„* Sehenen Teiugr arnheien mrcheuntlich uchund. ugspreis wöchentlich 45 Apf.(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 28.2 Rpf. Zeitungsgebühr und 0.44 Rpf. Postverpackungsgebühr) zuzüglich 35 Rpf. Bestellgeld. Rinzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag: Hans Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstr. 3—S. Ruf: 2770. Postscheckkonte: Dortmund 2832. Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt= Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Anseigenpreis: die achagespaltene Milimsterzalle 45 mm breit) 6 Apf. Textanzeigen: Millimeter 20 Apf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehm———.— Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebsstörungen höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewäh pünktliches Erscheinen der Zeitung, auch kann kein A auf Schadenernasts oder Nachlieferung erhoben man wir keine: törungen durch u Gewahr för nkein Anspruch choben werden. 271 Mittwoch, 18. November 1942 74. Jahrgang Rädfschur steite Geriek 18009 Tonner Erfolgreiche Kampfhandlungen unserer Truppen an der Ostfront DNB. Aus dem Führerhauptquar. tier, 17. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen brachen im Raum nördlich Tuapse und im Elbrus=Abschnitt in tiefgegliederte Stellungen ein und erstürmten zahlreiche Kampfanlagen in erbitterten Nahkämpfen. Wiederholte mit Panzerunterstützung vorgetragene Angriffe des Feindes im Terek=Abschnitt scheiterten am zähen Widerstand der deutschen Truppen. Im Kaspischen Meer versenkte die Luftwaffe einen Tanker, zwei Tankschiffe wurden beschädigt. Kampfflugzeuge setzten die Angriffe auf die Bahnlinien ostwärts der Wolga mit gutem Erfolg fort. Südostwärts des Ilmensees rege eigene Stoßtrupptätigkeit. Angriffe der Sowiets an der WolchowFront brachen im Feuer der deutschen Abwehr zusammen. In der Cyrenaika dauern die Kämpfe an. Derna wurde von den deutsch=italienischen Truppen planmäßig geräumt. Kampfflieger bekämpften wirksam britische Kolonnen. Aus der britisch=amerikanischen Nachschubklotte für Nordafrika wurde ein Transorter von 12000 BRT durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Feindliche Marsch= kolonnen auf der Küstenstraße ostwärts Bone und im südlichen tunesischen Grenzgebiet erlitten durch unsere Luftangriffe schwere Verluste. Einzelne britische Flugzeuge flogen in der Abenddämmerung in das nordwestdeutsche Grenzgebiet. Durch Bombenabwurf hatte die Bevölkerung geringe Verluste. -Sarmmme! FALIERE #-1 Paie Bisarta ber Bichen . wun Keiruen Steu. NTunis mirtern Miemmamer „linges Lampeduss selhes Ancanene? Gober— 808 500 90 Klometer Deutsche und italienische Truppen in Tunesien gelandet Deutsche und italienische Truppen sind im vollen Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden in Tunesien gelandet. Weltbild=Gliese. Vorpostenboote sowie Flakartillerie der Luftwaffe und Kriegsmarine schossen an der Atlantik. und Nordseeküste sieben feindliche Flugzeuge ab. Italienischer Wehrmachtbericht DRB. Rom. 17. Nov. Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstaa hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im Laufe des gestrigen Tages fanden in der Cyrenaika zwischen Derna und Benghasi erbitterte Kämpfe statt. Im Verlauf einer Aktion unserer Jäger auf einen von der feindlichen Luftwafse besetzten Hafen in Französisch=Nordafrika wurden einige Maschinen am Boden in Brand geworfen; marschierende feindliche Kolonnen wurden mit sichtbaren Erfolgen mit MG.=Feuer beleat. An den Küsten Algeriens ariff eine Abteilung italienischer Torpedoflugzeuge einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an und versenkte zwei Dampfer mittlerer Tonnage. Eines unserer U=Boote unter dem Kommando von Kapitänleutnant Carlo Forni erzwana sich den Eingana zur Reede von Bona und beschädigte ein großes feindliches Handels: schiff schwer durch Geschützfeuer. Von Kriegsoperationen des Taaes kehrten sechs unserer Flugzeuge nicht zurück. Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet Kapitänleutnant Lüth und Kapitänleutnant Töniges DRB Berlin, 17. Nov. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Wolfgang Lüth. Kommandant eines Unterseebootes, als 142. Soldaten, und dem Kapitänleutnant Werner Töniges. Kommandant eines Schnellbootes. als 143. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an die Beliebenen folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres beldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler.“ Der Führer verlieh dem Oberstleutnant Hyazintb Graf Strachwitz, Abteilungskommanin einem Panzerregiment. als 144. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer sandte dem Beliehenen folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres beldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. gez. Adolf Hitler.“ Neue Ritterkreuzträger DRB. Berlin, 17. Nov. Der Führer verlieh oas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Friedrich Otte. Kommandeur eines Jägerreaiments: Hauptmann Eberhard Wolfram. Komvaniechef in einem Grenadierregiment: Oberleutnant d. R. Kurt Knaack, Komvanieführer in einem Grenadierreaiment; Unteroffizier Otto Krogemann. Zugführer in einem Grenadierregiment. Der Führer verlieb ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschall Görina. das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Feldwebel Steinhausen. Flugzeugführer in einem Jaadaeschwader. Der Führer verlieh weiter das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Erich Abraham, Kommandeur eines Grenadierregiments. Major Rudolf Wulf Führer eines Grenadierregiments. Oberleutnant Kurt Bahns, Kompaniechef in einem Grenadierregiment. Seutschiaus sten der dagene essen Kundgebung mit Reichsjugendführer Axmann und Dr. Ley DRB. Berlin, 17. Nov. Die Reichsjugendführung veranstaltete am Sonntaa im Berliner Europahaus für die Elternschaft und für die vor der Schulentlassung stebende Jugend eine Kundgebung zur Berufsaufklärungsaktion. Im Mittelpunkt dieser Kundgebung standen weaweisende Ansprachen von Reichsjugendführer Arthur Armann und Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley. In seinem Appell an die zur Schulentlassung kommende Jugend und ihre Eltern. sich vor allem den staatspolitisch wichtigen Berufen zuzuwenden, unterstrich Reichsjugendführer ArEepirupptuligten in Stulngrür Stellungen des Feindes in harten Kämpfen verengt DRB. Berlin, 17. Nov. In Stalingrad griffen unsere Stoßtrupps am 15. November zwischen den jetzt von schmutzigem Schnee bedeckten Trümmern wiederum an. Die Kämpfe richteten sich gegen feindliche Stellungen, die noch mit dem. Wolga=Ufer in Verbindung stehen. Von den Hügeln westlich des Flusses haben Wasserstürze im Laufe der Zeit tiefe Schluchten in den lockeren Uferboden gerissen. Diese Gräben sind immer mehr zu feindlichen Widerstandssystemen geworden. Die hohen Böschungen bieten die Möglichkeit zur Anlage von schußsicheren Unterständen. Sie schützen zugleich das Heranbringen der Reserven und die Zufuhr von Munition und Verpflegung. soweit dieser Nachschub auf kleinen und kleinsten Booten im Schutz der Nacht überhaupt noch möglich ist. Rinas um eine derartige Schlucht hatten die Bolschewisten Verteidigungsstellungen angelegt und die Reste großer Gebäude zu Eckpfeilern des Grabensystems ausgebaut. Die Stoßtruppkämpfe unserer Grenadiere hatten nun das Ziel. diese brückenkopfartige Stellung weiter einmuengen. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, gelang es ihnen, mehrere Häuserblocks, die von Scharfschützen mit Maschinengewehren und Panzerabwehrkanonen zäh verteidigt wurden zu nehmen. Der Vorstoß wurde so weit vorgetragen, daß starke. Sperrbarrikaden umfaßt und ausgeräuchert werden konnten. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, den Bodenverlust wieder autzumachen, aber alle feindlichen Vorstöße verliefen ergebnislos. Die feindliche Artillerie vom Ostufer der Wolga konnte die bolschewistischen Gegenangriffe nicht unterstützen da unsere Sturzkampfflugzeuge die Batteriestellungen und die Munitionsstapel so gründlich mit Bomben eingedeckt hatten, daß die wenigen noch brauchbaren Geschütze nicht feuerbereit gemacht werden konnten. Der Ersatz zerstörter Waffen, sowie überhaupt der Nachschub an Kriegsgerät ist für die bei Stalingrad eingesetzten Bolschewisten durch die fortwährenden Schläge unserer Luftwaffe gegen die sowietischen Transvorte auf Straßen und Bahnen ins Stocken geraten. Besonders die lebenswichtige Strecke Baskuntschak—Stalingrad—Frolow wurde von unseren Kampfflugzeugen unbrauchbar gemacht. Wenn auch Tausende von Sträflingen und Zivilisten an der Wiederherstellung des Bahnkörpers arbeiten, so bleiben doch alle Anstrengungen umsonst, weil das, was an dem einen Tage ausgebessert wurde, am nächsten Tag schon wieder von den Fliegerbomben zerschlagen wird. Um die schwierige Versorgungslage seiner Truppen im Kampfabschnitt von Stalingrad zu verbessern, macht der Feind verzweifelte Anstrengungen. Er versucht. in verstärktem Maße auf Schiffstransvorten über das Kasvische Meer und die Wolga aufwärts den dringend benötigten Nachschub an Truppen Waffen. Munition und Verpflegung heranzubringen. Unsere Aufklärer überwachten auch diese Transportbewegungen und brachten unsere Kampfflugzeuge an die entdeckten feindlichen Schiffe heran. Beim ersten Anflug wurde im Kaspischen Meer ein schwer beladener Frachter angegriffen und durch Bomben in Brand geworfen. Er brannte völlig aus. Dann blieben nach weiteren Angriffen noch zwei durch Treffer schwer beschädigte Frachtschiffe beweaunaslos liegen. Damit sielen für die feindliche Versorgung von der ohnehin schon zusammengeschmolzenen Flotte auf dem Kaspischen Meere wieder 3 unersetzbare Schiffe aus. thur Axmann mit besonderem Nachdruck, daß Berufswahl und Berufserziehung im 4. Kriegsjahr mehr denn je unmittelbar kriegswichtia seien. Was wäre geschehen so fragte er, wenn man bei Ausbruch dieses Krieges auf eine ordnungsgemäße Berufsausbildung verzichtet hätte? Die derzeitige Leistungshöbe der deutschen Qualitätsarbeit eine Lebensfrage für die Nation. würde nicht mehr zu halten sein. Jeder junge Deutsche könne heute einen Beruf erlernen. Dagegen mache die Zusammenballung der Berufswünsche auf wenige besonders beliebte Berufe eine Nachwuchslenkung erforderlich, die den Notwendiakeiten des Krieges und der Nachkriegszeit Rechnung zu tragen bat. Axmann hob hervor, daß damit kein Zwang verbunden sei. Es gelte vielmehr. die Jugend auf der Grundlage der Freiwilligkeit in die Berufe zu führen die ihrer versönlichen Anlage und Begabung entsprechen, die am dringendsten Nachwuchs benötigen und zualeich die besten Zukunftsaussichten bieten. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erinnerte in seiner Rede an die nun vor bald zehn Jahren erfolgte Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler und umriß in treffender Weise den Wandel. den das deutsche Volk in dieser Zeit durchgemacht hat. Heute brauche unsere Jugend um Arbeit und Zukunft nicht zu bangen.„Der nationalsozialistische Staat ebnet euch den Weg!“— rief Dr. Ley aus. Es ist heute nicht schwer, sich in der beruflichen Leistung zu bewähren. Im Betrieb betreuen euch HI=Führer und BDM.=Führerinnen als Betriebs=Jugendwalter und=walterinnen der DAF. Durch diese Ordnung ist der Erziehungsring um den Jugendlichen geschlossen, da auch die Betreuung im Betrieb nach nationalsozialistischen Grundsätzen der Jugenderziehung erfolgt. Deutschland hat den besten Jugendschutz der Welt, denn das deutsche Jugendschutzgesetz ist das erste und einzige seiner Art. „Wenn von den Jugendlichen in den Betrieben heute auch mehr geleistet wird und höhere Leistungen gefordert werden, so doch immer unter Berücksichtigung der körverlichen und aeistigen Entwicklung. Wenn daher die Gemeinschaft in den Betrieben für die Erhaltung des Gesundheitsschutzes der Jugend mehr leistet, dann muß auf der anderen Seite die Jugend bereit sein. sich dessen würdig zu erweisen und in ehrlichem Leistungswillen in dieser Gemeinschaft mithelfen. Unser Ziel ist es. aus der Kampf= und Leistungsgemeinschaft des deutschen Volkes jedem den Arbeitsplatz zu vermitteln, den er ausfüllen kann. Wir müssen zu einem gesunden Durchschnitt kommen und erkennen, daß unser Betrieb unser Lebensraum ist. Sechs Millionen Jugendliche sind heute in Dollar=Imperialismus Der„Reisemarschall" des USA=Präsidenten Roosevelt. Wendell Willkie, hat laut seiner Unzufriedenheit mit der Politik des enalischen Premierministers Winston Churchill Ausdruck gegeben. vor allem hat es Churchills jüngste Erklärung über das britische Empire, in der es heißt,„wir beabsichtiaen, das zu halten, was wir besitzen". Willkie angetan. Nach der Ansicht Willkies ist ein derartiger Standpunkt nicht zu vertreten, weil es jetzt darauf ankomme. die materiellen Grundlagen für die wirtschaftliche Selbstentwicklung nach dem Kriege allen zur Verfügung zu stellen. Des weiteren führte Willkie die sogenannte Atlantik=Erklärung an. die der Politik Churchills widerspreche, es sei somit recht erstaunlich, wenn ausgerechnet einer der beiden Urheber dieses Dokuments sich zum Verteidiaer der alten imperialistischen Ordnung aufwerfe. Belehrend führt Willkie hinzu. solange das englische Volk nicht die Art und Weise kenne in der die Leute in Amerika denken und sich dieses zu Herzen nehmen, sei Hoffnung auf Einigkeit nicht vorhanden. Uns scheint hier, daß der Protest Wendell Willkies gegen den imperialistischen Kurs Churchills reichlich spät kommt. Vor dem Kriege. als der Führer um eine friedliche Verständigung der Völker bemüht war und der notleidenden Welt ganabare Wege wies, hätte Amerika beste Gelegenheit gehabt, für die Errichtung einer neuen. dauerhaften und gerechten Ordnuna. die allen Völkern die materiellen Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung sichert, zu wirken. Damals hat Nordamerika mit den übrigen Kriegshetzern diese Politik sabotiert. und auch heute ist die Kritik Willkies an Churchill kein Beweis dafür daß inzwischen eine Sinnesänderung in Amerika vor sich gegangen ist. sondern man übt eigentlich nur deshalb Kritik an dem britischen Imperialismus, weil man hofft. jetzt die eigene Weitherrschaft errichten zu können. Dafür, daß Enaland das behält, was es besitzt, sind die Vereinigten Staaten schließlich nicht in den Krieg gezogen. Im Gegenteil. Sie haben England nur deshalb zu einem weiteren Ausharren ermutigt und schließlich selbst in den Kriea eingegriffen, weil sie der Ansicht sind bei einer langen Kriegsdauer um so besser das Erbe des britischen Imperiums antreten zu können. Aber nicht nur England soll Opfer bringen zu Gunsten des Dollarimperialismus. sondern zugleich will man auch den französischen Kolonialbesitz, soweit es irgend möglich ist. in amerikanische Hände bringen. Einstweilen sind die Yankees und die Briten. was den Raub der französischen Besitzungen betrifft. noch Rivalen. Noch hofft auch Enaland. auf Kosten Frankreichs neue Gebiete erlangen zu können. In Nordamerika aber scheint man diese Zusammenarbeit nur für ein Zwischenspiel zu achten und davon auszugehen daß über kurz oder lang doch Enalands Schicksalsstunde schlagen wird und man dann das, was man gemeinsam erobert hat. allein besitzt. Im übrigen sind diese Auseinandersetzungen bezeichnend dafür mit welcher Unwahrhaftigkeit in den angloamerikanischen Ländern Politik gemacht wird. Letzten Endes aber werden weder die Briten. noch die Amerikaner die Erfüllung ihrer weitgespannten Hoffnungen erleben, weil eben an der Realität des deutschen Sieges alle Spekulationen des Feindes über die Zeit nach dem Kriege zuschanden werden müssen. „Polizeiregiment Todt“. Ein Polizeiregiment wurde vom Führer ausgezeichnet DNB Berlin, 17 Nov. Der Führer hat einem Polizeiregiment den Namen„Volkzeiregiment Todt“ verliehen. Das Regiment hat zur Lösung der der Organisation Todt gestellten Aufgaben wesentlich beigetragen Teile dieses Polizeiregiments das der Organisation Todt zugeteilt ist, haben sich bei der Abwehr des englischen Landungsversuches an der Kanalküste bei Dieppe besonders ausgezeichnet. der schaffenden Front Großdeutschlands und schaffen mit an den Erzeugnissen die Front und Heimat dringend benötigen. Wie notwendia die fachliche Ausbildung ist, hat der Krieg gelehrt. Nur dadurch daß der Grenadier an seinem Maschinengewehr gelernt hatte, mit Eisen und Stahl umzugehen. der Vanzermann seine Motoren kannte. der Pionier ein guter Zimmermann war war und ist es möglich, daß wir den Vorsprung im Ausbildungsstand unserer Wehrmacht erhalten. Die Front braucht also nicht nur Soldaten. sondern die Vielzahl der Maschinenwaffen und Fahrzeuge macht auch in der vordersten Front den Facharbeiter erforderlich. Wir können glücklich sein daß wir in Deutschland eine Berufsausbildung besitzen, wie sie nirgends in der Welt vorhanden ist. Auch das Begabtenförderungswers des deutschen Volkes hat jetzt im Kriege seine größten Erfolge gezeitiat.“ Lob der Infanterie Dr. Goebbels empfing 27 Ritterkreuzträger DRB. Berlin, 17. Nov. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Montag in den Räumen leines Ministeriums 27 Ritterkrenzträger der Insanterie, die von der Ostfront kommend die Wehrertüchtigungslager der HJ. besucht und vor den jungen Mannschaften geistert ausgenommene Vorträge gebalten aaben. Dr. Goebbels begrüßte die tapferen Soldaten mit Worten herzlicher Freude und dankbarer Anerkennuna. In einer längeren Ansprache legte er dar. daß in diesem Kreise über die stolzen Taten der deutschen Infauterie kein Wort mehr zu verlieren sei. Trotz der Technisierung des Krieaes hade sich auch diesmal wieder erwiesen, daß die Infanterie die Königin der Wafsen lei und bleibe. Erst wo ihr Fuß stehe, könne die Front als wirklich sest und endaültig in unseren Händen gelten. Die Infanterie habe sich dazu die Waffen modernster Technik in weitem Maße zu eigen gemacht, so daß üie stoßund seuerkräftig wie noch nie geworden sei Das Führerwort:„Ueber allem aber steht in seiner Leistung der deutsche Insanterist der deutsche Musketier", bekräftige all die tapferen Taten von Hunderttausenden von braven deutschen Männern. Im Lause seiner Ausführungen machte Reichsminister Dr. Goebbels die versammelten Ritterkreuzträger sodann mit den Methoden und Zielen der modernen Propaganda bekannt, die als ein intearierender Bestandteil unserer Kriegführung niemals genug Beachtung finden könne und brachte dabei verschiedene, mit diesem Gebiet nicht so vertraute Soldaten interessierende Tatsachen zur Sprache, die schlagend Wert und Bedeutung einer erfolgversprechenden Kriegspropaganda umrisen. gegenüber Petain Erklärung Französisch=Indochinas DRB Paris, 17. Nov. Der anglo=amerikanische Ueberfall auf Französisch=Nordafrika hat in Französisch=Indochina und Annam größte Empörung bei der Bevölkerung hervorgerufen Der Kaiser von Annam Bao Dai. hat durch eine Botschaft an den Generalgouverneur die Treue und Loyalität Annams und seine persönliche Anhanglichkeit an Marschall Petain und Frankreich ausgesprochen. Ebenfalls hat der König von Kambodia dem General= gouverneur Admiral Decvur telegraphisch die Loyalität dem Marschall gegenüber und Frankreich ausgesprochen. Die gleichen Gefühle hat auch der König von Laos in einem Telearamm bekundet. ASA gestehen in Raten Die Schiffsverluste bei den Salomoninseln DRB Stockholm, 17. Nov. In einem am Montag veröffentlichten amtlichen Bericht des USA=Marineministeriums, der, wie es ausdrücklich heißt sich„lediglich auf vereinzelte Berichte aus dem Kampfgebiet bei den Salomoninseln gründet und daher notwendigerweise unvollstandig“ sei. werden die Verluste der USA=Marine in den Kämpfen am 13., 14. und 15 November mit zwei leichten Kreuzern und sechs Zerstörern angegeben Dieses„notwendigerweise unvollständige“ Eingeständnis des USA=Marineministeriums dürfte, wie die Erfahrung gelehrt hat iediglich als„erste Rat.e“ anzusprechen sein. Die japanische Sondermeldung vom Samstaa hatte bekanntlich fünf USA=Kreuzer und einen Kerstörer als bis zum 14. November versenkt gemeldet. Sodann gibt die Agentur eine Aufstellung der amerikanischen Schiffsverluste im Pazifik während des ganzen Krieges. die wieder nur als die bekannte„erste Rate“ Roosevelts bei seinen Verlustgeständnissen anzusehen ist. Danach wurden versenkt: ein Schlachtschiff. vier Flugzeugträger sechs Kreuzer, 20 Zerstörer, vier U=Boote vier Transporter, drei Tanker und 13„verschiedene“ Schiffe. Außerdem aibt der United=Preß=Bericht als „beschädigt" zu: ein Schlachtschiff, drei Kreuzer, fünf Zerstörer und ein„verschiedenes“. Das wür dur Achyrret fur Teugie! Die amerikanische Landung an der algerischen Küste Von Kriegsberichter Helmut Heidelauf Die Landungsabsichten des amerikanischbritischen Geleits zielten über Oran und Algier hinaus. Es war festgestellt worden. daß sich ein weiterer Verband weiter östlich dem Golf von Bougie näherte. Aufgabe der bewaffneten Aufklärung war es. festzustellen, ob hier eine weitere-Invasion und in welcher Stärke gegebenenfalls erfolgen würde. DNB(PK). Noch liegt der Dunst der Morgeudämmerung über dem Meer. Wir sind 40 Kilometer vor Bougie, da sieht der Beobachter des Flugzeuges plötzlich aus den Wolken schwimmend zwei englische Jäger; sie direkt auf den Aufklärer zu. sind höchstens 400 Meter entfernt, etwa 300 Meter überhöht.— und fliegen vorbei. Sie müssen geschlasen haW Immerhin— Oberleuman K. mach einen Abschwung und verkriecht sich in einem Talkessel. Die Sicht war jedoch noch so schlecht. daß er nicht die Enge des Kessels und die der Berge ertennen konnte Er hängt unversehens nicht wenig erschrocken vor einer seilen Berawand. Nur mit äußerster Kraft kann er das Flugzeug herumreißen. Er fliegt eine Steilkurve, bei der die Motoren höchste Tour laufen. Und er schafft es. Er kommt wieder wss„„ Jetzt hangt er über Bougie und sieht einen beträchtlichen Verband unter sich: ein Schlachtschiff mit Zerstörern, dazu Handelsschiffe von denen Landungsboote zur Küste übersetzen. Sein Aufnahmegerät arbeitet: er wird nicht erkannt. Etwas abgesetzt aus dem Miere liegen zur Sicherung des Landungsunternehmens ein Wirezerrgträger uuzz Kreuzer und Verstörer, Bie####rt seine Famera, und auch diesmal wird er nicht entdeckt. Die Sicht ist vollkommen Nar. Es müssen großartige Bilder werden. Wenig später erkennt er in vier bis fünf Kilometer Entfernung fünf Punkte. Nur ganz sein sind sie, doch deutlich genug. Ein zweites Mal bringt er sein Flugzeug ant volle Touren und zieht in die Wolken. Doch die Jäger scheinen auch ihn erkannt zu haben. Sie sind noch immer in der Nähe. Er verkriecht sich aufs neue und schüttelt sie ab. Nach zehn Minnten— er trant seinen Augen nicht als er durch die Wolken stößt-— sieht er genau vor sich einen mächtigen Flottenverband. Aber auch er selbst ist erkannt worden. Mündungsseuer blitzt aus. Sie erreichen hu nicht. und auch die Jäger erscheinen nicht wieder. So zieht er auf die Höhe und photographiert mit aller Seeienruhe den unter ibm Verband. Doch sie schießen! Unzählige Wattebäusche hängen in unmittelbarer Nähe des Flugzenges„4 Auf dem Ruasing hat einer der beiden Motoren beängstigenden Oelverlust. Er fällt aus. und mühselig scheppert das Flugzeua mit einem Motor dahin Doch es erreicht seinen Einsatzhafen. Rach acht Stunden Flugzeit setzt das Flugzeug auf in der Kassette das werwvollste Bildmaterial. Noch am gleichen Tage bildete es die Unterlage für einen erfolgreichen Angriff. ASA=Admiral gefallen im Südpazifil DRB. Stockholm, 17. Nov. Das USAMarineministerium gab am Montag den Tod von Konteradmiral Daniel I. Calaahan bekannt. der— wie der Sprecher des Marineamtes sagte— im Kampf aefallen sei. Calaghan. der früher Oberkommandierender der amerikanischen Flotte war. hatte vor einiaer Zeit ein Kommando auf See im Südpazifil übernommen. Wie die Reuter=Agentur, vie diese Meldung aus Washinaton bringt, hierzu schreibt, habe diese Ankündiguna die Spekulationen über die Schlacht, die gegenwärtig bei den SalomonInseln im Gange ist, noch weiter angeregt, und. obwohl eine amtliche Bestätiaung nicht vorliege, habe man das Gefühl daß die Vereinigten Staaten„einige Verluste" erlitten. Roosevelt. der von Pearl Harbour bis zur Schlacht im Südpazifik und dem jetzt noch andauernden Kampf bei Guadalcanar nur einen geringen Bruchteil der gewaltigen USA=Verluste zuzugeben wagte, bemüht sich hier, wie man sieht, um eine neue Art. die nordamerikanische Oeffentlichkeit mit den Niederlagen bekannt zu machen. Da die von Churchill übernommene Lesart, man dürfe„dem Feind keine Informationen“ geben. nicht mehr zu wirken scheint. versucht man es nun auf diese Weise: man meldet den Tod des Admirals — der sich wahrscheinlich auf einem Schlachtschiff befunden haben muß— und leitet daraus das„Gefühl“ ab.„einige Verluste“ erlitten zu haben. Auf alle Fälle hat diese jonalierende Form den Reiz der Neuheit und läßt vielleicht sogar die Möglichkeit offen, daß der aus naheliegenden Gründen auf diesem Gebiet so schüchterne USA=Präsident demnächst weniastens die Namen der Kapitäne der im Kriege gegen Japan versenkten oder beschädiaten 370 Kriegsschiffe bekanntaibt.... Oder würden die„Spekulationen“, der von Roosevelt betrogenen Amerikaner auch dann zu sehr Langereat“? Terror in Algier und Marokko DRB Rom, 17. Nov. In Algier und Marolko haben die Engländer und Amerikaner. wie„Povolo di Roma“ aus Tanger meldet. das gleiche Terror=Regime eingeführt das bereits in allen von ihnen besetzten arabischen Ländern herrscht. In Algier wurden zahlreiche Mitglieder der nationalistischen Partei Algeriens und andere auf jüdische Denunziationen hin als„verdächtig" betrachtete Personen verhaftet. Ueberall haben die Juden dank der Unterstützung. die ihnen von seiten der Briten und Amerikaner zuteil wird. die Oderhand Lebhafte Empörung hat in arabischen Kreisen der Aufruf der„Alliierten“ ausgelöst in dem die marokkanischen Araber aufgesordert werden. an der Seite der englischamerikanischen Truppen zu kämpfen. Araber in Oran setzten sich zur Wehr DNB Madrid, 17. Nov. Wie aus Newyork gemeldet wird haben nach dort eingelaufenen Nachrichten die Araber in Oran in den ersten Kampftagen die unsichere Lage ausgenutzt, um sich Waffen anzueignen Obwohl im amerikanischen Heeresbericht von einer freundlichen Aufnahme durch die Engeborenenbevölkerung gesprochen wurde, sei es zu schweren Schießereien gekommen, wobei viele USASoldaten gefallen seien. Amerika der Hort der Juden Ein sauler Wechsel auf die Zukunft DNB Stockholm 17. Nov. Wie aus Newyork gemeldet wird, haben sich Vertreter aller Gesellschaftsschichten, darunter 20 Senatoren mit den„Rechten“ der Juden befaßt. Dabei ist eine„Proklamation“ herausgekommen, in der den Inden selbstherrlich zugestanden wird.„wieder auf ihren Platz unter den freien Bölkern der Erde zurückzukehren, so daß noch übrigbleibende gequälte Juden, die sich während des#zug#en Krieges dauernd im Fegefeuer befinden, ihr Leben als freies Volk(!) wieder aufnehmen und ihre Stimme mit denen anderer Nationen wieder erheben können.“ Bemerkenswert ist die Auslassung daß den„überall vertriebenen und ausgeraubten europäischen Juden Palästinas“ das Recht zugestanden wird„in ihrer eigenen Armee unter eigener Flagge auf jedem Schlachtfeld zu kämpfen wo sie das Oberkommando der alliierten Nationen hinstellt.“ Von den Rechten werden die Inden gern Gebrauch machen, um die Pflichten aber den üblichen Bogen beschreiben und schmunzelnd zusehen, wie andere für sie ihre Haut zu Markte tragen. Der bekannte französische Großindustrielle Eugen Schneider=Creusot ist Dienstag in seiner Wohnuna in Paris gestorben. Der Untergang Stalingrads Von Kriegsberichter Oswald Zenkner PK. Der Kampf um Stalingrad ist ein heldisches Epos des deutschen Soldaten geworden, das heute in seiner ganzen Bedeutung, mit seinen tragischen und schicksalhaften Spannungen, seinen Opfern und seinen Männertaten noch gar nicht beschrieben werden kann. Die Eindrucksfähigkeit des Kriegsberichters der diesen Kampf als Soldat mitmacht, schleift sich so ab wie die jedes anderen Soldaten. Er steht täglich mitten drein in diesem Kampf und wertet die Gefahr nicht höher als der Mann. der neben ihm steht. Täglich erfordert dieser Kampf den höchsten Einsatz; und doch läßt sich der Endsieg weder nach Tagen bestimmen. noch in abgegrenzten Zeiträumen erzwingen. Denn in dieser Schlacht steht zwischen den Fronten das Unwägbare. Gegen den härtesten Angriffsgeist steht der härteste Widerstandswille, der sich nur um den Preis der völligen Vernichtung der Stadt und ihrer Verteidiger erschöpft. Die Führung des Kampfes ist auf der Gegenseite längst in die Hände der Politkommissare übergegangen die rücksichtslos die bolschewistischen Haufen zusammenhalten. Ein Menschenleben war im Sowjetsaat nie viel wert: in Stalingrad hat es gar neinen Kurs mehr. Denn alle die Sowietarmisten, die diese Stadtfestung verteidigen müssen, stehen aus verlorenem Posten. An den wenigen Landestellen die den Bolschewisten noch verblieben sind, werden Nacht um Nacht auf Kähnen neue Kräfte über die Wolga in die Stadt ineingeschleust. Kanonenfutter und Todgeweihte Stalins Er hat schon einmal diese Stadt, als sie noch den Namen Zaryzin trug. dem Untergang und der Zerstörung preisgegeben. Nun wiederholt sich der Untergang der Wolgastadt innerhalb von 25 Jahren zum zweiten Male. Stalingrad hat allerdings heute eine ganz andere Bedeutung als 1918. Die Stadt war eine der bedeutendsten Rüstungszentralen der Sowietunion. Der Verlust des Traktoren= und Panzerwerks, der Geschützfabrik und des Hüttenwerks ist einer der schwersten Schläge, welche die sowietische Rüstungsindustrie bisher erlitten hat. In diesen drei Werken haben 45000 bis 50000 Arbeiter in durchgehenden Tag= und Nachtschichten die Waffen ganzer Sowjetarmeen geschmiedet. Die Stalingrader Bahnhöfe und Eisenbahnanlagen sind von unserer Luftwaffe seit dem 23. Juli so zertrümmert worden daß es auch nicht mehr gelang. die Werkmaschinen aus den Riesenfabriken abzutransportieren. Was stehenblieb, wurde in den Hallen die ein Bild der Vernichtung bieten, wie man es in diesem Kriege kaum jemals erlebt hat, zum größten Teil zerschlagen. Unsere Insanteristen haben um diese Industriewerke, deren Trümmer von den Bolschewisten mit einer Zähigkeit sondergleichen verteidigt wurden. sehr harte Kämvfe führen müssen. Wir standen vor einem Rätsel. als zum Beispiel in den großen Werkshallen der Traktorenfabrik, die längst genommen und durchschritten waren immer wieder neue Kräfte des Gegners entsickerten und aus dem Hinterhalt als Einzelschützen den Kampf wieder aufnahmen bis unsere Infanteristen dahinterkamen, daß sich unter den Hallen kilometerlang fest ausgebaute Schächte hinzogen, in denen die Heizungsröhren. die elektrischen Leitungen und die Oelleitungen lagen. Diese Schächte, welche die einzelnen Hallen untereinander verbanden. dienten den Bolschewisten nicht nur als bomben. sichere Schlupfwinkel während der Angriffe unserer Stuka= und Kampffliegergeschwader, sondern auch als unterirdische Verbindungswege. So flackerten die Kämpfe immer wieder auf, sie gingen unter der Erde weiter, und es dauerte eine ganze Weile. bis solch ein Werk restlos vom Feinde gesäubert war. Der listenreiche Gegner ersann täglich neue Methoden des Widerstandes. Die Stalingcader Wirklichkeit ist anders als alle herkömmlichen Vorstellungen vom Kriege. Auch der Straßenund Häuserkampf wird in dieser auf vielen Hügeln erbauten Stadt nicht frontal und direkt geführt Es ist immer ein Kampf gegen die Heimtücke, gegen das Unberechenbare und Nochniedagewesene. Wo hat man es zum Beispiel erlebt daß sich Soldaten in ausgebrannten Kaminen verstecken und aus kleinen Löchern schiezen, die sie in den Ziegelmauern ausgebrochen saben? Auch diese Taktik haben die Bolschewiten ausprobiert. Fliegerbomben und Artilleriegranaten haben den Boden Stalingrads umgepflügt. Die Erde ist mit Eisen= und Stahlsplittern übersät. Es gibt in der ganzen Stadt“in Haus mehr, das ganz geblieben ist. Die Rene der zivilen Bevöllerung, die aus dieser immer vom Lärm der Schlacht erfüllten Hölle noch nicht flüchten konnten. leben seit Wochen in und unter der Erde in Kellern Löchern. Unterständen und Bunkern. Dies ist alles oft beschrieben worden: die unerbittliche Härte der Schlacht, das Ausmaß ihrer Vernichtung die Verelendung der Bevölkerung. der schleichende Hunger. Und doch ist es wieder nur ein Teil der Wirklichkeit aus einer großen Domäne des Todes, in der das zivile Leben fast ganz erloschen ist. Nur der Brand der Schlacht erlischt nicht. Sie neht weiter. Tag um Tag und Nacht um Nacht. Ein Brocken und ein Stück nach dem anderen werden aus dem Schlachtfeld mitten in der WolgaRadt herausgebrochen. Schädlinge werden ausgemerzt Harte Strafen für die Schuldigen DNB. Berlin. 17 Nov. Vom Beainn der Nationierung der Lebensmittel an hat sich das deutsche Volk in seiner großen Mehrheit und mit Einsicht den Maßnahmen gebeugt, die in der Heimat notwendia wurden, um einer erwarteten Blockade durch England unter allen Umständen begegnen und den Krieg erfolgreich führen zu lönnen. Es waren immer nur wenige Ausnahmen, die die ihnen willkommene Gelegenheit der Berknappung von Waren benutzten um sich persönlich einen Vorteil zu verschaffen und sich bessere Lebensbedingungen zu sichern. Die Strenge der Gesetze wurde solchen asozialen Elementen gegenüber mit aller Härte angewandt. Das schreckte stets alle diejenigen die ähnliche Reigungen verfvürten, ab und trug dazu bei, das innere Leben in Deutschland sauber zu erhalten. Wenn setzt wieder Urteile über Verbrechen gegen die Rationierungsbestimmungen bekannt werden so zeigen sie, daß jederzeit und ohne Nachsicht mit Schärfe überwacht wird, daß sich jeder den für alle in gleicher Weise geltenden Anordnungen füge. Wo das nicht geschieht, muß tadikate Abbilfe geschaffen werden die zugleich auch eine Warnung bed utet, denn solche Verbrechen richten sich gegen die Gesamrheit des deutschen Volles das durch die vom ganzen Volk übernommenen Verzichte und freiwillig getragenen Einschrankungen einen Anspruch darauf hat, daß niemand sich auf Kosten der Gesamtheit bereichert Darum werden die Urteile im Namen des Volkes gesprochen, das hier durch den Mund der Richter hart und unerbittlich spricht. In Krainsbura in Schlesien bekleidete der Bürgermeister Bruno Kastner gleichzeitig die Stellung eines Leiters der Kartenstelle. Er hatte sich vor dem Sondergericht in Breslan wegen fortgesetzter Wirtschaftsverbrechen zu verantworten. Seit Kriegsbeginn hatte er drei Schafe und elf Schweine geschlachtet und sich die c enehmigungsbescheinigungen hierzu selbst ausgestellt: diese Schlachtungen jedoch nur teilweise auf seine normalen Fleischkarten angerechnet. Er stellte sich selbst Mahlscheine aus und erhielt dadurch mindestens ocht Doppelzentner Mehl die ihm nicht zustanden. Bekannten verschaffte er zusätzliche Bezugsberechtigungsscheine für 54 Kilogramm Reis. fünf Kilogramm Bohnenkaffer und durch mehrere Kartenverioden zwei bis drei Kilogramm Butter und Zucker zusätzlich. Schließlich unterschlug er noch Reisemarken über etwa 30 Kilogramm Fleisch und anderthalb Kiloaramm Butter. Der Angeklagte wurde als Volksschädling nach der Kriegswirtschaftsverordnung und wegen Urkundenfälschung zum Tode verurteilt. Der Mitangeklagte Hans Kreisel eine Zuchthausstrase von zwei Jahren. Das Todesurteil wurde bereits vollstreckt. Bei den Juwelierseheleuten Dr. Josef und Helene Miller in Hamburg wurde bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume ein auffallend aroßes Lager an Weckern. Taschen= und Armbanduhren vorgefunden. Es stellte sich beraus, daß die beiden seit langem den Verkauf dieser Waren stark gedrosselt hatten und später überhaupt keinen Verkauf vornahmen, sondern die Kunden mit der Erklärung abwiesen. es seien keine Uhren mehr vorrätig. Mit den am Lager aufgestapelten Uhren trieben sie dagegen Tauschaeschäfte und erhielten dafür anderen pflichtvergessenen Kaufleuten Spirilauren. Fleischkonserven und Geflügel. Wegen Zurückhaltung von Erzeugnissen die zum lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung gehören, wurden Josef Miller vom Sondergericht in Hambura nach der Kriegswirtschaftsverordnung zu drei Jahren und Helene Milter zu zwei Jahren Zuchthaus sowie beide zu einer Geldstrase von je 10000 RM. verurteilt. Einen aut organisierten Ketten= und. Tauschhandel in bezugsbeschränkten Waren und in Mangelwaren hatten sich die Filialleiterin eines Wäschegeschäfts. Klara Beck. die Private Trude Lobrenz. beide aus Frankiurt a. M., und die Händlerin Ella Gerecht aus Bad Limbura aufgebaut, der sie zusammen mit vier weiteren Angeklaaten vor das Sondergericht in Frankfurt brachte. Strümvse. Damenwäsche. Blusen und Mäntel wanderten im Austausch gegen Oel und Kaffee hin und her. natürlich nicht ohne daß diese begehrten Artikel von Hand zu Hand immer teurer wurden bis die Staatsanwaltschaft diesem Treiben ein Ende setzte. Das Gericht verurteilte wegen Kriegswirtschaftsverbrechens und als Volksschädlinge Klara Beck zu zwei Jahren. Trude Lobrenz und Ella Gerecht je zu drei Jahren Zuchthaus, während die übrigen Beteiligten mit Gesänanisstrafen bis zu einem Jahre davonkamen. Ein Walfisch wurde gestohlen DRB. Von den Lofoten, die so wichtia sind für die norwegische Fischerei, meldet die Osloer Presse eine höchst seltsame Begebenheit. Dort war es einigen Fischern gelungen, einen Walfisch zu sangen und an Land zu bringen, wo sie das große Tier mit Seilen festmachten und auszuschlachten begannen. Sie unterbrachen aber diese Arbeit und stachen nochmals in See. Als die Fischer wiederkamen, war ihr Erstaunen nicht gering, denn von dem Walsisch war nichts mehr zu seben. Wie sich herausstellte, war er gestoblen worden. Dieser ungewöhnliche Diebstabl erreate auf den Lokoten einiges Aufsehen. Die Polizei hofft allerdinas die Täter bald ausfindig machen zu tönnen. Wenn es sich auch nicht um einen ausgewachsenen Walfisch. sondern um einen sogenannten Kleinwal handette, so dürfte es den Dieben doch nicht leicht sein, ein so großes Tier zu verbergen und die Spuren zu verwischen. Am Montaa wurden, wie TT berichtet, von der schwedischen Polizei vier schwedische Staatsangebörige, darunter eine Frau. wegen Spionage zu Gunsten einer ausländischen Macht verbaftet. Wie TT weiter meldet. hatten die Verhafteten mit einem sowietischen Staatsangehörigen in Verbindung gestanden und ihm Informationen über gebeime schwedische militärische Angelegenbeiten ausgelliefert. Aus den Worten des Buddha: Meine Tat ist mein Besitz, meine Tat ist mein Erbteil, meine Tat ist das Geschlecht, dem ich verwandt bin: Meine Tat ist meine Zuflucht. * 18. 11. 1863: Der Dichter Richard Dehmel in Wendisch=Hermsdorf geb. 1922: RSDAP wird in Preußen verboten. Schwerte, 18. November 1942. Das Rätsel „Wo steckt es nur, das tönt und klingt Und mich dadurch zum Heulen bringt?“ Entschlossen denkt der Pudelhund: „Ich geh' der Sache auf den Grund“. H. Sch. Scherl=Bilderdienst=Autoflex. Tagrochtentt + 12 Häufer aus allen Gegenden des großdeutschen Reiches sind die Abzeichen der kommenden Reichsstraßensammlung. Es sind Plaketten aus Holz, die wiederum viel Freunde erwerben werden. Es ist Volkskunst der Grafschaft Glatz. Wir erwerben sie alle 12. Vogelfutter zur Winterfütterung im Freien. Für die Winterfütterung der freilebenden insektenressenden Vögel stehen Futtermittel begreiflicherweise nur in beschränktem Umfange zur Verfügung. Da außerdem aus volkswirtschaftlichen Gründen kein Anlaß besteht, dem in der Landwirtschaft stellenweise stark schädlich werdenden Sperling noch besonders über den Winter zu helfen, darf nach ministerieller Anordnung Hanf und dergl. nur sperlingssicher verfüttert werden. Dadurch wird erstrebt, daß das Futter auch wirklich den überwiegend nützlichen Meisenarten, die infolge der letzten strengen Winter an manchen„Orten stark abgenommen haben, zugute kommt, so daß sie nicht weiter an Zahl zurückgehe.t. Die Händler sind verpflichtet, das ihnen für den genannten Zweck zugeteilte Futter im Einvernehmen mit der Vogelschutzwarte oder auf Bezugschein dieser oder einer Stelle des Reichsbundes für Vogelschutz hin lediglich zur sperlingssicheren Fütterung freilebender Insektenfresser unter den Vögeln weiterzugeben. Auskünfte erteilt die Vogelschutzwarte in Essen=Stadtwald. Eichenstraße 12. * Grüne Petersilie stets zur Hand. Die grüne Petersilie verschwindet in dem Augenblick fast vom Markt, sowie die Wurzeln in den Mieten eingelagert sind. Es wäre deshalb praktisch, wenn die Hausfrauen sich ein kleines grünes Beet anlegen wollten, solange es noch Zeit dazu ist. Man schneidet zu diesem Zwecke von Petersilienwurzeln den Blattansatz etwas üppiger ab, so daß noch ein schmales Stückchen Wurzel mit dabei bleibt. Die älteren Blätter entfernt man und beläßt nur die frischen und kräftigen Herzblättchen daran. So setzt man diese Blattbüschel in Blumentopfuntersätze, in alte flache Schüsseln und dergleichen und gießt Wasser daran das man von Zeit zu Zeit erneuert. Die Blätter gedeihen weiter, wenn sie kein Frost trifft, und die größeren unter ihnen können fortlaufend abgeschnitten werden. Das schafft eine große Erleichterung für die Hausfrauen, da grüne Petersilie in der Küche nur sehr schwer zu entbehren ist. Auch mit Sellerie=Blattansätzen kann das gleiche gemacht werden, so daß es an frischer Blattwürze noch lange nicht zu fehlen braucht. - Molkereilehrlingsprüfung. Zur diesjährigen Herbstprüfung für Molkereilehrlinge hatten sich 15 Lehrlinge angemeldet. Die Prüfung fand an zwei Tagen in den Molkereien Münster und Soest statt. Von den 15 angemeldeten Lehrlingen, die alle erschienen waren, bestanden die Prüfung, die in den Molkereien Münster und Soest stattfanden: 9 mit „gut“. 5 mit„befriedigend" und 1 mit„genügend“ Die nächste Prüfung der Molkereilehrlinge findet Anfang März 1943 statt. Die Anmeldung hat bis zum 1. Februar 1943 bei der Landesbauernschaft Westfalen in Münster, Schorlemerstraße 6, zu erfolgen. + Kein Lohnausfall bei Schulung durch die DAF. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz beim Beauftragten für den Vierjahresplan hat über die Gewährung von Freizeit unter Fortzahlung des Lohnes bei Teilnahme an Schulungsmaßnahmen der DAß die nachstehende allgemeine Anweisung erlassen: Wie mir die DAF mitteilt, werden seit einiger Zeit im Rahmen der Leistungssteigerungsaktionen von der DaF Schulungsmaßnahmen durchgeführt, zu denen die jeweils ausgewählten Betriebe bestimmte Personen, zumeist auch den Betriebsobmann, abstellen. In diesen Schulungsmaßnahmen werden ausschließlich der Leistungssteigerung dienende Probleme, fachpolitische Themen usw. behandelt, während die weltanschaulichen Vorträge auf ein Mindestmaß beschränkt sind. Aus gegebenem Anlaß weise ich darauf hin, daß vom Standpunkt des Lohnstops keine Bedenken zu erheben sind, wenn der Betrieb den zu den jeweiligen Schulungsmaßnahmen einberufenen Gefolgschaftsmitgliedern die erforderliche Freizeit unter Fortzahlung des jeweiligen Lohnes ohne Anrechnung auf den tariflichen oder betrieblichen Urland gibt und etwaige Fahrtkosten übernimmt. Einer besonderen Genehmigung des Reichstreuhänders der Arbeit bedarf es insoweit nicht. In der Ausgabestelle für Bezugscheine sind am Donnerstag die Volksgenossen mit den Buchstaben Ko—Rz und 9—0 an der Reihe. Verpfachtaugefeitt Aufnahme von Frauen und BöM=Mädel in die Rö=Frauenschaft Im schön und würdig geschmückten Rathaussaal sand letzten Sonntag die diesjährige Verpflichtungsfeierstunde statt, die dieses Mal von den drei Ortsgruppen der Partei in Schwerte=Stadt gemeinsam begangen wurde. Das war sehr begrüßenswert, denn die Verpflichtungsfeier konnte in einem größeren Rahmen und geschlossener begangen werden. Der musikalische Teil lag in den Händen der Ehegatten Letzel, die sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt hatten und die Feier wirkungsvoll ausrichteten. In die Partei durch die RS=Frauenschaft aufgenommen wurden eine Anzahl Frauen des Deutschen Frauenwerks und eine stattliche Menge von BdMMädel, die das entsprechende Alter erreicht hatten. Die Feierstunde begann mit dem Gedicht„Alle stehen wir verbunden“, das ein Mädelchen der BöM=Gruppe gut vortrug. Dann sprach Pg. Frau Paula Hesse die einleitenden Worte, in denen sie alle Anwesenden begrüßte und auf den Sinn und Zweck der Feierstunde hinwies. Mehrere BdM Mädel deklamierten nunmehr einige der Feierstunde entsprechende und angepaßte Gedichte aus dem Bestande der Parteiliteratur. Die Ortsführerin des BdM, Pg. Frl. Filbrich, verabschiedete die zur RS=Frauenschaft übertretenden BdM=Mädel in bewegten Worten. Sie wies darauf hin, daß sie jahrelang auf diesen Schritt in den Mädelgruppen der Partei vorbereitet und geschult worden seien. Schon hier hätten sich die Mädel kräftig beteiligt am Betreuungswerk der Partei. So hätten sie in der Abteilung„Glaube und Schönheit“ gearbeitet und in besonderen Kochkursen sich die ersten Kenntnisse der zukünftigen Hausfrau erworben. Nach diesen eindrucksvollen Worten empfahl die Mädelführerin die neuen Mitg.ieder der Partei der Obhut und Vorsorge der RS=Frauenschaft und verabschiedete die Anwärterinnen darauf. Runmehr nahm die Kreisleiterin der RS=Frauenschaft Pg. Frau Pütthoff aus Iserlohn das Wort zur Hauptansprache. Sie führte in temperamentvollen Darlegungen folgende Grundgedanken aus: Die aufzunehmenden neuen Parteimitglieder, die heute als wertvolle Glieder der RS=Frauenschaft verpflichtet werden sollen, übernehmen durch diese Verpflichtung nicht nur Pflichten gegen sich und d#e Partei, sondern auch eine große und schwere Verantwortung; denn jetzt beginnt die Arbeit in der RSFrauenschaft, die treu und gewissenhaft verrichtet werden muß. Es heißt jetzt für jedes Mitglied, in dieser Kriegszeit ganz besonders stark und gegen alle Kriegsrückschläge gefeit zu sein. Man müsse alles daransetzen, die Stimmung der Heimat zu stärken. Die Betreuung dieser Heimat muß heute erste Aufgabe der RS=Frauenschaft sein. Es könne unc in der Heimat sogar die Aufgabe erwachsen, unsere heldenhaften Soldaten auch im fremden Lande zu betreuen. Dann müssen wir diesem Rufe folgen. Heiligste Pflicht der deutschen Frau aber sei es, sich der Angehörigen der an den Fronten kämpfenden Soldaten anzunehmen und vor allem die Hinterbliebenen, Frauen und Kinder der toten Helden zu betreuen. Ueberhaupt müsse der Leitsatz der Frauenschaft sein: Einer für alle und alle für einen! Aber noch ein anderer Leitsatz sei gerade in der Kriegszeit maßgebend: „Deutschland braucht dich, wie du Deutschland brauchh!“ Darum gelte alle Arbeit dem Vaterlande, für dessen Bestehen und Lebensraum unsere Helden an allen Fronten kämpfen. Ihrer Tatkraft und Opferbereitschaft müssen wir ein Gleiches entgegensetzen r der Heimat. Daraus entspringe auch die edelste Berufung der Deutschen Frauenschaft: Die Frauenschaft muß die Wächterin und Hüterin des deutschen Volkes sein! Das gemeinsam gesungene Lied„Nichts kann uns rauben Liebe und Glauben“ leitete alsdann zur Verpflichtung über, die gleichfalls Frau Pütthoff vornahm. Mit Handschlag wurden die Anwärterinnen in die Partei aufgenommen. Ein Gedicht, das den kämpfenden Soldaten gewidmet war und die Führerehrung, die mit dem Singen der Nationalweisen verbund n war, schloß die schöne, würdige Feirstunde, welche für die neuen Parteimitglieder einen Markstein in ihrem Lebenslauf bedeutet.=118. Ein verenenuses Sherkenzer. 46. Konzert der Sängervereinigung Hörde Die Sängervereinigung Hörde, die sich im Jahre, 1928 aus sieben kleineren Gesangvereinen bildete, verfügt außer einem guten Frauenchor über eine recht stattliche Männer=Gesangsabteilung. Diese zählt im Frieden rund 200 Sänger, die einen stlangkörper bilden von großer Wucht und Tonfülle. An Sonntag trat die Sängervereinigung Hörde mit ungefähr 80 Sängern im„Freischütz“ an, aber dennoch führte ihr Dirigent, Musikdirektor Hermann Brockrähler, Schwerte, sie zu wohlverdienten Erfolgen. Vorweggenommen mag werden, daß der Männerchor der Hörder Sängervereinigung auch heute noch mit seiner geringeren Sängerzahl ein Instrument darstellt, das die schwierigsten Partien mit einer Disziplin und einem Wohlklang zu Gehör bringt, die geradezu verblüffen. Wunderbar kräftig und klingend sino die Bässe, die im Piano noch solch melodischen Schmelz und solch kristallene Tonreinheit zeigen, daß man die kleine Unebenheit des Chors bei den Tenorstimmen völlig vergißt. Im Verhältnis zu den wuchtigen Bässen und den metallenen Mittellagen sind die Tenorstimmen etwas schwach. Die Ursache liegt darin, daß gerade die Besitzer der jugendlichen Tenorstimmen von der Kriegsführung erfaßt und eingezogen wurden. Volles Lob aber verdient die künstlerische Leitung, die auch am Sonntag in den Händen des Dirigenten Brockpähler und des Chorleiters E. Wortmeier(Frauenchor) lagen. Beide gingen mit Temperament und Begeisterung ans Werk und rissen ihre Chöre mit sich. Musikdirektor Brockpähler, unser Landsmann, verfügt über ein großes musikalisches Können. Er selbst ist mehrfach als Komponist aufgetreten. Am Sonntag erlebten wir von ihm das„Lied der Jungen“, ein rhythmisch packender Chor, ein flottes„Wanderliedchen“ und eine Uraufführung„Bekenntnis“, ein schwieriger Chor nach den bekannten Versen von Heinr. Lersch „Ichglaub' an Deutschland wie an Gott“, den er der Sängervereinigung Hörde gewidmet hat. Meisterlich aber erledigte er seine Dirigentenaufgabe. Er hat den starken Klangkörper voll in der Gewalt und zwang ihn zur Hergabe der vollen rythmischen Dynamik, so daß er nicht nur die Einsätze exakt ausführte, sondern auch ganz dem Wollen Bröckpählers folgte. Das Crescendo, das allmähliche Steigen der Akkorde wie das Piano wurden fast immer wunderbar melodiös gesungen. Dagegen warf der Chor ins Fortissimo die stählerne Wucht seiner schönen Stimmen. Auch der Frauenchor konnte gefallen, wenn er auch in den Sopranpartien die Schwäche zeigte, die höchsten Töne ein wenig unrein herauszubringen. Der Wohlklang der Musikalität, die dieser Chor sonst zeigte, ließ die kleine Unebenheit schnell vergessen. Leider hörten wir nur einmal beide Chöre zugleich, als sie gemeinsam im gemischten Chor den Pflichtchor des Deutschen Sängerbundes„Das große Toc des Morgens“ von Günther Bialas und„Bekenninis“, Hermann Brockpählers Uraufführung, intonierten. In beiden Chorwerken wirkte die Paarung der weichen, warmen Frauenstimmen und die wuchtigen, markigen Akkorde der Männer prachtvoll und klangschön. Und gerade das„Bekennt= nis“ mit den ehernen Vor= und Nachsätzen in jedem Vers„Ich glaub' an Deutschland wie an Gott!“ und dem gefälligeren melodienreichen Mittelstück wurde so fein und geschliffen herausgefeilt, daß die Zuhörer völlig hingerissen waren, um dann mit langanhaltendem Beifall zu danken. Dieser Beifall zwang den Dirigenten, den ganzen Chor nochmals zu wiederholen. Die schwierigste Partie des Männerchors war unstreitig die„Schwedenvision“ von Wilhelm Sturm. Es gibt in unserer Gegend nur sehr wenige Männerchöre, die sich an dieses Chorwerk wagen. In diesem balladenartigen Chorstück kamen die einzelnen Stimmen voll zur Geltung und hier zeigte sich der geballte wie verhaltene Zusammenhang besonders klangfrisch, ausgeglichen und ebenmäßig. Der Choralsatz war weich und melodiös, dagegen zeigte die Kampfschilderung die Wucht und Stärke des Stimmmaterials im besten Lichte. Alle phonalen Variationen und Modulationen waren prägnant und klangschön erfaßt. Alle musikalischen Feinheiten dieses schweren Werkes brachte Brockpählers Leitungsstab— dank der begeisternden Hingabe der Sänger— wunderbar zur Geltung. Das übrige Programm füllten im ersten Teil vaterländische, hymmnenartige Weisen wie Janoskes „Deutsches Volksgebet“, Wilhelms„Vor der Schlacht" und„Morgen marschieren wir“ von Camillo Hildebrand. Im zweiten Teil überwogen die wohllautenden Volksweisen. Der Frauenchor unter Leitung E. Wortmeier hatte sich entsprechend seiner femininen Betonung lyrische Stoffe zum Vortrag erwählt, die— wie „Lied der Deutschen".„Komm, o komm Geselle mein“„Wenn alle Brünnlein fließen“ und„Süß Liebe liebt den Mai“ u. a. ganz vorzüglich zum Vortrag kamen. Zusammenfassend können wir sagen: dieses Konzert war für die Sängervereinigung ein schöner und großer Erfolg. Hermann Stens. „Liebe dumme Mama“. im Roland=Theater Man könnte dieser heitere und heiterkeitssichere Filmlustspiel auch nennen:„Auf Ierwegen zur Liebe“ In lustigen Szenen wird hier geschildert, wie eine verwitwete Hotelbesitzerin noch so lebenslustig ist, daß sie den ihr für die Tochter anvertrauten Hotelbesitz total vernachlässigt. Als aber das Haus verkauft werpommseellimee tlietiiüllerummmummmmmer uimmmmmmmmmmm FRONT UNDHEIMÄT-EINWILLEZUMSIEG NADER BME Weacuggug KRIEGS-WHIW 2 1./22. NOVEMBER den soll; da greift die inzwischen erwachsene Tochter tatkräftig ein und bringt energisch alles in Ordnung, selbst das Herzkämmerlein ihrer Mutter. In wie lustig=ulkiger Weise das geschieht, mag sich jeder selbst im Film ansehen. Wir verraten nichts mehr. Nur das mag noch gelagt sein, daß Lucie Ulrich diese energiegeladene Tochter mit viel Grazie und Charme spielt. Und dann noch eins: Es gibt auch einen sehr netten Schlager in diesem Filmwerk; er Wenn ein Walzer erklingt, Der zart von Liebe singt, Dann schlägt Gott Amor zufrieden den Takt. Hermann Steus. SA bindet den Helm fester! Gruppenführer Faßbach sprach in Dortmund Auf einem Führer=Appell der SA-Brigade 67 in Dortmund, den Oberführer Schütz eröffnete und leitete und an dem 1265 Führer aus dem Bereich der SA-Brigade teilnahmen,— als Gast auch Kreisleiter Bönnebruch=Althoff— sprach SA=Gruppenführer Faßbach über die Arbeit der SA im Kriege. Die SA habe viel gelernt. Sie habe alles getan, um der Wehrmacht ihre Arbeit zu erleichtern, vor allem durch die vormilitärische Wehrerziehung. Diese Arbeit war groß und gewaltig und wurde von Männern geleistet, die tagsüber ihrer gewiß nicht leichten Arbeit nachgehen. Aber das war kriegsbedingte Arbeit. Keine andere Organisation wäre in der Lage gewesen, diese Arbeit zu leisten. Aber auch der Einsatz der SA für die Partei war groß. Vieles bleibt noch zu tun. Vor allem müssen wir ins schwerarbeitende Volk hineingehen und immer wieder Gläubigkeit predigen. Das ist die Aufgabe, die wir gehabt haben und die wir auch in alle Zukunft haben werden nach dem Wort: Rach dem Sieg bindet den Helm fester! Fragslomerahen Von Horßt Mönnich Nacht ist's. Der graue Trag zerrann. Auf hartem Strohgeschütte lieg wach ich und nur dann und wann stoß meinen Nebenmann ich an. Sein Schlaf lärmt durch die Hütte. Der bleiche Mond im Fenster streut Fahllicht auf Krieg und Sterben. Wohl dem, den jede Stunde freut! O Herz, vergiß, daß mich nichts reut, sollt morgen ich verderben. Sollt morgen ich schon Erde sein—— ein Blick noch in die Runde. Wie bald im Glas wird schal der Wein! O Freude süß, lieb Mutter mein! Im Dorf, hör, heul'n die Hunde. Ach, liebe, lange, frohe Zeit, Schulgang und erste Liebe. Wir fuhren im Karussell, und weit, ach weit... du im Matrosenkleid. Wenn ich dir das jetzt schriebe... O du dich dann erinnerst? Kaum noch weißt du meinen Namen... Ist es nicht gleich? Es war ein Traum. Kalt fliegen Sterne in den Raum, und jeder spricht ein Amen. Bangst du, mein Herz?„Sei unverzagt! Ich bin an deiner Seite, Kamerad!“— Und der dies Wort gesagt in Rußland tief, steht, wenn es tagt, stumm neben mir im Streite. Rachwuchs für die Musikschule der Wassen# Wiederum ist musikbegabten Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren die Möglichkeit gegeben, in die Musikschule der Waffen= einzutreten. Die Bewerber müssen im nationalsozialistischen Geist erzogen sein und körperlich, sittlich, geistig und musikalisch den besonderen Anforderungen entsprechen. Der erfolgreiche Besuch der Musikschule der Waffen=f berechtigt den Bewerber zum Eintritt als Musikfreiwilliger in die Waffen=. Schüler, die nicht die Musik=Führerlaufbahn einzuschlagen beabsichtigen, können nach Ablauf der 12jährigen Dienstverpflichtung den freien Musikerberuf, für den sie bestens vorbereitet werden, oder die Beamtenlaufbahn(einfacher, mittlerer oder gehobener mittlerer Dienst) wählen. Die fachtechnische Ausbildung erstreckt sich auf 4 Jahre. Daneben werden die Schüler in den allgemeinwissenschaftlichen Fächern unterrichtet. Es kann die mittlere musische Reife(Kunsteinjährige) erreicht werden. Nähere Auskunft erteilt die für den Wohnort zuständige Ergänzungsstelle der Waffen=, die auf Anforderung das ausführliche Merkblatt versendet, sowie die Musikschule der Waffen=]. Braunschweig, Pippelweg, an die bereits jetzt Bewerbungen unmittelbar zu richten sind.— Die Einstellung des neuen Schüler=Jahrganges erfolgt am 1. Mai 1943. Für die Pflege des Betriebssportes Südwestfälische Betriebssportwarte in der Reichs— sportschule Prag Für die künftige Gestaltung des deutschen Sportes, dessen Pflege nach dem Parteiprogramm der RSDAP einmal vornehmste Aufgabe aller Gliederungen sein wird, ist es Voraussetzung, daß die Uebungsleiter den höchsten Ansprüchen genügen. Das gilt besonders auch für den Sport in den Betrieben. Denn hier gilt es, den Schaffenden den Ausgleich zu der körperlich oft einseitigen Arbeit zu geben. Um die Uebungsleiter und Betriebssportwarte einheitlich auszurichten und ihnen das nötige Rüstzeug für ihre intensive Arbeit zu geben, laufen an den Reichssportschulen regelmäßige Kurse zu ihrer Unterrichtung und Förderung. An einem solchen Kursus im September an der Reichssportschule Prag nahmen auch Betriebssportwarte südwestfälischer Unternehmen t.il. Das reichtathletische Sportfeld, die mit den modernsten Geräten und Mitteln ausgestatteten Turnhallen, die unterirdischen Schwimmhallen und nicht zuletzt die Schule selbst mit ihren lichten und luftigen Vortragssälen sind einzigartig und vorbildlich. Auch die Unterkünfte, teilweise Hotels, übertreffen in ihrer Zweckmäßigkeit alle Erwartungen. Für die Uebungsleiter war dieser Lehrgang eine wirkliche Schulung, bei der sämtliche Sportarten praktisch und theoretisch durchgenommen wurden. Jeder Uebungsleiter stellte hier sein Können unter Beweis. Bereichert mit viel Kenntnissen kehrten auch die südwestfälischen Teilnehmer wieder zurück, um das Gelernte in ihrem Arbeitsbereich zu verwerten. Bei Verletzung der Treuepflicht keine Urlaubsvergütung Grundsätzlicher Entscheid des Reichsarbeitogericht. Der Urlaubsanspruch eines Gefolgschaftsmitgliedes hat seinen Ursprung in der Fürsorgepflicht des Unternehmers, der auf der anderen Seite die Treuepflicht des Gefolgschaftsmitgliedes gleichwertig gegenübersteht. Deshalb hat zwar grundsätzlich„eber aus dem Betrieb ausgeschiedene Angehörige der Gefolgschaft eine Urlaubsvergütung zu beanspruchen, wenn er vor seinem Ausscheiden den ihm zustehenden Urlaub nicht erhalten konnte. Hat er aber durch gröbliche Verletzung der Treuepflicht seine sofortige Entlassung selbst herbeigeführt, dann besteht eben wegen der Verknüpfung von Urlaubsanspruch und Treuepflicht in der Regel keine Verpflichtung für den Unternehmer, eine Urlaubsvergütung noch nach fristloser Entlassung zu zahlen. Diese Grundsätze h das Reichsarbeitsgericht kürzlich in folgendem Fall ausgesprochen: Ein Maschinenmeister, der im Maschinenhaus mit der Beaussichtigung des Dampfkessels betraut war, hatte seine Pflichten in unverantwortlicher Leichtfertigkeit vernachlässigt und dadurch sowohl die Betriebseinrichtungen wie Leben und Gesundheit seiner Mitmenschen gefährdet und sich überdies strafbar gemacht. Er war aus diesem Grunde fristlos entlassen worden. Seinen Anspruch auf Zahlung einer Urlaubsvergütung wies das Arbeitsgericht endgültig ab. Humor An der Theaterkasse.„Ja, meine Dame, Sie können für die Vorstellung höchstens noch einen OrchesterSessel bekommen!“„Ach nein, so mitten in der Musik, das ist mir zu laut. Und außerdem möchte ich ja, auch zoch etwas sehen!“ 99 das länger unterwegs ist; darf nicht zu fisch eingepackt werden. weil es sonst verdirbt. Am besten schicht man Kleingebäck(z. B., Knusperchen“ mit 5og Jett ohne Ei), nach den, Zeitgemälsen Rezepten von A.#ugust Cellkei, Sieleseld. Lichtsplele zu: leichskrone Nur uch hente und wangen Ein Film der Maria Hausz= Produktion, Budapest, in deutscher Sprache, mit Paul Javor, Klarl Tolnay. Elisabeth Simor, Lily Berky— Spielleitung: Laszlö Kalmär Ruchenichon Suhualin Beginn: Freitag, Montag, Dienstag u. Donnerstag 7 Uhr Sonnabend 2.30 Uhr, Sonntag 2 Uhr, Mittwoch 4.30 Uhr. nicht zugelosen Grobe n.ede11 Garage auch als Lagerraum zu vermieten. Neuwertige Polstertür 83X210 für RM. 50.— zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung Oberhemden u. Kragen, die zu Weihnachten fertig sein sollen, müssen bis zum 1. Dezember eingeliefert werden.(3468 Wäscherei Schröer Got echaltener Kinderwagen zu verkaufen. Preis RM. 20.—. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung.(3462 Anzug und Mantel neuwertig, für große starke Figur, Größe 56—58, für 320.— RM. zu verkaufen.(3465 Schwerte=Ost, Hohenstein 49. Dauer oder Allesbrenner zu kaufen gesucht. Volksbadewanne oder Kanonenofen kann in Tausch gegeben werden.(3467 Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Heu. Garbadine=Mantel oder Krimmerjacke(Größe 42) gegen Schihose od. Trainingshose (Größe 42) zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung.(3465 ein Wort zum Sport! Abschürfungen, Rißwunden usw. mit dem blutstillenden. hochbakteriziden Schnellverband Hansaplast-elastisch verbinden. Seine O-u-9-r. elastizität hält Wundränder klammerartig zusammen— deshalb heißt es mit Recht: 104 2 kleinere oder 1 großes IZmmer gesucht. Schriftl. Angebote unter Nr. 3464 a. d. Schwerter Zeitung. Junges Ehepaar sucht möbliertes Zimmer mit Kochgelegenheit in Schwerte oder Umgebung. Schriftl. Anged. unter Nr. 3463 an die Schw. 8tg. Käufe Schläuthserer und Schaustfohten Bei Unglücksfällen schnellste Bedienung. Roßschlachterei und Pferdehandel Willi Wesendrup, Dortmund, Steinstraße 24. verhindert Foulen und vorzeitiges Keimen der Kartoffeln und Hackfrüchte! K Zu haben in Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Samenhandlungen. Bezugsquellen weist nach: Ernst Volkmann, Bochum=Hofstede. Poststraße 54. Fernruf 67389. Brennholzverkauf findet vorläufig nicht mehr statt Gebr. Haver, Sägewerk Aus dem Luhltar Wir backen für unsere Soldaten Westhofen. Unsere Frauen erfahren Näheres im Gemeinschaftsnachmittag der RS=Frauenschaft am Donnerstag, 19. November, um 15 Uhr im Frauenschaftsheim. Papier und Bleistift mögen sie mitbringen. Auch wird ein Vortrag über Indien gehalten. Bei Unzuverlässigkeit wird durchgegriffen Westhofen. Ein Landwirt und Milchhändler aus dem Amtsbezirk Westhofen hatte sich wegen Schwarzschlachtung und Schlachtsteuerhinterziehung vor dem Sondergericht zu verantworten. Das Urteil lautete auf ein Jahr und sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe. Da der Angeklagte bereits früher gegen das Gaststättengesetz und gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen hatte, war seine gewerbliche Unzuverlässigkeit nunmehr vollkommen erwiesen. Es wurde ihm die Milchhandelserlaubnis sofort entzogen. Goldene Hochzeit Westhofen. Am 19. November begehen die Eheleute Wilhelm Trepper und Sophie Wilhelmine geb. Buse in Westhofen, Hindenburgstraße 57, das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Wir gratulieren! Zwei Fahrräder gestohlen Westhofen. Als zwei Wehrmachtangehörige auf der Fahrt von Schwerte nach Westhofen an der Hagener Straße für wenige Minuten ein Haus betraten, wurden ihnen draußen am hellen Tage beide Fahrräder So Versensen# Soli-Fr clella Zuerst in elwas kaltem Wasser auflösen und dann dem heißen Spülwasser beigeben. Dann die vorher gut ausgedrückte Wäsche in dem heißen Spülwasser ziehen lassen. 10 Min. bis ¼ Stunde genügt vollauf, und nachher gründlich kalt spülen, bis das Wasser klor bleibt. DALLI Ruuck, güterr PP####! gestohlen. Es handelt sich um Tourenräder, Marke Vaterland, Nr. 286 657 und 309 266. Wer sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sofor: die Polizei oder Gendarmerie zu benachrichtigen. Ehrung des Gemeindebürgermeisters Villigst. Aus Anlaß seines 25jährigen Dienstjubiläums als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Villigst wurde dem Bürgermeister Hidding durch den Landrat Ebel, Iserlohn, eine kunstvoll angefertigte Ehrenurkunde des Deutschen Gemeindetages in Berlin überreicht. Mütterberatungsstunden Hennen. Am heutigen Mittwoch, dem 18. November, finden folgende Mütterberatungsstunden unter ärztlicher Leitung statt: um 14 Uhr in der Volksschule in Hennen und um 14.15 Uhr in der Wirtschaft Holzhausen in Rheinen. Mütterberatungsstunden Ergste. Am heutigen Mittwoch, dem 18. November, findet für die Ortschaft Ergste=Bürenbruch in der Schule in Bürenbruch eine Mütterberatungsstunde statt. Die Stunde beginnt um 15.30 Uhr. Am gleichen Tage um 16.15 Uhr findet in Garenfeld in der Schule ebenfalls eine Beratungsstunde statt. Freitod Ergste. In dem kleinen Wäldchen an der Straße von Rheinen zum Wellenbad wurde eine männliche Leiche geborgen. Es liegt Freitod durch Erhängen vor. Wie die Feststellungen ergaben, handelt es sich um einen polnischen Zivilarbeiter, der als Bahnunterhaltungsarbeiter in Geisecke beschäftigt war. Hammer Jubiläums=Auktion Die Jubiläums=Auktion der Westfälischen Herdbuchgesellschaft anläßlich des 50jährigen Bestehens der organisierten westfälischen Schwarzbunt=Zucht, die am letzten Freitag in den Ausstellungshallen der Stadt amm stattfand, gestaltete sich zu einem großen züchterischen Ereignis. Ueber 4000 Besucher, unter denen man Käufer aus allen Teilen des Reiches und sogar aus dem Warthegau bemerkte, füllten die Ränge der Versteigerungshalle. Nachdem Landesbauernführer Treppmann bereits am Vorabend im engeren Kreise der Westfälischen Herdbuchgesellschaft in Worten hoher Anerkennung ihre in jahrzehntelanger züchterischer Arbeit erworbenen Verdienste um die Leistungssteigerung in der westfälischen Rindviehzucht gewürdigt hatte, waren auch am Versteigerungstage selbst Oekonomierat Peitzmeier als verdienstvoller oe Mou Riesige Verluste der Angelsachsen 9 bis 15. November 487207 3RT vernichtet, 100 Handels=, 54 Kriegsschiffe beschädigt und 14 Kriegsschiffe versenkt Berlin, 17. November. Wie aus den Meldungen des OKW vom 9. bis 15. November, also der vergangenen Woche hervorgeht, wurden in dieser Zeit insgesamt 85 Handelsschiffe und Transporter mit 487 207 BRT versenkt, ferner 14 Kriegsschiffeinheiten. Beschädigt wurden 100 Transporter und Handelsschiffe sowie 54 Kriegsschiffeinheiten. Wahrlich ein Aderlaß für das feindliche Nachschubwesen im nördlichen Eismeer, im Atlantik und in den Südafrikanischen Gewässern sowie für die angelsächsische Landungsflotte in den nordafrikanischen Gewässern, wie er in diesem Ausmaß in so kurzer Zeit noch nie zu verzeichnen gewesen ist. langjähriger Vorsitzer und Landwirtschaftsrat Dr. Schmehl als Geschäftsführer der Herdbuchgesellschaft, die ihren Sitz in Hamm hat, Gegenstand zahlreicher Ehrungen seitens des Hauptabteilungsleiters II Spital und des Oberbürgermeisters der Stadt Hamm. Die Auktion selbst nahm einen außergewöhnlich flotten Verlauf. Die aufgetriebenen 11 Bullen und 245 Rinder wurden restlos abgesetzt. Große Transporte von Bullen und Rindern gingen in den Warthegau. ins Rheinland, nach Hessen, Waldeck und Thüringen. Als Siegerbulle ging der Bulle„Ahnherr" des Bauern Hülsey an der Ems aus Lintel(Kreis Wiedenbrück) in den Besitz der Kreisbullenhaltungsgenossenschaft Paderborn über. Den zweitbesten Bullen „Kieselgrund“, ein„Kieselstein"=Sohn des Züchters Fehrenstuckstette aus Lette(Kreis Wiedenbrück) erwarb die Werthmannsche Gutsverwaltung in Lühringsen(Kreis Soest). Das beste Rind„Elfe“ brachte der Züchter Heinrich Tigges aus Beckum=Dalmer zur Versteigerung. Für züchterische Leistungen gelangten eine große Anzahl Ehrenpreise des Reichsnährstandes, der Herdbuchgesellschaft und der Stadt Hamm zur Verteilung. Die große Zuchtviehversteigerung war ein Spiegelbild des zähen unbeugsamen Leistungswillens der westfälischen Züchter und legte in anschaulicher Weise Zeugnis davon ab, daß es Westfalens Rindviehzüchter verstanden haben, ein formschönes Rind mit besten Milchleistungen heranzuzüchten. Der Rundfunk am Donnerstag Von Lortzing zu Hans Pfitzner Reichsprogramm: In der Sendung„Musik für dich“ hören wir unterhaltsame Weisen der Gegenwart von 15.00—16.00 Uhr. Mit schönen Melodien erfreuen uns Solisten in der Sendung von 16.00—17.00 Uhr.„Luxemburg spielt auf“ von 17.15—18.30 Uhr mit vielen Solisten in charakteristischen Unterhaltungsklängen unserer Zeit. Die Sendung von 20.20—21.00 Uhr bringt das Klavierkonzert von Hans Pfitzner. Eine Anzahl bekannter Solisten hören wir in der Sendung„Wie es euch gefällt". die von 21.00—22.00 Uhr Ausschnitte aus den Lortzingopern„Der Wildschütz".„Undine" und„Zar und Zimmermann“ brinat. Deutschlandsender: Karl Hoellers Frescobaldivariationen und sein Kammerkonzert stehen auf dem Programm der Konzertsendung. die ferner von 17.15—18.30 Uhr Werke von Händel und Teleman enthält.„Gute alte Bekannte" heißt die Sendung von 20.15—21.00 Uhr. die einen kleinen Querschnitt durch die tänzerische Unterhaltung der letzten Jahre bietet. Mehrere Dirigenten sorgen von 21.00—22.00 Uhr für einen heiteren Ausklana mit beschwingten Weisen von heute. Verantwortlich: Hauptschriftleiter Dr. Hans=Adolf Ebing(z. 8 im Felde), t. V. Hermann Stens Hagen; Anzeigen: Hans Linner, Schwerte. Z. Z. gilt Preisl. 12 Vaters Frau Roman von Eise Jung-Lindemann „ Ucheber-Rechtsschutz: Drei Gvellen-Verlog, Königsbrück(Ber Dresden) Er wußte noch nicht, wohin es ihn drängte. Das Lernen in der Schule fiel ihm leicht. Er entstammte einem Geschlecht kluger Gelehrter, und der durch Generationen wissenschaftlich geübte und geschulte Geist seiner Vorfahren war auch sein Erbe geworden. Der Vater sagte manchmal, daß auch er ein Mediziner werden sollte. Aber der Junge schauderte, wenn er daran dachte. Alles Kranke war ihm zuwider. Nur wenn er mußte, betrat er die Klinik des Vaters. Er hielt den Atem an, wenn er durch die Korridore ging. Er drückte sich scheu zur Seite, wenn ein Kranker an ihm vorübergefahren wurde. Die Vorstellung, daß auch er einmal mit Messern und Scheren hantieren, in lebendiges, atmendes Fleisch hineinschneiden sollte, war so schreckenerregend, daß er blaß werden konnte und zitterte. Grothe ahnte nichts davon. Niemals hatte ihm Rolf widersprochen. Er wußte auch nicht, daß es dem Jungen eine physische Qual war, wenn er ihn zu sich in die Klinik kommen ließ. Nur zu Irmgard hatte Rolf einmal gesagt, daß er Ueber Schofför oder Autoschlosser werden möchte als Arzt. Sie hatte ihn zurechtgewiesen.„Dummer Bub, es gibt keinen schöneren und befriedigenderen Beruf als den eines Arztes. Laß deinen Vater niemals hören, was du mir eben sagtest, es würde ihn sehr schmerzen.“ Ja, es würde ihn schmerzen, Rolf wußte es. Weil er den Vater liebte, schwieg er. Diese Liebe zum Vater, auf den er so stolz war, zeigte sich selten in äußeren Zeichen. Sie konnte zuweilen in einem einzigen Blick seiner blauen Augen aufstrahlen. Sie offenbarte sich in einer plötzlichen Hingabe, die sich fähig glaubte, alles zu tun, was der Vater von ihm verlangte, auch das, was ihm fast unmöglich schien. Am stärksten aber war sie dann, wenn sie auf dem geliebten Antlitz Trauer sah und den bitteren Zug der Einsamkeit. Dann kämpfte der Junge mit dem heißen Verlangen, seine Aime um des Vaters Nacken zu schlingen und ihm zu sagen, daß er ja bei ihm wäre und daß er wüßte, was in ihm vorginge. Aber wenn er dann aufspringen und zu ihm hineilen wollte, vermochte er es nicht, weil der Vater so fern war, ganz fern und abgetrennt von allem, was um ihn war. Rolf verstand das. Nun er älter geworden war und so sehr viel nachdenken mußte, hatte er auch über den Tod der Mutter nachgesonnen, und daß es für den Vater vielleicht noch härter sein mußte als für ihn und Otti, daß sie nicht mehr bei ihnen war. Für alle Nöte, die ihn und Otti betrafen, war Tante Irmgard da. Sie war immer gut und liebevoll zu ihnen gewesen, aber der Vater hatte keinen Menschen, denn daß Tante Irmgard ihm die Tote nicht ersetzen konnte, das sah Rolf, auch wenn er noch sehr junge Augen hatte. Nur ein einziges Mal hatte er den Vater weinen gesehen. Nicht am Sterbebett der Mutter und nicht an ihrem Grabe. Ganz allein hatte der Vater in seinem Arbeitszimmer geiessen, ganz verlassen und zusammengekauert auf seinem Stuhl vor dem Schreibtisch. Er hatte den Jungen nicht bemerkt, der leise ins Zimmer gekommen war, um sich von ihm einen Bleistift zu erbitten. Da hatte Rolf gesehen, daß unter der Hand. die beide Augen deckte. Tränen rannen und in schweren, schmerzlichen Tropfen über die Wangen liefen. Wie erstarrt hatte er dabeigestanden, bis auch ihn ein Schluchzen schüttelte, ein fassungsloses Weinen. Als müßte es so sein, als überraschte es ihn kaum, daß der Junge in dieser Stunde bei ihm war, hatte der Vater die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn an sich gezogen. Nur ein paar Worte hatte er ihm gesagt:„Ich bin ein Mann und muß es tragen. Auch du wirst einmal ein Mann sein und vieles ertragen müssen.“ Immer würde er an diese Stunde und an diese Worte denken. Sie hatten vielleicht den ersten Keim zu der mannhaften Art des Knaben gelegt, die mit den kleinen und großen Lasten seines jungen Lebens allein fertig zu werden versuchte. Otti war so ganz anders geraten als er, leichter und fröhlicher. Wie ein heiterer Schmetterling war sie, zärtlich und anschmiegsam. Sie konnte schnell weinen, aber auch ebenso flink wieder lachen. Sie dachte an das Heute und an das Morgen wie an eine Reihe ununterbrochener Sonnentage. Kamen Schatten oder Regenschauer, dann duckte sie das wuschelige, braune Köpfchen und lief unten durch. Es gab noch nichts, was ihr viel anhaben konnte und worüber sie sich ernste Gedanken machte. Otti war gewiß glücklich, aber war er es nicht auch? Ja, nur auf eine andere Art. Er war glücklich, wenn er Geschichten von Helden und großen Männern las, von Flugpiloten und Rennfahrern, von Forschern und Erfindern. Er war glücklich, wenn das kleine Segelflugmodell, das er sich selbst gebastelt hatte, sekundenlang in der Luft blieb, und war selig. wenn Thiele, der Schofför, ihm den Bau und die Handhabung des Motors an Vaters Auto erklärte. In der Schublade seines Arbeitstisches verwahrte er eine Anzahl Pläne verschiedenster Segelflugmodelle, darunter auch die ersten. schüchternen Versuche selbständiger Konstruktionen. Aber sein liebster Besitz war die kleine Hobelbank geworden. die ihm der Vater zum letzten Weihnachtsfest geschenkt hatte und die im Schuppen neben der Garage stand. An ihr verbrachte er unter der Anleitung des Gärtners Hempel. der ein geschickter Bastler war, die schönsten Stunden seiner Freizeit. Daß er diese Stunden missen mußte, wenn der Winter kam und sie wieder in die Stadt zogen, daß Hempel und die Hobelbank, die Weite des Hauses und des Parkes draußen blieben, während die Engigkeit der Stadtwohnung sie wieder aufnahm, das machte Rolf Sassenhofen mit allem, was damit verbunden war, noch unentbehrlicher. Er liebte Sassenhofen sehr. Vortchung feig?