— 45####(einschl. Trägerlohn). Postbezug monatl. R.# 2.— und Oet De Bebernadudterbihrt uncel. Einzelnummer 10###. Druck u. Verlag: Hans Linner, vorm. Carl Braus, Schwerte Tageblatt für die Htadt Schwerte, die Nr. 55 Amdter Weschosen? Ergste. Einzige in Lchwerte gedructte Tageszeitung Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 mm breit) 6 9## gseh, Verriebstsrung, hervorgegsge, dur H.##h. Sewalten, Abernehmen seiz; keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen der Heilung kann auch, kei ner Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden.— Fernr. 227 „Eltnes zeigl ihr wahrte Gesicht Rückfall in alte Methoden- Heuchelei und Taktik Versehwendul Unser Alltag kritisch beobachtet London, 4. März. Von Zeit zu Zeit erhebt sch in der englischen Oessenthacßze dtz, iur B lonialen Vertellung und Rückgabe der deutschen Kolonien unerläßlich sei. pörte Erwiderungen links gerichteter Politker und Publizisten anz, ge##e###. teil nachzuweisen suchen und ser.n, ergunken an die Rucgabe der deutschen Kol sonders von Deutschland, en Persihr Pe aleseluis ganer Vereitfsäk cher schränkungslos“ über jede Frage in formelle aber bo Berhanblung tege. schränkt sein dürfte. Dieser Vorbehalt dient zum Gegenstand eines Kubhandels zu machen, mit anderen Worten: man belastet Die„bewährte“ Gen sicher vermieden, fnhjäzlichen wie rach der wohl nach der grunosuslichen wie nach der konkreten Seite zu binden...——„Dail, In den letzten Tagen hat nun der Erpreß;, das Zweieinbaltmilignen= Bgtt Lord Feaverbrols, Die u. iut sehr nach, Deutschland geraubten Kolonien drücklicher Form gefordert. Heute ist es die„Times“. die mit unangemessenem Hochmut, leicht tantenhaft, und mit jener tyvisch angelsächsischen Haltung, die hinter allgemeinen Phrasen den Mangel Bereitschaft, das Thema ernst anzufassen, zu verstecken versucht, die englische Stellungnahme zu dem Kolonialproolem legt. Großbruannien habe als erste Macht— so schreibt das Blätt— die Berechtigung von Ansprüchen auf Zugang zu den Rohprodukten der tropischen Länder anerkannt. Die Kolonial= mächte würden stets derartige„legitimen Wünsche“ in Rücksicht ziehen, das ganze Problem müsse unweigerlich eines Tages in ternational zur Debatte kommen. Die Kontrolle der tropischen Ueberseegebiete sei aber„nicht durch Zufall und allein durch Gewalt“ in die Hände der Kolonialmächte gelangt, sondern vielmehr in einer„normalen Entwicklung“ in den Besitz der seefahrenden Völker gekommen, zu denen die„Times“ Spanien. Portugal, Holland, Frankreich und Großbritannien zählt. Diejenigen Völker, die die Meere nicht befahren hätten, hätten auch keine Kolonien gewonnen. Das Blatt entwickelt sodann die reichlich eigenartig anmutende These, daß die großen Kolonialmächte die Kolonien nur als Treuhänder der Eingeborenenbevölkerung verwalten und das britische Kolonialsystem auf dem Gedanken der Treuhänderschaft aufgebaut sei, was schon durch die Vielgestaltigkeit des britischen Kolonialsy: stems widerlegt werden kann. In Wirtlichkeit ist es so, daß nur die wenigen Kolonien, die arm an Rohstoffen find, die angelsächsische Erobererhand weniger hart spüren als solche, in denen was zu„holen“ ist. Hier sind die Eingeborenen von jeder Verwaltung ausgeschlossen und nur Mittel für Handels= und machtpolitische Zwecke. Die„Times“ zieht es daher auch vor, keinerlei konkrete Unterlagen für ihre„kühne These“, die die Tatsachen auf den Kopf stellt, zu liefern. Die„Times" macht dann eine auf dem Verhandlungswege zu erreichende Neuregelung der Kolonialfrage von zwei Bedingungen abhängig: 1. Der Grundsatz der Treuhänderschaft für die Eingeborenenbevölkerung müsse bei der Neuregelung als maßgebend verlangt werden. 2. Alle Handelsschranken sowie schwarze Armeen und Flottenbasen müßten beseitigt und der europätsche Handel auf einer breiten Basis nach einem einheitlichen System reorganifiert werden.„ Was zu diesem zweiten Puntt Frantreich sazen wird, dessen Kolonien in erster Linie Reervoirs für die französische Armee sind, dürfte sehr interessant zu hören sein. Im übrigen sind diese von der„Times“ gestellten„Bedingunggen“ einer Neuregelung der Kolonialfrage ein derart sonderbares Gemisch von moralischen, politischen, militärischen, wirtschaftlichen und handelspolitischen Forderungen, daß wohl das Blatt selbst kaum glauben dürfte, dieses Sammelsurium aus kaltschnäuziger Ueberheblichkeit und taktischen Erwägungen könnte als Voraussetzung einer Lösung der Kolonialfrage hingestellt werden. Mit keinem Wort erwähnt die „Times“ die Tatsache, daß der deutsche Anspruch auf Rückgabe der Kolonien nicht volitischer Natur ist, sondern daß das moralische Recht Deutschlands auf die Rückgabe seiner Kolonien von niemand mehr angezweifelt werden kann. Die„Times“ behandelt die Kolonialfrage heute als ein— zudem noch schmutziges und unehrliches politisches Geschäft. Es bleibt vor allem unklar, wie weit die von der„Times" erwähnten Prinzipien sich nur auf die Zukunft oder auch auf die geltende tische Gegenwart beziehen soll und ob damit auch alle britischen Flottenbasen in Uebersee abzuschaffen knd. Vbit I7gper D Eimes= Förtationserzeugnissen per„Times“ fö dert man selbstverständlich nicht die Lösung dieses dringenden Problems, sondern man erschwert sie nur. Was das Blatt Zäzung augint, ist also als die Absage einer Bofung aufzufassen und stellt zudem einen schlimmen Rückfall in Methoden dar, die eigentlich als überholt gelten sollten. Neulich bin ich in Gefahr geraten, für einen Geizkragen gehalten zu werden. Das kam sor Meine Waschfrau, eine tüchtige und fleißige Frau, die zu Hause nicht nur ihren vier Kindern eine prächtige Mutter ist, sondern darauf sieht, daß sie das bei einer solchen Familienzahl stets zu knappe Wirtschaftsgeld durch eigener Hände Arbeit vermehrt, hatte dagegen aufbegehrt, als ich ihr sagte, sie verbrauche zu viel von den Waschmitteln. Bei mir wäre es doch gleich, meinte sie, ob die Wäsche nun 10.50 oder 11 Mark koste. Wenn die Männer waschen müßten, würde sicher noch viel mehr Geld unnütz ausgegeben werden. Wir wollen hier nicht untersuchen, ob diese geringschätzige Bewertung des sogenannten starken Geschiechts begründet ist. Das Streitgespräch endete jedenfalls mit meiner Rehabilitierung, und weil dieses Gespräch mit einer so gescheiten Frau, die es versteht, aus jedem Pfennig zwei zu machen, symptomatisch für gewisse falsche Ansichten zu sein scheint, wollen wir uns hier mit ihm beschäftigen. Selbstverständlich, hatte die Frau ganz recht, daß es auf die—####. nicht ankomme. Aber sie hatte eines nicht bedacht: daß es sich gar nicht um diese 50 Pfg. handelt, sondern um große und wichtige Zusammenhänge der Volkswirtschaft. Nicht, daß sie von einem Waschmittel für 5 Pfg. mehr nahm, war der Anlaß zum Einspruch gewesen. sondern daß sie fünf Gramm zu viel nahm. Die modernen Waschmittel sind nämlich nur dann wirkliche Helfer, wenn man ihre Gebrauchsanweisungen aufs Wort genau beachtet. Tut man das nicht, so wirft man nicht nur 5 Pfg. zum Fenster hinaus, sondern verschleudert sein Vermögen, weil man die Lebensdauer seiner Wäsche stark herabsetzt. Ob in einem Haushalt aber die Wäsche nach zwei, fünf oder zehn Jahren erneuert werden muß, ist eine Sache, die die Allgemeinheit sehr viel angeht. Es weiß heute jedes Kind, daß die Textilroh= stoffe nur zu einem Teil im Inland erzeugt werden, zu einem immer noch beträchtlichen Teil aber unsere Devisenbilanz erheblich belasten. Wenn einer mit 120 Sachen über die autobahn braust, so daß das Teilen zittert und die Reifen sich abradieren. so mag das seiner Freundin oder Braut geI waltig imponieren. Uus imponiert das nicht. Wir hören es dem gequälten Motor an, daß 1 er nur für ein 80=Kilometer=Tempo gebaut holt gelten sollten. Seurschians mayieden und wird ieden Dr. Goebbels zur Eröffnung der Leipziger Messe Leistungsschau der beuischen Wirtschaft Machtstellung steht Sie dur Leipzig, 5. März. Anläßlich der Leipziger Frühjahrsmesse hielt Reichsminister Dr. Goebbels eine Rede, in der es heißt: Es ist nicht eine ohne weiteres verständliche Tatsache, daß die Wir g##ge wirtschaftlichen Dinge, um die die Völker sich am meisten zu bekümmern bfleden, Per gig hür auch au metsten Lebensinteressen ver Völler sten berühren. Trotzdem aber kann es nicht bezweifelt werden, daß vor der Wirtschaft Politik das Primat der Führung in Staat und Volk für sich beauspruchen muß. Die Wirtschaft ist uur ein Funktion des gesamtpolitischen Lebens, und gerade das deutsche Beispiel beweist#r Eenüge, daß jede negative und positive Entwicklung auf wirtschaftlichem Gebiet immer in engstem Zusammenhang mit der politischen Drachrseuung srgg, die der jeigeils davon betroffene Staat oder das jewein oavon verrofter Nanh dustort. Aus diesen Erwägungen wr zo euggch schließen, daß die Wirtschaft,.v. sie sich im einzelnen auch geben und entwickein mag, trotzdem in engstem Kontakt mit der Politik steht und stehen Wirtschaft und Macht zwei Dinge sind, die sich im Leben des Volkes zu ergänzen haben, wenn anders nicht mit dem Verlust der Macht die Freiheit und die Entwicklungsfähigkeit der Wirtschaft aufgegeben und verloren werden Für Deutschlaud sund umso zwingender, abs sich zu hekamntich### deutsche Volk ökonomisch in tuation befindet, die Heengter ist als die aller anderen europäischen, Bösler. Wir kaum noch in der Lage, das veursche Vorr mit den notwendigsten Nahrungs=, Lebens= und Genußmitteln seines Hglicheg. Sehrruchs## versorgen. und zwar tiegt oud nicht daran, (Fortsetzung zweite Seite.). #t, und wir sehen den kostbaren Kraftstoff nutzlos vergeuden. Wenn das Unternehmen X. in seinem Betrieb 150 Gefolgschaftsmitglieder zählt, obwohl es seinen Betriebszweck mit 144 erreichen könnte, so war das früher lobenswert. Heute jedenfalls ist es Verschwendung. Auch der Schuhmachermeister, der sich redlich abmüht, aber dennnoch nicht einen genügend grohen Kundenkreis erlangen kann, um davon sein Auskommen zu haben, interessiert uns als Problem der Verschwendung. Ueberall da, wo entweder ein zu großer Einsatz von Produktionsmitteln und Arbeitskräften erfolgt oder diese ungenutzt gelassen werden, treiben wir Verschwendung. Ueberall da, wo Dinge der Abnutzung unterworfen sind, treiben wir Verschwendung, wenn wir diese Abnutzung über das erforderliche oder natürliche Maß hinaus steigern. Ein Volk, das auf einem beschränkten Lebensraum zu leben gezwungen ist wie das unsere, lann es sich nicht leisten, Verschwender zu dulden. Wir können uns hier nicht biino auf das sogenannte freie Spiel der Kräfte verlassen. wir müssen selber planend eingreifen, denn die Verschwendung schädigt nicht nur den Verschwender selbst, den gewöhnlich am wenigsten. sondern das ganze Volk. Aus dieser Einstellung heraus kommen wir dazu, es nicht mehr der freien Entschließung des einzelnen zu überlassen, welche Bedürfnisse er befriedigen will und wie er sie befriedigen will. Wir verlangen, daß er sich einordnet in das große Ganze. Aus diesem Grunde ist es uns auch nicht gleichgültig ob ein einzelner sich für diesen oder jenen Beruf entscheidet oder sich durch diese oder jenTätigkeit gerade über Wasser hält. Wir können uns in keinem Falle auch nur die geringste Verschwendung erlauben und wir verlangen deshalb von jedem, daß er seine Handlungen danach ausrichtet und seine Bedürfnisse darauf einrichtet. Wir haben nicht umsonst an die Spitze unseeer Ausführungen ein Beispiel aus der Hauswirtschaft gestellt. Gerade auf diesem Gebiet gibt es noch vieles abzuändern. Durch die Hand der deutschen Hausfrau fließt der größte Teil des Milliardenstromes des deutschen Volkseinkommens. In ihre Hand ist es gegeben, ob wir die beste Verwendung dieser ungeheuren Summen erreichen können oder nicht. Wenn gesagt wird, daß die Männer zwar den Staat aufbauen, die Frauen ihn aber erhalten müssen, so trifft das insbesondere auf das ureigenste Tätigkeitsbereich der Frau, auf den Haushalt, zu. Hier gibt es überall geringfügige Quellen der Verschwendung, die— zusammengenommen— zu einem reißenden Strom werden. Deshalb hat der nationalsozialistische Staat sein Hauptaugenmerk mit auf die Erziehung zur Hausfrau gelegt. Deshalb sind eine Reihe bedeutungsvoller Einrichtungen geschaffen worden, die der Hausfrau helfen sollen, daß #ie wirklich haushaltet. Sage deshalb keine, daß es auf die paar Pfennige, die sie ersparen könnte, nicht ankomme. Es gibt etwa zwanzig Millionen Haushaltungen in Deutschland. Wenn auch nur ein Drittel von ihnen jede Woche eine Mark verschwendet, d. h. Werte ln dieser Höhe nutzlos vertut, dann sind das im Jahre bereits über 300 Millionen Reichsmark, und solche Zahl sollte doch zu denken sebert Marschall Badoglio ist nach kehr aus Libyen von Mussolini emp jugen worden und hat ihm nach einer amtlichen Mitteilung einen ausführlichen über die Verteidigungsmaßnahmen und=anlagen an der Westgrenze Libyens erstattet. Reichsleiter Dr. Ley empfing am Samstag Vizeadmiral von Trotha zum Abschluß. Abkommens für die Förderung des Segebsports. 8 (Fortsenung von der 1. Seite.) daß wir dafür nicht genügend Fleiß, Intelligenz und Betriebsamkeit aufwendeten, sondern es liegt ausschließlich daran, daß das deutsche Volk bei der Verteilung der Schätze und Güter dieser Erde zu kurz gekommen ist. Es gehört zu den sogenannten Habenichtsen. Deshalb hat sich die deutsche Staatsführung, die ja zweisellos die Aufgabe hat, diese entscheidenden Fragen unseres nationalen Lebens zu einer befriedigenden Lösung zu führen, auch gezwungen gesehen, gerade im Hinblick auf die Beengtheit unserer ökonomischen Lage eine Reihe von unpopulären Maßnahmen zu treffen, die vielfach von der Oeffentlichkeit nicht verstanden wurden, die aber umso notwendiger und unumgänglicher wurden, je schwieriger die Situation war, in der sich Deutschland wirtschaftlich besand. Es ist vom Standpunkt der westlichen Demokratien aus außerordentlich einfach, an diesen Maßnahmen hämisch und überlegen Kritik zu üben. Die Demokratien sind meistens in der glücklichen Lage, über große Reichtümer, Rohstoffe und ausgedehnte Kolonialgebiete zu verfügen. Sie können ihre Völker aus ihrem eigenen Besitztum heraus ernähren, und sie brauchen dabei nicht einmal eine überragende Intelligenz oder einen außerordentlichen Fleiß anzuwenden. Auch kritischen Stimmen im eigenen Lande gegenüber müssen wir Nationalsozialisten immer wieder darauf verweisen, daß wir an diesem beklagenswerten Zustand keinerlei Schuld tragen. Denn nicht wir Nationalhaben den Krieg unter ungünstign Voraussetzungen über uns hereinbrechen lassen, ihn politisch denkbar schlecht geführt und verloren, nicht wir haben den Versailler Vertrag, den Dawesplan und den Youngvertrag unterschrieben, nicht wir haben von 1918 bis 1933 eine Politik betrieben, die zum vollkommenen Ruin unseres wirtschaftlichen und inanziellen Lebens führen mußte und praktisch auch geführt hat. Wir haben nur die weniger populäre Aufgabe, diesen Zustand zu überwinden. Wir unterziehen uns dieser Aufgabe mit höchster politischer Leidenschaft, mit fsanatischem Fleiß und mit einem nationalen Pflichtbewußtsein ohnegleichen. Wir also haben alle Veranlassung, auf unsere Leistungen auf wirtschaftlichem Gebiet, sie mögen in dieser oder jener Hinsicht auch noch nicht voll befriedigend sein, stolz zu sein und das deutsche Volk immer erneut aufzurufen und zu ermahnen, uns dabei zu helfen, die ständig neu auftauchenden Schwierigkeiten zu überwinden. Der deutsche Standpunkt den gesamten Fragen unserer nationalen und der internationalen Wirtschaft gegenüber kann etwa folgendermaßen umrissen werden: Die Lebensnotwendigkeiten der Völker sind wichtiger als widernatürliche und unzeitgemäße Wirtschaftsideologien. Europa ist mit theoretischen Programmen nicht mehr zu helfen. Eine gesunde und organische Praxis muß ihre ruinöse Wirksamkeit ersetzen. Unser wirtschaftliches Programm ist deshalb der gesunbe Menschenverstand. Deutschland muß leben und wird leben. Ein 80=Millionen=Volk mitten im Herzen von Europa kann nicht einfach aus der Liste der anderen Völker gestrichen werden. Man kann sich auch nicht über den offenbaren Spannungszustand hinwegzureden versuchen dadurch, daß man einfach die Völker in Habende und Habenichtse einteilt, diese Tatsache schweigend und wie selbstverständlich zur Kenntnis nimmt und keinerlei Anstalten macht, sie irgendwie zu ändern. Es sind deshalb auch alle internationalen Absperrungen gegen einen gesunden Leistungsaustausch mit Deutschland sinnlos, um nicht zu sagen politisch verbrecherisch. Denn was sollen wir Deutschen denn überhaupt anders tun, wenn wir leben wollen? Wir besitzen noch keine Kolonien, aus denen wir unseren Rohstoffbedarf decken können Auch unser Raum ist nicht weit genug, um die Ernährung unseres Volkes sicherzustellen. Den Export sucht man uns in der übrigen Welt nach Möglichkeit abzuschneiden. Will man also Deutschland den guten Rat geben, in Ehren zu verhungern, und glaubt man im Ernst, daß ein Volk von 80 Millionen sich schließlich d mit abfinden wird, daß seine Basis zum Leben und zum wirtschaftlichen Leben zu eng ist und nicht ausreicht, um ihm sein tägliches Brot zu geben? Deutschland hat nun jede Gelegenheit benutzt, seine Bereitschaft zum Eintausch fehlender oder mangelnder Güter und Stoffe der Welt zur Kenntnis zu bringen. Aber es ist doch ein fast selbstverständliches Lebensrecht der deutschen Wirtschaft, daß wir angesichts der Beengtheit unserer finanziellen Lage keinesfalls mehr einführen dürfen, als wir ausführen können. Also folgert daraus bogisch, daß Deutschland nur so viel im Ausland zu kaufen in der Lage ist, als ihm an entsprechenden hochwertigen deutschen Erzeugnifsen abgenommen wird. Versuchen wir diese Frage ganz abseits von politischen Machtverhältnissen zu untersuchen und zu lösen, so kommen wir hier zu einer durchaus fairen und anständigen Verständigungsmöglichkeit. Sie ist der Welt noch einmal in der Rede des Führers vom 30. Januar 1939 vor dem Deutschen Reichstag gezeigt worden. Es ergibt= sich daraus für uns nicht nur die Notwendigkeit des Exports, sonbern auch der unerbittlichen Entschlossenheit zur Steigerung der deutschen Warenausfuhr. Denn Deutschland muß 140 Bewohner auf einen Quadratkilometer im eigenen Lande ernähren. Andere Länder, die in dieser Beziehung viel glücklicher daran sind und sich deshalb auch den Luxus einer demokratischen Staatsführung leisten können, zählen bis zu zwölf und dreizehn Millionen Arbeitslose. In Deutschland ist demgegenüber ein sich ständig steigernder Arbeitermangel festzustellen. Wie also würden wir erst solche Länder zur Blüte bringen, die heute von der Unfähigkeit der Demokratie verwüstet werden? Unsere wirtschaftlichen Pläne und Erfolge sollen nun wieder einmal auf der großen Leistungsschau der deutschen Wirtschaft, der Leipziger Frühjahrsmesse, vor aller Welt gezeigt und ausgebreitet werden. Die Leipziger Messe übertrifft alle gleichartigen und verwandten Veranstaltungen der Erde an Umfang, Vielseitigkeit und Qualität. Sie ist ein Treffpunkt der Kaufleute aus allen Ländern und sie beweist schon damit, daß das uns vielfach nachgesagte Bestreben nach einer rein autarkischen Wirtschaftsführung in das Reich der Fabel gehört. Soweit Deutschland sich wirtschaftlich autarkisch einstellt, ist es durch die Beengtheit seiner Lage und durch die drängende Lebensnotwendigkeit des deutschen Volkes dazu gezwungen. Im übrigen aber versucht die deutsche Wirtschaft, die ökonomischen Probleme mit einer Weltoffenheit ohnegleichen zu lösen. Die Leipziger Messe bietet dafür ein großartiges Betätigungsfeld. Hier werden Geschäftsverbindungen und Geschäftsabschlüsse ungewöhnlich leicht gemacht, und daraus auch ist es zu erklären, daß der Aufschwung der Leipziger Messe in den vergangenen Jahren ein geradezu frappierender ist. Im Jahre 1914 zählt die Leipziger Messe 4243 Aussteller und 20000 geschäftliche Besucher, im Jahre 1938 zählt sie 9512 Aussteller mit ca. 300000 Besuchern. In diesem Jahre zählt sie 9800 Aussteller aus 28 Ländern und aus 70 Ländern Anmeldungen von Einkäufern. Während die Umsätze im Jahre 1934 rund 150 Millionen Reichsmark betrugen, betragen sie im Jahre 1938 543 Millionen RM., und während die ausländischen Aufträge im Jahre 1934,37 Millionen RM. betrugen, betragen sie im Jahre 1938 174 Millionen RM. Es ist das ein Beweis mehr gegen die auch hier und da im eigenen Lande von besserwissenden Intellektuellen oder Kathedertheoretikern gegen unsere wirtschaftspolitischen Grundsätze erhobenen Einwände. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auch ein paar Worte über die so überaus befruchtende Auswirkung des Vierjahresplans im Rahmen der gesamtdeutschen Wirtschaft sprechen. Der Vierjahresplan hat seiner ganzen Anlage nach den Sinn, die deutsche Wirtschaft möglichst unabJängrs von den Rohstoffzufuhren aus dem Ausland zu machen. Nun ergibt sich hier aufs neue die Schwierigkeit, daß mit fortschreitender Lösung dieser Frage sich wiederum ein fortschreitender und zunehmender Bedarf auf allen Gebieten unserer Rohstoffversorgung bemerkbar macht, daß also gewissermaßen der Vierjahresplan eine Aktion darstellt, deren Resultate durch die Entwicklung selbst immer wieder eingeholt werden. Es muß auch in diesem Zusammenhang gewarnt werden, etwa die Güte, Brauchbarkeit und Zweckmäßigkeit der deutschen Werkstoffe anzuzweiseln. Es handelt sich hier keineswegs um Ersatz. Es sind nicht nur gleichwertige, sondern meistenteils viel leistungsfähigere Güter aus neuen Stofsen hergestellt worden. Das drängendste Problem der deutschen Wirtschaftsführung ist der ständig zunehmende Menschenmangel, der sich überall bemerkbar macht. Die Kardinalfrage des Jahres 1933 ist damit ins Gegenteil umgekehrt worden. Während wir damals nicht wußten, wo wir die arbeitswilligen Kräfte in Arbeit bringen sollten, wissen wir heute nicht, woher wir die uns fehlenden arbeitsfähigen Kräfte nehmen sollen. Das erfordert eine großzügige Nationalisierung des gesamten deutschen Wirtschaftsprozesses. Sie wird mit nationalsozialistischer Gründlichkeit durchgeführt. Das deutsche Wirtschaftsleben hat einen Aufschwung ohnegleichen genommen. Wenn wir uns dabei auch mit groben Schwierigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet auseinandersetzen müssen, so liegt das an der anderen Völkern gegenüber fast hoffnungslos erscheinenden geographischen und raumpolitischen Lage, in der das deutsche Volk sich befindet. Aber wir haben die sichere Gewißheit, daß es deutschem Fleiß und deutscher Genialität immer wieder gelingen wird, alle neu auftauchenden Probleme zu lösen. Und zwar werden sie, wie das seither bei uns Sitte war, mit nationalsozialistischer Tatkraft und Festigkeit gelöst. Dafür bürgt uns der Name und das Programm des Führers." Auch sie starben für Deutschland Feierstunde in Kaaden- Henlein ehrte die Helden des 4. März 1919 Kaaden, 4. März. Der erste 4. März in der befreiten Heimat ist keine sudetendeutsche Angelegenheit, sondern Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes geworden. Zum ersten Male durften vor allem die Sudetendeutschen für ihre Toten des 4. März 1919 eine Feierstunde gestalten, an der alle Volksgenossen teilnahmen, die Brüder aus dem Altreich und der Ostmark ebenso wie die Volksgenossen jenseits der Reichsgrenzen. Im Mittelpunkt dieser Weihestunde des ganzen deutschen Volkes stand das nordwestböhmische Städtchen Kaaden, wo am 4. März 1919 25 deutsche Menschen für Recht und Freiheit ihr Leben lassen mußten. Um 17 Uhr traf Gauleiter Konr. Heulein mit seiner Begleitung von Reichenberg kommend vor dem alten gotischen Rathaus in Kaaden ein. Um 17 Uhr 55 Minuten, zur selben Stunde. wo vor nun genau zwanzig Jahren tschechische Legionäre das mörderische Feuer gegen wehrlose deutsche Menschen eröffneten, legte der Gauleiter am Ehrengrabe der Gefallenen auf dem stillen Friedhof vor der Stadt einen Kranz nieder. Im stummem Gedenken verweilte der Gauleiter lange am Grabe und geüte die toten Helden. Um 22 Uhr begann der Aufmarsch der Formationen zur Totenfeier. Um 22.15 Uhr war der Aufmarsch der Kolonnen beendet. Schweigend füllten Zehntausende den weiten Marktplatz in Kaaden. der von Tausenden von Fackeln umrahmt war. Gegenüber der Ehrentribüne, auf der die zahlreichen Ehrengäste und die Anverwandten der Gefallenen des 4. März Platz genommen hatten, stand eine Abteilung der Wehrmacht. Hinter ihr die Formationen der Bewegung. Um 22.30 Uhr erklangen die Glocken der Alten Kirche. Gauleiter Kour. Henlein schritt sodann unter dem Spiel des Musikzuges die Front der Formationen ab und begab sich auf die Tribüne. Unter den maßgebenden Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht sah man den Stellvertretenden Gauleiter Karl Hermann Frank, die Regierungspräsidenten von Aussig und Karlsbad, Hans Krebs und Dr. Sebekowski. Die Totenmusik von Stögbauer leitete die Totenfeier ein. Gaupropagandaleiter Franz Höller verlas dann den Aufruf, den die deutsch=böhmische Landesregierung zum 4. März 1919 erlassen hatte und in dem die Sudetendeutschen aufgerufen wurden, den Tag der ersten Sitzung des Volkshauses der DeutschOesterreichischen Republik, in dem alle Stämme außer Deutsch=Böhmen vertreten waren, mit einer allgemeinen Arbeitsruhe zu seiern. Die Demonstrationen sollten eine flammende Anflage gegen die Gewalt sein, mit der man deutches Recht zu brechen suchte. Gaupropagandaleiter Höller verlas dann die Orte der Kundgebungen, und die Hitler=Inzend antwortete mit der Zahl der Opfer, die dort am 4. März gefallen waren, und legte die gleiche Anzahl Fackeln vor dem Ehrenmal zegenüber der Tribüne nieder. Nach dem Liede „Wir heben unsere Hände" sprach Gauleiter Konrad Henlein. Er sagte in seiner Rede zum Schluß:„Die Toten des 4. März standen uns durch zwei Jahrzehnte im Kampfe zur Seite. Wo sich Müdigkeit und Verzagtheit einschleichen wollte, mahnten sie durch ihr Opfer, das nicht umsonst sein durfte. Viele sind seither noch für unser Recht und unsere Freiheit gefallen. Alle Blutopfer des zwanzigjährigen Freiheitskampes treten zu euch in eure Reihen. Ihres Opsers wird mit uns das ganze deutsche Volk alljährlich am Tage seiner Helden gedenken: denn wer für Deutschland fiel, lebt ewig im deutschen Volke.“ Am Schlusse seiner Rede grüßte Konrad Henlein den Führer und Befreier der Sudetendeutschen und gelobte neue Treue zum Führer, Volk und Reich. Mit den Liedern der Nation wurde die eindrucksvolle Feier geschlossen. Derd Reosedei tunnre nicht kassen Lügen sollen beweisen- Neuer Erguß im alten Stil Newyork, 4. März. In Gegenwart des Obersten Gerichtshofes, des Kabinetts und des Diplomatischen Korps fand am Sonnabend eine gemeinsame Sitzung beider Häuser des Bundeskongresses zur Feier des Tages statt, an dem vor 150 Jahren die Bundesverfassung in Kraft getreten war und das Bundesparlament sich zu seiner ersten Sitzung zusammengefunden hatte. Präsident Roosevelt hielt die Festrede, die— wie nicht anders zu erwarten war— in ein eintöniges Loblied auf die Demokratie ausklang. Er hütete sich dabei allerdings sorgfältig, die Frage zu behandeln, ob sich das sogenannte demokratische System in diesem Zeitraum bewährt hätte und ob es nicht nur den Theoretikern, sondern auch dem amerikanischen Volk Glück, Zufriedenheit und Wohlstand gebracht hatte oder auch nar in Zukunft bringen werde. An Stelle dieser zweifellos wichtigen Erwägungen stieg Roosevelt wieder auf das hohe Roß verbohrter Polemik und warf den volksregierten Staaten vor, daß sie „unfrei“ seien. Unfrei deshalb, weil ihre Vertreter wohl nicht nur bestimmte Cliquen, sondern das ganze Volk repräsentierten Roosevelt beschäftigte sich mit der vom ersten Bundeskongreß in der Verfassung niedergelegten Grundrechten, der sogenannten„Bill of rights". Dabei hob er besonders die Freiheit der Versammlungen und die Möglichkeit von Bittgesuchen(!) an den Bundeskongreß hervor. Jeder Parlamentarier in Washington, so erklärte er, könne anhand von Briefen und Telegrammen bezeugen, daß von diesen Rechten reichlich Gebrauch gemacht werde. Ferner verwies Roosevelt auf die unbeschränkte Redefreiheit und die sogenannte Pressefreiheit,„die von der Regierung nie unterdrückt werde". Selbstverständlich verschwieg er auch hier das unsichtbare Wirken übermächtiger Faktoren, die die sogenannte Pressefreiheit in den Vereinigten Staaten erledigt hatten. Schließlich ging Roosevelt von Verdrehungen und merkwürdigen„Auffassungen" zu glatten Lügen über. Er log, daß in den volksregierten Staaten die Religion verfolgt werde, so daß niemand „Gott auf seine Weise ehren“ könne. Er baute bei dieser unverfrorenen Behauptung offensichtlich auf die Unkenntnis des amerikanischen Volkes, das infolge der von ihm so gerühmten „Pressefreiheit“ selten in der Lage ist, Lügen zu kontrollieren, weil die Blätter unter dem Druck der erwähnten übermächtigen Faktoren nur Zerrbilder der wahren Lage veröffentlichen dürfen. * Stolz zählt Herr Roosevelt die Freiheiten auf, an denen in seiner Demokratie nicht gerüttelt werden darf. Dem Amerikaner steht es frei, verkündet Roosevelt, Petitionen an den Budeskongreß zu richten. Gewiß, wir glauben ihm aufs Wort, daß in einem Lande mit 10 Millionen Arbeitslosen ohne ausreichende Unterstützung Hilferufe aus höchster Not zu erschütternden Alltäglichkeiten gehören mögen. Wir, in einem Lande, das jeden Arbeitsfähigen in Lohn und Brot gebracht und jeden Volksgenossen durch ein in der Welt beispiellos gigantisches Sozialwerk vor Hunger und Kälte geschützt haben, verfügen hier nicht über die Erfahrungen des Herrn Roosevelt. Die Pressefreiheit darf natürlich auch nicht fehlen. Mit einer Pressefreiheit, wie sie hier gemeint ist, nämlich einer unbeschränkten Hetz= und Schimpferlaubnis können die autoritären Staaten allerdings nicht aufwarten. Die disziplinierte Haltung der deutschen Presse, die die Lüge und Verhetzung als politisches Kampfinstrument ablehnt und trotz der dauernden Provokationen gewisser Staatsmänner und Kriegstreiber sich mit sachlicher Schärfe zur Wehr setzt, sollte allerdings einem Mann, der sich angeblich dem zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit verschrieben hat, Vorbild sein. Die Freiheit der Besetzung öffentlicher Posten? O, si tacuisses...! Die zahlreichen Korruptions= und Skandalaffären der letzten Zeit bieten kein sonderlich überzeugendes Argument, um uns von den Vorzügen dieses Systems zu überzeugen. Dieser Teil der Rede Roosevelts dürfte selbst seine fanatischsten Anhänger peinlichst berührt haben, wenn auch die, ach so freie Presse je nach ihrer Parteibindung oder den mehr oder weniger zweifelhaften Privatinteressen ihrer Geldgeber sich eine gewisse Rücksicht bei der Erörterung dieser Skandale auferlegen mußte. Als größten Unterschied zwischen den Demokratien und den autoritären Staaten hat Roosevelt das demokratische Wahlsystem bezeichnet. Es ist richtig: zwischen einer Regierung, die sich auf eine knappe Mehrheit stützt und bei allen möglichen Gelegenheiten an die Masseninstinkte appellieren muß, um ja nicht die paar entscheidenden Stimmen zu verlieren, und einer Volksführung, zu der sich in einer freien, von keinen politischen oder wirtschaftlichen Interessenklüngeln beeinflußten Wahl über 99 Prozent der gesamten Wählerschaft, also die gesamte Nation, bekennt, ist ein himmelweiter Unterschied. Aber wir wollen ja Herrn Roosevelt nicht von der Richtigkeit unferer Staatsauffassung überzeugen,— wir verbitten es uns nur, daß er sich in dieser Form in unsere Verhältnisse einmischt. Bei zehn Millionen Erwerbslosen gäbe es wohl vordringlichere Aufgaben... Rom zur Reise Goerings Unangebrachte Schlußfolgerungen der französischen Presse Rom, 4. März. Die Abreise Generalfeldmarschall Görings und seiner Begleitung nach Italien findet hier ein sehr freundliches Echo. In hiesigen politischen Kreisen betont man, daß es sich um eine Erholungsreise handele, obwohl der längere Aufenthalt Görings Gelegenheit zu einer Fühlungnahme mit maßgebenden italienischen Persönlichkeiten geben könnte. Irgendwelche sensationelle Schlußfolgerungen aus dieser Reise zu ziehen. namentlich aus der Tatsache, daß Generalfeldmarschall Göring auch nach Libyen fahren werde, um den Besuch des Marschalls Balbo zu erwidern, sei völlig abwegin. Leider müsse man feststellen, daß in gewissen ausländischen Kreisen solche Schlußfolgerungen bereits gezogen würden. Die Franzosen, die sich auf derartige Spekulationen einließen, würden jedenfalls besser tun, sich mit den militärischen Maßnahmen zu befassen, die man in Tunis feststellen könne. Und mit den ziemlich durchsichtigen Absichten bezüglich Spaniens. Nachdem die Mission des Senators Berard gescheitert sei, und auch scheitern mußte, weil er den Auftrag gehabt habe, durchzusetzen, daß Spanien als Durchgangsgebiet für französische Truppen von Nordafrika nach Frankreich und umgekehrt benutzt werden könnte, werde mit diesem Auftrag jetzt Marschall Petain betraut, weil man hoffe, daß diese auch in Spanien hoch geachtete Persönlichkeit leichter das erreichen würde, was der ziemlich farblose Berard nicht erreichen konnte. Polnisch=eumänische arbeit Sobert Eutspannung im Donauraum Belgrad, 4. März. Der rumänische Außenminister Gafenen erklärte einem Vertreter der„Politiaa“, die polnisch=rumänisch: Zusammenarbeit werde eine Enrs nung im Donauraum fördern. Der Warschauer Vertreter des Blattes schreibt: Polen und Rumänien wünschten einen Gleichgewichtszustand im Donauraum, wobei sie Nurgan Wirklichkeiten Rechnung tragen wollten. Mun glaube auch, daß der Besuch Gafencus dire! ten Einfluß auf die rumänisch=ungarischen ziehungen haben und die vom letzten Bea Besuch während der Tschechenkrise berrapgeie, leichte rumänisch=polnische Verstimmun e“ tigen werde. * Der zu dreitägigem Aufenthalt in eingetroffene rumänische Außenminister un Frau Gafeneu wurden am Samstagvormittag auf dem Warschauer Ostbahnof von dem von nischen Außenminister und Frau Besk empe sengen. Nr. 55(Zweites Blatt) Montag. den 6. März 1939 Aus Schwerter Zeitung“ #.„und MAR2 MONTAG Zum Geleit: Lüge mag siegen, aber die Triumphe der Lüge sind bloß die Triumphe eines Tages. Makaulan. Gedenktage: 1930 Großadmiral von Tirvitz gestorben. Crehstal. Dar Srum Kameradschaftsabend der DAs. Wetter: Wieder unbeständig. Die lebhafte Südströmung, welche uns wähc der letzten Tage subtropische Luftmassen heranbrachte, hat durch Feuchtezunahme wieder Bewölkung und Niederschlag verursacht und somit dem sonnigen Vorfrühlingswetter ein unerwartetes Ende bereitet. Mit der Drebung der algemeinen Strömung nach Südwest wirg sich die Witterung wieder mehr auf das Gepräge umstellen. Die Temperaturen werden sich im Wesentlichen nicht ändern. Es besteht aber wieder Nachtfrostgefahr. Aussichten für das Industriegebiet. Münsterland und Sauerland für Montag: Frische Winde aus Südwest. wechselnd woltia. Regenschauer. Rochutzmperaturen gegen den Gefrierpunkt abAussichten für Dienstag und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig. nur geringe Niederschlagstätigkeit. Die Ortswaltung Schwerte der DAF. hatte ihre Amtswalter und deren Angehörige am vergangenen Samstagabend zu einem Kameradschaftsabend im„Freischütz“ geladen. Es wurden ein paar unterhaltende Stunden prophezeit mit Kölner Humor. Es war kein Wunder, daß diese Verheißung zog und zwar derart, daß die Veranstaltung eine Fülle aufwies, wie man sie jeder KdF.=Veranstaltung, wenn einmal ernste Kunst geboten wird, wünschen möchte. Vor einem so stark besuchten Parkett fand Ortsobmann Pa. Weinkauf zunächst herzliche Worte der Begrüßung. Er hieß besonders den Kd F.=Gauwart Breidenbach, Bochum, DAFKreisobmann Pa. Kirsch, Iserlohn und den KdF.=Kreiswart Belita, Iserlohn willkommen. Auch diese Veranstaltung diene dazu, den Gedanken der Kameradschaft innerhalb der Schwerter DAF. zu vertiefen. Das Programm wurde von einem auf heitere Muse abgestimmten Quartet aus der Hansestadt Köln bestritten. Es stellten sich vor: August Schnitzler als Ansager und Couvletsänger, dem man wegen seines vielseitigen Könnens eine starke Anerkennung nicht versagen konnte: Hans Otten, der #ekannte Schlagerkomponist z. B,;, gt aufwartete und zstin Peppi Schwaiger, di Lieder und Sch lauch einen lustigen Schwank Die haltung bedankten sich die Schwerter Zuhörer mit langanhaltendem Beifall. Die musikalische Verbindung stellte die kapelle Iserlohn, die auch nach Schluß des Proder den Amtswaltern der DAF. eine kleine Anerkennung für ihre unermüdliche Tätigkeit, die sie tagsaus, tagein für die soziale Gerechtigkeit Großdeutschlands leisten. H. K. 1— Wochenepruch der ftttt! Solang ein Jeind noch in Germanien trotzt, ist Haß mein Amt und meine Tugend Rache! Hleinrich von Kleist Die Venus ist Morgenstern. Sie ist am Anfang des Monats von 5 Uhr ab, am Monatsende von 4 Uhr 40 Min. ab sichtbar.— Der am 1. März um 2 Uhr 45 Min. auf, am 31. März aeht er um 2 Uhr 5 Min. auf und kann bis zum Verschwinden in der Morgendämmerung wahrgenommen werden.— Der Juviter ist nicht sicht bar.— Dagegen ist der Saturn am Anfang des Monats vom Erscheinen in der Abenddämmerung bis 20 Uhr 55 Min. zu sehen. Die Dauer der Sichtbarkeit nimmt im Laufe des Monats ab, und vom 26. März ab ist der Saturn nicht mehr sichtbar. Junge Burschen wollten Lanrsteile aufbrechen Am Montagmorgen gegen 3,45 Uhr hielten drei junge Leute in einem DKW.=Personenwagen an der Brückstraße. Sie versuchten zunächst an der Tankstelle Salgert Benzin zu erhalten. Als dies nicht möglich war, begaben sich zwei von ihnen zu der Tankstelle Rierhoff. Dort versuchten sie mit einem Brecheisen die Lankstelle aufzumachen. Bei dieser Tätigkeit wurden sie von dem Wächter der Schwerter Wach= und Schließgesellschaft überrascht und gestellt. Bei ihnen handelt es sich um zwei Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren, die aus Iserlohn stammen. Der Dritte, der während dieser Zeit in dem Auto geblieben war, ergriff zu Fuß die Flucht, da der Wagen infolge Benzinmangels nicht mehr fahrbereit war. Er konnte bisher noch nicht festgenommen werden. Die beiden übrigen Ausreißer wurden der lizei übergeben. Woher der Personenwagen stammte und das Ziel dieser Schwarzfahrt bedürfen noch der polizeilichen Klärung. Tageschronik Goldene Hochzeit. Am heutigen Tage können die Eheleute Reichsbahnsekretär i. R. Karl Spielker und Frau, Auguste geb. Borsum, wohnhaft in Minden, auf einen 50jährigen gemeinsamen Lebensweg zurückblicken. Das goldene Brautpaar, das sich seltener Frische erfreut, hat es sich nicht nehmen lassen, ihren Ehrentag in unserer alten Ruhrstadt bei ihrer einzigen Tochter und ihrem Schwiegersohn, den Eheleuten Reichsbahninspektor Wilhelm Detering, Hörder Straße 54, zu verbringen. Auch wir binden dem Jubelpaar einen Strauß schöner Rosen mit dem Wunsche für alles Gute und Schöne für einen ferneren glücklichen Lebensweg! Alters=Jubilar. Der an der Kreuzstraße wohnende Rentner Franz Große kann heute sein 77. fest feiern. Wir sprechen dem überaus rüstigen und geistig frischen Geburtstagskinde, welches erst vor wenigen Wochen mit seiner Gattin das schöne Fest der goldenen Hochzeit begehen konnte, unsere besten Glückwünsche aus: mögen ihm noch viele sonnige Tage und Jahre beschieden sein! * 40jähriges Berufsjubiläum. " Der Führer und Reichskanzler verlieb dem Telegraphen=Assistenten Adolf Baretti Nordwall 24, als Anerkennung für seine 40jährigen treuen Dienste das goldene Treudienst=Ehrenzeichen. 25 Jahre im Dienst.n Auf eine 25jährige Berufstatigreit konnte der auf dem hiesigen Nickelwerk als Walzer beschäftiate Arbeitskamerad Josef Padbera, Fleintmannstraße 1, zurückblicken. Wir schließen uns den zahlreichen Glückwünschen und Ehrungen, die dem pflichttreuen Jubilar zugingen, herzlich an. Die Arbeitskameradin schlecht gemacht. Zwischen zwei Arbeitskameradinnen, die gemeinsam auf einem hiesigen Werk arbeiteten, kam es zu wiederholten Auseinandersetzungen, die schließlich in schwere Streitigkeiten ausarteten. Eine der Frauen ging zur Polizei und gab dort an, daß ihre Kameradin sich eines Vergehens gegen§ 218 schuldig gemacht habe. Nachforschungen ergaben jedoch einwandfrei, daß diese Anschuldigung nicht den Tatsachen entsprach. Die Verleumderin wurde jetzt wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. für Bahnübergänge geltenden Warnzeichen, Baken und Blinklichter. Keine Bauchläden mehr in Gaststätten. Der planmäßige Einsatz von Arbeitskräften Beschäftiaten dererguttgget ohne digung der betrieblichen Aufgahen auf andere Weise ausgeübt werden kann.—., Getgrroder Wirtschaftsaruppe Gaststätten; und Eeherrrr gungsgewerbe hat oayer verbindlich für alle Mitglieder der Wirtschaftsgruppe angeordnet, Die Abgabe dieser Waren hat vielmehr durch das Bedienungsversonal oder durch weibliches, sonst nicht einsatzfähiges Personal zu erfolgen. Soweit der Verkauf nicht durch Gefolaschaftsmitglieder, sondern durch die Firmen selbst oder durch Pächter erfolgt, sind die betreffenden Verträge mit diesen Firmen bzw. Pächtern zu kündigen. Bestandene Prüfung. An der staatlichen Fachschule in Iierioon bestanden folgende Schüler von hier die Gesellen prüfung: Albert Reitz, Heinz Dirkschnei: der, Erich Wilms und Heinz Eisen. a. Jedes Mädchen bekam einen Mann. Die 5. Reichsstraßensammlung brachte etwas besonderes: Jedes Mädchen konnte sich einen Mann aussuchen, sei es nun einen Schmied, einen Fischer, einen Zimmermann oder einen Schornsteinfeger. 20 Männer zur Auswahl! Um auch diese vollen Erfolg zu gestalten, hatren sich die Beamten und Handwerker sowie der schutzbund zwei Besonderheiten ausgedacht. Die Reichsbahn stellte eine ihrer modernsten Loro motiven zur Besichtigung, während auf dem Adolf=Hitler=Platz am Samstagabend ein lustiFeuerwerk in gelb, rot und grün losprasselte und die Männer vom Selbstschutz darauf bedacht waren, daß die nahe Reichspost nicht abbrannte". Die Kanonenschläge machten gehörig Krach und das Feuerwerk zog viele Schaulustige an, die nachher gern bereit waren, sich eins der hübschen WHW.=Abzeichen zu erstehen. Es war kein Wunder, daß man am Sonntaa keinen Spaziergänger sah, der nicht eine Winzerin, einen Maler oder einen Autobahnarbeiter am Mantelaufschlag trug. haben im vergangenen Jroher##00ahrten geben. Auf einer vommptertlgrtett fieg oie ee des Landkreises Iserlohn erklattn#. Fir Bulgermeister der kreisangehorigen Stadte und Aemter bereit, auch fetzt wieder, G. Fahrten zur dungen zur Durchführung der v###=F#orern i Durchführung der H.s.=Fahrten zur Verfugung zu stellen. Dieser Zustimmung war ein Antrag der Hitler=Jugend vorausgegangen. für die umfassende Schulungs= und Fahrtenaktion des Jahres 1939, durch die 1000 Hitler=Jungen und 500 BOM.=Mädel erfaßt werden.... zuschüsse seitens der Gemeinden in Boh# von Pfennig pro Kopf der Bevölkerung zu leisten. * Abstammungsbescheid für die Reichsstelle für Sippenforschung. Die Reichsstelle für Sippenforschung stellt Abstammungsbescheide im Sinne der Aufnahme bedingungen der RSDAP. nur auf Antrgg Kreisleitung oder einer höheren Parteiti-n# stelle aus, und zwar dann, wenn nicht alle urkunden bis 1800 beschafft werden könngn und darüber hinaus Zweifel an der reinetnligen Abstammung bestehen. Doppelte Ernte im kommenden Sommer. Drei Ernten in zwei Jahren:Parzipierzchge ist heute wohl in jeder deutschen möglich. Besonders auf leichten Böden mit ihrem Humusmangel und der ständigen Futternot kann der Zwischenfruchtbau viel verbessenn Wie man auch unter ungunstigen Umständen und mit wenig Mitteln auf leichten Böden Grünpflanzen zur Humusdüngung oder zur Fütterung erzielt, teilt am 10. März. 11.35 Uhr, Hans Seher im Reichssender Berlin mit. misunterschlagung eines Beamten. Ein bisher unbestrafter 43 Jahre alter Mann, r bei der Reichspost beschäftigt war, hatte nen zuviel vereinnahmten Betrag in Höhe on 20 RM. nicht ordnungsmäßig verbucht und scht abgeführt. Das Gericht war der Ansicht, aß der Postbeamte die Absicht hatte, das Geld seinen Besitz zu bringen. Infolge des gerinn Betrages hielt das Gericht eine milde strafe für angebracht und verurteilte den Aneklagten wegen schwerer Amtsunterschlagung i neun Monaten Gefängnis. Der Verurteilte urde im Gerichtssaal verhaftet. Großer boxsportlicher Erfolg eines Schwerter Hitler=Jungen.„. 9/196, Ja. Heinz Dahlbudoina, Ges. 2/196, wurde Mittelgewichtsmeister des Gebietes 9 Westfalen. Dieser Erfola ist umso höher zu bewerten, da Dahlbüdding der einzige aktive Schwerter Jugendboxer ist. Es gelang ihm, trotz großer Schwierigkeiten, dank seiner Ausdauer und Eneraie in der Vorrunde einen überzeugenden Sieg durch Niederschlaa(in der zweiten Runde) zu erringen. In der Zwischenrunde erhielt Dahlbüdding ein Freilos, das ihm die Berechtigung zur Teilnahme an der Endrunde, am 4. März in Münster, sicherte. In diesem Kampf, in dem Lewandawski(Bann 130) sein Gegner war, bewies Dahlbüdding abermals seine unbestreitbar große Klasse. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde mußte Lewandowski in der 2. und 3. Runde die Ueberlegenheit Dahlbüddings anerkennen. Mit diesem Sieg sicherte sich unser tapferer Hitlerjunge die Berechtigung zur Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften vom 22.—26. März in Stuttgart. Mit unseren besten Glückwünschen zu diesem großen Erfola verbinden wir gleichzeitig die Hoffnung, unseren tapferen Schwerter Hitlerjungen, der eine ernsthafte Chance in der Deutschen Meisterschaft hat, in körperlich guter Verfassung in Stuttgart siegen zu sehen. * Leistungssteigerung durch das Fachbuch. Das Fachbuch dient als Mittel zur steigerung der Erfüllung großer Aufgaben. Deshalb ist es Pflicht aller Schaffenden. die Verbung für das Fachbuch, PPpriz, PHofrezg, sfähre vom 1. März bis zum 30. Aurn Eutchnelall. wird. nach Kräften zu unterstützen: denn das Fachbuch ist ein Weg zu ideellen und materiel len Erfolgen. Es werden noch wehr Nühr gig-Wezjcgstzgger, Nach einem Runderlaß des Reichefahlers SS. und Chefs der deutschen Polizei vom Januar 1939 sollen Verstöße künftig mehr als des Führerscheines bestraft werden: Nichtbeachten des Gebots, auf der der Fahrbahn rechts zu fahren, und unüberschtlicher Kurven: übermäßige digkeit vor„Hauptstraßen" und an lichen Stellen: unvorschriftsmäßiges Verhalten beim Ueberholen oder Ueberholtwerden. insbesondere bei Lastkraftwagen: Richtbeachten der Wir brauchen Seide! In den deutschen Baumschulen warten Millionen von Maulbeersträuchern darauf, jetzt angefordert und angepflanzt zu werden. Maulbeerpflanzen sollen überall dort angepflanzt werden, wo sie keiner Brotfrucht den Raum nehmen, Maulbeeren können als Hecken um Hof und Garten und als Schmuck auf Plätzen gezogen werden. Schulhöse lassen sich wirkungsvoll einämme. Gleisen der bahnen und die Damme an den Gie###n der Reichsbahn sollen gleichfalls mit Maulbeersträuchern bepflanzt werden. Bauernregeln vom März. Märzenstaub ist’s Pfund einen Taler wert. — Getraud(17.) den Garten baut.— Trockner März, April naß, Mai luftig und von beiden was, bringt Korn in den Sack und Wein in das Faß.— Ist Marien(25.) schön und rein, wird das Jahr sehr fruchtbar sein.— Joseph(19.) klar, gibt ein gutes Honiajahr.— Auf donner kolat ein fruchtbor roshre Fa tenr gutes März sein Gift send't— Mariechen(25.) das Licht aus: und Michel(20. September) steckt es wieder an.— Zu frühes Säen ist nicht gut, zu spätes Säen auch übel tut.— Auf Märzen regen folgt kein Sommersegen.— Wie die vierzia Ritter(9.) das Wetter gestalten, so wird es noch vierzig Tage anhalten.— Märzenregen zeiaen an, daß große Winde ziehn heran,— Mar zenregen bringt keinen Segen, feuchter März, der Bauern Schmerz. Der Himmel im März. Im dritten Monat wächst der lichte Tag zusehends! Gina die Sonne am 1. Januar 8 Uhr 11 Min. und am 1. Februar 7 Uhr 43 Min. auf, so erschien sie am 12. März bereits 6 Uhr 49 Min. auf der Bildfläche, um bis zu scheinen. Und am 31. März sehen wir sie bereits 5 Uhr 39 Min., sie geht aber erst 18 Uhr 30 Min. unter! Am 21. März 13 Uhr, 29 Min. tritt die Sonne in das Zeichen des Wiv#####. e reicht den Aequator und macht zum ersten Male im Jahre Taa und Nacht einander aleich, d. h. es beginnt der Frühling.— Der Mond zeigt im März vier Phasen: Vollmond hatten wir am 5., letztes Viertel haben wir am 12. am 21. und erstes Viertel am 28. Mär,.— Von der Sichtbarkeit unterer Planeten ist zu sagen: Der Merkur kann vom 5. bis 27. März bis zu 45 Min. am Abendhimmel gesehen werden.— Entlassung von Arbeitsmännern am 25. März Aus einer Anweisung des Reichsministers des Innern an die mit der Durchführung der Familienunterstützung heauftragten nachgeordneten Stellen im Altreich und der Stadt Wien ergibt sich, daß als Entlassungstag für den zur Zeit im Reichsarbeitsdienst dienenden Halbjahrgang der 25. März 1939 bestimmt worde ist. An diesem Tage werden rund 261 500 Arbeitsmänner aus dem Reichsarbeitsdienst ausscheiden. Beim Arbeitsdienst für die weibliche Jugend ist der 29. März Entlassungstag. Annähernd.15 000 Arbeitsmaiden haben an diesem Taa ihre Dienstleistung beendet. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Arbeitsdienst für die weibliche Jugend turnusmäßig anders gestellt ist als der RAD. Nunmehr soll aber auch beim weiblichen Arbeitsdienst jeweils die Einstellung zum 1. Avril und 1. Ok tober erfolgen. Am 1. April 1939 werden etwa 39000 Mädchen in den weiblichen Arbeitsdienst aufgenommen werden. M Waften für den polltischen Moungt gitt „Der SA.-Mann“ BIIMNRRRRANRRmme WHW.=Opferwoche der Kegler. In der Woche vom 5. bis 12. März 1939 findet im ganzen Reich die WHW.=Opferwoche des deutschen Kealersports statt. Außer Sonderveranstaltungen des RS.=Reichsbundes für LeiKegelklub, ganz gleich, ob er dem RSRL. angehört oder nicht, also auch Betriebssvortgemeinschaften, die Kegelsport betreiben, Gelegenheit gegeben, sich in dieser Woche für das Winter hilfswerk zu betätigen. Aus der Bewegung RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk Schwerte=Ost. Dienstaa. 20 Uhr, Zusammenkunft im „Kreinbera". Die Jugendaruppe nimmt teil. Teiet mit: undossonoeminemn Die Kdff.=Urlaubsfahrten 1939 be ggergnbic her schon einen über Erwarten großen z gefunden. Der Andrang ist so gewalng. 96 aus dem Fahrtenprogramm bereits folgende Ferienfahrten ausverkauft sind: Fahrt Kr.„„, 11, 12, 14, 10, 20, 23, 31, 34, 35, 36, 51. 38. 39, 41, 42, 44, 53. 54, 57. 60. 64, 74. 81. 84, 101, 103. 107, 132. Anmeldungen für diese Fahrten können nicht mehr entgegengenommen werden. Auot Miesthofen Feierstunde der NS.=Frauenschaft. Holzen. Die Ortsgruppe Holzen der N Frauenschaft und des Deutschen gegtanenpertz hält am Dienstag, dem 7. März. begnnn um 20 Uhr, eine Feierstunde im Saal der Eintrachtschule ab, zu der alle Mitglieder eingeladen sind. Amt Ergste Gesegnetes Alter. Feier seines 78. Geburtstagegz,säetp, Hezte turz dge. Glückwünsche zum Wiegenfeste aus. Möge ihm bei bester Gesundheit noch ein langer und sonniger Lebensabend beschieden sein. Dortmund SA.=Schwimmwettkämpfe. Dortmund. Im Südbad in Dortmund finden am 19. März Schwimmwettkämpfe der SA.= Gruppen Nordsee, Niedersachsen, Mitte und Westsalen statt, die von der SA.=Gruppe Westkalen vorbereitet und veranstaltet werden. Ausstellung„Plakat und Werbung". Dortmund. Im„Haus der Kunst“ zu Dortmund veranstaltet die Stadt Dortmund in Verbindung mit der Landeskammer der bildenden Künste und der RS.=Reichsfachschaft deutscher Rlbefachleute eine Ausstellung„Plakat und Werbung“, die vom 18. März bis zum 8. Apris dauert. Es wird durchgegriffen. Dortmund. In der Zeit vom 20. Februar bis zum 2. März. also in einem Zeitraum von 10 Tagen, wurden in Dortmund 10 Führerscheine entzogen, weil deren Inhaber in grober Weise gegen die Verkehrsvorschriften verstoßen haben. Das Reichs=Symphonie=Orchester kommt. Dortmund. Im März weilt zu mehreren Konzerten auf Veranlassung der Deutschen Arbeitsfront. NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" das NS.=Reichs=Symphonie=Orchester im Gau Westfalen=Süd. Das größte Konzert dieses bekannten und bedeutenden Orchesters findet am 20. März. um 20 Uhr, im Goldsaal der Westfalenhalle zu Dortmund statt. Hagen 18000.— RM. unterschlagen. Hagen. Ein 28jähriger junger Mann aus Altena hatte sich vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. Er hatte als Angestellter der Genossenschaftsmolkerei Balve nach und nach 18000.— RM. unterschlagen und sich damit ein großes Leben geleistet. U. a. schaffte er sich zwei Autos an und verkehrte viel in leichter Gesellschaft. Der Betrüger wurde zu 3 Jahren Gesänanis und 1000 RM. Geldstrafe verurteilt. Aug unserem Gau Grüße aus der Heimat. rop Rauxel. Immer mehr gehen die dazu über, die Verbindung mit den im Ausland wohnenden Volksgenossen ihres Beteiches aufrecht zu erhalten. Ganz abgesehen von der Freude, die dadurch den Auslandsdeutschen bereitet wird tragen solche Maßnahmen dazu bei, die Bande des Blutes, die uns mit den Auslandsdeutschen verbinden, zu stärken und zu erhalten. Nunmehr erhielten auch die aus Castrop=Rauxel stammenden Auslandsdeutschen einen Heimatgruß. Ihnen wurde die neue Werbeschrift der Stadt in Silbersolie übersandt. Die Redner der Hebbel=Woche. Bochum. Neben den 7 Festaufführungen zur Hebbel=Woche werden im Rahmen dieser Veranstaltung. die vom 23.—30. April unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels stattfindet, folgende, sowohl im kulturpolitischen, wie auch im wissenschaftlichen Leben namhaften Persönlichkeiten das Wort ergreifen: Reichsdramaturg Ministerialdirigent Dr. Schlösser, der Dichter Wilh. v Scholz. Prof. Dr. von der Leyen(München) Prof. Dr. Koch(Berlin). Im Rahmen einer Kulturtagung die die Hebbel=Woche eröffnet, wird Kammersängerin Emmi Leisner Lieder von Brahms. Pfitzner, Regner u. a. nach Hebbel=Gedichten singen. SS.=Obergruppenführer Heißmeyer in seinem alten Dienstbereich. Bochum. Auf einer Dienstreise besuchte der Chef des SS.=Hauptamtes, SS.=Obergruppenführer Heißmeyer, den SS.=Abschnitt XXV im Polizeipräsidium Bochum. Der Abschnittsführer, SS.=Brigdadeführer Maack begrüßte den Chef des Hauptamtes. Auch SS.=Brigadeführer PoHzeipräsident Oberhaidacher, hatte sich zur Begrüßung eingefunden. SS.=Obergruppenführer Heißmeyer begrüßte das Führerkorps des Abschnitts und fand anerkennende Worte für das Wirken des SS.=Abschnitts und die Einrichtungen der Dienststelle. Mit unserer Gegend verbinden SS.=Obergruppenführer Heißmeyer noch besondere dienstliche und private Beziehungen. Der heutige SS.=Abschnitt XXV gehört zum großen Teil zum alten Dienstbereich des SS.= Obergruppenführers. Er war im übrigen früher in einem Bergwerk in Castop=Rauxel tätig. Der Besuch beim SS.=Abschnitt aab ihm Gelegenheit, manchen alten Freund und Kameraden wiederzusehen. Die Buntbildserie„Reichsparteitag Groß= deutschland. Unna. Am Dienstag, den 7. März, abends 3.15 Uhr, wird in der SS.=Kaserne in Unna die Buntbildserie„Reichsparteitag Großdeutschland" als Veranstaltung des Kreises Hellweg aufgezogen. Das Trompeterkorps konzertiert während der Veranstaltung. Am 8. März. vormittags 10 Uhr, sehen die Schulkinder aus Unna die Buntbilderserie und hören von dem Aufmarsch der Partei in Nürnberg einen Vortrag. Rednerschulung im Handwerk. Lüdenscheid. Die Gaudienststelle für Handverk und Handel der NSDAP. im Gau Westalen=Süd führt in Verfolg einer Anordnung der Reichspropagandaleitung über Neuordnung des gesamten Redner= und Fachrednerwesens einen mehrtägigen Informationskursus für die zu berufenden Gau= und Kreisfachredner des Fachgebietes Handwerk und Handel durch. Der Kursus, an dem 44 Parteigenossen aus dem Handwerk und dem Handel teilnehmen, findet m Einvernehmen mit der Gaupropagandaleiung in der Schule des NS2B. in Wislade bei Altena statt. Der Kursas dauert vom 6.—8. Närz. Er steht unter der Leitung des Hauptmtes für Handwerk und Handel der NSDAP. Die Schlußtagung dieses Lehrganges findet im Stadthaus(Fahnensaa) in Lüdenscheid, Luisenstraße 32. statt, und zwar am Mittwoch, dem 8. März, vormittags 11 Uhr. An dieser Tagung nehmen der stellv. Gauleiter Vetter und Reichshauptamtsleiter von Renteln teil. Im Anschluß an diese Veranstaltung findet eine Kreisamtsleitertagung des Amtes Handel und Handwerk statt, an der auch die Kreisfachabteilungsleiter„Das deutsche Handwerk“ und deutsche Hndel“ in der Deutschen Arbeitsfront teilnehmen. Schweinemast im Großen. Wattenscheid. In der Reihe jener Städte, die sich durch eine zusätzliche Schweinemast in den Dienst des Ernährungshilfswerkes stellen, wird auch Wattenscheid in Kürze führend sein. Nur noch kurze Zeit wird es dauern, bis die große Mastanstalt, die in Höntrop unter Verwertung aller Erfahrungen gebaut wurde, in Dienst gestellt werden kann. Einige Hundert Schweine sollen hier eingestallt werden. Man hat auf weite Sicht gebaut indem man die Möglichkeit einer späteren Vergrößerung in dem Plan vorsah. Fünf Zimmer und Bad für 35.— RM. Lünen. Die im Jahre 1936 im EnnepeRuhr=Kreis gegründete Siedlungsgenossenschaft für Kinderreiche hat es sich zur vornehmsten Aufgabe gemacht, den der Genossenschaft angehörenden Kinderreichen ausreichende und inanziell tragbare Wohnungen zu schaffen. Die ersten Häuser sind inzwischen in Wengern gebaut und ihrer Bestimmung übergeben worden. Jede Wohnung umfaßt 5 Zimmer und kostet an Miete 35.— RM. Zur Wohnung gehören ein Badezimmer, ein Kochkessel für Wäsche, Stalkung und 800 bis 1000 Quadratmeter Gartenland. „Gebt mir vier Jahre Zeit.. Schwelm. Nach einer Statistik des Landesarbeitsamtes Westfalen entfielen Ende Februar 1933 im Bezirk des Arbeitsamtes Schwelm auf 1000 Einwohner 141 Arbeitslose. Das war der höchsten Stand in ganz Westfalen. Am 31. Dezember 1938 entfielen auf 1000 Einwohner 0,1. Arbeitslose, also weniger als je vorhanden waren. Diese Feststellung beweist aber auch, daß eine Reserve an Arbeitskraft nicht mehr zur. Verfügung steht. Westdeutsche Nachrichten „Kunstmaler Bresko“ hat ausgemalt Gestohlene und erschwindelte Bilder als eigene verkauft Bielefeld. Vor der Großen Strafkammer Bielefeld hatte sich der 27 Jahre alte, wiederholt vorbestrafte angebliche Maler Emil Buber zu verantworten, der sich bei seinen zahlreichen Schwindeleien und sonstigen Straftaten gerne den Künstlernamen„Bresko“ beilegte. Buber türmte im April vergangenen Jahres aus der Strafhaft, die er in einem Gefangenentager bei Arnsderg verbüßte. Er wandte sich nach Minden, wo er früher einmal für einen Bildhauer eine Ausstellung arrangiert hatte. Die alten Verbindungen kamen ihm jetzt gelegen. Vor allem sand er Anschluß an eine lustige Gesellschaft, die an der Weser ein Bootshaus hatte. Die Leutchen wollten für ihre Klubräume gerne ein von Künstlerhand geschaffenes Gemälde haben und da man nun einen Kunstmaler unter sich hatte—— Buber ließ sich nicht lange dräugen. Er stiftete ein schönes Bild, das er allerdings nicht selbst gemakt, sondern erschwindekt hatte. Den Lohn holte er sich dann in einer dunklen Nacht. Er drang in das Bootshaus ein und verschwand mit einem Filmapparat und einer Ladung Sportkleidung. die er in zwei Faktbooten fortschaffte. Besonders hatte B. es auf„Kolleginnen“, d. h. auf wirkliche Malerinnen, abgesehen. In Minden und Meißen stahl er zwei Bilder und ein Skizzenbuch. Dann wandte er sich nach Detmold, wo er bei der betagten Mutter einer Kunstmalerin vorsprach und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen insgesamt 10 Bilder erbeutete. Das Signum der Künstler wurde entfernt bzw. durch das Signum des„Künstlers“ Buber alias Bresko ersetzt. Daß B. sich aus ganz gewöhntichen Einbrüchen gar nichts machte, zeigte neben dem Bootshauseinbruch der Versuch, in ein Handarbeitsgeschäft in Minden einzubrechen, was allerdings mißglückte. Die Bielefelder Strafkammer erkannte gegen den üblen Burschen, der später in Lüneburg geschnappt und im Jannar dieses Jahres vom Gericht in Lüneburg schon zu drei Jahren Zuchthaus wegen anderer Straftaten verurteilt worden war, unter Einbeziehung dieser Strafe auf 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Da der Angeklagte als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher anzusehen war, wurde auch die dauernde Sicherungsverwahrung angeordnet. listige Pastor von Jöllenbeck Schuster spielten„Heilige Familie“— Herrgott mit Zöpfen von Schweinsborsten Bielefeld. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts trieben in dem Dorfe Jöllenbeck bei Bielefeld seltsame„Heilige“ ihr Unwesen. Nach der Chronik handelte es sich um zwei Schustersamilien, die— wenn sie nicht wahnsinnig waren — ihren Dorfgenossen eine geschickte Komödie vorspielten. Der eine Schuster sprach nur in Sätzen aus der Apokakypse und erfand eine neue Dreifaltigkeit. Jesus, so verkündete er, sei schon dagewesen, Immannel werde noch kommen, er selbst aber sei Christus, den Maria geboren habe. Diese„Maria“ war das Weib des andern Schusters. Es wird als„häßliches, schmutziges Geschöpf“ geschildert. Mit ihr lebte der„Christus" zusammen. Der rechtmäßige Mann der Maria aber wurde zum„Josef“ gemacht. Die„Maria“ wusch und kämmte sich nicht, schlief unter freiem Himmel und verkündete überall, daß sie von Gott Offenbarungen empfange. Sie und ihre Töchter seien unWestfuleni der Erzengungeschlacht Der Landesbauernführer über Fragen des Bauerntums Hamm. In einer Konferenz mit Vertretern der Presse der Provinz Westfalen, an der neben dem Landesbauernführer Matthießen die Leiter der Landesbauernschaft teilnahmen, wurde die Lage der Landwirtschaft und die zur Zeit schwebenden Fragen in ausführlichen Darlegungen besprochen, um die Schriftleiter in die Lage zu versetzen, diesen Problemen in den Tageszeitungen gerecht zu werden. Zu einem ausführlichen Vortrage nahm der Landesbauernführer das Wort, um Zweck und Ziele des Reichsnährstandes im allgemeinen, seine Maßnahmen zur Hebung des Bauernstandes, zur Erzielung der Nahrurgsfreiheit aus eigenem Boden, zur Gewinnung der Erzeugungsschlacht innerhalb des Vierjahresplanes und über die Grundlagen des Bauerntums an sich zu sprechen. Er ging auf die besonderen Verhältnisse in Westfalen ein, schilderte die wirtschaftlichen Grundlagen der heimischen Landwirtschaft, ihre Schwierigkeiten, die vor allem im Leutemangel und in der Preisgestaltung für die Erzeugnisse liegen, die Möglichkeiten, die zur Behebung der Mängel bestehen, berührte die Landarbeiterfrage und den Maschineneinsatz, Probleme der Siedlung und des Wehrbauerntums und kulturelle Fragen des Bauerntums. Die beiden großen völkischen Aufgaben des Bauerntums seien, das Rassegut des Volkes zu erhalten und den übrigen Teil des deutschen Volkes mit Nahrung zu versorgen. Wenn Arbeiter und Bauern die Grundlage unseres Volkes bildeten, so sei ohne Bauerntum eine Entwicklung deutscher Kultur und deutscher Rasseeigenschaften nicht möglich. Die Auffrischung des Volkes müsse vom Lande her kommen, darum müsse das Landvolk in der Lage sein, zahlreichen und gesunden Nachwuchs aufziehen zu können. Im letzten Jahre sei es gelungen, 83 Prozent der gesamten Nahrung unseres Volkes selbst zu erzeugen. Dieser Stand könne aber nur gehalten und gesteigert werden, wenn bei ausgeglichenen Preisen für diese Erzeugnisse der einzelne landwirtschaftliche Betrieb seine Leistungsfähigkeit mit Hilfe der erforderlichen menschlichen Kräfte aufrechterhalten und weiter entwickeln könne. Aus den Erfahrungen in der Landwirtschaft seiner schleswig=holsteinischen Heimat stellte der Landesbauernführer Vergleiche mit der Landwirtschaft Westfalens an, aus seiner eigenen Kenntnis ausländischer Verhältnisse, so der englischen und der dänischen, konnte er, feststellen, daß auch dort die Bauern schwierige Lagen zu überwinden haben, die z. B. in England sich vernichtend auswirken. Dank der Marktordnung sei aber die Lage der deutschen Landwirtschaft seit der Gründung des Reichsnährstandes immer verhältnismäßig stetig geblieben, wenn auch zeitweilige Krisen überwunden werden müßten. Für die Volkswirtschaft sei der Reichsnährstand die Treuhänderorganisation. Der Landesbauernführer betonte zum Schluß, daß ein gut fundiertes Bauerntum eine völkische Notwendigkeit sei. Nach diesem Gesetz sei der Reichsbauernführer mit seiner ganzen Gefolgschaft im Jahre 1933 angetreten und nach diesem Gesetz einzig und allein werde das deutsche Gesamtvolk für die nächsten Generationen leben und existieren können. Außer dem Landesbauernführer sprachen noch der Leiter der Hauptabteilung II, Bauer Spital, und von der Hauptabteilung III der Stabsleiter Schönbeck. Bauer Spital behandelte die Fragen der Erzeugungsschlacht und der Nahrungsfreiheit, der Erzeugungslenkung und steigerung. Er erklärte, daß es in der westfälischen Landwirtschaft noch Ertragsreserven gebe. Die Flächenverluste durch Straßen= und Autobahnbauten usw. müßten durch Leistungssteigerungen im Getreidebau ausgeglichen werden. Stabsleiter Schönbeck hob die grundsätzliche Seite der Marktordnung hervor, die nicht einer augenblicklichen Zielsetzung Rechnung tragen wolle, sondern die an Stelle der von Juden beeinflußten sogenannten freien Wirtschaft von früher eine planvolle organische Wirtschaft setze. Ihre Aufgabe erfülle die Marktordnung durch Preisbildung, Marktregelung von Vorratswirtschaft. Als Vorstufe der Erzeugungsschlacht habe sie die Voraussetzungen für eine Leistungssteigerung der Landwirtschaft gegeben, ohne daß sie je den Zweck haben sollte, die Zwangswirtschaft einzffähren. Nach den drei Vorträgen entwickelte sich unter dem Vorsitz des Leiters der Presseabteilung der Landesbauernschaft, Willeken, eine ausführliche Aussprache über die verschiedenen Fragen aus der Landwirtschaft, die im einzelnen vom Landesbauernführer in weiteren Ausführungen klargestellt wurden. un ans Bchlbe der we und die Kleider der Frau Pastor erben Die beiden Schuster ließen ihre Bärte wachson und machten sich steife Zöpfe von neborsten. Dieses Theater spielte sich keineg, wegs im engen Kreise der beiden Familien ab sondern es wuchs sich zu einem öffentlichen Skandal aus. Es wurden große Prozessionen durch den Ort veranstaltet. Mit„Schwelge, reien und Ausschweifungen“, so berichtet die Chronik, wurde die„Hochzeit des Lammes“ ##iert. Der„Christus" verkündete auf Straßen und Plätzen seine Lehre.„Maria“ versicherte daß sie bald den Immannel gebären wolle, der alle Ungläubigen mit eisernen Ruten weiden würde. Einmal saßten die„Christusfamilien" den lobenswerten Entschluß, aus diesem„sündhaften Lande" sortzuziehen und nach Jerusalen ##. pilgern. Die Reise unterblieb aber, wahn en###ch weil das Reisegeld fehlte. Damals amtierte in Jöllenbeck der Pastor Foharn Morit Schwager, der von den Chri. us#umilien mit tödlichem Haß verfolgt wurde. Man drohte ihm alle Schrecknisse der Hölle an, wenn er noch länger an der„Heiligkeitder Schusterfamilien zweifeln würde. Wenn er vorüberging, hagelte es Flüche und VerwünSchingen. Lange sah Schwager demo tollen Treiben machtlos zu. Mehr und mehr wurden seine Schäflein abtrünnig und hingen den„ChriAusfamilien“ an. Schließlich nahm der Pastor seine Zuflucht zur List. Er hatte eine längere Aussprache mit der Frau des„Christus" und stellte ihr vor, daß doch eigentlich sie ein Anrecht darauf hätte,„Maria“ zu sein. Was der Pastor bezwecken wollte, trat auch ein. Die Ehefrau des„Christus“ wurde eifersüchtig auf die„Maria“ und machte ihre Ansprüche auf den Titel der„Himmelskönigin“ geltend. Zwischen den Schusterfamilien kam es zum Streit, und schließlich ging jede ihren eigenen Weg. Das machte die Anhänger stutzig. Die„Heiligen“ wurden nicht mehr unterstützt. Hunger und Kälte zwangen sie, wieder zu arbeiten. Ein „Christus" aber, der von morgens bis abends Schuhe flicken muß, flößte den Leuten keinen Refpekt mehr ein. Die Christusfamilien von Jöllenbeck hatten ausgespielt. Wenigstens berichtet die Chronik nichts mehr von ihnen. An den eigenen Enkelkindern vergangen Kleve. Vor der Klever Großen Strafkammer hatte sich der Joh. Kirchenschläger aus Vluyn (Kreis Mörs) zu verantworten, der sich in den Jahren 1934—1938 in schwerster Weise an seinen eigenen Enkelkindern vergangen hat. Er war völlig geständig, so daß die Zeugenvernehmung überflüssig wurde. Das Gericht verurteilte diesen Verbrecher, der an eigenem Blut so schwer gesündigt hat, wegen fortgesetzten Verbrechens gegen§ 1763 in Tateinheit mit Blutschande zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. an Feiertagen Eine Anordnung des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet WestfalenNiederrhein Essen, 3. März. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet WestfalenNiederrhein erläßt folgende Anordnung: Auf Grund des§ 1 Satz 1 der Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan über die Lohngestaltung vom 25. Juni 1938(RGBI. I. S. 691) ordne ich folgendes an: S 1: Arbeiten Gefolgschaftsmitglieder an Wochenseiertagen, für die ihnen nach der Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Lohnzahlung an Feiertagen vom 3. Dezember 1937 oder nach dem Gesetz über die Lohnzahlung am Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes vom 26. April 1934 der Arbeitsausfall zu vergüten wäre, so tritt für sie an die Stelle eines sonst vorgesehenen Feiertagszuschlages ein Zuschlag von 100 Proz. Dies gilt nicht, soweit ein Ausgleich der Feiertagsarbeit durch Gewährung von Freizeit an einem anderen Tage auf Grund von bestehenden Bestimmungen oder Vereinbarungen erfolgt. § 2: Der Reichstreuhänder der Arbeit kann in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen. se V.: 8 8: Diese Anoronung tritt am 1. März 1939 in Kraft. Gleichzeitig habe ich mit Wirkung vom gleichen Tage meine vierte Anordnung vom 22. 12. 38, meine Fünfte Anordnung vom 29. 12. 38 und meine Sechste Anordnung vom 5. 1. 39, sämtlich auf Grund der Verordnung über die Lohngestaltung vom 25. 6. 1938 erlassen, auf. Essen, den 1. März 1939. gez. Hahn, Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niede sein. 90 Jahre alte Frau verbrannt Laasphe. In Battenberg ist die 90 alte Frau Auguste Kinkel einem Verbrennungstod zum Opfer gefallen. Die alleinwohnende alte Frau hat am Herd hantiert, wobei ihre Kleider Feuer gefangen haben. Als die Nachbarn durch den aus der Wohnung emporsteigenden Rauch auf das Unglück aufmerksam wurden, hatte die alte Frau bereits so schwere Verletzungen erlitten, daß sie kurz darauf verstarb. Dohlenplage in der Osteifel Aus der Osteifel. Im Gebiet der Osteifel, insbesondere auf dem Maifeld und im Brohltal, ist seit einiger Zeit ein starkes Auftreten von Dohlen zu beobachten. Die Dohle— auch Turmkrähe genannt— tritt in Schwärmen oft zu mehreren hundert Stück auf. Wo diese Vögel in Massen einfallen, da richten sie an den jungen Wintersaaten erheblichen Schaden an. Man beabsichtigt, in den am meisten von dieser Plage heimgesuchten Gemarkungen ein planmäßige Bekämpfung durchzuführen 55 Frau Pastor erben. Raose Pürte vach spielte sich keinesbeiden Familien ab, u einem öffentlichen t. Mit„Schwelgeen“, so berichtet die eit des Lammes“ gekündete auf Straßen „Maria“ versicherte, el gebären wolle, der ernen Ruten weiden hristusfamilien“ den us diesem„sündhafund nach Jerusalen rhieh aber, wahn ld fehlte. öllenbeck der Pastor , d e r v o n d e n C h r i Haß verfolgt wurde. chrecknisse der an der„Heiligkeit' eln würde. Wenn ar Flüche und Verwünemo tollen Treiben mehr wurden seine hingen den„Chrisch nahm der Vastor r hatte eine längere des„Christus“ und igentlich sie ein Ana“ zu sein. Was der trat auch ein. Die urde eifersüchtig auf ihre Ansprüche auf nigin“ geltend. 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Anordnung vom 5. 1. er Verordnung über 25. 6. 1938 erlassen, 9. bahn, der Arbeit für das bestfalen=Niede sein. verbrannt ist die 90 Jahre einem Verbrenen. Die alleinwoherd hantiert, wobei n haben. Als die Wohnung emporInglück aufmerksam bereits so schwere kurz darauf verOsteifel ebiet der Osteifel, eld und im Brohlstarkes Auftreten Die Dohle— auch itt in Schwärmen tück auf. Wo diese da richten sie an rheblichen Schaden en am meisten von Gemarkungen eine urchzuführen Frk. uus dem sürnchen ur a Die zwenk Burt,, um den EschumerPre! Mit Volldampf der Uleisterschaft entgegen. Klärung in der flbstiegsfrage. Entscheidungen noch in der Schwebe. ****„ nau. bar 1 Pr#ig, Der erste Märzsonntag brachte bei frühlinghaft angutender Witterung auf dez ganzen Linie ein recht inleressantes Programm.„Enolich, scheint es soweir zu ein, daß die noch ausstehenden Meisterggaststzessen,#### minmäßig abgewickelt werden können. Er witd uum Die allerhöchste Zeit, denn der Termin, an dem die Meister gemeldet sein müssen, liegt nicht mehr allzu fern. Teilweise sind die Mannschaften mit ihren Meisterschaftspielen bereits fertig, aber ar'gseg, ane es Gruppen, die noch weit im Rückstand sind. Bei den letzteren, es handelt sich in der Hauptsache um die Gruppen Iserlohn und Lüdenscheid der 1. Kreisklasse, dürfte die Ermittlung der Grupenmeister wohl einige Konfschmerzen bereiten. Diesen Schwierigkeiten wird man wohl am besten dadurch begegnen, daß die neu festzuletzenden Paarungen so geschickt vorgenommen werden, daß auch hier bald Klarheit sowohl an der Tabellenspitze als auch am unteren Tabellenende herrschen dürfte. Mit der Genehmigung von Verlegungsanträgen dürfte wohl jetzt endlich Schluß gemacht werden, denn die verantwortlichen Stellen wissen ja nicht einmal mehr, woher sie die Sonntage für die Austragung der noch den Begegnungen nehmen sollen. Wenn nicht alles täuscht, wird man wohl den Karfreitag und auch die Osterfeiertage mit Meisterschaftsspielen besetzen müssen um überhaupt durchkommen zu können. In den letzten Jahren war es meistens an den Feiertagen so, daß sich die Vereine die wohlverdiente Ruhe gönnten, und daher auch die Pause als willkommenes Geschenk betrachteten. In der zweiten Zwischenrunde um den Pokal des Reichssportführers befanden sich am gestrigen Sonntag von der großen Zahl der Kreisklassenvertreter, die das Rennen mit so großen Hoffnungen aufgenommen hatten, insgesamt noch drei Mannschaften aus der 1. Kreisklasse, von denen allerdings der TV Eversberg durch Freilos eine Runde weiterkam. Auch der BfB Alten konnte sein angesetztes Treffen gegen den Sieger aus der Begegnung zwischen Tus Milspe und Union Haspe nicht bestreiten, da der Kampf der beiden letztgenannten Mannschaften erst gestern seine ser Pokalkampf des BfB Altena wird also am in Altena nachgeholt werden müssen. Von den fälischen Mannschaften waren gestern noch insgesamt 19 Mannschaften im Wettbewerb. von denen allerdings die Hälfte ausscheiden mußte. Auch bei den Meisterschaftskämpfen aeht es jetzt mit Volldampf dem Ende und damit der Meisterschaft ent gegen. Ganz klar sieht man aber noch nicht bhegete,heng nur ein winziger Punktunterschied, besteht größtentente bei den führenden Mannschaften, der aber schon durch unerwartete Ergebnisse entweder eine Klärung führen oder das Durcheinander nur noch kann. Kiar v..: nach gtmas Geduld haben. * Dreimal mußte verlängert werden. Die zweite Zwischenrunde um den brachte mit einer einzigen Ausnahme das Ausscheiden der ohnehin nur schwach vertretenen Kreisklassenvertreter im Südwestfalenbezirk. Sämtliche angesetzten Treffen konnten bis zur Entscheidung, die manchmal recht klar ausfiel, durchgeführt werden. Nicht weniger als dreimal gab es eine Verlängerung. Lediglich die Begegnung zwischen Hagen 72 und Harkorten, die trotz Verlängerung keinen Sieger brachte, muß am nächsten Sonntag nachgeholt werden. Altenseelbach überfuhr Eintracht Siegen recht sicher. Menden 09 hatte in Olpe auf dem gefährlichen Gelände erst einmal die Kampfkraft der Spielvereinigung zu brechen, um dann aber einem klaren Erfolge zuzusteuern. Auch der BfB Weidenau stellte sich in Eiringhausen in einer ganz ausgezeichneten Verfassung vor und bezwang Eiringhausen daheim zahlenmäßig recht Einen Bombenerfolg trug der neue Gruppenmeister der Bezirksklasse, Staffel Siegerland, Sportfreunde Siegen, davon, der allerdings erst nach dem Wechsel ganz aus sich herausging und die Gäste aus Klafeld Geisweid, recht eindeutig distanzierte. Im Treffex zwischen Union Haspe und Tus Milspe erwies sich der Vertreter der 1. Kreisklasse als ein ganz gefährlicher Gegner. der bei Abschluß der regulären Spielzeit ein 2:2 verdient Erst in der Verlängerung konnte Haspe die größeren Kraftreserven in die Wagschale werfen, und bis zur nächsten Runde vorstoßen. Schwelm 06 scheint wieder in recht guter Form zu sein, denn der Gast aus Witten ist als recht spielstark bekannt. Aber in der Verlängerung konnte die Gastelf knapp abgehängt werden. Die größte Ueberraschung gab es in Welper, wo der Vertreter der Bezirksklasse vom Kreisklassenvertreter Schwelm 95 klar geschlagen wurde. Die Schwelmer haben damit erneut ihre gute Form in den Pokalspielen unter Beweis gestellt. Die Begegnung zwischen Tus Neheim und Sundern stand bis zum Wechsel noch unentschieden 1: Wiederbeginn aber riß sich Neheim mächtig zusammen schaffte noch einen 5:2=Erfolg. Für die nächste Runde haben sich also neben dem spielfreien BfB Altena und dem TV Eversberg, der Freilos gezogen hatte, noch 10 südwestfälische Mannschaften die weitere Teilnahme in diesem Wettbewerb gesichert, wovon allerdings eine Mannschaft bereits am kommenden Sonntag im Wiederholungstreffen ausscheiden muß. SpBg Altenseelbach— BE Eintr. Siegen SpBg Olpe— ES Menden 39 Tus Eiringhausen— BsV Weidenau BE Sportfr. Siegen— SpBg Klafeld FE Union H.=Haspe— Tus Milspe TRV Hagen 72— FE Harkorten 11 FC Schwelm 93— Witten 92 Spög Welper— Tus Schwelm 95 Tus Reheim— T65 Sundern 8:0 9:3 3:7 10:1 4:2 u. Verl. 232 u. Verl. 3:2 u. Verl. 124 512 In der Lüdenscheider Gruppe der 1. Kreisklasse wickelten sich die Kämpfe in der Hauptsache am unteren Tabellende ab. Hier ist ein Feld von fünf bis sechs Mannschaften in Abstiegsgefahr." Es kann aber noch große Umwälzungen geben, da man mit den Meisterschaftsspielen noch stark im Rückstande ist. Grünewald sicherte sich zwei wertvolle Punkte gegen den Tabellenletzten Schwarz=Weiß Lüdenscheid. Auch der Neuling aus Halver drehte diesmal den Spieß um und brachte das Kunststück fertig, Holthausen auf eigenem Gelände mit dem knappsten aller Ergebnisse niederzuhalten. Auch Hohenlimburg=Wesselbach macht verzweifelte Anstrengungen, um vom gefährlichen Tabellenende fortzukommen. Der Sieg am gestrigen Sonntag über Plettenberg läßt aufhorchen. Hohenlimburg 10 kam gegen Nachrodt auf eigenem Gelände über ein 1:1 nicht hinaus. Teilerfolges bleibt die Lage für Nachrodt weiterhin recht gefährlich. Schwerte 06 zeigte gegen Letmathe 98 ganz ansprechendes Können und überließ den Gästen nur einen äußerst knappen Sieg. Tus Grünewald— Schw.=W. Lüdenscheid 6:4 Tus Holthausen— VfL Halver 48 BiL Fohenlimburg=W.— SpVg Plettenberg 11 5:2 SpV Hohenlimburg 10— TSc Nachrodt SpVg Schwerte 06— ASSV Letmathe 98 2:3 Der Zweikampf zwischen Schwerte und tjemer ds geht weiter. In der Iserlohner Gruppe geht der Kampf um die Tabellenführung zwischen dem BfL Schwerte und Hemer 08 weiter. Beide Mannschaften konnten ihre Begegnungen gegen Menden 10 bezw. Neuenrade deutlich für sich entscheiden. Recht unklar sieht es auch am Ende der Tabelle noch aus. Sundwig kam gegen verdienten Siege und revanchierte sich damit für die im ersten Spiel erlittene Niederlage. Rote Erde Iserlohn konnte auch den zweiten Gang gegen Oestrich für sich entscheiden. Die Reichsbahner aus Schwerte waren auch Rückspiel dem Können von Fröndenberg auf vertrautem Gelände nicht gewachsen und bezogen eine knappe Wiederlage. Westig 08 kann von Glück nachsagen, oaß man in Grüne trotz eines 0:2=Pausenrückstandes noch zu einem glücklichen Unentschieden kam. Der eine Punkt ist für die Grüner bedeutungsvoll. SpV Sundwig— SC Hennen 12 220 NE Iserlohn— TV Oestrich Reichsb. Schwerte— Tus Fröndenbero 1:2 SpV Hemer 08— Tus Neuenrade Sportg. Grüne— SE Westig 08 2•2 Sé Menden 19— BfL Schwerte 2:5 Dfe Eslohe erster Abstiegskandidat. In der Gruppe Unterruhr beendete der BfL Eslohe gestern die Serie durch den Meisterschaftskampf in Bruchhausen. Die Gastgeber hatten sich etwas vorgenommen und wollten für die in der ersten Serie erlittene knappe Niederlage Revanche nehmen, was voll und ganz gelang. Bereits beim Wechsel lagen die Bruchhauser klar mit 2:0 vorn und konnten auch nach Wiederbeginn noch zweimal ins Schwarze treffen, während Eslohe leer ausging. Damit steht Eslabe als er Mannschaft fest, die den Weg in die 2. Kreisklasse antreten muß. Nicht minder wichtig war der Kampf zwi= schen dem MSV Arnsberg und Oeventrop. Im ersten Gang langte es nur zu einem 1:1. Diesmal mußten die Oeventroper die Segel streichen und blieben nach einem SpV Arnsberg 09 TSG Wickede TS6 Sundern MSV Arnsberg Tus Bruchhausen Sportgem., Oeventrop TRV Freienohl VfL Eslohe TV Warstein In der Gruppe Oberruhr des Kreises Sauerland fiel die einzige Begeanung zwischen dem TV Eversberg und Elleringhausen 31 aus, da auf Seiten von Elleringhausen eine ganze Anzahl Spieler erkrankt ist. Dem Verlegungsantrag wurde daher auch entsprochen. TV Eversberg— TV Elleringhausen ausfiel. Langenau konnte seinen hohen Erfolg aus der ersten Serie gegen Bürbach nicht wiederholen, wurde im Gegenteil knann abgehängt, während Dreistiefenbach ausgerechnet gegen den PfB Meggen, die noch im ersten Gang hoch bezwungen wurden, unterlag. Elsge zeigte gegen Attendorn 04 gutes Können und zog sich durch 2:2 recht annehmbar aus der Affäre. Damit wurde auch die Niederlage der ersten Serie von Elspe wenig teilweise gutgemacht. Für den Abstieg kommt in dieser Gruppe, nachdem Ferndorf bereits ausgeschieden ist, wohl nur noch Altenhundem in Frage. SpBg Bürbach— SpBa Langenau 2:1 Germ. Salchendorf— BV Netphen PfB Meggen— Spü Dreistiesenbach Elspe— SpV Attendorn 64 2:2 MSA Richthofen Siegen weiter in Front. In der Gruppe Süd kam Richthofen Siegen, Hu## Richtantreten von Heselbochzerzinge nur einen Punit. eis Paghiak d. aer i. de Miälsläk dis beise gung mit Adler Burbach bewußt. Bekanntlich mußte Trupbach im ersten Gang eine knappe Niederlage hinnehmen. Diesmal allerdings langte es zu einem eindeutigen Siege. SpBg Niederndorf—. SpV Zeppenfeld ausges. 3/8 Bahlbach— SSB Frerkenhing. 33 Se Niederscheiden— Spil MSA Richthosen Siegen— SpV Hesselbach H. u. SpBg Trupbach 09— Adler Burbach 339 BfB Bansed— TV Eisern 2. Kreisklaßse Kreis Lenne=Volme Gruppe Lüdenscheid: SpB Bärenstein 0 9— T9 Jahn Kierspe=Bhf. 73 Ennepe— Tus Meinerzhagen g Edelstahlw. Werdohl— TV Jahn Lüdenscheid Gruppe Iserlohn: SpV Geisecke— Tus Ergste E. u. SpV Landhausen— TB Leckingsen 11 SpV Deilinghofen— BV Lendringsen Fußball=Gesellschaftsspiel Altena— Germania Voelerheide Tus Meschede SpV Ellexinghausen 31 SpV Brilon 20 TV Eversberg Tus Velmede BfB Niedermarsberg TV Heinrichstal ausges. 27•7 22:2 27:14 22•19 24:21 13:28 11•23 9•21 15:5 14•10 12:10 6:16 6:18 5:19 VfL Fleckenberg ausgeschieden. Das als Gesellschaftsspiel vom 19. 2. 39 ausgetragene Spiel Elleringhausen— Velmede wird neu angesetzt. BV Netphen erster Anwärter auf den Titel. In der Gruppe Nord des Kreises Siegen leisteten sich die beiden bisher noch am günstigsten im Rennen kiegenden Mannschaften von Langenau und Dreistiefenbach Niederlagen, die man wohl am allerwenigsten erwartet hatte. Dadurch sind die Hoffnungen für den BV. gewaltig gestiegen, dessen Kampf in Salchendorf gestern 2:1 936 ausges. B Handball Reichsbahn— Postsport hagen 10:6, uis bfiensberg— Benwig 12: 5. bv ten„nt gewonnen.— Recht überraschend konme Arnsberg von dem dortigen MSV klar mit 12:5 abgefertigt wurde. MSV Arnsberg— 28 Jahn Dellwig 12:5 Postsport Hagen— Reichsb. Hagen 8310 Siegen— Letmathe 12:7. Die Gruppe 9 brachte in ihren drei Spielen meist r8 Siegen konnte 9giäzh, der in der Pause schon mit enso unte rig bg Weiz. Aeseelde i Sastend, scelce e sammen. Es kam hier zu einem erbitterten Kampfe um die Punkte. In der Pause stand es noch unentschieden 3:3. Nach dem Wechsel hatten jedoch die Platzbesitzer das größere Glück und konnten den Sieg, wenn auch knapp, so doch verdient, an sich bringen. XE Siegen— TV Letmathe 1237 Ai Vserlohn— TB 859 Hhr gugeng## 33 Tus Mühlenrahmede— Sports. Jndensch. 08 TV AdH Weidenau 16 19 1 8 152•70 25:5 TV Siegen Sportbund Werdohl Tus Mühlenrahmede TB Hichenbagh, Tus HoheglePghuge 15 Sportfr. Lüdenscheid 08 14 78 Letmathe., 13 Rot=Weiß Iserlohn 12 TV Eichen 15 DSC hagen Gruppenmeister im hockeg. 260 Hagen— Iserlohner Hocken=Club 9:0. Im Entscheidungsspiel um die Gruppenmeisterschaft Kansgten ci id. Soceine Sstaldt Lesigand die, Vaetandeasgia. dn die hs lische Meisterschaft aus. 15 12 16 10 16* 15 8 14 7 15 7 Z 102.7 1 S 104: : 6 11411 1 6 115: 1 6 114: * S 103: 1 7 103: 1 10 112: 1 9 79•8 1 11 64: 1:92 21:11 1106 18•14 5:107 17•13 :130 15:13 :95 14:16 3:123 13:15 .139 11:21 9.87 9:19 1:111 7•23 chutts Fr und Eath di sins schen Wierster Herten steigt mit Höntrop ab— Alemannia wird von Neuendorf begleitet Von den westdeutschen Fußball=Gauen haben Westfalen und Mittelrhein die neuen Meister an diesem Sonntag ermittelt. In Westfalen hat es wieder der FE Schalke 04 geschafft, der zwar im Herbst vergangenen Jahres einen wenig verheißungsvollen Start hatte und mehrmals nur unentschieden spielte, schließlich aber seine alte Form zurückfand und bis heute auch noch ungeschlagen geblieben ist. Der Mittelrhein wird in den deutschen Endspielen durch die Spielvereinigung Köln=Sülz 07 vertreten, die allerdings nur durch das bessere Torverhöltnis vor dem spielstarken Neuling Troisdorf O5 zu Meisterehren gekommen ist. In Westfalen alles klar Höntrop und Herten steigen ab— Schalle distanziert Herne Nun hat der erste März=Sonntag die Lage in Westfalen vollkommen geklärt. Nachdem Entscheidung fallen konnte. Sie fiel auch, senn die mit 20 Verlustpunkten in der Tabelle rangierende Spielvereinigung Herten wurde von der Arminia Marten knapp mit 1:0 geschlagen und muß nun den Gang in die Bezirksklasse antreten. 86 Immerhin hatten auch die drei übrigen Spiele ihr Interesse, denn noch ist die Punktejagd nicht zu Ende und jede Einheit versucht möglichst, einen guten Tabellenplatz am Schluß sicher zu haben. In der Kampfbahn„Glückauf" hatten sich 12000 Zuschauer eingefunden, die eine einseitige Angelegenheit des Meisters über die Westfalia aus Herne erlebten. Glatt mit 4:0 hefteten die„Knappen“ einen neuen Sieg an ihren Meisterwimpel. Herne mußte zwar auf Bonner verzichten war aber den Schalkern nie gefährlich, und da der Meister wieder einmal aus sich herausging— Kuzorra und Urban waren die besten Leute— blieb der Sieg nicht aus. Die Spielvereinigung Röhlinghausen hatte Preußen Münster zu Gast. Hätten die Spielvereinler die sich vietenden Torgelegenheiten besser auszunutzen verstanden, der Sieg wäre bestimmt daheim geblieben. So schafften die Münsteraner, nach der 1:0=Führung der Gastgeber, im zweiten Abschnitt noch den Ausgleich und nahmen damit einen Punkt mit nach Hause. In Bochum gab es zwischen dem VfL und Borussia Dortmund einen harten Kampf, der zur größten Ueberraschung der 4000 Besucher noch unentschieden 2:2 ausging. Bis 12 Min. vor Schluß hatten sich die Dortmunder eine 2:0=Führung erkämpft. Dann setzten die Bochumer, die kurz nach dem Wechsel Gockel durch Verletzung verloren und mit 10 Mann spielten, zum Endspurt ein, in dem die beiden Tore auch noch erzielt wurden. Der SV Höntrop benutzte den svielfreien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel gegen den Bezirksligisten aus der Gruppe Gelsenkirchen DSC Rotthausen, der sich sehr gut einsetzte und zu einem beachtlichen Unentschieden von 2:2 kam. EXB. bleibt gefährlich Fortuna mal wieder auf dem zweiten Platz Die niederrheinische Fußballmeisterschaft ist noch nicht entschieden. Der Spitzenreiter Fortung Düsseldorf konnte ebenfalls den Neuling Westende Hamborn nicht auf dessen eigenem kleinen Platz schlagen und mußte sich mit einem 111 zufrieden geben. Da EXB. Schwarz= Weiß Essen sein Spiel gegen Duisburg 48=99 klar mit 3:0 gewann, kamen die Essener, die allerdings nur noch ein Spiel auszutragen haben, wieder einmal bei Punktgleichheit mit den Düsseldorfern durch ihr besseres Torverhältnis in Front. Der Hamborner Kampf gefiel nicht sehr, da die Einheimischen mit allzu großer Härte das spielerische Uebergewicht der Fortunen auszugleichen versuchten und der Schiedsrichter hier nicht energisch genug durchgriff. Auf dem Uhlenkrug verhütete der Duisburger Torwart Abromeit zusammen mit den Verteidigern eine höhere Niederlage. Im dritten und letzten Spiel des Tages konnte Turn Düsseldorf den in der Abwehr sehr schwachen SSV Wupvertal 3:1 besiegen, so daß die Düsseldorfer Elf aller Voraussicht nach sich vom Abstieg gerettet hat. 07 Mittelrheinmeister Nach Terverhältnis— Neuendorf muß mit Alemannia Aachen absteigen Der Kampf um die Fußballmeisterschaft des Gaues Mittelrhein ist wieder einmal entschieden: Gaumeister ist die Spielvereinigung Sülz 07, die Euler=Mannschaft, die nach dem BfR Köln und Alemannia Aachen in den letzten beiden Jahren nun die Interessen der mittelrheinischen Fußballer auf Grund des besseren Torverhältnisses in den Gaugruppenspielen gegen die Titelträger der Gaue Niederrhein(voraussichtlich wieder Fortuna Düsseldorf) und Pommern(Viktoria Stolp. die in ihrem Gau mit als Erster in überlegenem Stile die Meisterschaft errang) vertritt. Es war der letzte Kampftag der Spielzeit 1938/39. Noch vier Mannschaften— Sülz 07, Neuling SV Troisdorf VfR Köln und Tura Bonn— hatten theoretisch die Möglichkeit, Meister zu werden. Es trat der überraschende Fall ein, daß alle Antwärter ihre Punkte einbüßten: Sülz 07 spielte in Bonn nur 2:2(0:2) und verlor einen Punkt gegen die Tura und steht so vor dem SSV. Troisdorf erwartete den BfL 99 und schaffte nicht den von über 5000 Anhängern so sehnlichst erwarteten Sieg(3:3). VfR Köln ließ sich in einem von Alemannia Aachen glänzend geführten Kampf sogar mit 2:1(1:0) schlagen; es war der erste Sieg der Aachener überhaupt. Gleichzeitig aber wurde auch die Frage nach dem Begleiter für Alemannia Aachen in die Bezirksklasse gesucht. In Mülheim standen sich der MSV und Tus Neuendorf, die von 1500 Anhängern in einem Sonderzug begleitet war, als allein gefährdete gegenüber. Ohne den gesperrten Eßly verlor Neuendorf klar mit 1:3 (1:1). Die erst im Vorjahre aufgestiegene Gauchel=Mannschaft war damit zum Abstieg verurteilt.— Die Tabelle gibt über die Ausgeglichenheit des Feldes in der höchsten mittelrheinischen Spielklasse nach Abschluß der Kämpfe einen aufschlußreichen Ueberblick. ker über den deutschen Meister Hannover 96 hatte man von ihnen mehr erwartet, als nur ein mageres Unentschieden gegen die Bückeburger Jäger. Das soll nichts an dem Können der Bückeburgei schmälern. aber eine Mannschaft, die zur Meisterschaft will, muß ihr Können eindeutiger beweisen. 1:1 ist zu knapp. Da schlugen sich die Hannoveraner doch besser. Man hätte zunächst annehmen können, daß die Niederlage gegen den VfL Osnabrück ihnen manches von ihrem Selbstvertrauen geraubt haben würde. Aber keine Spur war davon sestzustellen. Im Gegenteil, in einem stets überlegen durchgeführten Treffen schlugen sie Algermissen glatt mit 8:0. Knapp mit 3:2 blieb Eintracht Braunschweig über den VfB Peine siegreich und ebenfalls mit einem Tor Unterschied— 2:1— schlug Werder Bremen die Arminen aus Hannover. MSs Lüneburg und ASV Blumenthal teilten sich nach einem spannenden Kampf mit 2:2 die Punkte. Torreiches Treffen Nach dem Feststehen des Gaumeisters im Gau Südwest, den Wormatia Worms verkörpert, haben die restlichen Treffen nur Bedeutung für das Mittelfeld der Tabelle. Zudem herrschte im Gau am Sonntag schwacher Spielbetrieb. Ein torreiches Treffen gab es zwischen dem FV Saarbrücken und der Frankfurter Eintracht. Zwölf Tore fielen, sieben für Saarbrücken, fünf für Eintracht. Und in einem zweiten Punktekampf schlugen die Wiesbadener Kurstädter den FSV Frankfurt klar mit 3:1. Daneben gab es noch zwei Gesellschaftsspiele. Wormatia Worms hielt Neumeyer Nürnberg mit 2:1 in Schach und die Münchener Löwen siegten mit dem gleichen Ergebnis über die Offenbacher Kickers. Schiesten Helnnmt=Neicherunsperat Schon bei der Pause lag Bayern 0:1 im Rückstand Die aufstrebenden schlesischen Fußballer haben ihre bisherigen Bemühungen durch den Endsieg im diesjährigen Reichsbundpokal gekrönt. Wer hätte wohl zu Beginn des Bewerbs einen solchen Tip gewagt? Nun, nach dem Abschluß der Spiele muß man feststellen, daß die schlesische Mannschaft wirklich etwas kann, daß ihre Siege über die deutschen Gaue und auch vor Wochen über die starke polnische Bezirksmannschaft, die acht Nationalspieler enthielt, nicht von ungefähr gekommen sind. Nach Württemberg hat jetzt der Gau Schlesien bewiesen. was eine einsatzbereite Kampfmannschaft zu leisten vermag. Die Siegesserie der Südostdeutschen ist auf jeden Fall bewundernswert: Nordmark, Ostmark mit den vielen Nationalen Württemberg und nun Bayern mit acht Nationalen. In Dresden wohnten am Sonntag bei prächtigem Sonnenschein 40000 Zuschauer dem EndInn=Sladel wür der deste Ausscheidungsturnen für den Angarnkampf in München Für Sonntag=Vormittag hatte das Fachamt Turnen die besten deutschen Kunstturner zu einem Ausscheidungswettbewerb im Festsaal des Münchener Museums eingeladen. Zweck der Veranstaltung war, die im Augenblick stärksten Kräfte für die Deutschlandriege zum Länderkampf gegen Ungarn am 19. Marz auszuwahlen. Zahlreiche Ehrengäste aus Partei. Staat und Wehrmacht Vertreter der Stadt der Bewegung und eine große Zahl von Zuschauern wohnten den Kämpfen bei. Von der Spitzenklasse unserer Turner fehlten lediglich die Olympiasieger Schwarzmann, Konrad Frey. der Bremer Steffens und Sandrock(Immigrath). Auf der ganzen Linie sah man Turnen in höchster Vollendung. Die Wertung erfolgte nach den internationalen Bestimmungen und so war es auch zu erklären, daß nur viermal die Höchstpunktzahl gegeben wurde. Zweimal erwarb sie Stang!(München) für seine Uebungen an Ringen und Reck, je einmal wurde sie an Stadel (für Seitpferd) und Krötzsch für die Bodenübung gegeben. Der Kampf um den ersten Platz spitzte sich später zu einer Auseinandersetzung zwischen Willi Stadel Stangl und Karl Stadel zu und vorübergehend griffen auch die beiden Leuna=Turner Müller und Krötzsch in die E#sue dung ein. Neben diesen gefielen noch der Mün* er Friedrich und sein Vereinskamerad Wurm, während der Berliner Pludra und auch Volz einen schwachen Tag hatten. Reichsmännerturnwart Martin Schneider. der am Schluß der Veranstaltung kritisch zu den gezeigten Leistungen Stellung nahm, wies auf die Bedeutung der Aufgabe für den Länderkampf mit Ungarn hin und lobte die ausgezeichneten Leistungen der Turner, wenn auch hier und da noch einiges zu bemängeln sei. Die Wertung sah folgendermaßen aus: 1. Willi Stadel(Konstanz) 117,6 Punkte: 2. Innocenz Stang!(München) 117.4 P.; 3. Karl Stadel(Wünsdorf) 116.4 P.;: 4. Alfred Müller (Leuna) 115,9 P.; 5. Kurt Krötzsch 1155 P.; 6 Hans Friedrich(München) 1153 P.; 7. Rudi Wurm(Kassel) 115,1 P.; 8. Matthias Volz (Schwabach) 113.8 P.: 9. Reinhold Stutte(Eichen) 111,6 P.; 10. Franz Beckert Neustadt); 11. Hans Pludia(Villingen). Auf Grund des Ergebnisses dieses Ausscheidungsturnens hat der Reichsmännerturnwart im Anschluß daran für den am Sonntag, 19. März in der Nibelungenhalle in Passau stattfindenden 3. Länderkampf gegen Ungarn folgende deutsche Mannschaft aufgestellt: Willi Stadel, Innocenz Stangl, Karl Stadel, Alfred Müller, Kurt Krötzsch Hans Friedrich. Fritz Steifens und Josef Göggel(Stuttgart). Ersatzmann ist der Kasseler Wurm. zwischen Schlesien und Bayern bei. Reichssportführer von Tschammer und Osten sowie Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner (München) bemerkte man unter den Ehrengästen. Zahlreiche Schlachtenbummler hatten beide Mannschaften begleitet und besonders die Schlesier waren zahlreich vertreten. Beide Mannschaften hatten keine Umbesetzungen vorgenommen und erschienen also in den angekündigten stärksten Aufstellungen, zuerst die Bayern dann besonders herzlich begrüßt die Schlesier. Bayern nahm den heftigen Wind zum Bundesgenossen, konnte aber trotzdem keinerlei Vorteile erringen Im Gegenteil gingen die Schlesier nach dem Anpfiff des sudetendeutschen Schiedsrichters Pfützner zum Angriff vor und Bayerns Deckung hatte alle Hände voll zu tun, um die gefährlichen Angriffe abzustoppen Die Schlesier brachten wieder vorbildliche Kampfkraft auf und standen in ihrer wuchtigen Spielweise auch technisch kaum hinter den Süddeutschen zurück. Schnelligkeit und rasche Ballabgabe waren die Stärke der Schlesier, die den Ball genau von Mann zu Mann leiteten. Die schlesische Verteidigung war dagegen nicht ganz die große Klasse wie die des Gegners. aber sie zerstörte wirkungsvoll und wuchtig. Das einzige Tor der ersten Hälfte schossen die Schlesier in der 26. Minute durch ihren Rechtsaußen Plener. Auch im weiteren Verlauf des Spieles waren die Schlesier einem zweiten Torerfolg näher als die Bayern dem Ausgleich. Sehr wirkungsvoll spielte bei den Bayern der National=Rechtsaußen Lehner, der genaue Flanken hereingab. sowie Fiederer, dessen Scharfschüsse mehrfach knapp das Ziel verfehlten Nur fünf Eckbälle waren die Ausbeute der Anstrengungen der Bayern. Sehr brenzlig wurde es in der 36. Minute im Bayernstrafraum. Fünf Schlesier bemühten sich in einem Gedränge, das Leder über die Linie zu schieben und die Zuschauer forderten auch bereits Tor aber der Schiedsrichter ließ weiterspielen Auch nach dem Wechsel blieben die Schlesier viel gefährlicher und bereits nach 3 Minuten war der zweite Erfolg fällig. Einen scharfen Schuß des Linksaußen Renk faustet Jakob ins Feld zurück, wo Pawlitzki den Ball abstoppt und an Schaletzki leitet, der scharf einschießt. Vergebens streckt sich Jakob. Nun beginnt der Bayernsturm allmählich schärfer zu spielen. aber immer noch bleibt das Spiel ungenau. Die Schlesier werden langsam etwas zurückgedrängt und die Süddeutschen kommen zu einer Feldüberlegenheit aber trotz zahlreicher Torchancen fällt erst in der 12. Minute der Ehrentreffer durch Krumm. In dieser Zeit war Pawlitzki nicht auf dem Spielfeld da er bereits Bild in Zahlen Westfalen Schalke 04— Westfalia Herne 4:0(120) BfL 48 Bochum— Borussia Dortmd. 2:2(0:1 Arminia Marten— Spyg Herten 1:0(09. Sppg Röhlingh.— Preuß. Münster 1:1(1:0 Niederrhein Westende Hamborn— Fort. Düsseld. 1:1(0:1) ETB Schw.=Weiß— Duisburg 48/99 3:0(1:0) Turn Düsseldorf— SSB Wupertal 3:1(2:1) Mittelrhein BfR Köln— Alemannia Aachen Mülheimer SB— Tus Neuendorf Troisdorf 05— BfL 92 Köln SV Beuel— Rhenania Würselen Tura Bonn— Sülz 67 Spog Sülz 07 18 7 8 Troisdorf 05 18 9 4 Tura Bonn 18 8 5 VfR Köln 18 7 6 Rhenania Würselen 18 7 6 VfL Köln 99 18 6 7 Mülheimer SV 18 7 3 SV Beuel 06 18 7 3 Tus Neuendorf 18 4 5 Alemannia Aachen 18 1 7 1:2(0:1) 3:1(1:1) 3:3(2:1) 2:3(2:2) 2:2(0:3) 32:18 51:49 30.37 32:31 36:33 38:28 32:31 27:35 38:34 10 23:40 22:14 22:11 21:15 20:16 20:16 19:17 17:19 17:19 13:23 Drei Platzsiege Zwischenrunde um den Adlerpreis In der Zwischenrunde um den Adlerpreis der Handballer gab es dreimal Siege der gastgebenden Gaue. während sich nur der Niederrhein bei den Hessen durchsetzen konnte. Das einzig überraschende Ergebnis ist der hohe Sieg der Berliner über die Westfalen. Mit 8:3 gewannen die Brandenburger. Sachsen behauptete sich nach gleichwertigem Kampf mit 9:7 gegen die Badenser, während die Schlesier in Graz der Ostmark den erwarteten heftigen Widerstand entgegenstellten und schließlich nur knapp 9:10 unterlagen. Der favorisierte Niederrhein mußte in Kassel gegen die Hessen mäch tig kämpfen, um einen knappen 4:3=Sieg zu landen. Von den drei westdeutschen Gauen ist also nur noch der Niederrhein im Wettbewerb. der aber schon in der nächsten Runde gegen die anderen Gaue vor sehr schweren Aufgaben steht. Richter schaffte Weltrekord Im Rahmen des großen Gewichtheberkampfes Essen 88 gegen Polizeisportvereinigung Wien im Saalbau Essen stellte der Wiener Federgewichtler Anton Richter im beidarmigen Reißen mit 100,5 kg(201 Pfund) einen neuen Weltrekord auf. Der alte Rekord wurde von dem Neger Terry USA mit 97.5 kg gehalten. Wien führte nach Schluß der ersten Uebung mit kg vor Essen mit 565 kg. in der 54 Minute verletzt ausscheiden mußte, wiedergekommen war. aber in der 70. und dann in der 74. Minute wieder hinaus mußte. Nach mehrfacher Abwehr hatte Lehner den Ball erhalten. ihn genau hereingegeben, Krumm stoppt mit dem Körver und schießt dann plaziert ein. Die Bayern drängen nun auf den Ausgleich, aber sie zögern, schießen zu ungenau und außerdem liefern Koppa und Kubus ein sehr gutes Verteidigerspiel, In den letzten fünf Minuten setzen die Schlesier noch einmal überraschend zum Angriff an und, angefeuert durch die Sprechchöre der Zuschauer „Schlesier vor— noch ein Tor“ bringen sie die Bayern noch einmal in Gefahr. In der 87. Minute überspielt Renk Streitle gibt an Plener, der am herausstürzenden Jakob vorbei aber nur den Pfosten trifft. Bis zum Schlutz muß Mettke auf der Gegenseite noch einen gefährlichen Kopfball von Färber halten, und dann ist der Kampf zu Ende. Die schlesischen Zuschauer stürzen aufs Spielfeld und bringen ihre Spieler jubelnd in die Kabinen. Fünf Italiener in Front Der zweite Tag des skisportlichen Vierländerkampfes der Studenten von Deutschland. Italien, Ungarn und der Schweiz brachte in Sestrière den Italienern im Abfährtslauf einen schönen Erfolg Sie belegten zleich die ersten fünf Plätze vor dem Deutschen Beyrer, der als bester Ausländer den sechsten Rang einnahm Gieger wurde der Studentenweltmeister von St. Moritz 1935 Adriano Guarniere vor seinen Landsleuten Babini, Rosi, Söldner und Orlendo. Berlirzung der Geutsch= LägitschAr. Vonthhaugti. Eine Veranstaltung der Deutsch=Englischen Gesellschaft Köln und Han=s resbrennrecht und 50 v. H. Ueberbrand zue nordwestlich klegende Hfiangyang richten, das eine strategische Schlüsselstellung gegen Itschang und Sian bildet und für die Umschließung der Provinz Schetschuan von großer Bedeutung ist. * März. In der Industrie= und Haneee." Köln fand am Samstag die erste ie instaltung Zweigstelle Köln der Deutsch=Englischen Gesellschaft statt. Zu dieser ein großer Kreis von Pereropkeiten des rheinischen Wirtschafts= und Kulturlebens eingeladen. Unter den isten bemerkte man u. a. den Königl.=Britiöste Botschafter in Berlin, Sir Reville Hener ,an, den Reichsminister der Finanzen Sasce e Sehete e. schaft Berlin, Gauleiter Staatsrat Grohé bei eine Pathans gab, sprach auch Botschafter Henderson. Er führte u. a. zur augenEs sei ein glückhaftes Zeichen, daß in dieser Seselschasft voter schann seiner Wenung Aud. amläßlich der Rüstungsdebatte im Unterhaus hatte:„Unsere so ausgedehnten Rüstungen sind einzig und allein zur Verteidigung bestimmt. Wenn die anderen nicht mehr Angriffslust haben als wir, dann müssen wir den Schluß ziehen, daß wir diese verderblichen Küstungen auf Grund eines Mißverständnisses Der Redner fuhr fort, daß er mehr als einmal gefragt worden sei:„Welche Garantie haben wir, daß Ihre Rüstungen später nicht zu einem Angriff auf Deutschland benutzt werden?“ Auf diese Frage habe Halifax vor etwa einer Woche im Oberhaus eine überzeugende Antwort gegeben, indem er ausführte.„E gibt keine Partei und keinen Staatsmun,, in England, der für einen Augenblick an einen Angriffskrieg denken würde oder der für eine solche Politik die Unterstützung unseres Volkes erhalten würde. Jeder“, so fügte der Redner hinzu,„der das Gegenteil glaubt, verkenne den Charakter und die Mentalität des britischen Volkes. Es sei aber andererseits ebenso klar, eaß jede britische Partei, jeder Staatsmann and jeder Engländer im Falle der Selbstvereidigung jederzeit mit Gewalt eine Bedrohung der eigenen Unabhängigkeit und der lebensvichtigen Interessen Großbritanniens abwehen wüche. Er wolle diese öffentlichen neußerungen zieren, well er fühle, daß einige Mißverkändnisse über diese wichtigen Punkte deutschland bestünden. Je eher alle Mißeerständnisse über diese Frage beseitigt würen, um so klarer werde der Weg herzlichen deutsch=englischen Verständnis fühgen, für das er als Seine Majestät Botschafter a Verliu arbeite.. piggg bab. I. 15. Der beitische Premermuinter y#ve in seiner jede in Blackburn am 23. Februar die Worte ns Führers wiederholt, daß es ein Glück ür die ganze Welt sein würde, wenn das leutsche und das englische Volk zu einer ertrauensvollen Zusammenarbeit geangen könnten, und Chamberlain habe diesen Vorten hinzugefügt, daß er sich keinen größeen Beitrag zum Weltfrieden denken könne. die ganze Welt aber sehne sich heute ach einem festen und dauerhaften Frieden.„Mit diesen Ermutigungen von eiten jener Staatsmänner lassen Sie uns leide, Sie, die Deutsch=Englische Gesellschaft in köln, und ich. Seiner Majestät Botschafter in Berlin, zusammenarbeiten zur Verwirklichung Aetes beben Zieies“ resotelnlich, and 5 v. H. urberbrand in ere höhten Preisen. Selbstverständliche Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß durch die Kartoffelernte 1939 der lebenswichtige Bedarf an Speise= und Futterkartoffeln gedeckt und die Erzeugung an Kartoffelflocken und Stärke in dem notwendigen Ausmaß gewährleistet werden kann. Die beabsichtigte Regelung wird schon jetzt bekanntgegeben, um der Landwirtschaft, insbesondere den an Brennereien angeschlossenen landwirtschaftlichen Betrieben, vor der Frühjahrsbestellung die Möglichkeit zu geben, durch Ausdehnung des Anbaues stärkereicher Kartoffelsorten dem erhöhten Bedarf an Fabrikkartoffeln Rechnung zu tragen. Der Fabrikkartoffelanbau muß neben dem Bedarf der Brennereien unbedingt die volle Erfüllung der Verarbeitungspflichten der Stärke= und Flockenfabriken sicherstellen. Chinesischer Truppentransport aufgerieben Ueber 100 Transportkähne versenkt Schanghai, 4. März. Wie der japanische Heeresbericht mitteilt, wurden 200 Dschunken, die mit chinesischen Truppen auf dem See Hung Tsoe im nördlichen Teile der ostchinesischen Provinz Kiangsu fuhren, von japanischen Fliegern angegriffen und zum größten Teil versenkt. Die Stadt Haitschau, wo sich das Hauptquartier der im Norden der Provinz Kinagsu stehenden chinesischen Truppen befand, ist am Samstagmorgen von den Japanern erobert worden. Japanischer Vorstoß auf Tschunghsian Neue Erfolge in Nordchina Tschungking, 4. März. Eine von Tschinschan, 120 Kilometer nordwestlich von Hankau, auf Tschunghsian am Hankiang vorstoßende japanische Formation macht schnelle Fortschritte. Die chinesische Verteidigung der Stadt Tschunghsian soll unzureichend sein, so daß man auch in chinesischen Kreisen mit einer baldigen Einnahme rechnet. Von Tschunghsian aus soll der japanische Vorstoß dann den Han=Fluß entlang weitergehen und sich zunächst auf das 85 Kilometer Wann wird geflaggt? Anordnung des Reichsministers des Innern Berlin, 4. März. Der Reichsminister des Innern hat die bestehenden Vorschriften über die Beflaggung der Dienstgebäude sowie über die Flaggensetzung der öffentlichrechtlichen Religionsgesellschaften unter teilweiser Aenderung und Ergänzung neu bekannt Die Bestimmungen gelten im gesamten Großdeutschen Reichsgebiet. Danach wird nach den näheren Bestimmungen dieser Erlasse an folgenden Tagen regelmäßig ohne besondere Auordnung geflaggt: 1. am Reichsgründungstag(18. Januar), 2. am Tag der nationalen Erhebung(30. Jan.) 3. am Heldengedenktag, der in diesem Jahr auf den 12. März fällt, 4. am Geburtstag des Führers(20. April), 5. am nationalen Feiertag des deutschen Volkes(1. Mai),.., Ki.sam Gek 6. am Erntedanktag, der in diesem Jahre auf den 1. Oktober fällt, 7. am Gedenktag für die Gefallenen der Be. wegung(9. November). Am Heldengedenktag wird, abweichend von dem bisherigen Brauch. Vollstock geflaggt. Aioreicheiten und ihre Wieerlegung Verachten die Deutschen eingeborene Völker? Paris, 4. März. Die ehemaligen Minister der Volksfrontregierung, Moutet und Violette, und der farbige ehemalige Unterstaatssekretär Monnerviller, sprachen am Freitag vor etwa 500 Zuhörern über Kamerun und Togo. Im Anschluß an ihre Ausführungen nahm der sogen. Verteidigungsausschuß für die Interessen in Kamerun eine Entschließung an, in der er gegen jede Initiative protestiert, die darauf hinausgeht, Togo und Kamernn an Deutschland zurückzugeben. Sie geben„unerschütterlichen Willen der Bewohner Kameruns und Togos“ Ausdruck, nicht von einem Lande regiert werden zu wollen, das wie Deutschland„soviel Verachtung für die schwarze Rasse“ zeige. Zum Schluß wird die Regierung aufgefordert, Togo und Kamerun einfach in das französische Kolonialreich einzuverleiben, ohne sich hierbei von juristischen Betrachtungen beeinflussen zu lassen! * Die drei weißen oder schwarzen Männer, die solches verkünden, mögen zwar, am Persönlichkeitswert gemessen, nicht allzu ernst zu nehmen sein: immerhin waren sie einmal Minister und können es nach demokratischer Uebung morgen wieder sein. So soll zu der mühselig konstruierten Agitation ihres seltsamen Ausschusses gleich festgestellt werden, daß sie vielleicht den Wünschen einiger Pariser Zeitungsiuden entspricht, niemals aber der Ansicht der einst unter unserem Schutz stehenden Eingeborenen. Denn der Segen der klugen und für alle Zeiten die Nachfahren verpflichtenden Fürsorge Deutschkands für seine kolonialen Schubgebiete bat deren farbige Einwohner mit weltbekannter Anhänglichkeit dem Reich gegenüber erfüllt. Nicht nur zu Zeiten, da sie ihre Treue in unermüdlichem Einsatz unter einer Handvoll Weißer bei Lettow=Vorbeck jahrelang unter Beweis stellten, sondern sogar heute nach Jahrzehnten noch hüten sie die alten Askariuniformen und schwarz=weiß=roten Kokarden mit rührender Liebe. Und dafür sollte das Dritte Reich Verachtung zeigen? Im Gegenteil, gerade die nationalsozialistische Kenntnis rassischer Grundlagen ermöglicht es uns, den Farbigen seiner Art entsprechend gerecht zu behandeln und wesensgemäß zu pflegen. Nie und nimmer wurde schon früher der Schwarze unter deutscher Herrschaft als Stück Vieh behandelt, als Ware in Rechnung gestellt, rücksichtslos in fremde Erdteile verschleppt, mit sogen. Kulturgiften verseucht und mit den entarteten Genüssen internationalen Großstadtabschaumes„beglückt". Wir haben auch nicht vor, in unserer künftigen Kolonialpolitik eine Aenderung eintre ten zu lassen, denn die heute im Dritten Reich zur Geltung gebrachten Grundsätze decken sich mit deutscher Art. Diese positive Art hat augenfälligste Triumphe aber gerade in vergangenen Kolonialfragen zu verzeichnen gehabt. Also nicht nur juristisch, sondern auch sachlich ist der deutsche Standpunkt unerschütterlich.— Das mögen sich solche Leute in Paris gesagt sein lassen, die mit törichten Forderungen eine sich endlich anbahnende nachbarliche Annäherung zu sabotieren versuchen. „* Uwuushrachtr wiohlicher Norweger“ bringt englischen Kreuzer zum Sinken derbericht der Schwerter Zeitung 60 Doc R hal“ bistse pric, p, ster„iO Prioz, a. Gf.,ch.e rie 1 den Hurra aufgenommen. In allen, Gesichtern Schon bald bleiben die Gefechtsruhe bei Madrid Optimismus bei den nationalspanischen Truppen— Hoffnung auf baldigen Einmarsch Bilbao, 4. März. Der Berichterstatter des imtlichen Heeresberichtes hatte bei seinem Aufinthalt in der Universitätsstadt Madrid den Eindruck, daß die Truppen mit großem Optimismus auf die baldige Eroberung Madrids rechnen. An der Grenze von Madrid lei an einem Gebäude in der Nähe des Westeurkes eine riefige nationalspanische Flagge gebi worden, die von allen Teilen Madrids eutlich gesehen wurde. Innerhalb der Univerttätsstadt herrsche reges Treiben. Ständig kückten frische Truppen an, dauernd seien Naterialzüge unterwegs. Die Sowjetspatter hätten jede Feindseligkeit eingekellt, seit Tagen sei schon kein einziger Schuß, ganz gegen die Gewohnheit der Roen, gefallen. Die Zahl der Ueberläufer sei rieengroß, obgleich die roten Wachtposten eine erschärfte Wachsamkeit ausübten. Brennrecht für 1939=40 unverändert Berlin, 4. März. Die Versorgung der kraftstoffwirtschaft mit Treibstoff muß bei er fortschreitenden Motorisierung als eine beenders vordringliche Aufgabe angeseen werden. Der Reichsminister für Ernährung ind Landwirtschaft und der Reichsminister der zinanzen sind daher übereingekommen, das drennrecht der landwirtschaftlichen Brenereien für 1939=40 in derselben Höhe erzusehen, wie im Monopolbetriebsjahr 88=39, das heißt in Höhe von 100 v. H. JahDer große Krieg ist, wie wir alle wissen, nicht an der Front, sondern durch die Dolchstoßpolitik der roten Verräter verloren worden. Ueberall, wo unsere Feldarauen kämpften, taten sie willig und eisern ihre Pflicht und ihre Heldentaten werden nicht vergessen werden. Zu den zahllosen Ruhmesblättern, die in jenen vier Jahren dem deutschen Ruhm gepflüar wurden, gehört auch die Heldentat des Blockadebrechers Es war gegen Abend, als am 25. Februar 1916, ein gewöhnlicher Handelsdampfer den Reichskriegshafen Kiel verließ. Es war ein Hilfsschiff, das dazu bestimmt war, die englische Blockadezone zu durchbrechen und im Atlantik den Kaverkrieg zu führen, ähnlich wie es z. B. die„Emden“ und das Kriegsschiff„Wolf“ mit dem Flugzeug„Wölfchen" an Bord, es getan öhne viel Aufhebens zu machen, war der Handelsdampfer ausgelaufen. Niemand wußte um seine Bestimmung, kaum semand um seine besondere Aufgabe. Vorzüglich getarnt; war das Schiff mit einem Torpedo=Ausstoßrohr und vier 15=em=Geschützen armiert. Das Schiff nahm zunächst seinen Weg durch den Kaiser=WilhelmKanal und hielt dann Kurs auf Helgoland. Erst hier wurde, um der Feindspionage kein Material zu liefern, das Schiff auf den Namen „Greif“ getauft, und der Mannschaft Weisung gegeben: Kaverkrieg im Atlantischen Ozean, Kampf gegen die dreifache englische zone, Kampf gegen jene Maßnahmen, durch die England dem deutschen Volk die Kehle zuUm ihre Maßnahme besser durchführen zu können, wurde der„Greif" zunächst getarnt. Er verwandelte sich in den norwegischen Dampfer „Rena“ aus Tönsbera" um so den Versuch zu erleichtern, als friedlicher„Neutraler“ den Engländern ein Schntvochen zu schlagen.„Schnell ging die Aenderung vor sich. An die Borowände wurden die norwegischen Fahnen gemalt und der Schornstein mit dem Zeichen der norwegischen Reederei versehen. Der zweite stein wurde abmontiert und durch einen solchen aus Segeltuch ersetzt. Mit diesem Trick konnte man in kürzester Zeit das Aussehen des Dampfers nochmal verändern. Man mußte zu dieser Kriegslist greifen, um die Möglichkeit zu haben, die Engländer zu täuschen. Nach diesen Vorbereitungen war der„Greif“ am 27. Februar kriegsfertig. Fregattenkapitän Tietze versammelte die Besatzung und gab ihr genaue Anweisung über alle Maßnahmen, auch angewiesen. Es git, die englische Blockabelinie zwischen Norwegen und den Shetlands=Inseln zu durchbrechen und dann in den freien Ozean zu kommen. Die Umstände sind zunächst günstig. Nebel und ein heftiger Schneesturm engen die Sicht ein. Am zweiten Taa jedoch klärt sich das Wetter auf. Vorsichtig und in höchster Alarmbereitschaft fährt der„harmlose Norweger" seinen Weg. Am 29. Februar frühmorgens hat der „Greif" sein erstes Erlebnis. Unweit der Shetlandinsel vassiert ihn ein großer englischer Kreuzer. Kaum war der Feind in Sicht gekommen, rufen die Alarmglocken die Männer auf Gefechtstation. Alles ist bereit, das Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Die große Gefahr geht vorüber. Böllig ahgeblendet, bemerkt der Engländer den„Greif" nicht. Die Mannschaft ist in fieberhafter Stimmuna, weil jeder weiß, daß nun bald Klarheit herrscht, ob der Durchbruch gelungen oder nicht. Der Morgen beginnt ruhig. Gegen 8 Uhr nähert sich sehr schnell eine Rauchwolke, bald eine zweite. Wie man feststellt, handelt es sich um einen Hilfskreuzer und einen Kreuzer. Das Schiff kommt so nahe, daß die deutschen Matrosen seinen Namen ohne Fernalas lesen können. Es ist die„Alcantara“, das Admiralschiff der enalischen Blockadeflotte, Die Engländer geben einen Schuß ab, vas Sinnar für den„Norweger" anzuhalten und beizudrehen. Die Deutschen machen den letzten Versuch, sich als neutrales Schiff auszugeben. Flaagen sianalisieren hinüber:„Von Rio de Janeiro mit gemischter Ladung unterweas nach Tönsberg“. Die Engländer trauen dem der„Alcantara“ läßt man ein Boot zu Wasser, dessen Besatzung die Papiere des„Norwegers“ Das ist das Ende. Nun heißt es Farbe beDer Kommandant Fregattenkavitän Tietze ist sich seiner Pflicht bewußt. Ohne Kampf wird er das Schiff nicht überaeben. Mit tauter Stimme ergeht der Befehl:„Heißt Kriegsflagae". Artillerie= und Torpedorohre klar!" Die vorzügliche Mannschaft kommt innerhalb von Sekunden diesem Kommando nach und damit verwundelt sich der neutrale Norweger in das deutsche Kriegsschiff„Greif“, das bereit ist, zum Gefecht anzutreten. In Sekundenschnelle setzt sich der Blockadebrecher zur Wehr. Urplötzlich geht ein Trommelfeuer auf den Geaner los. Salve Salve rollt über die See. Torpedos werden auf die Reise geschickt. Der Engländer ist völlig überrascht. So schnell war alles gegangen, daß es ihm den Atem verschlug. Ein Torpedo des „Greif“ hatte getroffen und furchtbare Auswirkungen gehabt. Das Admiralsschiff der englischen Blockadeflotte legt sich auf die Seite und den Hurra aufgenommen. In allen Gesichtern wiegelt sich die Freuve, einen 16000=TonnenKreuzer mit 27 Geschützen vernichtet zu haben, vernichtet von einem deutschen Hilfsdampfer. In der Zwischenzeit ist der zweite englische Kreuzer herangekommen. Seine Artillerie schießt die Kommandobrücke des„Greif" in beiden Geschütze im Achterschiff fallen aus. Ein Volltreffer zerstört den Torpedoraum und die darin befindliche Mannschaft bleibt tot. Immer neue Granaten schlagen auf dem„Greif“ ein. Schließlich kann man sich nur noch mit einem Geschütz wehren. Aber nicht nur der Kreuzer hat sich auf den„Greif" eingeschossen, sondern noch eine ganze Reihe anderer Engländer sind herbeigekommen, um sich an der Jagd zu beteiligen. Gegen diese Uebermacht ist kein Kraut gewachsen. Das inzwischen auch noch manoverierunfähig geworde Schiff nebelt sich ein. Aber auch das kann nichts mehr helfen. Zum Ueberfluß kommen auch noch zwei englische Torpedobootszerstörer um mitzuhelfen, den deutschen Hilfsdampfer zu vernichten. Schließlich gibt der Kommandant den Befehl zum Es wird gesprengt. Der„Greif“ sinkt mit wehender Flagge. Als letzter verläßt der Kommandant das brennende Schiff. Trotzdem feuern die Engländer weiter. Die deutschen Matrosen schwimmen im Wasser, unter ihnen richten die englischen Granaten noch ein Blutbad an. Auch der Kommandant wird durch ein Sprengstück getötet. 100 deutsche Seeleute kamen bei diesem ungleichen Kampf zu Tode. Wenn auch die Mission des„Greif" beendet wurde, bevor sie eigentlich angefangen, so hat dieser Kampf vor den Shetlandsinseln bewiesen, daß deutsche Soldaten in Ehren zu bestehen wissen, daß sie bereit waren, den Heldentod für das Vaterland zu sterben. Morgen lasen Bie: PiselrerRschenband Weinet nicht an meinem Grabe gönnet mir die ewige Ruh, denkt was ich gelitten habe eh' ich schloß die Augen zu. Gestern abend 11 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere unvergeßliche Nlutter, Tochter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante im Alter von 52 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Päfhilie Fieilni Wiedenbruch folger abgeschüttelt, Mlan kann beze, ape z.. daß der Meister in der 1. Kreisriune im Billard„DBC. Schwerte 1938“ sein wird. Dann steigt der Verein nächstes Jahr in die Bezirksklasse auf. Tabellenstand vom 5. März 1939. 1. D. B. C. Schwerte 38 5 Spiele 56: 4 Pkte. 2. Hörde Stift 7 Spiele 58:26 Pkte. 3. B. C. Hombruch 6 Spiele 45:37 Pkte. 4. B. G. Castrov 6 Spiele 43:29 Prce. 5. Castrop=Schwerin 6 Spiele 27:45 Pkte. 6. Lütgendortmund 4 Spiele 8:40 Pkte. Jahresversammlung des Brlestandenverei„Duh Im Lokale der Vereinswirtin Wwe. Boecker, hielt der bekannte, schon seit Jahrzehnten in unseren Mauern beheimatete RBTZV.„Blitz“, dessen Gründung in das Jahr 1896 fällt, seine Jahreshauptversammlung ab, die von sämtlichen angeschlossenen aktiven Sportkameraden besucht war. Nach begrüßenden Worten des Vereinsführers August Engelhardt, eröffnete dieser die Tagung. In seiner Eigenschaft als Beisitzer im Vorstand, erstattete alsdann Sportkamerad Eduard Hoffmann in eingehender Weise den Geschäfts= und Kassenbericht aus der verflossenen Reisezeit. Aus diesen Ausführungen ist festzuhalten, daß der Verein als Mitglied der Reisevereinigung Schwerte und Umgegend im letzten Jahre annehmbare WettflugResultate zu erzielen vermochte. Der Referent brachte zum Ausdruck, daß der errungene Jahreserfolg besonders durch das überaus gute Abschneiden bei den Kreis= und Nationalflügen bis 850 km gekrönt worden sei. Auch in finanzieller Hinsicht ruht der vorwärtsstrebende Verein auf gesunder Grundlage. In flugsportlicher Beziehung spielt er nach wie vor eine bedeutende Rolle im Schwerter Briestaubenwesen. Von insgesamt 20 reisenden Schlägen, darunter be finden sich drei Schläge der Junamitglieder wird die aktive Vereinstätigkeit lebendig gehalten.— Der Vereinsführer dankte dem Beisitzer Eduard Hoffmann für seinen inhaltsreichen Bericht. Anschließend fand die Siegen ehrung statt. Urkunden erhielten Sportfreund Gustav Faber für das bestgereiste Männ chen im Altfliegen= 7 Preise: Sportfreund Carl Möller für das bestgereiste Weibchen im Altfliegen= 6 Preise: Sportfreunde Schedel=Vorschütz für die bestgereiste 1938er Jungtaube= 3 Preise. Bei einem von den aktiv reisenden Schlägen ausgetragenen Vereinswettbewerb, nach Art des Sechstagerennens, ging beim Altfliegen als siegendes Paar der Schlag Faber=Ruhkamp durchs Ziel. Die Vereinsmeisterschaft des Jahres holte sich der Sportfreund Gustav Faber, der damit erstmalig den hierfür ausgesetzten Wanderpreis gewann. Ein donnerndes„Gut Flua!“ beendete die Sie gerehrung.— Nach der Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern nahm Vereinsführer Engelhardt alsdann Gelegenheit, dem infolge Ueberlastung freiwillia als Beisitzer von seinem Amt zurückgetretenen Sportkameraden Eduard Hoff mann gebührende Anerkennung und den Dans des Vereins für seine mehr als 9 Jahre ausgeübte vorbildliche Tätigkeit im Vorstand auszusprechen. Als Beisitzer im Vorstand ernannte Vereinsführer Engelhardt den Pa. Fritz Boecker als Schriftwart und Geschäftsführer, Pa. Hermann Boecker als Kassierer und Ludwia Tiemann als Materialienverwal ter.— Im weiteren Verlauf der Versammlung vernahmen die Mitglieder einen eingehenden Bericht über die kürzlich stattgefundene Vereinsführerbesprechung der RV. Schwerte und Umgegend. Nachdem das Brieftaubenschutzgesetz und die 1. Durchführungsverordnung erlassen und in Kraft getreten sind, hat der Verein seine organisierten Brieftaubenhalter der Kreispolizeibehörde gemeldet. Westhofen, den 4. März 1932. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. März, nochm. um 3 Uhr, vom Trauerhause, Bruchstraße 54, aus statt. Kollilatalsolttische=Arbert Ar=Ecnloureis=Cserlehn Vortrag von Landrat von Rumohr über die Verwaltung des Landkreises und der kommunalen Gebietskörperschaften Abgeschlossene 4 ZimmerWohnung einschl. Küche, möglichst mit Bad, zum 1. Mai zu mieten gesucht. Angebote erbeten unter Nr. 484 an die Geschäftsstelle der Schw. Ztg. V Wee. hefert schnell und preiswert Buchdruckerei Hans Linner vormals Carl Braus— Große Marktstraße 3—5 Fortsetzung. Verkehrspolizei. Die Förderung der Motorisierung ist das vom Führer und Reichskanzler gewiesene Ziel. Durch die manigfachsten Maßnahmen ist esgelungen, eine Zunahme der Verkehrsunfälle etwa entsprechend der Vermehrung des Kraftfahrzeugbestandes zu vermeiden. Während der Bestand an Kraftfahrzeugen(LKW., PKW. und Rädern) im Landkreise im Jahre 1933 1682 Stück betrug, steigerte sich der Bestand im Jahre 1938 auf 3897 Stück. Die Zahl der Verkehrsunfälle belief sich auf 332 im Jahre 1936, im Jahre 1937 auf 418, im Jahre 1938 auf 396. Tödliche Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahre 1936 12, 14 im schaffung von Pflanzenmaterial usw. zur Verfügung. Die entsprechenden forftzgerrischen Maßnahmen sind von dem Forstamt Lemmathe im Zusammenwirken mit der Kreisverwaltung eingeleitet worden und ein Teil der Kreisbei hilfe ist bereits zur Auszahlung gelangt. Ländliches Schulwesen. Zur Förderung des bäuerlichen Berufnachwuchses besteht eine Landwirtschaftsschule, mit dem Sitz in Letmathe. Als zweistufige Fachschule beträgt die Unterrichtsdauer für beide Klassen 31 Stunden in der Woche. Die Unterrichtserteilung erfolgt während der Wintermonate. Zu den Kosten des jährlichen Schulgeldes von 50.— RM. pro Schüler hat der Kreis 1937 14 Schülern durchschnittlich die Hälfte, sahre 337 und 10 im„Jahre. 1938. Durch im Rechnungssahr 1938 2Ccheishgenzige Pehf. Verkehrsunfälle wurden verletzt im Jahre 1936 1 tel des Schulgeldes als Sc.######### Turnen, Shlel und Sperl Schwarte SC. Menden 10 1.— BfL. Schwerte 1. 2:5(0:3) Einen schweren Kampf hatten die VfL.er gegen Menden 10 zu bestehen, war man doch gezwungen, dieses Spiel mit mehreren Ersatzspielern durchzuführen. Mit einem schönen 5:2= Siege kamen die Blau=Weißen heim. Mit aller Körperkraft stemmte sich die harte Spielweise der Mendener gegen alte Svielerfahrung. Für den ursprünglich angesetzten Schiedsrichter Wunderlich war ein Ersatzschiedsrichter aus Herscheid erschienen, der zwar in der ersten Halbzeit gut leitete, aber dann in der zweiten Spielhälfte ein derart hartes Spiel des Gastgebers aufkommen ließ, daß drei Spielerverletzungen der Schwerter die Folgen waren. Erfolgversprechen für VfL. beginnt das Spiel. Nur einige Minuten sind vergangen, da heißt es schon 120 für Schwerte. VfL.s Mittelstürmer Przelozny war blitzschnell zur Stelle, um das Leder unhaltbar in die Maschen zu setzen. Kaum haben sich die Mendener von diesem ersten Schrecken erholt, da bricht zum zweiten Male das Verhängnis über sie herein. VfL.s Rechtsaußen gibt einen Eckball gut herein, der unmittelbar den Weg ins Tor findet. Jetzt gehen aber auch die Mendener über. Bange Minuten hat der stehen. Immer wieder gelangen die Mendene in den Strafraum, jedoch wirkt sich die Unentschlossenheit der Fünferreihe derart aus, daß Sens immer in der Lage ist, alle Hoffnungen des Gegners zunichtezumachen. Weiterhin sieht man ein ausgeglichenes Feldspiel. Abwechselnd liegen beide Parteien im Angriff. Schon alaubt man an einen Halbzeitstand von 2:0 Wiederum liegen die Schwerter im Angriff. Przelozuy bekommt das Leder kunstgerecht zugespielt. Er verwandelt unmittelbar. Nach dem Seitenwechsel scheinen sich die Mendener etwas vorgenommen zu haben. Die Mannschaft geht vollständig aus sich heraus und bringt es fertig, die Schwerter Abwehr zeitweise aus dem Konzept zu bringen. Trotzdem fällt bereits nach 8 Minuten Spieldauer wiedekum ein Tor für Schwerte. Abermals war es VfL.s Mittelstürmer, der durch Alleingana seiner Mannschaft zu einer 4:0=Führung verhals. Wenn man nun glaubte, die Mendener würden das Spiel aufgeben, dann mußte man sich bald eines anderen belehren lassen. Unaufhaltsames Drängen bringt alsbald das Ehrentor. Dann kommen die VfL.er wieder zu Wort und ein fünftes Tor ist die Ausbeute eines schönen Angriffes. Dann setzen die Mendener alles auf eine Karte. Ein Elfmeterball sorgt für eine Minderung des Torvorsprungs. Spielerisch waren die Schwerter ihrem Gegeer bei weitem überlegen. Der schöne 5:2=Sieg auß daher als durchaus verdient bezeichnet verden. Im ersten Spielabschnitt zeigten die Mendener ein saires Spiel jedoch ließ die weite Spielhälfte sehr zu münschen übria. Durch eine reichlich harte Spielweise versuchte man dem Spitzenführer den Sieg streitig zu machen. Menden 10 2. BfL. Schwerte 2. 2:0. BfL. 1. Pimpfe— Letmathé 98 1. Pimpfe 1:0. BfL. 2. Pimpfe— Letmathe 98 2. Pimpfe 1:0. Vom Billardsport Deutscher Billardklub Schwerte 38 fiegt in Hörde mit 12:0. Vergangenen Sonnabend mußte der neue Schwerter Billardklub den schweren Gang nach Hörde machen. Bekanntlich war Hörde im vergangenen Jahre Gruppenmeister, und das wußten die Hiesigen schon im voraus, daß es in Hörde schwer sein würde, zu siegen. Das zeigten dann auch die einzelnen Partien. Die erste Partie begann durch Teckhaus (Schwerte) gegen Menn(Hörde). Beide Spieler waren sich ziemlich gleichwertig, aber im Laufe der Partie hatte Teckhaus weitaus die besseren Nerven und siegte eindeutig mit 100 zu 73 Punkten, bei 36 Aufnahmen. Das zweite Spiel bestritt Nessitek(Schwerte) gegen Ebbert (Hörde). Der Hörder begann mit einer herrlichen Ruhe und Sicherheit und ließ Nessitek im Anfang weit zurück. Bei 16 Aufnahmen stand das Spiel 68 zu 30 Punkte für Hörde. Nun drehte sich aber das Blatt und der Schwerter holte immer mehr auf. Nach Schluß des Spieles konnte Nessitek als verdienter Sieger mit 100 zu 88 Punkten bei 26 Aufnahmen den Spieltisch verlassen. Bromkamp(Schwerte) gegen Brockpähler(Hörde) lautete die 3. Partie. Dieses Spiel hatte viel Aehnlichkeit mit der vorherigen Partie. Auch hier lief der Hörder dem Schwerter weit davon, sodaß es erst nach einem Siege für Hörde aussah. denn bei 15 Aufnahmen stand es 45 zu 19 für Hörde. Aber Bromkamp ließ sich nicht einschüchtern. Er änderte seine Spielweise mit Erfolg und beendete seine Partie mit einem Siege von 100 zu 80 Punkten bei 30 Aufnahmen. Das 4. Spiel: Mesters (Schwerte) gegen Roth(Hörde) war eine klare Angelegenheit für Mesters. Er gewann unangefochten mit 100 zu 59 Punkten bei 40 Aufnahmen. Winkelmann(Schwerte) zeigte in der 5. Partie gegen Bolk(Hörde), daß er ein erfahrener Turnierspieler ist. Winkelmanns Ruhe und Sicherheit wirkten auf den Gegner so stark, daß dem Hörder im Anfang nichts gelang. Bei 12 Aufnahmen stand das Spiel 55 zu 6 Punkte für Schwerte. Der Schwerter verließ als überlegener Sieger den Spieltisch mit 100 zu 46 bei 23 Aufnahmen. Die letzte Partie bestritten die zwei stärksten Spieler, und zwar Ockhuysen (Schwerte). Das Spiel verlief sehr gleichwertig und bei 19 Aufnahmen stand es 73:73. Da wußte noch keiner, wer der Sieger sein würde. Aber bei 20 Aufnahmen war der Sieger schon bekannt, nämlich: Ockhuysen(Schwerte). Er siegte mit 100 zu 81 Punkten. Durch diesen überlegenen Sieg hat nun der junge, aufblübende Schwerter Verein seinen stärksten Ver181 Personen, im Jahre 1937 277 Personen, im Jahre 1938 266 Personen. Also weniger im Verhältnis zur Wagenzahl! Die Schäden an Leben und Gesundheit zahlloser Volksgenossen und die unschätzbaren Verluste an wertvollen Sachgütern sind jedoch noch so hoch, daß nichts unversucht bleiben darf. um diese Auswirkungen einer im Interesse der Nation notwendigen Wandlung des Verlehrs auf ein Mindestmaß herabzudrücken. Im Kreise wurden im Jahren 1936 2 Führerscheine, im Jahre 1937 7 Führerscheine(davon in 2 Fällen wegen Trunkenheit) im Jahre 1938 20 Führerscheine)davon in 5 Fällen wegen Trunkenheit) entzogen.6 Die Zahl der erlassenen Strafverjugungen wegen verkehrspolizeilicher Uebertretungen betrug im Jahre 1936 520 mit einer Gesamtgeldstrafe von 1485.— RM., im Jahre 1937 694 mit einer Gesamtgeldstrafe von 2247.— RM., im Jahre 1938 1250 mit einer Gesamtgeldstrafe von 6070.— RM.,.. 96, Finmahnertagt Unter Zugrundelegung der Einwohnerzahl des Kreises von 1938 ist jeder 30. Bewohner des Kreises im Besitz eines Kraftfahrzeuges und jeder 17. im Besitz eines Führerscheines. Insgesamt sind bisher im Kreise Iserlohn 7460 Führerscheine erteilt worden. Allgemeine Wirtschaftsführung Land= und Forstwirtschaft Die letzte Bodenbenutzungserhebung hatte zum Ergebnis, daß von den 35 655 ha Gesamtflächeninhalt des Kreises genutzt werden: 9660 Hektar als Ackerland, 2750 Hektar als Wiesen, 4195 Hektar als Weiden, 4315 Hektar als Oedland 14245 Hektar als Wald und waldähnliche Bestände(junge Forsten). Rund 46,6 Prozent des Gesamtflächeninhalts wird hiernach landwirtschaftlich genutzt, etwa 52 Prozent enfallen auf Wald. waldähnliche Bestände und Oedland.. ign 2. Das Ackerland wird in Große von 2125 Heitar mit Roggen, 1235 Hektar mit Weizen, 1830 Hektar mit Hafer, 930 Hektar mit Gerste. 1120 Hektar mit Kartoffeln, 995 Hektar 997 Hektar mit Klee und 60 Hektar mit Flachs bestellt. An landwirtschaftlichen Betrieben verzeichnet der Kreis 27 Großbetriebe mit über 125 Hektar: 486 Erbhöfe, die je 5—125 Hektar groß sind und 1581 sonstige landwirtschaftliche Betriebe unter 5 Hektar, die kein Erbhof sind, insgesamt 2094 landwirtschaftliche Betriebe. Die Erbhöfe teilen sich der Größe nach wie folgt auf: 5— 10 ha groß 10— 20 ha groß 20—.50 ha gro 50—100 ha groß über 100 ha groß ligt. Die Besucherzahl der Landwirtschaftsschule berug 1937 50. im Jahre 1938 54. In Verbindung mit der Landwirtschaftsschule ist unter weitgehender finanzieller Bezuschussung durch den Kreis eine Mädchenabteilung eingerichtet worden, deren Hauptzweck es ist, den schulentlassenen Töchtern von Bau ern und Landwirten in 5monatigen Winterlehrgängen diejenigen praktischen und theoretischen Unterweisungen zu erteilen, welche die zukünftige Bäuerin befähigen, mit einem gediegenen Wissen und Können segenbringend auf dem Bauernhof zu wirken. Für die Mädchenabteilung stellt der Kreis die Unterrichtsräume. Er hat die Kosten der ersten Einrichtung getragen und trägt die laufenden Unterhaltungskosten. Die Zahl der Schülerinnen beträgt zur Zeit 19 gegenüber 22 im Rechnungsjahr 1937. Gärtnerberufsschulen. Die Kreisgärtnerberufsschule in Letmathe dient als kreiseigene Einrichtung der gründlichen. fachlichen Ausbildung des Gärtnernachwuchses. Für die Gärtnerlehrlinge und Gehilfen männlichen Geschlechts aus dem Kreisgebiet besteht allgemeine Schulpflicht für 3 aufeinanderfolgende Winterhalbjahre. Insgesamt hat der Landkreis Iserlohn für die 3 vorgenannten Schuleinrichtungen Zuschüsse gezahlt: 1937: 9000 RM., 19381 rd. 10000 RM.(Tamamm: Hoa1 (Fortsetzung fblgl.) 85= 17.6575 149= 30,6675 189= 38,8895 58= 11.93%5 4 u 0,92¾5. Beihilfen für Forstzwecke. Für Aufforstungsbeihilfen hat der Kreis alljährlich in seinem Haushaltsplan Mittel zur Verfügung gestellt. Zur Beseitigung der ganz erheblichen Schäden aus der letzten Schneebruchkatastrophe stellt der Landtrets Iserlohn Kreistreffen in Witten. Witten. Die NSDAP. des Kreises Witten rüstet schon jetzt für das Kreistreffen, das gegen der ursprünglichen Absicht, es erst Anfang Juli zu veranstalten, schon im kommenden Monat durchgeführt wird. Als Termin für das Kreistreffen, das im großen Rahmen aufgezogen und eine Leistungs= und Arbeitsschau des Kreises Witten werden soll, sind der 15. und, 16. April vorgesehen. An den vorgesehenen Veranstaltungen sind sämtliche Gliederungen Partei und auch die von der Partei betreuten Organisationen und Verbände beteiligt. Westfalen=Süd in der Schrottsammlung an dritter Stelle. Nunmehr liegen die Ergebnisse der von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführten schrottung der Betriebe vor. Der Gau falen=Süd liegt von 32 Gauen des Reiches an dritter Stelle. Es wurden 16 592714 ka Schri gesammelt. An erster Stelle steht der Gau, Hagt; pfalz mit 29952172 ka, während das zweit# Ergebnis der Gau Sachsen mit 23.667 verzeichnet. Nach Westfalen=Süd folgt Schlesie mit 15 503 646 kg. Druck u. Verlag Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Hermo Kreise, Schwerte(Ruhr). Verantwortlich für den gesamten Terkteil: Hermann KreiseSchwerte(Ruhr). Für den Anzeigenteil: Han Zinner, Schwerte(Ruhr). K. Zt ist V1 DERDERGATTURATT Roma 8 eeite mochun Conng dane cr Lehrer Larsen hat die Hände vor sich sin auf den Tisch gelegt und stiert auf seine. Finger, die sich rastlos bewegen. Plötzlich geht ein Ruck durch den Mann, und er hebt das werde Ihnen einmal sagen“, murmelte vas dieser Mann uns angetan hat. Sie wollen es wissen? Sie sollen es wissen! Wenn ich bis jetzt darüber nicht gesprochen habe, so vielleicht der Frau wegen, die mir leid tat. Sie kommt immer wieder her, ich weiß nicht warum, aber sie kann ja mit reinem Gewissen hier sein. tragen darf.—— LHe bai. Arepgez eris#. e einmal sagen, was die wayrheit ist. Und Sie können Meta fragen, ob ich lüge— wie ihre Er erhebt sich ein wenig mühsam, geht an Gehlsen vorbei, das Glas, aus dem er bisher getrunken hat, in der Hand. Jasper verharrt abwartend, er fürchtet nur, daß das Tor in die Vergangenheit, das sich eben vor ihm zu öffnen werden könnte. Jetzt oder nie, das spürt er, würde der alte Mann sich aussprechen. Und Jasper will um jeden Preis wissen, was jener zu sagen hat. Selbst um den Preis, daß er padurch zu spät kommen sollte, um Frau Josephine aus ihrem Hotel abzuholen, wie er es sich vorgenommen hat. Offenbar kennt der Alte auch sie und ihr Schicksal. Verstohlen blickt Gehlsen nach der Uhr, steckt sie aber rasch wieder ein, als er Larsen von draußen zurückkomDer Alte schüttelt die Tropfen von dem ausgespülten Glas, dann füllt er es sorgsam bis zum Rande und reicht es Gehlsen. „Bitte— Sie müssen schon entschuldigen, ich bin ein unaufmerksamer Wirt— das wird man, wenn man viel allein ist und nur auf eine eigene verkommene Gesellschaft angewiesen ist. Nehmen Sie nur, er ist gut.“ Ohne Widerspruch nimmt Gehlsen das Glas. dankt und gießt das scharfe Getränk hinunter, er ist zwar an puren Rum nicht wöhnt, muß aber zugeben, daß er wirklich nicht schlecht ist. Ohne weitere Umstände füllt Larsen das Glas noch einmal und leert es selbst. „Die Ehe war erst sehr glücklich“, erzählte der Alte und nimmt das Bild des Sohnes und der jungen Frau wieder aus dem Kasten, um es nachdenklich zu betrachten.„Was man so glücklich nennt. Henrik glaubte es zu sein. Das Kind kam sehr bald. Wer braucht darum Böses zu denken? Hendrik war ohne Arg. Er war glücklich. Damals hat er ein Wiegenlied komboniert. Ja. Und Barka hat auch geheiratet. über es war wohl kein Segen dabei. Wie sollte das auch sein? Seine Frau muß es eher erfahren haben als einer von uns hier, daß das Kind, das mein Sohn für das seine hielt und für das er Lieder in seinem Herzen dichtete, nicht das seine war. Vrouke— das ist Metas Schwester gewesen, dessen Eltern dort in der Nähe das alte Haus besitzen. Sie kennen es.“ Gehlsen nickt. Er hätte es sich denken können. Aver so was kommt vor, und ihm hat es immer ferngelegen, sich als Sittenrichter aufjuwerfen. „Ich weiß, was Sie denken, Herr“, sagt Larsen,„Sie denken so: ein Mann Ihres eigenen Standes. nicht wahr, heiratet sein Verhältnis nicht. Er soll das nicht, und er braucht is nicht zu tun. Ich weiß. Er braucht nur für das Kind zu sorgen.“ „Und das hat Barka nicht getan?“ Der alte Larsen läßt ein gallisches Lachen kören.„O doch“ sagt er dann,„das hat er. Obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre. Denn Grouke hat doch noch rechzeitig meinen Sohn gehciratet, Herr. Wie finden Sie das? Alles in Ordnung? He? Und gerade durch dieses verdammte Geld ist alles herausgekommen, durch Zufall, wie so was meistens herauskommt.“ „Das ist wirklich nicht in Ordnung“. sagt Behlsen scharf,„eine solche Unehrlichkeit!“ „Jawohl“, nickt Larsen,„da haben Sie recht! Ulle Dinge, die man auf Lug und Trug aufaut, fallen einmal mit Krach zusammen. Das am denn auch, nach einer Reihe von Jahren am das so Das ist nun ungefähr zehn Moiate her“ von BrünnhIIde Hofmann käme nie zurück, und seine Frau habe sich von ihm getrennt. Warum—? das fragt er sie. Und er sah seinem Kind in die Augen und erkannte, daß sie weder den seinen noch denen seines Weibes glichen, denn sie waren zweisordig. Zo“ Gehlsen denkt an die Augen von Barka, die auch zweifarbig sind, und an das seltsam zarte und feingliedrige Kind, Inge. „Es geschah aber weiter“, setzt der alte Mann seine schwerfällige Rede fort,„daß Vrouke ins Wasser ging, und daß Hendrik den Versuch machte, sich zu erschießen, wobei er das Augenlicht verlor, das jämmerliche Leben aber bebielt“ Gehlsen fühlt, wie eine Hand sich um seine Kehle legt und sie zusammenpreßt, wie ein körperlicher Griff ist das, und sein Herz zittert. Das ist furchtbort it „Das sagen Sie“, spricht Larsen und wischt mechanisch mit dem Aermel über ein Buch, auf das er etwas Rum verschütter hat.„Das sagen Sie. Aber das mußte wohl so kommen. Wir sind nicht Menschen für Halb und Halb. Wir sind Bauern, Seefahrer, Fischer, einfache Leute. Wir sind einfach in Wahrheit und Lüge. in Leben und Sterben, in Liebe und Haß. Das mußte wohl so kommen.— Ich weiß nicht, ob Vrouke vor ihrem Tod dem Mann noch einmal geschrieben hat. Vielleicht hat sie das getan. Denn nun ist er da. Und hat den Mut, meinen Sohn aus der Blindenanstatt zu holen und ihm das Haus in den Dünen einzurichten. Und Hendrik soll wieder wissen, wer es war— haha! Er muß aber doch mit dem Mann gesprochen haben— ich begreife meinen Sohn nicht mehr.“ Er schüttelt den Kopf. und Gehisen schweigt. ot Larsep uuk „Selbst wenn ich—“ murmelt Larsen, und seine Stimme ist hart vor Erbitterung,„vor Heimweh krepieren würde. Nichts würde ich annehmen von diesem Mann. Wer nicht mit Ehre leben kann, muß sterben. Und deshalb sagt ich: ich habe keinen Sohn mehr, Herr.“ Neuntes Kapitel. „Ist Frau Barka im Hause?“ fragt Gehisen gegen vier Uhr den Kellner im Hotel zur „Ich glaube wohl“, antwortet der.„Die gnädige Frau ist aber noch auf ihrem Zimmer, ich werde nachsehen lassen. Wollen Sie hier warten?“ iate her.“ Gehlsen überlegt rasch. Zehn Monate? Im etzten Winter also. „Und was geschah da?“ fragt er. „Es geschah“, murmelt Larsen,„daß Vrouke kank wurde und daß mein Sohn einen Brief uufmachte, der aus Amerika kam, und der eine UIntwort war. Und dann fragte er seine Frau, vieso sie Geld von diesem Herrn Barka aus Amerika auf eine Hamburger Bank überwiesen ekommen hätte und warum sie es zurückgeshickt hätte und warum dieser Mann ihr chrieb, sie habe nichts zu fürchten denn er Jasper gibt ihm seine Karte und läßt sich in einem der Korbsessel nieder, die um kleine Tische in der Veranda stehen. Der Kellner verschwindet und Gehlsen vlickt durch die hochgeschobenen Fenster auf die Straße, die zum Strande führt; um diese Zeit tauchen die Badegäste wieder aus ihren Quartieren auf, und je nach ihrer Kleidung kann man darauf schließen, ob sie ans Wasser wollen oder eine Wanderung über die Insel unternehmen. Aber Jasper hat nicht viel Sinn für das, was er sieht, ihn beschäftigt noch allzusehr die Aussprache, die er mit dem alten Larsen gehabt hat. Er ist von dort gleich hierhergegangen. Die letzte Frage, die er an den alten Larsen gerichtet hat, war die: ob es seine Absicht sei, dem Sohne zu sagen, wer ihn hierher zurückgebracht und das kleine Haus in den Dünen für ihn eingerichtet habe? Es sei doch immerhin möglich, daß der Blinde das wirklich nicht wisse. Ob er als Vater den Mut habe, dem Unglücklichen den Trost der Heimkehr zu verNoch unter der Tür seiner seitsamen Behausung stehend, hat der alte Lausen langsam den Kopf geschüttelt. Und dann hat er gesagt: „Ach, lieber Herr, Sie sind nicht der erste, der mir diese Frage stellt. Ich habe mein Wort gegeben, zu schweigen. Ich habe das getan, weil ich auch sonst mit Hendrik nicht mehr sprechen würde. Sowieso nicht. Nie mehr, mein Herr“ Mit diesem Bescheid hat Gehlsen den Mann verlassen, und mit der Frage, wer ihn gebeten haben mag, über Barka zu schweigen, beschäftigt er sich jetzt. Ist es Meta? Nach dem Gespräch, das sie heute mittag mit Barka in der Werkstatt gehabt hat, ist das wohl möglich. Warum, warum nach allem Unheil, das dieser Mann ihrer Familie gebracht hat, vertritt sie dennoch sein Interesse? Weshalb steht sie nicht auf seiten des alten Larsen, der die gesündere, wenn auch härtere Auffassung von Recht und Ehre hat? Trotz seiner äußeren Verlotterung. Es ist Gehlsen bisher nicht gelungen, weder unmittelbar noch mittelbar, Klarheit darüber zu erlangen, wieweit Josephine von allem weiß, und ob— oder wie— vielleicht auch sie Die Famissentragsdie der Larsens, von der Geblsen nun erfahren hat, ist erschütternd. Selbst wenn man, wie Gehlsen, bezweifelt, daß dieser Barka wirklich derselbe Mann sei, der vor Jahren die verhängnisvolle Entwicklung heraufbeschworen hat, so muß für den, der jetzt hier an seiner Stelle auftritt, hört schwierig und traurig sein. Aber warum ist er hier und mischt sich ein? Indessen zweifelt hier offenbar niemand an seiner Identität. Nicht einmal der alte Larsen, der ihn doch kennen muß—. „Lieber Himmel— über was grübeln Sie nur, Doktor Gehlsen, daß Sie weder sehen noch hören? Ich stehe hier schon eine ganze Weile und versuche, mir darüber klarzuwerden“ Gehlsen fährt bei dieser Anrede herum und erhebt sich. Josephine steht vor ihm, in einem schlichten weißen Wollkleid. Sie hat einen bunten Schal um das Haar geknotet, was ihr reizenn steht. Sie reicht ihm lächelnd die Hand. „Nett, daß Sie mich besuchen“, sagt sie dann. „Wollen Sie mit mir Kaffee trinken?“ „Sehr gern, wenn Sie gestatten", erwidert Geblsen befangen, weil er das Gersth get ie müsse seine Gedanken kennen. Er einen zweiten Sessel zurecht, und der Kellner sagt Gehlsen, als sie wieder allein sind. „Ich dachte über etwas nach, Frau mich seit Tagen beschäftigt. Und Sie selbst spielen dabei eine wichtige Rolle.“ „Was Sie nicht sagen?“ Sie blickt ihn aufmerksam an.„Darunter kann ich mir nun viel vorstellen. Wenn ich Ihnen nicht gerade heute vormittag erzählt hätte, daß ich noch verheiratet bin, so würde ich nach Ihrer dunklen Rede vielleicht die Illusion haben... Aber das ist doch Unsinn.“ Sie lacht. „Warum haben Sie mir das erst heute vormittag erzählt?“ fragt Gehlsen. „Warum sollte ich es überhaupt tun, Herr Doktor?“ „Ich habe geglaubt, Sie ein wenig zu kennen. Ich habe mir geschmeichelt, in gewisser Weise Ihr Vertrauen zu besitzen, gnädige Gre er e Sie blickt an ihm vorbei ins Freie und nickt. Ihr Gesicht ist ganz ernst, als sie leise erwicert.. J 4u i. Shsser „Doch. Ja. Sie besitzen es auch— in gewisser Weise. Und Sie haben ein Recht darauf. Sie haben mich unterstützt und mir holfen, und ich weiß nicht, wie ich hätte durchkommen sollen, wenn Sie mich nicht ermutigt und meine Arbeiten angenommen und honoBei diesen Worten erötet Gehisen und schüt„So wollen wir die Sache doch nicht ansehen“, bittet er.„Sie schulden mir keinen Dank, und ich habe damit allein gar keine Ztechte. Ich habe Ihre Aufsätze angenommen, weil sie gut waren, weil Sie etwas können. Und sie wurden angemessen honoriert, denn sie haben nicht nur mir gefallen, Ihre Beitrage, sondern auch anderen Lesern." „Wem denn zum Beispiel?“ erkundigte sich Josephine und macht wieder ein unbefangen heiteres Gesicht, während der Kellner den Kaffee bringt. Josephine füllt selbst Gehlsens Tasse und dann die ihre. Und als der Kellner fort ist, sagt Gehlsen: „Zum Beispiel einem Freund von mir, er heißt Kanitz und ist gar nicht so unbelesen.“ „Ach“, nickt Josephine und bricht ein Stückchen von ihrem Gebäck.„Erzählen Sie doch etwas mehr, wer ist der Herr, und was ist er?“ „Ja“, sagt Gehlsen.„Er ist ein Freund von mir ein tüchtiger Beamter der Kriminalpolizei, der mich unmittelbar vor Ihrem letzten Besuch in der Redaktion angerusen hat— Ihretwegen, Frau Barka.“ 6—4 0 „Nanu, wollte er etwa als begeisterter Leser meiner kleinen Arbeiten meine Bekanntschaft machen? Uebrigens, Doktor Gehlsen, es würde mich interessieren und ich würde mich freuen, einen Freund von Ihnen kennenzulernen.“ „Ich glaube bestimmt“ sagt Gehlsen,„daß er sich auch freuen würde, wenn er nicht befürchtet, daß man sich an seinem Ber könnte. Wir sprachen damals nicht nur von Ihnen und Ihren Aufsätzen. Wir sprachen von der Notiz, die sich auf die Stiftung Ihres Mannes für das Blindenheim in Leer bezog, die Notiz, über die Sie sich bei Martinsen erJosephine zerkrümmelt etwas Kuchen auf ihrem Teller und nickt. „Ja“, sagt sie.„Ich habe ihn danach gefragt.“ „Warum eigentlich?“ möchte Gehlsen wissen. „Weil mir daran lag, zu erfahren, wo er sich aufhielt. Diese Notiz war die erste Nachricht, die ich seit Jahren von ihm hatte, und sie interessierte mich, weil— nun“ sie zuckte die Achseln.„Aus verschiedenen Gründen.“ Als Gehlsen nicht gleich antwortete, sieht sie auf, und ihre Augen begegnen sich. „Glauben Sie mir nicht?“ fragt sie. „Doch“, antwortet Jasper jetzt.„Selbstverständlich glaube ich Ihnen“ „Und wenn ich nun an Sie eine Frage richte Herr Doktor, werden Sie mir offen auch and „Ebrlich“, versichert Gebisen, und sie laches flüchtig über diese Aenderung. „Warum sind Sie hierhergekommen?“ „Weshalb möchten Sie das wissen?" fragt er dagegen und blickt ihr gerade in die Augen „Aber ich will Ihre Frage beantworten: Ja hatte mehr als einen Grund.“ „Oh—“ macht Josephine.„Sie sind um ein diplomatisches Ausweichen nicht verlegen, Hert „Nein“, antwortet er.„Aber ich habe nich die Absicht, auszuweichen. Ich will Ihnen sagen, warum ich hier bin. Ihretwegen— und Ihres Mannes wegen. Wissen Sie, daß er sich hier aufhält?“ gibt Josephine ohne weiteres zu „Aber ich habe es erst hier erfahren. Allerdings kam ich her, um es zu erfahren Er heute vom Festland zurückgekommen“ „Ja. Und haben Sie ihn schon gesprochen?“ „Nein! Wie kommen Sie darauf— ich habihn noch nicht einmal gesehen.“ Gehlsen zieht sein Zigarettenetui heraus, bietet es ihr an, und sie bedienen sich beide. „Kennen Sie meinen Mann?“ fragte Josepbine Barka dann... 2.— 41442 „Ja und nein. Ich bin einem Herrn dieses Namens heute zufällig begegnete. Aber ob er — Ihr Gatte ist, weiß ich nicht.“ „Wer sollte es denn sonst sein? Sie nehmen an, es gäbe hier mehrere Barkas? Das ist ein Irrtum. Mein Mann hat— soviel ich weiß— keine Verwandten, zum mindesten nicht hier „Aber Sie haben die Absicht, mit Herrn Barka zusammenzutreffen?" fragt Gehisen Sie wirft ihm einen fragenden Blick zu. hevdann die Schultern. „Die Absicht? Es wird dazu meiner Ansicht kaum bedürfen. Kortum ist klein. Herr Doktor. Es sei denn, schon in meinem Hiersein läge die Absicht. Genau wie bei Ihnen.“ „Das tat sie also?“ stellt er fest.„Sie kamen um ihn zu sehen. Es geht mich nichts an, gnädige Frau. Aber ich frage mich, warum?“ „Nun ginge Sie das tatsächlich nichts an Aber ich will es Ihnen sagen. Er tut so seltsame Dinge. Manches davon— hätte ich ihm nie zugetraut.“ Gehlsen hebt den Kopf. Etwas ist in dieser Bemerkung, das ihm zu denken gibt. „Wollen Sie damit sagen, er handle jetzt anders, als er es früher getan haben würde?“ „Vielleicht. Die Zeiten ändern sich „Und wir ändern uns in ihnen, wollte Stsagen? Das stimmt wohl, aber nur mit der Einschränkung, daß jeder Mensch seinen ur sprünglichen Charakter nie ganz verleugner kann“. N. 46 4 „Aber er handelte— gerade jetzt— sehr anders“, sagt sie darauf.„Wenigstens finde ich das Aber was meinen Sie? Wollen wir die Unterhaltung nicht vielleicht auf einem kleiner Spaziergang fortsetzen? Ich hatte vor, mie noch etwas Bewegung zu machen.“ „Ich habe ganz denselben Wunsch.“ Sie schlagen den Weg ein, der nicht zun Nordstrand, sondern durch das Dorf und die Heide führt. Sie schlendern eine Weile dahin ohne zu sprechen, jeder mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Als sie die Dorfstraße hinter sich haben, fragt Gehlsen: „Haben Sie ein Ziel für diesen Spazier. gang? Oder ist es Ihnen einerlei, welche Richtung wir einschlagen?“ „Vielleicht zum Wattenmeer?“ meint sie. „Das hatte ich eigentlich vor. Dort ist es sehr ruhig, und besonders gegen Abend herrsch dort eine eigenartige Stimmung. Waren Sie schon dort?“ „Nein“, sagt Gehlsen. Und sie gehen in der Nichtung weiter, den Weg, der am Friesenhof vorbeiführt und zu Barkas Haus.„So weit bin ich noch nicht gekommen. Aber ich glaube. Sie waren neulich abends auf dem Wege dorthin. Wenigstens meinte ich Sie zu sehen.“ „Wo?“ fragt Josephine und blickt von der Seite zu ihm auf.. Tächum wis 18 „Bei dem Haus unter den Föhren, wie ich es nenne. Bei Barkas Haus oder Ihrem, wenn ich so sagen soll.“ „Es ist das seine“, erwidert sie, ohne weiter auf die Frage einzugehen, ob sie es gewesen sei. die er dort gesehen hat. „Ich habe dort gelebt“, erwidert sie nach einer kleinen Pause.„Aber wir wollen nicht von jener Zeit sprechen, Herr Doktor.“ „Wahrscheinlich bin ich sehr taktlos. Bitte. verzeihen Sie mir. Aber ich habe viel daran denken müssen. Manches, was ich erfuhr, hat mich mehr überrascht, als Sie sich vielleich vorstellen können. (Fortsetzung folgt.) 20 d Stolln Snunh keinen Virtenwaldchen gesammelt. gen nach: doch am geschätiger man, sie wollen in die Sie schweiWesen„spürt ihrer skandi3 Ekizze von Wilhelm Plog. Manteltasche, wo Scharzbrot für Dann gibt er's auf; es lohnt liegt, leicht bingetunft, sich nicht; ich hin erledigt, noch Schnee. Wo man im Schatten geht, spurt Der Bauer steigt auf. Der Wagen klappert man den eisigen Hauch. Jedoch was kümmert los. „ Skiz Ueber den Wäldern steht die blaue Luft. Die an meiner Mant Buchenkronen baben einen Bronzeschimmer. Pferdeh Nur guf den Wiesen liegt, leicht bingetupft, sich nicht; ich bin man ven csipen WrgMO uns noch Schnee und Winter—.. Die Hasel hat schon Kätzchen ausgehängt. Sie tropfen goldgelb aus dem kahlen Busch. Die Erle steht bereit. Doch ihre Kätzchen hält sie noch verhüllt mit violetten Schuppen. Hier in nickend bei jedem Schritt. Der Grünspecht se ein fröhliches Gelächter in den Morgen. Wo du denn? Er kommt schon an, vom Kräbenwald herüber, blitzschnell, im Wellenslug. Sein grünes Prachtkleid funkelt in der Sonne. Batz, klebt er fest an einer alten, rissigen Föhre. Jetzt kommen große Segler! „Hiääh! Hiääh!“ Das ist der Häher nicht, der bunte Spötter. Ein Mäusebussardpaar kreist überm Krähengald. Zwei Paare— drei— ein ganzer Flug. die ziehen, schon nach Norden. Gute Fahrt! Und wieder Wandervolk: Wildgänse. In großer Höhe streichen sie vom Sachsenwald herüber, zum Keil formiert. Eben wechseln sie die Führung. In straffer Ordnung hat sich das vollzogen; Soldaten können es nicht besser. Sie grüßen mit Trompetenton herunter. Ja, zieht zur— zieht! Man steht und träumt wohl hinerber. M 90 Ju 9 Die blaue Ferne... Grotze Zauberin! Wär' man beschwingt und könnte über Wälder und Meere fliegen! Man summt ein Lied und kann doch gar nicht singen. Man grüßt den Landmann, der im Feldweg mit seinen Gäulen vorüberzieht: „Goden Morgen! Schönn Weder vundag!“ Der schielt mißtrauisch unter seiner Mütze, weil so ein Stadtmensch ihn plattdeutsch anpricht. Dann nickt er aber doch. Jetzt singt er gar— und wie!— beiser als ich. Fliegt der etwa auch mit den wilden Gänsen? Das soll vernünftige Leute befallen an solchen Tag. Ich stehe nicht für ihn ein. Was würde er auch geben auf einen Faulenzer, der statt zu arbeiten durch Feld und Wiesen strolcht. Bums— sitzt er fest am Wall mit seinem Wagen. Also doch die wilden Gänse! Sonst ann doch so was einem vernünftigen Bauern nicht passieren, wo er hier ganz allein fährt. „Verdreite Schinner!“ flucht er. Die Pferde sind natürlich schuld. Der Wagen steht binten hoch, als wolle er kopfüber gehen. Das Schott kollert in den Feldweg Der Bauer muß vom Bock; es hilft nicht. „Könnt ji nicht uppassen!“ knurrt er die Pferde an und holt sein Schott. Wer weiß denn, wie so jungen Bauerupferzumute ist bei diesem unvernünftigen Sonchein! Wär's anderes Wetter, hätten sie die Kurve glatt genommen. Sie kamen doch mit hohen Roggenfuhren herum. „Is noch goot aflopen“, sage ich zu dem Bauern. „Wat schull dat nich“, brummt er. Das heißt soviel als:„Maak, dat du wegkümmst, dösige Kerl.“ Ich bin aber heute nicht empfindlich; dazu ist der Tag zu schön. Ich rede noch mit den Pferden; die sind freundlicher. Sie äugen, ob ich nicht einen Happen Schwarzbrot habe. Wenn man als Pferd schon angesprochen wird, will man auch was haben. „Ja, ik heff nix; kann ju nir geven.“ Die trauen aber meinen Worten auch nicht; es sind Bauernpferde. Der Braune schnuppert Wer kommt denn jetzt den Heidweg herunter? Noch so ein Faulenzer wie ich: Nölting, mein Freund und Maler. Der wohnt da oben in der Einsamkeit. Schlaksig, die langen Knochen schlenkernd, kommt er daher, ohne mich eines Blicks zu würdigen. Vor einer Birke bleibt er stehen; die interessiert ihn mehr. Na: es ist Nölting. „Was siehst du denn den Baum an?“ frage ich.„Verstehst du was davon?“ Ueber sein ledern braunes, zerfurchtes Gesicht huscht ein gutmütiges Lachen.„Das nicht", sagt er„doch man bemüht sich;. Nölting hatte gute Laune: so sanft spricht er nicht alle Tage zu seinen Freunden. So spitz und eckig der ganze Kerl ist, pflegt auch seine Rede zu sein. Heute hakt er mich gemütlich unter und zieht mich den Feldweg weiter nach oben.„Weißt du, was ich eben gesehen habe?“ fragter. „Wilde Gänse.“ „Ja, Mensch, die ziehen schon! Es wird Frühling!“ Um uns herum in Birke, Hasel und Erlenhusch flöten die Meisen. Sie können schon ihre Lieder. Ein Schwarm Bergfinken hat sich im eu srint Zegen, Rebel aus Fülhganlte Be, Höhen glitzern. Schwach violett leuchtet der Forst in strahlender Sonne, vom dunklen Grün der Föhren und Fichten gesäumt. Darüber Blau— endlose, blaue Ferne... „Ich werde reisen“, sagt Nölting. „Hm— mit den wilden Gänsen?“ „Nach Island werde ich reisen dieses Jahr. Dort schwimmt es— sieh die Gletscher und Vulkane!“ „Im Dunst der Stadt?“ SSchal!“ Wenn schon Nölting schwärmt, darf ich wohl spotten. Sonst war es umgekehrt. Zehn Jahre und länger träumt er von Island. Sein isländisches Küstenbild wurde prämiiert. Die Reise selbst blieb ein Traum. Wie sollte er nicht neu aufsteigen an diesem Tag, da helläugige holsteinische Bauern sich im Feldweg festfahren. „Na gut“, sagte ich,„wir reisen. Nach Asland, meinst du?“ „Natürlich Island!“ „Lohnt sich das?“ „Bleib du bloß hier, du Affe!“ Nein, Nölting hat zu schlechte Umgangsformen. Ich muß es mir überlegen, ob ich mit ihm fahre.... uul; Jiuam Schil. Da schüttelt er mich vurch wie einen Schulbuben.„Abgemacht— wir beide fahren!“" Ich bin gespannt, ob es was wird. Rostauts Rochpuust Der Komponist des„Barbier von Sevilla“, Rossini, hatte, als er alt zu werden begann. die Musik an den Nagel gehängt und widmetsich ausschließlich der Kochkunst. Da er wirk. lich gut kochen konnte, hielt er sehr darauf, daß seine Küchenarbeit nach ihrem wirklichen Wert geschätzt werde; er war sehr stolz, wenn er ein neues Gericht ersonnen hatte und wenn dieses Gericht seinen Gästen schmeckte. Als er eines Tages wieder einmal ein Essen geben wollte. beschloß er, auch einen bekannten Pariser Musikkritiker einzuladen. Er besuchte ihn persönlich, überbrachte ihm die Einladung und fragte, als er sich wieder verabschieden wollte, so nebenhin:„Was stellen Sie höher, meine Kochkunst oder meine Musik?“—„Natürlich Ihre Musik, Meister“ antwortete der Kritiker, ohne sich lange zu befinnen.—„Na, dann gehen Sie heute abend lieber in den„Barbier von Sevilla“, sagte Rossini. Sprach's, gab dem verdutzt dreinschauenden Manne eine Freikarte füer die Oper und ging beleidigt nach Hause. den nensc Vormarsch: Die Division rastet am See von Offremont. Ein malerisches Bild. Ein Wald von Lanzen steckt in der französischen Erde, von der ein siegreiches Heer Besitz ergriffen. Es ist Mittag, die Augustsonne brennt heiß, die Pferde lassen mit losen Sattelgurten die Köpfe hängen und träumen, die Offiziere und Leute schlafen. Nur das leise Klirren der an den Tieren hängenden Waffen ist hörbar, noch gedämpft von dem Dom der gewaltigen Buchen des Compiegner Forstes, der sich meilenweit erstreckt, ein ganzes Kavalleriekorps wie in einem Märchenwald versteckend. Der Leutnant von Kleist badet im See und steigt dann den schroffen felsigen Hügel zum uralten Schloß hinauf, dessen ihn umgebende Baumriesen nur das malerische Rokokotor sehen lassen. Alles scheint ausgestorben, da lugt vorsichtig der alte Kastellan aus der wappengeschmückten Tür. Der Kürassier gibt ihm ein Geldstück und bittet um einen Kaffee, der merkwürdig schnell gebracht wird. Der Alte setzt sich zu dem Offizier und beginnt zu erzählen: Vom Krieg weiß er wenig, nur von alten Zeiten. Dies Schloß, so plaudert er, gehört seit Menschengedenken den Grafen von Thil=Ville. Nicht einmal die Revolution, der das Kloster am anderen Rande des Sees zum Opfer fiel— seine Ruinen spiegeln sich in den Fluten—, konnte die feste Burg erschüttern. Der Franzose wird redselig. Er spricht wie ein Schauspieler von der berühmten Gräfin Thil=Ville zur Zeit der Seigneurs. Zahllose Liebhaber nannte sie ihr eigen, die sie dann vergiftete.„Oh, cette fameuse empoissonneuse!“ deklamiert er. Goldenes, herrliches Ekizze von Graf Wolf Baudissin Frankreich, denkt Kleist; ein kurzer Krieg mit seiner tapferen Armee, und man reicht sich endlich die Hände, um für ewig den Hader zu vergessen, der zwei ritterliche Nationen trennt. Da horcht er... Die Schwadronen sitzen auf. Er eilt den Berg hinab zu seinem Fuchs. Vormarsch auf Compiegne. Kleist reitet in tiesem Nachdenken. Als er gestern mit seiner Patrouille die Marne erreichte, stand auf der Brücke der Geistliche und verteilte Brot an die Bauernweiber. Selbst vom Lande, rührte den Offizier das eigenartige Bild, und er spricht mit dem Pfarrer.„Was denken Sie von dem Krieg?“ fragt Kleist.„Glauben Sie noch an einen Sieg der französischen Waffen?“—„Der heilige“— der Name bleibt unverständlich— „hat prophezeit, daß zunächst ihr siegen werdet, nach einiger Zeit aber wir.“ Die schlichten Worte des würdigen Mannes wollen ihm nicht aus dem Kopf. Dann ist der Vormarsch zu Ende, dann gibt es nur noch Rückmarsch! Unsinn! Man gewinnt die große Schlacht, belagert Paris, und beim Waffenstillstand jagt man im Walde, am schönsten mit der Meute wie die alten Seigneurs. Die Kürassiere biwakieren in Choisy=au=bac. Kleist geht am Abend durch das reizvolle Dorf, die Heimat vieler Maler. Er schlendert die Straße am Fluß entlang und sieht am Hang ein weißes Schloß, das sich in einem kleinen Gee wunderbar spiegelt. Das Chateau des Marquis de l'Aigle, von dem der alte Kastellan erzählte. Der Deutsche tritt ein, durch das schmiede. eiserne Tor. Nichts regt sich. Die Läden des Hauses sind heruntergelassen, malerisch echte französische Fensterläden. Kleist fühlt sich wie im Märchen. Unwillkürlich faßt er nach dem Revolver. Der ist da. Er geht weiter, eine kleine Allee nimmt ihn auf. an deren Ende ein langgestreckter, in bester englischer Art gehaltener Stall mit Strohdach sichtbar wird. Plötzlich ertönt, glockenhell, von einigen tiefen Tönen unterbrochen, das Geläut vieler Hunde. Die weltberühmte Meute des Marauis de l'Aigle! Die Hirschhunde strömen aus dem Innern des Kennels in den Zwinger. Ihr Bellen schwillt an wie ein Orkan. Jetzt öffnet sich die Tür, werde ich zerrissen,— mit großen französischen Meutehunden ist nicht zu spaßen! Und wahrhaftig, einer ist da! Wie aus der Erde gewachsen, steht ein Piqueur neben ihm; der aber erkennt scheinbar den Jäger. den gar nichts Böses, sondern der herrliche Anblick der Tiere lockt. Er zieht die Kappe.„Was soll aus den Hunden werden? Warum habt ihr sie nicht fortgebracht?“—„Es war zu spät!“ Die Züge des treuen Dieners, der allein blieb, verfinstern sich. Sollte er doch..? Kleist hat ein unangenehmes Gefühl. Einzelne Hunde knurren drohend. Er grüßt und geht.— Rückmarsch. Die Kürassiere haben die Sonne nicht mehr im Gesicht. Sie traben durch Choiszau=bac. Das brennt. Kleist galoppiert zum Schloß hinauf. Er will noch einmal die Meute sehen. Der Hufschlag donnert auf dem Kies. Wieder steht plötzlich der Piqueur da und erkennt ihn.„Wo sind die Hunde?“—„Das ganze Rudel mußte erschossen werden. Wir konnten ihnen nichts mehr zu fressen geben...“ Weiter Rückmarsch, Abschied von dem wunderschönen Wald. Die Division reitet über die Marnebrücke durch das Dorf Verror. Da steht der Pfarrer wieder vor ihm, er blickt zu Kleist hin. Der beugt sich weg über den Pferdehals. Rinsnebrreitun Als Napoleon Bonaparte, damals noch Konsul, seine Expedition nach San Domingo in Aussicht nahm, wollte er dem Gatten seiner Lieblingsschwester Pauline, General Leclerc, das Kommando der Expedition übertragen. Dieser aber bat, die ihm zugedachte Ehre lieber einem anderen zuzuwenden, da er nämlich im Sinn habe, seine einzige, kaum erwachsene Schwester, die noch im Pensionat weilte, zu sich zu nehmen und möglichst bald zu verheiraten, damit ihr ein Schutz für das Leben gesichert sei, ehe er sich selbst von neuem dem ungewissen Soldatengeschick aussetzte. „Das ist kein Hindernis“, sagte der Konsul. „wir verheiraten sie morgen. Die Sache ist erledigt. Richten Sie sich darauf ein, übermorgen abzumarschieren! Morgen abend soll Ihre Schwester verheiratet sein. Ich weiß im Augenblick nicht, mit wem. Sie dürfen sich aber darauf verlassen, daß ich ihr eine gute Partie ausfindig mache." „Aber...“, stammelte Leclerc. „Kein Aber! Ich habe deutlich gesprochen und wünsche keine weiteren Bemerkungen.“ Der General, an die tyrannische Manier seines Schwagers gewöhnt, verließ wortlos das Zimmer. Einige Minuten später trat General Davoust bei dem Konsul ein und sagte, er bitte um ein paar Tage Urlaub, da er sich verheiraten wolle. „Mit Fräulein Leclere?“ unterbrach ihn der Konsul.„Das ist eine passende Partie für Sie.“ „Nicht doch, mein General! Meine Braut ist die Witwe des Herrn von R...“ „Sie werden sich mit Fräulein Leclerc sogleich verheiraten“, sagte Napoleon mit Nachbruck. Davoust wurde dunkelrot.„Frau von R... hat mein Wort“, entgegnete er lebhaft.„Wir lieben einander, und nichts wird mich dazu bringen, auf sie zu verzichten.“ „Nichts als mein Wille!“ erwiderte der KonAnekdote von Friedrich Schnack sul unerbittlich.„Sie werden sich sofort nach Saint Germain verfügen und sich Ihrer Braut vorstellen. Mein Schwager wird Sie begleiten und Fräulein Aimée Leclerc heute abend hierher nach Paris bringen. Inzwischen haben Sie Zeit Ihre Brautgeschenke auszuwählen. Mitgift und Ausstattung der jungen Dame sind meine Sache. Ich werde dafür sorgen, daß die nötigen Formalitäten abgekürzt werden. Morgen findet die Vermählung statt. Sie haben gehört und werden gehorchen!“ Mit dem letzten Wort klingelte Bonaparte und befahl der eintretenden Ordonnanz, General Leclere herbeizurufen. Als dieser erschien, rief er ihm entgegen:„Nun— hatte ich recht? Hier steht der Bräutigam Ihrer Schwester.“ Er wies auf den betäubt dastehenden, keines Wortes mächtigen Offizier.„Begleiten Sie ihn sofort“, fügte Napoleon hinzu,„nach Saint Germain und lassen Sie mich nichts mehr von der Sache wissen, bis alles in Ordnung ist. Einzelheiten sind mir zuwider.“ Die beiden in gleichem Maße betretenen Generäle gehorchten. So gewaltig war schon damals die Stellung und der persönliche Einfluß Napoleons, daß keiner dieser Männer den Mut zum Widerspruch fand. Tags darauf wurde wirklich diese befohlene Ehe geschlossen, deren unschuldiges Opfer, die reizende Aimée, am meisten darunter leiden sollte. Ihre Zeitgenossen schildern sie als sehr schön und von unvergleichlicher Sanftheit des Charakters. Jahre hindurch konnte der von Natur rauhe Davoust ihr nicht vergeben, daß Pauline briet zwei Tauben. Denn Paul aß Täubchen für sein Leben gern, und Pauline. nicht minder. Und als Paul zum Essen heimkam, legte ihm Pauline das knusperige Täubchen auf den Teller, holte die Soße, holte das Gemüse, holte den Salat, holte das Kompott und die Kartoffeln aus der Küche und legte alles Paul als gute Hausfrau rechts und links auf den Teller. Paul aß und spachtelte und knabberte und kiefelte inzwischen an seinem Täubchen herum, und als jetzt endlich auch Pauline dazukam, sich an den Tisch zu setzen und sich ihre Taube auf den Teller zu legen, da war Paul gerade mit seiner eigenen Taube zu Ende. „Eigentlich—“, begann er dann. „Nun?“ „Eigentlich ist das Sünde!" „Ja. was denn, Paul?". „Eigentlich wollte ich es dir aber erst nach dem Essen sagen—“ „Was wolltest du mir denn sagen, Paul“ So sprich doch!“ Paul knuckste hin und her. „Ich war heute vormittag beim Metempsychosen“, sagte er dann. „Wer ist denn das?“ „Den kennst du sowieso nicht, Pauline! Ich habe ihn zuvor auch nicht gekannt, aber ich wollte mich mal gern beraten lassen. Und da bin ich zu einem Metempsychosen gegangen und der hat mir erzählt, daß der Mensch, wenn er stirbt, in ein Tier verwandelt wird, das zu seinem Charakter paßt. Und vorher, ehe der Mensch geboren wird, war er auch schon als Tier auf der Welt, und als Mensch hat er dann denselben Charakter wie das Tier, das er zuvor war. Und das Tier soll ihm darum heilig sein. Verstehst du das?“ RNicht gang“ „Das ist doch ganz einfach, Pauline! Wer treu und gutmütig— und da hat er gesagt, du wärst sicher früher eine Taube gewesen und du würdest auch wieder eine Taube.“ „Hat er das gesagt?“ „Ja. Das hat er gesagt“, nickte Paul. und schon hatte er mit kühnem Schwung Paulines Täubchen auf seinen Teller befördert, um es sogleich zu verspachteln, während er weiterbrummte:„das wäre es doch direkt eine Sünde. wenn du dieses Tier ißt, das dir heilig sein muß!“ „Aber „Kein Aber, Pauline, es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich deine Küchenweisheit träumen läßt!“ Pauline waren die Tränen nahe. „Aber du— du— du darfst meine Taube essen!“ stieß sie hervor. Paul nickte zufrieden: „Ich schon. Ich war früher ein Stier.“ Wie gut ist die Welt eingerichtet, daß auf jeden Tag ein zweiter Tag folgt Und wenn einem an einem Tag die Vögel zwitschern dem krächzen am nächsten Tag die Raben Pauline machte am nächsten Tag Rinderbraten, denn sie wußte, daß Paul nichts weniger mochte## einen Rinderbraten. So dünstete sie ihn allerhand Wurzelwerk das Paul nicht al. stehen konnte, und als Paul zum Mittggezsen heimkam, tischte sie ihm einen großen braten auf. Paul guckte einmal, Paul guckte „Nanu?“ brummte er dann,„Rinderbraten?“ „Ja. Rinderbraten.“ 68 465 hi, „Aber weißt du denn nicht mehr, was ich dir gestern erzählt habe?“ „Was denn, Paul?“. „Daß der Metempsychose gesagt hat, ich wäre früher ein Stier gewesen und würde wieder einer! Mir ist mein Tier heilig! Glaupk, e# ich äße noch einmal im Leben Rinderbraten? Da lächelte Pauline sanft und sagte: er gezwungen war, seine Häuslichkeit mit ihr„Das ist doch oanz einfach, Pauline..... tax Zaunß du mutig eisen Paul! Ich war zu teilen. Ihre Güte, die ausdauernde Freund= beispielsweise eine Biene früher war, der wird derbraren kannst ou ruhig essen Pun::## lichkeit aber, womit sie sein unliebenswürdiges auch ein fleißiger Mensch, und nach dem Tode nämlich heute früh auch beim Metempfl Benehmen erwiderte, gewannen endlich den wird er wieder eine Biene. Aber ein Schwein und habe dich auch beschrieben Da ha Sieg. Von der Stunde an, da Davoust seiner kann kein Bademeister werden." sagt, er hätte sich geirrt, du könnt Frau Gerechtigkeit widerfahren ließ, besaß sie Pauline hatte Gabel und Messer weggelegt. Rinderbraten essen, du wärst nämlich gar auch sein Zutrauen und seine Zuneigung, so„Und das hat dir der Mann alles gesagt?“ daß die auf höheren Befehl geschlossene Ehe„Noch viel mehr! Dem habe ich dich beschriedoch noch glücklich wurde. ben, wie sanft du bist und wie zärtlich und wie Stier „Sondern?“ „Ein Hammel!“ —