Nr. 165— 75. Jahrgang —„ Schwerte(Ruhr), Connabend Sonntag, den 17./18. Juli 1943 . er u-nich e-ee we. Der etekei ee hetee Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt: Einzige in Schwerte gedruchte Tagesseitung e umdmsterel. 15. um Mächimster 20 Rpf. Für ferndee übernchmen uir heine che Btriebstörungen durch wir heinerlei Gewahr für un dnr Tatung wueh dann teim dumrneh eür Nachlisterung erhoben werden Sss PanzeramronfemfTager Schwere Verluste der Sowjets— Feindliche Landungstlotte verlor in S Tagen über 300000 Brutto-Register-Tonnen— Neue Erfolge unserer U-Boote Führerhauptaugrt##er.,16. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die schweren Kämpfe in der Mitte der Ostfront hielten auch gestern bei schlechtem Wetter an. Der Angriff unserer Truppen nördlich Belgorod gewann weiter Raum und führte zur Eintesselung einer starken feindlichen Kräftegruppe. Die Gegenangriffe des Feindes ließen in diesem Frontabschnitt infolge der in den bisherigen Kämpfen erlittenen schweren Verluste an Stärke nach. Dagegen führten die Sowjets mit starken Infanterteund Panzerkräften Entlastungsangriffe an der gesamten Front von Kursk bis Ssuchinitschi. Sie wurden überall blutig abgewiesen und dabei allein im Bereich einer Armee über 250 feindliche Panzer abgeschossen. Insgesamt verloren die Sowiets gestern in der groden Schlacht 530 Panzer. Die Luftwaffe unterstützte trotz des schlechten Werters die Kämpfe der Erdtruppen und schoß 49 Flugzeuge ab. In Südsizilien schlugen deutsche und italienische Truppen auch gestern zahlreiche gegen die Linie Agrigento—südlich Catania vorgeiragene britisch=nordamertkanische Angriffe ab und fügten dem seind schwere Panzerverluste zu. Deutsch=italienische Luftstreitkräfte griffen bei Tage und bei Nacht die Schiffsansammlungen vor der sizilianischen Küste mit gutem Erfolg an. Mehrere feindliche Transportschiffe wurden versenkt oder schwer beschädlgt. In der Zeit vom 10. bis 14. Juli einschließlich verlor die feindliche Landungsflotte mindestens 52 Schiffe mit zusammen rund 300 000 BRT. Zahlreiche weitere Schiffe und Landungsboote erhielten Treffer. Bei einem Angriff auf ein deutsches Geleit im Mittelmeer schossen Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine und Marinebordflak sieben feindliche Flugzeuge ab. In der vergangenen Nacht griffen feindliche Fliegerkräfte wie immer unter Verletzung des Schweizer Hoheitsgebiets einige Orte in Ostfrankreich an. Dabei erlitt die Bevölkerung erhebliche Verluste. Einzelne Stör. flugzeuge überflogen das nördliche und südwestliche Reichsgebiet. Luftverteidigungskräfte brachten am gestrigen Tage und in der vergangenen Nacht 14 britischnordamerikanische Flugzeuge zum Absturz. Deutsche Kampfflugzeuge stießen in der Nacht zum 16. Juli in den Raum von London vor. Unterseebvote versenkten im Angriff gegen Gekeitzüge und Einzelfahrer, die durch Lufte und kräfte stark gesichert waren, 8 Schiffe mit 51 000 BRT. und einen Transportsegler. Weitere Ausweitung der Schlacht in der Mitte der Ostfront Berlin, 16. Juli. Die Schlacht im Raum Beigorod—Orel hat am 15. Juli weitere, bisher ruhige Frontabschnitte, exfaßt. Sowohl am deutschen Angriffskeil nördlich Belgorod wie südlich Orel erweiterten sich die Kampfräume nach Osten und Westen. Im Abschnitt nördlich Belgorod drang eine deutsche Kräftegruppe trotz Erschwerung ihrer Bewegungen durch anhaltend schlechtes Wetter von der Spitze des durch, unsere bisherigen Angriffserfolge entstandenen Stellungskeils nach Westen vor. Auf einem Höhenrücken stellte sie die Verbindung zu einer zweiten Stoßgruppe her, die sich aus der alten Hauptkampflinie nach Osten vorgekämpft hatte. Tadurch wurde die ganze Front westlich des Keils nahezu auf die Höhe der weiterhin im Angriff stehenden Spitzengruppen nach Norden vorgeschoben. Das südlich der neuen Kampflinie liegende waldreiche Gebiet wird zur Zeit noch von absgeschnittenen feindlichen Kräften gesäubert. Im Verlauf weiterer Vorstöße zur Vertiefung unseres Angriffskeils war eine sowietische Kampfgruppe von etwa 700 Panzern in unübersichtlichen Wäldern von ihren Verbindungen abgeschnitten worden. Nachdem unsere Truppen bereits am Vortage 60 dieser Banzer abgeschossen hatten, vernichteten sie hier am 15. Juli weitere 22 Sowjetpanzer, so doß nur geringe Reste der umfaßten Volschewisten der Vernichtung entgingen. Befestigungswall im Södostraum Berlin. 16 Juli. Nach Abschluß seiner=Besichtigungsreise durch die Befestigungszone des Südostraumes traf der General der Pioniere und Festungen im Oberkommando der Wehrmacht, General der Pioniere Jakob, auf einem Flugplatz im Südosten ein, um zur Berichterstattung ins Reich zurückzukehren. Er hatte auf seiner ausgedehnten Reise die nach den neuesten taktischen und technischen Erfahrungen des Befestigungswalles ausgebauten Verteidigungsgnlagen an der Küste und im Innern Südgriechenlands sowie die Sperrstützpunkte auf den vorgelagerten Inseln im Aeacischen Meer insbesondere die Inselfestung Kreta und die unter itglienischem Schutz stehende DodekanesInsel Rhodos, besucht. Hier sind neuzeitliche Befestigungsanlagen geschaffen worden, die heute in vollent Umfang abwehrbereit sind. Die enge Waffenbrüderschaft mit unserem italienischen Bundesgenossen sichert dabei eine Einheitlichkeit des Ausbaus auch in den von diesen verteidigten Räumen. Unter schwierigsten Bedingungen und unter den Einwirkungen des ungewohnten Klimas wurden große Leistungen vollbracht. Besonders anzuerkennen sind die zahlreichen Hohlbauten im Fels, die beste Tarnung der Truppe, hervorragende Einsatzmöglichkeit ihrer Waffen und dabei weitestgehenden Schutz gewährend. An der Verbesserung der Befestigungen und der Verstärkung der Abwehrkraft wird ständig weitergearbeitet. Das Eichenlaub für Generalmajor Walther von Hünersdorft Führerhauptaugrtier„ 16. Juli. Der Führer verlieh am 14. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreus des Eisernen Kreuzes an Generalmajor WalDie Kriegslage in Ostosien Ueberblick des Sprechers der japanischen Armee Tokio, 16. Juli.(Ostasiendienst des DNB.) Am Schlußtag der Sitzungen des Zentralrates der Bewegung zur Unterstützung des Kaiserthrones ergriffen die Sprecher der Armee und der Marine das Wort au ausführlichen Erklärungen über die gegenwärtige Kriegslage. Generalmajor Yahagi, der Sprecher der Armee, erklärte u. a., daß sich Amerika noch auf die drei Faktoren Zeit. Rohmaterialien und Produktionsvotential verlasse. Die amerikanischen Erwartungen in dieser die sich in der O hattetsund tin der man sich gegen Hinsicht hätten sich jedoch nicht erfissiz, Die,vorgesehene heitig misz gsig ishelsten Vorwürfen, überschüttete, scharf Feitfaktor sei obe- Fir Japan ebenfalls sehr van B en weiter sämtliche Leiter von Rewurde ein neue Behörde, das„Kriegsmobilisierungsamt“ mit einem gewissen Leo Crowley an der Spitze geschaffen. Roosevelt hat die scharfe Debatte. die sich in der Oeffentlichkeit zwischen Wallace und gerugt.„Rogsevelt hat, weiter sämtliche, Leiter von Regierungsämtern zur Disziplin aufgefordert und sie ermahnt, ihre Streitigkeiten nicht an die Oeffentlichkeit zu zerren. Es ist nicht bekannt, ob Wallace sein Amt als stellvertretender Präsident und Jones den Posten als Handelsminister beibehalten werden. Der Vorgang ist, symptomatisch. Roosevelt wagte vor der Oeffentlichkeit keine klare Entscheidung in diesem Streit zu fallen. Er schafft deshalb ein neues Amt. um damit den öffentlichen Skandal zu überbrücken. Seine Ermahnung an die höchsten Beamten, ihre Streitigkeiten nicht in der Oeffentlichkeit auszutragen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Zustände an den höchsten Regierungsstellen der USA. Wenn ein führender amerikanischer Journalist den beiden ministeriellen Kampfhähnen im Rooseveltschen Kabinett den Rat gab:„Wascht eure schmutzige Wäsche nicht vor der Tür des Hauses“, welche Luft oder besser welcher Gestand mag erst dann im Geheimkabinett des Weißen Hauses herrschen! Der 82. Angriff auf Neopel vier Wal- Wieder Kulturstätten, Wohnviertel und Kirchen iher von Hünersdarf. Kommandeur einer Panzer= Wis—.——.—. atg division, als 259. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Schmutzige Wäsche in Roosevelts Küche Krise im Kriegsverwaltungsapparat der USA. Von unserer Berliner Schriftleitung M. II. Berlin, 16. Juli. Der Streit zwischen dem Leiter des USA.=KriegsZeitfaktor ser aver fur Jangn eyenfals sehr von Nuten und deshalb versuchten die Amerikaner, in diesem Jahre noch oder spätestens im nächsten die Offensive zu ergreifen, so lange die Gelegenheit noch günstig sei. Ein Unternehmen gegen Japan mit der Absicht, eine Insel nach der anderen zurückzuerobern, würde, wie Dahagi sagte, viele Jahre und allergrößte Opfer kosten, wie bereits in Guadalcanar bewiesen wurde. Gefährlicher seien schon Luftangriffe von Flugzeugmutterschiffen oder vom chinefischen Kontinent aus. Die jetzigen Unternehmungen im Stillen Lzean dürften, so fuhr Yahagi fort, nicht leicht genommen werden. Unter Schilderung der letzten bekonnten Ereignisse auf den Salomon=Inseln bemerkte Dahagi sodann, daß die Amerikaner infolge der erlittenen Rückschläge ihrem eigenen Volke setzt verschleiern wollten, welches das eigentliche Ziel dieser Unternehmungen sei. England bereite angeblich neue militärische Operationen nach der Regenzeit vor. Javan sehe dem gern entgegen und werde den Engländern eine neue„Arakan=Tragödie" bereiten. Die amerikanischen Luftstreitkräfte in China hätten in letzter Zeit eine erhöhte Tätigkeit nur gegen die Zivilbevölkerung in Kanton sowie in Französisch=Indochina gezeigt. Auf den Alsuten scheinen die Verluste der Amerikaner auf Attu ziemlichen Eindruck gemacht zu haben, jedoch setze der Feind die Versuche zur Rückeroberung Kiskas weiterhin durch Luftangriffe und Beschießungen von der See fort, gegen die sich jedoch die javanischen Verteidiger tapfer wehrten. Rom, 16. Juli. Der in der Nacht zum Donnerstag durchgeführte feindliche Luftangriff auf Neavel war der 82. der Angriffe, die Neavel erlitten hatte. Er rief in dem bisher noch nicht in Mitleidenschaft gezogenen Stadtviertel Chiaia Zerstörungen hervor. Die großen Bäume des Paxks der Villa Comunale sind zum Teil vernichtet, die San=Rocco=Kirche ist zerstört. Auch gegen die Häuser auf dem Posillivo richtete sich der Anproduktionsamtes, dem stellvertretenden Präsidenten griff der feindlichen Flugzeuge, Hier wurden eine Wallace, und dem USA. Handelsminister Jesse Jones, Schule und eine Anzahl kleiner Fischerhäuser zerstört. der seit einigen Wochen säuft, hat jetzt durch einen Das Vergini=Kloster im Stadtteil, Sanita wurde teil„Machtspruch“ Roosevelts sein vorläufiges Ende gefun= weise vernichtet. Die kostbare Bibliothek des Klosters den. Roosevelt hat die Auflösung des bisherigen liegt unter den Trümmern begraben. Bei der in der Kriegswirtschaftsamtes und zugleich des Wiederaufbau Innenstadt gelegenen Kirche San Sevoloro fanden 50 Finanzierungsausschusses verfügt und die beiden Ge= Personen den Tod. Ferner wurden Schäden im Fischernannten ihrer Sonderämter enthoben. Gleichzeitig viertel Marinella hervorgerufen. Die Tragödie von Jekaterinburg Vor 23 Jahren wurde die Zarenfamilie ermordet. Eine Schreckenstat des jüdischen Bolschewismus Ron unserer Berliner Schriftleitung. die weiter: Untm—titzung der westlichen Demokratien Der Bolschewismus bat Millionen von Menschen ahen at Churchill die abbängig gemacht hatte. Es liegt auf der Hand, daß auf denz Gewissen. Die Ermordung der Zarenfamilie Al. G., Verlin, 16. Juliz Soeben hat Chureaig, Die. 4i die Unterhausdebatte über die Atlantik=Charta von 25 Jahren ist nur ein Glied in der endlosen Kette Atlantik=Charta für einen Zeten Paopier e,Miniz, Nun., Oov.—. und daß es sich bei den aus dem Parlament sükischeholichewistischer Greueltaten. Nach, der Remehr hat guch Fuglgnds stellvezerngtrotizchenfHectzef: gestellten Anfragen um bestellte Anfragen„handelte. volution wurden Nikolaus II., und seine Angebörigen sident vor dem Unierhause dem demokratischen Wechsel= Furchziff hat sich damit der den kleinen Nationen, zunächst in einem Schloß bei St. Vetersburg und soand rundheraus vor dem insbesondere auch den Emigranten gegebenen Verspre ter dann in Tobolfk. Jiumen und Omsk gefangen geimverialgrh, Gfäßerogie gich haltest. Ends Joris.131° etcterintgn, nan die ZargrZum Schluß seiner Schilderungen bemerkte Yahaai, die Anzeichen sprächen dafür, daß künftig die Luftwaffe den entscheidenden Anteil an allen Kämpfen haben werde. Es sei daber Aufgabe Japans, noch mehr und noch bessere Flugzeuge herzustellen und sie der Front zur Verfügung zu stellen. Wenn wir in Schwierigkeiten sind, so schloß Dabagi, so ist der Feind wahrscheinlich in noch größeren Schwierigkeiten. Wir müssen entschlossen unsere Pflicht tun, ohne an das Auf und Ab des Krieges oder an die Veränderungen der politischen Lage zu denken. Das wahre Gesicht Auch Altlee verrät die Atlantik-Charta Charia seinswegs die Vesetlung aler der Gesets. 65 Heis= These Feist: Bohr Seschasfenl. wichtig erscheinen könnten. Damit hat England der ihre voltische Chiektivität erhalten haben, sind somil ses Kes sche is Sese ese cn. bietsmäßigen Veränderungen ohne die freie Zustimmung der betroffenen Völker wünschen. Die Grundlage der Atlantik=Charta ist damit von Churchill und seinem Stellvertreter außer Kraft gesetzt. Schon lange wurde die Atlantik=Charta in London peinlich empfunden, zumal Moskau mit ganz bestimmten Gebietsforderungen, sonderlich am ehemals volnischen Territorium, aufgetreten war und von der Erfüllung dieser Forderung Regierungsformen als Richtschnur künftiger Friedensverträge bezeichnet. Was hinterher kam, ist allgemein bekannt. Aber die Welt von heute ist politisch gewitzt genug, und die technischen Mittel der modernen Nachrichtenübermittlung und politischen Willensbildung sind anders geartet als vor 25 Jahren. Während Eurova den Weltbetrug von 1918 erst geraume Zeit später erkannte hat es den Betrug mit der Atlantik=Charta längst durchschaut. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 16. Juli. Der itglienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Vom Gebiet von Agrigent bis zur Ebene von Catanig boten italienische und deutsche Einheiten, zäb und tanfer kämpfend, dem beständigen Ansturm starker feind. licher. Einheiten Front. Dem Feinde wurden erhebliche Verluste an Panzern beigebracht. „Unsere, Torpedoflugzeuge erneuerten ihre Angriffe auf Schiffe und Landungsfahrzeuge. Sie versenkten einen Handelsdampfer von 10.000 BRT. und beschadigten 8 weitere Einheiten von insgesamt 29000 BRT. Italienische und deutsche Kampf= und Sturzkampfflugzeuge griffen mit gutem Erfolg englischen und amerikanischen Schiffsraum längs der sizilianischen Ost#li#te an. familie nach der Stadt Jekaterinburg im Ural, die heute Swerdlowsk heißt. Dort wurde ihr das schlichte. von einem hoben Plankenzaun umgebene Haus des Ingenieurs und Graßkaufmanns Ivatjew als Aufenthaltsort zugewiesen. Das Vorrücken der Weißen Armee gegen Jekaterinburg, von der die Stadt eingeschlossen zu werden ksohte, nahnen die Volschewisten zum Vorwand, um die Zarenfamilie zu„liquidieren“. In der Nacht zum 17. Juli herrat der jüdische Kommissar Jonkel Juropfkiz das Schlafzimmer Nikolaus II. und forderte ihn mit der heuchlerischen Begründung, durch die Fenster könnten während des zu erwartenden Straßenkampfes verirrte Ingeln kommen, dazu auf, mit den Seinen im Keller„Schutz zu suchen“. Nichtsahnend folgte der Jar mit seiner Gemablin, dem schwerkranken Thronfolger, den vier Großfürstinnen sowie seinem Leibarzt, einem Hiener, einer Kammerzofe und einem Koch diesem Rat. Im Keller angelangt, verkündete Jurowskif den Unglücklichen ihr„Todesurteil“ und begann mit seinem Kumranen sofort auf die zu einem wehrlosen Häuflein zusammengedrängten Menschen zu schießen. Als erster sank der Zar. der seine Kinder noch mit dem eigenen rige am Boden. Aber die Staffeln und Geschwader Leibe zu decken versuchte, entseelt zu Boden. Innerkommen wieder. Immer wieder mit Bordwaffen halten halb von kaum künf Minuten waren auch alle übrigen ., 15. Juli(PK.) Der Golf von S. liegt in sie in die Clivenhaine, wo sie die Verteidiger verschanzt Opfer von Revalverkugeln förmlich durchsiebt. Soweit schimmernder Blaue vor uns. Hier, wo die sizilianische glauben, und aus den Bombenschächten voltert die tod sie noch Lebenszeichen von sich gaben, durchhohrte man bringende Fracht hernieder. Kein Zweifel, die Eng= sie mit Bajonettstichen oder schlug ihnen mit Gewehrländer und Amerikaner gehen diesmal aufs Ganze. kolben den Schädel ein. Allein die„Tatsoche, daß sie die Mittelmeerflotte ein=„ TaxLtstem Geichen msschließlich der Schlachtschiffe auffahren lassen, daß sie Die schrecklich zugerichteten Leichen wurden am frütrotz schwerster Verluste ihre Luftwaffe in bisher nicht hen Morgen des nächsten Tages, in erlebtem Umfange einsetzen, beweist den entschlossenen wand eingehüllt, mit Lastautos an einen entlegenen Willen der gegnerischen Kriegführung, das Unternehmen Platz außerhalb der Stadt verbracht. Dort entkleidete Sizilien mit einem totalen Erfolg zu beenden. Die man die Toten höllig, legte sie auf einen Haufen zuVerstärkungen heran Verteidiger stehen vor einer schweren Aufgahe, und es sammen und sprengte diesen in die Luft.„Die nun Abschnitt Augenzeuge hieße die feindlichen Absichten in gefährlicher Weise meit verstreuten Leichenteile wurden sorgfältig wieder rs im Feuer unserer verlegnen, wenn man glauben wollte, es handle sich um eingesammelt, mit den Kleizgrr, zzigmper, rit,. 5 Feuerfontänen auf die Hügelkette Erbitterte Kämpfe bei den Landungsmanövern Von Kriegsberichter Kurt Gaver Ostküste den Knick zum Süden macht, ist in der Nacht zum 10. Juli der Engländer gelandet. Von dieser Stelle aus will er ins Innere der Insel eindringen und gleichzeitig die Küstenstraße in seinen Besitz bringen. Noch immer schwimmen die großen britischen Kriegsschiffseinheiten, mit dem bloßen Auge erkennbar, vor der Küste. Sie versuchen, seitdem die ersten Truppen im Schutz der Nacht an Land gingen, die deutscheitaltenische Abwehr auszuschalten, um Verstärkungen beranzuführen. Wir sind in unserem eines solchen Landungsmanövers Batterien. ein so dilettantisches Manöper wie im Falle Diepve troleum und Schwefelsgure, übergossen, hierauf angeLahrt nösterm.. di. und Sr. Rataite. Ran muß ersebt habes, mit weleg, indet und denbranns, Damit waren sedach die Spuren Mit voller Hayrt zähern sich die vor der Hasergin= perhissener Zähigkeit die Priten um jeden Meter Poden der Uintat wicht genzzugzvzrnteintichen Reberreite naoch brt kreuzenden Schiffe, vorwiegend Kreuzer und Zei, verbissener, öhgre ie,#r, Briten unr dieze Prigteitgg Poden der die perfohlten. ob sie rubig die Flugkahn der über sie dabinrauschen, stückerz, Ari.e1“ Zie ghrselbodens Haben gablreiche Angs, sal ereilt wurden, in hobe Stagtstellungen der den Granaten verfolgen können. Eine volle Stunde hörigg Her Landetrupven den Tod gefunden Mit dem wietunion sett der Feind seine Feuerfontänen auf die Hügelkette, Glas lassen sich leicht die dunklen Punkte ausmachen. hinter der er die deutscheitalienische Abwehr vermutet, die den Strand an pielen Stellen bedecken. Die Erde dröhnt, wie von Schauern geschüttelt, wenn sich die dicken Brocken mit betäubendem Krach in den Felsboden bohren. Der Brite sucht indessen verLei den Kampfbandlungen der Luftwaffe zeichneten geblich, denn unsere Ratterien haben vor geraumer Zeit schon einen überraschenden Stellungswechsel vorgenommen. Te; ingrimmigem Hohn seben die Panzergrenadiere ans sicherer Deckung dem britischen Feuerzauber zu. Ei= aber die aus der Ferne winzig erscheiIn den Abenditunden wohl werden die Engländer von neuem ihre Boote zu Wasser lassen Ein neuer Angriff auf die Küste steht bevor. Britische Flugzeugbesatzung von OT.-Lagerführer gefangengenommen Berlin. 16. Juli. Ein Beispiel kurzentschlossenen Zupackens gab vor kurzem ein Lagerführer der Erganisation Todt an der Kanalküste. Der Lagerführer, der ron einer Kriegsverwundung aus dem Jahre 1940 ein stei fes Vein aurückbehalten und sich nach seiner Entlassung Neapel, Fogaig und Genug waren das Ziel keind, nenden Lansungsboote zu Wasser gelassen werden da Stauwerk dof zu einer Verkedrskatastrorbe der Rü= aus dem Wehrdienst freiwillig zur C T. gemeldet hatte. licher Lustangriffe. In Neavel sind Schäden und Opter„bricht die deutsche Artillerie mit einem Feuerschlag sohtfahrt gefühet. Das Rilwasser ist so tief gesunken, das war an einer einsamen Stelle der Kanalfront mit der zu beklagen. Vier viermotorige Flugzeuge wurden von ihr Schweigen. unseren Jägern über Neapel vernichtet. Auch auf Ortschaften der Provingen Rlessandria. vona, Voloana.„Parma und Reagio Emilia wurden Spreng= und Brandbomben abgeworfen, die der Be= ein. Als springe ein Geiser nach dem anderen aus zölkerung leichte Verluste zufügten. Zwei viermotorige blauen Flut, als werde die See in ihren gebeimnesich in diesen Tagen folgende Einbeiten aus: Der 48. Lampktlieggrüurg, die 113. Torpedofliegergruppe, die 121, Sturzkampffliegergruppe. Verkehrskatastroppe auf dem Nil. Das blöpliche Ausbleiden der Wasser aus dem oberen Kil oder aus dem Das dröhnt und hämmert in pausen der Rut an vielen Stellen zu Fuß passiert werden konnne. Führung eines Lagers ausländischer Arbeiter beauf (iefe Grollen der schwerkali, Die Zeglerung dat die Denutzung des Rütz zu Tragsgaren tragt. Eines Tages beobachtete er,wie ein englische, rau stuegeng: rearden, vorz der Bodenabnehr astroffen, und poslen Liefen aufgewühlt, lo dischz,und braust und uische Schrifstener Hllary St. Saunders teilte mit, dag er sie und nahm sie gefangen, Ta sich in der graten ab, Tas eine Flugzeug stürgte bei, Traversetolo schaumt es um die, Landungsboote, die kreus und uer in an Aü vr,— Pöhunasbeiriebe desucht dabe. Favei ltezizeggn, lisz.ägsgrge k., eche e sie ohe, ein Barma), das andere bei Mirandola(Modena) au, durchs Wasser schießen. Mahrere zeigen schwere Schlaaden uen., viele„Rüstungsyatriede besug V###nähn militärische Dienststelle befand, machte er sich mit seiner seite einige freiben g's lohende Fackeln ziellos daden, dätten die, Ardezer soter, Unzuriedensest, angber Ausdtick vier Gefangenen auf den Weg und brachte sie trot inige Besatzungsangehörige wurden gefangengenom scite, einige treipen als longige eggein, gixtios gayrn. gegeben, daß die Unterneomen gewaltig####i#ne en seines steifen Beines in einem mehrstündigen Marsa entz El#„##indliche Toryedoflugzeuge wurden von In der Luft verbeißen sich Jäger, Vomberformationen streichen, wädrend sie und idre Familten angeschte der in seines steifen, Beines in einem mehrstündigen Marsa chiffseinheiten sowie von Flugzeugen abgeschossen, die und Kampfgeschwader ineinander. Innerhalb von we; den USA, ständig steigenden Lebensdaltungskosten mit seder zur, Lommandantur in die nächstgelegene größere Oet Bedeckung für unsere Geleitzüge eingesetzt waren, nigen Minuten zerschellen drei amerikanische Viermoto= neuen Woche schlechter abschnitten schaft. Die Straße von Messina Diese Meeresstraße, die von der Nordostküste Siziliens und der Südwestküste Kalabriens gebildet wird, ist 30 Kilometer lang. Die Breite beträgt an der engsten Stelle 3½, an der weitesten 22 Kilometer. An ihr liegen die beiden Städte Messina und Reggio di Calabria, die beide in ihrem Schicksal die wechselvolle Calabria, die beide in ihrem Schicksal die wechselvolle und bewegte Geschichte dieser Landschaft, wigerspregenn. Beide sind wiederholt zerstört worden, teils durch fengewalt. teils durch Erdbeben, die in diesem Gebiet keine Seltenheit bilden. In aller Erinnerung ist noch das Erdbeben von 1908, das Messina fast völlig zerstörte. Messina hat heute etwa 180000 Einwohner. Das berühmteste Gebäude der Stadt, die Kathedrale, von dem Normannenkönig Roger 1092 erbaut, war 1908 weitgehend zerstört worden. Der wiederhergestellte „General Sherman“ mußte aufgeben Eine Szene aus den Kämpfen auf Sizilien Von Kriegsberichter Kurt Gayer ... 16. Juli.(PK.)„Du, Karl, schau mal hin, was sich dort bewegt,“ der Zeigefinger des Unteroffiziers weist in die Richtung der Kaktushecken, die hier in Sizilien noch üppiger gedeihen als auf afrikanischem den. Bor erlitten. Berühmt sind auch das schätzereiche Nationalmuseum und der malerische Friedhof der Stadt, einer der schönsten Italiens. Der Hafen von Messina, durch eine halbkreisförmige Halbinsel geschützt, die der Stadt im Altertum den Namen„Zankle“(d. h. Sichel) eintrug, ist einer der besten Sxaliens.— Reggio di Calabria liegt inmitten einer fruchtbaren Landschaft und zahlt etwas üiber#mohner. die 100 000 Einwohner. In Friedenszeiten, wer die Stadt viel, besucht, wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, besonders um der herrlichen Ausblicke auf die sizkkische Küste willen. Die Stadt Im ersten Augenblick kann der Angesprochene nichts erkennen, doch mit einem Male verrät druben eine verdächtige Bewegung, daß ein feindlicher Panzer auf eigene Faust versucht, in die Flanke der deutschen Abwehr zu stoßen. Die Chancen für ihn, bei vorzeitigem Entdecktwerden ohne Schaden davonzukommen, sind sehr bescheiden. Offenbar plant der Feind, überraschend aufzutauchen und mit wenigen gutgezielten Schussen die Verteidigung mattgusetzen..2stim vorwä. Zögernd tastet sich das Panzerungetum vorwärts. Man muß schon die geschulten Augen des Unteroffiziers besitzen, um überhaupt zu erkennen, daß es sich bei diesem mit dichtem Grün verkleideten um ein„General Sherman“ handelt. Dieser Panzer amerikanischer Herkunft trägt in erster Linie den britischen Angriff. Von Ausnahmen abgesehen, verließen nur„General Shermans" die Spezialboote, mit denen die Engländer ihre Panzer an Land brachten. Dieser Gegner ist stark im Nehmen und kann einen Feuerhagel über sich ergehen lassen, der normalerweise das Ende eines feindlichen Panzers bedeutet. Unteroffizier W. ist alter Afrikaner und hat bei El Alamein schon Erfahrungen in der praktischen Bekämpfung des „General Sherman“ sammeln können. Er weiß, daß dieser dicke Brocken nicht so leicht zur Strecke zu bringen sein wird doch im Vertrauen auf die Schlagkraft der eigenen Waffe nimmt er den Kampf an. Zunächst jedoch ereignet sich gar nichts. Der„General Sherman“ verhält fast eine halbe Stunde auf dem gleichen wieck Fühlt er sich bereits entdeckt? Die Bedienungsmannschaft des deutschen Sturmgeschützes flucht leise vor sich hin. Es hat gar keinen Zweck, den stählernen Einzelganger jetzt schon anzugehen. Mit jedem Meter, den er vorkommt, steigen die eigenen Chancen, ihn so einzudecken, daß ihm nur der Rückzug oder die Vernichtung bleibt. Die Männer verkriechen sich förmlich hinter ihrem Sturmgeschütz und beobachten mit jener Spannung, die das bevorstehende Kampferleben auslöst, was der Gegner beginnen wird. Da— der Unteroffizier, der das Glas nicht vom Auge läßt, stößt seinen Nebenmann sacht in die Rippen; die grüne Wand schiebt sich, kaum merkbar, Meter um Meter vor. Der Mann, der den Panzer befehligt bestimmt kein heuriger Hase. Wie er hält, wie er geschickt jede Deckungsmöglichkeit ausnutzt, dem Ziele zuzustreben, verdient die fachmännische Anerkennung der Deutschen, die längst das Geschütz feuerfertig gemacht haben. Einmal erstarrt der„Koloß, gleichsam als wolle er seine gesammelten stahlernen birgt ein Zeutvalmuseum für das alte Großgriechenland indA##nstwe=le aus don einst hlübanden werle aus den einst blühenden unte tn„a be Kunstwerk nug den einst.blühenben griechischen. Kolonien antex Italien vereinigt, sind. Beide Stadte, die so viel Sturme überdauert haben, werden auch der gegonwäntigen Gefahr trotzen und nach####iinng der jetzt verursachten Zerstorungen er dem## windererstehen. schöner Schöne Worte für die Seeleute In Wirklichkeit üble Zustände auf den Handelsschiffen Genf, 16. Juli. Einen Angriff gegen den britischen Marineminister Alexander startet der„News Chroniele". Das Blatt schreibt, Alexander have kürzlich in einer Rundfunkbotschaft an Englands Seeleute gesagt, er begrüße die Gelegenheit, um den Besatzungsmitgliedern aller englischen Handelsschiffe seinen Dank und seine Anerkennung für ihre Leistungen auszusprechen. Es gebe aber mehr Wege als einen, bemerkt das englische Matt hierzu, um den Seeleuten„Danke schon" zu sagen. Noch vor ein paar Tagen habe eine Deputawon britischer Seeleute gegen die Zustände an Bord englischer Handelsschiffe aufs schwerste protestiert. England behandele seine Seelente ausgesprochen schlecht. Auf den meisten Handelsschiffen sei ihre Unterbringung völlig unzulänglich. Daneben mache auch ihre Emährung der britischen Flagge keineswegs Ehre. Noch immer liefen Handelsschiffe aus, ohne daß in ihnen Waschgelegenheiten für die Mannschaften eingebaut seien und sogar ohne hygienische Schlafmöglichkeiten. Die meisten Schiffe besäßen Strohbetten, die die Secleute Esels=Strohfutter nannten, weil sie so schlecht seien. In vielen Fällen müßten die Seeleute sogar ihr Bettzeug und ihre Eßbestecke selbst stellen. Kühlschränke, in denen sich die Nahrungsmittel frisch hielten, gebe es auch nicht. Das, schreibt„News Chronicle“, sei nur eine kleine Liste der Mißstände, die sich um viele weitere Beschwerden bereichern rassen. Wenn der britische Marineminister seinen Seeleuten wirklich danken wolle, dann solle er dafür sorgen, daß ihnen in Zukunft bei ihrem schweren Dienst mehr und bessere Fürsorge zuteil werde. Energien für den entscheidenden Sprung aufbewahren. Sekunden=Bruchteile können entscheiden. Das weiß der dort drüben so gut wie die Männer der Sturmgeschützbedienung. Machtvoll orgeln die Motoren mit einem Male, die Tarnung fällt, und mit voller Tourenzahl prescht der Panzer vor. Es hat etwas Beklemmendes, Stahlfestungen wie diese direkt auf sich zurollen zu sehen, einem vorweltlichen Ungeheuer gleich, das alles niedertrampelt, was ihm in, den Weg kommt. Unser Unteroffizier ist jedoch frei von diesen Zuständen. Es ist nicht das erste und gewiß nicht das letzte Mal, daß er einer solchen Situation gegensteht. Mit souveräner Ruhe gibt er den Feuerbefehl. Der erste Schuß liegt zu hoch, die nächsten schlagen dicht um den„General Sherman“ ein. Schußrichtung wird von Mal zu Mal korrigiert, und jetzt sitzen die panzerbrechenden Granaten genau im Ziel. Noch hatte der Gegner die Möglichkeit, abzudrehen, aber der gute Bursche ist zäh. Mit einer überraschenden Drehung gewinnt er gute Deckung hinter, einer Steinmauer und feuert nun seinerseits auf das Sturmgeschütz. Hin und her gehen die Salven. Ein helle kreischender Ton zeigt die Trefferlage diesseits und jenseits an. Böse Schrammen tragt das Sturmgeschütz davon, doch läßt keiner der beiden Gegner locker. Nur ein Volltreffer kann den Kampf entscheiden. An der schräg verlaufenden, abgeplatteten Panzerung des„General Sherman“ gleiten die bestgemeinten Schüsse ab und surren als Querschläger durch den Olivenhain. Mit einer Wendung, die keiner der beiden Kontrahenten, die sich hier als gleichwertige Kämpfer gegenüberstehen, vorausgesehen hatte, wird das Ringen entschieden. Im blitzschnellen Erfassen der Lage hat ein 8.8=Zentimeter=Flakgeschütz Stellungswechsel vorgenommen. Aus der Flanke faßt es den im Kreuzfeuer befindlichen Panzer und in Sekundenschnelle vollzieht si# nun das Verhängnis. Der„General Sherman“ stell sein Feuer ein, wie sich später zeigt, als Folge eines Treffers im Turm. Schnell ist der besiegte Gegner umstellt und auf ein wiederholtes„Hanos up!“ kommen die Briten aus dem Panzerinnern gekrochen. Resigniert ergeben sie sich in ihr Schicksal. Der Kommandant des zur Strecke gebrachten„General Sherman“ ist Inselbrite, hat lange Zeit in Afrika gekämpft und war auch bei dem Schlußakt in Tunis dabei. Zum ersten Male in diesem Kriege trägt der Engländer selbst die Hauptlast des Kampfes. Das erweist sich auch bei den anderen Gefangenen, die vorwiegend aus dem Mutterlande stammen. Das Inselreich hat seine besten„Fighter“ eingesetzt, um dem Kriegsgeschehen die erhoffte entscheidende Wendung zu geben. Inwieweit die Amerikaner an dem Unternehmen beteiligt sind, muß späteren Feststellungen vorbehalten bleiben. Wir in unserem Abschnitt jedenfalls haben es ausschließlich mit richtigen Engländer zu tun, und der Empfang ist dementsprechend feurig. nicht mitzieht— früher nannte man das so schön: Indinidualist sein, und das war dann ein Entschuloigung zettel für alle Schweinereien, die einer anettelte—. wenn also heute jemand glaubt, für ihn sei eine Ertrawurst gebraten, ohne Fleischmarten sogn sagen, dann soll man ihn stur auf die Hörner nehmen. Einer z. B. glaubt vielleicht, er sei„stark“ genug. für seine Person das Gift eines englischen oder bal schewistischen Senders zu ertragen. Ein anderer nimmt vielleicht für sich in Anspruch, sein Benzinkontingent ebzufahren, denn er hat ja einen Dienstwagen oder einen roten Winkel. Der nächste meint etwa, es käme aar nicht darauf an, daß er sich hintenherum ein Pfund Butter organisiert, weil er doch so außergewöhnlich viel Fett braucht. Jeder muß wissen, Ertrawurst und Individualis= mur sind Gefahren! Man muß heute alles mit achtzig Millionen multiplizieren. Und den möchte ich sehen. dem dann nicht die Haare zu Berge stehen! Sollte das bei dem einen oder anderen noch nicht langen, so mag es eine Denksportaufgabe für die Mußestunden sein, zu überlegen, was nach dem Grundsatz: Gleiches Recht für alle! herauskäme, wenn jeder das machte, was nach seiner Nase wäre. Und was alles er bei sich und seinem Nachbarn als falsch feststellen müßte in Worten und in Taten. Man verstehe uns nicht falsch: Wir wollen keine Denunziationen. Das ist nicht Soldatenart! Wir wissen genau, daß und wie das gute Beispiel wirkt. Also fange jeder bei sich zuerst an. Lebe sozusagen den andern vor. Wenn es nicht ganz hinhaut, dann helfe man ein wenig durch Belehrung nach. Wir haben draußen oft genug erlebt, wie das gute Beispiel und die Belehrung wirkt, erzieht. Aber wo das alles nicht hilft— und wir wissen sehr gut, daß es Unbelehrbare gibt da hilft nichts als Strafe. Da hat jeder die Pflicht, Lumpen zu brandmarken, die den Sieg gefährden oder auch nur aufhalten. Gutmütigkeit ist in solchem Falle nicht Dummheit. sondern Verbrechen, schwere Schuld, die Opfer kostet. Hat wohl jeder bei einer Nachlässigkeit in der Fabrik oder der Wurstigkeit beim Verdunveln daran gedacht, daß er damit Materialschäden, Produktionsausfall und damit Kriegsverlängerung verursacht. Damit aber wieder Todesopfer verursacht, verursachen muß? Stur sein auch beim Reden! Wie gesagt, schimpft einmal und laßt andere ihrem Herzen gelegentlich Stur sein! Eine bewährte Parole der Front und der Heimat bei jedem einzelnen Munitionsteilchen, das hergestellt werden muß, daran denken, daß der kleinste Fehler zum Versager führen muß. Oder bei einer Arbeit, von sie sei unnötig nichts nütz Von Oberleutnant Dr. Hans Georg Schlicker Wenn es um Sein oder Nichtsein geht, da kann man sich nicht immer den Luxus leisten, großzügig zu sein, da muß man stur sein! Stur?— das ist so ein Wort dieses Krieges! Gewiß ist es keine Kriegserfindung, auch kein kriegsentscheidendes Wort, aber ein kriegswichtiges. Man hat es schon im Frieden gekannt. aber beim Gebrauch ist man mit einem Bruchteil der Kriegsanwendung ausgekommen. Es gibt viele, Dinge, die im Kriege mehr gebraucht werden als im Frieden, auch Worte. Das Soldatenwort„stur“, das wollen wir nicht für unseren Frontgebrauch behalten, das wollen wir auf die Heimat loslassen. Und nicht nur zum Inden=Mund=Nehmen, sondern auch zur kräftigen NutzanStur sein!— Was das eigentlich recht heißt? Nun, den Ursprung dieses Wortes zu finden, wollen wir getrost Sprachforschern überlassen. Uns langt es, Sinn und Bedeutung zu erklären. Und das ist schwer genug! Es lanat nicht einmal ein Fremdwort dazu, um alles zu treffen, was in dem Wort„stur“ liegt. Konsequent? Das trifft stur noch lange nicht, füllt es keineswegs aus. Und auch„dickköpfig ist noch zu wenig. Es gar mit stumpfsinnig zu übersetzen oder erklären, möchte sich mancher sture Kämpfer vorn mit deutlichen Zitaten rechtens verbitten.. Sehr weit sind wir also bisher mit der Erklärung und Erläuterung unseres Programms„Stur sein!" noch nicht gekommen. Und möchten doch meinen, daß viele schon verstanden haben werden, als sie die Ueberschrift lasen. Es gibt Worte, die schnell populär werden. Und es geht nicht so sehr um das Verstehen, sondern um die Nutzanwendung. Und darauf kommt es hier an.„ g„ Stur sein: das heißt ohne Besinnen, ohne lange Ueberlegung zu handeln nach einer Ueberzeugung, so wie es draußen der Soldat tut, wenn er allein und zutiefst in einer Situation steckt, von der er sagen könnte:„es hat ja doch keinen Zweck.“ Und dann. stellt er gerade, weil er stur war, fest, daß es doch einen hatte. So stur sollt ihr daheim auch sein. Stur glauben und stur handeln! Stur sein bei der schweren Arbeit, die jetzt jeder verrichten muß, auch unsere Frauen. Das heißt etwa. Luft machen. Das ist gesund. Aber laßt sie nicht mekkern, falsche Gerüchte verbreiten, schmierige Witze kolvortieren. Laßt sie vor allem nicht Dinge ausplandern, die aeheim bleiben sollen. Wenn jeder deutsche Mensch das könnte, dann wäre sicher schon manch Unheil verhütet worden. Und wenn man noch so neugierig ist, etwa etwas über die neuesten Erfindungen zu erfahren: stur sein! Nicht fragen, sondern im Gegenteil sagen: Mach dich nicht wichtig!(denn das ist der einzige und letzte Grund aller Quatschereien), sei verschwiegen, sonst bist du ein Kriegsverlängerer und Landesverräter! Wir müssen bis zum letzten Volksgenossen lernen. die Gefühlsduselei aller Art abzulegen, die traditionell ist und älter als der Ruf:„Landgraf werde hart!" Dus ist es, was wir lernen müssen: Hart sein zur rechten Zeit, hart gegen uns selbst und gegen andere, eben stur sein! Stur in Worten und stur in Taten! Ein Rekord an Fluchtversuchen der man meint, nie sei unnotig, zu nichts nütze. Schimpfen darf man dabei ruhig einmal. Schimpfen ist Temperamentssache. Schimpft in Gottes Namen, aber arbeitet stur, ihr Männer, ihr Frauen, stur, ihr Mädchen. Das heißt, arbeitet so, daß ihr bei jedem einzelnen Stück, das ihr arbeitet, denkt, glaubt, handelt, aes ob, wie es Fichte ausdrückte, von euerm Tun allein alles abhinge, restlos alles, die Entscheidung! Das ist stur! G7— Lem Bgispiel Sehr schön ist der Begrif„tur an dem Beispier zu erklären, das wir dieser Tage erlebten. Ein Obergefreiter kam aus dem Westen vom Urlaub zurück und erzählte von den letzten schweren Terrorangriffen. Auf die Frage nach der Haltung der Bevölkerung sagte er nur:„Ach, die sind stur!"— Das ist so ziemlich das hochste Lob, das der Landser einer Haltung zollen kann. Vielleicht hilft auch hier das Beispiel des Sotbaten draußen. Wenn da einer hinter einem MG. liegt, und der Feind greift an, die Munition ist knapp, dann heißt es warten, bis der Gegner dran ist, dicht und immor noch dichter. Das ist nicht so sehr eine Sache der Nerven. Das ist vielmehr eine Angelegenheit des Charakters, der inneren Haltung. Gewiß, man sieht den Feind schon lange, meint auch, man könne schon treffen, vielleicht auch, er könne einen seinerseits außer Gefecht setzen. Aber man wartet, stur, bis zum allerletzten, günstigen Augenblick, auf den eigenen Befehl oder den fremden. Diese Haltung auf das Zivilleben übertragen— soweit man heute überhaupt noch von einem Zivilleben reden darf—, fordert die gleiche Sturheit gegen sich und gegen andere. Auch da stur sein, wo es einem nicht nach der Nase ist, wo man sich für klüger hält! Auch da dem fremden oder dem eigenen Befehl folgen! Und handelt weiter stur, wenn es um die guten oder bösen Nachbarn geht. Wir haben heute oft kein Recht, gutmütig zu sein. Gutmütig, das ist dann etwas ganz anderes als hilfsbereit oder nachsichtig. Gutmütig, das ist oft schwach, das ist etwas, was gar nicht in unsere hentige Peit, ggßt, Heute, beißt gen, tur sein, Nach 25 Monaten Gefangenschaft aus Addis Abeba entflohen Mailand, 16. Juli. Einen Rekord an Fluchtversuchen hat ein italienischer Fliegerhauptmann aufzuweisen, der in Addis Abeba in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Nach wenigen Tagen konnte er bereits, wie „Corriere della Sera“ berichtet, zusammen mit anderen Piloten trotz schwerster Bewachung aus dem Geren Liloten trotz„schwerstezz g.#t, lans gest er sich fangenenlüger entkommen. 13 Monate tung hielr er ah in der Stadt verborgen wobei er“fast jede Nacht sein Stur sein, das heißt statt sein: Wenn heute jemand lager entkommen. 13 Monate tung hurt#er in der Stabl, verborgen, wodel er fast jede Nacht sein Versteck wechselte, um der englischen Polizei zu entgehen. Ein zweimotoriges Postflugzeug der Linie Aden— Asmara—Addis Abeba war bereits von ihm als Fluchtmittel ausgekundschaftet, als ihn die englische Polizei verhaften konnte. Da er jedoch in Zivil überrascht wurde und seinen wahren Stand geschickt zu verheimlichen wußte, wurde er nach einem Lager für Zivilinternierte übergeführt. Von hier versuchte der Fliegerhauptmann in verschiedenen Verkleidungen, als Frau, als Priester und als Mönch zu entkommen, wurde aber immer wieder gefaßt. Auch verschiedene Listen wie Fasten, die Einnahme starker Dosen von Medikamenten sowie die künstliche Behaftung mit Pocken in der Hoffnung, wegen Krankheit ausgetauscht zu werden, blieben erfolglos, denn die Engländer durchschauten jeweils die Absicht. Später gelang es ihm, einen Ford zu ergattern und im Wald zu verstecken, aber auch dieser Versuch scheiterte. Nicht besser erging es dem unentwegten Fliegerhauptmann mit einem Versuch, auf einem GlosterApparat zu entfliehen, da sein schon weit gediehener Plan im letzten Augenblick verraten wurde. Endlich, nach 25 Monaten Gefangenschaft, sollte seine Ausdauer belohnt werden. Es gelang ihm, aus Afrika den Weg in die Heimat zu finden, wo er vor wenigen Tagen eintraf. Die Einzelheiten der Flucht müssen jedoch, wie der Bericht des„Corriere della Sera“ schließt, vorerst noch geheim bleiben. Bau und Wirkung von Fliegerbomben Von Oberst Wentsel-Vockrodt Der Metallmantel der Fliegerbombe hat im allgemeinen zylindrische Form mit einer Spitze zur besseren Ueberwindung des Luft= und u. U. des Zielwiderstandes und mit Stabilisierungsflügeln am oberen Ende. Die Spitze(mit Mantel) kann für besondere Aufgaben, z. B. Zerstörung besonders widerstandsfähiger Ziele, ähnlich den Panzergranaten der Schiffsgeschutze u. a., besonders geartet sein. Die Stabilisierungsflügel sollen der Bombe einige Stetigkeit in der Flugrichtung sichern, ähnlich wie die Fiederung eines Pfeils wirken. Der Mantel ist stark genug, um dem Stoß beim Auftreffen auf das Ziel standzuhalten; er ist je nach Größe der Bombe und Güte des Metalls z. B. etwa 3 Zentimeter und mehr stark. Als Beispiel, welches Gewicht ein Geschoßzmantel zu seiner Srenaledung beansprucht sei die und mehr stark. Als Beispiel, welches Gewicht ein Geschohmäntel zu seiner Sprengladung dennsprucht, sei die „Schwele(Pine des ersten„Agmrleßer,angefathrt, die „Schwere Mine“ des ersten Weltkrieges angeführt, die bei 50 Kilogramm Sprengstoffinhalt 100 Kilogramm wog; ein Geschoß, das war diese Wurfmine, muß allerdings stets in erster Linie den Stoß beim Abschuß aushalten. Diese Anforderung fällt bei der Fliegerbombe fort. Eine große Stärke des Bombenmantels verbürgt auch, daß die Splitter, denen die Detonationsgase der Sprengladung eine ungeheuro Anfangsgeichwindigkeit erteilen, in ihrer Geschwindigkeit nicht allzu rasch abfallen und so ihr Ziel noch mit ausreichender Auftreffwucht erreichen. Keinem Geschoß kann je die Anfangsgeschwindigkeit eines solchen Bomben=(oder auch Geschoß=) Splitters erteilt werden. Den Steg einer Vollbahnschiene, einen 30 Zentimeter starken Baum kann ein derartiger Splitter glatt durchschlagen. Der Zünder der Fliegerbombe kann ein Aufschlagzünder(auch„Aufschlagzünder ohne Verzögerung") ein, oder ein Verzugszünder, ein Zünder mit Verzöerung oder ein Spätzünder(Weltkriegsbenennung), jetzt Langzeitzünder“ genannt. Der Aufschlagzünder wird durch den Stoß betätigt. Bis zu seiner Wirkung vergeht eine kurze Zeit, während der die Bombe etwas in das Ziel eindringt, se nach dessen Widerstandsfähigkeit. Der Verzugszunder ist so eingestellt, daß er dem die Bombe abwerfenden Flugzeug gerade Zeit läßt, aus dem Wirkungsbereich der Bombe zu kommen. Der Zünder mit Verzögerung läßt die Bombe vor ihrer Detonation zur besseren, sogenannten Minenwirkung in das Ziel eindringen. Der Spät= oder Langzeitzünder läßt die Bombe nach Stunden oder Tagen detonieren. Mehrere Zünderarten können in einem Zünder vereinigt werden, der kurz vor dem Abwurf entsprechend eingestellt wird. Die Wirkung dieser Bomben beruht zuerst in ihrer luftreffwucht, die sich je nach der Form und Festigkeit hrer Spitze in Verbindung mit der Stärke und Widerandsfähigkeit ihres Mantels äußern kann. Maßgebich für die Auftreffwucht, die lebendige Kraft, mit der lso die noch nicht„krepierte“ Bombe auf das Ziel einvirken kann, ist das Gewicht der Bombe und ihre End#eschwindigkeit. Letztere kann vom niedrig fliegenden Flugzeug(Sturzkampfflugzeug) beeinflußt werden, wächst aber nur bis zu bestimmten Abwurfhöhen. Im übrigen wirken diese Bomben durch ihre Splitter und durch den Gasdruck ihrer Sprengladung. Da die Hitze beim Entstehen der Detonation über 2000 Grad beträgt, kommt Brandwirkung unter Umständen auch ohne Beigabe von Brandsätzen in Frage. Empfindlichere Zünder Der übiahe, afschinggander dex geseperbousg, ist Der übliche Aufschlagzünder der Fliegerbombe ist für bestimmte Zwecke oft nicht empfindlich genug. Nennen wir ihn einfach mit seiner militarischen Abtürzung A8. Dieser AZ. braucht eine ungünstig lange Zeit, um anzusprechen. Der Bombenmantel erhält dem entsprechend den ganzen Stoß des Auftreffens der Bombe, dem er gewachsen sein muß. Sonst würde die Bombe zerschellen, bevor ihre Sprengladung detoniert. Oft ist aber eine Stärke des Bombenmantels, die einen derartigen Stoß verträgt, von drei und mehr Zentimeter nicht erwünscht. Auch hat die Bombe mit AZ. Zeit, in das Ziel einzudringen, bevor ihre Sprengladung zur Wirkung kommt. Je größer die Auftreffwucht der Bombe, ihre Härte und die Tragheit des AZ. einerseits, je weniger widerstandsfähig anderseits das Ziel ist, um so tiefer dringt die Bombe in das Ziel ein. Dieses Eindringen kann dazu führen, daß Splitter und Gasdruck von dem Ziel aufgefangen werden und so nicht die gewünschte Wirkung haben. Well man mit einem schwachen Bombenmantel auskommen und in Verbindung damit ein tiefes Eindringen in das Ziel verhindern, so gibt man der Bombe einen„empfindlichen“. Aufschlagzünder, im ersten Weltkrieg bei der Artillerie abgekurzt EZ.; jetzt, da man den AZ. durchweg empfindlich herstellte, nennt man diesen empfindlichen Zünder„AZ. ohne Verzögerung". Fliegerbomben findlich mit einem neuen, also empfingiichen AZ. ohne Verzögerung können zwecks Gewichtsersparnis einen besonders dünnen Mantel erhalten, von 0.5 Zentimeter aufwärts je nach Größe der Bombe und Güte des Mantelmetalls, dann sind ihre Splitter allerdings wenig wirkungsvoll. Damit erreicht die Bombe eine reine Luftdruckwirkung zur Zerstörung der Fenster, Türen, Dächer und dgl. unter bewußtem Verzicht auf Splitterwirkung. Granaten kann man einem derart dünnen schwachen Mantel nicht geben, da sie den Stoß beim Abschuß und die Gewalt, mit welcher sie durch die Züge in drehende Bewegung gesetzt werden, aushalten müssen. Der Mantel einer 15=Zentimeter=Granate z. B. ist mindestens ein Siebtel ihres Kalibers stark, zur Erfüllung besonderer Aufgaben bis ein Viertel ihres Kalibers. Großkalibrige Bomben mit derartig empfindlichem Zünder versieht der Engländer mit einem kleinen Fallschirm. Dadurch wird der Stoß, den der Bombenmantel trotz des A8. ohne Verzögerung vielleicht nicht aushalten würde, verringert. Der Fallschirm gewährleistet aber auch der Bombe ein senkrechtes Auftreffen, so daß sie mit der Spitze auf das Ziel aufschlägt. Die Zielfähigkeit dieser##mbe wird durch den Fallschirm stark heruntergedrü de Luftströmung hat auf eine Bombe mit Fallschirm mit seiner großen Angriffsfläche großen, infolge ihres langsamen Falles obendrein auch zeitlich langen Einfluß. Nach diesen Bomben mit Fallschirm sind die Engländer zum Teil wieder zu Bomben mit Stabilisierungsblechen übergegangen. Trifft eine Fliegervombe mit empfindlichem Zünder z. B. das Dach eines Wohnhauses, so wird sie sofort detonieren, das Dach und vielleicht auch Nachbardächer zerstören. Zugleich werden die Sprenggase aber auch Fensterscheiben in weitem Umfange zertrümmern. Der Sachschaden dieser Bombe wird erheblich umfangreicher, aber weniger schwer sein als der Schaden, den eine Bombe verursachen wurde, die tief in das Haus eindringt, bevor sie detoniert. Für die Personen im Luftschutzraum wird die Gefahr durch die Bombe mit empfindlichem Zünder je nach Höhe dieses Hauses erheblich geringer sein, als sie eine Bombe mit Verzögerungszünder herbeiführen würde. Landläufige Irrtümer Die verschiedenartigen Wirkungen von Fliegerbomben haben mitunter zu gänzlich irrigen Anschauungen über das Wesen und die Wirkungsweise von Sprengstoffen geführt. Detoniert eine Fliegerbombe mit empfindlichem Aufschlagzünder beim Aufschlagen auf das Dach eines Schuppens, schleudert dieses und die Däicher höherer Nachbarhäuser weit umher, so wird daraus geschlossen: Dieser neue Sprengstoff wirkt nur nach oben, weil der feste widerstandsfähige Boden des Schuppens unversehrt blieb. Die Zerstörung der tiefer liegenden Fensterscheiben schreibt man der„Luftdruckwirkung" zu. Schlägt eine Bombe auf das Straßenpflaster und zerstört dieses, verbiegt vielleicht auch den darunter liegenden schweren Eisenträger irgend eines Raumes, z. B. einer Untergrundbahn oder dgl., so schließt man daraus: Dieser neue Sprengstoff wirkt nur nach unten. Fällt die Bombe' an den Fuß einer Mauer und drückt diese ein, so sagt man sogar: Dieser Sprengstoff sucht(!) sich einen Widerstand. Ist die Sprengstoffwirkung einer Bombe besonders umfangreich und auffällig, so wird allen Ernstes gesagt: Diese Bombe war mit Preßluft gefüllt. Auch der hin und wieder gebrauchte Ausdruck „Luftdruckbomben“ oder dgl. für Fliegerbomben ruft wohl die abwegige Vorstellung von Preßluftwirkungen hervor. Englische mit Sprengstoff gefüllte Fliegerbomben besonderer Art tragen die Bezeichnung H. C.= High compression. Das wurde mit Luftdruckbombe irrig übersetzt. Alle derartigen irrigen Anschauungen vermehren die Furcht und verwehren richtige Gegenwehr! Alle genannten Sprengstoffwirkungen erklären sich wie folgt: Der detonierende Sprengstoff setzt sich schlagartig durch seine ganze Masse hindurch mit einer Geschwindigkeit, die bis etwa 8000 Sekundenmeter erreichen kann, in Gase um. Diese Gase können im Augenblick der Höchsttemperatur bis von etwa 4000 Grad einen Raum beanspruchen, der etwa 12 000mal so groß ist wie der Raum, den der feste Sprengstoff vor der Detonation einnahm. Alle diese Zahlen schwanken; sie sind abhängig von der Art des Spengstoffes, seiner Dichte, Temperatur, der Art der Zündung, seiner Menge u. a. Die Sprengwirkung der Gase ihrer Ausdehnung in unmittelbarer Nähe im Wege steht, wird zerschmettert. Gewalt und Geschwindigkeit des Umsetzens in Gase sind viel zu groß, um ein Ausweichen möglich zu machen. So kommt es zu der zerschmetternden Wirkung rings um den Detonationsherd. Für diese Wirkung gibt es kein Oben oder Unten, keine Himmelsrichtung. Natürlich spielt der verstand, d. h. die Festigkeit des Gegenstandes, der sich der Ausdehnung der Sprenggase widersetzt, eine Rolle. Diese ist aber in unmittelbarer Nähe des Detonationsherdes verschwindend klein. Je mehr sich die Sprenggase der Raumgröße nähern, die ihnen zukommt, um so mehr wächst die Bedeutung der Festigkeit dieser Widerstände für die Ausdehnung der Gase, d. h., mit der Entfernung vom Detonationsherd nimmt die Wirkung der Sprenggase rasch ab. Dabei nimmt auch die Geschwindigkeit der Gasdruckwelle, die ursprünglich bis zu 8600 Sekundenmeter beträgt, ab und nähert sich der Schallgeschwindigkeit(333 Sekundenmeter), so daß sie in größerer Entfernung als Detonationsknall hörbar bleibt. Im Freien, wo die Gase Ausdehnungsmöglichkeit nach allen Seiten haben, ist ihr Gasdruck je nach der Größe der Sprengladung schon in geringerer Entfernung nicht einmal imstande, Gehör und Lunge des Menschen zu schädigen. Selbst große Glasscheiben mit ihrer geringen Widerstandsfähigkeit werden in solcher Entfernung von den Sprenggasen nicht mehr eingedrückt, sondern sie fallen verwickelten Schwingungserscheinungen oder dem der Kopfwelle der Detonntionsgase folgenden Unterdruck oder beiden zum Opfer. Ihre Splittex werden darum dem Detonationsherd oft entgegengeschleudert. Im Weltkrieg wurde die Erfahrung gemacht, daß der Gasdruck von schweren Granaten, der in Unterständen Eingang fand, besenders stark in Nischon, Ecken und Winkeln auftrat. Auch war der Gasdruck an allen diesen Stellen und auch an der Stirnwand am Ende eines langen Ganges erheblich größer als an den geraden Wänden, selbst an denen, die dem Detonationsberd sehr viel näher lagen als die genannten Orte. Eingehende Versuche mit Gasdruckmessungen bestätigten diese Erfahrungen. Das Füllen einer Fliegerbombe mit Preßluft, um Sprengwirkung zu erzeugen, wäre abwegig. Gase irgendwelcher Art lassen sich nicht entfernt auf einen so kleinen Raum zusammendrücken, wie ihn die chemisch gebundenen Gase eines Sprengstoffs vor dessen Detonation einnehmen. Ganz abgesehen hiervon müßte dieses Preßgas durch den Bombenmantel zusammengehalten werden, der Druck dieser Gase wäre dann zur Wirtung rechtzeitig auszulösen. Das Sprengen mit flüssiger Luft ist fast so alt wie ihre fabrikmäßige Herstellung. Im Weltkrieg wurde die flüssige Luft auch im Felde von den Pionieren in Ermangelung geeigneten Sprengstoffes verwendet. Doch ist ihre Verwendung an bestimmte Voraussetzungen gebunden: Sie wird in offenen Gefäßen befördert, der Körper(Kohlenstoffträger), der sie auffangen soll, wird Die Gase sind naturgemäß bestrebt, sich nach allen Seiten gleichmäßig, kugelförmig auszudehnen. Was hineingetaucht, bis er in der flüssige Luft untersinkt. Mit diesem Körper kann innerhalb von etwa zwanzig Minuten gesprengt werden.(Zur Auslösung der Getonation ist wie bei anderen Sprengstoffen ein Detonator nötia.) Aus diesen Erfordernissen gebt hervor, daß flüssige Luft zur Füllung von Fliegerbomben ungeeignet ist. Bismarcs# was einem wider Furchtlosigkeit u Das ist eine alt werden die Wasser am Enten 500 oder 1000 J totgeschlagen wei Sinn, sich davor und man sollte für eine große Singen Ach, wie traurig wenn Du müde u Und vergißt, daß die Nachtigall noch den Wiesen der samkeit. Man bra dieses Glückes teil der Woche getan wiese am Rande ner, sich umfangen ihrer Sommerselig lichen Wiesen. D Die Bienen summ von Blüte zu Bl Pfeile dahin. Die plätschern durch blauer Himmel Wiesenteppich. W tobt, singt die Sor ein ewig neuer H und das sich auf legt, süß und erli Die Saiten der wie Harfenklänge hafte Sphärenmi Herz von aller damit es wieder schlägt und froh * NSDAP., T dem 18. Juli 194 Lichtspieltheater Mitgliederversam Nord und Schwei leiter Menze, leiter u. politisch West und Schwei Bunter 9 Die RSG.„Kra Sonntag, den 18 garia=Schau" der erlesenes ProgrKleinkunst etwa Nachmittag sind den deutschen Bi In allen größer dieser Truppe u suchern steht mit und froher Nach anstaltung sind Landeszeitung, haus Schöttter z noch Karten erh Die neuen 26. 7. bis 22. 8 19. Juli. und D von 8—12 Uhr eines Ausweises digen Ausgabes schaftsabteilung Ausgabezeiten Die Waffe * in der Geschicht päischen Wehrg m Tat umgesetzt. Grenadier=Divi aus allen Gau deutschen Gebie den germanische Niederlande, F * Staaten gegen Franzosen und nicht abseits st * ihren Beitrag Im Rahmend Waffen iste geben, in der 2 Die vollmotori fassen folgende Artillerie, Par schützen-, Flaktruppen. Bei lichkeit, bereits nommen zu wei willige der We werden diese 9 „Vorzeitigdien führt und mit Glücksnu ten Klasse der Gewinne von und drei Gew mer 344900. BIE Roman aus de 46 „Heute frü ist nun überze dete, und hat ben“. „Das ist i beste, denn al daß Sie uns wilden Berge Reinhardt kor Bleich und „Herr Ger sagen Sie Ihr daß— daß i eilte— daß Alexander „Sie wün Ein traur „Ich? Ich ihn geliebt damals in Te wie es gekon aber mir we kein Falsch lieben, und Idcal, von d dersehen wir schen und de Er kennt mi is so schön: 1 Entschuloieiner an et. für ihn sei tarten sogn Hörner neh stark“ genug. en oder bal derer nimmt zinkontingent twagen oder wa, es käme enherum ein so außergeIndividualis ; mit achtzig e ich sehen. ehen! Sollte st langen, so Mußestunden at: Gleiches das machte. s er bei sich n m ü ß t e i n wollen keine t! Wir miswirkt. 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Ja, wenn unser Leben noch 500 oder 1000 Jahre dauerte und man schließlich totgeschlagen werden müßte, so hätte es noch einen Sinn, sich davor zu fürchten, aber es ist ja nur kurz und man sollte es mutig und auf Gott vertrauend für eine große Sache einsetzen.“ Schwerte, 17. Juli 1943. Singende Sommerwiese Ach, wie traurig sind doch die Zeiten! So denkst Du, wenn Du müde und abgespannt nach Hause kommst. Und vergißt, daß die Abende noch so schön sind, daß die Nachtigall noch im Fliederbusch schluchzt, und von den Wiesen der Duft hineinströmt bis in Deine Einsamkeit. Man braucht gar nicht weit zu gehen, um dieses Glückes teilhaftig zu werden. Wenn die Arbeit der Woche getan ist, dann ladet schon die Sommerwiese am Rande der Stadt den müden Stadtbewohner, sich umfangen zu lassen von dem ruhevollen Glück ihrer Sommerseligkeit. Hochzeit ist auf den sommerlichen Wiesen. Die Blumen wetteifern im Blühen. Die Bienen summen und orgeln, die Falter taumeln von Blüte zu Blüte, Libellen schießen Pfeile dahin. Die Wiesen singen. Silberne Bächlein plätschern durch die Wiesengründe. Ein strahlend blauer Himmel spannt sich über den buntbestickten Wiesenteppich. Während draußen der Krieg weitertobt, singt die Sommerwiese ihr janchzendes Lied, das ein ewig neuer Hymnus auf die Allmutter Natur ist und das sich auf das ruhelose Herz wie ein Balsam legt, süß und erlösend, von aller Schwere befreiend. Die Saiten der singenden Sommerwiese schwingen wie Harfenklänge über das duftende Land, wie zauberhafte Sphärenmusik, die auch das kummervollste Herz von aller Erdgebundenheit löst und befreit, damit es wieder im lebensbejahenden Rhythmus schlägt und froh des Daseins Glück bejubelt. P. H. Jehn=Hahte=Trwuttung Zum 10jährigen Bestehen der Landesbauernschaft Westfalen Tägeschrentt - NSDAP., Ortsgruppen Schwerte. Am Sonntag, dem 18. Juli 1943, vormittags 10½ Uhr, findet im Lichtspieltheater„Zur Reichskrone“ in Schwerte eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppen SchwerteNord und Schwerte=Mitte statt. Es spricht der Kreisleiter Menze, Iserlohn. Auch sind die Ortsgruppenleiter u. politischen Leiter der Ortsgruppen SchwerteWest und Schwerte=Ost eingeladen. Bunter Nachmittag mit„Hungaria=Schau". Die RSG.„Kraft durch Freude“, Schwerte, bringt Sonntag, den 18. Juli 1943, 16 Uhr, mit der„Hungaria=Schau“ den Volksgenossen ein erstklassiges und erlesenes Programm, welches auf dem Gebiet der Kleinkunst etwas Einmaliges darstellt. Für diesen Nachmittag sind nur Künstler verpflichtet, welche auf den deutschen Bühnen sich einen Ruf erworben haben. In allen größeren Städten haben die Darbietungen dieser Truppe ungeteilten Beifall gefunden. Den Be“ s u c h e r n s t e h t m i t h i n e i n b e s o n d e r s a b w e c h s l u n g s r e i c h e r und froher Nachmittag bevor. Karten zu dieser Veranstaltung sind in den Vorverkaufsstellen Westfälische Landeszeitung, Schwerter Zeitung und im Zigarrenhaus Schöttker zu haben. Außerdem sind an der Kasse * noch Karten erhältlich. Die neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 26. 7. bis 22. 8. 1943 werden am Montag, dem 19. Juli. und Dienstag, dem 20. Juli, in der Zeit von 8—12 Uhr und 14—18 Uhr gegen Vorlegung eines Ausweises(Familienstammbuch) in den zuständigen Ausgabestellen der Ernährungs= und Wirtschaftsabteilung ausgegeben. Die Ausgabetage und Ausgabezeiten sind genau einzuhalten. -— Die Waffen=“ ruft auch Dich! Zum ersten Mal in der Geschichte wird der Gedanke einer neuen euro“ p ä i s c h e n W e h r g e m e i n s c h a f t d u r c h d i e W a f f e n= i n d i e Tat umgesetzt. Neben den ruhmreichen 1 PanzerGrenadier=Divisionen zusammen mit den Kameraden aus allen Gauen Großdeutschlands und den volksdeutschen Gebieten kämpfen auch die Freiwilligen aus den germanischen Ländern wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Flandern, Finnland und den baltischen Staaten gegen die Todfeinde Europas. Aber auch Franzosen und Wallonen wollen bei der Entscheidung nicht abseits stehen und mit der Waffe in der Hand * ihren Beitrag für die Unabhängikeit Europas leisten. Im Rahmen des weiteren Ausbaues der gesamten * Waffen= ist erneut Freiwilligen die Möglichkeit ge* geben, in der Waffen=f ihre Wehrpflicht zu erfüllen. Die vollmotorisierten Divisionen der Waffen= umfassen folgende Truppenteile: Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Panzer=, Panzerjäger=, Pionier=, Kradschützen=, Flak-, Gebirgs, Nachrichten- und Sanitäter1 truppen. Bei sofortiger Meldung besteht die Möglichkeit, bereits mit 16½ Jahren zur Waffen= angenommen zu werden. Da die Arbeitsdienstzeit für Freiwillige der Waffen= auf nur ¼ Jahr festgesetzt ist, werden diese Freiwilligen dann mit 16½ Jahren als „Vorzeitigdienende“ dem Reichsarbeitsdienst zugeK führt und mit 17 Jahren zur Waffen= einberufen. Glücksnummern der Reichslotterie. In der vierI ten Klasse der 9. Deutschen Reichslotterie sielen drei * Gewinne von je 100 000 RM auf die Nummer 362 und drei Gewinne von je 10000 RM auf die Nummer 344900. ——„ Roman aus dem heutigen Pen von Otfrid v. Hansteln 46 „Heute früh war der Farmer Hartwig bei mir. Er ist nun überzeugt, daß der Amerikaner mich verleumdete, und hat mich gebeten, in seinem Hause zu bleiben“. „Das ist in jedem Falle, wenigstens vorläufig das beste, denn als Reinhardts Braut wäre es unmöglich. daß Sie uns auf den anstrengenden Ritten durch die wilden Berge begleiten könnten. Sie bleiben hier, bis Reinhardt kommt und Sie holt.“ Bleich und mit bebenden Lippen stand sie vor ihm. „Herr Gerhard, wenn sie beide von hier fort sind, sagen Sie Ihrem Freunde, daß er ein freier Mann ist, A daß— daß ich wohl weiß, daß er sich gestern übereilte— daß—“ Alexander staunte. „Sie wünschen die schnelle Verlobung zu lösen?“ Ein trauriger und doch inniger Blick traf ihn. „Ich? Ich liebe Ihren herrlichen Freund. Ich habe ihn geliebt von dem ersten Augenblick an, als er □ d a m a l s i n T a r m a z u m i r s p r a c h. I c h w e i ß s e l b s t n i c h t, wie es gekommen. Er sprach eigentlich harte Worte, aber mir war, als sähe ich in ein edles Herz, das kein Falsch kennt, ich mußte ihn bewundern und lieben, und vielleicht war es diese Liebe zu einem Ideal, von dem ich überzeugt war, daß ich es nie wiederschen würde, die mir den Glauben an die Menschen und den Mut zum Leben wiedergab. Aber er? Er kennt mich nicht! Er hat gestern wieder nur auf Am 20. Juli 1933, also vor nunmehr 10 Jahren, wurde der Landwirt Wilhelm Meinberg, Wasserkurl, zum Landesbauernführer der Landesbauernschaft Westfalen berufen. Damit hatten die zahllosen Verbände und Vereine, teils politischer, teils konfessioneller Färbung, die vorgaben, die Interessen der Landwirtschaft zu vertreten, aufgehört zu bestehen. Zwar erfolgte ihre endgültige Auflösung erst etwas später, ihre praktische Wirksamkeit war jedoch mit der Gründung des Reichsnährstandes, also für uns gesehen mit der Gründung der Landesbauernschaft Westfalen erloschen. Die als staatliche Einrichtung bestehende Landwirtschaftskammer wurde etwa in der Form der Hauptabteilung II der Landesbauernschaft eingegliedert. Der damalige Abschnittsfachberater des Agrarpolitischen Apparates, Dipl.=Landwirt Albert Kost, Münster, wurde zugleich mit dem Landesbauernführer zum Landesobmann ernannt. Die Führung der neuen Landesbauernschaft setzte sich also aus den im agrafpolitischen Apparat der Partei bewährten alten Parteigenossen zusammen. Das gleiche Bild ergab sich in den einzelnen Kreisbauernschaften. Auch hier wurde durch die Ernennung der Führer der Einfluß der Partei gesichert. Den ersten Ernennungen folgte alsbald die weitere Umorganisation des damals sogenannten Landesbauernstandes, was dazu führte, daß mit dem 5. Oktober 1933 alle bisherigen Vorgängerorganisationen einschließlich der Landwirtschaftskammer aufhörten zu bestehen. Wie überall, so konnte naturgemaß auch in der westfälischen Bauernschaft vor 1933 nicht von einer einheitlichen Ausrichtung des Denkens die Rede sein. Wohl waren in vielen Fällen die Berufsinteressen fachlich gleichgerichtet und die Bedrängnisse durch das liberalistische Wirtschaftssystem, mehr noch durch die in manchen Gebieten sehr weitgehende Wirksamkeit der Juden, recht groß. Das führte aber vor 1933 keineswegs zu gleichgerichteter, politischer Meinungsbildung, ein Umstand, der dann auch in der Vielfältigkeit der Interessenbünde seinen Ausdruck fand. Allein stetig unter diesen Erscheinungen war die Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen, die sich aber ihrer Aufgabe gemäß nur mit der sachlichen Betreuung der Landwirtschaft befaßte. Der Teil der Landwirtschaftskammer, der annähernd das heutige Gebiet des Gaues Westfalen=Nord überdeckte, bestand aus dem Landwirtschaftlichen Hauptverein für den Regierungsbezirk Münster, dem Minden=Ravensbergischen Hauptverein und dem Paderborner Hauptverein zur Förderung der Landwirtschaft. Die Hauptvereine waren untergliedert in Kreis=, Bezirks= und Ortsvereine, die alle in gleichem Maße die Förderung des Landbaues als gemeinsames Ziel anstrebten. Zu den Zusammenschlüssen politischer Art sind zu rechnen der Westfälische Landbund, wie überall so auch hier entstanden aus dem Bund der Landwirte und der von Schorlemer=Alst gegründeten und lange Zeit geführten Westfälischen Bauernvereine, weiterhin der Westfälische Bauernbund, zu diesen 3 größeren und einflußreicheren Zusammenschlüssen kämen dann noch einige Splitterverbände, wie etwa der Westfälische Siedlerbund usw. Da diese reinen Interessenverbände auf teils konfessioneller teils politischer Grundlage durchaus unterschiedliche Richtungen meinten vertreten zu müssen, war zwischen ihnen eine direkte, für die Gesamtheit ersprieißliche Zusammenarbeit nicht vorhanden. Sehr aufschlußreich für dieses mosaikartige Neveneinander ist die Tatsache, daß auf Grund der ersten Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes 157 unterschiedliche Verbände und Vereine aufgelöst und angegliedert werden mußten. Man kann sich vorstellen, welche Unsumme entwickelnder und organisatorischer Arbeit notwendig war, um annähernd den Zustand einer arbeitsfähigen, in der Hand der Führung funktionierenden Gemeinschaft zu erzielen. Abgesehen von den hier geschilderten und sich spä ter noch herausstellenden organisatorischen Aufgaben wurde dem Landvolk in seiner Gesamtheit durch den Reichsnährstand sofort eine neue Zielrichtung gestellt und größere Leistungen abverlangt. War durch das Reichserbhofgesetz der Besitz gesichert, oder besser gesagt, die Möglichkeit, mit Grund und Boden Handel zu treiben, ausgeschaltet, so hat durch den National sozialismus der Bauer den ihm gebührenden Platz im deutschen Volk zugewiesen erhalten. Dieser ihm zugewiesene Platz gab aber nicht nur Rechts, sonpern nahm ihm zugleich in die Pflicht, für die Ernährung des deutschen Volkes Sorge zu tragen. Dieser Pflicht hat sich das Landvolk im Ablauf der bisherigen 10 Jahre, wovon 4 im Kriege liegen, nicht entzogen. Man muß, um die Lage der Dinge gerecht beurteilen zu können, dazu in Betracht ziehen, daß alle in Erzeugung und Ablieferung aufgebrachten Leistungen auf freiwilliger Grundlage zustande gekommen Die Forderungen, die an das Landvolk gestellt werden mußten, waren keineswegs immer leicht, viel weniger noch der allgemeinen Zustimmung sicher. Als zur Erzeugungsschlacht aufgerufen wurde, hatte man, befangen im wirtschaftlichen Denken vergangener Jahre, noch dis Meinung, daß die sowieso in Deutschland anfallenden Nahrungsgüter den Bedarf der Bevölkerung deckten. Wie richtig der Aufruf zur Erzengungsschlacht damals war, zeigte sich alsbald nach dem Beginn des gesamten wirtschaftlichen Aufbaues. Di Erzeugungsschlacht wurde nämlich in der Tat zu einem Wettlauf zwischen Mehrerzeugung und stetig zunehmendem Bedarf der wieder in vollem Umfange arbeitenden Volksgemeinschaft. Wie wichtig die Durchführung der Erzeugungsschlacht in den Kriegsjahren gewesen ist, bedarf keines besonderen Hinweises. Denn allein durch die Verpflichtung zur Ablieferung war es möglich, trotz der schlechten Witterungsverhältnisse in den vergangenen Jahren, die tägliche Ernährung des Volkes zu sichern. Man darf sich den Vorgang nicht schließlich so vorstellen, daß mit dem Aufruf zur Erzeugungsschlacht irgendeine Hebebewegung die Geschwindigkeit einer Antriebsmaschine erhöht und dadurch die Endleistung gesteigert wurde. Vielmehr mußte, wie in der land wirtschaftlichen Erzeugung immer, mit den unbeeinflußbaren Voraussetzungen Bodenfruchtbarkeit und Witterung gerechnet und trotzdem eine höhere Leistung erzielt werden. Man kann Landwirtschaft nicht in gedeckten Hallen betreiben und das Risiko des Wetters und der sonstigen Naturgegebenheiten ausschalten. Allein die Steigerung der Erzeugung hat die Ernährung des Volkes gesichert. Hinzu kommt noch als notwendiges Instrument die Marktordnung, die vom Erzeuger bis zum Verbraucher die Nahrungsgüter einheitlich lenkt. In der Marktordnung sind die Forderungen des Nationalsozialismus auf wirtschaftlichem Gebiet in der Praxis durchgeführt worden. In den bisher vergangenen Kriegsjahren hat der Reichsnährstand sich unter den härtesten Bedingungen bewähren müssen, und da bis zum heutigen Tag jedermann noch satt geworden ist, ist der Beweis dafür erbracht, daß die seinerzeit getroffenen Einrichtungen, an denen sich wenig nur geändert hat, den tatsächlichen Erfordernissen voll entsprochen haben. K Reichsarbeitsführer Hierl empfing den Ehrendoich des Heeres Anläßlich seines 50. Militärjubiläums empfing Reichsarbeitsführer, Reichsleiter Hierl, im Auftrag des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht als Geschenk des OKW durch Generaloberst Fromm den Ehrendolch des Heeres.— Unser Bild zeigt die Entgegennahme des Ehrendolches.(Sch.) RAD=Kriegsberichter Barthold Schützt die Augen bei Fliegeraugriffen! Wie die Erfahrungen gezeigt haben, kommt es bei den Terrorangriffen fast regelmäßig zu zahlreichen Augenverletzungen durch Glassplitter. Diese Verluste wären nicht zu beklagen, wenn der leicht zu handhabende Schutz gegen Glassplitter allgemein durchgeführt würde. In den Schutzkellern müssen die Innenseiten der Glasfenster(auch in den Kellertüren) mit Tuch oder leichter Pappe abgeschützt werden. Beim Heruntergehen in den Schutzraum soll das Gesicht vom Zimmer= und Korridorfenster abgewandt sein, oder die Hand bzw. ein Kissen benutzt werden, das die Augen gegen das Fenster abschirmt. Die kleinen Wunden, die z. B. der Hand keinen oder nur geringen Schaden bringen, führen oft beim Auge schon den Verlust des Sehvermögens herbei. Die Bevölkerung wird daher dringend darauf hingewiesen, die Augen bei Fliegerangriffen zu schützen. Personen, die sich in Räumen aufhalten, in denen Glasfenster sind, sollen möglichst den Fenstern den Rücken zukehren und sich in der oben angeführten Weise schützen. „Gold in im Roland=Theater Ein Bavaria=Film, dessen Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von R. Arden die Filmautoren Axel Eggerbrecht und Ernst Hasselbach schrieben. Die Spielleitung hatte Paul Verhoeven. Da dieser zu den besten deutschen Spielleitern zählt, bürgt sein Name schon für die Vorzüglichkeit dieses filmischen. Werkes. sein edles Herz gehört! Er hat sich verlobt, weil er wußte, daß der Farmer ihm sonst nicht glaubte. Ich tat ihm leid; aber wie könnte er mich lieben? Glauben Sie, ich las nicht schon gestern abend auf seiner Stirn den Zweifel?" Er hat edel gehandelt, aber— er soll nicht unglücklich werden. Wie herrlich muß es sein, die Frau eines solchen Mannes zu sein! Eines Gelehrten! Vielleicht mit ihm arbeiten und lernen zu dürfen. An seiner Seite als Gefährtin und Kameradin zu sitzen, wenn er studiert. Er braucht eine kluge Frau, eine geistreiche Frau, die seine Aufgaben versteht. Und wer bin ich? Wie dumm bin ich neben ihm! Ich— ich werde versuchen, ihn zu vergessen, und die Erinnerung an die große, aufopfernde Tat, die er gestern vollbracht, wird mir Kraft geben— ihn—“ Sie konnte nicht weitersprechen und deckte die Hände vor ihre Augen. Alexander sagte ernst und weich: „Ich verstehe Sie vollkommen, und ich danke Ihnen. Ich will Ihnen nicht verhehlen, daß ich gestern abend gegen diese Verlobung war. Sie haben recht, die Verlobung war vorschnell, und es ist notwendig, daß Sie beide sich prüfen, aber ich will Ihnen sagen, daß auch Reinhardt Sie liebt. Zum wenigsten sagte er mir, daß auch er in diesen Wochen immer an Sie dachte und in der Hoffnung in die Berge ging, Sie zu finden. Ein Leuchten ging über ihr Gesicht. „Das ist wahr?“ „Hätte ich einen Grund, es Ihnen zu sagen, wenn ich nicht wüßte, daß es wahr ist? Ich will Ihnen auch sagen, daß ich mich von ganzem Herzen über Ihre Worte freue. Über die Handlung selbst wollen wir dieses Mal ganz schweigen, um unseren Lesern und Leserinnen nicht den Reiz der Neuheit zu nehmen. In den Hauptrollen wirken mit: Hans Söhnker, Alexander Golling, Otto Wernicke, Annie Markart, Gust. Waldau. Paul Westermeier, Hilde Jansen und Hermann Schaufuß. 4 in den Lichtspielen zur Reichskrone Ueber diesen Film haben wir erst kürzlich ausführlich berichtet. Er war bereits für den 25. Juni d. J. hierselbst angesetzt, als der Terrorangriff auf Düsseldorf die Zusendung des Films nach Schwerte unmöglich machte. Wir haben die Würdigung dieses Filmes in unserer Ausgabe vom 26. Juni 1943 gebracht, so daß sich eine zweite Würdigung erübrigt. Hermann Stens. die Frau Das Deutsche Frauenwerk teilt mit: Was man vom Waschen wissen muß. Die Wäsche ist heute unersetzlich. Darum ist Sparsamkeit im Gebrauch und richtige Pflege ein Gebot der Stunde. Wenn wir auch Wäsche sparsam gebrauchen wollen, indem wir dunkle Sachen bevorzugen, so dürfen wir sie doch nicht zu sehr beschmutzen, da sie sonst bei dem Reinigungsprozeß zu sehr leiden. Die Hauptsache chen. Die schmutzigsten Stücke müssen für sich bleiben; die farbigen Sachen sind von weißen zu trennen, farbempfindliche Teile dürfen nur kurze Zeit eingeweicht werden. Sehr wichtig ist es auch, daß man die Wasche nach dem Weichen durch Spülen von dem losgelösten Schmutz befreit. Wenn dies mit warmem Wasser geschieht, ist die Wirkung noch besser. Das Einreiben schmutziger Stellen(Manschetten usw.) darf nicht mit der schweren Reichseinheitsseife vorgenommen werden, da die Seife Tonbeimengungen enthält und unter Umständen nicht frei ist von Farbbestandteilen. Jedoch kann man sich zum Einreiben etwas Brei aus dem Waschpulver herstellen und die Stelle damit befeuchten. Zur Beachtung. Bevor jedoch die Waschlauge fertiggemacht wird, muß das Wasser im Waschkessel durch eine Handvoll Soda enthärtet werden, d. h. der Kaltgehalt des Wassers unschädlich gemacht werden. Dazu ist ½ Stunde nötig. Vorher darf das Waschpulver dem Wasser nicht zugefügt werden. Bunte Sachen sind nicht immer kochbar, sondern dürfen oft nur warm handelt werden. Da jedoch Wringen mit der Hand die Gewebefäden sehr angreift und auch das Wringen mit der Maschine zeitraubend und anstrengend ist, kann man die gespülte Wäsche über Nacht in hocha stellten Waschkörben oder über einigen sauberen Besenstielen ablaufen lassen. Bunte Sachen Strümpfe dürfen nicht in der Sonne trocknen. Strick sachen werden nur lauwarm rasch gewaschen und durch Einwickeln in Frotiertücher vorgetrocknet. Dann werden sie in Form gezogen und liegend, unter häufigem Wenden, an der Luft getrocknet. wohlüberlegt verwenden Im übernächsten Zuteilungsraum werden wir Reis erhalten. Da dieses Nahrungsmittel jetzt zu den seltenen gehört, ist es gut, sich zu überlegen, wie es am zweckmäßigsten verwendet werden kann. Da wir außerdem auch noch Grütze zugeteilt bekommen, die sich ähnlich wie Reis verarbeiten läßt, z. B. als Suppe, Brei. Beilage zu Frikassee usw., schlagen wir vor, den Reis für besondere Fälle aufzuheben. Es gibt Erkrantungen, z. B. Magen= und Darmstörungen, bei welchen nur leicht verdauliche Speisen genossen werden dürfen, und dazu gehört der Reis. Nur mit Wasser zubereitet, übt er eine stopfende Wirkung aus. Wegen seines Gehaltes an Stärke, Eiweiß und anderen wertvollen Stoffen stellt er für den Kranken eine nahrhafte Kost dar. Unpoliertex Reis ist dem zwar dem Aussehen noch besseren Glanzreis vorzuziehen, weil das feine Silberhäutchen, welches das Korn umschließt, lebenswichtige Vitamine enthält. Wenn die Hausfrau die Wahl hat, sollte sie deshalb auf jeden Fall die unpolierte Sorte kaufen. Vor dem Ansetzen muß der Reis mehrmals in kaltem Wasser gewaschen werden, denn durch den Transport in Säcken ist er sehr staubig. Er draf keineswegs aufgeköcht und abgegossen werden, denn in dem Wasser befindet sich gelöstes Eiweiß, welches wir damit wegschütten und unseren Körper darum berauben würden. Am schönsten wird der Reis, wenn er langsam ausquellen kann. Soll Milchreis gekocht werden, dann läßt man ihn nach dem Waschen abtropfen, se ihn mit leicht gesalzenem, kochendem Wasser an, und erst dann, wenn er zu quellen beginnt, schüttet man heiße Milch dazu. Nun soll der Reis langsam weiter quellen, ein Rühren ist möglichst zu vermeiden. Für 4 Personen brauchen wir zu diesem Gericht 250 gr. Reis, eineinhalb Liter halb Wasser, halb milch und etwas Salz. Mit Zucker bestreut oder mit Kompott wird es zu Tisch gegeben. Wenn wir fort sind, werde ich ihm sagen, was Sie mir aufgetragen. Sie werden sich beide prüfen, und ich würde von ganzem Herzen mit Ihnen glücklich sein, wenn aus dieser raschen Verlobung doch ein echter Bund würde. Seien Sie überzeugt, daß ich Ihr Freund geworden bin, daß ich aber auch Reinhardts ehrlicher Freund bleibe, und— geben Sie mir die Hand, Fräulein Anna— es wird nicht vergebens sein,„was Sie mir heute sagten.“ Sie blickte ihn wieder an. „Ich danke Ihnen.“ „Und jetzt gestatten Sie, daß ich Sie zur Farm zurückführe. Reinhardt kam ihnen entgegen, er machte ein verwundertes Gesicht; Anna war jetzt rot, und Alexander lachte. „Siehst Du, so bin ich, während Du mit dem Farmer über die Pferde verhandelst, mache ich mit Deiner Braut eine Morgenpromenade! Sie entschuldigen, verehrtes Fräulein, jetzt will ich schnell noch mein Bad nehmen vor dem Frühstück, sonst komme ich darum, denn die Pferde sind schon gesattelt.“ Er eilte fort und ließ die beiden allein. Sie waren befangen; Reinhardt wagte es nicht einmal, sie zu küssen. Es lag etwas Zurückhaltendes über ihr. „Ich muß heute reisen.“ „Ich weiß.“ „Aber ich komme wieder! Bald! Bald!“ Sie sah starr geradeaus, als wolle sie ihre Erregung niederzwingen. „Denke stets daran, daß ich Dir dankbar bin, daß ich Dir nie vergesse, was Du gestern an mir getan. Daß ich Dir nie, nie zürnen werde, mag auch die Zukunft bringen, was sie will.“ Er verstand sie nicht. „Was soll das heißen?“.. „Richts! Dein Freund wird es Dir sagen— „Was wird er mir sagen?“ Sie lächelte wehmütig. „Daß ich Dich liebe, nichts weiter, und daß ich will, daß Du glücklich wirst." Sie schlang ihre Arme um ihn und küßte ihn ung.„iche Gentel „Buenos dias, grüctliche Lenter Der Farmer stand neben ihnen. „Natürlich bleibt Ihre Braut vorläufig bei mir. Sie dürfen mir die Erzieherin meiner Kinder nicht gleich nehmen, und nicht wahr, Senorita, Sie haben dem alten Hitzkopf verziehen, was er in der Uebereilung gesprochen. Da soll einer aus den Mädels klug werden. Erst heult die Benita und strampelt, weil ich das Fräulein aus Tarma mitbringe, jetzt heult sie und strampelt aus Angst, daß sie wieder fortgeht. Von der kleinen Elena gar nicht zu reden, die ist ja gleich mit fliegenden Fahnen zu' Ihnen übergegangen. Jetzt gehen Sie bloß zu den Mädels und sagen Ihnen, daß Sie nicht mitreiten, sonst weiß ich mir keinen Rat.“ Anna lachelte. „Gewiß, Herr Hartwig, ich geise. Der Farmer wandte sich an Reinhardt. „Wollen Sie noch etwas vom Leutnant Morton? Die Soldaten reiten dann mit ihm fort.“ „Ich habe mein Heft wieder, das andere ist Sach Nihe des Präsidenten.“ (Forts. folgt.) Die zweifache Einheitsseife Seit etlichen Monaten kommen zwei Einheitsfeinseisen zum Verkauf. Neben der kompakteren auch eine wesentlich vorösere. Die Ansprüche an die Einheitsfeinseife sind von der„Reichsstelle Industrielle Fette und Waschmittel“ genau geregelt, und daher ist jedes Stück Seife mit den Buchstaben„Rif“ bedruckt, wozu auch noch eine Nummer kommt, die den Hersteller angibt. Die jetzige Kriegsseife ist wesentlich besser als die Seifenersatze, die im späteren Verlauf des ersten Weltkrieges angeboten wurden. Die ursprünglich in den Verkehr gebrachte Einheitsseife band den eigentlichen, aus Parafin, also aus Kohle stammenden Seifenfettgehalt an gut durchgeschlemmtes Kaolin, wie der bekannte Fachausdruck für Porzellanerde lautet. Seither ist eine wesentlich leichtere Einheitsfeinseife in den Verkehr gekommen, die etwa nur 15 bis 17 Gramm wiegt, während die Kaolinseife fast fünfmal so schwer ist. Die neue Einheitsfeinseife, die neben der Kaolinseife wahlweise verkauft wird, ersetzt die durchgeschlemmte Porzellanerde durch... Luft. Die Füllung der Schwimmseise mit Luft kommt technisch auf einfache Weise zustande, indem man sie in sehr flüssigem Zustand etwa wie Schlagsahne schaumig schlägt und gleichzeitig der Masse im Rührbottich von unten her Preßluft einbläst. Obwohl sich diese Luft= oder Schwimmseife— so genannt, weil sie im Wasser nicht untergeht, sondern sich an der Oberfläche hält,— schneller verbraucht als die Kaolinseife, so ist sie doch für eine zarte Gesichtspflege recht willkommen. Aus dem Ruhrtal Ausgabe der Lebensmittelkarten Ergste. Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten findet in der Gemeinde am Montag, 19. und Dienstag, 20. Juli, im Amtshaus Ergste statt. Außerdem findet eine Ausgabe in Bürenbruch, Steinberg, Höfen, Reingsen, Bürenbruch und Michaelsweg statt.— Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Lebensmittelkarten nur zu den genannten Zeiten ausgegeben werden. Am Montag, dem 19. Juli und Dienstag, dem 20. Juli 1943 werden beim Ernährungsamt nur Lebensmittelkarten ausgegeben. Für andere Angelegenheiten(außer Ausgabe von Urlauberkarten für Wehrmachtangehörige) kann das Ernährungsamt an den beiden genannten Tagen nicht in Anspruch genommen werden. Die Verbraucher haben die Bestellscheine 52 der Reichseierkarte und der Reichskarte für Marmelade(wahlweise Zucker) in der Woche vom 19. Juli bis 24. Juli 1943 bei den Verteilern abzugeben. Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Lebensmittelkarten sofort nach Erhalt im Ausgaberaum nachzuzählen sind. Eine Reklamation, die später vorgebracht wird, nachdem die Ausgabestelle bereits verlassen ist, kann nicht mehr berücksichtigt werden. SANNIELT HEILDFLANZEN Eine tule Eraaigen Wann man id sagen lebten Mikai und Nr. 166— 7 WIR SAMMELN IN DIESER WOCHE: Birkenblätter, Brennesselblätter, Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Himbeerblätter, Eichenblätter, Haselnußblätter, Huflattichblätter, Kamillenblüten, Schafgarbenblüten. Ein neues Verbrechen der britischen Luftgangster Nach den zwei Angriffen auf den Kölner Dom haben die Briten eine neue Kulturschande begangen. Bei dem Terrorangriff gegen die Wohnviertel der Stadt Aachen wurde neben anderen Kulturdenkmälern auch der herrliche Aachener Dom getroffen.— Unser Bild zeigt den Dom zu Aachen vor dem britischen Angriff. Scherl=Archiv=Autofler. Eine lange Brautzeit wenn man so kann, verlernn Mitat and Flonka, die sich vor genau 50 Jahren verlobt hatten. Beide stammten aus einem rumänischen Donaudorf und hatten natürlich nicht geglaubt, daß ihrem Glück etwas in die Quere kommen könnte. Doch war dies der Fall. da Mihai auf dem Donaudampfer. auf dem er als Matrose Dienst tat. verunglückte und so den Termin der Hochzeit verpaßte. Ilonka wartete geduldig und tat dies volle 50 Jahre hindurch, nachdem inzwischen die Hochzeit noch ein paarmal festgelegt. aber jedesmal wieder etwas dazwischen gekommen war. Einmal brannte das väterliche Anwesen der Braut samt ihrer gesamten Ausstattung nieder, dann mußte wieder Mihais Schiff lange in Quarantäne liegen. später verunglückten beide mit der Brautkutsche und mußten ein Krankenhaus aufsuchen und endlich kam der erste Weltkrieg dazwischen bei dem Mihai in Gefangenschaft geriet. Endlich wieder vereint. wollten sie wirklich heiraten da verschwand Mihai plötzlich von der Bildfläche, und niemand wußte wo er steckte. Manche zweifelten an ihm und dachten, er habe es sich noch anders überlegt Nur Ilonka blieb standhaft und glaubte die ganzen Jahre hindurch an eine Rückkehr ihres Verlobten. Sie wartete nicht vergebens, wenn beide inzwischen auch 72 bzw. 68 Jahre alt geworden waren. Mihai hatte nämlich seinerzeit bei einem schrecklichen Gewitter, bei dem ihn der Blitz streifte, das Gedächtnis völlig verloren und irrte in der Gegend umher, bis ihn ein Bauer aufnahm, bei dem er lohnende Arbeit sand. Erst durch einen Schreck erlangte der Unbekannte der keinerlei Ausweisvapiere bei sich trug. das Gedächnis wieder Sofort machte er sich über Hunderte von Kilometern auf. um zu seiner Braut zu eilen. Nun hat sich das Paar endlich wiedergefunden, und jetzt haben sie tatsächlich Hochzeit gehalten. Die bösen Vorbedeutungen der vielen Zwischenfälle lassen sie unberührt, und sie glauben. nun wenigstens noch ihren Lebensabend in Harmonie verleben zu dürfen. Diese „grüne“ Hochzeit, die eigentlich die Goldene hätte sein können, wurde vom ganzen Dorf festlich begangen. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Rudolf=Emi Eichmann(z. Z. im Felde), i. V. Hermann Stens Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Preisl. 1. Druck: Verlagsgesellschaft von Rauchenbichler, Mender Amtliche Bekanntmachungen Die neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 26. Juli 1943 bis 22. August 1943, werden am Montag, dem 19. Juli und Dienstag. dem 20. Juli 1943 in der Zeit von 8—12 Uhr und.14—18 Uhr gogen Vorlegung eines Ausweises (Familienstammbuch) in den zuständigen Ausgabestellen der Ernährungs= und Wirtschaftsabteilung ausgegeben. Die Ausgabetage und Ausgabezeiten sind genau einzuhalten. Schwerte, den 15. Juli 1943. Der Bürgermeister. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für die 52. Zuteilungsperivde, der Bezugsausweise für Speisekartoffeln für die 52.—55. Zuteilungsperiode, der Fischbezugsausweise für die Gemeinden Garenfeld, Wandhofen, Lichtendorf und Villigst und der Fettverbilligungsscheine findet im hiesigen Amtsbezirk wie folgt statt: Holzen: Montag, 19. Juli, von 8—12½ Uhr in der Eintrachtschule. Lichtendorf: Dienstag, 20. Juli, von 8½ bis 11½ Uhr bei Wiemhoff. Geisecke: Dienstag, 20. Juli, von 13—15 Uhr in der Bahnhofswirtschaft. Garenfeld: Mittwoch, 21. Juli, von 8—9½ Uhr bei Söding. Wandhofen: Mittwoch, 21. Juli, von 10½ bis 12½ Uhr bei Wille. Billigst: Mittwoch, 21. Juli, von 15—17 Uhr in der Schule. Westhofen: Donnerstag, 22. Juli, von 7½ bis 12½ Uhr im Amtshaus. Buchholz: Donnerstag, 22. Juli. von 15—16 Uhr bei Hunke. Sämtliche Karten sind beim Empfang sofort nachzuzählen. Spätere Reklamationen können nicht angenommen werden. Für die Fettverbilligungsscheine ist der Lohnnachweis(Lohntute usw.) vom letzten Monat vorzulegen. Während der Ausgabetage ist die Kartenausgabestelle in Westhofen geschlossen. An Kinder werden grundsätzlich keine Scheine verabfolgt. Westhofen, den 15. Juli 1943. Statt Karten! Statt Karten! Der Amtsbürgermeister. Die Deutsche Arbeitsfront: RS6.„Kraft durch Freude“ Schwerte Sonntag, 18. Juli 1943, 16 Uhr, im„Freischütz“ „Pröbliebes-Kühterbuhr s Musik, Tanz, Akrobatik mit der„Hungaria=Schau": eintritt: Im Vorverkauf RM 1.50, an der : Kasse RM 2.—. Vorverkaufsstellen: Westfälische Landeszeitung, Schwerter Zeitung,: Zigarrenhaus Schöttler. Ikuttt spare Butier u. Fett — NurBaPj. kosten 500 gr goldiger ancch unr Gerich unhandund. sauber und eppetttlich. ven Ihnen selbet mit Reichelts Kunsthonigpulver und Zucher gekocht, auch vorzüglich zum Pfetferkuchenbacken.— Alles lebt! Stok.(für 10 hg reichend) 1 RM(Marbscheln) B. Reichelt, Breslau 5 Schließfach Friko ERIKO DOETAAUOID, Kautsech 2n Einige Pennige in der Weche könnten Sie doch wohl tör Uhre Fühe ausgeben! Wund-und Blasenleufan. Bronnen, Entzöndungan, Fuhschweih unw. verhötet und besoltigt * Sanches: (Fußellege Eilenbahner sucht möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension. Schriftl. Angebote unter Nr. 2216 an die Schwerter Zeitung. Ungezierer in Läger u. Wohnungen vernichtet seit 30 Jahren Friederichs, Letmathe. Ruf Iserlohn 2870 und Schwerte 2733. Un eins wüglichet gleich. mäßige Verteilung zu erreichen, werden die Heumann-Heilmittel nur noch direkt in den Apotheken abgegeben. Es findet also von Nürnberg aus kein Postversand statt, auch nicht bei Geldüberweisung. Schriftliche Ein eigenes Haus durch steuerbegünstigte: Seusperen plenmätlg vorbefeiten! Verlangen Sie kestenle: bstgeber W von Devischland: grüßter beungorssse SAF A in Ludwigsburg Wärttemberg Wir geben unsere Kriegstrauung bekannt Tasso Röttger z. Z. Gefr. u. Fluglehrer b. d. Luftwaffe Ruth Röttger geb. Berensmann Schwerte, 17. Juli 1943 Ihre Vermählung geben bekannt: Herbert Kleinhans Erna Kleinhans geb. Peukmann Villigst, 17. Juli 1943 Ihre Vermählung geben bekannt: Erich Bühning Lieselotte Bühning geb. Hövelmann z. Z. im Felde Schwerte=R. Moltkestr. 38 17. Juli 1943 Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt: Hildegard Schulte Betr.=Ing. Pami Großstuc Dtm.=Derne Schwerte=R. z. Z. Schwerte Märkische Str. d. SA. 36 Straße 21 18. Juli 1943 Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Heinz Völlinger und Frau Hilde geb. Bach Schwerte, im Juli 1943 Pi. Biotkhllanns gewürzte Fulterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden! deshalb nie in das Tränkewasser geben, sondern steis unter das Futter mischen. sebruicher nict nur verbreuchen. Batelgen Sie diesen zeitgemöhen uet euch bai Bonuchung der KHACANA Aürverpfeggmittel. Ein Nagel ist kein Nief. Seiche Pfuschereien sind die Ursache vieler Verletzungen, die gerade heute vermieden werden müssen. Wenn Sie sich aber trotadem mal eine Arbeitsschrammeholen, dann 2 eie Sutansbinte Viktoria leihen Sie sich belihre: Nechbarin. wenn Sie noch nicht im Besltze dieses werlvellen, mit es. 12% echtem Bernstein nech ORP. Veriehren hergestellten ReinlPonsihe —Peite usw. sind, ebwohl schen well über 1060600 aulriedene Mauttrauen unsere Staubtaugbürsten mit dem Odleseichen der Königin tDRwz) besitzen. Besonders wertvoll und heute für diese in erster Linie reservient: Die berufstätige Haustreu. Krankenhäuser, Kinderund Mütterheime Jeden Sonntagt: Ehterkältungs-Masik im Sais-Hotelia Es tadet ein Inh. 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