Die Schmueser Ueluuet ancheen rüchenlich uchund. Bezugspretse wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlahn), Postbezug monatlich 2.- RM.(einschl. 269 Rpf. Zeitungsgebühr und 0.44 Apf. Pestverpackungsgebühr) zuzüglich 35 Apf. Bestellgeld. Einzelnummer 10 Apf. Druck und Verlag: Haus Linner vormals Carl Braus, Schwerte. Geschäftsstelle: GroßMarktstr. 3—8 Auf: 2770 Fostscheckkonto: Dortmund 26e2 Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt: Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung dunstemprden die urchugmellene Büllimeereile ich unm breit) 6 Apf. Textanzeigen: Millimeter 20 Rpf Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeschenen Betriebsstörungen durch höhere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für p#aktliches Erscheinen der Zatung. auch kann kein Anspruch auf Schadenernsts oder 1 Aschlieferung erhoben werden 117 Donnerstag, den 21. Mai 1942 74. Jahrgang Der Eirh den nertsch= 130 000 Eefungene Schwere Panzer= und Flugzeugverluste der Sowjets bei Charkow- Hafen von Hull bombardiert Führerhau Oberkommando ptauar der Wehr11 Britenflugzeuge abgeschossen DNB Aus dem tier, 20. Mai. Das 5 macht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generalobersten von Manstein, unterstützt von starken Luftwafsenverbänden unter Führung der Generalobersten Löhr und Freiherrn von Richthofen, in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Meerenge von Kertsch in ganzer Breite erreicht und die letzten stark befenigten Brückenköpfe beiderseits der Stadt nach erbittertem Widerstand genommen. Nachdem die seit Ende Februar immer wiederholten Versuche des Feindes. die deutschen Stellungen in der Landenge nordostwärts Feodosija zu durchbrechen und die Krim wiederzugewinnen, gescheitert waren, trat die hier versammelte deutsch=rumänische Armee am 8. Mai zum Angriff an. Im ersten Ansturm wurde die zäh verteidigte, stark ausgebaute und tief gegliederte Parpatsch=Stellung durchbrochen und im Verlauf dieses Kampfes sowie bei der sofort ausgenommenen Verfolgung die Masse der feindlichen Kräfte eingeschlossen und vernichtet Die damit abgeschlossene Schlacht hat zur Vernichtung von drei sowietischen Armeen mit 17 Schützendivisionen, drei Schützenbrigaden, zwei Kavalleriedivisionen und vier Panzerbrigaden geführt. Bei hohen blutigen Verlusten verlor der Gegner 149 256 Gefangene, 258 Panzerkampfwagen, 1133 Geschütze, und unübersehbares anderes Kriegsmaterial. Nur Trümmer des Feindes konnten die Küste jenseits der Meerenge erreichen. In Luftkämpfen verlor der Gegner 323 Flugzeuge. In den Gewässern der Halbinsel wurden 16 Schiffe mit zusammen 13.600 BRT, ein Minensuchboot und 21 kleine Küstenfahrzeuge durch Luftangriffe versenkt. Zehn weitere Schiffe mittlerer Größe wurden durch Bombentreffer schwer beschädigt. Im Raum von Charkow wurden erneute Angriffe des Feindes in harten Kämpfen abgeschlagen. Hierbei wurden weitere 34 feindliche Panzer abgeschossen. Die Luftwaffe griff an den Schwerpunkten der Schlacht mit Kampf= und Sturzkampfverbänden wirksam in die Erdkämpfe ein, zerschlug Bereitstellungen des Feindes und vernichtete oder beschädigte 29 Panzer. Der Feind verlor am gestrigen Tage 36 Flugzeuge, ein eigenes Flugzeug wird vermißt. An der übrigen Front im Osten waren eigene Angriffsunternehmungen erfolgreich. Vereinzelte Vorstöße des Feindes wurden abgewiesen. Auf Malta wurden Bombenvolltreffer in Abstellplätzen des Flugplatzes Ta Venezia erzielt, in Luftkämpfen über Nordafrika zwei britische Jagdflugzeuge abgeschossen. Im Kampf gegen Großbritannien belegten stärkere Verbände der Luftwaffe in der gangenen Nacht das Hafengebiet von Hull an der Humbermündung mit Sprengund Brandbomben. Mehrere Brände wurden beobachtet. Leichte Kampfflugzeuge bombar. dierten bei einem Tagesvorstoß zur britischen Südküste mit Erfolg Fabrikanlagen. An der Kanalküste schossen deutsche Jäger ohne eigene Verluste aus feindlichen Jagdverbänden sieben Spitfire ab. Britische Bomber unternahmen in der letzten Nacht mehrere militärisch wirkungslose Störangriffe auf südwestdeutsches Gebiet. Sie warfen vorwiegend Brandbomben auf Wohnviertel. Die Schäden sind unerheblich. Nachtjäger und Flakartillerie brachten elf keindliche Flugzeuge zum Absturz. Bei den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch hat sich der Leutnant Friedrich, Kompanieührer in einem Infanterieregiment, burch besonoere Tapferkeit ausgezeichnet. Hauptmann Baer, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang am gestrigen Tage seinen 99. bis 103. Luftsieg. Das Jagdgeschwader 77 hat die Zahl seiner Abschüsse auf 2011 erhöht. Lebhafte Luftkämpfe über Malta Wieder sieben Britenflugzeuge abgeschossen DRB Rom, 20. Mai. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier bekannt: Gutliegendes Feuer unserer Vatterien verursachte in den feindlichen Stellungen eines Abschnitts der Cyrenaika=Kront Brände der Wehrmacht gibt von beträchtlichem Ausmaß und von längerer Dauer.„1„„(5uhen im 0. Zwei englische Flugzeuge wurden im Luftkampf von deutschen Fliegern, ein drittes von unserer Flak abgeschossen. Bei einem Einflug auf Benghast wurden einige Häuser beschädigt, die arabische Bevölkerung hatte fünf Opfer zu beklagen. Eines unserer U=Boote ist nicht in seinen Stützpunkt zurückgekehrt. Die Familienangehörigen der Besatzung sind benachrichtigt worden. Bei Bombenangriffen italienischer und deutscher Verbände kam es zu lebhaften Luftkämpfen über Malta. Zwei Spitfire und ein Beaufighter stürzten im Maschinengewehrfeuer unserer Jäger ab, die selbst keinerlei Verluste erlitten. Ein Seeaufklärungsflugzeug wurde nordöstlich von Pantelleria von zwei feindlichen Jägern angegriffen. Es schoß den einen Gegner ab und zwang den anderen zum Abdrehen. Das Seeaufklärungsflugzeug kehrte nach Erledigung seines Auftrages an seinen Stützpunkt zurück. aus heiterem Himmel“. Stimmen des Auslandes zum Sieg von Kertsch Die Vernichtung der drei Sowietarmeen auf der Halbinsel Kertsch und die großen Gefangenen= und Beutezahlen aus der Durchbruchsschlacht geben der norditalienischen Morgenpresse das Gepräge. Die abschließende Sondermeldung des OKW. wird in größter Aufmachung wiedergegeben. Diese Zahlen, so betont„Popolo d'Italia“, verraten eine regelrechte Flucht, eine nicht wieder gutzumachende Niederlage der Sowjets an einem der heikelsten Abschnitte der Front. Auf der Halbinsel Kertsch ist es, so sagt „Corriere della Sera". gelungen, ein aroßes Sowjetheer von Elitetruppen vollkommen auszuschalten. Dieser gewaltige Erfolg werde noch durch die schwere Niederlage erweitert, die die Bolschewisten im Abschnitt Charkow erlitten. Die vernichtende Niederlage der Sowiets auf Kertsch beherrscht die finnischen Morgenblätter. „Hufvudstadsbladet“ schreibt unter Hinweis auf die ungewöhnlich starken Befestigungswerke, die die Bolschewisten auf der Halbinsel angelegt hatten, die deutsche Führung und die deutsche Waffentechnik hätten ihren früheren Erfolgen einen neuen großen Triumph hinzufügen können. Aber auch vom rein taktischen Gesichtspunkte sei die Eroberung von Kertsch ein unbestreitbares Meisterstück. Die deutschen und rumänischen Truppen hätten erneut ihre alte Durchschlagskraft und ihren Angriffsgeist unter Beweis gestellt. Der bekannte bulgarische Militärschriftsteller Oberst Gantscheff nennt im„Slowo“ den deutschen Sieg auf Kertsch einen„Blitz aus heiterem Himmel“. Wie enttäuscht man in London sei, gehe daraus hervor, daß man die Bedeutung von Kertsch leugne und scheinbar die Ruhe bewahre. Kertsch sei besser befestigt gewesen als die Maginotlinie und die Sowiets hätten die Stellungen für uneinnehmbar angesehen. Der neue deutsche Sieg sei von größter Bedeutung. Der gewaltige Sieg der deutschen und rumänischen Truppen auf Kertsch und die Sondermeldung des Oberkommandos der Wehrmacht geben der rumänischen Presse am Mittwoch das beherrschende Gepräge. Die Vernichtung der drei Sowjetarmeen, die Zahl der zerschlagenen Schützen= und Kavalleriedivisionen sowie Panzerbrigaden wird dabei unterstrichen. Die Erfolge der rumänischen Verbände und die vielen Beweise erprobter Waffenkameradschaft mit der deutschen Wehrmacht werden besonders gewürdigt. Auch das Scheitern der Sowjetangriffe im Raum von Charkow wird von den rumänischen Blättern stark beachtet. Vergendene=Velrachtung Anters 5“ „Jede Bewegung hängt von seinen Truppen DRB. Berlin, 20. Mai. Im britischen Unterhaus, das sich am Dienstag über die für England immer trostloser werdende Kriegslage unterhielt, machte der von Churchill vorgeschickte stellvertretende Premierminister Attlee überaus sorgenvolle Ausführungen. Seine Erklärungen waren im wesentlichen nichts anderes als eine Entschuldigungsrede für die britischen Niederlagen an allen Fronten. Die hoffnungslose Lage in Ostasien versuchte Attlee mit dem Hinweis zu entschuldigen, daß es„offensichtlich unmöglich“ für England sei, ausreichende Streitkräfte an jedem Punkt zur Verfügung zu stellen, und daß es ebensowenig ratsam sei, den größten Teil der englischen Streitkräfte in einem bestimmten Gebiet zu konzentrieren, ehe Japan sein Hauptziel verraten habe.„Wir müssen aushalten“, so klagte Attlee,„bis wir unsere Stärke in der Luft, auf dem Wasser und zu Lande wiedergewinnen können.“ Seine Entschuldigungsrede befaßte sich sodann mit den berechtigten Vorwürfen des von England im Stich gelassenen Kanonenfutters. Mit Bezug auf Australien meinte er, daß auf englischer Seite„keine Gleichgültigkeit" bestehe. England sei bereit, wenn es erforderlich werde, in anderen Gebieten jede Gefahr für die Verteidigung Australiens auf sich zu nehmen. Einen nicht weniger spärlichen Trost gab er den Sowiets, denen er versicherte, daß das„Programm der Sowjethilfe aufrechterhalten bleibe“, obwohl es nicht sehr leicht sei. Den hoffnungslosen Stoizismus seiner Rede unterstrich besonders ein Satz, in dem er davon sprach, daß sich die„Verbündeten Nationen“ augenblicklich in einer Art von Pause befänden, bevor der Sommerfeldzug vollständig über sie„hereinbreche“. Eindeutiger konnte auch von dieser Seite nicht bestätigt werden, wie sehr jegliche Initiative in diesem Kriege bei den Achsenmächten liegt, während die Briten stets nur von„mutigen Nachhutkämpfen" berichten können, wie es Attlee in dieser Rede wieder einmal mit bekannter Lücherlichkeit von in General Alexander und Burma behauptete. Wenn Mister Attlee zum Schluß seiner„siegreichen Rückzugsrede“ die ungeheuren Entfernungen zwischen Murmansk, Afrika und Ostasien unterstrich, die alle des Schutzes durch Seestreitkräfte bedürften, und feststellte, daß jede Bewegung von Transportproblemen abhänge, so war dies zwar eine berechtigte Entschuldigung, aber gewiß für das Unterhaus keine ermutigende. „Die Verbündeten Nationen“ werden durch die klägliche Entschuldigungsrede, die nichts anderes als ein verstecktes Eingeständnis des britischen Unvermögens ist, nicht sehr beglückt sein. Oder ob sich vielleicht der chinesische Sprecher in Tschungking getröstet fühlte, der zur gleichen Stunde jammerte, daß große japanische Verstärkungen nach Burma hinein— und in Richtung China wieder hinaus— strömten? Wenn er ausrief:„Wir brauchen jede nur mögliche Hilfe, die schnell geschickt werden muß“ so kennt er nun die Antwort: das Transportproblem. Auch der kanadische Ministerpräsident Mackenzie King, der sich über das Problem des Kräfteeinsatzes am Dienstag vor einer Luftfahrtkonferenz in Ottawa hochtrabend ausließ, bekam eine schnelle Antwort. Wenn Mackenzie King— der einleitend die Umstände bedauerte, die es unmöglich machten, daß auch die sowjetischen Vertreter anwesend seien— den Schlüssel zum Sieg in der„Vervollständigung der Gleichschaltung der Anstrengungen“ sah, so findet er diesen Schlüssel nun in den Transportproblemen begraben. Und wenn er Mister Attlee vielleicht nicht glauben will, so vielleicht dem USA=Versorgungs=Chef, General Somerville, der am gleichen Tage betonte, daß die Transportfrage das größte Problem des amerikanischen und britischen Kriegsprogramms sei und daß auf jede mögliche Art versucht werden müsse, die Leistungsfähigkeit des Transportwesens zu steigern. Wenn er es aber weder dem klagenden Attlee noch dem Roosevelt=General glauben will, so werden es ihm die U.Boote der Achsenmächte auch weiterhin beweisen. Triumph deutscher Wassen Ein nordamerikanisches Blatt war dieser Tage zu der Feststellung gelangt, daß den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch große Bedeutung zukomme, weil es sich hier um eine Probe darüber handle, wie es mit der schlagkraft der deutschen Armee nach dem Ablauf des Winters bestellt sei. Jetzt liegt das Ergebnis dieser Probe vor. Durch die Sondermeldung vom 19. Mai und den Bericht des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht vom 20. Mai hat das deutsche Volk, hat die Welt erfahren, daß die Kämpfe auf der Halbinsel Kertsch zu einem neuen Triumph der deutschen Führung und des deutschen Soldaten geworden sind. Die Schwierigkeiten, die in diesem Ringen überwunden werden mußten, waren gewaltig. Schon von Natur aus waren die Verteidiger stark begünstigt. Der Eingang zur Halbinsel Kertsch war schmal und stark befestigt. Auch sonst war das Gelände durch unterirdische Verbindungsgänge für einen harten Widerstand aufs beste geeignet. Von den Verteidigungswerken hat der Feind selbst gesagt, daß sie überaus stark waren und besser noch als die Maginotlinie. Dazu haben die Bolschewisten während der Wintermonate Verstärkungen über Verstärkungen und vor allem schwere Waffen herangeschafft, um diesen Brückenkopf. koste es, was es wolle, zu halten. Der ganze Aufwand der Bolschewisten ist jedoch an dem Angriffsgeist der deutschen Soldaten und ihrer rumänischen Kameraden zuschanden geworden. Obwohl auch während der Wintermonate der Kampf auf der Halbinsel Kertsch niemals geruht hat, obwohl der Feind mehrfach den Versuch gemacht hat, die deutschen Stellungen in der Landenge von Kertsch auszuheben und die deutschen Divisionen durch Angriffe vom Rücken aus zu vernichten, waren die deutsch=rumänischen Verbände in jedem Augenblick dem Feind weit überlegen. 4, Lun## k. mmäniche Zunächst errangen die deutsch=rumänischen Truppen einen großen Erfolg der Abwehr, durch den die Bolschewisten genötigt wurden, das Gebiet. von Feodosija auf der Krim preiszugeben. Als dann am 8. Mai die deutsch=rumänischen Truppen zu der ersten Angriffsschlacht dieses Jahres antraten, da wurde der Welt vor Augen geführt, daß die Schlagkraft unserer Wehrmacht härter denn je ist. Die feindlichen Stellungen, sämtlich tief gegliedert, wurden überrannt, der sogenannte Tatarengraben, der den Vorstoß hemmen sollte, durch Operationen im Rücken des Feindes wertlos gemacht. und schließlich setzten die Divisionen des deutschen und des rumänischen Heeres zur Vernichtung der eingekesselten starken sowjetischen Streikräfte an. Elf Tage nach dem Sturmbeginn standen die deutsch=rumänischen Truppen in breiter Front an der Meerenge von Kertsch.. 41.6 Die Verluste, die der Feind in dieser Schlacht erlitten hat, sind überaus schwer. Die ergänzenden Mitteilungen des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht zeigen, wie hart auf der Halbinsel Kertsch aerungen worden ist. An einzelnen Stellen leistete der Feind, dicht gedrängt, den anstürmenden siegreichen Divisionen Widerstand, aber gerade das hat nur noch zu einer weiteren Häufung der bolschewistischen Verluste geführt. Mit uns aber ist insbesondere das verbündete Rumänien stolz auf diese gemeinsame Waffentat, und ebenso würdigt man in den übrigen in edler Waffenbrüderschaft mit Deutschland verbundenen Ländern diese erste große Waffentat im neuen Jahr,##uug#er Gerich Daß es den Bolschewisten Ernst war, Kertsch um jeden Preis zu halten, wird illustriert durch die Massierung von Abwehrkräften und sodann durch die verzweifelten Angriffe, zu denen die Bolschewisten im Raume von Charkow angetreten sind, in der Hoffnung, so den bolschewistischen Kolonnen auf Kertsch eine Entlastung bringen zu können. Aber auch diese Entlastungsangriffe, die man in London großsprecherisch bereits als Offensive bingestellt hatte, haben den Bolschewisten nur Verluste über Verluste gebracht und insbesondere gewaltige Einbußen an Panzern. So zeigt der neue deutsche Sieg, daß dem Feind auch im neuen Jahr nur Nachbut= und Rückzugsgefechte übrig bleiben. In den nächsten Wochen wird in Tokio ein gegenwärtig in Bildung begriffenes Nationalinstitut für Rassenforschung seine Tätigkeit aufnehmen. Das neue Institut, das der Aufsicht des Erziehungsministeriums untersteht, wird sich mit allen Rassenfragen beschäftigen, die sich innerhalb des großasiatischen Lebensraumes ergeben. Der Luftangriff auf Hull DNB Berlin, 20. Mai. Zu dem Angriff deutscher Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht auf die Hafenanlagen und andere kriegswichtige Ziele von Hull wird weiter mitgeteilt: Hull ist einer der wichtigsten Häfen für die überseeische Einfuhr Großbritanniens. Die 300 000 Einwohner zählende Stadt hat besondere Védeutung als Zentrum für die Verarbeitung von Oelfrüchten. Außerdem ist Hull bekannt als einer der wichtigsten Fischereihäfen in den Gewässern der Nordsee und des Atlantik. Ferner befinden sich dort zahlreiche Maschinenfabriken. Eisengießereien Flugzeugund Munitionsfabriken. Der deutsche Angriff traf also wieder einmal einen der Lebensnerven Großbritanniens. Spätes Eingeständnis Truppentransporter mit 2500 britischen Truppen versenkt DRB. Berlin, 20. Mai. Der große Fahrgastdampfer„Empreß of Asia“ rund 17·000 BRT, ist überfällig und wird als verloren angesehen, teilt das kanadische Schiffahrtsamt in Ottawa mit. Die„Empreß of Asia“ gehörte zur„Empire“= Klasse der„Canadian Pacific Line". die mit diesen Schiffen einen Fahrgastdienst über den Atlantik und Pazifik durchführte. Die Versenkung erfolgte bereits am 5. Febr. auf der Höhe von Sumatra. Die Versenkung des Schiffes, das als Truppentransporter Dienst tat, wurde von der britischen Admiralität geheim gehalten. Die„Empreß of Asia“ hatte 2500 Mann britischer Truppen an Bord, die nach Singapur gebracht werden sollten, um die dortigen britischen Streitkräfte zu verstärken. Es handelte sich bei den Trupven in der Hauptsache um kanadische Soldaten, Bei der Versenkung des Schiffes, die durch japanische Sturzkampfflieger erfolgte, kam ein Teil der Besatzung und der kanadischen Trupven ums Leben. 14 Ueberlebende der Besatzung, die jetzt in Vancouver eintrafen, berichteten Einzelheiten von dem Untergang des Schiffes. Danach wurde der Transporter auf der Höhe von Sumatra, als er in einem Geleitzug mit vier anderen Schiffen von dem britischen Kreuzer„Exeter“ eskortiert wurde, nicht weniger als sechsmal von japanischen Sturzkampffliegern angeariffen und in Brand geworfen. Nach dem sechsten Angriff ging das Schiff brennend unter. Heimathafen des Ozeandampfers war Vancouver in Britisch=Columbia. Eine Anzahl Schiffe der„Empire"=Klasse waren bei Kriegsausbruch zu Hilfskreuzern umgebaut worden oder taten als Truppentransportschiffe Dienst. Empfang der Volksgenossen aus Amerika Die deutschen Vertreter in Frankfurt am Main eingetroffen DRB. Frankfurt a. M., 20. Mai. Der überaus festliche und herzliche Empfang, den die deutsche Heimat den aus Amerika heimgekehrten deutschen Volksgenossen beim Betreten deutschen Bodens in Frankfurt am Main am Mittwoch bereitete, dürfte sie zu einem nicht geringen Teil für die vielen Mübsale und crangsalierungen entschädigt haben. die sie als aufrechte Vertreter des Deutschtums in den Hochburgen der jüdisch=plutokratischen Demokratie erduldet haben. Die alte Reichsstadt Frankfurt am Main hatte ihr schönstes Gewand angelegt. Der Frankfurter Hauptbahnhof war mit den Fahnen des Reiches und frischem Grün geschmuckt. SA. bildete ein Ehrenspalier, hinter dem sich in dichten Reihen die Bevölkerung Frankfurts drängte, um den Heimgekehrten das erste Willkommen zu entbieten. Als der erste Sonderzug gegen 9 Uhr auf dem Hauptbahnhof einlief, intonierte ein Musikkorps der Luftwaffe die Lieder der Nation. Tief bewegt standen die Deutschen aus Uebersee an den Fenstern. braungebrannt, die Mütter mit den Kindern auf den Armen, und sahen auf die zu ihren Ehren erschienenen Vertreter des Staates, der Wehrmacht, der Partei und die Volksgenossen. die ihnen das erste herzliche Willkommen entboten. Im Auftrag des Reichsaußenministers hieß Staatssekretär von Weizsäcker die deutschen Vertreter aus Uebersee in der Heimat willkommen, die sie alle mit heißem Herzen erwartet hat und nun freudig wieder in ihren Armen aufnimmt. NSDD.=Männer und HitlerJugend übernahmen die Besorgung des Gepäcks, NSV., Frauenschaft und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes eilten berbei, den Müttern und Kindern behilflich zu sein. Auf dem Bahnhofsvorplatz standen Lotsen der Biterzälugend. um die Rückgekebrten in ihre euurtiere zu, geleiten. Gegen 11 Uhr rraf ein zweiter Sonderzug ein, der mit der gleichen Herzlichkeit begrüßt wurde, während die vom RSKK. gestellten Hotelkommandanten ihnen mit Rat und Tat zur Seite standen. Am Mittwoch trafen etwa 400 Reichsdeutsche aus Uebersee ein. Ein letzter Transport mit etwa 200 Reichsdeutschen wird am kommenden Samstag erwartet. Strafanträge im Prozeß von Ankara Todesstrafe für die Angeklagten Suleyman und Abdurrahman 20. Mai. In dem Prozeß wedes Anschlags gegen den deutschen Botfter von Papen beantragte der Staatsanwalt am Mittwoch gegen die beiden türkischen Angeklagten Suleyman und Abdurrahman die Todesstrafe, gegen die sowjetischen Angeklagten Pawlow und Kornilow beantragte der Staatsanwalt die Anwendung des§§ 62 und 64 des türkischen Strafgesetzbuches Artikel 450 4. Abschnitt, der eine Kerkerstrafe von 15 bis 20 Jahren vorsieht, wegen Beteiligung an der vorbedachten Durchführung eines Anschlages auf das Leben einer dritten Person. Die Ausführungen des Staatsanwalts dauerten vier Stunden. Anschließend wurde der Prozeß auf den 3. Juni 1942 vertagt. Die Laftschlacht in der Rorofer Der mißglückte Angriffsversuch auf den Kreuzer„Prinz Eugen“. Von Kriegsberichter Josef Lagemann DNB.(PK.) Bei der Kriegsmarine. an Bord des Kreuzers„Prinz Eugen“. Im Wehrmachtbericht vom 18. Mai 1942 heißt es: In der nördlichen Nordsee griffen starke britische Luftstreitkräfte den Kreuzer„Prinz Eugen“ erfolglos an. Sie wurden unter schwersten Verlusten zurückgeschlagen. Der Kreuzer und seine Begleitfahrzeuge schossen sieben, Jäger und Flakartillerie 22 der angreifenden Bomber ab, so daß der Feind bei diesen Angriffsversuchen über die Hälfte seines Verbandes verlor. Seit Stunden läuft der Kreuzer„Prinz Eugen“ mit seinen Sicherungsfahrzeugen durch die nördliche Nordsee. Wir haben feindliche Aufklärer gesichtet. Verschärfter Ausguck ist befohlen. Meldung vom achteren Flakgeschützstand an Brücke: Steuerbord achteraus 30 Tiefflieger, Entfernung hundert! Fliegeralarm! Jetzt sind die feindlichen Maschinen bereits mit den bloßen Augen als feine Striche über der Kimm auszumachen. Da meldet der steuerbord fahrende Zerstörer eine Torpedolaufbahn. Ruder hart backbord! Mit quirlender Hecksee schiebt sich unser Kreuzer in den neuen Kurs. Die auseinandergezogene Kette der anfliegenden Flugzeuge reicht von Backbord über das Heck hinaus nach Steuerbord. Ein wirklich imponierender Anblick, wie die Maschinen, sich leicht wiegend. gleich einem Hornissenschwarm beranschwirren. Jäger und Bordflugzeuge toben kreuz und quer um das Schiff durcheinander. Sie warten auf die Abwehrsalven, die den feindlichen Verband sprengen sollen. Jetzt ist es so weit. Feuererlaubnis! Ein gewaltiger Stoß durchzittert den Kreuzer„Prinz Eugen". Fast gleichzeitig haben alle Waffen, selbst die Türme, ihre erste Salve gelöst. Schwefelgelbe und braune Qualmwolken ziehen achteraus und verdecken für einen Augenblick die Sicht zum Gegner. Vor dem und im feindlichen Verband steigen gewaltige Wasserfontänen empor. Sprengwolken liegen in Sperrzonen zwischen den Flugzeugen. Der Zusammenschluß in Japan Der politische Verband für den nationalen Dienst offiziell gegründet DRB. Tokio, 20. Mai. Am Dienstagvormittag fand in einem der größten Säle in Tokio eine Versammlung statt, in der der politische Verband für den nationalen Dienst „Yokuman Seijikai“ offiziell gegründet wurde, nachdem die Vorarbeiten hierfür, die mit der Ernennung des vorbereitenden Komitees am 7. Mai begonnen hatten, innerhalb von zwei Wochen zum Abschluß gebracht worden waren. Die Versammlung begann mit einem Bericht des ehemaligen Landwirtschaftsministers Yamazaki über die Lage. Er forderte einen stärkeren Einsatz der politischen Kräfte der Nation. Statuten, Ziele und Beschlüsse dieses Verbandes wurden sodann gebilligt. General Abe wurde von dem ehemaligen Finanzminister Ogura für den Posten des Präsidenten vorgeschlagen und der Vorschlaa einstimmig angenommen. General Abe sprach sodann über Bedeutung und Aufgabe der„Yokuman Seijikai“. Wie Meldungen aus dem Jrak besagen, hat die Heloten=Regierung Nuri Saids einen weiteren Schritt in ihren Bemühungen, jedes nationale Gefühl im Jrak im Auftrage Englands auszurotten, unternommen. Sie hat durch Verordnung mit sofortiger Wirkung alle sportlichen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Vereine und Organisationen verboten. Burma in japanischer Hand Vor der indischen Grenze bei Kalewa werden zurzeit die letzten britischen Truppen auf burmesischem Gebiet erledigt, und im Osten Burmas nimmt die Flankenbewegung gegen die Tschungkingprovinz Bünnan immer größere Formen an. Nur geringer örtlicher Widerstand versprengter Feindgruppen wird in Burma noch von japanischen Säuberungskommandos gebrochen. Weltbild=Gliese. Wie ein Blitz aus heiterem Blitz hat die erste Salve eingeschlagen. Ein wahrer Granatenhagel heult jetzt ohne Unterbrechung den feindlichen Maschinen entaegen. die auseinanderspritzen. Der geplante, massige Anariff ist bereits weit vom Ziel gescheitert. In das geballte Abwehrfeuer binein stoßen mit Todesverachtung unsere Jäger. treiben die letzten Reste von geschlossen fliegenden Flugzeugen auseinander und suchen ihre Erfolge. Und dann ist rund um unser Schiff die Hölle los! Von allen Seiten versuchen die feindlichen Maschinen die Jagd= und Flaksperre zu durchbrechen, ihre Torpedos loszuwerden und ins Ziel zu setzen. Es ist unmöglich, alle Einzelheiten zu erfassen. Voraus, achteraus, backbord und steuerbord toben die Luftkämpfe. greifen Flakgeschosse nach den Gegnern, stürzen feindliche Flugzeuge ins Meer, versinken oder treiben minutenlang als hell lodernde und qualmende-Trümmerhausen auf den Wellen. Torpedos ziehen ihre Blasenbahnen durch das Wasser. Mit harten Ruderlagen weicht der Kommandant allen Aalen aus. Keine Maschine kommt an den Kreuzer heran. Selbst schneidigste Anflüge zerbrechen an den Leistungen der Flakmannschaft. Mit Bordwaffen versucht der Tommy eine Bresche in unsere Abwehr zu schlagen. Vergebens! Die Flakwaffen des„Prinz Eugen“ die der Engländer bereits beim Marsch durch den Kanal zu spüren bekam, übertreffen sich diesmal selbst. Wie wir, so feuern die Begleitfahrzeuge aus allen Rohren. Dort hat eins unserer zur U=Boot=Sicherung eingesetzten Flugzeuge einen englischen Bomber angenommen. Wie eine Klette sitzt es dicht über dem feindlichen Flunzeug und hämmert seine Geschosse auf den Gegner. Alle Anstrengungen des Tommy, frei zu kommen, mißlingen, der Verfolger läßt nicht locker, bis der Gegner ins Meer stürzt und gleich versinkt. Der Feind ist auf der ganzen Linie geschlagen. Die übriggebliebenen Flugzeuge suchen, von unseren Jägern verfolgt, das Weite. Die britische Luftwaffe hat eine zweite Kanalschlacht verloren. Der deutsche Verband aber nimmt Kurs auf und führt seine Aufgabe planmäßig durch. Bolschewisierung Südafrikas Das sind die Früchte der Ehe London=Moskau DRB. Genk, 20. Mai. Nach den neuesten Meldungen aus Südafrika hat das Bündnis zwischen dem Bolschewismus und London nun auch in dem Land. wo Herr Smuts regiert, seine bekannten Früchte getragen. Der Eingeborenenminister der südafrikanischen Regierung hat sich genötigt gesehen, eine sehr wesentliche, von der bolschewistischen Agitation erhobene Forderung anzuerkennen. Er teilte mit, daß das Paßwesen für die Eingeborenen gelockert werden würde, da der Paßzwang zwecklos sei und nur Mißstimmung verursache. Bolschewistische Agenten sind im Ablaufe der vergangenen zehn Monate nicht müde geworden, diese Forderung nicht nur unter den Eingeborenen, sondern auch durch weiße Mittelsmänner im Parlament und in der Regierung zu propagieren, denn auf den rund 8 Millionen Eingeborenen der Südafrikanischen Union, denen nur etwa 2 Millionen Weiße gegenüberstehen, beruht die große Hoffnung der Sowiets im Süden des afrikanischen Kontinents. Während der Bolschewismus auf der einen Seite mit allen Mitteln die große Masse der Eingeborenen radikalisiert, versucht er auf der anderen Seite nach altbekanntem Muster die geistige Schicht zu infiltrieren. In einer von Schwarzen und Weißen besuchten Kommunistenversammlung in Kapstadt konnte der Redner bereits ohne Widerspruch die Feststellung treffen:„Rußland ist unser geistiges Vaterland". Die gesamte Bolschewisierung wird durch die immer noch anschwellende Zahl der Juden natürlich nur noch vorwärtsgetrieben. Wie neuerdinas festgestellt wurde, sind allein in der Universität Johannesburg von insgesamt 900 Medizinstudenten 440 Juden. Neuer Australiens Fliegerverband in die USA=Luftwaffe eingegliedert DNB Berlin, 20. Mai. Stück um Stück reißt Roosevelt von dem einst so stolzen Bau des britischen Weltreiches ab. Mit raffinierter Hinterlist bereitet der jüdische Erbschleicher jeden neuen Schritt vor. Jetzt „“ zum Veispiel die australischen Fliegge: formationen in die USA=Luftwaffe eingeglievert worden. Australiens, Luftfahrtminister mußte diese beschämende Latsache auf einer Luftfahrtkonferenz in Ottawa bekanntgeben. Ausgerechnet in Ottawa, der Hauptstadt des Dominions Kanada, das sich auch schon tief in den Polypenarmen des Dollarimperialismus befindet. Angesichts der nicht nachlassenden Schläge, die England in allen Weltteilen einstecken muß und angesichts der offen zugegebenen Unfähigkeit, auch nur auf einem Kriegsschauplatz machtvoll aufzutreten, wenden sich die Glieder des Empire von dem erfolglosen Mutterland ab. Bereits befehligen nordamerikanische Generale und Admirale Australiens und Neuseelands Land= und Seestreitkräfte. Da ist es für Roosevelt ganz logisch, nun mit der Eingliederung einzelner Waffen zu beginnen. Wie die„Jewish Chroniele“, das Organ der britischen Juden, voller Stolz berichtet, wurde der im mittleren Osten stationierte Juden, der während dieses Krieges in der britischen Armee Gener Halbinsel Kertsch Durch die Erstürmung der letzten bolschewistischen Brückenköpfe beiderseits der Stadt Kertsch nämlich der im Süden gelegenen Festung Kertsch und der die Meerenge beherrschenden Befestigungswerke von Jenikale (seinerzeit von den Türken angelegt), ist die gesamte Halbinsel Kertsch in deutscher Hand. Die Halbinsel ist 2500 Quadratkilometer groß, entspricht also etwa der Größe von Luxemburg. Bis zu 50 Kilometer breit, hat sie eine Länge von 90 Kilometer Luftlinie. Die Straße von Kertsch und Jenikale ist an der engsten Stelle 3 Kilometer breit. Das Land ist von den Ausläufern des Jailagebirges durchzogen. Reiche Eisenerzvorkommen wurden in Kertsch verhüttet. Die Tabakerzeugung des Landes ist bedeutend. Durch die Beherrschung der Meerenge von Kertsch ist den Bolschewisten der Zugang vom Asowschen Meer zum Schwarzen Meer versperrt. Welche Bedeutung die Bolschewisten dieser kleinen Halbinsel beiaus den verzweiselten Entlastungsangriffen im Raum bei Charkow. Den Fliegertod gestorben Major Alexander von Winterfeldt DNB. Berlin, 20. Mai. Major Alexander von Winterfeldt, der sich als Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader im Balkanfeldzug das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erwarb, fand den Fliegertod. Er ist am 11. Dezember 1898 in Berlin geboren. Sein Vater war der spätere Generalmajor Detlef von Winterfeldt, der als Militärattaché bei der Deutschen Botschaft in Paris bei den französischen Herbstmanövern 1913 schwer verunglückte, die Französische Ehrenlegion erhielt und 1918=19 der deutschen Waffenstillstandskommission angehörte. Der Sohn trat während des ersten Weltkrieges mit 17 Jahren als Fahnenjunker in das Kaiser=FranzGarde=Grenadier=Regiment Nr. 2 ein, wurde bei diesem Offizier und zweimal verwundet. Im letzten Kriegsjahr auf seinen Wunsch zur Fliegertruppe versetzt, schoß er kurz vor Kriegsende noch vier feindliche Flugzeuge ab. 1919 nahm er als Flieger in der Eisernen Division an den Kämpfen im Baltikum teil. Nach seinem Ausscheiden aus der Armee wurde er technischer Kaufmann und war zuletzt Exportleiter eines Industriewerks. Seit 1936 gehörte er der Luftwaffe als Reserveoffizier an. Mit dem Richthofen=Geschwader rückte er ins Feld. Nach der Beförderung zum Major kam er als Gruppenkommandeur zu einem anderen Jagdgeschwader. Das Ritterkreuz wurde ihm für seine hervorragenden Leistungen im Südostfeldzug verliehen. Trotz seiner 43 Jahre immer seiner Gruppe vorausfliegend, war er seinen weit jüngeren Kameraden stets ein leuchtendes Vorbild an Einsatzbereitschaft und Wagemut und führte sie in kühnen Tiefangriffen zu bedeutsamen Erfolgen. Er selbst schoß sechs feindliche Flugzeuge ab und zerstörte 15 am Boden. Straßenknotenpunkt genommen Erfolge im mittleren Frontabschnitt„ DRB. Berlin, 20. 5. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, waren am 9. Mai im mittleren Abschnitt der Ostfront unternommene deutsche Angriffe von Erfolg begleitet. So konnten Truppen einer deutschen Panzerdivision nach Ueberwindung schweren feindlichen Widerstandes ihre vordersten Stellungen weit vorverlegen und dabei mehrere Stützpunkte des Feindes besetzen. Durch Stoßtruppunternehmungen wurden dem Gegner drei weitere, durch Feldstellungen gesicherte Dörfer entrissen. Ein feindlicher Gegenstoß zur Rückgewinnung eines dieser wichtigen Stützpunkte wurde unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Bei weiteren Vorstößen drang ein deutsches Infanterieregiment durch stark ausgebaute, tiefgestaffelte feindliche Stellungen hindurch und nahm einen Straßenknotenpunkt, um den zwei Tage lang heftig gekämpft worden war. Der deutsche Angriff wurde noch weiter gegen den zurückweichenden Feind vorgetragen und führte zu betrachtlichem Geländegewinn. Im nördlichen Abschnitt der Ostfront zerschlug eine deutsche Kampfgruppe bartnäckigen feindlichen Widerstand und warf mit Unterstützung der deutschen Luftwaffe den Feind aus einer Einbruchsstelle hinaus. Ein von Panzern unterstützter Gegenstoß der Bolschewisten wurde abgewiesen und hierbei mehrere feindliche Kampfwagen außer Gefecht gesetzt. Die Bolschewisten verloren bei diesen Kampfen mehrere hundert Gefangene, ferner Tote und Verwundete in beträchtlicher Zahl. Im übrigen herrschte im Nordabschnitt der Ostfront außer Artilleriestörungsfeuer nur eine rege, für die deutschen Truppen erfolgreiche Späh= und Stoßtrupptätigkeit. In wenigen Zeilen Den Verlust des fast 12000 BRT großen kanadischen Tankschiffes Calgarolite“ hat die britische Admiralität bis heute verschwiegen. Jetzt ist durch die Aussagen von geretteten Besatzungsangehörigen des Schiffes der Beweis erbracht, daß der Tanker bereits am 9. Mai einem Unterseebootsangriff in Höhe der amerikanischen Ostküste zum Opfer fiel und gesunken ist. Die Besatzungsmitglieder, die diese Aussage machten. landeten jetzt in dem Hafen von Chetumal. Der brasilianische .* der“ f Dampfer„Comman= stieß in der Nähe des HaStaat ##alsrang erreicht bat. dante Ripp fens Fortaleza im nordbrasilianischen E Ceara mit einem brafilianischen Schnell boot zusammen, das unmittelbar danach mit seiner Besatzung unterging. Dos nationale Sparguthaben wächst, wie Domei meldet, unaufhörlich, was ein schlagender Beweis für die freudige Mitarbeit des ganzen japanischen Volkes an der Errichtung eines größeren Ostasiens ist. Das bei den Postämtern hinterlegte nationale Sparguthaben hat nunmehr zehn Milliarden Den erreicht. Um große Erfolge zu erreichen, muß etwas gewagt 21. Mai 1942. Schützt die Kartoffeln! Wir müssen alles vermeiden, was irgendwie eine Schmälerung der Kartoffelerträge bedingen könnte. Hohe Erträge sind nur von einem lückenlosen Feldl#estand zu erwarten, entfallen auf 100 Stauden fünf Fehlstellen, so gibt das je Hektar einen Ausfall von 20 dz ha. Alle Fehler im Kartoffelanbau machen sich Ende Juni, anfangs Juli am deutlichsten bemerkbar, dann aber ist es für einen verbessernden Eingriff zu spät. Es empfiehlt sich deshalb, jetzt auf die Umstände aufmerksam zu machen, die das normale, gesunde Wachstum stören können. Eine der Hauptursachen für das Auftreten von Fehlstellen sind Pilze und Bakterien, die teils bereits an der Kartoffel haften, vor allem aber massenhaft im Boden vorhanden sind und die Pflanzen anstecken. Bleiben die Knollen infolge seuchter und kalter Witterung lange Zeit ohne zu keimen im Boden liegen, so faulen sie oder sie laufen höchst langsam und ungleich auf, das ist immer ein Zeichen, daß etwas nicht in Ordnung ist. Verkümmerte Pflanzen, deren Spitzen braun und abgestorben sind, oder am Stengelgrund braune, morsche Stellen haben, sind vom Wurzeltöterpilz befallen. Deutlicher wahrnehmbar ist die durch Bakterien hervorgerufene Fußkrankheit, die sog. Schwarz= beinigkeit, bei der der Stengelgrund über und unter der Erk= sich schwarz färbt, erweicht und die die ganze Pflanze, besonders bei feuchtwarmem Wetter, frühzeitig zum gänzlichen Absterben bringt. Auch hier rollen die Blätter, aber mehr tütenförmig, um. Der Ernteausfall wird groß. Verletzungen, Wundstellen der Knollen und jungen Triebe, Störungen im Wachstum fördern die Ansteckung und Entwicklung der Krankheitserreger. Dabei spielt der Verlauf der Witterung eine maßgebliche Rolle. Dieser stehen wir zwar machtlos gegenüber, wir können jedoch bei den Kulturmaßnahmen vieles tun, was das rasche und kräftige Auflaufen unterstützt und vor Ansteckung schützt, das heißt, bestes Saatgut vorausgesetzt, in erster Linie nicht zu frühe Saat, Vermeidung jeder Beschädigung der Knollen und Sprosse, genügend warmer Boden, sorgfältigste Bearbeitung, gleichmäßig weites und flaches Legen der Knollen, Verwendung des Vielfachgerätes, ständige Lockerhaltung des Bodens, Verhinderung jeglicher Krustenbildung durch Eggen und Hacken, Entfernung der kranken Stauden im Felde und der kranken Knollen bei der Ernte. Tageschronik :- Da wir diesen Krieg für unsere Zukunft führen. müssen wir denjenigen, die diese Zukunft einmal tragen sollen, durch eine umfassende Gesundheitsfürsorge die entsprechende Leistungsfähigkeit geben. Diesem Ziel dient die Jugenderholungspflege der RSV. Die Partei zeigt auch auf diesem Gebiet, daß der Krieg sie nur noch gewappneter und stärker findet. Allein im Gau Westfalen=Süd kommen in diesem Jahr viele Zehntausende von Kindern durch die NSV in Erholung. Willst du nicht Anteil an diesem schönen Werk haben? Hole das bisher Versäumte nach und werde Mitglied der RSV! Störche im Ruhrtal. Am Dienstag konnte man in den frühen Morgenstunden sechs Störche beobachten, die in den Ruhrweiden bei Gut Niederweischede stolz einherspazierten und sich hier für einige Zeit aufhielten. Die Tiere haben, scheinbar hier nur Zwischenstation gemacht, denn nach einiger Zeit waren sie verschwunden. Ein schönes Werk zum Muttertag Am Ehrentag der deutschen Mutter wurden von einigen B9M=Mädeln unter Leitung der Mädelscharführerin Lotti Braun den kranken Müttern des Marienhospitals zu Schwerte einige Lieder vorgetragen. Während die anderen Mütter zur Feierstunde gehen konnten, sollte auch den kranken Muttern eine Freude bereitet werden. Mit Blumensträußen geschmückt, standen die Mädel in ihren weißen Blusen im Halbkreis aufgestellt. Die Türen der Krankenzimmer waren geöffnet, so daß alle die Lieder hören konnten. Besonders die Frühlingslieder, wie„Grüß Gott, du schöner Maien",„Nun will der Lenz uns grüßen" und„Und die Morgenfrühe, das ist unsere Zeit“ gefielen allen sehr gut. Nach den Liedvorträgen wurden den Müttern Blumen gebracht. Es kann gesagt werden, daß die Mütter sich sehr gefreut haben darüber, daß die Mädchen an ihrem Ehrentage ihrer im Krankenhaus gedacht haben. Zum Schluß sangen die Mädchen noch„An dem reinsten Frühlingsmorgen“ und„Der Winter ist vergangen“. Dann gingen unsere Mädel in dem Bewußtsein nach Hause, den kranken Mittern eine große Freude bereitet zu haben, was auch von den Schwestern und Arzten bestätigt wurde. Reichlichere Fischversorgung gesichert Für die nächsten Wochen und Monate ist mit einer recht günstigen Versorgungslage in Seefischen aus deutschen und ausländischen Fängen zu rechnen. In der Ostsee haben die deutschen Fischerboote infolge der gegenwärtigen Laichzeit der Dorsche gute Fänge von bester Qualität eingebracht. Aus Dänemark sind für die nächste Zeit große Zufuhren an Schollen zu erwarten, die in diesem Frühjahr dort in Rekordmengen gefangen wurden. Auch die Zufuhren aus Norwegen sind zufriedenstellend. Doch handelt es sich bei den norwegischen Fischen weniger um neue Fänge dieses Frühjahrs, sondern um Erträge, die während des Winters aufgestapelt waren und nunmehr in Form von Filets, Salzfisch und Klippfisch zu uns gelangen. Aus diesen Lieferungen stammt auch der Rohstoff für Fischpasten und Seelachoschnitzel, die jetzt In der Auggabestelle für Bezugscheine sind am Freitag die Volksgenossen mit den Buchstaben 2—9 an der Reihe. Ein Eergefung auf Schwerte Von H. Maag In dem bekannten Geschichtsbuche von v. Steinen( gabe folgt, daß er es 1584 im 42. Lebensjahre versaßt bei„Schwerte" Seite 1523 ein interessantes Ge habe Sodann heißt ee in Vorsen(Her. und Rentg. ist dererrn. Eon Nm en fantes. Gedicht über Schwerte abgedruckt, das dadurch erfreulicherweise der Vergessenheit entrissen worden ist. Es ist in lateinischer Sprache von einem Landsmann von uns mit Namen Johannes Starck verfaßt; der vor 400 Jahren in Schwerte geboren ist und aus einer alteingesessenen Familie stammte.(Ein Ewald Starcke war schon 1473 Ratsherr in Schwerte.) Er wird einer der ersten Schüler der nicht lange nach 1556 gegründeten höheren Schule(des jetzigen Gymnasiums) gewesen sein, da er sich freudig alumnus von Schwerte nennt; später war er ev. Seelsorger in Westerhusen bei Magdeburg. Starck beherrschte, wie man an dem Gedichte sieht, die alten Sprachen und war ebenso in den humanistischen Wissenschaften zu Hause, also ein gelehrter Mann. Aber in keiner Matrikel einer Universität habe ich seinen Namen finden können. Sein Gedicht hat er„Lobgesang in Bersen" betitelt. Es ist von wärmster Liebe zu seiner Vaterstadt getragen, die ihn mit ihren damals so ungefähr 750 Einwohnern noch im vorgerückten Lebensalter zu diesen kunstvollen Versen begeisterte. Sie sind ergötzlich zu lesen, namentlich die scherzhaften Anspielungen auf die Namen von Schwerte und von Villigst, auf den Namen des damaligen Drosten Friedrich v. d. Mark, auf das Wappen der Stadt usw. Das Gedicht ist 1584 entstanden; zu dieser Zeit hatte das Wappen der Stadt, wie Starcke schreibt, eine rote Grundlage, auf der dann die gekreuzten Schwerter wohl in silberheller Farbe aufgetragen(die Stadtfarben damals also rot=silber oder rot=weiß) gewesen sein werden. Das Burghaus Helle wird auffallenderweise gar nicht darin erwähnt, wohl aber das Rathaus(jetzt Museum), das er(1584) als„neu erbaut“ bezeichnet. Es möge hier der Versuch folgen, es sinn gemäß in die deutsche Sprache zu übersetzen. Der Abdruck bei v. Steinen enthält aber anscheinend Wort= und Interpunktionsfehler, welche die Übersetzung erschweren und an einigen Stellen Zweifel an der Richtigkeit aufkommen lassen. Aber es bleibt genug übrig, woran man seine Freude hat. Drei zweiselhafte Stellen sind durch ein Fragezeichen(?) kenntlich gemacht. Starck beschreibt in einer Vorrede zunächst umständlich die geographische Lage von Schwerte und widmet sein Gedicht dann ebenso umständlich dem Vorsteher und den Presbytern, dem Bürgermeister und Rat usw., worauf dann die Anhae. Sbbann heigl es in Bersen(Heg= und Penlametern): So wie Odysseus aus Ithaka das tückische Meer durchfurchend sich danach sehnte, den Rauch des heimischen Herdes wiederzusehen(dem ich, Johannes, geboren in der berühmten Grafschaft Mark von alteingesessenen Eltern, meinen Namen„der Starcke“ gnädiglich verleihe), so werde ich, so oft ich dein malerisches Bild in meiner Seele vor Augen habe, hingerissen von der Liebe zu dir, meine Vaterstadt. Denn heimatlicher Boden zieht durch seine Lieblichkeit nun mal einen jeden an, und es geziemt uns, die Heimat in treuem Gedenken zu halten. Sie gibt uns die fürs Leben kräftigende Luft, und mit der Mutter gibt sie uns Milch und die Wiege. Sie läßt uns in heiligem Bade wiedergeboren werden, sie lehrt uns die ersten Grundlagen des heiligen Glaubens. Sie zuerst öffnet uns zugleich den Weg zu den Wassern des Helikon schon von zarter Jugend an. Daher dürsen selbst die Dümmsten denjenigen für undankbar erklären, welcher sich um seine Heimat nicht kümmert und keine Liebe zu ihr hat. Ihn hat, glaube ich, ein Riphäischer Kieselstein oder der Marpesische Felsen hervorgebracht oder eine wilde Tigerin hat ihn gesäugt. Daher sei gegrüßt, o dn Vaterstadt, gelegen in fruchtbarem Gefilde! Du hast, glaube ich, von den Schwertern deinen Ramen. Die beiden gekreuzten Schwerter sind das bekannte Zeichen des Rates, das er wie ein Symbol in seiner Rechten hält. Sie haben die Gestalt eines Kreuzes, weil sie das Symbol desjenigen sind, der für uns daran gekreuzigt wurde. Die Bibel“) vertraute uns zwei Schwerter an. Eines soll dem Kaiser sein, das andere im Dienste Gottes stehen. Dieser besiegt den geistigen Satanas und wehrt ihn ab; jener aber straft jeden Frevel in der Welt. Für die Gemeinde und den christlichen Glauben möge die Stadt stets bereit sein, ihre Schwerter gegen die Feinde zu schwingen. Es stimmt: es ist eine große Ehre, für die Heimat sein Blut vergossen zu haben. Das lehrt der in roter Farbe hell leuchtende Schild! So mögen dich, Schwerte, dein Name und dessen Ableitung ständig an deine doppelten Pflichten erinnern. ) Die Bibel? Die Lehre von diesen zwei Schwertern tauchte erst vor etwa 900 Jahren auf. (Fortsetzung folgt) wieder in größerer Menge verfügbar werden. Insgesamt wird sich in diesem Jahr bei frischen Seefischen und Marinaden(einschl. Paste) eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung durchführen lassen. Aus der norwegischen Heringssaison stammen die Salzheringe, die vermutlich im Mai=Juni in den wichtigsten Versorgungsgebieten(Großstädten, Industriestandorten) zugeteilt werden. des Bäckerhandwerks Zur Beratung wichtiger Fragen hatte der Reichsinnungsverband des Bäckerhandwerks seine Bezirksinnungsmeister und Geschäftsführer im Reich, darunter auch Westfalen, nach Berlin einberufen. Stellv. Vorsitzender der Hauptvereinigung der Deutschen Getreide= und Futtermittelwirtschaft Sschirnt sprach über getreidewirtschaftliche Maßnahmen. Er betonte, daß die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Mehl= und Brotversorgung eine anerkennenswerte Leistung darstelle. In diesem Rahmen verdiene auch das Bäckerhandwerk besondere Anerkennung, dem es gelungen sei, allen Anforderungen gerecht zu werden und die notwendigen fachlichen Umstellungen reibungslos durchzuführen. Auch für die Zukunft müsse man vom Bäckerhandwerk erwarten, daß es das Schwergewicht seiner Arbeit auf die Qualität seines Brotes lege. Die Bereitstellung eines einwandfreien Brotes sei ein wesentlicher Faktor für unsere Ernährungswirtschaft. Auf weite Sicht seien die Aussichten der Getreidewirtschaft für Deutschland durchaus günstig. Reichshandwerksmeister Schramm beschäftigte sich in seinem Vortrage mit Rationalisierungsmaßnahmen im Handwerk. Es komme hierbei besonders darauf an, die vorhandenen Arbeitskräfte so einzusetzen, daß sie das Beste an Leistungen vollbringen. Nach anerkennenden Worten des Ministerialrates Dr. Kraus vom Reichswirtschaftsministerium reihte sich der Arbeitstagung eine Schulungstagung der Obermeister des Bäckerhandwerks an. Auf dieser gab Hauptgeschäftsführer Dr. Springfeld einen Überblick über die notwendig gewordenen Rohstoffzuteilungen. Hauptfachgruppenleiter Raatz teilte mit, daß eine enge Zusammenarbeit des Reichsinnungsverbandes des Bäckerhandwerks mit dem Fachamt der DAF gewährleistet sei. Der Reichsinnungsmeister Grüsser schloß die Reichstagung ab unter Hinweis auf die bedeutsamen Zukunftsaufgaben des deutschen Bäckerhandwerks. Besonderen Dank zollte er den Meisterfrauen, welche im Bäckerhandwerk Leistungen im Kriege vollbrächten, die besondere Anerkennung verdienten. alte Schieferdach als Vorbild Trotz des kriegsbedingten Stillstandes im Baugewerbe wird schon heute auch auf diesem Gebiet unserer Wirtschaft geplant und für den Frieden vorgearbeitet, und zwar mit dem Hauptziel, das künftige Bauen so auszurichten, daß es landschaftsgebunden ist, d. h. daß es sich in die Landschaft und ihre Gegebenheiten harmonisch einfügt. In diesem Rahmen verdienen auch die Ausführungen des Leiters des Staatlichen Hochbauamtes in Dillenburg, Reg.=Baurat Hildebrand, Erwähnung, die er kürzlich in Siegen in einer Versammlung der Fachgruppe Bauwesen im RSBDT vor vielen Fachleuten machte. Er sprach über die alte deutsche Schieferdeckart, deren Wiederbelebung mit Unterstützung der verantwortlichen Stellen des deutschen Handwerks, vor allem auch durch die Mayener Reichsfachschule, angestrebt wird. Auch in der Baukunst ist es bisher immer so gewesen, daß auf Zeiten der Blüte Zeiten des Verfalls und des Niedergangs folgten, oft wirtschaftlich und politisch bedingt, immer aber als Folge eines Nachlassens der architektonischen und handwerkstechnischen Fähigkeiten. Diese Erscheinung tritt besonders deutlich beim Siegerländer und sauerländischen Schieferdach hervor. Heute sieht man kaum noch ein wirklich formschönes, landschaftsgebundenes und dem Vorbild der alten Meister in etwa nachkommendes Schieferdach. Es sind nur noch schablonenhaft gefertigte Arbeiten ohne handwerkliches Können, ohne eigenen Formensinn, ohne Anpassung an den Charakter des Bauwerkes und der Landschaft. Durch engste Zusammenarbeit zwischen Architekten und Handwerksmeistern werde alles getan, dem Schieferdach in seiner alten, heimischen Bauform wieder zur Geltung zu verhelfen. Die höheren Unkosten dieser Schieferdächer würden durch eine längere Lebensdauer als die des Ziegeldaches wieder wettgemacht. Diese Art der Schieferdächer gebrauche zwar auch mehr Steine als die heutige Schieferdeckart, die aber wieder durch den Verbrauch von Steinen verschiedener Größen auf der anderen Seite eine größere Ausbeute des anfallenden Materials möglich mache. Aus der alten Schieferdeckweise spräche Leben und handwerkliche Kunst, jeder Schematismus ist vermieden. Jetzt gelte es, daß alle Kreise, die irgendwie die Baugestaltung beeinflussen können und die Verständnis für eine landschafts= und entwicklungsverbundene Bauweise haben, zusammenstehen, um dem alten, erprobten Schieferdeckungsverfahren wieder Freunde und Anhänger zu gewinnen. Freundschaftsdienst Geh', Lisel, sagt der kloane Bua, Geh' her und hilf mir g'schwind dazua I hab' mei Aufgab’ no net g'macht, I hab's allao net ferti bracht. (Scherl-Bilderdienst=Kester=Autoflex) 3000 Jungen marschierten Die Pressestelle des Bannes Iserlohn 136 gibt bekannt: An einem der letzten Sonntage führte die H9 des Bannes Iserlohn 136 eine großzügige Propagandaaktion durch. In Iserlohn fand auf dem Schillerplatz ein Appell des Standorts der HI statt, an dem 820 Jungen teilnahmen. Anschließend formierten sich die Einheiten zu einem Propagandamarsch die Stadt, der mit dem Vorbeimarsch auf dem AdolfHitler=Platz abgeschlossen wurde. In Schwerte wurde eine Jugendfilmstunde mit dem Film„Der große König" durchgeführt. Auf dem Platz am Langemarckheim besichtigte dann der K-Führer des Bannes Iserlohn 136, Obergefolgschaftsführer Fritz Malms, die Hitler=Jugend und sprach zu den Jungen über die Haltung der HJ im Kriege.„Fahne ist Kraft, Fahne ist, was uns aufwärts rafft! Du, Führer, bist für uns Befehl! Wir stehn in deinem Namen“, so schloß er seine Ansprache. 706 Hitlerjungen traten dann zum Propagandamarsch durch Schwerte an. Am neuen Rathaus nahm der K=Bannführer den Vorbeimarsch ab. Auch in Letmathe sah die H3„Den großen König“. Anschließend wurde ein Propagandamarsch durchgeführt. Die Hohenlimburger HI marschierte mit 610 Jungen über das Ostfeld, durch Letmathe und durch Oege zurück nach Hohenlimburg. In Bösperde— dieser Standort sei hier als Beispiel für die kleineren Einheiten genannt— veranstaltete die Gefolgschaft ein Fußballturnier und anschließend einen sportlichen Wettkampf über 4100 Meter, 10 200 Meter, 3000 Meter. Hier— wie auch in Menden— wurde dann ein Propagandamarsch durch die Ortschaft durchgeführt. Bis in die kleinsten Einheiten hat die Hitler=Jugend damit wieder ihren aktivistischen Schwung bewiesen. Unser aktueller Bilderdienst im Aushangkasten an der Haselackstraße zeigt folgende neue Aufnahmen: Italien begeht den Tag seines Imperiums und der Wehrmacht: Die Angriffsschlacht auf der Halbinsel Kertsch; Bei unsern rumänischen Waffenbrüdern; Ein amerikanischer Kreuzer ist zwischen Spitzbergen und Nordkap versenkt; Ehrung der deutschen Mütter am Muttertag; Von der Durchbruchsschlacht auf der Halbinsel Kertsch: Die deutsche Luftwaffe über dem Mittelmeer; Die Frau im Rüstungsbetrieb. 30 000 nuturfrehe Menschen un Der Sauerländische Gebirgsverein in stetem Auftrieb— Der Führerrat tagte in Hagen Im Anschluß an die Eröffnung der Hagener Frühjahrsausstellung Sauerländischer Künstler trat der Sauerländische Gebirgsverein zu einer Sitzung seines gesamten Führrates zusammen. Alle Gebiete des Sauerlandes, Siegerlandes, Wittgensteiner Landes, des Bergischen und Oberbergischen, des Industriegebietes und der nördlichen Randgebiete waren vertreten. Im dritten Kriegsjahr stieg die Mitgliederzahl in rund 360 Abteilungen auf nahezu 36.000, wie der Gesamtvereinsführer, Regierungspräsident Dellenbusch, hervorhob. Damit nahm der Verein seit 1933 um 15000 Mitglieder zu; er war im Zuwachs führend unter allen deutschen Gebirgs= und Wandervereinen. Das auf eine neue Grundlage gestellte Vortragswesen entwickelte sich im vergangenen Kriegswinter aufs beste: Maria Kahle, Heinrich Luhmann und andere Heimatdichter und Schriftsteller sprachen in zahlreichen Abteilungen. Ein Schallplattenarchiv wird geschaffen. Auch das zweite Feldpostbüchlein „Euch grüßt die Heimat“ fand bei den weit über 5000 eingezogenen Mitgliedern fruchtbaren Widerhall. Die Finanzen des Vereins sind gesund. Über die Werbearbeit sprach Oberamtsanwalt Sluet(Arnsberg). Oberstudiendirektor Dr. SchulteBraucks(Soest) berichtete über die Dietarbeit, die neben dem Ausbau des Vortragswesens vornehmlich der Vertiefung der Heimat= und Volkstumsarbeit auf dem Lande gewidmet war, und, zu den reichen Quellen dieser volkskulturellen Arbeit vorstieß. Das Hauptwegenetz des SGV wurde nach dem Bericht des Hauptwegewarts Rektor Hammer(Hagen), auch während des Krieges tadellos instandgehalten. Der Schaffung neuer Fußgängerpfade widmet der Verein seine besondere Aufmerksamkeit. Die Wandertätigkeit des SGV ließ auch in dem letzten Jahre nicht nach; einzelne Abteilungen führten 1941, wie Hauptwanderwart Dr. Poth(Menden) nachwies, bis 280 Wanderungen durch, naturgemäß heute in der nächsten Umgebung. Für die richtige Lenkung des nach dem Kriege zu erwartenden Aufschwungs rechten besinnlichen Wanderns werden schon Vorbereitungen getroffen. Zu den die deutsche Seele bereichernden Aufgaben gehört Heimat= und Naturschutz. Der Obmann für diese Dinge im SGV, Wilhelm Münker(Hilchenbach) stellte die Wichtigkeit von Anpflanzungen und die Förderung des Laubwaldes zur Erzielung einer schöneren Heimat heraus. Der Krieg braucht hier keinerlei Hemmungen auszulösen. Mit einer Übersicht über die Lage der deutschen Gebirgs= und Wandervereine beschloß Regierungspräsident Dellenbusch die vom Geiste zielstrebigen Aufbauwillene erfüllte Ansprache. Wie der SGP für alle Wanderer und Naturfreunde die Wege zu den schönsten Punkten und den stillsten Fleckchen seiner Arbeitsgebietes zwischen Rhein, Lippe, Waldecker Land und Sieg wandersicher gezeichnet hat, so ist auch der Weg, den der Verein selbst geht, klar und bestimmt vorgezeichnet; er führt nicht ins Blaue, ins Ungewisse, sondern eindeutig zu einer Stärkung und Verinnerlichung deutschen Wandereriums und zur Heranziehung heimatbewußter, heimatstolzer und naturfroher Menschen. Ro.— In dieser Pockung erhalten Sie in den Geschäften Salmiak-AlA. Es ist besonders geeignet bei allen groben und hartnäckigen Verechrretengen, beseltigf spielene Rost und Hecke! Bergestell in den Persil-Werken # Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer lieben Mutter, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Familie Wilhelm Fellermann Westhofen, im Mai 1942. Gebrauchter kinderwagen mit Matratze für 30 RM zu verk. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. 1547 Gebrauchter Kinderwagen für 20 RM zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der Schwerter Zeitung. Rnzug oder Rnzugstoff mit Zutaten für schlanke Figur, 1,74 Meter(Gr. 48) zu kaufen ges. Bergische Straße 13 part. Unterschriftsmappen Papierscheren Heftmaschinen Federhalter Stahlfedern Ersatzfedern Tinten Etiketten Minen Geschäftsbücher Büroleim Stempelfarbe vorrätig bei Haus Linner vorm. C. Braus Gas Jum anziereit Westhosen. Die Musterung der Pflichtigen des weiblichen Reichsarbeitsdienstes aus den Gemeinden des Amtes Westhofen findet am 16. Juni 1942 in Schwerte im Gasthof Stadermann und im Gesundheitsamt statt. Westhofen. Auf einem hiesigen Werk wurde einem Arbeitskameraden während der Mittagspause aus seinem Spind ein größerer Geldbetrag gestohlen. Sich an solchem sauer erworbenen Lohn zu vergreifen, ist doppelt verwerflich. Wer einen derart gemeinen Dieb zur Anzeige bringt, erweist der ganzen Werksgefolgschaft einen großen Dienst. Holzen. Es ist sehr ärgerlich, wenn Gartenbesitzer feststellen müssen, daß frei umherlaufende Hühner in ihren Gärten die mit Mühe und Kosten hergestellten Beete zerkratzt und Saaten und Pflänzchen ausgerissen und gefressen haben. Nicht nur der Nachbarfrieden wird hierdurch gestört, sondern es werden meist mit Recht auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Weil trotz Ermahnung einige Hühnerhalter doch wieder entgegen den feldpolizeilichen Bestimmungen ihre Hühner in Gärten laufen ließen, wurden die Besitzer jetzt zur Anzeige gebracht. Holzen. Auf Grund des Gesetzes zur Förderung der Tierzucht wird am Freitag, 22. Mai, um 15 Uhr in Holzen an der Eintrachtschule die diesjährige Hauptkörung der Bullen und Eber abgehalten. Geisecke. Die diesjährige Hauptkörung der Bullen und Eber findet am Freitag, 22. Mai, um 12.30 Uhr in Geisecke auf dem Hofe Spaemann statt. Ergste=Leckingsen. Das Fest der goldenen Hochzeit können heute die Eheleute Karl Dreier und Sophie Amalie Dreier geb Schäfer. wohnhaft in Leckingsen, feiern. Ergste. Zu den Bahnsaisoneröffnungskämpfen in der Reichsbahnkampfbahn Schwerte=Ost hatte der hiesige Turnverein„Grüne Eiche“ Bürenbruch einige Sportler entsandt, die trotz starker Konkurrenz als Sieger heimkehren konnten. Trotz des Krieges geht der Turn= und Sportbetrieb des genannten Vereins weiter. Als Sieger kehrten heim in der Klasse der Männer über 50 Jahre: 1. Sieger Emil Schäfer, in der Klasse der Männer über 40 Jahre: 1. Sieger Hermann Krallemann, HI Klasse B: 4. Sieger Fritz Marquis, Klasse Jungvolk: 20. Sieger Karlheinz Heidbreder, 22. Sieger Reinhold Marquis. Bei den Einze ömpfen erhielt Fritz Marquis mit 5,10 Meter in de. HI=Klasse den 3. Preis. errgse. In den letzten Tagen sind auf dem Fundbiiro drei Geldbörsen mit Inhalt abgegeben worden. In einer Geldbörse findet sich sogar ein größerer Betrag. Eine Geldbörse wurde auf der Provinzialstraße von Kalthof nach Hennen gefunden. Die Verlierer können sich die verlorenen Gegenstände während der Dienststunden auf dem Polizeibüro Ergste abholen. Höchstpreise für Gemüse und Obst Treibgurken 71, Treibkohlrabi 31, Petersilie 10, Porree 28, 26, 24, Radieschen 500 g 72, Bund 11, Rhabarber rotstielig 13, rotfleischig 15, Rübstiel 18, Treibkopfsalat 25, 28, Schnittsalat 38, Schnittlauch 8, Sommerspinat 20, Suppengrün 12, Kühlhauszwiebeln 17, Spargel 1,33, 1,00, 76, 55. Winterspinat 12, Kartoffeln: gelbe 47, weiße, rote, blaue 44. Heilpflanzen, die wir im Mai sammeln Die Jugend im Gau Westfalen=Süd sammelt im Monat Mai folgende Heilpflanzen: Huflattichblüten; junge, eben sich entfaltende Blütenkörbchen ohne Stiele. Voll entfaltete und bereits abblühende Blüten nicht mitsammeln. Gänseblümchen; Blüten ohne Stiele. Löwenzahn; Kraut ohne Wurzeln, Kraut mit Wurzeln, Wurzeln allein, Blüten ohne Stiele. Brennesselkraut; bis zu 20 cm langes, junges Kraut. Hirtentäschel; blühendes Kraut ohne Wurzel. Schlehenblüten; Blüten ohne Holzteile. Stiefmütterchen; blühendes Kraut ohne Wurzel, gelbblühendes und blaublühendes Kraut getrennt halten. Weißdornblüten; Blüten. Der Rundfunk am Freitag Reichsprogramm: Der einarmige, kriegsverletzte Pianist Rudolf Horn beweist sein künstlerisches Leistungsvermögen in einem Klavierkonzert von 11.00—11.30 Uhr, das neben der Bach=Chaconne in der Bearbeitung von Brahms ein ihm gewidmetes„Albumblatt“ von Hillar Saha enthält. Melodien aus der wenig bekannten Oper„Hans Sachs“ von Albert Lortzing, aus Marschners„Hans Heilina". Webers „Euryanthe“ u. a. bieten das Große Orchester und der Chor des Reichssenders Hamburg unter Leitung von Adolf Secker mit Lisa Jungkind und Helmuth Vogt als Solisten im Nachmittagskonzert von 16.00—17.00 Uhr. In der „Musik zum Feierabend“ von 17.15—18.30 erklingt volkstümliche und tänzerische Musik für Orchester und Solisten, dargeboten vom Kleinen Orchester des Reichssenders Stuttgart unter Leitung von Willi Butz, unterstützt von Sängern, Instrumentalisten und den„lustigen Musikanten". Zu bunten Klanabildern aus dem Volksleben Hamburgs mit Liedern, Tänzen, Märschen u. a. vereinigen sich in der Sendung„Alles herhören!“ von 20.20—21.00 Uhr das Große Orchester des Reichssenders Hamburg unter Leitung von Otto Ebel von Sosen, Kämmersänger Theo Herrmann und der Chor der Hamburger Staatsoper. die Unterhaltungskapelle Jan Hoffmann und weitere Orchester= und Chorgemeinschaften. Im„heiteren Spiel“ vom Reichssender Hamburg von 21.00—22.00 Uhr bringen Ilse Kögel, Bernhard Jakschtat, Jan Hoffmann und Herbert Heinemann mit Chor und Orchester Tanzstücke und Operettenweisen von Raymond, Rixner, Kattnigg. Dostal u. a. Deutschlandsender: Der bekannte Komponist Mark Lothar dirigiert eigene Werke in der „Schönen Musik zum späten Nachmittag“ von 17.30—18.30 Uhr, darunter Bruchstücke aus „Schneider Wibbel“ und der Eichendorff=Suite. Anschließend erklingt Musik aus der Serenade und der„Venezianischen Suite" von WolfFerrari: Solist: Walter Hauck, Sprecher: Claus Clausen. Das Stroß=Quartett mit dem Pianisten Friedrich Wührer stellt sich in der Sendung von 20.15—21.00 Uhr vor. Zum Vortrag S UTT SKUNDE die Astra langsam und mäßig zu rauchen und sorgsam mit ihr umzugehen, damit Aroma und Frische nicht leiden. R KVRIAZ MIT UND OHNE MUNDSTOCK IUundgescheuert Der Arzt warnt vor einem einfachen Hieftpflaster, vielmehr empfiehlt er ein richtiges Wundpflaster. Also Traumaplast mit dem luftdurchlässigen Mullkissen, das ein weiches Polster bildet und die Wunde bzw. Blase sowohl vor Verunreinigung als auch vor neuerlicher Reibung schützt. EEEEE läßt wehe Wunden schnell gesunden. gelangen Pfitzners vier Klavierstücke und Robert Schumanns Klavierquintett. Werk 44. Zum Geburtstag Wagners bietet das Große Orchester des Reichssenders Königsberg unter Leitung von Wolfgang Brückner in der Sendung von 22.00—22.00 Uhr wenia bekannte Werke des Meisters, darunter Sätze aus der C=Dur=Sinfonie und ein Klarinetten=Adagio. SH=Fußballspiele Um die HJ=Standortmeisterschaft Zum weiteren Ausscheidungsspiel treffen sich am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr an der Oberschule für Jungen die Mannschaften der Motorsportgefolgschaft 3/136 Schwerte und der Marinegefolgschaft 1/136 Schwerte. Die Motorgefolgschaft hat ihr erstes Spiel bereits siegreich zu ihren Gunsten entschieden, wogegen die Marinegefolgschaft erstmalig in die Kämpfe eingreift. Jedenfalls werden beide Mannschaften bemüht sein, den Sieg an ihre Fahnen zu heften. Druck und Verlag: Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlich f. d. gesamten Textteil: Hauptschriftleiter Dr. Hans=Adolf Ebing(z. 8. im Felde), i. V. Hermann Stens, Hagen; für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte. Zur Zeit ist Preisliste 12 gültig. Steittunng der Ein Hans-Ernst-Roman Ucheber sahiger, Farnweh und tiefen Heimatsehnen Urheber-Aounserein:„stscher Ronen-Verlog, Bad Sechsa(Södharz) 71 Die Erhabenheit der dortigen Natur schlug ihn ganz in =ihren Bann. Dieses brüderliche Verwachsensein von Fels und Meer wirkte befreiend und beruhigend auf ihn. Was S### schön, so stil zu sitzen, zu schauen und zu horchen. Schir salsgleich lag das Meer da, urgewaltig war seine Sprache. Wenn er einsam auf einer Höhe stand und in die ewige Ferne blickte, dann empfand er mit schmerzhafter Deutlichkeit, daß seinem Leben etwas fehlte, eine sorgende, liebende Frauenhand. Was hatte ihm aller Ruhm und Glanz der lehten Bühle bedeutet? Nichts war es gegen eine einzige Stunde des Glückes in stiller Häuslichkeit einer Familie. Die Frauen und Mädchen, die seinen Weg in den ietzten Jahren kreuzten, sie alle waren nicht das, wonach er sich sehnte. Vor Monaten war er auch an jenem stillen Hügel gewesen, unter dem Elvira schlief. Wie wild und wirr die Rosen über ihrem Grabe blühten. Dichter Efeu umschlang das kleine Holzkreuz. Nun allerdings stand ein schönes Denkmal aus Stein dort und er hatte vorgesorgt, daß dieses Grab niemals mehr einsam und verwildert unter den anderen zu stehen brauchte. Während dieses stillen Verweilens am Grabe war ihm wiederum so richtig bewußt geworden, daß er dem Kinde doch wieder eine Mutter geben müsse. Ja, es war, als ob die Tote ihm dies aus der dunklen Mütterlichkeit der Erde herauf auftragen wolle. Und da mußte er wieder an Christine denken. Zu dieser Zeit, da er so still und ruhig auf Helgoland lobte, fotzte er den#tuischlichz, derwegen an Christine zu schreiben. Er brauchte mehrere Nachtstunden zu diesem Brief, der zu einem langen Geständnis und Bekenntnis wurde. Er wartete eine volle Woche auf Antwort. Noch niemals vorher hatte er mit einer schmerzlicheren Sehnsucht auf etwas gewartet. Als nach acht Tagen noch kein Bescheid da war, da nahm er an, daß er einen sehr großen Fehler begangen habe. Christine mußte ihn wohl für einen kompletten Narren halten, daß er jetzt, nach den vielen Jahren, erst erkennen wollte, was er damals leichten Herzens aufgegeben hatte und nun erst die Erkenntis in ihm lebendig wurde, daß sie der richtige Kamerad für sein Leben sei. Da war es wohl besser, sie lachte einige Zeit über den Narren und gab ihm überhaupt keine Antwort auf seinen Brief. Als Martin sich mit diesem Gedanken abgefunden hatte, daß Christine von ihm nichts mehr wissen wollte, da waltete der Zufall wieder einmal seines Amtes. Wie von ungefähr geriet ihm eine Zeitung, die ein Kurgast auf einer Bank am Meer liegengelassen hatte, in seine Hände. Und da las er, daß das Schloßgut Reuth zu verkaufen sei. Eigentümlich davon berührt, ließ Martin das Blatt sinken. Warum Herr Amstetten=Schelte das Gut wohl verkaufte? Hatte er nicht einen Sohn, der es nach ihm übernehmen konnte? Es ließ ihm keine rechte Ruhe mehr und er ließ noch am selben Tage Erkundigungen einziehen. Da war es nicht Herr Amstetten, der das Gut veräußern wollte, sondern eben dieser Sohn. Herr Amstetten war im Frühjahr gestorben. Am andern Tage reiste Martin Breitenbacher ab. Nun hatte er wieder einen kühnen Plan. Sein Reiseziel war Magdeburg, wo er Heydebrucks aufsuchen wollte. Als er Helgoland verließ, kam ein Brief von Christine an. Er erreichte ihn nicht mehr. * Frau Heydebruck war wie aus den Wolken gefallen, als plötzlich Martin vor ihr stand. Sie konnte so gunächst gür nicht fassen und hatte Tränen in den Augen. Dann aber telefonierte sie gleich ihrem Mann in die Fabrik, daß er kommen möchte. Als man sich von der allgemeinen Überraschung erholt hatte, legte Martin seinen Plan dar. Der war so verwegen in seiner Art, daß Herr Heydebruck ihn betroffen ansah. „Aber haben Sie denn eine Ahnung, lieber Martin, was dieses Gut kosten wird?“ „Was es kostet, ist einerlei. Die Hauptsache ist, daß er mir nicht an der Nase vorübergeht und daß es zunächst in Seehalden geheim bleibt, wer der Käufer ist. Darum bin ich ja zu Ihnen gekommen, lieber Heydebruck.“ Man beriet noch lange darüber, schließlich war man dann so weit, daß Herr Heydebruck am nächsten Morgen abreiste, um für Martin Breitenbacher den Kauf abzuschließen. Martin wollte inzwischen in Magdeburg bleiben. Er hatte wieder wie damals dasselbe, blinde Vertrauen zu dieser Frau und schüttete ihr sein Herz aus. Und als sie wußte, wonach er sich sehnte, da nahm sie sich vor, von sich aus an Christine zu schreiben. Da kam aber am zweiten Abend ein Brief für Martin an, der von Helgoland nachgeschickt worden war. Wie unsinnig all seine Gedanken gewesen waren. Wie wenig er Christine doch gekannt hatte. Er müßte sich fast verkriechen, so groß war diese Schande. In jedem ihrer Worte schwang eine Welt von Liebe und Verzeihen. Ob er denn glaube, schrieb sie, daß sie nur deshalb allein geblieben sei, weil nach ihm kein anderer mehr gekommen sei zu ihr? Nein, nicht deswegen, sondern nur, weil sie ja keinen andern erhören konnte mit der anderen, einmaligen Liebe im Her16n. Gortsetzung sigts