Die Schmener Zatung errcheint wichentlich erchung.) Bezugspreis wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 282 Rpf.2 und.4t Rpf. Postverpackunggebühr) zuzüglich 36 Rpf. Ber gellgeld. Einzelnummer 10 Rpf. Druck und Verlag; Hans Linner vormale Carl Braus, Schwerte, Geschäflstelle, Große Marktstr. 3-5 Ruf: 2770 Postscheckkonto: Dortmund 2em Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt= Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Anseigenpreis: die sschegespaltene Milimeterzells 140 mm breit) 6 Hpk. Tertanzeigen: Millimeter 20 Rpf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebsstörungen durch höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für pünktliches Erscheinen der Zeitung. auch kann kein Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden * Nr. 125 Montag den d. Jont 1960. Ad Johrnong Ollbere biegesseute ZuTrusserund Zd Zund 140 Schiffe mit 767400 BRT. boi Die Maibeute unserer U=Boote Aus dem Führerhauptquartier, 31. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Tage der Skagerrak=Schlacht hat die deutsche Kriegsmarine neue Erfolge zu verzeichnen. In unermüdlicher Fortsetzung des Kampfes gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im Westatlantik wieder 22 Schiffe mit 106 800 BRT. Damit hat allein die Unterseebootwaffe im Mai dieses Jahres eine Versenkungszifser von 140 Schiffen mit 767400 BRT. erreicht. Schiffe entscheiden diesen Krieg Nachdenkliche Betrachtung eines englischen Korrespondenten in Neuyork Vigo, 31. Mai. Der Neuyorker Korrespondent des „Daily Sketsch“ vom 30. Mai schreibt in einem längeren Sonderartikel seinem Blatt, ein Beamter des USA.=Kriegsproduktionsausschusses habe kürzlich erklärt, bis zum Ende dieses Jahres werde die Rüstungsproduktion der USA. ebenso viel kosten wie zwölf Panamakanäle, aber, so meint der Korrespondent, mit Hilfe solcher statistischer Angaben könne man diesen Krieg nicht gewinnen. Wolle man die Gewinnchancen im voraus berechnen, dann wäre es für die USA. viel besser, wenn sie einen Blick auf die tatsächlich vorhandenen gewaltigen Schiffsverluste wersen würden. Die Frühjahrskämpfe kämen jetzt gerade in Gang, aber die U.=Boot=Offensive sei bereits seit Monaten in vollem Schwunge. Außerdem sei sie in einer für die Verbündeten gefährlichen Weise erfolgreich. In USA.=Kreisen, die es liebten, den Wunsch zum Vater des Gedankens zu machen, fielen zwar viele U-Boote aus, aber dieser Wunsch sei wirklich nur ein Wunsch. Statt sich mit solchen Wunschträumen zu befassen, wäre es besser, wenn sich die USA. die Tatsache vor Augen hielten, daß Hunderte ihrer und ihrer Verbündeten Schiffe seit Kriegseintritt der USA. im Westatlantik durch Torpedotreffer versenkt wurden. Eines stehe jedenfalls unahünderlich, fest:, Die Gewässer der USA. seien heutzutage die gefährdetsten der ganzen Welt. Neulich erst habe eine Neuyorker Zeitung die für die „Alliierten“ im Jahre 1942 im Seekrieg bestehenden Aussichten in folgende Worte zusammengefaßt:„Wir können den Krieg in diesem Jahr verlieren— weil wir nicht genug Schiffe haben. Wir können in diesem Jahre diesen Krieg nicht gewinnen— weil wir nicht genug Schiffe haben.“ Schiffe, so bemerkt der Korrespondent im Anschluß an dieses Zitat, haben das letzte und entscheidende Wort im gegenwärtigen Ringen. Der Schiffsraum sei es, der die„Alliierten“ in kaum überbrückbarer Weise vom Endsieg trenne. Soviel man auch in den USA. an dieser Tatsache vorbeizuargumentieren suche, die Tatsache bleibe doch bestehen, daß die Unterseebootflotte Deutschlands„ihre Nase mit viel zu viel Erfolg in die Rippen Onkel Sams hineingebohrt habe, als daß man dem noch mit Gleichgültigkeit weiter zusehen könne“. Da gebe es Leute in USA., die tröstend auf das Schiffsbauprogramm der nächsten 18 Monate verweisen. Aber dieser Krieg warte nicht. Er lasse den USA. nicht viel Zeit. Im Augenblick und auch während der kommenden Monate zähle nur das, was tatsächlich vorhanden sei und nicht, was lediglich in der Phantasie bestehe. Bei Beurteilung der weiteren Kriegsphasen seien jene Ziffern, die Donald Relson, der Vorsitzende des USA.=Kriegsmunitionsausschusses, in seinem Schreibtisch hinter Schloß und Riegel verwahrt habe, weniger wichtig, als jene Zahlen, die Aufschluß über die wirklichen Kriegslieferungen der Vereinigten Staaten an die Verbündeten gäben. Ebenso wie damals bei Dünkirchen, als man alles, was nur auf dem Wasser schwimmen konnte, mobilisiert habe, um die britischen Soldaten in ihr Heimatland zu retten, bedürfe man auch heute eines jeden Schiffes, um die USA.=Kriegsmaschine tatsächlich und wirkungsvoll in den Krieg einzuspannen. Berlin, 30. Mai. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Bauhaus, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader, und an Oberleutnant Armin Pfaffendorf, in einer Nahaufklärungsstaffel. Weltdenken wird von uns Wetichen Stuttgart, 30. Mai. Auf einer Arbeitsbesprechung des Reichskolontalbundes sprach der Bundesführer Reichsleiter General Ritter von Epp über die grundlegenden militärischen und politischen Voraussetzungen der Neuordnung Europas und seines Lebensraumes. Ueber das europäisch-kontinentale Denken hinaus werde heute vom deutschen Volk Weltdenken gefordert. Wenn der Soldat auf der ganzen Erdkugel fechten müsse, der eine am Rande des nördlichen Eismeeres, der andere in der afrikanischen Wüste oder als Seemann im Golf von Mexiko, dann müsse der Deutsche lernen, sich auf dem Globus auszukennen. Die Aufgaben für unser Volk seien unter der Führung Adolf Hitlers größer geworden. Die OKW.=Berichte Aus dem Führerhauptquartier, 30. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die große Schlacht um Charkow beendet. Im Frontabschnitt des Generalfeldmarschalls von Bock haben die Armeen des Generalobersten von Kleist und des Generals der Panzertruppen Paulus die Abwehr schwerster feindlicher Großangriffe in einen stolzen Vernichtungssieg verwandelt. Ein rumänisches Armeekorps unter Führung des Generals Cornelio Dragalina, sowie ein italienischer, ein ungarischer und ein slowakischer Verband haben Seite an Seite mit den deutschen Truppen gekämpft und neuen Ruhm an ihre Fahnen geheftet. Die Luftwaffenverbände des Generalobersten Löhr und des Generals der Flieger Pflugbeil unterstützten in schonungslosem Einsatz die Kämpfe des Heeres, in der Abwehr wie im Angriff und schlugen die feindliche Luftwaffe aus dem Felde. Die sowjetische 6., 9. und 57. Armee mit rund 20 Schützendivisionen, 7 Kavalleriedivisionen und 14 Panzerbrigaden sind vernichtet. Die Zahl der Gefangenen ist auf 240 000 gestiegen. Die blutigen Verluste des Gegners sind überaus groß. Die Zahl des erbeuteten oder im Kampf vernichteten Kriegsmaterials beläuft sich auf 1249 Panzerkampfwagen, 2026 Geschütze, 538 Flugzeuge und ungezählte Mengen an sonstigen Waffen und Geräten. Im mittleren Frontabschnitt ist die Vernichtung von eingeschlossenen feindlichen Kräftegruppen im Gange. Im nördlichen Abschnitt wurde ein eigener örtlicher Angriff erfolgreich fortgesetzt. An der Einschließungsfront von Leningrad führte die Luftwaffe schwere Angriffe gegen den Versorgungsverkehr der Sowjets über den Ladoga=See. Bei Nachtangriffen deutscher Kampfflugzeuge gegen Rüstungswerke der Stadt Gorki wurden Bombentreffer mit nachfolgenden Bränden in Fabrikanlagen beobachtet. In den Gewässern des hohen Nordens setzten Kriegsmarine und Luftwaffe trotz schlechten Weters ihre Angriffe gegen den für die Sowjetunion bestimmten Geleitzug fort. Ein Unterseeboot versenkte ein Schiff von 6000 BRT. und beschädigte zwei weitere durch Torpedotreffer. Kampfflugzeuge warfen zwei große Frachter in Brand. In Nordafrika dauert die Schlacht an. In Ostengland bombardierte die Luftwaffe in der Nacht zum 30. Mai den Verladehafen Grimsby an der Humbermündung sowie das Hafengebiet von Great Yarmouth. Britische Bomber führten in der letzten Nacht abermals einen Angriff auf GroßParis durch, der Opfer unter der Zivilbevölkerung vor allem in den Vororten forderte. Sechs der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen. Ueber der Deutschen Bucht wurden zwei weitere britische Bomber zum Absturz gebracht. Vorpostenboote und Geleitfahrzeuge des Befehlshabers der Sicherung der Nordsee haben in 24 Stunden zehn britische Bomber abgeschossen, davon acht bei erfolgreicher Abwehr feindlicher Luftangriffe auf die ihnen anvertrauten Geleite. Das Jagdgeschwader Udet errang am 28. Mai seinen 2000. Luftsieg. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren und nördlichen Abschnit der Ostfront führten eigene örtliche Angriffshandlungen zum Erfolg Im rückwärtigen Gebiet wurden stärkere bolschewistische Banden durch ungarische Verbände in zweiwöchigen Kämpfen vernichtet. Der Feind verlor hierbei neben einer Anzahl von Gefangenen über 4300 Tote, 21 Geschütze, 97 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie eine Menge Handfeuerwaffen und Munition. In der Schlacht um Charkow zeichnete sich ein kroatisches Regiment besonders aus. Von den Resten des bereits seit Tagen von Luftund Seestreitkräften wiederholt schwer getroffenen feindlichen Geleitzuges im Nordmeer wurden vier weitere große Handelsschiffe durch Vombenwurf beschädigt. Bei diesen Angriffen kam es zu Luftkämpfen, in deren Verlauf sechs feindliche Jäger der Muster Tomahawk und Hurricane abgeschossen wurden. In Nordafrika wird der Kampf fortgesetzt. Deutsche und italienische Jagd= und Zerstörerflugzeuge schossen 25 britische Flugzeuge ab. An der Kanalküste verlor die britische Luftwaffe bei Jagdvorstößen am gestrigen Tage zwei Flugzeuge. Vor der niederländischen Küste wurden beim Angriff auf ein deutsches Geleit acht feindliche Flugzeuge durch Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine abgeschossen. Britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht einen Terrorangriff auf die Innenstadt von Köln, wobei große Schäden durch Spreng= und Brandwirkung, vor allem in Wohnvierteln an mehreren öffentlichen Gebäuden, a. a. auch an drei Kirchen und zwei Krankenhäusern entstanden. Bei diesem ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Angriff erlitt die britische Luftwaffe schwerste Verluste. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 36 der angreifenden Bomber ab. Im Küstengebiet wurde außerdem ein Bomber von Marineartillerie zum Abschuß gebracht. Ein Nachtjagdverband unter Führung des Generalleutnants Kammhuber erzielte hierbei seinen 600. Nachtjagdabschuß, Hauptmann Streib seinen 25. und 26. und Oberleutnant Knacke seinen 20. Nachtjagdsieg. An der Ostfront errang Feldwebel Steinbatz seinen 83. Luftsieg. Im Ehaes der Resseischlacht Kampfbilder aus der Vernichtungsschlacht von Charkow Eine einzige Division vernichtete 111 Panzer und macht weit über 40 000 Gefangene Wieder ein Ruhmesblatt der deutschen Insanterie Berlin, 30. Mai. In der gleichen Stunde, in der das Oberkommando der Wehrmacht in einer Sondermeldung über den Abschluß der großen Schlacht um Charkow berichtete, schilderte Leutnant Schulz von einem Infanterie=Regiment, das im Brennpunkt der Kesselschlacht von Charkow eingesetzt war, vor Vertretern der deutschen Presse in lebendigen und überaus packenden Kampfbildern den Einsatz dieses Regiments. Die Division lag noch in den Winterstellungen, als die Offensive Timoschenkos mit einem ungeheuren Einsatz von Menschen und Material losbrach. Nach anstrengenden, durch das sommerlichheiße Wetter und den damit verbundenen Begleiterscheinungen erschwerten Marschtagen kam das Regiment sofort ins Gefecht, bei dem in der Nacht auf den 13. Mai die Sowjets mit außerordentlich starken Panzerkräften angriffen. Da die eigenen Sturmgeschütze noch nicht nachgezogen worden waren, mußte sich das Regiment befehlsgemäß am Abend, nachdem — 6gem Gum M amp Goiecherigsieriecheen## Fanses I. shr —— Chänkoug Zu dem Abschluß der großen Schlacht um Charkow Wie dieser neue große Sieg erzielt wurde, ist auf unseren Karten anschaulich dargestellt. Unsere linke Karte(1) zeigt den Einsatz der Sowjet=Armeen zum umfassenden Angriff gegen Charkow am 12. Mai und die Einleitung der deutschen Gegenmaßnahmen.— Die rechte Karte(2) veranschaulicht den Verlauf der Schlacht bis zum 24. Mai, die am 29. Mai mit der völligen Vernichtung der jüdlich Charkow eingekesselten sowjetischen Armeen endete. „Scherl=Bilderdienst=M.(ORW. Gliese) es den ganzen Tag in schwerster Abwehrschlacht gestanden hatte, auf eine günstigere Linie zurückziehen. Zur beiderseitigen nicht geringen Ueberraschung standen die feindlichen Panzer am nächsten Morgen im Rücken der deutschen Truppen. In ihrer Ungewißheit, was sie nun tun sollten, ließen sie eineinhalb Stunden ungenützt verstreichen, und das war gerade die Zeitspanne, in der die deutschen Sturmgeschütze herangeführt wurden und die nun wahre Wunderdinge vollbrachten. Vier von ihnen jagten nicht weniger als 14 Russenpanzer zum Teufel. Nachdem sie sechs der eisernen Ungetüme in Brand geschossen hatten, suchten die übrigen ihr Heil in einer planlosen Flucht, bei der sie sich gegenseitig rammten, weil sie nicht wußten, wohin sie sich wenden sollten. Ziellos ballerten sie in der Gegend umher, um sich dann dem Bereich unserer Sturmgeschütze zu entziehen. Trotz des Ausfalls ihrer Panzer griffen die Sowjets mit einem hemmungslosen Einsatz von Menschen und Material an. Nach pausenlosen schwersten Abwehrkämpfen, bei denen die Angreifer fürchterliche Verluste erlitten, setzte sich die Division vom Feinde ab, um einen vorher festgelegten Abschnitt zu besetzen. Einen besonderen Anteil an dem erfolgreichen Ablauf dieser taktischen Maßnahmen hatte die Luftwaffe, die durch Stuka=Angriffe in rollendem Einsatz unseren Truppen ein überaus wirksamer Helfer war. Als am 16. Mai bekannt wurde, daß binnen 24 Stunden der deutsche Gegenstoß einsetzen würde und die Division, die in diesen Tagen zwei sowjetischen Infanterie=Divisionen und fünf Panzerbrigaden gegenüberstand, die in der Nacht vom 16. auf den 17. besetzte Stellung unbedingt halten müsse, überboten sich unsere Truppen in ihren Leistungen selbst. Es ist unmöglich, zu schlldern, was von jedem Einzelnen im Verlaufe des 17. Mai, der der schwerste Tag des Regiments und der Division werden sollte, geleistet wurde. Immer wieder versuchten die Sowiets mit stärkstem Einsatz schwerer und schwerster Panzer, darunter 34= und 52=Tonner, die deutschen Linien einzudrücken. An diesem Tage war es auch, wo die Oberwachtmeister Banse und Müller vor dem Abschnitt der Division allein 24 Sowjet=Panzer abschossen, eine Leistung, die auch im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht Erwähnung fand. Trotz der ununterbrochenen, mit immer neuen Kräften vorgetragenen Vorstöße hielten unsere Infanteristen aus, machten mit Handgranaten und MG.=Feuer die ausgestiegenen Panzerbesatzungen unschädlich und richteten unter den nachfolgenden sowjetischen Schützen ein vernichtendes Blutbad an. Einer der 52=TonnenPanzer stürzte in einen Abgrund, nachdem der Turm bewegungsunfähig geschossen war. 24 Stunden später wurde die Besatzung noch lebend aus der fahrenden Festung herausgeholt, der Panzer selbst durch Sprengung vernichtet. Was die Sowjets auch immer unternahmen und so viel Menschen und Material sie auch immer wiever in den Kampf warfen— die Stellung wurde gehalten, der gegebene Auftrag erfüllt. Es war eine Schlacht mit durchaus ungleichen Kräfteverhältnissen, denn gegen 36 feindliche Panzer standen acht Sturmgeschütze im Kampf. Bis zum Mittag hatten sie acht Panzer, darunter einen 52=Tonner, unschädlich gemacht. Das war ein gewiß bemerkenswerter Erfolg, aber bei der großen Zahl der eingesetzten feindlichen Panzer war die Lage für das Regiment doch bedrohlich geworden. Kurz entschlossen gab der Oberst Befehl zum Gegenstoß, nachdem die im Laufe der Kämpfe auseinandergerissenen Verbände wieder zusammengefaßt worden waren. Dieser Befehl, aus dem hervorging, daß Panzer zum Gegenangriff aufmarschiert und unsere Stukas einsatzbereit waren, gab den Infanteristen neue Kräfte zalle Versuche der Sowjets, sich der Einkesselung zu entziehen, waren vergeblich. Die an sich schon fast übermenschlichen Anforderungen an unsere Truppen steigerten sich noch, als am Sonnabend vor Pfingsten starke Regenfälle einsetzten, alle Zufuhrwege aufweichten und der Nachschub immer schwieriger heranzubringen war. Dabei mußte die Truppe dem weichenden Gegner, der immer wieder versuchte, aus dem Kessel auszubrechen, ständig auf den Fersen bleiben, ohne Verpflegung marschieren und kämpfen, am Tage in hochsommerlicher Hitze in den Schutzlöchern liegend, nachts bei empfindlicher Kälte. Alle Strapazen, Entbehrungen und Opfer aber wurden mit jenem Geiste getragen, der allein solche Leistungen zustande bringt, wie sie in den Kämpfen um Charkow als leuchtende Ruhmesblätter in der Kriegsgeschichte verzeichnet werden: hat doch diese Division, zu der das Regiment des Berichterstatters gehört, allein 111 Panzer vernichtet und bisher weit über 40000 Gefangene gemacht. Es ist der gleiche Geist, der aus den Schlußworten des Leutnants Schulz spricht, mit denen er der unvergleichlichen Leistungen unserer Infanterie und der Sturmgeschütze gedachte und erklärte:„Wir kennen draußen nur eine Sorge, daß die Heimat weiß, daß wir unseren Mann bis zum Letzten stehen, voller Vertrauen auf unsere hervorragenden und bewährten Waffen, voll Vertrauen auch auf unsere Führung und den Sieg!“ Führer vor Offizieren und Oizier=Anwärtern Berlin, 30. Mai. Der Führer sprach heute im Sportpalast vor soeben beförderten Offizieren und vor ihrer Beförderung zum Offizier stehenden Offizier=Anwärtern des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Generalfeldmarschall Keitel meldete dem Führer 10000 angetretene junge Offiizere und OffizierAnwärter. Ausgehend von den Lehren der deutschen Geschichte gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre hohe Aufgabe in der nationalsozialistischen Wehrmacht. Im Rückblick auf die gewaltige Abwehrschlacht des Winters zeigte der Führer auf, daß das größere Führertum im Durchhalten und Bezwingen von schwierigen Situationen und nicht im billigen Feiern ersochtener Siege besteht. In eindringlichen und mitreißenden Worten legte der Führer seinen jungen Kameraden ans Herz, sich immer darüber klar zu sein, daß von ihrer Haltung an der Front das Schicksal des ganzen Volkes abhängt. Sie sollten stets daran denken, daß überall dort, wo sie mit ihren Männern stehen und kämpfen, Deutschland ihnen zu treuen Händen anvertraut sei. in der Marmarica Schwere Verluste der Engländer Rom, 31. Mai. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Marmarica gehen die Kämpfe weiter, in deren Verlauf dem Feind neue schwere Verluste zugefügt wurden. Unter den Gefangenen, deren Zahl über 2000 beträgt, befinden sich Geschwaderadmiral Sir Cowan und ein Brigadekommandant. Außerdem wurden 345 Panzer, 21 Panzerspähwagen, 53 Kanonen und über 200 Lastwagen zerstört oder erbeutet. Luftwaffe hat die Angriffe gegen feindliche Kolonnen wieder aufgenommen und eine große Anzahl von Fahrzeugen getroffen und in Brand gesetzt. Tobruk wurde von starken Flugzeugverbänden heftig bombardiert. In Kämpfen gegen italienische und deutsche Jäger verlor die englische Luftwaffe 16 Flugzeuge. Zwei weitere wurden bei Bengasi bzw. Apollonia zur Landung gezwungen. Die Besatzungen wurden gefangen genommen. Drei unserer Flugzeuge kehrten nicht zurück. Bombenflugzeuge griffen im Hoch= und Tiefflug die Flugplätze von Malta an, und begleitende Jäger zerstörten eine Spitfire. Eines unserer Flugzeuge kehrte nicht zu seinem Stützpunkt zurück. Andere kehrten mit Toten und Verwundeten an Bord zurück. Im östlichen Mittelmeer wurde ein 3000 BRT. großes Schiff von unseren Flugzeugen gesichtet und torpediert. Eines unserer U=Boote kehrte nicht zu seinem Stützpunkt zurück. Die Angehörigen der Besatzung wurden davon benachrichtigt. Eine beschränkte Anzahl von Spreng= und Brandbomben, die in der vergangenen Nacht auf Messina und auf das Gebiet zwischen Comiso und Vittoria abgeworfen wurden, haben keine Opfer gefordert. Die fünf Mann starke Besatzung eines feindlichen Flugzeuges, das von der Flak in Messina bei einem vorhergegangenen Einflug abgeschossen worden war, wurde auf der Insel Filiduci(Aeolische Inseln) gefangengenommen. ein freies Pern!“ Madrid, 31. Mai. Der bisherige peruanische Geschäftsträger in Deutschland, Dr. Miquel Cerro Ce#r##an, der in dem Zug der aus Deutschland zurüngefuhrten südamerikanischen Diplomaten in Madrid angekommen ist, hat die Reise nach Peru nicht fortgesetzt und gab dem Vertreter der amtlichen spanischen Nachrichtenagentur EFE. hierzu eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: Ich bin mit der Haltung meiner Regierung, die am 24. Januar 1942— nach meiner Meinung unter nordamerikanischem Druck— die diplomatischen Beziehungen mit Deutschland abgebrochen hat, nicht einverstanden. Die kommunistische Partei ist in Peru verfassungsgemäß verboten und jeder Kommunist wird als Verbrecher angesehen. Infolgedessen ist es für mich unbegreiflich, Runpsee und Eiegerwnle Graf Ciano über italienische Außenpolitik und Dreierpakt Rom, 31. Mai. Der italienische Außenminister Graf Ciano sprach bei der Erörterung des Haushaltsplanes des Außenministeriums im Finanzausschuß des Senats über die Richtlinien der italienischen Außenpolitik. Er beschäftigte sich u. a. kurz mit dem Kriegseintritt der USA. Praktisch sei die amerikanische Neutralität in den vorhergehenden beiden Jahren nichts anderes gewesen als ein Vorhang, hinter dem die USA. mit allen Kräften den Interessen Großbritanniens dienstbar waren. Der Minister betonte dann die von der Regierung in Wafhington gemachten Anstrengungen, auch die südamerikaLnischen Länder in den Krieg hineinzuziehen. Er wies auf die Konferenz von Rio hin, welche die geistigen Bande verstärkt habe, die Italien mit Ländern wie Argentinien und Chile verbinden, zwei Staaten, die die Unabhängigkeit ihrer Außenpolitik zu sichern wußten. Graf Ciano kam dann auf den Konflikt mit Sowjetrußland zu sprechen und betonte, daß die italienische Politik sich darüber klar war, daß ein Zusammenstoß zwischen den Achsenmächten und dem Bolschewismus sich entwickeln müsse, vor allem, weil Deutschland und Italien sich gegen den Drang Moskaus nach Westen schützen und gegen den Angriff des Bolschewismus auf die Kultur Europas verteidigen mußten. Graf Ciano gedachte sodann des Einsatzes der Achsenmächte gegen die Drohung des Bolschewismus im spanischen Befreiungskrieg und der antibolschewistischen Front, die sich im Antikominternpakt zusammenfand. Die Politik, so sagte er weiter, die Sowjetrußzland während des europäischen Konfliktes verfolgte, habe eindeutig die Beweise für die wahren Absichten der sowietischen Regierung geliefert. Moskau achtete tatsächlich in keiner Weise den Vertrag. den es im Auaust 1939 mit Deutschland abgeschlossen hatte. Einige Wochen nach dem Abschluß dieses Paktes habe es mit seinem Vormarsch gegen Westen begonnen, die baltischen Länder besetzt, später Finnland angegriffen und endlich Rumänien Bessarabien entrissen. Dieser Vorstoß verfolgte eindeutig das Ziel, Sowjetrußland Stellungen zu verschaffen, von denen aus es einen Angriff auf Deutschland und den Balkan unternehmen und bis zum Agäischen Meer und der Adria vorstoßen konnte. Den Feldzug gegen den Bolschewismus unterstützt das faschistische Italien durch ein Expeditionskorvs, das sich heldenhaft geschlagen hat und das sich darauf vorbereitet, einen stetig wachsenden Beitrag zu dem Kampf zu leisten, da die Rolle, die es in diesem Streite spielt, seiner Kampfkraft und seinem Kampfaeist gleichkommen soll. Darauf umriß der Außenminister die Politik der Achsenmächte in dem für die Verteidigung der italienischen Interessen so überaus wichtigen Gebiet des Donaubeckens und wies darauf hin, daß die sofort zu befolgenden Ziele die Ausmerzung der letzten politischen Spuren der Kleinen Entente, die nochmalige Prüfung der ungarisch=rumänischen und der rumänisch=bulgarischen Grenzen und die Vertreibung Enalands aus Griechenland gewesen sei. Dieses Ziel. so sagte Graf Ciano. wurde durch eine Reihe von divlomatischen und militärischen Aktionen im Sommer 1940 und 1941 verwirklicht, die schließlich einerseits in der Bildung eines Staatenblocks mündeten. deren Partner dem Dreiermächtepakt beitraten und so Verbündete der Achsenmächte wurden und die andererseits zur Besetzung Griechenlands und zu einer neuen Ordnung in den Gebieten des ehemaligen Jugoslawien geführt haben. Ueberdies gestattete sie, dem Zusammenstoß mit Sowjetrußland mit einer tatkräftigen Solidarität zu begegnen. Drei Staaten Südosteuropas haben daraufhin zu den Waffen im Kampf gegen den Bolschewismus gegriffen. Graf Ciano erörterte daraufhin die Probleme, die den Zerfall Jugoslawiens betrafen, und erläuterte die vom Duce auf diesem Gebiet festgesetzten Richtlinien. Die Lösung der adriatischen Frage, die Unabhängigkeit Montenegros. die territoriale Vervollständigung des Staates Albanien und die enge Zusammenarbeit in Kroatien. Nachdem Graf Ciano einige Erklärungen über das italienisch=kroatische Abkommen vom Mai 1941 abgegeben hatte, wies er auf die schwierige Arbeit hin, die Italien geleistet hat, um die Unantostbarkeit und Stabilität des kroatischen Staates durch seine Trupven zu sichern und um auf allen Gebieten die italienisch=kroatische Zusammenarbeit zu entwickeln. Vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet habe sich dieses Zusammenwirken dank der Arbeit eines dauernden Ausschusses unter dem Vorsitz von Graf Volvi vertieft. Ueber Montenegro erklärte Graf Ciano, daß die intensive Arbeit fortgeführt werde, um das Land vollständig autonom zu machen. Zur Lage überaehend. betonte der Außenminister, daß Italien in Uebereinstimmung und unter Mitarbeit seines deutschen Verbündeten alle möglichen Anstrengungen mache, um der Zivilbevölkerung Griechenlands zu helfen. Der Minister betonte, daß die von den Italienern in Albanien gemachten Erfahrungen beweisen, daß auch auf den heikelsten Interessengehieten eine fruchtbare Gemeinsamkeit zwischen den Völkern hergestellt werden kann. Trotz des Krieges habe Italien sein Ziel unbeirrt verfolgt, Albanien zu einem lebendigen und aktinen Teil im italienischen Imperium zu machen. Der Stea, zu dem die Albaner einen positiven Beitrag geleistet hätten, habe die geistigen Energien zum Erwachen gebracht, deren Ausdruck die Regierung Kraja ist, und die Italien in jeder Hinsicht fördere. Graf Ciano sprach kurz über die italienischfranzösischen Beziehungen nach dem Waffenstillstand, erläuterte ihre Grundzüge und verglich sie in ihrer Gesamtheit mit den französischdeutschen Beziehungen. Hierauf sprach der italienische Außenminister von den guten Beziehungen Italiens zur Türkei und der Schweiz und betonte Spaniens Haltung voller herzlicher Solidarität gegenüber den Achsenmächten im ganzen Verlauf des Krieges. Danach aab der Minister ein Bild der allgemeinen Politik Italiens innerhalb des Enstems seiner Bündnisse und unterstrich besonders die enge Zusammenarbeit, das anhaltende tiefe Einverständnis und die absolute Solidarität, die Deutschland, Italien und Japan verbinden. „Unsere Regierung und unsere Völker sind sich völlig darüber im klaren, daß der Krieg, den sie auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen ausfechten, nur ein einziger Krieg ist. Ihre Zusammenarbeit ist also ein Zeichen nicht nur für die vollkommenste Treue, sondern auch für den festen Entschluß der Dreierpaktmächte, mit allen Mitteln zu den gegenseitig übernommenen Verpflichtungen zu stehen.“ Der Minister wies auf die glänzende Art dieser Zusammenarbeit hin und erinnerte daran, daß es sich nicht nur um eine Waffenbrüderschaft handelt, sondern daß eine gemeinsame Ansicht über den Krieg und ein gemeinsames Ziel die deutschen, italienischen und japanischen Kameraden einen. Nach einem einzigartigen Plan operieren die Truppen der drei Wehrmachtteile in Sowjetrußland wie in Afrika, im Mittelmeer wie in der Adria und im Pazifik und schreiten von Sieg zu Sieg. Graf Ciano schloß mit dem Hinweis, daß der Kampf noch hart und lang sein werde, weil der Feind um sein Leben kämpft.„Der Zähigkeit des Feindes aber“ — erklärte er—„setzen wir einen noch härteren und unerschütterlichen Kampfeswillen entgegen. Dieser Wille ist der Einsatz für den Sieg, den das italienische Volk mit seinen Bundesgenossen, koste es, was es wolle, auf Befehl des Duce und im Namen des Königs erringen wird.“ und „Die Kesselschlacht um Charkow hat überhaupt nicht stattgefunden!“ Berlin, 30. Mai.„Am Freitagabend haben unsere Truppen im Raum von Isjum=Barwenkowa ihre Verteidigungskämpfe und die Abwehr der feindlichen Panzer= und Infanterieverbände fortgesetzt. An den anderen Frontabschnitten keine wesentlichen Veränderungen.“ lautet der Bericht Moskaus über die gewaltige Kesselschlacht um Charkow. einem Erchange=Bericht aus Moskau heißt es zu Charkow:„Nach einer dreitägigen außerordentlich heftigen Schlacht, in der die Deutschen vergeblich versuchten, den Uebergang über den Donez zu erzwingen, sind in diesem Abschnitt die Kämpfe etwas weniger heftig geworden.“ Immerhin wird die Großmäuligkeit im nächsten Satz etwas abgestoppt und zugegeben, daß im Laufe des Freitags der Gegner gewonnene Stellungen befestigt hat, Timoschenko aber zu neuen Angriffen angesetzt habe. Die sowietische Artillerie sei der deutschen überlegen. Gleich darauf aber geht es mit der alten Unverfrorenheit und Frechheit weiter: „Im Charkow=Abschnitt behielten die Sowjetrussen die Initiative in der Hand und erzielten— wenn auch langsam— einige Fortschritte.“ Noch voller greift Lügenreuter in die Harfe. Bei ihm hat Timoschenko nach allerdings„unbestätigten“ Meldungen deutsche Streitkräfte sogar eingeschlossen und zwei rumänische Infanteriedivisionen aufgerieben. Den Höhepunkt der Verlogenheit erzielt Reuter jedoch in der Nacht zum Sonnabend, wo er sogar die Stirn hat, ein Dementi aus Moskau zu verbreiten: „Die deutschen Behauptungen, denen zufolge drei Armeen Timoschenkos eingekreist sein sollen, entsprechen nicht den Tatsachen.“ Gegenüber der deutschen Sondermeldung über den siegreichen Abschluß und die gewaltigen Erfolge in der großen Kesselschlacht um Charkow muten die Lügenberichte aus Moskau und London wie eine lächerliche Farce an. Die Welt ist ja gewohnt, daß LügenChurchill Niederlagen stets in siegreiche Rückzüge umfälscht. Er hat es auf diesem Gebiet längst zur Meisterschaft gebracht. Man braucht da nur an Dünkirchen und Singapur zu denken. Offenbar aber ist die schwere Niederlage in der Kesselschlacht um Charkow für Churchill und Stalin so niederschmetternd, daß sie in ihrer Lügentaktik völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind und mit schlotternden Gebeinen ein neuartiges Lügen=Dessin erfunden haben. Für London und Moskau hat eine Kesselschlacht überhaupt nicht stattgefunden! Es gehört schon ein so hartgesottener Lügenbold, wie es Churchill und Stalin sind, dazu, um es fertig zu bringen, eine so vernichtende Niederlage insgesamt einfach wegzuleugnen. Drei ganze Bolschewisten=Armeen mitsamt der ganzen Ausrüstung sind vernichtet! Allein die Zahl der den deutschen Soldaten in die Hände gefallenen Gefangenen beträgt das 2½fache der Schlacht von Tannenberg im ersten Weltkrieg! Und in Moskau und London tut man so, als ob überhaupt nichts gewesen Man ist zu feige, der Welt gegenüber die vernichtende Niederlage in ihrer ganzen Schwere der Welt einzugestehen. Man kann sich ein solches Eingeständnis nicht mehr leisten. Statt dessen faselt man von„Initiative in der Hand behalten“ und lügt von oben runter, daß sogar Timoschenko deutsche Streitkräfte eingeschlossen hat! Offenbar muß es sich bei Timoschenko um einen leicht verträumten oder schwer vertrottelten älteren Herrn handeln, wenn ihm überhaupt nicht auffällt, daß er drei ganze Armeen verloren hat. Man darf gespannt sein. wie lange die beiden Oberlügner in London und Moskau die ungeheuerliche Niederlage von Charkow der Welt werden verheimlichen können. „Reichsvereinigung Eisen“. Berlin, 30. Mai. Der Reichswirtschaftsminister hat eine Anordnung über die Errichtung der„Reichsvereinigung Eisen“ vom 29. Mai 1942 erlassen. Zweck der neuen Reichsvereinigung ist, die gesamte Eisenwirtschaft des Reiches und des vom Reiche beherrschten Wirtschaftsraumes im Rahmen der Selbstverwaltung als schlagkräftiges Instrument der staatlichen, Wirtschaftslenkung weiter zu entwickeln uno moglichst bald eine Leistungssteigerung bei gebotener Vereinfachung sowohl der betrieblichen als auch der verbandsmäßigen Verhältnisse innerhalb der Eisenwirtschaft herbeizuführen. Damit übernimmt die Reichsvereinigung Eisen als höchstes marktregelndes Organ der Eisenwirtschaft im Rahmen der ihr zugewiesenen Befugnisse weitgehend Aufgaben die bisher von der Reichsstelle für Eisen und Stahl und der Organisation der gewerblichen Wirtschaft wahrgenommen wurden. Auf Vorschlag des Reichswirtschaftsministers hat der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches Kommerzienrat Dr. h. c. Hermann Röchling, Völklingen=Saar, zum Vorsitzer berufen. Vom Reichswirtschaftsminister wurden Direktor Dipl.=Ing. Alfried von Bohlen und Halbach, Essen(Fried. Krupp AG.), und Dr. Ing. Rohland, Düsseldorf(Vereinigte Stahlwerke) zu stellvertretenden Vorsitzern bestimmt. Vor Vertretern der Presse erläuterte Reichswirtschaftsminister Funk persönlich Zweck und Aufgaben der Reichsvereinigung Eisen. Er unterstrich die Bedeutung der Eisenwirtschaft als eines der Hauptpfeiler der Kriegsproduktion und stellte fest, daß die Anforderungen auf dem Eisengebiet dauernd im Wachsen begriffen seien. Durch die Errichtung der neuen Reichsvereinigung werde nunmehr das für die Rüstungswirtschaft wichtige und unentbehrliche Eisen gewissermaßen in die Selbstverantwortung der Wirtschaft gegeben. Die Reichsvereinigung Eisen fasse die beteiligten Wirtschaftskreise nicht nach dem Grundsatz der Organisation der gewerblichen Wirtschaft vertikal zusammen, sondern schaffe einen horizontalen Zusammenschluß, in dem Produktion, Marktregelung und Absatz enthalten sind, so daß in ihr neben den Erzeugern auch der Handel und eventuell das Handwerk mit eingeschlossen werden. Unter Hinwegsetzung über begrenzte Ressortzuständigkeiten, wie sie schon mit der Reichsvereinigung Bastfaser angestrebt wurde, glaubte man nach den bisherigen Erfahrungen die erforderliche Leistungssteigerung zu erreichen, die gerade auf dem Eisengebiet nötig sei. Es habe sich als notwendig erwiesen, daß der neue Leiter der Reichsvereinigung Eisen auch die Leitung der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie übernimmt. Daher sei Kommerzienrat Dr. h c. Hermann Röchling auch dazu ernannt worden, während der bisherige Leiter der Wirtschaftsgruppe, Dr. Ernst Poensgen, seine großen Kenntnisse und reichen Erfahrungen der staatlichen Wirtschaftslenkung dadurch weiter zur Verfügung stelle, daß er in das Präsidium der Reichsvereinigung Eisen eintreten werde. Hinsichtlich der Rationalisierung, die für die Reichsvereinigung Eisen im Vordergrund steht, soll durch organisatorische Maßnahmen und eine Verlagerung der Aufträge eine bestmögliche technische Ausnutzung der Hochöfen herbeigeführt werden, wodurch mit nicht unbeträchtlichen Leistungssteigerungen gerechnet wird. daß die peruanische Regierung jetzt die Politik Roosevelts unterstützt, die aufs engste mit dem Bolschewismus verbündet ist. Die von Roosevelts Agitation in Ihero=Amerika lancierte Idee der sogenannten Politik der guten Nachbarschaft ist nur eine Fiktion. Die einzige richtige Haltung für Peru und Ibero=Amerika in diesem Weltkonflikt erscheint mir strikte Neutralität, wie sie einige andere Länder beDas Ansehen des DRK. in gemeiner Weise geschädigt Dortmund. Die 23 Jahre alte vorbestrafte Maria Bühlen hatte sich vor dem Sondergericht Dortmund zu verantworten. Die Angeklagte, die sich mehrere Monate beschäftigungslos umhertrieb, hat sich an einer Reihe von Personen herangemacht, bei ihnen Unterkunft erschwindet und sie um Geldbeträge, Kleidungsstücke und andere Gegenstände betrogen. Sie erschlich sich das Vertrauen der Volksgenossen, in dem sie sich als Oberschwester vom Roten Kreuz, vom Dienst auf einem Lazarettschiff in Urlaub, ausgab. Geldbeträge wußte sie sich dadurch zu verschaffen, daß sie Kaffee und Schuhe zu besorgen versprach. Einer Familie in Liegnitz, deren Sohn im Heldenkampf des Schlachtschiffes „Bismarck“ gefallen ist, erzählte sie wahrheitswidria, sie habe den Sohn auf dem Lazarettschiff verpflegt. Auch von dieser Familie erhielt sie einen Geldbetrag zum Bezug von Schuhen aus Frankreich Von einer Frau entlieh sie deren Trauerkleidung unter dem Vorwand, ein Bruder von ihr sei gefallen, sie müsse zur kirchlichen Trauerfeier. Das Sondernericht verurteilte die Betrügerin zu 6 Jahren Zuchthaus und 6 Jahren Ehrverlust. Wer das hohe Ansehen, das die Angehörigen des Roten Kreuzes im Volk genießen, in derartig gemeiner Weise schädigt. und mit den Gefühlen des Volkes für seine gefallenen Helden Mißbrauch treibt, wird mit den schwersten Strafen zur Rechenschaft gezogen. Schwarzschlächter wandert ins Zuchthaus Essen. Der 31jährige Landwirt Rudolf Pergande aus Niederstüter, der sich bisher einwandfrei geführt und seine Pflichten als Landwirt freudig erfüllt hat, hatte im Winter 1941/42 mit Futtermittel=Schwierigkeiten zu kämpfen und wußte nicht, wie er seine Schweine durchsüttern sollte. Der Verkauf von Schweinen zum Weiterfüttern war um diese Jahreszeit recht schwer. Deshalb ließ sich Pergande von dem 36jährigen Weber Heinrich Hebing aus Bocholt überreden. ihm Schweine zu verkaufen. Während Pergande bei dem Verkauf der ersten beiden Schweine nach der Angabe Hebings, er kaufe die Tiere für Bekannte zum Weiterfüttern, geglaubt haben mag, erkannte er schon beim Verkauf des dritten Schweines klar, daß Hebing die Tiere in Wahrheit schwarzschlachten wollte. Trotz= dem überließ er ihm im Dezember 1941 und Januar 1942 insgesamt 6 Schweine im Gesamtgewicht von rd. 3 Ztr. zu angemessenen Preisen Hebing. der bereits wiederholt wegen Schmuggelei vorbestraft ist, schlachtete sämtliche Tiere. Zwei davon verzehrte er mit seinen Kameraden. Die anderen im Gesamtgewicht von etwa 2 Ktr. brachte er dem 35jährigen Dachdeckermeister Wilhelm Buchner aus Sprockhövel In dessen Haushalt wurde diese erhebliche Fleischmenge innerhalb von etwa 5 Wochen von der Familie Buchner und der Gefolgschaft Buchners verzehrt. Hebing erhielt von Buchner für die Schlachtungen erhebliches Entgelt. Das Essener Sondergericht, das in Hattingen tagte, verurteilte Hebing, der die Triebfeder der ganzen Machenschaften war, zu 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust, Buchner, in dessen Haushalt über 2 Ztr. Fleisch in wenigen Wochen auf Kosten der Volksgemeinschaft beiseite geschafft worden waren, zu 2 Jahren Zuchthaus und 2 Jahren Ehrverlust, dagegen kam Vergande, der die geringsten Vorteile aus den Schwarzschlachtungen gehabt hatte, mit 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis davon. Feldpostmarder werden mit Zuchthaus bestraft Essen. Vor dem Essener Sondergericht, das in Hattingen tagte, hatte sich die bisher unbestrafte 23jährige Briefträgerin Irmgard Hohnke aus Hattingen zu verantworten, die durch ihre verwerflichen Taten dem Schicksalskampf des deutschen Volkes geschadet und dadurch selbst ihr junges Leben zerstört hat. Sie ließ sich aus Naschsucht dazu hinreißen, auf ihren Dienstgängen insgesamt 7 Päckchen darunter 6 Feldpostpäckchen, zu öffnen und sich den Inhalt— meist Süßigkeiten, Backwerk usw.— anzueignen. Sie muß nun ihre Tat. durch die sie sich als Verbrecherin an der kämnfenden Front und damit als Volksschädling erwiesen hat, mit 3 Jahren Zuchthaus büßin. Zur Altkleider= und Spinnstoffsammlung 1942 Von Winfried Thomsen, Bevollmächtigter Vertreter des Reichsbeauftragten der RSDAP für Altmaterial= erfassung. In einem totalen Kriege muß ein Volk, das den Sieg erringen will, alle Kraftreserven nacheinander mobilisieren, die in den Friedensjahren aufgestapelt worden sind. Am Anfange steht die Mobilisierung der wehrfähigen Männer und aller kriegswichtigen Rohstoffe. Der moderne Materialkrieg verschlingt aber Unmengen von Kriegsmaterial nicht nur an Munition, sondern auch an Fahrzeugen, Uniformen und schließlich Bekleidungsstücken für die in der Rüstungsindustrie und im Frontbereich sowie in der Ernährungswirtschaft eingesetzten Arbeitskräfte. Man denke nur einmal daran, wie Eis und Schnee und dann die Schlammperiode die Uniformen unserer Soldaten beanspruchten. Die deutschen Soldaten sollen aber weiterhin aufs beste ausgerüstet sein, um den Endkampf bestehen zu können. Weiter überlege man sich einmal, wieviel Millionen Arbeitskleidung von den an der Front stehenden, mit Uniformen immer wieder versorgten Kämpfern in den Kleiderschränken zu Hause hängen. Ihre Arbeitsplätze aber mußten wieder besetzt werden, um den ungeheuren Bedarf an Munition, Waffen, Bekleidung und Ernährung für Front und Heimat sicherzustellen. Diese neu eingesetzten Arbeitskräfte brauchen viel mehr Kleidung als in ihrer früheren Tätigkeit, Spezialkleidung, die auf jeden Fall beschafft werden muß, um ihren vollen Arbeitseinsatz zu gewährleisten. Millionen ausländische Arbeitskräfte mußten in der deutschen Kriegswirtschaft eingesetzt werden, die wiederum einen gesteigerten Bedarf an Arbeitskleidung haben. Es ist verständlich, daß bei derartigen Beanspruchungen des Spinnstoffbedarfs die Heranschaffung von neuen Kleidern für die Arbeiter in den Rüstungsbetrieben, im Frontbereich und in der Landwirtschaft nach über zwei Jahren Krieg nicht mehr gewährleistet werden kann. Deshalb gilt es nun, durch die Altkleider= und Spinnstoffsammlung 1942 alle diejenigen Kleidungsstücke von Männer und Frauen zu mobilisieren, die in den Millionen von Haushaltungen seit Jahren oft ungenutzt in den. Schränken hängen. Es ist kein Zweifel, daß heute jede Hausfrau darauf bedacht ist, diese Altkleider der Familie für die Kinder oder für den eigenen Bedarf, für eine spätere Umarbeitung, aufzubewahren. Bei der Beurteilung der Reserven, die unbedingt für den Haushalt aufgehoben werden müssen, muß sich jede Hausfrau genauestens selbst prüfen, ob die Abgabe bei der Sammelstelle der Altkleider= und Spinnstoffsammlung im Augenblick nicht kriegswichtiger ist als eine zu vorsorgliche Vorratswirtschaft im eigenen Haushalt. Dabei ist es notwendig, daß vor allem die Altspinnstoffe, wie zerschlissene Wäsche, alte Teppiche, nicht mehr tragfähige Kleider und Anzüge restlos zur Spinnstoffsammelstelle wandern. Sie werden über die Lumpensortieranstalten und die Reißwollfabriken wieder zu neuen Spinnstoffen verarbeitet, die die Front und die Heimat so dringend brauchen. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß die Verarbeitung der Altspinnstoffe zu neuen Garnen viel weniger Arbeitskräfte erfordert und vor allem die Heranschaffung neuer Rohstoffe erspart, als wenn der gesamte Bedarf der Spinnstoffwirtschaft aus neuen Rohstoffen befriedigt werden müßte. Dazu fehlen eben heute die Arbeitskräfte, und deshalb muß jede Haushaltung alle Altkleider= und Spinnstoffreserven abgeben, die sie in absehbarer Zeit nicht selbst gebrauchen wird. In den letzten Friedensjahren konnte es in jedem normalen Haushalt für jede erwachsene Person jährlich mindestens 1 Anzug oder 1 Mantel oder 2 feste Kleider für die weiblichen Familienmitglieder angeschafft werden. Im Laufe der Jahre haben sich infolgedessen ganz beträchtliche Reserven an Oberkleidung in den Haushaltungen angehäuft, so daß sich Millionen von Haushaltungen mit beträchtlichen Mengen an der Altkleidersammlung beteiligen können. Es ist ja nicht zu bestreiten, daß zur Wollsammlung im Winter spezielle Winterkleidung und vor allem Pelzsachen abgegeben wurden, während im Verlauf dieses Krieges auf die Altkleiderreserven noch nicht zurückgegriffen wurde. Der Lumpensack wurde zwar schon einmal vor einem Jahre zur Reichsspinnstoffsammlung geplündert. In der Zwischenzeit hat sich wieder vieles gesammelt, das während des Krieges nicht mehr abgeholt wurde, weil ja auch die Sammler des Altstoffgewerbes teils eingezogen sind, teils wegen Transportschwierigkeiten die Altspinnstoffe nicht mehr abholen konnten. Dies ist schon aus der Tatsache ersichtlich, daß in den beiden ersten Kriegsjahren etwa ein Drittel an Reißspinnstoffe weniger erzeugt werden konnte als im letzten Friedensjahre. Zur Altkleider= und Spinnstoffsammlung 1942 werden also die Kleiderreserven und die Altspinnstoffe aus den Haushaltungen restlos mobilisiert. Auch diese Stoßaktion wird wieder ein Beweis der Spendenfreudigkeit des deutschen Volkes sein. Jede Haushaltung wird ihren Teil beitragen zur Sicherung des Arbeitseinsatzes in der Heimatfront und zur Deckung des Textilbedarfs der Soldaten. * Was wird gesammelt? Zur Altkleider= und Spinnstofssammlung werden angenommen: Altkleider aller Art, und zwar: Männer= und Burschen=Oberkleidung, z. B. Anzüge(Straßen=, Gesellschafts=, Sport=, Schi=, Trainings=, Monteuranzüge), Jacken(Sakkos, Jacketts, Trainings= und Berufsjacken), Westen, Hosen(Sporthosen, Breeches, Reithosen), Mäntel(Winter=, Sommer=, Gabardinemäntel), Kopfbedeckung(weiche Filzhüte, Schirm=, Reise=, Baskenmützen); FrauenOberkleidung, z. B.: Kleider und Blusen aller Art, Jacken(Kostümjacken, Wind=, Trainingsjacken), Röcke, Mäntel(Winter=, Sport=, Gabardinemäntel), Kittel und Schürzen(Kittelschürzen, Arbeitsmäntel), Altspinnstoffe(Lumpen) jeder Art aus: Wolle, Baumwolle, Leinen, Zellwolle, Seide, Kunstseide, Jute, Hanf. Kokos, sowie nicht mehr tragfähige Kleidungsstücke, also auch alte Wäsche, Krawatten, Strümpfe, Fahnen aus alter Zeit, Stoffreste aller Art, Gardinen, Teppiche, Kokosmatten, Säcke, Filzhüte, Filzschuhe, Bindfadenreste, auch wenn diese Dinge zerrissen, vermottet, verschmutzt, verölt sind. Adolf Hitler: Völker befreit man nicht durch Richtstun, sondern durch Opfer! Schwerte, 1. Juni 1942. „Kommen Sie etwo von der Spinnsloff-Sammelstelle! Na, hören Sie, mon sollte das auch nicht öbertreiben!“ macht uns keiner nach Die besten Waffen, die kühnsten Soldaten, die mutigsten U-Boot- und Fliegertaten, die größten Meister in jedem Fach— das macht uns drüben keiner nach. Die tüchtigsten Facharbeiter der Welt, den Geist, der Front und Heimat beseelt, und jedem Feinde bietet Schach— das macht uns drüben keiner nach. Die untrennbare Einigkeit, die Opfer'=reitschaft zu jeder Zeit und den Siegeswillen— immer wach— das macht uns drüben keiner nach. Ruft uns nun wieder die Spinnstoffspende, dann geben freudig alle Hände, die Heimat steht der Front nicht nach— ea macht uns drüben keiner nach. Karl Dill. Tageschronik - Die nächste Mütterberatung in Schwerte ist am Dienstag, dem 2. Juni, 15—17 Uhr, im Gesundheitsam indenburgplatz 3, unter ärztlicher Leitung. — Der Führer gratulierte: Vor einigen Tagen teilten wir mit, daß die Eheleute Gustav Bömeke und die Eheleute Josef Erkelenz in Schwerte das Fest der goldenen Hochzeit begehen konnten. Wir teilten dabei schon mit, daß der Führer dem Goldpaare Bömeke gratuliert hat. Wir wir jetzt erfahren, hat der Führer durch den Bürgermeister von Schwerte a 5 dem goldenen Jubelpaare Erkelenz gratuliert Die Bezugscheinstellen sind in Schwerte im Monat Juni nach folgendem Plan geöffnet: Für Volksgenossen mit den Buchstaben A—B Mittwoch, 3. Juni: C—2 Donnerstag, 4. Juni; E—F Freitag 5. Juni; 6—H Mittwoch, 10. Juni; I—K Donnerstag, 11. Juni; L—M Freitag, 12. Juni; R Mittwoch, 17. Juni; O—P Donnerstag, 18. Juni; 9—R Freitag, 19. Juni; S, Sch, St Mittwoch, 24. Juni; T, U, B Donnerstag, 25. Juni; W—8 Freitag, 26. Juni. Bargelddiebstahl mittels Nachschlüssels. Einem invaliden Volksgenossen aus der hiesigen Nordstraße ist aus seiner Wohnung in den letzten Wochen ein Barbetrag von insgesamt ungefähr 150 RM entwendet worden. Von dem Täter fehlt jede Spur. Den Tatumständen nach muß jedoch angenommen werden, daß der Täter mit den Wohnungsverhältnissen des Bestohlenen vertraut ist. Der Diebstahl ist nicht auf einmal, sondern in einzelnen Handlungen ausgeführt worden, wobei in beiden Fällen die Wohnung mit Nachschlüssel geöffnet worden ist. Wer kann Angaben machen? Vertrauliche Behandlung wird von der Kriminalpolizei zugesichert. Betriebseinschränkungen bei der Dortmunder Straßenbahn. Die Dortmunder Straßenbahn, die ja auch bis zu unserem Ruhrstädtchen kommt, hat ab 1. bzw. 7. Juni d. J. eine ganze Reihe von Einschränkungen vorgenommen, die den Verkehr bedeutend drosseln werden. Sonntags. kann man für Omnibuslinien keine Fahrscheine mehr lösen. In den Straßenbahnen gibt es an diesen Tagen keine„Umsteiger“ auf Omnibusse mehr. Es gelten in der Hauptsache nur Berufs= und Zeitkarten für Omnibus und Umsteigeverkehr. Außerdem werden Haltestellen eingezogen oder zusammengelegt u. a. auf der Strecke Hörde— Schwerte: Betriebsbahnhof Berghofen in der Berghofer Straße wird vor den Betriebsbahnhof verlegt, Ostkirchstraße, Iltisweg, dafür zwischen letzteren beiden eine neue Haltestelle mit der Bezeichnung Iltisweg, Hochbassin, Friedhof. -- Heute Beginn der Altstoffsammlung. Am heutigen Tage, dem 1. Juni 1942, beginnt die Sammlung von Altkleidern und Spinnstoffen, um die nicht mehr im Gebrauch befindlichen Kleidungsstücke und Spinnstoffreste zu erfassen. Jedes alte Stück kann noch gut in den Rüstungsdetrieben und auf dem Acker getragen werden. Lumpen und Flicken aber lassen sich wiederum zu neuem Rohstoff verarbeiten. Auch die kleinste Menge ist willkommen. Deshalb müssen die Hausfrauen noch einmal in Schränken und Kommoden gründliche Nachschau halten und ihre Flickenkästen und Flickenbeutel leeren. Auch zerrissene und. verschmutzte, vermottete und verölte Lumpen werden angenommen. Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt folgende neue Aufnahmen: Auf einem Feldflugplatz im Süden; Ohne„Schlammräumer“ geht es nicht: Die Vernichtungsschlacht südlich Charkow; Vorbeugen ist besser als heilen. Was Eningen die Kinos? Lichtspiele zur Reichskrone „Leichte Muse“ Es gibt Menschen, die einen Film, in welchem Willy Fritsch die Hauptrolle spielt, aus Prinzip besuchen, denn sie wissen, daß sie einen Film zu sehen bekommen, der sie packt und nicht losläßt. Der Film schildert nicht nur ein fesselndes Menschenschicksal, sondern gleichzeitig die Entwicklung einer ganzen Stadt, den Wandel Berlins von der bescheidenen Residenzstadt zur Metropole. So steigern sich denn auch die szenischen Möglichkeiten im Laufe des Films vom anspruchslosen Singspiel bis zur pompösen Ausstattungsrevue. Das Ganze wird getragen von den populären Melodien Walter Kollos, die noch heute lebendiges Volksgut sind. Aus der großen Zahl der Schlager, die in diesem Film gesungen, gespielt und inszeniert werden, nennen wir die altbekannten Lieder:„Was eine Frau im Frühling träumt“,„Heimat, du Inbegriff der Liebe",„Solang noch untern Linden die alten Bäume blüh'n",„Immer an der Wand lang“,„Ach Gott, wie sind die Männer dumm", „Kleine Mädchen müssen schlafen geh'n“,„Untern Auftuf! SA=Wehrabzeichen für den Standort Schwertel An alle Partei= und Volksgenossen im Alter von 17 bis 45 Jahren und älter! Nach dem Willen des Führers soll jeder deutsche Mann im Alter von 17 bis 45 Jahren und älter seinen Wehrwillen dadurch beweisen, daß er sich den Bedingungen für den Erwerb des SA=Wehrabzeichens unterwirft. Es müßte ja ohne weiteres für jeden Mann eine Ehre sein, das SA=Wehrabzeichen zu besitzen. Die SA hat seit über 8 Jahren viele tausend Volksgenossen nach dieser Richtung hin ausgebildet. Die Auswirkung dieser Ausbildung hat vielen Männern, die heute bei der Wehrmacht im Kampf gegen die Feinde Deutschlands stehen, gute Dienste geleistet. Dieses erklären die Kameraden immer wieder in ihren Briefen an die SA. Um nun allen Partei= und Volksgenossen noch einmal die Möglichkeit zu geben, das SA=Wehrabzeichen zu erringen, werden im Monat Juni wieder neue Lehrgänge stattfinden. Es kann dann jeder deutsche Mann beweisen, daß er in diesem großen Entscheidungskampf des deutschen Volkes, der den Endsieg bringen wird und muß, wenn der Führer ihn ruft, mit der Waffe in der Hand genau so wie bisher hier in der Heimat an seiner Arbeitsstätte seinen Mann stehen wird. Um eine schnelle Erfassung aller zu gewährleisten, hat sich jeder Partei= und Volksgenosse sofort zu melden, und zwar: Parteigenossen bei ihrem Ortsgruppenleiter, Hitler=Jugend bei dem Standortführer der HI, Pg. Lange, und Mitglieder der DAF bei ihren Obmännern. Heil Hitler! Sprengepiel, SA=Sturmbannführer. ALTSTOFF OROHSTOFF DALITSTOFF OROHSTOFE Was die Front nötig hat, gibt die Heimar ohne Rücksicht auf persönliche Wünsche her! Millionen Arbeiter brauchen heute die notwendigen Arbeitskleider. Deshalb spendet jede Hausfrau zur Allsläider und Spunstoitogrigg Linden, untern Linden",„Mit dir möcht ich mal angeln geh'n“. Willy Fritsch spielt in„Leichte Muse“ den Komponisten dieser Lieder. In seinem Lebensschicksal, das ihn vom unbekannten Bürger der Stadt zu ihrem gefeierten Mann des Tages erhebt und wieder ins Nichts zurückstößt, spielt sich die turbulente Entwicklung Berlins in den Jahren von 1890 bis 1910 ab. Willy Fritsch hat mit der Gestalt dieses Komponisten P. P. Müller eine Rolle übernommen, die zu den dankbarsten seiner Filmlaufbahn gehört. Seine Partnerin, Adelheid Seeck, kommt von den Preußischen Staatstheatern in Berlin und stellt sich, ebenso wie Anja Alkoff, die eine weitere tragende Rolle in diesem Film übernahm, zum erstenmal dem Filmpublikum vor. Viele Gestalten dieses Films sind natürlich mit ausgesprochenen Berlinern besetzt worden wie Grete Weise, Willi Rose, Cacob Tiedtke, Melitta Klefer. Sie stützen das Lokalkolorit dieses Films, der zeigen wird, daß auch Berlin eine Stadt mit Herz ist. Das Zusammenspiel in diesem TerraFilm, dessen Leitung Arthur Maria Rabenalt hat, ist sehr gut. Alles ist wie aus einem Guß und bestimmt sehr sehenswert. Roland=Theater „Liebe, Männer und Harpunen“ Dieser schwedische Film, der nach Ideen von Tancred Ibsen gedreht wurde, führt uns in das Leben und Treiben der norwegischen Walfänger, in das der Sohn des schwedischen Olraffineriebesitzers geführt wird, nachdem er im Rausch auf das Schiff gebracht worden ist. Aber am Schlusse wird— wie meist— alles gut, und er führt die Braut heim, die sein Nebenbuhler bei einer Prügelei verlor. Wer sich für Seefahrt und norwegische Landschaftsbilder interessiert, kommt hier auf seine Kosten. Hitler=Jugend In der vergangenen Woche fanden folgende Spiele um die HJ=Stamm=Meisterschaft statt: Am Mittwoch, 27. Mai, Gef. 5/136 Schwerte=Mitte gegen Fliegergef. Schwerte 1/136 10:0; Marinegef. Schwerte 1/136 gegen Gef. 3/136 Ergste 0:7. Am Donnerstag, dem 28. Mai, Gef. 1/136 Holzen gegen Gef. 2/136 Schwerte=Ost 6:4; Motorgef. 3/136 Schwerte gegen Gef. 9/136 Westhofen 1:1. Heimat des Herzens Roman von Marte Schmidteberg 6 Wieder schüttelte Dieter Hände, die sich ihm herzlich entgegentreckten. Dann saß er in der trauten, niedrigen Stube mit den Hen, twas buckligen breiten Eichendelen und packte, seine. Ge. senke für die Mutter aus: Ein Pfund Kaffee und eine Flasche dein und von Helga einen Schürzenstoff— sie hatte ihn noch gerade im Hause gehabt, und die Mutter hatte ja gemeint, daß sie Dieter ein Geschenk für die Schwiegermutter mitgeben müsse. Die Mutter war ganz gerührt und streichelte immer wieder den Stoff. Dieter sah es mit stiller Beschämung, denn er hatte wohl gefühlt, daß das Geschenk nicht mit dem Herzen gegeben wurde. Es wurde ein wunderschöner Sonntag. Dieter ging mit seinen Angehörigen über die Felder und ließ sich jedes Stück Land zeigen, begutachtete den Stand des Getreides und der Feldfrüchte, stand in der Weide bei dem Milchvieh und bei den beiden Pferden. Dann ging er in den Schweinestall und über den Hühnerhof. Auch im Hause sah er sich um. Es war alles noch wie sonst: Der rote Backsteinfußboden in der Küche, der runde Eichentisch am Fenster und das blankgeputzte Messingpumpenrohr. Nicht so schön wie auf Hof Torbeke, aber unendlich lieb und vertraut war alles. Einmal nahm die Mutter ihn beiseite. „Bist du auch ganz sicher glücklich, Dieter?" Er lachte und streichelte die Hand, die sich auf seinen Arm gelegt hatte. „Aber ja, Mutter! Wie kommst du darauf?“ „Ich meine, es ist etwbas in deinem Gesicht, was sonst nicht da war. Bereust du auch nicht, daß du dies Haus hier aufgegeben hast?“ „Nein, Mutter, wie sollte ich denn? Ich habe es doch wahrhaftig gut getroffen.“ Da war sie beruhigt. „Natürlich, wie solltest du auch! Du hast es ja jetzt viel besser, als du es hier je hättest haben können. Aber wir sind auch zufrieden. Ja. sehr zufrieden! Wir haben es mit Grete“— das war die Schwiegertochter—„so gut getröffen. Es hätte gar nicht besser sein können. Und Fritz ist so froh, daß er nun den Hof hat.“ „Dann ist ja alles gut, Mutter. Ich freue mich.“ Ja, die Mutter sprach die Wahrheit, das hatte Dieter heute schon beobachtet. Es war wirklich ein schönes, harmonisches Leden hier im Hause, und Grete war gut zu den Eltern. Er sah es an vielen Kleinigkeiten. Wie sie der Mutter unauffällig den bequemsten Stuhl hinschob und stillschweigend des Vaters Tabaksvorrat auffüllte, wie sie mittags darauf bestand, daß die Mutter sich hinlegte und sie das Aufräumen allein besorgte. Ja, man war glücklich und zufrieden im Elternhause. Also hatte sein Opfer doch einen Sinn gehabt. Opfer? Dieter war erschrocken. Was habe ich gedacht: Opfer?].. geschigs bei. Gegen sechs Uhr fuhr er nach einem herzlichen abschied heim Ob seine Angehörigen ihn bald besuchen würden? Das konnte man noch nicht sagen. „Dir zu Ehren und uns zum Nutzen Will ich dir die Füße putzen!“ Luise, die Großmagd von Hof Torbeke, kniete vor Dieter und rieb mit einem Strohwisch kräftig seine Holzschuhe. Sie hatte sich an den voraufgegangenen Tagen schon immer vorgenommen und es auch den anderen jungen Leuten gesagt: „Am ersten Tage, wenn wir Roggen mähen, putze ich dem Bauern die Füße. Er ist zum ersten Male bei der Ernte mit dabei und muß Einstand zahlen."" Die anderen stimmten ihr zu, und nun hatte sie eben ihren Vorsatz ausgeführt. Dieter bedankte sich und zog lächelnd die Börfe. „Hier, Rudolf, dann lauf mal schnell zum Wirt Möllmann hinüber.“ Rudolf warf am Ende des Roggenfeldes seine Holzschuhe in die Furche und lief barfuß davon. Sie hatten heute mit dem Roggenmähen begonnen, und zwar mähten sie mit Sicheln, weil der Roggen auf diesem Feld sich nach einem heftigen Gewitterregen sehr ungünstig kreuz und quer gelagert hatte. Mit der Maschine hätten sie zuviel Ahren abgeschnitten. Diese Arbeit war nun etwas langweiliger, aber man hoffte, sie heute zu schaffen. Dann konnte man morgen mit der Maschine weitermähen. Luise meinte sogar, das Binden machte ihr so viel mehr Spaß. Sie mähten zu dreien, Dieter. Rudolf und Wörmann, und die beiden Mädchen Luise und Anni banden die Garben und stellten sie auf. Es ging sehr vergnügt zu an diesem Nachmittag, vielleicht waren das Bier und der Schnaps nicht ganz schuldlos daran. Besonders die Mädchen lachten und schwatzten viel, und Anni meinte einmal, sie sei ganz dusselig im Kopf. Aber es wurde auch tüchtig gearbeitet, und kurz vor Feierabend hatten sie es geschafft. Die Männer steckten Sichel und Kripp zusammen und schulterten beides. Die Mädchen nahmen ausatmend die Flatterhüte ab, suchten das Bespergeschirr zusammen, und dann ging es heim. Unterwegs kamen sie an Achtermeyers Acker vordei. die dort auch heute den Anfang gemacht hatten. Sie mähten noch. „Gott hölp!“ riefen die vom Hof Torbeke ihnen zu. „Gott lauhnt!“ klang es zurück. „Macht auch man bald Feierabend!“ sagte Dieter. Der alte Achtermeyer nickte. Ja, das wollten sie auch tun. Man sollte ja auch nicht gleich mit Gewalt anfangen. Sie wechselten noch einige Worte, und dann gingen die vom Hof Torbeke weiter, Anni als letzte. Sie blickte noch einmal zurück. Da hob drüben einer von den Mähern grüßend das Kripp, und sie winkte schnell zurück. Ja, den dort drüben hatte die Anni lieb und er sie auch. Aber es durfte nur ganz heimlich sein, denn ihre Eltern wollten es nicht. Sie würden sehr, sehr böse sein, wenn sie es erfuhren, daß er seit kurzer Zeit als Knecht auf Achtermeyers Hot war, also in ihrer Nähe. Luise zupfte sie am Arrz..„ 6.p L.i Lomit 2. viamans „Komm, Anni. Laß das Winken liever sein, bumtt es niemand sieht. Du solltest dir die Sache überhaupt aus dem Kopf schlagen. Deine Eltern geben es doch nicht zu.“ Anni warf den Kopf trotzig in den Nacken, ihre braunen Augen blitzten. „Und wenn sie sich auf den Kopf stellen, ich gebe ihn nicht auf. 3ch will ihn haben!“„. Eg#.#. Luise mußte lachen, weil sie sich vorsteute, wie das wohl aussehen mochte, wenn Annis rundliche Mama und der lange, dürre Vater Kopfstand machten. Rudolf drehte sich um. „Was habt ihr denn, ihr beiden?“ „Nichts haben wir“, antwortete Luise,„höchstens Hunger. Und darum wollen wir jetzt machen, daß wir nach Hause kommen.“ Als sie den Hofraum betraten, kam gerade der Händler Dränk aus der Tür des Schweinestalls. „Ach, da kommt der Bauer ja gerade“, sagte er, als er Dieter ansichtig wurde.„Das ist gut.“ Er trat einige Schritte aus Dieter zu. Hinter ihm im Türrahmen erschien nun auch Helga. „Du hast mir doch für diese Woche zwanzig Ferkel verkauft, nicht wahr?“ fragte Dränk. Dieter bejahte. „Gewiß. Du kannst sie auch kriegen.“ „Nein, das kann er nicht“, siel Helga ihm ins Wort.„Sie sind noch zu leicht. Wir wollen sie noch eine Woche füttern.“ „Und ich sage, dann werden sie zu schwer“. sprach der Händler ärgerlich dagegen.„Wenn sie dreißig Pfund wiegen, kann ich den Lreis nicht mehr dafür bezahlen.“ . Gertsetzung wigt. Oe Ein gesundes kräftiges Mädel wurde uns geboren. Liesel Homel geb. Hahn Otto Homel Bad Pyrmont, 28. Mai 1942. Viktor=Lutze=Straße 2 2—3= Zimmer wohnung von ruhigem Mieter für sofort oder später zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 1662 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Eine kleine Waschkommode mit Marmorplatte 20 RM, ein Nachtschränkchen 3 RM, einige Stühle zusammen 3 RM zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schw. Ztg. 1660 Auch kleine Anzeigen haben in der Schwerter Zeitung Erfolg! Stöbern Sie in alten Brief= und Schubfächern, in Kisten und Koffern auf dem Boden u. im Keller! Zur Ergänzung mein. weltumfass. 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Laudert und Angehörige Schwerte, Caub, Oberdiebach, Lyno, Essen und Medenscheid, den 29. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Dienstag, 2. Juni, nachmittags 2¾ Uhr, vom ev. Krankenhaus aus statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Es ist Zeit zur Erneuerung der Lose für die 3. Klasse der 7. Deutschen Reichslotterie. Schreibwarenhandlung Hans Linner Der Arztwarnt vor einem einfachen Heftpflaster, vielmehr empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also Traumaplast mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt. Wandhofen. Am Dienstag, 2. Juni, um 20 Uhr veranstaltet die RS=Frauenschaft in der Gaststätte Wille einen Gemeinschaftsabend. Ergste. Die Lernanfänger, das sind die Kinder, die bis zum 31. Oktober d. J. das 6. Lebensjahr vollenden, sind am Dienstag, dem 2. Juni, auf dem Amtsbüro in Ergste, Zimmer 3, vormittags anzumelden. Soweit die Kinder nicht im Gemeindebezirk geboren sind, ist das Familienstammbuch oder eine Geburtsurkunde vorzulegen. Ergste. Nach einer neuen Regelung sind die Sommerferien an den Volksschulen im Amte Ergste für dieses Jahr wie folgt festgesetzt worden: Letzter Schultag ist der 11. Juli, letzter Ferientag ist der 3. August. Die für den Herbst vorgesehenen 30 Tage werden noch besonders festgesetzt. Die Jugend sammelt Heilkräuter Auch im Monat Juni werden wiederum eine ganze Reihe Heilkräuter im Gau Westfalen=Süd gesammelt. Dieser Sammlung widmen Erzieher und HJ=Führer ihre besondere Aufmerksamkeit, denn gerade im Krieg ist es erforderlich, alle für die Sammeltätigkeit verfügbaren Kräfte so anzusetzen, daß die größtmöglichsten Ergebnisse erzielt werden. Bestände, Pflanzen und Wiesen müssen geschont werden. Der Naturschutz muß beachtet werden und ebenfalls die Sauberkeit beim Sammeln und Trocknen. Vor Beginn der monatlichen Sammlung werden die Kinder in den Schulen im naturkundlichen Unterricht über die Heilkraft der heimischen Kräuter belehrt und auf ihr Vorkommen aufmerksam gemacht. Daß die Jungen größeres Sammelgut bevorzugen, die Mädchen hingegen zarte Blüten und Blümchen, ist natürlich und daher zu berücksichtigen. Tolacst,uleil und Rachburgaus zstrafe für Sittlichkeitsverbrecher Dortmund. Das Sondergericht Dortmun verurteilte den Invaliden Fritz Rutkowski aus Dortmund als gefährlichen Sittlichkeitsverbre cher zum Tode. In mindestens drei Fällen hal er Frauen auf der Straße unter Ausnutzung Verdunkelung und zum Teil unter An wendung von Gewalt angefallen und in gemeinster Weise unsittlich belästigt. Um sich seinen Opfern zu nähern, ging er in verschiede nen Fällen sogar so weit, sich unter Vorzeiger eines angeblichen Ausweises als Kriminalbeamter auszugeben. lehrt worden war veruntreute sie im April 1942 mindestens 16 Feldpostpäckchen, in denen sich in der Hauptsache Zigaretten und Schokolade befanden. Die Raucherleidenschaft ist der Angeklagten zum Verhängnis geworden. ihrer Jugend, die als mildernd in Betracht gezogen wurde, wurde sie zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Vorsitzende betonte noch einmal, daß in Zukunft Veruntreuungen von Feldpost, die als wichtigstes Bindeglied zwischen Front und Heimat gefährdet wird, mit den härtesten Strafen belegt werden. Zum Tode verurteilt Gegen die Erbgesundheit des Volkes — schwer vergangen Bochum. Vor der Strafkammer des Landgerichts Arnsberg standen der 61jährige Emi Molitor und dessen 36jährige verheiratete Tochter, die Ehefrau Montag, beide aus Freienohl unter der schweren Anklage der Blutschande und versuchten Abtreibung. Die beiden Angeklagten haben seit etwa 1938 besonders häufig während der Einberufung des Ehemannes der Angeklagten Montag zur Wehrmacht blutschänderischen Verkehr gepflogen, aus dem das jetzt 5 Monate alte jüngste Kind der Angeklagten Montag hervorgegangen ist. Auch nach der Geburt dieses Kindes haben die Angeklagten ihr verbrecherisches Treiben fortgesetzt. Die Strafkammer verurteilte entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft den Angeklagen Molitor als Volksschädling wegen fortgesetzter Blutschande zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, während die Angeklagte Montag Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten erhielt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß Molitor die durch den Kriegszustand bedingten besonderen Verhältnisse vorsätzlich ausgenutzt und sich schwei gegen die Erbgesundheit des Volkes vergangen habe. Außerdem habe er durch sein Treiben zwei Familien ins Unglück gestürzt und dem im„Verbrechen erzeugten Kinde ein schweres Schicksal bereitet. Seine ganze Persönlichkeit Tat nach ist Molitor als Volksschädling zu betrachten, und der Tod deshalb eine verdiente Strafe. Der Mitangeklagten Montag konnten mildernde Umstände werden, da sie von ihrem Vater verführt „ Ein Opfer ihrer Rauchleidenschaft Bochum. Das Sondergericht Dortmund verhandelte in einer Sitzung im Landgericht Bochum gegen die 20jährige Postfacharbeiterin Agnes Jendrny auch Bochum, die unter der schweren Anklage stand. Feldpostsendungen unrerschlagen zu haben. Obwohl sie bei ihrer Verpflichtung eindringlich über die schwere Bestrafung. die Feldvostdiebe erwarten. beZuchthaus für einen Kaninchendieb Essen. Vor dem Essener Sondergericht hatte sich der 36jährige Karl Giera zu verantworzum Jahre 1941 hatte er sich straffrei geführt. Dann aber geriet er auf die Bummelbahn, versäumte seine Arbeit immer öfter und versuchte, sich die Mittel für seinen Lebensunterhalt durch einen schwunghaften Handel mit gestohlenen Kaninchen zu beschaffen. Mit seinem Fahrrade fuhr er nachts hinaus und entwendete seinen Volksgenossen unter Ausnutzung der Verdunkelung die Tiere, die sie mit Mühe und unter erheblichen Opfern großgezogen hatten. In der Hauptverhandlung konnten ihm sechs solcher frechen Diebstähle nachgewiesen werden. Das Sondergericht verurteilte diesen Volksschädling gemaß dem Antrage des Staatsanwalts zu acht Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust. Feldpostdiebin erhält acht Jahre Zuchthaus Essen. Vor dem Essener Sondergericht hatte sich die 48jährige Briefträgerin Frau Henriette Zedernhofer aus Gladbeck zu verantworten. weil sie sich trotz der zahlreichen Warnungen durch die Postverwaltung und der immer wieder veröffentlichten Sondergerichtsurteile gegen Feldpostmarder an insgesamt 27 bis 30 Feldpostpäckchen vergriffen hatte. Das Sondergericht verurteilte die bisher unbestrafte Angeklagte wegen ihres schweren Verbrechens gegen die kämpfende Front als Volksschädling zu acht Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust. a Schwarzschlächter gebört ins Gefängnis wunner. Der Bauer Franz Rennkamp aus Mönninghausen hatte sich in Paderborn vor dem Bielefelder Sondergericht zu verantworten. Er hatte im Februar 1942 ein Schwein mit einem Lebendgewicht von 150 Pfund schwarzgeschlachtet, um angeblich seine Landund Erntehelfer besser beköstigen zu können. Bereits vorher hatte er zwei Schwägern, die in der gleichen Lage sein wollten, beim Schlachten von drei Schweinen geholfen. Seine beiden Schwäger waren bereits in früheren Verhandlungen zu Gefängnisstrafen von neun Monaten und 1½ Jahren verurteilt worden. Neichesperwweitrumpf der Fagene Schöne Kämpfe und Leistungen in Schwerte Die Reichssportkämpfe der H3, also der deutschen Jugend, die am gestrigen Sonntag in allen Gemeinden stattfanden, waren ein„Fest der Gemeinschaft“. Auch in der Kriegszeit hat es sich die H3 zur Pflicht gemacht, die deutsche Jugend durch Leibesübungen gesund zu machen und zu erhalten. Die jährliche Krönung dieser Leibesübungen aber ist der Reichssportkampf der H I. Auch bei uns in Schwerte nahm dieser Kampf einen schönen und erhebenden Verlauf. Zwar ließ die Beteiligung der Bevölkerung— wenn auch nur als Zuschauer— hier zu wünschen übrig. Über den Wettkampf selbst können wir berichten: Reichssportwettkampf der HJ 1942 in Schwerte Der Sonnabend und Sonntag stand ganz im Zeichen des Reichssportwettkampfes der Hitler=Jugend. Die Jugend unseres Führers war wieder mal angetreten, um Zeugnis von ihren sportlichen Leistungen abzulegen. Am Sonnabendvormittag sah man den Jungmädel=Ring Schwerte unter Führung der Hauptringführerin Edith Renzing auf dem Reichsbahnsportplatz im Wettkampf um die Punkte. Der Nachmittag gehörte dem Deutschen Jungvolk, und zwar trug es seine Kämpfe auf den Sportplätzen unserer Heimatstadt unter Führung= ihrer Fähnleinführer Deterding und Zibale aus. Jedes Mädel und jeder Junge setzte seinen Ehrgeiz darin, die geforderte Punktzahl zu erreichen, um damit als Sieger die Ehrennadel in Empfang nehmen zu können. Schon am frühen Sonntagmorgen waren die Einheiten des HI=Stammes Schwerte angetreten, um ihre Wetkämpfe durchzuführen. Auf dem Sportplatz an der Oberschule für Jungen nahm Gefolgschaftsführer Reininghaus in Vertretung des Standortführers Lange die Flaggenparade vor. Nach dem gemeinsamen Lied„Nur der Freiheit gehört unser Leben" begannen die Kämpfe. Vor zahlreichen Zuschauern sah man einen reibungslosen Ablauf der sportlichen Veranstaltung. Die Sonderformationen des Stammes Schwerte stritten auf dem Sportplatz am Schützenhof unter Führung des Fliegergefolgschaftsführers Kußmann um die Punkte. Nachdem auf dem Sportplatz der Oberschule für Jungen der Dreikampf beendet war, traten die Mannschaften zu einem Staffellauf an, in dessen Verlauf die Mannschaft der Gefolgschaft 1/136 die der Gefolgschaft 5/136 überlegen schlug. In einem interessanten Handballspiel trennten sich zwei Mannschaften des Standortes unentschieden 1:1. Die B9M=Mädel von Schwerte waren während dieser Zeit auf dem Reichsbahnsportplatz eifrig bestrebt, ihre Siegerinnen festzustellen. Gegen 11.30 Uhr rückten alle Formationen der HI zur Schlageterschule ab, um der Siegerehrung beizuwohnen. Standortführer Lange begrüßte die erschienenen Ehrengäste, insbesondere die beiden Hoheitsträger der Partei, Pg. Mix und Pg. Schriever. Ortsgruppenleiter Pg. Mix wies in seiner Ansprache an die Schwerter HJ auf die Bedeutung der Reichssportwettkämpfe im Kriege hin. Anschließend gedachte Ortsgruppenleiter Pg. Schriever der gefallenen Helden des Freiheitskampfes unseres Volkes, insbesondere des vor einigen Tagen an der Ostfront gefallenen Führers des Jungbannes Iserlohn, Herbert Kleimann. Die Siegerehrung wurde umrahmt durch Märsche des Fanfarenzuges des Fähnleins 1/136. Dann beglückwünschten die Hoheitsträger der Partei und der Standortführer Lange die Sieger der einzelnen Formationen und überreichten ihnen als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen die Siegernadeln. Nach dem Sieg=Heil auf unseren Führer und dem Absingen des HI=Fahnenliedes wurde die Flagge eingeholt. Anschließend formierten sich die Fähnlein, Gefolgschaften und Gruppen unter Vorantritt des Fanfarenzuges des Fähnleins 1 und der Fahnengruppe zu einem kurzen Marsch durch den Stadtkern von Schwerte. An der Dienststelle der HJ am neuen Rathaus endigte dieser Marsch, und damit waren die Reichssportwettkämpfe der HI 1942 beendet. Im Verlauf der Kämpfe erschien auch der K=Führer des Bannes 136, Obergefolgschaftsführer Fritz Malms, in Begleitung der Bannmädelführerin Ilse Greeb, um sich von dem ordnungsgemäßen Verlauf der Kämpfe zu überzeugen. Bei dieser Gelegenheit verabschiedete sich der K=Bannführer von der Schwerter HI, da er zur Wehrmacht einberufen wird. Untenstehend die Sieger des Reichssportwettkampfes 1942. Gef. 1/136: Heckmann 351 P., Potthast 293 P., Berz 270 P., Poch 267 P., Berkenhoff 261 P. Gef. 2/136: Westkämper 247 P., Radix 238 P., Brinkmann 236 P., Hemke 227 P., Schnell 225 P. Gef. 5/136: Reuter 306 P., Siebald 286 P., Faust 282 P., Afflerbach 282 P., Klüh 252 P. Motor=Gef.: Gosemärker 270 P., Mix 239 P., Wister 225 P., Christ 225 P., Fischer 224 P. Flieger=Gef.: Kluger, Voß, Kathol, Angelkorte, Lemmes. Marine=Gef.: Piepenbrink 349 P., Marquis 338 P., Böckelühr 290 P., Preukschak 270 P., Kube 269 P. * Der beste Einzelsieger des HJ=Stammes Schwerte Heckmann, Gef. 1/136, 351 Punkte mit den Leistungen 100 Meter 11,9 Sek., Weitfprung 6,25 Meter, Keulenwerfen 59 Meter. Den 1. Mannschaftssieg des HI=Stamms Schwerte errang die Gef. 5/136 Kameradschaft 1 in der Besetzung Reuter, Siebald, Faust, Afflerbach, Schulte, Wiegelmann, Kötter, Flüßhöh, Neuhaus, Grafe, Enzian und Ewald mit der Gesamtpunktzahl 2976 vor der Gef. 1/136 Kameradschaft 1 mit der Gesamtpunktzahl 2103 und der Gef. 2/136 Kameradschaft 2 mit 2051 Punkten. Fähnlein 1/136: Kühne 355 P., Lohmann 306 P., Schwerte 276 P., Reuter 272 P., Caspari 272 P. Fähnlein 2/136: Stratmann 295 P., Wortmann 268 P., Schmidding 255 P., Ortmann 254 P., Feige 248 P. Fähnlein 5/136: Hötte 261 P., Prezeloni 251 P., Schemmer 241 P., Waslowsky 237 P., Halver 236 P. MFG=Fähnlein: Thiemann 268 P., Roeber 258 P., Mellentien 256 P., Tillmann 254 P., Willecke 249 P. Der beste Einzelsieger im Jungstamm Schwerte, Kühne, Fähnlein 1/136, 355 Punkte mit den Leistungen 60 Meter 8,6 Sek., Weitsprung 4,10 Meter, Ballweitwurf 88 Meter. Den 1. Mannschaftssieg des Jungstamms Schwerte errang das Fähnlein 2/136 Jungenschaft 7 mit 2419 Punkten. Jungmädel=Ring 1/136: Koberling 298 P., Köppelmann 296 P., Schütte 295 P., Kembüchler 295 P., Jäcker 288 P., Elksnat 281 P., Kaufhold 276 P., Voß 268 P., Schmandt 266 P., Frieg 263 P. Die besten Einzelsiegerinnen des Jungmädel=Rings Schwerte: 60 Meter Kembüchler, IM=Gruppe 5a, 8,6 Sek., Weitsprung Schneider, IM=Gruppe 3, 4,45 Meter, Ballweitwurf Kembüchler, IMGruppe 5a, 46 Meter. B9M=Ring Schwerte: Weber M. 322 P., Bußmann 298 P., Heer 293 P., Winter 290 P., Schulte 295 P., Harbecke 254 P., Taubensee 254 P., Kroll 253 P., Weber H. 253 P., Westermann 251 P. Die 5 besten Führerinnen des IM=Ringes Schwerte: Wegener 366 P., Spaeing 308 P., Ambur 290 P., Schwarz 264 P., Hohenschwert 256 P. Die besten Einzelsiegerinnen des BOM=Ringes Schwerte: 75 Meter Wegener„10,5 Sek., Weitsprung Spaeing 4,95 Meter, Ballweitwurf Wegener 68 Meter(alles Jungmädelführerinnen). Rennkamp erhielt eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und daneben Geld= und Wertersatzstrafen. Das Sondergericht betonte, daß jeder unerbittlich ins Gefängnis wandere, der trotz aller Warnungen und Hinweise sich dazu hinreißen lasse, der Front in den Rücken zu fallen und die Ernährungsanordnungen der Regierung zu sabotieren. Vom Unglück verfolgt Rheine. In der benachbarten Gemeinde Neuenkirchen fand ein 60jähriger Mann bei der Arbeit an einer Erdleitung den Tod. Der Fall ist um so trauriger, als die Familie einen Sohn durch Ertrinken in der Weser und einen zweiten Sohn durch einen Motorradunfall verlor. Alle drei Todesfälle durch Unglück ereigneten sich im Laufe der letzten beiden Jahre. Jagd auf Raubzeug ist erlaubt, wenn kein Wild getroffen wird Solingen=Ohligs. In einen schweren Verdacht geriet ein 37jähriger Mann, der die Erlaubnis besaß, im ausgedehnten Park des Aufderhöher Erholungsheimes Bethanien Jagd auf Spatzen, Eichelhäher, Krähen und sonstiges Raubwild zu machen und zu diesem Zweck von dem Anstaltsinspektor sogar eine Flobertbüchse erhalten hatte. Eines Tages beobachtete jedoch ein hinter einer Kiefer stehender Jagdaufseher, wie der Mann mit erhobenem Gewehr eine frische Hasenfährte verfolgte. Er stellte den Mann und brachte ihn zur Anzeige. Der Solinger Strafrichter verurteilte den Angeklagten wegen Jagdvergehens zu der gesetzlichen Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. In der Beweisaufnahme wies der als Sachverständiger gehörte Kreisjägermeister u. a. darauf hin, daß innerhalb eines umfriedeten Grundstücks auf Raubzeug geschossen werden dürfe, vorausgesetzt, daß eine polizeiliche Genehmigung zum Gebrauch einer Schußwaffe vorliege. Auf jagdbares Wild dürfe ohne die Genehmigung des Kreisjägermeisters überhaupt nicht geschossen werden, am allerwenigsten natürlich in der Schonzeit. Eine seltene Tieroperation Frankfurt a. M. Eine seltene Operation gelang einem Tierarzt in Frankfurt a. M.=Höchst bei dem wertvollen Windhund eines Höchster Einwohners. Das Tier war kürzlich auf einem Taunusausflug. auf den es sein Herr mitnahm, von einem anderen Hund, angefallen worden. Dabei wurde ihm ein großes Stück Fleisch ausgerissen und die Halsschlagader vollständig durchbissen. Sein Herr erkannte sofort die Verblutungsgefahr für das Tier und hielt die Schlagader mit den Händen so lange zu, bis sie notdürftig abgebunden werden konnte. Das Tier wurde später dem Tierarzt in Behandlung gegeben. Seiner ärztlichen Kunst gelang es. dem Hund das Leben zu erbalten. der „Bildnis des Führers" Eine farbige Zeichnung von Friedrich Hanisch, Berlin, ausgestellt in der Großen Berliner Kunstausstellung, die am Sonntag eröffnet wurde.(Scherl-Bilderdienst) sich mit durchbissener Schlagader und bei nur einseitiger Durchblutung anscheinend recht wohl fühlt. Der Fall dürfte auf veterinärärztlichem Gebiet zu den Seltenheiten gehören. Das vermißte Mädchen tot aufgefunden Gießen. Wie erst jetzt bekannt wird, wurde am Montagnachmittag in der Nähe von Waldgirmes die seit Dienstag voriger Woche vermißte 27 Jahre alte Luise Steinmüller aus Fellinghausen tot in der Lahn aufgefunden. Die Leiche wurde zur Sektion nach dem Wetzlarer Friedhof gebracht. Ueber die Todesursache ist noch nichts bekannt. Kinder rissen eine Friedhofsmauer nieder Dillingen. Einen gewiß nicht alltäglichen groben Unfug leisteten sich schulpflichtige Kinder in Dillingen. Sie rissen die Friedhofsmauer mutwillig nieder. wodurch beträchtlicher Schaden entstand. Druck und Verlag: Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlich f. d. gesamten Textteil: Hauptschriftleiter Dr. Hans=Adolf Ebing(z. Z. im Felde), i. B. Hermann Stens, Hagen; für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte. Zur Zeit ist Preisliste 12 gültig.