Münsterisches Ellit Ihrer Churfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio I. Citationes Edistales werden alle und jede Credirores; welche * an den Bürgern und Schneideramtsverwannten Berndt Kolhofs seel. oder dessen Gü tern einige Spruch oder Forderung haben, hiemit zum dritten= und letztenmal esicaliter verabladet um innerhalb neun Tagen à daro l’ublicationis Hujus ihre darüber habende Probaroria beyzubringen, mit der Verwarnung daß ihnen ansonsten ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Signatum Vechte den r#ten Novemb. 1765 Ad Decretum D. Judicis Vechtenlis. J. L. Keppel; Gerichtschr. Aus Befehl Sr. Hochwürden, Herrn Officialen, werden alle und jede Crediroren des Zellern Untied, Kirspels Alt=Ahlen, ad elfectum explorandi ejusdem onera hiedurch auf den oten Tagobsonst de?T 1Vertundigung dieses zum erstenmal edictaliterverabladet, um alsdann vor Uns im Paradeys hiesiger hohen Cathedralkirchen des Morgens 10 Uhr durch bevollmächtigte Anwaldte lub pcena perpetuisilenti zu erscheinen, und daselbst ihre an den Zellern Untied habende Forderungen gewönlichermaßen zu proponiren. Signarum Münster den 28. Novemb. 1765. De speciali Mandato R. D. Officialis sübler. pro N. N. Baeck J. L. Gescher, Not. Causse lublt. II. Designakion deren in hiesigen obbandenen Wirthen samt deren Namen und Schildern. Hetterman, im Wappen vom Biss In der Stadt Rheine. Herm. Anton Recke, im grunen Wald. Aeton=Verwick, Hetterman, im Wappen vom Bischofen von Münster. Ahlde. Albert, imschwozegergß. Wirid Johgiolineeincn um on. Küster, in der Glocke. Joh. Berndt Overman, in der Lilte. Kirspel Schepsdorf und Lohne. Johamn Moerwesel, in Velieav...4, Bhnig, inrothen Johann Wilm Kerkerink, im versutven.. Pollmann, im weißen Roß. Jch=dern. autuo, Vvihesloen graubegen Grustl, inderweten Schoan. FranzWellingmeyer, in dem versulderen. Fitzings Heurman Stephanus, imbrauIod Hermn Schinrkaer inweuponven., Haguak, suhen den Hannet. Setlsch Schlszhsele, inderz Koß. Greiten, li, Poscherl. Wittib Philip Judi feldt Elßen, im Lindenbaum. Joseoh Volter, inschwazen, Adio., Herschel, in den Sternen. Franz keußmann„int wichen Fag. Hubers, imdoppelten Adler. Henrich Niemer, im weißen R., Dupe 1 Rienkirchen Joh. Diert Kunstbrock in dert brsy ür eaß Bernd Teigel, imschwarzen Adler. Fravz, Zelezhafrfache,weißen Schwan. Johan Gerd Bruning, im braunen Pferd. Joseph Sutthof, in der weißen Schwast.„ Im Wigbolt Bevergern. imverguldeten Pfug gxman Hecke, im wilden Mann. Johan Lucas Brunv, im Wappen von Bentheim. Johan Henrich Winkelset, im rothen Hirsch. Gerhard Schwieter, im weißen Pferd. Wittib Jobsi Korp, im gelobten Land. Anton Deyters, im schwarzen Pferd. Riesenbeck. Wittibe Bruns, im Hirsch. RLAA(PAAN 1 8011 Im Kirspel Rheine. Abeler zu Elte, in die GHasgoeder Wresenezehene in Loschoen. Ghesioph Pröseig ia derzgeien Ader Adam Wenker, in die Sterne Backmann, im Wappen vonzehezege Oetter ooer Rloppenlo“ ga.gmter Gottes. Johann Teißen, in dem Stern. An Lintels Kotten, in der Murter Oos.—. Anton Baurrichter, im wilden Mckanid. soh. Bernd Veltmann, im Schutzengel. soh.Herm. Brink, im Lindenbaum, Saelzsbergen. *= Gerd. Lamen, im weißen Reuter. Dierk Herm. Baade, in dem Stern. Johann Waerburg, im Jagerg##### * Im Kirspel Emsbühren, im Wigholt. Dankelman, in der Krone. Kupers, in dem verguldten Stern. Lengerack, im rothen Hirsch. Leeschen. Esseler, im weißen Pferd, Johann Teißell, in dene Stern. Anton Baurrichter, im wilden Mann. Jürgen Schulte zu Hörstel, im weißen Roß, Joh. Jürgen Horstman, in der Schwan. Saerbeck. Wittib Kösters, im Balken u. weißen Lam. Möllers, im rothen Hirsch Wubbers, in der weißen Taube. Albers, im weißen Pferd. Johan Bernd Becker im verguldten Stern *Hopsten Mühleneinhaber Joh.Luster, in der Mühle. Barthold Poggeman, im reisenden Mann. Wittib Johan Bruns, in der Koppel □ oh Gerd Holling, im schwarzen Roß Wittib Lange, im Adler. Wittib Lucas Luster, in den drey Kronen Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. X Dreyerwalde Jürgen Steggeman, im rothen Hirsch. Gerd Sasse, im weißen Pferd. Eissabon, vom 29. October. Von dem hiesigen Inquisitionsgerichte ward vorgestern, den 2gsten dieses, der gewöhnliche grosse Aufzug eines Auto da Fegehalten, wobey dasselbe vier zig Schuldige auftreten ließ. Unter diesen Verbrecheren befanden sich verschiedene, die der Gotlosigkeit u. berführet waren, und unter andern eine scheinheilige Frauensperson; welche sich die Gabe der Wunderwerke zugeschrieben und in mystischen Schreiben verbreitet hatte, daß das vielfältige Unglück Portugals der Handlung dieses Königreichs mit den Ausländern beygemessen werden müßte. Unter diesen Missethätern waren auch einige,welche,noch bey Lebzeiten ihrer Ehegattinnen, zur zweyten und dritten Ehe geschritten waren; dann ein Bauer und 4alte Weiber, welche die Krankheiten durch übernatürliche Mittel zu genesen vorgegeben;ferner einige Juden; ein falscher Münzer und ein Gottesläsierer. Für diesesmal ist kkeiner unter diesen allen zum Feuer verurtheilet worden. Nach vorgegangener Einladung haben die fremden Minister dieser Ceremonie auf einer für dieselben eigends zubereiteten Loge beygewohnet. Die StaatsSecretairs haben sich auch dabey eingefunden; der König aber und das Königl. Haus sind nicht daselbst erschienen. Die Straßen, wo die Proceßion durch gieng, waren mit 5000 Mann Truppen auf beyden Seiten besetzt. Livorno, vom 6. November. Nachrichten aus der Türkey zufolge, hat die Pforte die beyden Hände voll, mit ihrem Kriege gegen die Georgier. Wann das Glück den türkischen Waffen nicht holder wird, so dörfte es dem Divan; wo nicht unmöglich, doch wenigstens sehr beschwerlich fallen, diese ihm sonst zinsbare Nation zu bezwingen. Die in klein Asien zur Verstärkung des ottoman. nischen Kriegsheers aufgebotene Truppen waren im vollen Anmarschebegriffen, um das für sie an den Gränzen Georgiens abgestochene Lager zu beziehen, da sie unvermuthet i einen Hinterhalt geriethen, daselbst von den Georgiern meistens niedergemacht, und die übrigen in die Flucht geschlagen wurder. Der Anführer dieses ohnehin tapfern Molkes„Fürst Horaclie oe Hochmuth aufgeblasen, soll sich nun zum König haben ausrufen lassen, und ihm in dieser Eigenschaft von seinen Anhängern gehuldigt worden seyn. Demnächst hat er die gemessenen Befehle ertheilet, aue engen Pässe durch die Gebirge und die übrigen Zugänge nach Georgien dergestalt zu verschanzen und zu besetzen, daß dieTürken nicht ohne augenscheinlichen und unvermeidlichen Verlust in das Land dringen konnen. Weichselstrom, vom 13. Novemb. Zu Danzig erwartet man im künftigen Monat den Rußischkaiserl. General, Fürsten Wolkowsky. Dieser Herr commandiret die in hiesigen Gegenden stehenden rußischen Truppen, welche nun die Winterquartiere bezogen haben, und die weiteren Ordres entweder zu ihrem fortdaurenden Aufenthalte, oder bevorstehenden Aufbruche, ruhig ab warten. 222•9 Niederelbe vom 18 Novemb. Das Seewesen Rußlands soll, nach einem Schreiben aus diesem Reiche, auf Befehl Ihrer Majestät der Kaiserin, auf einen sehr formidablen Fuß gesetzet werden. Man arbeitet nicht nur an Erbauung verschiedener Kriegsschiffe, sondern es werden auch die Seetruppen beträchtlich vermehret. Ueber dies sind auch seither sehr viele Officiers eines deutschen Hofes in die Rußisch Kaiserl. Dienste aufgenommen worden. London, vom 22. November. Am 18tenliefen bey Hofe verschiedene Depeschen aus Lisabon ein welche zwischen unserm und dem Königl. Portugiesischen Mi nister, Herrn von Mello, verschiedene Conferenzen veranlasset haben. Man spricht von einem bevorstehenden gütlichen Vergleiche; den der hiesige Hof zwischen dem Könige von Portugal und dem Kaiser von Marocco vermitteln, und mittelst dessen die Belagerung von Mazagan aufgehoben werden soll: Mit Briefen von Terreneuf vernimt man, daß die Franzosen, dem Friedenstractate zuwider, Anstalten machen zum Theil daselbst zu überwintern. Von Toulon hat man daß die Franzosen an der Reparation der Vestungswerke zula Malque und St. Catharina mit allem Fleisse arbeiten. Aus allen diesen Umständen ist zu schliessen, daß der Friede in Europa von keiner langen Dauer mehr seyn werde. Ostende, vom 20. Rovemb. Aus Befehl des Hofes ist hier angeschlagen, daß die Personen, welche in Diensten fremder Mächte stehen und sich in diesen Landen aufhalten, innerhalb s Tagen, bey Gefängnißstrafe, sich aus demselben wegbegeben sollen; doch sind die Holländer, und die in holländischen Diensten stehen, hievon ausgenommen, wann selbige mit einem guten Paß die Garnison verändern oder aus einer Stadt nach der andern gehen. Unsere beyde Regimenter haben an Se. Kaiserl. Majestät, Joseph den Andern als Mitregenten, den Eid abgeleget. Die Ausfuhr des Buchweitzens und Habers ist von den Finanzrathe verboten worden. Wien, vom 20. Novemb. Es will verlauten, daß die erledigte Palatinus=Stelle des Königreichs Ungarn ins künftige nicht mehr versehen werden dörfte; sondern daß des Prinzen Albert von Sachsen Königl. Hoheit in der Eigenschaft als General=Statthalter, wie Weiland Se. Höchstsel. Kaiserl. Majestät gewesen, nach Preßburg abgehen sollen. In dieser Meinung wird man desto mehr bestärket, weil Höchstbelobter Prinz bey Dero Hofstaat eine Vermehrung gemacht haben, und wirklich an einer neuen ungemein kosibaren Liberey eifrigst arbeiten lassen. Fontainebleau, vom 22. Novemb. „Den arsten hatten Se. Königl. Hoheit einen übeln Tag; seit gestern aber gehet es besser. Die zwey letzten Nächte waren ziemlich ruhig; Der Husten ist gemildert, und die Entledigung geschiehet leichter. Das Fieber ist zwar noch anhaltend) jedoch sehr schwach. Niederrhein, vom 22. Novemb. Die Herren Generalstaaten haben den von Dero bevollmächtigten Minister zu Madrit, Herrn Doublet, erhaltenen Bericht, wegen eines mit Kriegsgeräthschaften beladenen; und von den Spaniern weggenomenen Schif fes in Berathschlagung gezogen, und dem hierüber gefaßten Entschluß zufolge, an demselben die Befehle übersandt: dieses Schiff wieder zurückzufordern und dabey anzumerken, wie Ihro Hochmögenden wohl'erkenne. ten, daß nach den Verträgen nicht erlaubet sey, denen Feinden Kriegsgeräthschaft zuzuführen: Es sey aber auch nicht minder bekannt: daß zur Zeit, als diese Verträge geschlossen wurden, weder Spanien noch denen übrigen Mächten zu Sinn gekommen sey, die Seeräuber darunter zu begreifen. Ueberdieß sehewohl zu erachten: daß im Fall die Krone Spanien bey der Republik Canonen und Kriegsgerätschaften gekauft hätte, und solche auf der Fahrt von einem Algierer weggekapert würde, dieselbe nicht minder auf deren Auslieferung andringen dörfte. Cassel, vom 23. November. Manweis dermalen mit mehrerer Gewißheit, daß die am ayten dieses aus London zurückgekommenen Hochfürstl. Commissarien, der geheime Commercienrath, Hr. ückerman, und der Steursecretarius, Hr. Korngiebel, alda mit dem Großbrittannischen Kriegscommissario das ihnen von Sr. Hochfüstl. Durchl., dem Herrn Landgrafen, gnädigst aufgetragene Abrechnungsgeschäft zu Stande gebracht haben und die Gelder mit nächstem einkommen werden, davon den hiesigen Unterthanen alle an die alliirte Truppen in den Kriegszeiten gelieferte Fouragen auf die ausgestellten Quitungé bezahlt werden sollen