauchen der Arme in kaltes Wasser. Man Seit O spürt die Wirkung am ganzen Körper. Wäsche wechseln. Viel Trinken hat wenig Zweck. Gut ist kühler Tee mit Zitrone. Freitas: Eine Mutter:„Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über das Kindererziehen. Jetzt habe ich sechs Kinder und überhaupt keine Theorie.“ Samstag: Notiz für eine junge Braut: das Küssen dauert nicht an. Aber das Kochen. Sonntag: Jetzt können wir auch wieder für wenig Geld unseren Balkon mit Blumen schmücken. Die Markisen können wir durch linksseitiges Bestreichen mit Wasserglas wasserdicht machen. Ba uis der Wascheschrans Große Stücke rollt man besser— Wäsche muß„Frischluft“ haben Eines Tages ist es wieder so weit: Der Wäscheschrank verlangt eine grundlegende Neuordnung. Die Bestände haben sich im Laufe der Zeit geändert; dem soll eine neue und praktische Einteilung Rechnung tragen. Mit wemütigen Blicken werden bei dieser Gelegenheit die Hausfrauen ihren Besitz an Wäsche betrachten, der durch die Ereignisse jüngst vergangener Jahre oft auf einen Bruchteil seiner ursprünglichen Fülle reduziert wurde. Andererseits wurde da und dort bereits wieder Neues angeschafft, also heißt es: Umräumen. Am besten ist es, wir beginnen die neue Ordnung nach einzelnen Sorten, und zwar legen wir Bett- und Tischwäsche in die oberen Fächer. Leibwäsche, die zur Zeit für den Gebrauch bestimmt ist, in die mittleren Fächer und Küchenwäsche in die unteren. Da wir es sehr ordentlich haben wollen, sehen wir da.auf, möglichst gleichmäßige Stöße zusammen zu bringen, und legen die Wäsche so, daß die Stoffbrüche nach vorne schauen. Frisch gewaschene Wäschestücke legen wir nicht auf, sondern stets unter den betreffenden Stoß, damit nicht immer dieselben Stücke knapp hintereinander in Gebrauch genommen werden. Die Erfahrung lehrt, daß ein Stück länger hält, wenn es nach dem Waschen gebügelt eine Zeitlang im Schrank rasten darf. Wer noch größere Wäschevorräte hat, nimmt andererseits nur eine bestimmte Anzahl von Stücken jeder Gattung in Gebrauch und hebt den Rest für besondere Gelegenheiten oder als„eiserne Reserve“ auf. Allerdings sollte dieser Wäschevorrat einmal im Jahr durchgewaschen werden. Große Stücke, zum Beispiel Leinentücher, soll man aber nach dieser Wäsche nicht scharf zusammenlegen, sondern rollen. Die Kanten verschmutzen nämlich besonders leicht und ihre Reinigung geht dann auf Kosten des Gewebes. Stärkewäsche, die nicht benutzt wird, waschen wir einmal gründlich aus und hehen sie ungebügelt auf, denn Stärkegehalt macht auch den stärksten Stoff mit der Zeit brüchig. Vergessen wir nicht, von Zeit zu Zeit unseren Wäscheschrank auslüften zu lassen, denn auch Wäsche braucht zuweilen Frischluft. Besonders tüchtigen Hausfrauen wird empfohlen, ein Verzeichnis über den Kasteninhalt an der Innenseite der Kastentür anzubringen. Allerdings würde ein solches Verzeichnis gerade den ein ganz klein wenig flüchtigen Hausfrauen unschätzbare Dienste leisten! Wahrscheinlich führen sie alle ein Kontrollbuch, wenn sie Wäsche außer Haus zum Waschen geben— mit Durchschreibeseiten! Auch dieses gehört an die Schranktür oder auf ein bestimmtes Plätzchen im Schrank. Nun noch einige praktische Winke für die besondere Pflege der Wäsche: Geben Sie keine zerrissene Wäsche zum Waschen, sondern bessern Sie die Schäden vorher aus; zumindest aber„versichern“ Sie Löcher und Risse gegen ein Weiterreißen! Haben Sie Ihre Wäsche frisch gewaschen und ordentlich gebügelt, so lassen Sie diese am besten über Nacht offen liegen, ehe Sie einräumen, damit sie ganz austrocknen kann. Sind Blutflecken in die Wäsche gekommen, dann gehen Sie ihnen gleich zu Leibe. Nehmen Sie kaltes Wasser zum Einweichen, wechseln Sie das Wasser öfters und geben Sie das Stück erst dann zur allgemeinen Wäsche, wenn die Flecken gewichen sind, denn im heißen Wasser werden die Blutflecken bräunlich u. schier hoffnungslos hartnäckig werden. Rostflecken in Weißwäsche tauchen Sie mehrmals nacheinander in kochenden 2itronensaft und spülen dann kräftig nach. Waschblauflecken übergießen Sie mit kaltem Essig, lassen darin eine Zeitlang weichen und spülen erst mit kaltem, dann mit lauwarmem Wasser nach. Wie sicht es in Ihrer Schmutzwäschekiste aus? Legen Sie besonders heikle Stücke gleich besonders in eine Ecke zusammen? Knoten Sie Socken und Strümpfe vorsichtshalber paarweise zusammen und haben Sie für kleine Wäsche, wie Manschetten, Kragen und dergleichen einen eigenen Sack, den Sie sich von einem alten Wäschestück zusammengenäht haben? Wenn Sie es so halten, dann ersparen Sie sich manchen Aerger und manchen Zeitverlust. Und nun machen wir den Wäscheschrank zu, er ist wieder in schönster Ordnung. Röcklein, Hut und Schuhe Nicht nur das Essen, sondern auch die Kleidung ist für des Kindleins Gesundbeit von gröfler Wichtigkeit. Sie sei vor allem aber nicht zu warm und nicht zu kühl, immer der Witterung entsprechend. Ein Thermometer vor dem Fenster leistet de vorzügliche Ratgeberdienste. Doch müssen auch Wind und Feuchtigkeitsgrad der Luft berücksichtigt werden. Kopf kühl, Füße warm, ist eine wichtige Regell Pelzkragen und nackte Waden passen nicht zusammen, und die spinngewebedünnen Damenstrümpfe bringen den Aerzten ein gutes Stück Geld ein. Keine glattgewebten Stoffe direkt auf den Leib, sondern poröse oder trikotartige, gleichgültig ob leinen, baumwollen oder halbwollen. Kleider dürfen nicht drücken oder ziehen, daher keine engen Kragen, besondens auch nicht am Nachthemd, sondern offener freier Hals! Keine runden Strumpfbänder. Bei Mädchen Röcke und Unterröcke nicht um die Taille binden, sondern an die Achsel hängen: Hängeröcklein. Das fischbeingeschmückte Mieder hindert ausgiebige Erweiterung der Brust beim Atmen, schnürt Leber und Magen ein und beeinträchtigt das freie Spiel der Muskeln von Rücken und Bauchdecken, daher fort mit dieser jugendertötenden Schönheitsmaschine hohler Köpfe! Teckhere Sachen aus Kaffee Süß, wie die Liebe... rein wie ein Engel, schwarz wie der Teufel und heiß wie die Hölle muß der Kaffee sein“, hat Talleyrand gesagt, der nicht nur ein fähiger Diplomat, sondern auch ein Feinschmekker und sehr geistreicher Mann war. Als ein Arzt dem 80jährigen Voltaire, der jeden Abend bis zu 20 Tassen schwarzen, starken Kaffee trank, den Kaffeegenuß verbieten wollte, da Kaffee ein langsam wirkendes Gift sei, erwiderte Voltaire:„Sie haben unbedingt recht; aber der Kaffee ist ein sehr wirkendes Gift, denn ich vergifte mich nun schon über siebzig Jahre damit!“ An dieser Stelle sollen einige Rezepte gegeben werden von all den delikaten Dingen, die man aus Kaffee machen kann. Kaffeecreme Tentte Eigenereeiet=Mhiehen! Soll unser Junge mit Nachbars Kindern spielen? Wir kennen alle die besorgte Mitteilung einer Mutter:„Wirsen Sie, der Junge läuft mir zuviel herum! Er spielt immer mit den Nachbarskindern, und das will mir wirklich nicht gefallen! Er hört nur Schlechtigkeiten! Und dann die anstekkenden Krankheiten. Nun, liebe, besorgte Mutter, du mußt dir schon abgewöhnen mit deinem Bubi so ängstlich zu sein. Immerhin ist er ein Junge, der nicht immer an deinem Schürzenbändchen hängen wird. Es ist völlig falsch, wenn man seine Kinder in Seidenpapier packen und von allen anderen fernhalten will. Das Ergebnis sind Eigenbrödler und Duckmäuser, die Hemmungen haben und sich im Leben niemals durchsetzen werden. Natürlich soll man als Mutter einen Blick auf die Spielgefährten seiner Kinder haben, man kann auch eine Auswahl treffen, denn es tu tnicht gut, wenn der Altersunterschied zwischen ihnen zu groß ist, aber grundsätzlich zu verhindern, daß ein Kind Spielgefährten hat, wäre ein unverzeihlicher und nie wieder gutzumachender Fehler. Sehen wir uns einmal in unserem Bekanntenkreise um, sicherlich gibt es da einen oder mehrere Menschen, die lebensuntüchtig sind, die immer linkisch am Zaune stehen und immer die Letzten bleiben Das ist das Ergehms einer Erziehung, die nicht den Kontakt mit den anderen Menschen und dem Leben selbst Des Eichters Hachzenllag Ein Brief Adalbert Stifters an seine Frau Amalie Einer der schönsten Briefe, der je aus dem Gefühl heiliger Liebe heraus geschrieben wurde, ist der Brief, den Adalbert Stifter am 15. November 1865, seinem Hochzeitstag, aus Kirchschlag an seine Frau Amalie richtete. Geliebteste, teuerste Gattin! Die größte Freude welche Du mir zu dem heutigen Tage, dem Jahrestage unserer Vermählung, hättest machen können, hast Du mir durch Deinen Brief gemacht, welcher die Worte enthält, die Dir Dein Herz zur Erinnerung an jene Stunde eingab, in welcher wir den Ehebund für dieses Leben schlossen. Schönere, edlere, liebevollere Worte hätten nicht gesprochen werden können Sie haben mich so gerührt und beglückt, daß ich Dir es gar nicht aussprechen kann. ich sage Dir den innigsten Dank für Deine Lebevolle, feierliche und fromme Gesinnung, und ich glaube, außer dem Gebete zu Gott, das ich heute für Dich verrichtet habe, den Tag nicht besser ehren zu können, als daß ich Dir den Dank für Dein schönes Herz in diesen Zeilen ausdrücke. ich habe eigens diesen geheiligten Tag für die Darlegung meines Denkens bestimmt. Du wirst den Brief, in welchem auch ich Dir ein Erinnerungszeichen an diesen Tag sendete, erhalten haben. Du sprichst die Hoffnung aus, daß auch ich jetzt noch so denke wie an jenem Tage Wohl denke ich noch so, alles ist auch mir noch klar und deutlich, wie es gewesen ist; aber mein Gefühl hat sich sehr geändert, es ist um vieles wärmer, anhänglicher und, unauslöschlicher geworden; mit jedem Tage, seitdem wir verbunden sind, ist meine Liebe zu Dir gewachsen, und ich empfinde es, sie wird bis zu meinem Tode wachsen. Weni. Du Gott anrufst, daß er uns noch eine Zeit vereint miteinander leben lassen möchte, so ist dies auch mein Anliegen an den allmächtigen Herrn des Himmels. Das Herz der teuren Gattin, das Herz des Gatten ganz sein nennen zu können, in seinem Herzen sich einzig und ohne Ende geliebt wissen, ist doch das süßeste Glück dieser Erde und alles, was man an Taten und Gesinnungen sich unterfängt, ist doch zuletzt eitel Stückwerk und Flickwerk, so wie es zuletzt doch auch nur Stückwerk und Flickwerk sein wird, was ich in diesem Leben hervorzubringen gestrebt habe. Daß ich doch so viel Wert gehabt habe, daß Dein Herz mich so liebt, wird dereinst mein größter Schmuck vor dem Herrn sein. Lasse une aber bei unsera Bitten an Gott immer dazusetzen:„Was er über uns verhängt, ist zu unserem Heile“, und ich empfinde an diesem feierlichen Tage recht lebhaft, daß meine lange Krankheit und unsere Trennung, womit uns der Vater im Himmel heimgesucht hat, auch zu unserem Heile ist. ich werde Dir darüber eigens schreiben Heute setze ich sonst gar nichts mehr in diesen Brief, er schiene mir durch alles, was man noch anhängen könnte, entwürdigt. Und so habe Dank für das, was Du bist, und was Du für mich bist, ich drücke Dich im Geiste an mein treues Herz und bin In Ewigkeit Dein Dich liebender Gatte suchte. Das alte Sprichwort:„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ gilt auch hier. Eine gute Methode, dem Kind Spielgefährten zu geben und es doch unter Aufsicht zu haben, ist, die Spielgefährten ins Haus zu ziehen. Man muß sich dann allerdings etwas mit den Kindern beschäftigen, ein wenig Geduld haben und beim Geschrei nicht gleich die Nerven verlieren. Kinder lassen sich erziehen— daran muß jede Mutter denken. Nur, muß man sich eben die Mühe machen, sie zu erziehen. Das wird aber leider sehr oft versäumt. Eine genauere Betrachtung verdient die Angst vor ansteckenden Krankheiten. Es ist eine Tatsache, daß gerade verhätschelte Kinder am ehesten solche Krankheiten bekommen, während abgehärtete davon kaum befallen werden. Wenn die Mutter sich aber nicht nur um ihr Kind, söndern auch um die Spielgefährten ihres Kindes kümmert, wenn sie die Eltern dieser Spielgefährten kennt, dann wird ihr ja sofort auffallen, wenn ein Junge oder ein Mädel kränklich ist. Es ist dann noch früh genug, die Spielgemeinschaft aufzulösen. Wenn wir selbst einmal zurückdenken, ist nicht auch unsere Kinderzeit das Schönste gewesen? Gehen unsere Gespielen von damals nicht ein ganzes Leben lang neben uns her, im kurzen Höschen und knappen Röckchen, ganz wie damais? Ist uns nicht aus den Spielen mit den Freunden gerade die Kinderfreude gekommen? Haben wir nicht unendliche glückliche Stunden mit ihnen verbracht? Auch das vergißt man oft, wenn man ein eigenes Kind hat. Was wäre aus uns geworden, wenn man uns zu Eigenbrödlern und Einsamen erzogen hätte? Hat es uns geschadet, daß wir mit Nachbars Lenchen Ball spielten und uns mit Nachbars Fritzchen um die Eisenbahn balgten? 50 g feingemahiener Kaffee werden mit + 1 Wasser aufgebrüht und durch ein feines Tuch filtriert. 100 g Zucker, sechs Eigelb. ½ 1 süße Sahne und ein Kaffeelöffel Reismehl wird gut daruntergerührt. Die Creme wird in kleine Formen oder Gläser gefüllt und in ein Wasserbad mit siedendem Wasser, das bis an den Rand gehen muß, gestellt. Auf ganz kleinem Feuer lasse man die Gläser oder Formen darin stehen, bis die Creme gestockt ist. Das Wasser darf auf keinen Fall kochen; einerseits würde die Creme Blasen bekommen und dann zusammenfallen, und andererseits würde Wasser in die Gläser hineinsprudeln und alles verderben. Mit einem trockenen Holzstäbchen probiere man, ob die Creme gut ist; wenn das Hölzchen trocken bleibt, ist sie fertig, was etwa eine Stunde dauern wird. Man nehme die Gläser nun aus dem Wasser, stelle sie zum Erkalten und wenn erkaltet, auf Eis. Zum Servieren verziere man nie mit Schlagsahne. Die Creme läßt sich auch sehr gut stürzen. Kaffee-Lukullus 200 g Butter rührt man schaumig. Dann rührt man sehr innig vermischt dazut 200 g feinen Zucker und vier Eigelb. Von etwa 30 g Kaffee brüht man ein kleinen Täßchen Extrakt, den man unter beständigem Rühren fast tropfenweise in die Masse gibt. Eino passende, gutgebutterte Form wird vollkommen mit Biskuits ausgelegt. Nun gibt man abwechselnd eine Lage von der Masse, eine kleinere Lage zerbröckelte Biskuits hinein, bis alles aufgebracht ist, und stellt sie auf Eis. Eine Stunde vor dem Servieren stürze man die Form, überzieht mit Schokoladenguß, verziert mit reichlich süßer Schlagsahne und stellt sie noch bis zum Anrichten kalt. Kleiner Tip Flecken aller Art entfernt man schnell aus Stoffen, ohne das Gewebe oder die Farbe zu beschädigen, durch Bohnenwasser. Man koche getrocknete weiße Bohnen, ohne sie zu salzen, in Wasser. Das Maß und Verhältnis beider zueinander hängt von der gewünschten Kraft der Brühe ab. Ist sie abgekühlt, so weicht man die beschädigten Stoffe oder nur die Flecken darin ein und reibt sie ohne Seife aus. Tintenflecken, wenn nicht sehr veraltet, verschwinden bei dieser Behandlung. schöpfungen der Gelchsahronlere 1990 8 K 2005 e E 9*) K 2062 E 197 11 Nenn, liebe besorgte Mutter, es hat uns nichts geschadet Und vielleicht hat es uns sogar geformt. Wir lernten andere Meinungen achten, wir lernten, daß nicht alles uns gehört, was das Leben verschenkt. Wir lernten uns anpassen und einfügen, lange ehe wir in die Schule kamen. Auch bei deinem Bubi soll es so sein! Michaela. Slalbert Sillfer. Seit wann„picknicken“ wir? Jetzt ist wieder die Zeit gekommen, wo wir, die einen mit dem Wagen, die Bescheideren unter uns mit den Fahrrädern, am Wochenende ins Grüne fahren, um zu „picknicken“. Je größer die Gesellschaft dabei ist, um so mehr Spaß macht die ganze Sache. Die Sitte, Ausflüge mit gemeinschaftlichem Mahl im Freien zu veranstalten, war schon vor Jahrhunderten bekannt und beliebt, doch hatte sie lange keinen besonderen Namen. Jede Familie übernahm die Besorgung eines Teiles der Verpflegung und der Einfachheit halber schrieb man alles, was für die Tafel im Freien benötigt wurde, auf eine lange Liste. Die Hausfrauen pickten sich die Dinge heraus, die jeder einzelne beisteuern wollte, und machten zum Zeichen einen Knick an den Rand des Zettels, bevor sie ihn weiterreichten. So kam es, daß aus dem„Picken und Knicken“ allmählich das Wort„Picknick“ entstand. s 8 ∆ 950 K.1029 K 2037 Montag. Nr. 36/ 63. Jahrgang SCHWERTER ZEITUNG Die Wendung zum Frieden Erfolgreiche DRK-Veranstaltung Ra Schwert-. Tausende von Zuschauern umsäumten am Sonnabend nachmittag die Straßen, durch die der Kinderfestzug sich bewegte. Alle wollten sehen, was da von den Kindern dargeboten wurde. Und sie kamen alle auf ihre Kosten. Es war wohl jeder, der diesen Zug von mehr als tausend Kindern aller Altersstufen sah, überrascht und zutiefst erfreut. Maienk anz Im Haar Da waren die kleinen Jungen mit dem buntgeschmückten Roller, die Puppenmütter mit ihren Puppenwagen, aller Form und Bauart. Jeder Wagen aber war aufs beste geschmückt. Dann die kleinen Mädchen, die ihr Puppenkind in den Armen hielten und so durch die Straßen trugen. Einige hatten das Haar, sonst fein säuberlich zu Zöpfen eingeflochten, offen und ein schöner Maienkranz aus grünen Zweigen und Fliederblüten verschönte die kindlichen Gesichtchen. Ein Prachtbild— so bunt und mannigfaltig Bollerwagen, ein kleiner Flachwagen, Dreiräder— alle waren sie vertreten. Und wer zählt die Fahrräder? Prächtig geschmückt, ein Mädchen sogar mit großem Rosenbogen— so fuhren sie, klingelnd und vorsichtig, im Zuge. Es waren insgesamt über 200 Fahrräder eine farbenprächtige Reihe. Zwischen den Rollern am Anfange aber und den Fahrrädern am Schluß war der Clou des ganzen: die Gruppen der verkleideten Jungen und Mädchen, die Märchen, Jahreszeiten und Aehnliches darstellten. An der Ausgestaltung gerade diesef Gruppen hatten die Lehrer der verschiedenen Schulen größten Antefl. Da gab es Darstellungen der verschiedenen Sportarten— u. a. das geschmückte Paddelboot und die— etwas verspäteten— Schiläufer neben Märchen aller Are Prinzessinnen, Prinzen, ja sogar Ner dunkelgrüne Frosch ging im Zuge. Ganz enorm die 10 kleinen Negerlein brauner Schurz, dunkle Haut. Das VILs 5:1-Sieg über VII. Hörde Im letzten Meisterschaftsspiel siegte zehnte, ein ganz winziges, war am net- Vfl. Schwerte über seinen Namensvetter testen! Dann der Strubbelpeter mit Hörde klar mit 511. dem„kohlpechrabenschwarzen Mohren“ I Die Gäste zeigten trotz der zahlender Daumenlutscher und der Suppen-Vmäßig zu hoch ausgefallenen Niederkaspar— auf das liebevollste von Fräu-Vlage dem Gastgeber ein jederzeit offelein Fleer, der Leiterin des DRK-Ines Kampfspiel Kinderhortes vorbereitet. Sehr hübsch] Zur Ueberraschung der Schwerter auch die Pensionsmädchen mit ihrer Anhänger ging Hörde nach etwa 10 MiLeiterin; Fräulein Rahlenbecksjnuten Spielzeit durch seinen MittelstürSchülcrinnen hatten diese entzückende mer mit 1:0 in Führung. Günter KöchGruppe gestellt. Man kann beim besten ling vollzog einige Minuten später Willen nicht alle die originellen Ein- durch Flachschuß den Ausgleich. Bis zur fälle und geschickten Ausführungen auf-ersten Halbzeit erzielte Schwerte zwei zählen. Nur muß noch besonders die weitere Tore und verschaffte sich eine Abordnung der Heideschule unter Leh-sichere 311-Führung. Nach dem Wiederrer Blümel genannt werden. Sie ka- beginn gab sich Hörde keineswegs gemen mit Wagen und Esel und stellten schlagen und griff weiterhin mit sehr nach Beendigung des Zuges noch auf schnellen Angriffen das Schwerter Tor dem Markt das Gefährt für Rundfahr- an. Torerfolge blieben den Hörder ten— pro Fahrt ein Groschen in die Stürmern aber versagt, da Pfeffer als Büchsen des DRK— zur Verfügung. Mittelstürmer einen großen Tag hatte. Und demnächst eine Jugendgruppe Die Schwerter Stürmer hatten dagegen d e(Clück und konnten noch zwei weitere Der Erfolg— nicht nur der pekunjäre war groß. Die Arbeit des DRK ist Wieisterklänge im Räthaussaal Detlef Kraus und Otto Schärnack musizierten Burch diesen Sieg gelang es den Schwertern, vorerst den zweiten Tabellenplatz zu erobern. Ob dieser Platz behauptet werden kann, hängt von dem Ausgang der Meisterschaftsspiele Schüren gegen Lünen und Eichlinghofen gegen Dorstfeld am kommen Sonntag ab. VIB Westhofen— Tus Schwerte-Ost 1:3 Die Spieler aus Schwerte-Ost waren von Anfang an überlegen. Bis zum Ende der ersten Halbzeit fielen für den Tus zwei Tore, die Volke und Kerstin traten. Die zweite Halbzeit brachte ein weiteres Tor für Schwerte-Ost durch Stein. Die Westhofener, die ziemlich müde spielten, erzielten dann doch noch ein Gegentor. Tus Wandhofen 11— Tus Sölde 1:3 SV Sundwig— SSC Ergste 12 3:2 Minuth trat in der 15. Minute das Fühwieder einmal in das Bewußtsein aller Menschen hier am Ort getreten. Vor allem aber hat die Jugend sich mit Begeisterung zu dieser Arbeit bekannt. Das ist wichtig; ist doch die Bildung iner DRK-Jugendgruppe auch bei uns geplant und dürfte bei allen Kindern, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Werbeumzuges so eifrig eingesetzt haben, auf großes Verständnis stoßen. Schon jetzt wird häufig gefragt:„Wann kann man denn eigentlich zum Roten Kreuz kommen?“ Nun, es wird nicht mehr lange dauern, dann können auch die Jüngsten sich einsetzen für die Friedensarbeit des Deutschen Roten Kreuzes Die Leiterin der Frauenarbeit des DRK-Kreisverbandes Iserlohn, Frau Barts, die anwesend war, zeigte sich sehr beeindruckt von der lustigen, fer- rungstor, doch gelang den Gästen bald bentrohen Reihe der mehr als tausend der Ausgleich. Sie gingen kurz nach dem 1:1 in Führung, doch nun erzwang Schwerte. Es war ein klangvoller Abschluß dieses schönen Maiensonntags. Der Konzertring der Stadt Schwerte hatte gestern in den Rathaussaal eingeladen und überraschte die Freunde der Instrumentalmusik durch Darbietungen von edelster Prägnanz. Detlef Kraus musizierte und ihm zur Seite ein Ebenbürtiger: Otto Schärnack. Was wir vom Pianisten und Geiger zu hören bekamen, war ein vollendetes Meisterkonzert. Beide Künstler wissen um das Wesen des Klanges; ihre Kunst trägt den Stempel der Größe. Die dargebotenen Werke waren von dem Geiste Bachs, Beethovens und Mozarts ganz durchdränkt, wurden in perlender Geläufigkeit interpretiert, zeigten dynamisches Gefälle, bestachen durch technisches Können und durch ein sicheres, absolut zuverlässiges Gedächtnis. Das Konzert hatte Atmosphäre und Spannung. J. S. Bachs G-Dur für Violine und Teilnehmer und Teilnehmerinnen an diesem ersten Kinderkorso des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsvereinigung Schwerte, nach dem Kriege.-er Von Schwerte in Richtung... Der Sommerfahrplan der Bundesbahn Gültig ab 14. Mai 1950 9.11 D nach Unna— Hamm— Münster— Hamburg— Fiensburg— Fredericia 9.27 D nach Unna— Hamm= Bielefeld— Braunschweig 4.25 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf. 4.38 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf. 4.41 nach Bestwig— Warburg— Kassel 4.41(W) nach Iserlohn 4.44(W) nach Dortmund-Hbf. 5.10 nach Dortmund-Hbf. 5.23 nach Hagen-Hbf. 5.30 nach Unna— Hamm— Münster 5.53 nach Hagen-Hbf. 5.54 nach Dortmund-Hbf. 5.53(W) nach Iserlohn 6.06 nach Unna— Soest 6.10(W) nach Bestwig— Warburg 6.40 E nach Unna— Hamm— Münster 6.41 nach Hagen-Hbf. 6.49 nach Dortmund-Hbf. 6.50 nach Hagen-Hbf. 6.51 nach Iserlohn 6.51 nach Geisecke 7.00 nach Unna— Hamm 7.32(W) nach Dortmund-Hbf. 7.51 E nach Hagen-Hbf.— Düsseldorf 7.51 E nach Dortmund-Hbf. 7.97 nach Iserlohn 8.00 nach Bestwig 3.10 nach Hagen-Hbf. 8.17 nach Dortmund-Hbf. 8.19 E nach Hagen-Hbf.— Köln-Abf.— Koblenz 9.24(W) nach Hagen-Hbf. 3.27 F nach Unna— Hamm 9.41 D Bestwig— Warburg— Kassel— Bebra(zuschlagpflichtig) 8.43 nach Iserlohn 9.12 D nach Unna— Hamm— Münster— Rheine— Emden— Norddeich(zuschlagspflichtig) 9.23 nach Dortmund-Hbf. 9.26 nach Unna— Hamm— Münster— Rheine 9.32 D nach Bestwig— Scherfede— Holzminden= Braunschweig(zuschlagspfl.) 9.33 E nach Hagen— Köln-Hbf. 9.27 D nach Unna— Soest— Paderborn— Hildesheim= Braunschweig(zuschlagepflichtig) 9.37 nach Iserlohn 10.09 nach Bestwig— Warburg 10.12 nach Dortmund-flbf. 10.12 nach Hagen 10.50 nach Unna— Soest 19.56 E nach Hagen-Hlbf— Düsseldort— M Gladbach— Köln-Hbf. 10.53 nach Dortmund-Hbf. 41.83 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf= Malnz— Mannheim— Stuttgart— München(zuschlagspflichtig) 11.18 nach Hagen-Hbf. 11.45 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf.(zuschlagspflichtig) 11.47 E nach Unna— Hamm— Münster 11.59 nach Hagen-Hbf. 12.00 nach Bestwig 12.91(Sa) nach Iserlohn(Zug verkehrt nur während einer bestimmten Zeit) 29.10 nach Hagen-Hbf. 12.36 nach Unna— Hamm— Münster 12.43 nach Dortmund-Hbf. 12.65 F nach Unna— Soest— Kreiensen— Goslar— Braunschweig— Heimstedt 19.41 nach Iserlohn 38.20 nach Holzwickede Wer nach Ragen-Albt. 13.30 nach Dortmund-Hbf. 13.35 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf. schlagspflichtig) 13.39 D nach Unna— Hamm— Münster Hamt Litona(zuschlagspflichtig) 13.56 nach Beerwig— Warburg 14.20 nach Unna— Hamm 14.24 D nach Unna— Hamm— Bielefeld— Hannover— Braunschweig(zuschlagspflichtig) 14.32 nach Hagen-Hbf. 14.33(W) nach Dortmund-Hbf. 14.34(W) nach Iserlohn 15.17 nach Hagen-Hbf. 15.35 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf.(zuschlagspflichtig) 15.44 D nach Hagen-Hbf.— Düsseldorl-Hbf. Aachen-Hbf.(zuschlagspflichtig) 15.49 nach Dortmund-Hbf. 15.53 nach Iserlohn 15.57(W) nach Hagen-Hbf. 16.18 E Unna— Hamm— Münster 16.34(W) nach Dortmund-Hbf. 16.36(W) nach Bestwig 16.45 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf.(zuschlagspflichtig) 16.48(W) nach Arnsberg(außer Sa.) 16.52 nach Unna— Soest 17.02 nach Hagen-Hbf. 17.07 nach Hagen-Hbf. 17.15(W) nach Iserlohn 17.26 nach Dortmund-Hbf. 17.43 E nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf.— Aachen 17.52 D nach Unna— Hamm— Münster(zuschlagspflichtig) 17.59 E nach Bestwig— Warburg— Kassel 18.01 nach Dortmund-Hbf. 18.01 nach Iserlohn 18.06 nach Bestwig— Warburg 18.10 nach Unna— Hamm 18.27(W) nach Hagen-Hbf. 18.42 nach Hagen-Hbf. 19.00 nach Unna— Hamm 19.09 nach Dortmund-Hbf. 19.13 D nach Hagen-Hbf.— Köln-Hbf. 19.15 nach Unna— Soest 19.17 E nach Bestwig 19.31 E nach Hagen-Hbf.— Düsseldorf— Aachen 19.52 E nach Hagen-Hbf.— Wt.-Elberfeld 20.19 nach Hagen-Hbf. 20.19(W) nach Dortmund-Hbf. 20.23 nach Iserlohn 20.43 nach Hagen-Hbf. 20.45 nach Unna— Hamm 20.47 nach Bestwig 20.52 nach Dortmund-Hbf. 20.57 nach Hagen-Hbf. 21.05 nach Holzwickede 21.05(S) Iserlohn(Zug verkehrt an Sonntagen sowie an folgenden reichsgesetzlichen Feiertagen: Neujahrstag, Karfreitag.. Ostermontag, Pfingstmontag, 1. und 2. Welhnachtstag). 21.14 DDT nach Bielefeld— Kabel— Matger— Offenbach 21.15(W) nach Geisecke 21.49 nach Hagen-Hbf. 22.00 E nach Unna— Hamm 22.03 nach Hagen-Hbf. 22.14 nach Dortmund-Abf. 22.29 E nach Hagen-Hbf— Wt.-Eüberfeid 22.24 nach Unna— Hamm 23.00 nach Dortmund-Abf. 23.13 nach Arnsberg 23.15 nach Iserlohn Mücke noch vor dem Wechsel das 2:2. Schließlich brachte buchstäblich die letzte Minute dem Gastgeber Sundwig das Führungstor. Am Tabellenplatz Ergstes ändert der Verlust dieser zwei Punkte nichts mehr. SC Hennen— SSV Kalthof 5:0 SV Geisecke 26— Alemannia Menden 2:1 * Handball Tus Jahn Dellwig— Tus Holzen 07 8:7 In einem Freundschaftsspiel erlebten die Holzener bei einem Angehörigen der Bezirksklasse eine Niederlage. Die spielstarken Platzherren lieferten den Holzenern eine gleichwertige Partie. Der Halbzeitstand war 3:3. Wenn es zu des Geigers Schärnack und von der geschliffenen Tonkunst des mit Elan begleiteten Planisten Kraus. Eine Glanzleistung Schärnacks war die Wiedergabe der Bachschen Partita d-moll. Der Wille des Künstlers zum sinnlich-schönen Klang ist bei ihm gepaart mit feinem Stilgefühl. Herzlich und persönlich ist das Spiel dieses noch verhältnismäßig jungen Gelgers, dem man sicher eine große Zukunft voraussagen darf. Mit Mozarts Klaviersonate F-Dur, K. V. 533 setzte Kraus das Konzert in einer von dem dankbaren Publikum mitgehenden Weise fort. Seine Musik strahlte unter seinen Hände eine feine geistige Anmut aus. Ein besonderer Genuß war Beethovens Sonate A-Dur op. 47, die sogenannte Kreuzersonate. Die geistige Führung lag bei dem hochmusikalischen Pianisten. Der Geiger spielte auch hier stilistisch und technisch vollkommen sicher. Das zweieinige Musizieren wurde zu einem wahrhaften Erlebnis, für das das vollbesetzte Haus J. S. Bachs G-Dur für Violine und Klavier zeugte von souveränem Können) stürmisen appiaudierte. Erste Schwimmfreunde im Elsetal Eröffnung bei lachender Maiensonne Die Sonne schickte in den dem übrigens auch Schwerter und sogar beed. er Fnargigl Portmunder angehören, wurde das Elsetal. letzten Tagen mit verstärkter zuergie ihre Strahlen. Das Thermometer stieg hurtig nach oben. Mensch und Tier atmeten erleichtert auf, denn so ein bißschen Wärme ist eine Wohltat. Und die Welt, sieht sie in der lachenden Sonne nicht viel freundlicher aus, verklärt sie nicht das Gemüt und läßt die Herzen höher schlagen? Lebhafter wird es auf den Straßen, lebhafter in Feld und Wald. Und lebhaft wird es in den Freibädern. Mitte Mai ist der eigentliche Beginn der Saison. Das ist nicht ein zufälliger Termin. Das Wasser hat seine Badereife. Das eigentümliche Aroma, das jeden Schwimmfreund anzieht, verrät es uns. Viele suchen jetzt in frischgeschmückter Natur Erquickung. Ungezählte streben fortan wieder zum erfrischenden Freibad. Insbesondere auch zu der ideal gelegenen Schwimmanlage im Elsetal. Gestern haben sich dort die Pforten geöffnet. Und erst, wenn der Sommer wieder Abschied nimmt, werden sie sich schließen. Mit dem gestrigen Anschwimmen des Schwimmvereins„Elsetal“, Dortiunder ungemeveh, wurde das n mit seinen 1800 Kubikmeter, r für die Oeffentlichkeit freigeeben für den neuen, großen Start. Und im Laufe des Tages stiegen mehr und mehr Gäste ins Wasser, zunächst langsam und ein wenig scheu, aber schon bald waren sie wieder vertraut mit dem nassen, erquickenden Element. Von nah und fern waren die ersten Besucher am Eröffnungstage herbeigeeilt. Und von denen, die bereits am Sonntagvormittag eintrafen, waren die meisten aus dem Dortmunder Bezirk. Zumeist waren es dem Bademeister vertraute Gesichter. Am Nachmittag kamen die Gäste aus der näheren Umgebung. Und alle hatten viel Freude und Erholung. Maiensonne schien uneriablich auf die Spiegelfläche des Wassers. Die Luft war so reizend blau und das Licht so strahlend gold. Und der Kranz der Wälder gab dieser entzückenden Anlage den Rahmen, der das Stimmungsbild und den Frühlingszauber erhöht. pe einem Sieg für Dellwig kam, dann durch den sehr großen Eifer dieser Jahn-Elf. Holzens Tore schassen Simon, Jürklies, Krämer und Poch(4). Herausgeber und alleiniger Inhaber: Hans Linner. Verlag Schwerter Zeitung Hans Linner vorm. Carl Braus. Schriftleitung: Heinr. Schwarzkopf. Druck: Verlagsdruckerei Hans Linner vorm. Carl Braus. Verlagsleitung: Hans Linner, Schwerte. Ruf 2770. Anzeigen in der „Schwerter Zellung der vielgelesenen Heimatzeitung haben immer Erfolg Marken- Fahrräder, erstklassig, sehr preiswert, größte Auswahl, günstige Ratenzahl. m. Garantie 4MYBEER Schwerte, Mährstraße 1, Tel. 2830 Ab Freitag, 19. 5. Bohnenstangen und Zaunmaterial r. mel, Schwerte Rondo-Waschmaschinen für Hand-, Wasser- u. Elektroantrieb. Anzahl.: DM 29.-, 36.25 u. 89.50. Monatsr. 9.-, 10.50 u. 25.H. MACKE am Markt Hierde, Fahrräder, Pfaff-Nähmaschinen 1 Kleiderschrank, 1 Bettstelle mit Stahl- und Auflegematratzen, 1 Nachtschränkchen, 1 Sofa, 1 Küchenherd, alles gut erhalten, billig abzugeben. No, sagt die Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung.(669 Gebrauchte emaillierte Badewanne und Zuglampe billig zu verkaufen. Wo, sagt d. Oeschättest. d. 2tg. Gut möbliertes in ruhigem Hause an allenstehenden Herrn oder Dame; für sofort od. spüter au vermieten. Angebote unter 9 in die Geschibhant.s Bekanntmachung. Im Landkreis Iserlohn finden nachstehende Flußschauen statt: a) Grünerbachschau am 30. Mai 1950: Beginn um 9 Uhr an der, Stradenkreuzung bei der Fabrik H. Schlieper und Wirtschaff Zobel in der Grüne, Ende an der Einmündung in die Lenne. Nahmerbachschau am 30. Mai 1950: Beginn um 13,30 Uhr an der Wirtschaft„Zum Lahmen Hasen“ in Hohenlimburg, Ende Einmündung in die Lenne. Lenneschau am 2. Juni 1950: Beginn um 9 Uhr an der Kreisgrenze unterhalb Nachrodt, Ende Amtsbezirksgrenze Letmathes Hohenlimburs. 4 4mtee grinl d) Lenneschau am 5. Juni 1950: Beginn 9 Unr an der Amtsbezirksgrenze LetmathefHohenlimburg, Ende an der Einmündung in e) Westigerbach-, Sundwigerbach-, Oesebachschau am 6. Juni 1950: Beginn um 9 Uhr an der Chauseebrücke bei der Bredenbrucher Mühle. Der Sundwigerbach(ca. 11 Uhr), soweit er Wasserlauf II. Ordnung ist, sowie Oesebach(ca. 13 Uhr) bis zur Amtsbezirksgrenze Hemer-Menden. Oesebach- und Hönneschau am 9. Juni 1950: Beginn um 9 Uhr an der Amtsbezirksgrenze Hemer-Menden bis zur Einmündung in die Hönne und anschließend Hönneschau(ca. 11 Uhr) von der Brücke am Schrottplatz der Firma Jost, Menden, Ende Einmündung in die Ruhr. 1 Ptr 8) Ruhrschau am 12. Juni 1950: Beginn um 9 Unr an der Kunrbrücke in Wickede, Ende an der Ruhrbrücke in Langschede. h) Ruhrschau am 14. Juni 1950: Beginn um 9 Uhr an der Brücke in Langschede, Ende an der Westhofener Brücke. Die Uferanlieger werden gebeten, dafür zu sorgen, daß am Tage der Schau die Wiesenbewässerung bis nach beendeter Schau auf allen sich am Flußufer befindlichen Wiesen unterbleibt und etwa vorhandene Einfriedigungen zum Durchgang geöffnet werden. Iserlohn, den 13. Mai 1950. Der Oberkreisdirektor: In Vertretung: Lueg. unges Wädchen für 3 mal wöchentlich als Putzhilfe für kl. Haushalt gesucht.(681 Wo, sagt die Geschäftsst. ds. Zig. Rosenkranz verloren mit Täschchen, blanke Perlen und. 3 Medeillen(Familienerbstück). Wiederbringer erhält gute Belohnung. Abzugeben: Duchhandlung Enste, Schwerte, Haselackstraße.(672 Lebastenen- und LehnslenerAesgleichstabellen vorrütte I. Große Marktstr. Den eleganden Rheinberger-Schich Philipp Staubach Dachdeckermeister Villigst, Letmather Straße Nr. 9 Filiale: Schwerte, Ostenstr. 26. Ruf 2255 Dacharbeiten aller Art sowie Isollerungen und Biltsabtellerben. Bckaant für enitde Arbet veell. *