Die„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich sechsmal. Bezugspreis wöchentl. 43##(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatl. R.K 2.— Leitungsgebühr und 0. 44 3 Postverpackungsgebühr) zuzügl. 36 Bestellgeld. 1 Geschäftsstelle Gr. Marktstr. 3. Ferm. 9770— Postscheckk.: Dortmund 2852 eede ebe e. au e. e# Schwerter Meimatblatt.. für die Hiadt Schwerte, dte Amter Awesthosen?! e: Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 mmn breit) 6 R## 4### Tertanzeigen: Millimeterzeile 20.6 Für fernmündl. aufgegeb. Anzeigen Ebernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeseh. Betriebsstörung, hervorgerufen durch höh. Gewalten, übernehmen wir keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen der Zeitung kann auch keinerlei Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden.— Fernr. 2770 Nr. 69 Schwerte(Ruhr), Mittwoch, 22. März 1939 f. Jahrgung DA LAHN.,„„ 98 Parts schr rSchiut, Aber kein Wort über Frankreichs rigorose Levantepolitik 404½" Ml. ragne bee hüchst hainlich ißt Sr Paris, 21. März. Wenn auch das äußere Bild der Presse am Dienstag von dem ersten Schub der von der Regierung auf Grund der Ermächerlassenen Notverordnungen sowie von schwungvollen Artikeln anläßder am Dienstag erfolgten Abreise des franRiersie be ehäce Ssähche der außenpolitischen ise die salbungsvolle Moralspredigt chofs von Canterbury und Hetzparoen der eghschetz, erticgsbüicher arei en Wpie beispielsweise des Erzbischo len der englischen„Arbeiter“=Parteiler sowie deutschfeinoliche Sximmungsbilder aus den englischen Dominien, den USA. und vor allem aus Sowjetrußland. Natürlich bedeutet die verKktänduislose und Fatencten, verdrehende Rede des englischer, Außenministers, Lord Halifax vor dem Overhaus, die von den hiesigen Blättern in großer Aufmachung wiedergegeben wird, Wasser auf die Mühlen der verblendeten Einkreisungshetzer, die sich mit Biedermannsmiene als„Friedensapostel tarner. Dagegen werden verständnispoge und vernünftige Aeußerungen wie z. B. die Rede des Lords Arnold im englischen Oberhaus oder die Stellungnahme gewisser bedeutender Gegner Roosevelts völlig unterschlagen., l. Blätter wie„Journal“,„Matin“,„Petit Journal“ und„Jour“ zeigen übrigens durchaus keine große Begeisterung für die von Litwinow=Finkelstein bei England und Frankreich angeregte„große Konferenz". Die Sowjets möchten nun gerade bei dieser Gelegenheit versuchen, so schreibt„Journal“, wieder in die europäische Politik zurückzukehren. Dieser Fall sei jedoch äußerst heikel. Rußland stelle zwar auf dem Papier eine große Macht dar, aber eine Macht, die vor allem Rumänien und mehr noch Ungarn und Polen beunruhige. Auch die Stellung der USA. bezeichnet das Blatt als einen sehr heiklen Faktor. Wenn auch die öffentliche Meinung in Amerika gegen Deutschland aufgebracht sei, so hängen etwaige Entscheidungen nicht nur von Roosevelt und der öffentlichen Meinung ab, sondern auch von Politikern und vor allem vom amerikanischen Senat. Dies müsse man berücksichtigen.„ Etant das## Das„Petit Journal“ betont, daß Polen auf keinen Fall sowjetrussische Soldaten auf seinem Gebiet haben wolle. Man dürfe jedoch nicht vergessen, daß die erste Bedingung für eine Rückkehr Sowjetrußlands in den europäischen Kreislauf in der Zustimmung der am meisten und unmittelbarsten interessierten Mächte, d. h. also Polen und Rumänien, liege. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die Warschauer Revierung bereits der französischen Regierung mitteilen ließ, daß auf keinen Fall Polen die Anwesenheit zuch nur eines einzigen sowzjetEilischen woldaten auf seinem Gebiet dalden Aus diesem Grunde scheine man in Paris als is Aüce Diese Frage werde auf der Tagesordnung der diplomatischen Besprechungen Keher, die der französische Ministerpräsident Daladier und sein Außenminister Bonnet am koumenden Wochenende in London mit den **Zieser Ministern haben würden. „in den Ft#egstreiber im Gewande von Apo#eln der Völkermoral“ vermeiden es aber schamhaft, von einem höchst aktuellen Vorkommnis ihren eigenen Reihen zu sprechen, einem Vorkommnis, das die ganze Scheinheiligkeit ssich, schen Entrüstung über die angebdan g##-#litik Deutschlands an der Mol#rn., sehr treffend charalterisiert. Die französische Presse verschweigt nämlich die TatMandatslande gorose. Ge„Altvolitik betreibt, die durch die kriegsehrischen####mmene militärische Besetzung der EEe#r#.,„Hauptstadt Damaskus durch französtFruppen mitten im Frieden ihren sichtba#n Ausdruck gefunden hat. Die syrische Regiegeßn existiert gegenwärtig für Frankreich nicht echen 31.) Frankreich hat, ohne von moraliinma gepeinigt zu sein, wieder sem Z.a### Geschützen und Basonet######e Aufrechterhaltung seiner wankenden eevantepolitik bewwirken wollen. Wie Vorgang, der höchst peinlich ist für die„demokratischen Pazifisten", deren Oelzweig sich sehr rasch in eine Handgranate verwandelt, wenn es sich um eigene Belange handelt. Auch Reuter fälscht Scharfe ungarische Stellungnahme gegen eine Falschmeldung aus englischer Quelle Budapest, 21. März. Wie das Ungarische Telegraphen= und Korrespondenzbüro meldet, wendet sich die zuständige ungarische Stelle scharf gegen eine Reutermeldung aus Bukarest, die auch von verschiedenen Londoner Zeitungen aufgenommen wurde, und die auf Grund angeblicher ungarischer Rundfunksendungen das Märchen von der„baldigen Rückkehr siebenbürgischer Städte“ und der „baldigen Wiedervereinigung der abgetrennten ungarischen Minderheit mit dem Mutterlande“ aufgetischt hatte. Es wird energisch festgestellt, daß diese englische Meldung eine jener frei erfundenen und verwirrenden Nachrichten ist, die von gewissen Nachrichtenagenturen und Blättern besonders in den letzten Tagen zu durchsichtiden Zwecken in großer Zahl ausgestreut werden. Jeder Hörer habe im übrigen, so wird weiter von zuständiger ungarischer Seite erklärt, ohne Mühe aus den Sendungen des ungarischen Rundfunks die völlige Haltlosigkeit der englischen Behauptung feststellen können. Jugend und Nationalsozialismus von Kurt Maßmann(Kulturkreis der SA.) lichkeit des Empfindeng und### Es ist geradezu ein biologisches Gesetz im Leben der Völker, daß immer die Jugend in ihrer unverbrauchten Vitalität und in ihrer elementaren Leidenschaftlichkeit nach höheren und, kühneren Einsätzen drängt. Große geistige Bewegungen und Revolutionen werden immer von der Jugend— von der Jugend sowohl der Zahl der Jahre wie dem Empfinden nach— geWenn man den Blick einmal über das Geschehen des Tages hinaus erhebt, so eröffnet sich die gewiß berechtigte Frage, in welchem tatsächlichen Verhältnis denn die deutsche Jugend heute, in zehn oder in fünfzig Jahren zum Nationalsozialismus stehen möge. Muß nicht vielleicht gerade mit Naturnotwendigkeit jene künftige Jugend die Grenzen auch des heutigen Denkens überfluten, muß sie sich nun ihrerseits wieder, dem Gesetze der Jugend getreu, nach höheren und kühneren Einsätzen drängen, muß nicht ihre voltische Leidenschaft sie nach neuen volitischen Idealen streben lassens Oder anders ausgedrückt: muß lution— und also auch die des Nationalsozialismus— entweder erstarren, vergreisen oder aber einen neuen revolutionären Aufstand der Jugend als Gegenbewegung im GeHiese Fragen kann man mit einiger Gewißheit nur dann beantworten, wenn man sich des eigentlichen Wesens des Vorganges— oder besser gesagt: des Zustandes— den man die nationalsozialistische Revolution nennt, in allen Einzelzügen und besonders in den Zügen, welche diese Frage betreffen, klar zu werden bemüht. Da ist zunächst unbezweifelbar festzustellen, daß die nationalsozialistische Bewegung eine Bewegung der Jugend ist, sowohl im biologischen Sinne wie im Sinne der JugendTitaden Zirt dad Ulemei gevter un daveiel.., DRB meldet: Die litauische Regierung hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch folgende Erklärung veröffentlicht. Kowno, 22. März 1939. Nach seiner gestern, am 21. März, erfolgten Rückkehr nach Kowno hat Außenminister Urbsys dem Ministerat, der von 14—19 Uhr tagte, über die Ergebnisse seiner Besprechungen mit Reichsaußenminister von Ribbentrop Bericht erstattet. Aus dem Bericht ging hervor, daß der Reichsaußenminister im Namen der Reichsregierung der litauischen Regierung den Vorschlag der Rückgabe des Memelgebiets an Deutschland gemacht und dies als die für die Befriedung einzig zweckmäßige Lösung bezeichnet hat. Er fügte hinzu, daß, wenn diese Rückgabe. auf dem Wege einer freien Vereinbarung erfolge, Deutschland die wirtschaftlichen Interessen Litauens im Memelhafen weitgehend berücksichtigen werde. Der Reichsaußerminister betonte, daß diese Regelung auch dem klar ausgedrückten Wunsch der memeldeutschen Bevölkerung und erklärte, daß dies den künftigen guten Beziehungen zwischen beiden Ländern dienlich sein würde. Er verwies dabei auf die bekannte Forderung der gesamten memeldentschen Bevölkerung nach Rückkehr ins Reich. Die Stimmung im Memelgebiet sei derart, daß die Regelung der Frage auf der vom Reich vorgeschlagenen Basis zur Vermeidung von Zusammenstößen jetzt dringend notwendig sei. Nachdem Außenminister Urbsys dies dargelegt hatte, beriet der Ministerrat lange die entstandene Lage. Der Außenminister wird noch heute dem Siem auf einer geheimen Sitzung über diese Lage Bericht erstatten. Kowno, den 22. März 1939. Der Ministerrat hat angesichts der Stellungnahme des Deutschen Reiches die Zustimmung zur Uebergabe des Memelgebietes an Deutschland gegeben. Diese Zustimmung wurde noch am selben Tage zur Kenntnis des Seim gebracht. Eine litauische Delegation wird sich zur Regelung der daraus sich ergebenden Fragen im Laufe der Mittwoch nach Berlin begeben. lichkeit des Empfindens und der Leidenschaft ihrer Bekenner. Alle jene Erscheinungen, welche das Wesen der Jugend bestimmen, sind in der nationalsozialistischen Bewegung wirksam gewesen: Leidenschaft der Gesinnung, gesteigert bis zum Fanatismus. Aufstand der Herzen gegen die einengenden Fesseln des wägenden Verstandes, gänzliche Hingabe an die große Idee ohne jede Rücksicht auf bürgerliche Sicherungen und schließlich der unbekümmerte Einsatz für die Sache um ihrer selbst willen. Dieser Aufbruch der Jugend— im biologischen Sinne— fand seinen äußeren Ausdruck in der Alterszusammensetzung der Sturmabteilungen, deren weitaus größtes Kontinent die Zwanziajährigen stellten. Alle teils mehr sozial und gesellschaftlich, teils mehr politisch und teils auch wirtschaftlich bestimmten Widerstände gegen das herrschende politische System wurden in der Kampfzeit der Bewegung im gemeisamen Sturne der Jugend verschmolzen zu einer einzigen, einheitlichen Bewegung, deren großes und geschicht liches Glück es war, daß ihr Führer von allen Anfang an mit der eigenen Jugendlichkeit der Leidenschaft und des Empfindens höchste politische und staatsmännische Weisheit verband. Alse war damit die Gefahr gebannt, daß die so junge und jugendliche Bewegung sich in ihrem revolutionären Schwung schließlich— und gerade im entscheidenden Augenblick der Uebernahme des Staates— überschlagen könnte! Es ist ja leicht so, daß große revolutionäre Bewegungen gerade infolge der in ihnen wirksamen Kräfte nicht über den eigentlichen Vorgang der politisch siegreichen Revolution hinauszudenken vermögen. oder doch nur in einer so utovischen Weise, daß die Wirklichkeit schließlich doch stärker ist. Die nationalsozialistische Bewegung war von Anfang an auf die ungeheure Verantwortung des Neuaufbaus auf neuen Grundlagen und Voraussetzungen ausgerichtet, und gerade die vollkommen beherrschte und förmlich kühle Selbstverständlichkeit, mit welcher der Führer der Bewegung, als sie zahlenmäßig noch eine verschwindende Mehrheit darstellte, die Uebernahme der Staatsgewalt und den Neubau des Staates bereits in seine Betrachtungen und Pläne ganz real einschloß, erregte so oft den Spott der damaligen Geaner. 8.—a. tme 8 Gewiß ist dann die völlige Umstellung der nationalsozialistischen revolutionären Bewegung von der Opposition im Staate zur den Staat tragenden und führenden Bewegung doch für manche gerade leidenschaftlichsten Kämpfer schwer gewesen. Jedoch war die Bewegung innerlich schon so lange in einem solchen Maße auf die neue und größere Verantwortung vorbereitet, daß das schon beinahe traditionelle Mißverstehen des Wesens einer wirklichen Revolution auf wenige Einzelgänger beschränkt blieb. Um nun wieder zu dem eigentlichen Gegenstand unserer Untersuchung, nämlich zur heutigen und künftigen Stellung der Jugend zum Nationalsozialismus, zurückzukehren, müssen einige wesentliche und grundsätzliche Feststellungen getroffen werden. Die nationalsozialistische Revolution bezieht sich ja keineswegs nur auf die Staatsführung im Sinne einer bloßen Aenderung des politischen Systems und der Staatsform, wie ja auch die Deutung des nationalsozialistischen Staates als Staates durchaus unzutreffend ist. Die Ideale freilich, die einmal zur Ausgestaltung und Einrichtung des Staates geführt haben, können sehr leicht fünfzig Jahre später einer neuen Generation der Jugend problematisch erscheinen aber die nationalsozialistische Revolution sich ja in Wirklichkeit auch auf das deutsche Lolk schlechthin, und zwar in geradezu mythischer Erhöhung als endliche Erfüllung der deutschen Volkheit nach Jahrtausenden, als Erfüllung des „deutschen Wesens“ undals Anbruch des von den Dichtern pro besungenen„Tages der Deutschen“ in der Geschichte! Der Nationalsozialismus stellt sich ja tatsächlich dar als die Erfüllung der alten deutschen Sehnsucht nach Einigkeit im nationalen wie im geistigen Sinne, und das Wort vom„Dritten Reiche“ hat ja für die Deutschen einen anderen und tieferen Sinn als nur den einer beliebigen Bezeichnung, eines bile hoiak mis die Cranenung und dag Bekene. nis zu zwei Jahrtausenden deutscher Geschichte, Adung über das„Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ bis schließlich zur Erfüllung, zur „Ernte der ganzen Zeit“ im„Germanischen Reich Deutscher Nation“, wie es der Führer auf dem letzten Reichsparteitage ausgedrückt hat.— Wenn man also das neue Deutschland mit dem Wörtchen„total“ in Verbindung dringen will, so darf man nicht vom totalen Staate, sondern nur vom totalen Volke sprechen, weil alles, was geleistet, geplant und erstrebt wird, sich auf den höchsten Wert und den höchsten Maßstab der überzeitlichen Interessen des deutschen Volkes, und auf das„ewige Volk“ bezieht. Und es besteht allerdings der unabdingbare„Totalitätsanspruch“ der nationalsozialistischen Bewegung und der nationalsozialistischen Weltanschauung, die allein das stadtliche und völkische Leben bestimmen! Wenn man sich in solcher Weise des eigentlichen Wesens des Nationalsozialismus und aller in ihm beschlossenen Vorstellungen, Begriffsinhalte und Sehnsüchte klar zu werden bemüht war, so begreift man auch, daß eben jener Vorgana, den wir die nationalsozialistische Revolution nennen, keinesweas mit dem Vorgange der Machtübernahme am 30. Januar seinen Abschluß gefunden haben kann, sondern im Gegenteil von diesem Zeitpunkt an seinen eigentlichen, praktischen Beainn genommen hat, den Beginn nämlich der tatsächlichen Erfüllung der nationalsozialistischen Gedanken und Forderungen in der Wirklichkeit unseres staatlichen und völkischen Lebens! Und schließlich ist der Nationalsozialismus erst dann im Stadium seiner Erfüllung, wenn er von einer Forderung zu einer selbstverständlich sich vollziehenden Funktion geworden ist! Die unverminderte Anstrengung zur restlosen Erfül lung des Nationalsozialismus in allen seinen Einzelzügen führt zu einer gewissermaßen kontinuierlichen Revolution, deren wesentlichste Aufgabe die Erziehung der Menschen ist, entsprechend etwa jener unerhört aroßzügigen planmäßigen Erziehung der Menschen im katholischen Denken. Diese Erziehungsaufgabe des Nationalsozialismus hat der Führer umal in aller Klarheit im Jahre 1934 folgenermaßen formutiert:„, gnn.„ „Seit zweieinhalb Jahrrausenden sind mit ganz wenigen Ausnahmen nahezu sämtliche Revolutionen gescheitert, weil ihre Führer nicht erkannt hatten, daß das Wesentliche einer Revolution nicht die Machtübernahme ist, sondern die Erziehung der Renschen!..„Asest bi. Es ist zusammenfasseno kenzustelten! die ationalsozialistische Bewegung mit ihrem wahraft revolutionären Elan ist eine Bewegung er Jugend gewesen und wird weiterhin eine ewegung der Jugend bleiben! Die Aufaben welche der Vorgang der Machtüberahme der eigentlichen nationalsozialistischen levolution gestellt hat, sind so umfassend, daß re restlose und vollkommene Erfüllung der irbeit und Bemühung von Generationen beanorncht! Und diese Aufgaben sind solcher Art nnal sie sich ja nicht mehr auf den mehr der minder abstrakten Begriff des„Staates", indern auf das überzeitliche Leben des Volkes, uf das deutsche Sein schlechthin beziehen— aß sie gerade der Leidenschaft, der Begeisterung, er Einsatz= und Opferfreudigkeit der Jugend uf Generationen hinaus Ziel und Weg vorVielleicht mag es kühn erscheinen, mit solcher bestimmtheit Weg und Ziel von Generationen im praus zu bestimmen, aber wir Jugend, die wir sturmtrupp der nationalsozialistischen Revoztion waren und in deren Namen ich breche, empfanden und empfinden den nationalozialistischen Aufbruch in seinem tieferen Sinne Is einen Aufbruch der deutschen Seele mit allen bezifisch deutschen Lebenskräften! Wir sind der nverrückbaren Ueberzeugung, daß der Nationalozialismus die endliche und glückhafte UeberInstimmung zwischen den eigentlichen deutschen schicksalsbestimmungen und der tatsächlichen kirklichkeit unseres Lebens bedeutet! Es ist für n Volk allerdings ein Ereignis von erschütterner Größe, diese Synthese endlich, und zwar in iner Situation, als kaum überhaupt noch ein deutscher es zu hoffen waate, gefunden zu aben! Wir Jungen, wir leben jedoch und haueln im Gefühl dieser geschichtlichen Größe! Man ann freilich nicht auf allen Märkten davon sprehen, und vielleicht mag jemand uns mystische Schwärmer nennen aber gewiß liegt gerade hier er Schlüssel zum eigentlichen und wirklichen kerstehen des deutschen Aufbruches unserer sage und der nationalsozialistischen Revolution! n einer solchen Schau jedoch hört das Problem Jugend und Nationalsozialismus“ auf, ein sroblem zu sein! Kein Anhaltelager Prager Polizei stellt Greuel richtig Prag, 21. März. Das Tschechische Pretbüro teilt amtlich mit: Die Prager Polizeidirektion stellt mit Rücksicht auf verschiedene Berichte, besonders betreffs Berichten in der ausländischen Presse, fest, daß vom 15. März d. J. in Prag und auf dem Lande eine bestimmte Anzahl von Personen, in der Hauptsache Kommunistea und Devisenschieber, in Schutzhaft genommen worden sind, daß aber diese Personen nach durchgeführten Verhaftungen nach und nach wieder auf freien Fuß gesetzt werden, was schon in großem Maße geschehen ist. Die Sicherstellung dieser Personen wurde ausschließlich von der hiesigen Polizei bezw. von der hiesigen Gendarmerie durchgeführt. Bezüglich der angeblichen Zahl von Selbstmorden bezw. Selbstmordversuchen betont die Prager Polizeidirektion nachdrücklich, daß die Statistik der Selbstmorde keine Zunahme ausweist. Schließlich wird ausdrücklich erwähnt, daß kein einziges Konzentrationslager in Böhmen Mähren errichtet worden ist. Varmouth im Dunkeln Anschlag auf das Elektrizitätswerk London, 21. März. Der Kriegshafen und die ganze Stadt Yarmouth wurden am Montag durch mehrere Explosionen im Elektrizitätswert über eine Stunde lang in völliges Dunkel gehüllt. Der Verkehr stand still, und selbst die Lichtspieltheater unterbrachen ihre Vorführungen Aus bisher unbekannten Gründen ereiggete sich im Schalthaus des Elektrizitätswerkes ne Explosion, bei der vier Arbeiter schwer vertzt wurden. Als kurz derauf mehrere Polizeiaamte in das Schalthaus eindrangen, ereigete sich eine zweite Explosion, bei der ein Nazeibeanter schwere Brandwunden erlitt. Ktare Worts aus Eibul Die französischen Anbiederungsversuche durchschaut Rom, 21. März. Die Kriegsatmosphäre in Europa wird nach den Erklärungen des Premierministers Chamberlain im Unterhaus und vor allem des englischen Außenministers Lord Halifax im Oberhaus in Rom besonders unterstrichen. Man weist darauf hin, daß ein nicht unwesentlicher Unterschied zwischen den Erklärungen der beiden englischen Staatsmänner bestehe. Während Chamberlain von dem Versuch, das Verhalten der ehemaligen tschecho=slowakischen Regierung auf einen Druck, auf eine Art Ultimatum zurückzuführen, abrücke, greife sein Außenminister diesen Versuch wieder auf, wie überhaupt Lord Halisax sich in seiner antideutschen Einstellung und Polemik geradezu überschlage. Die römische Presse unterstreicht diese Tatsache besonders, sie hebt auch die kriegerischen Vorbereitungen in Frankreich hervor und weist mit besonderer Genugtuung auf die stolze Haltung Deutschlands gegenüber einer geschlossenen Front von Manövern und Drohungen, die auf die Einkreisung Deutschlands abzielten, hin. Nach solchen Erklärungen darf man damit rechnen, daß die politischen Großkundgebungen dieser Woche, angefangen mit der Sitzung des Großrates der Faschisten, fortgesetzt mit der Eröffnung der Kammer der Fasci und Korporationen und abschließend mit der großen Adunata am kommenden Sonntag, im Zeichen der Schicksalsgemeinschaft der Achse stehen werden. Mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt man inzwischen in Rom die diplomatische Geschäftigkeit Londons, das jetzt ganz offen um ein Bündnis mit Moskau werbe, die militärischen Vorbereitungen Frankreichs, das sich nach Daladiers eigenem Ausspruch bereits als„im Schützengraben befindlich" betrachte, und die Manöver Washingtons, das das Schwergewicht seines Goldes in die Waagschale der Entscheidung zugunsten der Demokratien zu werfen bereit sei. Gleichzeitig weist man hier auf die schon seit 25 Jahren übliche Methode der Pressekampagne hin, die überall in der Welt durch Verbreitung von Alarmnachrichten Kriegspsychose schaffen solle. Als typisches Beispiel solcher Methoden brandmarkt man die Sensationsmeldungen um Rumänien, die nicht nur aus Bukarest, sondern jetzt auch von den zuständigen rumänischen Stellen in Rom als haltlose Stimmungsmache bezeichnet werden. Im Lichte der neuen europäischen Spannung bewertet Italien den Schritt Deutschlands als notwendig, um den demokratischen Koalitionsplänen ein Halt entgegenzurufen, und die demokratischen Imperien darauf aufmerksam zu machen, daß sie es diesmal mit mindestens gleichwertigen Gegnern zu tun haben, die sich weniger beeindrucken ließen, noch zögerten. noch irgendwelche Zeit verlören. Hattsan sucht neue Pärtker Liebäugeln mit der kollektiven Sicherheit London, 21. März. Die von der Londoner Regierung eingeleiteten diplomatischen Fühlungnahmen mit verschiedenen Mächten scheinen nun endgültig in der Richtung einer Nichtangriffserklärung zu verlaufen. Der sowjetrussische Vorschlag einer sofort nach Frankreich einzuberufenden Neun=Mächte=Konferenz soll endgültig abgelehnt worden sein. Der Vorschlag Litwinows war so eindeutig darauf gerichtet, Sowjetrußland auf dem Wege einer neuen Konferenz in die europäische Politik hineinzuschmuggeln, daß man hier in Voraussicht erheblicher Widerstände einiger Mächte nun doch die sowjetrussischen Pläne als zu weitgehend empfand. Ferner soll Befürchtung bestehen, daß eine allzu enge diplomatische Freundschaft mit Sowjetrußland innerpolitische Rückwirkungen im eigenen Lande auslösen würde, die man aus naheliegenden parteipolitischen Erwägungen gegenwärtig in keiner Weise brauchen Vere. Die Londoner Politi# zienl es vaher gegenwärtig vor, Pläne, die allzu sehr an das Wiederaufleben einer allgemeinen Koalition oder heiligen Allianz erinnern, aus dem Wege zu gehen, die angestrebte Richtangriffserklärung, über deren Inhalt und Formulierung bisher offiziell noch nichts bekanntgegeben worden ist, soll vielmehr eine Art gegenseitige Unterstützung der Mächte für den Fall eines unprovozierten Angriffs vorsehen. Ueber die Teilnehmer und besonders die Formulierung dieser Nichtangriffserklärung sind jetzt die diplomatischen Fühtungnahmen der Londoner Regierung im Gange. Die ursprünglich in Aussicht genomniene größere Teilnehmerzahl ist erheblich zurückgegangen. Gestern abend sprach man noch von zehn bis zwölf Mächten, jetzt erwähnt die Presse nur noch sechs, und zwar Großbritannien, Frankreich, Sowjetrußland, Polen, die Türkei und Griechenland, die als vermutliche Unterzeichner der Nichtangriffserklärung in Frage kommen. Die Halifax=Rede im Oberhaus, die sich durch einen beeindruckenden Mangel an Einsicht und Weitblick, wie durch maßlose egoistische Engstirnigkeit und Verranntheit auszeichnet, ist hinsichtlich der konkreten, jetzt zu ergreifenden Maßnahmen reichlich vage und sind Eine weitere Notverordnung sieht die administrative Reform der Stadt Marseille vor. Es wird ein außerordentlicher Administrator für sie eingesetzt mit besonderen Befugnissen, die über die Befugnisse des Bürgermeisters und des Stadtrates hinausgehen. Man erkennt schon bei einem flüchtigen Ueberblick über diesen ersten Schub von Verordnungen, in welch gewaltigem Ausmaß Frankreich sein Kriegspotential weiter in die Höhe treiben will. Und die Sondervollmachten Daladiers, die in ihrer Unbegrenztheit einzigartig in der Geschichte der 3. Republik dastehen, geben der Regierung für noch weitergreifende in nerpolitische Maßnahmen allen Spielraum, und es besteht gar kein Göring an die Junkerswerke Dessan, 21. März. Zu dem Rekordflug eines neuen Junkers=Bombers Dessan— sandte Generalfeldmarschall Göring folgendes Glückwunschtelegramm an die JunkersWerke in Dessau: „Zu der überragenden Flugleistung Ihres Kampfflugzeuges mit 517 Stundenkilometer Durchschnittsgeschwindigkeit spreche ich dem Piloten, der Betriebsführung und Gefolgschaft der Junkerswerke höchstes Lou und vollste Anerkennung aus. Die deutsche Werkarbeit und deutscher Fliegergeist sind die Fundamente dieses Erfolges. Heil Hitler! Göring.“ Ministerpräsident Generalfeldmarschall Hermann Göring hat Dienstag in Begleitung mit seiner Gattin Berlin verlassen, um in San Remo seinen Erholungsurlaub fortzusetzen. verbreitet Lügen Budapest, 21. März. Das ungarische Telegraphen= und Korrespondenzbüro meldet: „Jene aus der Luft zegriffenen, jeder Grundlage entbehrenden Gerüchte über eine ungarische Teilmobilmachung, die am Montag von der Pariser ungarischen Gesandtschaft energisch dementiert werden mußte, stammten, wie inzwischen festgestellt wurde, von dem Budapester Korrespondenten der französischen Agentur avas““ Jeder Kenner der Situation, selbst die Budapester französische Auslandsvertretung müßte in der Lage sein, die Haltlosigkeit dieser Gerüchte feststellen zu können. Der betreffende Korrespondent hat mit der Erdichtung dieser verwirrenden Falschmeldungen nur bezwecken können, Ungarn zu schaden, indem er es in der westeuropäischen öffentlichen Meinung in ungünstiges Licht stellen wollte. Zweifel, daß die Regierung davon ausgiebig Gebrauch machen will. Die Quintessenz der neuen Aktion in Paris besteht also darin, daß Frankreich zu seinen natürlichen Reichtümern an Rohstoffen, zu dem bisherigen großen Rüstungsapparat einschließlich seines Potential an ausgebildeten Reservisten noch Methoden hinzufügt, wie sie die rohstoffarmen und durch die Friedensdiktate ausgepowerten Nationen zur Ueberwindung ihrer Not anwenden mußten. Man pfeift dabei in Paris heute auf alle„demokratischen Errungenschaften“, auf die vielbesungene„Freiheit des Individuums“, und man benutzt unbedenklich organisatorische Mittel, wie die staatliche Arbeitslenkung und die Plan= und Wehrwirtschaft, beschreitet die früher viel geschmähten Wege, wie sie die autoritären Länder bereits gehen mußten. All das stört hier plötzlich niemand mehr— denn es geschieht ja alles unter dem Schlachtruf aegen Deutschland!". Präsident Lebrun in London Paris, 21. März. Der französische Staatspräsident Lebrun und seine Gattin haben am Dienstagfrüh kurz nach acht Uhr in Begleitung des Außenministers Bonnet Paris verlassen, um sich nach London zu begeben. Lebrun ist am Dienstagmittag in Dover eingetroffen. Beim Betreten englischen Bodens wurde Lebrun vom Herzog von Gloueester im Auftrage des Königs begrüßt. Währenddessen überflogen Dover britische Militärflugzeuge, die gemeinsam mit Zerstörern der britischen Kriegsmarine den Dampfer, an dessen Bord sich Präsident Lebrun befand, in der Mitte des Kanals empfangen und zur englischen Küste geleitet hatten. Kurz nach 3 Uhr engl. Zeit lief der Sonderzug, der den französischen Staatspräsidenten von Dover nach London brachte, in den Victoria=Bahnhof ein. Präsident Lebrun, der von seiner Frau und Außenminister Bonnet begleitet wird, wurde auf dem Bahnsteig von dem König und der Königin willkommen geheißen. Durch die geschmückten und von vielen Menschen umsäumten Straßen wurde der Präsident dann in den Buckinghampalast geleitet, wo Dienstagabend ein großes Staatsbankett abgehalten wurde, an dem auch der Premierminister und die Mitglieder der englischen Regierung teilnahmen. Rumänien gegen Londons Hetze Rumänien beachtet die Lebensnotwendigkeiten aller Staaten Bukarest, 21. März. Das Blatt des Außenministers Gafenen„Timpul“ befaßt sich in seinem Leitaufsatz mit den bekannten, von England aus verbreiteten Gerüchten über ein angebliches deutsches Ultimatum an Rumanien. Die Zeitung schreibt u. a.:„Wir müssen mit striktester Entschlossenheit die fortwahrend in Umlauf gesetzten Gerüchte zurückweisen, die keinerlei Grundlagen haben und die alarmierendes Element darstellen.“ Die Lage rechtfertige solche Alarmnachrichten keineswegs. Das Blatt erinnert dann an die Dementis, die von deutscher und rumänischer Seite sofort den Gerüchten über ein Ultimatum folgten. „Beide Regierungen zeigen in ihren Erläuterungen, daß es sich in Wirklichkeit nur um normale Verhandlungen zur Organisierung der Handelsbeziehungen handelt und daß diese Verhandlungen, die seit längerer Zeit dauern, weder ihrem Inhalt noch ihrer Form nach die gewohnten Verhandlungen zwischen Staaten überschreiten. Rumänien würde unter keinen umstanden eine Beträchtigung seiner Unabhängigkeit, sei es auf politischem, sei es auf wirtschaftlichem Gebiete dulden, um so mehr ist aber unsere Regierung entschlossen, in Ruhe ihre Verkändigungspolitik fortzusetzen bei Beachtung der Lebensnotwendigkeiten aller Staaten! England versprach Englands unehrliches Spiel gegenüber den Arabern erneut nater Beweis gestellt London, 21. März. Nach der vor etwa 14 Tagen erfolgten Veröffentlichung der sog. MacMahon=Korrespondenz wurde am Montag der Briefwechsel zwischen Vertretern der britischen Regierung und den Arabern aus dem Jahre 1918 in Form eines Weißbuches veröffentlicht, der wieder einmal ein grelles Licht auf das bei den Engländern so beliebte und oft gebrauchte Schlagwort„fair play“ und seine Anwendung in der Praxis wirft. Es handelt sich hierbei vor allem um Briefe des damaligen Leiters des sog.„arabischen Büros“ in Kairo, Kommandant Hoggarth, an die Araber. In einem dieser Schreiben an den Emir von Hedschas heißt es beispielsweise, die britische Regierung sei in bezug auf Palästina entschlossen, daß„kein Volk von einem anderen unterworfen“ werden solle, lediglich für die„heiligen Städte“ müsse eine besondere Regelung gefunden werden. In einem Bericht Hoggarths an den britischen Oberkommissar in Palästina heißt es, König Hussein habe in einer Unterredung mit ihm nie den Gedanken eines unabhängigen jüdischen Staates in Palästina angenommen. Außerdem sei er, Hoggarth. nie von der britischen Regierung beauftragt worden, König Hussein mitzuteilen, daß die Schaffung eines solchen jüdischen Staates von Großbritannien ins Auge gefaßt worden sei. In einem Schreiben an die sog.„Sieben“ (arabische Freiheitskämpfer) vom Jahre 1918 schließlich heißt es, die britische Regierung wünsche, daß alle„unterdrückten Völker“ jener Gebiete, die noch unter türkischer Herrschaft ständen, ihre Freiheit und Unabhängiglett erhalten sollter Residenten bei Daladier Beratung militärischer Mittelmeerprobleme Paris, 21. März. Die Tagung des französtschen Mittelmeerausschusses, die am Dienstag in Paris zusammentreten sollte, ist nach einer Havasmeldung plötzlich und ohne Angabe von Gründen abgesagt und auf ein nicht näher bezeichnetes Datum verschoben worden. Zur gleichen Zeit meldet Havas, daß Ministerpräsident Daladier nach dem Ministerrat im Elysee den Generalgouverneur von Algerien, La Beau, den Generalresidenten von Tunis, Labonne, und den Generalresidenten von Marokko, Noques, unter Hinzuziehung eines Generals vom Generalstab des Heeres, in das Kriegsministerium zu einer Besprechung geladen habe. Die Absage der Sitzung des Mittelmeerausschusses und diese Konferenz stehen zweifellos in einem Zusammenhang, und man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß Ministerpräsident und Kriegsminister Daladier die militärischen Probleme, die zuvorderst auf der Tagesordnung des Mittelmeerausschusses standen, mit den französischen Generalresidenten bereits bei dieser Besprechung im Kriegsministerium behandelt hat und daß man unter den gegenwärtigen Umständen auf eine mehrtägige Debatte der übrigen Themen, betreffend Agrar= und Verkehrsprobleme, verzichten will. Ministerrat in Kowno Kowno, 21. März. Die litauische Regierung trat am Dienstag um 14 Uhr beim Staatspräsidenten zu einer erweiterten Ministerratssitzung zusammen, auf der der soeben zurückgekehrte Außenminister Urbsys Bericht erstatten sollte. Vorher sollte eine Sondersitzung des Seims stattfinden. Da jedoch nicht alle Abgeordneten die Einladung rechtzeitig hatten, wurde nur eine Fraktionsberatung Regierungspartei abgehalten. Dr. Ley in Sonthofen Die neue Uniform und die Rangordnung für das politische Führerkorps Southofen, 21. März. Reichsleiter Dr. Leu der am Dienstag auf der Ordensburg Son hofen eintraf, um vor den Hoheitsträgern Partei zu sprechen, nahm am tag Gelegenheit, im Beisein des Reichsleiters Buch dem auf der Ordensburg zu einer Schulungstagung versammelten politischen Fuhr korps anhand ausgestellter Modelle die neue Uniform und die Rangordnung für die politischen Leiter der NSDAP. zu erklären. Die neue, schlichte, aber zweckmäßige und dennoch repräsentativ wirkende braune Uniform sowie die neue Rangordnung werden zu eine späteren Termin eingeführt werden. Der schwedisch ußenminister te die in englischen 1.0 französischen Blättern aufgetauchten Gerüchte über angebliche geiteß Schritte in Stockholm kategorisch in Abrede. Der Führer hat Se. Majestät degg, Eist Nr. 69(Zweites Blatt) Mittwoch, den 22. März 1939 Schre Zeituna fus 4652 # una — W 95 MARZ MITTWOCH Zum Geleit: Die Freuden, die in der Heimat wohnen, die suchst du vergebens in fernen Zonen. Mahlmann. Gedenktage: 1832 Goethe gestorben. Sur westsutene RahnWerden. Wie stehr ihr Vienst im Zungvolt alls Wetter: Niederschlagsreiches Westwetter Durch die Südverlagerung des Azorenhochs konnte sich die Hauptwindrichtung von Nord auf umstellen. Ueber Irland und Engdringt daher Warmluft nach Mitteleuropa i die die Temperaturen auf 5—10 Grad über vor, zeigen läßt. Im Laufe des Mittwoch git dem Durchzug einer neuen Regenstogerechnet werden, sodaß verbreitet Niederschläge auftreten, die nur in höheren Lagen als gussichten für Mittwoch: Nach. kurzer Beruhigung in der Nacht erneut auffrischende westliche Winde, meist bedeckt und Niederschläge, im als Regen, in höheren Lagen als Schnee. Temperaturen steigen etwas an. Aussichten für Donnerstag: Gegen Mittwoch wenig verändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Regnerisch und stürmisch. 1 Tageschronik Heute ist es unserem allseits beliebten, geschätzten Mitbürger Karl Troa, Inhaber der bekannten Farben= und Lackhandlung in der August=Haßler=Straße. vergönnt, seinen 75. Geburtstag zu feiern. Herr Trog begeht diesen Ehrentag in seltener Frische. Dem Jubilar, der lange Jahre das Waidwerk pflegte, war es im vorigen Jahre noch möglich, die seltene Auszeichnung eines Jaadkönias zu erringen. Der Jubilar lebt seit 60 Jahren in unserer Heimatstadt und ist seit 50 Jahren Bezieher der „Schwerter Zeitung. Wir wünschen ihm zu seinem Ehrentage alles Gute und hoffen, daß er noch lange seinen goldigen Humor behält. Hohes Alter. Die Witwe Friedrich Knavymann, wohnhaft Berastraße, wird heute 75 Jahre alt. Si ist geistig und körverlich noch sehr frisch. Wir wünschen der Jubilarin noch einen schönen sonnigen Lebensabend und übermitteln ihr recht herzliche Grüße. Bestandene Prüfung. „Vor dem Prüfungsausschuß„Eisen und Metall“ der Industrie= und Handelskammer zu Dortmund bestand seine Facharbeiterprüfung als Werkzeugschlosser Alfred Jasper, Südwall 2. Wir gratulieren! Versetzung bei der Reichsbahn. Reichsbahnrangiermeister Afholderbach, bisher im Bahnhof Hagen tätig, wurde in aleicher Eigenschaft nach Schwerte versetzt. * Den Fuß gequetscht. Beim Ausladen eines Waggons kam es auf einem hiesigen Werk zu einem Betriebsunfall. Die Sackkarre rutschte von der Ladebühne ab. Einem Arbeiter fielen rund 2 Zentner auf dem linken Fuß. Die Verletzungen waren so schwerer Natur, daß er sich in ärztliche Hilfe begeben mußte. Zwei Lokomotiren stießen zusammen. Im Ranaierbahnhof kam es zu einem Unfall, bei dem glücklicherweise nur Sachschaden zu verzeichnen ist. Aus bisher unbekannten Gründen mesen beim rangieren zwei Lokomotiven aufeinander. Die Maschinen wurden beschädigt. * Rückkehr der Kinder von Norderney. aus dem Landkreis Iserlohn auf der Insel Nordernen weilenden Kinder haben bald ihren fünfwöchigen Kuraufenthalt beendet. Sie werden am 31. März mit dem Zuge 16,39 Uhr an Bahnhof Schwerte zurückkehren. * Lichtbildervortrag über den KdF.=Wagen. Am Freitag, dem 31. März. 20 Uhr, findet im kleinen Saal rechts des Schauburg=Restaukanis in Iserlohn ein Lichtbildervortrag über den KdF.=Wagen statt. Der Eintrittspreis ist sehr niedrig gehalten, um allen Volksgenossen, die sich für den KdF.=Wagen interessieren, den Besuch zu ermöglichen. Dieser interessante Vortrag soll den Volksgenossen Gelegenheit geben, sich über alle Einzelheiten in Bezug auf Leistung und Ausstattung des Wagens zu überzeusen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, daß der RdF.=Wagen jetzt auch in einer weiteren Ausführung geliefert wird. Es handelt sich hier um einen Wagen mit Anhängerkupplung „Anbänger. Diese Einrichtung wird benimmt von Handwerkern und Gewerbetreibenden begrüßt werden. Auch diese Ausführung Innenlenker und Innenlenker mit Faltdach geliefert. Der Eintrittspreis für die obige Veranstaltung beträgt 20 Pfg. * Marite Gründgens kommt. Der„Große heitere Abend“ des Quartett= bereins Sommerberg wird, wie immer, seine Annehungskraft nicht verfehlen. Ist doch keine GeWieder dröhnen in Westfalen die Werbetrommeln des Deutschen Jungvolks und rusen die Zehnjährigen. In den Meldestellen herrschte Hochbetrieb, und die Elternaufklärung hat in der Woche der Pimpfe und Jungmädel. die am 15. März abschloß, große Erfolge gehabt. Eine glückliche Zeit steht den Jungen und Mädeln des Jahrganges 1928/29 bevor. Sie werden die Kameradschaft und die Kraft der Gemeinschaft erleben und fröhliche Tage verbringen. Der Dienst muß freudigen Herzens getan werden: anders wäre es vergeudete, nutzlose Zeit. Er stellt keine zu hohen Anforderungen an die ungen, Zrperliche Schulung der Neuaufnahmen umsaßt Tummel= und Ballspiele. Bodenturnen und die leichtathletischen Uebungen der Pimpfenprobe. An Ordnungsübungen sind nur das Antreten in Linie. Marschordnung. Melden, Marschieren, Schwenken in der Marschordnung und Halten als die notwendigsten Formen, die zur guten Haltung einer Einheit erforderlich sind, zu üben. Mit Ausnahme des Uebens des Grußes findet eine Einzelausbildung noch nicht statt. Fahrt und Lager sollen die 10jährigen mit dem Tomisterpacken. Kochstellen= und Zeltbau vertraut machen. Auch im Geländesport findet eine Einzelausbilbuzg Funig, ugchh. Ablegung der Pimpfenprobe im Verlauf eines Jahr rückt der Jungzug 4 Jungzug auf. Run treten für die inwischen 11= und 12jährigen Pimpfe bei dem Uebungsstoff der Leibesübungen Hindernisturnen und Freiringen und als Kampfspiele Hand= und Fußball hinzu. Hochsprung Ballzielwurf und Pendelstaffeln sollen die leichtatbletischen Leistungen auf die Bedingungen des DJ.=Leistungs= abzeichens hin ausrichten. So weroen auch Fahrt und Lager im Hinblick auf dieses Abzeichen regelmäßig durchgeführt. Im Geländesport wird der Uebungsstoff durch die Einzelausbildung mit Hör= und Seb=lebunggzngr; tenkunde, Zurechtinden im Gelände. Iu. ausnutzung und Tarnung bereichert. In erster Linie soll hier eine praktische Schulung mittels kleinerer Geländespiele, in deren Rahmen die einzelnen Uebungen eingebaut sind, erfolgen. Weiter bekommen die 11= u. 12jährigen Pimpfe die ersten Anweisungen im Luftgewehrschießen mit eigens für diesen Zweck konstruierten LuftIn den Jungzügen 2 und 1 wird das 23.= Leistungsabzeichen erworben. Das Leistungsbuch ist der Ausweis über die Betätigung des Pimpfen im TI. Es begleitet ihn während der Jahre bis zum Uebertritt von der HitlerJugend in den Arbeitsdienst, und in ihm wird alles verzeichnet, was für die geistige und verliche Erziehung des jungen Nationalsozialisten von Bedeutung ist. In diesem Leistungsbuch werden auch die Teilnahme an Führerlehrgängen. Zeltlagern und Sonderlehrgängen des sowie besondere sportliche Leistungen vermerkt. So hat der Junge immer einen Ueberblick über seine Leistungsfähigkeit. Mit der Erlangung des Leistungsabzeichens beweist der Pimpf. durch die Tat, daß er schon in jungen Jahren sich in den Dienst der Nation stellt. Außerdem beginnt für die 13= bis gen Pimpfe die Borschule. Der Uebungsstoff im Geländesport sieht Einzelschulung in den Ordnungsübungen und den Vorbeimarsch vor, während draußen im Gelände Meldewesen und Sicherung geübt werden. Den Hauptteil der geländesportlichen Arbeit nehmen indessen die Geländesviele ein. Hierbei findet der bisverige Uebungsstoff in seiner Gesamtheit Anwendung. Diese Geländespiele begeistern die Jungen und sind der beste Beweis dafür, daß sie in ihrer freien Entfaltung durch den Pienst der Jahre im Jungvolk nicht genmmt wurden. Ihr Spieltrieb wurde sogar noch geforoert, nur daß ihm ein ernster Unterton und eine planmäßige Richtung gegeben wurde. Bald treten die 10jährigen zum ersten Dienst ihres. Proße, monats an und werden, wenn sie sich bewan.. haben, am Vorabend des Führergeburtstages zum ersten Male ihre Uniform tragen dürfen, allerdings noch ohne das HI.=Fahrtenmesser, das sie sich erst mit der Pimpfenprobe erkämpfen sollen. 850 neridsieger gehen in den Gauenischeie Vom 24.-28. März dauert der Gauentscheid des Berufswettkampfes leichte Arbeit gus den; gesamt 82. Der„Bergbau“ schließt mit 24 an. Es ist gewiß keine teichte Alben, aus den über Hunderttausend Teilnehmern des Reichsberufswettkampfes im Gau Westfalen=Süd die besten zu ermitteln. Aber sie ist in unermüdlichem Bemühen der ehrenamtlichen schafft worden, die sich in den Dienst dieses schönsten aller Wettkämpfe gestellt haben. Aus den Ortssiegern waren zunächst die Kreisbesten herauszusuchen. Dafür war die Erreichung einer mindestens 90prozentigen Punktzahl erforderlich. Die nach diesem Wertmaßstab ermittelten Kreisbesten wurden zum Gauentscheid vorgeschlagen. Aus ihnen wurden nun diejenigen Wettkämpfer ausgewählt, die in jedem mit der Note„gut“ abgeschnitten hatten. bei kann es vorkommen, daß ein Kreisbester mit einer ausreichenden Endpunktzahl nicht zum Gauentscheid zugelassen wird, weil er in einem oder mehreren Fächern nur genügend hat. Man erkennt daran, daß der Kreissieger, der im Gauentscheid um weitere Wettkämpferehren ringen will, sowohl in Theorie wie Praxis gut abschneiden muß, Wissen und Können müssen sich eben die Waage halten. Die meisten Kreissieger für den Gauentscheid gingen entsprechend der Beteiligung aus der Gruppe„Eisen und Metall“ hervor, es sind insgesamt 82. Der„Bergbau“ schließt mit 24 an, ihm folgt die Gruppe„Handel“ mit 20,„Banken und Versicherungen“, sowie„Bekleidung und Leder" haben je 19 Kreissieger,„Energie, Verkehr, Verwaltung" verzeichnet 14, davon hat die Reichspost allein 12, auf sie folgt in geringem Abstand die Gruppe„Hausgehilfinnen“ mit 11 Siegern, der sich 9 aus der Gruppe„Bau“ anschließen. Nun wird die Zahl immer kleiner, verständlich, da sich die Teilnehmer verringern, „Nahrung und Genuß“ hat noch 8, in den „Freien Berufen“ sind es 7, die„Friseure" stellen 5, die Gruppen„Textil" und Gesundheit“ je 4,„Druck und Papier“ entsendet 3 zum Gauentscheid, von„Chemie“ und der Gruppe „Steine und Erden“ kommen je 2 in Frage, und die Gruppe„Wald und Holz“ macht mit einem Kreissieger den Beschluß. Das sind also insgesamt 220 Kreissieger, die eingeladen sind, auf Grund ihrer durchweg guten Leistungen in allen Fächern ihre Kräfte im Gauentscheid mit den besten der anderen Kreise zu messen. Fünf Tage dauert der Gauentscheid, er beginnt am Freitag, dem 24. März, und endet am Dienstag, dem 28. März. Daß aus dem Gauentscheid recht viele Südwestfalen siegreich hervorgehen mögen, damit sie in den Reichsentscheid kommen, ist unser Wunsch. ringere als Marita Gründaens der leuchtende Stern“ dieser Veranstaltung. Gar mancher Volksgenosse hat sich immer schon gewünscht, diese unvergleichliche Künstlerin einmal aus unmittelbarer Nähe zu sehen und zu hören. Durch ihre köstlichen Parodien und Kinderlieder ist sie der Liebling von Millionen von funkhörern geworden. Wir erinnern nur an „Wenn ich groß bin, liehe Mutter“ oder„Ich wünsch mir eine kleite ursuta. Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Der Schützenverein Schwerte=Ost veranstaltete seine Jahreshauptversammlung, in der ein Rückblick gegeben wurde auf die Tanigreit im gangenen Jahr. Vereinsführer Sonntag konnte zahlreiche Schützen willkommen heißen. Geschäftsführer Leißner gab bekannt, daß die Zahl der aktiven Schützen des Vereins über 100 betrage. Vereinsführer Sonntag wies anschließend auf den Opfermut hin, durch den es im vergangenen Jahre möglich gewesen sei, den Schießstand am Gehrenbach um= und auszubauen. Im vergangenen Jahre wurden zehn Uebungstage mit dem Wehrmann= und acht mit KKS.=Büchse abgehalten. Die Vereinsmeisterschaft errangen im Wehrmannschießen Schützenkamerad Wiesemann mit 210 Ringen und im KKS.=Schießen Kamerad Thomas mit 131 bergi se, Binkelmeier, Mucke, Schröder. Thomas Winkelmeier (die Schießauszeichnung in Bronze). Die kleine Auszeichnung in Silber erhielt außerdem zenkamerad Mücke und die grun Eichel Schützenkamerad Schröder. Dann wurden einige Aenderungen bekanntgegeben: Major Tennstedt hat sein Amt niedergelegt. Kamerad Peck wurde zum Schützenmajor ernannt. Mit großem Beifall wurde bekanntgegeben, daß im kommenden Sommer in Schwerte=Ost ein Schützenfest durchgeführt werden soll. * Schöne Stunden bei den Jungmädeln. Um den Eltern Einblick zu geben in das Leben und Treiben bei den Jungmädeln, führte die Jungmädelschar 5/2/136 einen Heimnachmittag im„Westf. Hof“ durch. In Anwesenheit zahlreicher Gäste rollte ein buntes Programm ab. Lieder, Volkstänze und Stegreifsviele waren tonangebend. Der Nachmittag hat gezeigt, daß es bei den Jungmädeln recht lustig heraeht. Wechsel in der Leitung des Landesverbandes Westfalen für Deutsche Jugendherbergen. Nachdem Bannführer Grimmelt seit 1933 die Leitung des Landesverbandes ehrenamtlich innehatte, ist diese nunmehr hauptamtlich besetzt worden. Die wachsenden Anforderungen auf allen Gebieten haben es auch im Jugendherbergswerk zur Notwendigkeit gemacht. In beinahe 18jähriger rastloser Tätigkeit hat Bannführer Grimmelt früher als Rektor und seit einem Jahre als Schaffenskraft in den Dienst des Herbergswergestellt. Als Mitglied des Beirates wird er auch weiterhin mit Rat und Tat seinem Nachfolger. Bannführer Carl Müller, zu Seite stehen. Amt Westhofen Dienstappell der Politischen Leiter der NSDAn Holzen. Die Politischen Leiter der Holzen der NSDAP. kamen im Saal der Eintrachtschule zu einem Dienstappell zusammen. Ortsgruppenleiter Rudolf Grothstück betonte in seinen Begrüßungsworten, daß die versönliche Aussprache der Amts=, Zellen= u. Blockleiter anläßlich eines Dienstappells von großer Wichtigkeit sei und nahm dann zu den welthistorischen Ereignissen der vergangenen Tage in läugeren Ausführungen Stellung. Was das deutsche Volk in diesen Tagen erlebt habe, sei so großartig und bedeutungsvoll, daß man erst in späteren Zeiten die geschichtliche Tat des Führers voll ermessen könnte. In einem pizzgne;# blick schilderte Pa. Grothstück noch einmal die weltbewegenden Geschehnisse. Die frühere Tschecho Slowakei hätte eine stete Kriegsgefahr gebildet. Mit ungeheurer Entschlußkraft, und beispiellosem Mut habe der Führer diese Gefahr beseitigt. Der Redner hob hervor, daß nur die geschlossene Kraft und Stärke des Großdeutschen Reiches es verhindert habe, daß in diesem urdeutschen Lande unter dem zersetzenden Einfluß des Bolschewismus ein neuer Bürgerkrieg entfesselt wurde. Das Ausland entfalte jetzt eine fieberhafte diplomatische Tätigkeit, um einen neuen Block gegen die autoritären Staaten zu bilden. Keine Macht der Welt könne unsere sade alde Verrcaesklires un Zeit zeigen daß er ein Kämpfer des Führers sei. Der Orisaruppenketig, Pztipe Bizargei zu erneuern. Nach einer anregenden Aussgrache wies Pg. Grothstück auf den diesjährigen## te der ancf Pse am 25. Marz,. 20 Uhr, im Sacke Eisenbera„Hung hinf guf der“ Parkeige nosse Kirsch, Kreisredner und Kreisobmann der DAF., über Tagesfragen sprechen wird. Alterstafel. Westhofen. Die Witwe Lina Albert, Niederstraße 12, vollendete ihr 78. Lebensjahr. Auch unsern herzlichen Geburtstaasglückwunsch Aus der Polizeimappe. Westhofen. In den letzten zwei Wochen wurden bei der Ortsvolizeibehörde folgende AnzeiZwei Anzeigen wegen Einbruchsdiebstahle, vier Apgrsazlicher-Zorperverletzung. leidigung, unerlaubten Waffentragens und Zuwiderhandlung gegen das Sprengstoffgesetz, zwei Anzeigen wegen Höchstpreisüberschreitungen, sieben Anzeigen wegen Betriebsunfälle, bei denen ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte, eine Fundanzeige und mehrere Anzeigen wegen Uebertretungen, die nicht durch gebührenpflichtige Verwarnungen erledigt werden Gemeinschaftsabend im Zeichen des Mütterdienstes. Westhofen. Am 23. März um 20 Uhr wird von der RS.=Frauenschaft, dem Deutschen Frauen: werk und der Jugendgruppe in der Auta der Hans=Schemm=Schule ein Gemeinschaftsabend abgehalten, der im Zeichen des Mütterdienstes steht. Die Kreisbeauftragte Fräulein Schünnemann nimmt Stellung zu dem Thema„Mutter und Kind". Auch ein Film wird gezeigt. Für alle Mitglieder ist Teilnahme Pflicht. Gäste sind willkommen. Folgenschwerer Sturz vom Wagen. Lichtendorf. Auf der abschüssigen Strecke der Kreisstraße war der 52jährige Bauer J. B. aus Overberge vom Wagen gestiegen, um die Bremse am Hinterwagen zu bedienen. Als er wieder aufsteigen wollte, zogen die Pferde plötzlich an. Dabei stürzte er, auf die Straße und erlitt einen Bruch des linken Schulterblattes, zwei Rippenbrüche und eine Kopfverletzung. Amt Ergste Reisebrieftaubenschau und Frühlingsfest. Ergste. Daß die Bürenbrucher Brieftaubenzüchter seit der im Jahre 1922 erfolgten Gründung des Vereins„Vereinte Freunde“(03 509) das Interesse der Förderung und Verbreitung der Reisebrieftaubenzucht und des Reisebrieftaubensportes stets wachgehalten haben, ist bekannt und schon durch zahlreiche Erfolge herausgestellt worden. Als ein weiterer Beweis seiner Lebendigkeit konnte der rührige Verein nun am letzten Sonnabend mit einer unter Leitung des Vereinsführers Erwin Lueg gut vorbereiteten Reisebrieftaubenschau an die Oefsentlichkeit treten. Diese Veranstaltung, die der Verein im Rahmen eines Frühlingsfestes abhielt, fand bei gutem Besuch im Saale des Verstatt. Schneidige musikalische Weisen leiteten stellvertretende Vereinsführer Tönnis eine freudige Festgemeinde begrüßen. Er streifte in kurzen Zügen die Geschichte des Vereins, ertäuterte den Zweck und die Ziele der Brieftaubenzucht und deren wichtige und wertvolle Bedeutung auf dem Gebiet des Nachrichtezeesguri, sgngen gesetzes vom 1. Oktober 1938 seien deg,ef: wechslungsreichen turnerischen Darbietungen der Geräteriege des Bürenbrucher Turnvereins unter Leitung des Vorturners Adolf Be haus sowie die Gratisverlosung ließen den Festabend zu einem unterhaltsamen Genuß den. Erst in vorgerückter Stunde war das Programm erschöpft. Veiteles=rrehe in der Esimart Seit 1935 mehr Sterbesälle als Geburten— Wien die geburtenärmste Stadt der Weit— Trotz geringer Geburtenzahlen hohe Als vor einem Jahre die Ostmark in das Reich heimkehrte, als im Herbst des Jahres 1938 sich durch die Befreiung des Sudetengaues Großdeutschland vollendete, das als mächtiger Block von nahezu 80 Millionen Deutschen das politische Schwergewicht Europas bildet, da schrieb Mussolini im„Giornale d'Italia“, daß nunmehr— die italienische wehrfähige Bevölkerung eingerechnet— 20 Millionen Bajonette den Frieden Europas garantieren. Wir wissen, daß durch die Heimkehr der Ostmark und des Sur landes Deutschland volklich wie gebietlieu großen Machtzuwachs erfuhr. Weniger#nnnt aber ist es, daß mit der Heimkehr ins Reich zwei deutsche Volksgruppen von imponierender Größe dem drohenden Volkstod in der Gesamtheit entrissen wurden. Es ist aus den eingehenden Berechnungen des maßgebendsten deutschen Bevölkerungspolitikers. Präsident Professor Dr. Burgdörfer, bekannt, daß absolute Geburtenüberschüsse, d. h., die„Rohbilanz“ aus der Abgleichung der Zahlen der Sterbefälle von denen der Geburten durchaus keinen Maßstab einer natürlichen BePölferungsentwicklung darstellt. Geburtenüberschüsse hatte Deutschland selbst in den Jahren der niedrigsten Geburtenhäufig von 1930 bis 1933 zu verzeichnen. Aber dieser Geburtenüberschuß stellt eine Täuschung dar, da er die Geburtenziffer noch zu hoch, die Sterbeziffer dagegen zu niedrig erscheinen; läßt. Denn die niedrigen Sterbeziffern von rund 11 je 1000 der Bevölkerung(1932) sind eine Folge der stark angewachsenen mittleren Lebenserwartung des deutschen Menschen, die 1880 noch 38 Jahre betrug, 1937 dagegen schon 61 Jahre. Eines Tages aber muß die„Hypothek des Todes“ eingelöst werden. Dann nämlich, wenn die stark besetzten Vorkriegsjahrgänge in das sterbereife Alter kommen. In Wirklichkeit war 1932 die Situation schon so, daß von je 100 zur Bestanderhaltung notwendigen Geburten nur noch 69 zu verzeichnen waren. Aber auch der„hausbackene" Vergleich der Geburtenüberschüsse, der optisch täuscht, zeigt, daß hier etwas nicht mehr stimmte: bei 32 Mililonen Einwohnern lag der polnische Geburtenüberschuß im gleichen Jahre bei 445 000 Köpfen. Italien mit seinen damals 41 ½ Milionen Einwohnern verzeichnete 384 000 mehr Geburten als Sterbefälle. in Deutschland waren es nur noch 280000 Köpfe. Seit 1927 schon hatte das kleinere Italien Deutschland in der absoluten Höhe der Geburtenüberschüsse übertroffen. Auch ein Vergleich der absoluten Geburtenzahlen zeigt den bevölkerungspolitischen Niedergang Deutschlands: 1932 hatte Italien 992000 Geburten zu verzeichnen, Polen 932000 Geburten, während das zweitgrößte Land Europas, Deutschland(Altreich), mit 978000 Geburten zwischen diesen Zahlen dieser weit schwächeren Länder lag. Wenn sich auch seit 1934 das Verhältnis der Geburtenüberschüsse wieder zu Gunsten Deutschlands geändert hat, so bleibt der auf 1000 Einwohner berechnete relative Geburtenüberschuß noch erheblich hinter dem italienischen zurück. Auch heute noch werden in Großdeutschland von je 100 zur Bestanderhaltung notwendigen Säuglingen(nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes) im Februar 1939 nur 90 geboren, während in Italien anstatt 100 notwendigen Säuglingen rund 125 geboren wurden. Die bevölkerungsmäßige Entwicklung des Altreiches zeigt, daß selbst heute noch nicht eine ausreichende Geburtenzahl zu verzeichnen ist. Wie ernst muß aber die Situation in der Ostmark gewesen sein, in der seit dem Jahre 1935 die noch vorhandenen geringen Geburtenüberschüsse sich erstmalig in Sterbeüberschüsse verwandelten. Bis zum Jahre 1932 hatte Berlin den traurigen Rekord, mit nur 8.1 Geburten je 1000 Einwohner die geburtenärmste Großstadt der Welt zu sein. In diesem Jahre(1932) wurde es von Wien erstmalig unterboten: hier waren nur noch 7 Geburten je 1000 Einwohner 1934 nur noch 5.8 Geburten, 1937 nur noch 5.36 Geburten je 1000 Einwohner zu verzeichnen, d. h., daß im Jahre 1934 von den zur Bestanderhaltung dieser Stadt notwendigen 100 Geburten nur noch 27 zu verzeichnen waren, während 73 Geburten fehlten. Noch konnten die Geburtenüberschüsse der Bundesländer den in Wien zu verzeichnenden Sterbeüberschuß von 11 700 Menschen ausgleichen, in der ganzen Ostmark war 1934 noch ein Geburtenüberschuß von 5800 Menschen zu verzeichnen. Im Jahre 1937 stieg der Verlust Wiens schon auf 14 500 Köpfe an. Auch die anderen Großstädte und ein Teil der Mittelstädte, von denen Klagenfurt die Wiener Zahlen relativ noch überbot, hatten Sterbeüberschüsse zu verzeichnen, sodaß die Geburten auf dem Lande schon 1935 nicht mehr zu einer Bestanderhaltung der Volkszahl ausreichten— die Oftmark begann zu sterben. Geht man aber von der von Burgdörfer errechneten und von Prof. Reichel, Graz, auf die Ostmark angewendeten sogenannten„bereinigten Bevölkerungsbilanz“ aus, so ergibt sich schon für 1934 bei dem scheinbaren Gewinn von 5800 ein wahrer Verlust von 41 331 Köpfen, an denen allein die Stadt Wien mit mehr als der Hälfte, nämlich 22.000 Köpfen, beteiligt ist. Die bevölkerungspolitische Lage ist aber auch, gemessen an den neuen Verhältnissen, schwierig. Es wurden fünf kostbare Jahre verloren. Es steht heute mit der Ostmark weitaus schlimmer, als es 1933 mit dem Altreich stand. Es muß bevölkerungspolitisch viel getan werden, damit zunächst eine solche nennenswerte Erhöhung der Fruchtbarkeit und der Geburtenzahl eintritt, daß wenigstens einigermaßen der Anschluß an die aufwärtsstrebende Entwicklung des übrigen Reiches gewonnen wird. Wenn wir in diesem Zusammenhang noch kurz einige Zahlen aus dem Sudetengau nennen, so geschieht das, um darzulegen, daß auch hier die Gefahr des Volkstodes vorhanden war. Unter den Volksgruppen der alten Tschecho=Slowakei wies die der deutschen die geringsten Geburtenüberschüsse auf. Auch hier hatten der politische und wirtschaftliche Druck des tschechischen Regims zur Folge, daß z. B. 1932 auf die deutsche Volksgruppe je 1000 Einwohner nur 16.7 Geburten entfielen, während der Staatsdurchschnitt der Tschecho=Slowakei immerhin noch 21 Geburten je 1000 Einwohner aufwies. Im Jahre 1937 betrug der Geburtenüberschuß in Aus unserem Gau Festliche Tage für Arnsberg. Arnsberg. Nunmehr steht fest, daß Arnsberg seine 700=Jahrfeier vom 28. Mai bis zum 1. Juni festlich begeht. Am 3. und 4. Juni wird sich der Kreistag der NSDAP. anschließen. Die aus Anlaß des Stadtjubiläums aufgebauten Ausstellungen werden den Besuchern des Kreistages noch zugänglich sein. Die Kreisbauernschaft bereitet eine große sippenkundliche Ausstellung vor. Die Partei wird eine Ausstellung über die Geschichte der Partei und der Kampfzeit stellen. Das Programm für die Festtage wird im einzelnen noch genau festgelegt. SA.=Führer besichtigten Musterbetrieb. Lippstadt. Die SA.=Führer der Standarte 219 besichtigten den NS.=Musterbetrieb Lippstädter Eisen= und Metallwerke, Lippstadt. Sie wollten die sozialen Einrichtungen dieses Werkes kennenlernen. Auf einem anschließenden Kameradschaftsabend begrüßte Betriebsführer Luther die SA.=Männer, insbesondere SA.=Brigadeführer Merker und SA.=Standartenführer Kölling. Eine neue RS.=Schwesternstation. Castrop=Rauxel. In einer Sitzung der Ratsherren teilte der Oberbürgermeister mit, daß die schon lange in Aussicht genommene Errichtung einer Schwesternstation am 1. April dieses Jahres verwirklicht wird. Erweiterung eines Müttererholungsheimes. Witten. Die NS.=Volkswohlfahrt hat in den vergangenen Jahren zahlreiche erholungsbedürftige Mütter in die Müttererholungsheime des Gaues Westfalen=Süd entsandt. Daneben wurde aber auch die örtliche Müttererholung gepflegt. Zu diesem Zweck war vor Jahren schon ein Haus, das den bescheidensten Ansprüchen Rechnung trug, auf dem Helenenberg errichtet worden. Zahlreiche Wittener Mütter haben hier dem zu Deutschland gekommenen Sudetengebiel nur noch 3889(51,999 Geburten. 48.110 Sterbefälle). Dabei gab es aber schon Kreise, die starke Sterbeüberschüsse zu verzeichnen hatten: so der Kreis Asch(45000 Einwohner, 456 Geburten, 541 Sterbefälle), Brüx(108000 Einwohner, 1255 Geburten, 1336 Sterbefälle), Gablonz(102 500 Einwohner, 997 Geburten, 1230 Sterbefälle), Karlsbad(108 500 Einwohner, 1099 Geburten, 1445 Sterbefälle), Braunau (38 600 Einwohner, 467 Geburten, 514 Sterbefälle). Reichenberg(135 000 Einwohner, 1274 Geburten, 1680 Sterbefälle) und Teplitz(111 000 Einwohner, 1173 Geburten, 1408 Sterbefälle). Gemeinsam ist beiden Volksgruppen, daß sie trotz niedriger und niedrigster Geburtenzahlen eine sehr hohe Säuglingssterblichkeit aufzuweisen hatten, ein unfehlbares Barometer für die wirtschaftliche Notlage, in der sich diese Volksgruppen seit Jahren befunden haben. Der Durchschnitt des Altreiches laa 1937 bei 6,75 Säuglingssterbefällen je 100 Geburten. Dagegen verzeichneten im gleichen Jahre Kärnten 10.39. Oberdonau 11,15, Steiermark 10.17, Salzburg 9.86, Sudetenland 9,78. Niederdonau 9.28, Tirol 7,58 und Wien 7.45 Säuglingssterbefälle je 100 Geburten. Daß hier der Großeinsatz der NS.=Volkswohlfahrt gründlichen Wandel schaffen wird, ist bei der Zahl wie bei der Ausrichtung der Hilfsstellen„Mutter und Kind", der NS.=Schwesternstationen usw. selbstverständlich. Als stolzer Erfolg konnte in der Ostmark für das letzte Halbjahr 1938 schon ein teilweises Sinken der Säuglingssterblichkeitsziffern um 50 v. H. konstatiert werden. Dieser erhöhten Bewahrung des geborenen Lebens steht auf der anderen Seite jetzt schon eine erfreuliche Zunahme der Geburten gegenüber. Wenn seit Weihnachten die Geburtskliniken und Krankenhäuser Wiens von Wöchnerinnen überfüllt sind, ein Zustrom, der seither unsalten hat, dann kann das als der erste Einsatz einer Besserung bezeichnet werden, ein Einsatz allerdings, der sich statistisch noch nicht auswerten läßt. Dennoch muß vor einem rosigen Optimismus sowohl in Bezug auf die Ostmark, wie auch auf den Sudetengau gewarnt werden. Ungeheuerliches muß geleistet werden, um den Volkskörper der Ostmark— und das gilt auch vom Sudetenland— vor einer ständigen zahlenmäßigen Verkleinerung zu beEntspannung und Erholung gefunden. Dieses Haus wird nunmehr erweitert. Insbesondere wird in einem angefügten hochgezogenen Umbau eine große Liegehalle eingerichtet. Schöne Erfolge des Berufserziehungswerkes. Hamm. Hier geht ein Kursus des Berufserziehungswerkes der Deutschen Arbeitsfront zu Ende, der nach einer halbjährigen Vorbereitungszeit den Teilnehmern die Grundlagen für den kaufmännischen Beruf geben soll. Unter den Teilnehmern war auch ein Bergmann, der wegen eines Unfalles seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Die geforderten Mindestleistungen wurden bei einer Prüfung erheblich überschritten. Die 30 Kursusteilnehmer sind schon jetzt bis auf wenige Ausnahmen in Stellungen vermittelt worden. Neues Lager für Arbeitsmaiden. Altenrüthen. Hier wird in einer freistehenden Bauernbesitzung ein Lager für etwa 66 Arbeitsmaiden eingerichtet. Die Einrichtung dieses Lagers ist für die Gemeinde Altenrüthen von größter Bedeutung, weil sie wesentlich zur Milderung der bestehenden Leutenot beitragen wird. Der Kreistag in Lüdenscheid. Lüdenscheid. Wir berichteten bereits kurz, daß am 13. und 14. Mai in Lüdenscheid der Kreistag der NSDAP. Altena=Lüdenscheid stattfindet. Wir konnten uns bereits davon überzeugen, daß zu diesen beiden Tagen von Seiten der Kreispropagandaleitung der NSDAP. Altena=Lüdenscheid die größten Vorbereitungen getroffen wurden. Die Aufmärsche. Tagungen und kameradschaftlichen Zusammenkünfte werden die Parteigenossen aus allen Ortsgruppen des Kreises Altena=Lüdenscheid zusammenführen und den Weg aufzeichen, der in den kommenden Monaten und Jahren zu marschieren ist. Wir nahmen weiter Kenntnis von der Tatsache, daß besonders die Kulturtagung eine würdigere Ausgestaltung erfahren wird. Wenn wir besonders in der letzten Zeit die Feststellung machen durften, daß die Veranstaltungen der Partei machtvoll den Willen der gesamten Bevölkerung zum Ausdruck brachten, dann wird Niemand in der Welt wird uns das in einem noch viel größeren Maße in den Tagen des Kreistages in Lüdenscheid der Fau sein. Neben der würdigen Ausgestaltung der Kulturtagung ist noch besonders herauszustellen, daß in diesem Jahre führende Persönlichkeiten der Partei in Lüdenscheid weilen werden. Stellv. Gauleiter Vetter eröffnet die Sauerländische Kunstausstellung. Im Städtischen Museum„Haus der Kunst“ zu. Hagen sand am Sonntagvormittag die festDe Eröffnung der Großen Sauerländischen Frühjahrsausstellung 1939 statt. An der Feier nahmen Vertreter der Partei, der Gliederungen, des Staates, der beteiligten Künstler und zahlreiche Gäste teil. Nach Mozarts„Ave verum corpus“ gespielt von dem Streich=Quartett des Städtischen Orchesters Hagen, sprach Museumsdirektor Dr. Brüns über das Ziel der Ausstellung, neben dem gesamtdeutschen Kunstschaffen der Gegenwart die heimische Kunst zu fördern. Er bat den Schirmherrn der Ausstellung, stellv. Gauleiter Vetter. die Ausstellung zu eröffnen. Der stellv. Gauleiter und Oberbürgermeister der Stadt Hagen erinnerte an die letzte Großtat des Führers und sprach dann über die Bemühungen der Stadt Hagen, die sauerländischen Menschen an das Schaffen der sauerländischen Künstler und an die, die das Sauerland kennen und lieben gelernt und es in ihren Bildern festgehalten haben, heranzuführen. Dadurch würde auch die Heimatliebe gepflegt. Nach der Eröffnung schloß sich ein Gang durch die Ausstellung an, in der mehr als 450 Oelbilder, Aquarellz Graphiken und Plastiken zu sehen sind. 330 000 RM mehr im Eintopf Wachsender Opferwille im Gau Westfalen=Süd. Auch die letzte Eintopf=Sammlung am vergangenen Sonntag hat, wie wir bereits berichteten, wiederum eine ansehnliche Steigerung des Ergebnisses gebracht. Es wurden nach den vorläufigen Feststellungen rund 400000 RM. gesammelt gegenüber 3357215.97 RM. bei der letzten Eintopf=Sammlung im vergangenen Jahr. Werfen wir jetzt kurz vor dem Abschluß des Winterhilfswerkes 1938/39 nochmals einen kurzen Blick auf alle 6 Eintopf=Sonntage, so darf der Gau Westfalen=Süd mit Recht stolz auf das Gesamtergebnis dieser sechs Sonntage sein. Unsere WHW.=Helfer und=helferinnen holten an diesen Sonntagen in den südwestfälischen Familien rund 2450000 RM. zusammen, während helfen, außer wir helfen uns selbst G I. Adolf Hitler. Bei der Eröffnungsfeier des WBW. 1958 waren. Insgesamt sind also rund 330000 RM. mehr in den Eintöpfen dieses Winters gewefen. Für diese stolze Leistung gebührt allen Dank, den eifrigen Helfern und der opferfreudigen südwestfälischen Bevölkerung. Die Helfer haben auch in den vergangenen 6 Monaten so manche Treppe erstiegen, sind so viel Wege gegangen, ganz gleich, ob es regnete oder schneite. Sie haben an die Wohnungstüren unserer Volksgenossen geklopft, und nicht vergebens. Der Opfergeist unserer südwestfälischen Volksgenossen hat sich erneut bestätigt. Wir dürfen versichert sein, daß er auch in Zukunft die gleiche Linie behalten wird. Kreuzworträtse! Bedeutung der einzelnen Wolle.. nach rechts: 1. nordische weibliche Se 4. Haustier, 5. Riese chischer Dichter 9. knochen, 13 Nebenfluf von oben nat nen Wörter: von links er Wihorlcht Sagengestalt, im Märchen 8. alrgrieHöchskleistung 12. Armdes Rheins, 14. Teil des unten: 1 durchsichtiges 11. Schwimmrogel Wie hoch ist er wirklicht Müller und Lehmann sind in Paris. Es, ist ein sonniger Nachmittag. Als Hauptsehenswürdigkeit haben sie sich den Eiffelturm bis zuletzt aufgehoben Beide sind hingerissen von der gewaltigen Eisenkonstruktion.„Dreihundert Meter“ meint Müller.„wenn man diese Höhe bedenkt!“— Wetten, mein Freund, daß der Turm höher ist als dreihundert Meter“, wirft Lehmann ein. Es entspinnt sich eine Aubeinandersetzung. Der Zührer nennt 300 Meter Höhe. Wissenschaftliche Werke die man in den Bibliotheken einsieht, geben ebenfalls 800 Meter an. Lehmann bleibt dabei. Hatte dieser Dickkopf recht oder die wissenschaftlichen Werke. um nicht zu reden von Müller? Homonym. Wie heißt es, was die Kaufmannswelt In steter Tätigkeit erhält? Tagtäglich wünscht sie dies sich sehr Und freut sich, wird es immer mehr. Nach jeder Zeile im Gedicht Da kommt's dem Leser zu Gesicht: In guter Prosa ist es auch. zeim Uebergang zum neuen Brauch. Noch wieder hat es andern Sinn: Mit euch kommt's allenthalben hin. Es ist darum bald hier bald dort; Ihr habt's am Fuß und tragt's mit fort. Zitatenversteckrätfel. 1. Des Lebens Mai blüht einmal und nicht wieder. 2. Stark ist des Menschen Arm, wenn ihn die Götter stützen. 3. Oh hat der Himmel keine Engel mehr?. 4. Gehorsam ist des Christen Schmuck. 5. Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt. 6. Hoch über der Zeit und dem Raume webt lebendig der höchste Gedanke. Obigen Zitaten Schillers entnehme man se ein Wort derart, daß die entlehnten Wörter ein weiteres Zitat desselben Dichters ergeben. Buchstabenrätsel. 8—4——5———)—— 1—1— 50 Kürzungsrätsel. Konditor— Restel— Orgie— Gense— Ocker — Lehne— Monitor— Kiese!— Stiefel— Wiemen— Kantate— Tenne— Sandale. Die ersten Buchstaben dieser BuchstabenBünseränts dan aneinandergereiht, ein Naterspiel der lieben Jugend. Scharade. hen gedeihn, inzes nicht sein. sch gelingt..— deute, st ausz P.lsch. mit dem Retze die zweite, erlich wird aber eins=zwei was erwischen blt doch die Ruh ihm zum Jagen und Fischen. Darfst du vor allem ein Gar Oft wird die erste des Schießenden igt mn Bilderrätsel. Kartenkunststück. ia# venn Karten, b dui Karten diu: iria Ist ein magisches Rechteck zu legen, in Weise, vaß jede Querreihe und Längsreihe in der Summe 25 ergibt. Wir ist died zu wachen? Verwandlungsrätsel. Wie kann man„Tortur“ durch Aenderung des ersten, dritten und fünften Buchstaben verdeutschen? Auflösungen aus voriger Nummer: Silbenrätsel: 1. Galatea, 2. Laufgraben, 3. Unkraut, 4. Erbswurst, 5. Chronik, 6. Kittel, 7. Leibgericht 8. Iridium. 9. Chlodwig, 10. Hausierer, 11. Ingwer, 12. Samstag, 13. Torero, 14. Wiesel 16. Evviva 16. Rekrut, 17. Werkzeug, 18. Appetit. 19. Sirius.!). Erasmus 21. Revolver, 22. Lanolin,: Improvisator, 24. Endivie, 25. Borste.— Gluecklich ist, wer, was er kiebt voll Mut zu verteidigen wagt. Silbenanfügungsaufgade:„Felute, Lausitz Insekt Travers, Taroa, eindruck Roulade Wismut, Orange, Cellist, Hellene. Edmund Nubier— Flitterwochen. Kreuzworträtfel: Waagerecht:g I. Gyges, 4. Hegau, 7. Anode, 8 Pser, 9. 11. Esel, 12. Natur, 13. Niere, 14. Elend.— Benkrecht: 1. Gas. 2. Gosse, 3. Seele, 4. Hymne, ö. Geste, 6. Nr. 10. Urd 11. E.,ing, Gegensätze: 1. Spaßvogel, 2. beutel, 3. Vorband, 4. Todfeind 5. Reinhold, 6. Nachhut, 7 Kernhaus. 8. Grünspan. Ein Buchstabe weniger: Bankd), Abstrichrätsel: Charis, Berka. #rfurt, Aster, Herford, Kreisel, : Habe kein Futter, erfriere bald!“ Erfurt, Skalde skalde.—„Hude kein Futter, erfriere Erdkundliches Doppelgitter: I seqnator, 2. Bukarest, 3. Bayreuth.# Aequator, Konstanz. Strei . c Anignund Orei. Clan. Riga.— Der Abreikkalender. en-Unfer! sembero: gernierkes 45168— Schlägfer von,feinmenchl. Oeittt— Er L Ge. 40146.— Pob umn ese dunche und Verdorten esgeschtens Geiie Treuhänder" der Heilkunde am Mikroskop Togung der„Akademie für pharmazeutische Fortbildung“— Fast alle Pharmazeuten aus Westialen=Süd waren zur Stelle Es ist eine völlige Verkennung der Tatsachen, einen Apotheker etwa für einen Kaufmann zu halten: denn die Apotheke ist ja eine der praktischen Verwirklichungen medizinischer Kunst. Darum steht der Beruf des Pharmazeuten, wie es in seinem vorgeschriebenen akademischen Studium gleichfalls am besten zum Ausdruck kommt, dem des Mediziners sehr nahe. Wie der Mediziner, so muß auch der Pharmazeut, als Praktiker seines Fachs, ständig mit den Forschungen und dem Stand der Wissenschaft Verbindung haben. Diese Verpflichtung zu erfüllen, war auch Sinn des 6. Fortbildungskursus der „Akademie für pharmazeutische Fortbildung" in Münster. Wer nur einmal über das Aufgabengebiet * Apotheke nachgedacht hat, wer auch nur Hörensagen die Arbeit der Pharmazeuten kennt, gibt voll und ganz den Worten des Reichsapothekerführers Schmierer recht:„Der Apotheker muß und wird Hersteller von Arzneien sein und nicht nur Kaufmann,— er ist Schöpfer und Arbeiter, nicht Händler“. Diesem Wesen des Apothekerstandes entspricht im nationalsozialistischen Staat die straffe Organisation der gesamten Pharmazeutenschaft, die dafür Sorge trägt, daß gerade in unserer Zeit, in der die gesamte Heilkunde sich in ordnendem Umbruch befindet, alle überkommenen und neuen Aufgaben der Pharmazie erfüllt werden. Um das ständige Mitgehen der deutschen Apothekerschaft mit den Forschungen der Wissenschaft zu gewährleisten, ist eine„Akademie für pharmazeutische Fortbildung" geschaffen worden, deren Bezirk Westfalen=Lippe in Münster ihren 6. Fortbildungskursus abhielt. Rund 100 westfälische und lippische Apotheker, zahlreiche Amtswalter der „Deutschen Apothekerschaft" und Sachbearbeiter für Heilpflanzenkunde aus dem Gaugebiet nahven ven.„Kampf der Infektion!“ Die Arbeitstaguna befaßte sich hauptsächlich mit dem Wissenschaftsgebiet der Mikroorganismen, der Krankheitserreger. Die Bedeutung dieses wissenschaftlichen Spezialgebietes, der Bakteriologie, geht eindeutig aus der Tatsache hervor, daß alljährlich immer noch 33 Prozent aller Todesfälle durch Infektionskrankheiten hervorgerufen werden.„Kampf der Infektion!“, so lautet die Wissenschaft, für die Aerzte und ebenso für die Apotheker als„Treuhänder“ der Heilkunde eine der wichtigsten Parolen, um den Sterblichkeitssatz des deutschen Volkes herabzudrücken. Nachdem am Sonnabendmorgen Bezirksapothekerführer Pharmazierat Frey und der Obmann des Bezirks, Professor Dr. Kaufmann, im Hygienischen Institut am Westring die Teilnehmer der Tagung begrüßt hatten, war in dem vorgesehenen Arbeitsrahmen der einleitende Vortrag des Direktors des Hygienischen Instituts, Prof. Dr. Jötten, über das Thema„Bedeutung der Infektionskrankheiten für die Volksgesundheit“ von grundlegender Wichtigkeit. Professor Dr. Jötten gäb in einem längeren Referat einen ausgezeichneten Ueberblick über das aesamte Wissenschafts= und Erfahrungsgebiet der Mikroorganismen. Er erörterte die Infektionskrankheiten nicht nach ihrem lokalen Auftreten, sondern gab einen großzügigen-Aufriß über die Kleinstwelt der verschiedensten Krankheitserreger. Einblick in das All der Mikroorganismen. Erst seit wenigen Jahrzehnten wissen wir, daß Mikroorganismen Urheber eines Großteils menschlicher und tierischer Erkrankungen sind. 60 Jahre ist es her, daß Robert Koch den ersten Krankheitserreger entdeckte. Robert Koch wurde dadurch der Begründer der modernen Bakteriologie, die durch ihre Entwicklung zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Forschungsgebiete der modernen Medizin geworden ist. Das All der Organismen kennenzulernen, heißt eine Wunderwelt besonderen Lebens schauen. Man bedenke; eine Bakterie ist nur so groß wie der tausendste Teil eines Millimeters. Nur unter scharfen Mikroskopen, nach vorhergehendem Färbungsprozeß, ist ein Sichtbarwerden und Erforschen dieser Vielfalt möglich. Schon der Begriff Mikroorganismen ist keine Einheit. Man unterscheidet, um nur die obersten Gruppeneinteilungen zu nennen, Bazillen, Pilze und Protozoen. Die Kenntnis der Mikroorganismen hat die Meoizin auf neue Heilverfahren gebracht. Heute verstehen wir es, viele Infektionskrankheiten mit „Antikörpern“(durch die Mikroorganismen gewonnene Gegenaiftstoffe) zu immunisieren oder zu bekämpfen. Starben.1871 vor Straßburg noch 78000 deutsche Soldaten am Typhus, so waren es von 1914—1918, als man Typhus durch die Impfung zu immunisieren wußte, nur die Hälfte, die an allen Fronten des Krieges dieser gefährlich=evidemischen Krankheit erlagen. Besonders auch die rapide, hartnäckige, schnelle Verbreitung des Grippebazillus, womit die Gegenwart das beste Beispiel gibt, ist für die Wichtigkeit des Kampfes gegen die Infektionskrankheiten ein beredtes Zeuanis.... Misreng“. Praktische Arbeit vor dem Mitrostop. Nach dem Vortrag von Professor Jötten begann der praktische Teil der Schulung. Im Laboratorium des Instituts machten sich die Teilnehmer des Lehrganas daran, nach fachgemäßer Anweisung des Dozenten Dr. Reploh die Arten der Kleinstlebewesen zu bestimmen. Da sah man nun in eigener Anschauung jene Mikroorganismen, von denen im menschlichen Dasein Leden und Gesundheit aller abhängen. Der Sonnabendnachmittag machte dann die Teilnehmer mit der Gewinnung und Anwendung von Impfstoffen und Heilseren bekannt, wobei ein Film vorzügliche Anschauung der verschiedenen Verfahren gab. Heilpflanzenkunde, ein Fachgebiet unserer Zeit. Von besonderere Bedeutung war die gemeinsame Arbeitstagung der Kreisreferenten der „Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und=beschaffung". In Verbindung mit den Amtswaltern der„Deutschen Apotheker= schaft" wird gerade von dieser Arbeitsgemeinschaft auf dem pharmazeutischen Fachgebiet unserer Zeit, der Heilpflanzenkunde, die im Rahmen des Vierjahresplanes besonders bedeutungsvoll geworden ist, viel praktische und wichtige Arbeit geleistet: denn von hier aus ist die Verbindung zur Heilpflanzen sammelnden Jugend aktiv aufgenommen worden. Weitere Fachreferate, ein Kameradschaftsabend und eine Feierstunde ergänzten auch diesen 6. Fortbildungskursus der westfälischen und lipvischen Pharmazeuten. Achere jL sals= Eiune schau Der Betrieb forgt für den Feierabend Auch der Feierabend soll ein Betreuungsgebiet sein, dem der Betrieb seine Aufmerksamkeit schenkt. Wenn auch hier der persönlichen Neigung des einzelnen Raum gelassen werden muß, so soll trotzdem mit vom Betriebsführer die Anregung ausgehen, den Feierabend so zu gestalten, daß er eine wirkliche Erholung und Entspannung bietet. Theater. Konzert und Vortrag sino die hauptsächlichsten Mittel zur zweckentsprechenden Verwendung des Feierabends. Sie vermitteln die Kulturwerte, die von den Großen unseres und verwandter Völker geschaffen sind. Neben der Inanspruchnahme der Veranstaltungen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" durch den einzelnen Volksgenossen steht der Erwerb einer bestimmten Zahl von Plätzen in den Theater= Konzert= oder Vortragsringen durch den Betrieb und die kostenlose weiter verbilligte Abgabe der Plätze an die Gefolgschaft. Wichtig ist die Mithilfe der Betrieve vei der Beschaffung von Fahrgelegenheiten zu den Veranstaltungen. Hier sei auf die Möglichkeit des Zusammenarbeitens mehrerer Betriebe hingewiesen. Die Betriebe im Gau Westfalen=Süd haben in dieser Richtung schon Vorbildliches geleistet. Es wird erwartet, daß die Mithilfe noch weiter ausgebaut wird und sich noch die abseitsstehenden Betriebe in diese Front einreihen. Urlaubsbeihilfen in der Sozialversicherung. In vielen Fällen gewähren Betriebsführer den Gefolgschaftsmitgliedern während des Urlaubs besondere Zuschüsse, auf die jedoch kein Rechtsanspruch besteht. Da solche Urlaubsbeihilfen in manchen Betrieben auch gewohnheitsmäßig gegeben werden, entstand die Frage, ob sie als Entgelt im Sinne der Sozialversicherung anzusehen sind. Das amt hat nun neuerdings zum Ausdruck gebracht, daß solche vertraglich nicht vorgesehenen Zuschüsse, die während des Urlaubs als Urlaubsbeihilfen gewährt werden, um eine volle Ausnutzung des Urlaubs zu sichern, die Vermutung für sich haben, daß sie keine Bezahlung für geleistete Arbeit sind. Vielmehr dürften sie eine reine Schenkung darstellen, durch die die Unternehmernehmer die betriebliche Verbundenheit zum Ausdruck bringen und die Erholung der weniger begüterten Arbeitskameraden fördern wollen. Derartige Urlaubsbeihilfen sind also, selbst wenn sie gewohnheitsmäßig gewährt werden, kein Entgelt im Sinne der Reichsbersicherungsordnung. Sie sind daher von den Sozialversicherungsbeiträgen befreit. Das Gleiche gilt auch für den Fall, daß der Betrieb einen Sonderurlaub für KdF.=Reisen erteilt und auch während dieses Urlaubs Lohn oder Gehalt werterzahlt. rin, die ein uneheliches Kind erwartet, aus diesem Grunde fristlos zu kündigen. In dem vorliegenden Falle handelte es sich darum, daß dem Beklagten nicht zugemutet werden konnte, die Klägerin weiter zu beschäftigen, weil sie schwanger ist, sondern vielmehr, weil die Klägerin bisher nicht feste Stellung gehabt hatte und die Beschäftigung während der Schwangerschaft zum Anlaß nahm. Gehalt ohne Gegenleistung zu beziehen. Die Klägerin hatte offen zugegeben, daß die es nicht nötig habe, zu arbeiten. Sie wollte also eine Stellung kurzfristig antreten, um sofort in den Genuß des Anspruches auf Fortzahlung des Gehaltes für 6 Wochen zu gelangen. Dieses Verhalten seitens der Flagerin müsse als verwerflich angesehen werden, dies umsomehr, als gerade der Beklagte bei der Einstellung zum Ausdruck gebracht hatte, daß er eine Verkäuferin suche, die seine kranke Frau im Geschäft ersetzen sollte. Die Klägerin habe den Beklagten arglistig getäuscht. Die Anfechtung des Arbeitsverhältnisses war mithin begründet. in harte Strafe genommen 6000 RM. Geldstrafe erhielt ein Betriebsführer. Die unzulässigen Abwerbungen und die Lohnsteigerungen haben solche Ausmaße angenommen. daß die verantwortlichen Staatsstellen, nachdem alle Hinweise und Ermahnungen unbeachtet geblieben sind, zu energischen Abwehrmaßnahmen schreiten mußten. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet, Hessen hat in seiner Anordnung zur Sichersteltung einer stetigen Lohnentwicklung vom 10. November 1938 das Anwerben von Gefolgschaftsmitgliedern, die in ungekündigtem Arbeitsverhältnis stehen, durch Anbieten besserer Lohn= und Arbeitsbedingungen verboten und mit Strafe bbrcht. Am 24. Februar 1939 hat nun das###rksschöffengericht Darmstadt eine grundsatziiche Entscheidung über die Abwerbung von Arbeitskräften getroffen. Angeklagt war der Betriebsführer einer Installationsfirma in Darmstadt, der in mehreren Fällen einer anderen Baufirma durch Anbieten besserer Lohn= und Arbeitsbevingungen zu sich übergezogen hatte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten auf Grund der angeführten Anordnung des Reichstreuhänders zu einer Geldstrafe von 6000.— RM. Von der Verhängung einer an sich ebenfalls vom Staatsanwalt beantragten Gesängnisstrafe wurde abgesehen, weil durch die Inhafnerung des Angeklagten die Existenz des Betriebes bedroht ist und damit die Arbeitsmöglichkeiten einer etwa 300 Mann starken Gefolgschaft gejährdet erscheinen. Leistungssteigerung in den suswestsalischen Veirirden Zur Monatsparole für die Vertrauensratsarbeit. Nach der Monatsparole für die Arbeit des Vertrauensrates im März soll durch Förderung der Schaffensfreude auch die Leistung gesteigert werden. Es liegt auf der Hand, daß bei der Verwirklichung dieses Zieles der Betriebssport eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat. Es ist verfehlt, die Aufgaben des Betriebssportes in der Züchtung von„Sportkanonen“ zu suchen. Der Betriebssport ist zunächst als Ausgleich für die meist einseitige Berufsarbeit gedacht; er soll die Gefolgschaft frisch und leistungsfähig erhalten und dazu beitragen, die Lebens= und Schaffensfreude zu steigern. Für den Betriebssport sollen besonders diejenigen gewonnen werden, die bisher noch keinen getrieben haben. Selbst Körperbehinderte sollen sich nicht ausschließen, da es beim Sport viele Möglichkeiten gibt, etwa vorhandene Gebrechen gebührend zu berücksichtigen. Schutz gegen Sportunfälle bietet der Erwerb der Jahressportkarte von KdF., in gewissem Umfange aber auch die gesetzliche Sozialversicherung, wenn es sich um betriebsgebundene Sportübungen handelt. Während größere Betriebe oft die Möglichkeit haben, eigene Sportanlagen zu schaffen, steht dem Sport im Klein= oder Kleinstbetrieb meist der Platzmangel hinderlich im Wege. doch läßt sich auch hier auf dem Wege einer Verständigung viel erreichen. Für Betriebe mit eigenen Sportplätzen erscheint es im Interesse der Sache erforderlich, daß sie den Platz der weniger glücklichen, insbesondere den Klein=Bstrieben, zur Verfügung stellen. Viele Gemer.den haben Sportplätze mehr öffentlichen Charakters, zu denen auch Liege= und Spielwiesen gehören. Anschluß an Betriebssportgemeinschaften größerer Werke oder Zusammenschluß benachbarter oder gleichartiger Betriebe zu einer Sportgemeinschaft unter Einschaltung der zuständigen KdF.=Dienststelle sichert oft auch den im Kleinbetrieb arbeitenden Volksgenossen den für den ausgleichenden Sport notwendigen Platz. Großes Gewicht muß auf die Erstellung von Badeanlagen im Freien gelegt werden. Dem Schwimmen, insbesondere der Jugend und Wehrfähigen, ist größte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Anstellung haupt= oder nebenamtlicher Betriebssportlehrer ist zu begrüßen. Der Betriebssportlehrer kann zugleich auch KdF.-Betriebssportwart sein, wenn er die Anforderungen der DAF. erfüllt und ordnungsgemäß zum DAF.=Betriebswalter berufen wird. Un allversicherung der Wochenendfahrten EN Die Rechtsprechung des eRichsversicherungsamtes geht dahin, daß der am Wochenenve zurückgelegte Weg eines Arbeiters, der am Orte seiner Beschäftigung lediglich eine Unterkunftsoder Schlafstelle hat, zu seiner auswärts gelegenen Familienwohnung als eigenwirtschaftlichen Zwecken dienend angesehen wird und somit nicht unter dem Unfallversicherungsschutz steht. Dieser Rechtsgrundsatz erleidet jedoch dann eine Ausnahme, wenn das Gefolgschaftsmitglied den Weg zur und von der Arbeitsstätte in einer geschlossenen Gruppe unter Aufsicht eines stellten des Betriebes zurücklegt. Durch diese vom Betrieb angeordnete und beaussichtigte Fahrt von und zur Arbeitsstätte untersteht das Gefolgschaftsmitglied noch der unmittelbaren Befehlsgewalt des Betriebsführers oder seines Beauftragten, sodaß es während der gemeinsamen Fahrt als noch im Dienst befindlich betrachwird. Unfälle, die sich auf derartigen Fahrten ereignen, gelten demnach als Betriebstzy, fälle. Hierbei spielt es keine Rolle, bug die Fahl. letzten Endes eigenwirtschaftlichen Zwecken dient. oder daß das Gefolgschaftsmitglied auch die Möglichkeit hat, das Wochenende im Lager bezw. in seiner Unterkunftsstelle zu verbringen. In diesem Sinne hat das Reichsversicherungsamt vor einiger Zeit Fall entschieden: Ein Gefolgschaftsmitglied war bei einem Hoch= und Tiefbauunternehmen als Vorarbeiter angestellt und auf einer etwa 80 tm entfernten Arbeitsstelle die Woche über beschäf; tigt. Der Vorarbeiter wurde regelmäßig„m. anderen bei der gleichen Firma angesteuter. und an der gleichen Arbeitsstelle beschäftigten Arbeitsstelle gefahren und am Sonnabendmitos vun Woher, Hei einer solchen Fahrt zur A. tdlch. Verschteeigen der Scheangerschaft bei der Einstellung. Das Arbeitsgericht Berlin hat sich in einem beschäftigt. Es würde der beutigen.. Gerätule Otttenanfteileene wibersbracher zostünfe. Urteil vom 19. Dezember 1938 Dortmund e Hansastraße 5 e Anruf: 35254, 35255 u, 35256 A At, ule Ahetntutte Seltsamer Tod Siegen. Auf seltsame Weise ist im benachbarten Eckmannshausen am Montagmittag der A Jahre alte Invalide Johannes Wagener ums Leben gekommen. Der alte Mann, der allein ein Haus bewohnte, hatte um 11 Uhr noch Einkäufe getätigt, sich dann zu Hause auf einen Stuhl gesetzt und war eingeschlafen. Dabei ist ihm die brennende Tabakpfeise auf den Schoß gefallen und hat seine Kleider in Brand gesetzt. Als ein Nachbar kurz nach 13 Uhr die Tür öffnete, konnte er wegen des undurchdringlichen Rauches das Zimmer nicht betreten. Erst als man ein Fenster geöffnet hatte, sah man den alten Mann, dessen Kleider noch zualmten, auf dem Stuhl sitzen. Der Tod war bereits durch Ersticken eingetreten. Oefteigerte Ansühe in Kom Auch am zweiten Messetag erhebliche Besuchersteigerung Köln. Nach dem außerordentlich lebhaften Verlauf des ersten Tages der Kölner Frühjahrsmesse wies auch am zweiten Tag die Zahl der Einkäufer im Vergleich zum Vorjahr eine erhebliche Steigerung auf. die bei den einzelnen Gruppen zwischen 30 und 35 v. H. lag. Bemerkenswert ist, daß in vermehrtem Umfange auch große Handelsunternehmen aus dem Reich zum Einkauf die Kölner Messe besuchten. Der Hauptbesucherkreis kam aus West= und Südwestdeutschland. Darüber hinaus stellten sich aber auch Einkäufer aus Berlin, Hamburg, München und anderen großen Verbrauchszentren ein. Der Andrang in allen Abteilungen hielt während des ganzen Tages an. Aus dem Ausland trat eine Reihe Einkäufer auf. die für den sich in einem der=1 Wohnbedarf tätigten am Montag vor allem die en tn einem der: Großeinkäufer und Einkaufsgenossenschaften, baufälligen Zustand, die in diesem Jahre in vermehrter Zahl große isei einschrei: Tagungen im Rahmen der Messe abhielten, ihre Bestellungen, die naturgemäß einen recht bedeutenden Umfang annahmen. Bei fast allen Ausstellern dieser Gruppen gingen, wie auch schon am ersten Tage, wesentlich mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Erneute Umsatzsteigerungen von 20 bis 30 v. H. waren keine Seltenheit, wobei zu berücksichtigen bleibt, daß schon die vorjährigen Messen hinsichtlich ihres geschäftlichen Ergebnisses als Rekord bezeichnet werden mußten. Die Steigerung der Umsätze stellte sich in Kunststoffartikeln auf etwa 30 v. H., in Glas=, Porzellan= und Keramikwaren auf etwa 30 bis 40 v. H., in Lampen auf etwa 20 v. H., in Schlössern und Werkzeugen auf etwa 30 bis 40 v. H. Ahnliche Erhöhungen in den Geschäftsabschlüssen wiesen auch alle andern Gruppen auf. Auf der Möbelmesse bevorzugten die Fachleute Werbeschaumodelle. In bemerkenswerter Zahl besuchten Einkäufer aus dem Reich die Wücherer festgenommen Ssuagrück, Ein„Hoaanbestzr, s#eg Lch„ihr verschiedene Haushaltungsgegenstände, Werkseine Wohnungen Mieten zahlen lietz, die nicht zeuge, Lampen und Möbel Aufnahmefähigkeit annähernd im Verhältnis zur Leistung stan= zeigten. den, wurde wegen Mietwuchers festgenommen] Auf der Messe für Haus= Küchen= und für und wird dem Schnellrichter zugeführt. Die### Mei fur Gaus=, Küchen= und für vermieteten Räume befanden arl verschmutzten und daß die Gesundhaits= und Baupolizei einschreiten Revision im Große=Wietseld=Prozeß verworfen Münster. Die Revision des Arztes Dr. Große=Wietfeld aus Rheine, der am 22. Oktober des vergangenen Jahres vom Schwurgericht Münster weien vollendeter Abtreibung in zwei Fällen und wegen versuchter Abtreibung in einem Falle zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, ist jetzt durch das Reichsgericht als unbegründet verworfen worden Das erstinstanzliche Urteil hat damit ersangt. oder Anfall? Rinteln. In einer der letzten Nächte hörten Passanten der Rintelner Weserbrücke Hilferufe eines anscheinend in der Weser ertrinkenden Mannes. Mehrere Personen, die von der Brücke zur Weser hinuntereilten, konnten aber keine Hilfe mehr bringen. Kurz vorher waren drei Männer beobachtet worden, als sie die Treppe zur Badeanstalt hinabstiegen. Die Polizei ermittelte, daß seit der fraglichen Nacht in einem benachbarten Reichsautobahnlager der 19jährige Wenzel Richter vermißt wurde und daß einen Tag später auch der 18jährige Wladimir Kornylow und der etwa 17jährige Otto Herreit aus dem Lager spurlos verschwanden. Alle drei waren zuletzt im Sudetengau wohnhaft, und es wird vermutet, daß Richter ernordet worden ist. Tüdlicher Verkehrsunfall Recklinghausen. Am Montagnachmittag wurde auf der Hülsstraße in Hüls ein 14jähriger Radfahrer von einem Bäckerlieferwagen angefahren und getötet. Die Schuldfrage bedarf noch der polizeilichen Klärung. Großfeuer auf einem Bauernhof— 16 Stück Vieh verbrannt Kleve. In Keeken entstand aus dem Gutshof dei Witwe van de Loo=Kemmling in den Mittagsstunden ein Großfeuer, dem die große Scheune zum Opfer fiel. In den Flammen kamen auch zehn wertvolle Zuchtsauen, fünf Kälber und ein Pferd um. Ferner verbrannten eine neue Dreschmaschine und andere wertvolle landwirtschaftliche Maschinen. Den Nachbarn und den Wehren von Keeken und Kleve gelang es jedoch, die Nebengebäude zu retten. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden. Ein eigenes Orchester der Klingenstadt Solingen. Im Zuge des Neuaufbaues des Solinger kulturellen Lebens beabsichtigt die Stadt Solingen ein eigenes Städtisches Orchester ins Leben zu rufen. Dieser Plan hat die ausdrückliche Billigung und Unterstützung der Kreisleitung Niederberg der NSDAP. und des Landeskulturwalters Düsseldorf gesunden. Die Tätigkeit des„Bergischen Landesorchesters Solingen=Remscheid" wird daher mit Ende dieser Spielzeit eingestellt, und an seine Stelle tritt für Solingen in der kommenden Winterspielzeit das Städtische Orchester Solingen. Der 190. Geburtstag Rheydt. Der älteste Bürger der Stadt Rheydt, Johann Schmitz, Essersweg 20, konnte am Montag, dem 20. März, seinen 100. Geburtstag begehen. Beistig und körperlich ist der Altersjubilar noch so rüstig, daß er sich jetzt schon darauf freut, mit dem Beginn des Frühlingswetters wieder seine geliebte Gartenarbeit aufnehmen zu können. Schneestürme über der Eisel und dem Bergischen Land Köln. In der Nacht zum Dienstag setzten über der Eifel und dem Bergischen Land außerordentlich starke Schneestürme ein, die am Dienstagmittag noch unvermindert anhielten. Durch starke Verwehungen ist der Verkehr allenthalben sehr behindert. Verschiedene Straßenstrecken waren zeitweilig unpassierbar und auch selbst dort, wo die Schneepflüge eingesetzt waren, war es kaum möglich, die Straßen freizuhalten, da es immer wieder zu neuen Verwebungen kam. Möbelmesse, um sich über die zur Ausstellung stehenden Modelle zu unterrichten, wobei die Möbel=Sonderschau„Deutscher Hausrat" des Tischlerhandwerks wieder besondere Beachtung fand. Der Anteil der Umsätze in WerbeschauModellen im Vergleich zu den gesamten Abschlüssen auf der Kölner Möbelmesse erfuhr eine weitere Erhöhung und übertraf vielfach die Erwartungen der Aussteller. Ein Beweis dafür, daß die Bestrebungen zur Hebung der Wohnkultur einen Erfolg erkennen lassen. Insgesamt verzeichnete die Möbelmesse erhebliche Umsatzsteigerungen. Zahlreiche große Unternehmen der Küchenmöbel=Industrie buchten dreimal so viele Aufträge wie im Vorjahr. Auch in Speiseund Wohnzimmern und in Einzelmöbeln wurden die Auftragszahlen des Vorjahres weit übertroffen. Die Textilgruppe schloß am zweiten Tage gleichfalls befriedigend ab. Einheitlich bezeichneten die Aussteller das Geschäft als sehr gut. Im Vordergrund der Nachfrage standen alle Textilartikel für die Sommermonate. Die Einkäufer kamen aus dem ganzen west= und südwestdeutschen Bezirk. Ebenso schlossen das Kunsthandwerk und Kunstgewerbe sowie die zahlreichen Sondergruppen günstig ab. Einen guten Besuch wiesen auch die Abteilungen des Auslandes auf. Gelegentlich der Kölner Frühjahrsmesse fand in Köln eine Veranstaltung der Unterabteilung Groß=, Ein= und Ausfuhrhandel der Wirtschaftskammer Köln statt. Der Leiter der UnSchütze dein Eigentum vor Langfingern! Bei wievielen Diebstählen leisten gedankenlose und unvorsichtige Personen geradezu Handlangerdienste! Oft genug kommt es vor, daß Familien und einzelne Personen in ihrer Sorglosigkeit so weit gehen, die Türe zur Wohnung, wenn sie sie zu Besorgungen verlassen, zwar einklinken, aber nicht verschließen. Auf das schärfste zu verurteilen ist es auch, den Wohnungsschlüssel unter die Fußmatte zu legen oder ihn an einen Nagel in einer versteckten Nische zu häugen, um abwesenden Familienmitgliedern den Zutritt zu ermöglichen. Mit derartigen„Verstecken“ sind die Diebe derart vertraut, daß man sich nicht zu verwundern braucht, wenn der Wohnungsinhaber nach seiner Rückkehr unliebsam überrascht wird von den Spuren eines inzwischen erfolgten unbefugten Besuches. Aber abgesehen davon sollte man sich auch stets vergegenwärtigen, daß selbst verschlossene gewöhnliche Schlösser dem gewiegten Einbrecher kein Hindernis bieten. Deshalb sind unbedingt Sicherheitsschlösser oder noch besser Kunstschlösser an den Flur= und Haustüren anzubringen." Eine andere Nachlässigkeit ist das sorglose Offenlassen von Fenstern in Erdgeschoßwohnungen und Mansarden. Denn damit ist ebenfalls den Dieben eine gute Gelegenheit gegeben, ohne viel Mühe in die Wohnung zu gelangen. Sodann kann man immer wieder feststellen, daß Hausfrauen ihr Haushaltsgeld in eine offene Tischschublade oder den Küchenschrank legen. Da kann es nun leicht vorkommen, daß terabteilung der Wirtschaftskammer Köln, Hans] lichtscheue Elemente, die scheinbar Waren zum Hünemeyer. begrüßte zu Beginn der Tagung Kauf anbieten oder mit anderen Anlässen und die zahlreich erschienenen Obleute, Betriebsführer und Gäste aus Wirtschaftsorganisationen und DAF. Der Geschäftsführer der Unterabteilung, Dr. Krahe, gab sodann einen umfassenden Ueberblick über die Arbeit des vergangenen Jahres. Er betonte eingangs, daß im Rheinland im letzten Jahr eine sprunghafte Entwicklung eingesetzt habe, die manchmal recht schwierige Probleme aufgeworfen habe. Selugerung eheintscher Festungen Vor 125 Jahren die letzte Belagerung einer rheinischen In diesen Monaten sind 125 Jahre verflossen seit der letzten Belagerung rheinischer Festungen, zugleich auch 125 Jahre, seitdem das Rheinland zum letzten Male den Schauplatz von Kriegshandlungen bildete, deren es bis dahin als übergenug durchkosten mußte. Im Schlußabschnitt des eriten Freiheitskrieges hatten die verbündeten preußischen, österreichischen und russischen Truppen in den ersten Wochen des Jahres 1814 ihre siegreichen Fahnen über den Rhein nach Frankreich hineingetragen. In ihrem raschen Siegeszug hatten sie sich mit der Belagerung der mittel= und norddeutschen Festungen, in denen sich die Franzosen festgesetzt hatten, nicht aufgehalten, sondern sich darauf beschränkt, Einschließungstruppen um die einzelnen Festungen zu legen, während die Heere selbst ihren Vormarsch fortsetzten. Diese Art der Kriegführung wandten sie auch auf dem linken Rheinufer an. und so kam es, daß einige rheinische Festungen wie Wesel und Jülich erst in die Hände der Verbündeten gelangten, nachdem diese schon längst am 31. März 1814 ihren Einzug in Paris gehalten hatten. Kurz nachdem der französische General Sebastiani mit seinen Truppen die alte Festung Jülich, zu deren Verteidigung er 5000 Mann zurückließ, verlassen hatte trafen am 18 Januar die Vortruppen der verbündeten Armeen ein, und zwar Kosaken, wie üverhaupt in der nördlichen Rheinvrovinz die russischen Truppen die Vorhut bildeten. Die nun beginnende Belagerung der Stadt Jülich, deren Garnison zum größten Teil zu zehn oder zwanzig Mann in den Bürgerhäusern untergel racht war und damit die Drangsal der Bevölkerung noch vermehrte, bestand zunächst mehr aus einer Einschließung der Stadt. Erst nachdem am 17. Febr. das berühmte Lützowsche Freikorps vor Jülich eingetroffen war, begann in der Nacht zum 24. Februar die Beschießung der Stadt, deren Wiederholung während der nächsten Wochen mancherlei Schäden verursachte, so daß schließlich kaum ein Haus unversehrt blieb. Mit oer wachsenden Lebensmittelknappheit begann der französische Festungsgouverneur die Kinder und Frauen aus der Stadt abzuschieben, vergaß aber dabei nicht die Erpressung erheblicher Kontributionsbeträge von den geplagten Einwohnern. Trotz der Lebensmittelknappheit, die die Preise ins Ungeheure hinauftrieb lein Pfund Kaffee oder Zucker kostete zuletzt neun Reichstaler!), lehnten die Franzosen die Uebergabe der Festung hartnäckig ab und erst nach langen Verhandlungen und Rückfragen bei der neuen Regierung in Paris öffneten sich am 29. April wieder die Tore der Festung, nachdem die Bevölkerung sich schon 14 Tage vorher wieder von außerhalb mit Lebensmitteln hatte versorgen können. Am nächsten Tage veranstaltete die französische Garnison eine große Huldigungsfeier für den neuen französischen König Ludwig XVIII., bevor sie dann einige Tage später nach Belgien abzog. Damit war der Franzosenspuk am Rhein nach fast zwei Jahrzehnten endlich beendet. Seitdem ist das Rheinland, zum erstenmal im letzten Jahrtausend, nicht mehr Kriegsgebiet gewesen. Nun ist seine Westgrenze von einem unüberwindlichen Befestigungssystem geschützt. Dieses gigantische Werk wird immer das Rheinland davor bewahren, daß es, wie so oft in seiner Geschichte, auf seinem Boden einen Krieg sehen wird. Kind trank Essigessen; Ausreden günstige Gelegenheiten zu dunklen Geschäften suchen, in einem unbewachten Augenblick derartige„Verstecke“ aufspüren und das Geld an sich nehmen. Unvorsichtig ist es auch, wenn ein Geschäftsmann einem überalterten Geldschrank hohe Geldbeträge anvertraut oder bei einem modernen Tresor nur eines der Schlösser abschließt und vielleicht noch den Schlüssel stecken läßt. Wer die Kassenschlüssel über Nacht, statt sie an sich zu nehmen, in einer verschlossenen oder gar unverschlossenen Schreibtischlade aufbewahrt, darf des„Dankes“ der Einbrecher sicher sein. Häufig ist es vorgekommen, daß sogar Juweliere bei der Kundenbedienung bestohlen wurden, wenn der Verkäufer für kurze Zeit ins Nebenzimmer ging, ohne eine zweite Person im Laden zur Beaussichtigung zur Verfügung zu haben. Leichtfertig handelt auch ein Radfahrer, wenn er sein Rad ungesichert auf der Straße, in einem Hof oder Hausflur stehen läßt, oder ein Autobesitzer, der seinen Wagen stundenlang unbeaufsichtigt parken läßt Mannigfach sind die Gelegenheiten, die zu Diebstählen geradezu reizen. Und manche Einbrüche und Diebstähle könnten verhindert werden, wenn jeder die erforderliche Wachsamkeit und Vorsicht nicht unterlassen würde. Was ist Wilddiebstahl? Wer überfahrenes, totes oder krankes Wild Wirges. Eine Frau wollte aus Essigessenz s sich aneignet, um es selbst zu verwerten, macht Essig bereiten und füllte zu diesem Zweck et= sich des Wilddiebstahls schuldig. Findet z. B. was Essenz in eine größere Flasche. Während jemand einen vom Auto überfahrenen Hasen sie die Essenzflasche wieder an einen sicheren auf der Landstraße oder tote Rebhühner und Ort brachte, ergriff ihr dreijähriger Junge dergleichen, die in den Leitungsdrähten verunvom Küchentisch die größere Essigflasche und trank von dem gefährlichen Inhalr. Das Kind wurde sofort in das Dernbacher Krankenhaus gebracht, hatte aber so schwere innere Verbrennungen davongetragen, daß es schon bald nach der Einlieferung starb. Gefängnis für Wilderer und Schlingensteller glückten und nimmt dieses„sagdbare Wild“ zur Selbstverwertung mit nach Hause, so macht er sich dadurch strafbar, denn er verstößt gegen das Reichsjagdgesetz§ 1 Absatz 3, worin es unter anderem ausdrücklich heißt:„Wer an Orten, an denen er zur Jagdausübung nicht berechtigt ist. Besitz oder Gewahrsam an lebendem oder verendetem Wild erlangt, hat dies Koblenz. Zwei junge Männer aus dem unverzüglich der Ortspolizeibehörde abzulieKreise Ahrweiler trieben sich in auffälliger l fern oder anzuzeigen.“ Dadurch ist ganz Weise in einem dortigen Jagdrevier herum deutig betont, daß niemand anders als der und wurden längere Zeit von dem Revierför= Jagdberechtigte Anspruch auf dieses Wild hat. ster beobachtet. Es wurden eine Anzahl Schlin= Weiter heißt es:„Die Ortspolizeibehörde hat gen gefunden und als eines Tages mehrere diese Sachen(also in diesem Falle das gefunSchüsse fielen, wurde das Revier umkreist und! dene Wild) dem am Fundort Jagdberechtigten die beiden Wilderer wurden gestellt. Ein Sack unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Ist diemit gewilderten Kaninchen wurde in ihrem ser nicht festzustellen, so sind die Funde wohlBesitz gefunden. Die Schlingensteller wurden tätigen Zwecken zuzuführen" usw.— Abgesehen in sechs bezw. drei Monaten Gefängnis ver= von der strafbaren Tierschinderei, die gelegenturteilt. Neue Jugendherberge in Bingerbrück Bingerbrück. Gegenüber dem Niederwalddenkmal, mit dem Blick auf den Mäuseturm, auf die Ruine Ehrenfels und Burg Rheinstein. lich von verantwortungslosen Autofahrern ausgeübt wird, um das im Scheinwerferlicht fortflüchtende geblendete Wild in rohester Weise absichtlich zu überfahren, macht sich zu ä spiel der Kraftwagenführer des Wilddiebstahls auf die Ruine Ehrenfels und Burg Rheinstein,s schuldig, wenn er sich ein überfahrenes oder ein wurde jetzt die Jugendherberge Elisenhof in zufällig gefundenes Stück Wild gneign Bingerbrück ihrer Bestimmung übergeben. Die I dann nicht anmeldet. In der Tagespresse Jugendherberge, die auf halber Höhe über dem l u. a. kürzlich berichtet, daß ein derartiger## 12 F., g, mit zwei Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Bei überfahrenem Reh= oder sonstigem Schalenwild besteht ohnehin eine Anmeldepflicht und zwar schon deshalb, damit eventl. ange fahrenes, leidendes Wild von seinen baldigst erlöst wird und das Wildpret nicht nutzlos verludert, sondern wohltätigen Zwecke zugeführt werden kann. Bei Hasen und sot stigem Kleinwild besteht eine unverzügliche Anmeldepflicht mit dem Augenblick, wo der Finder das betreffende Wild in Gewahrsam nimmt. Auch das Aneignen von (Rehlitzen, Junghasen), ferner Wildgeflügel eiern, jungen Raubvögeln und dergl. mehr wird als Wilddiebstahl künftig rücksichtslos#### straft. ört liegt, ist vorläufig mit 160 Betten ausgestattet, die in Einzelräumen, in einer Zahl von acht bis zehn je Raum, aufgestellt sind. Die Herberge, von Weinbergen und Wald umgeben, erweckt vom Rhein aus den Eindruck eines gediegenen großen Landsitzes. Grausamer Kindesmord— Zwei Mädchen verhaftet Saarburg. Festgenommen und dem Richter vorgeführt wurden ein 28jähriges Madchen und seine 20jährige Schwester. Das ältere vorgeführt wurden ein 28jähriges Mädchen das die jüngere bald nach der Geburt ertränkte. Die Leiche hatte es im Garten vergraben. Hetze auß dem Weißen Haus Amerikas Presse und Rundfunk ist jetzt * eine hochwillkommene Periode gekomeo, sie das Vol. durch dicke SchlagWes, oder Bulletins in Erregung setzen können. Teils absichtlich, teils ans esamesucht unterstützen„sie dadurch Foose. veits Plan, das amerikanische Volk„#### mobilisieren“. Roosevelt weiß, oag## Amerika nicht dazu bewegen kann, Soldaten Europa zu senden, aber er will England 5 Frankreich die feste Zusage geben köndaß sie, falls sie endlich gegen Deutschland Feld ziehen, auf die gewaltigen Reserpen Amerikas zurückgreifen und hier Kriegsmaterial, Flugzeugen, kriegswichtigen Robstoffen und Fertigwaren jeder Art alles beziehen können, was sie benötigen. Deswegen hat Senator Pittman seine #envelle zum Neutralitätsgesetz eingebracht gewährt Roosevelt nicht das Recht, zwischen reifer und Opfer zu unterscheiden, weil evelt weiß, daß das Parlament ihm diese ###macht nie geben würde, aber sie gibt die nsfuhr im Kriegsfall frei, und das iu gewaltiger Schritt auf dem Wege hiesiger anwer Hilfe gegen Deutschland, dem man die Eroverung ganz Mittel= und Sudeuropas mit unabsehbaren, zunächst wirtschaftlichen, dann politischen Folgen für Ibero=Amerika als Ziel weder Deutschland den Krieg erklären kann, noch Beziehungen von sich aus ibzubrechen wagt, so bleiben ihm nur drei Wege zur Kundmachung seiner Einstellung I. Waffenhilfe an England und Frankreich durch Aenderung des Neutralitätsg2. Drosselung der deutschen Ausfuhr nach Amerika durch Zuschlagzölle. 3. Mobilisierung der öffentlichen Meinung durch scharfe Reden, Erklärungen, Daher glaubte die Presse schon übers Wochenende den Inhalt einer amerikanischen Note an Deutschland voraussagen zu können, obwohl sie Dienstag früh noch nicht endgültig formuliert war, und die National Broadcasting eigene Leitungen und Mikrophone aufstellen, um direkt aus dem Staatsdepartement Bulletins senden zu können und dadurch die Hörer an sich zu sesseln und sie von Programmen anderer Rundfunksender fernzuhalWie gefährlich diese Art Verbreitung ausgeregt in den Aether trompeteter und sensationell aufgemachter angeblicher Nachrichten ist, hat sich bei der Hysterie über das Marsprogramm seinerzeit gezeigt, und es ist sehr bedauerlich, daß Vizeminister Welles die Erlaubnis zur Aufstellung der Sender in einem Augenhlich gab, wo die Erhaltung kühlen, sachlicen Arteils für Amerika wichtiger denn je sein sollte. Die bekannten Kriegshetzer Pearson und Allen behaupten auf Grund einer aus dem Weißen Haus stammenden„Information“, daß Deutschland und Italien nunmehr Frankreich in die Zange nehmen dürften und Elsaß=Lothringen verlangen werde. Seltsam berührt in dieser Zeit, wo hier künstlich in Hysterie gemacht wird, daß Außenminister Hull, der gar nicht krank ist, sondern sich nur eine Woche erholen wollte, immer noch nicht auf seinen Posten zurückgekehrt ist und vie Außenpolitik Roosevelts Welles überläßt. Man sagt, daß er gegen den Wirtschaftskrieg ist, den Roosevelt gegen Deutschland in Lateinamerika durch Kredite und in Nordamerika durch Zuschlagzölle führen will, und wohl deswegen bleibt er Washington fern. London in Holland Neutralitätspolitik geradezu eine Lebensnotwendigkeit Amsterdam, 2I. März. Der Pressechef der niederländischen Regierung, Lievegoed. unterstrich heute erneut den holländischen Neutralitätsstandpunkt. Holland, so erklärte er, werde an seiner Neutralitätspolitik festhalten. In Regierungskreisen erachte man im übrigen diesen Grundsatz der holländischen Außenpolitik für so selbstverständlich, daß man davon absehe, ihn noch einmal öffentlich herauszustellen. Die Neutralitätspolitik sei geradezu eine Lebensnotwendigkeit für Holland und diese Einstellung müsse auch in London und Paris bekannt sein. Abschließend erklärte der Pressechef, daß der holländischen Selbständigkeit keinerlei Gefahr drohe. Deutschland stets korrekt London, 21. März. Das Unterhaus befaßte sich am Montag in zweiter Lesung mit den Voranschlägen für den Marinehaushalt. Dabei kam der konservative Abgeordnete Roß auf das deutsch=englische Flottenabkommen zu sprechen. Er betonte, daß es seiner Ansicht nach göglich gewesen wäre, auch in der Frage eines Luft= und Landheer=Vertrages in gleichem Leiste Deutschland entgegenzukommen, wie man vies in der Flottenfrage im Jahre 1935 getan habe, und er sei überzeugt, daß heute die Lage kann anders aussehen würde. Unterstaatssekretär Shakespeare schloß die Aussprache ab und kam dabei auch auf die brage des deutsch=englischen Flottenabkommens in sprechen. Dieser Vertrag, so erklärte er, habe sich als ein stabilisierender Faktor in der Aufkustung zur See erwiesen. Er sei sowohl Deutschland als auch England in gleicher Weise zugute gekommen, und er wolle vor ellem mit Nachdruck betonen, daß der Vertrag nicht nur von englischer, sondern auch von „cher Seite genauestens eingehalven worden sei. In Prag herrscht Prag, 21. Jucat. In einem Bericht über die senen Verhältnisse in Prag und über das Leern in ver tschezzischen Provinz betont der Becer“, dat überall Ruhe und Ordnung eerriche und gearbeitet wird. Das tschechische Suludiere=Sererenungeniitschine tauft Militärische Maßnahmen im Vordergrund Paris, 21. März. Die Verordnungsmaschine Daladiers ist angekurbelt. Sofort im Anschluß an den Ministerrat ist eine Anzahl von weitreichen den Dekreten bekanntgeworden. Die wichtigsten, die sich direkt auf die Aufrüstung beziehen, sind vorläufig nur nach ihrer Nomenklatur bekannt, werden aber in ihrem Wortlaut nicht vollständig veröffentlicht werden. Die bisherigen offiziellen Andeutungen lassen aber bereits hinreichend den großen Umfang der militärischen und rüstungsindustriellen Pläne ahnen, von denen die Regierung strikte verschweigt, wann und in welcher Form sie im einzelnen ausgeführt werden. Im amtlichen Gesetzblatt werden eine Reihe von Notverordnungen veröffentlicht. Danach ist eine Heraufsetzung der Zahl der aktiven Offiziere auf 31060 für das Jahr 1939 vorgesehen. Der Unteroffizierbestand wird um 2500 Mann erhöht, sowie die Schaffung eines Goum, eines irregulären Eingeborenen=Truppenteils in Nordafrika verordnet. Der Befehlshaber des 10 Wehrkreises wird gleichzeitig Militärgouverneur von Straßburg. Die Regierung kann, um zu jeder Zeit über die für die Verteidigung des Landes erforderlichen Effektiven zu verfügen, beschließen, zeitweise den Teil des Jahrganges, der seine aktive Wehrpflicht beendet hat, unter den Fahnen zu behalten. Sie kann ebenfalls unter die Wafsen berufen und vorübergehend unter den Waffen behalten über ihre reglementärische Dienstzeit hinaus die„Disponibilität“ und der Reserven(Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften). Eine besondere Notverordnung regelt die Beschleunigung der Waffenberstellung und sieht die Priorität für die Kriegsmaterialherstellung vor anderen Erzeugnissen vor. Von der Priorität werde nur im Falle dringender Notwendigkeit Gebrauch gemacht werden. Die Zahl der Arbeitsstunden in den für die Landesverteidigung arbeitenden Betrieben werden bis zum 30. November 1939 auf 60 Stunden, soweit es nötig ist, festgesetzt. Die Durchführung von Arbeitsstunden über 60 Wochenstunden hinaus kann von dem Arbeitsminister und dem zuständigen Minister genehmigt werden. Eine Heraufsetzung der Zahl der Militäringenieure für die Waffenherstellung ist von 185 auf 270 Eine weitere Notverordnung betrifft die Schaffung einer Direktion für die Kriegsmaterialerzeugung bei dem General: sekretariat des Landesverteidigungsminnste: riums, da, wie es in der Begründung heißt, das bisher bestehende interministerielle Komitee, das beauftragt war, die Kriegsmaterialherstellung zu intensivieren, unter den gegenwärtigen Umständen nicht ausreiche. Ferner ist es unter Strafe ab 22. März 1939 verboten, Informationen jeder Art über die französische Wehrmacht zu verbreiten, zu veröffentlichen oder wiederzugeben, die nicht von der Regierung veröffentlicht worden verschwommen. In diplomatischen Kreisen erweckte sie den Eindruck, daß Halifax mehr auf die moralische Wirkung einer Entrüstungsgeste, als auf konkrete Maßnahmen gelegt habe. Es fiel allgemein auf, daß Lord Halifax einer schärferen Präzisierung der nun von der Regierung tatsächlich angestrebten Ziele und der hierzu verwandten Methoden aus dem Wege ging. Volk sehe, daß im öffentlichen und im Wirtschaftsleben keine Störungen eingetreten sind. In kurzer Zeit würde man von einem ganz normalen Leben sprechen können. Die Einkäufe von Vorräten wären ebenso verschwunden, wie die Menschenansammlungen vor den Geldinstituten. Alle Verfügungen der reichsdeutschen Behörden erfolgten aus der Absicht, jene Ordnung herzustellen, durch die sich das Deutsche Reich vor allen anderen auszeichne. im Generalstreik Französische Militärbehörden verhaften syrische Führer Damaskus, 21. März. Die französischen Militärbehörden von Damaskus verhafteten fünf bekannte Führer des syrischen Nationalblockes, der größten nationalen Bewegung Syriens. Unter den Verhafteten besinden sich auch der Vorsitzende des Palesverteidigungsausschusses, Nabih Aime, in dessen Handen größtenteils die Unterstützung der arabischen Freiheitsbewegung in Palästina liegt. Gleichzeitig übernahm die französische Militärbehörde die syrische Polizeidirektion. Damaskus befindet sich jetzt völlig im GeneralDie auf französische Anregung eingesetzte sprische Kommission, die sich mit der Prüfung der Frage nach der Stellung der einzelnen Religionsgemeinschaften beschäftigen sollte, lehnte die in der französischen Verwaltung erlassene und inzwischen bereits zurückgestellte Verordnung einstimmig ab. Gewaltige Steigerung der tschechischen Produktion Prag, 21. März. In dem gleichen Augenblick, wo französische und englische Blätter die Lage und die Zukunft Böhmens und Mährens das Blaue vom Himmel herunterlügen, stellt die tschechische Presse sachlich fest, Haß. au der Angliederung nur wirtschaftliche Vorkeile So schreibt der„A=Zet“, die und landwirtschaftliche Produktion exweitere ihr früheres Absatzgebiet um das 1###uche. Dies bedeute praktisch, daß viele Zweige der Industrie und auch der Landwirtschaft wieder voll arbeiten werden. Tus Eial. spricht weiter die Hoffnung aus, daß durch die A gliederung an das Reich neue Grundlagen für die Sozialpolitik in Böhmen und Mähren geschaffen werden. Reich seinen Agrarüberschuß abgenommen hätte, während beispielsweise Frankreich von Jugoslawien als Sanktionsbeihilfe ganze sechzehn Pferde abnahm. Der italienischjugoslawische Handel, der damals für Jugoslawien von größter Bedeutung war, wurde durch den Genfer Unsinn auf Jahre hinaus gelähmt. In Jugoslawien hat man das nicht vergessen noch weniger aber dürfte man nach allgemeiner Ansicht hier bereit sein. Blutopfer für fremde Interessen zu bringen, denn Jugoslawien fühlt sich durch Deutschland nicht bedroht und hält sich auch für zu gut, wieder zu einer bloßen Figur im politischen Schachspiel der westlichen Demokratien herabzusinken. Eine maßgebende jugoslawische Persönlichkeit faßte den Eindruck über die britische Frage nach einer deutschfeindlichen Mitwirkung in die Feststellung zusammen, daß eine solche Fragestellung überhaupt von Grund auf deDie Auslassungen der Deutschen tisch=Politischen Korrespondenz über die deutschfeindlichen Lügenmanöver werden von den jugeslawischen Blättern auf der ersten Seite und in besonderer Aufmachung veröffentlicht. In Ueberschriften und Unterriteln beben die Blätter den Satz hervoc, daß das Deutsche Reich ein starkes und unabhängiges Jugoslawien für ein Element der Stabilität in Europa halte und daß Reich keine separatistischen Tendenzen mn InIn maßgebenden politischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt wurden diese deutschen Ausführungen mit größter Befriedigung zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig betont man, daß man nie an der ehrlichen Freundschaft Deutschlands gezweifelt have und den böswilligen Gerüchtemachern bereits von sich aus entgegengetreten sei. Immerhin sei es gut, daß noch einmal in aller Offenheit und Oeffentlichkeit gesagt wurde, wie die Dinge wirklich stehen. Frankreich ist wortbrüchig! Entrüstung in Nationalspanien wegen der Pariser doppelgesichtigen Politik Deplacierte Fragen in Belgrad Belgrad, 21. März. An hiesiger englischer Stelle wird abgestritten, daß an die jugoslawische Regierung die formelle Frage gestellt worden sei, wie sich Jugoslawien im Falle Leiner neuen deutschen Aggression verhalten würde. Man bestreitet jedoch nicht, daß in Gesprächen dieses Problem vielleicht rührt worden sei. Selbst in anglophilen Kreisen ist man aber der Ansicht, daß Jugosla wien ungeachtet aller Versprechungen. Lokkungen oder Drohungen energisch seinen Standpunkt der unbedingten Neutra lität wahren und sich freiwillig nie zu einer deutschfeindlichen Politik hergeben werde. In führenden politischen jugoslawischen Kreisen bemerkt man noch weiter, daß Jugoslawien und früher Serbien am eigenen Leibe genugsam verspürt hätten, was es heiße, sich auf Hilfsversprechen von Großmächten zu verlassen. Man braucht auch nicht in die Zeit der serbischen Freiheitskriege zurückzugehen. wo das ferbische Volk von gewissen Gggghäch, ten in schamlosester Weise fr 1/ gan grauche Zwecke ausgespielt worden sei. mun ernucht auch nicht die frischen Weltkriegserinnerungen heraufzubeschwören, wo Serbien mit versprechen hingehalten worden sei. Es genüge, sich an die Zeit der Santtionen gegen Italien zu erinnern, wo Ingoslawien wirtschaftlich zugrunde gegangen wäre, wenn ihm damals nicht das Deutsche Burgos, 21. März. In politischen Kreisen Nationalspaniens herrscht größte Verwunderung über die doppelgesichtige Haltung der französischen Regierung, die im gleichen Zeitpunkt, da sie normale diplomatische Beziehungen anknüpft, es darauf abgesehen zu haben scheine, Spanien zu brüskieren. Go weigere sich Frankreich mit schäbigen Ausflüchten, die in Bizerta internierte rotspanische Kriegsflotte an den rechtmäßigen Besitzer, General Frmnco. an23 gee 18000 Lastwagen, die von den roten Milzen nach Frankerich gaut gran, Hgschen seien, würden jedt Setorppg.rden gi. Bi## Heer verwendet. Drittens wurden die Prenbeiden, die die geflohenen toch, daß etzmeldungen über Nationalspanien verbreite. Aue bese ot,zwpisihen, Spanten und net, die Beziehungen.-panien und Frankreich zu verbessern. Filme verbrannt Ein Toter, drei Schwerverletzte Paris, 21. März. Im Aus aller Welt Ellen will nur Pyjamas tragen! Begleitet von einer Polizeiabteilung wurde in diesen Tagen die Amerikanerin Ellen Holmsen an die Washington=Brücke geführt, die von Newyork nach New Jersey hinüberreicht. Ihr wurde angedeutet, man wolle sie in Newyork nicht wiedersehen, bis sie sich entschlossen habe, anständige Kleider zu tragen. Ellen Holmsen hat nämlich eine fixe Idee bekommen nachdem sie anfangs als Gattin eines Attachés und Stieftochter eines amerikanischen Botschafters in der Gesellschaft eine große Rolle spielte. Auf einmal will sie keine Stühle mehr in Wohnräumen dulden, sondern sitzt nur noch aus dem Boden. Ferner trägt sie nichts anderes mehr als Pyjamas mit kurzen Hosen und Sandalen. Schon bei der Durchführung ihrer Scheidung in Reno im Jahre 1931 wurde sie von dem Gerichtspräsidenten aus dem Saale gewiesen, mit der Bemerkung, bei Gericht müsse man angezogen erscheinen und nicht im Bettkostüm. Das Königspaar möchte die Fünflinge sehen Das englische Königspaar hat den Fünflingen eine Einladung zugeleitet, sich in Toronto kurz nach der Ankunft des Königspaares einzufinden. Die kanadische Bahngesellschaft ist bereit, besonders desinfizierte Wagen für den Transport der Fünflinge zur Verfügung zu stellen, damit den Kindern unterwegs nur ja nichts passiert. Aber trotz dieser Offerten hat Dionne, der Vater der Fünflinge, vorlaufig verlauten lassen, daß er das Risiko einer Fahrt nach Toronto nicht auf sich nehmen könne. Zwei Einbrecher mit Riesenappetit Im ganzen Gebiet von Windsor sind in den letzten Wochen Einbrüche merkwürdiger Art verübt wordend. Die Tater haben sich niemals an Wertsachen vergriffen, sondern nur alles ausgetrunken und leer gegessen, was sie in den Schüsseln und Speisekammern fanden. Dabei entwickelten sie für zwei Personen einen geradezu übermenschlichen Appetit. Gefängnisdirektor heiratet weiblichen Sträfling.„ Vor mehreren Monaten wurde in Bosron in der Staatsstrafanstalt die„blonde Mary“ eingeliefert, die in der Unterwelt von Boston den Spitznamen„Ginger Mary“ führt. Sie hatte verschiedene Ueberfälle an der Spitze einer Bande ausgeführt. Aber im Gefängnis führte sich Mary so ausgezeichnet, daß man iyr alle Corteile einer gebesserten Gefangenen zuteil werden lassen konnte. Nun fand in dem Gefängnis(wie dies in Amerika üblich ist) ein Ball statt. Bei dieser Gelegenheit lernte der Gefängnisdirektor die schöne Mary kennen. Er fand sie so entzückend und so erheblich gebessert, daß er sich entschloß, bei„Ginger Mary" um ihre Hand anzuhalten. Mary hat nicht nein gesagt. Schwimmende Hotels gegen die Prohibition Die Regierung vom Bombay hat sich entschlossen, die Prohibition vom 1. August 1939 auf den 1. April 1940 zu verschiehen. Man kam zu diesem Entschluß, weir sonn eine zu starke Belastung des Arbeitsmarktes entstehen würde, da viele Arbeiter und Angestellte durch die indische Prohibition frei werden. Uebrigens sind von verschiedenen Seiten Vorbereitungen getroffen worden, um außerhalb der Drei=Meilen=Zone vor Bombay sogenannte schwimmende Hotels einzurichten, die ganz nach amerikanischem Muster aus der Prohihitionszeit der USA arbeiten und diejenigen mit starken Getränken versorgen, die es nicht lassen können. Gamaschen erleben ihre Auferstehung. Vor einigen Jahren wurden die Gamaschen in England durch den Prinzen von Wales berühmt. Dann aber verloren die Gamaschen ihre Beliebtheit, als er eines Tages ohne diese Fußbekleidung auf einer Veranstaltung erschien. Man fand übrigens am nächsten Tage in dem Park, wo die Veranstaltung stattfand Dutzende von Gamaschen, von Engländern, die sich der„neuen Mode“ auf dem schnellsten Wege angepaßt hatten. Nun erleben die Gamaschen ihre„Auferstehung". Der neue spanische schafter in London, Herzog von Alba, hat nämlich bei den verschiedenen Empfängen, die er in den letzten Tagen gab, Gamaschen getragen. Dieser Herzog von Alba ist ein äußers eleganter Mann, dem man einen besonders guten Geschmack in Dingen der Mode nachWieviel Farben werden kennt in der Farbenlehre heute 2000 verschiedene Farben, von denen jede eine Spezialbezeichnung hat. Nun aber geht man auf anlassung der Drogenhändler und Apotheker dazu über, eine Vereinfachung durchzuführen. Man strebt eine Konzentrierung auf 320 Farbenangaben an, wobei dann den einzelnen Farben„Charakterbenennungen zugefügt werden sollen. Diese Charaktervenennungen würden etwa lauten: stark, schwach, hell, dunkel bleich, leuchtend usw. Die Grundlage für di Aufstellung der 320 verschiedenen Farben bildet die alte Spektral=Analyse, wonach die Farben auf der einen Seite mit Rot beginnen und über Orange, Gelb, Grün und über Blau zu wie Titian und Mauve in die Farbenlehre mit aufgenommen werden. men zerstört, Man schäpztzhe rere Millionen Francs. Vo, er per Frannt,. Das orbereitun gh. scheinlich auf Kurschluß zurückFeuer ist wahrscheinlich anf zeurzschluß zut— wntges. Im Einvernehmen mit dem Kriegs= und Morineministerium beantragte das Bundesa für Verkehrsluftfahrt im Bundeskongreß die Bewilligung von 73 Mill. Dollar für die bildung von 20000 Blugzeugführern Ministerpräsident Paul Teleki und Außenminister Graf Csaky werden sich im Laufe des April zu offiziellen Besuchen nach Rom und ungarischen Staatsmänner findet in der zweiten Aprilhälfte statt. Dr. Hacha hat am Dienstag dem VorsitzenHamit ise endaültig das Prager Parlament gutz - fuit Sreiue-uuns.— uu Auu uch uicen gelgst slieber vienmablen uu er— iche betangt. Ein treues Nlutterherz hat aufgehört zu schlagen. Heute mittag 14 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Wwe. Eisette Benlet ged. Soge Im Alter von 85 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden hiinterbliebenen Schwerte, Dinslaken, Datteln, den 20. März 1939. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 25. März 1939, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Beckestraße 68, aus statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. Die Verstorbene war Mitglied der NSKOV. 620 Das Bild des Fahfens gehört in jedes Haus u. Kin##o#####ie Ku### Haselack- und Ostenstraße Alfred Heinz Elektrotechnisches Geschäft Hüsingstraße 4 Ruf 2598 Ausführung von elektrischen Anlagen Lieferung von elektr. Geräten Gesucht in Schwerte 4-5 ZimmerWohnung mit Bad Angeb. an Wiedbrauck, Dortmund, Bovermannstr. 11. Fernruf 25807. **** Tade " die enorm große Auswahl bietet Ihnen Schwerte Brückstraße 6 Ruf 2135 Baummmmmunsmmnmnmmmmmumnzüust Einige gebrauchte Pianos in unserer Fabrik vollst. durchrepariert,preiswert abzugeben. Teilzahlung 20 Mon. Lieferung frei Haus. Verlangen Sie unverbindl. Angebot von Piano-Fabrik Roth& Junius Hagen. Bahnhofstraße 29 Gesundes, fleißiges ZweitKadchen für 2 Tage bei gutem Lohn sofort gesucht. 623 Frau L. Möller, Schwerte Straße der SA. 11. Mittwoch, den 29. März, 20 Uhr, findet im Musik, und Vortragssaal des Rathauses eine Dichterlesung statt. 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Nun scheint uns aber auf dem Wege, durch eine systematische Erziehungsarbeit hier Wandel zu schaffen, ein mächtiger Helfer entstanden zu sein. Die„Fußballwoche" beschäftigt sich unter dem Thema„Fußball und Schule“ mit diesen Problemen. Es heißt hier: „Jetzt ist Fußball als Unterrichtsfach an allen Schulen eingeführt worden, und gleichzeitig erschienen die Richtlinien für den Fußballunterricht an den Schulen, die von durchaus sachverständigen Lehrern ausgearbeitet wurden. Was wir seit Jahrzehnten erstrebten, ist nun Wirklichkeit geworden. Der Ausblick in die Zukunft ist also sehr ermutigend, ja eigentlich könnte man sich getrost auf die Entwicklung der Dinge verlassen, denn nun müssen uns ja die Talente zuwachsen, wir haben dann nur dafür zu sorgen, daß sich die Jungen später in den Vereinen weiterentwickeln, was um so sicherer geschehen wird, da sie ja in der Schule ganz methodisch geschult worden sind. Indem dann in diesem Artikel auch die Schwierigkeiten nicht unberücksicht bleiben, heißt es dann zusammenfassend, was wir als ganz besonders wichtig erachten: „Unsere besten, ja alle Fußbalspieler waren bisher Autodikdakten in ihrer Svortart, sie wuchsen auf ohne pflegliche Behandlung, entwickelten ihre Talente und wurden ganz brauchbare Spieler, nur wenige ragten aus der großen Menae besonders heraus. Das wird in Zukunft anders sein, alle Knaben, die Neigung und Anlagen zum Fußballspiel haben, werden gründlich geschult und den Vereinen nach der Schulentlassung zugeführt. Eine Steigerung des Niveaus ist mit Sicherheit vorauszusehen, eine Steigerung, die sich nicht nur in fußball=technischen Belangen, sondern auch in der sportlich moralischen Auffassung bei der neuen Fußballgeneration wohltuend bemerkbar machen wird.“ Ueber Amateur- u. Berufsboren Dr. Metzner bei der Eröffnung der Großdeutschen Voxmeisterschaft. Bei der Eröffnung der Großdeutschen Boxmeisterschaften in Essen hielt Reichsfachamtsleiter Ministerialrat Dr. Metzner eine Ansprache, die sich grundlegend mit den Aufgaben und Zielen des deutschen Boxsports befaßte. Er wies darauf hin, daß die Vermittlung der Tugenden wie Mut. Tapferkeit, Entschlußkraft, restloser Einsatz der ganzen Persönlichkeit und Ritterlichkeit an den Nachwuchs die Hauptaufgabe der Fachwarte und Vereinsführer ist. Wie groß die Wirkung sein kann, die unsere Boxnationalstaffel für Deutschland leistet, wurde durch einen Brief klar, den der Präsident des Schwedischen Boxverbandes und gleichzeitiger Präsident des Weltborverbandes, Oskar Söderlund, nach dem letzten Borländerkampf Ende Februar schrieb In diesem Brief wird ohne Einschränkung Dank gesagt für die ausgezeichnete Aufnahme wie auch für den sportlichen Geist und die Gefühle wahrer Kameradschaft, die den Aufenthalt der Schweden so angenehm gemacht haben und über die Niederlage hinweghalfen. Ueber das Verhältnis zum Berufsborsport führte Dr. Mellner aus:„Grundsätzlich sollen Berufsboxen und Amateurboxen in ihren Organisationen getrennt sein, nur die Spitze soll nach unserer Auffassung gemeinsam sein, um Streitigkeiten zwischen beiden Lagern zu vermeiden. Beide Parteien müssen sich bemühen, Verständnis für die andere aufzubringen, denn sie sind nicht Gegner, sondern dienen gemeinsam unserem Sport. Nur mit dem Unterschied, daß die einen das Boxen eben als Beruf betreiben, während die anderen den Sport lediglich aus Freude am Sport ausüben. Der Berufsboxer kann unter Umständen Vorbild für den gesamten Boxsport seines Landes werden, wenn er nämlich das Sportliche über das Materielle auch dann noch zu stellen vermag, wenn er stets ritterlich und fair bleibt, in und außerhalb des Ringes nur Sportsmann ist. Die boxerische Leistung, und sei sie noch so groß, allein kann den Berufsboxer, wenn die geschilderten moralischen Eigenschaften fehlen, niemals zum Vorbild unserer Amateure stempeln, die echte Sportsleute sind. Bei aller Achtung vor wirklichen Leistungen und tadelsfreier Haltung von Berufsborern muß die Hauptfürsorge einer Boxsportführung selbstverständlich den Amateuren gehören, denn ganz abgesehen von Idealen stehen in Deutschland auf der einen Seite noch nicht 200 Berufsboxer, auf der anderen aber fast 20000 deutsche Jungen, die das Boxen aus innerer Leidenschaft um des Boxes willen betreiben. Generalprobe in Florenz Italiens Mannschaft vor Samstag nicht zu erwarten Vittorio Pozzo, der Kapitän der italienischen Mannschaft, hat zur zweiten und letzten Generalprobe für den Länderkampf gegen Deutschland 28 Spieler nach Florenz berufen. Die Lage ist inzwischen für den italienischen Verbandskapitän noch schwieriger geworden, denn er muß auf die Teilnahme von Olmi und Campatelli verzichten. Diese beiden Spieler von Ambrosiana Mailand wurden am letzten Sonntag im Meisterschaftsspiel ihres Vereins verletzt. Noch empfindlicher ist der Ausfall von Sansone. Der ausgezeichnete Halbrechte des FC. Bologna muß nach einem am Dienstag abgegebenen ärztlichen Attest mindestens zeon Tage pausieren. Der italienische Angriff dürfte nach der bisherigen Lage zu urteilen etwa so aussehen: Von rechts nach links: Biavati(Bologna), Meazza(Ambrosiana Mailand), Puricelli(Bologna), Piola(Lazio Rom) und Colaußt(Triest). Die Entscheidung über die endgültige Mannschaftsaufstellung ist aber erst nach Abschluß der Florenzer Prüfung zu erwarten, so daß Italiens Elf für den Kampf gegen Deutschland nicht vor Samstag bekannt sein dürfte. Mit bewährten Kräften Luxemburgs Nationalmannschaft für das Deutschland=Spiel Der luxemburgische Fußball=Verband hat jetzt seine Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Deutschland am kommenden Sonntag, 26. März, bekanntgegeben. Man hat sich in erster Linie auf die in vielen Schlachten erprobten Kräfte verlassen und ist dabei auch von den Leistungen innerhalb der Meisterschaftsspiele ausgegangen. Vor allem die Hintermannschaft, bei der noch von dem Wuppertaler Spiel im Vorjahr her der bekannte tüchtige Hoscheidt im Tor steht, hat man besonders sorgfältig ausgewählt. Aber auch der Angriff, der jedem Gegner durch sein schnelles, hartes und ehrgeiziges Spiel immer gefährlich werden kann, dürfte unserer Ländereit viel zu schaffen machen. Wenn man auch allgemein in der Bilanz der bisherigen Länderspiele mit Deutschland„passiv“ ist, so hofft Luxemburg für den 26. März mit folgenden Kräften auf den Sieg: Hoscheidt (Jeunesse Esch); Majerus(Jeunesse Esch), Reiy(Spora Luxemburg): Dumont(Union LuDudeldingen), Mort(Fola Esch), Mengel(uS Dudeldingen), Kemp(As Differdingen). Ersatz: Jaeger(Stade Dudeldingen), Kieffer(Petingen), Geib(Spora Luxemburc) und Hoffmann(Jeunesse Esch). Drei belgische Schiedsrichter Die drei großen Kämpfe des deutschen Fußballsports am kommenden Sonntag werden alle von belgischen Schiedsrichtern geleitet. Für das Florenzer Spiel gegen Italien wurde, wie bereits gemeldet, Lucien Baert gewonnen. Den Länderkampf gegen Luxemburg in Differdingen leitet als Unparteiischer sein Landsmann Charlier sel) zum Die Sichtung der Boxer Seit Dienstagnachmittag sind im Essener Saalbau die Kämpfe um die deutschen Meistertitel der Amateurboxer im Gange. 27„Sichtungs"=Kämpfe fesselten schon am ersten Wettbewerbstage die Besucher. Ueberraschungen brachten die 27 Begegnungen jedoch nicht. — Fliegengewicht: Tietzsch(Dessau) Punktsieger über Placte(Hamburg); Möhwald(Görlitz) Punktsieger über Schwenzle(Ludwigsburg).— Bantam: Stasch(Kassel) Punktsieger über Utsch (Magdeburg); Strangfeld(Herten) Punktsieger über Schubert(Hannover).— Feder: Petry (Kassel) K.=o.=Sieger in der 3. Runde über Hoffmann(Mannheim); Jaro(Wien) Punktsieger über Schmitz(Dortmund); Arenz(Berlin) Punktsieger über Bialas(Hannover); Dregereit(Essen) Punktsieger über Brinkmann (Halberstadt); Leu(Stettin) Punktsieger über Böhler(Reutlingen).— Leicht: Ackermann (Königsberg) Punktsieger über Dötsch(Leipzig): Manczyk(Bochum) Punktsieger über Klause (Weißenfels); Kublinski(Hamburg) K.=o.=Sieger in der 1. Runde über Mönius(Hagen.— Welter: Schmidt(Essen) Punktsieger über Seedorf(Delmenhorst); Christmann(Ludwigsburg) Punktsieger über Noppeney(Dortmund); Kalker(Köln) Punktsieger über Petry(Quierscheid); Bredehorn(Hamburg) Punktsieger über Pielenz(Iserlohn).— Mittel: Loib!(Ulm) Punktsieger über Lehrmoser(Hanau); Weirich (Konstanz) K.=o.=Sieger in der 2. Runde über Sommer(Asch); Riemann(Hamburg) Punktsieger über Ims(Frankfurt.— Halbschwer: Hauer(Leipzig) Punktsieger über Louven (Frankfurt); Seelisch(Berlin) Punktsieger über Schön(Püttnitz).— Mittel: Geilich(Kassel) Punktsieger über Gehre(Leipzig). Der Sport in Kürze SS Troisdorf nach Sübdeutschland Eine Österreise unternimmt der SV Troisdorf, dessen schöne sportliche Leistung im diesjährigen Mittelrhein=Punktekampf im übrigen Reich nicht unbekannt geblieben ist. Die erste Fußball=Mannschaft, in der bekanntlich der Nationalspieler Müsch kämpft, spielt Karfreitag in Würzburg gegen die„Kickers“ und am Ostermontag in Aschaffenburg gegen den dortigen Sportverein. Östersamstag und Östersonntag weilen sie, sozusagen als Gäste, in München. Ein weiterer Sieg von Kilian Vopel Aus San Francisco wird ein weiterer Sechstagesieg der Dortmunder Kilian(Vopel gemeldet. O'Brien Reboli und Audy'Ottevaire kamen mit den Westfalen in einer Runde ein, diese hatten aber, wie stets, die höhere Punktzahl die bei weitem nicht von den Gegnern erreicht wurde. Vierte wurden mit einer Runde Rückstand die auch in Europa bekannten Walthour Croßley. Eichenschild=Endspiel am 36. April Das Reichsfachamt Hockey im NSRL. hat das Endspiel um den Eichenschild der Frauen auf den 30. April angesetzt. Es wird bestritten von Brandenburgs Frauenelf, die in der Vorschlußrunde den Schildverteidiger Niedersachsen 4:0 schlug, und den Sieger der Begegnung Baden — Bayern, die am 23. April in Nurnberg nachgeholt wird. Der Ort des Endspiels richtet sich nach dem Ausgang des Nürnberger Treffens. Schmeling wieder kampfbereit Max Schmeling stellte sich in Berlin noch einmal zu einer Nachuntersuchung seiner im Kampf gegen Joe Louis verletzten Niere bei Professor Göhrbrand vor, der ihn nach seiner in Berlin behandelt hat. Pro brand faßte sein Urteil über den Gesundheitszustand des Ex=Weltmeisters dahingehend zusammen, daß einer Betätigung Schmelings im Ring nichts mehr im Wege steht. Deutsche Motorsportmeisterschaften Im deutschen Motorsport werden in diesem Jahre acht Meistertitel vergeben, je drei für Motorräder und Sportwagen in den entsprechenden Klassen bis 250, 350 und 500 ccm bzw. bis 1100, 1500 und 2000 ccm, sowie in der Straßen= und Bergmeisterschaft für Rennwagen ohne besondere Unterteilung des Zylinder=Inhalts. Für Motorräder und Sportwagen werden fünf Rennen als Meisterschaftslaufe gein der Straßenmeisterschaft für Rennallen Läufen zur Vorbedingung für die Wertung eines Fahrers gemacht wird. Reichsprüfungsschwimmen der Spitzenklasse Unt den kritischen Augen des Reichsfach: amtsleiters und seiner Mitarbeiter wird vie deutsche Spitzenklasse im Schwimmsport am Wochenende in Bremen kämpfen. Alles was einen klangvollen Namen hat, tritt zu den Reichsprüfungskämpfen an, die Samstag und Sonntag im Bremer Hansabad stattfinden. Es gilt, die geeigneten Kräfte für bevorstehende Länderkämpfe zu ermitteln. HJ.=Heim und Jugendherberge entstehen. In Attendorn ist die Schaffung eines 5# Heimes und einer neuen Jugendherberge wendig geworden. Man will beide Panzehenen einen und in dem in diesem Jahre„en zür Schützenpart entstehen lassen. Rüclichen das HJ.=Heim sind bereits gebildet. Fehlen bei den Luftschutzabenden ist Lustschutzarbeit ist Dienst gigt zut versünschaft. Wer hier seine Pflicht A#e.—.“ digt sich an der Gemeinschaft und mechzzugh, strafbar. In Geseke schützte eine Kur':„gende merin Krankheit vor und zog es vor, die im Kino zu verbringen. Die angeb wurde in fünf Fällen wegen unentschzldignet, Fernbleibens von den Kursusstunden findliche Strafe genommen. Druck u. Verlag Hans Linner vorm. Carl BrausVerantwortlicher Hauptschriftleiter: B##rzss, füe Kresse, Schwerte(Ruhr). Verantwy, den gesamten Tertteil: Hermann F.zane Schwerte(Ruhr). Für den Anzeiaegte FreisLinner K SestutWesount. Roman von Hans Schulze Urheberrechtsschutz: Deutsche= Provina-Verlag O. m. b. K. Etwa eine Stunde später fiel ein Schuß, und gleich darauf ein zweiter. Ich wollte eigentlich noch einmal selbst in den Wald, hatte aber mit einer schwierigen Holzabrechnung noch so lange zu tun, daß ich schließlich daheim blieb. Dafür war ich dann aber am anderen Morgen vor Tag und Tau auf den Beinen, denn eine unerklärliche Unruhe hatte mich schon in aller Herrgottsfrühe aus den Federn getrieben. Als ich dann die große Schneise nuch Siebenlinden überquerte, hörte ich plötzlich Hundegebell. Ich ging dem Schall nach und fand den Herrn Baron, mit dem Gesicht auf der Erde liegend, tot unter einer Wildkanzel. Sie kennen ja wohl das nähere: daß die Gerichtskommission einen Unfall durch Selbstentladung des Gewehres beim Abstieg von dem Hochsitz der Kanzel angenommen hat.— Das habe ich aufangs auch geglaubt, nur mit den beiden Schüssen wollte mir die Sache gleich von vornberein nicht stimmen. Da machte ich eines Tages eine merkwürdige Entdeckung: in einer Fichte, die##a 20 Meter von der Kanzel entfernt stand, sand ich nämlich unter abgesplitterten Borke eine Oeffnung, die mir ganz nach dem Einschlag einer Gewehrkugel aussah. Sie gehörte zur Jagdmunition des verstorbenen Barons. Das war zweifellos der erste Schuß, den ich gehört hatte. Die Kugel hatte etwa in Brusthöhe eines mittelgroßen Mannes in der Fichte gesessen. Was war das Ziel des Schusses gewesen? Auf wen konnte der Baron unter den hohen Bäumen geschossen haben? Hatte er vielleicht doch einen Zusammenstoß mit einem Wilderer gehabt, wie es ursprünglich in der ganzen Gegend hieß? war eigentlich schon entschlossen, zum Untersuchungsrichter zu fahren, um ihm meine Entdeckung mitzuteilen; da trieb es mich eines Morgens noch einmal in die Gegend der Wildkanzel. Und während ich den glatten Fichtennadelboden betrachtete, stieß ich plötzlich mit der Fußspitze gegen einen Knopf. Es war ein feiner Steinnußknopf, keiner der großen Hornknöpfe von der Jagdjoppe des Barons. Ich habe ihn aufgehoben, weil ich wirklich zuerst glaubte, einen wichtigen Fund gemacht zu haben. Bei näherer Ueberlegung sagte ich mir dann aber, daß mit diesem Knof auch nicht allzu viel anzufangen sein würde, da ja die Unglücksstätte in der Zwischenzeit von einer großen Zahl Neugieriger besucht worden war und irgend ein völlig Unbeteiligter den Knopf verloren haben konnte. Zugleich mit dem Knopf machte ich dann aber noch eine letzte Entdekkung, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Meine alte Diana stöberte nämlich unter einem Blaubeergesträuch ein Häufchen Papierschnitzel auf, mit kaum mehr leserlicher, von Regen und Tau verwischter Schrift. Offenbar handelte es sich um Teile eines Briefes, der kreuz und quer zerrissen und dann fortgéworfen worden war. Ich hatte die Schnitzel sorgfältig gesammelt und versucht, sie wieder zusammenzusetzen. Aber es ist mir nicht gelungen, aus den Resten der Schrift einen Sinn herauszubekommen!" Er hatte bei den letzten Worten eine alte lederne Brieftasche aus dem Rock genommen und überreichte Klaus einen Umschlag. „Du haben Sie meine Fundstücke. Hier der Knopf und da die Papierschnitzel, wenn Sie Ihr Glück damit versuchen wollen. Meine alten Augen sind schon zu schwach für eine so mühsetige Arbeit.“ Klaus nahm den Knopf zur Hand und betrachtete ihn lange und aufmerksam. „Es ist ein guter und neuer Jackenknopf. Der Kreis der Menschen, die für seinen Verlust in Betracht kommen, dürfte in Neudietersdorf nicht allzu groß sein. Haben Sie übrigens schon jemand anderem, z. B. der Frau Baronin, von Ihren Entdeckungen Mitteilung gemacht?“. Der Förster bewegte verneinend den Kopf. „Sie sind der einzige, Herr Graf, mit dem ich bisher über die ganze Sache gesprochen habe. Ich will auch ganz offen sein: gerade die Baronin von Rhaden wäre die letzte, die ich ins Vertrauen ziehen würde Ich habe die späte Heirat des Barons bei dem großen Altersunterschied der Ehegatten von jeher als ein Unglück betrachtet und glaube mich leider darin auch nicht getäuscht zu haben. Denn ich sah in diesen Dingen tiefer als irgend ein anderer, weil der Verstorbene auf seinen Gängen im Walde manchmal mit mir von seinen häuslichen Sorgen sprach und damit vor mir nicht zurückhielt. Jetzt ist die Baronin, was sie ja wohl schon immer angestrebt hatte, unumschränkte Herrin auf Neudietersdorf und Beüivzerin eines Millionenvermögens geworden. Und, soweit ich beobachtet habe, mit dieser Wendung ihres Schicksals auch ganz zufrieden. dürfte also meinen Ermittlungen, die gegebenenfalls geeignet sind, den soeben beigelegten Fall von neuem aufzurollen, nur ein sehr geringes Interesse entgegenbringen. Und darum habe ich mich gerade an Sie, als seinen nir einzig bekannten Verwandten, um Hilfe gewandt.: Klaus erhob sich. Auf der Uferböschung an dem kleinen Siebenlinder Badehäuschen hielt blank und fett der Neudietersdorfer Fuchspony, halb abgeschirrt, vor einem Korbwägelchen und kämpfte mit Schweif und Mähne einen verzweifelten Kampf gegen die dicken Brummfliegen, die ihn in schwarzen, blutgierigen Scharen heute zudringlicher denn sonst umschwärmten. Lore war schon in aller Frühe mit einer Bestellung der Baronin nach Siebenlinden herübergekommen und von den Knauffschen Mädchen trotz ihrem anfänglichen Widerstreben gleich nach dem Kaffee zum Baden mitgenommen worden. Jetzt öffnete sich die leinenbeschlagene Tür des Badehäuschens und der hübsche Kopf der kleinen Eva tauchte zwischen den schwarzwolligen Kolbenhäuptern des hohen Röhrichts auf; dann trat sie ganz heraus und befestigte ihre Badekappe verwegen auf dem widerspenstigen Blondhaar. Gleich darauf kamen auch Else und Lore aus der Badebude, und die drei jungen Mädchen spazierten in ihren bunten Bademänteln gemächlich in dem weichen Ufersande umher. der sich feucht und warm an ihre Füße schmiegte Ueber dem See leuchtete die Sonne in der wundervollen Klarheit des morgenstillen Junitages.„ Limam ein In der Himmelsferne schwamm einsam ein weißes Lämmerwölkchen und trieb still dahin wie ein lichter Sommergedanke. Eva hatte sich unter einer uralten Kiefer in den Sand geworfen und horchte auf den Ruf eines Kuckucks der fern aus den schweigenden Waldgründen herüberschallte.„Ich muß noch vierzig Jahre warten!“ sagte sie enttäuscht, den schlanken, braunen Körper dehnend.„Wollen wir übrigens schon ins Wasser oder fahren wir vorher ein Stück auf den See hinaus?“ Dann stand sie, ohne eine Antwort abzuwarten, bereits wieder auf den Füßen und kletterte in ein kleines Boot, das neben dem Badehäuschen leise in dem schwärzlichen Brackwasser schaufeltre.„.. 4mmt fahrge ic. aRa.. „Wenn ihr nicht mitkommt, fahre ich allein. Hier wird man heute ja von den Mücken halb aufsgefreifen, Dam und Eich Au und Zögernd stiegen Lore und Else ein und nahmen auf den schmalen Bänken Platz Eva steuerte das schmale Boot geschickt durch den Schilfgürtel des Ufers, über dem zahllose Libellen ihr glashelles, zitterndes Liebesspiel trieben. W. 414 um m. Die Morgensonne rann weich um ihre kräftigen runden Arme, die die Ruderstangen leicht und sicher regierten. 446 Auch Lore hatte ihren Bademantel abgelegt und schaute nachdenklich in die kleine Kielwelle zurück, die leise murmelnd hinter dem Boot herlief und ihre Gedanken wie in einem sülbernen Retz king.. g Barhigterstert „Herr Ralff ist heute nach Neudietersdorf gefahren", unterbrach Eva jetzt das unheimliche Schweigen.„Vielleicht verliebt er sich auch in die schöne Sibulle, wie mein Fliegerfreund, der neuerdings ja ganz in ihren Banden schmachten sol.“.—6744en alie ee Und sie sandte einen sehnsüchtigen Blick nach Neudietersdorf hinüber. „Deine Erziehung bedarf noch einer ganz erheblichen Ergänzung", bemerkte die ältere Schwester und schlug die Beine bedächtig übereinander.. 106# T Hicht ElDoch die Kleine ließ sich nicht beirren. „Tu nur nicht so überlegen. Else“, sagte sie ausfallend.„Ich weiß ganz genau, warum du heute so verstimmt bist. Nur weil ein gewisser Jemand nicht mit von der Partie ist.“ „Gegen dein Mundwerk ist leider nicht anzukommen“, war die ergebene Entgegnung. „Waren wir als Kinder eigentlich auch schon so früh verdorben Lore?“.. Sie hatten unterdessen die Höhe des Sees erreicht und näherten sich einem schilfumstandenen Inselchen, das wie eine grüne Urwaldwildnis auf den blauen Fluten zu schwimmen Ein Schimmer von Romantik umwob das kleine Eiland, auf dem ein Vorgänger der Familie von Rhaden einst eine künstliche Ruine in sentimentalem Stil der Weitherzigkeit errichtet hatte. Der halb verfallene Rundbogen einer Kapelle lugte unter einer mächtigen alten Akazie hervor. Auf einer weißleuchtenden Sandbank ließen sie das Boot auflaufen und kämpften sich auf einem verwachsenen Schlängelpfad ins Innere. Wilder Hopfen züngelte hoch in das Astwerk der schlanken Bäume hinauf und spannte seine Ranken in einem undurchdringlichen Flechtwerk ineinander. 61646— Zuweilen regte es sich im Ufergebüsch und glitt in lautlosem Flügelschlag hastig verbei. „Hier bin ich heute vielleicht zum letzten Male in meinem Leben“, sagte Lore enolich. „Wec weiß, wohin uns alle das Schicksal noch heirate und übernehme Siebenlinden“. erklärte Eva in ihrer energischen Art und verdrängte einen kleinen schwarzen Laufkäfer, der die rundliche Wölbung ihrer festen linken Wade zu erklimmen versuchte „Zum heiraten gehören immer zwei“, ließ sich Else tiessinnig vernehmen. „Das weiß ich allein, und darum ist mir auch durchaus nicht bange“ war die lachende Antwort.„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, sagt Großvater immer. Und der Wille ist jedenfalls da! Du hast uns übrigens noch gar nichts von eurem neuen Doktor weiter erzählt, Lore. Man muß über den Herrenflor der nächsten Umgebung doch wenigstens im Bilde sein.“ Und sie schlug mit der Gerte übermütig in ein buntes Wirrsal von Federnelken und Ringelblumen, daß die Schmetterlinge daraus wie ein lustiger Blütenregen emporwirbelten. Mit einem verträumten Blick sah Lore zu dem lichten Himmel auf. „Herr Dr. Hauffe ist ein sehr vornehmer Mensch“. sagte sie dann.„Ein Mensch vor allem zu dem man absolutes Vertrauen haben kann. Er erinnert mich oft überraschend an Onkel Leo. In seiner ganzen Art, sich zu geben. Ja. manchmal sogar in der Haltung und im Schnitt des Gesichts. Wir haben gestern im Park gesessen und lange zusammen gesprochen. Aber unsere Wege führen ja bald wieder auseinander Schiffe, die sich nachts begeguen.“ „Lore!“ Eva hatte die Freundin zärtlich um die schmale Hüfte gefaßt und streichelte ihren sonnenwarmen Arm.. 4u2 taurig Sirin „Du darfst nicht schon wieder traurig sein!" bat sie.„Sieh, heute ist solch ein schöner Tag, und du hast doch viele Menschen, die dich lieb baben... Telluug ung um So saßen sie eine Zeitlang eng umschlungen. Dann stand Eva auf und zog die Badekappe fester um ihr helles Haar, die in dem grellen Sonnenlicht wie ein Gespinst von Gold und Silber zu flimmern schien. „Ich glaube, es geht schon auf zehn Uhr“ sagte sie, die weiche Stimmung gewaltsam abschüttelnd.„Ich schlage vor, wir machen jetzt der Fürstengruft noch unseren gewohnten Abschiedsbesuch. Dann steht unserem Aufbruch von mir aus nichts mehr im Wege.“ Damit stieg sie die unkrautüberwucherten Steinstufen zur Ruine empor und öffnete eine kleine, ungefüge Brettertür, die windschief und zermorscht in dem dichten Efeugerank des alten Genäuers bing. tter sch erboben u.d Auch Else und Lore hatten sich erhoben, und die jungen Mädchen traten in das Innere eines kleinen Kapellenraumes, aus dessen geborstenem Ziegelboden ihnen eine modrige Kälte entgegenwehte. In einer nischenartigen Vertiefung war ein Häuflein halb verdorrter Feldblumen aufgeschichtet.. Gerkr uumr 4. Als Eva jetzt mit ihrer Gerte darin herumstocherte, sprang eine Maus aus dem Nischenwinkel heraus, daß die Kleine, laut aufkreischend zur Seite wich. In demselben Augenblick hatte sich Lore über die Nische herabgebückt und eine rote Tasche unter den zerfallenen Blumen hervorgezogen. Ihr Gesicht war leichenblaß. „Onkel Leos Brieftasche!“ sagte sie tonlos. Eva hatte Lore am Arm gefaßt, und halb mit Gewalt aus der Kapelle wieder ins Freie Sie fühlte, wie die sonst so beberrschte Lore an allen Gliedern zitterte. Geraume Zeit wagte niemand ein lautes Wort; wie die Ahnung eines dunklen Verhängnisses hing es über der leuchtenden Helle des Tages. Dann saßen sie wieder im Boot und trieben langsam über den See. Die Sonne war höher emporgestiegen und brannte jetzt mit der vollen Kraft der Vormittagsglut; trotzdem fröstelte Lore in dem dicken Bademantel daß ihr die Zähne rasend und rastlos aufeinanderschlugen. Ihr Blick ging irrend in die blaue Weite von Wasser und Land, indessen sich die Gedanken in ihrem Kopf jagten wie in einem ewig geschlossenen Kreise. Wie kam Onkel Leos Tasche in dieses seltsame Versteck? 4542886 Lore wußte, weiche Rolle das rütselhafte Fehleu der Brieftasche bei der gerichtlichen Uneersuchung gespielt hatte, wie das Arbeitszimmer des Toten, das ganze Schloß tagelang nach ihr abgesucht worden war. Mit bebenden Händen öffnete sie endlich die Verschlußklappe. Ein Päckchen Geldscheine fiel ihr daraus entgegen; deneben ein paar Geschäftsbriefe und eine Bankabrechnung. ganze Inhalt der Tasche schien unversehrt und underührt... „Eise und Lore“, sagte sie endlich,„ich weiß noch nicht, was unser beutiger Fund für das Drama im Walde bedeutet, aber ich habe das bestimmte Gefühl, daß er den ersen Schritt zur Lösurg des Kätsels bildet! Wollk ihr mir versprechen, vorläufig gegen jedermann darüber Mit feitem Drusk lagen die Dhade der MädDann richtete sch Loere böder und Frute noch einmal nach der Insel zurück, die allmählich immer ferner und weiter in das lachende Zusammenspiel von Sonne und Wellen din ein beischwand. D Eigfenkat u. Ein Zug fester Entschlossenheit sland in ihrem schönen Gescht. ig Ich ruhe nicht und gehe nicht eher aus Neudietersdorf fort, bis der Tod Onkel Leos auf geklärt ist““ Die kostbare Meißner Vorzellanuhr in den Schlafzimmer der Baronin von Rhaden schine Halb unbewußt zählte Stpplle die kurgen klingenden Schläge mit indessen sie sich langsam erwachenden Einnes aus der bunten Wel eines Traumes in die Wirklichken zurücktastete Die Zose hatte die dicken Vorhänge der Fen ster zur Seite gerogen und die Türen zu den kleinen Balton weit geöffnet, Das helle Lichi der Morgensonne spielt über das weiße Getäfel der Wände und entzündetein ruheloses Blitzen uno Glitzern in den Kristallgeräten des Toilettentisches. Sibylle fühlte sich müde und angegriffen das Gewitter der vergangenes Nacht batte eine allgemeine Abspannung ihrer Nerven hervorgerufen, daß sie den blendenden Glanz des Morgenlichtes fast wie einen körperlichen Schmerz empfand. Die seltsame Unrast, die sie seit dera Tode des Gatten erfüllte, hatte sich allmählich zu einer dumpfen, quälenden A=gst gesteigert. sie in einsamen Stunden zuweilen einem tücktschen Raubtier gleich aufiel Wie eine unsichtbare Mauer stand es bii der Aussprache am vergangenen Morgen zwischen ihr und dem Mann. den sie allmämech meh. und mehr als den Gläubiger ihres Lebens Immer wieder empörte sich ihr Freiheitssinn gegen die Kette, die sie unsich bar hinter sich herschleppte: doch, wie sie sich auch mühte, das Bewußtsein dieser Jeisel in sich auszulöschen: die Flamme brannte hell weiter. Und von Kurt von Rhaden spannen sich ihre Gedanken allmählich zu jenem anderen hinüber der erst vor kurzem in ihr Leben getreten war und mit seiner Sicherheit und ruhigen Selbstverständlichkeit vom ersten Augenblick an einen tiefen Eindruck auf sie gemacht In ihm war sie zum ersten Male einen Manne begegnet, der für den Reiz ihrer Persönlichkeit völlig unempfänglich schien, der ie ihrem ganzen Verkehr bisher auch nicht um eine Linie aus seiner beherrschten Zurückyaltung herausgetreten war. Vergebens hatte sie in letzter Zeit versucht, mit vorsichtigen Fragen in seinen Lebenskreis einzudringen Unwillkürlich gedachte sie ihrer eigenen Jugend in ihrem vommerschen Heimatort. des Vaters in seiner kleinlichen Selbstsucht und der früh gealterten ewig kränkelnden Mutter die in ihrer Ehe nie etwas anderes als Entbehrungen für die Ihren kennengelernt hatte, deren ganzes Dasein in einer trostlosen Oede und grauen Freudlosigkeit langsam verMit einem Ruck stieß sie plöszlich die Steppdecke zurück und sprang mit beiden Füßen aus dem Bett Dann stand sie in der Sonnenflut der Balkontür und schaute in die grüne Weite der Parks hinaus, der wie ein unendliches sonnenbeleuchtetes Gemälde vor ihr stand. Ihr Wille. ihre Kraft mußten stärker sein als das Grauenvolle, das ihr in der Herzgegend lauerte wie ein Gespenst in einer Ecke. Ein großer Lebenshunger brach auf einmal wieder in ihr auf Ein Begehren nach Genuß und Glück eine Sehnsucht nach einer Liebe. wie sie sie noch nie gefühlt, die ihrem ganzen Sein nach all den Irrungen und Wirrungen der letzten Zeit endlich ein klares, fest umrissenes Ziel geben sollte Als Sibylle eine halbe Stunde später zum Frühstück in den Speisesaal kam, wurde sie von Klaus bereits erwartet. „Ich bitte vielmals um Entschuldigung wegen der frühen Störung“, sagte er,„aber ich habe an die Frau Baronin ein persönliche „Frühe Störung?“ fragte Sibylle lächelnd zurück.„Ich muß mich entschuldigen, daß ich erst um zehn Uhr sichtbar werde Es ist eine Schande, so in den hellen Vormittag hinemn zu schlafen, man verschläft ja sein ganzes Glück. Aber ich fühlte mich nicht recht wohl nach dem Gewitter der letzten Nacht.“ „Das Gewitter hat auch mich an meinem Besuch in Siebenlinden gehindert. Dafür ist jedoch mein Freund Ralff heute morgen nach Neudietersdorf herübergekommen und bittet durch mich der Frau Baronin recht bald seine Aufwartung machen zu bürfen,“ g### ereunge „Aber lieber Herr Doktor! Ihre Freunde sind auch die meinen! Ich freue mich schon sehr darauf, die Bekanntschaft eines so berühmten Künstlers zu machen. Bringen Sie mir Ralff nur gleich hierher. Vielleicht schenken Sie mir beide dann bei meinem einsamen Frühstück das Bergnügen Ihrer Gesellschaft.“ (Fortsetzung Reichssender Köln und Deutschlendsender Donnerstag 23. März Reichelender Koin 6.00: Morgenlied. 6.95: Wiederholung. d. Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.90: Freut euch des Lebens! 8.55: Morgenlied— Morgenruf. 7.#0: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Ohne Sorgen jeder Morgen 9.30: Freie Bahn dor tüchtigen Hausgehilfin. 9.45: Nachrichten. 10.00: Volksliedsingen. 10.30: Sendepause. 11.45: Maschinen erleichtern die 11.55: Wetterbericht. 12.00: Musik am Mittag. 13.90: Nachrichten—. Glückwünsche. 13.15: Fortsetzung der Musik am Mittag. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause, 16.00: Musik am Nachmittag. Darin: 17.00—17.10: Der Erzähler Der seßhafte Buh. 17.30: Sonntags am Rhein! 18.00: Alle Kunst muß Glauben schaffen. 18.20: Der schöpferische Mensch: Wolfram von Eschenbach. 18.40: Klaviermusik von Max Regex. 19.00: Deutsches Gold. 19.15: Die WöW=Stunde. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.10: Verachtet mir die Meister nicht. 21.00: Maria Stuart. Trauerspiel von Friedr. v. Schiller. 22.00: Nachrichten. 22.15: Musik von Schallplatten. 22.30—24.00: Volks= und Unterhaltungsmusik. Deutichlandiender 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten. Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.60: Sperrzeit. 9.40: Sendepause. 10.00: Volksliedsingen. Wiederholung Liederbl. 25 der Zeitschrift„Schulfunk“. 10.90: Sendepause. M1.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.60: Glückwünsche. 18.15: Leichte Mittagsmusik. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= u. Börsenberichte. 15.15: Kleine Melodie. 15.30: Altwiener Hausmusik. Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.20: Dietrich Eckart: EinLeben für Deutschland. 18.00: Das Wort hat der Sport. 18.15: Affenzirkus. Reisebericht. 18.30: Kleines Hauskonzert bei Goethe. 19.00: Deutschlandecho. 19.15: Volksweisen aus Katalonien. 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.10: Werke großer Meister. 20.50: Einführung in die folgende Sendung, 21.00: Der kleine Marat. Oper von Mascagni. 21.50: Tages=, Wetter= u. Sportnachrichten. 22.10: Der kleine Marat. (2. Akt.) 23.10: Deutsch. Seewetterbericht. 23.30—24.00: Der kleine Marat. (3. Akt.) Freitag 24. März Reichslender Köln 6.00: Morgenlied. 6.05: Wiederholung d. Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied— Morgenruf. 7.90: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.0: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Morgenmusik. 9.30: Zeitgemäße Frauenberuse. 9.45: Nachrichten. 10.00: Stümper und Meister. Berufswahl ist Schicksal. 10.30: Neuhaus: Eine Stätte körperlicher Ertüchtigung# die Landjugend. 10.45: Sendepause. 11.45: Der Hof„Deutschland. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Die Werkpause d. Reichssenders Köln in Verbindung mit der DAF. 13.00: Nachrichten— Glück= wünsche. 13.15: Musik am Mittag. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause. 16.00: Musik am Nachmittag. Darin: 17.00 bis 17.10: Neue rheinische Mundartlyrik. 17.30: Sonate für Cello und Klavier von Rich. Strauß. 18.00: Abenteuer eines Feldsoldaten. Erzählung. 18.15: Das Recht des Alltags. 18.30: Eine kleine Hausmusik. 18.45: Im Krug zum grünen Kranze(Iserlohn). 19.05: Zum Feierabend. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.10: Soldaten— Kameraden. Mit Kreuzer„Emden“ in der Südsee. 21.00: Vor jedem steht ein Bild des, was er werden soll. 21.15: Kleine Lieder— sitl heiter. 22.00: Nachrichten. 92.15: Musik von 22.30 bis 24.00 Unt konzert. Deutichlandlender 6.00: Glockenspiel, Morgenrut, Nachrichten. Wetterberscht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstet. 8.00: Sendepause. 9.90: Sperrzeit. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00: Die Sterne hat er und näher gebracht! Ein Hörspiel um Josef Fraunhofer. 10.30: Neuhaus: Eine Stätte körperlicher Ertüchtigung für die Landjugend. 10.45: Sendepause. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minnten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Glückwünsche. 13.15: Musik zum Mittag. 18.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— Von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= u. senberichte. 15.15: Kleinigkeiten. 15.30: Weißt Du, worin der Spaß des Lebens liegt...? Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. 17.00: Aus dem Zeitgeschehen. 17.10:„München— Rom“. Ein Gruß der Jugend über die Alpen. 18.00:„Hinter Fleet und Flut“. 18.20: Englands Weg nach Indien. Buchplauderei. 18.35: Klaviermusik. 19.00: Deutschlandecho. 19.15: Aufforderung zum Tanz! 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.10: Feierabend=Musiken. 21.10: Die Kietzmühle. Ein ro* mantisches Spiel von Fritz 22bo: Tages= Wettor= und Sportnachrichten, Anschl.: Deutschlandecho. .30: Eine kleine Nachtmust, 8.45: Deutsch. Seewetterbericht. 8.90—24.00: Tanz und Untorhaltung. Samstag 25. März Reichslender Köln 4##9: Morgenlied. 6.eö: Wiederholung d. Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. also: Knie2e beugt! 6.20: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied, Morgenrut. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.90: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Wohl bekomm's. 9.15: Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten. 9.45: Nachrichten. 10.00: Lody. Das Schicksal eines deutschen Offiziers. Hörsp. 10.30: Sendepause. 11.45: Milch in Düten. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Musik am Mittag. 16.60: Nachrichten— Glückwünsche. 16.15: Fortsetz, der Musik am Mittag. 14.90: Nachrichten— Sportvorschen 14.10: Wochenendkonzert. 15.30: Neue Bücher für unsere Jungmädel. 16.60: Sperlings bunte Bühne mit den Saarbrücker Rundfunkspatzen. 18.00: Bunte Blätter. 18.45: Eine Viertelstunde Sport. 19.00: Spiegel des Lebens. 19.10: Die WöW.=Stunde. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.10: Spaß muß sein. Ein und klingender Bilderbogen. 22.00: Nachrichten. 22.15: Deutsche Amateur=Bop meisterschaften, 9 22.35: Nachtmusik und Tanz. 24.00: Zur Unterhaltung un zum Tanz. 2.90—3.00: Tanzmusik. Deutichlandlender 6.00: Glockenspiel, Morgenrut Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie. 6.50: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes 8.00: Sendepause. 9.60: Sperrzeit. 9.40: Sendepause. 10.00:„War's nicht ein Freiherr namens Stein?“ 10.30: Fröhlicher Kindergarten 11.00: Normelfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig,„bunte Minuten Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 16.00: Glückwünsche. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei b## Drei! 15.00: Wetter=, Markt= u. Börsenberichte. 15.15: Buntes Wochenende. Anschl.:„Programmhinweise 16.00: Musik am Nachmittag. 18.00: Sport der Woche. 18.15: Musik auf dem Trauto nium. 18.80: Musikalische Kurzweil. 18.40: Mozart: Sinfonie CDur. 19.00: Deutschlandecho. 19.15: Bunte Auslese. 20.00: Kernspruch— Kurznach richten und Wetterbericht. 20.10: Schöne Melodien. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. 22.15: Deutsche Amateur=Voxmeisterschaften. 22.35: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 26.00—24.00: Wir tanzen in den Sonntag. Aus dem Heldenbuch der deutschen Ostmark— Von W. Hahn „Immer ragen aus den Gesamtleistungen einer Armee die Einzeltaten besonders tapferer Soldaten hervor, auf die jedes Heer und jedes Volk mit berechtigtem Stolz sieht. Einige dieser Ruhmesblätter aus der österreichischen Armee sollen aufgeschlagen werden. Korporal Diakowsky Bei Marengo 1800. Der österreichische General Retz geriet bei einem Erkundungsritt, kaum 150 Schritt von seiner Brigade entfernt, in feindliche Gefangenschaft. Drei französische Reiter führten den General mit sich fort, als der Korvoral Diakowsky vom Regiment Fröhlich den Vorgang bemerkte. Unerschrocken ging er sofort auf die drei französischen Reiter los. schoß den einen vom Pferde, stieß den zweiten mit dem Bajonett zu Boden jagte den dritten durch seine schnellen Angriffe in die Flucht und brachte den General Retz juhelnd zur Brigade zurück. Dieser tapfere Krieger, der sich bereits in früheren Gefechten die silberne Tapferkeitsmedaille erkämpft hatte, erhielt für die neue unerschrockene Tat, neben einem ansehnlichen Geschenk des Generals die goldene Ehrennedaille, die ihm der Freiherr von Mollers elbst an die Ehrenhrust heftete. Im Treffen bei Vallegio wurde dieser Tapfere tödlich verwundet. Ich kommandiere nicht, ich gehorche Als die Türken 1529 vor die Festung Ofen gogen verlangte die Besatzung die Kapitulation, ohne sich zu verteidigen. Beim Abzug mußte sich die Besatzung allerlei Schmähreden gefallen lassen. Ein österreichischer Soldat wurde darüber derart aufgebracht, daß er einem Janitscharen trotzig ins Gesicht sah und zu ihm sagte:„Was hast du mir vorzuwerfen? Ich kommandiere nicht ich gehorche“ Dann zog er seinen Degen and stieß ihn dem Ianitscharen durch die Brust. vohl wissend, daß damit auch sein Schicksal war. Heldentob des Dreigestirns Wenig bekannt, vielleicht schon vergessen, ist Eperseschys Heldentod, nicht weniger erhaben ind rühmlich als der des edlen Lopresti und Katkowfky. Gleich zu Beginn des Türkenkrieges hatte zieser Tapfere Proben seiner Geistesgegenwart ibgelegt. Im Juli 1788 verteidigte Everseschy git dem Fähnrich Stock und 72 Mann die Röterschanze am Vulkanerpasse. Am 9. Juli erielt er durch Kundschafter die Meldung, daß ie Türken einen Hauptangriff auf seinen Poen für den andern Tag beschlossen hätten. Everseschy sammelte sofort die Besatzung um kürten gungen.... Die ürken werden uns morgen einen heißen Tag ereiten. Heute noch wird einer von euch m Hilfe an das Hauptheer gesandt. Inzwichen wollen wir die Feinde als Männer empereer„Jch, für rgeien Teite, Orpit grbef lich, nicht zurückweichen viel weniger mein Leben durch eine schimpfliche Gefangenschaft zu erkaufen, sondern als Soldat auf dem mir anvertrauten Posten zu sterben. Wer so denkt wie ich, schwöre, daß er meinem Befehl folgen werde!“— Alle schworen, alle gelobten durch Handschlag, als treue Kameraden einander beizustehen. Durch das Los wurde einer bestimmt, den Generalmajor Brugglach von der drohenden Gefahr zu benachrichtigen. Ehe die Verstärkung herannahen konnte, war der kleine Haufen von der Uebermacht der Türken erdrückt worden. Durch türkische Gefangene erfuhren die Kameraden, daß die kleine Heldenschar den Türken einen erbitterten Widerstand geleistet hatte und keiner zu entrinnen versucht hatte, jeder starb fechtend in der Schanze, die er zu verteidigen feierlich gelobt hatte.— Loprestis Name wird neben dem von Eperjeschy immer ein Ruhmesblatt in der Geschichte des österreichischen Heeres bleiben. Dieser junge Held Leutnant beim Regiment Beligojoso verteidigte mit 23 Mann das in Serbien liegende Schloß Rama an der Donau vier Stunden lang gegen die heftigsten Angriffe von 4000 Türken am 28 Juli 1788. Nicht die Tapferkeit der Stürmenden, sondern das Zusammenbrechen der schlechten Manern öffnete den Belagrern den Weg in das Schloß. Lopresti wehrte sich mit seiner kleinen Schar die er durch sein Vorbild begeisterte. Er fiel, keiner der Seinigen wollte ihn überleben und erst nach dem Tode des letzten dieser Helden waren die Türken Herren der Ruinen.— Wie Eperieschys Heldenschar starben alle einfachen Soldaten den Heldentod. Neben den Helden Everseschy und Lopresti verdient der Rittmeister Ratkowsky vom Wurmferschen Husarenreaiment als Dritter genannt zu werden Bei dem Ueberfall von Habelschwerdt und Oberschwedeldorf durch die Oesterreicher am 18. Januar 1779 rechnete der General Wurmser damit, daß der preußische Besehlshaber von Glatz dem angegriffenen Posten Hilfe bringen würde, was auch der Fall war. Wurmser rückte den zum Entsatz heraneilenden Truppen mit drei Husareneskadrons entgegen Als die Preußen die feindliche Kavallerie erblickten, bildeten sie ein Viereck, das Wurmser vergeblich zweimal zu sprengen versuchte. Es gelang erst durch den Heldentod des Rittmeisters Ratkowfky, der seinen Leuten mit dem Rufe:„Brüder wir müssen hinein und solltet ihr den Weg über meinen Leichnam finden!“ den Weg bahnte und in den preußischen Basonetten verblutete. Fähnrich und General Nach dem Vertrag von Alessandria am 16. Juni 1800 trat das österreichische Heer den Rückmarsch aus Piemont und Genug über Piacenza und Parma nach Venetien an Das Gebiet von Parma wurde für neutral erklärt, der Durchzug durch Barma nach Tokcang den Franzosen gestattet, jedoch sollte jedesmal der Befehlshaber einer französischen Abteilung einen vom Befehlshaber von Parma, dem Feldmarschallleutnant Grafen von Mitrewsky, unterzeichneten Paß dem Führer der österreichischen Vorposten am Taro vorzeigen. Fähnrich Spannochi vom Infanterieregiment Fröhlich hatte soeben mit 36 Mann und 6 Dragonern von Erzherzog Johann den österreichischen Posten bezogen, als eine französische Armee in Stärke von 6000 Mann sich näherte. Fähnrich Spannochi ging dem Vortrab entgegen und ersuchte den französischen Offizier um Vorzeigung des österreichischen Passes. Der Ersuchte wies den Fähnrich an den General Monnier, der das französische Heer befehligte. Monnier staunte beim Anblick des kleinen österreichen Vorpostens, der ihn aufhalten wollte und erwiderte trotzig:„Wir brauchen keinen fremden Paß!“ Spannochi berief sich auf den Vertrag, auf seine Pflicht, die der General wohl kenne und ehren müsse und bat ihn, nur so lange zu warten, bis der nach Parma gesandte Dragoner mit der Antwort des Feldmarschallleutnants Grafen von Mitrowsky zurückkomme. Der französische General spottete:„Der Sieger läßt sich keine Gesetze vorschreiben" und war im Begriff, sein Pferd gegen die Mannschaft zu lenken, um„Marsch!“ zu befehlen, als der Fähnrich sich ihm entgegenwarf: Herr General! Als Mann von Ehre dürfen Sie sich nicht hinter Ihrer Truppe verbergen. Bestehen Sie auf Ihrer Forderung, so lasse ich auf Sie feuern. Ich und meine Soldaten werden zwar niedergemetzelt, aber Sie, Herr General, fallen gewiß zuerst, denn von den 36 Kugeln wird eine treffen.“ Diese Festigkeit verfehlte ihre Wirkung nicht. Der General lächelte gezwungen:„Ich sehe wohl. Sie wollen meiner Truppe etwas Ruhe verschaffen.“ Erst als der an den Besehlshaber, Grafen von Mitrowsky, gesandte Dragoner mit der Antwort zurückkehrte, setzte die französische Truppe ihren Marsch fort. General Monnier war einsichtig genug, um die Tat des unerschrockenen österreichischen Fähnrichs zu würdigen. In Gegenwart einiger Generäle und Offiziere sagte er zu dem Grafen Mitrowsky:„Der Offizier Ihres Vorpostens ist zwar noch ein junger, aber vortrefflicher Offizier, ein Mann voll Entschlossenheit und voll Ehrgefühl und streng in der Erfüllung seiner Dienstpflicht." Die Weide von Aberklaa In der Schlacht bei Wagram am 6. Juli 1809 wurden dem Grenadier=Oberleutnank Joseph von Ostermann beide Schenkel durch eine Kugel zerschmettert. Einige Soldaten wollten ihn aus dem Getümmel tragen, aber er sagte:„Ich danke Euch, liebe Kameraden, doch was nützt es, mich auf den Verbandvlatz zu tragen! Kein Arzt kann mir helfen. Tragt mich unter den Baum dort, da werde ich im Angesicht der Schlacht sterben.“ In der Nähe von Aderklag am Rußbach steht eine Weide, unter der dieser tapfere Offizier ruht. Ehrliche Gegner Zum Abschluß unseres Blättchens im Heldenbuch der österreichischen Truppen eine geschichtliche Begebenheit, die die gegenseitige Lichtung Joseph II. wußte die Verdienste preußischer Feldherren zu schätzen. Während des österreichischen Manövers 1776 wurde der Verlauf der Schlacht bei Prag vom 6. Mai 1757 an der gleichen Stelle, an der sie stattgefunden hatte, übungsmäßig wiederholt. Es war die Schlacht in der der dreiundsiebzigjährige Feldmarschall von Schwerin erschossen wurde, als er, die Fahne in der Hand, sein Regiment wieder ins Feuer führte. Nach Beendigung der Uebung sagte der Kaiser:„Nun müssen wir dem Schwerin die letzte Ehre erweisen.“ Sodann trat er mit seinen Generälen an die Stelle, wo Schwerin gefallen war, ließ die Armee ein Viereck bilden und dem Gefallenen zu Ehren aus den Gewehren und den Geschützen eine dreimalige Salve abgeben. Dem preußischen General wurde an der Stelle, der Marienschanze, ein Denkmal errichtet. Zwei Frauen an einem Tage — und doch frauenlos Moslems, so meint man häufig hätten es in der Frauenfrage leichter als unsereiner. Das dürfte nun doch nicht ganz der Fall sein, denn erstens ist auch der Moslem an vorsorgliche Gesetze und ordnende Vorschriften gebunden, sofern er sich ein Weib nimmt oder nehmen möchte, und zweitens haben auch die moslemitischen Frauen und Jungfrauen ihre Köpfchen. In einer modernen Zeit wie heute verstehen sie daher auch ihren Willen zu bekunden. Schließlich spielt auch die Einstellung der manchmal mit Recht sehr entgegenkommend und nett empfundenen, hin und wieder aber nicht sehr geschätzten Verwandtschaft der Auserkorenen eine Rolle. Das mußte vor einigen Tagen der jugoslawische Moslem Ago Vasjic in aller Deutlichkeit erfahren. Da er mittlerweile im 29. Lenze stand, kam er zu dem Entschluß, sich ein Weib zu suchen. Er fand auch eine Schöne und brachte nun die ihm vom Scheriatsgericht angetraute Frau auf seinen Hof. Anschei war die junge Frau von dem neuen Mitst nicht sonderlich entzückt, denn schon eine Stun de später verschwand sie buchstäblich bei Nacht und Nebel. Ago war weniger betrübt als verärgert, er dachte aber nicht im geringsten daran, die Entlaufene suchen zu gehen, sondern ging kurz entschlossen in die nächste Nachbarschaft, um sich dort eine Frau zu holen. Er fand dort auch ein Mädchen, das ihm willig in sein Heim folgte. Die Freude wehrte aber nicht lange, die Angehörigen der zweiten Frau hatten mittlerweile in Erfahrung gebracht, daß die angetraute Frau nach einer knappen Stunde Eheaufenthalt auf und davongegangen war, demnach die zweite in nicht gerade besonders geordnete Verhältnisse gekommen war. So entschied den der Rat der Verwandtschaft, das Mädchen zurückzuholen. Das geschah dann aug Man entführte, ohne daß Ago irgend etwas gemerkt hätte, die zweite Gattin, und nun sie# der gute Ago zu Hause und trauert über seie der gute Schicksal.