83. Jahrgang Miltwrech, 11. Januar arter Ebe Hüwwerter Tellung wecheint wiicbentäich dreimel tmontags, mittwochs u. samstags). Bezugspreis monatlich 2.— Dat(einechl. 20 Ptg. Trägerlohnj. Postbeung monattich 2.— Daf N Pig Zustelhumgegsbühr) dite Stadt Schrwerts und die Amter Westhoten und Ergste Elartge in Schwerte gedruckte Zeitumg S Ainestaummer 15 Ple.— damslgemgreies n Preisliste Nr. 1.— Druck und Verlag: Haue Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstraße Nr. 2—5. Ruf 2770. Postscheckkonto Dortmund 2992. Ameiikgnische Physiker legten Atom-Kommission Pläne vor Niem Bonllben smd schenubeinen USA: Wirkung der Wasserstoff-Atombombe tausendmal größer amerikanische Kriegsministerium erhielt von den amerikanischen Physikern der Atomkommission Mitteilung, daß es möglich sel, das Wasserstoffatom in ähnlicher Weie radio-aktiv zu machen wie das Plutonium, jenes Entwicklungsprodukt des Uraniums, das heute die Grundlage der Atombombe darstellt. Nur wäre eine Explosion der Wasserstoffatome an Brisanzwirkung etwa tausendmal größer als die ersten Atombomben. Das heißt, daß eine Wasserstoff-Atombombe eine Oberfläche von 500 qkm, also mehr als die größte Stadt der Welt, vollständig zerstören könnte. Damit träte die interkontinentale Atombombenrakete in greifbare, grausige Nähe. rs New York, 10. Januar Mlit der Wasserstoff-Atombombe befaßte sich jetzt erstmals der amerikanische Rundfunk. Sollten die Angaben des Sprechers Drew Pearson zutreffen, so hat Präsident Truman dem Ausschuß amerikanischer Atomgelehrter den Auftrag gegeben, zu prüfen, mit welchen Mitteln und mit welchen Kosten die Serienherstellung der atomischen Wasserstoff-Bombe verwirklicht werden kann. Ueber zwei Milliarden Dollar Wohlgemerkt hat weder Amerika noch eine andere Macht heute eine solche Bombe; es würde auch wohl noch geraume Zeit dauern, bis man all die technischen Schwierigkeiten überwunden hätte, die sich ihrer Konstruktion entgegenstellen. Ein Riesenprojekt, das über zwei Milliarden Dollar, vielleicht das Doppelte kosten würde, müßte errichtet werden, um eine einzige Bombe dieser Art zu produzieren. Militärs drängen Nicht die Kosten, sondern die Art der Waffe selbst scheint der Grund zu sein, der die amerikanischen Politiker vor der Perspektive der WasserstoffAtombombe zurückschrecken läßt. Die Bestätigung der bisher nur vagen Meldungen über die Wasserstoff-Bombe mag als ein dringender Fingerzeig gedeutet werden, daß die Vereinigten en nicht in einen Wettlauf um die Herstellung dieser Waffe gerissen zu werden wünschen. Sie ist gewissermaßen eine Warnung, daß es noch Zeit ist, sich zu einigen. Es heißt, daß Verteidigungsminister Johnson und der Generalstab Wert darauf legten, sich ernsthaft mit den Vorbereitungen für die Gewinnung von Wasserstoff-Atombomben zu befassen, da nur so der Westen seinen Rüstungsvorsprung vor der Sowjetunion wahren könne. Jeden Monat fast 25000 Flüchtlinge Amerikanische Stellen schalten sich in das Flüchtlingsproblem ein dmt Frankfurt, 10. Januar Obwohl die Flüchtlingsfrage ein deut. sches Problem ist, schalten sich Jetzt amerikanische Stellen ebenso wie die Aemter der Alllierten Hohen Kommission in die Untersuchungen ein, well sie der Ansicht sind, daß die Bewältlgung dieser Aufgabe über die deutschen Kräfte hinausgeht. In einem Bericht, den das Amt für politische Angelegenheiten beim amerikanischen Hohen Kommissariat herausgegeben hat, wird darauf hingewiesen, daß etwa 25000 Menschen monatlich aus der Sowjetzone in die Bundesrepublik kommen, von denen mehr als 12000 im Westen bleiben. Allein im vergangenen November haben mehr als 6000 Menschen illegal die Grenze nach Hessen überschritten, während nach Bayern monatlich etwa 600 Menschen, meist aus der Tschechoslowakei, gekommen sind. Krankenschwester zerstückelte ihre Opfer mit einem Brotmesser Die, wie bereits gestern berichtet, unter dringendem Mordverdacht verhaftete shemalige Operationsschwester Elisabeth Kusian aus Berlin-Charlottenburg gestand am Dienstag, den 65jährigen Hermann Seidelmann aus Plauen und die 47jährige Doris Merten aus Spandau am B. und 26. Dezember erdrosselt und die Leichen mit einem Brotmesser zerstückelt au haben. Die 37jährige, die am vergangenen Freitag von der Westberliner Polizei verhaftet worden war, legte ihr Geständnis nach tagelangen Verhören vor der Ostberliner Volkspolizei ab. Sie führte die Kripo zu den Ruinengrundstücken im Bowjetsektor, in denen sie die Leichenteile versteckt hatte und schilderte die Mordtaten. Nach ihren Aussagen hatte ele Seidelmann, der zur Beerdigung seiner Mutter in Berlin wellte, in einer Wechselstube am Zoo kennengelernt. Unter dem Vorwand, ihm eine bestimmte Summe in ihrer Wohnung aushändigen su können, habe sie ihn in ihr Zimmer gelockt und in einem günstigen Augenblick mit einer Schnur erdrosselt. Auf ähnliche Weise habe sie Frau Merten, die eine Schreibmaschine abliefern sollte, in ihrer Wohnung umgebracht. * Die bayrische Regierung empfing im rinz-Karl-Palais die konsularischen Verkreter des Auslandes. An dem Empfang nahm Me Cloy teil. * Kostspielige Damenbekenntschaften unverhielt der 77jährige Kassierer einer Molkerei auf der Insel Fuenen. Er machte Zuwendungen von weit über einhunderttausend Kronen. Jetzt stellte sich beraus, daß er die Gelder bei seiner Firma veruntreut hat. * Der Zustrom illegaler Grenzgänger ist nach den Festtagen wieder erheblich geStlegen. Es kommen jetzt täglich im Durchschnitt 260 Personen gegenüber 130 Dezember und 350 im November. Der frühere S8-General Bach-Zelewski wurde vom Internierungslager Eichstätt in die Heil- und Pflegeanstalt Amsbach gebracht. Er war in einen Hungerstreik getreten, weil seine Familie keine Zuteilung aus der Soforthilfe erhielt. * 44 Millionen Personenwagen werden zur Zeit in den Vereinigten Staaten betrieben. * Ueber viertausend wilde Gänse und Enten wurden in Nordjütland an Land getrieben, da ihre Flügel mit Oel verschmiert waren. Man nimmt an, daß ein Dampfer seine Oeltanks gereinigt und die Vögel in das ölige Wasser geraten eind. * Ein Drittel der Bremer Zigarrenfabriken hat den Betrieb in den letzten Wochen eingestellt. * Prinz Bernhard der Niederlande s01! nach einem Gesetzentwurf im Falle des Ablebens von Könlgin Juliane zum Regenten ernannt werden, wenn die Kronprinzessin Beatric au diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig ist. * Der ehemalige Gauleiter und Reichskommissar Koch verwelgerte auch gestern Im Gefängnis in Werl aus Protest gegen seine Auslieferung an Polen das Essen. * Eine Feuersbrunst serstörte in der Nähe von Bogota bei den Oelfeldern 300 Häuser. * Der neuernannte argentinische Botschafter in Moskau, Juan Otero, tritt in Kürze die Reise in die Sowjetunion an. * Eine Operation an einer Riesenschlange des Leipziger Zoos führte eine Assistentin aus. Das drei Meter lange Tier hatte sich an einem Nagel eine Rißwunde zugezogen. Vier Wärter mußten des Tier festhalten. Auch die Zuwanderung nach Westberlin verstärkt dort die Arbeitslosigkeit, und die Wohlfahrtsbehörden planen dort einen besonderen Fonds für den Lufttransport von Flüchtlingen nach der Bundesrepublik einzurichten, weil die Beförderung auf dem Landwege der sowjetischeh Kontrolle unterliegt. Heutz Anlang Februar in Nordrhein-Westialen dp Düsseldorf, 10. Januar. Bundespräsident Professor Theodor Heuß wird dem Land Nordrhein-Westfalen Anfang Februar einen Staatsbesuch abstatten. Damit wird die Reihe der bisherigen offlziellen Staatsbesuche des Präsidenten fortgesetzt. Der Bundespräsident war bereits offlziell in Bayern, Berlin, Niedersachsen und Hessen und wird noch im Januar in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein erwartet. Podeyn nach Washingion getlogen dp Frankfurt, 10. Januar. Ministerialdirektor Hans Podeyn ist am Dienstag von Stuttgart nach den Vereinigten Staaten abgeflogen, um wieder auf seinen Posten in der deutschen ERP-Vertretung in Washington zurückzukehren. Auch Wohleb nach Mainz eingeladen dp. Baden-Baden, 10. Januar. Nach den beiden Länderchefs von Südwürttemberg-Hohenzollern und RheinlandPfalz. Dr. Gebhard Müller und Peter Altmeier, ist nun auch der Staatspräsident von Südbaden, Leo Wohleb, zu Besprechungen mit dem französischen Außenminister Robert Schuman für Freitag nach Mainz eingeladen worden. Der Empfang wird voraussichtlich auf Schloß Waldhausen bei Mainz stattfinden. Einkommensteuersenkung rückwirkend vom 1. Januar dp Kassel, 10. Januar. Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Hartmann sagte In Kassel, daß die gepfante Einkommensteuersenkung zwar aus technischen Gründen voraussichtlich erst Im April verkündet werden könne, daß sie jedoch rückwirkend vom 1. Januar an gültig sein werde. „Wir protestieren gegen Benzinpreis-Erhöhung' Die Vereinigung des Verkehrsgewerbes veranstaltete in ten Westdeutschlands Protestdemonstrationen gegen die verschiedenen StädErhöhung der Benzinpreise. Hier ist die Wagenkolonne der daden versammelt. hessischen Kraftfahrer in WiesSchuman Aimt-Heitag in Boln ein Besuch bei Heutz— Sonntagnachmittag Besprechungen mit Adenauer dl Bonn, 10. Januar Zwischen der französischen Hohen Kommission und dem Bundeskanzleramt ist inzwischen das Programm für den Besuch des französischen Außen#ministers festgelegt worden. Schuman wird am Donnerstagabend in Paris abreisen und am Freitagmorgen in Mainz eintreffen. Am Abend wird er in Bonn sein und am Hauptbahnhof von Bundeskanzler Dr. Adenauer und den Bundesministern empfangen. Für den Sonnabendvormittag ist, ein Besuch des französischen Außenministers beim Bundespräsidenten Heuß vorgesehen. Am Sonnabendmittag findet im Palais Schaumburg auf Einladung des Bundeskanzlers ein Frühstück in, kleinem Kreise Statt, an dem etwa 30 Gäste teilnehmen, unter denen sich die Bundesminister und die Fraktionsführer befinden. Anschließend an dieses Frühstück wird Außenministe Schuman im Bundesratssaal führende deutsche Politiker und Wirtschaftsführer empfangen. Am Abend gibt der französische Außenminister im Schloß Ernich ein Diner für das deutsche Bundeskabinett. Am Sonntagvormittag wird sich der französische Außenminister zum Sita der Hohen Kommission auf den Petersberg zu einer internen Besprechung mit den Hohen Kommissaren begeben, Anschließend hieran will er der Bonner Universität einen Besuch abstatten, an der er in seiner-Jugend zwei Semester studierte. Um 16 Uhr am Sonntagnachmittag findet die mit großer Spannung erwartete Aussprache zwischen Schuman und Adenauer im Palais Schaumburg statt Am Abend wird der Gast der Bundesregierung nach Berlin weiterreisen, wo er am Montagvormittag eintreffen wird, BischelBisenus empling Pilhister Am Mittwoch gemeinsame Aussprache in Köln mit Kardinal Frings dl Bonn, 10. Januar Von unserer Bonner Redaktion Am Dienstagabend empfing Bischof Dibellus in seiner Eigenschaft als Vorsitsender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland im Studentenhaus über 100 evangelische Bundestagsabgeordnete, sowie die Minister und Staatssekretäre evangelischen Glaubens. Bei dieser Gelegenheit machte er sie mit dem Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands bei der Bundesrepublik, Superintendent Hermann Dier Pillkönen Arbener-Streiken Dem Generalstreik der Metallarbeiter schlossen sich die Eisenbahner an dmt Rom, 10. Januar Drei Millionen itallenische Arbeiter traten am Dienstag in den Industriestädten Norditaliens in den Streik. Als Reaktion auf die blutigen Zwischenfälle in Modena hatten die kommunistischen Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen, dem in Bologna und Florens auch die Eisenbahner feigten. Die gesamte italienische Polizei befindet sich in Alarmbereitschaft, nachdem Innenminister Scelba mit den Polizeichefs über die Lage beraten hat. Die Lage ist außerordentlich gespannt. Der Innenminister soll die Polizei angewiesen haben,„fest zu bleiben“. Sollte es am Mittwoch zu erneuten Zwischenfällen kommen, so befürchten politische Beobachter, daß eine ähnliche Lage wie nach dem Mordanschlag auf den Kommunistenführer Togliatti Im Juni 1948 entstehen könnte. Damals wurde das Wirtschaftsieben In Italien praktisch für zwei Wochen durch Streiks Jahmgelegt. Kunst, bekannt, den er am Montag bei Bundeskanzler Dr. Adenauer eingeführt hatte. Superintendent Kunst betonte in einem kurzen Gespräch mit unserem Korrespondenten nochmals seinen Standpunkt, unter dem er seinen Auftrag als Bevollmächtigter verstanden wissen will:„Eo geht in dem neuen Amte, das er übernommen habe, um das jedem evangelischen Politiker zugewandte Antlitz der Kirche“. Bischof Dibelius wird am Mittwoch den Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz, Kardinal Frings, In Köln bes suchen. Benzinpreiserhöhung heute Im Bundeslag d1 Bonn, 10. Januar.(Eigenbericht.) Auf der Tagesordnung der für Mittwoch angesetzten 26. Plenarsitzung des Bundestages stehen insgesamt elf Punkte. Zur Debatte steht ferner ein Antrag der WAV, der die Benzin- und Mineralölpreiserhöhung mit Rücksicht auf die Existenzgefährdung im Transport- und Mietautogewerbe verurteilt. Die KPD verlangt ebenfalls die sofortige Aufhebung der Preiserhöhung für Mineralöle. Man erwartet eine lebhafte Aussprache über beide Anträge. Mittwoch, den 11. Januar 1950 Numer 3 Bürokrune A ebgt U Freiverkauf von Buller und Fell soll mit Strofen geahndet werden dmt Bonn, 11. Januar. Gestern ging eine Meldung über die deutschen Nachrichtenagenturen: die Bewirtschaftung von Butter, Pflansenfetten und Vollmilch ist mit sofortiger Wirkung aufgeheben. Nur für Zucker müssen noch Marken gefordert werden. Diese Meldung entsprach nur einer Tatsache. Denn die Praxis ist längst über die nun seit zehn Jahren bestehende Bewirtschaftungsvorschriften hinweggegangen. Nicht einmal mehr für Zucker wurden in vielen Städten noch Marken verlangt. Da genügend Ware vorhanden war, glaubte kein Geschäftsmann mehr. sich mit Warkenkleben abgeben zu müss01 Am späten Abend wurde die Meldung von der Freigabe von Butter, Pflanzenfetten und Vollmilch wieder zurückgezogen. Die Bürokratie ist nicht ohne weiteres bereit, zu kapitulieren, und so erließ sie— genau gesagt das Bundesministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten— folgende Anordnung:„Die Abgabe der genannten Lebensmittel ohne Marken ist unzulässig und kann nach den bestehenden Bestimmungen bestraft werden." Datiert vom 10. Januar 1950. Wer lacht da über die zählebige Markenwirtschaft? Wir glauben: alle, mit Ausnahme der mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fers#en irgendwie Kopulierten! Küchenbrigaden marschieren auf ab Nürnberg, 1I. Januar.(Eigenbericht.) Der Termin der süddeutschen Fachschau für Hotel, Gaststätte und Konditorei ist endgültig auf den 14. April festgesetzt. Die Ausstellung, die in Nürnberg stattfindet und messeartigen Charakter tragen wird, dauert bis zum 23. Apnil. In einem Wettbewerb der Höche und des Küchenpersonals wird eine goidene Medaille winken. In einer groBen Plattenschau marschieren die Küchenbr.gaden zu einem friedlichen Wettkampf a! Eine Musterküche und eine Musterkoditorei werden das besondere Augenmerk der Besucher- auf sich ziehen. Auch hier winken Prämien. Umfangreich wird d.e Beteiligung der Möbelfirmen sein, die ihr Können auf dem Gebiete moderner Hotel-, Gaststätten- und Konditorei-Einrichtungen zeigen. Handwerkstag gegen Gewerkschaften tt München, 10. Junuar.(Eigenbericht.) Der Bayrische Handwerkstag wandte sich gegen das Verlangen der Gewerkschaften, die Berufsausbildung aus der Zuständigkeit des Wirtschaftsministeriums herauszunehmen und dem Arbeitsministerium zu übertragen. Der Handwerkstag erklärte, wenn das Ausbiidungs- und Lehrverhältnis in ein reines Arbeitsverhältnis umgewandelt worde, sei damit zu rechnen, daß den Lehrlingen u. a. auch das Streikrecht zugehilligt werde. Niederbreisiger Hofel für Bundesbeamie itz Koblenz, 11. Januar. Das bekannte Rhein-Hotel in Niederbreisig wird von der Bundesregierung zur Unterbringung von Wohnungen und Empfangsräumen übernommen. Das Anwesen wurde 1930 erbaut und gehörte zu den besteingerichteten Hotels am Rhein. Im Kriege war es Lazarett, später Durchgangs- und Flüchtlingslager von Rheinland-Pfalz. Hermes gründes pollische Gesellechett gn Berlin 10. Januar.(Eigenbericht.) Eine„Gesellschaft zur Wiedervereinigung“ will Minister a. D. Hermes (CDU), der Präsident der Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Westdeutschland, am 21. Januar in Homburg begründen. Hermes hat zu der Tagung keine Teilnehmer aus der sowjetischen Besatzungszone eingeladen Hilfsmahnahmen für Heitnkehrer di Bonn, 10. Januar.(Eigenbericht.) In der Dienstagssitzung des Bundeskabinetts wurden erneut die Hilfsmaßnahmen für Heimkehrer beraten, ohne daß entscheidende Beschlüsse gefaßt wurden. Wie wir hören, sollen in aller Kürze Maßnahmen getroffen werden, um die Lage der Heimkehrer zu verbessern, ohne die zur Zeit In Arbeit befindliche bundesgesetzliche Regelung abzuwarten. Deutsche aus Polen und der Tschechei kehren heim dp Bonn, 10. Januar Mit dem Eintreffen von 25000 Deutschen aus Polen und 20000 aus der Tschechoslowakei wird in Kürze gerechnet. Wie das Bundesflüchtlingsministerium mittellt, sollen die Deutschen aus Polen hauptsächlich im britischen, die aus der Tschechoslowakei im amerikanischen Besatzungsgebiet untengebracht werden Die Transporte für das britische- Besatzungsgebiet werden Ober das Durchganselager Friedland gelertel Das Lager für das amerikan stzungsgehiet muß norh bestimmt we: den. Der Aufenthait in den Lagern wird nur kurz sein, weil die Heimatvertriebenen zu Verwandten in der Bundearepublik niehen. Martin Bormanns Villa Jetzt institut hb Heidelberg, 10. Jan.(Eigenb.) Die Villa des ehemaligen Reichsleiters Martin Bormann, die vom Amt für kontrollierte Vermögen bis zum 1. April 1952 an das Institut für internationale Begegnungen in Freiburg i. B. vermietet wurde, ist ihrer neuen Bestimmung übergeben worden. Frau Ludendortt legt Berutung ein dp München, 10. Januar. Mathilde Ludendorff will noch im Januar gegen ihr Spruchkammerurteil Berufung einlegen. Sie war am 5. Januar von der Hauptkammer in München in die Gruppe der Hauptschuldigen eingestuft und zu zwei Jahren Sonderarbeiten verurteilt worcen. 500 Millionen DiA Defizit hb Stuttgart, 10. Januar.(Eigenb.) Der Vorentwurf zum neuen Staatshaushalt von Württemberg-Baden für 1950-51 sicht an Einnahmen 1 430 600 000 DM vor. während die Ausgaben mit 1 970 900 000 DM errechnet sind, so daß sich ein Defizit von rund 500 Millionen DM ergibt. Der Staatshaushalt von Südbaden weist ein Defizit in Höhe von 126 Millionen DM auf. Noch einmal altes Thema: Meibnachttgraftliketonen dp Hamburg, 10. Januar. Die deutsche Angestelltengewerkschaft will sich auch weiterhin für einen höheren steuerfreien Betrag der Weihnachtsgratifikation einsetzen. In einer Presseerklärung der Gewerkschaft heißt es, die DAG wolle erwirken, daß der bisher unerledigte Punkt der Tagesordnung— Weihnachtsgratifikationen— in der nächsten Bundessitzung erörtert werde. Der ehrlichste aller Steuerzahler, der Lohn- und Gehaltsempfänger, habe ein Recht darauf. daß seine Wünsche nicht ausschließlich von fiskalischen Gesichtspunkten beurteilt werden. dmt Frankfurt, 29. Januar. Alle Beamten und Angestellten der amerikanischen Hohen Kommission, die bislang die deutsche Sprache nicht beherrschen, müssen das sofort in Unterrichtskursen von sechs bis neun Monaten nachholen. Begien des Ulagges-rosesses dmt Braunschweig, 10. Januar. Vor dem Schwurgericht Braunschweig begann am Dienstag unter starker Anteilnahme der Oeffentlichkeit der Prozeß gegen den früheren Braunschweiger Ministerpräsidenten, SS-Obergruppenführer Dietrich Klagges, wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Man rechnet mit einer Dauer von drei Monaten. Kein Europa ohne deutschen Osten dmt Konstanz, 16. Januar. Der holländische Professor Hendrik Brugmans. der Präsident der europäischen Föderalisten, sprach auf einer Kundgebung in Konstanz und erklärte. Europa sei ohne den deutschen Osten, ohne Warschau, Prag und Budapest, einfach nicht denkbar. Professor Brugmans bedauerte, daß England sich noch nicht mit der genügenden Aktivität am Einigungswerk der europäischen Bewegung beteilige, würde aber eines Tages auch die unbedingte Notwendigkeit hierzu erkennen. Ein Kuckuck soll„Coca-Cola“ rufen hab Nürnberg, 10. Januar.(Eigenbericht.) Die Reklame treibt seltsame Blüten. Ein amerikanischer Auftraggeber verlangt von einem fränkischen Betrieb die Lieferung von tausend Uhren, bei denen nach Schwarzwälder-Art ein Kuckuck die Stunden ausruft. Er soll sie aber nicht mit dem üblichen„Kuckuck“ verkünden, sondern mit dem Ruf:„Coca Cola“ Rücktritt der iialienischen Regierung erwartet dmt Rom, 10. Januar. Man erwartet. daß die italienische Regierung am Donnerstag zurücktreten wird, und Anfang nächster Woche ein neues Kabinett gebildet wird. Die Regierungsumbildung ist schon seit längerer Zeit vorgesehen, nachdem drei Saragat-Sozialisten aus der Regierungs-Koalition vor drei Monaten ausgetreten waren. Pioniere im Hemd Jugend und Massenorganisationen in der Ostzone qm Berlin, 10 Januar „Plötzlich springen aus dem langen geschlossenen Fackelzug drei, vier junge Mädel, bunte Blumensträuße an die Brust gedrückt, schlüpfen sie flinke durch die Absperrungskette, mit einem Latz eilen sie die Stufen der Tribüne hinauf, und dann stehen sie aufatmend vor ihm, stammeln atemlos ihre Glückwünsche und schauen ihm freudestrahlend ins Gesicht...“ So war das zu lesen im SEDOrgan„Neues Deutschland“, das nicht nur die Druckmaschinen und das Format vom„Völkischen Beobachter“ übernommen hat, am Tage nach dem Geburtstag Wilhelm Piecks. Seit seiner Ernennung zum„Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik“ häuft es sich, daß man die Kinder mit Fackeln marschieren läßt. Kein Zweifel, daß es den 10 bis 12jährigen„Jungen Pionieren“, Freude macht. Knallblaue Hemden tragen die Jungen, ebensolche Blusen die Mädel, das geknotete Halstuch jehlt nicht, nur der Ehrendolch. In den Schulungsstunden werden die Lebensläufe der neuen Führer gelernt. Wie in allen Massenorganisationen der Ostzone wurde auch in der Preien Deutschen Jugend anfangs eine scheinbare Parität unter den Mitgliedern der verschiedenen Parteien eingeführt, inzwischen ist die Leitung und ideologische Ausrichtung ausschließlich an SED-Mitglieder übergegangen. Nur in den höheren Schulen stößt die kommunistische Propaganda auf Ablehnung. Unter der Führung eintger Lehrkräfte sind ganze Schulklassen zu Widerstandsnestern geworden und mancher Lehrer und manche Lehrerin haben ihre Haltung mit dem Verlust ihrer Stellung oder sogar der Freiheit bezahlt. Inzwischen wächst an den pädagogischen Fakultäten der Hochschulen eine neue gut ausgebildete Lehrergeneration heran: FDI-Funktionäre und kommunistische Arbeitersöhne, die in wenigen Jahren die gesamte Jugenderziehung der Ostzone in volksdemokratische Bahnen führen werden. Mulenkew-Schos Heistew Belserte Der Generalstab der Weltrevolution— Komintern nach Moskau verlegt Kongstrage Macht Beigien herves Die Bevölkerung ist schon in zwei teindliche Lager aufgespalten h Antwerpen, 10. Januar Von unserem Mitarbeiter Mitte der Woche beginnen in der belgischen Kammer die Debatten über die Volksbefragung, die über die eventuelle Rückkehr König Leopolds III. auf den belgischen Thron entscheiden soll. Im Hinblick auf diese Kammerdebatten hat sich die in Belgien schon ohnehin herrschende Nervosität, die durch die „önigstrage“ vernorxernten wurde und die gesamte Bevölkerung in zwrei feindliche Lager spaltet, noch beträchtlich erhöht. Man bewirft sich herüber und hinüber in der Presse und in Flugschriften mit den ungeheuerlichsten Anschuldigungen. So wird Paul Spaak von der„Libre Belgiqué“ beschuldigt, er habe sich mit anderen Ministern während des Aufenthalts der Regierung in London zur Zeit des Krieges enorm bereichert, und die Wochenschrift„Action Nationale“ schreibt, der heutige belgische Staat sei„eine Leiche“, auf deren Ueberbleibsel„Tausende Geier äsen“. Im Lande geht das Gerücht, daß im Falle der Annahme des Volksbefragungsgesetzes die sozialistischen Kammerabgeordneten en bloc beschlossen haben, ihr Mandat niederzulegen. Durch die Ausstreuung dieses Gerüchtes sollen die Fürsprecher der Volksbefragung ersichtlich eingeschüchtert werden. Zu allem Ueberfluß hat der aufgedeckte ungeheure Finanzskandal die politische Nervosität noch mehr gesteigent. Hertiot wieder Prätiden! der Nationalversammlung amt Paris, 10. Jancar. Die französische Nationalversammlung war am Dienstag nach kurzen Ferien zu ihrer neuen Sitzungsperiode zusammengetreten. mit 297 gegen 191 Stimmen wurde der bisherige Präsident der Nationalversammlung. der Radikalsozialist Eduard Herriot, wiedergewählt. Auch der bisherige Präsident des Rates der Republik, Monnerville, und der sozialistische Fraktionsvorsitzende in der Nationalversammlung. Charles Lussy, wurden durch die Wahl bestätigt. Englische Wahlen am 23. Februa: le London, 10. Januar.(Eigenber.) Im Anschluß an den Ministerrat am Dienstag haben alle Parteien und die gesamte Presse den Wahlfeldzug begonnen. Es steht nun fest, daß am 23. Februar Neuwahlen zum britischen Unterhaus stattfinden. König Georg hat seine Zustimmung gegeben, daß das Parlament m Freitag, dem 3. Februar, aufgelöst wwird. Das neue Parlament soll am Mittvorh, dem 1. Närz. einherefen werden. und am 6. März beubsichtigt der König. das Purlament persönlich zu eröffnen. Mit dieser Bekanntgabe ist eine monatelange politische Unsicherheit beendet. 1600 Kandidaten bewerben sich um 625 Sitze, das sind 15 Sitze weniger als in dem 1945 gewählten Parlament. Die große Frage ist die Haltung des parteimäßig nicht gebundenen Mittelstandes der 1945 für Labour gestimmt hat. Hier dürften sich Aenderungen ergeben, deren Richtung und Ausmaß sich aber gegenwärtig nicht voraussagen läßt. Blutiger Streik in Marseille dmt Marseille, 10. Januar. Streikende Eisenbahner, die gegen den Krieg in Indochina in einem 24stündigen Streik protestierten, befanden sich auf dem Weg zu einer Protestversammlung, als sich ihnen Polizisten in den Weg stellten. Sie griffen das Polizeikommando an und verletzten durch einen Steinhagel sieben Polizisten rs Stockholm, 10. Januar Die für 1950 gültige Liste der Mitglieder des Polit-Büros, die jetzt von der „Prawda“ veröffentlicht worden ist, gibt durch ihre„Rangordnung“ neue Hinweise auf die Entwicklung der Machtkämpfe innerhalb der kommunistischen „Hierarchie“. Es erweist sich, daß Malenkow, der Sekretär des Zentralkomitees, Molotow anscheinend endgültig in der Gunst Stalins in den Hintergrund gedrängt hat. Malenkow ist von dem 19. Platz, den er bisher innehatte, auf den zweiten Platz, unmittelbar nach Stalin, vorgerückt. Molotew ist vom Platz Nr. 2 auf den Platz Nr. 3 zurückgefallen. Im einzelnen weist die Liste folgendes Bild auf: Stalin, erster Sekretär und Präsident des Ministerrates, Generalissimus aller bewaffneten Streitkräfte. Malenkow, Sekretär des Zentralkomitees, Molotow, Vizepräsident des Rates, Beria, Chef der Sicherheitspolizei des Staates, Woroschilow, Kontrolleur der bewaffneten Streitkräfte, Mikojan, Kontrolleur bei der Planung und dem Handel, Kaganowitsch, Kontrolleur für die Schwerindustrie und die Transporte, Bulganin, Koordinator des Heeres, Andrejew, Kontrolleur für die Bodenkollektivisierung, Kruschew, erster Parteisekretär der ukrainischen Republik, Kosygin, Kontrolleur der Finanzen, Schwernik, Präsident des Präsidiums des obersten Sowjets mit gleichzeitiger Funktion als Staatschef. Bulganin und Kosygin, die bisher nur „Kandidaten“ für das Polit-Büro waren, sind dessen ordentliche Mitglieder geworden. Schwernik ist an den letzten Platz in der Rangordnung des PolitBüros gerückt. Was Kaganowitsch beKliene Will Ainnosphurs-Gutgliten Bischof Dibelius über Bonner Gespräche— Politik mit Francois-Poncei! rs Bonn, 10. Januar Bischof Dibelius sprach am Dienstag vor der Bundespressekonferenz. Er äußerte sich über die bisherigen Besprechungen zwischen den Vertretern der evangelischen Kirche und der Bundesregierung bzw. dem franrösischen Hohen Kommissar Francois Poncet sehr zurückhaltend, betonte aber das Interesse der Kirche an einer Entgiftung der politischen Atmosphäre sowohl in Deutschland als auch in Eurona und der Welt überhaupt. Die Kirche, sagte er, müsse von sich aus alles tun, um die vorhandenen Ressentiments zu beseitigen. Es gehe um den Konlakt von Mensch au Mensch. Die bestehenden Spaltungen, besonders auch die in Deutschalnd, müßten beseitigt— er sagte wörtlich„ausgerottet“— werden. Obwohl Bischof Dibelius bestritt, daß bei dem mehr als dreistündigen Gespräch mit Francois Poncet politische Dinge behandelt worden seien, ist doch bekannt geworden, daß solche Dinge zur Sprache gekommen sind. Auch die Saarfrage wurde angeschnitten, wobei der Bischof mit aller Entschiedenheit betonte, daß die evangelische Kirche eine politische Trennung des Saargebietes von Deutschland niemals anerkennen werde. Da die zahlenmäßig kleine protestantische Volksschicht in Frankreich politisch sehr einflußreich ist. wird der Aussprache Dibelius— Francois Poncet auch in ihrer Resonanz in französischen protestantischen Kreicen große Beden## beigennessen. Seine Anwesenheit in Bonn begründete der Bischof damit, daß er den Wunsch gehabt habe, den evangelischen Bevollmächtigten bei der Bundesregierung persönlich einzuführen. Daß Pastor Niemöller bei der Aussprache mit Francois Poncet zugegen gewesen sei, motivierte er damit, daß Niemöller Leiter des Außenamtes der evangelischen Kirche Deutschlands ist und in dieser Eigenschaft an der Besprechung teilnahm. Schon hierdurch wird deutlich, daß die Besprechung hochpolitischen Charakter trug. Der Bischof nahm auch zu der Frage der Behinderung des evangelischen Gottesdienstes in der Ostzone Stellung und versicherte, daß die Sowjets sich loyal an das mit der evangelischen Kirche getroffene Abkommen hielten. Auch die deutsche Oberleitung des Schulwesens sei bemüht, die Freiheit des Gottesdienstes nicht zu beengen, wenn es auch gewisse Störungen seitens nichtchristlich gesinnter Kreise gebe. Ueber die Zustände in den ostzonalen Konzentrationslagern sagte der Bischof, er könne natürlich nicht wissen, was sich hinter den Kulissen abspiele. Er habe bei seinem Besuch in Sachsenhausen aber doch den Eindruck gehabt, daß manches besser gewesen sei, als in der nationalsozialistischen Zeit. trifft, so ist dieser, das einzige jüdische Mitglied des Polit-Büros, entgegen den darüber verbreiteten Gerüchten, nicht in Ungnade gefallen. Eine besonders wichtige Abteilung des Sekretariats des Kominform, deren Existenz auch vielen Mitgliedern des Exekutiv-Komitees selbst nicht bekannt war, ist von Bukarest nach Moskau verlegt worden, wo es unter der Aufsicht des Zentralkomitees der kommunistischen Partei steht, nämlich in die Villa Spasopiskowskaja, einem aus demn 18. Jahrhundert stammenden, inmitten eines Parkes gelegenen Palast, wo Malenkow und Suslow residieren. Die Mitglieder der Moskauer Abteilung des Kominform sind Russen und bekleiden in der Geheimpolizei hohe Stellurgen. Diese Abteilung kann als der Generalstab der Weltrevolution betrachtet werden. Konferenz über Mitbestimmungsrecht beendet dmt Wiesbaden, 10. Januar. Nach zweitägiger Dauer wurde die Konferenz der Arbeiter und Unternehmer über das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter in Hattenheim im Rheingau beendet. In einem gemeinsamnen Kommunique erklären sich die Unternehmer bereit, auf personellem und sozialem Gebiet das Mitbestimmungsrecht anzuerkennen. Im Falle einer Nichteinigung ist die Entscheidung einer Schiedsinstanz notwendig. Bevor sich nicht die Vorstände der Gewerkschaften und der Unternehmer mit den Besprechungen befaßt haben, soll über diese Erklärung hinaus nichts mitgeteilt werden. Eine Kommission wird in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften Vorschläge über die Verwirklichung des Mitbestimmungsrechts ausarbeiten. Colombo: China nicht in die Arme der Sowjefunion heiben dmt Colombo, 10. Januar. Im Mittelpunkt der Beratungen der Außenminister der Commonwealth-Staaten in Colombo stand am Dienstag die Chinafrage. Es wurde ausdrücklich festgestellt, daß die Commonwealth-Mitglieder auch jetzt nach der sonst geübten Praxis alle weltpolitischen Probleme beraten, die Entscheidungen jedoch den einzelnen Regierungen überlassen. Großbritannien und Indien vertraten auf der Konferenz den Standpunkt, daß man China direkt in die Arme der Sowjetunion treibe, wenn die Peking-Regierung von allen nichtkommunistischen Ländern abgelehnt würde. Außerdem sei nicht anzunehmen, daß China wegen seiner großen nationalen Tradition jemals in eine totale VasallenAbhängigkeit von Moskau geraten könne. Nach der Chinafrage, deren Erörterung am Mittwoch abgeschlossen werden soll, wird die Japanfrage zur Debatte stehen. Auch Ford senkt die Preise dmt Köln, 10. Januar. Nachdem bereits mehrere Automobilfirmen im Bundesgelbet Preisabstriebe znxgenommen haben, haben sich nun auch die Fordwerke in Köln zu einer Preissenkung entschlossen und die Preise für alle ihre Fahrzeuge um rund 500 DM gesenkt. Die Einstellung von Branntweineinfuhren aus dem Ausland wurde von den pfälzischen Brennereien gefordert. Ueber die Aufnahme deutscher TbeKranker in der Schweiz verhandelt der Bundesarbeiterninister In einer Pfarrgemeinde in Stolberg wird am 13 Januar das erste hatbolische Pfarrkino für 400 Personen eröffnet. Der Weiterberich! Wolkig bis bedeckt und im wesentlichen trochen. Temperaturen S bis 7 Grad. Weitere Aussichten: Temperaturen steigen etwas an. Sonst keine wesentlichen benderungen. SCHWERTER ZEITUNG 63. Jahrgang Stadt Sckwerte Rufe in der Nacht Wir besitzen in Schwerte Großindustrie, Kleinindustrie, zwei Kinos, Gaststätten in Mengen; es leben 23 189 Einwohner hier. Wir sind schon Industriegebiet, und nach einer halben Stunde hnfahrt in Dortmund.— Und doch inen wir in unserer Stadt noch Tiere belauschen, die zu dem städtischen Getriebe nicht recht passen wollen: die Eulen. Jawohl, St. Viktor ist auch ihnen ein treuer Hüter. Spät abends und in der Nacht können wir sie hören, die Käuzchen und— wenn wir Glück haben— die Schleiereule, die mit ihrem heiseren Jagdruf auf Beute geht. Lautlos gleiten diese scheuen Vögel über die Dächer der Häuser hinweg. Sie nahmen schon von jeher in der Vogelwelt eine Sonderstellung ein, da sie tagblind sind. Dem Käuzchen gab man die Bedeutung eines Todesboten. Sein Kwiwitt wurde in„Kommmit“ umgedeutet. Doch das haben abergläubische Menschen diesem harmlosen Vogel angedichtet. Die Eule aber galt schon bei den Griechen als Symbol der Weisheit. Nun, in Schwertes Mauern weilen noch Schleiereulen. Wir haben also einige Aussicht, bei uns noch Weisheit anzutreffen. Wollen wirs hoffen!-er sollen wieder zusammenkommen Schwerte. Im I No. rhein-Westfalen erfolgt in Tagen eine Zählung der noch stehenden Fälle der Familienzusamm brung. Auch in unserer Stadt leben Personen, die noch von ihrer Familie getrennt wohnen. Um einen Ueberblick über die Zahl der hier in Frage kommenden Fälle zu gewinnen, werden Meldungen im Wohnungsamt bis zum 15. Januar entgegengenommen. Wenn auch der erforderliche Wohnraum naturgemäß nicht kurzfristig zur Verfügung gestellt werden kann, so gewinnt das Wohnungsamt durch die Meldungen doch einen Ueberblick über den Umfang der noch zu erwartenden Zuwanderung und den dadurch entstehenden Wohnungsbedarf. Wieder daheim Schwerte. In den letzten vierzehn Tagen konnte die Ruhrstadt folgende Rußlandheimkehrer begrüßen: Dreher Karl-Heinz Knostmann, Karl-GerhartsStraße 52; Maler Heinz Blum, Am Hohen Stein 77; Günther Genrich, KarlGerharts-Straße 37; Litograph Gerhard Steinig, Ostberger Straße 2; Radiotechniker Willi Hartmann, Graf-Adolf-Str. 12; techn. Zeichner Heinz Eisenberg, Robert-Koch-Straße 11; Fleischer Theo Herting. Friedensstraße 23; Schlosser Helmut Jordan, Ostberger Straße 62. Mändel und Wänderim Aihjanr Die Industrie- und Handelskammer berichtet über die letzten Monate Schwerte. Die Industrie- und Handelskammer Dortmund, zu der auch der Bezirk Schwerte, Westhofen und Ergste gehört, hat einen Bericht herausgegeben, der uns ein anschauliches Bild über die allgemeine wirtschaftliche Lage bzw. Entwicklung vermittelt. Wir entnehmen diesem Bericht: Die seit Septernber 1949 eingetretene Belebung in der Verbrauchsgüterindustrie hat in den letzten Monaten auch auf die Produktionsgüterindustrie übergegriffen. Damit haben auch die wichtigsten Industrien des Ruhrgebietes, die vorher stagnierten, wieder einen größeren Auftrieb erfahren. Die Kohlenförderung erreichte in den beiden letzten Monaten die Höchstziffer nach dem Kriege. Besonders günstig hat sich während der letzten Monate der Umsatz entwickelt. Auch die Einzelhandelsumsätze verzeichneten eine erhebliche Erhöhung, obwohl sich das Weihnachtsgeschäft auf mehrere Monate verteilte. Die Arbeitslosenziffer hat im November die saisonmäßige Erhöhung erfahren. Die Beschäftigtenziffer der Industrie ist aber im November leicht gestiegen. Sie hat aber die bisherige Höchstziffer von August 1949 noch nicht wieder erreicht. Beschäftigung und Arbeitslosigkeit Im November ist die Ziffer der Arbeitslosen im Kammerbezirk gestiegen. Die registrierten Arbeitslosen beliefen sich im Kammerbezirk Schwerte, Westhofen und Ergste im Oktober auf 424 und im November auf 522. Innerhalb des Kammerbezirks war die Steigerung der Arbeitslosigkeit im Bezirk des Arbeitsamtes Hamm am höchsten. Die Zahl der Beschäftigten der Industrie ist insgesamt leicht gestiegen. Was produsiert wurde Die in der Industrie geleisteten Arbeiterstunden erreichten im November den höchsten Stand sei Mai. So stieg die Meßzitfer von 129,7 im August auf 140 im November. Es wurden somit Im November 40% mehr Arbeiterstunden geleistet als im April 1948. Während der letzten drei Monate waren es vor allem die eisenschaffende Industrie, die Drahtindustrie, der Maschinenbau, die Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie und chemische Industrie, die erhebliche Zunahmen aufzuweisen hatten. Noch stärker als in der Zahl der Arbeiterstunden kommt der industrielle Auftrieb in der Entwicklung des industriellen Stromverbrauchs zum Ausdruck. Gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1948 lag der Stromverbrauch der Industrie im November 1949 rd. 30% höher. Auch hier waren es die Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie und der Maschinenbau, die die größten Zunahmen aufzuweisen hatten. Rückgänge wiesen lediglich die Brauereien und die Metallindustrie auf. Insgesamt lag der industrielle Stromverbrauch im November 75% höher als im April 1948. Und wie war der Umsatz? Die Belebung der Industrie zeigt sich auch sehr eindrucksvoll in der Entwicklung der Umsatzwerte. Seit August erhöhte sich die Umsatzziffer von 165.8 auf 184 im November. Allein im November stieg die Ziffer für den gesamten industriellen Umsatz weiter um 8,1 Punkte. Die größte Zunahme wiesen auf die chemische Industrie, die Metallindustrie, die Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie und der Stahl- und Eisenbau. Erwartungen nicht ganz erfüllt Das Weihnachtsgeschäft ist im Handel im allgemeinen gut gewesen, obwohl die Erwartungen nicht überall ganz erfüllt worden sind. Die Umsätze standen im Zeichen der begrenzten Kaufkraft. Im Lebensmittelhandel war das Weihnachtsgeschäft nicht mit dem der Vorkriegsjahre zu vergleichen. Bei den Weihnachtseinkäufen standen Textilien, Schuhe, Lederwaren in einer höheren Dringlichkeit. Lebens- und Genußmittel mußten ihnen gegenüber zurücktreten. Der Einkauf von Lebensmitteln erfolgte in stärkerem Maße auf Kredit. Das Angebot im Lebensmittelhandel war sehr reichhaltig. Erstmalig wurden wieder Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Zitronat, Rosinen, Korinthen, Apfelsinen und Schokolade angeboten. Die Umsätze von Nährmitteln und Brot gingen erheblich zurück. Die Nachfrage richtete sich hauptsächlich auf Fleisch, Wurstwaren, Fett, Käse und Eier, also auf hochwertige Nahrungsmittel. Der Käufer war wählerisch und sah stark auf den Preis. Das Verkehrswesen Die verhältnismäßige stetige Entwicklung im Güterverkehr hat besonders während der letzten Monate des alten Jahres angehalten. Hierbei muß allerdings von saisonbedingten Schwankungen abgesehen werden. Erheblich gestiegen ist der Expreßgutverkehr. Im Versand steht die Kohle an der Spitze des Schienenverkehrs überhaupt. Die nach den Sommermonaten bei der Bundesbahn gewöhnlich einsetzende Abschwächung des Reiseverkehrs fand auch im Kammerbezirk ihren Niederschlag. Iin Nahverkehr trat infolge der weiteren Verdichtung des Obus- und Omnibusverkehs der Wettbewerb mit der Straße stärker in Erscheinung. Der Straßenverkehr hat weiter zugenommen. Die weitere Fahrzeugverdichtung, die sich auch in einem erschreckenden Ansteigen der Unfallkurve auswirkt, drängt immer stärker nach wirksamen Maßnahmen, um der wachsenden Verkehrsflut auf den Straßen Herr zu werden. Die Lage der Straßenbahnen im Kammerbezirk hat sich im vierten Quartal nach Einsetzen des unbeständigen Wetters wesentlich verbessert. Die Zahl der im November 1949 mit der Dortmunder Straßenbahn beförderten Personen betrug 6818817. Stadtvertreter beraten Schwerte. Die erste Sitzung der Stadtvertretung im neuen Jahr findet am Dienstag, dem 17. Januar, 17 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Auf der Tagesordnung stehen: Einführung und Vereidigung eines Stadtvertreters; Ergänzungswahlen zu verschiedenen Kommissionen; Aufnahme von Darlehn; Erhöhung des Gaspreises; Erhöhung des Eispreises; Ueberplanmäßige Ausgaben; Einrichtung weiterer Schulstellen an der Volksschule; Beihilfe für eine Veranstaltung der Ostvertriebenen; Verschiedenes. Der letzte Weg Schwerte. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Montag die Gattin des ehemaligen, langjährigen Bürgermeisters von Schwerte, Frau Anna Rohrmann, zu Grabe getragen. Im Trauerzuge sah man den Geschäftsführer des Kreisverbandes, Treese, Vertreter der Stadt, der Polizei, Abordnungen der Frauenvereine des Kreisverbandes, die DRK-Bereitschaften und vor allem die Mitglieder des DRKFrauenverbandes Schwerte. Eindrucksvoll war der Augenblick, in dem der mit dem Fahnentuch des Roten Kreuzes bedeckte Sarg der Erde übergeben wurde. An der offenen Gruft sprach Pfarrer Millard die Worte aus:„Ihre Werke aber folgen ihnen nach.“— Eine edle Frau ging dahin, aber durch ihre Werke wird sie weiterleben. Wir gratulieren Schwerte. Am 9. Januar wurde der Polizeihauptwachtmeister i. R. Kart Kranefeld 76 Jahre alt. Er ist in weiten Kreisen bekannt und wird besonders bei den SGVern, deren Hüttenwart er ist, sehr geschätzt. Seine eifrige Mitarbeit im Sauerländischen Gebirgsverein ist nicht zuletzt ein schöner Beweis für die große Naturliebe dieses Mannes. Vor fast 15 Jahren wurde die Schwerter SGV-Hütte bei Stephanopel ihrer Bestimmung zugeführt. Seitdem haben Tausende von SGVern die sorgsame Obhut des Hüttenvaters erfahren dürfen. Zum Geburtstage noch nachträglich ein herzliches„Frischauf!“ Ungetreuer Vertreter Jugendberberve in Schwerte Stachtmeisterschaften 1950 im Tischtennis Schwerte. Ein junger Mann, der bei einer Schwerter Radiofirma als Vertreter angestellt war, verkaufte in ihrem Auftrag Rundfunkgeräte. Er kassierte, dabei in 14 Fällen Anzahlungen, die er veruntreute. Die ungefähr 500 DM., die ihm auf diese Weise in die Hände flelen, benutzte er, um ein flottes Leben zu führen. Schwerte. Unsere Stadt wird künftig wieder eine Jugendherberge haben, nachtlem vor Jahren eine solche mal im Alten Rathaus und später auch in der Eintrachtschule bestanden hat. Es ist geplant, den heimatgeschichtlich interessanten Wuckenhof noch in diesem Jahre weiter auszubauen, um dort eine Jugendherberge mit insgesamt 40 Betten einzurichten. Der„Kuckuck“ blieb aus Ohne Konkurs und Zwangsversteigerung durch das Jahr 1949 Schwerte. Wir erinnern uns noch sehr genau an jene Zeit, in der die Zwangsvollstreckungen gewissermaßen an der Tagesordnung waren. So etwa um 1929 ging es wirtschaftlich rapide bergab. Anfang der 30er Jahre setzte die große Arbeitslosigkeit ein. Die Auswirkungen auf das Geschäftsleben waren verheegend. Von diesem Strudel wurden weite Kreise erfaßt. Das schwarze Brett im Gerichtsgebäude an der Hagener Straße reichte mitunter kaum aus für die Bekanntmachungen von Zwangsverfahren und Konkursen. Was dann später erfolgte, war vielfach nichts weiter als eine Uebertünchung des tatsächlichen wirtschaftlichen Elends. Gewiß gab es wieder Arbeit. Aber wurde dadurch eine wesentliche Besserung der allgemeinen Lage erreicht? Die Einschränkungen waren zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Wir empfanden sie auch gar nicht mehr 20 sehr, weil es Sorgen anderen Art genug gab, die uns ablenkten und uns kaun bewußt werden ließen, wie es um (aus in Wahrheit bestellt war. Der rurchtbarste aller Kriege kam über uns und wir verloren ihn. Und die Folgen haben wir nun zu tragen. Jäh öffnete sich im Jahre 1945 vor uns ein furchtbarer Abgrund. Tast schien es so, als hätten wir aufgehört, ein Volk zu sein. Wirtschaftliche Oepressionen schlimmster Art hatten wir zu durchstehen. Doch heute scheint es so— trotz noch vorhandener Trübnis—, als seien wir dazu berufen, einen nicht unwesentlichen Beitrag für den Wiederaufbau einer friedlichen Welt zu leisten. Natürlich ist unser Weg auch mit Dornen besät. Deshalb werden wir uns Richt entmutigen lassen. Und wenn es nach Ben Akiba heißt, daß alles schon Wagewesen sei bzw. sich alles wiederholen bei uns, die Wiederholung der Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Man spricht wieder von einer Arbeitslosigkeit. Muß diese aber wieder die Ausmaße annehmen, wie wir sie schon einmal in der Vergangenheit zu verzeichnen hatten? Einsicht und Vernunf! maßgebender Kreise müßten es vermögen, die Dinge, die uns gefährlich werden könnten, abzubiegen und so zu leiten, daß eine wirkliche Gefahr gebannt wird. Wir haben wenig Grund, uns an Optimismus zu berauschen. Aber hoffnungslos sind wir deshalb noch lange nicht. Die Zukunft— auch des deutschen Volkes— muß und wird sich wieder erhellen. Bleiben wir einmal mit unserer Betrachtung in der engeren Heimat. Die schwarze Tafel war früher einmal ein Wirtschaftsbarometer. Im Vorjahre haben wir vergeblich nach einer der unerfreulichen Bekanntmachungen Ausschau gehalten. Und das müßte uns eigentlich in unserm Glauben an die Zukunft bestärken. Und in der Tat hat es im Vorjahre im Amtsgerichtsbezirk Schwerte nicht einen einzigen Konkurs gegeben. Nicht einmal eine Zwangsversteigerung eines Grundstücks ist erfolgt. Ist das nun ein Beweis für eine ansteigende Besserung unserer Lage? Haben wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Wir wollen uns aber auch nicht der Tatsache verschließen, daß insbesondere im Schwerter Raum, trotz einer bestimmten Arbeitslosigkeit, die doch mehr oder weniger saisonbedingt ist, die Arbeitsmarktlage noch verhältnismäßig günstig ist. Auf den hiesigen Werken wird noch, ohne daß bisher größere Einschränkungen vorgenommen werden mußten, laufend gearbeitet. Es brauchte nicht einmal besondere KurzDie Sparte Tischtennis im Tus Schwerte-Ost hatte für diese Meisterschaften die Ausrichtung übernommen. Mit Recht kann gesagt werden, daß die „Oestlichen“ alles getan haben, um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen. Spannende und gute Kämpfe gab es am Sonnabend und Sonntag in der Turnhalle und im Kasinosaal des RAW Schwerte zu sehen. Da diesmal auch Gäste aus der Nachbarschaft mit um die Ehre eines„Stadtmeisterz“, kämpften, war es schon von Beginn an klar, daß es die Titelverteiliger schwer haben würden, um zu Meisterehren zu kommen. In der Männerklasse„A“ sah man die besten Spiele. Meister wurde hier der Aplerbecker Blomenkamp(A. 09), ein hervorragender Verteidigungsspieler, der den gewiß nicht schlechten Ebert(TTC Aplerbeck) auf den 2. Platz verwies. Im Herren-Doppel dieser Klasse kam das noch im„jugendlichen“ Alter stehende, aber trotzdem sehr spielstarke Paar Bloch-Leutert(VfI. Schwerte) zu Meisterehren. Zweiter wurde hier das kombinierte Paar Ebert(Aplerbeck)— Dornkamp(Tus Schwerte-Ost). In der Damenklasse„A“-siegte Fr. Eckey(Aplerbeck 09) vor der heimischen Vertreterin Frl. Röseler(VfI. Schwerte). Das Damendoppel dieser Klasse wurde eine klare Angelegenheit für Aplerbeck 09: 1. Eckey—Blomenkamp, 2. BabsSteiniger. Im Gemischten Doppel wurde das Paar Fr. Eckey—Blomenkamp vor Herr und Frau Steiniger(beide Paare Aplerbeck 09) Stadtmeister. Wenn sich nun in der A-Klasse atich wirklich die Spitzenkönner gefunden hatten, so sollen hierdurch die Leistungen aller anderen Klassen nicht geschmälert werden. Die Herrenklasse„B“ sah im Einzel Naujuks(HSC Hörde) vor dem Einheimischen Körner(Tus Schwerte-Ost) müsse, so liegt es zum Teil aucharbeit eingelegt zu werden. Das liegt zum Teil auch an der Eigenart der Produktionsstätten. Hoffen und wünschen wir, daß wir vor unliebsamen Ueberraschungen bewahrt bleiben. Wenn wir nun noch erfahren, daß der Gerichtsvollzieher im Jahre 1949„kraft seines Amtes“ nur ganz vereinzelt in Erscheinung zu treten brauchte, so wird er selbst darüber auch wohl wenig betrübt gewesen sein. Wir freuen uns jedenfalls, wenn er seinen„Kuckuck“ für sich behalten darf. Solange uns dieser„Vogel“ nicht ins Haus„flattert“ — 30 meinen wir— befinden wir uns wenigstens einigermaßen in geordneten Bahnen. pf. erfolgreich, während im Doppel Bernahl—Witte(TTC Aplerbeck) vor dem „östlichen“ Paar Hülsmann—Dorenkamp zu Meisterehren kam. Dorenkamp wurde als B-Spieler auch Zweiter in der A-Klasse. In der Damenklasse„B“ setzte sich der Nachwuchs des ländlichen Vereins SC Hennen 12 klar durch. Im Einzel siegt hier E. Rinke vor ihrer Klubkameradin I. Teckhaus. Beide zusammen siegten auch im Doppel dieser Klasse vor dem Paar Schrader— Degwer(Schwerte). In der Herrenklasse„C“ war der DJK-Vereinsmeister H.-D. Bock gleich zweimal erfolgreich, denn er siegte im Einzel vor seinem Klubkameraden Grünebaum und im Doppel mit diesem zusammen vor dem Paar Weber-Tengel— Pape(Schwerte). Spannende Kämpfe gab es auch in der Seniorenklasse. Meister wurde hier Schreiner vor Müller(beide VII. Schwerte), während im Doppel Dr. Engelke—Schreiner(VfI. Schwerte) vor Dr. Sprave(TTC Aplerbeck)— Binner (Hohenlimburg) erfolgreich war. Der gute heimische Nachwuchs sorgte für reizvolle Spiele in der Jugendklasse. Kebekus(VfI. Schwerte) verteidigte als einzigster Vorjahrsmeister in der AKlasse seinen Titel gegen seinen„ewigen“ Rivalen Angelkorte(Tus SchwerteOst) erfolgreich, während sich Angelkorte mit seinem Klubkameraden Fischer hierfür im Doppel revanchierte, indem Kebekus-Nies(VfI. Schwerte) auf den 2. Platz verwiesen wurden. Zahlenmäßig hier auch noch die Ergebnisse weiterer Jugendklassen: Jgd. (männlich B: Einzel: Wingenfeld(VfI.) 2. Dykmanns(Tus Schwerte-Ost); Doppel: 1. Brettschneider—Dykmanns(Tus Schwerte-Ost); 2. Strickermann— Schmitz(DJK Schwerte); weibliche Jugend: 1. Jureczek, 2. Koch(beide VII. Schwerte). Es kann gesagt werden, daß der Schwerter Tennissport im Jahre 1949 einen Aufschwung erlebt hat, der zu berechtigten Hoffnungen für 1950 Veranlassung gibt. Saugwagen auf Pump Schwerte. Das Fehlen eines eigenen Saugwagens zum Entleeren der Hausgruben wird in Schwerte schon seit langem vermißt. Die Beschaffung eines solchen Fahrzeuges ist vorerst noch zu kostspielig. Doch kommt von einer! Dortmunder Firma an bestimmten Tagen ein Saugwagen nach Schwerte. Interessenten können sich beim Bauamt melden. Uebungsabend der DRK-Bereitschaft Schwerte. Die DRK-Bereitschaft(m. und w.) hat ihren ersten Uebungsabend am Donnerstag, 20 Uhr, im Wuckenhof, Amt Eagste Obst- und Gemüsebaufreunde Ergste. Der Obst- und Gartenbauverein macht auf seine am 13. Januar. 19,30 Uhr, stattfindende Monatsversammlung im Lokale Brinkmann aufmerksam. Bei dieser Gelegenheit wird noch einmal daran erinnert, daß die Schädlingsbekämpfung(Winterspritzung) durchgeführt werden muß.— Für Anfang Februar plant der Verein seinen ersten fröhlichen Abend. Mit der Vorbereitung sind die Herren Langerah, Kirchstraße, und Wiedenbruch, Jahnstraße, beauftragt. In den Reihen der Obst- und Gartenbaufreunde befinden sich auch Flüchtlinge und Evakuierte. Der fröhliche Abend wird gewiß dazu beitragen, den Geist der Gemeinschaft zu vertiefen.— Der Verein bittet die Amts- und Gemeindeverwal-, tung, für die Kleingärtner mehr noch! als bisher Land für länger als nur zwei Jahre zur Verfügung zu stellen. 800 Jahre Hennen Erster Bürger im Jubiläumsjahr Rheinen. Im Jubiläumsjahr 1930 wurde als erster Bürger der Gemeinde Hennen Jürgen Peter Sievers im Ortsteil Rheinen als 6. Kind und dritter Sohn geboren. Das Knäblein schien sich seiner Würde als Jubiläumsbürger wohl bewußt zu sein, denn es hatte das stattliche Gewicht von elf Pfund! Sein Vater, der als Fußballtorwart der Schwerter Stadtmannschaft in den 30er Jahren bekannte Karl Sievers, ist bei den Vereinigten Deutschen Nickelwerken tätig. Hochbetagte Mitbürgerin Rheinen. Witwe Luise Pütter konnte am 9. Januar ihren 84. Geburtstag feiern. Die Altersjubilarin, die verhältnismäßig rüstig und gesund ist, verbringt ihren Lebensabend bei ihrem Sohne Wilhelm Pütter in Rheinen Nr. 16. BOHWBRTER ZEITUNG. ReeeeoobTTra Roman von Margarete Neidl 7 Münchner Roman-Verlag, München-Pasing 3. Fortsetzung Als die Gläser aneinanderklingen, sicht Anton Elisabeth tief in die leuchtenden Augen. Sie kann sich nicht verstellen! Ihre Augen waren rein wie Kristalle, echte Fensterchen der Seele. Selbst, wenn der Mund ein anderes Wort formen wollte, die Augen verrieten sie, hatten sie das erstemal verraten, als sie das Lied sang, das ihm gegolten hatte! Das wußte er heute ganz genau, wenn es auch Elisabeth vielleicht damals noch nicht so sicher gewußt hatte. In später Stunde trennte man sich nach angeregtester Unterhaltung und der Ingenieur fuhr auf den Aynethof zurück. 5. Kapitel rau Risa war in übelster Laune! wenn sie nur hätte herausbringen können, ob Anton wirklich geschäftliche Besprechungen gehabt hatte, oder ob er doch mit Elisaberh zusammengewesen war Unablässig chitt sie in ihrem Boudoir auf und ab. Aufatmend blieb sie vor dem Spiegel stehen. Kritisch befrachtete sie ihre ebenmällige Gestalt und ihr Gesicht. So sehr sie sich auch anstrengte, sie entdeckte noch keine Falten, und konnte es wohl mit Elisabeth aufnehmen! Und sie wollte es! Sie wollte um diesen Mann kämpfen; sie hatte es sich in den Kopf gesetzt. Aber sie müßte vorsichtig sein, unendlich vorsichtig, um ihn nicht abzuschrecken. Denn eines schlte Elisabeth bestimmt, wenn sie auch die Jugend voraus hatte! Die Erfahrung, einen Mann wie Anton dauernd zu fesseln. Das würde ihr nicht gelingen, nein, ganz bestimmt nicht. Sie stand noch immer vor dem Spiegel und überlegte, was sie am Sonntag tun sollte, ihn möglichst gut zu unterhalten. Da hörte sie läuten. Ob er sie vielleicht überraschen würde, was er früher öfter getan! Aber schon hörte sie die Stimme Professor Burghards und eine große Enttäuschung malte sich auf ihrem Gesicht Rasch trat Prolessor Burghard ohne lange anzuklopfen in das Zimmer Risas. „Risa!“ rief er. der Vertrag ist da“ Die Baronin fuhr wie elektrisiert empor„Was für ein Vertrag!“ fragte sie. „Ja, Risa, ich weiß tatsächlich nicht, was ich von dir halten soll. Erst strebst du mit allen Mitteln darnach, deine Kunst auszuüben, und wenn ich mit Mühe den Vertrag nun errungen habe, dann bist du erstaunt darüber.“ „Ja“, sagte Frau Risa leichthin,„wir Künstlerinnen haben eben unsere Launen nun Pro### au hast recht“, meinte fessor Burghard ärgerlich. „Aber die Launen einer schönen Frau mussen eben ertragen werden“, meinte Risa. Dann sagte sie einlenkend:„Bitte, laß mich den Vertrag sehen.“ Professor Burghard nahm neben ihr Platz und zog den Vertrag aus seiner Rocktasche.„Risa“ sagte er weich,„bedenke, bitte, es ist dein erster Vertrag. Du bist im Theaterleben noch etwas uneingeweiht, du kannst noch nicht ermessen, was das bedeutet!“ Risa las schnell den Vertrag, während Burghard sie leise an sich zu ziehen versuchte „Laß das“, herrschte sie ihn an.„du siehst doch, daß mir jetzt der Vertrag das Wichtigste ist.“ „Oder—“, meinte Burghard gedehnt, „der Herr vom Aynethof! Denkst du vielleicht, daß ich blind bin, daß ich nicht gefühlt habe, für wen das Programm letztesmal einzig und allein ausgewählt war?“ „Also eifersüchtig“, sagte spöttisch die Baronin,„und nun dieser lächerliche Vertrag. Erstens an eine Provinzbühne. zweitens mit diesem Taschengeld von Gage“ Burghard antwortete nun gereizt: Hast du eine Ahnung, was es heißt, auch diesen Vertrag zu erreichen? Du dartst nicht vergessen, daß du wohl eine schöne Stimme hast, aber noch nie in einer tragenden Rolle auf den Brettern gestanden hast. Daß dir daher an Routine manches fehlt! Im übrigen hättest du dir ja früher überlegen können, daß du vielleicht plötzlich lieber“, setzte er spöttisch hinze,„unter die Haube kommst, anstatt dich der Kunst zu widmen! Oder hast du es schon ganz vergessen, wie du mich gebeten hast, zum Theater zu kommen?“ Baronin Risa war mehrmals im Zimmer auf- und abgegangen, nun blieb sie vor ihm stehen.„Schau, Arthur, ich habe gehofft, gleich an ein Staatstheater zu gelangen Die Agenten, denen ich vorgesungen habe, ja selbst der Kepellmeister der Oper waren begeistert.“ „Von Dir, Risa“, sagte Burghard sarhastisch,„Du bist eine schöne Frau, Risa, Du weißt, wie sehr ich Dich liebe, deinetwegen habe ich mich von Marianne eigentlich getrennt, hoffend, mit Dir einst in vollster Harmonie ganz der Kunst zu leben und nun schiebst Du jede Entscheidung immer wieder hinaus. Ich war so froh, diesen Vertrag zu erreichen, denn es ist ein Uebergang, ein erster Anfang, und Du nimmst mir jede Freude meines Erfolges. Deinetwegen verzichte ich, mein Kind zu sehen, und da wir uns am Ziele glauben, da ich endlich einen Vertrag für Dich erreicht hatte, freut er Dich nicht und Du nimmst ihn vielleicht nicht einmal an, weil— Du einen anderen Mann lieber hast als mich“, schloß der Professor bitter, „oder denkst Du, ich sei blind und merke das nicht?“ „Hör auf, quäle mich doch nicht so entsctzlich“, rief Risa jetzt verzweifelt. „Was weißt denn Du, wie unglücklich ich bin. Hast Du Dir je die Mühe genommen, auch über mich ein wenig nachzudenken? Ich glaube kaum! Du weißt nicht, was es heißt, als kleines Kind auf den Brettern zu stehen. Heute wirst Du geherzt und geküßt, am nächsten Tag geprügelt. Die ganze Familie wartet darauf, daß Du bald ein gefeierter Star bist und daß Du bald recht viel verdienst. Was wußte ich von einem Familienieben! Meinen Vater kannte ich nicht, meine Mutter— war eine sehr schöne Frau, aber für mich hatte sie nicht viel Zeit, sie mußte ja Geld verdienen und eines Tages war sie fort. Ich blieb bei der alten Marie, die zog mich auf, teilte ihre kargen Bissen mit mir und ich brachte ihr, was ich als Statistin verdiente. Dann entdeckte man meine Stimme. Da lernte ich Hans von Langen kennen. Wir liebten einander, aber an eine Ehe war nicht zu denken, das hätte sein Vater, der Herr Hofrat, nie zugegeben. Später lernte ich den Preiherrn von Schwarzensee kennen. Er war 60— ich 16. Kannst Du Dir das überhaupt vorstellen, was das heißt? Aber ich sah den Luxus täglich um mich herum, ich wollte ihn auch haben, und er bot mir alles in verschwenderischer Güte und heute noch im Grabe danke ich es ihm, daß er mich sicher vor Vielem bewahrt hat, was mir gedroht hätte. Nur eines kennte er mir nicht geben:„Liebe“. Dann tratest Du in mein Leben. Du erschlossest mir die Kunst. Arthur, hör mir gut zu, was ich Dir jetzt sage! Ich meinte Dich wirklich zu lieben, wenngleich Du so ehrlich sein mußt, einzugestehen, daß ich Dir immer abriet, Dich meinetwegen scheiden zu lassen. Aber dann, dann lernte ich„ihn“ kennen. ich kann nichts dafür, Arthur. Anton ist„der Mann“ für mich. Ich schäme mich nicht, es zu sagen. Ich liebe diesen Mann und werde um ihn kämpfen mit allen, allen Mitteln. Was weiß diese Elisabeth vom Leben! Was weiß sie von der Liebe! Aufgewachsen in einem Elternhaus, in dem sie keine Sorgen kannte, sicht sie zufällig Anton, und da ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick! Was habe ich dagegen schon mitgemacht an Not, Kummer, Verzweiflung, enttäuschter Liebe! Und jetzt, wo ich mich am Ziele meiner Wünsche wähnte, sollte ich freiwillig zurücktreten? Nein und tausendmal nein! Ich kämpfe um Anton mit allen Mitteln! Ich weiß, Du bist dajüber schwer gekränkt, vielleicht bist Du böse auf mich, vielleicht kommst Du nie mehr wieder, ich kann es nicht ändern, Arthur. Ich bin eine offene Natur, ich mußte es Dir sagen.“ Eine lange Pause entstand, dann sagte Arthur tonlos:„Du vergißt eines, Risa, daß ich Dich liebe, sowie Du jenen liebst, mit allen Fasern meines Herzens liebe ich Dich, und was soll jetzt werden?“ Langsam ging er auf sie zu, die auf den Diwan niedergesunken war und ihr Angesicht verborgen hielt.„Risa“, flüsterte er,„ein Wort nur sag mir, ein gutes Wort.“ Da erhob sie den tränenüberströmten Kopf und sagte leise:„Arthur, Du mein einziger Freund, verlaß mich jetzt nicht, laß mir Zeit, mich wieder zurechtzufinden. Diese Elisabeth, wie ich sie hasse, warum muß sie gerade diesen Mann lieben! Sie hat alles, sie ist jung, sie ist hübsch, sie hat ein Elternhaus, sie kann studieren! Das hatte ich alles nicht und jetzt, gerade jetzt, wo kann über alles trösten, sie hat auch mich oft getröstet und sie wird mich wieder trösten, denn heute ist viel in mir zerbrochen.“ „Arthur“, sagte Risa leise,„bist Du mir sehr böse?“ „Böse“, sagte Arthur weich,„böse ist nicht das richtige Wort, enttäuscht bin ich, schwer gekränkt, daß ich das für Liebe nahm, was— vielleicht Zeitvertreib gewesen ist.“ „Nein“, schrie Risa heftig,„das ist nicht wahr, ich habe Dir kein Gefühl vorgetäuscht, das ich nicht empfand. Aber ich weiß nicht, ob Du mich richtig verstehst, auch in der Liebe gibt es so, wie soll ich sagen, Unterschiede. Ich liebte dich, oder richtiger gesagt, ich vermeinte Dich zu lieben, bis ich den anderen wiedersah, dann erst wußte ich, was Liebe ist, Glaub’ mir das doch, Arthur! Ich denke noch gerne zurück an die schönen Stunden, die ich mit Dir im Sommer verbrachte, an die Wochen ungetrübter, glücklicher Kunstbegeisterung. Das Schönste dieser Weit aber war mir noch verschlossen! Jene große Liebe, die Berge versetzt, verzeihe mir, wenn ich heute durch jenes Gefühl beherrscht, momentan Dir nicht das sein kann, was Du von mir erwartest, laß mir Zeit, mich wieder zurechtzufinden. Ich weiß ja gar nicht, ob mein Traum sich verwirklicht.“ „Ah“, sagte Arthur bitter,„dann wäre ich als Tröster wieder willkommen, wenn es Dir nicht gelingt, den Gutsherrn von Aynethof zu gewinnen, dann, meinst Du, wäre Arthur gut genug.“ Tief aufatmend blieb er vor ihr stehen.„Nein, Risa, ich danke Dir für Deine Offenheit, überlege Dir den Vertrag und laß mich wissen, was Du tust. Jetzt muß ich ins Freie, um zu vergessen, daß ich in Deinen Händen ein Spielball war.“ Risa wollte ihm nacheilen, aber ihre Füße waren wie gelähmt, da hörte sie auch schon die Haustüre ins Schloß fallen. Aufschluchzend vergrub sie ihr Gesicht in den Kissen des Sofas.— Es war ein herrlicher Frühlingssonntag, als der Herr des Aynethofes bei Risa erschien. Er hatte sich bereits fest vorgenommen, nach Tisch sofort ins Freie zu fahren. Er wollte nach Möglichkeit ein langes Alleinsein vermeiden. Er hatte lange bei sich überlegt, ob er nicht absagen sollte, aber er wollte wieder Risa, deren leidenschaftliches Temperament er kannte, nicht reizen, darum war er der Einladung gefolgt. Wie gerne war er früher hergekommen, ehe er Elisabeth gekannt hatte. Er bewvunderte sie noch heute, er lauschte gerne ihrem geistreichen Geplauder, ihrer schönen Stimme, aber seit die Abkühlung eingetreten war, als sie über den Tod seines Hundes so gespöttelt hatte, war er ihr innerlich entfremdet. Er hatte die Lieblingsblumen der Baronin gekauft, tief dunkle, rote, fast schwarze Rosen, die einen süßen, betäubenden Duft ausatmeten. Das Mädchen öffnete ihm und Frau Risa kam ihm auch schon entgegen. Galant zog er ihre Hand an seine Lippen und legte den Rosenstrauß in ihren Arm. Sie trug ein einfaches dunkles, grünes Seidenkleid, das das Gold ihres Haares noch strahlender erscheinen ließ. Dann geleitete sie den Gast in den Salon, wo in einer lauschigen Ecke bereits der Wermuth bereitstand. Risa gab den wunderbaren Rosenstrauß in eine Vase und beugte tief den Kopf darüber.„Wie süß des duftet, so süß wie— die Liebe“, flüsterte sie. Sie wandte sich um, und der Ingenieur sagte, ernster als es vielleicht seine Absicht war:„Aber die wirkliche Liebe soll länger anhalten als der süße Duft eines Rosenstraußes, das wäre nicht Liebe, sondern der Rausch der Leidenschaft, meinen Sie nicht, Baronin?“ „Warum sagen Sie nicht Risa zu mir, wie ich Sie so oft gebeten habe, und stellen schwere philosophische Betrachtungen bei diesem herrlichen Rosenbukett an? Wir Frauen sind in dieser Beziehung, glaube ich einfacher als die Männer. Wir denken weniger, wir wollen bloß geliebt sein.“ „Und bewundert“, sagte der Ingenieur lächelnd. „Meinen Sie?“ fragte die Baronin jetzt kokett,„daß uns die Bewunderung etwas unbehaglich zu Mute. Er wußte genau, wohin die Baronin zielte, und er wollte eine vertrauliche Aussprache vermeiden. Da kam ihm der Zufall zu Hilfe. Das Mädchen öffnete die Türe zum Speisezimmer. Die Tafel war reizend gedeckt, die Sonnenstrahlen glitzerten in den Gläsern, und die Baronin nahm ihm gegenüber Platz. Der herrliche Duft von kalifornischem Mohn, dem Lieblingsparfum der Baronin, umschwebte ihn berauschend. Die Anwesenheit des servierenden Stubenmädchens ließ ein vertrauliches Gespräch, zur besonderen Freude des Ingenieurs, nicht aufkommen. Er machte daher auch gleich den Vorschlag, nach Tisch ins Freie zu fahren. Die Baronin überlegte dies einen Moment, denn sie wäre lieber in ihrem behaglichen Salon geblieben, da sie hoffte, den Ingenieur vielleicht zu einer Aussprache zu bewegen. Aber anderseits wollte sie ihm nicht widersprechen, um ihn bei guter Laune zu erhalten. Sie sagte daher zu und fragte, wohin er zu fahren gedenke. Der Ingenieur überließ das Fahrtziel ihr. Sie schlug den Lainzer Tiergarten vor, da sie hoffte, daß dort in den weiten abseits gelegenen Waldungen wenig Leute sein würden. Der Ingenieur war damit einverstanden und so begab man sich in den Salon zum Mokka. Anton wollte ein neutrales Gespräch anschlagen und fragte nach Professor Burghard, wie es ihm gehe, und was seine künstlerischen Pläne seien. Frau Risa kam diese Frage ausgesprochen ungelegen. Nach ihrem gestrigen Wortwechsel mit Burghard wollte sie nicht gerne an ihn erinnert werden. Dessen ungeachtet plauderte sie munter und unbefangen über seine künstlerischen Ideen und erzählte unter anderem, daß auch sie einen Kontrakt habe, doch sei sie mit sich im Unklaren, ob sie ihn annehmen solle oder nicht. Der Ingenleur riet ihr natürlich eifrig zur Annahme, was die Baronin sofort zu dem Ausruf veranlaßte:„Oh, mir scheint, Sie wären froh, wenn ich von hier fortginge!“ Der Ingenieur sagte aber ganz ernsthaft:„Ich habe ja gar nicht gefragt, an welchen Ort Sie das Engagement bindet, es könnnte ja auch Wien sein, dann müßten Sie ja gar nicht fortfahren.“ „Oh“, sagte die Baronin lächelnd,„in Wien ist selten ein erstes Engagement. Darum bin ich mir abch nicht im klaren, ob ich es annehmen soll, denn der Abschied von Wien fällt mir sehr schwer. Würde ich Ihnen gar nicht abgehen?“ fragte sie lächelnd. „Das ist doch selbstverständlich, Baronin, besonders am Sonntag, den ich so oft in Ihrer Gesellschaft verbringen durfte. Aber unsereiner ist ja von seiner Arbeit sehr eingesponnen, daß uns kaum eine freie Minute bleibt.“ ich den Mann gefunden habe, den ich über die Liebe geht?“ einmal schon sah und liebte, als ganz pfan„ijunges Mädchen, ohne das er es wußte, jetzt muß er mir verloren gehen. Aber ich ertrage es nicht, und wenn ich darüber zu Grunde gehe.“ Arthur hatte sich zu ihr hingesetzt und streichelte sie sanft.„Risa“, sagte er leise,„sei vernünftig, die Kunst „Man soll nie verallgemeinern“, sagte der Ingenieur,„das ist immer eine individuelle Sache. Sie, Frau Risa, sind jedenfalls eine bewundernswerte, schöne Frau. Aber“, sagte er bestimmt, „das wissen Sie ja selbst, das sagt Ihnen ja täglich— Ihr Spiegel.“ Dem Ingenieur war bei diesem Ausspruch „Na, so schlimm, glaube ich, ist es wieder nicht. Ich kann mich an manchen schönen Abend erinnern, den Sie bei mir verbrachten, als Sie noch mehr Zeit für mich hatten“, fügte sie etwas gekränkt hinzu. Der Ingenieur drohte ihr mit dem Finger, trank seinen schwarzen Kaffee aus und wünschte ihr galant eine gute Mahlzeit. Damit entzog er sich der etwas heiklen Antwort, und da er dabei schon aufgestanden war, blieb der Baronin nichts anderes übrig, als auch aufzustehen. Der Ingenieur meinte, daß um jede Minute schade sei, die man an dem herrlichen Sonnentag im Zimmer verbringe. Die Baronin mußte sich, ob sie wollte oder nicht, umkleiden und verschwand. Aufatmend blieb der Ingenieur vor den roten Rosen stehen.„Merkwürdig“, dachte er bei sich selbst,„wie gerne war ich früher hier, da ich Elisabeth nicht kannte. Wie verschieden sind diese beiden Frauen voneinder. Beide schön und doch, seit er Elisabeth kannte, ließ ihn die Schönheit Risas kalt. Bei Elisabeth war alles ungekünstelt, natürlich, was man bei der Baronin nicht sagen konnte, oder schien es ihm bloß jetzt so?“ Er wußte sich darauf keine Antwort. Er hatte es gar nicht gehört, daß Risa bereits längst wieder eingetreten war und leise zu ihm geschlichen kam.„Wie eine schöne Katze“, dachte er bei sich, laut aber sagte er:„Frau Baronin, meine vollste Bewunderung, in erster Linie für die schnelle Umkleidung, in zweiter Linie für das geredezu entzückende Sportkostüm.“ „Wirklich“, fragte erfreut die Baronin,„gefällt es ihnen? Das freut mich sehr. Aber nun wollen wir gehen, sonst sind Sie ja Bs“ auf mich, daß der Sonntag nicht ausgenützt wird.“ Sie gingen die Treppen hinab und sie nehm am Volant bei ihm Platz. For ging es durch die heute menschenleerStraße ins Freie. Wie im Fluge verging die Fahrt, und sie standen vor de: Hermesvilla. Der Ingenieur ließ den Wagen parken und Risa drängte 2 einem Spaziergang. Der Ingenieur wäre wohl gerne noch bei der Hermesvill: geblieben, er hoffte im Stillen irgendwie Bekannte zu treffen, um das Alleinsein abzukürzen, aber es wollte sich niemand blicken lassen. Sie gingen die gepflegten Waldpfad entlang, wie selbstverständlich stützt sie sich auf seinen Arm und schmiegt sich an ihn. Er fühlte ganz genau, dal sie zu einer Aussprache drängte. E mußte sich auch selbst gestehen, dal sie mit Recht glauben konnte, ihm nich gleichgültig zu sein oder, besser gesagt gewesen zu sein, aber er konnte es doc nicht ändern, daß sich sein Herz nur einmal für Eilisabeth entschieden hatte So gingen sie den Waldweg weiter und kamen zu dem großen Gebiete der Vogelschutzparkes. Es wurde imme: einsamer um sie. Am Ende des Geheges trafen sie zum Glück den Präsidenten des Tierschutzvereines mit seiner Frau. Der Ingenieur begrüßte sie mit einer solchen Herzlichkeit, daß Risa befremdet aufsah. War er froh, nicht meh: mit ihr allein zu sein? Sie empfand es wenigstens so. Gemeinsam besichtigte man die Einrichtungen des Vogelschutzparkes machte noch einen schönen Spaziergang und begab sich in die Hermesvilla zur Jause. Der Ingenieur lud seinen Freund und dessen Frau sowie die Baronir zum Abendessen ein, was Risa natürlich nicht begeisterte, aber sie konnte nichts dagegen machen. Sie fühlte nun klar und deutlich, daß der Mann, den sie liebte, ihr entglitt. Es war nicht die Nähe des Ehepaares allein, o nein, e hatte Zeiten gegeben, da fühlten sie sich selbst inmitten einer großen Gesellschaft— allein. als ob die anderen Menschen gar nicht anwesend wären Auch im Theater kam es ihr oft so vor. als spielte die Musik nur für sie beide und dieses Gefühl hatte sie jetzt nicht Wie grausam war doch eigentlich da Schicksal! Dasselbe Leid, das sie jetzt erfüllte das hatte sie gestern in ihrem Zornausbruch Burghard zugefügt. Sie wußte genau, daß er sie liebte und hatte ihm schonungslos gesagt, daß sie seine Liebe nicht erwidere. Diese schweren Gedanken machten sie schweigsam, schweigsam inmitten einer fröhlichen Tafelrunde, inmitten einer fröhlichen Musik bis sie sich einen Ruck gab, alle dies trüben Gedanken abschüttelte und die Zügel der Unterhaltung jäh an sich riß Sie verstand es zu unterhalten, und sie wollte es heute auch zeigen, daß sie es konnte. Sie fühlte, daß die Blicke des Ingenieurs öfter prüfend auf ihr ruhten, das machte das Rot in ihre Wangen zurückkehren und in lustiger Stimmung wurde der Heimweg angetreten. 6. Kapitel Wenige Tage nach dem Zusammensein mit Baronin Risa begab sich der Ingenieur zu Professor Schachner und hielt um die Hand Elisabeths an. Lächelnd hörte ihm der Professor zu und sagte dann freudig bewegt:„Ich habe es kommen sehen und freue mich herzlich darüber. Ich kenne und schätze Sie seit langem. Elisabeth ist ein guter Mensch, tief veranlagt, ein wenig grübelnd und zweifelnd an sich und der Welt, aber Sie werden sie gut führen, ich bin überzeugt davon.“ Die beiden Männer reichten einander die Hand und der Ingenieur sagte aufatmend:„Nun habe ich nur einen Wunsch, daß Sie Elisabeth zureden, daß die Verlobungszeit nicht allzu lange dauere. Am Aynethof wartet alles auf den Einzug der neuen Herrin, am sehnlichsten aber— warte ich selbst.“ „Wollen Sie nicht auch zu meine. Frau hinübergehen, sie wird sich sicher sehr freuen. Elisabeth dürfte noch nicht zu Hause sein, Sie wissen ja“, fügte er lächelnd hinzu,„sie nimmt es mit ihren. Studium sehr genau.“ Der Ingenieur bat, Frau Fanny sein. ergebensten Handküsse auszurichten, e müsse nämlich sofort in sein Büro zu rück, da ihn viel Arbeit erwarte. Als die Ordination zu Ende war, gin Professor Schachner zu seiner Frau. Ei erzählte ihr sofort von der Werbun: des Ingenleurs und mitten in seine: Erzählung kam auch Elisabeth nach. Hause. Fortsetzung folgt SCHWERTEN ZETTUNG Krankenschwestern kamen aus Sibirien Ausbrecherkenng Wieder geiant Der Wärter kann nun lachen— Ziegelsteine lagen im Zellenabort Kleine Ingeborg— süße Ingeborg So viele schöne Frquen, so wenig Leoparden Januar. Der„Houdini der dänischen Gefängnisse“. Carl August Lorentzen, ist wieder frei. So wurde vor einigen Tagen berichtet. Der Wärter, der dem bestbewachten Gefangenen des Landes unwissentlich bei seinem Ausbruch half, war ein verbitterter Mann geworden. Seit gestern atmet er auf, denn Lorentzen wurde wieder gefaßt. Lorentzen, ein 53jähriger internationaler Juwelendieb, hatte eine praktisch unbegrenzte Gefängniszeit abzusitzen. Zu seiner großen Freude hatte man ihm eine Einzelzelle im Horsens-Gefängnis zugewiesen. Denn Carl August ist keine sehr gesellige Natur, sondern ein ausgesprochener Einzelgänger. Sechs Monate nur widerstand ihm die Zelle, die lediglich mit einem Bett, einem Tisch, einem kleinen Wandschrank und einer. Toilette „möbliert“ war. Zahtreiche Krankenschwestern befanden sich in einem egsgesangener deutscher Mädchen, der jetzt in Friedland eintraf. Die einseitige Kost hat fast alle von den Russen festgehaltenen Frauen aufgeschwemmt. Viele haben sich in nicht wiederzuerkcennender Weise verändert. Gebaut noch schwedischem Muster Dalsburg Schar Radch-Lngeithern Ein Zimmer mit Kochnische— Das Haus mit den 75 Briefkästen ge Dulsburg, Januar Von unserem Berichterstatter „Sie waren immer die letzten in der Schlange“, erzählte der Beigeordnete der Stadt Duisburg, dem das Wohnungswesen anvertraut ist,„und hätten nie eine Wohnung erhalten. Da habe ich miich dieser Jetzten selbst angenommen. Jene ewig Wohnungssuchenden, die er meinte, waren die alleinstehenden berufstätigen Frauen. Sie wohnen irgendwo zur Miete, geduldet und ohnen eigene Häuslichkeit. Da es für sie aussichtslos war, in den Wohnungsämtern zu warten und immer wieder zu warten, sollte für sie gebaut werden. Ein Zimmer mit Kochnische für jede Frau sei angemessen, rieten die Fachleute aus Stockholm, die Erfahrungen hinter sich hatten So fing es an Der Beigeordnete suchte und fand eine gemeinnützige Baugesellschaft, private Geldgeber und daher auch die finanzielle Unterstützung der Landesregierung. Als ihm 160000 DM gesichert erschienen, fing er mit dem Bau an. Mitte Juli wurde ausgeschachtet, das Erdgescho3 enistend. das 1. Obergeschoß wurde daraufgesetzt — da trafen die Bedingungen der Landesregierung ein. Darunter: Für jedes Zimmer bestimmte Bequemlichkeiten. Es war zu spät. Bedingungen konnten nicht mehr angenommen werden. 75 Toiletten einzubauen, war außerdem zu teuer. Sie hätten gar zu viel Geräusch verursacht. Haus der 75 Klingelknöpfe So entstand das„Haus am Park“, zurückgelegen hinter Rasenflächen, an der großen Straße nach Düsseldorf. An der zweiflügeligen Haustür sieht der Besucher 75 Klingelknöpfe. Von der Eingangshalle aus, die ein Gummibaum belebt, führen rechts und links die Flure. Dort hängen 75 Briefkästen Eine runde Wendeltreppe führt nach oben, von senkrechten, hell gestrichenen Stäben wie von einem Gitter umgeben. Die Zimmer sind modern möbliert, die meisten haben Balkons. Durch Wandschränke wird Raum gespart. In jeder Kochnische steht ein kleiner Gasherd. Für persönliche Gegenstände ist Platz genug vorhanden Die Zimmer sind 18 qm groß, sie kosten 40 DM Miete im Monat. Am Ende der Korridore aller Stockwerke liegen die Baderäume. Aber keine Gemeinschaftsräume Die Frauen sind eingezogen. Die älteste Ist 64, die jüngste 24 Jahre alt. Alle Berufe sind vertreten, von der Schuldirektorin bis zur Näherin. Ob Klatsch schon zu spüren sei, fragten wir den Hausmeister.„Die Damen kennen sich noch nicht.“ Der Beigeordnete erklärte, auch daran gedacht zu haben. Darum selen keine Gemeinschaftsräume vorhanden, die Hausordnung sehe volle Freiheit für jeden vor, es sei ein Haus wie jedes andere Wohnhaus, und kein„Heim“. Die Post werde nicht dem Hausmeister abgeliefert, der Besuch von jeder Mieterin persönlich empfangen, ohne daß die Möglichkeit einer Kontrolle bestehe. Er habe sich an das bewährte schwedische Vorbild gehalten. Die einzigen Grenzen seien vom Begriff moralischer Lebensführung gezogen, wie in jedem anderen Haus. Aus fünf Städten sind bisher Fachleute nach Duisburg gekommen Bremen, Nürnberg. Köln und Düsseldorf zeigen sich interessiert.„Es genügt eine kapitalkräftige Baugesellschaft“, meinte der Beigeordnete,„dann wird es überall möglich sein.“ Sozialist beleidigte den Papst p Rom Januar. Weil er den Heiligen Vater als den„Papst der italienischen Industriellen-Föderation“, bezeichnet hatte, wurde Signor Nino Sangiovanni mit einem Jahr Gefängnis mit Strafaufschub verurteilt. Sangiovanni ist Mitherausgeber des„Avanti“, der römischen Tageszeitung des linken Flügels der Sozialisten. Der Gerichtshof erklärte ihn für schuldig, das Ansehen des Papstes beleidigend geschädigt zu haben. Der Angeklagte hat Berufung eingelegt. Geburten ohne Schmerzen ab Frankfurt, Januar.(Eigenb.) In der Frauenklinik der Frankfurter Universität haben Versuche mit Trichloräthylen als Mittel, den Wehenschmerz vollkommen oder wesentlich herabzusetzen und zu mildern, die erstaunlichen Erfahrungen bestätigt, die man in England mit diesem billigen Mittel zur Erzielung schmerzloser Geburten gemacht hat. Die Wirkung dieses Mittels, kurz „Tri“ genannt, erweist sich deshalb allen anderen und sehr teueren und nicht ungefährlichen Methoden und Mitteln zur Schmerzlinderung bei Geburten überlegen. weil die Mutter den Vorgang mit vollem Bewußtsein miterlebt und nach den Feststellungen der Frankfurter Universitätsfrauenklinik irgendwelche Schädigungen von Mutter und Kind nicht festgestellt werden konnten. Das Mittel ist eine klare, süßlich riechende Flüssigkeit, deren Dämpfe von den Patientinnen mit Hilfe eines Wattebausches eingeatmet werden. Ebenso erstaunlich wie die Wirkung ist der Preis dieses Mittels; es kostet für eine Geburt eine Mark. Selbst Werkzeug verfertigt Lorentzen erkannte sehr bald den Wandschrank als ausgesprochen„weichen Unterleib“ seiner Behausung und begann mit der Arbeit. Zunächst nahm er die Rückwand des Schrankes heraus, um dann die Mauer mit einem behelfsmäßigen Werkzeug zu bearbeiten, das er sich aus Metallstücken verfertigt hatte. Mühsam kratzte er den Mörtel heraus und lockerte somit die Steine. Beides warf er in die Toilette, die nur außerhalb der Zelle entleert werden konnte. Wenn Ueberfüllung drohte, mußte Lorentzen also den Wärter rufen. Der Wärter waltete seines Amtes, ohne Verdacht zu schöpfen. Schlüssel aus Bleiknöpfen Nach Durchbrechung der Mauer gelangte der Ausbrecher in einen kleinen, unter dem Treppenhaus gelegenen Raum. von dem aus er sich etwa 20 Meter weiter in die' Richtung der Freiheit vorarbeitete. Die gelockerte Erde schleppte er jedesmal zwecks bewährter Weiterbeförderung in seine Zelle zurück. Jeden Abend baute er auf seinem Bett aus Kleidern und Holz eine Puppe, stieg dann durch die Schrankwand und arbeitete ungestört an seinem Tunnel weiter. Bis er schließlich die entscheidende Mauer erreichte, aus einem Fenster kletterte und endgültig frei war. Lorentzens letzter Ausbruch krönt eine ganze Reihe berühmter Vorläufer. Nr. 1: Wärter fanden in seiner Zelle versteckte Schlüssel, die er aus Bleiknöpfen angefertigt hatte. Er hatte mehrere Monate daran gearbeitet und war gerade bei dem letzten Schlüssel, als sein Vorhaben entdeckt wurde. In diesem Falle hatte er also keinen Erfolg. Nr. 2: Ohne enideckt zu werden, sprang er über zwei Gefängnismauern. Als er jedoch die letzte übersprang, landete er direkt in den Armen eines bewaffneten Wächters und mußte sich ergeben. Nr. 3: Am 5. März 1920 befand er sich auf dem Wege vom Gefängnis nach dem Gericht, um dort verurteilt zu werden. Dazu kam es jedoch nicht, Lorentzen schlug den ihn begleitenden Beamten nieder. floh auf die Straße und verschwand. Nr. 4: 1931 arbeitete er auf den Feldern außerhalb des Gefängnisses von Jütland. Ex rannte fort— und blieb frei, obwohl Hunde und Polizisten ihn verfolgten. Nr. 5: Als er 1945 in einem Kopenhagener Gelängnis seß, konnte er sich einmal unbemerkt von seinem Wärter entfernen. Nur mit Hemd und Hose bekleidet, kletterte er über die Mauer und ward nicht mehr gesehen. Verhängnisvolle Ausbrecherspiele do Kopenhagen, Januar. Ein fünfjähriger Däne starb in einem Bunker in der Nähe seines Elternhauses. Er hatte„Ausbrecherkönig Lorentzen“, gespielt und einen Tunnel gegraben. Die Anstrengung war für ihn zu groß gewesen, da er erst vor kurzer Zeit wegen eines Herzfehlers operiert worden war. Auch in Schweden spielten einige Kinder„Ausbrecherkönig“ und bauten sich einen Tunnel, der zusammenbrach. Ein zwölfjähriger Junge kam dabei ums Leben. Der„Ausbrecherkönig“ Lorentzen, ein dänischer Schwerverbrecher, war vor Weihnachten aus dem Gefängnis entwichen, nachdem er sich in wochenlanger Arbeit einen rund zwanzig Meter langen Tunnel gegraben hatte. Lorentzen ist inzwischen wieder ergriffen worden. Man Schlaft auffödehten Wieseil Tödliche Hitzewelle in Australien hält an— Brand bedroht Farmen ap Sydney, Januar Eine tödliche Hitzewelle, hat, wie schon berichtet, Neu-Südwales, einen südaustralischen Staat, Anfang Januar heimgesucht. Mütter suchen das Leben ihrer Säuglinge zu retten, indem sie die Kinder in nasse Tücher einhüllen. Das Wasser in den Flüssen ist so warm geworden, daß niemand darin schwimmen mag. Bier, das über Land transportiert wird, wird infolge der Hitze unterwegs ungenießbar. Der Postmeister in Hungerford stellte eine Kanne Wasser auf die Straße, und das Wasser wurde in wenigen Minuten kochend heiß. Tausende von Vögeln, die vor der Hitzewelle zu fliehen versuchen, werden im Fluge vom Tode ereilt oder fallen an der Grenze von Queensland tot von den Bäumen. In der Nacht zum zweiten Januar milderte ein leichter Wind die Hitze ein wenig, fachte aber zugleich auf 80 Kilometer Breite zwischen Brewarrina und Walgett ein Buschfeuer an, das die Viehbestände auf abgelegenen Farmen bedroht. In Bourke schliefen die meisten Einwohner auf ihren Wiesen, die von Gartensprengern feucht gehalten wurden. Müllers wieder einmal gerettet dp Dublin, Januar. Der Berliner Paul Müller und seine Tochter Aga, die mit ihrem fünf Meter langen Segelboot vor etwa zwei Monaten von Hamburg zu einer Atlantiküberquerung ausliefen, haben jetzt zum achten Mal Schiffbruch erlitten. Ein Schlepper sichtete am Montag das Boot vor der Süidostküste Irlands, eilte zu Hilfe und brachte die völlig erschöpften Müllers an Land. Das Boot hatte die englische Küste am Mittwoch verlassen und war dann vier Tage lang von schweren Stürmen hin und hergeworfen worden. Sie wollen ihre Reise fortsetzen, sobald sie sich erholt haben. Windhundrennen jetzt auch in Deutschland p Lüneburg, im Januar. Der deutsche Sport ist um eine Gattung bereichert worden, die allerdings bisher dem deutschen Publikum noch nicht offensteht. Sechs von der englischen„Vereinigung für Windhund-Rennen“ gezüchtete Windhunde laufen zur Zeit in Deutschland. Sie wurden bestellt von Oberst Rankin, dem Kommandeur der 7. Husaren in der Lüneburger Heide, um den Offizieren seines Stabes einen Eindruck von dieser besonderen Art der Hunderennen zu vermitteln. In der Umgebung Lüneburgs gibt es genug Hasen, so daß die Windhunde sich kaum langweilen werden. Allerdings seien die Lüneburger Hasen doppelt so groß wie ihre britischen Artgenossen. Hoffentlich bekommen die Windspiele keinen Schreck! Grauenhafte Leichenfunde dmt Paris, Januar. Auf einem Schuttabladeplatz südlich von Paris wurde von spielenden Kindern der blutige Kopf eines Mannes in Zeitungspapier eingewickelt aufgefunden. Man nimmt an, daß er schon zwei Wochen auf dem Platz gelegen hat. Einen Tag vorher fand man einen menschlichen Die Filmschauspielerin Marie Wilson zeigt die neueste Modetorheit: Sie trägt einen mit Pailletten bestickten kleinen Dreispitz, der doppelt gesichert ist, nämlich mit einem seidenen Bindebändchen und einem weitmaschigen schwarzen Schleier, der mehr verspricht als er verhüllt. Nachmachen? - Mit Leopordenfell hat die Fümschauspielerin Dalau ihr kleines Wollkäppchen verziert, die in Hollywood mit ihrem Manne tanzt. Die Diva glaubt jedoch nicht, daß ihre Idee ein weltweites Echo haben wird:„Es gibt so viele schöne Frauen“, sagte sie, „und so schrecklich wenig Leoparden!“ Ein Nachwuchsstar, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigt: Ingeborg Körner, die in den Real-Fülmen „Gefährliche Gäste" und„Absender unbekannt“ die Männerherzen durcheinander bringt. Sie ist eine Hamburger Entdeckung von Curt Götz. Minmimmmmmm Fuß in einem Lokomotiv-Depot in Calais. Ebenso wurde ein anderer Fuß in einem Eisenbahnwagen in der Nähe von Paris gefunden.„Die Polizei steht vor einem Rätsel. Ingrid Bergman erlitt Nervenzusammenbruch dmt London, Januar. Der Londoner„Daily Mirror“ berichtet, daß sich Ingrid Bergman nach einem völligen Nervenzusammenbruch in einem Zufluchtsort außerhalb Roms befindet. Als Ursache des Zusammenbruchs werden unbarmherzige Gerüchte um die Künstlerin angegeben. Die Bergman fürchtet, daß ihre Karriere zerstört sein könnte. Als Krone der schockierenden Tagesmeldungen wurde die Meldung bezeichnet, daß Ingrid Bergman im Frühjahr ein Kind von Robert Rosselini erwarte. Nervenzusammenbruch lrei erfunden dmt Rom, Januar. Die vom Londoner„Daily Mirror“ veröffentlichte Meldung über einen Nervenzusammenbruch der Filmschauspielerin Ingrid Bergman beruht nach einer Erklärung des Filmregisseurs Roberto Rosselini auf dessen eigener Erfindung, mit der er der Filmschauspielerin für die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage Ruhe verschaffen wollte. Ingrid Bergman befinde sich bei bester Gesundheit und werde am Dienstag bei den Dreharbeiten zu dem neuen Film über das Leben des hl. Franziskus mitwirken. „Sonny Boys“ come-back ein Mihertolg pe London Anfang Januar. In London wurde kürzlich ein Film„Jolson singt wieder“ aufgeführt, der ein come-back jener berühmten Stimme bringen sollte, die mit dem Lied„Sonny Boy“ einen Markstein in der Geschichte des Tonfilms setzte. Nach den bisher veröffentlichten Kritiken entspricht das Erzeugnis der Columbia Pictures allerdings in keiner Weise den Erwartungen. Ein besonders scharfer Kritiker faßte seine Eindrücke in folgender Aufzählung zusammen: a. Jolson unternimmt den Versuch eines come-back— und scheitert. b. Der Film schildert seine Gastspiele auf Frontbühnen, in denen er„Dixie“,„Sonny Boy“ und„Baby Face“ vor Soldaten singt. c. Jolson wird krank und heiratet die Krankenschwester. d. Nach dem Kriege trifft er„zufällig“ einen ihm bekannten Obersten wieder, der„zufällig“, Filmproduzent ist, und deshalb einen Jolson-Film dreht. Dieser Film aber. so schließt der Kritiker,„ist der langweiligste Riemen, den ich je gesehen habe.“ Arzt erschieht vermeintlichen Einbrecher dmt Ravensburg, Januar. Vor der Wohnung eines Arztes in Laupheim bei Ulm wurde ein erschossener Mann aufgefunden. Der im vorigen Jahr aus der Kriegsgefangenschaft Heimgekehrte war das Opfer eines tragischen Irrtums geworden. Der Arzt hatte ihn für einen Einbrecher gehalten und mit einem Jagdgewehr auf ihn geschossen, da er den sich entfernenden Mann aufgefordert hatte, stehenzubleiben. Der Arzt erklärte, er habe in hochgradiger Erregung gehandelt, die durch die vielen Einbrüche und Gewalttaten in den letzten Jahren hervorgerufen sei. BCHWERTRE ERITUNG — fas der kandsamTaveliten In Westfalen Lütgendortmund ungefährdet- Zweikampf Mülheim-Ketlwig am Niederrhein Antscheidung des Sportausschussen Titelkampf ten Hoff- Kohlbrecher Letzter Austragungstermin: 5. April Im Weltergew. genügt 1 Punkt In der Handball-Oberliga West hat es in den letzten Wochen wirklich nicht an Oberraschungen getehlt. Diesmal aber gab es einen ausgesprochenen Tag der Favoriten. Darüber hinaus erwiesen sich die Platzvereine als besonders erfolgreich, denn von fünfzehn Spielen endeten zwölf mit Erfolgen der Heimmannschaften. Lediglich Spfr. Gevelsberg(n5 bei Eintracht Minden), Tus Rheinhausen(312 gegen TV Rumeln) und Tus Niederpleis(10:4 gegen BG Eschweller) konnten diese Serie durchbrechen und kamen so zu Auswärtsslegen. Spenge ein narter Gegner Westfalens Tabellenführer Germania Lütgendortmund hatte mit Tus Spenge vor der Pause unerwartete Schwierigkeiten. Vor allem Torwart Deppe, der allerdings bei einigen Pfostenschüssen sehr viel Glück hatte, war in großer Form. Nach der Halbzeit hatte der Neuling dann nichts mehr zu bestellen. Kruschewski(4), Seck(3), Quabeck und Becker warten mit 9:1(2:0) den zehnten Sieg für die immer noch ungeschlagenen Germanen heraus Ohne Weber. Thiemann und Schütte hatte Tus Netteistedt bei Eintracht Hagen keine Chancen Ruhwedel(2 Treffer) wurde beim 9:0(2:0-Sieg diesmal von Eglauer und Grundmann als Torwerfer erreicht. Eintracht Minden konnte vor 6000 Zuschauern die spielerische Ueberlegenheit vor der Pause nicht auswerten. Nach der Pause wirdelte dann der Gevelsberger Angriff mit den großartigen Technikern Waletzko und Rademacher mehrfach so verwirrend, daß die Mindener Deckung klar ausgespielt wurde und selbst Torwart Schmidt mit prächtigen Paraden den 7:5(3:2)-Sieg der Waletzko-Elf nicht verhindern konnte. RSU ungefährdet Der deutsche Meister RSV Mülheim war gesen Tuspi Viersen wieder in Spiellaune. Der Neuling Tuspi Viersen wurde mit 1734 (9:30 klar ausgespielt. Giesen und Ortmann stürmten erstmals wieder für Tura Bergheim. Dennoch konnten die Bersheimer in Kettwig nur ein Tor schießen. Torwart Feigen war in großartiger Form. Er hat größten Antell am 3:1 (1:1)-Sieg des Tabellenzweiten, die dem TV Kettwig die große Chance eröffneten, am 22. Januar auf eigenem Platz durch einen Sieg über die Mülheimer wieder an die Spitze zu kommen. Handball-Regelkommission tagt Die im vergangenen Jahr gegründete und aus 13 gleichberechtigten Mitgliedern der deutschen Landesverbände bestehende Regelkommission des Deutschen HandballBundes(DHB) tritt am 4. und 3. Februar in Fiensburg in Anwesenheit des Vorstandes des Deutschen Handball-Bundes zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen steht die Frage der Abseitsregel: deutsche Abseitsregel, internationale Abseitsregel(entsprechend den Fußballregein), Fortfaul der Abseitsregel oder Abseitslinie.„Die inzwischen eingegangenen Aenderungs-Vorschläge sollen in Fiensburg überarbeltet und dann als endgültige Vorschläge an die voraussichtlich Im April stattfindende Vollversammlung des Deutschen Handball-Bundes weitergeleitet werden * Handball West. Westfalen. Meisterschaftsspiele: Eintracht Minden— Gevelsberg 5•7, Lütgendortmund— Tus Spenge 9:1, Eintracht Hagen— Tus Nettelstedt 3:0, Union Annen— Fichte Hagen 7:4, 786 Herdecke— TC Wanne 7:3. Niederrhein. Meisterschaftsspiele: Fortuna Düsseldorf— TV Stoppenberg 7•3, RSV Mülheim— Tuspt Viersen 17:4, 7V Kettwig— Tura Bergheim 311, Tus Lintfort— GrünWeiß Wuppertal 1111, Rumeln— Tus Rheinhausen 2:6. Mitteirhein. Meisterschaftssp.: 1B Aachen — Bocklemünd 337, Gummersbach— AxV Aachen 11:4, 8G Eschweller— Tus Niederpleis 4:10, Pol. Köln— Westw. Welden 714, Tus Opladen— Turnkreis Nippes 9:4. Wieder Eifel-Pokalrennen MSV Rheinland-Pfals tagte Der Motorsport-Verband RheinlandPfalz beschloß auf seiner Jahreshauptversammlung in Koblenz, auch im kommenden Janre wieder„Quer durch Neuwied“ und das„Eifelpokalrennen“ auf dem Nürburgring durchzuführen. Zum Verbandspräsident wurde erneut Emil Scholten (Neuwied) gewählt. Der bisherige Sportpräsident Willi Leibl(Dietz), in früheren Jahren eine bekannter Wagenfahrer, trat von seinem Posten zurück, da er sich in Zukunft anderen Aufgaben widmen will. Sein Amt wird in Kürze der neue Vizepräsident Friedrich Luck(Ringsdorf) mitbekleiden. * Portugal will deutsche Leichtathleten Auf Vermittlung des früheren Hamburger Journalisten Cesar Meier, der vor kurzem auch die Portugalreise des Hamburger 8V einfädelte, sollen nicht nur deutsche Spitzenschwimmer zu mehreren Starts nach Portugal kommen, sondern im Laufe des Sommers auch deutsche Leichtathieten in Portugal starten. Wintersport mit Hindernissen Wolzdem-Schanzenrekord Gurth Wener Skispringen teilweise in strömendem Regen Ein unermmtiennles Kameradschafts-Springen auf der Alemannen-Schanze in Weller (Württemberg). an dem euch Springer aus Oesterreich teilnahmen, die sich jedoch nicht plazieren konnten, sah wieder einmal den deutschen Springer-„König" Sepp Weiler(Oberstdorf) mit Weiten von 57 und 59 m ertolgreich Hinter Welle, der außer Konkurrenz mit 62 m auch einen neuen Schanzenrekord aufstellte, endeten Heini Klopfer (33 ur 55 m), Ewald Roscher(52 u. 31 m) sowie Werner Richter(52 u. 30 m) auf den weiteren Plätzen breikönigen-Springen überall Dei Dreikönigentag brachte in Bayern noch eine Relhe weiterer Skispringen, die trotz der Ungunst der Witterung durchweg gute Leistungen brachten. In Oberaudorf gab es auf der KallangerSchanze unter den rund 40 Teilnehmern zahlreiche Stürze und auch der Favortt Simon Berger mußte einmal„zu Boden“. 8o erzielte der Sieger der Klasse II, Haslberger(Reit im Winkel). mit Sprüngen von 63 und 47 m die Tagesbestnote 220.5. Beim zweiten Durchgang war der Anlauf verkürzt. Beim Springen In Berchtesgaden erwies sich Franz Eder(Berchtesgaden) mit Note 816(30 u. 34 m) überlegen. Das Eröffnungs-Springen auf der Naturschanze in Oberwössen gewann Kaver Diener(Traunstein) mit Note 226,0(64 u. 65). In Finsterwald am Tegernsee kam Hans Kaudenberger(Gmund) mit Sprüngen von 64 u 65 m und Note 226,0 zum Sieg. Günther Meergans(München 60), der deutsche Meister in der Nordischen Kombination, wurde beim Springen in Mittenwald nur Zweiter ninter Franz Dengg(Partenkirchen) mit Note 226,1(3s u 65 m). Und einmal mehr der Sepp Eröffnungsspringen in Immenstadt Trotz strömenden Regens kamen am Dreikönigentag 10 000 Zuschauer zur Einweihung der neuen großen Schanze in Immenstadt, die ausgezeichnete Leistungen zu sehen bekamen. Den Vogel schoß auch hier Sepp Weiler mit zwei Sprüngen von je 86 m ab, die ihm auch mit der Note 224,0 den Sieg einbrachten. Der deutsche Meister Toni Brutscher stand im ersten Durchgang den weitesten Sprung mit 87 m, stürzte aber bei seinem zweiten Sprung von 84 m und belegte dadurch nur den siebten Platz. Das Ergebnis: 1. Sepp Weiler(Oberstdort) Note 224,0(86 u. 86 m) 2. Heini Klopfer (Oberstdort) 199.8(78 u. 76 m), 3. Altred Schäfer(Füssen) 193.5(78 u. 77 m), 4. Robert Engel(München 60) 193,1(78 u. 77 m), 3. Werner Richter(Hof) 189.4(72 u. 75 m), 6. Ewald Roscher(Plissen) 189,1(98 u. 63 mn). Toni sprang in Neuastenberg Eröffnungsspringen in Neuastenberg Die westdeutsche Wintersport- Saison wurde am Dreikönigstag mit einem Eröffnungsspringen auf der neuen Schanze in Neuastenberg eröffnet, nachdem endlich der so lange ersehnte Schnee gefallen war. Durch die Teilnahme des Partenkircheners Toni Eisgruber, der in einem kurzen Lehrgang seine reichen Erfahrungen auch den westdeutschen Springern vermitteln will, stand der Sieger von vornherein fest. Eisgruter enttäuschte dann auch die Erwartungen der rund 1500 Besticher nicht. Nach einem Probedurchgang und dem ersten Wertungssprung mit verkürztem Anlauf stand er im letzten Durchgang bei vollem Anlauf mit 54 m die größte Weite des Tages in vorbildlicher Haltung und sicherte sich mit der Tagesbestnote 230.5(41 u. 54 m) den Sieg. Erst mit weitem Abstand folgte Hubert Menkt(Skl-Klub Winterberg) mit Sprüngen von 33 u. 44 m und Note 180,0 auf dem zweiten Platz. Die Ergebnisse: 1 Toni Eisgruber(SC Partenkirchen) Note 230.5(21 u. 54 m), 2. H. Menke(Winterberg) 190(33 u. 44 m), 3. Heini Pape(Neuastenberg) 176(32 u. 44 m), 4. Karl Die Finnen kommen zu uns Für die VI. Internationale WintersportWoche vom 20. bis 29. Januar 1959 hatte das Garmische Sport-Komitee auch an Finnlands Skl-Verband nach Lahti Einladungen zur Teilnahme ergehen lassen. Zunächst bestand jedoch wenig Hoffnung auf ein Erscheinen der Söhne Suomis, da Vell Gaarinen, der frühere Skl-Weltmeister im sekm-Dauerlauf und Olymplasieger von 1933, aunmehr Generalsekretär des Finnischen Ski-Verbandes, dem Sport-Komitee mittellte, daß im Hinblick auf die hohen Kosten der finnischen VIB-Expedition nach Aspen und Lake Placid wohl kaum mit einem Start in Garmisch-Partenkirchen zu rechnen sel. Um so größer war daher die Preude In Garmisch, als nunmehr ein Telegramm aus Lahtl beim Sport-Komitee der VI. Internatienalen Wintersport-Woche eintrat unit der Mittellung, das Finnland nunmehr dech beabsichtige, eine Mannschaft nach Garmisch-Partenkirchen zu entsenden. Wenn auch Namen bisher noch nicht genannt wurden, so dürfte dieser erste Nachkriegsstart der Nordländer in Deutschland zweifelles einer der Höhepankte der Garmischer Wintersperttage sein. Peis(Winterberg) 167.8(21 u. 40 m), 8. Karl Urss(Willingen) 165.5(21 u. 42 m). Auch EK Köln schlägt Oxferd Anstelle des verlegten Meisterschaftsspiels gegen den EV Tegernsee trat der Kölner EK am Samstagmittag im Garmischer OlympiaEisstadion gegen die Eishockeymannschaft der Universität Oxford in einem Freundschaftsspiel an. Vor nur wenigen Zuschauern slegten die Kölner in einem Spiel, das beiderseits mehr den Cbarakter eines Trafningsspleis trug. durch Treffer von v. Scotti, Blankenstein und Brandenburg(2) mit 4:1 (120, 111, 2:0). Nauheim überrannte KEV Vor 3000 Zuschauern siegte im Krefelder Eisstadion der VII. Bad Nauheim im Oberliga-Punktespiel mit 9:4(5:1, 2·0. 2:3) über den Krefelder Elslauf-Verein. Die Nauheimer„roten Teufel“ überrannten im ersten Drittel die Münstermann-Schützlinge. Schneller als erwartet hat der Sportausschuß des Bundes Deutscher Berufsboxer seine Entscheidungen zur Klärung der Schwergewichtslage getroffen. Dem Hamburger Richard Grupe wurde das Herausforderungsrecht an den deutschen Meister Hein ten Hoff aberkannt,„da er einen Kampf innerhalb seiner Gewichtsklasse verloren hat“. Als neuer offizieller Herausforderer Hein ten Hoffs wurde daraufhin der Osnabrücker Zwei-Zentner-Mann Wilson Kohlbrecher benannt, der Grupe bekanntlich in Berlin über zehn Runden, wenn auch nicht unter Endausscheidungsbedingungen, klar zu schlagen vermochte. Letzter Austragungstermin für diesen neuen Titelkampf ist der 6. April. Weiterhin entschied der Sportausschuß: „Die Herausforderung des Boxers Seelisch wird zurückgestellt bis zur Austragung des Kampfes ten Hoff— Kohlbrecher.“ Begründet wird dieser Beschluß damit, daß der Kleler erst im Mai 1949 eine Meisterschaftschance hatte, als er in Düsseldorf gegen ten Hoff ein Unentschieden erzielte. Die Entscheidung im Fall Grupe ist durchaus verständlich. Der riesige Hamburger Konditor verlor seinen ersten Titelkampf mit den Hoff nach wenig rühmlichem Widerstand, als er sich in Hamburg 1947 in der dritten Runde, ohne voll getroffen zu sein, sang- und klanglos auszählen ließ. Ein Jahr später verkaufte er sein Herausforderungsrecht unmittelbar nach der Währungsreform, um ten Hoff die Chance zu geben, seinen Rekord im Falle Kreitz zu bereinigen. Als er nun zum dritten Male zum Zuge kommen sollte, gefährdete er sein Herausforderungsrecht an ten Hoff durch einen Kampf mit Wilson Kohlbrecher, den er dann auch prompt verlor. Wer aber drei derart günstige Chancen so leichtfertig vergibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nunmehr „da draußen vor der Tür“ steht! Pepper siegte in Hannover Die 3000 Zuschauer bei der Berufsboxveranstaltung in Hannover begrüßten den Dortmunder Ex-Amateuermeister zwar freudig, waren aber mit seinem Punktsieg über den Die Traber unentwegt in Aktion Schweizer Turner nicht in Deutschland Die Eidgenbssische Kunstturnveretnigung hat füs alle schweizer Weltmeisterschafts-Kandidaten eine Sperre erlassen, nach der diese nur noch am Endkampf der Kunstturn-Meisterschaft und einem kantonalen Türnfest tellnehmen können, wenn mit dem 1. März 195e die planmäßigen Lehrgünge urw. für die Weltmeisterschaften siarten. Daber können die Deutschland-Starts der Eidgenossen vorerst nicht mehr stattfinden, während für die Zeit nach den Weltmeisterschaften(Juli in Basel) die Luzerner mit Sepp Stalder in Süd- und Westdeutschland starten wollen. Deutsche Turner noch nicht zugelassen Wie nicht anders zu erwarten, hat der Generalsekretär des Internationalen Turnerbundes ITTB), Chartes Thoenl-Genf, jetzt einem Vorstandsmitglied des Deutschen Arbeitsausschusses Türnen[DA7) mitgeteilt, daß gemäß Artikel 23 der 1949 in Stockholm angenommenen und sofort in Kraft getretenen Satzungen nur die nationalen Verbände an den Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele tellnehmen können, die dem 17B mindestens seche Monate angeschlossen und. in diesem Schreiben wird ausdrücklich betont, das sich dieser Artikel auf alle neu eintretenden Verbände bezicht, gleich, ob ale trüher schon einmal dem Ixa angehörten eder nicht. Jockey K. Florian siegt in Sulky Obschon der Besuch nicht ganz den Erwartungen entsprach, zeigte der harmonisch verlaufene Auftakt doch, daß die Winterrennen in M.-Gladbach trotz gleichzeitiger Veranstaltung in Gelsenkirchen durchaus tragbar sind. So konnte der Geisenkirchener Trainer o. Hoffmann mit Domka. Petrosia und Noble einen dreifachen und sein Berufskollege O. Konnewitz mit Geduldig und Frebeta einen Doppel-Erfolg buchen Zum Abschluß gab es eine Riesenüberraschung durch den 320:10Außenseiter Noble; die richtige Kombination Noble- Bolly aber honorierte der Toto mit der schmackhaften Quote von 653z für 10 DM. Viel Anklang bei den Besuchern fand die prächtige Fahrweise der Flach- und Hindernis-Jockey im Preis von Dortmund. K. Florian übernahm mit Frebeta sofort das Kommando, gefolgt von Liebesbotin, lolatha und Siggo. Im Schlußbogen ließ Liebelbotin trotz aller Anstrengung von H. Cohn sichtlich nach. In der Geraden griffen Siggo, der allerdings etwas spät freie Bahn fand, und Jolatha zwar heftig an aber die von K. Florian mit kluger Taktik gefahrene Frebeta hatte noch ausreichend Reserven, sich mit einer halben Länge sicher bis ins Ziel zu behaupten.— Zeit: 1:32.8 Minuten.— Toto: 94, Platz 13, 13, 11:10.— Einlaufwette: 172:10. Die Ergebnisse der Geisenkirchener Trabrennen 1. Rennen: 1. Kohlbeze, 1. Tsalda, 3. Karmena. Toto: Sieg 29. Platz 14, 23, 14, 12.— 2. Rennen: 1. Oberina, 2. Glücksteller, 3. Nuta. Toto: Bieg V7. Platz 28, 34, 25. 49:10.— 3. Rennen: 1. Katalanler, 2. Sünde, 3. Bast. Toto: Sieg 29. Platz 14, 21, 49. 49:10.— f. Rennen: 1. Talga, 2. Hecht, 8. Alwina. Tto: Sleg 30, Plata 13, 29, 13, 20:10.— S. Rennen: 1. OsterCeller Halbschwergewichtler Günther Balzen keineswegs zufrieden. Der Dortmunder hatte alle Vortelle im Nahkampf; seinen Schlägen schlte aber die Wirkung, während der Celler für die gefürchteten Leberhaken keinen Angriffspunkt gab. Der Punktsieg war keinen, Augenblick in Gefahr, doch läßt sich nicht leugnen, daß der Dortmunder noch immer viel von seiner ursprünglichen Frische vermissen 14ßt. Der Essener„Wirbelwind“ Leo Starosch kam durch einen Magenhaken zu einem K. o.- Erfolg in der vierten Runde ülber den Hannoveraner Walter Trittschack. Schmitz— Schneider am einen Punkt Auf Grund des Paragraphen 63 der sportlichen Regeln, der den Sportausschuß des BaB ermächtigt, in Ausnahmefällen nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden, wurde der Beschluß gefaßt, die Wiederholung der deutschen Weltergewichts- Meisterschaft zwischen Schmitz(Neuß) und schneider (Celle), falls es notwendig werden sollte, mit dem Vorsprung von nur einem Punkt zu entscheiden. So ist nunmehr wohl damit zu rechnen, daß es am 18. Januar im Kölner Williamsbau endlich einen Nachfolger von Gustav Eder geben wird, nachdem Schneider und Schmitz sich Anfang Dezember in Düsseldorf in ihrem ersten Titelkampf unentschieden trennten. Grundsätzlich sollen deutsche Meisterschaften im Boxen nur bei einem Vorsprung von sechs Punkten vergeben werden. Häfner verlor Revanche gegen öchste Die erste Berufs-Boxveranstaltung in der Münchener Sporthalle brachte mit 10 000 Zuschauern ein ausverkauftes Haus. Der einheimische Weltergewichtler und Herausforderer für den Titel, Karl Ochsle, konnte in der Revanche den Bamberger Häfner nach einem dramatischen Kampf, der das Haus in helle Begeisterung versetzte, glatt auspuinkten und wurde stark gefeiert. Dagegen hatte es der Kasseler Leichtgewichtler Petri gegen Raeder(Sonnerberg) sehr schwer, zu einem Punkterfolg zu kommen. Reg Harris startete in Deutschland Einmal Niederlage- einmal Sieg des Weltmeisters In Berlin schon im Vorlauf ausgeschieden] Gelungene Revanche in Hannover gondel, 1. Dixy, 3. Ferus. Toto: Sieg 93, Platz 16, 12, 22:10.— 6. Rennen: 1. Krone v. Elten, 3. Feuerzauber, 3. Egenolf. Toto: Sieg 20, Platz 12, 27, 19, 18:10.— 7. Rennen: 1. Marlene, 2. Wiltraud, 3. Südsturm. Toto: Sieg 200, Platz 40, 18, 24, 18:10.— 8. Rennen: 1. Lillemor, 2. Janet, 3. Breton. Toto: Sieg 29, Platz 13. 32, 22:10. Ein Sieg von Temme Erstmals nach dem Kriege gab sich in der Münsterland-Halle zu Münster die Elite des deutschen Turniersports als Auftakt des Turnierjahres 1930 ein Stelldichein. Das umfang. reiche Programm gipfelte in einem Rekordhochspringen und einem Jagdspringen der Klasse L. Während das Jagdhochspringen mit e Fehlern und einer Höhe von 1,70 m an Große Wiedemanns Grune unter H. Wiedemann fiel, der Alfons Wemhoffs Allexe mit 5 Fehlern und 1.60 m sowie A. Schulze Althoffs Franke mit 6 Fehlern und ebenfalls 1.60 m auf die Plätze verwies, siegte im Jagdspringen F. G. Eppelsheimers Fürstin mit 9 Fehlern und der Zeit von 65 Sekunden vor Ernst Schülers Fegefeuer(0/68) und Karl Barmelers Flocke(0/74). Am Samstag standen dann ein Jagdspringen der Kl. L. sowie ein Zeitspringen der Kl. M im Mittelpunkt. Das Jagdspringen holte sich Baron von Fürstenbergs Fanfare unter dem Besitzer mit 9 Fehlern und 61 Sekunden vor Theodor Rotthoffs Katja(0/72) und Heinrich Deckers Hektor(1/37), die ebenfalls von Ihren Besitzern geritten wurden. Das Zeitspringen schließlich gewann F. G. Eppelsheimers Fürstin in 87 Sekunden unter seinem Besitzer vor Günther Temme mit 39 Sekunden auf Dr. Felix Krapps Harras und Gestüt Vornholz Tamariske mit 39 Sekunden unter Alfred Przybyiski. Nach dem so glänzend verlaufenen internationalen Fliegertreffen vom Neujahrstag war man in Berliner Radsportkreisen auf die sportlich noch wertvolleren Fliegerkämpfe am Drei-KönigsTage mit Recht gespannt. Ganz besondere Leistungen aber hatten sich die Berliner Radsportfans von dem englischen Weltmeister Reginald Harris versprochen, der das große As im Fliegerpreis der Nationen sein sollte. Es zeigte sich jedoch, daß der in den letzten Sommermonaten noch unschlagbare Brite im Augenblick nicht recht in Form ist. Da er erst wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung in Berlin eingetroffen war, mußte sich dies in ganz besonderem Maße zeigen. Schon sein dritter Platz(hinter Scherens und Voggenreiter) im ersten Vorlauf ließ nichts Gutes ahnen. Als er sich in einem weiteren Lauf versteuerte, verlor er vollends seine Sicherheit und belegte so im Hoffnungslauf hinter Bunzel, Gerhard Schulz und dem Franzosen Senfftleben nur den letzten Platz. Zum„Held des Tages“ aber wurde der zweite Berliner„Neuling“ Oskar Plattner(Schweiz). Als der kleine Schweizer zusammen mit Jeff Scherens (Belgien) und Jan Derksen(Holland) nach prachtvollen und heiß umstrittenen Ausscheidungskämpfen zu den beiden Endläufen antrat, da war„Oskar“ zum erklärten Liebling der Berliner Radsportbegeisterten geworden. Von der Spitze weg gewann der Eidgenosse mit einer halben Länge Vorsprung vor Scherens und Derksen den ersten Lauf; als aber Derksen im zweiten Durchgang vor Scherens und Plattner siegte, da mußten die drei Ex-Weltmeister zu einem besonderen Entscheidungslauf antreten. Noch einmal aber erwies sich„Oskar“ als stärkster Fahrer des Abends. Hannover sah den wahren Harris Der englische Flieger- Weltmeister Reginald Harris, der noch am Freitagabend auf der ihm ungewohnten kleinen Berliner Piste so stark enttäuscht hatte, zeigte am Sonnabend in der mit 9000 Zuschauern wieder völlig ausverkauften Sporthalle zu Hannover sein wahres Können. Von der Spitze weg war der schnelle Brite, ein ausgesprochener Sprinter-Typ, in allen Läufen der überlegene Fahrer. Mit 10 Punkten gewann er schließlich überlegen vor dem deutschen Meister Georg Voggenreiter(Nürnberg) mit 7 Punkten, dem siebenfachen Weltmeister Jeff Scherens (Belgien) mit 6 Punkten und dem Berliner Werner Bunzel mit 5 Punkten. Der deutsche Meister Georg Voggenreiter hatte im entscheidenden Viererlauf noch eine Siegeschance. Der Nürnberger schaffte es jedoch nicht, da Harris ihm keine Chance ließ. Auf den letzten Metern mußte sich„Vogges“ sogar noch von Scherens geschlagen bekennen. Der nun fast vierzigjährige Ex-Weltmeister ist auch heute noch ein drahtiger Fahrer, In zwei Mannschafts-Verfolgungsfahren über 26 Runden siegten Kilian] Lohmann gegen die Holländer SavelsberglVissers und die deutschen Mannschaftsmeister PankokelHolthöfer vor Bautz(Vopel.„Wigger!“ Hörmann hatte in einem 30-Runden-Punktefahren mit einem Ausreißversuch Erfolg und siegte so mit einer Runde Vorsprung und 13 Punkten vor dem blutjungen Hannoveraner Schumacher und dem Rosenheimer Sepp Berger mit je 19 Punkten. Große Fahrt von Saager Berger In den abschließenden Manischaftsrennen am Samstagabend in Hannover spielten die Straßenfahrer Saager/Berger in der 100 km langen Fahrt eine überlegene Rolle. Das Ergebnis: 100 km Mannschaftsrennen: 1. Saager Berger 16 Pkt., 2:14:00 Std.; zwei Runden zurück: 2. Bautz Vopel 14 Pkt., 3. Schumacher Pankokt 2 Pkt.; drei Runden zurück: 4. SavelsbergBilsters 7 Pkt.; vier Runden zurück: 5. Kaune Schwarzer 17 Pkt.; sechs Runden zurück: 6. GöbellSiefert 9 Pkt., 7. Kilian Lohmann 8 Pkt.; sieben Rinden zurück: 8. Gebrüder Hörmann 3 Pkt.; acht Runden zurück: 9. Voggenreiter Bunzel 11 Pkt. Glossen und Streiflichter Letste Spielminuten mit Klingellzeichen Was hinter dem„Eisernen Vorhang“ vor sich geht, wird in vielen Fällen erst auf Umwegen bekannt. Auch auf sportlichem Gebiet gibt es in der UdSSR manches, von dem man in den westlichen Ländern keine Ahnung hat. Vom Kaukasus bis zur Mündung der Newa ist der Fußball der Volkssport, der namentlich in den großen Städten die Massen an sich zieht. 70 000 bis 80 000 Zuschauer im riesigen Moskauer DynamoStadion bei Spielen der führenden Mannschaften sind keine Seltenheit. Aber manche Dinge rund um ein solches Spiel sind doch anders als im„Westen“. Da sind beispielsweise große Uhren vorhanden, die nicht nur die Spielminuten anzeigen, sondern auch fünf Minuten vor Schluß ein Klingelzeichen von sich geben. Die„letzte Runde“ kann also steigen. Das ist„Kundendienst“, denn viele der Zuschauer sind nicht im Besitz einer eigenen Uhr. Die Schiedsrichter haben ein eigenes „Arbeitssystem“. Ihnen gehört die eine Seite, die beiden Linienrichter übernehmen die andere. Das ist ein kleiner Blick durch ein Schlüsselloch. 31 Kumpel tellen sich 52 434.50 DM Einer der fünf Hauptgewinne der Westdeutschen Toto-GmbH. vom 1. Januur 1990 flei nach Hervest-Dorsten, 31 Bergleute einer Tipgemeinschaft sind an dem Betrag von 52 494.50 DM beteillgt, verstät dlich, daß in diesem Tell des„Kohlenpotts eitel Freude herrscht. I Pand W. Erie Mili G Smrilr Enied Gitil zum eut Euss A Eini 8 EIN BEITRAG VON VIKTOR AUBURTIN Der liebe Gott sprach vor sich hin in seinen langen Bart:„Du lieber Gott. wie war doch das Paradies so nett, das ich damals in Zentralasien(nach einer anderen Erklärung allerdings am Kaukasus) angelegt hatte. Mit den gefleckten Hirschkühen und den Wachteln, die einen kleinen Schopf auf dem Kopf haben Auch die Obstbäume waren gut zeinten, neven die ich eine Tafel gesetzt hatte mit der Aufschrift:„Es ist streng verboten, Früchte abzupflücken“. Wie schade, daß dieses Luumpenpack mir alles verdorben hat“ So sann der liebe Gott lange seinen Er ensungen nach Und weil er schon a!! nc immer etwas eigensinnig wa:.Shalb sagte er zu sich:„Und nun mache ich mir justament erst recht ein neues Paradies, genau so wie das vorige: aber dieses Mal lege ich es vorsichtshalber mehr abseits“. Er streckte seine ambrosische Hand über die unermeßlichen Gewässer des Ozeans: und schon tauchte aus den Abgründen triefend eine große Insel auf mit blauen Bergen und hohen Felsen. Und gleich bedeckte diese Insel sich mit Wäldern von Kampferholz. Gewürzpflanzen wucherten in den dampfenden Tälern, Bananen und Ananas waren schon reif, und Tiere mit unerhörtem Pelzwerk jagten über die Lichtungen In den Abhängen der Berge aber schimmerten die Adern schiersten Silbers Als alles fertig war, legte Gottvater eine Morgenröte darüber, wie noch nie eine da war: und um alle Küsten des neuen Paradieses rings herum sangen die Brandungen das Lob des Herrn. Wie damals betrachtete er alle Dinse und fand, das es gut sei Zwei Tage später fuhr an der Ostseite der Insel das englische Kanonenboot„Arrogant“ vorüber Der Kommandant. Kapitän Buller, erkannte, daß er ein neues Land vor sich hatte, landete, hißte den Union Jack und nannte die Insel„Queen Marvs Land“ Gleichzeitig fuhr an der westlichen Küste der französische Passagierdampfer„Bossuet“ vorüber, der eine Operettengesellschaft nach Valparaiso brachte. Der Kapitän erkannte. daß er ein neues Land vor sich hatte. landete, hißte die Trikolore und nannte die Insel„lle de la Fraternité“ Schiedsgericht Ultimatum. Kriegserklärung Gasangriff. Stacheldraht. Handgranaten. Schützengräben Tromme'feuer: Blockade. Mitrailleusennster Stinkbomben. Schwimmende Minen. Lederersatz Kriegsgewinnler. Tanks. Spartakisten. Feldprediger. Läuse. Kriegskorrespondenten Brotkarten Kunstfleisch. Papierhemden. Unterseebotte. Kohlrüben. 14 Punkte. „Hol’ es der Teufel!“ rief Gott.„Jetzt ist meine a duld zu Ende; der ganze Planet muß weg, zerschmissen muß er werden, sonst verschandelt er mir die Schöpfung.“ Und in furchtbarem Grimm ballte er die Faust und hielt sie über die kleine braune Kugel, die da zischend und knisternd und schwelend und stinkend über den Ather zog. Aber er schlug nicht zu, sondern steckte die Hand wieder in die Hosentasche, und seine Miene wurde milder. „Nein“, sprach er vor sich hin,„man muß sich alles überlegen. Rs wäre schade um die Schmetterlinge.“ Zoologie in Berlin Lehrer:„Kurtchen, was ist ein Laran!“ dch Schüler:„Det is eena, der nich jehn kann, Herr Lehra!“ KK. A. Wenn munirerzdemracht (Frankf. N. Zeitschrift) Silvester Im Säuglingsheim „Habe ich dir nicht gesagt, daß das nicht die Schienen sind!“ „Ich möchte lieber nicht mehr mit Ihnen tanzen, mein Herr. Sie sind zu kalt.“ Es klingelt, das Mädchen Offnet. Dann begibt es sich in das Studierzimmer des Professors.„Herr Professor, es ist ein armer Mann draußen, der bittet um eine kleine Gabe Er sagt. er sei ein entlassener Sträfling.“ Darauf der Professor: „So so— weshalb ist er denn entlassen worden?“ „Wie kennte ich nur so blöd sein und den Lausebengeln einen Schlitten au Weihnachten schenken?“ Die CapEr Die Entstehung der Uhr— Henlein und das Nürnberger„örlein Es gibt heute so vieles für uns, was uns selbstverständlich scheint, weil wir uns daran gewöhnt haben. Nun nehmen wir es hin und keiner denkt einmal daran, wie es wohl gewesen sein mag, ehe man dies oder das erfunden hatte. Scht ihr: Da ist zum Beispiel die Uhr. Jeder Mensch besitzt heute diese „Zeitmaschine“, wie man ganz früher sagte, als die Uhren noch rasselnd im Kirchturm hingen, und jemand hat einmal ausgerechnet, daß jedermann viele tausend Blicke jährlich auf die 12 Zahlen des Zifferblattes wirft. Wie aber war das, ehe es Uhren gab? Nun, von der Sonnenuhr habt ihr schon gehört. Hier und dort ist noch eine an die Häuser gemalt und ihr könnt selbst die Zeit ablesen— wenn die Sonne scheint. Was aber, wenn Wolken am Himmel sind? Auch darauf war man vor Jahrhunderten schon eingerichtet. Es gab nämlich Wasser- und Sanduhren, die nicht auf die Sonnenstrahlen angewiesen waren, sondern auch so zu jeder Stunde abgelesen werden konnten. Das Prinzip war einfach: Man stellte— natürlich mit Hilfe der Sonnenuhr— fest, wie lange eine gewisse Flüssigkeits- oder Sandmenge benötigte, um aus einem Gefäß durch eine dünne Offnung in ein anderes zu tropfen oder zu rieseln. Daraus ergab sich dann eine Skala, ähnlich wie bei der Eieruhr, die eure Mutter sicherlich in der Küche hat. Vor rund 700 Jahren, um 1200 herum, wurden die ersten Räderuhren erfunden Als Hemmung diente eine Spindel, die verhinderte, daß die Gewichte hicht einfach absurrten, und darum trugen diese Uhren den Namen„Spindeluhren“. Sie wurden in großen Kirchen eingebaut. in Rathäusern fand man sie selten. Des Uhren waren immer noch etWa: Besondere- und wurden auch g am noch als Wunder beirachtet. Nür wenige Menschen kannten sich in der ersten Zeit auf dem Zifferblatt aus. Die Uhren waren natürlich auch sehr unangenehm, zeigten nur die volle Stunde und mußten immer wieder nachgestellt werden. Die ersten brauchbaren Turmuhren sind wohl kaum vor 1550 gebaut worden, wenn sich auch viele gute Handwerker schon vorher darum bemühten und sicher auch ab und zu Erfolge erzielten. Im Jahre 1574 konstruierten une Ein Streielsbokriunststüch Ihr sollt heute ein Streichholzkunststück kennen lernen, das euch immer Gewinner sein läßt. Also paßt auf: Ihr holt euch einen Freund und legt 15 Streichhölzer auf den Tisch indem ihr dazu sagt:„Hier lege ich 15 Streichhölzer hin. Jeder von uns soll nun abwechselnd 1, 2 oder 3 Hölzer auf einmal wegnehmen. Wer das letzte Streichholz bekommt, hat verloren! Einverstanden? Sicherlich ist euer Freund einverstanden, und ihr könnt ihn noch bestimmen lassen, ob er mit dem Aufnehmen beginnen will oder ob Ihr den Anfang machen sollt. Euer Freund wird immer verlieren, also das letzte Streichholz nehmen müssen, wenn ihr beim ersten oder zweiten Mal von den Streichhölzern so viel wegnehmt, daß für den anderen gerade noch 9 Hölzer übrig sind, und beim dritten Mal so viel, daß nun noch 5 liegen bleiben. Denn da man ja 1 bis 3 Hölzer fortnehmen darf, kann man sich dann immer nach dem richten, was der Gegner tut. Nimmt dieser von den 5 Hölzern nur 1 weg, oimmt man für sich 3, nimmt er 2 Stück, so nimmt man ebenfalls 2, nimmt er aber 3, so nimmt man selbst nur 1. So ist es also immer zu berechnen, daß der Freund das letzte Streichholz behält. Probiert es nur mal! Lügen die Sterne? Aureiogieche Mochenechen für die Woche vom 8. Januar bis 14. Januar 1950 „Wer sich an andre hält, dem wankt die Welt. Wer auf sich selber ruht, steht gut.“ Paul Heyse Entwickeln Sie getrost jetzt etwas größeres Selbstvertrauen. Ihr Schaffen wird einen Auftrieb bekommen, und Sie können in einigen Unternehmungen erfolgreich sein. Häusliche und familjäre Angelegenheiten entsprechen nicht ganz Ihren Wünschen. Widder 21. März bis 2c. Aprn Otter 21. April eis a1. Mai Der Saturn ist Ihnen um den Januar herum günstig. u. April en u. A. besonders für Menschen, die um den 1. bis 20. Mai geboren wurden. Es kann auf lange Sicht geplant werden. Vorsicht erscheint bei Verträgen und allen Kreditfragen geboten. Vor größeren Geldausgaben hüten! Die Zeit ist für die Erledigung wichtiger schriftlicher Angelegenheiten sehr günstig. Beginnen Sie nicht zu#rmeiden Sie Ubersteigerungen in jeder Hinsicht. NiederZioillinde 22. Mai bis 21. Juni viel auf einmal und vermeiuen oie vversteigesungen in jeder geschlagenheit wird bald überwunden sein. Jrebs 22. Juni bis 22. Juli Betrachten Sie jetzt nicht alles durch die eigene Brille, 2 Jont bis 22. Jul! denn Sie haben die Chancen voranzukommen, wenn Sie sich einfügen können. Vereinbarungen mit älteren und seriösen Personen werden gewisse Vorteile bringen, die sich aber erst später auswirken. Löwe 23. Juli bis 22. Auzust Wanze 24. Sept. bis 23. Oktober Halten Sie sich etwas zurück und machen Sie sich nicht 8. Juli bis au. Ausus: zum Fürsprecher anderer Menschen, die es Ihnen doch nicht danken. Eine größere Aktivität zeichnet sich beruflich ab. es kann zu Veränderungen kommen, die vorteilhaft sind. Jungfrau Für Sie ist eine anregende Zeit gekommen, die GeN. Aus bis a. September gelligkeit und regen Briefwechsel verheißt. Neue Geschäftsbeziehungen zeigen sich ebenfalls. Versuchen Sie eine gewisse Ausgeglichenheit zu bewahren, auch wenn Differenzen auftreten sollten. Sie gehen einer gesteigerten Arbeitsleistung entgegen. die wirtschaftlich bald von Erfolg sein wird. Arger in Liebesangelegenheiten machen Ihnen längere Zeit Kopfschmerzen, um nachher als lächerlich abgetan zu werden. # D u r c h a g g r e s s i v e s A u f t r e t e n w i r d e s U n a n n e h r i l i c h a4 Okt. bis a. November keiten für Sie geben. Uberraschende Nachrichten bringen wieder eine neue Einstellung zum Leben. Vorgesetzte Personen bemühen sich um Ihre finanzielle Besserstellung. Es liegt einige Tage lang Arger in der Luft, der schon # Nov bis z. bezember durch kleine Außerungen ausgelöst werden kann. Lassen Sie das unfruchtbare Grübeln und packen Sie zu. Sie neigen leider elwas zur Opposition und sollten daran denken, ehe es zu spät ist. Iteinbod Gehen Sie gegen Ihre Uberempfindlichkeit an. Jungen m. Der. bis 19. Janua: Menschen, die unter diesem Zeichen stehen, ist Besonnenheit zu raten, es gibt für Sie eine aufregende Zeit. Altere sollen sich vor Fehfentscheidungen hüten und keine Luftschlösser bauen. Wussermann Vorteile und Vergünstigungen können Ihnen die näch20 Januar bis 1s. Februs: sten Tage bringen. Die Zeit ist günstig für Rechtsfragen und Vereinbarungen mit Behörden. Vermeiden Sie jede Tat, die Neid oder Eifersucht erwecken könnte. Sische 19. Februar bis 20. März Treten Sie entschlosener auf und denken Sie daran, tr. venraas um er.—.: daß auch Sie Ihren Wert besitzen. Häuslich treten Schwierigkeiten auf. Kontrollieren Sie Ihre Gefühle genau und überlegen Sie sich, welchen Weg Sie zum Ziele wählen wollen. Nicht schwanken! S Kreuzworträtsel die Brüder Habrecht aus Schaffhausen die zweite Turmuhr am Münster zu Straßburg, die bis zum Jahre 1842 unverändert ihre Pflicht tat und dann erst durch eine neue Uhr abgelöst wurde. 50. Jahre ehe die Brüder Habrecht ihre Gerüste an den altehrwürdigen Mauern des Straßburger Münsters aufbauten, saß in seiner Schlosserwerkstatt in Nürnberg der junge Peter Henlein und bemühte sich um die Schaffung einer Uhr, die man in der Tasche mit sich tragen konnte. Das war die erste Federuhr. Der Name dafür wurde bald überall in der Welt ein Begriff: „Nürnberger Eier“. Oft erklärt man diese Bezeichnung aus der Form jener Taschenuhren, die tatsächlich wie ein Hühnerei aussahen Der Name kommt aber von der alten Bezeichnung für kleine Uhren„örlein“ und hat sich allmählich so gewandelt. Auch der Name des holländischen Astronomen Huygens ist mit der Entwicklung der Uhr ebenfalls sehr eng verbunden. Er erfand im Jahre 1656 das Pendel als Gangregler und zehn Jahre später die Unruh, die den Bau der Taschenuhren, wie wir sie kennen, erst ermöglichte. Viele Jahrzehnte, ja Jahrhunderte hat das alles gedauert. Manche schlaflose Nacht und viele Sorgen hat es gegeben... und ihr seht jetzt mit einem Blick auf so ein Zifferblatt und denkt . das müßte nun einmal so sein, nicht wahr? Beleuchtungsgerät. 49. Stück Kautabak. 50. Männername, 51. europ. Hauptstadt, 52. Nordseehafen. 53 Abscheu. Widerwillen, 54. Milchspeise. Senkrecht: 1. entfernte Verwandte. 3. Jägerwort für die Hufe beim zweihufigen Wild, 4. Bergwerk, 5. Mann zu Pferde, 6. Toilettengegenstand. 8. Teil des Wagens. 11. Mittelmeerinsel. 13. Soldat einer Kavallerieeinheit, 15. Inbegriff des Bösen. 17. der Wolf in der Tierfabel, 19. Schußwaffe, 21. Teil der Radioanlage. 22, kleine Revos Aus der Schule geplaudert Lehrer:„Franz, sage mir aus dem Lied von der Glocke die Stelle auf. wo von der Hausfrau die Rede ist!“ Franz antwortet prompt:„Wehe, wenn sie losgelassen!“ * Lehrer:„Nennt mir ein einzelliges Lebewesen!“ Schüler:„Ein Zuchtbäusler!“ KK. Waagerecht: 4. Europ. Staat, 8. Rotwild, 9. Papstname, 10. Alkohol. Getränk, 11. Stadt in Jugoslawien, 13. Mädchenname, 15. Streitmacht, 17. Extremität. 18. Anerkennung. Entgeltung. 19. Stadt am Niederrhein, 21. Verbrechen, 22. Teufel. böser Geist, 24. Antilopenart, 26. Engl. Insel, 27. Westeuropäer. 23. Anfang eines Unternehmens. Senkrecht: 1. Nutzvich, 2. Kohleprodukt. 3. Wurfspeer. 4. Staatsverwaltung. 5. Meerespflanze, 6. Biblische Männergestalt. 7. Stadt in Bayern, 1I. Frauenname, 12. Stadt auf Sumatra, 14. Negation. 16. Französ.: Wasser, 20. Fortpflanzungszelle, 21. Außenkante. 23. Gesellschaftliche Veranstaltung. 25. Kanton der Schweiz. 27. Donauzufluß. Kreuzworträtsel Waagerecht: 2. Bezeichnung für das deutsche Geld der Sowjet-Zone. 7. westeuropäischer Fluß. 9. südamerikan. Staat. 10. Stadt in Rußland, 12. Fulbekleidung. 14. orientalische Religion, 16. Christbaumschmuck, 18. schmale Offnung. Kluft im Gebirge. 29. Haushaltsplan. 23. Mineral (Mehrzahl). 25. Geschoßl. 27. pers. Fürwort. 28. Benennung. 31. Schöpfer, höchstes Wesen. 32. Kennzeichen. 33. Fluß in Spanien. 36. Nadelbaum. 37. euron. Staat. 40. Auftrag. Befehl. Verfügung 63. heroischer Kämpfer. 44. Teil des Auges(Mehrz.). 4#. lution. Aufruhr. 24. Mutzuspruch, 25. Farbton, 26. lateinisch Erde. Land. 29. Gebetswort, 30. Monat, 34. Charaktermerkmal. 36. Titel der Kardinäle, 38. Latbbaum. 39. Käsesorte. 41. Blutbahn, 42. maschinelle Vervielfältigung von Schriftsätzen. 45. musikalisches Bühnenwerk. 47. Planet. 49. Männername(Abk.). Auflösung aus der verigen Wochenbeilage Kreuzworträtsel Waagerecht: I. Plagiat, 4. Konkurs. 6. Bier, 9. taub. 14. Kurator. 16. Korinth. 16. 01, 19. Torf. 20. Mitte, 23. Ehre. 24. Held. 25. Kant. 26. Knall. 28. étre. 30. Aura. 30. Ruhr, 35. Limit. 38. Abel, 42. Impulse. 44 Isagoge, 46. Gnom. 47. Atom. 43. Lügner. 49. Flunder. Senkrecht: 1. Parkett, 2. Giraffe. 3. Arno, 5. Otto. 6. Kurilen, 7. Sachsen. 16. Auto, 11. Brei, 12. Skat, 13. Star. 16. 6#. 29. Makel, 21. Traum. 22. Eklat. 27 Kreisel, 29. Trauung. 31. Rangoon, 32. Flieder. 34. Uhme, 36. Isel. 37. Jris. 39. Eane. 49. 25 61. Je,. 49. Same, 45. Saal. Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Mein lieber Mann, unser stets um uns besorgter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Rentner Hermann Heetmann wurde heute um 9½ Uhr im Alter von 77 Jahren, nach einem arbeitsreichen Leben durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst. In stiller Trauer: Frau Emma Heetmann geb. Greve Herta Steinschulte geb. Heetmann Ella Hudek geb. Heetmann Rosa Backhaus geb. Heetmann Otto Steinschulte Franz Hudek Rudolf Backhaus und 3 Enkelkinder. Schwerte-Ruhr, den 10. Januar 1950. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 14. Januar, um 15.30 Uhr, vom Trauerhause, Talweg 5, aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Und jetzt noch billiger! Vom 1 1. bis 21. Januar SONDERPREISE. Zum Beiple), Kattiegzune 1.75. Bräter, Kehrschaufeln usw. Verzinktes: Spülwanne 2.25, großer Eimer 3.—. 70-cm-Wanne 10.50, Waschkessel 8.75 geräuschlose Kaffeemühle 6.—, Aluminiumwaren usw., drehbare Tortenplatte mit breitem Rand 3.50 und vieles andere. Einkochgläser und Dosen vorrätig. Kommen Sie bald, es lohnt sich! KUFFramwarkt 3-Zimmerwohnung mit Garage„ 11 4 vimmen sefort zu vermieten. Preis 60.—. Zotl. auch: Zminner. Schützenstraße 50. Tretet her, Ihr meine Lieben, Nehmet Abschied, weint nicht mehr, Hilfe konnt ich nicht mehr finden, Meine Leiden warn zu schwer. Sonntagabend verschied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Onkel, der Rentner Heinrich Keuneke im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Pauline Keuneke geb. Rellmann Elfriede Mihm geb. Keuneke und 3 Enkelkinder. Schwerte-Ruhr, Hagen, Berghofen, Schüren, Bad Pymont, Iserlohner Straße 39 Schieder, Göttingen, Amerika und Ahrweiler, den 10. Januar 1950. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 12. Januar, um 14 Uhr, vom Kath. Krankenhaus aus statt.— Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. K und Wallungen, ein Sympfom der Wechsellahre. Umkehr-Tee Nr. 14 erleichtert die Jahre zwischen 40 und 50. Achten Sie auf Cellenhen=tg Nachg u. 1in Apotheken und Drogerien W Besugenechweis: Drandt& Co., Hannover, Birkenstraße 12 Zu verkaufen: 1 Ausziehtisch, 3 Stühle, 1 kl. Zimmerofen, 2 elektr. Lampen, 1 dreiteilige Matratze m. Keil. Schwerte, Senningsweg 14, I. Etage.(38 Am Sonntag, dem 8. 1, ist ein Schlüsselbund auf der hies. Post verlorengegangen. Finder erhält Belohnung. Geweckter, junger Mann für Reise und Werkstatt gesucht. Kurze Bewerbung und persönliche Vorstellung bei Trein, Füllhalterrep.-Anstalt, Schwerte, Ostenstraße 1(34 ODTNRA 1930 in 107 sleinialienalem Opimat! Limousine OM 6785.- ab Werk Cobrio-Limousine OM 6950.- ob Werk Auto-Spiekermann Friedensstr. 30 u. 40 Du hast für uns gesorgt, geschaftt, Ja manchmal über deine Kraft. Nun ruhe aus du treues Herz, Der Herr wird lindern unsern Schmerz. Nach Gottes heiligem Willen verschied heute um 22.45 Uhr nach kurzer schwerer Krankheit unerwartet und nach einem Leben voller Arbeit und Pflichterfüllung mein herzensguter, treusorgender Mann, unser lieber Vati, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, der Gastwirt Nlex Wächter im Alter von 54 Jahren. In tiefer Trauer: Gerda Wächter geb. Strewinski Brunhilde und Inge Wächter Luise Strewinski Familie Franz Wächter Schwerte, Essen, Ergste, Buer-Scholven und Iserlohn, Hagener Straße 34 den 9. Januar 1950. Die Beerdigung findet Freitag, den 13. Januar 1950, um 14.45 Uhr, vom Evangl. Krankenhaus aus statt.— Das Totenamt findet am Freitag um 8.30 Uhr in der kath. Kirche zu Schwerte statt. Da jetzt wieder Zuckerrübenmelasse geliefert werden kann, was seit dem Zusammenbruch nicht möglich war, habe ich die Herstellung von Melassemischfutter mit verschiedenen Melasseträgern und Pferdemischfutter mit Melasse wieder aufgenommen. Außerdem wird in meinem Betriebe hergestellt: Körnermischfutter für Geflügel, Legemehlmischfutter, Kükenaufzuchtfutter, Taubenfutter. Schweinemastmischfutter etc. Außer diesen eigenen Fabrikaten empfehle ich: Mais, auch gebrochen, Gerste, Hafer, Walzhafer, Weizenkleie, Roggen- und Haferkleie, Gerstenmehl, Maismehl, Fischmehl, Garnelen, Muschelschrot, Knochenschrot, Knochenmehl, Futterkalk, Kunstdünger und Kartoffeln. Verkaufe nicht nur an Wiederverkäufer, sondern auch an Verbraucher in meinem Betriebsgebäude, Gasstraße 6, am alten Friedhof, früher Brauerei Östermann. Einfahrt jetzt von der Beckestraße. Franz Jakob-Dammhorst, Schwerte- Ruf 2437 Ev. Fräul., 50 Jahre alt, 1.55 m groß, möchte gern einen evgl. Witwer, 1,65 m groß, kennen lernen, zwecks Heirat. Schriftl. Angebote unt. Nr. 40 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Ausgebildete Kinderpflegerin (17 Jahre), sucht zum 1. April 1950 Stellung in einem Schwerter Privathaushalt. Angebote unter Nr. 39 an die Geschäftsstelle d. Ztg. erbeten. Möbliertes Zimmer (Schlafstelle), an einem alleinstehenden Herrn zu vermieten. Evtl. mit Morgenkaffee. Näheres in der Geschäftsstelle dies. Ztg.(41 Junger solider Mann findet Kost und Logis in der Nähe von Schwerte. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dies. Ztg.(36 Das Frühstück * Ein ausgiebiges und nahrhaftes Frühstück ist nicht nur der Gesundheit besonders zuträglich und für körperliches und seelisches Wohlbefinden von Bedeutung, sondern hilft gleichzeitig auch Lebensmittel einsparen. Wie Untersuchungen ergeben haben, wird das Frühstück zum überwiegenden Teil während des Tages verdaut. Es erscheint daher naheliegend, daß der Körper den größten Nutzen aus dem Frühstück und dem Mittagessen zieht. Im Gegensatz dazu werden vor dem Schlafengehen genossene Speisen größtenteils während der Zeit verarbeitet, In der der Körper am wenigsten danach verlangt und den Ueberschuß in Form von Fett absetzt— eine Tatsache, die Beleibten wie Unterernährten zu denken geben sollte. Jeder, der sich zum Frühstück nicht genügend Zeit nimmt, nur einen kleinen Mittagsimbiß verzehrt und dafür am Abend reichlich ißt, verschwendet daher Nährstoffe, weil sie dem Körper nicht richtig zugute kommen. Ernährungsfachleute erklären, daß Kinder, die kein oder nur ein kleines Frühstück einnehmen, zur Unterernährung neigen, weil sie bei den anderen zwei Hauptmahlzeiten nicht genügend Nahrung laufnehmen können, um den täglichen Kräfteverbrauch auszugleichen. Chronik des Jahres Westhofen. Das Standesamt meldet in seinem Rückblick für das Jahr 1949 für Westhofen, Buchholz, Garenfeld und Wandhofen 49 Geburten(1948= 41), 45 Eheschließungen(54) und 35 Sterbefälle (40 Die neuen Abe-Schützen Westhofen. Alle Kinder, die bis zum 20. Juni 1950 sechs Jahre alt werden, müssen Im Amtsbezirk Westhofen bis zum 15. Februar unter Vorlage des Familienstammbuches, der Geburtsurkunde und des Impfscheines angemeldet werden. Die Achtzig erreicht Garenfeld Ein allseits geschätzter und beliebter Mitbürger, der Werkmeister I R. Otto Schürmann, vollendet bei verhältnismäßig guter Rüstigkeit Freitag, dem 13. Januar, sein 80. Lesjahr. Dem Lebensjubilar noch viele iöne, sonnige Tage und für das Jahr ein herzlich Glückauf! Politische Häftlinge mißhandelt Dortmund. Das Dortmunder Schwurgericht wird am 16., 18. und 27. Januar gegen die ehemaligen Polizeibeamten Stohlmann, Himrich und Schott verhandeln. Die Anklage lautet auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Den Angeklagten H. und Sch. wird vorgeworfen, daß sie in je 70 Fällen in der Zeit vor 1945 politische Häftlinge mißhandelt haben. Der damalige Chef der Beschuldigten war Otto Cassebaum— Kanonen-Otto genannt—, der im Vorjahre bereits abgeurteilt wurde. Nach fünf Jahren freigegeben Neheim-Hüsten. Fast fünf Jahre waren 16 Häuser von belgischen Besatzungstruppen beschlagnahmt. Die Häuser wurden jetzt wieder freigegeben. Damit steht auch das Gesellenhaus, das 800 Personen Platz bietet, wieder zur Verfügung. Rundfunk auf neuen Wegen Dortmund. Rundfunkhandel, Werkstätteninhaber und maßgebendes Personal in den Rundfunkbetrieben Westfalens werden sich am 12. Januar an einer Großveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkwirtschaft im Dortmunder„Capitol“ beteiligen. Oberingenieur Schilling, Berlin, wird Aufklärung geben über die in diesem Frühjahr zu erwartenden Neuerungen im Rundfunkwesen. Am 15. Januar wird die Oeffentlichkeit Gelegenheit haben, über den bevorstehenden Ultrakurzwellen-Sendebetrieb und die damit zusammenhängenden Fragen zu hören. Mehr Hennen— mehr Eier Unna. Seit der Zählung 1948 haben sich, wie aus Kreisen der westfälischen Geflügelzüchter gemeldet wird, die Bestände der Hennen verdoppelt. Der Vorkriegsstand wurde nicht nur erreicht, sondern teilweise sogar überschritten. Im allgemeinen erhält der Bauer nur 17 bis 18 Pfennig für das El. 25 Jahre und schon Jubiläum Wattenscheid. Der Kantor der Friedenskirche, Arno Schwertmann, der 25 Jahre alt ist, konnte bereits auf eine zehnjährige Tätigkeit als Organist zurückblicken. Bereits mit 13 Jahren wurde er nebenamtlich als Organist angestellt. Er besuchte die Staatliche Musikhochschule in Köln und konnte schon mit 17 Jahren das Staatsexamen ablegen. Jacobi sprach über Diätenfrage Iserlohn. Gelegentlich eines Diskussionsabends des Iserlohner„Politischen Seminars“ sprach der Bundestagsabgeordnete Werner Jacobi zur Diätenfrage der Nachkriegsparlamente. Vor allem nahm er Stellung gegen unverantwortliche Redereien. Er führte u. a. als überzeugendes Beispiel an: Der Landtag Nordrhein-Westfalen kostet jeden Bewohner des Landes jährlich nur 0,13 DM. Diese Summe macht nicht einmal 0.01 Prozent des Landesetats aus. Wieder Schöffengericht Unna. Mit Beginn des neuen Jahres hat Unna wieder ein eigenes Schöffengericht. Zweimal im Monat sollen Schöffengerichtsverhandlungen stattfinden. Bisher wurden die schwereren Straffälle in Dortmund verhandelt. Wir fahren von Schwerte nach Der Fahrplan der Bundesbahn Richtung Arnsberg: 4,43 Warburg, w bis Kassel; 6,25 w Warburg; 7,51 Bestwig; 9,47 Braunschweig; 9,59 Warburg: 12,00 Bestwig; 14,03 Warburg, 16,41 w Arnsberg; 17,14 w. Bestwig, 17,59 E Kassel; 18,15 Warburg, So nur bis Bestwig; 19,15 E Bestwig; 20,12 Warburg; 22.00 Bestwig. Richtung Hagen: 4,20 D Köln Hbf. 5.26 Hagen Hbf.; 6,22 DBu Brüssel(Nur für Reisende der Besatzungsmacht zugelassen); 6,39 Hagen Hbf.; 6,49 Hagen Hbf.; 7,57 E Aachen; 8,16 E Köln Hbf.; 8.21 w Hagen Hbf.; 8,29 w Hagen Hbf.; 8.42 So; 10,12 E Frankfurt(M); 10,16 Hagen Hbf.; 10,43 E Köln Hbf.; 11,04 Hagen Hbf.; 11,47 D Köln Llbf.; 11,59 Hagen Hbf.; 12,22 w Hagen Hbf.; 13,17 w Hagen Hbf.; 13,37 D Köln Hbf.; 14,33 Hagen Hbf.; 15,05 Köln HIbf.; 15,19 D Köln Hbf.; 15,27 D Aachen; 15.58 w Hagen Hbf.; 16.40 E., Aachen; 16.58 Hagen Hbf.; 17,10 D Köln Hlbf.; 18.26 w Hagen Hbf.; 18,33 Hagen Hbf.; 19,41 Aachen(hält nicht auf allen Bahnhöfen) 20,19 Hagen Hbf.; 20,43 Hagen Hbf.; 21,47 Hagen Hbf.; 21,58 E W.-Elberfeld; 22,04 Hagen o. G.; 23.33 Hagen(hält nicht auf allen Bahnhöfen). Richtung Unna—Hamm: 0,42 D Flensburg; 5,31 w Hamm; 6,39 Hamm; 6.59 Holzwickede; 8,12 E Hamm; 9.09 D Norddeich; 9.26 Hamm; 11,34 E Hamm: 12.44 Münster; 13.35 D Altona; 14,33 D Braunschwelg; 16,11 E Münster; 16.25 Hamm; 18,15 Hamm; 19,50 Hamm; 19,58 E Hamm; 22,42 Hamm. Richtung Unna—Soest; 6,08 w Soest; 9,39 D Braunschweig über Soest-Hildesheim; 10,48 Soest; 13,01 Braunschweig (hält nicht auf allen Bahnhöfen); 19,14 E Soest; 19,41 DBu Soest(nur für Reisende der Besatzungsmacht zugelassen). 10,48 Soest; 13,01 Braunschweig(hält nicht auf allen Bahnhöfen; 19,14 E Soest; 19,41 DBu Soest(nur für Reisende der Besatzungsmacht zugelassen). Richtung Dortmund: 4,54 w; 6,09; 6.50; 7.32 w; 7,52 E; 8,27; 9,29; 11,05 w; 12.45; 13.49; 14,35 w; 13,41; 16,38 w; 17,31; 18,00; 19,15; 20,20 w; 20,52; 22.20; 23,00. Richtung Iserlohn: 5,07 w; 6,08 W: 6,51; 7,49; 8,43; 9.41 w: 13,09; 14,35 w; 13,54; 17,15 w; 18.16; 20,08; 21,05 so; 23,18. Wur genen us Kinks ... und sehen im Roland-Theater von Dienstag bis Donnerstag den Fox-Film: „Belvedere räumt auf“. Eine nicht ganz alltägliche Geschichte von einem männlichen und einfallsreichen Kindermädchen. In den Hauptrollen Robert Young, Maureen O“ Hara, Clifton Webb. „ im Spiegel der Tabellen Bezirksklasse Dortmund Ein Opernglas fürs Ohr Gehörverstärker macht jedes Flüstern laut Was das Opernglas für den Normalsichtigen, ist für das gesunde Gehör die Erfindung eines Technikers, der einen kleinen tragbaren Lautverstärker konstruiert hat. Mit diesem leicht in jeder Rocktasche unterzubringenden Instrument, das etwa Form und Größe einer Haushaltskerze hat, fst es möglich, jedes Flüstern laut und deutlich zu machen. So wie das Opernglas dem Besucher von Veranstaltungen das Sehen erleichtert, soll der Gehörverstärker ein müheloses Hören ermöglichen. Das Gerät wird mit einer Taschenlampenbatterie betrieben. Ein wenig Höflichkeit Sei zu deinen Kindern stets höflich. Wenn sie spüren, daß sie ernst genommen und als Menschen behandelt werden, lassen sie sich viel leichter erziehen. Arbeit ehrt Arbeitsschweiß an Händen hat mehr Ehre, als ein goldener Ring am Finger. Eving-Lindenhorst Eichlinghofen Derne SV Lünen VfI. Schwerte Viktoria Dortmund Huckarde Dorstfeld Asseln HSC Hörde Brackel Alemannia Dortmund Sus Hörde Schüren VII. Hörde Wambel DSC 95 Scharnhorst Sölde Lanciren Husen Berghofen Sportfreunde DSV 26 Schwerte-Ost Wickede Grün-Weiß Dortmund Post-SV Dortmund Aplerbeck Höchsten Wandhofen Westhofen Kreisklasse 190# Westfalla Iserlohn Menden 10 Tus Lendringsen SSC Ergste 12 Spartkreunce Oestrich SC Hennen 12 Westig 08 Deilinghofen Dröschede Alemannia Menden Sundwig Landhausen Kalthof Sümmern Gelseche VIK Iserlohn Verauggeber! Verlag Schwerter Zeitung Hans Linner vorm. Carl Braus Schriftleitung: Heinrich Schwarzkopf Druck: Verlagsdruckerei Hans Lianer vorm. Carl Braus Verlagsleituung: Nons