Die„Schwerter Zeitung“ erscheint wöchentlich sechs mal. Bezugspreis wöchentl. 45 Pfg.(einschl. Trägerlohn). Einzelnummer 10 Pfg. Geschäftsstelle Gr. Marktstraße 3—5. Postscheckkonten: Dortmund 2852 und Hannover 21874. Verantwortlich. Hauptschriftleiter: Heinz Friedrich Kamecke. Verantwortl. für d. gesamt. Texteil: Heinz Friedrich Kamecke. Für den Anzeigenteil: Hans Linner; sämtlich in Schwerte. Druck u. Verlag: Carl Braus, Schwerte=Ruhr.— Tel. 2770 Anzeigenpreise: Für die sechsgespaltene Millimeterzeile(46 mm breit) 6 Pfg. Familien=, Vereins= u. amtl. Anzeigen 4 Pfg. Reklame: Millimeterzeile 20 Pfg. Nachlässe nach Tarif 9a. Für telefon. aufgegeb. Inserate übernehmen wir keine Gewähr. Bei unvorhergeseh. Betriebsstörung., hervorgerufen durch höh. Gewalten, übernehmen wir keinerlei Gewähr, für pünktl. Erscheinen d. Zeitung u. kann auch keinerlei Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieferung erhoben werden. für die Stadt Hchwerte, die 67. Jahrgang Schwerte=Kuhr, Hamstag, den 6. Oklober 1934 Nr. 234 Rebotuttenarer=Mursrstenanget, 1n Spunken. Generaisiren uis Antwori auf die Indung der ummarxistischen Revierung Generalstreik im ganzen Lande— Schwere Ausschreitungen und Schießereien— Schon mehrere Tote— Kriegszustand über Asturien verhängt Sehr ernste Lage In der Nacht zum Freitag ist von den marxistischen Gewerkschaften in Spanien der Generalstreik erklärt worden als Antwort darauf, daß der Staatspräsident den Weg für eine Entwicklung nach rechts und für eine antimarxistische Regierung freigemacht hat. Madrid gleicht gegenwärtig einer toten Stadt. Es verkehren weder aurobusse noch Straßenbahnen, noch Untergrundbahnen. Ruch die Telephonverbindungen in das Ausland sind außerordentlich erschwert. Der Madrider Generalstreik hat am Freitagvormittag auf zahlreiche Städte der Provinz übergegriffen. In ganz Katalonien ist der Generalstreik in vollem Gange. Nach bisher noch nicht bestätigten Gerüchten ist es in Sevilla und Barcelona zu schweren Ausschreitungen und Zusammenstößen gekommen. Die telephonischen Verbindungen sind zum größten Teil gesperrt. Der Ruck nach rechts, der in der neuen Zusammensetzung des spanischen Kabinetts zum Ausdruck kommt und der den Regierungskurs für die nächste Zeit in Spanien bestimmen wird, hat allen Anzeichen nach die marxistisch=separatistische Front veranlaßt, loszuschlagen, wie sie es schon seit geraumer Zeit angedroht hatte. Der Generalstreik war bis Mitternacht zwar noch nicht offiziell erklärt. Es stand aber schon mit ziemlicher Sicherheit fest, daß noch in den ersten Morgenstunden des Freitags die Weisung zum allgemeinen Streik ausgegeben würde. Im Madrider Verkehrsleben zeigten sich aber bereits schon am Abend vorher die ersten Anzeichen des Kommenden. Straßenbahnen, Untergrundbahnen und Taxameter hatten den Verkehr eingestellt. Fast gleichzeitig trafen von verschiedenen Punkten der Stadt Meldungen über Schießereien zwischen der Polizei und Marxisten ein. Die Zusammenstöße dauerten noch in den frühen Morgenstunden an und hatten bis dahin drei Todesopfer gefordert. Außerdem soll es zahlreiche Verwundete gegeben haben. Etwa 500 Personen sind verhaftet worden, desgleichen konnten von der Polizei große Bestände an Waffen und Munition beschlagnahmt werden. Ausschreitungen In Madrid kam es am Freitag an mehreren Stellen zu heftigen Schießereien zwischen Streikenden und der Polizei. Die wenigen Straßenbahnen, die, von der Polizei bewacht, den Verkehr aufzunehmen versuchten, wurden von Arbeitergruppen beschossen und mit Steinen beworfen. Bis jetzt sind über 20 Verwundete festgestellt. Besonders ernste Formen hat der Generalstreik in Asturien angenommen, wo die Grubenarbeiter allerlei Gewaltakte verüben. U. a. wurden mehrere Ueberfälle von Syndikalisten auf Polizeiposten durchgeführt, wobei bis jetzt fünf Polizisten als getötet, vier als schwer verwundet gemeldet sind. Mehrere Arbeiter sollen getötet und verwundet sein. In Sevilla und Barcelona ist der Generalstreik ausgerufen worden. Einzelheiten fehlen noch, da die Telegraphenleitungen zerstört sind. Die Regierung hat nach ersten Nachrichten, die aus Asturien eingetroffen sind, den Kriegszustand über diese Provinz verhängt. Wie verlautet, sollen mehrere Flugzeuggeschwader von Madrid nach dorthin unterwegs sein. In Eibar stürmten die Marxisten eine Wafsenfabrik. Auch von dort fehlen Einzelheiten. Der den Linksradikalen angehörende Präsident des Staatsgerichtshofes ist aus Protest gegen die neue Regierung zurückgetreten. Die Lage ist außerordentlich ernst, man befürchtet, daß sich der Generalstreik zum revolutionären Angriff des Marxismus auf den Staat entwickelt. Das christlich=soziale„Linzer Volksblatt" veröffentlicht am Freitag Einzelheiten aus den Verhandlungen mit den Vertretern des Hauses Habsburg über die Rückgabe des Habsburger Vermögens. Bei diesen Verhandlungen wird unterschieden zwischen dem Fideikommißvermögen der Habsburger und dem eigentlichen Kronvermögen. Das ehemalige Kronvermögen, zu dem die Hofburg, das Schloß Schönbrunn und auch die Schatzkammer gehören, steht außerhalb des Bereiches der Verhandlungen und verbleibt im Besitz des österreichischen Staates. Beim Fideikommißvermögen wird eine Teilung vorgenommen. Vermögensteile, die einen mehr gemeinnützigen Charakter tragen, wie die Staatsbibliothek und die Familienbibliothek des Hauses Habsburg, sollen dem Staat verbleiben, während die Kunstschätze, das sogenannte Fideikommiß der Sammlungen, einschließlich des wichtigsten österreichischen Kunstbesitzes in den Hofmuseen, dem Hause Habsburg zurückgegeben werden sollen, allerdings mit der Einschränkung, daß sie der Oeffentlichkeit ungeschmälert zur Verfügung stehen müssen. Auch das große naturhistorische Museum soll zurückerstattet werden. Zahlreiche Güter, wie die berühmten Schlösser Laxenburg, Orth und Eckartsau, dann die Güter Großenzersdorf, Rutzendorf, Pöggstall, Mattighofen, Klein=Krampen, fünf Wiener Häuser sowie zwei 200 Riesenwerte für die Habsburder Zahlreiche Güter und Schlösser und große Kunstschätze werden zurückgegeben Palais und der Habsburg=lothringische Hausschatz und der Privatschmuck sollen ebenfalls zurückgegeben werden. Aus dieser Darlegung ersieht man, daß die Vermögensteile, die den Habsburgern zurückerstattet werden sollen, einen unermeßlichen Wert darstellen. Stellvertreter für Starhemberg Der österreichische Bundespräsident hat den Staatssekretär für Sicherheitswesen, Hammerstein=Equord, mit der Vertretung des Vizepräsidenten Starhemberg betraut. Eine offizielle Verlautbarung, warum Starhemberg einen Vertreter braucht, ist nicht erfolgt; es heißt, daß Starhemberg sich zu einem längeren Jagdaufenthalt nach Kärnten begebe. Ein Kurier der österreichischen Marxisten festgenommen Im Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf wurde Freitag früh ein Mann angehalten, der die Strecke Brünn—Wien auf seinem Fahrrad zurückgelegt hatte. In seinem Rucksack fand man 1000 Exemplare der in Brünn hergestellten „Arbeiterzeitung“, des illegalen Kampfblattes der Marxisten in Oesterreich, sowie umfangreiche Listen von sozialdemokratischen Parteimitgliedern, die auch nach dem Verbot ihre Beiträge gezahlt haben. 100 000 Mark im D=Zug versteckt Devisen=Schmuggel rechtzeitig verhindert Wie aus Dresden berichtet wird, wurde die reichsdeutsche Zollaufsicht in Bodenbach dieser Tage darauf aufmerksam gemacht, daß in einem Wagen 3. Klasse des Berlin=Prager Nachtschnellzuges ein größerer Devisenschmuggel geplant sei. Als der Prager Schnellzug von Berlin kommend in der Grenzstation eintraf, wurde der Wagen, gegen den der Verdacht ausgesprochen worden war, nach dem Umsteigen der Reisenden in andere Wagen aus dem Zuge entfernt und auf ein Nebengeleis gebracht und noch in derselben Nacht einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis war überraschend. Hinter der an der Wagenwand befindlichen Notbremsetafel und hinter einer Tafel im Abort waren Reichsbanknoten im Betrage von 100000 RM. verborgen. Ein älterer Mann, der sich verdächtig nach dem Verbleib des Wagens erkundigte, wurde verhaftet. Dieser Mann, ein Angestellter einer Privatbank, gestand, das Geld während der Reise verborgen zu haben. Er hatte die Tafeln vorsichtig losgelöst, das Geld daruntergesteckt und die Tafeln alsdann wieder angeschraubt. Jenseits der Grenze hätte er es wieder in seinen Besitz genommen. Eine Millionen=Erbin Die 10jährige Erbin des riesigen Vanderbilt=Vermögens, Gloria Vanderbilt, mit ihrer Tante, Mrs. Payne=Widney, die das Kind hat entführen lassen. Um die Erziehung des Kindes ist zwischen drei Frauen— der Mutter, Mrs. Vanderbilt, deren Mutter, Mrs. Hys=Morgan und der Tante des Kindes— ein heftiger Streit entbrannt: jede behauptet, allein berechtigt zu sein, das Kind zu erziehen, da ihre beiden Konkurrentinnen zur Kindeserziehung nicht fähig seien. Dieser Streit wird jetzt vor einem Newyorker Gericht entschieden. Ganz Amerika betrachtet den Prozeß mit größtem Interesse. Lumpfer un Hollanes Kufte gerentert Nur zwei Mann der Besatzung in höchster kot gerettet An der holländischen Küste kenterte am Donnerstagabend der belgische Dampfer„Charles José“ aus Antwerpen etwa vier Seemeilen westlich von Haaks Feuerschiff. Ein Rettungsboot mit Kapitän und einem Mann der Besatzung an Bord ist von dem deutschen Dampfer„Wildenfels“ von der Hansa=Linie Bremen aufgefischt worden. Der Dampfer„Charles José“ ist 551 Tonnen groß. Die Besatzung des Schiffes bestand vermutlich aus zehn Mann. Das Schiff war manövrierunfähig geworden. Die Besatzung gab von etwa 20 Uhr und gegen Mitternacht andauernd Notsignale mit roten Leuchtraketen. Darauf liefen aus Helder ein Motor=Rettungsboot und ein Schleppdampfer zur Hilfeleistung aus. Bevor sie aber die große Entfernung zur Unfallstelle zurückgelegt hatten, war das belgische Schiff bereits in den Wellen der See verschwunden, so daß sie am frühen Morgen unverrichteter Sache nach Helder zurückkehren mußten. Ein Güterzug entgleist Am Freitagvormittag verunglückte auf der Strecke Magdeburg=Zerbst der Güterzug Roßlau—Rothensee unmittelbar hinter dem Bahnhof Prödel infolge Achsenbruchs eines Wagens. 14 Wagen entgleisten. Während Personen nicht verletzt wurden, ist der Sachschaden beträchtlich. Wirbelstürme über Indochina Indochina, besonders das Gebiet nordöstlich von Tonking, wurde von einem Wirbelsturm heimgesucht, der schweren Schaden anrichtete. Der Verkehr ist vorläufig unterbrochen. Etwa 60 Personen sind ums Leben gekommen. Ein weiterer Wirbelsturm ging an der AnnamKüste nieder. Der Schaden soll dort weniger groß sein. Menschenschmugglerbande ermittelt Die Rotterdamer Hafenpolizei hat ein weitverzweigtes Komplott aufgedeckt, dessen Zweck in der heimlichen Beförderung von Emigranten von Rotterdam oder Antwerpen nach Amerika bestand. Die Hauptmitglieder der Menschenschmugglerbande, zu der auch Angehörige von Schiffsbesatzungen gehörten, konnten ermittelt werden. Im allgemeinen mußten die Auswandererkandidaten an die Bande einen Betrag von 300 Dollar für ihre Ueberfahrt als blinde Passagiere nach Amerika bezahlen. Lissaboner Königsschloß niedergebranl Das historische Lissaboner Königsschloß Queluz, das man das„Versailles von Portugal“ genannt hat, ist am Donnerstagabend von einem Großfeuer bis auf die Grundmauern zerstört worden. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Man fürchtet, daß die große Sammlung von Edelsteinen, Gemälden und Skulpturen völlig zerstört wurde. Die Pariser Blätter, setzen sich eingehend mit der Vertagung der Rom=Reise Barthous auseinander. Allgemein vermutet man, daß die französisch=italienischen Vorverhandlungen noch nicht weit genug gediehen seien. Einige Blätter wollen auch von Schwierigkeiten wissen, die bei der Besprechung über die mitteleuropäische Lage entstanden seien. Uns Geisteeieren Eine Rede Dr. Franks In Berlin findet eine Arbeitstagung des Außenpolitischen Amtes der NSDAP. und des Nationalsozialistischen Bundes deutscher Juristen mit den deutschen Hochschullehrern für Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft statt. Auf der Tagung sprach Staatsminister Dr. Frank über den Nationalsozialismus und seine Beziehungen zum geistigen Leben im allgemeinen vom Gesichtspunkt der nationalsozialistischen Rechts= und Wirtschaftstheorie aus. Der Nationalsozialismus nimmt für sich in Anspruch, eine geistig=schöpferische Leistung der deutschen Gesamtentwicklung zu sein. Dies zu betonen ist deshalb besonders wichtig. weil es nicht an Stimmen fehlt, die eine derartige geistige Bedeutung des Nationalsozialismus verkennen wollen. Die Leistung Adolf Hitlers besteht aber darin, daß er eine Idee in wissenschaftlicher und politisch=praktischer Formulierung gebracht hat, die von der Seite der Politik her berufen ist, das gesamte deutsche Geistesleben in eine neue Entwicklungsrichtung zu leiten. In diesem Ausgangspunkt des Nationalsozialismus liegt die Bejahung des geistigen Lebens durch den Nationalsozialismus an sich. Diese Bejahung richtet sich vor allem gegen den Materialismus in jeder Form. sie richtet sich aber auch als Ausdruck eines neuen Glaubens unseres Volkes gegen den Rationalismus des 19. Jahrhunderts. Da es dem Idealismus, mit dem unser Kampf geführt worden ist, nie auf die Erkämpfung nur der äußeren staatlichen Macht ankam, müssen wir den Anspruch erheben, daß, wer sich im nationalsozialistischen Deutschland als Vorkämpfer unserer Ideen bekennen und betätigen will, für sich selbst die Einheit der nationalsozialistischen Weltanschauung anerkennen muß. Der Nationalsozialismus ist das ausschließliche Ziel, der wesentliche Inhalt und die entscheidende Methode des deutschen Geisteslebens geworden. Die synthetische Zusammenfassung des Nationalismus und des Sozialismus muß daher auch in den Bereichen der Wissenschaft die Idee der Volkseinheit und der Volksgeschlossenheit gegen die Atomisierung stellen, wie sie der Liberalismus auf allen Gebieten hervorgebracht hat. Meine Herren! Sie können für die deutsche Wissenschaft nicht verlangen, daß sie den Parteienkrieg auf theoretischer Basis fortsetzt, den das deutsche Volk für den gesamten Bereich seines Daseins durch die Beseitigung des Parteienstreites vernichtet hat.(Stürmischer Beifall.) Nicht das Buch soll das Ziel sein, sondern die Förderung der nationalen Wohlfahrt, der nationalen Sicherheit, des nationalen Reichtums und der nationalen Geschlossenheit. Ausschlaggebend muß die Frage sein: Diene ich mit meiner wissenschaftlichen Erkenntnis der Förderung des Nationalsozialismus zum Vorteil aller? Die Theorie muß als Dienst und Mittel zum Zweck des Volksganzen und seines Nutzens erkannt werden: sie darf nicht mehr Selbstzweck sein. Es war ja geradezu kennzeichnend für den Typ des deutschen Wissenschaftlers geworden, daß man an dem Grade der Fremdheit des Gelehrten dem praktischen Leben gegenüber das Maß seines geistigen Wertes messen wollte. Hier müssen wir grundsätzlich erklären: Es darf unter Ihnen keinen Theorienkrieg mehr geben! Ich mache Sie, meine Herren, auch als Reichsleiter der NSDAP. dafür verantwortlich, daß wir als Rechts= und Wirtschaftslehrer mit gutem Beisviel dem deutschen Geistesleben vorangeben. Der übliche Professorenneid der früheren Zeit muß abklingen im nationalsozialistischen Deutschland, oder die Freundschaft zwischen uns und Ihnen muß gekündigt werden.(Beifall.) Ich glaube aber an die Zukunft der deutschen Wissenschaft; ich glaube an die deutschen wissenschaftlichen Lehrer und an die Ehrlichkeit ihrer Methoden und ihrer Ueberzeugung. Da wir den Aufbruch einer jungen Generation mitführen wollen. sind auch Sie. meine Herren, eingeladen: Kommen Sie zu der Ueberzeugung, daß der Nationalsozialismus eine nicht mehr aus der Geschichte des deutschen Volkes vergehende grandiose Neuerrichtung unseres Volkslebens darstellt. Ich bitte Sie deshalb: Seien Sie auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften ganz besonders bereit, die Führung nicht aus den Händen zu geben: denn wenn Sie versagen, dann versagt die deutsche Wissenschaft, und es wird schwer halten, eine weitere bistorische Möglichkeit für den Universitätsbetrieb und für den alten Hochschulbetrieb noch einmal zu schaffen, wenn er sich in dieser gewaltigen Aufbruchszeit unfruchtbar der Gemeinschaft versagen sollte. Man kann unmöglich den Grundsatz des Privateigentums aufrechterhalten, wenn man nicht gleichzeitig sagt, daß das wertvollste Eigentum einer Nation das von seinen größten Heistern erlannte Wissen ist und die Erleautnis seiner hervorragenden Wissenschaftler einen ganz besonderen nationalen Dienst bedeutet. Ich bin daher auch für die volle Geistesund Lehrfreiheit aus dem Boden des Nationalsozialismus. Ich betrachte sie als das Gegenstück zu der von mir ebenso vertretenen richterlichen Unabhängigkeit. Wir können als Nationalsozialisten die Lehrfreiheit vor allem deshalb dem deutschen Gelehrten geben, weil wir uns als die Repräsentanten der ewigen Wahrheiten unseres Volkes betrachten dürfen. Da Wissenschaft aber Wahrheitsdienst ist, muß sie notwendigerweise Dienst am Nationalsozialismus sein. Trotzdem muß unerschütterlich daran festgehalten werden, daß die Einheit der Weltanschauungsbasis im Nationalsozialismus von niemandem angesochten wird. Wer allerdings es wagen sollte, aus schlechten Motiven beraus gegen diese Bewegung anzugehen, der wird mit uns den Kampf Mann gegen Mann zu führen haben. Der Redner betonte sodann die Zusammengehörigkeit der deutschen Wirtschaftler und Juristen. wie er sie im NSBOJ. organisatorisch zum Ausdruck gebracht habe, und wandte sich schließlich den besonderen Aufgaben der Wirtschaftswissenschaftler zu. Dr. Frank geißelte besonders die Verwirrung der Grundbegriffe und des Prüfungswesens, die schließlich dazu geführt habe, daß der Student mit wirtschaftswissenschaftlichen Examen im Leben hilflos dastand und sein ganzes Studium als eine grobe Täuschung empfand. Es geht nicht an, daß das Chaos der Titel, das Chaos der Ergebnisse Ihrer Prüfungen in Deutschland weiterbestehen bleibt. Die Frage der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung im Zusammenhang mit der Rechtswissenschaft muß zu einer notwendigen Klärung kommen. Unser Ziel muß sein. daß die beiden Stände organisch wachsen aus der Gemeinschaftsaufgabe am Dienst der Rechts= und Wirtschaftsordnung im Interesse des Volksganzen. Im übrigen wollen wir nicht vergessen, daß die universitas litterarum der früheren Zeit heute in der Weltanschauungseinheit des Nationalsozialismus wiedergekehrt ist. Es gibt darum kein Nebeneinander= oder gar Auseinanderleben der geistigen Funktionen unseres Volkes mehr. Für Wesen und Inhalt der neuen deutschen Schule wird die zukünftige Lehrerbildung von ausschlaggebender Bedeutung sein. Wichtige programmatische Ausführungen darüber enthält die von Prof. Dr. Krieck herausgegebene Zeitschrift „Volk im Werden“. In dem Streben, jedem Standesdünkel entgegenzuwirken, könne es nicht das Ziel nationalsozialistischer Lehrerbildung sein, Akademiker als Lehrer an die Volksschule zu entsenden. Vielmehr werde in Zukunft allein die Hochschule für Lehrerbildung für die Ausbildung des deutschen Volksschullehrers sorgen. Seine Aufgabe werde es sein, der deutschen Jugend das elementarste Rüstzeug für den Lebenskampf auf den LeNach Brandenburg hat jetzt auch der Treuhänder für Westfalen Richtlinien für die Beschäftigung von Hausgehilfen herausgegeben. Grundsätzlich wird festgestellt, daß die Hausgehilfen zur Hausgemeinschaft gehören und der Haushaltungsvorstand die Pflicht hat, für ihr Wohl zu sorgen. Treue um Treue könne nur die Grundlage zu einer wirklichen Hausgemeinschaft sein. Die Anstellung muß schriftlich mit genauen Angaben der Bedingungen festgelegt werden. Im einzelnen werden Richtlinien für die Unterbringung, für die Nachtruhe, die täglichen Pausen und die freien Nachmittage getroffen. Die Entgelte sollen den Kenntnissen und Fähigkeiten sowie den Anforderungen entsprechen, wobei Beköstigung und Sachbezüge nur zu den ortsüblichen Sätzen angerechnet werden dürfen. Die gesamten Monatsbezüge einschließlich der Beköstigung und Sachbezüge sollen monatlich Verkehrsform marschiert Die leitenden Verkehrsbeamten beim Reichsverkehrsminister Im Reichsverkehrsministerium fand am Freitag eine Versammlung der leitenden Verkehrsbeamten aus den Ministerien der Länder und aus den preußischen Provinzen und Regierungsbezirken statt. Der Reichsverkehrsminister hatte diese Besprechung veranstaltet, um die mit der Durchführung der neuen Reichs=Straßenverkehrsordnung befaßten Beamten in den Geist der neuen Regelung einzuführen. Die mehrstündige Aussprache ergab, daß sich die reichsrechtliche Regelung des Straßenverkehrs überall ohne Schwierigkeiten einführen wird. Die Sitzung ist, vom Standpunkte der Reichsreform aus betrachtet, insofern bedeutungsvoll, als der Reichsverkehrsminister hier ersten Male die unmittelbare Verbindung mit den Verwaltungsbehörden aufgenommen hat, die zur Durchführung der Reichs=StraßenverkehrsOrdnung berufen sind. bensweg mitzugeben. Es werde weniger seine Aufgabe sein, pädagogische Systeme zu erproben, als die deutsche Jugend Rechnen, Schreiben und Lesen zu lehren. Der von jedem Handwerksmeister während der Systemjahre festgestellte und immer wieder beklagte ständige Rückgang der Kenntnisse der Lehrlinge in diesen Elementargebieten sei warnendes Mahnzeichen für eine innerliche Umkehr. Vor allem werde eine planmäßige Sprachpflege den Bildungsgang der Hochschule für Lehrerbildung durchziehen. Die Muttersprache sei das erste und wichtigste Fach jeder Lehrerbildungsanstalt. Sie solle keinerlei oberflächliche Vielwisserei vermitteln. Im Mittelpunkt stehe die totale Wissenschaft von Volk und Staat. schriftlich abgerechnet werden. Für nicht mutwillig zerbrochene Gegenstände darf kein Lohnabzug erfolgen. Auch Bestimmungen für den Fall der Erkrankung und für den Urlaub sind vorgesehen. Letzterer soll mindestens vier, nach einer Beschäftigung von sechs Monaten bis ein Jahr bereits sieben Tage betragen und bis zu drei Wochen ansteigen. Zum ersten Male werden in diesen Richtlinien auch die Begriffe der Halbtags= und Dreivierteltagsmädchen näher umrissen. Auch für sie gelten entsprechende Urlaubsbestimmungen. Schließlich wird es als soziale Pflicht bezeichnet, Hausgehilfen, die längere Jahre oder bis zu ihrem hohen Alter die Tätigkeit in einer Familie ausgeübt haben, diese Treue mit gleicher Treue zu belohnen und ihnen weitere Gemeinschaft und Unterkunft zu gewähren. Tehfation in Englane Alle ehemaligen Minister müssen ihre Regierungsakten abliefern Ueber eine amtliche Maßnahme, die in englischen politischen Kreisen erhebliches Aufsehen erregen dürfte, schon weil sie in Widerspruch zu überkommenen Gepflogenheiten steht, weiß News Chronicle zu berichten. Dem Blatt zufolge sind alle Politiker, die seit dem Jahre 1919 als Minister tätig waren, aufgefordert worden, sämtliche in ihrem Besitz befindlichen Abschriften amtlicher Dokumente auszuliefern, in den Fällen, wo vormalige Minister inzwischen verstorben sind, ist eine entsprechende Aufforderung an ihre Erben gerichtet worden. Die Originale der amtlichen Dokumente werden im Downing Street gesammelt und aufbewahrt. Jeder Minister erhält aber während seiner Amtszeit von jedem Dokument eine Abschrift, die er in der Regel auch nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst aufbewahrt. Dieses Verfahren ist bislang stets als ein Vorrecht der Minister betrachtet worden. Von der Aufforderung zur AbRenigewat der Figeuner heftiger Propagandakampf der Kandidaten in Polen Bei den polnischen Zigeunern ist zur Zeit ein heftiger Provagandakampf zwischen zwei Parteien im Gange, da die Wahl eines neuen„Königs“" bevorsteht. Von den 30000 Zigeunern, die man auf der Welt zählt, lebt etwa ein Drittel in Polen. Diese volnischen Zigeuner, die sich als eigene Volksgruppe betrachten, stehen in Feindschaft mit den Zigeunern anderer Länder. Wenn jemals andere Zigeuner die polnische Grenze überschreiten, pflegt ein erbitterter Kampf gegen sie einzusetzen. Dieser wird in der Regel durch Anzeigen bei der Polizei wegen aller erdenklichen Vergehen durchgeführt. Die volnischen Zigeuner haben, wenn sie auch juristisch natürlich den Gesetzen des Staates unterstehen, ihre eigene Versassung. ihre eigenen Gesetze und ihre eigene Gerichtsbarkeit. Sie werden geleitet von einem König, der in der Negel in der Nähe von lieferung der Abschriften werden ungefähr 100 politische Persönlichkeiten betroffen, die hohe Regierungsposten bekleidet haben, z. B. Lloyd George, Lord Snowden, Winston Churchill, Sir Herbert Samuel, Arthur Henderson, Sir Austin Chamberlain und Sir Robert Horne. News Chronicle wirft die Frage auf, ob es sich um den Versuch handelt, eine Kritik an den verwickelten politischen Schachzügen bei der Bildung der nationalen Regierung im Jahre 1931 zu verhindern, oder ob es den ehemaligen Ministern unmöglich gemacht werden soll, bei der Abfassung von Lebenserinnerungen oder Zeitungsartikeln amtliche Dokumente als Unterlage zu benutzen. Wie das liberale Blatt mitteilt, soll mehr als einer der Beteiligten entschlossen sein, die Dokumente nicht auszuliefern, ehe er nicht eine eingehendere Erläuterung über die Gründe dieser ungewöhnlichen Maßnahme erhalten hat. Warschau seinen Sitz hat und auf fünf Jahre gewählt wird. Trotz der Wählbarkeit des Königs gibt es nur eine, allerdings sehr zahlreiche Familie. namens Kwiek. aus der stets die Könige gewählt werden. Auch bei dem diesjährigen Wahlkampf handelt es sich um die Anhänger von zwei Vettern Kwiek, die ihren Kandidaten zum König machen wollen. Die Gendarmerie in Landsberg an der Lech hat am Donnerstag den flüchtigen Raubmörder Heimer festgenommen. Heimer wurde in das Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Heimer hatte vor einigen Tagen in Augsburg die Ehefrau Wild mit deren Familie er bekannt war, durch Messerstiche getötet. Aus einem Schrank hatte er hatte er dann ihre ersparten 500 RM. geraubt. Grundinten=der neuen Eehreroneung Im Mittelpunkt die totale Wissenschaft von Volk und Staat Der Wen zur Hausgeinensäfuft Recht für die hausgehilfen— Richtlinien des Westfalen-Treuhänders Wissenschaftsarbeit der Studenten Der Führer der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch= und Fachschulen, Feickert, hat eine Verfügung über die Wissenschaftsarbeit der Deutschen Studentenschaft im Wintersemester 1934=35 erlassen. Die Verfügung geht von der Erkenntnis aus, daß allein durch den wirklichen Einsatz der besten Kräfte in der Arbeit und durch die kameradschaftliche Zusammenfassung der nationalsozialistischen Professoren und Dozenten mit der neuformierten Studentenschaft der Neuaufbau der deutschen Hochschule durchgeführt werden kann. Die Aemter für Wissenschaft werden zu Hauptämtern erhoben. Das wichtigste Aufgabengebiet dieser Hauptämter ist die wissenschaftliche Mitarbeit an der Lösung wesentlicher Fragen des nationalsozialistischen Aufbaues der deutschen Landschaften. Zur Mitarbeit an diesen praktischen wissenschaftlichen Arbeiten werden nur die besten Kräfte der einzelnen Fachschaften und Fachabteilungen herangezogen. Zur Durchführung einer erstmaligen Bestandsaufnahme und Zusammenfassung der im Wintersemester 1934=35 durchgeführten wissenschaftlichen Arbeiten, wird das Hauptamt für Wissenschaft in der Reichsführung der Deutschen Studentenschaft angewiesen, Vorarbeiten für die Errichtung einer„Frühjahrshochschule der Deutschen Studentenschaft" im Frühjahr in Angriff zu nehmen. Diese soll die besten im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeiten der Deutschen Studentenschaft arbeitenden Kräfte zusammenfassen. Die zentrale Erfassung der Ergebnisse der besten wissenschaftlichen Arbeiten von Studenten wird durch die neuerrichtete Schriftenreihe der Deutschen Studentenschaft„Front junge Wissenschaft“ möglich gemacht. Die Aufnahme einer Arbeit in diese Schriftenreihe ist die höchste Auszeichnung, die die Deutsche Studentenschaft für eine wissenschaftliche Leistung verleiht. Zusammenarbeit zwischen Hitlerjugend und deutschem Studentenwerk Wie der Reichsjugend=Pressedienst mitteilt, ist zwischen dem Deutschen Studentenwerk, e. V., und der Reichsjugendführung eine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit getroffen worden. Darin heißt es u. a., daß für die Zusammenarbeit zwischen der HI und dem Deutschen Studentenwerk, e. V., das Soziale Amt der HJ zuständig sei. Dieses Soziale Amt der HI schlage dem Deutschen Studentenwerk, e. V., die studierenden HJ=Kameraden zur öffentlichen Förderung vor. Erste Landjahr-Jugend kommt Weihnachten in die Berufe Das erste Kontingent der Landjahr=Jugend, das im Umfang von etwa 22000 Teilnehmern aus den preußischen Schulentlassenen 1934 gebildet wurde, wird zum Ende des Jahres in den Wirtschaftsprozeß eingegliedert. Der Referent im Sozialen Amt der Reichsjugendführung, G. Stierling, erklärt laut Ndz zu dieser Frage, daß es ein Irrtum sei, anzunehmen, daß die Landjahrjugend, besondere Schwierigkeiten haben werde, um Ende des Jahres eine Lehrstelle zu bekommen. Die Arbeitsämter hätten vielmehr die Betriebe schon darauf hingewiesen, daß bis Weihnachten 22000 an Geist und Körper bestausgebildete Jungen und Mädel die Lager verlassen. In den letzten beiden Monaten würden sie eine sorgfältige und eindringliche Berufsberatung im Lager erfahren. Vorige Ostern, so sagt der Referent, haben diese Großstadtkinder keinen Raum gefunden in der Wirtschaft. Der nationalsozialistische Staat nahm sie in die Obhut. Er schenkte ihnen das„Landjahr". Zu Neujahr pochen sie wieder an die Tore der Wirtschaft. Die Arbeitsämter haben inzwischen gut vorgearbeitet. Jetzt ist Platz da. Der Beruf beginnt. Aber zwischen Schule und Beruf hat ein Jahr gelegen, das diese Jugend einst freimütig als das schönste ihres Lebens bezeichnen wird. Erfolg der Instandsetzungsaktion 24,8 Mill. Tagwerke für das Handwerk Ueber den erfreulichen Erfolg der Reichsaktion zur Förderung von Gebäudeinstandsetzungen und Wohnungsteilungen werden durch eine Veröffentlichung des Deutschen Handwerksinstituts interessante Einzelheiten bekannt. Von den gesamten Arbeiten seit Beginn der Arbeitsbeschaffung entfielen, wie das Rdz meldet, etwa 20 bis 30 Prozent auf Umbauten und 70 bis 80 zent auf Instandsetzungen. Von den Umbauten kamen etwa ein Drittel auf Wohnungsteilungen mit einem Zuschuß von weniger als 1000 RM. Zurzeit stehen nur noch etwa 2 Prozent der Großwohnungen leer gegenüber 4 bis 5 Prozent in den Jahren 1931=32. Die in den Monaten Oktober 1933 bis April 1934 vorgenommenen Instandsetzungen und Erneuerungen übertreffen bei weitem die jährlichen Aufwendungen der Vorkriegszeit und der günstigen Nachkriegsjahre. In den Wintermonaten 1933=34 wurden mindestens ¾/ Mill. Menschen durch die bezuschußten Arbeiten beschäftigt. Die Beteiligung der verschiedenen Handwerkszweige war sehr verschieden. 16 untersuchte Handwerkszweige haben insgesamt 24,8 Mill. Tagewerke geleistet. Von diesen entfallen allein 46 Prozent auf die Maurer. In weitere 29 Prozent teilen sich die Maler und Tischler etwa zur Hälfte. Maurern, Malern, Tischlern und Installateuren fielen zusammen fünf Sechstel der geleisteten Tagewerke zu. In der Universität von Teheran begannen in Anwesenheit von über 40 Gelehrten aus der ganzen Welt die Feierlichkeiten der 1000Jahrfeier für den persischen Dichter Firdost. Nr. 234(Zweites Blatt) Zeitung Santan 4 ostchr 194. Tune Ar Simseat Sochhate Schwerte(Ruhr), Samstag den 6. Okt. 1934 Tagesspruch Manche gingen nach Licht und stürzten in kiefere Nacht nur; Sicher im Dämmerschein wandelt die Kindheit dahin. Schiller. Vom Wetter Vorhersage für Sonnabend: Frische, allmählich nachlassende westliche bis nordwestliche Winde, wechselnd bewölkt mit noch einzelnen Schauern. Später zeitweise stärkere Aufheiterung. Nach sehr kühler Nacht Tagestemperaturen kaum verändert gegen bisher. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei fortschreitender Wetterberuhigung mäßige Winde westlicher Richtungen. Meist leicht wolkig, etwas wärmer. * Ruhrtalmuseum. Morgen Sonntag ist das Ruhrtalmuseum von 10—18 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Besuchszeit in den hiesigen Krankenhäusern. Wir machen auf die heutige Bekanntmachung im Inseratenteil betr. Besuchszeit aufmerksam. Aus dem Schwerter Gerichtssaal Nach langer durch die Amnestie bedingten Unterbrechung wurde gestern am hiesigen Amtsgericht unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsrat Dr. Alffers eine Sitzung abgehalten. Es hatte sich als erster der Eisenbahnbeamte i. R. H. Schr. unter der Anklage der gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung zu verantworten. Zwischen Sch. und seinem Nachbar K. bestand schon seit langer Zeit wegen Grenzstreitigkeiten ein sehr gespanntes Verhältnis. Am 15. August kam es zur Entladung. An diesem Tage befand sich Sch. mit einer Ladung Gras auf dem Wege zu seiner Besitzung und führte bei dieser Gelegenheit auch eine Sense mit sich. Unterwegs traf er mit einigen Mitgliedern der Familie K. zusammen, die ihn wegen eines Gerüchtes zur Rede stellten. Im Verlaufe der ziemlich scharfen Auseinandersetzung ließ sich der zum Jähzorn neigende Sch. dazu hinreißen, seine Sense als Waffe zu gebrauchen und die junge Frau K. damit am rechten Unterarm schwer zu verletzen; außerdem soll er dieselbe mit einem Messer bedroht haben. Sch. versuchte zwar, die Sache als Notwehr hinzustellen, er sei angegriffen, die Der Kreisheimatbund Iserlohn Stadt und Land mit seinen 15 Zweigvereinen und mehr als 2000 Mitgliedern begeht morgen sein diesjähriges Kreisheimatfest in den Mauern unserer Stadt. Hoch und schön sind seine Ziele. Die Worte unseres Führers Adolf Hitler anläßlich des feierlichen Staatsaktes in der Garnisonkirche zu Potsdam:„Wir wollen wahren die ewigen Fundamente unseres Lebens, unser Volkstum und die in ihm gegebenen Kräfte und Werte, sie waren von jeher Richt= und Leitsatz der Heimatbewegung und des Kreisheimatbundes. In der Pflege der blutmäßigen Anlage und Zusammengehörigkeit in der heimatlich geformten Volksbildung, sowie in der Unterstützung aller Bestrebungen, die Heimatbewußtsein und Heimatliebe zu wecken und zu vertiefen geeignet sind, sah der Bund die Mittel zur Weckung einer Kulturgemeinschaft als der notwendigen Voraussetzung für die wahre Volksgemeinschaft. Mit innerer Verbundenheit und Zustimmung stellt er sich hinter das hohe Ziel der Reichsregierung, ein Volk und ein Reich zu schaffen, in dem der Erhaltung und Fortbilder besonderen Stammeskultur Raum und Möglichkeiten gegeben sind. Zu festlich=frohen Stunden will nun nach der Jahresarbeit der Kreisheimatbund bei uns einkehren, und der Heimatverein Schwerte als Glied des Bundes hat ihm in unserer an Traditionen so reichen Stadt eine gastliche Stätte bereitet. Das Ruhrtalmuseum ist den ganzen Lag bei freiem Eintritt geöffnet, die St. Viktorkirche zeigt ihre Kunstschätze, und in abwechselungsreicher Folge werden im Festsaal im „Reiche des Wassers“, in Vorträgen, Liedern und Aufführungen Perlen plattdeutscher Dichkung geboten, die uns hineinführen in die Zeit, der Großvater die Großmutter nahm. Bauenreigen, schöne Lieder des Musikvereins und eines Kinderchors werden das Ganze umrahSense sei seiner Hand entglitten und die Frau habe mit der Hand in dieselbe geschlagegn, ein Messer will er überhaupt nicht gebraucht, nur einen Wetzstahl bei sich geführt zu haben. Nach langer Beweisaufnahme erkannte das Gericht Die Justizpressestelle in Dortmund teilt mit: Der IV. Strafsenat des Oberlandesgerichts in Hamm verhandelte vom 24. bis 26. September 1934 im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Hagen gegen 34 Kommunisten, denen die Anklage Vorbereitung zum Hochverrat, Waffen= und Sprengstoffbesitz und Fortsetzung des verbotenen„Roten Frontkämpferbundes" zur Last legte. Wie bereits eine Reihe von früheren Verfahren bewies auch diese Verhandlung wieder, daß in Hagen, Schwerte, Hörde und Düsseldorf der 1929 verbotene„Rote Frontkämpferbund“ im Geheimen auch noch nach dem 30. Januar 1933 fortgeführt wurde und erhebliche Mengen von Waffen und Sprengstoffen besaß. Auch in dieser Verhandlung kam zur Sprache, daß der„Rote Frontkämpferbund“ am 5. März 1933 in seinen Quartieren schwer bewaffnet zum Losschlagen bereit stand. Nur das energische Durchgreifen der Polizei, die anläßlich des Reichstagsbrandes die wichtigsten Funktionäre festgesetzt hatte, sowie der für die Kommunisten klägliche Ausgang der Wahlen Zur Beschleunigung und damit zur Verbesserung des Landpostdienstes soll die bei der Deutschen Reichspost seit 1928 eingerichtete Postversorgung der Landorte durch Kraftwagen demnächst auch im Gebiet des Postamts Schwerte(Ruhr) durchgeführt werden. Dadurch werden die seitherigen Marschleistungen durch Kraftwagen ersetzt und für die Besorgung des Ortsdienstes wird in jedem geeigneten Landort eine„Poststelle“ eingerichtet, die die Annahme der abzusendenden und die Zustellung der eingegangenen Postsendungen ausführt. Dem Postamt Schwerte(Ruhr) werden als„Leitpostamt“ folgende neu einzurichtenden Poststellen zugeteilt: Geisecke, Rheinen, Rheinermark, Gut C warzelühr, Leckingsen, Kalthof, Barendorf, men, und ein echter deutscher Tanz darf zum Schluß nicht fehlen. So möge auch dieses Fest zur Förderung und Pflege des Heimatgedankens dienen. Unseren Gästen aus Stadt und Land und der ganzen Bürgerschaft aber rufen wir zu: Herzlich willkommen! * Willkommen tom Kreisheimatfest Willkommen! Hier in Schwäierte, It leiwen Heimatfrönne, Vam Ruhr= un auck vam Lennestrand— Un ut däm Dal der Hönne. Dä it, dat Heimatfest hier wet, In uesen ollen Müren, Met ues in Volksverbundenheit— Un Volksgemeinschaft fieren. Sankt Viktor neiget auck tom Gruß Dä hauge Tauernspitze— Un lädt ink, tom Bewunnern in, Op siene ollen Sitze. Dat olle Rothus niäwenan, Met dän Museumsräumen, Es auck vüör inck dä rächte Platz, Van oller Tiet te dräumen. Wat do es alles utgestallt, It wät ganz siecker staunen— Un meinen, ut der färnsten Tiet Hör'n it dä Vüörfahrn raunen. Mög et ink nu, die ues im Dal Der Ruhr rächt guet gefallen. In düusem Sinne, frauhet Fest— Un dütschen Gruß ink allen! Albert Knülle, Schwäierte. im Falle der Bedrohung auf Freispruch, wegen der gefährlichen Körperverletzung muß er eine Geldstrafe von 50 Rm. zahlen; nur sein hohes Alter hat ihn vor dem Gefängnis bewahrt. verhinderte die Durchführung des geplanten Aufstandes. Ein Angeklagter erhielt zwei Jahre Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Sprengstoffverbrechen. Er hatte bei Waffentransporten mitgewirkt und dabei auch einige Sprengstoffpatronen weitergegeben. Die demgegenüber verhältnismäßig milde Strafe verdankt er nur seiner Jugend und einem offenen Geständnis. Von den übrigen Angeklagten wurden 21 wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Tateinheit mit Fortsetzung des„Roten Frontkämpferbundes", sowie zum Teil in Tateinheit mit Waffenbesitz zu Gefängnisstrafen von insgesamt 37 Jahren verurteilt. Mehrere Angeklagte entgingen nur durch ihr Geständnis und ihre gute Führung im Kriege den beantragten Zuchthausstrafen. Acht Angeklagte wurden freigesprochen, gegen vier weitere Angeklagte wurde das Verfahren eingestellt, da ihre Strafen unter die Amnestie vom 20. 12 1932 fielen. Iserlohnerheide, Griesenbrauck, Sümmern, Rombrock, Ostsümmern, Holzen(Amt Menden), Wandhofen, Ruhrtal=Garenfeld, Garenfeld u. Holzen(Amt Westhofen). Die jetzt zum Leitpostamt Fröndenberg hörigen Poststellen Halingen, Dahlhausen und Altgruland werden daselbst abgezweigt und dem Leitpostamt Schwerte(Ruhr) zugeteilt. Während den Landorten seither nur täglich einmal die Postsendungen durch den Landzusteller zugeführt wurden, wird die Landkraftpost den Poststellen die Post werktäglich zwei Mal und Sonntags einmal zuführen, und die eingesammelte Post daselbst abholen. In jedem Dorfe eine Postanstalt— diesem bereits von Stephan verfolgten Ziel soll durch die Umgestaltung möglichst nahe gekommen werden. Die Landpoststellen haben volle Abnahme= und Ausgabebefugnisse und besorgen auch den Telegraphen= und Fernsprechdienst. Ihre Verwalter sind unbescholtene vertrauenswürdige Ortseinwohner und ausdrücklich zur gewissenhaften Beachtung des Postgeheimnisses verpflichtet. Zu ihren Dienstgeschäften gehört auch die Zustellung der Postsachen an die Empfänger; sie können sich aber bei dieser Verrichtung unter ihrer eigenen Verantwortung durch geeignete Personen, die gleichfalls zur Wahrung des Postgeheimnisses verpflichtet werden, vertreten lassen. Die Poststellen erhalten als amtliche Bezeichnung neben ihrem Namen den Namen des Leitpostamts mit dem Zusatz „über“ also z. B.„Geisecke über Schwerte(Ruhr)“ Wichtig ist, daß diese neue Anschrift überall schnell bekannt wird. Zu diesem Zweck werden im Landkraftpostgebiet des Postamts Schwerte (Ruhr) von den Landbriefträgern in Kürze Zettel mit der neuen Anschrift verteilt werden. Benachrichtigungszettel für Personen, mit denen die Bewohner des Landkraftpostgebiets in regelmäßigem Briefwechsel stehen, werden auf Wunsch kostenfrei geliefert werden. Die Bewohner werden ersucht, die benötigte Menge an solchen Zetteln dem Postboten anzugeben, wenn er in einigen Tagen danach fragt. Schwerter Filmschau „Lichtspiele zur Reichskrone". Das bekannte und vielgespielte Bühnenwerk von Max Dreyer„Reifeprüfung“ ist von Carl Froelich, dem Schöpfer hervorragender deutscher Tonfilme wie„Mädchen in Uniform“. „Der Choral von Leuthen“ u. a. für die Europa=Filmverleih AG. verfilmt worden und unter dem Titel„Reifende Jugend“ erschienen. Die Uebertragung des Bühnenwerks in das Drehbuch nahmen R. A. Stemmle und Waiter Suppé vor. Für die Rolle des weltweiten und verständnisvollen Gymnasialdirektors einer kleinen norddeutschen Stadt spielt Heinrich George, der damit zum ersten Male im Film einen Charakter darstellt, der seinem bisherigen Filmschaffen völlig entgegengesetzt ist. Als junge Primanerin, die ihren Ordinarius und ihren Mitschüler in schwerste Konflikte bringt, erscheint Hertha Thiele. Ihre Gegenspieler sind Peter Voß und der junge Darsteller des Berliner Schauspielhauses Albert Lieven. In weiteren tragenden Rollen erscheinen neben Paul Henckels eine Reihe junger Darsteller wie Carsta Loeck, Sabine Peters und Marieluise Claudius, die in diesem Film debütieren und durch Carl Froelichs Spielleitung außerordentliche Erfolge bei Presse und Publikum errungen haben und eine wesentliche Bereicherung des deutschen Tonfilm=Ensembles bedeuten. Als zweiter Film läuft„Soleben wir alleTage“, mit Paul Beckers in der HauptRolle.— Dazu Wochenschau und Beiprogramm. RS. Kulturgemeinde Schwerte Die NS=Kulturgemeinde in der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ ruft allen Volksgenossen zu: Werdet Mitglieder der NS=Kulturgemeinde! Reiht Euch ein in den nationalsozialistischen Kulturaufbau!— Die Reichsmitgliedschaft wird gegen Zahlung eines Jahresbeitrages von Rm. 1.— erworben. Volksgenossen mit steuerfreiem Einkommen und Mitglieder der Jugendgruppen bezahlen nur 20 Pfg. Als Ausweis erhält jedes Mitglied die braune Reichsmitgliedskarte. Die Reichsmitgliedschaft bedingt die Zugehörigkeit zu einem Ortsverband der NS=Kulturgemeinde. Als Reichsmitglied genießt jeder Volksgenosse an sämtl. Orten des Reiches die Vorteile der dort bestehenden Ortsgruppe, ganz gleich, um welche künstlerische Darbietung es sich handelt. Sämtliche Gebiete der Kunst(Theater, Musik, bildende Kunst, Kulturfilm, Tanzkunst, Vortragskunst, Schrifttum) werden ausschließlich von der NS=Kulturgemeinde betreut. Der Ortsverband Schwerte hat für das Winterhalbjahr vier bis fünf wertvolle Veranstaltungen vorgesehen; der weitere Ausbau hängt von der Zahl der Mitglieder ab. Darum heißt die Losung: Hinein in die NS=Kulturgemeinde! Einzeichnungslisten liegen noch bis Mittwoch, den 10. d. M., in der Buchhandlung Braus und in der Geschäftsstelleder NSDAP. aus. Der Ortsgruppenobmann(Rektor Berensmann) bittet, die übrigen in Umlauf gesetzten Einzeichnungslisten bis spätestens zu diesem Tage an ihn zurückgeben zu wollen. Aus der Bewegung Die Ortsgruppe der NSDAP. zeigt in einer Filmvorführung in den Lichtspielen zur Reichskrone am Sonntagmorgen den Ufa=Tonfilm „Yorck“. Dieser, der Geschichte nachgestaltete Film des großen Feldherrn und Freiheitskämpfers Yorck weist eine ganze Reihe prominentester Darsteller auf. Den Titelträger verkörpert Werner Krauß, ein Schauspieler, über den man wohl kaum Worte zu verlieren braucht. Weiter sieht man in den verschiedenen Partien Rudolf Forster, Grete Mosheim, Gustav Gründgens, Otto Wallburg und viele andere mehr. Es ist dies ein Film, den jeder Deutsche gesehen haben muß, der nicht nur geschichtlich wertvoll und überwältigend ist, sondern auch in künstlerischer Hinsicht allen Anforderungen gerecht wird. Wenn eine Reihe von großen Schauspielern,— fast jede Partie ist mit einem Prominenten be— sich zu einer großen Arbeit zusammentun und zusammenwirken, dann bleibt der Erfolg nicht aus. Darum ist Pflicht jedes Volksgenossen, vor allem aber jedes Parteigenossen, diesen Film gesehen zu haben. Es wird zu diesem Großtonfilm außerdem noch ein Beiprogramm gegeben. Siehe Anzeige. Soest. Beim Ausbaggern von Sand aus der Lippe entdeckte man allerhand interessante Funde, die höchstwahrscheinlich aus den verschiedensten Zeiten stammen. So fand man einen aus Lehm gebrannten Urnendeckel, mehrere stattliche Hirschgeweihe, die zwar auch schon Jahrhunderte alt sein können, aber älter noch als sie werden viele versteinerte Tintenfische sein, die man gleichfalls dort sand. Es handelt sich dabei um sog.„Donnerkeile“, die ja bekanntlich in sonstigen Sandablagerungen gefunden werden. Aus der jüngeren Zeit stammt dann noch ein Säbelgriff, von dem die Klinge abgerostet ist. S Aerztlicher Sonntagsdienst am 6./7. Oktober: Dr. Möller, Hörder Str. 11 2514. Dr. Hannemann, Bahnhofstr. 29. 2760. Dr. Straßen, Westhofen, 2518. Geöffnet ist die Neue Apotheke. Stadt und Land Gefängnisstrafen von insgesamt 37 Jahren! Wichtige Neuerung für die Postzustellung un Gebleie des Landpostverkraftung Tageblatt für die Aeinier Westhosen und Ergste Holzen, 6. Okt. Schulpersonalie. Die durch den Fortgang des Lehrers Birkefeld freigewordene Lehrerstelle an der hiesigen kath. Volksschule ist jetzt mit dem Lehrer Alfons Bilgardt endgültig besetzt worden. Holzen, 6. Okt. Verhältnis der Konfessionen. Die Bevölkerung der Gemeinde Holzen setzt sich nach neueren Feststellungen wie folgt zusammen: 1957 Evangelische, 740 Katholische und 133 Dissidenten. Wenn auch die Zahl der Dissidenten noch verhältnismäßig hoch ist, ist seit einem Jahre doch ein starker Rückgang zu verzeichnen. Westhofen, 6. Okt. Silberne Hochzeit. Am heutigen Tage feiern die Eheleute Friedrich Schildmann und Frau Helene, geb. Kroll, Buchholz bei Westhofen das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren herzlich. Westhofen, 6. Okt. Teilnahme am Kreisheimatbundfest. An dem am morgigen Sonntag, den 7. Oktober, in Schwerte stattfindenden Kreisheimatbundfest nehmen auch der Verein für Orts= und Heimatkunde der„Freiheit Westhofen“ und die hiesige Abteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins teil. Westhofen, 6. Okt. Brunnen werden trocken. Im Ortsteil Buchholz ist eine Anzahl Häuser noch nicht an das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Zur Wasserversorgung dienten bisher einige in der Nähe der Häuser befindliche Brunnen. Infolge der Trockenheit der letzten Monate sammeln sich in diesen Brunnen nur noch ganz geringe Wassermengen, die nicht mehr ausreichend sind. Da auch im Falle eines Brandes große Gefahren entstehen können, ist angeregt worden, das Wasserleitungsnetz nun auch auf den resttlichen Teil des Bezirkes Buchholz auszudehnen. Westhofen, 6. Okt. Kirmes in Westhofen. Die alte Freiheit Westhofen steht am Sonntag im Zeichen der Herbstkirmes. Dieser Tag hatte schon immer für die Westhofener und auch für die Bewohner in den Nachbargemeinden eine besondere Anziehungskraft. Wer kennt sie nicht, die Westhofener„Appeldatenkirmes“? Villigst, 6. Okt. Wieder besetzung der Gendarmeriestation. Die Gendarmeriestation ist seit dem 1. Oktober wieder besetzt, und zwar mit dem nach hier versetzten Gendarmeriewachtmeister Haase aus Düsseldorf. Ergste, 5. Okt. Hermann Löns=Gedächtnisfeier. Die geplante Hermann Löns=Gedächtnisfeier vor dem Lönsstein an der hiesigen Jugendherberge in Bürenbruch mußte wegen besonderer Umstände verschoben werden und wird nunmehr heute, Samstag, den 6. Oktober abends 8,30 Uhr stattfinden. Ergste, 6. Okt. Besitzwechsel. Die den Erben Heetmann gehörige landwirtschaftliche Besitzung Kalthof Nr. 13 ist durch Verkauf in den Besitz des Milchhändlers Heinrich Sedler aus Refflingsen übergegangen Berchum, 6. Okt. Verkehrsunfall. Der Dreher H. H. von hier befuhr mit seinem Motorrade die Kreisstraße. In der Kurve bei der Wirtschaft Goßmann kam er mit dem Rade zu Fall, wobei er sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Er wurde in das Elseyer Krankenhaus geschafft. 2# Getten, Spiel unle Sport-Anzeiger (Unter dieser Rubrik kostet die mm=Zeile 4 Pfg.) Handball=Meisterschaftsspiel. Sonntag, den 7. Okt., vormittags 11 Uhr: Tus 07 Holzen 1.— Tv.„Jahn“ Dellwig 1. Sportplatz: Holzen=Jahnstraße. Tus 06 Tus 06 1. fährt zu Menden 09! Auch im übrigen Lager reger Fußballsport! Die Schwerter treten am Sonntag eine schwere Reise nach Menden an. Dem Ausgang des fälligen Meisterschaftsspiels gegen Menden 09 muß man nach den schlechten Leistungen der letzten Spiele der Grün=Weißen mit Besorgnis entgegensehen und wir glauben kaum, daß die 06er in Menden gegen die spielstarken ODer einen Sieg erringen können. Vorweg hofsen wir, daß sich die Schwerter auf ihr wirkliches Können wieder besinnen und eine Ueberraschung zustande bringen. Meisterschaftskämpfe erfordern von jedem Spieler äußerste Hingabe. Dann kann der Erfolg nicht ausbleiben. Vor diesem Spiele treten sich in Menden Menden 09 Rrs. und Tus 06 Res. elenfalls im Kampf um die Punkte gegenüber. Die Schwerter werden ihre Formverbesserung unter Beweis zu stellen haben.— Weiterhin spielen in Menden: Menden 10 3. und Tus 06 3. Menden 10 1. Schüler gegen Tus 06 1. Schüler. Beide Mannschaften werden sich für einen Sieg anstrengen müssen. In Schwerte spielen: Reichsbahn=Junioren gegen Tus 06 Junioren im Kampf um die Punkte und im Freundschaftstreffen Reichsbahn 1. Jgd. gegen Tus 06 1. Jgd. Schließlich spielt in Holzwickede Holzwickede 1912 2. Jgd. gegen Tus 06 2. Igd. Alle Mannschaften auf fremde Plätze! Darum heißt es für die 06er am Sonntag doppelte Anstrengung! Tus. 07 Holzen Handball Handball=Meisterschaftsspiel. Bezirksklae. Tus 07 Holzen 1.— Tv. Dellwig 1. Obige Mannschaften stehen sich am Sonntag auf dem Jahnplatz in Holzen gegenüber. Die Dellwiger, die noch am letzten Spieltag einen Sieg über Wickede errangen, spielen einen guten Handball. Besonders der Sturm ist durchschlagskräftig. Die Holzener mußten am Sonntag die ersten Verlustpunkte einstecken. Zeigen die 07 er ein besseres Zusammenspiel, werden die Tore nicht ausbleiben. Beide Mannschaften werden sich einen hochinteressanten Kampf liefern. Tus Villigst Tus Westfalia Villigst 1.— Schw. Turnersch. 1. Obige Gegner stehen sich Sonntag auf dem Villigster Sportplatz gegenüber. Von den voraufgegangenen 5 Spielen gewannen die Schwerter zwei. Ebenfalls endeten 2 unentschieden, während im letzten Spiel die Villigster Sieger blieben. Diesen Sieg werden sie jedoch kaum wiederholen können, da die Mannschaft durch dauernde Um= und Ersatzeinstellungen merklich an Spielstärke eingebüßt hat. Sollten sie sich jedoch wider Erwarten an frühere Tage erinnern, so werden auch die Schwerter ihre Mühe haben, um nicht in geschlagenem Felde zu enden. Große Auslandspläne der westfälischen Boxer Das Winterprogramm des Gaues IX. Westfalen Kampfstaffel überall begehrt. Die großen Erfolge des westfälischen Amateurboxsports in den letzten Jahren— die letztens bei den Kampfspielmeisterschaften, verschiedenen Repräsentativkämpfen und bei dem Meisterkampftag in Wiesbaden wieder zum besonde. ren Ausdruck kamen— haben mit sich gebracht, daß sich der Rahmen um Westfalens Boxsport bedeutend erweiterte. Zwar stellen die Westfalen nur einen Deutschen Meister in dem Dortmunder Karl Schmedes, aber jeder Kenner des Lederhandschuhs weiß, daß es die große Ausgeglichenheit und das reichhaltige zur Verfügung stehende Kämpfermaterial sind, die Westfalen zum anerkannt stärksten Boxergau Deutschlands zu machen. Neben Schmedes ist es zunächst der Altenaer Mittelgewichtler Blum, der über Meisterqualitäten verfügt. Er hat dies durch wiederholte Siege über den Altmeister Bernlöhr bewiesen und sich Anfang des Jahres bei den Ausscheidungskämpfen zur Europameisterschaft bekanntlich als bester qualifiziert. Bei den Deutschen Kampfspielen wurde er dann allerdings nur Dritter. Im Halbschwergewicht finden wir den Münsteraner Kyfuß, Deutscher Meister 1933/34, der ungeschlagen zurücktrat... im Schwergewicht den Olympiateilnehmer Kohlhaas=Münster und den neuerdings stark in den Vordergrund getretenen Schnarre=Recklinghausen. Im Weltergewicht rangiert Murach=Schalke an zweiter Stelle hinter dem Europameister Campe=Berlin, im Federgewicht kam Schwager=Dortmund als zweitbester bei den Europameisterschaftsausscheidungen heraus; im Bantamgewicht ist immer noch der alte schlagstarke BrinkmannDortmund Westfalens Repräsentant. Eine kleine Lücke, die noch auszufüllen bleibt, ist die Besetzung des Fliegengewichts, aber auch hier sind gute Durchschnittskräfte zur Stelle. Mit dieser Staffel kann sich der Gau Westfalen im DABV. überall sehen lassen, und es spricht für sich, daß auch der Reichssportführer von Tschammer und Osten bei einer Unterredung in Wiesbaden zum Ausdruck brachte, daß er dem Gau Westfalen die Berechtigung zuerkenne, für das Reich repräsentativ zu starten. Diese Anerkennung fiel, als der westfälische Box=Gauführer Adler=Wattenscheid dem Reichssportführer das Projekt der Finnlandreise der Westfalenboxer vortrug. Ein derartig umfangShne Trirt Märsch Ein Roman aus den Kampfjahren 1929 bis 1932 von Heinz Friedrich Kamecke. 145. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Gemächlich poltert das Gefährt über das holprige Pflaster des Gefängnishofes, knarrend öffnet sich das eiserne Tor, und rasselnd geht es zum Bahnhof. Auf dem Bahnhof der Provinzialhauptstadt kommt es zu einem Zwischenfall. Als die Transportgefangenen durch den Tunnel geleitet werden, springt plötzlich Stüwens Vordermann zur Seite, rast die nächste Treppe hinauf, reißt zwei Reisende, die ihm den Weg versperren, um, jagt die Schienen entlang. Vier Schupobeamte stürzen hinterdrein. Schreckschüsse fallen. Während der Jagd werden die übrigen Transportgefangenen mit vorgehaltenem Revolver in Schach gehalten. In wenigen Sekunden staut sich die Menge der Reisenden im Tunnel. Nach zehn Minuten ist die Jagd beendet. Der Ausreißer wird aus einem Lagerschuppen, in dem er sich verkrochen hat, herausgeholt. Um den Weitertransport sicher zu leiten, werden alle Gefangene an die Kette genommen. Noch einmal spürt Stüwen den Druck am Handgelenk. Und jetzt steht wieder der Trotz, der Haß in ihn auf. Die Gefesselten müssen Spießruten laufen. Der Transportleiter gibt den Befehl:„Die Ketten fest anziehen, und wenn die Knochen knacken. Sie sollen sehen, daß mit uns nicht zu spaßen ist.“ Stüwen beißt die Zähne zusammen. Sein Vordermann krümmt sich vor Schmerz. Sein Hintermann stöhnt:„Ich tu' nichts, Wachtmeister, ich tu' nichts!“ Vier lange Tage und vier unruhige Nächte muß Stüwen im dreifach vergitterten Kellergewölbe des Polizeigefängnisses warten, ehe ihn der nächste Transport zurück nach Teutowalde bringt. Wieder haust er mit schweren Jungens zusammen, wieder wird Skat gespielt, wieder rühmt sich jeder seines Faktums. Einer der acht, der wegen Erpressung schon mehrmals vorbestraft ist, findet besonderen Gefallen an Stüwen und versucht ihn zu überreden, nach der Freilassung mit ihm ein gemeinsames Ding zu drehen. Eine wahnsinnig reiche Frau müsse verführt werden. An der Sache seien rund 30 Mille, wenn nicht mehr, zu verdienen. Stüwen wehrt ab. Er ist doch froh, als er in Teutowalde wieder in seiner alten Einzelzelle sitzt. * Karfreitag kam. Früh um halb acht Uhr war Kirchgang. Die Gefangenen krochen wie bei der Freistunde aus der langen Wand. Die Schlange bewegte sich in einen kirchenartigen Saal. Neben der Kanzel und an der Eingangstür postierte sich ein bewaffneter Aufseher. Im Hintergrunde, für die Gefangenen unsichtbar, saßen die weiblichen Häftlinge. Durch die unerreichbar hohen, unvergitterten bunten Fenster goß die Frühlingssonne verschwenderisch ihr Licht. Mit warmer, werbender Stimme hub der Pastor an, daß auch die Verstocktesten, die den Kirchgang nur benutzten, um ihre Tatgenossen zu sehen, unwillkürlich aufhorchten. Als er dann forderte, man müsse sich Gott in Demut nähern und sich dem Willen des Vaters mit Leib und Seele unterwerfen, da brach in vielen Herzen eine Empörung aus. Aber mit heißer, flackernder Stimme beschwor der Geistliche den Aufruhr der Seelen, die ihm anvertraut waren. Stüwens Augen hingen an dem Mund des Mannes auf der Kanzel, der ihm vorkam wie ein Prediger in der Wüste. Als ihm dann beim heiligen Abendmahl der Kelch gereicht wurde, ging ein Zittern durch seine Seele. Dann tat sich die halb geöffnete Tür im Hintergrunde ganz auf, und die gefangenen Mädchen und Frauen, alle in der gleichen, blauen Anstaltstracht, schritten an den Gefangenen vorbei durch den Mittelgang, zum Altar. Im Halbkreis stellten sie sich um den Seesorger. Eine Gefangene war darunter, deren Haar war weizenfarben wie Ankes Haar und schimmerte in der Sonne wie gold. Und auch die Gestalt, die Linie des Rückens, die Feinheit der Gelenke, schien ihm ähnlich. Selbst in der Haltung lag der gleiche Stil. Und als der Geistliche die letzten Worte sprach:„Gehet hin in Frieden und sündiget hinfort nicht mehr“, und die weiblichen Gefangenen sich umwenden mußten, wuchs die Spannung in Stüwen maßlos. Lautlos gingen die Frauen durch den Mittelgang. Als letzte kam das Mädchen mit dem Weizenhaar. Zwei Sekundenlang blieb Stüwen das Herz stehen. Vor seinen Augen flimmerte es. Und er sah das fremde Mädchen so, daß er denken mußte, es sei Anke in leibhaftiger Gestalt. Die hoheitsvoll Schreitende wandte ihren Kopf ihm zu und lächelte. Bebend fing er den suchenden Blick ihrer beinahe fieberig glänzenden Augen auf. In diesem Augenblick bäumte sich in ihm ein wildes Gefühl der Freude hoch. Soweit ging seine Vorstellungskraft und so stark war seine Verbundenheit mit Anke, daß er sich sein Liebstes vor die Seele zaubern konnte. Als der Küster den Schlußchoral spielte, spürte er, wie die Spannung von ihm abfiel. Aber seine Hände waren noch feucht, als er in die Zelle trat. Am zweiten Ostertag kam es noch zu heiteren Zwischenfällen. Ein Chinese, des Gewerbereiches Programm wie für diesen Winter hat sich der westfälische Boxsport bisher noch nie aufgestellt. Dem Gaukampf Westfalen=Nieder= rhein wird am 6. Oktober die Reise nach Finnland folgen, am Abend dieses Tages wird aber noch erst ein Start in Stettin voraufgehen. Die Staffel für Finnland hat übrigens eine Umbesetzung erfahren, da auf Wunsch des Reichssportführers nur das stärkste Material mitgenommen werden soll, wurden Murrach und Schnarre für Sporer bzw. Runge eingesetzt. Die Mannschaft für Finnland hat demnach also folgendes Aussehen:. Bantamgewicht: Brinkmann=Dortmund. Federgewicht: Burger=Münster. Leichtgewicht: Schmedes=Dortmund. Weltergewicht: Murach=Schalke. Mittelgewicht: Blum=Altena i. W. Halbschwergewicht: Kyfuß=Münster. Schwergewicht: Schnarre=Recklinghausen. Am 27. Oktober folgt dann in Bochum der Rückkampf gegen den Gau Mittelrhein. Anschließend daran sollen dann gleich die Meisterschaften abgewickelt werden, die, wie immer, den breitesten Raum in der Winterarbeit des Gaues einnehmen. Zwischendurch wird der Länderkampf gegen Polen, der im November in Essen abgewickelt wird, einen Teil der westfälischen Kräfte in Anspruch nehmen. Aber schon im Januar( Februar n. J. will der Gau wieder für Repräsentativkämpfe frei sein, denn es wurden bereits Kämpfe nach Schweden und Dänemark (ein dritter Nordlandstart steht noch aus) abgeschlossen. Wie man hieraus ersehen kann, werden die westfälischen Amateurboxer viel zu tun haben, um ihr großes Winterprogramm restlos abzuwickeln. Aber die Tatsache, daß ein reces Leben im Boxergau Westfalen herrscht, läßt voraussetzen, daß man im kommenden Winter in der engeren Heimat einen weiteren Auftrieb der vom Führer am wärmsten empfohlenen Sportart erleben wird... Pferdesport Dortmunder Renntag. Der morgige Renntag wird im Zeichen größter Felder stehen. Es gilt, noch schnell den Winterhafer zu verdienen, bevor die diesjährige Rennsaison schließt. Alles wird mobil gemacht. Die Wetter werden über Mangel an Auswahl nicht klagen können. Unsere Voraussage: 1. Rennen: Glacis, Windsor, Blaufuß. 2. Rennen: Melitto,(St. Hope), Stall Dilius, Helmwiege. 3. Rennen: Schwarzwaldfürst, Perlmuschel, Husar. 4. Rennen: Morgengabe, Sultan, Audi. 5. Rennen: Steinbruch, Fortis, Corax. 6. Rennen: Novität, Musterknabe, Yvorne. 7. Rennen: Stall Middeldorf, Stober, Danklied. Doppelwette: Morgengabe— Steinbruch. Schiedsrichtergruppe Schwerte. Heute Samstagabend 20 Uhr findet im Lokal Wilkes eine Vollversammlung statt. Sämtliche Schiedsrichter und Anwärter haben ohne Ausnahme pünktlich zu erscheinen. Unentschuldigtes Fehlen zieht ernste Bestrafung nach sich. Der Pressewart: R. Bürger. vergehens verdächtig, war eingeliefert worden, und Stüwen hatte die Aufgabe, ihn anzulernen. Lai=Lay=Fang— so hieß der Gelbe, wog nur neunzig Pfund und lief Stüwen unterm Arm durch. Der Chinese tat so, als könne er kein Wort deutsch sprechen. Stüwen machte ihm klar, daß er kein Kriminalbeamter sei. Auf jede Frage schob der Neue die Achseln bis an die Ohren. Dann lächelte er, daraus entstand ein Grinsen. Als nun Stüwen auch seine Zähne zeigte, lachte er ein überquellendes Lachen. Und dieses Osterlachen pflanzte sich von Zelle zu Zelle fort, es lachte die ganze Abteilung. Das Lachen kroch die Wand hinunter, steckte die übrigen Abteilungen an, und bald dröhnte der ganze Bau. Der Hauptwachtmeister kam aus dem Erdgeschoß hervorgestürzt und gebot Ruhe; aber gegenüber zweihundertdreiunddreißig Stimmen war er machtlos. Es kam ihm vor, als befände er sich in einer von Lachtauben wimmelnden Meeresbucht. Niemand wußte, warum gelacht wurde, auch die beiden Gefangenen nicht, die das Lachen angestimmt hatten. Am dritten Ostertag wurde Stüwen vom Wachtmeister zu einem Zigeuner in die Zelle gesteckt, der wegen Totschlages in Untersuchungshaft war. Margar wolle einen Brief an seine Geliebte schreiben, aber er sei des Schreibens unkundig. Der Schriftgelehrte solle für Mirgar den Brief aufsetzen. Und so kam es, daß Stüwen einen Liebesbrief an eine Zigeunerin schreiben mußte. Der Zigeuner feuerte ihn an, und Stüwen berauschte sich an seinen eigenen Worten. Als Belohnung erhielt der Sträfling Stüwen die Erlaubnis, außerhalt der Zeit einen Brief zu schreiben. Er schrieb ihn an seine Mutter, die noch immer um ihn bangte. *„ Forisetzung soigt! Elnterfahrztutt Hwerter=Feltung Gültig ab 7. Oktober 1934 (Ohne Gewäh:) Fahrplan des Bahnhofs Schwerte=Ruhe Zeit 0,13 P 894 5,52 P 896 W 6.27 P 868 S 7,06 P 878 8.43 P 880 10,54 P 882 12,53 P 932 13.45 P 884 15,42 P 886 17.33 P 888 W 18,30 P 890 19.58 P 898 22.09 P 876 In Richtung Zserlohn Abfahrt Zeit von Sonntag zu Montag.) 5,28 P 663 W 6.26 P 427 6,54 E 165 8.29 P 3053 8,54 E 65 9.37 P 397 11,28 E 183 12.35 P 383 W 13,17 P 333 13,42 P 351 14,38 P 1657 15.12 P 353 15,51 E 59 16,45 P 357 17,37 P 1715 W 17,55 E 359 19,19 P 1647 20,15 E 69 21,25 P 437 22,56 P 2313 *23.55 D 5 In Richtung Unna-Hamm Holzwickede(b. G.) Unna— Soest# Hamm— Münster Holzwickede(b. G.) Hamm— Münster— Nordeich Unna— Soest— Altenbeken— Magdeburg# Unna—Hamm—Münster Werl(o. G.) Unna— Soest— Kreiensen — Goslar— Halberstadt— Magdeburg—Berlin=P. G Unna— Hamm Hamm Unna— Hamm Unna—Hamm—Münster Unna— Hamm □ Unna o. G. Hamm— Münster Unna Unna— Hamm— Münster G Unna— Hamm S nach Unna Hamm— Bielefeld— Minden— Hannover— Berlin=Schl.=Bfh. G In Richtung Kabel 6,01 P 628W., Kabel(b. G.) In Richtung Hagen 0,10 E 164 1,24 P 3052 25,03 D 100 5,44 P 1714 6,19 P 652 W 26,47 P 604 *6,59 D 190 X7,12 P 1722 X8,08 P 626 X8,28 P 608 8,40 P 1736 X9,47 P 3054 10,33 P 304 10,52 E 272 X11,45 P 552 X12,20 P 616 X13,02 P 1676 13,32 E 158 X14,26 P 844 X15,25 P 400 916,04 D 188 Hagen— Wuppertal— Düsseldorf Hbf. Hagen Hagen— Wuppertal— Köln Hbf. G Hagen Hagen Hagen Hagen— Wuppertal— Köln, 2. u. 3. Kl. O. Hagen(o. G.) Hagen— Wuppertal— Düsseldorf— Aachen G. Hagen Hagen(o. G.) Hagen(b. G.) Hagen G Hagen— Wuppertal— Köln— Aachen Hagen— Wuppertal— Köln Hagen Hagen(o. G.) Hagen— Wuppertal— Köln □ Hagen G Hagen— Wuppertal— Düsseldorf Hbf.— M.Gladbach— Erkelenz G Hagen— Wuppertal— Köln Hbf. 2. u. 3. Kl. O Zug=Nr. X16,27 P 1658 17,07 E 184 17,21 P 334 X17,25 P 618 18,06 P 1646 X18,28 P 1716 19,05 P 664 X19,12 P 430 19,49 E 62 20,28 P 630 X20,43 P 286 *21,19 D 30 21,41 P 2532 21,49 E 66 22.46 P 644 X22,55 P 638 X= hält Ziel Hagen Hagen— Wuppertal— Düsseldorf—. M.Gladbach Hagen— Wuppertal— Düsseldorf— Aachen G. Hagen Hagen Hagen(o. G.) Hagen G Hagen Hagen—Wuppertal—Köln Hagen# Hagen Hagen— Wuppertal— Düsseldorf—. Aachen# Hagen(b. G.) Hagen— Wuppertal— Köln G Hagen Hagen G auch in Hohensyburg. In Richtung Dortmund 4.36 P 867 5.06 P 877 7,02 P 899 7,47 P 879 8.43 P 881 9.46 P 883 10,36 P 1737 o.(“ 11,31 P 873 W 12,22 P 1733 12.52 P 885 14,02 P 887 15.04 P 889 16,08 P 1731 17,18 P 891 18.07 P 903 18.30 P 875 19,21 P 869 20,17 P 893 21,43 P 901 22,55 P 895 In Richtung Arnsberg 0,13 P 601 Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig Bestwig— Warburg# Fröndenberg— Arnsberg — Meschede(o. G.) Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig# Fröndenberg— Menden Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig— Kassel— Bebra Geisecke(o. G.) Bestwig— Scherfede.— Holzminden— Goslar— Halberstadt— Magdeburg — Berlin P. G Fröndenberg— Arnsberg — Warburg Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig— Scherfede— Warburg# Fröndenberg Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig— Warburg— Kassel— Bebra— Eisenach — Gotha— Erfurt— Leipzig 2., 3. Kl. O Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig— Kassel# Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig Fröndenberg— Arnsberg Fröndenberg— Arnsberg — Bestwig— Kassel# 22,37 P 3051 b. G. Fröndenberg—Arnsberg 5,04 P 639 5,50 P 1735 6,30 P 611 7,24 P 651 W 8,37 P 613 8.46 P 605 S *9,29 D 29 11,48 P 615 14,01 P 607 14,44 P 2079 v. S. *15,40 D 187 17,32 P 617 18,29 P 633 19,37 P 2531 20,22 P 303 Richtung Isersohn Zeit Zug=Nr. Ziel 5,00 P 877 7,44 P 879 8,33 P 881 9,43 P 883 11,25 P 873 W 12.46 P 885 13,29 P 887 15.02 P 889 17,15 P 891 19,02 P 897 W 20,11 P 893 21,22 P 901 S 22,50 W 895 Aus Richtung Unna-Hamm Ankunft Zeit Zug=Nr. 20,21 P 303 21,23 P 437 X22,36 P 3051 X22,52 P 2313 23,54 D 5 Ziel Hagen Rheydt— Neuß— Hagen Hagen(b. Hagen Köln Hbf.— Wuppertal Hagen 1., 2. und 3. Kl. X= hält auch in Hohensyburg. M. Gladbach 2 Wuppertal— G.) Aus Richtung Dortmund 0,06 P 894 5,41 P 896 6,16 P 868 7,04 P 878 8,25 P 880 9,25 P 900 10,46 P 882 11,40 P 1738(b. G.) 12,48 P 932 13,29 P 884 14,22 P 1734 15,35 P 886 17,17 P 888 18,03 P 890 19,09 P 904 19,56 P 898 20,35 P 892 22,07 T 876(o. G.) 22,32 P 864(o. G.) 23,35 P 1732 W Aus Richtung Arnsberg 1,24 P 3052 Arnsberg—Fröndenberg Fröndenberg Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg Brilon=Wald— Bestwin — Arnsberg— Fröndenberg Meschede— Arnsberg— Fröndenberg(o. G.) Geisecke(o. G.) Kassel— Warburg—Besiwig— Arnsberg— Fröndenberg Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg 13,48 P 2078 v. S. Fröndenberg(b. G.) 6,16 P 652 W 6,45 P 604 8,04 P 608 8,39 P 1736 9,38 P 606 S 10,31 P 304 12,18 P 616 Erfurt— Kassel— Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg Leipzig— Erfurt— Gotha— Eisenach— Bebra— Kassel Warburg— Bestwig— Arnsberg 2., 3. Kl. Warburg— Scherfede— Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg Fröndenberg o. G. Kassel— Warburg— Bestwig— Arnsberg Fröndenberg Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg Berlin P.— Magdeburg — Holzminden— Scherfede — Bestwig— Arnsberg 1., 2. und 3. Kl. Arnsberg— Fröndenberg (b. G.) Bestwig— Arnsberg— Fröndenberg Anmerkungen *:(vor der Zeit)= zuschlagpflicht. Schnellzüge E:= Eilzüge(zuschlagpflichtig) P:= Personenzüge oG:= befördert kein Gepäck und Expreßgut bG:= beschränkte Gepäckbeförderung W:= Werktags S:= Sonn= und Feiertags vS:= vor Sonntagen X:= hält auch in Hohensyburg 14,23 P 844 216,03 D 188 17,15 P 618 18,01 P 620 W 19,03 P 664 20,26 P 630 821,17 D 30 21,40 P 2532 22,44 P 644 Heidengedächlnisfeier des S6V. Zum 7. Male ruft der Sauerländische Gebirgsverein zu einer stillen Weihestunde zur Erinnerung seiner im Weltkrieg gefallenen Mitglieder(fast 1000 an der Zahl) auf. Die Feier findet am Sonntag, den 14. Oktober, 13 Uhr, vor dem Ehrenmal des SGV. auf dem 514 m hohen Kohlberg bei Dahle im Kreise Altena statt. Mit ihr verbunden sein wird eine Saartreuekundgebung. Die Gedenkrede hält Pg. Landrat Dr. Evers=Olpe, der dem Hauptvorstand des SGV. angehört und zugleich der Landschaft Sauerland im Reichsbund „Volkstum und Heimat“ vorsteht. Nachdem die SGV Gruppen zum ersten Mal auf dem Fredeburger Gebirgsfest ihre Wimpel vorantrugen, wird hier zum andern Male in diesem Jahre die Gelegenheit geboten, die grün=weißen Fähnlein der über 260 SGV=Abteilungen zusammenfassen. Umlegung einer Hauptwanderstrecke Auf der erst vor 2 Jahren geschaffenen jüngsten Hauptwanderstrecke des Sauerlandes mit der Zahl 27 wurde durch Umlegung des Teilstücks zwischen Siedlinghausen und Wiemeringhausen eine wesentlich Verbesserung erzielt. Hat man hinter Siedlinghausen den Rücken des Eggengebirges erstiegen, geht es nun auf herrlichen Waldschneisen zur felsbesäten Kuppe des Kahlenberges(726 m) hinauf. Ein wundervoller Rundblick ist der Lohn der Mühe. Tief drunten ruhen die Dörflein Siedlinghausen und Brunskappel; aus der Ferne grüßen die Bruchhauser Steine, der Olsberg, der Ohlenberg, der Bastenberg, die Hunau, der Hillerkopf und der Astenturm. Bei der Weiterwanderung auf der Kammhöhe wird auf der Blöße des Sperrberges ein nicht minder schöner Fernblick nach Norden, Osten und Süden entdeckt; diesmal erscheinen im Grunde die Dörfer Wiemeringhausen und Assinghausen. Dem SGV. gebührt Dank, daß er durch diese Aenderung einer der allerschönsten Hauptwanderwege im Sauerlande zwei so überragende Aussichtspunkte erschloß. Arnsberg. Ehrenvolle Berufung. Der Führer des Sauerländischen Gebirgsvereins, Pg. Regierungsvizepräsident Dellenbusch=Arnsberg, wurde vom Deutschen Wanderführer, Ministerpräsident und Staatsminister a. D. Prof. Werner=Darmstadt, in den Führerrat der Deutschen Gebirgs= und Wandervereine berufen. Nordhorn. Vorgeschichsliche Funde. Bei Regulierungsarbeiten an der Vechte wurde in Neuringe eine Elchschaufel ausgegraben. Das Alter des Geweihes wird von Sachverständigen auf 6000 Jahre geschätzt. In Kleinringe stieß man in sieben Meter Tiefe auf zwei mächtige Büffelhörner, von denen eines 70 meter mißt. Gottesdielst-Trur Aus der evgi. Gemeinde Schwerte Evangelische Gottesdienste. Johanneskirche: 8 Uhr P. Kleinemeyer. 9.30 Uhr Pfr. Radicke=Jöllenbeck Kreis Bielefeld. Donnerstag 8,30 Uhr Bibelstunde. Evangl. Krankenhaus: 8,30 Uhr P. Millard. Geisecke=Lichtendorf: 9.30 Uhr P. Kleinemeyer. Evangelisches Jungmännerwerk, Schwerte. Sonntag 8 Uhr Jungmannschaft Singeabend.— Donnerstag 8 Uhr Posaunenchor.— Freitag 6 Uhr Bibelschar.— 8,30 Uhr Bibelabend. Vereine der Frauenhülfe. Donnerstag 3 Uhr Frauenhilfe Lichtendorf im dortigen Gemeindehaus.— Donnerstag 3 Uhr Frauenhilfe Schwerte=Nord' Versammlung im Gemeindehaus. Jungmädchenwerk. a) Schwerte: Mittwoch 8 Uhr Bibelstunde. b) Schwerterheide: Mittwoch 8 Uhr Jungschar. c) Villigst: Sonntag 3 Uhr Bibelstunde. Evangl. Stadtmission Schwerte Kuhstr. 7. Sonntag 8 Uhr früh Blaukreuzstunde.— 11 Uhr Sonntagsschule.— 4 Uhr Bibelstunde. — Mittwoch 4 Uhr Missionsverein.— Mittwoch 8 Uhr abends Gebetsstunde.— Freitag 8 Uhr Blaukreuzverein. Die Kollekte dieses Sonntags ist bestimmt zur Vermehrung der geistlichen Kräfte für die Seelsorge und Wortverkündigung. Im dritten Reich kann und muß sich die Kirche vor allem ihren innersten Aufgaben zuwenden. Seelsorge und Wortverkündigung müssen so umfassend und eindringlich wie möglich dargeboten werden. Die Menschen dafür sind vorhanden, aber es fehlen die Mittel. Wenn die Gemeinden, denen Gottesdienste und Prediger mangeln, wieder regelmäßig bedient werden sollen, wenn in den vielen schnell entstandenen Siedlungen die kirchliche Versorgung gründlich durchgeführt werden soll, wenn die Entfremdeten neu für die Kirche und Volksgemeinschaft gewonnen werden sollen, dann müssen wir alle unserer Kirche helfen und ihr die Hand füllen; wir tun damit einen unmittelbaren Dienst am kirchlichen Aufbau. Die Frauenhülfe Lichtendorf hält ihre monatliche Zusammenkunft am Donnerstag, den 11. Oktober 1934, nachmittags 3 Uhr; alle Frauen von Lichtendorf sind herzlich eingeladen. Zusammenkünfte der Jungmütterkreise in der Zeit vom 8. bis 12. Oktober. Montag abend 8 bis 10 Uhr Bezirk Holzen: Singen, Nähen. Dienstag nachm. 3 bis 5 Uhr Bezirk GeiseckeLichtendorf: Singen, Nähen. Dienstag abend 8 bis 10 Uhr Bezirk Pfarrer Kleinemeyer: Singen, Nähen. Mittwoch nachm. 5 bis 7 Uhr Bezirk Wandhofen: Singen, Nähen. Mittwoch abend 8 bis 10 Uhr Bezirk Grüntal: Singen. Donnerstag nachm. 3 bis 5 Uhr Bezirk Heide: Singen. Donnerstag abend 8 bis 10 Uhr Bezirk Pfarrer Ohlig: Bibelstunde. Donnerstag nachm. 3 bis 5 Uhr Bezirk Lichtendorf: Teilnahme an der Frauenhülfsstunde. Donnerstag nachm. 3 bis 5 Uhr Bezirk Pfr. Hagemann: dito. Freitag nachm. 4 bis 6 Uhr Bezirk Villigst: Singen, Nähen. Freitag abend 8 bis 10 Uhr Bezirk Pfarrer Millard: Singen, Nähen. Getauft: Wolfgang Michel; Ernst Chri. stian Krüger; Erich Wilhelm Alfred Lueg; Renate Dittrich; Margarete Laura Selve. Getraut! Erich Boshammer und Anna Stenner. Gestorben: Karl Halfmann; Frau Ida Kaiser. Aus der kath. Gemeinde Schwerte Katholische Gottesdienste. Schwerte. Sonntag, 7. Okt. 20. Sonntag nach Pfingsten. Rosenkranzfest. 6 Uhr: Stille hl. Messe. 7.15 Uhr: Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Männer. 8.30 Uhr: Schulmesse mit Predigt; gem. hl. Kommunion der Knaben und Mädchen des 4. Schuljahres. 9.45 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11.15 Uhr: Letzte hl. Messe mit Predigt. 2.30 Uhr: Rosenkranz=Andacht. 8 Uhr: Andacht für die Erwachsenen. In der Krankenhauskapelle ist eine hl. Messe um 8.15 Uhr. 4.30 Uhr: Andacht. An den Werktagen sind die hl. Messen um 6.30, 7.10 und 7.45 Uhr. In der Krankenhauskapelle ist eine hl. Messe um 6.30 Uhr. Jeden Mittwoch ist in der Krankenhauskapelle Andacht zu Ehren des hl. Josef um 4.30 Uhr. Krankenwoche hat in dieser Woche Pfarrer Aufenanger, Haselackstr. 16. Geisecke. 7 Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Westhofen. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. * Lichtendorf—Sölderholz. Sonntag, 7. Okt. 20. Sonntag nach Pfingsten. Rosenkranzfest. 7.30 Uhr: Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Männer. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr: Rosenkranz=Andacht Vereine. Montag Heimabend der Männer. Dienstag Heimabend der Jungfrauen. Mittwoch Heimabend der Jungmänner. Aus dem Nachbargeblet Anholt. Ein Unschuldiger mußte daran glauben. Im benachbarten, dicht an der holländischen Grenze gelegenen Ort Suderwick kam es zu einer schweren Bluttat. Nach einer Richtfeier hatten der in Suderwick wohnende niederländische Staatsangehörige Dr. Tacke und ein Knecht Streit bekommen, weil Ersterer den Verkehr des Knechtes mit seiner Tochter nicht dulden wollte. Als man auseinanderging, griff T. zu einem Heckenpfahl und schlug damit, im Glauben, den Knecht vor sich zu haben, auf einen Mann ein, der stöhnend zusammenbrach. Der Täter bemerkte dann, daß er einen gänzlich Unbeteiligten, den Ackerer Bernhard Mertens, niederRunesunnt=Pregrumm Sonntag, den 7. Oktober 1934. 6.15 Hafenkonzert. 8.00 Zeit, Nachrichten, Wetter. 8.10 Dorfgemeinschaft. 8.30 Die sonntägliche Morgenfeier. 9.15 Funk ins Blaue. 10.15 Wer spielt mit? 10.45 Von Kampf und Friede. 11.00 Westöstlicher Spaziergang. 11.40 Deutsche Erzähler der Gegenwart. 12.00 Musik am Mittag. 12.55 Glückwünsche. 13.00 Ein Wort an alle. 13.10 Unterhaltungskonzert. 15.00 Eltern und Kinder. 15.20 Berühmte Kunststätten unserer Heimat. 15.35 Beim Bienenvater. 16.00 Wo der Boxbeutel singt. 17.30 Kölner Studenten erleben den Norden. 17.50 Vom alten Adel. 18.05 Ernst und heiter— und so weiter. 19.00 Soldatenmusik, gesungen und geblasen. 19.45 Sportvorbericht. 20.00 Kölner Plauderstunde. 21.30 Klavierkonzert im Dreivierteltakt. 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.30 Aus unbekannten Opern fremder Länder. 23.30 Tanzmusik. Montag, den 8. Oktober 1934. 6.00 Morgenruf. 6.05 Leibesübungen. 6.25 Morgenkonzert. 6.50 Morgenruf, Zeit, Wetter, Nachrichten. 8.00 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.05 Frauenturnen. 8.20 Was kochen wir diese Woche? 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.10 Wir und die Wekt. 11.10 Berufs= und Fachschulfunk. 12.00 Musik am Mittag. 12.45 Erste Mittagsmeldungen, Glückwünsche. 13.00 Unterhaltungskonzert. 13.45 Zweite Mittagsmeldungen. 14.45 Schlachtviehmarktberichte. 15.15 Die neue Einheitsbewertung von Hausund Grundbesitz. 15.30 Wirtschaftsmeldungen. 15.50 Stimme der Zeit. 16.00 Nachmittagskonzert. geschlagen hatte. Mertens, ein Vater von neun Kindern, mußte in lebensgefährlichem Zustande in das hiesige Krankenhaus gebracht werden. Es besteht wenig Hoffnung auf eine Besserung. Der Täter wurde dem Richter vorgeführt. Roxel. Schweres Unglück. In dem Erntefestzug gelegentlich des Erntedankfestes wurde auch eine Dreschmaschine in voller Tätigkeit in dem Zuge mitgeführt. Als ein junger Mann eine Hand voll ungedroschenen Roggen in die Maschine stecken wollte, wurde ihm, wie der„M. A.“ meldet, die Hand in die Dresch= trommel hineingezogen und fast bis zum Handgelenk auseinandergespalten. Man brachte den Verletzten in die Universitätsklinik nach Münster. 17.00 Das Deutschtum in Siebenbürgen. 17.25 Kleine Musik. 18.00 HJ=Funk: Leibesübungen. 18.20 Italienische Unterhaltung. 18.40 Vom Tage. 18.50 Wirtschaftsmeldungen, Sportvorbericht. 19.00 Westdeutsche Wochenschau. 19.30 Hallo, die Schrammeln spielen! 19.50 Momentaufnahme. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20.15 Reichssendung Stunde der Nation: Deutsche Segelflieger. 21.00 Unbekanntes von Tschaikowsky. 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.15 Zur Frauensportwoche. 22.30 Unterhaltungskonzert auf Schallplatten. 23.00 Im Schatten der Domtürme. Dienstag, den 9. Oktober 1934. 6.00 Morgenruf. 6.05 Leibesübungen. 6.25 Morgenkonzert. 6.50 Morgenruf, Zeit, Wetter, Nachrichten. 8.05 Frauenturnen. 8.20 Kalender für Hausgarten und Blumenpflege im Monat Oktober. 10.00 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 10.10 Kinderturnen mit Musik. 10.30 Der heitere Beethoven. 11.15 Altes Eisen?(Volkswirtschaftliche Plauderei). 12.00 Musik am Mittag. 12.45 Erste Mittagsmeldungen, Glückwünsche. 13.45 Zweite Mittagsmeldungen. 14.00 Berühmte Opernduette. 15.15 Das Recht auf Arbeit(3). 15.30 Wirtschaftsmeldungen. 15.45 Hausgeselligkeit. 16.00 Neue Musik auf Volksinstrumenten. 17.00 Die Welt im Buch. 17.15 Kleine Musik unserer Zeit. 17.40 Neues aus Forschung und Wissenschaft. 18.00 HJ=Funk:„Die Nacht vor der Enscheidung.“ 18.20 Junge deutsche Erzählkunst. 18.40 Vom Tage. 18.50 Wirtschaftsmeldungen, Sportvorbericht. 19.00 Neue Tanz= und Tonfilmlieder. 19.50 Momentaufnahme. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20.10 Reichswehr=Musikabend(Von Königs. berg). 21.00 Besahnschoot an(Ein fröhlicher Abend). 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.30 Funkstille. Zührrian der Srutschen=Keichepest Gültig ab 5. Oktober 1934 X= nur an Markttagen(Dienstags und Freitags.) Samtenerkagung in Srreden Wichtige Fragen der Partei- und Staatsarbeit im Mittelpunkt Junigsbesuch in Paris Das südslawische Königspaar, König Alexander und Königin Maria, das in der Nacht zum Freitag von Belgrad nach Frankreich abgereist ist, fährt zuerst an die dalmatinische Küste. Dort wird es an Bord des Torpedobootszerstörers„Dubrownik“ gehen, mit dem es die Reise durch das Adriatische und Mittelländische Meer nach Korsika antritt. Bei Korsika wird es von der französischen Mittelmeerflotte erwartet, die es nach Marseille geleiten wird. Die Ankunft in Paris ist für den 9. Oktober vorgesehen. In politischen Kreisen mißt man der Reise große Bedeutung bei. Man ist der Ansicht, daß die Verhandlungen des Königs in Paris sich in erster Linie um die südslawische Stellungnahme zu den italienisch=französischen Annäherungsbestrebungen drehen werden. Dabei soll die österreichische Frage die Hauptrolle spielen. Wie verlautet, soll König Alexander die Absicht haben, den südslawischen Standpunkt in aller Offenheit darzulegen. Von den Verhandlungen zwischen dem König und Barthou wird jedenfalls das Ergebnis der geplanten Besprechungen zwischen dem französischen Außenminister und Mussolini in hohem Maße beeinflußt werden. An der Reise eimmt auch der südslawische Außenminister Jeftitsch teil. Neue Kundfunkrede Doumerques Der französische Ministerpräsident Doumergue sprach am Donnerstagabend erneut im Rundfunk, wobei er Reformen ankündigte, die die Autorität der Regierung verstärken sollen. Im Hinblick auf die gemeinsame Front der Kommunisten und Sozialisten erklärte Doumergue, ein Bürgerkrieg in Frankreich würde unmittelbar den Krieg mit dem Ausland bedeuten. Seine Rede klang in einen Aufruf zur Einigkeit aus. Um jede Gefahr einer Diktatur zu vermeiden, müsse man der gemeinsamen kommunistischsozialistischen Front die gemeinsame Frontder Freiheit und des Vaterlandes entgegenstellen. Die Rundfunkrede Doumerques findet in der Pariser Presse lauten Widerhall. Die Rechtsblätter lassen ihrer Freude freien Lauf, die marxistischen Organe antworten mit verstärktem Haß, wayrend die radikalsozialistische Presse einen offensichtlich betretenen Eindruck macht. Das nationale Frankreich wehrt sich gegen marxistischen Terror Der Verband der französischen vaterländischen Jugend hat dem Beispiel mehrerer anderer nationaler Verbände folgend, seine Mitglieder aufgefordert, sich für den 13. Oktober bereit zu halten, da die gemeinsame Front und die Linksparteien für diesen Tag große Straßenkundgebungen planten. Dieser Aufruf sei keine Herausforderung. Aber alle national denkenden Franzosen wünschten, an diesem Tage geschlossen aufzutreten, um zu beweisen, daß auch sie eine Macht darstellten, mit der man rechnen müsse, und um eintretendenfalls mit eigenen Mitteln revolutionäre Störungen zu unterdrücken. Schwere Verfehlungen im sowjetrussischen Justizwesen aufgedeckt Wie aus Moskau gemeldet wird, wurden auf Veranlassung des Obersten Staatsanwalts der Ukraine=Republik der Sekretär der Parteiorganisation in Wasilkow, Ginsburg, der Chef der Polizei sowie neun Richter und Justizbeamte in Haft genommen, und zwar wegen Diebstahls, Plünderung der Lebensmittelvorräte, Sabotage und Gegenrevolution. Zwei Richter wurden ferner verhaftet, weil sie die Justizkasse vollständig ausgeplündert und Urkundenfälschungen begangen haben. Ein anderer Justizangestellter, der für Geld Gefangene aus den Gefängnissen entlassen hat, ist geflohen. Doppelselbstmord in Pommern In einem Walde in der Nähe von Unterschöningen(Kreis Randow) wurden von Dorfbewohnern ein Mann und eine Frau erhängt aufgefunden. Die Ermittlungen der Stettiner Mordkommission ergaben, daß ein Doppelselbstmord vorliegt. Es handelt sich um den 26 Jahre alten Landwirtsgehilfen Rudolf Briese aus dem Kreis Saatzig. Die Personalien der Frau konnten noch nicht festgestellt werden. Formelle Einwillioung des englischen Königs zur Vermählung des Prinzen Georg Im Londoner Buckingham=Palast hat eine besonders feierliche Sitzung des Geheimen Rates stattgefunden, bei der der König seine formelle Einwilligung zur Verehelichung des Prinzen Georg mit der Prinzessin Marina gab. An der Sitzung nahmen der Prinz von Wales, der Herzog von Gonnaught, der Premierminister, der Erzbischof von Canterbury und zahlreiche andere Würdenträger des britischen Reiches teil. Stiftung der Prinzessin Juliana für die Opfer der Wirtschaftskrise Die holländische Thronfolgerin Prinzessin Juliana, die in ihrer Eigenschaft als Ehrenpräsiventin des Nationalen Krisenkomitees erst dieser Tage in einer Rundfunkansprache für eine neue nationale Sammlung zugunsten der Opfer der schaftskrise eingetreten war, hat dem Krisencomtee einen Betrag von 90000 Gulden überwiesen. Bereits seit längerer Zeit hat die Prinzessin für dieses Komitee allmonatlich einen beeutenden Betrag gestiftet. Die Tagung der Reichs= und Gauleiter, mit der das Dresdener Treffen der 300 dienstältesten politischen Leiter verbunden ist, nahm am Donnerstagabend im Dresdener Schauspielhaus ihren Anfang. In seiner Ansprache betonte der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, daß die alten Kämpfer der Bewegung nicht vergessen werden würden. Im Rahmen des großen Treffens der politischen Leiter in Dresden fand am Freitagvormittag eine Tagung der Gauleiter der RSDAP statt. Der Stellvertreter des Führers war anwesend. Die Tagung wurde eröffnet vom Stabsleiter der PO., Dr. Ley, der sie in kurzen Begrüßungsworten als Arbeitstagung der verantwortlichen Männer der Parteiarbeit im ganzen Reiche kennzeichnete. Die Führerin der RSFrauenschaft, Frau Scholz=Klink, gab den Gauleitern einen umfassenden Ueberblick über den Stand der nationalsozialistischen arbeit. In ihren Ausführungen kam die Zielklarheit zum Ausdruck, mit der heute die Partei daran geht, der deutschen Frau auf ihrem Gebiet den Weg in die aktive Mitarbeit an Volk und Staat zu bahnen. Der Stellvertreter des Führers nahm Gelegenheit, Frau Scholz=Klink für ihre bisherige Arbeit, deren Erfolg offensichtlich zutage tritt, besondere Anerkennung auszusprechen. Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission Dortmund und der Zentralen Mordkomission Ruhrgebiet Essen haben den gegen Willy Hübsche bestehenden Verdacht erheblich verstärkt. Einwandfrei steht fest, daß Willy Hübsche am Mordtage schon in den Mittagsstunden sich in Dortmund in einer Wirtschaft aufgehalten hat. Sowohl der Inhaber wie auch Gäste haben ihn mit Bestimmtheit bei der Gegenüberstellung wiedererkannt. Er ist auch an anderen Stellen der Stadt gesehen worden. Hübsche konnte auch eines Einbruchsdiebstahls, den er am 14. 9. 1934 in einem Hause am Westfalendamm versuchte, überführt werden. In diesem Falle hat eine Zeugin den Hübsche überrascht und ihn jetzt mit aller Bestimmtheit unter einer Anzahl Männer bei der Gegenüberstellung wiedererkannt. Ein weiteres wichtiges Beweismittel im Kahn ist die Tatsache, daß die Untersuchung durch den Leiter des Instituts für gerichtliche Medizin, Prof. Müller=Heß, in Berlin, ergeben hat, daß zwischen den am Tatort durch die Mordkommission sichergestellten Blutspuren und einer Blutprobe des Willy Hübsche vollkommene Uebereinstimmung besteht. Am Freitagmorgen ist der am 2. Oktober mit seinem Bruder Willy in Essen festgenommene Anton Hübsche nach Dortmund überführt Anschließend sprach der Amtsleiter des RSStudentenbundes, Pg. Derichsweiler, über die Neugestaltung der nationalsozialistischen Studentenarbeit. Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels und Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, befaßten sich mit verschiedenen Fragen des Winterhilfswerkes und unterrichteten die Gauleiter über eine Reihe von einzelnen Punkten der Durchführung dieses gigantischen, von der Partei getragenen Feldzuges für die noch notleidenden Volksgenossen. Zum Schluß befaßte sich Gauleiter Wagner, München, in seiner Eigenschaft als Referent im Stab des Stellvertreters des Führers für Fragen des Neubaues des Reiches sowie Hauptamtsleiter Sommer, der Staatsrechtler im Stabe des Stellvertreters des Führers, eingehend mit grundsätzlichen gemeinderechtlichen Fragen. Im Anschluß an die einzelnen Referate entwickelte sich eine rege Aussprache, in der die Gauleiter wichtige Probleme aus allen Gebieten, insbesondere der Zusammenarbeit von Partei und Staat anschnitten und in eingehender Erörterung klärten. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer wurde die Tagung geschlossen. worden, weil er über seinen Verbleib am 29. September widersprechende Angaben gemacht hat und er daher der Mittäterschaft verdächtig ist. Die Ermittlungen in dieser Richtung werden weitergeführt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Täter sich mit einem Kraftfahrzeug in die Nähe des Tatortes begeben haben, um damit auch die erhoffte Beute abtransportieren und sie in Sicherheit bringen zu können. Diese Vermutung wird auch dadurch gestützt, daß der am Tatort kurz nach der Tat angesetzte Polizeisuchhund die Spur der flüchtenden Täter durch den Garten hindurch über das dahinter liegende freie Gelände bis zur Kullrichstraße verfolgt hat, wo die Spur anscheinend aufhört. Es muß somit angenommen werden, daß noch eine dritte Person an der Tat beteiligt ist. Die Ermittlungen haben nun ergeben, daß in Begleitung des Willy und Anton Hübsche in den Nachmittagsstunden eine dritte Person in der vorher erwähnten Gastwirtschaft beobachtet worden ist, die vielleicht als Fahrzeugführer mit der Tat in Verbindung zu bringen ist. Unter Hinweis auf die vom Regierungspräsidenten ausgesetzte Belohnung wird die Bevölkerung nochmals gebeten, weiter wie bisher die in diesem Falle besonders schwierige Arbeit der Kriminalpolizei tatkräftig zu unterstützen. Mitteilungen nimmt die Mordkommission Dortmund und jede andere Polizeidienststelle entgegen. Blutige Zusammenstöße Die Generalstreikbewegung in Spanien In Saragossa sind die Streikenden ebenfalls zu Gewalttaten übergegangen. Es kam dort an mehreren Stellen zu Schießereien, die angeblich zahlreiche Opfer gefordert haben. Mehrere Lastkraftwagen wurden umgestürzt. In Mondragon wurde ein Abgeordneter erschossen und in San Sebastian ein Hoher Beamter der Provinzialverwaltung ermordet. Gerüchtweise verlautet, daß Militärabteilungen nach Sierra entsandt worden seien, wo sich die Arbeiterschaft im Minenviertel verschanzt habe. Die Regierung ließ durch Rundfunk in Madrid mitteilen, daß die Einwohner nach 20 Uhr möglichst nicht mehr auf der Straße gehen sollten, da die Polizei strenge Anweilngen habe. Die Streikleitung der Marxisten hat den Befehl ausgegeben, den Streik am Freitag„richtig“ zu führen und nach Mitternacht falls keine Gegenorder erfolgt zum„revolutionären“ Angriff überzugehen. Hiermit dürfte die von der Regierung veranlaßte Zusammenziehung von Militär in den Madrider Außenbezirken im Zusammenhang stehen. An verschiedenen Stellen der Stadt sind Maschinengewehre in Stellung gebracht. Zahlreiche Patrouillen durchstreifen die Straßen. Der Verkehr liegt still. Den letzten Meldungen zufolge haben die Minenarbeiter in Sierra erneut die Staatsorgane angegriffen. Bei den Schießereien sollen dort zehn Arbeiter getötet worden sein. In Eibar haben die Aufständischen auf dem Rathaus die weiße Fahne gehißt und sich der Polizei ergeben. Der Eisenbahnverkehr ist teilweise unterbrochen. Im allgemeinen treffen Züge mit großer Verspätung ein. Die Regierung ist außerordentlich zuversichtlich und hofft, binnen kurzem die Ruhe und Ordnung im Lande wiederherstellen zu können. Große Jahrkartenfälschungen aufgedeckt Seit sechs Jahren die Reichsbahn betrogen Die Fahndungsstelle der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. konnte in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei einen raffinierten Fahrkartenfälscher festnehmen, der schon seit 1928 mit selbsthergestellten Fahrkarten durch ganz Deutschland reiste. Es handelt sich um einen 42jährigen Maler aus Braunschweig. In seinem Gepäck fand man 88 Fahrkarten und zahlreiche Bahnsteigkarten. Der Verhaftete legte ein umfassendes Geständnis ab. Danach hat er die Fahrkartenfälschungen begangen, um seine Bilder in ganz Deutschland abzusetzen und neue Motive sammeln zu können. Die Fahrkarten galten ausschließlich für große Strecken. Die vorgefundenen 2.=Klasse=Karten waren ausnahmslos selbst hergestellt. Die Beschriftung war mit Bleistift vorgezeichnet und mit chinesischer Tusche nachgezogen worden. Die Karten 3. Klasse waren meist in der Art verfälscht, daß Zielbahnhof, Kilometerzahl und Fahrpreis geändert worden waren. Steinzeitskelett gefunden Ausgrabung in der Königspfalz Werla bei Goslar Die schon häufig erwähnten Ausgrabungen auf der altberühmten Königspfalz Werla bei Goslar, die unter der Leitung des Goslarer Baurats Dr. Becker erfolgen, führten unlängst zur Aufdeckung des Skeletts eines Hockermenschen, das zur Untersuchung dem Provinzialmuseum in Hannover übergeben wurde. Dieser Fund wurde nunmehr von dem Mitarbeiter des Museums Dr. Schroller untersucht, nach dessen Mitteilungen das hohe Alter des Skeletts schon aus dem Schichtbilde deutlich hervorgeht. Die genaue Zeitbestimmung des Skeletts erfolgte durch eine an sich sehr unscheinbare Beigabe, nämlich durch eine zwischen rechtem Arm und Brust gefundene beinerne sogenannte Krückennadel. Sie hat einen krückenartigen Kopf, dessen beide Enden in kleine Scheibchen aufgehen, eine Form, die nur in dänischen Steingräbern der jüngeren Steinzeit oder in gleichaltrigen schweizerischen Pfahlbauten vorkommt und in die Zeit um 2000 vor Christi gehört. Das Skelett soll noch einer sorgfältigen antropologischen Untersuchung unterzogen werden. Die Bedeutung des Fundes liegt darin, daß es sich um das erste auf niedersächsischem Boden systematisch geborgene Steinzeitskelett handelt. Gtter Spoel Dänemark Fußballelf geändert Gleich der deutschen Elf ist auch die dänische Mannschaft für den Länderkampf am Sonntag in Kovenhagen von einer Umstellung nicht verschont geblieben. Der Rechtsaußen Eigil Thielsen(Boldklubben 93) hat vom Verband eine Absage erhalten. Seinen Posten wird Christensen(KovenSvend Aage Johansen(Boldklubben 93). Henri hagen(Boldtklubben) einnehmen. Weiterhin werden auch die dänischen Ersatzleute bekannt. Es sind dies: Nielsen(Boldklubben 1903) und Vang Petersen (Kovenhagen, Boldklubben). Westfalens Amateure in Magdeburg Auf der Rückreise von Helsingfors wird die Auswahlstaffel des Gaues Westfalen, der so kampfstarke Boxer wie Murach. Schmedes, Blum und Kosut angehören. in Magdeburg Station machen. Die Westsalen treten dort gegen die Meistermannschaft von Punching Magdeburg an. urschinungerrunden Gesuß Für über 4000 Mark falsche Zwei-Mark-Stücke in Berlin Im rechten Augenblick Seit einigen Jahren wurde in Berlin und Umgebung eine besonders gemeingefährliche Fälschung von 2=Mark=Stücken beobachtet. Die Hersteller und Verbreiter gingen so geschickt und vorsichtig zu Werke, daß sie nie mit den Falschstücken angehalten wurden. Durch umfangreiche Ermittlungen kam das Landeskriminalvolizeiamt am Ende des vorigen Monats auf die Spur der Fälscherbande. Ihre Mitglieder wurden ständig beobachtet und verfolgt. Zu einem großen Schlage konnte ausgeholt werden, als das Haupt der Bande, der 45jährige Eduard Weirowski, vor einigen Tagen gerade einem seiner Vertreiber eine größere Menge falscher 2=Mark=Stücke übergeben wollte. Die weiteren Ermittlungen führten dann zur Festnahme der übrigen Mitglieder der Fälscherbande. Die Festgenommenen leugneten zunächst hartnäckig, mußten sich jedoch zu einem umfassenden Geständnis bequemen, als es gelungen war, durch tage= und nächtelange Ermittlungen die Fälscherwerkstatt festzustellen. Als Freitag nacht die Beamten unverhofft in die Wohnung des 50jährigen Wilhelm Beerbom im Südosten Berlins eindrangen, fanden sie eine ideal eingerichtete Fälscherwerkstatt, ausgerüstet mit den modernsten Hilfsmitteln. Insgesamt wurden noch 250 fertige Falschstücke vorgefunden. Weiter konnte festgestellt werden, daß von den Tätern im ganzen über 4000 Stück 2=Mark=Stücke angefertigt und in den Verkehr gebracht worden sind. Wirbelsturm in England Die Stadt Llanhilleth in der an Wales grenzenden englischen Grafschaft Monmouth erlebte am Donnerstag einen Sturm von außerordentlicher Heftigkeit, der ganz unerwartet losbrach und nach drei Minuten zu Ende war. Der plötzlich einsetzende Wirbelwind, der von wolkenbruchartigen Regengüssen begleitet war, warf Fußgänger zu Boden, zerriß Telephon= und Telegraphenleitungen, zerschlug Fensterscheiben und richtete großen Schaden an den Hausdächern an. Zwei Hausdächer stürzten ein, doch waren infolge eines merkwürdigen Zufalls die BewohFalschmünzergenossenschaft in Augsburg verhaftet Der Augsburger Polizei ist es gelungen, ein Falschmünzernest samt den Verbreitern des Falschgeldes auszuheben. In einem Augsburger Kaufhaus wurde ein gewisser Sebastian Scheffler in dem Augenblick ertappt und festgenommen, als er falsche 50=Pfennig=Stücke, von denen er eine große Zahl bei sich führte, in Zahlung zu geben versuchte. Scheffler machte zunächst geltend, daß er die Geldstücke auf der Landstraße gefunden habe. Umfangreiche Erhebungen ergaben aber, daß er sie von einem der Polizei bekannten Fälscher namens Johann Schlee aus Augsburg erhalten hatte. Schlee kommt als Hersteller in Frage, der Scheffler die falschen Geldstücke zum Vertrieb übergeben hatte. Schlee ist kein Neuling in der Falschmünzerei. Er hatte sich bereits im August 1932 mit der Herstellung und dem Vertrieb falscher 5=Mark=Stücke befaßt, wofür er ein Jahr acht Monate Gefängnis erhalten hatte. Bei der Festnahme des Schlee wurde auch eine Form vorgefunden, die erst in der Nacht vorher angesertigt worden war und zur Herstellung falscher 5=Mark=Stücke dienen sollte. Schlee und Scheffler wurden ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert, desgleichen ein weiterer Helfershelfer namens Alois Bader, der zuletzt in Rösingen wohnhaft gewesen war. Bader hat wie Scheffler das Falschgeld in den Verkehr gebracht. ner der obersten Stockwerke in beiden Fällen in Krankenhäusern, um dort liegende Angehörige zu besuchen. Ein sonderbarer Umstand war, daß der Sturmwind nur einige Teile der Stadt traf, während andere Stadtteile unberührt blieben. Die Einwohner behaupten, daß während des Unwetters ein kurzer Erdstoß zu verspüren war. Reichsminister Dr. Goebbels besuchte am Donnerstagnachmittag gänzlich unerwartet in seiner Eigenschaft als Berliner Gauleiter eine Reihe öffentlicher Einrichtungen der Reichshauptstadt. Die Mordsache Kahn— Auch Anton hübsche festgenommen Heute morgen 4¼ Uhr entschlief sanft unsere liebe, treusorgende Nlutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Wwe. Borta-Hobert. geb. Höhne im Alter von 66 jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Schwerte, Hagen, Unna, Bückeburg, Kainscht, den 4. Oktober 1934. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Okt. nachm. 2 Uhr vom evangl. Krankenhaus, aus statt. Einladung zu der am Sonntag, dem 7. Okt., ab 15½ Uhr in der großen evangl. Kirche und im„Reiche des Wassers“ stattfindenden Veranstaltung Kreisheimatbundes ladet die Ortsgruppe Schwerte ihre Alitglieder und alle übrigen Heimatfreunde herzlichst ein. 1968 Heimatverein Schwerte s Schulte, Wandhofen# Jeden Sonntag „ Ta. uninhafer Reichsbahn=Turnund Sportverein werte. Heute Samstag, abends 8 Uhr in der Gaststätte Kreinberg Versammlung mit Siegerehrung u. Filmvorführung. Mitglieder, Angehörige und Freunde sind herzlichst eingeladen. Der Vereinsführer. Bekanntmachung Anderung der Besuchszeiten im Evangelischen und Katholischen Krankenhaus. Ab Sonntag, den 7. d. 2. sind die Besuchszeiten in beiden Krankenhausern wie folgt abgeändert: Dienstags, Donnerstags und Sonntags von 1430—1630 Uhr(230—430 Uhr nachm.) Besuche zu anderen Zeiten sind nicht gestattet; bei Schwerkranken werden Ausnahmen nach vorheriger Genehmigung des leitenden Arztes erlaubt. Bei Angehörigen(Eheleuten), die tagsüber in Arbeit stehen, wird Dienstags und Donnerstags ein kurzer Besuch nach der Arbeit gestattet. Die Verwaltungen des Evangelischen und Kathol. Krankenhauses. Belanntmachung Hierdurch wird bekannt gegeben, daß die Wahl des Pfarrers für die 3. Pfarrstelle unserer Kirchengemeinde voraussichtlich am Montag, den 15. Oktober 1934 stattfindet. Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Schwerte. 1967 Hagemann, Pfarrer Ischias-, Gicht- und Rheumatismuskranken teile ich gern kostenfrei mit, wie ich vor jahren von meinem Ischiasund Rheumaleiden in ganz kurzer Zeit befreit wurde. Bastian, Rentier Stahnsdorf 129 Kreis Teltow, Bergstr. 9 B** Oarauf wurde immer Wert gelegt. Zwar wechseln die Moden mit den Zeiten, doch schätzte man stets gut angezogene Menschen MorgenNädchen nach Holzen gesucht. Zu erfragen in der Geschst. dieser Zeitung. 1956 Damenkleidung besitzt jenen Schick, der Voraussetzung der Kleidsamkeit ist. Elegant- doch nicht auffällig. Modern- doch nicht übertrieben Geka-Kleidung ist immer geschmackvoll Orisgruppe Schwerte. Sonntagmorgen 11 Uhr in den Lichtspielen zur Reichskrone Sondervorführung PORUN 6 Filmlänge 3000 m. Dazu Beiprogramm Karten im Vorverkauf(Geschäftsstelle der N. S. D. A. P.) 40 Pfennig, an der Kasse 50 Pfennig. 1963 Preub.-Suddeutsche Klasseniotterie Es ist höchste Zeit die Erneuerung der Lose für die 1. Ziehung vorzunehmen. Lose in allen Abschnitten sind noch zu haben. Buchhandlung C. Braus, Schwerte Ingenieurschule#uc Bauschule Eiektrotechnik. Maschinene BÖßes Sant enestone z liepe Automobilbau, Flugzeugbau, Helzungsbau. Kältetechnik, # Masch. Radlotechnilt Oetnall, Archltektur, Tiefbac.# im Eoerbeior- Staht Tonin Möbel ab Fabrik direkt an Privat, in bekannt bester Ausführung und Qualität liefert A. Gemmeke, Möbelfabrik, Steinheim i. Westf. Verlangen Sie unverbindlichst Angebet. Lleferung erlolgt krei Hlaus per Auto. Bremer Großrösterei bletet flelß. Herren u. 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Ein folgenschweres Brandunglück ereignete sich in der Nacht zum Freitag gegen 1,30 Uhr im Hause Kesselstraße 27½ in der im 4. Stockwerk gelegenen Wohnung der-Familie P. Aus noch nicht bekannter Ursache entstand ein Wohnungsbrand, der sich rasch und mit solcher Gewalt ausbreitete, daß auch zwei Menschen schwersten körperlichen Schaden davontrugen. Die Berufsfeuerwehr hatte volle zwei Stunden zu tun, um das Feuer zu löschen und den Brandherd auszuräumen. Die Ehefrau P. und ihr Sohn, die vom Feuer in ihren Betten überrascht wurden, trugen schwere Brandwunden davon. Sie mußten sofort ins Luisenhospital gebracht werden. Für die Frau besteht Lebensgefahr. Die ganze Wohnung der Familie P. wurde durch das Brandunglück vernichtet.— Wie weiter mitgeteilt wird, wurde die Familie P. mitten im Schlaf durch das Feuer überrascht, das wahrscheinlich in der Küche entstanden sein dürfte. Die Ehefrau P., die in einem an die Küche grenzenden, von den übrigen Wohnräumen durch die Küche aber abgetrennten Schlafzimmer schlief, erwachte in dem Augenblick, als aus der Küche ein dichter, mit züngelnden Flammen durchsetzter Qualm in ihr Schlafzimmer drang. Die Frau konnte nicht mehr über die Küche durch das Flammenmeer hindurch, um zu ihren in den vorderen Räumen schlafenden Angehörigen zu gelangen. Sie schrie laut um Hilfe, worauf einer ihrer Söhne erwachte. Aber auch der Sohn konnte nicht mehr durch die in hellen Flammen stehende Küche eilen, sondern konnte erst zu der bereits schwer verletzten Mutter durch ein zum Hof gelegenes Fenster ins Innere des inzwischen ebenfalls lichterloh brennenden gelang dann ebenfalls die Rettung der Frau P., die so schwere Brandverletzungen und eine Rauchvergiftung davongetragen hat, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Bis auf ganz wenige Wohnungseinrichtungsgegenstände st in der vierräumigen Wohnung alles verbrannt. Nahezu restlos vernichtet wurde die Kücheneinrichtung und die Schlafzimmereinrichtung der Mutter. Das Feuer hatte sich, ehe die Berufsfeuerwehr erschien, bereits bis zur Glastür und zum Flur der Wohnung durchgefressen, die, da sie mit der Küche in Verbindung standen, schweren Brandschaden davontrugen. Nur noch wenige Augenblicke hätte es gedauert, bis sich das Feuer zum Dachboden durchgearbeitet hätte und ein Großfeuer vorlag. Die Wehrleute, die am Brandplatz schwere Arbeit vorfanden, konnten nur mit Rauchmasken arbeiten. Gronau. Wieder große Schmuggelbeute. Im hiesigen Hauptzollamtsbezirke wurden in der letzten Zeit als Schmuggelgut beschlagnahmt: 914 Pfd. Tabakseinschnitt, 30 Pfd. Grobschnitt, 980 Zigaretten, 118 Zigarren, 842 Pfd. gebrannten Kassee, 382 Pfd. Rohkaffee, 40 Pfd. Tee, 114 Pfd. Getreide, 174 holl. Gulden, 4000 RM. bar, darunter 3600 RM. in Reiseschecks und 16 Pfd. sonstige Waren, ferner ein Motorrad und 15 Fahrräder, die zur Beförderung von Schmuggelgut benutzt worden waren, und überdies wurden noch 114 Strafverfahren gegen Schmuggler anhängig gemacht. Verantwortlicher Hauptschriftletter: Heinz Friedrich Kamecke, Schwerte=R. Verantwortlich für den gesamten Textreil: Heinz Friedrich Kamecke, Schwerte=R. Für den Anzeigenteil: Hans Linner, Schwerte=R. Schlafzimmers gelangen. Durch das Fenster D. A. IX./34. 1603. der Vorhang rauscht auf, und die Bühne erstrahlt im Scheinwerferlicht.— Dann beobachtet der Autor in seiner Toge mit klopfendem Herzen das Spiel auf der Bühne und die Aufnahme im Publikum. Wird seine Idee verstanden? Finden seine Worte den begeisterten Widerhall, den er sehnlich erwartet? Viel wird erzählt von der geheimnisvollen Spannung bei Theater=Erstaufführungen; jeder kann die bebende Erwartung des Dichters nachempfinden— aber wissen Sie, daß eine ebenso dramatische Szene vor sich geht, wenn Sie gleich dem Publikum im Zuschauerraum des Theaters mit kritischen Blicken den Anzeigenteil Ihrer Zeitung mustern? Da ist nämlich in den Fabriken und in den Büros wochenlang oder monatelang gearbeitet und ausgeprobt worden, wie man die Waren, die Artikel noch verbessern, noch preisgünstiger gestalten kann." Jetzt sind sie heraus, jetzt wird ihre Beschaffenheit durch Anzeigen ins helle Licht der Offentlichkeit gerückt. Hunderttausende sagen jetzt nein oder ja, und sie entscheiden damit nicht nur über Gewinn und Verlust, sondern auch über das Wohl und Wehe von vielen Angestellten und Arbeitern. Denken Sie daran, wenn Sie beim Anzeigenlesen Ihr Arteil über diese oder jene Ware fällen. Vergleichen Sie gründlich, damit„Ihr Arteil gerecht ist— zu Ihrem Vorteil, zu unser aller Vorteil! Denn jeder Käufer hilft nicht nur sich, nicht nur dem Einzelhändler und dem Hersteller der Ware, er hilft unserer gesamten deutschen Volkswirtschaft, deren Aufblühen unsere Zukunft bedeutet! Anzeigen sind die besten Helfer, sie sind marschierende Bataillone in jedem Werbefeldzug: Geschieits Cher So zart ist diese Geschichte, die das Leben einmal in guter Laune dichtete und sie mit vielen feinen Zügen ausschmückte, daß ihr Geschehen nur vom Munde erzählt werden durfte. Erzählt am Abend. von einem geschwungenen Frauenmunde, der zuweilen schweigt und nachsinnt und mit einer süßen Trauer lächelt. Und es müßte eine sanfte Wolke Licht im Raume schimmern, mit ein wenig tauendem, verschönendem Glanz in den Augen der Hörenden. Vielleicht wären entfaltete Hyazinthen im Zimmer wie eine unhörbare Musik von herbem Frühling und unweigerlichem Nur=einmal=Blühen, Zu=Ende=Blühen, dem dann der lange Schlaf folgt.— So zart ist diese Geschichte. Man kann ihr leicht die Schwingen zerbrechen und sie platt niederzwingen zu den tausend mal tausend Liebeserlebnissen. Luise, die ihre Eltern in einer französierenden Reigung Lulu riefen, war einziges Kind aus adliger Familie, in der Freiheit eines großen ostdeutschen Gutes aufgewachsen, und sechhn Jahre alt. Sie hatte keinen Lehrer mehr. Sie fuhr nur weimal in der Woche zur nächsten Stadt und nahm dort Musikund Malunterricht. Sie war klein und schmalkindlich. Leuchtende Blauaugen von überraschender Kraft und Tiefe des Anschauens waren das einzige Schöne an der noch unreifen Form Ihre Eliern sahen in ihr ein Kind, nichts als dies, und gängelten reichlich und liebevoll in ihrem Werden und Erleben herum.„ M M Eines Tages keyrte sie wieder mir dem Kutschwagen, der ihr immer bis zum Rande des Städtchens entgegenfuhr, nach Hause zurück. Im riesigen Speiseraum, der, düster und altritterlich, von braunem Schnitzgestühl umrandet, mit Silber und Hirschgeweihen geschmückt war, lag noch kein Hauch des Maiabends, der sie so aufregend beglückt hatte. Es brannten die elektrischen Lampen, der Tisch wartete gedeckt, der Kamin war geheizt. Lulu machte naserümpfend kehrt und sprang in den Garten, wo sie von den Leuten ein paar erste Maiglöckchen für sich ausbat. Mit ihnen schmückte sie ihr Kleid. Bei der Abendmahlzeit saß Lulu mit den Eltern allein. Der Vater schickte einen neckenden Blick zu dem Sträußchen herüber, strich behaglich über den ergrauenden Schnurrbart. „Neues in der Stadt?“ fragte er. „O nein“, sagte Lulu singend. Sie lächelte dem Ton nach. Sie wiederholte den gleichen Klang:„Oder doch!“ Die Mutter bewegte mahnend den Kopf. „Ich habe heute— ich habe heute“, sang Lulu silbern. Ihre Sternaugen strahlten auf. Sie sah an den Eltern vorbei in das Dunkel des Raumes. Dann schloß sie die Lider, legte die Hand davor und murmelte: meinen Mann gesehen!" Und nun flammte ihr Gesichtchen, als es sich dem Teller wieder zubenigte. Die Eltern riefen zweistimmig— Lachen des Vaters, Entrüstung der Mutter—:„Deinen Mann?!“ „Ach ja! Meinen künftigen Mann!“ Sie machte dazu noch eine Miene, wie: Könnte ich die Worte doch zurückrufen! Ihr werdet wissen wollen, was ich selbst nicht weiß „Das ist ja sehr interessant!“ ging nun der Vater vor; zuerst noch sehr behaglich im Ton und ohne die Mahlzeit zu unterbrechen.„Darf man erfahren, wer das denn ist?“ ich kenne ihn doch nicht. Er ist auf der Straße an mir igegangen, und wir haben uns angesehen.“ „Und...?!“ rief die Mutter. Lulu sah sehr erstaunt auf, Verwirrung in der Tiefe ihrer Augen. „Und nichts weiter.“ Dies war den Eltern nicht genug an Erklärung. Sie lebten festgestemmt im Diesseitigen, sie waren zu lange fern von jedem Traum. Sie konnten noch erfahren, daß er ihr zum ersten Male begegnet sei; er wäre auch schon gar nicht mehr jung.„Als wenn er bald dreißig Jahre alt ist“, fügte sie mit einem Seufzerstimmchen hinzu. Die Mutter bohrte weiter: „Das klingt alles nach deiner heillosen Unlogik, Lulu. Er hai dir gefallen, scheint es. Und du hast ihn offen angestarrt, wie du immer die Menschen anstarrst. Das macht Männern Vergnugen, mit einem ungezogenen Blick zu erwidern. Aber solch ein Blick ist nichts weniger als eine Heiratserklärung. Luln faßte es an, wie ein Kälterwerden im Raum. Sie mußte sich schützen, nahm die Maiglöckchen vor das Gesicht. „Es war ganz anders. Er wird mein Mann, das weiß ich", beharrte sie ohne Erregung. Nur ihre glückliche Heiterkeit war verweht. Vielleicht regte sich im Vater ein Erinnern an die Seele in der Frühe des Lebens. Spielt sie nicht noch lange in Kinderweise dahin und verwandelt die harten Zugriemen des Daseins zu Schwalbenflügeln? Mit einer Wendung schloß er das Gespräch, es zu jenen Gebilden hinverweisend, die nicht ernst für reise Menschen sind. Es wurde dann bald vergessen. Der Sommer ging ins Land. Lulu weckte mit keinem Hauch die Vision des Frühlingsabends wieder auf. Sie trug ohne ütterung, ohne Wanken ihres ersten Gefühls die heiterste in sich, daß ihr weibliches Geschick schon bestimmt sei. Diesen Mann hatte sie nur einmal wiedergetroffen. Er ging mit einer Dame und sah zerstreut an ihr vorbei. Seine n waren blau, sein Mund hübsch, mehr behielt sie nicht. Sie schuf kein Idol in der Zauberwerkstatt ihres Herzens, sie dachte, träumte, sehnsüchtelte nicht umher. Die Quelle ihres Seins blieb klar und springend. Die Eliern schickten sie in eine Schweizer Pension. Ein Jahr verrann, sie wurde weltsicherer und freier. Als sie zurückkehrte, kam sie in Gesellschaften auf Nachbargüter und in die Stadt. Das Bild des Erwählten regte sich leise, wurde niemals schmerzhaft, als er ihr nirgend begegnete. Nur als die Eliern einmal vorsichtig antasteten, daß ein Jemand ihnen wohl als Schwiegersohn zusagen würde, und als dieser Jemand sich öfter zu Besuch einfand, wehrte sie ab: „Ihr wißt es doch, daß mein künftiger Mann schon da ist!“ Und sah sich vor tief erschrockenen Gesichtern. Fast zwei Jahre hatten diese Idee nicht getötet! Lulu spürte bei dem Schrecken der Ihren, daß es Zeit sei, sich zu regen. Sie fuhr zu vorgeschobenen Erledigungen in die Stadt, die aufgenötigte Begleitung unterwegs absetzend. Sie ging zur alten Stunde sehr langsam durch jene Straße, die vor dem Amtsgericht entlang führte und dann einen Halbbogen schlug. In der Straße befanden sich Menschen, und sie war doch teer. Sie legte wenige Tage darauf ihr Ziel um eine Stunde früher. Sie ging bis vor das rote Gerichtsgebäude und ließ die Heraustretenden helläugig an sich vorbei. Von Elsa Maria Bud Und auch hier war kein Wehen tiefer Unruhe in ihr; das Warten machte Vergnügen. Bekannte— und war nicht in der Kleinstadt mit ihren engen Gesetzen alles bekannt?— sie durfen lustig mit Märchen abgefunden werden. Fast hätte sie bei inem solchen Gespräch den Augenblick der Erfüllung versäumt. Er kam die Stufen des Gerichtsgebäudes herab, scharf auf sie zu. Es war noch im Schließen seines Mantels eine Bewegung, als wehe ein Talar um ihn. Ein älterer Herr war Begleiter, der sie lächelnd grüßte. Nun grüßte auch er— seine schönen Augen schimmerten vorüber. Lulu holte tief Luft und lief träumend ein Stückchen nach, bis eine Biegung die Gestalten fortnahm. Etwas sagte tief und klingend in ihr: Mein Mann...! Eine Spanne sah sie sich vorgerückt. Der nachste Tag schon brachte ihr Gutes. Das Leben spielte rasch, wie es gern tut, die zweite Glückskarte hin und erfüllte, was sie hoffte: Ihm in Gesellschaft zu begegnen. Er wurde ihren Eltern als Assessor vorgestellt. Er machte auch vor ihr die höflichste und kälteste Verbeugung der Form. Hielt sich sodann in gänzlicher Entfernung zu einem anderen Kreise, in dem er mit wohllautender Stimme den Erzähler abgab. War es dennoch einmal, daß seine Blicke hinüberschweiften zu dem sehr jungen Mädchen, dessen Gesicht nur Augen waren — Waltraudenaugen voll edlem Frauenmaß, unter dem heiße Trauer hinraunte?... Intermen: sAe Lulu verlangte bald nach Heimfahrt. Unterwegs gestund sie dem Vater, während die Mutter in der Kutschecke schlief, daß „ihr Mann“ dieser Assessor Bühlow sei. Aber er käme ihr noch nicht so nahe, wie sie ihm. Der Vater lauschte in den wunderlichen Gang dieses Mädchenherzens hinein; wie war es stark und fein und fremd zugleich! Die Hand des Kindes an seine Lippen nehmend, bat er mit ganzem Gefühl, sich dieses Traumes, der bald ein Alptraum sein würde, zu erwehren.„Assessor Bühlow ist mir im Zusammenhang mit einer jungen Dame genannt worden, zu der er im Alter richtig paßt. Und du bist doch ein Kind für ihn!“ „Ach, Vater! Du weißt ja— ich kann es nicht ändern. Es muß nun gewartet werden. Aber er heiratet niemand sonst— als mich...“ Vor dieser festen Idee mußten auch künftig alle Versuche, Vernunftpredigten, Spötteleien der Eltern sich als geschlagen bekennen. Unberührbar sicher, heiter, fest und freundlich hatte sie stets dieselbe Erwiderung: „Aber mein Mann ist ja gewählt!“ Es lag nahe, daß die Sorge der Eltern öfter nach dem so eigenartig Erkorenen Ausschau hielt. Der Mann war nicht zu tadeln, einzig in dem, daß er einen Besuch in ihrem Hause peinlich vermied, auf Einladungen mit gut beglaubigten Gründen absagte.„.P67946x 6.5 Lulu verhielt sich nin und unangleifdar, fahr wenig zur Stadt, war immer in Obhut. Sie hatte ihr Arbeitsteil, das sie fröhlich verrichtete; sie tanzte auf Sommerfesten am Meer, war zu jeder allgemeinen Freude junger Menschen in voller Lebendigkeit bereit. 2 Wie geheim hielt sie das Warten ihtes Herzens, wie tief verwahrt blieb der Hoffensmut, daß kein Darben ihn schmälerte! Drei Jahre waren seit jener ersten Begegnung verronnen, und„ihr Mann“ hatte noch nicht einen Satz zu ihr gesprochen! Von einer Hochzeitsfestlichkeit kamen die Eltern mit starkem Geschütz nach Hause, das den eigensinnigen Mädchenkopf besiegen sollte: Assessor Bühlow hatte sich verlobt! „Wie meint ihr das?“ Lulu stand großäugig im Zimmer— wie der Vater fand: nun sehr schön geworden— schön und rein und reif. Er wurde rot bis in den starken Hals hinunter, und wies brummend die Angelegenheit seiner Frau zu: „Mutter hat's gesehen!“ „Ich habe nur gesehen, daß er mit seiner Dame recht zärtlich auf dem Sofa— du weißt schon, im kleinen Zimmer!— saß und sich um die Gesellschaft nicht gekümmert hat. Und es ist so gut wie abgemacht, daß es eine Verlobung wird— bei allen.“ Was tat Lulu?— Sie scharrte einen Augenblick nachdenklich mit dem Fuß auf dem Teppichgrunde— einen Augenblick. Dann hob sie mit gespreizten Fingern ihr helles Hauskleid. knixte ein paar Menuettschritte und sang spitzbübisch: „Mein lieber Mann, mein lieber Mann, Was tust du uns für Kummer an?!“ Damit legte sie das schwere Geschütz lahm. Kein Wort fiel mehr. Als sie hinausgetänzelt war, schlug ihre Mutter verzweifelt die Hände an die Schläfen: „Der Mensch hat sie behext! Es ist eine richtige Wahnidee!“ Der Vater, der des vergeblichen Hirneinrennens müde war, und der seine Tochter mit tiefer Bewunderung liebte, erwiderte gereizt: „Kein Wort mehr darüber! Nicht zu ihr und nicht von ihm! Ich bin kein Folterknecht! Mag es werden, was es will!“ Er irrte sich in dem einen: Lulu fühlte sich nicht gefoltert. Als sie die Treppe zu ihrem Zimmer hinausstieg, schwamm wohl ein Tränenschleier über den Sonnenschwall des Fensters hin. Nur saugten die Tränen nicht das Herz brennend in den Hals; sie wuschen eine kleine Trübung weg und waren kaum spürbar. Lulu klappte ihren Biedermeierschreibtisch auf und trug in ein Lederbüchlein, das sie aufschloß, langsam ein paar Worte ein: Fändest mich wohl an der Tür, Kämst du einmal sacht. Schmückte schon die Schwelle dir.. Tritt aufs Herz nicht! Habe acht! Se Neuja sohr: schnell ging das Jahr auf war unter den Besuchern, die mit Kutschen die Rund1 befreundeten Familien machten, auch der Assessor. JunE WEIObe Er betrat zum ersten Male das Haus, saß im Salon, die Lederhandschuhe gefaltet in der Hand und ließ das Gespräch zu seinen Berufsaussichten hingleiten. Lulu wiegte sich im Schaukelstuhl ihm gegenüber und sah sich„ihren Mann“ an. Sie wiegte auch weiter, als er von wahrscheinlich baldiger Versetzung redete. Er stand, als es sich tun ließ, auf. und hielt sie in der Stuhlwippe fest, als sie nach hinten lag. „Sie lachen, Fräulein Lulu?! Lachen Sie mich aus?“ Sein Blick war wie ein schneller Blitz, der ihr Tiefen aufzureißen schien. Und ihre Antwort nicht abwartend, ließ er den Stuhl los und wandte sich ins Zimmer zurück: „Sie ist so jung. Sie darf mich auslachen...“ Die Worte wurden von Lulu als ein Fechtkunststück empfunden, mit dem er die gehemmte Lage ändern wollte. Sie wog diesen Worten in der Erinnerung nichts zu als den Blick, dessen rätselvollen Ausdruck sie in sich eingezeichnet trug. Abends vor dem Einschlafen löste sie das Abbild von ihm aus Herzenstiefe und stellte es bei geschlossenen Lidern vor sich hin. So war der Blick gewesen— nein, weicher— nein, stählern=biegsam. Sie warf unzählige Abstufungen an Ausdruck in die Flut, auf der doch nichts trieb als ihr schwer=leichtes Herz mit seiner Schickung. Wenige Male sah sie ihn noch, tanzte auch mit ihm. Er sagte ihr etwas über ihre Grazie. Es war das bequeme Wort, das alle sprachen, und sie konnte es nicht zu den heimlichen Schätzen legen. Sie nahm dafür einen Handdruck, ein kurzes, zärtliches, wie unabsichtliches Spiel der Finger mit zu ihren Träumen. Danach blieb er unsichtbar. Es ging aufs neue Frühjahr zu. Die große Arbeit auf den Gütern hob an. Lulu war tatig und freundlich, vielleicht auch heiter. Einzig der Vater bestritt es. Er meinte einen anderen Ton in ihr zu hören. Lulu wußte selbst nichts als eine leise Unruhe und einen stillen Aufbruch h. Wohin? Aufbruch ohne Ziel?— Sie klagte„ihrem Mann“ ins Buchelchen, daß die Welt voll Ruf sei, nie mehr könnte sie tief schlafen. Mond und Wiese und Teich rufe, die Narzissenbeete riefen und das Klavier und der dumme Schaukelstuhl... An einem dieser Abende hörte sie einen Wagen in den Hof rollen. Die Mutter war erkrankt, der Vater über Land. Aber ihr Herz sprang an und wußte, stürmisch der Minute vorausrennend, sein ganzes Schicksal. Die Glocke schlug an und sie lief selbst hin, denn Fräulein und Köchin waren zu wichtigen Besorgungen in die Stadt gefahren. Afsessor Bühlow stand im Gummimantel draußen und schüttelte den Regen von sich ab. Sie sagte etwas von der Verhinderung, ihn zu empfangen. „Ich will Sie selbst nur wenige Minuten sprechen, Fräulein Lulu...“ Sie führte ihn herein und war reglos wie eine kleine ägyptische Königin. Er nahm ihre Hand, vorsichtig, sehr vorsichtig in die seine. „Ich habe meine Ernennung zum Amtsrichter nach Rastenburg bekommen. Ich will Sie heute fragen, ob Ihnen dieser Platz recht ist, liebe Lulu.“ So warb er. Und so versteckt war der schwingende Ton seiner Liebe, daß selbst ihr hellhöriges Ohr sie nicht glauben wollte. Daß sie, seinem erregten Gesicht nahe, Auge in Auge nun erlösend nahe, noch mit einer letzten Anstrengung zum Scherz fragen konnte: „Bin ich denn auch zu etwas in Rastenburg ernannt?“ Aber die Antwort wurde nicht mehr gesprochen. Sie wurde von Lippe zu Lippe gegeben, und die Hände segneten sich, die Körper flammten zusammen im Rausch der Beglückung. Viel später, als junge Frau, fragte ihn Lulu nach dem Beginn seiner Neigung. Ob er das wohl wüßte.— Er wüßte es allzu genau, sagte er, sich selbst belächelnd. „Es ist so merkwürdig, Lulu. Du warst noch ein halbes Kind — und ich kannte dich nicht. Da sah ich dich auf der Straße gehen. Es wurde mir unvergeßlich...“ „Mehr als vier Jahre ist es her“, ergänzte Lulu. Sie wunderte sich nicht. „Du weißt es?“ fragte er erstaunt.„Ich kam mir ziemlich närrisch vor. Da war der Altersunterschied. Ich vermied es möglichst, dir näherzukommen. Aber alle Vernunft half doch nichts...“ Da holte Lulu das Lederbüchlein und gab es ihm in die Hände. Scham überwältigte sie dabei und sie floh in ihr Zimmer zurück. Dort blieb sie am leeren Tisch sitzen und ihr Gedächtnis las mit ihm— Zeile um Zeile. Ihr Warten und ihr stilles Wissen, ihre Treue und Unbeirrtheit und Sehnsucht— ihr ganzes Werden für ihn— ihren Mann. SiEe Oessessoser. us.=Eigenheimsiedlung für alte Kämpfer Osnabrück. An der Landstraße nach Georgsmarienhütte wächst das Siedlungswerk„National= sozialistische Eigenheimsiedlung Gut Wulften für alte Kämpfer“ heran. Bei der feierlichen Grundsteinlegung legte Kreisabteilungsleiter Renzenbrink die Siedlungsziele der NSDAP dar. Glückwünsche überbrachten Kreisleiter Münzer und Vermessungsdirektor Peters. Regierungspräsident Eggers nahm anschließend die Grundsteinlegung vor unter der Devise„Eine Siedlung Deinem Kinde, auf daß es leuchtende Zukunft finde". Die Siedlung soll insgesamt 51 Häuser umfassen, 40 davon sind bereits in Angriff genommen. Die Siedler sind durchweg alte Kämpfer aus den Reihen der RSDAP. Opfer seines Berufs Osnabrück. Im Steinbruch Niewedde bei Venne war der Schießmeister damit beschäftigt, eine alte Sprengladung, die sich nicht entzündet hatte, neu anzubohren. Als er etwa 10 Zentimeter tief gebohrt hatte, stieß er offenbar auf die alte Sprengladung, die wohl infolge der durch das Bohren hervorgerufenen Hitze plötzlich explodierte und den Schießmeister auf der Stelle tötete. Den Radfahrern zur Warnung Münster. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Wolbecker Chaussee. Ein Radfahrer, der offenbar zur Arbeitsstätte fahren wollte, wurde von einem aus der Richtung Albersloh kommenden Lieferauto überfahren. Der Lenker des Autos, der eine Kurve geschnitten hatte, hatte dabei offenbar den Radfahrer, dessen Rad weder mit einem Rückstrahler noch mit einer Laterne ausgerüstet war, nicht bemerkt. Der Radfahrer wurde getötet. Die Freunde germanischer Vorgeschichte tagen in Detmold Detmold. Am Sonnabend und Sonntag findet in Detmold die diesjährige Hauptversammlung der Freunde germanischer Vorgeschichte statt. Es ist eine Besichtigung der Externsteine unter Führung der mit den Grabungs= und Untersuchungsarbeiten beauftragten Fachwissenschaftler vorgesehen. Den Teilnehmern sollen die Pläne der Neugestaltung der Umgebung der Felsen erstmalig zugänglich gemacht werden. Die Reichsautobahn Ruhrgebiet—Hannover Detmold. Die Landesregierung hat nach einer amtlichen Mitteilung der Obersten Bauleitung der Reichsautobahn in Hannover die Genehmigung erteilt, die erforderlichen Vorarbeiten für den Bau der Reichsautobahn vom Ruhrgebiet nach Hannover für die lippische Strecke in den Gemarkungen Unterwüsten, Bad Salzuflen, Biemsen und Lockhausen vorzunehmen. Billige Jahrräder— aber gestohlen Bielefeld. Seit geraumer Zeit machte man die Wahrnehmung, daß Fertigfabrikate einer Bielefelder Fahrradfabrik außerhalb Bielefelds zu unwahrscheinlich niedrigen Preisen verkauft wurden. Der Verdacht, daß diese Fahrradteile gestohlen seien, hat sich jetzt bestätigt. Ein Packer der betreffenden Fabrik wurde gestellt, als er gerade widerrechtlich erworbene Fahrradteile aus dem Werke herausschaffen wollte. Die weiteren Ermittlungen führten zu zahlreichen Beschlagnahmungen und zur Verhaftung von fünf Personen. Wassermangel in Bielefeld 30 Prozent Einsparung notwendig Bielefeld. Wie der Oberbürgermeister mitteilt, ist in Bielefeld infolge der anhaltenden Niederschlagsarmut der Grundwasserspiegel weiter gesunken, sodaß das Wasserwerk nur unter Inanspruchnahme der äußersten Förderleistungen der Pumpen den bisherigen Wasserbedarf decken konnte. Die Benutzung der Wassermotoren sowie das Spülen und Sprengen mit Schläuchen oder Beregnungsapparaten ist nach wie vor verboten. Es wird als Pflicht jedes Wasserabnehmers bezeichnet, die Einsparung von 30% gegen das Vorjahr einzuhalten, damit auch für die nächste Zeit der für Haushalt, Gewerbe und Industrie erforderliche Wasserbedarf sichergestellt bleibt. Bienenzuchtlehrgang für die westsätischen Bauern und Imker Bochum. In Bochum wurde ein BienenzuchtSonderlehrgang eröffnet, den die Landwirtschaftsschule Bochum auf Veranlassung der Landesbauernschaft Westfalen und des westfälischen Imker=Verbandes veranstaltet und an dem eine große Zahl Jungbauern, Jungbäuerinnen und Imker teilnimmt. Landwirtschaftslehrer Schreyer legte in seiner Eröffnungsansprache die Aufgaben und Ziele dieses erstmalig veranstalteten Lehrganges dar, der vor allem den Landwirten praktische Anregungen geben soll für eine planmäßig zu betreibende Bienenzucht. Ein Lichtbildervortrag des Beauftragten der Landesbauernschaft Westfalen, Tisken=Bochum, ließ die volkswirtschaftliche Bedeutung der Bienenzucht erkennen, die in der Landwirtschaft Westfalens in den beiden letzten Jahren erhebliche FortMerrstenter Postgeibraus der Gericht k####ächtigte sich der1de Geld j. Ae'':in eines moitoron Genossen Aachen. Starke Erregung bemächtigre sich der Bevölkerung des Wurmkohlenreviers, die im Sommer 1932 dauernd von Einbrüchen und Raubüberfällen heimgesucht worden war, als am 27. Oktober 1932 zwei jugendliche Räuber am hellichten Tage die Merksteiner Postagentur ausplünderten. Die Täter hatten beobachtet, daß eine Kiste mit Geld in der Agentur lagerte und drangen nun morgens kurz vor 9 Uhr mit dem Ruf:„Hände hoch!" und mit vorgehaltenen Schußwaffen in den Postraum ein, wo sie dem Beamten und einer anwesenden Frau Pfeffer in die Augen warfen und sich dann mit der Kiste aus dem Staube machten. Während der eine der Täter auf der Straße die Kiste auf seinem Fahrrad befestigte, hielt der andere mit seiner Waffe die Leute in Schach. Dann schwang er sich auf sein Rad und machte sich mit seinem Komplizen und der geraubten Kiste, die 2300 Mark enthielt, davon. In einem etwa 5 Kilometer entfernten Wäldchen bei der Grube Nordstern wurde oas Geld im Beisein eines weiteren Genossen 885885#. gel den der aobrcheig Einer der beiden Räuber, der 22jahrige Abramait aus Kohlscheid, ist bereits vor einiger Zeit zu 3½ Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der zweite, der erwerbslose Masson, und zwei fer, Staßjohann und Lokitek, standen jetzt vor den Schranken der Großen Strafkammer in Aachen. Alle drei sind erst 22 Jahre alt und mit Ausnahme des Lokitek bisher unbestraft. Außer Masson, der seine Beteiligung an dem Raub offen zugibt, bestreiten die Angeklagten die ihnen vorgeworfene Tat. Die Beweisaufnahme ergab aber einwandfrei die Mittäterschaft des Staßjohann, während bei Lokitek nur Hehlerei in Frage kam. Das Urteil lautete bei Masson wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes auf 3½ Jahre Gefängnis, bei Staßjohann wegen gemeinsamen schweren Raubes auf 2 Jahre und bei Lokitek wegen Hehlerei auf 1½ Jahre Gefängnis. Dur Hhorierpreblemnderdrr Siemrohle Bau der ersten Groß-Hydrierungsanlage in Scholven Neueinteilung der Gauinspektion Westsaten-Koro Münster. Im Verlaufe der Durchorganksation des Gaugebietes nach den Richtlinien der Obersten Leitung der PO tritt folgende Neueinteilung der Gauinspektion des Gaues WestfalenNord in Kraft: Gauinspektion III: Gauinspekteur: Pg. Kolbow, Münster i. W.— Kreise: Münster Stadt und Land, Steinfurt. Gauinspektion VIII: Gauinspekteur: Pg. Gerdes, Warendorf.— Kreise: Warendorf, Beckum, Tecklenburg. Gauinspektion II: Gauinspekteur: Pg. Barthel, Lüdinghausen.— Kreise: Coesfeld, Ahaus, Borken, Recklinghausen=Land. Die Kreisleitung Steinfurt#bernimmt Kreisleiter Pg. Tölle(bisher M. uster=Stadt). Die Kreisleitung Münster=Stadt übernimmt Gaupropagandaleiter Pg. Schmidt, Münster. Heil Hitler! gez.: Dr. Alfred Meyer, Gauleiter. Im Gegensatz zu der jetzt in Gang kommenden Gemeinschaftsaktion der Braunkohlenindustrie für die Benzinhydrierung ist die gleiche Frage für die Steinkohle noch ungeklärt. Die Anfang d. I. bereits ziemlich weit gediehenen Verhandlungen zwischen dem Ruhrbergbau und der I. G. Farbenindustrie als Lizenzgeberin haben, wie die „Frankfurter Zeitung" berichtet, zu keinem Vertragsabschluß geführt, weil die bis dahin vorliegenden Laboratoriumserfahrungen der I. G. Farben offenbar nicht genügten, um die ihr von den Ruhrzechen abverlangte Garantie für die Selbstkostenkalkulation der geplanten Großanlage abzugeben. Man sprach damals bekanntlich von einem Selbstkostenpreise von 22 Pfg. für das Hydrierbenzin, der allerdings unter Umständen auch überschritten werden könnte. Die von beiden Seiten versuchte Einschaltung einer staatlichen Garantie hat sich ebenfalls nicht durchführen lassen. Zurzeit ist auf dem Werk Oppau der I. G. Farben eine Großanlage mit einer Jahreserzeugung von mehreren tausend Tonnen Benzin im Bau, von deren späteren Arbeiten das Zustandekommen eines Generalvertrages zwischen Ruhrbergbau und I. G. Farben abhängen dürfte. Die große Versuchsanlage in Oppau wird nach dem durch neue Patente der I. G. Farben verbesserten Bergius=Verfahren arbeiten. Bei einem befriedigenden Verlauf dieser Versuche wird voraussichtlich die erste Großanlage im Anschluß an die synthetische Stickstoffabrik der Staatszechen in Scholven errichtet. Daneben baut auch die Ruhrchemie AG., die etwa 80% der Ruhrzechen umfassende Stickstoffgesellschaft, eine Versuchsanlage mit einer Jahreserzeugung von 1000 To. Hydrierbenzin, die nach einem neuen Verfahren von Geheimrat Fischer vom Kohlenforschungsinstitut in Mülheim=Ruhr arbeiten soll. Bei diesem Verfahren ist die Ausgangsbasis Kokswassergas, dessen Verwendung im großen einen Abbau der erheblichen Koksbestände auf den Ruhrzechen(zurzeit 4,75 Millionen Tonnen) erleichtern könnte. Diese Versuchsanlage kommt voraussichtlich Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres in Gang. Nach den allerdings nur in kleinerem Maßstabe durchgeführten Laboratoriumsversuchen wird dieses Verfahren auch nach der wirtschaftlichen Seite hin als aussichtsreich angesehen, weil es ohne Druck arbeitet, mithin die bei anderen Verfahren stark verteuernden Druckapparaturen fortfallen. Die Entscheidung über das für etwaige Großanlagen zur Benzinhydrierung aus der Steinkohle anzuwendende Verfahren dürfte demnach erst in einiger Zeit fallen. schritte gemacht hat. Man vernahm, daß in Deutschland jährlich 400000 Zentner Honig verbraucht werden, von denen rund 115000 Zentner aus dem Auslande eingeführt werden. Der Reichsnährstand beabsichtigt nun, auch auf diesem Gebiete die Selbstversorgung zur Durchführung zu bringen und damit der heimischen Imkerei in ihrer Arbeit eine breitere Grundlage zu geben. Vor allem will man die gesamte deutsche Landwirtschaft für die Ziele der ImkerBewegung gewinnen. Nach dem Vortrage fuhren die Kursusteilnehmer nach Havkenscheid, wo sie auf dem Bauerngehöft Sudhof den dortigen Bienenstand besichtigten. Hier wurden auch die aus dem Vortrage sich ergebenden praktischen Fragen der Bienenhaltung besprochen. Einbrecherbande vor Gericht Essen. Die Essener Große Strafkammer verurteilte den 24jährigen Wilhelm Lochthofe wegen schweren Diebstahls in sechs Fällen zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, den 43 Jahre alten Kurt Jost wegen schweren Rückfalldiebstahls in zwei Fällen ebenfalls zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, den 29jährigen Otto Buchmüller wegen Rückfalldiebstahls in einem Falle zu 1 Jahr Gefängnis, den gleichaltrigen Erich Kalinowski wegen schweren Rückfalldiebstahls in elf Fällen und eines versuchten Diebstahls zu 2 Jahren sechs Monaten Gefängnis, den 39jährigen Leo Slezak wegen schweren Diebstahls in sechs Fällen und eines versuchten Diebstahls zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis. Die gleichfalls angeklagten Johann Kommer und Witwe Zilian, die der Hehlerei beschuldigt waren, wurden auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 7. August 1934 amnestiert. Der Staatsanwalt hatte gegen Lochthofe 2 Jahre 6 Monate Gefängnis, gegen Jost 2 Jahre Gefängnis, gegen Buchmüller 1 Jahr 6 Monate, gegen Kalinowski 3 Jahre 6 Monate Zuchthaus, gegen Slezak 2 Jahre Gefängnis, gegen Kommer 10 Monate Gefängnis und gegen Zilian 1 Jahr Zuchthaus beantragt. Die Angeklagten haben in den Jahren 1932=33 in der Essener Gegend insgesamt elf Einbrüche verübt. In der Hauptsache brachen sie in Hühnerfarmen und in Lebensmittelgeschäfte ein und erbeuteten zum Teil erhebliche Werte. Das Gericht hielt bei allen Angeklagten mildernde Umstände für angebracht, auch für den Hauptangeklagten Kalinowski, der zweifellos der Anführer dieser Bande war. Die Angeklagten waren durchweg geständig und nahmen das milde Urtei! sofort an. Gasentzündung im Badezimmer Eine Frau getötet Velbert. Durch Unvorsichtigkeit kam eine Bewohnerin der Herzogstraße zu Tode. Die Frau, die in ihrem Badezimmer den Gashahn des Badeofens geöffnet und dabei die Streichhölzer mitzunehmen vergessen hatte, eilte in die Küche, um die Zündhölzer zu holen. Als sie in das Badezimmer zurückgekehrt war, steckte sie ein Streichholz in Brand. Es entstand eine Entzündung des sich bereits angesammelten Gases, die den Tod der Frau zur Folge hatte. Ehemann verunglückt, Frau stirbt Duisburg. Ein tragischer Unglücksfall ereignete sich auf dem Stadiongelände des Meidericher Spielvereins. Als der Steiger M. Seeger die Toilette aufsuchen wollte, stürzte er in eine aufgeworfene Erdgrube, wobei er Rippenbrüche und andere Verletzungen erlitt. Die hinzugerufene Ehefrau erlitt vor Schreck einen Ohnmachtsanfall. Man schaffte sie in ihre Wohnung, wo sie kurz darauf einem Herzschlag erlag. Landeshauptmann Haake übergibt drei mustergültige Jugendherbergen Düsseldorf. In diesen Tagen übergab der Landeshauptmann der Rheinprovinz an den Gau Rheinland im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen drei mustergültige Herbergen, die Jugendherbergen Adenau, Darscheid und Burg Stahleck bei Bacharach, die bisher nur in der Verwaltung des Gaues standen, als dessen Eigentum. Daneben ist durch eine hochherzige Spende von 10000 RM. die Voraussetzung geschaffen worden, Burg Stahleck zur größten deutschen Jugendburg auszubauen. Unter Wahrung der historischen und architektonischen Gegebenheiten der Ruine soll nunmehr der große Pallas zu einem Rittersaal als Tagesraum nach alten noch vorhandenen Plänen hergestellt und im darüberliegenden Dachgeschoß sollen Schlafräume eingeräumt werden. Mit diesem Ausbau erhält das Rheinland die größte deutsche Jugendburg, die ein Wahrzeichen ihrer Umgebung sein wird. Der Rheinischen Provinzialverwaltung und ihrem verdienten Landeshauptmann Haake aber wird die wandernde Jugend stets für die ihr erwiesene Verbundenheit dankbar sein. Dieser Dank gebührt ebenso dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz, dessen Vorsitz Oberlandesgerichtspräsident i. N. Dr. Schollen führt. der als bisheriger Grundstückseigentümer sich bereit erklärte, seine Rechte an die deutsche Jugend abzutreten. Opfer der Ein Toter, zwei Verletzte bei einem Verkehrsunglück Köln. Ein folgenschweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Deutz=Mülheimer Straße. Ein mit mehreren Bauarbeitern besetzter Lastkraftwagen wollte in dem Augenblick zwei vor ihm fahrende Lastkraftwagen überholen, als aus entgegengesetzter Richtung ein Straßenbahnzug herannahte. Dabei streifte der Kraftwagen den Straßenbahnzug. Drei auf dem Wagen sitzende Bauarbeiter trugen so erhebliche Verletzungen davon, daß sie dem Krankenhaus zugeführt werden mußten, wo einer von ihnen kurz nach der Einlieferung starb. Von den übrigen beiden Verletzten ist inzwischen einer wieder nach Hause entlassen worden. Der Zustand des anderen gibt im Augenblick zu keinen Bedenken Anlaß. Dem Führer des Lastkraftwagens, der es unbedingt hätte vermeiden müssen, beim Herannahen der Straßenbahn die anderen Kraftwagen zu überholen, wurde der Führerschein entzogen. Die Straßenbahn wurde beschädigt, doch kamen die Fahrgäste mit dem Schrecken davon. Römergrab entdeckt Köln. Bei Ausschachtungsarbeiten am Bahnhof Bonntor stieß man plötzlich auf ein Römergrab, das aus gebrannten Ziegelsteinplatten bestand. In dem Grab fand man noch gut erhaltene menschliche Ueberreste, ferner Scherben von einem Glasgefäß. Nach den Feststellungen dürfte das Grab aus dem 3. Jahrhundert n. Chr stammen. Feuer wütet Kempen. Nachdem erst vor zwei Tagen durch ein Großfeuer auf dem ältesten Bauernhof des Kreises Kempen=Krefeld, dem Riekelenhof, großer Schaden angerichtet worden war, ist jetzt ganz in der Nähe, und zwar auf dem Anwesen des Landwirts Dohr auf der Huverheide, wieder ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Feuerwehren aus der Umgegend trafen bald an der Brandstätte ein, mußten sich aber darauf beschränken, das Wohnhaus vor dem Uebergreifen der Flammen zu schützen. Die gesamten Stallungen sowie die Scheune mitsamt den aufgestapelten Heu= und Strohvorräten, ferner mehrere wertvolle landwirtschaftliche Maschinen wurden vernichtet. Man vermutet, daß Brandstiftung vorliegt. Eingehende Ermittlungen sind eingeleitet. Siegen. Bei dem starken Gewitter, das über der hiefigen Gegend niederging, schlug der Blitz in die Scheune eines Anwesens in Wilnsdorf ein. Die Flammen breiteten sich so schnell aus, daß die herbeigeeilten Feuerwehren sich auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken mußten. Die Scheune sowie das Wohnhaus wurden vollständig vernichtet. Heinsberg. In einer Schreinerei in dem Nachbarort Grebben brach nachts plötzlich ein Feuer aus, das an den Holzvorräten reiche Nahrung fand und sich sehr schnell über den gesamten Betrieb verbreitete. Die Werkstätte brannte vollständig aus. Sämtliche Maschinen und Werkzeuge wurden vernichtet. Der sehr hohe Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die Brandursache bedarf noch der Klärung. Bau eines neuen Gruppenwasserwerks Heinsberg. Das Grenzgebiet des Selfkant leidet schon seit Jahren ständig unter einer großen Wasserknappheit. Der schon länger gehegte Plan, ein Gruppenwasserwerk zu bauen, soll nun endlich durchgeführt werden, nachdem bisher das Projekt aus Finanzierungsgründen immer wieder zurückgestellt werden mußte. In einer Tagung, zu der sämtliche Ortsbehörden Vertreter entsandt hatten, wurden nähere Einzelheiten besprochen. Demnach sollen die Arbeiten für das Gruppenwasserwerk, an das etwa 100. Ortschaften angeschlossen werden, in Kürze begonnen werden. An die 100 Erwerbslose finden hier für längere Zeit Beschäftigung. Kolitax vor Wötfgung Marken DedeskReRkCHTSSCHUTZL LERLAG GSKAR MEICTEK, WEROAO 5. Fortsetzung „Der Oger laufen? Alles ist möglich auf der Welt ... aber der Oger und laufen? No... Mary ist verrückt! Sie hat immer Angst vor dem Oger gehabt! Dummes Mädchen!“ Dem Polizeiobersten kommt seine Frage jetzt auch albern vor. Er zuckt die Achseln und will geher,# Aber Morris winkt ihn heran. Er soll mit zum Oger kommen. Der Zwerg zeigt ihm, den Oger rückwärts öffnend, noch einmal den Mechanismus. Zieht ihn auf. Ein Zittern geht durch die Gestalt, aber sie bewegt sich Der Mechanismus ist unbrauchbar, das stellt Oberst Wilms fest. Er verläßt die Automatensammlung und ihren Mechaniker und sucht wieder Jenkins auf. „Ich habe eben mit Morris gesprochen. Die Vermutung mit dem Oger ist natürlich Unsinn. Eine Sinnestäuschung. Immerhin... irgendeine Gestalt muß den Korridor entlang gegangen sein. Die Zofe Mary wird von allen als zuverlässiges, vernünftiges Mädchen bezeichnet. Eine Gestalt, die dem Aeußeren nach dem Oger ähnelte, muß sich dem Mädchen gezeigt haben, sonst wären ihr entsetzlicher Schreck und wahnsinnige Angst unbegründet!" „Frauen haben oft hysterische Anlagen,“ warf Jenkins ein. „Das leugne ich nicht, aber es muß immer etwas da sein, was diese Hysterie auslöst. Fassen wir zusammen: Es ist jemand bei Mistreß Boulot gewesen und hat sie getötet.“ „Das muß angenommen werden. Miß Ariane will ja auch so etwas wie Schritte gehört haben. Dieser Unbekannte— sagen wir K— hat Mistreß Boulot getötet. Aber wie? Die Untersuchung ergibt starke Einwirkung von Strahlen, Röntgenstrahlen oder Radiumstrahlen. Beide können tödlich sein. Das eine also ist klar, der Unbekannte tötete die wahrscheinlich schon durch eine ungeheuerlich grauenhafte Maske erschreckte Frau mittels dieser Strahlen. Hm! Finden Sie nicht, daß es sich der Täter recht kompliziert gemacht hat?“ „Vielleicht hat er vermutet, daß die ärztliche Wissenschaft Herzschlag annehmen und man von einer Sezierung absehen würde.“ „Das ist möglich, Oberst. Aber nun weiter. Wir haben nicht die kleinste Spur von jenem geheimnisvollen Besucher. Wurden alle Zimmer dieses Korridors von Ihnen noch in der Nacht untersucht?“ „Ja! Die Untersuchung ergab aber nicht den geringsten Anhaltspunkt.“ „Und der Seitenflügel?" „Ist unbewohnt. Da befinden sich die Sammlungen des verstorbenen Barons Torsten, die Mister Boulot übernommen hat. Die Säle waren alle verschlossen und nirgends fand sich eine Spur. Es ist ganz seltsam! Irgendwo muß doch der Mörder verschwunden sein. Haben die Säle mit den Sammlungen vielleicht noch geheime Ausgänge?“ „Nein!“ „Hm. Lassen wir jetzt einmal das Geheimnis, und kümmern wir uns um die Beweggründe der Tat. Fest steht also: Die selbst schwervermögende Frau des Multimillionärs Carry Boulot wird plötzlich ermordet. Wer kommt als Täter in Frage? Man denkt immer zuerst an den, der Vorteile davon hat. Wer könnte das in diesem Falle sein?“ „Ich habe keine Ahnung, wer das Vermögen von Mistreß Boulot erbt. Angenommen ihr Gatte. Boulot ist aber selber unermeßlich reich; er befand sich zur kritischen Stunde in meiner Gesellschaft; nach menschlichem Ermessen scheidet er also als Täter aus. Es liegt auch in anderer Hinsicht kein Grund vor. Die Dienstleute haben alle übereinstimmend ausgesagt, daß das Einvernehmen zwischen den Ehegatten ein durchaus gutes war. Erbin kann auch die Tochter sein. Auch sie kann kein besonderes Interesse daran haben; denn sie ist in jedem Falle reich. Boulot hat sie ausdrücklich als Tochter adoptiert. Das tut man nur, wenn man jemand in die Erbrechte voll einsetzen will. Das Verhältnis zwischen Tochter und Mutter soll zwar nicht überschwänglich herzlich, aber doch recht gut gewesen sein. Es muß also Feinde außerhalb der Familie geben,“ schloß der Oberst. „Das ist wohl anzunehmen!“ „Um die zu finden,“ nahm Wilms wieder das Wort, „müßte man mehr über das vergangene Leben Mistreß Boulots wissen. In ihrer Vergangenheit könnte der Schlüssel zu dem Geheimnis liegen. Der Bankier hat auch viele Feinde. Ich halte es deshalb nicht für ausgeschlossen, daß dieser Mord einen Racheakt darstellt, der sich gegen den Bankier richtet.“ „Boulot scheint übrigens schon überwunden zu haben.“ Der Oberst zuckt die Achseln.„Bei Geschäftsleuten von solchem Format ist das Gefühlsleben immer etwas verkümmert. Also, lieber Jenkins, unsere Aufgabe ist vor allem die, in die Vergangenheit und das Privatleben der Ermordeten wie auch des Bankiers hineinzuleuchten. Sie außerhalb, ich innerhalb des Hauses.“ „Sehr richtig!“ ** Als Oberst Wilms den Bankier in seinem Arbeitszimmer aufsucht, reicht dieser ihm hastig einen Brief. Lesen Sie, Oberst!“ Wilms nimmt das Schreiben.„Alle Schuld rächt sich auf Erden. Der erste Schlag ist gefallen, der nächste wird Sie treffen. Auch Oberst Wilms wird Sie nicht retten können. Regorred.“ Der Oberst schüttelt verwundert den Kopf. „Wirkliche Verbrecher arbeiten nicht mit solchen Mätzchen.“ „Was halten Sie davon, Oberst?“ „Ich finde diese Warnung reichlich theatralisch.“ „Was könnte man daraus schließen?“ „Mancherlei, Mister Boulot... aber es stimmt nicht zusammen. Der Mord an Ihrer Gattin, über dessen Ausführung und Grund wir ebenso wie über die Person des Täters noch im Dunkeln tappen, ist in einer sehr raffinierten Weise erfolgt. Er deutet auf einen kaltblütigen Mörder hin, der mit ungeheurer Ueberlegung und Genauigkeit arbeitet. Dieser Drohbrief aber verrät mir, daß sein Schreiber mit dem Mörder nicht identisch, sondern irgendein phantasievoller Mensch ist, der Sie haßt, an dem Mord aber nicht beteiligt ist, und Ihnen diese Drohzeilen nur schrieb, um Sie zu schrecken.“ „Sehr möglich!“ „Auf alle Fälle werde ich die Augen doppelt offenhalten. Man muß als Kriminalist auch scheinbare Dummejungenstreiche ernst nehmen.“ „Ich vertraue Ihnen vollkommen, Oberst! Wie weit sind Sie mit Ihren Nachforschungen?“ Der Bankier spricht ruhig und sachlich, man merkt ihm von der Erregung der Nacht nichts mehr an. „Wir sind noch keinen Schritt weitergekommen, da jede Spur fehlt. Ganz besonders schwer sind die Nachforschungen auch aus dem Grunde, weil wir nicht wissen, wo wir einhaken sollen. Können Sie mir vielleicht Einzelheiten mitteilen, die das Privatleben Ihrer Gattin betreffen?" Der Bankier blickt nachdenklich vor sich hin. „Ja... ich vermag da wenig zu sagen. Ich verliebte mich in Jenny, als sie in der Metropolitan=Oper auftrat. Sie war eine außerordentlich charmante Frau! Das Verhältnis kühlte aber schon nach kurzer Ehe merklich ab. Der Grund lag darin, daß ich durch meine starke geschäftliche Inanspruchnahme nicht in der Lage war, mich um meine schöne Frau so zu kümmern, wie sie es gewiß erwartet hatte.“ „Das ist einleuchtend. Pflegte Ihre Gemahlin irgendwelchen freundschaftlichen Verkehr mit Kollegen aus ihrer Künstlerzeit?“ „Nein, davon ist mir nichts bekannt.“ „War Ihre Frau vermögend, als Sie sie heirateten?“ „Ja! Ich habe zwar keine Ahnung von der Höhe ihres Vermögens, aber ich glaube, es betrug damals schon eine gute Million Dollar.“ „Das ist interessant! Scheinbar haben Sie aber das Vermögen Ihrer Gattin nie in Verwaltung gehabt?" „Nein! Ihr Kapital wurde und wird verwaltet von dem Besitzer des Bankhauses Walter, Horst Walter, einem Deutsch=Amerikaner, den ich sowohl als Geschäftsmann wie auch als Menschen hochschätze. Er nimmt seit zehn Jahren für meine Frau die Interessen wahr, also schon in der Zeit, ehe wir uns kennenlernten. Ich hatte daher keinerlei Veranlassung, meine Frau aufzufordern, ihr Vermögen mir zür Verwaltung zu überlassen. Das war ja auch nebensächlich. Ich besaß damals schon gut 160 Millionen Dollar. Da machte die eine Million nichts aus.“ „Das ist verständlich. Immerhin wird sich die Million auch vermehrt haben.“ „Ich habe da gar keine Ahnung, Oberst, und es interessiert mich auch wenig. Meine Frau und ich hatten zwar vor Jahren einmal Testamente gemacht und uns gegenseitig als Erben eingesetzt. Aber soviel mir bekannt geworden ist, hat Jenny das Testament später wieder umgestoßen und ihre Tochter Ariane zur Universalerbin gemacht. Doch das ist ja belanglos!“ „Ist Miß Ariane mündig?“ „Nein, sie ist noch nicht ganz einundzwanzig Jahre alt. Meine Frau war seinerzeit mit der Adoption nur unter der Bedingung einverstanden, daß ich die Verwaltung ihres Vermögens im Falle ihres plötzlichen Todes bis zu Arianes einundzwanzigstem Lebensjahre in den Händen von Mister Walter belasse. Ich habe auch da zugestimmt! Was tut man nicht alles einer Frau zuliebe! Uebrigens wird Ariane in vier Monaten schon mündig.“ „Haben Sie sich eigentlich Gedanken über den Mord gemacht, Mister Boulot?“ „Ich bin der festen Ueberzeugung, daß es sich um einen Racheakt gegen mich handelt. Man will, ehe man mich um die Ecke schafft, erst meine Familie vernichten. Meine arme Frau hat zuerst dran glauben müssen. Ich fürchte jetzt um meine Tochter und bitte Sie, Oberst, Ihr ganzes Augenmerk auf Ariane zu richten. Ich könnte es nie ertragen, wenn sie der Rachsucht meines Gegners zum Opfer fiele.“ „Sie glauben also nicht, daß die Gründe des unbekannten Täters irgendwie in der Vergangenheit Ihrer verstorbenen Frau verankert sind? Ich meine, eine Künstlerin hat doch oft Feinde. Eifersucht spielt häufig eine Rolle.“ „Lieber Oberst... aus dem vergangenen Leben meiner Frau weiß ich nicht das geringste. Ich wollte auch nichts wissen und habe nie darnach gefragt. Da kann ich Ihnen leider nicht dienen.“ „Schade! Wir müssen nun Geduld haben, bis sich uns eine Spur weist." „Hoffen wir... daß ste sich bald findet.“ „Ich werde heute die Zose Mary noch einmal verhören.“ „Die den Oger auf dem Flur gesehen haben will?" „Ja! Das mit dem Oger ist natürlich blanker Unsinn. Aber ein Mensch war jedenfalls da, das ist gewiß und hat auf teuflischste Art Ihre Frau ums Leben get. U bracht. Und den müssen wir finden „Ich wünsche Ihnen allen Erfolgt“ Der Leichnam von Mistreß Boulot war freigegeben worden und zwei Tage darauf fand mit großem Pomp und größter Anteilnahme der Bevölkerung von Neuyork, die von der Sensation aufgepeitscht worden war, das Begräbnis statt. Ariane, von den Aufregungen der letzten Tage noch schwach und matt, war Tom Halifax sehr dankbar, daß er an ihrer Seite schritt und sie stützte. Boulot fand nichts daran, sondern nickte dem jungen Manne sogar freundlich zu. Das Seltsame an diesem Leichenbegängnis war, daß keinerlei Verwandte, außer dem Gatten und der Tochter, dem Sarg folgten. Das fiel auf, und die Zeitungen schrieben am nächsten Tag darüber. Horst Walter, der Bankier und Vermögensverwalter der verstorbenen Mistreß Boulot, befand sich unter den Trauergästen. Er war ein schlanker, hochgewachsener Mann mit schlohweißem Haar und ging trotz seiner siebzig Jahre wie ein Jüngling aufrecht mit festen Schritten. Als man den Sarg der Erde anvertraut hatte und das Begräbnis vorüber war, geleitete Tom Miß Ariane zum Auto und wollte sich verabschieden. Aber Ariane bat ihn, sie zu begleiten. Auch der Bankier schloß sich der Bitte an. „Meine Tochter erblickt in Ihnen einen guten Freund und aufrichtigen Kameraden, Mister Halifax. In ihrem Leid braucht sie Ihren Trost. Bitte, seien Sie mein Gast!“. Der Bankier Walter war zu Ariane getreten. Er sprach sein Beileid aus und fügte hinzu:„Miß Boulot, wird Ihnen mein Besuch morgen angenehm sein?“ „Ich bitte darum, Mister Walter!“ antwortete das Mädchen. Dann stiegen sie in den Wagen und fuhren nach Torsten. Als Tom mit Ariane die marmorne Freitreppe emporstieg, fröstelte sie trotz des warmen Tages. „Ich fürchte mich so auf Torsten!“ Ihre Blicke begegneten sich. Tom drückte ihr beruhigend die Hand und war glücklich, als sie seinen Druck erwiderte. * „Mister Halifax!“ wendet sich der Bankier an seinen Gast, als sich Ariane zur Ruhe begeben hat.„Ich hätte: eine Bitte an Sie!" „Und die wäre, Sir?“ „Leben Ihre Eltern noch?“ „Nur meine Mutter, aber nicht hier, sondern in Richmond. Sie hat meines Vaters Friseurgeschäft übernommen, leitet es und hat zwar kein großes, aber ausreichendes Einkommen. Ich wohne hier allein.“ „Im Boardinghouse?“ „Ja, bei einer deutschen Wirtin.“ „Würden Sie Ihr Zimmer in diesem Boardinghouse gegen eine Wohnung auf Torsten eintauschen, Mister Halifax?“, Tom wird ein wenig rot. „Ich soll... auf Schloß Torsten wohnen?“ „Ja! Meiner Tochter würde es bestimmt eine große Beruhigung sein und darauf kommt es mir an. Das Kind darf nicht melancholisch werden. Und wenn dann die nächsten Monate vorbei sind, sollen Sie mit Ariane auch wieder Tennis spielen. Sport ist auch heilsam.“ Tom ist ganz gerührt von dem warmen Vaterherz. Diese Fürsorge um seine Adoptivtochter hätte er dem kühlen Geldmagnaten nicht zugetraut. „Mister Boulot... Sie sind ein guter Vater!“ Der Bankier lächelt.„Warum soll ich ein schlechter Vater sein? Man kann doch oft viel bequemer gut als schlecht sein.“ „Ich bin also einverstanden, Sir... aber die Kosten...“ „Lieber Mister Halifax, darüber sprechen wir nicht. Sie sind selbstverständlich, so lange Sie hier sind, mein Gast.“ Am gleichen Tage noch übersiedelte Tom nach Schloß Torsten. * Am nächsten Vormittag läßt sich der Bankier Horst Walter melden. Boulot geht ihm selber entgegen und geleitet ihn in sein Arbeitszimmer. „Ich lasse Ariane sofort rufen. Sie haben doch einen Augenblick Zeit? Ich möchte mich erst noch etwas mit Ihnen unterhalten. Wir haben uns doch so manches zu erzählen.“ „Bitte sehr, Mister Boulot! Ich habe immer für Sie Zeit. Wer hat für Mister Boulot nicht Zeit?“ Er lächelt dabei und verbeugt sich. „Nun, ich stelle fest, daß das Bankhaus Walter zu einem ganz stattlichen Unternehmen herangewachsen ist. Ich taxiere es auf etwa achtzig Millionen Dollar.“ „Sie haben richtig taxiert, Mister Boulot.“ „Zigarrect „Gern! Nicht zu stark, wenn ich bitten darf!“ „Nehmen Sie diese! Sehr mild. Ich rauche sie selber gern hin und wieder.“ „Das mit den achtzig Millionen— ich komme noch einmal darauf zurück, Mister Boulot— das stimmt. Nur gehören sie nicht dem Bankhaus Walter, so groß sind wir noch nicht. Aber wir haben... wir hatten einen ganz großen Kunden.“ Boulot beugt sich weit vor und sieht den Sprecher erschrocken an. „Der große Kunde... war... meine Frau?" „Sie sagen es, Mister Boulot!“ Der Bankier Boulot scheint von der Eröffnung verwirrt. „So reich war Jenny? Ich habe sie höchstens auf zwei Millionen geschätzt!“.(Forts. folgt.)