* Oie Schmener Schumer ercheien wüchentlich eschund. Bezugspreis wöchentlich 45 Apf.(einschl. Trägerlehn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 282 Apf. Zeitungsgebühr und 0.44 Apf. Postverpackungsgebühr) zuzüglich 35 Rpf. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag: Han: Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftestelle: Große Marktstr. 3—5 Ruf: 2770. Postscheckkonto: Dortmund 2832. Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt= Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Anseigenpreis: die schgerpeltene Millimeterselle 45 mm breit) 6 Hpf. Textenzeigen: Millimeter 20 Rpf Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebsstörungen durch höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für pünktliches Erscheinen der Zeitung, auch kann kein Anspruch auf Schedenerzats oder Nachlieferung erhoben werden. Nr. 35 Donnerstag, 11. Februar 1943 75. Jahrgang Enn neuce Geramem sartschen Hafser Die völlige Vernichtung der deutschen Nation als Ziel- Nach dem Sieg der Gegner soll die Erziehung unseres Volkes Fremden übertragen werden- Wir werden ihnen das Konzept verderben DRB Genf. 10. Febr. Mit welcher infernalischen Intensität und mit welchem geradezu als Gier zu bezeichnenden Eifer sich im angloamerikanischen Lager die jüdisch=demoplutokratischen Kriegsverbrecher die Hirne zermartern. wie sie nach ihren Wahnvorstellungen das deutsche Volk nach dem Kriege am besten völlig unterjochen und vernichten, dafür bringt die britische Wochenzeitschrift„Time and Tide" einen weiteren Beweis Sie fühlt sich bemüßigt, mit einem neuen Dokument des Hasses die Kette der Vernichtungspläne„würdig“ fortzusetzen. Diese Wochenzeitschrift hat einen eigenen Plan„zur Wiedererziehung Deutschlands nach einem Sieg der Alliierten“ ausgeheckt und schreibt dazu, daß sich die Antiachsenmächte auf mindestens eine Generation hinaus der Erziehung des deutschen Volkes und insbesondere der deutschen Jugend annehmen müßten. Im einzelnen meint dieses Hetzblatt, daß in erster Linie die gesamte deutsche Lehrerschaft entlassen und die führenden Lehrkräfte einem internationalen Gerichtshof zur Aburteilung überantwortet werden müßten. DementspreS Ohne Vermessenheit, aber ganz schweigende Kraft, ganz ernsthaft verhalten und ohne Rausch der Hoffnungen, so muß eine Nation sich Zoll für Zoll in den Knien aufrichten. (Freiherr vom Stein) jekten dieser Art nach Deutschland in unserem Lebensbereich hervorrufen müßte. Ein System, wie das der Plutokratien und der Bolschewisten das aufgebaut ist auf die Ausbeutung und Knechtung des Volkstums ist nun einmal als Erziehungsfaktor ungeeignet. Im übrigen aber: Wen wollen denn diese von einem alttestamentarischen Haß Vergifteten erziehen? Das deutsche Volk. also eine Nation. die der Welt die besten Arbeiter geschenkt hat, die besten Soldaten die größten Dichter und Denker, kurzum eine Nation, ohne deren Mitarbeit das Kulturleben der Welt sehr viel ärmer sein würde? Nicht darum geht es. dem deutschen Volk einen neuen Geist beizubringen sondern das Ziel dieser Hasser ist die Ausrottung des deutschen Volkes auf den verschiedensten Wegen Wie erbärmlich aber ist es, wenn Menschen denen die Todfeindschaft gegenüber dem deutschen Wesen auf der Stirn geschrieben steht ihre satanischen Pläne mit moralischen Phrasen verbrämen!... L646, Schmert Glücklicherweise ist das deutsche Schwert scharf genug um dem Bolschewismus und seinen Hilfsvölkern durch harte Tatsache die Erkenntnis einzuhämmern die ihm auf anderem Wege seiner ganzen Geisteshaltung nach niemals beigebracht werden könnte. So wird denn gerade der Haß des Feindes gegen das deutsche Volk uns erst recht stark machen im Kampf weil wir wissen, daß jeder Sieg im Angriff. jeder Erfolg in der Abwehr eine Tat für fü chend müßten dann nichtdeutsche Lehrkräfte eingesetzt werden. die dann mindestens eine Generation lang das gesamte deutsche Erziehungswesen„überwachen und leiten“. Damit ist dieser Haßplan jedoch noch nicht erschöpft. Vielmehr müßten nach den krankhaften Vorstellungen von„Time and Tide“ alle Volksschulen auf ein Jahr, alle höheren Schulen auf zwei Jahre und schließlich alle Universitäten und Hochschulen sogar auf drei Jahre geschlossen werden. Die Kosten für die Durchführung dieses Planes hätte selbstverständlich der deutsche Staat zu tragen. * Während das deutsche Volk in den Jahren vor dem Krieg sich durch Wort und Tat zu einer ehrlichen Zusammenarbeit mit den anderen Mächten bereit erklärt hat, erging der Feind sich in Vernichtungsplänen gegen Deutschland. Insbesondere hat der Feind dann aber vor allem im Krieg uns darüber nicht mehr im unklaren gelassen, daß sein Haß nicht nur dem Führer gilt, sondern dem deutschen Staat und dem deutschen Volk in seiner Gesamtheit. Wenn es möglich war, daß in den feindlichen Ländern Projekte wie die Deportation der deutschen Kinder vom zweiten Lebensjahr an, die Zerstückelung des Deutschen Reiches, die Entwaffnung unserer Wehrmacht und Pläne für eine Entmannung wie sie nur jüdischen hirnen entspringen konnten, vertreten und befürwortet werden konnten dann zeigt das daß der Feind von einem Rausch des Vernichtungswillens beseelt ist. Aus dem gleichen Geist heraus, aus dem diese Haßpläne gegen Deutschland geboren worden sind, ist jene Kriegführung nächtlicher Terrorangriffe auf Wohnsiedlungen entstanden, für die England die volle Verantwortung zu tragen hat. Jetzt nun überrascht die englische Wochenzeitschrift„Time and Tide“ die Welt mit einem Plan zur Wiedererziehung Deutschlands nach dem Sieg des Bolsch wismus und seiner Hilfsvölker, der eine einzige Ungeheuerlichkeit bildet. Man braucht nur zu überlegen, wer die angeblich für notwendeg erachtete„Umschulung“ des deutschen Volkes durchführen will. und man erkennt bereits welche verbrecherische Niedertracht der„Time and Tide“ ihren ungeheuerlichen vädagogischen Plan eingegeben hat. Von den Bolschewisten wissen wir daß sie ihr eigenes Land durch Terror und Ausbeutung in eine Wüstenei menschlicher Gesinnung und Gesittung verwandelt haben. Was aber weiß ein System von Erziehung. das die Lehrer zu Tausenden hingemordet hat, das die Jugend auf den Straßen verkommen läßt das die Familie, die nun einmal seit Jahrtausenden ein Hort des Lebens ist, systematisch untergraben hat. Aber auch in den plutokratischen Ländern, in England und in Nordamerika, ist die Verwahrlosung der Jugend beispiellos. „In einem Land, in dem der Lehrer von der Gosse terrorisiert wird und in dem es möglich ist, daß Lehrer von Schülern ermordet werden, ist der Bankerott aller Erziehungsmethoden offensichtlich. Sicherlich werden Bolschewisten und Plutokraten bei der Uebernahme des deutschen Erziehungswesens nicht bessere Leistungen vollbringen als sie in ihrem eigenen Land aufzuweisen haben. Nachdem aber schon dem eigenen Volk gegenüber Bolschewismus und Plutokratie sich an der Jugend schwer vergangen haben, ist nicht abzusehen welches Grauen eine Verlagerung des Arbeitsfeldes von SubDeutschland ist, die mit der Zerschlagung der feindlichen Macht dem Feind endlich auch die Lust an Vernichtungsplänen nehmen wird, die eine Schande in der menschlichen Kultur darstellen. Deutschland rettet Europa Ein Interview mit Dr. Sven Hedin DRB. Stockholm, 10. Febr.„Dagens Ny heter“ bringt ein Interview mit dem bekannten Asienforscher Dr. Sven Hedin der am Montag nach einem einmonatigen Besuch in Deutschland nach Stockholm zurückkehrte. Dr. Hedin nahm bekanntlich an den Feierlichkeiten zu Görings 50. Geburtstag und der Einweihung des Instituts für Zentralasiatische Forschung an der Universität München teil. Es sei äußerst interessant gewesen, erklärte der bekannte Forscher im unmittelbaren Kontakt mit derjenigen Nation zu stehen die alles opfere um Europa vom Bolschewismus zu retten. Dr. Hedin hob hervor daß seiner Ansicht nach bolschewistische Truppen in Tornedalen und Sowietflugplätze in Aaland sein würden, wenn nicht Deutschland gegen die UdSSR kämpfe. Es sei die Tragik der augenblicklichen Lage. Zeuge sein zu müssen, wie die USA und England den Bolschewismus bei seiner Zerstörung der europäischen Kultur unterstützten. Althatten=schwerer Der Feind am oberen Donez und westlich des Oskol abgewiesen DNB Aus dem Führerhauptquar= tier, 10. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die schweren Abwehrkämpfe im Südteil der Ostfront hielten auch gestern in unverminder Härte an. In zäher Abwehr und bei wuchtigen Gegenangriffen wurden den wiets erneut schwere Verluste beigebracht. Bei auflebender Kampftätigkeit im Westkaukasus wurden alle feindlichen Angriffe, die zum Teil mit Panzerunterstützung geführt wurden, abgewiesen. Im Gebiet des oberen Donez und westlich des Oskol=Abschnittes brachten die deutschen Divisionen an vielen Stellen den Vormarsch des Feindes nicht nur zum Stehen, sondern warfen die Sowiets unter schweren Verlusten nach Osten zurück. Hierbei wurde ein feindliches Kavallerieregiment fast restlos vernichtet. 92 H. 169 12 In diesen Kämpfen haben sich die 168. und die 45. Infanteriedivision besonders ausgezeichnet.„„ Im mittleren Abschnitt und im Nordteil der Ostfront verlief der Tag im allgemeinen rubig.„„ An der Nordafrika=Front nur örtliche Artillerie= und Spähtrupptätigkeit. Sturzkampfflugzeuge bekämpften wirkungsvoll feindliche Batterien im tunesischen Hochland,„.5erdag Jger un aa#. Bei einem Tagesvorstoß gegen den Hafen Bone trafen schnelle deutsche Kamfflugzeuge ein großes Frachtschiff mit schweren Bomben und zerstörten mehrere Lagerhallen. In Luft: kämpfen schossen deutsche Jäger 16 feindliche Flugzeuge ab. Einzelne britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht militärisch wirkungslose Störanariffe auf westdeutsches Gebiet. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am gestrigen Tage mehrere Orte in Süd= und Südostengland. 51 Luftsiege errungen Das Ritterkreuz für kühnen Jaadflieger DRB. Berlin, 10. Febr. Der Führer verlieh auf Vorschlaa des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschal! Göring das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeldwebel Friebel. Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Vier neue Ritterkreuzträger DRB. Berlin. 10. Febr. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Fridolin von Senger und Etterlin Kommandeur einer Panzerdivision:„ Tn P K 9 Oberstleumant Walter Henrich. Kommandeur eines Panzerarenadierregiments; Hauptmann Gerhard Behnke, Führer einer Sturmgeschützabteilung: Hauptmann Günter Corssen, Abteilungsführer in einem Vanzerregiment. Ss fewzeitsafe=Punzer Eine Division schlug in elf Tagen. 75 feindliche Angriffe zurück DNB. Berlin, 10. Febr Südlich des Ladogasees konzentrierten die Bolschewisten am 8. Februar Vorstöße hauptsächlich auf den Abschnitt einer Infanteriedivision, den sie nach starker Artillerievorbereitung mehrfach in Regimentsstärke angriffen. Der Feind versuchte dort, zäh verteidigte Höhenstellungen zu nehmen doch scheiterten alle seine Anstrengungen am hartnäckigen Widerstand unserer Truppen. Bei Nacht griffen unsere Kampfflugzeuge feindliche Bereitstellungen und den Nachschub der Bolschewisten an. In den Quartieren und Devots entstanden nach Bombentreffern Erplosionen und Brände. An den bisherigen erfolgreichen Abwehrkämpfen südlich des Ladogasees sind ostpreußische Divisionen denen auch Rheinländer und Westfalen angehören in hohem Maße beteiligt. Sie standen im Brennpunkt der schweren Angriffe und der Verlauf der Schlacht hing wesentlich davon ab, daß sie der Uebermacht standhielten. Diese Regimenter waren gleichsam die Bollwerke an denen sich die fortgesetzt heranflutenden Massen der Bolschewisten brachen Eine der Divisionen hat in den ersten elf Tagen dieses harten Ringens 75 Angriffe abgewiesen. Im gleichen Zeitraum wurden ebensoviele feindliche Bereitstellungen durch Artillerie und schwere Infanteriewaffen zerschlagen, so daß beabsichtigte Vorstöße unterblieben. Die Verluste der Sowiets sind außerordentlich hoch Aus Beobachtung Erkundungsvorstößen und Gefangenenaussagen ergibt sich daß der Feind bei seinen ergebnislosen Angriffen im Abschnitt dieser deutschen Division mindestens 12 000 Mann verloren haben muß Eine Sowjetdivision, drei Schützenbriaaden, sowie eine Panzerbrigade wurden zerschlagen und vier weitere Divisionen so stark mitgenommen. daß sie zu größeren Kampfhandlungen zunächst nicht mehr fähig sind. Bei den heftigen Abwehrkämpfen vernichtete die ostpreußische Division mit den ihr unterstellten Sturmgeschützen 82 Sowjetpanzer und beschädigte 13 weitere so schwer daß sie der Feind nicht mehr bergen konnte Außerdem wurden durch Flak und Infanteriewaffen noch 17 meist gepanzerte Schlachtflugzeuge abgeschossen. Sämufen an der MarhBei den jüngsten Kampfen an der Nordfront kamen auch die Freiwilligenverbände zu verdienten Erfolgen. Die spanische Blaue Freiwilligendivision wehrte zahlreiche Erkundungstrupps und am 8. 2. starke feindliche Angriffe ab, während sich Vanzerjäger der Frei„Seeschlacht auf der Höhe der Isabell=Insel Zwei Kreuzer, ein Zerstörer und zehn Torpedoboote versenkt DRB. Tokio. 10. Febr. Das Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanische Marine in der Zeit zwischen dem 1. und 7. Februar in den Gewässern südöstlich der Isabell=Insel der Salomon=Gruppe insgesamt 13 feindliche Schiffe versenkte und 86 Flugzeuge abschoß. Im einzelnen verlor der Feind zwei Kreuzer. wovon einer in wenigen Minuten versenkt wurde einen Zerstörer und zehn Torvedoboote, außerdem 86 Flugzeuge. Die japanischen Verluste beliefen sich auf drei Zerstörer die beschädigt wurden, davon einer schwer, außerdem 12 Flugzeuge. die nicht zurückkehrten. Diese Schlacht wird in Zukunft die Bezeichnung führen:„Seeschlacht auf der Höhe der Isabell=Insel". Das Kaiserliche Hauptquartier hatte bekanntlich am 4. Februar bereits ein Zwischenergebnis bekanntgegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren ein Kreuzer versenkt, ein Kreuzer schwer beschädigt und 33 Flugzeuge abgeschossen Der Erfola unseres japanischen Verbündeten, der dem Sieg bei der Rennel=Insel unmittelbar folgte, konnte also noch wesentlich vergrößert werden. Wieviel Arbeiter braucht ein Frontsoldatz Das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Wieviel helfende Soldaten sind notwendig, damit ein Frontsoldat in der Hauptkampflinie unmittelbar kämpfen kann? Beide Fragen zusammen ergeben erst das Bild des Gesamteinsatzes der Nation an der Front, in der Heimat und zwischen Heimat und Front! Wir haben einmal die ganz unverbindliche Handaelenkschätzung gehört daß im Osten auf einen kämpfenden Soldaten fünf oder sechs— vielleicht auch noch mehr— Soldaten zur Sicherung des Nachschubs zur Ablösung zum Bau von Wegen und Bahnen und zu dem. was sonst noch eine Riesenarmee braucht notwendig sind. Wenn hier von einem Frontsoldaten gesprochen wird so muß hinter dem unmittelbar kämpfenden Soldaten die Schlange der Soldaten mitgesehen werden die die Verbindung zwischen Heimat und Front sichert Was braucht nun ein unmittelbar kämpfender Soldat(mit seinen Hintermännern) an Arbeitskräften in der Heimat? Die Amerikaner haben eine interessante Schätzung aufgestellt deren Annäherungswert wir anerkennen. Danach werden für Ausrüstung und Unterhaltung eines einzigen kämpfenden Soldaten dauernd 17 Kräfte. für ein einziges Flugzeug jedoch bereits 60 Arbeitskräfte in der Heimat benötigt. Hast du das verstanden? F. L. willigenlegion der Niederlande als Meisterschützen bewährten. Sie standen am 31. l. als Panzerschutz mitten in der Verteidigungslinie und kämpften Schulter an Schulter mit unseren Grenadieren gegen den mit starken Kräften vordringenden Feind. Zunächst beschoß der Pakzug infanteristische Ziele und vernichtete dabei drei feindliche Panzerabwehrkanonen. Im Morgengrauen des 1. 2. sahen sich die Niederländer plötzlich sechs heftig feuernden Panzerkampfwagen vom T 34“ gegenüber. Sie ließen in aller Ruhe die Stahlriesen auf kürzeste Entfernung herankommen und schossen dann sämtliche sechs Panzer in Brand. Die folgenden feindlichen Schützen trieb das Feuer unserer Grenadiere in ihre Ausgangsstellungen zurück. zerschossener linker Hand tagelana in Stalingrad weitergekämpft DRB Berlin, 10. Febr. Als der Kampf unserer Stalingrad=Division sich seinem Ende näherte. reihten sich alle Soldaten. auch die Köche, Ordonnanzen und sämtliche Männer vom Troß in die Front der heldenmütigen Verteidiger ein. Auch die Leichtverwundeten und Kranken wollten ihren bedrängten Kameraden nicht nachstehen. Sie sprangen, ohne Befehle abzuwarten überall ein, um die Kampfkraft der Männer in den vordersten Stellungen zu stärken. Verwundete gaben in vorbildlicher Kameradschaft und entschlossenem Widerstandswillen ihr Letztes Se halfen bei den Schanzarbeiten“ oder übernahmen hierbei den Feuerschutz schafften Material zum Bunkerbau heran und taten alles was in ihren Kräften stand. Jeder einzelne von ihnen hat in diesen Wochen Uebermenschliches geleistet. Einem 43jährigen Obergefreiten der sich freiwillig zum Kampf an der Ostfront gemeldet hatte und der als Gruppenführer eingesetzt war zerschlug ein Erplosivaeschoß im Nahkampf die linke Hand. Trotzdem stürmte er mit seiner Gruppe vor bis sie die vorübergebend eingedrungenen Bolschewisten wieder aus unseren vorgeschobenen Verteidigungsnestern berausgeworfen hatten Erst als der Angriff abgeschlagen und Ablösung möglich war, begab sich der tapfere Obergefreite zum Verbandplatz. Der Stabsarzt schickte ihn zurück zum Troß. Der Obenaefreite aber meldete sich wieder bei seinem Zugführer und kämpfte noch vier Tage lang zusammen mit seinen Kameraden gegen den immer wieder anstürmenden Feind. trotz steigenden Wundfiebers und trotz seiner zerschossenen Hand. Noch hatte er einen gesunden Arm und eine gesunde Hand. mit der er das MG halten und seine Feuerstöße in die angreifenden Bolschewisten sagen konnte. Wohl schwächten Schmerzen und Blutverlust seine Kräfte. Aber als am gleichen Abend ein Panzergraben ausgehoben werden mußte, war er wieder dabei Am Tage machte er den kilometerweiten Weg zum Verbandplatz bei Dunkelheit aber stand er mit anderen Verwundeten die sich freiwillig gemeldet hatten, auf Posten. Erst nach zehn Tagen, als das Fieber ihm seine letzten Krafte zu nehmen drohte entschloß er sich, seine Gruppe abzugeben, und begab sich um Flugplatz, von wo er dann in einem Sanitätsflugzeug mit anderen Venwundeten in ein Lazarett außerhalb Stalingrads gebracht wurde. zur letzten Granate Bei den harten erbitterten Kämpfen von Stalingrad versuchten die Bolschewisten auch von Osten her über das Eis der Wolga die deutsche Verteidigungsfront zu durchbrechen. Rücksichtslos trieben die Sowietkomm'ssare die Sowiettruppen immer wieder über die glatte deckungslose Eisfläche in den Tod. Eines Nachts gelang es dem Feind, gegenüber der Wolgainsel auf dem Westufer des Stromes Fuß zu fassen. Grenadiere, Flakkanoniere und Männer eines Baubataillons warfen sich den Bolschewisten entschlossen entgegen. Unter ihnen befanden sich auch Verwundete, die am nächsten Morgen ins Lazarett gebracht werden wollten. Aber alle griffen zu den Waffen. Sie wußten, daß es auf jeden ankam, und wollten ihre Kameraden nicht im Stich lassen. In erbittertem Nahkampf mit Karabinern und Handaranaten warfen sie den Feind im Gegenstoß zurück und vernichteten ihn schließlich bis auf den letzten Mann. Tagelang wagten die Bolschewisten keinen neuen Angriff. Unablässig zerschlugen sie mit den schweren Waffen den Granatwerfern und Salvengeschützen die Deckungen unserer Grenadiere an der Wolga. Als sie glaubten, den deutschen Widerstand zermürbt zu haben. trieben die Bolschewisten von neuem ihre Infanterie zu Tausenden über das blanke Eis. Rutschend und fallend stürmten die Angreifer vor. Aber dicht am Ufer brachten unsere Flakartilleristen die einzige noch vorhandene Batterie in Stellung, unbeirrt von den rechts und links einschlagenden Granaten, die das Eis in Stücke rissen. Schuß um Schuß jagten die Kanoniere ihre Granaten in die Angreifer. Haufenweise sielen die Bolschewisten. Immer neue Wellen stürmten beran, die sich über die Berge von Toten und Verwundeten hinweg ihren Weg bahnten. Unsere Flakkanoniere feuerten ihre Granaten in die Massen, bis diese zerschlagen und vernichtet waren. Die weiße Eisfläche war jetzt schwarz von den Leibern der gefallenen Bolschewisten. Wieder war einer der Großangriffe des Feindes an der tapferen Abwehr unserer Helden von Stalingrad zusammengebrochen. Erst als die letzte Granate verschossen war, wurde die Räumung dieses Uferstückes befohlen. Kriegswichtige Anlagen Leningrads im schwerer Artillerie DNB Berlin, 10. Febr. Schwere Artillerie des Heeres nahm am 9. 2. zahlreiche kriegswichtige Anlagen der Stadt und im Hafenbezirk von Leningrad wirksam unter Feuer Es konnten umfangreiche Zerstörungen in Sprengstoffwerken. Lagerschuppen. Werften und Verkehrsanlagen beobachtet werden. In der Seekabelfabrik und der Baltischen Werft entstanden ausgedehnte Brände. Feindliche Batterien wurden rasch zum Schweigen gebracht und zum Teil niedergekämpft. Feindliche Schlachtflugzeuge versuchten. die Feuerstellungen unserer Geschütze anzugreifen um dadurch den weiteren Beschuß zu stören. Sie wurden aber durch Flak und Infanteriewaffen zurückgetrieben. Das Nationaldirektorium der Faschistischen Partei Albaniens beschloß, dem Ministerrat einige von der Partei zugunsten der Arbeiterschaft ausgearbeitete Sozialgesetze zu unterbreiten. Mil Wasserbeinern Fegen Hsche Die Briten hielten einen Pottwal für ein deutsches DRB. Las Palmas(Balearen). 10. Febr. Ein in Las Palmas beheimateter Fischer stieß mit seinem Boot beim Fischfang im Mittelmeer plötzlich gegen eine riesige dunkle Masse. Im Verein mit anderen Fischern konnte er feststellen daß es sich um einen gewaltigen Pottwal handelte der tot an der Meeresoberfläche trieb. Es gelang den fast 15 Meter langen und etwa 5000 Kilogramm schweren Riesenfisch an den Strand zu schleppen. Dort stellte sich heraus daß das Ungetüm ein Opfer der britischen U=Boot=Abwehr geworden ist, die es mit Wasserbomben bewarf offenbar in der Annahme. ein feindliches U=Boot vor sich zu haben. Der Fisch weist eine Reihe von Wunden auf. die von den Explosionen herrühren. 20 Monate in Gefangenschaft Erlebnisbericht eines Italieners DRB. Rom 10. Febr. Ein Angestellter der Zweigstelle der Banco di Navoli in Addis Abeba. Dr. Thomas Fanuele, gibt im „Giornale d'Italia“ einen Erlebnisbericht über die 20 Monate die er in englischer Gefangenschaft in Diredaua verbrachte. Er wurde am 1. Mai 1941 zusammen mit seiner Familie als unerwünschter Ausländer in Addis Abeba evakuiert. Die Bewachung der Gefangenen erfolgte durch Sudanesen. Das Privateigentum wurde Schwarzen. Griechen und Armeniern ausgeliefert, zum Teil zu lächerlich geringen Preisen versteigert. Die Eingeborenenbevölkerung in Italienisch= Ostafrika leidet Hunger. Es kam bereits zu mehreren Aufständen. Im November vorigen Jahres wurden ein englischer Oberst und andere Offiziere von Abessiniern bei einem Aufstand im Gebiet von Godscham und Harrar getötet. Bluturteile in Algier und Constantine DRB Algeciras, 10 Febr. Aus Algier und Constantine werden Todesurteile gegen Mitglieder der französischen Volkspartei gemeldet. Unter fadenscheiniger Begründung— meist auf Anschuldigungen von Juden— werden Mitglieder dieser der französischen Regierung treu ergebenen Partei auf Weisung Roosevelts von den Behörden Girauds verfolgt, verurteilt und erschossen. Die Bluturteile von Algier und Constantine lassen erkennen, daß in Französisch=Nordafrika bei den nordamerikanischen Besatzungsbehörden und bei den Stellen Girauds äußerste Beunruhigung herrscht. Verschiedene Sabotageakte, besonders an Eisenbahnlinien und eine zunehmende Flüsterpropaganda verursachen den Nordamerikanern und Giraud schwere Sorgen bei der Suche nach Schuldigen. Britisches Bluturteil in Indien DNB Bangkok. 10 Febr. Wie der Sender Delhi meldet, fällte der britische Gerichtshof in Madras am Dienstag das Urteil gegen an einem Ueberfall auf das britische Salzdepot Kolasakara im September v. J. beteiligte Inder. Zwei Inder wurden zum Tode verurteilt, während 16 weitere lebenslängliche GeGandhi im Hungerstreik DNB Stockholm. 10. Febr. Nach einer Reutermeldung aus Puna(Indien), wo sich Gandhi als britischer Gefangener in Haft befindet, ist der Mahatma in den Hungerstreik getreten. Gandhi, der 72 Jahre alt ist, hat aus Protest gegen die britischen Gewaltmethoden in Indien am Mittwochmorgen zum ersten Mal das Essen zurückgewiesen und will diesen Hungerstreik drei Wochen fortsetzen. Norruptionesrundar in Englane großen Ausmaßes im Ernährungsministerium DRB. Stockholm, 10. Febr.„News Chronicle“ berichtet über die Aufdeckung eines der größten Korruptionsskandale der letzten Zeit. ihn sind maßgebende höhere Beamte des englischen Ernährungsministeriums verwickelt. Es handelt sich dabei in der Hauptsache um Zuckerschiebungen größten Maßstabes die von Beamten des Ernährungsministeriums im Verein mit einigen Spekulanten vorgenommen wurden. In der Voruntersuchung erklärte nach „News Chronicle“ der Staatsanwalt John Maude:„Es handelt sich hier um einen gigantischen und verbrecherischen Skandal.“ Blühendes Schiebertum in USA DRB. Genf. 10. Febr. Die Zeiten des Schwarzhandels und der Unterwelt sind in den USA wieder angebrochen meldet die USAZeitschrift„Lock“ vom 26. Januar. Das Schieben von heute erinnere an die Tage der„Bootlegger“, aber jetzt würden nicht Alkohol sondern Benzin. Autoreifen Kaffee und andere Bezugsausweise verschachert. Der Schwarz= handel nehme zum Entsetzen der Behörden von Taa zu Tag zu. Keine Dividende mehr Schlechte Zeiten für britische Tankergesellschaften DRB. Genf. 10. Febr. Die British Oil Shipving Aktiengesellschaft erstattete wie die „Times“ berichtet, ihren Jahresbericht nach dem der Bruttogewinn des Unternehmens im letzten Jahre weniger als ein Viertel der Erträge des Vorjahres beträgt. Während im Vorjahr noch 15 Prozent Dividende ausgeworfen wurden. fällt für das abgeschlossene letzte Geschäftsjahr die Dividende völlig aus. Das schlechte Ergebnis wird, da man von Schiffsverlusten nicht gern spricht auf die„kostspieligen und zeitraubenden Schiffsausbesserungen und die sich daraus ergebende Untätigkeit des Unternehmens während längerer Zeiträume“ zurückgeführt. Die wichtigsten Persönlichkeiten der Geschäftsleitung sind im übrigen ausgeschieden, weil sie ihren Aktienbesitz im Verlauf des letzten Jahres zu noch einigermaßen guten Kursen abgestoßen hatten. Daß an Stelle der 15 Prozent überhaupt keine Dividende mehr gezahlt werden würde, haben sie den Käufern allerdings verschwiegen. Diese haben sich nun auf ihre Art von der Wirkung der deutschen U=Boote überzeugen müssen. Schiffstrümmer in der Straße von Gibraltar DNB Rom, 10. Febr. Wie aus Algeeiras gemeldet wird, wurden bei Cab Tarifa zahlreiche Schiffstrümmer an den Strand gespült und einige leere Rettungsboote gesichtet. An Bord eines der Rettungsboote befanden sich Lebensmittel englischen Ursprungs, so daß angenommen wird, daß es sich um die Ueberreste eines in der Nähe versenkten englischen Dampfers handelt. In den Gewässern der Meerenge von Gibraltar wurden von spanischen Fischern zwei weitere leere Rettungsboote gesichert. „Ein noch nie dagewesener Verrat“. DRB. Athen, 10. Febr. Unter der Ueberschrift„England liefert die kleinen Völker dem Bolschewismus aus“ schreibt die Zeitung„Wima“, England habe die Entwicklung und die Ausweitung dieses Krieges nicht vorausgesehen und sich daher plötzlich in einer Lage befunden. die es nicht selbständig meistern könnte. Es mußte sich dem Schicksal der Hilfeleistung seiner Verbündeten überlassen. Jedoch fordern beide, sogenannten Verbündeten Enalands schweres Entgelt für ihre zweifelhafte Hilfe. Die Vereinigten Staaten haben sich im voraus bezahlen lassen, indem sie Teile des britischen Imperiums einsteckten. Die Bolschewisten konnten indes nicht bar bezahlt werden und mußten das Versprechen einstecken daß sie nach dem Kriege ganz Europa beherrschen könnten. London sei sich aber bewußt, daß diese Abmachungen mit Moskau einem noch nie dagewesenen Verrat gegen Europa und insbesondere gegen die kleineren Länder gleichkommen. Doch so schließt der Artikel, hat England nicht über Europa zu verfügen weil heute die Völker Europas mit Deutschland vereinigt sind. Die lichte Brücke Skizze von Erich Zwirner Sie waren einst gute Kameraden gewesen, der Jupp Brandes und der Michel Schröder. In einer kleinen Stadt am Rhein war ihre Heimat. Dort hatten sie die gleiche Schulbank gedrückt, gemeinsam alle möglichen Jungenmeiche vollbracht und in gerechten Teilen jedmide Strafe in Empfana genommen. Dann waren sie Soldaten geworden. Wie konnte es anders sein als daß sie zu der gleichen Kompanie einberufen wurden und wiederum den gleichen Dienst hatten, der zu gleichen Hälften recht gut zu ertragen war. Dann geschah dies, was einmal kommen mußte, was wie ein bitterer Tropfen in die klare Schale reiner Kameradschaft geträufelt wurde. Es war dies, was alle Jugendkameradschaften einmal auf eine schwere Prüfung zu stellen vermaa: ein Mädchen. Anneliese war es schwergefallen zwischen den beiden aufrecht wackeren Jünglingen zu wählen. Nun hatte sie sich für den Jupp entschlossen. Was schien es verwunderlich, wenn Michel fortan grollte und das Schicksal seinen Lauf nahm? Alle Versuche die Anneliese um der Kameradschaft willen anstellte, waren vergebens. Fortan waren Michel und Junv geschiedene Leute. Sie gingen sich aus dem Wege wo sie nur konnten. Keiner sprach nun ein Wort mehr miteinander. Alle die schönen Erinnerungen der Jugendtage verblatten. Dann kam der Krieg. Gewaltig stürmte das neue Geschehen auf die jungen Menschen ein. Dies war eine andere Sprache, als die da das kleine, winklige Städtchen am Rhein zu ihnen gesprochen hatte. Der Kriegslärm machte ihre Gesichter hart. Ihre Herzen vernahmen den Klang, der um der Größe des Ganzen willen über den kleinen Dingen des Lebens läutete. Die Erde bebte. Die Menschen wurden so unendlich klein vor dem Gewaltigen, das da Kriea hieß. Die Kompanie marschierte. Dann gab es Kampf. Jupp Brandes stürmte nach vorn. Krachend schlugen die Granaten in die Erde. Fieberhaft ratterten die Maschinengewehre. Hitze senkte sich unbarmherzig hernieder. Die Schlacht, die große Bewährung war gekommen. Wer zählt die Augenblicke da sich die Herzen der Krieger krampfhaft zusammenziehen? Wer schildert die Mühsal. die Entbehrungen. Dennoch gab es nur ein Ziel: Vorwärts! Jupp Brandes stürmt nach vorn. Immer weiter! Im Sturm hat er seine Mundharmonika verloren. Er will danach greifen. Es gelingt ihm nicht. Schon stampft das Kampfgctümmel darüber hinweg. Was ist schon so eine kleine Mundharmonika? Für den, der im satten Leben steht fast nichts Für einen Landser aber alles! Mit ihren freundlichen Tönen hat sie ihm über manche trüben Stunden hinweggeholfen. Alle Not alle Sehnsucht kann man ihr anvertrauen. Rauschende Akkorde werden daraus Trost und Vergessen. Wie oft nach langen Märschen, hat Jupp Brandes diesen Trost erfahren. Nicht allein für sich. Die Kameraden sahen in die Ferne, wenn er die Töne durch den Abend präludierte. Aber nun war alles vorüber. Der treue Kamerad, den man anspruchslos im Schaftstiefel immer bei sich tragen konnte war verloren. Das Schlachtgetümmel war darüber hinweggerauscht. Der Abend nahte heran. Noch immer heulte der Lärm über das Feld. Als die Sterne hoch am Himmel standen gebot die Nacht Ruhe. Noch ein kurzes Besinnen, bevor die Kämpfer des Tages die Augen zur wohlverdienten Ruhe schließen konnten. Langsam und schwer geht der Atem. Die Herzen spiegeln noch wider das Feuer der Schlacht. „Jupp“ sagt jemand leise.„Hier.“ Es blitzt etwas Metallisches im halben Mondlicht. Michel reicht es ihm. „Deine Mundharmonika. Ich habe sie heute mittag gefunden". Es waren die ersten Worte nach langer Zeit. „Ich dank dir, Michel.“ Das ist alles, was Jupp zu sagen weiß. Aber dann, etwas später, hört man ein paar leise Akkorde. Ganz leise verwehen die in der Nacht. Und dies ist mehr als tausend Worte. Es ist wie eine lichte Brücke von Herz zu Herz. Viel mehr Musik, als das eine ganze Sinfonie in diesem Augenblick zu geben vermag. Es schwebt und weht, taut an dem Frost der inneren Kälte. „Anneliese läßt dich herzlich grüßen“, sagt er hernach.„Ich wollte es dir schon seit Tagen sagen. Aber du weißt———“ „Ist schon aut“ gibt Michel zurück. Dann reicht er Jupp seine Hand entgegen. Es ist schon spät. Morgen ruft wieder die Schlacht. Weiter geht es, ins ungewisse, neue Land——— 20 feindliche Flugzeuge abgeschossen DRB. Rom, 10. Febr. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: An der libysch=rünesischen Grenze Aufklärungstätigkeit. Fahrzeugansammlungen und Truppenkonzentrationen wurden mit autem Erfolg von Abteilungen der Achsenluftwafse angegriffen. Im Kampfabschnitt von Tunis Störungsfeuer der beiderseitigen Artillerie. Ein feindlicher Flugzeugverband führte einen heftigen Bombenangriff auf Kairuan(Tunis) durch und verursachte unter der Bevölkerung zahlreiche Opfer. Deutsche Jäger schossen im Luftkampf 16 Flugzeuge ab Spreng= und Brandbomben wurden auf einige Orte der kalabrischen Küste am Jonischen Meer, auf Noto Marina und auf die Stadt Trapani abgeworfen. Geringer Schaden. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Ueber Trapani schoß die italienisch=deutsche Flak vier Flugzeuge ab. Eines stürzte nördlich der Stadt ab ein anderes fiel bei der Insel Egadi ins Meer, ein drittes stürzte im Gebiet von Blandino und das vierte südlich von Faceco ab. Luftkampf über Messina DRB. Rom, 10. Febr. Italienische Jäger warfen sich am 8. Februar über Messina einem aus 15 viermotorigen Feindflugzeugen bestehenden Bombenverband entgegen und zwangen ihn, seine Bomben ins Meer zu werfen. In einem zehn Minuten währenden Luftkampf, der über dem Meer ausgefochten wurde, gelang es. ein Feindflugzeug abzuschießen. Generaloberst Haase“ Staatsbegräbnis vom Führer angeordnet DRB Berlin, 10. Febr. Am 8. 2. starb in Berlin der Ritterkreuzträger Generaloberst Kurt Haase. Oberbefehlshaber einer Armee. Der Führer hat für den im Frieden und in zwei Kriegen hochbewährten Offizier ein Staatsbegräbnis angeordnet. Generaloberst Haase wurde am 15. 12. 1881 als Sohn des Kaufmanns Julius Haase in Honnef am Rhein geboren. Nach Ablegung der Reifeprüfung trat er 1901 in das württembergische Feldartillerieregiment 65 in Ludwigsburg ein. Während des ersten Weltkrieges in dem er vor Warschau und Wilna im Baltikum und Flandern sowie vor Verdun kämpfte und neben anderen hohen Auszeichnungen das Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern erhielt wurde er(1914 zum Hauptmann befördert) im Frontdienst und in Generalstabsstellungen verwendet. Von 1917 ab war er Generalstabsoffizier der 28. Infanteriedivision. 604 In das Reichsheer übernommen, erfolgte seine Beförderung zum Major und Versetzung ins Reichswehrministerium. 1935 wurde er zum Generalmajor befördert und drei Monate später zum Kommandeur der 3. Division ernannt. Von 1936 ab wirkte er als Kommandeur der 17. Infanteriedivision in Nürnberg. Hier bereitete er auf zwei Reichsparteitagen die Wehrmachtvorführungen vor. 1937=38 war er Inspekteur der Artillerie in Berlin. 1938 wurde er zum General der Artillerie befördert und gleichzeitig zum Kommandierenden General des 3. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis 3 ernannt. Während des Polenfeldzuges schlug er mit dem 3. Armeekorps die Schlacht in der Tucheler Heide, befreite mit seinen Divisionen Bromberg und hatte maßgeblichen Anteil an dem siegreichen Ausgana der Schlacht an der Bzura. Im Westfeldzug durchbrach General Haase mit seinem Korps am 15. Mai die Befestigungen bei Neuzon und bei Mezieres—Charleville. Durch diesen Erfola hat er zum Gelingen der Gesamtoperationen im Westen— besonders zum Durchbruch an den Kanal— in entscheidender Weise beigetragen. Immer wieder zeichnete er sich durch seine persönliche Tapferkeit und seine entschlossene Führung aus. Der Führer verlieh ihm bereits am 8. Juni 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und beförderte ihn in der denkwürdigen Reichstagssitzung am 19. Juli 1940 zum Generalobersten. Zu Beginn des Jahres 1941 übernahm Generaloberst Haase den Oberbefehl über eine Armee im Westen. Teile dieser Armee waren es die den Briten bei ihrem mißglückten Landungsversuch von Dieppe eine blutige Abfuhr Weibliche Sprachmittler als Stabshelferinnen für die besetzten Ostgebiete DRB Berlin, 10. Febr. Auf Grund zahlreicher Anfragen weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß auch weibliche Sprachmittler„(Dolmetscher und Uebersetzer) mit russischen Sprachkenntnissen auf Grund freiwilliger Verpflichtung als Stabshelferinnen bei höheren Kommandostellen in den besetzten Ostgebieten eingesetzt werden können. Mindestalter 21. Höchstalter 45 Jahre. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den Kenntnissen. Außer der vollen tariflichen Vergütung, werden für die Dauer des Einsatzes in den besetzten Ostgebieten Einsatzzulage, freie Unterkunft und freie Verpflegung gewahrt. Persönliche und schriftliche Bewerbungen und nähere Auskünfte bei der Wehrkreisverwaltung 3. Berlin=Grunewald, Cunostraße 35/43. Zimmer 52. Wahl des finnischen Staatspräsidenten am 15. Februar DNB Helsinki, 10, Febr.„Helsingin Sanomat" behandelte am Mittwoch im Leitaufsatz zum ersten Male die am 15. Februar stattfindende Wahl des finnischen Staatspräsidenten. Das Blatt weist auf die außerordentlichen Umstände hin unter denen sich auch diesmal dieser wichtige Staatsakt vollziehe. Im Gegensatz zu dem einzigartigen Vorfall, daß die Sowjetunion bei den Wahlen von 1940 auf Finnland einen starken Druck ausübte, um damit die Abhängigkeit zu demonstrieren, erfolge die Wahl jetzt ohne äußeren Druck. Die Wahlmänner würden daher diesmal absolut frei ihre verantwortungsvolle Entscheidung treffen. #r Führer:„Was bei Beginn dieses Krieges vielen deutschen Männern und Frauen noch unbekannt war, iß ihnen nunmehr klar geworden: Der Kampf. den uus die gleichen Feinde, wie einst im Jahre aufgezwungen haben, entscheidet über das Sein oder die Vernichtung unseres Volkes.“ 0— Dr Yparen Kohle, Gas und Strom für die Rüstung! Soun vonnmmmnmummmmmet Der neus Gauiener den Wentsulen=Eue Schwerte, 11. Februar 1943. Soldaten-Humor Daß unsere braven Feldgrauen auch im 4. Kriegsjahre ihren Humor noch nicht verloren haben, das beweist nachfolgendes Gedicht, das ein Schwerter Junge im Soldatenrock an die hiesige RSV geschickt hat. Leider kann der Wunsch des Schwerter Jungen nicht erfüllt werden; aber er mag sich trösten, wenn er nach siegreichem Kriegsende nach Hause zurückkehrt, ist auch ein Mädel da, das ihn von seiner Sehnsucht kurieren wird. Die Schriftleitung. Im sonnigen Süden, 11. Januar 1943. riebe NSV! Du hast alles, was wir brauchen: pseifen, um daraus zu schmauchen, Zigarren, um sie zu paffen, Bilder, um sie zu begaffen, Ziehkommoden, die wir quetschen, Feigen, Datteln und selbst Zwetschen, für den Sauerkohl“) die Klingen, Noten, um daraus zu singen, Saure Drops, lieblich zu lutschen, Knöpfe, wenn die Hosen rutschen, Kreuzworträtsel für den Schädel, alles, alles, nur kein Mädel! Hast du nicht so etwas auf Lager? Nicht so fett und nicht zu mager! Du schickst doch jahraus, jahrein Mütter fort und Kinder klein. Kannst du nicht in diesem Rahmen eine Kollektion von Damen an die Front zur Auswahl senden, die wir sachgemäß verwenden. Das gibt einen Mordsradau. Hilf uns, liebe RSV! Es grüßt herzlich ein Hans aus Schwerte. *) Bartstoppeln. Tageschronik Auszeichnung. Der Führer verlieh den Untergruppenführern im Reichsluftschutzbund Otto Hennig, Heidestraße, und Otto Krämer, Hörder Straße(zur Zeit am Postamt Libau(Lettland) beschäftigt), das Luftschutzehrenzeichen 2. Stufe. Wir gratulieren! Städtische Orchesterschule in Dortmund. In wenigen Wochen geht das Schuljahr zu Ende, und viele Jungen stehen dann vor der ernsten Frage der Berufswahl. Musikalisch Begabte, die die Absicht haben, die Musik zum Lebensberuf zu wählen, werden auf die Städtische Orchesterschule aufmerksam gemacht, die eine Abteilung des Städtischen Konservatoriums ist. Die Orchesterschule hat die Aufgabe, besonders musikbegabte Schüler zum Orchestermusiker vorzubilden. Sie nimmt diese jederzeit für alle Instrumentalfächer auf. Besonders begabten und bedürftigen Schülern können auch Freistellen gewährt werden. Auskunft erteilt die Geschäftsstelle Balkenstr. 34. Gerade jetzt, da uns der Ernst der bolschewistischen Bedrohung so greifbar klar geworden ist, da alle Kräfte der Nation in die Waagschale des Sieges geworfen werden müssen, sollte niemand versäumen, sich über die Gefahr des Bolschewismus ein wirkliches Bild zu verschaffen. Dieses vermittelt ihm die Ausstellung„Das Sowjetparadies“ in der Westfalenhalle zu Dortmund. Sie muß das Ziel von vielen tausenden westfälischer Volksgenossen sein. + Arbeitsbuch genügt für Ehestandsdarlehen. Die künftige Ehefrau mußte für ein Ehestandsdarlehen bisher durch Bescheinigungen der Arbeitgeber nachweisen, daß sie innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens neun Monate in einem Arbeitsverhältnis gestanden hat. Zur Vereinfachung genügt nach einem Erlaß des Reichsfinanzministers künftig die Vorlegung des Arbeitsbuches oder eines behördlich beglaubigten Auszuges, aus dem die Dauer der Arbeitsverhältnisse und die Arbeitgeber in den letzten zwei Jahren vor der Eheschließung zu ersehen sind. - Die Fenster sichern! Wenn Vorfrühlingsstürme durch die Lande brausen, soll man besonders pfleglich mit den Fenstern umgehen. Selbst wenn man nur für wenige Augenblicke weggeht, muß man die Fenster Die Einführung Bei der Einführung des neuen Gauleiters für Westfalen=Süd, über die wir gestern kurz berichtet haben, teilte Gauleiter Paul Giesler mit, daß der Führer den Stellvertretenden Gauleiter Albert Hoffmann mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gaues Westfalen=Süd beauftragt.„Ich begrüße hiermit mit der politischen Führerschaft des Gaues Westfalen=Süd den Parteigenossen Hoffmann und freue mich, daß ich ihn gleichzeitig heute im Rahmen dieser Arbeitstagung bekanntmachen kann mit den Vertretern der Wehrmacht, des Staates und der Verwaltung, die an dieser Tagung teilnehmen.“ Der Gauleiter führte dann aus, daß er sich nach der Beauftragung mit der vertretungsweisen Führung des Gaues MünchenOberbayern im Juni des vergangenen Jahres mit aller Energie bemüht habe, entsprechend dem Auftrag des Führers zu handeln ohne Vernachlässigung des Gaues Westfalen=Süd. Es sei eine Riesenbelastung für ihn gewesen, die immer größer geworden sei.„In dieser Lage sah sich der Führer genötigt, im Gau Westfalen=Süd eine Anderung eintreten zu lassen. Er wollte nicht, daß Westfalen=Süd ferngesteuert wird. Er setzt eine Autorität im Gau ein, die mit höchsten Mitteln ausgestattet ist und eine kraftvolle Führung gewährleistet. Sie konnte nur dadurch geschaffen werden, daß ein Stellvertretender Gauleiter aus einem anderen Gau des Reiches einsprang. So ist vom Führer der Parteigenosse Albert Hoffmann beauftragt worden, die Geschäfte im Gau Westfalen=Süd im engsten Einvernehmen mit mir so zu führen, daß die von mir bisher vertretene Auffassung eine sinnvolle Weiterführung erfährt.“ Gauleiter Giesler beantwortete die Frage, ob diese Lösung nicht mit dem Parteigenossen Vetter möglich gewesen wäre dahingehend, daß Parteigenosse Vetter, den er den getreuen Ekkehard des Gaues nannte, an dem alle hingen, sich schon vor längerer Zeit entschlossen habe, sich in erster Linie der Leitung der Stadt Hagen als Oberbürgermeister zu widmen.„Es gehört“, so sagte Gauleiter Giesler,„zu den schönsten Meilensteinen in meinem Leben, daß ich in Parteigenossen Vetter einen solchen Freund und Kameraden gefunden habe, und das wird auch so bleiben.“ Dann wandte sich der Gauleiter an Stellvertretenden Gauleiter Hoffmann und schilderte ihm die Schönheit, die Lebendigkeit und die gewaltige Bedeutung des Gaues, in dem das industrielle Herz des Großdeutschen Reiches pocht, und verwies darauf, daß wichtiger als Industrieanlagen und ihre Technik der Mensch sei und daß er es stets als seine höchste Aufgabe betrachtet habe, Anwalt der hier in härtester Arbeit stehenden Menschen zu sein und sie in eine neue Lebensgrundlage zu bringen. Der Führer habe auf der Gauleiter=Tagung vor einigen Tagen die hier von den Bergleuten verfahrenen„Panzerschichten“ als Beispiel für die roische und tapfere Gesinnung unseres Voire hrt. Im Anschluß an seinen Überblick über dier#uktur des Gaues sagte Gauleiter Giesler, daß###t, dessen Weg in diesen Gau führe, sich immer auf die Treue der Parteigenossen und Parteigenossinnen verlassen kann, die nie versagen die sich im Kampf bewährt haben und die mit einer echten Meinung und einer echten Überzeugung zu ihrer Sache stehen.“ Er habe sich in diesem Gau weniger als Gauleiter, sondern als führender Mitkämpfer betrachtet. Nach einem Hinweis auf die Aufgabe, die Menschen immer stärker zu gewinnen für das neue Leben das uns aus der Weltanschauung des Führers erwächst, und sie zu überzeugen von der Große und der Richtigkeit der ewigen Lebensgesetze, die der Führer aufgestellt habe, wandte sich der Gauleiter zum Schluß an die Führerschaft mit den Worten:„Ich weiß: Sie werden nun auch dem Parteigenossen Hoffmann in derselben Treue, Anständigkeit und Pflichterfüllung an die Seite treten, wie bei mir. So wünsche ich für die zukünftige Arbeit vollen Erfolg und verpflichte Sie alle im Auftrage des Führers dazu, den Befehlen dessen, der nun den Gau führt, zu folgen und verpflichte Sie zum stärksten Einsatz aller Kräfte, weil es um das Leben unseres Volkes geht.“ Stellvertretender Gauleiter Albert Hoffmann machte sich zum Sprecher der Parteigenossenschaft des Gaues und dankte Gauleiter Giesler für die Arbeit, die er in Westfalen=Süd geleistet hat.„Sie haben mit ganzem Herzen an diesem Gau und an ihrer Heimat gehangen, und ich weiß, wie schwer es Ihnen wird, hier von Westfalen=Süd fortzugehen. Sicher, Ihre großen Aufgaben liegen in München=Oberbayern. Aber Ihr Herz, das ist in Westfalen=Süd und wird es wahrscheinlich auch bleiben. Ich glaube aber, daß nicht nur Sie ungern von Westfalen=Süd scheiden, sondern daß auch die Parteigenossenschaft des Gaues Sie ungern scheiden sieht; denn Sie haben in der verhältnismäßig kurzen Zeit, in der Sie hier Gauleiter sein durften, die Herzen aller erobert, und es ist weit über die Grenzen des Gaues hinaus bekannt geworden, wie stark Ihr Wille im Gau verankert gewesen ist. Ich möchte Ihnen versichern, daß ich mich bemühen werde, in Ihre Fußstapfen zu treten und das von Ihnen begonnene Werk fortzuführen. Ich möchte Ihnen von Herzen danken dafür, daß Sie sich bereit erklärt haben, mir und damit dem Gau auch weiterhin mit Wort und Tat zur Seite zu stehen und Sie darüber hinaus bereit sind, auch weiterhin zu uns zu kommen, um hier in Führertagungen sowohl wie in Versammlungen zu sprechen.“ Stellvertretender Gauleiter Hoffmann wandte sich dann an die Führerschaft des Gaues und bat, das Vertrauen ihm entgegenzubringen, wie er seinerseits die Kameradschaft mitbringe, die für die Arbeit nötig sei. Er könne den Gau nicht allein führen, die Aufgaben nicht allein meistern; alle müßten gemeinsam dem großen Ziel zustreben. Kameradschaft und Vertrauen bedeuteten alles, und je inniger die Kameradschaft und intensiver das Vertrauen sei, je einfacher sei der Gau zu führen und desto besser das Ziel zu erreichen. Stellvertretender Gauleiter Albert Hoffmann verwies darauf, daß es heute um Sein oder Nichtsein gehe, daß für uns Nationalsozialisten eine neue Kampfzeit begonnen habe. Er erinnerte an die Kampfzeit und an das Vorbild, das damals Westfalen=Süd abgegeben habe. Begriffe wie Bochum, Dortmund und Hattingen seien allen Fanal gewesen. Ein Erlebnis aus der Kampfzeit in Bochum verband er mit der Feststellung, daß die neue Kampfzeit der alten durchaus gleiche. Die Zeit der bürgerlichen Bequemlichteit sei vorüber. Es gehe darum, wieder zu kämpfen füc Ideale und für das Ziel, das uns der Führer gesteckt hat. „Ich glaube, daß wir alle, die wir hier sind, wenn wir uns unterhaken, gemeinsam in Kameradschaft eine Kette bilden, daß wir dann das Ziel erreichen. Wir haben in der letzten Zeit Stalingrad erlebt. Stalingrad ist für manche von Ihnen, der dort Anverwandte verloren hat, eine traurige Erinnerung, darüber hinaus für das gesamte deutsche Volk ein trauriges Ersichern; sonst läuft man Gefahr, daß Wind und Sturm sie zuschlagen und die Scheiben zertrümmern. Wenn man dazu noch bedenkt, daß wir im vierten Kriegsjahr stehen, in dem größte Sparsamkeit in allen Dingen geboten ist, dann ist die Mahnung zur Fenstersicherung doppelt beherzigenswert. - Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt folgende neue Aufnahmen: Von den Kämpfen südostwärts des Ilmensees; Alle Mann an die Leine! Zwischen Panzerwracks und Schützengräben: An der Front südlich des Ladogasees: An der Donfront; An der tunesischen Front; Betriebsappell in einem Berliner Rüstungswerk; Jeder hilft mit im Entscheidungskampf. Anerkennung gefunden Ein Telegramm an die Gesolgschaft der Gewerkschaft „Friedrich der Große" Wie wir mitgeteilt haben, haben die Kumpels von der Schachtanlage der Gewerkschaft„Friedrich der Große“ in Herne beschlossen, eine Sonntagsschicht für den Führer zu verfahren. Der Leiter der Reichsvereinigung Kohle, Generaldirektor Paul Pleiger, hat dem Betriebsobmann der Gewerkschaft„Friedrich der Große“ folgendes Telegramm geschickt: „Den Entschluß der Bergmanner der Gewerkschaft „Friedrich der Große“, eine Panzerschicht zu verfahren, habe ich mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Ich freue mich, daß sich die Heimat mit der kämpfenden Front einig fühlt— immer in dem Sckaten bleiben muß die deutsche aation! Um sie zu erhalten, ist kein Opfer zu großt eignis. Aber ich glaube, daß in all diesem Unglück Stalingrad für uns ein Glück bedeutet. Ich glaube, daß durch Stalingrad das deutsche Volk wachgerüttelt worden ist. Wir stehen hier im totalen Krieg, und wir haben alle Veranlassung dazu, alles daran zu setzen, was uns Kraft gibt, um diesen totalen Krieg zum Sieg zu führen. Wir wollen gemeinsam ans Werk gehen. Es gilt einer Aufgabe und einem Zielz Deutschland! Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes„O Deutschland hoch in Ehren" nahm Gauleiter Paul Giesler noch einmal das Wort. Er berichtete über die Tagung der Reichs= und Gauleiter und fand begeisternde Worte über den unerschütterlichen Glauben des Führers an den Sieg, über seine grenzenlose Zuversicht und über die gewaltige Kraft, die von ihm ausstrahle. Er sprach von der Fülle menschlicher Bewährung, die uns das Leben Adolf Hitlers zeige, von dem heigen Atem des Krieges, der uns nunmehr anwehe, und von der Pflicht, ihm die größte Härte und Entschlossenheit entgegenzusetzen. In diesem Zusammenhang sprach der Gauleiter über die zwei wichtigen Anordnungen des Arbeitseinsatzes der Frau und die Schließung von Betrieben. Mit einem politischen Überblick und dem Appell an den restlosen Einsatz schloß Gauleiter Giesler seine Ausführungen. Stellvertretender Gauleiter Vetter dankte ihm für die Arbeit, die er für den Gau geleistet hatte und versicherte, auch selbst stets für den Gau zu arbeiten, in dem er die Kampfzeit verlebt habe und in dem er bleiben wolle. Mit dem alten schönen Lied„Als die gold'ne Abendsonne“ klang die Tagung aus. Der Werdegang des Stellvertretenden Gauleiters Albert Hoffmann Stellvertretender Gauleiter Albert Hoffmann ist am 24. Oktober 1907 in Bremen geboren. In Bremen und in Amsterdam war er kaufmannisch tätig. Albert Hoffmann fand bereits im Jahre 1922 den Weg zum Nationalsozialismus. Im Jahre 1925 war er Angehöriger der Nationalsozialistischen Arbeiterjugend und Mitbegründer der Bremer SA. Innerhalb der Kreisleitung Bremen der Partei bekleidete er im Laufe der Jahre verschiedene Amter. Im Jahre 1934 wurde er in die Parteikanzlei berufen. Seit dem Jahre 1938 war er zunächst in der Ostmark, später im Sudetenland und im Protektorat im besonderen Auftrag tätig. Im Sudetenland arbeitete er mit am Aufbau der Partei und als Beauftragter der Parteikanzlei im Stabe des Reichskommissars Henlein. Im Jahre 1939 nahm der Stellvertretende Gauleiter Albert Hoffmann als Angehöriger einer Gebirgsjäger=Kradschützenschwadron am Polenfeldzug teil. Er wurde wegen Tapferkeit vor dem Feind befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Seit dem 10. Februar 1941 war Albert Hoffmann, der Mitglied des Reichstags, Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei sowie der Bronzenen und Silbernen Dienstauszeichnung der RSDAP ist, Stellvertretender Gauleiter im Gau Oberschlesien. Im Rahmen dieses Amtes und gleichzeitig als Leiter der Deutschen Arbeitsfront des Gaues und als Gauwirtschaftsberater nahm er tätigen Anteil am Aufbau dieses neuen Gaues. ADOUF HITLEA elslnnenliniiliiiissiiilietenn Gedanken an unsere Helden von Stalingrad—, und ich bin davon überzeugt, daß ihr Beispiel seinen Ansporn auf die übrigen Bergmänner nicht verfehlen wird. Glückauf und Heil Hitler! Paul Pleiger.“ Meldepflicht für Aufgaben der Reichsverteidigung Der Präsident des Landesarbeitsamtes Westfalen teilt mit: Die Presseveröffentlichungen über die Meldepflicht für Aufgaben der Reichsverteidigung sind vielfach fälschlich dahin aufgefaßt worden, daß der meldepflichtige Personenkreis sich nunmehr unaufgefordert beim zuständigen Arbeitsamt persönlich zu melden habe. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß die Meldepflichtigen laufend gruppenweise durch Bekanntmachung in der Tagespresse zur Meldung aufgefordert werden. Die Meldung erfolgt schriftlich auf Grund eines vorgeschriebenen Fragebogens. Erst auf Grund des geprüften Fragebogens wird vom Arbeitsamt über die Heranziehung zum Arbeitseinsatz entschieden werden. Fünzvon der Titanie Roman von Maria Oberlin Copyright by Prometheus=Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell b. München 24 Mehrere Tage waren nach dem großen Schiffsunglück vergangen. Noch brachten die Zeitungen aller Welt Meldungen über die Schiffskatastrophe, immer neue Berichte von Augenzeugen, die den Schrecken allmählich vervandten und Auskünfte gaben. Noch wurden lange Verhütungsmaßnahmen in langen Artikeln besprochen. Aber allmählich ebbte— wie alles in der Welt— auch die Aufregung ab. Nur in den Versicherungsgesellschaften und in den Büros der Cunard=Linie war die Katastrophe noch täglich besprochener Mittelpunkt. Am Fenster ihres Neuyorker Hotels stand Thea Korff. Schmal und blaß lehnte sie am Fensterkreuz und schaute in die schwindelnde Tiefe hinab. Soeben war sie angekommen, hatte die noch immer kkanke Meta Dirksen in ein Sanatorium geführt und Ner Wohnung genommen. Es gab mancherlei zu er:2igen. Telegramme flogen in die Welt, die Anweuche an die Schiffahrtsgesellschaften mußten bemnntgegeben werden, man war ja ganz ohne Kleider und Geldmittel, alles mußte neu beschafft werden. Nach ein paar Stunden war sie wieder ins Sanavorium gefahren und hatte sich nach dem Befinden der Eran'en erkundigt. Man hatte ihr beruhigende Ausranst geven können. Man hoffte die Erkrankte wieder eem Leben zuführen zu können, man erwartete, daß sie vor allem auch die schwere Melancholie über den Tod des Vetters überwinden würde. Von Frobus hatte man keine Spur mehr gefunden. Thea Korff schlug die Hände vors Gesicht. Es hatte Wunder gegeben— auch bei diesem Unglück. Menschen, die man tot glaubte, hatte man noch lebend, an einen Balken geklammert, oder auf einer Eisscholle treibend, gefunden und retten können, aber von Frobus war keine Spur mehr zu finden. Seltsam, sie hatte immer geglaubt, ihm müsse alles glücken, er würde auch diesen Kampf bestehen können. Traurig ließ sie den Kopf sinken. Was blieb von ihm? Die Erinnerung an wenige unvergeßlich schöne Stunden, da sie einen Menschen gefunden hatte, der ihr Glück, Verständnis, Hingabe und Kameradschaft gegeben hatte... Vorbei... Einen Moment überkam sie Mutlosigkeit, ja eine fast wilde Verzweiflung. Was hatte ihr das Leben noch zu bieten? Es schien wie mit einem grauen Schleier verhangen... Der Vater tot, die Lebensaufgabe, die er ihr gestellt und die ein tragisches Schicksal ihr nahm, gelöst, der Mensch, den sie liebte, ein Opfer der furchtbaren Tragödie Was blieb, war Einsamkeit. Dann faßte sie sich... und deine Hilfe für andere? sagte eine Stimme in ihr. War es nicht ihre Pflicht, so lange Meta Dirksen zu helfen, bis die Verzweifelte wieder Mut zum Leben bekam? War es nicht ihre Pflicht, den letzten Willen des Vaters wenigstens so weit zu erfüllen, daß die geschäftliche Bindung mit der Firma Bürger geordnet wurde? Sie mußte doch auch den Eltern die letzte Nachricht über den Sohn bringen. Ihr graute davor. In den wenigen Tagen hatte sie das Wesen des Mannes deutlich genug kennengelernt... sie konnte nicht um ihn trauern, sie war Leo Bürger fremder gewesen als jede Fremde. Sie hatte für ihn nur das Mitgefühl aufbringen können, das man dem Opfer eines Unglücks entgegenbringt. Ihr Schmerz und ihre Verzweiflung galten einem anderen vergangenen Glück. Und das furchtbare Ende des Mannes? Wieder ging sie grübelnd auf und ab, versuchte, die wirr flatternden Gedanken zu ordnen. Dann ließ sie sich Kleider bringen und verließ das Hotel. Inzwischen hatte man in der Villa Bürger das Furchtbare erfahren. Die zermarternde tagelange Ungewißheit war vorbei. Bürger und Frau Mary daßen beisammen. Der Mann sah die Frau besorgt an: „Sie wird uns alles erzählen... vielleicht weiß sie etwas über ihn...“ Da trat schon das Mädchen ein und nannte Thea Korffs Namen. Wie elektrisiert sprangen die beiden auf und eilten der Braut ihres Sohnes entgegen. Thea Korff stand auf der Schwelle.. totenblaß, in schlichtem, schwarzem Trauerkleid. Ihr Blick überflog das Elternpaar, und heißen Mitgefühl quoll in ihr auf. Sie sah eine schöne Frau, deren einst reizvolle, Kameraden eines Sturmgeschützes Nach dem Abschuß des 60. Sowjetpanzers wurde dem jetzt zum Leutnant beförderten Oberwachtmeister Hugo Primozic vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing den Eichenlaubträger Primozie mit den tapferen Kameraden seines Geschützes. PK=Kriegsberichter Mandler(PB3=Sch) blühende Züge wie versteinert in großem Kummer waren, die Augen vom Weinen getrübt, sie sah den Vater, dessen schmales, nervöses Gesicht vor Erregung bebte. Da schmolz alle Kälte und Fremdheit in ihr. Sie ging einen Schritt näher und legte sacht ihre Arme um den Hals der Frau, umfing die Schluchzende warm und innig, als sei es ihre eigene Mutter. „Wir wissen nur, daß sein Name nicht in den Listen der Geretteten steht“, sagte Bürger sehr traurig. „Aber Sie können uns gewiß etwas Näheres erzählen... Gab es denn gar keine Möglichkeit, ihn zu retten?“ Zwei Augenpaare hingen in zitternder, banger Frage an den blassen Zügen des Mädchens. Einen Augenblick schloß Thea entsetzt die Augen. Ein Bild tauchte vor ihr auf: Leo, in gierigem Kampf um sein Leben, die Frau— die Frau eines anderen hinter sich herziehend... Geldscheine in den Händen... kratzend und beißend, um zu den Booten zu kommen, und dann ein Schuß, ein gurgelnder Aufschrei... Sie faßte sich mühsam und begann leise zu sprechen: „Die Frauen wurden in die Boote gebracht... Leo war gut zu mir... half mir... sorgte für mich... er machte mir den Weg frei.. ich kam in ein Boot .. er war ruhig und besonnen... ich hörte von anderen, die gerettet wurden, daß er tapfer war... die Männer durften erst die Sitze einnehmen, die frei wurden... er machte den seinen einer Frau frei...“ Leise, abgebrochen hatte sie erzählt... hatto gelogen. Mary Bürger war schluchzend zurückgesunken. Ihre Lippen murmelten dauernd den Namen des Sohnes. Gortsetzung folgt W M # In Febraur=Tehimm die Garienpfiehe Im Februar ist der Höhepunkt des Winters überschritten, in Jahren mit normalem Klima, zu denen wir diesen Winter rechnen konnten, ist es im Februac so weit, daß die ersten wichtigen Arbeiten für das neue Erntejahr beginnen müssen. Im Obstgarten sind die Dezember=JanuarArbeiten unbedingt zu beenden.(Beschneiden, Ausputzen, Roden überständiger Bäume, Ausheben von Pflanzgruben, Spritzen usw.), da der März gerade genug Gartenarbeiten bringt. Die durch den vorhergegangenen Frost eingetretenen Schäden können sich sehr verstärken, wenn einsetzende Wärme und reiche Sonnenbestrahlung schnelles Tauen verursachen. Durch Bedecken, Einbinden mit Sackleinewand, Stroh oder Schilf, bei Spalieren durch Vorlegen von Brettern u dgl. kann viel dagegen getan werden. Hierzu gehören auch die Schäden, die bei glattrindigen Obstbäumen durch einseitige Sonnenbestrahlung an hellen, wolkenlosen Tagen eintreten; der tagsüber auf der Sonnenseite in Bewegung gekommene Saft gefriert in den darauffolgenden klaren Frostnächten wieder, worauf das gefüllte Zellengewebe platzt. Ergebnis: Rindenerkrankungen. Hiergegen helfen auch Lehmund Kalkanstriche. Bei Schnee kann mit Erfolg gedüngt werden, indem man auf die Baumscheiben solche Mittel streut, die beim Schmelzen mit in den Boden gezogen und aufgelöst werden. Mit dem Veredeln beginne man erst im März, doch können die Bäume hierzu schon jetzt zurückgenommen, d. h. die Aste und Zweige abgesägt bzw. abgeschnitten werden. Man veredele nicht zuviel, sondern beschränke sich nach Möglichkeit auf faule Träger und kranke Bäume. An das meist stiefmütterlich behandelte Beerenobst sei erinnert. Man dünge es jetzt reichlich und beschränke sich nicht auf ein paar Dunggüsse, sondern werfe Löcher oder Gruben aus und fülle sie mehrere Male mit vergorener Jauche(Gülle), womit zugleich für die so notwendige Feuchtigkeit gesorgt wird. Bloßliegende Wurzeln durch den Frost gehobener Erdbeerstöcke bedecke man mit kurzem Dünger oder Kompost und drücke sie kräftig an. Ist der Boden im Gemüsegarten aufgetaut und die Beetoberfläche abgelrocknet, so können Zwiebeln, Möhren, Erbsen, deren Samen langsam keimen und daher frühe Aussaat verlangen, gesät werden, doch betrete man die Beete, zumal bei schwerem Boden, nicht, da die Erde alsdann an den Trittstellen klumpt und später so hart wird, daß das ganze Jahe hindurch nichts mehr darauf gedeiht. Bei anhaltend günstiger Witterung kann man Spinat, Petersilie, Melde, Kerbel und Schwarzwurzeln säen, desgleichen auch Puffbohnen legen, die sämtlich, weil wenig wärmebedürftig, späteres schlechtes Wetter vertragen. Man säe in Reihen, wodurch das Jäten erleichtert wird, wenn das Unkraut, wie z. B. die Vogelmiere, zu wuchern beginnt. Gegen Ende des Monats ist es Zeit, die Mistbeete herzurichten; aber nur dann, wenn genügend Pferdemist vorhanden ist, den man allenfalls durch Laub strecken kann; andere Ersatzmittel sind nicht zu empfehlen. Auch muß man die nötige Zeit zur sorgfältigen Bedienung haben, denn das Packen, Lüften usw. nimmt viel Zeit in Anspruch. Man kann in die Mistbeete säen: Karotten, Radieschen, Rettich, Sellerie und die verschiedenen Frühkohlsorten. Rhabarberstöcke, die im Garten überflüssig sind, grabe man bei offenem Wetter aus und schlage sie im Keller dicht nebeneinander ein, worauf sie bald zu treiben beginnen. Zum Schluß sei nochmals an die rechtzeitige Samenbestellung erinnert. Da die Haltbarkeit der Gemüsevorräte von Woche zu Woche abnimmt, sind die Lager öfters genau durchzulehen. Schwesternvorschülerin melden. Mädel, die ihr hauswirtschaftliches Jahr abgeleistet haben und auch im Arbeitsdienst waren, werden Jungschwestern. Die Ausbildung dauert 18 Monate. Die späteren Einsatz= möglichkeiten sind außerordentlich vielgestaltiger Natur. Die deutsche Schwester kann in der Gemeinde eingesetzt werden, um die Bevölkerung im Sinne einer neuen Gesundheitsführung fürsorgerisch zu betreuen. Das ist bestimmt eine schöne Aufgabe, die dem jungen Mädchen die Möglichkeit bietet, auf allen Gebieten des täglichen Lebens mehr als gewöhnlich Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Andere Schwestern werden in Krankenhäusern zur Krankenpflege eingesetzt oder bilden sich als Röntgen= oder Operations= schwester aus. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Säuglingsschwester zu werden, eine Tätigkeit, die besonders vielen jungen Mädchen Freude bereitet. Auch die Lazarette, die Krankenstuben der nationalpolitischen Erziehungsanstalten, die ½Mütter= und Säuglingsheime werden mit Schwestern der Ne=Volkswohlfahrt besetzt. Besonders befähigte Mädchen haben die Möglichkeit, in der herrlich gelegenen Oberinnenschule der RSV sich für den Einsatz als Oberin in Krankenhäusern und Lazaretten vorzubereiten. Im Gegensatz zu den früher üblichen Schwesternschaften ist Arbeit und Erholung, sportliche und fachliche Betätigung wohl ausgeglichen. Die RSV=Schwester in der Gemeinde hat ein hübsch eingerichtetes Heim, in dem sie sich wirklich wohlfühlen kann. Und auch in den Schwesternheimen der Krankenhäuser und Lazarette ist für alles gesorgt, dessen ein junges Menschenkind bedarf. So sind die Möglichkeiten für die Schwesternschülerinnen im späteren beruflichen Einsatz außerordentlich vielseitig und werden jeder besonderen fraulichen Reigung gerecht. Der nächste Eintrittstermin ist der 1. April 1943. Wer zu diesem Termin als Schwesternschülerin beginnen möchte, kann sich umgehend beim Reichsbund deutscher Schwestern, Dortmund, Dudenstraße, melden. 1S 1ST SO WUNPERSCHöN, IN PAS VOLE GEHEN UND NUN ZUHEI FEN.WAS IST NICHTALLEIN AUFSOZLALEMGEBIET IN DEUTSCHLAND ALLES GESCHEHEN! XUS TAUSENDFACHEN EINZELNEN LEISTUNGEN ERGIBT SICHAMENDE DOCH EINE SCZIALE GROSSTAT. DER FUHRER ZUN WHW 1956/37 — □ h OPFERSUNNTAG AM 2E FEBRUAR Deut Beitrag züm Siege Erfüllung im Schwesterndienst Einsatz in der Gemeinde und in Krankenhäusern Anmeldungen bis zum 1. April In diesen Wochen müssen sich wiederum viele Tausende von Mädeln im Gau Westfalen=Süd für einen Beruf entscheiden. Ein Beruf, der wirkliche Befriedigung gibt und der dem fraulichen Wesen am besten entspricht, ist der der Schwester. Jedes Mädel, das die Schule mit Erfolg besucht hat, aufgeschlossen. lebendig und gesund ist und gute charakterliche Eigenschaften besitzt, kann Schwester werden. Wenn es für die Jungschwester noch zu jung ist und noch keine hauswirtschaftliche Ausbildung hat, kann es sich als Der Rundfunk am Freitag Reichsprogramm: 15.30—16.00: Violinsonate von Richard Strauß. 16.00—17.00: Ballettmusik in der Oper. 17.15—18.30: Musikalische Unterhaltung. 18.30—19.00: Der Zeitspiegel. 19.00—19.15: Wehrmachtvortrag: Unsere Luftwaffe. 19.20—19.35: Frontberichte. 19.45—20.00: Dr. Goebbels Artikel:„Unser Wille und unser Weg“. 20.15—22.00:„Wo die Lerche singt“ von Léhar. Deutschlandsender: 17.15—18.30: Haydn. Händel, Respighi(Leitung: Heinz Dressel. Münster). 20.15—21.00: Franz=Schmidt=Zyklus. 21.00—22.00: Querschnitt aus„Idomeneo“ von Mozart. k ne muß jeder Deutsche wissen, daß das, was er keinen Soldaten oder der notleldenden I Heimat gibt, auch wirklich denen zugute kommt, dle es verdienen und für die es beKimmt ist. Süßwaren In der 46. Zuteilungsperiode(8. Februar bis 7. März 1943) erhalten auf Abschnitt N 36 der Nährmittelkarte 46 alle deutschen Verbraucher mit Ausnahme der Juden, Strafgefangenen, Geisteskranken usw. nach Maßgabe der Belieferung der Kleinverteiler Süßwaren, und zwar Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 250 g Süßwaren, Verbraucher über 18 Jahre 125 g Süßwaren. Jugendliche bis zu 18 Jahren, die Inhaber der Nährmittelkarte für Selbstversorger mit Getreide(SV'G blau) sind, erhalten die höhere Zuteilung von 250 g, wenn der Abschnitt R 36 ihrer Karte mit Dienstsiegel gestempelt ist. Die Abstempelung nehmen die Kartenausgabestellen auf Antrag vor. Die Gemeinschaftseinrichtungen erhalten Bezugschein B. Urlauber erhalten diese Zuteilung, wenn mindestens eine Woche des Urlaubs in die 46. Zuteilungsperiode fällt, auf Grund eines Bezugscheines, den sie von den Kartenausgabestellen bekommen. Eine Vorbestellung ist nicht erforderlich; die Kartenausgabestellen stellen, seweir noch nicht geschehen, den Kleinverteilern Bezugscheine über Süßinaren aus. Die Bezugscheine sind unverzüglich den bekannten Vorkeseranten einzureichen. Die Abschnitte N 36 sind bei der Ausgabe von den K'einverteilern abzutrennen. Über die Ausgebe haben die Kleinverteiler nach ihrem Abschluß, spätestens bis zum 3. März 1943, mit den Kartenausgabestellen unter Vorlage der auf Bogen aufgeklebten Abichnitte N 36 und unter Angabe des insgesamt noch vorhandenen V=sondes an Süßwaren abzurechnen. Bezüglich der Verwendung dieses Bestandes, an Süßwaren ist weitere Weisung des unterzeichneten Ernährungcamtes abzuwarten. Iserlohn den 5 Fehruar 1943. Der Landrat— Ernährungsamt. Die Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Obermaat Wilhelm Görtz (z. Z. Gotenhafen) und Frau Margarete geb. Pütter Holzen über Schwerte, den 10. Februar 1943. z. 8. Marienhospital Schwerte Geilengsvolegiah für Bezirk Villigst gesucht. „Schwerter Zeitung" Statt Karten Für die Gratulationen und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlich. Erwin Keppmann, Obergefr. i. e. techn. Einheit, z. Z. im Felde und Frau Hilde Keppmann geb. Lemme Dortmund=Neu=Asseln, im Februar 1943. Quartlenbeckstraße 24 Für die aufrichtige Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Verstorbenen sagen wir hierdurch allen unseren herzlichsten Dank. Ww. Ernst Fischer und Kinder Schwerte, im Februar 1943. Biere R 8 M Mit Hilfe der Kameraden wieder heraus Bei einem Kampfunternehmen ist ein Sturmgeschütz auf einen vom Schnee verwehten Flußlauf gestoßen dessen Eisdecke die schwere Last nicht trägt. Das Geschütz brach bis ans Rohr ein. Durch Funk wurden di## Nachbargeschütze zum Feuerschutz herbeigerufen. Bald wird das Sturmgeschütz wieder frei sein. PK=Kriegsberichter Koster(PB3=Sch eiern. Bagereisen gegen gut erhaltenen Mädchentornister zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Nummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm aus der Westfällschen Großbrauere! Anareus Immer ein Hochgenuß! Aummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Jetzt immes Sechtzettig verdunkeln! Westdeutschland Leichtsinn brachte den Tod Minden. Auf der Straßenbahnlinie Minden —Porta stürzte der 16jährige Schüler Großkopf aus Barkhausen aus der Straßenbahn und wurde getötet. Die Ermittlungen haben einwandfrei ergeben, daß der bedauerliche Unfall auf leichtsinniges Verhalten des Getöteten zurückzuführen ist. Der Schüler hatte sich auf die Sverrkette der Plattform gesetzt und schaukelte hin und her. Anscheinend ist die Kette gerissen. Gr. wurde heraus= und gegen einen Baum geschleudert. Der Körper prallte zurück und geriet unter den Anhänger der Straßenbahn. Der Tod ist sofort wahrscheinlich schon beim Anprall gegen den Baum eingetreten. Verteilung kommen würbe. Zweckdienliche Mitteilungen aus dem Publikum nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. In ganz gemeiner Weise verdächtigt Selm=Beifang. Die Ehefrau Wokowski aus Seim=Beifang und deren Vater verdächtigten den 60jährigen NSV.=Blockwalter Fischer bei ener vorgesetzten NSV.=Dienststelle wider besseres Wissen der Urkundenfälschung und Unterschlagung von kassierten NSV.=Spenden. Der Vater beleidigte den NSV.=Blockwalter öffentlich Die Beweisaufnahme vor dem Amtsgericht Münster ergab die völlige Haltlosigkeit der Anschuldigungen der Wokowski, die trotz mehrfacher Aufforderung des Richters, die falschen Anschuldigungen zurückzunehmen, hartnäckig bei ihren Behauptungen blieb. trotzdem ihr einwandfrei das Gegenteil bewiesen wurde. Sie wurde wegen wissentlich falscher Anschuldigung in Tateinheit mit Verleumdung zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten bei sofortiger Verhaftung verurteilt; gegen den Vater erkannte das Gericht wegen Beleidigung auf einen Monat Gefängnis. Verbrechen an einer 7½jährigen Schülerin? Essen. In Essen wird seit dem 30. Januar die 7½jährige Schülerin Luise Huth vermißt. Die kleine Huth wurde zuletzt am Samstag um 14 Uhr auf der Altenessener Straße gesehen. Alle bisher getroffenen Maßnahmen haben nicht zur Ermittlung des vermißten Kindes geführt, so daß die Möglichkeit eines Verbrechens nicht ausgeschlossen ist. Für Mitteilungen aus der Bevölkerung, falls es sich tatsächlich im Falle Huth um ein Verbrechen handelt, die zur Ermittlung der Schülerin bzw. zur Ergreifung des Täters führen ist eine Belohnung in Höhe von 10000 RM ausgesetzt, die unter Ausschluß des Rechtsweges zur Schreckensfahrt eines Straßenbahn„anhängers Wuppertal, Ein Anhänger der Straßenbahnlinie 2 hatte sich von einem Straßenbahn= zug gelöst und fuhr die etwa 1 Kilometer lange## Wittener Straße hinab, ohne daß es der Schaffnerin gelang, den Wagen mit der Handund Notbremse zum Stehen zu bringen. Von# dem dahinrasenden Wagen wurde ein vor einem Hause stehender Radfahrer erfaßt, zu Boden geworfen und so schwer verletzt daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Erst nachdem der Wagen entgleiste und in eine Seitenstraße fuhr, kam er von selbst zum Stehen. Unschuldsbeweis durch einen Farbfleck Solingen. In schweren Verdacht kam ein Anstreichergehilfe aus Solingen, der in einer Woynung handwerkliche Arbeiten durchgeführt hatte. In dem Zimmer. in dem er beschäftigt## war verschwand aus einer Kassette ein Geld. betrag. Die Nachforschungen ergaben, daß ne## ben der Kassette auch ein Farbfleck vorhanden war. In der folgenden Gerichtsverhandlung wurde der Mann auf diese Indizien hin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. In der Be### rufungsinstanz gelang es ihm aber, die Unschuld zu beweisen Prüfungen durch Sachverständige ergaben nämlich, daß es sich nicht um die gleiche Farbe handelte, die der Handwerker# bei seiner Tätigkeit benutzt hatte. Die Bernfungsinstanz erkannte deshalb auf Freispruch Die Kosten des Verfahrens wurden der Staatskasse auferlegt. c Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Rudolf=E Eichmann(z. 8. im Felde), i. V. Hermann Sten## Hagen: Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Preisl. Ein kaufmännischer Seheliag und Maurerlehrlinge stellt ein: Carl Hoch=, Tief=, Eisenbetonbau Schwerte=Ruhr, Holzener Weg 14. Schlosser und Hilfsarbeiter für Stahlbau in Schwerte gesucht. Zuschriften unter Nr. 478 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Suche eine geräumige -§= Zimmerwohnung Feldpostschachteln Feldpostkarten Feldpostaufklebeadressen An- und Abmeldescheine Zahlkarten Expreßgutkarten Frachtbriefe Postanweisungen Paketkarten Paketadressen Bahnanhänger Kostenanschläge Unfallanzeigen Quittungsblocks Lohnsteuertabellen Lohnkontokarten Rechnungsauszüge Lohnkontobücher Zahlungsbefehle Moas ist eigentlich. Rote Grütze? 3=Zimmerwohn. kann in Tausch gegeben werden. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. vorrätig bei Hans Linner vorm. Carl Braus Große Marktstraße 3/5. Davon hängt der gute Geschmack ab. Kochen Sie diesen 3 Ratschlägen: I. Das Wasser immer richtig abmessen. 2. Die Kochzeit genau einhalten- nicht verkürzen das Uberkochen verhüten. 3. Nach dem Kochen die Suppe nech erwa 10 Minuten zugedeckt zichen lessen- das Unter der Bezeichnung„Grütze“ versteht man an sich einen dikken Wasser- oder Milchbrei aus Buchweizen, Graupen, Hirse. usw. Eine„Rote Grütze“ wird jedoch aus Himbeer- oder Johannisbeersaft— also ohne Milch—, gekocht. Zum Andicken verwendet man teils Grieß oder Sago, teils feinstes Stärkemehl, wie z. B. in Hamburg. Auf diesem Rezept fußt unser kochfertiges Puddingpulver„Rote Grütze nach Hamburger Art“. Mit trischer Milch oder Vanille-Sosse, ist sie Im Winter und Sommer eine köstliche Nachspeise. Mondamin Ges. m. b. H. Berlin- Charlottenburg 4 erböbt der bichtgeschmoch. KNORR Bei allen Verkaufsanzeigen stets Preise angeben!