UAE:** Die„Schwerter Zeiktung“ erscheiut wöchentlich sechimal. Venezreit 13 De(einitzl. Tigerlaha), Posbeng monat. J54 2.—.g Zeitungsgebühr und O. Jei-Postnernackungsgebühr wsgl-d#cet Einzelnummer 10###. Druck u. Verlag: Hans Linner, vorm. Carl Sscthostck. Ga- Mlaststr. I. Gen= Prrd-— Seibell: Sammud un! für die Stadt Nr. 2 V.=Juopnreise: Ere die sechsgespaltene Millimneterzeile(46 mm breit) 6 Ste Vereins= u. amtl. Anzeigen 4.Je Temanzeigen: Milimeterzeile 20 Jhe auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden.— Fernr. 2774 Hchwerter Weimasblatt.— Amter Weschosen Ergste. Einzige in Hchwerte gedruckte Tageszeiung Schwote(Suche), Denstog, X. Jonumr 1829 Ueu onrrrio. Hehliraden dur Neishork pöbelt Peru an Versairkerung Man merkt die Absicht.. Newyork, 2. Jan. Die Newyork Times veröffentlicht in großer Aufmachung auf der ersten Seite einen offenbar inspirierten Aufsatz ihres Vertreters auf der Lima=Konferenz, John White, worin dieser die peruanische Regierung in ebenso pöbelhafter wie gehässiger Weise angreift und beleidigt. Durch Beschimpfungen des Staatspräsidenten von Pern und durch niederträchtige Beschuldigungen, wie sie wohl selten im Zusammenhang mit einem gemeinsamen diplomatischen Ereignis zu verzeichnen waren, sucht der Korrespondent offensichtlich seinem Aerger über den Konferenzausgang Luft zu machen und Schuld an seinem mageren Ergebnis der Regierung von Pern in die Schuhe zu schieben. Dabei entblödet sich der Verfasser nicht, zu behaupten, die panamerikanische Konferenz in Lima sei von der„Bonavides=Diktatur“ unter strenger Zensur gehalten und durch Drohungen eingeschüchtert worden. Außerdem sei die amerikanische Abordnung von Spionen und agents provocateurs umgeben gewesen, ja die peruanische Regierung habe eines Abends, als sich die Konferenzteilnehmer auf einem Bankett befanden, die Büros der USA.=Abordnung von Geheimpolizei durchsuchen lassen. Daraufhin hätten die amerikanischen Delegierten die wichtige Post und die Aktenstücke stets bei sich getragen. Der Verfasser des Schmähartikels phantasiert sodann davon, daß die Luftpost für die USA.=Abordnung mit sechsstündiger Verspätung zugestellt worden sei, weil die Briefe vorher von der Zensur geöffnet wurden, wodurch die peruanische Regierung die diplomatische Immunität der USA.=Vertreter verletzt habe. Auch die amerikanischen Zeitungsvertreter, so fährt die Newyork Times fort, seien dem Druck der peruanischen Regierung ausgesetzt gewesen. Die Regierung habe versucht, die ausländischen Berichterstatter„zu beeinflussen und zu zwingen“, so zu schreiben, wie es in das peruanische Programm gepaßt habe. Nach diesen Ausführungen überrascht es nicht, wenn John White erklärt, daß die USA.= Journalisten auf Anstiften hoher veruanischer Regierungsbeamter auch„verfolgt" worden seien. Im selben Atemzuge wirft er jedoch der peruanischen Regierung vor, daß sie an Verfolgungswahn leide. Die Mitglieder der panamerikanischen Konferenz seien derart überwacht und ausspioniert worden, wie noch bei keiner anderen Gelegenheit Der Korrespondent des Blattes beklagt zum Schluß wehleidig die„faschistischen und nationalsozialistischen Sympathien Perus“. Am Eröffnungstage der Konferenz seien auf der Hauptstraße Limas nur drei amerikanische Flaggen zu sehen gewesen, wovon noch eine auf dem USA.=Konsulat gehißt worden sei. Dagegen habe man Tausende von Hakenkreuzlaggen gezeigt. Ganz„unerhört“ empfindet der Verfasser des Aufsatzes, daß die peruanische Presse auch den deutschen Zeitungskommentaren einen breiten Raum bot, ja sogar „Angriffe“ der Ordnungsstaaten auf die Konferenz abdruckte, was sein demokratisches Gehirn nicht zu begreifen vermag, weil es offenkundig der Meinung ist, daß nur die einseitigste Berichterstattung der bemokratischen„Objektivität“ entspricht. Der Aufsatz wurde auf der Heimfahrt der ASA.=Delegierten und der USA.=Journalisten verfaße ichen Worten seine besten Wünsche für ihn und sein großes Werk ausgesprochen und darin der engen Zusammenarbeit im vergangenen Jahre ebenso wie der Freundschaft beider Völker gedacht. In gleicher Weise hat der Duce seinen Glückwünschen für den Führer und das deutsche Volk Ausdruck gegeben und die Verbundenheit beider Staaten wie folgt gekennzeichnet: „Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Regierungen und Völkern hat 1938 ihre Probe bestanden und der Welt offenbart, daß die beiden Revolutionen gemeinsam mar. schieren und dies auch weiterhin tun werden.“ Grabenkampf im Palais Bourbon Die Pariser Presse zur Silvester-Aussprache der Kal Das Thema für die Pariser Presse ist die sehr bewegte Silvester=Aussprache der Kammer, in der die augenblicklichen Frone ten in Frankreich wieder einmal sehr beutlich in der Verurteilung der marxistischekommunistischen Manöver einig und alle sprechen ihre Genugtuung darüber aus, daß DalaMinisterrat in Tokio Tokio, 2. Jan. Baron Hiranuma, der Präsident des Geheimen Staatsrates, der in den letzten Tagen mit dem Siegelbewahrer Duasa als Vertreter der Krone als auch mit Ministerpräsident Fürst Konoe und verschiedenen Mitgliedern des Kabinetts verhandelt hat, wird am Dienstag nach Tokio zurückkehren. — Politische Kreise und die Presse weisen auf die Bedeutung der letzten Aussprachen in Tokio hin, deren Ergebnis bis zum 10 Januar, spätestens jedoch bis zum Zusammentritt des Reichstages, bekanntgegeben werden solle. In politischen Kreisen wird stark beachtet, daß in den bisherigen Besprechungen vornehmlich Finanzminister Ikeda die Wehrmachtsminister und Wohlfahrtsminister Kido, beteiligt waren, während Innenminister Suyetsugu nicht hinzugezogen worden sei Bis jetzt sei nur festzustellen, daß eine entscheidende Umbildung des Kabinetts zur Sicherstellung einer einheitlichen Staatsführung in Aussicht genommen ist. Die Einzelheiten scheinen noch nicht entschieden zu sein, insbesondere ob Baron Hiranuma selbst aktiv hervortreten wird. in in der ihee Geng##gug baruver aus,# dier fünfmal einen„massiven Sieg“ vongetragen habe, daß die kommunistischen Versuche, die Politik des Niederganges fortzusetzen, fünfmal zerstört worden seien. Die Sprache mancher Zeitungen läßt an Deutlichkeit und Schärfe nichts zu wünschen übrig. So schreibt beispielsweise der „Matin“, daß die Zwischenfälle in der Silvesternacht das Werk der sozialdemokratisch= kommunistischen Minderheit seien, die sich geschworen habe, den Ministerpräsidenten in seiner nationalen Aufgabe nicht zur Stunde nach Korsika und Tunis abreisen zu Diese Minderheit setze sich aus Kriegshetzern zusammen, die man morgen im Falle eines Krieges nicht auf den Schlachtfeldern sehen werde, die aber im Palais Bourbon den Grabenkampf auf das genaueste zu schienen. Selbst ein Blatt wie das„Oeuvre“, das sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Kommunisten die Stange hält, geben, daß die parlamentarischen Methoden überholt seien und das System sich in einer Nur der„Populatre“, das Blatt Leon Blums, und die kommunistische„Humanité“ begleiten die Reise des Ministerpräsidenten mit bissigen Bemerkungen und hätten gern gesehen, daß ein anderer„würdiger Vertreter“ diese Reise unternommen hätte. Jedenfalls hat diese dramatische Sitzung am letzten Tage des alten Jahres, das im Parlament um einige Stunden verlängert worden ist, um wenigstens der Form genügen zu können, dazu beigetragen, dem französischen Volke och stärker die Augen darüber zu öffnen, wo die wahren Feinde des Volkswohles und der Staatssicherheit zu finden sind. Nach den denkwürdigen Ereignissen des Jahres 1338 hat sich ja gerade in dieser Beziehung ein del vollzogen, wie man ihn zu Anfang des Jahres kaum vorauszusagen wagte. Heute ist es so, daß eine Aufklärung über die Demagogie und die Obstruktionspolitik der Kommunisten und Sozialdemokraten in der breiten Masse kaum mehr nötig erscheint, denn diese hat einen sehr gesunden Haß auf derartige parlamentarische Schauspiele, wie sie sich in der Silvesternacht ereigneten. Wer Gelegenheit hatte, in dieser Nacht— noch mehr aber am folgenden Tage— mit Vertretern des einfachen französischen Volkes zu sprechen, wer bei einem Aperitif einige Worte mit dem stets freundlichen Wirt wechselte oder sich am Neujahrstage freundschaftlich mit seinem Briefträger unterhielt, der konnte immer wieder feststellen, daß„Krise des Systems“ eine sehr gelinde Umschreibung für die Tatsache ist, daß Kommunisten und Marxisten heute in Frankreich eine Rolle übernommen haben, die den Prozeß der Selbstbesinnung beschleunigt. Baläoler ollto Sieger Triumph über die sozialdemokratisch=kommunistischen Hetzer Der Führer an den Dute On terstreichunn der Freundschaft Deutschland— Italien Berlin, 2. Jan. Anläßlich des Jahreswechsels hat der Führer und Reichskanzler dem italienischen Regierungschef Benito in einem Telegramm mit herzParis, 2. Jan. Kurz vor 21 Uhr Pariser Zeit hat Sonntag die Kammer die vierte Lesung des Haushalts beendet, nachdem die Regierung gegen einen Antrag eines kommunistischen Abgeordneten wieder einmal die Vertrauensfrage hatte stellen müssen, die ihr 345 gegen 246 Stimmen einbrachte. Die Haushaltsvorlage ist nunmehr zur vierten Lesung an den Senat zurückgegangen, der um 22 Uhr zusammentreten sollte. Der Senat fand sich jedoch zur vierten Lesung des Haushalts erst nach Mitternacht zusammen und nahm nach dem Bericht des Senators Abel Gardeys ohne Abänderung den von der Kammer verabschiedeten Text mit 281 gegen 16 Stimmen an. Kurz vor 1 Uhr nachts konnte der stellvertretende Ministerpräsident Chauremps das Schlußdekret im Senat verlesen. Die Kammer konnte dann ebenfalls zu ihrer Schlußsitzung zusammentreten, wo Finanzminister Paul Reynaud das Schlußdekret zur Kenntnis brachte und die zweite außerordentliche Sitzung des Parlaments des Jahres 1938 damit in der Nacht nach Neujahr ihren Abschluß fand. Die Pariser Presse von Montag, insbesondere die Blätter der Rechten, sparen nicht mit scharfen Worten an die Adresse der Zweiten und Dritten Internationale. So schreibt u. a. das„Journal“, dieses Jahr habe in der Kammer eine regelrechte Verschwörung der Sozialdemokraten und Kommunisten gegen eine Regierung gebracht, die die Fehler ihrer Vorgänger wieder gutzumachen suche und das Land daran hindern wolle, von Tag zu Tag tiefer in den Sumpf des Niederganges abgleiten zu lassen. aumt 4.ce Jemm t. Der Ministerprändent vave über diene Verschwörer einen neuen Sieg davongetragen. Fünfmal habe sich die sozialdemokratisch=kommunistische Demagogie beugen müssen, fünfmal habe eine massive Mehrheit den schlechten Hirten des französischen Volkes gezeigt, daß die Zeiten vorüber seien, wo sie eine Rolle spielten. Die Angriffe der Zweiten und Dritten Internationale seien umso verdammenswerter gewesen, als sie zum Ziel hatten, die Abreise des Regierungschefs zu verzögern und auf diese Weise im Ausland den Eindruck zu erwecken, daß das Kabinett nur kurzen Bestand habe und ungenügende Autorität habe. Hier zeige sich erneut die paradoxe Haltung dieser Kreise, die auf der einen Seite das Land in eine trügerische und abenteuerliche Außenpolitik stürzen wollten und sich gleichzeitig bemühten, das Ansehen der französischen Regierung in den Augen der anderen Nationen herabzusetzen. Der„Matin“ schreibt ebenfalls, die Zwischenfälle in der Silvesternacht und am 1. Januar seien das Werk der sozialdemokratischen und kommunistischen Minderheit, die sich geschworen habe, den Ministerpräsidenten in seiner nationalen Aufgabe nicht zur festgesetzten Stunde nach Korsika und Tunis abreisen zu lassen. Diese Minderheit, die sich aus Kriegshetzern zusammensetze, die man im Falle eines Krieges nicht auf den Schlachtfeldern sehen würde, die aber im Palais Bourbon den Grabenkampf auf das genaueste zu kennen schienen, hätte einen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Daladier habe seinen Zug nicht um 10 Uhr nehmen können, sondern erst um Mittag. Nur wenig hätte daran gefehlt, daß er ihn gas nicht genommen hätte. Vor Ehamberlains Reise Spanienproblem wird in den Vordergrun? geschoben London, 2. Jan. Seit vierzehn Tagen wird von ganz bestimmten Kreisen immer wieder versucht, die Romreise Chamberlains entweder zu desavouieren oder doch gewisse Stichworte in die Oeffentlichkeit zu lancieren, die von vornherein die in Rom zu führenden Gespräche in einer ganz bestimmten Richtung festlegen sollen. Bereits vor einigen Tagen unternahm die offiziöse„Times“ einen Vorstoß in bezug auf die Spanienfrage, der wohl kaum anders gedeutet werden konnte, als daß er eine Art Gegenoffensive gegen die wiedereröffnete Offensive Francos darstellen sollte. Wenn mit der Frage der Kriegführendenrechte dabei immer wieder die Forderung verquickt wurde, Italien müsse„den letzten Mann“ aus Spanien zurückziehen, so vergaß man hier in London anscheinend ganz, daß Chamberlain sich mehrfach im Unterhaus dahingehend geäußert hatte, daß Italien in loyaler Weise seinen Verpflichtungen, die sich aus der Inkraftsetzung des Ostervertrages ergaben, nachgekommen sei. Trotzdem greift heute morgen der römische Korrespondent der„Times", der ausführlich die Romreise Chamberlains behandelt, wieder dieses Thema auf. Er glaubt, daß es unwahrscheinlich sei, daß England Franco die Rechte Kriegführender zugestehen würde, es sei denn, daß die Italiener sich völlig aus Spanien zurückzögen. Wenn in dem Artikel dann weiter davon gesprochen wird, Mussolini müsse sich darüber schlüssig werden, ob er seine Leute weiter an einem Kampf teilnehmen lassen wolle, dessen Ausgang zweifelhaft sei, dann wird hier doch etwas reichlich stark Agitation getrieben. Vernon Bartlett wirft in der„News Chroniele“ ebenfalls die Spanienfrage auf und er meint, wenn die nationalspanische Ossensive jetzt keinen Erfolg habe, würde das nur eine Verstärkung des Arguments bedeuten, Mussolinis Mittelmeeransprüche nicht zu erörtern, ehe die Italiener aus Spanien heraus seien. Die Kreise um Eden, Churchill und Duft Cooper sowie aber auch manche Liberalen und vor allem natürlich die Marxisten, sehen o# offensichtlich ungern, daß Chamberlain wieder „Zugeständnisse an die autoritären Staaten“ macht, denn als ein solches stellt sich in ihren Augen selbstverständlich die Romreise der Gau# 2 9274 um wird die Aussprache gewiß sehr verschiedenen Staatsmännern von vornherein mit agitatorischen Hypotheken belastet Weibliches Pflichtjahr erweitert Etwa 300 000 Mädchen in Land= und Haus. wirtschaft vor dem Berufseinsatz Berlin, 2. Jan. Der Prasident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Dr. Syrup, hat auf Grund der Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes über den verstärkten Einsatz von weiblichen Arbeitskräften in der Land= und Hauswirtschaft eine am 1. Januar 1939 Kraft tretende Anordnung erlassen, die das Pflichtjahr nunmehr generell für alle weiblichen Arbeitskräfte einführt. Bisher bestand eine Teilregelung dahin, daß nur die Anwärter einiger bestimmter Berufskategorien vor der Arbeitsaufnahme in di sen Berusen das Pflichtjahr abgeleistet haben mußten. Die neue Anordnung schreibt vor, daß allgemein ledige weibliche Arbeitskräfte unter 25 Jahren, die bis zum 1. März 1938 noch nicht als Arbeiterinnen oder Angestellte beschäftigt waren, von privaten und öffentlichen Betrieben und Verwaltungen als Arbeiterinnen oder Angestellte nur eingestellt werden können, wenn sie mindestens ein Jahr lang mit Zustimmung des Arbeitsamtes in der Land= oder Hauswirtschaft tätig waren und dies vom Arbeitsamt im Arbeitsbuch förmlich bescheinigt ist. Zuständig ist das Arbeitsamt, in dessen Bezirk die landoder hauswirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird. Bei Abschluß eines Lehrvertrages kann das Pflichtjahr auch unmittelbar nach der Lehrzeit abgeleistet werden. Der Arbeitsdienst, der Landdienst, die Landhilfe, die ländliche Hausarbeitslehre, das hauswirtschaftliche Jahr sowie die Teilnahme an einem vom Arbeitsamt durchgeführten oder geförderten land= oder hauswirtschaftlichen Lehrgang werden auf das Pflichtfahr angerechnet. Auch eine nicht arbeitsbuchpflichtige Tätigkeit im Elternhaus vder bei Verwandten wird angerechnet, wenn es sich um Familien mit vier oder mehr Kindern unter 14 Jahren handelt. Dem Pflichtjahr steht gleich eine zweijährige geordnere Tätigkeit im Gesundheitsdienst als Hilfskraft zur Unterstützung der Schwestern und in der Wohlfahrtspflege zur Unterstützung der Volkspflegerinnen und der Kindergärtnerinnen. In besonders gelagerten Fällen kann das Arbeitsamt Ausnahmen zuassen. Das Arbeitsamt muß dies im Arbeitszuch förmlich bescheinigen. Für eine Tätigkeit in der Land= und Hauswirtschaft, die vor dem 1. Januar 1939 aufgenommen wurde, gilt die erforderliche Zustimmung des Arbeitsamtes für den Arbeitsvlatz im Pflichtjahr als erteilt. Die generelle Einführung des Pflichtjahres für weibliche Arbeitskräfte erfolgt an sic ruckwirkend ab 1. März 1938. Dieser Termin mußte aus technischen Gründen gewählt werden, weil damals die Tetllösung in Kraft trat und ein einheitlicher Zeitpunkt notwendig schien. Das wird aber grundsätzlich nicht bedeuten, daß diejenigen ledigen weiblichen Arbeitskräfte, die zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 1938 bereits in Berufe eingetreten sind, für die das Pflichtjahr noch nicht galt. es nunmehr nachleisten müssen. Ein besonderer Durchführungserlaß dürfte vielmehr einen entorechenden Härteausgleich bringen. her galt das Pflichtjahr für die Arbeiterinnen der Textilindustrie und des Bekleidungsgewerbes sowie für die weiblichen Angestellten der kaufmännischen und der Büroberufe. Wichtig und neu gegenüber der Teillösung ist die Bestimmung, daß zwar der Arbeitsplatz für das Pflichtjahr selbst gesucht werden kann, jedoch der zustimmenden Anerkennung des Arbeitsamtes bedarf. Hierdurch soll eine Scheinarbeit vermieden und dem Erfordernis des Arbeitseinsatzes genügt werden. Schätzungsweise werden ab 1. Januar 1939 300000 bis 400000 weibliche Arbeitskräfte vom Pflichtjahr alljährlich erfaßt werden. sie Meldung des Sunday Kündigung des englisch=sowjetrussischen Handelsvertrags in Kürze 10 Tage Sfsensire in nutalenten 46 Ortschaften von der roten Herrschaft befreit Saragossa, 2. Jan. An der katalanischen Frout schreitet die nationale Ossensive auch im neuen Jahr ununterbrochen fort. Der rechte Flügel der Armee General Soichagas drang in Richtung der Straße Mora kel Ehre„Tar: regona weiter vor und besetzte die Orte Iuella Alta und Vilella Paja, die nur noch sechs Kilometer von Tekset entfernt sind, das bereits unter dem Feuer der nationalen Artillerie liegt. Längs des linken Gbrousers zwischen Vinebre und Garcia säuberte die Kavallerie das Gebiet von Resten feindlicher Truppen. Im Nordabschnitt operieren die Kolonnen der Generale Mascardo und Munoz Grande weiter gemeinsam und sicherten die Straße Benavent Artesa de Segre. Die Operationen werden durch strenge Kälte und Schneefälle erschwert. Die große Katalonien=Offensive, die nun schon zehn Tage andauert, brachte bisher folgende Ergebnisse: Es wurden etwa 1750 Quadratkilometer erobert, 40 katalanische Ortschaften, die meist in der Provinz Lerida liegen, sind befreit worden. 79 sowjetspanische Flieger wurden sicher abgeschossen. Die rote sieht sich jetzt gezwungen, den Luftraum völlig den Nationalen zu überlassen. Die Zahl von 16 200 Gefangenen läßt die ungeheuren roten Verluste deutlich erkennen. In den Mittagsstunden des Montags setzten an der katalanischen Front die nationalen Truppen des rechten Flügels ihren Vormarsch in östlicher Richtung fort. An der Straße Lerida—Tarragona eroberten sie den in bergigem Gelände liegenden Ort Juncosa. Die militärischen Operationen dauern zur Zeit noch an. kote Angrisse abgewehrt Der nationalspanische Heeresbericht Bilbao, 2. Jan. Der nationalspanische Heeresbericht meldet, daß der erste Tag des nuuen Jahres den Truppen des Generals Franco einen der größten Geländegewinne seit Beginn der Offensive an der Katalonienfront brachte. Der linke Flügel eroberte die Orte Agentera, Llusas, Montargull. Torrech und Baldoma. Bom rechten Flüge! wurden die Orte Margales. Carbaces, La Figuera und Finebre eingenommen. Insgesamt konnten wieder über 1000 Gefangene gemacht werden. Die Verluste des Feindes an Toten und Verwundeten sind außerordentlich hoch und noch nicht zu überfehen. Unter der reichen Beute, die den nationalen Truppen in die Hände siel, befinden sich auch mehrere Waffenlager und ein sowjetrussischer Tank. Die vationalspanische Luftwasse belegte gestern die militärischen Anlagen von Tarragona mit Bomben und griff auch Valencia und Barcelona erfolgreich an. An der Front wurden alle Operationen von den nationalen Jagdfliegern tatkräftig unterstützt. Bei allen Kämpfen fiel der nationalen Kavallerie eine bedeutende Rolle zu, die erfolgreich das Gebiet heuter den weit vorgeschsbenen Vorposten von versprengten roten Truppenteilen säuberte. Die Operationen an der Katalonienfront sind durch die starke Befestigung des Geländes besonders zeitraubend und schwierig, da die befestigten Prnkte erst nach ihrer Einkreisung eingenommen werden können. Der Erfolg dieser Kampfesweise der nationalspanischen Sturmtruppen ist stets eine große Anzahl Gefangener. Lungerration in Rotspanten St. Jean=de=Luz, 2. Jan Nach einer Mitteilung der roten Stellen in Barcelona hatte man sich in Anbetracht der allseits überaus schlechten Stimmung angesichts der Weihnachtszeit im roten Lager entschlossen, das erstemal seit langer Zeit wieder eine Fleischration an die Hunger leidende Bevölkerung in Katalonien auszugeben. Im Laufe der vergangenen Woche wurden ganze!00 Gramm je Kopf der Bevölkerung zur Verteilung gebracht. Auf die schlechte Stimmung in der Bevölkerung, die weiß, daß die roten Bonzen im Ueberfluß leben, ist diese„großzügige" Weihnachtsgabe jedoch ohne Einfluß geblieben. London, 2. Jan. Wie Sunday Dispatch in großer Aufmachung meldet, soll England in Kürze seinen Handelsvertrag mit Sowjetrußland kündigen, der dann mit sechsmonatiger Frist zu Ende gehe. Sowietrutzland habe den Vertrag zwar dem Buchstaben nach, aber nicht einem Geiste nach gehatten. Die sowjetrussische Ausfuhr nach England sei dabei dauernd gestiegen, während die englischen Ausfuhren nach Sowjetrußland ständig niedergehalten wurden. Während der sechsmonatigen Kündigungsfrist werde versucht werden, einen neuen Handelsertrag abzuschließen. Wieber brennende Delleitung Jerusalem, 2. Jan. Die Oekleitung nach Haisa ist von arabischen Freischärlern wieder einmal zerstört und in Brand gesetzt wor. den. Daraufhin durchsuchten die Engländer das Dors Ladschun an der Straße Haisa-Jenin. Zwei verdächtige Araber wurden dabei erschof18R." Die gesamte Londoner Morgenpresse verichtet in z. T. sehr großer Aufmachung über den nächtlichen Ueberfall auf die Kraftvagen englischer Polizeioffiziere auf der raße Nablus-Jerusalem. Dabei wird miteteilt, daß der Angriff Sir Chartes Tegart egolten hat, dem Leiter der gesamten militärischen und polizeilichen Maßnahmen gegen die urabischen Freiheitskämpfer. Die Araber hatten Steinbarrikaden auf der Straße errich2et. Als die in Panzerwagen zur Bedeckung folgenden Polizisten die Barrikaden wegzuräumen versuchten, griffen die Freiheitskämpfer die Kolonne an. Dabei wurde, wie bereits gemeldet, der persönliche Assistent Tegarts, der Polizeidistriktskommissar Sonderson, getötet. Die Blätter beben hervor, daß sich Teuart vor seiner Versetzung nach Palästina bereits in Indien in der Niederwerfung von Eingeborenenunruhen einen„Ruf“ gemacht hatte. Gefechte in Palästina Zwei Araber bei„Durchsuchung“ eines Dores festgenommen Ferusalem, 2. Jan. In der Nacht zum Montag stießen englische Truppen bei ihrem Ausmarsch aus dem Dorf Zawata bei Nablus mit einer kleinen unbewaffneten Gruppe arabischer Freischärler zusammen. Ein Araber wurde dabei getötet, zwei weitere Freiheitskämpfer, die als Posten am Außenrand des Dorfes aufgestellt waren, wurden verwundet und gefangengenommen. Ein anderes Gefecht mit einer kleinen bewaffneten Freischärterabteilung fand zur gleichen Zeit bei Beit Wazan im Bezirk Samaria statt, es ist jedoch noch nicht bekannt, ob dabei Verluste verursacht wurden. Im Bezirk Jerusalem wurde die Ortschaft Beit Nagguba„durchsucht", wobei angeblich Munitionsvorräte beschlagnahmt und 10 Araber festgenommen wurden. „Treueschwur" nach Londoner Muster Abtrünnige Kraber besingen die englische Herrschaft unter dem Schutz von Insanterie und Pangertnaggen Kairo, 2. Jan. Nach und nach sind immer mehr Einzelheiten über die blutige Kundgebung in Jatta, einem kleinen Ort in der Nähe von Hebron, durchgesickert, bei der es eine größere Anzahl von Toten auf seiten sowohl der Engländer wie der Freischärler gegeben hat. Inzwischen haben sich die mysteriösen Vorgänge um diese„Treuekundgebung“ der Araber aufgehellt. Was sich dabei herausstellt, ist geeignet, die britischen Methoden in einem merkwürdigen Licht erscheinen zu lassen. Um nach außen hin den Eindruck zu erwekken, als gäbe es in Palästina auch Araberkreise, die auf seiten der Engländer stünden und zu einem Kompromiß mit den Juden geneigt wären, haben sich die britischen Behörden einen Renommierscheich, Fackri Naschaschibi, verschrieben, der in den Augen der Araber der übelste Volksverräter und Staatsseind Nr. 1 ist. Sein Freund und Gegenspieler ist der sogenannte Scheich Es Scharif, den die Arader„Es Seeck"(zu deutsch: den„Spieß“) neunen. Er ist ein mit englischer Duldung dutgebrochener beiden„Araberführer" wurden im Sonderwagen des militärischen Geheimdienstes an jenem bewußten Tage in aller Herrgottsfrühe von Jerusalem nach Jatta gebracht, wo die Bevölkerung zwangsweise zu der Kundgebung getrieben worden war. Etwa 1200 Araber erlebten dabei das seltsame Schauspiel, daß der Schwerverbrecher Naschaschibi eine Loyalitätserklärung für die Engländer verlas, die zugleich von greuzenlosem Haß gegen den Großmusti erfüllt war. Naschaschibi und der„Es Scharif“ standen bei dieser„Treuekundgebung“ im Blitzlicht der Fotografen, deren Bilder die Berichte der bis auf den letzten Mann herbeibeorderten Pressevertreter Mnstrieren sollten.—4 Was aber die engtischen norresponventen seinerzeit nicht berichtet hatten, war, daß der Text der Ausprache des edlen„Es Scharif“ von ihm selbst verfaßt und redigiert war. Dieselben Berichterstatter unterließen es auch, den Blättern zu kabeln, daß die Engländer, um diese„Treuekundgebung" durchzufuyren, ganze Infanteriebrigaden, Panzerwagen und 22 Flugzeuge eingesetzt hatten, gegen die trotzdem die verhältnismäßig schwachen Kräfte der Freischärler in ihrem leidenschaftlichen Freiheitsdrang einen verzweifelten Angriff wagten. 20 Tote, 13 Gefangene verloren sie, während die Engländer in dem Gefecht, wie verlautet, sogar 30 Tote zu verzeichNach diesem Kampf, der einer Anzahl junzer Araber aus den besten Familien das Lebon kostete, ist der Haß der Araber auf den abtrünnigen Naschaschibi und seinen Komplizen ins haben ihm und seiner Familie Rache geschworen. In der Altstadt von Jerusalem waren Aufrufe angeschlagen, in denen alle Araber, die in den Häusern der Naschaschidi=Familie wohnen, aufgefordert werden, ihre Wohnstätten zu verlassen, da sie gesprengt werden würden. Freischärler der„Totenkompanie“ wür. den nach Jerusalem kommen, um das Todesurteil zu vollziehen. Mit stärkstem Nachdruck wird von arabischer Seite erklärt, daß die Engländer nicht daran denken dürfen, mit der Protektion Naschaschibis und seines Komplizen irgendeinen Erfolg zu erzielen. Mit fanatischer Entschlossenheit kämpfen alle Araber unter dem Großmufti Hadj Emin El Husseint. Aus den mitgeteilten Zahlen ergidt der zuletzt durch die Verordnung vom 4. Oktoder 1937 auf 700 Millionen#M festgeetzte g für die Reichlstreichstten nahen Da der Reichsarbeitsministei die der Maßnahme im Interesse des Kleinwohnungsbaues für unbedingt notw ndin hält, hat er beim Reichsfinanzminister die Erhöhung des Bürgschaftsbetrages um 200 Millienen Reichsmark angeregt. Durch vie sorbe „Arade 79“ in Slam Größtes Aufsehen des deutschen Rekordfluges in Indien Berlin, 2. Jan. Die„Brado 79“ nach ihrem Langstreuen=Rekoröflug bereits eine weitere große Etappe hinter sich gebracht. Oberleutnant Pulkowsky Jennet starteten am Neujahrstag zu der 2300 Kilometer entfernten Hauptstadt von Siam, Bangkol und sind dort nach elfstündigem Nachtflug Montag morgen eingetroffen. Auch auf dieser Flugstrecke haben sich Flugzeug und Motor wiederum hervorragend bewahrt. In Indien hat der Fernflug der „Arkado 79“ größtes Auffehen hervorgerufen, denn es ist das erstemal, daß ein Privatreiseflugzeug in derart großen Etappen diese Gebiete überfliegt. Niekisch vor dem Volksgerichtshof Wegen Vorbereitung zum Hochverrat DRB. Berlin, 2. Jan. Heute beginnt vor dem Ersten Senat des Volksgerichtshofes ein Verfahren wegen Vorbereitung zum Hochverrat gegen den Schriftsteller Ernst Niekisch und zwei weitere Angeklagte,..,(euteg wanNiekisch, ein früherer Volrsschulkehret, wur bereits bei der Aufrichtung der Räterepublik in München in den Jahren 1918 und 1919 führend beteiligt und wurde deshalb schon damals wegen Hochverrats verurteilt. Auch in der folgenden Zeit gehörte er linksgerichteten Parteien an und gab etwa seit dem Jahre 1926 die Zeitschrift„Widerstand“ heraus. Schon lange vor 1933 trat er in Gegensatz zum Nationalsozialismus und bekämpfte auch nach der Machtübernahme bis zu seiner Festnahme die politischen und wirtschaftlichen Ziele des nationalsozialistischen Staates in hetzerischer Weise, wobei er die führenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches in übelder Form beschimpfte. Frankreich die Teilmobilisierung kostete Paris, 2. Jan. Die Regierung hat in der Kammer einen Gesetzesvorschlag hinterlegt, der sie ermächtigt, den Ausgabeverpflichtungen für die nationale Verteidigung anläßlich der außenpolitischen Ereignisse im letzten Sommer und der Teilmobilmachung im Monat September gerecht zu werden. Diese Ausgabeverpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 7010 500 000 Francs, von denen eine Milliarde auf den Haushalt des Jahres 1939 für Kavitalinvestierungen gutgeschrieben worden ist. Im einzelnen verteilen sich die Ausgaben folgendermaßen: für das Kriegsministerium 2410 Millionen, davon 1909 Millionen für Artillerie und Rüstung, 215 Millionen für Pioniere, 210 Millionen für Luftabwehr, 937 Millionen für die Marine, davon 650 Millionen für Schiffsbauten und 200 für Brennstoff, 3188 Millionen für die Luftwaffe, 1300 Millionen für die Vermehrung und Erneuerung des serienmäßigen Materials, 500 für das technische Material, 574 für Einrichtungsarbeiten und 445 für Pulver. Das gleiche Gesetz eröffnet einen Kredit von 15 Millionen für die Volksluftfahrt und eine Subvention von 126 Millionen für den Luftfahrthaushakt für Pulverbedarf. Lawine am St. Vernhard Italienischer Bergsteiger getötet Maikand, 2. Jan. Am Neujahrsmorgen ereignete sich in den Bergen des kleinen St. Bernhard das erste tödliche Lawinenunglück dieses Winters in den italienischen Alpen, dem der in italienischen Touristenkreisen sehr bekannte Bergsteiger und Skfahrer Edmondo Deseyes aus Aosta zum Opfer fiel. Defepes wurde mit zwei Begleitern auf dem Wege zum St.=Bernhard=Hespiz von einer Lawine überrascht. Während sich die beiden Begleiter verhältnismäßig keicht befreien konnten, blieb Defeyes selbst zunächst unter den Schneemassen begraben. Troo sofortiger Hilfe mehrerer Skiläufer konnte er nur tot gedorgen werden. Der 6P1.=Mord in Polen Roter Häscher„Jossiertr“ General Mirkowiez Warschan, 2. Jan. Wie bereits gemeldet, wurde der ehemalige zaristische General Mirlowicz vor kurzem auf seinem hart an der bolschewistischen Grenze getegenen Gut Ostrog (Polnisch=Wolhynien) erschossen aufgefunden. kachdem man zunachst Seibstmord vermutete, Schnoe drückt Dach ein Leipzig, 2. Jan. Der Aufbau der ö. Reichskeintierschau auf dem Ausstellungs elände in Leipzig erfuhr in der Nacht zum Montag eine Unterbrechung. Unter dem Druck der Schneemassen stürzte ein Teil des Daches der Ausstellungshalle 9 ein. Eine Reihe von Käfigen der Reichssachgruppe Ausstillungsgeflügelzüchter wurde zerstört. Erfreulicherweise waren die Käfige noch leer. Fleißige Hände sind bereits dabei, das nicht zerstörte Ausst lungsgut aus der Halle 9 zu bergen und zur Halle 12 hinDie Ausstellung wird tagvormittag eröffnet. Bördanng def Kolnnoknungstauns Beichsbürgschetten un de Billonen erbib Berkin 2. Jan. Als wirksames und unentbehrliches Mittel zur Beschaffung der zweiten Hypotheken für den Wohnungsban haven die Reichsbürgschaften erwrigggg Na# bisher durch die Burgschaftsausschüfse, Beiche: bürgschaften in Höhe von rund 8#1 A### bewilligt worden. Das bedeutet ie Förderung des Baues von rund 378% un, gunze gen, mit einem Bauwext(ohne Gra##### Boden) von rund 24 Deinionen geichsmark. handelt, Die Untersuchung ergab daß die unbekannte Person, die den General kurz vor seinem Tode besuchte, erst nach dem tödlichen Revolverschuß das Schkoß verlassen hat, um sich sofort über die sowjetische Grenze in Sichenheit zu bringen. Der Revolver, aus dem die rooliche Kuge abgegeben wurde, weiß keinen Fingeraddruck Mirlowirzs anf und wurde so writ von Gesz, gaach nera! Mirkowicz ein Freund des unter so geimnisvollen Umständen in Paris ermordeten stiepow und hatte wiederhott gesußert, daß er dessen Mörder genau kenne. Er besitze Dokumente, die das wahre Antlitz der GPI vor aller Welt enthüllen könnten. Es wird hier als sicher angenommen, daß Mirkowicz von einem Beauftragten der GPu Raubüberfall in Samburg 15 009 Mark erbentet straße veräbt. Zwei Männer im Alter von 30 bis 26 Johren drangen mit vorgehaltenem Revolver aus den Kassierer ein und zwangen ihn zur Herausgabe der Tageskasse in Höhe von etwa 10 000 RM., mit der sie entfliehen konnten. sotvie um Bihere S chWe Nr. 2(Zweites Blalt) ∆ S ANUAR OTENSTAG Zum Geleit: Wer Menschen kennenlernen will, muß sie nach ihren Wünschen beurteilen. Frankin. Gedenktage: 1912: Felix Dahn 1. Zu einem aktuellen Themal Temwasser=Thne=Teigeschilau Großmaßnahmen sichern die Trinkwasserzufuhr des gesamten Ruhrgebiets Iu den letzten Lagen sund wir we,gig, chrag Seiutosser eine, bnongenehne, vg saterethante Einzelhelten mitgeteilt werden, wie die Trinkwasserzufuhr des gesamten Ruhrgebietes sichergestellt werden kann. an wümlich mie Wetter: Tauwetter. Tauwetter hat nunmehr auf fast ganz der Nordse lieat zur Zeit ein Hasherige, Sie gase sich nur wenig verlagert und valer fül die Wilterung der nächsten Tage bestimmend sein wird. Bei anhaltender westlicher Luftzufuhr ist vorerst noch nicht mit einer Rückkehr zu winterlichem Aussichten für das Industriegebiet, MünsterSbd un.s Des bei wechselnder Bewölkung und vereinzelten Niederschlägen. Semperatuxgen hei Tage bis 4 Grad ansteigend, Nachts keichter Frost. Für Mittwoch, den 4. Januar und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Zeitweise stärkere Bewölkungsabnahme. Höchstens vereinzelte Schauer. Bei mäßigen westlichen Winden terhin Temperaturen am Tagen über dem Gefrierpunkt. Nachts allgemein leichter Frost. Wegweiser: Lichtspiele„Zur Reichskrone“: „Ranu, Sie kennen Korff noch nicht!“ mit Heinz Rühmann. Roland=Theater: Dienstag bis Donnerstag geschlossen! „Gnädige Frau“ Die Deutsche Arbeitskorresvondenz befaßt sich in einer Glosse mit der„Gnädigen Frau" und der Kritik, die an dieser Bezeichnung geübt wird. Sei es wirklich eine Todsünde, wenn jemand„Gnädige Frau“ sact und wenn die Angeredete nicht sofort protestiert? Es möge ja wohl ein wenig zovfig sein, das Gerede um die gnädigen Fcauen. Aber wer denke gleu# ernsthaft daran, daß sich hinter solchen Höflichkeitsformen der Starrsinn einer politischen Reaktion verstecke? Mit der Höflichkeit habe es eine eigentümliche Bewandtnis. Niemand habe sie vom andern zu fordern, aber es lebe sich besser, wenn nian höflich und nicht nur sachlich int. Es habe noch keine Zeit gegeben, in der nicht bestimmte Umgangsformen als anerkannte Grundlagen für den Verkehr der Menschen aalten. Mit Falschheit habe das aar nichts zu tun. Wenn tatsächlich jemand„Gnädige Frau" sagt, so meine er das nicht etwa hochverräterisch, sondern er sage es aus Höflichkeit, aus LiebensZum Unterschied von der höflichen Anrede gebe es aber noch eine sogenannte„Gnädige“. Di liege der Fall anders, hier trete dieselbe Wendung auch als Titel auf. Es sei noch vielfach üblich, daß die Hausfrau von ihren Heusangestellten die Anrede„Gnädige" oder „Gnädigste" beansprucht. Gnädige Frau als Amtsbezeichnung, das aebe es nicht. und niemand habe ein recht, solche Anreden zu fordern.„Gnädige Frau“ sei eine priocte Höflichkeitsformel, nicht ober ein dessen Anerkennung und Anwendung Untergebene oder Angestellte gezwungen seien. Tageschronik Ehrenkrone des Alters. Am heutigen Dienstag kann gerin, Frau Wwe. Brenne, die ihren Lebensabend bei einer in der Moittestraße wohnenden Tochter verbringt, ihr 84. Wiegenfest feiern. Wir sprechen dem betagten Geburtstagskinde, welches dem Vaterlande im Weltkriege fünf Söhne zur Verfügung stellte, von denen drei auf dem Felde der Ehre gevlieben sind, unsere herzlichsten Glückwünsche aus: mögen ihr noch viele Jahre in Sonnenschein und Glück beschieden sein! Silberne Hochzeit. Der Postsekretär Fritz Röhne und, Frau Emma, geb. Vogt. können am heutigen Dienslug das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern. Zum Ehrentage auch unseren herzlichen Glückwunsch! Breufsiubiläum. Gestern konnte der Schornsteinsegermeister August Schoebel, wohnhaft in der Freiherr vom Stein=Straße, auf ein 50jähriges, Berzifg, jubiläum zurückblicken. Unsern herzlichen Glückwunsch! 500 RM. gewonnen. Am Silvester hatte ein junges Mädchen bei einem Schwerter Losverkäufer für das W5W. großes Glück. Sie zog einen Gewinn von 500 Reichsmark. In ihrer übesgroßen Freude erklärte sie glückstrahlend:###r lann gebeirgtet werd: für das Gelo simmer!“— Der Ara gnsehnsage Veträge zur neuen Jahr schon sehr griez#un per Auszahlung gebracht. In den einten##### 2a# gen waren es nicht weniger als 901! Vom Ruhrverband und Ruhrtalsverrenvererhalten wir folgende Ausführungen: Die die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf die die aufmeresanteit der Beisemiichtent auf die Fragen der Trinkwasserbeschaffenheit getentr. Verschlechterung des Geschmacks des Trinkwassers zu einer Besserung zu kommen Der RuhrRuhrwasser für die mäßig sicherzustellen. Sie werden daß die Beschaffenheit des Trinkwassers bei künftigen Kälteverioden besser sein wird als in der Die Geschmacksbeeinträchtigung ist im wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen. Die Ruhr ist nicht nur Trinkwasserspender, sondern sie hat auch die Abwässer der Bevölkerung und einer lebhaft entwickelten Industrie im ganzen Ruhrgebiet aufzunehmen. Trotz weitgehender Reinigungsmaßnahmen des Ruhrverbandes enthält deshalb das Ruhrwasser beim Eintritt in die Gewinnungsanlagen der Wasserwerke zum Teil recht hohe Keim zahlen, zu deren Abtötung im Reinwasser auf den Wasserwerken Chorgas zugesetzt werden muß. Bei dem starken Absinken der Temperatur des Ruhrwassers steigen die Keimzahlen an, weil die bei normaler Temperatur sehr wirksame Abtötung der eingeleiteten Keime durch biologische Kräfte im Ruhrfluß selbic und insbesondere in den Stauseen stark nachläßt. Hieraus ergibt sich für die Wasserwerke die Notwendigkeit einer stärkeren Chloraabe, um das Trinkwasser selbst auf Kosten des Geschmacks vor allem hygienisch einwandfrei zu liefern. Unter normalen Verhältnissen kann man nun dem Trinkwasser eine erhebliche Chlorgasmenge zusetzen, ohne daß die Geschmacksgrenze überschritten wird. Sind aber im Wasser gleichzeitig noch geringe Mengen an Phenolen(Karbolsäure) enthalten, so kommt es unter Bildung von Chlorphenolen zu dem unangenehmen Geschmack des Trinkwassers. Phenole werden heute noch besonders aus den Kokereien des Oelbachgebietes in erheblichen Mengen in die Ruhr abgeleitet. Bei normaler Temperatur unterliegen auch diese Phenole dem biologischen Abbau in der Ruhr, so daß nur noch Spuren in das Grundwasser und damit zu den Wasserwerken gelangen. Als Folge der starken Abkühlung des Ruhrwassers ist in der letzten Woche auch dieser biologische Abbau stark gen, so daß die Phenole in größeren Mengen bis zu den Wasserwerken gelangten und zu der Bildung des unangenehmen Geschmacks beitragen konnten.. shuet M.— Joh Es kann nun damit gerechner werden, baß schon im nächsten Winter diese Geschmacksbeeinträchtigung durch Phenole verschwunden sein wird; der Ruhrverband hat schon vor Jahre auf den drei größten Kokereien des Oelbachgebietes mit dem Bau von Entphenolungsanlagen begonnen, in denen etwa 90 Prozent der auf den Kokereien anfallenden Phenolöle gewonnen und zur Herstellung von Kunstharzen verkauft werden können. Weitere Maßnahmen zur Fernhaltung auch der restlichen Phenole von der Ruhr(Ableitung zur Emscher bzw. biologische Nachreinigung des Oelbachwassers) sind in Vorbereitung. Die geplante biologische Nachreinigung des Oelbachwassers wiro auch die Keimzahl in der Ruhr günstia beeinflussen, so daß die Notwendigkeit einer erhöhten Chlorzugabe bei Frost eingeschränkt wird. In ben Richtung wird auch die geplante biologische Nachbehandlung des Abwassers der Stadt Hagen Bcken. m Eine besonders durchgreifende Matnahme zur Verbesserung des Trinkwassers an der Ruhr hat der Ruhrtalsverrenverein in seiner letzten Vorstandssitzung unter Anwesenheit des Regierungspräsidenten Runte von der Regierung in Arnsbera, des Reaierungsvizevräsicenten Dr. Kämmerer von der Regierung Verdorf und von Vertretern des Oberpräsiviums in Münster unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Dillaardt am 20. Dezember v. I. beGden. Es son namtnch, wie gleichfalls schon berichtet, eine weitere große Talsperre im oberen Sauerland gebaut werden, die in Niedrigwasserzeiten erhebliche Reinwasserzuschüsse zur Trinkwasserversorgung abgeben kann. Es handelt sich um eine Sperre von 140 Millionen Kubikmeter Inhalt, die im getal, dicht oberhalb Attendorn, erbaut verten Vet.... Gunge von 15 Das Staubecken wird mit einer Hinpe heran, Kilometer bis dicht an die Stadt S.###### reichen. Diese Sperre, die voraussichtlch den größten Inhalt aller Sauerlandtalsperren haben Esgagseheon Atendorn nach Dive führende Die Gesamtkiosten dieses Banvorhabens werden über 40 Millionen RM. betragen. Diese große Sperre wird nicht nur der stellung der Trinkwasserversorgung dienen, sondern sie hat auch erhebliche Bedeatung für den Hochwasserschutz im ganzen Lennetal, in dem fast alle großen an der Lenne liegenden Orte stark unter Hochwasserschäden leiden. Allen Wasserkraftwerken im Lennetal wird die neue Sperre einen erheblichen Zuwachs an nutzbarer Wasserkraft bringen: an der Sverrmauer werden beim Ablassen der Zuschußwassermengen jährlich 20 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Für die Fertiastellung der Biggesperre ist eine Bauzeit von 4 bis 5 Jahren vor Außer dieser großen Biggesperre baut der Ruhrtalsverrenverein zur Zeit eine kleinere Talsperre von 32 Millionen Kub meter Stauinhalt im Versetal, für die in den nächsten drei Jahren noch etwa 10 Millionen RM. aufgewandt werden müssen. Nach Fertiastellung dieser beiden neuen Sperren, zu denen noch einige kleinere für örtliche Zwecke von kleineren Genossenschaften mit Zuschüssen des Talsverrenvereins errichtete Talsverren komWasserversorgung unseres Industriegebiets auch bei meiterer Steigerung des Wasserentzuges auf lange Zeit sichergestellt. Schwierigkeiten in der Wasserbeschaffung könnten bei weiterer Inanspruchnahme der Ruhe durch neue Werke des Vierjahresplanes nur während der nächsten Jahre eintreten, solange die neuen Talsperren noch nicht fertig sind. Um auch über diese Zeit ohne Schwierigkeiten hinwegzukommen, werden bei den Nuyrvervanden um Wasser aus dem Rhein die Ruhr aufwärts bis zum Baldeneysee heraufzupumZur Durchführung dieses Rückvumvens muß auch der schon früher vom Ruhrverband geplante Kettwiger Stausee errichtet werden, der damit erneut an Interesse gewinnt. Falls der preußische Staat die angeforderten Zuschüsse zu diesem Stausee bewilligt, kann damit gerechnet werden, daß schon Ende 1940 ein lebhafter Schiffahrtsverkehr von der Ruhrmündung bis zum Baldeneysee einsetzen wird. In allen Stauwerken sind Schiffahrtsschleusen vorgesehen bzw. vorhanden, mit deren Hilfe Kohlenkähne von„300 Lonnen Tragfähigkeit vom Baldenensee ois zum Rhein verkehten Die Gesamtaufwendungen, die von den Ruhrie aub Air aur. Bige i i. heiher oe stände der Ruhrverbände ihrer hohen Verantwortung für die Sicherstellung der Wasserversorgung bewußt sind. Es ist zu hoffen, daß diese Opfer, die zu etwa ½s von der Industrie und zu ½3 von der Bevölkerung getragen werden müssen, die Trink= und Brauchwasserversorgung unseres Rheinisch=Westfälischen Industriegebiets für lange Zeit endgültig in Ordnung bringen werden. dern nur um die Verdeutschung solcher Aus drücke, die keine Bereicherung des deutschen Sorachautes darstellen, die das Volk nicht verstehen und oft gar nicht einmal aussprechen kann. Die Verdeutschungen sollen laufeno eraänzt werden. In susammenhana mit dieser Maßnahme hat der Werberat jetzt verfügt, daß die Neuschaffung fremdsprachlicher Bezeichguge gen für deutsche Erzeugnisse in der Spinngonwirtschaft nicht mehr zutasnia ist. In der Werbung jeder Art und im Schaufenster dürfen die bereits verdeutschten fremdsorachlichen Bezeichnungen nicht mehr verwandt werden. Aus der Bewegung RS.=Frauenschaft— Deutsches Fraucuwerk, Jugendgruppe. Dienstag. den 3. Januar 1939. abends 8 Uhr. in der Aula des Lyzeums. Schwerte, Zusammenkunft. Evangelische Gottesdienste Januar: St. Bittortirche: Spipheniasgottesdienst. Amt Ergste Vom Standesamt. Hennen. Im Monat Dezember 1938 wurden Geburten. 4, eveniwüher 34 im Jahre 1233, Sterbefälle 20 gegenube,, o im Jahre 1937, Eheschlietzungen 25 gegenüver 27 im Jahre 1931. Maul= und Klauenseuche. Hennen. Bei dem Landwirt Heinrich Neuworden. Die getroffenen Sverrmaßnahmen müssen beachtet werden. Tragischer Unglücksfall. Rheinen. Durch einen tragischen Unglücksfall ist der Bauer Wilhelm Isbruch in Rheinen zu Tode gekommen. Der Verstorbene war mit Durch den Anprall sprang Isbruch wurde von der Aleriztenet, hä auf der Stelle infolge eines erlittenen Junidelbasisbruchs tot. Der Verstorbene war als tüchtiger Bauer weit über die Grenzen des hiesigen Bezirks bekannt. Ein Opfer der Glätte. Infolge der herrschenden Glätte am letzten Tage des alten Jahres kam Frau O. von hier zu Schaden. Dieselbe wollte in den frühen Abendstunden einer bekannten Familie einen Besuch abstatten. Unweit ihrer Wohnung kam sie auf einer von Kindern angelegten ten Schlinderbahn so unglücklich zu Fall, daß sie einen Bruch des rechten Armes zu beklagen hatte. * 88 in Kasernen.„ Das Oberkommando der Weyrmacht hat Richtlinien für die Unterbringung von H3.=Angehörigen in wehrmachteigenen Liegenschaften erlassen. Voraussetung ist, Batiahter, ee in keiner Weise beeintring, wi#o. Unter dieser Voraussetzung wird die Unterbringung und Verpflegung in Kasernen und andern unter willküsticher Abteilungen in Uniform und unter verantwortlicher Führung gestattet. Die Unterbringung muß mindestens vier Wochen vorher erbeten werden. Sie erfolgt nur, wenn alle andern Möglichkeiten erschöpft sind und unter Ersatz aller entstehenden Kosten. Modefarben verdeutscht. Den Bemühungen des Werberats, die sorderung, daß die Werbung in Gesinnung und Ausdruck deutsch sein müsse, in die Tat umzusetzen, haben in der Spinnstoff wirtschaft zu einem gewissen Ergebnis geführt.„Wgg, Gg g tr#g, egreie det, sind insbesondere die Mor#####rhen der Spinnstoffwirtschaft verdeutschl worden. 127 Bezeichnungen sind davon betroffen, außerdem 28 Warennamen und Ge handelt sich dabei nicht um die Auzogzzung von Fremdwörtern, die längst in den Sorachbeiend eingeschmalten worden And, sonAnn Wendeien Bevölkerungsübersicht. Größe der Gemeinde Wandhofen beträgt 311 Hektar. Hohes Alter Maria Schulz. wohnhaft Bahnhofstraße. Beiden Hochbetagten sprechen auch wir herzliche Glückwünsche aus. Niemand in der Welt wird uns helfen, außer wir helfen uns selbst. * Adolf Hiller, 75 wurden geboren— 37 starben. Westhofen. Bei dem hiesigen Standesamt lich 33 und weiblich 42. Opegräggerztgr# Vorabre 27), Davon waren Ausgabe von Fettverbilligungsscheinen. Für die Monate Januar, Februar und margarine ausgegeber der Wirlchasft Bile und wez, Eij, izer une staben A bis 8 vormttags higr Familleniom, Bogntäten ashuh snd Wen Kiüber enmnec, Aeine ebecrne Brlffechen Ausgabe der Rettverbilligungsscheier. Villigst. Bezugsscheinausgabe für Konsum eugp erfoigt am 5. Januar in der Wirtschaft mittags von 8—9 Uhr und für M bis a von 9—10 Uhr Türnei, Erlel und Erert Tabellen der Handballspielklassen im Kreise Lenne=Volme. Nach Abschluß der ersten Serie veröffentlichen wir nachstehend den amtlichen Tabellenstand nach dem Stande vom 18. Dezember sämtliche Begegnungen der ersten Serie konnten bisher unter Dach und Fach gebracht werden. Die restlichen Treffen werden in der zweiten Hälfte nachgeholt. 1. Kreisklasse. findet am Sonnabend, dem 15. Januar. in der „Börse“ statt. Der Kegelsport im Jahre 1938 Gruppe Iserlohn. Tus. Holzen 07 7 Sp. Sp. Menden 09 7 Tus. Mark Iserlohn 7 Tbd. Bösperde 7 Germania Altena 7 Hohenlimbg.=Oege 7 Städt. Rahmede 7 Sp. V. Hemer 08 7 Gruppe Lüdenscheid 6 0 6 0 1 5 0 2 4 0 3 3 0 4 2 0 5 2 0 5 0 0 7 Tv. Schaltsmühle 9 Tv. Linscheid=Heeofeld 9 8 8 9 Tus. Eggenscheid Tv. Kirspe Tv. Jahn Lüdenscheid Friesen Lüdenscheid Gruneward Ludenscheid 9 Tv. Lüdenscheid 1861 9 Tv. Brünninghausen 8 Tv. Dahlerbrück 8 8 7 7 5 4 4 3 2 1 1 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 69:26 65:34 55:42 35:30 51:44 27:48 30:63 13:58 1 81:26 2 83:56 2 77:54 86:51 57:55 55:68 42:79 50:69 53:83 22:67 12: 2 12: 2 10: 4 8: 6 6: 8 4:10 4:10 0:14 16: 2 14: 4 14: 4 10: 6 9: 7 8:10 7:11. 4:14 2:14 2:14 2. Kreisklasse. Gruppe Iserlohn=Altena. S. V. Iserlohn=Schledd. 4 4 0 0 51:17 8:0 Tv. Oestertal=Plettenbg. 4 3 0 1 50:39 6:2 Turngesellsch. Hemer, 3 1 0 2 23:21 2:4 Hohenlimburg=Reh 3 1 0 2 12:39 2:4 Deutsche Eiche Altena 4 0 0 4 17:37 0:8 Gruppe Schwerte=Menden: Jahn Holzen=Bösperde 3 3 0 0 20: 3 6:0 Jahn Schwerterheide 4 2 0 2 5:11 4:4 schwerter Turnerschaft 4 2 0 2 5:16 4•4 Westfalia Villigst 2 1. 0 1 0: 0 2:2 Ev. Schwitten 3 0 0 3 0: 0 0:6 Tv. Jahn Menden zurückgezogen. Bei Spielverlusterklärung wurden Tore auf das Torverhältnis nicht in Anrechnung gebracht. Die Spiele von Westfalia Villigst wurden vegen Mitwirkung jugendlicher Spieler als verloren erklärt. Nach der Handballordnung werden die in den Spielen erzielten Tore nicht auf das Torverhältnis angerechnet. * „Die Nacht“ hervorragend besetzt. Für das Acht=Stunden=Mannschaftsrennen „Die Nacht" am 7. Januar in der Dortmunder Westfalenhalle liegt nun die genaue Besetzung vor. 13 Paare werden an diesem glänzend besetzten Rennen teilnehmen. Die genaue Besetzung lautet wie folgt: Kilian=Vopel(Dortmund), Schön=Lohmann (Wiesbaden=Bochum), Küster=Tertilde(KölnMünster), Korsmeier=Diederichs(Dortmund), Zims=Ippen(Köln), Heide=Seidel(HannoverDortmund), Ehmer=Siebelhoff(Berlin=Dortmund), Hofmann=Wengler(Berlin=Bielefeld), Diot=Guimbretière(Frankreich), Romain und Syvére Maes(Belgien), Danholt=Jakobsen (Dänemark), Kijewski=Pützfeld(Dortmund). Metze in Stuttgart. Für den nächsten Renntag am 7. Januar in der Stuttgarter Stadthalle wurde bereits Steherweltmeister Erich Metze(Dortmund) verpflichtet. International anerkannte Fahrer werden seine Gegner sein. Kreisgruppenmeisterschaft in Dortmund. Die Durchführung der Kreisgruppenmeisterschaft der westfälischen Amateurboxer wurde der BSG. Hoesch übertragen. Die Veranstaltung In den 600 Vereinen, die im Deutschen Keglerbund als Fachverband für Kegeln im RSRL. zusammengeschlossen sind, mußte auch im vergangenen Jahre eifrigst gearbeitet werden, um den Bestand zu sichern. Ein Grund für die Schwierigkeit der Arbeit lag darin, daß es heute 9 mal mehr Kegler gibt, die außerhalb des RSRL. stehen und gewissermaßen wild Kegelsport und Spiel ausüben, denn von 10 deutschen Kealergemeinschaften gehört nur eine dem RSRL. an. Im Preiskegeln, besonderen Pokal= oder Reihenwettspielen u. a. m. finden die Mitglieder der nicht eingegliederten Keglergemeinschaften volle sportliche Befriedigung, ohne daß sie in irgendwelcher Form an die große deutsche Gemeinschaft der Leibesübungen gebunden sind. Trotz dieser Erscheinung, die durch Eingliederung aller dem RSRL. fernstehenden Kealergruppen= und des Verbotes wilder kegelsportlicher Veranstaltungen hoffentlich bald der Vergangenheit angehören wird, hat der Kegelsport auch im vergangenen Jahre mancherlei Erfolge zu verzeichnen. Erfolgreiche Auslandswettkämpfe. Im Hinblick auf das im Jahr 1940 bevorstehende Weltkeglerturnier waren die internatiolen Begegnungen im Jahre 1938 knapp. In Stuttgart wurden die Europameisterschaften auf Internationaler Bahn ausgetragen, in denen sich im Einzelkampf zwei deutsche Kameraden unter 82 Bewerbern die ersten beiden Plätze sichern konnten. Otto Kurzenberger(München) wurde mit 822 Punkten Europameister, den 2. Platz belegte Frank(Erfurt) mit 774 und erst an 3. Stelle folgt der Finne Peltonen(Helsinki). Im Mannschaftskampf siegte Schweden mit 5945 vor Deutschland mit 5799. Den 3., 4. und 5. Platz belegten die Mannschaften aus Finnland, der Schweiz und Frankreich. Ein Länderwettkampf gegen Schweden mit 8er Mannschaften auf Internationaler Bahn ging mit 5767 Punkten für Schweden und 5626 für Deutschland verloren. Gegen die Ländermannschaft von Belaien trat die deutsche Nationalmannschaft auf Scherenbahn im Vorkampf in Deutschland und Rückkampf in Belgien an, beide Titelkämpfe wurden deutscherseits gewonnen und der Gesamtsieg mit 10892:10611 errungen. Wettkämpfe der Städtemannschaften von Rhendt und Düsseldorf gegen solche von Brüssel und Antwerpen auf Scherenbahn wurden von den deutschen Mannschaften gewonnen, während dem ein Städtewettkampf auf Internationaler Bahn zwischen Stuttgart und Zürich in Zürich von der deutschen Mannschaft verloren wurde. Ein Treffen zwischen schwäbischen und französischen Keglern in Straßburg wurde von den Stuttaartern mit geringem Punktvorsprung gewonnen. Veranstaltung für das Winterhilfswerk. Für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wurde auch im Jahre 1938 eine große Zahl von Wettkämpfen ausgetragen, in denen weit über 6000 000 Kugeln in über 40000 Betriebsstunden abgerollt wurden. Das Ergebnis betrug RM. 59504.44 und bedeutet gegenüber 1937 eine Steigerung. Starke Beteiligung am Turn= und Sportfest in Breslau. An diesem bisher größten Fest der Leibesübungen beteiligen sich 2450 Kegler und Keglerinnen, von denen 873 an den Meisterschaftsund Reichswettkämpfen und 452 an den Rahmenwettkämpfen teilnahmen. Im Keglerzelt auf 16 Kegelbahnen wurden in fast 800 Betriebsstunden die Wettkämpfe durchgeführt. Tage durchgefyrt wurden, folgte eine Wanderfahrt der Jugend als Nibelungenfahrt auf der nun wieder freigewordenen Donaustrecke PassauWien, an der sich etwa 400 Jugendliche in Mannschaftscanadiern beteiligten. Das Wasserwandern. Die Leistungen des unbekannten Heeres der Kanufahrer, der Kanufahrer, der Wasserwanderer, die an den Wochenenden und in ihren Ferien mit Boot und Zelt die deutschen Gewässer und die des Auslandes durchstreifen, konnten von der Statistik noch nicht erfaßt werden. Bei einer Durchschnittsjahresleistung von nur 500 Kilometern— dabei sind Leistungen von 1000, 2000 und noch mehr Kilometer nicht selten— dürfte sich eine phantastische Zahl ergeben. Die in den letzten Jahren zur Durchführung gekommenen großen Auslandsfahrten mit Autobus, Faltboot und Zelt sind wegen des, lauer Festes zurückgestellt worden, ebense wie die ursprünglich geplante Nibelungenfahrt in die befreite Ostmark, bei der mit einer Beteiligungszahl von 4000 Paddlern zu rechnen war. Erwuhnenswert sind die Beteinigung einer starken deutschen Faltbootfahrergruppe an der von Polen durchgeführten Pfingstfahrt auf der Brahe und die Beteiligung mehrerer großer Gruppen an dem internationalen Zeltlager des Camping= lien, die mit Faltbootfahrten auf der Etsch und anderen Flüssen verbunden war. Soziale Rundschau Erweiterte Unfallfürsorge für Beamte. In der zweiten Verordnung zur Durchführung des Deutschen Beamtengesetzes wurden Bestimmungen über die Erweiterung der Unfallfürsorge für Beamte getroffen. So wurde bestimmt, daß zukünftig auch der und von der Arbeitsstelle wie in§ 544a der RVO als Dienst im Sinne des Unfallrechts anzusehen ist. Außerdem wurden die Leistungen der Heilfürsorge erhöht und den Ehrenbeamten ein Anspruch auf Heilverfahren eingeräumt. Mit diesen Ergänzungsvorschriften dürfte gewissermaßen ein Schlußstein unter die Entwicklung des Beamtenunfallrechts gesetzt worden sein. Unsere Buchecke Die Umsatzsteuer. Von Steuerinspektor Dr. W. Sinzig. 8. Auflage. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.25.— Uns liegt die völlig neubearbeitete Auflage für 1939 vor, die bestens geeignet ist, den Laien mit dem Wesen des Umsatzsteuerrechts vertraut zu machen und Unklarheiten aus dem Wege zu räumen. In leicht verständlicher und übersichtlicher Form, insbesondere durch Einfügung praktischer Beispiele, erläutert der sachkundige Verfasser den Willen des so daß man an Hand dieser Schrift bestehende Zweifel leicht beseitigen kann. Wer gut unterrichtet sein will und Nachteile vermeiden möchte, beschaffe sich diese Schrift, die wieder zur rechten Zeit erschienen ist. R Haig, schreibt in soinem Beriche: den Teeffern auf unsere Tanks vor Flesquières erzielte ein deutscher Artillerteosfeiex, Horz d Letzter seiner Batteri=, allein eis Feldgeschaß bediente, bis er an diesem getötet wurde. Die große Tapferkeit dieses Offiziers wurde von den Soldaten aller Ränge bewundert.“ Lange wußte man nicht, wer der Deutsche war, dem der Feind diese ritterliche Achtung gab, heute steht es fest: es war kein Offizier, es war der Unteroffizier Theodor Krüger in seiner zerfetzten Uniform. Auch war er nicht, wie Sir Douglas annahm, tot, sondern schwer verwundet. Theodor Krüger starb am 10. Dezember 1917 in englischer Gefangenschaft an seinen Wunden. Sein Andenken wird niemals in unserem Volke vergessen sein. Sein Heldentum ist auf dem Ehrenmal der Feldartillerie in Köln zur symbolischen Darstellung gekommen. Aber auch in seiner Heimat ist er jetzt geehrt worden. Am 6. November 1938 ließ hier in einer würdigen Feierstunde auf Vorschlag der Garwitzer Krieger=Kameradschaft der Reichskrieger= führer eine Gedenktafel an dem Geburtshaus des toten Helden enthüllen. Zu dieser Feier hatten sich viele Vertreter von der Wehrmacht, von Partei und Staat eingefunden. Unter den Ehrengästen sahen wir den Kretsleitr, Offiziere des. Wehrbezirkskommandos Parchim und des Artillerie=Regiments 12 Schwerin, das als Traditionsregiment das Andenken des Unteroffiziers Krüger ehrt, und den Landrat des Kreises Parchim. Als Vertreter des Reichskriegerführers, der die Gedenktafel gestiftet hatte, war der Landeskriegerführer Nord, SS.=Oberführer Generalmajor a. D. v. Radowitz, erschienen, der nach der Gedenkrede des Kreiskriegerführers Heucke die Weihe der Gedenktafel für die Heldentat des Unteroffiziers Krüger als Dank an die Familie des Helden(die Witwe des Helden und dessen Brüder nahmen als Ehrengäste an der Feierlichkeit teil) und als Mahnmal für unsere Jugend, die diesem Heldentum nacheifern soll, durch ihre Einsatzbereitschaft für Führer und Volk, vorDie Weihestunde fand ihr Ende mit einem Vorbeimarsch vor den Ehrengästen und den Angehörigen des toten Helden, zu dem das Trompeterkorps des Kav.=Rats. 14 den Parademarsch spielte. Der beutsche Kunnspert 1830 Das Jahr 1938 brachte für den deutschen Kanusport eine ganze Reihe von großen Ereignissen und Erfolgen. Mit dem Anschluß der Ostmark wurde die Kampfkraft der deutschen Paddler um die ausgezeichneten österreichischen Fahrer verstärkt, die noch aus den Tagen der Olympischen Spiele von Berlin in bester Erinnerung sind. Auch mit der Heimkehr des Sudetenlandes vermehrten sich die Reihen der deutschen Kanuten um eine wertvolle Gruppe. Kanu=Weltmeisterschaften 1938. Der sportliche Höhepunkt des Jahres waren zweisellos die Kanu=Weltmeisterschaften im Schärengebiet von Warholm bei Stockholm, bei denen wir vier Weltmeistertitel erringen konnten. Triebe=Eberle(Tg. München) siegten im KajakZweier, der Essener Meister=Vierer=Kajak der Wanderfalken und die ostmärkischen Canadier= fahrer von der Wiener Polizei. Neumüller, Weinstabl und Proisl, holten die weiteren Titel. Wenn auch die Fahrzahl der Titel. insbesondere auf der langen Strecke, an Schweden fiel, so blieb Großdeutschland im Gesamtergebnis nach Punkten trotzdem mit 76:68 vor Schweden an der Spitze, denn wo unsere Fahrer nicht zum Siege kamen, belegten sie die nächsten Plätze. ein Zeichen für die hohe Stufe der Breitenarbeit im deutschen Kanusport. Mit der Wiederwahl des deutschen Präsidenten des Internationalen Kanu=Verbandes Reichsfachamtsleiter Dr. Eckert, behielt Deutschland die Führung im internationalen Kanusport, und diese Wiederwahl ist zugleich die beste Anerkennung für Deutschlands führende Stellung im Kanusport der Welt. Länderkämfe alle siegreich beendet. Alle drei Länderkämpfe, die 1938 durchgeführt wurden, brachten deutsche Siege, der gegen Polen in Berlin=Grünau, der gegen die Schweiz auf dem Zuger See und der gegen Holland in Duisburg. Die nationalen Wettkämpfe 1938. Die nationalen Wettkämpfe gipfelten in einem unvergeßlichen Dreiklang: Es waren die Deutschen Meisterschaften aller Bootsklassen und Strecken auf dem Baldeney=See bei Essen, wo der Hauptteil der Titel an die Kämpfer der Oftmark fiel: es war die Mammutregatta des Deutschen Turn= und Sportfestes in Breslau, die Regatta der unbetannten Fahrer mit weit über 1000 Teilnehmern die bisher größte Kanu=Regaatta, und es waren drittens die Deutschen Vereins=Staffelmeisterschaften in Hannover, bei denen Kann=Ciub erngemeinde München zum preiten Male den Titel und den prächtigen #.#is des Reichssvortfübrers gewann Kajak=Slalom. Einen starken Aufschwung nahm der jüngste Zweig des Kajaksports, der Kajak=Slalom, der in diesem Jahre an vielen Stellen zum ersten Male durchgeführt wurde. Neben dem KajakSlalom des Breslauer Festes interesse drei internationale Slaloms in Breslau, Zwickau und München. In die Erfolge teilten sich Zwickauer Fahrer und Fahrer der Ostmark, während die anderen Nationen nicht in die Spitzengruppe gelangten. Jugend im Kanu. Den Jugendmeisterschaften der HJ., die als einzige Meisterschaft während der Breslauer Unteressizier=Chrerer niager Die Heimat ehrte den toten Helden, der bei Cambrai 16 feindliche Canks vernichtete Die Reichskriegerzeitung„Kyffhäuser" schreibt: In der Schiffergemeinde Garwitz im Kreise Parchim ist als Sohn einer Häuslerfamilie am 4. November 1887 Theodor Krüger geboren, der ein Schiffer wurde, wie viele Kinder dieser Gemeinde— und der im Großen Kriege zum Helden der deutschen Nation emporwachsen sollte. Die Tankschlacht von Cambrai umbrandete das Dorf Flesquières. Rechts und links davon waren die Massen vorgestoßen. 600 Mann, aus verschiedenen Truppenteilen, geschart um Major Krebs vom Reserve=Infanterie=Regiment 27, hielten die Höhe von Flesquières und wichen keinen Zoll. Die Brigade der 51. britischen Division stauten sich, ihr Angriff stockte, wie ein Fels stand Flesquières in der Sturmflut. Tanks, die sich heranwälzten, wurden von den letzten deutschen Geschützen gepackt, Pioniere und Infanteristen warfen ihnen geballte Ladngen entgegen. Ihre Wraks liegen im weiten Kreise um Flesquières. Tausend Meter nordöstlich vom Dorf ist die 8 Batterie der Feldartillerie=Regiments 108 aufgefahren. Auf 800 Meter wälzen sich die Tanks heran. Dann fällt Schuß auf Schuß. Zehn der Ungeheuer gehen in Flammen auf, der Rest macht kehrt. Aber rings um Flesquières und diese Batterie fluten die Engländer vor. Die Munition ist knapp, nur für zwei Geschütze kann sie noch reichen, die anderen werden gesprengt. Ein Volltreffer vernichtet das erste Geschütz. Jetzt kämpft nur noch das 4., Unteroffizier Krüger ist sein letzter Mann! Er weicht und wankt nicht, kämpft todtrotzend gegen die Landpanzer an. Ladet, richtet, zieht ab. Immer, wenn ein Tank sich über die Bodenwelle hebt, schießt er, mit eiserner Ruhe. Treffer auf Treffer jagen aus seinem Rohr. Dann aber ist die Munition zu Ende, noch ein Schuß, noch ein Tank, der 16., legt sich auf die Seite, brennt aus... Von allen Seiten stürzten nun die Engländer gegen die Vatterie vor. Da griff der Unteroffizier zum Revolver. Die Feinde stutzen. Schnelle Schüsse, einige stürzten— dann legte sich Unteroffizier Krüger, Letzter seiner Batterie, schwer getroffen über sein Geschütz. Der brittsche Oberbefehlshaber, Sir Douglas haus- Hof- Garten Frühgemüse aus eigenem Garten. Der Gartenbesitzer ist schon immer darauf erpicht gewesen nicht nur im Sommer sondern vor allem auch im zeitigen Frühjahr Frischgemüse zu ernten. Die lange Winterzeit hat ihn hungrig auf Salat und andere Grünpflanzen gemacht. Um recht früh in den Genuß eigener Gartenerzeugnisse zu kommen, muß man sich einen kleinen Mistbeetkasten anlegen. Der Winter ist gerade die rechte Zeit, dazu die VorbereiZunächst muß man sich darüber klar sein, wie groß der Mistbeetkaften sein soll. Das richtet, sich selbstverständlich nach der Größe der Fumilie, für die ja das Frühgemüse gezogen wird. Hat man einen sonnigen Platz im Garten aufgesucht, dann richtet man den Kasten so ein, daß die Sonnenstrahlen immer abgefangen werden. Das bedeutet, daß die Flucht des Mistbeetkastens von Osten nach Westen verlaufen muß. Als Baustoff verwendet man einfache Schalenbretter, die im Abstand von einem Meter von Pflöcken gehalten werden. Der Kasten muß so gebaut sein, daß die Mistbeetfenster ein Gefälle von etwa 5 cm auf einen Meter haben, damit das Regenwasser möglichst schnell abfließen kann und die jungen Pflänzchen bei Regen nicht durch Tropfenfall zu sehr leiden. Der Kasten wird am besten auf die feste Erde aufgesetzt und wenn es im Frühjahr ans Bestellen geht, hebt man den inneren Raum. nach Belieben tief aus. Um das Wachstum möglichst zu beschleunigen, wird der Kasten mit strohigem Pferdemist gepackt. Diese Arbeit muß besonders sorgfältig verrichtet werden, weil davon das Gelingen im wesentlichen abhängt. Der Pferdemist wird geschüttelt und in dünnen Lagen locker übereinander geschichtet, als wollte man ein Bett machen. So häuft man eine Lage über die andere bis etwa die Oberkannte des Kastens erreicht ist. Nun wird der Mist Fuß bei Fuß getreten, tüchtig angefeuchtet und mit einer Planierschaufel die Oberfläche geglättet. Zunächst müssen dann die Fenster aufgelegt werden und in wenigen Stunden beginnt der Mist zu dämpfen. Zwei Tage später, wenn die starken Amoniakdämpfe sich verpflüchtigt haben, wird Erd; aufgebracht und am nächsten Taa kann der isten mit jungen Pflänzchen bestellt werden. Be: tarkem Sonnenschein sind die Fenster zu lü en. Dabei ist zu beachten, daß der Wind stets über die Fenster hinwegstreicht. Selbstverständlich muß immer rechtzeitig gegossen werden. Fragekasten: Herztod bei Schweinen(M. M. in U.): In den letzten Monaten habe ich starke Verluste bei meinen Schweinen gehabt, die Tiere gingen ganz plötzlich ohne jedes äußere Kennzeichen ein. Nach den Feststellungen meines Tierarztes handelt es sich um den Herztod der Schweine, direkte Bekämpfungsmittel soll es nicht geben. Ist über diese Krankheit schon näheres bekannt? Antwort: Es ist richtig, daß die direkte Behandlung mit Herzmitteln keinen Zweck hat, da die Tiere in den meisten Fällen sehr rasch sterben. Von Bedeutung sind aber vorbeugende Maßnahmen: Die Schweine„müssen natürlich aufgezogen und gehalten wrrden. Es ist ihnen reichliche Bewegung durch das ganze Leben hindurch zu können. Auch die Fütterung heutigen neuzeitlichen Ansichten entsprechm. Suppiges Jutter ist zu vermeiden, am besten ist nahmen sind natürlich nicht nur für die„Verhütung des Herztodes von gelten ganz allgemein für die Gesunderhaltung unserer Schweinebestände. Wet, Aur ehsel. 7 Roch un chesauten Begen Ein aufregender Norkall sotalte 1ch der Grube„Große Burg“ v. ehtegzieg hagt, ab. Als ein mit Arbeitern aus ton und Umgebung besetzter Omnibus bei der Grube eingelaufen war, stellte man fest, daß ein großer Teil der Bergleute eingeschlafen war. Trotz allen Rüttelns und Rufens waren die Männer nicht wach zu bekommen. Erst allmählich sand man die Erklärung für diesen Zustand. 12 Bergleute, die im hinteren Wagenteil saßen, waren durch Kohlenoxydgase bergiftet worden, die offenbar durch eine schadhafte Stelle am Auspuffrohr in den Wagen eingedrungen waren. Man sorgte sogleich für künstliche Atmung und holte einen Arzt herbei. Vier Bergleute mußten sofort dem Krankenhaus zugeführt werden. Die anderen acht Bergleute konnten in ärztliche Behandlung nach Hause entlassen werden. Man kann von Glück sagen, daß die Omnibusfahrt nicht länger gedauert hat. Die Folgen wären sonst kaum auszudenken gewesen. Kleine Wunde brachte den Tod Siegen. In der Ortschaft Selbach hatte sich eine junge Frau beim Schneiden von Gemüse im Garten eine kleine Schnittwunde zugezogen, die sie aber nicht weiter beachtete. Es stellte sich eine Blutvergiftung ein. Man brachte die Frau in das Krankenhaus, wo sie trotz aller ärztlichen Bemühungen verstarb. Vom scheuenden Pferd totgetreten Olpe. In Olpe wurde das fünf Jahre alte Töchterchen des Schreinermeisters Loeser beim Schlittenfahren von einem Pferd, das scheu geworden war, so heftig getreten, daß der Tod des Kindes nach kurzer Zeit eintrat. Das Pferd war vorher schon auf einen Personenkraftwagen losgegangen, den es durch Hustritte behatte. Weibliche Schiffssungen auf westdeutschen Kanälen Mänster. Das Preußische Wasserbauamt teilt rit: Um dem augenblicklichen Mangel an chiffsjungen abzuhelfen, hebe ich hiermit meine schiffahrtspolizeiliche Anordnung vom 81. Oktober 1934 Gesch. N. B 3541 auf. Auf besonderen Antrag hin können gemäß § 6. Ziffer 3 der Strom= und Schiffahrtspolizeiverordnung auf Fahrzeugen von 15 bis 250 Tonnen Tragfähigkeit über 16 Jahre alte weibliche Familienangehörige des Schiffsführers an Stelle des Schiffsjungen zugelassen werden. Bei größeren Fahrzeugen kommt ein Ersatz des Schiffsjungen durch Frauen nicht in Frage. Den Anträgen kann nur in dringenden Fällen stattgegeben werden. Broßzügiger Wegeansbau im Kreise Bentheim Nordhern. In der Sitzung des Bentheimer Kingenen Russase Mückleh in ungeren Ausführungen die Absichten des Ereites auf dem weoiete der Landstraßenunteraltung und des Gemeindewegebaues dar. Due Pläne auf dem Gebiete des Gemeindewegebaues sind besonders umfangreich. Der Kreis hat inzwischen einen Generalwegeplan aufgestellt, der den Ausbau von rund 400 Kilometer Gemeindewegen in den nächsten zwei Jahrzehnten vorsieht. Zunächst war daran gedacht, diesen Plan innerhalb der nächsten zehn Jahre lu verwirklichen. Die Praxis der letzten Jahre beim Gemeindewegebau hat aber gezeigt, daß ich ein solch umfassender Wegebauplan inneralb zehn Jahren nicht durchführen läßt. Winiterrahe auf dem Wienenstanr Aber keine Winterruhe für den Imker Wenn der eisige Nordost über das Land fegt, dann herrscht auf dem Bienenstand Ruhe, und wenn der Imker im Herbste seine Schuloigkeit getan und seine Bienenvölker hinreichend mit Nahrung versorgt und durch Verpackung gegen Kälte geschützt hat, dann kann er ohne Sorge dem Frühling entgegenFür den Imker aber geht die Arbeit weiter. Für ihn gilt es jetzt, das Ergebnis des letzten Jahres zu überprüfen. Das kann er nur an Hand seiner Aufzeichnungen tun, die er im Laufe des letzten Bienenjahres über alle Ereignisse sorgfältig in ein Buch eingetragen hat. denn ein geordneter Bienenzuchtbetrieb ist ohne Buchführung nicht möglich. Insbesondere wird der Imker feststellen, wie das Trachtergebnis bei seinen Bienenvölkern gewesen ist, weil das maßgebend ist für seine Arbeit im nächsten Jahr. Es ist eine alte Erfahrung, die der Imker immer wieder machen kann: Der Ertrag bei seinen Bienenvölkern ist ordentlich verschieden ausgefallen. Imker, und das sind die meisten in ihrem Fach, bei denen die Völker im Durchschnitt ungefähr gleich sind in der Leistung, und es gibt andere Imker, und ihrer ist heute noch die Mehrzahl, bei denen die einzelnen Völker recht ungleichmäßige Erträge gebracht haben. Hier einen Ausgleich zu schaffen und die Völker auf die gleiche hohe Stufe der Leistungsfähigkeit zu bringen, wird eine der Hauptaufgaben des kommenden Sommers sein. 46ige Wuzhan, Notwendig ist dazu der planmanige Ausvau der Königinnenzucht auf jedem Stand. Um das zu erreichen, hat die Reichsfachgruppe Imker erhebliche Mitte zur Verbilligung der für die Königinnenzucht benötigten Gerätschaften zur Verfügung gestellt und so jedem Imker Gelegenheit gegeben, nun sich selbst unter Ausnutzung der überall im Lande befindlichen Belegstellen wertvolle Völker heranzuziehen. Der Imker muß eben Bienenzüchter und nicht nur Bienenhalter sein. Hand in Hand mit der Königinnenzucht muß eine Verbesserung der Betriebsweise insofern gehen, als der Bienenzüchter bestrebt sein muß, zu jeder Tracht die größtmögliche Zahl von Trachtbienen in seinen Völkern bereit zu haben. Es bedarf das eingehender Ueberlegungen, wobei Trachtbeginn, Schwarmverhindernuge, legerbildung usw. eine sehr wesentliche stolle spielen. Diese Ueberlegungen muß der Imker schon jetzt im Winter anstellen und zu einem regelrechten Arbeitsplan ausbauen. Und endlich ist jetzt auch bereits wieder an die Wanderung mit Bienen zu denken. Wenn je, dann hat der Sommer 1938 den Beweis dafür erbracht, daß Wandern notwendig ist. Jeder Imker, der nur irgendwie die Möglichkeit dazu hat, sollte wandern, denn nur durch Wandern läßt sich die völlige Ausnutzung der Bienenweide ermöglichen und damit die völlige Bergung der Nektarschätze herbeiführen, die die heimische Natur uns spendet. Sie sind devisenfrei, während wir für Auslandshonig erhebliche Devisenmengen aufbringen müssen. Erst wenn in der Bienenzucht diese drei Faktoren: Königinnenzucht, planvolle Verbesserung der Betriebsweise unter genauer Berücksichtigung des Beginns der einzelnen Trachten und die Wanderung zusammenklingen, wird sich eine Steigerung in der Wirtschaftlichkeit erreichen lassen. Und das muß das Bestreben jedes deutschen Bienenzüchters im Jahre 1939 sein. Autos stießen zusammen Gegen Hochspannungsmast gefahren Bochum. Mittags geriet auf der Dortmunder Straße in Bochum ein Lastkraftwagen, der einen Lastzug mit zwei Anhängern überholen wollte, ins Schleudern und blieb schließlich quer auf der linken Fahrbahn stehen. Dadurch wurden die Wagen, die in entgegengesetzter Richtung fuhren, in ihrer Fahrweise plötzlich behindert, so daß es zwischen drei Kraftfahrzeugen zu einem Zusammenstoß kam. Der Fahrer des einen Personenwagens erlitt eine leichte Gehirnerschütterung. Alle drei Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Am gleichen Tage fuhr auf der Hattinger Straße ein Lastkraftwagen beim Ueberholen eines Personenkraftwagens gegen einen Hochspannungsmast der Straßenbahn. Zwei Insassen des Lastkraftwagens erlitten erhebliche Verletzungen und wurden in das Krankenhaus Bergmannsheil eingeliefert. Der Lastkraftwagen wurde stark beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Seine Frau und sich selbst erschossen Oberhausen. In der Hanielstraße in Oberhausen=Osterfeld ereignete sich am Abend des Silvestertages eine Familientragödie, der zwei Menschen zum Opfer fielen. Ein Anwohner hatte vom Dachgeschoß eine 6=mm-Flobertbüchse geholt und auf dem Hofe mehrere Probeschüsse abgegeben. Dann lud er die Büchse wieder und legte im Scherz auf seine Frau an, die auf dem Sofa lag. Dabei ging Eine uerkoulle Bilanz: Der Hlufschnuung der landwirtenhrufe) lichen Erzeugugg, Ehlieni Seongg escheg Eine wertvolle Bilanz: Deutschlands wirtschaftlicher Aufschwung Unsere Bildstatistik gibt einen Ueberblick des landwirtschaftlichen Ausschwunges im Aktreich 1937/38 gegenüber 1932/33. Nach der Feststellung des Institurs für Konjunktursorschung betrug der Gesamtwert der landwirtschaftlichen Erzeugung im Altreich 1932/33 2.73 Milliarden RM. und 1937/38— 12,61 Milliarden RM., und die der deutschen Landwirtschaft lag 1937/38 schätzungsweise um 17 v. H. über dem Durchschnitt der Wirtschaftsjahre 1927/28 und 1928/29.(Weltbild=Gliese— M.) die Büchse los und traf die Frau. Im Krankenhaus, wohin sie gebracht wurde, starb sie an den Verletzungen. Der unglückliche Schütze erschoß sich, als er sah, was er angerichtet hatte, vor den Augen seines siebenjährigen Sohnes. Die Tragödie ereignete sich am des Täters unter dem brennenden Weihnachtsbaum bei Radiomusik. Opfer der Arbeit Mülheim a. d. Ruhr. In einem Gießereibetrieb der Deutschen Eisenwerke in Mütheim gerieten am Freitagabend zwei Arbeiter unter eine mehrere Tonnen schwere Form, die plötzlich ins Rutschen gekommen war. Dabei wurde der 18 Jahre alte Handformer Wilhelm B. aus Essen=Borbeck getötet, während der 45 Jahre alte Former Theodor L. aus Oberhau= sen einen Unterschenkelbruch erlitt. Wildernder Hund riß 18 Schafe Viersen. Ein wildernder Hund brach in einer der letzten Nächte in eine Schafherde auf einer Weide am Pittenberg ein. Acht Schafe wurden getötet und zehn weitere so schwer verletzt, daß sie notgeschlachtet werden mußten. Das Wild kommt in die Dörfer Rheinböllen(Hunsrück). Der ganze Hunsrück ist immer noch tief verschneit, so daß das Wild stellenweise erheblich unter Nahrungsmangel leidet. In Rudeln kommen die Tiere aus dem Wald und dringen bis in die menschlichen Wohnungen vor, um Nahrung zu suchen. Am Volkenbacher Weiher wurden an einer Stelle 57 Hirsche in einem Rudel gezählt. 95. Geburtstag eines alten Rheinkapitäns Kaub. Am 4. Januar feiert Kapitän Moritz Werr, wohl der älteste noch lebende Rheinkapitn, den 95. Geburtstag. Der hochbetagte Jubilar ist Veteran von 1866 und 1870/71.— Ueber 50 Jahre hat er im Dienste der KölnDüsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft gestanden. Der geistig noch sehr rüstige alte Herr ist der älteste Einwohner der Stadt Kaub. Tragischer Tod eines Fährmannes St. Goar. Der Fährmann Faß, der den Fährbetrieb mit St. Goarshausen unterhält und die von Kaub mit Talschleppzügen kommenden Lotsen an Land bringt, wollte an Silvester einen Lotsen des Radschleppdampfers „Franz Haniel“ an Land holen. Er ruderte mit einer Schaluppe an den Dampfer, da sein Motorboot noch im vereisten Hafen liegt. Nachdem er den Lotsen übernommen, geriet die Schaluppe unter den Radkasten des Schleppers und schlug um. Während sich der Lotse an einem Anker des Schleppdampfers festhalten und sich retten konnte, wurde Fährmann Faß unter den Schleppzug getrieben. Er fand den Tod durch Ertrinken. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Hundert Jahre Lebkuchen=Dietz Waldböckelheim(Nahe). In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste feierte die Lebkuchenfabrik Heinrich Dietz ihr hundertjähriges Bestehen. Die Gefolgschaft erhielt durch die Firma Stiftungen sozialer Art. Zum 100. Geburtstag des Entdeckers von Pergamon Karl Humann, geboren am 4. Januar 1839 war ursprünglich Ingenieur und ezgzsentagen einem Straßenbau bei Pergamon(Kleinasien in verwitterten Ruinen einzelne Marmorplat ten mit altgriechischen Darstellungen von Göttern im Kampfe mit Riesen. Er leitete in Auftrage der deutschen Regierung die Aus grabungen, die nach seinem Tode(1896) wei tergeführt wurden. Die reichen Ergebnisse si heute im Berliner Pergamon=Museum zu sehen.(Weltbild=Sturm— M.) In der Fallitür festgeklemmt Bacharach. Eine 70jährige alleinstehend Witwe in Oberdiebach wollte abends die Wast serleitung abstellen. Sie hob die zum führende Falltür auf, bekam gewicht und stürzte in die Oeffnung. Die enge Oeffnung— die Tür war nicht ganz geöffnel — ließ aber zum Glück nicht zu, daß die Frau# durchfiel. Sie hing mit dem Kopf nach unten fest in der Oeffnung und mußte mehrere Stun den in dieser Lage zubringen, bis sie von einen heimkehrenden Familie befreit werden konnte Wieder Fährbetrieb auf dem Rhein Koblenz. Da mit dem Rückgang der strengen Frostperivde die Stärke des Treibeises auf dem Rhein etwas nachgelassen hat konnte inzwischen an vielen Stellen der Fährocrrieb zwischen den beiden Rheinufern wieder aufgenommen werden. Zwischen Koblenz und renbreitstein wird er vorerst zwischen 7 und 22 Uhr durchgeführt. Die Andernacher Eilfahr ist bis 19 Uhr in Betrieb. Durch das Tauwetter ist das Bozegenz ige Eisflächen des Rheins und seiner mit Lebensgefahr verbunden. Das Wasserbauamt warnt deshalb dringend vor dem Betre: ten aller Eisflächen, auch in den Häfen, v. und Erzieher mögen besonders vie Kinder dieses Verbot aufmerksam machen. Die Familie wurde ihm zu teuer Der Autofanatiker von New Versey Seit sich der Kaufann Brown aus Elisabeth in New Yersey ein Auto aus Abzahlung gekauft hatte, vernachlässigte er seine Familie immer mehr. Alles Geld, das er sonst für den Unterhalt seiner Angehörigen gegeben hatte, steckte er in seinen Wagen. Als sich bald herausstellte, daß seine Autoleidenschaft fast sein ganzes Einkommen verschlang, verließ er einfach seine Familie, um sich ganz seinem Wagen widmen zu können. Die Frau klagte gegen ihn auf Unterhalt für sich und die Kinder, worauf eine Gerichtsverhandlung gegen den Autofanatiker in New Versey stattsand... Pschtarg meshalt, Auf die Frage des Richters, weshalb er seine Familie im Stich gelassen habe, antwortete der Mann:„Weilgsie mir zu teuer wurde; ich kann doch nicht für mein Auto sorgen und obendrein noch eine ganze Familie erhalten!“ „Das mutet Ihnen ja auch niemand zu!“ meinte der Richter.„Es hat Sie doch niemand gezwungen, ein Auto zu kaufen, wenn es Ihnen zu teuer kommt.“ „Sie verstehen mich falsch,“ wehrte der Kaufmann ab.„Nicht das Auto war mir zu teuer, sondern meine Familie!“ Auf die erstaunte Frage des Richters, ob ihm denn das Auto tatsächlich mehr wert sei, als Frau und Kinder, entgegnete der Beklagte: „Aber natürlich! Am Auto habe ich doch viel mehr Freude als an der Familie!" Selbstverständlich erregte die verrückte Einstellung dieses seltsamen Familienvaters heftiges Kopfschütteln im Gerichtssaal Das Urteil- lautete dahin, daß der Mann verpflichtet sei, wieder für den Unterhalt seiner Familie zu sorgen. Das Auto wurde amtlich beschlagnahmt und dem Verkäufer zurückgegeben. Auf der Otter=Insel in der Nähe von Molde in Norwegen wurde mit Hilfe von 15 Tonnen Dnamit ein Berg in die Luft gesprengt Man wollte auf diese Weise einen drohenden Bergrutsch, der für das kommende Frühjahr erwartet wurde, verhindern. ROMAN VON KATHE DONNY KATUT SETGFLSS S T Urheberrechtsschutz: Central-Bureau (Nachdruck verboten) Sein braunes Ledergesicht hatte etwas Zeitloses, es konnte fünfzig, sechzig Jahre alt sein. In Wirklichkeit war de Jong achtundfünfzig und seit zweiunddreißig Jahren in Kamerun. Er hatte die Entwicklung des Landes unter den Deutschen miterlebt, als ganz junger Arzt. Erst in Duala an der Küste, dann in Buabindi, schließlich war er mit dem Bau der Nordbahn immer weiter nach Norden gezogen, der gesuchteste Arzt für die Bahnarbeiter und Händler. Zuletzt war er in einer vorgeschobenen Station des Hochlandes hängengeblieben. Im Kriege wurden Deutsche, Franzosen und Engländer mit der gleichen unerschütterlichen Ruhe von ihm behandelt. De Jong bekannte sich zu keiner Nation; er stand gleichsam über ihnen. Die wunderbare Maschinerie eines menschlichen Körpers war das Bestimmende für sein Interesse. Und darüber hinaus— die Einordnung dieser Maschinerie in den großen Maschinensaal der Schöpfung. Merkwürdigerweise taten ihm die Franzosen später nichts, obgleich er, nur der Abstammung nach Holländer, aus Deutschland gekommen war. Im Gegenteil. Man zeigte einen scheuen Respekt vor dem Manne mit dem undurchdringlichen Ledergesicht und den intelligenten Arzthänden. Außerdem brauchte man ihn. Aerzte waren knapp, und die Tropenkrankheiten hatten seit dem Kriege diesen Mangel ausgenutzt. De Jong durfte auf Station Mgungewe bleiben. Er zog es jedoch vor, in die Ebene hinunterzugehen, wo die von den Deutschen vordem so wirksam bekämpfte Schlafkrankheit von neuem aufgetreten war. Seit sieben Jahren leitete er das Hospital von Ndogassa, dem ein Laboratorium zur Untersuchung von Drüsensekreten angegliedert war. Das Laboratorium war seine Schöpfung. Seine Beziehung zu Hartmann reichte weit zurück. Dreißig Jahre. Damals hatte er den vierzehnjährigen einzigen Sohn des Ingenieurs Hartmann, der den Bahnbau leitete, durch einen raschen chirurgischen Eingriff von den Folgen eines giftigen Schlangenbisses geheilt. Der Lebensretter wurde zum heldischen Vorbild des begeisterten Knaben, dann zum glühend verehrten Ideal des Afrikaners, später zum Freund. Wenn auch der Freundschaft zwischen den beiden Männern von jeher eine stillschweigende Distanz anhaftete, die im Altersunterschied, in der Verschlossenheit beider und in den verschiedenen Erfahrungen begründet war. Es gab da Bezirke in ihren Seelen, die sie ängstlich voreinander hüteten. Nach einer letzten, weit ausgeschwungenen Kurve mußte de Jong langsamer fahren. Hier an der Mandatsgrenze hörte die Autostraße auf, ein regelloser Weg begann, noch breit zunächst, dann in der grüngedehnten Fläche des Hochlandes sich verlierend. Und hier begann auch das Reich des Freundes. De Jong sah sich aufmerksam um. Es war lange her, seit er das letztemal hier oben gewesen war. Die Schlafkrankheit hatte ihm in den letzten Monaten zu schaffen gemacht. Die beiden französischen Unterärzte mußten eingearbeitet, ein weiteres Isolierungslager für die Kranken geschaffen werden. Dazu kam der Verdacht, daß der Junge von Fröhlich infiziert war. Herbert Fröhlich war eines Tages mit ihm gekommen, ganz grau im Gesicht:„Ich glaube, er hat sie.“ Gott sei Dank, er hatte sie nicht, die Blutuntersuchung war negativ ausgefallen, aber zu beobachten gab es trotzdem. In dem Blut des Jungen war eine sonderbare Unruhe, und de Jong hatte nächtelang mikroskopiert, ohne bis jetzt den Erreger dieser Unruhe gefunden zu haben. Wie lange war das her? Er rechnete rasch nach. Sechs, nein, acht Wochen. Der Junge war wieder zu Hause. Nun sollte auch seine Tante kommen, Schwester Elisabet## Ein wärmerer Schein kam in Doktor de Jongs Augen. Er freute sich auf Elisabeth Fröhlich. Sie war ein prächtiger Mensch, tatkräftig, ruhig, zielbewußt. Damals freilich, als sie wegging, ein wenig zerrupft. Irgendeine seelische Geschichte mit diesem— er hatte den Namen bereits vergessen. Der Mann hatte ihn nicht interessiert— nur im Zusammenhang mit Elisabeth; daß sie nun wiederkam, konnte Beweis dafür sein, daß sie sich wiedergefunden hatte— oder aber, sie suchte neue Pflichten, um sich selbst zu entrinnen. Nun, man würde sehen. Wie hoch und grün war es inzwischen hier oben geworden. Der Mais schwenkte seine Blütenbüschel in einem lauen Windstoß, der ganz plötzlich über das Plateau fegte und ebenso plötzlich wieder abbrach. Weit hinten schwang sich ein blau blühendes Feld an der Bergwand emvor, dazwischen der rote Querschnitt blühender Bohzen. Hartmann hatte mit seinen wenigen Leuen schon etwas geleistet. Hut ab. Und da war er auch selbst. Groß, hager, gegen sen blau gestaffelten Horizont noch größer ercheinend, kam er seinem Besucher entgegen. De Zong stovpte und reichte dem Freund die Hand erunter. „Steigen Sie ein, ich verspreche sogar ein Zierzig=Kilometer=Tempo, wenn Sie es wünchen, und einen Umweg über das Versuchsfeld.“ „Sehr verlockend.“ Hartmann drückte kräftig die ausgestreckte Hand und zog mit der linken ein haariges Etwas hinter sich hervor,„aber ich bin nicht allein.“— He, Schimja, sag dem Doktor guten Tag.“ Die kleine Schimpansin zerrte an Hartmanns Hand und stieß einen kläglichen Schrei aus. Ihr häßliches, kluges Gesicht drückte ausgesprochene Abwehr aus. Hartmann nahm das Tier in seine Arme:„Ein verwaistes Junges, irgendein unvernünftiges Mitglied der Expedition, die neulich unsere Ge gend heimsuchte, hat die Mutter mitgenommen, erschossen oder was weiß ich.— Ruhig, Schimja,“ er fuhr dem Affen liebkosend über den zitternden Rücken,„schön ruhig. Der weiße Mann ist ein guter Freund. Verstehst du?— Guter Freund.— Schimja hat nämlich eine krankhafte Angst vor der weißen Hautfarbe— es hat eine ganze Weile gedauert, ehe ich ihr Vertrauen gewann.“ „Wahrscheinlich war der Räuber oder Mörder der Mutter der erste Weiße, den sie sah,“ meinte de Jong. Er drehte das verängstigte Gesicht des Affen zu sich herum——„Sie können übrigens getrost einsteigen, Schimja wird uns nicht stören.“ Und in der Tat wandelte sich der Ausdruck von Angst und Abwehr in dem klugen Affengesicht unter de Jongs festem, aber sanftem Griff zu dem einer melancholischen Hingabe. Die Aeffin löste die Arme von Hartmanns Hals und schwang sich mit einem leichten Kreischen mitten auf das Steuerrad, das sie sofort umklammerte. ** Der volle Mond stand schon hoch über der zackigen Silhouette der Bäume, als de Jong die Erkrankung des Fröhlichschen Jungen erwähnte. So ganz nebenbei, nach einem Gespräch über Tropenkrankheiten. „Es liegt da etwas vor, was noch unerforscht ist,“ sagt er,„vielleicht ein Zustand, der nur jugendliche Europäer befällt. Hoher Puls, aber keine Temperatur, gesteigerte Nierentätigkeit, Schleimabsonderungen.“ Hartmann nickte, er hörte nicht gern von Krankheiten, ließ es jedoch den Freund nicht merken. „Ja,“ fuhr de Jong fort, und in sein Ledergesicht kam Bewegung,„und wissen Sie, was ich glaube?“ Hartmann sah ihn fragend an. „Daß es gar keine Krankheit ist, sondern eine Abwehrreaktion des europäischen Körpers gegen Tropeninfektionen. Ich bin jetzt dabei, aus den Sekreten ein Serum herzustellen und werde es an mir selbst ausproben. Erst das Serum, daß—“ „Sind Sie verrückt, de Jong.“ Hartmann sprang heftig auf und begann auf der Veranda hin und her zu gehen.„Verzeihung,— total verrückt— Sie gehen in Ihrem Forschungstrieb zu weit. Es gibt doch Grenzen—“ De Jong sah aus ruhigen Augen in die gelbe Mondscheibe.„Ein Leben für viele Leben.— Sie machen zuviel Aufhebens von dem einzelnen. Es ist dies ein großer Fehler von Ihnen,“ setzte er leiser hinzu. Hartmann blieb mit einem Ruck stehen und warf den Kopf zurück. „Es ist kein Fehler, es ist eine Erfahrung, und eine recht bittere Erfahrung. Die vielen sind nichts, der einzelne erst macht sie zu etwas.“ „Wenn Sie dies behaupten, dann müssen Sie auch zugeben, daß der einzelne, der etwas für die Gesamtheit machen kann, dies auch pflichtgemäß tun muß.“ „Wenn die Gesamtheit will,— sie will aber nicht.“ De Jongs Gesicht lag still im Mondschein; auf Hartmanns Erregung hin wirkte diese Stille wie eine Herausforderung. „Sie will es nicht,“ wiederholte er,„sie will nur ihre Bequemlichkeit, ihren Vorteil, ihren kleinen Genuß. Die Masse ist ein großes unmündiges Kind.“ „Um so notwendiger braucht es einen Vormund.“— De Jong brach ab. Er sah das Verschlossene in Hartmanns Zügen. „Hatte ich denn den Gruß von Fröhlichs ausgerichtet?“ fragte er ablenkend. „Danke,—— nein.“ „Was haben Sie eigentlich gegen die Leute?" „Gegen?— Das stimmt kaum. Nur für Herbert Fröhlich habe ich nichts. Fremd, im Innersten fremd ist er mir. Fröhlich denkt doch nur an sein Geschäft und wie er in möglichst kurzer Zeit als reicher Mann nach Deutschland zurückkommen kann. Der Horizont eines Spießers. — Danke.“— „Sie sind ungerecht. Fröhlich ist ein Genießer, zugegeben, aber ein Arbeiter dazu. Was er da in drei Jahren geschaffen hat, ist bewundernswert. Bedenken Sie doch,— er war der erste deutsche Kaufmann nach dem Kriege hier. Die Franzosen haben es ihm nicht leicht gemacht. Und seitdem Duvois bei uns ist, heißt es für Fröhlich, sich mit allen Mitteln zu behaupten.“ „Wenn er Sie nicht hätte, wer weiß, ob er sich trotz aller seiner Tüchtigkeit behaupten würde. Lassen Sie das Lob nur ruhig auf sich sitzen, de Jong,“ lächelte Hartmann. Er klatschte in die Hände. Njong erschien und nahm einen halblauten Befehl entgegen. Als er gegangen war, ließ sich Hartmann wieder in seinen Sessel fallen. Schweigen war zwischen den beiden Freunden. Durch dieses Schweigen drang jetzt ungehindert das Orchester der afrikanischen Nacht. Das schrille Zirpen der Grillen, das scharfe sägende Geräusch der Zikaden die Schreie der Affen. Zuweilen schwollen die Töne an zu einem leidenschaftlichen Fortissimo, ein unsichtbarer Dirigent schien seinen Taktstock zu heben, dann verlor sich die eine oder andere Stimme, der Lärm ebbte ab, und nur das schrille Zirpen blieb wie ein klingender Hintergrund der Nacht. Dieser klingende Hintergrund wurde plötzlich von einem dumpfen Trommelton zerrissen, dem gleich darauf ein hellerer folgte, dann wieder der dunkle Schlag, und nun kam in raschem Wechsel Schlag auf Schlag: Ein zweites Instrument fiel in helleren Tönen ein, das erste hörte auf, begann nach einer Weile von neuem, ein wechselvolles Hin und Her begann, wohl ein paar Minuten lang. Hartmann war aufgesprungen und beugte sich lauschend über das Verandageländer. „Da haben doch die Schwarzen wieder einmal eine Alarmnachricht mitzuteilen. Wenn ich mich nicht sehr täusche, war die erste Trommel eine Elimbi der Dualaleute, und dem Tempo und der Tonfolge nach muß es eine böse Nachricht sein.“ „Njong!“ rief er laut durch die Racht. „Sollte mich wundern, wenn er nicht drüben auf der Lichtung bei dem Märchenerzähler ist, wie alle meine Leute in den Mondnächten. Njong!" Er klatschte rasch dreimal hintereinander in die Hände— das Eilsignal für Njong. Vom Walde her scholl ein schnatterndes Durcheinander von Negerstimmen. Eine gellende Männerstimme überschrie sie alle. „O si ma jam,——o si ma jam——.“ „Ein Dualamann.“ Hartmann lauerte wieder. „Er schreit um Hilfe. Möchte wissen, was er ausgerechnet bei mir zu suchen hat.“ Ein Rudel dunkler Gestalten stürmte heran, allen voran Rjong im flatternden blauen Kittel. „Herr, Herr, sie schlagen unsere Brüder!“ Auch de Jong hatte sich erhoben. Er lehnte am Geländer und betrachtete still den erregten Haufen der Schwarzen. Es mochten an dreißig Leute sein, große, sehnige Kerle von den Duadassis. Ein guter Stamm, intelligent, arbeitsam, stolz und kindlich. Hartmann hatte sich schon die rechten Leute ausgesucht. In der Mitte, eingekeilt von dem wogenden Rudel, stand der bedeutend kleinere Dualamann im zerfetzten Hemd. Tränen rollten in Bächen über sein braunes Gesicht und zogen glänzende Furchen durch die dicke Staubschicht, die darauf lag. De Jong winkte schweigend hinunter. Der weinende Mann wurde zur Treppe hingeschoben. Zerfetzt, gehetzt, nach Schweiß und ranzigem Oel riechend, stand er auf der Veranda und sah von einem zum anderen. „Der da ist es, der weiße Doktor,“ raunte ihm Njong zu und zeigte auf de Jong. „Berichte alles der Reihe nach,“ befahl de Jong in der Sprache der Dualaleute. Der Mann hockte sich in respektvoller Entfernung von den beiden Weißen nieder und erzählte mit der Weitschweifigkeit der Schwarzen. „Nagilla sitzt vor seiner Hütte und schnitzt Pfeil für den Kwibi im Wasser von Bakaka. Nagilla ist ein friedlicher Mann, kein Menschenblut floß durch die Gewalt seiner Hände. Nagilla tötet nur böse Tiere, der Kwibi ist ein böses Tier. Der Gott der Finsternis unter dem Wasser gab ihm die scharfe Säge ins Maul. Er hat viele von Nagillas Dualabrüdern beim Baden getötet. Nun schnitzt Nagilla einen schönen scharfen Pfeil, um den Kwibi zu töten und seine böse Seelé zu verschlingen. Da geht ein Schatten durch die Sonne. Nagilla blickt auf und sieht Maillard, den Steuereinnehmer. Gib her, was du da machst, schreit Maillard und reißt ihm den Pfeil aus der Hand, wer seine Steuern nicht bezahlt, darf auch nicht Fische fangen. Wo ist dein Vater und der Vater deines Vaters? Ihr habt seit drei Monaten keine Steuern gebracht. Denkst du, daß eure weißen Gönner Lust haben, einen 4. Monat zu warten? Und er nimmt den Pfeil, wirft ihn zu Boden und tritt darauf, daß er zersplittert. Nagilla ist ein friedlicher Mann. Aber sein Herz blutet. Es war ein schöner Pfeil, sechs Stunden hat er daran geschnitzt. Er wußte, daß sein Vater und der Vater seines Vaters in der Hütte waren, aber er sagte: Mein Vater und der Vater meines Vaters sind beim Fischfang am Wasser vom Bakaka; sie werden vor Sonnenuntergang nicht heimkehren. Wehe dir, wenn du lügst, sagte Maillard und geht weiter. Aber das Unglück kam zu Nagilla. Der Vater seines Vaters steckt den Kopf aus der Hütte, gerade als Maillard sich umdreht. O si ma jam,— hilf mir, Herr. Ragilla schwört bei den sieben Geistern von Bagagum, daß wir immer die Steuern bezahlt haben, aber die letzte Kakaoernte hat die Tsetsepest geholt. Kein Arzt in unserem Dorf, Herr, keine Hilfe. Und wir Leute von Bivibambi müssen zu den anderen Steuern noch den zwanzigsten Teil für Arztsteuer bezahlen, auch wenn keiner kommt. Woher sollen wir zahlen? Aber Maillard hat nicht darauf gehört. Er hat meinen Vater und den Vater meines Vaters aus der Hütte holen lassen. Nagilla hat ihre Schreie gehört, als man sie schlug. Da ist er davongelaufen. Nagilla wollte sich nicht schlagen lassen. O ft ma jam———.“ Nagilla hörte auf zu sprechen und hüllte das Gesicht in die Fetzen seines schweißverklebten Hemdes. Die anderen Schwarzen brachen in lautes Geheuel aus. Aber eine ausdrucksvolle Handbewegung de Jongs dämpfte den Lärm zu einem dunklen Murmeln. Er ging ein paar Schritte auf und ab, ängstlich verfolgt von den Blicken der Schwarzen, dann blieb er vor Nagille stehen und legte die Hand auf den schwarzen Wollschädel.„Ich will dir helfen, aber— du mußt klug sein. Du wirst jetzt essen und schlafen, und morgen, wenn die Sonne aufgegangen ist, werde ich mit dir fahren nach Bivibambi. Und keiner wird dir etwas tun, wenn ich bei dir bin.“ Nagilla hob den Kopf aus dem schmutzigen Hemd und sah zu de Jong auf. Unbegrenzter Vertrauen lag in seinem Kinderblick. * Die schwarze Horde war auf einen Wink Hartmanns nach den Wirtschachftsgebäuden abgezogen. In schweigendem Nachdenken blieben die beiden Freunde zurück. De Jong war diesmal derjenige, der das Schweigen brach. „Sie sehen, Hartmann, daß man auch in selbstgewählter Einsamkeit nicht sicher ist vor den Mitmenschen. Wir leben miteinander und füreinander, da hilft alle künstlichche Isolierung nichts. Ich habe Ihnen diesmal den Mann zwar abgenommen, aber es sollte mich wundern, wenn dieser Hilfeschrei Nagillas der einzige bliebe.“ Hartmann sah aufmerksam in das bewegte Gesicht des Freundes, das jetzt seine undurchdringliche Ruhe verloren hatte. „Sie sind in letzter Zeit sehr aktiv geworder in Ihrer Sympathie für Deutschland, de Jong.“ „Ist das ein Wunder, wenn man die vieler Fehler sieht, die hier ununterbrochen begangen werden? Der Deutsche kolonisierte mit Fleiß, Humanität und Energie, er war der pädagogische Kolonisator. Frankreich aber? Der Franzose hat wenig Talent zum Kolonisieren. Er ist zu sehr Gallier und zu wenig Völkerfreund.“ De Jong sah mit einem weiten Blick hinaus in die nächtliche Landschaft. Der Mond stand jetzt jenseits des Hauses über einer düsteren Gruppe unkenntlicher Bäume. Sein weißes Licht lag kalt auf dem kurzen harten Gras vor dem Hause. Es mußte schon weit nach Mitternacht sein; de Jong begann zu frieren. „Wollen wir auch zur Ruhe gehen?“ Er stand auf und reckte die Arme:„Der Tag war sehr lang für mich.“ Drittes Kapitel Njong zog mit übertriebener Bewegung an dem Strick der Pflanzungsglocke. Heute, wie jeden Morgen, war es ihm ein Spaß, das helle Läuten hervorzuzaubern. Er zog so stark, daß er dabei fast in die Knie sank und mit dem hoch schwingenden Strick wieder in die Höhe schnellte. Dabei strahlte sein schwarzes Gesicht, der Mund stand weit auf und gurgelnde Wonnelaute daraus hervor. Der helle Glockenton riß den ganzen Gebäudekomplex aus dem Schlaf. Im Boyhause wurde es zuerst lebendig. Ein Haufen nackter schwarzer Bengel stürzte unter lautem Schnattern zum Brunnen. Jeder wollte der erste sein. Wasser spritzte in hohem Bogen, ein Hund kläffte, ein Bengel schrie, Ohrfeigen und Püffe knallten auf nackter Haut. Dann ein Sprudeln, Prusteln, Gurgeln, und der ganze Haufen, nackt und naß, jagte um das Wohnhaus herum, um in der aufsteigenden Sonne zu trocknen. Niong zog unterdessen unentwegt den Strick, er gab von diesem morgendlichen Vergnügen freiwillig nicht eine Sekunde her. Da kam aber ein fremdes Geräusch in das helle Klingen, dem Njong so hingegeben lauschte. Für einen Augenblick hielt er den Strick fest und blieb in der hockenden Stellung, in der er sich gerade befand. Das war doch——, das konnte doch nur—, Njongs scharfes Gehör war ganz auf das fremde Geräusch gespannt. Das war doch ganz bestimmt——. Er ließ den Strick los und stürmte in dar Wohnhaus. Der Herr mußte benachrichtigt werden. Rücksichtslos pochte er an die Tür von Hartmanns Schlafzimmer. „Ein Auto kommt, Herr—. ein fremdes Auto.“ Hartmann fuhr aus tiefem Traum. Im ersten Augenblick wußte er nicht, wo er eigentlich war. In seinen Sinnen war noch das heulende Sausen einer Granate, und eben jetzt der dumpfe Krach. dem die Erde aufftieg wie eine schi ind ihn mit brausende Fontäne und wie eine schwarze, unter sich begrub. (Fortsetzung folgt.) bereits auf Korsika Betonung der notwendigen Einigkeit aller Frangosen Paris, 2. Jan. Ministerpräsident Daladier traf am Montag früh an Bord des Kreuzers Foch“ in Ajaccio ein und ging gegen 9.00 Uhr an Land, wo er von den Spitzen der Behörden empfangen wurde. Die begleitet von dem Kreuzer„Colbert“, weiteren 8000=Tonnen=Kreuzern und drei Torpedobootszerstörern. Daladier und seine Begleitung begaben sich sofort zur Präfektur, wo der offizielle Empfang stattsand. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt hieß den Ministerpräsidenten herzlich willkommen. Ei erinnerte an die Vergangenheit Korsikas und Napoleon, der von hier aus seinen Siegeszug durch Europa angetreten habe, und wies darauf hin, daß der einem Kreuzer reise, der den Vergangenge trage. Die weit zurückliegende Vergange###it vereinige sich daher mit der nahen zu einem Symbol. Der Vorsitzende des Generalrates Aoccio und Abgeordnete Rozza=Gella griff anschließend das Wort. Daladier reiste dann weiter nach Bastia, wo gegen 15 Uhr eintraf. Dort wurde zu Eyren es Ministerpräsidenten ein offizieller Empang veranstaltet. Der Burgermeister legte n seiner Begrüßungsanso ache ein Bekenntnis u Frankreich ab, mit dem sich Korsika für mmer verbunden fühle. Daiadier unterstrich n seiner Antwort diese Erklarungen des Bürgermeisters und betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der Einigkeit aller Franzosen. Der Friede nach außen habe den Frieden nach innen zur Voraussetzung und Vorbedingung. Von Korsika, so sagte er dann u. a, werde er sich nach Noudafrika, hegelen. und zwar zu jener Provinz, die„vielleicht ben festen Fels darstelle". Rombesuch am 11. Janugr Chamberlain und Halifax vier Tage in Rom Rom, 2. Jan. Der englische Premierminister Chamberlain und der Außenminister Lord Halifax werden, wie amtlich bekannt wird, mit ihrem Gefolge am 11. Januar in den frühen Nachmittagsstunden im Sonderzug in der italienischen Hauptstaot eintreffen. Chamberlain und Halifax werden noch am gleichen Nachmittag vom Duce mpfangen, der am Abend im Palazzo Venezia zu Ehren der englischen Staatsmänner ein Essen mit anschließendem Empfang veranstatter. Am darauffolgenden Donnerstag werden Chamberlain und Lord Halifax an den Königsgräbern im Pantheon und am Grabe des Unbekannten Soldaten Kränze niederlegen und anschließend vom König und Kaiser empfangen, der ihnen zu Ehren ein Frühstuck im Schlosse gibt. Nachmittags werden die englischen Gäste einer Vorführung der faschistischen Jugendorganisation im Forum Mussolini beiwohnen; abends findet eine Galavorstellung in der Königlichen Oper statt, nach der der italienische Außenminister ein Essen veranstaltet. Der Freitagvormittag bleibt für den Besuch der englischen Staatsmänner im Vatikan frei. Nachmittags werden sie die AutarkieAusstellung und die Ausstellung für das Siedlungswerk besichtigen, worauf sie am späteren Nachmittag einer Einladung des Gouverneurs von Rom zu einem Empfang auf dem Kapitol folgen. Am Abend gibt der inglische Botschafter Lort Perth ein Essen. Samstagmittag werden die englischen Staatsmänner die italienische Hauptstadt wieder verlassen. Tarnenz Srlel und Errtt Ainglich burg der Deutsche verr#nd gegründet Zum 25. Male Paarlaufmeisterschaft Herber=Baier und Felig Kaspar Favoriten Zum 25. Male Paarlaufmeisterschaft Schon einmal waren die deutschen Eisläufer zusammengeschlossen, als im Jahre 1889— also vor einem halben Jahrhundert— in Ham * d e r D e u t s c h e u n d O e s t e r r e i c h i s c h e E i rbai und Orsterkeihische Eislaufver##und gegründet wurde Diese Verbindung wurde bis 1897 aufrechterhalten, dann vereinigten sich die ostmärkischen Eisläufer im Oesterreichischen Eislauf=Verband. Die judetendeutschen Vereine verblieben bei dem zum Deutschen Eislauf=Verband benannten Zusammenschluß dei deutschen Vereine bis zum Kriegsende. Wenn im ersten Jahr nach dem Zusammenschluß von Altreich, Ostmark und Sudetenland Kunstlaufmeisterschaften, wiederum gemeinsam bestritten werven, so lestihl voch ein großer Unterschied gegenüber den Veranstaltungen am Ausgang des letzten Jahrhunderts Damals bestand das sportliche Bindeglied, heute nnter alpicher Flage- gehoren nand nur rus sportliche Bindeglied, heute stehen alle unter glenhe: Flagge, gehoten aue einem Reich an. Pfuirufe auf England Begeisterter Empfang der Seychellen=Araber in Kairo Kairo, 2. Jan. Von Suez kommend, trafen die palästinischen Araberführer, die monatelang auf den Seychellen=Inseln in Verbannung gelebt hatten, in Kairo ein. Auf dem Bahnhof wurden sie von einer riesigen Menge mit begeistertem Jubel empfangen. Die Menschen drängten sich schon auf dem Bahnsteig, um den nationalen Führern den ersten Bruß zu entbieten. Als diese das Gebäude verließen, umbrandete sie stürmische Begeisterung. Die Massen der verbeigeströmten Araber brachten Hochrufe auf den Mufti aus, verlangten in Sprechchören, daß das Arabertum in einem Staate geeinigt werde und riefen immer„Palästina ist arabisch!“ Fortwährend wurden auch Pfuirufe auf England laut. Der aus seiner Verbannung von den Seychellin=Inseln zurückgekehrte Bürgermeister von Jerusalem gab eine Erklärung darAber ab, wie die Engländer mit den verbannten Araberführern umgegangen sind. Die Engländer hätten sie nicht wie Verbannte, sondern wie politische Gefangene behandelt. Fünfehn Monate hätten sie mit niemanden sprechen dürfen. Bis in die letzte Zeit hinein seien sie stets von Polizisten begleitet worden, die selbst ins Bethaus mit hineingegangen seien, so daß sie nicht einmal alleine beten konnten. Infolge des äquatorialen und ewig feuchten Klimas seien schließlich alleerkrankt. Ein Regierungsarzt, der aus Kenia herbeigeholt wurde, habe endlich regierungsaatlich eine Ueberweisung nach Cypern empfohlen. Inzwischen seien die Araberführer aber freigelassen worden. Da die aus der Verbannung Heimgekehrten über die wirklichen Vorgänge in Palästina noch in völliger Unkenntnis sind, und sich erst bei ihren Freunden darüber informieren müssen. önnen Beschlüsse über die Londoner Palätina=Konferenz erst in einigen Tagen erwartet perden. Nach dem Eintreffen des Delegierten ps Beirat beginnen die Veratzengen en sontag ginnen. Sie bringen ein Jubiläum, denn zum 25. Male wird in diesem Jihr die Paarlaufmeisterschaft entschieden, die den Auftakt bildet. Die Männer ermitteln ihren 39 Meister. Sechs Paare haben sich gemeldet, unter ihnen als Titelverteidiger die Weltmeister und Olympiasieger Maxi Herber=Ernst Baier vom Verliner Schlittschuhklub, der außerdem die neuen Brandenburg=Meister Inge Koch=Noack stellt. Aus Wien kommen die Geschwister Ilse und Erik Pausin, die gefährlichsten Gegner für die Favoriten Herber=Baier. Münichen entsendet Sophie Schmidt=Rambold. Dortmund P#### ropameister im Rollschuhraufen Magrei Lauel Waldeck und Nürnberg Roth=Wal er. Um den Titel bei den Männern, der am 7. Januar im Berliner Sportvalast entschieden wird, bewerebn sich acht Teilnehmer. An der Spitze steht Weltmeister Felix Kaspar vom Wiener EV. Ernst Baier verteidigt seinen Tite lnicht. Wenn Kaspar bis dahin aus Australien zurück ist, gibt es keinen, Zgeisel über den Meister 1939. Im andreen Fau. wird sich ein harter Kampf entspinnen zwischen Edi Rada vom BK Engelmann Wien), Emil Ra enhofer(Wiener EV), Ulrich Kuhn(Rot=Weiß Berlin), Günther Lorenz(Berliner SC) Horst Faber(Münchener EB), Erich Zeller,„(ot: Weiß Berlin) und Franz Loich'nger Munchener EB). Im Rahmen dieses Abnd tre'en Herber=Baier auch zu einem Schaulaufen an. Für den internationalen Tanzwettbewerb wurden drei Mildungen abge ehen: Frauen=Junioxlaugen„um den Schont angg Eisbockepprogram: gute Unterhaltung, do sich über die drei Tage die liner Vereine mit dem Schwedenmeister Stockholm messen werden. Italien erwartet Zusätzliche Tribünenbauten zum Deutschland=Spiel Beschlüsse über die Austragung von Länderwerden, darüber ist die Oeffentlichkeit schon unterrichtet worden. Frankreich. Jia ien, UI. schwebenden Verhandlungen beurteilt. Der Reusiolini=Stadion in Mailand als Kampftäte England für den 18. Mai nach Budapest angeGleichzeitig hat der italienische Verband auf seiner letzten Sitzung bestimmt, daß der Linderkampf gegen Deutschland im Pozafungsper. zu Rom veranstaltet wird. Das mögen der Anlage wird durch bünenbauten erbeblich veraronert. Das Sviel wird wie ursprungung angesetzt, am 26. März durchgeführt. ndReu-ahche bei werden insgesamt acht Titel vergeben. Di schaftswettbewerb mit der Leistungsnadel des sämtliche Mitglieder des Nationalsezngeßiches den Läufern der Altersklasse vorbehalten, die früher der Klasse 1 angehörten. Nach dem Abschneiden im Torlauf werden die zum Torlauf zugelassenen Wettbewerver bekanntgegeben. Der Ski=Spähtrupp=Lauf ist nur für die Wehrmacht Die Zeiteinteilung ist wie folgr vorgesehen: Mittwoch, 22. Februar: Flaggenbissung am Adolf Hitler=Platz;„23. Februar: Start zum Ski=Spahtrupplauf uber 25 km; Samstag, 25. Februar: Start zum Abfahrtslauf fur Manner und Frauen. Kameradschaftsabend. Sonntag, 26. Februar:Start zum Torlauf für Männer, anschließend Frauen. Siegerehrung am Adolf Hitler=Platz. Die erste Tagung des RSRL Der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen veranstaltet in den Tagen, gom 13 bis 15. Januar im Hause be ggtin eine Sports auf dem Reichssportfeld in B.:,### erste Fuhrertagung, in deren Mittelbank die feierliche Aufnahme der neuen Svortgaue Ostmark und Sudetenland stehen wird. An dieser Arbeitstagung werden die Reichsfachamtsleiter sowie alle Gau= und Kreisführer teilnehmen. Amerikaner melden sich früh an Der Ski=Verband der Vereinigten Staaten ihm, in einem romantischen Ohnehaltflug von Stockholm aus quer über die Ostsee in einem einsitzigen Eindecker die Sowjetgrenze zu überfliegen und bis in die Gegend von Twer, 200 Kilometer von Moskau entfernt, vorzustoßen. Dort war er nach seiner Notlandung verhaftet Das Sowjetgericht billigte mildernde Umstände zu und verurteilte Grover zu einer Geldstrafe von 1500 Rubel und zur Ausweisung aus der Sowjetunion, da er nicht in „konterrevolutionärer Absicht“ geboxrheif, bahe, Nach wie vor bleibt es allerdings frag.## or die Frau Grovers jetzt aus der Sowjetstaatsangehörigkeit entlassen werden und die Erlaubnis zur Ausreise aus der Sowjetunion erhalun vich. Rechenkünstlerin vergaß ihr Alter... Große Heiterkeit erregte vor einem Pariser Gericht ein Vorfall, in dessen Mittelpunkt die französische Rechenkünstlerin Jegung stand. Sie hatte gegen den Dircttor eines Varietés, bei dem sie arbeitete, Klage auf Zahlung rückständiger Gage crhoben und sollte bei dieser Gerichtsverhandlung ihr Alter angeben. Sie gab an, sie sei 27 Jahre aft; da unterbrach der Richter und warf ein, daß aus den Akten doch hervorgehe, sie sei 31 Jahre alt. Unter dem Gelächter des Publikums erklörte die Künstlerin mit unerschüterlicher Ruhe, sie habe ihr Alter vergessen— was allerd einer Rechenkünstlerin einigermaßen dig anmutet. Der Vorgesetzte Der in Warschau sehr unbeliebte sident Tropoff ging einst spazieren, a.:n plötzlich ein eleganter Herr entgegentrat, ihm seelenruhig und unbehindert eine schallende Ohrfeige verabfolgte und dann ebenso seelenruhig in der Menge der Passanten verTropoff war sprachlos und stand eine ganze Weile unbeweglich wie ein Stein; dann raffte er sich zusammen und fuhr seinen hinter ihm stehenden hünenhaften Leibkosaken an.„Elender Hund, warum hast du dich nicht gerührt: „Ich glaubte, es wäre dein Vorgesetzter, Herr!" erwiderte der Kosak mit unbeweglichem Gesicht. den. 20 Männer und 5 Frauen sollen für das Sternenbanner starten. Bobmeisterschaften in Schierke Für die Deutschen Bobmeisterschaften im Zweier und Vierer am 21. und 22. Januar in Schierke sind jetzt die Ausschreibungen erschienen. Gefahren wird in je einem Vorlauf und zwei bezw. vier Rennlaufen, über deren Zahl die Rennleitung entscheidet Die Meisterschaften sind international ausgeschrieben, so buß auch mit ausländischer Beteiligung kann. Die Durchführung hat die NSKK=Gruppe Niedersachsen übernommen. Auch der 6. Versuch mißglückt Der französische Brustschwimmer Jaques Cartonnet verfolgt mit erstaunlicher Hartnäckigkeit das Ziel, einen neuen Landesrekord im 100 m=Brustschwimmen aufzust llen. Zum sechsten Male ging er in einer Woe— diesmal wieder in Troyes— an den Start, erreichte aber nicht mehr als 1:12,2 Minuter. womit er klar hinter seiner bisherigen Bestleistung blieb. Kommt Braddock wieder? meister Len Harvey verpflisgpe; z. gondoner Gefecht soll am 10. oder 11. Ml im Tonbonl. Earl's Court steigen. Wein Prozeß gegen SPu.=Zunktionäre GPU.=Chef verhaftet und rechtzeitig gestorben“ Moskau, 2. Jan. Ueber den Prozeß gegen die fünf GPU.=Funktionäre der Moldauischen Sowjet=Republik, über den bereits ui wurde, gibt das Kiewer Blatt„Sowfe. skaja Ukraine“ vom 31. Dezember weitere Einzelheiten bekannt. Die ersten Verhöre hätten, wie es in dem Prozeßbericht heißt, bestätigt, daß die Angeklagten„ungesetzliche Methoden“ bei der Erzwingung von Geständnissen der Untersuchungsgefangenen angewendet hätten. Der Angeklagte Juffka, bisher ein leitender Beamter des GPU.=Sicherheitsdienstes der Moldau=Republik, gab zu, einen „effektiven Bericht" über eine angebliche„faschistische Jugendorganisation" verfaßt zu haben nach dessen Schema er und die übrigen Angeklagten dann von ihren Opfern Gesansnisse Jufia wie die Abrigen angeklagten SpuFunktionäre wollen im übrigen die nen für ihre„provokatorische" Tätigkeit von dem früheren GPU.=Chef des Moldaugebietes, Schirokiw, erhalten haben. In diesem Zusammenhang gab der Staatsanwalt die e überraschende Erklärung ab, daß der frühere „Innenkommissar der Moldauischen Republik, Schirokiw, mit den Angeklagten des Prozesses zusammen verhaftet worden war, vor dem Gerichtstermin jedoch„gestorben“ sei. In Verbindung mit dem Kiewer Prozeß verdienen die in letzter Zeit umlaufenden Gerüchte erneute Beachtung, wonach auch der GPU.=Chef der gesamten Ukraine, Uspenki, vor kurzem verhaftet worden sei. Bohregdione Bongischinannh Schanghal, 2. Jan. In einer des Zentral=Vollzugsausschusses und des Ueberwachungsausschusses der TschiangkaischekReaierung wurde der sellvertretende Barteivorsitzende und frühere Ministerpräsident Wangtschingwei aus der Kuomintangpartei ausgeschlossen und seiner sämtlichen Damit kut die Tichiangkaischel-=eaigrung den chinesischen Politiker, der bekanntnng a— Grund des Programms des japanischen Ministerpräsidenten mit den Japanern in Fühlung treten wollte, vollkommen fallen gelassen. Wie zu der Maßregelung von unterrichteten Kreisen noch bekannt wird, soll sich Tschiangkaischek auf der Sitzung des Zentralvollzugsausschusses persönlich für eine mirdere Behandlung des stellvettretenden Vorsitzenden der Regierungspartei eingesetzt haben. Gleichzeitig erfährt man Einzelheiten über die Ziele, die Wangtschingwen vatzsetreg, lungnahme mit den Japanern So hat er sich u. a. vor allem für den Vor: schlag Japans eingesetzt, daß China dem unkominternabkommen beitritt und den Kommunismus im Lande energisch bekämpft. Gattenliebe gegen Sowjetwillküie Ein englischer Ingenieur in Moskau verhaftet Grover verbandel, der Die(gremge der Ga. gangenen Jahres beimich b. Groger war fed. wietunion überflogen hatte. Grvbrl wur ftlr her als Spezialist für Erdölgewinnung längere Zeit in der Sowjetunion tätig und hatte sich dann jahrelang erfolglos Bisum für die Wiedereinreise in die Sowset, union bemüht, da seiner Frau, einer russischen Staatsangehörigen, namens Eeten. Golius, trotz der Bemühungen der englischen Botschaft in Moskau nicht die Erlaubnis zur Abreise ins Ausland erteilt wurde. Schließlich hatte sich der energische Engländer er eigens uu bregang# die Biiotenbrifens abgelest hatte. on#n# In wenigen Zeilen Auf Grund der gegenseitigen tschecho=siowakisch=ungarischen Amnestie sind aus der Strafanstalt von Illau 345 Ungarn entlassen worden, die im Oktober in das Gebiet der Slowakei eingedrungen und gefangengenommen worden waren. Der neue norwegische Kurzwellensender in Lambertseter bei Oslo ist am 1. Januar, abends, offiziell in Betrieb genommen worden. Den Höhepunkt des festlichen Eröffnungsprogramms bildete eine Ansprache des norwegischen Kronprinzen, der die Bedeutung des Rundfunks gerade fur das weitgestreckte und zum Teil dünn bevölkerte Norwegen hervorhob. Der Führer und Reichskanzler hat für die deutsche Beteiligung an der im Jahre 1942 in Rom stattfindenden Weitausstellung Dr. Maiwald zum Reichskommissar ernannt. Das Panzerschiff„Admirol Graf Spee“ das bisher in Kiel stationiert war, hat mit dem 1. Januar 1939 Wilhelmshaven als Hauptliegehafen erhalten. Wir trinken nach andern „Maßstacen Die neuen Bier= und Weingläser. aus 0.2 Liter=Gläsern. Am 1. Januar traten die Bestimmungen der Mat= und Gepechiggesevez#ber die eigentKratt, Für Vi=zulässig: 9.3r Eiter(früber 4), 25 buver(eüher z.), 035 Eiter(tüber via): und 1 Liter, sowie vom Liter an auswärts um Eiter keiner, d. b, gsg. Schankgesage 99 Liter 0.8 Liter, 0.1 Titer 6.6 Liter. 0.5 Liter, 0.4 Liter, 0.3 Liter, 0.2 Liter, 0.1 Liter. dem werden Gefäße von 1 Liter mit der Bed. h. nach ihrem Inbalt, wie oben ungerfeinz, bemtnäag oon alten Gefäße sind, und eine ErnersSune zihgruope Gasttäten, und szerser: in Weasall. Niemand in der Welt wird un heisen, außer wir heifen uns selbst. O I. Adolf Hitler: Beidr Eriftrungeschedes 10610. Ihre Vermählung geben bekannt: Dr. Hans Hoppe Studlenasreeor Charlotte Hloppe geb. Blomberg I. I. Mittelstr. 67 Schwerte(Ruhr S. Januar 1939 14 Statt jeder besonderen Anzeige! Heute morgen verschied nach dem Ratschluß des Allmächtigen plötzlich infolge Herzschlages meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Maria Camharina-Morschneuser geb. Brasse Im Alter von 65 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Alexander Miorschheuser, Ingenieur Schwerte, Allenstein i. Pr., Morp b. Erkrath, Kamen 1. Westf., Wesel, Sterkrade und Bochum, den 2. Januar 1939. Die Beisetzung findet statt am Donnerstag, dem 5. Januar, nachm. 3 Uhr vom Trauerhause, Hagenerstr. 102. Von Beileldsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Verstorbenen danken wir herzlichst. Familie Theodor Kleis Schwerte(Ruhr), im Januar 1939. 1·. Bureraum zum 1. Febr. 1939 zu mieten gesucht. 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Bekannimachungen Sprechtag der Kreishandwerkerschaft Iserlohn. Am Donnerstag. dem 5. 1. 1939. findet von 15,15 bis 18 Uhr im Lokale Kordeck, Kampstraße 20. eine kostenlose Sprechstunde der Kreishandwerkerschaft Iserlohn für die Handwerker der Stadt Schwerte und des Amtes Westhofen statt. Spendet für das WHW. bediung, Gurten und Kielnkierhe Leichter Winterschutz der Garlengewächse verhütet schädigende Nachwirkungen Von Fritz Engelbart, Berlin=Lichterfelde. Bei längerer, stärkerer Frostdauer können an verschiedenen Gartenpflanzen schädigende Einflüsse entstehen, die sich oft erst im folgenden Sommer oder noch später auswirken. Manche derartige Schädigungen sind durch einen leichten Winterschutz fernzuhalten, den man vorbeugend stets anwenden sollte. An den Obstbäumen entstehen durch starke Frosteinwirkungen längsgerichtete Risse in den Stämmen und Rindenwundstellen, Frostplatten genannt, die das Wachstum und Leben der Bäume gefährden. Bei tieferen Bodenfrösten trifft das auch für das Wurzelwerk zu, ein ausreichender Schutz der Baumscheiben ist anzuraten. Vom Steinobst sind Pfirsiche und Aprikosen besonders empfindlich: die Frostbeulen verursachen Saftstockungen, und der sehr schädigende Gummifluß kann dadurch verstärkt werden. Gegen starken Dauerfrost werden deshalb, zumal in rauheren Lagen, die Stämme der Obstbäume, junge Anpflanzungen zuerst, bis zu den unteren Astteilen mit Schilfrohr, Reisia oder sonstigem Schutzmaterial umhüllt. In ähnlicher Weise werden(mit Sackleinen usw.) die Rebstöcke geschützt, wenn sie in weniger günstigen Lagen nicht besser niedergelegt werden. Einen unmittelbaren Schutz gegen Frost und Sonneneinwirkung im zeitigen Frühjahr bietet das Anstreichen der Bäume mit Kalkmilch(hier ohne Zusatz von Baumkarbolineum), wodurch ein gewisser Temperaturausgleich erreicht wird. Als weitere Abwehrmaßnahme ist das Räuchern oder Heizen in den Obstgärten anzuführen, wie es vornehmlich zur Zeit der Knospenbildung und Blüte vorgenommen wird: allerdings ist die Durchführung schwieria und die Erfolasaussicht. In Weinbaugebieten werden solche Maßnahmen gemeinschaftlich ausgeführt. Schließlich ist auch sie Düngungsweise mitbestimmend, zusätzliche aligaben können bis zu einem gewissen Grade vorbeugend gegen Frostschäden(und Pilzbefall) wirken. Beim Frostschutz der Gemüsepflanzen handelt es sich hauptsächlich um solche Arten und Sorten, die auch im Winter oder im Vorfrühjahr im Freien abgeerntet werden. Grünkohl ist winterhart und wird erst schmackhaft, wenn die Blätter Frost bekommen haben: ein leichter Winterschutz(Reisig, Laub) ist trotzdem in rauhen Lagen bei Dauerfrost erforderlich. Rosenkohl, ebenfalls eine beliebte Winterkost, ist empfindlicher und bleibt deshalb nur im gelinden Winterverlauf bei günstiger Lage und geschütztem Standort auf den Beeten, sonst wird er in Gruben eingeschlagen und nach Bedarf mit Stroh bedeckt. Wintersalat(Kopfsalat, Rapünzchen) wird vor Frost und öfterem Auftauen durch Laub oder Reisig geschützt. Diese verschiedenen Schutzmaßnahmen werden so angebracht, daß die abzuerntenden Gemüse leicht erreichbar bleiben. Die meisten sonstigen als Wintergemüse bezeichneten. Arten— Winterendivien, Winterrettich. Winterschnittlauch, Winterspinat— werden vor dem Frost herausgenommen und im Keller in Sand eingeschlagen oder in Töpfen und Mistbeeten weiter frisch gehalten. Mehrjährige Gemüse brauchen meist auch leichten Winterschutz. Artischocken werden vor Frostbeginn, nachdem die Stengel über dem Boden abgeschnitten und die Blätter zusammengebunden sind, angehäufelt und nach Bedarf noch mit Mist oder Torfmull abgedeckt. Spargel= und Erdbeerbeete werden mit kurzem Duna belegt, Rhabarber erfordert ebenfalls eine Decke aus Mist, der im Frühjahr untergegraben wird. Von den Blumenbeeten sind die empfindlichen Knollengewächse vor Frostbeginn eingekellert worden, um sie erst wieder anzupflanzen, wenn im späten Frühjahr jede Frostgefahr vorüber ist. Eine Anzahl hübscher Blüher sind aber draußen geblieben, die uns früher oder später im Frühjahr erfreuen sollen. Auch sie erfordern einen Schutz aus Reisig oder Laubwerk, u. a. Anemonen, Hyazinthen, Narzissen, Tazetten, Iris, Lilien. Niedrige Rosen begnügen sich damit, wenn sie angehäufelt werden. Die bereits mit Knosven versehenen Rhododendron erhalten einen Winterschutz aus Laub, Torfmull o. dal., im Bedarfsfall werden sie mit einem leichten Holzgestell überbaut, das mit eienem Schutzmittel bedeckt wird. Wir verfeuern jetzt Kohlen statt Holz Man verrät ja kein Geheimnis mehr, wenn hervorgehoben wird, daß in letzter Zeit das Brennholz knapp geworden ist. Das liegt daran, daß unser Holzvorrat schon kaum noch ausreicht, um die notwendigsten Bedürfnisse auf dem Baumarkt befriedigen zu können. Außerdem ist Holz für die verschiedensten Erzeugnisse zum wichtigen Rohstoff geworden. Man muß also nach Mitteln und Wegen suchen, auf jede erdenkliche Weise Holz zu sparen. Es kommt nicht darauf an, die notwendige Einfuhrziffer für Bauholz herabzusetzen, es ist im Hinblick auf die Rohstoffgewinnung aus Holz sogar erforderlich, Holz nicht planlos zu verbrennen, wie das oft noch üblich ist. Allerdings gibt es noch in sehr vielen Haushaltungen Feuerstellen, die nur auf die Verheizung von Holz eingestellt sind. Hier liegen die größten Möglichkeiten, den Brennholzverbrauch, wie es im Interesse der Gemeinschaft liegt, zu vermindern....2 gi. n u Die Umwandlung der bisher nur nach den Gesichtspunkten für Holzfeuerung zusammengebauten Oefen und Herde muß natürlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen werden. Die Umstellung der Oefen auf anderes Heizmaterial soll ja nicht nur helfen Holz sparen, das andere Heizmaterial soll auch genügend Wärme spenden. In Feuerungen mit auswechselbarem Rost ist die Umstellung denkbar einfach. Diese Möglichkeiten bieten alle modernen Oefen und Herde. Um den gleichen, wenn nicht höheren Heizeffekt zu erzielen, wird der für Holzverfeuerung verwandte Rost ausgewechselt, und schon können in der gleichen Feuerung Braunkohlenbriketts verwandt werden. Allerdings ist dann noch die bei Holzfeuerung notwendige Zweitluftöffnung zu schließen, da sie bei Kohlenfeuerung nicht notwendig ist. Zum Verschließen dieser Oeffnung verwendet man Eisenkitt, eine Mischung aus Wasserglas und Graphit. Wenn man in Zukunft statt Holz Steinkohle verfeuern will, dann muß der abgeschrägte Feuerraum, der bei allen Holzöfen so konstruiert ist, und der tiefliegende Rost verändert werden. Da meist der alte Rost nicht mehr ausreicht, muß er durch einen größeren ersetzt werden. Die bisher seitlich abgeschrägten Schamottwände müssen jetzt senkrecht eingebaut werden, und es ist weiter darauf zu achten, daß die Roststäbe einige Zentimeter tiefer liegen als die Unterkante der Feuertüre. Das ist notwendig, damit die Glut nicht herausfällt. In der Mehrzahl der Fälle dienen auf dem Lande die Herde nicht nur zum Kochen, sondern auch als Wärmespender den ganzen Tag über. Da, wo auch die Herde bislang nur für Holzfeuerung eingerichtet waren, wird der Umbau im Interesse der notwendigen Holzersparnis besonders notwendig. Die Feuerstellen in Herden mit Holzfeuerung zeichnen sich dadurch aus, daß sie besonders tief liegen, sie sind auch viel größer als es bei der Kohlenfeuerung notwendig ist. Es muß also zunächst der Rost gehoben werden, was man durch Unterlegen von Schamottsteinen erreicht. Da auch der Feuerraum bei Holzfeuerung, von der Herdtüre aus gerechnet, zu tief für die Verbrennung von Kohlen ist, müssen bei Verwendung der alten Roststäbe diese hinten entsprechend abgemauert werden: so wird der Feuerraum entsprechend kleiner. Bei kleineren Herden soll die Rostfläche nicht größer als 14X20 cm sein, größere Herde brauchen eine Rostfläche von 16X25 cm. Da auch bei Herden mit Holzfeuerung Zweitluftöffnungen vorhanden sind, müssen diese beim Umbau auf Kohlenfeuerung ebenfalls mit Eisenkitt verschlossen werden. In gleicher Weise bedeutungsvonl für die Brennholzersparnis ist der Umbau von Holzfeuerungen bei Wasch= und Futterkesseln. In diesen Feuerungen und meistens lange und breite Roste vorhanden. Die Umstellung ist hier am einfachsten. Die Rostfläche wird hinten entsprechend abgemauert und seitlich die Feuerraumwand verstärkt. Es ist zweckmäßig, dann noch ein neues, dicht schließendes Feuergeschränk und einen Rauchschieber auszubauen, weil durch zweckmäßige Regulierung der Zugstärke unnötige Brennstoffverluste zu vermeiden sind. Die aufgeführten Möglichkeiten geben gute Anhaltsvunkte beim Umbau der Feuerungen. Es ist in allen Fällen ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Heinz Dick. Unser praktischer Winke Jede Ziege haßt den Strick. Die Leistungsfähigkeit jeder Ziege wird im wesentlichen auch durch die gute Haltung bestimmt. Es ist also ratsam, sich auch einmal um die Inneneinrichtung des Ziegenstalles zu kümmern. Allgemein ist hier zu sagen, daß die Ziege, die ihrer Herkunft nach ein Tier der Berge ist, räute reichen wir der Ziege natürlich in Eimer, aber auch hier kommt es darauf an, wie man das macht. Es besteht ja auch keine Notwendigkeit, daß die Tränke immer wird. Befestigt man den Eimer an der Stallwand, dann ist auch diesem Uebelstand abgeholfen. Unser Bild zeigt einen Ziegenstall, wie man ihn in neuerer Zeit erfreulicherweise bei manchem Ziegenhalter findet. Warum soll nun nicht jede„Zicke“ einen Stall haben, der ihr be haat? Weiches Regenwasser wird aufgefangen. Für die Wäsche ist die Benutzung von weichem Regenwasser besonders vorteilhaft. weil aus der Wasserleitung oder dem Brunnen nur hartes Wasser zur Verfügung steht. Wenn die Wassertonne gefüllt ist, wird die Klappe am Abfallrohr geschlossen. Auffangen von Regenwasser geschieht gewöhnlich in der Form, daß unter das Ablaufrohr der Dachrinne eine große Tonne gestellt wird. Da man aber zur Trockenhaltung des Hofplatzes bemüht sein muß, ist es zweckmäßig, in dem Ablaufrohr der Dachrinne eine Klappe an„Landw. Bilderdienst“ 14 Ohne Kette bewegt sich die Ziege ganz wie's ihr behagt. die angestammte Liebe zur Bewegungsfreiheit trotz ihrer Umwandlung zum Stalltier nicht aufgegeben hat. Nichts ist der Ziege mehr verhaßt als ein Strick. Geben wir ihr also einen genugend großen Stall, am besten eine Boxe, in der sie sich„ungebunden" bewegen kann. Auch das Raufutter, das man der Ziege gibt, muß nicht unbedingt auf dem Boden liegen. Dort wird es ja doch zur Hälfte meist zertreten. Aus einer vraktischen Raufe frißzt die Ziege viel lieber. Die „Landw. Bilberdienst“ M(2). Regenwasser direkt in die Waschküche geleitet, erspart viel Mühe. bringen zu lassen, so daß man nach Bedarf das Wasser in eine Tonne ableiten oder es in die Entwässerung laufen lassen kann. Solche Blechklappe fertigt jeder Klempner für wenig Geld an. Es ist auch möglich und empfehlenswert, das Ablaufröhr der Dachrinne gleich in die Waschküche zu leiten und dort eine passende Klappe anzubringen, so daß das Regenwasser direkt in besondere, dafür gemauerte Behälter laufen kann. Sobald diese Behälter gefüllt sind, wird die Klappe geschlossen und das Regenwasser in die Abwasserleitung geleitet. Aus den beiden Zeichnungen ergibt sich alles wesentliche. Siedler Höppner, Zurow. Behandlung erfrorener Kartoffeln Von Diplomlandwirt Bindseil, Bitterfeld. Werden die Kartoffeln plötzlich einer sehr großen Kälte von etwa 10 Grad ausgesetzt, so werden sie steinhart, ohne im geringsten süß zu schmecken. Sie sind tot, sagt der Fachmann, und bald nach dem Auftauen faulen sie, wenn man sie nicht auspreßt und trocknet. Gelangen dagegen die Kartoffeln in eine Kälte nahe dem Gefrierpunkt oder nur einige Grade unter Null, so werden sie süß, ohne zu erstarren. Bei richtiger Behandlung behalten die erfrorenen Kartoffeln noch denselben Wert wie die unerfrorenen. Die süßlich gewordenen Kartoffeln können unbedenklich an das Vieh verfüttert werden. Die in starker Kälte erfrorenen Kartoffeln dagegen soll man nach dem Auftauen auspressen und dann gekocht an die Schweine oder an das Rindvieh verfüttern. Sie können auch, noch gefroren. gerieben und zu Stärkemehl verarbeitet werden. Schließlich kann man sie auch, nachdem sie aufgetaut und ausgepreßt sind. an der Luft oder im Backofen trocknen und dann zu Mehl maylen. In Ermangelung einer Presse können sie mit Wasser übergossen und zerstampft werden. Das Wasser läßt man so oft ab und ersetzt es durch reines, als es übelriechende oder farbige Teile aufnimmt. Der Rückstand wird endlich in dünnen Lagen an der Luft oder im Backofen getrocknet. Auch die ganz erfrorenen Kartoffeln breitet man, um Fäulnis zu verhüten und sie zur Branntweinbrennerei und Viehfütterung brauchbar zu erhalten, dünn auseinander. Dabei dürfen nicht mehr als 2 bis höchstens 3 Knollen übereinander liegen. Hat man nicht genügend Gebäuderaum, so kann dies unter offenen Schuppen und selbst auf einem freien Rasenplatz geschehen. Dort bleiben sie immer wenigstens zur Viehfütterung brauchbar. Nach und nach kleingehackt und mit gutem Häcksel vermengt, können diese Kartoffeln in kleinen Portionen und mit anderem Futter dem Vieh gegeben werden. Die Keime der Kartoffeln enthalten giftige Bestandteile. Deshalb soll man solche Kartoffeln niemals verfüttern, ohne vorher die Keime zu ent8 Druck u. Verlaa Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Hermann Kresse. Schwerte(Ruhr). Verantwortlich für den gesamten Tertteil: Hermann Kreise, Schwerte(Ruhr). Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte(Ruhr). Z. Zt. ist Preisliste 11 aültig. D.=A. XI/38: 1554. ESEMn Sc 3•.— Z. S# P##nas P#rs 2.159 0 SS.0g. G#.# gSSEgS-AATSERRRA SS•HMMRSDEESRRE Sa% BaäggSn: 9952 S35109553.M SSSSESGSOSESOSODOSSGGE DSSMOSR * S.„ EC Tngg. Sin Saapasagogg, 5 w DoSn 89 Ses S s EaS• 288—SSDSS TLRDDTRE, S S U TSOE 8n. * 9 „ n S• v TE.FE5 * S.3, Lo#2.8SS 2 „# 7. gSSG * SSS S ASEMSE GASSES ToorerHO:GT#S 85 S —* * 5 Die Eotse se aise Aeihe Pie ad eian. seicececesiesce len e eie „Wir fahren in den Himmel“, flüsterte der rung einer großartigen Todeslandschaft. Engel singen.“ Aber die rotbäckige Malwa,skleine Gesellschaft auf. Sie hatten, noch die junge Braut, die leicht an Fedjas Schul-lblendet vom Schnee, Mühe, auf der verschneiweibliche Taile zur Hand hatte, um die er sei, Sedio ve Zeu konstel hör ient fet epi, der blöde die Kunde gehen. Einen Augenblick sah bieiste.— Pruge Hogatet, wort hag, Schauspiel des placht. doch einen Schitten(Nenschen in der Stunde höchster Gefahr, das Erden Ein Schliten braucht Schne, shönen dtr eins zeiner gihnz, eegeher giere 1o8. Fedia. Venn nir diesen Bald da vorn durche], Die, Wölse,karmen gu g., e o—de Demn vir biesen Pisherng prsg brgalge de Böse hamen.—. Pagergr ehe. de. de del vrochense hastete astmathzisch Drana in der Tiefe. Es wurde rasch bunkel. die Augen von etwa Pjotr Esel!“ schrie er plötzlich mit rotem zwanzig Tiere, bis auf die Rippen Kopf, drückte ihn an die kleine Luke und gabsgert, von kleinem Bau, grauzgelber Färbung, — Soide(aufhäumte, an Hals, Flanke und Rücken. In Wder de ehpeskousfte, Perde bondten begelschse, eine Seteiche uie den Scheul de Haropp mehr durchhalten. Nach kurzem un= tosen Tieces Aoresschrei mit dem Geheut der verwundeten Tiere. Ein Frontkrieg Mensch gegen Tier hatte begonnen. Ein Teil der Wölfe versuchte mit nervös flackernden Leibern den Wagen umzustoßen, ihn einzudrücken, die Fenster zu durchbrechen, während andere den Wagen umkreisten, um irgendwo eine Oeffnung zu entdecken. Das dicke Fensterglas aber hielt stand wie der Mut der kämpfenden Wageninsassen. Kam unter der Anprallwucht der Tierleiber der Wagen ins Schwanken, so warfen sich die drei auf die von den Wölfen bedrängte Seite. In Augenblicken erreichte das Grauen dieses Ringens seinen Höhepunkt. Mensch und Raubtier, Belagerte und Belagerer starrten einander in die Augen. Etwas Urzeithaftes hatte dieser Kampf um den Endsieg. In der Menschen mochte eine Erinnerung dämmern, vergessen seit Jahrhunderttausenden, da ihn die Ungeheuer der tropischen Urlandschaft anfielen. Stunden vergingen, Stunden rangen sie. Verschossen war die letzte Munition. Gegen Morgen warfen die Eingeschlossenen Lebensmittel vor die hungrige Meute. Von den verendeten und angeschossenen Tieren übrig geblieben als die im Schnee verstreuten Knochen. Als es dämmerte, zogen die Wölfe ab. Burjätische Bauern kamen durch die Taiga und fanden die Unglücklichen. Es hatte lange gedauert, bis sie die Klarheit des Heistes wiederfanden. Was aber war mit Altugi, der die Lärche erklettert hatte?„Ach, seht nur, seht, da oben sitzt noch einer!“ riefen die Burjäten einander erstaunt zu, als sie seiner merkwürdigen Lage gewahr wurden. Da saß Arkaij und schnitt Grimassen und hub ein an, das wie das der Wölfe klang. kittelfuß[Malwa war die erste, die wieder klar dachte Als die beiden Trauzeugen wieder einmallund die lippenbewegenden Mägner gnschre; Millelsug. #uls die beiben Trauzennege den Schneewall vor den Vorderrädern abtragen und in die Speichen packen mußten, tat der schwerhörige Alexej seinen Mund auf, um etwas sehr Unangenehmes vorzubringen. Er wies nämlich auf ein paar kaum erkennbare Spuren und Blutflecke im Schnee und sagte nichts als:„Wölfe!“ Die Wirkung war außerordentlich. Einen Augenblick verschloß allen die gespentisch auftauchende Gefahr den Mund. Da sprang Arkadij auf den Kutschbock, ergriff Zügel und Peitsche und schlug auf die armen Tiere ein, Pjotr mit zitternden Gliedern neden ihm sich von Zeit zu Zeit bekreuzigte. „Hört, auf mit Beten., un vr bewehre! Fedjal Alexej! Wir müssen so viel wie möglich abschießen!“........ Die Männer schossen durch die um einen schmalen Spalt herabgelassenen Fenster, und Malwa reichte ihnen mit fliegenden Händen die Patronen zu. Beim ersten Schuß schien es, als stöbe die Meute kopflos davon. Aber augenblicks sammelte sie sich wieder, schob mit geifernden Schnauzen dicht an den Wagen heran eine einzige Bestie mit zahllosen Köpvon ihnen schmerzlich aufheule Schnee rollten. Dann stürzte sie Heulen Volksweisheit Wer trinkt ohne Durst und ißt ohne Hunger, Der stirbt noch als Junger. * Ragt ein Balken in dein Zimmer, Unzertrennlich von dem Haus, So benutz' den Balken immer, Mach' dir einen Tisch daraus. Im Korn mag Unkraut dich ergötzen, Doch niemand wird's in Töpfe setzen.“ * Mit Recht verlachst du jemand, der da stritt, Daß er die Orgel spielt, weil er die Balge Doch eines mag dein Spotten etwas * Schweigen, Dulden, Lachen Hilft zu manchen Sachen. Was der Mensch zu tragen vermag Wahrscheinlich die größten Lasten, die je ein Menschenrücken auf beträchtliche Entfernung hin getragen hat, sind die Erzlasten, die von den Minenarbeitern in den chilenischen Anden noch bis etwa um das Jahr 1900 herum aus den dortigen Bergwerken zutage gefördert wurden. In einer Kupfermine, die etwas abseits von der Hauptkette der Kordilleren in einer Schlucht lag, mußte sämtliches Erz gegen 150 Meter aufwärts geschaft, wobei jeder Mann durchschnittlich 250 Pfund bewältigte. Diese Leistung wird noch licher dadurch, daß die Arbeiter jene 150 Meter auf Leitern zu überwinden hatten, die einfach zusammengezimmert waren und fast senkrecht standen, indem sich eine unmittelbar an die andere anschloß. UTU OWTr G Beilage zur Schwerter Zeitung Dar UU A MM Roman von Werner E. Hintz Urheberrechtsschntz: Central-Büro (Nachdruck verboten) Moessesenenbenensseseessenbessbenessssesenenerenefetesesesenenbeesensessssssensssenabsensenesnnn 9 „Von dort, aus der Nachbarkabine.“ Schon stand Steven an der Tür, drückte auf die Klinke. „Abgeschlossen!“ „Der Schlüssel muß stecken!“ 3a, Dier. 56u. v, 81. Mit zitternden Hanven drehre Steven den Schlüssel im Schloß. Ein leises Knacken, dann sprang die Tür auf. Der Nebenraum war in Dunkelheit getaucht. Nur durch die zweite, angelehnte Tür, die auf den Kabinengang führte, fiel ein schwacher Lichtstreifen. Mit jagenden Schritten eilte Steven dieser Tür zu, riß sie auf, stürmte auf den Gang dinaus...; Mpgauer 6a. Dort hinten gingen zwei Manner, Horder und Belot. In ihrer Mitte führten sie ein Mädchen hinweg. Barbara! Steven folgte ihnen, aber noch ehe er sie erreicht hatte, waren die drei vor Hörders Kabine angelangt, die sie hastig betraten. Hinter ihnen fiel die Tür ins Schloß. Ein Schlüssel knirschte. Vergebens rüttelte Steven mit aller Kraft an der Tür. „Herr Hörder! Doktor Belot!“ „Was ist?“ kam von drinnen die Stimme des Franzosen. „Ich muß mit Ihnen sprechen.— Barbara ist bei Ihnen. „Ja, Fräulein Barbara ist bei uns. Aber zu einer Aussprache sehe ich keine Veranlossung. 49 8 „Herrgott, so lassen Sie mich voch ein! Ich will Ihnen ja erklären...“ „Ich glaube, eine Erklärung ist unnötig. Ihre Worte zu Frau Georgia waren klar „Sie müssen öffnen, so hören Sie doch! Ich...“ Dann merkte Steven, daß Georgia neben ihm stand. Er verstummte mit einem heiseren Auflachen, maß die Frau mit einem langen Blick, schien noch etwas fragen zu wollen; wandte sich dann aber wortlos ab und eilte wie gehetzt seiner eigenen Kabine zu. Georgia folgte ihm mit den Augen, bis er verschwunden war. Dann erst verließ sie ihren, Platz vor Henning Hörders Kabine. Bleich und wie leblos ruhte sie auf dem Bett. Unter ihren geschlossenen Augen lagen bläuliche Schatten. Unmerklich nur hob und senkte sich ihre Bruf,. Lenning Bie AnardGewissenhaft befolgle Lenninn die Anordnungen des Doktors, hielt dann aber wieder inne, um Barbara zu betrachten. Wie tot lag sie da. Ihr Gesicht hatte den letzten Rest von Farbe verloren, und selbst in ihrer Bewußtlosigkeit schwand nicht der Ausdruck einer unendlichen Trauer, eines grenzenlosen Schmerzes aus ihren Zügen. Und doch, wie schön sie war in ihrer Hilflofskeit.„„„„„ Im gleichen Augenblia, als Belot mit einem Fläschchen in der Hand aus seiner Kabine kam, öffnete Barbara zum ersten Male die Augen. Ihr irrer Blick haftete auf den Gesichtern der beiden Männer, verständnislos, in banger Frage.„ K. Und dann plötzlich ram das furchtbare Begreifen. 56„ 6 6 Ein Schluchzen entrang sich ihrer Keyle. Verzweifelt preßte sie die Hände vor das Geicht K Als Horder trostend zu iyr sprechen wollte, wehrte Belot ihn kopfschüttelnd ab:„Lassen Sie doch. Das ist gut so. Die Tränen werden ihren Schmerz lösen.— Am besten wäre es, wir ließen sie ganz allein.“ „Nein, unter keinen Umständen! Wenn Sie gehen wollen— ich bleibe bei ihr!“ Schweigend standen sie da. Und endlich, endlich ebbte das wilde fassungslose Schluchzen ab. Barbara ließ die Hände sinken, blickte aus tränenfeuchten, trostlosen Augen auf die beiden Männer an ihrem Lager. Verzehen Gie? „Aber Barbara! Wir haben Sie um Verzeihung zu bitten, daß wir Ihnen diese furchtbare Enttäuschung nicht ersparten.— Aber wir konnten ja auch nicht ahnen, daß Sreven Jones Henning Hörder hätte diesen Namen nicht nennen dürfen. Wieder verzerrte sich Barbaras Gesicht zur starren Maske tiefsten Leides. „Lassen Sie, Barbara! Nicht mehr daran denken, Mädel! Er ist es nicht wert, daß sie auch nur eine Träne um ihn vergießen.“ Scheu streichelte der Deutsche über ihre Locken, ließ sich an ihrer Seite auf den Bettrand nieder.„Nicht mehr daran denken!“ Er blickte auf zu dem Platz, wo eben noch Aristide Belot gestanden hatte. Aber der war verschwunden...,..7menneh. „Sie müssen sich jetzt zusammennehmen, Barbara!" fuhr Henning ermutigend sort. „Es geht doch um das Schicksal Ihres Vaters! Sie wissen ja jetzt endlich, wie die Rollen verteilt sind, wir können uns in unsern Plänen und unserm Handeln danach richten und tappen nicht länger mehr im Dunkein.“ „Ich will ihm gegenüberstehen“, rief Barbara.„Ich will mit ihm abrechnen— mit ihm und Georgia— mit allen— allen!“ „Später, Barbara, später! Jetzt müssen wir vorsichtig sein. Vergessen Sie nicht, daß wir hier in der Minderheit sind, rettungslos der Gewalt dieser Banditen ausgeliefert. Wir dürfen uns nicht anmerken lassen, daß wir das Spiel zum großen Teil durchschaut haben! Wenn es uns auch noch so schwerfällt.— Wir müssen mit den gleichen Waffen der Verstellung kämpfen. Das Schicksal Ihres Vaters hängt davon ab, daß es gelingt, unsere Gegner zu täuschen!“ „Ja, Henning Horder, Sie haben recht! Sie haben ja auch schon immer recht gehabt, nur— ich wollte nicht daran glauben.— Hätte ich es doch nur getan— diese furchtbare Enttäuschung wäre mir erspart geblieben.“ I Halb aufgerichtet saß sie auf dem Lager. Ihr Kopf war ein wenig nach vorne gesunken. Ihre Locken streiften Hennings Brust. „So eine Enttäuschung bleibt wohl keinem Menschen erspart, Barbara.— Sehen Sie— Warum verstummte er so plötzlich? Fragend blickte Barbara in sein Gesicht. „Sie selbst? Hat Ihnen das Leben auch schon so eine Enttäuschung gebracht?“ Er nickte ernst.„Viele Enttäuschungen, Barbara, und das war auch sicherlich gut so, denn ohne Enttäuschungen wäre ich vielleicht bald zum Stillstand gekommen. Aber da ist eine, die ich noch immer nicht verwunden : In seinen Augen stand, was sein Mund verschwieg. Barbara verstand seinen werbenden Blick.„..## 8.an. u. Und plötzlich fano sich ihre Rechre in die harte Hand Henning Hörders. Ein warmes Gefühl wurde in ihr wach, so grundverschieden von der sehnsüchtigen Zuneigung, die sie für Steven empfunden hatte und ihr wieder doch so ähnlich. Ein Gefühl der Geborgenheit, vielleicht auch mehr. Wortlos ließ sie es geschehen, daß Henning seine Hand auf ihren Kopf legte, daß er sie langsam an sich zog. Nein, nicht mehr daran denken, an jenen anderen. Henning war ja bei ihr, seine Hand würde sie sicher durch alle Gefahren teiren. [Ihm konnte sie ihr Schicksal anvertrauen. * Als Henning Hörder wenig später die Kabine seines Freundes Belot betrat, stand der Franzose am Bullauge und starrte aus breunenden Augen in die Nebelnacht hinaus. „Selbstverständlich dürfen wir jetzt Barbara nicht mehr sich selbst überlassen, Belot. Ich habe mir das so gedacht, daß sie in mei ner Kabine schläft, während ich es mir hier bei Ihnen einigermaßen bequem mache. Was meinen Sie dazu, Doktor?— Was haben Sie denn?“ „Ich?— nichts!“— Zögernd nur wandte Belot sein Gesicht dem Deutschen zu. Henning las darin die wahre Antwort auf seine Frage. „Ach so— Barbara.“ „Lassen Sie, wir wollen nicht mehr davon sprechen, Hörder. Unser Kampf um das Mädel ist jetzt ja entschieden— und ich wünsche Ihnen Glück zu Ihrem Sieg.“ „Sagen Sie mir lieber, daß sich dadurch an unserer alten Kameradschaft nichts ändert, Doktor. Glauben Sie mir, es liegt mir viel daran.— Wollen Sie mir nicht Ihre Hand geben?“ Hberne? Ihre Hände fanden sich zu einem kräftigen Druck, der mehr besagte:3 alle Worte, der die Brücke der Kameradschaft wieder errichtete, die Brücke von Mann zu Mann, geschmiedet und geprüft in Not und Tod, im Feuer des Riemandslandes. Elftes Kapite! Fast gleichzeitig mit Georgia betraten am nächsten Morgen Henning und Belot die große Kajüte. Auf dem Gang waren sie einander begegnet, hatten einen kühlen, stummen Gruß getauscht. Vielleicht hatten auch die beiden Männer geglaubt, daß die Frau im Zusammenhang mit den gestrigen Geschehnissen das Wort an sie richten würden, aber nichts dergleichen geschah. Georgia beachtete sie kaum. Dafür jedoch wandte sie sich sogleich an Nieolo Scalandri, der bereits mit Kapitän Robertson in der Kajüte wartete. „Ich möchte Sie nachher sprechen, Scalandri. Ich werde Sie in meiner Kabine erwarten nach dem Frühstück.“ Da war in ihrer Stimme ein ungewohnter, scharfer Ton, der den Südamerikaner stutzig zu machen schien. Befremdet hob er den Kopf. „Ist das so wichtig, Frau Fletcher? Der Kapitän bat mich, mit ihm an Deck zu kommen.“ „Das wird wohl noch Zeit haben, nehme ich an. Ich erwarte Sie nachher!“ Scalandri nickte zögernd.„Gut, wenn Sie darauf bestehen.“ Dann nahmen sie um den gedeckten Frühstückstisch Platz. Steven und Barbara waren nicht zugegen, aber niemandem fiel es ein, sich nach ihrem Verbleib zu erkundigen. „Wir wird die Fahrt heute werden?“ fragte schließlich Belot den Kapitän, um endlich das lastende Schweigen zu brechen. Bereitwillig gab Robertson Auskunft.„Aus der Nebelzone sind wir Gott sei Dank seit heute früh heraus. Jetzt können wir wieder mit voller Kraft weiter, und wenn sich das Wetter so hält, werden wir wohl bei Einbruch der Nacht auf der Höhe der Berlengainseln angelangt sein. Morgen mittag können wir dann die portugiesische Küste hinter uns haben und uns gegen Abend auf der Höhe der Straße von Gibraltar befinden.“ „Wie lange wird es noch dauern, bis wir die Goldküste erreicht haben, Kapitän?“ „Das ist schwer zu sagen. Bei günstigem Wetter werden wir doch mindestens noch zwei Wochen bis dorthin brauchen. Aber ich fürchte, dieses gute Wetter wird uns nicht treu bleiben. Die letzten Radiomeldungen sprechen von einem ausgedehnten Sturmgebiet an der afrikanischen Küste.“ „Keine angenehmen Aussichten“, seufzte der kleine Doktor.„Legen wir unterweas noch irgendwo an?“ „Das kommt darauf an, wie lange die Fahrt dauert, wie lange wir mit Lebensmitteln und dem Trinkwasser reichen. Aber ich glaube, eine Landung wird sich nicht umgehen lassen.“ Dann verebbte das Gespräch wieder. Trennendes Schweigen lastete zwischen den fünf Menschen, bis nach langen Minuten die unerwartete Unterbrechung kam. * Noch bevor er zum gemeinsamen Frühstück in die Kajüte hinabgegangen war, hatte Robertson den Steward Brown unauffällig beiseitegewinkt. „Während der halben Nacht habe ich über den Vorschlag nachgedacht, den Sasse uns da gestern machte. Ich weiß nicht, ich bin immer noch nicht dafür, jedenfalls jetzt noch nicht. Es ist noch zu früh zum Losschlagen, Brown. Wir wollen damit warten, bis wir vor der Goldküste angelangt sind. Wenn wir dann erst die Pläne und Aufzeichnungen an uns bringen, hat Scalandri keine Gelegenheit mehr, etwas gegen uns zu unternehmen. Und sollte er es doch wagen, dann ist es nicht weiter schwer, heimlich die Jacht zu verlassen und mit einem Boot zur Küste zu rudern. An Land sind wir dann ganz sicher.— Was meinst du dazu, Brown?“ Der Steward hatte nicht lange zu überlegen brauchen, um die Richtigkeit dieser Worte einzusehen. „Stimmt, das ist besser so, Robertson. Und schließlich haben wir es ja auch nicht nötig, die Sache zu überstürzen. Hier an Bord des „Golden Star“ entgeht uns Scalandri nicht!" „Gut, dann geh jetzt zu dem Funker und benachrichtige ihn davon. Sasse ist mir ein bißchen unheimlich geworden. Sorge dafür, daß er nicht etwa auf eigene Faust Dummheiten macht!“ Gleich darauf war Robertson unter Deck verschwunden. Brown aber hatte den Weg zum Achterdeck eingeschlagen. Jetzt stand er vor der Tür zur Funkerkabine, warf einen vorsichtigen Blick in die Runde, um festzustellen, ob niemand ihn beobachtete, pochte an und legte seine Hand auf die Klinke, als er keine Antwort erhielt. Die Tür war nicht verschlossen. Vermutlich hatte Sasse die Kopfhörer um und hatte aus diesem Grunde das Klopfen nicht gehört. Brown trat ein, zog die Tür hinter sich in das Schloß. Der Funker war nicht zugegen, aber der Zustand des Morseschrankes bewies, daß er vor kurzem noch an der Arbeit gewesen sein mußte. Vielleicht steckte er in der kleinen, angrenzenden Kabine, die für einen zweiten Funker bestimmt war, wenn sich ein solcher an Bord befand. Schon wollte sich Brown davon überzeugen, ob seine Vermutung zutraf, als sein Blick auf ein zerknülltes Stück Papier fiel, das in einem Winkel der Kabine am Boden lag. Er wußte selbst nicht, was ihn eigentlich dazu antrieb, dieses Papier aufzuheben. Vielleicht war es die Aeußerung des Kapitäns über sein Mißtrauen gegen Sasse. Dann hielt er das Blatt auch schon in der Hand, strich es glatt. Anscheinend stammte der Zettel von dem Block, auf dem Sasse seine Funktelegramme immer zu notieren pflegte. „London, Scotland Yard, Fahndungsabteilung.“ Browns Augen weiteten sich. In fieberhafter Eile durchlas er den ganzen Wortlaut des Telegramms, las noch einmal. Herrgott, das war doch— das war ein Fund, den Scalandri ihm mit Gold aufwiegen mußte! Denn menn das Wirklichkeit geworden wäre, dann wäre mir einem die ganze Partie verspielt gewesen. Ob das Telegramm schon in den Aether hinausgegangen war? Hoffentlich nicht! Auf alle Fälle aber galt es, dem Funker das Handwerk zu legen, ehe er noch weiteren Schaden anrichten konnte. Brown schob den Zettel in die Tasche und verließ ohne jeden weiteren Aufenthalt die Kadine. Während er über das Deck ging, mäßigte er seinen Schritt, um nicht bei der Mannschaft aufzufallen. Als er dann aber die Kajütentreppe erreicht hatte, jagte er die Stufen hinab und trat wenige Augenblicke später ohne anzuklopfen in die Kajüte. „Herr Scalandri!“ „Ja, Brown, was gibt es?" Der Südamerikaner legte Messer und Gabel aus der Hand, blickte dem Steward erwartungsvoll entgegen. Auch Georgia, Henning, Belot und Robertson schienen von dem aufsässigen Betragen Browns nicht wenig befremdet, aber sie verstanden nichts von den Worten, die er dem Südamerikaner zuflüsterte. Dann griff er in die Tasche und reichte Scalandri den Zettel. Der nahm ihn an sich und überflog die wenigen Zeilen. Nur eine leichte Blässe in seinem Gesicht verriet die Erregung, die dieses Schriftstück in ihm ausgelöst haben mochte. „Es ist gut, Brown. Ich komme selbst an Deck!“ Und mit einer knappen Verbeugung gegen seine Tischgenossen:„Ich bitte um Entschuldigung. Eine dringende Angelegenheit, die keinen Aufschub duldet.“ Schon schritt er hinter dem Steward auf die Tür zu. Kapitän Robertson schloß sich ihm an. Nach kurzem Zögern erhoben sich auch Henning Hörder und Doktor Belot, um den beiden an Deck zu folgen. Einsam blieb Georgia in der Kajüte zurück. * Als Scalandri aus dem Kajütenaufgang auftauchte, war der größte Teil der Mannschaft an Deck mit der Schiffsreinigung beschäftigt. Man grüßte ihn höflich, aber er achtete nicht darauf. Geradeswegs schritt er auf die Funkerkabine zu, vor deren Tür ein Matrose mit Besen und Seifenwasser beschäftigt war. „Ist Sasse dort drinnen?" „Nein, Herr Scalandri. Der Funker ging vorhin schon unter Deck.— Dort kommt er übrigens!“ Der Sekretär machte kehrt. Auch er hatte soeben Sasse dort drüben auf dem Vorderdeck gesehen. Dicht an der Kajütentür stießen sie aufeinander. Mit kurzem Gruß wollte der Funker weitergehen, aber Scalandri vertrat ihm den Weg. „Sasse!". „Ja, bitte?“ „Hier— haben Sie diese Funkdepesche nach London aufgegeben?“ Die kreischende Stimme des Sekretärs erregte die Aufmerksamkeit der Mannschaft. Unwillkürlich näherten sich die Matrosen, bildeten einen Kreis um ihn und den Funker. „Antworten Sie! Haben Sie dieses Telegramm aufgegeben?" Sasse stand wie an den Boden geschmiedet. Fassungslos stierte er auf den Zettel in Sealandris Hand, den Zettel, dessen Inhalt er nur zu gut kannte. „Ja oder nein?“ „Ich— ich wollte...“ Da sah er die geballte Faust des Südamerikaners dicht vor seinem Gesicht. Noch rechtzeitig bog er zur Seite, um dem bruralen Schlag zu entgehen. Jähe Wut funkelte aus seinen Augen, während er laut genug fagle, daß auch die umstehenven Teure von der Mannschaft ihn hören konnten: „Ja, ich habe das Telegramm aufgegeben! Und ich habe auch schon Antwort erhalten. Sie sind...“ Mitten vor die Brust traf ihn der Stoß, so unversehens, daß er ihm nicht mehr ausweichen konnte. Haltlos taumelte er zurück, stolperte über die Schwelle der Kajütentreppe und fiel hintenüber. Polternd stürzte er die steilen Stufen hinab, blieb erst unten am Boden des Kabinenganges liegen. Seine Stirn zeigte einen breiten, blutigroten Streifen. Im Fallen war er mit dem Kopf gegen eine der Stufen geschlagen. Der Angriff war so plötzlich vor sich gegangen, daß die Umstehenden erst jetzt zum Bewußtsein dessen kamen, was hier eigentlich geschehen war. Dann aber wurden drohende Rufe laut, die sich unzweideutig gegen Scalandris brutales Vorgehen richteten. Der Sekretär schien sich nicht darum zu kümmern. Erst als einige Matrosen zu dem verwundeten Funker hinab wollten, versperrte er ihnen den Weg. „Laßt das, Leute! Ich hatte wirklich meinen Grund dafür, ihn so zu behandeln, und ihr sollt diesen Grund auch erfahren!— Sasse hat ohne mein Wissen nach London telegraphiert und— und hat den englischen Behörden das Geheimnis von Professor Fletchers Verschwinden verraten. Was das bedeutet, werdet ihr euch ja erklären können. Unsere ganze Expedition ist zwecklos, denn selbst wenn wir den Professor finden, werden wir ihn vor den englischen Gerichten nicht mehr retten können!“ Argwöhnisch blickte er in die Runde, um die Wirkung seiner Worte festzustellen. Aber es schien niemand da zu sein, der ihre Wahrheit zu bezweifeln schien. So wie sie dort um ihn herumstanden, wären alle Leute für den Professor durchs Feuer gee##gen. Zwar begriffen sie wohl noch nicht rec warum der Funker diesen Verrat bege haben sollte, aber schließlich hatte Scalandr# keine Veranlassung, sie zu täuschen. War ihm dann also ganz recht geschehen, dem verräterischen Lumpen. Mochte er nur da unten liegen bleiben! Und während der Sekretär weiter auf die Mannschaft einredete, achtete niemand darauf, wie jetzt dort unten am Fuße der Treppe im Kabineneingang zwei Männer auftauchten, die den Verletzten bei den Schultern packten, ihn mit sich schleppten: Henning Hörder und Doktor Belot. Barbara erschrak, als die beiden mit dem vor Schmerz und Blutverlust halb bewußtlosen Funker in der Kabine des Deutschen erschienen, die das Mädchen seit dem vergangenen Abend nicht mehr verlassen hatte. „Um Gottes willen, was ist...?“ „Nicht fragen!— Machen Sie ein paar feuchte Tücher zurecht. Hörder, nebenan in meiner Kabine auf dem Tisch liegt eine Reiseapotheke!“ Nur Aristide Belots Entschlossenheit war es zu verdanken gewesen, daß sich die beiden des Funkers angenommen hatten. Sasses Drohungen gegen Scalandri hatten sein Interesse erweckt. Vielleicht war das ein Weg, um hinter die Geheimnisse zu kommen, über die das letzte Wort noch immer nicht gefallen war. Da lag der Funker wie leblos auf Hennings Bett. Mit vor Erregung zitternden Händen hatte Barbara ihm das Blut aus dem Gesicht gewischt. Nun stand Belot an seiner Seite, um die Wunde kunstgerecht zu reinigen und zu verbinden. Nachdenklich blickte Henning in Sasses bleiches Gesicht „Ich mochte nur wissen, was das für ein Telegramm gewesen ist. Vielleicht das gleiche, das ich neulich in seiner Kabine sah und das er so eilig vor meinen Blicken verbarg.“ „Bitte, die Flasche mit dem Jod, Fräulein Barbara. Die braune dort!— Ja— so, danke.“ Der Funker stöhnte leise auf, als Belot den mit der braunen Flüssigkeit e#tränkten Wattebausch auf die Wunde drückte. Er regte sich, blinzelte unruhig in das helle Sonnenlicht, das in breiten Bahnen durch das Bullauge fiel. Dann erst erkannte er die beiden Männer, die an seinem Lager standen. „Was— ist...?“ „Scalandri hat Sie so zugerichtet, mein Lieber.“ „Scalandri!“ Wut und Haß sprühten bei diesem Namen aus den Augen des Mannes. „Der Hund, der...“ „Regen Sie sich nicht auf, sagen Sie uns lieber, was es mit der Funkdepesche auf sich hat!“ In diesem Augenblick ging die Kabinentür. Barbara stieß einen leisen Schrei aus, als sie den Mann erkannte, der da über die Schweue trat. „Oienen“ Steven Jones vermied ihren Blick. Hastig schritt er auf Henning zu. Eine ungeheure Erregung schien ihn zu beherrschen. „Gut, daß Sie sich des armen Kerls dort angenommen haben! Behandeln Sie ihn gut, Sie werden es nicht zu bereuen haben.“ „Ist das alles, was Sie uns sagen wollen?" unterbrach Hörder ihn mit einem abweisenden Blick. „Nein. Ich wollte Sie warnen! Da oben an Deck ist der Teufel los! Scalandri hat die ganze Mannschaft gegen Sie aufgehetzt, hat behauptet, daß Sie mit dem Funker im Bunde ständen, um die Rettung des Professors zu hintertreiben!“ „Das ist aber doch...“ „Nein, lassen Sie, es hat keinen Zweck, wenn Sie an Deck gehen wollen! Man würde kurzen Prozeß mit ihnen machen!“ „Vielleicht kommt es auch umgekehrt. Sasse wollte uns soeben verrraten, was es mit der Funkdepesche nach London auf sich hat.“ „So, wollten Sie das wirklich, Sasse?“ Steven warf dem Funker einen langen, bedeutungsvollen Blick zu.„Nun, Sie müssen ja wissen, was Sie zu tun und zu lassen haben! — Jetzt aber rasch zu Ihnen!“ fuhr er, zu Henning und Belot gewendet, fort. Barbara schien für ihn überhaupt nicht da zu sein. „Ihnen droht Gefahr von Scalandri und der Mannschaft. Seien Sie auf der Hut! Sie müssen sich verteidigen, denn ich fürchte, er wird bald zum Angriff übergehen.“ „Verteidigen?— Leicht gesagt!— Aber wie?“ „Hier!“ Steven griff in die Tasche seiner Jacke und brachte zwei Revolver zum Vorschein.„Für den schlimmsten Fall habe ich Ihnen das mitgebracht.“ „Glauben Sie im Ernst, daß es so schlimm werden kann?" „Scalandri weiß, daß Sasse in Ihrer Kabine ist, und er wird keine Schonung kennen. Er weiß, was ihm droht, wenn Sie und der Funker zusammen gegen ihn auftreten.“ „Aber warum denn das alles? Was steckt hinter all diesen Geheimnissen?“ „Das werden Sie noch rechtzeitig erfahren! — Jetzt muß ich aber gehen, sonst wird Scalandri auch gegen mich argwöhnisch.“ „Halt! So kommen Sie uns nicht davon. Wir lassen Sie nicht eher fort, als bis Sie uns diese ganzen Zusammenhänge gekrart haben.“ „Glauben Sie mir, Herr Hörder, es ist für uns alle besser, wenn Sie mich nicht länger aufhalten!“ Und es lag ein derartig aufrichtiger, dringender Unterton in Stevens Worten, daß weder Henning noch Belot den Mut fanden, ihm den Weg zu vertreten, als er sich gleich darauf anschickte, die Kabine zu verlassen. In der Tür wandte er sich noch einmal um. „Verrammeln Sie alle Zugänge, so gut es Ihnen möglich ist. Stellen Sie Tische und Schränke vor die Türen, und vergessen Sie nicht, das die beiden Revolver da scharf geladen sind!“ Während er das sagte, traf sein Blick zum erstenmal auf Barbara, ein verzweifelter Blick. Dann ging er. Nachdenklich blickte Henning hinter drein. „Die Türen verrammeln— wir werden das gleich erledigen. Aber vorher werden Sie uns sagen, Sasse, was es mit der Funkdepesche nach London auf sich hat!“ „Ja, es wird höchste Zeit, daß wir das er fahren!“ drängte Doktor Belot erregt.„Vielleicht können wir einen Nutzen daraus ziehen.“ „Nein!". Der Funker schüttelte den Kopf. „Ich werde Ihnen nichts sagen!— Ich kann nicht— ich darf nicht.“ In ohnmächtiger Erregung ballte Henning Hörder seine Hände zu Fäusten.„Also gut, spielen wir das Versteckenspiel weiter. Wir werden ja sehen, wohin das führt!— Aber so viel ist mir jetzt ganz klargeworden: die Schuld daran trägt Steven Jones! Sie hätten gesprochen, wenn er nicht gekommen wäre, nicht wahr, Sasse?“ Ein zögerndes Knopfnicken war die Antwort des Funkers. Zwölftes Kapitel Wie eine matte gelbe Scheibe stand die Rach mittagssonne am dunstigen Himmel. Unter dem Sonnensegel rekelte sich Ricole Scalandri in einem Liegestuhl, eine Zigarre zwischen den Lippen, den Blick nachdenklich in die Weite verloren. Robertson, der in der Nähe stand, beobachtete ihn nun schon eine ganze Weile lang. Was der Mann da nur immer zu grübeln hatte. „Kapitän, kommen Sie doch einmal her!" Und dann im Flüsterton:„Hören Sie, Robertson, es ist doch ganz sicher, daß wir heute abend in die Nähe der Verlengainseln langen?“ „In die Nähe schon. Wie nahe, das hängt von dem Kurs ab, den wir einschlagen.“ „Steuern Sie möglichst dicht an die Inseln heran und richten Sie es so ein, daß wir erst bei Anbruch der Nacht dort anlangen.— Ich habe meinen Plan, der auch Sie und Brown interessieren dürfte.“ Aufmerksam neigte Robertson den Kopf vor. „Ich fühle mich hier an Bord nicht mehr sicher, seitdem diese Geschichte mit Sasse passiert ist“, fuhr Scalandri mit mühsam unterdrückter Erregung fort.„Der Lump hat einen glatten Verrat beabsichtigt, Verrat an mir und unserer gemeinsamen Sache. Und wer kann wissen, wie weit seine Vorbereitungen schon gediehen sind?— Jetzt steckt er unten in der Kabine bei Hörder und Belot. Meinen Kopf möchte ich dafür verwetten, daß er den beiden schon längst die Augen geöffnet hat über das, was hier gespielt wird.— Ich weiß nicht, ich komme mir vor wie auf einem Pulverfaß, Robertson, und einen solchen ungemütlichen Platz sollte man eigentlich so schnell wie möglich verlassen.“ (Fortsetzung folgt.)