Dbn. 3eeem Tetuuer uncen müchusich ueund Baungsprets wöchentlich 46 Rpf,(einscht. Tragerlohn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 969 Rpf. Zeitungsgebühr und d.t Apf. Rostverpackungsgebühr) mnachg lich 35 Npf. Br. stellgeld, Einselnummer 10 Kpf. Druck und Verlag: Haus Linner vormal: Carl Braus, Schwerte, Geschäftostelle: Grode Marktstr. 3—4 Auf: 2T2d Postecheckkonte: Dortmund 26s2. Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt: Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Leuserngreen die uchmemchme i Uimsterznie u um breit: Apk. Tertanseigen: Milimeter 20 Apt Für ternmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebstörungen durch Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für pänktlichen Era heinen der Zeitung auch kann kein Anspruch auf Schadenerssts düer Nachlieferung erhoben werden. Nr. 31 Schwerte(Kuhr), Freitag, 2. Februar 1945 77. Jahrgang Olser-kamfprdell besneiMientscheigesian. Sowjetische Grausamkeiten und Verbrechen im deutschen Osten- Dagegen wehren wir uns * Berlin, 8. Februar. Beim Oberkommando der Wehrmacht und den zuständigen Reichsbehörden liegt aus den von den Bolschewisten besetzten deutschen Ostgebieten eine Fülle beglaubigter und streng geprüfter Augenzeugenberichte über Grausamkeitsakte der sowjetischen Truppen an der Zivilbevölkerung vor. Von der Veröffentlichung dieses Materials ist bisher abgesehen worden. Sie kann jetzt erfolgen, nachdem der größte Tell des Flüchtlingstrecks sich hinter den deutschen Linien in Sicherheit befindet. Jeder dieser Fälle wird durch zu kontrollierende und beeidigte Zeugenaussagen und teilweise durch Photographien dokumentarisch belegt. Ein Ueberblick über das gesamte Material zeigt erbarmungslos die Methodik der Ausrottung, mit der der Bolschewismus Deutschland in eine menschenleere Wüste verwandeln wil. Die deutschen Prauen werden vergewaltigt und nachher mit Kindern und Greisen zusammen getötet, um so unser Volk biologisch auszulöschen. Die Männer werden gequält und gefoltert, aber auch am Leben erhalten und dann als Arbeitssklaven nach der Sowjetunlon deportiert. Dort, wo sich die deutsche Front nicht schützend vor unser Volk stellen kann, wurden alle Befürchtungen und Erwartungen übertroffen, die der Nationalsoziallsmus nicht müde wurde, der sterbenden bürgerlich-liberalen Welt entgegenzurufen. Aus dem bisher neun Bände umfassenden Berichtsmaterial wurden folgende Feststellungen erstmals veröffentlicht: Die Schweizer Staatsangehörige Erika HowaldStuckl, durch Schweizer Paß ausgewiesen, sagt folgendes aus:„Vor ca. 30 Jahren ließen sich meine Eltern Stuckl, die aus der Schweiz stammen, in Lupushorst nieder und übernahmen dort die Molkerei. Mein Schwiegervater Howald war ebenfalls Schweizer, meine Mutter war Deutsche. Meine Verwandten leben in Bern und St. Gallen. Ein Onkel von mir ist Legationsrat Dr. Stuckt im Schweizer Außenamt. Wir hatten viel von den Greueltaten der Bolschewisten gehört, aber nicht daran geglaubt. In der eisigen Kälte und in den Schneestürmen wollten wir uns den Trecks nicht anschließen und blieben mit einigen anderen Bauernfamilien im Dorf. Als äußeres Kennseichen unserer Schweizer Staatsangehörigkeit hatten wir an der Haustür den Schweizer Schutzbrief angebracht. Auch unsere Pässe wiesen uns als Schweiter aus. Am 26. Januar 1945, um 21 Uhr, betraten zwei bolschewistische Soldaten unser Haus Wir zeigten unsere Pässe. Die Bolschewisten verlangten Schnaps und Essen und versicherten uns, daß uns nichts geschehen würde. Sie verließen dann- das Haus. Bald darauf fielen die ersten Schüsse im Dorf, und meine Söhne, meine Tochter und ich suchten zusammen mit einer deutschen Stellmacherfrau und ihrem kleinen Sohn und zwei polnischen Mädchen den Keller auf. Mein Mann kam mit einem Polen etwas später nach. Nach einiger Zeit erschien eine Anzahl Bolschewisten im Keller und nahm uns Schmuck und Uhren ab. Im Keller schossen die Bolschewisten wild um sich, um uns einzuschüchtern. Es kamen dann noch mehr Soldaten dazu, und wir mußten den Kellor wieder verlassen. Während dieser Zeit müssen die Telephonund Radioleitungen zerschnitten worden sein. Bei einem abermaligen Aufsuchen des Kellers wurden meine Söhne, 18 und 20 Jahre alt, und mein Mann geschlagen. Mein Mann wurde abtransportiert, und wir haben ihn seit der Zeit nicht mehr jebend gesehen. hleine Söhne wurden ebenfalls fortgeschafft. Am Morgen darauf fanden wir die Leichen meiner Söhne, mit dem Gesicht zur Erde liegend, verschneit am Straßenrand. Die Leiche meines Miannes lag am Scheunentor, ebenfalls halb verschneit, auf dein Rücken. In der Zwischenzeit mußten die übriggebliebenen Frauen mehrere Male den Keller aufsuchen. Im Keller und im Zimmer vergewaltigten die Bolschewisten abwechselnd alle Frauen und Mädchen. Die Polenmädchen baten in polnischer Sprache, man möge sie in Ruhe lassen. Man hielt ihnen daraufhin die Pi. stole auf die Brust. Furchtbare Angst hatte ich um meine 14jährige Tochter, die jedoch mit ihren blonden Zöpfen noch so kindlich aussah, daß sie gar nicht beachtet wurde. Die Bolschewisten durchwühlten das ganze Zimmer und sämtliche Ecken und Schubfächer und zogen sich nacheinander verschiedene Kleidungsstücke an. Alles wurde auf den Boden geworfen, der Geldschrank wurde geöffnet und ausgeraubt. Es war ein stetes Kommen und Gehen von bolschewistischen Soldaten. Ihren Gesichtern sah man es an, daß sie sich offensichtlich an unserer Hllflosigkeit weideten. Sie spielten mit Schußwalfen und großen Messern herum, so daß man glaubte, jeden Augenblick erstochen zu werden. Ich wurde von den Bolschewisten gefragt, ob ich nach Rußland oder nach„Deutschland wolle, worauf ich erwiderte:„In die Schweiz“. Wir hielten uns während dieser ganzen Nacht im Schlafzimmer auf. Am nächsten Tage befreiten uhs deutsche Soldaten, und wir gelängten unter ihrem Schutz in Sicherheit.“ Dr. Bange. Chefarzt des Städtischen Krankenhauses Tiegenhof, ergänzt die Aussage der Schweizer Staatsangehörigen Howald-Stuckl mit folgendem ärztlichen Protokoll: Aerztliches Protokoll: in Lupushorst. Kreis Großes Werder, wurden von einer eingebroche: nen sowjetischen Abteilung die Schweizer Staatsangehörigen Erich Howald und seine Söhne Hans und Ulrich ermordet. Die Untersuchung der Leichen ergab folgenden Befund: 1. Hans Howald: Einschußstelle(wahrscheinlich Revolver Kaliber 7.65 bzw. M4P) in Höhe des zweiten Zwischen-Rippenraumes, links etwe zwei Querfinger neben dem Brustbeinrand. in die Schule bestellt, wo ein großer Teil der Sowiets einquartiert war. Ich muß noch hinzufügen, daß die Sowjets aus Krappitz große Kisten mit Sekt und Wein mitgebracht hatten und vollkommen betrunken waren. Die Sowjetsoldaten stürzten sich wie Tiere auf die Frauen, risten ihnen die Kleider vom Leibe und zwangen sie, an dem Sektgelage teilzunehmen. Alle Frauen wurden mehrfach geschändet. Es waren dies, soviel ich in Erfahrung gebracht habe: Frau Monika Rother, geb. Schüttke, geboren 2. Mai 1902; Fräulein Maria Wildczek, geboren 8. Juni 1927; Frau Emilie Maline, geb. Heinke, geboren 2. November 1911:. Frau Marthe Pudek, geb. Rienek, geboren 7. September 1917; Fräulein Erika Henkel, geboren 19. März 1930; Fräulein Rosa Krabes, geboren 2. Juli 1930; Frau Hedwig Schindzielers, geb. Nohl, geboren 16. April 1923; Fräulein Berta Iscienski, geboren 14. Januar 1927; Fräulein Elisabeth Matuschek, geb. 4. August 1922 Fräulein Maria Dreßler, geboren 4. August 1922. Ein junger Bolschewist durchsuchte das Haus des Arbeiters Mletzko und fand auf dem Boden des Hauses die 13 Jahre alte Tochter des Mletzko, Elisabeth. Als er sich ihr nähern wollte, stürzte sich die über 70 Jahre, alte Großmutter dazwischen. Der Soldat schoß sie nieder und vergewaltigte die Dreizehnjährige. Frau Lina Achsel, derengAlter ich nicht genau angeben kann, war wegen Ihres leidenden-Mannes zu Hallse geblieben. Ein Trupp von Bolschewisten schändete sie dort im Beisein ihres bettlägerigen Mannes und ihrer Kinder. Draußen stand ein Kommissar und ermunterte alle vorübergehenden Soldaten zu weiterer Schändung. Frau Agnes Gollr, die sich zunächst, verborgen gehalten hatte, wurde nach ihrer Entdeckung von nicht weniger als 17 Soldaten in brutaler Weise vergewaltigt. Dabei wurde sie geschlagen, und ihr Gesicht war stark verstümmelt, weil sie sich gewehrt hate. Ich konnte mich in einem abgelegenen Haus des. Ortes im Kartotfelkeller verborgen halten. ich verdanke mein Leben und meine Rettung einer kleinen deutschen Kampfgruppe, die sich zur eigenen Front durchschlug.“ Ohne Gnade und Erbammen Der schwerkriegsbeschädigte deutsche Flieger Karl Schwart gab zu Protokoll:„ich fuhr mit einem deutschen Auto aus Elbing und nahm noch ein Ehepaar mit Tochter sowie ein alleinstehendes Mädchen mit. Auf der Fahrt nach Danzig, wo ich mich melden sollte, geriet ich hinter einer Kurve an dem Dort Gr. Rödern bei Elbing plôtzlich vor zwei sowjetische Panzer. Sie hielten den Wagen an und zwangen uns mit Fußtritten in den Besehlsstand der Panzereinheit. Dort nahmen sie uns zuerst die Uhren und dann die übrigen Wertsachen ab Das alleinstehende Mädchen wurde in einen Nebenraum gezwungen und dort von drei Bolschewisten vergewaltigt, so daß ihre Schreie bis zu uns drangen. Nach zwei Stunden kam sie, völlig zerzaust und aufgelöst, weinend zurück. Darauf wurde die Tochter des Ehepaares in den Nebenraum gezwungen. Die Eltern erklärten, daß sie zusammengehören, worauf ihnen die Begleitung der Tochter höhnisch gestattet wurde. In dem Nebenraum wurde sodann zuerst die Tochter und dann die Mutter vor den Augen des Vaters vergewaltigt. Während das Ehepaar mit Tochter auf Nimmerwiederschen verschwand, fragte ich, was mit mir und dem alleinstehenden Mädchen geschehen solle, worauf ich die Antwort erhielt, wir sollten in Richtung, Elbing zurückgehen. Ich gelangte dann über das Haff auf die Nehrung, und von dort nach Danzig.“ Deutsche Frauen für Frontbordells Die 28jährige Ehefrau Olga Zindler, geb. Jabus, gab folgendes zu Protokoll:„Am zweiten Tage nach dem Eindringen der Bolschewisten in Kattowitz verließ ich in der Abenddämmerung meine Wohnung. um nach meiner schwer erkrankten Mutter zu schen, die ich in den Tagen des Kampfes nicht hatte aufsuchen können, ich war in großer Sorge um sie. Als ich auf dem Wege 2a ihr an einem Bahndbergang eine bolschewistische Sperre passieren mußte, wurde ich festgenommen und zusammen mit anderen Frauen in den Festsaal einer Gastwirtschaft der Stadt gebracht. Wir wurden unterwege von den uns eskortierenden Soldaten belästigt, gestoßen, gekniffen und unzüchtig berührt. Zusammen mit etwa 70 anderen Fauen, darunter 14. bis 15jährigen Mädchen, wurden wir von drei Bolschewistinnen in Uniform mit umgeschnallten Revolvern untersucht und in verschisdene Gruppen geteilt. Eines der bolschewistischen Weiber sprach gebrochen deutsch. Sie eröffnete uns, wir sollten froh und dankber sein, daß man uns hier zusammengeholt habe, wir würden wenigstens zu essen und zu trinken haben. Ich hatte bereits von einigen anderen Frauen, die seit zwei Tagen furchtbarste Vergewaltigungen über sich hatten ergehen lassen müssen, erfahren, daß wir in Frontbordells gebracht werden sollten. Man nahm uns alle Handtaschen-Utensilien, Kämme, Fellen usw. ab, weil eine junge Mutter von drei Kindern in Erwartung ihres Schicksals sich mit einem Spiegelscherben die Pulsadern geöftnet hatte. Nachts gegen 2 Uhr wurden wir von betrunkenen Rotarmisten in Lastwagen verladen. Unterwegs, als der Wagen einmal halten mußte, sprang ich entschlossen hinunter und konnte in der Dunkelheit entkommen. Ich will zum Schlus noch die Namen von seche Frauen nennen, die ich dem Namen nach kenne und die sich mit mir dort befunden haben: Christel Pollack, Elli Lindner. Inge Roscek. Ross und Edith Broskeit, Lotte Jonschek.“ Treibjagd und Flüchtlinge Die Bauarbeiter Alexander Artuschewakl: geboren 27. 7. 1921, Phllipp Dubkow, geboren S. 4. 1926, Peter Dubkow, geboren 1. 1. 1923, gaben zu Protokoll:„„ „Am 15. Januar 1945, früh 4 Uhr, erhielten wir Beichl, unsere Arbeitsstätte in Welun mit unseren Frauen zu verlassen, well bolschewistische Panzer durchgebrochen waren. Wir weren insgesamt etwa 300 Menschen. Als wir S bis 8 Kllometer weit gegangen waren, hörten wir das Heranrollen sowjetischer Panzer. Die meisten warten sich sofort in den Straßengraben. Ein Tell der Männer und Frauen rannte aber über freies Feld zu einem naheliegenden Waldrand. Wir drei konnten zu einem etwa 70 Meter entfernt liegenden Friedhof kriechen und uns zwischen den Grabhügeln verstecken. Wir mußten mit Entsetzen anschen, wie der erste Panzer aus dem Rudel ausscherte und dauernd schleßend eine wahre Treibjagd auf die dem Wald zulaufenden Nienschen machte. Von ihnen ist keiner davongekommen. Wo die angeschossenen Männer und Frauen sich, in Knäueln liegend, noch bewegten, walzte der Panzer mit seinen Raupenketten den letzten Rest von Leben nieder. Aus dem ersten Panzer stieg ein bolschewistischer Kommisser mit einer Maschinenpistole im Anschlag Er trieb mit Schüssen unsere Kameraden aus den Straßengraben und trennte die Männer von den Frauen. Die Frauen wurden wie Vieh sortiert, und die Jüngsten unter ihnen mußten auf die Panzer klettern. Um die Hauptgruppe der Frauen und Kinder schlossen sich die Panzer zu einer Art Dreieck zusammen. Wir terstarrten, als plötzlich Flammenwerferstrahlen auf die Frauen fuhren. Sie verbrannten unter unsäglichen Qualen. Die auf der Straße von den Bolschewisten mit vorgehaltener Maschinenpistole umzingelten Männer wurden unter Schlägen und Tritten ihrer Wertsachen, Uhren und Tascheninhalts beraubt und dann unter Bedeckung eines Panzers nach rückwärts abtransportiert. Den meisten Männern hatte man trotz der grimmigen Kälte die Mäntel, einigen sogar die Schuhe genommen. Zwischen den Grabhügeln versteckt, warleten wir die Dunkelheit ab und konnten uns dann zu den deutschen Truppen durchschlagen.“ Ein Morden ohne Ende Der Bauer Siegfried Becker aus Glausche, Kreis Namslau(Niederschlesien), gibt zu Protokoll: „Als die Bolschewisten in Glausche eindrangen, marschierte gerade ein großer Flüchtlingstreck mit mehreren hundert Wagen auf der Straße durch unser Dort. Der Treck führte viele Verwundete mit, denn er wer vorher aus niedriger Höhe von bolschewistischen Tieffliegern durch Bomben und Bordwaftenfeuer angegriffen worden: Die Bolschewisten kamen mit Panzern, auf denen Infanterie aufgesessen war. Die Panzer fuhren rechte und links der Straße über die gefrorenen Felder am ganzen Treck vorbei und beschossen mit Kanonen und Maschinengewehren den Flüchtlingazug. So entstand ein ungeheuerliches Blutbad. Krepierte Pferde wälzten sich zwischen verwundeten und sterbenden Frauen und Kindern. Von der Spitze der Straße her überwälzten die Panzer nochmals den ganzen Zug. Ich werde nie vergessen, wie am Schlus des Zuges die Menschen auf den Wagen mit Greisen und Kranken weiße Tücher schwenkten und um Schonung baten. Auch über ale wälzten schießend die Panzer hinweg. Wir haben uns um das furchtbare Geschehen nicht mehr kümmern können, denn auch wir sind nur mit knapper Not dem Sowjetterror entkommen. Das Ringen zwischen Ratibor und Glogau 2. Ulrich Howald: Binschußstelle(wahrscheinlich wie oben) in Höhe des zweiten Zwischen-Rippenraumes, links direkt neben dem Brustbeinrand. Außerdem Verletzungen an der rechten Gesichtshälfte (Faustschlag oder Gewehrkolben.) Oftenbar Unterkieferbruch rechts. Unterblutung des rechten Auges. 3. Erich Howald: Einschußstelle(Revolver Kaliber 7.65) im Genick in Höhe des großen Hinterhauptloches. Der Fall Stuckt wird über das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes dem Internationalen Roten Kreuz weitergeleitet werden. Wie die Bestien... Major a. D. Wilde aus Burgwasser bei Krappitz, Kreis Oppeln, geb folgendes zu Protokoll:„Als Verwundeter war ich in Burgwasser, da noch nicht transportfähig, zurückgeblicben, als die Bolschewisten eindrangen. Der größte Teil der Einwohnerschaft hatte den Ort verlassen. Es waren insgesamt nicht mehr als 25 Familien zurückgeblieben. Die Bolschewisten plünderten bei ihrem Einmarsch zunächst in allen Häusern, zerschlugen die Möbel, zerstachen alle Photos, insbesondere die von deutschen Soldaten, und steckten vor allem Scheunen in Brand. Auf den Straßen lag gestohlene und wieder weggewortene-Wäsche. Den 70 Jahre alten Förster Georg Faltin erschossen zwei Kommissare, well er ihnen bei der bitteren Kalto nicht seinen letzten Peiz herausgeben wollte. Eine Ordensschwester, die zum Besuch ihrer kranken Mutter im Ort weilte, wurde in der Kirche auf der Chortreppe durch einen Schuß niedergestreckt. Zwei andere Ordensschwestern lagen mit zerrissenen Unterkleidern, durch Genickschub niedergestreckt, im Ghorgestühl der Kirche. Am Abend wurden alle Frauen unter dem Vorwund, sle sollten ibee Lebenamittelvorrdse ablietern. PK., 8. Februar. Bei diesem diesigen Wetter in der schmutzigen, nassen, mit Schneeresten durchzogenen Landschaft an der Oder hört der Kampf an den sowjetischen Brückenköpfen nicht auf. In den alten Schwerpunkten Steinau, Brieg, Rattbor haben auch die letzten 24 Stunden rege Gefechtstätigkeit gebracht. Wenn man auch noch von keinem neuen Großversuch der Sowjets sprechen kann, die OderBarriere zu zerschlagen und sich an dieser langen südwärtigen Flanke des tiefen Großeinbruches ins Reich wieder flottzumachen, so bleibt doch das beständige Bemühen, sich Vorteile zu verschaffen, gute Ausgangsstellungen zu gewinnen, deutsche Gegenmaßnahmen zu stören und die überall eingeleiteten Gegenangriffe unwirksam zu machen. Die Intensität dieser lokalen Auseinandersetzungen steht in ihren Brennpunkten dem vergangenen in den Industriebezirken in nichts nach. Steinau ist seit Tagen im Blickpunkt. Was hier die jungen Kämpfer der Unteroffizierschule von Jauer unter der Führung ihres Kommandeurs, Oberst Reichardt, geleistet haben, ist bestimmt einmalig. Von ihrem harten Ringen um den Uebergang, um Straßen und Eisenbahnbrücken, dem Kampf in den Straßen des kleinen Städtchens, wo sie Panzer erledigten, ist schon berichtet worden. Später eingeschlossen, durch eine Panzergruppe aus dem Südwesten hereinstoßend, entsetzt, bald wieder umfaßt, mit Teilen zersplittert, führten sie den Kampf unentwegt weiter, Feindkräfte bindend, in ihrer Ausdauer neue auf sich ziehend. Bis zur letzten Patrone, bis zur Konserve, hielten sie aus, bis ihnen der Funk den Befehl zum Ausbruch übermittelte. Gestern konnten sie nun mit den ersten Truppen, mit den deutschen Abriegelungen des Feindbrückenkopfes Fühlung gewinnen. Aehnlich lief das Geschehen um Brieg ab. Uebermächtige Stöße führten sewjetische Angriffsregimenter beiderseits der Stadt vorbei nach Söden, die Im weiteren Fortschreiten ihres Angriffs nach zähen, langatmigen Gefechten die Verbindung mit dem Brückenkopf von Ohlau herstellen konnten. Damit waren die Verteidiger in diesem Abschnitt auf die Stadt zurückgeworfen wordgn. Gegen den Druck zweier Schützendivisioneh und größerer Panzerrudel hatte sich nun eine Im Verhältnis kleine Kampfgruppe zu behaupten. Sie schoß an einem Tage 22 Panzer ab und erwehrte sich aller Infanterisangriffe in biutigen Hiboserk-ämpten. Nördlich Ratibor verloren die Sowjets in dem schrittweisen Hin und Her tagfüllender Angriffe immer wieder Menschen, Panzer und Geschütze. Bezeichnend für die auch nach der Tiefe gewachsene Kampfkraft der eigenen Linien ist der Abschuß von zehn angreifenden T 34 durch eine Panzergruppe und durch Nahkampfmittel innerhalb kürzester Zeit. Der Verband hatte längst die vorderen Stellungen überrollt und war daran, mit aufgesessener Infanterie den freien Raum zu gewinnen. 70 Feindtote lagen um die rotglühenden Wracks. So ließ sich Beispiel um Beispiel aneinander reihen. In sich ausgleichenden Stößen und Gegenangriffen steht die Front. Die Gefechte werden von Soldaten geschlagen, die seit dem 12. Januar im Treffen stehen, von Volkssturmmännern, die die Arbeit beiseitelegten, als die ersten Granaten in ihre Fabriken schlugen, von Eingreif-Bataillonen, die den Uebungsplatz verließen. als in der Nähe scharf geschossen wurde. Tag für Tag beansprucht sie der Kampf, läst ihnen gar keine Zeit, müde zu werden, redet sie die Heimat an mit ihren zerrissenen Aeckern, den brennenden Dörfern und Städten, und sie tun alle ihre Pflicht, um ihren unendlich schweren Kriegsalltag. Ihnen ist der Stopp am Strom zu verdanken, den sie nun alle Stunden in den Brückenköpfen der sowjetischen Divisionen verteidigen und erhalten wollen, Hinter der Oder-Barriere regen sich alle Fäuste der Arbeit, Waffen zu schmieden, das Brot zu besorgen, um gerüstet zu sein, wenn dieses Zwischenstadium durch eine neue Großschlacht abgelöst wird. Kriegsberichter H. W. Laboeck Schwungvolle Gegenstöße im Osten Im Westen Forigang der amerikanischen Offensiv-Vorbereitungen Aus dem Führerhauptquartler. 8. Febrder. Das Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannt: in westtell von Budapest kämpft die Besetrung mit großer Taplerkelt welter gegen die feindliche Uebermacht. Nördlich der Westbeskiden wurde der zwischen Saybusch und Pleß erneut angreilende Peind nach anfänglichem Geländegewinn abgewehrt. Bei Steineu, Glogen und Odereck warien Gegenangerille die Sowiets in mehreren Abschnitten zuröck. Um kleine Brückenköpfe des Feindes an der Oder zwischen Fürstenberg und Küstrin wird hettig gckämpft. Die Besatzungen von Schneidemühl und Posen hielten fortgeseisten sowjetischen Angrißen stand. Im Raum von Pyrliz und Arnswalde fingen unsere Truppen die angreilenden Bolschewisten auf, befreiten in schwungvollem Gegenstos mehrere verlorengegangene Ortschaften und schossen debel 30 feindliche Panzer ab. Südwestlich Grandens werten Grensdiere den Gegner aus einer zinbruchsstelle und fügten ihm erhebliche Verluste zu. Gegen die Nogatiront und gegen Albing grißf der Feind heitig an. Verbände der Luftwalle und Seestreitkräfte unterstütsten wirkungsvoll den schweren, aber ertolgreichen Abwehrkampf der tapleren Besatsung von Albing. In Ostpreußen lag gestern der Schwerpankt der Schlacht zwischen Wormdilt und Helleberg sowie bei Kreuzberg, Erneute Versuche des Gegners, unsere Front aufruspalten, scheiterten en dem hertnäckigen Widerstand unserer Trappen. In Semland wurde eine in Thlerenburg stehende feindliche Kampfgruppe eingeschlossen und vernichtet. Die Bolschewisten verloren bei den schweren Kämpfen in Ostpreuden gestern 32 Panzer und 72 Geschütze. In Kurland boselligten unsere Truppen sädöstlich Liben einen Brückenkopf der Sewjete aber die Barta. Im Westen dauern die leindlichen Angrifisvorbereilungen vor unserer Rur-Front an. Vorfühlende Stoßlruppe wurden vernichtet. Ansammlungen durch zusemmengefaßtes Ariilerieleuer wirksem bekämpft. Nach einem Ortlichen Eiabruch der Amerikaner nördlich der Urtt-Talsperre stellte ein Gegenangrill von Panzergrenadieren die Lage wieder ber. hn der Schnes-Biel konnte der Feind nach heitigen Gatechten aninen Mhnhruch elues erwaitern. Die Angriße der 3. amerikanischen Armee an der deutsch-luzemburgischen Grenze blieben im zusammengelaßten Feuer aller Wallen verlustreich llegen. Einzeine Brückenköpfe, die der Feind aber die Oure hatte bilden können, worden von unseren Truppen im Gegenangrid zerschlages. Auch bei und nordwestlich Schternach warten eie den Gegner unter hbohen Verlusten wieder auf des Süduler der Sauer zurück und schnitten dabel eine schwächere Kamplgruppe ab. Bei Remich an der Mosel eind erneut heftige Kämpfe mit engreifenden feindlichen Dataillonen im Gange. Im Seerbrückenkopf zwischen Forbach und Saargemünd ist die gesamte Hauptkempfliate bis auf unbedeutonde Re-te wieder In unserer Hand. Ein sfärkerer nächtlicher Angrin an der Vordostiront von 9t. Nezeire brach in unserem Abwehrleuer zusemmen. In Mittelltallen kem es such bestern beiderseite der serchle un örtlichen: Kämpfen, in deren Verlaul unsere Grenadlere den Feind aus einigen Biabrechestellen zurüchwarten. Nordamerihanische Terrorflieger grißen am gestrigen Tage Wien an. Brlüsche Verbände warlen Bomben auf Orte im westlichen Reichsgebiet. Nachtliche Angrille der Briten richteten sich gegen Magdeburg und erneut gegen Orte im wesidentschen Raum. Luitverleidigungskräfte brachion 35 anglo-emerikanische Flugzeuge, in der Mehrachi viermotorige Bomber, zum Absturt. bei einem Angris britischer Kempflogsenge im Raum Hannover in der Necht vom 4. zum 3. Februer wurden durch Bombenebwurt auf ein Getengenenlager nach abschließenden hfeidungen e# transösische Ofliziere geistst und 120 verwundet. Hervorragend bewährt Ergönsend sum Wehrmachtbericht wird gemeidet: Dlschlesische 262. Infanterledivislon unter Führung ven deneralleutnant Drekmenn, und die estpreusische 543. Volbsgrenadier-Divisien unter Führung von Generallentnant Loswrich haben sich in den schweren Kämpfes vom 21. Januar bis 2. Fehtuar an der Weicheet dusch besendure Siasdhaftighest bervergeten. Warum willst in Schränken horten Wäsche du von allen Sorten noch für Kind und Kindestind, da den ausgebombten lieben Brüdern gar nichts mehr geblieben gegen Nöt und Winterwind! Nein, das Herz soll triumphieren! Wo du meinst, was zu verlieren, trägt's dein Volk dir doppelt ein. Geh und opfre, was entbehrlich. Und besinnst du dich recht ehrlich, wird's ein großer Korb voll sein! Gisela Wenz=Hartmann Schwerte, 9. Februar 1945 Tageschronik *- Hände weg von gefälschten Lebensmittelmarken! Der Feind hat auch über unserem Gaugebiet Lebensmittelmarken abgeworfen, die bei genauer Betrachtung ohne weiteres als Fälschung zu erkennen sind. Hierdurch will er unsere Lebensmittelbewirtschaftung in Unordnung bringen. Wir wissen zwar, daß die meisten Volksgenossen zu anständig sind, um dieses durchsichtige Manöver des Feindes mitzumachen. Wir möchten trotzdem noch einmal vor der Benutzung dieser gefälschten Lebensmittelmarken dringend warnen. Jeder, der vom Feind abgeworfene Lebensmittelmarken benutzt, ist ein Kriegsverbrecher und erhält ohne Gnade eine langjährige Zuchthaus= oder sogar die Todesstrafe. Ausreden, man habe die Lebensmittelkarten aus dritter Hand erhalten, können hierbei nichts nützen. Deshalb Hände weg von Lebensmittelmarken, deren Herkunft unbekannt ist. Sie sind sofort bei der nächsten Polizeidienststelle abzuliefern. - Die Hausbesitzer und Siedler werden von ihren Fachorganisationen, dem Reichsbund der Haus= und Grundbesitzer und dem deutschen Siedlerbund darauf hingewiesen, daß insbesondere die Wohn= und Siedlungshäuser Fundgruben von Spinnstoffen aller Art, wie z. B. Vorhänge, Läufer usw. sind, die jetzt für das„Volksopfer“ abzuliefern sind. Alles in den Häusern Entbehrliche soll zur Annahmestelle des„Volksopfers“ gebracht werden. - Die nächste Mütterberatung in Holzen ist am Mittwoch, 14. Februar, um 14 Uhr in der Eintrachtschule, um 15 Uhr im RSV=Kindergarten. Es wird Vigantol ausgegeben. *- Vorläufig keine Eier. Wie vom Reichsnährstand mitgeteilt wird, kann eine weitere Verteilung von Eiern auf breiter Grundlage zur Zeit nicht in Aussicht genommen werden, da der Anfall an Frischeiern hierfür noch nicht ausreicht. Es wäre aber verkehrt, daraus zu schließen, daß jeder Umsatz mit Eiern aufgehört hätte. Bleibt es doch immer eine vordringliche Aufgabe der Landwirtschaft und der für die Eierfassung und Verteilung verantwortlichen Kräfte, für unsere verwundeten und kranken Soldaten wie für die Krankenhäuser eine Mindestmenge von Eiern heranzuschaffen. Das gilt in gleicher Weise auch für Geflügel. Zwar ist das winterliche Wetter der Legetätigkeit der Hühner wenig förderlich. Trotz= dem setzt sich mit länger werdenden Tagen eine langsame Steigerung im Eieranfall durch. Es wird jedoch noch einige Zeit vergehen, bis die heimische Eiererzeugung zu einer verstärkten Erfassung führt, zumal die winterlichen Verkehrsbehinderungen auf dem Lande und sonstige kriegbedingte Erschwernisse, vor allem der Arbeitskräftemangel, hemmend hinzukommen. * Altstoffsammlung in den Schulen der Stadt Schwerte. In der Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 1944 sind von den Schulen des Stadtbezirks Schwerte folgende Mengen Altstoffe gesammelt worden: 4393,5 kg Knochen, 5448,5 kg Lumpen, 14 753 kg Altpapier, 1711,5 kg Buntmetalle, 19•081 kg Schrott, 1069 kg sonstige Altstoffe, zusammen 46 546,5 kg; ferner 3350 Flaschen, 418 Felle. Bei der Punktbewertung hatten die Schulen folgende Durchschnitksergebnisse: Sedanschule 121, Bismarckschule 38, Oberschule für Mädchen 35, Marktschule 30, Pestalozzischule 26, Schlageterschule 23, Oberschule für Jungen 17,5 Punkte. Folgende Schüler und Schülerinnen hatten die beste Punktzahl: Rudi Schedel 3432, Leonore Wiegand 1421, Heinz Krick 1358 Punkte. * Eingesetzter Volkssturm feldpostberechtigt. Volkssturmeinheiten, die für die Wehrmacht eingesetzt sind, genießen die Feldpostgebührenvergünstigungen. Die dienstlichen, und privaten Feldpostsendungen sind mit einem Abdruck eines Dienststempels oder bis zur Beschaffung eines solchen tunlichst mit einem sonstigen Stempelabdruck der Volkssturmeinheit zu versehen. Nichtfeldpostberechtigt sind dagegen alle Einheiten des Deutschen Volkssturms und ihre Angehörigen, die nur zur Ausbildung in ihren Aufstellungs= orten oder auf Truppenübungsplätzen zusammengefaßt sind. Die Kreisfrauenschaftsleitung, Abteilung Mütterdienst, Iserlohn, Hagener Straße 70, beginnt Montag, 26. Februar, mit neuen Koch kursen, die nachmittags und abends stattfinden und in denen zum Teil ernährungsmäßig wichtige Fragen besprochen werden. Anmeldungen sofort in der Kreisfrauenschaftsleitung, Abteilung Mütterdienst, Fernruf 4713, oder bei der ersten Besprechung am 26. Februar, 15.30 und 19 Uhr. *- Öl ins Feuer gießen. Daß man kein Öl ins Feuer gießen soll, ist uns schon von Kindesbeinen an bekannt. Ebenso gefährlich ist es auch, wenn man verdickte Olreste oder mit Öl getränkte Lappen in eine Feuerung wirft. Dies mußte-ein Druckerlehrling von auswärts erfahren, der beim Reinigen einer Druckmaschine das abgesetzte Öl entfernte. Erswarf diese Reste in einen Heizungsofen, wobei ihm die Flammen ins Gesicht schlugen und ihm mehrere Brandwunden zufügten. Ein Heizer verfeuerte Schmutzöl, dabei schlug ihm eine Stichflamme entgegen und fügte ihm am rechten Oberarm Verbrennungen zweiten Grades zu. Die Reichspost gibt bekannt: Als Nachbarortsverkehr im Reichspostdirektionsbezirk Dortmund gelten die Leitgebiete 21(Westfalen) und 22(Rheinland). Innerhalb dieser Gebiete sind Briefe bis zum Gewicht von 100 Gramm allgemein zugelassen. Nach welchen Orten dar über hinaus innerhalb eines Umkreises von 30 Klm. vom Einliefetungsört aus gerechnet Nachbärortsverkehr besteht, ist bei den in Betracht kommenden Postdienststellen durch Schalteraushang bekanntgemacht. Es handelt sich dabei nur um einige wenige Orte an den Grenzen des Bezirks Dörtmund. Auszeichnungen an verdiente SA=Männer Vom SA=Standort Ergste wurden im Schwerter Rathaussaal zehn SA=Männer durch den Kreisleiter Obetbereichsleiter Menze, sowie durch den Führer der SA=Standarte 259 SA=Ober= führer Hellmich für hervorragende Verdienste bei ihren Einsätzen nach Terrorangriffen feindlicher Flieger das Kriegsverdiensttreuz mit Schwertern verliehen. Die Spitze der SA=Männer im Standort Ergste kann bereits auf 33 Einsätze zurückblicken. Die Männer sind bei Wind und Wetter ohne Rücksicht= auf ihre eigene Person, dabe Fahrten bis zu 120 Kilometer zurücklegend, unmittelbar nach der Entwarnung, immer mit dem Gedanken spielend, möglichst schnell den vom Unglück Betroffenen zu helfen, in den Einsatz gefahren. Es sei noch erwähnt, daß 40 SA=Männer das vom Gauleiter verliehene Armelband„Einsatzbereitschaft“ für zehn und mehr Einsätze tragen. Für den kleinen Standort Ergste ein ausgezeichnetes Ergebnis. schen sind natürlich ausgenommen— gesonderte Kinovorstellungen für Ausländer, schafft eigene Friseurgeschäfte für sie, gibt ihnen einige Gaststätten frei, die nur für Ausländer bestimmt sind, und man läßt bei den Verkehrseinrichtungen eigene Ausländerwagen laufen, oder man stellt ihnen bestimmte Plätze im Kino zur Ver=, fügung,“ schafft bestimmte Ausländertische in Gaststätten und bestimmte Abteile in Straßenbahn und Autobus. Es sei jedem Unternehmer freigestellt, sich den einen oder anderen Weg gegen die Überflutung durch Ausländer zu wählen, nur muß eine Lösung erfolgen, sonst kommen die deutschen Volksgenossen bei manchen Dingen zu kurz. ein Problem Ausländer belegen die Kinoplätze In einer Kleinstadt wie Schwerte bedeutet das Wochenende Erholung, Ausspannung. Die ganze Woche hindurch hat man fleißig geschafft für Waffen und Rüstung für unsere Fronten oder hat gearbeitet für die Bedürfnisse des Lebens. Da ist es ganz verständlich, wenn man sich nach schöner Zerstreuung sehnt. Die findet man in der Kleinstadt fast nur in den Lichtspielhäusern. Wir besitzen in Deutschland eine ganze Anzahl guter und schöner Filme, die man sich gern ansieht. Sehr oft freut sich ein Mädchen oder eine Frau schon die ganze Woche auf den neuen Film, kommt sie dann am Sonnabend oder Sonntag zur Kinokasse, hängt dort das vielsagende Plakat „Ausverkauft“, und die Vorfreude einer ganzen Woche war umsonst. Wie kommt es nur, daß unsere beiden Kinos so gut besucht werden am Wochenende? Ganz einfach: Die Plätze werden von den vielen Ausländern besetzt, denen man eine Entspannung durch Filmbesuch nicht versagen kann, da auch sie die Woche über hart arbeiten mußten. Wie bei den Kinos ist es auch in der Straßenbahn und im Autobus, bei den Friseuren und in den Gaststätten. En Ausländer, der arbeitet, hat auch ein Recht auf Benutzung der Verkehrsmittel und auf Besuch des Friseursalons und einer Gaststätte. Er hat auch ein Recht auf das Kino! Wie ist dieses Vorrecht=Problem zu lösen? Es gibt u. E. zwei Wege: Entweder veranstaltet man für die europäischen Ausländer—. die sowjetiMilch als größte Fettquelle Die Milch ist zur Zeit unsere größte Fettquelle. Das zeigt neben ihren anderen Funktionen in der Ernährungsbasis ihre besondere Bedeutung. Aus den kleinsten Rinnsalen der einzelnen Bauernwirtschaften wächst der gewaltige Milchstrom an, um über die 7000 Sammelstellen und an 6000 Molkereien schließlich wieder in den Millionen von Mündungen der Einzelhaushalte aufzugehen. Trotz der mannigfachen Störungen infolge des Krieges und insbesondere durch die feindlichen Terrorangriffe konnten die Milchanlieferungen bisher im wesentlichen eingehalten werden. Das ist um so anerkennenswerter, als ja gerade die Milch keine Stapel- oder Lagerware ist, sondern schnellsten Transport, schnellste Verarbeitung und schleunigste Weiterlieferung an den Konsumenten verlangt. Ein großes Heer von Angestellten betreut sie auf diesem Wege. Diese haben dabei keine leichte Aufgabe, und ihre Dienstzeit erstreckt sich vom frühesten Morgen, durchschnittlich 2 oder 3 Uhr, bis in den hellen Tag hinein, so daß meistens 10—12 Stunden das Tagewerk ausmachen. Durch die modernste Ausnutzung und Verarbeitung auf maschinellem Wege konnte die Erzeugung von Butter von 542000 To. im Jahre 1934 auf nahezu 700 000 To. in den beiden letzten Jahren gesteigert werden. Diese Entwicklung ist einmal der Erzeugungstätigkeit des Landvolkes selbst zu verdanken, des weiteren aber auch dem planmäßigen Ausbau der Milch= und Molkereiwirtschaft durch wissenschaftliche Verbesserung der Viehernährung sowie Technisierung und Modernisierung der Betriebe. Dabei spielen Verkehrsfragen, Beschaffung von Fahrzeugen, von Transportkannen und andere technische Einrichtungen und ihre Ergänzungen eine gewichtige Rolle, deren Lösung und Durchführung heute gar nicht so einfach ist. Allein an 100 000—150000 Kannen zu 10 Liter, 5 Liter, 3 und 2 Liter sind für An- und Abtransport von 500000 Liter Frischmilch erforderlich. Der Anteil der Molkereien an der gesamten Milcherzeugung betrug 1933: 40 vH., 1936: 55 vH. und 1943: 75 oH. So ist die Milcherzeugung mit zu einem Ruhmesblatt der doutschen Landwirtschaft geworden.“ Verantwortlich: Rudolf Emil Eichmann(z. 3 im Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; Anzeigen: Hans Linner Schwerte. Pr. 12. Druck: Ver##igsgesellsch. von Rauchenbichler, Menden. RPK 1/04 Volksopfer 1945! H. Die Sennerin von der Brundlalm Roman von Haus Ernst Urheberrecht: Verlag A. Schwingenstein, München zum Volksopfer! 70 Ein paar Tage später kam ein Brief in das Fischerhaus. Wahrhaftig, Lothar hatte geschrieben. Nicht viel hatte er gewußt und selbst das Wenige war nicht danach angetan, die Ruhe wieder einkehren zu lassen in das kleine Haus am See. „Es wird wohl so sein, daß Ihr meinen Schritt nicht begreifen könnt“, schrieb er.„Und doch möchte ich Euch bitten, mich zu verstehen. Ich konnte nicht anders und Ihr müßt Euch halt damit abfinden.“ Die Mutter war auch gleich bereit zu begreifen, daß es im Leben eines jungen Mannes oftmats eine Lage geben kann, in der er einfach nicht anders handeln kann. Der Vater dürfte deshalb nicht so ohne weiteres annehmen, daß Lothar unüberlegt oder leichtsinnig gehandelt hätte. Er wisse doch selbst, wie gerade dieser Sohn alles schwer und gründlich nahm. Doch verschlug es der Frau die Stimme gleich beim heftigen Ausbrausen des Fischers. „Das da“, schrie er,„das kann man drehen und wenden wie man will, es bleiht eine Schuf terei, die mich größer dünkt als die des andern, den sie beim Wildern ertappt haben. Die Brigitte, das ist kein Mädchen, das man wegwirft wie ein Handtuch. Ihr Leben wird verpfuscht sein, und es tut mir leid, daß ich sie nicht habe treffen können vor ein paar Tagen. Es ist wohl so, daß ich, der Vater, die Augen niederschlagen muß vor dem Mädchen, das wir alle— jawohl, auch du— schon eingezogen hatten in unseren Kreis. Aber der Herr Sohn, der denkt da anders. Ihr müßt mich verstehen, schreibt er einfach. Was ist da zu verstehen? Gar nichts ist zu verstehen! Im übrigen schreibt er ja, daß wir uns abzufinden haben. So quasi, was ich tue, geht euch einen Dreck an! Ein freundlicher Ton! Respekt vor solch einem Sohn!“ Der Fischer verließ die Stube und warf krachend die Türe hinter sich ins Schloß. Er ging zum Seegelände hin, tat so, als wollte er den Kahn besteigen, ließ aber dann davon ab und schlenderte am See entlang. Abendsonne überflutete die im See sich spiegelnden kleinen Wolken mit glutender Farbe. Wie fließendes Gold liefen die Wellen und das Uferschilf sang leise sein Lied dazu. Drüben im Dorf läutete eine Glocke, und als sie verstummte, hörte man wieder das fröhliche Jubeln einer Kinderschar. Nichts von diesen Lauten drang dem Fischer ins Gehör. Ganz still ging er seines Weges, den Rücken gekrümmt, die schmalen Lippen hart zusammengepreßt in fassungsloser Bitterkeit. Rechterhand war der Acker, den er heute und gestern gepflügt hatte. Schwarz und fett glänzten die Schollen, und schnurgerade waren sie hingelegt. Korn werde ich säen in den nächsten Tagen, dachte der Fischer und hatte plötzlich einen bitteren Geschmack auf der Zunge. Er fah auf einmal keinen Sinn mehr hinter seinem kleinen Bauerntum. Seine ganze, stolze, leidenschaftliche Besitzerfreude war zerbröckelt, und er war nahe daran, hinüberzurudern ins Dorf, um sich einen Tüchtigen anzutrinken. Aber dadurch wurde ja nichts besser. Morgen war es doch wieder da, dieses Gefühl der ohnmächtigen Verlassenheit und der heiße Zorn über die nackten Worte: ihr müßt euch damit abfinden. Dieses Abfinden wäre vielleicht einfacher, wenn der Dominik noch da wäre. Obwohl der Fischer zur Genüge wußte, daß die innerliche Bindung zu diesem Sohne nicht so stark gewesen war wie zu dem andern, so hätte er doch Gott in dieser Stunde gedankt, wenn er den Dominik noch im Haus gehabt hätte. Freilich, er war immer ein leichtfertiger Bursche gewesen, aber war es nicht schon oft genug vorgekommen, daß eine tüchtige Frau den wildesten Kerl gebändigt und einen ordentlichen Mann aus ihm gemacht hatte, das ihn zur Seßhaftigkeit zwingen konnte und seinen Sinn hinleitete zu friedlicher Arbeit? Ja, das wäre für den Dominik vielleicht, zu erhoffen gewesen. Dann wäre das sinnlose Fortrennen des andern leichter zu verschmerzen gewesen. Aber so verlor der Fischer alle zwei Söhne auf einmal, und es war niemand mehr da als das Mädchen Ursula. Ursula! Dieser Gedanke sprang in dem einsamen Mann auf wie ein freundlicher Funke. Daß er daran nicht eher gedacht hatte. Diese frische, stöhliche Ursula, sie soll das alles haben, was er und die Mutter sich in den langen Jahren erschafft hatten. Gerne und freudig wollte er ihr alles überlassen. Er würde ihr schon einen tüchtigen Mann suchen. Und sie sollte ihm Leben und Kinder ins Haus bringen, damit es wieder so werde wie früher und die Gedanten sich sorglos und in stiller Zufriedenheit der Zukunft hinwenden können. Mein Gott, was für ihn, den Fischer Dominik Brecht, die Zukunft schon von großer. Wichtigkeit und Bedeutung wäre! Sein Haar war schon schneeweiß, die Augen ließen nach, sein Rücken war gekrümmt, die Müdigkeit des Alters hatte sich vorzeitig auf seine Schultern gesenkt und zuweilen streikte sein Herz schon recht merkwürdig. Eines schönen Tages wird Gott dieses Herz stillstehen lassen, ohne zu fragen: hast du nun alles wohlgeordnet, du getreuer Knecht? Hast du dafür gesorgt, daß die Arbeit deines Lebens den Segen weiterträgt auf die, die nach dir kommen von deinem Blute?.(Fortsetzung folgt) Am 5. Februar, 18 Uhr, starb plötzlich u. unerwartet meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Hildegard Brenne geb. Stöcker im Alter von 28 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Brenne(z. Z. im Felde) und Kinder nebst allen Angehörigen Wandhofen, 7. Februar 1945 Beerdigung: Sonnabend, den 10. Febr. 1945, um 15 Uhr von der Kapelle des ev. Prictbotes aus. Heute abend verschied meine liebe Frau, uns. liebe Mutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Emma Steffen geb. Herkelmann im Alter von 45 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fritz Steffen jun. Fritz Steffen(amerik. Gef.) Erika Steffen Schwerte, 6. Februar 1945. Beerdigung: Sonntag, den 11. Februar, um 2 Uhr vom Trauerhause, Nordstr. 6, aus Trauerfeier 1/ Std vorher. Renate Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Erna Sütering geb. Kramer Otto Sütering Schwerte, 3. Februar 1945. Haselackstraße 5a Goldene Armbanduhr und elektr. Heizkörper gegen Pelzmantel Gr. 44—46, gegen Wertausgleich zu tauschen ges. Zuschriften unter 389 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Alleinstehende Frau 54 Jahre, sucht Wirkungskreis als Haushälterin bei alleinstehendem Herrn. Zuschriften unter 388 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Ev. Gottesdienste Schwerte Samstag, 10. Febr.: Krankenhauskapelle um 16 Uhr Pfr. Kleinemeyer. Sonntag, 11. Febr.: Ev. Gemeindehaus 10 Uhr Pfr. Millard. Ev. Gemeindehaus um 16 Uhr Pfr. Millard. Kindergottesdienst 10¼ Uhr GeiseckeLichtendorf. Kindergottesdienst 10½ Uhr in Villigst. Kindergottesdienst 11¼ Uhr im Ev. Gemeindehaus. Große 3=Zimmerwohnung in Schwerte mit Garten gegen 3—4=Zimmerwohn. i. Schwerte oder Umgebung, Parterre oder 1. Stock, zu tauschen gesucht. Zuschriften unter 392 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. — Damen=Armbanduhr (Gold=Dublee) Montag, 5. Februar auf dem Weg von Beckestr. 80 bis Straßenbahnhaltestelle Hotel Reichshof verloren. Gegen Belohnung abzugeben bei Frau Schönke, Beckestr. 80. eine der höchste Glöck onseres Volke: Achter en dies richtige 77 SLwE # Neng„die! den Lieferwagen fährt. wird dohein die Wäsche durch Einweichen in Henke gründlich und schonend vorgereinigt. Noch dem Kochen gibt des Spülbad mit Sil der Wäsche frischen Dun und gutes Aussehen.) Henko, StL, irdi. ATA aus den Persi-Werken.