Anzeigenpreise: Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 n Familiem=, Vereins= u. amtl. Anzeigen 4# Tertanzeigen: Milli Für fernmündl. aufgegeb. Anzeigen übernehmen wir keine Gewäl geseh. Betriebsstörung, hervorgerufen vurch höh. Gewalten. keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen der Zeitung kann a auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden. Anspruch * Schwerter Zeimatblatt Gander Schwerte(Ruhr), Mittwoch, 3. Mai 1939 Schmarte gebewette Geschäftsstelle Tageblatt für die 71. Jahrgang Festgefahrene englische Politik diese rein formellen Erwägungen hinaus doch Im Zusammenhang mit dem neuen Wehr= die Frage zu prüfen, auf welcher Basis eine pflichtgesetz ist wieder, einmal das„I„x te Neuregelung des deutschzenglischen„FlottenProblem in großer Schärfe aufgetaucht. Der Irische Freistaat wehrt sich mit außerordentliche Prlichtges begen eine Muisser setenden irische Peusent, gu Welsher Dasls eine Neuregelung des geutschzenglischen Flottenproviems möglich sei. Die Londoner megierung soll, wie verlautet, auf dem Standpunkt stehen, daß dies nur im Rahmen eines größeren Rüstungsbegrenzungsabkommens mögDaß dieser Plau das Lieblingskind der Regierung und vor allem Chamberlains ist, ist seit langem hinlänglich bekannt. Die Beschränkung der künftigen Rustungsausgaben und die damit zu erreichende Verminderung der Steuerbelastung des englischen„Volkes ist seit jeher eines der wesentlichsten Ziele des gegenwärtigen Kabinetts. Die Regierung Chamberlain hält nach wie vor an der Hoffnung fest, ein allgemeines europäisches Abkommen über die Begrenzung der Rüstungsausgaben als Symbol der Friedensgarantie und zur Freude des englischen Steuerzahlers erreichen zu können. Das Hauptinteresse richtet sich aber in amtlichen Kreisen auf die polnische Frage, die jetzt als der„Angelpunkt für die gesamte weitere europäische Entwillung“ angesehen wird. Die Auffassung maßgebender Kreise kommt in einem„Times"=Artikel zum Ausdruck. In langatmigen verwickelten Gedankengängen meldet das Blatt einerseits das britische Interesse an der polnischen Frage als dem„zentralen europäischen Friedensproblem“ an, läßt jedoch andererseits, wenn auch außerordentlich vorsichtig formuliert, durchblicken, daß eine Regelung der Danziger und der Korridorfrage auf dem Wege direkter Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen nicht nur keineswegs ausgeschlossen, sondern auch in hohem Maße wünschenswert sei. Danzig sei zweifellos im Charakter und der Bevölkerung nach völlig deutsch. Wenn die deutsche Regierung zu Verhandlungen bereit sei, dann könne Polen die Verhandlungen über die offenen Fragen fortsetzen.. Die Erinnerung an das Schicksal der TschechoSlowakei könne Polen zwar zu„vernünftigen“ Vorsichtsmaßnahmen“ veranlassen, Polen tönnaber jetzt in dem Bewußtsein, daß seine Unabhängigkeit von England und Frankreich garantiert sei,„auf alle Fälle“ Verhandlungen Nach bekannter britischer Methed; wird Deutschland von der„Times“ einerseits gewarnt, eine„einseitige Regelung“ der polnischen Frage vorzunehmen, andererseits legt man Polen aber nahe, auf dem Verhandlungswege den Fall zu bereinigen. Man hat z. T. in beträchtlicher Aufmachung und sensationeller Form, daß Polen als Antwort auf die Führerrede souveräne Rechte über Danzig fordern werde. So läßt sich der Daily Telegraph aus Warschau folgenden, einfach grotesken Plan melden. Die polnische Antwort werde als„Gegenforderungen“ enthalten: 1. Polen verlangt souveräne Rechte über Danzig, 2. polnisches Vetorecht gegen die Beschlüsse des Senats, 3.„glaubt“ das englische Blatt sogar, daß Polen die militärische Besetzung Danzigs durch Polen fordern werde, 4. Kontrolle der Danziger Schwerindustrie. Auch der Daily Herald glaubt, im gleichen Sinne aus Warschau berichten zu können. daß Beck am Freitag diese Forderungen aufstellen werde. m 4— Selbstverständlich berichtet News Chronicle das gleiche aus Warschau, während die Datly Mail ihre Warschauer Meldung mit der Ueberschrift versieht:„Poten beabsichtigt. Danzig zu kontrollieren". In der Meldung habe beschlossen, eine neue einem äußerst schwerwiegenden Die britisch=sowjetrussischen Verhandlungen werden weiter in das Dunkel geheimer diplomatischer Verhandlungen gehüllt. Von neuem mußte Chamberlain im Unterhaus erklären, daß er noch immer keinerlei definitive Mitteilungen über den Stand der Verhandlungen machen könne. In dem Wirrwarr der inspirierten Darstellungen und tendenziösen Gerüchte sind die einzelnen Phasen dieser Verhandlungen schwer festzustellen. Auf die britischen Vorschläge hat die Moskauer Regierung wieder ihrerseits Vorschläge gemacht, auf die nun die Londoner Regierung von neuem weitere Gegenvorschläge machen wird. Im großen scheint noch immer der Plan zu bestehen, eine militärische Unterstützung Sowjetrußlands nur denjenigen Staaten gegenüber eintreten zu nachsuchen und die selbst das Ausmaß der von Sowjetrußzland zu gewährenden Unterstützung zu bestimmen hätten. Mit dieser allerdings reichlich vagen Formulierung hoffte man, den bekannten bisherigen Widerstand Polens und Rumäniens gegen ein irgendwie geartetes Zusammengehen mit Sowjetrußland zu überwinden. Sowjetrußland sollte dann auf eine indirekte Unterstützung festgelegt werden, ohne daß dabei die von Polen und Rumänien bisher so sehr gefürchtete Möglichkeit eines sowjetrussischen Einmarsches oder Durchmarsches sich Rom, 2. Mai. Der ungarische Wirtschaftsminister Kunder ist zu einem fünftägigen Besuch in der Hauptstadt Italiens eingetroffen, um Besprechungen zur Vertiefung der wirtschaftlichen und zugleich auch der kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Ungarn zu führen. Die Grundlagen für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind bereits vom ungarischen Ministerpräsidenten und vom Außenminister während ihres römischen Aufenthaltes gelegt In unterrichteten italienischen Kreisen weist man bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß mit den Sowjets wieder akut werde, dürfte trotz aller von England verabreichten Beruhigungspillen, die eigentlich nur noch auf die französische Oeffentlichkeit zu wirken scheinen, den in erster Linie vom Bolschewismus bedrohten Staaten, darunter Rumänien, zu denken geben, meint man hier. In diesem Zusammenhang wundert man sich in Rom über Polen, das die Augen verschließen möchte in dem Glauben, den starken Mann spielen und auf die Hilfe Englands und Frankreichs zählen zu können. Die Versteifung Polens unter englischem Antrieb bildet denn auch ein stark behandeltes Thema der römischen Presse, wobei die in Warschau aufgestellte Behauptung, eine Landung deutscher Truppen in Danzig werde die sofortige militärische Aktion Polens auslösen, besonders hervorgehoben und gegenübergestellt wird der vom Führer in seiner Lustgarten=Rede erneut bekräftigten These, daß Deutschland den Frieden liebt, aber auch bereit ist, den Frieden zu schützer gen vorzubereiten, so daß man dem bevorstehenden offiziellen Besuch des jugoslawischen Prinzregenten Paul, für den eine Reihe licher Veranstaltungen vorbereitet wird, mit größtem Interesse entgegensieht. Der gegenwärtige Besuch des rumänischen Außenministers Gafeneu in Rom dürfte, wie man hier betont, auch Rumänien von der Zweckmäßigkeit überzeugt haben, das Balkangebilde in seiner bisherigen politischen Konstellation— Kleine Entente und Ba.i; kan=Entente— als Ausfluß der Politi# der demokratischen Westmächte für erledigt anzusehen und den von verschiedenen Balkanstaaten bereits beschrittenen Weg der Einstellung auf die Achse als den einzig natürlichen auch durch Rumänien beschreiten zu lassen. Die Rundreise des französischen GeneralissiEngland putscht weiter auf Vondon, 2. Mai. Die englische Presse ergeht ach weiterhin in zahlreichen Kombinatio= ken über die Haltung Polens gegenüber Deutschland. Bezeichnenderweise werden dabei die wildesten und phantastischsten Nachrichten Pläne der polnischen Politik verbreitet, immer mit der Tendenz, die Polen au zuracheln und stark zu machen. Die meisten Glatter berichten am Dienstag aus Warschau matischen Kreisen das Gerücht, daß die Londoner Regierung auf einem allerdings informellen Wege die polnische Regierung darauf aufmerksam gemacht habe, dan die britische Hilfe nach der offiziellen Beistandsverpflichtung nur im Falle einer Bedrohung der volnischen Souveränität und Unabhängigkeit, nicht aber wegen der Danziger oder der Minderheitenfrage ausgelöst werden könnte. Das hindert aber die ausgesprochene Hetzpresse und auch eine Reihe anderer Blätter nicht, die„Polenfrage“ in einem Sinne zu behandeln, der die Einkreisungsbestrebungen zu klar erkennen läßt. Auch die„Times“ macht da keinen Unterschied. Von einem wirklichen Verständnis des deutschen Standpunkte kann jedenfalls noch keine Rede sein. Der Führer stiftet Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes Berlin, 2. Mai. Der Führer hat durch Verordnung vom 1. Mai 1939 zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes eine Erinnerungsmedaille gestiftet. Die Vorderseite der dunkelbronzefarben getönten Medaille gleicht der der Erinnerungsmedaillen an den 13. März 1938(Oesterreich) und an den 1. Oktober 1938(Sudetenland). Die Rückseite trägt die Aufschrift„Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes März 1939“. Die Medaille wird an einem à inde in den Farben grün=weiß=rot(die Far5. des Memellandes) getragen. Dei Führer hat ferner bestimmt, daß die Erinnerungsmedaille an den 1. Oktober 1938 (Sudetenland) auch an diejenigen Personen verliehen werden soll, die anläßlich der Uebernahme des Schutzes über Böhmen und Mähren sich Verdienste erworben haben. insbesondere am Einmarsch usw. beteiligt waren. Sofern diesen Personen bereits die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 verliehen ist, erhalten sie zusätzlich eine Spange, die an dem Band der Medaille getragen wird; die Spange gibt eine reliefartige Darstellung des #ildes der Prager Burg wieder. eilauens Armeechef besucht Warschau Warschau, 2. Mai. Die Polnische Telegraphenagentur berichtet unter Bezugnahme auf eine Erklärung des litauischen Armeechefs General Rasztikis für das in Riga erscheinende Blatt Siewodnia, daß General Rasztikis am 8. Mai zu dem angekündigten Besuch in Begleitung des Chefs der zweiten Abteilung des litauischen Armeestabes, Oberst Dulksnis, und seines persönlichen Adjutanten nach Warschau reisen werde. General Rasztikis werde sich zwei Tage in Polen aufhalten. Japan zur politischen Lage Tokio, 2. Mai. In der heutigen Konferenz der Oberpräsidenten nahm Ministerpräsident Hiranuma zur gegenwärtigen politischen Lage Stellung und erklärte u. a., daß Japan von tiefem Dank gegenüber den Antikominternmächten Deutschland und Italien erfüllt sei für deren uneingeschränkte Unterstützung Japans seit Beginn des China=Konfliktes.„Ich bin fest überzeugt“, so führte der Ministerpräsident aus,„daß unsere Beziehungen zu diesen beiden Ländern mehr und mehr gefestigt und verstärkt werden müssen.“ warnt die Welt Unterstützung chinesischer Terroristen? Schanghai, 2. Mai. Der Leiter der Presseabteilung der japanischen Armee, Oberstleutnant Mabutschi, geißelte als Sprecher des Heeres die merkwürdige Haltung der Verwaltungen der internationalen Niederlassung gegenüber chinesischen Terroristen. „Die bei der Unterdrückung von Machenschaften antijapanischer Elemente bewiesene Haltung der Verwaltungen der internationalen Niederlassung und der französischen Konzession", so erklärte er wörtlich,„kann zu einer Lage führen, in der die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in diesen Gebieten nicht mehr möglich ist, so daß Aktionen der bewaffneten japanischen Macht gegen Niederlassung und Konzession erforderlich werden können.“ Der Sprecher sagte dann weiter, er wende sich mit dieser Erklärung warnend an die Oeffentlichkeit, nachdem direkte Proteste an die Verwaltungen sich als ergebnislos erwiesen hätten. Er betonte ferner, daß die internationale Niederlassung und die französische Konzession es den japanischen Streitkräften verdankten, wenn sie heute noch bestünden, denn das japanische Militär. habe bisher von Gewaltanwendungen bei der Unterdrückung antijapanischer Elemente in der Niederlassung abgesehen. Die Verwaltungen müßten dies anerkennen und sich zu ehrlicher Zusammenarbeit mit den japanischen Behörden bereit finden. Erwachsenenbildung Neuordnung eines wichtigen Gebietes kultureller Arbeit Berlin, 2. Mai. Partei, Staat und Gemeinde sind an den Aufgaben der Erwachsenenbildung. die die geistigen und politisch=weltanschaulichen Erkenntnisse der deutschen Volksgenossen erweitern und vertiefen und sie zu eigenem geistigem und künstlerischem Schaffen in ihrer Freizeit anleiten sollen, gleicherweise interessiert. Die an der Erwachsenenbildung beteiligten Stellen haben nunmehr, um die notwendige Zusammenarbeit innerhalb dieses wichtigen Aufgabengebietes herbeizuführen und sicherzustellen, im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers Richtlinien für die organisatorische Neugestaltung der Erwachsenenbildung vereinbart und gleichzeitig eine Reichsarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung begründet. Alleiniger, von Partei und Staat anerkannter Träger der Erwachsenenbildungsarbeit ist in Zukunft das Deutsche Volksbildungswerk, das hierzu auf Grund seiner bisherigen Leistungen berufen ist. Angurischer Eiunlerefach derndel Vollkommene Uebereinstimmung der beiderseitigen Auffassungen Berlin, 2. Mai. Der ungarische Staatsbesuch hat Dienstag seinen Abschluß gefunden. In den Besprechungen des Königlich Ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki und des Königlich Ungarischen Ministers des Aeußern Graf Csaky mit dem Führer und dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop, Generalfeldmarschal! Göring und dem Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß sind alle gegenwärtig Deutschland und Ungarn betreffenden aktuellen bleme in freimütiger Weise besprochen worden. Darüber hinaus ergab die Prüfung der europäischen Lage vollkommene Uebereinstimmung der beiderseitigen Auffassungen. Auch die im Rahmen des Staatsbesuches gelegenen Veranstaltungen haben zu einer weiteren Vertiefung der deutschungarischen Freundschaft einen wertvollen Beitrag geliefert. Nach mehrtägigem Aufenthalt haben die ungarischen Staatsmänner am Dienstagvormittag die Reichshauptstadt verlassen, um sich nach Budapest zurückzubegeben. Ministerpräsident Graf Teleki wurde vom Reichsminister des Auswärtigen, Gräfin Teleki von Frau von Ribbentrop, Außenminister Graf Csaky vom Staatssekretär von Weizsäcker und die ungarischen Herren der Begleitung vom deutschen Ehrendienst zum Anhalter Bahnhof geleitet, wo die ungarischen Gäste mit dem Reichsaußenminister und dem ungarischen Gesandten in Berlin, Sztojay, die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie abschritten. Auf dem Bahnsteig überbrachte der Chef der Präsidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meißner, die Abschiedsgrüße des Führers. Ferner waren zur Verabschiedung auf dem Bahnhof Reichsminister, Reichsleiter, Reichsführer Himmler und weitere führende Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht, sowie der deutsche Gesandte in Budapest, von Erdmannsdorfi, erschienen. Auch der italienische Botschafter in Berlin, Attolico, war anwesend. Der Reichsminister des Auswärtigen verabschiedete sich in herzlicher Weise von den ungarischen Staatsmännern. Die ungarischen Gäste werden bis an die Grenze bei Bruck a. d. Leitha=Bruckneudorf von dem Ehef des Protokolls Gesandten von Doernberg, dem Stabsleiter des Verbindungsstabes des Skellvertreters des Führers, H=Oberführer Stenger, und Oberst von Geldern=Crispendorf, sowie den dem Ehrendienst angegliederten Herren begleitet. Ausdruck tiefen Vertrauens Budapest, 2. Mai. Die Blätter besassen sich mit den zwischen dem Reichsaußenminister und dem ungarischen Ministerpräsidenten gewechselten Ansprachen und stellten dabei fest, daß sie Ausdruck eines gegenseitigen tiefen Vertrauens und einer aufrichtigen Freundschaft seien. Das Regierungsblatt Függetlenseg schreibt, die Berliner Trinksprüche bedeuteten neben den Kundgebungen der Freundschaft die Aeußerung eines tätigen Friedenswillens. Die ungarische Oeffentlichkeit blicke in diesen Tagen mit dankbarer Sympathie und Liebe auf das neugeborene Deutschland und seinen großen Führer, der den Nationen, die die Gerechtigkeit: suchen, die vor 20 Jahren durch eine Bürokratie des Hasses verschütteten Wege wieder gangbar gemacht habe. Im halbamtlichen Pester Lloyd heißt es, daß die Kontinuität der ungarischen Außenpolitik auf der Linie der Achse in Berlin richtig gewertet werde. Dafür zeuge das Vertrauen, für das Graf Teleki den aufrichtig empfundenen Dank des ganzen ungarischen Volkes in Berlin zum Ausdruck brachte. Wir Woden innter eltng... Generalfeldmarschalt Göring sprach zur Berliner Bevölkerung Berlin, 2. Mai. Den erhebenden Ausklang des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes bildete die gewaltige militärisch ausgestaltete Abendkundgebung der schaffenden Berliner im fackelerhellten Lustgarten, die sich mit der aufrüttelnden Rede von Generalfeldmarschall Göring im Mittelpunkt zu einem leidenschaftlichen Treuebekenntnis einer wirklichen Volksgemeinschaft für den Führer und Schöpfer des Großdeutschen Reiches gestaltete. Von gläubigem starkem Vertrauen getragen, brausten die Lieder der Deutschen zum nachtschwarzen Himmel emvor. Entschlossenheit und freudige Bereitschaft zur Hingabe erfüllten die Herzen, als die weihevollen Klänge des Großen Zapsenstreiches über den weiten Platz hallten, und jubelnder Beifall begrüßte das buntfarbige Höhenfeuerwerk, das als sprühendes Fanal der Lebensfreude den sinnbildlichen Abschluß dieses unvergeßlich schönen, ereignisreichen Feiertages der Nation verkündete. In seiner Rede sagte der Generalfeldmarschall, es ist nun schon eine wertvolle Tradition geworden, daß der Nationale Feiertag des deutschen Volkes in dieser gewaltigen Abendkundgebung ausklingt. Und inmitten dieses festlichen und farbigen Bildes voll Glanz und strahlender Schönheit ragt der gewaltige Maibaum empor zum nächtlichen Himmel als Zeichen der Freude und des Frohsinns, die diesen Tag erfüllen, zugleich aber auch als Symbol deutscher Einheit und Größe. Noch vor Jahresfrist stand dieser Baum jenseits der Grenzpfähle unseres Reiches. Heute ist das Land, auf dessen Scholle diese riesige und starke Tanne wuchs, wieder ein unlösbares Stückunseres Vaterlandes, des machtvollen Großdeutschen Reiches geworden. Das ganze gewaltige Geschehen der letzten Jahre kommt uns wie ein Wunder vor. Wir müssen uns fragen: Wie ist diese deutsche Wiedergeburt überhaupt möglich gewesen? Wenn wir den inneren Kern der Erneuerung erfassen wollen, dann, meine Kameraden, erkennen wir, daß die Wurzel all dieses Geschehens in der Einigkeit des deutschen Volkes liegt. In wunderbaren Worten hat heute der Führer an dieser Stelle zum deutschen Volke von der Einigkeit und von ihrem hohen Werte gesprochen. Und seht, meine Volksgenossen, wenn unser deutsches Volk einig ist und einig bleibt, wenn 80 Millionen Menschen, von gleichem Willen durchglüht, von gleichem Pulsschlag durchbraust werden wie der Führer selbst, dann wird es, das ist meine heilige Ueberzeugung, unüberwindlich allen Gefahren trotzen können. Denn nur die Einheit gibt uns die Kraft, alle Fähigkeiten, die in unserem Volke ruhen, zur höchsten Entfaltung zu bringen. Man behauptet draußen, Deutschland sei es, das andere Völker und Staaten bedrohe. Vor wenigen Tagen hat der Führer im Reichstag dieses Lug= und Trugbild zerrissen. Er hat klargestellt, daß das deutsche Volk niemanden bedroht, daß es, arbeitsam und fleißig, nur an seine eigene Erneuerung und an seinen eigenen Aufbau denkt. Nein, Deutschland bedroht niemanden! Aber es liegt auch nicht mehr in ohnmächtiger Schwäche darnieder. Heute kann man Deutsch= land nicht mehr erpressen und aussaugen wie ehedem. Deutschland wacht heute ebenso über seine Sicherheit. Und für die Ehre unserer Nation und die Sicherheit unseres Volkes sind wir bereit, alles einzusetzen. Der Führer hat das Vertrauen in die eigene Kraft erweckt, und dieses Vertrauen ist so gewaltia, daß niemand mehr unser deutsches Vertreter der Generatresidenz in Tunis begab sich sofort nach Bekanntwerden des Unfalls in das Krankenhaus, wo er sich vor den beiden sterblichen Hüllen der Verschiedenen verneigte. Der Ches des Militärkabinetts des Generalresidenten, Major Allais, sprach dem Kanzler des deutschen Generalkonsulats das Beileid des französischen Generalresidenten in Tunis, Labonne, aus. Engländer verhaften Aufermann Jerusalem, 2. Mai. Der deutsche Sportflieger Aufermann, dem schon in Aegypten völlig unberechtigte Schwierigkeiten gemacht worden waren, traf, aus Kairo kommend, auf dem Flugplatz Lydda ein. Na. sehr entgegenkommender Erledigung der Zollformalitäten durch die arabischen Beamten erschienen englische Kriminalbeamte, um Aufermann sämtliche Papiere und sogar sein Notizbuch abzunehmen. Auch der Paß, der wie alle anderen Schriftstücke völlig in Ordnung war, wurde beschlagnahmt. Die britischen Kriminalbeamten erklärten, sie müßten die Papiere„einer eingebenden Kontrolle" unterziehen. Sie sind Aufermann bisher nicht wieder zugestellt worden. Aufermann konnte Dienstag vormittag in Lydda zum Weiterflug nach Bagdad starten, nachdem die englischen Kriminalbeamten endlich in 24stündiger Arbeit seinen Paß gesichtet hatten. die ich meine" Ru=Klux=Klan=Mitglieder versinnbildlichen das Wahlrecht der Demokratie Newyork, 2. Mai. In Miami im Staate Florida fand die demokratische„Wahlfreiheit" durch Ku=Klux=Klan=Mitglieder ihre treffende Versinnbildlichung. In 35 Kraftwagen fuhren die Angehörigen dieses Geheimbundes in weißen Gewändern mit Kapuzen, mit brennenden Kerzen, durch die Negerviertel und forderten die farbige Bevölkerung auf, sich an den bevorstehenden Kommunalwahlen nicht zu beteiligen. De Demonstration war von schweren Todesdrohungen gegen Neger begleitet, die es wagen sollten, sich in der Nahe einer Wahlurne sehen. zu lassen. Volk zu schwächen vermag. Noch größer aber als das Vertrauen in die eigene Kraft ist das Vertrauen auf den Führer! Und dieses Vertrauen auf den Führer gibt uns erst die wahre und letzte innere Stärke. Vergeßt nicht, meine Kameraden und Volksgenossen, daß der Führer und seine nächsten Mitarbeiter Frontsoldaten gewesen sind. Wir kennen den Krieg! Wir haben gekämpft und uns nicht zu Hause herumgedrückt. Wir haben unter Beweis gestellt, daß wir nicht schwach werden. In dieser Führung wohnt eine starke Seele. Und wenn unser Volk von Frontsoldaten geführt wird, dann weiß es auch, daß es stark und tapfer geführt wird.(Stürmischer Beifall.) So dankt am heutigen Tag das ganze deutsche Volk in Einigkeit und Geschlossenheit seinem Führer Adolf Hitler, dem ersten Arbeiter und dem ersten Soldaten der Nation. Bewegten Herzens erfüllt uns dieser Dank zugleich mit dem Gelöbnis, diesen Dank durch höchsten Einsatz und strengste Pflichterfüllung abzutragen. Die unlösliche Einheit von Führer und Volk erleben wir als rechte Freude und höchstes Glück. Mögen draußen in der Welt Kriegshetzer und üble Geschäftemacher die Völker in nervöser Spannung halten, mögen sie Lügen und Verleumdungen über Ozeane und Kontinente ausbreiten— wir kennen keine Nervosität! Geschlossen steht das deutsche Volk, selbstsicher und zuversichtlich, im Bewußtsein seiner Stärke und in grenzenlosem Vertrauen, hinter seinem geliebten Führer. Wie ein Fels inmitten der brandenden Flut steht das Reich!(Brausender, sich immer wiederholender Beifall.) Und darum, deutsche Volksgenossen und deutsche Volksgenossinnen, wollen wir jetzt wie jedes Jahr in dieser nächtlichen Stunde unter dem gewaltigen Himmelszelt unseren ewigen Schwur erneuern, das höchste und kostbarste Gut, das uns der Führer geschaffen hat, zu halten und zu bewahren: die deutsche Einheit als Quelle der Kraft, der Größe und der Herrlichkeit bes Reiches! 44 Niemals soll uns die Zukunft wieder schwach finden. So tief wir auch in die Geschichte unseres Volkes zurückblicken: waren die Deutschen einig, so waren sie auch unüberwindlich. Wir wollen auf ewig einig bleiben! Das ist unser Antwort an alle jene, die da glauben, das Reich bedrohen zu können. Aus tiefster Not, in opfervollem Kampf und unsagbar harter Arbeit hat der Führer mit seinem Volk dieses Reich neu geschaffen, stärker und herrlicher denn je. Keine Macht der Welt wird dieses Reich zerstören, denn es ist aufgebaut auf der ewigen Einigkeit des deutschen Volkes.(Jubelnde Zustimmung und Heilrufe bekräftigen das Gelöbnis.) Deutscher Generalkonsul verunglückt Paris, 2. Mai. Der deutsche Generalkonsul in Tunis, Marschall von Biberstein, und seine Gattin wurden das Opfer eines schweren Autounfalls, dem beide schon wenige Stunden später erlagen. Der Kraftwagen, in dem der Generalkonsul, seine Frau und ein Begleiter Platz genommen hatten, stieß etwa zehn Kilometer von Tunis entfernt mit einem anderen Kraftwagen zusammen, in dem zwei Reservisten saßen. Der Generalkonsul und seine Gattin wurden in schwer verletztem Zustand ins Krankenhaus übergeführt, wo sie bald darauf ihren Verletzungen erlagen. Der Begleiter hat nur unwesentliche Verletzungen davongetragen. Ebenso haben die anderen Insassen nur einige Hautabschürfungen entitten. Ein Kommentar überflüssig Litwinow=Finkelstein trifft sich mit Bonnet und Halifax! London, 2. Mai. Daily Expreß meldet aus Genf, daß am 15. Mai zwischen Litwinow, Bonnet und Halifax wichtige Besprechungen stattfinden würden, die sich hauptsächlich um die Mitarbeit(!) Sowjetrußlands in der neuen Einkreisungsliga drehen werden. dankt dem Führer Danzig, 2. Mai. Auf dem Maifeld unter dem riesigen bändergeschmückten Maibaum feierte das schaffende Danzig den Tag der nationalen Arbeit. Auf dem fahnengeschmückten Felde waren nahezu 100000 Arbeitskameraden aufmarschiert, und weitere zehntausende süllten die weiten Räume außerhalb der Absperrungsketten der 1. Dieser Aufmarsch am 1. Mai war eine Dankkundgebung für Adolf Hitler. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses des Berufswettkampfes und des am 1. Mai 1938 in Danzig proklamierten Leistungswettkampfes der Betriebe verlas Gauleiter Forster unter dem Beifallssturm der Hunderttausende ein Danktelegramm der Danziger Bevölkerung an den Führer. Ministerialdirektor Kunz tödlich verunglückt Dresden, 2. Mai. Am Sonntag ereignete sich auf der Staatsstraße Dresden—Klotzsche ein schwerer Verkehrsunfall. Infolge unsichtigen und nebligen Wetters stießen zwei Personenkraftwagen zusammen. Dabei wurden der Ministerialdirektor im sächsischen Ministerium des Innern, Gauamtsleiter Erich Kunz, sowie seine neben ihm sitzende Schwägerin schwer verletzt. Sie starben noch während des Transportes ins Krankenhaus. Erich Kunz, erst vor wenigen Tagen vom Führer zum Ministerialdirektor befördert, war eine der bekanntesten politischen Persönlichkeiten in Sachsen. Erdbeben in Dorf im Meer versunken Tokio, 2. Mai. Die Kita=Provinz in Nordwest=Japan wurde am Montag von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Die Bevölkerung begab sich ins Freie. Es kam zu bedeutenden Verkehrsstörungen. Auch werden Hauseinstürze gemeldet. Die Erdstöße sollen die schwersten seit 25 Jahren Provinz auftraten. Wie das Observatorium in Tokio meldet, entstand das Erdbeben durch vertikale und horizontale Verlagerungen des Meeresbodens. Das schwere Erdbeben in der Provinz Akita hat, wie die Untersuchungen bisher ergeben haben, etwa 100 Menschenleben gefordert, über 1000 Häuser wurden zerstört. Einer Mitteilung der Polizei zufolge versank das Dorf Aikawa mit 70 Häusern im Meer. Obwohl Einzelheiten darüber noch nicht vorliegen, wird mit großen Verlusten an Menschenleben gerechnet. Ausland kauft deutsche Flugzeuge Berlin, 2. Mai. Den hohen Leistungsstand unserer Flugzeugindustrie zeigen umfangreiche Aufträge, die vom Ausland erneut an die deutschen Werke gegeben wurden. Die BückerFlugzeugwerke in Rangsdorf bei Berlin, die seit Januar dieses Jahres fast Apparate ihrer bewährten Flugzeugtypen in Ausland lieferten, erhielten neue Bestellungen aus Rumänien, Brasilien, afrika, der Schweiz und Schweden. Neben dem zweisitzigen Doppeldecker Jungmann, der bereits in 21 Staaten der Welt für Anfangsund Kunstflugschulung eingesetzt wird, gehen mit diesen Lieserungen auch mehrere Flugzeuge des Kunstflugeinsitzers Jungmeister,### wie des Kleinflugzeuges Student ins Ausino. Nr 102(Zweites Blatt) Mittwoch, den 3. Nlat 1939 „Schwerter Zeitung M A M TTWOCH Zum Geleit: Wem das Herz fest bleibt in der Not, der wird zuletzt nicht nur den lauen Freunden, auch seinen Feinden ehrfürchtig. Gustav Frentag. Gedenktage: 1848 Otto Lilienthal geboren. Wetter: Unverändert. Von neuem bildet sich eine Tiefdruckrinne Südfrankreich über Süddeutschland nach Wetter im Westen des Reiches fortbestehen läßt. Vorübergehend kann es auch wieder zu stärkeren Niederschlägen kommen. Die Temperaturen bewegen sich um plus 10 Grad. Aussichten für Mittwoch und Donnerstag: Bei mäßigen nordöstlichen Winden meist bedeckt und zeitweise Regen. Auch weiterhin recht Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Langsame Wetterbesserung. der fälschlich auch Holunder genannt wird, stammt aus Persien. Seine üppigen und von balsamischem Wohlgeruch geschwängerten Blütentrauben machen ihn zur Lieblingsblume vieler Menschen, besonders der Frauen. In der Blumensprache drückt er Leidenschaft und stilles Schwärmen für einen Gegenstand der Liebe aus. Nächst dem Goldregen, der jedoch stark aiftig ist, ist der Flieder ein beliebter Schmuck der Gärten, um so mehr als er wenia Pflege beansprucht. Einen Strauß Flieder im Zimmer stehen zu haben ist jetzt ein reizender Schmuck deutscher Häuslichkeit. Personalnachrichten der öffentlichen Behörden. Ernannt: Studienassessor Werner Ofterhage zum Studienrat an der Städtischen Hindenburg=Schule in Dortmund: Reg.Inspektoranwärter Kiko bei der Regierung in Arnsbera nach bestandener Regierungs=Inspektorprüfung zum außerplanmäßigen Regierungsinspektor: die Kreisobersekretäre Heyer### Landratsamt in Schwelm und Herberh beim Landratsamt in Unna zu Regierungsinspektoren: Regierungssekretär Bruno Rieden, zur Zeit bei der Regierung in Karlsbad. und Regierungssekretär Löher bei der Regierung in Arnsbera zu Regiertgg;g# beim Verwaltungsassistent Kurt Mischu Staatlichen Gesundheitsamt in Siegen zugi Peg waltungssekretär.— Abgeord ne: rungsdirektor Gildemeister bei der Regierung in Arnsberg zur auftragsweisen Verwaltung der Reg.=Direktorstelle der allgemeinen Abteilung beim Oberpräsidium in Koblenz: Regierungsassessor Laskowski, bisher bei der Regierung in Arnsberg, zum Reichslager der NSDAP. in Bad Tölz.— Der außerplanmäßige Regierungsinspektor Werner, bisher bei der Regierung in Arnsberg. ist dem Verwaltungs direktor der Charité in Berlin zur probeweisen Dienstleistung zugewiesen.— Der Assessor des Vermessungsdienstes Diplom=Ingenieur Haus Gerbens in Bochum ist für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni ds. Is. als Vextzeteg des beeideten Vermessungsingenieurs Lind Ger bens in Bochum vestentt.— Der RegierungsKassengehilfe Karl Schulz bei der Regierung in Arusbera tritt in den Rubestand. : Vergünstigung für Kriegsopfer in der Fürsorge. In der Arbeitslosenhilie genießen die Kriegsbeschädigten, Kriegerhinterbliebenen und andere Empfänger von Versorgungsbezügen die Vergünstigung, daß ihre Bezüge bis zu einem bestimmten Betrag bei der Bemessung der Unterstützung außer Ansatz bleiben. Auch Bemessung der Familienunterstützung ist eine entsprechende Regelung bis zu 25.— RM. monatlich vorgesehen. Der Reichsarbeits= und der Reichsminister des Innern erklären nunmehr durch Erlaß, daß es einem sozialpolitischen Bedürfnis entspricht, daß auch die Fürsorgeverbände Kriegsopfern und gleichstehenden PersoUnfälle bei der Arbeit. Dem Anstreicher P. H. rutschten bei der Arbeit in einer Fabrik einige schwere Eisenmastenteile auf den rechten Ober= und Unterschenkel. Er erlitt erhebliche Quetschungen.— Der Kesselschmied E. A., der damit beschäftigt war, einen Riemen auf eine Transmission zu legen, wurde von einem umkippenden Stück Eisen am linken Unterschenkel getroffen. Die erlittene Wunde entzündete sich später stark. Beide Verletzten mußten im Krankenhaus untergebracht werden. Bauernregeln vom Mai. Zum 1. Mai muß sich ein Rabe, zu Johannis ein Knabe im Korn verstecken könen.— Georaus und Mark's bringen oftmals was Arg's. Philipp und Ja kobe sind dann noch zwei Grobe: Pankraz. Mamerz, Servazi, das sind die drei Lumpazi, oft Urban gar ist streng fürwahr, auch Peter und Paul sind manchmal faul.— Wenn St. Urban kein gut Wetter hält, das Weinfaß in die Pfütze fällt.— Mairegen auf die Saaten, dann regnets Dukaten.— Bienenschwärme im Mai bringen viel Heu.— Nasse Pfingsten, sette Weihnachten!— Der Mai ist selten so gut, er setzt dem Zaunpfahl noch auf einen Hut.— Viel Gewitter im Mai, schreit der Bauer: juchhei!— m Mai ein warmer Regen bedeutet Früchtesegen.— Kühler Mai, ist'ne alte Regel. bringt viel Arbeit für Keller und Flegel.— Gibts der Eichenblüte viel, füllt sich auch des Kornes Stiel. Wenn Kröten fleißig laufen, wollen sie bald Regen saufen. Der Himmel im Mai. Der 31 Tage umfassende Mai bringt wieder große Fortschritte der Tagesspanne. 4 Uhr 31 Minuten ist am Monatsersten der Zeitpunkt, an dem die Sonne aufgeht: am Monatsletzten erscheint sie bereits 3 Uhr 45 Minuten. Am 22. Mai tritt unser Tagesgestirn in das Zeichen der Zwillinge.— Am 3. Mai findet eine völlige Mondfinsternis statt, die jedoch nur am Ende des östlichen Europas zu sehen sein wird. Der Mond wechselt im Mai viermal, und zwar haben wir am 3. Vollmond, am 11. letztes Viertel: Neumond tritt am 19. Mai ein und am 26. aibt es zunehmenden Mond.— Ueber die Sichtbarkeit der Planeten ist zu sagen: Der Merkur ist im Monat Mai nicht sichtbar.— Die Venus kann den ganzen Monat etwa 10 Minuten lang als Morgenstern gesehen werden.— Der Mars aeht am Anfang des Monats 1 Uhr 10 Minuten. Ende des Monats kurz vor Mitternacht auf und ist bis zum Verschwinden in der Morgendämmerung zu sehen.— Der Jupiter ist am Anfang des Monats noch unsichtbar. Von Mitte Mai ab taucht er am Morgenhimmel auf und zeigt sich am Monatsende von 1 Uhr 40 Minuten ab etwa 30 Minuten lang zum Verschwinden in der Morgendämmerung.— Der Saturn ist nicht sichtbar. * Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus... Den Wonnemonat Mai heißt man ihn, und hoffentlich macht er diesem Namen Ehre! Ein freundlich wonniges Mailüfterl mit viel goldigem Sonnenschein— so gehört sich's für diesen Monat. Die Menschen sind ja so dankbar, wenn's der Mai gut mit ihnen meint. Sie nehmen ihn so gern ins Herz hinein! Maienluft und Frühlingssehnen möchten in der Menschenbrust iubeln! Die in tausend bunten Blütenfarben aufglühende Natur tut's uns Deutschen immer wieder von neuem an. Selbst in der verstaubtesten Seele regt sich ein Verständnis für innige, sinnige Maienvoesie. Bald klingen die neckischen, bald mehr die getragen ernsteren Löne. Man denkt an den Mai des Lebens, die strahlende, jauchzende Jugend. Und sie aeht so bald vorüber. Genug wenn's nach Jahren leise und glücklich nachtönt von Maientagen mit junder Kraft und junger Liebe Menschenkind. kraumte nur ein wenig im Mai und schau in den klaren, blauen Frühlingshimmel! Vielleicht vurseit dir einer von den närrischen Summern und Frummern, den Matkäfer, auf die werte Nase. Es ist noch nicht so schlimm als wenn einem, mit Meister Scheffel zu reden, das Schicksal einen Meteorstein in die Suppe spuckt. * Der Flieder blüht! Wenn Flieder, Goldregen und Schneeball blühen, dann ist die schönste seit des Jahres gekommen! Die Amseln singen im Garten. Die Alvenrosen verschwenden ihre Pracht. Die Kastanien haben ihre Prunkkerzen blltgesteckt. Alles ist Schönheit und Lust, alles Erfüllung! Auch das junge Herz fühlt die vielürtige Bedeutung des Wonnemonds und ernlüht in Feuern der Liebe... Der blaue Flieder. Hreuee unle Ehrung der Arbeitsopfer der Gemeinde nen eine ähnliche Vergünstigung gewähren, wie sie das Reich vorsieht. Die Minister ordnen das Erforderliche an und stellen sicher, daß je nach dem Einzelfall 15 bis 25 RM. monatlich bei Bemessung der fürsorgerechtlichen Hilfsbedürftigkeit außer Ansatz bleiben. Die Vorschriften über die Anrechnungsfreiheit der Frontzulage bleiben unberührt. Die Anordnung tritt am 1. Mat 1939 in Kraft. Einstellung der Herstellung von Schlagsahne. Die Einschränkung der Herstellung von Sahne wird auch in diesem Jahre auf die Sommermonate, also auf die Zeit vom ½5. Mai 14. September 1939, ausgedehnt. Bune durch eine soeben veröffentlichte Verordnung getroffene Regelung ist aus sozialen Gründen gerechtfertiat. weil der Butter für einen weiten Kreis von Volksgenossen als Nahrungsmittel eine wesentlich größere Bedeutung zukommt, als der Sahne, die als Genußmittel nur für einen bestimmten Verbraucherkreis in Fraae Unser attueller Bilderdienst zeigt folgende Aufnahmen: Weltretordflieger Fritz Wendel erreicht mit der Messerschmitt Me. 109 R. 755.11 Kilometer Stundengeschwindigkeit: Brandenburg Endspielsieger um den Eichenschild: Fuß ball in Enaland: Deutschand,schlägt Zelaien im Hocken=Länderkampf:„Handt,= Großkampf MSV. Weißensels— Mev. Minden: Indienststellung des Kreuzers„Admiral Hipper“: Vo Nationalfeiertag des deutschen Volkes: Der Führer antwortet Roosevelt. Die wesis. Sur Wehrabzrichen Trager marschirten Holzen. Der Nationale Feiertag des deutschen Volkes hatte in Holzen in diesem Jahre ein besonderes festliches Gepräge. Am Sonntaa wurde der Maibaum von den Politischen Leitern. den Werkscharen und den Formationen der Bewegung unter Führung der Fahnen und einer Reiterabordnung zum Festplatz bei Roolf(„Jäger heim“) in dem im Frühlingsschmuck prangenden Wannebachtal geleitet, wo die feierlichen Aufrichtung erfolgte. Schulungsleiter Fritz mann führte in seiner Ansprache aus, daß der 1. Mai heute wieder ein Taa der Volks= und Naturverbundenheit geworden sei. an dem das Brauchtum unserer germanischen Vorfahren wieder lebendig werde. Anmutige Volkstänze sind Lieder der Jungmädel, somie Gedichtvorträge der Hitlerjugend beschlossen die Feiersuner. Am Morgen des 1. Mai hörten die Holzener Jungen und Mädel mit heißem Herzen die Kundgebung der Jugend. während am Mittag die Volksgenossen den Worten des Führers beim Staatsakt im Lustaarten lauschten. Der Nach mittag war ganz der Freude und dem Frohsinn gewidmet. Die Ortsarupve Holzen der NSDAP. hatte im vergangenen Jahre die Arbeitsonter, Witwen und Invaliden der Gemeinde zur losen Bewirtung in den festlich geschmückten Saal des„Jägerheims“ eingeladen. In großer Zahl waren sie der Einladung gefolat, um an den langen. blumenbekränzten Tischen ihre Ehrenplätze einzunehmen. Die Bewirtung der Ehrengäste hatten die RS.=Frauenschaft und der Ortsbauernstand Holzen übernommen. seinen Begrüßungsworten betonte Ortsgruppenleiter Rudolf Grothstück, daß unser größter Dank dem Führer zukomme. Adolf Hitler habe aus dem Tage der roten Internationale ein wahres Fest der Volksgemeinschaft und des Sozialismus der Tat geschaffen, an dem das ganze deutsche Volk teilnehme, um der Welt zu zeigen, wie das neue Deutschland seine schaffenden Volksgenossen ehre. Am 1. Mai solle der deutsche Arbeiter neue Kraft für die kommende Arbeit gewinnen in dem Bewußtsein, daß jeder an seinem Platze in unerschütterliche Treue zum Führer seine Pflicht erfüllt. Eine abwechslungsreiche Feierfolge, in der das Lied der Arbeit in Gesängen und Gedichten immer wieder aufklang, bot den einige unterhaltsame Stunden. Nach Gedichtvorträgen der Jugendaruppe der NS.=Frauenschaft sangen die Jungmädel Frühlingslieder. Die Singegruvve der NS.=Frauenschaft unter der Stabführung von Lehrer Pa. Schulte erfreute durch den stimmlich schön ausgeglichenen Vortrag einiger Volkslieder. Für die Freunde des Schießsportes war auf dem Festplatz ein Schießstand errichtet worden, der eifrig besucht wurde. e e. Am Abend feierten die Schanenven von Holzen und Höchsten=Sommerberg gemeinsam das Volksfest im Saale Roolf. Der Hoheitsträger konnte eine Anzahl Orts= und Kreissieger des Reichsberufswettkampfes und die beim Bau der Reichsautobahn beschäftigten Volksgenossen aus Ungarn besonders herzlich willkommen heißen. Parteigenosse Heimann sorate durch seine heiteren Vorträge für Stimmung und Humor. Auch seine„Bauernkapelle“ fand reichen Besondere Anerkennung verdient die Kavelle des Pa. Killmer, die sich wie stets uneigennützig in den Dienst der Volksgemeinschaft aestellt hatte. Ein Innzabend beschloß den Feiertag des deutschen Volkes. abend auf dem Platz vor der Hans=Schemmund auf den Beinen. Mit Fanfaren und Trommeln marschierte, die Zehzrszugzgen der der Abteilung aus dem Lehrm# Stahlwerke Brüninghaus an. Gesang, Gedichte und Kernsprüche, im Wechsel porzstrexeigeguuge lerjungen vorgetragen, leiteten die Weieengug ein. Dann folgten Darbietungen des BDM. d des Jungvolks. In das Gedenken des Ortsgruppenleiters Scholtis an unseren Führer Adolf Hitler und das Sieg=Heil auf ihn stimmte die Menge begeistert ein. Am hörte man in allen Häusern, in den Gaststätten und in der Aula der Haus=Schemm=Schule die Uebertragungen aus der Reichshauptstadt. In den Betrieben fanden Betriebs=Appelle mit Aus zeichnung der Reichsberufswettkampffieger statt. Als man in den Nachmittags= und Abenonunden man, daß auch hier die Parole„Freut Euch des Lebens“, gern befolgt wurde. Besonders im großen Saale der Wirtschaft Fritzenkötter, wo die Ortsgruppe der NSDAP. in Gemeinschaft mit der NSG.„Kraft durch Freude" zu einer Feier eingeladen hatte, herrschte Hochbetrieb. Neben der Tanzkapelle hatte sich aus Italienern, die wieder hier in größerer Zahl beschäftigt sind und den Volksfeiertag mit uns gemeinsam begingen, eine zweite Kapelle gebildet. Tanz und frohe Stimmung hielten bis 1. die vorgerückten Stunden an. Schulnachricht. Holzen. Mit der Erteilung des Handarbeitsunterrichts an den Volksschulen Wandhofen und auf dem Buchholz ist die Lehrerin Elisabeth Felderhoff aus Iserlohn beauftragt worden. Gemeiner Diebstahl. Wandhofen. Einem Handwerksmeister, der auf dem Eisenbahngelände beschäftigt war, wurde aus einer Rottenbude von seiner dort abgelegten Weste eine Taschenuhr mit Kette gestahlen. Der Täter kann nur unter denjenigen zu suchen sein. die in der Nähe gearbeitet haben. Nach der Arbeit frohes Fest. Westhafen. Die arbeitsame Bevölkerung der alten Ruhrstadt Westhofen beging den Nationalen Feiertag in schöner Geschlossenheit. Jedes Schulungsarbeit im Gartenbauverein. Westhofen. Der Westhofener Gartenbauverein hielt eine Tagung ab, in der der Vorsitzende. Hüttendirektor a. D. Eu petanntgaß Ees wurde sten Verbandsnachrichten bekan#r.es Walde besonders auf die Fruhjahrsspritzung der Obstbäume hingewiesen, die in diesem Jahre eine außerordentlich gute Entwicklung der Blütenknospen zeigen und eine gute Ernte lassen. Zur Bekämpfung einer der gefährlichsten Schädlinge der Obstgewächse, des Fusicladium oder Schorf, wurde es als unbedingt notwendig bezeichnet, bereits vor der Blüte zwei Spritzungen mit einer 1prozentigen Kupferkaltbrühe durchzuführen. Bei den spät blühenden Bäumen ist diese Spritzung jetzt noch möglich. ie Verbreitung des Pilzes ist gerade in dieser Zeit am stärksten. Nach der Blüte und dem Fruchtansatz soll nochmaks eine Spritzung vorgenommen werden. Die Spritzmittel stehen in genügender Menge für die Mitglieder zur Verfügung. Ein Spritzmeister, der an die Stelle des bisherigen, jetzt aber beruflich verhinderten, treten soll, wird noch namhaft gemacht Zu dem Fest des 50jährigen Obst= und Gemüsebauverbandes für Westfalen und Lippe, das am 15./16. Mai 1939 in feld stattfindet, wird auch der hiesige Gartenbauverein Vertreter entsenden. Als neues heim wurde der Gasthof Zier vorgeschlagen. Am Sonntag, dem 7. Mai. um 8 Uhr morgens, soll vom Bahnhof Westbofen aus eine Frühlingswanderung nach Garenfeld unternommen werden, wobei die Besichtigung einiger Obsthöfe geplant ist. Am Schlusse der Tagung hielt der Schulungsleiter Lehrer Schulte(Buchholz) einen lehrreichen Vortrag über das Thema„Iflanzt Beerenobst", der mit Beifall belohnt wurde. Wieder ein froher Abend. Westhofen. Für den nächsten Filmabend, den die Ortsaruppe der NSDAP. am 5. Mai im Saale Fritzenkötter veranstaltet, ist wieder ein lustiges Programm vorgesehen. Als Hauptfilm wird„Die kleine Sünderin“ in einer Schwarz= fahrt ins Glück vorgeführt. Säualingspflegekursus im Deutschen Frauen werk. Westhofen. Die ersten Unterrichtsstunden im Säualinaspflegekursus des Deutschen Frauenwerks finden heute, Mittwoch, von 25 bis 17 Uhr statt. Alle Teilnehmerinnen werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Anmeldungen werden noch von der Ortsabteilungsleiterin Frau Adele Höher, wohnhaft Bahnhofstraße 7, entgegengenommen. Jugendaruppe der RS.=Frauenschaft. Westhofen. Am 4. Mai. um 20 Uhr, findet ein Heimabend statt Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. da Uebringen für die nächste Veran und gevlant sind. Mit dem Erlaß vom 19. Januar 1939 hat der Führer das SA.=Sportabzeichen zum SA. erhoben und damit die innere Bedeutung dieses Ehrenzeichens klar herausgestellt. Es ist das Zeichen körperlich=gen#### Wehrhaftigkeit, das jeder wehrfähige deutsche Mann zu erringen bestrebt sein muß, der das Ideengut des Nationalsozialismus in sich aufgenommen hat und hier durch die Tat sichtbar Obwohl“ bereits 1.5 Millionen deutscher Jahre 1934, als der Führer das SA.=Wehrabzeichen stiftete, waren es 150000— stecken in dieser Arbeit noch in einem Anfang. Die nächsten Monate werden— getragen von der dazu berufenen SA.— einen weiteren Aufschwung bringen, um auch den letzten nossen zum Erwerb des SA.=Sportabzeichens anzuhalten. Auch diejenigen, die keiner tion angehören, werden in den S#=Wehrabzeichen=Gemeinschaften, die allenthalben durch die SA. gebildet werden, die Gelegen fin den. dieses Zeichen zu erwerben, das Zeugnis ablegt von der körperlichen Leistungsfähigkeit und der weltanschaulichen Haltung seines Trägers. Es ist selbstverständlich, daß sich der E### ger des SA.=Wehrabzeichens auch weiterhin schult und wehrtüchtig erhält und sein Wer##gang nicht mit der einmaligen Erringung des SA.=Wehrabzeichens beendet in,„iehergglungs, Grunde sind vom Führer die übungen befohlen worden, die alljährlich, durch: geführt werden und den SA.=Wehrabzeunen. ger verpflichten, sich dauernd auf der Hohe seiner Leistungsfähigkeit zu halten. Die W holungsübungen, die vom Stabschef im ersten Teilabschnitt für die Zeit vom 1. Mai bis 15 Juni 1939 angeordnet sind und Prüfungen im Kleinkaliberschießen, Handgranatenzielwurf und im 1500=Meter=Geländelauf vorsehen, sind von den Angehörigen der sonstigen Inhabern des bei dem für sie örtlich zuständigen SA.=Sturm abzuleisten. Die Einheiten bezw. Dienststellen der SS., des RSKK., des RAD. und der Deutschen Polizei führen die Wiederholungsübungen lbständig nur für ihre Angehörigen durch. Zur eilnahme verpflichtet sind alle SA.=Wehrabzeichenträger, die die Abschlußprüfung in Gruppe III(Geländedienst) vor dem 1. Januar 1939 abgelegt haben. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind lediglich die Männer, die das 40. Lebensjahr vor dem 1. Mai 1995. dem Tage der 1. Wiederholungsübung, haben. Soweit diese jedoch das silberne bezw. goldene SA.=Wehrabzeichen erwerben wollen, müssen sie ebenfalls teilnehmen. Das Abzeichen in Silber erhält, wer das bronzene besitzt und 5 Jahre hintereinander an den Wiederholungsübungen mit Erfolg teilgenommen oder wer im Laufe der Wiederholungsübungen das 35. Lebensjahr vollendet hat. Das Abzeichen in Gold erhält, wer das silberne besitzt und weitere 6 Jahre hintereinander an den Wiederholungsübungen mit Erfola teilgenommen oder wer im Laufe der Wiederbolungsübungen das 40. Lebensjahr vollendet hat. den Fällen, in denen das Lebensalter für die Verleihung des silbernen oder goldenen SA. Wehrabzeichens entscheidend ist müssen zum Erwerb des silbernen mindestens drei, zum Erwerb des goldenen Abzeichens mindestens zwei weitere Wiederholungsübungen,.. Gemerher werden. In jedem Falle muß der Rewriint aber zunächst das bronzene Abzeichen erwerben. Befreit von der Teilnahme an den Wiederholungsübungen sind ferner Soldaten und Beamte der Wehrmacht, wenn sie sich zu dem Zeitunkt der örtlich stattfindenden Wiederholungsübungen im Wehrdienst befinden; außerdem Inhaber des SA=Wehrabreichens, die ihre dauernde Untauglichkeit auf Grund einer ärztlichen Bescheiniauna bei der Obersten# Sührung nachweisen. Nichtteilnahme an den Wiederbolungsübungen hat für alle übrigen S##=Peir: abzeichenträger Entziebung des SA.= z. 1. zeichens zur Folge Jeder SA.=Wehrao. träger hat also die Pflicht sich bei seinem örtlich zuständigen SA.=Sturm mit den erforderlichen Unterlagen zur Ableistung der übungen zu melden. Der Zeitpunkt der Durchführung der Wiederbolungsübungen wird dem Wehrabzeichenträger durch die betreffenden Dienststellen mitgeteilt. Für Ausfälle sind##. nügend Ersatztage vorgesehen, doch müssen Wiederholungsübungen in den festgesetzten Monaten abgel Der Teitterefuhrer i dem Archnert Wer bauen Win, mas Faustrile fraben Es gibt viele Dinge, die man von zwei Seiten aus ansehen und anpacken kann. Man muß sich nur vorher überlegen, mit welcher Methode man gut und mit welcher man schlecht fährt. Die Tatsache, daß der gute Wille in beiden Fällen vorhanden ist, kann nicht immer als Entschuldigung gelten. Es gibt so manchen Betriebsführer, der den besten Willen dazu hatte, Vorbildliches im Sinne von„Schönheit der Arbeit“ zu schaffen und der dann doch einen„Griff daneben" machte. Oft erlaubte es ihm auch der Aufschwung seines Betriebes, hierfür einen ansehnlichen Betrag des Bankkontos locker zu machen. Wenn dann alles fertig dastand, war aber doch keiner so recht mit dem Geschaffenen zufrieden. Wie war das möglich? „Wozu die Umstände?“ Die Erklärung ist verhältnismäßig einfach. Wenn ein Mann ein verhältnismäßig guter Führer seines Betriebes ist, wenn er sein Fachgebiet ausgezeichnet versteht und sich vielleicht einen hohen Ruf erworben hat, muß er deshalb aleich von allen Dingen etwas verstehen? Es kommt so oft vor, daß ein solcher Mann, den man in seinem Arbeitskreis nicht missen möchte, danebengreift, weil er sich eingebildet, er könne nun auch auf allen Gebieten alles selbst schaffen und erledigen. Solch ein„Herrscher“ in seinem Gebiet kommt gleich meist mit den selbstentworfenen Plänen und Projekten in die Sitzung des Vertrauensrates, wenn über die Verbesserung der Arbeitsplätze und die schönere Gestaltung des ganzen Betriebes gesprochen werden soll. Wahrscheinlich ist er schon unangenehm berührt, wenn der Betriebsobmann aufsteht und meint, das wäre alles sehr schön, aber es wäre doch sicherlich besser, wenn man den zuständigen Mann der Deutschen Arbeitsfront zu den Beratungen hinzuziehen und seinen Rat einholen würde.„Aber wozu denn diese Umstände? Wir wollen schnell mit unseren Neubauten fertig werden. Ich verstehe das auch viel besser, was für einen Betrieb notwendig ist als andere Leute! Die Männer der Deutschen Arbeitsfront sollen mir sehr willkommen sein, wenn sie nachher zur Besichtigung kommen und uns vielleicht dann die Auszeichnung überreichen, die wir sicher bekominen werden.“ Das ist dann ungefähr der Standvinkt des„Chefs“, der es schon seltsam findet, daß man seine Projekte kritisch prüfen will, wo er doch das ganze Geld dazu gibt und sich doch wirklich nicht knauserig gezeigt hat. Als nun alles fertig war... Also wird feste darauflosgebaut. Ein großes Gemeinschaftshaus entsteht, mit Kegelbahn und Tonfilmapparatur und was sonst noch in einem modernen Kameradschaftshaus beansprucht werden kann. Als dann alles fertig ist, muß der Prokurist dem Betriebsführer sagen, daß die Kosten die Voranschläge doch weit übertroffen haben und daß die Bauten viel mehr Geld beanspruchen, als man zuerst gedacht hatte. Als nun eines Tages die Beauftragten der Deutschen Arbeitsfront all das Neugeschaffene besichtigten, konnten sie zwar lobende Worte für den guten Willen geben, aber sie mußten doch auf manche Dinge hinweisen, die man nicht so gemacht hätte, wie es die große Gemeinschaft aller Schaffenden sich vorstellt.„Hätten Sie uns um Rat gefragt, lieber Betriebsführer", meinte der zuständige Referent des Amtes„Schönheit der Arbeit",„dann hätten Sie sicher eine ganze Menge Geld gespart, das Sie dann für Neuinvestitionen ihres Werkes frei gehabt hätten, und wir hätten sicher Geschmack und Formgefühl Ihrer Gefolgschaftsmitglieder besser getroffen.“ Einer, der es anders machte. Wir kennen auch viele Betriebsführer, die es anders und— wir müssen es schon sagen.— besser machten. Meist sind es jene, die nicht mehr Banknoten mit schönen Guthabensaldo zur Verfügung haben. Sie schlagen dann den anderen Weg ein, den wir hier gleich als den richtigen kennzeichnen möchten. Wie kürzlich der Betriebsführer eines kleinen Werkes, gehen sie zur „Kraft durch Freude"=Dienststelle" und tragen hier ihre Wünsche vor. In jenem Fall, der als Beispiel gelten kann, war in dem 45 Arbeitskameraden beschäftigenden Betried seit 20 Jahren nichts verändert worden. Nun sollen aber Maler und Tischler in den alten Bau einziehen, und einige Räume sollen für die Gemeinschaft der Arbeitenden neugeschaffen werden. Der zuständige Gaureferent ging in den Betrieb, fertigte ein Gutachten mit genauen Kostenvoranschlägen an und stand auch während der ganzen Ueberholung mit Rat und Tat zur Seite. Als in diesem Betrieb die Umgestaltung beendet war, waren alle zufriedengestellt: der Betriebsführer, die Gefolaschaft und auch die Männer der Deutschen Arbeitsfront, die sich freuten, einen neuen Betrieb auf dem besten Wege zum Musterbetrieb zu haben. Das Wörtchen„Hätte ich doch“. Bei jenem ersten Betriebsführer der es ganz besonders gut machen wollte, der„fremden" Rat ablehnte, stand am Abschluß all der gutgemeinten Maßnahmen das Wörtchen„Hätte ich doch“. Das brauchte der Betriebsführer des kleinen Werkes nicht zu sich selbst zu sagen. Die Deutsche Arbeitsfront möchte es vielen Betriebsführern ersparen, am Schluß eines großen Umbaues ihres Betriebes enttäuscht zu sein. Deshalb sei besonders vermerkt, daß genügend Architekten bei den einzelnen Gauwaltungen zur Beratung zur Verfügung stehen. Diese Vertrauensarchitekten des Amtes„Schönheit der Arbeit“ arbeiten ganz im Sinne und nach den Weisungen des Amtes„Schönheit der Arbeit“ Diese Männer kommen nicht in den Betrieb, um irgendwelche kühnen Experimente durchzuführen, sondern um das Bestmögliche und Zweckmäßigste nach den vorhandenen Mitteln schaffen zu helfen. Freizeitgestalter im Dienste der Schaffenden auf den KdF.=Wanderwart. Wir haben deshalb Abteilungsleiter Kuhn, der im Reichsamt„Reisen, Wandern und Urlaub“ das Arbeitsgebiet„Wandern“ betreut, gebeten, uns einmal die Bedeutung und Aufgaben des Wanderwartes zu umreißen. Wir dürfen uns glücklich schätzen, in unserem Vaterlande eine große Anzahl von Volksgenossinnen und Volksgenossen zu besitzen, die über ihre normale Arbeitszeit hinaus noch ehrenamtliche Dienste zum Wohle des Volksganzen leisten. Sie sind mit einem bewundernswerten Eifer am Werke und scheuen keine Mühe, die ihnen gestellten Aufgaben restlos zu ersüllen. Zu diesen stets einsatzbereiten Amtsträgern gehören auch die im Rahmen der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" tätigen Wanderwarte, deren Arbeit sich hauptsächlich vor den Toren der Städte vollzieht. Die Vielseitigkeit des Aufgabengebietes bringt es mit sich, daß schon bei der Auswahl dieser Amtsträger Voraussetzungen zu beachten sind, welche nicht als alltäglich bezeichnet werden können. Abgesehen von der absoluten Zuverlässigkeit in weltanschaulicher und charakterlicher Hinsicht müssen ein start ausgeprägtes Naturempfinden, sowie tief im Herzen wurzelnde Heimatliebe vorhanden sein. Darüber hinaus soll der Wanderwart Fachkenntnisse auf dem Gebiete der Tier=, Vogel= und Pflanzenkunde, Geologie, Heimatgeschichte usw. besitzen. Ausbildungslehrgänge, die eigens für KdF.=Wanderwarte durchgeführt werden, tragen zur Festigung und Erweiterung dieser Spezialkenntnisse bei. Mit der Führung und Betreuung einer KdF.= Wandergruppe beginnt der praktische Arbeitseinsätz. Der KdF.=Wanderwart ist Freizeitgestalter im Dienste der Schaffenden und Wahrer aller heimatlichen Belange! Seine Aufgabe ist es, Volksgenossinnen und Volksgenossen in ihrer Freizeit, am Wochenende oder auch während des Urlaubs hinauszuführen in die Landschaft, um ihnen dort die Schönheitenund Werte der deutschen Heimat zu vermitteln. Die einzelnen Wanderungen werden nach bestimmten Plänen vorher festgelegt, wobei nicht die Zahl der zurückgelegten Kilometer, sondern allein das Erlebnis und die innere Bereicherunmaßgebend sind. KdF.=Wandern soll dem Schaffenden, dessen Arbeitskraft heute mehr denn je gebraucht wird, eine zweckentsprechende gesundheitsfördernde Erholung bieten. Daneben stellt es eine nicht zu unterschätzend Bereicherung des Wissens dar. Ob der Arbeits kamerad aus dem Häusermeer der Großstädt Berge, Wälder und Felder, als Ausdruck forn gewordenen Schöpferwillens, betrachtet, obe den Blick zu nächtlicher Stunde hinaufrichter# die geheimnisvolle Sternenwelt oder ob er mi dem Bauern auf dem Felde ins Gespräch komm und dabei dessen Arbeit verstehen und schätzer lernt— immer werden diese Eindrücke erhebem und belehrend zugleich sein! Der Wanderwart sorgt dafür, daß dies Wanderungen nicht zu einer falschen Romanti führen oder gar einer Flucht aus der Wirklich keit gleichkommen, sondern das erreichen, wai in ihrer Zielsetzung liegt: Ausgleich gegenüber einseitiger Alltags. arbeit, Förderung der Volksgesundheit und Erweckung der Heimatliebe! Für den Wanderwart ergeben sich bei jede Wanderung weitere Aufgaben, denen er unbe dingt gewachsen sein muß. Verstaucht sich bei spielsweise ein Teilnehmer den Fuß, so gilt es erste Hilfe zu leisten. Wird nach dem Namen dieses oder jenes Baumes gefragt: der Wander. wart gibt Auskunft. Tauchen Zweifel über die Wegführung auf, so hat der Wanderwart unter Zuhilfenahme von Karte und Kompaß die Rich tung einwandfrei festzustellen. Diese Reihe von Beispielen könnte noch fortgesetzt werden, sie zeigt, daß KdF.=Wanderwarte eine sehr umfangreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit zu erfüllen haben. Neben der eigentlichen Führungstätigkei werden in den Stadtgebieten je nach sachlichen Erfordernis Heimabende durchgeführt, bei denen der Wanderwart gleichfalls in Erscheinung tritt. Es gilt hier u. a. Rückschau zu halten auf die letzte Wanderung und die nächste zu besprechen. In den Landkreisen werden von seiten der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" gleichfalls Wanderwarte eingesetzt; denn sie sind auch dort unentbehrlich! Viele Volksgenossen werden behaupten, der Landbewohner wandere nicht. Das trifft jedoch nicht zu, denn auch auf dem Lande gelangen KdF.=Wanderungen zur Durchführung, wobei insbesondere das Radwandern gepflegt wird. Der Wanderwart au dem Lande tritt fernerhin als Betreuer von KdF.=Urlaubern und Wandergruppen, die aus der Stadt kommen, in Erscheinung. Schon morgens holt er sie vom Bahnhof oder vom Quartier ab und führt sie zu den schönsten Stellen seiner engeren Heimat. Er sorgt auch dafür, daß die Wandergruppen gut untergebracht und verpflegt werden. So stellt der Wanderwart auf dem Lande ein wertvolles Bindeglied zwischen Stadtbewohner und Landbevölkerung dar. Auch in die Heimatarbeit ist er eingeschaltet und vollbringt in Verbindung mit dem Naturschutzbeauftragten, den Förstern usw., die gestellten So erfüllen die Wanderwarte der RS6. „Kraft durch Freude" selbstlos ihre Pflicht. Für ihre Tätigkeit verlangen sie keinerlei Lohn. Sie erwarten nur, daß ihrem Einsatz die Anerkennung zuteil wird, die er verdient. Wärum=Benlducht? „Schönheit der Arbeil“ auch für das Schneiderhandwerk Nr. 14 Foto Terre Der General und sein Oberst. Willy Birgel und Albert Florath in einer entscheidenden Szene des Terrasilms„Der Gouverneur, den V. Tourjansky inszenierte. N. 20 Feie Terre Albert Plorath. Rol“ Weih, Hannelore Schroth und B..# Horney in einer beneren Episode Teurjansky- Filme der Terta rigritte DDes Ssourerpeten! Der Handwerker hat eine viel unmittelbarere Beziehung zur Arbeit als der Werktätige in großen Betrieb, in dem der Produktionsprozeß in unzählige Teilabschnitte zerlegt ist. Er arbeitet nicht an irgend einem Teilstück, sondern er kennt das vollständige Produkt und arbeitet an ihm bis zur Fertigstellung. Darum hat er auch eine stark persönliche Einstellung zu seinem Erzeugnis und arbeitet schöpferisch. Der Schneider, der das Modell oder den Schnitt selbst entwirft, wird immer Freude empfinden, wenn er am Ende seiner Arbeit mit Befriedigung feststellen kann, daß das Kleidungsstück„nach Maß“ sitzt. Wie ist es nun aber um die Arveitsstätten des Schneiders bestellt? Sind sie so gestaltet, daß sie den gesundheitlichen Ansprüchen gerecht werden Ist es auch in ihnen schöner, heller und freundlicher geworden? Die Frage beantwortet eindeutig der jetzt vom Amt„Schönheit der Arbeit" begonnene Aufklärungsfeldzug„Schönheit der Arbeit im Handwerk“. 89### Bisher hat doch die beliebte Ausrede:„Für meinen kleinen Betrieb lohnt es sich nicht," schließlich doch alles beim alten belassen. „Schönheit der Arbeit“ ist nicht eine Frage der Mittel, der Geldkalkulation, sondern in erster Linie eine Frage des guten Willens. Der gute Wille wird immer einen Weg zu finden wissen, der dem Handwerker hilft, seine Arbeit leichter und froher und in gesunder und freundlicher Umgebung zu verrichten. Es ist doch so, daß der schaffenve Mensch die meiste Zeit seines Lebens am Arbeitsplatz verbringt, und es ist ein Unrecht und eine Mißachtung seiner Arbeitsleistung, diese Arbeitsstätte zu vernachlässigen. Was nicht mit einem Schlag zu erreichen ist, das schafft der eiserne Wille im Laufe der Zeit in unermüdlicher Zähigkeit und Kleinarbeit Zug um Zug. Ordnung und Sauberkeit sind die primärsten und selbstverständlichsten Forderungen für den Schneiderbetrieb. Jeder Schneidermeister muß stets deshalb sein besonderes Augenmerk darauf richten, daß das Handwerkszeug schnell erreichbar und übersichtlich angeordnet ist. Der Schneider, der nur zu oft sehr dunkle Stoffe verarbeitet, muß sein Augenlicht besonders stark einsetzen. Es ist deshalb Pflicht, dafür zu sorgen, daß sein Arbeitsplatz vorbildlich beleuchtet ist; eine unbedingte Notwendigkeit zur Erhaltung der Gesundheit des Arbeitenden. Es muß daher geprüft werden, ob an allen Arbeitsplätzen das Tageslicht stark genug einfällt. Ist das nicht der Fall und das künstliche Licht wird zusätzlich eingeschaltet, dann darf nie Zwielichtwirkung entstehen, und zur Schonung des Augenlichts des Schaffenden muß eine Tageslichtbirne verwandt werden. Die Schneiderarbeit löst starke Staubentwicklung aus. Es wird daher eine dankbare AufKleinbetrieb eine Be= und Entlüftungsanlage zu konstruieren, die der Kleinbetrieb sich auch finanziell leisten kann und die wirksam für gesunde Luft im Arbeitsraum sorgt. Der Schneider, der seine Hauptarbeit sitzend verrichtet soll auch nicht auf kantigen, unbequemen Hockern am Arbeitsplatz sitzen, sondern einen Arbeitsstuhl besitzen, der ihn vor Ermüdung und gesundheitlichen Schäden schützt. Einen Arbeitsstuhl mit Lehne, der dem Rücken einer festen Halt und eine wirkliche Stütze gibt. Aber es ist außer den bis jetzt angeführten Forderungen noch etwas, das uns für den Handwerker ebenso notwendig erscheint, wie für jeden anderen schaffenden Menschen: die Schönheit und Freundlichkeit seiner Arbeitsstätte. Leistung und Arbeitsfreude werden erhöht, wenn der Arbeitende sich in seiner Umgebung wohlfühlt!„Die Arbeit fliegt von der Hand“, wie man so sagt. Hierfür müssen auch allmählich die Mittel abfallen. Es ist nicht einzusehen, warum in den Arbeitsstätten des Schneiderhandwerks einer alten und ebenso grundfalschen Tradition entsprechend mißfarbene, großblumige Tapeten an den Wänden zu finden sind. Helle, frische Farben geben dem Raum ein ganz anderes Gesicht. Bunte, luftige Vorhänge lassen mehr Licht in den Raum und geben ihm Behaglichkeit. Es war der große Irrtum einer abgeschlossenen Zeitepoche, daß die Arbeit grau und darum die Arbeitsstätte ebenfalls ste big und trüb sein müsse, wie ein Büßergewand Arbeit ist Lebenselement und Lebensinhalt! in Einklang mit ihr steht nur der helle, froe Farbton. Besser als alle altüberlieferten großblumig=düsteren Tapeten sind die hellen Wände mit Spruch= oder geschmackvollem Bildschmuc und die luftigen Räume, denen Blumenschmuck ein freundliches Gesicht gibt. Wir haben in Deutschland 264 000 handwerkliche Schneiderbetriebe mit 210000 schaffenden Menschen. In diesen Betrieben soll die wahre „Schönheit der Arbeit“ verwirklicht werden Maienlied Die Nachtigall sang ohne Ende. Der Flieder war noch regenschwer, Du gabst mir deine leisen Hände. Fern durch das blühende Gelände Sana ein verträumtes Mühlenwehr. Von deinem Haar, dem märchenschönen Ward ich gar stillen Duft gewahr. In deinen Augen schliefen Tränen, Und von den Händen ging ein Sehnen Durch meine Glieder wunderbar. des Deutschen Roten Vorführungen, Vorbeimarsch und Großkundgebung mit 10000 DRK.=Helfern Die Landesstelle VI des Deutschen Roten Kreuzes veranstaltet am kommenden Sonntag, 7. Mai, in Düsseldorf einen Aufmarsch von über 10.000 Helfern des DRK. aus den Bereitziten der Gaue Westfalen=Süd., WestfalenNord, Düsseldorf, Köln=Aachen, Essen und Teilen des Gaues Weser=Ems. Mit der Leitung dieses gewaltigen Aufmarsches ist Feldführer Dr. Hastermann von der DRK.=Kreishrerutz, g seldorf betraut worden. In den Vorz. stunden des kommenden Sonntags weroen zum Teil mit Sonderzügen die 10000 Helfer aus den 100 Kreisstellen der Landesstelle VI, die gebietlich den Wehrkreis VI umsaßt, in ihren schmucken Uniformen zu einem machtvollen Bekenntnis in Düsseldorf eintreffen. Während die Männer auf dem Maifeld Aufstellung nehmen, finden etwa von 9,30 bis 10,30 ihr Vorführungen einer feldmarschmäßigen MRK.=Lehrbereitschaft aus Düsseldorf auf den Oberkasseler Rheinwiesen unterhalb der JosefGoebbels=Jugendherberge statt, die in dieser Form erstmalig gezeigt werden. Das für, den Rheinrettungsdienst kürzlich in Dienst gestellte neue Rettungsboot„Uhle II“ des Deutschen Roten Kreuzes wird zur Stelle sein. Zu den Fahn auf den Rheinwiesen wird das freundliche Hell der Spalier stehenden uniformierten Helferinnen und der weiblichen Ehrenbereitschaft ein freudiges Bild geben. Angesichts der engen Zusammenarbeit des DRK. mit den Feldscheren der 5J. nimmt ein Ehrenzug der HI. AufGegen 11.30 Uhr wird im Apollo=Theater zu Düsseldorf in Anwesenheit des Gauleiters Florian, des Gauleiters und Oberpräsidenten der Rheinprovinz. Terboven,, Reichsstatthalter und „=Generalhauptführer Dr. Meyer, Münster, und des Amtschefs des DRK.=Präsidiums, Berlin, der geschäftsführende Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. SS.=Brigadeführer Dr. Grawitz, vor den Spitzen von Partei, Wehrmacht und Behörden aus Rheinland und Westfalen und den Gönnern und Förderern der DRK.= Kreisgemeinschaft Düsseldorf, sowie zahlreichen Gästen das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen über das Deutsche Rote Kreuz ergreifen. Inzwischen haben die 10000 Männer des DRK. auf dem Maifeld. nachdem gegen 11 Uhr der geschäftsführende Präsident zu ihnen am Ausstellplatz gesprochen hat, mit den vier Kapellen der Wehrmacht aus dem Standort Düsseldorf, verschiedenen Musikkorps und Spielmannszügen des DRK. sich zum Abmarsch formiert. Vom Maifeld aus werden die fünf Marschsäulen und die Fahnenblocks am Rhein vorbei, über den Hindenburgwall am Bergischen Löwen in die Königsallee einschwenken, wo der Gauleiter, der Geschäftsführende Präsident und die Ehrengäste von einem Podium aus den Vorbeimarsch abnehmen werden. Die Männer des=Deutschen Roten Kreuzes aus Rheinland und Westfalen wollen hierdurch nach der durchgeführten Reorganisation ihren Dank abstatten für die großzügige ihrer Ziele durch die Partei und die Wehrmacht in allen Gauen. Die Männer marschieren freudigen Herzens, um das Vertrauen ihres Schirmherrn, unseres Führers, zu rechtfertigen und ihre Bereitschaft für jederzeitigen Einsatz zu Die Stadt Düsseldorf wird festlichen Flaggenschmuck anlegen. Nachmittags werden im Zoologischen Garten und im Garten der Städt. Tonhalle DRK.=Kapellen konzertieren. Nach Beendigung der Veranstaltungen fährt der geschäftsführende Präsident zur Vereidigung der Schwesternschaft in die Städt. Krankenanstalten und anschließend zur Landesführerschule des DRK. nach Hoffnungsthal. Zur reibungslosen Abwicklung der Großkundgebung sind von der DRK.=Kreisstelle Düsseldorf bereits umfangreiche Vorbereitungen getrossen. Der Lnndoirm=raft! Du hast wohl auch schon davon gehört, daß in Großdeutschlands Gauen die„Jugend„zum Landdienst aufgerufen wird. Vienenht hast vu die betreffenden Zeitungsberichte nur überflogen und treu und bieder geglaubt, so etwas komme für deinen Jungen und dein Mädel natürlich nicht in Betracht. Aufs Dorf hinaus? Wo du vielleicht selber froh bist, in der Stadt untergetaucht zu sein? 15 Leiner AbAber trotz deiner Bedenken uno beiner Abneigung oder Gleichgültigkeit sollst du dich einmal zwingen, darüber nachzudenken, ob du auch im Recht bist. Der Landdienst ruft die Jugend auf, ihre Kraft in den Dienst einer großen, volksdienenden Sache zu stellen. Schon werden überall Landdienstgruppen aufgestellt, die in kürzester Zeit hinausrücken werden, um dem Bauern zu helfen und die ungeheure Kraft der Scholle an sich selbst zu verspüren... 688 Es muß immer wieder gesaat werden, oaß die Jugend nicht nur gebraucht wird, um dem Bauern die Arbeit abzunehmen. Sie soll vor allem deshalb aufs Land, um der Landflucht entgegenzuwirken, um zu erkennen, daß wir vom urstarken Boden nicht nur als Schlagwort sprechen, sondern daß hier tatsächlich ein neues, hartes. aber segensreiches Leben zu tüchtigen Menschen erzieht. Das Dorf liegt heute nicht mehr abseits aller Kulturarbeit und jeglichem Fortschritt. Deshalb kann der Weg aufs Dorf auch kein Entsagen sein. Nein, er wird zum ungeheuren Kraftquell einer jungen Generation, die auf dem Lande das Leben gestalten und zwinDas Bauerntum braucht gesunden Nachwuchs aus besten Kräften. Hier liegt eine neue Zukunft für manchen, der sich dem Dienst an der Scholle verschrieben. Wenn die Jugend heimkehren soll auss Land, dann tut sie dies nicht, um in arbeitsumer Abgeschlossenheit zu leben. Das Landdienstheim wird die Stätte ihrer Unterkunft und vorläufigen Geborgenheit. Und hier wird im frohen Kameradenkreise unter der Fühuna des Landdienstführers die Jugend an allem Geschehen Anteil nehmen und sich die Tage so ausgestal ten, daß sie neben der Arbeit an der„###, noch genug Entspannung, geistige Weiterbildung und frohe Kameradschaftlichkeit bringen. Kann es für unsere jungen Menschen ein schöneres Zusammenleben geben als draußen am Quell der Natur? Feld. Wald. Wasser und Wiese werden zum Erlebnis, das nur der kennt, der sie zu allen Zeiten des Jahres beobachtet und seine gestaltende Kraft Ausdruck seines Willens um die Erneuerung ländlichen Lebens und bäuerlichen Dienstes werden ließ. Dann entfaltet das Dorf seine schlummernden Kräfte urwüchsiger Verbundenheit mit dem vielfältigen Leben, dessen Hüter und Mehrer der Bauer in selbstlosem Dienste ist. Und wahrlich: Dienst an der Scholle ist Dienst am Leben des Volkes! Kann es schönere Erfüllung geben? Die Jugend versteht den Ruf. denn sie Leben, und keine Voreingenommenheit des Alters wird sie abhalten können, ihre Kraft zum Wohle des Ganzen einzusetzen! Buben aus dem Kohlenpott schnuppen=Tchd urztrutelaft Die Kinderzüge rollen wieder- 3800 südwestfälische Jungen und Mädel fuhren in Erholung SOFORTIGER GEWINNENTSCHE Welche Freude ist es doch für einen herzhaften Jungen, in die Bahn gesetzt zu werden und auf rollenden Rädern in die Ferne zu reisen. Beim Abschied von Vater und Mutter fließen zwar ein paar Tränen: aber bald ist man„unter sich.“ Es wird gespielt, gelacht, und Mutters Butterbrote werden in Angriff genommen. Und im Augenblick ist der heimatliche Kirchturm verwung e ist Klein=Peter bei neuen Eltern, lieben Leuten, die einen schönen Hof haben und viel Federvieh und Pferde und flinke, Kaninz chen. Warum sollte es einem hier nicht gesallen? — Das bißchen Heimweh ist bald hinabgeschluckt. „Kinderlandverschickung“. So lautet die organisatorische Bennung. Aber wieviel an Freude und wiedergewonnener Lebenslust versteckt sich hinter diesem Wort. Für tausende von Kindern in unserem Gau und in den Gauen draußen ist es ein Begriff, mit dem sie verbinden: Wald und Wiesen zum Spielen, gutes Essen und— keine Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt hat sich mit ihrer Erholungspflege den Dank all dieser Kinder und ihrer darob glücklichen Eltern Auch in diesem Jahr rollen die Kinderzüge wieder. Rund 3000 Buben und Mädel aus unserem Gau Westfalen=Süd traten bereits die Reise an, irgendwo hin ins Kinderland. 500 Kinder fuhren in den Gau Magdebura=Anhalt, 750 südwestfälische Jungen und Mädel nahmen ihren Kurs in die Städtchen und Dörfer des Gaues Halle=Mersebura, und rund 800 Kinder sind es, die Volksgenossen im Gau Weser=Ems in ihre Obhut genommen haben. 750 Kinder haben Aufnahme im Württembergischen Land gefunden, um sich in der gesunden Luft der württembergischen Berge zu erholen. 1000 Kinder kamen Bereits im April in Heime im eigenen Vergessen seien nicht die manniafaltigen Erholungsmöglichkeiten für Kinder anderer Gaue in unserem Gau, Westfalenkinder tauscht gnen mit kleinen Schwarzwälder Buben. und g#ao# Solche vom Rhein und aus dem Gau Essen kernen die Schönheiten des Sauerlandes kennen und umgekehrt. Es ist bemerkenswert, daß unser Gau mehr Kinder aufnimmt, als er aussendet. Den Tausenden Buben und Mädeln, die Westfalen=Süd verlassen, um in andere Gaue zu fahren, stehen viele Tausende kleine Erholungsbedürftige gegenüber aus anderen Gauen. Auch Sudetenkinder fehlen nicht. 400 werden uns besuchen. Auch Tiroler Hütebuben, Wiener Buben und Mädel werden die Kinderzüge aus dem Süden Die Bahn hat ein nicht unerhebliches Mehr an Arbeit bekommen. In uneigennütziger Weise hat sie das Erforderliche dem schönen Zweck zur Verfügung gestellt. Dafür muß man ihr dankbar sein.— Dank auch gebührt den Familien, die Jahr für Jahr Kinder aufnehmen. Sie bekommen nichts dafür. Das ist Nationalsozialismus, der die Tat an die Stelle von Worten setzt.— Die Bereitswilligkeit, Kinder aufzunehmen, ist, allgemein zu sehen, in unserem Gau größer geworden. Das ist erfreulich. Indes wollen wir es uns nicht verhehlen, daß es noch Familien gibt, die Kinder aufnehmen könnten, ohne es zu tun. Hunderte von kleinen Buben und Mädeln warten auf ihre Zusage. Tausenden Kindern aber hat die NS.=Volkswohlfahrt im Gau Westfalen=Süd durch ihre Kinderlandverschickung und Kinderheim=Verschickung bereits unvergeßliche, schöne Ferienwochen beschert. Auch die 3800, die zur Zeit aus den Kreisen Hagen, Witten, Dortmund, und Bochum unterweas sind, schrieben bege## Briefe über ihre Fahrt in schönes deutsches Land, eine Fahrt, die für viele die erste Reise ihres Lebens ist. Die Kinder aus den südwestfälischen Industriebezirken sollen sehen, wie schön D land ist. Sie sollen sich 4 Wochen lang gerholen, gesund und kräftig werden, um den Anfolberungen, die das spätere Leben an sie stellt, gewachsen zu sein. Kinderlandverschickung, in wahrhaft nationalsozialistische Volkspfiege. Noch niemals zuvor ist Deutschlands Jugend so sor### sam behütet worden, wie im Großdeutschland Adolf Hitlers. Mit Kös. nach Albanien und Dalmatien Segelfahrten auf der Adria. Kaum eine Sportart ist 19, geiangt, haft Kraft durch Freude zu Segeln auf kleinen und größeren Booten, bir nen und auf See, in ständiger Berührung mit Wind und Wasser. Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres 1939 bat Hosr,„SPreuchet bie RS.=Gemeinschaft„Kraft vuusjegelsportlichen Ausbildungsbetriebes, sportverband„Hansa- übertragen, mit dem es schon seit Jahren eng und kameradschaftlich zusammenarbeitet. Gleichzeitig hat der Reichsionsleiter Dr. Ley die Schirmherrschaft über den Hochseesportverband., übernommen. Eine der wertvollsten Einrichtungen, über die das deutsche Sportleben verfügt, ist in den Dienst der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ gestellt worden. Jeder muß einmal dabei gewesen sein. Die herrlichsten Fahrten 604 vom 11. bis 20. Mai: Venedig g0 Pggh ads boll al. Meit die 5. Juli: 606 vom 8. bis 21. Juni: 607 vom 24. Juni bis 3. Juli: 608 vom 6. bis 19. Juli: Susgig g# 609 vom 22. Juli bis 4. Auaust: Spsg, gm 610 vonz, 7, bis 27. August: Split 611 vom 30. August bis 8. September: Split 612 vom 11. bis 24. September: Split— Mitteldalmatien— Split... 120.— RM. 613 vom 28. September bis 11. Oktober: Split 100.— Ri 614 vom 15. bis 29. Oktober: Venedig— Split 615 vom 1. bis 21. November: Split— Korsu Susak 150.— Ri Auskünfte bei allen Sportämtern der NS. Gemeinschaft„Kraft durch Freude". Schützt Flur und Ernte! Immer noch aehen Jahr für Jahr dem Volke ungeheure Werte durch böswillige und unvorsichtige Beschädigung der Fluren verloren. Wie oft muß man es z. B. beobachten, daß an den Wegerändern das Getreide zertreten ist. Richt selten führen ganze Pfade durch die Felder, nur weil es einige Fußgänger unbequem finden, den vorgeschriebenen Weg zu aehen. Wenn der Bauer unter Einsatz aller Kräfte die Ernährung des Volkes sicherstellt, muß er es sich verbitten, duß auf diese Weise das tägliche Brot mit Füßen getreten wird. Ein übler Brauch ist es auch, auf Spaziergängen Zweige von Sträuchern und Obstbäumen abzureißen, um sie zu Hause in ein Glas zu stellen. Dadurch versündigt man sich nicht nur am Ertrag der deutschen Scholle, sondern verunziert in der übelsten Weise das schöne deutsche Landschaftsbild. Niemand hat das Recht, diese Schönheit nur für sich in Anspruch zu nehmen, während Tausende von Menschen nach ihm sich über kahle Bäumchen und lückenhafte Hecken ärgern müssen. Es ist rücksichtslos und maßlos anspruchsvoll, so die Schönheiten der Natur zu mißbrauchen. Den Volksgenossen wird dadurch manch stille Freude genommen und der Volkswirtschaft werden Schäden zugefügt, die bei notwendiger Disziplin vermieden werden können. Achtet darum die Gaben der Natur, und nehmt Rücksicht auf das deutsche Volksvermögen! Schachaufgave. Weiß zieht und setzt mit dem zweiten Zuge matt. Kontrollstellung: Weiß(5): Kf2; Do6; Sd7; Ba4; Tet.— Schwarz(3): Kdb; Sa7; Be7. Silbenrätsel. 6— a— bahn— brem— cht— des— 91— — dol— e— e— ein— sen— fer— — ge— hand— hin— hoch— 1— 1— — kän— laub— u— ud— uie— niet — näh— de— ni— nin— not— pbi— vak— ren— scher— schi— se— soto— — vous— waid— werk. Aus vorstehenden 48 Silben sind 15 Wörter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuch beide von oben nach unten gelesen, eine wruch von Rückert ergeben. Die Wörter bedeuten ich ein Buchstabese I. Zierstrauch, u. kaufmännticher ter, 3. orientalisches Reich, 4. Haushaltgerät, 5. türkische Standesbezeichnung, 6. elektrisches Verkehrsmittel auf Schienen über dem Straßenniveau, 7. verabredetes Treffen, 8. Wetterprophet im Tierreich, 9. griechische, Sagen: gestalt, 10. Fiebermittel, 11. skattechnischer Begriff, 12. Stadt am Don, 13. Hemmvorrichtung bei drohendem Unheil, 14. Sprachenvermittler, 15. Jagdkunft. Stuonym. Für jedes der nachstehenden 15 Wörter suche man ein synonymes, sinnverwandtes Wort. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben alsdann, zu einem Wort vereint, eine beliebte Erholungs= und Vergnügungsreise. 1. Laune, 2. Andacht, 3. Weide 4. Stiege, 5. Kerbe, 6. Anmut, 7. Leibchen, 8. Wirkung, 2. Gegenleistung, 10. Schilf, 11. 12. Heiratsgut, 16. Anhalt, 14. Lärm, 16. Muhme. Zahlenrätsel. Größere Landmasse. Wirkung beim Stoß des Villardballes. Gemüsepflanze. Griff zum Tonanschlag. Kanonengestell. Südamerikanisches Gebirge. Näh= oder Steckstäbchen. Italienischer Dichter. — 1 2 3 2 1 1 S 61 4 2 442 S 6564 46342 6 1 7821 16825 96112 Buchstabenrätsel. Betonungsrätsel. Ein Wörtchen, zauberhaft, voll Reiz, Das eng die feine Damenwelt Der ganzen Erde, allerseits In seinem Bann gefangenhält. Beton' es anders: Grauenvoll Klingt es ans Ohr, trifft es den Sinn. Was Leben hat, zahlt ihm den Zolle Der Fürst, die ärmste Bettlerin. Rätsel. Ver's erste Silbenpaar besitzt. ei preis sich glücklich und zufrieden, Weil ihm in reichstem Maße ist Auch's zweite Paar dazu beschieden. Erkennt ihr froh das Ganze an. dann schickt zu Gott ein herzlich Flehen, Daß er, als Lohn der letzten zwei, Den ersten zwei schenk' Wohlergehen. Bexierbild. Wo is nur Mutti? Eine Silbe voran. Meter— Stand— Statt— Bach— Wald — Int:—. Tat— Tisch— Go— Rock— Ger— Druck. Einem jeden der vorstehenden zwölf Wörte: ist eine der nachfolgenden Silben vorn anzutügen Es entstehen alsdann neue sinnvolle Worter, deren Anfangsbuchstaben einen Ausruf der Freude bei allen Menschen ergeben ab— de— dog— e— ein— ir— lai — ne— r0— sa— ta— zi. Dreisilbige Scharade. Die erste fehlt gewöhnlich an den Wegen nicht Wem wäre an den letzten wohl gelegen nicht Das Ganze wirst du nimmer in der ersten Wenn sie darin der frommen Sitte pflegen RcAuflösungen aus voriger Rummer: Wabenrätsel: 1. Wolf, 2. Kalk, 3. Skat. 4. Sylt, 5. Flut, 6. Lauf, 7. Muse, 8. Elch 9. Lupe, 10. Pfau, 11. Amme, 12. Hamm 13. Wehr, 14. Hund, 15. Nerz, 16. Norm. Scherzrätsel: Das„f“. ohlwollen, 8. Tadel, 9. Tenne 10. Inns11. Erbse, 12. Insel, 13. Nebelhorn, 14 nge, 15. Zunge, 16. Brindisi, 17. Genesung Istanbul, 19. Neunauge, 20. Elbe, ker, 22. Tunnel.—„Die beste Art, alt Lohltaten in Erinnerung zu bringen, in neue zu tun!" charade: Feldmessg, g bruck, Rung 18. Zuger, Sa Magisches Flügetrariel: 2. Robbe, 3. Bowle, 4. Ischl.„„„ Buchstabenrätsel: 1. Gens— weng 2 Pavia— Pavian. Scherzfragen: 1. das Wort„kleiu“. 2 der Fluß, 3. mit=.!“. Logogriph: Rose— Rosine. . fUreir Ulld Aheltttult. Dringliche Mahnung Kraftfahrer, vermeidet Ueberladungen von Lastkraftfahrzeugen! Polizeiliche Kontrollen haben immer wieder Ueberladungen von Lastkraftfahrzeugen ergeben. Häufig wurde festgestellt, daß die Schuld dieser Ueberladungen bei den Kraftfahrzeughaltern zu suchen ist. Es wurde festgestellt, daß Kraftfahrzeugführer— sogar unter Androhung von Entlassung von ihren Arbeitgebern gezwungen wurden. Ueberladungen der Fahrzeuge vorzunehmen, um die Wirtschaftlichkeit der Fuhren zu erhohen, oder aber absichtlich über die unzulässige Höhe des Ladegewichts im unklaren gelassen wurden. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß überladene Fahrzeuge eines erhebliche Gefahr für die Sicherheit des Verkehrs bilden. Die Polizei schreitet deshalb gegen jeden Kraftfahrzeughalter und Kraftfahrzeugführer mit größter Schärfe ein, der sich gegen das Gesetz stellt und nicht die zulässige Höhe des Ladegewichts einhält. Dabei werden diejenigen unsozialen Halter von Kraftfahrzeugen besonders hart bestraft werden, die ihre Kraftfahrzeugführer zu ungesetzlichen Handlungen veranlassen oder deren Duldung erzwingen. Gemeine Tierquälerei Paderborn. Mit einer empfindlichen Gefängnisstrafe belegte das. Paderborner Schöffengericht den 25 Jahre alten Albert Raiczitis. der in Altenmellrich im Kreise Lippstadt als Melker bei einem Bauern beschäftigt war. Im Februar dieses Jahres verließ er ohne Grund seinen Dienst. Als der Bauer dann später in den Stall kam, gewahrte er, daß der Bursche Schwänze durchbrochen hatte. Besonders häßlich kennzeichnete das Gericht an diesem Straffall die Tatsache, daß der Angeklagte die Nache an dem Bauern auf diesem verwerflichen Wege suchte und sich an wehrlosen Tieren vergriff. Die ganze Verwerflichkeit seines Handelns erkannte aber auch der Angeklagte, der wohl mehr aus Scham als aus Bosheit nun seine Tat hartnäckig leugnete, obwohl er einwandfrei überführt wurde. Die Strafe lautete auf sechs Monate Gefüngnis, wobei die Untersuchungshaft wegen des hartnäckigen Leugnens nicht in Anrechnung kam. Unter Ausnutzung der Vaterliebe betrogen Paderborn. Einen Betrugsfall, wie er häßlichere Begleitumstände wohl kaum aufzuweisen haben könnte, leistete sich im Rahmen einer ganzen Reihe von Betrügereien der 52 Jahre alte Karl Tappe aus Kleinenberg. Der Angeklagte, der jetzt vor dem Schöffengericht in Paderborn stand, hatte dort eine Praxis als Heilkundiger gegründet. Vor einigen Monaten erfuhr er davon, daß in dem kleinen Sintfelddorfe Hakenberg ein 63jähriger Arbeitsinvalide in größter Sorge um seinen einzigen Sohn sei. Dieser, der verheiratet war, lag auf den Tod krank in einem Padervorner Krankenhaus. Der alte Mann hätte, obwohl er auch nichts hatte, sein letztes hergegeben, wenn er seinen Sohn gesund nach Haus bekommen hätte. Und diesen Umstand nutzte der Angeklagte in gemeinster Rücksichtslosigkeit aus. Er erklärte dem Manne, er wäre in der Lage, seinen Sohn binnen sechs Wochen wieder gesund aus dem Krankenhaus zu holen. Als Vorschuß ließ er sich dann auch den Betrag von 56.50 RM. geben. Der Mann gab damit wohl sein letztes Bargeld her, das er für alle Fälle aufbewahrt hatte. Der Angeklagte aber vertrank diesen Betrag, ebenso wie er auch die vielen anderen von ihm zusammengepumpten Beträge in Alkohol umsetzte. Im ganzen legte ihm die Anklage 11 Betrugsfälle zur Last. Die Strafe des Gerichts lautete auf 6 Monate Gefängnis. Hierbei dürfte noch weiter zu berücksichtigen sein, daß der Angeklagte keine Gelegenheit mehr haben wird, eine Praxis als berufener Helfer der leidenden Volksgenossen auszuüben. Zuchthaus und Entmannung für einen Sittlichkeitsverbrecher Detmold. Dem 33jährigen Gustav Sentker aus Lothe wurden 17 Fälle schwerster sittlicher Verbrechen, darunter an Kindern unter 14 Jahren, zur Last gelegt. Die Große Strafkammer verurteilte den auf Grund des§ 175 bereits erheblich vorbestraften Angeklagten zu vier Jahren Zuchthaus und ordnete die Sicherungsverwahrung an. Weihe des Horst=Wessel=Denkmals in Gegenwart der Alten Garde Bielefeld. Die Stadt Bielefeld hat das 2.30 Meter hohe Bronze=Standbild„Horst Wessel" des Bildhauers Paul Ernst Hinkeldey käuflich erworben. Es wird auf einem 1,20 Meter hohen Sockel in den Anlagen am Oberntorwall aufgestellt. Die Ehrung, die die Stadt Bielefeld ihrem großen Sohn— Horst Wessel ist bekanntlich in Bielefeld geboren— bereitet, erhält dadurch eine besonders sinnvolle Bedeutung, daß das Denkmal anläßlich der Reichsfahrt der Alten Garde durch Westfalen im Juni d. J. in Gegenwart der ältesten MitAmpfer des Führers eingeweiht werden soll. Die westorutschen Musteroririede Gau Essen: Deutsche Eisenwerke Aktiengesellschaft, Werk Friedrich=Wilhelm=Hütte, Mülheim a. d. Ruhr; Duisburger-Kupferhütte, Duisburg; Kabelwerke Duisburg, Duisburg; National=Bank AG., Essen; Nürnberger Bund Großeinkaufsverband eGmbH., Zweigniederlassung Essen; Postscheckamt Essen. Gau Koblenz=Trier: Gustav Hobraeck Fournierwerk, Neuwied a. Rh.; Spedelenwerke GmbH., Chemisch=Pharmazeutische Fabrik. Werk Bad Kreuznach. Gau Köln=Aachen: Gewerkschaft Sophia=Jakoba, Steinkohlenbergwerk, Hückelhoven; Hettlage v. H., Damen=, Herren= und Kinderkleidung, Köln; RadiumElektrizitäts=Gesellschaft mbH., Glühlampenfabrik Wipperfürth; Regro Heizungs= und Installations=Gesellschaft Muth& Simon, KölnBayenthal. Gau Weser=Ems: Cordes& Graefe, Röhren= und Metallgroßhandlung, Bremen; Deutsche Linoleumwerke AG., Werk Delmenhorst; Friedrich Pieper, Oldenburgische Fleischwarenfabrik und Schmalzsiederei, Cloppenburg i. O.; Paul Stahlschmidt, Bauunternehmung, Meppen a. d. Ems. Gau Westfalen=Nord: Bünder Tonwerk, Inh. Heinrich Hensiek, Bünde i. W.; H. Haase, staatl. gepr. Optiker, Fachgeschäft für Brillen, Optik und Phototechnik, Paderborn; Kommanditgesellschaft Stevens & Schürholz, Dorstener Teppichfabrik, HervestDorsten i. W.; Seidensticker, Herrenwäschefabriken, Bielefeld: Sparkasse des Kreises Münster. Münster i. W.; Westfälisches Textilwerk Adolf Ahlers. Herford=Elverdissen. Gau Westfalen=Süd: Bochumer Anzeiger. Verlag Laupenmühlen & Dierichs, Bochum; Hoesch Aktiengesellschaft, Schachtanlage Kaiserstuhl II, Dortmund; Röhren= und Schweißwerk vorm. G. Kuntze GmbH., Herne. Gau Düsseldorf: Kühn, Vierhaus& Cie. AG., Baumwollspinnerei und Zwirnerei, Rheydt; Niederrheinische Papier= und Pappenfabrik Aktiengesellschaft, Neuß a. Rh. Der Schloß=Holter Betrugsprozeß Bielefeld. In dem vor der Bielefelder Großen Strafkammer anstehenden Strafverfahren gegen Heinrich Uphoff aus Schloß Holte, dem nach der Anklage— wir haben zu Beginn des Prozesses darüber berichtet— vorgeworfen wird sich als Rendant des Spar= und Darlehnskassenvereins Sende der erschwerten Untreue und des Betruges schuldig gemacht zu haben, konnten inzwischen eine Reihe von Zeugen vernommen werden. In der Beweisaufnahme sind bisher drei wesentliche Punkte der Anklage erörtert worden. Zunächst handelt es sich um die phantastische Vermögensentwicklung des Rendanten, der sein Guthaben bei der Kasse in wenigen Jahren auf rund 88000 RM. bringen konnte. Woher das Geld stammt. ist bisher ein Rätsel. U. gibt dazu zwar Erklärungen, die aber wenig wahrscheinlich klingen.— Große Schwierigkeiten ergeben sich auch bei der Klärung der Frage, wie in den früheren Jahren die Vergütung für die Rendantentätigkeit geregelt war. Hierzu werden vor Gericht alle diesbezüglichen Beschlüsse des Vorstandes und des Aufsichtsrates erörtert. Wenn die von U. immer selbst geführten Protokolle richtig wiedergegeben sind, kann man wohl sagen, daß man damals bezüglich der Vergütung sehr großzügig gewesen ist. Ein solcher Beschluß sieht z. B. eine Vergütung von 75 Pfg. für jede Tagebuchnummer vor, was auf das Jahr 6000 bis 7500 RM. ausmachte. Bemerkenswert ist, daß in jener Zeit die Lage trostlos war. Auf Grund eines größeren Verlustes soll U. dann später nach den Aussagen der Zeugen auf eine Vergütung für seine Rendantentätigkeit verzichtet haben. U. gibt das insoweit zu, als er sagt, er habe zwar den Verzicht angeboten, doch habe der Verwaltungsrat den Verzicht nicht gebilligt. Es ist dann wohl so gewesen, daß der Verwaltungsrat glaubte, U. bezöge keine laufenden Vergütungen mehr, daß dieser aber nach wie vor die Vergütung für sich als„stille Reserven". verbuchte. Die„stillen Reserven“ soll U. dann 1932 auf den von der Kasse angesteigerten Hof eines verschuldeten Landwirts verrechnet und durch weitere Verbuchung von Beträgen, die ihm nicht zustanden, den Hof in seinen Besitz gebracht haben, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Auffallend ist in diesem Zusammenhang, daß nach den Bekundungen der Zeugen der Angeklagte in den Sitzungen des Verwaltungsrates, in denen über die Bezahlung des Hofes beraten wurde, nie etwas von den ihm zumindest buchmäßig zustehenden Vermögen von 88000 RM. sagte, sondern verschiedentlich erwähnte, er wolle sich den Kaufpreis„von seiner Tante besorgen".— Das Ende des Prozesses ist noch nicht abzusehen. Katzenmutter sängt junge Kaninchen Herne. Ein Herner Bergmann arbeitete unlängst in seinem Schrebergarten, als er beim Graben mit einem Spaten plötzlich ein Nest mit drei wohl erst wenige Stunden alten Wildkaninchen ausgrub. Er nahm die jungen Tierchen mit nach Hause. Seine Frau unterschob die jungen Karnickel— zuerst eines und dann auch die anderen— der braven Hauskatze, die just am gleichen Tage Junge bekommen hatte. Wie selbstverständlich nahm sich die Katzenmutter des ihr untergeschobenen„Nachwuchses" an. Sie säugt nun ihre Adoptivkinder, wacht über sie und holt gelegentlich eines von ihnen, das auf Entdeckungsfahrten ausging, wieder behutsam zur Lagerstätte zurück. Zum Abschluß der Hebbel=Woche in Bochum Bochum. Mit einer Wiedergabe des letzten Teiles der Schauspieltrilogie„Die Nibelungen“ ist am Sonntag im Bochumer Stadttheater die Friedrich=Hebbel=Woche zu Ende geführt und damit ein künstlerisches Unternehmen beschlossen worden, das in seiner Einzigartigkeit und Geschlossenheit über eine Theaterwoche von regionaler Bedeutung weit hinausreicht. Es war ein Bekenntnis, das die Verpflichtung gegenüber einem wesentlichen Vergangenheitserbe ebenso umfaßt wie die andere, es mit letzter Hingabe und Bereitschaft in unserer Zeit lebendig zu machen. Das ist mit dieser würdigen Veranstaltung in Bochum zweifellos gelungen. Zwei Männer wegen Totschlags festgenommen Neuwied. In Orsberg bei Linz ereignete sich vor wenigen Tagen eine Bluttat, in deren Verlauf zwei Einwohner aus Bruchhausen einen älteren Mann derart mißhandelten, daß dieser an den erlittenen Verletzungen starb. Die Polizei nahm darauf die beiden streitbaren Männer fest und lieferte sie in das Amtsgerichtsgefängnis in Linz ein. Mit der Axt gegen den Gerichtsvollzieher Neuwied. Ein Einwohner aus Großmaischeid im Kreise Neuwied hatte einen Gläubiger, dem er seit Jahren einen größeren Betrag schuldete, ohne an dessen Abtragung zu denken. Der Gläubiger hatte bereits im Jahre 1934 gegen seinen Schuldner ein Urteil zugesprochen erhalten, bisher aber vergeblich versucht. dieses vollstrecken zu lassen. Als er nun dieser Tage hörte, daß der säumige Schuldner ein Schwein verkaufen wollte, ging er mit einem Gerichtsvollzieher zu diesem hin, um das Schwein pfänden zu lassen. Der Schuldner widersetzte sich aber mit einer Axt der Pfändung und verunreinigte schließlich, als sein Widerstand wirkungslos blieb, das Fleisch. Das Neuwieder Schöffengericht belehrte den Mann mit einer Gefängnisstrafe von eineinhalb Monaten dahin, daß man vor den Gesetzen des Staates die gebührende Achtung haben muß. Diebe und ein Hehler hinter Schloß und Riegel gesetzt Düren. Die Dürener Polizei nahm zwei Angestellte eines Dürener Transportunternehmens fest, die längere Zeit hindurch ihre Firma systematisch bestohlen hatten. Sie verschafften sich während der späteren Abendstunden durch die ihnen zugänglichen Schlüssel Zutritt zu einer alten Fabrikhalle in Merken, wo das Transportunternehmen ein Lager für Wohnungseinrichtungen unterhielt. Dort fuhren die Diebe mit einem geliehenen Dreiradwagen vor und luden allerhand Diebesgut auf. u. a. Fahrräder, Möbel, Teppiche, Läufer, Nähmaschinen, Rundfunkapparate, Schreibmaschinen, eine Decke. Eßbestecke usw. Außer den bereits festgenommenen Dieben wurde noch ein älterer Mann wegen Hehlerei festgesetzt. Die Diebe setzten nicht nur bei diesem, sondern auch bei einem Althändler und anderen Personen ihre Beute ab. Der Kriminalpolizei gelang es allerdings, den größten Teil der gestohlenen Gegenstände sicherzustellen. 300 Junghühner verbrannt Nieukerk(Niederrhein). In dem Hühnerstall des Bauernhofes der Witwe Mevissen brach am Freitag Feuer aus, dem 300 Junghühner zum Opfer fielen. Durch die rechtzeitige Entdeckung des Brandes und schnelles Eingreifen der Nachbarn gelang es, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers und damit großes Unheil zu verhindern. Weihe des Mahnmals des Bergischen Löwen Remscheid. Das Denkmal des Bergischen Löwen, das sich auf dem höchsten Platz der Eisenstadt vor dem Rathaus erhebt, wurde am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes als das Sinnbild der Kraft und der Wachsamkeit seiner Bestimmung übergeben. Kind aus dem Fenster des zweiten Stockwecks gestürzt— Unverletzt geblieben Meisenheim. Viel Glück im Unglück hatte ein dreijähriges Kind im Dorfe St. Julian. Das Töchterchen des Landwirts W. Schneider stürzte in einem unbewachten Augenblick aus dem Fenster des zweiten Stockwerks in den Hof. Als die Angehörigen entsetzt nach unten eilten. konnten sie glücklicherweise feststellen, daß das Kind bei dem gefährlichen Sturz fast unversehrt davongekommen war. Opferstockmarder abgeurteilt Trier. Vor einigen Monaten trieben in sämtlichen Trierer Gotteshäusern Kirchendiebe ihr Unwesen, indem sie alle Opferstöckgewaltsam aufbrachen und beraubten, oder, wo dies nicht immer gelang, die Behälter in stark beschädigtem Zustand zurückließen Eines Tages aber ereilte sie im Dom das Schicksal Einen Opferstock, der ihren Einbruchsversuchen widerstand, hatten sie schließlich ganz mitgenommen. Das Fehlen wurde fast im gleichen Augenblick von einem Küster festgestellt. Augenblicklich ging er an die Verfolgung der Täter, deren einer bereits das Freie gewonnen, halte. Als der Küster sich umdrehte, um nach weiteren Dieben im Kircheninnern zu suchen sah er an einer Ecke des Windfanges eine kauernde Gestalt, die sich— mit dem Opferstock unterm Arm— als der Hauptdieb entpuppte Es handelte sich um einen mehrfach vorbestraften Burschen aus Münster, der einen 19jährigen Trierer als Komplizen hatte. Das Urteil lautete auf 14 bzw. 2 Monate Gefängnis. Trierer Weinversteigerungen Der letzte Versteigerungstag Trier. Am vierten und letzten Versteigerungstag des Trierer Vereins von Weingutsbesitzern der Mosel, Saar und Ruwer (Großer Ring) war der Besuch und die Steiglust schwächer als an den Vortagen. Insgesamt kamen 106 Fuder zum Ausgebot, davon 46 Mosel, 46 Saar und 14 Ruwer. Die Steiglust ließ zu wünschen übrig. Eine Ausnahme machten die Spitzenweine, die alle sehr hoch im Preis kamen. Verhältnismäßig sind viele Fuder zurückgegangen. Ein Lichtblick war der Preis für ein Fuder Ayler Herrenberg, für das 4040 RM. bezahlt wurden. Von 46 Saarweinen gingen 25 Fuder zum Gesamtpreis von 55 670 RM. in andere Hände über. Vou den 14 Fudern Ruwerweinen erzielten drei Fuder 5430 RM. Die Versteigerung brachte für 27 Fuder Mosel 61 920 RM. Der Gesamterlös der vierwöchigen Versteigerung für 235 Fuder(von 385 Fuder) erbrachte 666.030 RM. Verkehrsunglück fordert zwei Todesopfer Pommern(Mosel). Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Moseluferstraße zwischen Pommern und Clotten. Ein Lastzug aus Weißenthurm, der mit Schwemmsteinen beladen war, geriet von der Straße, an der gegenwärtig Bauarbeiten durchgeführt werden, ab und stürzte die Böschung hinab. Hierbei wurde der Wagen zertrümmert. Fahrer und Beifahrer gerieten unter die nach vorn stürzende Last der Schwemmsteine und wurden zu Tode gedrückt. Zwei Bergleute Opfer ihres Berufes Kohlscheid. Auf„Lauetweg" verunglückte der Hauer Schaffrath aus Straß tödlich. Er fiel beim Abmarsch von der Arbeitsstelle in einen Schacht und war sofort tot.— In Palenberg wurde der Hauer Schmidt von herabfallendem Gestein im Untertagebetrieb der Grube„Carolus=Magnus“ erdrückt. Er konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Westdeutschlands erste Trockensprunganlage in Solingen Solingen. Vor einem geladenen Kreis von Gästen und Schwimmfachleuten wurde am Sonntag in der Turnhalle des Ohligser Turnvereins 1888 die erste Trockensprunganlage Westdeutschlands ihrer Bestimmung übergeben Bei dieser Anlage, die dazu dienen soll, Hemmungen schwerster Art durch Schulung zu überwinden und bei den Springern Fehler usw. während des in Zeitlupentempo abrollenden Sprunges zu verbessern, handelt es sich um ein Geschenk der Stadtverwaltung Solingen an Westdeutschlands Springer. Bei dem„Trockenspringen“ wird der Springer in einen Hüftgurt geschnallt, der durch zwei zur Seite gehende Seile gehalten wird, so daß der Körper also jederzeit„gebremst" werden kann. Der Sprung erfolgt von einem verstellbaren mustergültigen Sprungbrett, das so zusammenklappbar ist, daß die Anlage keinerlei Platz beansprucht. Die ersten Vorfüyrungen fanden sowohl bei den Aktiven als auch beim Nachwuchs freudigen Widerhall. Häusergruppe und ein Gutshof durch Feuer zerstört Herzogenrath=Straß. In dem benachbarten Dorfe Maubach geriet eine Häusergruppe. die aus drei Anwesen bestand, in Brand. Das Feuer brach aus, als in dem Dorf beste Kirmesstimmung herrschte. Der Feuerwehr und Nachbarn gelang es, die noch in den Häusern befindlichen Bewohner in Sicherheit zu bringen und auch einen Teil der Möbel zu retten. Die Häuser brannten vollständig nieder, wobei vier Familien obdachlos wurden. Beggendorf. Durch ein Großfeuer wurde der Gutshof Roosen heimgesucht, wobei ein großer Lagerraum, der Rinderstall und der linke Flügel des Wohngebäudes in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bergarbeiter, die zur Schicht gingen, alarmierten die Feuerwehr, der es in harter Arbeit gelang. ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 20000 RM. Es wird Brandstiftung vermutet. * „##igts p Aber die Zweisel an Noch der millkärischen Zuverlässigteit der Sowbfels sleigen keine Einsicht nach der Führer=Rede Paris, 2. Mai. Nachdem nun einige Tage teit der großen Reichstagsrede des Führers vergangen sind, täßt sich sagen, daß das zielle Frankreich ebenso wie Presse und ihre Haltung in nichts gedert haben. Dieses Frankreich hat sich bewußt den verantwortungsbewußten und wahrhaftig friedensfördernden Worten des Führers verschlossen. Noch mehr: Man rechnet es sich fost zur„Ehre“ an.„so zu tun, als habe Hitler gar nicht gesprochen". Die Rede des Führers könne die Einkreisungspolitik der Demokratien nicht aufhalten, da sich die Demokratien„nicht mehr einschüchtern ließen". Das ist also das Pariser Echo jener Erklärungen Adolf Hitlers, von denen man hier ter dem ersten Eindruck selbst erklärte, sie seien„gemäßigt". Schrieben die Blätter in ihren ersten Kommentaren nicht noch am Freitag, diese Rede habe die Lage nicht verschärft? Man muß beizeiten an diese Tatsache erinnern, um eindeutig feststellen zu können, wer die Schuld trägt, wenn es nun doch zu einer Verschärfung der Lage kommen sollte! Die Intransigenz, derjenigen Kräfte, die heute tonangebend in Paris sind, ist— das soll hier eingeschaltet werden— ganz zweifellos auf direkte und indirekte Einwirkung Londons entstanden. England ist es ja, wohin man nach wie vor von Paris aus als Vorbild und Maßstab blickt. Dementsprechend ist das Interesse des Hauptteils der Pariser Presse auf die Sitzung des Londoner Kabinetts gerichtet, die 1. sich auf die baldige Verabschiedung der Teilwehrpflicht, 2. auf die Fortsetzung der Einkreisungsverhandlungen mit der Sowfetunion und der 2urtei bezog. Man fährt nun in Paris fort, die Bedeutung der englischen Teilwehrpflicht aus propagandistischen und taktischen Gründen zu übertreiben. Allerdings präsentiert sich hieraus ein Schönheitsfehler insofern, als der„Jour“ heute erklärt. daß sich in dieser Frage„gewisse SchwierigkeiEinerseits habe die Regierung von Dublin gegen die Einführung der Wehrpflicht protestiert, insofern sie sich auf Irländer beziehe, andererseits setzte die Labour=Party ihren Widerstand gegen diese Wehrpflicht fort. Natürlich versucht man auch hinsichtlich der diplomatischen Aktivität der britischen Regierung die Dinge so rosig wie nur möglich zu schildern. Der„Petit Parisien" betont in seinem Londoner Bericht, daß England gegenseitige„Arrangements“ mit Frankreich, Polen, Aegypten und Portugal besitze, daß es ferner Beistandsverpflichtungen gegenüber Rumänien und Griechenland gegeben habe, und daß es nunmehr in einer sehr befriedigenden Weise die Verhandlungen mit der Türkei ortseve. ,6glund sich mit Stanstnin Außerdem habe England sich mit Frantreich verständigt hinsichtlich einer eventuellen Verteidigung der Niederlande und der Schweiz. Aber, so fährt das Blatt fort, dieses alles schließe nicht die Möglichkeit neuer britischer Verpflichtungen aus, d. h. mit anderen Worten: Paris baut auf die noch in der Schwebe liegenden großen Paktverhandlungen mit der Sowjetunion. Das Blatt wiederholt dabei, daß Chamberlain nach wie vor hinsichtlich der Verhandlungen mit Moskau keinerlei ideologische Bedenken trage! Alleedings ergeben sich hinsichtlich des Wertes einer militärischen Hilfe der Sowjets in Frankreich noch einige Zweifel. Zwar verteidigt der berüchtigte Hetzer Kerillis in einem Leitartikel weiterhin eine Einbeziehung der Sowjetunion und erklärt, alles hänge von der Sowjetunion ab, insbesondere das gesamte demokratische Paktsystem in Europa! Aber das„Journal“ veröffentlicht eine Betrachtung über die„Stärken und Schwächen der sowjetrussischen Waffen“, in der kein sonderlich großes Vertrauen in die militärische Leistungsfähigkeit des Moskauer Bundesgenossen zum Ausdruck kommt. Das Blatt stützt sich auf Angaben eines Beobachters, der soeben aus der Sowjetunion zurückgekehrt ist. Die sowjetische Luftwaffe sei zwar stark ausgebaut, aber durch massenhafte Abschlachtungen sowjetrussischer Konstrukteure sei die Elite der Flugzeugbauer völlig ausgeschaltet worden. Was noch vorhanden sei, seien mittelmäßige Techniker ohne Originalität. Was die sowjetrussischen motorisierten Formationen angehe, so sei zwar wahr, daß die Sowjets über eine mächtige Tankwaffe verfügten, aber„unglücklicherweise wird sich die Wirksamkeit dieser Waffen sehr schnell vertingern, wenn einige Kriegswochen verstrichen sein werden". Bezüglich der sowjetrussischen Artillerie seien die Schwierigkeiten die gleichen. Das Blatt widerlegt dann die Ansicht verjenigen, die die Stärke der sowjetrussischen Ostseeflotte preisen. Die Sowjets besäßen zwar eine beträchtliche U=Boot=Flotte, die jedoch durch die Ueberwasserflotte assistiert werde. Ferner fährt man in Paris fort, die polnische Politik anzustacheln und sie in ihrer bisherigen Haltung zu bestärken. Was den Balkan angeht, so bestätigt die Pariser Presse auch heute den bereits vor einigen Taden berichteten Eindruck, daß die Pariser Reise Gafeneus keineswegs die Früchte betragen hat, die man sich in Paris davon erkraumt hatte. Man zählt jetzt nur mit Zögern und nicht ohne Einschränkung Rumänien zu dem demokratischen Allianzsystem. Zugleich mut man zugeben, daß große Widerstände auch in Bulgarten gegen eine Einbeziehung in das bemokratische Allianzsystem bestehen.„Petit Rarisien“ uoutmaift euf anhiet smäßinGriechenland, die ein wesentliches Spannungsmoment darstellten. Am Rande sei noch vermerkt, daß die Pariser Presse sich nicht entblödet, wieder einmal von Unstimmigkeiten zwischen Berlin und Rom zu faseln. Daß diese abgedroschenen Lügen immer wieder durch Tatsachen widerlegt werden, stört die Pariser Redaktionsjuden offenbar nicht. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß die Presse folgendes Dementi bringt:„Ein englisches Blatt hat geglaubt. mitteilen zu können, daß seitens der italienischen Regierung der französischen Regierung Vorschläge gemacht worden seien, auf deren Grundlage eine Verhandlung demnächst stattfinden würde. Diese Information wird in den französischen zuständigen Kreisen dementiert.“ Streikenthaltung als Hintergedanken der„nationalen“ französischen Marxisten Paris, 2. Mai. Was den Verlauf der Feier des 1. Mai in Frankreich angeht, so war im Gegensatz zu den vorjährigen insofern eine Aenderung zu verzeichnen, als die CGT.=Gewerkschaft diesmal gnädig davon abgesehen hat, eine Generalstreikvarole auszugeben.„Angesichts der außenpolitischen Umstände“, gab sie als Entschuldigung an. Den Kommunisten hat das zwar nicht sehr gepaßt, aber da sie sich zu ihrem„nationalen“ Getue, mit dem sie sich neuerlich getarnt haben, nicht zu offensichtlich in Widerspruch setzen wollten, mußten sie klein Am Sonntag waren indessen im Park von abgehalten worden, bei denen die Wortführer der Streiffrage keineswegs einen Zufall darstellen solle, sondern daß man dafür stungen" erwarte. Die letzten Notverordnungen der Regierung wurden dabei einer heftigen Die gesamte französische Presse nimmt den Ablauf des 1. Mai zum Anlaß, mit viel Pa: thos den Gegensatz zwischen diesem 1. Mai und dem in den Vorjahren hervorzuheben. Die maxxistische CGT.=Gewerkschaft erhält für ihren Entschluß, diesmal nicht zu streiken, mit diesem Streikenthaltungsbeschluß aber gegenüber de Regierung Erpressungsmanöver zu betreiben, viele Lobsprüche. Keine Zeitung Generschit in Vorigen Feohre P pabescheint: ralstreik zu entfesseln versuchte, der durch Einsatz von Militär nur mit Mühe und Not niedergerungen werden konnte. Weichts Cpirt=deirelot=Eialm! Streit um den Wert der Bundesgenossenschaft für Frankreich Paris, 2. Mai. Die„Epoque“ glaubt, daß das englisch=sowjetrussische Abkommen bereits vor dem Abschluß stehe. De Kerillis erklärt, alles hänge von Sowjetrußland ab. England versuche im Rücken Deutschlands einen riesigen östlichen Damm zu errichten. der Rumänien, Polen und die baltischen Staaten. gestützt auf Sowjetrußland, umfasse. Falls Sowietrußland seine Zustimmung verweigern würde, würde alles zusammenbrechen. Schon der Gedanke daran scheint dem notorischen Kriegsheter de Kerillis einen panischen Schrecken einzujagen, zumal er in seiner hemmungslosen Kombinationslust auch Griabpaitenegeunten meint, die Sowjetrußland ahhalten könnten, allzu enge Verbindungen mit der von England inszenierten Einkreisungspolitik einzugehen De Kerillis protestiert in diesem Zusammenhang erneut gegen die angebliche Politit Bon nets, die im Anschluß an München darin bestanden hätte, die Bindungen mit Sowjetrußland zu lockern. Bonnet muß sich von Kerillis regelrechten Verrat“ vorwerfen lassen. Maurice Colart knüpft in seiner Glosse „Geographie und Geschichte" im„Excelsior“ an eine Rede an. in der der Abgegrduete Montigny auf die Gefahren einer außenpolitik hinwies, die weder der Geographie noch der Geschichte Rechnung trage. Die Geographie. so heißt es im„Excelsior" belehre uns, was möglich ist und was nicht; die Geschichte lehre, was erreicht wurde und was gescheitert man nicht wolle, daß Frankreich veriodisch in die tausendjährigen Konflikte der Gexmanen und Slawen geworfen oder eines Tages zur Verteidigung der sowietrussischen Position Sibiriens gegen die Japaner gezwungen werde, müsse man zunächst auf die Ideologien des unteilbaren Friedens und der kollektiven Sicherheit verzichten, und man müsse nach Wiederherstellung des Gleichgewichts zu dem Begriff des westlichen Europas zurückkehren. Noch schärfer warnt der ehemalige französische Kriegsminister Jean Fabry, dessen Urteil als das eines Fachmannes besonders ins Gewicht fallen dürfte, im„Matin“ vor der Einbeziehung Sowjetrußlands in die Politik und Diplomatie der Westmächte. Fabry empfiehlt zwar den Franzosen. starke Nerven in dem augenblicklichen„Kriee Bzige gzshhr, zu. bewahren, die französisch=briting, Militärfront möglichst vollkommen zu organisieren und das einheitliche Oberkommando dieser„riesigen britisch=französischen Kriegsmaschine“ herzustellen, fragt aber besorgt und warnend:„Welches Spiel treibt Stalin?" Dig rüssische Armee habe ihre Chefs ermordet, es fehlten die Kadres, und die Eisenbahnlinien seien unbrauchbar. Stalin wüßte, daß im Kriegsfalle sein System zusammenbreche.., Er wolle keinen Krieg gegen Deutschland, das habe er auf dem 17. Kongreß der kommunistischen Partei Sowjetrußlands in klarster Form erklärt. Gleichzeitig trieben aber die Komintern und Stalin überall zum Kriege, um Sowjets entstehen zu lassen. Die Komintern sei bereit, ohne russische Truppen einzusetzen, überall diesen Krieg zu schüren und mit den Quellen Sowjetrußlands zu nähren. d. h. alle Fronten zu versorgen, nur damit alles breune. Fabry erkennt also, daß eine Bundesgenossenschaft mit Sowjetrußzland nur dazu dient, den bolschewistischen Hetzern das Tor zum eigenen Lager zu öffnen und der Weltrevolution Vorschub zu leisten. Der Außenpolitiker der Liberté schreibt, wenn man die sowjetrussische Unterstützung annehme, müsse man dann nicht den Lebensreflex haben, von Sowjetrußland zu fordern es seine revolutionäre Hetze in Frankreich einstelle? Die erste Bedingung für einen allgemeinen Akkord mit der großen„Egzschgwisserten Demokratie“ sei die sofortige Einsteltung der revolutionären Aktivität. d. h. Auflösung der Kommunistischen Partei in Frankreich Jewie Einstellung der Agitation auch bei den Verbündeten. Ob Sowjetrußland unter diesen. den an einem Bündnis überhaupt noch ein Interesse hat, dürfte höchst fraglich sein. Rumänischer in der Kriegsschuldenfrage Washington, 2. Mai. Hull teilte der Pressekonferenz mit, daß die rumänische Regierung schon in den nächsten Tagen Vorschläge über die Liquidierung ihrer Kriegsschutden machen werde. Mit dieser Form einer Empfehlung an dez Zundeskongretz weiterleiten, der nach der Versanung, da es sich um eine Finanzsache handelt, um Zustimmung Die Aufrollung der Kriegsschuldenfrage von seiten Rumäniens wird als Vorstoß der früheren Alliierten bewertet die Rumänien als Versuchsballon vorschieben möchten, damit, falls mit Roosevelts Unterstützengg#e Schuld liqnidiert werden sollte, Frankreich und alle anderen Kriegsschuldner eine gleiche Regelung beanspruchen können. Mit einer„Bereinigung“ der leidigen Schuldenfrage beabsichtigt man, den eines ihrer besten Argumente zu rauben, nämlich, daß man den früheren Alliierten kein Rüstungsmaterial im Kriegsfalle liefern sollte, weil diese ihre Schulden aus dem letzten#erieg immer noch nicht bezahlt haben. Daß es sich bei diesem rumänischen Fühler tatsächlich um eine hochpolitische Vorbereitung für den nächsten Kriegsfall handelt, scheint aus Hulls Verlautbarung hervorzugehen, daß man die Wiedereinsetzung der früheren Kriegsschuldenkommission in Erwägung gezogen hat.., Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit der Bundeskongreß auf dieses Manöver eingehen wird. Jedenfalls ist Rumäniens Vorschlag eine Angelegenheit, die wenigstens ein Jahr zur Erledigung brauchen würde, selbst wenn alles nach Wunsch Roosevelts und der Alliierten gehen sollte. Erziehung durch Erleben Die Reichsminister zur Werbewoche für das Deutsche Jugendherbergswerk Berlin, 2. Mai. Zur diesjährigen Werbewoche für das Deutsche Jugendherbergswerk, die am 6. und 7. Mai mit einer Haus= und Straßensammlung der Hitler=Jugend ihren Höhepunkt findet, haben die Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels Funk, Freiherr von Neurath, Dr. Lammers, Darré, Dr. Frank, Rust, Kerrl, Dr. Gürtner, Graf Schwerin von Krosigk, Seldte, Dr. Dorpmüller, Dr. Ohnesorge und der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, folgenden Aufruf erlasDie Zukunft jedes Volkes liegt in seiner Jugend. Deshalb gilt es, der Jugend die gewaltigen Leistungen der Nation auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet zu vermitteln und sie das Volk und seine herrliche Heimat erleben zu lassen. Diese Erziehung durch das Erlebnis ist eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Entwicklung des jungen deutschen Menschen, deren höchstes Ziel der letzte Einsatz der Kraft, der Leistung und schließlich des Lebens für das Vaterland ist. Das Deutsche Jugendherbergswerk leistet wertvollste Arbeit für diese Aufgabe. Immer mehr soll es jedem deutschen Jungen und jedem deutschen Mädel möglich werden, sein Volk und seine Heimat in allen Lebensgebieten kennen zu lernen. Aus dieser Kenntnis erwächst der Glaube an die Größe unseres Volkes und Reiches, der die Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern wird. Deutsches Voir, hilf mit, Jugendherbergen zu Jeder Vsennig des einzelnen Zugenzgeber it. ein Baustein für das Deutsche Opfert am 6. und 7. Mai in die Sammelbüchsen der deutschen Jugend!" „beläuft sich auf sechs Monate. Anschließend werden die Ausgebildeten auf die Dauer von dreieinhalb Jahren dem Reservekorps der Hilfsstreitkräfte oder der Territorial= armee zugeteilt. Nichtbefolgung der Meldepflicht wird mit fünf Pfund Strafe belegt. Jeder Unternehmer ist unter Strafe verpflichtet, einen Angestellten nach Ablauf seiner sechsmonatigen Militärdienst unter gleichen Bedingungen wieder einzustellen. Durch das Gesetz über die Reserven und Hilfsstreitkräfte werden die Formalitäten der Einberufung vereinfacht. Während bisher durch Anschlag und persönliche lung ein drohender Gefahrenzustand erklärt werden mußte, kann die Einberufung im Dringlichkeitsfall jetzt durch einsache Kabinettsorders erfolgen. Bezüglich Nordirland heint es im W bepflichtgesetz, daß der König durch Kabinettsorder das Gesetz auf Nordirland und die Insel Man ausdehnen kann, wobei die Kabinettsorder„Aenderung und Anpassungen“ am Gesetz vornehmen kann. Man rechnet nicht damit, daß eine Ausdehnung auf Nordirland vor Eintritt eines Kriegsfalles vorgenommen werden wird. Dagegen würden vermutlich alle in England lebenden Iren, auch Südiren. von dem Gesetz erfaßt. Befreiung erfolgt nur dann. wenn ein Südire in die Armee von Eire eintritt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß ein in England lebender Ire, der sich seiner Dienstpflicht durch Rückwanderung nach Eire entzieht, seiner Dienstpflicht in England genugen müsse, wenn er nach England zurückkehrt, auch nach Ueberschreiten des dienstpflichtigen Alters. Die Dienstpflichtigen, so heißt es abschließend, würden wahrscheinlich in 4 Gruppen von 50000 Mann eingezogen. Wie weiter verlautet, werde auch die Admiralität und die Luftwafse voraussichtlich eine sechsmonatige Ausbildungszeit einführen, urihre Reserven zu stärken. Warnung an Chamberlain Dublin, 2. Mai. Der Oberbürgermeister von Dublin hat an Ministerpräsident Chamberlain ein Telegramm gesandt, in dem es heißt: Ich unterstütze nachdrücklich jede Forderung auf Ausschluß der sechs nordirischen Grafschaften aus dem Wehrdienstgesetz. Jeder die Wehrpflicht aufzuzwingen, würde zum Widerstand und zu einer Katastrophe führen. Lachssorgen Washington, 2. Mai. Senator Pittman, der ja wohl im Stellen von Anträgen in USA den Rekord trägt, hat wieder mal einen„Vorschlag“ zu machen. Wie er mitteilte, betraf dieser Vorschlag diesmal die Küstenverteidigung und die Lachszüge an der Küste von Alaska. Im Interesse einer besseren Küstenverteidigung, so erklärte Pittman, habe er im Staatsdepartement angeregt, die bestehende Dreimeilenzone, innerhalb deren die Ver. Staaten das territoriale Hoheitsrecht genießen, auf zwölf Meilen zu erweitern. Der Vorschlag werde zurzeit von den Beamten des Staatsdepartements geprüft. Da internationale Hoheitsfragen berührt würden, wolle das Staatsdepartement zuerst die Zustimmung der anderen Nationen einholen. Seinen Vorschlag begründete Pittman damit, daß im Kriegsfalle eine breitere Hoheitszone fremde Kriegsschiffe, besonders U=Boote, von der Küste„leichter fernhalte". Im Frieden e würde eine Zwölfmeilenzone den Ver. Staaten eine größere Kontrolle der Fischbänke von Alaska gestatten, um die es ewig Streit mit Japan gebe. Die japanischen Fischdampfer legten nämlich ihre Netze unmittelbar vor der Dreimeilenzone aus und singen so die züge ab Poersten; berweist auf gebietsnäßige Vorde, Echalsant heschätigen und de geaebenenfalle engen Bulgariens gegenüber Rumänien und 1 Schavzam. vongäfti Wehrpflichtgesetz im Unterhaus Einberufung im Dringlichkeitsfall durch Kabinettsorder London, 2. Mai. Das Gesetz über die Einführung der Wehrpflicht in England sowie das Gesetz über die Reserve und Hilfsstreitkräfte wurde am Montagabend veröffentlicht, nachdem die beiden Gesetze im Unterhaus von der Eegierung formell eingebracht worden Das Wehrpflichtgesetz sieht vor, daß jeder männliche britische Untertan im Alter von 20 Jahren für den Militärdienst registriert wird, sofern er nicht untauglich oder aus„Gewissensgründen gegen den Wehrdienst ist". Der letztere Grund ist vor„einem Tribunal zu erhärten“. In diesem Falle tritt an die Stelle des Wehrdienstes eine im nationalen Interesse liegende Arbeitsleistung. Die Dienstzeit Sport und Spiel Deutsche Der Spielplan der zweiten Runde Das Reichsfachamt Fußball,. Opezizerzchae Gruppenspiele um die Deutsche den Kampfplan der restlichen drei Spieltage bekannt. Mit der 2. Runde werden die Gruppenkämpfe abgeschlossen und die vier Gruppensieger treten zu den eigentlichen Endspielen, die nach dem Pokalsystem durchgeführt werden, an. Sonntag, 7. Mai: Gruppe 2a: Viktoria Stolp— Fortuna DüsGruppe 25: Bresdner EC—#E SchweinGruppe s: BfR Mannheim— SV Dessan 05 in Karlsrube; Stuttgarter Kickers— AdGruppe 4: Vorwärts=Rasensport Gleiwitz Kasseler SC 03 in Gleiwitz; Fr Schalke#04 Wormatia Worms in Dortmund. Sonntag, 14. Mai: Gruppe 1: Hamburger SV— Berlin in Hamburg; Hindenburg Allenstein VfL Osnabrück in Königsberg. Gruppe 2: Gruppensieger 2a— Gruppensieger 2b im Düsseldorfer Rheinggeieg, Gruppe 3: Admira Wien— Vim Mannhein= im Wiener Stadion. Sonntag, 21. Mai: Gruppe 1: Blau=Weiß Berlin— Hindenburg, Allenstein in Berlin(SCC=Platz); ViL Osnabrück— Hamburger SV in Osnabrück. Gruppe 2: Rückspiel Gruppensieger 2a— 25 in Dresden(Ostragehege oder im SchweinfurGruppe 3: SB Dessau 05— Stuttgarter KilGruppe 4: FC. Schalke 04— Vorwärts=Rasensport Gleiwitz in Gelsenkirchen; Kasseler SE 03— Wormatia Worms in Hanau. Druck u. Verlaa Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Hermann Kresse. Schwerte(Ruhr). Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Hermann Kresse, Schwerte. Verantwortlich für den teil: Hans Linner. Schwerte(Ruhr). 3. 8t. ist Preisliste 11 gültig. D=A. III./39: 1527. Sprechstunden der Schriftleitung täglich von 8—9.30 Uhr, außerdem Mittwochs von 15—17 Uhr. Sonst nach vorheriger schriftl. Anmeldung. Pontische Uinschad SA.=Führer und Reserveoffizier Major H. Martin vom Obertommando der Wehrmacht veröffentlicht unter der obigen Ueberschrift im Führerorgan der SA. einen Aufsatz, dem im Hinblick auf die durch den Befehl des Führers vom 19. Januar 1939(Angliederung der Wehrmannschaften an die SA.=Einheiten) begründete enge Zusammenarbeit zwischen SA. und Wehrmacht besondere Bedeutung zukommt. Der Oeffentlichkeit gegenüber ist in einigen richtunggebenden Aufsätzen der Sinn und Zweck des Erlasses des Führers über die Erziehungsaufgaben der SA. dargelegt worden. Eine Begründung hierfür ist dem SA.=Führer und SA.= Mann gegenüber ebensowenig notwendig wie dem Offizier und Soldaten. Beide wissen, um was es aeht.„ Vom größeren Gesichtspunkt aus aber andert Ich ein wenig das Bild Der SA. war eine Zeit ger äußerlichen Zurückhaltung und der Beschränkung auf in der Oeffentlichkeit weniger bekannte Ziele gegeben. Es ist aber eine Tatsache, daß gerade in den Zeiten einer nach außen hin sichtbaren und nach innen hin fühlbaren Beschränkung der Aufgaben sich klar die Leistungen und Werte wirklicher Führerversönlichkeiten herausheben. Die SA. hat in dieser Zeit mehr als jede andere Organisation Gelegenheit gehabt, die Spreu vom Weizen zu sendern. Abgeschlossen und ausgeschieden wurden alle Elemente, die im Zeichen eines bombastischen Aufstiegs immer zu finden sind. die aber, sobald es auf die stille Arbeit ankommt. das Interesse verlieren. Wer sich in diesen letzten Jahren der Entwicklungsgeschichte der SA. als höherer, mittlerer und unterer SA.=Führer bewährt hat, auf den kann diese Organisation auch in Zukunft mit Recht und Vertrauen bauen. Diese Führerschicht, die als Persönlichkeiten auch in ihrer Wirkung auf die Geführten erprobt ist, wird sich auch bei der Erziehung der Wehrmannschaft bewähren. Von der Wehrmacht wird ebenso wie von der Obersten SA.=Führung gefordert werden, daß derjenige, der mit der Erziehung einer Wehrmannschaft betraut ist, auch über wirkliche militärische Kenntnisse verfügt. Es ist klar, daß in der ersten Zeit hierbei noch Schwierigkeiten auftreten werden. Man wird deshalb zwischen einem Idealzustand der späteren Zeit und einem Uebergangsstadium unterscheiden müssen. Als Idealzustand ist zu bezeichnen, wenn der mit der Ausbildung einer entsprechenden Gliederung einer Wehrmannschaft betraute SAFührer gleichzeitig einen entsprechenden Rang als Reserveoffizier bekleidet, der ihn über die in der Wehrmannschaft zusammengefaßten Männer stellt. Idealisten mögen sich hierbei vielleicht hinter der Utopie verschanzen, daß es bei der ideellen Einstellung des deutschen Volkes doch wohl möglich sein müßte, vor die Einheit einer Wehrmannschaft einen sonst bewährten aber in militärischen Dingen wenig bewanderten SA.=Führer zu stellen. Der aute Wille der Gefolgschaft könnte ja dann über manches hinwegsehen, und schließlich käme es auch hierbei auf„allgemeine Führerqualitäten“ an. Wir wollen uns hier unter allen Umständen vor Schlagworten hüten. Jede Armee, auch die deutsche, rechnet in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nie schlechtweg mit Idelgestalten darstellenden Führern und Geführten. Sie rechnet mit Reibungen und Mißverständnissen, sie rechnet mit menschlichen Schwächen. Deshalb gibt es in der Wehrmacht die Disziplinarstrafordnung und die Beschwerdeordnung. Deshalb sind auch alle Maßnahmen, die sich irgendwie auf das Verhältnis zwischen Führung und Geführten in der Wehrmacht auswirken, einer ständigen Beobachtung, ja, man kann sagen, einer mißtrauischen Kontrolle unterworfen. Beim 40=Klm.=Marsch zerbrechen Phrasen und Schlagworte. und zwar sehr viele; im Feuerorkan der modernen Angriffsschlacht gehen auch die letzten dahin. Deshalb ist es notwendig, auch bei der kommenden Ausbildung der Wehrmannschaften Schwierigkeiten vorauszusehen und sie durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen. Es müssen also dem Führer die Voraussetzungen für eine Einwirkungsmöglichkeit, die in erster Linie im Grade seiner Persönlichkeitswerte liegen müssen, gegeben sein. Diese Voraussetzungen sind aber wie im militärischen Leben die einwandfreie Persönlichkeit und das bessere Wissen und Können um das, was gelehrt werden soll. Die Forderung, daß der Ausbilder einer Wehrmannschaft außerdem über ein besseres militärisches Wissen und Können als der Geführte verfügen muß, ist deshalb unabänderlich. Jede Konzession schadet nur .. In der Zukunft wird es sich daraus folgerichtig entwickeln, daß der SA.=Führer mittlerer und höherer Dienstgrade selbstverständlich Reserveoffizier, der der unteren Dienstgrade Unteroffizier des Beurlaubtenstandes ist. Schwierigkeiten dürfte es hierbei später nicht geben. Die Grundforderung, die die SA. an die Führerqualitäten stellt, entspricht genau den Grundsätzen der Wehrmacht. Es ist also nicht einzusehen, warum die Erlangung eines entsprechenden Dienstgrades im Beurlaubtenstande der Wehrmacht für die in der SA. bewährten Kräfte Schwierigkeiten bereiten sollte. Größer sind jedoch die Schwierigkeiten, die sich in der Ueberganaszeit ergeben. Die starke Beanspruchung in der SA. hat manchen Führern und Unterführern die Gelegenheit genommen, ihre Teilnahme an den Reserveübungen so zu fördern, wie es wünschenswert ist. Das jedoch ist ein Problem, das von der SA. und Wehrmacht durch Uebergangsmaßnahmen gelöst werden kann und wird. In Deutschland sind letzten Endes schon weit schwierigere Fragen glücklich gelöst worden. Ohne Zweifel wird der Reserveoffizier, der in seinem Hauptberuf SA.=Führer und Ausbildungsleiter einer seinem Dienstarad entsprechenden Wehrmannschaft ist, ein erhebliches Mehr an militärischem Wissen und Können und Erfahrungen der Menschenführungen haben, als alle übrigen Reserveoffiziere. Er wird daher der Schrittmacher für die Qualität des Reserveoffiziers sein. Durch seine Eigenschaften wird er— im Einzelfalle vielleicht unmerkbar, in der Gesamtheit aber doch fühlbar, eine Leistungssteigernna des gesamten Reserveoffizierkorps der Wehrmacht bewirken. Besonders werden die Forderungen an den Reserveoffizier höherer Dienstarade, der zur Führung höhrer Verbände berufen ist, erheblich erhöht werden können. Der SA.=Führer und Reserveoffizier wird eben durch seine Haupttätigkeit in der SA.=Führung einen erheblichen Vorsprung in der Kenntnis der Mentalität der für den Waffendienst in Frage kommenden Männer haben. Durch Austausch von Erfahrungen, durch die natürliche Fühlungnahme während des Dienstes in der Wehrmacht und bei gegebenen Anlässen wird er hier dem aktiven Offizier manche Anreaung und Erfahrung übermitteln können. Im ganzen ergibt sich hieraus die Folgerung, daß auch auf dem Gebiet der Führerausbildung die Beauftragung der SA. mit der Durchführung der vor= und nachmilitärischen Erziehung und Ausbildung eine erhebliche Stärkung unserer Wehrkraft darstellt. Das wollen SA. und Wehrmacht. Turnen, Spiel, Sport Die Mannschaftsgerätekämpfe im Unterkreis 4 Iserlohn— Schwerte werden fortgesetzt. Nach den Bestimmungen des RSRL., Fachamt I. Turnen, Gymnastik, Sommerschule, haben alle Vereine an den Pflichtkämpfen teilzunehmen, andernfalls sie geschwärzt werden. Was dieses für die übrige Wettkampftätigkeit ausmacht, werden die Vereine erfahren. Um den säumigen Vereinen Gelegenheit zu geben, die Mannschaftskämpfe nachzuholen, finden diese für den Unterkreis 4 am Sonntag, dem 7. Mai, vormittags 9 Uhr, in Schwerte, Turnhalle der Oberschule für Jungen, statt. Meldungen sind spätestens bis zum 5. Mai an den Unterkreisführer Walter Schulz. Villigst, Letmather= straße 11, zu richten. Das Programm des Segelflugmodellwettbewerbs der RSFK.=Gruppe Westfalen. Für. den am 6. und 7. Mai in den Borkenbergen“ stattfindenden Segelflugmodell=Wettbewerb der RSFK.=Gruppe 10, Westfalen, liegt nunmehr die Veranstaltungsfolge fest. Am Sonnabend, dem 6. Mai, treffen die besten Modellbauer aus ganz Westfalen in Borkenberge ein. Am Nachmittag findet die Bauprüfung statt, in der die Konstruktion der Segelfugmodelle von erfahrenen Modellbaulehrern kritisch geprüft und begutachtet wird. Der Sonntag bringt in der Zeit von 9 bis 14.30 Uhr den eigentlichen Modellflug=Wettbewerb. Im Rahmen dieses Wettbewerbes wird als Sondervorführung ein Massenstart gezeigt. Der Nachmittag steht im Zeichen von Darbietungen, die wohl geeignet sind, eine große Anzahl von Volksgenossen aus den Städten herauszubringen in das Fluggelände der Borkenberge. 14.30—15 Uhr Segelflugvorführungen, 15 bis 15.15 Uhr Motorflugvorführungen, 15.15—15.30 Rtotol.„Roickskof“ Inh.: H. Man Zur Schwerter Kirmes ab 7½ Uhr Großes Stimmungs-Konzert Bekannt gute Küche Bestgepflegte Biere und Weine M Lohnsteuertabellen 504 Niehreinkommensteuer 303„ Werbungskosten-Sonderausgabe 253 Burke's Lohnsteuertabellen 704, 1.20 zu haben in der Schreibwarenhandlung Haus Linner vormals Carl Braus Große Marktstraße 3—5 Carl Trog, Schwelle Aeltere Ww. sucht 2—3 mal wöchentl. Arbeit auch Garten und Wäsche. Zu erfragen in der Geschst. dieser Zeitung. 1001 Zaunlatten Riegel und Pfosten Schmemsfangen Erbsenreiser Düngekalk 953 E. HOMEL, o. H. Möbl. Zimmer gesucht. Offerten unter Nr. 1002 an die Geschäftsst. d. Ztg. 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Bündnisse eingehen wollte, die gegen die Interessen Spaniens gerichtet schienen, da steht selbst ein Mann wie der Herzog von Alba als Vizekönig von Neapel gegen den Papst auf und schreibt ihm einen Brief, wie er schärfer von keinem protestantischen König nach Rom gesandt worden ist.„Eure Heiligkeit“, sagt der Herzog von Alba in diesem Brief,„ist zum Hirten des Schafstalls Christi, nicht ber zum reißenden Wolfe bestellt worden. Kaiser und König, die in Wahrheit einzigen und treuesten Verteidiger des Papsttums, haben bisher mit ganz unglaublicher Nachsicht die schwersten Kränkungen hingenommen, aber je tzt, nachdem der Heilige Stuhl sogar die Drohung ausgestoßen hat, den König von Spanien seines Thrones zu entsetzen, jetzt droht auch mir als Verteidiger meines Souveräus die Geduld zu reißen. Ich rufe Gottes Beistand gegen Eure Heiligkeit an und schwöre im Namen meines Königs und Herrn und bei dem Blute, das in meinen Adern rinnt, daß Rom unter der Gewalt meiner Faust erzittern wird. Wenn Eure Heiligkeit nicht binnen acht Tagen die Beweise einer entscheidenden Sinnesänderung gibt, so werde ich den Kampf eröffnen, der bis auf den letzten Punkt vorbereitet ist. Die Folgen fallen ganz allein auf das Gewissen und die Verantwortlichkeit Eurer Heiligkeit zurück. Es ist derselbe Herzog von Alba, der im Namen des Königs von Spannien und im Namen einer bestimmten Auffassung des Christentums den Freiheitskampf der Niederlande in einem furchtbaren Blutbad zu ersticken bemüht gewesen ist. Was sich hier auf ganz verschiedenen Wegen überall zeigte, war das Auftreten eines verstärkten Heimatgefühls, das sich von beengten Sippen= und Stammesgrenzen zum Nationalgefühl zu erweitern begann. Ob hier der deutsche Gedanke immer bewußter in der Vertretung des Königs= und Kaisertums Gestalt gewann, ob die Niederlande ihre Erhebung verkündeten, ob selbst der spanische König zur Vertretung seinem ihm als höchster Eigenwert erscheinenden Staates auch vor militärischer Drohung gegenüber dem kirchlichen Herrn nicht zurückschreckte, überall aeht nunmehr das nationale Erwachen vor sich. Auf der andern Seite wird der Gedanke der Universalmonarchie ebenfalls diesem Nationalgefühl angenähert. Wenn wir die tausendjährige Entwicklung der deutschen Kämpfe heute, wo wir glauben, daß viele Willensmächte im Großdeutschen Reiche Adolf Hitlers zusammenlaufen, überprüfen, da dürfen wir als Erlebnis vielleicht folgendes feststellen: Wir werden über keine große Bewegung und keinen großen Mann der Vergangenheit ein sogenanntes Urteil; sprechen wollen, sondern alle Werke, das Wollen und alle Taten uns bemühen einzubeziehen in einem großen Schicksalslauf des deutschen Volkes; wir werden aussprechen dürfen, daß alle großen Bewegungen, die einmal geschichtsbildend waren, schon dadurch geadelt sind, daß Deutsche an sie geglaubt haben. Von der großen Kaiseridee hat das deutsche Volk— und nicht nur das deutsche— den Gedanken einer harten politischen Macht und das Bewußtsein einer großen Sendung geerbt, ein Gedanke, der berufen war, um über alle Sonderinteressen, ob sie Sippe, Stamm oder sonstwie heißen mögen, hinwegzugehen und ein bestimmtes Ganzes, wenn nötig, hart und rücksichtslos zu vertreten. Von seiten der sich immer erneuernden Kämpfe für die unmittelbare Heimat, erben wir das starke Bluts= und Volksgefühl als schöpferische Grundlage für alle Kultur, für alles innere Dasein. Aus dem Zusammenleben zwischen Reich und Volk hat sich die, Grundlage, auf der einst die Macht des Reiches gebaut wurde, geändert, denn diese früher allgemein kirchliche Grundlage ist von vielen Revolutionskämpfen geborsten, aufgesplittert in viele Konfessionen und Sekten: Aus dem Gedanken eines machtvollen Reiches und einer unverwüstlichen Verteidigung alles Heimatlichen ist als Erbe und Vertretung für die Zukunft als unser großes Schicksal die einigende Verbindung beider Kräfte im deutschen Rationalstaat Adolf Hitlers geworden. Wenn wir zurückblicken auf jene Städte und Pfalzen, in denen deutsches Schicksal mitbestimmt wurde, so können wir viele Orte nennen, und die nationalsozialistische Bewegung hat in diesen Jahren die Menschen genannt und die Städte geehrt, aus denen starke Persönlichkeiten ihren Beitrag für die deutsche Geschichte schufen. So ist auch mit Aachen verknüpft das Gedenken eines machtvollen großen Reiches. Wie immer Kämpfe und Schicksale sich später abgespielt haben mögen, dieser Gedanke ist nicht verloren gegangen, von den Franken ist er dann weitergetragen worden zu den Sachsenkönigen. den Saliern, den Hohenstaufen. Nach einem schweren Auseinanderklaffen des deutschen Volkes haben die Brandenburger und Preußen zunächst in Rebellion gegen die Entartung des Reichsgedankens gekämpft und dann sich selbst zum Träger des Zweiten Reiches emvorgeschwungen. Mit dem Untergang der Hohenzollernmonarchie ging ein letztes Stück Partikularismus dahin. Heute sehen wir diese aroße deutsche Vergangenheit weder katholisch noch protestantisch, weder preußisch noch habsburgisch, weder vom Standpunkt einer arenzenlosen Universalmonarchie noch allein vom Standpunkt eines raumbeschränkten Partikularismus, sondern die Gesamtheit all dieser Entwicklungen als aroßdeutsche Volksgeschichte. Unter dem Dache des Großdeutschen Reiches hat sich heute geistig und politisch alles gesammelt, was jemals zum Deutschtum in diesem Jahrtausend gehörte: über den germanischen Herzoa zum deutschen Könia ist einstmals die Kaiseridee von Aachen aus emporgestiegen und hat— so oder so— doch die deutsche Geschichte mit Glanz erfüllt. An die Stelle all dieser Herzöge. Könige, Kaiser, unter Fortführung ihres Erbes und des Erbes weltanschaulicher Kämpfe ist nunmehr der deutsche Führer getreten als Begründer einer neuen Epoche der gesamten deutschen Nation und Neuordner ihres Lebensraumes. Schluß. Ergänzungen zum Erbhofrecht Durch eine gemeinsame Verordnung des Reichsjustizministers und des Reichsernährungsministers ist die Erbhofrechtsverordnung in einigen Punkten geändert und ergänzt worden, um insbesondere einige Lücken zu schließen, die sich in der Praxis ergeben hatten. So wird zur Beseitigung von Zweifeln, die sich bei der Feststellung der Rassereinheit Bauers ergaben, klargestellt, daß die Möglichkeit eines jüdischen Bluteinschlages als ausgeschlossen anzusehen ist, wenn sich beim Zurückverfolgen der Ahnenreihe des Bauers ergibt, daß keiner der vor dem 1. Januar 1800 geborenen nächsten Vorfahren des Bauers einen der jüdischen Religionsgemeinschaft angehörenden Elternteil hatte. Eine weitere Ergänzung betrifft die Feststellung des Erbbrauchs. Nach dem Gesetz ist der Brauch, der bei Inkrafttreten des Erbhofgesetzes am 1. Oktober 1933 galt, auch für die Zukunft maßgebend. Die Feststellungen darüber mußten in jedem Einzelfalle getroffen werden. Sie waren aber nicht bindend für den Bezirk, sondern immer nur für die einzelne Sache, sodaß die Frage immer wieder von neuem aufgeworsen werden konnte. Nach der neuen Verordnung können der Reichsjustizminister und der ernährungsminister gemeinschaftlich feststellen, daß beim Inkrafttreten des Erbhofgesetzes in einer Gegend entweder Aeltestenrecht oder Jüngstenrecht Brauch gewesen ist, daß die freie Bestimmung des Anerben durch den Bauer üblich war oder daß ein Anerbenrecht nicht Brauch ge“ wesen ist. Schließlich sind die Bestimmungen über den Vorrang der Töchter eines Bauern geändert worden. Nach dem geltenden Recht rangieren, wenn der Bauer keine Söhne, hat, die in der Anerbenordnung hinter dem Vater bezw. den Brüdern des Erblassers. Da sich die bauerliche Bevölkerung an diesen neuen Gedanken zum Teil erst gewöhnen muß, ist schon im Geset eine Uebergangsbestimmung dahin getrossen worden, daß für den ersten Erbfall nach Inkrafttreten des Erbhofgesetzes dieser Vorrang des Vaters oder der Brüder vor den Töchtgt des Bauers nicht gilt. Diese Regelung 1½, aber in den Fällen noch zu Härten, in den zwei Erbfälle rasch aufeinander folgen. 2 Vorrang der Töchter des Bauers ist daher set auch auf den zweiten Erbfall nach dem Inkraft treten des Erbhofgesetzes ausgedehnt worden. Erst beim dritten Erbfall tritt die Ordnung in Kraft, die das Gesetz für die E folge beim Fehlen von Söhnen vorsieht. Zu Klarstellung wird ausdrücklich bestimmt, daß Uebergabevertrag einem Erbfall insoweit gle stebt. KUNtndsEira V6n. und Deutschlandsender Vom 4. bis 6. Mai 1939 Donnerstag 4. Mai Reichslender Köln für den Bauer. ponisten. Franz Schubert. 21.05: Verachtet mir die Meister nicht! Franz Schubert. 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.30—24.00: Volks= und Unterhaltungsmusik. Frends 5. Mai Reichslender Köln ichten in englischer Nor6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied— Morgen7.00: Nachrichten, Wetter. .10: Frühkonzert, 3.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Ohne Sorgen jeder Mgen. 9.30: Schädlingsbekämpfung auch im Haushalt. 9.45: Nachrichten. 10.00: Volksliedsingen(Wiederholung Liederblatt 2). 10.30: Sendepause. 11.45: Tagesfragen der PferdeSAch z ch 11.55: Wettervericht. 12.00: Musik am Mittag. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 13.15: Fortsetzung der Musik am Mittag. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause. 16.00: Musik am Nachmittag. Darin 17.00—17.20: Das gute Buch. Der Herr Kortüm. 18.00: Herbergen der Jugend. 18.20: Der Brief. Richard Wagner an Wilhelm Fischer. 18.30: Weisen und Tanze für Klavier zu vier Händen. 18.45: Lebendige Vorzeit. Germanische Funde in der Severinskirche zu Köln. 19.00: Spiegel des Lebens. 19.10: Ein Abendstündchen bei Suppé. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer 20.30: Leichte Schallplattenmusik. 20.55: Bildnisse deutscher Kom6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.20: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Sendepause. 10.00: Volksliedsingen. 10.30: Sendepause. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Glückwünsche. 13.15: Musik zum Mittag. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt=u. Börsenberichte. 15.15: Hausmusik. Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10: Ruf des Ackers. 18.00: Das Wort hat der Sport. 18.15: Der Mensch und seine Welt. 18.30: Alte Meister. Konzert. 19.00: Deutschlandecho. 19.15: Beschwingte Melodien. 19.45: Kurznachrichten u. Wetterbericht. 20.00: Einführung in die folgende Sendung. 20.10: Deutsches Brahms=Fest 1939. 21.30: Begegnung mit einem Dichter: Sigmund Graff. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. Anschl.: Deutschlandecho. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Nachtkonzert. 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für die Landwirtschaft. 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied— Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Morgenmusik. 9.30: Gesund sein heißt schön sein. 9.45: Nachrichten. 10.00: Weitere Bohrungen einstellen. Hörspiel. 10.30: Quäle nie ein Tier zum Scherz. 10.45: Sendepause. 11.45: Was leistet die Lanowirtschaft bei uns und draußen? 11.55: Wetterbericht.„ 12.00: Die Werkpause d. Reichssenders Köln in Verbindung mit der DAF. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 13.15: Musik am Mittag. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause, 16.00:„Und nun lngt Danzig auf". Darin 17.00—17.10: Der Erzähler.„Marie=Katrin". 17.30: Liebes= und Kinderlieder von Johannes Brahms. 18.00: Bildnisse deutscher Komponisten: Hans Pfitzner. 18.15: Das Recht des Alltags. 18.30: Kleines Konzert. 19.00: Das BDM.=Werk, Glaube und Schönheit". 19.15: Aus Verdis Opern. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer Sprache. 20.30: Soldatenieven das heißt lustig sein. 21.00: Lieder und Tänze aus neuen Tonfilmen. 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrich. Sprache.„ 1. 22.30—24.00: Tanz und Unterbelbure## Darin: Rundfunkvericht von der 1. Runde des Davis=Pokal=Spieles Deutschland gegen Schweiz aus Wien. Deutichlandlender 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Tig Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00: Alfred Krupp, ein Freund des deutschen Arbeiters. 10.30: Kampf dem nassen Tod. 10.45: Sendepause. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Glückwünsche.„ 13.15: Musik z. Mittag(Forts.). 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= u. Börsenberichte. 15.15: Klavierwerke. 15.30:„Glück auf, Glück auf, zur Wanderfahrt!" Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10: Aus dem Zeitgeschehen. 18.00:„Auch Dein Opfer ist ein Baustein". 18.15: Kammermusik. 19.00: Deutschlandecho. 19.15:„Das hat kein Goethe g'schrieb'n". Heiteres Spiel. 20.00: Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.15: Blasmusik. 21.00: Der Samariter von Solferino. Hörspiel. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. 22.20: Davis=Pokal Deutschland gegen Schweiz.„„ 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Tanz und Unterhaltung. Samstag 6. Mai Reichslender Köln 20.15: Nachrichten in englischer: Sprache. 20.30: Düsseldorf 10441— erwartet Ihren Anruf. Wunschkonzert zu Gunsten des Jugendherbergswerkes. 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.30: Alles tanzt mit. 24.00: Musik zur Unterhaltung 2.00—3.00: Nachtmusik. Deutichlandiender 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für die Landwirtschaft. 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Morgenmusik auf dem „Hein Godenwind“. 6.55: Morgenlied; Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.10: Fortsetzung der Morgen8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Wohl bekomm's.„ 9.15: Fröhliches Spiel für die Kleinsten. 9.45: Nachrichten. 10.00: Männer um den Führer: Robert Ley— Wort und Tat. 10.30: Sendepause. 11.45: Etwas für den Rübenanbauer. 11.55: Wetterbericht, Marktberichte des Reichsnährstandes. 12.00: Musik am Mittag. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 9.45 13.15: Fortsetzung der Musir am Mittag. 14.00: Nachrichten— Sportvorschert 14.10: Wochenendkonzert. 15.30: Auf froher Fahrt zur Frühlingszeit. 16.00: Spaß muß sein! Ein klingender Bilderbogen. 18.00: Eine Viertelstunde Sport. 18.15: Wer recht in Freuden wandern will. 19.00: Spiegel des Lebens. 19.10: Volksmusik. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 6.00: Glockenspiel; Morgenrut. Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.30: Morgenmusik auf dem „Hein Godenwind".„ Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Sendepause. 10.00: König der Wissenschaft. Hörspiel.„„ 10.30: Fröhlicher Kindergarten. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 17.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte 13.00: Glückwünsche. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= u. Börsenberichte. 15.15: Buntes Wochenende. Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Heitere Klänge. 17.30: Musikalische Kurzweil. 18.20: Franz Schmidt: Sinjonie Nr. 4 C=Dur. 19.00: Sport der Woche. 19.15: Bunte Auslese. 20.00: Kurznachrichten und Wetterbericht8( 20.15: Otto Doorinor spielt. In der Pause von 21.00 bis 21.10: Eine kleine Melodie. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. 22.20: Davis=Pokal Deutschland gegen Schweiz.„ Htmusig 22.30: Eine kleine Nachrmustr. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Wir tanzen in den Sonntag. Sarawar hat einen Wirenpeingen Eine„freudige Nachricht“.— Zwei Stunden zu spät— Welche Rolle die Liebe spielte Während bis vor einigen Tagen das Problem der Nachfolge auf dem Thron des Sultans von Sarawak noch fraglich war. ist nun diese Angelegenheit dadurch geklärt worden. daß der jetzige Herrscher, Sir Charles Brooke, seinen Neffen, Anthony Walter Brooke, zum Nachfolger berufen hat. Man weiß, daß das Reich Sarawak auf Borneo nun in der dritten Generation von der Familie Brooke regiert wird. Sir James Brooke half vor rund einem Jahrhundert dem Sultan auf Borneo, eine Revolte niederzuschlagen. Zur Belohnung dafür ernannte der Sultan James Brooke zu seinem Nachfolger. Der jetzige Herrscher bestieg im Jahre 1917 den Thron. Er wurde damit gewissermaßen König über ein Land, das ungefähr so groß ist wie England und Schottland zusammen, wobei allerdings nur eine Bevölkerung von 475000 Eingeborenen zu trauen ist. Diese Eingeborenen sind in der Hauptsache Malaien, Dajaks, Mututs und Kenyahs. Aus der Ehe des jetzigen Herrschers waren drei Töchter hexvorgegangen. Die jüngste Tochter, die heute als Lady Inchcape in England lebt, besitzt keinen Sprößling männlichen Geschlechts. Dadurch scheidet sie als Thronanwärterin automatisch aus. Die anderen Töchter hatten sich nicht standesgemäß verheiratet. Da war zunächst einmal Elisabeth Brooke, die sich Prinzessin Pearl nannte. Sie verliebte sich in einen JazzbandSpieler Harry Roy und heiratete diesen. Sie ist eben erst 25 Jahre alt und hat wenige Stunden nach der offiziellen Ernennung des Neffen des Sultans zum Nachfolger einem Sohn das Leben geschenkt. Wäre dieser Sohn einige Stunden früher zur Welt gekommen, dann hatte sie, juristisch gesehen, auf die Thronfolge für sich bzw. ihren Sohn Anspruch erheben können. Valeria Brooke, die als Prinzessin Baba bekannt wurde, heiratete einen Boxlehrer mit Namen Gregory(im Jahre 1937). Beide leben zur Zeit in Kalifornien. Sie spielt kleine Rollen im Film, während ihr Gatte Unterricht im Boxen erteilt. Der Vater strich zunächst seiner Tochter die jährliche Zuwendung in Höhe von 3000 Dollar. Später aber versöhnte er sich wieder mit ihr und ihrem Gatten und gab in einer Erklärung an die Oeffentlichkeit bekannt, an sich habe er nichts gegen die Ehe seiner Töchter, er müsse jedoch mit Rücksicht auf die AnschauAngen der Malaien und der Dajaks den Töchern ihren Prinzessinnentitel aberkennen. Damit war zwar der Familienfrieden wieder hergestellt, aber das Problem der Nachfolge auf den Thron von Sarawak blieb offen. Unter keinen Umständen hätte der Sultan von Sarawak zugegeben, daß eines der Kinder der beiden Töchter Valerie und Elisabeth Thronerben geworden wäre. Unter diesen Umständen wird eine Engländerin Mary Hudden aus Bristol eines Tages als Gattin des zum Nachfolger ernannten Neffen in den Sultanspalast von Sarawak einziehen. Sie machte die Bekanntschaft des Neffen dadurch, daß ihr Bruder in einer Amtsstelle zusammen mit diesem Neffen arbeitete und den Neffen bei einer längeren Reise, die er selbst unternahm, ersuchte, seiner Schwester gelegentlich Gesellschaft zu leisten. Bei dieser Gelegenheit entwickelten sich die Beziehungen, die später zur Heirat führten. So ist also auch schon eine zukünftige Herrscherin von Sarawak vorhanden.. zu 2, S.hm alt Gr 4. Der jetzige Herrscher ist 64 Jahre alt. Er befürchtet, bald zu sterben. Es handelt sich nicht nur um reine Verwaltungsfragen, die in Sarawak zu lösen sind, sondern vor allem auch um eine persönliche Fühlungnahme mit den Eingeborenen, die sich in jeder Weise von ihrem Herrscher abhängig fühlen. Nur durch den Austausch der von ihnen aus dem Dschungel heimgebrachten Gewürze gegen andere Waren ist ihr Lebensunterhalt gesichert. Die größte Tat des jetzigen Herrschers von Sarawak war die Einführung von Kühen, durch die nach und nach die bisher gelieferte Büchsenmilch in Sarawak ersetzt werden soll. „Jauberkunst“ einer Zigennerin Aus Zidanimost(Südslawien) wird gemeldet: In ein einsames Bauernhaus kam eines Sonntags eine hübsche, junge Zigeunerin, die den beim Mittagstisch versammelten Hausbewohnern einige Zauberkunststücke vormachte. Bevor sich noch deren Staunen gelegt hatte, wußte sie bereits die Bauersleute so einzuwickeln, daß sie der schlauen Zigennerin Selchfleisch und andere Lebensmittel schenkten. Sie wußte auch glaubhaft zu erzählen, daß sie jeden Geldbetrag durch Zauberkraft dreimal zu vermehren vermag. Hierauf gaben ihr die leichtgläubigen Bauersleute alles Geld, das sie im Hause hatten. Damit nicht genug. Die Bäuerin, die knapp vorher vom Kirchgang gekommen war, hatte ihren Familienschmuck umgehängt und einige Ringe an den Fingern. Auch diese erhielt die Zigennerin nebst einer goldenen Uhr mit Kette des Hausherrn, um sie zu vermehren. Außerdem gaben ihr die Töchter Stoffe und Leinen das sie für ihre Österkleidung bereitet hatten. Nachdem die Zigeunerin allen Hausbewohnern unter nie gehörten Zaubersprüchen das Ehrenwort abgenommen hatte, erst in 48 Stunden den Nachbarn von der Vermehrung des Reichtums durch Zauberei zu erzählen, verschwand die schwerbeladene Zauberin. Erst am dritten Tage als weder die Zigennerin erschien noch sich irgendwo ein Reichtum sehen ließ, begannen die begannerten Leute zu ahnen, daß sie betrogen worden waren. Em Pururiks der Eärfer Achtmal so viel Frauen als Männer— Gaben der Natur in Im Stillen Ozean gibt es immer noch zahlreiche Inseln, die recht selten, zum Teil auch noch nie der Fuß eines Europäers betreten hat. Auf diesen Eilanden findet man geradezu „paradiesische" Zustände vor. Das gilt auch von der Insel Rapa, die zwar zu den bekannteren der in Betracht kommenden Gruppe gehört, aber trotzdem noch immer ein Wunderland von unentdeckten Schönheiten ist. „Als wir uns der Insel näherten“, berichtet der englische Forscher Douglas.„sahen wir zwei Eingeborene, die inmitten der märchenhaften Pracht einer unwahrscheinlich üppigen Vegetation lagen und uns mit allen Zeichen der Freude zuwinkten. Bald stießen alle ihre Gefährten aus dem nahen Dorf zu ihnen. Die meisten waren vollständig nackt, aber einige warfen in aller Eile irgendein mehr oder weniger unmögliches Kleidungsstück über sich, um die fremden Gäste zu ehren. Die weibliche Bevölkerung der Insel ist achtmal so stark als die männliche. Jeder Mann hat daher mehrere Frauen, aber nicht gleichzeitig, sondern hintereinander. Gearbeitet wird so gut wie gar nicht, denn die Natur spendet ihre Gaben freiwillig in reichem Ueberfluß. Wo ihr trotzdem nachgeholfen werden muß. verläuft die Arbeit unter Gesang, Scherzen und Tänzen und gleicht mehr einem Spiel als einer ernsthaften Anstrengung. Auf der Insel lebt eine Art von Rieseneidechsen, die eine Länge von mehr als eineinhalb Meter erreichen und ungemein bösartig aussehen. In Wirklichkeit sind die Tiere jedoch vollkommen harmlos und froh, wenn sie sich ungestört sonnen dürfen. Die Landschaft ist herrlich. Von romantischen Felsklippen umsäumt, bietet die Insel ein hinreißend schönes und buntes Panorama. Mit Palmen bestandene Hügel wechseln mit Ebenen ab, in denen Fruchtbäume aller Art wachsen. Dann wieder gibt es undurchdringliche Urwälder mit üppig wuchernden Riesenfarnen neben idyllisch heiteren Hainen, die keine noch so erlesene Gärtnerkunst reizvoller zu gestalten vermöchte. Zahlreiche Gewässer durchziehen die Insel und tragen viel zu ihrer Fruchtbarkeit Die Eingeborenen, vollkommen friedliche und kindlich zutunliche Naturmenschen, nähren sich fast ausschließlich von Pflanzenkost. Sie sind leidenschaftliche Schwimmer und tummeln sich jeden Tag viele Stunden in den Fluten ihrer Bäche und Flüsse. Das Meer meiden sie wegen der Haifischgefahr.“ ist nicht blind— nur kurzsichtig!“ Im Alter von 70 Jahren starb in diesen Tagen in London Lord Sanderson, der wohl das merkwürdigste Leben durchkostete, das ein Engländer mitmachte. Dieser Lord Sanderson wurde nämlich blind geboren. Aber sein Vater wollte nichts von der Blindheit seines Sohnes wissen und behauptete, das Kind sei nur ein wenig kurzsichtig. Infolgedessen wurde der Knabe genau erzogen wie andere sehende Kinder auch. Die Folge war, daß Lord Sanderson z. B. mit einem Stein oder einem Ball mit einer erstaunlichen Sicherheit werfen konnte. wenn er ungefähr die Richtung wußte und ein Geräusch als Anhaltspunkt hatte. Er war ein ausgezeichneter Tennisspieler. In der Universität holte er sich viele Auszeichnungen. Allerdings mußte man ihm die verschiedenen Fragen, die in dem Examen gestellt wurden, vorlesen, da er trotz aller gegenteiligen Behauptungen seines Vaters doch in Wirklichkeit blind war. Später wurde Lord Sanderson von der englischen Regierung ausgezeichnet. weil er sich um das Erziehungswesen großVerdienste erworben hatte. A OSbsosobUrscrosssa Roman von Ralt Lange Urheberrechisschutz: Central-Bureau. Berlin SW 68 23 Da kam das Telegramm meines Mündels, in dem es mich um 2000 Mark bat. Ich erschrak so sehr, daß ich vom Stuhl auffuhr und an meinen Kopf faßte. Zugleich fühlte ich einen ummenschlichen Schmerz in meinem Leibe. Ich wußte sofort, was geschehen war. Nun war keine Zeit mehr zu verlieren. Ich schrieb einen Brief an meine Frau, und dann— lieber guter Freund— ich kann nicht mehr. Leben Sie wohl. Wenn Sie und Regine einmal—“ Hier brach der Brief ab. Conrad ließ erschüttert die Blätter sinken. „Das ist ja furchtbar“, sagte er leise, legte den Brief vorsichtig auf den Schreibtisch und starrte auf Koerbers gesenkten Kopf. Eine lange Zeit war es still im Zimmer. „Und doch ist es die beste Lösung", begann endlich Conrad vorsichtig das Gespräch, denn die Stille wurde unerträglich. Koerber richtete sich aus seiner Versunkenheit auf und fuhr mit der Hand über sein Gesicht. „Ja, das ist es wohl“, sagte er müde.„Wenn ich das geahnt hätte. Wie muß ihn mein Brief getroffen haben!" „Was hattest du denn geschrieben?" fragte Conrad, froh darüber, daß Koerber sprach. „Ich habe ihm gedroht, meine Beziehungen zu ihm abzubrechen, wenn er hinter meinem Rücken mit dunklen Finanzleuten verhandle und Geschäfte mache.“ „Das ist der Brief, den Frau von Binding gefunden hat?“ Koerber nickte und starrte auf die weißen Blätter. Nach einer Weile sagte er gequält: „Und ich habe immer geglaubt, daß er ein leichtfertiger Mensch sei.“ „Um so größer ist es von dir selbst, daß du nir und allen anderen gegenüber so selbstlos für ihn eingetreten bist.“ Koerber wehrte ab.„Wir wollen nicht davon sprechen. Hoffentlich begreifst du nun, weshalb ich mich scheinbar feindlich gegen Fräulein Schultheß stellen mußte. Als du damals bei mir warst, war ich noch gar nicht ihr Vormund, ich konnte also persönlich nichts gegen sie unternehmen. Ich hatte die Vormundschaft söfort nach Bindings Tode beantragt, weil sie allein mir die Möglichkeit bot, Christas Schritte zu überwachen und sie daran zu hindern, meine Absichten zu durchkreuzen. Sie konnte sich zum Beispiel mit Frau von Binding in Verbindung setzen, oder hätte sich zur Eingehung einer Ehe mit Schlehwe vorzeitig für mündig erklären lassen und eine Aufstellung, sogar Auszahlung ihres Vermögens verlangen können. Unbewacht war sie wirklich eine Gefahr für mich. Als ich dich bat, sie zu holen, war keine Zeit mehr da, dir dieses alles zu erklären. Ich erwartete an dem Tage ten Colen, ich hatte wohl auch nicht den Mut dazu. Und später standest zu so offensichtlich auf Christas und Schlehwes Seite, daß ich nichts mehr sagen durfte." „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Kverber“, sagte Conrad.„Ich habe ja zuletzt geahnt, wie die Dinge lagen. Deshalb habe ich auch alles getan, um dir zu helfen, so daß mir Fräulein Schultheß gestern fast mit den gleichen Worten vorwarf, ich nähme so offensichtlich für dich Partei, daß sie mit mir nichts mehr zu tun haben wollte.“ Er lächelte bei dieen Worten, es sah ein wenig schmerzlich aus. „Aber nun geht ja alles in Ordnung. Darf ich dir, ehe Fräulein Schultheß hereinkommt, kurz von meinen persönlichen Dingen berichten?" „Bitte“, sagte Koerber freundlich. Conrad berichtete ihm von dem Brief, den ihm Brakebusch geschrieben hatte. „Eigentlich schade, Regesa". sagte Koerber nach einer Weile besinnlichen Nachdenkens und Abwägens.„Du bist wirklich ein tüchtiger Flieger. Aber ich verstehe dich. Was ich für Dich tun kann, damit Du den väterlichen Hof wieder als Eigentum übernehmen kannst, das tue ich selbstverständlich. Wenn ich Zeit habe, komme ich mit und sehe mir mal an, ob der Hof gut in Ordnung ist, damit wir nicht zu viel zahlen.“ Conrad reichte ihm die Hand.„Ich danke Dir, KKrber.“ „Nichts zu danken. Ich bin in Deiner Schuld. Und nun wollen wir Fräulein Schultheß hereinholen.“ An der Tür blieb Conrad stehen.„Wir wollen ihr aber lieber nicht sagen, welche Wirkung Ihr Telegramm an Binding gehabt hat.“ „Du hast recht. Wir werden ihr nichts davon sagen.“ Dann rief Conrad Christa herein. Als sie vor Koerber stand, forschte sie lange in seinem Gesicht. „Ich habe Sie mir ganz anders vorgestellt" sagte sie unsicher und ein wenig schüchtern, und gab ihm die Hand. „Das glaube ich Ihnen gern, Fräulein Schultheß.“ Koerber sah sie mit einem aufmunternden Lächeln an.„Sie hatten auch genug Grund dazu.“ „Ja“, sagte sie freimütig, und ihr Gesicht verlor den scheuen Ausdruck.„Ich habe Sie für einen abgrundschlechten Menschen gehalten. Aber nun weiß ich, daß Sie es nicht sind, und ich bitte Sie um Entschuldigung für meine schlechte Meinung.“ Koerber trat plötzlich einen Schritt zurück und sah fragend von Christa auf Conrad. „Woher wissen Sie denn das?" „Von mir, Koerber“, sagte Conrad.„Ich mußte ihr endlich sagen, weshalb Du scheinbar gegen sie warst. Es ging einfach so nicht weiter. Ich mußte ein drohendes Unglück verhüten.“ Und erzählte ihm von dem Besuch Frau von Bindings und ihrer Absicht, mit Christa zum Vormundschaftsgericht zu gehen. Ueber Koerbers Gesicht flog eine jähe Röte, er senkte den Kopf. „Es wird alles gut, Herr Doktor“, sagte Christa leise und faßte nach seiner Hand. „Wieso?“, fragte er zweifelnd. „Ich habe Frau von Binding gesagt, daß Sie ein guter Mensch sind, daß Sie der beste Freund ihres verstorbenen Mannes waren und auch heute noch ihr Bestes wollen.“ „Das haben Sie, ausgerechnet Sie, gesagt?“ Koerber sah sie ungläubig an. „Ja, das habe ich gesagt. Und Frau von Binding hat geglaubt, was ich gesagt habe. Wenn Sie sie demnächst einmal besuchen, werden Sie— glaube ich— sehr willkommen sein.“ „Das glaube ich auch, Koerber“, warf Conrad lächelnd ein. „Das scheint ein Komplott zu sein“, meinte Koerber. Fräulein Linnekogel trat ein und sagte, daß Graf Schlehwe da sei. Conrad fuhr zusammen und sah ratlos auf Koerber. „Graf Schlehwe hatte sich bereits telefonisch angemeldet, kurz bevor Du kamst“, sagte Koerber ruhig.„Er hatte in Deiner Wohnung angerufen, Du warst aber schon weg.“ „Ja“, sagte Conrad gepreßt. Sein Herz klopfte plötzlich dumpf und heftig und auf eine schmerzhafte Art. „Lassen Sie Graf Schlehwe bereinkommen“, sagte Koerber zu Fräulein Linnekogel. Wenn ich bloß so ruhig wäre wie Koerber, dachte Conrad mit einem schwindligen Gefühl. Schlehwe stand noch immer an der Tür, er gen.“ Nur Koerber erwiderte den Gruß. Schlehwe stand noch immer an der Tür, er war sehr verlegen. Sein Gesicht war voller Unruhe und Mißtrauen. Er hatte sich seinen Eintritt wohl ein wenig anders, vielleicht wirkungsvoller, vorgestellt. Dann löste sich Christas Starre in einen lauten Ausruf. „Lutz!“ rief sie und ging ihm zögernd und in einer seltsam schwerfälligen Art entgegen. Conrad schloß die Augen und dachte, daß er nun auch etwas sagen müßte. Aber er horchte mit hämmernden Schläfen auf die Geräusche, die von der Tür kommen mußten. Er lauerte auf das eine Geräusch mit einer schmerzenden; selbstvernichtenden Gier. Er öffnete die Augen, und da sah er mit fassungslosem Staunen, daß Christa auf halbem Wege stehengeblieben war. Ihre Arme hingen lang an ihrem schmalen Körper herab. Sie sah auf den Boden, als suche sie etwas. Dabei sprach sie sonderbare, abgerissene Sätze vor sich hin.„Es geht ja gar nicht“, sagte sie. „Es ist ja alles ganz anders. Ich kann doch nicht lügen.“ Plötzlich drehte sie sich um und ging, ohne den Kopf zu heben, den Weg zurück wie eine Schlafwandlerin. Was wird das bloß? wollte Conrad denken. Aber dann stand sie vor ihm und sah zu ihm auf. Ihre Augen waren ganz dunkel, sie waren feucht von aufquellenden Tränen. Conrad schluckte, es saß etwas in seiner Kehle, das ihm die Luft nahm. Er sah dabei in ihre Augen, die nun ganz nahe waren. Er hatte das Gefühl, daß gleich etwas Fürchtbares geschehen würde. Da sagte Christa:„Conrad, lieber guter Conrad, ich bin so bange.“ Aber es ist doch alles in Ordnung, wollte er sagen, doch es ging nicht. Seine Kehle war nun vollkommen zugeschnürt. Stattdessen tat er etwas, das vielleicht in Ermangelung der Worte nur eine tröstende Geste sein sollte, er mußte es nicht. Er legte seine Arme um sie. Und dann geschah das Unausdenkbare, das ihn um alle Fassung brachte. Christa schmiegte sich in seine Arme und flüsterte mit tränenerstickter Stimme:„Ich will immer bei Dir bleiben, Conrad. Ich liebe Dich doch schon lange, Conrad, aber ich wußte es nicht.“ Ich träume— ich bin betrunken— das ist ja alles gar nicht wahr— das ist Betrug— Verrat— wieso?— da ist doch Koerber— weshalb lacht Koerber so komisch? Dann begann das ganze Zimmer zu verschwimmen, es löste sich in ein zitterndes Durcheinander auf, er sah nur den braunen Kopf vor sich, den seine Hand, diese grobe, rissige Hand, unaufhörlich streichelte.„Meine liebe Christa“, hörte er sich plötzlich sagen. Er erschrack vor seiner Stimme. Es war ihm, als wache er aus einem tiefen Schlaf auf. Er nahm ihren Kopf in seine beiden Hände und starrte in ihr Gesicht. Dann lachte Schlehwe bitter auf. Sie schraken zusammen und lösten sich voneinander. Aber Christa hielt seine Hand fest. Langsam kam Schlehwe näher. Er sah Christa mit einem drohenden Blick an. „Graf Schlehwe“, sagte Koerber und trat ihm in den Weg.„Seien Sie vernünftig. Was nicht sein soll, kann man nicht erzwingen. Die„geköpfte“ Tänzerin Diana und der„pfiffige“ Reklamechef— Protest gegen eine Photomontage Kürzlich wurde als„Stern“ einer neuen Revue, die sich noch in Vorbereitung befand, die Tänzerin Liliane Ellis ausersehen. Der Reklamechef des Unternehmens hatte die Aufgabe, ein Plakat herstellen zu lassen, das die neue Tänzerin in möglichst günstiger— und wie sich das für Paris so gehört— verlockender Pose zeigen sollte. Leider aber gefielen ihm die Photographien, die die Tänzerin zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt hatte, nicht im mindesten. Den Einwand seiner Mitarbeiter, es seien doch wirklich nette und„ansprechende" Bilder darunter, wies der Reklamechef mit der Begründung zurück, er wolle gerade diesmal ein Plakat schaffen, das Aufsehen erregen sollte, und daher bereits den halben Erfolg der neuen Revue bedeuten müsse. Geduldig machten sich einige Berufsphotographen daran, die Tänzerin immer wieder von neuem in immer wieder anderen Tanzposen aufzunehmen. Aber die ganze Arbeit war umsonst, denn jedes neue Bild, das dem Reklamechef vorgelegt wurde, hatte bei ihm einen kleinen Tobsuchtsanfall zur Folge. Da geriet dem Reklamechef durch Zufall das Bild einer ihm unbekannten jungen Tänzerin in die Hände. Der Mann war davon begeistert und faßte sofort einen— wie er glaubte—„genialen“ Entschluß: Durch eine geschickte Photomontage sollte aus den Bildern der beiden Tänzerinnen ein neues Bild des Revuestars Liliane Ellis entstehen. Als der Reklamechef einige Stunden später die nach seinen Anweisungen hergestellte Photomontage in der Hand hatte, war er restlos begeistert: Das gab ein wunderbares, wirksames Plakat! Man hatte auf der Obotographie der unbekannten Tänzerin deren Kopf entfernt und dafür das Bild des Kopfes von Liliane Ellis einkopiert Bereits wenige Tage später klebten überall die Plakate mit dem Bild des neuen Tanzsternes Liliane Ellis. Der Reklamechef rieb sich vergnügt die Hände; er war stolz auf seinen „genialen“ Einfall, der ihm sicher volle Häuser bringen würde! Aber wie oft im Leben, so spielte auch hier: der Zufall dem pfiffigen Reklamechef einen Streich. Auf irgend eine Weise— unerklärlich wie— war eines der Plakate nach London verschlagen worden. Damit aber noch nicht genug, spielte der Zufall dieses Plakat ausgerechnet jener unbekannten Tänzerin in die Hände, die infolge des kühnen Entschlusses des Pariser Reklamechefs kurzerhand„bildlich“ geköpft worden war. Das Gesicht von Fräulein Liliane Ellis kam Diana Chase— wie die englische Tänzerin heißt— absolut unbekannt vor. Umso größer war aber ihr Erstaunen, als ihr der Körper dieser Tänzerin merkwürdig„vertraut“ schien. Als sie endlich die Zusammenhänge erkannte, lief sie sofort zu dem Londoner Photographen, der seinerzeit das Bild von ihr aufgenommen hatte, um sich bei ihm über den vermeintlichen Mißbrauch zu beschweren. Der Photograph aber, der ja Diana Chase„geköpft“ hatte und fassungslos auf sein mißhandeltes Kunstwerk blickte, war ein Mann der Tat: Er begab sich zusammen mit Diana zu einem Rechtsanwalt, um durch diesen gegen den tüchtigen Pariser Reklamechef wegen Verletzung des Urheberrechts Klage einreichen zu lassen. Diana Chase hat sich seinem Vorgehen angeschlossen. Demnächst findet der Prozeß gegen das Revue=Unternehmen in Paris statt, und Diana Chase erhofft sich davon nicht nur einen schönen Batzen Geld als Schadenersatz, sondern vor allem — was ihr weit mehr wert ist— eine Bombenreklame! Wenn man es trotzdem tut, geht es nicht gut aus.“ „Ich ahnte es“, stieß Schlehwe hervor und faßte Conrad scharf ins Auge, Sein Gesicht war finster und voller Haß. „Ich ahnte es bis zu dieser Stunde nicht", sagte Conrad heiser.„Was Sie denken, ist nicht richtig, Graf Schlehwe. Ich bin hierhergekommen, um Doktor Koerber auf Ihren Besuch vorzubereiten und ihn zu bitten, daß er Ihnen und Christa keine Schwierigkeiten mehr macht. Ich wollte ihm sagen, daß Herr Irrigl Sie braucht, um die Ländereien zu verkaufen daß Sie aus dem Verkauf eine Summe erhalten, die Ihnen die Möglichkeit einer Existenz gibt. Das alles wollte ich hier vorbringen, und dann wollte ich für immer in meine Heimat fahren. Fragen Sie Christa, ob ich mich nicht bereits abgemeldet habe.“ „Es ist so, Lutz", sagte Christa.„Sei mir nicht böse, ich kann nicht anders. Es wäre vielleicht nicht so gekommen, wenn Du bei mir geblieben wärst, wenn Du— wenn Du— nicht geflohen wärst. Ich glaube, Lutz, da ist zwischen Dir und mir etwas gerissen.— Es muß ein sehr dünnes Band gewesen sein“. setzte sie noch leise und ein wenig schuldbewußt hinzu. Aber sie sah ihn dabei groß an. Schlehwe schloß die Augen vor ihrem offenen, bittenden Blick und sank in einen Sessel. „Ich werde gehen.“ Conrad ließ plötzlich Christas Hand los und ging zur Tür. „Dann gehe ich auch mit“, sagte Christa bestimmt und preßte sich fest an ihn als gehörten sie untrennbar zusammen. „Halt!“ rief Koerber.„So geht das nicht Graf Schlehwe hat ein Recht, eine Erklärung zu fodern.“ Schlehwe erhob sich.„Was ich sehe, genüg mir, Herr Doktor. Ich werde gehen. Ich räume Herrn Regesa das Feld.“ „Nicht so bitter, Graf Schlehwe. Ich glaube, dazu haben Sie kein Recht“, sagte Koerber mit seiner unerschütterlichen Ruhe und trat dicht an ihn heran.„Ich war gestern in Amsterdam. Meine Geschäfte ließen mir Zeit, nach Scheveningen hinauszufahren, Graf Schlehwe.“ Conrad, der den Arm um Christa gelegt hatte, sah, wie Schlehwe zusammenzuckte. „In einem kleinen Häuschen wohnt seit acht Tagen die Tänzerin Lantelme Loti, weil der kleine Ludwig, Ihr Sohn Ludwig, Graf Schlehwe, krank ist. Der Arzt hat ihm Seeklima verordnet. Meinen Sie nicht, daß Sie doch eher zu Ihrem Jungen und seiner Mutter gehören, als zu Fräulein Schultheß, die noch so lebensunerfahren ist— und daß sie sich in dem ersten großen Gefühl ihres jungen Lebens getäuscht hat? Sie braucht eine starke und zuverlässige Hand, die sie lenkt. Mir hat Frau Loti gesagt, wie sie Ihnen immer geholfen hat, wie sie trotz Not und Leichtsinn zu Ihnen gehalten hat, als alle Welt gegen Sie war, als die Polizei Sie sogar suchte— weil Sie das Geld der Frau Irrigl unterschlagen und verspielt hatten. Ich habe mich nicht über diese Dinge unterrichtet, weil ich mich zwischen Sie und Christa Schultheß stellen wollte, sondern ich war als Vormund verpflichtet, mich über den Mann zu informieren, der mein Mündel heiraten wollte. Frau Loti ist bereit, Sie freizugeben, wenn sie wüßte, daß Sie in einer Ehe mit Fräulein Schultheß glücklich würden. So sehr liebt. Sie diese Frau. Wie ich nun aber höre, bekommen Sie Geld. Wollen Sie nicht mit diesem Geld zu den beiden Menschen, die zu Ihnen gehören, fahren, und ihnen eine große Freude machen, Graf Schlehwe? Ich glaube, Sie können ein ganzes Leben wiedergutmachen.“ Aller Blicke ruhten auf Schlehwes blassem Gesicht, in dem ein heftiger Aufruhr tobte. Dann erhob er sich, gab Koerber in einem plötzlichen Entschluß die Hand und sagte mit gepreßter Stimme:„Sie haben recht, Herr Doktor. Ich danke Ihnen, daß Sie mir einen Ausweg gezeigt haben.“ Er wollte an Christa und Conrad vorbeieilen. Doch er blieb vor ihnen stehen und sah Christa mit einem traurigen Blick an.„Ich wünsche Dir alles Gute, Christa. Und Ihnen auch, Herr Regesa“, wandte er sich an Courad „Danke, Graf Schlehwe“, sagte Conrad warm und reichte ihm seine Hand hin.„Sie dürfen. Sie ruhig nehmen.“ Fräulein Linnekogel kam herein. „Ein Herr Irrigl ist am Telefon und fragt, ob vielleicht Graf Schlehwe hier wäre, er möchte ihn gern sprechen.“ „Ich komme“, sagte Schlehwe, machte an der Tür eine kurze Verbeugung und ging dann schnell hinaus. Koerber folgte ihm mit einem leisen Lächeln. Conrad und Christa sahen sich an. Sie sagten nichts. Sie betrachteten sich, als seien sie Wunder. Sie wagten nicht, sich anzufassen. Aber sie nahmen einander in sich auf und fühl: ten überwältigend klar, wie tief ihre Seelen sich verbunden waren. Aus dem Ich wurde ein Wir. Und dann sagte Conrad mit einem glücklichen Lachen, das fast wie ein Weinen klang: „Die Mütze steht Dir wirklich gut, Christa“ Ende.—