UAFE.“ 41 De cehushl. Litgerlaha), Votteung manat. 354 2.-— Pg, gze Sekugtgebühr und d41 3e Bestverpacungsgebähr) Ptcg. 2e.. 1###. Druck u. Verlag: Hans Linner, vorm. Carl Braus, Schwerte Geschäststelle Gr. Marktstr. 3. Ferm. 2770— Postscheck.: Dortmund 2432 RE e un Trats. Einzigs in Schwerte gebruete Sesetianfur üt Aunt acmen, Ais Anter Meztene.. sed, ben bodt zue pächte Erscheinen d. Jelung, skann auch keiner lei Nr. 41 Schwerte(Ruhe), Donnerstag, den 18. Jebrnar 1937 70. Jahrguug Neichen 18 Mulltarden noch nicht aue? Gobe Aofehaungansraße in Unterzaus. Unterhaus hat das Wort London, 17. Febr. Das englische Unterhaus trat am Mittwoch zu der üblichen Zeit für die auf zwei Tage berechnete große Aussprache über die Ausgaben für die Aufrüstung zuDer Plan der Rezierung sieht bekanntlich vor, daß das britische Schatzamt ermächtigt werden soll, innerhalb der nächsten fünf Jahre bis zum 81. März 1942 Anleihen für Rüstungszwecke aufzulegen, die eine Summe von 400 Millionen Pfund(etwa 5 Milliarden RM.) nicht überAngesichts des großen Interesses, das man dieser Frage im ganzen Lande was das Haus bis auf den letzten Platz besetzt. Nach der üblichen Fragezeit erhob sich Schatzkanzler Revile Chamberlain um den Antrag der Regierung zu begründen. Er wurde von den Regierungsparteien mit lebhaftem Beifall begrüßt. Nevile Chamberlain begann seine Ausführungen mit der Feststellung, er stimme dem Führer der Opposition zu, wenn dieser vor einer Woche den Plan, 400 Millionen Pfund für die Verteidigung aufzulegen, als einen beispiellosen Vorgang in Friedenszeiten bezeichnet habe. Zugleich müsse er jedoch feststellen, daß es nicht zum ersten Male der Fall sei, daß Akleihen aufgelegt worden seien, um die Kosten für die Verteidigung aufzubringen. Die Rechtfertigung für sein Vorgehen liege in den beispiellosen Umständen der Gegenwart, die Großbritannien diese ungeheuren Ausgaben aufgernungen hätten, ErAigan mishten 2i ur die Sachverständigen wüßten, wie sehr viel kostspieliger die Aufrüstung für Kriegszwecke heutzutage sei, als bei Beendigung des großen Krieges. Für Großbritannien sei es aber absolut wesentlich, daß es in der Heimat und längs seiner Verbindungswege mit den neuesten Abwehrwaffen ausgeObwohl das Weißbuch keine Einzelheiten enthalte, die erst bei den tatsächlichen Haushaltsvoranschlägen mitgeteilt würden, gebe es zum ersten Mal öffentlich eine Schätzung an, was insgesamt für Verteidigungszwecke in den nächsten Jahren in Aussicht genommen werden müsse. Selbst die Zahl von 1,5 Milliarden Pfund Sterling(etwa 18 Milliarden Markl) könne nicht als endgültig angesehen werden. Wenn die Umstände sich ändern sollten, so daß Großbritannien sein Programm vermindern könnte, so werde das umso besser sein. Auf der anderen Seite müsse man berücksichtigen, daß sich dert hätten, seitdem Großbritannien dieses Programm zum ersten Mal erwogen Sdetr, u gt es könnte sehr wohl sein, daß es sich wiedern g.#n seinem Nachteil ändern könnte. Es könnre sein, daß die 1,5 Milliarden schließlich nicht die Gesamtsumme darstellen, die das Land für diese Zwecke ausgeben müsse. Wenn man das Programm der Regierung anund hehaunte daß er zu weit gehe oder wesentlichen eine Kriegsmaßnahme darstelle, zurück. Die Haltung der Opposition stärke nur den Verdacht, daß die Opposition, obwohl sie sich zu der Notwendigkeit von Rüstungen bekenne, in ihren Herzen pazifistisch gesinnt sei und überhaupt keine Rüstungen wolle.(Regierungsbeifall.) Wenn man Großbritannien mit seinem Reichtum, seinen Gebieten und seinem Handel unbewaffnet und hilflos in einer vom Kopf zum Fuß bewaffneten Welt lasse, so stelle das eine ständige Versuchung für jeden Angreifer dar, der möglicherweise eines Tages dieser Versuchung nicht mehr widerstehen würde.(Regierungsbeifall.) Jeder wisse, daß das britische Reich für den Frieden sei, daß es niemals seine Streitkräfte zum Angriff verwenden werde, und daß es im Gegenteil allen seinen Einfluß aufgewendet habe, um den Frieden nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen zu erhalten. Aus Erfahrung wisse man aber, daß Englands Einfluß mit seiner Stärke zu= und abnehme. Je nach der Stärke, die England von Tag zu Tag und Woche zu Woche mehr und mehr wachse sein Einfluß, was an sich schon ein zur Beständigkeit führender Faktor in der internationalen Lage und damit wahrscheinlich das größte Bollwerk für den Frieden sei, das es zur Zeit in der Welt gebe.(Regierungsbeifall.) Angesichts dieser Lage sei es unmöglich, vor der Vollendung des Programms zurückzuschrecken. Niemand und am wenigsten der Schatzkanzler könne das Anwachsen der Lasten ohne Gefühle des Unbehagens sehen. Zurzeit jedoch könne man nur die Zähne zusammenbeißen und mit den Maßnahmen fortschreiten, auf die man nicht verzichten könne. 2##. „Der Frieden, die politische Beruhigung, die Abrüstung kann nicht von einer Macht allein erreicht werden“, so schloß Chamberlain.„Jederzeit und jederorts, wo wir finden, daß andere unsere Ansichten teilen, werden wir uns mit ihnen darüber freuen und eine fruchtbringendere, gesündere und wertvollere Lösung herbeizuführen versuchen.“ Die Aussprache Nach Nevile Chamberlain ergriff der frühere Minister Pethick Lawrence für die Opposition das Wort. Er erklärte, daß die finanziellen Vorschläge der Regierung beispiellos und so ungeheuerlich seien, daß sie die Opposition zu einem direkten Angriff auf die Regierung zwängen. Er halte die Neuerungen, die in der Finanzgebarung des Landes eingeführt werden, für unzulässig und glaube, daß sie die schwersten Folgen für das Wohlergehen des britischen Volkes haben würden. Das Weißbuch sei eine tragische Faree. Der Völkerbund werde mit keinem Wort erwähnt und auch nicht die kollektive Sicherheit, obwohl die Regierung bis zum letzten auf die kollektive Sicherheit verpflichtet sei. Es handele sich bei dem Regierungsplan um eine Kriegsmaßnahme mitten im Frieden. Die Wirkung, die das am Dienstag von der englischen Regierung veröffentlichte Weißbuch über den Rüstungskredit in der ganzen britischen Oeffentlichkeit hervorgerufen hat, zeigt am deutlichsten, welche Bedeutung man dem eben fertig aufgestellten Rüstungsprogramm, der Regierung Baldwin und seinen Rückwirkungen auf das englische Wirtschaftsleben zuschreiben muß. Ein Betrag von 1500 Millionen Pfund ist selbst für englische Verhältnisse eine ungeheure Summe, auch wenn sich ihre Verwendung über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken soll. Schon als die ersten Nachrichten über den voraussichtlichen Amfang der für die neuen Rüstungspläne erforderlichen Kredite in die Oeffentlichkeit kamen, ging die erste Debatte nicht etwa darum, ob ein solcher Aufwand überhaupt notwendig und gerechtfertigt sei, sondern darum, ob durch ihn Trauerbeflaggung am heldengebenbig Berlin, 17. Febr. Aus Anlaß des Heldengedenktages fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, am Sonntag, dem 21. Februar, Trauerbeflaggung zu setzen. Labour-Party beschließt Ablehnung London, 17. Febr. Die Fraktion der Labour=Party trat am Mittwoch im Unterhaus vor der Aussprache über die Rüstungsanleihe zusammen und beschloß die geplanten Ausgaben der Regierung für die Aufrüstungszwecke abzulehnen. Die Partei begründet den Beschluß damit, daß ihrer Ansicht nach das gesamte Aufrüstungsprogramm durch direkte Steuern gedeckt werden müsse, und daß von der Regierung ein bestimmter Friedensplan zu verlangen sei. Diesen besitze die Regierung aber nicht. Hungersnot vor den Toren Moskaus Das ist der Bolschewismus!— Bauern müssen in der Stadt Brot kaufen Moskau, 17. Febr. Die Sowietunion hat gegenwärtig wieder einmal alle Mittel ihrer vielseitigen Propaganda entfaltet, um nach innen und außen hin die wirkliche Lage des Landes zu verbergen und zu vertuschen. Während die Aufmerksamkeit des Auslandes auf jede Weise abgelenkt werden soll— von politischen Monstreprozessen über Ministerbesuche und Marschallreisen bis zur„Demokratisierungs“=Maskerade, „Wahlen“ stehen auch wieder vor der Tür—, greift man für das Inland zu den beliebtesten und immer probaten Mitteln der sowjetischen Regierungspraxis: den Terror= und Verhaftungsaktionen, der„Säuberung“ des Staats- und Parteiapparates von allen unVenn man das Programm der Regierung,#.: beguemen Clementen. Unwillkürlich fragt man sreife und bezuupte, up. P Pritzzp fragen, sich, was diesem Feldzug eigenttich zu Grunde r##% inger fe#v 4a. E. forderte liegt. verfrüht sei, so dürfe man die Kritiker fra wo es dann geringer sein könnte. Er die Opposition auf, auch nur einen der im Weißbuch aufgezählten Punkte zu nennen, der gelassen werden könne?(Beifall auf den ReDer arbeiterpartetliche Abgeordnete Henderson unterbrach den Schatzkanzler an dieser Stelle und fragte, ob die Opposition nicht das Recht habe, zu wissen. ob Großbritannien seine Schlachten auf eigene Faust oder im Rahmen des Systems der kollektiven Sicherheit schlagen werde. Nevile Chamberlain erwiderte, er glaube nicht, daß es im öffentlichen Interesse läge, wenn man eine Theorie aufstelle, gegen wen England kämpfen werde oder wer in einem solchen Verbündeter Großbritanniens sein würde. „Unsere Pläne sind nicht gegen eine besondere Macht oder eine Gruppe von Mächten gerichtet. Aber es ist die Pflicht der Reglerung, ein wohlerwogenes Programm vorzulegen, das für die Sicherheit und die Durchführung unserer Politik notwendig ist. Wenn die Opposition das Programm angreift, muß sie erklären, wo man es kürzen kann!“ Im weiteren Verlauf seiner Rede wies Nevile Chamberlain die Behauptung des Oppositions= führers Attlee, daß der Regierungsplan im Eine Fahrt auf den schlechten, verschneiten und vereisten Straßen, von Moskau aus 100 bis 150 Kilometer südwärts, bringt uns diesem „Feind“ näher. Hinter der Rayonstadt Serpuchow überqueren wir die breite, ganz zugefrorene Oka und bewegen uns dann auf schier unpassierbaren Landwegen, unter eisigem Schneesturm bei ungefähr 20 Grad Frost, weiter landeinwärts. Nach einer Stunde langsamer, schwieriger Fahrt kommt das erste verschneite Dorf, weit abgelegen von Chaussee und Eisenbahn. Es ist der Kolchos G., der den klingenden Beinamen„Morgenröte der Revolution“ führt. Wir bitten in der ersten Holzhütte um Wasser für den Kühler unseres Autos und werden von einem bärtigen, gutmütigen Muschik zum Eintreten aufgefordert. Wir loben die angenehme Wärme der Hütte, die uns nach dem scharfen Wind draußen wohl tut. Aber die Antwort kommt prompt von der Hausfrau: Auch das Holz müsse man stehlen, denn der Kolchos gebe ja keines. Ein sanfter Ausdruck der Mißbilligung gegen den Kolchos unsererseits gewinnt uns das Vertrauen der Bauernfamilie. Wenn wir zusammenfassen, was wir in dieser Hütte, in diesem Dorf und in einigen anderen Kolchosen derselben Gegend als einfache Feststellungen mit nach Hause brachten, ergibt sich etwa folgendes Bild: Infolge der furchtbaren Dürre des Sommers ist die Ernte des Vorjahres(wie auf 40 bis 50 v. H. der gesamten Saatfläche der Sowjetunion) auch in der weiteren Umgebung der Hauptstadt katastrophal ausgefallen. Es werden durchschnittlich rund drei Doppelzentner Korn vom Hektar geerntet(¼ des deutschen Durchschnitts). Diese kärglichen Erträge müssen fast ganz dem Staat abgeliefert werden, dem Kollektivbauern verblieb meist nur 200 bis 250 Gramm Korn auf das„Tagewerk“ also rund 40 Kilogramm Brot als Jahreslöhnung und damit fast ausschließliche Existenzbasis für ein Das Brot st überall schon seit Monaten verzehrt, derjenige Kollektivbauer, der ein Stück Vieh als eigen besaß, machte sich zuerst daran. Futtermittel gab es ohnehin keine mehr. Heute stehen diese Dorfbewohner in der überwiegenden Mehrzahl praktisch vor dem Nichts. Auf die Frage, wie sie sich überhaupt durchhalten können, erfolgt— in der Umgebung Moskaus!— fast immer dieselbe Antwort: Irgendein Familienmitglied ist meist in der Stadt, im Rayonzentrum oder in Moskau selbst als Industriearbeiter tätig. Die Bauernfamilie lebt faktisch von dessen Unterstützung. Entweder schickt der Betreffende etwas Geld(wovon man sich dann in der Stadt! Brot kauft) oder er bringt an einem freien Tag selbst Nahrungsmittel aufs Land. 180 3123221 Nur deshalb stößt man im weiteren Umkreis der Hauptstadt noch nicht auf die krafsesten Spuren der Hungersnot, wenn auch die Unterernährung— insbesondere der Kinder— schon deutlich zu merken ist. Ganz anders ist jedoch die Lage in der tiefen Provinz, wo die Hilfe der Verwandten aus den Städten und Industriezentren nicht mehr hinreicht. Leider sind diese Gebiete infolge der winterlichen Wegelosignicht der gesamte englische Kapitalmarkt in einem unzulässigen Ausmaße angespannt werden Diese Einstellung entspricht der ganzen, egglischen Mentalität. Heute, nachdem im Weißbuch die ungeheure Gesamtsumme mitgeteilt worden ist, stellt man in England allerlei interessante Man verweist z. B. darauf, daß das gesamte englische Budget nicht ganz 800 Millionen Pfund jährlich beträgt, zu denen nunmehr jährlich allein 300 Millionen Pfund Sonderkredite für Rüstungen kommen. Und wenn man weiter in die Vergangen; heit zurückgreift, so kann man feststellen, daß sich allein das heutige Rüstungsbudget auf fast das Doppelte des gesamten geng## schen Staatshaushaltes im Jahre 1913 stellt. Diese Ziffern werden natürlich in der englischen Oeffentlichkeit stark erörtert, und die Frage der Finanzierung der Rüstungen durch Inanspruchnahme des Kapitalmarktes bewegt dabei vor allem die politischen und wirtschaftlichen Kreise. Allerdings hat die Regierung im Weißbuch betont, daß die 1500 Millionen Pfund— die einem Betrage von rund 18 Milliarden RM. entsprechen — nur zu rund einem Viertel aus Anleihemitteln, im übrigen aber aus den laufenden ordentlichen Steuereinnahmen bestritten werden sollen. diese Erwägungen und Hinweise werden auch bestimmend für den Verlauf der Unterhausdebgtte sein, die nunmehr über das Programm der Regierung durchgeführt werden soll. keit zur Zeit— insbesondere für Ausländer!— völlig unzugänglich. Die Rotlage im Wol; gagebiet ist so groß, daß— den„zufälligen“ Eingeständnissen einiger Provinzzeitungen zufolge— sich die Regierung trotz allen Widerstrebens bereits zu vereinzelten Hilfsaktionen entschließen mußte. Bolschewistische Wühlarbeik in England „Wenn die Zeit zu einer Revolution in England gekommen ist!“ London, 16. Febr. Im Laufe einer Verhandlung vor dem Polizeigericht in Leeds wurden höchst bemerkenswerte Einzelheiten über die kommunistische Wühlarbeit in England enthült. 2617ign 8.5n M Angeklagt war der 18jährige Sohn eines Geistlichen, Renald Philips, der versucht hatte, ein Mitglied der englischen Luftstreitkräfte, den Korporal Crabtree, in kommunistisch=gepolz: tionärem Sinne aufzuhetzen. verlas einen Brief, in dem Philips den Korporal aufforderte, insgeheim nach Madrid zu fliegen und sich den dortigen Kommunisten zur Verfügung zu stellen. Er solle auch innerhalb seines Bombengeschwaders dahin wirken, daß dieses die Kommunisten unterstütze,„wenn die Zeit zu einer Revolution in England gekommen sel“. Philips wurde am 22. Januar verhaftet. In seinem Schlafzimmer fand man belastende Schriftstücke und Flugblätter. Der voral Crabtree sagte vor Gericht aus, Philips habe ihn aufgefordert, seine Untergebenen zu beeinflussen. Er habe ihn auch gefragt, ob er genügend Bomben beschaffen könne. Der Angeklagte Philips wurde schließlich dem Geschworenengericht von Leeds überwiesen. Die Fremttumpfer=Tem Fahter Frontkämpfer sind Kameraden— Berchtesgaden, 17. Febr. Der Führer hatte die Mitglieder der Ständigen Internationalen Frontkämpferkommission, die augenblicklich in Berlin unter Beteiligung von Frontkämpfern aus 14 Nationen ihre Arbeitstagung abhält, am Mittwoch in den Berghof auf dem Obersalzberg geladen. In der großen Wandelhalle des Berghofes mit dem Blick auf die weiße Schneepracht fand die Begrüßung der Frontkämpfer durch den Führer statt. Der Präsident des Verbandes der deutschen Frontkämpfervereinigungen und Vorsitzender der Arbeitstagung der Ständigen Internationalen Frontkämpferkommission, RSKK.=Obergruppenführer Herzog von Koburg, richtete zunächst einige Worte der Begrüßung an den Führer. Dann trat der kriegsblinde und einarmige Führer der italienischen Kriegsopfer Carlo Deleroix, in der Uniform der faschistischen Miliz als Präsident der Ständigen international. Frontkämpferkommission, vor den Führer, um ihn im Namen aller seiner Kameraden von allen Fronten des Weltkrieges sowohl als Staatsoberhaupt als auch als Frontkämpfer und damit als einen der Ihren zu begrüßen. Die Frontsoldaten seien dieses Mal fur Verteidigung des Friedens zusammengekommen. Friede sei kein Geschenk, sondern eine Eroberung, zu deren Verteidigung man stark sein müsse. Der Friede sei kein Privileg, sondern eine Verantwortung, deren man sich würdig erweisen müsse. Ein neuer Krieg würde mit absoluter Sicherheit die Zerstörung der gemeinsamen Kultur bedeuten und die Stellung derjenigen Völker bedrohen, die die Träger unserer Zivilisation seien. Gerade diejenigen Nationen, die am meisten zum Aufbau der gemeinsamen Kultur beigetragen hätten, hätten die größte Verpflichtung, diese Kultur zu verteidigen und die größte Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Es sei zu hoffen, daß das Beispiel, das viele Frontsoldaten gegeben hätten, indem sie sich über alles Trennende hinweg einigten, nicht vergeblich sein würde. Das Zusammentreffen der Frontkämpfer mit dem Führer in der Einsamkeit der Berge sei ein gutes Vorzeichen. Er, der selbst in seinem Volke den Gipfel erreicht habe, habe daher auch das Recht, von diesem Gipfel aus der Welt Friedensworte zuzurufen. Und in deutscher Sprache schloß Deleroix seine Ansprache:„Deun über allen Gipfeln ist Ruh'!“ Der Führer Der Führer dankte dem Präsidenten Deleroix für seine wunderbaren Worte und seinen Kameraden dafür, daß sie den Weg in diesen abgelegenen Teil Deutschlands gefunden hätten, um ihn zu besuchen. Als Frontkämpfer sei er besonders glücklich, die Frontkämpfer anderer Nationen bei sich zu sehen. Die Gedanken, die in diesem Augenblick alle gemeinsam bewegten, habe bereits Präsident Delcroix in vollendeter Weise zum Ausdruck gebracht. Allem voran stehe die Erkenntnis, daß ein neuer kriegerischer Konflikt katastrophale Folgen für alle Nationen haben würde. Auf ihrer Reise durch Deutschland hätten die ausländischen Frontkämpfer ein Volk vorgefunden, das fleißig seiner täglichen Arbeit nachgehe und das in einer gemeinsamen großen Anstrengung die bestehenden Schwierigkeiten zu meistern suche. Die riesenhafte Anstrengung, die das deutsche Volk im Augenblick mache, sei nur dadurch möglich, daß in Deutschland absoluter Frieden herrsche. Wenn aber schon die Störung des inneren Friedens die Aufbauarbeit in Deutschland gefährden würde, so würde eine Bedrohung des äußeren Friedens Deutschlands die gigantische Anstrengung der deutschen Nation um ihre innere Wiedergesundung zuschanden machen. Friedensbekenntnis des Führers Das deutsche Volk habe nicht die geringste böse Erinnerung mehr an den Krieg. Es sei nichts übrig geblieben als die große Achtung vor den ehemaligen Gegnern, die dasselbe Leid und dieselben Gefahren auf sich genommen hätten wie die deutschen Soldaten. In einem Lande, dessen Regierung fast ausschließlich aus Frontkämpfern bestehe, sehe man den Krieg mit anderen Augen an, als es die Bölker täten, die ihn nicht kennen. Frontkämpfer wüßten, daß der Krieg zwar ein großes, aber auch ein grauenhaftes Erlebnis sei. So hätten denn alle Frontkämpfer nur den einen Wunsch, daß nie wieder etwas Derartiges eintreten möge. Richt aus Schwäche oder Feigheit, sondern in dem alten Frontkämpfergeist träten sie für den Frieden ein. Wenn jemand den Begriff Frieden verstehe, so seien es diejenigen, die auch die Bedeutung des Begriffes Krieg bis ins letzte an sich selbst erfahren hätten. Nach einem weiteren Dankeswort des Führers für den Besuch der Frontkämpfer gab er seiner Hoffnung auf ein gutes Gelingen ihrer Arbeit Ausdruck. London, 17. Febr. Ueber die gestrige Sitzung des Gesamtausschusses des internationalen Richteinmischungsausschusses wurde am späten Abend des Dienstag eine längere Verlautbarung veröffentlicht. Zunächst wird darauf hingewiesen. daß dem Ausschuß die Empfehlungen der Vertreter Englands, Belgiens, der Tschechoslowakei. Frankreichs. Deutschlands, Italiens. Schwedens und der Sowjetunion vorlagen, die bekanntlich die Inkraftsetzung des Freiwilligenverbotes am 20. Februar (mitternacht) und die Inkraftsetzung des Kontroll= planes für Spanien am 6. März(mitternacht) vorsehen. Der Vorsitzende des Ausschusses. Lord Plymoutb, erklärte, daß diese Beschlüsse einen Wendepunkt in dem Verfahren des Nichteinmischungsausschusses darstellen würden. Es sei sehr wichtig, daß so schnell wie möglich Maßnahmen ergriffen würden. und er hoffe daher, daß alle Vertreter des Ausschusses die Beschlüsse annehmen würden. Hierauf gab der deutsche Vertreter. Botschafter von Ribbentrov, die bereits gemeldete Erklärung ab. Anschließend erklärte der italienische Botschafter Grandi, daß die italienische Regierung die Beschlüsse mit großer Befriedigung begrüße. Die italienische Regierung habe seit dem Abschluß des Nichteinmischungsabkommens, und sogar schon vorher im Verlauf der Vorbesprechungen mit der französischen Regierung, stets zwei Hauptpunkte klargemacht. nämlich erstens die Notwendigkeit, jede Form der indirekten Einmischung in das Abkommen aufzunehmen, und zweitens ein System der wirksamen Kontrolle für die Anwendung des Abkommens zu schaffen. Schon in der Sitzung vom 14. September 1936 habe er diese beiden Fragen vor dem Ausschuß aufgeworfen, und auf italienische Initiative, unterstützt durch den deutschen Vertreter, sei das Problem der indirekten Einmischung auf die Tagung der ersten Sitzung des Unterausschusses gesetzt worden. Am 18. September habe die italienische Regierung unbestreitbare Beweise von den flagrantesten Formen der indirekten Einmischung, darunter an erster Stelle der Anwerbung und Absendung von Freiwilligen, geliefert. Die darauf folgenden Besprechungen seien aber unnötigerweise monatelang hinausgezögert worden. Im Verlauf endloser Sitzungen und während die Weltvresse von den Taten der internationalen roten Brigade voll gewesen sei. habe er vergebens versucht, einige Delegationen zur Erörterung dieses wichtigen Problems zu überreden. Grandi wies dann darauf bin, daß gewisse Organe der internationalen Presse falsche irreErneute erusle Vorstellungen deutschen Botschafters Die Verhaftungen Reichsdeutscher in Sowjetru#ßland Moskau, 17. Febr. Der deutsche Botschafter in Moskau, Graf von der Schulenburg, hat am Mittwoch die Angelegenheit der verhafteten Reichsdeutschen persönlich erneut im Außenkommissariat zum Gegenstand ernster Vorstellungen gemacht. Er hat insbesondere unter Hinweis auf die außergewöhnlich lange Dauer der Voruntersuchung die alsbaldige Erlaubnis zum Besuch der Verhafteten durch ein Botschaftsmitglied, und zwar ohne Rücksicht auf den Stand des Verfahrens, gefordert. Es ist zu hoffen, daß nach diesem Schritt das Verfahren gegen die verhafteten Reichsdeutschen nunmehr schnell zum Abschluß gebracht wird, um ihnen die lange Untersuchungshaft mit ihren körverlichen und seelischen Qualen nach Möglichkeit zu verkürzen. Staatssekretär Backe vom Reichsernährungsministerium spricht am Donnerstag von 19.50 bis 20 Uhr im Deutschlandsender über das für die Landbevölkerung wichtige Thema: Umtauschaktion: Futtergetreide— Roggen. führende und böswillige Kommentare zu der am Montag abgehaltenen Sitzung des Unterausschusses verbreitet hätten. Solche Kommentare könnten die moralischen und politischen Wirkungen des Abkommens nur gefährden. So habe eine Zeitung behauptet, daß die Erklärung des französischen Botschafters eine heimliche Drobung enthalte, zwei französische Divisionen nach Spanien zu senden, um den Krieg in Spanien in 14 Tagen zu beenden. Tatsächlich habe niemand eine Drohung ausgesprochen oder einen Druck ausgeübt. Was Italien betreffe, so könne er nur sagen, daß es sich durch keine 200 Divisionen zur Aenderung seines Kurses zwingen lassen würde. wenn es einmal eine gerechte Sache in Angriff genommen habe. Abschließend erklärte Grandi, daß er die Worte des Vorsitzenden und des deutschen Vertreters sich voll und ganz zu eigen mache. Er hoffe, daß das Abkommen der Anfang einer loyalen und fruchtbaren Zusammenarbeit sein werde. Der französische Vertreter erklärte ebenfalls seine Befriedigung über die Beschlüsse des Ausschusses. In der Sitzung am Montag hätten alle Vertreter einen sehr versöhnlichen Wunsch zur Zusammenarbeit gezeigt. Jede Vereinbarung müsse eine allgemeine unter den betroffenen Mächten sein. Die französische Regierung habe unbestreitbare Beweise ihrer guten Absichten und ihrer Ehrlichkeit gegeben. Der Sowjetvertreter Maisky „bedauerte"(!), daß das Freiwilligenverbot erst jetzt, nach zweimonatiger Verzögerung, in Kraft treten könne. Im Namen seiner Regierung begrüße er dieses Abkommen und versicherte, daß die Sowjetregierung ihrerseits bereit sein werde, die Annahme dieser Maßnahmen zu unterstützen. Als Beweis des guten Willens sei sie bereit, ihre Stellungnahme zu gewissen Punkten im Kontrollplan zu ändern. Der Erfolg der neuen Beschlüsse hänge von der vollen Zusammenarbeit aller Mächte auf der Grundlage völliger Gleichberechtigung bei der Gestaltung und Durchführung der Beschlüsse ab. Er hoffe, daß die Sowjetregierung nicht gezwungen werde, ihre Stellungnahme zu revidieren. Der vortugiesische Vertreter wies darauf hin, daß die Stellung Portugals besonders schwierig sei. Der Ausschuß müsse sich daran erinnern, daß Portugal durch die bolschewistische Drohung ganz besonders gefährdet worden sei. Die Gefahren des Unheils und der Zerstörung in Spanien seien auch eine direkte Bedrohung der öffentlichen Ordnung. der Unabhängigkeit und der Unversehrtheit Portugals gewesen. Portugal habe von Anfang an die Gefahr einer indirekten Einmischung. insbesondere die Teilnahme von Freiwilligen, und die Gefahren einer finanziellen Unterstützung der Streitparteien erkannt. Die vortugiesische Regierung habe den Beschlüssen hinsichtlich des Freiwilligenverbotes bereits zugestimmt. müsse sich aber ihre Stellungnahme binsichtlich des Ueberwachungsplanes immer noch vorbehalten. C..Kerchonerniehlengraden snuutgeleg. Frellontigenderdei und Konlkenplal. Amtliche Verlautbarung über die Sitzung des Richkeinmischungsausschusses Bolschewistische Hetzer wollten Generalstreik unter Tage entfachen Budapest, 17. Febr. Die Fünfkirch Kohlengruben, das größte Bergwerk Ungas wurden Mittwoch vormittag stillgelegt. Die rektion des Vergwerks sperrte die Einfahrt die Schächte für die gesamte Belegschaft 4100 Mann. Sie erklärt, sie habe sich zu die plötzlichen durchgreifenden Maßnahme zur wehr gegen die Pläne fremder bolsa wistischer Streikhezer gezwungen sehen. Vor zwei Wochen hatte die Belegschaft unter Hinweis auf die Steigerung der Lebenshaltungslosten eine Lohnerhöhung gefordert. Die Direktion hatte sich grundsätzlich zu einer allgemeinen Lohnerhöhung bereit erklärt, und dies auch der Regierung und den maßgebenden Stellen mitgeteilt. In den letzten Tagen stellte die Direktion jedoch fest, daß fremde kommunistische Agenten sich in die einzelnen Schächte eingeschmuggelt hatten und eine große bolschewistische Hetze betrieben. Insbesondere versuchten sie einen Generalstreik unter Tage durchzusetzen. Es bestand daher die Gefahr, daß die Opfer dieser gewissenlosen Pläne in den nächsten Tagen in die Schächte einfahren, aber nicht wieder ausfahren würden. Vor drei Jahren hon ist den bolschewistischen Streikh tzern ein solcher Anschlag geglückt. Die Verhetzten wurden, nachdem sie tagelang ohne Nahrung im Schacht geblieben waren, völlig erschöpft und halbtot zutage gefördert. Aus diesem Grunde sah sich daher die Direktion veranlaßt, die Einfahrt der gesamten Belegschaft in die Schächte vorläufig auf unbefristete Zeit zu sperren. „Wir wollen sterben!“ Massenselbstmorde von Sektierern in Tokio Tokio, 17. Febr. Durch Extrablätter werden merkwürdige Vorgänge in der politisch=religiösen Sekte„Wir wollen sterben!“, einer kleinen Gruppe der Sekte Nichiren, bekannt. Dienstag abend verschwanden von einem Motorboot, das in der Bucht von Tokio kreuzte, acht Personen, von denen man annimmt, daß sie Selbstmord begangen haben. Am Mittwochmittag versuchten fünf weitere Anhänger der Sekte vor dem Wohnhaus Hayaschis, vor dem Kaiserpalast, dem Reichstag und dem Polizeipräsidium auf offener Straße Harakiri zu begehen. Die Gründe dieser Selbstmorde sind undekannt; man geht aber nicht fehl in der Annahme, daß die Selbstmordkandidaten, durchweg junge Leute, mit ihrem Selbstmord auf die angeblich schwierige Lage Japans hinweisen wollten. In einer polizeilichen Mitteilung heißt es. daß es sich um krankhaft veranlagte Sektierer handele. Wieder ein„Spukflieger“ gesichtet Oslo, 17. Febr. Wie aus Aalesund gemeldet wird, hat der Führer des Motorkutters„Fram“, der Schiffer Gunnar Kwalsvik aus Kwalsvik auf Sunmoere, berichtet, daß er und die acht Mann Besatzung seines Kutters vor einigen Tagen ein graues Flugzeug beobachteten, das unmittelbar vor Kwalsvik zu Wasser ging. Der Kutter, der etwa eine Viertelmeile von dem Flugzeug entfernt war, nahm Kurs auf die Maschine, worauf diese eine Rauchbombe auswarf und im Schutz der sich entwickelnden Rauchschwaden wieder aufstieg. Später habe das Flugzeug aus der Luft blaue Lichtsignale abgegeben. Seba bieket seinen Rücktritt an Prag, 17. Fehr. Das„Cesko Slowo“ vom 17. dieses Monats meldet:„Am 16. vormittags erschien der tschechoslowakische Gesandte in Bukarest, Jan Seba beim Ministerpräsidenten Tataresen in Bukarest und teilte ihm mit, daß er den Präsidenten der Republik ersucht habe, ihn von seinem Amt als tschechoslowakischer Gesandter zu entheben“. Der deutsche Botschafter bei der spanischen Nationalregierung, Faupel, ist in Salamanca wieder eingetroffen. Fragen der Realsteuerreform Vortrag von Staatssekretär Reinhardt dub. Berlin, 17. Febr. Im Rahmen des von der Industrie= und Handelskammer Berlin veranstalteten 11. Steuervortragszyklus über Steuerfragen und Wirtschaft sprach am Mittwochabend der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt über Realsteuerreform und Finanzausgleich. Staatssekretär Reinhardt sprach einkeitend über die Verschiedenheit der Steuern und Besteuerungsgrundlagen und führte hierzu u. a. aus: Die Reichsregierung hat am 1. Dezember 1930 eine Reform der Realsteuern beschlossen. Das ist durch vier Gesetze geschehen, die am 3. Dezember 1936 erschienen sind. Diese vier Gesetze sind: 1. das Einführungsgesetz zu den Realsteuern, 2. das Grundsteuergesetz, 3. das Gewerbesteuergesetz und 4. das Gesetz zur Aenderung der Vorschriften über die Gebäudeentschuldungssteuer. Die Grundsteuer und die Gewerbesteuer sind Realsteuern, da sie als Grundlage das Vorhandensein einer Sache haben. Durch die Realsteuerreform vom 1. Dezember 1936 sind die je 16 Landesgesetze abgelöst worden durch ein Reichsgesetz. Die 16 Grundsteuergesetze sind abgelöst worden durch ein Grundsteuergesetz und die 16 Gewerbesteuergesetze durch ein Gewerbesteuergesetz. An die Stelle von 22 Realsteuergesetzen treten zwei Realsteuergesetze. Diese Vereinheitlichung ist zugleich eine sehr bedeutende Vereinfachung des deutschen Steuerwesens. Eine weitere sehr bedeutende Vereinfachung ist die Tatsache, daß zur Erhebung der Grund= und Gewerbesteuer im gesamten Reichsgebiet nur noch die Gemeinden berechtigt sind. Die Steuern sind nach Inkrafttreten der neuen Gesetze nicht mehr staatliche Steuern. sondern Gemeindesteuern. Diese Erklärung bedeutet die Abdrängung der Länder und Gemeindeverbände von den Realsteuern und demgemäß eine Verlagerung der Steuerauellen zugunsten der Gemeinden. Das Ergebnis besteht darin, daß in den Haushalten der Gemeinden die Realsteuereinnahmen um die Posten steigen, die in den Haushalten der Länder und der Gemeindeverbände an Realsteuereinnahmen verschwinden, und daß demgemäß die Gesamteinnahmen der Gemeinden steigen und die Gesamteinnahmen der Länder und in einigen Ländern auch der Gemeindeverbände sinken. Diese Umlagerung bedingt eine entsprechende Neugestaltung der Lasten= und Aufgabenverteilung zwischen Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden. Die Maßnahmen, die durch die einzelnen Länder zu treffen sein werden, werden verschieden sein. Der Reichsminister der Finanzen und der Reichsminister des Innern werden Grundsätze aufstellen, nach denen die Neugestaltung vorzunehmen sein wird. Diese Grundsätze werden darauf abgestellt sein, den Gemeinden einheitlich für das ganze Reich diejenigen Aufgaben zuzuteilen, die sie nach ihrem neuen erhöhten Steueraufkommen tragen können und die auch ihrer Art gemäß in den Aufgabenbereich der Gemeinden gehören. Außerdem ist eine Neugestaltung des Finanz= ausgleichs zwischen Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden erforderlich, die bis zum 1. Aprik 1938 durchgeführt sein muß. Keine Konvertierung der Reichsbahnvorzugsaktien Berlin, 17. Febr. Der Pressedienst des Reichsverkehrsministeriums gibt bekannt: In der Oeffentlichkeit und an der Börse sind Gerüchte im Umlauf, daß die Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn konvertiert würden. Demgegenüber kann festgestellt werden, daß weder eine Umwandlung in Schuldverschreibungen noch eine Zinsherabsetzung in Frage kommt. Hierzu besteht keinerlei Anlaß, da die Rechte und Verbindlichkeiten der Deutschen Reichsbahngesellschaft nach dem Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsbank und der Deutschen Reichsbahn vom 10. Februar 1937 unverändert solche der Deutschen Reichsbahn geworden sind. Im übrigen bleiben die Rechte der Inhaber von Vorzugsaktien in Zukunft auch dadurch gewahrt, daß in Artikel 2, Ziffer 4 des Gesetzes vom 10. Februar 1937 ausdrücklich bestimmt ist, daß die Vertreter der Vorzugsaktionäre dem Beirat der Deutschen Reichsbahn, der an die Stelle des Verwaltungsrates tritt, angehören. keine Verlängerung der Aufgebotsfrist Berlin, 17. Febr. Im Hinblick auf das Ehegesundheitsgesetz war angeregt worden, die Aufgebotsfrist von zwei Wochen zu verlängern, um ausreichende Zeit zur Feststellung etwa vorliegender Hindernisse zu gewinnen. Der Reichsund Preußische Innenminister hat dies abgelehnt. Er führt in einem Erlaß aus, daß eine Verlängerung der Aufgebotsfrist schon deshalb grundsätzlich unerwünscht sei, weil in der weitaus größten Mehrzahl der Fälle Ehehindernisse nicht vorliegen. Die Verlängerung müßte zur Folge haben, daß wegen der verhältnismäßig wenigen Fälle, in denen der Eheschließung aus gesundheitlichen Gründen Bedenken entgegenstehen. in den weitaus zahlreicheren unbedenklichen Fällen eine Verzögerung der Eheschließung eintreten würde. 142 000 Dosen Fleisch Winterhilfsspende des Fleischerhandwerks Berlin, 16. Febr. Der Reichsinnungsmeister des Fleischerhandwerks, Willy Schmidt=Nordstemmen, überreichte in Anwesenheit des Generalsekretärs des Reichsstandes des deutschen Handwerks, Dr. Felix Schüler, dem Reichsbeauftragten für das Winterhilfswerk, Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, im Auftrage des gesamten deutschen Fleischerhandwerks eine Urkunde über die Spende von 142785 Fleisch= und Wurstdosen. Schwerter Zeitung Heimatblatt uns Tom#s Leitsatz des Cages Gefragt wird nicht mehr, weher ez einzelne kommt, sondern was er is un os e- beiret, Dr. Josef Geebe 9. Vom Weiter Wetterbericht des Reichswetterdienstes. uono getterlage vom 17. Februar. stärker bewölkt mit verbreiteten Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Mitd mit heitweisen Niederschlägen. Groß=Konzert des Reichsarbeitsdienstes in Schwerte. Die Arbeitsdienstabteilung 8/205 „August Haßler“ veranstaltet am 20. ds. Mts., um 20 Uhr, im Saale„Im Reiche des Wassers“ einen großen Konzertabend zugunsten der Winterhilfe. Das gramm enthält neben einigen Aufführungen der Abteilung 8/205 in der Hauptsache Darbietungen des Gaumusikzuges XX, Westfalen=Süd, der in einer Stärke von 35 Mann konzertieren wird. Im Anschluß an das offizielle Prozramm gibt der Gaumusikzug ein Unterhaltungskonzert. Sämtliche Volksgenossen werden zu dieser großen Veranstaltung, deren Reinertrag restlos dem Winterhilfswerk zugeführt wird, herzlichst seingeladen. “: Heldengedenktag. In Schwerte wird Heldengedenktag am kommenden Sonntag in der feierlichen Weise der letzten Jahre begangen. Die Durchführung hat fleitung dem Kyffhäuserbund übertragen. An der Feier beteiligen sich außer den Krienerumeradschaften ein SA.=Ehrensturm, die Kriegssopfer, der Soldatenbund, der Volksbund DeutFormationen. Die Gedenkstunde findet gegen 11.30 Uhr auf dem katholischen Friedhof statt. Aus Anlaß des Heldengedenktages fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, am Sonntag, ve#n 21. Februar. Trauerbeflaggung zu setzen. . Der Schwerter Brandbettag am Freitag, dem 19. Februar ds. Is., wird von der evangelischen Gemeinde durch einen besonderen Gottesdienst gefeiert, der abends 8 Uhr in der St. Viktorkirche stattfindet. Die ganze Gemeinde wird hierzu herzlich eingeladen. Der bisherige Vormittags=Schulgottesdienst findet nicht statt. : Marine=Kameradschaft Schwerte. Am 13. Februar hatte die Marine=Kameradschaft im Saale des Kameradschaftsheimes Gastwirt Paul Oberschelp ihren Monatsappell, verbunden mit dem traditionsmäßigen Labskausessen. Kameradschaftsführer Kamerad Karl Ossenkop hieß die rund 130 erschienenen Kameraden und Gäste herzlich willkommen und wünschte ihnen im Verlauf des Abends Freude und Abwechslung. Einige Kameraden des SA.=Marine= sturmes hatten es sich nicht nehmen lassen, an dem Traditionsschmaus teilzunehmen. Nach schneller Erledigung des geschäftlichen Teiles erfolgte die Flaggenparade, begleitet von dem Flaggenlied. Anschließend erklang die 1. Strophe des Deutschland= und Horst=Wessel=Liedes. Die Tochter des Kameraden Heußner erfreute die Kameraden durch 2 Prologe:„Hitlers Sturmfahrt" und„Das Ehrenmal". Zwischendurch hatte die Bordkapelle Brenne einige Marschweisen erklingen lassen, und schon ertönte die Bootsmannspfeife im Zwischendeck: Backen und Banken. Männlein und Weiblein eilte zur Kombüse. Das Labskaus mundete einem jeden vortrefflich. Dieses bewies die rege Teilnahme am Kapitulantenschlag. Kamerad Efser hatte es meisterhaft verstanden, ein wohlschmeckendes Essen zu bereiten. Der heimische Humorist Paffrath, sowie einige Damen der Kameraden sorgten für die Gestaltung des gemütlichen Teils. In den frühen Morgenstunden trat man den Heimweg an, in dem Bewußtsein, wieder einmal einige recht vergnügte Stunden verlebt zu haben. x Vergrößerung der Kreis=Molkerei. Die zu Anfang des Jahres 1936 in Betrieb genommene Molkerei der Milchverwertungs=Genossenschaft für den Landkreis Iserlohn hat sich bereits als zu klein herausgestellt: es muß daher eine Vergrößerung der Betriebsanlagen vorgenommen werden. Mit den Arbeiten für den Erweiterungsbau ist bereits vor einiger Zeit begonnen worden. Auch kleine Wunden beachten! Beim Messerschleifen hatte sich ein 16jähriger Lehrling eine Schnittwunde am linken Zeigefinger zugezogen. Er sah die Verletzung als geringfügig an. Nach zwei Wochen stellte sich aver eine gefährliche Entzündung ein. Hätte man die Wunde sofort sauber bebandenz,äge die jetzt nötige mehrwöchige ärztliche ehandlung und die Arbeitsunfähigkeit vermeidoar gewesen. Kürbisblüten im Februar. Unser Mitbürger Gust. Caspari, Westenort 14. reichte uns gestern eine Handvoll Kürbisblüten berein, die er an einem im Keller aufbewahrten Kürbis entdeckt hatte. Es handelt sich um gekeimte Kerne, die ein blütenähnliches Aussehen haben. — Mit Maikäfern ist unsere reichlich eingedeckt. Von allen Seiten wurden uns in den letzten Tagen muntere Krabbektiere hereingereicht, die in den Gärten gefunden worden waren. Der Frühling scheint nicht mer fern zu sein. Ein hiesiger Bäckerlehrling hat gestern ebend in den Lichtspielen„Zur Reichskrone“ seine Brieftasche, die wertvolle Dokumene-, wie Arbeitsbuch und Ausweise, enthielt, verloren. Der Finder möge sie bei der Polizeiverwaltung oder beim Verlierer abgeben. Die Lichtspiele„Zur Reichskrone“ zeigen Nachmittagse misch=Vartentrcher,„stelfurng der Wochenschauen der Ufa, Bavaria. Deulig, untermalt von einer ansprechenden Musik. und den im Auftrage des Reichskriegsministeriums hergestellten Film:„Sport und Soldaten“. ein anschauliches Werk, das in die Arbeiten der Heeressportschule Wünsdorf einführt. Außerdem läuft ein Lustspiel„PPsmikomigerrRhopof, mit dem bumorbegahten Filmkomite########lf Platte in der Hauptrolle und die aktuelle Bavaria=Wochenschau. Umfang des Postscheckverkehrs im Die Zahl der Postscheckkonten ist im Januar um 3324 Konten auf 1097691 Buchunger, 10563 Millionen RM. oder 84.46 22. Porsg dos Hosischeskonten Poirna)“ Guthaben auf den Hostshutenggggbeirug um Monatsende 639.2 Millionen Nm., im Monatsdurchschnitt 705.5 Millionen RM. : Postpaketabkommen mit Malaya. Zwischen der Deutschen Reichspost und der staatlichen Postpaketabkommen von Bezgnicht Malaya bestand bisher kein förmliches abkommen. Das neue Abkommen enthält gegenüber den bisherigen Abmachungen gewisse Vorteile für die Versenderkreise. - Warensendungen nach den Levantestaaten mit Doppel des Abschnittes A der Exportvalutaerklärung. Von sogleich an müssen alle aus Deutschland nach den staaten Syrien oder Libanon ausgeführten Waren nachbezeichneter Art— außer mit den von syrischen oder libanesischen Zollbehörden verlangten Papierer# mit einem Doppel des Abschn.... A des Vordrucks I der Exportvalutaerklärung versehen sein, mit der der deutsche Ausführer die Waren der Reichsbank weider. De donzezlich in Deutschland erzeugt erfahren haben, durch die ihr ursprünglicher Charakter verloren gegangen ist, oder die eine unvollständige Verarbeitung oder eine ergänzende Bearbeitung erfahren haben, die zum Ernis hat, daß sie in Syrien oder Libanon unter einen höheren Zollsatz fallen als der Rohstoff. - Verlust deutscher Briessendungen veim Brand eines indischen Bahnpostwagens. Nach einer Mitteilung der Postverwaltung von,„ Bombay und Kalkutta ein Postwagen in Brand geraten. Bei dem Brande sind sämtliche mit dem Dampfer Ranpura am 11. Dezember in Bombay angekommenen„Briefposten für Kalkutta Stadt und Birma. mir Ausnahme derjenigen für Rangoon Stadt, vernichtet worden. In den dem Brande zum Lerebaggegfahenen der Zeit vom 19. 27. Rovember von Marseile ab weiterbefördert worden sind. Druckaufträge gehören dem Buchbrucker=Handwerk stand des Deutschen Handwerks Donnerstag, 18. Februar 1937 Nr. 40(Zweites Blatt) Bananen 25—35. Haselnüsse 30—40. Walnüsse —40. Zitronen Stück 5—7. Apfelsinen Stück Fleischwaren: Eisbein 80, Kotelett 100—110. Bauchfleisch 90. Schulter= und Schinkenbraten 85—95, ohne Knochen 100—110, Flome 90. Schmalz 110, frischer Speck 85. geräucherter Speck 110—120. Schinkenspeck 120, Wurst je nach Sorte 50—180. Rindfleisch 83 bis 115. Suppenfleisch 75—85, ohne Knochen 95 bis 105. Nierenfett 55—65. Filet 160. Kalbfleisch(Keule, Schulter, Rücken, Hals) 90 bis 150. Haxe 70—95. Schuitzel 180 Pfg. Tische: Schellsisch 25—35, Kabeljau 25 bis 40. Filet 40. Rotbarsch 35. grüne Heringe 20, neue Vollheringe 10 Stück 50 Pfg. Butter: Markenbutter 155—157, deutsche Molkereibutter 150—152.-— Eier: deutsche Handelsklasseneier. Hühnereier 10½ bis 13, Enteneier 12—13 Pfg.— 8 H.s: käse 14—180. Schweizer 12—130. Tunter 120, Edamer 100—120. Emmentaler ohne Rinde 120. Holländer 110—130. Sahneschichtkäse 35—45, Schichtkäse 30—40 Pfa. Arbeitstagung der Kreisund Gauamtsleiter in Iserlohn Iserlohn fand vorgestern nachmittag die sich in regelmäßigen Abständen wießzxholende Arbeitstagung, der Kreis= und Manume# leiter des Gaues Westfalen=Sud statt. Nach einleitenden Worten von Gauorganisationsleiter Hein Diehl sprach zunächst der Hauptschriftleiter presse de beichent,ge gaß die Diensistel Te. Gauamtsleiter Dr. Pkakfexott, über : Eistischen Staate. Gauamtsleiter Sparlen alle anfallenden Arbeiten, wie Herstellung von Plakaten. Festabzeichen. Dekorieren von Festsälen usw. von den dafür zuständigen Handwerkszweigen ausführen lassen sollen. Ergänzend betont er, daß Mitteilungen die in größerer Auflage herausgehen, dem druckerhandwerk zum Druck übergeben und nicht selbst vervielfältigt werden sollen. Den Anlaß zu dieser Mitteilung gibt ein Fall, in dem eine Postkarte in 3000 Stück vervielfältigt worden ist. Schwerter Bürger! 70 Jahre ist die„Schwerter Zeitung" Dein und Deiner Familie Freund: bewahre diesem Freunde Deine Treue! Fragen der Presse und Pressevolltit im nati# nalsoziclisttschen Scult. Shaumigg##er Spar= kuhle gab einen ausführlichen Abrik über die heute so wichtige Frage des Arbeitseinsatzes. Eingehend zeigte er vor allem die Lage im Bergbau und in der Metallindustrie. Der Leiter der RSROV., Gauamtsleiter Struckmann, zog dann in längeren Ausführungen einen Querschnitt durch die Arbeit und das Wollen der nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung und appellierte an das Verständnis aller Hoheitsträger im Gau für die Unterstützung der Krieasopfer. Zum Schluß Hauptschriftleiter Dr. Pfafferott über die Fahrt der RS.=Journalisten in das faschistzschg lien und Gauinspekteur Oberbürgermeiner ster(Herne) über das Bundesfest des Deutschen Sängerbundes 1937 in Breslau. Der stellvertretende Gauleiter, Parteigenosse, Veiter, faßte die Ergebnisse aller dieser Referate in seinen Schlußworten zusammen und beendete dann die arbeitsreiche Tagung. Schwerte, 17. Febr. Die hiesige Ortsgruppen: amtsleitung der NS.=Volkswohlfahrt baue ihre Helfer und Helferinnen in den„Westfälischen Hof“ eingeladen, um namentlich die neuernannten Blockwalter mit den Grundsätzen der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrtspflege näher Grisgruppenamtsleiter Parteigenosse Hopff begrüßte die über 100 Erschienenen herzlich. Dann sprach Kreisamtsleiter Parteigenosse Schweitzer(Iserlohn) Er wies auf den Zweck und das. i lungen hin. Die Helfer der KSw. müssen sich bei ihrer Arbeit klar darüber sein, daß zunächst die Selbsthilfe vor der Fremdhilfe g#ot, denn der Führer sagte:„Wer leben will, der kämpfe und wer nicht kämpfen will. verdient auch nicht das Leben". Die bei der NSV. einkommenden Mittel gehören zum Volksvermögen und müssen für das Volksganze und zwar in erster Linie für die Gesunderhaltung des Volkes Verwendung finden. Es ist deshalb nicht die Aufgabe der Mitarbeiter der NSV.. nur für die materielle Unterstützung der hilfsbedürftigen Volksgenossen zu sorgen, sondern sie müssen über die Gesunderhaltung der Volksgenossen in ihrem Block wachen und mit jedem, der ratsuchend zu ihnen kommt, zunächst jeden gangbaren Weg der Selbsthilfe überlegen und die Amtsleitung Kreisschulungswalter Parteigenosse Koesfeld, warf zunächst einen Rückblick auf die frühere Wohlfahrtspflege, deren Art der Ausübung häufig genug die Seele des in Not befindlichen Volksgenossen beleidigte. Die Gebenden unterstützten vielfach nicht des Armen wegen. sondern um ihrer selbst willen. Treffend beleuchtete der Redner die Mängel des sogenannten Wohlfahrtsstaates von 1918 und sprach dann über die nationalsozialistische Auffassung in der Wohlfahrtspflege. Der Reichsamtsleiter der NSV. Hilgenfeld. stellte den Grundsatz auf: „Wir betreiben Wohlfahrtspflege, nicht um mitzuleiden, sondern um mitzukämpfen. ParteiAmt Eraste Eraste, 17. Febr. Verkebrsugfall. wichtigen iswerkes„Muter und Kind“ zialstraße iw er mauerzeck gach, Letmathe eindie vorbeugenden und fördernden des Pifsmg-Jeutter und Rind“ für die erbgesunden Voltsgenossen. Die NSV. sieht in ihrer Arbeit nicht den Einzelmenschen, denn der einzelne ist nichts, das Volk aber alles. Darum betreibt sie in erster Linie Familienpflege. Jeder in Not geratenen Familie haben wir als Kampfgenossen beizustehen. Der Redner umriß die weiteren Aufgaben der NSV., wie die Fürsorge für die werdenden Mütter. die Mütter= und Kindererholung. Kinderland= u. Kinderheimentsendung. Verwandtenkindertransporte, Selbstzahlerkuren, Adolf=Hitler=Freiplatzspende. Arbeitsvermittlung, wirtschaftliche Hilfe, Tuberkulosenfürsorge, Jugendfürsorge usw. Besonders notwendig sei uuch für Schwerte die Errichtung von Kindergärten, denn die Jugend gehört vom 6. Lebensjahre ab dem Volke. Der starke Raummangel verhinderte bisher in Schwerte die Errichtung von Kindergärten, wenn aber alle, denen es mit der Förderung der Jugend und mit Deutschlands Zukunft Ernst ist, und die Behörden tatkräftig an der Verwirklichung dieses Zieles mitarbeiten, dann wird auch dieser immer stärker aus der Bevölkerung unserer Stadt lautwerdende Wunsch bald verwirklicht werden können. g..., kur: uher Zum Schluß sprach der Reoner kurz über den Vierjahresplan und über das der NSP, zufallende Ernährungshilfswerk. Ein Beia nach Rußland und Spanien, so schloß er seine inhaltsreichen Ausführungen, zeigt, daß sich die Arbeit in der NSV. reichlich lohnt. Aus der Bewegung RSDAP. Schwerte. Heute, Donnerstag. 20.30 Uhr: Schulungsabend der Politischen Leiter und Amtsleiter in der Aula des Realgymnasiums. * RoF. Kursus zur Erlangung des Reichssportabzeichens in Schwerte Neben dem Gymnastiktuxsus#n iedem Dienstag abend und dem Rollschuh=Kutfus un jedem Samstag abend in der Turnhalle des Realgymnasiums wird das KdF.=Sportamt Schwerte nun als dritten KdF.=Lehrgang einen Kursus zur Erlangung des Reichssportabzeichens für Männer und Frauen und für Jugendliche(Reichsjugendsportabnehmer und Teilnehmerinnen melden. Es ist tag. dem 27. Februar, zu beginnen. Der Kursus umsaßt 8 Doppelstunden. Jeden Samstag nachmittag soll 1 Doppelstunde stattfinden. Die Doppelstunde wn) richten an den RöFf.=Ortswart, Neues Im einzelnen wurden folgende Preise für je 500 Gramm in Pfennigen gefordert: Gemüse: Rotkohl 5—8. Weißkohl 4—8. vien 10.—25, Wirsing 10—12 Spinat 20—25, Sellerie 5. P.xHgfiggr zu gmtlich festzesetzten ten 7—8. Kartosseln zu umtlich sengese gien Obst: Aepfel 20—60. Kokosnüsse 50. Datteln Paket 50—60, Mandeln 75, Feigen 10—40, mender Personentgagen wollte in die zialstraße n der Küntung nach Letmarge, einkam der Fahrer diese Kurve nicht und fuhr geradeaus in den tiefen Straßengraben vor einen Zaun. Der Mitfahrer des Wagens wurde schwer verletzt. Der Wagen wurde stark beschädigt und wußte abgeschleppt werden. Eraste, 17. Febr. Oeffentliche Versammlung der NSDAP. Am kommenden Samstaa. dem 20. ds. Mts., abends 20 15 Uhr, findet im Lokal Pütter in Eraste eine öffentliche Versammlung statt, in welcher der Kreisobmann Kirsch sprechen wird. amera in Froßte beschäftigte laudwirtschaftliche Arbeiter F. D. wurde von einem Sase ie e Kasias elce s ence neue Hemden mitgenommen. Die Hose des Anzuges hatte der Eigentümer noch nicht getragen. Hoffentlich gelingt es. den Täter zu fassen. Ergste, 18. Febr. Zur Anzeige gebracht wurden in den letzten Tagen nicht weniger als 4 Versonen wegen Vergebens gegen das Wandergewerbe. Die Personen waren aue nicht im Besitze eine gültigen Wandergewerbescheins. Ihre Waren wurden beschlagsiahmt. Ergste. 18. Febr. Anmeldung der Lernanfänger. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres werden diejenigen Kinder schulpflichtig, die in der Zeit vom 1. bis 30. Juni 1931 geboren sind. Die Anmeldung dieser Lernanfänger mußte bereits geschehen. Die säumigen Eltern müssen die Anmeldung unverzüglich vornehmen. Berchum, 18. Febr. Hohes Alter. Die Ehefrau des Schneidermeisters Heinr. Bohne, Lina geb. Gerling. begeht am morgigen Freitag ihren 78. Geburtstag. Der Ehemann konnte Anfana Januar ds. Is. seinen 84. Geburtstafeiern. Die Genannten bewirtschaften noch heute eine kleine Landwirtschaft. Gaherchäugtrer 199 der Lurn und Spiewberrengung 1881 Erhste *.“ flossenen Jahres. Albert Filthaus und Na Ergste, 18. Felr. Im Vereinsheim Hengstenberg war die Jahreshauptversammlung der hiesigen Tus. 1884. Der bereits vorausgegangenen Vorstandssitzung folgte zur festgesetzten Zeit die ordnungsmäßig einberufene Generalversammlung, welche vom Vereinsführer Heinrich Jülich eröffnet wurde. In seiner Begrüßungsansprache stattete der Versammlungsleiter zunächst den Mitgliedern für das pünktliche und zahlreiche Erscheinen seinen Dank ab. Auffordernd, auch fernerhin für die idealen Ziele des Turn= und Sportgedankens im zusammengeschlossenen Deutschen Reichsbund für Leibesübungen zu streben, beendete der Vereinsführer seine Ansprache. Es wurde der Kameraden, die im Weltkrieg und im Kampf für die i heutige Bewegung ihr Leben ließen, sowie der I verstorbenen zwei Vereinskameraden des verKonsenen Jaulir, aiarn Frrihuus und Fris Heidemann in ehrender Weise gedacht. Aus den Berichten der einzelnen Abteilungsfachwarte ging hervor, daß sich die Turnabteilung erheblich gebessert hat, und daß der Verein über eine gute Jugendriege 26. Januar 1936 wurde vom Verein ein Wc Geländelauf durchgeführt, der dem Verein turnerische Steiter hin Giege Hef dem in Stober tit konnten weiterhin Enge dei vem im Oktobi vor. Jahres in Hennen stattgesundeneg###n. waldlauf erobert werden. Eine Anzahl kameraden beteiligten sich in Wettkämpfen am Hartortbergfest, Hammer Turn= und Sy sowie am Unterkreisfest in Schwerte mit sehe guten Erfolgen. Dem Bericht der Fu teilung war zu entnehmen, daß a) die Stamm Mannschaft 26 Spiele ausgetragen, hiervon 19 gewonnen, 2 unentschieden und 5 verloren hat; 5) die Jugend=Mannschaft von 19 Spielen 12 gewonnen, 2 unentschieden und 5 verloren hat; die Alte=Herren=Mannschaft 2 Spiele unentschieden gestaltete. Nach Bekanntgabe dieser Berichte forderte der Vereinsführer sämtliche Turn= und Sportkameraden auf. sich in diesem Jahre noch reger zu beteiligen. Er dankte den Leitern der einzelnen Abteilungen für ihre selbstlose Hingabe und geleisteten Arbeiten. Der vom Kassierer Otto Schröder erstattete Kassenbericht bewies, daß auch hier sehr an gearbeitet worden ist. Der beantragten C##lastung wurde einstimmia stattgegeben. Nach erfolgter Entlastung des Vereinsführerstabes schritt man zur Wahl des Vereinsführers. Der stellvertr. Vereinsführer, Sportkamerad Otto Filthaus, schlug vor den Kameraden Heinrich Jülich wiederzuwählen, da er bisher sein Amt tadellos geführt habe. Einstimmig wurde beschlossen, den Sportkameraden Heinrich wiederzuwählen. Genannter nahm die Wiederwahl mit Dank an die Versammlung an. Seinen Mitarbeiterstab wird Vereinsführer Heinrich Jülich in Kürze noch bestimmen. Der Verein nahm 12 neue Sportkameraden auf. Der neuberufene Vereinsführer sprach dann über die Vereinsarbeit im kommenden Jahre. Er wies auf das am 27. Februar 1937 stattfindende Winterfest des Vereins hin. kräftigem Siea=Heil=Ruf auf Führer. Volk und Vaterland fand die in bester Harmonie verlaujene Tagung ihr Ende. Amt Westhofen Holzen, 18. Febr. Goldene Hochzeit. Zu der goldenen Hochzeit der Eheleute Georg Meister und Sophie geb. Kappenstein, Paulinenstraße 8. gingen außer von vielen Seiten auch Glückwunschschreiben des Führers und Reichskanzler, sowie der Preußischen Staatsregierung ein. Westhofen. 18. Febr. Gefunden. Auf der Hagenerstraße wurde eine Brosche mit Frauenbildnis aefunden. Die Verliererin kann sich an das Polizeibüro wenden. Westhofen. 18. Febr. Vorbereitungen für den Heldengedenktag. Am Sonntag. dem 21. Februar. findet zum Gedenken an die Gefallenen am Ehrenmal an der Bahnhofstraße eine Feier statt. Im Einvernehmen zwischen der Partei und der Ortsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind die Vorbereitungen getrossen worden. Um 11 Uhr vormittags treten die Gliederungen der Partei, die angeschlossenen Verbände und die sonstigen Vereine mik ihren Fahnen vor dem Gedes Schützenvereins„Freiheil“ Westhofen Westhofen. 17. Febr. Im Lokale Fritzenkötter hielt der Schützenverein„Freiheit Westhofen“ seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer W. Potthoff eröffnete die gut besuchte Versammlung und richtete herzliche Begrüßungsworte an die Schützenkameraden. Im Rückblick auf das vergangene Jahr dankte der Vereinsführer allen Schützenkameraden für die treue Mitarbeit und wies darauf hin, daß vom 1. Januar 1937 ab sämtliche deutschen Schützen stolz und geeint unter dem sieghaften Banner des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen in dem Deutschen Schützenverband marschieren. Der vom Schriftführer Ilkenhans erstattete Jahresbericht ergab ein erfreuliches Bild von der gesunden Entwicklung des Vereins. Daß der Verein auch seine ihm gestellten Aufgaben auf schießsportlichem Gebiet nicht vernachlässigt hat. bewiesen die erzielten Erfolge. Beim Vereins=Landesschießen konnten 15 Schützen ihre Bedingungen erfüllen.(Im Jahre 1935 waren es nur 5 Schützen.) Vereins=Altmeister wurde mit 89 Ringen Kamerad Heinrich Kraus. Die 1. Mannschaft ging aus den Kreismeisterschafts=Wettkämpfen mit 397 Ringen als Sieger hervor. Paul Bertels erreichte 91 Ringe und konnte den Titel des Kreis=Altmeisters für 1936 an sich reißen. Bei den am 30. August hier ausgetragenen BezirksLandesschießen des Bezirks Lennetal konnte von den 14 angetretenen Mannschaften unsere 1. Mannschaft mit 401 Ringen den Titel des Bezirks=Meisters an sich bringen, während der 2. Platz von unserer 2. Mannschaft mit 392 Ringen belegt wurde. Auch der bei diesem Kampf zu vergebende Titel des Bezirks=Altmeisters 1936 blieb in Westhofen. Kamerad Heinrich Kraus erhielt ihn, nachdem er 93 Ringe auf die Scheibe bringen konnte. Zwei Mannschaften konnten zum Gau=Schlußschießen nach Plettenberg entsandt werden. Mit einer Verbesserung ihrer Leistungen von 4.5 Prozent gegenüber dem gleichen Schießen im Vorjahre, kehrten die Schützen heim. W. Ilkenhans war mit 148 Ringen bei diesem Kampf bester Schütze und erhielt eine Hitler=Plakette. Im Laufe des Jahres errangen noch 4 Schützen Schießauszeichnungen. Die Erfolge, die wir in diesem Jahre erreicht haben, sind eine hauptsächliche Folge des regelmäßigen und sachgemäßen Schießbetriebes, fanden doch an jedem Samstag=Nachmittag die Uebungsschießen statt. An 49 Schießtagen war den Schützen Gelegenheit zum Schießen gegeben. Erfreulich ist die Feststellung, daß der Kreis der übenden Schützen an den Schießtagen immer größer wurde. 17000 Schuß wurden verschossen. das ist gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung von 4000 Schuß. Bei dem im vergangenen Jahre abgehaltenen Opferschießen konnten dem Winterhilfswerk 40 Reichsmark zugeführt werden. Hierzu waren vom Ehrenmitglied des Vereins, Direktor Schiermeyer, 10 Plaketten in Kunstauß zur Verfügung gestellt, welche an die besten Schützen zur Verteilung kamen, Der Kassenbericht, erstattet vom Kassierer Schomäcker, gab interessante Aufschlüsse über Einnahmen und Ausgaben. die wiederum eine gesunde Finanzlage des Vereins ergaben. Da die vorgenommenen Prüfungen die mustergültige Führung der Kassengeschäfte ergaben, wurde die Entlastung erteilt.— Für den ausgeschiedenen bisherigen 2. Vorsitzenden Gregory wurde Schützenkamerad Ew. Loose gewählt. Dem 1. Kassenprüfer H. Koch wurde als 2. Prüfer der Kamerad Heinrich Kleinschmidt beigegeben. 900 Das Opferschießen findet am 14. Marz ds. Is. in ähnlicher Weise wie im Vorjahre statt. Hierzu werden wieder Startkarten zum Preise von 0.50 RMk. herausgegeben. Der Vereinsführer richtete an alle Schützenkameraden die Bitte, recht zahlreich zur Stelle zu sein. Ein guter Besuch des Opferschießens, an welchem alle Volksgenossen teilnehmen können, lege Zeugnis ab für die Opfergesinnung jedes einzelnen Schützen. Die besten Schützen erhalten silberne Erinnerungsnadeln. Nach dem vom Hauptschießleiter Kraus aufgestellten Schießplan für 1937 werden die regelmäßigen Uebungsschießen an den Samstagnachmittagen beibehalten. Durch die Zusammenfassung aller Schützen in dem Deutschen Schützenverband werden neue Schieß=Bedingungen zu erwarten sein. Durch Fernwettkämpfe und Rundenkämpfe, deren Richtlinien auch noch nicht herausgegeben sind, werden die Schützen noch oft ihr Können unter Beweis stellen müssen. Nach den demnächst erscheinenden neuen Schießbüchern muß jeder Schütze jährlich 2 Pflichtübungen ausführen. Der Vereinsführer berichtete sodann der Versammlung von den bisher getroffenen Vereinbarungen und Vorbereitungen zu der Feier des 909jährigen Schützenfestes am 30., 31. Juli, 1. und 2. August ds. Is. Die Feier findet in der altbergebrachten Weise statt. Mit der Verteilung einiger Urkunden. Nadeln und Ehrenscheiben und einem dreifachen SiegHeil schloß die barmonisch verlaufene Versammlung. Die Schützenkameraden weilten noch einige Stunden in bester Stimmung beisammen. „Das schöne Fräulein Schraga“ zensiert. Der Peter Ostermayr=Film der Ufa„Das schöne Fräulein Schraga"(Spielleitung Hans Deppe) wurde ohne Ausschnitte zensiert und für die hohen Feiertage zugelassen. Der erste deutsch=ungarische GemeinschaftsFilm:„Das Modell“. Der erste deutsch=ungarische Gemeinschaftsfilm der„Bavaria“, der den vorläufigen Titel „Die weiße Schwester“ trug, hat nunmehr den endgültigen Titel„Das Modell“ erhalten. Die Schnittarbeiten für diesen unter der Regie von Rudolf van der Noß gedrehten Bavaria=Film, in dem Camilla Horn, Alexander Svéd, Paul Javor Hilde von Stolz, Edith Wolff. Julie Serda, Otto Treßler die Hauptrollen spielen, sind beendet, sodaß der Film im Laufe des Februar zur Uraufführung gelangen kann. „Wenn Frauen schweigen“ im Atelier. Die Aufnahmen für den Ufa=Tonfilm der Herstellungsgruppe Ulrich Mohrbutter„Wenn Frauen schweigen“ haben in den Tempelhofer Ufa=Ateliers begonnen. Die Idee und das Drehbuch stammen von Charlie Amberg und Rudo Ritter. Das Drehbuch wurde bearbeitet von Fritz Kirchhoff. der auch die Spielleitung hat. An der Kamera steht Otto Baecker, Tonmeister ist Hermann Fritzsching. Die Bauten stellen Mar Mellin und Hermann Asmus. Die Musik komponierte Peter Fenves. Als Darsteller wurden verpflichtet: Hansi Knoteck, Johannes Heesters Fita Benkhoff, Hilde von Stolz Ernst Waldow, Friedrich Krahmer, Hubert Endlein, Ernst Legal. Hilde Sessak Ingeborg v. Kusserow, G. H. Schnell. Anny Ondras 50. Film. Der deutsch=tschechische Gemeinschaftsfilm der Bavaria„Der Scheidungsgrund“, in dem unter der Regie von Karl Lamac Anny Ondra, Paul Hörbiger, Ruth Eweler, Jack Trevor und Rob. Dorsay die Hauptrollen spielen, ist der 50. Film Anny Ondras. Zur Feier dieses für eine junge Künstlerin außergewöhnlichen Jubiläums hatte sich u. a. Max Schmeling, der Gatte Anny Ondras, für mehrere Tage bei den Aufnahmen dieses Films in Prag eingefunden. In der tschechischen Presse fand der Besuch Max Schmelings bei dem ersten deutsch=tschechischen Gemeinschaftsfilm große Beachtung, auch der tschechoslowakische Unterrichtsminister Dr. Franke stattete bei dieser Gelegenheit den Aufnahmen von„Der Scheidungsgrund“ einen Besuch ab. Alexander Svéd in München. Der berühmte ungarische Bariton Alexander Svéd, den die Baviria in einer Hauptrolle ihres deutsch=ungarischen Gemeinschaftsfilms „Das Modell“ herausstellt, errang bei seinem ersten Auftreten in„Aida“ in der Münchener Staatsoper einen außergewöhnlichen Erfolg. Die Münchener Presse begrüßt einheitlich begeistert den neuen Bariton, den die Münchener Staatsoper für 3 Jahre verpflichtete. Die Münchener Zeitung schreibt über Svéd:„Ein Stimmphänomen von außergewöhnlicher Art.. Sein Organ, ein lyrischer Bariton von wunderbar lichter, senorer Fülle, hat eigentlich alle Vorzüge, die man sich nur ausdenken kann. — Münchener Neueste Nachrichten:„Alexander Svéd ist eine Stimmbegabung außerordentlicher Art.“— Völkischer Beobachter:„In Alexander Svéd lernte man einen Künstler kennen, dessen Bariton außergewöhnliche, berückende Vorzüge besitzt“. Bavaria verfilmt„Der Mustergatte“ mit Heinz Rühmann. Der Bavaria ist es gelungen. Heinz Rühmann für die Verfilmung seines größten Bühnenerfolges„Der Mustergatte“, mit dem er seit Jahren in ganz Deutschland Triumphe feiern konnte, zu gewinnen. Heinz Rühmann wird in der Verfilmung des erfolgreichen Theaterstücks nicht nur die Hauptrolle spielen, sondern auch das Drehbuch mit bearbeiten. Beispielloser Erfolg von„Lumpacivagabundus“ in Graz. Der Bavariafilm„Lumpacivagabundus“ läuft im„Ring=Tonkino“. Graz, ununterbrochen seit 5 Wochen und erzielte in dieser Zeit die meindehause an. Nach dem gemeinsämen Marsch durch die Stadt erfolgt am Ehrenmal eine Kranzniederlegung. Ein Vertreter der Kriegerkameradschaft wird eine Gedenkrede halten. Auch wird bei der Feier am Ehrenmal der Westhofener Männerchor mitwirken. Westhofen, 18. Febr. Unglücklich gefallen. Auf dem Hofe ihrer Besitzung kam die 59jährige Ehefrau P. K. durch Ausrutschen unglücklich zu Fall. Sie erlitt dabei einen Bruch des linken Armes. Westhofen, 18. Febr. Zusammenkunft der Politischen Leiter. Im Schulgebäude hielten die Politischen Leiter der NSDAP. aus Westhofen, Garenfeld und Wandhofen eine Zusammenkunft ab. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten hielt der Parteigenosse Lehrer Schmiese einen Vortrag über das Thema:„Der deutsche Mensch im deutschen Lebensraum". Anschließend gab der Ortsgruppenleiter Scholtis einen Ueberblick über die Ereignisse in der Partei und in der Gemeinde der letzten Zeit. Westhofen. 18. Febr. Passionsgottesdienst. Von jetzt ab sollen in den Wochen vor Ostern wieder Passionsgottesdienste abgehalten werden. Sie finden statt in Westhofen jeden Mittwoch um 20,15 Uhr und in Garenfeld jeden Donnerstag um 20 Uhr. Westhofen, 18. Febr. Für Mutter und Kind. Am Freitag, dem 19. Februar. 3 Uhr nachmittags, wird im Amtshause, Zimmer 15, von der Kreisgesundheitsfürsorgestelle eine Wiegestunde für Säuglinge abgehalten. Aus dem Nachbargeblet Wittbräuke, 17. Febr. Kind überfahren. Ein tragischer Vorfall hat hier ein jundes Menschenleben gefordert. Die Kinder des Dortmunder Kinderheims wollten einen Spaziergang machen; als sie auf die Provinzialstraße kamen. nahten mehrere Autos. Die Beleiterin der Kinder gab den Kindern ein Zeichen zum Stehenbleiben; ein 12jähriges Mädchen lief trotzdem weiter und direkt vor einen Kraftwagen. Das Kind wurde schwer verletzt und bewußtlos in ein Krankenhaus gebracht, wo es nunmehr gestorben ist. Witten, 17. Febr. Kind im Kinderwagen erstickt. Ein trauriger Unglücksfall, der einem Kinde das Leben kostete ereignete sich bei jungen Eheleuten in der Oststraße. Ihr sieben Monate alte Kind hatten die Eltern in einem Kinderwagen mit einem Brustaurt befestigt um so ein Herausfallen des Kindes aus dem Wagen zu verhindern. Das Kind hatte sich aber umgedreht und kam mit dem Kehlkopf auf den Gurt zu liegen, so daß ihm die Luft abgeschnürt wurde. Die Mutter fand ihr Kind tot im Wagen vor. Plettenberg, 18. Febr. Zu Tode gestürzt. Der im Alter von 61 Jahren stehende Werkmeister Gustav Kuhbier zu Holthausen zog sich infolge eines Sturzes von der Treppe im eigenen Hause einen doppelten Schädelbruch zu, woran er im evangelischen Krankenhause starb. Gevelsberg, 17. Febr. K. Buschmann F. Der bekannte Gastwirt Karl Buschmann starb im Alter von 64 Jahren. Er war in allen Bevölkerungskreisen bekannt und war ein echter Sohn seiner Enneversträßer Heimat. Schwelm, 17. Febr. Man beklagt den Heimgang zweier alter Veteranen, die in allen Bevölkerungskreisen bekannt waren. Damit verlor die Schwelmer Kriegerkameradschaft zwei der ältesten Mitglieder. Der verschiedene Karl Mohing der Aeltere war 92 Jahre alt. Er war ein Kämpfer von 1870/71. Am Dienstagnachmittag gab man ihm das letzte Geleit. — Ueber 50 Jahre Mitglied der Kriegerkameradschaft Schwelm war auch der jetzt verstorbene Thomas Münch der Aeltere. Auch er hatte noch den Feldzug 1870/71 mitgemacht. Schwelm, 17. Febr. Jugendverführer in Haft genommen. Wie die Polizei mitteilt, wurde ein Anwohner der Barmer Straße Rekordziffer von über 25000 Besuchern. also hat bisher bei 150000 Einwohnern jeder 6. Grazer diesen Film gesehen. Dieses außergewöhnliche Ereignis hat die„Grazer Tagespost“. zu einer Umfrage unter ihren Lesern veranlaßt, durch die festgestellt werden soll, warum dieser Film einen so außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen hatte. Die besten und treffendsten Zuschriften wird die„Grazer Tagespost" veröffentlichen, die zu dieser Umfrage u. a. schreibt: „Wir hoffen, mit dieser Umfrage auch der Filmindustrie, den Drehbuchdichtern, Regisseuren und Künstlern einen kleinen Gefallen zu tun. Denn aus dem kolossalen Erfolg des„Lumpacivagabundus" dürfte sich einiges lernen lassen“. „Die 7 Ohrseigen“. B. E. Lüthge und Paul Martin schreiben das Drehbuch für den in der Herstellungsgruppe Max Pfeiffer entstehenden Ufa=Tonfilm „Sieben Ohrfeigen“. Die Dialoge sind von Kurt Götz. Die Spielleitung hat Paul Martin. An der Kamera steht Konstantin Irmen=Tschet. Die Musik komponiert Pet. Kreuder. Erich Kettelhut stellt die Bauten. Die Darsteller sind Lilian Harvey und Willy Fritsch. „Frauenliebe— Frauenleid“ Die Aufnahmen zu dem Cine=Allianz=Film der Märkischen=Panorama=Schneider„Frauenliebe— Frauenleid“ sind beendet. Unter der Spielleitung von Augusto Genina(Dialoa=Regie Dr. H. Brunow) wirken u. a. mit: Magda Schneider, Ivan Petrovich, Oskar Sima, Peter Bosse, Anton Pointner, Erich Fiedler, Alexa von Porembski, Erich Kestin, Dr. Manning und die Tänzerin Ursula Deinert. Die Musik schrieb Peter Kreuder. Sybille Schmitz in„Die Kronzeugin“. Für die weibliche Hauptrolle des FDF.= Films„Die Kronzeugin“ wurde Sybille Schmitz verpflichtet. Der Film wird in der Herstellungsgruppe Wüllner=Ulrich unter der Spielleitung von Georg Jacoby gedreht. Die Herstellungsleitung hat Hans von Wolzogen. Das Drehbuch schrieben nach dem Bühnenstück von George Clifford Merivale Dr. Georg Klaren und Karl Lerbs. Die Bauten stellen Otto § 175 vergangen zu haben. Die Ermittlungen haben zur Ueberführung des Mannes geführt. Er hat sich mit Vorliebe an Jugendliche herangemacht. Zum Teil liegen die Versehlungen bis zu 10 Jahren zurück. Die Junghausgehilfin als Mitkämpferin im Reichsberufswettkampf. Der Führer hat der Arbeit aller Werkschaffenden Ehre und Würde erneut wiedergegeben, dabei kommt es nicht darauf an, welchen Posten der einzelne bekleidet, sondern daß er seine Pflicht ganz tut. Wie die Erfahrung zeigt. ist das Stiefkind bei der Berufswahl stets der Beruf der Hausgehilfin. Die Abneigung erklärt sich einmal aus der Tatsache, daß mancher Haushaltung noch die Ausrichtung in wahrhaft nationalsozialistischem Geiste fehlt und hier eine Umwertung und Auskehr alter übernommener Anschauungen unbedingt erforderlich ist. Zum anderen wird gerade bei der Ausübung des vielseitigen Haushaltsberufes vergessen, daß hier ebenso eine fachliche Ausbildung notwendig ist wie in jedem anderen Beruf. Die ethische Wertung der Arbeit und einen Berufsstolz wird erst dann die Hausgehilfin begreifen lernen, wenn sie das nötige hauswirtschaftliche Fachwissen mitbringt. Nur eine berufliche Förderung und der Einsatz der geübten Hausgehilfin wird dazu führen, daß der wahre Arbeitsfriede auch innerhalb der Hausgemeinschaft in Zukunft sichergestellt werden kann. Einen Gradmesser für die vorhandenen Anlagen und Fähigkeiten sieht die deutsche Jugend im alljährlichen Reichsberufswettkampf. hier stellt sie in friedlichem Wettkampf ihr Können unter Beweis. Auch die Hausgehilfin gehört zur Schar der Mitkämpfer und beteiligt sich am Donnerstag, dem 18. Februar 1937, am Reichsberufswettkampf. Wissen Sie das? Der Fettverbrauch in Deutschland ist gegenüber der Vorkriegszeit um nicht weniger als 25 vH. gestiegen! Es wird nicht nur mehr Butter, sondern auch mehr Margarine, Kunstspeisefett und Speiseöl verbraucht. Durchschnittlich ist jeder täglich 90 Gramm Fett, obwohl der Körper nur 65 Gramm braucht. Der größte Verbraucher, den die Landwirtschaft zu versorgen hat ist Berlin mit seinen 4 Millionen Einwohnern. 1934 wurden u. a. 300 Mill. Kilogramm Fleisch, 525 Mill. Kilogramm Kartoffeln, 154 Mill. Kilogramm Gemüse und 349 Mill. Liter Milch in Berlin gebraucht. Die Hauptlieferanten sind die Provinzen Brandenburg und Pommern. * Für die südeuropäischen Staaten Bulgarien, Griechenland. Jugbslawien, Ungarn und Rumänien ist Deutschland ein wichtiger Handelspartner. Von ihnen bezogen wir 1935, wertmäßig gerechnet, 43 vH. unserer gesamten Maiseinfuhr, 45 vH. der Einfuhr von Federn und Borsten 36 vH. der Einfuhr nichtölhaltiger Sämereien und auch geringe Mengen an Oelfrüchten, Oelsaaten. Oelkuchen. Fellen, Häuten suw. * Rund 10 vH. unseres Obstbaumbestandes, 18.8 Mill. Bäume, stehen an Straßen. Wegen und Eisenbahndämmen. Je Kopf der Bevölkerung liefern diese Bäume jährlich 3.4 kg Früchte. Die Hälfte sind Aepfelbäume, aber auch andere Obstsorten. Birnen, Süß= und Sauerkirschen, Pflaumen und Zwetschen sind vertreten. Am verbreitesten ist der Straßenobstbau in der Provinz und im Freistaat Sachsen. * Ein junger englischer Maler hat ein Buch geschrieben und mit Bildern versehen. Dieses Miniaturbuch, das eine begeisterte Schilderung des Schlosses Windsor darstellt und von der Königin Mary angekauft wurde ist nur 1,9 Zentimeter hoch und ebenso breit— also in Briefmarkengröße. Hunte und Willy Schiller. An der Kamera steht Robert Baberske. Weitere Darsteller sind: Ivan Petrovich. Gustav Waldau, Sabine Peters, Ursula Grabley, Ursula Herking, Harry Hardt. Kunst aus dem Volke KdF. eröffnet die Volkskunstausstellung in Lüdenscheid. Zum ersten Male wurde innerhalb der Gaues Westfalen=Süd von der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ in der Stadt Lüdenscheid eine Ausstellung eröffnet, die einen völlig neuen Weg aufzeigt und die in ihrer Durchführung zu einem überraschenden Ergebnis führte. Unter der Bezeichnung Volkskunst=Ausstellung wurde hier Kunstwerken der Weg zur Oeffentlichkeit geebnet. die ausschließlich von Menschen der Arbeit geschaffen wurden, denen man in ihren eigentlichen Berufen eine solche Leistung einfach nicht zutraut. Arbeiter der Faust schufen Oelgemälde, Aquarelle. Radierungen, Zeichnungen, Holzschnitte— um nur einen Teil der Ausstellung zu nennen— in so feiner Ausführung, so eigenwillig und selbstbewußt, daß der Besucher unwillkurlich und zugleich beglückt sich die Frage vorlegt, Wo hört die handwerkliche Fertigkeit auf, und wo beginnt die künstlerisch hochstehende und nur so zu beurteilende Arbeit? Hier wurde eindeutig der Beweis für die Richtigkeit nationalsozialistischen Wollens erbracht, die Kunst kommt aus dem Volke, die Kunst gehört dem Volke und nicht einer kleinen auserwählten Schicht. Wenn z. B. ein Hüttenarbeiter in einer Radierung oder in einem Oelgemälde eine solche starke künstlerische Gestaltungs= und Ausdruckskraft entwickelt, wie sie in zahlreichen Arbeiten dieser Ausstellung ihren ungemein starken Ausdruck findet, dann dürfen wir die befriedigende Feststellung treffen, daß die Stärke und Eigenart des künstlerischen Empfindens innerhalb unseres Volkes ihren ungemein großen und an kostbaren Schatzen reichen Boden gefunden hat. Der Ausstellung in Lüdenscheid kann das eherne Zeugnis ausgestellt werden. daß hier ein neuer Weg beschritten wurde, der — das ist unser Wunsch— in alle Teile der weiten Gaugebietes führen möge. Weft, ino Ahelr Tödliche Unglücksfälle w. Osnabrück. In dem benachbarten Oesede wurde der Maler Klanke von einem Personenkraftwagen angefahren und auf der Stelle getötet. Der Wagenführer stellte sich der Polizei. Meppen. In Grasdorf stürzte ein Bauer trotz der vorhandenen Sicherung beim Abwerfen von Futter durch die Bodenluke auf die Diele. Der Verunglückte erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach wenigen Stunden starb. Zwei 15jährige Jungen vermißt w. Nordhorn. Seit Sonnabend werden zwei 15jährige Jungen vermißt. Der eine ist aus Nordhorn, der andere aus Neuenhaus, der auch in Nordhorn in die Lehre ging. Beide sind von Hause zur Lehrstelle gegangen, dann aber nicht zurückgekehrt. Ob ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Fällen besteht, ist noch nicht geklärt. Verdiente Strafe für einen Volksschädling w. Lübbecke. Im Kreise Lübecke wurde kürzlich ein Händler, der gegen die Preisverordnung verstoßen hatte, vom Landrat mit einer Geldstrafe von 200 RM. belegt. Der also Bestrafte glaubte sich zu Unrecht bestraft und legte beim Regierungspräsidenten Beschwerde ein mit dem Erfolg, daß die Strafe noch um 100 RM. erhöht gurde. Das Verhalten des Händlers war dazu angetan, volksschädigend gegen die Ziele der Staatsführung zu wirken. hausschlachtung von Schweinen w. Münster. Die Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirtschaft hatte durch ein Rundschreiben vom 21. 11. 1936 eine Lockerung der Genehmigungspflicht für Hausschlachtungen in der Weise verfügt, daß für die Genehmigung nicht mehr der Nachweis von Hausschlachtungen in früheren Jahren notwendig war. Diese Lockerung ist mit dem 12. Februar aufgehoben worden. Es gelten also wieder die früheren strengen Vorscheiften., Bei der Vornahme von Hausschlachtungen ist also seit dem 12. Februar 1937 folgendes zu beachten: Haueschlachtungen sind von einer Genehmigung durch die Kreisbauernschaft abhängig. Die Anträge auf Genehmigung sind von demjenigen, der die Hausschlachtung besichtigt, schriftlich einzu; reichen. Bei dem Antrage ist Name und Anschrift des Erzeugers anzugeben, von dem der Antragsteller das Schlachtschwein zu kaufen beabsichtigt. Die Genehmigungen sind zu erteilen, wenn der Antragsteller im Winter 1935=36 in demselben Umfange Hausschlachtungen durchgeführt hat. Sie sollen weiterhin erteilt werden, wenn der Antragsteller in den vorhergehenden Jahren regelmäßig Hausschlachtungen vorgenommen hat, im Winter 1935=36 aber durch zwingende Umstände keine Schlachtschweine für den eigenen Bedarf ge68000 Ami. Veruntreut r. Köln. Am 16. September 1936 stellte eine unvermutete Revision einer Kölner Großbankfiliale bei einer Kasse ein Defizit von rund 60000 RM. fest. Der sofort zur Rede gestellte Kassierer gab alsbald zu, 38 500 RM. veruntreut zu haben. Mithelfer war der Auszahlungskassierer einer großen rechtsrheinischen Industriefirma. Die dort vorgenommene Revision ergab einen Fehlbetrag von rund 22000 RM., so daß ganzen 82000 RM. veruntreut waren. Die beiden Kassierer wurden in Haft genommen. In der Verhandlung war der Angeklagte Th. geständig. Nach seiner Einlassung stand er seit dem Jahre 1925 schon mit dem Angeklagten W. im Austauschverkehr mit Geldern, die beide unberechtigt ihren Kassen entnahmen und sich je nach Bedarf gegenseitig aushalfen. Die Bankkasse wurde jeden Abend geprüft und jederzeit richtig befunden. Mit einem kleinen Betrag von 250 RM. habe es im Jahre 1925 angefangen, bis in der Folgezeit die der Kassc eigenmächtig entnommenen Beträge die hohe Summe von zusammen 82000 RM. erreichten. Th. gab an, nur 38000 RM. unterschlagen zu haben, die Differenz bis 82000 RM., nämlich 44000 RM., gingen zu Lasten des Kontos W. Der Angeklagte W. gab zwar zu, dem Th. im Laufe der Jahre auf dessen Ersuchen die diesem fehlenden Beträge jeweils zur Verfügung gestellt zu haben, aber nur aus langjähriger Freundschaft, ohne einen persönlichen Vorteil davon gehabt zu haben. Der Staatsanwalt beantragte gegen W., dessen Einlassungen er als wahrheitswidrig bezeichnete, eine Gefängnisstrafe von drei Jahren, gegen Th., der ein offenes Geständnis abgelegt habe, eine Gefängnisstrafe von 2½ Jahren. Das Urteil des Gerichtes erging gegen W. und Th. wegen fortgesetzter Untreue, Unterschlagung und Beihilfe dazu auf zwei Jahre drei Monate Gefängnis. Nache it ein sasrechter Verater —*: dr nunmehr gegen ihn wegen Teilnahme am? r. Köln. Vor etwa sechs Jahren wurde der anfangs der 30er Jahre stehende N. wegen versuchten Totschlags zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt und dem Zuchthaus Rheinbach zur Verbüßung überwiesen. Vorher war N. noch mit einigen Komplicen bei einem Autodiebstahl geschnappt, aber in diesem Verfahren auf das Zeugnis seiner damaligen Braut freigesprochen worden. Diese hatte ihm ein Alibi dadurch verschafft, daß sie beschwor, er habe schen Zeit bei ihr aufgehalten. Am 11. ber 1936 nun ließ sich der Sträfling N. im Zuchthaus zu Rheinbach dem Amtsgericht vorführen und erstattete Anzeige gegen seine damalige, ihm inzwischen angetraute Braut, diese habe in der seinerzeitigen Verhandlung wegen des Autodiebstahls zu seinen Gunsten einen Meineid geleistet. Er sei Mittäter gewesen. Dieses Geständnis und seine Anzeige widerrief aber N. in der Kunmehr gegen ihn wegen Teilnähme am Autodiebstahl anberaumten Gerichtsverhandlung. Er habe die Anzeige gegen seine Frau aus Rache wegen deren Treulosigkeit erstattet und außerdem sein Geständnis an dem Autodiebstahl nur abgelegt, um auf der Fahrt von Rheinbach nach Köln vielleicht Gelegenheit zu einem Fluchtversuch zu bekommen. Die unmittelbare und wohl nicht erwartete Folge seiner Aufrichtigkeit war, daß ihm der Staatsanwalt sofort im Gerichtssaal Handfesseln anlegen ließ. Im übrigen konnte der Angeklagte, der sich sehr aufgeregt benahm, mit seinem Vorbringen keinen Glauben finden. Alle Indizien leiteten zu der Erkenntnis, daß der Angeklagte Mittäter bei dem Autodiebstahl gewesen sein muß. Gemäß diesem Tatbestand verurteilte ihn das Gericht in Einklang mit den seinerzeit gegen die Diebesgenossen erkannten Strafen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. Strafanträge im Schöpwinkel-Prozeß Vier Jahre Zuchthaus für Schöpwinkel beantragt rw. Düsseldorf. Nach Vernehmung der letzten Zeugen wurde am Mittwoch die Beweisaufnahme im Schöpwinkel=Prozeß geschlossen. Der Staatsanwalt führte in seinem Plädoyer u. a. aus, daß der Prozeß Schöpwinkel auch weit über Düsseldorf hinaus das Interesse der Oeffentlichkeit auf sich bezogen habe, weil Schöpwinkel eine lokalpolitische Persönlichkeit war, und seine Handlungsweise an die Machenschaften der Systemzeit erinnere. Der Staatsanwalt schilderte dann noch einmal die verschiedenen den einzelnen Angeklagten zur Last gelegten Straftaten und kam zu der Schlußfolgerung, daß sich Schöpwinkel und die beiden Mitangeklagten Rademacher und Schmidt der Untreue und des Betruges schuldig gemacht haben und es unmöglich sei, ihnen angesichts der Schwere der Tat mildernde Umstände zuzubilligen. Es liege bei ihnen ein schwerer Fall von mit besonderer Arglist begangener Untreue vor. Der Staatsanwalt beantragte schließlich folgende Strafen: Für Schöpwinkel wegen fortgesetzter Untreue in Tateinheit mit Betrug und wegen Betrugs in zwei Fällen vier Jahre Zuchthaus und vier Jahre Ehrverlust, für Schmidt und Rademacher wegen derselben Straftaten je 2½ Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust und für den vierten Angeklagten Dauch ein Jahr Gefängnis. Der Leideneweg einer Frau Sk#icht b=445 sich] nicht zu bekümmern. Die Frau war Schlachtschweine für schlachtet hat. Ein unglaublich dreister Diebstahl w. Münster. Ein bekannter münsterischer Bildhauer pflegte häufig eine Schreinerwerstatt aufzusuchen, wo er die Roharbeiten zu seinen Werken machte. Als er einmal wieder kam, hängte er seine Jacke auf und begab sich an die Arbeit. Einer der Leute in der Werkstatt sah aus der Jacke ein Scheckbuch herauslugen, er nahm es an sich, und da er gaunern wollte, stahl er gleich hinterher auch noch den Personalausweis, um die Unterschrift auch richtig nachziehen zu können. Beides glückte ihm. Er ging hin und hob 610 RM. von der Kasse ab. Erst nachdem man eine ganze Reihe anderer Leute im Verdacht hatte, gelang es, den richtigen Dieb ausfindig zu machen und vor den Richter zu stellen. Da er zudem auch noch eine einschlägige Vorstrafe, die in den Registern nicht verzeichnet stand, zugab, erhielt er für seinen unglaublich rechen Dievstahl eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und einem Monat, worin die Strafe für die schwere Urkundenfälschung miteinbegriffen war. Immer wieder der Alkohol w. Münster. Auf der Strecke Waldliesborn— Beckum ereignete sich am Spätnachmittag des 25. Oktober ein Verkehrsunfall, bei dem ein Kraftwagen der von einem Bernhard Haffert gesteuert wurde, einen Radfahrer, der in gleicher Richtung fuhr, beim Ueberholen angefahren und schwer verletzt hatte, so daß dieser über einen Monat mit einer schweren Gehirnerschütterung im Krankenhaus lag. Wie die Blutuntersuchung ergab, war der Kcaftwagenfahrer durch reichlichen Genuß von Alkohol in seiner Entschluß: kraft gehindert. Das Gericht verurteilte ihn daher wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Zuchtschweineversteigerung in Münster w. Münster. Der Landesverband Westfälischer Schweinezüchter e. V. veranstaltete in der Halle Münsterland eine Zuchtschweineversteigerung, der am Vortag die Körung der Eber und Prämiierung der Sauen voraufgegangen war. Bei recht starkem Besuch, hauptsächlich aus den westfälischen Zuchtgebieten und aus dem Ryeintano, vollzog sich der Absatz von Beginn an sehr rege, so daß von den 65 angekörten Ebern 64 abgesetzt r. Aachen. Vor dem Schwurgericht hatte sich! die 43 Jahre alte Ehefrau Maria Gier aus Eschweiler wegen Untreue, Urkundenfälschung und vorsätzlicher Brandstiftung zu verantworten. Die Umstände und Beweggründe der Tat waren jedoch derartige, daß sich keiner der im Gerichtssaal Anwesenden eines tiefen Mitgefühls erwehren konnte.„ W1te Li, einan 6ch1915 heiratete die Angeklagte, die einen sehr guten Leumund hat, ihren jetzigen Mann gegen den Willen der Eltern. Die Ehe wurde äußerst unglücklich und schon bald setzten fortwährende Mißhandlungen ein, die sich immer mehr steigerten. Auch die beiden Kinder wurden fortgesetzt von dem Manne mißhandelt und schließlich aus dem Hause getrieben. In den letzten Jahren durfte die eigene Frau nicht mehr abends in der Wohnung bleiben, weil der Mann Angst vor einem nächtlichen Ueberfall hatte. Auch aß er nichts, was er nicht selbst bereitet hatte, alles aus Angst vor einem Giftmordversuch. Es waren Anzeichen für eine Geisteskrankheit vorhanden. Da er zu faul war um zu arbeiten, mußte die Frau eine Stelle als Filialleiterin eines Konsumgeschäftes annehmen. In Eschweiler versah sie nun mit gutem Erfolg einen solchen Posten. Das ging solange gut, bis ihr Mann— das war 1933— anfing, einfach Waren aus dem Geschäft zu nehmen und sich um die Bezahlung nicht zu bekümmern. Die Frau war zu bange, ihrem Mann die fortwährende Entnahme zu verbieten, weil sie sonst wieder mißhandelt worden wäre. So duldete sie die Entnahme und bemühte sich, alles aus eigenen Kräften zu decken. Das ging aber schließlich nicht mehr, so daß sie zur Urkundenfälschung griff, um die Diebereien ihres Mannes zu decken. Die fortwährende seelische Erregung und die dauernden Mißhandlungen brachten die Frau so weit, daß sie schließlich erkrankte und in einem verzweifelten Zustand im Oktober einfach Ware mit Spiritus begoß, um sie dann anzuzünden. Es entstand ein Schaden von 2500 RM. Die völlig gebrochene Frau war vor den Geschworenen in jeder Beziehung geständig. Aus allen Einlassungen sprach die Verzweiflung über den Leidensweg, den sie an der Seite Mannes gehen mußte. Wenn auch das Gericht nicht unter eine Zuchthausstrafe von einem Jahr gehen konnte, weil es dazu keine gesetzliche Handhabe hat, so setzte es sich doch einstimmig für einen Gnadenerweis in der Form ein, daß die Zuchthausstrafe von 13 Monaten in eine Gefängnisstrafe von 10 Monaten umgewechselt werden sollte, die auch nur zu einem Teil verbüßt werden müsse, während für vier Monate Bewährungsfrist erteilt werden solle. werden konnten, während die 14 Sauen sämtlich ihren Besitzer wechselten. Bei den Ebern ergab sich ein durchschnittlicher Erlös von 155 RM., der Höchstpreis betrug 270 RM. Bei den 14 Sauen stellte sich der Durchschnittspreis auf 183 RM., der Höchstpreis auf 250 RM. Kohle gegen Gas w. Minden. Die Vereinigung der Mindener Kohlenhändler hatte gegen die Städtischen Gaswerke vor einiger Zeit einen Prozeß angestrengt, in dem sie den Standpunkt vertrat, daß die Gewährung von Freigas an Käufer von Gasgeräten unzulässig sei, und dabei die Klage auf Unterlassung auf die Bestimmungen der Zugabeverordnung gestützt. Das Landgericht Bielefeld hatte dem Klageantrag stattgegeben. Gegen dieses Urteil war von der Beklagten Berufung beim Oberlandesgericht eingelegt. Da es sich um eine grundsätzliche Entscheidung handelte, wurde nach Verwerfung dieser Berufung auch das Reichsgericht als harmlos hinzustellen, zumindest aber selbst nichts von der Sache gewußt haben; das Ladenpersonal war als Zeugen erschienen. Auf Grund der positiven Aussagen einer Zeugin, auf deren Veranlassung die Angelegenheit schließlich ins Rollen gebracht worden war, erachtete das Gericht die Angeklagten für überführt. Der Staatsanwalt ging mit den beiden scharf ins Gericht und betonte, daß das Verhalten der Geschäftsinhaber(es handelt sich um ein früheres Ehape=Geschäft, das 1933 von den Angeklagten käuflich übernommen und weiterbetrieben wurde) als volksschädigend zu bezeichnen sei und streng geahndet werden müsse. Das Gericht verurteilte den Ehemann zu vier Monaten Gefängnis und 50 Mark Geldstrafe, die Ehefrau kam mit zwei Monaten Gefängnis davon. Der schwarze Tod w. Castrop=Rauxel. Im Untertagebetriebe der Zeche Ickern 1=2 wurde der Bergmann August Spatmann aus dem Stadtteil Ickern von hereinbrechenden Gesteinsmassen verschüttet und auf der Stelle getötet. Der Verunglückte war 31 Jahre alt und verheiratet. Seine Frau verlor durch diesen Unglücksfall ihren zweiten Mann. Jüdin verschwindet mit 100 000 RM. nach Amerika— Sieben Monate Gefängnis und 60 000 RM. Geldstrafe wegen Steuerflucht w. Dortmund. In Abwesenheit verurteilte das Dortmunder Schöffengericht am Dienstag die Jüdin Minna Lion, früher in Dortmund wohnhaft, wegen Steuerflucht zu sieben Monaten Gefängnis und 60000 RM. Geldstrafe. Die Angeklagte, die nach dem Stande vom August 1936 noch über ein Vermögen von 172000 RM. verfügte, verkaufte eine Besitzung und bekam einen Betrag von 100000 RM. ausbezahlt. Mit diesem Geld flüchtete sie zunächst nach Holland, wohin früher bereits ihre beiden Söhne, ein Arzt und ein Rechtsanwalt, ihr Tätigkeitsgebiet verlegt hatten, um von Holland jetzt gemeinschaftlich nach Amerika auszuwandern. 4 Jahre Zuchthaus für einen Kindesschänder vw. Bochum. Die Große Strafkammer des Landgerichts Bochum verurteilte in nichtöffentlicher Verhandlung einen Josef Malek aus Herne wegen eines gewalttätigen Notzuchtverbrechens an einem schulpflichtigen Kinde unter Versagung mildernder Umstände zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Der Wüstling hatte in der Verhandlung die Frechheit, die Tat, obwohl geradezu erdrückende Beweise vorlagen, abzuleugnen. Jetzt hat er lange genug Zeit, um über die Verwerflichkeit seines Tuns nachzudenken. Versteigerung rheinischer Kaltblutpferde in Krefeld r. Krefeld. Am Dienstag fand in der früheren Husarenkaserne die 35. von Pferde=Zentrale in Bonn veranstaltete Versteigerung rheinischer Kaltblutpferde statt, die in jeder Beziehung ein Erfolg war. Interessenten waren aus dem ganzen Rheinland und auch aus Süddeutschland zahlreich erschienen. Von 108 aufgetriebenen Pferden wechselten 93 den Besitzer. Der Preisdurchschnitt betrug bei den vierjährigen und älteren Pferden 1460 RM., bei den dreijährigen 1350 RM., bei den zweijährigen 1080 und bei den einjährigen Pferden 760 RM. Am 16. März wird der Verband der ländlichen Zucht= Reit= und Fahrvereine des Münster westfälische Warmblutpferde in Krefeld zur Versteigerung bringen. Raudinlerder der den Geschwerenen dem Nachener Schwurgericht Der Füssenicher Raubmord vor r. Aachen. Vor dem Schwurgericht begann die auf die Dauer von zwei Tagen berechnete Verhandlung gegen den 30jährigen Melker Paul Thönissen aus Eilendorf und den 25jährigen Bäckergehilfen Hubert Franzen aus Füssenich bei Düren. Am Abend des 8. November hatte Franzen, der auf dem Erbhof der 77jährigen Witwe„Schmitz in Füssenich arbeitete, den schon oft vorbestraften Thönissen in die Wohnung der Frau Schmitz eingeschmuggelt. Thönissen, der 14 Tage vorher aus dieser Wohnung schon einen geladenen Armeerevolver gestohlen hatte, versteckte sich unter dem Bett der Frau Schmitz, drang nachts auf die Schlafende ein, betäubte sie mit Revolverschlägen und würgte und knebelte die alte Frau, so daß diese unter den Bettdecken und Kissen erstickte. Thönissen begab sich dann in die gegenüberliegende Stube eines 85jährigen Invaliden und verletzte auch diesen mit Revolverschlägen schwer, so daß es nur einem Zufall zu verdanken ist, daß der alte Mann mit dem Leben davonkam. Er durchsuchte dann die Wohnung und fand schließlich die Schlüssel zu dem Geldschrank, dem er 85 Mark entnahm. Das Geld verjubelte Thönissen dann in einer Nacht in Aachen. Am frühen Morgen wurde er festgenommen, da er in betrunkenem Zustand mit der Pistole herumfuchtelte. Vor dem Schwurgericht gab Thönissen wie auch in der Untersuchungshaft seine Tat restlos zu, während Franzen lediglich eine Beteiligung an einem einfachen Diebstahl wahrhaben will. Der erste Verhandlungssag war mit der Vernehmung der belden Angeklagten und einiger Zeugen ausgefüllt. Ro Srnssodom somwiseln1oooT Roman von Luise Küchler 14 „Das habe ich nicht gewußt“, sagt der junge Lehrer nun ganz betroffen,„das ist ja ein unzlücklicher Zufall. „Und, nicht wahr“, sagt Dr. Reicher freundlich, während er das Heft zurückreicht,„wenn Sie wieder einmal so ein schwieriges Thema geben, dann sehen Sie sich Ihre Jungens vorher ein bißchen an, damit Sie nicht solche Wunden wieder aufreißen.“ Nach Schluß der Unterrichtsstunden steht im Konferrenzzimmer Lutz Erbach vor Dr. Reicher. Er hat seine Physikarbeit bereits wieder zurückerhalten mit der Weisung, sie noch einmal zu arbeiten. Er hält den Kopf gesenkt, das Heft zittert in seiner Hand. Im übrigen aber steht er so kalt und ungerührt, als mache die Rede des Lehrers nicht den geringsten Eindruck auf ihn. Nur, daß er sehr bleich ist. Dr. Reicher hat seine Güte abgelegt. Streng und ernstlich erzürnt redet er auf Lutz ein. „Nehmen Sie sich zusammen, Erbach! Sie haben sonst gekonnt, Sie können auch jetzt, wenn Sie nur wollen. Es ist ganz unverantwortlich von Ihnen, mir zum zweitenmal eine solche Arbeit abzuliefern. Sie scheinen es absolut darauf abgesehen zu haben, wegen Faulheit und Nachlässigkeit eingetragen zu werden.“ Ach, denkt Lutz verzweifelt, das Weihnachtszeugnis ist ja doch verpfuscht. Ich kann mich vor Christian nicht mehr sehen lassen—— wo bleib ich nur? „Oft genug hab ich Nachsicht geübt, oft genug Sie gewarnt—“ Ja, Lutz trägt diese Mahnungen wie Lasten durch die Tagel „Nicht einmal Ihr Bruder hat nach einer Aufforderung dazu Einfluß auf Sie ausgeübt—“ Nein, Rüdiger—— ach, Christian— lieber, lieber Christian! „Nun ist es vorbei, meine Geduld ist zu Ende. Heute nachmittag um drei Uhr melden Sie sich zum Arrest!" Da kommt Leben in Lutz' gleichgültige, reglose Gestalt. „Nein!“ ruft er, den Kopf hochwerfend, in tiefem Schrecken abwehrend aus. Und dann, während er die Hände, die das Heft umklammern, wie flehend ein wenig hochhält, ganz leise, nicht einmal dem Doktor verständlich: „Vater, nein— Christian—“ Dr. Reicher aber, als er das weiße, entstellte Gesicht des Jünglings und seine erregt glänzenden Augen sieht, durchfährt es seltsam berührt: Der Junge ist ja krank, der ist ja total krank! And unwillkürlich drängen sich ihm die Worte auf die Lippen: „Nun, wenn Sie mir die Arbeit morgen wirklich tadellos bringen wollen, soll es diesmal noch so gut sein.“ Mechanisch geht Lutz hinaus. Kein Wort, keinen Gruß bringt er hervor. Wie zugeschnürt ist ihm die Kehle. Er holt seine Bücher und eilt in Hast durch die hintere Tür des Gymmasiums ins Freie. Fort— fort— nur nicht den Kameraden begegnen— niemand sehen— nur an die Arbeit denken, die Physikarbeit— ach, ich kann ja nicht—.—. Nur ein Primaner begegnet ihm, und der sagt dann zu den wartenden Klassenkameraden von Lutz: „Wartet ihr auf Erbach? Der ist schon hinten erum. Hat er was verbrochen? Er ging wie ein elbstmordkandidat.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, setzt er seinen Weg fort. Auch die anderen, die wirklich auf Lutz gewartet haben, gehen nun. „Rixi wird ihn schön angehaucht haben wegen der Physik“, meint einer.„Wenn einer zu dumm ist, das zu begreifen, kann er's nicht besser machen. Hätt' ich ihm gleich sagen können, daß er mindestens’ne Viere kriegt.“ „Prahl man nicht so groß, du!“ protestiert ein anderer.„Wer hat dich neulich rausgehauen, als du nahe dran warst, vor'm Direx die Goldhähnchen in die Familie der Krähen zu bringen? Hättest ihm lieber dafür deine Physik geben sollen!“ „Bitte sehr! Ich hab sie ihm gegeben! Aber er oill nicht abpennen. Dem ist nicht zu helfen!“ verteidigt sich der erste. Unterdessen sitzt Lutz schon in der Straßenbahn, um nur schnell, nur schnell nach Hause zu kommen. Der Nachmittag ist so kurz, und die Physikarbeit nicht das einzige, das erledigt werden muß. Morgen ist Deutsch, und morgen ist Chemie, und morgen sind zwei Fremdsprachen—— aber die Physik ist extra— zum drittenmal! Zu Hause tritt ihm seine Schwägerin mit dem kleinen Jungen auf dem Arm fröhlich entgegen. Lutz, um sie nicht ansehen zu müssen, hält seinen Kopf dem Kerlchen hin, das unter herzigem Krähen mit beiden Patschhändchen in den braunen Haarschopf greift. Und dieser körperliche Schmerz tut Lutz so wohl, so wohl, daß er im Augenblick doch ein wenig ruhiger wird und sich vor Marion beherrschen kann. Als sie dann allein— Rüdiger hat telephonisch abgesagt— bei der Mahlzeit sitzen, sagt Marion nachdenklich: „Daß dich die Schule dermaßen angreift, Lutz, will mir gar nicht gefallen. Was wohl Christian dazu sagen wird? Er wird einen schönen Schrecken bekommen, wenn er dich sieht. Gottlob, daß es erst mal wieder Ferien gibt.“ Wenn sie doch niemals kämen,denkt Lutz mutlos, wo bleib ich denn vor Christian— wie wird er traurig sein— und böse—. Er sagt nichts, schweigend und unlustig ißt er weiter. Marion beobachtet ihn, dann sagt sie wieder: „Oder fehlt dir sonst etwas, lieber Lutz? Ein Herzenskummer? Dann mußt du es mir sagen. Ich bin doch deine Vizemama,“ setzt sie lustig aufmunternd hinzu. Nein, das hätte sie nicht sagen müssen. Bei so leichtem Ton in ernsten Dingen findet er kein Vertauen. Er ist das Leben zu ernstgewohnt. Auf dem Rauhen Horst ist neben seiner Fröhlichkeit ein so tiefer, schöner Ernst zu Hause gewesen. So sagt er nur, er habe Kopfschmerzen, weiter nichts. Dann solle er doch ein wenig mit ihr spazierengehen. Und die Schularbeiten? Puh, die seien doch in diesem Falle Nebensache. Er solle ihr unterwegs seinen Kummer beichten, das sei notwendiger. Lutz schüttelte den Kopf und bleibt bei seinem Nein. Zu seinem Bruder Rüdiger hat er lange das Vertrauen verloren, zu seiner Schwägerin hat er es nie recht gefunden. Obgleich sie einander herzlich zugetan sind. Mit ernsten Dingen kann er sich in Marions Art nicht zurechtfinden. Immer wird er in letzter Minute durch ihre heiter=leichte Weise zurückgehalten, wenn er je im Begriff steht, ihr ernstlich zu vertrauen. So kann er ihr auch seine jetzige Not nicht sagen, nein, solche Konflikte kennt sie nicht und wird ihn nur auslachen. Und es ist doch Tatsache, daß er den Ball geworfen hat, daß ihn darum das Unglück hätte treffen müssen. Und es ist doch auch nicht abzuleugnen, daß Frau von Ihnen recht hat!„— die kein Mutterherz mehr verwunden können—“. Er hat keine Mutter mehr— keinen Vater mehr — aber Christian— und der hat den Ball geworfen— er ist doch nun Schuld daran, daß einer Mutter das Letzte genommen ist——. Das ist Tatsache, ja, so unbedingte Tatsache, wie bei der Physik die Lehre von der Schwerkraft. Der schwerste Punkt eines Körpers drängt zur Erde, wird von ihr angezogen. Ach, bei ihm liegt die Schwerkraft im Herzen, die drückt ihn nieder, immer tiefer, immer verzagter— das Herz und den Kopf, daß er keinen Gedanken zu Ende bringen kann— immer zieht die Schwerkraft des Herzens ihn nieder, da ist das Denken eine so große Qual— eine so schwere Last— Und wenn er lacht und lustig ist, da gleicht er selbst jenen Menschen, bei deren Lachen man nicht warm wird— bei denen es ist, als wenn sie ein starres Herz hätten und lachten nur, weil sie verzweifelt sind und keinen Ausweg wüßten. —— Ja, zu denen gehört er dann— sein Herz ist nie dabei, das liegt starr und vergessen— das ist ein Gefühl, als habe die Schwerkraft es niedergezogen, und es läge nun tief unter der Erde— tief verborgen— und möchte den Körper nach sich ziehen——. Aber der sträubt sich, der lacht und wehrt sich in kalter Lustigkeit. Dann gibt das Herz nach— und kommt zurück, und es ist dann doppelt schwer, und Lutz fühlt seine Not um so größer, und das Denken wird immer schwerer— immer anstrengender.— Und er bringt seine Arbeit auch heute nicht zu Ende. Trotzdem er den ganzen Nachmittag ungestört bleibt. Weder Marion noch Rüdiger lassen sich im Hause sehen, und als sie endlich doch eintreffen, kommen sie nur, sich zu einer Gesellschaft umzukleiden. Draußen auf dem Wasser und in den Straßen Hamburgs lastet dichter Dezembernebel. Nebelhörner und Autohupen tönen mehr denn sonst durch die Abendluft. Hat auch Lutz seit langem sein Zimmer an der deren Seite des Hauses, dem Garten zu, wo es viel ruhiger ist, heute dringt der Lärm der Straße auffallend zu ihm hin. Je stiller es um ihn wird, desto aufdringlicher tönen die Hupen herüber. Er will und will nichts hören, er gibt sich verzweifelte Mühe, aber— klingt eine herüber, die auch nur einigermaßen ähnlich jener ist, die sich mit dem Schreckensruf der Kameraden vermischt hat, so zuckt er zusammen und fährt erregt auf. Und wenn er dann gerade bei der Physikzeichnung ist, so ist wieder ein Strich hin, die Zeichnung verpfuscht. Gegen Mitternacht ist er immer noch nicht weiter. Er kommt über den einen, einen Punkt nicht hinweg. Im Leben hängt ja die Waage auch nicht gerecht. Dem einen wird alles genommen, das Letzte—— der andere darf leben— obgleich er das Leben verscherzt. Nein, etwas stimmt hier nicht— über den einen, einen Punkt kommt er nicht hinweg. Und die Schwerkraft des Herzens nimmt ihm immer mehr die Widerstandskraft. Ohne daß er es sich bewußt wird, fällt sein Kopf auf den Tisch, und mehr in einer halben Bewußtlosigkeit, als in dem Zustande des Einschlafens, denkt er wie von ferne: Christian— Christian— ich muß ihm schreiben — ach nein, diese wenigen Tage noch aushalten — aushalten— er kann ja nicht böse sein— wenn er alles weiß— ach, Christian, lieber, lieber Christian——. Dr. Reicher aber kann an diesem Tage das Bild von Lutz' verstörtem Gesicht nicht loswerden, und der Gedanke: Der Junge ist ja krank, kommt ihm immer wieder. Und damit auch das Verlangen, einzugreifen, ehe es zu spät ist. Wenn der Junge im Wasser versunken wäre, würde er ja auch sofort nachspringen. Wie aber soll er hier retten? Die Gewässer der Not, in der Lutz Erbach zu ertrinken scheint, sind ihm nicht bekannt, da reicht seine Schwimmkunst der Güte nicht aus. So muß er also Hilfe holen. Gewiß, der häßliche Anschlag vor kurzem von Alex Jordan, der einem Attentat an den Brüdern gleichkommt— dann dieses alles andere als schöne Aufsatzthema, die haben wohl bittere Wunden wieder aufgerissen. Aber wie soll ein Fremder da helfen können—? Aber naürlich, ja, da ist doch der ältere Bruder— daß er an den auch nicht gleich gedacht hat! Wie er an dem jungen Bruder hängt, das hat er doch damals, als er sich nach des Jüngeren Können erkundigte, aus jedem Wort und Blick erkannt. Damals hat er ihr, gute Auskunft geben können— das ist heute anders— leider— und nun ist er verpflichtet, jawohl, verpflichtet, den Bruder von diesem Rückgang in Kenntnis zu setzen. Eine halbe Stunde später sitzt Dr. Reicher schon und schreibt an Christian Erbach. Und bringt den Brief dann selbst zum Kasten, denn dieser Brief erscheint ihm so wichtig, daß er ihn niemand anvertrauen mag. Lutz liegt lange in tiefer Erschöpfung. Er kommt erst ein wenig wieder zur Besinnung, als Bruder und Schwägerin heimkehren. Da löscht er das Licht und schleppt sich bebend vor Kälte zum Bett. Ohne sein Zeug abzulegen, läßt er sich hineinfallen. Als ihn am Morgen der Wecker weckt, ist er steif vor Kälte, aber die Augen brennen ihm wie Feuer, und am liebsten wäre er liegengeblieben und hätte sich nicht mehr gerührt. Aber das wäre doch so feige—— so feige Flucht—— nein, er will stark sein, er will sich verantworten vor dem Lehrer, dessen Gebot er nicht befolgt, dessen nachgebende Güte er mißbraucht hat. Die Physikarbeit— mutlos, erschöpft läßt er sich vor dem Schreibtisch nieder und nimmt sie mit kalten Fingern zur Hand— es ist unabwendbar— heute nachmittag— der Arrest— und dann das Zeugnis— Christian— Lutz sieht auf die Uhr. Ein Wort an den Bruder— einen Hilferuf— zu spät, er muß eilen — nur nicht auch noch unpünktlich sein! Hastig kleidet er sich um. Das Essen, das im Ezimmer auf ihn wartet, läßt er unberührt stehen, aber der heiße Kakao tut ihm wunderbar wohl und durchrieselt ihn so warm und beruhigend. Ihn friert so sehr, daß er an allen Gliedern zittert. Und das Herz, das von der Schwerkraft so niedergedrückt wurde, wird nun von der Angst vor dem heutigen Tage unruhig aufgepeitscht. Was sall er denn sagen? Wie nur sich entschuldigen? Die beiden letzten Stunden haben sie Chemie bei Dr. Reicher. Zu Beginn der Stunde geht Lutz, sich gestern verzweifelt gewehrt, heute muß er es hinnehmen. Zögernd öffnet er den Mund zu einer Entschuldigung, deren Sinn ihm selbst nicht klar ist, die ganz unberechtigt ist. Dr. Reicher jedoch läßt ihn nicht zu Worte kommen. Er nimmt das Heft, legt es, ohne Einsicht zu nehmen, aufs Pult und winkt seinem Schüler ab. Nun völlig ratlos tritt Lutz auf seinen Platz zurück. Es ist ihm unmöglich, am Unterricht teilzunehmen. Er grübelt vor sich hin und ist nur darauf bedacht, zu verhindern, daß seine Nachbarn bemerken, wie sehr er zittert und wie ihn friert. Ach, Dr. Reicher hält es wohl für selbstverständlich, daß die Arbeit tadellos in dem Heft enthalten ist, soviel Vertrauen hat er wohl noch zu ihm— aber nachher, wenn er erkennen muß, daß—— dann——— Nach der Pause ist das Heft verschwunden. Aber Dr. Reicher sagt nichts, stört den Grübelnden nach wie vor weder durch eine Frage, noch durch einen Zuruf. Dann nach der Stunde— nach der Stunde, wenn alle fort sind, dröhnt es in Lutz' Herzen. Und als dann wirklich, nachdem das Glockenzeichen ertönt ist, und Lutz der Tür zugeht, Dr. Reicher ihn anruft, fährt er zusammen und wendet sich in müder Ergebenheit zurück. Dr. Reicher aber erkennt bei dem Schrecken, der den Jüngling durchfährt, mehr noch an dem ratlosverlorenen Blick der sonst so fröhlichen Augen, daß es doch besser ist, ihm nicht zu verraten, daß er seinem Bruder Christian Mitteilung über ihn gemacht. Es ist wohl richtiger, diesen nun walten zu lassen. Reicher weiß, daß Lutz Erbach eine sein empfindende Natur ist und fühlt heraus, daß gerade diese ihm zum Verhängnis Alle Rechte vorbehalten. Urheberrechtsschuls durch Literar. Büro Das neus Leben, Bayr, Gmain worden ist. Und dann kann nur ein Mensch helfen, der den Jüngling kennt wie ein oft gelesenes Buch. Zum zweitenmal also winkt Dr. Reicher heute ab und sagt harmlos und freundlich: „Ist schon gut, Erbach. Ich versah mich, wie haben ja heute erst Mittwoch.“ Lutz versteht nicht. Aber es ist ihm auch so einerlei, so sehr einerlei, wenn nur der Arrest, der für ihn das Erniedrigendste und Qualvollste ist, was er sich denken kann, wenn nur der noch aufgeschoben, noch nicht drohend nahe, an eine Stunde gebunden, vor ihm ist. Zur selben Stunde ist aber auch schon Christian Erbach unterwegs: Es sind nur wenige Worte, die Dr. Reicher ihm geschrieben hat, aber sie genügten, ihn zur direkten Hinreise zu veranlassen. „Wenn also ein bisher fleißiger, sympathischer Schüler ohne sichtlichen Grund plötzlich in das Gegenteil umschlägt, so ist bestimmt etwas nicht in Ordnung.“ So heißt es unter anderem in dem Brief. Es hat Christian ja schon zu denken gegeben, daß Lutz in letzter Zeit so selten und so wenig geschrieben. Wenn nur nicht seine Furcht sich bestätigt, daß Jordan hier die Hand im Spiel hat, daß er das, was er auf der einen Seite beim Vater gewonnen, auf der anderen an Lutz verlieren muß. Gegen neun Uhr klingelt Christian am Hause seines Bruders. Das Mädchen öffnet ihm und Christian legt ab. An der vollbehängten Garderobe und an dem Stimmengewirr aus den Zimmern ersieht er, daß seine Schwägerin eine Gesellschaft gibt, und er fragt rasch: „Nimmt mein Bruder Lutz an der Gesellschaft teil?“ Das Mädchen verneint. Er dankt und wendet sich in der Richtung nach des Bruders Zimmer. Befremdet muß er vernehmen, daß Lutz umgezogen ist und statt des schönen großen Zimn in der freundlichen Vorderfront nun nur ein kleineres nach dem Garten hinaus inne hat. Er geht dorthin und tritt ohne Anklopfen bei Lutz ein Lutz hört nichts. Er sitzt am Schreibtisch und hält sich die Ohren zu, um durch keinen Ton der Außenwelt gestört zu werden bei dem so vergeblichen Versuch, seiner Lernunfähigkeit Herr zu werden. Dann aber bemerkt er im Spiegel links an der Wand eine Bewegung. Er schaut auf und glaubt Christian zu sehen. Er schnellt herum, springt auf und weicht zurück, die Hände abwehrend gegen den Spuk gerichtet, den ihm seine erregten Sinne vorzugaukeln scheinen. Christian sieht, wie schlank Lutz geworden, wie mager. Wie das sonst so blühende Jungengesicht so bleich und so ernst ist, die lieben, lachenden Augen so glänzend von Not und Knest wie die frische Gestalt so mübe und wie lag wankt. Ein junger, starker Eichbaum, der an der Wurzel krankt. „Lutz, lieber Lutz“, sagt Christian nur. Das klingt vertraut, das ist wahr. Ein Aufschrei wie der Notschrei eines Versinkenden von Lutz' Lippen: „Christian—!“ Dann greift er mit beiden Armen in die Luft, und Christian kann den Bruder noch gerade vor dem Fall bewahren. Er läßt ihn in den nächsten Sessel gleiten, setzt sich neben ihn und prüft seinen Puls. Ohne Zweifel: Lutz hat Fieber. Wie kalt seine Hände sind, wie der Körper in Frostschauern bebt. Und nun gar dies sonderbare Zucken im Gesicht, dies schmerzliche Zusammenziehen der Augenbrauen bei dem geringsten Laut, der von draußen oder aus dem Hause klingt. Gerade fährt in die stille Sackgasse ein Kraftwagen, wohl ein Verirrter, denn er wendet unter vielem Getöse. Lutz erwacht von der Hupe und dem Lärm aus der Betäubung, Höhnt auf und preßt seine Hände gegen die . Angstvoll irren seine Augen zu Christian. Der will des Bruders Kopf an sich ziehen. Lutz aber wehrt sich und drückt nur fester die Ohren zu. Er schließt die Augen und beißt die Zähne zusammen, um nicht aufzuschreien bei dem fürchterlichen Schmerz, mit dem dies Geräusch in seinem Kopf dröhnt, in seinem Herzen widerhallt. Christian wartet ruhig und beobachtet ihn forschend. Halt, da steht sie ja, zwischen den irten Augenbrauen, die Grübelfalte. Die Falte, die der Junge immer gehabt, wenn er über etwas nachgesonnen. Jetzt aber steht sie fest, hebt sich dunkel und unheimlich ab von dem weißen, spitzen Gesicht. Er hat also viel gegrübelt, und niemand ist gewesen, der ihm zurecht geholfen. Ach, da ist er ja wieder, der Junge, der geliebte Bruder, der ihm gehört hat in der Heimat, ihm— ihm ganz allein! Und nun ist er wieder sein, so ganz sein eigen. Endlich sinkt Lutz zurück. Und scheu wie sein Blick tastet seine Rechte nach dem Bruder. „Christel—“ sagt er zögernd und dankbar zugleich. (Fortsetzung folgt.) Die Ersassung der Wehrpflichligen Bescheinigung über die Anmeldung Berlin, 17. Febr. Im Einvernehmen mit dem Reichskriegsminister hat der Reichs, und hische Innenminister die Verordnung über das Erleßungswesen in einigen Ponkten Sef7äff die Ersassung der Wehrnflichtigen etwa die Hälfte seines derzeitigen Betrages auf 8 bis 10 Pfennig für das Stück mittlerer Größe gesenkt werden können. Es ist allen Stufen des Maorio Eng engesoh. Handels verboten, den Verkauf von SüdfrüchSämtliche Zufahrtswege durch Bomben zerstört— Rege besechlslättgseht pelzungggeizasenchhsnag it machen eder Gostg1 Je. Praialberachugeleigr„rge Säe Madris tug eingeschieffer. an allen Fronten Salamanea, 17. Febr. Nachdem alle von durch eine neue Verordnung grundlegend se: Mahrid ausgehenden Hauptstraßen in der Hand D Erfassungsverfahren selbst bleibt unverän= der nationalen Truppen sind, wurden durch rigut pau den polizeilichen Meldebehör= einen großangelegten Bomben##n#### standesämtern durchaeführt. Die auch die Rebenstraßen so zugerichtet, Hoß ge#.#.— aussagten, daß bie urgr, esopeiog, rg gaße vorzugehen und erforderlichenfalls auch zu teilen. polizeiliche„Meldebehörde erfaßt, die Dienstpflich mehr benutzhar sind. Den ganzen zag über wartigen am Ort ihres dauernden Aufenthaltes, das fen die nationalen Flieger auf die Straßen Standesamt am Ort der Geburt. Ueber die Er Bomben, die das Erdreich aufrissen und jeden sasung werden Personennachweise angelest, die Nachschub von außen unmöglich ugRehrkammblätter und die Eehexteoiozte„üchige schen. Auf diese Weise ist Madrideng einie, Periong mithrsagen soll“ tentp., aeschlossen. Tag und Nacht halten die, Vv.Aum Purs ,ören Hazal lünfig u. a. auch die ger die Einkreisung Madrids aufregt, Säpt, Ausweise über die Zugehörigleit zum NS=Reiter= liche Fahrzeuge, die trotzdem Verkrggenzg und zur Feuezwehr, Feuerzone zu durchbrechen, wurden vernichtet. der Nachweis der Ausbildung beim Roten Kreuz, Ebenso bombardierten nationale Flieger die das Frei= oder Rettungsschreyrznztzgi und feindlichen Stellungen an der gesamten Madridas Frei= oder Retungsschwinezzegste ann Infanterie rückte im der die ve=IAnneidebesche, ug dem Dienf pess, schnitt weiter vor mit dem Hauptnachdruck auf Anle= den rechten Flügel. Der Widerstap#hen o; des Wehrstammblattes gemeldet hat. Die Polschewisten Bescheinigung, ezieästzlichtent des Hienktpflsichtigen Verlusten Die Bolschewisten brach unter erhevichen rle g.#k“ zusammen. An der nationaten Morgenzeitung“ erfährt aus worte. Kanpflieger halten die Straße Motrl-Alme, B., Glau Bidmet dem belannten Schweiz ria sowie die feindlichen Stellungen innerhalb sehrten Lereite freundliche Begrüß. Almerias unter dauerndem Feuer. An der Asturien=Front machte der Feind, wie der amtliche Heegeshericht, eldet, nach heftiger Feuerporbereitung, im Gediet bei Oviedo einen Angriff, wurde aber abgerlz. Im Abschnitt Majadahonda„versuchte er einen Nachtangriff, der erfolglos blier.## Die Südarmee griff im Cordoba=Abschnitt den Feind bei Villa del Rio an.— In Igualeja der seinerzeit berühmte Räuberhauptmann Flores Arocha mitsamt seiner 20köpfigen Bande, die schwer bewaffnet war. unse blatt, in dem die Pflichten des Dienstpflichtigen nach Anlegung des Wehrstammblattes vermerkt ist jeder Wechsel des dauernden Aufenthaltes behörde zu melden.„Der Dienstpilichtige hat sich zur Musterung iu eperzen: Wer in der Jeit der Musterung vorübergehend seinen dauern)=gochen London, 17. Febr. Wie aus Kapstadt beenthalt verläbt, m.p ie. Meldehehörde melden, richtet wird, sind infolge der Ueberschwemmunvorher„.de vol ivethgmm. ist die Ersasungs gen der Flüsse Ineomati und Umbelnzi in MoBoschuich v. aur Ze Mestgeieses du sanbigue i Vortsgielischehg gie verorduung der en uh Zuden vom Wehrdienst große Verheerungen zu verzeichnen. Beide ob. Jeder Dienstoflichtige ist von Flüsse sind bereits vor fünf Lagen in großem ose sch sichen Neldebehörde über den Begrisf Unsange über die User getreten und haben des Juden zu unterrichten. Er muß eine Erklä= Laurenzo Marquez, die Hauptstadt von Porrung abgeben, daß ihm nach sorgfältiger Prüfung tugiefisch=Ostafrika, von jeder Eisenbahn= und keine Umstände bekannt sind, die die Annahme Telegraphenverbindung abgeschnitten. Der Verrechtfertigen, daß er Jude ik und doß er die osutz kehr zwischen Laurenzo Marguez und dem tige Entlaslung aus dem Deiczgrftet, hat, falls Abrigen Afrika wird noidürftig durch Flugzeuge deim altiven Wehedtenf b. gewah zrweisen sollte. auftechterhalten. Die Katastrophe hat unter den Feststellungen wird mit 2000 gegeben wird, muß der Abstammungsnachweis ge gerechnet. ühr werden.. Eisslauung bei ensch icheheuor zusheeee aanst, aise eilante Wardter, 1o. un bahnbeckrug cmitsthiert flugsgegend, war Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verbeten J. Ziehungstag 16. Februar 1937 On der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 835496 Sepinne: 5000 FNl. 336306 700t 93 2484 Gwrcse..„ 2000 Todesopfer in Porlüglesisch=Tsiafeina! masen Abzug verschofft, verpene, Hiar purde be. Toten Perlts, I. Bovr. Dun Aeutzegsggot sahder. Göast“ Vestzaub ie Slshest Lensaldses n Aesce e cheheeeehee eeee Strecken, geblieben. Lediglich die verhpohnrigeshiagenenten hen Grenze foll de. escheshoslowakei ein Zum Enpfang Hatten sich der Frankenführer bis zur beutschegn, vorgzige lod der, hof Ezser wich Gauleiter Julius Streicher, der Leiter der übertragen werden. Auf dem Bodubof vortiändte) Sektion Rürnberg der Foschistischen Partei sowie der Güterverichr ebenso wie abe Sonne, tsche, der italienische Konful Schäzler eingefunden. von der beichebohz,perier Hen Ferfgnangariehr Nach der Begrüßung schriten Dr. Ley und seine choslowakischen Bahnen den Perso## gaf, die Front der Ehrenabordnungen der SA., wahrnehmen. fahr gebannt war. Immerhin trächtlicher Sachschaden angerichtet. Das Auspumpen der überfluteten Keller wird noch Tage in Anspruch nehmer. Einsturzunglück in Bau Franzisko Baugerüst am Neubau der längsten Brücke der Welt zusammengebrochen San Franzisko, 17. Febr. Am Neubau der Brücke über das Goldene Tor in San Franzisko, der längsten Hängebrücke der Welt, ereignete sich am Mittwoch ein schweres Unglück. Das Baugerüst der ihrer Vollendung entgegensehenden Brücke stürzte ein, durchschlug das Sicherheitsnetz und stürzte etwa 70 Meter tief in das Wasser des Hafens ab. Eine größere Anzahl von Arbeitern, die sich auf dem Gerüst befanden, wurde von der starten Strömung ins offene Meer hinausgetrieben. Man befürchtet, daß mindestens 10 Mann trunken sind. Auto stürzt in eine Schlucht,— 4 Tote, 15 Verletzte Athen, 16. Febr. In der Nähe von Volos in Thessalien stürzte ein mit 24 Fahrgästen besetzter Autobus in eine 50 Meter tiefe Schluch. Dier Fahrgäste fanden dabei den Tod, während 15 schwere und leichte Verletzungen davontrugen. 44364 249435 251119, 285262 31 8155 13535-stzs. 1635 Jsihe 4533. A M M 108 G.ewizg Pn Py)/ g7, 6S 167696 66614 167364 158856 166119 166865 121943 174089 182610 185746 194886 206336 220654 221583 246601 267846 27641s 277959 279890 282329 667 319103 327129 328397 S4102s 353821 35a42s 363799 366850 89782: u ug 2—ee 296 76ze 774 394 bewinge 11236, /19g40 13gig 14067 15505 20079 2033 9 31160 i 203542 266628 288952 332536 370743 2234 8676 11105, 12362, 12840, 13618 1973 jaas 4785 J257 Sziß Bist 5563 58138 64426 70157 214ss 74910 6239 77227 82971 84157 93361 85309 2566 770# 96750 129637 45404 72172 181648 191181 205173 212326 224096 237905 30428 154484 173244 183234 191244 05798 213126 225662 31392 154637 73548 183515 196995 208908 219570 229514 238404 938823 9258827 250817 26052 erDie ikalienischen Gäste in Rürnberg Rürnberg, 17. Febr. Am Mittwochvormittag traf Reichsorganisgzignsleitgr. 9r. J46e taut seiven olten) rhustrieanheiterverbandes, Eiaitalienischen Industriegrbeiterverbaguen. Ei netti, Dr. Suardi, Generaldirektor Dr. Contu und Generalsekretär Nunzi, von Frankfurt(Main) auf dem Nürnberger Flughafen Gaste die Fronr der Ehrehhg. chelen der Politischen Leiter, der Werkscharen und der Hitler=Jugend ab. Dann fuhren sie in das Reichsparteitgggelände, wo die Luitpologreng, die riesige Baustelle der Kongreßhalle und das Zeppelinfeld besichtigt wurden. Der Reichsbauernführer hat den Alt=Landeshauptabteilungsleiter Hermann SchneiderEckersdorf zum Reichsinspekteur für die Erzeugungsschlacht ernannt. Die Apfelsinen werden billiger Berlin, 17. Febr. Der Reichskommissar für die Preisbildung teilt mit:„Mit Recht wird letzter Zeit über zu hohe Preise ,f#, 905 181773 76470 87793 198451 207437 220039 230311 938954 253375 258954 268116 80076 293988 302442 321323 38359 167825 179774 189144 199185 209612 21255 232710 239975 253924 263626 271029 281754 297189 803576 321339 332679 333692 338623 340296 349257 352214 962344 362460 382135 383293 899113 399643 913 180077 90323 01153 212479 222241 236222 245076 254847 263709 272769 281821 297806 306771 326144 833903 340314 352227 369894 390600 letzter gent über 9 1217117, Apfelsinen und Mandarinen geklagt Die hohen Verkaufspreise wurden durch den das Wegfall spanischer Lieferungen begünstigt. Zur Zeit kann nur ein Bruchteil der früheren Warenmenge aus dem Auslande eingeführt werden. Im Einverständnis mit den beteiligten Stellen sind daher die Preisspannen im mit Apfelsinen und Mandarinen festgelegt und unnötige Zwischenglieder im Handel, die sehr zur Verteuerung beitrugen, ausgeschaltet worden. Dadurch wird der Apfelsinenpreis 248500 25062: 255247 255787 263970 265245 267629 273388 279250 279573 281934 284021 291913 861s87 30165 803z 307995 317957 320157 827632 330175 330277 834318 335550 336366 341942 344821 348416 862537 352779 353784 875393 378167 381139 896622 397204 398614 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 60 d. Sirne u. 1000 Fm. 4her 3beög 38573s zächsä 3Biz 284909 291243 304006 308173 323799 375467 a4 Cepinngz u 300 AM. 4262 10363/16084. 29311 166920 769631 777926 84s M 222903 229518 249787 253630 260132 269292 272294 275940 308045 327379 851348 357491 367273 375811 377357 254 Hewinne u. 300 RRR 2976 9040 12650 1543: 17265 25975 28827 37453 41630 4691S 46966 52213 84434 85034 8777 66050 21326 73122 3932. 972868 96250 107073.,Bz6zi 11676 116633 163946 207469 269092 334652 384266 um 119954 136364 153895 63496 81017 97280 217409 244802 274570 289992 307605 322118 840929 381784 399070 122465 138796 54834 166502 184940 198450 20055 248020 275107 2915/2 307824 323179 35882 388080 125152 141160 155523 174442 187385 99569 220260 248137 277990 296377 313422 323739 359374 388650 47553 61433 74979 90543 202046 236383 249711 281403 301802 313820 326774 60922 395279 48054 161766 161670 162771 176780 179800 193448 194989 214013 215633 236424 241679 253659 281579 302345 316168 329342 363893 39640 2 64508 288656 306816 312872 333826 376521 898309 Wasser ein Vollbad nehmen könne. Man glaubte, die Wanne müsse das Wasser über den Fußboden spritzen. Der Grundgedanke der Wiegenwanne war der Latzpe, und Schwde, fInner Kraut zing nicht nichts wissen, wollien., Aber mit gröster den, in de vode, bepen gerfiaden Zune, sondern sette Kraus seine Erfindung durch, Er fabrizierte Ein einfacher Klempnermeister, Karl Louis Krauß, der Sohn eines einfachen Löffelschmiedes. überlegte sich, wie er seine armseligngeferzigt Hurl Hunderte unausgeführter Ideen und Patente auf Tauterdnal vertwualer eis eine Paterszizde rung, die aus der Ppezz, it Hieser Ansicht giät es wurde. Für die Richtigkeit dieser Ansicht gibt Gedankenblitze verdienen Millionen Aus der Geschichte der Erfindungen bp g ch u. ssc s Pesenreise osenante Lolendaste, ben n eanden ea e e ene ce e ee ech sech eich u e se de Ve gte= eung iu. ezselen Phunis i6 für Kmad dur Woeg au einer Adann, gewoisen, de nanen„erluiges, Verzzp, Shaischen Verwit, Lcheilernlisieh Der Jaseadscht sl aul der Won. vorbei. An Hunderten von Betsotesung, heurg Ge, in jedem Zimmer oder in der Küche benutzt werden seinen neuen Gedanten viz,0 nicht nur konstruktiv. schine in besonderer Art geflochten. Infolgedellzg de Rüue ee eun un eunde. un. Geaud aue un. e ee e e easce eseceäch e escie une. Prilate e iaie Kaedhegu en. dun eune. winne abwersen, vor langen Jo.“ Damals küm Mit möglichst wenig beißem Wasser, das man im sondert, Ju jes. Ansicht zum Leitsatz erbeben, dann daß er sich krümmt. Dadurch kommt die Spitze Reisbperschlssen füie Schabe, Reihensgolge gedast baben nag, gesalgt st. wicd Aber, wie gesasi, dein Franig,: ha, sagen:„Richts weiter als das?“ Er wird es desmerte sich darum. Aus dem mals wäre jeder, der einen Reißverschluß hätte, ausgelacht worden. Die ganze Gel jener Zeit stand dem Grundgedanken. schlusses entgegen. Im Jahre 1925 ließ eine amerikanische Firma sich einen Reißverschluß patentieren, und siehe, sie hatte dann Welterfolg. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 11¼ Uhr, nach langem, schweren Leiden meinen herzensguten Gatten, unsern lieben Bruder, Schwager, Onkel und Neffen, den Lokführer i. R. Lau.,,Verbsckitialnf im fast vollendeten 62. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er folgte seiner unvergeßlichen Tochter Elfriede nach etwas über einem jahre in ein besseres jenseits. In tiefem Schmerz: Frau Friedrike Oberbeckmann geb. Baumann Schwerte(Ruhr), den 16. Februar 1937. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 20. Februar 1937, nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause, Talweg 8, aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand zu nehmen. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche. Bücher aller Art in reichhaltigster Auswahl Buchhandlung Karl Braus Adolf=Hitler=Olatz 3 Papier= und Schreibwarenhandlung Hans Linner vormals Carl Braus Große Marktstraße 3—5 Großer, eingefriedigter 292 Evangelische Gesangbücher in jeder Preislage vorrätig! Papier= und Schreibwarenhandlung Hans Linner (vormals Carl Braus) Marktstraße 3-5 Gürten zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschältsstelle dieser Zeitung. Konfirmationskarte Schreibwarenhandlung Hune Einner vormals Carl Braus Große Marktstraße 3—5 Türnen, Erlel und Errrt Großes Fußballtreffen in Schwerte! BfL. 1.— SC. Menden 10 1. Ein großes Fußballtreffen von besonderer Bedeutung steigt am kommenden Sonntag in Schwerte. Dieses Treffen bedeutet eine gewisse Vor=Entscheidung für die Kreismeisterschaft. Mit einem ganz geringen Punktevorsprung hat immer noch der VfL. Schwerte, welcher sich ab Beginn der Meisterschaftsserie erfolgreich behaupten konnte, die Tabellenführung inne. Ein Spielverlust gegen Menden 10 kann unsere heimische Mannschaft unter Umständen die Meisterschaft kosten! Leicht wird es nicht sein, die spielstarken Gäste aus Menden aus dem Felde zu schlagen, aber bei vollem Einsatz eines jeden Spielers sollte den BfL.ern dieser große Wurf doch gelingen. Daß die Mannschaft spielen kann, dürfte sie zur Genüge im vorsonntäglichen Ortstreffen gegen 06 bewiesen haben. Hoffen wir das Beste! Deutscher Radfahrerverband Saalradsport. In Iserlohn fand am Sonntag ein Saalsport=Wettbewerb für Jugendliche statt. Der Radsportverein Iserlohnerheide hat es zuerst gewagt— und es ist ihm gelungen— einen Wettbewerb mit großem Erfolg durchzuführen. Es ist das erste Mal, daß ein gauoffenes Jugendturnier durchgeführt wurde und der Iserlohner Verein hat damit wahre Pionierarbeit geleistet. Die zahlreichen Zuschauer wurden nicht enttäuscht, reicher Beifall belohnte die Jüngsten, die mit Rieseneifer ihre Kämpfe im Saalradballspiel. Kunstreigen und Saalkunstradfahren erledigten. Von den 14 Jugendmannschaften im Saalradballspiel konnten die Iserlohner als verdiente Sieger hervorgehen. Zweiter wurde die 1. Jugend von Altena vor Ennepal=Haspe und Methler. Im 6er=Kunstreigenfahren siegte die Jugend von Kaiserau. Sieger im Einer=Jugend=Kunstfahren wurde Pfennigheuer(Methler) vor Stahlhacke(Schwerte). Im Zweier=Jugend=Kunstfahren errangen die Schwerter Auferrodt=Braß den 1. Sieg und die zum ersten Male an einem Wettbewerb teilnehmenden Gebr. Dorka den 2. Sieg. Im Radball=Einlagekampf der Senioren siegte die 1. Mannschaft von Iserlohn über die 1. Mannschaft von Altena. Am kommneden Sonntag folgen die Schwerter Kunstfahrer einer Einladung des Radsportvereins Altena, um an der Jubelfeier teilzunehmen. Da auch hier der deutsche Meister und Europameister Cempes im Einer=Kunstrad= fahren mitwirkt, dürfte sich die Fahrt bestimmt lohnen. heckey Frauenländerspiel gegen Holland. Am nächsten Sonntag, dem 21. Februar, eröffnen die Frauen die diesjährigen internationalen Hockeywettkämpfe mit einem Länderspiel gegen Holland, das in Frankfurt a. M ausgetragen wird. Zum 4. Male ist Hollands Frauenelf unser Gegner. In allen bisherigen Spielen konnte Deutschland erfolgreich bleiben. Die deutsche Mannschaft wurde nach einem Uebungsspiel am vergangenen Sonntag in Hamburg wie folgt zusammengestellt: Stickel (IG. Frankfurt): Dierks, v. Lauts(THC. Harvestehude): Genslert(IG. Frankfurt); Rhode (DHC. Hannover): Lohse(THC. Harvestehude): Veit(Berliner HC.): Trede(Uhlenhorster Klipper): Keller(Berliner HC.): Mauritz(RotWeiß Berlin): Haraus(Phönix Lübeck). Nächtlicher Orientierungslauf Winterberg—Willingen. Falls kommenden Samstag die Sportzüge nach Winterberg fahren, findet der verschobene „Nächtliche Orientierungslauf" statt. Die Strecke ist etwas erleichtert worden. Der Start befinde sich in Winterberg und das Ziel in Willingen. Nach Ankunft der Sonderzüge melden sich die Mannschaften im Verkehrsverein Winterberg. Um 20 Uhr ist auf dem Marktplatz zu Winterberg der Start im Abstand von drei Minuten, von hier aus zum Ziel: Schule in Willingen. Jede Mannschaft besteht aus einem Führer und drei Mann. Die Meldungen sind umgehend an den Gauturnwart Gärtner, Voerde(Ennepe=Ruhr= Kreis), zu richten. Nachmeldungen werden gleich nach Ankunft der Sonderzüge im Verkehrsverein entgegengenommen. Quartiere müssen die Mannschaften umgehend in Willingen bestellen. Feihterlehrgang auf dem Reichssportfeld Auf dem Berliner Reichssportfeld läuft gegenwärtig ein Fechterlehrgang. der alle Gauund Kreisfachwarte des deutschen Fechtsports umfaßt. Als Lehrer wirken Fritz Gazerra=Offenbach in der italienischen Florettschule, Heinz Neumann=Berlin in der französischen Florettschule, ferner die Olympiatrainer DuvernayFrankreich im Degen und der ungarische Militärfechtmeister Hollos im Säbel. Neben der fachlichen Ausbildung wird besonderer Wert auf die weltanschauliche Schulung gelegt und die einheitliche Ausrichtung aller Fachwarte hinsichtlich der Durchführung von Fechtveranstaltungen in den einzelnen Gauen und Kreisen. Besonderer Augenmerk gilt noch der Schulung im„Friesenkampf“ des Fechtsports. Dieser Fünfkampf ähnelt dem militärischen Mehrkampf und umfaßt Kleinkaliberschießen, Degenfechten, Keulenwerfen. Schwimmen und Laufen. Im Lehrgang wird in einzelnen Gruppen geübt und jede Gruppe für sich geht die einzelnen Wettbewerbe des Friesenkampfes an den verschiedenen Tagen durch. Der Lehrgang umfaßt 30 Männer aus aleln Teilen des Reiches und schließt am 20. Februar. Die deutsche Himalaja=Expedition 1937 Anfang April wird wiederum eine deutsche Bergsteiger=Mannschaft die Ausreise nach Indien antreten, um den Versuch zu unternehmen, den 8125 Meter hohen Gipfel des Nanga Parbat im Himalaja=Massiv zu bezwingen. Dieser Mannschaft werden nach den bisherigen Entscheidungen folgende Männer angehören: Dr. Karl Wien=München als Führer, da Notar Bauer aus beruflichen Gründen nicht abkömmlich ist, ferner Peter Müllritter=Ruhpolding, Adolf Göttner=München, Dr. Günther HeppMünchen, Dr. Hans Hartmann=Berlin, Martin PfefferMünchen, der Tiroler Pert Fankhäuser, Professor C. Troll Berlin und Dr. Ulrich LuftBerlin. Insgesamt also wird die Himalaja=Expedition aus 9 Köpfen bestehen. Es wird damit gerechnet, daß die Fahrt etwa 5 Monate dauern wird. Segelsport mit„Kraft durch Freude“ Die ersten Lehrgänge beginnen am 17. März. Zum dritten Male werden in diesem Jahre die Segelsportfahrten der NSG.„Kraft durch Freude“ gestartet. Auf der Ostsee und auf dem Ammersee finden vom Frühjahr bis zum Spätherbst Ausbildungsfahrten statt. Aus den anfänglich 600 Teilnehmern wurden 1936 bereits 1200. und für dieses Jahr ist eine noch höhere Teilnehmerzahl zu erwarten. Drei Segelschiffe stehen für die Fahrten auf der Ostsee zur Verfügung, zwei Schoner und ein Dreimastschoner. „Jutta und„Edith“ können je 20 Teilnehmer aufnehmen, wahrend der Dreimastschoner„Hanseat“ 50„Segeljünger“ aufnehmen kann. Für die Fahrten auf dem Ammersee können 20 Boote, von der Jolle bis zum Schärenkreuzer, eingesetzt werden. Die beiden Schoner und der Dreimastschoner sind mit Hilfsmotoren versehen und haben überdies eine entsprechende Besatzung. So finden wir auf dem Dreimastschoner einen Kapitän, einen Steuermann, einen Leichtmatrosen, einen Maschinisten, einen Koch und einen Schiffsjungen vor. Die ersten Lehrgänge auf der Ostsee werden bereits am 17. März gestartet, und es empfiehlt sich wegen des starken Andranges im Sommer, besonders in der Zeit der Schulferien. diese Frühjahrskurse zu berücksichtigen. Gerade das Frühjahr und der Herbst sind ja wegen der in dieser Jahreszeit herrschenden günstigen Windverhältnisse ein besonderes Erlebnis für den Segelsport. Nicht unerwähnt bleiben darf, daß auch für diese Zeiten die Teilnehmerpreise stark herabgesetzt sind. 4 8e Anmeldungen für die verschiedenen Segersportlehrgänge sind für den Ammersee zu richten an die DAF., NSG.„KdF.“, Gau MünchenOberbayern, Sportamt München 43, Briennerstraße 47; für die Segelsportfahrten auf der Ostsee an die DAF., NSG.„KdF.“, Sportamt Berlin W 57, Potsdamerstraße 75. (Nach Familienangaben und Zeitungsveröffentlichungen.) Vermählt: Martin Wilhelm Pfeiffer und Irmgard, geb. Schulte=Schlegel, Hagen.. Helmut Holtbrügge und Seunde, geb. Sander, Hagen.„„ Heinz Hagemeyer und Elfriede, gev. Reinhard. Enger=Hagen. Ignaz Schranzhofer und Emilia, geb. Simon, Sesto(Dolomiten)— Hagen. Ernch Denniger und Gerda, geb. Ernsthäuser, Lüdenscheid. Gestorben: Paul Boestfleisch, 64 Jahre, Hagen. Frau Toni Burg, geb. Bergermann. 41 Jahre, in Hagen.... g„ glskamine Frau Wwe. Heinrich Wever, Withelmine gev. Gebelhoff. 87 Jahre, in Hagen=Haspe. Johann Koch, 73 Jahre, in Lüdenscheid. Aus öffentlichen Bekanntmachungen. Betr. die 50=Km.=Zonengrenze im GüterFernverkehr. Gemäß Erlaß des Reichsverkehrsministers vom 14. 1. 1936— K 2 15 436— ist für die Berechnung der Nahzone(50 Kilometer) gemäß § 6 Abs. 1 der Durchführungsverordnung zum Güterfernverkehrsgesetz jetzt die Luftlinie als Ortsmittelpunkt des Standortes des Kraftfahrzeuges bestimmend. Meine Bekanntmachung vom 16. 10. 1936 wird daher hiermit aufgehoben. Die neuen 50=Km.=Zonengrenzen werden von den Ortspolizeibehörden durch Aushang bekanntgegeben. Der Landrat des Kreises Iserlohn. Freie, Falart Börsen und Märkte (Ohne Gewähr!) Dortmunder Zucht= und Faselviehmarkt. Dortmund, 17. Febr. Auftrieb: 713 Stück Großvieh, 162 Ferkel, 17 Läufer und ältere Futterschweine, 48 Kälber. Es kosteten hochtragende und frischmelke Kühe: 1. Qualität 480 bis 510 RMk., 2. Qualität 420—470 RMk., 3. Qualität 340—410 RMk.: Rinder kosteten 340—440 RMk. Beste Tiere wurden über Notiz bezahlt. Der Handel war in Großvieh sehr langsam mit großem Ueberstand. Am Schweinemarkt war der Handel sehr langsam. Es kosteten(Durchschnittsqualität und Durchschnittspreise): Ferkel im Alter von 5—6 Wochen 11 RMk., von 6—8 Wochen 12—16, von 8—10 Wochen 17—22, von 10—12 Wochen 23—30 RMk. Läuferschweine kosteten 35—70 RMk. Der nächste Markt findet am 24. Februar statt. Jungschriftleiter=Treffen auf der Leipziger Frühjahrsmesse unter der Oberleitung von Hauptmann Weiß. Anläßlich der Leipziger Frühjahrsmesse wird vom 27. Februar bis 2. März in Zusammenarbeit mit der Reichspresseschule ein Treffen wirtschaftlicher und technischer Jungschriftleiter) in Form eines journalistischen Informationskursus durchgeführt, dessen Oberleitung der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Hauptmann a. D. Weiß. übernommen hat. Aufdeme Treffen soll jungen Wirtschafts= und technischen Schriftleitern Gelegenheit geboten werden, die Leipziger Messe eingehend kennenzulernen, um eine vertiefte Anschauung über ihre: Bedeutung zu gewinnen. Neben Besichtigungen; Vorträgen und Teilnahme an offiziellen Presseveranstaltungen sollen auch praktische Arbeiten für die Berichterstattung in der Tagespresse durchgeführt werden. Um eine gründliche Arbeit zu gewährleisten, ist diei Teilnehmerzahl beschrankt. Gewandhaus=Sonderkonzert zur Anläßlich der Leipziger Frübsahrsmesse wird, am 2. März ein Gewandhaus=Sonderkonzert stattfinden, zu dessen Leitung Generalmusikdirektor Prof. Hermann Abendroth gewonnen; wurde. Solistin ist Kammersängerin Viorica Ursuleac. Berlin. Neue Werkstoffe für deutsche Fertigwaren. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse veranstaltet der Fachausschuß für Kunst= und Preßstoffe beim Verein deutscher Ingenieure gemeinsam mit dem Leipziger Meßamt am Donnerstag, dem 4. März, eine Vortragsreihe„Neue Werkstoffe für deutsche Fertigwaren“. In dieser Vortragsreihe sprechen Dr. Krone, Troisdorf bei Köln, über„Deutsche Kunst= und Preßstoffe“ und Dr Ing. Mengeringhausen, Berlin, über „Neue Kunststoffe in der Haustechnik“. T Verantwortlicher Hauptschriftleiter Heinz Friedr. Kamecke, Schwerte(Ruhr). Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedrich Kamecke, Schwerte(Ruhr). Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte(Ruhr). 8. Zt. ist Preisliste 10 gültig. D.=A. 1./37 1629. Leittieren nachfolgenden Schafe keinesfalls auf den Boden; vielmedr wurden die Sorungbewegungen der ersten von den nachkommenden mechanisch wiederholt. Noch deutlicher zeigt sich die Nachahmung in folgenden Versuch: Legt man einen Balken vor eine daherziehende Herde so siebt man zunächst dasselbe wie dort am Graben. Zieht man aber den Balken fort, nachdem ein Teil der Tiere darübergesorungen ist, so macht jedes Schaf an der Stelle, wo das Hindernis lag, seiner. Sorung genau so. als wäre es noch vorbanden. Das Zusammenleben von höheren Tieren weist verschiedene Stusen auf. Da gibt es zufällige zud lockere Ansammlungen wie die der Wol##el. dio den Charakter vorübergehender Zweckverbände tragen: sodann mehr oder minder gelok kerte Verbände wie bei unserem Schalenwild und großze Ansammlungen mit starken Bindungen wie bei Grotrindern und Pavianen. Bei gesellig lebenden Tieren handelt es sich nicht nur um gleiche Ernäbrnpogz g#g, Siedlungsverbältnisse, sondern um verwzagene, rein selische Erscheinunven, Häehmäzlgen zwege nicht ein bestimmtes, mit dienlichkeiten verbundenes Gesellschaftsbedürfnis, würden sie nicht gesellige Erundzüge dann wäre ein gedeihliches Zusammenleben unmöglich. Bei Nagern, wie den bekannten südamerikanischen Viscachas, finden wir einen regelmäßigen Zusammenschluß im Wohnungsbau, ein gemeinsames Wohnungssäubern,., Luch wenseitige Unterstützungen anderer Alt. Wum merden, wie bei unseren Murmeltieren, in Fällen von Gefahren Warnrufe laut. Rabenkräben haben eigene Wächter, wie ich namentlich bei Beizjagden mit Wanderfalken häufig beobachten konnte. Gab irgendein Wachtposten angesichts des berannabenden Räubers das Zeichen zur Flucht, dann strebten alle seine Genossen in die Baumkronen, wohin dieser Falke nicht Verschiedene Herden und Rudel stellen bekanntlich ein eigenes Leittier auf, ein Männchen oder ein Weibchen. Zu ihnen rechnen Gergsen, Elesanten, Renntiere und einige andere einigungen. Das Leittier muß klug. vorsichtis, erfahren, mit hervorragenden Sinnesorganen ausgestattet, aber auch kräftig im Bau sein. Am höchsten steht das genossenschaftliche Leben bei Pavianen. Hier wird nicht seiten das Leittier zum Gewaltherrscher; bier haben sich alle, andergn dem Leittier streng zu unterwersen, Bus gilt namentlich in Augenblicken zweckdienlichen Wanderungen, bei Einfällen in Pflanzungen oder auf der BlusPz, Zepzusent e Gefahr beseitigt, dann treten damit Entspannungen ein, in denen man spielt und Unsus treibt. Erneute Gefosr a5f sosort wieder seelische Bindung und Uinoes Goigen allem, was das Leitier tut... Pia16 große Wir haben im Zusammenleben der D. Massen, Verschiedenheiten festgestellt. Dort bei ansammlungen ledi= Pindungen, Hier eine Zuommenoe bbriohe)t, vie ber sotzialen Gejüble errierlind und befolgt, wie sie überhaupt bei Herdentieren ein unentbehrliches Verkändienngomittel tig zu agen: Das in Verden Gesetzen des bandes unterworfen. Daher dem einzelnen Pavian, der einzelnen Büffelkuh oder Gemse. Daran ändert auch die Tatsache nichts daß es abgetriebene Böcke und Bullen gibt. Der Verband hat schon frühzeitig jeden von kleinauf körperlich und seelisch geformt und ihm Sicherheit und Schutz gegeben. Es ist eine Beute aus der Luft, eine Strekue. Die andere Art wächst braun, man dem Boden gezogen und zur Kolonie im schrank aufgezüchtet. Eine dritte Art. auf Kartoffelscheibe untergebracht, sieht aus wie ein Blutstrovsen. Es it der, Hegrmuange grgg ein derbazillus, der den Menschen munche Angst einflößte. Er wächst an sich farblos, aber sobald er Stärkekörnchen trifft, erzeugt er eine auffahlende unheimliche Blutfarbe. Doch tut er keinem MeuVorsicht! Da sehen wir einen furchtbaren Mendurchsichtig=klaren Nährboden hat er sch aldünne, unscheinbare, lebende Haut angesiedelt. Ungezählte Millionen von Topbusleihern, Feer die Rähraalerte— jedoch immer noch in Sauerstoffnähe— und schieben ihren Nachwuchs als leine Erbebung beraus, Eigz.46, hillert winig liegt über der Kolonie, das Eicht soue:: winzig in den dünnen Häutchen, pgr, Leiber, läbt einen niedlichen Regenbogen entsteyrn. über„wehe, sie losgelassen!“ Eine Kolonie reicht aus, Deckel dicht abschließt und die, in beißer Luft Bakterien befreit, sterilisiert wurde, wird mit bazillenfreiem Nährboden beschickt, der schnell beim Erkalten fest wird. Ergebnis: ein bazillenfreier Nährboden in bakterienfreier Schale. Der Bakteriologe hat damit ein neutrales AuffangJagd auf Bosilsgg, gr Luft! Die Schale geöffnet. Die Lufto###nen, in„thermisahem Segelflug" begriffen, lassen sich teilweise auf der auf dem Nährboden nieder. Man kann, Schale, auf der zu jangen, oie Schale samt, erstarrtem Inhalt auch in der Luft bewegen. Imfallen unsichtbare Bazillen auf die Schale und kleben an der Gallerte fest. Sie ist jetzt nicht mehr bazillenfrei, sondern infiziert, von Bazillen unsichtbar besiedelt. Run schliebt gug 2.i5. Fchale ud ven Bagillus hat nichts Eiligeres zu tun. als sich auszustrecken, sich zu teilen, ein Heer Nachkommenschaft auf dieser Oase zu zeugen. Die Kolonie wird als Pünktchen sichtbar, das sich jedem Tag mehr ausbreitet. Um jeden einorfangenen Bazillus baut hc lo hue. Farbe— wir sehen dus nach brei Tagen verhältnismäßig deutlich— unterscheidet die Kolonien, die urt der Gefangenen. Jetzt braucht man nur mit einer bazillenfreien Platindel hineinzustechen, eine Spur Leben herauszufischen und sie schnell in ein sterilisiertes Nährzu bringen. Damit ist jede Art einzeln eingefangen, soliert, und er enthebt getzesheh. Der Bakteriolove unternimmt noch einen weiteren Versuch:„Um Idnen die Sgärsez, böce persönlich zu zeigen, färbe ich sie künstiw., n kleiner Aufstrich einer Bazillenschnur auf einem dünnen Glasplättchen— ein Tropfen Anilinfarbe.“ Das ergibt eine Färbung, die auch die Wassersoülung zur Entfernung der überschülliden Farbe aushält. Nun an das Mikroskov! In endlosen Reiben liegen die Bakterien da. Vor wenigen Minuten haben sie von nichts als„Fraß und Liebe“ gejetzt sind sie steif und unbeweglich. Stäbchen, leicht abgerundet, tot. Anilin löschte ihr „Aber lebend kann ich er Ihnen auch beigen.“ Der Bakteriologe macht einen hängenden Troofen, das heißt: er weicht den Abstrich aus der Kultur in etwas keimfreiem Wasser auf und bringt mit der Platinöse einen Tropfen auf ein dünnes Deckgläschen, drebt es um und klebt das Gläschen an den Rand eines ausgehöhlten Glasplättchens. so daß Schwebe bleibt. Dann ist wieder das Mikroskoo nötig: tausendfache Vergrößerung. Der Lichtkegel wird gerichtet, und schon sehe ich das Getriebe, die Aufregung im Wassertropfen. Schwachbehellte Räuber schießen durcheinander. Ein Hervorprallen, Anstoßen, ein Durcheinander, Lebenswille. Lebenslust, eine aufgeregte Welt. Eine winzige Welt, doch nicht weniger erstaunlich und genial in sich, als die unserige! Fa An D TM Wencht eufl.- elieimnadtrenen imn eibermiechen Gegeihuet Von Peter Wobin geht die Jagd? In die„Gründe" der Mikrokosmos, in die Sümpfe einer unsichtbaren Welt, einer biologischen Unterwelt, deren Angebörige in ihrer Kleinbeit eine natürliche Tarn= kappe haben und vor unserem Auge geschützt sind. Eine Unmenge wohl begrenzter Bakterienarten silt sich in das Reich der als Jaodgrund ausersehen haben. Wasser, Luft und Erde. jede Brotkrume, jedes kleine Fleischteilchen, das sich zwischen unseren Zähnen festgesetzt bat, ist„Siedlungsland“ für die Arbeitskolonnen der Bazillen. Den Grundsatz des Kinberrichtung haben b6 Bies, Walfe iu, gampf nisches Mittel, als grimmigste#wfse im ums Dasein gewählt. Und es gibt keine konzentrierteren Gifte als die der Bakterien. Es sind Etweißdolche, die den Menschen von innen heraus, vom Blute her, treffen.„ Auf gutem Nährgrund wächst vas kleine Bazillenwesen zu einer Normalgröße. In sich eine woblgeordnete Welt organischer Stofflichteit, ein kleinstee Protovlasmabers, das zusleich##virn und Sinnesorgan ist. Gegenwart und Zukunft eines Stammes in sich trägt. Von außen her in die dännste Wand der Boristzpigitr 3a g tget das Fremde: Blut oder irgend densform hatte. Der Bazillenleib sondert spaltende Säfte ab. so daß zwischen Leib und Beute eine gans dünne Schicht Lösung steht und Fremdtellchen in das Innere des Basillze vieht, dier wird es dem System angeschlossen. Der Dueillenleib schnürt sich zusammen. Er bildet in einem Schlauch= oder seinem Kugelkörper eine Zwischenwand, nachdem er vorher das Erbgut an den Polen besammelt dat.„Zwillinge“, swei gleich junge Einzelwesen, lehnen sich gneinanver und stehen in frischer Kraft im Mikrokosmos. Wer ist Vater, wer ist Mutter? Diese Frage kann ja nicht gestellt werden, weil der Bazillus die Geschlechtsaufteilung. Zeugung und nicht kennt. In seiner Kleinheit arbeitet er nach den rationellsten. sparsamsten Grundsätzen, muß er doch mit seinen Energiemengen auf kleinstem Bersbol: Raume rechnen. Die Natur gab ihm den SpalDie Wachotamsueigung der Bospern i. eher groß. Ganze Reiben schlieben sich, wenn sie ibr Nährbett gefunden baben. Kette schließt üch an Kette. Sie geben an jedes Sein verändernd, da vergiftend. sich von der Erstarrung der Milch bis zur Zersetzung des Herbstlaubes. Sie zernagen chemisch, Aber man sinat Die Vaniken, wristsrete be um so idre Gebeimnisse zu ergründen.„ Sehen wir uns in einem Laboratorium um, dur zugleich Gefängnis und Sanatorium für unser „Wild“ ist. Ein Raum mit viel Glas, glatte, helle Wände und fugenloser Boden. Drüben steht ein großer metallener Schrank, aus dessen Oberteil ein Thermometer ragt. Elektrischer durchtieselt die harte„Wohnung" und bringt eine abgestufte Wärme in ihr Inneres. Eine Glastür glänzt uns entgegen. Dahinter stehen in kleinen Gestellen die Reihen von daumwollverschlossenen Kulturgläschen. In diesen Gläsern, auf starren oder flüssigen Nährböden, züchtet der Bakteriologe die Bakterien. Er hat seine Beute nicht vernichtet, sondern säuberlich artweise geordnet und z. B. auf weichen GelatineGallerten oder in Fleischwasser gebettet, ihr mit Absicht beste Daseinsbedingungen gegeben, damit sie ihrem Lebensdrang ungestört nachgehen können. Auf diesen Schafen. Nähroberflächen, wachsen die Bazillenreihen ins Sichtbare. Ihre Leiber bilden eine Brücke aus dem Mikrokosmos ins wahrnehmbare, denn Millionen einzelner Bazillenwesen gingen aus der kleinen, gefangenen Beute hervor. So unsichtbar sie im einzelnen auch sind— in Reih und Glied, als Heer, werden die Bazillen doch schließlich deutlich. Genau wie wir aus fünftausend Meter den einzelnen Menschen nicht mehr sehen, dagegen ein Riesenheer vielleicht als Pünktchen erkennen. Wir sehen Unterschiede der Bazillenformationen. Die eine Art wächst als„Heeresstärke Gelb“. 9 S S SS gS S PDSE S S8 55 STTEE a 5 De Untertherr?..“ G Beilage zur Schwerter Zeitung PienPelondsskiaraler! Roman von kaut Klain Urheber-Rechtsschuts: Drei Quellen-Verlag. Königsbrück(Bes. Dresden „Haben das Sperlinge gern?“ fragt sie Vielleicht. Man muß es einmal versuchen.“ Sonne flimmert in Millionen Funken im Wasser. Die Wiese duftet und strömt ihren bed„Peihchens, aus dem Schif steige. Moll des Weivu##ns, aus dem Schilf steigen einen langen Triller folgen. Vom Himmel herunter stößt mitten über dem Fluß eine Bekasfine in jähem Bogenflug, fängt sich wieder auf und fliegt querfeldein. Fern vom Dorf her weht Hundegebell. Peter hat sacht seinen Arm um das Maochen gelegt. Der Zauber dieser Stunde spinnt beide ein, macht sie stumm und läßt ihr Blut leise klingen und rauschen. Lisel schmiegtz ihge Wange an Peters Schulter, fester umschungt sie sein Arm, daß sie das Gesicht aufhebt und nun ganz nah ihm in die Augen sieht. Perer spürt das feine Flimmern in ihrem Blick, das leise Zittern um ihren Mund, der sich ein wenig geöffnet hat. Es ist etwas unendlich Rührendes in diesen klaren, von einer verhaltenen Sehnsucht durchwärmten Zügen. „Lisel— Bruchmädel— wie hell muß euer Spätzlehaus sein, wenn dein Blondkopf den ganzen Tag drin leuchtet!“ Peter atmet den Duft ihres Haares und versinkt in die bunte, traumhafte Verworrenheit eines süßen Rausches. „Lisel— schöne Lisel— ich glauve, ich könnte dich sehr— sehr lieb haben.“ Ganz offen und blank und himmelblau ist ihr Blick zu ihm aufgeschlagen. Der Traum dieser Mittagsstunde, die sanfte Hingegebenheit der Wiesen ringsum, das ganze einsame, still reifende Land bis hinten zum zerfließenden Horizont— es lockt und winkt und schimmert und ergibt sich in diesen Augen. Es leuchtet wider in dem aufbrechenden Lächeln um den Mund, es zittert in den schmalen Händen, die sich wie von selbst aufheben und um Peters Schultern legen. Das Bruch„Liebe kleine Lisel“, flüstert Peter ergriffen und zieht ihr Gesicht zu sich empor. Dann küßte er sie. Der rote Mund zuckt ein wenig, aber das ist nur einen Herzschlag lang, danach schenkt er sich willig und ergeben der ersten berauschenden Zärtlichkeit, die diese Stunde ihm be! E s d a u e r t s e h r l a n g e, b i s P e t e r s i e f ü r e i n e Weile freigibt. In diesem Augenblick fällt ihm wohl ein, wie er sie vorhin erst vom Hügel am Ufer aus bemerkt hat, und aus diesem flüchtigen Gedanken heraus fragt er: Sag mal, warum heißt her Hügel da hinten eigentlich die Dragonerschauge:“ „Ach,“ antwortete sie, eng an ihn angelehnt,„das ist so eine alte Sage. da hätten im Dreißigjährigen Krieg kaiserliche Dragoner quartiert; es soll damals dort Höhle gegeben haben. Und von da aus sollen sie ihre Beutezige im Aperrligerher, paur unternommen haben. Aber der Berg wohl viel großer als heute.“ Peter lacht leise und zieht sie wieder an sich. !„Kann schon stimmen, Lisel. Vielleicht bin ich ein Nachkomme von jenen Dragonern, wie? Ich hab’ mir ja auch meine Beute von jenem Hügel aus geholt. War es gut, daß ich dort stand?“ Lisel flüstert sehr leise: „Ja, es war gut so, Peter.“ Und ihre Lippen schenken sich von neuem. Der alte Weidenbaum über ihnen knistert mit seinen schmalen Blättern im Wind, es raschelt im Schilf, Kraut und Gras duften im Sonnenglast. Das Bruchmärchen geht um. Zweites Kapitel zupfen, das Federvieh versorgen, Wäsche zu flicken, ein bißchen zu waschen, ach Gott, es ist so mancherlei. Aber zum Abschied vieneicht— ja, das könnte schon sein. Sicher aber sei das auch : N a, d a m u ß m a n a l s o b e s c h e i d e n s e i n. ! E s s t i m m t s c h o n, d i e L i s e l h a t r e i c h l i c h z u tun. Die paar Stunden am Vormittag mit den Ziegen auf der Weide, wenn gutes Wetter ist, sind alleweil wie ein Himmelsgeschent, Man kann auch die Mutter nicht gar so kan allein lassen. Die hat heute schon so merkwürdig geschaut, als sie verspätet von der Haben Mütter wirklich so scharfe Augen? denkt Lisel und hat nach dem Essen schnell den Waschtrog auf den Herd gesetzt und si#c an die Arbeit gemacht. Frau Ullrich 9 v. Aoh, Heuizgere Sie ise eune Faum in schl ben Ke. be Aaihe de aic gu. se ee nicht so fleißig wäre, denn der Spitzen und Nähereien, die sie für ein Geschäft in der Kreisstadt anfertigt, ist der eir zige Verdienst, von dem sie und die Lisel leben. Der Rann, ein visherg gu. Guhl, auf dem Gut, das jetzt dem Bauer puhmann gehört, ist vor acht Jahren auf dem (Felde vom Blitz erschlagen worden. Und es war immerhin noch gut, daß er sich vorher das kleine Häuschen hatte kaufen können, das am äußersten Ende des Dorfes stand. Wirklich, groß war es nicht. Ein Flur, eine Stube, eine lehmgedielte Küche, dos wor Herrlichkeit. Und dennun war aues licht, hell und mollig in diesem Spätzlehaus. Schneeweiße Gardinen hängen vor den Fenstern, der alte Hausrat ist piksauber, denn da wischt Mutter Ullrich jeden Tag jeder Stäubchen ab, und in dem Gärtchen dem Haus herrscht eine Ordnung in den Beeten und den Blumenrabatten, daß man seine Freude daran haben kann. ! Das ist also das„Spätzlehaus“. Wie aber das Lisel, dieses schlanke, ziersiche Ding mit dem Königin=Luise, Gesicht, gierh. gekommen ist, darob verwunoert sich Mutter Ullrich im stillen heute noch. Es ist gerad' wi ein Wunder. Aber manchmal schafft halt der Herrgott solche Ueberraschungen. Das Lisel nimmt den Waschtrog vom Feuer und trägt ihn auf den Hof. Rero schaut zu, wie unter ihren flinken, reibenden Hände. der Seifenschaum fliegt. Sonst singt das Lisel bei solcher Arbeit, aber heute will's ihr nicht so recht damit gelingen. Heute gehen so ganz andere Gedanken durch ihren Kopf, ganz neue Gedanken, die sie nie zuvor gehabt, und manchmal fliegt eine rote Blutwelle über ihr Gesicht, und sie hält inne und steht in d Weite, lauschend, mit großen Augen, als höre sie irgendwo eine Melodie. Und es ist nur das feine Klingen und Singen in ihrem eigenen Blut, das so heiß durch ihr Herz vocht.—— Der Abend dämmert herauf. Peter sitzt im Dorfkrug vor einem Bier. Er hat immer wieder seine überzählt, aber es wird wichangesgerage 15 bes dr uch Be 36 5. kann, spätestens am Aberyp, zinen Tag länGar kein Gedanke daran, no., men ger, geschweige denn zwei, Urlaub zu nehr Es it ein ommwer, murmelte er schlieblich Vo, denn picht, Wirt, noch eine von die mißvergnügt.„Herr Gilt, 1c sen netten Mollen!“ Das wenigstens kann er noch bezahlen. Eigentlich verrückt, sich so Hals über Kopf in ein kleines Mädel zu verlieben. Er schüttelt erstaunt über sich selber den Kopf. Jedenfalls: Es scheint wirklich so etwas zu geben! Und nicht nur in netten Romanen. Komische Sache! Als es dunkler ist, macht er sich auf den Weg. Wohin? Natürlich zum Spätzlehaus. Zweimal am Tage ist er schon dort vorbeigegangen und hat am Fenster den grauhaarigen Kopf einer alten Frau gesehen. Das muß wohl Lisels Mutter gewesen sein. Ob Lisel am Zaun stehen wird, oder ob er einfach nach ihr fragt?„Komm nur vorbei,“ hat sie gesagt, als sie sich mittags trennten, „in unserm Rest findet man sich schon.“ Schön, also wird er vorbeigehen. Er holt vorher die Laute vom Heuboden herunter, die er immer auf Wanderschaft mitnimmt, und tigert los. Run ist es schon ganz dunkel. Im Dorf ist kein Mensch mehr zu sehen. Hinter den Zäunen flüstert es hier und da. Manchmal schlägt ein Hund auf einem Hof „Na, da werde ich am Ende noch zu spät kommen, und die Lisel liegt schon in der Falle“ brummt Peter vor sich hin. te gehen ja hier mit den Huhnern zu Bett.“ Er beschleunigt den Schritt und steht bald darauf vor dem Spätzlehaus. Natürlich ist alles dunkel hinter den Fenstern. Peter streicht wie eine Katze am Zaun entlang. Ein paarmal hin und her. Nichts zu sehen und zu Prrn. Er geht um den Zaun herum, denn einen Nachbar gibt es nicht. Das kleine Anwesen erstreckt sich von der Chaussee aus ein Stück ins Wiesengelände hinein. Dort liegt auch das Gärtchen. Eine Haselnußhecke bildet hier den Zaun. Vielleicht, daß sie hier wo sitzt? denkt Peter. Leicht gesagt: Man wird sich schon finden! Man müßte einfach rüber— fertig! Er hat wirklich nicht übel Lust dazu, aber der Gedanke an den kriegerischen Nero hält ihn fürs erste zurück. So ruft er denn keise, gevampft:„Lisel— Lisel!“ Richts. „hm—“ Er lehnt sich an einen Pappelstumpf, über den er beinahe gestolpert wäre. Was nun? Das Lisel kann ihn doch nicht zum Narren gehalten haben? Ach— Unsinn! Man braucht doch nur an dieses junge, fromme Gesicht zu denken, an diesen Kuß, den sie vielleicht zum erstenmal in ihrem Leben verschenkt hat, um zu wissen: Die hält keinen zum besten. Perer lächelt vor sich hin. Ach was, er wird sie schon wecken, wenn sie wirklich schon zu Bett gegangen sein sollte. Er hängt die Laute bequemer zurecht, streicht ein bißchen über die Saiten, denkt eine kurze Weile nach, was er wohl spielen könnte, und da fällt ihm auch schon ein kleines Lied ein, das ihm sehr gut in diese Stunde hineinzupassen scheint. So klimpert er also los und singt mit gedämpfter, gar nicht unübler Stimme die Worte dazu: „Wenn auf dem Feld die Schnitter sind, Die Sensen dengeln und der Wind Weht über Feld und Wiese, Da lieg' ich unterm Himmel lang und denk' bei Sichelkling und=klang An meine blonde Liese. Wie sie so fein und zierlich ist Und gar so genierlich ist, Mit mir am Tag zu gehen; Denn Max und Hans und sonst so wer Sind gar gewaltig hinterher und könnten uns ja sehen. Doch mich geniert das weiter nicht, Ich fürchte nicht das Sonnenlicht, Hab' ich sie nur alleine. Und ist sie noch so arm und scheu, So ist sie mir doch lieb und treu, So lieb und treu wie keine. Doch kommt der Abend dann heran Und ist die Arbeit all getan Auf Hof und Feld und Wiese, Dann horchen wir noch stundenlang Auf unsrer Herzen Kling und Klang, Ich und die blonde Liese!" Ein kräftiger Schlußakkord noch hinterher — in der Stille und Dunkelheit versinkt das Lied. Aber nein, da kommt ein Echo! Und es ist gar kein Zweifel, daß es hinter der Haselnußhecke hervorkommt und daß es leise, kaum hörbar ruft: „Peter— Peter!“ Den durchfährt ein warmer Schrecken. Das ist doch Lisels Stimme? Er wittert in die Finsternis hinein. Dann nimmt er einen Anlauf und jetzt— hoppla!— mit einem famosen Hürdensprung über die Hecke hinüber. Die Saiten der Laute klimpern dabei wie von selbst, als ob sie leise und fröhlich kicherten über die romantische Verliebtheit dieser jungen Menschen. Peter tut noch ein paar Schritte— da schimmert Lisels Gesicht aus dem Dunkel heraus. Ein leises Flüstern: „Hast du mich endlich gefunden, Peterlein?“ „Ra warte, dich so zu verstecken.“ „Dafür hab' ich ein feines Lied zu hören gekriegt, Peter.“ „War's fein, Lisel?“ „Ein richtiges Zauberlied! Ganz still hab' ich gesessen— aber nachher hab' ich einfach rufen müssen, du—“ „Und wenn ich die Laute nicht gehabt hätte, hätt' ich also wohl noch immer hier herumpirschen können, wie? Du, das kostet schwere Strafe!" „Sie wird doch zu ertragen sein, Peterlein?“ „Das wird sich zeigen!“ Er nimmt sie in die Arme, und es zeigt sich, daß die Strafe wirklich zu ertragen ist. Sehr still ist es in dem Gärtlein hinter dem Spätzlehaus. Der Wind geht ein bißchen durch das Gesträuch und die Baumkronen, vom Flußufer her quaken die Frösche, und in dem Raunen und Wehen der duftstarken Dunkelheit ist wohl eine Melodie stehengeblieben: „Dann horchen wir noch stundenlang Auf unsrer Herzen Kling und Klang, Ich und die blonde Liese.“ In dieser Nacht weiß Peter Himmelreich, daß er die kleine Lisel, die ihm ein geheimnisvoller Wille des Schicksals zugeführt hat, nie vergessen wird, und wenn er zu ihr sagt:„Ich komme wieder, ich komme bestimmt wieder,“ so fließt das aus der tiefen Ehrlichkeit seines Herzens. „Ich will dir glauben, Peter,“ antwortet Lisel still,„wenn man auch an Märchen nicht clauben soll.“ Er hält ihr rasch den Mund zu. „Und du wirst immer auf mich warten!“ „Ich weiß mir nichts Besseres, Peter.“ Zwei Menschen unterm nächtlichen Himmelszelt— jung und voll frühlingsfroher Hoffnung und Stärke, voll Zuversicht und der ewigen Sehnsucht der Jugend. Da ist jedes Wort wie ein Gelöbnis und jedes Schweigen wie ein Schwur.— Am nächsten Abend fährt Peter ab. Er muß noch eine halbe Stunde bis zum Bahnhof laufen, aber das macht nichts. Lisel läuf mit ihm. Sie hat sich von zu Hause davongestohlen, um ihm nachher noch von der Bahnschranke aus nachwinken zu können. Sie sprechen unterwegs nicht viel, aber jeder empfindet, daß es schön ist, so nebeneinander dahinzulaufen und sich manchmal an den Händen zu halten. Wenige Minuten vor Abgang des Zuges kommen sie an. Es ist ein schnelles Abschiednehmen, und darum ist jedes karge Wort, das sie sich noch sagen, inniger und tiefer und sinkt jedem weiter ins Herz. „Nicht vergessen, Lisel!“ „Kein Wort, Peter!“ „Ich werde schuften zu Hause, toll werde ich arbeiten, daß ich's bald irgendwie schaffe. Wird schon klappen!“ Lisel streicht ihm sanft über die Wangen. „Ich danke dir für alles, Peter.“ Da läuft schon der Zug ein. Die Schaffner pfeifen und lamentieren ein bißchen, trotzdem bloß fünf oder sechs Leute einsteigen wollen. Der Stift vom Bahnhofsrestaurant läuft nutz. los mit seinem Tablett voll halbgefüllter Biergläser am Zug entlang, Peter rennt durch die Sperre. Lisel läuft aus dem kleinen Bahnhofsgebäude heraus, um die Ecke, eine Minute weit, wo die Schranke vor dem Schienenübergang heruntergelassen ist. Mit beiden Händen winkt sie ihm zu, als der Zug nun vorüberfährt. Peter steht am Fenster und schwenkt die Mütze. Er ruft irgend etwas herüber. Lisel winkt und winkt. Sie winkt noch, als die roten Schlußlichter des Zuges um eine Kurve biegen. Dann dreht sie sich um und rennt davon, zurück in die Dunkelheit der Chaussee. Es ist nicht viel, was über sie in den letzten beiden Tagen hereingebrochen ist. Ihr Herz ist aufgewacht! Und es ist dennoch sehr viel: Denn in diesem Aufwachen ist das erste Wunder und die erste Erschütterung eines neuen Gefühls, das ihre Seele wie mit einer süßen Trunkenheit erfüllt. Atemlos kommt sie zu Hause an. Aber sie mag noch nicht ins Haus gehen. Sie wandert durch den Garten wie benommen, sie hat die Hände über dem Herzen gefaltet, sie summt ein paar Worte vor sich hin in den lauen Wind:„Auf unsrer Herzen Kling und Klang.“ Ein leises Lachen springt ihr über die Lippen, das plötzlich in einem Schluchzen abreißt, und dann wirft sie die Arme in einer wilden Aufgelöstheit um den Stamm eines jungen Kirschbaumes und schmiegt ihr Gesicht an die kühle Rinde. So steht sie lange. Die Lisel aus dem Spätzlehaus lauscht auf das geheimnisvolle Pochen ihres Blutes und auf das Steigen der Säfte im Kirschbaum, und erschauernd fühlt sie, daß nun beides einer Erfüllung entgegenreifen muß, gegen die sich nichts auf der Erde wehren kann. Sie blickt zum gestirnten Himmel empor. Die Sterne tanzen ganz sacht und blinzeln. Drittes Kapitel „Die Fahrt scheint dir ja mächtig bekommen zu sein, mein Junge!“ Fritz Rübesam grinst unverschämt und ein bißchen neidvoll. Er sitzt auf einer Kiste, die in diesem Mansardenloch die Bibliothek darstellt, und ist damit beschäftigt, sich mit viel Spucke und wenig Wichse die Stiefel zu putzen. Im übrigen ist er ein junger, untersetzter Mann mit einer mächtigen Haarmähne und ziemlich ostentativ abstehenden Ohren. Er ist überzeugt, einmal ein ganz großer Musiker zu werden, vielleicht erster Kapellmeister an der Staatsoper oder berühmter Komponist und so. Vorläufig ist er noch Musikstudent im sechsten Semester und spielt des Abends irgendwo in einem Kaffee sentimentale Schlager für ein paar Mark, damit er die Vorlesungen bezahlen kann. (Fortsetzund folgt) * die männer amdenihel Reportage von Kais Bahnmüller Im Näherkommen spürt man einen scharfen, brandigen Geruch. Es geht durch eine schmale Gasse.„Fabrik für Hohlglaswaren“ steht auf einem verblaßten Schild. Dann öffnet sich eine große, düstere Halle. Unter ihrem Dach hängt eine unruhige Dampfwolke, Bläuliches Licht sickert von oben herab. Auf den verrauchten Wänden spielt mit huschendem Flimmern der Widerschein des Feuers, der aus einem Dutzend kleiner, weißglühender Löcher dringt. Der Ofen, ein runder, wuchtiger Block, strahlt eine trockene Hitze aus. Und während es von hinten, aus den scheibenlosen Fenstern kalt über den Rücken streicht, fühlt man die Luft vom Ofen heiß und sengend heranwallen. Es riecht nach Soda, nach brennendem Holz und ganz durchdringend nach dem unbestimmten, beklemmenden Geruch von Gasen. In den Löchern brodelt es, unaufhörlich züngeln die Flammen, feurige, sonnenhelle Schwaden schweben von unten nach oben, und ihr Leuchten schlägt grell heraus. Das Glas steht flüssig in seinen Häfen, vom Feuer zitternd umspielt. Schwächer ist die Glut in den Kühlöfen, die an den gegenüberliegenden Wänden sitzen. Ein, dunkler, träger Rauch steigt aus ihren Luken und kreist allmählich dem Dache zu, das droben im Ungewissen hängt. Zu ebener Erde und auf der Rampe, „Rüstung“ geheißen, die rund um den Frittofen läuft, herrscht ein tolles, atemlos bewegtes Leben. Was da geschieht, ist von Geheimnis umwittert. Der wirklichen Vorgänge ist nur schwer habhaft zu werden, am Anfang bleibt alles nur ein Bild. Schön wie helle Lampions schweben glühende Gebilde ins Dunkel hinauf. Ihr Leuchten schwindet langsam, nun brennen sie wie schwankende Schiffslaternen in der Nacht, und ein wenig später scheint es, als drehten sich hier die schier erlöschenden Lichter eines armseligen Karussells. Die Gestalten der Glasmacher, wie sie da in verwirrender Eile hantieren, von unruhigem Lichte bestrahlt, von Schatten übergossen, Zauberern und Hexenmeistern gleich, haben etwas Unirdisches an sich. Da sie Gestaltloses ergreifen und ihm Form geben, folgert man, müssen sie auch schöpferischer Kräfte teilhaftig sein. In der Nähe sehen die Glasmacher freilich menschlicher aus. Da arbeitet zum Beispiel einer in einem blaugestreiften, schweißnassen Hemd. Die Brust, die nackten Arme sind der Hitze preisgegeben. Er geht barfuß auf klappernden Holzpantoffeln. Glassplitter knirschen unter seinen Tritten. Die Hosen, mit einem Niemen um den Leib gebunden, flattern an seinen nackten Beinen. Manchmal greift er hinter sich nach einem großen Gefäß mit Wasser und setzt es an den Mund. Er achtet nicht darauf, daß ihm dabei das Naß auf die Brust tropft. Zu vieren halten sie sich jeweils an eines der Ofenlöcher: der Stuhlmacher, Gehilfe, Kölbelmacher und der halbwüchsige Einträger. Sie gehören zusammen, teilen sie sich doch den Gang der Arbeit und den Erlös. Der Kölbelmacher beginnt. Er nimmt die Pfeife, ein mannslanges Rohr, das wichtigste Handwerkszeug in der Glashütte, und schiebt sie in den Ofen. Er schöpft ein wenig zähflüssige Glasmasse, soviel eben am Pfeifenende haften bleiben will. Das Werkzeug dreht sich dabei. Der Mann scheint zu spielen, doch ihm ist es um die Rundung der Masse zu tun. Eine kleine, glühende Kugel entsteht, das„Kölbel“, das vom Atem des Glasmachers unter unaufhörlichem Drehen ausgehöhlt wird, und nun wandert es, schon zum Gefäß geworden, an der Pfeife hängend zum Gehilfen. Der taucht es von neuem in den brodelnden Hafen. Ein wenig Masse setzte sich an. Jedoch, was da zuvor Gestalt annahm, will, von der Hitze in Fluß gebracht, wieder ins Gestaltlose zurück. Dem wirkt das unaufhörliche Drehen entgegen. Es sammelt und befestigt, was sich eigentlich verströmen möchte. Nun aber kann das Gefäß, dem die Zähne ausgetrieben wurden, weiter gedehnt werden. Es empfängt den Atem des Gehilfen, und es muß ihn, so mächtig er auch einströmt, bewahren. Dem Gefäß bleibt, von innen getrieben, von außen durch das Drehen in der Form gehalten, nichts weiter als zu wachsen übrig. Unterdessen hat es der Stuhlmeister übernommen, der behutsamer mit ihm umgeht. Die Hände, die da am Werke sind, wissen das Leichteste zu wägen und den leisesten Druck zu spüren und zu geben. Allmählich wird die formende Absicht offenbarer. Indem er das leuchtende Gebilde, die Kugel an der Pfeise, sachte schwenkt, hinauf und hinab, zieht es sich, von seiner eigenen Schwere gezogen, in die Länge und wird zum Krug, zum Becher oder zur Flasche. Was zur Schale oder zur Schüssel werden soll, empfängt am Bock einen sanften Druck, und siehe, das Oben senkt sich herab, das Unten steigt hinauf, und die Mitte wächst in die Breite. Doch nicht jede Gestalt kann auf so freiformende Weise entstehen. Oft bedarf es des harten Zugriffes von außen, der pressenden Gewalt hölzerner Formen. Sie empfangen die vorgeformte Masse mit einem klagenden Zischen und geben doch nicht nach. Fest umspannen sie das Fließende, das in dieser kühnen Umarmung selber zum Festen wird. Und nun noch ein leichter Schlag auf die Pfeife. Es löst sich das Gefäß und droht zu fallen, aber der Einträger ist pünktlich zur Stelle und bringt es auf einer Gabel eilig und doch mit aller Sorgfalt in den Kühlosen. Pausenlos fast geht es weiter. Neue Kölbel sind unterdes entstanden. Drei, vier Pfeisen gehen reihum. Das Halbgeformte aber drängt zur Vollendung, denn anders würde es mißraten. Unablässig werden die Pfeifen gedreht, sie steigen mit dem glühenden Kölbel hinauf und hinab. Und die Hitze läßt nicht nach, die Gase hören nicht auf zu strömen, und immer weiter kreisen die Schwaden trägen, dunkken Rauches in die Höhe empor, dem Dache zu. Draußen aber weht ein scharfer Wind. Er trägt die reinen, sanften Gerüche der Wälder in sich. Klar und gläsern ist der Himmel. Das Kulder des Rerducmes Dom Gesellschaftsieben der Siere Von Professor Dr. Bastian Schmid Plötzliche und dauernde Ansammlungen von Tieren. von einigen wenigen bis zu großen Massen, sind keine Seltenheit. Die Ursachen sind oft sehr verschieden, ihre Zusammenhänge meist äußerlich, mitunter auch innerlich und dann stark gefestigt. Massenansammlungen bedeuten noch nicht Vergesellschaftung. Diese ist stets Neigung zu Zusammenschluß und inneren Bindungen, während die Massenansammlungen durch äußere Umstände hervorgerufen werden. Wenn beispielsweise Millionen von Leuchttierchen(das sind stecknadelkopfgroße Geißelinfusorien) ihr prächtiges. grünlich phosphoreszierendes Licht des nachts über das Meer ausstrahlen, so beruht das nicht auf einem inneren Zusammenhang von Tier zu Tier. sondern aller Wahrscheinlichkeit nach chemischen Oxydationsvorgängen. Das plötzliche Auftauchen Tausender und Abertausender von Quallen liegt wohl in bestimmten Helligkeits=, Druck= und anderen physikalischen Verhältnissen begründet. Anders ist es schon mit den gewaltigen Zügen der gewöhnlichen Wanderheuschrecke, einer der gefürchtetsten Pflanzenschädlinge Afrikas und Westasiens. Eigenartigerweise wandert nicht nur das fertige, geflügelte Insekt. sondern auch die Larve. Züge solcher Tiere bezwingen das verschiedenartigste Gelände, kommen aber selbstverständlich nur langsam vorwärts. während die geflügelten Heuschrecken, für die selbst das Wasser keine Grenze zieht, in ihren Millionenschwärmen Riesenstrecken zurücklegen können und verschiedentlich schon bis weit nach Deutschland hineingedrungen sind. Diese Massenerscheinungen unterscheiden sich von jenen der Leuchttierchen und Quallen bereits durch eine äußere Verbundenheit der Individuen. Es liegt ihnen etwas Seelisches, besser gesagt: Tierhaft=Urseelisches zugrunde, das man mit„Aggregationstrieb" bezeichnet. Auch taucht schon beim Einzelwesen, und zwar innerhalb solcher gewaltigen Massen. der Nachahmungstrieb auf. Muß doch jedes Individuum des mit einer erstaunlichen Gleichmäßigkeit dabinziehenden Riesenheeres von Heuschrecken dieselbe Geschwindigkeit und gleichgerichtete Bewegung annehmen. Wenn wir gerade das Glück haben, in unserer Heimat ein schwingendes Band in ungleich kleineren Ausmaßen zu sehen, nämlich den Zug unserer vierfleckigen Libege, so handelt es sich auch da bereits um triebhafte Erscheinungen. Nebenbei gesagt geht diesen Wanderungen zunächst ein Massenschlüpfen flugreifer Libellen und deren Formung zu einem Schwarm voraus. Auf etwas höherer Stufe steht die Vereinigung der Heerwurm=Trauermücken=Larve zu einem meterlangen, mitunter noch längeren Band: Dem in frühen Zeiten als unheimlich empfundenen Heerwurm. Hunderte. wenn nicht tausende solcher Larven. die zunächst frei leben, vereinigen sich en einer Kolonne und ziehen in frischem Bewegungsdrang, wohl auch durch den Nachahmungsdrang veranlaßt, wie eine Schlang= durch den Wald. Was der Bewegarund zu dieser Massenvereinigung und=bewegung ist, weiß man nicht. Bindung und Nachahmung zeigen sich noch deut. licher bei unserem Prozessionssoinner. Dadurch. daß jedes Tier der Kette mit seinem Kopf das Leibende seines Vorgängers berührt, wird die Kolonne vollständig geschlossen. Ein Leittier gibt es hier nicht. Wie stark der Zusammenhalt dieser Raupen ist, hat Fabre gezeigt, indem er die Kette in die Kreisordnung zwang. d. b. das erste Tier an das letzte der Reihe anschloß(die Tiere mußten um den Rand einer umgestürzten Schüssel laufen). Das vorher erste hatte also das letzte vor sich. Sieben Tage lang lief dieses Pervetuum mobile, insgesamt 335mal im Kreise bis infolge eines Zufalls die Kolonne sich auflöste. Nachahmungstrieb und Verbundenheit dieser Raupen erinnern uns an das Verhalten mancher höheren Tiere, wie der Schafe. Diese weiden meist in Gruppen oder in Herden. Die binteren folgen den vorderen, obwohl ihnen ein Weiden in gleicher Front mehr Futter verbürgen würde. Dern wer weiter vorn ist, hat mehr Auswahl und reißt vom Besten nur die Spitzen ab. Wie tief in diesen Tieren der Nachahmungstrieb wurzelt, zeigen folgende Beispiele: Vor einer Reihe von Jahren dirigierte ich im Einverständnis mit einem Schäfer eine ganze Herde über einen schmalen Wassergraben von 30 bis 40 Zentimeter Breite. Dicht gedrängt sahen die