e Schung erchehn wüchetlich znchamd. Dbe-e scheptlich 45 Rpf.(einschl. Trägerlohn). Postn gonatich a.- All coiarch.M8; Aäge ien Wäge hr und Clt Pgferelgummer 10 Hpk. Drnck und Verlagr Kaus el.„ormai, Carl Braus, Schwerte, Geschäftestelle: Grode Dortmund 2832 Nr. 182 Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt: Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Schwerte(Ruhr), Montag, 5. August 1940 Nundsmreien din uchusmetee emnlimeeretir tch und breit) 6 Kpf. Textanseigen: Millimeter 20 Rpf. Für fernmündlich aufgegebene Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhengeschenen Betriebsstörungen durch höhene Gewait übernehmen wir keinerlei Gewühr genktlcher Brrcheinen dus Tattung zuch kann kein Aumeruch auf Schadenersats oder Nachlieferung erhoben werden. m Eschse Scrhau! Wührhen und Siastung? halburs von denischen Lasisirentrasten PAuderistert 2ch. 1 Mane erähliht urden, gum rhn 8 Lügenwa,gtadt Hamburg in der bergangenen auf dem anderen geblieben, ist. Man hat für So posaunt man es hinaus in alle Welt nach der Methade jenes kleinen Jungen, der sich im zu übertönen. Denn es muß ja schließlich, ucß der deutschen, gftwarse aug. ien gre, hedränate und immer nervoser wervenve Insel einen AusNun, wir sahen am Samstag, einen Tag das„pulverisierte“ Harpter ,hefensta htb peur ch Sie und auer, butreh die PBillenvorstadt durch das den verzangenen vier Nächten nur in der letzden vergangenen vier Nachten nur in der letzLe biglich Friegeralarm!! Keine einseswungev, bevo den Rächten vorher war, werden konzte., Hon ven ziel gerühmten, RAs weder etwas zu bören, noch etwas zu sehen. Das sind die Tatsachen, von denen sich am Samstag auch eine große Reide von Auslands: burg, unsere shönezk seinen normalen Gang. Vinaus ins Freie, im Hafen, aufi Vewodner und den Helligen dezter, ezit hygpatan, hernzhen sich die Engländer hier seit Monaten bemühen, hre Vomben wirkuugzugL, ah-ziel zene Wohnden bisher immer ein anderes, Acht gepöskertsten viertel wie Barmbeck, den vrge,i Engländer Stadtteil Hamburgs, wo am 3. Juli Engländer ihre Bomben zwischen spielende Kinder warfen. Dreizehn Kinder und drei Erwachsene waren auf der Stelle tot. Neun Kinder starben später an ihren furchtbaren Verletzungen im Wir sahen an der Grenze von Alsterdorf jene Prankenanficgie, die Peruzrei, Parmbeck, tilgbeherbergt. Hier ebenso wie in Barmbeck, kilometerweit ab von irgendwelchen Bauten, die man als industriell oder militäräsh, grichtig gge sprechen könnte, säten sie Tod. Meyrege dieser schwestern mußten diese Infamie mit dem Tode bezahlen. Wir sahen die Kanalstraße in dem Vorort Uhlenhorst, ebenfalls eine reine Wohngegend. Vier Bomben landeten hier auf der Straße in der Nähe eines Wozsektschugrnaßnah, und allein den vorsorgischer Luttgrsetzte u men ist es zu danken, vaß hier nur Verletzte zu beklagen waren. Viele Verletzte unter der Zivi bevölkerung gab es dann auch v in Rothenburgsort in der Stresowstraßgng#n hier fielen die Bombey dirert in eine Wohnstraße, zum Teil auf die Höhe der Arbeitersind die„Erfolge der RAF, deren Flieger wahllos ihre Bomben herabschleudern, nur um im Heimathorst die Meldung können:„Bomben abgeworfen“.. Der Tag der Vergeltung kommt. Wann es sein wird, bestimmt allein der Führer. Und bis zu diesem Tage— das soll zene,„Plutgkratenclique sich merken— vermag sie niemals auch nur einen Deutschen zu erschüttern. Newyork, 4. Aug. Die Spätausgaben der Newyorker Abendblätter bringen in großer Aufmachung und mit schreienden Ueberschriften auf der ersten Seite amtliche Berichte aus London, wonach britische Luftstreitkräfte Hamburg„pulverisiert“ hätten. Es wird besonders hervorgehoben, daß die Briten nur militärische Objekte angegriffen hätten, nur ein einziges britisches Flugzeug werde vermißt. englische Krieges den Briten sehr geht, sie anfangen, mit den unverschämtesten Lügen die Oeffentlichkeit zu vernebeln. Das ist so im Polenfeldzug gewesen, als sie noch während des Bombardements von Warschau von den siegreichen polnischen Truppen sprachen. Das ist genau so gewesen während der langen Wintermonate, in denen relativ wenig passierte und die Engländer von aloriosen Siegen, von Riesenerfolgen„ihrer Blockade, von der vollkommenen Abschnürung Deutschlands von der übrigen Welt, vom gärenden Balkan, von Zerwürfnissen mit Rußland und ähnlichem faselten. Wie sich nachher berausgestellt hat, ist kein Wort davon wahr beioefen Genau so war es beim Beginn der Westoffensive, als sie bei jeder neuen Etappe der Kriegführung erklärten, daß sei in Wirklichkeit ein Erfolg. Ja, die Engländer haben es sogar fertig gebracht, die furchtbarste und schimpflichste Niederlage, die die alliierten Truppen überhaupt erleben konnten, nämlich die Schlacht in Flandern, in einen, wie ihr Reuterbüro erklärte,„feinen Sieg" umzuwandeln. Sie behaupteten damals, dieser schimpfliche Rückzug sei eines der ruhmvollsten Kapitel in der englischen Geschichte. Genau so haben sie vor dem Fall von Paris geredet, wo sie behaupteten. Paris würde bis zum letzten Franzöfsche Scheinregserung ausgab, ais Die e seo: gure gen zu gehen echurch, frechste und an ven Fragen 4u. gehen,—, durch frechste und unverschämteste Lügen die Oeffentlichkeit zu vernebeln und über den wahren Stand der In diesen Lügenfeldzug gehören die neuesten Berichte, die sie sich jetzt durch ihre Lügengenossen aus Newyork herüberkabeln lassen, um die englische Oeffentlichkeit etwas aufzuSethasen der Ewrerper.„Aent. Zahlreiche Brände verursacht Angriffe auf Blatstellungen Berlin, 4. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Luftwaffe klärte am 2. August über dem Seegebiet zwischen dem Kanal und den Hebriden auf. In der Nacht zum 4. August belegten unsere Kampfflugzeuge den Oelhafen von Staulow bei Liverpool mit Bomben. Zahlreiche Brände wurden hierdurch verursacht. Ferner wurden Flatstellungen bei Canday Island und Swansea Britische Flugzeuge flogen während der Nacht zum 4. August in Nord= und Westdeutschland ein. Trotzdem sie mehr Bomben als in den letzten Nächten warfen, war der— ausschließlich an nichtmilitärischen Zie. len— angerichtete Schaden noch geringer als Am Sonnabend gab das OKW folgenden Bericht aus. Berlin, 3. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: A112 Ein U=Boot unter Führung von leutnant Kretschmer hat auf einer Fern: fahrt sieben bewaffnete feindliche Handelsschi), mit 38118 BRT. versenkt, darunter drei in Geleitzügen fahrende Tanker. Damit hat dieses Boot bisher insgesamt 117 367 lichen Handelsschiffsraumes und den britischen Zerstörer„Daring" versenkt. An der Ostküste Englands vor Harwich und der Themsemündung sowie vor den Hebriden wurden am 2. August mehrere bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit Bomben belegt. Drei der angegriffegen Schiffe mit zusammen 16000 BRT. wurden versenkt. In der Nacht zum 3. August wurden einzelne Angriffe auf Tanklager und Flakstellungen in England durchgeführt. Im Tanklager Thameshaven wurde hierbei ausgedehnte Einige am Tage in Holland und Nordfrankreich eingeflogene feindliche Flugzeuge stießen überall auf wirksame Jagd= und Flakabwehr, so daß sie ihre Bomben ungezielt ins Gelände warfen. Bei Luftkämpken der Jissel=See und im Seegebiet von Iimuiden gelang es. zwei Bristol=Blenbeim=Flugzeuge, des gleiizuschie. bei Le Hävie ein weiteres chen Musters durch Flakartillerie a Nach Nord= und Westdeutschland in der Nacht zum 3. August eingeflogene britische Flugzeuge warfen ihre Bomben wiederum nur auf nichtmilitärische Ziele ab. Sie derheosetzen Wohnhäuser und töteten und verletzten Zivilpersonen. Im Kreise Gifhorn, in dessen weiterer Umgebung keinerlei militärische Ziele bieven, Ehreugbomben zerstärt worunter zwei Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren, wurde getötet, zwei weitere Personen schwer verletzt. Italienischer Teyrmachtoe.. ere e Rom, 4. Aug. Der italienische Wehrmachtsbericht hat folgenden Partlaptz# „Unsere ostafrikgnischen Luftgeschwa der haben im Sudan Erkowit und die Flughäfen von Summit und Haiya bombardiert, wodurch eine große Flugzeughalle in Brand geriet. Außerdem, wurde der Eisenbahnknotenpuntt Hniya geIn Kenia wurde ein Autopark füdlich von Daiir bombardiert. Bei den vorgestern gemeldeten Kämpfen von Debel hat der Feind vor unseren Stellungen 64 Tote, darunter 3 Offiziere, zurückgelassen. Die Fahne des 6. Bataillons der Kings African Rifles ist erbeutet worden. In Englisch=Somali„ist der Hafen von Zeila wirkungsvou vombardiert Eined musener Riangzeunge u nicht zrüche. Ein seindlicher Luftangriff auf den Hafen von Derna in Nordafrika hat nur ganz gees ee ce ee ece Stützpunkt zurückgekehrt.“ 72. Jahrgang Börsendebut im besetzten Frankreich Paris, 4. Aug. Bei der Wiedereröffnung der Pariser Börse war der große Bösensaal gefüllt mit Börsenmaklern und Interessenten. Zum Handel waren Renten, Obligationen und Aktien, besonders Bergwerk=, Elektrizitäts= und Industrieaktien, zugelassen. Das Geschäft war sehr ruhig. Es wurden nur vereinzelt Werte ausgerufen und angeschrieben. Der Umsatz blieb gering. Die meisten Anwesenden waren gekommen, um einmal zu sehen und gesehen zu werden. Auf dem Platz vor der Börse fehlte das sonst an Börsentagen übliche Geschrei der Börsegmaller und ihrer Mittelsmänner, da alle worsenbesucher im großen Saal und den WandelgänZur Wiedereröfnung der Pariser Börse schreibt„Paris Soir“, hoffentlich habe der kleine Sparer nicht zu sehr unter diergz, Wie; dereröffnung, zu leiden. Es sei zu wür daß der Börsenvorstand die notwendigen Maßnahmen ergreise, u x.,ptgr, St g, hverhäträfes parieren, der angesichts des Mißverhattnan zwischen Angebot und Nachfrage nicht ausbleiben werde. Eine reformierte Börse könne eine wichtige Stütze für den wirtschaftlichen Wiederaufbau werden. dopen, in denen davon die biede ist, daß, le ten, die Hohätten. Das Schlagwort in der amerikanischen Presse lautet:„Hanburg pulverisierr worden". Die Engländer schrecken bekanntlich nicht davor zurück, solche Dinge, um sie glaubhaft zu machen, in Atelieraufnahmen für den Fim vorzustellen. Wir erinnern hier nur an den s Der Löwe hat Flügel“, der vor einem Kreis der in= und ausländischen Presse in Berlin aufgeführt wurde und stürmische Heiterkeit erweckte bei den Leuten, die etwas Verständnis für solche Dinge haben und die wahren Tatsachen kennen. Die letzten OKW.=Berichte haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Engländer mit ihren Bombenangriffen rücksichtslos die deutsche Zivilbevölkerung angegriffen und mit der deutschen Geduld ein so frevelhaftes Spiel getrieben haben, daß es heute in Deutschland ungezählte Millionen Menschen gibt, die nur von dem einen heißen Wunsch beseelt sind, wie der Führer in seiner Reichstagsrede gesagt hat, daß sie möglichst bald einmal den wahren Feind vor die Klinge bekommen. Der OKW.=Bericht hat auch ganz offen und rückhaltlos dem deutschen Volk Bericht davon gegeben, welche Wirkungen der Angriff Englands auf die zivile Bevölkerung in Hannover nach sich gezogen hat, und wir können hier ergänzend noch mitteilen, daß es in Hannover vier Tote und eine Reihe von Schwerverletzten gegeben hat. Aues das steht auf dem Schuldkonto Wenn die Engländer nun durch die nord= und südamerikanische Presse behaupten lassen, daß sie ausschließlich militarische Objekte angriffen, so ist das eine feige und niederträchtige Lüge. Sie greifen nur die Zivilbevölkerung an, weil sie glauben, sie könnten damit die innere Moral in Deutschland erschüttern. Sie gehen jetzt in der Welt damit hausieren, daß ihre Luftangriffe Hamburg in Schutt Asche gelegt hätten, unter dem Schlagwort: „Hamburg ist pulverisiert". FESMEERN.,„ in wachsendem Maße von den Erzeugerlandern abgeschnitten Rom, 4. Aug. In der gegenwärtigen Phase des Krieges ist die englische Kriegführung und Wirtschaft mehr denn je auf die auswärtigen Oelzufuhren angewiesen. Die italienische Presse bringt knappe statistische Angaben über die Bezugsquellen, über die Großbritannien in der Indien, 22 den Oelquellen des Mossulgebietes Persien, 12 v. H. aus den Vereinigten Staaten, 10 v. H. aus Mexiko, 6 v. H. aus Rumänien, 5 v. H. aus Venezuela, 25 v. H. aus Seit dem Eintritt Italiens in den Krieg ist England von der rumänischen und russischen Oelzufuhr gänzlich abgeschnitten und verliert damit 85 v. H. Ferner ist der Antransport des Mossulöls nach England heute zumindest außerordentlich erschwert. Während England bis zum Eintritt Italiens in den Krieg das Mossulöl von den beiden Endstationen der großen Rohr=Oelleitung, Tripolis und Haifa, durch die direkte Verschiffung durch das Mittelmeer erhielt, ist England heute nicht mehr in der Lage, das Mossulöl direkt nach England zu transportieren. Seit dem italienischen Kriegseintritt haben die Engländer das Mossulöl in den neugebauten Raffinerien in Haiia und Sues gebrauchsAlexandrien sationierte britische Mit““ candrien narionierte oritische Mitteimeer915 dem Einkrik Pialiend in den Krieg eigeselt werden. Die Engländer können daher jetzt das Mossulöl nur noch durch den auf dem weiten Umweg über Seiehg#rie nach England schaffer. Hierdurch, entsteer für die Zufuhr des Mossulöls wie für die über den Persischen Golf gehenden persischen Oeltransporte nach Großbritannien nicht nur eine zeitliche Verzögerung von 14 Tagen, sondern darüber hinaus ein bedeutende Erhöhung der Transportkosten und vor allem ein erhöhter Oelverbrauch für die langwierige und mühsame Umschiffung des gesamtafrikanischen Kontinents. Die bisherige englische Oelzufuhr hat sich nach hiesigen Berechnungen insgesamt um minRe-eumn Adien ded Wibmartent un füihren. Die britischen Hoffnungen, daß der Oelverbrauch Deutschlands und Italiens in der letzten Zeit außerordentlich gestiegen sei, ist eine Täuschung. Gayda macht darauf aufmerksam. daß die Oelvorräte der beiden Achsenmächte außerordentlich groß seien. Italien Deutschland seien gegenwartig in der Lage, ihre Oelvorräte durch, die Zufuhren von den rumänischen und russischen Oelquellen ständig zu ergänzen. Die britischen Terror= und Sabotageversuche, die auf eine Unterbindung der rumänischen Oelausfuhr abzielten, seien ergebnislos geblieben. Italien verfüge ferner über eine ständig wachsende Oelproduktion aus Albagien. während Deutschland sich durch die eigene Produktion dem Zustand der Selbstversorgung täbere. Die auch in diesem sgeng,entscheidende Srage der Oelversorgung gewinnt damit, nellt Gayda zum Schluß fest, ein neues Gesicht Nicht Deutschland und Italien, sondern Grotzbritannien ist jetzt in wachsendergggescmitte der auswärtigen Helzusup, gnge mogh### Man fragt, bch,„Beiftenberr gpeg##ge wig ges ee verstog; Husfuhr zur Bers“, erstehen werden brittIrdden. Hargunten=seiten=Gunke fungen Kindliche Vorstellungen über den modernen Krieg in England Vorschläge für den Heckenschützenkrieg Genf, 4. Aug. Während das deutsche Volk als Soldatenvolk frei ist von jeder Unterschätzung des Gegners und jeder Täuschung über die Härt: des bevorstehenden Endkampfes, schwankt die Bevölkerung Englands zwischen einem Gefühl schlotternder Angst vor der kommenden Abrechnung und einer geradezu kindlichen Vorstellung vom modernen Kriege. Einen guten Einblick in die Auffassung des Durchschnittsengländers gewährt die„Pieture Post“, jene englische Zeitschrift, die ihren Lesern bekanntlich in mehreren Fortsetzungen eine Anleitung für den Heckenschützenkrieg gegeben hat. Aus Reklamegründen veröffentlicht das Blatt über mehrere Seiten Zuschriften aus ihrem Leserkreis. über die man schallend lachen könnte, wenn sich daraus nicht auch ergeben würde, daß zumindest ein großer Teil der englischen Zivilbevölkerung unter stillschweigender Duldung der Regierung entschlossen ist, einen systematischen Heckenschützenkrieg gegen die deutsche Wehrmacht zu führen. Da kann kein Tank widerstehen Zunächst einige Beispiele für die Vorstellungen, die in dieser unsoldatischen Krämernation vom Kriege der Jetztzeit herrschen, den bisher ja nur wenige Divisionen der englischen Armee— anläßlich der verschiedenen glorreichen Rückzüge— gekennzeichnet haben. Mister Wright aus Aberdeen hat eine Patentlösung für die Bekämpfung der deutschen Panzerwagen gefunden. Er schlägt vor, daß Trupps von je zwei Mann gegen deutsche Tanks eingesetzt werden sollen. Einer von ihnen soll eine tragbare Sprühvorrichtung mit sich führen, die mit Benzin gefüllt wird, während sein Kollege einen Flammenwerfer trägt. Zunächst bespritzt der eine der Helden einen angreifenden deutschen Panzerwagen über und über mit Benzin, und dann zündet der zweite mit seinem Flammenwerfer dieses Benzin an, worauf der Tank erledigt ist.(!) Es fehlt nur noch der dritte, der die Insassen unter dem Vorwand, er wolle sie photographieren, zum Stillstand nötigt. Vogelscheuchen gegen Luftlandetruppen Noch verblüffender ist Mister Jenkins aus Nottingkam. Er gibt der britischen Heeresleitung den Rat, in einsamen Gegenden auf den Feldern Vogelscheuchen aufzustellen. die jedoch mit den Uniformen der englischen Armee bekleidet werden sollen. Wenn die Tarnung geschickt durchgeführt würde, dann munten die deutschen Flieger annehmen, die Felder seien von englischen Soldaten besetzt, so daß man keine Versuche machen würde, Luftlaudetruppen dort abzusetzen. Ladurch würde die Luftpest ferngehalten werden, versichert Mister Jenkins. Vielleicht steut er## selbst noch dazu! Harpunen sollen Tanks fangen Den Höhepunkt dieser Vorschläge stellt aber der Brief von Mister Day aus London S. E. dar. Wir wollen diesen schönen Brief nicht im Auszug, sondern im Wortlaut wiedergeven: „Wie wäre es, wenn man die Dienste der britischen und norwegischen Seeleute in Anspruch nehmen würde, die auf Walfängern gearbeitet haben? Eine Harpune kann mit genügender Sicherheit geworfen werden, daß sie die verletzbaren Stellen einer Panzerung eines Tanks durchdringt.“ Besonders wenn die Tanks aus Pappe sind, wie die deutschen Panzerwagen, gegen die die modernsten französischen„rollenden Festungen“ nichts auszurichten vermochten. Warum haben denn auch die Franzosen keine Harpunen gehabt? Raliche Bewegungen— mit dem Federhalter solchen Vorschlagen muß natürlich der immerhin recht beachtliche Wink verblassen, den Mister Walker aus Sevencaks der geneigten Leserschaft unterbreitet. Er empfiehlt, daß jede englische Stadt sich schon jetzt auf einen bestimmten— natürlich falschen— Ortsnamen einigen solle, der auf Befragen den deutschen Angreifern mitgeteilt werden soll. Alle Einwohner von Coventry, vom Kolonialwarenhändler bis zum Bürgermeister, sollen z. B. auf Fragen angeben, die Deutschen bejänden sich in Bristol, was die Deutschen sbeim Heranziehen ihrer Landkarten dazu veranlassen würde, falsche Bewegungen zu machen". Vorläufig scheint allerdings der Federhalter von Mister Walker und vielen anderen Engländern falsche Bewegungen zu machen. Alle diese Zuschriften sind lediglich interessant, weil sie die Angst und gleichzeitig die Unterschätzung des Gegners widerspiegeln. Ganz anders zu bewerten als diese im übrigen lächerlichen und kindlichen Schreibereien sind die massenweisen Einsendungen, in denen die englische Zivilbevölkerung zur Teilnahme am Kampf der regulären Armee aufgefordert wird. Alle Bierflaschen in He verwandelt rangten von So schlägt z. B. Mister Cyril Roß aus Lonon vor, daß die Arbeiterschaft jeder Fabrik unter der Führung ihrer Vorarbeiter den Kern einer„Volksarmee“ bilden solle, die jederzeit bereit stehe, ebenfalls am Kampf teilzunehmen. Ein Geistlicher, namens Barnett aus London, schlägt die Organisierung der Straßenverteidigung„nach spanischer Methode“ vor, während ein Mister Sinclair aus Hull dagegen empfiehlt, daß die Wildhüter statt auf Wilddiebe in Zukunft Jagd auf deutsche Fallschirmabspringer machen sollen. Mister Taylor aus Spondon gibt ein genaues Rezept zur Herstellung von Handaranaten und protestiert dagegen, daß die Regierung den Gebrauch von solchen Handaranaten eigener Produktion nicht wünsche.„Warum? Besser, man begegnet einem feindlichen Tank mit einer selbstgemachten Handgranate, als mit überhaupt nichts. Ich habe jedenfalls alle meine Bierflaschen in Handgranaten verwandelt und besitze schon jetzt einen Vorrat, um jeden Tank zum Stehen bringen zu können. Handgranaten sind ganz einfach anzufertigen Man füllt die Flasche zu zwei Dritteln mit Benzin, bringt einen Zunder an, und schon in die Granate fertia.“(!) München war klug, weil England noch nicht vorbereitet war Unter diesen Zuschriften befindet sich auch ein bemerkenswertes politisches Eingeständnis. Mister Bowles aus Caversham preist die staatsmännischen Vorzüge Chamberlains, wobei die englische Zensur versehentlich auch den folgenden Satz stehen ieß:„Der erbärmlichste Dummkopf muß heute einsehen, daß ohne die Handlungsweise Chamberlains in München wir damals in einen Krieg verwickelt worden wären, gegenüber dem wir völlig unvorbereitet waren.“ Hier bestätigt ein Engländer die Auffassung die Deutschland stets vertreten hat, daß nämlich in München nicht ein echter Friedens. wille Englangs zutage trat, sondern daß Mister Chamberlain damals die Unterschrift unter ein deutsch=englisches Verständigungsabkommen setzte, nur weil England— noch nicht genügend vorbereitet war. Frunzesische Fiaclingeprerieme Eine Stellungnahme der deutschen Militärbehörden Ehurchill wieder Beaverbrook als aussichtsreichster Stockholm, 4. Aug. Churchill ist wieder einmal auf der Suche. Für seine verbrecheeischen Absichten, London lieber in Asche und Rauch zu sehen, als Frieden zu schließen, kann Sünder um um sich er nur die hartgesottensten gebrauchen. Sein Auge ist auf Lord Beaverbroo! gefallen, der zum Mitglied des Kriegskabinetts ernannt wurde. Als Flugzeugproduktionsminister hat Geaverbrook allerdings mit phantastischen Aufschneidereien den Mund so voll genommen, daß er„würdig“ scheint, in den engsten Kreis der Hetzerclique ausgenommen zu werden. Churchill hat anscheinend große Dinge mit ihm vor. „Daily Heral““ sieht bereits die Möglichkeit, daß Beaverbrool an Chamberlains Stelle treten werde.„Daily Telegraph“ meldet, Chamberlains„Operation“ stelle sich als ernster, als man sich allgemein vergegenwärtige. Für„einen Mann seines Alters“ könne eine„Operation", wie er sie burchmache,„eruste Folgen" haben. Paris, 4. Aug. Die Pariser Presse bringt eine Stellungnahme der deutschen Militärbehörden zu dem Problem der französischen Flüchtling. Darin heißt es, daß die französischen Zeitungen sich immer mehr mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigen und dabei durchblicken lassen, daß eine Lösung dieser Frage einzig und allein eine Angelegenheit der deutschen Besatzungstruppen sei. „Wir kennen das Elend und die Not der Zivilbevölkerung“, heißt es in der Stellungnahme weiter, und„die schrecklichen Folgen dieses Zustandes. Aber die Tatsache, daß die deutschen Truppen die Not der Flüchtlinge lindern helfen, darf nicht dazu verleiten, Deutschland für all diese Uebel verantwortlich zu mamen. Man muß daran erinnern, daß es Frankreich war, das Deutschland den Krieg erklärt hat, Frankreich, das sich rühmte. durch die freiesten Prinzipien regiert zu werden und das als Inkarnation der Demokratie gelten wollte“ Diese Kriegserklärung Frantreichs an Deutschland falle nicht nur auf die leitenden Staatsmänner, sondern auf jeden Franzosen da er seine Staatsmänner ja gewählt hat. Wenn die französische Regierung, der durch das Volk die Vollmachten gegeben waren, glaubte. Deutschland den Krieg erklären zu müssen, ohne dessen Kraft und Stärke zu kennen, so fällt das Los der Flüchtlinge dem französischen Volke zur Last, das seiner Regierung sein Vertrauen geschenkt hatte. Das französische Volk wird verstehen, daß es nicht in der Macht Deutschlands liegt, ihm die Verantwortung für das traurige Los der Flüchtlinge abzunehmen. Wenn manche glauben, die Tatsache, daß die deutschen Truppen den französischen Flüchtlingen beistehen, entbinde die Franzosen von ihrer Verantwortung, so muß gesagt wedren, daß sie sich täuschen. Deutschland, befindet sich noch im Kriege gegen England und hat genug mit seinen eigenen Angelegenheiten zu tun. Kriegserklärung, Evakuierung, Zerstörung von Brücken, Eisenbahngeleisen. Telefonnetzen, Kabelschlüsanschlüssen und Sendern, das sind die Faktoren, die dazu, beitragen, die Lösung des Problems der Flüchtlinge zu erschweren. Aber es steht einzig und allein der französischen Regierung zu, diese Frage zu regeln. Wenn jetzt die Franzosen feststellen müssen, daß sich die französischen Aerzte weigern, den Kranken zu Hilfe zu kommen, weil diese nicht bezahlen können, so ist es unnötig, über dieses Problem noch weiter zu diskutieren. Man täte besser, diesen Unglücklichen zu helfen, als in den Zeitungen gehässige Artikel zu schreiben und Deutschland für das traurige Los der evakuierten Bevölkerung verantwortlich zu machen. Deutschland hat den Krieg nicht gewollt und alle Demarchen des Führers hinsichtlich einer freimütigen und engen Zusammenarbeit mit Frankreich sind abgeschlagen worden. Man muß einmal ohne jede Sentimentalität sagen, daß es nicht Aufgabe des Siegers ist. das Unheil und das Elend wiedergutzumachen, das der Besiegte durch eigene Schuld heraufbeschworen hat. Deutschland hat, wie man es im besetzten Gebiet hat feststellen können, alle Beweise gegeben, daß es nichts mit den barbarischen und unerhörten Vorkommnissen zu tun hat, die sich überall zutrugen. Im Gegenteil, indem es das Los der Flüchtlinge milderte, ist es der Meinung, eine menschliche Pflicht erfüllt zu haben. Das französische Volk hat also keinen Grund, Deutschland anzugreifen. Es täte besser, bei den einzig Schuldigen, nämlich bei den Mitgliedern der französischen Regierung, zu protestieren.“ auf der Suche Kandidat für den engsten Kreis Sehr ernst wird auch die Absicht erortert, Beaverbrook an Stelle Duff Coopers das Informationsministerium übernehmen zu lassen. Duff Cooper hat sich mit seinen faustdicken Lügen selbst in England unmöglich gemacht. Den tollen Schwindel vom„pulverikierten Hamburg“ glaubt ihm auch im britinugen Volke kein Mensch, Nun soll Beaverbroot der Mann sein,„der die englische Propaganda verstärkt". Nach den Zahlenexperimenten und Tricks, mit denen der Flugzeugproduktionsminister bisher gearbeitet hat, scheint er allerdings geeignet zu sein, Churchill bei der Erfindung von„Siegesmelhungen" helfen zu können. Im ubrigen, so bemerkt„News Chronicle“, sei der Wechsel nur das Vorspiel zu weiterem Wechsel. Also, freie Bahn dem Tüchtigen! Leicht wird es allerdings für Churchill nicht sein, den zu finden, der ihm würdig an die Seite treten kann. Den Ruhm, der Skrupelloseste der Skrupellosesten zu sein, wird ihm auch in der Plutokratenclique kaum jemand streitig machen können. Auch die deutschen Zivilinternierten nach Kanada verschleppt Aus Furcht vor dem erwarteten deutschen Großangriff wurden nicht nur die deutschen Kriegsgefangenen, sondern auch viele hundert Zivilinternierte aus dem Inselreich nach Kanada verschleppt. Unser Bild zeigt deutsche Zivilinternierte, die unter schärfster Bewachung mit aufgepflanztem Bajonett hier in Quebec zu einem Zug geführt werden, der sie in das Innere des Landes bringt.(Scherl) Abrechnung mit einem Landesverräter De Gaulle zum Tode verurteilt Der in Abwesenheit im Berufungsverfahren zum Tode verurteilte Exgeneral de Gaulle hat bereits erklären lassen, daß er diesen Akt der Regierung in Vichy als„null und nichtig ansehe". De Gaulle war bekanntlich bereits einmal wegen Desertion zu drei Jahren Gefängnis und zur Degradierung verurteilt worden. Im Laufe des Berufungsverfahrens hat mar diejenigen Momente verücksichtigt, die in den letzten Tagen ihren Niederschlag in verschiedenen Gesetzen erbielten: So den Punkt der „Gefährdung der Sicherheit des Staates“ und des„Militärdienstes im und fürs Ausland“. Diese Momente haben bewirkt, daß das dreijährige Gefängnisurteil zum Todesurteil erhöht wurde. In französischen politischen Kreisen wird erklärt, daß dieses Urteil in erster Linie symbolischen Charakter habe. Es soll denjenigen Franzosen, die noch im Ausland sind und dort zum Teil in ausländische Dienste getreten sind, die Tragweite des Gesetzes vom 27. Juli vor Augen führen, wonach Militärdienst im Ausland mit dem Tode bestraft wird. Die Regierung richtet in diesem Zusammenhang einen letzten Appell an alle diejenigen, die im Auslande für die Rechnung anderer Militärdienst tun. Es wird eine letzte Fr gesetzt, die am 15. August 1940 abläuft. diesem Zeitpunkt ab wird unnachsichtlich Gesetz gegen Militärdienst im Ausland Geltung gebracht. Von das zur Erhobene Fäuste und Nacherufe Wie Daladier, Mandel, Zay und Genossen in Casablanca empfangen wurden Genf, 4. Aug. Der Oberste Gerichtshof, der vor wenigen Tagen durch Staatsgesetz geschaffen wurde und dessen Aufgabe es ist, gegen Daladier Mandel, Reynaud und Genossen zu urteilen, wird am 8. August die Untersuchung beginnen. Mit diesem Tag also tritt er in Funktion. Nach den Mutmaßungen, die über die Dauer des Prozesses in Vichy angestellt werden, dürften von diesem Tage an noch einige Wochen— man spricht von etwa ein bis zwei Monaten— vergehen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist und die eigentliche Verhandlung beginnen kann. Die französische politische Wochenschrift „Candide“ berichtet Einzelheiten über das Flüchtlingsschiff„Massiglia“, an dessen Bord Mandel, Daladier und eine ganze Schar von Parlamentariern und Politikern Frankreich verließen. Sie hätten das ohne Auftrag getan und ihre Ausbürgerung zu aewärtigen. Die Fahrt des Schiffes sei eine kleine„Odyssee" gewesen, denn das Schiff sei von Hafen zu Hafen geirrt, ohne in den meisten Fällen überhaupt anlegen zu dürfen. Die größte Enttäuschung haben den Kriegsbetzern Casablanca gebracht. Als das Schiff langsam in den Hafen glitt, sah man von Bord überraschenderweise an den Kais eine unübersehbare Menschenmenge. Als die Maschinen stoppten begriffen sie: man untersagte den Flüchtlingen die Landung. Aus der Menge wurden Rufe laut nach„Rache". Fäuste erhoben sich, diesmal nicht als Kundgeber der Volksfront für die Herren Daladier, Mandel und Zay, sondern als Zeichen der Wut und Entrüstung. Es schien, als ob ganz Casablanca am Hafen war, bereit, das Schiff zu stürmen. Es dauerte vier Tage, bis es den Passagieren mit List und Diplomatie gelang, von Bord zu kommen. Der ehemalige jüdische Unterrichtsminister Zay wurde bei dem Versuch, von Bord zu gehen, erkannt und erreichte mit Mühe ein Krankenhaus. Andere Passagiere landeten ebenfalls im Krankenhaus. Der Sohn Daladiers. Jean, wurde in einem Taxi mit 15 Gepäckstücken festgenommen, die Dokumente enthielten. Soweit der Bericht des„Candide" über den Empfang der Geächteten der„Massiglia“ in Casablanca. Verhöhnung völkerrechtlicher Segeiffe Die Einbeziehung Papuas und Neuguineas in das australische Verteidigungssystem Berlin, 4. Aug. Nach einer Reutermeldung aus Camberra wurde gestern bekanntgegeben, daß Papua und das von Australien verwaltete Mandatsgebiet Neuguinea durch einen amtlichen Erlaß als 8. australischer Militärbezirk in das australische Verteidigungssystem eingegliedert worden ist. Mit dieser Emnveziehung in das Verteidigungssystem Australiens macht sich die australische Regierung einer groben Verletzung des Mandatsgedankens schuldig. Denn in den Mandatsbestimmungen heißt es ausdrücklich, daß die Verwaltung des Mandates ausschließlich im Interesse des Mandatsgebietes und seiner Einwohner zu erfolgen hat. Daß die Einbeziehung des Mandatsgebietes in den britischen Krieg nicht mit seinen Interessen vereinbar ist, liegt klar auf der Hand. Wenn die australische Regierung heute unter dem Vorwand der übernommenen Verpflichtungen eines treuhänderischen Schutzes das Mandatsgebiet in die eigene Verteidigungszone einbezieht, so stellt diese Maßnahme in Wirklichkeit ene unerhörte Verdrehung und Verhöhnung völkerrechtlicher Begriffe dar. * Deutschland hat nicht vergessen, daß es ausgerechnet diese Mandatsmacht war, die ohne den geringsten Anlaß 1914 und ebenso im September 1939 an der Seite Englands gegen Deutschland in den Krieg eintrat und 1914 das völlig unbesetzte und militärisch ungeschützte deutsche Schutzgebiet feige überfiel, es besetzte und dann 1920 im krassen Widerspruch zu dem Mandatsgedanken als Mandatsgebiet einseitig zum eigenen Vorteil ausbeutete. Im übrigen wäre es interessant zu erfahren, gegen wen eigentlich der 8. Militärdistrikt unter Einschluß des Mandatsgebietes gerichtet ist. Beschlüsse des Obersten Gootere Die Eingliederung Bessarabiens und der Bukowina in die Sowjetunion Moskau, 4. Aug. Der Oberste Sowjet nahm am Freitag folgende Entschließungen an: 1. Bessarabien wird mit der moldauischen Republik vereinigt, die zu einer sowjetischen sozialistischen Bundesrepublik erklärt wird. In der moldauischen Bundesrepublik sollen Wahlen zum Obersten Sowiet der UdSSR. festgesetzt werden. 2. Die Nordbukowina sowie die bessarabischen Bezirke Chotin, Akkermann und Ismail sollen der ukrainischen Bundesrepublik angegliedert werden. In der Nordbukowina und in den genannten bessarabischen Bezirken sollen gleichzeitig Wahlen zum Obersten Sowjet festgesetzt werden. „In der Sitzung des Obersten Sowjets am Samstag wurde Litauen durch einstimmigen Beschluß der Versammlung als 14. Bundesrepublik der Sowjetunion angegliedert.— Einige Bezirke der weißrussischen Bundesrepublik mit vorwiegend litauischer Bevölkerung sollen zur litauischen Bundesrepublik kommen. RundTabouis in ASA. „In Soudermission Churchills“ Geuf, 4. Aug. Wie der französische funk berichtet, konnte die Journalistin heutige Emigrantin Madame Tabouis bei ihrer Ankunft in Newyork sich nicht enthalten, sofort die Journalisten um sich zu versammeln, um ihr Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen. Sie habe allen Ernstes erklärt, daß Hitzubrechen. Ebensowenig wie die Katze das Mausen läßt, kann natürlich diese„Prophetin", der die anzosen einst andächtig gelauscht haben das ei er Keanr aise B die aie de hacse. zeiungen dieser Dame im„Oeuvre“ regelmäßig von den Tatsachen Lügen gestraft wurden. „Interessant“, so fährt der französische Bericht fort, und auch das wird vielleicht die Amerikaner interessieren,„interessant sei immerhin, festzustellen, daß Madame Tabouis in einer Sondermission, die ihr Churchill.(] erteilt hat, ren ist.“ nach Newyork gefahvom Juge überfahren Sieben Tote, neun Verletzte Münster t. W. Die Reichsbahndirektion Münster teilt mit: Sonnabend morgen hat der auf der Bahnstrecke Emden—Münster verkehrende Personenzug 630 zwischen Rheine und Salzbergen einen mit 17 Arbeitsdienstmännern besetzten Omnibus überfahren. Hierbei wurden sieben Personen getötet und neun verletzt. Mit dem Ableben eines Verletzten ist noch zu rechnen. Schwerter Zeitung Nummer 132 (Zweites Blatt) U TA Schwerte, 5 August 1940. „Fein, wenn man so bequem fahren kann!" lehnte Birkelbohm wohlig in seine Abteilecke, seiner ihm gegenübersitzenden Frau fröhlich zunickend.„Nur...“ Frau Birkelbohm drohte dem Gatten neckisch mit dem Finger:„Ich weiß schon, was dir noch fehlt. Aber nichts zu machen, mein Lieber, wir sitzen hier im Nichtraucherabteil!“ „Schade, schade!“ Birkelbohm strich sich wehleidig über die Brusttaschenwölbung, die die Konturen des Zigarrenvorrats verriet.„Tja, da heißt es eben meiden und leiden!“ Im Eisenbahnabteil saßen außer dem Ehepaar zwei Frauen und ein Mann. Eine der Frauen meinte:„Aber bitte, mein Herr, wenn Sie rauchen wollen Mich stört das nicht! Wenn die anderen Gersicsesien.“. „Durchaus nicht!“ schwenkte der manniiche Fahrgast genehmigend die Hand,„mir macht das nichts Und die letzte Frau:„Mein Mann raucht selber. Daran bin ich gewöhnt.“ Mit verbindlichem Dankesnicken des Kopfes holte Birkelbohm seine Zigarrentasche heraus, und gleich darauf war aus ihm ein fideler Schornstein geworden. Zum Dank für die allgemeine Erlaubnis erzählte er nette Witze, über die alle herzlich lachten. Da rollte die Abteiltür zurück. Der Zugschaffner sah fast strafend über die Kneiferflügel auf Birkelbohm:„Mein Herr, das ist hier ein Richtraucher abteil!“ „Weiß ich, Herr Schaffner“, tupfe Birkelbohm die Asche seiner Zigarre in ein Papiertütchen,„aber die Herrschaften hier haben mir bereits Absolution erteilt. Niemand stößt sich an meiner Zigarre!" „Darauf kommt's nicht an! In Nichtraucher= und Frauenabteilen ist das Rauchen grundsätzlich verboten, auch dann, wenn die Mitreisenden ihre Zustimmung geben. Diese Vorschrift müssen wir peinlichst beachten. Was nun, wenn auf der nächsten Station ein Fahrgast zusteigt, der den Rauch nicht vertragen kann?" „Dann rauche ich auf dem Seitengang meine Zigarre zu Ende, und die Nuß ist geknackt!“ „Sehen Sie sich das Schild dort an, mein Herr! Rauchen untersagt! Es sind ja genügend Abteile für Raucher vorhanden. Warum ausgerechnet immer da, wo es nicht sein soll?“ Birkelbohm mußte sich im Richtraucherabteil den ferneren Rauchgenuß verkneifen. Er ist daran nicht gestorben. Der Schwerter=Hausgurtennn August Jetzt ist die große Zeit der Sommerernte Sorgfältige Pflege der Beete Tageschronik Der August, mit dem die reichste und vielseitigste Erntezeit im Garten beginnt, ist vor allem auch die große Einmachzeit der Hausfrau. Nun gibt es in Fülle grüne Bohnen, Erbsen, Tomaten und Gurken, die den Hauptbestand an Winterkonserven ausmachen, und außerdem vielerlei Obst. Auch jetzt darf die Arbeit im Garten nicht nachlassen. Er muß weiterhin ständig saubergehalten und für die Zukunft neu bestellt werden. Vor allem braucht er immer noch reichlich Wasser. Das Ungeziefer gedeiht in dieser Zeit am üppigsten. Darum müssen die Raupeneier unter den Kohl= und Blumenblättern ständig abgesucht werden, ebenso die Raupen selbst, wie die Gespinste in den Bäumen. Auch gegen die Schnecken und Blattläuse darf der Kampf nicht vor dem endgültigen Erfolg eingestellt werden. Das Pflanzen und Säen auf abgeernteten Beeten geht weiter. Haben wir die frühen Kartoffeln abgeerntet, setzen wir Erdbeeren darauf. Der gut durchgearbeitete Kartoffelboden ist sehr geeignet dafür. Aber nur kräftige, gut bewurzelte Ausläufer, die man sich von der eigenen, bewährten Kultur heranziehen kann, sollten gepflanzt werden. Es empfiehlt sich, in jedem August ein Erdbeerbeet neu anzulegen. Es trägt schon im nächsten Jahr etwas und bringt im zweiten und dritten Jahr sehr gute Ernten. Nach der dritten Ernte wird das Beet mit den Pflanzen umgegraben und für andere Zwecke verwendet, denn im vierten Jahr geht die Ernte stark zurück. Im August konnen wir noch Winterendivien, Kohlrabi und Salat pflanzen; gesät werden in mehreren Folgen Spinat und Feldsalat. Auch für Dill und Wintersalat ist jetzt die Zeit gekommen. Wer leichten Sandboden hat, kann Teltower Rübchen säen, die ziemlich winterhart sind. Wir wollen nicht vergessen, den Lauch anzuhäufeln, damit wir im Winter recht dicke, zarte Stangen genießen können und die Endivien zusammenbinden, damit die Blätter gebleicht und nicht hart werden. An den Tomaten kommen jetzt nur noch die schon angesetzten Früchte zur Reife. Also brechen wir Ende August die Spitze mit dem letzten Blütenstand aus. Kürbisse und Gurken müssen, damit sie nicht faulen, durch Unterlage von Reisig bzw. Holzstücken vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt werden. Auch der Komposthaufen braucht seine Pflege. Wer ihn nicht mit Buschbohnen besetzt hat, muß immer wieder das zehrende Unkraut aushacken, das sich hier besonders gern ansiedelt. Er braucht auch Wasser und ist dankbar für Jauche, die jedoch keinesfalls frisch und unverdünnt auf die Beete gehört. Auch die Spargelbeete müssen noch einmal durchgehackt werden. Nicht alles Fallobst ist madig, oft ist die Trockenheit am Abfallen des unreifen Obstes schuld. Also gießen wir die Obstbäume bis zur Ernte weiter, wenn es trocken ist. Schwer behangene Bäume werden rechtzeitig gestützt, und beim Ernten des Obstes sind wir ebenfalls sehr vorsichtig, um kein Fruchthotz abzubrechen und auch empfindliche Früchte nicht zu beschädigen. Aus Himbeer= und Brombeersträuchern schneiden wir das alte Holz heraus, da nur die jungen Triebe tragen. Im Blumengarten können wir Ende August Blumenzwiebeln legen, deren Blüten uns im Frühling erfreuen sollen: Schneeglöckchen, Krokus, Winterling, Märzbecher, Scilla, Narzissen und Lilien. Außerdem teilen wir die Stauden, die verblüht sind, und senken die Nelken ab. : Beim Standesamt Schwerte sind im Monat Juli 1940 beurkundet: 33(34) Geburten, 9(12) Eheschließungen, 42(11) Sterbefälle. Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf denselben Monat des Vorjahres. : Reichssportabzeichen=Prüfung im Radfahren. Die nächste Prüfung im 20=Klm.=Radfahren für das Reichssportabzeichen findet am kommenden Mittwoch, 7. August, statt. Start: 18.30 Uhr am„Reiche des Wassers". Die Teilnehmer haben ihr Leistungsbuch unbedingt mitzubringen. Jugendliche können für das Reichsjugendabzeichen ebenfalls sofort um die gleiche Zeit starten. Unfälle bei der Arbeit. Beim Verladen von Steinen im Steinbruch kam der Steinmetz I. H. so unglücklich zu Fall, daß er eine Beinverletzung erlitt, die Aufnahme in ein Krankenhaus notwendig machte. — Von einem umfallenden Gestell wurde auf seiner Arbeitsstelle in einer Fabrik der Verzinker H. H. getroffen. Er erlitt eine Schulterquetschung; es mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. : Lebensgefährliche Zigarren. Der Reichsluftschutzbund teilt mit: Zu Beginn des Monats Juli hatten leider neunzehn Volksgenossen infolge der in den letzten Wochen stattgefundenen Fliegerangriffe außerhalb der Luftschutzräume ihr Leben lassen müssen. Bis auf acht Fälle erfolgte der Angriff geraume Zeit, nachdem die Sirenen Alarm gegeben hatten. Es waren also Neugierde und Disziplinlosigkeit, die elf Todesopfer verursachten. In einem Fall hielten es drei Männer im Luftschutzraum nicht aus, weil sie dort nicht rauchen durften. Sie begaben sich in den Hausflur, um sich dort eine Zigarre anzuzünden. In dieser Zeit fiel eine Bombe. Zwei Männer wurden von Splittern getötet, einer wurde schwer verletzt. In einem zweiten Fall verließen zwei Männer den Schutzraum, weil sie dort eine Auseinandersetzung mit andern Bewohnern des Hauses gehabt hatten. Kaum hatten sie sich ins Freie begeben, als auch schon Bomben fielen. Einer blieb tot am Platze, der andere wurde leicht verletzt. Wandeen aich un Krirge Arbeitstagung des Sauerländischen Gebirgsvereins Im Kreisverwaltungsgebäude in Iserlohn fand unter dem Vorsitz des neuen Bezirksführers, Landrat Ebel, in Iserlohn eine Arbeitstagung des Führerrates und der Abteilungsführer des Bezirks„Mark“ im S6V statt. Der Bezirksführer teilte mit, daß er mit dieser Tagung die Leitung des Bezirks in aller Form übernehme: Er freue sich auf die Tätigkeit im SGV, da sie in vieler Beziehung die Arbeit eines Landrats auf dem Gebiete der Heimat-, Landschaftsund Baupflege in glücklicher Weise ergänze. Die Arbeit im SGV und insbesondere das Wandern müsse auch im Kriege weitergehen, sei doch das Wandern geeignet, nicht nur der Heimatliebe, Erholung und Besinnung zu dienen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl zu pflegen und zu vertiefen. Der SGB schaffe damit seelische Kräfte und reihe sich ein in die Arbeit der gesamten Nation für den Sieg. Notwendig sei es, in den Abteilungen den Mitgliederstand auf der bisherigen Höhe zu halten und auch weiterhin neue Mitglieder auf breitester Grundlage zu werben. Der Heranbildung und Schulung eines geeigneten jüngeren Führernachwuchses sei besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Er empfehle auch die Bildung von Skigilden in allen Abteilungen, da gerade der Skisport die jüngeren Volksgenossen anziehen könne. In einer eingehenden Aussprache berichteten dann alle anwesenden Abteilungsführer und Führerratsmitglieder über das Leben und die Arbeit in ihren Abteilungen und Sachgebieten während der Kriegszeit. Die Berichte hatten das erfreuliche Ergebnis, daß die Arbeit überall weitergeht; sie gaben manche wertvollen Fingerzeige und Anregungen. Vor allem kam aber auch zum Ausdruck, daß sich der SGV im Bezirk noch aktiver als bisher der Landschafts=, Ortsbild= und Baupflege annehmen müsse, da hier noch manche Fehler einer früheren Zeit erkannt und beseitigt werden müssen. Der Schluß der anregend verlaufenen Tagung brachte Beratungen über innere Vereinsangelegenheiten. Zuckersparendes Einmachen nach altem Verfahren Mehr denn je hat die Hausfrau jetzt die Pflicht, den Erntesegen in Frischgemüse und Obst nicht ohne weiteres restlos zu verbrauchen, sondern den Überfluß für die Winter= und Frühjahrszeit haltbar zu machen. Sie muß sich dabei im Kriege allerdings ein wenig umstellen und solche Arten der Haltbarmachung wählen, für die sie einmal keinen oder nur sehr wenig Zucker verbraucht, zum anderen möglichst Gläser mit Gummiringen spart, weil diese durch fehlende, zu kriegswirtschaftlichen Zwecken wichtigere Arbeitskräfte nicht unbegrenzt verfügbar sind. Jetzt werden Erbsen, die reichlich am Markt und noch jung und zart sind, in Flaschen konserviert., Wichtig ist dabei, daß die in jedem Haushalt befindlichen Wir gehen sehl auf die Milzfaufe Giftig oder ungiftig— das ist die Frage Die Schultter Pilzsammler werden sich nun wieder auf Pilzsuche begeben. In diesem Jahre wird man sich ganz besonders anstrengen, um möglichst keiche Ernte zu halten, denn die Pilze werden in Kriegszeiten noch mehr als sonst nicht nur als Delikaresse, sondern auch als ein zusätzliches Nahrungsmittel geschätzt werden. Wenn man in den Schwerter Wäldern Pilze finden will, muß man früh aufstehen. Eine ganze Reihe Schwerter geht frühmorgens beim ersten Sonnenstrahl in den Wald, denn dann sind bekanntlich am meisten zu finden, da man noch keinen„Vorgänger“ gehabt hat. Man muß schon die Pilzstellen kennen, einige Pfunde zusammenzuholen. Die Pilzliebhaber können es nicht verstehen, daß es Volksgenossen gibt, die den Pilzgeschmack nicht lieben. Für die Renner sind Pilze eine Delikatesse feinster Art, um die sich die Mühe stundenlangen Suchens wohl verlohnt. Wenn dann in der Pfanne die Pfifferlinge, Champignons, Steinpilze oder wie sie alle heißen, schmoren, und der Pilzduft durchs Haus zieht, läuft ledem das Wasser im Munde zusammen. Leider bleibt von der pfundschweren Sammlung nur eine kleine Portion übrig, da die Pilze zuviel Wasser enthalten. Doch in der Settenheit liegt der Genuß! Einen Rat möchten wir allen Pilzsammlern geben: Ehmt nur die Pilze, die ihr genau Flaschen in heißem Sodawasser einwandfrei sauber gebürstet, in klarem heißem Wasser nachgespült und umgekehrt in einem mit Tüchern ausgelegten Korb an der Luft getrocknet sind. Vor dem Gebrauch werden die Flaschen ausgeschwefelt, das Einmachgut mittels Trichter hineingetan und mit abgekochtem, erkaltetem Wasser aufgefüllt. Die Flaschen werden mit einwandfreien, in heißem Wasser gebrühten Korken verschlossen und alsdann zweckmäßigerweise mit Siegellack oder Kerzenwachs lückenlos abgedichtet. Für dieses alte und einfache Verfahren der Rohkonservierung in Flaschen eignen sich ihres natürlichen Säuregehaltes wegen grüne Stachelbeeren, Rhabarber, der vorher abgezogen und in Stücke geschnitten ist, Heidelbeeren und auch Johannisbeeren. Das Einmachgut wird natürlich vorher kurz gewaschen und von Stielen und Blütenresten sauber geputzt. Voraussetzung zum guten Gelingen ist selbstverständlich, daß nur frische und gesunde Früchte benutzt werden.— Hochreife Stachelbeeren finden Verwendung zu Marmeladen ohne Zucker. Sie müssen nur stärker eingekocht werden, als das im anderen Falle üblich ist. Zur Streckung von Marmeladen verwendet man frische Möhren und auch Rhabarber. Bei der Herstellung gemischter Marmeladen ist es zu empfehlen, herbe Früchte mit süßen Früchten zusammen zu verarbeiten. Nür Ppiele? kennt! Irgendwelche Hilfsmittel, um die giftigen von den ungiftigen zu unterscheiden, gibt es nicht. Fälschlich wird vielfach behauptet, man soll einen silbernen Löffel bei den Pilzen mitkochen, wenn dann das Silber sich verfärben würde, seien die Pilze giftig. Ebenso irrig ist die Annahme, schwarz werdende Schnittstellen träten nur bei Giftpilzen auf. Weiß man wirklich mal nicht Bescheid, so frage man einen genauen Pilzkenner, der einem gerne Auskunft gibt. Über die Verwertung kann gesagt werden, daß diese sehr vielseitig ist. Kochen sollte man keine Pilze, da hierbei die Werte verloren gehen, vielmehr ist es richtig, sie zu schmoren. Auch lassen sie sich genau so wie Fleisch verarbeiten, ebenfalls kann man sie zu Salaten verwenden. Geputzt, verschnitten und in der Sonne getrocknet, lassen sie sich für den Winter aufbewahren. Wenn sie durch eine Mühle gedreht werden, kann man mit ihnen als Pilzpulver feinste Gewürzwirkungen erzielen. Im rohen Zustand durch eine Fleischmühle gedreht, gibt es einen prima Delikateßpfannkuchen. Selbstverständlich ist vor dem Sammeln ein Erlaubnisschein beim Förster zu holen, sonst läuft man Gefahr, daß man bestraft wird und einem die gesammelten Pilze abgenommen werden. Mit der Bahn fuhr ich draußen am Rande einer deutschen Stadt vorbei. Der Sommer stand über den Anlagen der Fabriken. Sattes Grün schmückte die Anlagen und die Wegraine. Inmitten aber lag ein Sportplatz. Und Männer sprangen auf dem Platz im Spiel mit Medizinbällen. Bald war der Zug vorbei. Die Schlote verschwanden am Horizont. Und mit meinem Gegenüber ergab sich ein Gespräch. Mein Gegenüber war ein Soldat, der aus einem kurzen Fronturlaub kam. Seine Orden zeigten, daß er bereits 1914/18 mit dabei war. Langsam floß das Gespräch von den Siegen. Es war das ewig stolze Gespräch dieser Tage. Bis der Soldat auf die Unterschiede zwischen diesem und dem letzten Krieg zu sprechen kam. „Wissen Sie“, sagt er,„es ist ein Unterschied. Nicht in der Tapferkeit, nein. Aber diese Spiele auf dem Sportplatz draußen, die haben mir noch einmal so recht den Gegensatz vor Augen geführt. Das ist etwas anderes als damals. Nun sind wir vorbereitet gewesen, endlich einmal in unserer Geschichte. Nun werden die Spiele und der Sport unserer Arbeiter in der Heimat zum Symbol. Denn welche Reserven müssen wir noch besitzen, wenn wie Zeit dazu haben, in den Tagen der Entscheidung in den Betrieben Sport zu treiben. Welche Kraft muß aus diesen Dingen erwachsen. Sprechen wir es ruhig aus, was so manch einer nicht sagen will. Wir haben eine innere Front. Sie ist nicht entnerot. Sie ist nicht unsoldatisch. Aber sie vertändelt und verspielt auch nicht die Zeit, während der Soldat draußen sein Leben einsetzt. Sie hängt mit Liebe an den Soldaten. Es gibt keine anderen Gedanken als an unsere Soldaten. Und selbst diese Spiele haben keinen Selbstzweck. Das wird neue Kraft für die Arbeit, die unserem Siege dient.“ Weiter rattert der Zug am Rande einer neuen Stadt vorbei. Über den Schloten stehen die Rauchfahnen still in dem Sommertag. Es ist, als dröhnten von ferne her die Hämmer und der Gesang der Essen an unser Ohr. An einem Feldweg aber zeigt eine Kindergärtnerin ihrer Kinderschar, die arbeitenden Müttern angehört, den vorbeifahrenden Zug. Dann führt sie die Kinder in treuer Obhut weiter zu den täglichen Spielen in Sonne und Sand. Aus dem Standesamtsübersicht Westhofen. Bei dem hiesigen Standesamt wurden im Monat Juli 1940 folgende Fälle beurkundet: 7(6) Geburten, 2(1) Eheschließungen und 4(1) Sterbefälle. Die Klammerzahlen beziehen sich auf denselben Monat des Vorjahres. Auszeichnung Westhofen. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurde für Tapferkeit vor dem Feinde der Unteroffizier in einem Pionier=Bataillon Ludwig Köster aus Westhofen, Rohrstraße, ausgezeichnet. Heimatkalender für unsere Soldaten Westhofen. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Orts= und Heimatkunde der Stadt und ehemaligen Freiheit Westhofen ist von der Stadt ein Betrag zum Ankauf von 100 Heimatkalendern„Der Sauerländer“ bewilligt worden. Die schönen Hefte werden durch Feldpostsendung den zur Wehrmacht Einberufenen und in erster Linie den an der Front stehenden Soldaten zugesandt werden. „Was tue ich im Ernstfall?“ Westhofen. Auf Veranlassung des Reichsführers ½ und Chefs der deutschen Polizei und im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht ist unter diesem Titel eine wichtige Aufklärungsschrift herausgegeben worden. Diese Schrift gehört in jede Haushaltung und ist daher von jeder Familie zu erwerben. In den nächsten Tagen werden die Amtsträger des Reichsluftschutzbundes alle Haushaltungen ihrer Blockbereiche aufsuchen und die Aufklärungsschrift anbieten. Pfauhenne wurde flüchtig Westhofen. Vor einiger Zeit ist auf dem Buchholz eine herrenlose Pfauhenne aufgegriffen worden. Der Eigentümer konnte bisher nicht ermittelt werden. Das Tier trägt im Flügel eine Nummer. Futterdiebstahl Westhofen. Gegen einen Viehhalter wurde Anzeige erstattet, weil er fast täglich seine Kinder ausgeschickt hatte, um von fremden Feldern und Wiesen Klee und Gras zu stehlen und dieses als Viehfutter verbrauchte. Bei dieser Gelegenheit sei auch darauf hingewiesen, daß die Grasnutzung an den Wegegräben und Böschungen an Kleintierhalter verpachtet, die Aneignung des Grases von fremder Seite also strafbar ist. Nachricht der Volksbücherei Westhofen. Im Monat August findet in der Volksbücherei der Stadt keine Bücherausgabe statt. Die bereits im Juli zur Rückgabe fällig gewesenen Bücher können am 7. August um 20 Uhr zurückgegeben werden. Die nächste Bücherausgabe ist am Sonntag, dem 1. September. Von einer Kuh angegriffen Villigst. Eine 25jährige Hausgehilfin wurde, als sie Kühe von einer Weide holte, von einer störrisch gewordenen Kuh angegriffen. Zuerst stieß die Kuh sie zu Boden und dann wurde sie einige Male in die Höhe geworfen. Die dadurch erlittenen Verletzungen machten ärztliche Hilfeleistung notwendig. Der Kreismeister liegt im Bereich der Möglichkeit! Bertrimphieermheier 1. Sportv. Hemer 08— 1. BfL Schwerte 2:5 Der VfL Schwerte konnte aus Hemer einen unerwartet hohen Sieg melden. Trotz des heimischen Bodens blieben die Hemerer mit drei Toren im Rückstand und müssen sich auch weiterhin mit dem letzten Tabellenplatz zufriedengeben. Der VfL Schwerte war wiederum gezwungen, auf den Standardverteidiger Eichenauer Verzicht zu leisten, was sich stellenweise in der Abwehr recht nachteilig auswirkte. Die Verteidigung in der Besetzung Schütz=Viehmann meint es gut, aber immer noch ist ein großer Teil alter Spielerfahrung erforderlich, um gegen einen Angriff, über den die Hemerer zur Zeit verfügen, sich vollwertig durchzusetzen. Als Schiedsrichter fungierte Schneider(Hohenlimburg). Seine Leitung war einwandfrei. Bei prellender Sonnenhitze beginnt der mit großer Spannung erwartete Kampf. Auf dem Halbrechtenposten der Gastgebermannschaft bemerkt man den auf Urlaub weilenden Trattner. Unverständlicherweise haben die Hemerer zu Beginn des Spieles nur sieben Spieler zur Stelle. Diese Schwächeperiode wissen die Schwerter aber nicht auszunutzen. Bereits nach fünf Minuten der Spieldauer hat sich die Vertretung des Platzvereins vervollständigt. Vorerst wissen sich die Gäste nicht zurechtzufinden. Vor allen Dingen kommt die Verteidigung schlecht ins Spiel, wodurch es immer wieder recht beängstigend im Strafraum aussieht. Die Hemerer haben diese Schwächeperiode des Gegners schnell erkannt, so daß das Führungstor nur kurze Zeit auf sich warten läßt. Eine schwache Abwehr der Schwerter Verteidigung hat den Rechtsaußen der Gegenseite in den Besitz des Balles gebracht, welcher durch einen beherzten Schuß das Leder an Lauber vorbei in die Maschen schiebt. Immer noch will es in der Schwerter Abwehr nicht klappen. Die Läuferreihe sieht sich gezwungen, nachzuhelfen, wodurch es dem Angriff an den sonst gewohnten Vorlagen mangelt. Einmal ist es der Hemerer Halblinke, Kämpfer, welcher, freistehend vorm Tor, das Leder neben den Pfosten setzt— eine fast unverzeihliche Angelegenheit. Allmählich machen sich dann die Schwerter aus der Umklammerung frei. Auch die Hemerer Abwehr wird stark unter Druck gesetzt, so daß sich auch bald der Erfolg der Gegenseite einstellt. BfLs Mittelstürmer Dahlbüdding kann durch schönen Kopfstoß den Gleichstand erzielen. Zu weiteren Treffern langt es im ersten Spielabschnitt nicht, so daß bei ausgeglichenem Spiel der Rest der ersten Halbzeit verläuft. Nach dem Seitenwechsel sind es dann die Gäste, welche sich zur besseren Spielweise entschlossen haben. Trotzdem gelingt den Hemerern das Führungstor. Anschließend nehmen aber die VfLer das Heft in die Hand. Nicht lange dauert es, und wiederum ist es der Mittelstürmer Dahlbüdding, welcher durch eine prachtvolle Leistung den Gleichstand herstellt. Nach und nach laufen die Gäste zur Hochform auf. Gute Gesamt= und Einzelleistungen werden vollbracht, welche immer wieder das gegnerische Tor in große Gefahr bringen. Das Leder wird von Mann zu Mann gespielt, und so dauert es nur kurze Zeit, und der Hemerer Torwart muß zum drittenmal hinter sich greifen. Ein scharfer Schuß des Halbrechten Becker hat sein Ziel erreicht, wodurch die Führung bewerkstelligt ist. Eine Überlegenheit der Gäste ist nicht mehr zu verkennen, unaufhaltsam rollt Angriff auf Angriff aufs Hemersche Tor. Man kann es nicht verhindern, daß der Schwerter Rechtsaußen Ebbinghaus zum viertenmal einschießt, wodurch der Sieg sichergestellt ist. Trotz aller Anstrengung kann die Hemerer Abwehr den gegnerischen Angriff nicht zum Stillstand bringen. In der VfLer Läuferreihe macht sich besonders der linke Läufer Neurath nützlich, welcher ein direkt bewundernswertes Spiel an den Tag legt. Selbst der Hemerer Trattner kann an diesem Läufer nicht vorbeikommen, wodurch denn die gewünschten Erfolge des Platzvereins ausbleiben. Noch einmal setzen die Gäste zum Endkampf an. Ein geschickter Angriff wird vorgetragen, das Leder dem Mittelstürmer Dahlbüdding zugespielt, welcher kurz entschlossen das fünfte Tor verwirklicht. 5:2 liegen die Gäste im Vorteil. Auf Grund der eisernen Kampfesweise der zweiten Halbzeit hat der VfL Schwerte allein diesen schönen Sieg verdient. Die VfLer haben die Möglichkeit, im letzten Spiel gegen Hemer 08 auf heimi Boden die Kreismeisterschaft des Lenne=Volme=Kreises sicherzustellen Wie siehr er inn Innernder=Erdbaue? Kleine und kleinste Teilchen— Probleme, die noch der Lösung harren Wie ist im Grunde genommen unsere Welt aufgebaut? Wie ist ihre innerste letzte Struktur? Welche Form haben die allerkleinsten Teile, die, weit über alle bekannten Vergrößerungen hinaus, bisher zwar nicht sichtbar geworden, aber unzweifelhaft vorhanden sind? Der Vorstellbarkeit immer noch kleinerer Teilchen sind keine Grenzen gesetzt. Allerdings findet die Vergrößerung durch das Mikroskop ihr Ende in der Klarheit dessen, was es zeigt. So Da gibt es ferner die Frage der durch die Fernrohre bewirkten Vergrößerungen fremder Gestirne, die wesentliche Einzelheiten eigentlich nur auf dem nächsten Stern, dem Mond, in zuverlässiger Deutlichkeit zu zeigen vermögen. Aber auch hier steht die Vergrößerung kaum über die Sichtbarmachung eines etwa 50 Meter großen Objektes als Punkt hinaus. Immerhin, eine Vergrößerung, die genügt um zu zeigen, daß es auf dem Mond kein irgendwie bedeutendes, geordnetes Leben von Wesen gibt, die man als geistig höher stehend bezeichnen könnte. Von den anderen Gestirnen haben wir keine Vergrößerungen, die auch nur annähernd jene Einzelheiten zu zeigen vermögen, in denen sich organisches Leben verraten kann. Aber auch hier sind der Vergrößerung schon durch die Lichtbrechung und=trubung in der Luft wohl unüberschreitbare Grenzen gesetzt. Wir wissen also bisher, obwohl wir mit unserem Wissen zwanzig dicke Lexikonbände in knappster Form füllen können, im Grunde herzlich wenig. Der Zukunft sind noch ungeheure Möglichkeiten und größte Ueberraschungen vorbehalten. Schwiegerväter- Schwiegermütter Nicht immer alles besser wissen!— Nur ein ganz klein wenig Selbstbeherrschung! vielleicht doch einige Punkte, die ohne dich bessor und Schnoller hefhrachen wordon 14 Man kann nicht alles über einen Kamm scheren. In jeder Familie gibt es natürlich gute und schlechte Charaktere. Aber es ist doch erstaunlich, daß in so vielen Familien die„Seitenlinien“ sich oft so schlecht vertragen und vor allem die Schwäger und die Schwägerinnen, die Schwiegerväter und die Schwiegermütter nicht immer den Anschluß an die engste Verwandtschaft finden, den man erwarten sollte. Selbst wenn man mit ein wenig Ueberwindungskraft einen täglichen Krach oder eine Mißstimmung bei jeder Familienzusammenkunft vermeidet, so bleiben doch kleine Unstimmigkeiten zurück, die sich auf lange Sicht gesehen, dann zu Konfliktstoffen entwickeln. Das muß vermieden werden. Deshalb wollen wir einige Fragen stellen, deren ehrliche Beantwortung vielleicht manche Unklarheit in bezug auf die nahe Verwandtschaft in Ordnung bringt. Fragen an die Schwiegertochter 1. Hast du dich schon einmal in die Situa612 Du nun zwanzig oder dreißig Jahren für ihn gekocht, für ihn gewaschen und gesorgt. Ist es nicht verständlich, daß die Schwiegermutter dir auch heute noch mitunter etwas am Zeug flicken will, um ihren eigenen Sohn besser versorgt zu wissen? 2. Hast du jemals daran gedacht, daß man die alten Herrschaften bei irgend einer Familienveranstaltung einmal ganz in die Mitte rücken muß, damit diese sich entsprechend geschmeichelt fühlen? 3. Hast du deine Schwiegermutter schon einmal nachmittags abgeholt und zu einem Spaziergang eingeladen? 4. Hast du deinen Gatten schon einmal allein zu den Schwiegereltern geschickt? Denn es gibt vielleicht doch einige Punkte, die ohne dich be ser und schneuer besprochen werden können. Fragen an den Schwiegersohn 1. Du mußt deine Schwiegermutter oft dafür loben, daß sie ihre Tochter so gut erzogen hat. Das darfst du nicht vergessen. 2. Schwiegermütter haben immer sehr gern kleine Ueberraschungen, nette Geschenke— nicht nur am Geburtstag. 3. Der Schwiegervater darf auch nicht ganz vergessen werden, frag ihn nach seiner Meinung in dieser oder jener Angelegenheit. Er hat vielleicht Erfahrung. Und halte für ihn irgendwo in einem Schrank eine kleine Flasche bereit, die einen von ihm geschätzten guten Tropfen enthält. Ein solcher Tropfen kann Wunder wirken. Fragen an den Schwiegervater 1. Hast du die Neigung, immer deine Redlichkeit herauszustreichen und immer zu sagen, du hast niemals in deinem Leben Schulden bei jemanden gehabt? In einer jungen Ehe gibt es immer Schwierigkeiten. Man darf den jungen Leuten nicht immer unter die Nase halten, daß sie vielleicht dies oder das auf Abzahlung gekauft haben. 2. Sei kein Geizkragen und kein Mucker. Hilf den jungen Leuten, wenn sich eine Schwierigkeit ernster Art aufwirft. Schließlich ist es ja Sache der jungen Eheleute, ob diese sich nun eine Einrichtung gekauft haben, die dir nicht gefällt, weil sie vielleicht zu sehr„stromlinienförmig“ ist. 3. Mache keine Prinzipienfrage daraus, daß der erste Enkel nun auch auf deinen Namen getauft wird. Auf den Namen allein kommt es im Leben auch nicht an. Und... Während der Wachpausen wird große Toilette gemacht Vorsorglich wird hierfür Regenwasser angesammelt, das dann gute Dienste leistet. PK=Tritschler=Weltbild(M) sind z. B. Teilchen, die kleiner sind als etwa /6000 Millimeter, nicht mehr deutlich erkennbar, während das Ultramikroskop, das seine Wirkung in der seitlichen Beleuchtung der Teilchen hat, noch Kleinheiten bis zu etwa 9/1000000 Millimeter Durchmesser zeigt. Es gibt ja überhaupt eine Reihe von Problemen, die ein äußerstes Interesse erregen können, von noch ungelösten Fragen und unerfüllbaren Forderungen physikalischer und chemischer Art, deren Lösung vielleicht geeignet sein könnte, unser ganzes Weltbild vom stofflichen Aufbau der Dinge stark zu verändern, es vielleicht sogar entscheidend zu beinflussen, man braucht nur an die Atomzertrümmerung zu henken, und an die Bedeutung, die ihre bisherigen Versuche für das Wesen des Elements schon gehabt haben. Wie steht es z. B. tatsächlich im Innern der Erde aus? Welche Struktur haben die Erdmassen 100 Kilometer, 500 Kilometer, 1000 Kilometer, 5000 Kilometer unter der Oberfläche? Wie sieht es im Mittelpunkt der Erde aus, d. h. 6375 Kilometer unter dem Boden, auf welchem unsere Fußsohle ruht? Fest? Welche Hitze herrscht dort? Welche Verwandlung hat dort der ungeheure Druck auf die Struktur der Stoffe ausgeübt? Gibt es dort noch unentdeckte Elemente? Welche Wirkung haben sie? Wir wissen nur, daß das tiefste Bohrloch Europas bei Czuch in Oberschlesien liegt, daß es 2240 Meter tief ist und im tiefsten Punkt eine Temperatur von 83 Grad Celsius zeigt. In Nordamerika hat man bei Petroleumbohrungen noch größere Tiefen erreicht. Die- großte beträgt 2310 Meter. An der Herstellung dieses Bohrloches hat man Jahre hindurch gearbeitet. Das Ergebnis ist, daß man sich dem Mittelpunkt der Erde auf etwa den 2500ten Teil der Gesamtstrecke bis dorthin genähert hat. Anders ausgedrückt: von einer Strecke von 6375 Meter, also fast 6,5 Kilometer, hätte man nur etwa 2.5 Meter geschafft! Also ein ziemlich lächerliches Ergebnis, das über wirkliche Tiefen der Erde so gut wie nichts aussagen kann. Das Verbrechen von Hannover Weltbild(M) Das niederträchtige und sinnlose Verbrechen der„königlichen“ britischen Luftwaffe an der Zivilbevölkerung Hannovers hat überall größte Emporung hervorgerufen.— Unsere Aufnahme zeigt die beschädigten Wohnhäuser in der Seil erstraße, der Altstadt Hannovers. In der Mitte ein Bombentrichter. Unter deutschem Schutz Auf der Grube Lievin bei Lenz(Nordfrankreich) wurde unter dem Schutz deutscher Soldaten die Arbeit in vollem Umfange wieder ausgenommen. PK=Kropf=Weltbild(M) Fragen an die Schwiegermütter 1. Hältst du dich auch genug aus dem jungen Haushalt heraus? Oder machst du ganz unerwartet Besuche, die den anderen auf die Nerven gehen? 2. Sagst du auch nicht zu oft:„Gott, was habe ich alles für euch getan"? 3. Erzählst du auch nicht zu oft deinem Sohn, daß die Schwiegertochter nicht so gut kochen könne, wie sie, die Mutter, persönlich? 4. Willst du auch nicht zu stark deinen Willen diktieren, wenn ein Kind zu erziehen ist? Die Zeiten, da deine Methoden richtig waren, haben sich vielleicht geandert. 5. Hüte dich vor allem, deiner Schwiegertochter zarte Episoden aus dem vorehelichen Leben deines Sohnes zu erzählen. Und umgekehrt natürlich liegt die Sache genau so. *** * Wenn jeder diese Richtlinien befolgt— dann kann es nicht schief gehen zwischen Schwiegervätern, Schwiegermüttern, Schwägern, und— Eheleuten. Es sind ja wahrhaftig keine großen Anforderungen, die an jeden gestellt werden. Es kommt ja nicht nur auf ein bißchen guten Willen und ein ganz klein wenig Takt an. Vor allem aber muß man auch einmal nachgeben können. Besserwissen und Rechthaberei, Streitsucht und Nörgeln sind die sicheren Totengräber jeden Gemeinschaftslebens und haben über die Familien schon viel, viel Unheil gebracht. Joseph, der„Messervirtnose". Die Metzger der Schlachthäuser von Chitago erfreuen sich eines internationalen Rufs über ihre Geschicklichkeit, das Messer zu handhaben. Das Messer ist in ihrer Hand gewissermaßen ein Instrument geworden, mit dem sie so umgehen, wie ein anderer Mensch vielleicht mit seiner Hand, wie ein Pianist mit seinen Fingern. Deshalb war es von den beiden Banditen unbedingt leichtsinnig, in den Metzgerladen des Joseph Jankowitsch einzudringen, um ihm 175 Dollar abzunehmen. Joseph hatte lange in den Schlachthäusern gearbeitet. Er konnte sich zwar von den auf ihn gerichteten Waffen in der Sekunde nicht schützen, aber kaum drehten ihm die Banditen den Rücken, als er auch schon zwei große Messer ergriff und den Banditen nachschleuderte. Der erste Messerwurf riß dem einen den Hut vom Kopf und pickte den Hut gegen die Tür. Das zweite Messer aber fuhr dem anderen Banditen tief in die linke Schulter. Allerdings gelang es dem ersten Verbrecher, seinen Kumpanen noch mit in das Auto zu reißen und davonzufahren. Aber die Polizei überwacht jetzt alle Aerzte und Krankenhäuser, denn früher oder später muß sich ja der Mann melden, dem die Messerklinge des Joseph Jankowitsch in den Rücken fuhr. Zahlreiche Studenten haben sich mit Semesterschluß beim Einbringen der ErntStudenten helfen bei der Ernte: Weltbild(M nug aufs Land begeben, um den Bauer irnte zu helfen. Lebensmittelladungen in Frachtkähnen werden für die Stadt Dünkirchen sichergestellt PK=Sprotté=Weltbild(M) Gegenschlag des Secret Servire Japanische Geschäftsleute in London verhaftet „Tokio Ritschi=Ritschi" beurteilt die„englische Provokation" als typischen Ausdruck der Gewalttätigkeit einer englischen Herrschaftsklasse, der nur mit gleicher Gewalt entgegenzutreten sei. Brutalität sei die einzige Sprache, die England verstände. „Hotschi Schimbun“ stellt die Forderung, daß Botschafter Schigemitsu sofort aus London zurückberufen werde. In temperamentvollen Ausführungen betont das Blatt, die Zeit sei gekommen,„einen endgültigen Entschluß zu fassen". Das japanische Volk würde ein Nachgeben weder verstehen noch zulassen. „Mijako Schimbun“ schreibt, Japan werde wahrscheinlich die sofortige Freilassung der verhafteten Japaner fordern und gleichzeitig alle in England weilenden japanischen Staatsbürger zur Heimreise auffordern. Im„Kokumin Schimbun“ stellt der bekannte Nationalist Präsident Tohokai die Forderung, Japan müsse seine ganze Stärke zeigen, denn England müsse gezüchtigt werden. 4. Aug. Die Agentur Domei und Extrablätter der Zeitungen meldeten am idvormittag aus London, daß die Londoner Vertreter der bekannten japanischen Firmen Mitsubischi und Mitsui durch die britische Regierung verhaftet worden sind. Bei der Verhaftung der beiden Geschäftsleute handelt es sich anscheinend um eine englische nmaßnahme gegen die Verhaftung der im Dienste des Secret Service stehenden Svione durch die japanischen Behörden. zie Reuter mitteilt, hat der japanische Vorschafter in London am Samstagnachmittag Aus der japanescen Votschaft sei zu diesem Fall erklärt worden, daß die beiden Verhafteten seit längerer Zeit in England lebten und dafür bekannt seien, daß sie große Anstrengungen für die Verbesserung der englischjapanischen Handelsbeziehungen unterommen hätten. Auch erfreuten sie sich eines makellosen Rufes. Die Botschaft könne das Vorgehen der englischen Regierung nicht verstehen und sei über die Rückwirkungen tief beunruhigt, zumal die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gegenwärtig mehr als delikat seien. „Gemeine Nache“— Entrüstungssturm der apanischen Presse über die Verhaftungen in London DRB Tokio, 4. August. Die gestrige Abendpresse gibt der allgemeinen Empörung über die Verhaftung japanischer Staatsangehöriger in England mit scharfen Worten Ausdruck. Selbst„Tokio Asahi Schimbun“, die bisher stets für eine Verständigung mit Lon###n eintrat, bezeichnet die Verhaftungen als ine Rache". Die Zeitung fordert, daß die japanische Regierung„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ von Gpdach verltähchane. Glandenerr eirJanst.. Harbig lief über 800 Meter Welt=Jahresbestzeit mit 1:41,8 Ergebnis: 104:74 Punkten Ermordung eines Lothringers durch französische Soldateska Berlin, 3. Aug. Am 20. Juli 1940, gegen 18 Uhr, wurde bei der Mühle Mecrin die Leiche des Lothringers Nikolaus Schampert aufgefunden. Dieser war seit 38 Jahren Knecht bei Johann Peter Breit, dem Pächter der Mühle Mecrin. Wie sich bei der durch einen Kriegsgerichtsrat geleiteten Untersuchung, herausstellte, war Schampert von französtzg, Soldaten erschlagen worden. Seine Schaveldecke war völlig zertrümmert. Nach Aussagen eines Zeugen ist Schampert nur deshalb ermordet worden, weil er als Lothringer nicht französisch sprechen konnte. Der Oeffentlichkeit gegenüber hat man den feigen Mord an Schampert mit Spionageverdacht zu rechtfertigen versucht. Millionenschiebungen H Genf, 4. August. Wie sehr die Regierung behnand=Mandel die Interessen jüdischer Finanzgewaltiger auf Kosten des Volkes vertrat, geht aus Einzelheiten hervor, die sich der„Eclain de Nice“ aus Vermighen über die Flucht prominenter Juden aus läßt. Danach hat dn gewisser Eduard Jonas die spanische Grenze mit 30 Millionen ausländischen Devisen überschritten. Er war im Besitz einer ordnungsmäßigen Ermächtigung zur Ausfuhr dieser Gelder. Zwei Tage später passierte ein Zug von ungefähr 15 mit etwa 75 Mitgliedern der Familie Rothschild und Weyl die Grenze. Sie waren im Besitz eines Transitvisums nach Marokko bzw. Südamerika und hatten 200 Millionen Franken in Gold und Devisen bei sich. Von einem anderen Grenzposten der spanischen Greuze wurde der Kabinettschef eines ehemaligen einflußreichen Mitgliedes der französischen Regierung und sein Sekretär verhaftet. Sie hatten 50 Millionen Franken bei sich. Diese beiden Persönlichkeiten waren ebenfalls im Besitz von ordnungsmäßigen ausweispapieren, die von 2 Monaten aus. gestellt worden waren. Die spanischen Behörden lieferten die beiden Delinquenten, die nun Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung sind, an die französischen Behörden aus. Englischer Handstreich gegen Dakar? rcherischer Gewaltakt geplau. S.m, 5. August. Die Engländer planen nach dem verbrecherischen Schlag, den sie kurz nach dem französischen Waffenstillstand gegen Teile der französischen Marine vor Oran ausführten, einen neuen, nicht minder gemeinen und diesmal vielleicht noch folgenschwereren Schlag gegen Dakar, den großen französischen Kriegshafen und Umschlagsplatz an Afrikas Westküste. Zwei Umstände lassen die Möglichkeit einer englischen Aktion als unmittelbar akut erscheinen: die Anwesenheit des beschädigten französischen Schlachtschiffes„Richelieu" in Dakar", das als modernstes Schlachtschiff der Welt gilt, und englische Spekulationen über die Notwendigcheit, sich bei Verlust Gibraltars einen Stützpunkt nahe Spanien zu sichern, der nicht so exponiert liegt wie die anderen Häfen der französischen oder englischen Gebiete in Afrika. Englisches Volk sucht die Startes Enleresse für Flugblätter mit der Führerrede Neuyork, 5. August. Wie stark das Interesse der englischen Bevölkerung an der Erforschung der Wahrheit über die Lage ist, in die es durch die kriegsverbrecherische Clique um Churchill gebracht wurde, ergibt sich aus einer Meldung der„Neuyork Times": Das amerikanische Blatt meldet aus London, daß über England abgeworfene Flugblätter mit der Rede des Führers allenthalben stärkstes Interesse erweckt hatten und— während die amtlichen Stellen alles machten, um eine Verbreitung dieser Flugblätter zu verhindern— von der Bevölkerung mit Eifer erjagt und studiert würden. Es hat, wie aus der Meldung weiter hervorgeht, ein schwunghafter Handel damit eingesetzt. Da die riesige Nachfrage der über die wahre Lage in Unkenntnis gehaltenen Bevölkerung nicht befriedigt werden konnte, sind insbesondere die Arbeitslosen dazu übergegangen, richtige Lesezirkel mit diesen Flugblättern zu veranstalten. Britischer Kreuzer vor Kamernn Marinetruppen gelandet Genf, 5. August. Am Sonntagabend wurde in Vichy ein Communique über die Ereignisse in Kamerun und auf Madagaskar herausgegeben. Bereits am Freitagabend war in Vichy erklärt worden, der Ministerrat habe sich mit diesen Ereignissen befaßt. Es wurde jedoch verschwiegen, was sich eigentlich ereignet hatte. Das neue Communique ist gleichfalls noch ziemlich zurückhaltend, obwohl es vorgibt, die „romantischen Gerüchte über die Ereignisse" zerstreuen zu wollen. Das Communique besagt, daß ein englischer Kreuzer an der Küste von Kamerun erschienen sei. Bewaffnete englische Marinetruppen seien an Land gesetzt worden und hätten einen Marsch durch eine Hafenstadt unternommen. Die französischen Behörden hätten jedoch die Engländer aufgefordert, wieder abzufahren, was auch geschehen sei. Sie kamen nicht weit DRB Algeciras, 5. August. Am Sonnabendabend liefen in Gibraltar Teile der englischen Flotte wieder ein, die von wenigen Tagen in Richtung Mittelmeer ausgelaufen waren. Auf Englandfahrt gesunken DRB Stockholm, 5. August. Wie die Stockholmer Presse meldet, ist der schwedische Dampfer„Sigyn" (1972 BRT) gesunken. Die gesamte Besatzung, über 20 Mann, ist gerettet worden. Die Mitteilung des schwedischen Generalkonsulates in London macht keine Angaben über die näheren Umstände beim Untergang des Schiffes, auch der Ort wird nicht angegeben. Die letzte Kunde von Englands stolzen Dampfern DRB Madrid, 5. August. In Cadiz liefen die englischen Frachter„Pilotty" und„Palacios“ ein, die 35 Schiffbrüchige anderer englischer Dampfer bisher unbekannten Namens, die im Atlantik von einem deutschen U=Boot torpediert wurden, an Bord führten. Die Schiffe werden nach kurzem Aufenthalt nach Gibraltar auslaufen. Der zweite Leichtathletik=Länderkampf zwischen Deutschland und Italien in endete mit einem glänzenden deutschen Mannschaft, die im Gesamtergebnis mit 104:74 Punkten siegreich blieb. Von den zehn Wettbewerben des Sonntags vermochten die Gäste nur den 5000=m=Lauf durch Beviacqua zu gewinnen, doch war hier der Rekordmann Syring nicht am Start. In den übrigen neun Wettbewerben gab es deutsche Siege, darunter Harbig in der Welt=Jahresbestzeit von 1:47,8 Minuten mit zehn Meter Vorsprung vor Lanzi(1:49,3) gewann. 29000 Besucher erlebten den deutschen Sieg, bexunfer, n# Reichssportführer und der Gaueriter veruchsstatthalter Murr. Der erste Tag Vor 11000 begeisterten Zuschauern rollten am Samstag in der Stuttgarter Kampfbahn die erstnz, eun Wettbewerbe des Englische Vomben gegen friedliche deutsche Bürger Unser Bild zeigt einen britischen Bomber, der für einen Fernflug mit dem Ziele, in Fortsetzung der Verbrechen britischer Luftpiraten neue Bombenangriffe auf nichtmilitärische Ziele, ja sogar reine den in deutschen Städten auszuführen, startfertig gemacht wird.(Associated=Preß) den Attaché in der italienischen Botschaft, Ridomi, Italiens Leichtathletikführer Marchese Ridolfi und die Vertreter von Staat, Behorden, der Formationen und des Sports begrüßen. Harvigs Endspurt bezwang Lanzi Ohne jegliche Feierlichkeit, die dem Haupttag vorbehalten blieb, begann der Kampf pünktlich um 16 Uhr gleich mit einem Hohepunkt, den 400 m zwischen Harbig und Lanzi. Nach einem Fehlstart Harbigs ging es sofort in rasendem Tempo los. Lanzi schien schon in der Kurve den Vorsprung des auf der zweiten Bahn laufenden Weltrekordmannes aufholen zu wollen, aber der Dresdner hielt das schnelle Tempo mit. In der Zielkurve erfolgte der zweite Angriff des Italieners, der ihn um Brustbreite an Harbig heranbrachte. Der Deutsche parierte jedoch auch diesen Angriff und 30 m vor dem Ziel war Lanzi endgültig geschlagen. In genau 47 Sekunden zerriß Harbig das Zielband mit vier Meter Vorsprung vor Lanzi, dessen Zeit 47,7 Sekunden betrug. Linnhoff lag wahrend des ganzen Rennens klar auf dem dritten Platzgggd in 483 Sekunden vor Missoni(49/#1#7., Deutschland führte nach dem ersten werrbewerb mit 6:4 Punkten. 8 Im 400=m=Hürdenlaus vervaro sich Mayr durch ein Straucheln eine gute Zeit. Auf der zweiten Bahn liegend fiegte er dennoch in 54,6 Sekunden gegen Fantone, der nur drei Zehntelsekunden langsamer war. Colautti wurde in 55,1 Sekunden Dritter vor Brand der auf der Außenbahn fast während des ganzen Rennens führte und erst am Schluß durch ein Stolvern aug dgn, hoeteg Platz zuruckfiel. 11:9 Punkte für Deutschuuno. Im. Hammerwerfen gab es den shon seit Jahren ublichen Doppelsieg durch Olympiasieger Karl Hein und den Zweiten von 1936, Erwin Blask. Hein erziesten zn, vierten Durchgang 54,57 m und damit sund der Sieger fest. Blaik wurde nicht so sicher wie sonst mit 5198 m Zweiter vor Tentichlae n#8 und Cantagalli(47.02 m). Deutschlands Führung vergrößerte sich auf 18112 Punkke. Die nicht fortzuleugnende Tatsache, daß die eutschen Kurzstreckenläufer schwächer als nächst verursachten die beiden Deutschen einen Fehlstart. Mellerowicz kam dann am ab und ging mit drei Meter Vorsprung in die Zielgerade, aber bald hatte ihn ver siynelle Monti eingeholt. Mellerowicz kämpfte verzweifelt bis ins Ziel und dort erst konnte ihn der Italiener um Handbreite bezwingen, Zeit betrug für beide 21,9 Sekunden. Gonnelli wurde, nur eine Zehntelsekunde dahinter. Dritter vor Bönecke, der mit 22,4 Sekunden nie im Rennen war. Nur noch 22:18 Punkte für Deutschland. Ein Doppelsieg im Stabh verschafft gigel: Wiener K Italiener Ballerini und Romeo bis 3,60 m weit. 29:21 Punkte für DeutschEbenso klar war die Entscheidung im Speerwerfen, wo Berg mit 67,85 m der 70=m=Grenze recht nahe kam. Loose mit 62,19 m noch klar Zweiter vor Rossi (60,06 m) und Buccassina(55.44 m). Punkte für Deutschland. Ein herrliches Rennen waren vann wieder die 10000 m, die sich zu einem rassigen Zweikampf Syrings mit dem zierlichen Italiener Beviacqua gestalteten, während die beiden anderen Läufer mit dem Ausgang des Rennens nach seiner Hälfte nichts mehr zu tun hatten. 3000 m wurden in 8:59, 5000 m in 15107 und 7500 m in 23:04 Minuten zurückgelegt. Gleichmäßig wie Maschinen liefen vorne Syring und Beviacaua ihr Rennen, einer den anderen beobachtend. In der letzten Runde kam der Generalangritf des Italieners auf den führenden Deutschen. Aber Syring wehrte den Angriff souverän ab und strebte mit Ichönen langen Schritten unangefochten dem Zie zu, das er in der ausgezeichneten Zeit von 30:25.2 Minuten als Sieger erreichte. Beviacqua wuriit 30·274 Minuten einen neuen italienihode, mi. N#i#, Miliglengeinen schen Rekord laufend, Zweiter vor Haustza fer(32:118) und Sestini(33:34). 42:28 Punkte für Deutschland. Der Weitsprung ergab einen ttalienischen Doppelsieg. Pederzani gewann mit 7.23 m überraschend vor Maffei mit 7,20 m, wobei beide diese Weiten erst im letzten Durchgang erzielten. Wikelski wurde mit 7,17 m Dritte: vor Luther mit 7,01 m. 45:35 Punkte für Deutschland. Kampf von Anfang bis Ende Ein herrlicher Abschluß der Wettkämpfe des ersten Tages war die viermal=100=m=Staffel. Hier gab es einer erbitterten Kampf vom Start bis ins Ziel. Unser erster Wechsel zwischen Dr. Pöschl und Mellerowicz war mäßig, doch machte Neckermann in der Kurve alles wieder gut, so daß Kersch mit knappem Vorsprung dem Ziel entgegensauste. Gonnelli timeter streitig zu machen, aber Kersch hielt den Vorsprung und so gewann Deutschland nicht ganz erwartet in 41,4 Sekunden vor den Italienern, die in der gleichen Zeit um Brustbreite geschlagen blieben. Der Endstand des ersten Tages, der noch eine Ehrung für die Gefallenen beider Nationen brachte, lautete also 48:36 Punkte für Deutschland. Harbigs Spurtkraft entscheidend Lanzi übernahm nach dem Startschuß über 800 m sofort auf der Innenbahn die Führung, Brandscheidt legte sich außen hinter Harbig. Die Zwischenzeit des führenden italienischen Meisters über 400 m betrug 53 Sekunden. 200 m vor dem Ziel stieß Harbig blitzschnell vor, löste sich leicht von Lanzi, der von diesem Ueberholen merkwürdigerweise überrascht schien. Mit raumgreifenden Schritten dehnte der Deutsche seinen Vorsprung auf zehn Meter aus und zerriß das Zielband in 1:47/8 Minuten. Im Kampf um den dritten Platz hielt Brandscheidt den zweiten Italiener sicher. Caldana bis zur letzten Hürde Einen rassigen Zweikampf gab es auf der kurzen Hürdenstrecke. Der italienische Meister Caldana führte knapp noch über die letzte Hürde hinweg, doch auf der kurzen Sprintstrecke war der Berliner Becker schneller und gewann mit Brustbreite in 15.3. Zentimeter entschieden In dem gleichwertigen Kampfe der Diskuswerfer siegte der Wiener Polizist Wotapek durch seinen zweiten Wurf mit 47,54 m recht knapp vor dem Italiener„Consolini, doch war sein Sieg durch gleichmaßigere Leistung verdient. Der deutsche Ersatzmann Tunner wurde Letzter. Nackes bessere Sprungtechnik entschied den Hochsprung mit der vorzüglichen Leistung von 1,93 m. Der junge Thüringer ist noch verbesserungsfähig. Neuer deutscher Doppelerfolg Das 1500=m=Rennen machten die beiden deutschen Vertreter unter sich aus. Rekordmann Kaindl zog den für Seidenschnur eingesprungenen Giesen taktisch klug mit sich. Die beiden Italiener verloren bald den Anschluß. Mellerowicz auf seiner Strecke Nach dem Verlust der 200 m hielten sich die Deutschen auf der kürzesten Sprintstrecfe schadlos. Dabei siegte der Bertiner Meuerowicz überraschend leicht. Nach zwei Fehlstarts von Monti und Mellerowicz schoß der Berliner los, schon na chhalber Strecke hatte er mit Kersch im Schlepptau gewonnen. Auch Dr. Luh und Gleim Im Kugelstoßen kam Dr. Luh als Sieger nur knapp an die 15 m heran, Bongen blieb Letzter. Dafür holten die Deutschen Gleim und Vogt im Dreisprung wieder einen Doppelerfolg. Beviacaug stark gefeiert Ohne Altmeister Syring ging den der 5000=m=Lauf verloren. Eitel führte zwar bis 50 m vor dem Ziel. Doch da überlief ihn der kleine Italiener Beviacqua, der unter herzlichem Beifall das Zielband zerriß. Lanzis Jagd hinter Harbig Einen schönen Ausklang des harmonischen Länderkampfes brachte die 4mal=400=MeterStaffel. Der erste deutsche Läufer, Ahrens, holte gegen Dommini einen kleinen Vorsprung, den Wieland zunächst gegen Ferassutti einbüßte, doch überholte er den Gegner wieder, so daß Linnhoff schon vor Derescenzi loslief, Der Berliner holte 10 Meter heraus. Lanzi siel glso, die undankbare Aufgabe zu. mit diesem Ruckstand abermals gegen Harvig zu laufen. Mit unerhörter Zähigleit rannte der itanenische„Meister, er schien aufzuschließen— aber 50 Meter vor dem Ziel zog Harvig## mals an und eilte mit beflügeltem. leichtem Schritt unaufhaltsam dem Ziele zu. Lanzi ließ abgekämpft nach... itgm Gände So hatte Deutschlano ven zweiren Landerkampf mit 104:74 Punkten gewonnen. Kaum waren die drei abschließenden Schüsse verhallt, da eilten die italienischen Leichtathleten zu den verwundeten deutschen Sokdaten, die als Zuschauer dem Kampf beiwohnten, und brachten ihnen eine Huldigung dar. Ein erhebendes Zeichen wahrer Kameradschaft und Waffenbrüderschaft! Dreimal Harbig am Zielband Das Mailänder Ergebnis des Vorjahres von 110,5:67/5 Punkten im ersten Länderkampf ist diesmal in der festlich geschmückten Adolf=Hitler= Kampfbahn von Stuttgart nicht ganz erreicht worden. Die italienische Mannschaft, die von den zehn Uebungen des zweiten Tages zwar nur eine, den 5000=m=Lauf. zu gewinnen vermochte, hat viele Einzelsiege nur äußerst knapp verloren; im Kampf um die Plätze hat sie sich über Erwarten hervorragend geschlagen. So hielt trotz des bald feststehenden deutschen Gesamtsieges die Stimmung vom ersten bis zum letzten Wettbewerb unter den begeistert mitgeNatürlich wurde auch der zweite Tag durch wohl besten Mittelstreckler der We Harbig und Lanzi, diesmal über 800 m. Der deutsche Weltrekordläufer bestätigte in wundervoller Form seine vorjährigen Siege über den großen Gegner, er stürmte auch über 800 m im rnospurt einfach davon. Mit 1:47/8 Minuten erreichte er die Weltjahresbestleistung mit 10 m Vorsprung vor dem zähe kampfenoen Lanzi. Zum Abschluß des großen Länderkampfes beendete Harbig als Schlußzmann der deutschen viermal=400=m=Staffel auch diese Mannschaftsleistung vor seinem Freund und großen sportlichen Gegner siegreich. Rückkampf in Mailand Zum britten Male Deutschland— Italien Marchese Ridolfi und Dr. Ritter von Halt, die Führer der beiden Leichtathletisgerheghe, sind bei ihrer Zusammenkunft in e#nart übereingekommen, einen dritten LeichtathletitLänderkampf Deuschland— diesem Jahre zu veranstalten. Der Rückkampf wird am 14. und 15. September in der Mailänder Arena durchgeführt, die bereits schon Schauplatz des ersten Treffens 1939 war. Der Reichssportführer hat für diesen Kampf bereits seine Genehmigung erteilt. Die Frauen kämpfen in Deutschland Gleichzeitig ist in Stuttgart ein neuer Kampf der Leichtathletinnen von Deutschland un Italien vereinbart worden. Graue Haare verschwinden durch Apotheker Walter Ulbrichts Haarfarbe-Wiederhersteller „Nie-Grau“— In wenigen Tagen Naturlatbe zurück! Einlache Anwendung! Kein Färbemittel!-Vollkommen unschädlich! Erstklassige dutachten und Sachverständigen-Urtellel 1 Orig.-Flasche, Monate ausreichend, RAI 3.50. Alleinverkauf: Nax Hichlhose, Drogerle- Sanitätshaus, Adolf-Hitler-Platz 5 Zeitungs. Boten(innen) für die Bezirke Holzen und Geisecke=Lichtendorf gesucht. Schwerter Zeitung Mehrere Knockout unserer Boxer Boxländerkampf Deutschland gegen Slowakei in Klagenfurt Die Erwartungen, die das Kärnter Land an den Boxländerkampf Deutschland gegen die Slowakei stellte, sind voll und ganz eingelöst worden. Im Freiluftring auf dem SAC.=Platz in Klagenfurt erkämpfte die deutsche Auswahlstaffel vor 4000 Zuschauern über die Slowaken einen 16:0=Sieg und verbesserte damit das 14:2=Ergebnis von Preßburg zum großen Erfolg ohne Niederlage aus. Im ersten Kampf im Fliegengewicht hatte der Kölner Nikolaus Obermauer den PreßKampfesweise gut zu gefallen wußte. Der junge Pfälzer Schopp führte sich im Bantamgewicht durch einen in der zweiten Runde erkampften K.=o.=Sieg über den guten Ostratky Preßburg) gut in die Nationalstaffel ein. Die erste Runde tastete Schopp seinen Begner vorsichtig ab, um dann in der 50. Sekunde einen unerhört harten rechten Aufreißer anzubringen, der den Preßburger über die Distanz zu Boden schickte. Graaf(Berlin) hatte im Federgewichtstreffen einige Mühe, um über Bauer(Bystritz) nach Punkten siegen zu können. Schöne Momente gab es hier im Nahampf. Ebenfalls nach Punkten wurde das Leichtgewichtstreffen zwischen dem Hannoveeaner Trittschack und dem für Plesak eingesprungenen Hodschak(Preßburg) entschieden. Der Preßburger kämpfte nicht ganz stilrein und mußte mehrmals verwarnt werden. Die setzte Runde war sehr lebhaft und sah Trittschack immer klar im Vorteil. Den schönsten Kampf des Abends lieferte trotz seiner Kurze die Begegnung im Weltergewicht zwischen Europameister Nürnberg und Köszeghi(Preßburg). Beide begannen ungemein rasant. Schlag auf Schlag wurde gewechselt und in der 20. Sekunde brachte der Berliner aus der Deckung eine harte Rechte blitzschnell an, die den Preßburger weit über die Distanz auf die Bretter warf. Nicht viel länger dauerte die wo der Dortmunder nach kampfunfähig machte. Nicht ganz den Erwartungen entsprach der Kampf im Halbschwergewicht zwischen dem Hamburger Baumgarten und Javorek(Preßburg). Der Slowake kämpfte recht unrein, klammerte viel, so daß sich Baumgarten nie recht, gatfalten konnte. Der Ham##rger siegte schließlich hoch nach Punkten. Die vierte K.=o.=Entscheidung gab es im Schwergewicht, wo ten Hoff(Oldenburg) seine Revanchegelüste gegen Kuß(Preßburg) schon nach 50 Sekunden befriedigt sah. Ein harter Schlagwechsel ließ von Beginn an dem Slowaken keine Zeit, auch nur ein einziges Mal gegen den Oldenburger vorzugehen. Ringer suchen Meister Siegmund Schweikert und Ludwig Schweickert Im Gewerbehaus zu Dresden wurde am Wochenende der erste Teil der auf mehrere Städte verteilten Einzel=Ringermeisterschaften von Deutschland abgewickelt. Im Feder= und icht, wurden die Meister ermitelt. wicht Oberfeldwebel Ludwig Schweickert(Berlin), der damit zum vierten Male hintereinander die Meisterwürde erkämpfte. Von den im Federgewicht antretenden 26 Bewerbern schied der für Danzig startende Östermann(fruher Berlin) wegen einer Rippenverletzung vorzeitig aus. Bohm(Bamberg) und Lecke(Zella=Mehlis) stießen gleich zu Beginn auf starke Gegner, denen sie nicht gewachsen waren. Der neue Meister Schweikert hatte in seinem ersten Kampf insofern Glück, als der nach Punkten vorne liegende Karl Vondung shafen) durch Selbstfaller unterlag. Form befinreinander Schmittmeier (München) in sieben, Buchberger(Wien) in 5:45, Peemöller(Hamburg) in drei und Böck (Neuaubing) in 9:25 Minuten. Den einzigen Kampf verlor er gegen Willi Möchel(Koln) nach Punkten. Willi Möchel wurde Zweiter. Im Mittelgewicht holte sich Oberfeldwebel Ludwig Schweickert seinen vierten Meisterschaftssieg durch fünf Schultersiege und einen Punkterfolg. Deiß(Wien) unterlag in 7 Minuten, Schmidt(Wien) in 49 Sek., Kraußkopf (Wilhelmshaven) in nur 20 Sek., Stoktmeyer (Greiz) und Rager(Untertürkheim) standen immerhin 6 bezw. 7 Minuten. Als einziger leistete Hoffmann(Greiz) starken Widerstand, ohne aber seine Punktniederlage abwenden zu können. Fünf Siege hatte auch Laudien(Wilhelmshaven) zu verzeichnen, doch darunter mehrere Punkterfolge, so daß er am Schluß mehr Fehlerpunkte als Schweickert aufzuweisen hatte. Trinken Sie einmal Brombeertee Selbst Kennern fällt es schwer, ihn vom„Chinesischen" zu unterscheiden Unter den einheimischen Tees spielt der aus Brombeerblättern eine besondere Rolle. Zwar schreibt man auch ihm gewisse Heilwirkungen zu und schätzt ihn in manchen Gegenden von altersher als bewährtes Blutreinigungsgetränk. Wichtiger aber ist, daß dieser Tee mehr als alle anderen Aufgüsse aus unseren wildwachsenden Kräutern ein vorzügliches Genußmittel darstellt, dessen Geschmack dem des schwarzen chinesischen Tees auffallend ähnelt. Diese Aehnlichkeit ist so groß, daß man einen Trank kräftig gebrauten Brombeertees mit einem andern von chinesischem Tee mittlerer oder geringerer Qualität leicht verwechseln kann, ohne sich seines Irrtums schämen zu müssen. Jedenfalls wird in den seltensten Fällen ein Tee aus Brombeerblättern, wenn wir ihn Gästen, die ihn noch nicht kennen, vorsetzen, als deutscher„Feld=, Wald, und Wiesentee" erkannt werden, sondern die meisten werden eher auf ein ausländisches Kraut tippen, das unter heißerer Sonne gewachsen sein müsse Die wertvollen Eigenschaften des Brombeertees sind übrigens schon lange bekannt. Im vorigen Herbst wurde denn auch das Sammeln von Brombeerblättern empfohlen. Es ist jedoch wichtig, nicht erst im Spätsommer zu sammeln, wenn die Brombeerblätter schon hart und ledern geworden sind und von ihrem Gehalt das Beste verloren haben, sondern von Mai bis Juni, wenn die Blätter den Höchststand ihrer Entwicklung noch nicht überschritten haben. Was später gesammelt wird, kann unmöglich dieselbe Ergiebigkeit besitzen. Natürlich heißt es auch hier jetzt nicht etwa Raubbau treiben, sondern vorsichtig und mit Maß ernten, damit die Sträucher nicht beschädigt werden. Wer den ausgesprochenen„schwarzen“ Teegeschmack weniger schätzt, kann den Brombeer= blättern kleine Zutaten von anderen Kräutern beimischen. Besonders Gartenraute, Pfefferminze, Salbei und Scharfgarbe eignen sich zu solchen Zusammenstellungen, die, wenn die Beimischung richtig gewählt wird, famose Geschmacksnoten ergeben, unter denen bestimmt jeder eine ihm zusagende entdecken wird. Warum?- Weil... 200000 Volksgenossen ohne Nahrung 200000 Volksgenossen wird jährlich der ständige Bedarf an Nahrungsmitteln entzogen! Eine erschütternde Tatsache. Sie wäre entsetzlich in ihrer Auswirkung, wenn nicht alle anderen Volksgenossen auf den Teil verzichteten, der die Ernährung dieser 200 000 ausmacht, so daß diese nicht mehr von ihrem Verlust spüren als jeder andere Volksgenosse. Und warum müssen 200000 Deutsche auf ihren ständigen Bedarf verzichten?— Weil irgendwo eine Feuerstelle schadhaft ist, Ofenrohre und Schornsteine undicht sind und nicht ausgebessert werden. Weil in der Nähe von Ofen, Futterdämpfern und Räucherkammern brennbare Stoffe gelagert sind und rissige Kamine durch unentrümpelte Böden führen, so daß ein Funke die schönste Staubexplosion herbeiführt. Weil immer noch Menschen mit offenem Licht auf Böden, in Ställe und Scheunen gehen oder Sturmlampen so abstellen, daß sie rutschen oder umgestoßen werden können. Weil elektrische Geräte, Anlagen und Kabel oft in unverantwortlichem Zustande gebraucht oder selbst— und nicht durch den Fachmann— geflickt werden. Weil überbrückte Sicherungen keine Überbelastung und damit auch nicht das Glühendwerden einer Leitung anzeigen können. Weil viele Bauernhäuser und Scheunen noch keine Blitzableiter haben. Weil noch manche Scheune als Garage benutzt wird. Weil Funkenträger an Lokomobil=Schornsteinen undicht sind und Lokomobile sowie Verbrennungsmotore zu nahe an Erntevorräte gebracht werden, anstatt die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Weil Heu zu feucht angefahren und so wenig überwacht wird, daß es sich getrost bis zur Selbstentzündung erhitzen kann. Weil Kinder mit Streichhölzern spielen, statt daß sie belehrt, kontrolliert und in RSB=Kindergärten überwacht werden. Weil böswillige Brandstifter und Brandversicherungsbetrüger vom Publikum noch lange nicht scharf genug überwacht, verfolgt, angezeigt werden. Und weil endlich immer noch Leute in der Nähe von Scheunen, Schobern, Erntewagen, Garben und Strohdiemen das Rauchen nicht lassen können. Darum ereignen sich jährlich in Deutschland 350000 Brände mit einem Gesamtverlust von 400 Millionen Reichsmark, womit der Erzeugungsschlacht der Nahrungsbedarf von 200000 Menschen verloren geht. Die Fehler sind erkannt— und jeder Deutsche hat die heilige Pflicht, zu seinem Teil dazu beizutragen, daß sie abgestellt werden, daß gerade zur Erntezeit nicht das verloren geht, was gemeinsame Arbeit und gemeinsamer Fleiß mit Mühe schaffen! Kampf dem Leichtsinn, Kampf der Bosheit, Kampf dem Erntebrand! Jagd und Fischerei im August Der Hirsch steht in der Feiste; Kümmerer und schlechte Vererber werden jetzt zur Strecke gebracht. Der Damhirsch fegt und hot daher noch Schonzeit bis zum Ende des Monats. Die Blattzeit des Rehbocks geht in der ersten Monatshälfte zu Ende; der Abschuß hat sich in erster Linie auf in der Gehörnbildung nicht befriedigende Böcke zu erstrecken. Das Schwarzwild geht auf den Hackfruchtfeldern häufig stark zu Schaden, so daß hier der Abschuß anzustreben ist. Die Jagd auf Enten beginnt(Kolbenente und Eiderente sind geschützt), ebenso sind Bekasinen und Brachvögel jagdbar, während die Waldschnepfe noch bis zum 1. September Schonzeit hat. Der Vorstehhund wird weiter auf erhöhte Leistung trainiert, da im nächsten Monat die Hühnerjagd beginnt. Mit dem Abernten der Wildäsungsfelder wird begonnen, ebenso mit dem Herrichten der Herbstbestellung und dem Sammeln von Ebereschen. Die Krähenhütte wird in Betrieb gesetzt. Bei der Karpfenzucht erreicht die Fütterung ihren Höhepunkt; die Düngung ist zu beenden. Die Forellenzüchter beginnen den Verkauf von Speiseforellen in nahegelegene Absatzgebiete. Für die Teichwirtschaft gilt im allgemeinen die Vernichtung der harten Flora durch einen zweiten Schnitt. Der Abfischungsplan wird aufgestellt, und Probefischungen sind vorzunehmen. In der Wildfischerei beginnt der Fang mit Stell- und Legeangeln auf Hechte, Aale und Welse, ferner die Fischerei mit Staknetz. Im Angelsport sind frei: Hecht, Aesche, Stint, Zander, Rapfen, Barsch, Karpfen, Blei, Schleie, Schwarzbarsch, Forellenbarsch, Güster, Rotfeder, Plötze, Kilch, Hasel, Döbel, Lachs, Bachforelle und Aal. Wie hält man Schnittblumen lange frisch? Wenn beim Abschneiden der Stengelenden der Schnittblumen, bevor man sie ins Wasser stellt, der gewünschte Erfolg, die Verlängerung der Lebensdauer ausbleibt, so hat das seinen Grund darin, daß man das Wichtigste, nämlich die Stengel unter Wasser abzuschneiden, außer acht ließ. Der Erfolg dieses Verfahrens beruht auf ganz einfachen physikalischen Gesetzen. Das Innere eines Pflanzenstengels ist von zahlreichen feinen Kanälen— HaarKapillarröhrchen— durchzogen, in denen die zur Zellenernährung nötigen Stoffe emporsteigen. Durch den Schnitt werden die feinen Hohlräume der Kanäle geöffnet und sofort dringt Luft ein, die wie ein Pfropfen die Kanäle verstopft und das Aufsteigen des Wassers verhindert. Infolge der schnellen Wasserverdunstung an der Oberfläche der Pflanze werden die Zellen ihres nährenden Wassergehaltes beraubt und kommen zum Absterben. Das Besprengen der Blumen kann wohl den Verdunstungsprozeß etwas aufhalten vermag aber die Saftströmung nicht zu beeinflussen, da ein Eindringen des Wassers von außen in die mit Luft gefüllen Zellen ebenfalls unmöglich ist. Schneidet man dagegen den unteren Teil des Stengels unter Wasser ab, so kann die äußere Luft nicht in die Haarröhrchen eindringen. Jede durch den Schnitt freigelegte Zelle füllt sich vielmehr mit Wasser, das nun ungehindert in alle Teile der Pflanze emporsteigen kann. Das Beschneiden des Stengels erfolgt am zweckmäßigsten so, daß der Schnitt mit einem scharfen Messer schräg zur Faser ausgeführt wird. Es wird dadurch das Zusammendrücken des Stengels an der Schnittfläche vermieden, was das Gelingen des Experiments in Frage stellen könnte. Jeder, der das Verfahren in der hier angedeuteten Weise anwendet. wird über den Erfolg erstaunt sein. Selbst Blumen, die gegen Trockenheit sehr empfindlich sind, beispielsweise Georginen, werden sich sehr bald wieder erholen. Opfers her SoLSATER würdigt RRABGRUILENERR FUR DNI DEUTSCHE ROTE URSUE lag: anbvortlich for den gesamten Texttell: Hauptschritlelter Dr. Hans-Adolf Ebing(z. Zt. Im: Felde), I. V. Hans-Eberhard Lex, für den Anzeigentell: Hans L.inner, beide In Schwerte. Zur Zeit ist Preisliste 12 gültig. Jeis vor der TEhe Noman von Geut URHEBER-RECHTSSCHUTZ DURCHS VERLAG OSKAR MEISTER, WERDAUZ (13. Fortsetzung) „Das ist— ja, lieber Himmel, ich— das ist doch Iris Hoyms Pferd! Und da hängt doch was im Sattel— lieber Overbeck, helfen Sie— laufen Sie, das Vieh rennt auf den Abhang zu——!“ Klaus Overbeck hatte die gefährliche Entwicklung längst erkannt. Schon rannte er, so schnell es irgend ging, quer durch den Wald. Er mußte abschneiden, sonst kam er zu spät. Das erschreckte Tier galoppierte jetzt einen schmalen Waldweg entlang. Der Wind hatte sich gelegt, die Mondscheibe trat hinter den Wolken hervor. Das Pferd wieherte wild, dann bäumte es sich jäh auf. Dicht vor ihm war ein Mann aufgetaucht. Eiserne Fäuste fielen in die Zügel. Schnaubend und zitternd stand das Tier. Es war über und über mit Schweiß bedeckt. Und in seinem Sattel hing— Iris Hoyml... Klaus Overbeck nahm das Mädchen auf seine Arme und gab die Zügel dem alten Hebendruschk, der inzwischen herangekeucht war. Jeis schien ohnmächtig zu sein. Overbeck bettete den Kopf des Mädchens an seine Brust, wandte sich an Hebendruschk: „Können Sie noch? Wir müssen rasch nach Hause. Aber wir erreichen Zürgiebel am ehesten. Und das ist jetzt die Hauptsache. Ihre Guste versteht ja wohl sicherlich auch, was in diesem Falle zu tun ist.“ „Ja, ja, schnell“, sagte der alte Hebendruschk ganz verstört. Was mochte nur geschehen sein? Ihn schauderte, wenn er sich vorstellte, was alles sich hätte ereignen können, falls sie jetzt nicht in der Nähe gewesen wären... Klaus Overbeck schritt mit seiner leichten Last aufrecht dahin. Das sonderbare singende Gefühl in seinem Blut vertiefte sich. Und der Duft des lockigen Haares stieg zu ihm empor. Einmal beugte er sich scheu darüber und seine Lippen streiften dieses bewunderte Haar, das im Ahnensaal so goldigbraun gefunkelt hatte. In diesen Minuten wurde sich Klaus Overbeck dessen inne, was Iris Hoym seinem Herzen bedeutete... Der alte Hebendruschk aber hätte am liebsten auf das Pferd losgeschlagen, das beinahe sein vergöttertes Mädel ins Verderben getragen hätte. „Du undankbares Vieh, du“, schimpfte er sich die Erregung vom Leibe, die ihn noch nachträglich zu übermannen drohte,„man müßte dich doch gleich in die Hölle prügeln!" Vorwerk Zürgiebel lag vor ihnen. Hebendruschk öffnete das Tor und brüllte über den Hof: „Albert! He, Albert!“ Albert war einer der Knechte. Verwundert schaute er jetzt aus dem Fenster der Leutestube, wo er gelesen hatte. Weshalb brüllte der Alte denn einen anständigen Christenmenschen so aus seiner Sonntagsruhe? „Albert, führe das Pferd in den Stall. Reibe er ordentlich ab. Morgen kriegst du dafür was von mir. Besorge es also gut.“ In der Tür zur Halle des Wohnhauses erschien Guste. Da sie aber vorerst lediglich Klaus Overbeck sah, der wahr und wahrhaftig jemanden trug, so sagte sie kein Wort, sondern öffnete nur ganz weit die Tür. Als sie jedoch wußte, um was es sich handelte, war sie gleich mütterliche Helferin. „Bitte, ins Gastzimmer, Herr Inspektor. Dort ist alles frisch. Und dann können Sie mich ja wohl mal allein lassen mit dem gnädigen Fräulein.“ Während die Wirtschafterin Guste sich drinnen Iris' annahm, saßen die beiden Männer in Christian Hebendruschks Wohnzimmer beieinander. Sie sprachen aber kein Wort, sondern horchten blöß aufmerksam zur Tür hin. Endlich erschien Guste und berichtete, Fräulein Iris wäre aus der Ohnmacht erwacht, doch sei sie beunruhigend still und in sich gekehrt. Wie sie, Guste, aber glaube, sei große Fragerei jetzt nicht sonderlich am Platze, indes müsse man wohl eine Nachricht nach Wildenhagen schicken. Oder ob das Fräulein nicht doch am besten gleich im Wagen nach Hause gefahren werde? Guste wollte anscheinend trotz aller Hilfsbereitschaft die Verantwortung los sein. Die beiden Männer erwogen, ob es nicht ratsam wäre, den Doktor zu holen? „Ich will Fräulein Iris fragen, ob sie selber nach Hause will“, sagte Guste einfach dazwischen und ging wieder davon. „Trinken Sie mal einen handfesten Kognak, lieber Overbeck. Sie sehen nämlich auch ganz merkwürdig aus“, meinte Christian Hebendruschk fürsorglich und schenkte ein Glas voll. Aber Klaus Overbeck trank nicht. Er schaute nur mit einem rätselhaften Blick auf den alten Herrn und horchte dann gleichsam wieder nach innen, wo an diesem Abend eine Stimme in ihm laut geworden war, ein beseligender Drang, wie er ihn bisher nie gekannt... Iris wollte heim. Und sie hätte sich zerreißen mögen, daß sie durch ihre Schuld Veranlassung gegeben hatte, solch ein Aufhebens von sich machen zu lassen. „Ich weiß nicht, was mich eigentlich noch am Abend hinausgetrieben hat. Ich habe es nun einmal getan, und es läßt sich nicht ändern. Am Waldrande wurde mein Pferd scheu, weil ein Rehbock aus dem Gehölz brach. Damit ist bereits alles erzählt, und ich bedauere sehr, ihnen allen soviel Sorge und Umstände bereitet zu haben— es tut mir aufrichtig leid“, sagte Iris später, als sie sich noch für ein Weilchen unten mit ins Wohnzimmer setzte. „Ich bringe Sie also nach Hause“, entschied Overbeck. „Mit meinem Wagen", setzte Christian Hebendruschk hinzu. „Das kann man viel einfacher machen“, sagte Overbeck.„Die alten Herrschaften in Wildenhagen würden bloß erschrecken. Ich führe das Pferd, und Sie reiten.“ „Ja, das ist gut!“ war Iris sogleich einverstanden. „Nur keine aufgeregte Fragerei. Ich möchte so schnell wie möglich allein sein.“ „Das mit dem Pferd ist ein ganz vernünftiger Vorschlag“, meinte Hebendruschk vergnügt.„Und— Kindchen, du hast dir wirklich nichts getan? Dir tut nichts weh?“ „Nein, Onkel Christian, du kannst völlig beruhigt sein, es schmerzt mich nichts“, entgegnete Iris mit einem kleinen Lächeln, und sie dachte, daß sie doch jetzt nicht die Wahrheit gesagt hatte, denn ihr tat das Herz weh. Oh, ein so weher Schmerz durchzog es. Und am liebsten hätte sie den Onkel gebeten, sie im Wagen nach Hause zu bringen, weil sie plötzlich meinte, es nicht ertragen zu können, wenn Klaus Overbeck so dicht neben ihr durch die Nacht schritt. Aber sie wollte nicht launenhaft erscheinen. So blieb es dabei, daß Klaus Overbeck neben ihr und dem Pferde schritt und sie sicher heimgeleiten würde. „Was trieb Sie eigentlich vorhin in die Nacht hinaus?“ fragte Klaus Overbeck plötzlich, nachdem sie lange geschwiegen hatten und nur das gleichmäßige Tappen der Hufe des folgsam am Zügel gehenden Tieres der einzig vernehmbare Laut geblieben war. „Ich weiß es nicht", antwortete Iris nach einer nachdenklichen Pause.„Ich bin seit Tagen unruhig. Wahrscheinlich ist es das Neue, das nun in mein Leben treten soll.“ Wie schnell und angstvoll mit einem Male ihr Herz klopftel... „Hätte ich in Ihrem Leben etwas zu bestimmen, so würde ich Ihnen solche nächtlichen Unternehmungen ein für allemal untersagen.“ Iris stockte einen Augenblick jäh der Puls— war es nicht wie ein Warten in ihr gewesen, ein begehrendes Lauschen auf etwas wie ein zärtliches, streichelndes, begütigendes Wort? Nun aber stieg es heiß in ihr auf. Mit welchem Rechte sagte ihr dieser Mann das? Und was erlaubte er sich? Sie würde sich nie im Leben von einem Menschen in solchem schroffen Ton etwas verbieten lassen. Ja, auch von ihrem eigenen zukünftigen Manne nicht. Ach, sie würde wohl nie heiraten... Sie könnte sich nie in die Rolle der ewig sich vor dem Willen des Gatten beugenden Frau finden. Sie traute sich diese restlose Respektierung eines andern Willens einfach nicht zu. Aber da war auch schon wieder das angstvolle Herzklopfen, war die Unruhe, die sie heute abend hinausgetrieben. Weitausholenden Schrittes ging Klaus Overbeck neben ihr dahin. Und neben seiner hohen, kraftvollen Gestalt sah sie im Geist die hübsche Eva Uhlemann. Der Mann wäre ein Narr, würde er nicht zugreifen. Eva Uhlemann war die einzige Erbin ihres Vaters. Sie waren zwar nicht ausgesprochen reich, die Uhlemanns, aber sie lebten in behäbigem Wohlstand und waren redliche, tüchtige Menschen. Es war alles so einfach für Klaus Overbeck. Nur die Arme brauchte er zu öffnen, denn die kleine Eva Uhlemann liebte ihn. Und hatte er sich nicht ein Ziel gesteckt: wollte er nicht einmal selber ein kleines Gut bewirtschaften und nicht immer auf fremder Scholle dienen? Ob die Uhlemanns wissen, aus welchen Verhältnissen er kommt? schoß es ihr durch den Kopf. Aber schon empfand sie von allein, wie erbärmlich es war, danach zu fragen. War er nicht ein tüchtiger und ehrenwerter Mensch? Das entschied doch letzten Endes alles... Neben sich hörte sie ein leises, kurzes Auflachen und vernahm gleich darauf Klaus Overbecks Stimme: „Sie antworten mir nicht? Ihnen gefielen wohl meine Worte nicht. Das hätte ich mir denken können. Ich habe aber trotzdem das Empfinden— erlauben Sie mir, es offen und freimütig zu sagen— als müßten Sie recht bald in die Hände eines braven Mannes kommen, der es herzlich gut mit Ihnen meint, der Ihnen aber auch die Zügel ein wenig straff anlegt.“ Iris zuckte zusammen. Wie sprach er zu ihr! Was wagte er! Vergaß er denn ganz und gar, daß sie eigentlich schon jetzt die Herrin von Gut Hoym war? Was nahm er sich heraus? (Fortsetzung folgt.)