Die Welt soll Deutschland kennenlernen! Des Führers erster Gruß im neuen Jahre an das deutsche Volk- Anerkennung für die Tapferkeit und Standhaftigkeit der ganzen Nation- Unsere Parole für 1945: weiter im verbissenen Kampf Des Jahres erste Stunde Aus dem Führerhauptquartier, den 1. Januar. Der Führer bat zum Jahreswechsel lolgende Ansprache an das deutsche Volk gerichtet:.. Deutsches Volk! Nur der Jahreswechsel veranlaßt mich, heute za Ihnen, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, zu sprechen. Die Zeit hat von mir mehr als Reden gefordert. Die Ereignisse der hinter uns Hegenden zwölf Monate, besonders aber der Vorgang des 20. Juli, haben mich gezwungen, meine ganze Aufmerksamkeit und Arbeitskraft der einzigen Aufgabe zu widmen, für die ich seit vielen Jahren lebe: dem Schicksalsmeines Volkes. Denn wenn auch die schon früher jedes Jahr unseren Zusammenbruch prophezeit haben, dann setzten sie doch auf das Jahr 1944 besondere Hoffnungen. Noch niemals schlen ihnen der Sieg so nahe zu sein, als in den Augusttagen des vergangenen Jahres, als eine Katastrophe förmlich der anderen lolgte. Wenn es nun trotzdem gelungen ist, das Schicksal wieder, wie so oft, zu wenden, dann mitt neben dem Opter, Ringen und Arbeiten aler meiner Volksgenossen in der Heimat und an der Front auch meiner eigenen Arbeit und meinem Einsatz ein Anteil an diesen Verdiensten zu. Ich habe damtt nur in dem Sinne gehandelt, dem ich in der denkwürdigen, Reichstagssitzung am 1. September 1939 mit der Erklärung Ausdruck verlich, daß in diesem Kampfe Deutschland weder durch Waffengewalt, noch durch die Zeit jemals würde niedergezwungen werden, daß sich aber ein 9. November im Deutschen Reich nie nehr wiederbolts prird. Wer nan allerdings Deutschland nur in seiner Vertallesett kannte, der durfte vielleicht hoffen, daß diesem Staat weder ein Wiederaufstieg noch die Kraft, einen solchen gegen eine ganze Welt von Feinden zu behaupten, beschieden sein würde. So het denn auch die jüdisch-internationale Weitverschwörung vom ersten Tage an von Hoffnungen gelebt. Immer dann, wenn die Völker mistrauisch zu werden drohten, wurden aus Hoffnungen dann Prophezeiungen formuliert und mit etner gewissen agitatorischen Dreistigkeit in den Augen der breiten Masse als unbe: dingt sicher, ja als ganz selbstverständlich hin: gestellt. Falsche Fehlspekulation Zweier Methoden bediente sich dabei diese Propaganda, obwohl sie am Ende, wie jede Lüge, doch nur kurze Beine haben, nämlich: auf der einen Seite werden zur Beruhigung der Ungeduld der Massen Termine festgelegt, an denen der deutsche Zusammenbruch mit Sicherheit zu erwarten ist, und auf der anderen Fragen behandelt, deren Lösung nach diesem Zusammenbruch für die Alllierten notwendig sein würde. Ehe überhaupt der Krieg begonnen hatte, lag schon die erste englische Aeußerung vor, daß die gemeinsame engllisch-französische- Kriegserklärung in Deutschland spätestens nach sieben bis acht Tagen zur inneren Revolution und damit zum Zusammenbruch des deutschen Reiches führen würde. Dem folgten nun mit fast astronomischer Regelmäßigkeit im Winter, Frühjahr und Herbst und manches Mal auch zwischendurch immer neue Versicherungen, daß nunmehr der bedingungslose deutsche Zusammenbruch und damit die Uebergabe— beides wäre ja gleichbedeutend unmittelbar vor der Türe stünden. Schon im Herbst 1939 jagte eine solche Versicherung die andere. Bald war es der„General Schlamm“, dann der„General Hunger“ und dann wieder def„General Winter“, die uns besiegen sollten. Besonders das Jahr.1940 aber war zu seinem Beginn mit solchen alllierten Erklärungen reichlich-bedacht worden. Nach dem französischen Feldzug wurden neue Prophezeiungen aufgestellt, und zwar daß, wenn es Deutschland nunmehr nicht gelänge, den Krieg in zwei Monaten, also bis spätestens September, zu beenden, im Frühjahr 1941 der deutsche Zusammenbruch unweigerlich eintreten würde. Es war aber dieses Frühjahr noch kaum vergangen, als schon wieder neue Zielsetzungen für den Sommer und endlich den Winter 1941 als abermalige Termine für unsere sichere Vernichtung angegeben wurden. Seitdem wiederholte sich dieses Spiel Jahr für Jahr. Einmal hieß es, daß der Krieg aus sein würde, che noch die Blätter fallen, das andere Mal wieder, daß Deutschland vor der Kapitulation stünde, ebe der neue Winter gekommen sein würde. Mit schlafwandlerischer Sicherheit bezeichnete man den August 1944 als den Mionat der bedingungslosen Uebergabe und vereinbarte dann kurse Zeit darauf ein gemeinsames Treffen der führenden Staatsmänner vor Weihnachten in Berlin. Vor kurzem war nun der neue Termin der Januar, dann der März 1945. Jetzt erklärt man vorsichtigerweise, da die beiden Monate in rasender Schnelligkeit näherrücken, es sei der August. Im Juli wird man sicher wieder vom Winter 1946 reden, außer. es findet unterdes der Krieg tatsächlich sein Ende, und zwar nicht durch die deutsche Mapitulation, denn diese wird nie kommen, sondern durch den deutschen Sieg! Perallei zu diesen Prophezelungen erfolgt eber— um die Richtigkeit der Annahme peychoJogisch zu bestärken, die theorstische Einsetzung von immer neuen Kommissionen für die Behandlung europäischer Fragen nach dem Kriege, die Gründung von Gesellschaften zur Regelung der Lebenomittelversorgung nach dem deutschen Zusammenbruch, also die Wiederaufrichtung jener Schieberinstitutionen, die wir vom Weltkrieg her kennen, die Proklamierung von Wirtschaftsgbmachungen, die Einrichtung von Verkehrslinien, von Flugstützpunkten sowie die Abfassung und Verkündung von zum Teil wahrhaft idiotischen Gesetzen zur Behandlung des deutschen Volkes, immer 20, ais ob der Krieg bereits gewonnen wäre und man sich daher mit voller Ruhe alle Maßnahmen schon jetzt überlegen könnte zur Regierung Europas, durch Staaten, die freilich selbst ein geradezu trauriges Beispiel dafür bieten, wie man Völker nicht regieren kann. Dieses propagandistische Manöver kann man den einsichtslosen Massen in den demokratischen Staaten allerdings erstaunlich lange vorexerzieren, allein eines Tages wird es auch dort offenbar werden, daß es nichts anderes ist als einer der in diesen Ländern üblichen Schwindeleien. Wenn aber trotzdem in den westlich-demokratischen Staaten der eine oderandere der führenden Männer wirklich an das alles glauben sollte, was man den Völkern vorsetzt, dann könnte dies seine Erklärung nur in drei Ursachen finden: 1. darin, daß man das deutsche Volk überhaupt gar nicht kennt, vor allem nicht weiß, daß die letzten 300 Jahre der hinter uns Hegenden deutschen Geschichte kein Bild des Wesens des deutschen Volkes, sondern nur die Folgeerscheinung der innerpolitischen Zerrissenheit waren, daß dieses deutsche Volk aber, seit es in die Geschichte eingetreten ist, nicht nur einer der entscheidenden, sondern der entscheidendste Faktor der europäischen Geschichte und damit der Weltgeschichte überhaupt war, es heute ist und in der Zukunft erst recht sein wird, 2. daß man vom nationalsorialistischen Staat keine Ahnung hat, daß man dem Wesen dieser Volksidee schimmerlos gegenübersteht, daß die Leistungen, die das nationalsozialistische Regime unter den schwersten Umständen vollbracht hat, den meisten Menschen der uns umgebenden Länder verborgen geblieben sind und wohl auch verborgen bleibeh müßten, well die Unterrichtung des öffentlichen Lebens und damit die Bildung der ötfentlichen Meinung dort nur von Juden gemacht, d. h. also verdreht und verlogen gestaltet wird. Man weiß daher anscheinend auch jetzt noch nicht, daß der nationalsozialistische Staat weder vom Bolschewismus noch von der demokratisch-plutokratischen Ideenwelt — sofern von einer solchen überhaupt die Rede ist— abgelöst werden kann, da sich beide in Deutschland selbst in ihren Leistungen als unfähig erwiesen haben und im übrigen die Ergebnisse ihres Wirkens von den von ihnen beberrschten eigenen Ländern ner als das abschreckendste Beisptel vorstellen: 3. daß man aber in diesen Ländern dafür etwas anderes gekannt hat, was die überwältigende Masse des gesunden deutschen Volkes*, nicht kennt, nämlich einen kleinen Klüngel von Salonpolitikern- und Salongeneralen, die in völlger Verkennung ihrer eigenen geistigen, politischen und militärischen Bedeutungslosigkeit der Welt einzureden versuchten, daß die durch einen Staatsstreich eines Tages an die Nacht kommen und dann ohne weiteres eine Kapitulation so ähnlich wie in Italien, Finnland, Ungarn, Rumänien und Bulgarlen anzubieten in der Lage wären. So wenig unsere Feinde daher das deutsche Volk kannten, ie geringer ihr! Wissen vom Wesen des nationalsozialistischen Staates war, um so Heber beuten sle auf die Versicherungen dieser charakterlosen Sabjekte und hieiten derartige phantastische Gedankengänge und Auslassungen für wahr und honorierten sie nicht nur mit einem starken Glapben, sondern auch mit baser ich möchte nun demgegenüber an der Wende eines Jahres, das uns genügend Gelegenheit geboten hat, den Beweis dafür zu liefern, daß dieses Volk und dieser Staat und seine führenden Männer unerschütterlich sind in ihrem Willen und unbeirrbar in ihrer fanatischen Entschlossenheit, den Krieg unter allen Umständen erfolgreich durchzukämpfen, auch unter Inkaufnahme. aller durch die Tücken des Schicksals uns auferlegten Rückschläge noch einmal das feststellen, was sich für uns aus der Vergangenheit und Gegenwart ergibt und für die Zukunft zu wissen für alle Welt notwendig ist: 1. Wir kennen aus der Vergangenheit und Gegenwart die Ziele unserer Feinde. Was die britisch-amerikanischen Staatsmänner mit dem Deutschen Reich vor haben, was die bolschewistischen Machthaber und letzten Endes die hinter allem stehenden Internationalen Juden als Maßnahmen gegen das deutsche Volk beabsichtigen, ist uns bekannt. Ihre erfolgreiche Durchführung würde nicht nur die völlige Zerreißung des Deutschen Reiches, den Abtransport von 15 oder 20 Millionen Deutschen in das Ausland, die Versklavung des Restteils unseres Volkes, die Verderbung unserer deutschen Jugend, sondern vor allem das Verhungern unserer Millionenmassen mit sich bringen. Davon abgesehen aber kann man entweder nur in der Freibeit leben oder in der Knechtschaft sterben. Wenn nun früher diese Erkenntnisse als nationalsozialistische Propagandathesen verschrien oder abgetan werden konnten, dann sind sie heute die ganz offen von den führenden Staatsmännern und Pressejuden dieser Länder eingestandenen Ziele, also die Proklamation der uns leindlichen, Regierungen. 2. Demgegenüber sind nun aber auch wir zu allem entschlossen. Die Wielt muß wissen, daß daher dieser Staat niemals kapitulieren wird. Daß das heutige Deutsche Reich wie alle großen Staaten der Vergangenheit auf seinem Wege Rückschlägen ausgesetzt sein mag, daß es aber diesen Weg verlassen wird. Man muß wissen, daß die heutige Staatsführung die Sorgen und Leiden mit ihrem Volk teilt, aber niemals vor Sorgen oder Leid kapitulieren wird! Daß sie demgegenüber entschlossen ist, jeder Krise mit einer größeren Anstrengung zu begegnen, was durch Saumseligkeit verloren ging, durch verstärkten Arbeitseifer wieder einzuholen, daß sie jedem einzelnen Deutschen, der seine Pflicht erfallt, nicht nur die höchste Anerkennung ausspricht, sondern im auch die Versicherung gibt, daß dereinst sein Reitrag für den Bestand unseres Volkes auch für ihn selbst nicht vergessen wird, daß sie aber auf der anderen Seite jeden vernichten wird, der sich diesem Beitrag zu entziehen gedenkt, oder der sich gar zu einem Instrument des Auslandes herabwürdigt. Weil wir diese Tie’ unserer Gegner kennen, weil sie uns dank ihrer propagandistischen Schwatzhaftigkeit aus dem.Munde ihrer Staatsmänner und Journalisten die nötige Aufklärung selbst anbieten, sicht das ganze deutsche Volk, wie das Schicksal wäre, das ihm zugedacht ist, wenn es jemals diesen Krieg verlieren würde. Es wird ihn daher auch nicht verlieren, sondern es muß und wird ihn gewinnen. Denn für wes unsere Feinde kämpfen, wissen sie, außer ihren Juden, selbst nicht, für was aber wir kämpfen, ist uns allen klar. Es ist die Erhaltung des deutschen Menschen, os ist unsere Helmat, es ist unsere zweitausendjährige Kultur, es sind die Kinder und die Kindeskinder unseres Volkes. Es ist also alles das, was uns das Leben allein überhaupt Jebenswert erscheinen 1nDt. Daher entwickelt dieses Volk such jene Hahtung, die es berechtigen, an seine eigene Zukunft zu glauben und eine gnädige Würdigung geinles Ringens von der Vorschung zu erbitten. [Daß dieser Kampf selbst schon ein so grenzenlog schwerer ist, liegt im Wesen der angeführten Zielsehrung unserer Feinde: denn, da sie die Alleicht haben, unser Volk aussurotten, verKeine Kapitulation- keine Versklavung suchen sie diese Methode bereits im Kriege mit Mitteln, wie sie die zivilisierte Menschheit noch nicht gekannt hat. Indem sie unsere Städte zertrümmern, hoffen sie nicht nur, die deutschen Frauen und Kinder zu töten, sondern vor allem auch die Dokumente unserer tausendjährigen Kultur zu beseitigen, denen sie Ebenbürtiges gleichzustellen nicht in der Lage sind. Dies ist auch der Sinn des Vernichtungskrieges gegen die Kulturstätten Italiens gewesen, die tiefere. Absicht bei der Fortführung des heutigen Kampfes in Frankreich, Beigien und den Niederlanden. Allein, so wie der Phönix aus der Asche, so hat sich zunächst aus den Trümmern unserer Städte der deutsche Wille erst recht aufs neue erhoben, er hat Besitz ergriffen nicht nur von Millionen Soldaten, sondern ebenso von Millionen Arbeitern, Arbeiterinnen, von Frauen, ja selbst von Kindern. Was diesen Millionen im einzelnen alles an Leid zugefügt wird, ist unermeßlich. Aber ebenso unermeßlich ist die Größe ihrer Haltung. Wenn diese leidgeprüfte Zett einmal ihr Ende gefunden hat, wird jeder Deutsche grenzenlos stolz darauf sein, sich als Angehöriger eines solchen Volkes bekennen zu dürfen. Und ebenso wird einmal die Zeit kommen, in der die Kulturschändung, die unsere Gegner betrieben, in unserer Erinnerung weiterbrennt, von ihnen selbst aber als Schmach empfunden werden muß. Ich welß, meine lieben Volksgenossen, dieser Krieg von such fordert. Es gibt wohl keinen Menschen in irgend einem großen Lande der Welt, der sein Volk und dessen Heimstätten besser kennen kann als ich Deutschland. Allen den deutschen Städten und Orten, die heute zertrümmert werden, bin ich nicht nur geschichtlich, sondern auch persönlich so unendlich lebensnahe gekommen. Ich war ihnen seit Jahrzehnten nicht nur in historisch-kulturgeschichtlicher“ und menschlicher Liebe verbunden, sondern auch am stärksten beteiligt am Schicksal ihrer künftigen Entwicklung. Allein gerade dies ist es, was mich auch dieses Leid etwas leichter tragen läßt, daß ich mehr als ein anderer weiß, daß nicht nur das deutsche Volk als solches in seinem Willen immer wieder aus tiefer Not emporgestiegen ist, sondern daß sich dereinst als Abschluß dieser Zeit auch die deutschen Städte wieder aus ihren Trümmerhalden werden zu neuen Plätzen deutscher Städteherrlichkeit erheben. Der nationalsozialistische Staat wird mit seiner Energie und Tatkraft alles das, was heute der Zerstörung verfällt, in wenigen Jahren heu errichten. Unsere Städte werden in ihrem äußeNren Bild gewaltiger und schöher sein als je zuvor. An die Stelle vernichteter Wohnkasernen werden gesündere Heime für den deutschen Menschen treten. Unsere sozialen und kulturellen Forderungen werden dabei eine bessere Berücksichtigung finden, als es bisher möglich gewesen war. Trotzdem werden wir viele unvergängliche Kunst- und Kulturdokumente nicht mehr besitzen und auch nicht wieder herzustellen in der Lage sein, vor allem aber können wir nicht ersetzen die Opfer an unzähligen teuren Menschen und den Verlust der von ihnen angesammelten und ihnen im Laufe eines langen Lebens liebgewordenen Erinnerungen. Allein alle diese großen Kostbarkeiten und kleinen Andenken werden. em Ende doch— wenn schon keinen Ersatz— dann aber doch eine Entschädigung finden, nämlich die„ gemeinsame Erinnerung unseres Volkes an di. Zeit, des härtesten Schicksalskampfes, den ein Volk jemals tragen mußte und mit einem so gemeinsamen Heldentum getragen hat. Völker am Abgrund Das Jahr 1944 wer das Jahr der schwersten Belastungen in diesem gewaltigen Ringen. Be wer des Jahr, in dem aber auch einmal bewiesen wurde, daß die bürgerliche Gesellschaftsordnung nicht mehr in der Lage dist, den Stürmen der heutigen oder gar der kommenden Zeit zu trotzen, Staat um Staat, der nicht mehr den Weg zu einer wahrheft sozialen Neugestaltung findet, wird den Weg in das Chaos nehmen. Das liberale Zeitalter ist gewesen. Die Meinung, durch parlamentarisch-demokratische Halbheiten diesem Völkersturm begegnen zu. können, ist kindisch, genau so naiv wie Metternichs Methoden es waren gegenüber den sich durchdringenden nationalen Einigungsbestrebungen des 19. Jahrhünderts. Die Folgen des Fehlens einer wahrhaft sozialen neuen Lebenszielsetzung sind das Fehlen des seelischen Widerstandswillens nicht nur bei ihren Völkern, sondern auch der moralischen Widerstandskraft bei ihren Führungen. In allen Ländern sehen wir, daß sich der Versuch einer Renaissance der Demokratie als völlig unfruchtba. erwiesen hat. Der wirre Knäuel dieser sich gegenseitig befehdenden politischen Dillettanten und militärischen Politiker einer versunkenen bürgerlichen Welt bereitet mit tödlicher Sicherheit den Absturz in das Chaos und damit jedenfalls in Europa in die wirtschaftliche und volkstumsmäßige Katastrophe vor. Wie überhaupt eines sich schon jetzt als wahr erwiesen hat: dieser dichtest besiedelte Kontinent der Erde lebt entweder in einer Ordnung, die bei höchster Berücksichtigung der indtviduellen Fähigkeiten die größten Leistungen garantiert und unter stärkster Zähmung aller egoistischen Triebe deren Auswüchse verhindert, oder Staaten, wie wir sie in Mittel- und Westeuropa besitzen, sind lebensunfähig, das heißt, die Völker sind damit zum Untergang verdammt! So sind, in diesem Jahr nach dem Vorbild des königlichen Italiens Finnland, Rumänien, Bulgarien und Ungarn zusammengebrochen. Es ist aber in erster Linie ein Zusammenbruch als Ergebnis der Feigheit und Unentschlossenheit der Führungen. Diese selbst können in ihrem Handeln nur verstanden werden aus der sozial-amoralischen Atmosphäre der bürgerlichen Welt heraus. Der Haß, der dabei von vielen Staatsmännern gerade dieser Länder dem heutigen Dgutschen Reich gegenüber zum Ausdruck gebracht wird, ist nichts anderes als ile Stimme des schlechten Gewissens, als eine Aeußerung eines Minderwertigkeitskomplexes unserer Organisation einer menschlichen Gemeinschaft gegenüber, die ihnen unheimlich ist, well sie erfolgreich Ziele vertritt, die ihrem wirtschaftlichen, begrenzten Egoismus und der damit verbundenen politischen Kurssichtigkett wieder nicht entsprechen. Für eine neue Zeit Für uns aber, meine deutschen Volksgenossen, ist dies nur eine neue Verpflichtung, immer klarer zu erkennen, daß Sein oder Nichtsein einer deutschen Zukunft von der konsequenten Ausgestaltung unseres Volksstaates abhängen, daß alle die unermeßlichen Opfer, die unser-Volk bringen muß, nur denkbar sind unter der Voraussetzung einer Gesellschaftsordnung, die mit allen Vorrechten aufräumt und damit das ganze Volk nicht nur zum Träger gleicher Pflichten, sondern auch gleicher Lebensrechte macht, die vor allem den gesellschaftlichen Wahngebilden einer überlebten Zeit einen unerbittlichen Kampf ansagt und an ihre Stelle die wertvollste Realität setzt, die es gibt, nämlich das Volk, jene durch gleiches Blut, gleiches Wissen und die Briebnisse einer langen Geschichte verbundene Masse von Menschen, die ihre Entstehungfals Substanz nicht irdischer Willkür zu verdanket haben, sondern dem unerforschlichen Willen des Allmächtigen. Die Einsich in den moralischen Wert dieser unserer Ueberzeugung und der daraus resultierenden Zielsetzung unseres Lebenskampfes geben uns und vor allem mir selbst die Kräft, diesen Kampf in den schwersten Stunden mit stärkstem Glauben und einer unerschütterlichen Zuversicht weiterzuführen. Diese Ueberzeugung bindet gerade das Volk in solchen Stunden aber auch an seine Führung. Sie hat dem Appell, den ich in diesem Jahr besondere eindringlich en das deutsche Volk richten mußte, die einmalige Bejahung sichergestellt. Millionen Deutsche aller Berufe und aller Lebennstände, Männer und Frauen, Krabeh und Mädchen, bis berab zu Kindern, haben uum dge ten und zur Schaufel gegriffen. Tausende von Volkssturmbataillonen sind entsianden und im Entstehen begriten. Livisionen über Divisionen sind neu aufgestellt. Volks-Artillerte-Korps, Werfer- und Sturmgeschütz-Brigaden sowie Panzerverbände wurden aus dem Boden gestampft, Jagdgeschwader wieder aufgefrischt und mit neuen Maschinen versehen, und vor allem die deutschen Fabriken haben durch die deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen Einmaliges geleistet. Ihnen, das dart ich heute aussprechen, schließen sich immer mehr jene denkenden Menschen anderer Völker an, die als Arbeitskräfte in Deutschland das Wesen unserer sozialen Gemeinschaft erfassen. So wurde, was immer unsere Gegner zerschlagen haben, mit übermenchlichem Fleiß und einem Heldenmut sondergleichen wieder aufgebaut, und dies wird solange geschehen, bis das Beginnen unserer Feinde eines Tages ein Ende findet. Der deutsche Geist und der deutsche Wille werden dies erzwingen! Das deutsche Wunder Das, meine Volksgenossen, wird einmal eingehen in die Geschichte als das Wunder des 29. Jahrhunderts! Ein Volk, das in Frent und Hleimat so Unermeßliches leistet, so Furchtbares erduldet und erträgt, kann daher auch niemals zu Grunde gehen. Im Gegenteil: es wird aus diesem Glutofen von Prüfungen sich stärker und fester erheben als jemals zuvor in seiner Geschichte. Die Macht aber, der wir dies allein verdanken, dem jüdisch-internationalen Weltfeind, er wird bei diesem Versuch, Europa zu vernichten und seine Völker auszurotten, nicht nur scheitern, sondern sich die eigene Vernichtung holen! Ich möchte am Ende dieses Jahres nun all den unzähligen Millionen meiner Volksgenossen als der Sprecher der Nation und in diesem Augenblick auch als der Führer ihres Schicksals aus übervollem Herzen danken für alles, was sie erlitten, geduldet, getan und geleistet haben, den Männern und Frauen, bis hinunter zu unseren Kindern in der HJ, in den Städten und Marktflecken, in den Dörfern und auf dem Lande, ich möchte Sie bitten, auch in Zukunft! nicht zu erlahmen, sondern der Führung der Bewegung zu vertrauen und mit äußerstem Fanatismus diesen schweren Kampf für die Zukunft unseres Volkes durchzufechten. Was an mir velbst liegt, um den Erfolg zu fördern, wird, wie in der Vergangenheit, so auch in der Zukunft geschehen. Ich spreche daher jetzt weniger, nicht weil ich nicht reden will oder nicht reden kann, sondern weil meine Arbeit mir wenig Zeit zum Reden. läßt und weil ich glaube, daß ich heute in jeder Stunde verpflichtet bin, zu sinnen und zu trachten, idie Widerstandskraft unserer Armeen zu erhöhen, bessere Waffen einzuführen, neue Verbände aufzustellen und aus meinem Volk an Kräften zu bilden, was mobilisiert werden kann. Die Erleuchtung darüber, daß ich diese Zeit nicht geschlafen habe, wird meinen Gegnern vielleicht schon jetzt aufgegangen sein! Im übrigen will ich euch, meine Volksgenossen, so wie in den langen Jahren des Ringens um die Macht, auch heute aufs neue versichern, daß mein Glaube an die Zukunft unseres Volkes unerschütterlich ist. Wem die Vorsehung so schwere Prüfungen auferlegt, den hat sie zu Höchstem berufen! Es ist daher meine einzige Sorge, mich abzumühen, um das deutsche Volk durch diesé Zeit der Not hindurchzuführen und ihm damit das Tor in jene Zukunft zu öffnen, an die wir alle glauben, für die wir kämpfen und arbeiten. Ich kann diesen Appell nicht schließen, ohne dem Herrgott zu danken für die Hilfe, die er Führung und Volk hat immer wieder finden lassen, sowie für die Kraft, die er uns gegeben hat, stärker zu sein als die Not und Gefahr. Wenn ich ihm dabei auch danke für meine eigene Rettung, dann nur, weil ich glücklich bin, mein Leben damit weiter in den Dienst meines Volkes 'en zu können. In dieser Stunde will ich daher als Sprecher Großdeutschlands gegenüber dem Allmächtigen das feierliche Gelöbnis ablegen, daß wir treu und unerschütlerlich unsere icht auch im neuen Jahre erfüllen werden des felsenfesten Glaubens, daß die Stunde kommt, in der sich der Sieg dem zuneigen wird, der seiner am würdigsten ist: dem Großdeutschen Reiche! Das deutsche Volk nicht niederzuzwingen! Tagesbeichl des Führers an die deutsche Wehrmacht Aus dem Führerhauptquartier, 1. Januar. Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Tagesbefehl an die deutsche Wehrmacht erlassen: Soldaten! Die weltentscheidende Bedeutung des Krieges, in dem wir uns befinden, ist dem deutschen Volke heute klar: Ein unbarmherziges Ringen um Sein oder Nichtsein, d. h. um Leben oder Tod! Denn das Ziel der uns gegenüberstehenden jüdisch-internationalen Weltverschwörung ist die Ausrottung unseres Volkes. Wenn ich im Jahre 1939 eine solche Erkenntnis aussprach, dann hat sie der eine oder andere vielleicht doch als übertrieben gehalten. Im Laufe der sich anschließenden Jahre mochte sie — weil immer und immer wiederholt— als „Propaganda-Mache“ erscheinen. Heute kann an der Absicht unserer Gegner niemand mehr zweifeln. Sie wird belegt nicht nur durch die Tätigkeit untergeordneter Organe der öffentlichen Publizistik, sondern bestätigt durch die uns gegenüberstehenden feindlichen Staatsmänner. Sie ist weiter erwiesen durch die Art der Kriegführung sowohl äls durch die politischen Vorebeiten unserer Feinde für die Nachkriegszeit. Der jüdisch-östliche Bolschewismus entspricht in seiner Ausrottungstendenz den Zielen des disch-westlichen Kapitalismus. In jedem Falle sollen freie Völker zu Sklaven gemacht werden. Herr Churchill erklärt, daß ganz Ostdeutschland zumindest an Polen— also in Wahrheit an Sowietrußland— abgetreten werden soll, und zwar nicht nur Ostpreußen und Danzig, sondern sogar noch Pommern und Schlesien. Die eventuellen Bevölkerungsprobleme. tut er damit ab, daß er der Hoffnung Ausdruck gibt, es würde ihm gelingen, ohnehin durch den Bombenkrieg noch sechs oder mehr Millionen Deutsche— d. h. Frauen und Kinder— umzubringen. Sein Schützling de Gaulle wieder fordert, daß Westdeutschland unter französische Oberhohéit kommen und das übrige„Deutschland aufgelöst werden soll. Dies entspricht aber genau den programmatischen Erklärungen des Stalinschen Hausjuden Ehrenburg, der darüber hinaus ankündigt, daß das deutsche Volk zerschlegen und ausgerottet werden muß. Und dies wieder ist das gleiche Ziel, das in der Zukunftplanung des amerikanischen Ministers und Juden Morgenthau aufgestellt wird. Für mich sind diese Gedanken keine Ueberraschungen. Sie waren bei unseren Feinden immer vorhanden, und nur um ihre Durchführung zu verhindern, habe ich mich bemüht, das deutsche Volk stark und widerstandsfähig zu machen. Es sollte innerlich und äußerlich die Kraft erhalten, die zu seiner Lebensbehauptung notwendig ist. In diesem Kampf- um Sein oder Nichtsein stehen wir nunmehr seit über fünf Jahren. Er wird in den Forderungen im sechsten Kriegsjahr vielleicht noch härter werden, hat aber trotzdem den Höhepunkt überschritten. Bis zum heutigen Tage haben das deutsche Volk und seine Wehrmacht den Abwürgungsversuchen unserer Feinde erfolgreich Widerstand entgegengesetzt, trotz zahlreicher Krisen und vieler Rückschläge. Auch im kommenden Jahr wird es gelingen, die feindlichen Angriffsunternehmungen abzuwehren und sie am Ende durch Gegephiebe zu brechen. Wenn uns in diesem gewaltigen Ringen, das nicht nur für Deutschlands, sondern für die Zukunft ganz Europas durchgekämpft wird, die schweren Rückschläge nicht erspart geblieben sind, dann liegt die Ursache nicht beim deutschen Volk und seiner Wehrmacht, sonldern auf Seiten unserer europäischen Verbündeten. Angefangen von dem Zusammenbruch der rumänisch-italienisch-ungarischen Front am Don und ihrer sich daran anschließenden völligen Auflösung, über die Sabotage der gemeinsamen Kriegführung durch das italienische Königshaus hinweg bis zum Putsch gegen das faschistische, an unserer Seite stehenden Italien des Duce läuft ein gerader Weg des Verrats. Er hat seine Fortsetzung gefunden in der jammervollen Kapitulation der finnischen Staatsführung, in Treubruch des rumänischen Königs und seiner Umgebung, in der Selbstaufgabe Bulgariens sowie im schmachvollen Verhalten des früheren ungarischen Reichsverwesers. Daraus ergaben sich für die politische und militärische Wieder 121 USA-Panzer vernichtet Aus dem Führerhauptquartier, 1. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Südfront unseres Einbruchsraumes zwischen Maas und Mosel wird heftig gekämpft. Erneute Versuche der Amerikaner, mit starken Panzerkräften unsere Stellungen südlich und westlich Bastogne einzudrücken, blieben erfolglos und kosteten sie besonders hohe Materialund Menschenverluste. Unsere erprobten Verbände schossen in den ganzen Tag über tobenden Kämpfen 121 Panzer und Panzerspähwagen ab und vernichteten zahlreiche feindliche Kolnnen. In Elsaß-Lothringen führten unsere Truppen eine Reihe von Vorstößen gegen die nunmehr von stärkeren Kräften entblößte amerikanische Front. Beiderseits Bitsch griffen sie auf brefter Front die Stellungen der feindlichen Gefechtsvorposten an und warfen diese auf die Hauptkampflinie zurück. Der feindliche Nachschubverkehr in Nordfrankreich und Belgien war in der vergangenen Nacht wirksamen Angriffen unserer Kampf- und Jagdlieger ausgesetzt. Lüttich und Antwerpen legen unter dem antaltenden Beschuß unserer Fernfeuerwaffen. In Mittelltalten wurden feindliche Aufklärungsvorstöße in den Bergen südlich Imola und in der Romangna abgewiesen, Bewegungen und Ansammlungen der Briten durch sterke Feuerschläge bekämpft. Trotz wiederholter Angrtfie der Botschewisten blieb die Lage in Ungarn an der gesamten Front zwischen der Drau und der slowakischen Grenze sowie vor Budapest unverändert. Der Brennpunkt der gestrigen Kämpfe lag im slowakischen Grenzgebiet zwischen dem Gran und der oberen Eipel. Bis auf einige mzwischen abgertegelte Einbrüche scheiterten die feindlichen Angriffe bereits vor unseren Stellungen. An der gesamten übrigen Ostfront bis zur Nemel verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.: In Kurland nahm der Feind ner im Raum nordwestlich Dobien seine Angriffe wieder auf. Unsere Divisionen zerschlagen in harten Kämpfen die nach beitiger Feuervorbereitung geführten Durchbruchsversuche der Botschewisten, die dabei hohe blutige Vertuste erlitten. In elf schweren Kampftagen haben die unter dem Oberbeichl des Generalobersten Schörner kämpfenden Verbände des Heeres, der Waßlen-f und lettischer #-Fretwülligen, bervorragend unterstützt durch Hliegende Verbände und Haketnheiten der Luftwalle unter Führung ihres Oberbefehlshabers General der Flieger Pflugbeil den Ansturm von 46 Schützendtvisionen und 22 Panzer- und Stermgeschützverbänden abgeschlagen. Dank der Führung schwere Folgerungen: Dazu kam im abgelaufenen Jahre ein hinterhältiger Angriff im Innern selbst durch ehrlose Verbrecher, die allerdings in wenigen Stunden niedergeschlagen und seitdem nun rücksichtslos erledigt worden sind. Trotzdem gerade der 20. Juli an den Fronten besonders bedrückende militärische Folgen auslöste und leider mitgeholfen hat, den Glauben an die deutsche Widerstandskraft bei Freund und Feind zu erschüttern, ist er doch als ein Wendepunkt des deutschen Schicksals anzusehen. Denn der Versuch, durch ein inneres Komplott den sozialen deutschen Volksstaat in der Zeit seines bittersten Kampfes zu vernichten und Deutschland der internationalen Verschwörung auszuliefern, ist damit einmal für immer gescheitert. Ich kann versichern, daß dies der letzte derartige Versuch gewesen ist. Damit wird aber auch meine Erklärung vom 1. September 1939 bekräftigt, nämlich: daß In diesem Kriege das deutsche Volk weder durch Waffengewalt noch durch die Zeit niedergezwungen werden kann, und daß sich ein 9. November 1918 nie mehr wiederholt. Dieser Entschluß, meine Soldaten, bedeutet für das ganze deutsche Volk und in erster Linie für euch schwere Opfer. Er allein aber rettet die Nation für die Zukunft! In einer Not, wie sie Deutschland zu bestehen hat, geht ein Volk mit Sicherheit zugrunde, so wie es sich erst selbst aufgibt, denn diese Selbstaufgabe wäre aber auch zugleich der Verzicht auf jeden Lebensanspruch für die Zukunft.“ Meine Soldaten! Ich kenne eure Leiden und eure Opfer und weiß, was ich von euch fordern mußte und was von euch gefordert wird. Das Schicksal hat mir, der ich einst Deutschland als sozialen und kulturellen Staat ersten Ranges aufbauen wollte, die schwerste Aufgabe gestellt, die für einen Menschen denkbar ist. Ich trage dieses mein Los mit dem schuldigen Dank einer Vorsehung gegenüber, die mich für würdig genug gehalten hat, eine ebenso harte, wie für die Zukunft entscheidende Arbeit in der Geschichte unseres Volkes übernehmen zu müssen, Ich habe daher gerade nach dem 20. Juli erst recht nur für die Vorbereitungen gelebt, um früher oder später aus der Periode der reinen Defensive wieder heraus und zur Offensive antreten zu können. Wir sind uns dabei im klaren, daß die Festung Europa im einstigen Umfang von deutschen Kräften allein nicht verteidigt werden kann Wir waren daher gezwungen, als Opfer des Verrates unserer Verbündeten ganze Fronten einzuziehen und andere zu verkürzen, Ich habe aber keinen Schritt nach rückwärts getan, ohne auf das Aeußerste Widerstand zu leisten. Unsere Gegner müssen wissen, daß jeder Kilometer gegen Deutschland mit einer steigenden Blutlast verbunden ist, und daß sie mit einem Erlahmen oder gar Aufgeben dieses Widerstandes niemals rechnen dürfen. Was ihr, meine Soldaten, dabei an so vielen Fronten, auf der Erde, auf und unter dem Wasser und in der Luft geleistet habt, ist übermenschlich; was aber die deutsche Heimat, besonders ihre Frauen, ihre Greise und Kinder an Opfer bringen, ist es nicht minder. Was wir endlich dem deutschen Arbeiter, der deutschen Arbeiterin, dem Bauern und vor allem der deutschen Bäuerin verdanken, ist für uns erst recht eine heilige Verpflichtung, als Soldaten alles zu tun, damit diese gemeinsamen Opfer nicht umsonst sind. So habe ich seit Jahren unendliche Sorgen getragen, gearbeitet und mich mit Entschlüssen gequält, und bin heute mehr denn je überzeugt, daß am Ende dieses Ringens ein glorreicher, in unserer Geschichte einmaliger Erfolg stehen wird. Wer solche Siege errungen hat wie ihr, meine deutschen Soldaten, wer durch so furchtbare Rückschläge nie gebrochen wurde, wer so heldenhaft duldet und leidet wie unsere Heimat, wer so fleißig arbeitet wie unser ganzes Volk, der ist nicht dem Untergang geweiht, sondern zum Leben bestimmt! Deshalb ist auch meine Zuversicht heute stärker als je zuvor. Wir haben das schlimmste Jahr unserer Rückschläge, in dem wir von allen unseren Verbündeten in Europa so gut wie verlassen worden sind, am, Ende trotzdem erfolgreich überstanden. Weltmächte mühen sich nun seit Jahren vergeblich, edas Deutsche Reich zum Einsturz zu bringen. In den ehemals verbündeten, heute aber verratenen Ländern regen sich ebenfalls überall die Erkenntnisse, daß dieser Kampf eine Auseinandersetzung auf Leben und Tod bedeutet, und daß keine Nation der klaren Entscheidung zu entweichen vermag. Es offenbart sich aber auch an jeder Stelle die Hohlheit und Phrasenhaftigkeit der Versicherungen unserer Gegner. Wo sie ein Gebiet besetzen, zerbricht die Ordnung und das Chaos kehrt ein. Die Demokratie ist unfähig. auch nur die kleinste Aufgabe auf diesem Kontinent zu lösen. Ihrem politischen Anarchismus folgt das wirtschaftliche Chaos, und neben beiden einher schreitet die Not. Die„befreiten“ Gegenden Europas verlieren daher allerdings höchstens die deutsche Ordnung, aber sie gewinnen dafür die internationale Arbeitslosigkeit mit dem üblichen Hunger und Elend. Denn dieser dicht besiedelste Kontinent der Welt kann nur leben unter planmäßiger Auswertung aller seiner individuellen Energien, aber auch unter stärkster Bezwingung der egoistischen Triebe. Um die Behandlung dieses Problems haben sich ner zwei Führungen in Europa ehrlich bemüht: die nationalsozialistische in Deutschland und die faschistische in Italien. Wie sehr aber die Lösung dieser Fragen gerade in Deutschland gelungen ist, beweist am besten die Ordnung, die wir selbst unter den schwersten Belastungen noch im sechsten Kriegsjahr besitzen. Ich werde bestrebt sein, meine Soldaten, dafür zu sorgen, daß im Innern durch die Führung und Tatkraft der Partei euer Kampf unterstützt, die Nation mit dem Lebensnotwendigen versorgt wird und alle Destrukteure, gleich welcher Art sie sein und in welcher Stellung sie sich befinden mögen, vernichtet werden. Von euch aber erwarte ich, daß ihr mehr noch als bisher gerade im sechsten Jahre des Kampfes auf Leben und Tod eure Pflicht erfüllt, daß sich Offiziere und Männer der gesamten Wehrmacht, des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und die der Waffen-H. dessen bewußt sind, daß von ihrem Einsatz Sein oder Nichtsein unseres Volkes abhängen, daß alle die anderen Organisationen, an der Spitze der neugeborene Volkssturm, der Reichsarbeitsdienst sowie die übrigen der Wehrmacht unterstellten Verbände der Bewegung sowie die in der kämpfenden oder verteidigehden Front befindlichen Frauen und Mädchen sich diesem eurem Vorbild anschließen. Denn das Jahr 1945 wird von uns das Aeußerste ar. Mut und an Tatkraft fordern, allein, es wird auch zugleich das Jahr einer geschichtlichen Wende sein. Die mit uns marschierenden Soldaten der verbündeten europäischen Regierungen und Völker stellen Keimzellen dar für den Wiederaufbau eines Kontinents, der unsere gemeinsame Hetmat ist, in dem unsere Vorfahren lebten, in dem sie durch Jahrtausende um ihr Schicksal gerungen haben und den sie heute verteidigen bis in den Tod. Der Allmächtige, der unser Volk in seinem bisherigen Lebenskampf geleitet und nach Verdienst gewogen, belohnt oder verurteilt hat, soll diesesmal eine Generation vorfinden, die seines Segens würdig ist. Die unvergänglichen Zeugen dafür aber seid ihr, meine deutschen Soldaten, in den vergangenen Jahren— ihr werdet das erst recht in dem kommenden Jahre sein! Die große Schlacht zwischen Maas und Mosel hohen Leistungen von Führung und Truppe blieb die Front in Kurland bis auf unbedeutende Geländeverluste fest in eigener Hand. Vom 21. bis 31. Dezember wurden 513 Panzer vernichtet, sowie 79 Geschütze und 267 Maschinengewehre erbeutet. Die blutigen Ausfälle des Feindes, sind ungewöhnlich hoch. Flakartillerie der Luftwaffe schoß in den Kämpfen 112 sowjetische Flugzeuge ab, weitere 145 wurden durch Jagdflieger zum Absturz gebracht. Anglo-amerikanische Terrorverbände setzten ihre Angriffe gegen den westdeutschen Kaum fort und warfen Bomben auf Städte in Nord- und Nordwestdeutschland. Größere Schäden in Wohngebieten entstanden vor allem in Groß-Hamburg sowie bei einem Nachtangriff der Briten auf Oberhausen. In den frühen Abendstunden war die Reichshauptstadt das Ziel schneller britischer Kampfflugzeuge. 75 anglo-amerikanische Plugzeuge, in der Mehrzahl viermotorige Bomber, wurden durch Jagdflieger und Flakartillerie der Luftwaffe vernichtet. Marineflak schoß in den Vormittagsstunden des 31. Dezember über den ostirtestschen Inseln 9 viermotorige Bomber ab. Damit wurden im Monat Dezember durch Kriegsund Handelsmarine insgesamt 99 feindliche Bugzeuge abgeschossen. Das Eichenlaub verliehen Pührerhauptquartier, 1. Januar. Der Führer verlich am 26. 12. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Paul Klatt, Kommandant der Ostmärkischen 3. Gebirgsdivision als 686. Soldaten der deutschen Wehrmacht, geboren am 6. 12. 1896 in Koppen, Kreis Hoyerswerda. Er erhielt das Deutsche Kreuz in Gold am 14. 3. 1941 und des Ritterkreuz am 4. 1. 1943. Japanische Erfolge hr“ Mir-aro * Toklo, 1. Jenuer. Neue Erfolge in der groBen Geleitzugschlacht in den philippfnischen Gewässern geb das Kaiserliche Hauptquartter am Sonntag bekannt. Zwei Kreuzer und acht Transporter wurden versenkt sowie ein Kreuzer und fünf Transporter beschädigt. Großen Anteil an diesen Erfolgen hetten wieder die Sonderkorps der jepanischen Armeeluftwaffe, durch deren Rammstöße zwei Kreuzer und drei Transporter versenkt sowie fünf Transporter beschädigt wurden. Es handelte sich um Angriffe gegen einen feindlichen Geleitzug, der Nachschub sowie Verstärkungen für die feindlichen Truppen auf der Insel Mfindoso beranführt. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Dezember. In die Winterschlacht zwischen Maas und Mosel sind von beiden Seiten so starke Kräfte herangeführt worden, daß unter Entblößung der übrigen Fronten etwa die Hälfte aller auf dem westlichen Kriegsschauplatz stehenden Divisionen in diese Schlacht verwickelt sind. Ihre Schwerpunkte liegen im Raum von Rochefort und Bestogne. Dem eigenen Angriff südwestlich und südöstlich von Bastogne versuchte der Feind durch starke Gegenangriffe in die südliche Flanke unseres Angriffskeils zu begegnen. In erbitterten Kämpfen wurde diese Absicht vereitelt, 34 feindliche Panze: dabei vernichtet. Die Schlacht geht weiter. Das Fernfeuer auf die feindlichen Nachschubstützpunkte Lüttich und Antwerpen dauert an. An der ligurischen Küste wurde südlich Massa ein Landungsversuch schwacher feindlicher Kräfte zerschlagen. Der Gegner ließ zahlreiche Tote und Gefangene zurück. An der übrigen Front in Mittelitalien kam es auch gestern z keinen Kampfhandlungen von Bedeutung. Im ungarische: Kampfraum führten die Bolschewisten zwischen der Drau, dem Plattensee und der Südgrenze der Slowakei nach ihren in den letzten Wochen erlittenen hohen Verlustei nur zusammenhanglose Angriffe, die abgewiesen wurden. Ihre Verseche, von mehreren Seiten in Budapest einzudringen, zerschlug die tapfere deutsch-ungarische Besatzung an den Stadträndern. In der Abwehrschlacht westlich und nördlich Bude t verloren, die Sowjets vom 20. bis 27. Dezember insgesamt 415 Panzer. Im Zuge der slowakischen Grenze dehnte der Feind seine nach Norden gerichteten Durchbruchsversuche auf weitere Abschnitte aus. In harten Gebirgskämpfen wurden die feindlichen Angriffe zwischen dem Gran und dem Quellgebiet des Sajo abgewiesen oder nach geringen Anfangserfolgen zum Stehen gebracht, An der Front von der Ostslowakei bis zur Demel blieb die Gefechtstätigkeit weiterhin gering. Nach zehn Tagen heftiger Kämpfe ist die dritte Schlacht in Kurland gestern abgeflaut. Wo der Feind noch angriff, blieb er in unserem Feuer liegen. Amerikanische Terrorverbände stießen am Tage in westdeutsches und südwestdeutsches Gebiet vor und griffen neben anderen Orten besonders Kassel und Kaiserslautern an. In den Abenstunden warfen britische Verbände erneut zahlreiche Bomben auf Köln. Störangriffe richteten sich gegen Hannover. Die feindlichen Terrorangriffe werden weiterhin mit dem Vergeltungsfeuer auf London beantwortet. Deutsche Unterseeboote setzen ihren schweren Kampf gegen den feindlichen Nachschub fort. In den Gewässern um England versenkten sie neuerdings seche Schiffe mit 25600 BRT darunter einen mit Munition beledenen Frachter. Vergebliche Feindangriffe bei Bastogne Aus dem Führerhauptquartier, 30. Dezember. Das Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannt: Im Nordtell des belgisch-luxemburgischen Kampfgebietes beiderseits Stavelot ist der Feind zur Abwehr übergegangen, während er südwestlich Bastogne in heftigen, aber vergeblichen Angriffen versucht, diesen Eckpfeiler unserer Front herauszubrechen, An der Dauer halten die örtlichen Kämpfe an. Unsere Truppen vernichteten gestern in Beigien und Luxemburg 37 feindliche Panzer und Panzerspähwagen. Wirkungsvolle Schläge deutscher Kampf- und Schlachtflieger richteten sich in der vergangenen Nacht erneut gegen den feindlichen Nechschub. Verbände eines Flakkorps fügten in Erdkampf dem Gegner hobe blutige Verluste zu und schossen in den letzten zeh Tagen 190 amerikanische Flugzeuge, derunter 15 mit Artilleriemunition beladene Lastensegler ab. An der übrigen Westfront blieb die Kampftätigkeit weiter gering.“ London, Antwerpen und Lüttich liegen unter anhaltendem Fernfeuer. In Mittelitallen kem es zu Gelechten ohne wesentliche Bedeutung. In Ungera wiesen unsere Truppen, zahllreiche bolschewistische Angriffe in den Gebieten von Stuhlweißenburg und Feisögalla ab. Durch überraschende Panzervorstöße sund zusammengefaßtes Artillerteieuer auf seine Bereitstetlungen wurde der Feind schwer getsoften und erlitt hohe blutige Verluste. Im Kampf um eine Ortschaft wurden von 25 angreifenden sowjetischen Panzern 19 vernichtet. Im Raum von Budapest schlugen deutsche und ungarieche Verbände beftige Panzer- und infenterieangriffe der Botschewisten ab, nördlich der Eipel drücken die Sowjets verstärkt nach, Norden. Bei Sceiczeny und in Quellgebiet des Sajo blieben ihre wiederholten Angriffe erfolglos. in Kurland legen die Brennpunkte der schweren Abwehrkämpfe am gestrigen Tage im Raum nördlich Doblen. In vorbfidticher Standhaftigkeit schlugen unsere Trappen alle Angriffe ab, sofern der Feind nicht schon vorher durch Artitierie und Werfer in den Bereitsteilungen veroprengt worcen wer. Anglo-amerikanische Bomber und Säger setzton auch am gestrigen Tage ihre Tersorangriffe gegen die Zivilbevölkerung in Säd- und Westdeutschland, besonders im Rbein-béain-Gebiet, fort. Schwere Gebäudeschäden entstanden vor allem in Bingen sowie bei einem Nachtangriff der Briten in Orten des rheinisch-westfälischen Raumes. Dusch Jäger und Piekertillerie der Laftweffe verloren die Anglo-Amerikaner bei diesen Angriffen gestern#### Flugneuge, darunter 2# rormoforige Doaber. * Hl und Fleisch statt Fett Die Lebensmittelzuteilung in der 71. Kartenperiode Die Lebensmittelrationen der gegenwärtig laufenden 70. Zuteilungsperiode gelten mit folgenden Abweichungen auch im 71. Zuteilungsabschnitt vom 8. Januar bis 4. Februar 1945. In der Fettration wird für die Abschnitte A 1 und A 2 sowie B 1 und B 2 in der gleichen Weise wie in den vorhergehenden Perioden Fleisch ausgegeben. Es gibt also auf A 1 und A 2 200 g Schweinefleisch bzw. 160 g Fleischschmalz je Abschnitt, und auf B 1 und B 2 je 250 g Rind=, Kalb=, Schaffleisch oder Fleischwaren. Die über sechs Jahre alten Versorgungsberechtigten erhalten statt 125 g Margarine 125 g Schweineschlachtfette, die auf den Abschnitt C der Grundkarte abgegeben werden, während es für die A3=Karten bei der bisherigen Abgabe von Margarine bleibt. Der Abschnitt D der Grundkarte für Normal= verbraucher sowie die Abschnitte D bis F der Grundkarte für Jugendliche von 10—18 Jahren werden mit je 125 g Butter beliefert. Der wahlweise Bezug von 100 g Speiseöl statt 125 g Margarine im Laufe von zwei Zuteilungsabschnitten entfällt vorübergehend. Die Käseration wird zur Hälfte auf einen über 62,5 g lautenden Käseabschnitt und zur Hälfte auf einen noch zu bekanntzugebenden freien Abschnitt der Grundund W3=Karten ausgegeben. Die Versorgungsberechtigten im Alter von 10—18 Jahren bekommen in der 71. Zuteilungsperiode 1251g Kunsthonig. Auf den Karten für den 71. Zuteilungsabschnitt ist die sauf 50 g gekürzte Ration der Kartoffelstärkeerzeugnisse schon berücksichtigt. Die mit„Stärkeerzeugnisse" bezeichneten Abschnitte sind deshalb wieder mit dem vollen aufgedruckten Wert von 25 g je Abschnitt zu bewerten und abzurechnen. Für die A3=Karten wird die entsprechende Anpassung weiter vollzogen. Vom 71. Zuteilungsabschnitt an können außer Teigwaren auch wieder Kartoffel stärkeerzeugnisse auf die Nährmittelabschnitte der A3==Karten im jeweilig gebietlich geltenden Verhältnis abgegeben werden. Von einem weiteren Zuckervorgriff wird abgesehen. Da für die 71. und 72. Zuteilungsperiode der Zucker bereits vorgegriffen wurde, enthalten die Grundkarten 71 keine Zuckerabschnitte. Zur weiteren Kartenvereinfachung enthalten die Grundkarten 71 erstmals auch die Marmeladen abschnitte. Wie bisher kann der Verbraucher statt Marmelade die halbe Menge Zucker beziehen. Um trotz Herabsetzung der Ration an Kaffee=Ersatz die Abgabe gepackter Ware zu ermöglichen, wird die den Verbrauchern für fünf Zuteilungsperioden zustehende Gesamtmenge in entsprechenden Teilen auf die Karten verteilt. Die Karten 71 enthalten deshalb zwei Abschnitte über je 125 g Kaffee=Ersatz; die Karten 72—75 werden je einen 125=g=Abschnitt aufweisen. Die Vollmilch versorgung an Kinder wird zur Vereinfachung der Abgaberegelung für entWas ist nationalsozialistische Volksgemeinschaft? Ein Wort blieb sie für viele, nun wird sie Tat. Und sie kommt wie jede Tat für alle mit Härten und Ecken— aber daß da etwas in seinem Hause entsteht, das verängstigte Frauen= und Kinderaugen heller leuchten läßt— sollte das nicht auch für dich mehr sein als leere Zimmer? Gleich wie du dich nennst— auch du kannst nur in einer Stube zugleich sein und hast Überfluß. Gib von ihm ab, und du fühlst an dem Schlagen deines Herzens, was Volksgemeinschaft ist. Du und die Umquartierten Es ist nötig, dazü etwas zu sagen— wenn du auch meinst, auf dich träfe es nicht zu. Bedenke: nur das Obdach ist ein wahres Heim für die Umquartierten, das freudig geöffnet wurde. Ob du ein Herz hast für den Bruder und die Schwester in der Not— dein Blick sagt es und das kleinste Wort; vergiß es nicht. rahmte Frischmilch angeglichen. Haushaltungen mit Kindern bis zu 14 Jahren bekommen zusammen mit den Lebensmittelkarten 71 den neuen Haushaltsausweis für Vollmilch mit Stammabschnitt und Tagesabschnitten für die 71. bis 74. Periode. Wegen der Schwankungen der Versorgungslage erfolgen künftig Lebensmittelzuteilungen über die freien Abschnitte, die deshalb auf Grundkärten und A3=Karten vermehrt wurden. ten, bis ins letzte Glied vom unverlierbaren Bewußtsein, der Volks= und Schicksalsgemeinschaft erfüllt waren, die an den Weihnachtstagen dieses Jahres mehr noch spürbar wurde, als in der rastlosen Arbeit des Kriegsalltags. - Tagesbefehl des Deutschen Schützenverbaudes. An dieser Jahreswende befindet sich das deutsche Volk in härtestem Entscheidungskampf um sein Leben und seine Zukunft. Die Verteidigung der Reichsgrenzen und die Überwindung des feindlichen Luftterrors erfordern den letzten Einsatz jedes deutschen Mannes an der Front und im Innern des Reiches. Inmitten der eisernen Wehrgemeinschaft unseres Volkes stehen die Kameraden des Deutschen Schützenverbandes vor dem Feind und im Abwehrkampf der Heimat. Sie werden auch im neuen Jahr in unbeirrbarer Treue zum Führer und im unerschütterlichen Glauben an den Sieg mit ihren besonderen Erfahrungen und Kenntnissen der kämpfenden Truppe und ihren Kameraden im Deutschen Volkssturm dienen. Im Kampf um die Freiheit deutschen Bodens und die Ehre der Nation wird sich der historische Einsatzwille und die Standfestigkeit der deutschen Schützen wie schon so oft in der Geschichte erneut bewähren. Der Verbandsführer: gez. Jüttner, SA=Obergruppenführer. * Anordnung des Reichsbauernführers. Der Reichsbauernführer hat eine verstärkte Wirtschaftsberatung für die Landfrau im totalen Krieg angeordnet. Bisher haben sich die weiblichen Beratungskräfte im allgemeinen auf die Innenwirtschaft beschränkt. Dieses Gebiet wird beibehalten, besonders zur verstärkten Aufklärung des Selbstversorgerhaushalts über die Ablieferungspflicht, über die Vorratsbildung, Vorratshaltung und Konservierung der Lebensmittel mit einfachsten Methoden, aber auch über ländliche Feuerstätten und Erziehung zur Selbsthilfe in den vielen praktischen Dingen. Da nun aber „„* gerse Nouf uis Peeenri. er.. tung, der Planung und Durchführung des Anbaues Hauptgegenstände der Beratung bilden. Die Beraterinnen selbst werden, soweit erforderlich, auf diese Arbeit in geeignetster Weise vorbereitet. *- Gasmasken für Kinder von 3—10 Jahren. Die NSV Schwerte, Ecke August=Haßler= und Mährstraße, gibt Gasmasken für Kinder im Alter von 3—10 Jahren ab. Eltern! Schützt eure Kinder, denn wir wissen nicht, ob diese Luftbanditen doch noch mit Gas kommen. Kauft schleunigst die: Kinder=Gasmasken, sie geben euch die Gewähr größerer Sicherheit für eure Kinder! *- Unverantwortlicher Leichtsinn. Es ist nach dem Terrorangriff auf Hagen wiederhökt beobachtet worden, daß Kinder sich an Blindgängern zu schaffen machten und Brandbomben nachträglich zur Explosion brachten. Auf die große Gefährlichkeit dieses Treibens wird erneut aufmerksam gemacht. Viele Unglücks=, ja Todesfälle haben sich auf diese Weise ereignet. Wir verweisen erneut auf unsere wiederholten eingehenden Warnungen in dieser Hinsicht. Alle Erziehungsberechtigten werden aufgefordert, die Kinder, die sich der Tragweite ihres Unfugs oft gar nicht bewußt sind, zu warnen. In allen Fällen, wo man Blindgänger findet oder vermutet, ist die nächstgelegene Polizeidienststelle zu benachrichtigen. *- Lebertrau nur für Kleinkinder. Lebertran darf von Apotheken und Drogerien nur noch in den Monaten Oktober bis einschließlich April abgegeben werden. Da nur kleine Mengen zur Verfügung stehen, ist der Lebertran neuerdings ausschließlich für Kinder bis zu sechs Jahren bestimmt und darf nur gegen Vorlage der betreffenden Grundkarte abgegeben werden. Die Karte wird mit einem Abgabevermerk versehen. *- Hinweistafeln im Straßenverkehr. Um die Durchführung des Personen= und Güterstraßenverkehrs zu erleichtern, hat der Reichsverkehrsminister im Einvernehmen mit dem Reichsführer und Chef der deutschen Polizei die Aufstellung besonderer Hinweistafeln angeordnet. Danach werden in mittleren und größeren Städten an den Hauptzufahrtstraßen an gut sichtbarer Stelle Hinweistafeln aufgestellt, aus denen Anschrift und Fernruf des Fahrbereitschaftsleiters, des Stützpunktleiters sowie der nächsten offenen Tankstelle und Kraftfahrzeug=Reparaturwerkstätte zu ersehen sind. Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt: Helferinnen der Wehrmacht: In einem Mö=Nest an der italienischen Front; Von den Kämpfen im Raum die Bäuerin heute mehr noch als bereits in den I. Zangst, Gofandtenempfang beim Eühret bisherigen Kriegsjahren den Mann auf dem Hofe von Buvapest, Gesanbienempfung deim Führer; vortroten muß wohei sie häufig Botriohaleitorin! Der Führer ehrt Mackensen; Vom Einsatz unseverrreten muß, wöbel sie häufig Velriebsleiterin wurde, muß sie laufend auch über die Fragen in Hof, Stall und Feld Bescheid wissen. Entsprechend wird der Einsatz aller verfügbaren Kräfte der Wirtschaftsberatung verstärkt. Dabei werden die Schädlingsbekämpfung, Fragen der Tierhald Faheer eises PiauenV.,,...—.#—ss rer Flak im Westen; Infanterie=Pioniere bereiten Straßensprengung im Westen vor; Im Wald von Hürtgen; Ehrung der deutschen Eisenbahner. dem Amt Westhofen Für jeden Mann kommt es an! Nur der beste Mann ist gut genug, um in der Transport-Abteilung durch kluges Oisponieren zusätzlichen Frachtraum für die Front freizumachen.. Denken Sie zum Beispiel an folgende Punkre: 19.Sind die für das Be- und Entladen der Sülerwagen Verantwortlichen über alle Bestimmungen und Anordnungen derReichsbahn genügend unterrichtet? Kann der Empfänger auf Grund sofortiger Versandanzeige die Entladung frühzeitig vorbereiten? 20. Setze die zum Ausladen bestimmten Kräfte bestmöglich ein! Bestelle notfalls betriebsfremde Ladekolonnen(siehe Punkt 1 unserer Reihe)! Wer der Reichsbahn hilft, hilft der Front! Ausschneiden, semmeln, immer wieder lesen! die Ausgabe der neuen Lebensmittel##karten bleiben die Ausgabetermine wie bisher bestehen. Nur für die Gemeinde Holzen tritt eine Anderung ein. Hier erfolgt die Ausgabe am Freitag, 5. Januar.— Ein Volksgenosse kaufte hier von einem unbekannten Manne ein Fahrrad. Später ergab sich, daß das Fahrrad gestohlen worden wax. Es mußte von dem unvorsichtigen Käufer an den Eigentümer zurückgegeben werden.— Die Ferien an den Volksschulen im Amtsbezirk Westhofen dauern bis einschließlich 17. Januar 1945.— In der Sitzung der Ratsherren nahm der stellvertretende Bürgermeister Scholtis die Einführung und Vereidigung des neu berufenen Natsherrn Wirt und Fuhrunternehmer Robert Hunke vor. Aus einem Bericht über den Haushaltsplan und die Finanzlage der Stadt ergab sich, daß trotz der Kriegsbelastungen die Finanzverhältnisse durchaus gesund sind, Abtragungen von Schulden aus früherer Zeit und Rücklagen für Nachkriegsaufgaben gemacht werden konnten. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern bleiben unverändert.— Für Villigst einschließlich Westheide sind die Schlachttage für Hausschlachtungen auf Dienstag und Freitag jeder Woche festgesetzt worden. „Wir bekennen uns zu dem Geschlecht, das aus dem Dunkel in die Helle strebt.“ Sohonn Rloitgang von Goeibe Nr. 1 Schwerte, 2. Januar 1945 Es gibt kein Entrinnen! Es ist im Zusammenleben der Völker untereinander und in den Kämpfen, die diese Völker miteinender führen, genau so wie draußen in der Natur. Das, was sich täglich vor unseren Augen in der Natur abspielt, ist Kampf. Niemand von uns ist in der Lage, den Weg, den die Natur gottccwollt geht, abzuändern oder zu verhindern; niemand von uns ist in der Lage, das ewige „Stirb und Werde“ aufzuhalten. So und nicht anders müssen wir die Auseinandersetzung sehen, in der wir heute stehen. Der Weltkrieg von 1914 bis 1918 war der Auftakt. Er war nur wenigen als beginnender Weltanschauungskampf und als Beginn einer Auseinandersetzung der Völker, die nach den Gesetzen ihres Blites leben wollen, mit dem internationalen Judentum erkenntlich und begreiflich. Seit 1939 und vor allem seit wir gezwungen sind, gegen das bolschewistische Rußland zu kämpfen und seitdem wir in diesem Kampf nicht nur Siege, sondern auch bittere Niederlagen hinnehmen mußten, wußten wir, daß jetzt in diesen Jahren entschieden wird, ob die Welt ihren Sinn behalten und ob die Menschheit auch in Zukunft ihre natürliche und göttliche Sendung erfüllen soll oder nicht. Wenn das Judentum in diesem Kampf die Oberhand behielte und in diesem Kampf siegen würde, dann wäre am Ende nicht nur das deutsche Volk vernichtet, sondern mit ihm die arische Menschheit schlechthin und damit unsere gesamte Kultur. Nur so müssen wir klar den Sinn erkennen und wissen, daß es für uns keinen Ausweg gibt, daß wir vom Schicksal in diese Zeit hineingeboren sind und daß wir den uns aufgezwungenen Kampf führen müssen, ob er uns angenehm ist oder nicht. Tageschronik * Eine schöne Weihnachtsspende unserer Freiwilligen Feuerwehr. Im Rahmen der Schwerter Freiwilligen Feuerwehr tut auch eine H3Feuerwehrschar Dienst. Diese Jungen haben sich bei örtlichen und auswärtigen Einsätzen ganz hervorragend bewährt, und sie verdienen Loh und Anerkennung. Tun sie doch in nationalsozialistischer Überzeugung oft mehr als ihre Pflicht. Alle sind stets mit Herz und Hand bei der Sache so daß diese Feuerwehrschar einen wichtigen und wertvollen Teil unserer Wehr bildet. Zum diesjährigen Weihnachtsfeste hatten fünf Jungen der HJ-Feuerwehrschar 50 Spielsachen gebastelt, die der Wehrführer Oberzugführer Kathol, das lebendige Herz unserer Freiwilligen Feuerwehr, an Kinder der Feuerwehrkameraden als Weihnachtsgeschenke verteilte, deren Väter meist im Felde stehen. Dabei benutzte Wehrführer Kathol die Gelegenheit und sammelte von den Wehrkameraden Beiträge zu einer Weihnachtsspende für das Deutsche Rote Kreuz. Er brachte den anerkennenswerten Betrag von 1028,50 RM zusammen, den er unserer Schriftleitung zur Weitergabe an die NSV überreichte. Wir quittieren hiermit über diese schöne Spende der Schwerter Freiwilligen Feuerwehr, die wir inzwischen der RSV für das Deutsche Rote Kreuz weitergereicht haben und hoffen, daß diese Tat des Wehrführers und seiner Kameraden in unserm lieben Ruhrstädtchen Nachahmung findet. * Gauleiter Albert Hoffmann zur Weihnachtsfeier bei den Schaffenden. Eine besondere Freude wurde am Heiligabend den Männern, Frauen und Kindern zuteil, die sich zur Weihnachtsfeier in dem mit dem ersten Preis des südwestfälischen Stollenwettbewerbs ausgezeichneten Luftschutzstollen zusammengefunden hatten. Gauleiter Albert. Hoffmann weilte dort mehrere Stunden im Kreise der Schaffenden und unterrichtete sich in zwanglosem Gespräch über die Gedanken und Wünsche, von denen sich die Bevölkerung seines Gaues zur Weihnacht 1944 bewegt fühlte. Der Hoheitsträger nahm die Überzeugung mit, daß die Tausenden, die ihn stürmisch begrüßDie Sennerin von der Bründlalm Roman von Haus Ernst Urheberrecht: Verlag A. Schwingenstein. München 42 „Treib's an,“ sagte sie.„Eine Tasse heißer Kessee wird uns gut tun, bevor wir in die Kirche gehen. Es ist grimmig kalt draußen heute.“ Um Mitternacht begaben sie sich dann hinüber ins Horf. Mit schönem Klang tönten die Glocken drch die kalte Winternacht. Der kalte Wind, der siirn seit ein paar Tagen von Osten herstrich, h####s den See fest frieren lassen. Durch die weitöfneten Kirchentüren fiel heller Lichtschein bis weit in den See hinein. Und überall von den Bergen herab und von den Tälern heraus sah man Menschen um diese Stunde auf das Dorf zuwandern. Einzelne trugen Fackeln bei sich, die sie dann vor der Kirche in einen Schneehaufen steckten, wo sie dann zischend erloschen. Vm Kircheneingang sah Lothar Brecht ein Mädchen in Begleitung ihrer Mutter, die in flüchtigem Erkennen ihren Blick für ein paar Sekunden auf ihm ruhen ließ und dann an ihm vorüberging. Es war Die Regina Seidel, die Tochter des reichen Müllers, die einstige Gespielin seiner Kindheit, hie das allerdings längst vergessen zu haben schien. Es war zweifelhaft, ob sie ihn überhaupt noch erkannt hatte. Lothar dachte nur flüchtig über sie nach, sah sie vorne in den ersten Stuhlreihen Platz nehmen und stellte fest, daß sie sich sehr zu ihrem Vorteil verändert hatte. Regina Seidel war von einer seltsam berauschenden Schönheit, die sich jedermann, der ihr begegnete, irgendwie merkte. Schon rein äußerlich unterschied sie sich von den Frauen und Mädchen, die fast ausnahmslos die Tracht des, Tales trugen. Regina Seidel ging städtisch gekleidet wie ihre Mutter. Sie kam ja auch nur ganz selten aus der Stadt hierher und wollte sich dann als Dame zeigen. Es war noch eine Zeitlang ein Gedränge und Geschiebe in der Kirche, bis ein jedes seinen Platz hatte. Dann nahm die Stunde ihren Anfang, in der vor nahezu zweitausend Jahren eine Mutter keinen Sohn gebar, der ein Streiter für alles Wahre und Gute wurde, und der die Welt erlösen wollte.„ Die Orgel rauschte dröhnend dutch die Kirche und man hörte für eine Weile den brausenden Ostwind nicht mehr, der um die hohen Fenster pfiff. „* Am zweiten Weihnachtstag konnte Lothar es kaum mehr erwarten, bis die Zeit kam, zu der es ihm schicklich erschien, bei Minna vorzusprechen. Es wäk ein ziemlich weiter Weg, denn der Hof gehörte schon zu einer anderen Gemeinde und zu einem anderen Bezirk. Viele Burschen waren an diesem Tag unterwegs mit vielen Wünschen und heimlichen Hoffnungen. Es war Brauch in dieser Gegend, daß die Mädchen am Stefanietag mit Kaffee und Magenbrot bewirteten. Die Stellage, wo sonst beim Krämer die Flaschen standen, wurde für diesen Tag immer leergekauft, denn es wollte keine leer dastehen, wenn ein Bursche an ihr Fenster klopfte oder im Haus selbst zusprach. Begehrte Mädchen brauchten oft gleich drei Häfen, während andere oft kaum eine Tasse an den Mann brachten und dann oftmals selber heimlich und einsam in ihrer dunklen Kammer tranken, um darunter zu vergessen, daß sie an der Außenseite des Lebens standen und die Liebe immer und immer an ihnen vorbeiging. Es war ein schöner Tag. Die Sonne lachte aus einem tiefblauen Himmel und brachte den Schnee zu Glitzern. Hoch und unnahbar thronten die Berge mit ihren Schneekappen über dem Tal, als seien sie als Wächter aufgestellt über dem friedlichen Land. Auf dem See tummelten sich Kinder mit Schlittschuhen, die größeren sausten auf Skiern oder Schlitten über die Hänge. Die Luft war erfüllt von fröhlichem Gejauchze. Erst weiter oben wurde es still und stiller. Hier zog nur mehr Lothar Brecht seine Spur durch den Schnee. Weit ausgreifend spurtete er den Berg hinauf, ging in toller Schußfahrt drüben wieder hinunter und zog durch ein Tal, in das sich um diese Zeit keine Menschenseele verirrte. Sein Herz schlug in raschen Schlägen. Was werden die nächsten Stunden wohl bringen? Ob die Minna wohl auch so angefüllt war von Sehnsucht und drängender Erwartung? Natürlich! Wie könnte es anders sein? Wenn er an die seligen Stunden dachte, da droben auf der Alp, so konnte er eigentlich gar nicht mehr begreifen, wie er die Wochen seit dem Spätherbst so ruhig hatte dahinleben können. Es mußte nur die unbedingte Gewißheit, daß sie ihm und nur ihm ganz allein gehörte, ihm dieses Maß von ruhiger Gelassenheit gegeben haben. Nicht ein einzigesmal war der Gedanke in ihm wachgeworden, daß in der Zeit der Trennung sich ein anderer ihr werbend genähert haben könnte. Und selbst, wenn— Lothar lachte bei diesem Gedanken herzhaft auf. Er kannte doch sein Mädchen. Eo hätte sich höchstens einer einen Korb holen können, denn was sie sich gegenseitig gelobt hatten, das war von einer Gültigkeit, an der nicht zu rütteln war. Der Hof des Meier stand hoch droben auf einer Höhe, festgefügt, mit starken Mauern und weiten Stallungen und Scheunen. Fortsetzung folgt. Eine SMG=Stellung an der Nur jenem Flüßchen im Kampfraum Aachen, dessen Name in den Wehrmachtberichten der letzten Tage und Wochen immer wiederkehrt. PK=Kriegsberichter Bauer(Sch) Der Lohn für tapfere Bewährung RSKK=Sturmführer Ludwig Loibl mit dem Ritterkreuz zum RBK ausgezeichnet Auf der Befehlsstelle des Gaues WestfalenSüd überreichte der Gauleiter dem RSKKSturmführer Ludwig Loibl das ihm vom Führer verliehene Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern. Der Gauleiter gedachte in kurzen Worten der Verdienste des mutigen Sturmführers, der jeden Einsatz bei Terrorangriffen im Befehlspanzer des Gauleiters mitgefahren hat, der unter Einsatz der eigenen Person etwa 100 Volksgenossen das Leben rettete und dabei der höchsten Gefahren nicht achtete. Mit RSKK=Sturmführer Loibl wurde ein Parteigenosse ausgezeichnet, der unter härtester Beanspruchung immer wieder das Gesetz der soldatischen Leistung und der nationalsozialistischen Kameradschaft erfüllt hat. Sein tapferer Einsatz soll, wie der Gauleiter sagte, für alle Beispiel und Ansporn sein. In München ist Ludwig Loibl am 6. Dezember 1914 geboren. Man fragt ihn danach gleichsam nur zur Bestätigung. Der Dialekt verrät den Bayern. Er ist dann Automechaniker geworden und später Soldat. Aktiver Soldat von 1936 bis 1938. Man spürt das und sieht es auch. wenn er jetzt in der Frühe eines nebligen Wintermorgens in straffer Haltung vor dem Gauleiter steht, der ihm das Kreuz mit dem breiten Band umlegt. Der Sturmführer Loibl hat in Polen und Frankreich gekämpft, im Westen wurde er schwer verwundet. Er ist Kriegskamerad des Gauleiters. Vielleicht ist dies die schönste Stunde seines jungen Lebens gewesen, und sie hat ihm all den Lohn und den Dank gebracht für jene Tage und Nächte, in denen ihn ein plötzlicher Befehl erreichte mit der Weisung, sofort hineinzufahren in die Städte der Trümmer und des Brandes, auf die Straßen der Bombenkrater und der flammenden Häuser. Wie oft hat sich Sturmführer Loibl den Weg über meterhohen Schutt mühsam bahnen müssen, um an irgendeine Großschadensstelle heranzukommen. Wie oft hat er Stein für Stein weggeräumt, um den Eingang RSc. Etwas will still bleiben in uns, so unbewegt und unbeirrt, daß es das feinste Spiel gestattet wie das der Nadel des Kompasses auf sturmbewegtem Schiff. Das Bild stammt von einem guten Soldaten. Von keinem schlechteren als Clausewitz. Etwas will still bleiben in uns, auch im Wirbel dieser Zeiten. Es gibt Menschen, auch heute noch, die schleichen aus dem Schicksalskampf, der über Sein und Richtsein entscheidet, als gehe es nicht um ihren Kopf. Von solchen Leuten rede ich nicht. Nein, ich spreche von uns anderen, die wir, im Brennpunkt des Geschehens, ganz erfüllt sind von unserer Sendung. Deutschland zu retten und das Reich. Die wir keinen Gedanken denken als Sieg, Vergeltung, Widerstand. Die wir uns so bedingungslos eingefügt und eingeordnet, daß wir— wie der Führer voran— längst kein Privatleben mehr kennen. Über uns schlägt der Krieg zusammen. Alles hat er fortgeflammt, allem hat er uns entrissen, was Gehäus hieß, Haus und Heim, Stille, Frieden und Behagen. Unsere Ohren sind erfüllt von Geratter und Getöse. Bis in unsern Traum hinein kreischt die Zeit ihr Tagesziel. Und doch gilt für uns das Wort ernster als für jeden andern. Auch in uns will etwas still sein. Auch in uns verlangt Natur nach der stillen Stetigkeit einer innersten Beharrung, die nicht abzulenken ist. Prüfen wir einmal das Schachspiel! Auch der Schachspieler entrückt sich zweifellos seiner„ganzen Umwelt". Er sammelt sich, sammelt sein Bündel Nerven, und gemeinhin so gebündelt, daß kaum jemand dieses Spiel als Zerstreuung werten möchte. Auch der Schachspieler rückt sich heraus, nein, er versenkt sich, versinkt in Stille. Jeder äußere Reiz wird verschmäht. Nun mag man sagen: Gerade das Schach S zu einem Keller zu finden, in dem Menschen unter gebrochenen Mauern vermutet wurden. Vielleicht haben dann am anderen Tage die Leute in der Zeitung gelesen:„Dank der Soforthilfe der Einsatzbereitschaften der Partei gelang es, eine Anzahl Verschütteter zu bergen". Das liest sich leicht und wiegt doch schwer. Welcher Mut und welches starke Herz sich hinter diesem schlichten Satz verbirgt, läßt sich nur ahnen. Jeden Einsatz ist der Sturmführer Loibl gefahren. Nun hat der Führer sein stilles Heldentum sichtbar geehrt. Mit dieser hohen Auszeichnung wurden zugleich die Leistungen aller. Einsatzbereitschaften der Partei in dem vom Luftterror so schwer heimgesuchten Gau Westfalen=Süd anerkannt. Im Waldgelände der Vogesen In den felsigen und dichten Wäldern der Vogesen liegen unsere Grenadiere gut gedeckt und getarnt in ihren Einzelstellungen, um jeden überraschenden Angriff anglo=amerikanischer Truppen abzuwehren. PK=Kriegsb. van der PiepenTO=EP strengt manchen so an, daß er sich den Schlaf verdirbt. Richtig, darauf will es hinaus: Jeder mag sich die Weise wählen, wie er sich sammle, ohne daß er sich dabei anstrengt. Es gibt hundert Möglichkeiten. Man braucht nur darum zu wissen. Man braucht nur einmal erfahren zu haben, daß man auch durch Sammlung ausspannt, nicht nur einzig durch Zerstreuung. Von Napoleon ist bekannt, daß er zu jeder Stunde des Tages sich in Schlaf versenken konnte. Das hing zusammen mit seiner Gabe, alle Schubladen des Bewußtseins nach Belieben zu verschieben. Er erholte sich dabei ungewöhnlich rasch und gründlich. Diese Kunst kann man erlernen. Sie ist das Gegenstück zu totaler Konzentration. Je straffer der Geist sich dazu erzieht, alle Kräfte zu versammeln, je tiefer er sich versenken lernt, desto leichter wird ihm gelingen, sich von seiner Umwelt zu lösen und gleichsam über ihr aufzuschweben. Während der„Nervöse" zerflattert, abgelenkt durch jeden Reiz, ruft der Besonnene die Sinne zur Ruh. umfriedet sich mit jener Stille, die die Welt nicht geben, aber auch nicht nehmen kann, besinnt sich wieder auf den Sinn(seines Daseins, seines Soseins, seines Wirkens, seiner Sendung). Die Nadel löst sich aus dem Bann übermächtiger Magneten und spielt in ihre Richtung zurück, in die einzig richtige Richtung, aller Ablenkung zum Trotz, aller Mißweisung zum Trotz. Diese innerste Ausrichtung nach einem ewig ruhenden Pol aber rückt erst die Welt zurecht, rückt die Zeit, die Umwelt zurecht, rückt den Kopf und die Nerven zurecht. Sie bedeutet keine Flucht aus der Zeit, aus der Gemeinschaft. Was wäre aller Streit der Zeit ohne sein Körnchen Ewigkeit! Und was würde aus aller Gemeinschaft, gäbe dabei der Mensch sich selbst auf. Die Dienstleistung der Zeitung Mancher Leser hat sich als Käufer der Zeitung schon gefragt, warum er für diese trotz ihrer Anderung in Umfang und Erscheinungsweise doch unverändert den gleichen Bezugspreis bezahlen muß. Da diese Frage, unausgesprochen, viele andere ebenfalls beschäftigt, sei sie hier einmal beantwortet und damit geklärt. Zunächst ist dafür die Vorfrage zu prüfen, ob Art und Umfang der Leistung der Zeitung überhaupt vermindert worden sind oder nicht. Die bei genauer Prüfung einleuchtende Antwort darauf kann nur lauten: Das ist nicht der Fall. Trotz der kriegsbedingten Verringerungen haben sich die Zeitungen nämlich erfolgreich bemüht, grundsätzlich alle Sparten zu erhalten und dem Leser dadurch in gestraffter Form nach wie vor ein vollständiges Weltbild zu vermitteln. Auch der gesamte technische Apparat muß für jede einzelne Ausgabe uneingeschränkt bestehen bleiben, und der Weg der fertigen Zeitung zum Leser weist für den Vertrieb beinahe täglich neue, oft unübersehbare Erschwernisse auf, die ebenfalls keine Leistungsbeschränkung zulassen. Den Schlüssel zum Verständnis der Preisbildung bietet aber erst die Tatsache, daß ja die Der Kampf um Ungarus Hauptstadt Neben den deutschen Verbänden und ungarischen Truppen kämpfen an verschiedenen Abschnitten der Front vor Budapest auch Szalasi=Gardisten mit, die durch die Pfeilkreuzler=Armbinde gekennzeichnet sind. Eben hat einer der in heftige Häuserkämpfe verwickelten Gardisten ein Haus durchsucht, aus dessen Fenstern geschossen wurde. t1=PK=Kriegsberichter Fritsch(Sch) Zeitung überhaupt koine Ware ist, deven Guwerd etwa dem Ankauf von Möbeln und Kleidern entspricht, sondern sie stellt in Wahrheit eine Dienstleistung dar, deren wirtschaftliche Grundlage die Bezugs= und Anzeigenproise sind. Diese haben den Charakter von Tartfpreisen, zu deren Wesen im allgemeinen eine gewisse Starrheit gehört. Sie müssen so gestellt werden, daß aus ihnen auf die Dauer die Gesamteinnahme die erforderlichen und, wie oben bemerkt, in keiner Weise geringer gewordenen Aufwendungen für alle Teile der Verlagstätigkeit decken. Zuschüsse von dritter Seite, wie sie im Ausland üblich sind und vor 1933 auch in Deutschland gebräuchlich waren, kommen nicht in Frage, denn sie vertragen sich nicht mit der Unabhängigkeit der nationalsozialistischen Presse. Da nun aber das Anzeigenaufkommen schwankend, von außen her willkürlich zu beeinflussen und zugunsten der publizistischen Leistung sowieso stark eingeschränkt ist, bilden heute bei uns die Bezugsgeldeinnahmen den eigentlichen, wirtschaftlich tragenden Pfeiler jedes Zeitungsverlages. Für die Höhe des Bezugspreises sind vor allem die voraussichtliche Zusammensetzung der Auflage, die vermutbar anteilige Ausnutzung des Anzeigenraumes, die für alle Aufwendungen des Verlages zu erwartende Kostengestaltung und die Zahlungskräftigkeit der Bezieher zu berücksichtigen. Das ist alles in allem ein so kunstvolles Preisgebäude, an dem nicht ohne Rot und Gefahr tiefgreifende And'rungen vorgenommen werden können, die die Zeitung in der verantwortungsvollen Erfüllung ihrer Dienstleistung als politisches Instrument erschüttem oder gar daran verhindern würden. Übrigens geht die Festsetzung der Bezugspreise nur selten, auf eine solche sinngemäße, allen Faktoren gerecht werdende Kalkulation zurück. Die Preise stammen vielmehr fast durchweg aus den verworrenen Marktverhältnissen der Jahre nach der Inflation und aus der Niedergangszeit, die der Scheinblüte der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre folgte. Sie hatten dadurch aber einen oftmals unzulänglichen Stand erreicht, der infolge der Starrheit von Tarifpreisen auch nach 1933 keineswegs überall angemessen wieder verlassen worden ist. Unsere anfängliche Fragestellung führt also zu dem Ergebnis, daß die Zeitung trotz aller äußerlich in Erscheinung getretenen Verringerungen eine vielfach sogar erhöhte und erschwerte Kriegsleistung erfüllt. Sie fußt dabei auf der Grundlage eines gerade gesicherten und dadurch die Höhe aller Ausgaben gerechtfertigten Bozugspreises und dient der deutschen Kriegführung als eine politische und geistige Waffe, die gar nicht scharf geschliffen genug erhalten bleiben kann. Verantwortlich: Rudolf Emil Eichmann(z. 8. Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Pr. 12. Druck: Verlagsgesellsch. von Rauchenbichser, Menden. RPK 1/904 Tummtung der mineren Krafte Besinnung in den Stürmen dies er Zeit— Von Richard Euringer verschied heute morgen 11 Uhr nach langem, mit großer Geduld ertrag. Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Heinrich Schulte Emma geb. Werth im Alter von 69 Jahren. Dieses zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme an: Familie Heinrich Schulte Wandhofen(Holzestr. 3), Düringhausen, Schwerte, den 23. Dez. 1944. Die Beerdigung hat bereite stattgefunden. Für die wohltuenden Beweise herzl. Teilnahme beim Tode meines lieben Mannes und Vaters danken wir auf diesem Wege recht herzlich. Fräu Hermine Kückelhaus Familie Heinrich Wink Ergste, im Januar 1945. Zeitungsbote gesucht. „Schwerter Zeitung! Ihre Verlobung geben bekannt: Elfriede Heithausen 1-Rottf. Theodor Thelen Bad Homburg v. d. Höhe (z. 8. Schwerte), Paulstr. 14, 3. Jannar 1945. Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Silberhochzeit danken wir allen recht herzlich. Otte Schoöder u. Frau Frieda geb. Pütter Ergste, im Januar 1945. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heldentode unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Karl allen herzl. Dank. Familie Wilhelm Schmidt Garenfeld, im Dez. 1944. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme beim Heldentode unseres lieb. Sohnes Günter sagen wir hiermit allen unseren besten Dank. Alex von den Kerkhoff und Frau Klara geb. Burggräf Tausche eine schöne, sonnige 3=Zimmerwohnung mit großem Balkon und Garten in Hagen, Pleyerstraße, gegen gleiche in Schwerte oder Umgebung. Angebote an Schlageterstr. 9, 2. Etage. -Biete gute Herrenstiefel Gr. 43, einmal getragen, oder gute Herrenschuhe Gr. 43, einmal getragen. Suche ein Wollkleid. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Ztg. 7 Biete guterh. Schlittschuhe Gr. 22. Suche Schlittschuhe Gr. 25—30. Kleinsorg, Holzen, Kreisstraße 31. Junger Dackel zu kaufen gesucht. Kleinsorg, Holzen, Kreisstraße 31. Reinrass. weißer Drahthaarfox mit schwarz=brauner Zeichnung am Kopf, auf den Namen Heidi hörend, am 29. Dezember 1944 entlaufen. Gegen sehr gute Belohnung abzugeben bei Bäckerei Filbrich, Mährstraße. Staubsauger, fast neu, gegen gut erhaltenes Fahrrad zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Ztg. 11 Briefmarken= Sammler verlangt Rarttätenpreisliste etc. der Fa. NordiskMüller, 135 Dießen a. A. Arzneipackungen sind kein Spielzeug. Kinder denken- freilich anders darüber. Wie herrlich läßt es sich mit leeren Medizinfläschchen und Glasröhrchen „Kaufmann“ oder„Onkel Doktor“ spielen.— Aber: sind sie auch wirklich ganz leer und gründlich gesäubert? Blieb nicht vielleicht doch ein kleiner Rest vom Inhal. zurück? Arzueipackungen gehören nicht in Kinderhände, sondern zurück in die Apotheke oder in die Altstoffsammlung. Dort sind sie zu nützlicher Wiederverwertung immer willkommen. Bitte sehen Sie doch einmal nach: Vielleicht gibt es auch in Ihrem Medizinschrank noch leere Pakkungen unserer Roche=Arzneimittel. F. Hoffmann=La Roche & Co., AG., Berlin. Ein gesunder Körper leistet mehr! Tue jeder seine Pflicht an seinem Platz. Ein gesunder Körper leistet mehr! Erhalte Deinen Körper gesund. Achte dabei besonders auf die Kinder. Ernährt' sie gut und rich tig. Dabei hilft Euch: Mai zen. Richt weniger nehmen, als die Gebrauchsanweisung vorschreibt! Sanatogen, Formamint, Kalzan gibt es heute zwar seltener, aber doch in unverminderter Güte. Die jeder Packung aufgedruckte Mindestdosis bildet die Grundlage für die Wirksamkeit. Weniger nehmen hieße sparen am falschen Fleck! Bauex& Cie., Johann A. Wülfing, Berlin. dent er wieden ggte uud, Pottante haben in der Reparatersiclle derch dur. beiner reue Urggen und bosubenen geschoffer über kreiodenend etcbener des Weschen geechtei werden: denn loerbirteleden„ie ooenbeöc olrStoff entholten, der durch hertes Reiben und dürsten beid verechlalben würde. Wer Wüsche und Kleidung)pflegsam behandelt, dient der Kriegswirtschaft. 34u —