Die„Schwerter Zeitung“ erscheine wöchentlich sechsmal. Bezugspreis wöchentl. Ssttbchd. G. Gatb.-. Gen.- Srra- Seithenl: Saumt brt. Tageblaut für die guadt Dähwerte, eit K etpteite, Briningun ph., Malausengel. 29 eseh, Gartiebsstkrung, bervurgusen durch böh. Gewalten, abernehanen wit arlei Gewäh, fiür pünkl. Erscheinen der Zeitung kann and, Leinertei uin Schweute gebengette (Ruhr), Montag, 2. Januar Glaubensstärke von Führer und Volk Dr. Gorbbeis zum Fahrerarschiug Karseh darTandgend England und die Ereigniove getuaer ur um Reichsminister Gr. Goebbels sprach am Silvesterabend über alle deutschen Sender zum Wir stehen unn am Abschluß des erfolgeeichsten Jahres des nationalsozialistischen Regimes. Und sonderbar: trotzdem fällt es fast für die historischen Vorgänge dieses Jahres die richtigen Worte zu finden. Unsere Alltagssprache reicht nicht hin, alles das zum Ausdruck zu beingen, was wir in dieser festlichwehnütigen Stunde fühlen, und was uns alle ## tief bewegt. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das SEalie 8 28.2 is Gerscelsher ic Vor dieser bistortschen Tatsache verblassen alle übrigen politischen Vorgänge dieses Jahres. So wichtig sie im einzelnen auch sein mögen, gegenüber der Größe bleser Erkenntnis sind ## doch zunächst nur zeitbedingt. Die Heimkohr von über 10 Millionen Deutschen ins Reich aber ist in der Tat ein geschichtlicher Vorgang, der weit über die Bedeutung eines Jahres reicht und in die fernste Zukunft hinEs kann nun zwar keinem Zweifel unterBegen, daß selbstverständlich auch Glück dazu gehört, um geschichtliche Erfolge zu und in seiner Gesamtheit muß das Werk des Bührers auch wie ein Wunder auf die weitwelt irten. Aber hier handelt es sich um jene Art von Glück, von der Moltke einmal sagte, daß es auf die Dauer nur die Tüchtigen haben; und das geschichtliche Wunder, das wir erleben, gehört zu den Wundern, die in ihrer Gesamtheit zwar geheimnisvoll und fast unverständlich, in ihren einzelnen Zügen aber durchaus klar und einleuchtend erscheinen. Das ist nämlich das eigentlich Wunderbare am Wunder, daß es immer dann kommt, wenn man nicht nur darauf wartet, sondern wenn man dafür auch arbeitet und Und so ist es hier. Der Führer hat im ihre 1938, an bessen glücklichem Enbe wir jezi stehen, nicht auf das geschichtliche Wuner gewartet. Er hat die Kraft der Nation gesammelt, organisiert und sie bei den großen historischen Entscheibungen dieses Jahres mutig eingesetzt. Und der Einsatz hat sich gelohnt. Gewiß war damit auch immer ein Risiko verbunden. Aber ohne großes Risiko gibt es in der Geschichte keinen Erfolg. Hier bewahrheitet sich wieder einmal die Richtigkeit des Sprichwortes, daß dem Mutigen die Welt gehört. Das Volk hat bei den schweren Spannungszuständen, die damit unvermeidlich verbunden waren und verbunden sein mußten, nicht versagt. Denn das Volk in seinen breiten Massen besitzt noch jene primitive, unverdorbene Glaubensfähigkeit, die alles für mölich und erreichbar hält, dem man sich mit voller Seele hingibt und warum man mit starkem und mutigem Herzen kämpft. Leider ist diese Glaubensfahigkeit in sewissen Kreisen manchmal etwas abgeKumpft, vor allem bei jenen Menschen von „Besitz und Bildung“, die sich mehr den Kräfben des reinen und kalten Verstandes als den Kräften eines glühenden, idealistischen Herzens anvertrauen. Das wollen zwar unsere sog. Intellektuellen nicht gerne wahr haben; mit ihrem Wissen anzufangen wissen. Sie en meistens nur die Vergangenheit, weniger Gegenwart und fast gar nicht die Zukunft. Ihre Phantasie reicht nicht aus, sich ein großes ziel, das noch in der Ferne liegt, so plastisch „ v. 6 sle es im# cr g: Macht kämpfte, nicht an den Sieg des Nationalsozialismus glauben. Ebensowenig aber bringen sie heute die Kraft auf, an die Größe unserer nationalen deutschen Zukunft zu gl ben. Sie erkennen nur das an, was ist sehen aber nicht das, was wird, und das, was kommt. Und hier liegt auch der Grund, warum sie sich in ihrer mäkeln den Kritiksucht meisens selbst an den lächer!tcirgengp## nigkeiten stoßen. Treten öffentlichen Leben einmal unvermeidliche und immer wieder auftauchende Schwierigkeiten auf, so sind sie gleich geneigt, an allem zu zweifeln und die Flinte ins Korn zu werfen. Schwierigkeiten sind für sie nicht dazu da, daß man sie überwindet, sondern vielmehr, daß man vor ihnen kapituliert. Mit solchen wankelmütigen Elementen kann man allerdings keine Geschichte machen. Sie sind nur Spreu vor dem Atem Gottes. Glücklicherweise aber stellen sie in jedem und vor allem im deutschen Volke nur eine hauchdünne intellektuelle oder gesellschaftliche Oberschicht dar. Sie sind auch nicht etwa eine Oberschicht in dem Sinne, daß sie die Nation führten; sie haben sie nie geführt und sie werden sie nie führen. Sie sind Oberschicht nur in dem Sinne, als sie nach einem Naturgesetz gleich wie die Fettbläschen immer an der Oberfläche der Dinge schwimmen. Heute versuchen sie, dem nationalsozialisti(Fortsetzung zweite Seite.). HK Schwerte, 2. Januar 1939. Seit einigen Tagen sind die längere Zeit erstarrt gewesenen Fronten in Spanien wieder in Bewegung gekommen. In Katalonien marschiert General Franco auf Tarragona, von dem seine Truppen nur noch 45 km entfernt Aind. Die spanische Frage steht nach wie vor im Mittelpunkt der europäischen Ereignisse. Es ist sicher, daß bei dem bevorstehenden Besuch des englischen Ministerpräsidenten Chamberlein in Rom auch über die Fragen, die die Pyrenäenhalbinsel betreffen, gesprochen werden wird. Die„Times“, das Zentralorgan der herrschenden Schicht Englands, veröffentlichte vor kurzem einen Aufsatz, in dem sich der Vertreter dieses Blattes in Burgos mit dem Spanienproblem beschäftigt und zum ersten Mal seit 1½ Jahren auch einmal die nationalspanischen Ansichten zu Wort kommen läßt. In der„Times“ lesen wir u. a.: Die Pariser Franco dem Verlreter der Times die Gründe auseinandergelegt, warum Nationalspanien das Recht der Kriegführung in Anspruch nimmt. Seine Gründe— die seit dieser Zeit noch an Gewicht gewonnen haben— waren: Die nationalspanische Regierung beherrscht den größeren Teil des spanischen Mutterlandes, fast alle Inseln und Kolonien. Im ganzen nationalspanischen Staatsgebiet herrscht Ruhe und Ordnung. Die Regierung von Burgos ist von drei Großmächten als die einzige legitime Regierung Spaniens anerkannt worden. Viele andere Regierungen, darunter auch Großbritannien, haben es für richtig gehalten, sich in der Hauptstadt Nationalspaniens halboffiziell vertreten zu lassen. Die Regierung von Barcelona habe alle Ansprüche auf Anerkennung verNationalspanien wünscht die Anerkennung als kriegführende Macht nicht aus bloßeg, PreIn der„Eimes= leien vir u. a.: Due Vorser sigsucht, sondern auch beshalb, weil die Wuorch Iusammenkunft der englischen und fentchlsche, standskraft der Republikaner, so schreibt der VeMinister hat in Rationalspuniten ohe entzig.u., richterstatter der„Times“, nicht unerheblich zu. genommen hat. Aus der Geschichte des WeltDie Zubilligung der Rechte eines Kriegruyrenden, die es erwartet hatte, ist wieder ausgebliehen. Burgos setzt seine Hoffnungen darauf, daß Mussolini Chamberlain bei seinem bevorstehenden Besuch von der Notwendigkeit überzeugen wird, hiermit nicht länger zu zögern. Schon vor eineinhalb Jahren hat General Hupanschaffd en neurs Sstaften Die Neujahrsbotschaft von Fursi Konde # seiterem Widerstand erm weiste schon als verklicht erkennen. Sie konnten deshald auch in ven Zeiten, als Di natignalsozialistische Bevegung noch um die dorzustellen, daß Pirkli Tokio, 1. Jan. In den Neujahrsborschaften des japanischen Ministerpräsidenten Fürst Konoe, der Mitglieder des Kabinetts und der führenden japanischen Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Wirtschaft kommt der entschlossene Wille der Regierung und des Volkes zum Ausdruck, weitere Lasten und Einschränkungen auf sich zu nehm nach Beendigung des Chinakonfliktes das große Ziel einer„Kenordnung Ostatign: auf der Grundlage der politischen, militärischen, kulturellen und wirtschaftlichen Einheit Japans mit China und Mandschukuo zu verwirklichen. Fürst Konoe hebt in seiner Botschaft hervor, daß„Japan der Wegweiser für die Staaten in Ostasien und ihre Entwicklung gewesen ist. Auf den Schultern eines jeden Japaners ruht die wichtige Aufgabe, die Staaten des Fernen Ostens von Fesseln zu befreien, die ihnen zu einer Zeit auferlegt wurden, bevor Japan seine wichtige Rolle in diesem Teil der Welt spielen konnte“. Auf den Schlachtfeldern Chinas habe der große Gedanke einer Wiedergeburt der Nation mit dem Ziel einer Neuordnung Ostasiens Leben gewonnen. Außenminister Arita wiederholt in seiner Neujahrsbotschaft die Grundsätze der Erklärung des Ministerpräsidenten, die einen direkten Ausgleich zwischen China, Japan und Mandschukuo ermöglichten, sofern nur guter Wille dazu vorhanden sei. Dann beleuchtet er die internationalen Zusammenhänge, die den Ernst der augenblicklichen Lage erkennen ließen, deren Schwierigkeiten zu überwinden Volk und Regierung opferbereit zusammenstehen müßten. 91 9. Kriegsminister Itagaki tennzeichner die großen militärischen Erfolge Japans als die Voraussetzung für die kommende Verständigung, die sich in einer wachsenden antikomintern= und japanfreundlichen Bewegung in China allmählich ankündige. Der Kriegsminister warnt in diesem Zusarzmerhang vor der: Haltung gewisser Mächte, die Tichtanskatichek Luumer wieder zu welterem Wiverstand ermutigten. Gewisse Mächte bedrohten den Freieden, indem sie ihre Fernostrüstungen offenkundig verstärkten. Japan müsse daher seine militärischen Operationen fortsetzen und gleichzeitig im besetzten China die Voraussetzungen für das neue Ostasien schaffen. Das kommende Jahr erfordere unter diesen Umständen neue gewaltige Anstrengungen des gesamten Volkes. Marineminister Yonai verlangt ebenfalls den opferbereiten Einsatz der gesamten Nation und kennzeichnet die besondere Auf: gabe der Marine folgendermaßen:„Der aufbat einer Reuorhnung in Ohtoeften 2n unter dem Schutz der kaiserlichen Wehrmacht über den westlichen Pazifik sicherzustellen“. Marine trage heute eine größere veranwortung denn je. In diesem Zusammenhang kündigt der Marineminister ein den nationalen Interessen angepaßtes neues Flottenprogramm W Die gesamte Tokioter Morgenpresse bringt in größter Aufmachung einen von Wangtschingwei in Hongkong an Tschia katschek und die Kuomintang ger Botschaft, die als eine Stellungnahme hinter Wangtschingwei stehenden verständigungsbereiten Kreise Chinas zur Erklärung des Fürsten Konoe vom 22. Dezember angesehen wird. Gleichzeitig ersieht man darin auch eine Aufforderung an die Zentralregierung, in einen Meinungsaustausch mit der japanischen Regierung einzutreten. Vorläufig enthält sich die sapanische Presse jeden Kommentars und übt größte Zurückhaltung, wie auch bisher keine offizielle der halboffizielle Stellungnahme erfolgt ist. In politischen Kreisen wird hierzu bemerkt, daß wesentliche Fragen noch ungeklärt seien and man auch nicht wisse, ob selbständig oder im Auftrag einflußreicher Kreise gehandelt habe. Unaufgeklärt seien auch noch die Umstände, die Wangtschingwei zum Verlassen Ebunkinas veränlatzt hätten. krieges hat man die Ueberzeugung gewonnen, daß die Blokade Deutschlands durch die englische Flotte für den Zusammenbruch des Kaiserreichs entscheidend war. Die nationalspanische Regierung glaubt, daß eine Blockade der republikanischen Küste selbst mit den unzureichenden Seestreitkräften, die man zur Versugung hat, den Endsieg sehr beschleunigen wird. Großbritannien lade sich mit der fortgesetzten Weigerung, Nationalspanien als kriegführenden Staat anzuerkennen, eine gewaltige Verantwortung auf. Durch die Verlängerung des Bürgerkrieges werde es nicht nur an Heute beginnt unser neue Roman □„ Kaffferauen. von Käthe Donny Eist der Fortsetzung des Blutvergießens, sondern auch an der Not der Frauen und Kinder in Rotspanien schuldig. Die Regierungskreise in Burgos können nicht einsehen, weshalb die Gewährung der Kriegsrechte von der Zurücknahme aller ausländischen Freiwilligen abhängig gemacht werden soll. Die Freiwilligen in Nationalspanien haben für General Franco zweifellos militärischen Wert. Er außerdem nicht davon überzeugt, daß die blikanische Regierung dabei bleiben wird, ##nternationalen Vrigaden aufzelsen. Nach Ansicht leitenden nationalspanischer Kreise hat jedoch das Vorhandensein von ausländischen Hilfskräften weder für die Beendigung des Krieges noch für die Aufrechterwaltung der inneren Ordnung Bedeutung. Die meisten neutralen Beobachter teilen diese Auffassung. Daher versteht man nicht, was die Anwesenheit von Freiwilligen in Nationalspanien mit dem außenpolitischen Wunsch der Burgos=Regierung zu tun hat, endlich als kriegführende Macht anerkannt zu werden. Nach der Vier=Mächte=Konferenz in Munchen, die als ein Beweis für einen neuen Rechtskurs in der europäischen Politik gewertet wurde, hatte Burgos auf eine Aenderung der hofft. Jetzt## mon sebe enttäuscht. derlain wird dafür verantwortlich gemacht, daß die rote Regierung in Barcelona noch immer existiert, weil er sich weiter, General Franco das Recht de: Blockade— eine ue gemisch, tigsten Kriegswaffen der Neuzeit— zu gewähren. Es wird anerkannt, daß er auf die enge Zusammenarbeit zwischen England und Frankreich Rücksicht nehmen muß; doch man kann nicht begreifen, warum er die Aufteilung eines Staates erlaubte, mit dem Frankreich verbündet war(gemeint ist die Tschecho=Slowakei) während. er gleichzeitig den Widerstand eines Barcelonas ermutigt, mit dem Teile der schen öffentlichen Meinung nur durch unbestimmte und wahrscheinlich gar nicht dauernde weltanschauliche Gemeinsamkeiten sich verbunden fühlten. Man ist sich in Burgos darüber klar, daß die Anwesenheit von Freiwilligen in Spanien zum Teil für die britische Weigerung verantwortlich ist. Alle britischen Sorgen in dieser Hinsicht werden als völlig abwegig bezeichnet. General Franco hat nicht die geringste Absicht, sich seine Haltung von rußen her vorschreiben zu lassen. Die Unabhänjigkeit, die er bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt hat, hat seine engsten Freunde überrascht. Einflußreiche Kreise in Burgos sind der Auffassung, daß Nationalspanien gut daran täte, seine Freundschaften mit Europa zu itern und mit England eine Verständigung zu suchen. Sie warten darauf, daß die britische Regierung etwas mehr Verständnis für den nationalspanischen Standpunkt beweist, und sind sehr enttäuscht, daß sie seit dreißig Monaten vergeblich auf eine britische Geste in dieser Richtung warten mußten. Abgesehen von der Frage des Kriegsrechtes gibt es einige weniger bedeutende Punkte, derentwegen es zwischen der britischen und nationalspanischen Regierung zu Reibungen gekommen ist, aber diese Fragen würden sich ohne Zweifel schnell regeln lassen, wenn Nationalspaniens Hauptwunsch, die Gewährung des Blockaderechtes, von der englischen Regierung endlich erfült würde. 1938 das gläcklichste aller deutschen Fahre!" Mümer ein dafur bereit und entschlossenes Volk finden wird. Und so richten wir denn letzten Stunde des ablaufenden Jahres, da wir Deutsche uns alle zum ersten Male in einer großen nationalen Gemeinsamkeit vereinigen, unsern heißen und bemütigen Dank an den Allmächtigen, der unser Land auch im vergangenen Jahre so sichtbar gesegnet hat. Wir bitten ihn um Kraft und Gesundheit für den Führer. Möge er ihn immerbar in seinen gnädigen Schutz nehmen! Dem Führer aber versprechen wir, auch in Zukunft seine gehorsamsten und getreuesten Gefolgsleute zu sein. So soll denn das Jahr 1938 als das glücklichste aller deutschen Jahre abgeschlossen sein. oe nu a unseremn Land und unserem Volke Segen und reiches Glück bringen! meisten an Last, Entbebr ur%, bngrogu Verantwortung zu tragen hatten. Ihnen bon: Gatt auch in Zukunft seine dieses Jahres in einer einzigen großen Bitte aller Deutschen an den Allmächtigen: Unser Volk und Reich sollen unvergänglich sein, und lang lebe der Führer!“ lichste aller deutschen Jahre abgeschlossen sein. un die Wehrmact Eöring an die Luftwaffe- von Brauchitsch an das Heer Dr. hr. Raeder an die Kriegsmarine (Fortsetzung von der 1. Seite.) schen Deutschland vom Ausland her gute N## schläge zu erteilen. Ungefragt üben sie an unKritit. Sie klammern sich mit allen Kräften an kleine, immer wieder auftauchende Schwierigkeiten, bauschen sie über Gebühr auf und glauben aus ihnen auf kommende Krisen oder unvermeidlich gewordene Spannungen schließen können. Es sind jene demokratischen Kritikaster, die nicht müde werden, das nutionalsozialistische Deutschland vor den RichterTuhl des sog. Weltgewissens zu ziehen. Das Volk hat damit gar nichts zu tun. Jene Spießer stellen nur den 08=Prozentsatz der deutschen Nation dar, der immer„Rein“ gesagt hat, immer Nein sagt und immer Nein Des Volk will von diesen intellektue len Nörglern nichts wissen. Es hat eben ablaufende Jahr 1938 zwar großen und manchmal auch fast entnervenden Spannung durchlebt. Aber es freut sich jetzt am Ende des Jahres auch der überragenhen ge: schichtlichen Erfolge, die der Führer in##nn erDieses Volk ist seines Lebens wieder froh geworden. Noch niemals hat es ein so glückliches Weihnachten verlebt wie vor einer che, und noch niemals hat es einem anbrechenden Jahr so mutig und vertrauensvoll entgegengeschaut wie dem Jahre 1939. Niemals ist uns der Abschied von einem Jahr so schwergefallen, wie der vom Jahre 1938. Es war ein herrliches Jahr, fiegbekränzt und erfolggekrönt wie seines zuvor. Das empfinden in dieser Stunde vor allem wohl die 10 Millionen Deutschen, die im Verlaufe dieses Jahres zum Reich zurückgekehrt sind und nun zum ersten Male zusammen mit uns allen in einem einigen Deutschland den JahreswechIch grüße die Deutschen im Reich. Ich grüße die Deutschen in auer Welt, in fremden Ländern und auf fernen Kontinenten; ich grüße die Deutschne auf hoher See. Und im Namen r der ungezählten Millionen Deutschen richte ich unseren gemeinsamen Gruß an den Niemals waren unsere Wünsche für ihn berzlicher und inniger als in dieser Stunde. Ihm verdanken wir.as Großdeutsche Reich, das nun Wirklichkeit geworden ist. Nur sein Mut, seine Beständigkeit, seine Tatkraft und seine Nervenstär“= haben das große Wunder möglich geEs ist jetzt gerade sechs Jahre her, da stanwir am Silvesterabend des Jahres 1332 der schwersten Zeit des nationalsozialist. schen Kampfes um die Macht auf dem Obersalsberg um ihn versammelt. DiegSeyghung hatte eine deprimierende derlage erlebt, und viele begannen schon an ihrem endgültigen Sieg zu zweifeln. Damals beeilten sich die ewig gestrigen Spießer, zu erklären, daß Hitlers Stern im Sinken sei. Gecade aber in dieser Zeit haben wir an ihn und an die geschichtliche Größe seines Werkes zeglaubt. Und weil wir mit ihm so fest und unerschütterlich daran glaubten, ist das nationalsozialistische Großdeutsche rreich Wirklichkeit geworden. Heute wiederum vereinigen wir uns um ihn und mit ihm in diesem unbeierbaren Glauben an die Größe des Reiches und an die historische Zukunft der deutschen Nation. Treu und unerschütterlich vertrauen wir auf diesen Mann und auf seine geschichtliche Sendung und wollen dafür forgen, das bis Gröbs keinen Aufgabe auch Solbaten! Im Jahre 1938 ging der Traum von Jahrhunderten in Erfüllung. Großdeutschland ist erstanden. Ihr habt dabei entscheidend mitgewirkt. Ich banke euch für eure treue PflichterfülIch bin gewiß, daß ihr auch in Zukunft stets bereit sein werdet, die Lebensrechte der Nation gegen jedermann zu schützen. A#dolf Hitler. Göring an die Lustwasse Kameraden der Luitwaffe! Die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich und die Befreiung unserer sudetendeutschen Brüder sind geschichtliche Ereignisse, die das Jahr 1938 zu einem entscheidenden Jahr der deutschen Geschichte gemacht haben. Durch die geniale Lenkung und die einmalige Tatkraft unseres Führers ist der Traum der Deutschen Tat geworden: Großdeutschland! Auch die Luftwaffe hat ihr gerüttelt Maß an den Erfolgen dieses Jahres. Voll ruhiger Entschlossenheit und unerschütterlicher Siegesgewißheit stand die Luftwaffe bereit, für Führer und Reich den höchsten Einsatz zu wagen. Ich weiß, daß jeder einzelne von euch, Offizier und Mann, Flieger, Fallschirmjäger, Kanonier und Funker. seine äußerste Pflicht getan hat. Euch allen hierfür zu danken, ist mir ein stolzes Bedürfnis. Die Leistungen des vergangenen Jahres sollen uns Ansporn sein. für das kommende. Wir werden alle Anforderungen mit letzter Hingabe erfüllen in treuer Gefolgschaft unseres Führers und Obersten Befehlshabers und im Glauben an die Größe unseres ewigen Deutschland. Hermann Göring, Generalfeldmarschall. Von Brauchitsch an das Keer An das Heer! Mit Stolz sehen wir auf das vergangene, mit Zuversicht dem neuen Jahr entgegen." Mag es noch so große Aufgaben uns steuen, wir werden sie meistern; denn vom Aeltesten bis zum Jüngsten wird jeder sein Bestes einsetzen. Von den Vorgesetzten aller Dienstgrade verlange ich den zähen, unbeugsamen Willen, die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft der ihnen unterstellten Truppe auf das höchste zu Möge so der Arbeit jedes einzelnen voller Erfolg beschieden sein. Das wünsche ich dem Heere zum neuen Jahr. Der Oberbefehlshaber des Heeres. in Brauchitsch, Generaloberst. Dr. b. k. Raeder An die Kriegsmarine! In zäher Arbeit hat die Kriegsmarine im Aufbaujahr 1938 ihre Pflicht getan. Das neue Jahr erfordert weiterhin den EinGroßdeutschland zur Se sark zu machen, in das Ziel unserer Arbeit. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. gez. Raeder, Generaladmiral, Dr. h. c. Devuns= der ungehaitenem uhrdeiger Lebhafte Silvesternacht im Pariser Parlament Paris, 1. Jan. Die Jahresabschlußsitzungen des französischen Parlaments standen im Zeichen lebhafter Meinungsverschie. denheiten. Die Sabotagetaktit der Marxisten bei der Schlußberatung des Staatshaushalts führte mehrfach zu Protestkundgebungen der übrigen Abgeordneten. Schließlich sah sich Ministerpräsident Daladier gezwungen, durch Stellung der Vertrauensfrage einer weiteren Verzögerung seiner Korsika=Reise entgegenzutreten. Da bis Mitternacht eine Einigung in mehreren, im wesentlichen technischen Fragen im Haushalt zwischen beiden Häusern nicht erzielt werden konnte, wurden zunächst in Kammer und Senat die Uhren angehalten, damit der Bestimmung, daß der Haushalt noch im alten Jahr verabschiedet sein muß, wenigstens auf diese Weise äußerlich Genüge getan wurde. Ministerpräsident Daladier und Finanzminister Paul Reynaud erschienen beide vor dem Finanzausschuß der Kammer, um durch persönliches Eingreifen einen vermittelnden Text in den strittigen Finanzfragen vorzuschlagen und so die Möglichkeit einer schnellen Uebereinstimmung zwischen Kammer und Senat vorzubereiten. Kurz vor 7 Uhr erklärte Ministerpräsident Daladier noch einmal energisch, daß er gegen alle Anträge, die darauf abzielten, die vor seiner Abreise notwendige Verabschiedung des Haushalts hinauszuschieben, die Vertrauensfrage stellen werde. Der Finanzausschuß beendete schließlich gegen 8 Uhr seine Beratungen, und als die Ausschußmitglieder ihren Sitzungssaal verließen. kam es erneut zu lebhaften Auseinandersetzungen, insbesondere zwischen dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten und einer Reihe von Abgeordneten, die den verschiedensten Bruppen angehören und die sich über die von den sozialdemokratischen und kommunistischen Ausschutzmitgliedern geübte Obstruktion lebhaft beschwerten. Die Vollsitzung der Kammer. die auf 0 Uhr 50 festgesetzt war, wurde schließlich erst um 9 Uhr 45 wieder aufgenommen. Als der kommunistische Abgeordnete Duclos erneut einen Vorstoß gegen die Regierung versuchte, indem er einen Zusatzantrag zu einem der umstrittenen Artikel stellte, machte Daladier kurzen Prozeß. Er wandte sich nachdrücklich gegen die Annahme dieses Zusatzantrages und stellte sofort die Vertrauensfrage. Die Kammer lehnte mit 363 gegen 287 Stimmen den Antrag des Kommunisten ab und nahm den umstrittenen Artikel anschließend ebenfalls auf Grund einer zweiten Vertrauensfrage der Regierung, mit größerer Mehrheit an. Die Sitzung der Kammer dauerte zus Mittagbselt noch en. Daladier riß die Geduld Abreise ohne Abschluß des Haushalts Paris, 1. Jan. Die Kammer hatte mittags die dritte Lesung des Haushalts abgeschlossen, nachdem die Regierung zu einer Reihe von Artikeln die Vertrauensfrage stellen mußte Die Haushaltsvorlage war dann zur dritten Lesung wieder dem Senat zugeleitet worden. Die Kammer hatte sich auf 18 Uhr 30 vertagt, um nötigenfalls eine vierte Lesung vorzunehmen. Ministerpräsident Daladier hat die endgültige Verabschiedung des Haushaits nun doch nicht mehr abgewartet und ist gegen 12 Uhr nach Marseille bzw. Toulon abgereist. Abschluß der deutsch=englischen Flottenbesprechungen Aussprache in freundschaftlichem Geist Perlin, 1. Jan. Die am 29. Dezember in Berlin eingetroffenen Vertreter der britischen Admiralität haben die vorgesehenen Besprechr ngen über Fragen der deutsch=englichen Flottenabkommen vom 18. Juri 1935 und 17. Juli 1937 mit deu'schen Marine abgehalten. Die fand in einem sehr freundschaftlichen Geiste statt. Die Vertreter der zwei Regierungen legten die gegenseitigen Erfahrungen ader die in Rede siehenden Punkte dar. Eine abschließende Mitteilung der deutschen Regierung wird der britischen Regierung auf schriftlichem Wege zugeleitet werden. Die britischen Vertreter sind heute nach London zurückgereist. Wiedereinstellung in die Lustwaffe Berlin, 1. Jan. Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt: 1. Bei der Luftwaffe bestehen zur Zeit besonders günstige Aussichten für in Ehren entlassene Soldaten, die ihre Wiedereinstellung in den aktiven Wehrdienst erstreben 2. Gesuche um Wiedereinstellung und Anfragen sind an das nächste Luftgaukommande zu richten. Die Anschrift des für den Bewerber zuständigen Luftgaukommandos ist bei jedem Wehrbezirkskommando zu erfahren. kommt auf jeden einzelnen an“ Generalfeldmarschall Göring gibt die Parole für 1939 Berlin, 31. Dez. Generalfeldmarschall Göring hat zum Jahreswechsel folgenden Auf„An der Jahreswende schaut das deutsche Vol mit Stolz auf das vergangene Jahr zurück. 80 Millionen deutsche Menschen danken auf. richtigen Herzens dem Führer, der im sechsten Jahr der nationalsozialistischen Staatsführung mit schöpferischer Tat und mit kühnem Einsatz das Großdeutsche Reich errichtet hat. In gläubigem Vertrauen hat sich das ganze Volk hinter ihn gestellt. Als ein granitener Obelisk ragt das Jahr 1938 aus Jahrhunderten hervor, wie eine gewaltige Eiche überschattet es alle Geschehnisse der deutschen Geschichte. Fest steht Grogbeutschland gegründet, und aus dem gläubigen Vertrauen zum Führer wurde neu das deutsche Selbstbewußtsein geboren. Dieses deutsche Selbstbewußtsein ist die Wurzel unserer völkischen Kraft. Aus ihm schöpfen wir das unbegrenzte Vertrauen ewige Zukunft des Reiches das unter der Führung Adolf Hitlers unsere Generation aufzurichten hat. Auch 1939 wird wieder ein Jahr harter Arbeit sein. Das dritte Jahr des Vierjahresplanes erfordert den Einsatz der gesamten Volkskraft, denn die Stärke der Nation beruht allezeit auf dem Leistungswillen und der Opferbereitschaft jedes einzelnen. Es soll niemand glauben, daß er viel zu weit unten stünde, daß sein Amt oder seine Berufung nicht ausschlaggebend seien. Es kommt auf jeden einzelnen an, das is die Parole für 1939. Hermann Göring.“ „eue italienische Flugrekorde Bomber flog mit Nutzlast über 400 Stundenkilometer Rom, 1. Jan. Der italienische Rekordflieger Oberstleutnant Tondi hat auf der für derartige Versuche bevorzugten 500 Kilometer langen Rundstrecke Santa Marinella—Neapel— Moete Cava—Santa Marinella mit einem dreimotorigen Bomber vom Typ„Piaggio= Pegna“ zwei neue internationale Schnelligkeitsrekorde für Flugzeuge mit Nutzlast aufgestellt. Tondi erreichte mit 5000 kg Nutzlast über 2000 Kilometer einen Stundendurchschnitt von 403,908 Kilometer und über 1000 Kilometer bei dem gleichen 405,359 Kilometer. Den ersten Rekord hatte bisher Frankreich inne; er wurde um fast 100 Stundenkilometer verbessert, wahrend der zweite bereits in italienischem Besitz war. Die große Bedeutung der beiden neuen Rekorde wird von der römischen Presse vor allem in der Tatsache gesehen, daß es sich um Bombenflugzeuge der Luftwaffe handelt, die im Ernstfalle nicht weniger als 5000 kg Bomben mit über 400 Stundenkilometer auf 2000 Kilometer Entfernung mit sich führen können. Die neuen Rekordleistungen reihen sich würdig an die vor drei Wochen gleichfalls von Tondi aufgestellten Rekorde mit 2000 kg last an und sind ein neuer Beweis für die große Leistungsfähigkeit der italienischen Luftwaffe. Auf der Themse stießen am Samstag früh zwei kleine englische„Dampfer zusammen. Eines der beiden Schiffe sant. Die stebenköpsige Besatzung konnte gerettet werden. Der Kapitän wurde bei dem Zusammenstoß leicht. verletzt. Shuchattflag vou Shos nul Neue deutsche Weltbestleistung in der Luftjahrt gemeldet worden. Die Arado 79 ist unterdesser am Neujahrstag zu ihrer nächsten Etappe nat dem 2000 Kilometer entfernten Bangkok, der Hauptstadt von Siam, gestartet. Mit diesem letzten Rekordflug wird sich die neugeschaffene deutsche Luftfahrt zum 35. Mal im Verlauf eines Jahres in die Liste der inten nationalen Rekorde eintragen. Diese Tatsach verdient um so mehr Beachtung, als bis zun Jahre 1933 überhaupt nur sechs Flugrekord in nutschem Besitz waren. Berlin, 1. Jan. Mit einer hervorragenden Flugleistung hat die deutsche Luftfahrt noch am letzten Tage ihr erfolgreiches Schaffsjahr 1n8 abgelchgf sen. Das mit der Besatzung Oberleuman. ulkowsky und Leutnant Jennet auf einem Langstreckenflug nach Australien befindliche zweisitzige Kabinenreiseflugzeug Arado 79 stellte auf seiner vierten Etappe einen neuen internationalen Langstreckenrekord für Leichtflugzeuge auf. Das mit einem 105=PS.=Hirth=Motor ausgerüstete Flugzeug, das am Donnerstagnachmittag auf dem Flugplatz Beugasi in Nordafrika gestartet war, landete nach einem Ohnehaltflug von 6400 Kilometer— eine Entfernung, die der Flugstrecke Berlin—Newyork entspricht — am Samstagfrüh in Gaja(Britisch=Indien). Damit ist der bisher stets vom Auslande verteidigte Rekord mit seinem letzten Stand von 4175 Kilometer um mehr als die Hälfte überboten worden. Diese neue deutsche Weltbestleistung ist durch den Aero=Klub für Deutschland, der die für die Anerkennung des Fluges erterbarlicher Beunbanbungbustuchmes nanr n deutschem Nach unerwartet kurzer Aufbauzeit hat sich Deutschlands Fliegerei nunmehr wieder in die führende Gruppe emporgearbeitet und beson ders im vergangenen Jahr 1938 ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Angehörige der Luftwaffe, des Luftverkehrs und des im RSFK. zusammengeschlossenen Luftsportes haben sich an diesen überragenden Weltbestleistungen beteiligt. Schulter an Schulter werden sie sich auch im kommenden Jahr, gestützt auf die Erzeugnisse der deutschen Flugzeug= und Motorenindustrie in friedlichem Wettstrett weiten für Deutschlands Weltgeltung zur Luft ein Schwerte Nr. 1(Zweites Blatt) Wochenspruch der NSDAP Das neue Jani soll uns erfüllt sehen von einem neuen, heiligen Eifer, arbeiten und einzutreten für unser Dolk. Adolf Hitler Prosit Neujahr allerseits! Vom ultenins neus Fahr Fröhliche Silvesternacht- Reime, Regen und Raketen :— Stinaster, fest, daß wir wieder ein Jahr älter ger S ANUAR Tageschronik Unfälle bei der Arbeit. Auf seiner Arbeitsstelle in der Faorir wurde der Arbeiter H. M. von einem umkippenden Förderwagen so unglücklich getroffen, daß er einen Armbruch erlitt.— In einem anderen Falle zog sich beim Umlegen von Förderwagen der Arbeiter E. W. eine Hüftauetschung zu. In beiden Fällen mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Sonderpostwertzeichen. Um weitesten Kreise zum Besuch des vom 23. bis 28. Februar 1939 stattfindenden rheinischen Volksfestes, des Kölner Karnevals, anzuregen, hat der Festausschuß in Köln Festpostkarten mit dem Bilde des Wallrafplatzes während des Rosenmontagszuges nach einem Entwurf des Kölner Künstlers Rüdell herstellen lassen. Die Karten sind mit einem besonderen FreimarkenWertstempel zu 6 Rpf. nach dem Entwurf des Kölner Graphikers Rademacher bedruckt worden. Das Bild zeigt das Kölner Stadtwappen mit der Narrenkappe. Die Sonderpostkarte wird vom 31. Dezember 1938 an nur bei den Postämtern in Köln und von der Versandstelle für Sammlermarken in Berlin W 30 unter den üblichen Bedingungen zu 15 Rpf. abgegeben. Mit Ablauf des 31. Dezember 1939 verlieren die Postkarten ihre Gültigkeit. Der Unterschied wwischen Wertstempel und Abgabepreis der Lostkarten fließt dem Kulturfonds des Führers zu. Nach Ergänzung der Freigebühr können die Postkarten auch nach dem Ausland versandt werden. instellung von Dienstanfängern bei der Deutchen Reichspost. Die Reichsbahndirektionen stellen im April 939 wieder eine Anzahl Lehrpraktikanten als Dienstanfänger für den gehobenen mittleren echnischen Fernmeldedienst ein. Die Beverver müssen das Zeugnis über den erfolgreihen Jesuch von 6 Klassen einer öffentlichen oder anerkannten höheren Lehranstalt, bzw. en entsprechenden Besuch einer Aufbauchute oder das Abschlußzeugnis einer als voll nsgestaltet anerkannten Mittelschule besitzen. Sie müssen sich in der Volksgemeinschaft(SA., SS., HJ. usw.) betätigt haben. Das Höchstalter ist 20 Jahre, für Bewerber, die den Arbeitsund Wehrdienst schon abgeleistet haben, 23 Jahre. Die Anwärter üben zunächst bei den Dienststellen der Deutschen Reichspost die für eine Ingenieurausbildung notwendige praktische Tätigkeit aus, werden dann als Telegraphensupernumerare angenommen und besuchen als solche eine„Höhere Technische Lehranstalt". Nach bestandener Ingenieurprüfung werden sie vor ihrem endaültigen Einsatz in den einzelnen technischen Dienstzweigen noch besonders ausgebildet. Nähere Auskunft erteilen die Reichspostdirektionen.„ Ungültige Postwertzeichen. Wie bereits bekannt gegeben wurde, verliert mit Ablauf des 31. Dezember 1938 eine Reihe Postwertzeichen ihre Gültigkeit zum Freimachen von Postsendungen. Ein Verzeichnis dieser Postwertzeichen hängt seit September 1938 in den Schalterräumen der Aemter und Amtsstellen der Deutschen Reichspost aus. Außer diesen Wertzeichen werden auch die Marken zur Volksabstimmung am 10. April 1938 und die aus gleichem Anlaß herausgegebenen Sonderpostkarten mit Ablauf des 31. Dezember 1938 ungültig. Einzelheiten über den Umtausch. an den Postanstalten. Fernsprechdienst mit Litauen. Vom 1. Januar 1939 an wird das Land Oesterreich in den deutsch=litauischen Fernsprechgebührentarif eingegliedert. Aus dieser Veranlassung konnte die Gesprächsgebühr für den nördlichen Teil Oesterreichs, Wien eingeschlossen, um 3,90 RM., für den übrigen Teil Oesterreichs im 1,90 RM. herabgesetzt werden. * Personalnachrichten der öffentlichen Behörden. Ernannt: Studienassessor Dr. Wilhelm Meise Studienrat an der Städtischen Oberschule für Jungen in Lippstadt; Studienassessor Ernst Lorenz zum Studienrat an der Städtischen Oberschule für Jungen in Hagen=Haspe: Studienassessor Rudolf Stipp zum Studienrat an der Städtischen Oberschule für Jungen in Attendorn. Die Kreisassistenten a. Pr. Walter Mutz beim Landratsamt in Siegen, Hermann Duve beim Landratsamt in Altena, Willi Dienst beim Landratsamt in Unna, Otto Puppa beim Landratsamt in Brilon und Erich Malescha beim Landratsamt in Lippstadt nach bestandener Prüfung zu Kreisassistenten.— Versetzt: Oberregierungsrat Dr. Gommersbach, bisher beim Polizeipräsidium in Oberhausen, an das Polizeipräsidium in Bochum.— Der Regierungsassistentenanwärter Franz Fette bei der Regierung in Arnsbera hat die Regierungssekretägprüfung bestanden. Forstsekretär Kulawik zu Hiemrn= : Wir wollen rückschauend unseren SilbesterNeujahrsbericht mit dem nicht eben ermutigenden, aber sehr westfälischen Satz einleiten„Die Tage nach dem Tag sind keine Tage“. Kommentar überflüssig! Alle die, die mit Schwung und Temperament lachend hineingezogen sind ins junge neue Jahr, werden ernüchtert zugeben, daß ein saurer Hering zur rechten Zeit eine feine Erfüllen wie zunächst unsere Chronistenpflicht. Grau in Grau ging der letzte Tag des alten Jahres zu Ende. Schon früh am Nachmittag begann die Jugend mit dem Feuerwerk. Sie konnte die Zeit nicht abwarten und schon bevor die Dunkelheit angebrochen, leuchtete es an allen Ecken auf. Man muß es zugeben: Die Schwerter Jugend und auch viele„Große Kinder" haben eine ausgesprochene Begabung für Feuerwerk. Donnerwetter! Was für eine Menge Groschen in Heulraketen und Feuerkörpern umgesetzt wurden. Die lieben Hausfrauen hatten ihren großen Tag. Die Geschäfte wurden gestürmt nach fetten, süßen und süffigen Sachen. Die Vorbereitungen waren sehr vielversprechend. Nach 8 Uhr tratschten schwarzbeschuhte Männerfüße und hochgestelzte Ballschuhe durch ein Gemisch von Regen, Schnee und Eis den freundlich einladenden Gastwirtschaften zu. Die ganz Schlauen blieben zu Hause und fanden ihre größte Freude dabei, um 24 Uhr dem alkoholisch lächelnden Kater eine lange Nase zu machen. Sie ließen es sich bei einer„Kalten Ente“ warm werden und taten sich gütlich an den von Mutter in großer Zahl gebackenen Eiserkuchen. 24 Uhr: Das neue Jahr wurde in Schwerte mit großer Herzlichkeit willkommen geheißen. Raketen und Sonnen irrlichterten. In die große Freundensinfonie: dem Heulen der Sirenen, dem Knattern der Schüsse, Raketen, Knallfrösche, der Prositrufe und Glückwünsche, des Gläserklirrens und Bleizischens hallten die dumpfen Klänge der Glocken. Viele wird es wie uns gegangen sein: wir wurden ein ganz kleinwenig nachdenklich. Ohne Pessimismus stellten wir MONTAG est, La, wit wieder ein Jahr älter geworden sind. Kurz nach 24 Uhr machten wir im Wagen einen Rutsch durch die Gemeinde. Trotz, des wirklich mießen Petters waren die Wirtschaften üverfüllt, die Stimmung ausgezeichnet. Die Wirte werden über den Konsum nicht zu klagen brauchen. Im„Freischütz“ war Hochbetrieb. Schwerte und Dortmund lagen sich friedlich in den Armen. — Ganz Witzige suchten drei stundenlang nach den übrigen zwei Kapellen, die angekündigt waren, und der„rheinische Humorist" Bock bemühte sich mit nicht überwältigendem Erfolg einen stimmungsvollen Bockmist zu fabrizieren. Trotzdem— oder sagen wir lieber gerade deshalb— war die Stimmung ausgezeichnet. Die Tanzbeine wurden unermüdlich geschwungen. Hier private Erlebnisse zu erzählen, halten wir nicht für ganz diskret. Immerhin: Vielen Dank goldblonde Trudel... und nochmals auch dir alles Gutefür 1939. Um 4 Uhr hatte die Musik nach ihrer Meinung genügend Freude gespendet. Mit trübsinnigen Versen begann der Rückmarsch in die seligen Gefilde. Bei Muttern angekommen, tat die so oft bewährte Bouillon auch diesmal ihre Schuldigkeit und wird es in den kommenden Wochen bis zum Schluß des Karnevals wohl noch öfters nach frohen Festen tun. Dann nahm Irpheus uns in seine Arme. Es wurde ein Morgenenid Mitasichtäilgen. Dur. udere Trhne Hung Higsthofon rauschte der Regen und es waren unermüdliche Tropfen, die an unsere Fenster klopften. Ttos freundlichster Verwünschungen ersten Tag im neuen Jahre kein Einsehen. Die Schleusen des Himmels waren ununterbrochen geöffnet und die kleinen Fische in der Ruhr werden sich über eine mangelnde Wasserfülle nicht beschweren können. Prosit Neujahr! Wir wünschen Ihnen, liebe Leser alles Gute, beste Gesundheit und hoffen, daß wir uns in einem Jahr mit derselben Herzlichkeit wieder begrüßen können. H. K. Zum Geleit: Laß jedes Glück verblühen, wenn dir nur eines bleibt, Die Hoffnung, die am Zweig stets neue Knospen treibt. Fricdr. Rückert. Gedenktage: 1932: Der deutsche Uebersee=Funtdienst geht auf die Deutsche Reichspost über. Wetter: Milderung. Ueber England hat sich wieder ein Ausläufer der atlantischen Zuklone gebildet, der mit starken Winden milde Luftmassen nach West= und Mitteleuropa führt. Im Flachland wird das Tauwetter sich weiter durchsetzen und auch in den unteren Höhen des Berglandes ist mit Temperaturen über Null Grad zu rechnen, dabei fallen die Niederschläge als Regen. Das Tauwetter wird einige Tage anhalten, später ist jedoch wieder mit sinkenden Temperaturen zu rechnen. Aussichten für das Industriegebiet, Münsterund Sauerland fur Montag, den z. 1. und Dienstaa, den 3. 1. 1939: Winde zwischen Süd und West. Bei wechselnder Bewölkung Temperaturen über Null Grad nur in Höhen über 600 Meter noch um Rull Grad. Niederschläge als Regen, im Bergland als Schneeregen. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Noch unverändert. Wegweiser: Lichtspiele„Zur Reichskrone“: „Ranu, Sie kennen Korff noch nicht!“ mit Heinz Rühmann. Roland=Theater: Geheimzeichen L. B. 17 mit Willy Birgel. Politische Leiter erhielten das SA.= Sportabzeichen. Westhofen. Bei einem Diennuppen der wurde durch den Sturmführer Herms 11 Politischen Leitern und Angehörigen der und Brrenre Tur SA.=Sportabzeichen Ar weitere Sportabzeichenveweroe als Revierförster auf die Revierförsterstelle Lohe, Forstamt Hilchenbach; Förster Halbe zu Medebach nach Hilchenbach zur Wahrnehmung der Forstsekretärstelle: Förster Prigae von Latrov nach Hainchen, Forstamt gleichen Namens: Hilfsförster Fritz Holzapfel von Albaum nach Glindfeld, Forstamt gleichen Namens: Hilfsförster Krumnacker von Olve nach Albaum, Forstamt Olve, Hilfsförster Drescher von= Hirschbera nach Obereimer, Forstamt aleichen Namens.— Entlassen auf Antrag aus dem Staatsforstdienst: Revierförster Freywald zu Lohe, Forstamt Hilchenbach. Ste Meaten spteren Stadttheater Dortmund: Dienstag, 15.30 Uhr: „Goldmarie und Pechmarie.— 20 Uhr Neueinstudierung„Tartüff". Lustspiel von Molière. Mittwoch, 15 Uhr: Weihnachtsmärchen marie und Pechmarie".— 20,30 Uhr:„Die „Emilia Galotti“. Freitag, 20 Uhr:„Gloria. Oper von Fran„Eine Nacht in Venedig". Opexette von Johann Strauß.— 21 Uhr:„Tartüff“ von Moliere. 30 Jahre Postscheckdienst dienst 30 Jahre. Die Bestrebungen, den Postscheckdienst in Deutschland bis ins Jahr 1876 zurück. Sie scheiterten aber immer wieder an dem starken Widerstand, der der Einrichtung im Reichstag und aus den sen der Kreditinstitute entgegengesetzt wurde. Erst im Jahre 1908 wurde die von der Reichsregierung eingebrachte Postscheckvorlage im Reichstag angenommen. Am 1. Januar 1909 begann die Deutsche Reichspost mit dem Postscheckdienst, der in enger Zusammenarbeit mit der dem Großverkehr dienenden Reichsbank breitesten Volkskreisen einen billigen und bequemen Weg zum bargeldlosen Ausgleich von Zahlungen ermöglichte. für Bareinzahlungen auf Postscheckkonten und für Barauszahlungen aus Postscheckkonten, sowie durch völlig gebührenfreie Erledigung der Ueberweisungen von Konto zu Konto hat sich der Postscheckdienst zu einem ausgesprochenen Weise sich der Post gen folgende 43929 Postse Zahl bereits 1029 174 6 und Ende Nen: Ende 1909 bestanden k. Ende 1924 war diese 798 und Ende 1933 auf Ende 1937 waren 1 119372 1033 1271 647 Postscheslkonten vorband ziu, Hostscheakdienst bei 28.8 Milsonen Bichungen 11Samnsasz bei ar5 Miülhke: Vr- Buichungen 78.5 Milliarden RM. 1933 bei 707.2 Millionen Buchungen 101.4. Wilianden RM. und 1937 bei 904,5 Millionen Bachungen 161.5 Milliarden RM. Von Januar bis November 1938 sind bei 913,9 Millionen Buchungen 186.4 Milliarden MR. umgesetzt worden. Der Anteil der bargeldlosen Zahlungen am Gesamtumsatz ist von 49,2 v. H. im Jahre 191/5 auf 85,8 v. H. im Jahre 1937 gestiegen. Von Januar bis November 1938 hat dieser Anteil ebenfalls 85.8 v. H. betragen. Auch das Postscheckguthaben hat sich in erfreulicher Weise ente wickelt. Es betrug 1909 im Jahresdutchschnite die Zeit Januar bis November 1938 ein solches von 1001,9 Millionen RM. Die Zahlen für 1938 übertreffen schon jetzt die Zahlen für 1937 ganz beträchtlich, obwohl die Angaben für Dezember noch fehlen. Dieser über den Durchschnitt weit hinausgehende Verkehrszuwachs ist auf die Einbeziehung des österreichischen Postsparkassenamts in Wien in den deutschen Postscheckdienst zurückzuführen. Bei der Zunahme in der Zahl der Postscheckkonten macht sich im November 1938 auch bereits die Angliederung der fudetendeutschen Gebiete bemerkbar. Günstige Aussichten für die Koiner Fruhfahremesse XI. Westdeutsche Fachschau des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes im Herbst. Das Programm der Kölner Frühjahrsmesse vom 19.—21. März ist wie im Vorjahr recht vielseitig und umfaßt die Allgemeine Messe mit den Gruppen Haus=, Küchen= und Wohnbedarf, Kunsthandwerk, Textil und Ausland, die Möbelmesse und u. a. eine Technische Sonderschau der Zentrale für Gas= und Wasserverwendung. Nach den auf der letzten Herbstmesse erzielten recht beträchtlichen Umsatzsteigerungen und dem guten Gesamterfolg zeigt sich für die Frühjahrsmesse eine überaus rege Beteiligung. Auch verschiedene westeuropäische Länder werden sich im Frühjahr beteiligen. Außer der Herbstmesse ist als weitere große Veranstaltung für das Jahr 1939 im September die XI. Westdeutsche Fachschau für das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe vorgesehen, für die schon heute zahlreichen Anfragen von Ausstellerseite vorliegen. Im Hinblick auf die Internationale VerkehrsAusstellung Köln 1940, die naturgemäß schon seit Monaten umfangreiche Vorarbeiten, wurde für das Jahr 1939 außer den regelmäßig wiederkehrenden Messe= und Fachveranstaltungen und einer Schau des Dresdener Hugiene=Museums„Ewiges Volk“ keine weitere Ausstellung genlant. gen und Verbände das überreicht. un weitere die die Bedingungen in den letzten Monaten erfüllt haben, erfolgt die Aushändigung beim nächsten Dienstappell..ge Günstiger Halbjahresfinanzveriun des Amtes Westhofen. Die Entwicklung der Finanzlage des Amtes Westhofen im ersten Halbjahre des Rechnungsjahres 1938/39 ist nach dem zwischenbericht recht günstig gewesen. Die Abwickelung des Haushaltsplanes hielt sich streng im Rahmen der veranschlagten Ausgabe=Ansätze. Der Abschluß des Vorjahres ergab einen Rechnungsüberschuß von 1644,54 RM. abschluß nach dem ersten Halbjahr 1938/39 war folgender: Einnahmen 89 585.83 RM., Ausgaben 86 344,91 RM., mithin Bestand 3240,92 RM. Einige Einnahmereste sind nur bei den einzuziehenden Wohlfahrtsunterstützungskosten zu verzeichnen. Ausgabereste sind nicht vorhanden. Die aus früheren Jahren ftgggggder„## her des Amtes konnten bis auf 60.110., Um. W abgemindert werden. Voraussichtlich wird im nächsten Rechnungsjahre 2000.— RM. allgemeine Ausgleichsrücklage und 4500.— RM. Grunderwerbsrücklage. Bei dem Einzelplan„Polizei“ wird mit einer Mindereinnahme von 2000.— RM. zu rechnen sein. Die bisher vorhandenen Gemeindepolizeibeamten solin allen Gemeinden des Amtes durch Gendarmeriebeamte ersetzt werden. An anteiligen warten, die nach den Bestimmungen nur für rein gemeinnützige Zwecke Verwendung finden. Für das zweite Halbjahr des Rechnungsjahres erscheint eine weitere gesunde Entwicklung der Finanzlage sicher gewährleistet, sodaß auch am Ende dieses Rechnungsjahres kein Fehlhetrgg, Vorjahre zu erwarten steht. Auch 5gepez, er ben zum Amte Wesechrungshafßahre 193839 hat sich im ersten Rechnungg## 153639 eine zum Teil recht erhevliche Besserung finanziellen Verhältnisse vollzogen. Die Kreisund Amtsumlagebeträge, die früher häufig stundet und teilweise niedergeschlagen werden mußten, konnten wieder in voller Höhe getragen erden. Bevöllerungsübersicht. Garenfeld. Nach dem Ergebnis der Personenstandsaufnahme beträgt die Einwohnerzahl der Gemeinde Garenfeld 657(im Vorjahre 649). Männlich sind 366 und weiblich 291 Nach der Berufszugehörigkeit aufgeteilt, entfal len auf Land= und Forstwirtschaft 207, auf Industrie und Handwerk 265, auf Handel und Verkehr 91, auf sonstige Wirtschaftszweige 94. Es sind evangelisch 549, katholisch 90, gottaläubig 5. glaubenlos 5 und andersgläubig 8. Die Größe der Gemeinde Garenfeld beträgt 487 Hektar. Ausgabe von Fettverbilligungsscheinen. Geisecke=Lichtendorf. Für die Monate Januar. Februar und März werden an bezugsberechtigte Personen wieder Fetverbilligungsscheine, Bezugsscheine für Konsummargarine und Zusatzscheine für Konsummargarine ausgegeben. Die Ausaabe erfolgt für die Gemeindgn, Getiese, und Lichtendorf am 4. Januar in der Woitrrggft Jüöhr. rensmann(Lichtendorf), und zwar klg„ Uhr, I—M 3—4 Uhr, N—N 4—5 Uhr, S—8 5—6 Uhr. Ausweiskarte, Familienstammbuch und Lohn= und Gehaltsbescheinigungen(Loh##tüten usw.) sind vorzulegen. Wus ent Kulendersonnlag imn Zußbansper. Schützen des ganzen Reiches und der fudetendeutschen Gebiete an den Start brachte. Der Erfolg dieser regen Wettkampftätigkeit kommt in „ der gegnüber dem, Vorsahre wesentisch, geset, auf die Beine bringt einige sahlen vom Zusbalsport gcbzuste diein Vorichzezur Bie hesen,Scizten weitaus größeren Zahl von Schützen erreicht. 1938: 22 Millionen Spieler### 400000 boielen. OKTOBER. 800000 zelleschner ene Sstg Sonntag Der Fußballsport legt sich gern den Titel „Volkssport“ zu. Als Untergrund für diese vielsagende Bezeichnung werden nur zu leicht die großen Zuschauermengen angesprochen, die seine Großereignisse, Länderkämpfe u. Entscheidungskämpfe um den Meistertitel und Pokalsieg in Ihren Bann ziehen. Die größten Stadien unseres Vaterlandes werden gefüllt. Weit größer als die Zahl der bei den Kämpfen Anwesenden ist die Ziffer derjenigen, die sich vergebens um eine Einlaßkarte bemühen. Aber es ist falsch und ein einseitiges Beginnen, wenn man nur diese Zuschauerzahlen allein den Ruf begründen lätzt, daß Fußballsport Volkssport ist. Ist die Zahl der Aktiven nicht viel vielsagender? Ein kurzer Blick auf die Ziffern des aktiven Spielbetriebes und das Märchen von den 22. die spielen, und en vielen Tausenden, die am Spielfeldrand lehen, ist vergessen. 12 Millionen Spieler an 40 Spieltagen. Es gibt im NSRL. über 11000 Fußballvereine und=Abteilungen. Sie sind ihrer Spielstärke nach mit ihren Spitzenmannschaften in drei Tpielklassen eingeteilt, die unteren und Jugendmannschaften haben ihren Spielbetrieb in besonderen Abteilungen. Rund 30000 Fußballmannschaften führen einen geregelten Spielbetrieb, meist je zehn in einer Staffel, um den Meistertitel durch. Wohl 24000, sind durchschnittlich pro Spieltag auf den Spielplätzen, das macht 480 000 Spiele pro Jahr. Zu jedem Spiel gehören zwei Munnschaften, zwei Linien= und ein Schiedsrichter, das ergibt 300 000 Teilnehmer pro Spieltag oder bei einem Durchschnitt von nur 40 Spieltagen im Jahr insgesamt zwölf Millionen Teilnehmer. Wer will angesichts dieser Zahlen noch davon reden daß der Fußballsport kein Spiel der aktiv, sondern in erster Linie der passiv Anteilnehmenden ist? Ueber 1 000 000 bei 115 Spitzenkämpfen. Bezüglich der Spiele der unteren Klassen liegen genaue Ziffern über die Zuschauerzahlen nicht vor: diese werden nur von den Spielen der 11 000 ersten Mannschaften eingezogen, da deren Spiele nach jeder Richtung hin genau kontrolliert werden. Doch rechnen wir nur einmal die Spiele der beiden großen Wettbewerbe, also Deutsche Meisterschaft und Tschammerpokal. Den 52 Kämpfen in den Schlußrunden um die Meisterschaft wohnten 775000 Zuschauer, das sind 12 500 im Durchschnitt pro Spiel. bei. Gegenüber dem Vorjahre ist hier eine Steigerung von 175000 festzustellen. ein Umstand, der die immer mehr zunehmende Durchsetzung des Volkssports Fußball beweist. 380000 Zuschauer wurden bei den 63 Kämpfen der Pokalschlußrunden gezählt, das ergibt zusammengerechnet über 1 150 000 Zuschauer in den 115 Großkämpfen, oder pro Spiel einen Durchschnitt von 10000. Wohin man also im Fußballsport blickt: Zahlen. die ein Beweis für die Größe des vom großen RSRL. durchgeführten Fußballspielbetriebes sind. Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft. Besonders bedeutungsvoll war das Jahr 1938 für die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft, deren Aufgabe es ist, nach dem Willen des Führers das Ansehen und die Würde Deutschlands auf sportlichem Gebiet zu vertreten. Hierzu war zu Beginn des Jahres aus den besten Schützen die deutsche Nationalmannschaft gebildet, die durch Abhaltung von Lehrkursen und Austragung von Länderwettkämpfen planmäßig trainiert wurde. Nach den Bestimmungen der internationalen Schützenunion wurde das Training abgehalten mit dem Armeegewehr auf 300 m, dem Kleinkalibergewehr und der freien Pistole auf 50 m und dem olympischen Schnellfeuerpistolenschießen auf 6 Schattenrisse. Deutschland hatte sich bisher an internationalen Wettkämpfen nur in geringem Umfang beteiligt und war mit seinen Leistungen, ausgenommen bei der Olympiade Berlin 1936, wenig hervorDie Leistungen und Erfolge unserer Nationalmannschaft im Jahre 1938 bewegen sich auf einer so ansteigenden Linie, daß man mit Fug und Recht dieses Jahr als einen Wendepunkt in der Geschichte unserer schießsportlichen Auslandsbetätigung bezeichnen kann. Im Jahre 1938 startete Deutschland gegen Italien und siegte mit 4:1: im August in Budapest gegen Ungarn, Polen, Estland und Italien. Deutschland siegte in 5 Wettbewerben mit Kleinkalibergewehr, freier Pistole und olnmvischem Schnellfeuerschießen in sämtlichen Wett. bewerben: im September gegen Argentinien. Deutschland fiegte mit 11342:10914 Punkten. Vergleich: Deutsche Spitzenleistungen und Weltrekorde. Zum Veraleich möge nachstehende Uebersicht über die 1938 erreichten deutschen Spitzenleistungen zu den Weltrekorden dienen: mit Kleinkalibergewehr. Einzeln in allen 3 Stellungen. Weltrekord Mazoyer, Frankreich, 1158 Ringe. Ueberschossen von Steigelmann am 8. 10. 38 mit 1160 Rg. und am 13. 11. 30 mit 1166 Ra. Liegend: Weltrekord Durand, Frankreich, 398 Ra. Ueberschossen von Steigelmann am 13. 11. 38 mit 399 Ra. Kniend: Weltrekord Lokotar, Estland, 389 Ra. Ueberschossen von Steigelmann am 24. 9. 38 mit 391 Ra. erreicht von Steigelmann und Gehmann. Budapest mit 389 Rg. Stehend: Weltrekord Mazoyer, Frankreich, 380 Ra. Ueberschossen von Steigelmann mit 384 Rg., erreicht von Sturm mit 380 Ra. Im Juli 1939 findet die Austragung der Weltmeisterschaft in Luzern statt. An diesen Wettkämpfen wird sich Deutschland mit seiner Nationalmannschaft beteiligen. Sie aeht im Bewußtsein ihres im Jahre 1938 bewiesenen Könnens vertrauensvoll in den Kampf. Sü der Cuft Voral. Das RS. Fliegerkorps vor weiteren großen Aufgaben Radon und Aadonn derden Amateatborern stourbaver können mit Stale 1 die Regeln nach denon gowertet werden Die deutschen Amateurboxer können mit Stolz auf das Jahr 1938 zurückblicken. Einmal geht die Zahl ihrer Anhänger ständig nach oben, und Zahlen wie 20000 Zuschauer werden in Zukunft auch im Borsport keine Seltenheit mehr sein. Dann ist die Zahl der sich aktiv betätigenden Jungens so groß, daß Deutschland um seide nen Nachwuchs nicht zu bangen braucht. Die Massen des Nachwuchses werden zwar noch nicht von einer Kartei zu erfassen sein, denn noch stehen diese Boxer nicht im RSRL. Wer aber sehen konnte, wie im Landjahr die Leder geschwungen werden, wie die HJ. sich jetzt immer mehr zu den Borsälen drängt, wer die Unterstützung der Sportler im Arbeitsdienst und bei der Wehrmacht kennt, dem dürfte der Aufschwung des Amateurboxsports erklärlich sein. Die Aktiven des Fachamtes selbst sorgen aber auch dafür daß ihnen die Gunst des Publikums erhalten bleibt. Die mitreißenden Kämpfe unserer Meister bei allen Länderkämpfen oder anderen Großkampftagen haben die Zuschauer gefangen genommen. Als sicher ist anzunehmen, daß die Zahl ihrer Anhänger sich im neuen Jahre noch steigern wird. 3 Runden beste Wertung für Amateur=Boxsport. Einen deutlichen Beweis der Beliebtheit des Amateur=Borsportes gaben ohne Frage die Kämpfe in Breslau beim 1. Deutschen Turn= und Sportfest. Alle bisherigen Statistiken über den benötigten Zuschaueraum waren überholt, und die Borer hatten allein von allen Sportarten die Meldung abgeben müssen, daß ihr Platz täglich wegen Ueberfüllung polizeilich geschlossen werden mußte. Ohne jede laute Reklame haben die Amateure einen Sieg errungen. Und warum? Ein Amateurborer muß in 9 Minuten sein ganzes Können gezeigt haben. Er wird also in dieser Zeit mit allen Mitteln versuchen müssen, zum Sieg zu kommen. Das verspricht einen Kampf ohne Pause, er darf nicht warten bis etwa sein Gegner müde geworden ist, um dann im Endspurt loszuziehen und zu siegen. Diese schnellen drei Runden sind und bleiben die Werber für den Amateur=Borsport. Erfolge der internationalen Amateurkämpfe. Sportlich gesehen kann der Erfolg der Amateurvorer an internationalen Kämpfen gemessen erden. Wie im Jahre 1937, so haben die Boxer ich in diesem Jahre=7 Länderkämpfe ausgeragen. Von diesen Kämpfen wurde einer veroren, und zwar der im Frühjahr ausgetragene känderkampf gegen Polen mit 6:10 Punkten. Dafür wurden die Polen im Rückkampf mit 12:4 Punkten besiegt. Drei weitere Siege wurden in den Länderkämpfen gegen England Italien und Ungarn herausgeholt, jedesmal blieben die Unfrigen mit 10:6 Punkten siegreich. Mit geteilten Erfolgen wurden die Kämpfe gegen Schweden und Finnland bestritten. Auf dieser Reise hatten die Teilnehmer bis zu fünf Mal anzutreten immer gegen ausgeruhte Gegner. Wenn unsere Vertreter in den beiden Länderkämpfen jedesmal ein Unentschieden errangen und von rund 25 Einladungskämpfen nur 2 verloren, so kann unbedingt von einem sehr guten Abschneiden gesprochen werden. Vertrauen zu den von Deutschland aufgestellten Regeln. Haben unsere Aktiven ihre Stellung im internationalen Sport behauptet, kann bei dieser Gelegenheit erwähnt werden, daß Deutschland auch sonst bemüht war, den Boxsport von allen Fehlern zu befreien und ihm den Weg zum Aufstieg zu ebnen. Fachamtsleiter Dr. Metzner lag besonders das Kampfo#####esen am Herzen, und seiner Initiative ist es zu verdanken, daß der Internationale Boxvvand(FJBA.) im Sommer dieses Jahres in Berlin zu einem Konareß zusammentrat um den Fehlurteilen zu Leibe zu gehen. 2de Punktrichter werden zwar nach wie vor nach ihrer persönlichen Meinung die Kämpfe werten, aber der Ausgangspunkt, die Regeln, nach denen gewertet werden muß, sind jetzt einheitlich, und nur die Kampfrichter sind international zugelassen, die nach den Regeln der FIBA. werten. Bedauerlich ist es, daß das bisher nicht so war. Es bedeutet ein besonderes Vertrauen zu den von Deutschland ausgearbeiteten Regeln, daß diese den Grundstock des neuen Regelbuches der FIBA. bilden, und daß Fachamtsleiter Dr. Metzner als Vizepräsident der FIBA. die Aufgabe hat. über die Zulassung aller internationalen Kampfrichter zu entscheiden. Förderung des Aufbaues. Der Aufbau innerhalb Deutschlands ist im letzten Jahre besonders gefördert worden. Der Nachwuchs wird beobachtet und international geschult, die Spitzenklasse steht unter ständiger Aufsicht des Fachamtes. Vier ehrenamtliche Trainer: Feldhus(Gießen), Sänger(Breslau), Ziglarski und Otto Schmidt(Berlin) stehen neben dem vom NSRL. eingesetzten Lehrer Neeke zur Verfügung, notwendigenfalls können weitere Ausbilder eingesetzt werden. Um für die großen internationalen Aufgaben der nächsten Jahre aerüstet zu sein, unterliegen in jeder Gewichtsklasse acht Kämpfer der Kontrolle des Fachamtes. So ist die Gewißheit gegeben, daß im nächsten Frühjahr bei den Europameisterschaften nicht der Mann mit der besten Tagesform bei der letzten Ausscheidung der Vertreter Deutschlands wird, sondern die Leistungskurve mitentscheidend bei der Wahl des Teilnehmers ist. Das Jahr 1939. Ohne Pause werden Deutschlands Amateurboxer in das neue Jahr gehen. Bereits im Januar kommen zwei Länderkämpfe zur Austragung. In Königsberg wird der vereinbarte Länderkampf gegen Finnland ausgetragen, in Hamburg wird ein Kampf gegen Schweden Aufschluß geben über die Zugehörigkeit Kämpfer zur Spitzenklasse der Welt. Deutschland hat seine besten Kämpfer im Leicht= und im Schwergewicht, Euronameister Nürnberg und Weltmeister Runge. In diesen Klassen sind aber auch die Schweden mit Eric Agren und Europameister Olle Tandbera bestens vertreten. In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres bis in die ersten Tage des März kommen in allen Gauen die Meisterschaften zur Durchführung. in den lettzen Tagen dieses Monats werden in Essen die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Anschließend werden die Kämpfer für die Europameisterschaften bestimmt. Im Sommer folgen dann weitere Kämpfe gegen andere Nationen. In großen Zügen liegt also das Programm für die Spitzenklasse fest. Daneben wird aber nie die eigentliche Aufgabe von den ehrenamtlichen Führern der Vereine, der Kreise, der Gaue und des Fachamtes selbst vergessen: Die Heranbildung unserer Jugend, sie zu einem starken Geschlecht zu machen im Sinne unseres Führers. Ein Rückblick auf die Erfolge des RS.=Fliegerkorps im Jahre 1938 zeigt uns den stetigen Aufstieg des deutschen Luftsports. Von den nationalen Veranstaltungen im Motorflug des Jahres 1938 ist an erster Stelle der Deutschlandflug zu nennen, der gewaltige Anforderungen an alle Teilnehmer stellte. Wien war der Zielhafen des letzten Deutschlandfluges, bei dem die Gruppe 10 mit fünf Ketten vertreten war. Die Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug errang der Kunstflieger Feldwebel Falderbaum auf Bücker=Jungmeister mit Motor Bramo Sh. 14a, und Sieger im Deutschen Küstenflug wurde RSFK.=Hauptsturmführer Gotthold, RSFK.= Gruppe 6(Schlesien), auf FW. 44 Focke=Wulf Stieglitz mit Motor Bramo Sh. 14a. Besonders zu erwähnen ist noch das Internationale Luftrennen des NS.=Fliegerkorps, das unter Beteiligung von England. Frankreich, Schweiz und Deutschland in Frankfurt a. M. stattfand. Hierbei errang RSFK.=Sturmführer Kuhn, Brandenburg, auf Arado Ar 79 mit Hirth=Motor HM. 504 den Ehrenpreis des Herrn Generalfeldmarschalls Göring. während Chateaubrun für Frankreich auf Percival Vega Gull mit Motor Gipsy Six den vom Korpsführer des NS.=Fliegerkorps gestifteten Ehrenpreis geAuch die RSFK.=Gruppe 10. Westfalen war bei Motorflug=Veranstaltungen anderer Gruppen erfolgreich. Sieger beim Niederrheinflug und ebenfalls beim Mittelrheinflug wurde NSFK.=Obertruppführer Wellershaus. RSFa.= Gruppe 10(Westfalen) auf Klemm Kl. 25 mit Hirth=Motor HM. 60r. P.argg Ferner war das NS.=Fliegertorps an 21 torflug=Veranstaltungen im Auslande beteiligt, wobei folgende Erfolge erzielt wurden: I. Rallye Aerien International. Courtrai. Bel1: Preis im Pünktlichteitswetbewerk. und 1. Preis im Luftrennen: NSFK.=Standartenführer Thomsen im Stab des Korpsführers, Berlin, auf Messerschmitt Taifun mit Araus=Motor As 10c. Internationaler Zielstreckenwettbewerb in Wilmington, England, Aug. 38: Sieger: II. Der Schießsport 1938 Nachdem im Jahre 1937, dem 1. Jahr des Bestehens des Deutschen Schützenverbandes, die Grundlagen geschaffen waren für eine einheitliche Ausrichtung des Deutschen Schießsports, diente das Jahr 1938 dem weiteren Ausbau in organisatorischer und sportlicher Hinsicht. Die Elnführung einer Wettkampfklasseneinteilung im Jahre 1938 bezweckte, die breite Masse der Schützen an den Start zu bringen, in dem auch den schwächeren Schützen Erfolgsmöglichkeiten geschaffen wurden. Das ist auch in dem erwarteten Umfang gelungen. Da der Schießsport mehr als andere Sportarten Wettkampfsport ist, wurden außer den stufenförmig aufgebauten Meisterschaftskämpfen Fernwettkämpfe und Städtewettkämpfe in allen Waffenarten abgeZu diesem Wettkampfprogramm trat im Juli dieses Jahres die Beteiligung an der Breslauer Turn= und Svortwoche, die etwa 5000 aktive Internationaler Zielstreckenwettbewerb Bilmpinaton, Kpalaphr,A.,i 5. Sseger: RSFK.=Hauptnurmfuhrer Gerorecht, Essen, auf Klemm Kl. 32 mit Motor Bramo III. Raduno del Lettorio. Juli 1938; 3. Preis: RSFK.=Sturmführer Friedrich Breslau, auf Messerschmitt Taifun mit Argus=Motor As. 10c. Die bedeutendste Veranstaltung im Segelflug des Jahres 1938 war der Reichs=Segelflugwettbewerb in der Rhön, der mit über 100 Streckenflügen über 200 Kilometern, 70 Höhenflügen über 3000 Meter und 31 Höhenflügen über 4000 Meter eine bis dahin noch unerreichte Erfolgserie im Segelflug-brachte. Deutschland hält zur Zeit sieben internationale Retorde. Die Bestleistung im Höhenflug wurde dem RSFK.= Sturmführer Ziller zuerkannt. der 6840 Meter über Start erreichte. Im Dauerflug halten NSFK.=Obertruppführer Boedecker und Truppführer Zander mit ihrem Flug von 50 Stunden 15 Minuten die Spitze. NSFK.=Truppführer Steinig erhielt als internationale Anerkennung den Istus=Ring. In Westfalen, und zwar auf dem Fiuggelände Oerlinghausen bei Bielefeld, fand ein regionaler Segelflugwettbewerb der NSFK.=Gruppe 10. Weftfalen, und 12, Niederrhein statt. Im Modellflugsport wurden 1938 folgende Reichswettbewerbe durchgeführt: Segelflugmodell=Wettbewerb auf der Wasserkuppe zu Pfingsten, Motorflugmodell=Wettbewerb in Borkenberge im August und Saalflugmodell=Wettbewerb in Frankfurt a. M. im November. Westfalen wurden in Gelsenkirchen, Bielefeld, Hamm und Iserlohn Großflugtage veranstaltet. Besonders hervorzuheben ist noch die LuftsportAusstellung in Gelsenkirchen, die eine Schau der Entwicklung der Fliegerei von den ersten Flugversuchen bis zur Ju. 86 brachte. Die Vorschau auf das Jahr 1939 kündigt eine Reihe von großen Veranstaltungen an. Im Motorflug ist in der Zeit vom 18. bis 21. Mai 1939 ein Rundflug durch den Sudetengau geplant. 50 Flugzeuge werden daran teilnehmen. Der Deutschlandflug 1939 mit dem Zielflughafen Köln wird vom 11.—18. Juni 1939 Lurchasführt. 500 Flugzeuge sind zugelassen. Ein Zuverlässigkeitsflug für Nachwuchsflieger ist für die Zeit vom 14. bis 16. Juli 1939 geplant. Dieser Wettbewerb wird in Form von 8 regionalen Veranstaltungen mit je 60 Teilnehmern durchgeführt, sodaß insgesamt 480 Flugzeuge bei diesem Wettbewerb starten werden. Anläßlich des 2. Internationalen Luftrennens des NS.=Fliegerkorps in Frankfurt a. M. am 30. Juli 1939 wird die Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug ausgeflogen. Der Küstenslug 1930 ist auf die Zeit vom 12. bis 14. August 1939 festgesetzt. Starthafen ist Borkum, Zielhafen Wyk auf Föhr. Vom 11. bis 13. August 1939 wird ein Zuverlässigkeitsflug für Sportfliegerinnen veranstaltet. Hierbei bezrägt die Flugstrecke von Karlsruhe bis Wyk auf Fohr etwa 1000 Kilometer. Von besonderem Interesse wird auch der Alpenflug. der vom 16. bis 17. September 1939 stattfindet, sein. Selbstverständlich werden die deutschen Sportflieger wieder bei den internationalen Flugveranstaltungen im Ausland vertreten sein. Im Segelflug sind ebenfalls eine Reihe von Wettbewerben vorgesehen. Vom 18. Juni bis 2. Juli 1939 findet der Zielstrecken=Segelflugwettbewerb statt, während gleichzeitig vom 25. Juni bis 9. Juli 1939 in Hannover der Nationale Segelflugwettbewerb für doppelsitzige Segelflugzeuge durchgeführt wird. Die 20.„Rhön; ist für die Zeit vom 23. Juli bis 6. August 1939 festgelegt. In den einzelnen Gruppen finden wie bisher 8tägige regionale Segelflugwettbewerbe statt. Insbesondere sei hier darauf hingewiesen, daß im NS.=Fliegerkorps der Segelflug, der erstmalig als olympischer Wettkampf erklärt wurde, für die Olympiade in Helsinki 1940 vorbereitet wird. Im Modellflug sind folgende Reichswettbewerbe des NS.=Fliegerkorps vorgesehen: Segelflugmodell=Wettbewerb auf der Wasserkuppe vom 26. Mai bis 29. Mai 1939. Wettbewerb für Motorflugmodelle in Borkenberge, 25.—28. August 1939. Saalflugmodell=Wettbewerb, 28.— 29. Oktober 1939. An sonstigen Veranstaltungen des NS.=Fliegerkorps seien hier noch folgende genannt: die Ski=Wettkämpfe in Innsbruck vom 10.—12. Februar 1939, das Reichswettschießen in Bad Kissingen vom 8.—10. April 1939, die ReichsWehrwettkämpfe in Kassel vom 30. Juni bis 2. Juli 1939. und der Flieger=Handwerker=Wettbewerb in Frankfurt a. M. vom 4. bis 12. November 1939. Das NS.=Fliegerkorps, das die Vertiefung des fliegerischen Gedankens als Aufgabe vom Führer erhalten hat, marschiert als nationalsozialistische Kampfformation im gleichen Schritt mit der Partei und ihren Gliederungen. Es sei hier an die Worte des Körpsführers des NS.=Fliegerkorps, Generalleutnant Christiansen, erinnert:„Jeder Volksgenosse muß im Deutschland der Zukunft Träger des Luftsportgedankens sein!" Unsere Buchecke Steuerbefreiungen und Vergünstigungen bei der Einkommensteuer. Von Dr. jur. P. Apfelbaum(Arier). 3. Aufl. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.25. — Der Untertitel dieses kleinen Bändchens, „die zulässigen Absetzungen an Ausgaben und Werbungskosten bei der Einkommensteuer" deutet es bereits an, daß diese Schrift sich eingehend nur mit den Möglichkeiten, unnötige Besteuerung zu vermeiden, zugelassene Ermäßigungen und Vergünstigungen auszunutzen und zulässige Steuerersparnisse wahrzunehmen, befaßt. Auf alle Punkte und Erscheinungen seines geschäftlichen und privaten Lebens, in denen solche Steuerermäßigungsmöglichkeiten beruhen können, wird der Steuerpflichtige hingen sen. Darnach kann er dann die Steuererklärung so abgeben, daß keiner jener zuverlässigen Beweise verloren geht und er kann den Steuerbescheid daraufhin nachprüfen, ob ihm alle vom Gesetz gebotenen oder zugelassenen Vorteile zuteil geworden sind.— Eine 2. Schrift, die die Steuerbefreiunas= und Vergünstigungsmöglichkeiten der„Vermögens=, Gewerbe= und Grundsteuer" in ausführlichster Weise behandelt, ist ebenfalls neu erschienen. Die Einkommensteuer. Von Steuerinspektor Dr. W. Sinzig. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.25.—. Es ist die Pflicht jedes einzelnen, sich über die wesentlichsten Grundzüge der neuesten Steuerbestimmungen zu unterrichten. Durch das Studium dieses Bändchens werden häufig bestehende Unklarheiten behoben. Da erfährt man u. a., welche Voraussetzungen vorliegen müssen, um einkommensteuerfrei zu werden und so manches andere Wissenswerte. Durch die zahlreichen Beweise und die gemeinverständliche Darstellung wird jeder Nutzen aus dieser Schrift ziehen können. Die eingetretenen Aenderungen sind berücksichtigt und jedem Steuerpflichtigen kann daher das praktische Bändchen, das unter den Steuerschriften der volkstümlichen Sammlung „Hilf dir selbst!“ erscheint, empfohlen werden. Aetfureir ullo Aheltkturt. Gübng üe Sihichelsectruschen Bielefeld. Die Bielefelder Strafkammer verhandelte gegen den 54 Jahre alten Johannes Tiegs aus Eckertsheim wegen fortgesetzten Sittlichkeitsverbrechens. T. kam schon als Siebzehnjähriger zur Anstalt Bethel, um Diakon zu werden. Er war später Diakon und Hausvater im Haus„Jericho" in Eckartsheim, einer Zweiganstalt der Anstalt Bethel. Hier hatte er mit mehreren Brüdern und Helfern rund 80 Geisteskranke zu betreuen. Bereits 1936 geriet I. anläßlich anderer Ermittlungen in den Veracht sittlicher Verfehlungen. Da er aber jede Schuld abstritt, mußte das Verfahren damals eingestellt werden. In der jetzigen Verhandlung legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab, nach dem er sich seit Jahren an den seiner Obhut und Pflege anvertrauten Kranken vergriffen hat. Während der Staatsanwalt Zuchthaus beantragte, billigte die Strafkammer T. mildernde Umstände zu und verurteilte ihn wegen Sittlichkeitsverbrechens nach§ 174,3 in Tateinheit mit Vergehen gegen§ 175 in zwei Fällen, wegen Sittlichkeitsverbrechens nach 1743 in fünf Fällen zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Da der Angeklagte und der Staatsanwalt auf Rechtsmittel verzichteten, wurde das Urteil sofort rechtskräftig. Explosionsunglück in Osnabrück Osnabrück. In einem Hause auf der Brinktschegesszgnete sich eine Gasexplosion, die glück. weise keine Menschenleben zum Opfer hatte, die aber doch erheblichen Materialschaden anrichtete. Die Ursache ist auf einen durch den Frost und die Temperaturunterschiede dieser Tage hervorgerufenen Gasrohrbruch zurückzuführen. Das Gas suchte sich, da die Straße durch den Frost luftdicht abgeschlossen war. einen Ausweg durch das Erdreich am Keller des betreffenden Hauses. Die vier Familien. die dieses Haus bewohnen, stellten einen starken Gasgeruch fest, den sie sich aber nicht erklären konnten. Nachforschungen der herbeigerufenen Rohrleger ergaben einen Rohrbruch des Gasrohres. In den späten Abendstunden wurden die Bewohner, die sich bereits zur Ruhe begeben hatten, durch einen furchtbaren Knall geweckt: das in den Keller geströmte Gas hatte sich entzündet. Die Folgen dieser Explosion waren erheblich. Die 10stufige Betontreppe, die vom Hauseingang in den Keller führte, war wie wegrasiert. Durch die Erschütterungen waren nicht nur im Hause die Fenster demoliert, sogar in den Nachbarhäusern fielen die Bilder von den Wänden. Das betroffene Haus mußte sofort geräumt werden, da mit weiteren Explosionen gerechnet werden mußte. Vierzehnjähriger Junge brach durchs Eis Nordhorn. Den Leichtsinn, trotz des inzwischen eingetretenen Tauwetters sich auf dem brüchig gewordenen Eise des Kanals zu vergnügen, hätte bald ein 14jähriger Schüler mit dem Tode bezahlt. Er wagte sich auf das Eis, um festzustellen, ob es noch hielt, und brach zwei Meter vom Ufer entfernt durch. Er konnte' sich selbst nicht mehr helfen, da er bereits bis zum Halse in dem eiskalten Wasser saß. Glücklicherweise vermochten seine Kameraden den in höchster Lebensgefahr schwebenden Jungen zu fassen und ihn an Land zu ziehen. Kraftjahrer vom Zuge tödlich uberjahren Gildehaus(Kr. Grafschaft Bentheim). Seinen Leichtsinn, vor einem herannahenden Zuge mit seinem Kraftwagen noch die Gleise überqueren zu wollen, mußte ein hiesiger Kraftfahrer mit dem Tode büßen. Der seit längerer Zeit in Gildehaus wohnende pensionierte Eisenbahnbeamte Nyhuis wollte mit seinem Kraftwagen den an der Gebr. Hoonschen Fabrik vorbeiführenden Bahnübergang, der unbeschrankt ist, noch vor dem herannahenden Zuge der Bentheimer Eisenbahn überqueren Hierbei wurde der Kraftwagen vom eisernen Trittbrett der Lokmotive erfaßt und etwa 40 Meter mitgeschleift. Der Fahrer erhielt eine tödliche Kopfverletzung, die seinen alsbaldigen Tod herbeiführte. Gehöft niedergebrannt— 2 Pferde, 11 Stück Rindvieh umgekommen Barver(Kr. Diepholz). In dem Hause des Bauern Heinrich Künning brach in der Nacht Feuer aus, das so schnell um sich griff, daß die Bewohner nur das nackte Leben retten konnten. Bei den Löscharbeiten wurden ein Feuerwehrmann und der Sohn des Besitzers erheblich verletzt. 11 Stück Rindvieh, 2 Pferde und 80 Hühner kamen in den Flammen um. 200 Jahre altes Fachwerkhaus abgebrannt Viereinhalbjähriger Brandstifter Lübbecke. Das 200 Jahre alte Bauernhaus des Bauern Vieker in Isenstedt, ein alter Fachwerkbau, wurde abends ein Raub der Flammen. Das alte Haus brannte resttos nieder. Als Brandursache wurde einwandfrei festgestellt, daß das viereinhalb Jahre alte Söhnchen des Heuerlings F. auf der Deele, wo Stroh lagerle, mit Streichhölzern gespielt hatte und das Stroh zur Entzündung brachte. Von der Deele aus ergriff das Feuer im Nu das ganze Haus, so daß es drei eingesetzten Löschzügen nicht gelang, das gesamte Inventar zu retten. Wehrpenn und Lustschuh Essen. Vor Schriftleitern sprach dieser Tage Luftschutzoberführer Dr. Gierlich über Wehrpolitik und Luftschutz. Er ließ dabei die rein technischen Aufgaben des Luftschutzes außer Betracht(Luftschutzräume, technische Ausbildung) und kennzeichnete vielmehr den letzten Sinn der Luftschutzarbeit: die Menschen für den Fall einer ernsten Beanspruchung innelich=seelisch zu rüsten, denn in diesem Fall ist die Wehrbereitschaft jener, die hinter der eigentlichen Front, im Luftschutzraum des Reiches, für das Funktionieren des wirtschaftlichen und technischen Apparates zu sorgen haben, von größter Wichtigkeit. Um die Bedeutung dieser Frage zu erhellen, gab der Redner einen Ueberblick über die Entwicklung der Bevölkerungsziffer und die Veränderung in der wirtschaftlichen Gestalt des deutschen Volkes. Während viele Jahrhunderte hindurch die Entwicklung staguierte, ging sie im letzten Jahrhundert unter dem Einfluß des zivilisatorischen Elements der Maschine, die das Wirtschaftliche völlig umwandelte, rapide voran. Der Zusammenhaug von Maschine und Mensch wurde immer dichter und zwingender und brachte z. B. eine Umwehrung des Verhältnisses von selbständigen und unselbständigen Arbeitern mit sich, eine Umkehrung, deren Verlauf interessant ist... G e 1— 1882 war ein Viertel der Arbeiter unselbständig und drei Viertel waren selbständige Handwerker, 1907 war das Verhältnis umgekehrt. Aus dem Agrarvolk war ein Industrievolk geworden mit einer außerordentlichen Steigerung seiner Produktionskraft. Die zahnung zwischen Volk und den Aufgaben seiner nationalen Arbeit ist außerordentlich vielgestaltig. Dies feingliedrige Wechselspiel von Volkskraft und Arbeitskraft muß auch im Falle eines gewaltsamen Eingriffs in diese Maschinerie erhalten bleiben. D. h., es muß erkannt werden, wo Krisen auftreten könnten und es muß alles geschehen, um solche Krisen in ihren Wirkungen vorher zu erkennen und gefahrlos zu machen. M6.Hutng eemitial. Die Einzelbeispiele des Redners vermittelten einen tiefen Eindruck von der Wichtigkeit der wehrpolitischen Bereitschaft der Heimat. Wir haben die große Lehre des Krieges noch vor Augen. Das Versagen des wehrpolitischen Verständnisses unseres Volkes während des Krieges ist eine der Ursachen seines Ausganges. Die Wehrbereitschaft des Deutschen, die ihm von Natur eingegeben ist und die ihn zu einem guten Soldaten macht, paarte sich nicht im gleichen Maße mit dem maßgebenden Erziebungsfaktoren vor. Mit der Ausbildung des Soldaten war die Aufgabe beendet. Der deutsche Arbeiter, der als Sozialdemokrat Rekrut wurde, kehrte als Reservist wieder zur Sozialdemokratie zurück. Wir waren militärisch saturiert. Wehrpolitik? Ein Fremdwort. Im Reichstag wurde am Wehretat herumgemäkelt. Während in Frankreich vor dem Kriege 84 v. H. aller Wehrfähigen ausgebildet worden sind, waren es in Deutschland nur 50 v. H. Während die großen schweren Schlachten der ersten Kriegswochen ausgefochten wurden, befanden sich viele Millionen dieser Nichtausgebildeten noch auf den Kasernenhöfen, wo sie die notwendigen Anfangsgründe des soldatischen Handwerks erlernten.„ Der Redner wies auf die zersetzenden Eins schsces ce ce ece ten Kreisen garnicht verstanden wurden. Er schilderte die Festigung des wehrpolitischen Gedankens durch den Führer, um den Kern seiner Ausführungen nochmals zu unterstreichen. Zu einer guten Wehrmacht muß die wehrpolitische Erziehung auch des letzten Deutschen hinzukommen. Ein Soldatentum und Kämpfertum aller Deutschen, so wie es Ludendorf 1916 gefordert hat, ist das Ziel. Der Reichsluftschutzbund hat die Aufgabe, diese wehrpolitische Erziehungs= und Aufklärungsarbeit in weitestem Maße durchzuführen, damit zur Wehrgemeinschaft die Schutzgemeinschaft der Heimat tritt. Die seelische Stütze der Heimat ist wichtig. Ihre Kraft durch die geeigneten Maßnahmen zu stärken, ist eine Aufgabe des Luftschutzes, die zu den wichtigsten überhaupt äzhlt. Ihre besondere Schwierzigkeit liegt in der Zusammensetzung des Menschensce escheceche d. ceriche entwickelte, kann nicht groß genug sein. Mas würde die tapfere Front nützen, wenn Etappe, die Heimat versagte! Kbub die Der Erbe haftet fur Nachlaßberoie nichtener. Eine grundsätzliche Entscheidung des Bezirksverwaltungsgerichtes En uunnd Bos Boin Düsseldorf. Wegen Diebstahls im Rückfa## verurteilte das Düsseldorfer Schöffengericht die wegen Eigentumsverbrechens bereits achte mal vorbestrafte 43jährige Gertrud Dombrowski zu einem Jahr Zuchthaus. Die Angeklagte hatte Ende vergangenen Jahres in einer Weinstube einen 87 Jahre alten Mann kennengelernt, der sie zu einem Glas Wein einlud. Die Dombrowski als raffie nierte Taschendiebin hatte bereits nach wenigen Minuten die goldene Uhr und Kette des alten Mannes gestohlen und suchte dann schleunigst das Weite. Sie besaß noch die Dreistigkeit, dem Bestohlenen einige Tage später den Pfandschein der versetzten Uhr zu schicken, die dieser mit 40 RM. einlösen mußte. Erst kürzlich gelang es der Kriminalpolizei, die Diebin, die sich bis dahin versteckt gehalten hatte, festzunehmen. Schiffahrt auf dem Rhein teilweise wieder aufgenommen Duisburg. Wie wir erfahren, ist die Schifffahrt zwischen Rheinhausen und Walsum von Sonnabend, 31. Dezember, ab wieder für offen erklärt worden, die am 22. Dezember wegen des starken Treibeises eingestellt werden mußte. 320 Zoll- und Devisenvergehen Trier. Im Laufe des Jahres 1938 sind innerhalb des Hauptzollamtes Trier 320 Schmuggel= und Devisenvergehen festgestellt und geahndet worden. Bei den Schmuggelfällen handelte es sich um die Einschwärzung kleiner Mengen Lebens= und Genußmittel ohne gewerbsmäßigen Charakter der Straftaten. Die Großschieber„in Devisen" stellte in diesem Jahr ausschließlich das Judentum. Mehrere Angehörige dieser Fremdrasse haben versucht, Beträge bis zu 30000 RM. über die Grenze zu schaffen, sind aber durch die Wachsamkeit der deutschen Grenzbeamten gefaßt und verdienter Strafe zugeführt worden. Zahlreiche Juden versuchten auch, auf verschleierte Art Devisen ins Ausland zu bringen. Verschiedentlich ließen sie sich auch Schmuckstücke in Form wahrer Goldbarren anfertigen, um auf diese Art das deutsche Volksvermögen zu schädigen. Allen diesen Machenschaften blieb der Erfolg jedoch versagt. Eine Wärmeflasche explodiert Bendorf=Sayn. Eine hiesige Einwohnerin hatte eine gefüllte Wärmeflasche in den Backofen ihres Küchenherdes gelegt. Durch die Erhitzung explodierte plötzlich die Wärmeflasche und flog mit der Herdplatte in die Luft. Zugleich brach Feuer aus, das aber zum Glüchk bald gelöscht werden konnte. Wiesbaden. Das Bezirksverwaltungsgericht hatte sich mit einer Nachtragsverbindlichkeitsklage zu befassen, die von allgemeinem Interesse ist. Die Klägerin war von der Stadt Frankfurt am Main als Erbin ihrer verwitweten, kinderlos gestorbenen Tante zur Bestattungsgebühr herangezogen worden. Da sie sich nicht als Erbin betrachtete, erhob sie beim Bezirksverwaltungsgericht Klage gegen diese Forderung des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt mit dem Hinweis, daß sie von dem Ableben ihrer Tante verspätet erfahren habe. Dadurch sei auch ihre pflichtgemäße Erbausschlagung bei dem zuständigen Nachlaßgericht nach dem gesetzlichen Termin eingetroffen. Da nach dem Gesetz eine Erbausschlagung binnen sechs Wochen nach dem Tode durch die Erben vorgenommen werden muß und in diesem Falle der vorgesehene Termin weit überschritten war, wurde die angestrengte Klage vom Bezirksverwaltungsgericht abgewiesen. Da der Streitwert unter 500 RM. liegt, hat das Bezirksverwaltungsgericht in diesem Falle ausnahmsweise die Zulassung einer Revision wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Entscheidung(die Möglichkeit eines Erbenhaftungsvorbehaltes im Urteil eines Verwaltungsgerichts) beschlossen. Der Fall lehrt, daß jeder Erbe für die Nachlaßverbindlichkeiten haftet. zu denen außer den vom Erblasser herrühren: den Schulden die den Erben treffenden Verbindlichkeiten, insbesondere aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen gehören. Nach dem Gesetz trägt der Erbe die Kosten der standesgemäßen Beerdigung. Diese Verpflichtung ist damit nach dem Gesetz als Nachlaßverbindlichkeit anzusprechen. Gefängnis wegen Beleidigung eines unbescholtenen Mädchens Siegen. Auf dem täglichen Wege zu seiner Arbeitsstelle kam ein im 50. Lebensjahre stehender Mann an einem Haus vorüber, in dem eine junge Hausangestellte beschäftigt war. Er sah das Mädchen häufig und entschloß sich eines Tages, ihm einen Brief zu schreiben. Das Schreiben, das er unter die Haustür schob und das von dem erstaunten Mädchen aufgehoben wurde, enthielt Darstellungen einer krankhaft veranlagten Phantasie. Beleidigt über die in dem Brief an sie gestellten Zumutungen, wandte sich das Mädchen an die Polizei. Es ging dann auf den Rat der Polizei scheinbar auf die Wünsche des Mannes ein und vereinbarte mit ihm eine Zusammenkunft. Statt des ersehnten Mädchens fand der Mann jedoch Polizeibeamte vor, die ihn festnahmen. Auch diesmal trug er einen Brief ähnlichen Inhalts bei sich, zweifellos in der Absicht, auch diesen zweiten Brief beleidigen Inhalts dem Mädchen zu übergeben. Das Siegener Schöffengericht verurteilte den Angeklagten, der bereits einmal einschlägig vorbestraft ist, wegen Beleidigung zu sechs Monaten Gefängnis. Die Post weiß Rat Das„Christkind“ hätte Strasporto bezahlen müssen.. Aus dem Bergischen Land. Recht erstaunt war, wie glaubhaft berichtet wird, kurz vor Weihnachten der Postbeamte einer kleineren bergischen Postanstalt, dem das Abstempeln der Briefmarken auf Karten und Briefen oblag. Denn unter dem umfangreichen„Sortiment“ jenes Tages befand sich auch eine mit 3 Pfg. freigemachte Karte, die an das Christkind adressiert war und deren Rückseite fein säuberlich die Wünsche enthielt, die ein kleiner Knabe in seinem Herzen nährte. Die Findigkeit der Deutschen Reichspost ist oft erprobt und gelobt worden, doch hier stand man vor einer Schwierigkeit, die nicht so ohne weiteres zu meistern war. Hier hätte beim besten Willen von niemandem die Voraussetzung „Genaue Anschrift erforderlich“ erfüllt werden können. Um jedoch in jeder Weise korrekt vorzugehen, entschloß sich die Post zu einem anderen Auswege. Der kleine bergische Bursche erhielt seine Karte zurück. Nur trug sie jetzt einen Stempel, und er verkündete: Zurück, da für das Ausland ungenügend freigomacht“ Weihnachtsbaum in Flammen Eine Mutter erlitt schwere Verbrennungen Hamm. Hier ereignete sich bei der in der Grünstraße wohnenden Familie Busch ein schwerer Unfall durch einen brennenden Weihnachtsbaum. Frau B. wollte dem Wunsche ihres zweijährigen Töchterchens nachkommen und eine Wunderkerze entzünden. Kaum hatte sie sich vom Baum abgewandt, als der kleine Weihnachtsbaum in Flammen stand. Die Frau ergriff den brennenden Baum, um ihn auf die Diele zu werfen. Dabei zog sie sich im Gesicht und an den Armen schwere Brandwunden zu, die eine ärztliche Behandlung erforderlich machten. Einige auf einem Stuhl befindliche Wäschestücke fielen dem Brand zum Opfer. Grüne und„vergrünte“ Blumen Das Grün ist die eigentliche Farbe des Pflanzenblattes; bei der Blume sind wir andere Farben gewohnt, und dennoch gibt es auch grüne Blumen. Bei einigen Pflanzen erscheinen die Blumen ständig in grüner Farbe. So gibt es eine grünlich blühende Rose und eine ebensolche Tahlie. Bei anderen Pflanzen tritt die grüne Farbe nur gelegentlich auf, während die eigentliche Blumenfarbe gelb, weiß oder rot usw. ist. In diesem Falle spricht man besser von„vergrünten“ Blumen. Das Vergrünen ist in einem Jahre stärker, im anderen schwächer bemerkbar. Oefter beobachtet wurde die Erscheinung bei dem in Gärtnereien gepflegten Tausendschön und einem anderen Korbblütler, Helenium genannt. Bei dem Tausendschön weisen die Blumen statt der herrlichen rosa=weißen Färbung ein schmutziges Gelbgrün auf. Dabei sind viele Blumen in der Gestalt vollständig normal. bei anderen sind die sonst bandartig breiten Strahlenblüten verschmälert, gedreht oder gar röhrenförmig geworden, wieder andere gehen in der Form das spatelige Laubblatt verkleinert wieder und sind ganz absonderlich geformt. Selten ist noch etwas von der ursprünglichen Farbe in der Blume zu finden. Dagegen zeigen sich an manchen Pflanzen normale Blumen neben vergrünten, während andere Pflanzen wieden::= vorgrünte Blumen tragen. Daß übermäßige Inla## von Feuchtigkeit und Nahrung bei den Pflanzen leicht zur Vergrünung von Blumen führen kann, dafür finden sich mancherlei Belege. So zeigt sich beispielsweise die grüne Farbe beim weisee Klee um so häufiger je nahrhafter und feuchter der Standort ist. Besonders stark ist die Vergrünung oft dort, wo die Exkremente weidender Kühe dem Boden eine reiche Düngung zuführen. Auch der Umstand. daß die Blütenknospen bei Azaleen, Kamelien und Alpenrosen beispielsweise dann leicht dure wachsen, d. h. sich zu Laubtrieben umbilden, wenn in der kritischen Zeit der Boden mehr feucht als trocken ist, mag bei Betrachtung der Ursachen der Vergrünung herangezogen werden.— Dem Pflanzenkörper wohnt neben der Fähigkeit vegetativer Vermelirung die Anlage zur geschlechtlichen Fortpflanzung inne. Nun ist Erfahrungssatz, daß reichliche Nahrungszufnor das wegeta in: Wch um fördert, aber das geschlechtliche hemmt. Da liegt es nahe, anzunehmen, daß die gleiche Ursache zur Vergrünung und Umbildung der Blume in Blattgebilde führt, dienen doch die grünen Laubblätter dem vegetativen Fortkommen. Bei manchen Vergrünungen sind übrigens nicht die Blumenblätter, sondern die Staub- oder Fruchtblätter umgebildet, die dann dabei mehr oder weniger ihre eigentliche Aufgabe eingebüßt haben. Vergrünungen dieser Art sind oft auf den Einfluß schmarotzender Milben und Insekten zurückzuführen. ROPIAN VON KATHE DONNY Urdeberrechtsschuts Cestral-Bureau SUSL u (Nechdreck verbetes) Erstes Kapite! zwei Uhr, kurz ehe sie auf der Statioi abwurde, erdie?k Elisadeth Fröhlich die Kabelihres Bruders. Sie atmete einmal hastiger auf. schod das Papiec inzihre weiße SchweSo, nun war es abgemacht und endgültig. Sie würde reisen. Uhr stand sie im Reisebüro der Woerdestellte ihre Schiffskarte: 10. Noera nach Rdogassa, FranzösischUm vier mnnlin veruder an Kamernn 10 R0 la“, wieder des Gesicht Bürolamp. ## mit der„Hamburg" nach Duae der Büroangestellte. Sein gelunter dem grünen Schein der gelber aus. Sorgfältig trocknete die Schrift auf dem Passageheft: „Also auch wieder hinaus. Schwester?" Man kannte Elisabeth hier. Ihr Bruder, Herbert Fröhlich, war allen Leuten, die mit Uebersee zu tun hatten, ein Begriff. Herbert Fröhlich, das große Handelshaus in Rdogassa, das erste im französischen Mandatsgebiet seit dem Kriege. „Tja, wen die Tropen mal gehabt haben“, der Angestellte lächelte melancholisch. Jahrelang hatte er drüben im Büro der Woermannlinie gesessen. Dann kam der Krieg. Außerdem verdankte er Afrika seine Gallengeschichte, und die hätte ihm die Tropen eigentlich verleiden können. Doch immer so um den Herbst herum packte einen doch die Sehnsucht nach der Sonne. „Also, hier, bitte, Ihre Karte, Schwester. Sie freuen sich gewiß?“. Elisabeth Fröhlich nickte mechanisch. Freuen? Ja, damals vor vier Jahren, als sie zum ersten Male hinausging, da war es ein Freuen gewesen.— Erwartungsvolles Zugehen auf etwas Neues, Märchenhaftes. Heute aber—. Wenn man ehrlich war gegen sich selbst, sah es einer Flucht verzweifelt ähnlich. Aber antging man sich selbst, wenn man Meere zwischen sich und einen anderen legte? Trug man ihn nicht überall mit sich, bis man ihn in sich überwunden hatte? Ueber ihr helles Gesicht kam ein wenig Unruhe. „Verzeihung. Sie fahren auch mit der„Hamburg“, Schwester?“ Eine junge Stimme. Ein junges Mädel, zierlich. In einem weichen, gelblichen Ulster. Kleine braune Kappe über den kastanienbraunen Haaren. Ein Paar braune Augen, in denen etwas wie Bangnis stand.„Jawohl“, nickte Elisabeth. Die Kleine atmete auf: „Ach, da bin ich aber froh, Schwester. Ich fahre nämlich auch mit der„Hamburg". Ich soll zu meiner Schwester nach Afrika. Ich, ich fahre zum e##nal allein. Bin noch nie aus Kopenhagen gekommen. Ich darf mich Ihnen dann ein wenig anschließen? Ich heiße Freda Stormsen.“ Elisabeth gab dem jungen Ding die Hand: „Gern, Fräulein Stormsen. Machen wir schon.“ „Oh. dann danke ich Ihnen sehr.“ Es kam geradezu überschwenglich. Elisabeth mußte wohl sehr erstaunt aussehen, denn das Mädchen wurde rot, machte einen halben Knicks und verschwand. Elisabeth schüttelte den Kopf. Fahriges, junges Ding. Warum schickte man so etwas allein in die Welt? Dabei paßte dieses Unsichere eigentlich nicht so recht zu diesen ernsten Kindmädchenauge Sie trat hinaus. Das übliche Hamburger Wetter. Nicht Regen, nicht Schnee, nicht Nevel. Ein undefinierbares Gemisch. Kalt und zäh drang es in Kleider und Körper. Da zuckte sie zusammen. Aus dem Dunkel eines Torweges löste sich eine große Gestalt. Unter Tausenden hätte Elisabeth Fröhlich sie herausgekannt. Diesen Reiterschritt, so aus den Hüften heraus. federnd in allen Gliedern, hatte niemand sonst. Also blieb ihr diese letzte Auseinandersetzung doch nicht erspart. Aber wann hatte Holger Petersen ihr schon irgend etwas erspart? Er schien es darauf anzulegen, die Tragfähigkeit ihres Leidenkönnens neu zu erproben. Nun noch dies? 'n Abend, Li.“ Griff m wie vor einem Jahre, als sie sich getrennt, das harte Schlagen in Elisabeths Herzen losging. Noch immer, immer, dachte sie erbittert. Holger schob, wie selbstverständlich, seinen Arm unter den Elisabeths. „Also doch, Li? Heute kam ich an, telephonierte in dein Krankenhaus. Da hörte ich die Geschichte. Also mirklich willst du fort, Li?“ Elisabeth hatte noch kein Wort gesprochen. Auch das war heute noch genau so wie früher. Holger ließ sie nie zu Worte kommen— und nicht zu sich. Auch dies plötzliche Auftauchen— es war wie ein Gleichnis. So war er immer von ihr fortgegangen, irgendwohin in die Welt. In ein Abenteuer mit Menschen, mit Dingen. Monatelang Stummheit. Er war ihrer ja so sicher Auf einmal tauchte er wieder auf, verlangte die Ganzheit ihres Wesens. Für ihn galt nur das Heute. Er war kein Mensch der Uebergänge oder der Stetigkeit. Aber welche Freu konnte auf die Dauer so leben? Um seinetwillen war sie damals aus ihrer Arbeit in Rdogassa fortgegangen, weil er nach Europa ging. Ihm war das selbstverständlich gewesen. Genau so selbstverständlich, wie daß er, kaum in Europa, wieder von ihr fortging. Mit einer Expedition in die Arktis. „Hast du denn mein Telegramm nicht bekommen, Li?“ „Doch.“ Es war das erste Wort, das sie sagte. „Na, also. Was willst du denn da drüben in Afrika, wo ich wieder hier bin?“ Elisabeth Fröhlich lächelte schmerzlich. Echt Holger. Wo er war, sollte für sie das Zentrum der Welt sein. Jetzt hatte sie die Kraft, ihren Arm aus dem seinen zu lösen: „Du mußt es mir nicht schwer machen, Holger. Ich habe ja schon die Schiffskarte.“ „Lächerlich, geben wir einfach zurück.“ Zornig funkelten seine Augen sie an. Blaue, gewalttätige Augen. Die Augen seiner Vorfahren— Seefahrer. Das war es wohl, was auch ihn so ruhelos umhertrieb in der Welt. Einmal hatte sie geglaubt, sie würde ihm Ruhe geben können. Seelische Heimat. Statt dessen riß er sie selbst aber immer wieder aus ihrem Boden heraus. Das ging nicht mehr. Mit dreißig Jahren durfte man sich nicht mehr von einer Liebe zerstören lassen. Man war ja nicht nur für sich auf der Welt. Andere Menschen forderten einen. „Es geht nicht, Holger: Ich habe meinem Bruder drüben schon zugesagt. Man braucht mich drüben.“ Holger antwortete nicht gleich. Er griff wieder nach Elisabeths Arm, zwang sie über den erhellten Jungfernstieg herüber. An der Wasserseite war es dunkel. Holger blieb stehen. Sein schmaler Kopf mit der scharfgeschnittenen Adler= nase im gegerbten Gesicht stieß förmlich in ihre Augen hinein: „Herr Herbert Fröhlich? Bist du ein Spießer geworden, Li? In Familie machen? Red' mir nichts vor. Du und Herbert Fröhlich? So ein bißchen kenne ich ihn ja auch. Das Beste an ihm sind seine Weine.“ „Ach, laß doch, Holger.“ Verstand er denn nicht, wie alles in ihr aufgerührt war? Ihr Gesicht verschloß sich. Holger sah es. Zorn stieg in ihm auf. Sie hatte für ihn da zu sein. Er liebte sie ja doch. Jetzt, in diesem Augenblick, da sie ihm entgleiten wollte, fühlte er das stark wie nie. Er wollte sie nicht verlieren. „Li, was soll ich dir denn viel sagen? Du kennst mich doch, Li. Ich kann nicht viel Worte machen.“ „Ach, Holger, wenn es um Worte ginge—“ „Also schön, nicht Worte. Vielleicht Gefühle—. Soll ich dich vielleicht bitten, dir beteuern?“ „Nur nicht bitten“, sagte sie schnell. „Aber warum denn, Li, warum? Ich schreibe dir, ich käme, wir könnten nun ans Heiraten denken. Als Antwort dein Brief. Du gehst fort. Wenn du es vor ein, zwei Jahren gesagt hättest, Li, dann hätte ich es vielleicht begriffen. Aber jetzt?“ Durch das Regensprühen sieht sie sein Gesicht. Jeden Zug prägt sie sich ein. Es ist ja das letztemal. Der abendliche Lärm der Stadt verschwingt. Ein paar Hupen rufen durch den Regennebel. „Du kannst es vielleicht nicht begreifen, Holger — so dicht vor dem Ziel? Aber man kann auch zu lange gewandert sein. Keine Kräfte mehr haben. Ehe ist doch ein Anfang. Und zu dem Anfang habe ich keinen Glauben mehr.“ „Glauben?“ Seine Stimme klang hart.„Du redest wie in einer Bibelstunde.“ „Du weißt ganz gut, Holger, ich meine es in einem anderen Sinn.“ Elisabeth Fröhlich sah an Holger vorbei. Wie dunkel Himmel und Wasser waren! Vergeblich versuchten die Lichter eine arme Helligkeit vorzutäuschen. „Ich glaube nicht mehr, daß ich dir etwas sein kann, Holger.“ „Du!“ Er sah sich um. Niemand war in der Nähe. Er riß sie in seine Arme. Auf ihren regenkühlen Lippen fühlte sie die seinen; aber er spürte auch die Kälte, die von ihr ausging. Er ließ sie los. „Wer?“ fragte er. Nur dieses eine Wort. Aber sie verstand. Wie arm waren doch die Männer. Immer fragen sie nach dem Wer. Niemals nach dem Wie. — Mußte es immer ein anderer Mann sein, wenn man sich löste?—— Immer deutlicher wurde ihr, sie konnten sich nicht mehr verstehen. Sie mühte sich, aber es war so schwer, zu erklären. Daß sie eine Aufgabe haben muß. Daß sie nicht leben kann, heute herangezogen und morgen zurückgestoßen. Daß sie nach der Einheit strebt, er nach der Vielheit. Holger Petersen schien die Richtung ihrer Gedanken zu spüren, wenn auch nicht den Ausgangspunkt. „Eifersüchtig? Aber du hast es ja gewußt; ich bin nicht Hinz und Kunz. Wer lebt wie ich, muß nach anderen Gesetzen beurteilt werden.“ „Wenn er sich selbst Gesetze gibt, Holger?“ „Du bist doch ein Spießbürger, R. Begreifst du nicht? Mein Leben ist anders. Du könntest es ja in der Zeitung gelesen haben; immerhia einiges, was man so geleistot hat. Dee Schnessturm, in dem uns d# kan die Hälfte unserer Hunde umuum, die Eisscholle— tagelavg abgetrieben, hold erfroren. Und doch mit Tageb#ech und allem deil durchgekommen. Ist das vielleicht nichts?“ „Wenn es in der Lebenslinie liegt, Holger?“ „Ist mic zu hoch“, höhnte er. Elisabeth zuckte die Achseln. Er würde es nicht begreifen. Er hatte keine Lebentlinie. Heute hier, morgen dort. Abenteuer, Gefahr, Kampf. Doch keine Idee darüber. Nur die eigene Befeiedigung. Hier eine Frau, dort eine, aber nicht um der Liebe, nur um des Gieges willen. So durfte ein Jüngling leben, aber nicht ein Mann. Dies alles hatte sie in diesem Jahre erkennen gelernt und in sich durchgearbeitet. Es durfte ihr nicht wieder zerstört werden. Sonst ging sie mit drauf. „Ich muß nun gehen, Holger. Ich habe heute Nachtwache. Ich muß mich einen Augenblick ausruhen.“ „Aber wir sprechen uns noch, Li?“ Er fühlte, es stand immer noch wie eine Mauer zwischen ihnen, er konnte sie nicht niederreißen. „Ich rufe dich an“, sagte er drängend. Dann— als sie stumm blieb— nahm er ihre beiden Hände, als wollte er seinen ganzen Willen in sie überströmen lassen: „Li!“ Sie entzog ihm ihre Hände, eilte schnell über den Fahrdamm. Nun war sie im Hellen. Da die Straßenbahnhaltestelle nach dem Eppendorfer Krankenhaus. Innen im Wagen war es voll. Ein Geruch von nassen Mänteln. Sie mußte draußen bleiben. Holger stand an der Ecke. Ein Auto warf seinen Scheinwerfer gerade auf sein Gesicht. Es leuchtete gewaltsam auf. Grell— und war verschwunden. Elisabeth Fröhlich krampfte die Hände zusammen. Nicht zurücksehen, wenn es ihr auch den Kopf geradezu schmerzhaft herumreißen wollte. Nicht zurück. Vorwärts! Zweites Kapitel „Njong!“ rief eine Männerstimme. Die Stimme war hell und schnitt klingend durch die stillstehende Luft. Aber nichts rührte sich um das hölzerne Haus und weiterhin in dem grasbewachsenen Hof. Da klang es noch einmal lauter:„Njong!“— und ein Händeklatschen hinterdrein. Eine Tür klappte, nackte Füße trappten die Verandastufen herauf, dann ein paar Schritte über die Dielen, und Njong stand vor seinem Herrn. Sein schwarzes Ebenholzgesicht glänzte vor Schweiß und Ergebenheit. Was konnte der Herr plötzlich wollen? Noch vor einer halben Stunde war er drüben im Trockenhaus gewesen und hatte gesagt:„Alles in Ordnung, Niong, gut in Ordnung.“ Warum auf einmal———. „Njong“, sagte Hartmann und hob sich leicht in dem Liegestuhl,„stelle den Kühlmotor an.—— Halt,—— noch mehr. Sage dem Mwumbi, daß er das Nordzimmer richtet, und Ljuka soll für ein gutes Essen sorgen.“ Njong rollte die weißen Augäpfel und bewegte unschlüssig die großen Zehen, es war seine stumme Art zu fragen:„Warum, Herr,— wieso——?“ Hartmann verstand diese stumme Mimik. Er hatte das Gesicht schon wieder über das Buch gebeugt; aber seine Augen waren auf die langen schmalen Zehen des Schwarzen gerichtet und verfolgten ihre eindringliche Bewegung. „Wir bekommen Besuch“, sagte er schließlich und hob den Kopf. Ueber sein hageres braunes Gesicht flog ein Lächeln, als er Njongs befreiendes Aufatmen hörte.„Doktor de Jong kommt.“ Dies war allerdings nur eine Behauptung; de Jong hatte sich weder angemeldet, noch war er eingeladen worden; aber die innere Verbindung zwischen Hartmann und ihm war so stark, daß sie ohne Verabredung oder irgendein äußeres Zeichen genau wußten, wann sie einander begegnen würden. Diese Begegnungen fanden meistens auf der Plantage Ubandi statt. Es kam höchst selten, vielleicht nur zwei=, dreimal im Jahre vor, daß Hartmann sich in seinen Klapperkasten von Automobil setzte und hinunter nach Ndogassa fuhr, um de Jong aufzusuchen. Ndogassa mit seinem Hospital, den deutschen Handelshäusern und dem französischen Bezirksamt bedeutete für ihn schon die andere Welt— Europa. Jede Andeutung Europas aber floh er. Njong, offiziell Diener, Sekretär und Lagerverwalter Hartmanns, inoffiziell von ihm geleitet, wie ein manchmal sehr törichtes, oft überraschend kluges Kind, das ewig Kind bleibt und niemals Mann zu werden verspricht,— Riong sraffte seine schlanke Gestalt und federte rasch ceppe hinunter. Ein Befehl des Herrn war wie ein Signal zu einem Fest der Glieder und Gedanken. Er flog in die hinter dem Hause gelegenen Wirtschaftsräume, wo Ljuka mit dem Mahlen von Maiskörnern beschäftigt war. „Si— mai— Bjuka,— ein Essen für den Doktor aus Rdogassa.“ Dann tanzte er zum Boyhaus und schoß mitten hinein in einen Knäuel schwarzer, sich durcheinander wölzender baldwüchsiger Burschen, denen betehlen mar, Die Backen au seinigen, bis as aber vorzogen, sich diese Decken um die Köpfe ze schlagen. „Si— ma!— Mwumbi— das Zimmer für den weißen Doktor zurechtmachen-.“, und schon saß seine Foust in dem schwarzen Wollkopf eines Bengels. Hartmann horte durch die stille Luft die Geräusche wie aus einer riesenhaften Horchmuschzu sich herüberkommen. Er ließ die Hände mit dem Buch auf die Knie sinken. Er war he#### recht müde. Von der Arbeit auf der Pfianzung kam es nicht. Es war wohl mehr die Folge dee schlechten Nacht oder vielmehr der guten NachtVollmondnacht in Kamerun, wer konnte da solnfen? Aller Zauber Afrikas war in solcher Neecht. Sie füllte einem die Sinne mit Schönhe t— und Sehnsucht. Er gähnte leicht und horchte. An Tagen nach solchen Nächten waren seine Sinne besonders wach, nahmen Geräusche, Gerüche, Gebanken auf aus nicht begrenzbaren Feinen. De Jong mochte noch Meilen entfernt sein; aber schon spürte Hartmann, daß den Freund heute etwas Besonderes beschäftigte. Irgend etwas Aufrührerisches. Er schloß die Augen. Konzentrierte sich ganz auf den Freund. Er und de Jong waren schon lange hinaus über das#richte Europäerstaunen angesichts dieser Hellsichtigkekt, in einer solchen Freundgemeinschaft. Europa verdarb die Feinheit der Sinne mit seiner grellen Heftigkeit. Hier gewann man alles wieder. Auch die Aufgeschlossenheit der Seele für die leisesten Schwingungen in anderen Menschen. Erst hatte er selbst ja de Jong ausgelacht, wie der ihm von dieser Hellsichtigkeit erzählte. Aber damals war noch Europa in ihm. Unruhe. Margot.— Jetzt aber war er in sich. Was war heute mit dem Freunde? Vielleicht wieder irgendein Aerger mit Duvois, dem französischen Kommissar? Der Bezirksleiter war seit langem auf Krankheitsurlaub, Duvois sein Vertreter. De Jong hatte beim letzten Zusammensein, ganz gegen seine ruhige Art, geradezu erbittert über Duvois gesprochen. Hartmann kannte diesen Franzosen nur vom Hörensagen. Duvois schien auch ein Kapitel für sich, und ein reichlich unangenehmes. Er liebte Kleinkämpfe— ja, sie schienen ihm geradezu Bedürfnis zu sein; Auseinandersetzungen mit den paar Deutschen des Mandatsgebietes kehrten seit seinem Amtsantritt in bestimmten Perioden wieder. Vielleicht war eine solche Periode wiederum fällig? Hartmann dachte nach. Wann war es das letztemal gewesen? Ach ja, wegen der Fröhlichs Herbert Fröhlich hatte seinen Kakaohandel etwas erfolgreich gehandhabt. Duvois schätzte diese Erfolge bei Deutschen nicht. Sofort hatte er Erhöhungen des Abgabensatzes verfügt. Aus eigener Machtvollkommenheit, vorbehaltlos der Genehmigung des Bezirksleiters. Aber merkwürdig geschickt suchte sich Duvois für solche Schikanen immer die Zeit aus, in der der Bezirksleiter, ein verbindlicher Kolonialmann, auf Heimaturlaub war. Der Zuwachs an Machtfülle in solchen Monaten trieb erstaunliche Dekretblüten bei Duvois. Damals hatte de Jong in aller Seelenruhe gewagt, gegen diese Maßnahmen von Duvois zu protestieren. Seitdem hatte Duvois einen Zorn auf de Jong. Hartmann hatte eine unbestimmte Beschämung empfunden, daß sich de Jong als Holländer so für Fröhlich eingesetzt. Hätte er es wohl getan? Gerade für Fröhlich? Kaum.— Gute Leute, Fröhlich u. Co., sauber von Gesinnung, fleißig, bieder. Trotzdem... Er sprang auf und schüttelte die letzte Müdigkeit ab,— nichts von Deutschen sehen und hören. Darum steckte er ja hier oben in der Einsamkeit von Ubandi, baute sich seinen Tabak und war allein mit seinen Schwarzen. „Njong.“— Er klatschte laut in die Hände—. „Nasierwasser." De Jongs Auto war im Gegensatz zu Hartmanns Klapperkasten ein Wagen neuester Konstruktion. Er befand sich um diese Stunde auf halber Höhe der Gargassaberge und kletterte geschickt die steilen Kurven der neu angelegten Autostraße empor. Rechts und links standen dickblättrige Papayabäume, die wie grüne Riesenweiber breithüftig zur Seite der Straße hockten und denen bitter=süßlicher Geruch entströmte. De Jong witterte mit vorgestrecktem Kopf vor sich hin. Er liebte diesen bitterlichen Duft, das war doch etwas anderes als der süß betäubende Geruch in der Ebene um Ndogassa. Verfluchtes Stück Land, diese Ebene, verdammter Herd, auf dem der Teufel sich seine Suppen kochte. Hartmann hatte es gut, saß da oben in reiner Höhenluft, ungeschoren von einem Duvois, auf britischem Mandatsgebiet, eine halbe Wegstunde von der französischen Mandatsgrenze entfernt. Kunststück, sich da als freier Mann zu fühlen. In Ndogassa gehörte eben schon mehr dazu.—— De Jong schaltete einen anderen Gang ein. Auf diesen Besuchsfahrten zu Hartmann chauffierte er allein, ohne Begleitung. Hier wollte er ganz privat sein. (Fortsetzung folgt.) Die Jead aus dein Gamdsen Neujahrserzählung von Wilhelm Deter In manchen Gegenden Mecklenburgs herrscht„Hil—sel Hil—se! Hil—se!!“ den Frauen und Mädchen ein sonder. Nach ku Er fragte ganz leise: „Hast du deinen Geliebten gesehen?“ Sie schüttelte den Kopf. Da meinte er: „Ich glaube, du hast ihn doch gefunden.“ Erstaunt sah sie ihn mit großen Augen an. „Bist du es?“ „Ja, Lene, ich dente, daß ich es bin.“ Und dann bekannte er ihr seine große Zunei„Hat man dich im Backosen eingespertt?“ fragte er. Sie nickte. „Wer hat das getan?“ „Die Freundinnen.„„ I,.„ Lm G. Und nun erzählte sie leise von dem Brauch der Mädchen, wie sie in den Backofen gegangen sei, wie die Freundinnen ihr nachgeschlichen sein sel Hil. se! Hil—se!!" püühten und die Tür zum Backosen verriegelt aur: Giauve, von lvs, vo.. bv. von Fag, odv" Sgzlaf gerütelt verden, dachte ser. Be=lsct eisr hiheret, Winls borg Mar s isi esen geht, der hausdas Glück, den Geliebten Doch ihre Eltern hörten das nicht. Aber ev, sonherhar, haß er das geliebte Mädchen in der und zukünftigen Mann zu sehen. Manche alte nen einsamen Wanderer, der zen ziesch“ Püße. Neujahrsnacht aus dem Backofen befreien Frau versichert noch hente, dos Bitdo pre, Stund=„öleres= derrbeitom„Müslerbursche, war mußte, als sie ihren zuligstigen Mann sehen se de weil er von den Tridsel, von Miasiz, 1nd. Tanz in dieiser Zeit dler vorbeigesen Keizenz as ee e en eur A. un S eeg e ein junges Ding Poz, iater,„ Ragen im Dorf, das ihzn. gesiel. Schenz genzgn teg.ee und hellblonden, aufgesteckten Jopsen, wiir den eine heimliche Juneigung zu int im Herzen, Freundinnen schritt sie am Sonntagabend Arm immer hielt ihn eine Scheu zurück, sich ihr zu e veron und Späße machten. und bei den gen. Er merkte sofort, daß se vom Bachaus zung, die bereits Liebe war, schon lange, lange Danals wait ein neier Verwalter auf dei„Jat der senand in Zise geusen, 38 er. 2izzsag aucg zur den Veratet. eien dr Sutehof orkomnen. Der verktand es, Wind u. ver„PVvinne zi, ag Mach mir doch bitte aufs macht allen Mädchen schöne Augen: machen und Eindruck be den Jungen, sehnige,—o, Madchenstimme? Ein Mädchen im Back. Lenes Herz schmolz dahin. Sie wuste, ihr Ghirgern. Das vor ein Ioionter, e goßen Zausz Vermirt schob Klaus den Riegel von Glauben war Erfüllung geworden. Sie hatte wann. Abenn der im Vägeranzug und in boger. Bougg. v“. Mädchen her sokte es mit gesucht und hatte gefunden. Selig war sie vor Stiefeln über die Vorftroß= Zuzo, schauten lm der X) Armen und hielt es an sich. Halb er, Glück, ihr Geliebter war gekommen und hatte die Vorfrädel alle noch, Auf dem Erntesef, saöpft jehnte sich Lene an ihn, legte ihren Kopf se erlöst aus der dunklen Nacht des Backofens. hatte er fast nur mit Lene getanzt. harauf, war scyöpft lehnte sich Lene an ihn, legte ihren Kopf sie erlöst au de auberordentlich kolz, ihre Gedanten beschof, u,glau; Möler waßte nicht, wie ihm geschah. Bald hatte Klaus seine eigene Mühle und bte o v, Winterabende da saß So oft hatte er sich danach gesehnt. Lene beim nahm die Lene zur Frau. Der Backosen hatte Laue mit shen Freandhinuen bei der Greshanutz Lanz in eiuen Vrn u. Balgen sesen, guad- Mean se sit heiteren Jasten Veat halez, bs chasesn. der Heoischteneäh in Becaefri de „Großmutter, ist es wahr, daß man in der rechten Hand strich er ihr unbeholfen über das feheanhohrtmar##, g#ang Neusahrsnacht den zukünftigen Mann im Back Llonde Haar, und trötete be: J61.„Ja, Lene, das vergesse ich nie. Ich habe dich ten iu sebten betomntg, ogt, ein Buhchen, Hoe Verlegenheist Huste, gas er wie Brot aus demn Bacosen geigeg. Di Au -Oh ia. dus ist wahr;, lagte die Grohmuter, eicheut, Hanit vo, Hemt; Hause und setzte sch neben die Hauptsache, du wark gut ausgebacken: wal erblickte“ dut idren Mann dort zum erten.#u. Canst hielt er ihre Hand. Dabei lächelte er vergnügt. „Lene, dann mußt du dich unbedingt in der Neujahrsnacht im Backofen einschließen", scherzten die Mädchen.„..W. 7.6. schademtrck Und Grete Voß, die immer sehr schadenfroh var, kicherte höhnisch:„Lene sieht bestimmt den Veiwalter: ee 1 Lene bekam einen roten Kopf, sie senkte ihre Blicke verlegen auf den Strickstrumpf. Die letzten Stunden des alten Jahres feierten die Freundinnen gemeinsam, mit Spielen und Spähen erwarteten sie das neue Jahr. Nur Lene war nicht zugegen, sie hatte kurz porher abgesagt. Sie fühle sich nicht wohl, hatte sie erklärt und wollte früh zu Bett. Das fiel allen guf. Die Mädchen lächelten, sie wußten Bezeid. Und Grete Voß machte den Vorschlag: „Wir gehen um zwölf Uhr mal zum Backofen und lauschen. Vielleicht sehen wir auch den Verwalter. O ja, das wollten sie tun. Auf dem Lande stehen noch heute vereinzelt e schmalen und hohen Backöfen mit dem gewölbten Dach, sie stehen völlig frei, eine Strecke vom Haus entfernt, der erhöhten Brandgefahr wegen, welcher die Strohdächer der Bauernhäuser durch die Funken ausgesetzt sind. Kurz vor zwölf Uhr schlich sich Lene ganz Leimlich über den vom Regen aufgeweichten Hof. Sie trug ihr Geheimnis allein. niemand durfte das wissen, sonst besaß der Backofen nicht die Kraft, ihr das Bildnis zu zeigen. Mit Herzklopfen stand sie vor dem Ofen. Wie manches Mal hatte sie ihn eingeheizt und aus ihm das frische Brot gezogen, und auch oftmals hatte ste Pflaumen und Flachs darin getrocknet. Und nun wollte er ihr das süßeste Wunder des Lebens zeigen. In banger Erwartung von dem Kommenden und in Ehrfurcht vor dem alten Brauch zog sie den Riegel von der Tür und trat in den Raum. Die Tür zog sie hinter sich zu. Eine wohlige Wärme war in dem Ofen. Die schwarzen Mauerwände umfingen ihren Leib, die Decke wölbte sich über ihr. Hingegeben und gläubig wartete Lene auf das Kommende. Feierlich erklangen die Glokken vom Kirchturm. Schüsse ballerten, und Neuahrsgrüße erschallten. Wie in ein frommes g gniggen Eones Erie soll i unendliche Käume. Sie wagte nicht, zu atmen. Sie horte auch nicht, wie draußen ganz leise Bleigseben..... treiß i, E., Gr. Wenn auch von diesem nicht viel zu halten ist, so bereitet es doch Zeitvertreto in der Silvesternacht, namentlich den verliebten Leuten. Wenn das Jahr zu Ende geht. und zwar so um Silvester herum, werden manche Menschen derart nach innen gekehrt und daher zerstreut, daß sie beispielsweise minutenlang in der Kasfeetasse umrühren, ohne daß der Zucker drinnen ist. Spricht man sie an, fahren sie zusammen und meinen:„Was hast g'sagt?“ In gewöhnlichen Zeiten ist dies ein sicheres Zeichen dafür, daß der Betreffende rettungslos verliebt ist. Zum Jahresschluß aber bedeutet sein Verhalten, daß ihn das Gewissen beißt. Und es beißt uns mehr oder weniger alle. Es fängt mit dem Rückblick aufs alte Jahr an, und man kommt zu der Ueberzeugung, es sei nicht schade um sein Hinscheiden. Das nächste wird besser, es muß besser werden. Man ist um ein Jahr gescheiter geworden, man hat wieder ungeheuer viel gelernt. Wenn man die Dummheiten zusammenzählt, begangen im letzten Jahr. wundert man sich, wie sie alle so knapp hintereinander Platz fanden. Gleichzeitig sieht man von der Warte der Einkehr die innere Wildsau in ihrer ganzen Größe und kommt zu dem lobenswerten Entschluß. sie abzustechen und damit für immer aus der Welt zu schaffen. Und zwar am 31. Dezember. Verbunden mit einem netten Schlachtfest. Einmal soll sie sich noch gründlich austoben, die Wildsau, und im Grau des Neujahrsmorgens bekommt sie dann den Genickfang. Hierauf stellt man einen Fuß auf sie, stützt die zweite Hand in die Hüfte und spricht:„Der Sieger!" Mit dem heiligen Entschluß, um sieben Uhr dreißig am Morgen des 2. Januar ein neues Leben zu beginnen, kehrt man zufrieden heim und schläft den Festrausch aus. Am 20. Dezember sind die meisten Menschen ausgepumpt wie der Dorfteich nach einem S#hr denfeuer. Die Weihnachtsausgaben liegen no## ein bissel schwer in den Knochen. Der 31. Dezember bringt wieder Licht in das Dunkel, denn da ist Gehaltsauszahlung. Der Tropfen zischt am heißen Stein, und der Herr der Schöpfung spricht:„Heute abend gehen wir noch aus, aber dann ist endgültig Schluß! Neunzehnhundertachtunddreißig wird gespart!“. „Sehr richtig“, entgegnete die Frau der Schöpfung,„Zeit, daß du darauf kommst. Ab übermorgen schränken wir das Rauchen ein und trinken auch kein Bier mehr zum Abendessen.“ Da die Frau weder raucht noch Bier trinkt bezieht sich das„wir“ nur auf den Mann. „Neunzehnhundertachtunddreißig", erklärt daher der leidende Teil,„werden wir uns auch keine Hüte mehr kaufen!“ Womit todsicher alles beim alten bleibt. Die Silvestervorsätze haben eine durchschnittliche Lebensdauer von achtundvierzig Stunden. Es gibt auch Ausnahmen, bessere Menschen. Gibt es aber auch Silvesterengel, die das ganz halten, was sie sich selbst versprechen? Ja, wenn wir alle Engel wären... Im Vorjahr feierte ich Silvester in einer größeren Gesellschaft. Nach der stürmischen Begrüßung des neuen Jahres stand ein Herr auf uud bracht. „Meine Damen und Herren, ich gelobe hiermit feierlich, in diesem Jahre keine einzige Zigarette zu rauchen!“ „Und ich“, sagte aufgestachelt ein anderer, verpflichte mich, keinen Tropfen Bier zu krinken!“ „Bravo!“ rief ein dritter.„Ich will in diesem Jahr nicht mehr die Straßenbahn benutzen!“ Was glauben Sie? Leichtfertige Gelöbnisse, Silvesterlaunen? Keine Spur! Sie alle haben ihre Versprechen getreulich eingehalten. Gibt es also wirklich solche Standhaftigkeit? Jawolsky! Allerdings mit Nebenbemerkungen. Der erste Herr war nämlich Zigarrenraucher, der zweite ärztlich verordneter alkoholiker und der dritte hatte sich jüngst erst ein Auto gekauft. Was aber niemanden von uns hindern soll, alle guten Vorsätze fur 1938 getreulich auszuführen. Prosit Neujahr! Raepsen=Ernd Silvestergeschichte von Lüte Lütsens jahrsgrüße erschallten.,„ Wie in ein frommes„Karpfen=Lina!“— Von Zeit zu Zeit erin= lad nemme wir auch, Minsterium versunken. floa Lenes Sele fort in nert sich einer im Familienkreis an das fröh sicher grad so gut!“—„Gaxz. bestimmt“, mein unendliche näume. Sie wagte nicht, zu atme, liche Hausgeistchen, das wir einmal aus seiner ten wir, und ein kalter Schauer lief uns den Sie horte auch nicht, wie draußen„anz ½### freundlichen süddeutschen Heimat in die Stein= Rücken hinunter, als wir uns vorsteuten, unse Schritte gn das Baus beransihregezmsch nach wilte Berlin verpsanzen. traditioneller„Polnischex“, Zonte zi. pit und die Freundinnen waren ihr heimlich goch. Si, 5l135 damalg nicht lange bei uns Mit Marmelade angesetzt werden, uber die wegeschlichen. Sie lauschten an der Tür. Eben nurmelte Lene:„ 4.5. zi. zenven gessnugg grunent: begesserte, se einen Lieder, lieber Backosen sein.,.#.„ haumlangen Schupomann so sehr, daß er sie Laß mich schauen den Liebsten mein..z., uns eines Tages ohne viel Federlesens wegheiratete. Als„Frau Schupo“ aber bekam sie zweifellos ein gut Teil martialischer Würde mit ab, denn so oft wir sie auch seitdem wiedergesehen haben, es ist gar kein Vergleich mehr mit früher, als sie eben noch die lustige„KarpfenLina“ war! Sie kam zwischen Weihnachten und NeujahrDa schob Grete Voß sacht den Riegel vor die Tür und gab den Freundinnen einen Wink, sich mit ihr unmerklich zu entfernen. Als sie wieder in Gretes Stube zurückkehrten, fragte ein Mädchen:. I., 9.4: in u. „Soll Lene denn die ganze Nacht im Backofen, bleiben?“ „Laß sie nur. Frieren tut sie nicht. Es ist schön warm darin. Morgen lassen wir sie wieder raus.“ wüste Berlin verpflanzten. traditioneller„Polnischer“ solle este Setttt e. gi, Marmelade angesetzr werden, uver die weSie dlieb damats nichtgunge vei uns.—.= schmäcker sind verschieden, nicht wahr, und die ihren schwarzen lzstigen Augen und ihrer rei. Küchenzettel der Welt unterscheiden sich. Man zenden hessischen Mundart begeisterte sie einen muß ja nicht gleich alle ausprobieren; nein, Lina sollte uns nur unseren Polnischen mit Rosinen machen. „Freilich,“ nickte Lina,„ich eß aach mal ganz gern Ihre„Pollacke=Krebbele", warum nett?“ So waren wir einig Inzwischen erwies sich Lina als großes Backtalent, bereitete allerlei nette süddeutsche Sachen, Frankfurter„Bethmännchen" und „Breuten“ und die ganze Wohnung roch nach Sie kam zwischen Weihnachten und Neujahr,„Brenten“ und die ganze, Wohnung roch nech. zu uns„zwischen den Jahren“, wie man erwas ihren Künsten Ein wirklicher Gewinn, unser er raus“: merkwürdig zu sagen pflegt. Bewaffnet mit neues Hausgeistchen! So verziehen wir ihr auch Als die Klänge und Geräusche von Glocken, einem riesengroßen Schließkorb, der... aber die gute Zahl vernichteter Teller und Tassen Schüssen und Rusen lange verrauscht waren, davon ein andermal, ich will ja von der und noch ein paar weitere für die Zukunft als die Stille der Nacht mit ihrem eintönigen Karpfen sprechen, die Ling„für alle Zeit gleich dazu und ließen sie getrost walten. Rauschen wieder um sie kreiste, erwachte Lene ihren vorerst etwas unverständlichen Beinamen AI, der Silpestertag kam, machten wir unaus ihrer Versunkenheit. Sie wartete inbrün gaben., sere fälligen Besuche, ermahnten Lina noch rasch, kig auf die gewünschte Erscheinung. Die Zeit Und das kam hezagtückte, ftagten wi Ling alles mit Liebe zu bereiten, für den Abend, vertroste ihr unendlich langlon. Doc be vov,„5 Ve sHox eiumal in ihrem Leben Karosen zue und auch nicht den Stlvesterlgrsen, ug eezoesen. aus dem Rasen Grhngats berade Lodel bietz,„de sa uisch wete zrdenal uusczraise. Bist den Lelschen aug an vie aushzalte. ns en Suepie Eä, egen de Tur, Jg de zosite Huestast und Papier, natierte sich eistig Man plaudert viel und Fe., ve. Peihnachtebunklen Backhaus? Ein bitteres Gefühl der Ledenew.lie in De ant. Sie Ppoit, b. Vo.: sugn, Bi, zusach„Kreshei.) daun und Marmo zum Kuchenbacken, wie en scheiat; denn se dauvermochte: tiert gerade eifrig mit etlichen Schüsseln. Mit erhobenen Händen fährt sie uns entgegen:„Net gucke! Ich bin gleich fertig,'s ist alles wunderschee, ich trag' schon auf.“— So können wir uns getrost unseren Gästen widmen, singen dabei unserer Lina ein kleines Loblied. und die Leute schauen sich wohlwollend das vom Herdfeuer gerötete Gesicht des Mädchens aus Süddeutschland an.„, 1. 8 Mfau 87.8 Und nun kommt Lina mit der Platte. Und auf dieser Platte liegen viele runde. nette Kugeln.„Berliner Pfannkuchen“ wie man sie hierzulande nennt. Das ist ja sehr schön von Lina, sie hat uns wirklich damit überrascht, aber es ist noch etwas zu früh zum Gebäckauftragen. „Den Karpfen, Lina, den Karpfen zuerst!“ sagen wir gütig. Und unsere Gäste nicken dazu Ja, doch“; sagt Lina und stellt die Platte mit dem Pfannkuchenberg auf den Tisch.„da sinn doch die Krebbele!!“ „Krebbele? wieso Krebbele. Lina?“ stottern wir. Lina nickt fröhlich.„ „Das sind Ihre Silvesterkarpfen, Lina?“ „Ja, freilich, freilich, das sinnse?“ strahlt das Da wissen wir es... Aber. Lina. rabe. Karpfen sind doch keine Krapfen! können doch keine Süßigkeiten zum Abendbrot essen! „Wieso Süßigkeiten?“ sagte Lina gereizt,„die Krebbele sind doch nach Ihrem Pollackrezept gemacht!“ Und sie verläßt aufgebracht das Zimmer. Da spieße ich einen von Linas„Silvesterkarpfen“ auf die Gabel und beginne ihn erschrocken zu tranchieren. Wie aus der Ferne höre ich das Kichern der Gäste, das bald in Beileidsbezeugungen übergeht. Als ich wieder zur vollen Besinnung komme, liegt das„Pollackekrebbel“. in seine Bestandteile zerlegt, vor mir. Es ist alles genau nach Rezept gemacht! Mit Mohrrüben und Zwiebeln, Mandeln und Petersilie, Rosinen und Und, ach. auch das Braunbier fehlte nicht! Dem dinmensene,AWnn 7 Jahre gedruckte Kalender- Emunder Einbiaktoruc und die Burherbibel Im Jahre 1439, also vor nunmehr 500 Jahren, wurde durch Johannes de Gamundia der erste gedruckte Kalender, ein sogenannter Einblattdruck, mit Monatsbildern, herausgegeben. i Scheng setzte die ersten Lettern Wenn man heute einen der geschmackvoll ausgestatteten, reich illustrierten Kalender zur Hand nimmt, die zu jedem Jahrzswechsel neu erscheinen, denkt man kaum daran, aus welchen primitiven Anfängen heraus sich diese Errungenschaft entwickelt hat. Die ältesten germanischen Kalender, die man kennt, bestanden in sogenannten Runenstäben, meist mehrkantigen Stöckchen, in die die Wochentage durch die ersten sieben Buchstaben, die Zahlen aber— vor allem für den 19jährigen Mondzyklus— durch weitere Buchstabenverbindungen des Runenalphabets eingekerbt waren. Mau findet derartige Runen= oder Kalenderstäbe, die früher auch in England und Skandinavien weit verbreitet waren, heute noch in Finnland und in Nordasien. Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Kalenders war natürlich die Erfindung der Buchdruckerkunst. Bereits im Jahre 1041 hatte der chinesische Schmied Pi Scheng den Druck mit beweglichen Lettern erfunden. Im 15. Jahrhundert druckte man in Korea schon von gegossenen Kupfertypen. Als dann im Abendland zur selben Zeit Gutenberg die Buchdruckerkunst erfand— seine größte Leistung ist die berühmte 42zeilige Lutherbibel—, trat mit ihr auch der Kalender seinen Siegeszug um den Erdball an. Es gibt 30 000 Wiegendrucke Welche Blüte die„schwarze Kunst“ schon sehr früh erreichte, zeigt die große Anzahl der bis zum Jahre 1500 hergestellten Wiegendrucke, von denen etwa 30000 Exemplare bis zum heutigen Tag erhalten geblieben sind. Den Runenstäben folgten nun die noch ziemlich primitiven Bauernkalender. Auf zwei Holztafeln in Großfolio wurde 1439 der älteste gedruckte deutsche Kalender durch Johannes von Gamundia aus Gmunden in Oesterreich geschnitten. Das unersetzliche Prachtstück befindet sich heute in der Staatsbibliothek in Berlin. Ebenfalls auf Holztafeln geschnitten wurde der Kalender, den Regiomontanus 1447 herausgab. Exemplare hiervon befinden sich in den Bibliotheken zu Berlin, München und Brüssel; anfangs enthielten die Kalender bloß einzelne Heiligennamen zur Erinnerung an Begebenheiten aus dem Leben Jesu, der Passion oder der Kirchengeschichte. Mit der zunehmenden Verbreitung der Buchdruckerkunst gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstand dann ihre heutige Form— neben jedem Datum einen Namen. Die vollständige Ausfüllung mit Namen jedoch beruht auf buchhändlerischer Spekulation, die mit dem sich ständig vergrößernden Kreis der Heiligenverehrung und Kirchenfeste ihr Geschäft machen wollte. Auf frühe, vereinzelte Bemerkungen sind die einzelnen Buchstaben zurückzuführen— ein D bedeutet z. B. einen Unglückstag—, die noch heute manchem althergebrachten Kalender ihr Gepräge geben. Später kamen dann noch zu den Heiligennamen die Bauern= und Gesundheitsregeln, astronomischen Berechnungen, Wettervoraussagen, Marktverzeichnisse und dergleichen, ohne die kein richtiger Kalender denkbar ist. Dem Unterhaltungsbedürfnis der breiten Masse aber hat man durch die Hinzufügung von Bildern und Aufsätzen Rechnung getragen, die meist in einer politischen oder wirtschaftlichen Jahresübersicht gipfeln. eigentlichen Kalenders sind die Abreiß=, TischWand= und Taschenkalender, die weniger vrr allgemeinen Bildung und Verstreuung, als der Zeitbestimmung dienen. Ein Arzt hat„gemogelt“ Auf dem Lande steht heute noch in großem Ansehen der sogenannte hundertjährige Kalender, ein um das Jahr 1700 durch den Abt Moritz Knauer verfaßtes Volksbuch, dessen Inhalt eine merkwürdige Mischung von astrologischen und sonstigen abergläubischen Vorstellungen mit einer Witterungsübersicht auf hundert Jahre im voraus darstellt. Auch bei diesem übersichtswerk hat der Geschäftsgeist der Herausgeber schwerwiegende Abänderungen verschuldet. Der Abt Knauer wollte ursprünglich gar nicht als Wetterprophet auftreten, sondern in seinem berühmten Volksbuch lediglich eine übersicht über die meteorologischen Verhältnisse vergangener Jahre geben. Dem Arzt, der den „Hundertjährigen“, später veröffentlichte, erschien dies wohl nicht zugkräftig genug,— jedenfalls gab er dem ersten in Druck gehenden Manuskript den Untertitel„Handbuch auf das siebzehnhundertste Säkulum". Diese Gepflogenheit, das Erscheinungsdatum vorzuverlegen, behalten, wodurch die Witterungsübersicht immer auf hundert Jahre im voraus gilt. Insgesamt ist der Kalender seit dem Jahre 1700 etwa zweihundertmal neu herausgegeben worden,— ein wohl beispielloser Bucherfolg, der in der ganzen Weltliteratur seinesgleichen sucht. Fachleute haben sich oft den Kopf über die Gründe dieser weitgehenden Beliebheit des „Hundertjährigen“ zerbrochen. Ihre wahre Ursache ist wohl darin zu erblicken, daß der Abt Knauer tatsächlich ein sehr guter Wetterbeobachter war und seine langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet mit der größten Gewissenhaftigkeit niederschrieb. Infolgedessen sind auch seine„Prophezeiungen“, soweit sie sich auf sich immer wiederholende Ereignisse beziehen, später vielfach eingetroffen. Außerdem liegt bisweilen eine tiefe Weisheit in den altüberlieferten Bauernregeln, die auf Grund jahrhundertelanger Naturbeobachtungen zustande men. Sie wurden später von Mönchen in Versform gebracht und zum Teil von den heutigen Kalendern für das Landvolk übernommen. Die Richtigkeit dieser„Witterungsprogno= sen“ ist allerdings auch recht oft erschüttert worden, und nicht selten trat gerade das Gegenteil von dem ein, was der„Hundertjährige“ prophezeit hatte. Statt seine Pläne auf Kalendersprüchlein zu bauen, zieht man es daher heute vor, die neuesten Wettervorhersagen in der Zeitung oder im Rundfunk sorgfältig zu beobachten, und das ist der einzig gangbare Weg, um sich vor Schaden, der durch Witterungseinflüsse hervorgerufen wird, auch im kommenden neuen Jahr 1939 zu bewahren. Mosaik dos Wissens Das Tischrücken war bei den Römern und Griechen bereits bekannt. * Der„Siphon" wurde 1775 von A. Cumming in London erfunden. * Im Amazonenstrom„lebt ein Fisch, Bote genannt, der außerordemlich stark atmet und im Schlaf schnarcht. * Beethoven schrieb seine erste Sonate mit zehn Jahren, Rossini seine erste Oper, als er zmölf Jahre alt war. Der Haler uls Wasse und Werihin Das Gebiet des Lächerlichen ist weit— Humor und Witz ist nicht dasselbe Uhlenspiegel läßt einmal den alten Bauern sagen:„Mein böses Weib ist tot, aber zum Henker, sie fehlt mir an allen Ecken!“ Und in der Tat ergeht es zahlreichen Menschen wie diesem Bauern, daß sie den Wert mancher Dinge erst dann schatzen lernen, wenn sie sie verloren haben.„„ Biase Erage i Was ist eigentlich Humor: Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Schopenhauer unterschied zwischen Scherz, Ironie und Humor, und das mit Recht; denn einen Witz machen und über ihn lachen, ist noch lange kein Humor. Das Gebiet des Lächerlichen ist weit und vielgestaltig. Zwei handfeste Leute führten einen Dieb auf die Wache. Um sich die Langeweile zu verkürzen, spielten sie mit ihm Karten. Aber der Kerl war ein so unverschämter Mogler, daß sie ihn wutentbrannt hinauswarfen, worauf dieser selbstverständlich davonlief, berichtet Schopenhauer in seiner Betrachtung über das Lacherliche. Dieser Witz macht uns zwar lachen, beweist aber keineswegs, daß die beiden Handfesten Humor besaßen. Oft genug wird Witz mit Humor verwechselt, werden Komiker als Humoristen bezeichnet und Witzblätter als humoristische Blatter. Der Witz zeigt uns die Dinge in greller und verzerrter Beleuchtung, er entzündet sich am Gegenstnad und lebt von ihm. Der Humor dagegen ist keine Aeußerung, sondern eine Eigenschaft. Am treffendsten hat einmal ein Autor gesagt:„Humor ist keine Gabe des Verstandes, sondern des Herzens.“ Der Humor verträgt sich nicht nur mit den tiefen und ernsten Lebensaufsassungen, sondern setzt sie geradezu voraus. Das Lächeln des Humors taucht tief unter die Oberflache des bloßen Witzes in die Gründe tragischer Erkenntnis. Als den Spartanern bei Thermopylä gesagt wurde, der Feinde seien so viele, daß ihre Pfeile die Sonne verfinstern würden, meinte einer von ihnen:„Desto besser! So werden wir im Schatten kämpfen.“ Humor besaß auch jener Marquis, der während der großen französischen Revolution in einer düsteren Pariser Gasse einem Pöbelhaufen in die Arme lief und sofort am nachsten Laternenpfahl aufgehängt werden sollte.„Nur zu“, sagte er kaltblütig, „ihr werdet deswegen doch nicht heller sehen!“ Dieser humorvolle Ausspruch rettete ihm das Leben, denn das Pariser Volk hatte Verständnis für gesunden Humor. Und wieviel Humor bekundet der arme Sünder, der von seinem Wagen aus, den ein müder Gaul langsam dahinzieht, einem Weibe zuruft, das in höchster Eile zur Richtstätte zieht und dabei einen Pantoffel verliert:„Nicht so überstürzt, Madame, eh' ich nicht da bin, fängt's doch nicht an!“ In all dem glänzt irgendwo verborgen eine Trane, und das gerade ist kennzeichnend für den wahren Humor, wie denn auch die bedeutendsten Humoristen nicht selten im täglichen Leben sehr ernsthafte Menschen waren, die keineswegs jeden Morgen mit Gelächter aufstanden, sondern die nach Erkenntnis der Dinge strebten. Einst kam Wilhelm Busch zu einem Arzt, der ihn nicht kannte und klagte über einen unüberwindlichen Mißmut und eine an Schwermut grenzende Hypochondrie. Da der Arzt sonst nichts Krankhaftes an ihm finden konnte, empfahl er ihm heitere Lektüre und ganz besonders„die fromme Helene". An dieser drastischen Komik lachten sich die Gesunden krank und die Kranken wieder gesund.„Ach, Herr Doktor“, meinte da der Patient,„das kann mir nichts nützen, denn das dumme Zeug habe ich ja selbst geschrieben!“ Das ist Humor, ein„Sichnecken mit dem Ernst des Lebens“.. Ohne Humor wäre das Leoen einer seiner heitersten Seiten beraubt. Der Humor ist die Waffe, mit der man den Aerger bekämpft. Jean Paul hat einmal geäußert:„Der Humor als das umgekehrt Erhabene vemnichtet nicht das Einzelne, sondern das Endliche durch den Kontrast mit der Idee". Bei aller Unklarheit liegt darin doch der richtige Gedanke, daß die Wirkung dieser Waffe darin besteht, den Gegner zu entwaffnen. Durch ein einziges treffendes Wort vermag der Humor den Gegner kampfunfähig zu machen... M, 8 8 Da ist z. B. der englische Richter Sir Howard mit seiner Schwagerin auf einem Ausflug ins Innere Marokkos in die Gewalt des Piratenkapitäns Braßbound geraten, dessen Mutter Sir Howard vor Jahren auf das tiefste beleidigt hatte. Braßbound ist noch immer entflammt von seinem Haß. Das Leben der beiden Gefangenen hängt nur noch an einem Ja en. Aber während sich Braßbound mit wilden Worten im Vorgeschmack seiner Rache berauscht, bemächtigt sich die liebenswürdige und menichlich kluge Schwägerin seiner Jacke und beginitt still und eifrig ihm die Knöpfe anzunähen, da sie es nicht mit ansehen kann, wie ein so stittlicher Mann so zerrissen herumläuft. Dadurch aber wird der blutrünstige Kapitän völlig aus der Fassung gebracht und vergißt seine Rach“. Ein paar Nadelstiche, ein mütterliches Lie#ern und die Situation war gerettet. Die Engländer bemühen sich, den Humor zu pflegen; sie besitzen gewiß gute Karikaturisten; sie haben auch den humoristischen Roman erfunden. Aber der englische Humor ist überlegen=spöttisch und trocken und nur Shakespeare macht darin eine Ausnahme, denn sein Humor fließt aus den tiefsten Quellen der Volksweisheit. Er wirkt dadurch befreiend, daß Komik aufdeckt, wo wir Tragik vermuten. Der Franzose hat weniger Humor, dafür aber den „Esprit“, das geistvolle„vonmot“, um dessentwillen er immer in der Geschichte als guter Gesellschafter galt. Geist und Witz ist alles bei tyrn Anders oagegen der deutsche Humor. Trotz seiner Wahrheit und— bisweilen auch Bitterkeit— läßt er uns die Freude und das befreiende Lachen nicht schal werden. Wahrer Humor wird ja aus dem Schmerz geboren.„Freude sind Flügel, Schmerzen aber die Sporen unserer Seele". Der Humor, die Heiterkeit der Seele ist schöpferisch im Sinne der Lebensbejahung und wirkt befreiend auf Herz und Gemüt. Das haben am besten unsere großen Humoristen bewiesen, wie Jean Paul uud Wilhelm Raabe, Fritz Reuter und Wilhelm Busch. Der Humor Jean Pauls und Raabes ist das Lächeln, das zwischen Tränen aufblitzt. Reuters Humox quillt unmittelbar aus dem Leben selo# und sein Inspektor Bräsig ist noch heute das Hausbuch der Familie, in der man Rat in allen Aergernissen im Kleinkram des Alltags sucht. Busch selbst nimmt eine Sonderstellung ein. Kein anderer Humorist hat die Philistecwelt seinerzeit so treffend geschildert, wie er selbst und seine Wahrheiten, die er in klassische Form gepragt hat, haben auch heute noch volle Gültigkeit, wie etwa: „Das Gute, dieser Satz steht fest, Ist stets das Böse, das man läßt.“ Man sollte Witz nicht mit Humor verwechseln. Beide sehen zwar die Schwächen und Fehler der Menschen mit klarem Auge, der Witz aber als Feind, der Humor als Freund. Beim Witz überwiegt die betrachtete Sache, beim Humor die verrachtende Person. Der Witz reizt die Wunde und verhindert ihre Heilung, der Humor dagegen heilt. So wird denn der Humor zugleich einer unserer größten Wohltäter. Deshalb schätzen wir am meisten die kluge Selbstironie des Weisen, der auf die eigenen Fehler herabblickt und sie mit einem Lächeln besser zu tragen weiß...4—. Wenn die Tragik den Menschen erschunert, so rüttelt der Humor ihn zur höheren Erkenntnis der Wirklichkeit und wird so zur heilenden Medizin der Seele, indem sie ihn zur Lebenskunst erzieht. Lebenskünstler sind aber nur jene, die sich inmitten der vielfältigen Erscheinungen des Lebens zu behaupten wissen und die über den Alltäglichkeiten des Lebens stehen, mit dem Geführ für Humor gepanzert Dinge sehen, Alltäglichkeiten des Lebens Gsag. fAr Panwe, isebunzeri, die hen, wie sie wirktich sind. Der Ausflug Erzählung von Herbert v. Nostiz Am Sonntag, um 9,30 Uhr vormittags, versammelten sich zum äußersten entschlossene Teile der Familie Sonst zusammen mit ihrem Gast, dem jungen Mr. Homespun, auf der Straße vor der Familienbehausung.„Wo bleibt nur Cissy?“ sagte Frau Sonst, wahrend sie am Steuer des kleinen Kraftwagens Platz nahm und ungeduldig auf den Starter trat.„Sie könnte wirklich etwas pünktlicher sein!“ „Cissy zieht sich wahrscheinlich noch an“, meinte ihr Sohn, der lange, fischäugige Ferdi. „Anziehen scheint überhaupt das einzige zu sein, was sie wirklich interessiert!" Energisch kurbelte Frau Sonnt ein Fenster des Wagens herunter.„Cissy— Cissy!“ rief sie mit der Lautstärke einer Schiffssirene zum Haus herüber.„Komm sofort!" In diesem Augenblick öffnete sich explosionsartig ein Fenster im zweiten Stock, und es zeigte sich das gerötete Gesicht einer erzürnten Hausfrau.„Ruhe am Sonntagmorgen!“ schrie sie so laut, daß es über Straßen und Plätze schallte. Frau Sonst, die keineswegs auf den Mund gefallen ist, hatte schon eine ziemlich gepfefferte Antwort auf der Zunge, als sich die Haustür öffnete und Cissy mit dem Gesicht einer unschuldig Leidenden den Kriegsschauplatz betrat. „Bist du mir sehr bös, Mumsilein?“ fragte sie mit mädchenhaftem Augenaufschlag.„Ich wußte nicht, ob ich das blaue Leinen oder das weiße Pikee anziehen sollte. Schließlich entschied ich mich dann für das neue Blau=Weiße". „Also los, setz' dich neben mich“, sagte Frau Sonst.„Du kannst dann Mr. Homespun die Landschaft erklären. Nachher werden wir zusammen das Neue Palais in Potsdam besichtigen. Sie sitzen bequem, Homespun?“ fragte sie den freundlich aussehenden jungen Mann, der inter ihr saß. „Dies ist Wannsee“, sagte Cissy einige Minuten später.„Wannsee— a village near Berlin.— Kannst du nicht noch etwas mehr links fahren, Mama?“... rechtz Deine Nrt in „Ich fahre vollstandig rechts. Deine Arr ist wirklich ganz unerträglich heute!“ „Ihr konnt euch ja vielleicht beim Fahren abwechseln", meinte Ferdi sarkastisch.„Schicht=Am beinen Preis der Weitze, iggte Frau Sonst.„Das hätte gerade noch gesehlt. „Is this the Autobahn?“ mischte sich Homespun in das Gesprach ein. „Nein, dies ist der Kilometerberg.— Sis is se Mauntän of se Kilometers“, sagte Ferdi. In der Nähe des Neuen Palais in Potsdam, wo eine schöne Wiese mit schattigen Laubbäumen den staubigen Wanderer zur Rast einlädt, hielt der Sonstsche Wagen. Kurz darauf hatten sich Frau Sonst, Mr. Homesvun, Cissy und Ferdi mit dem Eßkorb zum Picknick niedergelassen. Ein gewaltiger Insektenschwarm versuchte erfolgreich, sich an der Mahlzeit zu beteiligen. „Ist es nicht wie an der Riviera?“ fragte Frau Sonst, die fühlte, daß eine aufmunternde Bemerkung am Platze war. „Ja, ganz wie an der Riviera. Wirklich wunderbar!“ sagte Ferdi, während er eine der zahlreichen Stechfliegen in bessere Jagdgründe zu befördern trachtete.„Es erinnert mich ganz 9— Fc Ein furchtbarer Schrei unterorach ion. Cissy hatte soeben mit einigem Schwung ein Glas Himbeersaft über ihr geliebtes„hlau=weißes Kleid ausgegossen. Und schon schneute sie leichtfüßig wie eine Gazelle über den Rasen dorthin, wo durch grünes Laub hindurch die des Neuen Palais herübergrüßte. „Ist sie tobsüchtig geworden?" fragte Ferdi „Laß das Kind nur“ sagte Frau Sonst mit fraulichem Verständnis„Sie wiu natürlich irgendwo Wasser für ihr Kleid holen". Nach einer halben Stunde war Cissy noch nicht zurückgekehrt. Der ritterliche Mr. HomeVerlorenen zu gehen. Ferdi folgte ihm— wenn auch mit innerem Widerstreben. Wie durch ein Wunder gelang es der Suchexpedition schon nach kurzer Zeit Cissy in einer nahen Gartenwirtschaft zu entdecken, wo sie sich mit Sahneeis von der furchtbaren Angst um das inzwischen wieder gesäuberte Blau=Weiße zu erholen verDie besorgte Frau Sonst hatte sich schon zu dem Entschluß durchgerungen, nunmehr die Polizei zu benachrichtigen, als Ferdi und Homespun mit Cissy zum Lagerplatz zurückkehrten. „Wenn man euch auch nur eine Sekunde lang aus dem Auge läßt, seid ihr wie fortgeweht, Kinder!“ sagte sie mit leichtem Tadel.„So, und nun packt sofort die Picknicksachen zusammen! Wir wollen uns jetzt das Neue Palais ansehen.“ Als sie vor dem Portal des Schlosses eintrafen, hatte sich dort schon die übliche Armee von Schloßbesichtigern eingefunden. Neben vielen anderen bemerkte man auch: Eine zahlreiche Familie aus USA.— Ein Mann mit einem Sechszentimeter=Kinn und Blumenkohlohren aus USA.— Studienräte aus dem Rheinland. — Römische Kaufleute.— Ein Japaner.— Cissy schien sich besonders für einen jungen Mann zu interessieren, der als besonderes Kennzeichen eine große Säbelnarbe auf der linken Backe trug.„Sieh mal“, sagte sie zu Ferdi, während sie mit dem Zeigefinger auf den Gegenstand ihres Interenses deutete.„Sieht ex nicht genau so aus wie eine Dickrübe?“ Die„Dickrübe“ räusperte sich und sihoß einen gefährlich drohenden Blick auf Ferdi und seine Schwester ab. „Ich muß dich wirklich sehr bitten, etwas weniger albern zu sein!“ sagte Ferdi mit einiger „Die Herrschaften zur Besichtigung hittel“ rief in diesem Augenblick der Führer mir der blauen Mütze. Es ist viel darüber gesprochen und geschrieben worden, daß die Besichtigung von Schlössern so ziemlich das Anst man sich vorstellen kann. Die Menge hatte gerade das erste Drittel des Führungsweges zurückgelegt, als Ferdi plötzlich von einem Gähnkrampf befallen wurde und gleichzeitig das Verlangen in sich spürte, sich auf eines der zahlreichen Betten niederzulassen um kurzer Ruhe zu frönen. Mit eiserner Selbstbeherrschung überwand er diesen Schwächeanfall. Auch Frau Sonst und Cissy sowie Mr. Homespun wurkörperlicher Arbeit einzustellen Nur so ist es zu erklären, daß Frau Sonst schließlich dem verstärkten Drängen ihrer Tochter nachgab und ihr die Führung des Wagens für die Heimfahrt anvertraute „Mit angezogener Bremse ist schlecht fahren!“ Die Wahrheit dieses alten Spruches erweist sich auch in unserem geschwindigkeitstollen Jahr hundert täglich aufs neue... gz. Jufaß, Nach kurzer Fahrt schon wurven die Insassen des Wagens durch scharfen Brandgeruch beunruhigt Das war für Frau Sonst das Signal, Cissy mit äußerster Energie zum Halten aufzufordern.„Ihr seid wirklich ganz unverantwortlich, Kinder!“ sagte sie empört.„Man kann euch ja keine Sekunde unbeaufsichtigt—“. „Warum sprichtst du eigentlich immer von uns'?“ unterbrach sie Ferdi beleidigt. „Sei sofort ruhig!“ sagte Frau Nachdruck.„Aber das eine sage ich dir: Solche Unternehmungen sind das reine Gift für Wagen und für eure Nerven Wir werven das nicht so bald wiederholen!“ Sause nach der„Hesunden Milschung Erstes Fußballjahr Großdeutschlands mit Schatten und Licht 44 Es wird niemand mit Ernst behaupten, daß das deutsche Fußballjahr 1938 alles gehalten hat, was wir uns mit einem gewissen Optimismus, und gestützt auf die Ereignisse des Jahres 1937, versprachen. Unser großes Ziel war schließlich ein erfolgreiches Abschneiden bei der Fußball=Weltmeisterschaft 1938. Dieses Ziel wurde bei weitem nicht erreicht, und es entspricht einer gewissen zwangsläufigen Bescheidenheit, wenn wir ruhig eingestehen, daß die Enttauschung genau so groß war, wie nach dem olymvischen Fußballturnier; daß wir bei weitem nicht den Eindruck hinterlassen haben, der den deutschen Fußball 1934 auf italienischem Boden wirklich berühmt machte. Wir müssen allerdings einmal mit offenen Augen die Lage betrachten, in die der deutsche Fußballsport in den Wochen vor der Weltmeisterschaft versetzt wurde. Man darf nicht an ihr vorbeisehen, um dem deutschen Fußball überhaupt gerecht zu werden. In den Jahren nach 1934 war das Ziel der verantwortlichen Stellen, die ihr Spiel und das deutsche Sysiem so beherrschte, als ob man es mit einer geschlossenen Vereinself zu tun hätte. Wer will behaupten, daß die sogenannte„Breslau"=Elf, die Pfingsten 1937 mit ihrem 8:0 gegen Dinedem Zwang einer Regie von außen spielte, aber von dieser Regie meisterhaft gelen# und geleitet wunde. „Blutauffrischung“ Ausgel### in den ersten Monaten des Jahres 1938 ist ein Rückschlag gekommen, der nicht nur zahlenmäßig zum Ausdruck kam. Dreinal 1:1— gegen die Schweiz, Porugal und Ungarn—! Hatte diese Mannschaft das Siegen veriernt? Es gab Meinungsverschiedenheiten. Der eine Teil stellte sich auf den Standpunkt, daß diese Mannschaft und die vielfach bewährten Spieler nur in beste Kondition gebracht zu werden brauchten, um bei einer Weltmeisterschaft Deutschland mit Aussicht aus ein gutes Abschneiden zu vertreten. Es eab aber wieder Stimmen, die eine ganz neue Mannschaft. verlangten, und sie hatten wieder ihre „Freunde“, weil die ganze Situation im April geradezu verlockend wurde Mit der Ostmark kam der Wiener Fußball zu uns. Das große Reservoir des deutschen Fußballsvortes erhielt eine Blutauffrischung, die zu Experimenten einfach verführte, sogar da einen gewissen Teil der Vorsicht verloren gehen ließ, wo man in den Jahren vorher fast zu vorsch ig gewesen wrar. Die Brestau"=Elf machte einer neuen kannschaft Platz, in der wohl verschiedene Spieler dieser Mannschaft vertreten waren, die aber in wenigen Wochen grundlegend aufgebaut werden mußte. Es war eine Arbeit, die unendlich schwer sein mußte, weil aus zwei verschiedenen System=Auffassungen eine Einheit zu schaffen war, ohne— und das ist wohl die Hauptsache— die Verfassung der ausgesuchten Spieler selbst und ihre eigene Einstellung zum Spiel grundlegend zu ändern Daß dieser Neuaufbau in den wenigen Wochen nicht voll möglich sein würde, darüber ist man sich klar gewesen. Man hat trotzdem den großen Versuch gemacht, in einigen Wochen eine neue deutsche anderelf auf*n:n:* f. d.— zu Paas gescheitert! Die Weltmeisterschafts=Enttänscha Eine Fußball=Weltmeisterschaft verlangt eben mehr als eine Mannschaft. Sie setzt voraus, daß elf Spieler sich so kennen, als ob sie jahrelang zusammengespielt haten, sie setzt vor allem voraus, daß diese so aufgebaute Mannschaft in Spielphasen, die entscheidend für einen Verbleib oder ein Ausscheiden aus dem Wettbewerb sind, die Nerven behält und über sich hinauswächst. Das hat die deutsche Elf 1934 gekonnt! Die von 1938 verlor die Nerven im Hexenkessel des Pariser Pare de Princes und schied aus. Wir sind weit davon entfernt, eine derartige sportliche Niederlage als ein nationales Unglück anzusehen. Es ist aber bitter, daß gerade der deutsche Fußballsport, der in den Jahren nach 1933 so schöne und wertvolle Erfolge erzielte, ausgerechnet in zwei Wettbewerben versagte, die sein Können hundertprozentig hervortreten lassen sollten.(1936 in Berlin, 1938 in Frankreich!) Bereit zu neuem Anfang Wir haben den Kopf nicht hängen lassen. Der Aufbau und die Suche nach der„gesunden Mischung“ gingen weiter. Heute haben wir einen weiteren Schritt getan, um die deutsche Nationalmannschaft zu finden. Sie ist nicht von heute auf morgen aufzubauen, sie kann nicht willkürlich erstehen. Die Siege von Sofia und Bukarest waren doch gerade deshalb besonders wertvoll, weil hier eine Reihe junger Spieler auf Herz und Nieren geprüft wurde und bestand! Der deutsche Fußball hat zwei Wege einzugehen. Einmal muß die Ländermannschaft heranwachsen die international allen Aufgaben gewachsen ist, daneben muß eine Mannschaft für die Olympischen Spiele 1940 heranreisen. Die Wiener Spieler sind zum größten Teil vom Olympia ausgeschaltet, weil sie vor der Rückkehr der Ostmark zum Großdeutschen Rich Berufsspielerverträge eingegangen waren. Sie sind jedoch zu einem gewissen Teil aus keiner deutschen Mannschaft fortzudenken.„Die Oststellt aber im gleichen Muße eine Reihe mark gesundem Ehrgeiz beseelt sind und in zahlreichen Auswahlspielen ihr Können unter Beweis stellten. Die Arbeit des deutschen Fußballsportes ist also klar umrissen. Sie ist heute gewiß schon um vieles leichter als im April und Mai 1938, als alles in einem fast überstürzten Tempo gehen mußte, man vor allem nach dem Englandspiel etwas ratlos wurde und zu guterletzt eine Mischung fand, die zwar den guten Willen mitbrachte, in sich aber nicht genügend gefestigt war um im entscheidenden Augenblick(im zweiten Spiel gegen die Schweiz!) über sich selbst hinauszuwachsen und so ein Spiel— nach einer 2:0=Führung— verlor, das vie verloren werden durfte. Der Kampf geht weiter Die Weltmeisterschaft 1938 ist für Deutschland ein Jahr zu früh gekommen. Man darf das sagen, ohne in den Verdacht zu geraten, damit die erfolglose Reise nach Paris entschuwigen zu wollen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob und in welchem Maße der deutsche Fußballsport gelernt hat. 1936 und 1938 sind Dalen, die bittere Lehren für ihn enthalten Aver vielleicht waren sie notig, um den richtigen und auf die Dauer erfolgreichen Weg zu finden. Belgien, Frankreich. Italien, unsere ersten Gegner im neuen Fußballjahr 1939. werden viel von uns verlangen sie werden aber im Gegensatz zu Paris. L.eine deutsche, Jußhalte mannschaft antreffen, die in sich geseiigt ist und die„gesunde Mischung“, zweier Sisteme zum Ausdruck bringt, die beide auch all in gesehen, vieles für sich haben und doch abhängig von einem sind: Dem gesunden und unbeugsamen Kampfgeist der Svieler, die die deutschen Farben vertreten dürfen! Ein neuer Schwabensieg Brandenburgs Fußballer mit 3:0 geschlagen Das einzige große Ereignis im deutschen Fußballsport war am ersten Tag des neuen Jahres der Freundschaftskamof der Gaumannschaften von Württemberg und Bran enburg isten von Württemb.rs, Iran enburg in der Reichshauptstadt Die Schwaven rechtfertigten ihren im letzten Jahr durch viele schone Erfolge erworbenen guten Ruf durch nis Endertane=Ermerse Das schöne Wintersportstädtchen Winterverg war am Neujahrstage Kampfplatz der Sauerland=Skimeisterschaften, die bei günstigen Schneeverhältnissen ausgerichtet wurden lerdings störte leichtes Schneetreiben den Sprunglauf auf der Rauchlochschanze. Der 16=Kilometer=Langlauf wurde von Heinrich Braun in Klasse 1 gewonnen Der Neuastenberger legte die Strecke in 51:59 Min. zurück. Zweiter wurde Schürmann(Dortmund) in 54:03 Min. Im Sprunglauf fiegte in der Klasse 1 Hubert Braun(Winterberg) mit der Bestnote 275,6. Eünther Meerganz unübertrefflich Mit den besten Springern aus dem Riesengebirge war der Silvestersprunglauf auf der Koppenschanze bei Krummhübel vesetzt. Der Deutsche und Heeres=Skimeister(ünther Meerganz von den Hirschberger Jägern war allen seinen Mitbewerbern hoch überlegen und gewann den Wettkampf mit der Note 2323 und Sprüngen von 46 und 48 Meter vor Kurt Linke(Krummhübel) 1499(43. 44 Meter Der alpine Tod im Schwarzwald Unterhalb der gefährlichen Wachten am Nordhang des Feldberges, der steil zum Feldsee hinunterführt, ereignete sich am Neujahrstag ein schweres Unglück. Von dem Hang löste sich plötzlich eine riesige Lawine, die mehrere Skiläufer mit sich riß und unter sich begrub. Die bekannte Freiburger Skilauferin Leni Wagner wurde dabei getötet. Eine ondere Frau erlitt schwere Verletzungen. Die übrigen Teilnehmer an der Tour kamen mit dem Schrecken davon. Horst Faber Bayernmeister Die ersten erfreulichen Auswirkungen des HJ.= und BDM.=Schulungskurses, den Weltmeister Schäfer abgehalten hat, zeigten sich bei den Bayerischen Eiskunstlaufmeisterschaften in Oberammergau. Horst Faber hotte sich bei den Männern die Meisterschaft vor dem Nürnberger Händel und dem Titelverteidiger Franz Loichinger(München). Muschi Schmidt(Munchen) verteidigte ihre Meisterschuft nicht, die sich Inge Jell(München) errang. Im Jugendlaufen der Mädchen belegte die Europameisterin im Rollschuhlaufen, Lydia Wahl, den zweiten Platz hinter Grimminger München). Nechahrefußbuul in kteinem Nahien Vereiste Plätze, ausgefallene Treffen in Westdeutschland Der Fußball=Auftakt zum neuen Jahr hat ch in sehr bescheidenem Rahmen gehalten. Westdeutschland ging vollkommen leer aus, da die im Gau Niederrhein und Weitfalen ang.setzten„Schlager“ Westfalia Herne gegen Schalke 04 und Westende Hamvorn gegen Fortuna Düsseldorf schon am Samstag abgesagt wurden. Nicht anders war es im Gau Bayern, wo man mit großem Interesse dem angekündigten Punktekampf Jahn Regensburg gegen 1. FC. Nürnberg entgegenjah. Auch hier bedingte das fußballfeindliche Wetter“, eine Verschielung. Was noch übrig blieb für den Neujahrs=Fußball war recht dürftig und beschrankte sich durchweg auf Freundschaftsspiele zwischen Mannschaften aus dem Altreich, dem Sudetengau und Wiener Vereinen. Wiener Gäste in Erfurt — das war Grund genug, um 1000 Fußballfreunde in die Mitteldeutsche Kampfbahn zu locken. Es handelte sich um den WSV. 4%, ngg, um oin spielerisch nicht enttauschte und mit 8:1(2:1) einen verdienten Sieg über den SC E.surt erzielte. In die Tore teilten sich Reinhardt, Kment und Epp. Necke schoß den ErfurteEhrentretter. der Eine Sudeten=Auswahlmannschaft stellte sich in Mannheim beim badischen Meister BfR Mannheim vor. Die Mannheimer fiegten 5:1 (2:0), zwar etwas hoch, aber verdient. Striebinger schoß zwei Tore, Lutz machte es ihm nach und der fünfte Treffer gelang Spindler. Das Tor der Gäste wurde gleich nach dem Wechsel von König erzielt. Hohe sächsische Siege gab es in Dresden und Risa. 10:1 war der Ausgang des Treffens Risaer SV gegen BSK Gablonz und 5:1 bliev Guts Muts Dresden über Warnsdorfer SK erfolgreich. Zwei weitere Freundschaftsspiele: BE Hartha gegen BC. Chemnitz 5:3 und BfB Glauchau gegen SC In der Nordmark gab es nur ein Treffen: 5SV gegen Viktoria. Wie sooft, konnte die Viktoria auch diesmal den HSV nicht schlagen. Di besseren Stürmerleistungen des vorjährigen Gaumeisters entschieden den Kampf. Der HSV stegte 4:1(3:0). Seeler, der zum erstenmal in den Reihen des HSV mitwirkte, leitete den Torreigen ein. Dann waren noch Noack, Fr. Törfel nud wieder Noack erfolgreich Bei der Viktoria war die Neuerwerbung Kastner Torschütze Kraus Bester in Oberammerou Toni Eisgruber stand mit 58 Meter den weitesten Sprung Ein erlesenes Feld der besten deutschen Se###zenklasse fand sich zum Silvesterspringen auf der Oberammergauer Schneckenberg=Schanze ein. Die gut gepflegte Anlage war prächtig im Schuß, so daß es nur ganz wenige Stürze gab. Ueber 30 Teilnehmer landeten jenseits der 50Meter=Marke und mit 58 Meter kam Toni Eisgruber(Partenkirchen) am weitesten. Aus dem harten Kampf, den nur Bruchteile eines Punktes entschieden, ging Paul Kraus 2(I.= R. Plauen) mit zwei Sprüngen von 56 Meter als Sieger vor Toni Eisgruber hervor. Drittbester war der Salzburger Jungmann Josef Bradl. Dann folgte der dreifache Deutsche alpine Meister Helmut Lantschner(Innsbruck) vor dem in München lebenden Norweger Sörensen und schließlich der deutsche Sprunglaufmeister Haselberger(Geb. I.=R. Lenggries). Die Ergebnisse: Klasse 1: 1. Paul Kraus 2(J.=R. Plauen), Note 215.9(56 und 56 Meter); 2. Eisgruber(Partenkirchen) 215,2(58, 58); 3. Lantschner(Innsbruck) 209.2(54, 53); 4. Sörensen(München); 5. Haselberger(Lenggries); 6. Bader(Partenkirchen).— Jungmannen: 1 Bradl(Salzburg) 210.9(53, 62). erster Senioren=Sieg Neujahrsspringen in Garmisch=Partenkirchen Die Sonderklasse deutscher Sprungläufer, die am Silvestertag in Oberammergau versammelt war, weilte zu Neujahr im Werdenfelser Land, um sich auf der Olymvia=Schanze am eisten Skispringen des neuen Jahres zu beteiligen. Die glänzenden Schneeverhältnisse zum Eröffnungsspringen in Garmisch=Partenkirchen wurden allerdings durch ein heftiges Schneetreiben etwas beeinträchtigt und daium sind die hervorragenden Leistungen besonders zu Mit dem 1. Januar is der bekannte manne Josef Bradl der durch seine einzigartigen Sprünge schon so oft begeistert hat in die Klasse der Senioren aufgerückt und sein erster Start im neuen Jahr wu de ein verheißungsvoller Auftakt. Bradl gewann as Springen mit den Weiten von 67 un) 68 Meter vor Toni Eisgruber(Garmisch=Partenkir= chen), Sörensen(München). Haselberger und dem Sieger von Oberammergau, Paul Kraus 2. In der Klasse der Jungmannen sprang der Arbeitsdienstmann Wiedemann(Barmsee) noch besser als Meister Haselberger bei den Geni9187= whone Hrwolge, ernbebemn nulcn Nuf einen karen 3:0(2:0)=Sieg, Das Ergebnis entspricht der guten spielerischen Leinung der Württemberger, die im Beisein des Reichssportführers unter den 10000 Besuhern leicht hätten noch höher gewinnen können. Auf dem zwar hergerichteten aber immer noch schneebedeckten Hertha=BSC=Platz am Gesundbrunnen entwickelte sich ein schöner schneller Kampf, in dem die Gäste, mit geringen Ausnahmen, stets den Ton angaben Die elf Schwaben waren weitaus schneller, beweglicher und technisch reifer als die Berliner. Gute Körperbeherrschung gab den würtembergischen Spielern auf dem glatten Boden große Sicherheit. Berlin konnte mit den Leistungen seiner Mannschaft in keiner Weise zufrieden sein. Den besten Eindruck hinterließ noch der für Schwarz eingesprungene Ersatztorwart Burnitzki sonst genügten nur noch die beiden Außenläufer Raddas und Appel den Ansprüchen. Die Stürmer waren genau so schwach wie die Angriffsreihen in früheren Spielen. Also ist auch dieser Versuch, mehr Durchschlagskraft zu gewinnen fehlDie Torschützen waren der Halvreute Tröger in der 8. Minute, der Rechtsaußen Aubele in der 41. Minute und in der 35. Minute nach der Halbzeit abermals Tröger Knapper Sport=Club=Sieg in Jena Der Zuwachs des 1. S Jena bewährte sich am Silvestertag im Spiel gegen den Wiener Sportklub ganz ausgezeichnet Dei ehemalige Sudetendeutsche Patzl hütete das Toi hervorragend, und auch der Frühere Wiener Rapidmann König fügte sich glänzend in das Mannschaftsbild der Jenaer ein So kam es, daß der Wiener SC erst nach der Pause den Endsieg mit 3:2 sicherstellen konnte, nachdem die Jenaes vor 2500 Zuschauern vei Halbzeit 2:1 geführ hatten. und Guse Seinze Sieger beim Innsbrucker Springer=Leyegang Der Innsbrucker Lehrgang der Wassersprinei wurde mit einem sportlichen Wet bewerb abgeschlossen. Bei den Männern wai Europameister Erhard Weiß der überragende Mann, bei den Frauen zeichnete die deutsche Meisterin Suse Heinze sich aus. die Gerda Daumerlang übertraf. Ergebnilsse z guner:, is 14—9 8. Kunstspringen der Manner! 1 Erharo Weit (Dresden) 98.12 Punkte; 2. Aderhold(Osnabrück) 86.59; 3. Haster Berlin) 8363 P— Turmspringen: 1. Weiß (Dresden) 111.26; 3. Volk Mannheim) 102,58 — Frauen, Turmspringen: 1. Suse Heinze Berlin) 58,99 P.; 2. Olga Eckstein(Erkenschwick) 5735; 3. Gerda Daumerlang(Nürnberg) 56,02 Punkte. Schneesorgen im Harz Die wintersportlichen Bedingungen im Harz zum Jahreswechsel waren nicht sonderlich gut. Das Einweihungsspringen auf der Hindenburg=Schanze in Oberdorf, auf der die Deutschen Meisterschaften 1939 ausgerichtet werden, konnte nur als Probespringen aufgezogen werden. Die umgebaute Schanze newährte sich trotz starken Seitenwindes und heftigen Schneetreibens ausgezeichnet. Den besten Sprung des Tages stand Hans Marr mit 54 Meter. Krefelder Eishockey am Dienstag Auf Dienstag verlegt wurde die für Neujahr vorgesehene Eishockey=Veranstaltung in Krefeld, deren Hauptträger die kanadischen Eishockeyspieler sind. Endspiel mit Zwischenfällen Schade um den wertvollen Spengler=Pokal Mit einem Mißklang endete der dieswinter. liche Spengler=Pokal=Wettbewerb in Davos. Beim Statde von 1:0 für den EHC. Davos verließen die Spieler des LTC. Prag, des Vorjahrssiegers. das Eis, so daß die Schweizer Turniersieger wurden. Von der ersten Minute an spielten sich Szeneu ab, wie man sie in einem Kampf zweier Landesmeister nicht für möglich hielt. Sie führten dazu, daß der schweizerische Schiedsrichter drei Davoser und zwei Prager vom Eis verwies. Als dann Bibi Torriani in der 13. Minute das Führungstor für Davos erzielt hatte. sah es auf dem Eis bald wie in einem Hexenkessel aus. Der Prager Malecek ging gegen Cattini tätlich vor, und aus diesem Zwischenfall entwickelte sich ein allgemeines Handgemenge. Die Prager holten sich von ihrem Landesverband telefonisch Anweisungen und erhielten den Auftrag, weiter zu spielen, weigerten sich aber, dies zu tun. Sie brachen den Kampf ab. Damit hat ein von vier Nationen beschicktes Turnier um eine der wertvollsten Trophäen des Eishockeysports ein unrühmliches Ende gefunden. Schade um den Spengler=Pokal. Der Schlußstand des Turniers: 1. EHC. vos 8 Pkte., 2. LTC. Prag 6 Pkt., 3. Göta Stockholm 4 Pkt., 4. Züricher Schlittschuhelub 2 Pkt., 5. Oxford 0 Pkt. Eine deutsche Mannschaft war in diesem Zahre nicht beteiligt. Fushaschwerden! Tragen Sie richtige orthopädisch gearbeitete Maßschuhe? Gut sitzende Maßeinlagen gegen Senk-, Spreiz- u. Knicktuß. 42 Jahre lange Erfahrungen! Hohe Auszeichnungen! e Schachregeratuuren Wer einmal unsere Schlen nahm, als treuer Kunde wieder kam. H. Hitzegrad und Sohn geprüfte Orthopädie-Schuhmachermeister" Gegr. 19#2## Fernruf 2765 Schwerte Senningsweg 2# Bei allen Krankenkassen zugelassen. Anf eilise Arbeit hans gewartet Verordnung über die Zuständigleit von Finanzämtern für die Serwaltung der Grunderwerbssteuer im Obersinanzbezirk##n vom 16. Dezember 1938. Ich bestimme auf Grund des§ 24 der Reichsabgabenordnung das folgende: S 1. Verwaltung der Grunderwerbssteuer wird übertragen: I. dem Finanzamt Dortmund=Süd für die Bezirke der Finanzämter Dortmund=Außenstadt, Dortmund=Hörde, DortmundNord und Dortmund=Süd, 4. dem Finanzamt Gelsenkirchen=Süd für die Bezirke der Finanzämter Gelsenkirchen=Nord und Gelsenkirchen=Sno. S 2. Für die lippischen Landesteile wird die Verwaltung der Grunderwerbssteuer den Finanzämtern Bad Pyrmont, Detmold, Lemgo und Lippstadt je für ihren örtlichen Bezirk übertragen. S 3. Die Verordnung tritt am 1. Januar 1939 in Kraft. Berlin, 16. Dezember 1938. 0 2100— WI5 VI Der Reichsminister der Finanzen Im Auftrag: gez. Schlüter. Drog. M. Mehlhose, Adolf-Hitler- A. 6 Orog. Heppe Nachf., Ostenstraße 3 Centr.-Drog. R. Rienhöfer, Hüsingstr. 12 Preußisch: S ü d d e u t s c h e S Staatslotterie 5 12 AOCKSLZ SK zur Erneuerung der Lose für die 4. Klasse. Hans Linner vormals Carl Braus Gr. Marktstr. 3—5 Handelsregister, Abt. A. Nr. 248: Buchdruckerei Hans Linner, vorm. Carl Braus, Schwerte. Dem Buchhatler Ernst Mielke, Schwerte, ist Prokura erteilt. Er ist zur Alleinvertretung berechtigt. Eingetragen an 31. 12. 1938. Muntsägericht Schwerte. Gut erhaltener Eisenbahner=Mantel zu verkaufen. Wo, sagt die Geschäftsstelle der„Schwerter Zeitung". eg seit 25 Jahren bewährt bei Pickel g Gesichtsausschlag, vvundsein usw. Med. Drog. Heppe, Ostenstr. 3 Der Srutsche Kreiefti Weneche Die unsachlichen Angriffe falten auf u81. zurac ** ½ehende Abbruch der Soweit bis jetzt ausländische Pressestimmen zu der Mitteilung über den deurschen Protest gegen die unsachlichen und ausfälligen Angriffe des amerikanischen Innenministers Ickes in Washington vorliegen, spiegeln sie eine mehr oder weniger große Betretenheit wider. Nur die italienische Presse, die sich ja oft genug gegen ähnliche Anwürfe politisierender Hetzer zur Wehr setzen mußte, erkennt voll und ganz die Berechtigung der deutschen Empörung en und unterstreicht den Hinweis des Reiches, daß in der von Minister Ickes vergifteten Atmosphäre normale Beziehungen nicht denkbar Viele französische und engli Blätter dagegen glauben den ja schließlich im Dienste der gefährdeten deutsch=amerikant: schen Interessen erfolgten Protest des meiches and die nunmehr erfolgte Unterrichtung der deutschen Oeffentlichkeit über diesen Schritt als „deutsche Propaganda" bagatellisieren zu können. Die von Höflichkeit diktierte Zurückhaltung des Reiches, die dem amerikanischen Außenamt Zeit und Spielraum lassen wollte, nicht nur ebenfalls taktvoll zu sein, sondern einen positiven Beitrag zur Besserung des wechselseitigen Verhältnisses zu leisten, wird jedenfalls völlig verkannt. Nachdem aber das amerikanische Außenamt entgegen den im diplomatischen Verkehr üblichen Gepflogenheiten nicht von den gehäf sigen Aeußerungen des für die amerikanische Außenpolitik im übrigen durchaus nicht zuständigen Innenministers Ickes abgerückt ist, sondern diese Anwürfe sogar noch beschönigte, bestand für das Reich wahrhaftig keine Möglichkeit mehr, aus purer Höflichkeit einen Tatbestand unerwähnt zu lassen, der sich auf die künftige Entwicklung der deutsch=amerikanischen Beziehungen zweifellos nicht fördernd auswirken kann. bisher vorliegende Echo auf den nunmehr der deutschen Oeffentlichkeit mitgeteilten Protest bestärkt im übrigen nur unser Urteil, daß es lediglich vom amerikantschen Außenamt abhängt, wie im kommenden Jahre die deutsch=amerikanischen Beziehungen gestaltet Der als eine Folge unsachlicher Presseberichterstatung anzuseneno, Ad vtung rantgeitung tischen Beziehungen zwischen Frankreich und Iran sollte, so meinen wir, den verantwortlichen Leitern auch in Washington die Augen für die Gefährlichkeit der Pressehetze Deutschland ist umso weniger empfindlich, als es weiß und zur Genüge erfahren hat, daß — wer um eine gute und gerechte Sache kämpft — auch angefeindet wird. Wir sind vieles gewohnt und machen uns noch auf manches gefaßt. Die Marokko=Lüge und die deutschfeindliche Hetze während der Tschechenkrise und vieles andere mehr haben nicht nur unsere Erfahrungen vermehrt, sondern auch unsere Nerven gegenüber jüdisch lancierten Greuelmärchen gestärkt. Aber im Falle Ickes und vor allem infolge der Tatsache, daß das amerikanische Außenamt diesen Hetzer noch deckt, handelt es sich um mehr als um reine Pressehetze. sich ein aktiver Minister dazu hergibt, das Lügenkonzert selbst zu dirigieren, dann ist die Verleumdung schon ins zweite Stadium getreten. Welche Gefahren aus einer derart verdichteten Hetzkampagne erwachsen können und wie sehr friedensförderliche Beziehungen durch sie gestört werden, bewies ja schon die von eben jenem Herrn Ickes maßgeblich beeinflußte Behandlung der Helium=Frage. Es wird sich auch für die amerikanische Regierung erweisen, daß die Hetze gegen ausländische Staaten und ihre Führung kein geeignetes Mittel zur Festigung## Ansehens im eigenen Volke ist. Schon heute mehren sich ja in USA. die Stimmen, die sich gegen die von Ickes betriebene und von Roosevelt unterstützte Angstpsychose zur Erzielung innerpolitischer Erfolge in der Rüstungsfrage wenden. Der Radio=Pfarrer Coughlin, dem man das Wort entziehen will, der republikanische Senator Borah, der Vorsitzende des Dies=Ausschusses und schließlich auch der frühere Präsident Hoover selbst haben schon bei mehr als einer Gelegenheit vor den Folgen des heute in USA. betriebenen Kriegsrummels gewarnt. Und sicherlich irren sich Roosevelt und seine Regierung, wenn sie durch Hetze die Rüstung forcieren und sich damit einen guten Abgang verschaffen wollen. rils ünd im Hasen von Valenela. Flughafen Tarrega in Katalonien wurde mit Erfolg beschossen. Ein rotes Jagdflugzeug wurde abgeschossen. Insgesamt wurden in der jetzigen Offensive von den nationalen Truppen 12884 Gefangene gemacht und 27 Dörfer von der roten HerrNach einer weiteren Meldung wurde bei dem Vormarsch in Katalonien auch Juncosa ein größeres Dorf an den Abhängen des Llena=Gebirges, das etwa 40 Kilometer von der Küste entfernt liegt. Nach einer amtlichen Mitteilung des nationalspanischen Oberkommandos der Luftwafse wurden im Jahre 1938 639 feindliche abgeschossen und weitere 185 Flugzeuge wahrscheinlich aus der Luft heruntergeholt. Der rote Heeresbericht gibt zu, daß die nationale Offensive mit großem Schwung durchgeführt wird. Die roten Bonzen in Barcelona erließen eine Bekanntmachung, nach der sämtliche Bauarbeiten sofort unterbrochen werden, damit alle Bauarbeiter in die gelichteten Reihen der Fronttruppen eingereiht den können. Ein spanisches Volk in Wassen Francos Pläne für den Aufbau Spaniens Bilbao, 1. Jan. Zum Jahreswechsel gewährte General Franco dem Direktor der in Sau Sebastian erscheinenden Zeitung„Diarto Vaseo“, Manuel Azanr, eine Unterredung, in der er zu allen wichtigen Problemen des Aufbaues Spaniens grundsätzlich Stellung nahm. General Franco kündigte dabei an, daß das neue Jahr für Nationalspanien ein Jahr der siegreichen Entscheidung sein werde. Der Sieg der nationalen Waffen und das Kriegsende näherten sich mit Riesenschritten. Die Schlacht in Katalonien rolle planmäßig ab. Ihre siegreiche Beendigung sei entscheidend für die Beendigung des ganzen Krieges. General Franco spendet bei dieser Gelegenheit den ausgezeichneten Eigenschaften der spanischen Soldaten und Offiziere ein begeistertes Lob. Das neue Spanien soll ein Volk in Waffen sein mit einer gründlichen vormilitärischen Erziehung und einem für den Einsatz vorbereiteten Volksheer. Schon der jetzige Krieg zeige, daß Spanien über eine ausreichende Wehrwirtschaft verfüge; die kriegswichtige Industrie werde aber noch stark ausgebaut werden. Der nationale Sieg sei nicht das Endziel, sondern lediglich ein Mittel zur Errichtung eines neuen Spaniens. Die nationalen Führer wollen nicht nur siegen, sondern auch überzeugen. Alle Spanier, ganz gleich, ob sie heute unter nationalen oder roten Fahnen stehen, sollen durch den Neubau unserer spanischen Nation überzeugt werden, so daß die heutigen Gegner einsehen, daß das neue Spanien eine Verwirklichung der soztalen Gerechtigkeit verkörpere. General Franco ging in diesem Zusammenhang auf die sozialen Leistungen seiner Regierung ein und erwähnte u. a., daß in Kürze 200000 Arbeiterheimstätten errichtet werden würden. schnittliche Dichke von Zentimeter erreich stellenweise ist das Eis aber zu 1 Meter hoch Das seltsame Schauspiel des von einem Ei### panzer eingezwängten Donaustro= mes ist also mit geringen Ausnahmen von Regensburg bis zum Kachlet=Werk in Passau zu sehen. Seit 10 Jahren hat es eine derartige Eisbildung nicht mehr gegeben. Da die Donau einen sehr niedrigen Wasserstand hat, ist selbst bei plötzlich eintretendem Witterungsumschlag ein ganz normaler Abfluß des Wassers gewährleistet. „Der Großbeutsche Rundsunk“ Berlin, 1. Jan. Reichsminister Dr. Goebbelk hat dem Deutschen Rundfunk in Anerkennung seiner politischen Leistungen im Jahr die Bezeichnung„Der Großbeutscho Randsaut verllehen. Seine Ehefrau erdrosselt erscen Pericsgengen. hgrie Zweset an den Angaben des Ehemannes ergaben, wurde dieser vorläufig festgenommen und einem eingehenden Verhör unterzogen. Der Verdacht, daß Busch seine Frau erdrosselt und sie dann, um einen Selbstmord vorzutäuschen, aufgehängt hat, bestätigt sich. Nach umfangreichen Vernehmungen der Mordkommission Wuvpertal und stundenlangen eingehenden Vernehmungen des Tatvernuchtigen legte Busch in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages ein umfassendes Geständnis ab. Er hatte seine Frau, mit der er in dauerndem Streit lebte, in der Nacht zum 31 Dezember in der gemeinsamen Wohnung erdrosselt und dann die Leiche am Fensterriegel aufgehängt. Das Motiv zu der Tat ist in ehelichen Zwistigkeiten zu suchen. In wenigen Zeilen cht in Dresden zn den am dä in Die Donau in einen Eispanzer gezwängt Eisbildung wie seit Jahren nicht mehr Passan, 1. Jan. Die Eisverhältnisse auf der Donau gestalten sich immer schw riger. Bei Passau arbeiten gegenwärtig zwei Eisbrecher, die schwerste Arbeit verrichten. Von Winzer über Hofkirchen bis Deggendorf hat sich ein Eisstau von 10 Kilometer Länge gebildet. Von Straubing aufwärts gehen die Eismassen mit geringen Unterbrechungen bis Regensburg. Dort hat der Eisstoß eine durchaus Dresden wegen Mordes an seiner geschiedenen Ehefrau erkannte Todesstrafe in 15jährige Zuchthausstrafe umgewandelt. Vebhabt, Ginzelheiten der Rom berlain und Lord Halifax werden nach Neujahr fortgesetzt und abgeschlossen. Am Silvesterabend wurde der zum Stabe des Generalinspektors der Polizei in Palästina gehörige englische Polizetoffizier Sanderson von arabischen Freiheitskämpfern erschossen. In Algier kraftwagenführer und drei Eingeborene wurden auf der Stelle getötet, die beiden anderen Insassen des Kraftwagens lebensgefährlich verletzt. Die Zeitung„Germania" teilt in der Ausgabe vom 31. Dezember ihren Lesern mit, daß sie mit dem gleichen Tage ihr Erscheinen einstellt. Das Blatt hat damit am Ende seines 68. Jahrganges zu bestehen aufgehört. In Alater wurde ein Vokt: 3#irgehgren; dem sich ein Purovder und Iür, gitggpachten Der als eine Folge unsachlicher Pressebericht....—#ten 100d eele=grung.. J. Franter Ofseibe in Katalonien Burgos, 1. Jan. Wie aus dem nationalspa nischen Heeresbericht hervorgeht, gehörten die Truppenbewegungen am Samstag zn den bedeutendsten Operationen der neuen Offensive Francos. Das gilt besonders für den Vormarsch auf dem rechten Flüg. Trotz des schlechten Wetters überwansen die nationalen Truppen den zum Teil sehr heftigen Widerstand des Feindes und besetzten im Abschnitt von Lerida den Ort Pobla de la Granadella und weiter die Ortschaften La Palma und Bisbal de Falset, nordwestlich von Falset. Auch am Samstag erlitten die Roten erhebliche Verluste. Allein auf dem linken Flügel der Front mußten 500 tote Feinde bestattet werden. Die Zahl der Gefangenen delief sich hier in den letzten Kämpfen auf 1200. Zu der Beute, die hier gemacht wurde, gehören auch zwei sowjetrussische Tanks. An der Front von Madrid konnten im Abschnitt von La Maranoß die nationalen Stellungen vorverlegt werden. Eine besondere Bedeutung hat auch der Angriff der nationalen Truppen an der Valeneia=Frout, wo ebenfalls die seindlichen Linien durchbrochen werden konnten. U. a. wurde die Burg Vall de Uxo erobert, die etwa 20 Kilometer nördlich von Sagunt liegt. Auch bei diesen Kämpfen wurden zahlreiche Gesangene gemacht,„mafe belast auch Die nationalspanische Luftwaffe neiegte am Samstag wieder zahlreiche militärische Ziele hinter der roten Front mit Bomben, und zwar in Tarragona, Valls, Reus, CamoSoziale Rundschau Zahlung von Ueberstundenvergütung während des Erholungsurlaubs. Das Gefolgschaftsmitglied im öffentlichen Dienst erhält laut Tarifordnung während des Urlaubs den Zeitlohn der Beschäftigung, den es bei regelmäßigem Verlauf seines Dienstes in der ausgefallenen Arbeitszeit erhalten hätte. Diese Regelung ist aber keinesfalls zufriedenstellend, denn sie berücksichtigt bei der Berechnung des Urlaubsgeldes nicht den Mehrverdienst, den der Gefolgschaftsangehörige durch Leistung von Ueberstunden vor Antritt des Urlaubs verdient hatte. Der Reichsminister des Innern hat daher angeordnet, daß invalidenversicherungspflichtigen Gefolaschaftsmitgliedern, die regelmäßig eine bestimmte Zahl von Ueberstunden in einem Zeitraum von mindestens sechs Monaten zu leisten hatten, der Lohn der Ueberstundenzahl entsprechend auch während des Urlaubs zu zahlen ist. Der Erholungsurlaub muß sich natürlich unmittelbar an die Leistungen anschließen. Diese Regelung ist zu begrüßen, denn sie entspricht dem eigentlichen Sinn des Urlaubs. Ein Gefolaschaftsmitglied, das vor dem Urlaub regelmäßig Ueberstunden hat machen müssen, ist erholungsbedürftiger, als wenn es keine Ueberstunden geleistet hätte. Infolgedessen muß auch das Urlaubsentgelt ein größeres sein. Eine ähnliche Anordnung wurde bereits vor einigen Monaten für die angestelltenversicherungspflichtigen Gefolgschaftsmitglieder im öffentlichen Dienst durch den Reichsfinanzminister getroffen. Wird die Ueberstundenvergütung über sechs Monate gezahlt, so wird sie auch für die Urlaubsdauer den sonstigen Dienstbezügen zugerechnet. Grundsätzlich ist noch zu bemerken, daß nach dieser Anordnung Ueberstunden dann bezam. werden, wenn sie über die Arbeitszeit von 51 Wochenstunden hinausgehen und mindestens drei Wochen lang geleistet werden. Bei Beschwerden die Frist genau einhalten. Das Gesetz gestattet den Krankenkassen, die Höhe der Beiträge nach Erwerbszweigen oder Berufsarten einzustufen und auch für einzelne Betriebe, in denen die Erkrankungsgefahr höher als im Durchschnitt ist, die Beitragsteile des Unternehmers zu erhöhen. Gegen die Festsetzung einer solchen Erhöhung steht dem Betriebsführer Eine Krankenkasse hatte für den Betrieb der Reichsautobahn eine Erhöhung des UnternehBeschwerde aber war nicht in der vorgeschriebeVersicherungsamt, dem die Schlichtung des Streites zunächst oblag, entschied jedoch, daß die Beschwerde trotz der Fristversäumnis guttig sei. da die Kasse versäumt habe, eine Rechtsmittelbelehrung ihrer Anordnung hinzuzufügen. Im weiteren Verfahren wurde aber festgestellt, daß die Kasse zur Abgabe einer Rechtsmittelbelehdie eine Anordnung auf erhherenach auch ohne ihrer Kasse erhalten, müssen vennach auch bisne Rechtsmittelbelehrung die vorgeschriebene Beschwerdefrist von einem Monat einhalten, da sonst eine Nachprüfung der Anordnung im Rechtsmittelwege nicht möglich ist. Einführung der Altersversorgung für den Versicherungsaußendienst. Der Leiter der Reichsgruppe„Versicherungen“ hat die Versicherungs zut etretfen, um Außendienst Verscherungsunternehmungen o den Verscherungsunternehmungen und. die Kätigkeit im Außendienst sehr stark besch? den inzwischen fertiggestellten Richtlinien für diese Altersversorgung ist grundsätzich allen hauptberuflich im Außendienst der Versicherungsunternehmungen tätigen Versicherungsvertretern eine Versorgung für Alter, Inpalidität und Hinterbliebene zu gewähren. Druck u. Verlag Hans Linner vorm. Carl Braus. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Her me. 2 Kresse, Schwerte(Ruhr). Verantworlin, für den gesamten Tertteil: Hermann Kreise, Schwerte(Ruhr). Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte(Ruhr). liste 11 gültig. D.=R. XI/38: 1554.