— bezug monstlich 2.- RM.(dbnshl. gus Apf Zeitung und d.44 Apf. Postverpachmeegebährr) zurüglich 35 Hpf. stellgeld. Einesinmmner 10 Mpf. Druck und Verteg: Hams Linner vermeis Carl Braus, Schwerte. Geschüblstelle: GroßMarktstr. 3-5. Aut: 2720. Festecheckkonte: Dortmund 2st2. 4 für die Stadt Schworte und die Amter We Heimatblatt: Elnz##e in Schwerte gedrwciste andnnpchune Aeilimstunedle 49 mms Tertenseigen: Miiilimeter 20 Apf Für fernufgegebene Anzeige übernehmen wir keine bu mvorbergesehenen Betriebestörungen durch abernehmen wir keinerlei Gewähr für m der Zeitung. auch kann kein Anspruch Nechlieferung erhoben werden. Nr. 254 Er erhielt das Eichenlaub Generallentuant Ringel DRB Führerhauptauar= tier, 28. Oktober. Der Führer verlieb am 25. Oktober 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generallentnant Julius Wingel. Kommandeur einer Gebirgs=Division, als 312. Soldaten der, deutschen Wehrmacht. Generallentnant Ringel und seine im Wehrmachtbericht vom 12. August beFreitag, den 29. Oktober 1943 75. Jahrgang pericht vom 19. Augunt der sonders hervorgehobene 5. Gebirgs=Division hatten sich schon früher besonders ausgezeichnet. An den großen Erfolgen im Norden der Ostfront, den zahlreichen Schlachten südlich des Ladogasees war sie beteiligt und heftete dabei neuen Ruhm an ihre siegreichen Fahnen. Der General hat sich hierbei wiederholt besonders ausgezeichnet und sich durch seine Fürsorge als wahrer Vater seiner Gebirgsjäger gezeigt. Nach seinem Grundsatz„Schweiß spart Blut“ sorgte er für den Ausbau der Verteidigungsstellungen und schuf damit die Voraussetzungen für den großen Abwehrerfolg bei der dritten großen Schlacht südlich des Ladogasees. Im Verlauf dieser schweren Kämpfe fand man den Divisionskommandeur immer wieder vorn bei seinen Jägern, denen er mit Rat und Tat zur Seite stand. us den„Sowiets infolge ihrer„Uebermacht auf dem linken Flügel ein Einbruch mit Panzern gelang, raffte Generalleutnant Ringel in Erkenntnis der Gefahr für den ganzen Korpsabschnitt alle verfügbaren Kräfte zusammen und führte persönlich einen Gegenstoß durch, der den verbissen kämpfenden Feind aus der alten Hauptkampflinie herauswarf. Die Division konnte in 18=tägigem harten Ringen ihre Stellungen behaupten, wehrte hierbei 20 schwere Angriffe ab, und brachte dem Feinde hohe blutige Verluste bei. Generalleutnant Julius Ringel wurde am 16. November 1889 als Sohn des Bankdirektors Julius R. in Völkermarkt(Kärnten) geboren.(Bild: Scher! OKW.) Von Deutschland anerkannt Die provisorische Regierung„Freies Indien“ DNB Berlin. 28. Oktober. Der Führer der indischen Freiheitsbewegung, Subhas Chandra Bose, hat der Reichsregierung mitgeteilt, daß unter seiner Leitung eine provisorische Regierung„Freies Indien“ gebildet worden ist. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat in einem Telegramm an den Präsidenten Bose die Anerkennung seitens der Reichsregierung ausgesprochen und damit gleichzeitig der provisorischen Regierung„Freies Indien“ die aufrichtigsten Wünsche der Reichsregierung und des deutschen Volkes für eine glückliche Zukunft zum Ausdruck gebracht. Vorspiel zur Beseitigung Girauds de Gaulle läßt General Bergeret verhaften X Algeciras, 28. Oktober. Die Verhaftung des französischen Generals Bergeret, der früher französischer Luftfahrtminister war und gemeinsam mit Darlan den Abfall der französischen Kolonien vorbereitet und durchgeführt hat, erregt großes Aufsehen in Algter. Nach der Ermordung Darlans am 24. Dezember 1942 war General Bergeret intimer Mitarbeiter von General Giräud, dessen Wahl zum Nachfolger Darlans er eifrig betrieb. Als im März dieses Jahres General Giraud sich auf nordamerikanischen Druck hin gezwungen sah, die Verhandlungen mit de Gaulle aufzunehmen, verlangte dieser sofort die Entfernung von General Bergeret von dem Posten eines Generalsekretärs in Französisch Nordafrika. Auf Wunsch von de Gaulle mußte General Bergeret seinen Posten verlassen und erhielt ein militärisch vollkommen unbedeutendes Kommando über die französische Luftwaffe in Dakar. Vom Haß de Gaulles verfolgt. wurde Bergeret am 7. Juli abgesetzt. Nunmehr wurde er von de Gaulle verhaftet. Seine Verhaftung bedeutet ein Vorsviel zur völligen Beseitigung des immer stärker in den Hinterarund gedrängten und seines Einflusses beraubten Genenerals Giraud. „Eine wildgewordene Nation“. X Stockholm. 28. Oktober. „seiner Erfabrungen als Direktor des Tür die öffentliche Sicherheit in Teras ben ein Zukunfesp'f Garrison in schwärzesten starkansschen F uusbild seines eigenen Volkes, der amerination. Er erklärte, Fachleute glaubten, daß die s#ener weit schlimmeren und blutiass sur Jeit#e#en Perhrechern entgegenaeben der Gangner Ai Cavone und Dillinger müsse atterorten Aufstände und Streiks „Wenn der Druck des Krieges einmal gemichen ist, werden wir eine wildgewordene Nation sein. die in ein tolles Bettrennen nach neuen Vergnügungen A#nenen Freiheiten hineingerissen wird.“ Der wichtige Anteit Zapans Die innere Abhängigkeit der beiden großen Kriegsschauplätze Von unserer Berliner Schriftleitung (0) Berlin, 28. Oktober. Die beiden Reden, die der japanische Ministerpräsident und Kriegsminister Tojo im japanischen Reichstag gehalten hat, unterstreichen den wichtigen Anteil Japans an diesem Krieg. Es hat niemals, seitdem Japan in den Krieg eingetreten ist, eine Zeit gegeben, in der die Achsenmächte sich der Bedeutung der Mitwirkung Japans nicht bewußt gewesen wären. Die dramatischen Erfolge, unter denen das ostasiatische Reich in den Krieg eintrat, und die ununterbrochene Reihe von schweren Schlägen, die es den Engländern und Amerikanern zu Wasser, zu Lande und in der Luft versetzte, rückten vom ersten Augenblick an die bedeutende Rolle, die Japan in dem weltumspannenden Ringen zufiel, in das rechte Licht. Es kam dann ein Zeitabschnitt, in dem die Kämpfe im pazifischen Raum die allgemeine Aufmerksamkeit weniger in Anspruch nahmen als in den ersten Wochen des Krieges. Es war eine Zeit, in der beide Teile sich über das, was sie gewonnen bzw. verloren hatten, Rechenschaft gaben. Japan benutzte die Zeit, um die neu gewonnenen Gebiete zu konsolidieren und ihre Ausnutzung für die Steigerung seines Kriegspotentials zu organisieren. Es war sozusagen über Nacht aus einem armen ein besitzender Staat gem rden. 2#f Kosten seiner Gegner, denen wertvolle Rohstoffquellen in ihren ostasiatischen Besitzungen verloren gegangen waren. Die verschiedenen Offensivunternehmungen kombinierter Land=, Luftund Seestreitkräfte, die die Amerikaner im südlichen Pazisik im letzten Jahr unternommen haben, um sich dort Stützpunkte zu verschaffen, sind Anzeichen dafür, daß auch die Amerikaner nicht untätig blieben. Beide Teile sind sich darüber im klaren, daß die eigentlichen Entscheidungen noch ausstehen. Der japanische Ministerpräsident hat in seinen Reden wiederholt seine Landsleute darauf aufmerksam gemacht, daß sie nicht auf den Lorbeeren ausruhen dürfen, sondern alle Kräfte anspannen müssen, um das Errungene gegen die sicher zu erwartenden Versuche, es ihnen wieder streitig zu machen, zu verteidigen. Vor einigen Wochen hat die japanische Regierung ähnliche Maßnahmen zur Mobilisierung der Reserven dex japanischen Volkskraft ergriffen, wie sie in Deutschland zu Anfang dieses Jahres im Zeichen des totalen Krieges ebenfalls verwirklicht wurden. In seiner ersten Rede anläßlich der gegenwärtigen Reichstagstagung hat der Ministerpräsident Tojo einen Gedanken wiederholt, den er schon bei der Ankündigung der neuen einschneidenden Bestimmungen ausgesprochen hatte, daß nämlich die Japaner sich unter dem Zwang des gegenwärtigen historischen Augenblicks freimachen müßten von lieb gewordenen Gepflogenheiten, denn nur so würden sie sich im Kampf mit mächtigen Gegnern behaupten können. Für ein im Grunde seines Herzens konservatives Volk wie das japanische ist es gewiß kein geringes Opfer, mit alten überlieferten und geheiligten Einrichtungen zu brechen. Aber man kann sich auch in Japan der Erkenntnis nicht verschließen, daß das Alte aus den Fugen gedrängt ist und daß unter schmerzhaften Wehen etwas Neues entstehen will. In Deutschland verfolgt man die Entschlossenheit und Tatkraft der Japaner mit größtem Interesse. Man sieht darin den Beweis, daß sie in (Fortsetzung auf der 2. Seite) Churchill hat sich schwer verrechnet Die Karte Badoglio sticht nicht— Vorwürfe gegen die britische Kriegführung Drahtbericht unleres Sto ckbolmer Korresvondenten Stockholm, 28. Oktober. Zweifellos hat sich Churchill bei der verräterischen Kapitulation eines Badoglio der Hoffnung hingegeben, daß damit für den Rest des Krieges genügend Belebung für den britischen Kriegseinsatz gegeben sei und daß dementsprechend die Regierung ungestört durch eine Kritik ihrer Kriegs= und ihrer Innenpolitik an die Arbeit gehen könne. Denn es war Churchill, der in erster Linie und gegen viele warnende Stimmen vor allem auch von Militärs die Auffassung vertrat, der Krieg würde schon so, gut wie beendet sein, wenn man nur erst Italien zum Austritt gezwungen und damit die Achse zerbrochen hätte. Diese Hoffnungen Churchills heben sich jedoch in keiner Weise erfüllt. Wie schon so oft im Verlaufe dieses Krieges sehen er und seine Regierung sich auch jetzt scharfen Vorwürfen ausgesetzt, die sowohl die Kriegführung als auch die mangelnde Vorbereitung für die Nachkriegszeit betreffen. Zur Kriegführung. wurden wiederholt in den letzten Tagen Stimmen zitiert, die der britischen Enttäuschung über das geringe Maß an Erfolgen auf dem italienischen Festland Ausdruck geben. Jetzt liegt anch eine Reihe von Stimmen vor, die heftige Kritik an der britischen Kriegführung im Dodekaues üben, wo die deutsche Wehrmacht den Badogliotruppen und den Engländern eine Insel nach der andern wieder entrissen hat und auf die verbliebenen Stützpunkte ständig in derartigem Umfang Störangriffe vornimmt, daß diese Stützpunkte sich nicht als besonders nützlich erweisen. Anlaß zu dieser Kritik gibt das endlich von den Engländern gemachte Eingeständnis, daß nach der Wiedereroberung durch deutsche Trupven am 3. Oktober die Insel Kos von den Briten vollständig aufgegeben werden mußte. Mit ein vaar romantischen Geschichten, daß sich einige Reste Engkänder in unwegsamem Gelände versteckt und von rohem Schaffleisch ernährt hätten, bis sie sich an die Küste durchschlagen und in einem Boot mit nur einem Ruder retten konnten. versucht die englische Berichterstattung diese empfindliche Schlavpe zu bemänteln und als einen Erfolg durch deutsche Uebermacht hinzustellen: Die englische Kritik läßt sich jedoch durch diese Manöner nicht von ihrem Vorwurf abbringen, daß die englische Kriegführung auf den Unverminderte Härte der Abwehrkämpfe Keine Erweiterung der Einbruchsstelle westlich Melitopol DNe Aus dem Fühterhaupiquartier. 28. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekaunt: Zwischen dem Asowschen Meer und dem Dujeor lag Schwerpunkt der erbitterten Abwehrkämpfe gestern wetterhin im Abschnitt westlich Melitovol. Die Versuche des Feindes, seine Einbruchsstelle zu erweitern wurden in harten Nahkämpfen oder im Gegensotz beweglicher Reserven aufgesangen. Der Kampf geht mit unverminderter Härte weiter. Im Dusevr= Knie scheiterten bei Lavoroshie. nördlich Krivoi Rog und südwestlich Dujeprovetrowft sahlreiche seindliche Infauterie= und Pauzerangrisse. Im mittleren Krontabschuitt führten die Lowjete neue Augrifse gegen unsere Stellungen nördlich(ome! und setzten ihre Durchbruchsversuche im Nlaume westlich Kritschew und westlich Emoenit fort. Die Angrisfe wurden entweder schon in er Bereitstellung durch zusammengesatztes Artillerie= sener zerschlagen oder in barten Kämpfen blutig abgewiesen. An dem Abwehrerfolg im Raume westlich Kritschew hat die Luftwasse, die mit starken Kampfund Nahkampffliegerkräften in die Erdkämpfe eingriff. besonderen Anteil. Von der übrigen Ostfront werden örtliche Kämpfe bei Riew und sebhafte Aufklärungstätigkeit im nördlichen Frontabschnitt gemeldet. In Süditallen sind beitige Kümpfe beiderseits des Volturne im Gange. Wiederholte Augriffe britisch=nordamerikanischer Kräfte scheiterten. Oertliche Einbrüche wurden im Gegenstoß bereinigt oder abgeriegelt. Von der übrigen Kront ist außer einigen Vorvostengesechten nur ein erfolgloser seindlicher Augrift an der Küstenbahn nordwestlich Termoli zu melden. Im östlichen Mit'e'meer vombardierten schwere deutiche Ramr“;enge mit gutem Erfolg milltärische Itele auf der Insel Leros. Inseln im Aegäischen Meer unter schwerwiegenden Fehlkalkulationen gestanden habe. Und diese Vorwürfe mußten erhoben werden, gleichgültig ob sie in allzu großem Vertrauen auf die Badogliotruppen oder durch Unterschätzung der deutschen Initiativkraft erfolgte. Wenn aber der englische Leser das Wort von der unterschätzten deutschen Initiative hört, dann sieht er ernste Gefahren, denn zu oft ist ihm diese Entschuldigung serviert worden, als daß er nicht längst das Gefühl hätte, es könne wohl um die englische Kriegführung noch immer nicht allzugut bestellt sein, wenn sie sich ständig auch im fünften Kriegsjahr noch durch die Schnelligkeit der deutschen Initiative überraschen lasse. In der Innenpolitik macht sich keine gerinaere Spannung gegenüber der offiziellen Politik geltend. Hier ist es„News Chroniele“ der rund heraus erklärt, wenn der Krieg wieder Erwarten plötzlich zu Ende ging, dann würde England vollkammen unvorbereitet für den Frieden sein Ein wesentlicher Teil der Schuld für diese fehlende Vorbereitung entfalle auf das müde Parlament, das jetzt in sein neuntes Jahr eingeht. Nicht genug damit, daß dieses Parlament nicht mehr repräsentativ für die Einstellung im Lande ist, es sitzen dort auch alte und müde Männer, denen es an Kraft und Energie fehlt Auch mit den fast 200 Abgeordneten, die durch Nachwahlen inzwischen ins Unterhaus eingetreten sind, ist der„News Chruniele“ gleich unzufrieden. Es handelt sich um farblose Rullen, hineingekommen durch ihre Garantie, daß sie keinen Minister provozieren werden. Keine Partei habe sich der Möglichkeit bedient, dem Parlament Männer mit neuen Gesichtspunkten und anregenden Ideen zuzuführen. Deshalb könne sich die Toreypar= tei immer zynischer zur Planung für die Zukunft stellen und deshalb könne Churchill allen Fragen ausweichen, die auch nur zu den geringsten Auseinandersetzungen führen könnten. Das ist ein scharfer Angriff. dem die Regierung durch die Verlautbarung entgegenzutreten trachtet, daß man schon in der Thronrede für die nächste im November beginnende Unterhaussession wahrscheinlich etwas über die Grundsätze der Nachfriegspolitik erfahren werde und das man für Anfang nächsten Jahres mit einem etwas svezifizierten Programm über Wohnungsbau, Außenhandel, teilweise Beibehaltung der Staatskontrolle vor allem für die Verteilung von Rohstoffen und Kapitalien, Sozialreform usw. rechnen könne. Doch berartige Programme sind schon zu oft und in zu zager Form teils angekündigt, teils verkündigt worden, als daß Churchill, der im Grunde ein Gegner jeglicher Vorausplanung für den Frieden ist, damit auf die Dauer die unruhigen Elemente vertröstend es ihm noch mehr ankommt, vollständig für den Rüstungseinsatz einspannen kann. Ein Verräter wurde hingerichtet Mißbrauch der Betriebsführereigenschaft 9 Berlin, 28. Oktober. Der 58 Jahre alte Bankdirektor Georg Mietbe aus Hindenburg, den der Volksgerichtsbof zum Tode verurteilt hat, ist bingerichtet worden. Miethe hat als Betriebsführer im Kreise seiner Angestellten bereits seit langer Zeit verräterische und zersetzende Parolen verbreitet. Miethes verbrecherisches Verhalten mutzte besonders deshalb strengstens geahndet werden, weil er seine Betriebsführereigenschaft verantwortungslos mißbraucht hat, anstatt seiner Gefolgschaft Vordild und Beispiel zu sein. Reichsminister Dr. Goebbels begeht heute am 29. Oktober seinen 46. Geburtstag Sandau(Atl— Sch) Mimmmmmmmmmmmmme Iiimmmmmmmmmmmmmmmmmim Vorden Schweizer Wahlen Von unserem Korrespondenten Dr. H. Ull mann Genf. Ende Oktober. Die Neutralität der Schweiz, die, wie immer betont wird. grundsätzlicher Art ist und sich von der bedingten Neutralität anderer nichtkriegführenden Staaten unterscheidet, wirkt natürlich auch auf die Innenpolitik und das Parteileben zurück. Aus der Vorkriegszeit hat sich in der Schweiz ein recht zersplittertes und vielfarbiges Parteisystem erhalten, und die letzten Wahlen im Jahre 1939 ergaben ein ziemlich unverändertes politisches Bild. Es ist selbstverständlich, daß ein so stabiles äußeres Bild nicht ganz der wirklichen inneren Entwicklung in einer Zeit, in der die ganze Welt revolutionär umgestaltet wird, und in einem Lande, das rings vom Krieg umgeben ist, entspricht. Auf der anderen Seite verlangt natürlich die Aufgabe dieses Staates poli tische Disziplin nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, und es ist naturgemäß die größte Sorge der Staatsführung, die notwendigen Anpassungen ohne Erschütterungen vorzunehmen. Ebenso natürlich ist es, daß aus einem solchen Beharrungszustand eine zunehmende Spannung erwächst. Die in der Macht befindlichen Parteien werden mit Verantwortung überlastet geraten in die Gefahr, zu stagnieren und zu überaltern, und die nicht an der Macht befindliche Opposition wird sich innerlich um so mehr radikalisieren, je mehr sie durch die äußere Lage zum Stillhalten gezwungen ist. Die Schweiz ist ja nicht das einzige unter Mitwirkung von Parlamenten regierte Land, für das diese Feststellung zutrifft. Die Sorge der Weiterblickenden gilt also weniger den am 31. Oktober stattfindenden Nationalratswahlen, denen sechs Wochen später die Bundesratswahlen folgen, als vielmehr folgendem Problem: Ist es wahrscheinlich, daß die im Kriege gewählte Nationalrats= und Bundesratszusammensetzung weitere vier Jahre, also vermutlich in die Nachkriegszeit hinüber, auf Geltung und Wirksamkeit Anspruch erheben kann? Dergegen wärtige Zustand ist naturgemäß nicht dazu angetan, die Wahlen zu einem einigermaßen normalen Abbild der Meinungen und Stimmung innerhalb der Wählerschaft zu machen. Politische Versammlungen bedürfen der polizeilichen Bewilligung. Neue politische Presseorgane haben kaum Aussicht auf Genehmigung. Die junge. Generation wird durch langen Aktiv= und Frnstruktionsdienst von einer auch nur geistigen Beteiligung am politischen Leben ferngehalten. Man beschäftigt sich deshalb heute mit der Frage. wie man dem voraussichtlichen Bedürfnis, vor Ablauf der nächsten vier Jahre noch einmal zu wählen. Rechnung tragen könne. Namentlich die füngere Generation drängt auf Vorkehrungen in dieser Richtung. Der Hauptwert dieser Wahlen wird in den Symptomen bestehen, die sie für eine Beurteilung der zukünftigen inneren Entwicklung der Schweiz mit sich bringen werden,— immer natürlich vorausgesetzt, daß die Schweiz in derselben außenpolitischen Lage bleibt wie bisher In einer außenpolitischen Lage. die durch die historische Entwicklung seit 400 Jahren bedingt ist. Die gemeinten Symptome sind von zweierlei Art: Einmal hat die Krise der alten bürgerlichen Parteien ein Erperiment zur Folge gehabt, das an die Wirtschaftsparteien der Weimarer Republik erinnert und gerade setzt seinerseits in eine ernste Krise geraten ist. nämlich zu dem„Landesring der Unabhängigen“. Auf der anderen Seite zeigt die Sozialdemokratie eine unverkennbare Entwicklung nach links, deren Ausgang noch ungewiß ist. Um das Experiment des von dem Leiter und Gründer des Genossenschaftskongresses„Miaros" gegründeten und zum großen Teil finanzierten„Landesring" zu verstehen, muß man einen Blick auf die bisberige Zusammensetzung des Nationalrats(der volttischen Volksvertretung, die zusammen mit dem Ständerat, der von den Kantonen ernannten wirtschaftlichen Vertretung, die Bundesversammlung darstellt) werten. Die Regierung wurde gebildet von den Radikaldemokraten(Freisinnigen), den Katboltsch=Konservativen(die augenblicklich den Bundespräsidenten Celio stellen und der Bauernpartei, die zusammen 114 Stiminen im Nationalrat Martin Luther:„Zr man frei und mutig seben. # un im Ständerat 26. Die übrigen Parteien, die haldemokraten(45 Stimmen bzw. drei Stimmen), der undesring“, die Liberal=Konservativen, die Freien Demokraten und die Fraktionslosen hatten ein Abkomwen mit den Regierungsparteien getroffen. Verboten waren seit 19t die„Nationale Iront“, gegründet 1933. sowie die aus ihr bervorgegangene„Nationale Sammlung", ferner die Kommunistische Partei, die ihre Tätigkeit getarnt fortsetzte, und die Fédération Socialiste die im Kanton Genf ihren Hauptsitz hat und von Nicole auch nach ihrem 1941 erfolgten Verbot weiterbin propagiert wurde. Es mischten sich also„Weltanschauungsvarteien“ der liberalen und konservativen Richtung seine evangelische Volkspartei ist nur in einigen Kantonen vertreten) mit Parteien auf wirtschaftlicher Grundlage, wie der„Bauern=, Gewerbe= und Bürgerpartei“, die 1919 gegründet worden ist, und aus der seit 1930 Jungbauern=Bewegungen bevvorgegangen sind. Der„Landesring" stellt den Versuch dar. eine reine Konsumentenbewegung aufzubanen mit der proklamierten Ansicht,„unabhängig von den Parteirichtungen die Fähigsten an die verantwortlichsten Stellen zu bringen". Die damit ausgesprochene Kritik an dem Ausleseprinziv der älteren(seit 1894 bestehenden) liberalen und konservativen Weltanschauungsparteien führte zu sprunghaften Bündnisversuchen, die bis zur Annäherung an Nicole gingen. Das ziemlich willkürliche Regiment des Parteivorsitzenden Duttweiler hatte vor kurzem eine Spaltung des„Landesrings“ zur Folge, wodurch die Zabl der Parteien noch um eine vermehrt worden ist. Was die Sozialdemokratie betrifft, so spielt hier der Gegensatz zwischen den Gewerkschaften und der politischen Richtung die auch aus anderen Staaten bekannte Rolle. Er wurde bei dem letzten Parteitag durch ein Komoromiß verdeckt. Es handelte sich dabei um den Versuch der Kommunisten, nach bekanntem Schema, das auf eine einheitliche auswärtige Direktive schließen läßt, in die Sozialdemokraie einzudringen und diese zu radikalisieren. Der Parteitag billigte mit einer sehr großen Mehrheit die beim Bund eingebrachten Anträge auf Aufhebung des Kommunistenverbots. Auf der anderen Seite wurde bestimmt, daß die Aufnahme von Einzelmtgliedern der verbotenen Linksorganisationen nur dann erlaubt werden solle, wenn die Aufnahmesuchenden nachweislich die Verbindung mit ihren Organisationen lösten. Von den bürgerlichen Parteien wurde an diesem Verhalten scharfe Kritik geübt. Während der sozialdemokratische Parteitag auf der einen Seite sich bemüht hat, die radikale Linke als ungefährlich für den Staat hinzustellen, fürchtet er von ihnen Gefahren für die eigene Partei. Wenn so die Mitarbeit der Sozialdemokratie an der Regierungsverantwortung nur noch sehr bedingt ist und von der Opposition zur Obstruktion hinüberschillert, so bemühen sich auf der anderen Seite die bürgerlichen Parteien durch Personalverjüngungen und durch die Betonung sozialer Forderungen in ihren Wahlprogrammen die Opposition abzufangen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, daß die alten Parteien ihren Stand einigermaßen wahren, ist in der Tat die Verringerung der ungewöhnlich großen Zahl von„Alt“=, Regierungs=, National= und Ständeräten. In einigen eidgenössischen Fachkommissionen steht rund die Hälfte der Mitglieder zwischen 70 und 80 Jahren. Auf der anderen Seite spielt die Frage der „politisch Heimatlosen“ und der Nichtwähler eine große Rolle. 1939 ging die Zahl der leeren Wahlzettel in mehreren Kantonen in die Tausende. Auch die vielen für Splitterparteien abgegebenen Stimmen gehen vielfach verloren, da die Listenstimmen oft zu einem Mandat nicht reichen. In einigen allzu großen Wahlkreisen, wie im Kanton Bern, sucht man die Wahlbeteiligung dadurch zu erhöhen, daß man die Wahlkreise in Untergebiete aufteilt, in denen die Kandidaten mehr Fühlung mit den Wählern haben können. Im ganzen kann man wohl die Prognose stellen, daß das äußere Bild des Nationalrats sich wenig ändern wird. Die sieben neuen Sitze, die durch die Bevölkerungsvermehrung hinzukommen, werden sich ziemlich gleichmäßig auf die vier Hauptparteien verteilen, während vermutlich die kleineren Parteien zurücktreten werden. Der wichtige Anteil Japans (Fortsetzung von der 1. Seite dem Bemühen, ihren Anteil zu den gemeinsamen Anstrengungen beizutragen, nicht nachlassen wollen, daß sie wissen, was auf dem Spiele steht, daß sie das Ziel, den Sieg, nicht aus den Augen verloren haben und daß sie an den Sieg glauben. Japanischer Nationalstolz und japanische Kriegstüchtigkeit weisen jeden Gedanken einer Kavitulation von sich. Sie sehen die Stärke der Gegner und unterschätzen sie nicht. Sie wissen aber auch, daß der Gegner infolge des Krieges in Europa die Hände nicht frei hat und daß desIu sotzer=Eieges zuder sicht Eindrücke über die Heimkehr der verwundeten deutschen Austauschgefangenen = Barcelona, 29. Oktober. Im Hafen von Barcelona traf ein weiterer Transport von Deutschen aus britischen Gefangenenlagern ein. Es handelt sich um den vorläufigen Abschluß einer Aktion zum Austausch von Schwerverwundeten und Sanitätspersonal, die vom Auswärtigen Amt nach längeren diplomatischen Verhandlungen durchgeführt wurde. Im Namen des Führers wurden die Heimkehrer vom Vertreter des Reiches, Botschafter Dieckhoff, mit herzlichen Worten willkommen geheißen. Heute, so sagte der Vertreter des Reiches, sei es der gastliche Boden Spaniens, den die Heimkehrer betreten, in wenigen Tagen werde es die deutsche Heimat sein, die ihre tapferen Söhne mit Herzlichkeit, Dankbarkeit und Liebe umfangen werde.— Das deutsche Volk werde glücklich sein, mit seinen verwundeten Soldaten, die so lange fern der Heimat weilten, wieder vereinigt sein zu können. In unwandelbarer Treue zum Führer und im unbeirrbaren Glauben an seine Zukunft kämpfe das deutsche Volk bis zum Sieg. Die Ansprache des Botschafters schloß mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer und den Hymnen der Nation. Aus den Stimmen der Heimkehrer, die einen hervorragenden Eindruck entschlossener Disziplin und Festigkeit machten, klang die tiese Bewegung, als nach langer Zeit die Lieder der Nation über ihre Lippen kamen. Außer dem auch im Namen des Reichsaußenministers erschienenen deutschen Botschafter Dr. Diekhoff nahmen am festlichen Empfang auf befreundetem spanischem Boden Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Oberkommandos der Wehrmacht, der Leitung der A. O. und der reichsdeutschen Gemeinschaft in Bareclona teil. Von spanischer Seite waren zugegen die Spitzen der spanischen Behörden in Barcelona unter Führung des Generalkapitäns von Catalonien, des heldenhaften Verteidigers des Alkazars von Toledo, General Moscardo. Die Heimkehrer wurden von den spanischen Falangeorganisation und der spanischen Frauenschaft wie von der Ortsgruppe der NSTAP., ihren Gliederungen und der reichsdeutschen Gemeinschaft reich mit Liebesgaben und Blumen bedacht. Die Pakete, die u. a. Wein, Oel, G. Stockholm, 28. Oktober. Die Kohlennöte der Alliierten werden jetzt auch vom australischen Ministerpräsidenten Curtin bestätigt, der einen Appell an den Bergbau des fünften Erdteils richtete,„eine allgemeine Steigerung der Kohlenförderung“ herbeizuführen. Es gelte für Australien, die Produktion wesentlich zu steigern. Da der Mangel an Kohle auch im pazifischen Raum ständig im Wachsen sei. so erklärte Curtin— keineswegs zum ersten Mal—. müßten sich die Australier für die nächsten achtzehn Monate auf noch größere Anspannungen und auch Entbehrungen gefaßt machen. Denn diese Zeit würde die „kritischste“ für Australien werden. Auch die Nahrungsmittelknappheit Tabak, Seife, Früchte, Konserven enthielten, erregten große Freude. Eines der beiden Schifse mit den rückgekehrten Austauschgefangenen verließ nachmittags, das zweite in den Abendstunden Barcelona. Der deutsche Botschafter Dr. Dieckhoff, der nachmittags noch einmal an Bord der Schiffe gegangen war, hatte Gelegenheit, ausführlich mit den einzelnen Heimkehrern, zu sprechen, die immer wieder ihrer Freude darüber Ausdruck gaben, wieder auf deutschem Boden zu stehen und sich in die Arbeit der Heimat eingliedern zu können. Nachmittags kamen auch der Zivilgouverneur von Barcelona, Oorrea; und General der Infanterie Moscardo nochmals an Bord der deutschen Schiffe. Der Zivilgonverneur kam mit zwei Lastautos voll Liebesgabenpakete mit Reis, Kafsee, Tabak, Oel und anderen Dingen, Fuhren von Frischobst wurden herangebracht. Der Gouverneur verteilte ferner eine Champagnerspende an die deutschen Heimkehrer. Der Alcazar=Verteidiger, General der Infanterie Moscardo, ließ seinerseits eine besondere Weinspende zur Verteilung bringen. Die BDM.=Mädels und Hitlerjungen standen an der Mole Spalier. Als die Schiffe ausfuhren, stellten sich die Heimkehrer einschließlich aller Verletzten, die sich vom Bett erheben konnten, an die Realing und sangen mit den Zurückbleibenden deutschen Heimatlieder. Als die Schiffe das äußerste Ende der Mole erreichten, brachen die Heimkehrer in ein brausendes SiegHeil auf den Führer aus und sangen die Lieder der Nation. Kurz vor Abfahrt wurde noch eine besondere Ovation dem Alcazar-Verteidiger General der Infanterie Moscardo dargebracht. Die deutschen Soldaten brachten Hochrufe auf ihn aus. Der General antwortete deutsch und wünschte den deutschen Soldaten Glück für die Heimkehr und für die Zukunft. Die Haltung der deutschen Soldaten, ihr glühendes Bekenntnis zum Führer und zum nationalsozialistischen Deutschland, ihre straffe Disziplin und ihr unerschütterliches Siegesbewußtsein hinterließen den stärksten Eindruck bei allen Anwesenden. Alle am Austausch beteiligten Deutschen wurden immer wieder zu dieser Haltung, die als ein neuer und klarer Beweis für die Schlagkraft und Siegesgewißheit des deutschen Volkes angesehen wird, beglückwünscht. (in einem Erdteil, der bisher ein ausgesprochenes Ueberschußgebiet der Nahrungsmittel war) würde mit Sicherheit noch zunehmen, sowohl durch den Bedarf der anwachsenden Zahl ausländischer Truppen als auch wegen der Notwendigkeit, den Export nach England wenigstens teilweise aufrechtzuerhalten. Australien sehe sich jetzt vor der Aufgabe, seine früher gegebenen Versprechungen einzulösen und sich mehr als bisher als„Front“ zu fühlen. Diese Aeußerungen Curtins sind keineswegs dazu angetan, die optimistischen amerikanischen Berichte zu bestätigen, die aus der Eroberung dieses oder jenes Inselstützpunktes stets gleich den Gewinn der Oberherrschaft im pazifischen Raum ableiten möchten. dürfte genügen“ „Preußen drei Monate den Bolschewisten audteiern“ :: Stockholm. 28. Oktober. Der Londoner Korresvondent der„Göteborgs del= und Schiffahrtszeitung“ gibt den Ausspruch des früheren Oberpfarrers von Great Barmoutb. des 44. jährigen Feldgeistlichen Grudn, wieder, der die ganze Scheinheiligkeit der anglikanischen Geistlichkeit entlarvi und erkennen lätzt, welche jeder Menschlichkeit hohnsprechenden abarundtiefen Haßgedanken sich hinter= der Maoke dieser„Seelenhirten" verbergen. Nach Grudys Auffassung gibt es nur ein Mittel zur Ausrottung des deutschen Volkes: den Russen zu gestatten. Preußen drei Monate lang besetzen zu lassen. Grudo meint:„Dae dürfte genügen.“ Während die Repräsentanten der englischen kirche, voran die Erzbischöse von Canterburn und York, in ihren Predigten bemüht sind, dem Bolschewismue ein humanes und zivilisiertes Mäntelchen umzuhängen und ihn als nur veränderte Form der Demokratie zu frisieren, wirft der Oberpfarrer von Geat Yarmouth alle geistlichen Rücksichten über Bord und bekennt sich ohne Scham zur blindwütigen Ausrottungsparole der Vansittard und Komplizen und des USA.=Juden Kaufmänn. Grudy begrüßt den Bund mit dem Bolschewismäs, weil er Englands Kriegsziel verwirklichen soll. Die Massenmorde von Katyn und Winniza schrecken ihn nicht, sie geben ihm höchstens die Gewißheit, daß die Bluthenker des Kreml ganze Arbeit liefern würden, würde ihnen Deutschland— denn das versteht er unter Preußen— ausgeliefert werden. Ein überdimensionales Katyn wäre ganz nach dem Sinn dieses scheinheiligen Kanzelhetzers, es wäre für ihn geradezu die Patentlösung zur Regelung der eurppäischen Probleme im Sinne der englischen Plutokratie. Für uns besteht kein Zweifel darüber, daß ein dreimonatiges Wüten der Massenschlächter Stalius Deutschland entvölkern würde. Deshalb führen wir diesen Kampf um Sein oder Nichtsein mit verbissener Entschlossenheit. Wir müssen den Sieg über die bolschewistischen Blutsäufer und ihre Verbündeten in England und den U1SA, davontragen und werden die Waffen nicht eher aus der Hand legen, bis wir unsere Zukunft und die unserer Kinder gesichert wissen.— Das freimütige Bekenntnis des Oberpiarrers von Great Yarmouth kann uns nur ein neuer Ausvorn zum härtesten und unerbittlichen Kampf gegen die Mächte der Unterwelt sein. lischen und materiellen Zusammenbruchs zu erheben, in den es von den Verrätern des Juli und des September gerissen worden ist. Auf den verschiedenen Gebieten des nationalen Lebens zeichnen sich jetzt klar die Linien der neuen Ordnung ab, vor allem auf dem militärischen Gebiet. Die Neuorganisation der italienischen Wehrmacht ist in Entwicklung. Marschall Graziani, nunmehr von General Gambara unterstützt, wird die Erwartungen allex jener Italiener verwirklichen, die dieses Namens würdig sind: so schnell wie möglich unseren Kampfplatz an der Seite der Kameraden der Achse und des Dreimächtevaktes wieder einzunehmen. Die Abmachungen mit dem deutschen Generalstab, die bereits getroffen wurden und in den Einzelheiten vervollständigt sind, ermöglichen uns die Aufstellung neuer Einheiten, deren Kontingente aus den Freiwilligen und aus denjenigen Jahrgängen stammen, deren Einberufung unmittelbar bevorsteht. Das Hauptgesetz für die Wehrmacht, das dem Ministerrat zur Prüfung vorliegt, bildet die sichere und rationelle Grundlage für die Schaffung einer starken, modernen Militärorganisation, die unseren Notwendigkeiten und den Erfahrungen dieser vier Kriegsjahre entspricht. Auf der Grundlage dieses Hauptgesetzes wird die Neuordnung des nationalen republikanischen Heeres, der Marine und der Luftwaffe festgelegt werden. Wie angekündigt, wird die Miliz integrierender Bestandteil des Heeres. Die Miliz wird ähnlich wie das Alpenjägerkorps und das Bersaglierikorps das neue Schwarzhemdenkorps bilden. Auf den politischen und administrativen Gebieten ist, so betonte der Duce abschließend, die Neuordnung im Gange. Auch Australien spürt den Krieg Zunehmende Nahrungsmittelknappheit und Kohlennot Erklärungen Curtins Drahtbericht unseres Stockholmer Korrespondenten halb seine Schlagkraft begrenzt ist. Gerade in diesen Tagen hat die Londoner Zeitschrift „Economist“ geschrieben, mit einer größeren Offensive im Fernen Osten sei wohl kaum zu rechnen. Das wäre nur dann möglich, wenn England die erforderlichen Truppen nach dem Osten senden könnte. Daran sei aber angesichts der Lage auf dem europäischen Kriegsschauplatz nicht zu denken. Die innere Abhängigkeit der beiden Kriegsschauplätze ist nicht eine vorübergehende, sondern eine dauernde. Wenn sie auch nicht immer in derselben Stärke empfunden wird, so ist sie doch eine stets wirksame Tatsache. Tojo hat in seiner Rede als Kriegsminister auf die Anzeichen für eine kommende feindliche Offensive in Burma hingewiesen und auf die dauernden Unternehmungen auf den Inseln im südlichen Pazifik. Er hat zu verstehen gegeben, daß die japanische Kriegführung darauf bedacht ist, ihre Kampfmittel und ihre Kampfmethoden den Besonderheiten des fernöstlichen Kriegsschauplatzes anzupassen. Die Rede Mussolinis Die Neuorganisation der italienischen Wehrmacht X Venedig, 28. Oktober. In seiner Rede vor dem zweiten Ministerrat der neuen faschistischen republikanischen Regierung machte der Duce folgende Ausführungen: „Seit dem ersten Ministerrat haben sich die Zeichen des Wiederauflebens des nationalen Geistes verstärkt. Das italienische Volk ist im Begriff, sich langsam wieder aus dem tiefen Abarund der Demütigung und des moraIn kurzen Worten Der Führer verlieh das Ritterkreus an Oberleutnant# Helmut Bohlens, Flugzeugführer in einer Fernaufklärerstaffel. Am 28. Oktober dem 21. Jahrestage des Marsches auf Rom, wurden in Italien würdige Feiern des Republikanischen Fascio abgehalten. Parteisekretär Pavolini hielt abends eine Rundfunkansprache. Im Hinblick auf die bisher äußerst schwierige Fleischversorgungslage in Finnland findet die Tatsache, daß im Laufe des Jahres 1943 der gesamte Schweinebestand um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahre gestie gen ist, in der finnischen Oeffentlichkeit starke Beachrung. Am Donnerstag wurde die Herbstsession des 25. bulrischen Sohranje eröffnet. Im Namen des iren Simeon II. verlas Prinz Korill eine dresse an das Sobranje. Im wesentlichen wird sich das obranse mit der Verabschiedung des Etats der einzelZwanzig Jahre deutscher Rundfunk Vom technischen Spielzeug zum politischen Führungsmittel Wie rasch ist uns der Rundfunk zu einem selbstverständlichen Begleiter unseres Lebens geworden! Wenn wir Musik hören, uns durch sie entspannen, unterhalten oder in frohe Stimmung versetzen lassen wollen, schalten wir den Empfänger ein. Dem Vortrag, der uns interessiert, schenken wir ebenso ein williges Ohr, wie der täglichen Sendung„Aus dem Zeitgeschehen“, einer Opern= oder Operettenübertragung. Der Rundsunk befriedigt alle Wünsche jedes Einzelnen. Der Führer spricht durch ihn aus gegebenem Anlaß zum deutschen Volk und zur Welt. Er ist das Sprachrohr der Staatsführung „an Alle!“ Nur eine kleine Drehung am Einschaltknopf, und wir hören, was der Rundsunk sendet. Ein einfacher mechanischer Griff. Aber— was liegt eigentlich alles in dem Wort„Rundfunk"?! Darüber machen wir uns keine Gedanken mehr. Und wir haben es auch schon vergessen, daß es ihn vor einundzwanzig Jahren noch nicht gab. Er lebt Ende Oktober erst seit zwanzig Jahren in unserer Zeit. Das Kalenderblatt trug das Datum 29. Oktober 1929, als zum ersten Male deutscher Rundfunk zur Unterhaltung gesendet wurde. Und die Uhren zeigten die achte Abendstunde, als die Sendung aus dem Vorhaus in der Potsdamer Straße in Berlin begann. Eine Stunde später war sie zu Ende. Heute dagegen? Welche Stunde des Tages kennt eine Sendepause? Der Deutschlandsender überträgt für unsere Soldaten die ganze Nacht durch frohe Musik. Und der Kameradschaftsdienst verbindet in den frühen Morgenstunden täglich Front und Heimat. Wie war es damals, als der Rundsunk seine ersten unbeholfenen Schritte in das Leben machte? Ein Chor widerstreitender Stimmen umbrauste ihn. Die Pessimisten versprachen sich vom Rundfunk nichts Gutes. Er wird, so orakelten sie, die Theater entvölkern, wird den Kinos und Konzertsälen die Besucher entziehen. Der Mensch wird, so glaubten diese ewigen Schwarzseher und Kopfhänger, durch den Rundfunk allmählich so beuem werden, daß er daheim auf der Couch liegend oder bequem im Sessel sitzend, darauf verzichten wird, eines Theateroder Kinobesuches wegen aus dem Hause zu gehen. Und die Optimisten? Sie, die vom ewigen Völkerfrieden und einer ewigen Völkerverständigung träumten, glaubten in dem Rundfunk das Mittel sehen zu können, das den Ibealzustand einer ewigen Völkergemeinschaft herbeiführen würde. Wir wissen, daß weder die Pessimisten noch die Optimisten Recht behalten haben. Der Rundfunk hat nicht unsere Kulturstätten ihrer Besucher beraubt. Das Gegenteil ist eingetroffen. Viele Hörer sind durch den Rundsunk erst veranlaßt worden, sich eine Operette oder Oper anzusehen, die sie zu Hause„empfangen“ haben. Und weil der Rundfunk. vor allem für die Theater und Konzertveranstalter eine Konkurrenz bedeutete, sind diese zu höheren Leistungen angespornt worden. Die Optimisten konnten nicht Recht behalten, weil die Wirkung des Rundfunks von den Männern abhängt, die für ihn verantwortlich sind. Wir meinen, damit nicht die Intendanten, sondern die Staatsführung eines Landes. Der deutsche Rundfunk hat seine Aufgabe vorwiegend darin gesehen, wertvolle kulturelle Arbeit zu. leisten. Niemals wurde er zu einem Hetzinstrument erniedrigt. Das aber war schon lange vor Ausbruch dieses Krieges in England und Amerika der Fall. Dort war und ist der Rundfunk den verantwortlichen Kriegshetzern das gegebene Instrument, um Lügen, Verleumdungen und blindwütigen Haß in und durch den Aether zu tragen. Man hat geglaubt, in ihm das Instrument zu besitzen, um über Deutland, nach dem Muster des ersten Weltkrieges, eine geistige Blockade verhängen zu können. Und hat sich darin bitter getäuscht! Es zeigte sich sehr schnell daß die heute an führender Stelle stehenden Männer in Deutschland den Rundfunk als Angriffs= und Abwehrwaffe meisterlich zu gebrauchen wissen! Er ist im besten, tiefsten und weitesten Sinne ein,„Brecher der geistigen Blockade“ geworden und— wird es bleiben.— ist Waffe!“ Ueberall in Stadt und Land stößt der Blick auf ein Plakat, das uns durch Bild und Schrift auf eindringlichste Weise Sinn und Inhalt der Kriegserzeugungsschlacht vermittelt.„Nahrung ist Waffe!“ heißt es da. Die ganze Bedeutung der heimischen Landwirtschaft wird dadurch klar gemacht: Jeder Hof. jeder Acker, jeder Stall ist ein wichtiger Teil der großen Waffenschmiede Deutschland. Wer Mitarbeiter in diesem gewaltigen Rüstungsbetrieb ist, wer als landwirtschaftlicher Betriebsführer, als Landarbeiter, als Landfrau oder als Helfer in der Zeit der Arbeitsspitzen schafft, der arbeitet für den Sieg. Der Rüstungsarbeiter setzt Kraft und Können dafür ein, dem deutschen Soldaten die besten Waffen in die Hand zu geben; das deutsche Landvolk tut das Seine auf besondere Weise. Daß die Frage der Ernährung im Kriege von ausschlaggebender Bedeutung für das deutsche Volk sein kann, haben wir aus dem Weltkriege gelernt. Mit der Hungerblockade schuf sich England damals eine Waffe. Die Wirkung war so groß, daß die Engländer zu Beginn dieses Krieges uns abermals mit der Hungerblockade bedrohten. Das deutsche Landvolk hat in der Kriegserzeugungsschlacht jedoch die schärfere Waffe geschaffen und bereitgestellt. Auf dem Wege zur Sicherung der Volksernährung wurden gerade während des Krieges entscheidend wichtige Schritte getan. Wir erinnern uns beispielsweise der Steigerung der Buttererzeugung, die so gewaltig war, daß sie Deutschland an die erste Stelle der butterproduzierenden Länder Europas brachte. Als eine der wichtigsten Vorbedingungen für diesen Erfolg, der sogar manchen Fachmann überraschte, werten wir da bei den Ablieferungswillen des Landvolkes. Es verzichtete bewußt auf manche Verbrauchsgewohnheit und suchte bisherige Verwertungsarten durch andere zu ersetzen, damit die Ablieferungspflicht jederzeit vollständig erfüllt werden konnte. Mit der schärferen Waffe, die alle in der Landarbeit tätigen Kräfte geschmiedet haben, wird auch weiterhin erfolgreicher Einsatz geleistet werden. Reichsbauernführer Staatssekre= tä Backe konnte die große Einsatzbereitschaft des Landvolkes vor aller Welt uneingeschränkt auerkennen und damit zugleich den Dank der Volksgemeinschaft für die große Leistung aussprechen. Darüber hinaus aber war es ihm in der engen Gemeinschaft, die die bäuerliche Führung und die gesamte Landwirtschaft umschließt, möglich, erneut einen Appell an alle Beteiligten zu richten, der zu neuen und sogar noch gesteigerten Leistungen in der Erzeugungsschlacht aufruft. Niemand im Landvolk wird sich, um ein Beispiel zu nennen, von dem recht günstigen Ergebnis der diesjährigen Getreideernte verleiten lassen, im neuen Wirtschaftsjahre wweniger zu leisten. Im Gegenteil— aus dem Erreichten schöpft jeder neue Kraft für die Erfüllung noch größerer Aufgaben. Mit gleicher Wirkung wird die Ablieferungsschlacht durchgeführt werden, denn von Erfolg hängt es ab, ob alle verfügbaren Nahrungsgüter wirklich zur Waffe in dem uns aufgezwungenen Existenzkampf werden. Folgerichtig müßten wir also die entbehrlichsten Nahrungsgüter, die nicht auf den von der ordnung festgelegten geraden Wegen zur Ablieferung kommen, als„Blindgänger der Erzeugungsschlacht" bezeichnen. Doch geben und die bisher erzielten Ergebnisse der Ablieferungsschlacht die Gewähr, daß wir uns mit derartigen Ausnahmen nur recht selten auseinanderzusetzen haben. Denn es gehört mit zum bäuerlichen Ehrbegriff, in der großen Waffenschmiede Deutschlande ohne jeden Vorbehalt und ohne Eigennutz Höchstleistung zu vollbringen.„Nahrung ist Waffe“; sie wird in ihrer jemeils besten Form immer für die Gesamtheit zur Verfügung stehen. Unse: Es ist wieder ein nicht— im Hause ist wieder heizen. Eig und dennoch gibt er durch Rauchbelästign vorher durch einen reinigen lassen. Wen sonst keine Mängel meistens dadurch, das Luft schwerer ist als eine Behinderung d sehr leicht beseitige Schornstein nach Hfft kleines Locksener anle Verbrennen von ein Luft zu beseitigen. Ni das Feuer und verbr Pohnräumen, und d kalten Tage, der so beachtetes Dasein gef kümmerte, solange dre lockte und die Fenste sein konnten, ist mit gekommen. Gern such Osen ist nun wieder solange er nicht allz denn unser Kohlenvol weise eingeteilt und v# zu reichen. Tag - Hohes Alter. A genosse Fritz Wagn Geburtstag in ziem! Seit dem Tode seiner und tätigt seine Ein 1886 lebt er in Schwi der Firma Schwerter dieser Zeit an gehört achteter Kamerad der pünschen dem allseits herneren sorgenfreien alter, treuer Soldat d erleben möge. :: Öffentliche Kund Am Montag, 1. Nov Haststätte„Kreinberg iffentliche Kundgebun Pg. Stoves über d Parteigenossen und P gruppen sind auch alle zerzlichst eingeladen. - Wartung der 0 Die Hauptabsperrhähr oder, wenn solche nich hähne an den Gaszäh bei beginnendem Gre schutzwart oder einen schließen. Nach der( schutzwart oder der Vei nen und sich zu überz an keiner Verbrauchs strömt. 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D Agnes u Romau v# Urheber=Rechtsschutz 12 Er war einmal in 9 in Abend wiederkam, Linie um seinen Mund trotzdem ein leiser Zug vohnen, für die andern In diesen Tagen tr dem Seehof ein. Eine st für die Amalie auf die Zeit da war. Endlich kam der Raientag voll wunders hatte man sich alle M schöner zu schmücken wielbst noch einmal, er Zug aus der Kirche Es waren fast noch 5phofer=Hochzeit, denn größere Verwandt Seehofer an seinem Ple ein wenig g hastig hineingetrunken Nachen von allem Beschi und vor sich hil „No ja, jetzt ist keine die letzte. Der Gir bis es mir recht is #ucht hab.“ * Martin Luther:„Frrcht tut nichte Gutes. Darum soll won frei und mutig in allen Dingen sein und fest stehen.“ Schwerte, 29. Oktober 1943 Unser guter Ofen! Es ist wieder einmal so weit, ob man will oder nicht— im Hause ist es ungemütlich kalt—, man muß wieder heizen. Eigentlich eine sehr einfache Sache, und dennoch gibt es beim Anheizen vielfach Arger durch Rauchbelästigungen, wenn man den Ofen nicht vorher durch einen Fachmann hat instandsetzen und reinigen lassen. Wenn der Schornstein oder der Ofen sonst keine Mängel hat, so entsteht das Einranchen meistens dadurch, daß die im Schornstein vorhandene Luft schwerer ist als die Außenluft. Hierdurch erfolgt eine Behinderung des Schornsteinzuges, welche sich sehr leicht beseitigen läßt, wenn man unten im Schornstein nach Offnen des Reinigungsschiebers ein kleines Locksener anlegt. Es genügt in der Regel das Verbrennen von einigen Zeitungen, um die schwere Luft zu beseitigen. Run prasselt im Ofen wieder lustig das Feuer und verbreitet wohlige Wärme in unseren Pohnräumen, und der Ofen, dieser gute Freund der kalten Tage, der so viele Monate hinduich ein unbeachtetes Dasein geführt hat, um den sich niemand kümmerte, solange draußen noch warmer Sonnenschein lockte und die Fenster den ganzen Tag über geöffnet sein konnten, ist mit einem Male wieder zu Ansehen gekommen. Gern sucht jeder wieder seine Nähe. Unser Ofen ist nun wieder unser Freund. Aber auch nur, solange er nicht allzuviel Heizmaterial verschlingt, denn unser Kohlenvorrat muß auch in diesem Winter weise eingeteilt und verwendet werden, um recht lange zu reichen. P. H. Zum Arbeitseinsatz in der Hauswirtschaft Tageschronik - Hohes Alter. Am 30. Oktober begeht der Volksgenosse Fritz Wagner, Hörder Straße 65, seinen 80. Geburtstag in ziemlicher Gesundheit und Frische. Seit dem Tode seiner Frau führt er seinen Haushalt und tätigt seine Einkaufe ohne fremde Hilfe. Seit 1886 lebt er in Schwerte und war über 50 Jahre bei der Firma Schwerter Profileisenwalzwerk tätig. Von dieser Zeit an gehört er auch als beliebter und geachteter Kamerad der Kriegerkameradschaft an. Wir wünschen dem allseits geachteten Volksgenossen einen ßerneren sorgenfreien Lebensgbend und daß er als alter, treuer Soldat den Endsieg der deutschen Waffen erleben möge. :: Offentliche Kundgebung der NSDAP Schwerte. Am Montag, 1. November, 20 Uhr, findet in der Gaststätte„Kreinberg“ in Schwerte=Ost eine große iffentliche Kundgebung statt. Es spricht Gauredner Pg. Stoves über die politische Lage. Außer den Parteigenossen und Parteigenossinnen der vier Ortsgruppen sind auch alle Volksgenossen und=genossinnen herzlichst eingeladen. - Wartung der Gasleitungen bei Fliegeralarm. Die Hauptabsperrhähne in den Hausgaszuleitungen oder, wenn solche nicht vorhanden sind, die Absperrhähne an den Gaszählern sind während des Alarms bei beginnendem Großangriff durch den Hausluftschutzwart oder einen verantwortlichen Vertreter zu schließen. Nach der Entwarnung hat der Hausluftschutzwart oder der Vertreter die Hähne wieder zu öffnen und sich zu überzeugen, daß in den Wohnungen an keiner Verbrauchsstelle unverbranntes Gas ausströmt. Bei leerstehenden oder vorübergehend nicht benutzten Wohnungen ist der Absperrhahn am Gaszähler geschlossen zu halten. — Gefunden, wurde ein roter Stoffgürtel. Die Verliererin kann ihn in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung abholen. — Bücher für die Umquartierten. Der Reichserziehungsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister und dem Reichspropagandaminister den verstärkten Einsatz der öffentlichen Büchereien in den Aufnahmeganen für die aus den stark luftgefährdeten Gehieten umquartierte Bevölkerung sowie den Einsatz in den luftgefährdeten Gebieten selbst geregelt. In den Aufnahmegauen besteht häusig ein startes Lesebedürfnis, woraus den Büchereien eine erhebliche zusätzliche Aufgabe erwächst. Sie tritt am deutlichsten in den Kleinstädten und Dörfern in Erscheinung, in denen die öffentlichen Büchereien die einzizen ortsansässigen Buchvermittlungsstellen sind. Die nachgeordneten Behörden werden daher ersucht, nachdrucklichst darauf hinzuwirken, daß alle öffentlichen Büchereien in den Aufnahmegauen ohne Ausnahme für diese Aufgabe voll zur Verfügung stehen. Auch gegenwärtig geschlossene oder nur ungenügend geöffnete Büchereien sollen dieser Aufgabe nutzbar gemacht verden. Ferner soll durch entsprechende Ausleihzeiten und Ausleihhedingungen den verstärkten Bedürfnissen Rechnung getragen werden. Soweit die vorhandenen Buchbestände nicht ausreichen, sollen die staatlichen Volksbüchereistellen für einen sofortigen angemessenen Ausbau der Büchereien Sorge tragen. Besondere Sorgfalt soll dem Ausbau der Jugendabteilungen der Büchereien gewidmet werden. In den Fällen, in denen Städte von Terrorangriffen betroffen wurden, hat es sich regelmäßig erwiesen, daß die öffentlichen Büchekeien am ehesten unter den gemeindlichen Kultureinrichtungen in der Lage waren, ihre Tatigkeit in Kürze vieder aufzunehmen. Der Wiederherstellung zerstörter Agnes und Michael Romau von Haus Ernst Urheber=Rechtsschutz: Deutscher Romani=Verlag. 12 Er war einmal in Rosenheim gewesen, und als er in Abend wiederkam, hatte sich zwar die verbitterte Einie um seinen Mund etwas gelockert, aber es blieb trotzdem ein leiser Zug der Sorge in seinem Gesicht vohnen, für die andern zwar kaum merklich. In diesen Tagen traf auch eine neue Magd auf dm Seehof ein. Eine stramme, feste Gesellin, die nun für die Amalie auf die Alm ziehen sollte, wenn die zeit da war. Endlich kam der Tag der Hochzeit heran, ein Raientag voll wundersamer Bläue. Im„Ankerbräu“ man sich alle Mühe gegeben, den Saal noch wie sonst. Die Wirtin überzeugte s0 selbst noch einmal, ob alles in Ordnung sei, bevor der Zug aus der Kirche kam. Es waren fast noch mehr Leute wie bei der letzten beehofer=Hochzeit, denn der Kramer=Hans hatte eine größere Verwandtschaft. Kerzengerade saß der Leehofer an seinem Platz, das schmale, scharfgeschnitene Gesicht ein wenig gerötet vom Wein, den er gleich hastig hineingetrunken hatte, um seine Sinne frei zu nachen von allem Beschwerenden. Es gelang ihm auch ecblich, und vor sich hinmurmelnd, meinte er: „No ja, jetzt ist keine mehr da. Gott sei Dank ist er von die letzte. Der Girgl kann warten, der muß war, 77, bis es mir recht ist und bis ich ihm eine rauslcht hab.“.. Teilweise Entlästung (Von unserer Berliner Schriftleitung) Im„Reichsarbeitsblatt" beschäftigt sich die Sachbearbeiterin der Arbeitseinsatzverwaltung, Frau Regierungsrat Dr. Mohrmann, mit der Frage, ob unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Fortsetzung der von den Arbeitsämtern seit Jahren beiriebenen Förderung des hauswirtschaftlichen Arbeitseinsatzes noch zu rechtfertigen ist. Nach Ansicht der Referentin ist diese Frage unbedingt zu bejahen, denn ein Nachlassen oder gar die Aufgabe dieser Bestrebungen käme nicht nur der Preisgabe eines Anfangserfolges gleich, sondern würde auch einen nicht wiederguczumachenden Einbruch in den hauswirtschaftlichen Beruf darstellen. Das Ergebnis wäre ein dauernder Verzicht auf ein wesentliches Stück deutscher Kultur, soweit es sich um Familienkultur handelt und insofern sie davon abhängig ist, daß die Hausfrau nicht dauernd bis an die Grenzen ihrer Kraft und noch darüber hinaus mit körperlicher Arbeit belastet wird. Die nach dem Kriege zu erwortende weitere Technisierung der Hauswirtschaft kann zwar einen kleinen Haushalt in die Möglichkeit versetzen, ohne oder mit nur geringfügiger fremder Hilfe auszukommen, in einer größeren Familie wird aber die Hausfrau trotz aller technischen Hilfsmittel auf Hilfskräfte angewiesen sein. Selbst wenn man diese weiterschauenden Erwägungen angesichts der Kriegserfordernisse zurückstellen wollte, so macht doch, wie die Referentin betont, die in zahllosen Haushaltungen gegenwärtig herrschende Notlage trotz der angespannten Arbeitseinsatzlage Hilfsmaßnahmen notwendig. Denn gerade unter den durch den kriegsdurch Umschichtung bedingten Verhältnissen werden die Kräfte der Hausfrau in den meisten Fällen weit überschritten. Es sind zweifellos hier und da noch Hausgehilfinneu vorhanden, die bei Anlegung eines strengen Maßstabes als entbehrlich anzusehen sind. Ihre Zahl ist aber weit kleiner als die der an anderen Stellen dringend benötigten Kräfte. Deshalb muß der vorhandene Bestand an Hausgehilfinnen nicht nur gehalten, sondern nach Möglichkeit vergrößert werden. Es war unter diesen Umständen, so betont die Referentin, auf die Dauer nicht möglich, auf Umsetzungsmaßnahmen zu verzichten. Nach Schaffung der Grundlagen durch den Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz ist denn auch eine Umsetzaktion in die Wege geleitet worden, in deren Verlauf bisher mehr als 8000 hauswirt. schaftliche Kräfte in Haushaltungen, in denen sie dringender gebraucht werden, umgesetzt wurden. Eine gewisse Entlastung konnte auch dadurch erreicht werden, daß eine noch größere Zahl von Hausgehilfinnen unter Belassung an ihrem bisherigen Arbeitsplatz für Stunden oder halbe Tage in anderen Haushaltungen eingesetzt werden. Trotz dieser Maßnahmen läßt sich aber schon jetzt sagen, daß mit den so freigemachten Kräften der Bedarf der vordringlich zu besetzenden Stellen auch nicht annähernd wird befriedigt werden können. Es ist deshalb unbedingt notwendig, zusätzliche Kräfte zu gewinnen. Dazu ist vor allem eine wesentliche Ausweitung der hauswirtschaftlichen Lehre erforderlich und auch das Pflichtjahr für Mädchen behält nach wie vor seine Bedeutung für die Entlastung der deutschen Hausfrau. ce Büchereien kommt daher besondere Bedeutung zu. Behelfsmäßige Ausleihstellen mit 3000—10 000 Bänden lassen sich in verhältnismäßig kurzer Zeit neu einrichten. Die Reichsstelle für das Büchereiwesen und das Einkaufshaus für Büchereien sind angewiesen, den bombengeschädigten Städten in jeder Weise behilflich zu sein, die auch auf eine weitgehende Unterstützung durch den Buchhandel rechnen können. -. Der Reichsnährstandsbeittag land= und forstwirtschaftlicher Betriebe für das Rechnungsjahr 1943 wurde am 25. Oktober 1943 fällig. Beitragspflichtige Bauern, Landwirte und Grundeigentümer hatten zur Vermeidung von Weiterungen(Zwangsvollstreckungen) spätestens am 25. Oktober 1943 als Reichsnährstandsbeitrag für das Rechnungsjahr 1943 denselben Betrag an das Finanzamt(die Finanzkasse) zu entrichten, wie sie ihn am 25. Oktober 1938 für das Rechnungsjahr 1938 zu entrichten hatten.(Siehe auch den entsprechenden Hinweis im Beitragsbescheid 1938.) Ist der für 1938 zugestellte Beitragsbescheid im Wege der Fortschreibung geändert oder hat eine Nachveranlagung stattgefunden, so ist der in dem Fortschreibungs= oder Nachveranlagungsbescheid festgesetzte Beitrag für die am 25. Oktober 1943 fällige Beitragszahlung maßgebend. In Rücksicht darauf, daß eine besondere Anforderung oder Anmahnung des Reichsnährstandsbeitrages 1943 seitens der Finanzämter nicht erfolgt, werden die Beitragspflichtigen auf die Beachtung des Fälligkeitstermins hingewiesen und gebeten, im Interesse einer geordneten Abwicklung der Beitragseinhebung ihrer Zahlungsverpflichtung rechtzeitig nachzukommen. Sollten Unklarheiten über die Höhe der Beitragsschuld bestehen, so dürften diese durch eine Nachfrage beim zuständigen Finanzamt bald zu beseitigen sein. Ein dreizehnjähriger Schüler spielte„Vomber“ Der dreizehnjährige Schuler Egon Strobel aus Münchenbernsdorf hatte einen Sprengkörper, den er sich auf irgendeine noch nicht geklärte Weise verschafft hatte, als„Bombe“ in ein selbstgebasteltes Flugzeug einbauen wollen. Der Versuch hatte furchtbare Folgen. Durch die explodierende Ladung wurde der Junge sofört getötet, sein Vater, der achtjährige Bruder und die zehnjährige Schwester wurden schwer verletzt. Von der Familie blieb nur die Mutter, die im Augenblick der Explosion nicht im Zimmer war, unverletzt. Durch den Luftdruck und die Sprengsplitter wurden die Fenster zertrümmert und ein Teil der Wohnungseinrichtung beschädigt. Die polizeiliche Untersuchung über die Herkunft des Sprengkörpers ist noch nicht abgeschlossen. Der traurige Vorfall beweist erneut die Notwendigkeit der immer wiederkehrenden Mahnung, Kinder auf die Gefährlichkeit derartiger Gegenstände hinzuweisen und sie anzuweisen, etwaige Fundstücke nicht zu berühren, sondern sofort der Polizei Mitteilung zu machen. . Zur Bewältigung der erhöhten Transportaufgaben im Herbstverkehr hat das Reichsverkehrsministerium mit sofortiger Wirkung wieder vorübergehend eine zusätzliche Belastung der Güterwagen zugelassen. Es dürfen um eine Tonne über die vorgeschriebene Tragfähigkeit hinaus beladen werden alle Reichsbahngüterwagen, sowie französische und belgische Güterwagen mit Ausnahme einzelner Spezialgattungen. - Zur Überlassung von Zuchtstuten. Die Nachricht, daß gute Zuchtstuten im Besitz der Wehrmacht gegen Stellung eines vollwertigen Ersatzpferdes abgegeben werden können, hat bei einigen Pferdehaltern zu der irrigen Meinung geführt, als wenn nun in größerer Zahl Zuchtstuten von seiten der Wehrmacht zur Abgabe gelangen würden. Dies trifft nicht zu; es wurde vielmehr nur die Möglichkeit geschaffen, beim Vor„Was meinst?“ fragte die Seehoferin, die neben ihm saß. „Ah nix. Ich hab bloß so für mich hinbrummelt. Aber schön ist es heut wieder, net?“ „Ja, schön ist es. Schau fei' auf den Girgl ein wenig, daß er net wieder einen Rausch kriegt wie ein Haus.“ „Heut merkt man noch nix bei ihm.“ Später ging der Seehofer durch den Saal, nickte allen Bekannten freundlich zu, hörte es gern, wenn man ihm gratulierte, blieb wohl vor diesem oder jenem ein Weischen stehen, hatte dabei die Hände unter dem Flügelrock auf dem Rücken verschränkt und gefiel sich ausnehmend gut in der Rolle des Brautvaters. Dann saß er eine Weile bei seinen andern Töchtern und unterhielt sich mit ihnen. Dabei betrachtete er schmunzelnd den Girgl, der wiederum ganz in seinem Element war. Der stampfte mit den Füßen, wiegte sich im Tanz wje ein balzender Hahn und traute sich an jede heran. In diesem Augenblick betrat Agnes Aichbichler, die Tochter des Ankerbräues, die vor einigen Tagen aus der Stadt heimgekommen war, den Saal. Sie war neunzehn Jahre alt, einer halbaufgebrochenen Blüte gleich, rührend vor lauter Jugend und doch gefährlich in ihrer prachtvollen Schönheit. Langsam ließ sie ihren dunklen, rätselhaften Blick hineingleiten in alle Männeraugen, die ihr begegneten oder neugierig nachsahen. Agnes wußte um die Kraft ihres faszinierenden Blickes und machte sich ein Spiel daraus. Ihr lächelnder Mund deutete viele Geheimnisse, und den ein solch leichthin verschenktes Lächeln traf, handensein wirklich guter Zuchtstuten diese wieder der Zucht zuzuführen. Anträge auf Überlassung von Zuchtstuten sind zwecklos. - Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt folgende neue Aufnahmen: U=Boot übernimmt zu neuer Feindfahrt Torpedos; Auf der Holzschienenbahn zur Front: Die höchste Tapferkeitsauszeichnung für unseren erfolgreichsten Jagdflieger; Feierliche Einweihung der Madrider Universitätsstadt; Kamelherde auf der Rast; Die Flak hat gute Vorarbeit geleistet; Panzerbesatzungen im Verhör; Hitze, Sonne und Staub; Prinz Cyrill von Bulgarien, und Professor Filoff beim Führer. die Frau Was reichlich da ist Wie im vergangenen Jahre, so stehen uns auch jetzt wieder reichliche Mengen Endivien zur Verfügung. Die Endivie'schmeckt nicht nur als Salat gut, sondern man kann sie feingeschnitten und unangemacht sowohl unter Kartoffelsalat als auch unter sauer abgeschmeckten Kartoffelbrei mengen. Sie verbessert und verändert bei beiden Gerichten den Geschmack. Auch wenn wir Endivien wie Stielmus oder Spinat als schnell zu bereitendes Gemüse verwenden(etwas ausgeröstetes Suppengrün erhöht den Wohlgeschmack), so bleiben doch noch solche große Mengen übrig, daß die Hausfrau dis Endivien einmachen muß, sollen sie nicht umkommen. Es ist keine große Arbeit. Die Endivien werden nur eingesalzen. Endivien einsalzen 5 kg Endivien, 1½ kg Salz. Endivien waschen, kleinschneiden wie Stielmus, mit dem Salz lagenweise in einem Steintopf schichten(nicht zu fest stampfen), mit einem Tuch abdecken und mit Holzbrett und Stein beschweren. Wenn das Gemüse sehr viel Flüssigkeit zieht, kann etwas abgegossen werden. Die eingesalzenen Endivien können später wie Stielmus gekocht werden. Ohne Bezugschein Es freut jeden, wenn er etwas ohne Bezugschein erhalten kann. Der Winter steht vor der Tür, und mancher hat ein paar Pantoffeln nötig. Da wird es sicher von vielen Hausfrauen dankbar begrüßt werden, daß das Deutsche Frauenwerk Anleitungen erteilt, wie man aus alten starken Stoffresten solide hübsche Pantoffeln anfertigen kann. In allen Kreisen stehen ein heller, warmer Raum und eine Fachkraft zur Verfügung, um den Frauen hierbei zu helfen. Die Arbeit ist nicht schwierig. Jeder kann damit fertig werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Ortsfrauenschaftsleiterin, wann und wo diese Pantoffelkurse stattfinden. Sorgenkind Waschkessel Der Kesselosen in der Waschküche ist häufig ein rechtes Sorgenkind, weil er meist schlecht oder gar nicht gepflegt wird. Er qualmt, zieht schlecht, verbraucht viel zu viel Kohle, und es dauert stundenlang, bis das Wasser kocht. Dabei gibt es kaum eine einfachere Feuerstätte als so ein Kesselofen. Schauen wir halt mal nach, wo es fehlt. Zunächst ist zu prüfen, ob der Waschofen überall gut dicht ist. Wo die Streichholz= oder Kerzenflamme in den Ofen hineingezogen wird, hat er„Falschluft". Es sind daher alle Risse und Fugen in Türen und Mauerwerk, auch klaffende Zwischenräume dort, wo das Ofenrohr im Mauerwerk oder im Kesselmantel sitzt oder wo ein Auslaufhahn aus dem Kesselmnatel herausragt, gut mit Töpferlehm oder Chamottebrei abzudichten. Wo, wie bei älteren Waschöfen, der Feuerraum zu groß ist, ummauert man den Rost auf beiden Seiten und hinten mit Chamotte= oder Ziegelsteinen, deren Fugen mit Lehm oder Chamotte fest zu verschmieren sind. Dadurch werGewinnung von zusätzlichem Mastfutter durch Einsäuerung Da in diesem Jahre Kartoffeln nur in beschränktem Maße für die Schweinemast zur Verfügung stehen, wird der deutsche Bauer die Kartoffeln durch die Verwendung von Grünfutter, Rübenblatt sowie Gehaltsund Zuckerrüben strecken, indem er vorwiegend Rübenblatt, und Kartoffeln im Verhältnis 1:1 einsänert. Dadurch erhält er ein sehr bekömmliches Mastfutter für seine Tiere, mit dem er bei Zugabe geringer Mengen Eiweißfutter hohe Mastleistungen erzielen kann. Durch diese rechtzeitige Bereitstellung von Mastsutter wird die deutsche Schweinemast, die in verstärktem Umfange betrieben werden muß, gesichert.— Im Bild: Füllung eines Mastfuttersilos in einem bäuerlichen Großbetrieb. Scherl=Vilderd.(Reichsnährstand) dem wurde der Atem eng, und es rührte ihm das Blut auf seltsame Weise an. Neunzehn Jahre war sie alt und— so gefährlich... Da griff der Seehofer=Girgl nach ihr, warf großspurig ein Geldstück auf die Musikantentribüne und schrie mit lachenden Augen: „Einen Walzer für mich und das schönste Madl in unserm Tal.“ Es war eine Pracht, die beiden tanzen zu sehen. Der Seehofer reckte den Hals und betrachtete Agnes unter halbgesenkten Lidern. Agnes Haare waren dunkei gewellt, die Locken reichten ihr bis über den schlank aufsteigenden Hals. Ihre Augen waren tintenblau, von langen Wimpern beschattet. Ihr schlanker Körper wiegte sich spielerisch im Walzertakt, als wäre die Musik in ihr Blut gefallen. Als der Tanz zu Ende war, wollte der Girgl„ein nache". „Es genügt jetzt“, sagte die Agnes schnell und machte sich von ihrem Tänzer los. Im Hinausgehen strich sie mit einer Handbewegung ein paar lockere Härchen aus der Stirn. Unter der Saaltür stand der Geehofer=Michael. Flammengleich trafen sich beider Augen. Ge war einer jener unvergeßlichen, wunderbaren Augenblicke, in denen sich das Schicksal zweier Menschen zum erstenmal grüßt. Michael wollte tanzen mit Agnes, ader sie gad ihm einen Korb, einen schönen, runden Korb. Ihm trieb es das Blut in die Wangen, und er hätte in die Gede versinken mögen vor Schande und Scham. Wie konnte ein Mädchen so grausam sein? Wer war sie denn eigentlichs 25e den Feuerratim und Rost verkleinert, das Feuer wird unter dem Waschkessel gut zusammengesaßt und lann jetzt das Wasser schnell zum Kochen bringen. Wo die Aschentür fehlt, muß sie vom Schlosser oder Schmied angebracht werden. Geht das nicht, dann legt man einfach zwei Ziegelsteine vor die Aschenlute und regelt auf diese Weise die Luftzufuhr zum Rost. Die Ummauerungssteine sind so zu legen, daß der sichtbar bleibende Teil des Rostes nicht länger als 22 Ztm. und nicht breiter als 17—18 Ztm. ist. Natürlich braucht der Kesselofen, wenn er keinen ärger machen soll, Pflege wie jeder andere Ofen. Ein= oder zweimal im Jahr muß darum der Einhängekessel herausgenommen werden. Hat er einen Ablaufhahn, so schraubt man natürlich erst den Hahn ab. Der Rost wird überall gut abgekratzt oder abgebürstet. Mit harter Bürste wird auch die Innenwand des Kesselmantels gereinigt, Rost= und Feuerraum werden von allen Roststellen gesäubert. Solche Pflege dankt uns der Kesselofen hundertfach. Voltoire über die Zuden: „Die kleine jüdische Nation wagt, einen unversöhnlichen Haß gegen alle Völker zur Schau zu tragen, ist immer abergläubisch, immer lüstern nach den Gütern anderer, kriechend im Unglück, frech im Glück.“ Anekdoten Anekdote vom schottischen Kind Der Religionslehrer in Aberdeen schildert seinen Zöglingen eine ganze Stunde lang die Schrecknisse der Hölle, und er sparte nicht mit Einzelheiten. Man mußte den Eindruck gewinnen, daß wenigstens die Brennstoffverwaltung da unten keineswegs im schottischen Geiste geleitet würde. Nach der Stunde meldete sich der kleine Phil und wünschte eine private Unterredung.„Nun“, fragte der Religionslehrer, „möchtest du noch etwas wissen?"„Ja“, sogie der kleine Phil.„Könnten Sie sich wohl dafür einetzen, daß meinem Vater für die Hölle die Kohlenlieferung übertragen wird?" Britische Verbeugungen Als Elisabeth von England, die„jungfräuliche Königin“, bei ihrem Regierungsantritt in London einzog, waren auf der einen Seite der Straße die Magistrats= und Gerichtsbeamten, auf der anderen die Bürger zum feierlichen Empfang aufgebaut. Die glänzenden Höfinge im Gefolge der Königin verneigten sich bald nach der einen, bald nach der anderen Seite. „Seht doch, wie die stolzen Herren ihren Nacken beugen können!“ sagte ein Zuschauer zu einem neben ihm stehenden Studenten. „Wißt Ihr auch, warum?“ versetzte der Student, der später unter dem Namen Lord Bacon auf bemerkenswerte Art in die britische Geschichte einging.„Das ist doch ganz klar: Die sich gegen die Bürger verneigen, grüßen ihre Gläubiger; die sich vor den Gerichtspersonen verbeugen; haben Prozesse.“ die sich seit dem letzten Sehen vor einigen Jahren von einer Knospe zu einer wundersamen Blüte entfaltet hatte. Aber war dies ein Grund, ihm einen Tanz abzuschlagen, wo andere gelechzt hätten, wenn er sie dazu aufgefordert hätte. Während er noch zornvoll darüber nachdachte, schlängelte sich der Girgl an ihn heran und flüsterte ihm vertraulich zu: „Dös hast verkehrt g'macht, Michl. Du hättest sie net lang fragen sollen, sondern sie einfach um die Mitten packen und lostanzen mit ihr.“ Michael schaute den Bruder unsicher an. Girgl lächelte. Seine Zähne schimmerten schneeweiß unter dem dunklen Bartanflug. „Wenn ich dir sag, Michl, derfst es auch glauben Bei einem Weibsbild, wenn d’ lang fragst, dann gehst lang irr. Was einem g'fallt, das muß man sich einfach nehmen, verstehst?“ Ja, solch großartige Theorien entwickelte der Seehofer=Girgl. Michael stand steil und brennend da und dachte an das Gespräch, das er in jener Herbstnacht mit dem Bruder gehalten hatte und wußte plötzlich, daß er diese Agnes lieben könnte. Diesen Mund müßte er küssen, dann wäre er erlöst ans aller Not. Sein Blut war ja nicht mehr so ruhig seitt jener Herbstnacht, ee kreiste manchmal wie ein brennender Strom durch ihn und es schrie in diesen wormen Maiennächten näch einer erlösenden Stunde. Er stand und wartete, ob Agnes wiederkomme. Dann wollte er so sein, wie der Girgl ihm gesagt hatte; keck und verwegen wollte er sein. Einfach um die Mitte wollte er sie pocken und lostanzen. und Tochter unlöslich verbunden Reichsgerichtsentscheidung zum engen Familienband Die Zeitschrift der Akademie für Deutsches Recht teilt ein Urteil des Reichsgerichts vom Juni 1943(VII 54/43) mit, das das unlösliche Familienband feststellt, wie es bei der Tochter noch über die Ebeschließung hinaus mit dem Vater besteht. Bei einem Ebescheidungsprozeß hatte sich ergeben, daß der Ehemann seine Frau in einer Weise entwürdigend behandelt hatte. die auch nach dem Strafgesetz bestraft werden konnte. Der Vater der Frau fühlte sich deswegen in seiner Familienehre gekränkt Er empfand diese Kränkung als groben Undank des Schwiegersohnes und forderte in einem Zivilprozeß die dem Schwiegersohn bei der Hochzeit gemachte Grundstücksschenkung zurück. Es entstand nun die Rechtsfrage, ob nicht die Tochter durch die Verheiratung aus der Sippe ihres Vaters ausgeschieden und ein Mitglied der Familie und Sipve ihres Mannes geworden sei, woraus sich evtl. ergeben konnte, daß die Ehre des Vaters durch das Verhalten des Schwiegersohnes gegenüber der Tochter nicht mehr berührt werden konnte. Das Reichsgericht als oberste Instanz stellt dazu fest:„Die Familie und die Gemeinschaft von Vater und Tochter ist eine echte Blut= und Lebensgemeinschaft, die Vater und Tochter zu einer engen und unlösbaren Einheit verbindet und ihn zu ihrem Beschützer macht, gleichaültig. ob sie dem Haushalt angehört oder nicht ob sie minderjährig oder die Volljährigkeit erlangt hat". Die Wirkungen dieses unlösbaren Bandes treten wie das Urteil weiter betont, im Falle der Verheiratung der Tochter nur insoweit zurück als sie mit den aus dem Eheverhältnis für die Ehegatten sich ergebenden Rechten und Pflichten unvereinbar sind. Es kann daher also wenn sich der Ehemann selbst in strafbarer Weise gegen die Ehre seiner Frau veraeht, für die Beantwortung der Frage. ob in dieser Handlung auch eine Beleidigung des Vaters zu erblicken ist, nicht darauf ankommen. ob die Tochter verheiratet ist. Der Schwiegervater kann also eine derartige Beleidigung der Ehefrau an seinem Schwiegerfohn ahnden. Im vorliegenden Falle gab das Gericht dem Antrag des Schwiegervaters auf Widerruf der Schenkung statt. Mißbrauch der Schuldenbereinigung ND3 Ein Schuldner der im Jahre 1930 wirtschaftlich zusammengebrochen war und seine Land= und Gastwirtschaft in der Zwangsversteigerung verloren hatte beantragte jetzt beim Amtsgericht richterliche Vertragshilfe zur Bereinigung seiner Schulden. Er wollte seinen Gläubigern, denen er insgesamt 9500 RM. schuldete, mit geliehenem Gelde 25 Proz. Schuldforderungen zahlen. Das Amtsgericht Bischofswerda(Sa.) lehnte den Antrag ab. weil der Schuldner seit 1930 neues Vermögen erworben hatte. Er hatte dieses nicht redlich und nach besten Kräften für die Tilgung seiner alten Schulden verwendet, sondern sich davon ein Grundstück für 3000 RM. gekauft weitere 3000 RM. für Umbauten und Anlagen bineingesteckt und das Grundstück schließlich für 3000 RM.(! an seine Tochter weiterverkauft. Durch den Weiterverkauf des Grundstücks hat er dieses ir anfechtbarer Weise dem Zugriff seiner Gläubiaer entzogen und nicht einmal für diese der Erlös bereitgehalten. Ein Schuldner, der gegen über seinen Gläubigern so wenig anständig handelt, ist einer Schuldenbereinigung im Wege richterlicher Vettragshilfe nicht würdig. Generalfeldmarschall Kesselring bei den Fallschirmjägern Der Oberbefehlshaber Süd, Generalfeldmarschall Kesselring, läßt sich im Stabsquartier einer Fallschirmjäger=Einheit von Ritterkreuzträger Generalleutnant Heidrich Bericht über den letzten Einsatz seiner Einheit erstatten. PK=Kriegsberichter Schuseil(Scherl) bekommt Frontzulage? Eine Klarstellung durch das OKW ND.8 Im Zuge von Maßnahmen zur Herbeiführung einer aufeinander abgestimmten Abfindung der Angehörigen der Wehrmacht und der zivilen Dienststellen in den Gebieten außerhalb der Reichsarenzen hat das Oberkommando der Wehrmacht eine auch vom Reichsminister und Chef der Reichskanzlei unterzeichnete Anordnung zur Frontzulage erlassen. Nach dieser, mit Wirkung vom 1. August 1943 ab geltenden Regelung darf Frontzulage nur gewährt werden an: Angehörige der Wehrmacht(Soldaten und Wehrmachtsbeamte) Gefolgschaftsmitglieder der Wehrmacht und an Angehörige von Verhänden und Organisationen, wenn sie auf Anordnung und im Rahmen der Wehrmacht eingesetzt sind. In allen Fällen ist die Gewährung der Frontzulage davon abhängig, daß die in den Ausführungsbestimmungen der Oberkommandos der Wehrmachtteile niedergelegten Voraussetzungen zweifelsfrei gegeben sind. Als verschlechterte Lebenshedingungen im Sinne dieser Voraussetzungen können z. B. nur solche Einschränkungen gelten die der Soldat bei Kampfhandlungen oder Feindnähe zwangsläufig auf sich nehmen muß. Etwa der ohne sonstige Unterkunft ständia wiederkehrende Aufenthalt bei Nacht im Freien. in Schützengräben oder sonstigen Kampfstellungen bzw. unregelmäßige oder unzulängliche Vervflegung. Unmöglichkeit der üblichen Körperreinigung und Körverpflege usw. Hiernach wird die Frontzulage für weibliche Gefolgschaftsmitglieder nur in seltenen Fällen in Betracht kommen, z. B. bei Krankenschwestern, die unter außergewöhnlichen Umständen in frontnahen Feldlazaretten unter Feindeinwirkung eingesetzt sind. Es ist untersagt an Stelle oder aks Ersatz der Frontzulage andere Zulagen anderer Art zu gewähren. Todesstrafe für einen Plünderer Düsseldorf. Der 55jährige Gottfried Sonnenschein aus Düsseldorf hatte sich unter der schweren Anklage, nach einem Fliegerangriff aus bombengeschädigten Häusern Koffer und eine große Anzahl von Bekleidungsgegenständen gestohlen zu haben vor dem Düsseldorfer Sondergericht zu verantworten. Der Angeklagte wurde bereits 1923 wegen Plünderns mit einem Jahr und drei Monaten Gefängnis bestraft. Seine übrigen vier Vorstrafen liegen auf dem Gebiet der Hehlerei. der Unterschlagung und der hetzerischen Redereien. Zuerst hatte S. nach seiner Festnahme hartnäckig alles rundweg gelengnet, und auch in der Hauptverhandlung vor dem Sondergericht versuchte S., sich in widerlicher Weise reinzuwaschen. Schließlich bequemte er sich zu einem umfassenden Geständnis. Wie die Beweisaufnahme ergab. hatte S. aus schwerbeschädigten Nachbarhäusern einen Korb mit Wäsche, einen Holzkoffer mit Lebensmitteln eine Geldkassette, drei Koffer mit Bekleidungsstücken und sieben Flaschen Wein herausgeholt. Einen Teil des Diebes gutes hatte er bereits nach auswärts verschickt, den Wein mit zwei Freundinnen geirunken. Der Vertreter der Anklagebehörde bezeichnete S. als den Tyv des Plünderers, der die allgemeine Verwirrung einer Bombennacht ausnutze, um seine armen Mitmenschen zu bestehlen. Mit Recht verlange das gesunde Volksempfinden die Ausschließung eines solchen Menschen aus der Volksgemeinschaft. Dieser Auffassung schloß sich das Sondergericht an. Es verurteilte S. wegen Verbrechens nach§ 4 der Volksschädlingsverordnung in Verbindung mit dem Diebstahl und Unterschlagung zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Buße war zu Köln. In einer Fabrik war ein Arbeiter verschiedentlich zu ipät zum Dienst gekommen. Der Betriebsführer hatte ihm dafür eine Buße von 20 Mark auferlegt, die vom Lohn eingehalten wurden. Nun klagte der Bestrafte am Kölner Arbeitsgericht gegen den Betriebsführer auf Rückzahlung der 20 Mark und machte geltend, daß sein Zimmer durch einen Fliegerangriff total vernichtet worden sei. Er habe sich daher immer wieder bemüht eine Schlafstelle zu erhalten was ihm aber nicht geglückt sei, und so habe er öfters die Arbeitszeit versäumen müssen. Der Beklagte wandte ein, der Kläger habe Zeit genug gehabt, sich eine neue Schlafstelle zu suchen, aber er neige zur Bummelei. Nach dem Fliegerangriff sei er drei Wochen von der Arbeit entbunden worden, aber danach immer wieder zu spät zur Arbeit gekommen oder ganz ausgeblieben. Das Arbeitsgericht entschied: Laut Anord= nung zur Sicherung und Ordnung in den Betrieben, die der Reichstreuhänder der Arbeit erlassen hat kann der Betriebsführer den Arbeiter der wiederholt ohne genügende Entschuldigung der Arbeit fernbleibt, eine Geldbuße auferlegen bis zur Höhe eines durchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes. Der Kläger erhielt einen Stundenlohn von 92 Pfennig kei achtstündiger Arbeitszeit. Die Buße durfte daher einen Betrag von 736 RM. nicht übersteigen, sie war daher um 12,64 RM. zu hoch. Der Beklagte wurde demnach kostenfällig verurteilt dem Kläger diesen Betrag zurückzuzahlen. Da öftere Fehlen im Betrieb sei allerdings als er. heblicher Verstoß gegen die Anordnung des Reichstreuhänders der Arbeit anzusehen. Im Interesse der arbeitenden Frauen: Keine Vorverlegung des Ladenschlusses ND3 Der Bedarf der Rüstungsindustrie an elektrischer Energie verlangt von allen anderen Verbrauchern weitgehende Einschränkung im Stromverbrauch. Es ist dabei aber abzuwägen. ob nicht im Einzelfall Anordnungen zur Stromeinsparung Erschwerungen auf anderen Gebieten mit sich bringen, die in keinem Verhältnis zu dem Spareffekt stehen. Im Einzelbandel sind Schaufensterbeleuchtung und Lichtreklame seit Kriegsbeginn fortgefallen, für die Innenbeleuchtung durch Anordnuna verringerte(lühlampenleistungen vorgeschrieben. Weitere Einsparungen bei diesen Stromverbrauchern in der Weise vornehmen zu wollen, daß man die Schließung der Geschäfte mit Beginn der Dunkelheit anordnet, wäre sinnlos denn einmal spielt der verringerte Bedarf dieser Abnehmer gegenüber dem Verbrauch der Industrie kaum eine Rolle, andererseits würde vor allem durch eine solche Regelung die Einkaufsmöglichkeit gerade der in der deutschen Rüstungsindustrie eingesetzten Frauen, die nebenbei noch einen Haushalt zu versorgen haben, in nicht verantwortlicher Weise eingeschränkt werden. Nach Fühlungnahme mit dem Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung bei dem Generalbevollmächtigten für Rüstungsaufgaben im Vierjahresplan hat daher der Reichsminister die für die Lodenschlußzeiten zuständigen Behörden angewiesen, Anträgen auf Vorverlegung der Ladenschlußzeiten in den Abendstunden, die mit der Notwendigkeit der Energie=Einfvarung begründet werden, nicht stattzugeben. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Rudolf=Emil Eichmann(z. Z. im Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Preisl. 12 Druck: Verlagsgesellschaft von Rauchenbichler, Menden Nach mehrmonatigem Schmerzenslager wurde gestern abend meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin, Tante und Kusine Frau Emmy Exsternbrink geb. Timmerbeil im Alter von 55 Jahren von allem Erdenleid erlöst. Ihre große Sorge um das Schicksal des bei Stalingrad vermißten Sohnes nahm sie mit in den Tod. In schwerem Herzeleid: Otto Exsternbrink Klaus Exsternbrink(vermißt) Margard Weber geb. Exsternbrink Paul Weber Detlev Weber Westhofen(Westf.) und Schwerte(Horst=WesselPlatz 2), den 28. Oktober 1943. Die Beerdigung findet am Sonntag, 31. Oktober 1943, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause in Westhofen, Oststraße 2, aus statt. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sagen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. Frau Julie Boß und Kinder Schwerte, im Oktober 1943. Wallstraße 6 Feldpostkartons Feldpostkarten Unfallanzeigen Zahlungsbefehle Bahnanhänger Lohnsteuerkarten Lohnkontobücher Zahlkarten Kostevanschläge Quittungsblocks Paketkarten Paketadressen Frachtbriefe Amtliche Bekanntmachungen Die Hauptabsperrhähne in den Hausgaszuleitungen oder, wenn solche nicht vorhanden sind, die Absperrhähne an den Gaszählern sind während des Alarms bei beginnendem Großangriff durch den Hausluftschutzwart oder einem verantwortlichen Vertreter zu schließen. Nach der Entwarnung hat der Hausluftschutzwart oder der Vertreter die Hähne wieder zu öffnen und sich zu überzeugen, daß in den Wohnungen an keiner Verbrauchsstelle unverbranntes Gas ausströmt. Bei leerstehenden oder vorübergehend nicht benutz. ten Wohnungen ist der Absperrhahn am Gaszähler geschlossen zu halten. Der örtliche Luftschutzleiter. Im Distrikt Sommerseite 5a sollen Sonnabend, den 30. d. M., etwa 70 rm Eichen- und Buchen=Brennholz und 5 rm Eichen=Pfahlholz verkauft werden. Bedingungen im Termin. Treffpunkt der Käufer um 14 Uhr am Freischütz oder um 14.15 Uhr an Ort und Stelle(Café Blumenhain). Die Holzgelder können im Anschluß an den Verkauf im Freischütz gezahlt werden. Schwerte, den 27. Oktober 1943. Der Bürgermeister. K Biere aus der Westfälischen Großbrauere! (SHERZBLATTER) SDiecichulzmarke underee Sraporate TOGALWERKGERK ESCHMIDT febrik phermazu kosm Präparete Bei allen Verkaufsanzeigen müssen die Preise angegeben werden. Denken Sie bitte daran, bevor Sie in unsere Geschäftsstelle kommen und Ihre Anzeige aufgeben. vorrätig in der Schreibwaren= handlung Hans Linner. Andreds immerein Hochgenuß! Puosssnenssnmpnsseenemmemetumssnumemmmmmmmmt Schonend waschen— Wäsche erhalten! Burnus, der Schmutzlöser, stcht Jetzt dem Heusheit nicht s0 unbeschränkt zur Verfügung, daß es für elle Wäsche, für ellen Schmutz ausreichen würde. Nur die ellerschmutzigsten Wäschestücke, die sonst beim Weschen zu hertem Reiben und Bürsten, zu lengem Kochenverleiten, werden heute in Burnus eingeweicht“). So wird denk Burnus des ermicht, worcuf es heute vor ullem enkommt: Wäscheschonung. * Aueb ein Steg über„Kohleahles“! Lichtsplele zur eichskrone Ab heute: Liebespromlere Ein Terra=Film mit Hans Söhnker, Kirsten Heiberg, Rolf Weih, Fritz Odemar, Heinz Welzel, Charl. Daudert, Margot Hielscher. Regie: Rabenalt. Kulturfilm Wochenscha## Beginn: Abendvorstellung 6.00 Uhr Sonnabend 2.00 Uhr Sonntag 1.30 Uhr Mittwoch 3.30 Uhr Nicht für Jugendliche Ab- heute: Die Wirtin zum welßen Röß“! Ein Tobis=Film mit Leny Marenbach, Dorit Kreysler, Karl Schönböck, Otto Graf, Elisabeth Markus, Wilfried Seyferth. Spielltg. Karl Anton Die lustige und überraschungsreiche Heilung einer bekannten Filmschauspielerin vom Starsimmel. Kulturfilm Wochenschau Beginn: Abendvorst. 6.00 Uhr Sonntag 1.30 Uhr Jugendliche über 14 Jahre woskaster WOCHWERTIG: ARHRMITTEL PHARM. PRXPARATE PER KHACANA Aüspernilegemitte! Lch lesse BISKRRCHENER KARLSSPRUDELFLASCNEN nicht im Koller erstauben Gebt sie Reitdokttk KARESSPKODET * B I S K I R C H E N Saretruft, männlich oder weiblich, mit guten Kenntnissen in der Lohnbuchhaltung, sofort in Dauerstellung gesucht. Persönliche Vorstellung erwünscht. Dortmunder Wach= und Schließgesellschaft, Dortmund, Eisenmarkt 4(Nähe Stadttheater) Ruh. Ehepaar sucht möbl. Wohnung möglichst mit Heizung und Bad. Preiozuschriften an Wirth in Dortmund, Felkestraße 25. LuftschutzKandspfkzen für eingetragene Kunden vom März und Juni 1943 eingetroffen. Preis 12,15 RM. Carl Feit, Eisenwarenhandlung, Haus= und Küchengeräte, Schwerte. Wer kann für sofort gute Strickarbeit übernehmen? Werde für sofort mit Schneiderarbeit entgegenkommen. 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Auf: 27 Nr. 255 Brutale Ben unserer Aus dem briti gersnot in Indier 2“ Monate die werden und daß u d#eser Katastrophe sche Hungersnot b Zeitschrift„News 30 Millionen bei muß das brit (zung über die 11 der englischen Kr. der Hauptsache h die Verschickung für die britischen außerhalb Indien Es handelt sich al katastrophe, von sondern man kaur gerkrieg geg Volk sprechen. Die englische tannien selbst vern genüber konnte n nung treten als in die nur darauf Gründe der Katast Welt darüber Sa daß man es hier n tischen Kolonialme das diesen Krieg und der sozialen zeigt am Beispiel täre Kriegszielsetz nimmt. Die britise die Ausbeutung I der selbst Vertreter Reichtum gelangte sogar fertig. der u zuwersen, sie sei schuld, weil sie zu und sie hätte nick andere Nahrungs Ausfall der Reise entsprochen habe. Dabei wird den amerikanischen Frhalten, daß die# ihrer Verwaltung Volkes geradezu V nicht zu verwunde im englischen sozialen Ver micklung noch da sich in Deutschland Volitik befanden. der mutet das Ve kratenregierung al slaubt, den andere keilen und einen dem andern auftist dürftigen Ansätze der inzwischen im Die heft Sowtetange: DNB Aus dem# Das Oberkomman Westlich Melitovo Tag über auhaltende Abriegelungsfronten d Panzer= und Panzerkeind durch kräftige# warfen seine Angriffs schaften. Deutsche und rum enger Zusammenarbei wirksam in die Kämp In dem Dujevr Front heftige seindlich abgewiesen. Aus diese im Raum nördlich K mittag eine Pauze Gange ist. Bisher u einem anderen 41 Soi Nördlich Kiew err nehmen die gesteckten Bei Gomel deh: gestern auch auf den? starken feindlichen D kur zu örtlichen Einb Verlust kleiner Stell setzende Gegenangriffe wurden die feindlichen Rsaßzte Feuer aller 1 Einsatz der eigenen Li zerschlagen. Westlich Kritsch. lietz die Kampftätigkeit Die im Mittelabsch 91. 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