Die Schmener Zatuug encheint nüchentlich unhumd. Bezugspreis wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postbszug monatlich 2.- RM.(einschl. 282 Rpf. Zeitungsgebühr und 0.44 Rpf. Postverpackungsgebühr) zuzüglich 35 Rpf. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag: Hans Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: Große Marktstr. 3—5 Ruf: 2770. Postscheckkon“o: Dortmund 2832. Nr. 152 Donnerstag, den 2. Juli 1942 74. Jahrgang Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt- Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Anzeigenpreise: die sechegespaltene Milimeterzeille 145 mm breit) 6 Apf. Textanzeigen: Millimeter 20 Rpf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergesehenen Betriebsstörungen durch höbere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für pünktliches Erscheinen der Zatung. auch kann kein Anspruch auf Schadenersats oder 1 Acchlieferung erhoben werden Int Gun 880000 Tnis Persemt Einbruch in den inneren Festungsgürtel Sewastopols an mehreren Stellen zum Durchbruch erweitert— In Aegypten im Angriff gegen die letzte Befestigung vor Alexandrien Höchste Einsatzbereitschaft DRB. Aus dem Führerhauptquar= tier, 1. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Angriff gegen Sewastopol wurde der Einbruch in den inneren Festungsgürtel an mehreren Stellen zum Durchbruch erweitert. Deutsche Truppen drangen, von der Luftwaffe hervorragend unterstützt, bis zu den Verteidigungen am Ostrand der Stadt vor und erstürmten das aus dem Krimkriea bekannte Fort Malakow. Von Osten angreifende Divisionen stießen nach dem Durchbruch durch die Sapun=Stellung in breiter. Front tief in das Festungskampffeld vor und befinden sich in fortschreitendem Anariff. Dabei wurden in hartnäckigen Kämpfen der Uebergang über einen ausgedehnten Panzerabwehrgraben erzwungen und zahlreiche, durch moderne Kampfanlagen aus. gebaute Höhenstellungen genommen. Rumänische Truppen gewannen in schnellein Vorstoß Stadt und Hafen Balaklawa. Im südlichen und mittleren Teil der Ostfront sind deutsche und verbündete Truppen zum Anariff angetreten. Nachtangriffe von Kampffliegerverbänden gegen den feindlichen Nachschubverkehr im Raume zwischen Don und Oskol verursachten große Zerstörungen in mehreren wichtigen Bahnknotenpunkten. Im Gebiet westlich des Wolchow wurde die Säuberung des Geländes von zersprengten Resten des Feindes fortgesetzt. Artillerie zerschlug erneute Bereitstellungen der Sowjets vor dem Wolchow=Brückenkopf. An der Einschließungsfront von Leningrad griffen Kampf= und Sturzkampfflugzeuge mit gutem Erfola feindliche Panzerbereitstellungen an und bekämpften Eisenbahnanlagen im Waldai=Gebiet. Im hohen Norden wurden Hafen= und Industrieanlagen sowie ein feindlicher Flugzeuastützpunkt von der Luftwaffe schwer getroffen. In Aeaypten stießen deutsche und italienische Truppen durch das Gebiet von El Daba nach Osten vor und stehen im Angriff gegen die El=Alamein=Stellung, die letzte feindliche Befestigung vor Alexandrien. Vor Alexandrien griff ein deutsches Unterseeboot einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkte einen Truppentransporter von 13000 BRT. Auf Malta bombardierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht den Fluaplatz Luca. Bombenvolltreffer zerstörten mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge und riefen größere Brandfelder in den Flugplatzanlagen hervor. Der Kampf gegen die feindliche Versor aunasschiffahrt brachte auch im Monat Juni große Erfolge. Es wurden 156 feindliche Schiffe mit zusammen 886000 BRT versenkt. Außerdem wurden 58 feindliche Handelsschiffe durch Torpedo= oder Bombentreffer beschädigt. An diesem Erfolg ist die Unterseebootwaffe mit der Versenkung von 132 Schiffen mit 755 300 BRT hervorragend beteiligt. Wehrmachtbericht Rom, 1. Juli. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt beDie Operationen der italienischen und deutschen motorisierten und Panzerstreitkräfte in Aegypten, die den Raum von El Daba durchschritten haben, gehen weiter. Die militärischen Anlagen von Malta wurden zu wiederholten Malen von Verbänden der Luftstreitkräfte der Achsenmächte angegriffen und bombardiert. Zwei Spitfire wurden abgeschossen. J6 bam Einsatz Eines unserer Flugzeuge in vom Einsatz am géstrigen Tage nicht zurückgekehrt. Im Verlauf von Operationen zur Versorgung der Cyrenaika haben wir ein Begleitavis durch Torpedoschuß verloren. Die Besatzung wurde zum guten Teil gerettet. Im östlichen Mittelmeer wurde südwestlich von Jaffa ein feindlicher 5000=BRT= Handelsdampfer, der im Geleitzug fuhr, von unseren Torpedoflugzeugen versenkt. „Mehr als wir dachten“. Admiral Cunningham über die Auswirkungen der Luftangriffe auf Malta DNB Vigo, 1. Juli. Der frühere Oberbefehlshaber der englischen Mittelmeerflotte, Admiral Sir Andrew Cunningham, ist dieser Tage in Washington eingetroffen. In einer Pressebesprechung wurde er von amerikanischen Journalisten nach den Ursachen der neuen britischen Niederlagen in Nordafrika gefragt. Cunningham erklärte, die Achsenluftwaffe habe Malta„so beharkt“, daß die dortigen britischen Streitkräfte neutralisiert wurden. Rommel habe daher alle Verstärkungen erhalten„sogar ziemlich mehr, glaube ich, als wir dachten.“ Weiter wollte sich Cunningham über die Niederlage Englands nicht äußern. Sondersitzung des ägyptischen Kabinetts DNB Stockholm, 1. Juli. Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, ist das ägyptische Kabinett in der Nacht zum Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Ministerpräsident Nahas Pascha wurde vom König Faruk empfangen. Ueber den Gegenstand der Sitzung verlautet nichts, doch dürfte sie zweifellos im Zusammenhang mit den letzten kriegerischen Ereignissen gestanden haben. In Nordafrika das Gebiet östlich von Fuka erreicht Deutsche und italienische Panzerverbände warfen den geschlagenen Feind weiter zurück und erreichten das Gebiet östlich von Fuka. Starke deutsche und italienische Luftstreitkräfte griffen die Rückzugsstraßen und Verteidigungsanlagen der Briten, vor allem südlich des Arabergolfes. erfolgreich an. Weltbild=Gliese. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet DRB Berlin, 1. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Obergefreiten Schulte, Geschützführer in einem Flakregiment. Obergefreiter Ernst Schulte, am 26. 4. 1912 zu Lüdenscheid in Westfalen geboren, hat in zahlreichen schweren Kämpfen des Westfeldzuges und gegen die Sowietunion höchste Einsatzbereitschaft bewiesen. Bei der Abwehr eines starken feindlichen Panzeranariffs auf der Landenge von Kertsch am 13. 3. 42 zeichnete er sich durch Kaltblütigkeit und Entschlußfreudigkeit besonders aus. Nachdem sein Geschützführer ausgefallen war. übernahm er die Führung des in vorderster Linie zur Panzerabwehr eingesetzten Geschützes. vernichtete elf der angreisenden Panzer und beschädigte fünf weitere schwer. Dadurch wurde der Angriff zum Erliegen gebracht. Der tapfere Obergefreite kämpfte trotz einer Verwundung weiter, bis er erneut schwer verwundet wurde. Diesen Wunden ist er inzwischen erlegen. Sorgenkind Schiffsraum DNB Stockholm, 1. Juli. Die britische Wirtschaftspresse verfolgt die nordamerikanischen Bemühungen, Indien zu industrialisieren und in vollem Umfange der Rüstungsindustrie der Westmächte einzugliedern, mit deutlicher Skepsis. Dazu trägt selbstverständlich die den Engländern stark auf die Nerven fallende Ueberheblichkeit bei, mit der die verschiedenen Mitglieder der amerikanischen Gracy=Mission, die in den letzten Wochen und Monaten eine Art Bestandsaufnahme der indischen Entwicklungsmöglichkeiten vornahm, über die Leistungen der Engländer in Indien geurteilt haben. Etwas sauersüß stellen Londoner Finanzkreise fest, die Initiative der britischen Wirtschaftsentwicklung liege heute hauptsächlich bei den USA. Ob diese Initiative allerdings Erfolg haben werde, stehe noch sehr dahin. Um dieses Ziel zu erreichen müßte vor allem der Mangel an Schiffsraum überwunden werden. Keyeezag der 50. keichten Von Tobruk bis in den Raum ostwärts Fuka DRB. Berlin, 1. Juli. Wie das Oberkommando der Wehrmacht zu den Kämpfen in Nordafrika mitteilt, haben die deutschen und italienischen Panzerverbände bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes über Fuka hinaus neue Erfolge erAn den Kämpfen im libysch=ägyptischen Raum ist die im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 30.6. genannte 90. leichte Division von Beginn des Siegeszuges der Achsentruppen an erfolgreich beteiligt. Schon bei den Kämpfen um Tobruk bewährte sich diese Division, die mit dabei war. als in den Nachmittagsstunden des 21. 6., dem Tage des Falles der Festung Tobruk, deutsch=italienische Panzerkräfte zum Angriff gegen die Briten antraten. Der rasche Fall Tobruks und der sofortige Nachstoß zur ägyptischen Grenze hatte der britischen Führung keine Zeit gelassen, die volle Abwehrbereitschaft ihrer Kräfte in den Grenzstellungen Fort Maddalena—Sollum herzustellen. Das schnelle Vordringen des deutsch=italienischen Angriffs zwang den Gegner, seine ursprünglich für die Verteidigung seiner Grenzstellungen eingesetzten Kampfverbände in einem Zuge bis in die Marsa=Matruk=Stellung und teilweise darüber hinaus zurückzunehmen. Die 90. leichte Division stieß in rastloser Verfolgung noch in der Nacht zum 24. 6. auf die Küstenstraße in breiter Front westlich Marsa Matruk durch und öffnete die Straße bis Sidi Barani........ In weiteren erbitterten Kämpfen wurden die britischen Panzer= und Aufklärungsabteilungen, die südwestlich Marsa Matruk eine bewegliche Verteidigung führen sollten, zurückgeworfen. Unaufhaltsam stieß diese deutsche Division 35 Kilometer ostwärts über Marsa Matruk bis zur Küste vor, so daß der Rina um die auf die Festung zurückgeworfenen feindlichen Truppen geschlossen war. Nachdem mehrere mit starken Kräften unternommene verzweifelte Ausbruchsversuche des eingeschlossenen Feindes in den Nächten zum 28. 6. und zum 29. 6. unter blutigen Verlusten des Geaners gescheitert waren. traten die 90. leichte Division und deutsch=italienische Panzerverbände zum entscheidenden Angriff auf Marsa Matruk an. Nach Ueberwindung zahlreicher tiefgegliederter Befestigungsanlagen des Festungsvorfeldes wurde Marsa Matruk. der letzte wichtige Stützpunkt der Briten zwischen Sidi Barani und Alexandria, nach einem heftigen Bombenanariff deutscher Kampf= und Sturzkampfflugzeuge in den frühen Morgenstunden des 29. 6. gestürmt. Unmittelbar nach dem Fall der Festung trat auch die 90. leichte Division entlang und südlich der Küstenstraße die Verfolgung des geschlagenen Feindes nach Osten an. der zurzeit im Raum ostwärts Fuka von den Achsentrupven hart bedrängt wird. Im Zuge der Verfolgungskämpfe richtete die deutsche Luftwaffe in der Nacht zum 30. 6. heftige Angriffe gegen feindliche Stellungen und Truppenansammlungen ostwärts der Straße von Abn Dweis nach El Alamein. Der Feind, der sich in Stützpunkten der Wüste und des anschließenden Hochlandes zum Widerstand gegen die Spitze der nachöringenden deutsch=italienischen Panzerarmee zu sammeln versuchte, erlitt durch wirksame Bombenangriffe erneut hohe Verluste. Auch der Bahnhof von El Alamein, auf dem gerade Truppen= und Materialverladungen stattfanden, wurde durch Treffer schwer beschädigt, während gleichzeitig zahlreiche nach Süden fahrende Kraftwagenkolonnen von deutschen Kampfflugzeugen zersprengt wurden. Auch die teilweise befestigten Wüstenbahnhöfe ostwärts von El Alamein waren lohnende Ziele für die deutschen Bomben. Schwere blutige Verluste hatten die britischen Truppen, die auf der felsigen Hochebene bei Abn Dweis an der Kattara=Senke durch wirksame Bombenangriffe erfaßt wurden. Londoner Theaterdonner Die von der englischen Oeffentlichkeit stürmisch geforderte Unterhausaussprache über die Kriegslage hat mit dem üblichen Theaterdonner begonnen, den man bei diesem demokratischen Affentheater nicht anders gewohnt ist. Gewissermaßen als Anftakt servierte Churchill höchstpersönlich dem Parlament eine„Sondermeldung“, echt britischen Formats, wonach der einst so viel gepriesene „Offensivgeneral" Ritchie in der Versenkung verschwunden ist und nunmehr der Oberkommandierende in Aegypten. General Auchinleck persönlich Rommel gegenübersteht. Im übrigen lehnt Churchill zunächst jede Stellungnahme zur Schlacht in Aegypten ab. Er will erst am Schluß der zweitägigen Debatte mit seinen„Trümpfen“, herausrücken, nachdem die Unterhausabgeordneten ihrem Herzen Luft gemacht haben und der ärgste Theaterdonner an der Themse verpufft ist. Die Abgeordneten werden die Situation natürlich in den schwärzesten Farben schildern, allein ihrem Premierminister werden sie kein Härchen krümmen. Sind doch die politisch völlig korrumpierten Parteien seiner Person und seiner ganzen Regierung zu eng verbunden, als daß einer dem anderen ernsthaft zu nahe treten würde. Allenfalls wird man, wie die englische Presse andeutet. Churchill zu bewegen suchen, mit Rücksicht auf seine „Arbeitsüberlastung“ auf das Verteidigungsministerium zu verzichten und sich mit dem Ministerpräsidium zu begnügen. Hierzu wird Churchill allerdings kaum bereit sein denn er gefiel sich bisher immer in der Rolle des Amateurstrategen, obwohl er mit seinen militärischen Unternehmungen— angefangen vom Gallipoli des Weltkrieges bis Dünkirchen und Marsa Matruk— stets kläglich Fiasko erlitten bat. 44 M. An Sündenböcken hat es ihm jedoch nie gefehlt. Einmal sind es die Generale, das andere Mal die Bundesgenossen, das dritte Mal das fehlerhafte Material. Kurzum, er selbst drückt sich stets vor der Verantwortung, denn er muß ja England unter allen Umständen erhalten bleiben, mag das Empire auch zujrunde gehen. So wird letzten Endes auch diesmal alles beim alten bleiben. Dabei steht diesmal für England mehr auf dem Spiel als je zuvor. Churchill selbst hat im Frühjahr 1941 vor dem Unterhaus erklärt der Verlust des Nildeltas sowie des Suezkanals wäre der schwerste Schlag. der dem britischen Empixe versetzt werden könnte. Daß diese Gefahr in nächste Nähe gerückt ist, beweist ein Blick in die Londoner Zeitungen, die den Ernst der Lage nicht genug unterstreichen können. So gibt der„Observer" zu, daß die Achse durch die Luftüberlegenheit und die Inbesitznahme aller wesentlichen Stützpunkte in Libyen und Westägypten Enaland im Mittelmeer immer mehr in die Ecke drücke. In einer offiziellen Meldung aus London werden auf die unabsehbaren Folgen der Achsenoffensive hingewiesen und mit großem Verdruß festgestellt, daß die Achsenmächte schon jetzt den Seeweg als Nachschublinie benutzen, wobei nicht nur der Hafen von Tobruk inFrage kommt, sondern selbst Marsa Matruk von den Fahrzeugen angelaufen wird.„Alexandria ist schon jetzt als Flottenbasis gefährdet“ ruft angsterfüllt der„Daily Herald". Malta sei fast völlig abgeschnitten und Verstärkungen aus England könne man nicht mehr rechtzeitig schicken, aber der Weg von Ostägypten. Palästina und Syrien zur Front sei lang. Neben diesen pessimistischen Aeußerungen finden sich in der gegnerischen Presse aber auch zahlreiche Stimmen, die mit dem phantasievollsten Optimismus und frechen Fälschungen„die Lage Englands als besser“ denn je schildern. So kündigt die britische Agitation das Eintreffen von Tausenden amerikanischer Soldaten an und auch von Neuseeländern unter demselben General Freyberg, der seinerzeit nur mit knapper Not von Kreta entkommen konnte Also auch diesmal schickt London zuerst einmal die Hilfsvölket ins Feuer. Nachdem die Australier dringend in ihre Heimat zurückgerufen wurden, und die Südafrikaner zum großen Teil bei der Eroberung Tobruks in Gefangenschaft geraten sind, werden jetzt die Männer eines dritten Dominions für England geopfert. Nebenbei sei erwähnt daß jetzt auch die in Aegypten lebenden Griechen von den Engländern zwangsrekrutiert werden, wobei es verschiedentlich zu blutigen Zusammenstößen kam. Was die Lage an der westägyptischen Front betrifft, so fehlt es nicht an den sten Schönfärbereien. Das neueste Modewort der britischen Heimstrategen besagt, man müsse sich bemühen, den Kampf möglichst „flüssig“ zu halten. Das Hauptziel Auchinlecks müsse es deshalb sein sich dem Gegner nicht eher zu einem entscheidenden Schlag zu stellen, ehe er ausreichende Verstärkungen erhalten Diesem finnlosen Illustensg# Festung Sewastopol Die stärkste Bastion des Sowietstaates zähen erbitterten Kämpfen haben sich die deutschen und verbündeten Truppen bis in den Kern der Festung Sewastopol vorgekämpft. Damit ist der Kampf um diese stärkste sowietische Festung, die bestimmt auch eine der stärksten natürlichen Befestigungen der Welt darstellt, in sein entscheidendes Stadium getreten. Seit der Einschließung Sewastovols im Herbst des vergangenen Jahres verlief die Front hauptsächlich längs des ziemlich leicht zu verteidigenden Kammes der Sewastopol umgebenden Ausläufer des Jaila=Gebirges, in einer Entfernung von etwa 20 Kilometer vom Stadtkern. Die in den Felsen gehauenen oder natürliche Höhlen benutzenden Bunker waren nur durch stärkste Bombenwürfe und Beschießung zu bezwingen. Das schluchtenreiche Vorgelände der Befestigungsanlagen war durch Tausende von Minen, durch umfangreiche Drahtverhaue und flankierend eingebaute Wafsen auf das stärkste geschützt. Am 1. Juni dieses Jahres begann die Luftwaffe ihre pausenlosen Angriffe auf diesen Eckpfeiler des Rüstungsgürtels am Rande des Sowietstaates. Am 6. Juni gesellte sich zu den Angriffen der Luftwaffe das zusammengefaßte Feuer der Artillerie und am 7. Juni setzte der Großangriff gegen die mächtige Sowietbastion ein. Stück um Stück wurde von den tapferen deutschen Pionieren und Infanteristen aus dem Festungsgürtel berausgebrochen. Die gewaltigen Forts an der Nordfront, die die Namen der Sowjetgrößen Stalin. Maxim Gorki, Lenin und Molotow trugen, wurden trotz zähesten Widerstandes von den deutschen Truppen erobert, die schließlich bis zu der Sewernaja=Bucht vordrangen, diese überquerten und in den inneren Festungsgürtel einbrachen. Der Name des Forts Malakow erinnert an die Kämpfe während des Krimkrieges von 1853 bis 1855. Damals brauchten die verbündeten Engländer und Franzosen und Sardinier mit einem Heer von fast 200000 Mann fast 11 Monate, bis sie zum entscheidenden Angriff gegen die Festung antraten. Immer wieder forderten Seuchen viele Opfer unter den Belagerern, aber auch unter den Russen räumten Cholera und Skorbut auf. Während des entscheidenden Sturmes im September 1855 stand der Malakowturm im Mittelpunkt der Kämpfe. Erst mit der Eroberung dieses Punktes war das Schicksal der Stadt besiegelt. Im Weltkriege wurbe Sewastopol ohne Kämpfe besetzt. Die Sowiets haben dann aus der alten Festung einen modernen Panzer= und Betongiganten gemacht, der mit Geschützen aller Art ausgestattet und durch Panzerabwehrgräben und tiefe Minenfelder gegen einen Zugriff von außen geschützt war. Im Jahre 1940 zählte die Stadt 120000 Einwohner. Nach sowjetischen Angaben wird sie jetzt vermutlich 150000 Einwohner haben. Der Hafen Sewastopols ist von hervorragender seestrategischer Bedeutung. Er ist für zen Hafengebiet Tiefen von 12 bis zu ter gemessen werden. Auf der von hohen Kreidefelsen geschützten Reede von Sewastopol könnten sämtliche Kriegsflotten Europas bequem Platz finden. Die Bucht von Sewastopol zieht sich etwa 6 Kilometer weit von Westen nach Osten und hat eine Breite von etwa 1 Kilometer. Sie weist nach ihrer Südküste vier größere Einschnitte auf. von denen der bedeutendste den eigentlichen Hafen von Sewastovol darstellt. Kriegshafen ist Sewastovol bereits seit 1783, als Potemkin die Stadt zum Stützpunkt für die russische Schwarzmeerflotte machte. Seit dem Jahre 1890 aber ist Sewastovol ausschließlich Kriegshafen. Der einst überaus rege Handelsverkehr wurde nach Nikolajew an der Bugmündung und Feodosija an der östlichen Krim abgeleitet. Neben ausgedehnten Reparaturwerften weist Sewastopol eine Bedeutung als Sitz einer Seil= und Konserven=Industrie auf, also Gewerbezweige, die mittelbar zur Deckung des Marinebedarfs dienen. Sewastopol ist zwar kein Tor, das nach Rußland hineinführt, es ist nicht einmal ausschlaggebend für die Eroberung der Halbinsel Krim gewesen, doch sein Besitz entscheidet über die Seeherrschaft im Schwarzen Meer. Mereign wild, nun endlich aus in Nordafrika zu zieven und keine Vogel=StraußPolitik meyr zu betreiben. Regierung empfohlen wird, nun den militärischen Natastrophen in die Lehre zu niegen und keine Vi Schneller Vormarsch der Japaner in Tschungking=China DRB Tokio, 1. Juli. Wie Domei meldet, setzten nach der Einnahme der Stadt Lyang am Dienstag die japanischen Truppen ihren Vormarsch fort indem sie den benachbarten Abschnitt von den Resten der Feindtruppen säuberten. Eine japanische Einheit die längs der Bahnstrecke Tschekiang—Kiangsi von einem Punkt westlich von Schangjao vorging, erreichte am Mittwochnachmittag einen Punkt, der 24 Kilometer westlich von Kolingtschien liegt. Der rasche Vormarsch der japanischen Truppen an dieser Bahnlinie geht in beschleunigtem Tempo weiter, um die Fühlung zwischen den beiden Abteilungen, die an der genannten Bahnlinie sperieren, herzustellen. Insel Großnatoena besetzt DRB Tokio, 1. Juli. Japanische Marineeinheiten besetzten am 21. Juni, hiesigen Berichten zufolge. die Insel Großnatoena nordwestlich von Singapur. Sie fanden au der Insel 19 Sowiets, darunter zwei Frauen, vor, die Ende Dezember auf einem sowietischen Frachtschiff Schiffbruch erlitten, sich auf die Insel retteten und seitdem ohne Verbindung mit der Außenwelt dort lebten. „Nur Rieberiagen und Nuckzage „Mittelmeer praktisch für unsere Geleitzüge gesperrt“ DNB Stockholm, 1. Juli. Der„Dailv Telegraph“ schreibt in seinem Leitartikel:„Die kommende Debatte über den Mißtrauensantrag beginnt im Schatten einer neuen und ernsten Enttäuschung in Nordafrika und eines neuen Rückzuges der britischen Truppen. Die Gefahr, in der der Mittlere Osten schwebt, besteht nicht erst seit gestern, sondern von dem Augenblick an, wo das Mittelmeer vor mehreren Monaten praktisch für unsere Geleitzüge gesperrt wurde. Es ist ferner erwiesene Tatsache, daß wir nach drei Kriegsjahren weit hinter dem Feind in bezug auf Panzertypen, die der Armee geliefert werden, zurückstehen, und diese Unterlegenheit dauert nunmehr 25 Monate nach der Ernennung des„Panzerrates“ an, dessen Ratschläge die Regierung 14 Tage später guthieß.“ „Daily Mail“ schreibt: Die Oeffentlichkeit ist durch die Wendung der Ereignisse in Libyen verwirrt und bestürzt. und auf unsere Freunde und Verbündeten haben sie eine Wirkung, die für uns beschämend ist. Die Oeffentlichkeit verlangt eine genaue Untersuchung über die Ursache dieser Niederlage. Zwei Jahre lang bestanden unsere Operationen zu Lande nur aus einer Reihe von Niederlagen und Rückzügen. Die Rückschläge der Jahre 1940 und 1941 waren erklärlich, denn wir waren damals weder in bezug auf Flugzeuge noch auf Menschen und Maschinen gerüstet. Aber heute in Libyen hatten wir eine sehr gut ausgestattete Armee, die bestgerüstete, die wir je in den Kampf geschickt haben. In bezug auf die Stärke der Luftwaffe konnten wir uns mit den Deutschen messen und hatten sogar die Ueberlegenheit. Und trotzdem sind wir wieder einmal geschlagen worden. Wer kann nach alledem bezweifeln, daß in unserer Kriegführung irgend etwas nicht stimmt? „News Chronicle“ weist darauf hin, daß es an Generalen fehlt und schreibt:„Die Ablösung Ritchies bringt die gesamte Frage der Befehlsstellen und vor allem der Ausbildung der höheren Ofiziere im Panzerkrieg aufs Tapet. Libyen ist ein ganzer Friedhof für militärische Berühmtheiten geworden. Wilson, Wavell, Cunningham und jetzt Ritchte sind entweder entlassen oder auf andere Posten versetzt worden. Der General der Rommel ebenbürtig entgegentreten kann, ist noch nicht entdeckt.“ Neuer britischer Armeerat DNB Stockholm, 1. Juli. In London ist, wie Reuter meldet, ein neuer Armeerat ernannt worden. Er setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Sir Percy James Grigg, dem stellvertretenden Vorsitzenden Brigadegeneral Lord Croft, den Mitgliedern General Sir Alan Walter Verning: Generalmajor und stellvertretender Generalleutnant Archibald Eny, Oberst und stellvertretender Generalleutnant R. M. Wecks, Hauptmann Arthur Henderson, Hauptmann K. D. Sandys. Sir Robert J. Sinclair, Frederick C. Bovenschen. Kaptain Margesson und Oberstleutnant E. W. Mac Leay Gripp sind nicht länger Mitglieder. Sowjets wollen Taten sehen DRB Stockholm, 1. Juli. Die sowietische Diplomatie benutzt zurzeit alle Mittel, um die Westmächte an ihre Versprechungen zur Errichtung einer zweiten ront zu erinnern und sie zur Erfüllung dieses Versprechens trotz der Katastrophe in Nordafrika zu zwingen. So berichtete beispielsweise der amerikanische Sender Schenectady aus Moskau, Außenkommissar Molotow habe nochmals die volle Uebereinstimmung zwischen Amerika und England über die sofortige Errichtung einer zweiten Front unterstrichen. Er habe begeistert über die englische und amerikanische Bereitschaft gesprochen, nunmehr ohne Verzögerung zu handeln. Das ist ein mehr als deutlicher Wink an die Westmächte, nun endlich von den vielen Worten zu Taten überzugehen und der schwer bedrängten Sowjetarmee Entlastung zu schaffen. Der erwerbrlunigen Malter Erhaltung der Arbeitskraft und Förderung der Lebenskraft DNV. Berlin, 1. Juli. Am heutigen Tage fand im großen Vortragssaal des Reichsarbeitsministeriums eine Kundgebung statt aus Anlaß des Gesetzes zum Schutz der erwerbstätigen Mutter. Dieses Gesetz, das am Ehrentag der deutschen Mutter vom Führer unterzeichnet wurde, erweist sich als ein Sozialwerk von weitesttragender Bedeutung; denn in dieser Zeit, in der Hunderttausende von deutschen Müttern in angespanntester Arbeit für den Sieg stehen, soll dieses Gesetz sie der größten Sorgen des Alltags entheben. Es verkörpert in seiner ganzen Art und Haltung den klaren Willen der Partei und des Staates, wertvollste Volkskraft in der deutschen Mutter und ihren Kindern zu hegen und zu pflegen. Bei der Feier ergriffen das Wort Reichsminister Seldte, Reichsfrauenführerin Frau Scholtz=Klink und in Vertretung des dienstlich abwesenden Reichsorganisationsleiters Dr. Ley Oberbefehlsleiter Marrenbach. Zahlreiche Vertreter von Partei und Staat, des Deutschen Frauenwerks, der NSV., der DAF., viele Betriebsführer und zahllose werktätige Frauen waren zugegen. Den Beginn der Feier in dem festlich geschmückten Saal eröffnete Johann Sebastian Bachs Ouvertüre aus der D=Dur=Suite, gespielt vom Stabsmusikkorps der /. Als erster ergriff sodann Reichsarbeitsminister Seldte das Wort. 63 Der Minister verwies am Anfang seiner Rede auf statistische Zahlen aus dem Jahre 1933, die einen katastrophalen Rückgang der Bevölkerungsziffern des Deutschen Reiches ankündigten. Er gab sodann einen Ueberblick über die Sozialmaßnahmen des Nationalsozialismus, die diesen beginnenden Volkstod bannten. Als Krönung dieser bisherigen gesetzgeberischen Arbeit sei nun das Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter in Kraft getreten....2.16 4. M9IX. Geitzchent, Der Minister schiloerte, welche Leitgevänlen maßgebend gewesen sind, eine Erweiterung des Gesundheitszustandes, des Schutzes in der Schwangerschaft und nach der Niederkunft für die erwerbstätigen Frauen durchzuführen. Die Einzelheiten zeigten, wie groß und umfassend dieses Sozialwerk ist, das gerade in dieser Zeit der höchsten Beanspruchung aller Arbeitskräfte der deutschen Frau dieser in den Monaten ihrer Mutterwerdung und des ersten Monats des Mutterseins Erleichterung und Schonung bringen soll. Es ziele darauf hin, das Wachstum des deutschen Volkes und seine biologische Erhaltung für alle Zeiten zu sichern. Das Mutterschutzgesetz, so schloß der Minister, ist der Dank des deutschen Volkes an seine Frauen, die in schweren Zeiten ihre Arbeitskraft in gewaltigem Ausmaß zur Verfügung stellen und trotz der Sorgen und Anstrengungen in Erfüllung völkischer Pflichten Kindern das Leben geben. Das Gesetz wird im Rahmen des möglichen Mutter und Kind vor Gesundheitsschädigung bewahren, der Mutter wirtschaftliche Sicherheit gewähren und sie vor allen seelischen Belastunaen schützen. Frau Scholtz=Klink unterstrich in ihren Ausführungen das hohe Maß der Mitwirkung der Reichsfrauenführung an diesem Sozialwerk. Sie betonte mit Nachdruck, daß es immer der Standpunkt der Partei war und bleiben wird, daß die Frau, wenn Mutterpflichten an sie herantreten, nicht unter dem Zwang der Arbeit stehen soll. Idealzustand sei und bleibe es, daß die Frau der Familie, den Kindern gehöre. Der Krieg aber verlange auch von der Frau und Mutter den Einsatz im Beruf, damit das deutsche Volk seinen Lebenskampf bestehe. Das Mutterschutzgesetz soll nun in dieser Notlage zwischen Wirklichkeit und Idealzustand eine Brücke bilden. Es sei ein Beweis dafür, daß der Nationalsozialismus auch in Zeiten großer Bedrängnis das Ziel im Auge behalte, Mutter und Kind zu umgeben, die Blutkraft und die Arbeitskraft des deutschen Volkes in gleichem Maße zu erhalten. Aus der Gegenüberstellung der Mutterschutzmaßnahmen zu dem neuen Gesetz und seinen darin niedergelegten Bestimmungen erweise sich ganz besonders deutlich der Fortschritt dieses Gesetzes zum Schutz der werktätigen Mutter. Ueber 80 v. H. aller deutschen Betriebe hätten seit 1933 gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen wesentlich erweitert. Einzelbeispiele belegten diese weit ausgedehnte Fürsorge der Betriebe für Mutter und Kind. Ein bedeutender Schritt vorwärts ist nun mit dem Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter getan worden. Auf das Haus des irakischen Ministerpräsidenten Nuri Said Pascha wurde ein Bombenanschlag verübt, dem zehn Mann der Polizeiwache zum Opfer fielen, berichtet„Lavoro Fascista“ aus Istanbul auf Grund einer dort von der syrisch=irakischen Grenze vorliegenden Meldung. Nuri Said Pascha blieb unverletzt. Generalfeldmarschal! von Küchler DRB. Der Oberbefehlshaber der Heeres gruppe Nord, Generalfeldmarschall von Küchler, hatte bereits als Oberbefehlshaber einer Armee im Polenfeldzug wie auch im Westen entscheidenden Anteil an den Operationen gehabt. Für seine Verdienste in Polen zeichnete der Führer den damaligen General mit dem Ritterkreuz aus, und nach dem Kriege gegen Frankreich wurde er in der Reichstagssitzung vom 19. Juli 1940 zum Generaloberst befördert. Im Feldzug gegen Polen gelang es der von Küchler geführten Armee schon am 3. September. die Festung Graudenz im Sturm zu nehmen. Weiter sind der Durchbruch der Mlawa=Stellung, der Narew=Uebergang, die Abriegelung Warschaus, der Sturm auf Praga und die Eroberung von Modlin mit der von Küchler geführten Armee verbunden. Im Westfeldzug überrannte die Armee Küchlers den holländischen Widerstand und zwang am 14. Mai die holländische Armee zur Kapitulation. Die Einnahme von Antwerpen, von Dünkirchen und Paris sowie die Verfolgungskämpfe über die Loire bis zum Atlantik sind weitere Ruhmestaten der von Generaloberst von Küchler geführten Armee. die nicht zuletzt auf den tapferen, unerschrockenen versönlichen Einsatz des Generalobersten zurückzuführen sind. Generalfeldmarschall Geora von Küchler wurde am 30. Mai 1881 als Sohn eines Offiziers in Hessen geboren. 1900 trat er als Fahnenjunker in ein Feldartillerieregiment ein, wurde dann Leutnant und im Frühjahr 1914 zum Großen Generalstab kommandiert. Im Weltkrieg erwarb er sich sowohl als Truppenführer wie als Generalstabsoffizier in Flandern, an der Somme, vor Verdun und in der Champagne Verdienste und Anerkennung. Nach dem Zusammenbruch kämpfte er im Baltikum und trat dann in die Reichswehr ein, in der er in den verschiedensten Stellungen am Fundament des neuen deutschen Volksheeres mitarbeitete, an dessen Aufbau er nach der Machtübernahme insbesondere als Inspekteur der Kriegsschulen mitwirkte. Bei Ausbruch des Krieges war von Küchler Kommandierender General des 1. A. K. in Königsberg. DNB. Bangkok, 1. Juli. Die Unruhen in Indien haben ihre Ursache in der verstärkten nationalen Bewegung und teilweise auch in der großen Knappheit an Lebensmitteln; sie hat jetzt auch die Provinz Bihar ergriffen. In den landwirtschaftlichen Bezirken dieser Provinz haben sich die Bauern erhoben und plündern die Lagerhäuser. Die Regierung hat an die gesamte Polizei in der Provinz Waffen verteilt und den Gebrauch von Lathis(Bambusstöcke mit Eisenspitze), Schwertern und Speeren erlaubt, um die Aufständischen zu bekämpfen. Um der Lebensmittelknappheit Herr zu werden, hat die Regierung von Bihar die Ausfuhr von Reis aus der Provinz verboten. Wie Stefani meldet, werden die in Aegypten lebenden Griechen von den Engländern zwangsrekrutiert. Die Griechen weigerten sich jedoch, und es kam zu heftigen Zusammenstößen, da die englischen Agenten Gewalt anwendeten. Auf beiden Seiten gab es verschiedene Tote und Verletzte. Der Französische Staatsrat, der sich vor zwei Jahren im unbesetzten Frankreich einrichtete, ist Dienstagabend nach Paris zurückgekehrt, um sich hier wieder zu etablieren. Der USA=Senat hat am Dienstag die Rüstungsvorlage in Höhe von 43 Milliarden Dollar beschlossen, wird aus Newyork berichtet. Die Vorlage geht jetzt zur Unterzeichnung an Roosevelt. NDZ...(PK.)„Absitzen“ befahl der Zugführer seiner Spitzengruppe. Vorsichtig, die Maschinenpistole im Anschlag, virschten wir uns an unser Angriffsziel, die ersten Häuser von R., heran. Durchsuchten jede Hütte, jeden Strohschober. Zwei verlassene MG=Stellungen — sonst nichts vom Feinde zu sehen. Der Bolschewik hatte wie schon so oft. das Weite gesucht. Plötzlich horchten wir auf. Bruchstücke deutscher Laute drangen an unser Ohr. Ein schon älterer Mann kam uns entgegen. Er rang mit deutschen Worten, die ihm anscheinend einmal wohl vertraut waren.„Ich heiße Nikolai, die Deutschen gut kennen“ stotterte er. Seine Hütte, in die wir geführt wurden. machte einen für bolschewistische Verhältnisse gepflegten Eindruck. Da waren tatsächlich Stühle und ein kunstvoll gezimmerter Schrank. ja sogar ein richtiges Bett. Aus einer alten mit Blumen bemalten Lade holte Nikolai abgegriffene Photos hervor, die zu unserem Erstaunen ein deutsches Dorf am Meer zeigten. Auf einigen war ein junger Mensch zu sehen. ein Kriegsgefangener— Nikolai. Zwei Jahre arbeitete er als Kriegsgefangener in Holstein. Seine Blicke verklarten sich, wenn er von„seinem Gute“ sprach, das er mit der Bäuerin allein bewirtschaftet hatte. Das Meer, die blühenden Ortschaften waren im Laufe der Jahre zum Land seiner Träume geworden. Ueberschwenglichkeit lag in seinen Worten, die von guter Behandlung sprachen. Nikolai rechnete es sich zur Ehre an, in Deutschland gewesen zu sein. Er zeigte stolz auf seine Stubeneinrichtung und betonte daß er all die handwerklichen Griffe von den Deutschen gelernt hätte. 25 Jahre bolschewistisches Regime haben Nikolai zu einem alten Mann gemacht, ihn. der eigentlich erst in der Blüte seiner Jahre stand. Er wurde im Dorf als Außenseiter betrachtet, weil er den bolschewistischen Propagandalügen über Deutschland keinen Glauben schenkte. Nur schwer war es ihm gelungen, seiner Verhaftung zu entgehen. Und nun waren die Deutschen endlich da! Irgendwo mußte und wollte Nikolai sich ertenntlich zeigen. Gewichtigen Schrittes ging er zum Tisch, zog die alte Lade auf und holte einen Bund mit großen Schlüsseln hervor. Seit zwei Tagen war Nikolai der Schlüsselgewaltige des Kolchos. Knarrend öffnete er die dreifach verschlossene Tür eines Holzschuppens, der als Lagerraum diente. Nichts hatten die Bolschewisten zurückgelassen. Nur in der einen Ecke stand einsam und verlassen ein Faß. Honig war darin, wirklich blütenreiner Bienenhonig, der uns zugedacht war. Vor der Tür hatte sich inzwischen das halbe Dorf eingefunden. Die Frauen warfen Nikolai wütende, kaum zu bändigende Blicke zu die wir nicht zu deuten wußten. Großes Geschrei ließ uns ein wenig später die inzwischen aufgesuchte Unterkunft verlassen. Der arme Nikolai stand auf dem Dorsplatz, von geifernden, zu allem bereiten Frauen umringt. und hielt eine lange Rede, wohl die längste, die er je in seinem Leben gehalten hat. Es gina um das Faß Honig, das, wie es sich später herausstellte, für eine bolschewistische Dienststelle bestimmt war. Die Frauen wurden nach und nach merklich ruhiger. Schließlich nickten sie verständnisvoll und meinten auch, daß der Honig bei den deutschen Soldaten in entschieden besseren Handen sei als bei den Kommissaren, die vor einigen Tagen fluchtartig verschwunden waren.. I. Winhrach ue e. Als die Dammerung hereinorach und die ersten Mondstrahlen leise tastend von Strohhütte zu Strohhütte hüpften, saß das ganze Dorf vor Nikolais Hütte. Wir fragten ihn, was dies für eine große Sitzung sei.„Ich erzählen von schönen Deutschland", antwortete er todernst. Seinen bedächtigen mit dementsprechenden Gesten begleiteten Worten wurde andächtig gelauscht. Nikolai redete sich immer mehr ins Feuer und sah gespannt in unsere Gesichter. Wir nickten immer zustimmend, wenn wir auch nichts verstanden. An diesem Abend war Nikolai zum ersten Mal in seinem Leben der ruhende Pol des Dorfes, denn er war der große Mann, der deutsche Ordnung und deutsches Schaffen kennen gelernt hatte. Am frühen Morgen brachte ein Melder den neuen Befehl zum Angriff. Als wir unsere Kräder anwarfen und der Spitzenzug bereits feindwärts fuhr, kamen aus allen Häusern Männer und Frauen und brachten uns unaufgefordert Eier und Milch. Nikolai— der Kriegsgefangene des Weltkrieges— hatte in wenigen Stunden ein ganzes Dorf für Deutschland gewonnen!.g., Nr g.## A-Kriegsberichte: Nr. Earl Kvrl. Dr. Goebbels: Geschicht: Wie kaum jemals zuvor in unserer Geschichte hat sich das Schicksal unseres Volkes in der Hand einer Generation verdichtet. Schwerte, 2. Juli 1942. Der Juli im Volksmund Mit dem siebenten Kalendermonat erreicht in unseren Breiten der Sommer seinen punkt.„Im Juli muß vor Hitze braten, was im September soll geraten!“ heißt es in einer alten Wetterregel. Aber der Juli muß auch zu den trockenen Monaten gehören, bis auf gelegentliche Gewitterregen, denn„dem Sommer sind Donnerwetter nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande". Freilich heißt es in einer anderen Bauernregel„nicht mit Unrecht:„Juliregen nimmt Erntesegen“. Früher war der Erntebeginn auf St. Kilian, den 8. Juli. festgelegt. So heißt es in volkstümlichen Redewendungen:„St. Kilian stellt Schnitter an, zu Kilian schneid' ein jedermann". Das volle Ausreifen des Getreides ist jedoch sehr von der Jahreswitterung abhängig, und es ist daher wohl fraglich, ob sich schon vor Mitte Juli die vollen Aehren kornschwer zur Erde neigen werden. Denn wir haben bekanntlich einen sehr harten und langen Winter und ebenso ein hinsichtlich der Wärme unterdurchschnittliches Frühjahr bis in den Juni hinein gehabt. So sind in den Hochsommermonaten trockenes und warmes Wetter diesmal besonders erwünscht. Auch für den Winzer gilt die Regel:„Sind Juli und August trocken und warm, wird jeder Winzer niemals arm“. Auf das Septemberwetter soll guter Sonnenschein im Juli nicht ohne Einfluß sein: Bringt der Juli große Glut, gerät' auch der September aut". Heiß sollen die Hundstage sein, von denen behauptet wird, daß sie sich vei angemessenem Verhalten eben für das ganze Jahr günstig auswirken:„Hundstage hell und klar, deuten an ein gutes Jahr!" Volkstümliche Bezeichnungen für den Juli, der seinen Namen auf Julius Cäsar zurückführen darf, sind Heumonat. Heuwet, Theobaldmonat, Jakobsmonat und Hundstagsmonat. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, daß in diesem kriegswichtigen Jahr auch der Juli sich so verhalt, baß er uns einen reichen Erntesegen gewährleistet. Tägeschrentt . Ein Schwerter in der Wochenschau. In der diese Woche in den„Lichtspielen zur Reichskrone" bis Freitag abend laufenden Wochenschau haben wir einen Schwerter Jungen entdeckt. Diese Wochenschau zeigt uns u. a. in packenden Szenen die Einnahme der Festung Tobruk. Dabei kann ein deutsches Jagdgeschwader seinen 1000. Abschuß in Afrika feiern. Der diesen 1000. Abschuß getan und im Film gerade mit seinem Flugzeug landet, ist— Leutnant Fritz Körner aus Schwerte, Sohn des Lokomotivführers Körner hierselbst, Mülmkestraße. Dieser 1000. Abschuß seines Geschwaders ist sein 11. Abschuß. Inzwischen aber hat er die Zahl seiner Abschüsse bis Mitte Juni auf 23 erhöhen können; vielleicht hat er heute schon den 30. Tommy zur Strecke gebracht. Wir wünschen es ihm von ganzem Herzen und sind überzeugt, daß, wenn er gesund bleibt, bald unter den Ritterkreuzträgern sich befinden wird, die der Rundsunk fortlaufend meldet. Fahrraddiebstahl und seine Lehre. In den Nachmittagstunden des 1. Juli wurde aus der Toreinfahrt des Hauses Teichstraße 3 ein Herrenfahrrad entwendet. Dasselbe war dort unbeaufsichtigt und unabgeschlossen abgestellt worden. Ist der Täter beobachtet worden?. Wer Angaben machen kann, wende sich an die hiesige Kriminalpolizei.— Dieser Fall gibt uns wieder einmal Gelegenheit, alle Radfahrer darauf hinzuweisen, daß es ihre Pflicht ist, ihr Fahrrad so abzuschließen, so daß es von Unberufenen nicht fortgefahren werden kann. Ist der Sicherungsverschluß Rotontals=Helerstaner Wir wollen nicht beiseite steh'n, Laßt in den Kampf uns zieh'n, Bis wieder Deutschlands Flaggen weh'n In Deutschlands Kolonien! Dieser Refrain des neuen deutschen Kolonialliedes, das die Notwendigkeit und Berechtigung Deutschlands auf Kolonien betont, kann wohl als Merkspruch der großen„65 kotonialen Kundgevung angesehen werden, die Dienstag um 20 Uhr im Rathaussaal stattfand und die als voller Erfolg zu bezeichnen ist. War der schöne, mit den Fahnen der Bewegung geschmückte Saal doch bis zum letzten Platz gefüllt, so daß noch Stühle aus den andern Zimmern des Gebäudes herangeholt werden mußten. Sah man B9M und HI auch stark vertreten, so hatte doch auch eine statliche Anzahl Erwachsener das Interesse an unserer kolonialen Betonung herbeigeführt. Herr Rektor a. D. Overbeck, der während des Krieges die Ortsgruppe Schwerte des Reichskolonialbundes leitet, hatte sich in liebenswürdiger Weise bereitgefunden, über das Thema zu sprechen: „Europa—Afrika als Großwirtschaftsräume“. Doch bevor er seinen Vortrag begann, grüßte er den Führer. Dann wies er darauf hin, daß die Kundgebung keine Werbeveranstaltung des Reichskolonialbundes sein soll, sondern man wolle nur die Männer und Frauen in dem kolonialen Gedanken stärken, der der Gedanke der deutschen Zukunft sei. Rektor a. D. Overbeck begrüßte alsdann in herzlichen Worten die Erschienenen, darunter den stellv. Bürgermeister, Herrn Beigeordneten Schröder, die Vertreter des Reichskolonialbundes der Nachbargemeinden Holzen, Westhofen, Geisecke und Ergste, sowie die Versammlungsteilnehmer aus den Nachbarsemeinden.„..„ in itasteig u.— K#. Mit herzlichen Worten unterstrich er nunmehr die koloniale Tat Dr. Karl Peters' und leitete damit zu einer Wechseldeklama tion des BDM über, die abwechselnd das Recht und die Pflicht Deutschlands zum Koloniebesitz betonten. U. a. stellten die Sprecherinnen fest, daß der Kolonial= besitz Englands 80 mal so groß wie das Mutterland ist; der holländische ist 60 mal so groß, der französische 23, der portugiesische 22, der italienische 11 und der deutsche nur 6 mal größer als das Land selbst ist. Mit dem Gesang„Es gibt ein Land, das uns gehört“ fand dieser Wechseldialog sein Ende. Runmehr folgte der eigentliche Vortrag von Rektor a. D. Overbeck. In großen Strichen malte er uns aus der Fülle seines kolonialen Wissens ein erschütterndes Bild von der Benachteiligung und der Beraubung Deutschlands, das eine viel bessere Kolonialpolitik betrieben habe als die Feindmächte, welche im Schanddiktat von Versailles Deutschland unter dem Vorgeben, es habe keine gerechte und richtige Kolonialpolitik gemacht, die Kolonien weggenommen haben. Redner bewies klar und unwiderlegbar, daß Deutschlands Kolonialpolitik einwandfrei gewesen sei. Deutschland brauche für die jetzige wie die nachkommende Generation Kolonien. Die weiten Gebiete des Ostens könnten uns die Kolonien nicht ersetzen. Zum Schluß seiner Darlegungen zeigte Redner in ein paar farbigen Strichen, daß unsere koloniale Arbeit nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa betrieben werden müßte, denn dieser Erdteil bilde mit Afrika einen großen Wirtschaftsraum, wo ein Teil auf den andern angewiesen sei. Im einzelnen legte der Redner dar: Der Mensch lernt nie aus! Bismarck habe den deutschen Gedanken verfochten, Adolf Hitler aber arbeite nur im großdeutschen Gedanken, der zwangsläufig auf die Arbeit für die europäische Einheit hinauslaufe. Das Beispiel Jugoslawien zeige dies deutlich. Als die Engländer mit Jugoslawien einen der weiten Gebiete des Ostens die tropischen Kolonien nicht mehr nötig habe, so sei das grundfalsch. Wenn es auch im Süden Rußlands tropische Erzeugnisse gebe, so seien sie doch nur sehr beschränkt. Sodann solle der Osten von ganz Europa ausgenutzt werden. Aus dem Osten solle Europa versorgt werden Die Kolonien aber wolle Deutschland zunächst für sich selbst erschließen, und erst später, wenn die Staaten und Völker Europas einen festen Bund bilden, soll der afrikanische Wirtschaftsraum für Europa nutzbar gemacht werden. Deutschland wolle keine Handelsmonopolstellung wie England und die USA. Unsere Kolonialpolitik sei grundverschieden von der der kapitalistischen Demokratien, die nur darin bestehe, die kolonialen Gebiete auszubeuten und die Bewohner zu Sklaven zu machen. Wir Deutschen wollen den Kolonien eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte bringen. Die dortigen Eingeborenenarbeiter sollen auskömmliche Löhne erhalten. Sie sollen nach jeder Richtung hin als gleichwertige Menschen behandelt werden. Deutschland gebraucht die Kolonien aber auch für seine Menschenflut. Der Geburtenüberschuß steige jetzt wieder in Deutschland. 1941 hätten wir einen Geburtenstand von 1,420 Millionen gehabt; das sei erfreulich, denn nach einem Ausspruch Friedrichs des Großen seien Menschen die beste Kapitalanlage für ein Volk! Heute, wo wir unsere Wirtschaft auf die Arbeitskraft des einzelnen aufbauen, wissen wir in Deutschland, daß dieser Satz des Alten Fritz Wahrheit ist. Redner streifte dann, um die schicksalhafte Bedeutung des Ostens für Deutschland klarzumachen, nochmals die Ostfrage durch Erinnerung an die früh. Einwanderungen deutsche Elemente in die Ostgebiete. Der Fläming, ein Höhenzug südlich Berlins, Oranienburg in der Mark Brandenburg und Preußisch=Holland in Ostpreußen seien noch heute beredte Zeugen dieser Ostwanderungen. Und diesen weiten Osten— so betonte der Redner nochmals— wollen wir nicht ausbeuten, sondern nutzbar machen für uns und für Europa! Die Ostgebiete sind Wirtschaftsraum für Europa! Wir aber brauchen Kolonien in Afrika, denn wir haben dringend die Rohstoffe nötig für unsere Wirtschaft und für unser Volk, die Afrika hervorbringt: Palmöl, aus dem wir Palmin fabrizieren, Kautschuk, Tabak, Kaffee, Pflanzenfett, Kakao, Sisalhanf und vieles andere mehr. Afrika nimmt für viele dieser Produkte fast Monopolstellung ein. Gewisse höher gelegene Distrikte dieses„dunklen“ Erdteils eignen sich auch zur Ansiedlung von Deutschen. Afrika ist arm an Menschen. Während der kleine europäische Kontinent 525 Millionen Menschen beherbergt, leben in dem dreimal größeren afrikanischen Erdteil 60 Millionen Menschen. Durchweg kann der anle sicht abgestellt werden. Auch ist es Pflicht jedes Handelovextrag abgeschhossen hatten, habe die serbische —##t werden. Auch ist es Pflicht jedes Fayrradbesitzers, sich Marke und Nummer seines Fahrrades aufzuschreiben oder zu merken, damit er bei etwaigem Diebstahl der Polizei eine eingehende Beschreibung geben kann. Jedes Fahrrad stellt heute einen nalkswirtschaftlich notwendigen Verkehrsgegenstand dar, den man so ohne weiteres nicht wieder beschaffen kann, da das Fahrrad heute unter Bezugsrecht steht. Weiß der Besitzer nicht Marke und Nummer des Rades, so wird es der Polizei bei der Menge der vorhandenen Fahrräder kaum möglich sein, das gestohlene Rad je wieder zu beschaffen. Aus der Tatsache der verkehrspolitischen Wichtigkeit und der Kaufbeschränkung eines Fahrrades erwächst heute für jeden Fahrradbesitzer die Pflicht, die hier wiedergegebenen Richtlinien der Bewahrung der Räder genauestens zu befolgen. - Gartendiebe und Beetverwüster ermittelt. Der Gartendiebstahl in einem Garten an der Liethstraße in der Nähe des Schlachthofes, der sich in den Abendstunden des 21. Juni ereignet hat, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Drei jugendliche Burschen im Alter von 12 bis 16 Jahren haben aus dem eingefriedigten Garten etwa 6—8 Pfund Erdbeeren und 20 Pfund Stachelbeeren entwendet. Dabei haben die jugendlichen Täter auch einen Teil der jungen Gemüseanpflanzungen zertrampelt und verwüstet und haben die Freude des Besitzers in großes Leid verwandelt. Die Täter wurden erkannt und sind als drei Burschen aus der Nachbarschaft des Gartens ermittelt worden.— Dieser Vorfall mag den Gartenbesitzern als Warnung dienen. Es ist heute unbedingt notwendig, daß die Garteneigentümer namentlich in den Abendstunden auf ihre Früchte und auf ihr Gemüse achtgeben. Wo mehrere Gärten beieinander liegen, empfiehlt es sich, Nachtwachen, die sich abwechseln können, auszustellen. Wer sich vor Schaden hüten will, lasse seinen Garten heute nicht ohne Aufsicht. Vom Deutschen Jungvolk Anpassung der Fähnlein des Deutschen Jungvolks in Schwerte an die einzelnen Ortsgruppen Wie in der H3, so ist auch im Deutschen Jungvolk eine Umorganisation eingetreten. Es bestanden vor der Neueinteilung in Schwerte 4 Fähnlein, nämlich das Fähnlein 1 Schwerte=Stadt, das Fähnlein 2 Schwerte=Ost, das Fähnlein 5 Schwerte=Holzen und das MFG=Fähnlein. Durch die Neueinteilung gibt es weiterhin in Schwerte vier Fähnlein, die nach den Ortsgruppen eingeteilt sind. Die Ortsgruppen Schwerte=West und Schwerte=Mitte bilden das Fähnlein 31, die Ortsgruppe Schwerte=Ost das Fähnlein 32, die Ortsgruppe Schwerte=Nord das Fähnlein 33 und als Sondereinheit das MFG=Fähnlein. Das Fähnlein 31, das die Igg. der Ortsgruppen Mitte und West umfaßt, ist zahlenmäßig am stärkIn der Ausgabestelle für Bezugscheine sind am Freitag die Volksgenossen mit den Buchstaben 6—6 an der Reihe. nur Junghennen benötigen Pflege Die Weidehaltung ist für die Entwicklung und Abhärtung der Tiere sehr gut und sollte gerade jetzt, wo irgend möglich, durchgeführt werden. Man gebraucht dazu am besten fahrbare Hühnerwagen oder tragbare Spitzhütetn. Liebe zu den Tieren und Verantwortungsbewußtsein sind auch hier ausschlaggebend für den Einsatz eines Pflichtjahrmädels auf dem Lande. (Scherl-Bilderdienst=Limberg=Autoflex) Lanowirtschaft großte Nor gelitten, venn die Briten hätten für 100 Eier nur wenige Mark, für eine Tonne Getreide nur 2½ Mark gezahlt. Der Führer aber habe den Jugoslawen in seinem Handelsvertrag auskömmliche Preise bewilligt, die viele Prozent höher lagen als bei den Engländern. Deutschland erkennt die Gleichberechtigung der andern rassischen und nationalen Einheiten an! Wenn man heute erkläre, daß Deutschland im Besitze sten, es setzt sich zum größten Teil aus den Jungen des früheren Fähnleins 1 zusammen. Der Führer des Fähnleins 31 ist der frühere Führer des Fähnleins 1, Deterding. Das Fähnlein 32 Schwerte=Öst bleibt so bestehen wie bisher, und zwar unter Führung des Jungenschaftsführers Herbert Wiese. Das Fähnlein 33 Schwerte=Nord hat der frühere Führer des Fähnleins 5, Zibale, übernommen. Das MFG=Fähnlein als Sondereinheit führt auch weiterhin Oberjungzugführer Franke. A. G m Am Sonntag fand der erste Jungstammappen stark. Der neuernannte Standortführer und Stammführer Reininghaus war selbst erschienen, um sich die einzelnen Fähnlein, besonders im Hinblick der Zackigkeit und Stärke, anzusehen. Einen besonders guten Eindruck machte der Fanfarenjungzug des Fähnleins 31. Der Führer des Fähnleins 31 konnte dem Standortführer das zahlenmäßig stärkste Fähnlein melden. Zum Abschluß des ersten Jungstammappells, des früheren Jungstammes 1 und jetzigen Jungstammes 7, fand ein Vorbeimarsch am Rathausplatz statt. Hier versuchten sich alle Fähnlein durch Zackigkeit zu treffen. Man konnte vor allen Dingen das MFGFähnlein unter Franke und das Fähnlein 31 unter Deterding als die besten ansprechen. Gauleiter Paul Giesler übernahm die vertretungsweise Führung des Staatsministeriums des Innern und des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in München Ministerpräsident Ludwig Siebert führte am Sonnabend in der Staatskanzlei in München den mit der vertretungsweisen Führung der Geschäfte des bayerischen Staatsministeriums des Innern und des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus beauftragten Gauleiter Paul Giesler in seine Amter ein und stellte ihm die Abteilungsleiter der einzelnen Staatsministerien vor. In seiner Ansprache gedachte der Ministerpräsident des erkrankten Gauleiters und Staatsministers Adolf Wagner mit den herzlichsten Wünschen für dessen baldige Gesundung und stellte fest, daß die Verhältnisse in den beiden Staatsministerien gegenwärtig besonders erschwert seien, da im Staatsministerium des Innern Staatssekretär Köglmater ebenfalls seit vielen Wochen erkrankt sei und der Staatssekretär des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vor deutsche Mensch in Afrika nur einfuhrende, weisende und beaufsichtigende Arbeit leisten. Dafür aber wird Deutschland für die einheimische Bevölkerung— wie es das schon früher getan hat— sorgen. Zunächst muß in Afrika zur Verbesserung des Verkehrswesens ein einheitliches Eisenbahnnetz mit einer Spurweite angelegt werden. Bis 1918 gab es dort Eisenbahnen mit neun verschiedenen Spurweiten. Kürzlich haben die Briten noch eine Eisenbahn mit besonderer Spurbreite angelegt, so daß heute Afrika 10 verschiedene Spurbreiten bei seinen Eisenbahnen hat. Das geht auf die Dauer nicht an. Wir müssen auch hier, wie es im Osten schon geschehen ist, zu einem einheitlichen Spurweitensystem kommen. Dann haben wir Deutschen zur Bekämpfung der Schlafkrankheit und der afrikanischen Rinderpest, der Millionen Rinder zum Opfer gefallen sind, Ungeheures geleistet, wie wir überhaupt für die Gesundheitspflege und die Gesunderhaltung der Neger sehr viel getan haben, als wir unsere Kolonien noch hatten. Der Name Robert Koch und die Medikamente Germanin und Bayer 205 sind hier leuchtende Beispiele. Deutschland vertritt den Standpunkt, daß auf 1500 Einwohner ein Arzt kommen muß, heute aber unter britischer Hoheit ist ein Arzt für 150000 Einwohner zuständig. Wir hatten Schlafkrankheit und Rinderpest fast völlig ausgerottet, heute aber grassieren beide Seuchen wieder in Afrika. So sieht die„segensreiche" britische Kolonialpolitik aus! Deutschland ist führend auf dem Gebiete der Tropenhygiene. Die Kolonialschule in Witzenhausen bildet die Deutschen, die in die Kolonien gehen wollen, in einem zweijährigen Kursus fachmännisch aus und macht sie kolonialreif. Für Tropenarzneikunde sorgt eine Anstalt in Rendsburg. Die Universität Hamburg hat vier neue Lehrstühle für Kolonialwirtschaft eingerichtet, bei denen sich jeder, der in die deutschen Kolonien zu gehen gedenkt, zuvor für seinen kolonialen Beruf ausbilden lassen kann. So arbeitet Deutschland jetzt schon für seine Kolonien, die es demnächst zu erhalten hofft. Sodann ist hier noch zu erwähnen das Institut für ausländische Holzwirtschaft, das gleichfalls Deutsche schult, aber auch die Notwendigkeit der Neubewaldung gewisser Teile Afrikas vertritt. Deutschland treibt wirklich vorbildliche Kolonialschulung. Daß unsere Kolonialpolitik die richtige war, beweist allein schon die Tatsache, daß die Eingeborenen dem General Lettow=Vorbeck jahrelang treu anhingen und alles erduldeten, weil sie die Deutschen liebgewonnen Redner wies dann zum Schluß darauf hin, daß in Zukunft nicht mehr ein Land oder ein Volk gegen das andere: kämpfen wird, sondern ein Kontinent gegen den anderen. Darum müssen wir lernen, in Kontinenten zu denken. Europa ist auf Afrika, dieses aber wieder auf jenes angewiesen. Sie bilden zusammen einen gewaltigen Wirtschaftsraum, in welchem die einzelnen Teile sich gegenseitig ergänzen müssen. Um diese zukünftige Entwicklung zu fördern, muß Deutschland, das die Führung Europas hat, Kolonien haben. (Anhaltender Beifall.) Der B9M sang dann das bekannte Lied„Wie oft sind wir geschritten“ mit dem Refrain„Eia safari“, und ein B9M=Mädel trug meisterhaft das Gedicht „Afrika“ vor, das einen Appell enthält, für unsere Kolonien in Afrika sich einzusetzen. Darauf wurde dann der Film„Kamerun=Bananen“ gezeigt, womit diese schöne und erhebende Feierstunde wirkungsvoll beendet wurde. einigen Monaten in die Regierung des Generalgouvernements abgeordnet wurde. Der Ministerpräsident wies auf das ungeheure Aufgabengebiet hin, das den für die Dauer der Erkrankung des Gauleiters und Staatsministers Adolf Wagner bestellten Vertreter erwarte. Als Vorsitzer der Landesregierung versicherte der Ministerpräsident Gauleiter Giesler der besonderen Unterstützung und Bereitschaft aller Angehörigen der Staatsministerien. Gauleiter Giesler werde durch die vertretungsweise Führung der Geschäfte des Staatsministeriums des Innern und des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus stärkstens beansprucht, seine bewährte Arbeitskraft und Menschenführung gäben aber die sichere Gewähr dafür, daß er alle anfallende Arbeit bewältigen werde. Gauleiter Giesler dankte dem Ministerpräsidenten für die kameradschaftliche Einführung. Aus seinen Worten, die er an die Abteilungsleiter richtete, sprach die Gewißheit, treue und fleißige Mitarbeiter zu finden, deren Tätigkeit allein dem Wohl und Wehe unseres Volkes gehöre, deren Entschlüsse nicht nur von Vorschriften und Paragraphen, sondern vielmehr vom fließenden Leben und der notwendigen Verantwortungsfreude gelenkt und geleitet würden. Alle Arbeit der Staatsführung könne in dieser schweren Zeit des Krieges bei nachdrücklichstem Einsatz der vorhandenen Kräfte nur das eine Ziel verfolgen, unserem Volke zu dienen und die Herzen zuversichtlich und stark zu erhalten. In diesem Sinne richtete der Gauleiter die Gedanken seiner Mitarbeiter und der versammelten Abteilungsleiter der übrigen Ministerien hin auf den Führer. Arlaub 1942 Verschiedene Betriebe haben bei mir angefragt, ob im Jahre 1942 ebenfalls Urlaub gewährt werden soll. Ich weise darauf hin, daß selbstverständlich der Anspruch der Gefolgschaftsmitglieder auf den durch Tarifordnung oder Betriebsordnung festgelegten Urlaub nach wie vor besteht. Gerade in der heutigen schaftsmitgliedern bleibt der Anspruch auf Urlaub erhalten. Der Urlaub kann gegebenenfalls später, soweit er nicht als Freizeit gewährt werden konnte, in Geld abgegolten werden; eine Regelung hierüber wird noch bekanntgegeben. Arbeitseinsatzlage und Kriegswirtschaft müssen jedoch Wünsche auf Verlängerung des Urlaubs, die übrigens auf Grund der Lohnstopverordnungen genehmigungspflichtig wären, zurücktreten lassen. Es gelten also für dieses Urlaubsjahr die Vorschriften der in Betracht kommendmen Tarifordnung oder der von mir genehmigten Bettiebsordnung. Ich habe keine Bedenken, wenn Schwerbeschädigten und weiblichen Gefolgschaftsmitgliedern, die Inhaberin des Mutterkreuzes sind, ein Zusatzurlaub von drei Tagen gewährt wird. In vielen Betrieben besteht diese Regelung schon. Urlaub aus dem Jahre 1941, der noch nicht währt werden konnte, soll nach der 3. Ergänzung der Anordnung über die Wiedereinführung von Urlaub vom 13. Dezember 1941 bis zum 30. Juni 1942 gegeben und, falls dies nicht möglich, abgegolten werden. Sofern Gefolgschaftsmitglieder rückständigen Urlaub aus dem Jahre 1941 haben und ebenfalls im Jahre 1940 keine bezahlte Freizeit erhalten haben, soll dieser der aus dem Jahre 1941 rückständige Urlaub unter allen Umständen durch bezahlte Freizeit gewährt werden., 8.4enden 11.51—8 Jugendliche sollten den ihnen zustehenben urtaub stets als bezahlte Freizeit erhalten. In vielen Betrieben war es üblich, Gefolgschaftsmitgliedern, die eine eigene kleine Landwirtschaft hatten, zur Zeit der wichtigsten landwirtschaftlichen Arbeiten ihren Urlaub oder auch unbezahlte Freizeit zu geben. Mit Rücksicht auf die Sicherung der Ernährung der Familien dieser Gefolgschaftsmitglieder sollen auch in diesem Jahre, soweit es irgend möglich ist, die Gefolgschaftsmitglieder für diese Arbeiten freigestellt werden. Es ist allerdings unbedingt erforderlich, daß das Gefolgschaftsmitglied rechtzeitig Betriebs####. seinen Wunsch Bebue bog v vo, ese);, Hefolgschaftomitglied er= 1 bei seinem Betriebsführer seinen Wunsch um VeSeit, die für dos eingeine Gesoo sag der, Hetrichz, Leubung vorträgt. Jedes unentschuldigte Fernbleihöhte Arbeit mit sich gebracht hat, son ver Ortenros= 1 uttanuung.—. sen Vetziebe und muß von mie führer bemüht sein, zur Erhattung der Arbeitskraft s ben stört die Arbeit in#ge#r#e Urlaub durch bezahlte Freizeit zu gewähren. Mit Rücksicht auf die Arbeitseinsatzlage und die Fortführung kriegswichtiger Arbeiten wird es jedoch nicht in allen Fällen möglich sein, den ganzen Urlaub durch bezahlte Freizeit zu gewähren. Auch diesen Gefolgals Arbeitsvertragsbruch geahndet werden. Eine Freistellung durch den Betriebsführer kommt nur in den Fällen in Betracht, in denen das Gefolgschaftsmitglied Feldarbeiten in seinem eigenen landwirtschaftlichen Betriebe zu erledigen hat. Ihre Vermählung geben 1 bekannt: Alcin Heiimant M.=A.=Oberfeldwebel Irma hellmann geb. Rose Schwerte, 2. Juli 1942. Am Eggenstein 8 Ordentliches, junges Mädchen in die Lehre gesucht. Konditorei Köhle. Hausgehilfin gesucht, die auch das Kochen mit lernen kann. Wo, sagt die Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Gut erhaltene Nähmaschine zu kaufen gesucht.. 1977 Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerten Zeitung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines unvergeßlichen Mannes sage ich allen, besonders Pg. Heimann für die trostreichen Worte am Grabe des Verstorbenen, sowie der Ortsgruppe Schwerte=Nord der RSOAP, innigsten Dank. Frau Wwe. Margarethe Hesse Zur Zeit Schwerte, im Juli 1942. Für die uns in unserem großen Schmerz entgegengebrachte herzliche Teilnahme beim Tode unserer unvergeßlichen Lieben sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank. Familie Emde und Gebr. Nowrath chwerte, im Juni 1942. Es ist höchste Gelt zur Erneuerung der Lose für die 4. Klasse der 7. Deutschen Reichslotterie. Hans Linner vorm. Carl Braus Büro= und Geschäftsartikel vorrätig in der Schreibwaren= handlung HansLinner Gebrauchter, gut erhaltener eeportbggen zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter 1974 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Ein gut erhaltener Wochenendwagen zu kaufen gesucht. Frau Klüh, Straße der SA 33. Der Schutz der Kleingärtner Der Reichsarbeitsminister hat Ausführungsanweisungen zu den neuen Kleingartenschutzvorschriften erlassen. Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichender Nahrung ist von größter Bedeutung, und da die Kleingärten dazu beitragen, ist schon zu Kriegsbeginn dafür Sorge getragen worden, daß die Kleingärtner ihre Gärten ungestört bewirtschaften können. Auch in der neuen Verordnung wird grundsätzlich der weitgehende Kündigungsschutz aufrechterhalten. Klargestellt wird, daß eine Kündigung gegen einen einzelnen Kleingärtner zulässig ist, wenn dessen Verhalten zeigt, daß er sich zum Kleingärtner nicht eignet. Bevor eine Kündigung wegen erheblicher Bewirtschaftungsmängel genehmigt wird, ist zu prüfen, ob die Mängel aus Nachlässigkeit oder entschuldbarem Zeitmangel entstanden und nicht beseitigt sind. Vorübergehende, etwa nur durch Krankheit oder Arbeitsüberlastung bedingte, nicht ordnungsmäßige Bewirtschaftung eines Kleingartens genügt nicht, die Kündigung zu rechtfertigen. Eine Kündigung kann ferner erfolgen, wenn das Land für Zwecke der Reichsverteidigung oder ähnliche überwiegende Zwecke des Gemeinwohls dringend benötigt wird. Zwecken der Reichsverteidigung dienen unmittelbar alle militärischen Anlagen und Einrichtungen, mittelbar auch Rüstungsbetriebe, Vierjahresplanmaßnahmen, Wohnbauten, die aus militärischen oder betrieblichen Gründen errichtet werden müssen, sowie Anlagen der Reichsbahn. Überwiegenden Gründen des Gemeinwohls dienen alle städtebaulichen Maßnahmen. Da auch die Anlage von Kleingärten zu diesen Maßnahmen gehört, ist bei Inanspruchnahme von Kleingartenland für andere städtebauliche Zwecke regelmäßig zu prüfen, ob die Erhaltung der Kleingärten oder die Durchführung des geplanten Vorhabens dem Gemeinwohl dienlicher ist. Der Rundfunk am Freitag Reichsprogramm:„Bunte Volksmusik“ mit einer schwäbischen Bauernkapelle, den Lustigen Musikanten“ und dem Chor des Reichssenders Stuttgart erklingt von 15.00—16.00 Uhr. Ermanno Wolf=Ferrari erscheint mit der „Venezianischen Suite" neben Marcel Poots „Lustiger Ouvertüre", Klughardts„Konzertstück für Oboe“ u. a. auf dem Programm des Nachmittagskonzerts aus Hambura von 16.00 bis 17.00 Uhr. Maria Ney, Bernhard Jakschtat, Kurt Mühlhart hören wir mit den Kapellen Domina, Gaden, Barnabas von Geczy u. a. in der lustigen Heimatsendung von der Waterkant„Ahoi! Wind weht übers Meer!" von 20.15—21.00 Uhr. Werke im Felde stehenden Komponisten erklingen von 21.00—22.00 Uhr. Neben Walther Andreas, Heinz Dunkl, Joh. F. Thilman, Edm. Koetscher. Roland Philipp ist die Suite„Der schlesische Spinnabend" besonders bervorzuheben. Deutschlandsender: Lore Fischer bringt Gesänge von Mozart und Reger im Nachmittagskonzert von 17.15—18.30 Uhr zum Vortrag. Dem Komponisten Friedrich E. Koch gilt zur Erinnerung an seinen 80. Geburtstag die Sendung von 20.15—21.00 Uhr mit einem Chor, der die Sinfonie„Von der Nordsee“ mit Volksliedern umrahmt. Das musikalische Lustspiel „Soleidas bunter Vogel“ von Max Dönisch wird von 21.00—22.00 Uhr gesendet. Sterbegeld für die Eltern Gefallener Nach den bisherigen Bestimmungen der Reichsversicherung wurde Sterbegeld für Versicherte u. a. an die Eltern nur dann gezahlt, wenn sie mit dem Verstorbenen zur Zeit seines Todes in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. Danach war die Gewährung von Sterbegeld in solchen Fällen an die Angehörigen Gefallener dann nicht möglich, in denen die häusliche Gemeinschaft bereits vor Beginn des Kriegseinsatzes gelöst wurde. Zur Beseitigung der sich aus dieser Rechtslage ergebenden Härten hat die DAF angeregt, die entsprechende Bestimmung zu ändern. Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr angeordnet, daß beim Tode eines bis zum Eintritt in den Militärdienst Versicherten dem Vater oder der Mutter Sterbegeld auch dann zu gewähren ist, wenn sie mit ihm nicht in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. Um jede Unbilligkeit auszuschließen, wurde dem Erlaß rückwirkende Kraft vom 26. August 1939 gegeben. Südwestfalen und Nachbargaue 100 Jahre„Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung" Iserlohn. Am 1. Juli konnte der„Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung" in Iserlohn auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Die Zeitung wurde am 1. Juli 1842 als„Oeffentlicher Anzeiger für die Grafschaft Limburg“ von Johann Peter Wichelhoven in Iserlohn gegründet und befindet sich in der Person des jetzigen Verlegers Wilhelm Wichelhoven bereits in der dritten Generation ununterbrochen in Familienbesitz. Der„Kreisanzeiger", der in dieser langen Zeitspanne mit der Bevölkerung des Stadt= und Landkreises Iserlohn aufs engste verwuchs, ist heute die alleinige bodenständige und ortsanfässige Heimatzeitung im Stadtbezirk Iserlohn. Zuchthaus für ehrvergessene Frauen In Iserlohn hatten sich trotz aller Warnungen zwei Arbeiterinnen eines Betriebes mit Kriegsgefangenen eingelassen. Der Umgang führte schließlich zu einem recht umfangreichen Verkehr außerhalb des Betriebes, der jetzt die gebührende Sühne fand. Das Gericht hielt eine exemplarische und abschreckende Strafe für am Platze und verurteilte beide Angeklagten zu einer schweren Zuchthausstrafe von je zwei Sondermeldung Die bisher stärkste Land= und Seefestung der Welt nach 25tägigem Kampf bezwungen DRB Aus dem Führerhauptquartier, 1. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Gewastopol ist gefallen! Über Festung, Stadt und Hafen wehen die deutschen und rumänischen Kriegsflaggen! Unter Führung des Generalobersten von Manstein haben deutsche und rumänische Truppen, hervorragend unterstützt von den bewährten Nahkampf=Fliegerkorps des Generalobersten Freiherrn von Richthofen, nach 25tägigem erbittertem Ringen heute mittag die bisher stärkste Land= und Seefestung der Welt bezwungen. Starke Forts, in Fels gehauene Befestigungswerke, unterirdische Kampfanlagen, Beton= und Erdbunker, sowie unzählige Feldbefestigungen wurden in vorbildlichem Zusammenwirken aller Waffen genommen. Gefangenen= und Beutezahlen lassen sich noch nicht übersehen. Reste der geschlagenen Sewastopol-Armee haben sich auf die Halbinsel Chersones geflüchtet. Auf engstem Raum zusammengedrängt, gehen sie ihrer Vernichtung entgegen. Generaloberst von Manstein zum Generalfeldmarschall befördert Ein Erinnerungsschild für alle Krim=Kämpser vom Führer gestiftet DRB Aus dem Führerhauptquartier, 1. Juli. Der Führer hat den Oberbefehlshaber der Krim=Armee, Generaloberst von Manstein, zum Generalfeldmarschall befördert und folgendes Telegramm an ihn gerichtet: „An den Oberbefehlshaber der Krim=Armee, Generaloberst von Manstein. In dankbarer Würdigung Ihrer besonderen Verdienste um die siegreich durchgeführten Kämpfe auf der Krim, die mit der Vernichtungsschlacht von Kertsch und der Bezwingung der durch Natur und Bauten mächtigen Festung Sewastopol ihre Krönung fanden, befördere ich Sie zum Generalfeldmarschall. Mit Ihrer Beförderung und durch die Stiftung eines Erinnerungsschildes für alle Krim=Kämpfer ehre ich vor dem ganzen deutschen Volk die heldenhaften Leistungen der unter Ihrem Besehl fechtenden Truppen. Adolf Hitler." Jahren sechs Monaten und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt Dortmund. Das Sondergericht Dortmund verurteilte in der Verhandlung am Mittwoch in Herne den 35jährigen Paul Nierwald aus Herne als Gewaltverbrecher wegen versuchten Mordes an seiner früheren Ehefrau zum Tode. Nierwald, der von seiner Frau geschieden war, hatte sie schon früher des öfteren mit dem Messer und anderen Gegenständen bedroht. Anfang dieses Jahres gelang es ihm, sich in den Besitz einer Pistole zu setzen. Mit der Absicht, seine frühere Ehefrau zu töten, begab sich Nierwald am 1. April in deren Wohnung und begann mit ihr eine kurze Auseinandersetzung, in deren Verlauf er zur Pistole griff und aus nächster Nähe einen Schuß auf sie abgab, durch den sie erheblich am Kopfe verletzt wurde. Nur einem Wunder ist es zu verdanken, daß die Frau, die wochenlang im Krankenhaus gelegen hat, mit dem Leben davongekommen ist. Die grausame und aus niedrigsten Beweggründen begangene Tat des Angeklagten konnte nur mit dem Tode gesühnt werden. ER MUSSEN ROUEN FoR DIl und Spiel Um die Jungstammeisterschaft Fähnl. 1 Schwerte=Stadt— Fähnl. 2 Schwerte=Ost 4:0 Am vergangenen Sonnabend fand das letzte Spiel um die Jungstammeisterschaft statt. Es gelang dem Titelverteidiger und Favoriten, auch dieses Spiel Jhsückt auert Tohkut Oh, wie konnte jene Pleite bloß passieren, daß Herrn Ritchies Beene so sich strapazieren; denn sie streben unter völliger Verzichtung auf Erfolge munter in der falschen Richtung. Und man ist in Kreisen mancher Plutokraten jetzt in einen leisen Schüttelfrost geraten. Weil in diesem Falle wirklich nichts zu loben, hört man sie voll Galle über Tobruk toben. Später steht ausführlich hier und da zu lesen, Rommel sei natürlich schwer enttäuscht gewesen. Mediziner nennen Fälle, die wie diese am Symtom zu kennen, schwere Paralyse. Jupp Flederwisch siegreich zu beenden. Man hatte sich allerdings von dem Tabellenzweiten etwas mehr versprochen. Das Spiel war in der ersten Halbzeit schon so gut wie entschieden. Mit zwei schönen Toren des Mittelstürmers Ernst Becker wurden die Seiten gewechselt. Es gelang der Fünferreihe des Fähnleins 1 in der zweiten Halbzeit, noch zwei weitere Tore zu treten. Mit diesem Spiel fanden die Jungstammeisterschaften ihren Abschluß. Ohne Verlustpunkte ist es dem Fähnlein 1 gelungen, auch in diesem Jahr Jungstammmeister zu werden. Nachstehend die Schlußtabelle mit dem klaren Sieg des Jungstammeisters 1942. Fähnl. 1 Schwerte=Stadt 4 4 0 0 11:1 Fähnl. 2 Schwerte=Ost 4 1 Fähnl. 4 Westhofen 4 1 Fähnl. 3 u. MFG Ergste 4 1 Fähnl. 5 Schwerte=Holzen 4 1 Der Jungstammeister 1942, das Fähnlein 1, spielte in folgender Aufstellung: Stahl Reuter Caspari Lohmann Scholl Frese Friese Schwohnke Becker Horstendahl Schwerte 1 2 2 3 6•8 6:6 4:6 0:6 8•0 4•4 3:5 3:5 2:6 Druck und Verlag: Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlich f. d. gesamten Textteil: Hauptschriftleiter Dr. Hans=Adolf Ebing(z. Z. im Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte. Zur Zeit ist Preisliste 12 gültig. Heiffat der Hierzens Roman von Marte Schmidtsberg Poson-echlschtins Peat Ktuaton-desteg dleshstet Der Brasten 33 Er sagte es eigentlich nur, um weiterzukommen. Hanne war gewiß reizend in ihrer naiven, kindlichen Freude, aber auf die Dauer wurde es ihm zu langweilig. Unwillkürlich drängte sich ihm der Gedanke an Helga auf. Wenn er mit ihr durch die Straßen der Stadt gegangen war, das war anders gewesen. Sie hatte eine kühle, scharfe Beobachtungsgabe und ein sicheres Urteil. Er dachte daran und ahnte doch nicht, wie nahe sie ihm war. Während seiner letzten Worte war eine Frau aus der Tür des Geschäfts getreten, die ein größeres Paket im Arm trug. Sie hatten beide nicht darauf geachtet, weil hier ja ein ständiges Kommen und Gehen war. Die Frau über blieb bei ihrem Anblick wie gebannt stehen. „Aber nein“, sagte Hanne errötend und sah zu Dieter auf. „darum habe ich das nicht gesagt.“ Sie verstummte, denn Dieter hatte in dem seltsamen Gefühl, von jemand beobachtet zu werden, den Kopf gewendet. Und nun stand er und starrte— starrte in ein flammendes Augenpaar. In Helgas Augen! Alles, wan sie in diesem Augenblick empfand an Schmerz und Empörung und Haß. brannte ihm daraus entgegen. Da hatte sie eben eingekauft, da drinnen, für das kleine Wesen, das kommen und diesem Mann sein Dasein verdanken sollte, für sein Kind, und er— er stand hier mit einer anderen! Mit einem Mädel, dem er ein Geschenk machen wollte und dae hingebungsvoll und errötend zu ihm aufsah! Also so schnell hatte er eine Helga Torbeke vergessen und das Band, das ihn noch immer mit ihr verknüpfte! Ein unerträgliches Weh brannte in Helgas Kehle und nahm ihr fast den Atem. Sie grub die Fingernägel in die Handflächen, um den Schmerz abzulenken und um die Selbstbeherrschung nicht zu verlieren. Dieter aber sah noch immer wie gebannt auf die Frau. deren unvermutetes Auftauchen ihm unsaßbar erschien. Er vergaß. wo er sich besand. vergaß das Mädchen an seiner Seite, das mit großen, erschrockenen Augen zu ihm aufsah, und hörte nicht den Lärm der großen Stadt, der um ihn war. Endlich riß er sich zusammen und trat einen Schritt auf die Frau zu. „Helga!" Röte und Blässe wechselten auf Helgas Wangen, aber sie bewahrte ihre Haltung. „Ja.“ Sie neigte ein wenig den Kopf und machte eine Handbewegung gegen Hanne. „Möchtest du mich nicht mit deiner Begleiterin bekannt machen?" Dieter fuhr jäh herum. Hanne! Er hatte sie ganz vergessen. Nun erst wurde ihm klar, in welche Lage er plötzlich geraten war. Auf diese Weise sollte Hanne nun von seiner Ehe erfahren? Das war ja surchtbar. Das war ein Schlag für das offenherzige. vertrauende Mädchen, den es nie verwinden würde. Oh, sein unglückseliges Schweigen! „Nun?“, kam Helgas Stimme fragend und fordernd. Da raffte er sich auf. Er war kein Schwächling und mußte einstehen für sein Handeln. Gut also— „Hanne Reykamp!“ stellte er vor.„Ihr Vater ist mein Dienstherr.“ Ein schwerer Atemzug, dann zu Hanne gewendet: „Hier. Hanne. meine Frau!“ „Nein!“ schrie das Mädchen so laut, daß die Vorübergehenden sich umsahen. Helga wurde plötzlich hellsichtig. Wie? Man hatte der Kleine wohl gar unterschlagen, daß man verheiratet war? Man hatt ihr Flausen in den Kopf gesetzt und sich als ledig ausgegeben Wie feige! Wie häßlich! Niemals. so oft auch Helga sich vorzustellen versuchte. wi Dieter sich wohl sein Leben eingerichtet haben mochte, war ih auch nur der leiseste Gedanke gekommen, daß eine andere Fra darin eine Rolle spielen konnte. Vielleicht, weil sie zu sehr vo ihrem eigenen Wert überzeugt war. vielleicht aber auch. weil## die unbedingte Ehrenhaftigkeit seines Charakters kannte. Di Erkenntnis ihres Irrtums traf sie bis ins Innerste. Helga beugte sich vor und sah dem Mädchen hohnvoll in da verstörte Gesicht. „Doch!“ sagte sie betont.„Wußten Sie etwa gar nicht, da Dieter Westerholt verheiratet ist?“ Sie wollte noch mehr sagen, etwas sehr Kränkendes. etwat was auch den Mann treffen und verwunden sollte, aber de Jammer in Hannes Augen ließ sie unwillkürlich verstummen. Dieter griff ein, um der unendlich peinigenden Sachlage e## Ende zu machen. „Nein“, sagte er,„sie wußte es nicht.“ Er wendete sich zu dem Mädchen. „Ich habe meiner Frau noch einiges zu sagen, Hanne. Will du mich in etwa einer halben Stunde drüben in der Konditort erwarten? Ic erkläre dir dann alles. Sie senkte den Kopf und wendete sich zum Gehen, stumm und völlig verstört. Dieter hielt sie noch einmal zurück und bat in einer unbestimmten Angst: „Sei vorsichtig, wenn du gleich die Straße überquerst. Es ist hier nicht wie daheim.“ Er sah ihr nach, bis sie in der Konditorei verschwand, dann begegneten seine Augen ruhig und ohne Scheu denen Helgas. „Und wohin wollen wir gehen?“ „Ich will zum Bahnhof.“ „Gut, dann gehe ich mit dir. Darf ich dir dein Paket tragen?“ Sie reichte es ihm mit einem verzerrten Lächeln. Wenn du wüßtest. Dieter Westerholt, was darin ist! Wenn du wüßtest! Sie bogen in eine stille Seitenstraße ein. Dieter unterbrach die lastende Stille zwischen ihnen als erster mit einer ganz gewöhnlichen Frage: „Wie geht es zu Hause?“ „Danke. Mir geht es gut, das siehst du ja. Mutter dagegen weniger. Die Aufregungen der letzten Zeit haben ihr sehr zugesetzt.“ „Sie ist doch nicht ernstlich krank?" Dieter war ehrlich erschrocken. Helga zuckte die Achseln. Wie gesagt, es ist wohl nur der körperlich überhaupt nicht krank. Kummer, der an ihr zehrt." Dieter war bedrückt. Mußte er aus diesen Worten einen Vorwurf heraushören? Er hätte gern noch weiter gefragt, auch nach den Wörmanns und nach dem Dienstpersonal, aber Helga machte eine abschließende Handbewegung und fragte: „Und du? Wie ist es dir ergangen?“ Damit steuerte sie auf den Punkt los, über den sie Klarheit haben mußte, denn ihre innere Spannung hatte sich bis zur Unerträglichkeit gesteigert. „Ich habe eine gute Stellung und fühle mich dort sehr wohl.“ „Das glaube ich, wenn dein Arbeitgeber eine so hübsche Tochter hat! Ein Liebesverhältnis mit ihr—“ „Ich unterhalte kein Liebesverhältnis mit Hanne Reykamp“, unterbrach Dieter sie schroff. Helga sah ihn verächtlich an. „Also bist du zu allem anderen auch noch feige weil du er nicht zugeben willst? Man braucht ja nur das Mädchen anzusehen, um zu wissen, wie es mit ihm steht.“ Worf. 7 Feit, dab. Hanne mich lieb hat, aber ich gebe dir mein Woll. un, hade nichts vazu getan, daß es so gekommen ist!“ enschwiegen g. 1 dir Gaudenk Warg hast dn denn beine Ghe Mortiehung Plath.