S FaFAAA Nr. 33 Wahen Aomtag 6. Sohrum 1915 77. Jahrgang Snrale kenung des Reiches Die Antwort auf die Frage: Wie erzwingen wir die Schicksalswende? * Berlin, 11. Februar. Der stellvertretende Pressechef der Reichsregierung, Stabsleiter Helmut Sündermann, befaßt sich in einem Artikel in der NS-Parteikorrespondenz mit der Lage an den Fronten und beantwortet die Frage, die sich heute manche, Menschen stellen mögen:„Wie können wir diesen Kampf noch siegreich beriehen?“ Es ist kein Zweifel, wir alle beißen die Zähne zusammen und wissen uns einig in dem Entschluß, unser Leben so teuer als möglich zu verkaufen. Aber gerade deshalb, so schreibt Sündermann, bewegt manchen Deutschen der Gedanke: „Wie können wir unter den gegebenen Umständen noch eine grundlegende Wandlung unserer Lage erkämpfen und was müssen wir tun, um sie und damit den Sieg zu erzwingen?“ Sündermann verweist zunächst darauf, daß der Feind seine Durchbruchsabsichten durchaus nicht an allen Prontabschnitten verwirklichen konnte. In Kurland, im Aachener Raum, in Italien und auch im ostpreußischen Grenzgebiet vor Beginn der grosen Sowjetoffensive ist dem Feind ein entscheidendes Halt geboten worden. Was aber dort möglich war und ist, und zwar infolge einer umsichtigen und leidenschaftlichen Verteidigung and einer nie erlahmenden Entschlossenheit, särker zu sein als aller Feindansturm, das muß auch überall dort der Fall sein können, wo sich jetzt wieder eine deutsche Front auftut. Deshalb heißt es standhaft sein und standhaft werden. Das ist nicht nur eine Prage der militärischen Organisation, der Führer oder der Richtung, sondern ebenso sehr eine Prage der Haltung, des Willens und der Nerven der Soldaten und aller Volksgenossen. Die feindliche Absicht, durch schnelle Pannerbewegungen große Gebiete in Verwirrung zu bringen und sie dadurch möglichst widerstandslos zu besetzen, wird verbrechen, wenn wir den deutschen Raum, in dem sich jetzt diese Feindvorstöße abspielen, gegen jede Panfk sichem und außerdem überall eine umfassende Abwehrberettschaft organisieren. Jeder Meter Boden, den der Feind weiter gewinnt, ist deutscher Volksboden. Er muß deshalb mit der Kraft, die wir besitzen, verteidigt werden. Im Halten liegt nicht nur die Rettung des Reiches, sondern auch die Gewißheit des Sieges der deutschen Waffen. Der Feind, der nur gekommen ist, uns zu vertreiben und zu vernichten, wird in dem Augenblick und an der Stelle entscheidend geschlagen, wo ihm ein unüberwindbares„Bis hier und nicht weiter“ geboten wird. Wenn der Feind erkennt, daß er seine Ziele nicht erreicht, daß er weder Deutschland vernichten noch das deutsche Volk ausrotten kann, dann wird er den Kampf aufgeben. Ihm diese geschichtliche Lehre zu erteilen und damit die Kriegsentscheidung herbeizuführen, muß das oberste Gesetz unseres nationalen Lebens sein. Alles kommt jetzt auf uns selbst an. Wenn der #dische Angriff, der geführt wird, uns zu vernichten, zusammenbricht, weil er sein Ziel nicht erreichen kann, dann wird das deutsche Volk auf lange Sicht in Frieden leben. Im Halten liegt die Rettung des Reiches und die Gewißbett des Steges. Wir verfügen über alles, was uns die Kraft gibt, die Entscheidung für uns zu erkämpfen, so schließt Sündermann seine Ausführungen. Wir haben eine Führung, die stark und entschlossen ist. Wir sind einig in unseren Stämmen, wir haben eine zukunfttragende, mitreißende sozialtstische Idee, wir hlicken auf zwei Jahrtausende kämpferische Tradition zurück und sehen vor uns den Weg, um endlich friedlich, leben zu können. Wenn jetzt jeder das tut, wohin ihn die Pflicht trägt und nicht wankt in dem Bewußtsein und in der Gewißheit, daß in seinen Händen heute Deutschlands Leben und Deutschlands Zukunft ruht, dann erzwingen wir die Wende des Krieges. Anhaltend hohe Panzerverluste der Sowjets Erfolgreicher Widerstand in Südpommern— Gegenstöße an der abesen Oder und im Oder-Warthe-Bogen Berlin, 11. Februar. An Stelle des zuvor. gegen unsere gesamte Ostfront anbrandenden Ansturms hat der Feind unter dem Eindruck seiner anhaltend schweren Verluste seine Kräfte in den letzten Tagen in einigen Teilabschnitten zusammengeballt. Als Schwerpunkte der Kämpfe schälten sich deshalb am Freitag das Dreieck Breslau—Liegnitz—Glogau, Südpommern, die untere„Weichsel und Ostpreußen ab. Die an diesen Stellen angreifende Bolschewisten konnten jedoch nur im Liegnitzer Raum Boden gewinnen. Die übrigen Angriffe wurden von unseren Divisionen in schweren Kämpfen aufgefangen oder zerschlagen. Ueber die im Wehrmachtbericht gemeldeten rund 140 Panzerabschüsse hinaus brachten unsere Truppen in Schlesien, Pommern, Westpreußen und Ungarn über achtzig Panzerkampfwagen zur Strecke. Die, sowjetischen Panzerverluste erreichten somit wieder die gleiche Höhe wie am Vortage. Im Vordergrund der Kämpfe steht zur Zeit die Schlacht im Liegnitzer Raum. Sie trägt trotz der räumlichen Begrenzung die Kennzeichen des Bewegungskrieges. Unsere Panzer stoßen bald von vorn, bald von den Seiten in die vordringenden feindlichen Verbände hinein, die ihrerseits versuchen, die sich immer wieder bildenden Sperriegel durch Umfassung auszuschalten. Ununterbrochen bombardieren unsere Schlachtflieger die feindlichen Angriffsspitzen und Kolonnen. Sie setzten bei Liegnitz 25 von 37 abgeschossenen Panzern außer Gefecht und zerstörten oder beschädigten darüber hinaus 28 Geschütze und über 450 Fahrzeuge. Am Donnerstag und Freitag zusammen vernichteten unsere Flieger 102 Sowjetpanzer. Ebenso hart wie bei Liegnitz wurde in Ostpreußen gekämpft. Hier zogen im Raum Landsberg-Preußisch-Eylau—Kreuzberg zum Flankenstoß antretende eigene Panzer die Angriffe der zum Durchbruch auf Zinthen angesetzten seindlichen Kräfte auf sich und schossen nach bisherigen Meldungen 107 Sowjetpanzer ab Bei Versuchen, die Haff-Straße sädwestlich Königsberg wieder zu unterbrechen, hatte der Feind von neuem sehr hohe Verluste. In Semland haben die kürzlich durch unsere Gegenstöße eingeschlossenen feindlichen Kräfte die Masse ihres schweren Geräts bereits verloren und versuchen sich zur Zeit in kleinen Trupps durch den Abschnürungsring durchzuschlagen, nechdem alle Angriffe zur Oeffnung des Riegels von innen und außen gescheitert waren. Bei den Kämpfen vor Königsberg errang des GrenadierRegiment 1144 unter Führung seines Kommandeurs, Oberstleutnant d. R. Dorn, eindrucksvolle Abwehrerfolge. Es schlug an einem der letzten Tage unter schwierigsten Kampfbedingungen, im Sumpf- und Schneewasser verbissen ausharrend, vierzehn bei Tag und Nacht geführte Angriffe ab und hielt die Hauptkampflinie im Nahkampf. Durch den zähen Widerstand der nach hundert Kllometern Marsch bei eisiger Kälte und Schneesturm in den Kampf geworfenen Grenadiere wurde der an dieser Stelle beabsichtigte feindliche Durchbruch zum Frischen Haff vereitelt. Der dritte Schwerpunkt lag an der unteren Weichsel, wo nordwesttich Schwetz und südwestlich Graudenz mehrere sowjetische Schützen-Divisionen nach zweistündiger Artillerievorbereitung angriffen. Sie blieben nach anfänglichem Bodengewinn im massierten Feuer liegen. Die Kämpfe an den übrigen Abschnitten stenden im Zeichen der eigenen Aktivität. Im Vorland der West-Beskiden zerschlugen unsere Truppen nordwestlich Bielitz bereitgestellte keindliche Kräfte im Gegenangriff und schlossen dort noch bestehende Frontlücken. Einen besonderen Erfolg errang ein Stoßtrupp am OderBrückenkopf bei Kreppitz. Er durchstieß starke feindliche Sicherungen, sprengte im Rücken des Fetndes eine 70-Tonnen-Brücke und isolierte damit die dort über die Oder gegangenen bolschewistischen Einheiten. Weitere Gegenangriffe engten im Südteil des Brückenkopfes Brieg eine Fronteinbuchtung bei Krottkau ein. Auch zwischen Fürstenberg und dem Oderbruch wurden die Sowjets auf einigen schmalen Uferstreifen noch mehr an die Oder zurückgedrückt. Im Sädteil Pommerns ließen die feindlichen Angriffe infolge unserer jüngsten Abwehrerfolge im allgemeinen nach. Nur um einige Stützpunkte im Raum von Arnswalde und Deutsch-Krone entbrannten harte, noch bei Nacht andauernde Kämpfe. Die Besatzung von Schneidemühl behauptete sich ebenfalls gegen heftige, von allen Seiten geführte Angriffe. Bei Elbing unterstützten Schlachtflieger und Einheiten der Kriegsmartne den Widerstand der Verteidiger, so daß alle Versuche des Feindes, die eng zusammengeschlossene Kampfgruppe aufzusplittern, vergeblich blieben. In Kurlandi verlief der Freitag, von örtlichen Kämpfen bei Prekuln und Veinode abgesehen, im allgemeinen ruhig.: In Ungarn setzten die Bolschewisten dagegen zwischen Plattensee und Velencze-See ihre Angriffe mit frisch herangeführten Kräften fort. Gegen eine örtliche Einbruchsstelle sind Gegenangriffe eingeleitet, die unter Abschuß von zehn Panzern gegen zähen Widerstand gut vorwärts kommen. Die heldenhafte Besatzung von Budapest verteidigt sich weiterhin in der unter den feindlichen Granaten und Bomben immer mehr in Trümmer sinkenden Burg. Jeder Mauerrest wird werbissen umkämpft. feindlichen Angriffe im Reichswald Zwischen Maas und Niederrhein schon festgefahren— Ueberschwemmung der Rur gebot dem Feind Einhalt Berlin, 11. Februar. Die Angriffe starker britisch-kanadischer Verbände zwischen Maas und Niederrhein haben sich nach anfänglichen Bodengewinnen in dem von vielen Kanälen durchzogenen Gelände nördlich des Reichswaldes wieder festgefahren. Trotz Einsatzes zahlreicher Batterien, Bomber und Panzer konnte der Gegner lediglich Teile des nur hinhaltend verteidigten Vorfeldes unserer Westbefestigungen durchstoBen. Zwischen Kleve und Gennep ist er an Rückhalt-Stellungen aufgefangen, die ihn zu neuen verlustreichen Frontalangriffen zwingen. Wie hier, blieben dem Feind auch an der ganzen übrigen etwa 300 Kilometer langen Angriffsfront zwischen Nymwegen und dem Orscholz-Riegel ins Gewicht fallende Fortschritte versagt. An der Rur ist er zur Stunde gezwungen, sich der Wasserfluten zu erwehren, die sich nach Oeffnung einiger Staudämme über die morastigen Ufer der Rur weiter ergießen. Nachdem der Feind die schwer mitgenommenen kanadischen Verbände, die den ersten Ansturm getragen hatten, durch britische Truppen verstärkt hatte, setzte er seine Angriffe im Reichswald fort. Die von 40 bis 50 Panzern und schwerem Feuer unterstützten Stoßkeile trafen längs der Straße Kleve—Gennep auf starke Riegelstellungen und blieben hier wie an den Höhen nordwestlich Kleve im Abwehrfeuer und in Gegenstößen liegen. Di., Verluste der Briten und Kanadier in dem durch zahlreiche Panzerfallen, Minenfelder und Bunkergruppen gesicherten Vorfeld unserer Westbefestigungen waren sehr hoch. Im Raum von Aachen, wo der Feind Massen von Material für neue Angriffe aufgestapelt hat, entwickelten sich bisher, noch keine größeren Kampfhandlungen. Durch Oeffnung einiger Staudämme ist die Rur über ihre Ufer getreten. Täglich strömen zur Zeit etwa 2½ Millionen Kubikmeter Wasser talwärts. Die Flutwelle bewirkt ein ständiges Steigen des Wasserspiegels und hat bereits in der Ebene zwischen Düren und Roermond weite Gebiete überschwemmt. Zwischen der Rur-Mündung, und der Urfttaisperre verhindern die überfluteten Niederungen zur Zeit jeden Versuch der bereitstehenden Nordamerikaner, die Rur-Senke zu überschreiten. Der feindliche Plan, zusammen mit den Angriffen am Reichswald auch an der Rur die Offensive zu beginnen, ist damit im Augenblick ins Wasser gefallen. In den Waldungen südlich der„Urfttalsperte.blieb es bei örtlichen Kämpfen. Die 3. nordamerikanische Armee drückte weiterhin in der Schnee-Eifel und an der luxemburgischen Grenze gegen unsere Stellungen. Nördseits frische Kräfte eingriffen, waren bei Necht noch nicht zur Entscheidung gekommen. Im luxemburgischen Grenzgebiet konzentrierten sich die Anstrengungen des Feindes auf die Erweiterung ihrer Uebersetzstellen am Zusammenfluß von Oure und Sauer sowie nördlich Echternach. Im Schutz starken Artilleriefeuers setzte der Feind Verstärkungen über die Hochwasser führenden Flüsse. Es gelang ihm jedoch immer noch nicht, die Uebersetzstellen zu tragenden Brückenköpfe auszubauen. Die vom Feind besetzten schmalen Ueberstreifen liegen unter schwerem Feuer unserer Batterien. Die übrigen Kämpfe im Westen hatten nur ch Dreim achstterten feindliche Angriffe und 1 örtliche Bedeutung. Am Orscholz-Riegel beseilich Prüm scheiterten feindliche angrine eurd tigten unsere Truppen nördlich Sinz eine feindwestlich Prüm sucht der Gegner, der hier am ssch vinbere.## nördlich Sinz, eine feinc Vortage vor eigenen Gegenstößen zwei Ortschaften aufgeben mußte, seine alten Linien wieder herzustellen. Die Kämpfe, in die such unsererliche Einbruchsstelle, und im nördlichen Elsaß schlugen sie am Unterlauf der Moder bei Oberhofen und Drusenheim nordamerikanische Angriffe bluttg ab. Moskaus Blutgier unersättlich E Stockholm, 11. Februar. Wie die TASS aus Sofia meldet, werden jetzt in einer Reihe bulgarischer Städte weitere Gerichtsverhandlungen gegen nationale Bulgaren geführt. So wurden in Pasardsik 111 Personen vor das sogenannte„Volkgericht“ gestellt, in Plovdiv 145, in einer anderen bulgarischen Stadt 76. Weitere Verhandlungen in anderen Gebieten des Landes sollen sich anschließen. Bestialischer botschewistischer Mord + Gent, 11. Februar. Die Moskauer Korrespondenten der gesamten Londoner Presse berichten mit wahrhaft sadistischer Befriedigung über die Ermordung der deutschen Gutsbesitzerin von Richtenau auf ihrem Gut in Oberschlesien. Ste wurde beim Herannahen sowjetischer Truppen von auf ihrem Gut eingeschmuggelten bolg schewistischen Agenten auf teuflische Weise ermordet. Nach dem Bericht der Londoner Blätter übertielen die bolschewistischen Agenten die Frau, deren Mann als Oberst an der Front steht und die nur mit zwei deutschen Arbeitern die Gesamtleitung ihres Gutes hatte. Sie schlugen ihr den Schädel ein, nachdem sie die deutschen Arbeiter hinterrücks ermordet hatten. Neue Ritterkreuzträger # Berlin, 11. Februar. Der Führer verlich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Günther Sachs(Springe), Hauptmann Helmut Eberspächer und an FahnenjunkerWachtmeister Johann Maat(Mörs), gefallen. Was die anderen sagen... Die Biutjustis von Sotia Genf. in einem die halbe Seite einnehmenden Leitartikel beschäftigt sich die„Neue Züricher Zeitung“ mit der bolschewistischen Blutjustir in Sofia.— Das einflußreiche Schweizer Blatt-weist darauf hin, daß die bulgarischen Prozesse ausschließlich von bolschewistischer Seite inszeniert worden sind, daß noch Hunderte von Hinrichtungen zu erwarten eind und daß die Bluttribunale vor keinem Halt machen. Alle, die sich dem bolschewistischen Spstem widersetzen, würden unnachsichtlich Eqeidiert werden. Der Leitartikel schließt mit der Peststellung:„Bulgarien gerät immer mehr ins bolschewistische Fahrwasser“ „n echwoser Deutteiler“ Madrid. Die spenische Zeitung„Arriba“ befaßt sich mit den anglo-amerikanischen Plänen, den Wilsonschwindel noch einmal dem deutschen Volk schmackhaft zu machen. Deutschland mit derartigen Trichs zu ködern, bezeichnet „Arriba“ als Illusion und schweren Denkfehler. Alle Deutschen seien gegen eine Kapitulation, und wer Deutschland nach dem ersten Weltkrieg mit seinem Hunger, seiner Arbeitslosigkeit und Inflation kennengelernt habe, verstehe, wie sehr diese Erfahrung bei den Deutschen nachwirke. Infolgede#n seien die Spekulationen auf eine deutsche Cnterwerfung völtig aussichtslos. Plutokraten prassen, das Volk hungert Genf.„Brüssel ist die Hauptstadt des bungernden Volkes und das Paradies der Schieber“. schreibt der Chefkorrespondent von„Daily Mirror“ am 6. Februar in einem Sonderbericht aus Brüssel. In den wiedergeöffneten Restaurants bekomme man zu unvorstellberen Preisen sogar Austern, gebackenes Huhn und andere Leckerbissen, zur gleichen Zeit aber sehe men auf den Straßen zerlumpte Armeen von Frauen und Kindern, die die Mülleimer nach Bßbarem durchsuchen. Denn in Belgien werde heute mehr gehungert als zu irgendeiner Zeit nach dem ersten Weltkrieg, da mah nicht einmal die festgesetzten Rationen erhalten könne. Frankreich muß warten Genf. Die von den Pranzosen dringend benötigten Artikel für den zivilen Bedarf können einstweilen nicht geliefert werden, schreibt der Washingtoner Vertreter von„Neus Cyronicle“. Frankreich habe das Unglück, Aufmarschplatz für die Westoffensive zu sein, und daber müßten die Wünsche der Zivilbevölkerung zurückstehen. Nach Aussagen der Militärbefehlshaber Europas, im Mittelmeergebiet und im Stillen Ozean reiche der Schiffsraum nicht einmal zur Beförderung des notwendigen Kriegsmaterials aus. Was Frankreich brauche, müßte es im eigenen Land herstellen., Das ist die kühle Antwort der„Befreier“ auf die immer dringender werdenden Notrute aus Frankreich! Späte britische Erleuchtung Bern. Die blutigen Greuel der HAS in Griechenland sind jetzt auch von der Gewerkschaftsabordnung bestätigt worden, die Engiand nech Griechenland entsandt hatte.„Daily Mafl“ veröffentlicht die Antworten, die Sir Walter Gtrine bei seiner Rückkehr auf ihre Fragen gegeben hat. Er mußte zugeben, daß die ElAS unter bolschewistischer Kontrolle steht, wenn er sich auch beeilte, diese Feststellung dadurch abzumildern, die Sowjetunion stehe in keinem Zusammenhang mit diesen Ereignissen. Er berichtete von dem widerwärtigen und entwürdigenden Schauspiel der Ausgrabung von Hunderten von Leichen von Griechen, deren einzige Schuld sei, daß sie gegen den Bolschewismus eingestellt gewesen seien. „Daily Telegraph“ schreibt zu diesem Bericht der Abordnung: Sie sch mit ihren eigenen Augen, daß das, was angeblich eine edle Volkserhebung war, tatsächlich eine schändlichs, unheilvolle Rebellion gewesen ist. Nicht eine der gegen die ELAS erhobenen Anschuldigungen habe sich als übertrieben erwiesen. Diese verspäteten Erkenntnisse Englands, nachdem man die bolschewistischen Banditen erst selbst bewaffnet und monatelang als Heroen gefeiert hatte, hindern die Briten aber nicht, weiter das Geschäft des Bolschewismus zu betreiben und einen europäischen Staat nach dem anderen diesen Mordbestien auszuliefern. Es ist der große Irrtum der britischen Politik, wenn„Manchester Guardian“ in diesem Zusammenhang erneut feststellt, daß ursprünglich die ELAS eine unverfälschte Volksbewegung gewesen sei. Die Briten haben nicht erkannt, und wollen auch jetzt nicht zugeben, daß alle diese unter dem Deckmantel einer patriotischen Volksbewegung aufgezogenen Organisationen nichts weiter sind, als die Tarnung des Bolschewismus. Im boischewistischen Fahrwasser X Stockholm, 11. Februar. Für den sogenannten Weltgewerkschaftskongreß in London, auf dem als Präsident ein Amerikaner, ein Engländer und ein Bolschewist abwechselnd den Vorsitz führen, sind russisch und englisch offizielle Verhandlungssprachen. Auch das ist wieder ein Beweis dafür, daß Moskau es mit der Schaffung einer bolschewistischen Gewerkschaftsinternationale nunmehr ernst meint. Es gürfte dies seit Bestehen der Sowjetunion das erste Welttreffen dieser Art sein, auf dem allein russisch als gleichberechtigt neben englisch Verhandlungssprache ist. Auf derartigen Tagungen, wie im Rahmen der Genfer internationalen Arbeitsorganisation, war bisher auch französisch— in Genf ausschließlich— neben englisch offizielle Sprache, und auf dem Londoner Kongreß ist überdies kein Franzose Präsident. Das Frankreich De Gaulles empfängt damit auch auf diesem Gebiet einen Fußtritt, obwohl der kommunistisch geführte französische Gewerkschaftsbund durch die Gründung des vom Bolschewismus gelenkten französich-sowjetischen Gewerkschaftskomitees den Sowjets den Weg ebnen heif. Weiterhin erbitterte Kämpfe im Osten Auch im Westen alle Durchbruchsversuche ve Aus dem Führerhauptquartier, den 11. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Burg und Zitadelle von Budapest wurden welterhin gegen alle Angritte der Bolschewisten gehalten. Bei einem Vorstoß eigener gepanzerter Kräfte östtich des Plattensees vernichteten unsese Truppen starke seindliche Kampfgruppen. In der Slowakei blieben sowjetische Angriffe beiderseits der Straße Losonc—Altsohn zwischen den West-Beskiden und der Oder bei Ratibor erfolglos. Oertliche Einbrüche sind abgeriegelt. Im Sädtell des Brückenkopfes Brieg warfen unsere Gegenangriffe die Sowjets bei Grottkau weiter zurück. In Raum von Breslau—Liegnitz —Glogau konnte der Feind bis westlich Breslau und bis an den Boner-Abschnitt vordringen. Liegnitz tiel im Verlaufe erbitterter Kämpfe in feindliche Hand. Zwischen Fürstenberg und dem Oder-Bruch engten unsere Truppen in Gegenangriften die feindlichen Brückenköpfe weiter ein. Im Südtell von Pommern wurden von Panzern unterstützte Angriffe der Bolschewisten südlich Stargard aufgefangen. Beiderseits Deutsch-Krone und nordwestlich Schwetz konnten die Sowjets Einbrüche erzielen, während ihre AAngriffe südwestlich Graudenz scheiterten. Die Besatzung von Schneidemühl und Posen verteidigte sich mit großer Tapferkeit gegen starke von Schlachtfliegern unterstützte feindliche Angriffe. In Ostpreußen wurden bei und östlich Wormditt erneute bolschewistische Angriffe zerschlagen. Südwestlich Königsberg dauert der feindliche Druck gegen die Haff-Straße an. In Samland wurden holschewistische Kampfgruppen von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten, ihre Ausbruchsversuche vereitelt. Durch Schlacht- und Jagdflieger sowie durch die im Erdkampf eingesetzte Flakartillerie der Iuftwaffe verlor der Feind gestern 96 Panzer, 20 Geschütze und über 500 Fahrzeuge, 28 Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. An der Ostfront verloren die Sowjets gestern insgesamt 223 Panzer. Deutsche Torpedoflugzeuge versenkten im Nordmeer aus einem nach Osten fahren Geleitzug in zweimaligem Angriff vier Handelsschiffe mit zusammen 24000 BRT „Besetzung Deutschlands euf Generationen“ Haßrede des Sekretärs der britischen Gewerkschaften und fünf Zerstörer. Ein leichter Kreuner erhtelt so schwere Beschädigungen, daß auch mit seinem Verlust zu rechnen ist. In der Abwehrschlacht zwischen dem Niederrhein und der Maas verhinderten unsere Truppen alle feindlichen Durchbruchsversache. Die angreifenden englischen und kanadischen Verbände hatten hohe blutige Ausfälle und verloren 26 Panzer sowie 18 Geschütze. Ein leindlicher Panzerverband konnte nach erbittertem Kampf in den Westtell von Kleve eindringen. An der oberen Nur haben unsere Truppen unsere Stellungen an das Ostufer des Flusses verschoben. In dem Abschnitt von Prüm wurden neue angreifende amerikanische Verbände nach geringem Bodengewinn wieder a gelangen. In der Stadt selbst toben die St#eßenkämpfe weiter. Nach stärkster Artillertevorbereitung gelang es dem Feind, an der Sauer seine Prücken" örfe geringfügig auszuweiten und uner dem Schulz künstsichen Nebels nördlich EbVernach die Höhen. über dem Fluß zu gewinnen. Unser zusammengefaßtes Artilleriefeuer verhinderte den vom Feind versuchten Brückenschlog über den Fluß. Im Abschnitt von Remich ween die Panzer vorübergehend eingedrungene amerikanische Pataillone wieder zurück. Auch im unteren Elsaß wurden feindliche Angriffe im Raum von Bischweiler zerschlagen. In Mittelitalien dauern die örtlichen Kämpfe an der ligurischen Küste und um die Höhen östlich des Serchto an. Im Raum von Mostar in der Herzegowma wurden feindliche Angriffe abgeriegelt. Im Nordostteil von Kroatien verfolgten unsere Kampfgruppen den geschlagenen Feind und säubern das Gebiet zwischen der Bilo-Gera und der Dras von Resten seiner versprengten Verbände. Orte im Münsterland waren am gestrigen Tage das Angriffsziel nordamerikanischer Terrorverbände. Tiefflieger griffen mit Bomben und Bordwaffen die Zivilbevölkerung vor allem in West- und Südwestdeutschland an. in der vergangenen Nacht warfen die Briten Bomben im nordwestdeutschen Raum. London lag auch gestern unter unserem Vergeltungsfeuer. Der OKW-Bericht vom Sonnabend Besatzung von Budapest kämpft heldenhaft weiter Aus dem Führerhauptquartier, 10. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Verteidiger von Budapest setzen in der Burg und in der Zitadelle ihren heldenhaften Kampf fort. Oestlich des Plattensees wurden feindliche Angriffe bis auf einen inzwischen abgeriegelten Einbruch vor unseren Stellungen zerschlagen. Nördlich der West-Beskiden wird bei Saybusch und Bielitz in Angriff und Abwehr heftig gekämpft. Im Brückenkopf von Brieg blieben alle Angriffe des Gegners erfolglos. Im Kampfraum von Breslau—Liegnitz—Glogau warfen die Sowjets starke Kräfte in die Schlacht und konnten trotz zäher Gegenwehr unserer Truppen nach Westen Raum gewinnen. Zwischen Fürstenberg und Küstrin wurde der Feind aus seinen Brückenköpfen weiter auf die Oder zurückgeworfen. Im Südteil von Pommern hielt der feindliche Druck bei Arnswalde und Deutsch-Krone an, während in den übrigen Frontabschnitten unsere Abwehrerfoige ein Abflauen der feindlichen Angriffe bewirkte. Im südlichen Westpreußen nahmen die Bolschewisten nach starker Feuervorbereitung mit mehreren Schützendivisionen ihre Angriffe nordwestlich Schwetz und südwestlich Graudenz wieder auf. Sie wurden in harten Kämpfen aufgefangen. Von Osten gegen Graudenz geführte Angriffe scheiterten. Die Bessatzungen von Schneidemühl und Elbing erfüllen in schweren Kämpfen und vorbildlicher Tapferkeit die ihnen übertragenen Aufgaben. Eine aus dem Panzerschiff„Admiral Scheer“ und drei Torpedobooten bestehende Kampfgruppe der Kriegsmarine griff wirkungsvoll in die Kämpfe um Elbing und Frauenburg ein. In Ostpreußen versuchten die Bolschewisten mit starken Infanterie- und Panzerkräften bei Landsberg und Kreuzberg unsere Front zu durchbrechen. Nach anfänglichem Geländegewinn wurde die Wucht der Angriffe durch den hartnäckigen Widerstand und die Gegenangriffe unserer Divisionen, gebrochen. In erbitterten Kämpfen wurden über 100 sowjetische Panzer vernichtet, davon 80 im Bereich des FallschirmPanzerkorps„Hermann Göring“. Auch in Samland scheiterten heftige Angriffe der Bolschewisten. Jagd- und Schlachtfliegerverbände griffen auch gestern in den Schwerpunkten in die Erdkämpfe ein und vernichteten außer hunderten von Fahrzeugen 37 Panzer und 28 Geschütze. Oberst Rudel schoß in den letzten Tagen elf sowjetische Panzer ab und erhöhte damit seine, Abschußerfolge auf 516 Panzer. Aus einem durch Jäger geschützten Kampffliegerverband schossen deutsche Jäger an der norwegischen Westküste elf Torpedoflugzeuge und drei Jäger ab. Leichte deutsche Seestreitkräfte und Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine brachten weitere 9 der erfolglos angreifenden britischen Bomber zum Absturz. Im Westen sind zwischen dem Niederrhein östlich Nymwegen und der Maas bei Gennep heftige Abwehrkämpfe im Gange. Im Verlaufe starker Angriffe konnte der Feind im Reichswald Boden gewinnen. An der Rur scheiterten zahlreiche Aufklärungsvorstöße und Uebersetzversuche des Gegners. Am Oberlauf des Flusses riegelten Panzergrenadiere in heftigen Kämpfen den angreifenden Gegner ab, bevor er das Ostufer gewinnen, konnte. Südwestlich Schleiden warf ein Gegenstoß die Amerikaner aus einer Einbruchsstelle. In der Schnee-Eifel blieben die angreifenden Verbände der 3. amerikanischen Armee im zusammengefaßten Feuer aller Waffen oder in unserem Hauptkampffeld liegen. An der oberen Oure wurden feindliche Bereitstellungen durch„unsere Artillerie zerschlagen. Heftige Kämpfe sind um Brückenköpfe an der unteren Sauer entbrannt, die der Feind nach Zuführung von neuen Kräften auszuweiten versuchte. Mehrere Angriffe der Amerikaner südöstlich Vianden brachen unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner schon vor unseren Stellungen zusammen. Südöstlich Remich an der Mosel warfen unsere Panzer den angreifenden Feind wieder auf seine Ausgangsstellungen zurück. Im Unter-Elsaß blieben feindliche Aufklärungsvorstöße vor unseren Gefechtsvorposten liegen oder scheiterten in unserem Artilleriefeuer. Nach schweren Kämpfen gegen die bei Tag und Nacht angreifenden de-Gaulle-Truppen wurden unsere noch auf dem Westufer des Oberrheins stehenden Kräfte mit allen Waffen und Versorgungsgütern auf das Ostufer überführt und vor dem nachdrängenden Feind die Brücken bei Neuenburg gesprengt. Die 2itägige Schlacht um den Brückenkopf im Ober-Elsaß, in der unsere Truppen, tapfer kämpfend, eine oft zehnfache feindliche Uebermacht abwehrten, ist damit abgeschlossen. Im Verlauf dieser Kämpfe vernichteten unsere Truppen 200 Panzer sowie zahlreiche Panzerspähwagen und Kraftfahrzeuge des Feindes. An der ligurischen Küste in Mittelitalien dauert die örtliche Kampftätigkeit an. Feindliche Aufklärungsvorstöße auf den Höhen östlich des Serchio scheiterten. In dem Gebiet westlich Mostar in der Herzegowina dauern die feindlichen Angriffe an. An der unteren Drina haben unsere Truppen den Fluß nách Osten überschritten und den zäh kämpfenden Feind die Uferhöhen nordwestlich Zvornik entrissen. Südlich der Drau stießen deutsche Truppen und Kosakenverbände im Zusammenwirken mit kroatischen Kampfgruppen konzentrisch von Osten und Westen vor und nahmen die Stadt Virovitica im Sturm. Nordamerikanische Terroxverbände warfen am gestrigen Tage Bomben auf Magdeburg sowie auf Orte in Thüringen und Westfalen. Dabei entstanden Gebäudeschäden und Personenverluste, vor allem in Weimar und Jena. Weitere Angriffe richteten sich gegen Städte im südostdeutschen Raum. Tiefflieger terrorieierten im westlichen und südwestlichen Reichsgebiet durch Bordwaffenangriffe die Zivilbevölkerung. Das Feuer unserer Vergeltungswaffen auf London dauert an. wA. Berlin, 11. Februar. in London tagt zur Zeit ein sogenannter Weltgewerkschaftskongreß, der völlig unter bolschewistischem Einfluß steht. Es fällt daher nicht weiter auf, wenn die britischen Gewerkschaftler in ihrer Purcht, gänzlich von dem Bolschewismus aufgesaugt zu werden, die Boischewisten in ihrem Haß gegen das deutsche Volk zu übertrumpfen versuchen. Der Sekretär des britischen Geweikschaftskongresses, Sir Walter Citrine, hat aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und damit die wahre Gesinnung der Gewerkschaften dokumentiert, als er in einer Rede auf dem Weltgewerkschaftskongreß in bezug auf Deutschland forderte, das deutsche Volk müsse Reparationen leisten, soweit dies nur menschenmöglich sei. Das bedeutet, daß das deutsche Volk bis zum Hemde ausgezogen und bis zum Weißbluten gebracht werden soll, wenn unsere Feinde über uns zu triumphieren vermöchten, Citrine fordert weiter, daß die Besetzung Deutschlands auf Generationen ausgedehnt werden sollte, um die Erpressungen durchführen zu können. Die Hetzrede des englischen Gewerkschaftsführers Citrine ist eine neue Bestätigung des teuflischen Vernichtungswillens der Bolschewisten und Anglo-Amerikaner. Wir lassen uns dadurch nicht schrecken. Wir Deutschen denken nicht daran, aus Angst vor dem Tode Selbstmord zu begehen, sondern sind jenes großen Wortes gegenwärtig:„Wer den Tod in Ehren fürchtet, stirbt ihn in Schande“. Deshalb imponieren uns die sadistischen Drohungen unserer Feinde nicht, Deshalb kämpfen wir weiter. Mann für Mann und Frau für Prau, bis die Wende dieses uns aufgezwungenen Krieges herbeigeführt worden ist. Teutlischer Vernichtungsplan * Genf, 11. Februar. Der Moskauer Korrespondent der„Saturday Evening Post“ berichtet über Stalins Forderungen auf der Dreierkonferenz, daß sie in der Zerstörung der Neuordnung Europas, der Zerstückelung Preußens sowie der Abschaffung einer deutschen Wehrmacht bestehen. Die deutsche Ostgrenze solle der Neiße und Oder folgen, wobei den Bolschewisten bzw. ihrer polnischen Zweigstelle auch der Hafen Stettin gegeben werden solle. Um entsprechende Reparationen und Leistungen von Deutschland zu erpressen, soll die sowjetische Besetzung Deutschlands mehrere Jahrzehnte dauern. Für das deutsche“ Volk bedeuten diese Enthüllungen keine Ueberraschungen mehr, da es weiß, daß die Bolschewisten und ihre Verbündeten über das deutsche Volk das Todesurteil verhängt haben. Es weiß, daß der Vollzug dieses teuflischen Todesurteils nicht nur die Zerstückelung, sondern die blutige Ausrottung und Versklavung von Méiltionen deutscher Arbeiter in sich schließt. Das deutsche Volk weiß aber auch, daß es die Widerstandskräfte besitzt, um diese jüdisch-bolschewistischen Haßpläne zunichte zu machen. Neue Eicherlaubträger Führerhauptquartier, 11. Februar. Der Fi#rer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz ss Eisernen Kreuzes an Major Otto Vincon srouse, Württemberg), Bataillons-Komman aur in einem württembergischbadischen Grenat orRegiment, als 728., an Oberst Joachim Sander (Wernigerode), gefallen, Kommandeur des sächsisch-sudetendeutschen Panzer-Regiments 31, als 729. an Rittmeister Graf von Plettenberg(Haus Alster, Kr. Burgsteinfurt), als 730., und an Generalfeldmarschall Max Freiherr von Weichs. Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, als 731. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Pas KVK mit Schuertern Berlin, 11. Februar. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kric“ marine, Großadmiral Dönitz, das Ritterkreuz6 Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern an den um die technische Weiterentwicklung des Unterseebootes hochverdienten Professor Helmut Walther. Prof. Walther wurde am 26. August 1900 in Wedel(Holstein) geboren. *• Lettische H1-Regimenter ausgezeichnet Berlin, 11. Februar. Der Führer verlich auf Vorschlag des Reichsführers I1 zwei Waffen-Gre nadier-Regimentern in der 19. Waffen-GrenadierDivision der 1(lettische Nr. 2) die Namen „Voldemars Veiß“ und„Hinrich Schuldt“. Die Verleihung erfolgte in Würdigung des besonders tapferen Verhaltens der beiden Regimenter bei den Schlachten in Kurland. Außerdem wurde durch die Verleihung das Andenken an den Waffen-Standartenführer Voldemars Veiß und an den /-Brigadeführer Hinrich Schuldt geehrt, die im„Kampf gegen den Bolschewismus den Heldentod fanden. Subasitsch geht nach Belgrad Bern, 11. Februar. Wie das ExchangeBüro aus London meldet, veranstaltete Subasitsch am Freitag einen Empfang, um sich von der britischen Presse zu verabschieden. Er will mit seiner Regierung in den nächsten Tagen nach Belgrad ablliegen. Ueber die Zusammensetzung des Regentschaftsrates ist noch keine Einigung erzielt worden. Subasitsch kündigte an, daß er diese Frage in Belgrad mit Tito klären werde. Adolph von Menzel Zur 40. Wiederkehr seines Todestages am 9. Februar Erstes Batafllon Garde, Parad' oder Schlacht ihm wenig Differenzen macht. Ob in Potsdam sie trommelnd auf Wache zieh’n, ob sie stehen und fallen bei Kolin, ob Patronen, verknattern, ob Kugelpfiff, immer derselbe feste Griff. Dieselbe Ruh. Jede Miene drückt aus: Ich gehör zur Familie,„bin mit vom— Haus“. In seinen Regimentern hat König Friedrich seine Familie gesehen. Sooft er zu seinen Soldaten redete, nannte er sie seine„Kinder“. Sie wußten das alle. Was zahlreiche Anekdoten von diesem engsten Zusammenschluß zwischen Führer und Truppe launig berichten, bestätigen des Königs eingehende Instruktionen an seine Offiziere, besonders in den„Generalprinzipien vom Kriege“(1748). Der Gedanke, das farbenbunte Bild in einer „Illustrierten-Geschichte Friedrichs des Großen herauszugeben, reifte 1842 in dem Buchhändler Jakob Weber in Leipzig. Für den Text gewann er den besonders durch seine kunstgeschichtlichen Schriften bekannt gewordenen Franz Kugler, und dieser war es, der den damals 27jährigen Adolf Menzel als die geeignetste Kraft für die bildliche Ergänzung zu dem geschriebenen Wort vorschlug. Hatte der junge Künstler schon in seinen Zeichnungen zu den„Denkwürdigkeiten aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte“, Veranlassung gehabt, sich mit dem Großen König und seiner Umgebung zu beschäftigen, so suchte er jetzt nach jedem Bildnis und zeichnete es ab, bis er die Persönlichkeit seines Helden in allen Lebensabschnitten, von der Kindheit bis zum Greisenalter, auswendig wußte. Ebenso verschaffte er sich von dem Aussehen der dem König nahestehenden Persönlichkeiten, wie auch von dem seiner Gegner, eingehende Kenntnis. Als die„Geschichte Friedrichs des Großen“ im Jahre 1848 fertig war, begann Menzel das ungeheure Unternehmen, sich ein genaues Bild von der Armee des Königs zu verschaffen, indem er für jede Truppengattung, jedes Regiment, jede Charge, auf Grund nochmaliger eingehendster Studien, Zeichnungen und Nessungen die Ausrüstungen bis in die letzten Einzelheiten erforschte und das Ergebnis in lebendig aufgefaßten Charakterfiguren zur Anschauung brachte. Was in der Darstellung nicht erkennber war, fand in besonderen Nebenseichnungen kasse deutliche Erlüterang. Das Werk, das mit Nachträgen und Brgönzungen in 433 Taleln unter dem Titel„Die Almee Friedrichs des Gorßen" in kolorierten Lithographien erschien, konnte 1857 abgeschlossen werden. Cerrlosermeben ale engmmum vonentiete Dafür zogen die Polen in den Krieg Stockholm, 11. Februar. Nach einer Mittellung der„New Vork Times“ hat sich die polnische Exilregierung in London am letzten Wochenende nochmals an die amerikanische und britische Regierung gewandt und um Vermittlung gebeten, da mit den Verhaftungen, Deportierungen und sonstigen Terrormaßnahmen der Bolschewisten in dem von den Sowjets besetzten polnischen Gebieten Einhalt geboten wird. Es sei der zweite derartige Hilferuf der polnischen Exilregierung im Laufe eines Monats. In dem Bericht werde darauf hingewiesen, daß die sowjetische Geheimpolizei mit Hilfe der neuen örtlichen polnischen Kommunistenorganisationen arbeite, um die Liquidationen vorzunehmen. Zahlreiche Sondergerichte seien eingesetzt und Konzentrationslager eingerichtet worden, in denen die Mitglieder der polnischen Heimatarmee und Untergrendbewegungen eingesperrt worden tee. Der ernente Hllferuf der Londoner rolen wird ebemm auf tube Ohren stoßen wie alle bisherigen Versiche der polnischen Emigranten, die mit Ilse bondons und Washingtons zu ihrem Recht zu gelangen hoffen. Die Auslieferung Polens an den Boischswimmns ist für Cbarchill und Roogevelt kein Diskussionspunkt mehr, nachdem Stalin den ihm gegebenen Blankoscheck eingelöst hat. Wie die Schweizer Zeitschrift„Die Tat“ schreibt, könne nach den letzten Aeußerungen des Präsidenten des Lubliner Komitees niemand mehr im Zweifel darüber sein, wessen Wind die Segel dieses Präsidenten bläht. Wenn Bierut der Presse gegenüber erklärt habe, daß es ihm gleichgültig sei, was internationale Konferenzen sdazu sagten und daß er die Verwaltung jener Gebiete übernehmen werde, die nach seiner Ansicht polnisch seien, so bestätige das die Annahme, daß er auf seiner kürzlichen Reise nach Moskau vön Stalin das Versprechen weitgehender Rückendeckung gegenüber allen Einwendungen erhalten habe. Gleichzeitig scheine Bierut sicher zu sein, daß Stalin sich von niemand dazu bewegen lossen werde, eine Kompromißlösung zwischen Lublin und London guch nur in Betracht zu ziehen. Menzel ein Holzschnittwerk„Heerschau der Soldaten Friedrichs des Großen“. Es waren 32 „Darstellungen von Soldaten der friderizianischen Armee, die in lebendig bewegten Gruppen vorgeführt werden. Daran reihte sich ein Holzschnittwerk unter dem Titel:„Aus König Friedrichs Zeit“. Hier sind 12 Bildnisse von größerem Maßstabe gegeben, die den König und seine Helden in Halbfiguren zeigen, Auch in großen Darstellungen wandte sich der Künstler der Schilderung des ihm so innig vertrauten Zeitalters zu. Den Anfang machte im Jahre 1848 ein Genrebild aus dem Leben des Großen Königs:„Die Bittschrift“. Darauf folgte das fast halblebensgroß ausgeführte Gemälde „Friedrichs des Großen Tafelrunde zu Sanssouci 1750“. 1856 wurde die Krone von Menzels „Friedrichsbildern“, fertig:,„Friedrich und die Seinen bei Hochkirch!“. Die Krönung: König Wilhelmg I. zu Königsberg am 18. Oktober 1861 wurde in den Jahren 1862 bis 1865 geschaffen. Es ist nicht nur eine bildliche Urkunde, sondern auch in seiner richtigen Wirkung ein malerisches Kunstwerk ersten Ranges. Dem noch im 80. Lebensjahre mit ungeschwächter Arbeitskraft wirkenden Künstler bereitete Wilhelm II. im Frühjahr 1895 ein einzigartiges Fest. Der Schauplatz war Sanssouci. Alle Geladenen trugen die Kleidung der alten großen Zeit, in so gewissenhafter Durchführung, als ob Menzel jedes Kostüm vorgezeichnet hätte. Nur der Meister, vor dem alles streng geheim gehalten worden war, kam im Frack. Da trat vor den Ahnungslosen eine Wache friderizianischer Grenadiere ins Gewehr. Kommandos und Bewegungen wären genau nach dem Reglement von damals einstudiert. Der Höhepunkt war eine Musikaufführung im Konzertsaal, das dem Künstler die Gestalten und Vorgänge leibhaftig vor Augen führte, mit denen vor einem halben Jahrhundert seine Einbildungskraft diese Räume bevölkert hatte. In der ersten' Februarwoche 1905 hörte Menzel auf zu arbeiten. In seinem Neujahrsschreiben an den Kaiser hatte er ausgesprochen, das Jahr sei ihm immer zu kurz. Aber er dachte wohl nicht daran, daß die letzte Stunde seiner Tätigkeit so nahe bevorstände. Das Unwohlsein, das den 89jährigen zwang. Stift und Pinsel aus den Händen zu legen, verschlimmerte sich schnetl, die Allersschwäche tret in ihr Decht. Am 9. Pebruer verschied Adoif von biensel. Dem „Ruhmeskünder Friedrichs des Großen und seiner Soldaten“ wurde eine großartige Trauerfeter beretel.— Obesstreutnent a. D S. von Eisuh. Hundert Jahre Tannhäuser Bewegtes Schickeal der Wagnerschen Meisteroper Steckheim. Zeblreiche angio-amerthanische bember überflogen am Donnerstagabend nech schwedischen Biättermeldungen Süd- und Westschweden. Bin viermotoriger USA-Bomber sfürzte deu der sbaschwedlechen Köstenstadt Vor hundert Jehren wurde Richard-Wagners drittes großes Opernwerk, der„Tannhäuser“, zum ersten Niale in Dresden aufgeführt. Unter großen Opern steht der„Tannbäuser ans dritte, nach dem„Rienz!“ und dem„Fliegenden Holländer“. Innerentwicklungsgeschichtlich schließt er eine Epoche ab und eröffnet zugleich, noch entschiedener als der„Holländer“, die neue Bahn. Mit dem„Tannbäuser“ entschied sich Wagner für das ihm vorschwebende Hochziel eines deutschen Mustkdremes, des sich sowohl von de italienischen wie von der„großen französischen Oper freimechen sollte. 1841 nich vor der Uebersiedlung nach Dresden, wirde„Tannhäuser“ und der„Sängerkrieg auf der Wartburg“ in Paris begonnen. Endgültig abgeschlossen und vollendet wurde das Werk, das, wie auch schon der„Fliegende Holländer“ die Entsühnung und Erlösung von schwerer Schuld durch reines Weibtum zum Stoff hat und sich derin mit Goethes Faust II begegnet, orst 1845, vor der Dresdener Aufführung. Das Bühnenschicksel der Oper ist die wechselvolle. Aufnahme, die Wegner un sein Gesamtwerk in seiner Zeit und von seinen Zeitgenossen erfuhr. In Paris, bei der ersten Aufführung im Jahre 1961, mußte Wagner erleben, daß der„Tannhäuser“ förmend abgelehnt, ja ausgepfiffen wurde— teils aus Unverständnis für die Neuheit dieser Murk, teils im Zeichen einer positischen Kundgebung gegen Deutschland und deutsches Wesen überhaupt. Aber auch die deutsche Ureufführung 1045 in Dresden, die Wagner erst nach Geberwindung vieler Hindernisse und in nervensermürbendem Kampf durchsetzen bonnte, war ein Mißerfolg. Publikum und Beurteller lehnten die musikrevolutionäre Größe, die Hefe der dichterischen Kompositich ab. Erst als Frenz Liezt, vier Jahre später, 1849 den„Tannhäuser“ in Weimar aufführte, wurde der Widerstand gebrochen. Der stürmische, begeisterte Arfoig dieses Breignisses öffnete der Oper den Weg. so daß sie von Weimar aus ihren Siegesung über die meisten deutschen Opernbühmen antreten vunns Bobbys letzte Liebe Von Walter Persich Um jene Zeit— rück— hatte Bobby lng an dreißig Jahre zu, aufgeblasenen Sohn Bürgermeisters windelweich gehauen. Die Sache machte das Maß voll. Bobby mußte über Nacht verduften. Dann galt er als verschollen. Eines schönen Tages legte ein Schiff an. Im weißen Sweater, einen Papageikäfig in der Hand, drei Viecher saßen drin und kreischten, spazierte Bobby auf den Deich los, ging nach dem Gasthaus zum„Blauen Anker“. Bobby mietete zwei nebeneinanderliegende Zimmer, ohne nach dem Preis zu fragen. Und eine Kammer mußte man ihm obendrein für seine fünf Kabinenkoffer einräumen. Wer mit Bobby einmal eine Stunde zusammengesessen und ihn erzählen hören hatte, der duldete ferner kein übles Wort über ihn. Bobby war reich geworden, und er hatte was von der Welt gesehen. Seine Frau war ihm gestorben. Seine Kinder verwalteten ihre überseeischen Besitztümer, und Bobby hatte ihnen seine Anteile geschenkt. Eines Abends, die Gaststube saß voll von Menschen, murrte der alte Wirt:„Wenn ich den Gasthof wenigstens zu einem vernünftigen Preise verkaufen könnte, da hätte ich Aussicht, mich mal wieder auskurieren zu lassen!“ „Was, Ste wollen verkaufen, Kruse? Das muß doch ganz einfach sein“, fragte Bobby. „Eben nicht. Gestern war wieder so’n Makter hier. Auf achtzehntausend wollt' er mich drücken. Entweder- oder! Entweder wir sinken in Not und Tod und werden als Sklaven verenden, oder uns leuchtet das Morgenrot, wenn wir das Schicksal wenden. Entweder man nimmt uns Hof und Haus und treibt uns zu Paaren zusammen, entweder man löscht unsre Namen aus und tötet den keimenden Samen. Entweder sie knechten der Heimat Land uns und der Kinder Ehre. oder es leuchtet der Freiheit Brand siegreich voran dem Heere. Entweder wir betteln um das Brot und tragen Ketten an Händen, entweder wir weinen Tränen der Not, wenn sie die Dome schänden. Entweder wir strömen einig und frei zu unsern ruhmreichen Fahnen, oder es stirbt in Deutschland die Treu uneingedenk unsrer Ahnen. Entweder— oder— uns bleibt nur die Wahl, treu zu dem Führer zu stehen, von uns zu wenden jegliche Qual oder— in ihr zu vergehen. Kerl-Georg Bogden. Wenn ich die Hypothek ablöse, dann bleiben nur knapp elf für mich. Unter zwänzig geb ich das Haus nicht her.“ Bobby zog ein längliches Heft und eine Füllfeder aus der Hosentasche und kritzelte einige Zahlen auf das Papier:„Sö, Kruse“, sägteer, indem er dem Wirt das Blatt reichte,„ich zahle fünfundzwanzigtausend bar aus. Sie können das Geld morgen früh von der Bank abheben.“ Der alte Wirt ging von Tür zu Tür und zeigte die knisternden Scheine. Von dem Tage an war Bobby Mann, Inhaber vom„Blauen Anker“. Das Haus wurde gestrichen. Nach ein paar Wochen kannte niemand den alten Kasten wieder. Bobby hatte sich eine tüchtige Mamsell für die Küche und einen Hausdiener genommen, ja, in der Gaststube scharwenzelte sogar ein Kellner herum. Und Bobby saß unter der Hängelampe wie ein Präsident von dem allen oder draußen vor der Tür neben seinen Papageien. Er hatte scharfe Augen.„Sonderbar, nicht wahr“, sagte er einmal beim Skat,„daß die Frau von Schlachtermeister! ilm jeden Morgen schon um sieben Uhr zum Friseur Knuff geht.“ „Ja“, verteidigte jemand die Frau,„sie will eben immer adrett hinter der Tonbank stehen. Und um acht machen sie doch den Schlachterladen schon auf——.“ „Ja, um acht!“ Bobby blinzelte ganz eigen mit den Augen.„Wenn ich so denke, daß sie in Hamburg eine ganze Frauenfrisur in sieben Minuten zustandebringen.“ Bobbys Aeußerung wurde dem Schlachter von einem guten Freunde gesteckt. Er ging seiner Frau pach und brach, weil sie von innen verschlossen war mit der von der Eifersucht verliehenen Kraft die Tür des Friseurladens auf, und dann jagte er Knuff den ganzen Deich entlang und verkloppte ihn andauernd mit einem Holzpantoffel, bis Knuff endlich die Puste wegblieb. Die Schlachtersfrau mußte aus der Stadt verschwinden.„Schade!“ sagte Bobby.„Und sie war doch immer die Moral selbst.“ Fremde, die bei ihm wohnten, behandelte Bobby mit väterlicher, zuweilen fast streng wirkender Fürsorge. Manche sch man jedes Jahr, und es wurden bald soviele, daß auch die anderen Gasthöfe welche abkriegten! Da gab Bobby glatte zwanzigtausend Mark her, damit die Gemeinde einen ordentlichen Badestrand bauen konnte. Ob der Arzt oder der Schulleiter einen Schoppen bei Bobby tranken, der Apotheker oder der neue Bürgermeister, Bobby machte vor keinem einen Buckel. Eine einzige Ausnahme machte er mit der Frau des Apothekers. Was sie anzog. auch das Einfachste, wirkte an ihr immer viel hübscher als selbst die teuersten Sachen, mit denen andere Frauen sich behängten. Ihre drei Kinder erzog, sie vorbüdlich, dagegen gab es nichts zu sagen— und trotzdem! Irgend etwas stempelte sie zu einer Ausnahme. Bobby hatte das bald heraus. Der Apotheker und seine Frau kamen zuweilen mit anderen Gästen. Dann hielt sich Bobby immer in der Nähe der zarten Frau auf, um ihr jeden Wunsch sofort selbst zu erfüllen. Für ihren Platz hatte er immer ein Kissen in Bereitschaft. Und wenn sie ihm die Hand reichte und dankber lächelte, dann beugte er sich darüber und hauchte einen verehrenden Kuß auf die weiße Hand. Am liebsten hatte sis es, wenn et von seinen Reisen erzählte.„Wie war das denn, als Sie in Indien Jagd auf das Panzernashorn machten?“ fragte sie.„Na, so ein Biest wiegt an die siebzig Zentner“, erklärte er,„und es kam unversehens auf uns zugesteuert und riß gleich dem ersten Gaul mit seiner auf der Schnauze befestigten Mordwaffe die Gedärme heraus. Zurück konnten wir nicht———“ Zu einem Familienfest wurde Bobby bei den Apothekersleuten eingeladen. Er küßte der Dame des Hauses die Hand.„Sie sind schöner als je“ sagte er bewundernd, obgleich sie errötete. Nachher spielte sie einiges auf dem Flügel. Versunken hörte Bobby zu.„Das war Brahms“, sagte er einmal.„Es ist sein schönstes Impromptu, und niemand konnte etwas erwidern, denn so gut war nicht ein einziger beschlagen. Wenige Wochen später zog sich die Apothekersfrau eine Lungenentzündung zu. Sie starb daran. Bobby und alle seine Leute erschienen auf dem Friedhof und er selbst schleppte den herrlichsten, aus der Großstadt bezogenen Flieder— ihre Liebtingsblume. Nachher ging der Apotheker neben Bobby. Da sagte der Weitgereiste plötzlich: „Jetzt kann ich es ja sagen. Es tut Ihnen ja auch nicht weher als der Verlust, es nimmt Ihnen nichts: ich habe sie geliebt wie niemals eine Frau. Sie war ein Kunstwerk.“ Ging den Deich runter nach seinem Haus und fütterte gedankenvoll ein paar Stunden die Papageien mit den besten Nüssen, die sonst nur für den Sonntag waren. Ueber sein kupferfarbenes Gesicht liefen die blanken Tränen. Also sprach Saadt, der persische Dichter Laß den schlafen! Falken, den du sühmet, nicht Kennen Sie die Wetterkrankheit? * Umwälzung in der Klimakunde— Der Metecrologe hilft dem Mediziner Durch neue Versuche an Meerschweinchen konnte eine außerordentlich starke Reaktion allergischer Krankheiten sef Witterungseinflüsse nachgewiesen werden. Die Erforschung der klimatischen Einwirkungen auf Mensch und Tier setzt voraus, daß die einzelnen Wetterlagen kler erfaßbar sind; denn nur an Hand eindeutiger Bedingungen lassen sich biologische Reaktionen feststellen. Indessen ist die Klimakunde zur Zeit in einer starken Wandlung begriffen. Trotzdem ist es möglich, weitgehende Einflüsse des Wettergeschehens auf den lebendigen Organismus nachzuweisen, wie Professor Dr. F. E. Haag vom Hygienischen Institut der Universität Gießen in der„Umschau in Wissenschaft und Technik“ darlegt. Besonders durch den Aufgleitvorgang können Krankheitserscheinungen ausgelöst werden. Der Einbruch von feuchtwarmen Luftmassen bedingt einen Anstieg der Feuchtigkeit und Luftwärme und einen Abfall des Luftdrucks. Durch das Aufgleiten an einer Kaltluftmasse kommt es zu Charakteristischen Wolkenbildungen und Regenfällen. Schiebt sich an der Rückfront des Warmluftkörpers eine neue Kaltluftmasse vor, so beginnt der Luftdruck zu steigen, der Feuchtigkeitsgrad und die Wärme fallen. Es kommt nun zu Gewittern und Regenschauern, wonach sich mit steigendem Luftdruck das Wetter aufklärt. In diesem Wettergeschehen fand man, zusammenfallend mit der Vorderfront des Warmluftkörpers, die Veranlassung zu gehäuften Anfällen von Bronchialasthma und Migräne, Gallenund Nierenkoliken, Epilepsien und Neuralgien, ja sogar schweren Herzbeklemmungen bis zum akuten Herztod, während selbst besonders heftig verlaufende Kaltlufteinbrüche an der Rückfront des Warmluftkörpers keine derartigen Reaktionen auslösten. Andere Krankheiten haben zweifellos andere Beziehungen zum Wettergeschehen. So werden der kindliche Kehlkopfkrupp mit Unstetigkeitsschichten und die Epilepsie der Schwangeren mit der Kaltfront in Verbindung gebracht. Weitere Zusammenhänge konnten zwischen dem Ausbruch der Grippe und bestimmten klimatischen Erscheinungen bei Hochdruckwetter nachgewiesen werden. Besonders wetterempfindlich sind Menschen mit allergischen Krankheiten, die aus einer übermäßigen Empfindlichkeit heraus entstehen. Man hat auf diesem Gebiet Versuche an Meerschweinchen unternommen, die eine außerordentlich starke Reaktion auf Klimaeinflüsse zeigten. Neunjährige Beobachtungen an Heufieberkranken hatten die auffallende Tatsache ergeben, daß auf der auch im Sommer pollenarmen Insel Helgoland bei stärkerem Luftdruckabfall allergische Krankheitserscheinungen auftraten, bei Luftdruckanstieg dagegen fehlten. Experimente mit überempfindlich gemachten Meerschweinchen lehrten, daß sich der Einfluß des Klimas, ausgedrückt durch die Luftdruckbewegungen, im Tierversuch eindeutig nachweisen läßt. Bei insgesamt 120 Tieren konnte festgestellt werden, daß hei steigendem Luftdruck kein tödlicher oder schwerer Anfall, sondern höchstens schwache und meist überhaupt keine Anfälle auftraten, während bei fallendem Luftdruck von 49 geprüften Tieren 43 mit einem jödlichen oder schweren Anfall antworteten und nur sechs schwach oder überhaupt nicht reagierten. Bei Luftdruckstillstand zeigte sich eine gleichmäßige Verteilung zwischen starken und tödlichen sowie schwachen und fehlenden Abfällen. Dieser Einfluß des Luftdrucks konnte auch experimentell in der Unterdruckkammer nachgewiesen werden. Die Anfallsbereitschaft des überempfindlichen Organismus läßt sich somit eindeutig durch die Luftdruckbewegung verstärken. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß hier auch andere Klimafaktoren keine wichtige Rolle spielen. Im Gegenteil ließ sich feststellen, daß während eines Warmfrontdurchganges alle in diesen Stunden geprüften Tiere besonders empfindlich waren und zur Auslösung eines starken Schocks nur die Hälfte der sonst üblichen Eiweißmenge benötigten. Unter dem Einfluß dieses Frontdurchganges brachte der künstliche Luftdruckanstieg in der Kammer keine Aufhebung des Schocks. Dieser wurde lediglich stark verzögert, verlief aber dann tödlich. Dies weist mit Sicherheit darauf hin, daß neben dem Luftdruckabfall auch noch andere Klimafaktoren bei der Auslösung allergischer Krankheitserscheinungen weitgehend mitwirken. Setze niemals dein Pferd in Gelopp, bevor du es traben ließest! ** Erstrebe keine Güter, die du nicht fruchtbar machen kannst! * Pflücke nicht den Granatepfel, der dir der schönste scheint. * Strebe zum Ziel! Schien es dir erst ein Trugbild, vielleicht findest du Wirklichkeit. * Du nimmst ins Grab nur mit, was du im Leben verschenktest. * Br. ust du Trost, dann denk an das Leid, das dir erspart blieb. * Zermalme den Kopf der Natter mit der Faus: deines Feindes. Entweder die Schlange erlieg oder du hast einen Feind weniger. Vielleicht auch beides. * Weine nicht über einen toten Leib! Er ist ein Käfig, dem der Vogel entflog. Ausgewählt und verdeutscht von Rainer Prevot Seine Meinung. Im Zirkus trat eine Löwenbändigerin auf.„Für solche Künste nehmen sie wohl nur verheiratete Frauen!“ meinte Emmerich lich, so daß der Komponist schließlich von sei-ner Frau getrennt lebte. Als der Meister 1795 nach Wien übersiedelte, fand einer seiner Freunde, der ihm beim Umzug half, in einer Schublade ein Bündel Briefe, die sämtlich noch uneröffnet waren und alle die Anschrift Haydns trugen.„Nanu?“ meinte der Freund,„was sind denn das für Briefe?“„Ach, laß doch“, sagte Haydn,„es sind alles Briefe von meinem Weib. das mich ja doch bloß damit ärgern will. Darum mache ich sie gar nicht erst auf und antworte ihr, ohne ihr Geschreibsel überhaupt gelesen zu haben!“ „Allerhand“, wunderte sich der Freund,„und merkt.denn das deine Frau gar nicht?“„Bestimmt nicht“, versicherte der Meister,„die macht es mit meinen Briefen genau so.“ Es war in den Jahren, als man zu den Salzburger Festspielen das Legendenspiel von Jedermann aufführte. Für die Rolle des„Glaubens“ wurde eine Schauspielerin vorgeschlagen, die mehr durch den gewaltigen Umfang ihres Leibes als durch ihr großes Können auffiel.—„Sie ist ja viel zu dick für diese Rolle!“ warf man ein. — Der Regisseur entgegnete:„Im Gegenteil! Der Glaube muß stark sein!“ Die boxenden Tauben von Beirut Sie sind nicht dumm, aber manchmal sehr rauflustig Tauben können auch Arbeitskameraden sein. Das gilt nicht nur von den Brieftauben, die übrigens nicht alle auf Flugleistungen, sondern auch vielfach auf Schönheit gezogen werden. Sie sind die sogenannten„Schönheitsbriefer“. Aber weder mit den Flugtüchtigen noch mit den Schönheiten darf gearbeitet werden, wenn man eine TaubenNummer zusammenstellt. Die Brieftauben werden nämlich nicht als Artistengepäck über die einzelnen Landesgrenzen gelassen, was in praktischer Auswertung bedeuten würde, daß die Tauben andauernd in Schutzhaff säßen. Für die Abrichtung haben sich die Pfautauben sehr gut bewährt, obzwar sie vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus eigentlich als schöne Krüppel zu bezeichnen sind. Sonst hat keine Rasse besondere artistische Fähigkeiten bekundet. Man gebraucht allgemein sehr viel Zeit dazu, um einer Taube beizubringen, was man von ihr will. Hat sie das begriffen, ist die weitere Dressur nicht mehr schwierig. Doch dauert es immerhin vier Jahre, bis eine Taube zum Auftritt reif ist. Und dann kann man nur vier Jahre mit ihr arbeiten, weil dann ihre natürliche Lebensdauer vorübergeht. Also ist die Taubendressur nicht einträglich. Allgemein sagt man, die Tauben seien dumm. Das ist durchaus nicht der Fall. Zum Beispiel kennt von den fünfundvierzig Tieren, welche den beiden Wladas gehören, jede Taube ihren Apparat und ihren Namen. Nie wird auf einen Namensanruf eine andere als die gemeinte anfliegen und keine sich auf einen falschen Apparat setzen. Die Tiere kennen auch den Unterschied zwischen Probe und Vorstellung. Bei der Probe bleiben sie oft lasch, bei der Vorstellung sind sie stets aufmerksam. Das Gedächtnis ist gut. Eine Taube, die sieben Monate pausierte, flog bei der Vorstellung sofort wieder auf ihren Apparat und lief eine Leiter auf und ab, als hätte sie nie ausgesetzt. Begabung und Eignung der einzelnen Tiere sind sehr verschieden. Es ist und bleibt ja eben der Kernpankt einer jeden Dressur, die Arbeit herauszufinden, die der Taube Freude macht. Einige wünschen es nicht, angefaßt zu werden. Anderen macht die Berührung gar nichts aus. vielleicht fassen sie sogar das leichte Zugreifen ihnen bekannter Menschenhände als Liebkosung auf. Jedenfalls kann man durch Leckerbissen bei Tauben nichts erreichen. Zu ihrer Dressur gehört Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Den hochbetägten, zwölf Jahre alten, sehr rüstigen Taubenmann Pascha darf man getrost einen international berühmten Star nennen. Er rollt einen großen Ball in gewundener Bahn aufwärts und abwärts. Pascha ist von stark ausgeprägter Eigenart, wie man das des öfteren bei Stars findet. Einmal war ihm seine inniggeliebte Frau entflogen. Sie hielt es mit anderen Tauben und trieb sich mit ihnen in der ganzen Stadt herum. Der Besitzer fing sie wieder ein und brachte sie zu Pascha, der wütend auf sie einschlug. Da wurde sie entfernt. Die Folge war, daß Pascha nichts fraß. Wieder mit seinem Weibchen vereint, schmeckte es ihm vorzüglich; dennoch hat er es in einem unbewachten Augenblick getötet. Es gibt Tauben, die arge Raufer sind. Meistens schlagen die großen auf die kleinen ein. Eheliche Auseinandersetzungen bleiben nicht aus. Die Rauflust der Taubenmänner hat vor Jahren ein Syrer ausgenutzt. Er zeigte sie im regelrechten Kampf mit jungen Ratten. Diese Tiere hießen„Die borenden Tauben von Beirut“. Brne Büsing. Im Autobus herrscht Gedränge. bian preßt, man drückt nach, man schimpft.— Herr Protzig faucht aus allen Nähten.„Eine Schweinerei ist das! Wie im Schwitzkasten sitzt man hier! Wie ein Hering im Faß. Eine geschlagene Stunde stehe icht jetzt auf einem Bein!“— Da hebt sich aus dem Dunkel neben ihm eine Stimme zu ihm auf:„Ja, und das ist noch nicht mal das ihre, sondern meine ROC Panzergrenadiere im Westen wischen den während des Kampfes in Flammen aufgegangenen Häusern eines Dorfes hen deutsche Panzergrenadiere vor.. 4=PK.=Kriegsberichter Pospesch(Sch) A ## 2. Der Sprutg aus der Deckung. Eine kurze Atempause im Bombentrichter, dann im Sprung zur nächstenn Deckung. Meter für Meter arbeitet sich so der Pionierstaßtrupp an den Feind heran. PK. Scheck=TO=EP(Sch) Vom Glauben Worte in die Zeit Von Josesa Berens=Totenohl "„ J e t z t w e i ß i c h, d a ß w i r f l e g e n w e r d e n, d a w i r dies aushalten“, sagte eine hochgemute Frau zu mir, als ich mit ihr durch eine zerstörte Stadt im Westen ging. Diese Frau hat zweimal ihr Heim und ihre Werkstatt verloren. Bei einem Angriff wurde ihre geliebte Mutter erschlagen. Sie erfuhr an jedem Tage in ihrer Werkstatt von vielem Elend, denn ihre Kunden suchten bei ihr diesen und jenen Gegenstand zum täglichen Leben wiederzugewinnen, den sie im Feuer verloren hatten. Davon sprach sie zu mir, als wir zum Vortragssaal gingen, wo ich zu lesen hatte. Was bedeuten diese Worte, gesprochen zwischen noch rauchenden Trümmern? Sie bezeugen einen unzerstörbaren Glauben an die Unerbittlichkeit, aber auch an die Gerechtigkeit des Schicksals, das den Opfergang unseres Volkes am Ende lohnen wird. Nicht, als genüge der Glaube! Er allein kann nichts ausrichten gegen Panzer und Bombenflugzeuge. So töricht ist kein Mensch, das anzunehmen. Aber er ist die Kraft der Seele, die dem Arm die Waffen schmiedet; er ist der Wille, der die Waffe lenkt; er ist der Anfang und glückliches Ende allen Kampfes. Wo der Glaube schwankt, zerbricht der Wille, und das Schwert entfällt der Hand. Was dann kommen würde, ist nicht auszudenken. Heute leben wir in einer Zeit der Schrecken, aber diese Zeit wird und muß einmal zi. Ende gehen. Würden wir schwach werden und zusammenbrechen, dann würde ein Schrecken ohne Ende kommen. Aber wir werden bestehen „da wir dies aushalten!“ Jugendliche Erfinder stellen sich vor Die Ergebnisse des ersten tochnischon Wettbewerbes der 53 Wir verdunkeln heute von 18.05 bis 7.23 Uhr. „Es gilt dem Vaterland, wenn wir zu spielen scheinen. Diesen Vorspruch hat ein 17jähriger seinen umfangreichen Arbeiten über Flugmodellbau aus Stroh und Papier und über die Verwendung eines Heißlufthallons für den Start von Segelflugzeugen vorangesetzt, die er zum technischen Wettbewerb der Hitler=Jugend eingereicht hat. er könnte beinahe als Motto für den ganzen Wettbewerb dienen. In der Werkarbeit, dem Spielzeugwerk, hat diese große technische Begabtenauslese der deutschen Jugend, die jetzt erstmalig durchgeführt wurde, ihre Wurzel. Aus der Werkarbeit heraus bilden sich dann die freiwilligen Arbeitsgemeinschaften von interessierten Jugendlichen, und der alljährliche technische Wettbewerb ist gewissermaßen die Leistungsschau. Der deutschen Jugend wird damit die große Aufgabe gestellt, den führenden Platz Deutschlands auf den Gebieten der Technik und Naturwissenschaften für alle Zeiten zu fundieren. Über die Erziehung zur Technik und damit die Sicherung des Nachwuchses für diese Berufe hinaus hat der Wettbewerb aber auch für den Krieg unmittelbare Bedeutung erlangt. Zahlreiche Jungen und Mädel haben Verbesserungen vorgeschlagen, die für die Kriegswirtschaft zum Teil wegen ihrer Bedeutung dem Reichsminister Speer weitergereicht worden sind. Ein großer Teil der Verbesserungsvorschläge ist in den Betrieben bereits prämtiert und durchgeführt worden. Andere Arbeiten sind zum Patent ang. eldet. Viel Fleiß und Ausdauer wurden auf die Arbeiten verwandt, zumal oft mit primitivstem Handwerkszeug gearbeitet werden mußte. DaSchwerte, 12. Februar 1945 Tageschronit * Fundsachen in Schwerte. Das Fundbüro Schwerte, Polizeibüro Zimmer 7, meldet an gefundenen Sachen: 1 Paket Kleidungsstücke, mehrere Geldbörsen mit Inhalt, lose Geldscheine, 1 blauer Damenmantel, 1 grau=schwarzer Damenpelz, 1 Herrenschal, hohe braune Kinderschuhe, 1 helle und 1 braune Hornbrille, Lebensmittelkarten der 71. Zuteilung, Ergänzungskarte der 72. Zuteilung, 1 grau=brauner Wollpullover, 1 kleiner brauner Lederkoffer, mehrere lose Schuhe, zum Teil frisch ausgebessert, mehrere Schlüsselbunde und 3 Damenschirme. Als zugelaufen sind gemeldet: 1 schwarz=brauner Hund, 1 brauner Jagdhund und 1 weiterer Jagdhund. Auch kleinste Kohlestückchen erzeugen Wärme. Jedes Stückchen Kohle, das uns bei der Kohlenzuteilung angeliefert wird, muß verfeuert werden. Es gibt uns wertvolle Wärme, so auch der stets in gewisser Menge anfallende Kohlenoder Koksgrus. Er besitzt fast die volle Heizkraft und verbrennt nach entsprechender Vorbereitung genau wie die Kohle. Wir mischen den Grus in einem alten Gefäß, wie Eimer oder Topf, mit etwa 10 vH. Lehm oder Ton und etwas Wasser, so daß daraus ein fester Brei entsteht. Dann formt man daraus mit Hilfe eines Löffels eigroße Batzen, die man feucht oder getrocknet in geringer Menge auf die Glut setzt. Diese Grusbrocken halten zusammen und verbrennen wie jede andere Kohle, und der für uns so wertvolle Grus wird verfeuert. Da wir diese Grusbrocken auf die Feuerung geben, wenn diese in vollster Glut ist und bei starkem Zug brennt, besteht keine Gefahr, daß die mit der Kohle hineingegebene Feuchtigkeit unserem Ofen oder Herd oder auch Schornstein schadet. Selbstverständlich gilt die Heizregel auch weiterhin, daß der Brennstoff stets tiniken verfeuert werden muß, namentlich dann, wenn die letzte Kohle zum Gluthalten aufgelegt und der Ofen geschlossen wird. - Lebensmittel- und Kleiderkarten abhanden gekommen. In einer Bäckerei an der hiesigen Bahnhofstraße sind am letzten Donnerstag einer Frau sämtliche Lebensmittelkarten für vier Personen und zwei Kleiderkarten abhanden gekommen. Die Kleiderkarten lauteten auf die Namen Helene Lips und Heinz Lips. Es ist noch nicht festgestellt, ob die Karten gestohlen worden oder neben haben aber insbesondere die Lohrlinge häufig ausgezeichnete Arbeiten goliofert. Es kommt nicht darauf an, daß alle diese Arbeiten tatsächliche Erfindungen darstellen, oder wirtschaftlich verwertbar sind, entscheidend für die Verwertung ist vielmehr die technische. Begabung, die eigenschöpferische Leistung, die Auslese also. Einzelne Schüler haben dicke Bücher über chemische Fragen zusammengeschrieben. Eine umfangreiche Arbeit über die Benzin=Synthese wurde von einem Jungen in einem Werk des Westens während der Luftschutzbereitschaft fertiggestellt. Für einen ferngesteuerten Kleinpanzer wandte ein Junge nicht weniger als 240 Arbeitsstunden an. Ein Dreherlehrling reichte allein neun betriebliche Verbesserungsvorschläge ein die alle für geeignet befunden wurden. Experimentiergeräte und betriebsfähige Modelle von Arbeitsmaschinen stellen ein großes Kontingent unter den eingelieferten Arbeiten. Der Entwurf eines Bahnhofes,„die Arbeit eines 17jährigen Schülers, wurde von den Bewertern als nahezu einmalig bezeichnet. Ein 16jähriger baute sich ein Mikroskop mit einem Wassertropfen als Linse und führte damit Beobachtungsreihen durch. So ist dieser erste Wettbewerb, unter schwierigsten Kriegsumständen durchgeführt, ein hoffnungsvoller Anfang geworden. Die HitlerJugend rechnet für den weiteren Ausbau vor allem auf die Unterstützung unserer Ingenieure. Ein Ingenieur im Obererzgebirge führte nicht weniger als 150 Jungen und Mädel in schöpferischen Arbeitsgemenischaften der verschiedensten Gebiete zusammen. ob die Frau die wichtigen und wertvollen Papiere verloren hat. Dieser Fall zeigt aber wieder einmal, daß man mit den Lebensmittel= und Kleiderkarten recht sorgfältig und vorsichtig umgehen muß. Gerade Frauen aber lassen sehr häufig diese Sorgfalt vermissen. Man muß immer daran denken, daß verlorene Karten nicht ersetzt werden dürfen. Auch waren die Lebensmittelkarten im obigen Falle nicht beschriftet, eine Unterlassung, die sich immer bitter rächt. Jede Karte muß in Tintel oder Tintenstift den Namen des Eigentümers tragen, wodurch die Fahndung nach dem Finder oder Dieb wesentlich erleichtert wird. Also Vorsicht mit Lebensmittel= und Kleiderkarten, nachdem man sie beschriftet hat! * Fahrraddiebstahl. Am Donnerstag gegen 18.30 Uhr wurde ein vor dem Friseurgeschäft Prott am Adolf=Hitler=Platz abgestelltes Fahrrad von einem unbekannten Täter gestohlen. Wer hat den Diebstahl beobachtet? Angaben erbittet die hiesige Kriminalpolizei. - Eingetrocknete Tinte— weiterverwenden. Es kommt immer einmal wieder vor, daß in Haushalt oder Betrieb Tinte eintrocknet. Falsch wäre es aber, die Trockenmasse, die im Tintenfaß zurückgeblieben ist, als unbrauchbar, zu betrachten und wegzuwerfen. Man kann den Rückstand vielmehr durch einfaches Hinzutun von Wasser ohne weiteres in Tinte zurückverwandeln. + Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt: Die große Abwehrschlacht im Osten; Der norwegische Ministerpräsident Vidkun Quisling beim Führer; Hast auch du schon geopfert? Ausblick aus einem Schneebunker an der italienischen Alpenfront. und die bei der Abwicklung des Postdienstes nun einmal unvermeidliche Sorgfalt mag mitunter die Vorstellung nähren, man habe es hier mit einer zwar sehr sauber arbeitenden, aber nicht besonders beweglichen Verwaltung zu tun. Wie wenig eine solche Auffassung zutrifft, das läßt ein kürzlich in der Zeitschrift„Deutsche Verwaltung" erschienener Aufsatz von Ministerialdirektor Dr. Körner erkennen, der unwiderleglich dartut, daß die Post vor dem Kriege und während des Krieges selbst mit ihren Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung wiederholt den Wünschen der Staatsführung zuvorgekommen ist und nicht selten anderen Behörden als Vorbild gedient hat. Es sei nur die Tatsache hervorgehoben, daß die Reichspost ihre statistischen Erhebungen schon im September 1939 auf ein Drittel des früheren Umfanges einschränkte— heute ist es nur noch ein Fünftel— und daß der Kampf gegen entbehrliche Arbeit in Zusammenarbeit mit der Gefolgschaft und den Postbenutzern schon viole Monate vor Kriegsausbruch begonnen wurde. Bei der Einschränkung der Prüfungen im Rechnungswesen ist gerade die Post bis an die Grenze des Möglichen gegangen, ihre regionale Mittelinstanz ist 1943 um ein Viertel ihres Umfanges vermindert worden, indem von 51 Reichspostdirektionen 13 aufgehoben wurden. Das sind nur einige, besonders kennzeichnende Beispiele, die wir der Darstellung von Ministerialdrektor Dr. Körner entnehmen. Nur weil die Reichspost frühzeitig und laufend Menschen und Materialien für andere Verwendungszwecke freimachte, war sie fähig, umfangreiche Kriegsaufgaben neben erhöhten Leistungen für den zivilen Sektor ge bemiltäigen. Judas Stimme * „Es muß noch einen Krieg geben, um die ruchlose Organisation Satans(d. i. die bestehenden Staaten und christlichen Religionen) auszu. segen, und das ist der Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, oder der Krieg von Harmagedon.“(J. F. Rutherford in„Zuflucht zum Königreich“, Bern 1933, S. 49.) Die trügerische Eisdecke Münster(Westf.). Die Tochter des Landwirte Heyken aus Ostochtersum sah vom Fenster des elterlichen Wohnhauses aus, wie ihr sechsjähriger Bruder mit einem Schlitten auf eine Mergelkuhle geriet und durch die dünne Eisdecke im Wasser verschwand. Sie eilte schnell hinaus zu Nachbarn, um Hilfe zu holen. Gleich darauf waren auch die Mutter und die zweite Schwester zur Kuhle geeilt und hineingesprungen, um den Jungen zu retten. Wenig später erschien dann der Nachbar. Da dieser nur das Kind im Wasser sah und von den beiden inzwischen Untergegangenen, der Mutter und der Schwester des Kngben, nichts wußte, rettete er das Kind und begann mit Wiederbelebungsversuchen, die Erfolg hatten. Die Mutter und die Schwester des geretteten Kindes ertranken bei ihrem Rettungsversuch. Plünderer= und Einbrecherbande festgenommen Essen. Ein Deutscher und drei Ausländer wurden festgenommen, die seit längerer Zeit Essen=Rüttenscheid Plünderungen, Geschäftsund Wohnungseinbrüche, sowie Kleinviehdiebstähle ausgeführt haben. Ein großer Teil der Diebesbeute konnte sichergestellt und den Geschädigten wieder ausgehändigt werden. Die Festgenommenen werden dem Sondergericht vorgeführt. Gegen weitere Personen, die Diebesbeute von den Tätern erhielten, sind Strafverfahren wegen Hehlerei anhängig gemacht worden. Vereinfachte Postverwaltung * Wenn eine Verwaltung, die viele hunderttausend Menschen beschäftigt und eine technisch hochentwickelte und sehr komplizierte Apparatur besitzt, imstande ist, ihre weit über das Friedensausmaß hinaus gestiegenen Leistungen nahezu ohne Einschränkung und jedenfalls ohne nennenswerte Rationierung oder Kontingentierung jedem zur Verfügung zu stellen, so dürfte schon dies ein hinreichender Beweis dafür sein, daß der Verdacht bürokratischer Schwerfälligkeit gerade der Deutschen Reichspost gegenüber ganz ungerechtfertigt ist. Die Größe der Organisation Neues von nah und fern Schmerer Verkehraunfal Iferlohn. Die leidige, anscheinend unausrottbare Unsitte des Aufspringens auf fahrende Verkehromittel führte in don späten Nachmittagsstunden zu einem schweren Unfall. Auf der Strecke Iserlohn—Wermingsen versuchte ein Wohrmachtangehöriger auf den Anhänger einer in voller Fahrt befindlichen, vollbosetzton Straßenbahn zu springen. Das Wagnis mißglückte. Der Leichtfinnige stürzte, wurde von dem sohort abgestoppten Wagen einige Meter mitgeschleift und schwer verletzt. Brotschieber vor dem Sondergericht Gelsenkirchen. Das Sondergericht hatte sich mit einer üblen und undurchsichtigen Sache zu beschäftigen, die im Ausländerlager in Marl spielte. Ein Lagerführer und ein Lagerwärter hatten Brote, die einen Wasserstreifen hatten, Tabak und auch einige Flaschen Wein zu erhedlichen Überpreisen an Lagerinsassen verkauft. Die Verhandlung ergab soviel Unklarheiten, daß der Vorsitzende mit Recht betonte, daß„etwas faul sei". Der Lagerführer erhielt 10 Monate Gefängnis, 750 Mark Geldstrafe und die Verpflichtung zur Erstattung von 476 RM Mehrerlös, der Lagerwärter 4 Monate Gefängnis und 300 RM Geldstrafe. Eine Untat amerikanischer Soldaten Köln. Auf dem Wege nach Eilendorf wurden der Ackergehilfe Joh. Meynen und seine Braut Gertrud Buddenberg von amerikanischen Soldaten angehalten und aufgefordert, ihre Ausweispapiere vorzuzeigen. Bei dieser Gelegenheit wurde einer der Amerikaner der Buddenberg gegenüber zudringlich. Meynen stellte sich schützend vor seine Braut, und als er die Hand erhob, um den Soldaten abzuwehren, gab einer der beiden anderen Soldaten aus seiner Pistole einen Schuß ab, und Meynen brach durch einen Bauchschuß schwerverletzt zusammen. Darauf plünderten die amerikanischen Wegelagerer den Schwerverletzten und seine Braut aus und suchten unter Mitnahme seiner Uhr, der Brieftasche und der Handtasche der Buddenberg eiligst das Weite. Der Schwerverletzte ist alsbald verschieden. Die Anzeige der Braut bei der amerikanischen Militärbehörde wurde mit der Bemerkung abgetan, daß um die angegebene Zeit keine Militärstreisen in der bezeichneten Gegend eingesetzt gewesen seion. Dreimal Zwillinge Haderoleben(Nordschleswig). Die Frau eines Geistlichen auf Langeland wurde zum dritten Male von Zwillingen entbunden. Von den sieben Kindern des Chopaares ist das älteste sieben Johre alt. K Verantwortlich: Rudolf Emil Eichmann(z. Z. im Folde), i. V. Hermann Stens, Hagen; Anzeigen: Haus Linner, Schworte. Pr. 12. Druck: Verlugsobsollsch. von Rauchenbichler, Mendon. RPK 1/ Die Sennerin von der Brundlalm Roman von Haus Ernst Utheberrecht: Verlag A. Schwingenstein, München 72 Bald darauf zog er sich in die Schlafkammer zurück. Aber er hatte keinen friedlichen Schlummer in dieser Nacht. Sein Schlaf war von vielen Erwachen zerstörten, und wenn er wieder einschlief, unterbrach er nur für eine Weile einen recht sonderbaren Traum, um ihn wieder mitzunehmen, wenn ihm die Augen zufielen. Er träumte, daß er sich im Boot auf dem See befonde, und er ruderte, was seine Arme hergeben wollten. In der Ferne war ein helles, lichtseitiges Ufer, auf das er zurüdern wollte. Aber es gelang ihn: trotz aller Anstrengung nicht. Zentnerschwer wogen die Ruder. Der Schweiß troff ihm von der Stirne, und wenn das Boot sich wirklich vorwärts bewegte, rückte die schöne, helle Landschaft immer weiter und ferner zurück. So quälte er sich ab, bis der Morgen graute. Er war herzlich froh, als seine alltäglichen Pflichten ihn riefen. Von diesem Tage an trug er einen wartenden Ausdruck im Gesicht. Er glaubte ganz sicherlich, daß Ursula an ihn herantreten werde, um ihm zu sagen, daß sie mit dem Jäger gesprochen habe und er bereit sei, seine Jagd an den Nagel zu hängen, um der Erde zu dienen, die zum Fischerhaus gehörte. Aber Ursula wich ihm immer aus. Sie hatte mit dem Jäger deswegen gesprochen, aber der Sebald war einer, der an seinem Beruf hing wie eine Kletterwurzel. Er sagte es geradewegs heraus, wenn Ursula wirklich darauf bestände auf ihrem Vorhaben, so sähe er sich gezwungen, das Verhältnis zu lösen, so leid es ihm täte. Er habe nun einmal keinen Schick zu einem Bauers= und Fischersmann und zu leben hätte sie wohl bei ihm genau so, vielleicht mit einem kleinoven Maß von Pflichten und Sorgen. In ihrer Angst, ihr Glück könnte zerbrechen, stammelte Ursula, daß es ja nur eine Frage ihrerseits gewesen sei und sie ginge mit ihm, wohin er wolle.„ Das hatte es allerdings nicht nötig, denn nach ein paar Tagen bekam der Jagdgehilfe Sebald einen Brief von seinem Herrn, worin dieser ihm mitteilte, daß nun er an Stelle des davongelaufenen Lothar Brecht das Jagdhaus beziehen könne. Einer Heirat stände durchaus nichts im Wege. Also offenbarte Sebald seinem Mädchen die Absicht, daß er demnächst mit ihrem Vater wegen der Heirat sprechen wolle. Als Ursula den Vater auf dem Acker draußen vorsichtig darauf vorbereiten wollte, starrte er sie an, als habe sie ihm das Leben abgesprochen. Man konnte wirklich Erbarmon haben mit diesom Manne, und Urfula meinte— es sollte gewiß ein Trost sein—:„Du verlierst mich ja nicht ganz, Vater. Das Jagdhaus ist nicht so weit weg vom Fischerhaus, und ich kann jeden Tag zu euch kommen.“ Darauf lachte der Fischor, laut und unnatürlich lachte er. Seine gange Unglaubwürdigkeit offenbarte er damit. Dann zog er am Leitseil, daß der Gaul erschrocken ein poar Sprünge machte, und ließ die Tochter stehen, als wäre sie Luft. Am Abend ruderte er hinüber ins Dorf und trank gehörig über den Durst. Das hielt er für die nächsten Wochen bei. Jeden Abend ruderte er ins Dorf hinüber und trank bis in die späte Nacht hinein. Die Leute wunderten sich darüber, denn der Fischer hatte sich zeitlebens keine überflüssigen Ausgaben gemacht. Aber sie ahnten die Zusammenhänge und sagten, daß ihn die zwei Buben verlassen hätten. das bringe ihn ganz aus dem Häuschen. Dominik Brecht ward ein lustiger Geselle. Er lachte immerzu, aber man konnte sich nicht recht darüber freuen. Anfangs war er am Morgen voller Neue, wenn er tags zuvor einen Rausch heimschleppte. Aber nach wenigen Wochen lachte er auch über seine Selbstvorwürfe und fragte die empörte Frau spöttisch, für was und für wen er denn noch sparen solle. Jeder lebe eben so, wie er die Du Sache am leichtesten zu ertragen vermeine. plagst und schindest dich ab, und ich saufe. Zum Schluß wird doch jedem von uns die gleiche Orsche gegraben. „So nimmst du jetzt das Leben?“ sagte die Frau bitter, die mit aller Zähigkeit und Liebe an dem Erworbenen hing.„So leicht nimmst du jetzt alles, Dominik? Hast du denn ganz vergessen, wie schwer wir alles erringen mußten?“ Wohl, Dominik wußte es selbst zur Gepüge, daß es mit ihm rasch abwärts ging. Und er wunderte sich, daß so viele Jahre bürgerlicher Seßhaftigkeit mit einer solchen Leichtigkeit zu überspringen waven. Gs fehlte auch nicht an anderen Stimmen, die den Fischer darauf aufmerksam machten, das er vollends im Begriffe sei, vom rechten Wege abzuweichen. Einmal begegnete ihm der Pfarrer, und der Herr tat gleich so, als warte er auf den Augenblick schon Jahrzehnte, dem Fischer zu begeanen. „Gut, daß ich Sie treffe, Brecht“, sagte er „Schon lange wollte ich mit Ihnen, einmal sgrachen. „Bitte schön, stehe zu Diensten“, sagte der Fischer spöttelnd und machte eine linkische Verbeugung. Er roch schon wieder nach Alkohol, und der Pfarrer trat einen Schritt zurück. „Brecht, Sie sind ja schon wieder betrunken. zng folgt) (Fortsetz