Ne Schwenter Zahuugt ercheet wüchentlich urchund. Bezugspreis wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 282 Rpf. Zeitungsgebühr und 0.44 Rpf. Postverpackungsgebühr) zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag: Han: Linner vormals Carl Breus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstr. 3—5 Ruf: 2770. Postscheckkonto: Dortmund 2882. Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt; Einzige In Schwerte gedruckte Tageszeitung Anseigenpreise: die schagespaltene Milimeterzelle 4 mm breit) 6 Apf. Textanzeigen: Millimeter 20 Rpf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebsstörungen durch höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für pünktliches Erscheinen der Zeitung. auch kann kein Anspruch auf Schadenersats oder Nachlieferung erhoben werden. Nr. 289 Mittwoch, den 9. Dezember 1942 74. Jahrgang Erselgreicher Oeyenungetff der Rannn Sowjetangriffe im Donbogen gescheitert Hervorragende Bewährung der Lufttransportverbände DNB Aus dem Führerhauptquar= tier, 8. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Bei Stoßtruppunternehmungen deutscher und rumänischer Truppen, im Kaukasus wurden Bunker= und Kampfanlagen des Gegners ausgehoben. Württembergische Grenadiere behaupteten eine neugewonnene Höhenstellung gegen heftige Gegenangriffe. In den weiter andaugrnden Kämpfen im Terekgebiet brachte ein Panzerkorps in den letzten sieben Tagen 6670 Gefangene ein, erbeutete oder vernichtete 46 gepanzerte Fahrzeuge, 94 Geschütze und zahlreiche Infanteriewaffen. Jagdflieger griffen im Tiefflug Bahnanlagen und Kraftmagrzeuge des Feindes an. Im großen Donbogen nahmen die Sowiets gestern ihre heftigen Angriffe mit starken Panzerverbänden wieder auf. Sie brachen unter der Abwehr unserer Truppen, die durch deutsche und rumänische Kampfflieger unterstützt wurden, zusammen. Im Abschnitt Kalinin—Ilmensee traten deutsche Truppen mit Panzern zum Gegenangriff an und durchbrachen die feindlichen Stellungen in einer Tiefe von 15 Kilometer und stehen auf den Versorgungswegen des Feindes. Seit Beginn der Abwehrschlacht am 25. November wurden im Bereich einer Armee über 2500 Gefangene gemacht. 1051 Panzer, zahlreiche Geschütze und Infanteriewaffen des Feindes vernichtet oder erbeutet. Schwächere Angriffe der Bolschewisten südlich des Ladogasees scheiterten im Abwehrfeuer aller Waffen bereits vor den deutschen Stellungen. An der Cyrenaika=Front bekämpfte Artillerie feindliche Kraftfahrzeugkolonnen und Batteriestellungen. In Tunesien halten die Kämpfe mit einzelnen seindlichen Kampfgruppen an Bei starken Luftangriffen gegen Philippeville wurden vor Anker liegende Schiffe, Naianlagen und Lagerhallen wiederholt getrofsen und durch schnelle deutsche Kampfflugzeuge eine Anzahl feindlicher Flugzeuge auf einem start belegten Fluaplatz zerstört. Deutsche und italienische Jagdflieger schossen über Nordafrika bei einem deutschen Verlust ocht keindliche Flugzeuge ab. Im Westen verlor die britische Luftwaffe gestern fünf Flugzeuge. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Deutsche Jäger griffen am Tage Verkehrsanlagen und Truppenunterkünfte an der englischen Südostküste an. Transportverbünde der Luftwaffe haben sich an der Ostfront und im Mittelmeerraum in unentwegten, oft unter starker Feindeinwirkung stehenden Einsätzen wieder hervorragend bewährt und vielfach zu entscheidenden Kampfhandlungen beigetragen. * In der seit dem 25. 11. tobenden Abwehrschlacht im Abschnitt Kalinin—Torovez hatte sich seit einigen Tagen das Schwergewicht der Kämpfe mehr in den Raum um Torovez und in das Gebiet südöstlich des Ilmensees verlagert. Doch auch diese Ausweitung des Angriffsraumes hat den Bolschewisten keine Vorteile gebracht. Statt dessen hat die Kraft der feindlichen Vorstöße am 7. 12. fühlbar nachgelassen und erfolgreiche deutsche Gegenschläge ermöglicht. Dies ist die Folge der bisherigen schweren Verluste des Feindes. Bei den Angriffen der Bolschewisten im Raum um Kalinin, die meist schon vor Erreichen der deutschen Stellungen im Abwehrfeuer zusammenbrachen, hatte der Feind. nach Mitteilungen des Oberkommandos der Wehrmacht, bisher zwölf Schützendivisionen und 14 Panzerbrigaden eingesetzt. Es handelte sich dabei um die erste motorisierte Gardedivision die 20., 26. und 42. Gardeschützendivision und um die 88., 133., 247., 251., 326., 331., 354. und 415. Schützendivision, sowie die dritte und vierte Garde= und die 20. Kavalleriedivision, und schließlich 14 Panzerbrigaden mit den Nummern 9(Garde), 11, 18, 22, 25, 31. 80. 93. 100. 145. 200, 240, 250 und 255. Die blutigen Verluste der Bolschewisten sind durch das sinnlose Anrennen gegen die gut ausgebauten deutschen Stellungen und Stützpunkte ungewöhnlich schwer. Die sowietischen Panzerbrigaden verloren etwa die Hälfte ihres Panzerbestandes Im Bereich einer deutschen Armee allein konnten seit Beginn der Abwehrschlacht 843 feindliche Panzer vernichtet und weitere 208 bewegungsunfähig geschossen werden. Der Feind verlor außerdem im Bereeich dieser Armee 2530 Gefangene sowie zahlreiche Geschützn und große Mengen an schweren und leichten Infanteriewaffen. Diese hohen Ausfälle des Feindes an Menschen und Waffen erschöpften im wachsenden Maße die feindlichen Kräfte. Die Kämpfe im Raum südwestlich Kalinin waren daher am 7. 12. nur noch von untergeordneter Bedentung. Nachdem unsere Truppen kleinere feindliche Unternehmungen abgewiesen hatten und die Artillerie bolschewistische Bereitstellunnen zerschlagen hatte. gingen unsere Grenadiere zu erfolgreichen Stoßtruppangriffen über. Es gelang dabei, die eigenen Stellungen zu verbessern und die vorverlegte Front gegen die Gegenstöße des Feindes zu halten Im Raum von Toropez führte der Feind zwar noch heftigere Angriffe, doch auch bei den vier stärksten waren jeweils nur zwei Bataillone eingesetzt. Auch diese Vorstöße blieben im Abwehrfeuer vor den Hauptkampfstellungen liegen. Kennzeichnend sind für den gegenwärtigen Stand der Kämpfe die Säuberungsaktionen und Gegenangriffe der deutschen Truppen. Schon am Vortage war es gelungen, in einem Waldstück bolschewistische Kräfte einzuschließen Diaseun#ucht Jm7 12 auszubrechen, wurden jedoch nach Abschuß von acht Panzern zurückgeworfen. Um das Kampfgelände von versprengten Bolschewistenresten zu säubern, wurden bewegliche Kampfaruppen eingesetzt. Diese konnten an einem Tage allein 24 Panzer. 43 Geschütze, 94 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie zahlreiche Lastkraftwagen einbringen. Besonders hervorzuheben ist der Gegenangriff. den unsere Truppen am 7. 12. begannen. Wie der Wehrmachtbericht meldet, hat dieser überraschende Angriff schon beim ersten Anlauf große Erfolge gehabt. Unsere Panzermänner Grenadiere und Sturmpioniere. von der Artillerie, wirksam unterstützt. rissen die feindliche Front auf und stürmten durch die Lücke vorwärts. 15 Kilometer tief drangen sie in tiefgestaffelte Kampfanlagen der Bolschewisten, nahmen zahlreiche Ortschaften und stehen nun auf den Nachschubstraßen des Feindes. Dieser bedeutsame Erfola hat in diesem Frontabschnitt eine für die Bolschewisten höchst bedrohliche Lage geschaffen. Auch südöstlich des Ilmensees hat die Kraft der feindlichen Angriffe nachgelassen. Lediglich an einer Stelle führten die Bolschewisten stärkere Vorstöße wobei sie etwa ein Schützenregiment ansetzten. Unter schweren Verlusten brachen die Sturmwellen im Abwehrfeuer zusammen. Als sich der Feind noch einmal bereitzustellen versuchte, wurden die rechtzeitig erkannten Ansammlungen durch Artilleriefeuer zersprengt. Von diesem einen größeren Kampf abgesehen, kam es nur zu Artilleriegefechten und Stoßtruppunternehmungen, bei denen sieben feindliche Bunker gesprengt oder zerschossen wurden. „Fur Gerechtigren und Freihen Eine Unterredung mit dem japanischen Botschafter in Berlin DRB. Berlin, 8. Dez. Anläßlich des Jahrestages des japanischen Kriegseintritts empfing der Kaiserlich Japanische Botschafter, General Oshima, an seinem hiesigen Dienstsitz einen Vertreter des DRB. und gab bei dieser Gelegenheit ihm gegenüber eine längere Erklärung ab. „Es ist gerade ein Jahr her“. so betonte General Oshima,„daß Japan, gezwungen durch die andauernden und planmäßigen Herausforderungen der angelsächsischen Mächte, zu den Waffen griff. Wir haben viel erduldet, um eine Klärung der Laae und eine Versöhnung herbeizuführen, sie aber haben dies Spantenunder=Seile der jungen Mäcste General Franco vor dem Dritten Nationalrat der Falange DRB. Madrid. 8. Dez. Im Palast des Spanischen Nationalrats, dem ehemaligen Senatspalast, trat Dienstagmittag unter dem Vorsitz des spanischen Staatschefs General Franco der Dritte Nationalrat der Falange zu seiner ersten Sitzung zusammen. In dem prächtig geschmückten Sitzungssaal befanden sich beim Eintreffen des Caudillo, der von einer großen Menschenmenge jubelnd begrüßt wurde, die 116 Angehörigen des Nationalrates. die Mitglieder der Regierung, zahlreiche hohe Vertreter der spanischen Wehrmacht. der Falange und der Ministerien, Vertreter des in Madrid akkreditierten Diplomatischen Korps sowie eine Abordnung der NSDAP. unter Führung des Landesgruppenleiters und Vertreter des Fascio. General Franco eröffnete die Sitzuna mit der Aufforderung zur Bereidigung der Mitglieder des Nationalrates. Anschließend hielt General Franco eine Rede in der er die Stellung des neuen Spaniens an der Seite der jungen Mächte Eurovas unterstrich. Der Caudillo forderte alle Spanier auf jegliche liberalistischen Vorurteile fallen zu lassen und ihren Blick auf die großen Ereignisse zu richten, die sich gegenwärtig in Eurova abspielten General Franco sagte: „Wir Spanier gehören zu keiner andern Welt als der europäischen auch wenn unsere Politik eine eigene Charakteristik besitzt. Die Ereignisse zeigen uns deutlich, daß wir dem Abschluß einer alten Epoche und dem Anfang einer neuen beiwohnen. Die liberalistische Weltgebt unter und ist das Opfer ihrer eigenen Fehler geworden: und mit dieser Welt geht eine kapitalistische„Anschauung zugrunde, die die Schuld daran trägt, daß Millionen von Menschen die Hände in den Schoß legen mußten. Man ist nur frei, wenn man nicht Sklave der Not ist. Die marxistischen Ideen sind in erster Linie bei der großen Masse gescheitert, weil sie ein Versprechen auf Gerechtigkeit nicht wahrmachen vermochten. Auch die liberalistische Welt ist untergegangen.“ General Franco umriß dann die Entwicklung und die Zielsetzung der faschistischen und der nationalsozialistischen Bewegung und unterstrich besonders die Methoden, mit denen Deutschland und Italien das soziale Problem gelöst haben:„Diese sozialen Bewegungen sind keine Zufallserscheinungeen, sondern es hat sich ein neues Gewissen gebildet, das mit dem alten System endgültig gebrochen hat. Eine Jugend. die sich geschichtlicher Größe bewußt ist, hat ihren Marsch in Richtung einer besseren Zukunft angetreten.“ Der Caudillo sagte abschließend:„Wir kühlen uns stark, weil wir die Wahrheit hinter uns wissen, und in unserer Armee steht unsere beste Jugend. Der Herrgott hat unseren Weg gesegnet, und mit ihm werden wir slegen!“ und und der gehe vom in für ein Zeichen der Schwäche gehalten darauf mit einer Verstärkung des Druckes der Bedrohung geantwortet.“ Der Grund zu der Entscheidung. die Tennö angesichts dieser Lage gefällt habe, insbesondere aus dem kaiserlichen Erlaß 8. Dezember vergangenen Jahres hervor. dem es hieß, daß dieser Gang der Ereignisse wollte man ihn japanischerseits gewähren lassen — nicht allein die langjährigen Bemühungen Japans um die Stabilisierung Ostasiens zunichte machen, sondern darüber hinaus auch den Bestand des japanischen Kaiserreiches unmittelbar gefährden würde. Um die Kriegsziele Japans befragt, zitierte der Botschafter einen kaiserlichen Erlaß. in dem daraelegt wurde, daß es Nippons Absicht sei, „die Wurzeln des Bösen rasch zu vernichten und einen dauerhaften Frieden in Ostasien aufzurichten so daß Ruhm und Glanz des japanischen Kaiserreiches bewahrt bleiben“ können, und erinnerte ferner an den Wortlaut der Erklärung. die der Tennö bereits am 23. September 1940 beim Abschluß des Berliner Dreimächtepaktes unter besonderer Bezugnahme auf die Zusammenarbeit Japans mit den Achsenmächten abgegeben hat. „Drei Tage nach dem Ausbruch des großostasiatischen Krieges“— so führte General Oshima weiter aus— haben Deutschland und Italien ebenfalls den Krieg gegen die Vereinigten Staaten erklärt und damit erneut ihren Willen zur stärksten Solidarität mit Japan im Kampf und Aufbau bekundet. Gemeinsame Ideale und dasselbe Kriegsziel führten unsere Mächte zueinander und halten sie fest zusammen. Groß=Europa ringt um die Schaffung einer wahren Gemeinschaft und die Errichtung einer neuen Ordnung unter der Führung Deutschlands und Italiens, und ebenso steht Grostostasien unter der Führung Japans im Kampfe um die Vereinigung aller Völker dieses Raumes unter einem Dach. Mit einem Wort: Hier wie dort ist es ein heiliger Krieg um die Aufrichtung der Gerechtigkeit und Freibeit.“ Unter besonderer Bezugnahme auf die Wiederkehr der großen Stunde des javanischen Kriegseintritts an der Seite Deutschlands und Italiens im Kampfe gegen die vlutokratischen Westmächte erklärte General Oshima abschließend:„Wir wollen am heutigen Tage die Treue zu unserer heiligen Sendung Fortsetzung auf Seite 2 Politik des Wahnsinns Ein Artikel, den die englische Wirtschaftszeitung„Economist“ von ihrem nordamerikanischen Korrespondenten veröffentlicht, zeigt abermals mit aller Deutlichkeit daß England und die Vereinigten Staaten auf Kosten Europas eine Diktatur über die ganze Welt errichten wollen. Das„Recht" dazu leiten danach die Hetzer um Roosevelt daher daß die Vereinigten Staaten heute eine Art kopernikanische Revolution in der Politik durchmachen. Die Landkarten. so schreibt der Korrespondent. zeigten Amerika nicht mehr zwischen zwei gewaltigen Ozeanen die beruhigend wirkten, sondern hätten den Nordpol im Zentrum, so daß Norwegen und Javan„gleich Pistolen der Achsenmächte“ auf das Herz Nordamerikas gerichtet seien. Schon äußerlich werde damit dargetan, daß Nordamerika in der neuen Welt nach dem Kriege eine führende Rolle zustehe. Bedauerlich dünkt dem Briten nur daß auch sein eigenes Land schlecht in dieses Bild paßt. Ebenso vermerkt er mit Enttäuschung, daß in Nordamerika auch nicht eine Spur von Begeisterung für eine zukünftige englisch=amerikanische Zusammenarbeit zu finden sei Im Gegenteil. Die Amerikaner hätten den Verdacht, daß, wenn Engländer eine solche Zusammenarbeit forderten, sie dabei nur darauf bedacht seien das britische Weltreich zu sichern, um die freiheitsdurstigen und unterdrückten Nationen um so leichter niederhalten zu können. Lieber als eine Zusammenarbeit mit England und seinem überalteten Empire sei daher den Amerikanern ein Bündnis mit den Bolschewisten und mit Tschungking=China dessen Hauptzweck darin bestehe, die Liquidierung des britiichen Empire noch zu beschleunigen. Aehnlich unfreundlich hat vor einigen Wochen auch bereits eine nordamerikanische Zeitschrift„Life“ den Engländern bescheinigt, daß sie ihre Macht an Nordamerika abzugeben haben. So muß selbst das mit Nordamerika verbündete England einsehen, daß die Machtgier Roosevelts nicht einmal vor den britischen Grenzen halt macht. Um eine Diktatur über die gesamte Kulturwelt zu errichten hat Roosevelt unter verlogenen Phrasen, in Eurova ein Volk nach dem anderen in den Krieg gehetzt, und aus dem gleichen Streben heraus hat er England zum Ausharren in dem für die britische Plutokratie völlig aussichtslosen Kampf aufgefordert. Es ist Roosevelt herzlich gleichgültig, welche Opfer dieser Krieg fordert und welche Zerstörungen in den Kampfgebieten angerichtet werden. Die Hauptsache für ihn ist, daß alle Staaten geschwächt werden, damit der Dollarimverialismus hemmungslos sich entfalten kann. Tatsächlich aber ist dieses ganze Streben nicht nur verbrecherisch sondern auch eine Politik des Wahnsinns. Es mag leicht sein auf Karten Nordamerika in den Mittelpunkt der Welt zu rücken. Vorerst ist Eurova das Kernland der Kultur und vor allem auch eine Quelle stärkster Kraft. Gerade durch die von den Engländern und Amerikanern so viel gefeierte Landung in Nordafrika haben diese Mächte selbst den Beweis geführt, daß die Ueberlegenheit Europas im Kampf außer Frage steht Wäre dem nicht so dann hätten die Briten und die Yankees ihre Landungsboote sicherlich an der Küste Europas an Land gesetzt. Daß sie aber nach Afrika gegangen sind. unterstreicht nur nochmals, daß man sich in britischen und in nordamerikanischen Kreisen auch heute noch darüber klar ist, daß eine Landung auf dem europäischen Kontinen; gleichbedeutend ist mit einer Katastrophe Englands und der Vereinigten Staaten. Italienischer Wehrmachtbericht DRB Rom, 8. Dez. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: In der Cvrenaika erhöhte Spähtrupptätigkeit. Die Artillerie führte wirksame Beschießungen von feindlichen Kraftwagen und Batteriekolonnen durch. Unsere Luftwaffe belegte eine Gruppe von Panzerspähwagen mit Sprengbomben und MG=Feuer. Sechs Panzerspähwagen wurden zerstört und weitere beschädigt Im Luftkampf wurden sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug stürzte durch die Bodenabwehr getroffen. ins Meer. Eines der Mitglieder der Besatzungen, ein höherer englischer Offizier wurde gefangen genommen. An der tunesischen Front endeten örtliche Gefechte zugunsten der Truppen der Achsenmächte Deutsche Jäger schossen zwei englische Flugzeuge ab Der Hafen von Philippeville wurde von Bomberverbänden angegriffen. Auf vor Anker liegenden Schiffen Kasanlagen und Lagerhäusern wurden Volltreffer erzielt und ausgedehnte Brände hervorgerufen. In der vergangenen Nacht wurden einige Bomben auf die Außenbezirke von Tripolis abgeworfen. Unter der libyschen Bevölkerung gab es sochs Tote und sieben Verletzte. * Gerechtigkeit und Freiheit Fortsetzung von Seite 1 erneut beschwören und stets eingedenk sein, daß dieser weltweite Kampf nur durch unsere, von ebenso weltweit ausgerichtetem Standpunkt aus klar erfaßte und immer mehr verstärkte Zusammenarbeit zum Endsieg geführt werden kann. Nur das allumfassende Zusammenwirken entscheidet den Ausgang dieses Ringens. Der Kampf wird noch härter werden, doch wird der Endsieg unser sein. Denn auf der Seite derjenigen. die bereit sind für die Gerechtigkeit alle Opfer zu bringen, steht die Vorsehung.“ Im Anschluß an diese bedeutsamen Erklärungen zog der Kaiserlich Japanische Botschifter den Vertreter des DRB. noch über eine Anzahl weiterer militärischer, politischer und organisatorischer Probleme ins Gespräch, die mit den Fragen der ostasiatischen Großraumpolitik Japans in unmittelbarem Zusammenhang stehen, wobei General Oshima unter Hinweis auf die bisherigen gewaltigen Erfolge Nippons nochmals den unerschütterlichen Siegeswillen des mit Deutschland und Italien verbündeten javanischen Volkes und Reiches unterstrich. Dr. Hans Posse gestorben Staatsbegrübnis für den hervorragenden Kunstkenner DNB Dresden. 8. Dez. Der Direktor der Gemäldegalerie Dresden, Dr. Hans Posse, ist Montagabend im Alter von 63 Jahren nach monatelanger schwerer Krankheit der er bis zum letzten Augenblick in vorbildlicher Pflichterfüllung seine Arheit entgegenstellte gestorben. Mit ihm verlert das deutsche Volk nach Wilhelm von Bode abermals einen hervorragenden Kunstkenner und Galeriedirektor. Prof. Dr. Hans Posse hat es verstanden, in jahrzehntelanger Arbeit die Dresdener Gemäldegalerie nicht nur auf einer an sich schon weltberühmten Höhe zu halten, sondern sie noch weiter auszubauen. In den letzten Jahren galt seine Arbeit darüber hinaus dem allgemeinen Bestreben, den Gemäldeschatz auch anderer deutscher Museen zu erweitern. Unvergängliches leistete der Verstorbene dabei am Aufbau der neuen Gemälde= und Kunstgalerie für Linz a. d. Donau. Der Führer der den Verstorbenen in seiner Arbeit besonders schätzen und würdigen lernte, hat ein Staatsbegräbnis in Dresden angeordnet. Die Amtszeit des britischen Vizekönigs und Generalgouverneurs von Indien. Lord Linlithgow, wurde einer Reutermeldung zufolge bis zum Oktober 1943 verlängert. Korrr Krebiem die Rar emnatfrage Tonnägebedarf übersteigt Schiffsraum um beinahe 100 Prozent Der 151. Eichenlaubträger Oberstleutnant Nobis DNB Berlin, 8. Dez. Der Führer verlieh am 5. Dezember 1942 dem Oberstleutnant Nobis. Kommandeur eines Jägerregiments. als 151. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer sandte an den Beliehenen folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einstitzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 151. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler.“ * Oberstleutnant Ernst Nobis wurde am 18. 10. 1901 als Sohn des Buchdruckers Gottfried Nobis in Graz Steiermark geboren. 1928 trat er in das Alpenjägerregiment 9 des ehemaligen österreichischen Bundesheeres ein, in dem er 1933 Leutnant wurde 1942 wurde er zum Kommandeur eines Jägerregiments ernannt und zum Oberstleutnant befördert. Bereits als Hauptmann und Bataillons= kommandeur in einem Grenadierregiment wurde er im Januar 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet weil er durch außergewöhnliche Tatkraft und Tapferkeit entscheidend dazu beigetragen hatte daß alle Versuche der Bolschewisten scheiterten, das im Dezember 1941 ihnen entrissene nördliche Donezbecken zurückzuerobern. Auch in der Folgezeit bewährte er sich an der Spitze seines Jägerregiments in zahlreichen Kämpfen. Ihm war es zu verdanken, daß die seit November im Raum von Tuapse geführten heftigen feindlichen Angriffe erfolglos blieben. Trotz schwierigster Witterungsverhältnisse wiesen seine Jäger unter seiner kühnen“ und wendigen Führung alle Vorstöße des Gegners ab. Schließlich trat Oberstleutnant Nobis aus eigenem Entschluß mit seinem Regiment zum Gegenangriff an. durch den die Bolschewisten zurückgeworfen wurden. Der tapfere Kommandeur führte den Angriff trotz erheblicher Verwundung in vorderster Linie, bis der Erfolg sichergestellt war. DRB. Stockholm, 8. Dez. Eine Uebersicht über die Aeußerungen maßgebender britischer und nordamerikanischer Politiker und Staatsmänner zum Problem der U=Boot=Gefahr läßt immer deutlicher erkennen, daß sich das U=Boot=Problem zur Kardinalfrage der Kriegführung Englands und der Vereinigten Staaten ausgewachsen hat. Allein in den letzten Tagen äußerten sich nicht weniger als vier britische Staatsmänner zu dieser Frage. Der Erste Lord der britischen Admiralität, Alexander, prägte laut„Times“ auf einer Rede in London den vielsagenden Satz:„An erster Stelle steht die U=BootGefahr, der wir unbedingt Herr werden müssen, wenn Großbritannien nicht doch in seinen lebenswichtigen Seeverbindungen abgeschnitten werden soll!“— Der britische Botschafter in Washington, Halifax, saate:„Die Kriegslage Englands und der USA ist weit ungünstiger geworden, als sie noch vor einem Jahre war!“— Der südafrikanische Premierminister Smuts aber tat laut Radio London den klassischen Ausspruch:„Die U=Boot=Gefahr ist die größte Gefahr für das britische Empire!" Nicht minder deutlich wurde nach Reuter der britische Ernährungsminister Woolton, der in einer Rede in London sagte: „Die U=Boot=Gefahr ist heute größer als sie jemals während der schlimmsten Zeit des letzten Krieges war!“ Das genügt! Das ist wirklich deutlich genug! Wenn so hervorragende Exponenten der angloamerikanischen Kriegführung solche Worte gebrauchen, wie mag es dann erst in der Wirklichkeit um den England und den Vereinigten Staaten zur Verfügung stehenden Handelsschiffsraum stehen? Die USA=Zeitschrift„Fortune" widmet diesem Thema ebenfalls bemerkenswerte Ausführungen. Die Vereinigten Staaten. so stellt die Zeitschrift fest, seien hinsichtlich ihres Tonnagebestandes an einem Punkt angekommen. wo sie nicht einmal mehr ihren dringenden Bedarf decken können. Eine Umfrage bei den verschiedenen Regierungsdepartements in Washinaton über den unbedingt benötiaten Handelsschiffsraum habe ergeben, daß der Bedarf die vorhandene Tonnage um beinabe 100 Prozent überstieg.„Fortune“ gibt in klaren Worten zu. daß auch die offiziellen Stellen nicht länger verheimlichen könnten daß die Invasion in Nordafrika infolge der stärkeren Anforderungen an Schiffsraum indirekt zu einer weiteren Senkung des amerikanischen Lebensstandards führen müsse. Nach der Ansicht der angesehenen Zeitschrift sind es vor allem die südamerikanischen Staaten, die am stärksten unter dem zunehmenden Tonnagemangel zu leiden haben werden. Die Anzahl der Schiffe im südamerikanischen Verkehr sei bereits um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Für Südamerika bedeute jedoch der Schiffsverkehr den Unterschied zwischen Aufschwung und Verfall. Auch die zentralamerikanischen Staaten fühlten den Schiffsmangel bis ins Mark. Der durch den Tonnageschwund aufactretene Benzinmangel sei der Alpdruck der ABC=Mächte. Nach Auffassung von„Fortune“ ist die Sowietunion das Land, das am meisten unter dem Rooseveltschen Afrikaplan leiden muß. Die Verpflichtung. die die Zufuhr von Nordafrika mit sich bringe, bedeute einen Stoß für die Pacht= und Leihbelieferungen an die Sowietunion. Die USA seien völlig außerstande, die versprochenen Lieferungeen zu erfüllen. Der der künefischen Frem Amerikanische Stellungen zerschlagen Von Kriegsberichter Helmut Heidelauf DRB Berlin, 8. Dez.(PK.)„Lage bei.... infolge schneidigen Einsatzes des Zerstörergeschwaders günstig.“ Das ist die knappe, sachlichnüchterne Feststellung des Berichtes über unseren Angriff auf feindliche Stellungen an umstrittenen Kampfstätten im tunesischen Kampfraum. Mit erheblichen Kräften hatten sich die Amerikaner hier festgesetzt. Vor zwei Tagen zum ersten Mal durch unsere Tiefangriffe erschüttert, wurde ein erneuter Angriff mit Bomben und allen Bordwaffen durchgeführt. Er ergab die vorerwähnte günstige Lage. die die Voraussetzung für das weitere Vordringen unserer Heeresverbände bildet. In den frühen Morgenstunden war der Zerstörerverband über der deutschen Linie. Dicht vor uns liegt die von den Amerikanern besetzte Paßenge. Im Tiefflug fliegen wir die Straße entlang und erkennen Pak. auf die die erste Maschine nur noch mit ihren rückwärtigen Bordwaffen feuern kann. Doch die zweite löst ihre Bomben von deren Luftdruck die dritte anfliegende Maschine wie durch einen Flaktreffer ruckartia in die Höhe gehoben wird. Dreckfontänen spritzen zu ihnen hoch und hüllen sie in eine Staubwolke. Gleichzeitig schlagen zwei Treffer in die Maschine Die Maschine bleibt dennoch einsatzfähig. Die Bombenwürfe lagen dagegen— gerade noch erkennbar— mitten in der Pakstellung. Mit hoher Fahrt fliegen wir über den Hügel hinweg, der mit MG=Nestern ausgebaut ist Auf halber Höhe liegt Flak, die uns beschossen hatte— zu spät, sie noch unter Feuer zu nehmen. Lohnender scheint auch ein Gehöft, etwa zwei Kilometer hinter der Höhe das nach, der Geschäftigkeit rundum zu urteilen, zweifellos bbelegt ist. Wir fliegen eine Kurve erkennen im Innenhof aneinander abgestellte Lastkraftwagen und kurven auf sie herab. Zwei Maschinen lösen ihre Bomben die vernichtend in der Ansammlung liegen. Qualmwolken steigen auf. wie eine Umzäunung liegen die einfassenden Gebäude um den Brandherd herum. Südlich des Passes hinter einem Bergrücken entdecken wir einen fahrenden Lastkraftwagen, vollbesetzt mit Mannschaften. Kaum daß die deutschen Flugzeuge zum Tiefangriff ansetzen, springen die Truppen vom Wagen. Streuendes MG=Feuer vernichtete einen großen Teil von ihnen ein Kradfahrer stürzt tödlich getroffen von seinem Fahrzeug. Doch erst ihre Fahrtrichtung ließ eine größere Ansammlung von Lastkraftwagen finden. von denen abgesetzt noch zwei leichte Flakwagen parkten. Die Bordwaffen setzten zwei sofort in Brand und beschädigten andere In wilder Auflösung stoben Fahrer und Bealeitmannschaften auseinander. Noch einmal fliegen wir den Paß von vorne an. Die Pak ist außer Gefecht gesetzt vernichtet, die Flak schweigt. Lediglich aus einigen MG=Nestern schlägt noch Feuer entgegen. Das war die Wirkung unseres ersten Angriffs. Doch dort auf der Höhe rollt noch ein Lastkraftwagen mit Brennstoffässern, und noch weiter vorn erkennen wir mehrere holzverkleidete Stapel. Auch sie werden zusammen mit dem Lastkraftwagen unter Feuer genommen. Stichflammen schießen unter berstenden Detonationen hoch, untrügliche Kennzeichen von Munitionsanhaufungen. Rote Flammen mit schwarzer Rauchentwicklung deuten auf vernichteten Brennstoff. Ein undurchsichtiger Qualm hüllt wenige Sekunden später das ganze Terrain ein. Inzwischen ist die Straße belebt von Lastkraftwagen die mit Vollgas zu entkommen versuchen. In rasendem Flug brausen die deutschen Flugzeuge feuernd. verschiedene Lastkraftwagen in Brand setzend darüber hinweg Ein auffallend eleganter Wagen in Stromlinienform ist darunter mit der amerikanischen Standarte am Kühler. Auch er wird ein rauchendes Opfer der Bordwaffen. In einem Kübelwagen sehen wir die Mannschaften tot umsinken, steuerlos schlägt der Wagen im Straßengraben um. Und noch einmal stöbern wir einige Lastkraftwagen in einer Schlucht auf. in die sie sich verkrochen hatten. Das war ein gewagter Angriff. 300 Meter hohe Bergwände schlossen sie ein. Und dennoch werden einige Wagen in Brand geschossen. Mit äußerster Motorenkraft werden die Flugzeuge hochgerissen und gewinnen unbehelligt wieder Höhe. Rund 40 Minuten dauerte das Zerstörungswerk. Es war ganze Arbeit. Der Gefechtsbericht meldet: 16 Lastkraftwagen und Personenwagen vernichtet, neun schwer beschädigt, ein Munitions= und Treibstofflager vernichtet, vier Flakgeschütze zum Schweigen gebracht. Truppen bis Zugstärke aufgerieben. Alle Flugzeuge kehren zum Feldflughafen zurück. Die Heeresverbände winken ihnen im Abflug stürmisch zu. zum Endsieg" Kundgebung der japanischen Staatsjugend DRB Tokio, 8. Dez. In den Kundgebungen der javanischen Staatsjugend zum Beginn des zweiten Kriegsjahres sprachen 2000 Abgesandte in allen Teilen Japans zusammen mit ausländischen Ehrengästen, unter ihnen der deutsche Botschafter Ott und Obergebietsführer Schulze, gemeinsam ein feierliches Gelöbnis, bis zum Endsieg weiterzukämpfen. Nach den Reden des Kultusministers und des Staatsjugendführers sprach der deutsche Botschafter, der die japanische Jugend im Namen der deutschen Kameraden grüßte. Pearl=Harbour=Lüge, um die Südamerikaner zu bluffen DNB. Stockholm. 8. Dez. Roosevelts Politik des Lugs und Trugs gegen die südamerikanischen Staaten findet jetzt im Londoner„Daily Herald“ eine bezeichnende Illustration. Der Washinatoner Korrespondent dieses Blattes gibt offen zu. daß Roosevelt durch die Verheimlichung der riesigen Flottenverluste von Pearl Harbour die Iberoamerikaner geblufft habe. Es sei den USA dadurch gelungen, bei den Südamerikanern Vorteile zu erlangen. während die Lage in Wirklichkeit kritisch war und die Häfen am Pazisik feindlichen Angriffen ausgesetzt waren. Der Trick habe den Erfolg gehabt daß die meisten füdemerikanischen Staaten auf die Seite der USA actreten seien. Zwei sübamerikaniiche Diplomaten hätten jetzt zugegeben, wenn sie gewußt hätten, daß damals praktisch die gesamte nordamerikanische Flotte außer Gefecht gesetzt worden war. Argentinien und Chile nicht die einzigen südamerikanischen Staaten gewesen wären, die ihre Neutralität beibehalten hätten. Bluff. Tricks, Lüge— dazu Drohungen und Bestechung—. das sind Roosevelts Mittel gewesen, um Südamerika in den Kriea hineinzutreiben und dadurch den USA neue Machtpositionen zu sichern. Ob die südamerikanischen Staaten wohl eine Lehre daraus ziehen mit welchem Zynismus sie von dem Wasbinatoner Halbiuden betrogen worden sind der vor einem Jahr mit biederem Tokl den Untergang seiner Schlachtschiffe abstritt, um jetzt mit einem Geständnis berauszurücken? Britische Wunschträume DRB Die Londoner Zeitschrift„Nineteenth Century“ macht sich wieder einmal zum Sprecher des englischen Imperialismus in Reinkultur. Dabei muß sie eingestehen, daß die deutsche Einigkeit alle Spekulationen auf eine deutsche Zwietracht zunichte macht. „Im jetzigen Kriege"..so schreibt sie u. a., „stellen die Standhaftigkeit. Tüchtigkeit und Tapferkeit der Deutschen bei der Abweisung der mit Nachdruck geführten Offensive eines zahlenmäßig überlegenen Feindes im ganzen schrecklichen Winter 1941/42, die zusammengefaßte Stärke. Spannkraft und Anpassungsfahigkeit des ganzen deutschen militärischen. politischen und wirtschaftlichen Systems und die Wiederaufnahme der mit erneutem Kampfgeist, neuen Taktiken und einem neuen Ziel geführten Offensivoperationen— alles Tatsachen, die noch durch wunderbare Siege auf den Schlachtfeldern gekrönt wurden, eine Leistung dar. die nur wenig Parallelen in der Geschichte der Menschheit finden kann. eine Leistung die die Deutschen als Meister der Verteidigung ebenso wie des Angriffs zeigt. Das größte Hindernis auf dem Wege zum Endsieg sind nicht die„Nazis“ sondern die Tüchtigkeit und Tapferkeit der deutschen Soldaten Matrosen und Flieger und die Disziplin und Standhaftigkeit der deutschen Nation. So gering scheint die Bedrohung der deutschen nationalen Einigkeit zu sein, daß man gezwungenermaßen zu der Schlußfolgerung kommen muß, die Deutschen seien niemals einiger gewesen als heute. Der Versuch. diese Einigkeit durch Agitation zu schwächen, erscheint uns als ein vergebliches Bemühen. Die britischen Agitationsmethoden können, wenn sie überhaupt irgend eine Wirkung auslösen, nur dazu führen, daß die Deutschen noch einiger werden. Die Behauptung Englands und der USA. der jetzige Krieg werde für die Erhaltung der Demokratie geführt, ist nicht allein unwahr. sondern auch gefährlich. Ob die Nazis in Deutschland herrschen oder nicht, hat verhältnismäßig wenig zu sagen, wichtig aber ist daß Deutschlands bewaffnete Macht gebrochen wird und gebrochen bleibt. Die Bestimmungen des Friedensvertrages müssen vor allem die strategische Lage fixieren, die den Aufstieg der bewaffneten Macht der Sieger für immer sichern wird. Es wird nicht genügen. Deutschland schwach zu machen sondern die Verbündeten müssen auch stark bleiben und müssen immer zu einer bewaffneten Aktion bereit sein. Wenn der Krieg gewonnen ist dann wird sich dem britischen Volk eine Gelegenheit bieten, wie sie kein Volk je vorher hatte. Es wird die Herrschaft in der Luft und auf den Meeren besitzen und es wird— zum ersten Male in seiner Geschichte— die größte Militärmacht auf dem Kontinent sein.“ * So weit die englische Wochenschrift, die erneut zeigt, daß England im Falle seines Sieges das deutsche Volk völlig entwaffnen und zu dauernder Machtlosigkeit verurteilen will. Daß England sein Ziel nicht erreicht, dafür sorgt die deutsche Wehrmacht. Tagung der Leiter der Reichsprovagandaämter DRB. Berlin, 8. Dez. Die Leiter der Reichspropagandaämter versammelten sich am 7. und 8. Dezember in Berlin zu einer Arbeitstagung. Reichsminister Dr. Goebbels aab einen umfassenden Ueberblick über die militärische und politische Lage und leitete daraus die Aufgaben ab, die sich auf den Gebieten der Volksaufklärung und Propaganda für die nächsten Monate ergeben. Im Rahmen der Tagung gab ferner Reichsminister Dr. Thierack einen Ueberblick über die„Aufgaben der Justiz im Kriege. Die Staatssekretär Gutterer und Dr. Landfried. SA.=Obergruppenführer Oberlindober sowie eine Reihe weiterer Persönlichkeiten aus Partei und Staat sprachen über die besonderen Probleme ihrer Arbeitsbereiche. Auf einer Arbeitstagung des Instituts für Großraumwirtschaft in Heidelberg sprach der Staatssekretär des Reichswirtschaftsministeriums Dr. Landfried in der Aula der Neuen Universität Heidelberg über das Thema „Wirtschaftliche Schicksalsgemeinschaft Kontinentaleuropas im totalen Kriege“. Kriege der nationalen Revolution Unterrichtsminister Bottai über die Idee des Faschismus DNB Rom, 8. Dez. Die römischen Zeitungen bringen einen Artikel von Unterrichtsminister Bottai„Die Stunde der Partei“, den dieser in der„Critica Fascista" veröffentlichte. Darin heißt es u. a.: Die Faschistische Partei habe die Fähigkeit der sofortigen Mobilmachung auf sozialem, politischem, moralischem oder wirtschaftlichem Gebiete. Die italienische Auffassung des Krieges bestehe darin, daß Italiens Kriege nicht Kriege der Faschistischen Partei in engerem Sinne seien, sondern Kriege der nationalen Revolution, deren Träger der Faschismus sei. Der Faschismus sei über die territorialen und die Klassengrenzen hinausgewachsen und habe seine Ideen und seiner Art sei neuer geistiger Lebensraum erwachsen. Italienisches Denken und italienische Kultur hätten die Räume der Feinde durchdrungen, so daß sie, wenn sie das Morgen neu gestalten wollten, das nur in faschistischen Begriffen tun könnten. So würden Korporativismus und Faschismus überall diskutiert. Auch auf feindlicher Seite sage man immer wieder, daß die liberale Demokratie endaültig begraben sei und daß Mussolini und Hitler Ideen geschaffen hätten, die zur Blüte bestimmt seien. weil die alte Ordnung zerstört worden sei. Unabhängig von dem späteren Ausgang des Krieges hätten die totalitären Staaten jetzt schon auf sozialem Gebiet gesiegt. Die letzte Hoffnung der Feinde könne nur die sein, daß der Sieg der Prinzipien nicht auch den Sieg der Waffen nach sich ziehen werde. Eitel Friedrich Prinz von Preußen einem Herzschlag erlegen DRB Potsdam, 8. Dez. In der vergangenen Nacht erlag Eitel Friedrich, Prinz von Preußen der zweite Sohn des ehemaligen deutschen Kaisers, einem Herzschlag. Eitel Friedrich stand im 60. Lebensjahr. Nur ein fleischloser Tag zwischen dem 24. 12. 1942 und dem *“ 2. Januar 1943 DRB Berlin, 8. Dez. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt bekannt: In dem Zeitraum vom 24. 12 1942 bis zum 2. 1. 1943 gilt als fleischloser Tag lediglich der 29. Dezember 1942, so daß in den Gaststätten und Beherbergungsbetrieben auch am 25. Dezember 1942 und am 1. Januar 1913 fleischhaltige Gerichte gegen Abgabe von Fleischmarken verabfolgt werden dürfen. Wie Reuter aus Ottawa berichtet, stießen dort am Montag zwei Flugzeuge in der Luft zusammen und stürzten ab. Beide Piloten kamen ums Leben. Friedrich Hebdel:„Es läßt sich im Leben doch nichte, gar nichts nachholen, keine Arbeit, keine Freude, ja sogar das Leid kann zu spät kommen. Jeder Moment hat seine eigentümlichen, unabweisbaren Forderungen. Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen, die Reste der Vergangenheit zu jeder durchstreichen zu können.“ Schwerte, 9. Dezember 1942. Die RSV ASB— diese drei Buchstaben sind uns heute zu einem unumstößlichen Begriff geworden, zum Inbegriff der Fürsorge und Wohlfahrt für alle Volksgenossen, die Not der Seele und des Leibes zu leiden haben. Die RSV ist das soziale Gewissen des Volkes. Wer nicht sozial denken und fühlen kann, wird darum auch nie verstehen, was ein Walter der RSV für Aufgaben zu bewältigen hat. Sehr viele Volksgenossen bei uns in Schwerte glauben immer noch, mit dem Kassieren der Beiträge und dem Abholen der Gelder am Opfersonntag sei die Arbeit eines NSB-Walters erschöpft In Wirklichkeit handelt es sich hier nur um eine besonders in die Augen fallende Tätigkeit. Ein rechter Blockwalter weiß über seinen Block in allen Dingen genau Bescheid und ist genau darüber unterrichtet, wo einen der Schuh drückt. Er ist der beständige Helfer in der Not, ein Ratgeber in Wohnungsfragen, in augenblicklichen Verlegenheiten durch Krankheiten und all den großen und kleinen Nöten des Lebens. Wo er ein schwächliches Schulkind erblickt, klärt er die Eltern auf und vermittelt ihnen einen Antrag zur Landverschickung ihres Jungen oder weist andere wieder darauf hin, daß sie in den Beratungsstunden der Jugendhilfe wesentliche Unterstützung für schwer erziehbare Kinder erhalten. Und wie dankbar sind alte, verschämte Arme gewesen, die vom RSV=Blockwalter zur Betreuung durch das WHW gemeldet wurden! Wie strahlten ihre Augen, wenn er ihnen ein mit Liebe gepacktes Weihnachtspäckchen aushändigte!— Wenn auch die Schwerter Zei#g mit allen Kräften immer wieder bemüht ist, ausfuhrriche Aufklärung über alle Gebiete der RSV zu geben, so bleibt doch die Kleinarbeit immer nur dem Blockwalter, der wie ein Freund und gern gesehener Gast in den einzelnen Häusern und Familien in den allermeisten Fällen ausgenommen wird. Schmerzlich aber ist es für ihn, der jede Woche viele Stunden seiner Freizeit opfert und bei der Sammeltätigkeit oft noch auf den Sonntag für die Abrech= nung verzichtet, wenn er dann vor: ancher Tür kurz und mürrisch abgefertigt oder gar abgewiesen wird. Auch solche Volksgenossen gibt es leider noch bei uns in Schwerte, die den tiefen Sinn dieser Zeit noch nicht begriffen haben. Doch auch dadurch läßt sich der RSV=Walter nicht erschüttern. Er hält weiter aus auf seinem Posten. Ihn hält der Glaube an die Worte des Führers in seinem Amte, daß die unbelehrbaren Elemente im Volkskörper einst ganz von selber aussterben werden, und dann der Glaube an unsere Jugend, der ja in der Abteilung„Mutter und Kind“ der größte Raum in der Betreuung zukommt, die bereits vor der Geburt beginnt. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Hilfswerk unserer RSV, die man im wahrsten und schönsten Sinne als die große, selbstlose Helferin und als das soziale Gewissen des Volkes bezeichnen kann. P. H. Tageschronik - AOF-Brettl in Schwerte=Ost. Am Montag, dem 14. Dezember, 19.30 Uhr, findet in der Gaststätte Kreinberg in Schwerte=Ost eine KdF=Veranstaltung statt. Die Aufführung ist betitelt„KdF=Brettl“. Der Nikolaus in den NSB=Kindergärten. Auch in diesem Jahr erschien der Nikolaus in den Kindergärten der RSV. Bangend und zagend, aber froh und glücklich wurde er von den Kleinen erwartet. Als er in die vorweihnachtlich geschmückten Kindergärten eintrat, klang ihm das alte Lied„Rikolaus, komm in unser Haus“ entgegen. Jedes Kind erhielt eine Kleinigkeit. - Weihnachtsferien der Schulen. Wie das Kreisschulamt mitteilt, sind die Weihnachtsferien wie folgt festgesetzt worden: für Volks= und Mittelschulen: Schulschluß am 19. Dezember 1942, Schulbeginn am 22. Januar 1948; für höhere Schulen: Schulschluß am 19. Dezember 1942, Schulbeginn am 12. Januar 1943; für Berufs=, Berufsfach= und Fachschulen: Schulschluß am 12. Dezember 1942, Schulbeginn am 21. Januar 1943. * In milderem Lichte. Im September dieses Jahres war Paul B. aus Holzen vom Hagener Amtsgericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er einen bei ihm untergebracht. geistesschwachen Pflegling durch heftige Schläge mit einem starken Stock mißhandelt hatte. Die Schläge hatten bei dem bedauernswerten Mann Blutergüsse und Schwellungen hervorgerufen. Der Fall wurde am Freitag noch einmal vor der Berufungskammer des Hagener Landgerichts aufgerollt. Eo wurde festgestellt, daß der Angeklagte seinerzeit seinem Sohn zu Hilfe kam, der von dem Pflegling H. mit einem Eimer geschlagen wurde. Der Vater trat dazwischen, „Niederländisch=Westfälische Kulturtage des Westfalen=Süd Hagen 1942“ aisaemn die Castelung„Ricdterladsche Kuns 1942: Im Rahmen des engen nachbarlichen Kulturaustausches zwischen den Niederlanden und dem westfälisch-niederrheinischen Kunstraum wurde die Gauausstellung Westfalen=Süd„Kunst der Ruhrmark“ durch den Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Reichsminister Dr. Seyß=Inquart, in der niederländischen Hauptstadt in Gegenwart des Stellv. Gauleiters Westfalen=Süd, Vetter, eröffnet, und zwar in diesem Jahr in dem weltbekannten Mauritshuis=Museum, das einst der Siegener Fürst Johann Moritz von Rassau als Wohnhaus erbaute. Nach diesen Eröffnungsveranstaltungen, die mit einem Konzert des Gebouw=Orchesters unter Leitung von Generalmusikdirektor Eugen Jochum(Solist: Prof. Georg Kuhlenkampff) und einem„Boheme“Gastspiel der Amsterdamer Oper und weiteren künstlerischen Veranstaltungen der Niederländisch=Deutschen Kulturgemeinschaft und des Niederländischen Departements für Volksaufklärung und Künste die unter Leitung des Kulturbeauftragten des Gauleiters Westfalen=Süd, Dr. Brüns, teilnehmenden führenden westfälisch=niederrheinischen Künstler des Gauarbeitskreises Bildende Kunst mit dem niederländischen Kunstschaffen bekannt machten, werden die„Niederländisch=Westfälischen Kulturtage des Gaues Westfalen=Süd ju Hagen 1942“ am 12. und 13. Dezember den diesjährigen Gegenbesuch der niederländischen Kunst bringen. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht am Sonntag, dem 13. Dezember, 11.15 Uhr, die Eröffnung der repräsentativen niederländischen Ausstellung„Niederländische Kunst 1942“ durch Reichokommissar Dr. Seyß=Inquart und Gauleiter Giesler im Karl=Ernst=Osthaus=Museum der Stadt Hagen. In dieser Eröffnungsfeier, in der Cor de Groot, einer der führenden niederländischen Pianisten, spielt, wird von niederländischer Seite der Chef des Niederländischen Departements für Volksaufklärung und Künste und Präsident der niederländischen Kulturkammer, Professor Dr. Goedewaagen, Den Haag, sprechen. Der Präsident der Deutsch=Niederländischen Gesellschaft, Dr. Karl Ritter von Halt (Berlin) wird die Gründung der Gauarbeitsgemeinschaft der Deutsch=Niederländischen Gesellschaft für den Gau Westfalen=Süd als der ersten im Reich vornehmen. Die Eröffnung der Niederländisch=Westfälischen Kulturtage 1942 wird durch den Stellv. Gauleiter Westfalen=Süd und Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Vetter, am Sonnabend, 12. Dezember, um 17 Uhr im kleinen Festsaal der Hagener Stadthalle in einer Vortragsveranstaltung erfolgen, in welcher der durch seine Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte bekannte Universitätsprofessor Dr. Hermann Benken(Leipzig) über das Kunstschaffen der beiden niederländischen Meister Hubert und Jan van Eyck sprechen wird. Der Sonntagnachmittag bringt an gleicher Stelle um 16.30 Uhr als Abschluß eine kammermusikalische Veranstaltung von bekannten niederländischen Künstlern, dem Zepparoni=Quartett und der Pianistin Rucky van Mill. um einen erneuten Schlag zu verhüten. In seiner Erregung ist er über das Ziel hinausgeschossen. Die gehörten Zeugen schilderten den Pflegling H. als einen bösartigen und streitsüchtigen Menschen, der hart angefaßt werden müßte. Von einer fortdauernden schlechten Behandlung des H. bei dem B. konnte keine Rede sein. Das Gericht berücksichtigte den schwierigen Charakter des H. und die bisherige Straflosigkeit des B. Es hob das erste Urteil auf und verurteilte den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu 100 RM Geldstrafe. B. hatte in diesem Falle das Maß der Züchtigung weit überschritten, so daß er diesen empfindlichen Denkzettel verdiente. - Heilpflanzen= und Wildfrüchtesammlung im Gau Westfalen=Süd. Die Heilpflanzenaktion 1942 ist im wesentlichen beendet. Jedoch lagern in den Schulen und Vorsammelstellen noch immer größere Mengen Heilpflanzen und Wildfrüchte, die unbedingt umgehend ihrem Verwendungszweck zugeführt werden müssen. Das Verpackungsmaterial ist bei der Gauabteilung Westfalen=Süd der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung in Bochum, Wilhelmstraße 14, anzufordern. Feldpostsendungen(in rechteckiger Form) dürfen künftig in der Länge, Breite und Höhe zusammen anstatt des bisherigen Höchstmaßes von 60 cm ein solches von 90 cm haben. Dabei darf die größte Länge höchstens 60 cm betragen. Als Mindestmaß ist eine Länge von 10,5 und eine Breite von 7,4 cm vorgesehen. Bei Feldpostsendungen in Rollenform dürfen Länge und zweifacher Durchmesser zusammen 100 cm, die Länge für sich jedoch nicht 80 cm überschreiten. Als Mindestmaß sind für die Länge 10,5 und den Durchmesser 2 cm bestimmt. “ Ausbildungslehrgang für Generatorbetrieb. Die Stürme des RSKK der Motorgruppe Westfalen führen weitere Ausbildungslehrgänge für den Betrieb von Kraftfahrzeugen mit Generatoren durch. Die Lehrgänge schließen mit einer Prüfung ab, nach der der Betriebsberechtigungsschein erteilt wird. dem Ruhrtal Festsetzung der Weihnachtsferien Westhofen. An sämtlichen Volksschulen des Amtes Westhofen gilt die Festsetzung der Weihnachtsferien wie folgt: Letzter Schultag ist der 19. Dezember; Wiederbeginn des Unterrichts ist am 22. Januar. RS=Frauenschaft backt für unsere Soldaten Westhofen. Am Donnerstag, den 10. Dezember, ab 15 Uhr backt die RS=Frauenschaft in der Küche im Frauenschaftsheim für unsere verwundeten Soldaten in den Lazaretten. Alle Frauen sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen. Verkauf von Weihnachtskerzen Westhofen. Für die Zeit bis 24. Dezember ist über den Verkauf von Weihnachtskerzen, die in erster Linie für Familien mit Kindern unter 14 Jahren bestimm! sind, eine besondere Regelung getroffen. Auskunft wird in den einschlägigen Geschäften erteilt. Feldpostbrief des Gauleiters Westhofen. Allen im Wehrdienst stehenden Männern des Gaues Westfalen=Süd haf der Gauleiter in Form einer Feldpostzeitung einen Weihnachts= und Neujahrsgruß gewidmet. Um die rechtzeitige Absendung an unsere Soldaten zu sichern, werden die Angehörigen gebeten, in allen Fällen, in denen sich die Anschrift in der letzten Zeit geändert hat, die neue Anschrift möglichst sofort der Geschäftsstelle im Amtshause, Zimmer 11, mitzuteilen. Spielzeug für die Soldatenkinder Westhofen. Eine wahre Musterschau schönen Spielzeugs ist in den letzten Wochen in der Hans=SchemmSchule entstanden. Eine kleine Schar hat hier unter Leitung des Lehrers Herms mit viel Fleiß und Begeisterung Dinge geschaffen, die, angefangen mit den kleinen Häuschen, aus denen man ganze Dörfer bauen kann, bis zu den Elefanten, wippenden Affen, wackelnden Dackeln, Eisenbahnzügen, Lastautos und manchem anderen, am Weihnachtsfeste die hellste Freude unserer Soldatenkinder auslösen werden. Es wäre wünschenswert, wenn der Bevölkerung Gelegenheit gegeben würde, die schönen Spielzeuge zu besichtigen. Er ließ den Peitschenstiel tanzen Westhofen. Das Schwerter Amtsgericht hatte sich schon einmal mit dem 41jährigen H. aus Westhofen befaßt. Ihm wurde vorgeworfen, in den ersten Augusttagen den als Nebenkläger auftretenden P. vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben. Nach Lage der Sache hatte H. freigesprochen werden müssen. Nebenkläger und Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt, die in diesen Tagen vor dem Landgericht verhandelt wurde. Aus nichtigem Anlaß waren sich beide Männer nicht„grün“. Zu Spannungen ernsterer Art war es aber nicht gekommen. Am bewußten Tage fuhr H. einen mit Roggen beladenen Erntewagen vom Felde heim. Auf schmalem Pfad kam P. auf seinem Fahrrad dem Wagen des H. entgegen. Nach der Darstellung des Verletzten soll H. ihn in den Graben gestoßen haben. Ein Wortwechsel soll nun gefolgt sein, der durch einen wuchtigen Hieb des H. mit dem Handstück einer Peitsche gegen den Kopf des P. abgeschlossen worden sein soll. P. ist nach ärztlichem Zeugnis damals nicht arbeitsfähig gewesen. Der Angeklagte bestritt die Tat. Zeugen haben den Vorfall auch nicht beobachtet. Ein Zeuge hatte den H. vor der Einbiegung in eine unübersichtliche Stelle und beim Herausfahren aus derselben die Pferde führen sehen. Diese Bekundung half dem Angeklagten nicht viel. Es stand jedenfalls fest, daß einer von den beiden Beteiligten ein grober Lügner sein mußte. Die Kammer vereidigte den Verletzten und Nebenkläger P. und bestrafte den Angeklagten H. wegen gefährlicher Körperverletzung mit einer Geldstrafe von 300 RM. Der Nebenkläger hatte auf eine Bestrafung des H. keinen Wert gelegt. Ihm wäre es lieber gewesen, der Angeklagte hätte wenigstens vor der öffentlichkeit seine Schuld eingestanden. Einen solchen, auch vom Gericht nahegelegten„Ausgleich“ hatte der seine Unschuld beteuernde H. aber abgelehnt. Kaninchendiebstahl Billigst. Als eine gemeine Tat muß man es bezeichnen, daß einem Volksgenossen an der Hauptstraße während der Nacht sein Kaninchenstall aufgebrochen wurde und man ihm daraus vier Tiere, die er mit Mühe großgezogen hatte, entwendete. Leider konnte der Täter noch nicht ermittelt werden. Beines Vaters Frau Roman von Eise Jung=Lindemann Urheber=Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück 27 „Du bist wohl bei deiner Omi zu Besuch?“ fragte Irmgard und erhielt zur Antwort, daß die Kleine schon lange im Hause der Großmutter lebte, weil ihre Mutter verreist wäre. Otti erzählte dann später, daß Sigrun keinen Vater mehr hätte und daß ihre Mutter morgen zurückerwartet würde. Als der Professor am Abend von einer langen Wanderung heimkehrte, wurde er von Otti sogleich in das neue Ereignis eingeweiht. Dieses Kind, dessen die sich mit einer rührenden Mütterlichkeit annahm. hatte einen so starken Eindruck auf sie gemacht, daß sie auch dem Vater von ihm erzählen mußte. Grothe wurde erst aufmerksam, als Ottt den Ramen ihrer kleinen Freundin nannte. Sigrun?... Hieß sie wirklich Sigrun? Er fragte nach ihrem Vaternamen, den Okti jedoch nicht wußte. Es konnte alles nur ein Zufall sein, aber es gab nicht sehr viele Kinder, die Sigrun hießen. Das Alter konnie ebenfalls stimmen. Auch Sigrun Röck mußte jegt neun Jahre alt sein. „Morgen werde ich mir deine Freundin einmal ansehen“, sagte er und bemerkte nicht, daß Irmgard überrascht zu ihm herüberblickte. Was hatte denn dieses plötzliche Interesse für ein remdes Kind zu bedeuten? Grothe hatte niemals sehr lebhaften Anteil an den Freundschaften seiner Kinder genommen. Heute fiel ihm immer wieder eine neue Frage ein, die er an Otti richtete. Er wollte wissen, wie Sigruns Großmutter hieß, ob die Kleine blond oder dunkel wäre und wann ihre Mutter zurückkäme. Otti konnte nur die beiden letzten Fragen beantworten. „Goldblond ist sie und hat den ganzen Kopf voller Locken, und ihre Mutti kommt morgen mit dem Dampfer von Saßnitz. Denk' mal, Vater, Sigruns Mutter ist in Schweden gewesen... bei Verwandten. Sigrun ist auch schon mal in Schweden gewesen, und sie wäre so gern mitgefahren; aber ihre Mutter war sehr lange krank und sollte sich auf dem Gut bei ihren Verwandten erholen.“ „So... krank war sie?“ Grothes Herz klopfte mit einem Male. War das möglich? Hatte Otti, weil sie Sigrun fand, ihm den Weg zu Karin Röck gewiesen? Er stand auf, schob den Stuhl zur Seite und entschuldigte sich bei Irmgard. „Ich will noch ein Stück spazieren gehen“, sagte er und wehrte ab, als Irmgard ihn ermahnte, den Mantel anzuzkehen. „Es ist zu kühl draußen, Hans, du wirst dich erkälten.“ Rein, wenn alles in einem glühte, konnte auch der schärfste Seewind nichts schaden. Im Gegenteil, er tat wohl, und das Rauschen der See, dieses wundersam gewaltige Lied des Wassers, beruhigte die erregten Nerven. Karin hatte doch recht gehabt. Während der Nacht hatte es geregnet. Der Strand war naß, und wenn man die umgelegten Körbe in den Burgen aufrichtete, dann tropfte einem das Wasser aus den Falten der kleinen, rotweißgestreiften Sonnendächer ins Gesicht. Otti und Rolf waren vorausgegangen, während der Vater noch mit Tante Irmgard auf der Hotelterrasse beim Frühstück saß. Als sie zum Strand hinunterkamen, hatte die Sonne schon ihr Werk getan. Der Sand war fast trocken. Die Burgen hatten sich bevölkert. Wimpel und Fähnchen flatterten über ihnen an langen Stangen oder seitlich gespannten Seilen. Kinder auf hohen und kurzen Beinchen wateten im Wasser, fischten nach Muscheln oder kleinen Stichlingen. Mütter, Großmütter und Tanten saßen in den Strandkörben, die alle mit dem Rücken gegen den Wind gestellt waren, nähten oder strickten, lasen oder besprachen eifrig mit der Nachbarin im nächsten Korb die gestrige Abendunterhaltung mit Tanz im Kurhaus. Väter und Onkel räkelten sich faul im Sand oder betätigten sich beim Burgenbauen, wobei sie schon zum Arger ihrer Frauen rauchten. Grothe, der sonst immer bald wieder gegangen war, wenn er sich einmal an den Strand verirrte, hielt heute standhaft aus. Er hatte den Rock abgeworfen und lag längelang im Sand. Sein blonder Schopf leuchtete in der Sonne. Irmgard betrachtete ihn lange. Da Grothe die Augen geschlossen hatte, konnte sie es ungestört tun. Wie gut er aussah, und wie jung er noch war. Diese Jugendlichkeit und Elastizität hatte schon manchen über seine fünfundvierzig Jahre hinweggetäuscht. Keiner glaubte ihm dieses Alter, und nur wer ihn in der letzten Zeit mit scharfen Augen beobachtete, wie Irmgard es getan hatte, konnte feststellen, daß Haltung und Schritt müder und langsamer geworden Die WaffenDie 61 als Schutz=Staffel vor 1933— die 4# als Waffen= im heutigen Schicksalskampf unserer Volkes Am Sonntag, dem 6. Dezember, fand in der Gaststätte Kreinberg in Schwerte=Ost eine Jugendkundgebung statt. Diese Kundgebung wurde unter dem Leitwort„Waffen=“ geführt. Es sprachen ein Sturmbannführer und ein Oberscharführer der Waffen= zur Schwerter Hitler=Jugend. Die Einleitungsansprache hielt der hiesige Standortführer Reininghaus. Nach dem Fahneneinmarsch übernahm der Sturmbannführer der Waffen=]f H. das Wort. Er sprach vom Weltkrieg und der Auferstehung des Deutschen Reiches unter dem tatkräftigen Einsatz der SchutzStaffel(½). Er wies auf die stetige Geschlossenheit der 1 hin, die sich zum Führer bekannte. „Wer ein richtiger ½Mann sein will, der muß auch nur ½Mann sein", führte der Sturmbannführer aus. Weiter unterstrich er, daß ein ½Mann mit Herz und Seele dieser Truppe angehören müsse, da nur der Führer als Schutztruppe solche Männer gebrauchen kann, di auch wirklich zu ihm halten. Als er seine Darstellungen aus der Kampfzeit beendet hatte, ging er zur neuen Zeit über und sagte u. a.: „Der Führer hat nach der Kriegserklärung Englands und Frankreichs die" in die Wehrmacht eingereiht. Er hat ½=Divisionen aufgestellt. Sie sind zu der gefürchtetsten Truppe für den Feind und zum Freund und Helfer für die mit uns befreundeten Menschen geworden. Es entstanden die 1Divisionen „Germania“, die Totenkopf=Division und die Leibstandarte des Führers. Der Führer hat auch nach der Niederringung Norwegens und Dänemarks dortselbst eine 1-Division aufgestellt, die sie„Nordland“ nennt.“ Er sprach so ausführlich über die“ und forderte am Schluß auch die Schwerter Hitler=Jugend auf, sich freiwillig zur Waffen=] zu melden. Es können aber nur die Jungen in dieser Spezialtruppe des Führers nationale Weltanschauung begriffen haben. aufgenommen werden, so führte er weiter aus, die die Danach sprach der=Oberscharführer B. Er schilderte ein Kampferlebnis aus Rußland und stellte die Frontkameradschaft und Gemeinschaft zwischen den einzelnen Kameraden heraus. Er sagte u. a.. „Im Morgengrauen sah ich zwei als Ukrainer verkleidete Menschen herannahen. Es waren zwei von der Division„Nordland", also keine Deutschen. Sie holten mich aus dem Wald, in dem ich verwundet worden war, im stärksten Feuer eines Granatwerfers heraus, so daß ich dachte, wir kommen nicht mehr durch. Aber wir kamen durch, und zwar einzig und allein durch die Kameradschaft, die Frontgemeinschaft und den Mut meiner nordischen Kameraden. Ihnen habe ich mein Leben zu verdanken.“ Er sagte dann weiter, daß ein jeder deutsche Junge stolz sein dürfe, wenn er den Hoheitsadler auf der linken Armelseite und den Totenkopf auf der rechten Spiegelseite tragen könnte. Mit dem Deutschland- und dem Horst=Wessel=Lied schloß die gut verlaufene Kundgebung, dessen Motto war: Komm auch du, Kamerad, zur WaffenH. W. Wieder 11 000 BRT weniger! Mit einem gutgezielten Hecktorpedo gab das U.-Boot des mit dem Eichenlaub mit Schwertern ausgezeichneten Korvettenkapitäns Topp diesem 11000 BRT großen britischen Frachter den Fangschuß. PK=Aufnahme: PB3=Scherl waren und daß sich die Furchen um seinen Mund tiefer eingedrückt hatten. Heute aber war sein Antlitz entspannt. Die kräftig durchblutete Haut zeigte eine leichte Bräune. Seine lange Gestalt lag so wohlig gelöst im Sand, daß man ihr das Behagen des Ruhen deutlich ansah. Ja, Grothe ruhte wirklich zum erstenmal aus nach langer, langer Zeit. Er hatte in dieser Nacht, in der stundenlanger Regengesang sich mit dem Lied der See vermischte, tief und fest geschlafen. Run lag er hier und wartete... wartete auf ein Kind. Wie seltsam das war, auf ein Kind zu warten, das Sigrun hieß. Aber wußte er nicht schon, daß er Karin Röcks Tochter war? Als Otti in seine Ruhe einbrach, öffnete er die Augen und sah ein helles, kleines Mädchen vor sich stehen, umrahmt und wie durchstrahlt von Sonne. „Hier... das ist sie, Vater... Sigrun Röck heißt sie, ich hab' sie gefragt.“ Otti rief es mit einer triumphierenden Stimme und zerrte die kleine Freundin näher an den Vater heran. Grothe war aufgestanden. Sein Gesicht leuchtete und lächelte. Liebevoll beugte er sich herab und gab Sigrun die Hand. „Röck... Sigrun Röck... ich wußte er ja“, sagte er, denn aus dem hellen Gesicht des Mädcheno schauten ihn Karine blaue Augen mit kindlichem Freimut an. Irmgard hatte die kleine Szene mit wachsendem Erstaunen verfolgt. Da ging etwas vor, von dem sie nichts wußte. Ein tiefer, unergründlicher Zusammenhang verband den großen, ernsten Mann mit diesem Kinde, das ganz ohne Scheu zu ihm aufsah und lebhaft plaudernd seine Fragen beantwortete. (Fortsetzung folgt) Fenster abdichten! Erkältungsgefahren werden bekanntlich nicht allein durch schroffe Temperaturunterschiede verursacht, wie wir sie z. B. dann erleben, wenn wir aus überheizten Räumen, womöglich gar erhitzt, unvorbereitet und eilig auf die naßkalte Straße treten. Eine der wesentlichsten Erkältungsgefahren bildet auch die Zugluft, und zwar nicht allein die offensichtliche wenn beispielsweise gegenüberliegende Türen und Fenster aufgerissen werden. Gefährlich ist vielmehr auch jene unmerkliche Zugluft wie sie durch undichte Fenster entsteht. Stets „zieht" kalte Außenluft durch undichte Fenster auch in geschlossene warme Räume hinein. Ein solcher vielfach erst spät bemerkter„Zug“ wenn er z. B schon eine Zeitlang über den Nacken hinweggestrichen ist, kann mitunter von erhebe lich nachteiligen Folgen sein. Nervenschmerzen, das„steife Genick", und andere rheumatische Erkrankungen. Grippefälle u. a. m. haben ihre auslösende Ursache nicht selten in undichten Fenstern und Türen. Ihre Abdichtung ist somit wichtig. in der Fabrik, sowie in der Werkstatt, im Büro, im eigenen Heim. Abdichtungsmittel sind nicht schwer zu befestigen. In breiteren Ritzen von Fabrik= und Werkstatttüren in Türen von Barackenlagern usw. werden 2 B. selbstgeflochtene Strohzöpfe gute Dienste tun. In Räumen die nicht durch Doppelfenster geschützt sind oder wo auch solche nicht immer genügen wenn sie einer stürmischen Wetterseite zu gelegen sind, verwende man Fenstermatratzen und Vorhänge für den unteren Teil der Fenster. Selbstverständlich ist die Abdichtung so anzubringen, daß die Fenster und Türen jederzeit zum Lüften geöffnet werden können Weihnanstssonderzuteilung und Venelarier NDZ. Im Zusammenhang mit den Weihnachtssonderzuleilungen werden Vegetarier den Wunsch äußern, für die dabei mit zur Ausgabe kommenden 200 Gramm Fleisch andere Lebensmittel zu beziehen. Der Reichsernährungsminister hat deshalb bestimmt, daß an Stelle von 200 Gamm Fleisch unter Entwertuna der vier über 50 Gramm Fleisch oder Fleischwaren lautenden Einzelabschnitte der Weihnachtssonderkarten WS. 1 und WS. 2 Reise= und Gaststättenmarken über 100 Gramm Nährmittel ausgegeben werden können. Das Verhältnis von 200 Gramm Fleisch oder Fleischwaren zu 100 Gramm Nährmitteln ist auch in Zukunft in ähnlichen Fällon zuarunde zu Reinigung von Zentralheizungsanlagen eine Nebenaufgabe der Schornsteinfeger ND. Jeder Grundstückseigentümer ist verpflichtet die kehrpflichtigen Schornsteine aller Art. Feuerstätten und so weiter regelmäßig durch den Bezirksschornsteinfegermeister reinigen zu lassen. Der Reichswirtschaftsminister hat in einem Erlaß klargestellt, daß die Zentralheizungskessel nicht zu kehrpflichtigen Anlagen gerechnet werden können. Der Grundsatz des Kehrzwanges dient lediglich der Feuersicherheit, die durch eine Unterlassung der Reinigung der Kessel nicht gefährdet ist Die Reinigung der Zentralheizungskessel gehärt vielmehr nur zu den Nebenaufgaben des Schornsteinfegerhandwerks. Die Bezirksschornsteinfegermeister können also Zentralheizungsanlagen nur auf besondere Aufforderung durch den Berechtiaten reinigen Der Rundfunk am Donnerstag Reichsprogramm: 13.25—13.55: Hans Pfitzner im deutsch=italienischen Austauschkonzert mit Elisab. Schwarz= kopf und dem Komponisten. 16.00—17.00: Operettenmusik älterer und neuerer Zeit. 17.15—18.30: Tänzerische Musik der Gegenwart. 19.20—19.35: Frontberichte. 19.45—20.00: Zum 50. Todestage Werner von Siemens'. Die Flagge des Sieges Wo auch immer auf den Weltmeeren sich feindliche Schiffe zeigen, sei es im Eismeer oder im Indischen Ozean, sei es in der Karibischen See oder im Mittelmeer, überall packen die deutschen U=Boote zu und schlagen dem Feinde tödliche Wunden. So konnte seit dem 9. November die Unterseebootswaffe auf dem Mittelmeer und auf dem Atlantischen Kriegsschauplatz 31 Handelsschiffe mit zusammen 218 100 BRT und außerdem zwei britische Kreuzer und vier Zerstörer versenken. PK=Kriegsberichter Hager(Sch) 20.15—21.00: Konzertante Sinfonie von Mozart. 21.00—22.00: Szenen aus Rheingold und Walküre. 22.20—22.30: Sportnachrichten. Deutschlandsender: 17.15—18.30: Alt=Rhapsodie von Brahms, Reger=Serenade u. a. Konzertmusik. 20.15—21.00: Bekannte Tanz= und Unterhaltungsmusik. 21.00—22.00: Zeitgenössische Tanzmusik mit Charakterstücken. Aus Westdeutschland Irrwege der Liebe Münster. Margarethe hätte es in Köln lange gut haben können, wenn nicht ihr Freund eine so große Anziehungskraft auf sie ausübte Sie reiste ihm nach; in Lüdenscheid war das erste Wiedersehen. das zweite Wiedersehen wurde, als er neuerlich versetzt war, in Münster gefeiert. Dann rückte der gute Freund aus in die Ostmark. Margarethe vermutete ihn in Lingen. Hier war er natürlich nicht zu finden. Fast mittellos kam sie in Lingen an, suchte ihren guten Freund vergeblich und war auf fremde Hilfe angewiesen. Ihr wurde gutes Essen und Obdach gegeben. Aber was tat die bereits wegen Diebstahls bestrafte Margaretbe? Sie stahl der gastfreundlichen Frau einen Hut. Mantel. Kleid, Schuhe und andere Bekleidungsstücke. Mit diesen gestohlenen Gegenständen reiste sie nach Münster, wo sie das Arbeitsamt aufsuchte. Von dort vermittelte man sie in eine Arbeitsstelle bei der Reichsbahndirektion. Und da war zufälligerweise eine Schwiegertochter der bestohlenen Wirtin beschäftigt, die gleich die auf so unredliche Art und Weise erworbenen Kleidungsstücke bei Margarethe, die auch bereits wegen Landstreicherei bestraft ist, wiedererkannte und natürlich alles Weitere veranlaßte. Das Amtsgericht Münster schickte Margarethe für die Dauer von acht Monaten ins Gefängnis. Idyll um ein Schwein Remscheid. Ein herrenloses Schwein, das plötzlich in der belebten Hermann=Göring= Straße auftauchte, aab zahlreichen Passanten ein Rätsel auf. Erst nach längerer Zeit konnte festgestellt werden, daß das begehrte Borstenvieh seinem nahen Ende hatte entgehen wollen. Auf dem Wege zum Remscheider Schlachthof war es vom Wagen abgesprungen und wieder seinem bisherigen Stall zugetrottet. Seine Lebensfreude sollte indessen nicht lange währen, denn von einem nach Remscheid, fahrenden Metzger wurde der Specklieferant bald eingefangen und dann sicher seinem Bestimmungsort zugeführt. Schnöder Undank Mettmann. Arm wie eine Kirchenmaus hatte die 20jährige Martha Rataiski vor zwei Jahren eine Stelle als Hausangestellte im Mettmanner Krankenhaus gefunden. Die Schwestern hatten von der NSV. 200 Mark erwirkt, so daß sie völlig neu eingekleidet werden konnte. Hilfsbereite Volksgenossen schenkten dazu noch Schuhe und Kleider, die von Schneiderinnen und den Schwestern umgearbeitet wurden, so daß das Mädel mehr als gut ausgestattet war. Der Lohn war gut, die Unterkunft ebenfalls. Alle diese Guttaten belohnte Martha in der schnödesten Weise. Sie stahl Bett= und Leibwäsche, die Eigentum des Krankenhauses war, und bestahl ihre Arbeitskameradinnen. Ihre Sucht zu stehlen machte selbst vor Schwerkranken nicht halt. Pakete, die an der Pforte von Angehörigen für Patienten abgegeben wurden. lieferte sie nicht ab. Der Strafrichter schickte sie für vier Wochen ins Gefänanis. Jagd auf einen Straßenräuber Duisburg. Der 68jährige Bote einer hiesigen Firma-hatte im Zentrum der Stadt bei der Bank einen Betrag von 3200 RM an Lohngeldern geholt. Auf dem Rückweg zum Stadtteil Neudorf folgte ihm ein 28jähriger Mann auf einem Fahrrad. Auf einem wenig belebten Feldweg sprach er den Boten an und schlug ihn mit einem wuchtigen Schlag auf den Kopf zu Boden. Dann entriß er dem Halbbetäubten die Aktentasche. schwang sich auf sein Fahrrad und suchte zu entfliehen. Einige Passanten aber hatten den Vorfall bemerkt und machten sich an die Verfolgung. Der Täter wurde in ein Gartenviertel getrieben, wo ihm sein Rad nichts nützen konnte. Er ließ es schließlich im Eisch und es sebte eine wilde Jagd über Hecken und Zäune ein, die damit endete, daß man in einem der Gärten den Räuber der die Aktentasche immer noch festhielt, erreichte und überwältigte. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß der Räuber aus dem Stadtviertel Beckerwerth stammte und den Boten schon seit einiger Zeit beobachtet hatte. Duisburg. Die großen Industriewerke, wie Klöckner=Duisburg. GutehoffnungshütteOberhausen, Krupp=Rheinhausen, die bisher einzeln Stipendien an begabte Gefolgschaftsmitglieder ausgaben, haben sich zu einer„Förderungsgemeinschaft der deutschen Industrie“ zusammengeschlossen, die gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk junge Menschen aus ihren Betrieben bis zur höchsten Ausbildung fördern will. Rennpferde fuhren im Kraftwagen ins Bad Wuppertal. Im vergangenen Jahre hatte ein jüngerer Solinger Fabrikant durch die Vermittlung eines Reitstallbesitzers seine beiden Reitpferde mit einem zum Transport von Renn= und Turnierpferden bestimmten Lastkraftwagen nach Bad Wildungen überführen lassen, wo der Fabrikant seinen Urlaub verlebte. Da Benzin jedoch schon seit geraumer Zeit nur noch für kriegswirtschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt wird, rief dieser Transport nicht nur helle Empörung hervor, sondern veranlaßte auch ein gerichtliches Nachspiel vor dem Strafrichter. Unter Anklage gestellt wurden der Fabrikant, der Reitstallbesitzer sowie auch der Fuhrunternehmer. Der Fabrikant erhielt einen Monat Gefängnis, die beiden Mitangeklagten je 600 RM Geldstrafe. Das Reichsgericht verwies auf die Revision der Staatsanwaltschaft hin die Sache zur erneuten Verhandlung an das Wuppertaler Landgerscht. Nach eingehender Beweisaufnahme kam das Gericht zu der Auffassung, daß unter den obwaltenden Umständen eine höhere Strafe am Platze sei. Der Fabrikant wurde zu einem Monat Gefängnis und 10000 RM Geldstrafe der Fuhrunternehmer zu zwei Monaten Gefäng1000 RM Geldstrafe und der Reitzu, einem Monat Gefängnis und 500 RM Geldstrafe verurteilt. In der Begründung sagte das Gericht u. a., es sei ganz klar gewesen, daß ein solcher Transport nicht habe ausgeführt werden dürfen. Das habe vor allen Dingen der Fuhrunternehmer wissen müssen. Zuviel Fettmarken abgeschnitten Goslar. Eine in einem Goslarer Lokal beschäftigte Kellnerin hatte einem Gast bei der Bestellung zuviel Fettmarken abgeschnitten, um sie für sich zu verbrauchen. Außerdem entwendete sie einer Kollegin eine Milchkarte und ihrem Arbeitgeber Nährmittel, Kakao und Kaffeepulver. Vom Amtsgericht wurde sie wegen Diebstahls im Rückfall und Mundraubes zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Landwirte um Lebensmittel und Kleidungs= stücke erleichtert Haan. Ein einfacher und drei schwere Diebstähle wurden einem jungen Mann aus Haan vorgeworfen. Seit geraumer Zeit hatte ein Haaner Landwirt festgestellt, daß ihm fortgesetzt Lebensmittel abhanden gekommen waren; den Umständen nach kam nur der jetzt unter Anklage stehende Lehrling als Täter in Frage. Dieser bequemte sich denn auch bald zu einem Geständnis und räumte weiter ein, auch bei zwei anderen Landwirten eingebrochen zu sein und Lebensmittel und Kleidungsstücke gestohlen zu haben. Seine Einlassung, der Hunger habe ihn zu diesen Taten getrieben, konnte keinen Glauben finden, da die Kost ausreichend und gut gewesen war. Das Gericht verurteilte den jungen Mann, der schon so früh auf der schiefen Bahn ging, zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten Verantwortlich: Hauptschriftleiter Dr. Hans=Adolf Ebing(z. 8 im Felde), t. V. Hermann Stens Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Z. Z. gilt Preisl. 12 Leihnachtssonderzuteilungen Vorbestellungen in Süßwaren, Bohnenkaffee und Trinkbranntwein behalten für die Ausgabe auf die Weihnachtssonderkarten Gültigkeit, so daß die Kleinverteiler die Abschnitte„Zuckerwaren“(Süßwaren),„Bohnenkaffee" und„Trinkbranntwein“ der Weihnachtssonderkarten nur gegen Vorlage der Vorbestellbestätigung beliefern dürfen. Die Kleinverteiler haben auf die Abschnitte„Zuckerwaren“ der Weihnachtssonderkarten auch die vorhandenen und noch eingehenden kakaohaltigen Erzeugnisse(Schokoladenerzeugnisse) auszugeben. Iserlohn, den 7. Dezember 1942. Der Landrat— Ernährungsamt. 2-3=Zimmerwohnung von ruhigem Mieter gesucht.. Schriftl. Angebote unter 3747 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Suche ab Januar ein leeres Zimmer. Schriftl. Angebote unter Nr. 3732 an die Geschäftsst. der Schw. Ztg. Schmerzlich und unerwartet traf uns die traurige Nachricht, daß unser einziger, herzensguter, stets um uns besorgter Junge, mein liebes Enkelkind. Neffe, Verter und Freund Gesreiter Rudi Pahnke Inhaber des goldenen HI=Ehrenzeichens im blühenden Alter von 23 Jahren am 10. November 1942 bei den harten Kämpfen in Stalingrad getreu seinem Fahneneide für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Reich sein Leben hingegeben hat. In stiller Trauer: Rudolf Pahnke und Frau Lina geb. Siedhoff nebst Angehörige Willy Stobbe, z. Z. im Felde Theo Kirmeier, z. Z. bei der Wehrmacht Schwerte, den 4. Dezember 1942. Luisenstraße 10 Gelt derche Für die uns beim Heimgang meines lieben, unvergeßlichen Mannes und meines lieben Vaters erwiesenen zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme sprechen wir allen unsern innigsten Dank aus. Unser besonderer Dank gilt dem Ortsgruppenleiter Pg. Hidding für die Trostworte am Grabe unseres lieben Entschlafenen owie auch der Betriebsleitung und den Arbeitskameraden des Stahlwerks Brüninghaus. Frau Margarete Hoffmann geb. Stempki Otto Hoffmann Villigst, im Dezember 1942. Statt Karten Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Amfmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlichst. Theodor Kleis und Frau Elfriede geb. Leygraaff Schwerte, im Dezember 1942. Suchen gut erhaltene Schreibmaschine für Geschäftsstelle der H3, evtl. als Geschenk. Gefolgschaft 33/136 Schwerte, Büro Menke, Holzener Weg. Lautsprecher neuw., gegen Puppenwagen, und fast neuer Vogelbauer(Messing) gegen Burg mit Soldaten zu tauschen gesucht. Schwerte, Kuhstraße 32, 1. Et. 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