OrRUSrec Dle Schumne Tchung ercheient wüchenrlich urchumd. Bezugspreis wöchentlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postkuzug monatlich 2.- RM.(einschl. 282 Apf. Zeitungsgebühr und 0.44 Rpf. Postverpackungegebühr) zuzüglich 35 Rpf. Beezallgeld Einselnummer 10 Rpf Druck und Verlag: Hans Innner vormale Carl Braus. Schwerte. Geschäftostelle: Große Marktstr. 3—5 Ruf: 2770. Postscheckkonto: Dortmund 2832 wederte Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt= Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Anseigenpreise: die sechgeppeltens Billimstertaelle 49 mm breit) 6 Hpf. Texianseigen: Millimeter 20 Rpf Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewöhr. Bei unvorhergesehenen Betriebsstörungen durch hähere Gewalt übernehmen wir keinerlei Gewähr für günktliches Bracheinen der Zaatung. such kann kein Anspruch auf Schadenersatz oder 1 Achlieferung erhoben werden 96 Sonnabend, den 25. April 1942 74. Jahrgang eeene brrxe Ter.2r unseter Kare!“(süung int Ehurchilseset Mhrterhanse de 35000 BRT vor der ASA=Küste, 13 600 BRT im Mittelmeer versenkt— Erfolge im Osten Rollende Angriffe gegen Malta DNB. Aus dem Führerhauptauar= tier, 24. April. Das Oberkommando er Wehrmacht gibt bekannt: Im Südteil der Ostfront waren eigene Angriffs= und Stoßtruppunternehmungen im Donezgebiet erfolgreich. Im Seegebiet von Noworosiisk wurden ein Sowjettanter und zwei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. Im nördlichen Frontabschnitt wurde eine abgeschnittene Kräftearuppe des Feindes an der Wolchow=Front nach mehrtügigen Kämpfen vernichtet. Kampffliigzeuge griffen die Hafenanlagen von Murmansk an und beschädigten ein Handelsschiff durch Bombentreffer. Bei der Säuberung des rückwärtigen Gebietes vernichteten ungarische Verbände eine stark bewaffnete bolschewistische Bande.. 1.8. M Eings. „In Lappland wiesen deutsche Gebirgsjäger mehrere seindliche Angriffe ab und fügten dem Gegner schwere Verluste zu. Im Mittelmeer versenkten deutsche Unterseeboote aus dem britischen Nachschubverkehr zwei Transporter mit 13 600 BRT und drei Küstensegler.„„( Die militärischen Anlagen von La Valetta und die Flugplätze der Insel Malta erlitten burch rollende Luftangriffe erneute schwvere Beschädigungen. g 4u6— 8.2i. An der amerikanischen Ostküste und im Karibischen Meer versenkten deutsche Unterseeboote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 35.000 BRT. Unmittelbar vor einem nordamerikanischen Hafen griff ein Unterseeboot einen Schlepper mit drei Leichtern an und versenkte durch Artilleriefener den gesamten Schleppaug. f.4 Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht mit guter Spreng= und Brandwirkung Hafenaulagen an der englischen Süblüste 0 Britische Bomber griefen in der Nacht zum 24. 4. Wohnviertel verschie dener Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste, vier der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. In der Zeit vom 11. bis 20. 4, verlor die britische Luftwaffe 161 Flugzeuge, davon 46 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 25 eigene Flugzeuge verloren. Oberlentnant Ostermann errang am gestrigen Taag seinen 83. bis 85. Luftsieg. Briten verloren neun Flugzeuge Der italienische Wehrmachtbericht DRB. Rom, 24. April. Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Vortlaut: Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekaunt: An der Cyrenaikafront Zusammen#iße vorgeschobener Abteilungen, die einen für uns günstigen Ausgang nahmen. Eine bereits vorher beschädigte und zur Landung innerhalb unserer Linien gezwungene Blenheim wurde später von einem unserer Aufklärungsflugzeuge in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge bombardierten Benabasi, wo 2 Tote und 2 Verletzte unter der muselmanischen Bevölkerung zu beklagen sind. Gegen Malta wurden neuerliche heftige Angriffe von bedeutenden Luitverbänden durchgeführt und sehr schwere Schäden an den Luft= und Flottenstützpunkten der Insel angerichtet. In Luftkämpfen verlor die englische Luftwaffe im Kampf mit deutschen Jägern fünf Spitfire und eine Hurricane. Der Gegner führte in der vergangenen Nacht zwei Einflüge auf Comiso durch, ohne jedoch Schäden anzurichten und ohne daß Opfer zu beklagen sind. Zwei der an der Aktion teilnehmenden Bomber wurden von der Flak in der Umgebung von Vittoria und in der Umgebung von Acate abgeschossen. Die über Vittoria(Ragusa) abgeworfenen Bomben verletzten ein Kind und beschädigten einige Gebäude. Neue Ritterkreuzträger DNB Berlin, 24. April. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Alfons Schmalz, Flugzeugführer in einem Stukageschwadere. 99 BstekLeutnant Alfons Schmalz. am 23. Oktober 1919 in Dortmund geboren, hat bei seinen bisher geflogenen 289 Einsätzen rücksichtsloses Draufgängertum und vorbildlichen Angriffsgeist bewiesen. Im Kampf gegen die britische Mittelmeerflotte und beim Kreta=Unternehmen hat er Taten von unerschrockenem Heldenmut gezeigt. Im Osten hat Leutnant Schmalz in Zusammenarbeit mit dem Heer bei den Angriffen und Abwehrkämpfen des Winters außer den blutigen Verlusten, die er dem Gegner zufügte, 70 bis 80 Lastkraftwagen, darunter 20 mit Munition beladen, durch Volltreffer zerstört und mehrere Batterien außer Gefecht gesetzt. Leutnant Schmalz ist einer der besten Flugzeugführer seiner Gruppe und ist an ihren Gesamterfolgen maßgeblich beteiligt. Der Führer verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Henne, Staffelkavitän in einem Kampfgeschwader Hauptmann Rudolf Henne, am 8. Dezember 1913 in München geboren, hat als Flugzeugführer und Staffelkapitän auf 4 Kriegsschauplätzen über 150 Feindeinsätze geflogen. In zahlreichen Flügen gegen Frankreich und England hat er in kühnen Tiefangriffen beispielgebende Erfolge errungen. So gelang es ihm unter anderem bei Dünkirchen eine Hafenschleuse zu zerstören, vor Dieppe einen britischen Transporter von 10000 BRT zu versenken und eine Fernkampfbatterie zu zerschlagen. Im Osten führte Hauptmann Henne seine ausschließlich an den Brennpunkten der Front eingesetzte Nahkampfstaffel von Erfolg zu Erfolg. Zahlreiche Angriffe flog er an der Spitze seiner Staffel gegen die stark belegten und schwer verteidigten Flugplätze der Krim. Ob Schlechtwettereinsätze oder stärkste Flak= und Jagdabwehr, rücksichtslos führte er seine Aufträge durch und zerstörte 68 Flugzeuge am Boden Von einem als bewaffnete Aufktärung geflogenen Auftrag brachte Hauptmann Henne die Meldung über die Bereitstellung von drei Kavalleriekorps und starken Panzerkräften mit Damit vollbrachte er eine Waffentat von entscheidender Wirkung. Hauptmann Henne hat bei allen Feindflügen ein hervorragendes Maß an Tapferkeit und an Schneid. verbunden mit großem taktischen und fliegerischen Können gezeigt. Er ist einer der ältesten, erfahrensten und erfolgreichsten Flugzeugführer mit dem größten Anteil an den Gesamterfolgen der Kampfgruppe. Ganze 8 Minuten auf dem Festland Der mißglückte britische Landungsversuch bei Boulogne DRB Berlin, 24. April. Der vergebliche britische Landungsversuch an der französischen Kanalküste südlich von Boulogne scheiterte an der Wachsamkeit des deutschen Soldaten und zeigt wiederum, daß alle derartigen Versuche, wie auch seinerzeit bei Saint Nazaire, wo der Brite einen Zerstörer einige ausgebrannte Schnellboote, ein paar hundert Gefangene und zahlreiche Tote zurücklassen mußte, blutig zurückgeschlagen werden. Zu dem mißglückten Landungsversuch der Briten erfahren wir vom Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten: Bei dem Versuch, einen Drahtverhau am Strand zu durchschneiden, wurde der Feind bemerkt. Er selbst eröffnete daraufhin mit Maschinenpistolen und Gewehren ein sinn: toses Feuer in die dunkle Nacht. Aus dem Rach Austratten=Reuseeiane Noosevelt dehnt seinen Raubzug auf südpazifisches Gebiet aus DNB Stockholm. 24. April. Wie Reuter aus Wellington meldet, bestätigte der neuseeländische Ministerpräsident Fraser am Donnerstag, daß Neuseeland und die Inselgebiete einschließlich der Fidschi=Inseln zu einem Gebiet zusammengeschlossen worden seien, das als„Südpazisisches Gebiet“ unter das Kommando der U SA=Marine gestellt werden würde. Dieses Gebiet würde von dem südwestlichen Gebiet des Pazifik unter dem Oberbefehl Mar Artburs unterschieden werden. 22 „Es war unser Wunsch“, so erklärte Fraser bei der Begründung dieser folgenschweren Maßnahme.„daß Australien und Neuseeland in enger Verbindung in demselben Gebiet vereint bleiben sollten aber die strategischen Erwägungen, die in Washington beschlossen werden, müssen natürlich den Vorrang vor allem anderen haben. Es werden jedoch auch weiter Vorkehrungen für die engste Zusammenarbeit zwischen den Regierungen von Neuseeland und Australien und zwischen Mar Arthur und den Befehlshabern von Neuseeland und dem südvazifischen Gebiet getroffen werden. Die militärische Verbindung wurde bereits durch die Ernennung von Brigadekommandeur Goß für Australien verwirklicht, der seine Funktionen im Stabe. Mac Arthurs bereits aufgenommen hat.“ Der Raubzug Roosevelts gegen die pazifischen Besitzungen des britischen Empire nimmt also seinen Fortgang. Näch Australien ist nunmehr auch Neuseeland grettungslos in die Fangarme des nordamerikanischen Imperialismus geraten. Dabei ist besonders bemerkenswert das raffinierte Vorgehen Roosevelts, der zur Durchsetzung seiner Ziele die militärisch und verwaltungstechnisch benachbarten Dominions zunächst einmal trennt und sie besonderen Behörden unterstellt, um sie so einzeln bequemer= unter seine Botmäßigkeit bringen zu können. Der schüchterne Protest, der aus den Erklärungen Frasers herauszuhören ist, zeigt. daß man in Australien und Neuseeland dieser Entwicklung mit gemischten Gefühlen entgegensieht. Jedoch wird dies den Vampyr im Weißen Hause bei der Durchführung seiner Pläne in keiner Weise stören. Er weiß, daß der unrettbare Zerfall des britischen Empire nicht mehr aufzuhalten ist und geht deshalb mit eiskalter Berechnung daran, sich einen möglichst großen Anteil an der Erbschaft zu sichern. Mündungsfeuer ließ sich erkennen daß sich etwa 50 Söldaten am Strand befanden. In wenigen Augenblicken waren die Besatzungen der deutschen Kampfunterstände und Bunker abwehrbereit. Scheinwerfer blitzten auf und das Feuer der Maschinengewehre bereitete dem Feind einen blutigen Empfang. Der Brite ergriff jetzt schleunigst die Flucht und rettete sich in zwei. etwa 100 Meter vom Strand entfernt liegenden Schnellbooten. Eine aufziehende Nebelwand kennzeichnete den Fluchtweg der abgewiesenen Briten. Kurze Zeit später packten deutsche Schnellboote den Gegner, der sich seewärts zurückzog. Bei Tagesanbruch wurden vor dem Stacheldraht die bei der Flucht zurückgelassenen englischen Gewehre und Handaranaten, einige Minen. Schanzzeug und Ausrüstungsgegenstände gefunden. Offensichtlich hatte der Gegner Verwundete, wie aus blutigen Schleifspuren, die zum Strand führten, zu erkennen Auch dieses mißglückte Unternehmen, bei dem sich die Briten rühmen können, ganze acht Minuten auf französischem Boden gewesen zu sein, hat wiederum gezeigt, daß der Brite, wo er an der Küste erscheinen mag. von dem abwehrbereiten deutschen Soldaten blutig zurückgeschlagen wird. Anstatt angesichts dieses Reinfalls zu schweigen, entblöden sich, wie Meldungen aus Stockholm besagen, die englischen Zeitungen nicht. unter riesigen Ueberschriften ausführliche, begeisterte Kommentare zu bringen, in denen diese Acht=Minuten=Landung als„völlig geglücktes Unternehmen“, geschildert Man ist in Landon begeistert und merkt nach echt englischer Manier gar nicht, wie lächerlich sich das einst so stolze Albion in der Welt macht, wenn es heute faselt, die Engländer hätten nunmehr die Initiative an sich gerissen. Wenn 50 Engländer eine Stiob= visite an der französischen Küste machen und dann von den stets wachsamen deutschen Soldaten wieder ins Wasser geworfen werden, ist das etwa der Vorgeschmack der von der britischen Presse angekündigten Offensive? Viel Spaß, kann man da nur sagen! Solche Vorstöße von acht Minuten Dauer sind das Gegenteil einer Heldentat. Sie beweisen uns abermals, wie tief England gesunken ist. Es mub dem nach einer zweiten Front samIn einer mehr als vierstündigen Geheimsitzung, hat Churchill dem Unterhaus die schon seit langem angekündigte Erklärung über die Kriegslage abgegeben. Daß er seine Ausführungen hinter verschlossenen Türen gemacht hat, ist ein Beweis mehr für die kritische Lage, in der sich England befindet. Gerade in diesen Tagen hat ja Lord Winster, der parlamentarische Staatssekretär der britischen Admiralität. also ein Mann, der über Englands Schwierigkeiten ganz besonders gut unterrichtet sein muß, in einem neuen Notschrei die bezeichnende Feststellung gemacht, die Wurzel alles Uebels liege darin, daß die englische Marine und die Handelsschiffahrt zu viele Aufaaben und zu wenig Schiffe hätten. Kein Erfolg in irgendeinem Teil der Welt könne England irgend etwas nützen, wenn es die Auseinandersetzung auf dem Atlantik verliere. Auch sonst mehren sich in der britischen Oeffentlichkeit die Stimmen, die die Lage außerordentlich kritisch beurteilen. Im Mittelpunkt aller Betrachtungen stehen die Schifffahrtssorgen, da der Neubau mit den Verlusten keineswegs Schritt halten kann. Und allenthalben kehrt die Forderung wieder, daß von englischer Seite endlich etwas geschehen müsse. um den Niedergang der britischen Seeherrschaft aufzuhalten Um die Aufmerksamkeit des englischen Volkes und der Weltöffentlichkeit von den schweren britischen Niederlagen der letzten Zeit und von ihren ständig wachsenden Schiffsverlusten abzulenken, hat Churchill sich entschlossen, die Kriegspolitik der Nadelstiche nach dem Muster von St. Nazaire fortzusetzen. Einmal wolle er damit das seit einiger Zeit in der englisch=amerikanischen Presse tobende Offensivgeschrei zum Stillschweigen bringen und gleichzeitig dem nach einer zweiten Front jammernden Stalin zeigen, daß der britische Löwe alles tut, was heute noch in seinen Kräften steht. Als Zeitpunkt für diese volitische Demonstration hatte sich Churchill den Vorabend des St.=Georg=Tages ausgesucht, der dem englischen Schutzheiligen geweiht ist und der schon seit Jahrzehnten von der britischen Plutokratie dazu benutzt wird, um den 23. April zum Tag der großen Kundgebung für die Einheit der britischen Nation zu gestalten. Bei Nacht und Nehel wurden etwa 50 britische Soldaten an dem Strand von Boulogne gelandet, wo sie sofort von wachsamen deutschen Soldaten erkannt und zum fluchtartigen Rückzun auf ihre Schiffe gezwungen wurden. Anstatt den kläglichen Zusammenbruch dieses militärisch völlig sinnlosen Unternehmens zu verschweigen möchte die englische Presse auf Anweisung Churchills aus dieser Acht=Minuten=Landung einen„Riesenerfolg“ machen. So feiert der„Daily Telegraph“ das im Handumdrehen erledigt gewesene Unternehmen von Baulgane als ein Anzeichen für das Wachsen des Offensivaeistes und des wahren Geistes von St. Georg.„Am Vorabend des St.=Geora=Tages hätten britische Truppen an die Behausung des Drachens gevocht, die deutsche Küstenverteidigung durchstoßen und den Deutschen einen Geschmack davon gegeben, was sie noch erwartet.“ Natürlich hat die von Churchill inszenierte Sensation auch in der USA=Presse enthusiastisches Echo gefunden. In Wirklichkeit war der Spuk von Boulogne ebenso rasch im Dunkel der Nacht verschwunden, wie er aus den Nebeln des Kanals aufgetaucht war. Die Briten vergaßen dabei allerdings zu erwähnen, daß sie bei ihrer Stippvisite auf dieser„grandigsen zweiten Front“ sich nicht nur blutige Köpfe geholt haben sondern daß sie infolge ihrer kopflosen Flucht Gewehre Handarangten. Minen und Schanzzeug zurücklassen mußten und nach dem blutigen Empfang durch die deutsche Küstenabwehr nur im Schutze einer Nebelwand überhaupt die Flucht ergreifen Aber wie gesagt. Churchill war es nur um die politische Demonstration zu tun. Diesem Zwecke dienen auch die byzantinischen Aeußerungen an die Adresse Stalins, die das frühere britische Kabinettsmitglied Lord Beaverbrook soeben auf einem Newyorker,Baukett gemacht hat. Offensichtlich um die Machthaber im Kreml zu befinftigen und deren immer drohender werdenden Forderungen auf Einleitung einer britischen Offensive im Westen die Spitze abzubiegen, machte sich Beaverbrook die Auffassung zu eigen, daß die beste Art der Verteidigung der Anarif# mernden Stalin von Zeit zu Zeit— und sei es durch eine solche Mauloskensive— zeigen, daß der britische Löwe alles tut was heute noch in seinen Kräften steht. Und das ist eben herzlich wenig und dauert nur acht Minuten! Trorntenee Tereifachung dee Eehnarduger Einbau der Bürgersteuer— Sozialversicherungsrechtlicher Sammelabzug Rede des Staatssekretärs eche DRB. Frankfurt a. M., 24. April. Staatssekretär Reinhardt sprach in Frankfurt a. M. vor Vertretern von Partei. Staat, Wehrmacht und Wirtschaft über die Finanzkraft des Reiches und über die neue große Vereinfachung des Lohnabzuges. Er führte zur letzteren u. a aus: Es ist erforderlich, daß in der öffentlichen Verwaltung und in der Privatwirtschaft vereinfacht wird, was irgendwie vereinfacht werden kann. Der Anfall an Arbeit, die Zahl der erforderlichen Arbeitskräfte, der Verbrauch an Materialien und die Verwaltungskosten müssen vermindert werden. Eines der großen Vereinfachungsziele ist der Einheitsabzug vom Arbeitslohn. Es war von vornherein in Aussicht genommen. die erste Verordnung über die Vereinfachung des Lohnabzugs nur den ersten großen Schritt zur Vereinfachung des Lohnabzuges sein zu lassen. An einem der nächsten Tage wird jetzt die 2. Verordnung über die Vereinfachung des Lohnabzugs im Reichsgesetzblatt erscheinen. Diese bringt zwei weitere große Vereinfachungen. Sie bestehen darin. daß die Zahl der gesetzlichen Lohnabzüge von fünf auf zwei vermindert wird. 1. Ablösung der Bürgersteuer durch eine leichte Erhöhung der Einkommensteuer Die Bürgersteuer wird beseitigt. Sie ist eine Gemeindesteuer gewesen und durch die Gemeinden in verschiedener Höhe erhoben worden. Den Gemeinden wird der Ausfall durch das Reich ersetzt. Der Ersatzbetrag bestimmt sich nach der Höhe des Betrages, den die einzelne Gemeinde an Bürgersteueraufkommen erzielt hat Das gesamte Aufkommen an Bürgersteuer hat im Rechnungsjahr 1941 rund 800 Millionen RM. betragen. Es würde finanzpolitisch und kaufkraftpolitisch nicht vertretbar sein, wenn die Steuerpflichtigen um diese 800 Millionen RM. gegenwärtig entlastet würden. Das Reich wird sich demgemäß die rund 800 Millionen RM., die es den Gemeinden ersetzt. durch eine leichte Erhöhung der Einkommensteuer beschaffen. g.8.nst Wi Der Steuerpflichtige wird in Zukunft nicht mehr zwei Beträge zu entrichten haben: die Einkommensteuer und die Bürgersteuer, sondern nur noch die Einkommensteuer. Diese wird leicht erhöht sein. Die Vereinfachung wird aus dem Gebiet des Lohnabzugs am 1. Juli 1942 in Kraft treten. Die Unternehmer werden dann nur noch einen Steuerbetrag einzubehalten haben. Dieser ergibt sich aus der neuen Lohnsteuertabelle. Die Beträge in der neuen Lohnsteuertabelle gelten für alle Lohn= und Gehaltsempfänger, ohne Rücksicht darauf, in welcher Gemeinde sie wohnen. Diese Vereinfachung soll in den Lohnbüros zu einer erheblichen Verminderung des Arbeitsanfalles fuhren. hun grg. Lie Vrhait-bie bisBei den Gemeinden fallt die Arbeit, die bisher auf dem Gebiet der Bürgersteuer anfiel. weg. Die Gemeinden brauchen auf rund 26 Millionen Lohnsteuerkarten nicht mehr die Seite vier auszufüllen. Sie werden durch die Neuerung von der Ausfertigung und Versendung von rund sechs Millionen Bürgersteuerbescheiden, von rund 24 Millionen Sollstellungen und von der Verbuchung von rund 24 Millionen Zahlungseingängen im Jahre befreit. Die Steuerpflichtigen, die Reichspost und die Bankinstitute werden von der Arbeit befreit, die mit jährlich rund 24 Millionen Zahlungen verbunden ist. Die Finanzämter brauchen bei den Zahlungseingängen nicht mehr zu unterscheiden zwischen Lohnsteuer und Bürgersteuer. Auf dem Gebiet der Lohnsteuer wird die Vereinfachung am 1. Juli 1942 in Kraft treten, sei und daß England irgendwo an der 3200 Kilometer langen Atlantikküste eine zweite Front in Westeuropa eröffnen sollte. Gleichzeitig pries der Plutokrat Stalin in besonderer Weise als„Meister der Taktik“, der letzten Endes den Feind besiegen werde, und erging sich in widerlichen Lobeshymnen auf u Stalinschen Kommunismus, der die beste kämpfende Armee in Europa geschaffen habe und„Beweise von Vaterlandsliebe gebe, die den schönsten in der ganzen Menschengeschichte gleichkommen". Die Lobeshymne klang aus in der Erwartung, daß die Bolschewiken die Deutschen in Schach halten und vielleicht sogar besiegen, mit anderen Worten, die Bolschewisten sollten sich weiter als bil liges Kanonenfutter für London verbluten, während sich die Briten mit dem„Gespenst des Zweifrontenkrieges" nach dem Muster von St. Nazaire und Boulogne begnügen. Lord Beaverbrook machte übrigens neben dem Kniefall vor Stalin auch eine Verbeugung vor Washington. denn auch auf Roosevelts Hilfe ist England angesichts der bedrohlichen Lage seiner Schiffahrt mehr denn je angewiesen. Der edle Lord forderte, daß sich die Anstrengungen der vereinigten Nationen jetzt auf das Schiffahrtsproblem konzentrieren sollten, denn, so meinte er verlegen, der Seeverkehr sei„gegenwärtig stark behindert“. Und der Bedarf an mehr Schiffen sei viel größer als jedes andere Bedürfnis. Ob Roosevelt allerdings in der Lage sein wird. das Hilfegeschrei seines britischen Bundesgenossen zu erhören, bleibt dahingestellt, denn die Verluche der USA=Handelsschiffahrt durch die Vernichtungsschläge der deutschen U=Boot=Waffe sind inzwischen so stark angewachsen, daß Roosevelt kaum dazu in der Lage sein wird. Ersatz für die eigenen Schiffsverluste, geschweige denn für Englands Verluste zu beschaffen. Fast eine halbe Million BRT sind nach den vier letzten Sondermeldungen vor der USA=Küste versenkt worden. Diese Verlustziffer hat sich durch die im neuesten OKW=Bericht gemeldeten Versenkungen in Höhe von 35.000 BRT abermals erhöht. Beaverbrooks Bittgang wird also vergeblich bleiben müssen. auf dem Gebiet der Veranlagung erst am 1. Januar 1943. Die Bürgersteuer. die die Gemeinden auf Grund von Bürgersteuerbescheiden für das Kalenderjahr 1942 angefordert haben, muß zu den vorgesehenen Zeitpunkten an die Gemeinden noch entrichtet werden. Die entrichteten Beträge werden bei der Veranlagung zur Einkommensteuer 1942 auf die leicht erhöhte Einkommensteuer angerechnet werden. Für das Jahr 1943 werden Bürgersteuerbescheide nicht mehr zuzustellen sein. Die Freiarenzen sind bei der Bürgersteuer niedriger gewesen als bei der Einkommensteuer. Es gab infolgedessen mehr Bürgersteuerpflichtige als Einkommensteuerpflichtige. Es ist nicht erwünscht, daß sehr viele Personen, die bisher zwar bürgersteuerpflichtig. aber nicht auch einkommensteuerpflichtig gewesen sind, in Zukunft vollkommen versonensteuerfrei bleiben. Es wird deshalb die Einkommensteuerfreigrenze der Ledigen, der kinderlos Verheirateten und der Verbeirateten mit nicht mehr als zwei Kindern etwas herabgesetzt. Bei dieser Herabsetzung darf jedoch nicht zu tief gegriffen werden, weil die Freigrenzen bei der Bürgersteuer verschieden hoch gewesen sind. Es wird deshalb in Kauf genommen, daß der eine und andere kleine Einkommensempfänger doch vollkommen personensteuerfrei, bleibt.“ Die Bürgersteuer ist bisher nicht im ganzen Reichsgebiet in einheitlicher Höhe erhoben worden. Die leichte Erhöhung der Einkommensteuer kann jedoch für das gesamte Reichsgebiet nur einheitlich sein. Es müssen deshalb kleine Verlagerungen in Kauf genommen werden. Diese fallen beim einzelnen nicht nennenswert ins Gewicht. Der Betrag, um den die Einkommensteuer erhöht wird, entspricht in den unteren Lohnlagen einem bisherigen Bürgersteuer=Hebesatz von 100 Prozent. Er steigt langsam an und erreicht in den mittleren Lohnlagen einen Betrag. der einem bisherigen Bürgersteuer=Hebesatz von 500 Prozent entspricht. Er endet in den hohen Lohnlagen bei einem Betrag, der einem bisherigen Bürgersteuer=Hebesatz von 700 Prozent entspricht. Es ergibt sich dadurch eine leichte steuerliche Entlastuna bei den unteren Lohnlagen, wenn der bisherige Bürgersteuersatz mehr als 100 Prozent betrug, und bei den mittleren Lohnlagen, wenn der bisherige Bürgersteuersatz mehr als 500 Prozent betrug. In den mittleren und hohen Lohnlagen ergibt sich in den Fällen, in denen der Bürgersteuersatz bisher sehr niedria gewesen ist, eine leichte Mehrbelastung. Diese ist im Verhältnis zum Einkommen, nur unerheblich. Für Land= und Forstarbeiter wird sich in den kleinen Gemeinden, in denen eine Bürgersteuer bisher nicht erhoben wurde, in keinem Fall eine Mehrbelastung ergeben. Die große Mehrzahl der Land= und Forstarbeiter wird im Gegenteil eine steuerliche Entlastung erfahren; denn durch Paragraph 4 der neuen Verordnung wird ein Landarbeiterfreibetrag eingeführt. Dieser kommt zu den Freiarenzen, die sich aus der Lohnsteuertabelle ergeben, hinzu. Er wird ledigen Land= und Forstarbeitern in Höhe von 13 RM. monatlich. den anderen Land= und Forstarbeitern in Höhe von 26 RM. gewährt, die demgemäß vor Anwendung der Lohnsteuertabelle vom Lohn abzusetzen sind Die Beseitigung der Bürgersteuer wird allgemein begrüßt werden. Der Gedanke, die Einwohner einer Gemeinde nicht nur durch Realsteuern, sondern auch durch eine Gemeindepersonensteuer an den Lasten der Gemeinde zu beteiligen, ist, finanz= und steuer: politisch gesehen, durchaus gesund. Sie darf jedoch nicht, wie das die Brüningsche Bürgersteuer gewesen ist, eine zeine Kopfsteuer sein. Sie ist dieser Eigenschaft im Jahre 1934 entkleidet worden. Alle Mängel— wie nicht vollkommene Berücksichtigung des Familienstandes, Weite der Stufen, Bemessung nach Verhältnissen, die zwei Jahre zurückliegen. und Nichtberücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen und die daraus sich ergebenden Härtemöglichkeiten— bestehen bei der Einkommensteuer nicht, die diejenige Steuer ist. die am stärksten die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen berücksichtigt. Aus diesen Hinweisen ergibt sich, daß die Ablösung der bisherigen Bürgersteuer durch eine leichte Erhöhung der Einkommensteuer auch ein sozialpolitisches Gebot ist: Denn durch diese Vereinfachungsmaßnahme werden gleichzeitig alle sozialen Härten beseitigt. die der bisherigen Bürgersteuer anhaften. Die jetzige Vereinfachungsmaßnahme soll nicht auch einer Verneinung des Gedankens einer Gemeindepersonensteuer gleichkommen. Die Einbeziehung der Gemeindepersonensteuer in die Reichseinkommensteuer soll nur bis zur grundlegenden Neugestaltung des Einkommensteuertarifs bestehen bleiben, die in den ersten Jahren nach Beendigung des Krieges vorgenommen werden wird. Im Zusammenhang damit wird den Gemeinden die Möglichkeit, eine Gemeindepersonensteuer zu erheben, wiedergegeben werden. Sie wird sich jedoch stark an die Reichseinkommensteuer anlehnen und nicht die Mängel enthalten, die die bisherige Bürgersteuer enthalten hat. 2. Der sozialversicherungsrechtliche Sammelabzug Teil 2 der 2. Verordnung über die Vereinfachung des Lohnabzuges sieht vor, daß die Beiträge zur Rentenversicherung, zur KrankenNeuorguntsation der Wirtschaft verkündet Schaffung von DNB Graz, 24. April. Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Walter Funk nahm am 24. 4. in Graz die Eröffnung der neugeschaffenen Gauwirtschaftskammer Steiermark vor. Nach Begrüßung durch den Gauleiter und Reichsstatthalter von Steiermark,„Dr. Uiberreither, hielt Reichswirtschaftsminister Funk. eine bedeutsame Rede, in der er eine von ihm angeordnete Neuorganisation der gewerblichen Wirtschaft im Deutschen Reich verkündete, deren Zweck es ist. die Organisation der gewerblichen Wirtschaft angesichts der gesteigerten Anforderungen der Rüstungswirtschaft auf ein Höchstmaß von Leistungsfähigkeit zu bringen. Im Zusammenhang mit dieser Neuorganisation werden 41 Industrie= und Handelskammern aufgelöst, im übrigen die Industrie= und Handelskammern die Handelskammern und die jetzigen Wirtschaftskammern in Gauwirtchaftskammern zusammengefaßt. Auch die bezirklichen Gliederungen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft werden in die neue Gauwirtschaftskammer eingebaut werden doch bleibt das Weisungsrecht der fachlichen rungen, also der Reichsgruppen weiter bestehen. Als erste Gauwirtschaftskammer des Reiches erklärte Reichswirtschaftsminister Funk die Wirtschaftskammer Steiermark. Reichswirtschaftsminister Funk kennzeichnete einleitend das Rüstungsvotential des Reiches und Europas und unterstrich, daß der Vorsprung Deutschlands und seiner Freunde gegenüber den Feindmächten auch bei den größten Anstrengungen der Gegnex nach menschlichem Ermessen nicht mehr eingeholt werden könne. Walter Funk wies in seinen Ausführungen des weiteren darauf hin, däß das Gebot des Tages eine verstärkte usammenarbeit zwischen Staat, und Wirtschaft sein müsse. Wir seien um die Wende dieses Jahres in eine neue Phase der Kriegswirtschaft eingetreten, die durch zwei Worte gekennzeichnet ist: Konzentration und Rationalisierung. Durch die beste Ausnützung der vorhandenen Kapazitäten, durch Zusammenlegung von Fertigungen. durch Vereinheitlichung und Vereinfachung der Formen und Stoffe, durch den rationellen Einsatz der Arbeitskräfte, durch Leistungslöhne und Leistungspreise werde die deutsche Rüstungsproduktion eine starke Verbilligung und eine wesentliche Beschleunigung erfahren. Gleichzeitig finde eine Einsparung von Arbeitskräften statt. die der Wehrmacht oder der küstung zusätzlich zur Verfügung gestellt werden können. Um diese Aufgaben durchführen zu können, sollen der Wirtschaft alle nur denkbaren Erleichterungen und Entlastungen verschafft werden. Die gesteigerten Anforderungen der Rütungswirtschaft und die erhöhten Leistungen. die von der gesamten Wirtschaft gefordert werden müßten, bringen für die Organisation der Wirtschaft neue, bedeutungsvolle kriegswichtige Aufgaben, zu deren Erfüllung eine durchreisende Vereinfachung der Organisation der gewerblichen Wirtschaft und eine schaftsminister Funk am 20. April eine Verordnung über die Vereinfachung und Vereinheitlichung der Organisation der gewerblichen Wirtschaft erlassen, die insbesondere die Bildung von Gauwirtschaftskammern vorsieht. Der heutige Zustand sei nicht befriedigend, denn es könne nicht geleugnet werden, daß zwischen Kammern und Gruppen in nicht unbeträchtlichem Umfange Doppelarbeit geleistet wird. die die Schlagkraft und Funktionstätigkeit der Gesamtorganisation kähme und die im übrigen eine vielfach unrationelle. in der heutigen Zeit weniger denn je zu verantwortende Verwendung von Arbeitskraft und Arbeitszeit bedeute. Es sei daher notwendig. dem Grundsatz der Einheit der Organisation in der organischen Gestaltung und in der praktischen Arbeit gerade bei der Wirtschaftskammer wirksam Ausdruck zu geben. Eine Vereinfachung des bestehenden komplizierten Apparates und eine noch straffere Zusammenfassung der wirtschaftlichen Selbstverwaltung im Gau sei gegenwärtig schon allein wegen des Personalmangels erforderlich. Im Zukunft werde der Bereich der Wirtschaftskammer auf das Gaugebiet beschränkt und nicht mehr, wie es bisher der Fall war, über mehrere Gaue ausgedehnt. Der Gauwirtschaftskammer werden grundsätzlich alle Aufgaben und Zuständigkeiten übertragen, die bisher von den einzelnen. nebeneinander bestehenden Organisationen wahrgenommen wurden. Deshalb würden die Industrie= und Handelskammern, die Handwerkskammerd und die bisherigen Wirtschaftskammern, auf die Gauwirtschaftskammer übergeführt sowie zahlreiche fachlich=bezirkliche Gruppen in sie eingegliedert. Die Zusammenarbeit von Staat und Selbstverwaltung der Wirtschaft müsse ihre Ergänzung finden in der Zusammenarbeit mit der Parkei und ihren Dienststellen und in der Ausrichtung auf die Partei.„Im nalsozialistischen Staat“— fuhr Reichswirtschaftsminister Funk fort—„ist die Wirtschaft durch die Macht der Partei und die Autorität des Staates dem Gesetz des Politischen unterworsen worden.“ Zwischen dem wirtschaftlichen Bereich und dem politischen Bereich habe sich, besonders unter den harten Forderungen des Krieges. eine erfreuliche und ersprießliche Gemeinschaftsarbeit vollzogen. Besonders innig zeige sich diese Zusammenarbeit im Falle der Versonalunion zwischen dem Leiter der Wirtschaftskammer und dem Gauwirtschaftsberater. Diese Personalunion, die sich in allen Fällen bewährt habe, brauche durchaus kein Schema zu sein. aber in jedem Falle solle der Leiter der Wirtschaftskammer der Vertrauensmann des Gauleiters in allen Wirtschaftsfragen sein. Eichenlaub mit Schwertern verliehen für Hauptmann Ihlefeld aus Anlaß des 101. Luftsieges DNB. Aus dem Führerhauptquar= tier, 24. April. Der Führer verlieh heute dem Hauptmann Herbert Ihlefeld, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telegramm: Im Ansehen ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 101. Luftsieges als neuntem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler. versicherung und zum Reichsstock für Arbeitseinsatz ab 1. Juli 1942 in einem Betrag entrichtet werden. An die Stelle von bisher drei Lohnabzügen tritt ein Lohnabzug. Das Markenklebeverfahren wird beseitigt. Die Beitragsmarken und die mit dem Kleben dieser Marken verbundene Arbeit fallen weg. Die Leistungen in der Rentenversicherung bemessen sich nach der Höhe der Beiträge. Diese werden in Zukunft dadurch nachgewiesen, daß der Unternehmer jährlich oder bei früherer Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses die Beschäftigungszeit und das Entaelt auf der Versicherungskarte einträgt. Diese Eintragung stimmt inhaltlich mit der üblichen Eintragung auf der Lohnsteuerkarte überein. Der sozialversicherungsrechtliche Sammelabzug ist durch die Unternehmer an die Krankenkassen abzuführen, wohin bisher schon der Beitrag zur Krankenversicherung und der Beitrag zum Reahsstock für Arbeitseinsatz abzuführen waren. Die Krankenkassen haben die an sie gezahlten Beträge auf die einzelnen Versicherungszweige zu verteilen. Der sozialversicherungsrechtliche Sammelabzug ist nicht für das gesamte Reichsgebiet gleich groß, weil auf dem Gebiet des Beitragswesens der Krankenkasse noch keine Einheitlichkeit besteht. Es besteht demgemäß beim sozialversicherungsrechtlichen Sammelabzug Einheitlichkeit immer nur für den Bereich einer Krankenkasse. 3. Das Ziel ist nach wie vor der Einheitsabzug vom Arbeitslohn Durch die 2. Verordnung über die Vereinfachung des Lohnabzuges werden die bisher fünf gesetzlichen Lohnabzüge durch zwei ersetzt. Es ist aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung dringend geboten, daß auch diese beiden Abzüge noch zusammengefaßt werden, so daß es dann nur noch einen gesetzlichen Lohnabzug gibt. Dieses Ziel hat sich diesmal leider noch nicht erreichen lassen, weil die Vereinheitlichung des Krankenkassenbeitragswesens noch nicht erreicht ist. Das wird in den nächsten Monaten geschehen. Es wird ab 1. Juli 1942 an Stelle von bisher fünf gesetzlichen Lohnabzügen nur noch zwei gesetzliche Lohnabzüge geben. und ab 1. Januar 1943 nur noch einen gesetzlichen Lohnabzug: den Einheitsabzug vom Arbeitslohn. Auszeichnung als musterverries DRB Berlin, 24. April. Auf einer am Donnerstag im Gemeinschaftshaus der Deutschen Arbeitsfront zusammen mit der Reichspressestelle der NSDAP. durchgeführten Pressebesprechung teilte Reichsleiter Dr. Ley im Rahmen seiner den Stand der deutschen Sozialpolitik behandelnden Rede mit, daß er gemeinsam mit dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition Speer dem Führer die Schaffung des Kriegsmusterbetriebes vorgeschlagen habe. Die Auszeichnung erfolgt in Würdigung des bervorragenden Einsatzes und der vorbildlichen Leistung der Betriebsgemeinschaft im Rahmen der deutschen Kriegserzeugung. Mit der Ueberreichung einer entsprechenden Urkunde erhält die Betriebsgemeinschaft das Recht, in ihrer Flagge das Kriegsverdienstkreuz zu führen. Großadmiral Raeder 66 Jahre alt Am Freitag beging der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. b. c. Erich Raeder, seinen 66. Geburtstag. Raeder, der im April 1939 sein 45. Militärjubiläum feierte, ist der Hauptträger des Wiederaufbaues unserer jungen Kriegsmarine. hat jüdisches Blut DRB Berlin, 24. April. Die jüdische GeIschäftigkeit und die bolschewistische Agitationsarbeit des Plutokraten Cripps, der der Weltöffentlichkeit erst durch seine bedingungslose Hörigkeit Stalin gegenüber, sowie durch seinen unerhörten Erpressungsversuch an dem indischen Volk besonders bekannt wurde, finden jetzt ihre aufschlußreiche Erklärung. Es hat sich herausgestellt, daß Cripps' Urgroßmutter Mary geb. Seddon. die den Warenhausbesitzer Richard Fotter aus Manchester— ein Mitbegründer des„Manchester Guardian“— geheiratet hat, eine Jüdin war. Diese Tatsache sucht ihre Enkelin Beatrice Webb, geb. Fotter, die durch ihre probolschewistischen Tendenzen. ihre mehrfachen Reisen in die Sowietunion und durch ihr Buch„Sowietkommunismus, eine moderne Zivilisation“. bekannt wurde, in einer Biographie durch folgende Umschreibung schamvoll zu verhüllen: „Sie ist eine große dunkle Frau jüdischen Typs gewesen, die lange vor dem Zionismus davon träumte. die Juden wieder nach Palästina zurückzuführen.“ Die japanische Handelskammer beschloß, der Regierung die Bildung eines Ministeriums für Großostafien vorzuschlagen, das nach einheitlichen Gesichtspunkten eine großzügige Planung für die wirtschaftliche Neuordnung durchführen soll. Der Reichsführer und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Am 15. 4. 1942 wurde der jüdische Gewaltverbrecher Günther Israel ansenberg erschossen. Schwerter Rummer 96. Zweites Blatt Goebbels: Wenn die Kraft des Volkes sich mit einer verantwortungsfreudigen Führung verbindet, dann gibt es nichte, was unmäglich ik. Schwerte, 25. April 1942. So opfert die Front! Unsere Soldaten an der Front setzen nicht nur ihr Leben ein, sie opfern auch noch durch Geldspenden. Immer wieder lesen wir von hohen Beträgen, die Kompanien und Kampfgruppen für das Winterhilfswerk und für das Deutsche Rote Kreuz gesammelt haben. Auch dieser Tage ging eine Notiz durch die Presse, nach der eine Kampfgruppe im Osten 15 000 Reichsmark für das Kriegswinterhilfswerk gespendet hat. Dabei ist zu berücksichtigen, daß diese Spende nicht durch eine Veranstaltung, etwa die Besichtigung eines Flakgeschützes oder eine Fahrt im Panzerwagen aufgebracht wurde, sondern daß der Soldat an der Front zu dem einfachsten Ausdruck der Gebefreudigkeit zurückkehren mußte, dem Griff in die Tasche. Wenn man überlegt, daß diese kleine Einheit dabei 15000 Reichsmark aufbrachte, dann wird uns deutlich, daß jeder einzelne sehr tief in seine Tasche greifen mußte, ohne vorher auf die Spende der Kameraden zu achten oder nach dem Betrag seiner Vorgesetzten zu fragen. Wer vom Schicksal tagtäglich und stündlich zu weit größerem Opfergang gefordert wird, wer den Sinn eines jeden Opfers, eines jeden dem Volke gebrachten Opfers so unmittelbar erlebt hat wie der Soldat an der Front, der hat auch diesmal nicht nur gespendet, sondern geopfert. Wollen wir uns von den Soldaten beschämen lassen? Wollen wir uns nicht immer vor Augen halten, daß, wie auch der Führer in seinem Aufruf sagte, das Opfer, das die Front bringt, von der Heimat an sich niemals abgegolten werden kann? Wenn aber über dieses Opfer hinaus unsere Soldaten auch noch ein materielles Opfer bringen, dann sollen sie wenigstens uns Beispiel sein. Wir wollen deshalb am KRIEGEHILFWWERKFURDA: N. F 26.XDRIL ERETER ZPENDEN75 1077 DEUTSCHEROTEEREUZ 1942 Mobilmachung für die Frühjahrsbestellung Die Maßnahmen des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz Mitarbeit der Jugend auf neuer Grundlage Aktivierung der Gemeinschaftshilfe unter Führung der Partei Von Reichshauptamtsleiter R. Reuckert, Beauftragter für Landwirtschaft und Kriegsernährungswirtschaft beim Generalbevoll**e. mächtigten für den Arbeitseinsatz Die Produktions= und Leistungskraft Deutschlands baut auf zwei das Ganze tragenden Säulen auf: die Ernährung und die Rüstung. Jede dieser Säulen braucht eine feste, unerschütterliche Fundierung in dem Einsatz aller verfügbaren Kräfte und der verstärkten Arbeitsleistung jedes einzelnen. Im Gegensatz zu England, das seine unterworfefenen Völker für sich kämpfen läßt und nicht zuletzt daran den Krieg verlieren wird, führt Deutschland den Kampf mit den Söhnen seines eigenen Volkes im Geiste der Ideale, die ihm durch den Nationalsozia= lismus als völkischen Lebens= und Ordnungswillen wiedergeboren wurden. Um so mehr müssen aber jene Länder, die sich an der Anzettelung dieses Krieges mitschuldig gemacht haben und heute von Deutschland besetzt sind, für den Arbeitseinsatz zur Steigerung der deutschen Produktionskraft in jeder nur möglichen Weise mit herangezogen werden. Andererseits muß selbstverständlich auch im Innern Deutschlands durch Mobilisierung der letzten Reserven der deutschen Arbeitskräfte für eine Leistungssteigerung gearbeitet werden, die nur in der Wahrung und Sicherung der biologischen Volkskraft ihre natürlichen Grenzen findet. Das sind die Gedankengänge, aus denen heraus die Beauftragung des Gauleiters Sauckel als Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz im Rahmen des Vierjahresplanes durch den Führer entstanden ist. Gemäß seiner grundsätzlichen Einstellung und Haltung zum Bauerntum hat Gauleiter Sauckel gleich nach seiner Beauftragung erklärt, daß er neben den ihm vom Führer übertragenen Rüstungsaufgaben in der Sicherung der Frühjahrsbestellung und Bergung der kommenden Ernte eine seiner vordringlichsten und vornehmsten Aufgaben erblickt. Die Ernährung des Volkes muß sichergestellt werden, auch wenn nicht so viele Arbeitskräfte in der Landwirtschaft bereitstehen, als unbedingt notwendig wären. Zur Schließung der größten Lücken hat Gauleiter Sauckel die beschleunigte und verstärkte Verwendung sowjetischer Kriegsgefangener und von Arbeitskräften aus den besetzten Ostgebieten auch in der Landwirtschaft angeordnet. Es darf damit gerechnet werden, daß bis zum Beginn der Ernte bereits große Kontingente sowjetischer Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zur Verfügung stehen. Ebenso wird der Einsatz der sowjetischen Zivilarbeiter in der Landwirtschaft auf Grund von Verhandlungen des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz mit dem Reichsführer 1 den praktischen Bedürfnissen der Landwirtschaft gerecht werden. Die noch in verhältnismäßig hoher Zahl in den Lagern vorhandenen sowjetischen Kriegsgefangenen kommen Zug um Zug zum Einsatz. Es kann aber nicht verantwortet werden, die ordnungsgemäße Durchführung der landwirtschaftlichen Bestellungs= und Pflegearbeiten und damit den Ertrag der Ernte 1942 und die Lebensmittelversorgung des kommenden Jahres mit dem Wagnis der fristgerechten Heranführung ausländischer Arbeitskräfte zu belasten. Das bedeutet, daß für die landwirtschaftliche Arbeit trotz der vorgenannten Maßnahmen alle nur irgendwie noch verfügbaren Kräfte herangeholt werden müssen, um die Intensität der gesamten landwirtschaftlichen Arbeitsleistung nicht nur zu erhalten, sondern womöglich noch zu steigern. Auf die Mobilisierung der deutschen Arbeitskräfte und die erprobte Gemeinschaftshilfe bleiben wir in der Frühjahrsbestellung in jedem Falle angewiesen. Aus freiwilligem Entschluß heraus und in der richtigen Erkenntnis der Bedeutung seiner Arbeitsleistung für das Ganze muß jeder bestrebt sein, seine Arbeitskraft voll einzusetzen. Über das Maß ihrer Kräfte hinaus arbeiten heute auf dem Lande vor allem die Bäuerinnen. Es darf keine Arbeitskraft, die dem Bauern wertvolle Hilfe geben kann, weiter brach liegen bleiben, denn niemand hat das Recht, im entscheidenden Jahr des totalen Krieges abseits des Kampfes um unser aller Lebensgrundlage zu stehen. Auf welchem Wege dieser lückenlose Einsatz des ganzen Volkes für die Landwirtschaft herbeigeführt werden kann, hat der Erlaß des Reichsmarschalls über den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte für die Ernährungssicherung im einzelnen dargelegt. Er läuft bereits und bringt, wo er richtige Anwendung findet, eine fühlbare Entlastung des Landvolkes. Indem er vor allem durch Heranziehung der landarbeitgewohnten Frauen und Mädchen auf dem Lande und in den nahen Landstädten noch einsatzfähige heimische Arbeitsreserven für die Landwirtschaft erschließt, trägt er dazu bei, das Landvolk bei seiner schweren Arbeit wirksam zu unterstützen und manche Härten zu beseitigen. Darüber hinaus können auf dem Wege des freiwilligen Einsatzes auch landarbeitungewohnte Frauen bei gutem Willen leichte Arbeiten im bäuerlichen Haushalt übernehmen, die Kinder betreuen, im Garten nach dem Rechten sehen, bei einfachen Arbeiten auf dem Felde mithelfen und dadurch der in einem unerträglichen Maß mit Arbeit überlasteten Bäuerin viel Sorgen und Nöte, die ihr Herz bedrücken, abnehmen. Im Einvernehmen mit den zuständigen obersten Parteistellen und den Reichsbehörden hat Gauleiter Sauckel inzwischen auch den Einsatz der Jugend im Rahmen ihres Kriegseinsatzes verfügt. Der Einsatz erfolgt dem Alter entsprechend auswärts oder örtlich, lang= oder kurzfristig. Über den Zeitpunkt der von daheim Der Nachtsturm heult ums Feldquartier, Und Regen klatscht ans Fenster. Fällt wo ein Schuß? Klagt wo ein Tier? Wir sind im Geiste weit von hier— Was kümmern uns Gespenster! Heut' traf bei uns die Feldpost ein Nach langen Wartewochen... Und jeder liest beim Kerzenschein Und schaut so traumversponnen drein, Als wär’ das Eis gebrochen. Sind das die Männer hart und rauh, Mit derbem Spaß und Fluche? Berührt vom Zauber einer Frau, Aufblüht's im Herzen, zart und blau, Wohl unterm Waffentuche... Ums Feldquartier der Nachtsturm stöhnt; Ans Fenster schlägt der Regen— Doch die Gesichter, mild verschönt, Sie lächeln glücklich und versöhnt Dem einen Tag entgegen! Kriegsberichter Heinrich Anacker. Schließung der Schulklassen auf Grund des Einsatzbedarfes entscheiden die Gauleiter. In Fällen besonderer Witterungsverhältnisse und vor allem in den Gebieten, die hart von Auswinterungsschäden betroffen sind, kann der Jugendeinsatz sofort wirksam werden, wenn es die Gauleiter auf Grund der besonders gearteten klimatischen und sonstigen Gegebenheiten für notwendig erachten. Die zur Durchführung erforderlichen Anordnungen erläßt der Jugendführer Das Jelikun Schreibband hält noch länger, wenn man es alle 8 Tage umdreht; dann kommt die obere Hälfte nach unten und kann sich erholen. Sonntag bei der ersten Haussammlung für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz dem Beispiel der Soldaten folgen und auch tief in unsere Tasche greifen und wirklich opfern. Tageschronik Hitler=Jugend Gefolgschaft 2/136. Die gesamte Gefolgschaft tritt Sonntag, 26. April, um 10 Uhr am Kreinberg an. Im Verhinderungsfalle ist eine schriftliche Entschuldigung bei dem zuständigen Scharführer einzureichen. - Erste Haussammlung für das Kriegshilfswerk für das DRK. Am Wochenende findet die erste Haussammlung für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz statt. Jeder von uns weiß, was diese Sammlung für unsere Soldaten bedeutet, darüber hinaus aber auch für jeden von uns selbst und schließlich auch für unseren Krieg und für seine siegreiche Beendigung. Wir spenden auch diesmal reichlich. 45. Konzert der Hörder Sängervereinigung. Die unter der Leitung von Musikdirektor Hermann Brockpähler stehende Sängervereinigung Hörde 1928 veranstaltet am Sonntag, dem 26. April, nachmittags im großen Saale des„Freischütz"(Schwerter Wald) ihr 45. Konzert. Das Programm sieht in der Vortragsfolge Männerchöre a cappella in reicher Auswahl vor. Mitwirkende sind Mally Kruppa(Gelsenkirchen), Sopran, und der neugegründete Frauenchor der Sängervereinigung unter ihrem Chorleiter Erich Wortmeier. + Ostlandhilfe des RSLB. Der Nationalsozialistische Lehrerbund hat den Gauen im Altreich sog. Patenkreise im Osten zugewiesen. Die Patenkreise sind in jeder Beziehung zu betreuen. Putenkreise des Gaues Westfalen=Süd sind Ostrowo und Kempen im Wartheland. Für ihre Betreuung erhielt der Gauwalter ein Anerkennungsschreiben, in dem ihm im Namen der Erzieher und der deutschen Jugend des Kreises Kempen herzlicher Dank für Überweisung eines Patengeschenkes in Höhe von 1250 RM ausgesprochen wird. Mit diesem Betrag soll die Kreislehrerbücherei ausgebaut werden. *-„Hilf=mit"=Wettbewerb 1942. In den Schulen des Gaues Westfalen=Süd hat der neue„Hilf=mit". Wettbewerb„Der Kampf im Osten" begonnen. Er stellt die Aufgaben für das Jahr 1942 dar und umfaßt Einzelarbeiten und Gemeinschaftsarbeiten. Jede Art der Darstellung kann angewandt werden, also Aufsätze, Erzählungen, Zeichnungen, graphische Darstellungen, plastische Arbeiten, Modelle u. a. m. Bedingung ist, daß alle Arbeiten selbständig von dem sich bewerdenden Schüler bzw. der Schülerin hergestellt sind. Für die besten Leistungen wurden wertvolle Preise ausgesetzt, wie Reisen, Besichtigungen, Werkzeugkästen, Bastelmaterial. Bücher und Bilder mit Widmungen — Ausbildung im Gesundheitsdienst. Im B9M werden laufend Mädel im Gesundheitsdienst ausgebildet. Die Ausbildung umfaßt in der Woche zwei Doppelstunden, je eine für Theorie und eine für Praxis. In etwa 15 Doppelstunden ist ein Gesundheitsdienst=Lehrgang beendet. In der Theorie lernen die Mädel den Aufbau des Körpers, insbesondere des Knochengerüstes, die Lage und die Aufgaben der inneren Organe kennen. Die Praxis macht sie bekannt mit den Arten der Verletzungen und der Infektionen sowie mit der Pflege des Körpers. Besonderer Wert wird dabei auf richtiges Anlegen von Verbänden und Schienen sowie auf Wiederbelebungsversuch gelegt. + Kein Quadratmeter darf unbestellt bleiben! In den Kreisen des Gaues Westfalen=Süd hat auch in diesem Frühjahr eine Brachlandaktion begonnen. Diese Brachlandaktion der Partei wird in diesem Jahr mit besonderer Sorgfalt durchgeführt. Kein Quadratmeter soll unbenutzt bleiben. Soweit die Besitzer von nutzbaren Flächen die Bewirtschaftung nicht selbst übernehmen können, sollen sie ihr Brachland bei der zuständigen Ortsgruppe der RSDAP anmelden. + Lehrlingsausbilder in der Schulung. Ein besonderes Augenmerk richtet die Deutsche Arbeitsfront auf die Erziehung und Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchses in allen Zweigen unserer Wirtschaft. So fand jetzt wiederum ein DAF=Lehrgang für Lehrmeister und Lehrgesellen größerer Firmen des Gaues Westfalen=Süd in der Firma Dr. Waldrich in Siegen statt, an dem 30 Lehrlingsausbilder teilnahmen. Sie wurden während der drei Tage des Lehrganges in die methodischen und pädagogischen Voraussetzungen einer zweckbestimmten und erfolgversprechenden Lehrlingsausbildung eingeführt. Jede Ratte im Ruhrtal muß Werschet beche Sie fressen Meugen unentbehrlicher Nahrungsmittel und übertragen Seuchen und Krankheiten In der Zeit vom 30. April bis 9. Mai 1942 wird eine einheitliche Rattenbekämpfungsaktion durchgeführt. Nach den polizeilichen Anordnungen ist die Bekämpfung der Ratten durch die Grundstückseigentümer usw. vorgeschrieben. Es erscheint angebracht, die Volksgenossen auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die durch die Vermehrung dieser widerlichen und äußerst schädlichen Nager der Allgemeinheit drohen. Man hat errechnet, daß ein Rattenpaar jährlich bis zu 850 Nachkommen hat. Diese fressen im Jahr bis zu 600 Zentner Brot, Getreide oder sonstige Nahrungs= und Futtermittel. Oer durch die Ratten angerichtete wirtschaftliche Schaden ist ungeheuer und besonders unerträglich für ein Volk, das darum kämpft, sich aus eigener Scholle zu ernähren. Aber auch als Krankheitsüberträger bildet die Rarte eine große Gefahr für Menschen und Tiere. Eine ganze Reihe furchtbarer Seuchen des Menschen und der Tiere werden durch die Ratten übertragen. Es gibt kaum eine ansteckende Krankheit, deren Keime durch die alles fressende, alles durchwühlende, alles beschmutzende, in der Kloake ebenso wie in der Speisekammer heimische Ratte nicht irgendwie verschleppt werden können. Sie ist die Überträgerin der Pest und ansteckenden Darmerkrankungen, wie Pacatyphus, Enteritis und der Tollwut. Häufig leiden die Ratten an einer grindartigen Hauterkrankung und verschleppen die Krankheitskeime auf Wäsche und Kleidungsstücke der Menschen, die hierauf an den widerlichen Hautleiden erkranken. Auch Haustieren werden die Nager besonders gefährlich durch Verbreitung des äußerst leicht übertragbaren Krankheitsstoffes der GUNTHER WAGNER, HANNOVER K IN DEUTSCHLAND FRESSEN SAHRLICH LEBENSNTTTEL FOR 00Sfinlonen im. Hedu(2.40— 8—. Maul= und Klauenseuche, des Milzbrandes, der Trichinose, der Rotlaufseuche der Schweine, der Schweinepest. Gern zernagen die Ratten auch die Bleirohre der Wasserleitungen und richten durch ihre Nagetätigkeit überall großen Schaden an. Diese Aufzählung zeigt auch den Gleichgültigsten, daß es seine Pflicht der Allgemeinheit gegenüber ist, mit allen Mittein die Ratten zu bekämpfen. Ratten bekämpfen heißt Nahrungsmittel und Werte erhalten! des Deutschen Reiches im Einvernehmen mit dem Leiter der Parteikanzlei und den beteiligten obersten Reichsbehörden. Eine beachtliche Kraftreserve liegt aber nach wie vor in der verstärkten Aktivierung d.r Gemeinschaftshilfe. Dieses Gemeinschaftswerk, das in den vergangenen Jahren vielfach schon mit großem Erfolg durchgeführt wurde, muß nun überall ganz stark aktiviert werden. Durch einen planvollen Einsatz der vorhandenen Pferde und Maschinen wie der sonstigen Produktionsmittel muß— selbstverständlich unter Wahrung der Grenzen bäuerlich gebundenen Eigenbesitzes— eine Arbeitserleichterung und Lastenverteilung erstrebt werden, die jedem zugute kommt. Ebenso ist bei den Bestellungsarbeiten und der Becgung der Ernte gegenseitige Hilfe zu leisten. Es darf kein Morgen Ackerland brach liegen bleiben, weil dem Eigentümer die Arbeitskräfte für die Bestellung fehlen. Alle Betriebe müssen durchgehalten werden. Wo der Betriebsführer fehlt, ist einzuspringen. Das ist kameradschaftliche Pflicht gegenüber den im Felde stehenden Männern! So muß es gelingen, die Ernährungsfront des deutschen Volkes weiterhin zu festigen und zu sichern. Das Landvolk selbst wird jede Hilfe und Förderung seiner Arbeit dankbar hinnehmen. Es wird sich dabei auch bewußt sein, daß es von den zum Einsatz kommenden nicht landwirtschaftlichen Kräften keine Leistungen verlangen kann, wie es sie von gelernten und erfahrenen Landarbeitern oder landwirtschaftlichen Familienangehörigen gewohnt ist. So wie es für das Landvolk ganz selbstverständlich ist, den ihm auf dem Wege des Arbeitseinsatzes zur Verfügung stehenden Helfern und Helferinnen eine wohlklingende und kameradschaftliche Behandlung zuteil werden zu lassen, wird es auch für alle einen Arbeitsplatz finden, der dem Leistungsvermögen nach Alter und körperlicher Fähigkeit entspricht. Der Bauernhof bietet dafür Arbeitsmöglichkeiten genug.(Schluß folgt) Landarbeit an Sonn= und Feiertagen Wegen des langanhaltenden Winters wird die Frühjahrsbestellung auf besonders kurze Zeit zusammengedrängt. Auch sonstige landwirtschaftliche Pflegeund andere Arbeiten häufen sich gege iwärtig. Sämtliche Arbeitskräfte in der Land= und Gartenbauwirtschaft sind daher, wie der Reichsinnenminister durch Erlaß mitteilt, nach näherer Weisung ihres Betriebsführers verpflichtet, auch an Sonn= und Feiertagen zu arbeiten. Das Verdot der Verordnung über den Schutz der Sonn= und Feiertage ist für die erwähnten Arbeiten daher als nicht bestehend anzusehen. Das Backen in Kriegszeiten erfordert besonders gut Sie ale Zeltgenueht Anocmrsssveldopcpeu. Ein hellerKopi Nocheins: Bitte kaußen Sie D. Oetter Backpulver, Backin nicht über nimmt sfefs Oefker! Jhren jedesmaligen Bedarf, damit alle etwas bekommen können. Die Guen unnn den Tiamutten Frauen Tag und Nacht im Jollgrenzschutz Von Kriegsberichter Franz Bretz PK. Der totale Krieg bedingt den Einsatz der Frauen auf allen Gebieten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens in der Heimat wie auch an der Front. Am bekanntesten sind die Schwestern des Deutschen Roten Kreuzes als Mitarbeiterinnen der Truppenärzte und Betreuerinnen in Lazaretten und Soldatenheimen, auch die Nachrichtenhelferinnen des Heeres und der Luftwaffe, die in ihren kleidsamen Uniformen schon zum Straßenbild der besetzten Gebiete gehören Fast unbekannt geblieben sind bisher die Zollarenzschutzhelferinnen, die die deutsche Zouveyorve, insbesondere an der französischen Demarkationslinie eingesetzt hat, um dem durch Frauen in starkem Umfang ausgeübten Schmuggel zu begegnen. Es ist eine alte Erfahrung, daß mit Vorliebe gerade Frauen zum Schmuggel bzw. zur Ausführung dunkler Geschäfte über die Grenze benutzt werden. Man mußte deshalb dazu übergehen, eine systematische Leivesvisitation durchzuführen. Denn die Beamten an den Grenzübergangsstellen waren nur in solchen Fällen, wo es galt, eine offensichtlich dem Staat drohende unmittelbare Gefahr abzuwenden, nach Anweisung des leitenden Beamten berechtigt, bei Frauen eine Körperuntersuchung anzustellen. So blühte eine Zeitlang der Schmuggel mit Briefen und auch Devisen. Als die Zollgrenzschutzhelferinnen ihre Tätigkeit aufnahmen, war dieser„Betrieb“ in kürzester Frist beseitigt. Daß mancher gute Fang gelungen ist. kann kurz vermerkt werden. Irgendwo an der Demarkationslinie. In aller Morgenfrühe ist aus einer benachbarten französischen Stadt ein Kraftwagen angekommen, der vor dem Hotel des Ortes parkt. An einem der Gasthaustische sitzen ein einfach gekleideter Mann, anscheinend der Fahrer des Wagens, ein gut gekleideter Franzose mit kleinem schwarzem Schnurrbärtchen und ein Paar unruhig umherirrenden Augen; eine Frau unbestimmten Alters, die trotz dick aufgetragener Schönheitsmittel das stark jüdische Aussehen nicht zu verwischen vermag. Im Flüsterin geht das Gesprach zwischen den dreien hin und her. Zufällig ist bei seinem Rundgang ein Beamter des Zollgrenzschutzdienstes vorübergekommen und sah den fremden Kraftwagen vor dem Haus stehen. Da man hierzulande schon einige Erfahrungen gesammelt hat und der Beamte einen„Riecher" hatte, trat er in das Haus, um sich die Insassen des Kraftwagens einmal näher anzusehen. Er geht an die Theke, trinkt einen café seulement und kann dabei unauffällig die Ankömmlinge mustern. Hier scheint etwas nicht in Ordnung. Er ruft seine Dienststelle an, und einige Minuten später schon taucht der Leiter des Abschnitts auf. Paßrevision. Man hatte richtig vermutet. Auf Befragen geben die drei Personen ausweichende Antworten. Die Pässe der Männer sind zwar in Ordnung, aber die Frau besitzt nur einen polnischen Paß. Sie wird als Jüdin aus dem früheren Lodz identifiziert und kann über ihren Aufenthalt an der Demarkationslinie keine genügende Erklärung geben. Alle drei werden festgenommen und getrennt einem Verhör unterzogen. Dabei stellt sich heraus, daß man wieder einmal einen guten Fang gemacht hat. Der Franzose hat ein Unternehmen, das schon seinen Mann ernährt. Er schmuggelt Personen, die aus irgendwelchen Gründen das besetzte Gebiet zu verlassen wünschen, über die Grenze, und die Gebühren sind so kalkuliert. daß nach Abzug der Unkosten und Risiken immerhin, ein ganz schönes Sümmchen übrigbleibt. Eine polnische Jüdin geht aber bekanntlich nicht mittellos über die Grenze, denkt der Kommissar, und so wird diese sofort nach der ersten Einvernahme der Zollgrenzschutzhelferin übergeben, die eine eingehende Untersuchung von Kleidern und Wäsche vornimmt. Zunächst ohne irgendein Ergebnis. Dann nimmt man den Mantel, insbesondere das warme Winterwollkleid nochmals unter die Lupe. Da das letztere außergewöhnliche Watteverdickungen aufweist, tritt die Schere in Aktion. Kaum daß das Futter entfernt ist stößt man auf den ersten Fund. Zwischen Watte und Leinen fördert die Beamtin Brillanten zutage, etwa 60 Stück, bis zu einem Karat groß. Banknoten ausländischer Währung im Werte von etwa 60000 Franken kommen zum Vorschein. Nun hilft alles Leugnen nichts mehr, und alle drei wandern ins Gefängnis, um später abgeurteilt zu werden. So gelang es durch die Mitarbeit der Zollgrenzschutzhelferinnen, schon manches Unheil zu beseitigen angefangen bei der Aufdeckung einer Paßfälscherzentrale, die sich in einer südfranzösischen Stadt befand, und auf die man durch einen glücklichen Zufall der auch bei den Grenzern eine große Rolle spielt, aufmerksam wurde, bis zur Verschiebung von Gold, Silber. Juwelen und Devisen in die unbesetzte Zone und von dort aus nach Amerika. Briefe, die bei Frauen gefunden wurden, führten zur Festnahme gewiegter Terrovisten. Die Helferinnen sind, für die besonderen Zwecke der Zollbehörde ausgebildet. In ständigem Bereitschaftsdienst sind sie den einzelnen Uebergangsstellen zugeteilt, so daß zu jeder Tages= und Nachtzeit eine sofortige Untersuchung aufgebrachter weiblicher Elemente möglich ist. Der Dienst ist nicht leicht, da eine Helferin an Tagen, an denen„Hochbetrieb“ herrscht, bis zu 200 Untersuchungen durchzuführen hat. Was bei solchen Untersuchungen herauskommt, ist eine Skala kleiner Betrügereien und dunkler Machenschaften bis zu den schwersten Verbrechen, die dann kurz vor ihrem Gelingen noch aufgedeckt werden können. Wir müssen rüber! PK.=Aufn.: Kriegsberichter Kipper(Wb.). Männer der Nachrichtentruppe setzen über einen Fluß. Daß zur Untersuchung der sistierten Frauen eine bestimmte Methode gehört, liegt auf der Hand, welcher Art sie ist, lassen wir den Mädchen und Frauen in der graugrünen, schmucken Uniform als ihr Geheimnis. Daß sie wirksam ist, wissen wir. Kriegsber. Muller(Wb.). Mondlicht statt Straßenbeleuchtung Zwar kennt man in Portugal noch keine Verdunkelung, und doch sollten die Bewohner eines Städtchens dort sich daran gewöhnen müssen. Denn die Kohlen sind knapp geworden, der Esert um Sonntug=belngt Aus dem umfangreichen und vielseitigen Veranstaltungskalender des deutschen Sports für das bevorstehende Wochenende hebt sich der „Tag des deutschen Ruder= und Kanusports“ als Auftakt der neuen Wasserkampfzeit besonders heraus. Wie in den letzten Jahren spricht der Reichssportführer in einer Reichssendung zu den in allen deutschen Gauen angetretenen Ruderern und Kanufahrern. Schauplatz der zur Uebertragung gelangenden Auftaktfeier ist diesmal die Donaustadt Wien. Im Fußball trennen uns nur noch 14 Tage vom Beginn der deutschen Endspiele. Im Moselland bestreiten Eintracht Kreuznach und Stadt Düdelingen die zweite Entscheidung zur Gaumeisterschaft, und auch der Bereich Niederrhein wird an diesem Sonntag endlich seinen neuen Titelträger melden können. Schalke 04 und die WSG Union Herford stehen sich im Endkampf um den Pokal des Gaues Westfalen gegenüber, während in Stuttgart die Vorbereitung der Nationalspieler für das Ungarn=Spiel mit einem Probespiel gegen die Stuttgarter Stadtauswahl ihren Höhepunkt findet. Aus der Leichtathletik sind neben einem Straßenlauf in M. Gladbach ähnliche Veranstaltungen in München und Frankenthal zu nennen.— Auf dem Plan der Turner stehen die westfälischen Gaumeisterschaften in Hagen, die westfälische BDM.=Meisterschaft in Soest und, ein HI.=Vergleichskampf Mainfranken gegen Moselland in Aschaffenburg. Für die westdeutschen Schwimmer gibt es bei den Prüfungskämpfen in DuisburgHamborn neue Kampfmöglichkeiten. Der Gau Moselland führt seine ersten Hallenmeisterschaften in Trier durch. Immer umfangreicher wird mit dem Fortschreiten der Jahreszeit das Programm im Radsport. Von den Bahnveranstaltungen sind die Steherrennen in Nürnberg(u. a. Schindler, Merkens, Stach, Bautz) und Frankfurt a M.(u. a. Schön, Krewer, Schorn) zu nennen. Auf der Straße wird die LuxemburgRundfahrt mit der vierten Teilstrecke zu Ende gebracht. Die letzten Entscheidungen im Im westdeutschen Fußballsport fallen an diesem Sonntag nun auch die letzten Entscheidungen. Zu den Meistern von Westfalen und Köln=Aachen werden sich die Titeltrager vom Niederrhein und vom Moselland gesellen, die entweder Hamborn 07 oder Duisburg 48/99 und TV Stadt Düdelingen oder Eintracht Kreuznach heißen werden. Westfalen bringt drei Punktekämpfe, die für den Abstieg von Bedeutung sind. Die stark gefährdete Spvg. Herten kann sich beim Tanletzten BfB Bielefeld zwei wertvolle Punkte sichern, wodurch sie gegenuber der Spog. Röhlinghausen um zwei Punkte in Vorteil käme. Westfalia Herne ist dagegen gerettet, zumal sie auch zu Hause gegen Arminia Bielefeld nicht ohne Aussichten ist. Der stark gewordene VfL Bochum 48, der noch auf den zweiten Tabellenplatz kommen will, wird daheim gegen den VfL Altenbögge vermutlich knapp gewinnen.— In Minden steigt das und so lieferte das Elektrizitätswerk nur noch zeitweise Strom. Um wenigstens nachts genü. gend Licht in den Wohnungen zur Verfügung zu haben, kam der Stadtmagistrat auf eine kluge Idee Er verfügte nämlich, daß die Beleuchtung nur noch in den Straßen in ganz dunklen Nächten in Tätigkeit gesetzt werden dürfe. Ein Beamter wurde damit beauftragt. die Auf= und Untergangszeiten des Mondes genau zu berechnen, und sobald Frau Luna über dem Horizont erscheint, wird das Licht auf den Straßen kurzerhand ausgeknivst. Die Stadtväter sind sehr stolz auf ihre„Erleuchtung".... schon lange fällige Endspiel um den KriegsErinnerungspreis zwischen Schalke 04 und der WS6 Union Herford. Am Niederrhein ist nun auch die Entscheidung fällig. Duisburg 48/99 und Hamborn 07, die punktegleich an der Spitze stehen, treffen in Duisburg zusammen. Die Hamborner haben hier den Vorteil, mit einem Unentschieden zufrieden sein zu können, da sie den besseren Tordurchschnitt aufweisen. Tabellendritter dürfte der SSV Wuppertal werden, der daheim gegen Rot=Weiß Essen knapp in Front zu erwarten ist. Turn Düsseldorf muß absteigen, sie hat auch in Essen gegen Tus Helene keine Chance, den ersten Sieg zu landen. Mit einer Erfolg von Tus Helene ist auch der Abstieg der Düsseldorfer Fortuna besiegelt, selbst wenn sie den PfL Benrath schlagen sollte. Auch der ETB Schwarz=Weiß hat nichts mehr zu befürchten. Verliert er gegen Rot=Weiß Oberhausen, dann wird ihm as günstigere Torverhältnis immer noch den bleib in de Verbie der Bereichsklasse sichern. Die beiden letzten Meisterschaftsspiele im Gau Köln=Aachen führen Sülz 07 und Düren 99, die sich ebenbürtig sind, sowie Rhenania Würselen und den Bonner FV zusammen. Da die Bonner absteigen müssen, steht auch hier nichts mehr auf dem Spiel. Neben dem Niederrhein wird auch der Gau Moselland am Sonntagabend seinen Meister melden können. Der TV Stadt Düdelingen hat im ersten Gang Eintracht Kreuznach 3:0 schlagen können und ist dadurch stark im Vorteil, wenn er auch zum Rückspiel nach Kreuznach muß. Die Insel der„Teufelstänzer“ Edelsteine, Perlen und Plantagenerzeugnisse Streiflichter um Ceylon, den„Wachhund“ Indiens Auf der Insel Ceylon, die bereits den Krieg zu spüren bekam, werden gegenwärtig fieberhaft Evakuierungs= und Verteidigungsmaßnahmen getroffen. Wie ein riesiger Wachhund ist die Insel Ceylon vor der Südostspitze Indiens hingelagert. Mit ihrem Flächeninhalt von 65990 Quadrat= kilometer bei einer Einwohnerzahl von gegen sechs Millionen, ihren Bodenschätzen, Plantagenerzeugnissen und ihrem gut ausgebauten Verkehrsnetz stellt sie einen recht wertvollen Kolonialbesitz dar. Ceylon stand ursprünglich unter der Herrschaft der Singhalesen, die 1517 den Portugiesen die Erlaubnis erteilten, in Colombo eine Handelsniederlassung zu begründen. Im Jahre 1560 eroberten diese Jaffna an der Nordspitze. Seit 1638 wurden die Portugiesen nach längeren Kämpfen von den Holländern vertrieben. Im Jahre 1795 endlich setzten sich die Engländer auf Ceylon fest, mußten dort zwar vorübergehend singhalesischen Angriffen weichen, vermochten sich aber schließlich doch im Besitz der Insel zu behaupten. Seit dem Jahre 1802 ist diese britische Kronkolonie und heute in neun Distrikte gegliedert. Verwaltungsmäßig gehört zu ihr die aus dreizehn kokosnußreichen Koralleninseln bestehende Inselgruppe der Malediven von über 80000 mohammedanischen Einwohnern, die einem in Male residierenden Sultan unterstellt ist. Das„Weltende" im Süden Der Reisende enthält auf Ceylon bereits einen Vorgeschmack indischen Kastengeistes, Sitten und Gebräuche wie teilweise märchenhafter Landschaftsromantik. Die Bevölkerung besteht aus den nur noch etwa 5000 Köpfe zählenden alteingesessenen Weddas, die als echte Naturkinder in Höhlenwohnungen und einfachen Rindenhütten hausen; den sich aus arischen und drawidischen Elementen zusammensetzenden Singhalesen, die durch ihre„Teufelstänze“ zur Vertreibung von Dämonen bekannt sind, ferner zugewanderten Arabern und Tamilen. Die strenge Kastengliederung, die auch verachtete Parias kennt, baut sich teilweise auf der gewerblichen und völkischen Zugehörigkeit der Eingeborenen auf. Gegenüber ihrer Millionenzahl sind die Europäer mit etwa 10000 Menschen stark in der Minderheit. Der nördliche Teil Ceylons, der mit der fruchtbaren Insel Jaffna durch Damm und Eisenbahn verbunden ist, verläuft flach und steigt nur allmählich zu einem aus kristallinen Gesteinen bestehenden Gebirge an, das mit 2538 Meter seinen höchsten Punkt erreicht und im Süden mit einer 1500 Meter hohen,„Weltende“ genannten Steilwand zum schmalen südlichen Küstenstreisen abfällt. Das Klima wird durch den Monsum bestimmt, der im Sommer der Südwestseite der Insel hohe Niederschläge bringt, während ihr Norden und Osten wesentlich trockener bleiben. Dem Euroväer sind die meteorologischen Verhältnisse der Niederungen wenig zutraglich, weshalb er im gebirgigen Inneren Ceylons Erholung sucht. Die PflanDeu besten Soldaten die beste Pflege PK.=Aufn.: Kriegsberichter Wiesemann(Wö.). Zur Eröffnung des 3. Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz. zenwelt der Insel ist durch den üppigen Regenwald im Süden, der allerdings durch den Plantagenanbau stellenweise schon stark gelichtet ist, die Trockengewächse der Savanne im Norden, und die Rhododendronsteppe in den Höhenlagen des Gebirges gekennzeichnet. Verhältnismaßig dürftig ist der Tierbestand, dem der Tiger fehlt, während Elefanten und Lippenbär, wild oder gezähmt, noch vorhanden sind. Landwirtschaft an erster Stelle Der bedeutende Plantagenbau, der vor allem Kautschuk, Tee, Kokosnüsse für die Ausfuhr und Reis für die Eingeborenen erzeugt, hat dazu geführt, daß volle 62 v. H. der Bevölkerung Ceylons in der Landwirtschaft beschäftigt sind. In Industrie und Handwerk finden dagegen nur 12 v. H. und in Handel und Verkehr etwa 8 v. H. ihren Lebensunterhalt. An Bodenschätzen sind Edelsteine, darunter Rubine und Saphire, und Graphit zu erwähnen. Reichtümer gewinnt man auch aus der althergebrachten Perlenfischerei, die auf der Insel Manar ihren Hauptsitz hat. An der Westküste der Insel liegt die Hauptstadt Colombo mit etwa 290000 Einwohnern, welche die alte singhalesische Residenz Kandy im Inneren der Insel längst weit überflügelt hat. Es handelt sich dabei um einen wichtigen ue ene 06 mit Rohlenhat gustralen den sewege von Europa nach en###nd sstanten, der im Frieden einen Sch.#s##erkehr von jährlich etwa 12 Millionen Registertonnen aufzuweisen hat. Der Hafen Colombos ist durch drei Wellenbrecher geschützt. Oestlich vom Fort liegt das große Eingeborenenviertel Pettah, südwärts zwischen See und Laaune die weltbekannte Europäerstadt mit Hotels, Museum, Universität und Sternwarte. Die Engländer werden wohl alles daransetzen, wenigstens dieses Lebens= und Verteidigungszentrum Ceylons für einen hinhaltenden Widerstand gegen die Japaner einzurichten, was ihnen allerdings, wie das Beispiel Singapurs lehrte. nur wenig nützen düucte. Bekanntmachung Die neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 4. Mai bis 31. Mai 1942 werden Montag, den 27. April, und Dienstag, den 28. April 1942, in der Zeit von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr gegen Vorlegung eines Ausweises(Familienstammbuch) in den zuständigen Ausgabestellen der Ernährungs- und Wirtschaftsabteilung ausgegeben. Bezugscheine für Spinnstoffwaren, Schuhe usw. werden an den beiden Tagen nicht ausgegeben. Die Ausgabetage und Ausgabezeiten sind genau einzuhalten. Schwerte, den 23. April 1942. Der Bürgermeister. I. V.: Schröder, Beigeordneter. Ihre Verlobung geben bekannt: Eise Jasper Lochär=Warh Uffz. i. e. Panzer=Reg. Schwerte Schwerte Südwall 2 Am Hohenstein 21 26. April 1942 Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt: Alinig Vorholl Gilo Kraushaur Leutnant d. Sch. d. Res. Schwerte=Ruhr, 23. April 1942 Gartenstraße 26 Ihre Kriegstranung geben bekannt: Erhst Stau Uffz. i. e. Pi.=Batl. Annrticse Vlau geb. Lategahn Zur Zeit Schwerte=Ruhr, Ostenstr. 35a, 25. April 1942 Junge, liebe Hausgehilfin in angenehmen, modernen Haushalt gesucht. Dr. Biethahn, Iserlohn, Josef=Wagner=Straße 14. Tausche meine schöne, abgeschloss. 4-Zimmerwohnung gegen eine gleichw. in Schwerte oder Umgebung. Schriftl. Angebote unter 1210 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Reffe und Vetter Funkmaat Haarmann im Alter von 21 Jahren sein junges Leben für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Fritz Haarmann und Anverwandte Ergste, den 25. April 1942. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Familie Karl Fischer Familie Willi Jakob Schwerte; im Apeil 1942. sco Möbliertes oder leeres Frinnier sofort oder später gesucht. Zuschriften unter 1208 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Gebrauchten, gut erhaltenen Kindersportwagen zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 1209 an die Geschäftsst. der Schw. Ztg. gmecters noch mon,„ Ar Fruchtsoße— eigentlich die richtige Beigabe für einen hellen: Mondamin= Pudding— ist heute sehr knapp. Irgendeine Soße gehört aber als Geschmacksergänzung dazu. Wir heifen uns mit einem Ersatz und kochen aus wenig Zutaten eine Karamelsoße: Dazu 50 g Zucker und 1/4 bis 1/21 Wasser abmessen. Den Zucker karamellisteren und das heiße Wasser darangießen, das Ganze kurz durchkochen lassen, damit sich der Karamel löst. Die Soße kalt zu der Nachspeise reichen. MONPAMIN G.m.b.H. Berlin=Charlottenburg 9 Alterer Herr sucht Schlafstelle am liebsten in Westhofen. Zuschr. u. 1211 an Gesch. d. Schw. Ztg. Bist du schon Mitglied der RSB? Wenn nicht, dann reihe dich heute noch ein! Das Deutsche Rote Kreuz. Bereitsch. m. Zug 3: Am 27. April, 19 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Westhofen: Transport Verletzter.— Bereitschaft w: Am 28. April, 19½ Uhr, im DRK=Heim Schwerte=Ruhr: Krankenpflege=Kurzlehrgang. Gesunderhaltung im Einige wichtige Fingerzeige In den Frühlingsmonaten tritt vielfach ein Krankheitszustand auf, der sich in allgemeiner Schwäche und Müdigkeit, zuweilen auch durch besondere Anöligkeit des Gebisses und Wundwerdens des Zahnkeisches äußert. Diese Erkrankung suchte in alten Zeiten schon die Seefahrer heim, wenn sie Monate hindurch frische Pflanzennahrung entbehren mußten und heilte auffallend schnell, sobald sie an Land kamen und dort Obst und Gemüse erhalten konnten. Auch in diesem Frühjahr macht sich bei rielen Menschen diese Erscheinung bemerkbar. Abhilfe kann man vor allem schaffen, wenn die pflanzlichen Nahrungsmittel, die uns zur Verfügung stehen, in der rechten Weise gebraucht werden. Da ist als erstes darauf zu achten, daß die Gemüse nicht abgebrüht und ausgewässert, sondern im eigenen Saft und nicht zu lange gekocht werden. Noch besser ist es, stets einen Teil davon roh zu zerreiben und dem übrigen nach dem Garkochen erst zuzuführen. Ferner sollten wir von dem, was wir roh verzehren können, wie Rettich, Zwiebeln und ihre grünen Keime, Meerrettich, Schnittlauch, grüne Petersilie, täglich etwas genießen. Getrocknete Früchte weicht man zweckmäßig über Nacht in Wasser ein und ißt sie ungekocht mit diesem. Apfelsinen= und Zitronenschalen enthalten mehr von dem wichtigen Vitamin C als ihr Saft. Man bewahre die gelbe Schicht, abgerieben in Zucker, luftdicht auf und verwende sie in Speisen und Getränken. Kartoffeln sollte man stets in der Schale dämpfen(die giftigen Keime und grünen Stellen aber sorgfältig entfernen) und großen Wert auf Vollkornbrot legen, in dem die Kleie und Keime des Getreides als gute Vitaminträger mit verbacken sind. und VfL Schwerte Das für den morgigen Sonntag angesetzte Meisterschaftsspiel Sportfreunde Lüdenscheid 08 gegen BfL Schwerte in Lüdenscheid fällt aus. BfLs 1a=Jugend trägt am morgigen Sonntag auf dem Sportplatz am Schützenhof das fällige Meisterschaftsspiel gegen 1=Jug. Viktoria Dortmund aus. obke Meldunger Acht Spitfire an der Küste der besetzten Gebiete abgeschossen DRB Berlin, 24. April. Britische Kampfflugzeuge flogen unter starkem Jagdschutz am Freitagnachmittag die Küste der besetzten Gebiete an. Nach bisher vorliegenden Meldungen schossen deutsche Jäger acht Spitfire in heftigen Luftkämpfen ab. Das ist Roosevelts Krieg! DRB Genf, 24. April. Nach Meldungen aus Neuyork gaben Regierungskreise dort zu verstehen, daß der Benzinverbrauch im Osten der USA und wahrscheinlich auch an der Pazifik=Küste und im Nordwesten auf die Hälfte des Normalverbrauchs herabgesetzt werden muß, woraus hervorgeht, stark sich jetzt bereits die Lücken bemerkbar machen, die die deutschen Unterseeboote in die Tankerflotte gerissen haben. Der Rundfunk am Samstag Reichsprogramm: Lizzi Waldmüller singt in der Sendung„Am laufenden Band“ von 14.10 15.00 Uhr. Es spielt die Kapelle Werner Neumann: am Flügel Franz Grothe und Theo Nordhaus. Hanna Clauß, Hans Blessin, Otto von Rohr, Elisabeth Fiechtner und das Kleine Orchester des Reichssenders Stuttgart mit seinen Solisten sind in einem abwechslungsreichen Programm beim„Fröhlichen Wochenende" von 16.00—18.00 Uhr zu hören.„Jetzt schlägt's 13!“ ist der Titel des Funkbrettls von 21.00—22.00 Uhr, in dem Manny Ziener. Else Reval, Inge Bartsch, Wilhelm Leibelt, Wilhelm Bendow; Dolf Brandmayer. Karl ErhartHart. Hans Otto Krüger, Fritz Stamer und das Klaviertrio Herbert Küster und Oskar Jerochnik mitwirken; Manuskript: Theodor Mühlen Deutschlandsender: Rafael Kubelic. Prag, dirigiert in der„Musik zur Dämmerstunde“ von 17.15—18.30 Uhr die Leonoren=Ouvertüre Nr. 2 von L van Beethoven, die Serenade in Es=dur für Streichorchester von Suk und die Karneval=Luvertüre von Dvorak. Wera Repkowa spielt die Wanderer=Fantasie von Schubert. Operettenquerschnitte und Opernmelodien mit vielen Solisten und großen Orchestern enthält die„Musikalische Drehbühne" von 20.15—22.00 Uhr. Der Rundfunk am Sonntag Reichsprogramm: Anna Dammann, Paul Klinger und Friedrich Domin sind die Sprecher im„Schatzkästlein" von 9.00—10.00 Uhr. Die Dichterworte stehen unter dem Motto „Schaff, das Tagwerk meiner Hände hohes Glück, daß ich's vollende" und werden durch Kammermusik von Karl Stamitz, Haydn, Sixt, Brahms und Schubert umrahmt. 14.20—15.00 Uhr Reinachers Märchenspiel vom„Gestiefelten Kater", Musik von Karl Knauer. Die Hauptrollen sind besetzt von Bernh. Minetti, Frz. Nicklisch, Jak. Tiedke und Irmgard Schreitter. „Fortsetzung folgt“. 8. Kapitel der Sendereihe für Front und Heimat von 16—18 Uhr mit Kammersängerin Marta Rohs. Adele Kern. Franz Klarwein, Kurt Engel, Rudi Schuricke u. a. Solisten: am Mikrovon: Heinz Goedecke. Besuch bei Friedrich Wilhelm Rust von 19.30 bis 19.45 Uhr. Der Komponist. dessen Unterhaltungsmusik oft im Rundfunk zu hören ist, dirigiert seine heitere Cuvertüre„Lachendes Leben“, 3 Sätze aus der„Traumland=Suite" und„Eine kleine Begebenheit". Deutschlandsender: Vasa Prihoda. der berühmte Geiger, ist von 15.30—15.55 Uhr zu hören. Das Programm enthält u. a. eigene Kompositionen; am Frügel: Otto A. Graf. Staatskapellmeister Karl Böhm und Generalmusikdirektor Prof. Hans Knappertsbusch sind die Dirigenten im Konzert der Wiener Philharmoniker von 18.10—19.10 Uhr. Als Aufnahme aus den Konzerten zur Jahrhundertfeier hören wir: Variationen über ein Thema von Jos. Haydn, von Joh. Brahms: Serenade für 13 Bläser in Es=dur von Richard Strauß und Paganini und von Casella.„Die schöne Meglone"(Teil 1) von Brahms einer der reizvollsten Liederkreise aus der Zeit nach Schubert, wird von Gerhard Hüsch in der Sendung „Das deutsche Lied“ von 20.15—21.00 Uhr gesungen; am Flügel: Prof. Michael Raucheisen. Die Zwischentexte sprich Horst Caspar. Opernmelodien mit den Solisten Margot Guilleaume (Sopran) und Rupert Glawitsch(Tenor) sind im Abendkonzert von 21.00—22.00 Uhr zu hören. Staatskapellmeister Hans Schmidt=Isserstedt hat die Leitung der Sendung. Der Rundfunk am Montag Reichsprogramm: Solisten des deutschen philhärmonischen Orchesters Prag sind im Vormittagskonzert von 11.00—11.30 Uhr mit Tänzen von Mozart, Hugo Becker und Helmut Paulsen zu hören. Das Programm enthält außerdem Werke von Schubert, Joh. E. Habert und Waldemar von Baußnern. Else C. Kraus, die bekannte Berliner Pianistin, spielt Scherzt von Chopin und Brahms von 15.30—16.00 Uhr. Deutschlandsender: Mark Lothar. der musikalische Leiter am Staatlichen Schauspielhaus Berlin, dirigiert eigene Werke in der„Musik zur Dämmerstunde" von 17.15—18.30 Uhr. Solist der Sendung ist Walter Hauck(Bariton). Gerhard Hüsch singt den 2. Teil der „Schönen Magelone“ von Joh. Brahms von 20.15—21.00 Uhr; am Flügel: Prof. Michael Raucheisen: die Zwischentexte spricht Horst Caspar Jean Sibelius, dem finnischen Komponisten, ist die Sendung„Musik großer Meister" von 21.00—22.00 Uhr gewidmet. Das Programm enthält die Tondichtung für Großes Orchester„Nächtlicher Ritt und Sonnenaufgang“, den„Gesang der Athener“ für einstimmigen Männerchor und Blasorchester und die 4. Sinfonie in A=moll; die Leitung hat Generalmusikdirektor Rudolf Schulz=Dornburg. Das Lied von der Laterne ist seit einiger Zeit auch auf italienisch zu hören. Es ist wohl niemand unter #, der dieses Lied vom Glück des Posten nicht mitsummt, wenn es erklingt. Auch unsere Schwerter SA=Kapelle spielt es prächtig.(Scherl=M.) Häusliche Trinkkuren mit Zu haben in allen Minerelwasserhandlungen, Apotheken und Drogerien oder Hagen I. W.: Gustav Schulte fr., Overbergstr. 154 Tel. 27710/11 gegen Magen-, Darm-, Gallen-, Leber- und Nierenleiden Zuckerkrankheit unterstützend bei Steitlung der Ein Hans-Ernst-Roman vom ewigen Fernweh und tiefen Heimatsehnen Urheber-Rechtschutz: Deutscher Roman-Verlag, Bod Sachsa(Södharz) 50 Die Töchter des Direktors arbeiteten am Trapez in schwindelnder Höhe, der eine Sohn produzierte sich als Jongleur und Bauchredner, der andere als Kraftmensch, und der Jüngste arbeitete mit dem Clown Marzellus zusammen. Die beiden füllten mit ihren Späßen die Pausen aus, bis wieder eine andere Nummer kam. Der große Clown war aber auch zu rührend in seiner Unbeholfenheit, als daß die Leute darüber kein Lachen gefunden hätten. Er machte brav seine Purzelbäume, stürzte der Länge nach hin und nahm beim Aufstehen von seinem Partner ein paar schallende Ohrseigen entgegen mit einem Lächeln, als spüre er das liebkosende Streicheln einer sanften Frauenhand. Dann kam die Tänzerin Vira, und da fragten sich die Leute, die von der Kunst einiges verstanden, weshalb ein Mädel mit solch großem Können keinen anderen Platz im Leben einnahm. Sie hätte sich ruhig in den größten Varietés sehen kassen können und gewiß nicht die Entbehrungen eines Wanderzirkus zu tragen brauchen. Oh. wie die Sünde selber, die schöne, rusende Sünde. war Vira anzusehen. Sie tanzte zunächst auf einer Kugel zu den auspeitschenden Klängen der Zirkuskapelle. Es war wie ein Wunder, daß sie das Gleichgewicht halten konnte, auf der dauernd langsam rollenden Kugel. Jung und schön wie sie war, bot sie ein herrliches Bild und den Männern blieb der Atem weg, wenn die feinen Spitzenröckchen wie Federwöllchen hochschleuderten. Dann stieg Vira auf das schwankende Seit, lief ein paarmal darüber, als sei es eine ebene Straße und tanzte zum Schluß in schwindelnder Höhe einen Straußwalzer. wiegte und wippie sich in den Hüften und lächelte aus der Zirkuskuppel herunter auf die Menschen. Als sie sich am Seil wieder herunterließ, nahm sie der Clown Marzellus in Empfang und bat sie, daß sie ihm den Tanz auf der Kugel lehre. Es war zum Schreien, wie er immer wieder ins Stolpern kam, wie er bald mit dem Bauch und dann wieder mit dem Rücken auf die Kugel zu liegen kam. Er kollerte sich im Sand und richtete sich lachend immer wieder auf. Voll von kindlichen Einfällen und von einer maßlosen Geduld schien dieser Mensch zu sein. Plötzlich brach er mitten im Lachen ab, sein Gesicht verzerrte sich, er sah für ein paar Sekunden wie gebannt in das Gesicht einer Frau, die in der ersten Reihe saß und ging dann mit hastigen Schritten hinaus, als schwinge jemand eine Peitsche hinter ihm. Das Publikum nahm an, daß dieser Abgang so gewollt war. Gewiß, es war sogar in gewisser Hinsicht ein sehr effektvoller Abgang und die Leute klatschten freudigen Beifall. Draußen in der kahlen Garderobe blieb der Clown stehen und hob den Kopf. Galt ihm der Beifall? Mechanisch wischte er sich die Schminke vom Gesicht und zog die bunten Fetzen aus. Vira erschien und fah ihn forschend an, aber sie sagte nichts. Martin bemühte sich, das gleichgültigste Gesicht der Welt zu zeigen und als der Direktor kam und ihm gönnerhaft auf die Achsel klopfte: „Mein lieber Marzellus, den Abgang haben Sie sich gut ausgedacht, war von großartiger Wirkung. Das müssen Sie immer so machen,“ da lächelte der Clown wie ein Kind, dem man etwas sehr Unglaubwürdiges erzählt hatte. Als das Zirkuszelt sich längst geleert hatte und die Lichter erloschen waren, ging Martin nochmak hineln, blieb an dem Platz stehen, an dem heute Evelyn Heydebruck gesessen hatte und nickte zronisch vor sich Zin „Do hat sie gesessen, die Frau Evelyn, schöner und stiller denn je.“ sagte er zu sich und fühlte, wie wieder das Gefühl der Scham in ihm hochstieg wie eine Lohe. Er fragte sich gar nicht, wie Frau Evelyn ausgerechnet hierher kam. Das war an sich ganz verständlich. Frau Heydebruck suchte einfach hier Erholung. Er fragte sich nur: ob sie mich wohl auch erkannt hat? Schwerlich, denn sie mußte ihn# anders in Erinnerung haben. Wenn er sich manchmo; eschminkt im Spiegel betrachtete, mußte er sich selbst oft ragen, bin ich denn das wirklich, ich, der Martin Breitenbacher, Schmied von Seehalden, später dann Strandbadbesitzer, Pensionsinhaber, dann Heimatloser und jetzt Zirkusclown. Aber konnte er ihr nicht morgen im Laufe des Tages irgendwo begegnen? Was mußte er dann sagen. Dieser Sturz von der Höhe war zu groß, als daß er sich so einfach erklären ließe. Und dann würde sie ihm zweifellos auch vorhalten, warum er denn nicht an sie geschrieben hätte. Darauf hätte er dann, wie zu vielem anderen, auch keine Antwort gewußt. Ach, es lag ja alles schon so weit zurück, es war alles versunken, was einst seine Tage erhellt hatte. Vielleicht war es gar nicht Frau Heydebruck gewesen, nur eine Ahnlichkeit und er hatte nur ein Gespenst aus der Vergangenheit gesehen. Als er in den Wohnwagen zurückkam, lag Vira noch wach. „Wo warst du denn noch, Martin?“ fragte sie. Er setzte sich an den Bettrand und löste die Schuhriemen. Wie gut, daß es dunkel war, daß er ihren forschenden Blick nicht sah. Er spürte ihn nur gleichsam in seinem Nacken. „Ach, nur ein wenig draußen. Die Nacht ist so schön, Vira. Schläft die Kleine?“ „Das war eine sehr überflüssige Frage, denn er hörte ja die ruhigen Atemzüge des Kindes in der engen Kammer. „Hast du mir denn gar nichts zu sogen, Martin?“ klang nach einer Weile die Stimme der Frau aus dem Dunkel. „Wie meinst du, Vira?. Ob ich die—?“ Vortebung kelat) 25 „Jawohl..*. gute Bedienung“! Sorglalt und Aufmerksamkeit beim Bedienen bilden die goldene Brücke zu normalen Zeiten. Sie sollen sich jedenfalls auch heute bei uns gut: aufgehoben fühlen. Textilhaus Schwerte — KLouenn-Reüchlüsberdonich bhes ges Vrbfsamten der vielseitigen Zusammensetzung und der sorgfältigen Herstellung Lange Bewährung in der Praxis beweist dies. Auch sparsame Anwendung führt zum Erfolg und bewirkt außerdem, daß die verfügbaren Vorräte recht vielen Verbrauchern zugute scommen.— Zeigen Sie bitte Verständnis und Geduld. wenn Sie ein Heumann-Heilmittel nicht gleich bekommen können. Ihr Apotheker und auch wir sind um Sie nach besten Kräften bemüht. Ver gute Einkauf wie immer bei. Gibenmeil URRRR C Katten=Bekämpfung! ent Rauenpaur kann in einem Jahre eine Nachkommenschaft von tausend Ratten haben. Laut Polizeiverordnung finden Rattentage vom 30. April bis 2. Mai 1942 als Auslegetage, vom 3. Mai bis 9. Mai 1942 als Kontrolltage statt. Jeder Haus= und Grundbesitzer oder Pächter ist verpflichtet, die amtlich vorgeschriebenen Rattenbekämpfungsmittel auszulegen, gleichgültig, ob sich auf seinem Grundstück Ratten gezeigt haben oder nicht. Die Rattenbekämpfungsmittel zum Selbstauslegen sind erhältlich: Adler=Apotheke Neue Apotheke Drogerie Heppe Nachf. Drogerie Max Mehlhose Drogerie Erich Rienhöfer Zu haben in Apotheken. Kein Postversand ab Nürnberg. Soomochen: kinderleicht C rche oder gekochte Früchte mit oder ohne Zucker In Zubindegläsern und=gefäßen Beutel 20 Pfg. U Ueberall erhältlich= Bezugsquellen weiden gern nachgewiesen Evangl. Gottesdienste Schwerte(Ruhr) Sonnabend, 25. April: Krankenhauskapelle 19 Uhr Pfr. Ohlig. Sonntag, 26. April: St. Johanniskirche 8 Uhr Pfr. Millard. Geisecke=Lichtendorf 9 Uhr Pfr. Ohlig. St. Viktorkirche 10 Uhr Pfr. Millard. Kindergottesdienst um 11¼ Uhr in der St. Viktorkirche. 2 Familtendrucksachen liefert Hans Linner vormals Carl Braus. Gut erhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsst. der Schw. Ztg. Kautftechte Wenn Sie an unangenehmer und oft qußlender Hauttlechte leiden, versuchen Sie es doch einmal mit einem einfach anzuwendenden Mittel, das schon vielen geholfen hat. Nähere Auskunft u. Anschrift der Apotheke, welche die Kurmittel vorschriftsmäßig herstellt und liefert, durch Max Müller, Hellmittelvertrieh. Bad Weißer Hirech bei Dresden Jeden Sonntag im Cale Asteria Es ladet ein Carl J. Tengler. Warne hiermit jeden, falsche Gerüchte über mich zu verbreiten, noch meinem Mann ins Feld zu schreiben, da ich sonst gerichtlich vorgehe. Frau Krzyzanowski, Schwerte, Hellpothstraße 16. Auch kleine Anzeigen haben in der Schwerter Zeitung Erfolg! Schearke Volksbühne Schwerte 1919 siuhäalg Theaterabend * Sonntag, den 26. April 1942, im Lokale Stadermann, Schwerte, * Hüsingstraße. Zur Aufführung gelangt „Familienanschluß“ van Kaei Banse.“ Einlaß 16 Uhr. Beginn 17 Uhr. -Karten im Vorverkauf 60 Pfg., an der Kasse erhöht. Karten sind# s zu haben in der Gaststätte Stadermann und bei den Mitgliedern. Sonntag, den 26. April 1942, im Rathaussaal der Schüler und Schülerinnen der—. Musiklehrer Letzel Anfang 16 Uhr Hängervereinigung Pörde Künstlerische Leitung: Musikdirektor Brockpähler Konzert s am Sonntag, 26. April 1942, im„Freischütz“(Schwerter Wald) Mitwirkend: Mally Kruppa, Gelsenkirchen(Sopran) Frauenchor des Vereins(Leitung H. Wortmeier) Summmmmmummpn Putzfrau für täglich drei bis vier Stunden gesucht. Adler=Apotheke. Hausgehilfin für gepflegten Haushalt für halbe oder ganze Tage gesucht. Zuschriften unter Nr. 1167 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. Lest die„Schwerter Zettung“! 2 Stören Sie den Arzt nicht wegen einer kleinen Quetschwunde, sondern befolgen Sie seinen Rat und legen Sie ein richtiges Wundpflaster auf, also Traumaplast. Dasweiche Mullkissen schützt die Stelle vör schmerzhafter Berührung und beschleunigt die Hleilung, weil es luftdurchlässig ist: läßt wehe Wunden schnelt gesunden. für die innere Reinigung. Alleinverkauf: Drogerie Erich Rienhöfer Ei Salt aulr Kennr=Zunen! Sie sind mit Recht enttäuscht, wenn es Henkel=Erzeugnisse vorübergehend nicht so reichlich gibt.— Wir haben dafür Verständnis, bitten aber um Nachsicht und Geduld. Im Kriege sind die Verhältnisse mitunter stärker als unser Wunsch, alle Hausfrauen ausreichend mit Wasch= und Reinigungsmitteln zu versorgen. Die Gewißheit aber können Sie haben: Unsere Erzeugnisse werden nach wie vor in bewährter Güte geliefert. Halten Sie deshalb den HenkelSachen die Treue! Einmal kommt auch Persil. wieder— und dann gibt es keine Wäschesorgen mehr. 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