— Nr. 239 Schwerte(Ruhr), Mittwoch, 11. Oktober 1944 Rämksr und enisalzberene Bagena 70 Prozent des Jahrganges 1928 kriegstreiwillig— Eine Botschaft des Führers an diese Jugend #. Berfin, 10. Oktober. Das ans dem freien Entschluß der Herzen kommende Bekenntnis zum Einsatz für den Sieg des Reiches ließ die Hitler-Jugend in immer stärkerem Maße zur Bewegung der jungen Kriegsfreiwilligen werden. In den Stunden der Gefahr war der Einsatzwillen der Jugend stets am größten. Im 6. Jahr des Freiheitskampfes unserer Nation hat nun der in der Hitler-Jugend erfaßte Jahrgang 1928 ein eindrucksvolles Zeugnis der Moral und der Haltung der deutschen Jugend gegeben Reichsjugendführer Axmann machte sich zum Sprecher dieser Jugend und erstattete dem Führer die Meldung, daß sich 70 Prozent des Jahrganges 1928 freiwillig zu den Waffen gemeldet haben. Die Meldung an den Führer brachte zum Ausdruck, daß es stets Herzenswunsch der Jugend Adolf Hitlers gewesen ist, während des Freiheitskampfés unseres Volkes in seinem Geiete die Bewegung der jungen Kriegstreiwilligen zu schaffen. Mit jedem Jahr dieses gewaltigen Ringens sei die Zahl der Kriegsfreiwilligen gestiegen. Diese echte Kriegsfreiwilligkeit unserer Jugend, so meldete Artur Axmann, werde in der Kampfmoral auf dem Schlachtfeld lebendig sein. Adolf Hitler beantwortete die Meldung an die Kriegsfreiwilligen der Hitler-Jugend: „Meine Hitler-Jugendl Mit Stolz und Freude habe ich eure Meldungen als Kriegsfreivillige des Jahrganges 1928 entgegengenommen. In der Stunde der Bedrobung des Reiches durch unsere haßerfüllten Feinde habt ihr ein leuchtendes Beispiel kämpferischer Gesinnung und fanatischer Einsatz- und Opferbereitschaft gegeben. Die Jugend unserer Nationalsozialistischen Bewegung hat an der Front und in der Heimat erfüllt, was die Nation von ihr erwartet. Vorbildlich haben eure Kriegsfreiwilligen in den Divisionen„HttlerJugend“,„Großdeutschland“, in den Volksgrenadierdivisionen und als Einzelkämpfer in allen Wehrmachtteilen ihre Treue, ihre Härte und ihren unerschütterlichen Siegeswillen durch die Tat bewiesen. Die Erkenntnis von der Notwendigkeit unseres Kampfes erfüllt heute das ganze deutsche Volk, vor allem aber seine Jugend. Wir kennen die erbarmungslosen Vernichtungspläne unserer Feinde. Deshalb werden wir immer fanatischer diesen Krieg für ein Reich führen, in dem ihr einmal in Ehren arbeiten und leben werdet. Ihr aber als junge nationalsozialistische Kämpfer müßt unser ganzes Volk an Standfestigkeit, zäher Beharrlichkeit und unbeugsamer Härte noch übertretfen Der Lohn des Opfers unseres heldenmütigen jungen Geschlechts wird im Sieg zur stolzen und freien Zukunft unseres Volkes und nationalsozialistischen Reiches führen. gez.: Adolf Hitler Erbitterte Abwehrkämpfe an allen Fronten Neue harte Kämpfe um die Schelde-Mündung Schwerstes Ringen bei Aachen ## Deslln, 20. Oktober. Kurz nach Mitternacht eröffneten unsere Marine-Batterien bei Vlissingen das Feuer gegen leindliche Landungsboote, die im Schutze der dunklen, zegnerischen Nacht von See her in die Schelde-Mündung einliefen; damit hat ein neuer Abschnitt um den Hafen Antwerpen begonnen. Seit Tagen drücken die Kanadier mit starken Kräften gegen unseren Brückenkopf südlich der Schelde, der zusammen mit den Kästenbefestigungen auf der Insel Walcheren und der Halbinsel Süd-Beveland die ScheldeMundung und damit die Zufahrt zum Hafen Antwerpen sperrt. Zahllose Angriffe brachen bereits an den zäh verteidigten Stellungen am Leopold-Kanal zusammen. Intolge seiner Fortschritte nördlich Antwerpen in Richtung auf die schmale Landbrücke zwischen SüdBeveland und der Küste hielt der Feind offenbar den Zeitpunkt für gekommen, eine neue Aktion zur Beseitigung des Schelde-Brückenkopfes einzuleiten. Gegen zwei Uhr morgens landeten die ersten Bataillone auf etwa sechs Kilometer breiter Front gerade gegenüber Vlissingen. Im Laufe des Vormittags folgte im Schutz künstlichen Nebels eine zweite aus 30 bis 40 Landungsbooten bestehende Welle. Die an Land gegangenen Kräfte stießen nach Südosten vor, wurden aber bald abgeriegelt. Gleichzeitig griffen die Kanadier wieder am Leopold-Kanal an. Sie vermochten ihren nordlich Maldogem am Kanal hart bedrängten und eng zusammengepreßten Verbänden aber keine Entlastung zu bringen. Durch die erfolgreichen Gegenstöße an der südlichen Haupffront gesichert, greisen weitere Kräfte den in ihrem Rücken gelandeten Feind an. Die harten Kämpfe dauern an. In engem Zusammenhang mit dem schweren Ringen um den Schelde-Brückenkopf stehen die feindlichen Angriffe nördlich Antwerpen. Unsere wirksamen Gegenschläge am Vortage hatten den gegen die Linie Bergen—op-Zoom, Roosendaal, Breda, Tilburg vorgedrungenen Feind an den bisherigen Brennpunkten abgefangen und zurückgeworfen. Die Kanadier ballten darauf noch einmal stärkere Kräfte zusammen, die sie an der bisher weniger umkämpften Straße Antwerpen—Roosendaal ansetzten. Auch dieser Vorstoß konnte gegen die zähe Abwehr unserer Trupben nur geringfügige Fortschritte machen. Aus dem Plan des Feindes, der sich den Hafen von Antwerpen als frontnahen Nachschubstützpunkt sichern will, sind weitere schwere Kämpfe beiderseits der Schelde-Mündung und im Raum nördlich Antwerpen zu erwarten. Die schwersten Kämpfe, vielleicht die härtesten während des ganzen Ringens gegen die Ihvasionstruppen überhaupt, toben weiterhin im Raum von Aachen. Laufend wirft der Feind Reserven in die Schlacht und erschwert durch heftige Luftangriffe gegen Bahnen und Straßen im Hinterland die Heranführung eigener Verstärkungen. Als die Amerikaner versuchten, ihre Einbruchsstelle bei Palenberg nach Norden zu erweitern, trafen sie vor Geilenkirchen auf eine riegelnde Höhenstelung. Um sie aufzubrechen, setzten sie auf etwa 150 Meter Frontbreite sehr starke, von zahlreichen Panzern begleitete Infanteriekräfte an, die sie zwei Tage und Nächte anrenpen ließen. Die Verteidiger der Höhe. Soldaten der Heeres-Unteroffizierschule Jülich, hielten den von schwerem Artilleriefeuer unterstützten Angriffen stand, so daß die mehrtägigen schweren Kämpfe den Feind bei beträchtlichen Verlusten an Menschen und Material lediglich einen Bodengewinn von 150 Meter brechten. Auch die Abwehr der aus ihrer Einbruchsstelle nach Nordosten vordringenden Nordamerikaner gelang. Nur die nach Südosten vorgehende Stoßgruppe konnte im Vorfeld der Westbefestigungen bis Bardenberg vorwärtskommen, bis auch sie, von Gegenstößen getroffen, den größten Teil ihres Bodengewinnes wieder aufgeben mußte. Diesen zurückgeworfenen Kräften sollte auf der Linie Aachen—Tilberg ein weiterer Kell entgegenstoßen. Aber auch er mußte nach anfänglichem Bodengewinn wieder auf Verlautenheide zurückgehen Auch im Südteil der Westfront wurde an der gleichen Stelle wie am Vortage mit großer Erbitterung weitergekämpft. Das Schwergewicht der Angriffe der 3. nordamerikanischen Armee lag wieder nordöstlich Nancy an unserem Seille-Brückenkopf. 38 InfanterieDivisionen greifen hier seit Sonntag auf etwa 12 Kilometer Breite ununterbrochen an. Der erhebliche Einsatz des Gegners läßt erkennen, daß er den vor drei Wochen durch unsere Gegenmaßnahmen bei Salzburgen gescheiterten Angriff in Richtung auf das Saargebiet erneut aufnehmen will. Seine Angriffe haben bisher jedoch den Frontvorsprung nicht eindrücken können. Die 7. nordamerikanische Armee hält ebenfalls ihren Druck gegen die westlichen Vogesen aufrecht. Nach Nordosten zu suchen sie das Tal der oberen Vologne zu gewinnen, genau nach Osten wollen sie sich den Talgrund der Moselotte öffnen and die Stöße nach Süden sollen die beherrschenden Kämme beiderseits der Moselstraße in Besitz nehmen. Keiner dieser ununterbrochenen schweren Angriffe erreichte das gesteckte Ziel. Daß es unseren Truppen gelang, trotz des anhaltenden feindlichen Drucks auch am Montag ins Gewicht fallende Fortschritte des Gegners zu verhindern, ist nicht zuletzt auch ein Erfolg des an den Fronten eintreffenden Ersatzes. Ihn bezeichnete ein im Norden der Westfront stehender Bataillonskommendeur als kühn, zäh und draufgängerisch. Die Schlacht vor Ostpreußens Grenze Berlin, 10. Oktober. Im Verlauf der schweren Abwehrschlacht vor der ostpreußischen Grenze richteten die Bolschewisten ihre Angriffe nördlich der Memel nach Westen und Norden. Südöstlich Libau und bei Moscheiken, wo die Bolschewisten die Bahnlinie Schaulen—Libau zu überschreiten versuchten, brächen alle feindlichen Angriffe unter hohen Verlusten zusammen. Durch Angriffe gegen unseren Brückenkopf um Riga, bei denen sie achtzehn Panzer verloren, und durch fortgesetzten Druck gegen die Halbinsel Sworbe auf der Insel Oesel, der sie sieben weitere Panzer kostete, suchten die Bolschewisten ihren Hauptangriff ohne Erfolg zu unterstützen. Auch südlich der Memel bis nach Wolkowischken unternahmen sie zahlreiche Angriffe bis zu Bataillonsstärke, die— teilweise im Gegenstoß— blutig abgewiesen wurden, dabei versuchten sie südöstlich Georgenburg die Memel zu überqueren. Eine übergesetzte Kompanie wurde vernichtet, die weiteren Uebersetzversuche zerschlug unsere Artillerie. Auch im Südabschnitt der Ostfront scheint die Phase der feindlichen Anfangserfolge ihrem Ende entgegenzugehen. Der in die ungarische Tiefebene gedrungene Feind rannte in breiter Front gegen die Theiß an, versuchte jedoch vergeblich, in größerem Umfange auf ihrem westlichen Ufer Fuß zu fassen. An verschiedenen Stellen, an denen er mit schwächeren Kräften übergesetzt war, wurde er wieder geworfen, während dort, wo er sich auch auf dem Westufer trotzdem festsetzen konnte, Gegenmaßnahmen im Gange sind. In nördlicher Richtung suchte der Feind seinen Einbruchsraum nördlich der Schnellen Kreisch nach Osten zu erweitern, wobei es südwestlich Debrecen zu harten Kämpfen kam. Die entschlossenen Gegenangriffe unserer Truppen vereitelten jeden weiteren Bodengewinn der Bolschewisten, die auch hier eine Anzahl Panzer verloren Gegen den Einbruchsraum sind von Westen, Norden und Südosten ungarische und deutsche Truppen zu Gegenangriffen angetreten. Auch auf dem Balkan geht die Phase der reinen Abwehr zusehends in eine Zeit der erfolgreichen Harte Kämpfe in Holland Durchbruchsversuche in Mittelitalien gescheitert Aas dem Führerhauptquartler, 10. Ort., a: Oberkommande der Wehrmacht gibt bekannt: Der Schwerpunkt der Kämpfe In Holland bat sich seit einigen Tagen an unseren Brückenköpfen südlich der Westerscheide und dem Zugang zur Insel Süd-Beveland Verlagert. Feindliche Angrille am Leopold-Kanal blieben Vergeblich. Sydöstlich Breskens stehen unsere Truppen In harten Kämpfen mit gelandeten Gegnern. Vor dem Zugang kür Insel Süd-Begeland wurde ein Einbruch der Kansdter 8ogerlegelt. Im Raum von Aachen hat sich die Lage durcl ansere Gegenangriffe gelestigt. Der Südrand der Stadt wurde wieder freigekämpft. Nordöstlich Nancy hielten Unsere Truppen beiderseits Nomeny weiteren amerikanlschen Angrillen sland und vernichteten 31 leindliche inzer und Panzerspähwagen. Im Parroy-Wald und in den vorhöhen der Westvogesen dauern die tellweise schweren und für den Feind verlustreichen Gefechte um die selt engem umstrittenen Waldstücke, Dörfer und Höhenstelungen an. Von Dünkirchen und St. Nazaire werden Narkes Artillertefeuer und erlolgreiche Gelechte mit überegenem Feind gemeldet. Die Besetzungén von Le Rochelle and Gironde-Nord wiederholten ihte Ausfälle bis tief in Vorleid der Feslungen. In mehreren Nachtgelechten der niederländischen Küste versenkten SicherungsUnzeuge der Krlegsmarine über den Im gestrigen WehrNechtbericht gemeldeten Erfolg hinaus drei weitere briNsche Schnellboote und beschädigten auferdem zwei Boote, von denen eins wahrscheinlich späler gesunken 1el. Sicherungsfahrzeuge der Krlegsmerine und Bordfick schossen vor der südnorwegischen Küste 9 von 22 enweilenden Plugzeugen ab. Auch in der vergangenen Nacht lag der Großraum von London unter Stösungsieuer der V 1. Trotz Wetterverschlechterung haben die Nordamerikaner Miltelltallen, vor allem östlich der Straße Plorenz-Bo99ve ihre Durchbruchsversuche fortgeseizt. Wie steis in ten schweren Ringen der leizten Wochen, schlugen ungere Avisionen die Leindlichen Angrille ver unserem HauplPmplleld zurück oder brachten sie vor Auflangstellungen sem Erliegen. duch der weller fortgeseiste Versuch der 6. englischen die Flanke unseres vorgeschobenen Frontbogens * des Bergon weatlich der adrialischen Küste bei Rocce Caslano und am oberen Rubikon einzudrücken, scheiterte. Standhaftigkeit dei Truppe und Wendigkeit der Führung verdienen höchste Anerkennung. Auf dem Balkan kam es mehrfach zu Gelechtsberührung mit bulgarischen Truppen an der altbulgarischen West-, grenze. Sowohl im Raum von Zajecer wie vor Belgrad sind eigene Verbände, vor allem Gebirgsjäger des und der Watien-ff, nach schweren Tagen der Abwehr zu erlolgreichen Angrillen übergegangen und haben stärkere sowjetische Kräfte zerschlagen. In Südungarn gelang er den Bolschewisten, auf dem Westuter der Theiß an einigen Stellen Fuß lassen. Gegenangrilfe deutscher und ungartscher Truppen beseitigten die Mehrzahl der leindlichen Brückenköpfe. Im Raum südwestlich Debrecen wurde In Angrilt und Abwehr erhittert gekämpft. An den Weldkarpaten scheiterten alle Anstrengungen der Sowjets zur Gewinnung der wichtigen Pässe. Bei Nowograd und Im Raum von Wilkowischken blieben zahlreiche feindliche Angrille erfolglos. Nördlich der Niemel lingen unsere zäh kämpfenden Divisionen den Feind vor der ostpreußischen Grenze euf. Südlich Libeu, bei Mescheiken und am Rigeer Brückenkopf wurden sterke Angriffe der Bolschewisten abgeschlagen. Auf Oesel hiel! die Besatzung der Halbinsel Sworbe den starken Angrißen der Sowjets siand und vernichtete im Nahkampf sieben Panzer Is Finnland wurde südlich Bova Nieml ein linnisches Datalllon bei dem vergeblichen Versuch, in die Plenke unserer Abselzbewegung zu stoben, vernichtet. Wirksem von der Lultwalle unterstülzt, wiesen Gebirgsjäger an der Bismeertront sowjellsche Umissungsversache ab. An den Schwerpunkten der Ostfront bekämptten SchlachtRlieger mit guter Wirkung Angrillespitzen des Gegners und seinen Nachschubverkehr. in heftigen Luttkämpfen und durch Flakertilierie der Luftwalle verloren die Sowjets 119 Plugzeuge, davon allein 85 im Raum von Pettamo. Unter dem Schutz einer geschlossenen Wolkendecke führten anglo-amerikanische Terrorbomber bei Tage Angrißle gegen Schweinfurt, Mainz, Koblenz, und in der Nacht gegen Bochum, Wilhelmehaven und mehrere Orte im rheinisch-westfällschen Industriegeblet. Trotz unganstiger Abwehrbedingungen wurden 1e feindliche Plugzeuge abgeschessen. Gegenangriffe über, die dem Feind sowohl vor Belgtad wie auch südlich der' Donauschleife Halt geboten. Inzwischen setzten die Bolschewisten ihre Versuche, längs der Ost- und Waldkarpaten die Pässe in ihre Hand zu bekommen, mit neuerdings verstärkten Angriffen besonders gegen den Cirokatal-Paß, den-OzennaPaß, derf Lobkower Paß und wie bisher gegen die Ostbeskiden-Pässe südlich Dukla fort. Ihre Angriffe wurden im wesentlichen abgewiesen, örtliche Einbrüche durch unsere Gegenangriffe beseitigt oder eingeengt. In einem Divisionsabschnitt zersprengte unser zusammengefaßtes Artilleriewerferfeuer Bereitstellungen von Regimentsstärke. Auch in anderen Abschnitten konnte unsere Artillerie Angriffe schon in der Bereitstellung fassen. Die in den Ergänzungen zum Wehrmachtbericht vom 10. Oktober genannte rheinischwestfälische 253. Infanteriedivision wies vier schwere, nach zweistündiger Artillerievorbereitung vorgetragene Angriffe beiderseits einer Höhe in den Ostbeskiden ab. An der mittleren Ostfront hatten eigene Aufklärungsvorstöße im Brückenkopf westlich Baranow Erfolg, unsere Truppen brachten den Bolschewisten Ver, luste bei und machten Gefangene. Im Brückenkopf südwestlich Warka blieb ein schwächerer Vorstoß der Bolschewisten, die am Vortage hohe blutige Verluste hatten und zahlreiche Waffen verloren, bereits in unserem Abwehrfeuer liegen. In den Morgenstunden gelang es einer regimentsstarken bolschewistischen Kampfgruppe, den Narew bei Nowograd zu überschreiten. Am Nachmittag warf sie unser von Sturmgeschützen unterstützter Gegenangriff wieder über den Fluß zurück. Auch hier hatten die Sowjets beträchtliche Verluste In Ungarn und in Litauen führten unsere Schlachtflieger starke Schläge gegen feindliche Angriffsspitzen und Nachschubkolonnen. Sie griffen ferner in den Ostbeskiden mit guter Wirkung in die Erdkämpfe ein. Dabei vernichteten sie nach bisherigen Meldungen 150 motorisierte Fahrzeuge, zahlreiche Panzer-Geschütze und Kampfstände. Die Schwerter für Hauptmann Schnaufer Berlin, 10. Oktober. Hauptmann Schnaufer, Gruppenkommandeur in einem Nachtjagdgeschwader, erzielte in der Nachtjagd seinen 100. Sieg. ür ist damit nach Oberstleutpant Lent der zweite deutsche Nachtjäger, der diese hohe Abschußzahl erreichte. Hauptmann Schnaufer steigerte In den letzten Wochen die Zahl seiner Luftsiege so schneil, daß ihm der Führer bei der Ueberreichung des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes auch die Schwerter zum Bichenlaub verleihen konnte. Den 1000. Panzer abgeschossen Berlin, 10. Oktober. Eine„Tiger“-Kampfgruppe, die zwischen der Büna und der Rigser Bucht kämpft, konnte Jetzt den 1000. Panzer abschießen. Das geschah im Morgengrauen, als sich sechs Sowjetische Panzer an die deutschen Linien heranschoben, um sie mit aufgesessener Infanterte zu durchbrechen. Drei neue Eichenlaubträger Aus dem Pahrerhauptquartier, 10. Ouf. Der Führer verlich am 30. September das Bichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Ernst Philipp, Ponzeroffizier im Stabe eines Armee-Oberkommandos, als 599., Oberstleutnant Wollgang Kretzschmar, Kommandeur eines Jägerregimenis, els 600., Leutnent Konrad Seuer, Batterieführer in einer Sturmgeschützbrigede, als 993. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Deportation von Rumänen Bern, 10. Oktober. Dem„Courrter de Geneve“ wird aus Ankare gemeldel: Die Nechricht, daß Mocheu 1 des bes rumänische Arbeiter zum Wiederaufhau anforderte, hat in allen rumänischen Kreisen lebhafte Bestürzung hervorgerufen. Die Ueberraschung 1st um se größer, als dieser Punkt der Wallenstilistandsbedingungen bis im letzten Moment geheimgehalten wurde. Diese wichtige Klausel wer Gegenstend eines ausätztichen Protckolls, das auch die bedingungen enthäil, unter denen bestimmie, sell Jahren'n der Sowjetunion andässige rumänische Kommunisten nach Rumänien zurückkehren können, sowie Angaben über dle Stellung, die sie Im polltischen und kulturellen Leben einnehmen sollen. Glaubwürdigen Inlormalionen zulolge enthält das Geheimprolokoll außerdem eine In Kürze zu veröflentlichende Erk'ärung, danach die rumänische Orth rante Kirche der Oberauisicht von Morkeu unterstellt werden selle. Dr. Ley im Rheinland Berlin, 10. Oktober. In einer rheinischen Stadt sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley im Rahmen eines Führerappelle der NSDAP auf einer Massenkundgebung, die aus der überfüllten größten Halle der Stadt noch in mehrere dichtbeseizte Säle übertragen wurde und ein erhebender und überzeugender Ausdruck der Einsatzbereitschalf entschlossen-harten Haltung der Bevölkerung Im Westen wer. „Es ist heute nicht anders als damals in der Kampfzeit“. führte Dr. Ley in seiner Rede, die von stürmischen Zustimmungskundgebungen unterbrochen wurde, aus,„der gleiche Feind kämpft mit den gleichen Kampfmelhogen, mit Terror und gemeinem Mord gegen das deutsche Volk, das er vernichten Vill. Wie damals, handelt es sich auch heute für uns darum, Deutschlands Ehre und Freiheit, onsare Arbeit und unseren Boden zu verteidigen. Es ist ein Kampf, der 1914 begann, jetzt also schon dreißig Jahre dadert und erst beendet sein wird, wenn Deutschland endgaltig seihe Preiheit errungen hat. Mehr denn je bin ich von unserem Siege überzeugt, denn derjenige wird siegen, der die höchsten Ideale vertritt und dafür die größlen Opfer bringt. Herr Eisenhower rechnet nur mit Dollaren, er kennt keine Ideale. Seine Absicht ist, den deutschen Arbeiter schmählich an den Bolschewismus zu verkaufen. Aber hier irrt Herr Eisenhower. Eine der größlen Chancen unseres Sieges ist die Einigkeit unseres Volkes; der deutsche Soldat besitzt eine starke Rückendeckung in der Helmat, deren moralische Kraft ebenfalls ungebrochen ist. Wohl ist ihr in den fünf vergangenen Krlegsjahren nichts geschenkt worden, aber ihre Haltung bleibt fest. Schönster Ausdruck hierfür ist der Aufbruch des Volkes zum Beu der Ost- und Westverteidigungslinien. Vergeblich stürmt der Feind gegen unsere Grenzen, die Mauer wird immer stärker und dichter. Unsere Wehrmacht kann sich heute. auf die Seeie der Nation stützen. Diese Einheit gibl uns die Kraft zum Siege.“ Japanische Erfolge auf See. Toklo, 10. Oktober. Das kaiserliche Haupiquar“er teilte am Dienslag milt, daß japanische Unterseehoole#m 3. Oktober eine Gruppe leindlicher Flugzeugträger 631l ch der Insel Halmahera im Molukken-Archipel angrilfen. Sie versenkten einen Flugzeugträger und beschädiglen einen weiteren schwer. Am 9. Oktober wurde bei der Markus-Insel- ein Zerstörer versenkt, ein weiterer schwer beschädigt. Auch ein Kreuzer wurde schwer getrofen. Das neue ägyptische Kabinett Saloniki, 10. Oktober. Wie der ägyptische Nachrichtendienst meldet, hat König Faruk seine Zustimmung zu der neuen Ministerliste ertellt. Das neue ägyplische Kabinett setzt sich wie lolgt zusammen: Ministerpräsident und Innenminister Ahmed Miahir; Außenminister Mahmud Fahmien-Nakraschu Pascha; Finanzminister Makram Oheld Pascha; Minister für öffentliche Arbeiten Mahmud Gallb Pascha; Justizminister Mohammed Hafiz Pascha; Minister für Erziehung und Unterricht Mohammed Husseln Heikal Pascha; Ukas-Minister Mustal Abdul Razzak: Hygiene-Minister Ibrahtm Abdul Iladi: Land wirtschaftsminister Ahmed Abdul Galfer; Versorgungs minister Tahe Mohammed Abdul Kahab-Es-Stbai Bay; Ver kehrsminister Ibrahlm Absoah. Die Minister legten den Treueld in Gegenwart des Königs ab. Telegrammwechsel Großmufti— Koiso Berlin, 10. Oktober. Zwischen dem Großmufti vor Jerusalem und dem japanischen Ministerpräsidenten Koiso hat ein Telegremmwechsel stattgefunden. Der Großmuftl dankte aus Anlaß der letzten japanischen Reichslagssilzung dem japanischen Ministerpräsidenten und dem japanischen Volk für das Versprechen, den mohammedanischen Völkern Ostasiens die Unabhängigkeit zu gewähren. Ministerprästdent Koiso erwiderte mit herzlichen Worten. Glückwünsche des Führers Berlin, 10. Oktober. Anläßtich des chinesischen Nationallefertages hat der Führer in einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm dem Staatspräsidenten Wang-Chingwei seine Glückwünsche übermitte“. Feierliche Beisetzung Mitsuru Toyamas Toklo, 10. Oktober. Der bekannte japanische-Nationalist Mitsurn Toyama, der am 4. Oktober im Aller von 90 Jahren verstorben ist, wurde am Dienstagnachmitlag unter buddhistischen Riten feierlich beigesetzt. Ungefähr. 20 000 Personen, mit Premierminister Kolso an der Spitze, erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Zu den über tausend Blumenspenden hatten neben dem Tenno, dem Premterminister und anderen Kabinettsmitgliedern führende Persönlichkelten des öllentlichen Lebens und der„Genvosha“, der nationalistischen Bewegung, die von Mitsuru Toyama gegründet und geführt wurde, und aus der. zahlreiche führende Männer der Nation hervorgegangen sind, beigetragen. In einem Nachruf zollte der bekannte Schriltsteller und Journaltst Tokutomi der menschlichen und polllischen Persönlichkeit Mitsuru-Toyama, der u. a. auch als Vorkämpter der Idee der Achsengemeinschaft bekannt war, höchsten Tribat. Fünf Nächte V1I Stockholm, 10. Oktober. Die Deutschen schossen heute nacht wieder V 1 auf Südengland ab, meldete der Sender London.„Es ist das die fünfte aufetnanderfolgende Nacht.“ Japanische Seekriegslage Nanking, 10. Oktober. Kapitän zur See Kalzo Mataushima, der Sprecher der japanischen Plotte in den chinesischen Gewässern, erklärte bei einem Besuch in Nanking vor der Presse, die Nordamerikaner stellten große Truppenmassen bereit, um über die Brücken der Philippinen an der chinesischen Küste zu landen. Um das zu verhindern, beseizten jepanische Marinesoldaten Putschau in Fuklen und Wentschau in der Tscheklang-Plovinz. Wenn die Japener, so stellte Matsuschime weiter lest, mehrere kleine Inseln Im Pazilik aufgegeben hätten, so bedeute das kein Versagen der japanischen Strategie, sei vielleicht soger einem Arlolg gleichzusetzen. Die jepsaische Flotte werte auf die günatigste Gelegenhelt, die nordemerikanische Olfensive zu erschüttern. Zahlenmäßig seien die Nordemerikener zwar überlegen, aber nicht hinsichtlich des Kempfgeistes und der Güte des Materials: Zum Schluß geb Matsushime nochmals seinem Glauben an den Artolg der chineslech-jspanischen Zusammenarbeit für Großestasten Aundruck. Kurz gesagt Gen!,„Retrelung bedeutet keinesfells den Wechsel vom Mangel zum UeberRuß“, sagt ein Leitartikel des„Manchester Cuerdien“. Die Berichte sus Perte seien erschütternd. Medrid.„Alle eintrellenden Berichte beweisen die Ueberlegenheit der deutschen Wallen über des Matertal der Alllierten“, schreibt„Informaciones“ in einem Kommentar zur Lage an der Westlront. Genl.„New Vork Times“ schreibt:„Da auf der Keslerens von Dumbarton Oeks zuvieje Hauptfragen der beIItik nicht geklärt worden sind, wird eine neue Kenlerens erwogen.“ Eine bemerkenswerte Peststellung! Die schwimmende Rollbahn Großtransportleistungen der Kriegsmarine in der östlichen Ostsee. Von Kriegsberichter Theodor Dotzer PK. In gleichmäßigem Rhythmus, wie der Pulsschlag eines gesunden Körpers, vollzog sich bis zu Anfang dieses Jahres der Nachschubstrom für uniere Wehrmacht in das Ostland bis hinauf nach Finnland, ebenso wie der Rückflug von Wirtschaftsgütern nach Deutschland. Ein Teil dieses Kreislaufes geschah auf dem Landwege, der weitaus größere Teil jedoch ging über das Wasser über die schwimmende Rollbahn. Wurden hier schon im normalen“ Ablauf von der Kriegsmarine und den in ihren Diensten stehenden Transportern ein hoher Einsatz verlangt, so wuchsen die Anforderungen geradezu sprunghaft, als die Ereignisse eintraten, die zur augenblicklichen Lage im baltischen Raum und in Finnland führten. War es bereits eine ungewöhnliche Leistung unseres Seetransportes, als damals in kürzester Frist unsere Verbände mit ihren schweren Waffen und sonstigem Kriegsgerät über den Finnenbusen geworfen wurden, um Finnland die versprochene Waffenhilfe zu gewähren, genau so wie die gleichen Verbände nach erfolgreichem Einsatz in gleicher Schnelligkeit und Exaktheit wieder in den baltischen Raum zurückgeführt wurden, so wuchs das Maß des Transportes über See und zurück fast ins Gigantische, als die Sowjets den Versuch unternahmen, im Süden nach Ostpreußen hineinzustoßen, südlich Riga bis zur Ostsee vorzudringen und nördlich davon das estnische Gebiet aufzusplittern. Zwär blieb ihnen dank des zähen Widerstandes unserer Truppen ein Erfolg versagt. Doch so kam es, daß sich von heute auf morgen das Schwergewicht des Menschen= und Güterverkehrs auf die Schulter der Kriegsmarine verlagerte. Ueber das Maß der von den Seetransportstellen der Kriegsmarine, den Hafenkommandanten und sonstigen beteiligten Dienststellen in dieser spannungsgeladenen Zeit Tag und Nacht pausenios geleisteten Arbeit braucht kein besonderes Wort der Anerkennung verloren zu werden: Der Erfolg spricht für sich selbst. Im steten Fluß wurden neue Truppenverbände mit ihren Waffen und ihrem Material über See herangeführt, um den schwer ringenden Kameraden an der baltischen Landfront Entlastung zu bringen. Ueber Nacht wurde die reibungslose Rückführung der Verwundeten mit normalen und behelfsmäßigen Lazarettschiffen vorganisiert. Ohne große Schwierigkeiten vollzog sich weiter die Heimleitung der nicht im Einsatz benötigten Reichsdeutschen und ihrer Familien, der sich im mächtigen Strom auch die heimische Bevölkerung anschloß. Gewaltig war außerdem der Umfang der zurückbeförderten Güter und Materialien. In gleicher Weise wurden auch die in Südfinnland stehenden Deutschen mit ihrem Gut erfaßt. Wie leuchteten schließlich die Augen der Landser und Matrosen, als endlich auch wieder über See die zunächst schmerzlich empfundene Lücke in der Postbeförderung, vor allem aus der Heimat und zurück ins Reich, geschlossen wurde. Daß nebenbei der gewöhnliche und regelmäßige Verkehr auf dem Wasserwege in seinen kleinsten Verästelungen bis weit hinein in den Finnenbusen durchgeführt wurde, daß auch sonst keine laufenden Aufgaben vernachlässigt wurden, mag als Selbstverständlichkeit nur am Rande erwähnt werden. Und noch einmal steigerte sich der Transporteinsatz der Kriegsmarine zu einzig dastehender Höhe, als nach dem Abfall Finnlands die südliche Flankendeckung für unsere ehemaligen Verbündeten illusorisch wurde und unser äußerster Flügel am Finnischen Meerbusen zurückgenommen wurde. Auch hier erfolgte der Rücktransport mitsamt ihrem Material und Gerät zu einem erheblichen Teil auf dem Seewege, ein Unternehmen, das von den Flugzeugen unserer Kriegs= und Handelsmarine in aufopferungsvoller Hingabe mit vollem Erfolg durchgeführt werden konnte. Mit diesen in beisvielhafter Tatkraft und unerschütterlicher Einsatzfreude gelösten Aufgaben in der östlichen Ostsee und im Finnenbusen hat sich die Kriegsmarine ein neues unverK 4 9 Deutsche Fallschirmjäger an der Adriafronk Ein Gefechtsvorposten unserer Fallschirmjäger am Ausgang eines heißumkämpften Dorfes. PK=Kriegsberichter Richter(Atl— Sch) gängliches Ruhmesblatt geschrieben, das sich ihren großen Leistungen bei der Rückführung unserer Verbände über die Messina=Straße, von der Krim und in diesen Tagen auch im Westen über den Scheldestrom würdig anschließt. Mit größter Entschlossenheit Harte Kämpfe auf Pililiu Wehrertüchtigung statt Leistungssport Einsatz auf dem Kampffeld statt Tokio, 9. Okt.(Ostasiendienst des DRB). Frontberichte melden, daß die Kampfhandlungen auf den Inseln der Palau=Gruppe von beiden Seiten mit größter Entschlossenheit weitergeführt werden. Eine japanische Kommandogruppe durchbrach in der Nacht zum 6. Oktober die feindlichen Linien und erreichte nach blutigem Gemetzel das kürzlich erbaute Flugfeld Pililiu. Ausgedehnte Brände konnten dort noch am nächsten Morgen als Folge japanischer Zerstörungen beobachtet werden. Feindliche Streitkräfte erlitten im Verlauf des Tages schwere Verluste, als sie versuchten, in die Höhenstellungen im mittleren Abschnitt der Insel einzudringen Javanische Vorbereitungen, eine feindliche Einbruchsstelle vom Feinde zu säubern, sind im Gange. Eine kleine Insel die durch ihr tapferes Aushalten die Entwicklung der feindlichen Gegenoffensine im Pazifik gleichfalls beeinträchtigt hat, ist. Wiak in der Schoutengruppe, nahe West=Neuguinea. Seit der ersten feindlichen Landung am 27. Mai haben die japanischen Verteidiger Wiaks dem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner, heftige Verluste zugefügt und halten ihre Stellungen gegen hartnäckige Angriffe. Maßregelung Pflichtvergessener Gauleiter und Reichsverteidigungskommissar Simon gab bekannt:„Der Leiter des Arbeitsamtes von Trier, Dr. Münzer, und der Fahrbereitschaftsleiter des Bezirks Trier, Schall, haben sich, als Trier vorübergehend unter Feindeinwirkung lag, ohne Genehmigung ihrer Vorgesetzten und ohne stichhaltige Gründe von Trier entfernt. Dr. Münzer und Schall wurden von ihren zuständigen Vorgesetzten beur, laubt. Gegen beide läuft ein Disziplinarverfahren. Ihre- UK.=Stellung wurde aufgehoben. Sie wurden außerdem durch einstweilige Verfügung aus der Partei ausgeschlossen.— auf dem Kampffeld statt auf der Kampfbahn, das war die Losung für den„Tag der Wehrertüchtigung“, der am Sonntag die ganze deutsche Jugend beseelte. In zahlreichen Vorführungen traten überall im Reich die Iugendlichen an, und namentlich die Sondereinheiten, also Marine=, Flieger=, Nachrichten= und Motor=HJ., stellten unter Beweis, welch wertvolle Vorarbeit für den späteren militärischen Einsatz in der HJ. bereits geleistet worden ist. Dort wo es um Leistungen gina insbesondere im Schießen, konnte man die Feststellung machen, daß wir unter den zukünftigen Soldaten viele treffsichere Scharfschützen haben werden. Die Vorführungen fanden ihren Abschluß meist durch Ansprachen der Gebietsführer und Vertreter der Wehrmacht. Die Zahl der angetretenen Jugendlichen die sich schon jetzt als Kriegsfreswillige des Jahrganges 1928 gemeldet haben, wurde dem Reichsjugendführer gemeldet: ein rotes Böndchen auf der Dienstbluse kennzeichnete sie gegenüber den anderen Kameraden. Der allgemeine Eindruck hinsichtlich der könnerlichen B=schaffenheit ebenso wie des Wehrwillens und der Einsatzfreude war überall der gleiche; auf diese Jugend können wir stolz sein, auf sie können wir uns verlassen. Der Kundfunk heute Reichsprogramm: 2,35—12.45: Der Bericht zur Lage. 15—15,30: Kleines Konzert des Münchener Rundfunkorchesters. 15.30—16: Solistenmusik von Hugo Wolf. 16—17: Mit zahlreichen Salisten von Overette zu Overette. 17.5 bis 18:: Ein unterhaltsamer Melodienstrauß 18—18.30: Otto Dobrindt dirigiert das Berliner Rundfunkorchester 18.30—19: Der viegel 19.15—1930: Frontberichte. 20.15 bis 21:„Man muß wissen!“, eine bunter Stunde nit bekannten Schlaaern. 21—22:„Eine Stunfür dich“, mit Unterhaltungs= und Tanzbostern und Solisten. Iinnen auf der Flucht vor den Sowjets Einks: Finnische Frauen, mit ihren Kindern warten an der schwedischen Grenze auf die Einreiszerlauhnis Rechts: Nach lleberschreiten der Grenze werden die finnischen Flüchtlinge vom schwedischen Roten Kreuz betreut, das große Zelte für ihre Aufnahme #at. Deutschlandsender: 17.15—18.30: SinfoniMusik von Mozart und Fibich, Lieder von vorak, Scherzi Notturni von Benda. 19 9,15: Korrespondenten berichten. 20,15—21: Das Rundfunkkonzert. Musik zu Goethes„Egmont" von Ludwig van Beethoven, Leitung: Artur Rother. 21—22: Joseph Haydn, Bild seines Lebens von Alexander Schettner. Wie bücken auf Aldanien Fadennudeln, Feze und Hammelwürstchen von Kriegsberichter Armin Schönberg PK.— Nicht wahr, nirgendwo wirkt diese Stadt stärker und aufschlußreicher als in diesen Bazar= und Handwerkergassen. Denn hier tritt das tätige und untätige, das handeltreibende und bettelarme Leben buchstäblich zutagé, spielt sich von morgens bis abends auf der Straße ab Sicher will uns Allah, in dessen Schoß wir nur behelligt ruhen können, durch den Markt versöhnen, der gerade heute stattfindet. Denn der Donnerstag=Markt von Tirana ist der große Sog für die eingeborene Bevölkerung ringsum. Auf den Ueberlandstraßen strömt mit Lastwagen, Eselkolonnen oder barfuß herbei, wer etwas zu verkaufen hat oder kaufen will, wer, selbstverständlich zwischen Geschäften, aute Bekannte wiedertreffen oder politisieren will. In dem Gewimmel von Mensch, Tier und Wagen bahnen wir uns den Weg zwischen dVerkaufsbuden. Werkstätten und am Straßenrand ausgebreiteten Waren. Weiße Feze auf den Köpfen der Männer, meist unnerschleierte Frauen, Bündel von Salat und Schafwolle, Seife und Rosinen, in Massen geschlachtete Ziegen und Tenviche, getragene Schuhe und Sonnenbrillen Feze und Luxardo=Liköre Bettstellen und Brarspieße voller Fleischstückchen, Rasierapparat= und alte Pfannen, Parfüm und Olivenöl, Eier und Lippenstifte, silberne Filiaranarmbänder und Tierhäute,— wieviele Waren und welches Schauspiel um sie herum. Selbstbewußt und darum würdig schreiten Albaner, gewehrbewaffnet in ihrer Nationaltracht, zu der der breite Patronengurt gehört, durch die Menge, Frauen, ihre Warenbünde! auf dem Kopf halancierend, zwännen sich durch Limonadenverkäufer, das ziselierte Faß aus Messing umgehängt, schwingen die Handschelle und mancher Händler ruft auch uns als Kunden an, nennt jeden von uns„Commandante“ und preist seine Ware an.„Extra, prima, billik!“ ] Nun geht es uns wie den anderen Kameraden, denen wir hier begegnen: Manchmal betrachten wir eine Sache mit versunkenem Ausdruck ehe wir unsere Blicke von ihr losreißen. Denn alles ist für uns wenn wir den Wehrsold auch in Lek bezahlt bekommen, viel zu teuer. So bleibt uns nichts weiter übrig, als lediglich unser Bedürfnis an Schaulust zu decken. Hinter einem Holzkohlenherd, den ein riesiges Kupferblech bedeckt, steht— sein Firmenschild sagt es uns, daß er so heißt— Codik Katrohsi und läßt flüssigen Teig aus einem Kännchen, dessen Boden sieben Abflußdüsen hat, in Kreisen auf das erhitzte Blech fließen und schon färben sich die Fadennudeln goldgelb und springen knisternd vom heißen Blech ab. Shaban Resnja im Laden neben ihm knetet mit Hingabe und viel Seifenschaum Schafwolle und formt aus dem nassen, weißen Wollteig vorsichtig einen dünnwandigen Fez. Wie aufgeregt zischt das glühende Fett, wenn der Röster Ramasan Harhlu kleine Würchchen auf die Platte legt, und wie zart klingen die HammerIchläge des Ziseleurs Mahmut Kruja, der von seiner Arbeit nie aufsieht. Wie beflissen kreischt das sichelartige Messer, das der Schuhmacher Mehmet Kedik immer an dem Schleifstein wetzen muß, um den alten Pneu zu zerschneiden. Aus dieser alten Reifendecke versteht er nämlich Schuhe zu machen. Aber noch ein anderes Handwerk holt hier seinen Werkstoff aus den Abfallprodukten des Automobils. Der Klemyner Vasil Shkurti hier hat Kannen, Teller. Siebe und Trichter zu verkaufen die aus dem Blech der Benzinkanister gefertigt sind. Alle Albaner, die wir auf diesen Gassen der Altstadt erblicken sind gleich unrasiert, gleich nachlässig in ihrer Kleidung, seien sie nun herumziehende Händler oder Bauern, Handwerker oder Ladenbesitzer. Sie vermeiden es, sich äußerlich voneinander zu unterscheiden, obwohl manche von ihnen reicher sind als irgend ein Bey des albanischen Tieflandes oder Stammeshäuptling des Hochlandes. Weder Schmuck noch kostbare Kleidung— wie sie der Orient kennt— weisen hier werktags den vermögenden Mann aus. Er trägt, ob er Großkaufmann oder Landarbeiter ist, immer wieder sein Albanertum zur Schau, diese Mischung aus unwahrscheinlichem Händlertalent und hitzigem Blut, wenn es die Probleme seines Landes zu bejammern gilt. Merkwürdiges Voik, in dessen Blut und Sprache sich türkisches, serbisches, griechisches und italienisches mischen, verwirrende albanische Geschichte, die beinahe in jedem Jahrzehnt der Welt Rätsel von Verwicklungen und Verwirrungen aufgab. Und sonderbare Metropole eines europäischen Landes, deren Herz— welches ja die Altstadt darstellt— befcheiden muselmanisch schlägt während sich die Neustadt aufdringlich europäisch gebärdet. pel zu haben, daß er damit sein Land verkaufte. Skanderbeg-Platz Die wenigen Schritte, die wir vom Markt zum Skanderbeg=Platz zu tun haben, zeigen uns das fesselnde Problem Albanien. Dieser Platz, ein gewaltiges Oval, auf das alle„Boulevards“ und Ueberlandstraßen hinlenken, wird in fast gleichen Abständen von fast gleichen Gebäuden flankiert. Es sind— wie uns ein deutschsprechender Albaner erklärt— die Ministerien und das Parlament. Der Erkönig Achmed Zogu hat diese kostspieligen Bauten vor 15 Jahren ausführen lassen, als Tirana noch kein elektrisches Licht und noch keine Wasserleitung hatte. Denn Zogu, der einstige Stammeshäuptling aus dem Mati=Tal, glaubte. als ex sich nach abenteuerlichen Kraftanstrengungen um den Thron endlich 1927 zum König der Albaner ausrufen lassen konnte, sein Land nur mit diesen romvösen Bauten regieren zu können. Da Albanien aber ein armes Land war, lieh sich dieser König zur Verwirklichung seiner Pläne das Geld von Italien, ohne SkruAlle modernen Bauten um den Platz. Skanderbeg der seit fünfhfndert Jahren baniens Freiheitsheld ist, sind von schem Gelde gebaut und die pompösesten unter ihnen wurden sogar von den Italienern sell errichtet. Denn Victor Emanuels Italien ließ es sich, nachdem es seine mit hunderten Millionen Goldlire erkauften Rechte auf A banien 1939 geltend machte, nicht nehmen, selbst den einstigen König der Albaner zu trumpfen. Die Italiener errichteten die Ban am Skanderbes-Platz, die an Pracht die sterien einfach niederschlägt, zogen den Vout levard del Impero, der breit wie ein Fluß. Asphaltband aus der Stadt heraus ins setzten an dieser Prachtstraße das Hoiel „Dajti“, das Stodion nieder, ja, und sie ßen auch nicht, das Palais wahrhaft. könlein fertig zu bauen, das Zogu dort drüben dem Hügel zu bauen begonnen hatte. Der merkwürdige Herrscher hatte sicher sehr nett vorgestellt, nur auf den Bol hinaustreten zu brauchen, um dann sein ganzen Staat vor sich liegen zu haben, die te der nahen Berge und das Panorama d## Hauptstadt, das Parlament und die Ban ja sogar seine Untergebenen selbst hätten seinen Augen vorbeigemußt, sobald sie der Altstadt herausgetreten wären. als Freilich, es ist auch anders gekommen, es sich die Italiener dachten, nachdem Lande vorgebaut hatten, was nach ihrer Me nung„grande“ war. Mit dem Verrat der doglio=Clique wurde der italienische Tr vom schöneren Albanien endgülti“ begrabt Der albanische Bauer kann, wenn; etzt mal in die Hauptstadt kommt, wieder die I, ne mit dem Doppeladler wehen sehen. mit dem Einmarsch der deutschen Trupper# „Shquipnia“(das Land des Adlers)— w“z Albaner ihr Vaterland nennen— wieder und unabdängig geworden. der Mensch ist v er steht, ganz. uch so klein, er ist E 95 REK Wenn einem freien Nacht aufzubinden oder d und wenn's der Te in dem Augenblick, im Hause zu bren sagen:„Tut mir lei Soude. was löschen Er wird als ve wendige tun und, ihm auf dem Herze Freunde, jetzt b Im Osten, im? auf dem Wasser, i ##nd die Entscheid entbrankt. Eine Flammen züngeln Löschen, löschen ist jetzt das einzig Dazu müssen helfen. Jeder auf alles andere zurüc Es geht nicht im brennenden H lung beschäftigen.: Zeit, und zum Bri Erst löschen! 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Meist ist lichkeit, daß sie stecken, oft aber Es ist schon widaß gerade jetzt sonst Personenko Alle über 15 Ja sind verpflichtet, Lichtbildausweis wendig, daß jed Wer sch Krimine Deutscher Rom 5 Als Frau am Sonn gefragt hatte ganz flüchtig Rita Lorenz nehr, so daß dann zusamn Eden kam un dessen Erschei Quänsel uns lauschte an einem andere in der Gard muß Spa Aber was Raspini hatte. Erinne Sonntagaven „Ja, Sie „Daß ich Kaspini anre bußte ich es und die Die beide Wiedere nem Er der Wag K en (t!— Sch) auf der für den„Tag Sonntag die In zahlreichen Reich die Iuje Sondereinachrichten= und s, welch wertn militärischen et worden ist. a insbesondere eststellung matigen Soldaten haben werden. Abschluß meist hrer und Verer angetretenen als Kriegsfresemeldet haben, gemeldet: ein se kennzeichnete raden. Der allkönnerlichen willens und der eiche; auf diese auf sie können sute 45: Der Bericht s Konzert des 15.30—16: So—17: Mit zahl1 Overette. 17.15 Melodienstrauß giert das Ber—19: Der Zeiteichte. 20 15 bis bunter Stunde 22:„Eine Stunigs= und Tanz18.30: Sinfoniibich, Lieder von Benda. 19 bis ten. 20,15—21: zu Goethes„Egthoven, Leitung: eph Haydn, ein ider Schettner. sein Land verm den Platz des dert Jahren. id von italiene ompösesten u Italienern sell uels Italien ließ hunderten von Rechte auf nicht nehmen, Albaner Iu gag, schteten die Pracht die Ng. zogen den B### vie ein Fluß sein heraus ins Freie straße das Hoiel ja, und sie bahrhaft königlich dort drüben au ger Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis uch so klein, er ist in seiner Art groß.“ Schiller Schwerte, 11. Oktober 1944 Erst löschen! REs Wenn sich einer vorgenommen hat, an einem freien Nachmittag das Spalierobst am Haus aufzubinden oder die Rosen im Vorgarten zu pflegen, und wennts der Teufel just haben will, daß es gerade in dem Augenblick, da er an diese Arbeit gehen will, im Hause zu brennen beginnt, dann wird er nicht sagen:„Tut mir leid, jetzt muß ich in den Garten...“ Soude. was wird er tun? Er wird zuerst Er wird als vernünftiger Mensch zuerst das Rotwendige tun und sich dann erst dem zuwenden, was ihm auf dem Herzen liegt. Freunde, jetzt brennt's! Im Osten, im Westen, im Süden, in der Luft und auf dem Wasser, in allen Ecken und Enden ringsum und die Entscheidungsschlachten des Jahrhunderts entbranht. Eine Welt steht in Flammen, und alle #ammen züngeln nach unserem Haus. Löschen, löschen und noch einmal löschen,— das ist jetzt das einzig Notwendige! Dazu müssen— und können!— wir alle mitheisen. Jeder auf seinem Platz, und dazu müssen wir alles andere zurückstellen, und zwar restlos! Es geht nicht an, daß auch nur einer glaubt, sich im brennenden Haus mit einer Briefmarkensammlung beschäftigen zu können. Dazu ist nachher wieder Zeit, und zum Briefmarkensammeln ist's nie zu spät. Erst löschen! Erst löschen, dann bergen— ja, es ist heute genau dasselbe, wie wenn bei einem Terrorangriff eine Brandbombe in dein Haus eingeschlagen hat. Auch im großen Kriegsgeschehen geht es um dein vreigenstes Nach überm Kopf... Hanns Anderle. Hehl dir Kurkofsein ausmädfen Tageschronik Kartoffelernte ist eine„nationale Aufgabe erster Ordnung“ Die Getreideernte ist geborgen, noch aber sind die Hackfrüchte zu ernten, und dabei stehen die Kartoffeln im Vordergrund. Es wird ohne Zweifel mehr Kartoffeln geben als im vorigen Jahr, hinwiederum wegen der langen Trockenheit dieses Sommers aber doch wieder nicht soviel, als daß wir damit verschwenderisch umgehen könnten. Deshalb ist alles denkbar mögliche einzusetzen, um die Kartoffelernte so schnell wie möglich auszuführen, ehe die ersten Fröste eintreten, damit keine Kartoffei im Acker bleibt, sondern zur Versorgung rechtzeitig auf den Markt, in die Mieten, Keller und Lager gebracht wird. Allenthalben wird auf die Kartoffel gewartet. Es warten sowohl der Verbraucher als auch die Verarbeitungsindustrie und damit wiederum der Verbraucher, denn zum Beispiel auf seine Nährmittelkarte will er regelmäßig Kartoffelstärke geliefert kriegen. Von den geernteten Kartoffeln muß in erster Linie der Bedarf an Pflanzsartoffeln gesichert werden, dann ist der Bedarf an Speisekartoffeln zu decken; weiter muß die nötige Kartoffelmenge für die verarbeitenden Betriebe beschafft werden, und schließlich bleibt ein Rest als Futterkartoffeln, wobei ausdrücklich vorgeschrieben ist, daß als Futterkartoffeln nur solche Kartoffeln verwendet werden dürfen, die nicht als Speise= und als Pflanzkartoffeln geeignet sind. Es werden also von allen Seiten wieder starke Anforderungen an die Kartoffelernte gestellt, und um mit der zu erwartenden Menge auszukommen, ist die sparsanste Verwendung geboten. Vor allem aber muß die Ausführung der Ernte in möglichst kurzem Zeitraum geschehen; darum ist alles für die Erreichung dieses Zieles einzusetzen, zumal die Kartoffeln sofort gebraucht werden, wenn die Ernte eben begonnen hat, denn der Verbrauch setzt bekanntlich nicht erst mit deren Beendigung ein. Der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Bauer Gustav Behrens, hat kürzlich auf die Dringlichkeit dieser Angelegenheit mit folgenden Worten hingewiesen: „Die Kartoffelernte ist eine nationale Aufgabe erster Ordnung, von deren erfolgreicher Lösung die Sicherheit unserer Ernährung im nächsten Kriegsjahre in großem Umfange abhängt.“ Bei der Erfüllung dieser Aufgabe werden in diesen Wochen abermals außerordentlich hohe Anforderungen an das Landvolk gestellt, zumal trotz der Kartoffelernte die Bestellungsarbeiten für das nächste Jahr weiterlaufen müssen, und auch der Drusch des Getreides nicht verzögert oder hinausgeschoben werden darf. Da ist eine durchdachte Organisation des Arbeitseinsätzes vonnöten; Maschinen und Geräte müssen für die ganze Dorfgemeinschaft abwechselnd benutzt werden, damit die gesamte Kartoffelernte des Dorfes sozusagen gleichzeitig eingebracht wird, weil es wenig Zweck hätte, daß nur einzelne wenige Bauern frühzeitig mit der Ernte fertig werden. Zur Bewältigung der Arbeit ist schon vor einiger Zeit jeder aufgerufen worden, der nur irgend in der Lage ist, dabei mithelfen zu können. Dabei sind bekanntlich Rodeprämien als Anreiz versprochen, also eine zusätzliche Selbstversorgung neben der Zuteilung. Alle Volksschichten sollen und müssen sich dabei beteiligen; jede freie Stunde muß zur Mithilfe bei der Kartoffelernte ausgenutzt werden. Wird nach diesen Richtlinien verfahren, dann dürfen wir hoffen, daß eine geregelte Versorgung mit Kartoffeln bis zu dem Zeitpunkt des kommenden Jahres gesichert sein wird, da die ersten Frühkartoffeln auf dem Markt erscheinen. Kinder sind auf dem Fahrdamm in Gefahr! Wenn kleine Kinder allein einen Fahrdamm übergueten, muß, so entschied jetzt das Reichsgericht, jeder sraftfahrer damit rechnen, daß sie unbesonnen und saisch handeln können. Er muf also alles tun, um von den Kindern Gefahren abzuwenden, die ihnen von seinem Fahrzeug auch nur drohen könnten. Erreichbarkeit der Besitzer von Nutzkraftfahrzeugen Um die Lastkraftwagen stets für wichtige Transporte einsetzen zu können, haben dem Landrat sämtliche Lkw.=Besitzer und=fahrer im Land- und Stadtkreise Iserlohn bis spätestens zum 15. Oktober 1944 ihre Wohnungen und Fernsprechnummern anzugeben unter denen sie jedenzeit zu erreichen sind. Im Falle ihrer Abwesenheit haben die Lkw.=Besitzer und=fahrer unbedingt in ihrem Büro oder in der Wohnung zu hinterlassen, wo sie erreicht werden können. hinterti.,„ Schaufensterware muß verkauft werden Die neuen Schaufensteranweisungen verpflichten die Einzelhändler, auch die Waren aus dem Schausenster sofort zu verkaufen, selbst wenn das ausgestellte Stück das einzige noch vorrätige ist. Daß diese Anordnung sehr ernst zu nehmen ist, mußte ein Kaufmann erfahren, der sich weigerte, Ware aus dem Schaufenster an einen Kunden abzugeben und nun vom Reichsgericht wegen Vergehens gegen die Kriegswirtschaftsordnung verurteilt wurde. Das Gericht bezeichnete außerdem die Verweigerung der Warenabgabe als„böswilliges Verhalten“. Durch das Ausstellen im Schaufenster sei der Anschein erweckt worden, als ob das Geschäft in der Lage sei, die Ware zu verkaufen, während das tatsächlich nur in ganz beschränktem Maße möglich war. Das„eiserne" Luftschutzgepäck Es ist wichtig, im Luftschutzgepäck auch eine niserne Ration von Eßwaren mit dem nötigen Zubehör(Besteck, Trinkgefäß, Suppenteller) mitzuführen. Zweckmäßig sind(für jede Person) ein Päckchen Zwieback, ein paar Kekse, eine Dose Büchsenmilch und etwas Zucker. Außerdem eine kleine Menge Haferflocken, aus denen mit Wasser, Milch und Zucker schnell eine Stärkung bereitet werden kann. Eine Flasche Mineralwasser oder eine allabendlich mit frischem Wasser zu füllende andere Flasche vervollständigen die eiserne Ration. Etwas Brot und die Butter stellt man am besten jeden Abend ebenfalls neben das Luftschutzgepäck, um sie bei Fliegeralarm schnell einstecken zu können. „Können Sie sich ausweisen?“ Diese Frage muß bei polizeilichen Nachprüfungen häufig an die Volksgenossen gestellt werden. Hierbei stellt es sich heraus, daß es immer noch Volksgenossen gibt, die sich über ihre Person nicht ausweisen können. Meist ist es Bequemlichkeit oder auch Vergeßlichkeit, daß sie ihren gültigen Ausweis nicht einstecken, oft aber besitzen sie auch keinerlei Ausweis. Es ist schon wiederholt darauf hingewiesen worden, daß gerade jetzt während des Krieges häufiger als onst Personenkontrollen durchgeführt werden müssen. 1 Alle über 15 Jahre alten deutschen Reichsangehörigen sind verpflichtet, sich jederzeit durch einen amtlichen Lichtbildausweis auszuweisen. Es ist deshalb notwendig, daß jeder Volksgenosse sich diesen amtlichen wer'schoß au, heih hon! Kriminalroman von Helmut Sander Deutscher Roman=Verlag, Klotzsche(Bez. Dresden) 35 Als Frau Quänsel mir dann sagte, daß der Mann, der am Sonntagabend nach der Wohnung der Hofer befragt hatte, ebenfalls hinkte, Za dachte ich schon sanz flüchtig an Raspini. Abeh der Verdacht auf Rita Lorenz und Viktor Kayser verdichtete sich immer nehr, so daß ich daran kaum noch dachte. Bis ich sann zzusammen mit der kleinen Inge Gorgas ins eden kam und dort auf dem Gang einen Mann sah, eessen Erscheinung auf die Beschreibung, die Frau Luansel uns gegeben hatte, paßte. Ich folgte ihm und scuschte an der Garderobe. Er unterhielt sich mit einem anderen Mann, der bei seinem Eintritt bereite der Garderobe war, in einer fremden Sprache. muß Spanisch oder Portugiesisch gewesen sein. Aber was mir besonders auffiel, war die Tatsache, Raspini an der rechten Hand eine Verletzung satte. Erinnern Sie sich, daß ich auf der Treppe am Lonntagavend Blutspuren entdeckt hatte?“ =Ja, Sie sprachen davon“, entgegnete Alsen. Daß ich Casca bei seiner Verhaftung gleich mit daspini anredete, war mehr ein Bluff, denn genau bißte ich es ja noch nicht, daß Casca und Raspini und dieselbe Person war.“ Die beiden Männer versanken in Schweigen. Bieder einmal hatte ihre unermüdliche Arbeit sie nem Erfolg geführt. Wagen hielt von Tylanders Wohnung. Ganz traurig sitzt der Foxl hier, sein Herrchen sperrt ihn vor die Tür. Klein=Antje aber voll Erbarmen— sie tröstet zärtlich ihn— den Armen! Scherl=Bilderdienst=Autoflex Ausweis beschafft. Als amtliche Lichtbildausweise gelten insbesondere der Reisepaß, der Wehrpaß, die Kennkarte, der Führerschein, amtliche Dienstausweise, der Pustansweis und das Mitgliedsbuch der NSDAP. Wer einen solchen Ausweis nicht besitzt, sollte sich möglichst bald einen beschaffen, da er sonst mit recht unangenehmen Folgen rechnen muß. Keine leeren Weinflaschen hamstern! Es fehlt in allen Weinbaugebieten gegenwärtig an Verpackungsmaterial, an Kisten, Strohhülsen, vor allem aber an Flaschen. Zahlreiche Weinfirmen können ihre Erzeugnisse bald nicht mehr auf den Weg bringen, falls der Rückstrom der leeren Flaschen nicht stärker einsetzt. Etwa 5 vH. des Flaschengut. gehen ohnehin, regelmäßig durch Bruch oder Frostschäden verloren. Weitere Ausfälle entstehen von den Kriegsfronten. Schlimmer aber macht sich bemerkbar, daß sich die Hausfrau vielfach als Flaschenhamster betätigt. Daher ist die Weinbauwirtschaft darauf angewiesen, daß sich ihr Leergut prompter an den Versandstellen wieder einfindet. Weizenerzeugnisse auf Mahlkarte In Landstrichen mit Bodenverhältnissen, die für den Weizenanbau ungeeignet sind, gibt es Selbstversorger, denen nur Roggen zur Verfügung steht. Wenn diese Selbstversorger im Getreidewirtschaftsjahr 1943/44 Weizenmehl oder sonstige Weizenerzeugnisse beziehen wollten, mußten sie sich Reichsbrotkarten für Selbstversorger aushändigen lassen, auf Grund deren sie dann die gewünschten Weizenerzeugnisse kaufen konnten. Dieses Verfahren war nicht voll befriedigend, weil der Selbstversorger seinen eigenen Roggen nicht vermahlen lassen konnte, sondern nun auch noch die Roggenerzeugnisse kaufen mußte. Deshalb ist vom Beginn des 68. Zuteilungszeitraums an ein neues Verfahren eingeführt worden, das den Wünschen der Selbstversorger Rechnung trägt. Die Selbstversorger erhalten bekanntlich eine ReichsmahlEr reichte Alsen die Hand. „Gute Nacht, Alsen, schlafen Sie gut, wir haben es beide verdient. Während der beiden letzten Nächte haben wir doch wohl nur schlecht geschlafen.“ Alsen bestätigte das lächelnd, dann zog der Wagen an und rollte in die Dunkelheit hinein. „* „Der Mord hat sich aufgeklärt, Rita“, sagte Fred Roland und trat mit dem Zeitungsblatt in der Hand in das gemeinsame Wohnzimmer. Rita sah hoch, in ihrem Blick lag eine ungeheure Spannung. „Und— wer hat— es— getan?“ fragte sie keise. „Durch ein Mißgeschick erschoß sie sich selbst. Aber Casca war die Ursache dazu.“ „Casca?": „Ja, das heißt, mit seinem richtigen Ramen heiß Casca Ramon Raspini.“ Rita sprang auf. „Wie?“ „Ramon Raspini, er war einmal ein berühmter Trapezkünstler. In Kopenhagen stürzte er ab und verletzte sich den Fuß. Es muß wohl die Folge von Ellens plötzlicher Abreise gewesen sein, daß er seinen Körper nicht mehr in der Gewalt hatte. Wer kann das heute noch mit Gewißheit sagen.“ Er reichte Rita die Morgenzeitung, in der ein kurzer Bericht über die Aufklärung der Tat zu lesen stand. „Hier lies selbst.“ „Der Mordversuch an der Tänzerin Ellen Hofer, worüber wir bereits in der Montagausgabe berichteten, hat gestern abend überraschend seine Aufklärung gefunden. Der Täter war der im Eden=Varieté aufkarte, die jeweils für drei Zuteilungsperioden gilt. Sie enthält drei Mahlabschnitte für je 11 Kilogramm Brotgetreide und berechtigt, das Getreide beim Müller vermahlen zu lassen. Einer dieser Mahlabschnitte ist nunmehr durch stärkere Umrandung besonders kenntlich gemacht und kann nach vorheriger Abstempelung durch die Ernährungsämter oder die vom Landesernährungsamt dazu ermächtigten Karkenstellen als Kaufabschnitt verwendet werden. Die Abstempelung muß beim Ernährungsamt(Kartenstelle) beantragt werden. Hierbei muß der nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger die Ablieferung der entsprechenden Roggenmenge nachweisen. Mit dem abgestempelten Kaufabschnitt kann dann der Selbstversorger Weizenerzeugnisse in Höhe eines Drittels der ihm zustehenden Mahlerzeugnisse kaufen, während er auf die beiden anderen Mahlabschnitte seinen eigenen Roggen vermahlen lassen kann. Bezugsmarken für Seifen und Waschmittel Mit dem 1. Oktober d. J. sind einige wichtige Veränderungen auf dem Gebiete der Seifen= und Waschmittelbewirtschaftung in Kraft getreten. So enthält die neue Reichsseifenkarte auch Abschnitte über Zusatzwaschmittel. Ferner gelangen neue Marken zur Ausgabe. Der Handel darf vom 1. Oktober d. J. ab Zusatzwaschmittel Waschhilfsmittel nur noch gegen Kartenabschnitte, Bezugsmarken oder Bezugscheine abgeben, die ausdrücklich über Zusatzwaschmittel Waschhilfsmittel lauten. Zusatzseifenkarten werden ab 1. Oktober nur noch für Kinder ausgegeben. Für die Versorgung der übrigen zusatzberechtigten Personen werden von diesem Zeitraum ab Bezugsmarken über Feinseife und Wasch=(Seifen=)Pulver ausgegeben. Es gelangen bis zum 31. März 1945 folgende Marken zur Ausgabe: 1. Marken, die ein Verfallsdatum bis 30. September 1944 tragen und deren Gültigkeit bis zum 31. März 1945 verlängert worden ist: 1 Normalpaket Wasch=(Seifen=)Pulver grün, tretende Clown Casca, der bei seiner Verhaftung Selbstmord verübte. Hinter dem Namen Casca verbarg sich der einstmals berühmte Trapezkünstler Ramon Raspini. Wie aus einem hinterlassenen Brief hervorgeht, hat Raspini nicht auf die Tänzerin geschossen, der Schuß löste sich vielmehr aus dem Revolver, als Raspini versuchte, ihn der Tänzerin zu entwinden. Ellen Hofer ist inzwischen ihren schweren Verletzungen erlegen.“ Rita ließ das Zeitungsblatt sinken. „Ellen ist tot“, sagte sie leise.„Dann wird alles wieder gut werden.“ Fred trat auf Rita zu. Sein Hände legten sich auf die Schultern der jungen Tänzerin. „Rita, verzeih' mir, ich war gestern nicht nett zu dir. Aber ich hatte einen furchtbaren Arger auf dich, weil du mich ohne Grund einfach hast sitzen lassen. Und als ich dann hier ankam, da hast du mir nicht einmal sagen wollen, wo du gewesen bist, bis dann der Kommissar kam und ich durch den erfuhr, daß du bei Ellen gewesen bist. Willst du mir denn jetzt sagen, was du bei ihr gewollt hast?“ Rita schüttelte den Kopf, so daß ihr eine Lockensträhne in die Stirn fiel. „Rein, Fred, auch jetzt sage ich es dir nicht, denn jetzt hat es schon gar keinen Zweck mehr. Es muß dir genügen, daß mein Besuch bei Ellen nichts mit uns zu tun hat, er betraf einen anderen Menschen.“ Sie faßte nach seinem Handgelenk und löste seine Hände von ihren Schultern. „Ich habe dir aber noch etwas zu sagen, Fred. Ich werde von nun ab nicht mehr dein Partnerin sein. Bis zum Letzten dieses Monats bleibe ich noch, Leben in der Gefahr Von Heinrich Anackee Wir spielen nicht mehr mit jahrweiten Würfen, Denn wir sind eingedenk: Am morgigen Tag die Sonne noch schauen dürfen, Das ist schon ein Geschenk! Wir sinnen nur noch von einer zur nächsten Stunde. Fast jede birgt Gefahr. Weh, wird uns nicht im verborgensten Seelengrunde Die Trostkraft offenbar! Was ist uns noch eigen? Gut und Leib sind Lehen, Bedroht und ungewiß, Ein Nichts vor dem zermalmenden Weltgeschehen. Das tausend Wunden riß. Und dennoch freuen wir uns an jeder Blume, An jedem Vogellied, Und beugen uns dankbar zur trächtigen Schollenkrume. Was auch um uns geschieht! Wir schauen empor zu den ewigen Atherhallen, Durch die des Todes Vogel strich. Wir können fallen, wie schon viele gefallen, Doch unser Glaube bleibt unerschütterlich! M ½ Normalpaket Wasch=(Seifen=)Pulver WU rot, 1 Stück Einheits=Feinseife blau, 1 Stück Kernseife braun. 2. Marken ohne Verfallsdatum: 1 Normalpaket Wasch=(Seisen=)Pulver Fl. gelb, 1 Stück Einheitsseife grün. 3. Neue Marken mit dem Verfallsdatum vom 31. März 1945: 1 Normaleinheit Zusatzwaschmittel Waschhilfsmittel grau, 1 Stück Feinseife grün., 4. Neue Marken ohne Verfallsdatum: 1 Normaleinheit Zusatzwaschmittel Waschhilfsmittel Fl. grau, 1 Stück Rasierseife rot.. Meldepflicht beim Ernährungsamt Infolge feindlicher Handlungen sind Bewohner aus Rand= und bedrohten Gebieten des Reiches in andere Gegenden des Reiches verzogen, ohne sich aus der Lebensmittelversorgung ihres bisherigen Wohnortes abzumelden und beim Ernährungsamt des neuen Aufenthaltsortes anzumelden. Teilweise ist die Anmeldung unterlassen worden, um in der Lebensmittelversorgung des früheren Ortes wegen der angeblich besseren Versorgung mit Gemüse, Obst, Fisch oder Sonderzuteilungen für schwere Luftangriffe zu verbleiben. Ein solches Verfahren ist unzulässig. Wer seinen bisherigen Wohnort verläßt, auch wenn er etwa seine Wohnungseinrichtung zurückläßt, muß sich, sofern möglich, ordnungsmäßig beim Ernährungsamt(Kartenstelle) des alten Wohnortes abmelden und am neuen Aufenthaltsort innerhalb 3 Tagen beim Ernährungsamt anmelden. Nur gegen Vorlage einer Reiseabmeldebestätigung oder einer FlAbreisebescheinigung erhält er vom Ernährungsamt des neuen Aufenthaltsortes Lebensmittelkarten. War aus irgendwelchen triftigen Gründen die Abmeldung im Heimatort nicht möglich, ist erst recht die sofortige Anmeldung beim Ernährungsamt des neuen Wohnortes erforderlich. Hier erhält er gegen Vorlage von Ausweispapieren eine Fl=Abreisebescheinigung, die ihn nunmehr zum Empfang von Lebensmittelkarten berechtigt und ihm gleichzeitig als Legitimation gegenüber dem Wirtschaftsamt und sonstigen Dienststellen dient. Der Film im totalen Kriegseinsatz Der Bedarf unserer Lichtspielhäuser wird gedeckt Auch der Film hat sich den Anforderungen des totalen Krieges angepaßt. Die Zahl der Filmschaffenden wird um mindestens ein Drittel vermindert. Auch der technische Apparat wird auf das äußerste eingeschränkt. Selbstverständlich soll die Produktionskraft darunter nicht leiden. Gegenwärtig werden 30 bereits abgedrehte Filme vorführungsbereit gemacht. 29 Filme sind noch in den Ateliers oder bei Außenaufnahmen in Arbeit. Im Oktober werden weitere 12 Filme in die Ateliers kommen. Der Bedarf der deutschen Lichtspieltheater an guten Filmen wird deshalb gedeckt werden können. Auch in der Filmarbeit selbst hat der totale Krieg Veränderungen und Straffungen gebracht. Die Herstellungstermine müssen präzise eingehalten werden.. Die Drehbuchautoren werden, wenn es die Produktion wünscht, in Abständen von 14 Tagen über den Fortgang der Arbeit berichten. Im Atelier selbst müssen die Probeszenen so intensiviert werden, daß keine Einstellung mehr als dreimal gedreht zu werden braucht. Der Rohschnitt soll die Gesamtlänge des Film um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten. Es versteht sich, daß im Zeichen des totalen Krieges auch prominente Schauspieler für kleinere Rollen zur Verfügung stehen müssen. Der Film wird nach der Schließung der Theater im öffentlichen Leben an Bedeutung noch gewinnen. Ein Zeichen hierfür mag sein, daß manche Bühnentheater jetzt in Leinwandtheater umgewandelt, werden. Die technischen Apparaturen sind in genügender Zahl vorhanden. In Berlin haben sich das EuropaHaus, die Plaza und der Admiralspalast in Kinos verwandelt. Hier wird das Rose=Theater den gleichen Weg beschreiten. Im Reich hört man aus Dessau, Magdeburg und Halberstadt von den gleichen Umstellungen. In Köln wird ein Varieté Kino werden. Ebenso wird Posen seine Theater dem Film zur Verfügung stellen. aber dann mußt du dich nach einer anderen Partnerin umsehen.“ Rita, das kann doch dein Ernst nicht sein. „Doch, Fred, es ist mein fester Entschluß. Ich wäre auch dann, wenn dieses alles nicht geschehen wäre, gegangen. Ich habe eingesehen, daß ich doch nicht mit der Begeisterung Tänzerin bin, die nun einmal dazu gehört, wenn man sein ganzes Leben auf den Brettern verbringen will. Mein Glück liegt woanders.“ Fred senkte den Blick. Jetzt, da er Rita verlieren sollte, sah er ein, daß er vieletz falsch gemacht halte. Es tat ihm leid, aber er wußte genau, daß es zwicklos sein würde. Rita zu bestürmen, diesen Entschluß wieder aufzugeben. Wenn Rita einmal etwas wollte, dann brachte sie keine Macht der Welt mehr davon ab. Und er schon gar nicht. „Wenn du glaubst, woanders mehr Glück zu haben, Rita, dann will ich dich nicht halten.“ * Am Nachmittag kam Susanne Kayser zu Rita. Rita hatte diesen Besuch erwartet. Die beiden Schwestern standen sich schweigend gegenüber. Viel war geschehen zwischen damals und heute, als sie sich das letztemal gegenübergestanden hatten. Damals hatte Susanne der Schwester gesagt, sie dürfe ihr Haus nicht eher wieder betreten, als sie ihr sagen könne, sie sei keine Tänzerin mehr. Aber die Zeit ändert so viel. Und Susanne hatte diese Worte schon oft bereut. Wenn Rita auch nur ihre Stiefschwester war, so hatte sie das junge Mädchen doch immer wie ihre leibliche Schwester geliebt. (Schluß folgt) * Jur Sicherung der Betriebsordnung Meldopflichten der Gefolgschaftsmitglieder in den Betrieben Eds Im Reichsanzeiger vom 6. Oktober in nunmehr der Wortlaut der bereits kurz erwähnten 2. Anordnung zur Sicherung der onung in den Betrieben erschienen, die der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz im Einvernehmen mit dem Reschsarbeitsminister zur Durchsetzung der durch das Arbeitsverhältnis begründeten Pflichten erlassen hat. Die Anordnung, die in allen Betrieben an geeigneter den Gefolgschaftsmitgliedern zugänglicher Stelle auszuhängen ist, gilt für den Bereich der privaten Wirtschaft und tritt am 5. Oktober 1944 in Kraft. Sie zielt darauf ab. durch Gebote und Androbung von Bergünstigungen=Entzug. Fortfall von Zuschußzahlungen und andere Mittel auch die wenigen Außenseiter des verstärkten Kriegsarbeitseinsatzes zur Erfüllung ihrer Pflichten anzuhalten. Generell bestimmt sie, daß jedes Gefolgschaftsmitglied dem Betri bsführer oder seinem Beauftragten die genaue Anschrift seiner Wohnung oder seines gewöhnlichen Aufenthaltsorts anzuzeigen und jeden Wechsel in dieser Hinsicht unverzüglich unter Mitteilung, der neuen Anschrift bekanntzugeben hat. Mnn oas Gefolgschaftsmitglied aus besonderem Anlaß der Arbeit fernbleiben, so hat es hierzu rechtzeitig vorher die Zustimmund des Betriebsführers oder seines Beautfragten einzuholen. Bei einer unvorhergesehenen Arbeitsverhinderung hat das Gefolgschaftsmitglied dem Betriebsführer oder seinem Beauftragten sofort. spätestens bis zum Ende der am ersten Fehltgg versäumten Arbeitszeit, die Gründe fur sein Fernbleiben mitzuteiken: dies kann auch durch eine beauftragte Person geschehen. Ist die Einhaltung der Frist ohne Verschulden des Gefolgschaftsmitgliedes nicht möglich, so hat die Entschuldigung nach Behebung des Hindernisses für die verspätete Benachrichtigung unverzüglich zu erfolgen Die besonderen Bestimmungen über die Meldung der fliegergeschädiaten Gefolgschaftsmitglieder im Betrieb bleiben unberührt.. P. p. Be: Arbeitsversäumnis wegen Kranrheit hat das Gefolgschaftsmitglied ferner, wenn es einen Arzt in Anspruch nimmt dem Betriebsführer sofort nach der ärztlichen Untersuchung mitzuteilen, bei welchem Arzt es sich in Behandlung beaeben hat, ob der Arzt das Vorliegen von Arbeitsunfähigkeit bejaht und— wenn das Gefolaschaftsmitglied einer gesetzlichen K ankenkasse angehört— ob und wann es die Arbeitsunfähigkeit der Krankenkasse aemeldet hat: Betriebsführer oder sein Beauftragter hat den Fehlbestand im Betriebe urd de Gründe dafür laufend zu überprüfen. Er ist berechtigt jederzeit die Untersuchung des erkrankten Gefolgschaftsmitgliedes durch den vertrauensärztlichen Dienst der Krankenversicherung zu beantragen. Bei unentschuldigtem Fehlen und sonstigen Pflichtverletzungen aus der neuen Anordnung kann Fortfall der Entaelt= oder Zuschußzahlungen. Entziehung des Krankengeldzuschusses für künftige Krankheitsfälle. Nacharbeit auch an Sonn= und Feiertagen Anrechnung auf den Urlaub und Fortfall der Lebensmittelzulagen in Betracht kommen. Betriebsführer und Gefolgschaftsmitgli der die ihren Pflichten aus der Anordnung vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandeln oder die sie umgehen, werden auf Verlangen des Reichstreuhänders der Arbeit bestraft. Rohstoff Altpapier— auch bei den Bebörden mobilisiert Im Zusammenhang mit dem neuen Appell an die Oeffentlichkeit den wertvollen Rohstoff Altpapier verstärkt zu sammeln und sich die dafür ausgesetzten Papiervrämien zu verdienen, ist eine Anweisung für die Behörden der öffentlichen Hand von Interesse die zur Erfassung von Altpapier auch in diesem Sektor aufruft. Die in vielen Behördenregistraturen des Reiches der nachgeordneten Behörden und Gemeinden enthaltenen umfangreichen Bestände an Schriftgut werden soweit sie entbehrlich sind als kriegswichtiger Rohstoff so vollständig wie möglich erfaßt und der Pavierindustrie zugeführt. Die nicht mehr benötigten Akten sollen schnell und wirksam der Rohstofferfassung nutzbar gemacht werden. Selbstverständlich erstreckt sich die Aussonderung nicht auf solches Schriftgut, das als: Grundlage für Rechtsverhältnisse und öffentliche Aufgaben oder als Quelle der geschichtlichen und sippenkundlichen Forschung einen dauernden Wert besitzt. Leistung als Voraussetzung der sozialen Betreuung ED.3 Das Leistungsvrinziv ist ein Charakte= ristikum der deutschen Sozialvolitik. Insbeiondere„wird es von der Deutschen Arbeitsfront seit jeher vertreten Die erzielte Leistung soll ihre Anerkennung finden. Es ist deshalb um gekehrt nur gerecht wenn auch nur derjenige, die besondere Förderung und Betrennna der in Betracht kommenden Stellen erfährt der von sich aus bereit ist den Leistungsgedanken gerade im Kriege durch möglichst höhere Leistung zu erfüllen Der Reichsorganisationsleiter hat kürzlich gefordert daß nur derienige sozial betreut und versönlich gefördert werden möge, der in echter Selbstverantwortung bereit ist seine beste Leistung herzugeben. Diese Forderungen sind jetzt untermauert worden in einem Erlaß des Generalbevollmächtiaten für den Arbeitseinsatz vom 23 9. 1944 über die Sicherung der Ordnung in den Betrieben Galt : B. für die Ernährung bisher schon daß nur derjenige Anspruch auf Zulagen hatte der höhere körverliche Leistungen vollbringt als der Durchschnitt so findet dieser Grundsatz in der neuen Anordnung seine Ergänzung dahin daß auch nur solche Gefolgschaftsmitglieder in den Genuß von etwaigen betrieblichen oder sonstigen Sonderzuteilungen insbesondere von Lebens= und Genutmitteln, kommen sollen die eben mindestens das heute erhöhte Arbeitssoll erreichen Nichts anderes bedeutet die Forderung des Generalbevollmächtigten daß Arbeits kräfte die mit ihrer Arbeitsleistung zurückhalten oder die der Arbeit ohne triftigen Grund fenbleiben von solchen Zuteilungen auszuschließen sind. Ferner ermöglicht die Anordnung die Gewährung zusätzlicher betrieblicher Geldleistungen von der Pflichterfüllung abhingia zu machen. Es handelt sich da z. B. um besonderen Krankengeldzuschuß. Die Wiedereinordnung in die Gemeinschaft und damit die Beseitigung etwaiger Ausnahmebehandlung bei Sondervergünstigungen können die Betreffenden erreichen, wenn sie die schuldhaft versäumte Arbeitszeit nachholen und sich damit wieder in die Massen derer einreihen, die treu ihre Pflicht erfüllen. grtc geregett Austausch im Zusammenhang mit Stillegung und Einschränkungen ED. Der Reichsbeauftragte für Glas. Keramit und Holzverarbeitung gibt im Reichsanzeiger vom 2. Oktober eine Anordnung über den Verkehr mit Büromöbeln bekannt Sie trägt der Tatsache Rechnung, daß heute die rohstoffund arbeitsmäßig bestehenden Möglichkeiten des Möbelsektors in erster Linie den Fliegergeschädigten und damit den Wohnmöbeln zugute kommen müssen. Die Neuanfertigung von Büromöbeln muß dabinter zurücktreten, zumal bei den Umsteilungen des deutschen Wirtschitslebene auf den verstärkten Kriegseinsitz und bei den damit verbundenen Stillegungen oder Einschränkungen so’ viele Büromöbel freigeworden sind und frei werden daß de: dringendste. Bedari damit gedeckt werden kann Die Voraussetzung hierfür ist die Gewährleistung eines Austausches zwischen den Ueberschuß= und den Bedarfsstellen. Die Basis für diesen Austausch bietei die erwähnte Anordnung. Sie ermächtigt die Landeswirtschaftsämter die Abgabe von Büromöbeln für kriegswichtine Verwendungszwecke vorzuschreiben bzw sich hierfür der Gauwirtschaftskammern oder Wirtschaftskammern zu bedienen. Auch können die Landeswirtschaftsämter Büromöbel beschlagnahmen und zwar mit der Wirkung daß nur nach Weisung oder mit Zustimmung der Landeswirtschaftsämter oder ihrer Beauftragten über die beschlagnahmten Büromöbel, verruat werden darf. Die Anordnung die am 1. Oktober 1944 in Kraft getreten ist erstreckt sich auf neue und gebrauchte Möbel. Der Lieferer gebrauchter Büromöbel, deren Aubaase vorgeschrieben wird kann vom Bezieher die Erstattung des Wertes nach Maßaahr der erfolgten Preisbildung für gebrauchte Waren fordern kann aber auch statt dessen angemessene Benutzungsgebsihr vereinbaren. Eber. und Svir! Wehrertüchtigung Einsatz auf dem Kampffeld statt auf der Kampfbahn war die Losung für den„Tag der Wehrertüchtigung“ der am Sonntaa die ganze deutsche Jugend beseelte In zahlreichen Vorfübrungen traten überall im Reich die Jugendlichen an und namentlich die Sondereinheiten also Marine. Flieger=, Nachrichten= und Motorstellten unter Beweis welch wertvolle Vorarbeit für den späteren militärischen Einsatz in der HJ. bereits geleistet worden ist. Dort wo es um Leistungen ging insbesondere im Schießen, konnte man die Feststellung machen daß wir unter den zukünftigen Soldaten viele treffsichere Scharfschützen haben werden. Die Vorführungen fanden ihren Abschluß meist durch Ansprachen der Gebietsführer und Vertreter der Wehrmacht. Die Zahl der angetretenen Jugendlichen die sich schon jetzt als Fricksfreiwillige des Jahrganges 1928 gemeldet haben wurde dem Reichsjugendführer aemeldet: ein rotes Bändchen auf der Diensthluse rennzeichnete sie gegenüber den anderen Kameraden Der allgemeine Eindruck hinsichtlich degn verlichen Beschaffenheit ebenso wie des Wwillens und der Einsatzfreude war überall der De e M Auf einem Divisionsgefechtsstand während der Kämpfe um Arnheim Generalfeldmarschall Model bespricht mit Eichenlaubträger ½Brigadeführer Harmel, Kommanden der ½1=Panzerdivision„Frundsberg“, die Gefechts lage. ½=PK=Kriegsberichter Adendorf(Sch gleiche: auf diese Jugend können wir stotz sein. auf sie können wir uns verlassen. Domagalla immer noch in Form Der Bezirk Quisburg=Mülheim führte am Sonntag im Duisburger Stadion zum Abschluß der Saison noch einmal leichtathletische Wettkämpfe für Männer und Frauen durch. die auf der ganzen Linie recht ansprechende Leistungen brachten. An den Kämvfen nahmen auch einige Athleten und Athletinnen ans dem Bezirk Oberbausen=Rees teil. Besonders gefallen konnte wiederum die dentsche Hürdenmeisterin Maria Domagalla von Dinslaken 09 die die 100 Meter in 12.5 Sek. zurücklegte im Kugelstoß mit 11.02 eine persönliche Bestleistung erzielte den Weitsprung mit 5.02 Meter in ihren Besitz brachte im Hochsprung den zweiten Platz belegte und schließlich auch zum Siege ihres Vereins in der 4X100=Meter=Staffel beitrug Verwundeten=Sportfest in Naumburg Wie schon im vergangenen Jahr wurde auch in diesem Herbst wieder in Naumburg ein Verwundeten=Sportfest veranstaltet. Es bildete gleichzeitig den Abschluß der Sommerarheit und bezweckte die Arbeit und den Erfola des Sports als Heilfaktor bei der Pflege und Betreuung unserer Verwundeten unter Beweis zu stellen. Es gab Kämpfe im Fausthall und Karbhall. im Handball und Tanziehen und natürlich auch in der Leichtatbletik. und zwar mit durchaus guten Ergebnissen. In der Leichtathletik erreichte der Turnerbund 1862 Hambura mit insgesamt elf Mannschaften im Kampf um die Deutsche Vereinsmeisterschaft die stattliche L##iDer Aufstand in Warschau blutig zerschlagen Wie das Oberkommando der Wehrmacht am Dienstag vergangener Woche mitteilte, ist die Aufstandsbewegung in Warschau nunmehr, völlig zusammengebrochen. Nach wochenlangen Kämpfen, die zur fast völligen Zerstörung der Stadt führten, haben die Reste der Aufständischen, von allen ihren„Verbündeten“ verlassen, den Widerstand eingestellt und kapituliert. — Unser Bild zeigt: Grenadiere haben eine von den Aufständischen verteidigte Barrikade genommen und stoßen nun weiter vor. PK=Kriegsberichter Schremmer Sch) stung von 53 165,46 Punkten.— Der Deu““ Sport=Club Berlin unternahm auf dem Reichssportfeld einen weiteren Versuch mit der HJ. und verbesserte sich trotz einiger Ersatzleute non 6646.48 Pkt. auf 6782,9 Pkt. und in der Reichsliste vom sechsten anf den fünften Platz.—## erste Prüfung der Berliner Langstreckler auf den Straßen wurde von W Milda(TXB' der die drei Kilometer in 9:39 zurücklegte müllelos vor dem BTer Steiner mit einem Vacsprung von 4 Sek gewonnen. Den. werb über eine deutsche Meile holte sich Rehn vom SCC in 24:19 ebenfalls ganz überlegen. Richter siegte auch in Bambera Auf den fränkischen Radrennbahnen kam der Chemnitzer Dauerfahrer Richter bisher zu seinen schönsten Erfolgen. Nach dem Großer Preis von Nürnbera gewann er am Sonntaa vor 7000 Zuschauern auch den Abschiedspreis der Bamberger Volksparkbahn(über 30 Kilometer) nach 25:42 Min. ganz überlegen mit 1320 Meter. Den Frankenpreis über 15 Kilometer holte sich dagegen Swoboda nach 12:58 Min. mit 80 Meter Vorsprung vor Richter und Hilll(300 Meter). T#nichet Hauptschriftleiter: Rudolf=Emil Eichmann(z. Z. im Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Preisl. 12. Druck: Verlagsgesellschaft von Rauchenbichler, Menden Wir verloren in den Abendstunden des 6. Okt. in treuester Aufopferung seines Berufes meinen über alles geliebten Mann, unsern für uns unermüdlich strebenden Vater, meinen einzigen Sohn, unsern lieb. Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, den Reichsb.=Oberzugführer Gustav im Alter von fast 55 Jahren.“ In tiefer Trauer: Henriette Kraus geb. Marburger und Kinder; Heinrich Kraus und alle Verwandten Schwerte, im Oktober 1944. Liethstr. 23 Beerdigung: 12. Oktober 1944, 14.30 Uhr, vom Trauerhause aus Trauerfeier 1/8 Std. vorh. Heute morgen wurde mein über alles geliebter Mann, unser guter, treusorgender Vater,, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Vetter, mein lieber Freund Otto Kruse geb. 7. 5. 1893, gest. 9. 10. 1944 von seiner kurzen, schweren Krankheit durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer: Frau Sophie Kruse geb. Müller, Günter Kruse, Herbert Kruse, Wilhelm Möller als Freund und Anverwandte. Villigst, den 9. Oktober 1944. Beerdigung: Donnerstag, den 12. Oktober 1944, 15.30 Uhr, vom Trauerhause in Villigst, Bahnhofstr. 17, aus. I#e Vermählung zeigen an: sriedel Rölleke, Uffz. der Luftwaffe— Liselotte Rölleke geb. Aeckersberg. Schwerte, Senningsweg 16— Hattingen(Ruhr), Bruchstr. 52, im Oktober 1944. 9 einstehender Mann, Mitte 50er, mit fester Arbeit, sucht alleinstehende Frau mit Wohnung zwecks Führung geneinschaftlichen Haushalts. Eotl. spätere Heirat. Zuschriften unter 3817 an die Schwerter Zeitung. Nöbliertes Zimmer mit Kochgelegenheit von jungem Chepaar in Schwerte oder näh. Umgebung zu mieten gesucht. Housarbeit.wird eotl. gern mit übernommen. Zuschriften unter 3821 an die Schwerter Zeitung. Selbermachen ist heute die Parole. Manche Frau lernt jetzt erst, Holz kleinzuhacken oder Abfallholz zu zersägen, wenn das Anfeuerholz knapp ist. Solche Arbeiten sind nicht ganz leicht, und man muß gut auf das Handwerkszeug achten, damit es nicht schartig wird. Sorgfältig bewahrt; man die Hände vor kleinen Verletzungen, die bei Vernachlässigung schlimme Folgen haben können und so die fleißigen Frauenhände von vielleicht kriegswichtiger Arbeit abhalten. Gewiß hat man für Notfälle Hansaplast, den blutstillenden, sofort klebenden PflasterSchnellverband, aber wie mit allen guten Dingen, muß man sparsam damit umgehen. Verkehrsregel: Rechts gehen! Amtliche Bekenntmachung 12. Deutsche Reichslotterie Allen alten und neuen Spielern der Deutschen Reichslotterie wird hierdurch bekanntgegeben: 1. Die Ziehung der ersten Klasse der 12. Deutschen Reichslotterie beginnt am 13. Oktober 1944. Die Ausspielung findet wieder in 5 Klassen statt. 2. Unveränderter Gewinnplan! Gesamtsumme der Gewinne und Prämien: mehr als 100 Millionen RM. Ein Achtel Los kostet 3.— RM je Klasse, größere Losabschnitte das entsprechend Mehrsache. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei. 3. Alten Spielern werden ihre Lose wie bisher zugesandt. Neue Spieler müssen sich selbst ein Los in einer Staatlichen Lotterieeinnahme kaufen. Aus kriegsbedingten Gründen erfolgt keine Neuwerbung von Spielern mehr!„ 4. Die Lose der 1., 2. und v. Klasse werden wie bisher gedruckt und an die Spieler ausgegeben. Die Lose der 3. und 4. Klasse werden nicht mehr gedruckt. Bei Barzahlung wird die Erneuerung für diese Klassen von den Staatlichen Lotterieeinnahmen auf der Rückseite des Loses quittiert— bei Überweisung des Erneuerungspreises dient die Postquittung als Beleg. 5. Gewinnlisten werden an Spieler nicht mehr verkauft. Die Staatlichen Lotterieeinnahmen benachrichtigen die Spieler rechtzeitig von ihren Gewinnen. Bei den einzelnen Staatlichen Lotterieeinnahmen sind Gewinnlisten zur Einsicht ausgelegt. 26. Nur rechtzeitig vor Ziehung bezahlte Lose'haben einen Gewinnanspruch. Deshalb: Nach Möglichkeit, gleich vor Beginn der Ziehung der ersten Klasse den Lospreis für alle 5 Klassen bezahlen. Berlin W 35, den 1. Oktober 1944. Viktorigstraße 29 Der Präsident der Deutschen Reichslotterie i. V. Konopath. Laut Anordnung des Landrates ist mein Geschäft jetzt von 12 bis 14 Uhr mittags geschlossen. 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