Din Schmmem Tchug ercheet wrüchestlich uchund. aungpgerie wrchmtlich es Apf. elaachl., Trageriahn, Por) bezug monatlich 2.-— RM.(einschl. 282 Rpf. 7 und 044 Apf. Postverpackungsgebühr) surügi b. S5. Br h stellgeld., Einselgummer 10 Hpf. Druck und, Verlag, Hage Linner vormale Carl Braus, Schwerte. Geschäftestalle: Große Marktszr. 3-—4 Ruf: 2rro Rontachackhonto: Dortmund ch. Tageblatt für die Stadt Schwerte und die Amter Westhofen und Ergste Schwerter Heimatblatt: Einzige in Schwerte gedruckte Tageszeitung Aasssmmrien din urcbeussmcheee kilimetereile 1h um brait) 6 Hpk. Tertanseigen: Mhltmeter 20 Apf. Für fernmündlich aufgegebene Anseigen übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhengeschenen Betriebsstörungen durch höhams Geuwalt übernchmen wir keineriat Gewähr für pänhstiches Krachetnan der Zeitung auch kann kein Anspruch auf Schadamersets oder Nachlieferung erhoben werden. Nr. 121 Surchtruch durch en echenr Sh 2 Deutsche Truppen nähern sich den Kanalhäfen- Festung Maubeuge völlig in deutscher hand- Luftwaffe versent e 6 beladene Transporter- Loretto=höhe bei Arras erober Ktsche Kriegsschisse vel Kardir benschweren Semden der?. Der Wehrmachtbericht Führerhauptquartier, 24. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Raum, in dem die feindlichen Armeen in Nordfrankreich und Belgien eingeschlossen sind, wurde am 23. Mai durch erfolgreiche Angriffe unserer Truppen von allen Seiten weiter eingeengt. In Flandern durchbrachen unsere Divisionen die befestigte Schelde= Stellung und stießen bis auf das Westufer der Lys vor Touenai ist genommen. Die hinter der Front liegende französische Festung Maubeuge ist nach Einnahme der letzten Außenwerke in deutscher Hand. Im Artois eroberten unsere Truppen die im Weltkrieg stark umkämpfte Loretto=Höhe nordwestlich Arras. Die zwischen Arras und dem Meer nach Norden vorgegangenen starken deutschen Panzerkräfte näherten sich am 23. Mai den französischen Kanalhäfen. Ein schwacher feindlicher Vorstoß von Süden auf Amiens wurde abgewiesen. An der Südfront sonst keine besonderen Ereignisse. Die Luftwasse unterstützte mit starken Kräften den Kampf des Heeres gegen die im belgisch=französischen Raum eingeschlossenen feindlichen Armeen. Auch an der Südfront bekämpfte die Luftwasse Verkehrsanlagen, Transportbewegungen und Truppenansammlungen. Bei der bewaffneten Aufklärung an der Kanalküste wurden vor Boulogne ein großes Kriegsfahrzeug, wahrscheinlich ein Kreuzer, und drei Zerstörer durch schwere Bomben getroffen. Unsere Flugzeuge stießen dabei auf starke Flakabwehr. Es gelang außerdem, sechs beladene Transporter zu versenken. Wie nachträglich bekannt wird sind am 21. und 22. Mai bei den verzweifelten Durchbruchsversuchen des Feindes nach Süden außer zahlreichen sonst vernichteten Panzern allein durch Einsatz der Flakartillerie 56 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet worden. Die Verluste des Gegners in der Lust betrugen gestern insgesamt 49 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 25, durch Flakartiluge ageschaller Neuer Erfolg der deutschen Luftwaffe Berlin, 24. Mai. Im Seegebiet bei Narvik erzielte die deutsche Luftwaffe am 23. Mai einen bedeutenden Erfolg. Ein Kreuzer wurde durch zwei schwere Bomben, ein anderer Kreuzer durch fünf schwere Bomben getroffen. Mit dem Totalverlust der beiden Kriegsschiffe ist zu rechnen. Weitere Bomben mittleren Kalibers trafen ein Schlachtschiff und einen Kreuzer oder Zerstörer und richteten auf den Vorschiffen schwerste Beschädigungen an. lerie 8 ngzenge hossen, der Rest am Boden zerstört. 16 deutsche Flugzeuge werden vermißt. Bei Narvik griff die Luftwaffe massierte Erbziele, Zelte und Tragtierkolonnen, Truppenansammlungen und Ausladungen mit Erfolg an. Ein feindlicher Jäger wurde abgeschossen, ein Kreuzer und ein Transporter durch Bombentreffer beschädigt. Auch in der Nacht zum 24. Mai flog der Gegner nach West= und Südwestdeutschland ein und wiederholte seine planlosen Bombenwürfe auf nichtmilitärische Ziele. * In der europaischen Vergangenheit ist einmal von dem Elan der Franzosen die Rede gewesen, vom Schwung und von der Begeisterung, durch die französische Truppen sich Durch die Kühnheit der deutschen Fühund den Heldenmut unserer Truprung zen ist nun alles anders gekommen, als die etzer es ersonnen, hatten. Holland wurde erannt und mußte in fünf Tagen die Wafstrecken. In Belgien stürmten unsere sionen vom Albert=Kanal nach der Dole. überrSmilin Gemeinheit aus Verzweiflung Zeiger Bombenangriff auf deutsche Sanitätskompanie Berlin. 21. Mai. Die LuftstreitBomkommen laf. en net waren. So meldet die Sanitätskomeines Panzer=Verbandes, daß sie am 14. 17 Uhr in Givonne während einer Marschraft trotz deutlicher Kennzeichnung mit roten Kreuz von feindlichen Fliegern aus Flughöhe„von 150 Meter angegriffen wurde. Durch Bombenwurf wurden 4 Mann geihet und P leicht verlent ferner din geiomSanitätsfahrzeuge zerstört. und von der Dyle an die Dendre. Weder Löwen noch Antwerpen konnten die feindliche Streitmacht vor den harten Schlägen der deutschen Truppen schützen.„l Ese. 25.4 „Nunmehr ist auch die schwer befestigte Schelde=Stellung südlich Gent durchbrochen und das westliche Ufer der Lys erreicht worden. Schritt auf Schritt bahnen sich so die deutschen Truppen den Weg, und das, obwohl sie hier mit den besten, gut ausgerüsteten und gut geführten Soldaten der Feindmächte im Kampf liegen. Bei den im OKW.=Bericht genannten Landschaften, Städten und. Flüssen handelt es sich um alte Namen aus dem Weltkrieg, die sämtlich von deutschem Heldentum künden. Die Lys, flämisch Leve, ist ein Nebenfluß der Schelde, an der noch im Herbst 1918 die deutschen Truppen der feindlichen Streitmacht Widexsand leisteten..rig a Die Loretto=Höbe lag im Weltkrieg seit den Oktobertagen des Jahres 1914 in der deutschen Stellung, die hier einen gegen Westen vorspringenden Winkel bildete. Vom 9. Mai bis zum 23. Juli tobten um die Loretto=Höhe wilde Kämpfe, in denen Engländer und Franzosen gegen die deutschen Stellungen anranntex. Tournai ist eine altertümliche Stadt in der belgischen Provinz Hennegau, zu beiden Seiten der Schelde gelegen und zählt rund Wie sehr England den Vormarsch der deutTruppen in Richtung auf den Kanal fürchtet, kann man daraus erkennen, daß an der Küste immer wieder starke einheiten eingesetzt werden. Wie sehr dieses Gebiet aber den deutschen Kampfgeschwadern, offen ist, zeigen die Treffer auf die Kriegsschiffe und die Versenkung von sechs Transportern. Auch heute wieder wird unsere Flakartillerie im OKW.=Bericht anerkennend erwahnt, ist es ihr doch gelungen, 56 feindliche Panzerkampfwagen zu vernichten. Der Gesamteindruck aller Kämpfe ist der eines unaufhaltsamen, Vorstoßes der deutschen Divisionen, denen kein Hindernis den Weg verlegen kann. schen Schwierige Ernährungslage Von„gewissen Zufuhren" aus Holland und Belgien abgeschnitten Bern, 24. Mai. In einer Pressekonferenz mußte sich der britische Ernährungsminister, Lord Woolton, zu dem Eingeständnis beauemen, daß die Besetzung von Holland und Belgien„gewisse Zufuhren" abgeschnitten habe, die früher normalerweise nach England gingen. Dabei erwähnte der Minister vor allem den Ausfall des holländischen Frischgemüses. Auch die Eiereinfuhr aus den Niederlanden sei nicht so leicht auszugleichen. Das Ernährungsministerium habe einen Plan zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung Englands im Falle größerer Luftangrifse aufgestellt. Kürassiere im Weiberrock Uniformierte Frauon sollen Frankreich retten Genf. 24. Mai. Die französische Regierung hat beschlossen, ein militärisches FrauenHilfskorps zu bilden. Französinnen von 21 bis 55 Jahren können im Hinterland und in den Armeezonen Dienst machen und zwar bei den Stäben und auch bei den Truppenteilen, insbesondere bei der Artillerie(1), bei den beim Gesundbeirast eim Gesundheits gewissen Fällen“ eine Kakhi=Uniform zu t gen, die aus einem Polizeikäppi und einem Offiziersrock besteht. Hosen dürfen jedoch nicht getragen werden!„ 11—4 Huh— den deutschen Truppen werden vor Schreck die Haare zu Berge stehen, wenn diese Kürassiere im Weiberrock zum Durchbruch antreten, der den Männern bisher nicht gelungen ist. Möglich wäre auch, daß die deutschen Soldaten vor Lachen nicht schießen können.— Also eine aussichtsreiche Erfolgschance für die Westmächte. Eine Karikaturzeichnung erregt in Kaivo stürmische Heiterleit und ist Gegenstand des allgemeinen Witzes und Spottes. Die Karikatur stellt Chamberlain als Fallschirm= springer dar, der aus einem Flugzeug mit dem Namen„England“ abspringt. Als Fallschirm wird Chamberlains Regenschirm benutzt. Ziel des Absprunges ist Kanada. „Die Engländer kämpfen um ihr Leben“ Die Newyorker Presse zur Schlacht in Nordwestfrankreich Newyork, 24. Mai. Die Newyorker Presse mißt der Vernichtungsschlacht in Nordfrankreich und Flandern allergrößte Bedeutung bei. Die Balkenüberschrift von„New York Sun" lautet:„Die Engländer kämpfen um ihr gmn em Leben.“ Die Bombardierung Dovers wird von dem Blatt als Beginn des letzten Altes bezeichnet, der bezwecke, den Engländern auch den Rückzug über den Kanal abzuschneiden. Von der deutschen Westfront meldet der „Associated=Preß“=Vertreter, er habe sich überzeugt, daß deutsche Truppen am englischen Kanal stünden. Dies sei fast unglaublich, aber die vom Hauptquartier des dortigen Befehlshabers wehende Hakenkreuzflagge lasse keinen Zweifel. Sowohl am Kangl wie anderswo seien die Schiffahrtsstraßen mit Unmengen von deutscher Infanterie und stets gewaltiger werdenden Mengen von deutscher Artillerie gefüllt. Hinzu komme eine bis zum äußersten ausgerüstete Luftwaffe. Der amerikanische Journalist schildert alsdann den Fall der Lütticher Werkgruppe Battich nach nur 24 Minuten Vorbereitung. das Ganze 600 Pioniere var die englische„Hilfe“ für Holland Mit erhobenen Händen kommen Engländer aus der Grabendeckung hervor Ein Bild von der Gefangennahme von Engländern im Westen. Ein entschiedener deutscher Vorstoß zwang sie, sich zu ergeben. Mit erhobenen Händen kommen die Tommies waffenlos aus ihren zertrümmerten Stellungen hervoe BR-Pincornelly— Scherl) Rom, 24. Mai. In einem zusammenfassenden Bericht über die gewaltigen deutschen Erfolge in Holland unterstreicht der Amsterdamer Vertreter der„Stefani“, daß die holländischen Streitkräfte in den beiden ersten Tagen starken Widerstand geleistet hätten. Das Ausbleiben der Hilfe von seiten Englands und Frankreichs, die Flucht der Regierung sowie die alles in Verwirrung bringende Taktik des deutschen Heeres unter Einsatz von Fallschirmtruppen hätten in den letzten Tagen eine innere Unordnung geschaffen, die den endgültigen Zusammenbruch beschleunigt habe. Das Leben sei heute in ganz Holland wieder normal. Der Bevölkerung sei durch die deutschen Behörden weitgehende Freiheit eingeräumt worden. Das englisch=französische Prestige sei erledigt. Die einzige englische Hilfe habe in der Entsendung von 600 Pionieren bestanden, die Zerstörungen vornehmen sollten. Churchill vor dem Minutenlanges Schweigen der Abgeordneten Stockholm, 24. Mai. Eisiges Schweigen und Spannung herrschte am Donnerstag im erhoh, um eine kurze Erklärung über die Lage im Westen abzugeben. Churchill gab sich keine Mühe, die Lage der verbündeten Truppen in irgend einer gen. Weise, zu beschöpigeg#e##n u# Er berichtete, daß Abbepille von den Deutschen besetzt worden sei. Um die schwarzen Gedanken der Abgeordneten noch zu bestätigen, erklärte Churchill weiter, daß an der französischen Küste gekämpft werde und er nicht sagen könne, wie sich diese Kämpfe entwickelten. Die Deutschen versuchten, auch die Rückzugslinien nach der Küste hin abzuschneiden. Die Lage sei sehr ernst. Das verbündete Oberkommando setze alles daran, um wieder eine gemeinsame Frout zu erreichen.„ Das war der einzige Kommentax, den Churchill zu dem bisher mißglückten, Durchbruchs: versuch der britischen Streitkräfte im Norden und der Franzosen im Somme=Abschnitt abgeben konnte. Als Churchill sich setzte, herrschte minutenlanges gedrücktes Schweigen im Unterhaus. Die Bedeutung des Aermelkanals Die Insellage zur Quelle militärischer geworden Moskau, 24. Mai. In einem Leitartikel„Die Bedeutung des Aermelkanals“ würdigt das Organ der russischen Kriegsmarine„Kraßny Flot“ die gewaltige strategische Bedeutung des deutschen Vormarsches zur Kanalküste. Der Gang der Schlacht in Belgien und Nordfrankreich zeuge davon, daß Großbritannien eine noch wichtigere„Schlacht um das Meer“ verloren habe nämlich den Aermelkanal. Der if gehe dabei schon nicht mehr um die Aufrechterhaltung des zusammengehrochengz Blockavesystems, sondern um die Si Inseln selbst. fahr set berbe. Man könne bst. Man gung sajetzt an die Tore der Britischen Inseln gen, daß die Kriegsgefal Großbritanniens klopft. Den Durchbruch der deutschen Truppen auf Amiens, Abbeville und den Kanal bezeichnet das Blatt als ein Ereignis von ungeheurer strategischer Bedeutung. Die Armeen der Westmächte seien voneinander abgeschnitten. die britische Armee kämpfe nunmehr einen erbitterten Kampf, um der über ihr schwebenden Drohung einer Vernichtung zu entgehen. Noch wichtiger jedoch sei die Tatsache, daß damit auch die ganze Flotte der Westmächte, auf die die britischen Machthaber so viele Hoffnungen gesetzt haben, einen Zusammenbruch erlitten habe. Die militarischen Operationen zu Wasser und zu Lande hätten damit die Grenze erreicht, die den Leitern der britischen Admiralität, und nicht allein ihnen, kaum möglich und jedenfalls nur in weiter Ferne erschienen war: Die Insellage Großbritanniens, die so lange für England sich nur im günstigen Sinne ausgewirkt habe, sei jetzt zur Quelle einer militärischen Schwäche geworden. Die gefährliche Lage, in der sich England nunmehr befinde, bestehe darin, daß das von London geschaffene Bündnissystem Großbritannien nicht mehr retten könne.„Der britische Imperialismus muß jetzt zum erstenmal selbst, um seine Existenz kämpfen.“ Man iche, so fährt„Kraßny Flot“ fort, nur einen flüchtigen Blick auf die Karte zu werfen, um sich klarzumachen, wie Großbritannien von allen Seiten bedroht sei. England liege jetzt im Schußfeld der deutschen Waffen, die ihre Stützpunkte in Norwegen, Holland, Belgien ind Nordfrankreich besitzen. Eine Truppenlansung großen Maßstabes sei damit in den Bereich des Möglichen gerückt. Weygand in der Zwickmühle Italienische Urteile über die Lage Rom, 24. Mai. Die gewaltige Schlacht, die gegenwärtig im Artois um den Besitz der Küste gegenüber Dover im Gange ist, wird von den militärischen Beobachtern Italiens eingehend gewürdigt. Im allgemeinen besteht die Auffassung, daß die alliierten Truppen in dem sogenannten belgischen Loch die einzige Manövermasse des Gegners bilden, so daß Deutschland, sobald diese Aktion beendet ist, freie Hand für weitere Operationen haben werde. Generalissimus Weygand befinde sich in einer gefährlichen Zwickmühle. Er wisse gar nicht, wie er aus ihr herauskommen solle. Küsse er eine neue Manövermasse bilden, um Paris zu verteidigen, solle er die in dem belgischen Sack gefangenen Truppen befreien, oder solle er— auch das sei eine neue Hypothese, an die man ernstlich denken müsse— diese einfach ihrem Schicksal überlassen? tige Vorstellung. Eine Auffassung gehe dahin, daß Weygand den im Sack gefangenen Einheiten den Befehl erteilt habe, keinerlei Anstrengungen zu sparen, um den eisernen deutschen Ring zu sprengen, eine andere Auffassung laute, daß der französische Generalissimus vor allem Zeit gewinnen wolle, um die Defensivlinie auch an der Somme, Maas und Aisne beziehen zu können. „Coriolan“ natürlich Inde Ein„Urfranzose“ sprach im Namen Frankreichs Berlin, 24. Mai. Die Vermutung, daß die insame Mordhetze gegen die tapferen deutschen Fallschirmjäger, einen regulären Bestandteil der deutschen Wehrmacht, diese sadistische Ausgehurt eines kranken Hirns, die wiederzugeben zus Pariser„Petit Journa!“ sich nicht schämte, einen Juden zum Verfasser habe, yat jetzt bestätigt. fende geder aus dem Ghetto von Böhmisch=Leipa stammende Bolljude Franz Bick. Er ist dort 1898 als Sohn des Ernst Israel Bick und der Berta Lawetzki geboren und mit einer Volljüdin verheiratet. Seit 1920 treibt sich Bick im Ausland herum und ist nun beim„Petit Journal“ gelandet.— Also dieser„Urfranzose“" sprach im Namen Frankreichs! Fürwahr ein Mitarbeiter, dieses Weltblattes würdig. Genf, 23. Mai. Aus Paris wird folg Mitteilung der französischen Admiralität meldet: Während der Operationen in der Nordsee an der Küste der niederländischen Inseln und Flanderns verloren wir das U=Boot„Doris“, den Zerstörer„L'Adroit", sowie ferner das Nachschubschiff„Le Niger". Bei dem„Nachschubhandelt es sich um einen großen OeltanDer Verlust des Oeltankers„Le Riger“, der 9600 Tonnen Oel faßte, wurde bekanntlich bereits im OKW=Bericht vom 21. Mai gemeldet. Sturmkatastrophe in Chile Schwere Schäden im Hafen von Valparaiso Santiago de Chile, 24. Mai. Die Hafenstadt Balparaiso wurde am Mittwochfrüh von einer Sturmkatastrophe heimgesucht. Das einzige Schwimmdock Valparaisos samt dem darauf befindlichen Dampfer ist gesunken. Außerdem sanken mehrere andere Fahrzeuge und weitere sind gefährdet. Ein Teil der Mole wurde zerstört. Der chilenische Kreuzer„Latorre“ wurde leicht havarariert. Andere Teile Mittelchiles litten teilweise durch Sturm und Ueberschwemmung. Todesopfer sind anscheinend nicht zu beklagen. hrenden Mitglieter der Britischen Faschistischen Partei auf Beseh' des Innenministers verhaftet worden seien. Außer Oswald Mosley und Captain Ramsay wurden 10 Personen verhaftet. Gernunm=Gerlge stenzs=Eruppe Die Leistungen der Fallschirmjäger und Luftlandekorps Berlin, 24. Mai. In diesem von England entfesselten Kriege hat das Deutsche Reich seinen Gegnern bereits eine Reihe vernichtender Schläge zu Lande, zu Wasser und zur Luft versetzt. Die Erfolge zeigen, daß alle drei Wehrmachtsteile in gemeinsamem Zusammenwirken Waffentaten vollbracht haben, die die Welt in Erstaunen versetzt haben, die aber nichts anderes als eine Folge deutschen Angriffsgeistes und Organisationsvermögens sind. Am 10. Mai, vier Wochen nach Beginn der Norwegen=Unternehmung, galt es, als der Gegner über Belgien und Holland ins Ruhrgebiet einzufallen drohte, zur Einleitung der Gegenoperationen die Niederlande rasch in Besitz zu nehmen und die belgischen Befestigungslinien zu durchbrechen. Programmgemaß und blitzschnell gelang es, diese Aufgabe in kürzester Frist zu lösen. Wie kam es zu solchen raschen Erfolgen? Die in Nordfrankreich aufmarschierten französischen und englischen Armeen waren doch keinesfalls in ihrer Kampfkraft als schwach oder feige anzusehen. In aller Stille, aber mit größter Energie, if Generalfeldmarschall Göring eine Truppe, aus der Elite der deutschen Jugend und aus diesen Männern Kämpfer ganz besonderer Art macht. Dies war das Fallschirmjäger= und Luftlandekorps. Soldaten, die sich bewußt sind, daß sie nur durch vollen Einsatz jeder einzelnen Persönlichkeit entscheidend zu dem Gelingen einer Operation beitragen können, Soldaten, die stolz darauf sind, auf unmittelbaren Befehl ihres Oberbefehlshabers im feindlichen Hinterland ohne Rücksicht auf vielfache Gegenwehr eine Aufgabe zu übernehmen, die in der Kriegsgeschichte erstmalia ist. Mit modernsten Kampfmitteln ausgerüstet, stoßen diese Sturmtrupps unmittelbar aus der Luft in das Herz des Feindes. Strategisch besonders wichtige Punkte sind ihr Ziel. Tollkühner Mut, höchste Opferbereitschaft und eiserne Nerven erfordert die Aufgabe der Fallschirmjäger. Mitten in Feindesland auf sich selbst gestellt, müssen sie nicht nur kämpfen, sondern auch andere wichtige Kampfhandlungen wie z. B. Sicherung von Uebergängen, Aufrechterhaltung von Verbindungen usw. übernehmen. Diese Truppe war es, die, in zahlreiche einzelne Stoßtrupps aufgelöst, im Morgengrauen des 10. Mai von ihren Horsten unter Führung des Generals der Flieger Student zum Großeinsatz startete. Schon einmal hatte der General Student, der bisher in aller Stille und mit aller Gewissenhaftigkeit, dem Auftrag seines Oberbefehlshabers folgend, den Aufbau und die Ausbildung dieser Sonderformationen verantwortlich leitete, seine Männer zum Einsatz gebracht. Dies war in Norwegen, wo Abteilungen der Fallschirmjäger auf dem Luftweg der deutschen Wehrmacht vorausgeworfen waren. Bereits bei diesem ersten Kampfeinsatz zeigte sich die Bewährung. Wertvolle Erfahrungen wurden gemacht. Das Moment der Ueberraschung aus. nutzend, öffneten diese Sturmabteilungen der Luftwasse durch ihr kraftvolles Zupacken dem deutschen Heer die Tore zu den Befestigungen in Holland und Belgien. Im Rücken des Feindes gelandet, besetzten sie die wichtigsten Maasbrücken, verhinderten hier die Sprengung durch den Feind und übernahmen die Sicherung der Brücken bis zum Eintreffen der ersten Heeresteile. Sie besetzten blitzartig die Ardennenstraße und schafften so die Voraussetzung für den reibungslosen Vormarsch. Sie drangen in das Fort Eben Emael, das als der stärkste Eckpfeiler der Festung Lüttich die gesamten Maasübergänge beherrscht, überraschend ein. Auf die gleiche Weise nahmen sie die wichtigsten Flugpsätze Hollands in ihren Besitz und ermoglichten es, daß bereits am frühen Vormittag des 12. Mai deutsche Flugzeuge in Holland landen konnten. In engem Zusammenwirken mit Truppenteilen unter Führung des Generalleut= nants Graf Sponek, vorbildlich unterstützt durch deutsche Sturzkampfverbände, hielten die vorangeworfenen Fallschirmleute und Landetrup. pen ihre eroberten Stellungen. Nur so war es möglich geworden, daß in kürzester Frist Holland die Kapitulation anbot und das belgische Befestigungssystem vom deutschen Heer durchbrochen und umgangen werden konnte. Diese nach Art und Durchführung einzigartige Kriegshandlung wird mit goldenen Lettern in das Buch der Kriegsgeschichte eingeschrieben werden und der deutschen die Zukunft Vorbild und Ansporn sein. Deutsche Männer können große Taten vollbringen. Dies haben die deutschen Fallschirmjäger, an der Spitze ihr Führer General Student, bewiesen. Die deutsche Luftwaffe hat aber durch den Vonsen und Kösden Felntd Tod und Verderben bringt, sondern daß sie auch blitzartig Gebiete besetzen kann, die in der Reichweite ihres langen Armes liegen. Somit verfügt die deutsche Luftwasse über genügend Mittel, den Verlauf des Krieges entscheidend zu beeinflussen. Das ist der berechtigte Stolz des Generalfeldmarschalls, des Schöpfers der deutschen Fallschirmtruppe. Das darf der Tommy nach Hause schreiben Übersetzung: NOTHNNG is to be written an this elde ancept che„date and signature ei ehe sender. Sentances ae roguiret may be erased.# anyehing eise b# gtted ibe gen bird mit be deuenzet (Postage must be propaid on any letter er post dard eddressent to the sender of this eard.) 1 em geite well. 1 houe been admitted into hospital eiet(und am going an urh. ebunded and hope to be diecharged sco. am being sent domn to the bast. — zdagen".— Prch Leiter solloms al Prei opportunity haue receired no lelter from von Iatelg (dr e lang time Eignasure Auf diese Seite darf nichts geschrieben werden außer Datum und Unterschrift des Absenders. Unerwünschte Sätze sind durchzustreichen. Wenn irgend etwas darüber hinaus hinzugefügt wird, wird diese Karte vernichtet.(Briefe und Postkarten an den Absender dieser Karte sind freizumachen.) Ich bin wohläuf Ich bin in ein Hospital geschickt worden krank) und bin auf dem Wege der Besserung verwundet) und hoffe bald entlassen zu werden Ich werde zu meiner Basis(Stammtruppe) zurückgeschick: ( Brief vom Ich habe erhalten Euren( Telegramm vom ( Päckchen vom Brief folgt so bald als möglich Ich habe keinen Brief von Euch erhalten unlängst ) s e i t l a n g e r Z e i t Nur Unterschrift Datum Naben N. 85-he#s! In Dombaas fanden deutsche Pioniere diese englischen Postkarten=Vordrucke, aus denen sich ersehen läßt, wie wenig die britischen Soldaten über ihr Ergehen nach Hause berichten dürfen. Karten, die mehr Mitteilungen enthalten, als der Vordruck erlaubt, werden kassiert. Dafür ist es den Tommies aber gestattet, für diese Karten Porto zu zahlen!(Scherl-Bilderdienst) Suf Serher maß Veratigen England im Jeichen der Kämpfe am Kanal Genf, 24. Mai. Für England bedeutete die Churchill=Erklärung über das deutsche Vordringen über Abbeville und Boulogne einen neuen dröhnenden Schlag an die Pforte. Der Informationsminister Cooper hatte in seiner nunmehr täglich gewordenen Radioansprache auf die Nerven der Bevölkerung beruhigend einwirken wollen. Aber dieser Versuch war ziemlich kläglich. Obwohl die Deutschen, so sagte Duft Cooper, große Fortschritte gemacht haben und in diesem Augenblick Boulogne angreifen, wo unsere kruppen gegen einen an Zahl überlegenen Feind kämpfen, und obwohl Calais selbst gefährdet werden kann, ist die Situation keinesweas verzweiselt. ordentlichem Ernst darstellen: Erstens gegen die verbündeten Streitkräfte im Norden, zweiverlieren, werden wir die Integrität serer Insel auf rechterhalten. Aus Fassung dieses Satzes geht hervor, daß in Rezierungskreisen schon selbst mit dem Verlust v#er Sshlacht gerechnet wird. Die„Zimes“ ist auerdings wesentlich besoroter als Herr Duff Cooper. Das, was sie schreibt, stimmt sehr wenig mit dem überein, was der Oberkommandierende des britischen Informationsministeriums am Rundfunk erklärt hatte. Amiens. so schreibt die„Times“ in einem außerordentlich ernsten und sogar verzweifelten Lagebericht, ist der Eisenbahnknotenpunkt von Nordfrankreich. Abbeville beherrscht die letzte Brücke über die Somme. Es steht außer Zweifel, daß der Feind sich wichtiger Vorräte an Lebensmitteln und Petroleum bemächtigen konnte, die ihm das Festsetzen an der ganzen Küste erleichtern werden. Wenn es dem Feind, so fährt die„Times“ fort, gelingt, seine Ziele zu erreichen, würde sein Vormarsch eine Gefahr von außerartig aus dem Häuschen gebracht, daß sie sich gemacht worden ist. Die„Times“ nimmt sich nämlich heraus, den Franzosen in unmißverständlicher Weise Vorschriften über den Einsatz ihrer Kräfte zu machen. Die„Times“ macht das auf folgende Weise: „Eine französische Gegenoffensive von großem Ausmaße bleibt im Bereich des Möglichen und würde eine beträchtliche Wirkung auf die Folgen der Operationen haben können. Aber wenn diese französische Gegenoffensive nicht unverzüglich gestartet wird, und zwar in großem Maßstabe, so würde sie nur lokale Erfolge von magerem Wert realisieren.“ Dieser„Times“=Artikel ist außerordentlich symptomatisch für die verzweifelte Lage der Engländer und auch für das Verhältnis zwischen Frankreich und England. England erwartet jetzt von Frankreich den Einsatz seines Heeres, weil es die Gefahr immer näherrücken bundenheit= zwise eichnend für Die derartige Erklärungen der„Times“ französtsche Adresse möglich wurden. Aus Anlaß des 40. Geburtstages des Generalgouverneurs für die besetzten polnischen Gebiete, Reichsminister Dr. Frank, führten seine Mitarbeiter(Beamte, Angestellte und Arbeiter) in der deutschen Verwaltung des Generalgouvernements eine Sammlung für das Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes durch, die weit über eine Million Zloty, gewiß ein erfreuliches Ergebnis, erbrachte. Sitiaior=Charchin Hals über Kopf hat das englische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das der Regierung unbegrenzte Vollmachten über das Leben und Eigentum jeden Staatsbürgers gibt und u. a. die Todesstrafe vorsieht. Kaum hatte das Gesetz das Parlament passiert, da wurde es auch schon vom König unterzeichnet. In genau zwei Stunden und 43 Minuten — länger dauerte die Beratung nicht— wurde so die Abdankung der Demokratie in England vollzogen, wurden die viel gepriesenen britischen Freiheiten außer Kraft gesetzt Die gleichen Zeitungen, die das totalitäre Regiment in Deutschland nicht genug lästern konnten, sind jetzt voller Begeisterung für den Kurswechsel in England und schreiben, das totalitäre System werde nun von England mit totalen Mitteln angewandt werden. Inzwischen sind bereits Haftbefehle gegen tement eins. fugnisse in die Hand gelegt worden, wie sie seit Jahrhunderten in England nicht vereinigt waren. Wenn englische Zeitungen dabei davon sprechen, daß man nun dem Beispiel Deutschlands folge, so ist das völlig abwegig. In Deutschland steht der Mann des Volkes, Adolf Hitler, an der Spitze des Staates, in England aber haben die Handlanger der herrschenden plutokratischen Schicht vollends die Macht an sich gerissen. Es geht jetzt in London nicht darum, die Kraft der Gemeinschaft zu stärken, sondern die plutokratischen Fronvögte wollen das englische Volk bis zur letzten Kraft aussaugen. Wenn England nationalsozialistische Argumente stiehlt, dann kann es damit niemals die Wirkung erreichen, die der Nationalsozialismus in Deutschland gehabt hat. Hinter der mus hat Deutschland das Ideal der Ueberlegenheit Deutschlands, wie sie in dem Verlauf dieses Krieges überzeugend in Erscheinung getreten ist. Den Engländern dagegen ist die Vereinigung der Macht nur ein Mittel für die Steigerung der Kriegsproduktion und die Niederhaltung des Volkes, über das wahnwitzige Kriegsverbrecher ein namenloses Elend gebracht haben. Was in Deutschland langsam herangewachsen ist, das kann man in England nicht über Nacht improvisieren, und das schon aus dem Grunde nicht, weil die Männer, die sich an diesem Werk versuchen, keine reinen Hände haben „Ihre Aufgabe restlos erfüllt“. Russisches Blatt würdigt den Einsatz der deutschen Fallschirm= und Luftlandetruppen Moskau, 24. Mai. Den Leistungen der deutschen Fallschirm= und Luftlandetruppen in Holland und Belgien widmet auch„Komsomolskaja Prawda“ eine längere Betrachtung, nachdem die Sowjetblätter in letzter Zeit bereits wiederholt auf diese neuartigen von Deutschland erstmals in großem Maßibe angewandten Kampfmittel hingewiesen itten. Das Blatt hebt zunächst hervor, daß diese neue Methode zum ersten Male im Kriege gegen Polen ihre Anwendung gefunden habe. Eine große strategische Rolle hätten die deutschen Fallschirmjäger und Luftlandetruppen bei den Aktionen Deutschlands in Dänemark und Norwegen gespielt. In größtem Maßstabe aber seien die deutschen Fallschirm= und Luftlandetruppen bei den Operationen in Holland und Belgien beteiligt gewesen. Der Gang der Kampfhandlungen in Holland und Belgien habe bewiesen, daß die deutschen Fallschirm, und Luftlandetruppen ihre Aufgaben restlos erfüllt haben der Demobrache“ Stockholm, 24. Mai. Der Londoner Berichterstatter von„Svenska Dagbladet“ schreibt seinem Blatt, die Schnelligkeit, mit der das englische Parlament am Mittwoch einen Strich durch die demokratischen Freiheiten und ausdrückt— dem englischen Volk nahezu den Atem. Innerhalb eines Zeitraumes von zwei Stunden und 43 Minuten sei das außer Kraft gesetzt worden. was Generationen gebaut hätten. Der Berichterstatter spricht von einer Abdankung der Demokratie in England. Weiter erklärt der Berichterstatter, die englische Oeffentlichkeit scheine die Illusion zu hegen, daß die jüngst getroffenen Maßnahmen eine schnelle Wirkung zur Folge haben könnten. Man müsse sich jedoch vollkommen klar darüber sein, daß Ergebnisse sich erst viel später zeigen könnten. ichzt Feldpostsendungen vor dem Verderb! Berlin, 24. Mai. Zahlreiche Feldpostsendunen mit Liebesgaben an Empfanger, die versetzt, verwundet, vermißt oder aus anderen Gründen nicht mehr der angegebenen Feldpostnummer zugeteilt sind, müssen an die Absender zurügesandt werden. Solche Sendungen erhalten die Absender infolge der Hin= und Rücksendung häufig beschädigt und mit verdorbenem Inhalt zurück. Dies kann vermieden werden, wenn der Absender die Sendung für diesen Fall dem Truppenteil zur beliebigen Verwendung zur Verfügung stellt. Es wird durch einen Vermerk etwa folgenden Inhaltes erreicht:„Wenn unzustellbar, zur Verfügung des Truppenteils.“ Dann werden nicht nur Volkswerte vor dem Verderben geschützt, sondern es erhält auch mancher Soldat eine Liebesgabe, den sonst erreichen würde. keine efolgen geht weiter. S Laurent im„Jour“ die Volksfront an, das Land Jahre hindurch gelähmt zu haben. Das Erwachen sei jetzt hart und schrecklich. Druck und Verlag: Hane Linner vorni. Carl Draus. Ver Schwerter Rummer 121 (Zweites Blatt) Falsche„Tapferkeit". Zeigt euch eurer Männer würdig! Schwerte, 25. Mai 1940. Die Einflüge feindlicher Flieger in westdeutsche Gaue veranlaßt die erneute ernste Ermahnung aller Volksgenossen, in der genauesten Befolgung der Luftschutzanordnungen nicht nachzulassen und die Luftschutzräume rechtzeitig aufzusuchen. Besonders eindringlich ergeht diese Mahnung an die Frauen. Was soll der Mann denken, dem eine Frau schrieb:„Heute nacht war wieder Fliegeralarm. Die Leute im Hause sind wieder in den Keller gerannt. Ich bin ruhig in meinem Bett liegen geblieben. Wenn es mich treffen soll, trifft es mich ja doch!“ Für solche„Tapferkeit" ihrer Frauen haben die Männer an der Front nicht das geringste Verständnis. Sie müssen die Gewißheit haben, daß zu Hause ihre Angehörigen alles tun, um sich in Sicherheit zu bringen. Diese Gewißheit müssen die Frauen ihnen nun geben. Tageschronik 4000 Ehrenbücher in Vom Reichsbund der Kinderreichen zum Reichsbund Deutsche Familie Ehrengabe zur Goldenen Hochzeit. Die Eheleute Wilhelm Humpert, Sedanstraße 24 und die Eheleute Friedrich Cramer, Bergische Straße 27, feierten— wie wir bereits berichteten— gestern ihre goldene Hochzeit. Aus diesem Anlaß hat ihnen der Führer eine Glückwunschurkunde übersandt. Ferner überreichte der Bürgermeister ein Ehrengeschenk der Staatsregierung und brachte die Glückwünsche des Landrats zum Ausdruck. -: Von der HI. Die Gefolgschaft 5/136 tritt am Sonntag, 26. Mai 1940, um 8.45 Uhr zum außerordentlichen Gefolgschaftsappell an der Oberschule für Jungen an. Wegen der Wichtigkeit des Appells hat jeder Igg. unbedingt zu erscheinen. Freikarten für Kriegsopfer. Auf Veranlassung der Reichsdienststelle der RS=Kriegsopferversorgung hat die Reichsfilmkammer den Besitzern von Lichtspieltheatern angeraten, Freikarten für Lichtspieltheater an bedürftige Kriegsopfer und an deren Angehörige auszugeben. Im Gau Westfalen=Süd sind bereits zahlreiche Filmtheaterbesitzer der Anregung der Reichsfilmkammer gefolgt. -. Von der Industrie= und Handelskammer Dortmund. Der Reichswirtschaftsminister hat auf Vorschlag des Präsidenten der Industrie= und Handelskammer und nach Anhörung des Gauleiters den Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Otto Springorum(Dortmund) zum Vizepräsidenten der Industrie= und Handelskammer zu Dortmund bestellt. Der Präsident der Kammer, Generalkonsul Dr.=Ing. e. h. Moritz Klönne, hat ferner Kaufmann Wilhelm Bohe(Castrop=Rauxel), Direktor Walter Hobrecker(Hamm), Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Hellmut Reimann(Herten i. W.) und Fabrikbesitzer Vincene Wiederholt(Holzwickede) mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers in den Beirat der Kammer berufen. : Zeitschriften gehören ius Feld! Die Soldaten der Wehrmacht bitten immer wieder um illustrierte Zeitschriften. Das Gaupresseamt der RSDAP, Gau Westfalen=Süd, hat daher eine umfangreiche Versorgung der Truppe mit illustrierten Blättern veranlaßt. Jeder Ortsgruppenpresseamtsleiter sammelt gelesene illustrierte Blätter und schickt sie laufend an eine ihm aufgegebene Einheit. Auch weiterhin sollen allwöchentlich Sendungen an die Front abgehen. Man gebe deshalb noch nicht zerlesene illustrierte Blätter bei den Block= oder Zellenleitern der Ortsgruppen oder auf den Ortsgruppengeschäftsstellen ab. * Unser Bilderdienst im Aushangkasten in der Haselackstraße zeigt folgende Aufnahmen: Die deutsche Panzerwaffe zwingt alle Hindernisse nieder: Vormarsch in Belgien; Vom Einsatz der Waffen=f im Westen: Der Führer und Generalfeldmarschall Göring im Führerhauptguartier. Nach der Machtübernahme wurde der Reichsbund der Kinderreichen in die bevölkerungspolitischen Bestrebungen der RSDAP eingebaut mit dem Auftrag, nationalsozialistisches, bevölkerungspolitisches Denken im Volke zu verbreiten. Seine Aufgabe wurde es, im Volke aufzuklären über Wesen und Bedeutung des Kinderreichtums. Volkserhaltung ist keine Sache, die nur von Amtern und Behörden betrieben wird; sie ist eine Aufgabe des ganzen Volkes, und jeder Volksgenosse muß wissen, daß die Achtung vor der kinderreichen Familie als Trägerin der Volkserhaltung eine wichtige Voraussetzung für die Neubildung kinderreicher Familien, für die Stärkung unserer besten Volkskraft ist. An der Lösung dieser dem Reichsbund der Kinderreichen gestellten Aufgabe hat derselbe durch zentral betriebene Aufklärungsarbeit in Wort und Schrift verantwortlich mitgearbeitet. Mit der Schaffung des Ehrenbuches für die deutsche kinderreiche Familie wurde eine vorbildliche Aktion der Auslese erbtüchtiger, geordneter, kinderfroher und kinderreicher Familien eingeleitet. So konnten durch die Kreisleiter der RSDAP in den einzelnen Kreisen folgende Anzahl von Ehrenbüchern ausgegeben werden: Siegerland 510, Dortmund 285, Hellweg 470, Lippstadt 700, Herne=Castrop= Rauxel 95, Ennepe=Ruhr 100, Meschede 95, Bochum 125, Soest 155, Hagen 110, Arnsberg 335, WanneEickel=Wattenscheid 155. Die Erstausgabe der Ehrenbücher in den noch fehlenden Kreisen Altena=Lüdenscheid(70 Ehrenbücher), Brilon(215 Ehrenbücher), Iserlohn (90 Ehrenbücher), Olpe(210 Ehrenbücher), Witten(80 Ehrenbücher), Wittgenstein(185 Ehrenbücher) erfolgt in Kürze. Zusammen also rund 4000 Ehrenbücher.— Weitere 2500 Ehrenbuchanträge liegen zur Zeit zur Bearbeitung bei der Reichsbundesleitung in Berlin. Die bis jetzt erfolgten Ablehnungen von Ehrenbuchanträgen sind in unserem Gaugebiet im Verhältnis zum Reichsdurchschnitt sehr gering. Dank der größten Unterstützung von Partei und Staat kann heute festgestellt werden, daß die Einstellung zur kinderreichen Familie und zur Familie überhaupt und die Erkenntnis ihrer Bedeutung ganz erhebliche Fortschritte machte. Den Beweis dafür bringen unsere Eheschließungs= und Geburtenziffern. Um jedoch den Bestand unseres Volkes zu halten und darüber hinaus ein notwendiges Wachsen unseres Volkskörpers zu erreichen, tritt jetzt der Kampf für die Familie in ein neues Stadium und wird zum Gesinnungskampf auf breitester Grundlage, der über Sein und Nichtsein unseres Volkes entscheiden wird. In diese Kampffront gehören aber nicht nur diejenigen, die heute schon Eltern vieler gesunder Kinder sind, sondern alle, die sich zum Erhaltungs= und Auslesegedanken, zur Familie als Quelle der Volkserhaltung bekennen. Aus dieser Erkenntnis heraus erfolgte die Umbenennung des Reichsbundes der Kinderreichen in„Reichsbund Deutsche Familie", Kampfbund für erbtüchtigen Kinderreichtum(ROF). Seine Aufgabe bleibt, den Kinderreichtum zur selbstverständlichen Lebensform der erbtüchtigen deutschen Familie zu machen. nsg. Jugend im Wettkampf Reichssportwettkampf der HI in Westhofen Westhofen. Der Standortführer der Hitler=Jugend Westhofen teilt mit, daß der Reichssportwettkampf nicht auf dem Sportplatz„Am Bruch“, sondern auf dem Sportplatz neben dem HI=Lehrlings= und Jungarbeiterheim„Brüninghaus“ für den gesamten Standort durchgeführt wird. Jungvolk und Jungmädel beginnen am Sonnabend, 25. Mai, um 15 Uhr mit den Wettkämpfen. Am Sonntag, 26. Mai, morgens um 7.30 Uhr, sind sämtliche Einheiten der HitlerJugend, des B9M, des Jungvolks und der Jungmädel auf obengenanntem Sportplatz zur Stelle. Um 9 Uhr findet die feierliche Flaggenhissung mit anschließender Morgenfeier auf dem Sportplatz statt. Danach werden die Jungen und Mädel unter Beweis stellen, was sie im Sport leisten können. Um 14.30 Uhr wird ein Handball= und Fußballspiel Jungvolkführer gegen Hitler=Jugend steigen. Zwischen den Pausen werden Jungen und Mädel mit fröhlichem Spiel unter den Klängen der Marschmusik die Zuschauer unterhalten. Die Siegerehrung findet um 17.30 Uhr statt. Die Eltern und alle anderen Volksgenossen werden herzlich eingeladen. Schwimmbad Elsetal wieder geöffnet Villigst. Das herrlich gelegene Schwimmbad Elsetal hat seine Pforten wieder geöffnet. Gerade in der heutigen Zeit, in der Reisen nach Möglichkeit vermieden werden sollen und alle Verkehrsmittel eingeschränkt sind, ist die mit der Bahn und dem Autobus leicht zu erreichende großzügige Anlage im wunderschönen Elsetal ein Bedürfnis für die Erholung suchende Bevölkerung der nahen und weiteren Umgebung. Auch die Erfrischungsräume werden wieder in Betrieb genommen. Deilinghofen— Stützpunkt für C=Flüge Der Segelflugplatz Deilinghofen im Bereich des RSFK=Sturmes 1/58(Iserlohn) rückte in den letzten Monaten in immer stärkerem Maße in den Vordergrund des Interesses. Während das Gelände in den vergangenen Jahren der eigentliche Sammelpunkt für die in der Nachbarschaft gelegenen Trupps war, wurde die Stätte jetzt zum Stützpunkt für SegelflugC=Flüge der RSFK=Gruppe 10(Westfalen). In einer En Roman für unsere Frauen! Am Montag beginnt unser neuer Roman! Die packend geschilderte Handlung führt sofort in das Geschehen ein und läßt uns nicht mehr los. Der schlichte Titel Eoa Roman einer Ehe kann den Inhalt nur andeuten, nur ahnen lassen. Die Schriftstellerin Sidonie Judeich=Mierswa schildert die Ehe einer kapriziösen und blendend schönen Frau mit allen Licht= und Schattenseiten so mitreißend, daß der Leser alles lebhaft nachempfinden muß. Prächtige Menschen und Charaktere bilden den Ausgleich in dem unruhevollen Ablauf eines Ichlebens und lassen uns Anteil nehmen an dem wechselvollen Schicksal, als sei es unser eigenes. Unsere Leserinnen werden diesen„Roman einer Ehe“ mit großer Spannung und Anteilnahme verfolgen! Verhandlung, die Gruppenführer Sieler mit der Gemeinde Deilinghofen führte, wurde dem RSFliegerkorps ein günstig gelegener Platz zum Barackenbau zur Verfügung gestellt. Hier sollen künftig regelmäßig Schulungskurse eingerichtet werden, womit einem starken Bedürfnis Rechnung getragen wird. Schulung der Berufswalter Um den Mitarbeiterstab der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, so schlagkräftig wie möglich zu gestalten, führte die Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung der Gauwaltung in den letzten Wochen drei Kurzschulungen für Orts= und Betriebsberufswalter durch. Diese Schulung begann jeweils an einem Sonntagmittag und endete am Dienstagmittag. In diesen Schulungen wurden die wichtigsten Fragen der Berufserziehung im Kriege behandelt. Wir können noch fröhlich sein „Nanette“ in den Lichtspielen zur Reichskrone Während in den Hauptstädten der Plutokratien wilde Angst und Panik herrschen, während Frankreich und England die kommenden Ereignisse mit furchterfüllten Herzen erwarten, während jedes echte kulturelle Leben in diesen beiden Feindstaaten längst erstorben ist, sind im nationalsozialistischen Deutschland Abend für Abend Theater und Lichtspielhäuser bis auf den letzten Platz besetzt. Wenn auch selbstverständlich in erster Linie Kunst geboten wird, die dem ernsten, stolzen Geschehen unserer Zeit gerecht wird, weisen die Programme der Theater und Kinos auch manche Aufführungen auf, die dazu geeignet sind, uns wirklich froh zu stimmen. Das deutsche Volk hat im Gegensatz zu den Westmächten eben das Lachen noch nicht verlernt. Herzlich gelacht wird auch in Schwerte über den neuen Film„Nanette“, der Jenny Jugo Gelegenheit gibt, ihr mitreißendes Temperament voll und ganz zu entwickeln. Diese amüsante Geschichte um das„Liebeslied an Nanette“ schafft ein Haus randvoll guter Laune, so daß alle Besucher noch schmunzeln über diese spritzige Angelegenheit, wenn sie auf dem Nachhausewege sind. Neben Jenny Jugo sehen wir Hans Söhnker und Albrecht Schoenhals, die am Erfolg wesentlich beteiligt sind. Sport am Sonntag 1. BfL. Schwerte— 1. Germania Boelerheide Einen weiteren Gegner der Bezirksklasse hat die Vereinsleitung von BfL. verpflichtet, welcher sich am morgigen Sonntag in der Kampfbahn am Schützenhof dem neuen Gruppenmeister VfL. gegenüberstellt. Hagen 72 konnte man am Pfingstsamstag mit 6:1 besiegen. Etwas schwerer wird es gegen Germania Boelerheide werden. Durch einen verdienten 4:2=Sieg konnte sich die Mannschaft gegen Schwelm 06 am Vorsonntag behaupten und dadurch den Verbleib in der Bezirksklasse sicherstellen. Die Boeler zeigten einen großen Kampf und hätten auf Grund der bisherigen spielerischen Leistungen einen besseren Tabellenplatz verdient. Unter diesen Voraussetzungen steht die heimische Mannschaft wiederum einem ernsten Gegner gegenüber. Es bedarf schon aller Anstrengung, um diesen Kampf ehrenvoll zu bestehen. BfL. spielt in folgender Aufstellung: Lauber Schütz Eichenauer Schäfer Hoffmann Neurath Ebbinghaus Becker Dahlbüdding Wrede Angelkorte Res. BfL. Schwerte— Res. Rote Erde Iserlohn Die VfLer Reserve wird es nicht leicht haben, sich gegen die spielstarken Gäste aus Iserlohn erfolgreich zu behaupten. 1. Jgd. BfL.— 1. Jgd. Germania Boelerheide Der Ausgang dieses Jugendspieles muß als offen bezeichnet werden, da uns die Spielstärkder Boeler Jugend nicht bekannt ist. Freiwillige Helferinnen als Haushaltshilfe Auch den arbeitsüberlasteten Müttern hilft die RS=Volkswohlfahrt. Zu ihrer Entlastung ist ein Haushaltshilfsdienst eingerichtet worden, der durch die in den Kriegsmonaten bedingten Verhältnisse wesentlich verstärkt worden ist. Die Mutter und Hausfrau, die heute auf dem Lande vielfach für den zur Wehrmacht einberufenen Mann einspringen muß, die im Geschäft, vielleicht auch im Werkbetrieb einen zum Heer einberufenen Kameraden ersetzen muß, kann sich nicht in dem Maße widmen wie vordem. Hier helfen die freiwilligen Helferinnen. In zahlreichen Fällen konnte hierdurch eine spürbare Entlastung arbeitsüberlasteter Hausfrauen erreicht werden. Ein guter Teil des deutschen Volkes ist mit Kathreiner aufgewachsen! Erst waren es Wenige, die ihn tranken. Hunderte, Tausende; dann Hunderttausende. Stetig wuchs die Zahl, Jahr um bis der Weltkrieg diese Entwicklung unterbrach. 1918 gab es keinen Kathreiner mehr, wie es auch keinen Bohnenkaffee mehr gab. Als aber bald nach dem Ende des Krieges der Kathreiner wieder auf dem Markt erschien, zeigte es sich, daß seine alten Freunde ihm die Treue gehalten hatten, und neue Hunderttausende hinzukamen. Und das geschah, obwohl die Einfuhr aus Übersee jetzt wieder nahezu unbeschränkt war, der Kathreiner also in scharfem Wettkampf mit dem Bohnenkaffee stand. Es wurde immer mehr Kathreiner getrunken, je mehr die wirtschaftlichen Folgen des Weltkrieges überwunden wurden— und am meisten in den letzten Jahren! Worauf ist das zurückzuführen? Wir haben es gründlich untersucht und wollen das Ergebnis unserer Untersuchung gerade heute mitteilen, wo wir wirklich nichts zu unternehmen brauchen. um den Verkauf des Kathreiner durch Werbung anzuregen: Der Verbrauch von Kathreiner hat sich immer stärker ausgebreitet, je mehr Menschen danach verlangten, ihr Leben besser zu gestalten, vernünftiger zu leben, gesünder zu essen und zu trinken. Ein natürliches und allgemeines Verlangen, das besonders von Sebastian Kneipp gefördert wurde— jenem Manne, dem man den Kathreiner verdankt, den Kneipp=Malzkaffee! Nicht allein, weil er so gesund ist— auch weil er gue schmeckt, deshalb hat der Kathreiner im Laufe der Jahrzehnte so viele Millionen treuer, überzeugter Anhänger gewonnen! Ein guter Teil des deutschen Volkes ist mit ihm aufgewachsen. Und ist mit ihm groß geworden! 39 Schlächtsels Retterrum Die schwere Schuld der holländischen Regierung Rotterdam, 25. Mai.(PK.) Das ist Rotterdam. Schon von weitem kündigt sich die Stadt an. An der gewaltigen Brücke, die das holländische Diep überspannt, liegen deutsche Flaksicherungen. Zwischen Diep und Maas überragt den Straßenrand ein Bunkerklotz, auf dem uns Worte entgegenleuchten, die vom ersten Einsatz unserer Fallschirmjäger künden. Dreihundert Meter weiter lagen holländische Truppen in einem gut getarnten Zeltlager. Heute ist es ein Durcheinander von Stahlhelmen, Gasmasken, Mänteln, Wickelgamaschen und Blechkanistern. Ueber Dordrecht sicherten hier unsere Fallschirmjäger die Flußübergänge, räucherten sie die feindlichen Stellungen aus und schützten so unsern Vormarsch auf Rotterdam, bis die Panzer zu ihnen stießzen und die Verbindung herstellten. Die prachtvolle Autostraße wird von Wracks umsäumt. Autos und Lastwagen liegen am Rande, von den Holländern auf eiliger Flucht im Stich gelassen. Hier, am Diep, hat der Engländer einmal den bescheidenen Versuch gemacht, zu landen. Als er deutsches Feuer zu spüren bekam, verschwand er ebenso lautlos, wie er gekommen war; seither ist Ruhe. Nur des Nachts brummt der Tommy in sicherer Höhe über das Land. Rotterdam wurde bereits am 10. Mai zum Kriegsschauplatz. Die Holländer selbst machten die Stadt zum Schlachtfeld, als sie vom Nordufer der Maas versuchten, die von uns besetzten Brücken wieder in Besitz zu nehmen. Schon am 13. Mai wurde der Gegner durch einen Parlamentär, einen holländischen Pfarrer, aufgefordert, das Nordufer zu raumen, um die Stadt keiner Zerstörung auszusetzen. Der Gegner lehnte ab. Tags darauf wurde erneut ein Parlamentär zum Gegner gesandt, der eine Frist für die Uebergabe und die Räumung der Stadt überbrachte. Der holländische Kommandant war zu Verhandlungen bereit, verzögerte sie aber dann plötzlich und ließ die Frist verstreichen. Erst als die wenigen deutschen Staffeln angegriffen hatten, erfolgte die Uebergabe. Damit hatte der holländische Befehlshaber die Verantwortung für das Unglück übernommen, das nun notwendigerweise über Rotterdam hereinbrach. Die Frage konnte nicht ausbleiben, ob es wohl notwendig war, Rotterdam zu bombardieren. Die Stadt mit ihren gewaltigen Hafenanlagen, mit ihren weit ins Land hineinwachsenden Gärten und Häuschen, sei doch unbefestigt. Nun, in Wahrheit hatten die hollandischen Truppen alles getan, um noch in letzter Minute, ähnlich wie in Warschau, die Hafenstadt zur Verteidigung herzurichten. Die Stadt wurde schwer befestigt. Barrikaden wurden errichtet, Kampfstände ausgebaut und Stellungen ausgehoben. Als am Morgen des 14. Mai. deutsche Flugzeuge überraschend unter der Brücke der Nieuwe Maas landeten und Stoßtrupps in Schlauchbooten in Sekundenschnelle einen der Stadt zu gelegenen Häuserblock besetzten, stießen sie auf wohlgerüstete Feldstellungen. Hier begann der Kampf um die verteidigte Stadt, holländische Bomben= und Brandgeschofse setzten das Viertel in Flammen. Inmitten eines Gewirrs von Trümmern stehen unbeschädigt ein Ufa=Theater und die OstMolen, die schlanke, auf sicherem Säulenbein ruhende Windmühle. Ueber dem ganzen Viertel, einem Hauptgeschäftsteil der Stadt, steht eine graue Staubwolke. Immer, wenn wir halten, kommen die Arbeiter, die die Aufräumung durchführen, zu unserem Wagen und wollen mit uns reden. Und immer wieder ergibt sich dabei, daß diese Männer, von denen ja selbst eine Reihe ihr Hab und Gut verloren hat, keineswegs von Haßerfüllt sind. Im Gegenteil: wir begegnen offenen Gesichtern. Und wie es so geht, endet unsere Unterhaltung beim Kriege. „Ich war“, erzählt unter Heiterkeit seiner Kameraden ein Arbeiter, gerade dabei, mich mit meinen Kanarienvögeln zu beschäftigen. Meine Frau bruzzelte an einer leckeren Scholle herum. Da ging es los; wir flüchteten gleich, denn fast kein Haus besitzt Keller. Sie müssen wissen, mein Herr, daß hier überall Grundwasser ist, und wohin sollten wir also? Das Bombardement hatte eine halbe Stunde gedauert, wie es hier dann aussah, sehen Sie selber.— Eine halbe Stunde!“ Die Gesichter der Männer werden nachdenklich, in ihren Augen flackert noch einmal das erkältende Grauen auf.„Und warum“, führt ein anderer fort,„warum hatte uns unsere Regierung nicht gewarnt? Warum haben wir überhaupt gekämpft? Wir wissen das alles nicht. Aber was man sich hier erzahlt, das wissen wir, daß nämlich Rotterdam nicht gleich übergeben wurde, weil die Regierung Zeit gewinnen wollte, jawohl, unser Gold in Sicherheit zu bringen. Die Engländer sind in England, das weiß der Himmel; aber es hat Narren bei uns gegeben, die erklarten, sie werden kommen, uns zu helfen.“ „Wir haben aber auch gekämpft“, unterbricht ein junger Soldat,„weil ein Land nicht wert ist, zu leben, das nicht um seine Freiheit kämpft.“ Das ist gut und tapfer gesprochen; aber wer hat euch denn bedroht? Habt ihr das Memorandum der Reichsregierung nicht gelesen, in dem euch der Führer auffordert, uns keinen Widerstand zu keisten, sondern die Neutralität unter den Schutz unserer Waffen zu stellen?— Nein, davon hat kein Mensch etwas erfahren, das deutsche Memorandum ist hier unbekannt geblieben, die Regierung hat es unterdrückt und daher die Wahrheit nicht zuzugeben gewagt. Sie hat freilich gewußt, warum. Denn das holländische Volk sollte in den deutschen Truppen den Eindringling sehen, der gekommen war, den Frieden dieses Landes zu stören. So hat tatsächlich kein Holländer etwas von den Gründen erfahren, die uns zwangen, zu handeln. und Englands Pläne zu verhindern. Eine Staffel Bomber kommt in niedriger Höhe über das Trümmerfeld.„Deutsche Flieger“, sagen die Arbeiter.„Für uns ist der Krieg zu Ende.“ Sie haben recht. Sie wissen auch, daß der Engländer den Frieden dieses Landes nicht mehr bedrohen wird, es steht in unserm Schutz und diese Menschen hier haben erfahren, wie furchtbar unsere Waffen zuschlagen können. Verwunderlich ist nur das eine, daß es nämlich noch immer Vertreter der Westmachte gibt, welche die Warnung von Warschau nicht verstanden haben. Ihnen sei deshalb Rotterdam in die Erinnerung gebracht. Wer Toledo, ein Viertel Madrids, Casa de Campo, im Spanienkrieg, und wer dann Warschau und jetzt Rotterdam gesehen hat, der wird eingestehen müssen, daß die Verteidigung von großen Städten das ruchloseste Verbrechen der Kriegstreiber ist. Es gibt auch jetzt noch Menschen, die bereit sind, solche Angriffe herauszufordern, indem sie solche Städte befestigen oder in Schlachtfelder verwandeln. Von Kriegsberichter von Esebeck. Aue Westerutschiane Häuser wie Burgen Vennbauernhöfe zwischen Wall und Hecke Es ist eine alte Erkenntnis, daß in der Wohnkultur sich ein merklicher Charakterzug des Volkes zeigt. Die Andeutung der geistigen und gemütsmäßigen Einstellung eines Menschen, die in Art und Weise seines Wohnens, in Ausführung und Aussehen seines Hauses liegt, ist deutlich genug, daß man daraus wichtige Rückschlüsse ziehen kann. Besonders die bodenbestandige Bevölkerung, die eng mit Natur und Heimat verbunden ist, weist in dem Bau ihrer Wohnungen, der Bauenhöfe, auf ein starkes Eigenleben. In einem Lande, das seine Eigenart so sehr den Bewohnern aufprägte, wie es die Eifel tut, mußte sich naturnotwendig dieses Eigenleben des Menschen in der Bau= und Wohnkultur ausdrücken. Selten erkennt man aus dem Gesicht von Haus und Hof so deutlich das Gesicht des darin wohnenden Bauern, wie in den behäbigen Eifelgehöften am Rande des Venns. Diese Vennlandschaft, durch die seit den unseligen Tagen des Versailler Vertrages eine unmögliche und unwürdig trennende zum Deutschen Reich. Seine Menschen, treu deutsch sind, und deren Wohnkultur echte deutsche Einfachheit zeigt, haben ihr wahres Vaterland wiedergefunden. Ihre Landschaft ist eine der anmutigsten Eifellandschaften überhaupt. Es ist keineswegs übertrieben, daß gerade die Bauernhöfe des Venns dieser Landschaft, die nur selten durch eine Gebirgsfalte unterbrochen wird und sonst nur leicht gewellt verläuft, ihren bestimmenden Ausdruck durch ihre Bebauung, alse ben. Diese Ven griff alle stilechten besrimmender Teil fast organisch damit verbunden. Die vor hundert und oft noch weit mehr Jahren errichteten Eifeler Bauernhauser mußten schon des Mangels an anderem Baumaterial wegen aus den an Ort und Stelle bereitliegenden Baustoffen Somden auf frunzestschsen Kanat Transporter und Tanker werden vernichtet (PK.) Wieder steht die Kampfstaffel startbereit. Der Staffelführer bespricht in den wenigen Minuten, die noch zur Verfügung stehen, mit den Besatzungen die Angriffsziele. Eisenbahnknotenpunkte bei Paris, auf denen durch Fernaufklärer Truppentransporte festgestellt wurden, sollen mit Bomben belegt werden. Die Bodenmannschaften sind mit den letzten Vorbereitungen an den Kampfflugzeugen beschäftigt, da jagt ein Melder auf dem Krad über das Rollfeld und bringt einen neuen Einsatzbefehl: Ziel des bevorstehenden Feindfluges ist die französische Kanalküste und die dortigen Häfen, in denen sich flüchtende Engländer einschiffen. Der Staffelkapitän pfeift durch die Zähne: das ist ein Auftrag besonderer Art! Kurz sind seine Befehle an die zum Einsatz kommenden Besatzungen. Hier ist die Freude groß. Sofort ist alles an den Maschinen. Einer summt noch vor sich hin jene Melodie aus dem „Feuertause"=Fliegerlied:„Der Befehl ist da, wir starten“. Dann dröhnt das gewaltige Lied der Luftschrauben durch die vorsommerliche Mittagshitze. Die Ketten der Staffel hauen ab, starten bis zur befohlenen Formation und nehmen Kurs West. Während bei St. Quentin eine durchbrochene Bewölkung noch Erdsicht gestattet, schließt sich allmählich die Wolkendecke. Die deutschen Bombenflieger erkennen gerade noch eine an vielen Stellen brennende Stadt und wir machen sie als Amiens aus, das beim Rückzug der Franzosen in Brand gesteckt wurde. Nun ist bei den deutschen Bombern nichts als blauer Himmel über ihnen und weite Wolkenlandschaft unter ihnen. Bald ist das Meer erreicht.„Der Kanal!“ schreit einer der Besatzung dem Flugzeugführer zu. Er lächelt und meint„Es muß so! Die einzelnen und stoßen mi: durch die Volken bestimmten franzol stimmen Ketten sind ist auch schwenkt it einer großartigen Präzision kendecke auf den als Angrifféziel Mannern vir# nzöstschen Kanalhafen. Mit blitz=: sich gelohnt hat. artiger Schnelligkeit ist die Lage dort unten erkannt. Ein riesiger Transporter liegt am Kai und wird von Tankschiffen aus getankt. Ein zweiter Transporter passiert gerade die Schleuse. Das sind Ziele für deutsche Bomben! Außerdem werden im Augenblick mehrere kleine Schiffe erkannt, anscheinend Frachter, die be= oder entladen werden. Kette auf Kette der deutschen Bomber ist jetzt im Angriff. Die Wirkung ist fürchterlich. Von zwei Bomben getroffen bäumt sich der große Transporter in der Hafenschleuse auf. Eine wohl 200 Meter hohe Stichflamme zeigt die Wirkung der Bombentreffer. Dann ragt das Heck steil in die Höhe und zerschmetmert bleibt das große Schiff in der Schleuse liegen. Ebenso ergeht es dem anderen großen Transporter. Er steht in hellen Flammen. Getroffen und vernichtet! Der Tankdampfer, der neben dem kleinen Transporter festgemacht hatte, geht in die Luft. Von den kleinen Frachtdampfern werden mehrere von den Bomben getroffen, legen sich auf die Seite oder sacken ab. Der Hafen brennt buchstäblich an allen Ecken. Riesige Qualmwolken zeigen an, daß dort Brennstofflager gewesen sind. Gewesen... Nur wenige Minuten hat der deutsche Bombenangriff auf den französischen Kanalhafen gedauert, aber es ist ganze Arbeit geleistet worden. Nun hängen sich die deutschen Kampfflugzeuge unter die Wolkendecke und nehmen eranIm Feuer der deutschen Maschinen bricht der Angriff zusammen. Nach mehreren Stunden landen die deutschen Maschinen in ihrem Heimatflughafen. Der Staffelkapitän, Hauptmann Pf., steigt als erster aus seiner Maschine. Er schüttelt seinen Männern die Hand. Das war ein Angriff, der errichtet werden, und so trugen alle diese Häuser den Stempel der Erde und Landschaft, auf der sie erwuchsen. Wenn auch die Eifeler Bauernhäuser in der Form nicht einheitlich sind, so zeigen sie eine sinnvolle Bauernarchitektur, vereint mit einer von der Natur und Umwelt bestimmten Zweckmäßigkeit. In dem Hohen Venn, wo Wind und Wetter häufig genug toben, hat sich der Vennbauernhof ganz diesen Wetterbedingungen angepaßt. Jedes Gehöft steht allein für sich und ist zum Schutze gegen Regen und Wind an seiner Wetterseite durch eine hohe Hecke geschützt. Diese Hecken, meist aus Dorngestrüpp, geben dem Landschaftsbild ihren eigenen Charakter. Es ist natürlich der Stolz jedes Bauern, eine gut gepflegte und hoh. Hecke, die sauber geschoren ist, zu haben. Und auf diesem Stück neuen, und gleichzeitig alter deutscher Erde wird Brauchtum und bodenständige Kultur weiter blühen im Schutze des deutschen Vaterlandes. berichte? Unsere Frontsoldaten werden zwar in den kurzen Kampfpausen durch eigene Zeitungen oder auch durch die Rundfunkmitteilungen Lau nach dem Kriege eine Kriegschronik zu besitzen. Sie zu beschaffen, ist die Aufgabe der Heimat, vor allem der Frauen und Mütter, die hier ihren an der Front stehenden Männern und Söhnen eine besondere Freude bereiten können. solchen kleinen h. Wir braudes Oberkommandos der Wehrmacht auszuschneiden und sauber in eine Sammelmappe abzuheften. Dazu sind vielleicht noch einige grundlegende Artikel aus den Tageszeitungen angebracht, die vor allem die Frontstellung des großen Entscheidungskampfes und seine revolutionäre Bedeutung beleuchten. Auch dürfte es nicht uninteressant sein, täglich eine kurze Zusammenfassung des übrigen Geschehens in der Welt aufzuzeichnen und ebenfalls der Sammelmappe einzufügen. Diese mit Liebe und Verständnis besorgte Arbeit in der Heimat hat auch insofern einen großen Wert, als sie dem Fronturlauber oder späteren Heimkehrer die Möglichkeit gibt sich in Ruhe noch einmal über das große Geschehen unserer Zeit zu unterrichten, das er selbst im atemberaubendem Tempo der großen Schlacht im Westen miterlebt hat. Gewiß werden einmal später in kleinerer oder größerer Ausgabe im Achhandel Kriegsgeschichten erscheinen, aber diese von Angehörigen selbst zusammengestellte Chronik hat eine persönliche Note und dürfte, vielleicht noch durch Feldpostbriefe und Bilder ergänzt, einmal ein wertvoller Familien= schatz sein. Heiratsschwindler unschäblich gemacht Köln. Drei Tage nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus am 21. September 1939 begann der 42jährige Willi Lander aus Köln sein Spiel als Betrüger und Heiratsschwindler von neuem. Nicht weniger als zwölfmal vorbestraft, davon 9% Jahren Freiheitsstrafen einschließlich 1½ Jahre Zuchthaus, betätigte sich der Verbrecher erneut auf dem Gebiet des Heiratsschwindels. Sein Auftreten und seine gewinnende Art, vor allem aber die Titel und Berufe, die er sich beilegte, lockten immer wieder leichtgläubige, unerfahrene Frauen in seine Netze. Teils im persönlichen Verkehr, teils durch Zeitungsanzeigen lernte er seine Opfer kennen. Der Herr„Ingenieur“, der„Arzt der Münchener Poliklinik“ der Assistent des Professors Sauerbrauch“ sein Einkommen daß er je nach Bedarf auf 400 bis 1000 Mark angab, erstickten jeden Zweifel und ließen seine Pumpversuche in jedem Fall gelingen, nachdem er jedem weiblichen Opfer die Ehe versprochen hatte. Selbstverständlich besaß er gleichzeitig immer mehrere Bräute, darunter in einem Falle Mutter und Tochter! Einem Mädchen gab er am Grabe des Vaters das heilige Versprechen, es glücklich durchs Leben zu führen, benutzte aber dabei die sich bietende Gelegenheit, dem Bruder des Mädchens sein Fabrrad Bei Luftabwehr Schutzraum aufsuchen Auch wenn kein Fliegeralarm gegeben wurde Es ist in der letzten Zeit wiederholt beobachtet worden, daß bei Abwehr überraschender feindlicher Luftangriffe, für die aus besonderen Gründen Fliegeralarm nicht gegeben wurde, Teile der Bevolkerung aus Neugierde sich auf die Straße begeben haben. Hierzu wird erneut darauf hingewiesen, daß durch derartiges Verhalten unnötige Verluste unter der Zivilbevölkerung entstehen können. Grundsätzlich ist bei Fliegeralarm oder bei Abwehr überraschender Angriffe, das heißt: bei eigenem Flakfeuer, der Schutzraum aufzusuchen. Letzteres ist insbesondere bei der Planlosigkeit englischer Angriffe erforderlich, da— um Unruhe und Betriebsstörungen zu vermeiden— nicht grundsätzlich sämtliche in Frage kommenden Gebiete gewarnt werden. zu stehlen, um es dann zu einem Spottpreis ** zu verkaufen. Nach fünf Wochen wurde der Tätigkeit des Verbrechers durch seine Verhaftung ein Ende gesetzt. Die Strafkammer verurteilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und ordnete die Sicherungverwahrung an. Der„Oelchens Hammer“ unter Naturschutz Aus dem Oberbergischen. Der kürzlich durch ein Schadenfeuer beschädigte letzte Eisenhammer im Leppetal im Oberbergischen, der sogenannte Oelchens Hammer, ist unter Naturschutz gestellt worden und soll in seiner ursprünglichen Bauweise wieder aufgerichtet werden. Bei diesem Hammer handelt es sich um den letzten der aus dem 16. Jahrhundert stammenden, mit Wasserkraft betriebenen Eisenhämmer im Oberbergischen, der eine durch Jahrhunderte überlieferte Industrie verkörpert. Zahlreiche andere Hämmer sind zu modernen Werken umgebaut bezw. bilden deren Grundlage. Der Oelchens Hammer steht bei Bickenbach im Leppetal Eine entmenschte Mutter Düsseldorf. Wie eine Verhandlung vor der Straflammer in Düsseldorf ergab, ist die 25jährige Ehefrau Wilh. Hützen eine unmenschlich grausame Person. Sie lebte in unglucklichen Familienverhältnissen und wurde von ihrem Manne sehr schlecht behandelt. Darüber erregt, ließ sie ihre Wut an ihrem noch nicht zweijahrigen Töchterchen aus. Sie mißhandelte es in geradezu bestialischer Weise durch Schläge, Stoßen, Beißen, Kratzen und Hinwerfen auf harte Gegenstande. Zum Schluß hatte sie mit einem harten Gegenstand dem Würmchen eine Verletzungen beigebracht, die eine Bauchfellentzündung zur Folge hatte. An den Folgen all dieser Mißhandlungen stard schließlich das Kind. Die Angeklagte ist nach dem Gutachten eines medizinischen Sachverständigen eine hypersexuelle, mit sadistischen Gefühlen behaftete, geistig minderwertige Psychopathin im Sinne des§ 51,2 StGB. Angesichts dieser Milderungsgründe hat das Gericht sie wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todeserfolg zu einem Jahr Gefängnis veurteilt. Die Unterbringung in eine Heilund Pflegeanstalt wird folgen. Soldat und Sport Leibeserziehung als Bestandteil des militärischen Dienstes Schon in der Zeit von dem Weltkrieg, als das Wort Leibeserziehung noch ein durchaus ungebräuchlicher Begriff war, hieß es im Volksmund von einem etwas ungelenken und steifen jungen Mann, daß ihm bei den„Preußen“ die Knochen schon„richtig eingehangt" würden und die Glieder die wünschenswerte Geschmeidigkeit erhielten. Und das ist bis heute so geblieben, nur mit dem Unterschied, daß der Sport jetzt viel bewußter bei der Wehrhaftmachung des Mannes eingesetzt wird. Wie heißt es doch in der Sportvorschrift des Heeres?„Der Sport erhöht und erhält die körperliche Leistungsfähigkeit des Soldaten, er stählt den Körper und verleiht ihm Kraft und Ausdauer, Schnelligkeit und Gewandtheit. Der Sport ist daher die Grundlage der Gefechtsausbildung und ein untrennbarer Bestandteil des militärischen Dienstes". Diese klaren Sätze bedürfen keines Kommentars. Der Soldat, der auf allen Gebieten des Kampfsports Hervorragendes leistet, ist uns eine bekannte Erscheinung geworden. War der Soldat in Sportkleidung schon früher durchaus nicht selten anzutreffen und war das Heer schon auf manchen Gebieten bahnbrechend— man denke nur an die Armee=Gepäckmärsche, die geradezu Sportgeschichte gemacht haben— so ist die Verbindung zwischen Sport und Wehrmacht heute noch viel enger. Jeder Wehrmachtsangehörige hat Gelegenheit, an allen sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen, viele Militärsportvereine haben beachtliche Könner in ihren Reihen, und oft haben sie in die Titelkämpfe eingegriffen, sei es nun im Fußball, im Handball, in der Leichtathletik, im Schwimmen oder auf einem anderen Gebiet. Da der Sport mit seinen Grundformen Laufen, Springen und Werfen zur Ausbildung der Wehrmacht gehört, da heute alle drei Waffengattungen ihre eigenen Spörtschulen und alle Standorte ihre eigenen Sportplätze mit ausgezeichneten Sportlehrern haben, ruht der Sportbetrieb des Heeres, der Luftwaffe und der Marine auch im Kriege nicht. Im Gegenteil! Genau wie das sportliche Leben Deutschlands mit allen Mitteln gefördert wird, wie der ReichsWehrmacht im Krieg ebenfalls neue und schöne Aufgaben erhalten. Er ist nicht nur Bestandteil der körperlichen Schulung, nein, er dient auch der Erholung, der Freude und Ontspannung. Daher kommt die Wehrmacht, wo immer es sich mit dem Dienst vereinbaren läßt, Sportlern bei der Urlaubserteilung entge Sportschulen der drei Weh des Kriaus den der kein Soldat wüchte. Statten und dur Millennker Der deutsche und der französische Standpunkt Zwei Dokumente Die Einstellung Deutschlands und Frankreichs gegenüber Italien läßt sich deutlich aus den Aeußerungen zweier oroßer Persönlichkeiten des politischen Lebens der beiden Nachbarstaaten Italiens erkennen, die zeitlich zwar in verschiedenen Epochen wirkten, die aber einen richtunggebenden Einfluß auf die Politik ihrer Länder ausübten, so daß die Aeußerungen auch heute noch als der Ausdruck der tatsächlichen gefühlsmäßigen Haltung Deutschlands und Frankreichs gegenüber Italien angesehen werden können. Unter der Ueberschrift„Italien im Mittelmeer“ stellt der Mailander„Popolo d'Italia“ wirksam zwei historische Dokumente von Clemenceau und Bismarck aegenüber, aus denen sich einerseits die französische Feindschaft und andererseits der richtige politischweitschauende Blick des großen deutschen Kanzlers ergeben. Am 21. Juli 1919 hatte Clemenceau in einer Sitzung der Fraktionsführer der französischen Kammer die Gründe für seine Politik gegenüber Italien erläutert. Seine Ausführungen sind niemals dementiert worden. Sie beleuchten die französische Haltung gegenüber Italien und geben Aufschluß über die Faktoren, die in den letzten 20 Jahren den Gang der Ereignisse bestimmten. Clemenceau sagte dabei:„Der Irrtum Nasoleons III., die Einigung Italiens zu unterstützen, war nicht geringer als der, daß er die seutsche Einigung sich vollenden ließ. Gegenüber dem Stillstande und der Bevölkerungsverminderung Frankreichs zeigt Italien ein Wachstum. In zehn Jahren wird Italien an die 50 Millionen Einwohner haben, Frankreich dagegen nur 35 Millionen. Außerdem erwachen in Italien all seine Energien, die die gegenwartige Krise für die Zukunft nur noch stahlen wird. Aus dieser doppelten dynamischen Kraft entstehen für Italien, das arm an Land und an Rohstoffen ist, ein unwiderstehlicher Bedarf und eine ungeheure Expansionskraft, besonders im Mittelmeer. Das Feld seiner schicksalhaften Ausdehnung ist das gleiche, das Frankreich besitzt, dem es nicht gelingt, es auszunutzen und das infolge seines steigenden Bevölkerungsrückganges Mühe hat, es aufrechtzuerhalten. Es ist also schicksalsbedingt, daß Italien an Frankreichs Stelle tritt, wenn es nicht Frankreich gelingt, dies jetzt zu verhindern oder wenigstens die italienische Entwicklung zu lähmen. Auf welche Weise zu lähmen? Indem es Italien so weit wie möglich in wirtschaftlicher Abhängigkeit hält, indem es Italien einen Kolonialbesitz verweigert, der imstande wäre, ihm die Rohstoffe zu geben, an denen es ihm fehlt, indem Frankreich Italien einen Mittelmeerbesitz verweigert, der ihm für seine Bevölkerung dienen kann und es dadurch zwingt, seine steigende Volkskraft immer und immer wieder in überseeischer Auswanderung zu schwächen. Schließlich sind in der Adria und in der Levante Feindseligkeiten gezukünftige dem zu erdrücken, der Freundschaft der Rumänen muß man sich versichern. Italien ist jede Gebietsvergrößerung in Afrika zu verweigern und sein Anteil in Kleinasien auf das äußerste Mindestmaß zu beschränken. Man muß mit anderen Worten das ganze italienische Friedensprogramm im gesamten bekämpfen. Dies wird under nämlich den, daß das Mittelmeer unbestreitbar von Italien beherrscht werde. Er führte dabei aus: „Italien und Frankreich werden im Mittelmeer immer Rivalen und oft Feinde sein. Die Natur hat zwischen sie den Zankapfel geworfen: das Mittelmeer. Es wäre unsinnig, zu glauben, daß Frankreich auf Italien nicht eifersüchtig ist, das sich so weit ins Mittelmeer hineinschiebt und dessen schönste, volkreichste Küsten besitzt, und das ließlich den direktesten Weg von Europa nach dem Orient und Indien bildet. Wir alle erinnern uns der Freude, die die Franzosen erfaßte, als sie die Nachricht von der Niederlage bei Lissa erfuhren. Frankreich sah darin einen großen Vorteil. Wenn Frankreich 1859 gegenüber Italien ein wenig wohlwollend war, dann war dies aus reiner Laune und aus Sucht für militärischen Ruhm. Wenn man übrigens etwas aufmerksam die aufrichtige öffentliche Meinung Frankreichs in jener Epoche studiert, dann sieht man, daß es, abgesehen von drei oder vier Pariser Zeitungen, die bezahlt waren, um Beifall zu zollen, italienfeindlich gesinnt war. Andererseits ist es für Italien unmöglich, zu dulden, daß Frankreich jeden Augenblick damit droht, sich Tunis' zu bemächtigen, wie es dies auch kürzlich getan hat: Tunis, das der erste Schritt zur Eroberung Sardiniens wäre. Italien kann und darf nicht immer um seine Küsten, um seinen Handel und um seine Provinzen bangen, wenn der französische Jupiter die Stirn runzelt. Frankreich Herrin des Mittelmeeres? Frankreich mit der Rheingrenze? Nein, Italien und Deutschland dürfen dies um keinen Preis erlauben. Das ist eine Frage auf Leben und Tod. Niemand rede mir von„Erkenntlichkeit" Schlachtfeldern Itali Soldaten vergossen, das ist alles. Den Nutzen, den Italien davon hatte, bezahlt es mit Nizza, Savoyen und 60 Millionen. Mir erscheint das genug. Wenn wir aber jetzt einen Blick auf die Vergangenheit von 1797 bis 1815 werfen, wenn man das Blut der Millionen Italiener rechnet, die zum größeren Ruhme Frankreichs getötet wurden, das damals Italien befreien konnte, anstatt dessen aber zum Sklaven machte, wenn man die Millionen und Abermillionen rechnet, die Frankreich in barer Münze bezahlt wurden, und die unvergleichlich künstlerischen Schönheiten, die Frankreich raubte und noch heute die schönste Zierde des Louvre bilden, dann sieht man, daß Frankreich 1859 einfach nur einen Teil seiner Schuld bezahlt hat. Jenes Imperium des Mittelmeeres steht unstreitig Italien zu, das in diesem Meere dopvelt so lange Küsten als Frankreich besitzt. tarseille und Toulon können den Vergleich mit Genua, Livorno, Neapel, Palermo, Ancona, Venedig und Triest nicht aushalten. Das Imperium des Mittelmeeres muß der beständige Gedanke Italiens, das Ziel seiner 5* 5 2— der Re Minister sein!“ und das Hauptziel der *V ses Regierung Auf Founkkeiche Tausende französische Gefangene Ruhm für Flak und Pioniere (PK=Bericht von Kriegsberichter Martin Schwaebe.) An die 5000 Gefangene ziehen durch das Maastal. Unsere Panzer schicken sie nach hinten. Beinahe ohne Bedeckung, geschlagen, müde, die Uniformen verdreckt und vere, Offiziere, alle Waffengattu geschlagene Armee. Man sieht den Gefangenen die völlige Zermürbung an. Auf unsere Frage deuten sie nur nach oben:„Les Aeroplanes“. Sie sind fast alle froh, daß der Krieg für sie zu Ende ist. Manche allerdings erkundigen sich wenigstens den franzosischen Kolonien zu ergiedie französische Sterilität mit neuem frischt wird.“ reich und ßen und so Blut aufgesein Und nun die andere Seite! In einem Brief, den der Eiserne Kanzler im April 1868 an den preußischen Gesandten in Florenz schickte, damit dieser ihn an Giuseppe Mazzini weiterleiten moge, betonte Bismarck dagegen einen ganz anderen Standpunkt, geheuerlich sich die verlogene Hetze der Presse eines angeblich neutralen Staates auswirkt. Staunend und fassungslos sehen diese Franzosen auf das, was an ihnen vorbei nach vorne flutet. Panzer auf Panzer, Kradschützen, Artillerie jeden Kalibers, Flak, Panzerabwehr, die Mannschaftstransportwagen der Schützen, Motor auf Motor. Kein Pferd, kein Mann zu Fuß. Vorwärts, nur vorwärts, heißt die Parole! Nichts hat die Gewalt des deutschen Vormarsches aufhalten können. Am 5. Kriegstag stehen wir hinter Sedan auf den Maashöhen und schauen auf das Wunder zu unseren Füßen.— Längst ist zu der Brücke, die gestern unsere Pioniere in feindlichem Artilleriehagel bauten, eine zweite, dritte und vierte gekommen. Ohne Stockung, ohne Verstopfung walzt sich der nicht endende Heerbann vorwärts. Die feindliche Artillerie, die immer erneut die Straßen unter Feuer nahm, ist unter der furchtbaren Gewalt der deutschen Sturzbomber zusammengebrochen. Nun nutzen auch die verzweifelten Fliegerangriffe nichts mehr, die die Franzosen immer erneut unternehmen. Selbstmörder nennt sie die Flak, die alle Punkte des Tales besetzt hat. Am Anfang haben wir jungen Soldaten die Zahl der Luftangriffe mitgezahlt, als wir aber die Nase zum 20. Mal in den Dreck steckten, wurde auch das langweilig. In den wenigen KriegsDurchbrachf zur heilandtsasen Käfte (PK.) Nach einem schnellen, durch feindliche Verteidigungsmaßnahmen jedoch teilweise sehr erschwerten Vormarsch nähern wir uns mit einem Regiment der Waffen= der holländischen Küste. Eine Vorausabteilung stößt zu der zu besetzenden Halbinsel vor. Der Gegner hat die Deiche durchbrochen, links und rechts der hoch gelegenen Betonstraße ist das gesamte Gelände überschwemmt. Das Wasser ist dauernd im Steigen begriffen, hier und dort ragen nur noch die Spitzen einzelner Buschgruppen über den Spiegel. Alle 400—500 Meter sind vom Feind schwere Straßensperren angelegt, die jetzt aus Zeitmangel nicht gesprengt, sondern meist unter schwierigen Umstanden umgangen werden müssen. Die Deichanlagen sind sämtlich durch Bunker und Stacheldrahtverhaue gesichert. Noch während des vergangenen Tages erhielten wir aus den ersten Bunkerlinien starkes Feuer. Auch der Belgier ließ von sich hören und deckte uns von der Grenze her mit Artillerie ein. In der Nacht aber haben es die Holländer vorgezogen, diese Verteidigungsanlagen zu räumen und aufzugeben. Schon sehen wir von fern die glatte, schimmernde Flache des Meeres. Grell blendet die Sonne. Unsere Vorausabteilung liegt weit vor dem Regiment. Wir nehmen die Gläser und suchen die See ab. Wir sind nicht zu früh gekommen: Am schimmernden Horizont zeichnen sich die Konturen zweier französischer Transporter ab, die sich unter dem Schutz eines Kriegsschiffes der Küste nähern. Jeder Landungsversuch muß vereitelt werden. Melder rasen auf ihren Krafträdern zum Regimentsstab zurück. Auch unsere Abteilung setzt sich in Bewegung und verfolgt hier zu Lande den Kurs der Transportschiffe.— Wieder Straßensperren, in kurzen Abstanden gestaffelt, vier spanische Reiter. In der Mitte des Weges eingesprengte und mit Wasser gefüllte Trichter. Das Dorf vor uns scheint genau so verlassen, wie alle jene, die wir heute durchfuhren. Aber noch während die Drahtscheren an den Sperren arbeiten und die Trichter mit Bohlen überbrückt werden, kommt uns vom Dorfeingang, die Hände hoch erhoben, ein Trupp holländischer Soldaten, an der Spitze ein Offizier, entgegen. Ruhig lassen je sich entwaffnen. War es wirklich ihre Absicht, ich vorbehaltlos zu ergeben? Wenige Augenblicke später, als wir uns dem heinbar geraumten Dorf nahern, prasselt von den Häusern und aus stark ausgebauten Stellungen zu beiden Seiten der Deichanlagen wildes Maschinengewehrfeuer auf uns nieder. Ohne jede Deckung liegt unsere Abteilung auf der Straße. Wir merken sofort, daß der Gegner auf uns gewartet hat und gut eingerichtet ist. Wir müssen langsam und unter abwechselndem Feuerschutz unsere MGs links der beiden abfallenden Straßenseiten aufbauen. Die Männer der Waffen= müssen sich fest an die Erde klammern, um nicht seitwärts in die Nässe zu rutschen. Heiß flimmert die Luft über den Maschinengewehren. Ein Auswechseln der Läufe ist unmöglich. Der Durst macht uns schwer zu schaffen. Dick und trocken liegt die Zunge im ausgedörrten Mund. Stunde um Stunde vergeht, ohne daß das feindliche Feuer nachläßt. Jetzt hören wir auch die dumpfen Abschüsse der Feldgeschütze. Der Franzose hat uns ausgemacht, die Erde dröhnt und zittert unter den Einschlägen, Sprengstückchen singen, wir kauen Gras, um etwas Feuchtigkeit in den Mund zu bekommen. Gegen Abend geht das Gerücht durch unsere Reihen, daß Holland kapituliert hat. Seltsamerweise wird auch das feindliche Feuer schwächer. Wir warten noch. Der Gegner ist abgezogen. Nach einer halben Stunde rucken wir ungehindert durch das Dorf. Holland hat kapituliert— der Friede wird nun auch in dieses Land einkehren, so lange er von den Westmächten nicht gestört wird. Die deutsche Wehrmacht und mit ihr die Waffenwird ihn zum Schutze des holländischen Volkes zu bewahren wissen. Kriegsberichter Joachim Wulft. tagen hat sich die Flak die bedingungslose Anerkennung aller Kameraden der übrigen Waffengattungen erobert. Nur in den seltensten Fällen gelingt es einem feindlichen Bomber, zurückzutommen, und die Jäger begnügen sich damit, mit MG=Garben an den marschierenden Kolonnen entlang zu huschen und in der nächsten Wolke zu verschwinden. Einer der Flaksoldaten an der Maasbrücke hat am Vormittag einen MG=Schuß durchs Bein bekommen. Am Nachmittag sehen wir ihn ohne Stiefel, in Schnürschuhen, den Verband ums Bein, wieder an seinem Geschütz stehen. Jetzt erst recht drauf! sagt er und meldet bereits kurze Zeit später den nächsten Abschuß. Nicht eine einzige Bombe hat bisher die Brucke getroffen! Dieses Ergebnis am entscheidenden hart umkämpften Maasübergang wird für immer ein Ruhmesblatt unserer Flakmänner sein. Die andere Waffe, die sich neben den Kampfwagen und Kradschützen unvergängliche Verdienste erwarb, sind die Pioniere. Diese Männer der Spezialwaffen, die Stoßtruppunternehmungen machen, Bunker sprengen und Brücken bauen, haben dem Vormarsch immer wieder den Weg geebnet. Der Blick von den Maashöhen auf das breit und schutzlos daliegende Tal zeigt erst die ganze Einzigartigkeit des Brückenschlagens. Mit 10 ihrer Transportwagen brausten die Manner im entscheidenden Augenblick aus der Walddeckung näher zum Fruß. Das UnterKopflose Flucht (PK.=Bericht von Kriegsberichter Er inne.) Zwar verblassen die todesmutige rut sigen mpiRinne.) Zwar verblassen die todesmutige Unterneymungen unserer Truppen im Kampffeld vor dem Raume der Saarpfalz vor dem gigantischen Ausmaß und den Auswirkungen der Schlachten in Belgien und in der Nordostecke Frankreichs. Dennoch aber ist die hart erkämpfte Vorverlegung unserer Stellungen weit vor den Westwall, und im Angesicht der Maginotlinie von einer Bedeutung, deren Tragweite wohl erst in den kommenden Entscheidungen gemessen werden kann. Abgesehen von dem Geländegewinn, der großen Zahl der Gefangenen und der umfangreichen Beute an Munition, Waffen und Geraten ist es ja vor allem die Erstürmung wichtigster, Punkte, hoher und beherrschender Schlusseistellungen des Feindes im Vorfeld der Maginotlinie, die diese überraschend einsetzenden Vorstöße so wichtig machen. Der Angriff prasselte derart heftig und kühn auf die Stellungen des Gegners, daß dieser überall, nach allerdings hartnäckigem Widerstand, unter starken Verlusten und unter dem Eindruck des nirgends zu brechenden Kampfgeistes unserer Männer seine Position preisgab. Aber nicht nur das. Selb manche, die Hals über Kopf ihr Heil in schleunigster Flucht aus dem Getümmel des Kampfes suchten, machten noch im Laufen oder selbst nach Erreichen geschützter Deckungen wieder kehrt und ließen sich gefangennehmen. So sehr hatte sie panischer Schrecken vor dem ungestümen, todesmutigen Vorwärtsstürmen unserer Kompanien und dem vernichtenden Feuer unserer Batterien gepackt. Beispiellos war der persönliche Einjas aller Offiziere und Mannschaften. Kein Hindernis, das nicht genommen, keine Befestigung, die nicht niedergerungen kein Bunker, der in diesem Raum nicht ausgerauchert wurde. Diese schweren Kämpfe, diese einzigartige Haltung unserer Männer braucht keinen Vergleich mit heldenhaften Taten des Weltkrieges zu scheuen. Als die weiter zurückliegenden Truppen sahen, daß die Deutschen im Sturm alle die Punkte besetzt hatten, die sie nie und nimmer gewillt waren, aufzugeben, räumten sie mehrere Kilometer tief einen großen Teil des Kampffeldes an der Westfront und fluteten in den Schutz der eigentlichen Maginotlinie zurück. So aufmerksam unsere vordersten Vorposten in den bereits eingerichteten und gegen alle Ueberraschungen ausgebauten neuen Stellungen auch mit dem Scherenfernrohr das Gelände absuchen, nirgends hat sich fast bis auf zeigt sich ein Poilu. Er 1 die Acaginotlinie zurückjezogen, von der er in diesem Abschnitt glaubt, daß sie den deutschen Vormarsch stoppen mürde. nehmen gelang: In 6 Stunden stan Brücke! Heute erzählen gesprengte Bunter breite Hindernisflachen und unzählige Granattrichter, daß wir uns bereits im Rücken der Maginotlinie befinden. Auf den Höhen, die gestern noch unüberwindliche Hindernisse bedeuteten, stehen heute die deutschen Geschütze, wenige Kilometer vor uns greifen immer erneut die Panzer an, seit 12 Stunden erdröhnt die Luft wie auf dem Schießfeld bei der Parade. und wenn die Flak erneut ihr Trommeln aus den Rohren aller Kaliber beginnt, sagen unsere alten Kameraden:„So war es damals an der Somme!“— Nichts hält den Blitzkrieg in Frankreich auf. Vorwärts, nur vorwärts heißt die Parole! tKunzeratger,, ur Jeschiagen Infanteristen, die sich am Hange der eingegraben hatten, in den Rücken. Erschöpft lagen sie mit geschlossenen Augen. Seit 48 Stunden schon ging es um diese Höhe, die der Franzose nicht hergeben wollte, weil sie die beste Sicht gegen Montmedy gab und ihm selbst die Einsicht in das Tal des Chiers gewährte. Wiederholt waren die Infanteristen, die hier am Hange lagen, den Berg hinauf= und wieder heruntergekommen, hinauf in einer Feuerpause, die Maschinengewehre bekämpfend, die flankierend aus dem Wald von 340 schossen. Im tosenden Feuerwirbel der Granaten des sorgsam gelegten Feuerüberfalles der Franzosen mußten sie wieder herunter. Ein deutscher Aufklärer flog in ein paar hundert Meter Höhe über ihn yin. In weitem Bogen strich er die französischen Stellungen ab. Da schwieg das Feuer der gegnerischen Geschütze. Sie wollten sich und ihre gut getarnten Stellungen nicht aus der Feuerzone verraten. Wenn der Aufklärer auch keine Geschütze gesehen hatte, so waren ihm doch in einem Wald ein paar Kilometer weiter südostwärts stärkere Bewegungen aufgefallen. Er hätte wetten mögen, daß es Panzer seien. Aber als er in die Nähe gekommen war. war alles erstarrt und nichts zu sehen. Er flog ein wenig höher, tat so, als wenn er abfliege, und kehrte dann noch einmal rasch zurück. Und es waren Panzer, scheinbar große Kästen, die gegen 311 vorgingen. Wenn nicht alles täuscht. Die Maschine ging auf Touren und brauste ab. Wenige Minuten später krachten bereits die ersten gut gesetzten deutschen Mörsergranaten in diesem Waldabschnitt. Das französische Gegenfeuer blieb aus. Oben auf der Höhe erkannte ein Unteroffizier, der sich am weitesten rechts eingegraben hatte, das Rasseln der Raupen. Er gab die Panzerdeckung durch. Leuchtkugeln stiegen auf. es wurde von Mann zu Mann durchgerufen. Die Trompetensignale, die immer und immer wieder geübt worden waren, ertönten, und in kurzer Zeit war die gesamte deutsche Stellung auf den Panzerangriff vorbereitet. Panzerjäger schleppten ihre Geschütze in Stellung, Flak richtete sich auf den Erdbeschuß ein. Und je schneller es ging, desto erregter wurden die Männer. Oben auf der zwölf an des hwersten französischen Panzer, 32 Tonnen schwer, ausgerüstet mit einer 7=emund einer 4.7=em=Kanone, und zwei Mé., sich Ihm ich übermannshoch herangerollt, Zahl, eine ganze Kompanie. Als sie auf die Höhe herüberkamen und ihr heftiges Feuer, wenn auch streuend, in die deutschen Infanteriestellungen jagten, da schlug ihnen das Abwehrfeuer der Panzerjäger, der Flak und der Panzerabwehrbüchsen entgegen. Die MG. der Infanteristen hielten auf die Sehschlitze in der dicken Panzerung. Der erste Panzer fiel aus. Der Gefrein einer Panzerabwehrbüchse hatte ihn bein fünften Schuß genau getroffen. Auf der rechten Raupe rutsche er, noch ein paar Meter drehend, weiter, dann blieb er stehen. Il gleich erging es zwei anderen Kampfwagen, die von der Flak getroffen und völlig vernichtet wurden. Gleichzeitig und sicher aber kamen die Schüsse der Panzerjäger. Ein Kanonenpanzer nach dem anderen blieb liegen, nur einer rollte, unentwegt feuernd, in die deutschen Stellungen. Er war über den Huger gekommen. Mahlend krochen seine breiten Raupen durch die Grasnarbe des Ginsterhügels. Die Kanor nen schossen, die MG. feuerten, da: Schuß genau vor den Schlitz, und da blieb er auch schon stehen. Das Feuer erlosch— tödlich wartende Stille. Die Dämmerung ließ die Wagen, die zersossen am Hügel standen, schemenhalt verswnimmen. In den Liegenden, Wartenden ##e sich die Erregung in glückliche„Frende. Gott sei Dank, die Kisten hat's erwischt. wa krochen aus dem zuletzt zerschossenen Panzer zwei Mann heraus. Die Hände hebend kamen sie auf die Deutschen zu, verstört und niede geschlagen. Von der Besatzung war der Pilo der Fahrer und ein Offizier tot. Ein Me wurde verwundet und die zwei, die hera geklettert waren, sind unverletzt geblieben. Die schwere Kiste die hatte, Pulver ulver riechend. noch heiße Schwaden aus den kotoren ausstoßend, in der Mulde. Von zwölf schweren Panzern waren acht abgeschossen worden. In der Nacht gingen die Infanteristen an den Panzer heran und beschauten sich ihn. Ironie wollte es, daß an der Vorderseite mit Kreide stand:„Quoi=qusil arrive, restons calme“— Was immer auch kommen mag, wie bleiben ruhig. Nun war es zu spät. Von den schweren gestießen war nicht viel an Kampf gert. P ven, dem zusammengefaßten Feuer det deutschen Abwehr waren sie erlegen. Joachim Fischer. schhn löste inn 1 Statt besonderer Anzeige! Hagen Tel. 26989 Von seinem schweren Leiden wurde mein lieber Mann Schreinermeister Fiemrien Pranke im Alter von fast 69 Jahren am Freitag. 10,30 Uhr morgens, durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer: Frau Anna Franke nebst Angehörige Schwerte, den 24. Mai 1940. Die Beerdigung ist am Montag, dem 27. Mai 1940, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Ostbergerstr. 17 aus. 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Gottesdienst der evangelischen Gemeinde Sonntag, den 26. Mai 1940. Viktorkirche: 9,30 Uhr Gottesdienst. Pfarrer Dr. Voll. Kummersüger Friederichs, Letmathe, Ruf Iserlohn 2870, vernichtet seit 26 Jahren Wanzen, Ratten, Käfer unter schriftlicher Garantie. Jeden Mittwoch in Schwerte tätig. Stempel Bezirks-Vertreter von Versicherungsgesellschaft, liefert Ab Sonntag, den 26. Mai, ist das Strandbad Elsetal wieder geoffnet Junge, kaufmännische Kraft (Dame oder Herr) mit guten Buchhaltungskenntnissen, die sich in der Buchhaltung weiter ausbilden will, zu sofort, spätestens 1. Juli gesucht. Angebote mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche sowie des frühesten Eintrittstermins erbeten unter F. E. 1340 an G. Geerkens. Anz.=Mittl., Hagen i. W. Junge, flotte kaufm. Angestellte zur Erledigung der Mahn= und Buchhaltungskorrespondenz zum möglichst sofortigen Eintritt von Hagener Werk in Dauerstellung gesucht. Angebote mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche sowie des frühesten Eintrittstermins erbetenk unter E. K. 1333 an G. Geerkens, Anz.=Mittl., Hagen i. W. Schwerte-Ruhr und Amgegend **„ am Sonntag, dem 2. Juni 1940, vormitags 11½ Uhr, im Gasthof Kordeck, Kampstraße. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über Satzungsnachtrag Nr. 1. Versicherungsverhältnis während der Arbeits= und Wehrdienstpflicht. " 2. Verschiedenes. Schwerte(Ruhr), den 25. Mai 1940. Der Vorsitzende: Otto Wilkes. Bekanntmachung Um bei der Ausgabe von Bezugscheinen für Spinnstoffwaren, usw. eine schnellere Abfertigung zu erreichen, werden die Bezugscheine von Montag, dem 27. Mai 1940, an nach den Anfangsbuchstaben der Familiennamen zweiwöchentlich ausgegeben. 1. Woche Montag: A—B Dienstag: C—E Mittwoch: F—G Donnerstag: 5—3 Freitag: K Sonnabend: 8 Ausgabeplan Montag: M—R Dienstag: 0—2 Mittwoch: N—S Donnerstag: Sch Freitag: St—B Sonnabend: W—8 Ausgabezeit täglich von 8 bis 12 Uhr. Schwerte, den 25. Mai 1940. Der Bürgermeister: Dr. Weinert. Bekanntmachung Die neuen Lebensmittelkarten für die Zeit vom 3. Juni bis zum 30. Juni 1940 werden am 27. und 28. Mai 1940 in der Zeit von 8—12 und 14—18 Uhr gegen Vorlegung eines Ausweises(Familienhuch usw.) in den zuständigen Ausgabestellen der Ernährungs= und Wirtschaftsabteilung ausgegeben. Der Ausgabeplan bleibt unverändert. Bezugscheine für Spinnstoffwaren, Schuhe usw. werden an den beiden Tagen nicht ausgestellt. Schwerte, den 24. Mai 1940. Der Bürgermeister: Dr. Weinert. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abteilung B Nr. 73 ist heute bei der Firma„Gutehoffnungshütte Oberhausen, Aktiengesellschaft", Schwerte, vorm. Ludwig Möhling, Zweigniederlassung in Schwerte, folgendes eingetragen worden: Spalte 1: 9sd. Nr. 13. Spalte 4: Bergassessor a. D. Wilhelm Nebelung, Overhausen, Dr.=Ing. Johannes Rathje, Oberhausen. polte Georg Mlogt in Oberhausen=Osterfeld. Er vertritt die Gesellschaft zusammen mit einem Vorstandsmitglied, einem stellvertretenden Vorstandsmitglied oder mit einem Prokuristen. Die Prokuren von Octavius Schultz in Oberhausen und Dr. Erich Henne in Oberhausen=Sterkrade sind erloschen. Spalte 6: Das bisherige stellvertretende Vorstondsmitglied Vergassessor a. D. Wilhelm Nebelung in Oberhaufen ist zum oroentlicher Vorstandsmitglied bestellf,. D IXk usen z6 zum steliper. Dr.=Ing. Johannes Rathje in Overhausen ist zum steubertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Die Vertretungsbefugnis des stellvertretenden Vorstandsmitgliedes Peter Schmidt in Oberhausen ist erloschen. Die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts Oberhausen ist erfolgt und im Reichsanzeiger Nr. 99 vom 27. April 1940 veröffei lcht. Schwerte, den 22. Mai 1940. Amtsgericht. Die Männer mit den harten Perzen— Soman von Kaut Kossch-Raptanau, Cgptgohibyrremnabeur Veusg br. Sehaste, Sisbansel. (43. Fortsetzung) Der Polizeidirektor griff schnell ein, fragte Heide, der erregt berichtete, und nach kurzem Leugnen gestand Miller auch, daß er von Hardy— Nax hatte sich damals so genannt— gekauft worden war, den Ingenieur Willi Heide, der Hardy im Wege war, während eines Inspektionsganges zu einem etwas entlegenen Camp zu erschießen... er nannte sogar den Preis. tausend mexikanische Dollar... Die Leiche hatte er im Urwald verscharrt... Heide ballte die Hände, und wenn ihn nicht ein Beamter zurückgehalten hätte, wäre er Miller an die Gurgel gesprungen. Der Polizeidirektor sah Heide an. „Und wie konnten Sie in diesem Alexander Nax den vermutlichen Mörder Ihres Bruders erkennen?" „Seinem letzten Brief lag eine Gruppenaufnahme der Ingenieure und Beamten seines Camps bei; über einem Kopf war ein Kreuz und am Rande der Karte die Anmerkung— ich kann sie auswendig—:„Das, lieber Hans, ist Hardy, der mich hier fort haben will!“ Ich habe mir dann den Kopf dieses Menschen vergrößern lassen, Herr Polizeidirektor!“— er zog erregt die Brieftasche und legte ein Photo auf —„und trage seit dieser Zeit das Bild mit mir... seit mehr als zehn Jahren... ich sah es immer vor mir, und ich habe gewußt, daß ich diesen Menschen einmal finden werde— und ich habe ihn gefunden! Wenn ich nicht durch eine Narbe irregeführt worden wäre, hätte ich wohl schon früher gewußt, daß dieser Nax, oder wie der Verbrecher heißt, der Mörder meines Bruders ist! Denn wenn auch dieser Miller ihn erschossen hat, Herr Polizeidirektor, der Mörder tst Hardy! Ist Nax! Er und sonst kein anderer!“ Der Polizeidirektor bat sich das Bild für den Art aus, dann wurde Miller fortgebracht und seine Frau vergetlühet. Sie sprach kein Wort. Weder wie sie hieß, noch woher sie kam, wer sie war, wo sie sonst lebte— nichts Der Polizeidirektor ließ nochmals Miller vorführen, und der war auch hier redseliger. Entweder wollte er sich reinwaschen, Nax reinlegen und sich eine gute Behandlung sichern, jedenfalls gestand er, daß man Inge Isserloh auf den Schlepper „Großmogul“ habe bringen wollen... „Und von dort?“ Inge beugte sich vor und richtete ihre Augen auf Miller. „Von dort hätte man sie über Budapest, Belgrad nach Durazzo gebracht... später entweder nach Konstantinopel oder Südamerika...“ Inge Isserloh schauerte zusammen, Holst zog sie fester an sich und flüsterte ihr, auf Volle weisend, der bleich in einer Ecke saß, zu: „Wir wollen ihm sehr dankbar sein, Liebling!“ Sie nickte und drückte seine Hand. „Ich schäme mich sehrl“#u. Der Polizeidirektor sprach einige Worte mit einem Kommissar, der dann aufsprang, die Hacken zusammenriß, an die Mütze griff und forteilte. Holst neigte sich zu Inge:„Sie werden den Schlepper ausheben!" „Der Mann kann abgeführt werden!“ Der Polizeidirektor erhob sich. „Mein gnädiges Fräulein, ich bedauere aufrichtig, daß Ihnen Wien diesmal keinen besseren Aufenthalt bot als diese zwei Räumel... Ich hoffe aber“, er lächelte,„daß Sie dieser Empfang durch einen Herrn, der Gott sei Dank kein Wiener ist, nicht abschrecken wird, und daß Sie bald wiederkommen werden! Ich schließe die Vernehmung für heute, muß die Herrschaften aber wendig—, sich doch bitten— es ist leider notBurschung zu hasteure er Baptemn, bis men teils in dan Zimmern, teils bei den Leuten aufgefunden hatte. „Es ist möglich, daß bei der Durchsuchung dieses Materials Dinge zum Vorschein kommen, zu deren Aufklärung ich mir Ihre Hilfe erbitten muß... besonders“, er wandte sich an Bolle,„besonders Ihre Hilfe, Herr Redakteur! Sie haben zwar die Wiener Polizei“, der Polizeidirektor lächelte, aber man hörte, daß er doch ein bißchen gekränkt war,„etwas spät gerufen, aber vielleicht", er hob die Augenbrauen, „vielleicht war das wirklich nötig... auch darüber möchte ich gerne mit Ihnen sprechen, Herr Redakteur ... Sie verstehen mich...“ Er deutete dann auf die Koffer.„Die persönlichen Effekten wollen Sie bitte jetzt an sich nehmen— die Räume kommen unter Polizeisiegel!“ Die breite quadratische Gartenterrasse der Villa Isserloh war an diesem Abend festlich beleuchtet und die Tafel so wunderbar gedeckt, als würde Hochzeit gefeiert werden. Der herrliche Saphir, den Inge Isserloy zu dem weißen Abendkleid trug, leuchtete sieghaft wie ihre Augen, die an Holst hingen; sie wollte ihm eben etwas zuflüstern, als sich Georg Heinrich Isserloh erhob. Seine Augen blickten wieder hell und frei wie früher, und seine Gestalt war gestrafft wie in seinen besten Tagen; an der linken Brustseite trug er das E. K. I, am Halse den hohen Orden Pour le mérite. Als er leise an das Glas klopfte und seinen Blick wie zur Sammlung erst über den Garten, dann über seine Gäste fliegen ließ, griff Holst schnell nach Inges Händen. „Meine lieben Kinder und Freunde! Ich will und werde keine Festrede halten, wohl aber eine Freudenrede! Eine Rede der Dankbarkeit! Schien es noch vor wenigen Tagen so, als würde unser altes, und ich darf ohne Überhebung sagen, ruhmvolles Haus unter einem infamen, undurchsichtigen Angriff zusammenbrechen müssen, schien es so, als würde ein Werk, das bestimmt war, unserem Lande einen unerhörten wirtschaftlichen Aufstieg zu geben, in die Hände von Feinden gelangen und— war vor allen Dingen bis vor kurzer Zeit eines meiRiuder in den Bänden niederträchtiger Verbrecher— war also Dunkel und Unheil über das Haus Isserloh und unsere Wirtschaft gekommen so hat die Tat von einem unserer Männer die feindliche Front siegreich durchbrochen! Der Feind ist geschlagen und vernichtet! Hier sitzt mein Kind, glücklich, froh und gesund, und dort“— Isserloh wies nach Osten—„dort rasseln die Maschinen: die Isserwerke arbeiten an Deutschlands Aufbau, an seinem Wiederaufstieg, an seiner Freiheit. Max Volle, Reporter Max Bolle, was Worte dem Manne sagen können, sagte ich Ihnen schon! Lassen Sie mich aber hier in diesem Kreise nochmals danken Sie haben sich zu einer Zeit, als wir Sie noch nicht kannten, einen Freund des Hauses Isserloh genannt! Wir, lieber Bolle, wir zweifelten, Sie aber haben diese Freundschaft mit Ihrem Blute befiegelt! Sie haben mir"— Isserloh konnte kaum weitersprechen— „Sie haben mir nicht nur das Werk gerettet— das Werk meines Lebens und damit Deutschland einen Dienst erwiesen, dessen Größe erst noch erkannt werden wird,— Sie haben mir mein Kind wiedergegeben!“ Isserloh machte einen jähen Schritt zur Seite, umarmte Bolle und legte die Hände auf seine Schultern.„Max Volle, seien Sie mein Freund!“ Jetzt sprangen alle jubelnd und freudig erregt auf Bolle zu, und Holst, der ihn erst selbst fast erdrückt hatte, wurde energisch. „Inge! Susel Heide! Fort von ihm! Er hat doch eine kranke Schulter! Wollt ihr ihn kaputt machen?“ Als sich der Sturm etwas gelegt hatte, erhob sich Volle; er war bleich, so weiß wie der Verband, den er noch trug, man merkte ihm seine Erregung an, und seine Finger spielten nervös am Tischrande. „Ich... ich bin kein Redner... das ist alles so sonderbar... ich bin ein Reporter... gelacht ... war doch selbstverständlich... Kleinigkeit... Reportage...“ Er sah Inge an, und seine Augen schimmerten etwas feucht.„Nur meine Pflicht getan ... nicht der Rede wert, Georg Heinrich Isserloh .. Prost!“ Die Gläser klangen zusammen; Isserloh gedachte der Verdienste des Hans Heide, der beim entscheidenuiner hberte, ue Ggelschung belcgh)