Münsterisches INTELLIGENZ- Blatt. Cburfürstl. Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio. (es werden alle und jegliche Creditores des Ruahen Loiteruscier ver-enshngschen Nache lassenschaft, sosich annoch nicht gemeldet, ad erovonendum actionem lbpanaperpern. f. anit hiemit zum zweytenmal edlickaliter citirt, ascheclse, ece den eösten Fedrner ar I. Citationes Edistales „„ 11 0T Euletafes vermeinen) hiemit zum erstenmal offener Edictal-Weise verabladet, um innerhalb9 Tagen nach Publication dieses ihre Forderungen bey diesem Stadtgerichte lub pcena perpetuiüilen#ii gehörig zu proponiren. Signatum Münster den gten Merz 1765. Ex speciali Commillicne D. Judicis urbici. er utttwgg Gchen Munster J. II. Warrendort, Gerichtschr. Sanseyvorzusellzn. Geben Munye.„us Befehl Sr. Hochwirden, Herrn Oftosien Fedtrgt:— Dt cialen dahier zu Münsier, werden alle Hochfürstlich=Müinsterische Ve, un, se, gxetigren(welchean den Eheleuten Hierung gleseios... Prgcuraroris Pelle daselbst einige Forderung mittags um rollhr ihre Fordetungen und darüber sprechende Beweißthümere unter Straf des ewigen Stillschweigens vorzubringen. Signarnm Münster den#ren Merz 1765. De Mandato R.D. Officialis B. H. Funcke Causa Aduar. Alus Befehl Sr. Hochwürden, Herrn Officialen dahier zu Münster, werden alle Gläubigere des Zellern Rötgeren Gerendrup, Kirspels Ostenfelde; weiche ihre an selbigen habende Forderung in Gefolg ausgelassener erster und zwehter Edistal Ladungen ihre Interesse dato nicht vorgebracht, hiemit zum zten und letztenmal eaictaliter verabladet, um auf den gten Tag', oder erst darauf folgenden Gerichtstag Vormittags um ro Uhr im Paradeys der hohen Cathedratkirchen ihre habende Forderungen bey Straf des ewigen Stillschweigens vorzudringen. Signatum Münster den 141en Merz 176 f. DeMandato R. D. Officialis. B. H. Funcke, Causee Actuar. II. Gerichtliche Notificationes. Alus Befehl des Hochfürstlich=Münsterischen Herrn Stadts=Richtern wird hiemit jedermänniglichen kund gemacht, wie daß am künftiten Sambstag, als den zisten Taglaufenden Monats Mari, des Rachmittags um 2. U rauf allhiesigemGructsaal die dem hiesigen Beckeramtsverwannten Robers zuständige: auf der Clemensstraßen dahter hinter dem Stadtsteller belegene Behausung mit der Stallung, samt grünes Gehöffde für 75 Rtlr. vergestalten öffentlich zum feilen Kauf ausgebotten, daß; wofern in obangesetzen dittraCtionis-termino keiner auf die 780 Rthlr. bieten würde, solchenfalls besagte Behausung cum Att-& Pertinentiis dem bereis sich gemel deten Licitanten für oberwähnt gebottene 78; Rihlr., als Meistbietenden gegen Erlegung des liciticten Kaufschillings erblich verkaufet und gerichtlich zugeschlagen werden solle, wer demnach zur Ankaufung Lust und Mittel hat kann sorhane Gelegenheit inzwischen besichtigen, und sich an bestimmten Ort und Zeit einfinden lassen. Siguatum Münster denisten Merz 176f. Ex speciali Commillione D. Judicis urbici, J. H. Wattendorff, Gerichtschr. Hemnach unterm zosten laufenden Monats in der Havesaat Diepenbrock, Amts Bochold ein und neunzig Bicken, oder Rummeren Eichen- und Büchen=Hiölzes, so bey vorheriger Subhaftation unverkauft geblieben, auf vom Hochfürstl. Münstrischen geistlichen Hofgerichte erlassenen Befehl an denen Meistbietenden verkaufer und zugeschlagen werden sollen; A's wird solches denen Liebhabern hiedurch bekannt gemacht, um sich an obgemeldten Tag, Vormittags um 10 Uhr daselbst einzufinden die Vorbescheiden lesen hören, und guten Kauf thuen zu können. Signatum Bochold den 1. Merz 176f. Exspeciali Mandato Domini Judicis Grevinck, quà Commitlario F. J. Cherpain, Gerichts. subf. III. Sachen, so zu verkaufen. wird abermals kund gemacht, daß viele von wehland Herrn Hofrathen Doctoren Zurwoesten nachgelassene juristische und andere Bücher(wovon im Intelligenz-Blatt Dienstag den ikten Mecz es die Werständniß hat) am nächstkünftigen Donnerstag den ersten dieses und an folgenden Tagen des Morgens von9bis rr, und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhren in des Herrn Doctorn Leüchterman Behausung auf der breiten Stegge dem Meistund Letztbietenden verkaufet werden sollen. Die Herren Liebhaberekönnen die Verzeichniß bey dem Notario Procuratorn Robreht gefällig. ein= und nachsehen. s wird hiedurch bekannt genacht, daß die * von weyland Herrn Doctorn Schmale hinterlassene und dabie in des Herrn Mugnie seiner Behausung sich befindende Meubles, als Leingewand, Bette mit Zuvevör, etwaige Schildereyen, ein viereckiger Ofen mit Pfeiren, Cabinetter, 2c. auch gute juristische Bücher dem Meistbierenden öffentlich gegen baare Zahlung sollen verkaufet werden. Diezenige, so Lust und Mittel dazu haben, können sich am nächstkünftigen Donnerstag; welcher ist der erste Vermischte Neuigkeiten Reapolis, vom 19. Fek. uar. Man sagt, daß in kurzem die Prinzeßin, welche zur Gemahlin unsers Monarchen bestimmt in, bey Hofe werde kekannt werden; und man erwartet diese erfreuliche Neuigkeit mit Ungedült. Danzig vom 22. Februar. Am letztern Positag erhielte unser Magistrat die erfreuliche Nachlicht aus Warschau, daß die Vorrechte und Freyheiten unserer Stadt von Sr. Majestät dem König, ohne allem Vorbehalt bestätiget worden, das einzige Pribilegium wegen der Zulage ausgenemmen, worüber man sich bey Hof noch nicht günstig genug erkläret hat, obwol die gnädigen Gesinnungen Sr. Majestät, des Königs, unseren Wünschen und Hofnungen auch hierinnen zu statten kommen. Det König hat a.echzu erkennen gegeben, daß Sie gesongen sehen, im Monat August zur Zeit des Jahrmarkts, unsere Stadt mit Dero höchsten Gegenwart zu beehren. Die Städt hat von den Rußisch und Preußischen Höfen die zuverläßigsien und vortheilhaftesten Versicherungen, daß Danzig, im Fall der mindesten Kränkung seiner Rechte, geschützet, aber nicht mit fremden Waffen angegriffen werden solle. Weichselsirom, vom 26. Februar. Das in der Seaend Danzig stehende, und bisher für weit stärker ausgegebene Corps Russen, bestehet nur aus 4000 Mann. London, vom r. Merz. Lord Wilhelm Biron sitzet wirklich seit dem Tßsten Fedruar in dem hiesigen Towr eingesperret und hat der Thürhuter zum schwarzen Stabe den Herren des Oberhauses bereits da. von Bericht abgestattet. Man hat nun zu sehen, was vie Gesetze über dessen Verbrechen, wegen der Entleidung des Ritters Chaworth, womit er beschuldiget ist, verhängen werden. Man sagt, daß in kurzem eine Flotte nach der Mittelländischen See auslauten werde, um ein wachsames Auge zu halten, was auf laufenden Monatsi besagter Behaufung Des Worgens um2 Uhr einfinden. Signarum Münster den 18. Merz 17.# von verschiedenen Orten. der Insel Corstea vorgehen mögte weil unsere Nachbaren, die Franzosen; sich um die Angelegenheiten auf derselben auf eine ganz besondere Art zu bekummern scheinen. Gewiß, wir sind äusselst begierig zuerfahren, was endlich die Hänbei auf ermeldter Insel noch für ein Ende nehmen werden. Bekanntermassen haben die mißvergnugten Corsen seir einiger Zeit ein Manifest nach dem andern herausgegeben. Nun erzehlet man, daß, da alle dieselbe die gewunschte Wirkung nicht gethan, mithin sie von dem Senuesischen Joch nicht zu befreyen vermöcht, sie endlich in der Stille den Schluß gefasser hätten, die hohe Pforte um Beystand anzurulen, und deren Vermittelung zu suchen; und daß zu dem Ende 2 ihrer besten Mitglieder wirklich nach Constantinopel zu Schiffe gegangen sehen. Deit Bliefen von Jamaica hat man, daß 14 Spanische Kriegsschiffe auf den Werften in der Habana ausgebautt worden, und daß die Spanier in ihren Colonie den Gebrauch der Rudergaleeren eingeführt haben; worauf kunftig alle Miffethäter, die das Leben verwirket haben, und alle Deserteurs und aufrührische Sclaven dienen sollen. Von Savannah in der previnz Seorzien, hat man, daß der größte Theil der Artillerie, Munition und Victualien, welche die Franzosen in den Arsenalen und Magazinen besagter Stadt gehabt, von den Spaniern bev ihrer Abtreiung, und der von Neu=Orleans, sey gekauft worden, und daß die Französischen Truppen am 2zsten December von Neu=Orleans nach Märkinique abgesegelt sind. Mit Briefen aus Süd-Carolina vom roten Januar vernimmt man, daß der Spanische Gouverneur von Jucatan, den Engländern, welche die Freyheit haben in der Bey von Honduras sampeche Holz zu Hauen, und davon zu Bacalao und andern Orten große Quantitäten gefället haben, die Erlaubniß dieses auszufuhren, nicht ertheilen wolle. 3. Aleont, voun v. Met. Zufolge einiger Nachrichten, die wir hier haben, soll die Chursächsische Armee, vermittels der neuen Werbungen, auf 40000 Mann gehracht werden. Niederelbe, vom F. Merz. Aus eingegangenen Nachrichten ist zu ersehen gewesen, das von der Königl Rentkamer in Coppenhagen sämtlichen Caßirern und Einnehmern in denen Königl. Hollstein und Plönischen Landen befohlen worden, bey schwerer Strafe kein anderes, als Dänisches Geld, in Zahlung bey denen Cassen anzunehmen. Haag, vom F. Merz. Der Minister der 2 Churfürsil. Höfe, zu Bonn, Munchen und Mannheim, der Herr Cornet, hat auf Befehl Sr. Churfürstl. Durchlaucht zur Pfalz abermals, und zwar die letzte Erklärung, wegen Beylegung der zwischen unserm und dem Churpfälzige Hofe noch obschwebenden Streitigkeiten, übergeben. Se. Churfürstl. Durcht zur Pfalz tragen dahin an daß die Entscheidung einem unpartbeyischen Mittelsmanne überlassen werden mögte mit dessen Ausspruch=Höchstdieselben zufrieden seyn wolten. Diese Erklärung ist der Versammlung ihrer Hochmögenden überreicht worden, welche sie hiernächst den Herren Staaten von Holland und Westfriesland mittheilen und seldige ersuchen wird, ein Desinitivpreavis wegen dieser wichtigen Sache auszustellen, welche bisher so viele Unterhandlungen veranlasset hat. Es will auch verlauten, Herr Cornet habe, als Churdayerscher Minister, den Herren Gene— kläret wird:„ Se. Churfürstl. Durchlaucht von Bayern hätten nach reifliger Ueberlegung der Sachen, den Entschluß gefasset, alles das. jenige, was man etwa zum Rachtheile des Churfürsten zur Pfalz beschliessen oder vornehmen würde, so anzusehen, als wenn es Ihnen selbst widerführe. Würden alfo IhreHochmögenden, wider Verhoffen einige Thätlichkeiten vornehmen, so ware der Huf zu München entfchlossen sich mit dem zu Mannheim zu vereinigen, um Gewalt mit Gewalt zu vertreiben. Paris, vom 8. Merz. Nach einem Schreiben von Abbeville, ist all. da und in dortiger Segend am r4ten Februar ein Erdbeben gewesen. Man siehet ein Verzeichniß, nach welchem der König dieses Jahr, zum Diensie der Marine, 20000 Mann, theils Mariniers und theils Matrosen, brauchen wird. Acht Bataillons haben Ordre, unverzüglich nach Brest zu marschiren, um bey der dortigen Havenarbeit gebraucht zu werden. Am Sonntage ist der Abt Fourike, wieer bey der Marschallin von Conflans dem Spiele zusahe, plötzlich vom Stuhle gefallen und gestorden. Münster, vom 18. Merz. Gestern ist wegen der so höchstbeglückten Vermählung Sr. Majestät; des Römischen Königs mit der Durchlauchtigsten Churbayerischen Prinzeßinn Königl. Hoheit, dahier, als am Fesi des H. Josephi, auf Befehl Sr. Churfürstk. Gnaden ein feyerliches Dankfest, mittels einem von Sr. Hochwürden Gnaden Herrn von Droste zur Füchten in der hohen Domkirche begangenen mustealischen HochAmt und TeDeum, wobey Se. Churfürstl. Gnaden und der sämtliche hohe Abel in gröster Galla sich befanden, mit innigster Freude ges halten worden. Unter dem Absingen des Ambrostanischen Lobgesangs wurden die Canonen um der Stadt abgefeuret. Ihro Churfurstl. Gnaden begaben sich demnächst wieder nach Dero Residenz zurück, alwo an verschiedenen sehr prächtig servirten Tafeln gespeiset wurde. Se Excellenz; der Herr Graf von Pergen, so vor einigen Tagen dahier eingetroffen, sind bereits den##sten dieses wieder von hier abgereiset. Diese Intelligenz-Blätter werden Wöchentlich zweymal, als am Dienstag und Freytag bey dem hierzu privilegürten Verlegeren Anton Wilhelm Aschendorff ausgegeben. Die Zahlung geschicht Jährlich mit 2 Rihlr. in gutem Gelde.