Munsterisches Gnaden zu Cölln gnädigstem Privilegio I. Citationes Edistales. Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen * Herrn Gograven zum Santwelle, Doct. Dyckhoft, werden alle und jede Creditores ad instanriam Wittid Zellern Alsing, Kirspels Schoppingen, contra quoscunque Creditores hiemit zum zten und letztenmal verabladet, um ihre habende Forderungen einzubringen; als sonst dieselbe verworfen, und denen Creditoren ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Signarum Horstmar den g. Februar 1765. Ad Decrerum D. Gogravil. F. C. Bilpinck, Actuar Alus Befehl des Hochfürsti. Münsierischen Hrn. Gograven zum Sandwelle, Döct. hoff, werden alle Credirores ad initantiam Wittib Johann Berndten Sundermann Kirspels Metelen, contra quoscunque Creditores hiemit zum erstenmal edictaliter verablg. det, um ihre in Händen habende lrkunden, obsonstige Beweißstücke vorzubringen, als sonst denenselben ein ewiges Stillschweigen eingebunden werden solle. Signatum Horstmar den 13. Februar 1765. Ad Decreium D. Gogravii. F. C. Bilpinck, Actuar Alus Befehl des Hochfürstl. Mürsterischen Herrn Stadts=Richtern werden alle Creditoren( diewelche einige Forderung an ohnlängst verkaufte, dem Schuhmacheramtsverwannten Eißman zuständig gewesene, auf der Clarissen Stegge dahier belegene Behausung zu haben vermeinen) hiemit zum erstenmal essener Edictal Weise verabladet, um innerhalb neun Tagen nach P’ublication dieses allsolche Forderungen sab peena perpetuisilen. eii gerichtlich zu proponiren. Signatum Münster den 1 f. Februar. 1765. Ex spéc. Commifl. D. Judicis urbici J. H. Wattendorff, Gerichtsch. Aa die beyden Söhne des hiesigen verstorbe. Snen Bürgers und Schneideramtsmeisters Berndten Kolhoff vor Jahren sich von hier begeben, ohne daß man weiß, wo sich dieselbe aufhalten, immittels die Creditores aus ihren Güteren die Befriedigung verlangen, und gebeten haben, daß das dahie in Vechte auf der grossen Straße belegenes Kollhoffs Haus zu demEnde moge verkaufet werden; solcher Verkauf aber von diesem Gerichte noch nicht, sondern zuvordrist Ciratio caictalis erkannt worden: Als werden die Söhne Kolhoffhiedurch edictaliter verablader um die Rachlassenschaft ihres Vaters anzunehmen, und die Credirores zu befriedigen. Signatum Dechte den isten December 1764. Ex Mandato speciali Middendorf, Gerichtschr. Hllle und jede Creditores; welche einigen * Spruch und Forderung an den seeligen Foaten Schvvtterung zu Visbeck oder dessen Gütern haben oder zu haben vermeinen mögen, werden hiedurch zum zweytenmal verabladet, um inner# Tagen à dato publicationis solche ihre Forderung bey dem Deseischen GeII. Gerichtliche Alus Befehl des Hochfürstl. Münsterischen Hen. Gograven zum Sandwelle, Doct. Dyckhoff, wird hiemit jedermänniglichen bekannt gemacht, daß des Johann Henr. Koning seel. zu Wetteringen hinterbliebene Behausung am 2rsten dieses, so auf 2oh Rthlr. Eltimiret, dahie gerichtlich verkaufet werden solle; wann einer oder andrer alsolche zu kaufen Lusi und Mittel hast; derselbe kann sich in angesetztem Termino dahie des Morgens pracise Uhr einfinden. Signatum Horstmar den c. Februar. 1765. Ad Decretum D. Gogravil. F. C, Bispinck, Actuar. Hermög gegenwärtiger Publication wird jedermänniglich zur Wissenschaft bekannt geiacht, wie daß auf Anhalten des Dieteririchte zu Vechte zu proponiken, mit der Verwarnung, daß ihnen sonsten ein ewiges Stillschweigen solle eingebunden werden. Signat. Vechte den r. Februar 176j. Ex Mandato judiciali Middendorf, Serichtschr. Allle und jede Credirores; welche einigen Spruch und Forderung an Göttcke zum Pallenpohl, Kirspels Emnsteck, haben, werden zum zwehtenmal verabladet, um ihre Forderungen inner9 Tagen beym Desemschen Gerichte zu Vechte beyzubringen, daß sonsten ihnen ein ewiges Stillschweigen solle eingebunden werden. Signatum Bechte den k. Febr. 1701. Ex Mandato judiciali Middendorf, Gerichtschr. Zllle und jede Credirores; welche einige Forderung an der Wittiden Joh. Henrichen Nienkerken in Lohne und derselben Güter haben, werden hiedurch zum zweytenmal verabladet, um inner9 Tagen à dato Publicationis solche ihre Forderungen bey dem Vechtischen Gerichte zu proponiren, mit der Verwarnung, daß ihnen sonst einewiges Stillschweigen solle eingebunden werden. Signatum Vechte den 21 Januar 17 J. Ex Mandato judiciali. Middendorf; Gerichtschr. Notificationes. chen Roeper und Christophoren Brune, als Vormündern deren Pupillen Danielen Brune zu Sendenhorst hinterlassenes, auf freyen Grund gezimmertes Haus, am Dienstag den #ten Merz, Rachmittags um 3 Uhr aufm Rathhause zu Sendenholst dem Meistbietenden verkaufet werden solle. Siguatum Senedenhorst den 14. Februar 1765. Adipec Mandat. D.Judicis& Gogravii H. A. Schunicht, Gerichts. subfer. wird jedermänniglichen hiemit zur WisS senschaft angefüget, daß in Kraft ad instantiam des Kaufhändlern Klockenbrinck zu Düsseldorf und Thiergarten zu Langenberg erlassenen Requilitorialien der dem Gewandschneidern Collart zuständiger, ausser St. Mauritz Thor an den Eck der Pagenstegge belegener Garten, welcher von einem beeydeten Landmessern zu 694; Quadratfuß Rheinläubischer Maaße abgemessen, und zu 92 Rthir. 27 ß. 7 und ein halben Pf. eltimiret worden; den 26sten dieses Monats Februarii auf der alten Nathsstuben dahier Nachmittags um 2 Uhr dem Meistbietenden verkaufet werden solle, a* daß also diejenige, welche dazu Lust und Mittei haben; sich am bestimmten Ort und Zeit daselbst einfinden, und fernere Conditiones vernehmen können. De Mlandare D. Judicis Vogt subscriplit Judicit inter palos Actuar. III. Sachen, so zu vermiethen. (Es wird hiemit bekannt gemacht, daß ein nahe vor Ludgeri Thor belegener Garte, so vormals Se. Hochgebohrne Excellenee, Herr Graf von Styrum in Heuer gehabt zu verheuren stehe, worab das Intelligenz-Comtoir ferIV. Sachen nere Nachricht giebt, und sollen am Freytag, den zesten dieses, Nachmittags 2 Uhr die auf selbigem Garten obhandene wohlgewachsene Pyramiden dem Meisibietenden verkaufet werden. so verlohren. (Fsist vorgestern, den r##ten dieses, ein kleiner solchen gefunden hat, wolle solchen dem Iutel&E Kabinetschlüssel verloren worden welcher ligenz-Comroir gefällig zukommen lassen. V. Vermischte Nachrichten. Qa von Seiten der zum papiestempeln gnadigst verordneten Committion für gut befunden worden, zu Stempelung deren Carten obsonstiger extraordinairen Sachen einen sichern Tag und des Endes den Sambstag oder wann solcher ein Feyertag sey, den Freytag zuvorn in jeder Wochen anzusetzen, als wird solches dem Publico zur Wissenschaft hiemit bekannt gemacht. Münster den 19. Februar 1765. Hochfürstlich=Munsterische Pfenningkammer. Bey Primarely Luzzano, Collesteur der Chur∆ cöünischen Lotterie, sind zu haben frische Loosen zur zweyten Lotterie, so am itten Merz wird gezogen werden: zugleich auch sind zu sehen die Listen der ersten schon gezogenen Lotterie, worinnen einige in unsrer Collert mit den Lors d' Attente sind beglücket, und diese, auch andere mit gesagten Lor# beglückte, unangesehen sie schon bey obig gesagtem P’rimavely Luzzano die Loosen nicht gekaufet haben, so werden selbe doch; andere Loosen für ein Lots d’ Attente offeriret. Diejenige also, die hierzu Lusi tragen, belieben sich längstens den 28sten dieses zu melden. (Es wird hiemit bekannt gemacht, daß die Landschafts Pfenningkammer würklich angefangen habe, die ruckständige Zinsen pre Junio 1700& 1761 zubezahlen. Vermischte Neuigkeiten von verschiedenen Orten. Dreßden, vom 2g. Januar. Die ohnlängst glücklich entbundene Gräfin Bolza, hat einen alten Bettelmann und dessen Frau zu Gevattern gebeten, und selbige in ihrer Staatscarosse, hinter welcher ihre Libreebedienten standen, nebst vortretendenkäufern, zu dem Ende nach der Kirche führen lassen. Die beyden Gevattern wurden hierauf in dem Hotel der Gräfin gespeiset, und lektere giebt jedem derselben auf Lebenszeit eine Pension. Es werden noch von Zeit zu Zeit Strassenräuber hier eingebracht; wie denn erst vor wenigen Tagen 2 Hauptd'ebe, die sich in einer hiesigen Brandstelle aufgehalten haben, imgleichen ein durch die aufs Streifen ausgeschickte leichte Dragoner angetroffener Räuber, arretiret worden sind. Haag, vom 7. Februar. Man unterhäft sich allhier noch immer mit einer im Werkeseyn sollenden Vermählung, welche zwischen Sr. Hochfürsti. Durch. dem Prinzen Sebstatthalter, und Ihrer Königl. Hoheit, der Prinzeßin Louise Anne von Engeland, Sr. Großbritannischen Majest. Frau Schwesier, gestiftet werden dörfte. Von dieser Angelegenheit wird man vermuthich in kurzem mit mehrerer Zuverläßigkeit sprechen können. Donaustrom, vom; Februar. Rach einem Schreiben aus Ungarn, soll an die auf der türkischen Gränze stehenden Kais. Königl. Regimenter der Befehl ergangen sehn, nicht nur allen Anlaß zu Feindseligkeiten mit den Türkeu zu vermeiden sondern auch, wann von türkischer Seite vergleichen gegen die disseitige Gränzen sollten ausgeübet werden, bey Vermeidung schwerer S trafe keine Gegengewalt zu gebrauchen, sondern diesfalls weitere Befehle akzuwarten. Wir wissen aber nicht, ob diese Nachricht gegründet ist. Regensburg, vom c. Februar. Gestern ist ein Schreiben an die Reichsversammlung von dem Kaisetl. Reichs KaumerGerichte zur Dittatur gekommen, aus dessen beygefügten gedruckten Specisicatienen und schriftlichen pfennigmeisterischen Designatio nen des mehrern zu ersehen, was an KammerZielern im verflossenen 1762 und 176zsen Jahre eingegangen, worzu selbige verwendet worden, und was für ein Rückstand daran bey verschiedenen hohen Ständen annoch vorwalte. Es sind in besagten zweyen Jahren sehr ergiebige Zahlungen gescheyen nemlich im Jahre 1762# Sotausend 868 Rthlr., und im Jahre 1763 1#28 tausend 943 Rchle. Die Rückstände belaufen sich doch noch über so# tausend Florin. Erfurt, vom 7. Februgr. Hier lauft die schmerzliche Nachricht ein daß der tapfere Kaiserl. Königl. Herr Generalfeldzeugmeister, Freyherr Gideon Ernst von Landen, das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt habe. Da aber weder der Ore noch die Zeit angeführt werden, so hoffet man, daß diese Nachricht zu voreilig sey. Thorn, vom 8. Fehruar. AmvergangenenDonnerstage gegen Abend trafen des Rußischkaiserlichen commandirenden Herrn Generals von der Infanterie, Fürsten Dolghorucki, Durchlaucht, unter einet Bedeckung von Husaren und Cosacken bey uns ein, und setzten des folgenden Morgens ihre Reise von hier nach Marienburg, als dem künftigen Hauptquartiere, weiter fort. Freytags, gleich nach Mittage, marschirte das Kuringsche Infanterieregiment mit klingendem Spiel und fliegenden Fahnen auch einiger Feidartillerie durch unsere Stadt, und in dieser Woche erwartet man annoch soo Cosacken, welche aus dem plockischen herabkommen, und den übrigen Trupen, so bereits vorangegangen sind, nachfolgen. Maynstrom, vom ro. Februar. Sichern Nachrichten zufolge, sollemaneinei gewissen Hofe stehender auswärtiger Minister denselben unvermuret, und ohne sich zu beurlauben, verlassen haben, welches zu verschiedenen Nachdenken Anlaß giebt. Manerwartet habon die näheren Umstände. Münster, vom 18. Februar. Da bey gegenwärtiger Zeit di. Witterung Unlaß dazu giebr, so erlußtiget sich der hier befindliche hohe Adel mehrmalen mit sehr prächtigen Schütterfahrten. Auf dem Thurfürstl. Theater ist gestern unter Direction des He rn Angelo Mingorti die Opera: Tit La PASTORELLA AL SOGEIO zum grösten Vergnngen&ap r. Churfür I. Gnaden, und alter Anwesenden mit allgemeinem Behsad aufgefunret. Abends war auf dem Nittersaal Bal Masgne, welcher bis am stühen Morgen mit bieiem Vergnügen fortge setzet wurde. Morgen wird die Opera, LA CALAMTTA de CUORI, aufgeführet werden. Se. Excellenz, der Herr Glaf von Steinfurth, welche sich, um die Carnavals Lustbare keitel beyzuwohnen, hier befinden; werden demnächst von hier wiederum nach Steinfurt abgehen. Mlünstrischer korn Preis vomitten Jebruarii 1765 Roggen per Scheffel 146. auch Buchweitze per Scheffel. 9ß 4Pf.