Die„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich sechs mal. Bezugspreis wöchentl. 45 Pfg.(einschl. Trägerlohn). Einzelnummer 10 Pfg. Geschäftsstelle Gr. Marktstraße 3—5. Postscheckkonten: Dortmund 2852 und Hannover 21374. Verantwortlich. Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke. Verantwortl. für d. gesamt. Texteil: Heinz Friedrich Kamecke. Für den Anzeigenteil: Hans Linner; sämtlich in Schwerte. Druck u. Verlag: Cael Braus, Schwerte=Ruhr.— Tel. 2770 * Schwerter Zeimatblatt= Anzeigenpreise: Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 mm breit) 6 Pfg. Familien=, Vereins= u. amtl. Anzeigen 4 Pfg. Reklame: Millimeterzeile 20 Pfg. Nachlässe nach Tarif 9 a. Für telefon. aufgegeb. Inserate übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeseh. Betriebsstörung., hervorgerufen durch höh. Gewalten, übernehmen wir keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen d. Zeitung u. kann auch keinerlei Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden. Tageblatt für die Htadt Hchwerte, die Amter Westhofen Ergste. Einzige in Hchwerte gedruekte Tageczeitung Schwerte(Kuhr), Dienstag, den 9. Oklober 1934 67. Jahrgang Nr. 236 900 Teis und 2000 Verlehte in Spunten? Entspannung der Lage- Ueberall Abflauen des Streiks und der Kämpfe Lerrour Sieger Lagebericht der Madrider Regierung Am Montagnachmittag wurde von der Mabrider Zentralregierung ein kurzer Bericht über die Lage in Spanien durch Rundfunk bekanntgegeben. Danach herrscht in der Hauptstadt wie in den übrigen Revolutionsgebieten der Halbinsel Ruhe. Dieser amtlichen Mitteilung zufolge sind in Madrid sämtliche Geschäfte wieder geöffnet und die Lichtspielhäuser geben wieder ihre Nachmittagsvorstellungen. In den Straßen Madrids herrscht lebhafter Verkehr, und den Polizei= und Militärpatrouillen werden von der Bevölkerung Sympathiekundgebungen dargebracht. Straßenbahnen und Kraftdroschken verkehren jedoch noch unvollständig. Der Minister ohne Portefeuille im neuen Kabinett, Martinez de Velasco, der in Madrid an die Stelle des abgesetzten marxistischen Bürgermeisters getreten ist, ließ durch Rundfunk bekannt geben, daß diejenigen städtischen Arbeiter und Beamten, die bis Dienstag nicht zur Arbeit erscheinen, entlassen sind. An einer Stelle der Hauptstadt kam es Montag früh noch zu einer Schießerei, bei der ein Polizist getötet und ein anderer schwer verletzt wurde. Nach Mitteilung der Regierung kam es nur in vereinzelten Provinzorten noch zu kleineren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Revolutionären, wobei in Bilbao ein Todesopfer und eine Reihe von Verletzten zu beklagen waren. In Sevilla haben die Hafen= und Transportarbeiter ihre Arbeit wieder ausgenommen und lediglich die Bauarbeiter befinden sich noch im Ausstand. In Barcelona herrscht ebenfalls Ruhe. Straßen= und Untergrundbahnen verkehren wieder mit eigenem Personal. In dem Regierungsgebäude der Generalidad in Barcelona, in dem sich der Präsident Kataloniens ergeben mußte, wurden über tausend Gewehre, unzählige Bomben und Pistolen sowie einige Kisten Dynamit gefunden. In den Straßen Barcelonas werden begeisterte Hochrufe auf die spanische Republik ausgebracht und Polizei und Truppenabteilungen in ähnlicher Weise gefeiert wie in Madrid. Im übrigen macht die spanische Regierung darauf aufmerksam, daß die falschen Gerüchte, die fortwährend unter der Bevölkerung im Umlauf sind, jeder Grundlage entbehren und lediglich die von der Regierung ausgegebenen Bekanntmachungen die Sachlage in Spanien so schildern, wie sie wirklich ist. Gleichzeitig erhalten die Journalisten von der Regierungsseite die Aufforderung, über die Verhältnisse in Asturien nur solche Meldungen weiterzugeben, die vorher von Regierungsseite geprüft worden sind. Eine Verlustliste Nach einer Reutermeldung aus Madrid sollen sich die durch die revolutionären Unruhen der letzten Tage verursachten Verluste auf insgesamt 500 Tote und 2000 Verletzte beziffern. Der Verlauf der Kämpfe Nachrichten von amtlicher Seite zufolge beherrschen die Regierungstruppen auch den zweiten großen Unruheherd der letzten Tage, das Kohlenbecken von Asturien, wo die verhetzte Arbeiterschaft den Kommunismus aufgerufen hatte. Der Kreuzer„Libertad“ beschoß das Grubengebiet und trug damit wesentlich zur Einschüchterung der Aufständischen bei. Die Regierung ließ in der Nacht zum Montag in Madrid eine große Reihe führender Sostalgemokraten, vor allem die Führer der soTeebinaszen m Eertkbesahye gine fachz, Gerautengeung hoiten. h. onr. Nach zwölf Stunden schwieriger kettungsarbeit iebend geborgen Auf der Zeche Neumühl in Hamborn stürzten in der Nacht zum Samstag in einem Aufbruch zwischen der vierten und sechsten Sohle etwa 200 Tonnen Gesteinsmassen ab, wodurch die mit Gesteinsbohren beschäftigten Schießhauer Schneider und Putischke abgeschnitten wurden. Die Rettungskolonne konnte nach vielen Stunden zunächst eine Verständigung mit den Eingeschlossenen, die unverletzt geblieben waren, ermöglichen. Durch ein Bohrloch und eine Preßluftleitung wurden ihnen Nahrung und Erfrischungen zugeführt. Die Rettungsarbeiten wurden mit Eifer fortgesetzt und nach insgesamt zwölf. Stunden war es gelungen, die beiden Eingeschlossenen unverletzt zu bergen. Im Abwässerschacht erfickt Zwei Tote, zwei Verletzte Im Betriebe der Papierfabrik Tannroda bei Weimar, hat sich am Sonntag ein bedauerlicher Unglücksfall ereignet. Bei der Kontrolle einer Abwässer=Ableitung in einem Schacht wurde der Betriebsangehörige Kirchner durch Gase bewußtlos. Da am Sonntag der Betrieb ruhte, konnte der Unglücksfall nicht sofort bemerkt werden, so daß Kirchner erstickte. Bei den späteren Rettungsversuchen ist ein Betriebsmeister in Unkenntnis der Gefahr in dem Schacht ebenfalls erstickt. Zwei weitere hilfsbereite Einwohner von Tannroda liegen noch erkrankt danieder. Bei einem besteht keine Lebensgefahr. hirschhorner kaubmörder gefaßt Wie das Landeskriminalpolizeiamt Darmstadt mitteilt, ist es gelungen, in der Nähe der Haltestelle Hähnleib bei Alsbach an der Bergstraße einen Mann namens Bierbaum und eine Frauensperson festzunehmen, die im dringenden Verdacht stehen, den Raubmord in Hirschhorn begangen zu haben. Raszengrrunner in den Straßen Während des Besuches Mussolinis in Mailand stießen zwei Flugzeuge der Ehrenstaffel zusammen, stürzten ab und wurden völlig zertrümmert. Die beiden Piloten konnten sich durch Absprung mit dem Fallschirm retten. starke Abteilungen von Marxisten an den Arbeitsstätten ein, um Arbeitswilligen den Zutritt zu ihren Arbeitsstätten zu verwehren. ! In Katalonien, insbesondere in Barcelona, ist die Arbeit wieder aufgenommen worden. Pioniere arbeiten an der Wiederherstellung der Fernsprech= und Telegraphenverbindungen nach Asturien. Der Eisenbahnverkehr ist noch stark gehemmt, da in der Provinz verschiedentlich die Gleise aufgerissen worden sind. Der größte Teil der spanischen Provinzen zialdemokraten, vor allem die Führer der so= meldet vollständige Ruhe. Die Polizei ist, in Kazialistischen Jugend, festnehmen. Es ist die Auf=talonien Azana auf der Spur. Aus der Provinz lösung der marxistischen Gewerkschaften zu er= sind seit Sonntag abend 12 Tote und 20 Schwer— ta D Mnahrid—= auch am, Mautggnor, verletzte gemeldet worden. Viele Kirchen, hauptsächlich in der Provinz Albacete, sollen in Brand gesteckt worden sein. Wie aus Barcelona berichtet wird, hat der Präsident von Katalonien, Companys, nach waiten. In Madrid, wo auch am Montagvormittag der Generalstreik weiterdauerte, versuchten die Marristen des nachts durch starkes Feuer, d##ig aus Maschinengewehren, die Bevölkerung za beunruhigen. Gegen Morgen fanden sich seiner Verhaftung erklärt, er übernehme die ganze Verantwortung für das, was innerhalb der Generalität vor sich gegangen sei. Der Bürgermeister von Barcelona, der ebenfalls verhaftet wurde, hat seinerseits die Verantwortung für alles, was im Rathaus vor sich ging, übernommen. Wie aus Barcelona weiter verlautet, sind die Regierungstruppen ziemlich erschöpft. Als Verstärkung werden in Barcelona ein Bataillon Infanterie, eine Kompagnie Fremdenlegion und ein Flugzeuggeschwader erwartet. Vier Torpedobootszerstörer liegen im Hafen. Weitere Kriegsschiffe sind angekündigt. In Barcelono waren die Nacht über die Straßen für den Verkehr gesperrt. Die Zahl der Verhaftungen in Barcelona überschreitet 500. Mit der Verwaltung der Generalidad Kataloniens ist ein Oberst und mit der Leitung der Stadtverwaltung ein Major betraut worden. Im Laufe der Nacht kam es in Eine freche Herausforderung haben sich Londoner Kommunisten erlaubt. Auf irgendwelchen Schleichwegen erreichten sie das Dach der deutschen Botschaft und hißten dort eine weiße Fahne mit der Inschrift„Laßt Thälmann frei!“ Da der deutsche Botschafter von London abwesend ist, war die deutsche Flagge nicht aufgezogen. Montag, kurz vor 15 Uhr, bemerkte ein Mitglied der deutschen Botschaft eine weiße Fahne mit roter Inschrift. Die Fahne wurde sofort heruntergeholt. Das Gebäude der Botschaft wurde daraufhin genau nach dem Täter untersucht. Es ließ sich jedoch noch kein Anhaltspunkt dafür finden, wie die Eindringlinge auf das Dach der Botschaft gelangt sind, ohne entdeckt zu werden. Man vermutet, daß sie von einem Nachbarhaus auf das Botschaftsdach gestiegen sind. Die Polizei wurde sofort von dem Vorfall unterrichtet und hat umfassende Maßnahmen zur Feststellung der Täter getroffen. Barcelona ebenfalls in den Straßen zu einigen Schießereien. In Barcelona ist an Bord des Dampfers „Uruguay“ am Sonntagnachmittag ein Kriegsgericht zur Aburteilung der hochverräterischen Mitglieder der früheren katalanischen Regierung zusammengetreten. Obwohl die spanische Verfassung die Todesstrafe abgeschafft hat, sehen sie die Kriegsartikel, die bei Kriegszustand maßgebend sind, vor. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß die Rädelsführer erschossen werden. Oberst Arenas Präsident der katalanischen Regierung Oberst Antonio Jimenez Arenas ist zum Präsidenten der katalanischen Generalidad ernannt worden. Sicherungsmaßnahmen in Portugal Nach Beendigung einer Beratung, die zwischen dem Ministerpräsidenten, dem Kriegsminister, dem Marineminister und dem Minister des Innern stattgefunden hat, wird eine amtliche Erklärung veröffentlicht. Danach habe sich die Regierung entschlossen, die gegenwärtigen Vorgänge in Spanien mit der größten Aufmerksamkeit zu verfolgen und die nötigen Sicherungsmaßnahmen zum Schutze Portugals zu ergreifen. Im Hinblick auf Gerüchte über umstürzlerische Versuche in Portugal seien Maßnahmen in Vorbereitung, um überall im Lande die Ordnung aufrechtzuerhalten. Wieder ein Todesurteil wegen Sprengstoffbesitzes in Oesterreich Vor dem Schwurgericht in Salzburg wurde am Montag der 22jährige Christian Straubinger wegen Besitzes von Sprengstoff zum Tode verurteilt. Straubinger, der Rottenführer bei der Wildbachverbauung war, war schon seinerzeit vor dem Standgericht angeklagt, jedoch wurde der Fall an das ordentliche Gericht verwiesen. Der Verteidiger legte die Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil ein. Das Urteil muß nicht, wie beim Standgericht, innerhalb drei Stunden vollstreckt werden, sondern es wird die Erledigung der Nichtigkeitsbeschwerde abgewartet. Deutsche Bücherstiftung für Schanghal Generalkonsul Kriebel in Schanghai übergab am Montag 3000 von der Notgemeinschaft deutscher Wissenschaft gestiftete Bücher der im Neuaufbau begriffenen Orientalischen Bibliothek in Schanghai. Die alte im Stadtteil Chapei gelegene Bibliothek war 1932 während der Kämpfe mit den Japanern völlig niedergebrannt. Fast eine halbe Million Bücher war dabei zugrundegegan Eippenuntsberwuntuny ii Nela Nattonale Am Dienstag wird durch den Führer in einer schlichten Feier in der Kroll=Oper zu Berlin das Winterhilfswerk eröffnet. Es soll kein Fest sein, aber ein feierlicher Akt, wie er sich aus dem Sinn und Wesen des Winterhilfswerkes von ganz allein ergibt. Eine große Aufgabe steht dem deutschen Volke bevor, eine Aufgabe, die es vor einem Jahre, unter Leitung des Führers, mit aller Kraft anfaßte und zum erfolgreichen Ende führte, eine Aufgabe also, die sich bereits auf die Erfahrungen einer schweren Winterarbeit stützt, die dennoch indessen der Mithilfe des ganzen Volkes bedarf, da sie nur in der Volksgemeinschaft gelöst werden kann, in der nationalen Solidarität. Nationale Solidarität! Das heißt einstehen des einen für den anderen, Hilfsbereitschaft und Opferwillen aus dem Letzten, das man hat, um den Aermsten der Armen, um jedem Hilfsbedürftigen die Möglichkeit zu bieten, über die Schwere des Winters hinwegzukommen. Genau, wie im Vorjahre, heißt es auch diesmal: Keiner darf frieren und hungern. Im letzten Winter fror und hungerte niemand. Die Zahlen des deutschen Opferwillens und der deutschen Gabenverteilung sind zum Teil bereits bekannt geworden. Nunmehr wird am Dienstag die endgültige Abrechnung des letzten Winterhilfswerks vorgelegt werden, wie wir hören, eine Abrech= nung voller Klarheit und Uebersicht, die jedes Mißtrauen beseitigen muß. Mißtrauen aber ist aufgekommen, denn noch immer gibt es Menschen, die nur an den Eigennutz denken und einen Gemeinnutz nicht begreifen können, die der Ansicht sind, daß bei der Verteilung großer Gelder und großer Gaben Unkorrektheiten selbstverständlich wären. Die einzelnen Abteilungen des Winterhilfswerkes haben jedoch in fast gigantischer Weise ihre Bücher geführt, und diese Bücher weisen nach, daß die Verwaltungsausgaben einen winzigen Bruchteil der gesammelten Beträge und Gaben ausmachen. Man wird aber auch daran denken müssen, daß 1,5 Millionen Menschen sich freiwillig dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt hatten und dem jetzt beginnenden zur Verfügung stellen werden, daß diese Menschen demnach ein unermeßliches Opfer an Zeit und Arbeit bringen mußten. Rimmt man nur an, daß jeder täglich vier Stunden für das Winterhilfswerk tätig war— zum Teil arbeiteten sehr viele sogar bis 12 Stunden täglich freiwillig und kostenlos—, so kommt eine geleistete Arbeitsstundenzahl von über eine Milliarde heraus, was, in Geld umgerechnet, den Betrag von 400 Millionen etwa ausmachen würde. Diese 400 Millionen Mark freiwillige Arbeitsleistung erscheinen selbstverständlich nicht in der Schlußbilanz des letzten Winterhilfswerks. Sie geben uns aber die Gewißheit, daß wir dem jetzt eröffneten Winterhilfswerk mit vollem Vertrauen entgegensehen können, denn in der Auffassung der freiwilligen Helfer und in der Auffassung des deutschen Volkes zum Winterhilfswerk hat sich nichts geändert. Wir wissen aus dem letzten Winterhilfswerk, daß die Gaben zum Beispiel an den Eintopfgerichts=Sonntagen von Monat zu Monat reicher flossen, daß sich das Winterhilfswerk nicht nur einspielte, sondern der Erfolg immer mehr zum Geben anreizte. Folglich ist damit zu rechnen, daß, nach dem glänzenden Abschluß des letzten Winters, und angesichts des Vertrauens, das er wecken muß, sich das neue Winterhilfswerk sofort mit voller Kraft entfaltet und, getragen vom Vertrauen des deutschen Volkes, zum gesteckten Ziele führt. Die Organisation des neuen Winterhilfswerks wird sich, wie wir hören, nicht wesentlich von der alten und bewährten Organisation unterscheiden. Es werden wieder Geldsammlungen erfolgen und Sammlungen an Brennstoffen, Naturalien, also Lebensmitteln und Bekleidung. Die Sammlungen werden nach dem Vorbild des letzten Jahres durchgeführt: durch größere Spenden der Großunternehmungen, durch Abbuchungen bei Postscheck= und von Bankkonten, durch Lohnabzüge, durch Verkauf von Anstecknadeln, aus Anlaß von Sammlungen, durch Sonderhaussammlungen und schließlich durch die bewährten Eintopfsonntage, durch Abführungen von Reinerträgen zahlreicher Veranstaltungen und durch direkte Veranstaltungen des Winterhilfswerks. Stadt und Land wird wieder die Pflicht übernehmen, nach Kräften mitzuwirken und wieder soll die Gabenverteilung so erfolgen, wie es im letzten Winter der Fall war: unparteiisch, gerecht, ohne Ansehen der Person, nach der Bedürftigkeit. In Deutschland soll niemand frieren und hungern! Das ist ein soziales Werk, ein Werk, das, wie gesagt, von der nationalen Solidarität getragen werden muß, das Ausdruck des sozialen Deutschlands und der sozialen Idee und Forderung des nationalsozialistischen Deutschlands sein soll. Sofort mit dem Auftakt am Dienstag setzt die große Aufgabe ein, beginnen sich gewissermaßen die Räder zu drehen, geht der Appell an das ganze Volk, mitzuarbeiten, zu geben und zu helfen und der Trost an die Hilfsbedürftigen: Euch wird geholfen! Tapfere Elly Beinhorn Die deutsche Fliegerin Elly Beinhorn startete am Sonntag um 9 Uhr von Mexiko=Stadt nach Mazatlan, wo sie um 13,30 Uhr glatt landete. Sie hat somit die rund 850 Kilometer lange Strecke Mexiko—Mazatlan in viereinhalb Stunden zurückgelegt. Zu diesem Fluge drahtete sie: „In viereinhalb Stunden zwei verschiedene Welten von Hauptstadt bei beginnenden Nachtfrösten über 4000 Meter Pässe herunter an glühende Pacifieküste mit 40 Grad Schatten.“ Frick vor den Standesbeamten Reichsinnenminister Dr. Frick eröffnete am Montagvormittag die Verwaltungswissenschaftliche Woche für Standesbeamte in der Berliner Universität mit einer Rede vor mehr als 500 Standesbeamten aus dem ganzen Reich. Er legte besonders.dabei die Aufgaben der Standesbeamten bei der Ueberleitung des Standesamtes zum Sippenamt dar. Er führte u. a. aus: Die Rassengesetzgebung in Deutschland hat ein positives Ziel, sie soll uns den Weg frei machen, um eine dauerhaft gegründete Zukunft aufbauen zu können. Wir sehen als Objekt unseres Handelns immer das Volk als Ganzes, als Volksgemeinschaft, als Organismus. Uns geht der Gemeinnutz vor Eigennutz. Dieser Grundsatz gibt uns das Recht und legt uns die Pflicht auf, ohne Ansehen der Person gerecht das durchzuführen, was wir um des Volkes willen tun müssen. Die Sicherheit, mit der wir den Weg beschreiten können, erhellt aber auch daraus, daß wir gründlich und umsichtig Die Reichsjugendführung hat ein Leistungsabzeichen für die Hitlerjugend geschaffen, das in drei Graden verliehen wird, für das 16. Lebensjahr(in Schwarz), für das 17.(in Bronce) und für das 18. Lebensjahr(in Silber). Gleichzeitig mit diesem Leistungsabzeichen wird ein Leistungsbuch eingeführt. Auf diese Art und Weise ist ein neuer Weg beschritten worden, der einen ersten Schritt zur körperlichen und geistigen Ausrichtung der ganzen deutschen Jugend bringt, Das Ziel ist, ein gesundes Geschlecht zu schaffen mit höchster körperlicher Widerstandskraft und Leistung. Es sollen nicht Einzelrekorde gezüchtet werden, sondern es ist an eine Breitenarbeit gedacht, bei der möglichst viele eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit und Können erreichen. Die Bedingungen sind so angesetzt, daß jeder Junge, gleichgültig, ob aus der Stadt oder vom Lande, dieses Abzeichen erringen kann. Es sind folgende Verpflichtungen zu erfüllen: 1. Leibesübungen, und zwar der Lauf(100 Meter, 3000 Meter), Weitsprung, Keulenweitwerfen und Kugelstoßen, Schwimmen, Keulenzielwerfen; 2. Geländesport(Schilderung von Bodenformen, Bodenbedeckungen, Kartenkunde, Beobachtung, Sehübungen, Entfernungsschätzen, Meldewesen, Tarnung und Geländeausnützung), und 3. Kleinkaliberschießen. Zu diesen körperlichen Bedingungen tritt schließlich noch die weltanschauliche Schulung und der Nachweis, ob der Junge als Nationalsozialist betrachtet werden kann. Das Leistungsabzeichen der Hitlerjugend wird damit nicht allein zu einem Anreiz für die LeiDie französischen Kantonal=Wahlen vom Sonntag stellen nach den mehr oder weniger endgültigen Ergebnissen(von 1518 zu wählenden Generalräten stehen noch 18 aus) keine großen Veränderungen gegenüber dem bisherigen Stande dar. Abzuwarten ist allerdings noch der Verlauf der Stichwahl am nächsten Sonntag, die in 308 Kantonen erfolgen muß. Endgültig gewählt sind 1192 Generalräte, wobei auf die Parteien von rechts nach links folgende Ergebnisse entfallen: Konservative: 65, Verluste 5, Stichwahl 3; Rechtsrepublikaner(Gruppe Marin): 227, Gewinn 9, Stichwahl 41; Volksdemokraten: 26, Gewinn 5, Stichwahl 5; Linksrepublikaner: 220, Verlust 1, Stichwahl 42; Unabhängige Radikale: 122, Verlust 7, Stichwahl 29; Radikalsozialisten: 400, Gewinn 1, Stichwahl 101; Republikanische Sozialisten: 48, Gewinn 3, Stichwahl 25; Neusozialisten: 15, Gewinn 1, Stichwahl 11; Sozialistische Partei(Leon Blum): 58, Verlust 5, Stichwahl 48; Kommunisten: 11, Verlust 1, Stichw. 3. Dreißig Kollektiven der Landwirtschaft und zahlreiche Staatsgüter haben sich geweigert, der Aufforderung des Staates, das Getreide abzuliefern, nachzukommen und haben den Termin zur Ablieferung des Getreides nicht eingehalten. Auf Veranlassung der Regierung wurde in Nowosibirfk ein besonderer Ausschuß eingesetzt, der die Aufgabe hat, zwangsweise gegen die Kollektiven vorzugehen. Zahlreiche Parteifunktionäre und Führer der Kollektiven wurden ihrer Posten enthoben und in Haft genommen. Wie aus Moskau gemeldet wird, haben die sowjetrussischen Behörden im Einverständnis mit den kommunistischen Parteiinstanzen den Sekretär der Parteiorganisationen im Alma=AtaGebiet(südlich Turkestan), Schanutdijew, den Chef der politischen Abteilung der sowjetrussischen Staatsgüter, Jusupow, und den politischen Leiter in Haft genommen. Dem Sekretär der Parteiorganisationen, Schanutdijew, wird vordas alles vorbereiten und erforschen, was wir für die Zukunft planen. Das Wichtigste und Wesentlichste für alle Bevölkerungspolitik in der Zukunft wird die Materialsammlung sein, wird die Aufgabe sein, in treuer, fleißiger Arbeit alles zusammenzutragen, was für die Bewertung des einzelnen in körperlicher und geistiger Hinsicht, in gesundheitlicher und staatsrechtlicher Beziehung von Bedeutung ist und werden kann. Die großen Aufgaben, die den durch das Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens entstehenden Gesundheitsämtern zufallen werden, müssen ergänzt werden durch den Ausbau der Standesämter zu Sippenämtern. Wenn im Zuge des Ausbaues und der Vereinheitlichung des Standesamtswesens eine Sippenamtsverwaltung für das ganze Reichsgebiet entstehen soll, dann ist es wichtig, daß alle Kräfte, die sich mit den Fragen der Sippe und des Blutzusammenhanges beschäftigt haben, zusammengefaßt werden. stung, sondern zu einer Art Gesundheitspaß der Hitlerjugend überhaupt. Durch das Leistungsbuch wird es möglich, die körperliche Entwicklung des einzelnen Jungen in den letzten drei Jahren seiner Zugehörigkeit zur Hitlerjugend zu verfolgen und zu kontrollieren. Wenn ein Junge nicht in der Lage ist, die Leistungen seiner Jahresklasse zu erfüllen, so wird damit bekundet, daß er körperlich nicht in Ordnung ist und daß der Arzt nachsehen muß, wie dieser körperliche Fehler behoben werden kann. Deshalb ist in dem Leistungsbuch, das jeder Junge bekommt, gleichzeitig eine Tafel für ärztliche Untersuchung vorgesehen. Damit geht das Leistungsbuch sogar noch einen Schritt weiter: es wird zu einem Gesundheitspaß für den Jungen. Daneben hat das Leistungsbuch die Aufgabe, ein Ausweis für die Betäigung des Jungen in der Hitlerjugend zu sein: Es ist ein Dienstausweis für seine Beteiligung z. B. an Führerund Sonderlehrgängen, an sportlichen Wettbewerben usw. Es ist also letzten Endes ein Jugendpaß, der beim Uebertritt in andere Organisationen eine Grundlage für die Uebernahme des Jugendlichen und ein Ausweis für seine Betätigung im neuen Staat bildet. Das letzte Ziel dieses neubeschrittenen Weges ist, eine ganze Jugend körperlich so auszurichten, daß sie in ihrer Leistungsfähigkeit, ihrer Widerstandskraft und ihrem Können zur ersten dieser Welt zählt. Gleichzeitig besitzt die Oberste Führung im Leistungsbuch die Möglichkeit einer Kontrolle der Führung und des Dienstes selbst. Der Gesamtstand einer Formation läßt sich aus ihm sofort überblicken. Zunächst fällt auf, daß die sozialistisch=kommunistische Einheitsfront nicht weniger als sechs Sitze und der äußerste Flügel auf der Rechten fünf Sitze verloren haben. Dem linken Flügel kommt dieses Ergebnis besonders unerwartet, da diesmal eine außerordentlich aktive Wahlpropaganda mit den bekannten Schlagworten gegen den Faschismus geführt worden war. Den Gewinn, den die Rechtsrepublikaner und die Volksdemokraten, die gleich anschließend marschieren, zu verzeichnen haben, kann man als einen Erfolg Doumerques buchen, der hauptsächlich auf die bürgerliche Mitte rechnen kann. Interessant ist, wie sich die Parteien der Linken Mitte und der Linken, von den Radikalsozialisten bis zu den Kommunisten, zu der Frage der für die Stichwahl erforderlichen Wahlbündnisse stellen werden. Hiervon wird es abhängen, ob das langjährige Linkskartell endgültig aufgegeben worden ist oder noch weiter besteht. geworfen, daß er den Befehl erteilt haben soll, kein Getreide an den Staat abzuliefern, weil es die Bevölkerung selbst benötige. Außerdem wurden weitere Personen verhaftet, die dafür verantwortlich sind, daß auf verschiedenen Landwirtschaftsgütern des AlmaAta=Gebietes die Ernte nicht rechtzeitig eingebracht wurde und das Getreide teilweise verfaulte. Insgesamt sind 23 Sowjetbeamte in Haft genommen worden. Im mexikanischen Amtsblatt wird die Einziehung weiterer 58 Kirchen veröffentlicht. Die Einziehungen erstrecken sich auf verschiedene Staaten, hauptsächlich aber auf Chiapa Der marxistische Gewerkschaftsverband CGT. in Frankreich sprach sich für einen Zusammenschluß der marxistischen und kommunistischen Gewerkschaftsbewegung aus. Aus Italien ausgewiesen Am 22. September wurde in Mailand der für das Deutsche Nachrichtenbüro tätige reichsdeutsche Staatsangehörige Dr. Wilhelm Bianchi von der italienischen Geheimen Staatspolizei verhaftet. Zunächst wurde er zur Quästur gebracht und von dort aus ohne jede weitere Erklärung in das Mailänder Gefängnis eingeliefert. Gleichzeitig beschlagnahmte die Polizei einen Teil seines Nachrichten=Archiv=Materials. Späterhin beschlagnahmte die Polizei auch seinen Briefwechsel mit dem Deutschen Nachrichtenbüro, sein gesamtes Handelsarchiv sowie sonstige Briefschaften. Am 26. September wurde Dr. Bianchi zum ersten= und einzigenmal verhört. Er konnte anstandslos jede gewünschte Aufklärung geben. Erst am 1. Oktober war es Dr. Bianchi möglich, einen Vertreter des Mailänder Generalkonsulats zu sprechen. Dr. Bianchi wurde bis zum 3. Oktober im Mailänder Gefängnis festgehalten. Am Morgen dieses Tages wurde Dr. Bianchi zur Quästur geführt, wo ihm eröffnet wurde, daß er ausgewiesen sei und unverzüglich Italien zu verlassen habe. Trotz seines Befragens wurde ihm auch jetzt eine Erklärung über die Gründe der gegen ihn verhängten Maßnahmen nicht gegeben. Dr. Bianchi wurde von einem Kriminalbeamten bis an die Schweizer Grenze begleitet. Die Verhaftung Dr. Bianchis, der sich über die Grenzen Mailands hinaus größter Beliebtheit erfreut, und seine Ausweisung aus Italien hat in den deutschen Kreisen Italiens lebhaftes Befremden ausgelöst. Die Angelegenheit des Dr. Bianchi, dem ohne Zweifel schwerstes Unrecht zugefügt wurde, und dessen einwandfreie Haltung als deutscher Pressevertreter über allen Zweifel erhaben ist, wird zweifellos hiermit nicht erledigt sein. herr knox, was nun? Wieder eine Beschuldigung gegen die Deutsche Front zusammengebrochen Vor dem Internationalen Obersten Gerichtshof in Saarlouis fand unter dem Vorsitz des Schweizers Allenbach am Montag eine Verhandlung statt, die wieder einmal zeigte, wie unbegründet das Vorgehen der Regierungskommission des Saargebietes gegen die Deutsche Front und den Freiwilligen Arbeitsdienst ist. Bekanntlich wurde am 17. Juli während der Haussuchungen in den Büroräumen der Deutschen Front u. a. die Abschrift eines Schreibens gefunden, das an die Leitung eines Arbeitsdienstlagers in Schlesien gesandt worden sein sollte und das ungünstige Bemerkungen über den dort dienenden Arbeitsdienstfreiwilligen Otto Schneider aus Dudweiler (Saargebiet) enthalten haben sollte. Wegen dieses Schreibens war der stellvertretende Landesgeschäftsführer der Deutschen Front Dr. Reisel in Haft genommen und vor den Obersten Gerichtshof gestellt worden, wo er sich wegen Vergehens gegen§ 92 E(Denunziation bei reichsdeutschen Stellen) zu verantworten hatte. In der Verhandlung bekundete ein Zeuge, daß das Originalschreiben an den Arbeitsdienst niemals abgesandt worden ist, sondern vielmehr von Dr. Reisel persönlich verbrannt wurde. Auch der angeblich denunzierte Arbeitsdienstfreiwillige Otto Schneider trat als Zeuge auf und bestritt die Möglichkeit, daß Dr. Reisel ihn etwa bei reichsdeutschen Behörden habe schädigen wollen. Das Gericht kam dann auch zu einem Freispruch für Dr. Reisel. In der Urteilsbegründung wurde darauf hingewiesen, es sei nicht der Beweis dafür erbracht, daß Dr. Reisel den fraglichen Brief, der übrigens einen der Hauptgründe zum Verbot des Freiwilligen Arbeitsdienstes im Saargebiet bildete, wirklich abgeschickt habe. Zugunfall bei Dresden Elf Verletzte Am Sonntag, um 9,42 Uhr, fuhr zwischen Dresden=Neustadt und Klotzsche auf den Personenzug 667 eine Schiebelokomotive beim Anhalten am Einfahrtsignal auf. Hierbei erlitten elf Reisende leichtere Verletzungen. Drei Wagen wurden beschädigt. Der Zug hatte 27 Minuten Verspätung. Schweres Kraftwagenunglück Drei Tote, zwei Schwerverletzte Wie das„Chemnitzer Tageblatt“ berichtet, ereignete sich auf der Staatsstraße Schwarzenberg —Grünhain am Sonntagabend ein folgenschweres Kraftwagenunglück, das drei Todesopfer forderte. Beim Einbiegen in die Kurve vor Grünhain fuhr ein mit sechs Personen besetzter Kraftwagen über den Abhang und überschlug sich. Zwei Personen mußten mit schweren Verletzungen ins Bezirkskrankenhaus Schwarzenberg eingeliefert werden. Ein britischer Dampfer gescheitert Dem englischen Kreuzer„Suffolk“ ist es am Montagnachmittag gelungen, 60 Mitglieder der Besatzung des am Patras Riff 200 Meilen von Hangkong gestrandeten großen englischen Dampfers„City of Cambridge" zu retten. Die Nettung war durch die hohe Brandung sehr erschwert. An Bord befinden sich jetzt noch 20 Mann; die am Dienstag gerettet werden sollen. Banditenüberfall in der Mandschurei Elf Personen ermordet Rach einer Meldung aus Tsitsikar hat eine schwer bewaffnete chinesische Bande einen japanischen Autobus, der mit Kolonisten besetzt war, überfallen und nach heftigem Kampfe 5 Japaner und 6 Koreaner getötet. Die Banditen haben außerdem drei mandschurische Staatsangehörige mit Frauen und Kindern in die Berge entführt. Leistungeur zeichen für die 50 Praktisch ein Gesundheitspaß der hitlerjugend Generatrulswahten in Frauereia, Verluste der extremen Parteien— Stärkung der bürgerlichen Mitte? Ee insteri in Erwserstaul Sowjetrussische Staatsgüter verweigern Getreideablieferung „Schwerter Zeitung“ Nr. 236(Zweites Blatt) Dienstag, 9. Oktober 1934 Uus A Eihtten=Tautt K Aus Uiheenn=Sdemt Schwerte(Ruhr), Dienstag den 9. Okt. 1934 Tagesspruch Schweres Leid, das wir empfunden, Wird vom Glück nicht überwunden, Die Erinnerung bleibt zurück; Aber jahrelanges Glück Ist in wenig Leidensstunden Wie ein flücht'ger Traum entschwunden. Fr. v. Bodenstedt. Vom Wetter Dienstag: Um Südwest schwankende Winde. Wechselnde Bewölkung und nicht überall niede schlagsfrei. Etwas kühler. Mittwoch: Bei heiterer Nacht erheblicher Temperaturrückgang. Tagsüber schwache südwestliche bis westliche Winde, dabei wolkiges, meist trockenes Wetter. Temperaturen etwas ansteigend. : Unfall im Bahnhof Schwerte. Als der Zugführer Fohrmann gestern abend seinen Zug besteigen wollte, wurde er von einer im Nebengleise sich nähernden Maschine erfaßt und am Kopf verletzt. Er wurde sofort in das Evgl. rankenhaus überführt. Dort wurde festgestellt, baß die Verletzungen nicht gefährlicher Art sind. Vom Auto angefahren. Als gestern in den Abendstunden ein 12jährige Junge mit seinem Fahrrad den Nordwall herunterfuhr, um bei dem Metzger Störring in die Ostenstraße einzubiegen, wurde er von dem Personenwagen des Reichsbahnausbesserungswerks angefahren. Der Wagenführer brachte den Verletzten sofort in das evangl. Krankenhaus. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. " Neuer Winterfahrplan. Mit dem Wochenende trat am 7. Oktober auch der neue Fahrplan für das Winterhalbjahr in Kraft. Wesentliche Aenderungen sind hier eigentlich nicht zu verzeichnen. Auf verschiedenen Strecken sind einige Samstag= und Sonntagszüge ausgefallen, die im Winter nicht benutzt werden, sondern dem Sommer=Ausflugsverkehr dienen. Sonst haben sich die Fahrzeiten hier und da mal um Minuten verschoben. : Mindestdeckgeld für Ziegenböcke. Der Kreisanschuß hat das Mindestdeckgeld für Ziegenböcke für das Jahr 1934 gemäß§ 7 der Reg.Pol.=Verordnung vom 26. 9. 1921 dem dortigen Vorschlag entsprechend auf 2.— Rm. für Mitglieder des Verbandes und 6.— Rm. für Nichtmitglieder festgesetzt. Vaterl. Frauen=Verein. Mittwoch den 10. Oktober, nachm. 3 Uhr Mutterberatung in Geisecke, Gemeindehaus. # Arbeiter unter 25 Jahren sollen nun nicht Hals über Kopf heiraten. Eine Unterredung mit dem Präsident der Reichsanstalt, Dr. Syrup, über den Arbeitsplatzaustausch veröffentlicht das Mitteilungsblatt des Reichsjugendführers„Das junge Deutschland". Präsident Syrup stellt dabei u. a. fest, daß irgendwelche Normen oder Grundsätze über den richtigen Altersaufbau der Gefolgschaft eines Betriebes nicht allgemein aufgestellt werden können. Präsident Syrup verneint die Frage, ob er bei der Ausnahme für die verheirateten Jungmänner eine Begünstigung der frühzeitigen Eheschließung im Auge gehabt habe. So begrüßenswert eine frühzeitige Eheschließung sei, so könne er sich in Ansehung der Bedeutung der Ehe kaum vorstellen, daß allein die Möglichkeit einer vorübergehenden Tätigkeit in der Landwirtschaft den angehenden Ehemann veranlassen könnte, Hals über Kopf zu heiraten. Zusammenfassend stellt Präsident Syrup fest, daß die Anordnung jede empfindliche Störung der Betriebe vermeiden und den berechtigten Interessen der jüngeren Arbeitskräfte gerecht werden wolle. In welchem Umfange sich der Arbeitsplatzaustausch auswirken werde, lasse sich nicht übersehen. Alle theoretischen Erörterungen, die auf der Zahl der jüngeren Arbeiter und Angestellten in der deutschen Wirtschaft aufbauten, gingen fehl. Amt für Volkswohlfahrt Ortsgruppe Schwerte An alle Gastwirte und Hoteliers! Betrifft: Eintopfgericht am 14. Okt. 1934. Die Eröffnung des WHW. 1934/35 findet cam 9. Oktober 1934 durch den Führer statt. Aus diesem Grunde mußte der für den 7. Oktober= angesetzte erste Eintopssonntag auf den 14. Okto ber 1934 verlegt werden und hat an diesem Tage die Einziehung der Spenden zu erfolgen. Die folgenden Eintopssonntage werden dann wieder an jedem ersten Sonntag im Monat durchgeführt. Personenstandraustlahnte 1381 Am 10. Oktober findet wie alljährlich auch in Schwerte die vorgeschriebene Personenstandsaufnahme statt. Die Vordrucke hierfür sollen bis zum 6. Oktober verteilt sein. In die Haushaltungsliste sind sämtliche am Aufnahmetage hier wohnenden— auch die vorübergehend abwesenden Personen einzutragen. Angehörige, die sich auswärts zur Ausbildung aufhalten, wie z. B. Lehrlinge, Schüler, Studierende usw. ohne eigenes Einkommen, ferner Kinder, die vorübergehend oder zufällig abwesend sind, sind ebenfalls einzutragen, da für diese Steuerermäßigungen gewährt werden können. Bei diesen Personen müssen in den Haushaltungslisten entsprechende Vermerke über den Aufenthaltsort gemacht werden. Die Aufnahme ist von besonderer Bedeutung, weil nach dem Aufnahmematerial die für jeden Arbeitnehmer erforderliche Lohnsteuerkarte ausgefertigt wird. Mangelhafte Ausfüllung der Aufnahmebogen verursacht Weiterungen, Gänge zum Stadtsteueramt und möglicherweise Nachteile. Diese werden durch gewissenhafte Beantwortung der vorgedruckten Fragebogen vermieden. Die Aufnahme erstreckt sich auch auf die in dem Gebäude oder in der Besitzung untergebrachten Betriebe. Ein Betriebsblatt ist für jeden Betrieb auszufüllen— gewerbliche Betriebsstätten, Handwerksbetriebe, Lagerräume, Büros, Verwaltungen— gleichgültig ob es sich um Erwerbsbetriebe oder Hoheitsverwaltungen handelt, sowie von Angehörigen der freien Bekufe, Rechtsanwälten, Aerzten usw., also von Personen, die einen selbständigen Beruf ausüben. Ferner soll die Hausliste und eine besondere Anlage hierzu in diesem Jahre für die Zwecke der Einheitsbewertung des bebauten Grundbesitzes mitverwertet werden. Die Hausliste und die dazu gehörige Anlage 1 c ist daher einer Steuererklärung gleichzuachten. Es ist somit für jedes in der Stadtgemeinde Schwerte belegene bebaute Grundstück eine besondere Hausliste abzugeben. In der Hausliste sind Beispiele aufgeführt, die im allgemeinen als Anhalt dienen sollen. Eine Anleitung zur Aussüllung der Hausliste wird ebenfalls ausgehändigt. Auf die sorgfätige Ausfüllung wird besonders aufmerksam gemacht, da die Hausliste später zu den Einheitswertakten des Finanzamtes genommen wird. Außer der Hausliste hat der Hausbesitzer noch eine besondere Anlage zur Hausliste, welche eine ganze Reihe von Fragen enthält, auszufüllen. Diese Anlage 1c ist aber nicht den Aufnahmebeamten, sondern dem zuständigen Finanzamt bis zum 30. Oktober ds. Is. unmittelbar einzureichen. Auf Wunsch wird von der Hausliste und der Anlage 1c ein zweiter Vordruck verabfolgt. In den Fällen, in denen der Hausbesitzer nicht in seinem Hause wohnt, wird ihm der Vordruck für die abzugebende Hausliste nebst Anlage 1c zugesandt; diese Vordrucke können aber auch beim Stadtsteueramt in Empfang genommen werden. Die Vordrucke— Haushaltungsliste und Betriebsblatt— sind auszufüllen und dem Hausbesitzer oder Vertreter, der am 11. Oktober die Listen zur Abholung bereitzuhalten hat, abzugeben, damit die an diesem Tage außergewöhnlich in Anspruch genommenen Aufnahmebeam. ten den Weg nicht wiederholen müssen. Die Ausfüllung der Vordrucke kann durch Geldstrafen erzwungen werden(§ 202 der Reichsabgabenordnung). Die Namen müssen — besonders in der Haushaltungsliste— richtig und recht deutlich geschrieben werden. Gleichzeitig findet eine Hundeaufnahme statt. Die Hundebesitzer wollen in der in den Vordrucken der Haushaltungsliste vorgesehenen Spalte 14 die Nummer des letzten Steuerzettels für 1934 angeben. Reichen die einzelnen Bogen für die Aufnahme nicht aus, so können weitere Vordrucke von den mit der Personenstandsaufnahme betrauten Beamten in Empfang genommen werden. Betrifft: Einziehung der Spenden in den Gaststätten. Die bereits durchgegebenen Sätze für die Einziehung der Eintopfspenden in den Gaststätten und Speisebetriebe werden wie folgt geändert: Klassel: Preis des Eintopfgerichts 0,70 J. M. hiervon Spende für das WHW. 0,20 RM. Groß= u. Filialbetriebe führen als Spenden für das WHW. ab: 0,30 RM Klassell: Preis d. Eintopfgerichts 1.— RM. hier von Spende für das WHW. 0,30 RM. Klasse III: Preis d. Eintopfgerichts 2.— RM. hiervon Spende für das WHW. 1,20 RM. Mit den örtlichen Führern des Reichseinheitsverbandes des deutschen Gaststättengewerbes sind wir in Verbindung getreten, damit eine reibungslose Durchführung der Eintopssammlung gewährleistet ist. Heil Hitler! Hemeyer, Ortsbeauftragter des WHW. 1934/35. Tageblatt für die Aemter Westhofen und Ergste An alle Hilfsbedürftigen des Amtes Westhofen. Die Antragsformulare für das Winterhilfswerk 1934/35 sind eingegangen. Anträge auf Unterstützung können ab Freitag vormittag gestellt werden und zwar: für die Gemeinden Westhofen, Garenfeld, Wandhofen in Westhofen, Amtshaus, Zimmer 15; für die Gemeinde Holzen bei Lehrer Bäcker; für die Gemeinde Geisecke b. Bauer Westermann; für die Gemeinde Lichtendorf bei Lehrer Wilms; für die Gemeinde Villigst bei Bauer Wilh. Schräder. Amt für Volkswohlfahrt Ortsgruppe Westhofen * Ergste, 9. Okt. Löns=Gedenkfeier in Bürenbruch. Vor dem vor einigen Jahren in Bürenbruch errichteten Löns=Gedenkstein hatten sich am letzten Samstag abend Freunde und Mitglieder der Wanderbewegung sowie Hitler=Jugend und BDM versammelt, um Zeuge einer schlichten Gedächtnisfeier zu Ehren Hermann Löns' zu sein. Von zwei Masten wehten die Banner der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung und die Fahne des Jugendherbergsverbandes. Aus Hörde erschienene Gruppen der Hitlerjugend entzündeten ihre Pechfackeln und traten vor dem Gedenkstein. Mit dem gemeinschaftlich gesungenen Lied„Auf der Lüneburger Heide“ wurde die Feier um 9 Uhr eröffnet. In seiner Eigenschaft als Ortsgruppenführer des Jugendherbergsverbandes und gleichzeitig als Geschäftsführer der Hörder Ortsgruppe ergriff Dr. FloitgrafHörde das Wort. In seiner Ansprache führte der Redner u. a. aus: Wie alljährlich, wenn das Laub des Waldes sich färbt, und der Gesang der Vögel verstummt, so habe man sich auch jetzt wieder vor diesem Löns=Gedenkstein, der als zweitältester in ganz Deutschland hier errichtet worden sei, zusammengefunden, um eines Mannes zu gedenken, dessen Todestag sich zum zwanzigsten Male jähre: Hermann Löns. Diese Stunde der Erinnerung wolle man dem im Weltkrieg gefallenen Heidedichter Löns widmen, der mit seinen Gedichten und allen seinen Werken das Volk zurückführen wollte zu dem Urquell seiner Kraft, zu Blut und Boden, und der sich zum Künder des Dritten Reiches gemacht habe. 20 Jahre nach seinem Tode gedenkt man dieses unvergeßlichen Dichters noch in herzlicher und liebevoller Weise, ja, es ist, als ob Hermann Löns immer noch unter uns weilt, jener Mann, der uns so unendlich viel und wertvolles Volkstum vermittelt hat. Es ist etwas Eigenes um diese Lönslieder. Und deshalb gerade packen sie uns, heimeln sie uns an, weil der Dichter den Weg zur Seele des deutschen Volkes gefunden hat, weil er das deutsche Gemüt kannte und weil er wußte, was es denkt und verlangt. So einfach, oft sprunghaft in ihren Gedankengängen, fast volksliederhaft in ihrem Stil, klingen die Lönslieder.— 1914! Ein Wort, das uns im Innersten packt. Zwanzig Jahre sind es her, daß der Weltkrieg entbrannte. In Trauer und Dankbarkeit gedenken wir der Ströme von Blut und Tränen, die in vier Jahren geflossen sind. Zwei Millionen feldgrauer Männer hat Deutschland geopfert. Unter den zwei Millionen Toten ist Hermann Löns! Die Frage, ob die Gebeine von Hermann Löns nach Deutschland überführt und in der Heide beigesetzt werden sollten, ist nunmehr entschieden. Die Beisetzungsfeier soll am Hubertustag, am 3. November an den Sieben Steinhäusern bei Fallingbostel stattfinden.— Halten wir fest an dem Erbgut von Löns. Und nun wollen wir seine schönen Lieder singen.— Ein starker Beifall belohnte den Redner für seine vortrefflichen Ausführungen und ein Singekreis Hörder BDM=Mädel trug stimmungsvoll ein Lönslied vor. Dann nahm der stellvertretende Ortsgruppenführer der NSDAP., Pg. Schulte, Hörde das Wort. Mit den Worten„Ihr seid im Dritten Reich die künftigen Träger des deutschen Volkes und der Zukunft verantwortlich“ schloß der Redner seine Ansprache, der sich ein dreifaches Sieg=Heil auf unsern großen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler anschloß. Wirkungsvoll gab ein Sprechchor der Hitler=Jugend und vom BDM=Hörde das Löns=Gedicht„Der Jäger“ wieder. Es wurden dann Lönslieder gesungen und mit dem gemeinsamen Kampflied der Hitler=Jugend „Unsere Fahne flattert uns voran“ war die Gedächtsnisfeier beendet. Einführung einer Brotordnung für das gesamte Reichsgebiel! Nach Mitteilungen, die sich aus der Fachpresse entnehmen lassen, werden gegenwärtig bei den maßgebenden Behörden Erwägungen angestellt, die in absehbarer Zeit die Einführung einer Brotordnung für das gesamte Reichsgebiet erwarten lassen. Durch die Brotordnung soll eine einheitliche Regelung des Brotmarktes sowohl von der erzeugerischen als auch von der verkaufsmäßigen Seite her getroffen werden. Was bisher bekanntgeworden ist, bewegt sich in folgender Richtung: 1. Die Einführung bestimmter Brotnormen(es wird die Zahl 4 genannt) und dementsprechend auch die Festsetzung bestimmter Gewichtsmengen. 2. Die Einführung von Festpreisen für diese Brotnormen. 3. Die Festsetzung eines einheitlichen Verkaufsrabattes und die Regelung der Gewinnspanne, die zur Klärung wichtiger Fragen im Wettbewerb zwischen Bäckereien und Brotfabriken beitragen würden. Wann mit der Inkraftsetzung einer neuen Brotordnung zu rechnen ist, ist freilich bei dem bisherigen Stand der Beratungen noch nicht zu sagen. Es würde nicht überraschen, wenn unter den wichtigen wirtschaftlichen Maßnahmen, die die Reichsregierung während der nächsten Zeit im Hinblick auf den Winter zu treffen hat, sich auch die einheitliche Regelung des Brotmarktes finden würde, zumal es sich dabei um eine organische Fortführung der bisher schon auf ernährungspolitischem Gebiet getroffenen Maßnahmen handeln würde. Von der Einführung einer Brotkarte, die man gelegentlich aus durchsichtigen Gründen in manchen Auslandsblättern in Aussicht stellt, ist bei alledem nicht die Rede, zumal ja nach den wiederholten Erklärungen berufenster Regierungsorgane die Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes sichergestellt ist. Erwerbt DES WIRTER TEIS WERRES Eiben um die Erternsteine Waren sie das Jentralheiligtum der heidnischen, sächsischen Stämme? Der Zug führt mich wieder einmal durch das lippische Land nach jenen geheimnisvollen Steinen am Hang des Teutoburger Waldes. Sie steigen wirklich wie ein stehengebliebenes Stück einer Zyklopenmauer aus dem Hügelland empor; ihre zerklüftete, fast schwärzlich graue Front wirkt auf jeden Besucher wie ein Stück unheimlichen Heidentums. Um diese Steine geht bekanntlich seit einigen Jahren ein wissenschaftlicher Streit, dessen Ausgang für unsere gesamte Kenntnis von Glauben, Kult und Wissenschaft unserer Vorfahren umwälzend werden kann. Der Gegenstand des Streites, den meisten unserer Leser aus eigener Anschauung bekannt, sei kurz noch einmal bargestellt. Die Externsteine bestehen aus 5 Felsen, die in einer Reihe stehen. Der westlichste, größte Felsen I trägt außen ein monumentales Reliefbild, das aus dem Stein herausgearbeitet wurde und in Form und Gestaltung nicht nur eines unserer großartigsten, sondern auch das älteste Steinrelief unserer Kunstgeschichte ist. Es stellt eine Kreuzabnahme dar und ist im 11. Jahrhundert entstanden. Im Inneren enthält dieser Felsen eine lange Grotte, dessen Fensterund Türöffnungen mehr oder weniger sorgfältig bearbeitet sind, offensichtlich stilistisch zum frühen Mittelalter gehörend. Der letzte Raum zeigt eine große Rune. Am Fuß dieses Felsens liegt ein riesiger runder Stein, in dem sich in einer halbkreisförmigen Nische ein ausgehauener Felsensarg befindet, wobei Platz für Kopf und Körper wie für die Aufnahme einer Mumie besonders ausgehauen sind. Der Felsen II ist nur durch eine Holzbrücke, die von der Spitze des Felsen III herüberführt, zu ersteigen und birgt in seiner Spitze einen kapellenartigen Raum(„sacellum"), dem die Decke und eine Seitenwand fehlt, die aber früher vorhanden gewesen sein müssen, da an der gegenüberliegenden Seite durch eine fast drei Meter dicke Felsenwand ein Fenster durchgebrochen ist und in der Richtung nach Nordosten ein kleines, kreisrundes Fenster in einer Nische durchgemeißelt worden ist, unter dem sich ein aus dem Felsen gehauener Ständer befindet. Die Bearbeitung des sog. Sacellums in der Spitze des Felsens II sowie die Figuren und Steinmetzarbeiten an den Grotten im Felsen I weisen zweifellos auf das 12. und 13. Jahrhundert hin, und in der Tat gibt eine Inschrift der Grotte als Jahr der kirchlichen Weihe 1115 an. Die Externsteine sind im Besitze der Benediktiner gewesen, die dort vom Kloster Abding= hof aus eine Walfahrtsstätte aufgemacht hatten und Messen lesen ließen. Soweit ist alles historisch einwandfrei zu belegen, und über diese Tatsachen herrscht auch kein Streit. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung ist über eine Behauptung entbrannt, deren Hauptpertreter Wilhelm Teudt ist. Er behauptet, daß wir hier an den Externsteinen das Zentralheiligtum der heidnischen sächsischen Stämme vor uns haben, das Kaiser Karl auf einem Zuge an die Lippe— wahrscheinlich im Jahre 785— zerstören ließ, daß hier die heilige Irminsul gestanden habe und daß wir ein germanisches Heiligtum in einem selten gut erhaltenen Zustande vor uns haben, das eine ShneElitr=Märsch Ein Rowan aus den Campfjahren 1929 bis 1932 von Heinz Friedrich Kamecke. 147. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Brinkmann legte seine schwere Hand auf Stüwens Schulter.„Sie haben doch die Genugtuung, im Vorkampf gestanden zu haben. Sind Sie auch in Gefangenschaft geraten, so sind doch die meisten Gegner auf der Strecke geblieben: Holzwurm ist für das Stadtxarlament erledigt, Bürgermeister Kaiser ist am ersten Juni seines Amtes enthoben worden, Gerichtsvollzieher Stapler ist strafversetzt, Dr. Löwenstein darf sich bei den Bauern, denen Sie die Augen geöffnet haben, nicht mehr blicken lassen, Dr. Weiß muß seine Praxis verlegen—— Aber erst wenn das neue Reich angebrochen ist, wird zu Tage treten, daß Sie hier unbestritten der eigentliche Sieger sind—“ sind———“ Klaus bekam wieder helle Augen. Als er nachher zum Bahnhof ging, begegnete ihm ein SA=Sturm mit fliegender Fahne und hellem Marschgesang. „Die Fahne hoch, die Reihen dicht geschlossen, SA marschiert mit ruhig festem Schritt—“ Klaus Stüwen horcht auf. Ohne Tritt— Marich! So lautete das Kommando, das er sich vor einem Jahr gegeben. Nun aber legt sich ihm die Gewißheit ins Herz: So wie diese Männer schon jetzt gleichen Schritt halten, wird einst im Gleichschritt marschieren das ganze, große Volk. Herrliche Vision, die den Abend beschwingt! Dle Stüwen sich in Ossenbrügge durch die aahnhofssperze schlängen wollte, gewahrte er etwas Helles, Strahlendes—— wissenschaftliche Erforschung der kultischen Gebräuche unserer Vorfahren ermögliche. Der Raum in der Spitze des Felsens II habe kultischen Handlungen am Tage der Sommersonnenwende gedient, das Rundfenster zeige genau auf den Punkt des höchsten Sonnenaufgangs, der Ständer unter dem Fenster habe zur Aufnahme eines Schattenwerfers gedient, ähnlich wie er auf einem alten babylonischen Bildwerk(Bild von Sippar) zu sehen sei. Kaiser Karl habe bei seinem Zuge an die Lippe dieses Heiligtum durch seine Ingenieure vernichten lassen, indem man vermittels eiserner Keile, die in die Felsenspalten eingetrieben worden seien, die Decke abgesprengt habe. Hier ist einzufügen, daß man im Raume selbst keine Keilspuren entdeckt hat, wohl an anderer Stelle, daß hier bedingt Rückschlüsse auf Sprengversuche möglich sind. Oben auf der Spitze dieses höchsten Felsens hat man kürzlich (Ende Juni) ein kreisrundes, etwa 26 Zentimeter tiefes Loch entdeckt, von dem Teudt annimmt, daß es zur Aufnahme der Irminsul gedient habe, die nach alten Berichten ein„truncus“, eine Holzsäule oder ein Baumstamm gewesen sein soll. Die Grotte im Felsen l habe, so sagt Teudt weiter, zur Zeit der Wintersonnenwende dem Kult gedient, sie sei völlig lichtlos gewesen und habe ihren Zugang durch einen Felsenspalt gehabt. Das Felsengrab außen am Felsen habe dem Brauch der Grablegung gedient, einer Art Mysteriendienst und Aufnahme in einen Kreis der Wissenden. Der Novize habe sich in den Sarg legen müssen zum Zeichen, daß er dem Orden auf Leben und Tod verbunden sei. Zum Beweise dafür führt Teudt freimauerische Bräuche an, die wahrscheinlich auf diesen germanischen Kult zurückzuführen seien. Auch im Reliefbild der Kreuzabnahme glaubt Teudt Spuren eines altgermanischen Bildwerks zu sehen, das durch Kaiser Karl teilweise zerstört, später von den Mönchen unter Beibehaltung von Teilen umgearbeitet worden sei. So nimmt er den unteren, stärker verwitterten Teil des Bildes, das zwei menschliche Figuren, von einem Drachen umschlüngen, zeigt, für das Heidentum in Anspruch. Ein eigentümliches Gebilde, das auf dem großen Steinrelief sichtbar wird, und das man im ersten Augenblick für einen Sessel halten könnte, ist nach übereinstimmender Ansicht ein umgebogener Baum. Von ihm nimmt Teudt an, daß er die Form der Irminsul darstelle, wie sie besiegt und zur Erde geneigt mit Füßen getreten werde. Diese Bedeutung der Externsteine ist von den Anhängern Teudts in besonders rühriger Propaganda in breiten Schichten verbreitet und populär gemacht worden. Nun hat sich neuerdings ein ausgezeichneter Kenner der frühchristlichen Kunst in Niedersachsen und besonders im Westfälischen, dessen Autorität auf diesem Gebiet auch von Teudt anerkannt wird, Professor Dr. Aloys Fuchs (Paderborn) zu Wort gemeldet*). Er bestreitet nicht, daß vielleicht an den Externsteinen germanische Kulthandlungen vorgenommen worden seien, er lehnt nur so weitgehende Rückschlüsse auf germanische Bräuche aus dem jetzigen Zustand der Felsen ab. Das Felsengrab, die Grotte im Felsen I, das Sacellum auf der Spitze des Felsen II, seien weiter nichts als Nachbildungen des Grabes Christi und der darüber erbauten Kirche im Heiligen Lande. Im Mittelalter sei Deutschland mit solchen Stätten übersät gewesen. Der Abt Wino von Helmarhausen sei von dem Paderborner Bischof nach Jerusalem gesandt worden, um Zeichnungen und Vorbilder für möglichst genaue Nachahmungen des Heiligen Grabes zu bringen. Fuchs bringt zum Vergleich Skizzen u. Grundrisse der Heiligen Stätten, berichtet, daß die Abdinghofer Mönche, die Besitzer der Externsteine, in der Busdorfer Kirche eine solche Nachahmung geschaffen hätten, er glaubt ferner für die eigenartige Gestaltung des Felsensarges steinerne Sarkophage in Paderborn als Vorbilder gefunden zu haben. Die Kapelle auf der Höhe des Sacellumsfelsens sei nichts anderes als die Nachbildung der entsprechenden Kapelle auf der Golgathahöhe bei Jerusalem, und oben auf der Spitze des Felsens habe nicht die Irminsul, sondern ein Kreuz gestanden. Die verschiedenen Runen, die am Grabfelsen und anderswo gefunden worden seien, seien wahrscheinlich Steinmetzzeichen aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert. Eine teilweise Inanspruchnahme des Reliefbildes für ein heidnisches Bildwerk komme ebenfalls nicht in Frage, da Eigentümlichkeiten des Gewandes, stilistische Merkmale, ganz abgesehen von der Geschlossenheit und dem Zusammenklang der Darstellung, für eine rein christliche Herkunft sprächen. Gegen die Annahme, daß der umgebogene Baum die Irminsul darstelle, spräche die Entstehung des Reliefs, da man zur Zeit der Kreuzzüge kein Heidentum mehr zu bekämpfen hatte und 300 Jahre nach den Zügen Kaiser Karls kaum noch die Form der Irminsul geläufig gewesen sei, daß der stilisierte Raum, den man aus rein äthetischen Gründen verwendet habe, sich in einem ähnlichen Bildwerk, das etwas älteren Datums und wahrscheinlich sogar in Helmarhausen entstanden sei, in derselben Verwendung finde, so daß dem Künstler der Externsteine wahrscheinlich dieses Werk als Vorbild gedient habe. Wenn Kaiser Karl das Gestirnheiligtum auf der Spitze des Felsens hätte zerstören lassen, dann hätte man doch in erster Linie den eigentlichen Träger des heidnischen Kultus, den Ständer vor dem Rundfenster zerstört, was mit einigen wuchtigen Hieben hätte geschehen können. Auf diese Schrift des Paderborner Professors antwortete Teudt Anfang August in einer lippischen Tageszeitung. Er führt die neuesten Funde, Heillöcher, Standort der Irminsul usw., für seine Theorie ins Feld, er verteidigt weiter vollinhaltlich seine Ansicht von den religiösen Bräuchen der Germanen, dem Gestirndienst, der Sitte der Grablegung, dem hohen Stand der Steinmetztechnik der Germanen usw. Dagegen, daß die Mönche die Externsteine als eine Nachbildung des Heiligen Grabes verehrt hätten, wendet Teudt nichts ein, er bestreitet nur, daß die Mönche Grotte, Sacellum, Felsensarg usw. geschaffen hätten. Alle diese Anlagen seien vielmehr kaum verändert aus der heidnischen Zeit herübergerettet und gestatteten uns eine genaue Kenntnis des religiösen Dienstes der Germanen. In der Zeitschrift„Germanien“ berichtet ein Mitarbeiter Teudts über das Ergebnis einer genauen Ausmessung des Sacellums auf der Spitze des Felsens, wonach nur ganz unwesentliche räumliche Veränderungen durch die Mönche vorgenommen worden seien. Der Freiwillige Arbeitsdienst hat in den letzten Wochen umfangreiche Grabungen vorgenommen, die von der lippischen Staatsregierung und einer Externsteinestiftung unterstützt und wissenschaftlich betreut werden. Allerdings haben diese Grabungen bisher noch kein entscheidendes Ergebnis gebracht. Wesentlicher erscheinen uns die Funde auf der höchsten Spitze des Felsens II. Wenn es sich bewahrheiten sollte, daß die Vertiefung, die zur Aufnahme der Irminsul oder eines Kreuzes gedient haben soll, in vorgeschichtlicher Steinmetztechnik hergestellt worden ist, dann hat die Theorie Teudts eine nicht zu unterschätzende Stütze gefunden. Die Schwierigkeit der Einigung beider Parteien scheint uns anderswo zu liegen. Tendt ist ein Vertreter der Ansicht, daß die Einführung des Christentums in Deutschland einen artgemäßen germanischen Kult gewaltsam zerstört habe, daß die Bekehrung wie ein Unglück über die germanischen Stämme, besonders die Niedersachsen, um deren Heiligtum es sich hier handeln würde, gekommen ist. Teudt ist zum mindesten voreingenommen gegen das Christentum. Professor Fuchs wird seinerseits von der Gegenseite nicht anerkannt, da er ein katholischer Gelehrter sei, der die Dinge vom kirchlichen Standpunkt sehe. Zweifellos ist auch das richtig. Das bessere wissenschaftliche Rüstzeug, die glattere und gewandtere Darstellung, die logisch besseren Gründe— schulmäßig gesehen — bringt Fuchs mit. Aber Teudt hat bei allen Mängeln und aller Lückenhaftigkeit seiner Beweisführung eine frappante Art intuitiven Forschens entwickelt, die ihn auf anderen Gebieten verblüffende Erfolge erzielen ließ. So wenig es angeht, eine tausendjährige Entwicklung des deutschen Volkes im Christentum einfach als Irrweg abzutun, so wenig sollte man allzu eng an überlieferten historischen Methoden kleben. Man kann jetzt noch kein Urteil fällen, bevor nicht alle Mittel der Spatenforschung der vergleichenden Archäologie und der Kombination erschöpft sind. Sollte sich aber Teudts Theorie bewahrheiten, dann ständen wir in der Tat vor einem noch unübersehbaren Umbruch in der Kenntnis der Religion unserer Vorfahren. Dr. H. *) Prof. Dr. Aloys Fuchs„Im Streit um die Externsteine". Verlag der BonisatiusDruckerei Paderborn. * Um die Externsteine Besteigung des Felskopfes. Horn(Lippe). Die Externsteinstiftung ermöglicht in der Zeit vom 3. bis 10. Gilbhardt(Okt.) die Besteigung des Felskopfes oberhalb des sogenannten Sacellums. Es wird darauf hingewiesen, daß die Besteigung nicht ungefährlich ist; es können darum nur solche Besucher der Steine zugelassen werden, die aus sachlichen wissenschaftlichen Gründen sich von dem Zustande des obersten Felskopfes überzeugen wollen. Diejenigen, die eine Besteigung unternehmen, erkennen ausdrücklich an, daß sie auf eigene Verantwortung und Gefahr handeln. Anke steht in der weiten Halle, inmitten des Menschengewoges, Rosen in der Hand. Er taumelt ihr entgegen. Jetzt hat auch sie ihn erkannt und winkt mit der freien Hand. „Anke!“ „Klaus! Gut, daß du wieder bei mir bist“, kommt es über ihren zitternden Mund. Er fällt mit seinen Augen über ihr Gesicht her, über ihre Gestalt. Ach, alles ist noch viel schöner, viel herrlicher anzusehen. Eine heiße Welle durchflutete seinen Körper, er achtete der Menschen nicht, die das Paar mit ihren Blicken umfaßten. Als sie Arm in Arm durch die Bahnhofstraße gehen, verlangsamt Anke plötzlich den Schritt.„Du, Klaus, zu Hause erwartet dich eine große Ueberraschung.“ Klaus blickt sie betroffen an.„Ist Besuch da, oder——?“ „Du mußt es selber sehen——“ „Willst du mich auf die Folter spannen?“ fragte er und preßte Anke fest an sich. „Es ist Post für dich da. Zwei Briefe von deiner Mutter. Sie sind nur an meine Mutter gerichtet, weil du doch keine Post empfangen durftest. Deine Mutter hat auch angenommen, daß du noch nicht frei kommen würdest.—— Der zweite Brief ist erst heute mit der Abendpost gekommen——“ „Was schreibt Mutter denn?“ „Das mußt du selber lesen, Klaus, denn es betrifft deine Zukunft," Klaus fügt sich. Aber er sagt noch:„Meine Zukunft ist doch deine Zukunft.“ Ankes Eltern empfangen ihn so herzlich, als wäre er ihr eigener Sohn, der nach langer Irrfahrt auf der kalten Fremde heimkehrt in sein Vaterhaus. Anke reicht ihm die Briefe. Klaus liest: „Wenn unser Sohn in Ossenbrügge oder Teutowalde keine Arbeit finden kann, sol! er zu uns nach Hause kommen. Sein Elternhaus steht ihm immer offen. Von Brambusch aus kann er neue Verbindungen aufnehmen. Er wird auch ohne das große Los irgendwo unterkommen. Vater hat sich schon um ihn bemüht. Und wenn es dann so weit ist, könnten sich unsere Kinder heiraten, und wir Eltern werden ihnen unseren Segen nicht versagen; denn sie lieben einander—“ Klaus hält inne. Was sich in ihm regt, das wächst in ihm. Und er tritt zur Mutter und bekennt:„Ja, Mutter, ich liebe Anke, deine Tochter, und ich werde um sie kämpfen, so lange, bis ich sie heimführen kann——“ Und als Klaus sich zu Anke wendet, reicht sie ihm den zweiten Brief: „Besucht Klaus im Gefängnis, sobald es möglich ist! Jeden Monat darf er ja nur einmal Besuch empfangen. Sprecht ihm guten Mut zu. Er braucht nicht mehr einer ungewissen Zukunft entgegenzugehen. Vater war kürzlich in Stettin auf einer großen Kirchentagung. Da hat er den Verleger einer pommerschen Zeitung kennen gelernt. Als er von Klaus' Schicksal hörte, sagte er sofort„Den Kerl kann ich gebrauchen!“ Den Hinweis auf die Vorstrafen wies er mit einer Handbewegung ab Das sind Ehrenzeichen in meinen Augen'. Da haben wir dem Verleger die Zeugnisabschriften, die Klaus uns einmal in Verwahrung gegeben, zugeschickt, und schon nach einer Woche kam der Bescheid:„Ihr Herr Sohn kann bei mir jeden Tag eintreten, je eher desto besser, da ich zur Zeit mein eigener Hauptschriftleiter sein muß. Ich habe zwar kein Kampfblatt, aber ich brauche einen Schriftleiter, der sich für die neue Bewegung mit Leib und Seele einsetzt. Ich brauche einen SA=Mann der Feder.“ Beeinflußt Klaus dahin, daß er diesen Posten annimmt. Mündlich könnt Ihr ihm das besser Ich habe auch Klaus heute alles mitgeteilt, aber meinen Brief wird ihm ja vor dem ersten Juni nicht ausgehändigt.——“ Langsam wendet sich Klaus zu Anke, noch zittert es um ihren Mund. Ihr Blick ucht fast scheu den seinen. Einen Herzschlag lang stehen sie sich schweigend gegenüber und jinden sich im Spiegel ihrer Augen. Dann legt er seinen Arm um sie, und sie schmiegt sich vertrauend an ihn. Eine Stille tritt ein. Dann fährt Klaus mit der Hand durch Ankes golden schimmerndes Haar und sagt:„Anke, schöne Niedersachsentochter, jetzt heißt es für uns: In Oostland will'n wie reiden, In Oostland will'n wie met, Wol öwer de gröne Heiden, Dar ist ein betere Stätt.“ Mit glücklich schimmernden Augen blickt Anke ihn an.„Du willst mich also zum Demantberg führen? Er liegt doch dahinten in Pommern.“ Klaus nickt.„Ja, zum Berg, wo der Pulsschlag der Ewigkeit an eines Vögleins Schnabelwetzen gemessen wird—— So ewig sol! auch unsere Liebe sein——“ Und nun gehen die beiden noch in den hellen Abend hinaus, den alten gewohnten Weg über die Wälle. Und dann ersteigen sie den höchsten Gipfel am Rande der Stadt. Ueber ihnen ist ein weiter klingender Himmel. Sie stehen aneinander gelehnt und lauschen, wie der Sommerwind von süßer Freiheit singt und von ewiger Liebe. Anke legt ihm die Arme um den Hals und blickt ihm noch einmal bis auf den Grund seiner Seele. Dann schreiten sie durch die reifenden, duftenden Kornfelder, die in der Farbe Ankes Haar gleichen, und in sich tragen sie das Glück. DES Ssslsoutserstertsc Der Chef des Stabes der SA Ehrenbürger seiner Vaterstadt Münster. Der Chef des Stabes der SA, Viktor Lutze, weilte am Samstag und Sonntag in seiner Vaterstadt Bevergern, dessen Gemeinderat am 12. August beschlossen hatte, ihm das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Am Samstagabend veranstaltete Bevergern zu Ehren Lutzes einen Fackelzug. Sonntag vormittag wurde dem Chef des Stabes in feierlicher Kundgebung, an der ganz Bevergern teilnahm, vom Gemeindeschulzen der Ehrenbürgerbrief überreicht. Der Chef des Stabes, der in Begleitung seines Vaters erschien, wurde von der nach Tausenden zählenden Menschenmenge überaus stürmisch begrüßt. Der Chef des Stabes dankte für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Sie komme ihm nicht allein zu, sondern allen SA= und SS=Männern, die ihre Kraft für die Bewegung eingesetzt hätten. Am Nachmittag fand ein großer Vorbeimarsch statt, der fast eine Stunde dauerte. In seiner Ansprache betonte der Chef des Stabes, daß die SA überall den alten Geist aufweise, wie er sich hier zeige. Am Abend traf der Chef des Stabes in Münster ein, wo ihm eine große Menschenmenge ebenfalls eine begeisterte Huldigung darbrachte. Die Rotstandsgemeinden in Legserngsbesek Miaser Münster. Die Pressestelle des Regierungspräsidenten in Münster teilt mit: Zahlreiche Industriestädte und=gemeinden litten in den vergangenen Jahren trotz Arbeitslosigkeit der örtlichen Industriezweige unter einem starken Zuzuge Arbeitsloser aus kleineren Städten oder vom Lande. Neben dem meist aussichtslosen Bestreben, Arbeit zu finden, war für den Zuzug häufig maßgebend, daß an dem neuen Aufenthaltsort höhere Unterstützungssätze galten, als in der Kleinstadt oder auf dem Lande. Um dieser auch bevölkerungspolitisch unerwünschten Abwanderung vom Lande entgegenzuwirken, hat die Vierte Verordnung zur Aenderung der Reichsgrundsätze über Voraussetzung, Art und Maß der öffentlichen Fürsorge vom 10. 2. 1934 die Möglichkeit gegeben, in bestimmten, durch Wohlfahrtsausgaben besonders belasteten Gemeinden die Fürsorge für Personen, die in die Gemeinde neu zuziehen, unter strengster Prüfung der Voraussetzungen der Hilfsbedürftigkeit auf das zur Fristung des Lebens Unerläßliche oder unter Ablehnung offener Pflege auf Anstaltspflege zu beschränken. Bereits im Juli dieses Jahres hatte der preußische Minister des Innern diese Voraussetzungen für folgende Gemeinden des Regierungsbezirks Münster für anwendbar erklärt: Die Städte Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen und Recklinghausen, ferner die Landgemeinden des Amtes Datteln sowie die Gemeinden Westerholt, Herten, Hervest und Selm. Durch Anordnung vom 24. September 1934 ist nachträglich noch die Gemeinde Holsterhausen, Kreis Recklinghausen, als Notstandsgemeinde erklärt worden. Es wird erneut darauf hingewiesen, daß derjenige, welcher in den genannten Gemeinden künftig neu Aufenthalt nimmt und dort hilfsbedürftig wird, mit einer erheblichen Kürzung des Unterstützungssatzes rechnen muß. Deutsche Schrift in Schule und Handwerk Osnabrück. Dem Museum der Stadt Osnabrück und der RS=Kulturgemeinde ist es gelungen, das Schriftmuseum Rudolf Blanckertz (Berlin) für eine Ausstellung im Oberlichtsaal des hiesigen Museums zu gewinnen. Die sehr reichhaltige und instruktive Ausstellung, die die Entwicklung der Schrift von den Anfängen bis zur Gegenwart zeigt, wurde jetzt mit Ansprachen von Museumsdirektor Dr. Gummel und Kreiskulturwart Reinhardt eröffnet. Ausgruppierung des alten WickingKonzerne Hesereert der Minderheitengruppe der alten Wicking-Aktionäre In Beckum fand eine Sitzung der alten Wikking=Aktionäre statt, die sich unter Führung des Geheimen Justizrats Bernhard Bomke zu einer Minderheitengruppe zusammengeschlossen haben. Der Versammlung wurde bekanntgegeben, daß das Untersuchungsverfahren gegen den früheren Generaldirektor der alten Wicking=Verwaltung, Dr. h. c. ten Hompel, bei der Staatsanwaltschaft in Münster noch schwebt. Nach Berichterstattung des Geschäftsführers der Minderheitengruppe, Geh. Justizrat Bomke, nahm die Versammlung folgende Entschließung einstimmig an: „Wir in Beckum heute versammelten Aktionäre der Portland=Zementwerke Dyckerhoff=Wikking A.=G. in Mainz=Amöneburg fassen nach eingehender Besprechung hiermit folgende Entschließung: Die Dyckerhoff=Wicking A.=G. hat es in ungesetzlicher und rücksichtsloser Weise bisher unterlassen, die Rechnungsabschlüsse für die mit den Kalenderjahren zusammenfallenden Geschäftsjahre 1932/33 vorzulegen. Es ist den Aktionären bekanntgeworden, daß die Gesellschaft für 1932 einen Verlust von 8996088 RM und für 1933 einen Verlust von 415869 RM errechnet. Da der Beschäftigungsgrad in beiden Jahren fast gleich war, können diese 8580 279 RM unterschiedlicher Verluste unmöglich auf einer gleichmäßigen Berechnung der Abschlüsse beruhen. Es wird vermutet, daß der Verlust des Jahres 1932 fast ausschließlich durch Abschreibungen auf die Anlage= und Beteiligungswerte errechnet ist. Derartig hohe Abschreibungen sind bei vorsichtiger Beurteilung der Lage der Gesellschaft nicht angebracht.„Der Gesamtbuchwert der Werksanlagen ist verhältnismäßig niedrig, da auf die Werksanlagen des Wicking=Konzerns anläßlich der Kapitalzusammenlegung(im Jahre 1931) Sonderabschreibungen von 3303 608,81 RM vorgenommen wurden, und auch die Werksanlagen der früheren Firma Dyckerhoff=Söhne G. m. b. H. bereits über die normale Entwertung hinaus abgeschrieben sind“, so sagt die Gesellschaft selbst in dem ersten nach der Aufnahme der DyckerhoffSöhne G. m. b. H. vorgelegten Geschäftsbericht für das Jahr 1931. Die Marktlage aber befindet sich schon seit Monaten in einer derartigen Aufwärtsentwicklung, daß die arbeitenden Werke die Nachfrage nach Zement kaum bewältigen können. Aus eigenen Anschauungen wissen wir, daß die Gesellschaft die Werke„Grimberg& Rosenstein",„Zollern",„Illigens& Horstkötter",„Industrie" und„Westfalia“ vernichtet hat und daß sie die Werke„Union",„Friedrichshorst",„Illigens“ und„Ruhr& Klasberg" durch Stillegung der Vernichtung entgegenführt. Dies wird auch bei den Werken„Büren",„Porta“ und einem Teil der Werke„Lengerich“ der Fall sein. Die Zusammenlegung des Kapitals von 2:1 bei der von der Gesellschaft beherrschten Schlenkhoff A.= G. und der Höxter=Godelheim A.=G., deren Werke ebenfalls stilliegen, weist in dieselbe Richtung. Wir alten Wicking=Aktionäre, die wir fast sämtlich Mitbegründer eines dieser Werke sind, erheben hiermit Protest gegen diese Vernichtung von Vermögenswerten dieser Gesellschaft. Zugleich halten wir diese Beseitigung von Arbeitsmöglichkeit und=gelegenheit mit den Pflichten des Unternehmens für unvereinbar. Wir verlangen, daß dieser planmäßigen Vernichtung Einhalt geboten wird. Die auf diesen übermäßigen Abschreibungen beruhenden Verluste geben kein richtiges Bild der Lage der Gesellschaft. Bei richtiger Beurteilung der Lage der Gesellschaft kann nur ein Kolonlaltrigeriressen in Sssen Essen. Mit einem Begrüßungs= und Kameradschaftsabend im Rosenecksaal des Städt. Saalbaues wurde die Bezirkstagung der Kolonial= kämpfer von Rheinland und Westfalen eingeleitet, die verbunden war mit dem 25jährigen Jubelfest der Vereinigung der Kolonialkrieger und Kolonialdeutschen, Ortsgruppe Essen, und der Erinnerungsfeier an die 50jährige Wiederkehr des Beginnes der deutschen Kolonien. Am Sonntagvormittag versammelten sich die Delegierten im Lindenhof an der Hermann=Göring=Straße zu einer Tagung, auf der lediglich interne Fragen behandelt wurden. Der Nachmittag stand im Zeichen der großen Kundgebung auf dem Adolf=Hitler=Platz. Nach dem Badenweiler Marsch, gespielt von der Kapelle der Schutzpolizei, ergriff der Bundesstabsführer, Oberstleutnant a. D. von Boemcken, das Wort zur Festansprache und Heldenehrung. Heute, so sagte der Redner u. a., erkennten unfere Gegner unsere Kolonialansprüche an. Ein Blick in die Vergangenheit bringe allen wieder in Erinnerung, daß die deutschen Kolonien zur Zufriedenheit der Farbigen verwaltet worden wären. Der Kampf der Kolonialdeutschen gegen die Fremdherrschaft sei ungeheuerlich. Aber dennoch warte jeder auf den Tag, da Deutschland wieder die Herrschaft übernehme. Mit tiefer Trauer gedächte das deutsche Volk all derer, die draußen in fremder Erde ruhten, die in der Heimat ihr Leben für's Vaterland dahingaben, und derer, die auch nach dem Kriege für Deutschlands Erneuerung ihr Letztes einsetzten. Groß sei auch der Schmerz über den Heimgang des Reichspräsidenten von Hindenburg, dessen Geist jetzt über Deutschland schwebe. Die Kapelle intonierte das Lied vom guten Kameraden, und die Fahnen senkten sich zum stillen Gruß. Hierauf nahm der Bundesstabsführer die Fahnenweihe vor. Die Feier fand ihren Ausklang mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer, das deutsche Volk und Vaterland, dem sich das Deutschland= und HorstWessel=Lied anschlossen. Auf dem Festabend in der Kaupenhöhe hielt die Festansprache Kolonialschriftsteller Rose, der in tiefschürfenden Ausführungen ein Bild von der Bedeutung der Kolonien für Deutschland in handelspolitischer Hinsicht entwarf. Für Deutschland stehe eines fest: Wir können und werden nicht auf einen Besitz verzichten, der uns durch eine Lüge genommen wurde. Es handelt sich um eine Frage der Ehre und Gleichberechtigung, um eine Frage der wirtschaftlichen Notwendigkeit und nicht zuletzt um eine Kulturfrage. verhältnismäßig geringer Verlust sich ergeben. Dieser Verlust kann und darf zu einer neuen Zusammenlegung keine Veranlassung sein. Wenn eine Zusammenlegung trotzdem durch Majorisierung beschlossen werden sollte, so verlangen wir alten Wicking=Aktionäre, daß wir von der Zusammenlegung nicht betroffen werden, bzw. daß uns nach Zusammenlegung auf eine zusammengelegte Aktie eine Gratisaktie zur Verfügung gestellt wird. Wir verfolgen damit keine Sonderinteressen, sondern lediglich eine Korrektur früheren Unrechts. Diese Gratisaktien können demnächst aus dem Besitz der Banken erworben werden. Die aufstrebende Entwicklung macht diesen Erwerb möglich. Wir haben davon Kenntnis, daß ein solches Verlangen an die Direktion der Gesellschaft gerichtet, aber von ihr nicht anerkannt worden ist. Bei diesem Zwiespalt der Ansicht größerer Aktionärgruppen sehen wir keine andere Möglichkeit, daß das Unternehmen ersprießliche Arbeit im Sinne des Volksganzen leistet. Wir stellen fest, daß der verderbliche Geist der früheren Verwaltung heute noch nicht beseitigt ist. Demgemäß verlangen wir eine Aufteilung des DyckerhoffWicking=Konzerns in die Teile Dyckerhoff und Wicking. Die von der Verwaltung der Gesellschaft in einer Verlautbarung geäußerte Ansicht, daß eine solche Aufteilung unwirtschaftlich sei, geht angesichts der aufstrebenden Entwicklung fehl. Wir alten Wicking=Aktionäre haben volles Vertrauen zur zukünftigen Entwicklung. Wir wollen vermögens= und volkswirtschaftliche Werte erhalten, Arbeit schaffen, Schulden bezahlen und unseren Aktienbesitz uns nicht entwerten lassen. Wir sprechen unserem bisherigen Beauftragten, Herrn Geheimen Justizrat Bernhard Bomke, unser volles Vertrauen aus und beauftragen ihn, in diesem Sinne weiter zu arbeiten.“ Ritter des Pour le mérite gestorben Bielefeld. Oberstleutnant a. D. Walter Schulz ist in Bielefeld im Alter von 64 Jahren einem Herzschlag erlegen. Er wurde im Weltkrieg mit dem Pour le mérite ausgezeichnet, als er im Oktober 1918 als Regimentskommandeur des I.=R. 56 eine für die ganze erste Armee lebenswichtige Stellung bei Reims unter Einsatz seiner Persönlichkeit gegen eine mehrfache feindliche Uebermacht hielt. Nach dem Kriege hat er das Freikorps Klewitz geführt und später das ReichswehrRegiment 103 übernommen. Seinen Soldaten war er stets ein Vorbild militärischer Tugenden. Oberstleutnant Schulz ist den ehemaligen 55ern vor allem durch das von ihm herausgegebene große Erinnerungswerk„Infanterie=Regiment Graf Bülow von Dennewitz(6. Westfälisches) Nr. 55 im Weltkriege" bekanntgeworden. Fragwürdige Geburtstagsüberraschungen Bielefeld. Einem 32jährigen Anwohner der Paulusstraße wurden dieser Tage aus Anlaß seines Geburtstages Ueberraschungen merkwürdiger Art bereitet. Auf Grund einer Zeitungsanzeige erschienen bei ihm mehrere Personen, die Weinflaschen verkaufen wollten. Da er keine Kaufabsichten haben wollte, zeigte man ihm eine Anzeige in einer hiesigen Tageszeitung, in der zu lesen stand, was die Verkäufer behaupteten. Die enttäuschten Flaschenverkäufer waren kaum von dannen gezogen, als sich andere Besuche einfanden, die einen Wellensittich in Empfang nehmen wollten, der laut einer Zeitungsanzeige unentgeltlich abgegeben werden sollte. Das Geburtstagskind hatte sich von der Ueberraschung noch nicht erholt, als es den Worten des Rundfunkansagers des Reichssenders Köln im Rahmen der Glückwünsche entnehmen mußte, daß ihm 32jährigen, zum 92. Geburtstage die Glückwünsche des Reichssenders Köln ausgesprochen wurden. Eine Rückfrage dort ergab, daß zweifellos ein zu fragwürdigen Scherzen aufgelegter Zeitgenosse der Urheber der Altersverfälschung (und wahrscheinlich auch der beiden Zeitungsanzeigen) gewesen ist. Wenn auch das Geburtstagskind die Sache mit einem gewissen Humor aufgenommen hat, so bleibt doch das Ganze ein strafwürdiger Unfug. Untersuchungsverfahren gegen städtischen beamten Solingen. Wegen Unterschlagung amtlicher Gelder ist gegen den Stadtinspektor R. Thomas ein Untersuchungsverfahren eingeleitet worden. Nach den Feststellungen der Stadtverwaltung hatte Th., der seinerzeit Leiter einer Abteilung beim städtischen Bauamt war, entgegen den sonstigen Gepflogenheiten eine Sonderkasse eingerichtet, in der Gelder von Straßenanliegern vereinnahmt wurden. Th. soll nun eine größere Summe, die er vereinnahmt hatte, nicht an die Stadthauptkasse abgeführt haben. Trotz eingehender Prüfung konnte bisher auch der Verbleib der Gelder nicht ermittelt werden. Thomas, der wegen Herzkrankheit in einem rheinischen Ort zur Kur weilt, hat hier jetzt einen Selbstmordversuch gemacht, indem er sich die Pulsadern öffnete. Er wurde aber noch rechtzeitig aufgefunden und einer Krankenanstalt überwiesen. Glück im Unglück Wipperfürth. Ein Verkehrsunglück, das leicht schlimmere Folgen hätte nach sich ziehen können, ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs Ehreshoven. Ein Personenauto wollte einen mit 24 Personen besetzten Kraftomnidus aus Werdohl (Westf.) überholen. Dabei wurde der Autobus gestreift und der Führer dieses Fahrzeuges verlor die Gewalt über die Steuerung des Wagens. Der Kraftomnibus fuhr in einen Straßengraben und dann gegen einen Telegraphenmast, den er umriß. Bei diesem Unglück kam ein Großteil der 24 Fahrgäste mit dem Schrecken davon. Nur eine Frau erlitt ernstlichere Verletzungen, während einem Beifahrer ein Bein gebrochen wurde. Eine Anzahl Personen zog sich kleinere Schnittverletzungen zu. Während der Kraftomnibus stark zertrümmert wurde, wies der Personenwagen keine Beschädigungen auf. Schwerer Unglücksfall in der Grube Oberhausen. Hier verunglückte auf der Schachtanlage 2=3 der Zeche Concordia Oberhausen der Schlepper Parn=Oberhausen, Rosenstraße, als er beim Transportieren von Materialien in den Sumpf stürzte. Er wurde mit schweren Verletzungen— er erlitt u. a. einen doppelten Schädelbruch— in das Johanniter=Krankenhaus eingeliefert. Tabakschmuggel in Eierkisten Duisburg. Der Mülheimer Kriminalpolizei war schon seit längerer Zeit aufgefallen, daß große Stückgutkisten auf Expreßkarten nach Mülheim(Ruhr) liefen. Die Kisten stammten fast immer von dem gleichen Aufgabeort, doch war der Absender stets unleserlich. Eines Tages beschlagnahmte man die mysteriösen Kisten, die zwar als Eiersendungen deklariert waren, in Wirklichkeit aber bis oben hin mit geschmuggeltem Tabak gefüllt waren. Die findige Kriminalpolizei hatte bald das Schmugglerkleeblatt ermittelt und auch noch weitere 14 Expreßgutkarten beschlagnahmt. Sie stellte fest, daß die Bande insgesamt 616,90 Klgr. Rohgewicht an Tabak umgesetzt hatte. Jetzt standen Schmuggler und Helfershelfer vor dem Richter. Franz Manteufel als das Haupt der Bande wurde neben einer Geldstrafe von 426 772,60 RM. zu einem Jahr Gefängnis, seine Ehefrau und Siegfried Schrey neben einer Geldstrafe zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt, während eine Reihe weiterer Angeklagter empfindliche Geldstrafen, aber keine Freiheitsstrafen erhielt. Da auch die nichtbezahlten Geldstrafen abgesessen werden müssen, ist damit zu rechnen, daß die Schmuggler auf lange Zeit unschädlich gemacht sind. Von einer Kuh zu Tode getreten Duisburg. Ein tödlicher Unfall ereignete sich auf einem Walsumer Bauernhof. Beim Melken wurde die Bauersfrau Holpeg von einer Kuh so unglücklich gegen den Leib getreten, daß die Frau kurz nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus den schweren Verletzungen erlag. Revolverheld schießt zwei Personen nieder Duisburg. In einem Hause an der Schmitthorststraße kam es unter Nachbarn zu einem Wortwechsel, der bald in Tätlichkeiten überging. Hierbei zog einer der an der Schlägerei Beteiligten plötzlich einen Revolver und feuerte auf seine beiden Gegner. Diese brachen schwer verletzt zusammen und mußten dem Krankenhaus zugeführt werden. Der Täter wurde festgenommen. Für 6000 Mark Schmuckstücke gestohlen Rheydt. Bei einem nächtlichen Einbruch wurden aus der Wohnung eines Kaufmanns an der Waisenhausstraße, der mit seiner Familie verreist ist, für etwa 6000 Mark Schmucksachen gestohlen. Die Einbrecher sind von der Gartenseite aus ins Haus eingedrungen und haben sich offenbar reichlich Zeit gelassen, da sie keinerlei Störung zu befürchten brauchten. Sämtliche Schränke waren aufgerissen und durchwühlt. Mitgenommen haben die Einbrecher nur die wertvollen Schmucksachen, die sie in einem Toilettentisch fanden, sowie einen kleineren Geldbetrag aus den Zimmern der Hausangestellten. Auf der Straße vom Tod überrascht Köln. Eine im 82. Lebensjahr stehende Frau erlitt vor ihrer Wohnung in Köln=Deutz einen Schwindelanfall und schlug dann mit dem Kopf auf den Bordstein. Die Bedauernswerte stürzte so unglücklich, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Tödlicher Unfall eines Radfahrers Mechernich(Kreis Schleiden). Auf der Gemünder Landstraße verunglückte am Fuße der sogenannten Wellendarer Höhe ein 35jähriger Reisender aus Kirspenich, Kreis Euskirchen. tödlich. Er wollte mit seinem unbeleuchteten Fahrrad die Straße überqueren und wurde dabei von einem Personenwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Er trug einen doppelten Schädelbruch davon, der nach kurzer Zeit zum Tode führte. Korktat vok Wotjguk, Piarkent 7. URAGGE „Papa soll es überhaupt nicht erfahren. Es ist besser so! Er ist selbst so riesig reich, daß es ihn wenig kümmern kann, wenn ich allein über mein Vermögen verfüge. Aber... was fange ich nur mit dem Reichtum an?“ „Vor allen Dingen: Geld muß arbeiten. Es ist Pflicht des Geldes, daß es dazu dient, Arbeit zu schaffen, damit das Rad der Wirtschaft läuft. Im Grunde genommen, können Sie mit all Ihrem Reichtum ja auch nicht mehr tun, als sich satt essen und trinken, sich gut kleiden. Sie können Reisen machen, sich alles leisten, was Ihr Herz begehrt. Je mehr Sie Geld ausgeben, desto besser für die Wirtschaft.". „Sie meinen also... ich soll meinen Reichtum genießen?“ „Ja und nein! Man braucht natürlich nicht nur an seine persönlichen Bedürfnisse zu denken. Man kann auch wohltun]“., 8. fl. 644 „Ich verstehe Siel Tom, Sie sind so jung, wer hal Sie gelehrt, so zu denken?"..,## „Das Herz,“ spricht der Mann keise.„Dus Berz, artane ... das immer noch das Köstlichste in unserem Leben ist. Aber wohltun ist nicht leicht. Stellen Sie sich auf die Straße und schenken Sie jedem Vorübergehenden einen Tausenddollarschein: Das wäre schlecht, und Sie verdienten, daß man Sie dafür einsperrt. Wohltun, wahrhaft wohltun... das ist weit schwerer, als sein Geld nutzbringend anlegen.“ „Wie würden Sie es machen, Tom?“ „Ich würde vor allem an die Kinder, Alten und Kranken denken. Ferner an die vielen, die... ohne Arbeit sind. Wieviel Kinder gehen zugrunde in einer Stadt wie Neuyork! Für die kann nicht genug getan werden. Sorgen wir für die Kinder, schaffen wir denen, deren Eltern durch die Arbeit fern von ihnen sein müssen, Heime für den Tag, in denen ihnen gleichzeitig durch liebevolle Menschen das Glück der Erziehung gegeben wird, die sie daheim vermissen müssen. Denken wir an das Alter, das unbarmherzig an die Wand gedrückt wird von der Jugend, die schaffen, die ihre Kräfte regen will. Und denken wir an die Legion derer, die ohne Arbeit sind.“ „Papa hat auch einmal darüber gesprochen. Er vertrat den Standpunkt, Glück und Not, Reichtum und Armut müßten einander gegenüberstehen... sonst hörte alles Schaffen auf.....— gehen 5.32 mirh ih. „Glück und Not wird es immer geven, dus wird schon aus den Seelen geboren. Reichtum und Armut bleiben immer noch mehr, als es wünschenswert ist. Aber satt soll man die Menschen machen. Gewiß gibt es immer einen großen Teil... nein, seien wir ehrlich... einen kleinen, der jede Wohltat ausnutzt. Soll man aber wegen der wenigen Schlechten die vielen Menschen, die guten, ehrlichen Willens sind, verkommen lassen?" Ariane stoppt die Fahrt ab, denn sie hat das Bedürfnis, dem Reporter die Hand zu drücken. „Ich danke Ihnen, Tom! Die Lektion will ich nicht vergessen.“ „Keine Lektion, ich habe nur an Ihr Herz angeklopft ... und es hat geantwortet! Wir werden gute Kameraden bleiben, Ariane, denn... das Geld hat keine Macht über Sie. Das ist's, was mich froh macht. Sie werden über das Geld herrschen, nicht umgekehrt!“ *** „Einige Tage später unterhält sich Direktor Breack mit seinem Schützling Tom Halifax. „Lieber Tom, sagen Sie mal, wie fühlen Sie sich auf Torsten, dem Herrensitz Boulots?“ „Danke, Sir, ganz ausgezeichnet. Allerdings die Behaglichkeit wie bei Mistreß Meyer finde ich dort nicht, aber man hat mir ein paar wundervolle Räume angewiesen, und mit Miß Boulot verbindet mich eine so gute Kameradschaft, daß ich zufrieden bin.“ „Ein schönes Mädchen!“ „Unbedingt, Mister Breack!“ sagt Tom ernst.„Dabei ein ganz einfacher, unverdorbener Mensch, dem gottlob ein Flirt ebenso vollkommen fern liegt wie mir. Eine solche Kameradschaft ist schön.“ „Und Mister Boulot?“ „Den Bankier sehe ich kaum. Der steckt immer in seiner Arbeit. Eine Konferenz jagt die andere, er ist auch öfters verreist. Ich habe bisher nur einmal mit ihm zusammen gespeist. Er ist jedenfalls sehr liebenswürdig zu mir.“ „Wissen Sie, wie man Boulot einschätzt?“ „Es heißt, daß er über ein Vermögen von fünfhundert Millionen verfügt.“ „Nun, man arbeitet ja immer mit großen Zahlen bei uns in USA. Ich glaube, fünfhundert Millionen Dollar ist für Boulot übertrieben. Ueberhaupt... was bedeutet es, fünfhundert Millionen zu besitzen und für zwei Milliarden die Verantwortung zu tragen?“ „Meinen Sie, daß Boulot Schwierigkeiten hat?“ „Nein, nein, beileibe nicht! Aber man spricht davon, daß er sich bereits überengagiert hat, daß sein Trust, den er geschlossen hat, überdimensioniert ist. Die anderen Krösusse merken doch die Gefahr, die ihnen durch Boulot erwächst und es ist ganz natürlich, daß allmählich ein Widerstand gegen ihn einsetzt. Er hat den Zeitpunkt verpaßt, da er mit Morton, dem Größten, zusammengehen mußte.“ „Geben sich Morton und Boulot so viel?“ „Morton ist der kalte, nüchterne, tausendmal gesicherte Geschäftsmann... Boulot der Spieler, der große Spekulant. Boulot ist zweifellos das größere Genie, aber die Wirtschaftskrise hat ihn schwer kämpfen lassen. Man hat überall gestannt, wie er es fertiggebracht hat, in der beispiellosen Baissezeit durchzuhalten.“ „Da die Krise im Abflauen ist, dürfte Boulots Position gesichert sein.“ „Das ist möglich! Jedenfalls ist er einer der interessantesten Köpfe und Sie dürfen sich glücklich schätzen, daß der Bankier so entgegenkommend zu Ihnen ist. Sie haben alle Chancen in den Händen.“ „Ich glaube, ich habe kein Talent, sie auszuwerten.“ Breack lächelt zu Toms Worten. Er hat einen Gedanken, spricht ihn aber nicht aus. Oberst Wilms unterrichtet Boulot über die getroffenen Anordnungen und die bisherigen Ergebnisse seiner Und das ist so wenig, daß er sich schämt, darüber zu reden.„„. 4 hm die 6und. Aber der Banrier reicht ihm die Hand. „Sie haben alles getan, was Sie tun konnten, Oberst! Der Tod meiner Frau ist ein Anfang. Jetzt wird man mich jagen... auch Artane, das fühle ich. Wir müssen sehr wachsam sein, dann werden wir vielleicht den Feind stellen können.“„...., Mankigng Eitt e. Johnson, der greise Diener des Bankiers, kkitr ein. „Was gibts, Johnsgr““.61. Ti, imahen „Sir, ein Herr van Toimen mochle Sie sprechen. Der Bankier zuckt zusammen. Oberst Wilms merkt, daß Boulot unangenehm überrascht ist. „Gut, ich lasse bitten!“ Der Diener geht ab, Boulot wendet sich an Wilms. „Wissen Sie, wer van Tolmen ist? Der erste Gatte meiner Frau." Bs6 Misten G. „Vielleicht kein angeneymer Besuch, Mister Boulot.“ „Man kann nicht wissen. Aber sorgen Sie sich nicht. Van Tolmen ist ruhig und besonnen. Ob er als Feind oder Freund kommt, zu befürchten habe ich nichts.“ Oberst Wilms zieht sich zurück. 61. 8m Kurz darauf tritt Herr van Tolmen üver die Schweue. Der Holländer ist eine schlanke, elegante Gestalt, Mitte der Vierzig, mit starken Augen, in denen Haß lodert. Sein Haar ist schlohweiß. Boulot geht ihm entgegen. Die Männer stehen einander gegenüber. „Guten Tag, Herr van Tolmen!“ grüßt der Bankier. „Guten... Tag, Boulot!“ antwortet der Holländer in bartem Englisch.. W.: ehmen Ei. Blau. „Sie wollen mich sprechen. Bitte, nehmen Sie Play. „Danke!“ Der Holänder setzt sich, er ist sehr erregt und kann seine Unruhe nur mühsam meistern. „Jenny ist tot!“ beginnt er formlos und seine Lippen zittern. „Meine Frau ist tot. Ja, ermordet, Herr van Tolmen!“ Schwer geht die Brust des Mannes.„Tot... ermordet. Ich bin zu spät gekommen!“ „Ich verstehe Sie nicht, Herr van Tolmen!“ „Jenny hat mir geschrieben. Der Brief erreichte mich vor Monaten in Niederländisch=Indien. Er war ein Schrei um Hilfe. Sie fühlte den Tod um sich.“ Das Gesicht des Bankiers ist unbeweglich. „Meine Frau hat Ihnen geschrieben? Zu mir hatte sie also kein Vertrauen!“ G.e knan „Konnte sie das haben?" stößt van Tollnen haßvon heraus, Ja. „Nein, nein! Sie... Sie haben Jenny einst gezwungen, mich zu verlassen!“ „Mit dem Recht des Stärkeren!" „Mit diesem Recht nicht. Ich wußte damals nicht, welcher Teufel Ihnen Macht über Jenny gab... die mich liebte... die mich immer geliebt hat. Nein, Mister Boulot... es war ein anderes! Ich habe zehn Jahre meines Lebens darangesetzt, es zu ergründen.“ „Und haben Sie es ergründet?“ fragt Boulot ruhig mit sanfter Stimme, daß van Tolmen stutzt. „Ja! Da ich weiß... wer Jenny einst gewesen ist.“ „So, das wissen Sie.“ bemerkt der Bankier sachlich. „Und was haben Sie dabei gewonnen, Herr van Tolmen? Eine Illusion haben Sie sich zerstört, denn Sie wissen nun, daß Jenny Marnier... die größte Abenteuerin aller Kontinente war.“ Tolmens Brust arbeitet, als wenn sie zerspringen „Schweigen Sie!“ schreit er plötzlich auf.„Ich habe nicht geforscht, um Jennys Schuld festzustellen, sondern nur, um zu ergründen, was sie von meiner an Ihre Seite zwang. Die Schuld der Vergangenheit war es ... die Angst hat sie getrieben... auf das Glück zu verzichten!“ Der Bankier blickt ihn ruhig an. „Ich gebe es zu! Ich wußte um Jennys Vergangenheit! Aber ich war vernarrt in sie, ich habe sie begehrt, Herr van Tolmen... und da riß ich sie von Ihnen. „Das wagen Sie mir so schamlos ins Gesicht zu sagen?“ keucht der Holländer. „Ich bin für Offenheit! Als Geschäftsmann war ich immer gewöhnt, meine Chancen wahrzunehmen.“ „Ohne an den anderen zu denken!" „Ja!“ Herr van Tolmen stützt den Kopf mit beiden Händen auf der Lehne auf. Er findet kein Wort mehr. „Ich... möchte meine Tochter sehen,“ fordert er nach einer Weile....„g. Gem umm Et 5 „Dem steht nichts im Wege, Hert van Tolmen. Ich muß Sie aber darauf aufmerksam machen, daß Ariane durch den Tod ihrer Mutter sehr gelitten hat. Seien Sie heute mein Gast, ich will Sie Ariane vorstellen und morgen soll sie erfahren, daß ihr Vater vor ihr steht. Sind Sie damit einverstanden?“ „Ja,“ haucht der Holländer. Er ist am Ende seiner „Darf ich Ihnen ein Zimmer anweisen lassen, Herr van Tolmen? Sie fühlen sich anscheinend nicht wohl.“ „Ja... ich bitte darum,“ würgt der Mann, der vergeblich gegen einen Schwächeanfall ankämpft, hervor. Boulot klingekt nach dem Diener. Der alte Johnson tritt ein. „Johnson, bringen Sie mir Herrn van Tolmen gut unter. Herr van Tolmen ist nicht wohl.“ Der Holländer erhebt sich mühsam, macht einen Schrirr und bricht dann hilflos zusammen, ohne daß Johnson es verhindern kann. Boulot ist aufgesprungen, und gemeinsam mit dem alten Diener hebt er den Ohnmächtigen auf. Nach wenigen Minuten ist van Tolmen mit Hilfe von Johnson und eines anderen Bedienten in einem sehr behaglichen Zimmer untergebracht. Man hat sofort den Arzt gerufen. Der stellt Schwäche und nervöse Herzstörungen fest. Johnson bleibt auf Boulots Wunsch bei dem Kranken. Tolmen erwacht nach zwei Stunden wieder und sieht sich hilflos in seiner neuen Umgebung um. „Wie ist Ihnen, Herr van Tolmen?“ fragt der greise „Besser, spricht der Holländer leise.„Wer... wer sind Sie?“ „Ich bin Johnson, der Kammerdiener von Mister Boulot. Mein Herr hat mich beauftragt, mich um Sie zu bekümmern. Haben Sie einen Wunsch, Herr van Tolmen?“ „Ein Glas Wasser... bitte.“ Der Diener holt das Gewünschte. „Danke... danke! Sie können mich nun allein Johnson erhebt sich.„Ich werde Mister Boulot Bericht erstatten, Sir. Wenn Sie etwas brauchen, hier, gleich neben dem Bett, ist die Klingel. Ich sehe auch von Zeit zu Zeit nach Ihnen.“ Damit zieht sich der alte Diener zurück. Ariane hat sich zur Ruhe begeben. Sie ahnt nicht, daß sie heute mit ihrem leiblichen Vater unter einem Dach schläft. Als sie am nächsten Morgen ihr Zimmer verläßt, stutzt sie, denn die Diener= schaft ist seltsam erregt.„Was ist denn los, Johnson?“ fragt sie den alten Diener.. 816 Der Alte stottert unsicher.„Wie meinen Sie, Miß Boulot?“ „Was vorgefallen ist, möchte ich wissen! Die Diener= schaft läuft verstört herum. Ist etwas geschehen?“ Johnson senkt den Kopf. nag Geum a, „Miß Boulot, ein... Gast Ihres Herrn Vaters... ist heute nacht gestorben.“ Ariane erbleicht. Etwas Beklemmendes legt sich auf ihre Brust. „In unserem Hause? Wieder... ein Toter auf Torsten! Johnson... graut Ihnen nicht? Hier geht der Tod um!“... g...— Kant Der alte Diener schuttell den Ko##s. „Nein, es war ganz natürlich. Als wir Herrn van Tolmen aufs Gastzimmer brachten— er war bei Ihrem Herrn Vater ohnmächtig geworden— da hatte ich das Gefühl, daß wir einen Sterbenden trugen. Der Arzt wurde gerufen und stellte Herzschwäche fest und diese Nacht ist der Kranke einem Herzschlag erlegen. Er war schon so matt und schwach, als ich ihn am Abend aufsuchte.“ Tolmen?“ „Wie sagten Sie, Johnson... van Tolmen?“ „Ja, Miß Boulot.“ „Wo ist mein Vater?“ fragt das Mädchen erregt. „Mister Boulot hat eben eine wichtige Besprechung.“ „Sie müssen ihn rufen!“ Der alte Johnson erhebt erschrocken die Hände. „Unmöglich, Miß Boulot!“ „Dann bringen Sie ihm wenigstens ein paar Zeilen von mir. Ich muß Klarheit haben!“ „Ich kann's nicht! Mister Boulot hat mir streng ver„Johnson, es muß sein! Ich bin eine Geborene van Tolmen. Ich muß sofort wissen, ob es mein leiblicher Vater war, der diese Nacht hier starb.“ Da gibt der Diener nach.„Ich will's auf mich nehmen.“ Ariane schreibt mit zitternder Hand ein paar Zeilen, kuvertiert sie und schickt damit Johnson zu ihrem Der Bankier wird mitten in hitzigsten Verhandlungen gestört und ist wütend auf den Alten, der ihm wortlos Arianes Brief reicht...... 4466 Csl. Boulot reißt den Brief auf uno eine tiese Falle erscheint auf seiner Stirn. 8 „Wer hat meiner Tochter von wister van Toimen erzählt?" Johnson zuckt die Achseln. Der Bankier sieht einen Augenblick nachdenklich vor sich hin, seine Züge verfinstern sich. Dann nimmt er ein Blatt Papier und schreibt darauf:„Ja, van Tolmen ist Dein Vater.“ Der Diener zieht sich zurück und bringt sofort Ariane die Antwort. Das Mädchen starrt wortlos auf das unIhr Vater.. starb in dieser Nachtl Ihr Vater, auf den sie sich kaum mehr besinnen kann, der aber in ihrer Erinnerung als ein überaus gütiger Mensch lebt. Ariane hat das Gefühl, als wenn eine lodernde Flamme in ihr Herz schlage. Sie weiß nicht, ist es Haß, ist es Schmerz. Ihr ist zumute, als habe sie viel, unersetzlich viel verloren. „Wohin hat man Herrn van „In das Leichenschauhaus, Miß Boulot! Oberst Wilms hat lange mit dem Coroner mezenziche greute die Ueberführung in die gerichtliche,.#eef, aber der Coroner erkannte einwanostei auf Gerzschlag und ordnete die Ueberführung in das Schauhaus an. Mistreß van Tolmen, die Mutter des Verstorbenen, ist sofort benachrichtigt worden. Wahrscheinlich wird die Leiche nach Holland gebracht werden.“(Forts. folgt.) Grundlage für 1000jährige Zukuuft Dr. von Renteln auf der Gautagung der RS=Hago in Kiel Anläßlich der Braunen Messe in Kiel hatten sich die Amtswalter der NS.=Hago des Gaues Schleswig=Holstein zu einer großen Tagung zusammengefunden, die durch eine Rede des Reichsamtsleiters der NS.=Hago, Dr. von Renteln, ihre besondere Bedeutung erhielt. Reichsamtsleiter Dr. von Renteln gab in einer oft von Beifall unterbrochenen Rede eine Darstellung der den Amtswaltern der NS.=Hago in Zukunft obliegenden Aufgaben. Diese bestünden in der Ueberwachung des Handels, des Handwerks und des Gewerbes. Jeder einzelne Träger des Braunhemdes sei ein Soldat der deutschen Geschichte, und seine Pflicht sei es, die Gefolgschaften in den Betriebsgemeinschaften zum Nationalsozialismus zu erziehen und eine lebendige Volksgemeinschaft zu schaffen, damit jeder Volksteil, jede Berufsgruppe die andere verstehe. Das Ziel sei, in der jetzigen Zeit die Grundlage zu schaffen für eine tausendjährige Zukunft. Fürsterzbischof Dr. Rieder; Der Fürsterzbischof von Salzburg, Dr. Ignatius Nieder, ist in den Morgenstunden des Montag gestorben. Er wurde am 1. Februar 1858 in Groß=Arl in den Tauern(Salzburg) geboren. Nach längerer Tätigkeit in der praktischen Seelsorge wurde er Professor für Kirchengeschichte am Priesterseminar in Salzburg und sodann 14 Jahre Professor für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät in Salzburg. 1911 wurde er zum Weihbischof geweiht. Am 12. August 1918 wurde er zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Seine Inthronisation fand im Dezember desselben Jahres statt. Im Juli 1931 feierte er das Goldene Priesterjubiläum. Als Fürsterzbischof von Salzburg führte er den Titel des Primas Germaniae. Kommunistenkämpfe in China Die japanische Telegraphen=Agentur Shimbun Rengo meldet, daß es den im Süden und Norden stehenden kommunistischen Truppen gelungen sei, sich in der Provinz Sutschuan zu vereinigen. Zurzeit seien Kämpfe um Tschuing im Gange. Von chinesischer Seite seien alle Maßnahmen getroffen, um die Stadt zu halten. Marschall Tschiangkaischek habe seinen Aufenthalt in Kuling abgebrochen und sei nach Hankau zurückgekehrt, um das Oberkommando selbst zu übernehmen. Die chinesischen Stellen bestätigen, daß Marschall Tschiangkaischek in Hankau eingetroffen ist, um das Kommando über die Regierungstruppen zu übernehmen. Nach den bisherigen amtlichen Mitteilungen befinde sich die Stadt Tschinpin in Händen der chinesischen Regierungstruppen; es herrsche dort vollkommene Ruhe. Die vereinigten kommunistischen Truppen versuchten, sich durch die Provinz Tschechuan durchzuschlagen, um die Bevölkerung auszuplündern. Auf Befehl des Marschalls Tschiangkaischek seien starke Truppenabteilungen zusammengezogen worden, um den kommunistischen Vormarsch zum Stehen zu bringen. Zwei Flugzeuggeschwader befänden sich auf dem Wege nach Tschinpin. Kommunistische in Sao Paulo Bier Tote, 38 Verletzte 12000 uniformierte faschistische„Integralisten“ veranstalteten am Sonntag in Sao Paulo eine Protestkundgebung gegen die Ermordung eines ihrer Angehörigen durch Kommunisten. Trotz Verbots erfolgte eine Gegenkundgebung der Kommunisten, die die Integralisten aus dem Hinterhalt und von den Häusern herab beschossen. Erst nach etwa halbstündigem Kampf gelang es der Polizei, die kommunistischen Schützen zu vertreiben. Die Schießerei hat vier Codesopfer und 38 Verletzte gefordert. Einigten mi ddel Digen Dr. Ley beim Landestreffen der 9A3. in Wiesbaden Vor 80000 Amtswaltern der DAF, Wirtschaftsführern und Vertrauensmännern sprach am Sonntag in Wiesbaden Staatsrat Dr. Robert Ley. Anschließend nahm er die Weihe von 114 Fahnen vor. In seiner Rede betonte Dr. Ley u. a., daß man ununterbrochen darüber wachen müsse, daß die neue Form, in die die Menschen hineingebracht seien, auch zum Lebensinhalt dieser Menschen werde. Wir wissen, so sagte er u. a. weiter, daß die Vorurteile, die in der überwundenen Gesellschaftsform heimisch waren, noch nicht restlos überwunden sind. Wenn eines die Richtigkeit unseres Handelns bestätigt, so ist es die Tatsache, daß der Arbeiter nach allen Berichten, die ich bekomme, und wie ich durch eigene Prüfung festgestellt habe, heute nahezu restlos auf dem Boden der Arbeitsfront und damit des Nationalsozialis. mus steht. Nicht ganz so der Unternehmer. Er war abwartender, vielleicht auch in einzelnen Teilen feindseliger, und er verstand es natürlich auch, das klüger zu tarnen. Und wenn ich in der Arbeitsfront Schwierigkeiten gehabt habe, so habe ich sie nicht von seiten der Arbeiter gehabt, nein, einige wenige Schichten des Unternehmertums waren es. Und wenn ich trotzdem in meinem letzten Aufruf sagte, daß es mich mit Freude erfüllt, heute nach einem Jahr feststellen zu können, daß nicht allein der deutsche Arbeiter zur Arbeitsfront gekommen ist, sondern daß sich bereits 60 bis 70, manchmal sogar 80 v. H. der Unternehmer gemeldet haben, so ist das ein nicht geringer Erfolg. Es darf in keinem Betriebe einen deutschen Mann geben, der nicht in der Gemeinschaft entweder der Partei oder der Deutschen Arbeitsfront organisiert wäre. Wir haben auf fast allen Gebieten viel zu wenig Facharbeiter. Wir beobachten jetzt— und das ist schmerzlich für unsere Wirtschaft— daß wir dadurch in der Entwicklung gehemmt sind. Vertrauensleute! Eure Arbeit ist es, allen Menschen der Gefolgschaft immer wieder klar zu machen, daß sie nun ihre Forderungen nicht ins Unermeßliche steigern können, weil dann die Gefahr besteht, daß, wenn Rückschläge kommen, die Krisenerscheinungen umso größer sein werden. Viel wichtiger ist— und nun wende ich mich an den Unternehmer: Wenn Du willst, daß Deine Gefolgschaft nun diese Zeit der Konjunktur nicht ausnutzt, sondern vertrauensvoll mit Dir zusammenarbeitet, dann mußt Du ihr das Vertrauen geben, damit sie mit Dir durch dick und dünn geht. Zum Schluß versicherte Dr. Ley, daß alle verantwortlichen Stellen des Reiches und der Partei sich in drei Dingen einig seien: Daß die Preise unter allen Umständen zu halten seien, daß die Löhne nicht absinken dürften, und daß sie sich mit allen Kräften für die Stabilität der Währung einsetzen. Wieer zum Erparatisienausstans kun Doppeltes Spiel der katalanischen Regierung— Azana geflohen Zur Vorgeschichte des Separatistenaufstandes in Katalonien werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Nachdem die gesetzmäßige katalanische Regierung(Generalidad) am Freitag, also am ersten Tage der in ganz Spanien ausgebrochenen revolutionären Aufstandsbewegung, immer wieder die Madrider Zentralregierung ihrer Zuverlässigkeit versichert hatte und dabei nicht müde wurde, immer wieder zu betonen, daß sie die Ordnung in Katalonien unter allen Umständen aufrechterhalten würde, gingen schon am Samstagmittag Gerüchte um, wonach die Generalidad ein doppeltes Spiel mit der Madrider Regierung getrieben habe. Wie sich herausstellte, sollten die Beteuerungen der Generalidad nur dazu dienen, Madrid in Sicherheit zu wiegen, damit inzwischen die völlige Abschließung und Isolierung Kataloniens vom übrigen Spanien in Szene gesetzt werden könnte. Diese war denn auch am Samstag restlos durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war sowohl jeder Eisenbahnverkehr als auch der Telephon= und Telegraphenverkehr an den katalanischen Grenzen stillgelegt worden. Gleichzeitig hatten sich die Separatisten geschickt über die wichtigsten Punkte verteilt, so daß die Generalidad nun ohne weitere Gefahr glaubte, den Abfall von Spanien erwirken zu können. So erfolgte denn auch am späten Samstagabend vom Vorsitzenden der Generalidad die Unabhängigkeitserklärung Kataloniens und die Ausrufung der freien katalanischen Republik. Gleichzeitig rief man die„spanische föderative Republik“ aus und ernannte zu ihrem Präsidenten Azana, den Ministerpräsidenten der letzten halbmarxistischen Regierungen der Jahre 1932=33. Dieser erklärte nun seinerseits die Madrider Regierung für illegal und abgesetzt. Die Generalidad hatte nun bei diesem hochverräterischen Spiel einen schweren Fehler gemacht. In ihrer maßlosen Selbstüberhebung glaubte sie sich der Unterstützung des Heeres und der Polizei völlig sicher. Als nun die Madrider Regierung auf die Abfallerklärung Kataloniens sofort den Kriegszustand über das spanische Staatsgebiet verhängte, ließ man den Befehlshaber der dortiHeuer umn Derf während der kirmes zehn Gebäude eines Bergmannsdorfes verbrannt In dem Bergmannsdorf Craja bei Nordhaubrach am Sonntag während der Kirmesfeier in der Scheune eines Landwirts Feuer aus, 29 sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreilere. Zunächst wurden sämtliche Wirtschaftsgebäude des Gehöftes, danach die Wohnhäuser und Stallungen der Nachbargrundstücke zerstört. Das Feuer sprang von hier aus auf drei weitere Anbesen über. Insgesamt sind der Feuersbrunst kehn Gebäude zum Opfer gefallen. Der Prand ist wahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurückzuführen. ..9 Wassermangel, wurden die Löscharbeiten kark gehemmt. Der Sachschaden ist sehr groß, roch konnten Menschen und Vieh in Sicherheit zebracht werden. Zwei Berliner Fabriken eingeäschert zum Montag war in der Bermner Asphalt= und Dachpappenfabrik unmitteldur an den Gleisanlagen des Hamburg=Lehrter eterbahnhofes in einem sogenannten Vorbeim Kochen von Steinkohlenteer Teer Vbergelaufen und in die Feuerstelle gelaufen. Bevor noch die Schaumlöscher in Tätigkeit gesetzt werden konnten, schlugen zehn Meter lange Stichflammen zum Dach empor. Im selben Augenblick stand der ganze Dachstuhl in Flammen. Panikartig verließen die Arbeiter das brennende Gebäude. Als die Feuerwehr mit sieben Zügen, etwa 20 Fahrzeugen, am Brandort erschien, fand sie ein einziges Flammenmeer vor, da der Teer inzwischen wie ein brennender Strom nach allen Seiten des Teerkochraumes auseinandergeflossen war und viele hundert Rollen fertiger Dachpappe entzündet hat. Infolge der Löscharbeiten mußte der Güterbahnbetrieb zeitweise unterbrochen werden. Da die nächste Wasserstelle mehrere hundert Meter entfernt lag, konnten sich die Flammen auch auf das anschließende Gebäude einer Fassaden=Putzfabrik weiterfressen. Auch der Dachstuhl dieses Gebäudes wurde vernichtet. Erst nach fast dreistündiger Tätigkeit konnte die Feuerwehr die Gewalt der Flammen brechen. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Zeitweilig waren auch Oelgruben, die ein Fassungsvermögen von 200 Tonnen haben, gefährdet. Mit Schaumlöschern konnte jedoch die Gefahr beseitigt werden. gen Militärstreitkräfte in das Regierungsgebäude der Generalidad kommen, um seine Stellungnahme zu erfahren. General Batet bat sich eine Stunde Bedenkzeit aus, die er sofort dazu benutzte, um die gesamte Garnison von Barcelona zu alarmieren. Eine weitere Stunde später waren die spanischen Batterien an den wichtigsten Plätzen aufgefahren, Maschinengewehre in Stellung gebracht und die wichtigsten Gebäude, darunter die Generalidad, militärisch besetzt. Der spanische General und die ihm unterstellten Truppen haben vorbildlich ihre Pflicht erfüllt. Als der Präsident der sogenannten„katalanischen Republik“ diese unerwartete Wendung sah und ihm außerdem gemeldet wurde, daß auch der größte Teil der katalanischen Polizei gemeinsame Sache mit dem Militär machte, begann er, im Rundfunk in halbstündlichen Abständen stark gefärbte Berichte über die Gesamtlage herauszubringen und die gesamte Bevölkerung Kataloniens zu den Waffen zu rufen. Er hoffte vor allem auf die Hilfe der syndikalistischen Landarbeiterorganisationen, die seit langem von ihm selbst bewaffnet und ausgebildet waren und die neben den separatistischen Escamots eine Art katalanische Sturmtruppe bildeten. Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Kampf um Bareelona zahlreiche Opfer gefordert, deren Höhe noch nicht feststeht. Es ist auch selbstverständlich, daß die Kämpfo noch nicht völlig beendet sind, da die Anarchisten diese Gelegenheit ausnutzen, um mit allen Mitteln die Unruhe in Barcelona aufrechtzuerhalten. Der ehemalige Ministerpräsident Azana Die Linksradikalen Azana und Quiroga sind aus Barcelona entkommen, es ist aber anzunehmen, daß sie infolge der von der Madrider Regierung verhängten Grenz= und Hafensperre nicht entkommen werden. Auch der„spanische Lenin", der Vorkämpfer der marxistischen Einheitsfront, Largo Caballero, hat sich aus dem Staube gemacht. Einsturz einer Montagehalle In Stendal stürzte aus bisher nicht geklärter Ursache eine Montagehalle ein. Von den beim Bau beschäftigten Arbeitern wurden hierbei bedauerlicherweise sechs getötet und 15 verletzt. Die Ermittlung über den Grund des Unfalls wurde sofort eingeleitet. Eierpreise in Rheinland-Westfalen Anordnung des Bezirksbeauftragten für die Geflügelwirtschaft Der Mindesterzeugerpreis für Hühnereier wird mit Wirkung vom 10. Oktober d. J. auf Grund der II. Verordnung über die Regelung des Eiermarktes vom 3. Mai d. J. im Einvernehmen mit dem Herrn Reichskommissar für die Vieh=, Milchund Fettwirtschaft für das Wirtschaftsgebiet des Rheinisch=Westfälischen Eierverwertungsverbandes wie folgt festgesetzt: R M. 1,50 je Kg. Hühnerei. Eine Ausnahme bilden diejenigen Teile des Rheinisch=Westfälischen Eierverwertungsverbandes, die das Gebiet der Milchversorgungsverbände Minden=Ravensberg und Sauerland umfassen. Für diese Bezirke wird der Mindesterzeugerpreis auf R M. 1,45 je Kg. Hühnerei festgesetzt. Die Preise verstehen sich ab Hof des Erzeugers. Die festgesetzten Preise sind Erzeuger=Mindestpreise und dürfen seitens der Aufkäufer nicht unterboten, wohl aber überboten werden. Stückweises Aufkaufen ist nicht statthaft. Meine Preisfestsetzung vom 18. September d. J. wird durch diese Anordnung aufgehoben. * Zur weiteren Orientierung teilt der Bezirksbeauftragte mit, daß der Reichskommissar für die Vieh-, Milch= und Fettwirtschaft die Uebernahmepreise(Großhandelspreise) für frische deutsche Ware Güteklasse I mit Wirkung vom 8. Oktober 1934 wie folgt festgesetzt hat: S zu 11 Pfg., A zu 10½ Pfg., B zu 10 Pfg., C zu 9¼ Pfg., D zu 8½ Pfg. Neuer Zeuge gegen Hauptmann Wie der in Trenton(New=Jersey) amtierende Polizeichef Schwartzkopf bekanntgab, hat sich in der Lindbergh=Angelegenheit ein Zeuge gemeldet, durch dessen Aussagen Hauptmann erneut schwer belastet wird. Es handelt sich um einen früheren Farmer Willbaur Whitehead, der in der Nähe des Lindbergschen Sommersitzes Hopewell eine kleine Farm besessen hat und mehrmals wenige Wochen vor der Entführung des Lindbergh=Kindes im Unterholz in der Nähe der Lindbergschen Besitzung einen verdächtigen Mann beobachtet haben will, in dem er einwandfrei den verhafteten Hauptmann wiederzuerkennen glaubt. Whitehead, der bereits in der Entführungsnacht den örtlichen Polizeibehörden seine Beobachtung mitgeteilt hatte, erkannte Hauptmann sofort, als ihm dieser zusammen mit zehn anderen Personen im Gefängnis in Bronx vorgeführt wurde. Marokkanisches Schützenregiment nach Frankreich In Bordeaux ist Sonntag nachmittag ein Teil des 8. marokkanischen Schützenregiments aus Fez eingetroffen. Die Truppen werden Dienstag ihre zukünktige Garnison in Agen beziehen. In wenigen Zeilen Das Preußische Statistische Landesamt ist mit dem 30. September 1934 aufgehoben worden. Seine Aufgaben werden, soweit nicht im einzelnen anders bestimmt ist, vom Statistischen Reichsamt übernommen. Die Grenzlandfahrt der alten Garde der PO. wurde am Sonntagabend in Plauen mit einem gemütlichen Beisammensein in der Zentralhalle beendet. Im Rahmen einer Artamanenund HJ.=Kundgebung in Güstrow wurde die Artamanen=Bewegung in die HI. eingegliedert. Anschließend nahm der Reichsjugendführer den Vorbeimarsch ab. Ueberdiedeutsch=polnischen Wirtschaftsverhandlungen wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben, in der es heißt, daß eine Vereinbarung am 6. Oktober paraphiert worden ist. Um die Schwierigkeiten zu überwinden, die sich aus der derzeitigen deutschen Devisenlage ergeben, ist vereinbart worden, daß die Einund Ausfuhr der beiderseits in die Vereinbarung aufgenommenen Waren sich auf dem Wege privater Verrechnung vollziehen soll. Diedeutschen Filmtheaterbesitzer haben sich bereitwilligst in den Dienst der Propagandaaktion für das Winterhilfswerk gestellt und werden in jeder Vorstellung mehrere Diapositive und Schallplatten zum Winterhilfswerk kostenlos zur Vorführung bringen. Die Teilnehmer am internationalen Hotelierkongreß statteten der 6. internationalen Kochkunst=Ausstellung in Frankfurt a. M. einen Besuch ab. Dabei nahmen namhafte ausländische Hoteliers gegen den deutschfeindlichen Verleumdungsfeldzug Stellung. Professor Bergmann aus Deutschland ist neben zwei italienischen Aerzten drahtlich an das Krankenbett des ägyptischen Königs Fuad gerufen worden. Der bekannte Berliner Verleger Wreede, Mitinhaber des Theater=Verlags Bloch, hat seinem Leben durch Selbstmord ein Ende gemacht. Wreede litt seit längerer Zeit schweren Gemütsdepressionen. Derungarische Kultusminister Dr. Homann gab am Montag zu Ehren des Reichserziehungsministers Rust ein Frühstück, bei dem er in einer Ansprache auf die Wechselseitigkeit des deutsch=ungarischen Geistes= und Kulturlebens einging. Tituleseu ist am Montag in Rumänien eingetroffen und in Sinaia ausgestiegen. Er werde im Laufe des Nachmittags vom König in Audienz empfangen. Tituleseu weigerte sich, vor dem Empfang irgendwelche Erklärungen alzogeben. Samstag abend 9½ Uhr starb plötzlich und unerwartet unsere liebe Nlutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. Gustavtmikennarn Wilhelmine geb. Wiemhoff im vollendeten 71. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ernst Graefe Familie Nelchior Wäller Familie Karl Hlinkelmann Villigst, Deilinghofen Sundwig, Schwerte, Dinslaken u. Ergste, den 8. Oktober 1934. Die Beerdigung findet statt am Nlittwoch, den 10. Oktober 1934, nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause und um 4½ Uhr auf dem Friedhof In Schwerte. H. Hitzegrad u. Sohn Schwerte, Senningsweg 26 Ruf 2765 Gegr. 1896 Orthopäd. Schuhanstalt Individuelle Anfertigung v. Schuhen für kranke Füße schmerzlindernd. Hlohe Auszeichnungen. Eigene Schälbemacherel! Einlagen nach Maß u. Gipsabdruck Lieferant sämtlicher Krankenkassen Berufsgenossenschaften und des Versorgungsamts. Reparaturwerkstatt für gute, schnelle u. billige Besohlung Auf ellige Arbeit kann gewartet werden. Fachlich geprüfter orthopäd. Schuhmachermeister Caftraxfr. 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Franz, Obergerichtsvollzieher, wss Graf=Adolfstraße 5. Eine schöne neuzeitlich eingerichtete 2-3 ZimmerWohnung für sofort oder später gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. 1935 für Fröndenberg. Durch tatkräftiges Eingreifen von Schwonke wird ein sicheres Tor verhindert. Es geht jetzt zum Endspurt über. Beide Mannschaften kämpfen auf Sieg. Besonders vorm Fröndenberger Tor entstehen brenzliche Momente. Schuß auf Schuß hagelt aufs Tor, aber der in großer Form befindliche Fröndenberger Torwart ist sich seiner großen Aufgabe bewußt und meistert die gefährlichsten Schüsse. Besonders gut gefallen kann der kleine wieselflinke rechte Läufer der Grünweißen, welcher immer wieder seinen Vormann mit guten Vorlagen füttert. Die letzten Minuten der Spielzeit gehören den Blauweißen, jedoch ist nichts Zählbares mehr zu erreichen. Der Schiri macht dem Treffen durch seinen Schlußpfiff ein Ende. Mit 2:1 können die Blauweißen von ihren Anhängern umjubelt als verdiente Sieger das Spielfeld verlassen. Kritik: Die Fröndenberger stellten eine Mannschaft, welche von Anfang bis zum Schluß um den Sieg kämpfte. Der Torwart war in ganz großer Form und dürfte wohl einen seiner besten Tage gehabt haben. Die Verteidigung war schlagsicher und klärte immer im richtigen Moment. In der Läuferreihe war der rechte Läufer der beste Mann, aber auch seine Nebenleute konnten gefallen. Die Stürmerreihe zeigte Durchschnittsleistungen. Die Schwerter Mannschaft führte ein gutes Spiel vor und hat den Sieg verdient. Der bessere Mannschaftsteil war die Läuferreihe, welcher dieser Sieg in der Hauptsache zu verdanken ist. Hintermannschaft und Stürmerreihe zeigten befriedigende Leistungen. Der Schiri leitete einwandfrei. VfL. Schwerte 2.— Fröndenberg 2. 2:2. Dieses Spiel hätten die Schwerter gewinnen können, wenn sie es nur verstanden hätten, den ihnen zugesprochenen Elfmeter zu verwandeln. Letmathe 98 Jun.— VfL. Jun. 2:10 Das erste Diplomspiel konnten die Junioren von VfL. Schwerte mit einem Bombenerfolg von 10:2 gegen ihren Gegner Letmathe 98 beenden." 960 1 Tcb.0 Letmathe 98 1. Jgd.— Bfr. 1. J Die erste Jugendmannschaft konnte es noch besser und siegte haushoch mit 12:0. BfL. 2. Jgd.— Ergste 1. Jgd. 1:0 De.* 7 PA des Winkerhilfswerks 1934/35 Bücher finden Sie in reichhaltiger Auswahl in der Buchhandlung Carl Braus Türnen, Splel und Sderl Schwerte PfL. verzeichnet den ersten Sieg seit mehreren Jahren gegen Fröndenberg! VfL. Schwerte 1.— Spp. Fröndenberg 1. 2:1(2:0) Seit langer Zeiet war man auf das Meisterschaftsspiel VfL. gegen die Spielvereinigung Fröndenberg gespannt. Seit Jahren trafen sich alljährlich diese beiden Gegner im Fußballkampf. Nicht ein einziges Mal konnten die Schwerter den Sieg davontragen. Nur ein Unentschieden, und zwar ein 3:3 war der Mannschaft vergönnt. Nun ist es den VfL. ern gelungen, dank ihrer eifrigen Spielweise einen 2:1=Sieg gegen die Grünweißen aus Fröndenberg zu erringen. Bis zum Schluß kämpfte die Gästemannschaft erbittert um den Sieg, aber in der Hauptsache ist es der iinermüdlichen Läuferreihe von VfL. zu verdanken, daß es zum Siege langte. Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen das, was man bei Meisterschaftsspielen zu sehen wünscht: einen harten, aber doch jederzeit fairen interessanten Fußballkampf wo es um Sieg und Punkte geht. Der Spielverlauf: Um 3,15 Uhr stellen sich die Mannschaften dem Schiedsrichter Klein, Werdohl. Fröndenberg komplett, VfL. Schwerte ohne Landskröner. VfL. hat Wahl und nimmt den stark aufkommenden Wind zum Bundesgenossen. Sogleich zu Beginn entwickelt sich auf beiden Seiten ein flotter Kampf, welcher beide Parteien abwechselnd im Angriff sieht. Es dauert nicht lange und der Platzverein geht wieverholt zum Angriff über. Drei Schüsse hageln hintereinander auf Fröndenbergs Tor; man glaubt den Ball im Netz, aber Finkhaus macht der aussichtsreichen Torgelegenheit durch einen Schuß ins Aus ein Ende. Jetzt machen sich die Fröndenberger von der schweren Bedrängnis frei und gehen zur Offensive über. Aber hier ist es Schwonke im Schwerter Tor, welcher diese Angriffe unterbindet. Nicht müßig erwidert der Schwerter Sturm diese Angriffe und macht der Fröndenberger Hintermannschaft große Soge. Schon glaubt man den Ball im Tor, aber immer noch ist der kleine Fröndenbergere Torwart der rettende Engel in allerhöchster Not. Eine Hand im Strafraum der Grünweißen wird vom Schiri übersehen. Des weiteren sind die Schwerter im Angriff. aber die Fröndenberger Hintermannschaft zeigt sich jedem gefährlichen Angriff gewachsen und klärt sicher und prompt. In der 23. Minute bricht jedoch das Verhängnis für die Fröndenberger herein. Ein Strafstoß, getreten vom Mittelstürmer Pricelosny wird vom Fröndenberger Torwart zurückgefaustet. Eberhardt ist aber zur Stelle und kann durch präzisen Nachschuß das erste Tor für seine Farben erzielen. Immer noch sind die Schwerter im Angriff, aber einige Stürmer verderben die schönsten Torgelegenheiten durch Abseitsstellung. Eine gut hereingegebene Ecke landet im Tor, aber der Schiri macht die bereits durch die Schwerter Sportanhänger bekundete Freude nicht wahr. Dann setzen sich die Fröndenberger wieder durch. Unter dem Einsatz aller Kräfte versucht die Mannschaft den Ausgleich zu erzielen, aber alles ist vergebens. Auch ein scharf geschossener Strafstoß bringt den Grünweißen nichts ein. In blendender Manier wird dieser gefährliche Ball von Schwonke gehalten. Fünf Minuten vor Halbzeit gelingt den Schwertern der zweite Treffer. Der Fröndenberger Torwart ist zu weit aus dem Tor herausgelaufen und der Ball findet durch Langschuß des Schwerter Mittelstürmers seinen Weg ins Netz. Mit zwei Eckbällen für Schwerte, welche beide nichts Zählbares einbringen, schließt die erste Halbzeit ab. Mit 2:0 für den Gastgeber werden die Seiten gewechselt. Nach dem Seitenwechsel haben die Schwerter ein schwereres Spiel, ist doch der stark treibende Wind jetzt auf den Seiten der Fröndenberger. Aber trotzdem sind die Blauweißen ihrem Gegner voll und ganz gewachsen. Nicht einen Moment lassen die Spieler locker, man will vor allen Dingen das Resultat halten. Die unermüdliche Läuferreihe schickt immer wieder durch präzise Vorlagen den Sturm auf Reisen, aber Fröndenbergs Hintermannschaft ist nicht zu überwinden. Man kann besonders jetzt in der zweiten Halbzeit zwei verschiedene Spielsysteme feststellen. Während Fröndenberg einen hohen wuchtigen Ball spielt, halten die VfL. er den Ball flach an der Erde. Durch diese zweierlei Spielweise kann sich keine Mannschaft recht durchsetzen und das Spiel bleibt ziemlich verteilt. Die Fröndenberger geben jetzt alles aus sich heraus und wollen unter allen Umständen das Resultat ändern, welches dann auch gelingt. Aus einem Gedränge vorm Schwerter Tor kann Fröndenbergs Mittelstürmer zum verdienten Ehrentor einsenden. Kurz darauf ein Eckball Turn= u. Spielvereinigung von 1884 Ergste Tus Ergste 1.— Hohenlimburg Obernahmer 1. 2:0(1:0) Zum weiteren Meisterschaftsspiel weilte der Tabellenbeste Hohenlimburg=Obernahmer in Ergste. Die Obernahmer enttäuschten nach der angenehmen Seite und zwangen die Ergster, alle Register ihres Könnens zu ziehen. In jeder Halbzeit konnte Ergste nur je ein Tor buchen. Der Torwart Obernahmers war der beste Mann auf dem Felde, er vereitelte jeden auch noch so gut gemeinten Angriff der Ergster. An den beiden erzielten Toren ist der Torwart schuldlos. Der Ergster Torwart stand seinem großen Gegenüber nichts nach, denn er hielt die schwersten Sachen und blieb immer Herr der oft gefährlichen Situation. Der Ergster Sturm zeigte nicht sein sonst gewöhntes Können, am kommenden Sonntag müssen die Ergster Stürmer bessere Leistungen zeigen um gegen VfB. Westhofen bestehen zu können, sonst wird die Sache bestimmt schief gehen. Nach fünf Spielen führt der Neuling Ergste ungeschlagen mit 8:2 Punkten immer noch die Tabelle. Tus Ergste 2.— Hlbg.=Obernahmer 2. 1:0 VfL. Schwerte 1./2. Igd. komb.— Tus Ergste 1. Jgd. 1:0 ginnen um 18,30 Uhr und um 20 Uhr findet die Uebungsstunde der Frauen und Turnerinnenabteilung statt. In anschaulicher Weise soll hier der Wert der Leivesübungen klargelegt werden, so daß es für jede noch nicht Leibesübungen betreibende Frau und Mädchen von Interesse sein wird, diese Uebungsstunden zu besuchen. Der Verein verfolgt das Prinzip: Jede deutsche Frau und jedes deutsche Mädel eine Turnerin und damit:„Gesunde Frauen durch Leibesübungen.“ Gerätekampf Unna— Menden— HagenEppenhausen und Jahn Schwerterheide. In diesem Jahre veranstaltet der TV. Jahn Schwerterheide am 28. Oktober im großen Freischützsaal einen großen Mannschaftsgerätekampf, zu dem der Allg. Turnverein Unna, Mendener Turn=Verein Jahn von 1864 und Tus HagenEppenhausen von 1873 verpflichtet wurde. Wir weisen schon an dieser Stelle auf das Turnereignis hin. IH Deutsche Turnerschaft Turnverein„Jahn“ Schwerterheide „Gesunde Frauen durch Leibesübungen“ Anläßlich der Reichswerbewoche für Frauenturnen findet Dienstag, den 9. Oktober in der vereinseigenen Turnhalle bei Tiemesmann, Hörder Straße ein öffentlicher Werbe=Uebungsabend der Schülerinnen=, Turnerinnen= und Frauenabteilung statt, zu dem wir an dieser Stelle herzlichst einladen. Die Schülerinnen beDer Roman einer jungen Ehe und zwar der des jungen Bauernsohnes Merlin mit der blonden Wienerin Steffie Brentano ist unser nächster Zeitungsroman, der sich Sc betitelt. Ein Kampf um das junge Eheglück, ein Kampf um die Liebe ihres Mannes kämpft diese junge Wienerin und bleibt schließlich doch die Siegerin in diesem Kampf. Unsere Leser werden mit Spannung diesen Roman verfolgen, der morgen zu erscheinen beginnt. Seine Schöpferin ist die bestens bekannte Schriftstellerin J. Schneider- Joerst! Wir beginnen morgen mit dem Abdruck Reichsbahn=Turn= u. Sportverein Schwerte Reichsbahn Tus 1. Jgd.— Schwerter Turnverein 2. 10:6 Am vergangenen Sonntag weilte die erste Jugend des Reichsbahn Tus bei der zweiten Mannschaft des Schwerter Turnvereins. Nach einem flotten und technisch guten Kampfe, bei dem die Jugendlichen jederzeit das Heft in der Hand hatten, gewannen sie erwartungsgemäß 10:6. Altena, 8. Okt. Hundert Jahre Altenaer Kreisblatt. Das Altenaer Kreisblatt konnte am 4. Okt. auf sein 100 jähr. Bestehen zurückblicken. Der Verlag befindet sich seit seiner Gründung im Besitze der Familie Santz. Verleger Carl Santz, ein Enkel des Gründers, stellt in der ersten Ausgabe des 101. Jahrganges in einigen Gedenkzeilen fest, daß die Leser des Kreisblattes ihrer Zeitung auch dann die Treue gehalten haben, wenn es dem Verlage manchmal schwer wurde, sich allen Gewalten zum Trotz zu erhalten. Die Schriftleitung liegt seit 30 Jahren in den Händen von Hans Semmelmann, einem erfahrenen Journalisten, der zu den ältesten Mitgliedern der Berufsorganisation der Schriftleiter Süd=Westfalens zählt. Börfen und Märkte Dortmunder Schlachtviehmarkt. Bericht über die Preisfeststellung. Dortmund, 8. Okt. Dem heutigen Schlachtviehmarkt waren zugeführt: 882 Stück Großvieh, darunter 62 Ochsen, 208 Bullen, 513 Kühe, 90 Färsen und 9 Fresser, 547 Kälber, 77 Schafe, 1 Ziege, 2984 Schweine. Der Marktverlauf war bei Großvieh mittel, bei Kälbern gut, flott, sonst langsam, bei Schafen mittel, gute Schweine gesucht, andere vernachlässigt. Es wurden gezahlt für 50 kg Lebendgewicht in RM: Rinder: Ochsen: a) 1. 25—36, 2. 33—34, b) 30—32, c) 27—29, d) 23—26; Bullen: a) 32—34, b) 28—31, c) 24—27, d) 20 bis 23; Kühe: a) 34—36, b) 30—33, c) 26—29. d) 16—25; Färsen b) 30—33, c) 26—29, d) 21 bis 25.— Kälber: a) 55—58, b) 48—54, c) 40—47, d) 27—39.— Schafe:e) 35—38, f) 30—33, g) 20—25.— Schweine: a) 2. 52—53, b) 48—53, c) 46—53, d) 43—48, g) 1. 49—51, 2. 43—48. Die festgesetzten Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall, für Fracht=, Markt= und Verkaufskosten, Umsatzsteuer und für den natürlichen Cewichtsverlust ein. Verantwortlicher Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Heinz Friedrich Kamecke, Schwerte=R Für den Anzeigenteil: Haus Linner, Schwerte=R. A. IX./34. 1603.