Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt= Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Mittwoch, den 17. Rovember 1943 Die Schruertenr Talung ercheen wröchmntlich erchend. Bezugspreis wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 28.2 Apf. Zeitungsgebühr und 0.44 Apf. Postverpackungsgebühr) zuzüglich 36 Apf. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag: Hans inner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstr. 3—5. Auf: 2770. Postscheckkonte: Dortmund 2882. 75. Jahrgang Kaudemnperien Die uchngerehee Bilimmerele 1h um breit) 6 Apf. Textanzeigen: Millimeter 20 Apf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernchmen wir keine Gewähr. Bei unvorbergesehenen Betriebestörungen durch höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gevvähr für pünktliches Erscheinen der Zeitung. euch kann kein Anspruch auf Schadenersats oder Nechlieferung erhoben werden. Drei bewährte Truppenführer Sie erhielten das Eichenlaub * Aus dem Führerhauptauartier, 16. Nov. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreu des Eisernen Kreuzes an General der Panzertruppen Otto von Knobelsdorss, Kommandierender General eines Panzerkorps, als 322. Soldaten, General der Artillerie Maximilian Angelis, Kommandieren= der General eines Armeekorps, als 323. Soldaten. und an General der Artillerie Erich Braudenberger Kommandierender General eines Armeekorps, als 324, Soldaten der deutschen Wehrmacht. Im Sommer 1943 stand das Armeekorvs des Geverals von Knobelsdorf, nachdem es erfolgreich „Die Zeil arbeiter nicht mehl fAr die Autiierkei General v. Knobelsdorff General (3 Angelis Scherl=M. 00 in die feindlichen Bereitstellungen vorgestoßen war und den Bolschewisten schwere Verluste an Menschen und Material zugefügt hatte, nordwestlich Bielgorod in erbittertem Abwehrkampf. Dank dem zähen Willen seines Kommandierenden Generals, der immer wieder in vorderster Linie persönlich eingriff, hielt es unerschütterlich stand. Durch die erfolgreiche Abwehr feindlicher Angriffe hat General der Panzertruppen von Knobelsrff entscheidend dazu beigetragen, daß die Absetzbewegungen des deutschen Heeres im Süden der Ostfront planmäßig durchgeführt werden konnten. General der Panzertruppen Otto von Knobelsdorff wurde am 31. März 1886 als Sohn eines Offiziers in verlin geboren. General der Artillerie Marimilian Angelis erzwang an der Spitze seines Korps im Sommer 1942 den Donez=Uebergang und führte seine Truppen, fast immer selbst an der Spitze der Vorausabteilung, in rastloser Verfolgung des Feindes bis in den Westkaukasus. In den harten Kämpfen in diesem besonders schwierigen Gelände war General Angelis, selbst berggewohnt und bergerfahren, seinen Soldaten ein Vorbild an Willensstärke und Schneid Im späteren Verlauf der Operationen hatte General Angelis besonderen Anteil am Aufbau und Halten der deutschen Stellungen im Kuban=Brückenkopf. Auch bei den Absetzbewegungen, die schließlich befehlsgemäß die Räumung eines Brückenkopfes mit sich brachten, gelang es dem Kommandierenden General, durch entschlossene Maßnahmen, Tapferkeit und seine unerschütterliche Ruhe und Zuversicht, seine Verbände planamäßig zurückzuführen, ohne daß es der Geaner trotz des Einsatzes zahlenmäßig überlegener Kräfte verhindern konnte. General der Artillerie Angelis wurde am 2. Oktober 1889 als Sohn des Obersten Anton A. in Budavest geboren. Im Sommer stand General der Artillerie Brandenberger als Kommandierender General an der Riusirent, Seinen vorausschauenden und energischen Maßnahmen ist es besonders zu verdanken, daß die feindlichen Offensiven im Juli und August 1943 die Stellungen seines Korps nicht zu durcbbrechen vermochten. Im Rahmen der dann folgenden Absetzbewegungen erkämpfte er sich, oft inmitten der vordersten Infanteristen mit seinen Truppen den Weg nach Westen und vereitelte dadurch alle Versuche der Bolschewisten. ein Korps durch Umfassung zu vernichten. Bei den schweren Abwehrkämpfen nördlich Melitovol Ende September 1943 war es vor allem General Brandenberger, der durch seine, wendige enerasche Fübrung 3 bruchsversuche des Gegners machte. General der Artillerie Brandenberger wurde am 15 Juli 1892 in Augsburg geboren. lem„Generat Brandengerne Ferbisce, Gulgugt die Lurchin diesem Abschnitt zunichte Feststellungen der Gegner über die Lage auf den Kriegsschauplätzen Drahtbericht unseres List H. B. Lissabon, 16. November. In einer Besprechung der militärischen Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatz erklärt der Christian Science Monitor aus Boston, die deutsche Verteidigung hätte das alliierte Oberkommando zu einer völligen Revision der seinerzeit in Algier ausgearbeiteten Feldzugspläne gezwungen. Die derzeitige Lage in Italien ist nach dem genannten Blatt durch folgende Tatsachen gekennzeichnet:„1. Nach Sizilien sind die Deutschen imstande gewesen, den alliierten Vormarsch aufzuhalten. Alle in Süditalien kommandierenden Generale der Alliierten erklären übereinstimmend, daß dies nicht der Feldzug ist, den man sich in Algier ausgerechnet hat. 2. Die Deutschen sind nicht bis Florenz zurückgegangen, wie erwartet wurde, sondern haben trotz der anhaltenden Drohung alliierter Flankenlandungen südlich von Rom eine feste Stellung bezogen. 3. Ihr Verteidigungssustem südlich Roms ist die stärkste tellung, die Engländer und Amerikaner bisher im ganzen Krieg zu überwinden hattenMit ihrer Anlage wurden Eisenhowers Pläne zunichte, durch einen Riegel quer durch Italien die südlich stehenden deutschen Einheiten abzuschneiden. 4. Die alliierten Bombenangriffe vor und nach der Kapitulation Viktor Emanuels haben nicht die Wirkung auf das italienische Verkehrssystem gehabt, wie aus den rosigen Berichaboner Korrespondenten ten der Piloten geschlossen werden konnte5. Dadurch, daß die Deutschen den alliierten Vormarsch bereits südlich Roms aufhalten konnten, ist die Luftwafse Eisenhowers nicht in der Lage, die wichtigen Flugplätze von Foggia voll auszunntzen.“ In England ist die Enttäuschung über den langsamen Fortgang der Operationen in Italien mindestens ebenso groß. General= leutnant Martin erklärt im„Daily Telegraph“: „Wir müssen uns darauf gesaßt machen, daß iinsere Verluste durch die immer notwendiger werdenden Frontalangriffe unglaublich hoch sind. Trotzdem macht der Vormarsch nur geringe Fortschritte. Infolge Schwierigkeiten bei der Versorgung ist die Entwicklung unserer Offensive sowohl zu Lande wie auch auf dem Wasser behindert.“ Ueber die Vorgänge an der Ostfront meint Generalleutnant Martin, der Preis, den die Sowjetunion für den Vormarsch der Sowjetarmee bezahlen müsse, sei uungeheuer lich. Zum Schluß kommt Martin auch auf die deutsche Vergeltungswaffe zu sprechen und erklärt, man solle sich in England nicht täuschen. Diese Waffe bestände tatsächlich, und Hitlers Ankündigung der Vergeltung sei kein leeres Gerede. Wenn man Deutschland noch immer Zeit lasse, dann würde die Lage für England gefährlich. So, wie die Dinge jetzt stünden, arbeite die Zeit nicht mehr für die Alliierten. Narvik=Geist Erfolgreiche deutsche Abwehr im Osten Tagen 481 Sowjetpanzer vernichtet Deutsche Gegenangriffe— TNB Aus dem Führerhauptauartier, zwei 16. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im großen Dujeprbogen rannte der Feind südwestlich Dujevrovetrowsk und nördlich Kri woi Rog erneut mit starken Kräften gegen unsere Frout an. Seine Angriffe scheiterten am erbitterten Widerstand unserer Divisionen, die immer wieder zu entschlossenen Gegenangriffen antraten und dabei eine vorübergehend durchgebrochene feindliche Gruppe vernichteten. Allein in einem Divisionsabschnitt wurden 71 Panzer des Feindes abgeschossen. In den feindlichen Brückenkönfen nordwestlich Kre mentschug und nordwestlich Tscherhassy herrschte gestern lebhafte Kampftätigkeit. Im Kampfraum von Shitomir wurden bei eigenen Gegenangriffen mehrere Feldstellungen der Towiets durchbrochen, zahlreiche schwere Waffen erbeutet und eine eingeschlossene seindliche Kampfgruppe vernichtet. Starke Gegenangriffe des Feindes scheiterten. Trotz ungünstiger Wetterlage unterstützte die Luftwaffe durch immer wiederholte entschlossene Angriffe besonders wirkungsvoll die Kämpfe der dort eingesetzten Verbände des Heeres und der Waffen=f. Wichtigefäschestische Beschrafse Eine Rede Grazianis— Die Verräter haben die Todesstrafe zu gewärtigen schen Korrespondenten Drahtbericht unseres römi 8F. Rom, 16. November. Der 14. November war für Italien ein bebeutsamer politischer Tag. In Verona versammelte sich unter dem Vorsitz des Parteisekretärs und in Anwesenheit der Minister der Kongreß der faschistischen Partei. Am gleichen Tage hielt Marschall Graziani eine Rundfunkrede, die sich an die drei jungen Jahrgänge wandte, die zur neuen ttalienischen Wehrmacht einberufen sind. Der Kongreß in Verona war eine Beratung im Schoße der Partei. Parteisekretär Pavolini hielt eine grundsätzliche Rede, an die sich eine längere Aussprache anschloß. Die italienische Oeffentlichkeit wurde durch eine amtliche Verlautbarung über das Ergebnis unterrichtet. Wichtige Beschlüsse wurden auf wehrpolitischem Gebiet gefaßt, das als vordringlich erachtet wird. Es wurde restlos klargestellt, daß Staat und Partei auf disziplinarischem Gebiet mit voller Schärfe gegen die Verräter vorgehen werden, d. h. daß sie die Todesstrafe zu gewärtigen haben. Die sozialen Aufgaben wurden in voller Breite durchgesprochen. Die Aufgliederung in verschiedene Konsöderationen soll fallen gelassen und dafür eine Einheitsorganisation der italienischen Arbeit geschaffen werden. So radtkal der Wille zur Verwirklichung des sozialen Gedankens ist, so scharf wurde der Trennungsstrich zum Bolschewismus gezogen und die staatlichung des Eigentums und vor allem in der Landwirtschaft abgelehnt. Die Besserstellung der Arbeiter soll nicht durch höhere Geldzahlungen. sondern durch Zuteilungen an Lebensmitteln erfolgen. Im übrigen werde die kenstiznierende.„Nationalversammlung, die am 15. Tezemver stattfinden soll, vorbereitet. Die Rede Grazianis, die mit Lautsprehern auf die öffentlichen Plätze Italiens übertragen wurde, war in der Sprache der Soldaten zehalten. Er stellte gegenüber den feindlichen Läuschungsmanövern die wahren Absichten der Begner Italiens fest. Sie gäben sich am deutichsten darin kund, daß von Badoglio die Stellung von einer Million Italienern für die Bergwerke und Fabriken Nordamerikas gefordert werde. Ferner würden die Mannschaften der italienischen Flotte, die zum Feinde übergegangen seien, zum Geleitzugdienst verwandt. Marschall Graziani beklagte es, daß italienische Soldaten noch nicht wieder in großem Umfang an der Seite der deutschen Soldaten kämpften. Der Aufruf ergehe an die jüngsten Jahrgänge des italienischen Volkes. Südwestlich und nordöstlich Gomel wurden neue, von Schlachtfliegern und Pauzern unterstützte Angriffe der Sowjets abgeschlagen oder aufgesangen. Westlich Smolensk griff der Feind mit zahlreichen Schützendivisionen und starken Panzerkräften weiter an. Er wurde im zusammengesaßten Abwehrfener aller Wassen abgewiesen und erlitt dabei hohe blutige Verluste. An dem Abwehrerfolg hat die deutsche Artillerie besonderen Anteil. die durch ihr wendiges Feuer feindliche Bereitstellungen zerschlug und Einbrüche abriegelte. Nordwestlich Smolensk und im Raum von Newel werden heftige örtliche Kämpfe gemeldet. In den letzten beiden Tagen wurden an der Ostfront 481 Sowjetpanzer vernichtet. In den schweren Kämpfen der letzten Wochen haben sich im Kampfgebiet von Kiew die thüringische 7. Pauzerdivision unter Führung von Generalmajor v. Mauteuffel und auf der Krim die fränkisch=fndetendeutsche 98. Insanteriedivision unter Führung von General= lentnant Gareis besonders ausgezeichnet. Von der süditalienischen Front wird außer beiderseitiger Artillerie= und Spähtrupptätigkeit nur ein erfolgloser Angriff nordamerikanischer Kräfte gegen eine nördlich Mignano gelegene Höhe gemeldet. Auf der Insel Leros halten die Kämpfe unserer Landungskräfte mit der feindlichen Inselbesatzung noch an. Küstensicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine versenkten in der Aegäis wiederum ein feindliches Unterseeboot. Bei Augriffen gegen deutsche Flugplätze im südgriechischen Raum wurden gestern 16 nordamerikanische Bomber abgeschossen. Britische Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht einige Bomben auf Westdentschlaud. Bei schwacher feindlicher Fliegertätigkeit über den besetzten Westgebieten wurden sechs britisch=nordamerikanische Flugzeuge abgeschossen. Ein starker Verband schwerer deutscher Kampfflugzeuge griff in der vergangenen Nacht die Hasenstadt Plumouth mit guter Wirkung an. Generaloberst Dietl auf einer Großkundgebung in München Säscheäier General Dieil bei seiner Riede— RAT„Kriegsberichter Wöhr(Ech) Wie lange liegt der Heldenkampf von Narvik eigentlich zurück? Wir blättern in den deutschen Wehrmachtberichten zurück und stoßen auf das Datum des 10. April 1940, der in Zusammenhang mit der Inschutznahme Dänemarks und Norwegens zur Abwehr einer großangelegten feindlichen Landungsoperation erstmals den Namen Narvik verzeichnete. Wir haben damals alle Karten und Lexika gewälzt, um uns ein Bild davon zu machen, wo Narvik liegt und welche Bedeutung es für unsere Sicherungsund Verteidigungsoperationen haben könnte. Wir ahnten nicht, daß Narvik sehr bald der Inbegriff beispiellosen deutschen Heldentums werden und bleiben sollte. Bangenden Herzens haben damals, als inzwischen im Westen unsere Soldaten ihren stürmischen Siegeslauf durch Holland, Belgien und Frankreich angetreten hatten, unsere Gedanken und Hoffnungen immer wieder jene kleine, in den Klüften des norwegischen Küstengebirges offenbar auf hoffnungslosem Posten verbissen kämpfende Heldenschar gesucht, die unter dem damaligen Generallentnant Dietl aushielt und auch dann noch an ihren Sieg glaubte, als ihr Kampf aussichtslos schien. Und dann kam am 10. Juni 1940 jene befreiende Meldung des Deutschen Oberkommandos, daß„der heldenhafte Widerstand, den die Kampfgruppe des Generalleutnants Dietl seit vielen Wochen, vereinsamt unter den schwersten Bedingungen, in Narvik gegen eine überwältigende feindliche Uebermacht geleistet hat, heute seine Krönung durch den vollen Sieg erhielt.“ Dieser Erfolg der Narvik=Kämpfer überstrahlte damals selbst die gewaltigen schicksalwendenden Waffenerfolge der deutschen Truppen im Westen, die inzwischen bis auf 20 km vor Paris vorgestürmt waren. Weshalb wir gerade heute auf dieses Beispiel heroischen deutschen Soldatentums hinweisen? Weil. nachdem Generaloberst Dietl am Sonntag von München aus Sinn und Wesen des NarvikGeistes von damals herausgestellt hat, uns plötzlich das schier aussichtslose zähe Ringen der Soldaten Dietls vor Augen steht und wir die Möglichkeit haben, damit unsere Lage von heute zu vergleichen. Die Zeiten sind vor allem seitdem für die Heimat schwerer geworden. Von unseren Toldaten erwarten, nein wissen wir, daß sie ihr letztes geben für die Heimat, für uns, für die Zukunft.„Man verlangt vom Frontsoldaten auch in scheinbar aussichtslosen Lagen unbedingte Krisenfestigkeit". So sagte Dietl, er setzte aber hinzu, daß umgekehrt„der Frontsoldat unbedingte Festigkeit gegen Gerüchtemacherei und Feindagitation“ verlangt. Er ist dabei sehr deutlich geworden gegen diese wenigen„Musterexemplare“, feindhöriger Miesmacher und Schwächlinge, die es nicht verdienen, daß ein deutscher Frontsoldat sich um sie kümmert. Wie würde es diesen seltsamen„Auchdeutschen“ ergehen, wenn der feindliche Nervenkrieg Gewalt über uns bekäme und die Heimat ihren Soldaten eine viertel Stunde vor zwölf die Waffen aus der Hand schlüge? Gott sei dank ist das deutsche Volk von heute nicht mit dem vor 25 Jahren gleichzustellen. Aber wir wollen uns der Anordnung des Generalobersten Dietl an seine Soldaten gut erinnern,„jeden gewissenlosen Schwätzer in der Heimat sofort zu stellen und den zuständigen Behörden zu übergeben.“ Ja, wir müssen jetzt hart und entschieden gegen solche verbrecherische, bisziplinlose undeutsche Kreaturen werden. Das sind wir unsern Soldaten schuldig. Und dann gibt es noch einige andere gemeinschaftsfeindliche Vertreter beiderlei Geschlechts, die sich über alle Anordnungen hinwegsetzen, die eine weise und weitschauende und vorsorgliche Staatsführung erläßt, um das deutsche Volk in seiner Gesamtheit nach gerechten Grundsätzen zeitgemäß durch diesen Krieg der deutschen Freiheit zu bringen. Diese Staatsführung hat eine ganz klare Vorstellung über die gleichen Pflichten aller Volksgenossen, der alle unterworfen sind. Das gilt für die Arbeit Feldpostnummer 08000 Macht Vorschläge zur Leistungssteigerung unserer Rüstung und Wehrkraft! n Berlin, 16. November. Die gegenwärtige Kriegführung verlangt die Konzentration aller Kräfte auf die Erfüllung unserer Rüstungsaufgaben und eine totale Ausrichtung unseres ganzen Schaffens auf den Endsieg, dessen wichtigste Voraussetzung neben der straffen und einheitlichen Planung und Lenkung des Bedarfs und der Produktion, der Arbeitswille und die höchste Leistungsbereitschaft aller deutschen Frauen und Männer und der sparsamste Einsatz der vorhandenen Arbeitskräfte und Konstrukteure ist. Um die technischen und organisatorischen Erfahrungen der Oeffeutlichkeit und die volle Ausuntzung aller wirtschaftlichen Kräfte undbriugend der deutschen Rüstungswirtschaft zuzuführen, hat der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion Speer, der die gesamte Kriegsproduktion aunmehr in einheitlicher Form führt und für die Betreuung. Leukung und Durchführung der Erzeugung der gewerblichen Kriegswirtschaft verantwortlich ist, die Möglichkeit geschaffen. daß jeder, der auf Grund seiner gewonnenen Erkenntnisse glaubt, wertvolle Anregungen. Verbesserungsvorschläge oder Wünsche auf den Gebieten der Rüstung und Kriessoroduktion geben zu können. berochtigt und verpflichtet in. diese Tatsache unter der neu geschaffenen Geldvoßnum: mer 08 000 einzureichen. Klare und sachliche Vorschläge dienen der Leistungssteigerung unserer Rüstung und Wehrkraft unseres Volkes. Sie helfen mit, den in der Heimat durch feindliche Terrorangriffe an Hab und Gut schwer geschädigten Volksgenossen die notwendigsten Erzengnine für ihren dringendsten Bedarf zu schaffen. wie für die gleichmäßige Lebensmittel- und PVerenverteilung. Es sollten sich endlich alle darüber klar sein, daß von der stritten Durch führung aller aus der totalen Kriegführung sich ergebenden Maßnahmen unfer Sieg mit abhängt. Es sollten sich endlich gewisse Leute beiderlei Geschlechts frei machen von der verdemmten Sucht, außer der Reihe zu tanzen, den Behörden ein Schnippchen zu schlagen. Was wäre aus Narvik und aus den Narvil Kämpfern geworden, wenn einzelne geglaubt hätten, sich über Verpflegungs=, Kampfmaßnahmen, über Aufgaben und Pflichten hinwegsetzen zu können! „Der Kampf um Narvik ist mit dem Herzen gemonnen worden, sagte soeben Generaloberst Dietl. mit dem Herzen, mit der Kameradschaft, dem Pflichtbewußtsein und der moralischen An ständigkeit. Der Geist von Narvik schließt all das ein: Mut, Heldentum, Opferbereitschaft, Kameradschaft, Glaubensstärke und Siegesgewißheit. „In der Schicksalsstunde unseres Voltes hat die Heimat die gleiche Parole wie die Front: Härte und Glaube. Diese innere Stärke wird unserm Volke den Sieg bringen.“ Die gleiche Parole! Wer diese Parole nicht kennt, nicht beachtet, der muß die Folgen tragen. Es darf keinen mehr geben, der sich von der Arbeit Washington unterdrückt die Wahrheit über die schweren ASA=Verluste im durch allerlei Mätzchen zu drücken sucht, es darf auch keinen mehr geben, dessen Tagesarbeit damit ausgefüllt wird, wie er zu unberechtigten zusätzlichen Lebensmitteln oder Waren kommt. Was er hier ergannert, erschleicht und erschiebt, wird anderen genommen. In der letzten Schlacht aber kann das ausschlaggebend sein für den deutschen Sieg. Wie heißt das soldatische Bekenntnis des Generalobersten Dietl:„Ich glaube an den Führer, an das deutsche Volk und seine Bestim. mung und innere Stärke, ich glaube an meine Soldaten." Das ist Narvik=Geist, NarvikBekenntnis. Ein Schuft, der das Heldentum deutscher Soldaten durch Egoismus, Eigennutz oder volksfeindliche Unanständigkeit besudelt. Jeder deutsche Mensch eifere unseren NarvikKämpfern nach, die Vorläufer wurden all jener Helden, die in diesem Krieg sich heute täglich im stillen für Deutschlands Sieg, Freiheit und Zukunft opferbereit einsetzen. Pli. Von unserer Berliner Schriftleitung S Berlin, 16. November. Seit den für die Japaner siegreichen Kämpfen bei Bougainville im südwestlichen Pazisik, die der USA.=Flotte schwerste Verluste brachte, sind nun schon eine Reihe von Tagen vergangen. Aber die amerikanische Regierung hat sich darüber vollkommen in Schweigen gehüllt. Abgesehen von der Mitteilung, daß bei diesen Kämpfen die amerikanische Flotte geringe Verluste erlitten habe, hat sie nichts an die Oeffentlichteit gegeben. Diese Schweigsamkeit wird von der nordamerikanischen Presse mit auffallender Gelassenheit hingenommen. Es kann dahingestellt bleiben, ob sie darauf zurückzuführen ist, daß man die amerikanische Darstellung der Kämpfe bei Bongainville glaubt oder ob die militärische Zensur der Presse hier gewisse Schranken gezogen hat. Nach den schweren Schlägen gegen die amerikanische Schlachtflotte bei Pearl Harbour, mit denen Japan den Krieg gegen die USA. eröffnete, verfolgte die amerikanische Regierung dieselbe Schweigetaktik, erst ein Jahr später gab sie zu, wie schwer die Verluste vom Dezember 1941 gewesen waren. Man braucht sich in den Vereinigten Staaten nicht zu wundern, wenn man sich in der Welt dieser Taktik erinnert und wenn man hinter dem gegenwärtigen Schweigen eine ähnliche Taktik vermutet. Die Oeffentlichkeit der USA. hat selbstverständlich von den japanischen Nachrichten trotz allen Vertuschungsversuchen Kenntnis erhalten. Diese Nachrichten haben in ihrer bestimmten Art großen Eindruck gemacht, und man leicht sie mit den mageren Erklärungen ingtons. Infolgedessen herrscht in weiten Kreisen große Bennruhigung, da man überzeugt ist. daß die japanischen Angaben„keinesfalls aus der Luft gegriffen sein können“. In der„Chikago Tribune“ veröffentlicht deren Herausgeber Oberst. Mac Cormick einen im Pazifik eingesetzt werden solle. Es ist immerhin auffallend, daß dieser Artikel mit seiner Sorge wegen der Lage im Pazifik gerade in diesem Augenblick erscheint. Die Vermutung liegt nahe, daß die von den Japanern gemeldeten schweren Verluste der amerikanischen Kriegsflotte auf die Wahl des Zeitpunkts für das Erscheinen des Artikels nicht ohne Einfluß geblieben sind. Er geht zwar von der Bevorzugung des Atlantischen Ozeans vor dem pazifischen aus, um seine Forderung zu begründen. Aber die Vermutung ist nicht von der Hand zu weisen, daß er das nur als Kulisse benntzt, daß der eegentliche Grund für seine Forderung, den er nicht nennen will, die Schwächung der amerikanischen Seemacht durch die Verluste bei Bougainville ist. Es scheint mit der Eigenart eines so weit ausgedehnten und schwer zu übersehenden Kampfgebiets wie dem Stillen Ozean zusammenzuhängen, daß die dortigen friegerischen Ereignisse für den Fernerstehenden nur wie durch einen Schleier sichtbar sind und daß man erst nach längerem Zeitraum erfährt, wie die Lage in einem bestimmten Augenblick wirklich war. Keine Schwekgetattik kann aber an der Tatsache etwas ändern, und die Wahrheit wird sich aus den Folgewirkungen der Ereignisse ergeben. über die die japanische Wehrmacht berichtet hat. „Unvorstellbare Schwierigkeiten“ Die allierte Strategie im Mittelmeerraum von den Deutschen überspielt Drahtbericht unseres Stockholmer Korrespondenten szen bedeckten, wo immer ein paar Meter Ausweichmöglichkeiten neben der Straße theorctisch bestünden, seien die Felder mit Minen besät, verale Waf G. Stockholm, 16. November. Die Unzufriedenheit der englischen Oeffentlichkeit mit den geringen„Fortschritten“ des britischen Einsatzes auf dem italienischen Festland und den Rückschlägen auf den Inselstellungen des Aegäischen Meeres kommt in einem scharfen Kommentar des„News Chroniele" zur Kriegslage im Mittelmeer zum Ansdruck.„Wie lange soll eigentlich das Vorwärtskriechen bei schlechtem Wetter auf minenbesäten Wegen in Italien noch anhalten?“, möchte das nengierige Blatt gern wissen und meint, da es doch keine Antwort, bekommen wird, daß die„alliierte Strategie wieder einmal die Möglichteiten verpaßt hat, die sich ihr im Mittelmeerraum durch die völlige Beherrichung des Meeres und die Ueberlegenheit in der Luft geboten haben". Nicht genug mit dem langsamen Tempo in Italien seien auch die Kämpfe um den Dodekanes von britischer Seite vollständig falsch eingeschätzt worden. Man höre immer Artikel, in dem er das in der amerikanischenvon den gewaltigen Streitkräften, die von den Der Vorsitzende des Londoner Städtebauamtes erklärte. Enaland werde wahrscheinlich nach dem Kriege acht Millionen Neubauten benötigen. Das sogenannte„Zentralkomitee der kommunistischen Partei Frankreichs“, dessen gegenwärtiger Sitz in Moskau ist, hat bestimmt, daß sechs prominente kommunistische Abgeordnete in Nordafrika der beratenden Versammlung in Algier als Vertreter beigegeben werden sollen. Presse schon oft erörterte Problem„Atlantik oder Pazifik?" behandelt. Dem Artikel zufolge erörtert man in politischen Kreisen Washingtone die Frage, ob die Zusammenballung der maritimen Hauptmachtmittel im Atlantikraum nicht zu einer gefährlichen Entblößung der pazifischen Front geführt habe. Der Verfasser verlangt mit Nachdruck, daß die gesamte amerikanische Rüstungsproduktion in Zukunft Roosevelts Prestige in ASA erschüttert Löhne und Preise treiben in die Höhe— Die Folgen des Bergarbeiterstreiks Drahtbericht unseres Lissaboner Korrespondenten H. B. Lissabon, 16. November. Unter den nordameritanischen Eisenbahnarbeitern findet gegenwärtig eine geheime Abstimmung statt, ob sie mit Hilfe eines Streiks die Lohnforderung erzwin gen sollen, die ihnen die Eisenbahngesellschaft verweigerte. Alistair Cook, der amerikanische Korrespondent des Londoner„Daily Herald“ sieht als Ergebnis des erfolgreichen Bergarbeiterstreiks voraus, daß nunmehr alle Ar beiterkategorien Lohnforderungen stellen werden und damit die Gefahr der Inflation wiederum um einige Grade näherrücke. Wenn alle gegenwärtigen Lohnforderungen erfüllt würden, meint er, kämen etwa zehn weitere Milliarden Dollar auf den Markt, für die es keine Anlagen gäbe. Sie würden also die Preise erneut in die Höhe treiben. Das sei der unheilvolle Ausweg für die amerikanische Wirtschaft in diesem Winter. Der Korrespondent ist der Meinung, daß die letzten schweren Wahlniederlagen der Partei Roosevelts die Quittung auf die ungelösten sozialen Svannungen gewesen seien. Zum ersten Male seit 1932 hätten weite Teile der Arbeiterschaft dem New Deal Roosevelts den Rücken gekehrt, und zum ersten Mal erschiene jetzt das Prestige des Präsidenten bei den Massen seiner früheren Wähler ernst haft erschüttert. Um Zeit zu gewinnen und neue Mittel zur Inflationsbekämpfung zu finden, hat Roosevelt einen Ausschuß ernannt, der die Preis= und Lohnsituation im ganzen Lande untersuchen soll. Dem Ausschuß ist dafür eine Zeit von 60 Tagen gegeben. Und man erwartet in Washington, schreibt Cool, daß er am Ende auf Grund der allgemein gestiegenen Preise eine vorsichtige allgemeine Lohnerhöhung empfehlen wird. Die einzige Hoffnung für Roosevelt, sein Prestige wieder herzustellen, liege in Siegen auf den Schlachtfeldern. Wenn sie ausblieben, sähen selbst die engsten Parteifreunde Roosevelts düster in die Zukunft. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte Roosevelt durch die sogenannte kleine Stahlformel anerkannt, daß zwischen den Löhnen und Preisen eine innere Bindung besteht, indem er auf Grund der Preissteigerung den Stahlarbeitern eine Lohnerhöhung zubilligte. Jetzt fordert die Stahlarbeitergewerkschaft erneut eine Lohnsteigerung um 10 Prozent. Damals hoffte der Präsident noch, die Preisentwicklung bändigen zu können. Aber selbst die Subventionierung wichtiger Lebensmittel, für die eine Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt wurde, hat eine wirksame Kontrolle der Preise nicht ermöglicht. Die Arbeiter beginnen jetzt einzusehen, daß ihnen auch mit Lohnerhöhungen nicht gedient ist. Denn, bevor sie in den Genuß der hart erkämpften neuen Löhne kommen, haben die Preise mindestens schon wieder einen entscheidenden Vorsprung getan. Diese Feststellung, meint Cook, sei die wichtigste Nachricht, die er von Washington geben könne. Ihr gegenüber wirkten alle opitimistischen Meldungen aus der amerikanischen Hauptstadt wie kleine Zwerge. Alliierten im Mittelmeerraum in Reserve ständen. Warum habe man denn nicht für die Inseln, die man besetzte, genügend Streitkräfte zur Verfügung gestellt und dadurch vermieden, daß eine Insel nach der andern wieder verloren ging? Die offizielle Berichterstattung der Briten aus Süditalien klammert sich jedoch weiterhin an die Ertlärungen über schlechtes Wetter und vollständig vernichtete Wege. Ein britischer Korrespondent berichtete kürzlich, man könne sich überhaupt keine Vorstellung davon machen, welche Schwierigkeiten die Deutschen dem britisch=amerikanischen Nachrücken in den Weg legten. Nicht nur alle Brücken über größere Flüsse seien auf das gründlichste zerstört, sondern jeder kleinste Uebergang über ein Bächlein sei gesprengt und müsse erst zeitraubend wiederhergestellk werden, wo immer Häuser oder Gartenmauern die Straßen gesäumt hätten, seien sie so gesprengt worden, daß die Trümmer die Straund wenn gar der Weg über eine Hügelstraße führe, so finde man den Weg einfach nicht mehr, weil ein Teil des Hügels auf ihm gesprengt worden sei. Diese Schwierigkeiten werden von der Oeffentlichkeit in England durchaus als real anerkannt. Woraus man jedoch Vorwürfe gegen die britisch=amerikanische Kriegführung ableitet, ist die Tatsache, daß es wieder einmal wie schon in Tunesien den Deutschen gelungen ist, genügend Zeit zu gewinnen, um äußerst langwierige Verzögerungen der alliierten Operationen herbeizuführen und dafür zu sorgen, daß jetzt die Ausschaltung Italiens aus dem Kriege eine sich ins Unendliche erstreckende Aufgabe geworden sei und nicht, wie man sich dies beim Doppelverrat von Badoalio und Viktor Emanuel an Mussolini vorstellte, die einfachste Sache der Welt sein werde, die innerhalb weniger Wochen den britischen und amerikanischen Truppen erlauben würde, an Deutschlands Grenze zu stehen. Auch die Schwierigkeiten im Libanon werden in steigendem Maße von der britischen Presse als eine Störung der alliierten Mittelmeerstrategie bezeichnet, wobei man natürlich die aufhetzerische Rolle verschweigt, die von der britischen Diplomatie im Libanon gespielt wurde. Man tut nur sehr erstannt, daß sich alle vorderasiatischen Interessenten, ob mit England Verbündete oder ob Neutrale, so lebhaft für die Entwicklung im Libanon interessieren, und weist darauf hin, daß man bei den neutralen Anliegern des Mittelmeeres kein sehr großes Verständnis für eine stärkere Hinneigung zum alliierten Kriegseinsatz erwarten könne, solange England einerseits die militärischen Möglichkeiten im Mittelmeerraum nicht voll ausnutzt und andererseits im Falle Libanon demonstrieren werde, wie wenig Realität die Freiheit der kleinen Völker bei der tatsächlichen Handhabe der alliierten Politik besitzt. weiter überraschenden Sieg Ritterkrenz des Kriegsverdienstkreuzes daher einen nicht der Kommunisten. X Berlin, 16. November. Eisenbahnunglück in Der Führer hat dem General der Flieger Kühl das Rittertreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. General der Flieger Bernhard Kühl ist der langjährige Chef des Ausbildungswesens der Luftwaffe. Seine Verdienste in dieser Stellung sind jetzt durch die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes gewürdigt worden. Engländer plünderten Cypern aus (=) Izmir, 16. November. Ein Bericht der„Palästina Post“ aus Cypern gibt ein trauxiges Bild der dortigen Verhältnisse, da auf der Insel, die einst größere Ueberschutzmengen nach Palästina exportierte, die britischen Besatzungstruppen alles kahlgefressen haben. Es ist daher erklärlich, daß, wie der Artikel behauptet, die Bevölkerung nichts für die Unterhaltung der britischen Truppen tut und sich von diesen fernhält. Die Not der Bevölkerung sei grenzenlos. Die letzte Gemeindewahl in Limasol brachte Rom, 16. November. Am Morgen des 15. November stießen auf der elektrisch betriebenen eingleisigen Privatbahnstrecke Rom—Viterbo zwei Züge zusammen. Die elektrischen Lokomotiven wurden aus den Gleisen geschleudert. Die Wagen schoben sich infolge des Anpralls ineinander. Bisher wurden 58 Leichen geborgen. Ueber 200 Personen wurden verletzt. Aus kurzen Worten Beirut wird gemeldet, daß im mohammedanischen Viertel von Beirut Barrikaden errichtet worden seien. Beirnt ist von einer Hungersnot bedroht. einer Meldung aus Canberra gab der australische Premierminister Curtin bekannt, daß der Herzog von Glonchester, der Bruder des englischen Königs, zum Generalgouverneur Australiens ennannt worden ist. Damit will England gegenüber den 1SA. den britischen Charakter Australiens befonders betonen. Gesicht des Novembers Von Hans Bethge Es ist der meistgeschmähte von allen Monaten. Es ist nicht meine Absicht, ein Loblied auf ihn zu singen— denn, seien wir ehrlich: er verdient den schlechten Ruf, den er genießt. Richtiger November, das ist gleichbedeutend mit lastendem Grau in der Seele. Novemberwetter, das sind wild stürmende Wolken an einem niedrigen Himmel, das ist Wind, der mit pfeifenden Stößen aufreizend um die Ecken jagt, das ist kalter, mit Schnee gemischter Regen, der uns wie eine Peitsche ins Antlitz schlägt. Wo ist die Sonne hin, wohin das Himmelsblau, wohin die Sterne, sind sie noch irgendwo zu finden in dieser Welt? November, das ist schmerzliche Erinnerung. Die Erinnerung an alles Holde läßt uns nicht los. Es ist der Monat der Erinnerungen an die brennende Sommerlust, an die bunten Wunder des Reisens, an die lodernde Pracht der Farben bis in den braunen Oktober hinein. Wie schön war das alles, was hinter uns liegt, und wie bde ist die Welt, die uns umgibt. Der November ist nicht umsonst der Monat des Totenfestes, das in seine melancholischen Tage hineinpaßt wie die Zypresse auf den Friedhof, wie der Immortellenkranz auf das Grab. Aber der Wahrheit die Ehrei es gibt auch köstliche Novembertage. Heut war so einer, ich danke ihm, er hat mich versöhnlich gestimmt. Ich merkte am Morgen, wie die blutrote Sonne versuchte, sich durch die milchigen Nebel hindurchzuringen,— schon diesem Kampfe zuzusehen war ein Genuß, der Feuerball siegte, und ein veilchenblauer Himmel kam zum Vorschein. Ich nahm Stock und Hut, schlenderte durch die Außengärten der Stadt, und was ich an Eindrücken von dieser Wanderung heimbrachte, war ganz beglückend. Nicht weit von meinem Hause war schon das erste kleine Wunder zu sehen, ein Ebereschenbaum. Nur einzelne gelbe Blätter hingen noch lose an den kahlen Zweigen, aber ziegelrot in der Sone funkelte die Fülle der Beerenbüschel, sie glichen den Büschela prunkender Korallen. Eine Schar dicker, aufgeplusterter Schwarz drosseln wippte in den Zweigen herum und langte mit den gelben Schnäbeln nach den roten Delikatessen. Wäre ich ein Maler, so hätte ich schnell nach meinem Aquarellpinsel gegriffen und hätte den überraschenden Eindruck mit kühnstem dekorativen Schwung auf das Papier gebracht. Weiter. Auf dem Rasenfleck vor einem Landhaus eine riesenhafte Trauerbuche, noch im vollen Schmuck ihres rostroten Laubes, von der Sone überglänzt, eine festlich=schwermütige Herbstmelodie. An dem Landhaus selbst flutete wilder Wein in dicken Girlanden herab, feuerrot, lodernd, schon etwas gelichtet,— und dort neben dem pupurnen Gewoge an der grauen Mauer sehnsuchtsvoll nach der Seite hin gebogen eine einzelne, dünne, lachsfarbene Ranke, ein junger Zweig, das zarteste, schwebendste Herbstgedicht, das man sich denken kann. Goldgelbe Blätter leuchten wie ein weitmaschiger Teppich auf dem sonnigen Weg, den ich schreite. Die Gärten tauchen auf, es funkelt in ihnen, ich mache halt und staune. Georginen, Astern und Rosen lachen noch aus den Beeten, es war noch kein Nachtfrost, darum haben sich die Blüten so frisch erhalten. Unvergleichlich sind die Dahlien: mattblaue, gelbe, herbstlich kupferfarbene Blüten ragen über dem völlig grün gebliebenen Laub des Stranchwerks. Und nun weiten sich meine Augen, denn eine meiner liebsten Blüten grüßt winkend von hohen Stauden herüber: die liebliche Cosmea, mattrosa und mattblau, die lichteste und schwebendste aller Blüten, eigentlich ein Frühlingstraum. Die Sonne liegt milde über all dem Novemberbunt. Ein Duft des Vergehens schwebte in der Luft. Es ist Windstille. Ja, gottlob, auch so kann es sein, so versöhnlich, so weich, so verklärt, in diesen spätherbstlichen Tagen. Oh, schmäht den November nicht mehr, als er verdient! Leibgrenadiere des Führers Nach den ersten unvergleichlichen Waffentaten unseres Heeres befahl der Führer die Aufstellung des Führerbegleitbatail= lons aus den Reihen des Insanterie=Regiments Großdeutschland. Damit gab er dem „Leibregiment des deutschen Volkes“ die stolzeste Aufgabe, die einer Truppe in einem Kriege zufallen kann: Den persönlichen Schutz ihres Obersten Befehlshabers. Bewußt dieser höchsten Verpflichtung, tragen die Leibgrenadiere des Führers neben dem Aermelstreifen Großdeutschlands das Band mit der Aufschrift„Führerhauptquartier“. Als. einziger Truppenteil des Heeres führt dieses Bataillon eeine besondere Standarte, die das Hakenkreuz als Symbol der deutschen Nation trägt. Entsprechend den hohen und verantwortungsvollen Aufgaben, die dem Bataillon gestellt sind, setzt es sich aus den besten und tapfersten freiwilligen Soldaten des Heeres zusammen, die alle, Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, in den Reihen der InfanterieDivision Großdeutschlands vor dem Feinde bewiesen haben, daß sie getren der ruhmreichen Tradition des deutschen Heeres bereit sind, ihr Leben für ihr Volk und ihren Obersten Befehlshaber einzusetzen. Genau wie die Infanterie=Division Großdeutschlands setzt sich das Führerbegleitbataillon aus Soldaten aller deutschen Gaue zusammen. Getragen vom Geiste höchster Kameradschaft und ernstestem Verantwortungsbewußtsein, schließen hier die Söhne aller deutschen Stämme, die gesamte deutsche Jugend, einen ehernen Ring um ihren Führer und die höchsten Kommandostellen unseres Heeres. Jedem deutschen Soldaten wird das Kommando beim Führerbegleitbataillon durch sein ganzes Leben hindurch unvergeßlich bleiben. Mit Stolz und Freude wird jeder einzelne an den schweren und zugleich schönen Dienst bei seinem Führer zurückdenken. Unvergessen werden in vielen deutschen Familien die Erlebnisse ihrer Söhne bleiben, die mehr als einmal Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung vor ihren Augen haben abrollen sehen. Die Erinnerung an unzählige Frontfahrten, die den Führer zu seinen Heerführern und zu seinen kämpfenden Soldaten führten, werden in jedem einzelnen Soldaten, der das Glück hatte, Leibgrenadier des Führers sein zu dürfen, sein ganzes Leben hindurch wach bleiben. Es wird das höchste Ziel jeden Offiziers und Grenadiers der Division Großdeutschland sein. einmal zu den Angehörigen des Führerhealeithataillons, den besten Soldaten unseres Heeres. zu gehören. Das Heimchen Eine kurhessische Anekdote von Adolf Häger Das Heimchen war ein winziges Männchen, ein Handwerksmeister im schönen Werrastädtchen. Er trank gern einen Schoppen, aber allzt lange hielt er nicht dabei aus. Wenn die Uhr auf zehn ging, dann fing er an, auf seiner Bank hin und her zu rutschen, als hätt' er einen ganzen Sack voll Flöhe auf dem Leib. Kaum hatte es den ersten Schlag getan, war der Meister schon hinausgewischt. Seine Karline daheim verstand nämlich keinen Spaß. Sie war ein Mordsstück von Weib— wie die Maurer dortzulande sagen: drei=Stockwerk massiv und noch en Erker druff! Eines Abends hatten die guten Freunde dem Heimchen so gut eingeschenkt, daß er krakeelig wurde, als sie um zehn Uhr fragten, ob er denn nicht heim wolle. Die Karline warte gewiß daheim und stehe mit dem Lätschen schon hinter der Tür. Da war's aber aus!. I. „So, das wollen mer doch mo seyn: Jett bliewe ich groade sitzen!“ So trank er trotzig weiter, und die guten Freunde stichelten, bis das oliewige Kerlchen ganz wild wurde. Erst nach Mitternacht brach die Gesellschaft auf.„ „Nu will ich uch mo wiisen, wer deheime de Hosen anne hat, mie Frau oder ich, sagte der Meister!“ So schloß das Heimchen seine Behansung auf. Die Kumpanen linsten von draußen durch die Gardinen. Das Licht ging im lichen Schlafgemach an, der Meister kam tätisch hereingeschritten und trat ans Bel seiner Karline. Jetzt blöckte er los:„Karlinc, rus us dem Bett!“ 6746nan9e Und wirklich, das erschrocken auffanrenee vom Schlaf noch taumelige Eheweib, wälger sich mühsam aus dem Bett.„ 66 „Rin ins Bett!“ dröhnte der Meister s#. wieder. Und gehorsam krabbelte Karline wiede in die Geblümten. Der Meister aber übte ein paar Mal: Rus us'm Bett'.— Rin ins Beil: Und die Frau, die wohl dachte, ihr Mann wahnsinnig geworden, machte geduldig mit. „So! Ich will uch schon wiisen, wer hie Hosen anne hat!“ sagte der Meister befriedist und löschte das Licht. Aber am nächsten machte er sich doch wieder um punkt zehn dem Staube. 7### Ernst:„Unser Leb n##en und Genießen; es urbeiten, und glücklich de die am härtesten hat käm A gibt wiel Durch eine Verordnun dung ist die über die 4. rachsene verhängte Sper: vom 15.. November ab Socken an Männer und darf. Bei den Frauen 15. November fälligen 2 Reichskleiderkarte und vor tober fällig gewordenen Nännern durch Abgabe sprechender Abtrennung: handenen älteren Bezu abschnitte der Kleiderkart liegenden Terminen köni Gleichzeitig wird von zust darauf hingewiesen, daß über eine angeblich beabs ha, setzung der Reichsklei hen und Kleinkinder fals Tages Ehrenvolles Jubilät hatte Herr Werkmeister H jähriges Denstjubiläum jabrik Gebr. Haver, Schi weit über Schwertes Gr und wünschen ihm, daß lange Jahre seine Dienste stellen kann. Ernennung zum We ninister Speer hat zum kant Wilhelm Hiddin schaftsführer ernannt. W Die Deutsche 9 Schwerte=Ost, teilt uns mi sunden montags und doni Uhr nunmehr auch Spre tags von 11 bis 12 Uhr a :: Kaninchendiebstahl: Am Sonnabend wurde ein sraße während des Flie schweres, weißes Kaninche nen Stall entwendet. Da hältnismäßig früh war, m oder in der Nähe der Her ein. Wer kann Angaben ertige Angaben erbitet d Weihnachts=So Abgabe Der Reichsminister für schaft hat jetzt durch Erla Ausgabe der bereits beka lungen zum Weihnachtsfes verden zusammen mit den 9. Zuteilungsperiode b ausgegeben. Es erhalter Nährmittelkarten 57 für karte WS 1, die Empfäng 07 für Kinder und Juge sowie für Kinder bis zu die über 18 Jahre alten E nittelkarte für Selbstverso PS 3 und die noch nicht der blauen Nährmittelkar Jahren der Selbstversor BS 4. Die Ausgabe unte vendig, weil nur die B Lohnenkaffee und Trinkbi Jugendlichen bis zu 18 zuteilung an Süßwaren die landwirtschaftlichen S auf ihre höheren Selbstver ten Zuteilungen bedacht. liche Selbstversorger wege den Selbstversorgung mit sitraum die blaue Nährm totzdem die WS=Karte (WE 1 für Erwachsene, W digen. Versorgungsberechtigte verpflegung befinden, erhe uteilung über ihre Gesichtung, und zwar werder der Ausstellung der Bezi un Roman von Urheber=Rechtsschutz: T Wenn der Seehofer ü dieb als Endresultat nur egentlich die Anlerbräui bar es, daß er jene unsin war es, der den ei Richael unbewußt ausg Schlag zunichte machte. Er hätte die Amalie so assen. Wenigstens hätte ihr die Mitgift mitz leichtes Spiel gewesen, seimgeführt hätte. Mir il Inheil abgewendet gewest Kein Wunder, daß ar keit schwer zu tragen hat und manche Nacht studiert freier schicken könnte. Der Füller von der W eekam die Mühle, aber d 00000 Mart ausgestattet 2, Michael darauf hinzu * einem Sonntagnachmi um an der Mühle, die entfernt lag, vorb Feile mit dem Müller. Es war nur ein erstes uf die Kinder beiderseits burde nur se mit eingest g.“! Ernst:„Unser Leben ist je nicht ein seiges ###en und Genießen; es ist ein hartes Kämpfen und grbeiten, und glücklich der Mensch, glücklich die Zeit, die am härtesten hat kämpfen und arbeiten dürfen.“ ERIEGS WINTERMILFSWERK 1943L EINSATZBEPEIT ZUJEDER STUNPE! EAALMEIN AA 20./21 NOVEMEER Schwerte, 17. November 1943 Es gibt wieder Strümpfe Durch eine Verordnung der Reichsstelle für Kleidung ist die über die 4. Reichskleiderkarte für Errachsene verhängte Sperre insoweit aufgelockert, als vom 15. November ab ein Paar Strümpfe oder Socken an Männer und Frauen abgegeben werden darf. Bei den Frauen gegen Abtrennung des am 15. November fälligen Bezugsnachweises D der 4. Reichskleiderkarte und von 4 Punkten der am 1. Okober fällig gewordenen Bezugsabschnitte; bei den Nännern durch Abgabe des Abschnittes C und entsprechender Abtrennung von Punkten. Die noch vorhandenen älteren Bezugsnachweise und Bezugsabschnitte der Kleiderkarte mit vor dem 1. Oktober liegenden Terminen können nicht benutzt werden. Gleichzeitig wird von zuständiger Stelle nachdrücklich darauf hingewiesen, daß alle umlaufenden Gerüchte über eine angeblich beabsichtigte Sperre oder Außerha, setzung der Reichskleiderkarte für Knaben, Mädhen und Kleinkinder falsch sind. Tageschronik Ehrenvolles Jubiläum. Am 11. November 1943 hatte Herr Werkmeister Hans Rottmann sein 25jähriges Denstjubiläum bei der Firma Maschinen= jabrik Gebr. Haver, Schwerte. Herr Rotimann ist, weit über Schwertes Grenzen bekannt und beliebt, und wünschen ihm, daß er der Landwirtschaft noch lange Jahre seine Dienste und Kräfte zur Verfügung stellen kann. - Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer. Reichsminister Speer hat zum 9. November Herrn Fabrikant Wilhelm Hidding, Villigst, zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. Wir gratulieren herzlichst! Die Deutsche Arbeitsfront, Ortswaltung Schwerte=Ost, teilt uns mit, daß sie außer den Sprech sunden montags und donnerstags von 19.30 bis 20.50 Uhr nunmehr auch Sprechstunden sonntags vormittags von 11 bis 12 Uhr abhält. :: Kaninchendiebstahl wäyrend des Fliegeralarms. Am Sonnabend wurde einem Anlieger der Hermannstaße während des Fliegeralarms ein erwa 4 kg schweres, weißes Kaninchen aus einem unverschtossenen Stall entwendet. Da die Zeit des Diebstahls verhältnismäßig früh war, muß der freche Spitzbuve auf oder in der Nähe der Hermannstraße gesehen worden ein. Wer kann Angaben zur Sache machen? Derertige Angaben erbitet die hiesige Kriminalpolizei. Weihnachts=Sonderzuteilungen Abgaberegelung Der Reichsminister für Ernährung und Landwirt= schaft hat jetzt durch Erlaß die Einzelheiten über die Ausgabe der bereits bekanntgegebenen Sonderzuteilungen zum Weihnachtsfest geregert. Wie im Vorjahr verden zusammen mit den Lebensmittelkarten für die 77. Zuteilungsperiode besondere Zuteilungslarten ausgegeben. Es erhalten die Empfänger der rosa Nährmittelkarten 57 für Normalverbraucher die karte WS 1, die Empfänger der rosa Nährmittelkarte 07 für Kinder und Jugendliche von 3—18 Jahren owie für Kinder bis zu 3 Jahren die Karte SW 2, die über 18 Jahre alten Empfänger der blauen Nährnittelkarte für Selbstversorger mit Getreide die Karte PS 3 und die noch nicht 18 Jahre alten Empfänger der blauen Nährmittelkarte sowie die Kinder bis zu Jahren der Selbstversorger mit Getreide die Karte BS 4. Die Ausgabe unterschiedlicher Karten ist notvendig, weil nur die Verbraucher über 18 Jahre sohnenkaffee und Trinkbranntwein, die Kinder und Jugendlichen bis zu 18 Jahren dafür eine erhöhte zuteilung an Süßwaren erhalten. Außerdem werden die landwirtschaftlichen Selbstversorger mit Rücksicht auf ihre höheren Selbstversorgerrationen mit geringeten Zuteilungen bedacht. Soweit nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger wegen einer zur Zeit vorliegenden Selbstversorgung mit Getreide im 57. Zuteilungsseitraum die blaue Nährmittelkarte erhalten, ist ihnen totzdem die WS=Karte für Normalverbraucher (WS 1 für Erwachsene, WS 2 für Kinder) auszuhändigen. Versorgungsberechtigte, die sich in Gemeinschaftsverpflegung befinden, erhalten die Weihnachtssonderuuteilung über ihre Gemeinschaftsverpflegungseinsichtung, und zwar werden die Sonderzuteilungen bei der Ausstellung der Bezugscheine mit berücksichtigt. Agnes und Michael Roman von Haus Ernst Urheber=Rechtsschutz: Deutscher Roman=Verlag. Wenn der Seehofer über alles nachdachte, dann dieb als Endresultat nur die Tatsache, daß an allem eigentlich die Anlerbräuin schuld war. Ihre Schuld bar es, daß er jene unsinnige Wette schloß. Und ihr war es, der den einzigen Rettungsanker, den Richael unbewußt ausgeworfen hatte, mit einem Schlag zunichte machte. Er hätte die Amalie sonst auf keinen Fall heiraten lassen. Wenigstens hätte ihn niemand bewegen könten, ihr die Mitgift mitzugeben. Es wäre dann ein lichtes Spiel gewesen, wen.: Michael die Agnes seimgeführt hätte. Mir ihrem Vermögen wäre alles Unheil abgewendet gewesen. Kein Wunder, daß auch der Seehofer in dieser deit schwer zu tragen hatte. Es nahm ihn sehr mit, und manche Nacht studierte er, wohin er Michael als freier schicken könnte. Der Füller von der Wied hätte zwei Töchter. Eine eekam die Mühle, aber die andere würde wohl mit 00000 Mart ausgestattet werden. Noch unterließ er 2, Michael darauf hinzuweisen. Er selbst aber ging einem Sonntagnachmittag wie zufällig den Weg. um an der Mühle, die eine Wegstunde von Steininger entfernt lag, vorbei und unterhielt sich eine Feile mit dem Müller. Es war nur ein erstes Fühlerausstrecken. Die Rede u die Kinder beiderseits ergab sich nur zufällig und burde nur se mit eingestreut in die Unterhaltung Stepe Trutsche Fradentunsgrrung Gauredner Baumann sprach Am letzten Sonnabend sand im schönen, mit Fahnen der Bewegung und frischem Grün geschmückten Rathaussaal eine imposante Frauenkundgebung statt. Die Frauen von 15 Ortsgruppen der Partei waren hierzu eingeladen. Wenngleich der Sonnabend für die Frauen ein wichtiger Einkaufs= und Vorbereitungstag für den Sonntag ist, der viel Arbeit beansprucht, war der Rathaussaal doch bis zum letzten Platz gefüllt, ein lebendiges Zeichen dafür, daß auch die deutschen Frauen, die eine englische Zeitschrift als„das festeste Bollwerk für Hitler“ bezeichnet hat, auch jede Gelegenheit benutzen, um sich politisch aufklären und orientieren zu lassen. Um auch beim größten Andrang den Frauen Gelegenheit zu schaffen, daß alle hören konnten, hatte Herr Selsen eine Lautsprecheranlage angelegt, die vor Beginn der Kundgebung Marsch= musik ertönen ließ. Als Ehrengäste nahmen an der Kundgebung teil: Beigeordneter Pg. Schröder als Vertreter der Stadt und die Leiter der hiesigen Ortsgruppen der NSDAP. Den Auftakt der Kundgebung bildete ein Musikstück, vorgetragen von zwei Schülern der Musiklehrer Letzel, und zwar Frl. Runte(Geige) und Heer Waskönig(Flügel). Sie spielten die Sonate von Corelli in guter, geschulter Ausführung. Wesentlich zur Verschönerung der Veranstaltung trugen auch vier Mädel bei, Schülerinnen der Seoanschule, und zwar Inge Kreil, Waltrand Klemm, Inge Schelke und Eva Hoffmann. Drei von ihnen sprachen Führerworte mit guter Betonung und klarer Aussprache. Alsdann begrüßte die Ehrengäste, den Redner dieser Kundgebung und alle Frauen, die erschienen waren, Frau Heese von Ortsgruppe West, in deren Händen die Leitung dieser Kundgebung lag, mit den Worten: „Deutsche Frauen! Zu unserer Frauenkundgebung heiße ich Sie alle ganz besonders herzlich willkommen. Ich begrüße den Vertreter der Stadt Schwerte, Pg. Schröder, ich begrüße ferner die Ortsgruppenleiter der Stadt Schwerte, und ich begrüße besonders herzlich d. GR. Pg. Baumann. Es ist eine ungewohnte Stunde, die uns heute hier zusammenführt. Aber wo wir uns, wie in dieser Siunde, auch immer zusammenfinden mögen, sind wir bereit, unseren Glanden an unsere Aufgaben, die uns Volk, Land und Führer stellen, erneut zu stärken.. Wir stehen zur Zeit in einem gigantischen Ringen, wohl im größten aller Zeiten. Die lange Dauer des Krieges hat die eine oder die andere von uns vielleicht hier und da ein wenig müde gemacht. Denn so sagt Hermann Göring: „Wenn Krieg ist, so liegt auf den Frauen der schwerste Teil des Krieges. Sie sind die stillen Dulderinnen, sie tragen das Schwerste, denn ihre Männer und Söhne stehen draußen, und sie bangen im Herzen um sie. Das ist das Schwerste, was ein Mensch überhaupt zu ertragen hat. Wir wissen, daß die deutsche Frau auch diesmal wieder den allerschwersten Teil des Krieges zu tragen hat. Wir wissen aber auch, daß die deutsche Frau weiß, worum es geht und daß, wenn auch schweren und blutenden Herzens, auch sie bereit ist, das Opfer, das unbedingt notwendig ist, auch unbedingt zu bringen. Und darum, weil wir wissen, worum es geht, wollen wir nicht müde werden, fester denn je soll unsere Gemeinschaft stehen. Wie klein sind diese Dinge, die der Führer, die Bewegung, der Staat heute von dem einzelnen verlangt, gegenüber jenen großen Taten unserer unvergeßlichen Helden und Kämpfer. Und es gibt für uns kein größeres Gefühl der Dankbarkeit, als die Gewißheit zu haben, du hast mit deinen bescheidenen Kräften einen kleinen Teil zum Siege beigerragen. Alle Müdigkeit wird überwunden, wenn du diesen Ruf begreifst. Reiche dem Führer die Hano, damit durch deinen Einsatz die Zukunft deines Volkes noch größer und lebensmächtiger wird. Tag und Nacht bereit, soll unser Arm nicht schlaff und müde werden, in weiten Sälen, wo Maschinen dröhnen, laßt zarte Finger ebenso wie grobe Hände schaffen, ob aus Palästen, ob aus niedrer Kate, kein Unterschied ist mehr, der trennt. In deutscher Rot erstand die deutsche Frau, sie schützt mit ihrer Arbeit ferne Brüder, und tausend Tränen bleiben ungeweint. Die Männer draußen und wir Frauen drinnen, ein Leib, ein Herzschlag und ein Wünschen, ein Wort, ein Wille: Durch zum Sieg! Inge Kroll, eins der Mädel der Sedauschule, sagte nun das Gedicht„Was wir für den Krieg kun“ auf, worauf Gauredner Baumann sprach. Er entrollte ein farbiges Bild von dem kriegerischen Geschehen dieser Tage auf der Grunolage rassischer Auseinandersetzung, die kommen mußte, wenn Deutschland gerettet werden sollte.(Leider sprach der Redner oft sehr gedämpft, so daß ich auf dem ungünstigen Platz nicht alles verstehen konnte.) In großen Strichen zeichnete Gauredner Baumann die Zusammenhänge des nationalsozialistischen Deutschlands mit dem germanischen Denken und der Zielrichtung des damaligen Wollens, rasserein zu bleiben und keinen, welcher nicht der gleichen Rasse angehörte und die gleiche Sprache redete, ins Land zu lassen. Solange die Germanen dieses rassische Prinzip beachteten, blieben sie stark und unabhängig. Als sie aber dagegen verstießen, wurden sie bald von den Römern unterjocht. Aber es gebe noch ein anderes Beispiel in der Geschichte. Solange das deutsche Volk die Juden ferngehalten und in seiner Gemeinschaft nicht geduldet habe, sei es mächtig und stark gewesen. Als aber die Jnden Staatsrechte erhielten und sich in die Politik und in die öffentlichen Betätigungsselder mischten, unterwühlten sie die Moral des deutschen Volkes, das dadurch schwach und widerstandsloser wurde. Redner führte diese Gedankengänge ins einzelne aus, unterstrich und erklärte und untermauerte so, die Wahrheit des rassischen Grundgesetzes: Haltet euch rasserein! Dann schilderte er die eigenartige Bedeutung des November in der deutschen Geschichte und zeigte an dem Schiasal Hitlers diese Zusammenhänge auf. Adolf Hitler habe blind im Lazarett gelegen, als er Denischlands Zusammenbruch erlebte. Die Not des Vaterlandes habe ihn ans Herz gegriffen, und er habe damals beschlossen, Politiker zu werden. Das war im November 1918. Und dieser Entschluß, Politiker zu werden, war die eigentliche Geburtsstunde des nationalsozialistischen Deutschlands. Im November— es war der 9. November 1923— versuchte Adolf Hitler mit seinen Getreuen durch den Marsch zur Feldherrnhalle dieses neue Deutschland aus der Taufe zu heben und an die Macht zu gelangen, aber dieser Versuch, den 16 Blutzeugen der nationalsozialistischen Idee mit ihrem Leben besiegelten, wurde nochmals niedergeschlagen. Aber dadurch wurde die Bewegung nicht unterdrückt, sondern sie schritt— wie ein Phönix aus der Asche— größer und mächtiger als vordem erneut in die politische Kampfbahn und erlangte, 10 Jahre nach dem Marich zur Feldherrnhalle, am 30. Januar 1933 zur Macht. Adolfs Hitlers Kampf galt von jeher den Juden als den Verderbern deutscher Sitte und Moral. Nach dem Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1918 kamen sie aus dem Osten, aus Galizien, noch mit dem Kaftan bekleidet und mit den Haarröllchen unter der schmierigen Pelzmütze. Redner geißelte in scharfen Worten, wie die Ostjuden damals ganz Deutschland überschwemmten, zunächst mit Kleinigkeiten handelten, dann aber, sich überall eindringend, bald große Schiebergeschäfte unternahmen, die auf Kosten des Urlauber, die sich bis zu ihrem Urlaub und nach diesem in Gemeinschaftsverpflegung befinden, erhalten von den Kartenausgabestellen keine WS=Karten. Die Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen können aber von ihrem Ernährungsamt für die Urlauber WeKarten anfordern und an die Urlauber aushändigen. Die entsprechenden Mengen werden bei der Ausstellung der Bezugscheine gekürzt. Bei der Ausgabe der Sonderzuteilungen sind die Einzelabschnitte der WS=Karten abzutrennen. Die 125 Gramm Butter sollen möglichst von dem Kleinverteiler bezogen werden, bei dem der Verbraucher seinen Butterbestellschein für die 57. Zuteilungsperiode abgegeben hat. Wehrmachtsurlauber, die von der Front oder aus den besetzten Gebieten kommen, erhalten die Ws=Karten ebenfalls, sofern mindestens eine Woche des Urlaubs in die 57. Zuteilungsperiode fällt. Aus dem Ruhrtal Wir backen für unsere Soldaten Westhofen. Am Donnerstag, 25. November, um 13 Uhr hält die RS=Frauenschaft, Abt. Volks Hauswirtschaft, in der Lehrtüche der Hans=Schemm=Schule einen Kursus zum Backen von Weihnachtsgebäck für Soldatenpäckchen ab. Frauen, die daran teilneymen wollen, melden sich bis zum 21. November bei der über die Arbeit, die Preise des Viehes und der Feldfrüchte. Der Seehofer sah auch die beiden Müllerstöchter und wußte sogleich, daß es harten Steauß geben würde, wenn er Michael zumuten würde, eine von ihnen zu nehmen, denn sie waren beide schwerfällig, von derber, fast männlicher Art. Run, vorläufig verlor er noch kein Wort darüber, bedankte sich für den guten Apfelmost, den man ihm vorgesetzt hatte, und ging wieder. Die düstere Wolke über dem Seehof blieb, obwoh! die ersten Herbsttage fast sündhaft schön durch das Tal tänzelten. Die Vogelbeeren leuchteren in hellem Rot, und der feine Dunst der Herbsttage verschleierte die Spitzen der Berge. Aber niemand freute sich auf dem Seehof so recht der Schönheit ringsum. Nun waren beinahe alle irgendwie angesteckt von dem Unheildrohenden, das in der Luft hing. Nur der Girgl,blieb der alte. Ihn störte nichts, er war wie immer, stieg fleißig bei der Bachhofer=Cilli ans Kammerfenster und ging eines Tages zur Hochzeitsfeier des Schneidermeisters Ambrosius Schlegerl. Oh, er war ein Tausendsassa, der Girgl. Zur Hochzeit trug er den neuen Anzug, den Schlegerl ihm als Dank für seine Bemühungen gemacht hatte. Er tanzte mit der Braut und flüsterte ihr etwas von vergangenen Zeiten ins Ohr, war aber sonst sehr taktvoll und frohlockte innerlich, daß er das hübsche Roserl so schön an den Mann gebracht hatte. Der Schneider saß da wie ein dreimal gesegneter Mann. So können nur restlos glückliche Menschen in die Welt schauen, wie der Schneider os an seinem Hochzeitstage tat. Ortsabteilungsleiterin Frau Toni Lohmann, Bahnhofstraße 12. Goldene Hochzeit Westhofen. Am Montag begingen die Eheleute Heinrich Lohmann in Westhofen, Oststraße 4, das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Den vielen Glückwünschen, die dem Jubelpaare zugingen, schließen wir die unserigen herzlich an. Schwerer Diebstahl und Hehlerei Westhofen. Aus einem Lebensmittellager hier waren während der Nachtzeit wiederholt Kaffeemengen und Kognak gestohlen worden. Einige, zum Teil verführte Jugendliche wurden als Täter ermittelt. Erheblich schwerwiegender wird die Angelegenheit auslaufen für einige Personen, die das Diebesgut angenommen und zum Teil gegen enorme Überpreise verschoben haben. Zwei Männer im reifen Alter wurden festgenommen und in Untersuchungshaft geführt. 81 Jahre alt Ergste. Am Sonntag konnte der Invalide Friedrich Schröder aus Ergste, Schwerter Straße 17, seinen 81. Geburtstag begehen. Friedrich Schröder erfreut sich noch einer rüstigen Gesundheit und nimmt mit seiner 86jährigen Ehefrau regen Anteil am Zeitgeschehen. Nachträglich zum Jubelfest unsern herzlichsten Glückwunsch und einen recht guten Lebensabend! Frühzeitig fiel in diesem Jahre der Winter ins Land. Zu Kathrein schneite es nochmal heftig drei Tage lang und dann kam gleich ein grimmiger Frost, der See gefror zu und man konnte mit den Gespanneu darüberfahren. Die Seehoferschen arbeiteten im Walde. Dem Bauer blutete das Herz bei jedem Stamm, den er fällen mußte, denn der Erlös dafür blieb ihm ja nicht. Er wanderte in die mitleidslosen Hände des Geldverleihers, der mit einer grausamen Pünktlichkeit seine Zinsen verlangte. Sie arbeiteten vom frühen Morgen bis zur Dämmerung im Walde, und keinen Schritt war der Seehofer mehr in den„Ankerbräu“ gekommen. Frau Rosalia war es eigenartig zumute, wenn sie an diesen Winterabenden die Gaststube betrat. Was niemals ein Mensch beobachtet hatte in den langen Jahren— ihr erster Blick beim öffnen der Tür hatte dem Seehofer gegolten, wenn er da war. Sein Dasein allein hatte immer schon genügt, um dann nach dem ersten flüchtigen Blick, hochmütigen und stolzen Schrittes durch die Gaststube zu gehen, um die Gäste zu begrüßen, bis auf den einen, den sie immer absichtlich übersah. Nun war dies plötzlich anders geworden. Zueist wollte Frau Rosalia es gar nicht glauben, daß der Seehofer wirklich ihre Gaststube nicht mehr betrat, und sie hoffte insgeheim, daß der Bauer eine jahrelange Gewohnheit nicht einfach abstreifen könne wie ein altes Hemd und daß er sich nach Wochen wieder einfinden werde. Allein, ao verging ein Somstag um den anderen, * nandim Mondn dmam, ahne daß der Geehofer Mozart=Neuinszenierung im Deutschen Opernhaus Das Deutsche Opernhaus in Berlin bringt in einer sehr sorgfältigen Neuinszenierung Mozarts„Cosi san tutte“ zur Aufführung.— Irma Beilte als Kammermädchen Despina. Scherl=Bilderd.(Degenhard) armen deutschen Volkes gingen. Barmat, Kutisler, u. a. seien echte Prototypen des Ostjudentums gewesen.. Vor allem hatten sich damals die Juden breitgemacht in der Justiz, der Medizin, dem Pressewesen u. a. m. So seien damals 85 Prozent aller Frauenund Kinderärzte Juden gewesen und im Rechtsanwaltsberufe und in den Schriftleitungen sah es nicht besser aus. Die deutsche Ansicht, daß Kinderrei# tum ein Segen Gottes sei, wurde von den Inden systematisch untergraben und dafür die Abtreibung propagiert. So wurde deutsche Zucht, Sitte und Moral systematisch untergraben. Aber ganz konnten sie das deutsche Volk nicht vernichten. Adolf Hitlers erster Schritt war, als er zur Macht gekommen war, die Jnden aus allen öffentlichen Amtern und aus allen Berufen und Gewerbezweigen zu entfernen, und er erreichte damit, daß Deutschland wieder schön und stark und groß und mächtig wurde, denn das deutsche Volk war durch unseres Führers Maßnahmen wieder rasserein geworden. Und alle durchgreifenden Regierungsverordnungen und Gesetze hatten zunächst in erster Linie den Zweck, diese Rassereinheit Deutschlands zu erhalten. ; E r s t n a c h d e m d i e J u d e n a u s a l l e n A m t e r n, B e r u f e n und Gewerbezweigen entfernt waren, konnte der Führer dem deutschen Volk das Schwert in die Hand geben. Die Ideen des Nationalsozialismus haben das deutsche Volk wieder stark und widerstandsfähig gemacht. Das haben unsere Feinde, die angelsächsische Demokratien, einsehen müssen. Sie glaubten, daß das deutsche Volk durch Lüge und durch Bombenterror sehr schnell dazu gebracht werden würde, den 9. November 1918 zu wiederholen. Aber jetzt haben sie erkannt, daß ihre Hofnungen fehlgeschlagen sind, und daß das deutsche Volk heute ein anderes ist als 1918, das haben die Ideen des Führers bewirkt! Heute kämpft das deutsche Schwert nicht allein für Deutschland, sondern für ganz Europa. Aus diesem Erdteil hat der Führer eine kontinentale Einheit unter Deutschlands Führung geschaffen. Der Führer hat den Krieg nicht vom Zaune gebrochen, sondern England und Frankreich, von Roosevelt dazu angefeuert, haben den Krieg begonnen. Wir mußten uns verteidigen und wir führen den Krieg um unser Recht auf Leben und Raum! Und unser Führer wird diesen Krieg zu einem siegreichen Ende führen. Weiter betonte Redner, daß jeder Mensch eine schöne und eine wirtschaftspolitische Seite habe. Das zeige sich ganz besonders bei den Frauen. Auch bei den Völkern zeige sich dieses. Bei den Engländern sei die wirtschaftspolitische Seite besonders stark ausgeprägt, bei den Deutschen dagegen die schöne, wissensdurstige Seite. Darum sei Deutschland auch bei der Verteilung der Erde zu kurz gekommen. Interessant waren dann noch die Ausführungen des Redners über die rassische Ratur der Märchen. Die deutschen Märchen seien der beredteste Ausdruck der rassisch=deutschen Seele, wohingegen die orientalischen Märchen die Welt des Orients und des Judeutums widerspiegelten. Den Schluß der Ausführungen bildete ein Überblick über das Kriegsgeschehen unserer Tage, das zu bekannt ist, als daß wir es hier wiederholen sollten. Der sehr inhaltsreiche und auch sehr interessante Vortrag des Pg. Baumann, der auf einer sehr hohen geistigen Warte stand, fand stürmischen Beifall. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Rudolf=Emi Eichmann(z. Z. im Felde), i. V. Hermann Siens, Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Preisl. 12 Druck: Verlagsgesellschaft von Rauchenbichler, Menden nochmal gekommen wäre. Es fiel dies natürlich auch dem Bräu und den übrigen Gästen auf. Aber niemand wußte um den wahren Grund des Fernbleibens. Irgend jemand hatte einmal gesagt, daß der Arzt dem Seehofer das Biertrinken verboten habe, und dies ließ man dann allgemein auch gelten. Es war merkwürdig. Frau Rosalia litt darunter. Sie wurde unsicher und verlor ein beträchtliches Maz ihres hochmütigen Stolzes. Wem hätte sie denn ihren Hochmut noch zeigen sollen? Sie hatte ihn ja immer nur für diesen einen bewahrt gehabt, damit in ihm ni: das Gefühl einer Überlegenheit ihr gegenüber aufkommen könne. Sei ehrlich, Rosa Aichbichler. Schau einmal ganz tief in dich hinein und gesteh' es dann ruhig, daß dein Haß gegen diesen Mann nie zur letzten Größe aufsteigen konnte, weil noch immer ein Rest von Liebe in deinem Herzen war. Was du dir eingebildet hast, aus Haß ihm anzutun, es war eigentlich mehr Bosheit. Und darum warst du immer klein, Rosalia Aichbichler. Boshafte Menschen sind immer klein im Herzen. Boshaftigkeit war es, daß du den Seehofer damals durch deinen Hohn gezwungen hast, daß er seine letzte Tochter ausheiratete. Und Boshaftigkeit war es, daß du deine schöne Tochter wieder in die Stadt zurückschicktest, obwohl sie ja dort gar nichts mehr zu suchen gehabt hätte. Also, das war alles Boshaftigkeit und Troz. Kein Haß? Frau Rosalia wurdo sehr unsicher, wenn diese Frage sie zu bedrängen begann. Und dies geschah in dieser Zeit sahr oft. Sertetung selgt Stwas über die modernste Bteereswaffe.- Von Leutnant Dn Zellner. G eud wien. der Froni eine der modernsten und stärksten Waffen des deutschen Heeres, durchgesetzt: der Nebelwerfer. Er wurde zum Freund der Insanterie und zum Schrecken der Feinde. Ueberall da, wo der Bolschewist heute mit seinen großen Massen angreift, wo er die deutschen Linien zu überrennen drohi, da speien die deutschen Nebelwerfer Tod und Verderben, da zerbricht der Ansturm der Bolschewisten unter der gewaltigen Feuerwirkung ihrer Rohre. Von dieser Waffe wollen wir der Heimai etwas erzählen: Die Nebeltruppe, die neit dieser Waffe ausgerüstet ist. ist voll motorisiert und mit geländegängigen Fahrzeugen ausgestatte: Als Heer.struppe untersteht sie der obersten Führung direkt und wird von ihr an den Schwerpunkten des Kampfes eingesetzt. Aus ihren Werfern können Nebel=, Brisanz= und Flamm-Granaten verschossen werden. Die Stärke dieser Waffen liegt in ihrem überraschenden Einsatz und dem durch keine andere Waffe erreichbaren Massenfeuer. der Rebeltruppe in einem überfallartigen Massenfeuer auf Flächenziele. Sie wird hierin von keiner anderen Waffe erreicht. Durch diese Massensener können die feindlichen Reserven und die Werser der Nebeltruppe gegenüber allen anderen Waffen ist der, daß das Gewicht der Waffe im Vergleich zu dem Gewicht der verschossenen Munition gering und daher die Werser in jeteile wurden durch eine völlig neuartige Konstruktion der Munition und der Watsen erreicht. Um die Einsatzmöglichkeiten der Nebeltruppe an Beispielen Nor zu machen, R ch R 1 G N Rchch Ne u Wehe, sie losgelassen... Das Schießen von künstlichem Nebel in überraschendem und anhaltendem Einsatz hat den Zweck, feindlichen Waffen und Beobachtungsstellen die Sicht zu nehmen, das Feuer des Feindes zu lähmen, seine Kampfführung zu behindern und die eigene Truppe der feindlichen Beobachtung zu entziehen. Durch den Einsatz von Rebel kann die Abgabe gezielten Feuers durch die Waffen des Feindes unterbunden werden, so daß seine Artillerie und schweren Wasfen ohne Beobachtung schießen müssen und das System der feindlichen Abwehr gestört wird. Der Feind ist gezwungen, seine Munition ins Ungewisse zu verschießen: auch kann er durch Scheinvernebelungen über die eigene Absicht im unklaren gehalten werden. Der Masseneinsatz von Brisanz=Munition soll auf begrenzten Räumen ungedeckte lebende oder hinter behelfsmäßigen Deckungen befindliche Ziele zerschlagen. gegnerische Artillerie oftmals mit einem einzigen Feuerschlag vernichtet werden. Wenn es gelingt, vor einem feindlichen Angriff die Bereitstellungen des Gegners zu erkennen, kann der gegnerische Angriff durch einige gut liegende Salven Sprengmunition schon im Keime erstickt werden. dem Gelände in Stellung gebracht werden können. Eine Munitionssalve wiegt ungefähr dasselbe wie der Werfer selbst. Das Nachladen der Werfer nach erfolgtem Abschuß gehi bei der guten Schulung der Kanoniers sehr schnell vor sich und es können möchte ich hier, einige selbst erlebte Einsätzt beschreiben: Im Angriff über das Steppengelände im Süden der Sowjetunion war die Panzerspitze bis in die Höhe eines Waldstücks vorgedrungen. Dieses Waldstück lag links fankierend zur eigenen von Pauzerabwehrwaffen verschanzt. Ein Vorbeistoßen mit nachheriger Umsassung durch die eigenen Panzer war durch das Gelände unwöglich Es wurde eine Nebelwer##rdattevie in Stellung gebracht, die mit der Angriffsspitze vorgekommen war. Etwa eine halbe Stunde nach erfolgtem Einsatzbesehl konnte die Batterie durch einen raschen Feuerschlag dem Feind in dem Waldstück die Sicht mittels Nebelgranaten völlig nehmen. Die Panzer rollten ohne einen einzigen Ausfall an dem Walde vorbei und umstellten ihn. Die eigene Infanterie hatte sich im Schutze des Nebels bis aus Einbruchsentfernung an den Wald herangearbeitet. Nachdem dies geschehen war, schoß unsere Batterie einige Salren Sprenggranaten in das Waldstück und im nachfolgenden Zusammenwirken aller Waffen konnte auch dieses starte Bollwerk des Gegners in kürzester Zeit und mit. ringsten Verlusten genommen werden. Im Vormarsch, auf der Straße Pleskau—Luga, zu Beginn des Ostfeldzugs, wor die Panzerspitze weit vorgeprellt. Die Sicherung der Rollbahn auf mehrere Kilometer hatte eine Grenadies= diese wieder einzuholen. Die Abteilung erfuhr von dem Führer der Grenadierkompanie die Bereitstellung eines sowjetischen Regiments zum Angriff auf der Rollbahn, der unweigerlich bei der schwachen eigenen Sicherung Erfolg gehabt hätte. Die Abteilung ging in kürzester Zeit längs der Straße in Stellung und konnte gerade in dem Augenblick, als sich die Sowjets zum Angriff zu entwickeln begannen, durch drei Salven Sprenggrangten, die genau in dem Bereitstellungsraum— einem Waldstück— des Feindes lagen, dieses Regiment buchstäblich völlig vernichten. Die wenigen Mann, die die Feuerschläge überstanden hatten, ergaben sich völlig verstört unserem Spähtrupp. Wie sehr die Truppe bei der Infanterie geschätzt ist. geht daraus hervor, daß sie überall bei ihrem Erscheinen freudig begrüßt wird und daß die bordeaux=rote Wafsenfarbe allen Soldaten belannt geworden ist. Der Grenadier gibt den Waffen, die ihn in seinem schweren Kampfe helfen, immer irgendwelche das Wesen der Waffe zum Ausdruck bringende Beinamen. So wurden die Werser der Nebeltruppe von den Grenadieren: auch als die„Stuka zu Juß“. Auch beim Einsatz von Brisanz=Munition ist die Wahrung der Ueberraschung wichtig. Die Feuerschläge müssen daher sorgfältig nach allen vorhandenen Unterlagen vorbereitet werden. Wenn die eigene Infanterie unmittelbar nach einem Feuerüberfall nachstößt, findet sie oft nur noch geringsten Widerstand beim Gegner. Der Einsatz von FlammMunition dient zum schlagartigen Inbrandsetzen wichtiger feindlicher Stützpunkte. Diese Munition ist besonders in der Sowjetunion von großer Bedeutung, da sich die Sowjets immer wieder in Dörsern und Wäldern festsetzen und daraus mit anderen Wafsen kaum vertrieben werden können. Die Nebeltruppe ist urtt Werfern von mittlerem und schwerem Kaliber ausgeZeichnungen: Hamm, Lt. dadurch geschlossene Feuerschläge in Abständen von einigen Sekunden aufeinander folgen. Alle diese VorAngriffsrichtung und in ihm hatten sich die Sowjets durch Bau von Erdstellungen und Einsatz einer großen Menge kompante übernommen. Unsere Werferabteilung folgte nach einem Einsatz in raschem Tempo der Panzerspitze, um oder auch als die„Heuler“ nach dem tiefen Orgelton der Granaten bezeichnet. Lentnant Dr. Zellner. Die Geburt unseres Sohnes zeigen in großer Freude an Heute entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Braut, meine liebe Mutter, Tochter und Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Gertrud Jürgens geb. Meyer Hein Jürgens Gunvor Asmussen Schwerte, 12. November 1943. Sedanstraße 26 z. 8. Marienhospital . Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Helmut Wolf Malermeister, z. Z. Wehrm. Ingeborg Wolf geb. Demtröder im Alter von 24 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fritz Börstinghaus(z. Z. im Felde) und Töchterchen Karin Familie Martin Asmussen Familie Bernhard Börstinghaus Trondheim(Norwegen) und Schwerte(Ruhr), Nordstraße 4, den 14. November 1943. Die Beerdigung findet am 18. November 1943, nachmittags 3 Uhr, vom Marienhospital aus statt. Expreßgutkarten Paketkarten Paketadressen Frachtbriefe Feldpostkarten Feldpostkartons Unfallanzeigen Zahlungsbefehle Quittungsblocks Bahnanhänger Lohnsteuerkarten Lohnkontobücher Zahlkarten Kostevanschläge Für totalwassergeschädigte Kriegerwaise suche größere Puppe zu kaufen, evtl. Tausch gegen ein Paar schwarze Damen=Lackschuhe Gr. 41; einmal getragen. Zuschriften erbittet Frau H. Dulle, z. Z. 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